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Kokkyō o koete (Beyond the Border)

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2 Kapitel - 3.222 Wörter - Erstellt von: KuraikoDevlin - Aktualisiert am: 2018-02-03 - Entwickelt am: - 299 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Langsam kam Itachi wieder zu sich und beäugte uns alle verwirrt.
„Was zum...", fing er an, brach jedoch ab, als er die Gabel bemerkte. Mit einem Ruck zog er sie raus und nur drei kleine blutende Punkte waren auf seiner Stirn zu sehen. Lachend fiel Felicia ihren Cousin um den Hals.
„Du leeeeebst!" Auch ich beteiligte mich an der Umarmung.
„Und ich komm nicht in den Knast.", rief ich fröhlich, bis ich bemerkte, was ich hier eigentlich tat. Ich ließ Itachi wieder los und sah peinlich berührt an die Wand.
„Wolltest du mich umbringen?", fragte Itachi mit einer kalten, gleichgültigen Stimme. Schnell schüttelte ich den Kopf, blickte ihm direkt in die Augen, legte meine eine Hand aufs Herz und die andere Hob ich in die Luft.
„Ich schwöre, ich hab auf Hidan gezielt."

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Kapitel 1. Hajimemashita! (Nice to meet you!)



„Verdammte Scheiße, jetzt renn doch mal schneller, Hidan!"
„Renn doch mal schneller!", schrie er zurück und wich nur knapp einem vorbei fahrendem Auto aus.
„Soweit ich mich erinnere, bist DU diejenige, die verschlafen hat!" Genervt verdrehte ich die Augen.
„Wen interessieren denn die unwichtigen Details? Außerdem warst du eh noch am Frühstücken, also beschwer dich nicht!", schrie ich wieder zurück und bog um die nächste Ecke.

Nun konnte ich das Schulgebäude schon vor uns sehen.
„Wetten ich bin schneller als du?", neckte ich meinen Bruder und legte einen Zahn zu.
Hinter mir konnte ich ihn nur lachen hören, als er auch schon wie ein Irrer an mir vorbei raste.
Das konnte doch nicht wahr sein...
„Wir seh´n uns in der Klasse, du lahmarschige Kuh!", lachte er und rannte ins Schulgebäude.
Lahmarschige Kuh! Eilig lief auch ich ins Schulgebäude und rannte die Treppen hoch, als ich bei der nächsten Abbiegung in jemanden hinein lief und unsanft auf dem Boden landete.

„Auuu… verdammte…", zischte ich und stand langsam wieder auf. Genervt sah ich Hidan an, der einfach regungslos mit dem Rücken zu mir stand.
„Was stehst du da wie bestellt und nicht abgeholt, huh?" Als er mir nicht antwortete, ließ ich meinen Blick durch den Korridor schweifen.
Ein paar Meter von uns entfernt stand ein zierlich aussehendes Mädchen mit langen, blonden Haaren. Sie trug die gleiche Schuluniform wie wir, jedoch hatte ich sie zuvor noch nie gesehen.
Gerade unterhielt sie sich mit unserem Klassenlehrer, als dieser auf Hidan und mich aufmerksam wurde. Auch das Mädchen sah zu uns herüber und ihre eisblauen Augen strahlten, als sie uns freundlich anlächelte.

„Hidan! Mio! Kommt her." Schnell versuchte ich Hidan aus seiner starre zu lösen und zusammen schritten wir auf Kakashi-Sensei und das Mädchen zu.
„Das hier ist Felicia Uchiha. Sie und ihre Familie sind erst vor kurzem nach Tokyo gezogen. Bringt sie doch schon einmal in die Klasse, ich komme dann gleich nach.", sagte er und war dabei sich in Bewegung zu setzten.
„Sensei, der Unterricht hat aber schon angefangen.", sagte ich belustigt, als dieser einfach weiter ging und meine Worte ignorierte. Schulterzuckend drehte ich mich wieder zu Felicia um.
„Kann man wohl nicht´s machen.", seufzte ich.
Mit einem Mal brach Felicia in lautes Gelächter aus und verwirrt sah ich sie an, während Hidan sie immer noch wie gebannt anstarrte.
Bei Jashin, was war bloß los mit den beiden?

„Euer Lehrer hat wirklich ne schräge Frisur.", meinte sie lachend. Auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das war auch mein Gedanke, als ich Kakashi-Sensei das erste Mal sah. Ihr Blick fiel auf Hidan.
„Ist alles okay mit ihm?"
„Das frag ich mich oft.", erwiderte ich lachend, was Hidan endlich aus seiner Starre zu lösen schien.
„Ich bin Hidan. Ignorier meine Schwester einfach. Manchmal glaube ich, sie hat´n Hirntumor, der ihre Intelligenz beschränkt." Schnell machte sein Magen Bekanntschaft mit meinem Ellenbogen, was ihn zusammenzucken ließ.
„Also normal seid ihr definitiv nicht.", lachte Felicia. Schmunzelnd reichte ich ihr die Hand.
„Na dann willkommen auf deiner neuen Schule, wo nur Idioten rumlaufen."

Als wir dann endlich in der Klasse ankamen, war Kakashi-Sensei noch immer nicht da. Dieser Lehrer, nie kam er pünktlich. Seufzend ließ ich mich neben Deidara auf meinen Platz fallen.
„Na, wieder verpennt?", neckte dieser mich.
„Hahaha, mach du dich ruhig lustig.", sagte ich sarkastisch und deutete Felicia neben mir Platz zu nehmen. Dankbar lächelte sie mich an. Kurz nachdem sie sich hingesetzt hatte, betrat auch schon Kakashi-Sensei die Klasse.
„Aufstehen, Schüler.", sagte er, legte sein Buch auf den Tisch und wir standen alle auf. Mein Blick schweifte durch den Raum, als ich bemerkte, wie auch mich jemand musterte. Ich musste schwer schlucken, als ich Pain erkannte.

Pain war einer der größten Schläger aus unserer Klasse. Seine Haare waren stachelig und orange, seine Augen waren in einem hellen lila und in seinem Gesicht hatte er viele Piercings.
Seine rechte Hand ballte er zu einer Faust und schlug sie geräuschlos in seine andere Hand.
´Du wirst noch verprügelt´, formte er die Worte langsam, ohne einen Mucks von sich zu geben.
Ouh Scheiße…
Das hatte ich ja total vergessen.
Letztes Jahr, kam seine Freundin Konan neu auf die Schule und ich hatte mich einmal, versehentlich natürlich, zu laut über ihr Make-up lustig gemacht.
Seitdem versuchte Pain mich schon einige male zu verprügeln, jedoch kam, Jashin sei gedankt, immer irgendetwas dazwischen. Nur leider hatte ich die Befürchtung, dass es dieses Jahr nicht so sein würde.

„Will der dich ernsthaft vermöbeln?", fragte Felicia mich flüsternd, als wir uns wieder hinsetzen durften. Gequält nickte ich, als sie mir eine Hand auf die Schulter legte und mich kopfschüttelnd ansah.
Dann ließ sie ihre Hand wieder sinken und schaute nach vorne an die Tafel.
„Was soll das denn jetzt heißen?", fragte ich und sie fing an zu kichern.
„Mein Beileid.", meinte sie bloß und mein Mut sank auf den Nullpunkt.

„Endlich ist Pause! Ich hasse Mathematik!", riefen Felicia und ich unisono.
„Du auch?"
„Worauf du einen lassen kannst.", grinste sie und zusammen mit Hidan und Deidara gingen wir auf den Pausenhof.
Dort trafen wir uns mit Sasori, einem rothaarigen Jungen, der in unserer Parallelklasse war. Er wirkte meist emotionslos, es sei denn, er und Deidara stritten sich mal wieder über Kunst.
Deidara hatte hingegen langes, blondes Haar und wirkte im Gegensatz zu anderen Jungs, ziemlich feminin. Eine Klasse über uns waren auch noch Kisame, Kakuzu und Zetsu.
Drei ziemlich komische Typen. Kisame war recht groß, über zwei Meter, möchte man meinen und hatte blaue Haare.
Er machte immer einen freundlichen und lustigen Eindruck. Kakuzu war, zu meinem Leidwesen, Hidan´s bester Freund und ein ziemlicher Geizhals und Zetsu, tja, der war ne Sache für sich. Ich stellte Felicia alle vor, als auf einmal ein schwarzhaariger Typ auf uns zukam.

„Man, Itachi, dich hab ich ja lange nicht mehr gesehen.", rief Kisame fröhlich und klopfte den jungen Mann freundschaftlich auf die Schulter. Itachi nickte nur und auch die anderen schienen ihn alle zu kennen. Schlecht sah Itachi jedenfalls nicht aus, dachte ich und schüttelte den Kopf. Was für Gedanken ich wieder hatte.
„Kann mir mal einer Verraten, wer das ist?", fragte ich leise an Hidan gewandt. Mit der Faust schlug Hidan mir auf den Kopf.
„Das ist Itachi Uchiha, man. Ich hab dir doch schon mal von ihm erzählt. Der Typ aus Kyoto, zu dem wir jeden Monat einmal hinfahren."
„Kein Grund mich zu schlagen!", schimpfte ich und trat ihm gegen´s Bein.
Moment mal… Uchiha…
„Du heißt doch auch Uchiha!", rief ich und zeigte mit dem Finger auf Felicia, als diese nur lachte. „Das ist dir aber früh aufgefallen. Itachi ist mein Cousin. Man könnte sagen, die ganze Uchiha Sippe ist jetzt von Kyoto nach Tokyo umgezogen. Bis auf meinen Vater, der lebt schon ein Jahr länger hier."

Verständlich nickte ich. Auch die anderen nickten und sahen Felicia an.
„Du siehst gar nicht aus, wie ne Uchiha.", meinte Deidara.
„Sie verhält sich auch nicht sonderlich wie eine.", gab Pain seinen Senf dazu. Fuck, seit wann stand der denn schon hier!
„Ich komme halt eher nach meiner Mutter.", winkte sie ab.
„Und dein Vater ist…wer?", fragte Kisame. Ouh nein, ich konnte mir die Antwort schon denken… Es gab nur einen Uchiha in Tokyo, der ihr Vater sein könnte… Und dieser Mann hasste mich und Hidan. Okay, Hidan vielleicht ein bisschen mehr… hoffte ich jedenfalls.
Auf jeden Fall konnte er uns nicht leiden. Er war für mich der schlimmste Lehrer überhaupt. Er war ein Mann des Stolzes und so gut wie jeder hatte Angst vor ihm. Außer ein paar, wie Pain und Konan, was ich jedoch nicht ganz nachvollziehen konnte. Er war der Albtraum aller Alpträume und sein Name war…
„Mein Vater?", fragte sie und grinste.
„Madara Uchiha."

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