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Die Statistik vom Quiz

Love love love in Hogwarts 2!

39.63 % der User hatten die Auswertung: Freya Miller Blutstatus: eigentlich reinblütig, allerdings weiß Freya nichts von ihren magischen Kräften, da sie in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und ihr Brief aus Hogwarts versteckt wurde Schuljahr: Freya ist zum Zeitpunkt von Harrys 5. Schuljahrs bereits erwachsen und arbeitet in dem Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen ist Aussehen: haselnussbraunes Haar, rosafarbene Wangen und haselnussbraune Augen, dein Gesicht hat für manche die Erscheinung eines niedlichen Rehs Charakter: fürsorglich, lieb, nachdenklich, fleißig, treu, spontan ,, Gute Nacht, meine Lieben!‘‘, sage ich lächelnd und mache das Licht eines großen Schlafsaals aus, der voller tuschelnder Mädchen im Jugendalter ist. Ich kenne sie alle bereits sehr gut, da sie, als ich in ihrem Alter war, noch viel kleiner waren und ich immer mit ihnen gespielt habe. ,, Gute Nacht, Freya!‘‘, sagen sie alle fröhlich im Chor. Ich verlasse den Saal, auch wenn ich genau weiß, dass die Mädchen noch lange nicht schlafen gehen werden. Dann gehe ich in mein Zimmer und ziehe mir bequeme Sachen an, da der Abend für mich nun entspannt sein wird. Schon mein ganzes Leben habe ich in diesem Waisenhaus verbracht und es hat für mich so eine große Bedeutung, dass ich es niemals verlassen könnte. Stattdessen habe ich begonnen, hier zu arbeiten, da ich Kinder generell liebe und auch sehr fürsorglich bin. Beim Umziehen fällt mein Blick auf ein Foto, das unter meinen Schrank gefallen sein muss. Ich hebe es auf und erblicke zwei Erwachsene, die mit einem kleinen Baby im Arm um die Wette lächeln. Sofort blicke ich wieder weg. Ich habe keine Erinnerung mehr an meine Eltern, da sie viel zu früh gestorben sind. Ich weiß nicht einmal wirklich, woran oder weswegen. Immer, wenn ich jemanden gefragt habe, wurde mir gesagt, dass mir darüber keine Auskunft gegeben werden kann. Ich weiß wirklich nichts über die Vergangenheit meiner Eltern, nicht einmal wo sie gewohnt haben konnte mir gesagt werden. Woher also soll dieses Foto stammen? Ich habe nur Fotos mit meinen Freundinnen, die ich hier im Waisenhaus kennengelernt habe… Ich sehe noch einmal auf das Bild. Doch… was ist das? Das Bild bewegt sich! Nein, nicht das Bild… die Personen darauf! Das gibt es doch nicht! Ich reibe mir die Augen, aber ich bilde mir das garantiert nicht ein. Die Personen darauf lachen und bewegen sich… Ich drehe das Foto um. Es sieht völlig normal aus. Vielleicht sollte ich besser schlafen gehen. Am nächsten Morgen werde ich bereits früh geweckt. ,, Freya, Freya, wach auf! Wir fahren heute nach London!‘‘ Schon vor einer Woche hatte ich zweien meiner Mädchen versprochen, mit ihnen nach London zu fahren, da sie sonst kaum was von der Welt sehen und weil London sowieso nicht besonders weit weg von unserem kleinen Ort ist. Nachdem wir uns für unseren Ausflug fertig gemacht haben, rufen wir uns ein Taxi und sind schon bald in London. Dort angekommen gehen wir in die verschiedensten Läden. Ich kaufe meinen beiden Freundinnen süße Kleinigkeiten, da sie sonst so wenig haben. Als ich kurzzeitig alleine vor einem Laden stehe, kommt plötzlich ein schwarzer, zerzauster Hund auf mich zu. Ich erschrecke zuerst, da er aussieht, als würde er alles, was ihm in die Quere kommt, zerfleischen. Er hechelt allerdings und sieht ganz und gar nicht gefährlich aus. Ich knie mich hin und beginne, ihn zu streicheln. Bei genauerem Hinsehen sieht er überhaupt nicht so zerzaust aus, höchstens vielleicht verstrubbelt. ,, Freya, warum streichelst du fremde Hunde?‘‘, fragen mich meine Freundinnen, als sie mich sehen. ,, Ich weiß nicht. Er sah so niedlich aus.‘‘ Ich will gerade wieder aufstehen, als er näher auf mich zukommt. ,, Seht ihr, er mag mich sogar!‘‘, lache ich. Kurz kraule ich ihn noch, bis wir dann weitergehen. Nachdem wir am späten Abend wieder nach Hause kommen, falle ich müde in mein Bett und schlafe direkt ein. Ich schlafe diesmal sehr gut, da mich niemand weckt. Als ich langsam wach werde, liege ich noch gemütlich in meinem Bett und erinnere mich an den gestrigen Tag. Es war wirklich schön, einmal wieder in London zu sein. London ist einfach eine unglaublich schöne Stadt. Dann denke ich an das Foto, das ich gestern in den Händen hielt. Wo habe ich das noch einmal hingetan? Ich suche es in meinem ganzen Zimmer, aber ich finde es nicht. Ich denke stark nach. Ich habe es gestern vielleicht in London verloren, als mir im Kings Cross meine Tasche runtergefallen ist. Das Foto war in meiner Tasche und selbst da ist es nicht mehr zu finden. Ich beschließe, gleich nach dem Frühstück nach London zu fahren. Da heute der erste September ist, gehen die die Kinder unseres Kinderheims heute wieder in die Schule und ich habe ein wenig freie Zeit. Nach der kurzen Zugfahrt finde ich mich im Kings Cross wieder. Der Bahnhof ist ziemlich überfüllt. Wie soll ich unter diesen ganzen Menschen nur ein einziges Foto finden? Ich laufe etwas umher .Ich bin ziemlich orientierungslos unterwegs, da ich wirklich nicht weiß, wo ich suchen soll. Ich beginne, die Menschen um mich herum zu beobachten und mein Blick fällt auf einen großen schwarzen Hund, der einem schwarzhaarigen Jungen mit Brille hinterherläuft. Merkwürdig, irgendwie wirkt dieser Hund ein wenig zu gehorsam… Welcher Hund läuft schon hechelnd seinem Herrchen hinterher, ohne dabei angeleint zu sein? Und… ist das nicht der Hund von gestern? Ich gehe den beiden hinterher und sehe plötzlich, dass die beiden im Warteraum verschwinden. Der Schatten des Hundes verändert sich allerdings! Es sieht so aus als würde der Hund hinter der Wand wachsen und zu einem Mensch werden. Wie kann so etwas sein…? Bestimmt habe ich mir das nur eingebildet… Trotzdem gehe ich in Richtung Warteraum. Ich versuche, durch die durchsichtige Wand zu sehen und kann eine Person erkennen. Leider bin ich ziemlich auffällig, denn eine Person setzt sich in Bewegung und sieht aus dem Türrahmen zu mir. Mir steht ein Mann mit dunklen, langen Locken und gräulichen Augen gegenüber. Er grinst schief als er mich an der Wand stehen sieht und mustert mich erst einmal. Ich lächele unsicher und weiß nicht, was ich sagen soll. ,, Wohin des Weges, schöne Frau?‘‘, fragt er charmant. Er findet mich schön? Ich werde rot. Nein, das sagt er nur so. ,,Ähh, ich habe eben einen Hund gesehen und bin ihm hinterhergelaufen… Und dann sah ich Sie.‘‘ ,, Wenn Sie mich in Hundeform möchten, sagen Sie es ruhig.‘‘, antwortet er gelassen. Bitte was? Fragend schaue ich ihn an. Er fängt an zu lachen und zwinkert mir zu. ,, War nur ein Spaß.‘‘ Dann sieht er mich wieder an. Sein Blick ist mir unangenehm und ich werde rot, auch wenn ich ihn genauso mustere. Sein Mantel ist etwas offen, sodass man einen Teil von seinem Oberkörper sehen kann. Diesen ziert ein Tattoo. ,, Haben Sie hier irgendwo vielleicht ein Foto herumliegen gesehen?‘‘, frage ich, um die unangenehme Stille zu unterbrechen. ,, Ein Foto?‘‘, fragt er. Auf eine dümmere Frage hätte ich wohl kaum kommen können. ,, Ja. Deswegen bin ich hier.‘‘ ,, Sie sind wegen eines Fotos hier?‘‘, fragt er amüsiert.,,Äh, ja. Genauer gesagt wegen eines Fotos, worauf sich die Personen bewegt haben.‘‘, stottere ich. Doch dann fällt mir auf, dass ich jetzt tatsächlich völlig dumm erscheinen muss. Ein Foto, auf dem sich die Personen bewegen… Freya… ,, Du bist 'ne Hexe? Sag das doch gleich!‘‘, ruft der Mann und seine Miene hellt sich auf. Eine Hexe? Bitte was? Was ist denn heute los? Völlig perplex schaue ich zu ihm. ,, Ich bin Sirius. Gerade bin ich mit dem Orden des Phönix unterwegs, sagt dir vielleicht was. Harry, mein Neffe, müsste gleich kommen. Wie heißt du?‘‘ Ich habe keine Ahnung, wovon dieser Sirius spricht. Verwirrt sehe ich ihn an, aber beschließe, dennoch zu antworten. ,, Ich heiße Freya. Freya Miller.‘‘ Er lächelt und gibt mir die Hand. ,, Damals hießen meine Nachbarn ebenfalls Miller. Irgendwann wurden sie dann aber von Du- weißt- schon- wem umgebracht…‘‘ ,, Von wem?‘‘, frage ich. Jetzt ist er derjenige, der mich verwirrt ansieht. Er zieht eine Augenbraue nach oben. ,, Woher kommst du?‘‘ ,, Aus einem kleinen, unbekannten Ort in der Nähe von London. Wieso?‘‘ ,, Naja, du-weißt-schon-wer ist hier doch unglaublich bekannt also… du weißt doch wer, oder?‘‘ Jetzt muss ich lachen. Wen auch immer Sirius meint, ich weiß nicht wer es ist. Aber es belustigt mich, ihm zuzuhören. ,, In Geschichte der Zauberei fällt der Name doch bestimmt mal…‘‘, zweifelt er weiter. ,, Geschichte der Zauberei?‘‘, lache ich verwundert weiter. ,, Warte, bist du überhaupt…‘‘ Weiter kommt er nicht, da der dunkelhaarige Junge mit Brille und ein weiter Mann mit einem Glasauge auf uns zukommen. ,, Sirius, was soll das? Für irgendwelche Flirts mit Muggeln haben wir jetzt sicherlich keine Zeit!‘‘ Muggel? ,, Ich dachte sie wäre eine Hexe… ‘‘ ,, Die da? Selbst wenn, die Welt denkt du seist ein Massenmörder! Daran schon mal gedacht? Wir nehmen diesem Muggel jetzt mal schnell das Gedächtnis und dann transformierst du dich bitte wieder zum Hund! Bist ja nicht umsonst ein Animagus.‘‘ Seine Sicht: Natürlich muss mir Mad-Eye jetzt eine seiner Ansprachen halten, er kann mich generell kaum leiden. Mein Gott, man muss doch auch einmal etwas riskieren! Vor allem, wenn es um eine so schöne Frau geht… Mit ihren braunen, kugeligen Augen, ihrer Stupsnase und ihrem braunen Haar sieht so ein wenig so aus wie ein niedliches Reh. ,, Nein. Sicherlich nehmen wir ihr nicht ihr Gedächtnis!‘‘ Sie soll mich doch nicht vergessen… Außerdem kenne ich sie irgendwo her. Mir fällt nur zum Erschüttern nicht ein, woher. ,, Sirius, ich glaube Sie haben den Ernst der Lage nicht ganz erfasst.‘‘, sagt Mad-Eye gerade, sichtlich genervt. ,, Ich kenne sie. Sie ist…eine Nachfahrin der Millers, einer alten Zauberfamilie!‘‘ Das war jetzt eine kleine Lüge, aber ich habe nicht gelogen, was ihren Namen betrifft und ich kannte tatsächlich einige Millers. Mad Eye mustert mich misstrauisch. ,, Noch 2 Minuten. Dann sind Sie als Hund am Bahnsteig.‘‘ Dann geht er. Deine Sicht: Völlig verwirrt sehe ich Sirius an. ,, Okay, Freya. Das ist jetzt… kompliziert. Wäre es möglich, dass wir uns wiedersehen?‘‘ Ich verstehe nichts mehr. Was ist mit diesen Menschen? Wieso reden sie so? ,, Was ist bitte ein Muggel?‘‘, frage ich. ,, Das ist schwer zu erklären.‘‘ Er sieht meinen ungeduldigen Gesichtsausdruck und stottert ein wenig herum. ,, Ich bin nicht das, für was du mich hältst. Das kann ich sagen. Vielleicht sollte ich jetzt eher gehen. Ich weiß nicht, wie ich dir das erklären soll. Auch wenn ich dich wirklich gerne wiedersehen würde… Auf Wiedersehen.‘‘ Er zwinkert mir zu, was mein Herz höher schlagen lasst. Er hat einfach etwas an sich. Sirius dreht sich um, geht in den Warteraum. Als ich dort hineinsehe, ist er verschwunden. Merkwürdiger hätte seine Erscheinung nicht sein können. Ich finde das Foto nicht mehr und gehe deswegen wieder zum Waisenhaus. Dort angekommen beginne ich, ein paar Verwaltungsaufgaben abzuarbeiten. Dabei denke ich immer wieder an das Foto, das ich haben möchte. Außerdem schwirrt Sirius in meinem Kopf umher. Ständig gehe ich unsere Unterhaltung im Kopf durch. Nachdem ich das Foto mit den sich bewegenden Personen darauf erwähnt habe, hat er irgendetwas von einer Hexe geredet und war auf irgendeine Art und Weise erleichtert… Nachdem ich meine Arbeiten beendet habe, versuche ich, mein Zimmer aufzuräumen. Aus Langeweile setze ich mich kurz auf mein Bett und denke lieber an das Foto als ans Aufräumen. Wie genial es wäre, wenn ich das Foto jetzt einfach genau in mein Zimmer wünschen könnte, egal wo es sich auch befindet… Plötzlich merke ich etwas. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas habe ich gemacht. Ohne dass ich genau realisiere, was ich getan habe, habe ich plötzlich das Foto vor mir und kann es gerade noch auffangen. Wie ist das denn jetzt geschehen? Das grenzt ja an Magie! Und natürlich bewegen sich die Menschen auf dem Bild auch noch… Ich mustere das Bild und verstecke es dann unter meinem Kopfkissen. Das ist gerade alles etwas zu merkwürdig…Den restlichen Tag verbringe ich damit, zu arbeiten und mit meinen Freundinnen zu reden. Als alle im Bett sind, gehe ich noch einmal vor die Haustür auf den Hof, der sich vor unserem Kinderheim ausstreckt. Ich setze mich auf eine niedrige Mauer und schaue in die Ferne. Ich denke gerne nach. Ich denke über das Leben, über meine Eltern, über die Kinder, die ich jeden Tag betreue und über alte Erinnerungen nach. So gerne ich mein Leben hier habe, ich fühle mich oftmals einsam. So sitze ich eine ganze Weile da. Mir wird langsam kalt, aber ich möchte trotzdem weiter nachdenken. Plötzlich höre ich etwas in den Gebüschen hinter mir rascheln. Ich fahre herum. Das Rascheln habe ich mir nicht eingebildet. Irgendjemand scheint gerade in meine Richtung zu rennen! Ich höre rennende Schritte. Dazu bewegen sich die Hecken. Es ist zu dunkel, um Genaueres zu erkennen. Ich beginne, zu zittern und langsam zurückzugehen. Die Schritte kommen immer näher, ich kneife die Augen zusammen und… ich höre einen Hund bellen. Ich zucke zusammen, aber bin gleichzeitig erleichtert, dass es kein Mensch war, der mich verfolgt hat. Ängstlich sehe ich zum Kinderheim. Dort schläft tatsächlich jeder. ,, Hallo Freya!‘‘ Als ich mich langsam umdrehe, steht niemand anderes als Sirius vor mir. So langsam habe ich einen Verdacht. Sirius muss der Hund sein… so unvorstellbar das auch ist. ,, Es tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe.‘‘ Er tritt näher zu mir und legt mir eine Hand auf die Schulter. ,, Ich wollte dich sehen.‘‘ Ich verschränke die Arme vor meinem Oberkörper. ,, Und deshalb musst du mir hier abends auflauern? Zu einem ziemlich traurigen Augenblick, in dem ich eher nachdenken möchte anstatt von einem Hund aufgesucht zu werden? Außerdem… hättest du sonst wer sein können. Und warum kannst du ein Hund sein? Kannst du doch, oder? Ich habe dich durchschaut!‘‘ Sirius sieht mich an und lacht. ,, Das wollte ich dir alles erklären. Komm, wir setzen uns.‘‘ Er nimmt einen Stab aus seiner Tasche, zeigt mit ihm auf den Boden, murmelt irgendetwas und plötzlich befindet sich ein Lagerfeuer auf dem Boden. Ich starre ihn an. ,, Ich bin kein normaler Mensch. Ich kann… zaubern. Das hört sich für dich jetzt wahrscheinlich paradox an, aber du hast es ja eben gesehen. Das ist mein Zauberstab.‘‘ Er hält den braunen Stab hoch.,, Ich bin ein Animagus, ich kann mich, wann immer ich möchte, in einen Hund verwandeln. Das können nicht alle Zauberer. Es gibt aber tatsächlich relativ viele. Wir wohnen meistens mit den Muggeln in denselben Orten und verhalten uns nicht zu auffällig. Muggel sind Nichtzauberer. Ich ging ab meinem 11. Lebensjahr nach Hogwarts, einer Schule für Zauberei. Dort lernte ich alles, was ich für mein jetziges Leben brauche. Das Problem ist, dass… mein bester Freund James mit seiner Frau von einem dunklen Zauberer umgebracht wurden und ich jetzt wegen dummen Umständen als ein gefährlicher Massenmörder angesehen werde. Das stimmt aber nicht! Ich helfe dem Orden des Phönix, die dunkeln Magier aus dieser Welt zu verbannen…‘‘ Er stoppt. ,, Das ist wahrscheinlich jetzt alles etwas viel. Es tut mir leid.‘‘ Mein Kopf rattert. Es gibt tatsächlich Zauberei. Unbegreiflich. Ganz glauben kann ich es nicht, da bin ich ehrlich. Gleichzeitig habe ich aber nicht das Gefühl, gerade belogen zu werden. ,, Bewegen sich bei euch die Menschen auf den Fotos?‘‘, frage ich. ,, Ich erzähle dir gerade von einem völlig neuen Universum für dich und du fragst nach Fotos?‘‘, entgegnet Sirius grinsend. ,, Niedlich. Ja, tatsächlich bewegen sich die Menschen auf unseren Fotos. Wäre ja sonst langweilig.‘‘ Ich bin sprachlos. Nach einer Weile, in der mich Sirius aufmerksam mustert, bringe ich heraus: ,, So, wie du das sagst, glaube ich dir das alles. Aber so, wie es mir jeder andere Mensch, den ich kenne, sagen würde, würde ich kein Wort ernst nehmen.‘‘ Wir sehen uns an. ,, Das heißt du glaubst mir?‘‘, fragt er. ,, Das habe ich so nicht gesagt…‘‘, antworte ich grinsend. ,, Dann komm mit!‘‘ Schwindel. Es fühlt sich an, als würde ich durch einen Schlauch gezogen werden. Aufprall. Ich finde mich auf dem Boden wieder. Mein Kopf dreht sich. Als mein Bild wieder ein wenig klarer wird, sehe ich Sirius vor mir stehen. Er hält mir seine Hand hin, die ich ergreife und kurz darauf stehe ich wieder stabil auf dem Boden. ,, Wo sind wir? Wie hast du das gemacht?‘‘ ,, Das, meine Liebe, nennt man Apparieren. Das einfache Wechseln des Ortes. Gar nicht so einfach. Jetzt sind wir im Hauptquartier des Orden des Phönix.‘‘ Ich frage besser nicht nach, was genau das jetzt sein soll. Er geht einen Flur entlang und bedeutet mir, mitzukommen. ,, Ist momentan eher ruhig hier. Das neue Schuljahr ist gerade losgegangen und auch in der Arbeitswelt ist die Hölle los. Aber weil ich mich verstecken muss, muss ich hier meistens alleine auf Gesellschaft warten…‘‘ ,, Klingt nicht gerade spannend.‘‘ Er lächelt schwach.,, Man gewöhnt sich dran.‘‘ Wir gehen in die Küche, in der es so aussieht, als würde das Geschirr sich selbst spülen. Meine Augen weiten sich. Ich gehe näher und sehe tatsächlich, wie der Teller von einem Schwamm gesäubert wird und das völlig ohne menschliche Hilfe. ,, Wow!‘‘, entfährt es mir. Sirius macht sich einen Kaffee und gerade, als er zum Trinken ansetzt, lässt er sie fallen. Es klirrt und es liegen viele Scherben auf dem Boden. Sirius Lippen ziert ein zartes Grinsen, er zückt seinen Zauberstab und ruft:,, Reparo!‘‘ Plötzlich ist die Tasse wieder makellos. Wo bin ich hier gelandet? Träume ich? Das wäre nur schon alles viel zu unrealistisch für einen meiner Träume. ,, Schlammblut, nein, Muggel! Dämliche Muggel! Kopf abhacken, aber schnell! Keine Muggel in diesem Haus! Wie ist dieses Gesindel hier hereingekommen?‘‘ In der Tür steht etwas unglaublich Hässliches. Es sieht aus wie ein kleiner, hässlicher Troll, nur viel kleiner, etwa in der Größe eines Elfs… Gibt es so etwas wie Trolle und Elfen denn? ,, Kreacher! Sofort raus hier!‘‘, ruft Sirius zornig. ,, Widerliches Pack, töten sollte man euch…‘‘ Damit verschwindet er wieder aus dem Raum. ,, Was hat er gegen mich?‘‘, frage ich schuldbewusst. ,, Kreacher ist zu so ziemlich jedem unglaublich unfreundlich. Weil du nicht zaubern kannst, also naja… ein Muggel bist, wird er es besonders auf dich abgesehen haben… Bitte, ignoriere ihn einfach. Ich will nicht, dass er dich verletzt.‘‘ Ich nicke. Es wird dauern, bis ich mich an all das hier gewöhne. Aber warum soll ich das genau tun? ,, Nox!‘‘, höre ich Sirius sagen und sofort wird es dunkel im Raum. ,, Tja, glaubst du mir langsam?‘‘, fragt mich Sirius. ,, In der Dunkelheit kann man problemlos Muggel entfernen! Man muss ja für Recht und Ordnung sorgen!‘‘, schreit die Stimme von eben. Ich höre Schritte auf mich zulaufen und bekomme es mit der Angst zu tun. Wenn ich doch wenigstens sehen könnte, was los ist! Ich brauche Licht! Plötzlich merke ich, dass es tatsächlich nicht mehr dunkel im Zimmer ist und dass Sirius Kreacher gepackt hat und ordentlich zusammenschreit. ,, LASS SIE IN RUHE! ES REICHT DU KLEINER HAUSELF!‘‘, dann verschwindet er mit ihm und kommt einige Sekunden später wieder ohne Kreacher zurück. Er sieht ziemlich fassungslos aus. Wir schweigen uns an. Das wird alles etwas zu angsteinflößend. Ich sollte zurück… Sirius unterbricht die Stille:,, Es tut mir leid… Hat er dir Angst gemacht?‘‘ Ich kann gar nicht antworten, denn plötzlich weiten sich seine Augen aufgeregt. ,, Warte, hast du das Licht angemacht? Ich war das nämlich nicht!‘‘ ,, Nein, ich wäre da gar nicht hingekommen…‘‘ ,, Doch, doch, du musst es eigentlich gewesen sein! ‘‘, sagt er und wirkt immer fröhlicher. ,, Manchmal reicht es, nur an das zu denken, was man zaubern möchte!‘‘ Er sieht mich freudig an. ,, Ich habe zwar daran gedacht, aber… ich kann doch nicht zaubern!‘‘, sage ich realistisch. Seine Euphorie klingt ein wenig ab. ,, Vielleicht hast du Recht.‘‘ Überzeugt klingt er allerdings nicht. ,, Ja… Ich bin schon seit dem frühen Kindesalter im Kinderheim… So etwas wie Zauberei war niemals ein Thema.‘‘ Er blickt auf. ,, Darf ich fragen, was mit deinen Eltern passiert ist?‘‘ Falsches Thema. Definitiv. Seine Sicht: Freyas Gesichtsausdruck verändert sich. ,, Ich weiß es nicht.‘‘, sagt sie mit erstickter Stimme, ,, Niemand konnte mir jemals die Antwort auf die Frage geben, was mit ihnen passiert ist. Sie sind irgendwann gestorben und niemand weiß warum.‘‘ Warum musste ich sie danach fragen? Ich merke, wie es sie traurig macht, darüber zu sprechen. ,, Tut mir leid, dass ich nachgefragt habe.‘‘, sage ich schuldbewusst. ,, Schon gut. Ich müsste bald wieder nach Hause…‘‘, antwortet sie. Ich gehe auf sie zu und umarme sie. Gleich werden wir zum Kinderheim disapparieren. Die Umarmung ist zwar kurz, aber ziemlich schön. Dann disapparieren wir und finden uns genau dort wieder, wo Freya zuvor stand. ,, Danke für’s… nach Hause bringen.‘‘ ,, Kein Problem.‘‘, lache ich.,, Ich gehe dann mal. Gute Nacht.‘‘ Dann dreht sie sich um und geht. Kurz bevor sie die Tür öffnet, blickt sie sich noch einmal um. Deine Sicht: Am nächsten Morgen erwache ich und wundere mich erst einmal über den gestrigen Abend. Was sollte das? Warum hat Sirius mir diesen Ort gezeigt? Warum redet er überhaupt mit mir? Und warum denkt er, ich könnte zaubern? Die nächsten Tage vergehen völlig normal. Ich verrichte meine Arbeit im Kinderheim und rede viel mit den Kindern. Insgeheim lässt mich der Gedanke an Sirius allerdings nicht los. Ich mag ihn, aber er ist ein Mysterium für mich. Ich meine, er ist ein Zauberer… Und ich bin ein ganz normaler Mensch. An einem Wochenendtag werde ich wach und merke, dass es mir nicht sehr gut geht. Ich habe Kopfschmerzen und mir ist schwindelig. Deswegen sage meiner Kollegin Bescheid, dass ich heute in meinem Zimmer bleiben werde und gehe dann wieder in mein Bett. Dort verbringe ich die nächsten Stunden und schaue eine Serie, bis ich irgendwann einschlafe. Ich werde durch ein Geräusch geweckt, das sich anhört wie ein Aufprall. Verschlafen reibe ich mir die Augen. Sirius steht vor mir. Ich fahre hoch. ,, Was machst du denn hier!‘‘ Er grinst. ,, Ich wollte dich sehen.‘‘ Er wollte mich sehen? Das ist ja süß… ,, Du kannst doch nicht einfach in mein Zimmer gehen!‘‘, werfe ich dennoch vorwurfsvoll ein. ,, Naja, ich bin ja nicht wirklich gegangen…‘‘ Das Grinsen auf Sirius Gesicht ist immer noch deutlich zu erkennen. ,, Mir doch egal. Nenn es halt apparieren oder wie das alles heißt…‘‘, sage ich und lehne mich dann zurück. Ich wollte mich ausruhen und nicht aufregen. ,, Es gibt da etwas Wichtiges zu besprechen.‘‘, sagt Sirius plötzlich ernst. Ich sehe auf. So ernst hat er in meiner Gegenwart noch nie ausgesehen. ,, Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist so… Als ich dich das erste Mal gesehen habe, habe ich sofort gemerkt, dass du nicht… naja, normal bist. Weißt du noch, als dich in London mal ein zerzauster Hund genervt hat? Das war ich! Jedenfalls bist du mir bis jetzt nicht aus dem Kopf gegangen. Du hast dich auffällig wie eine Hexe verhalten. Deswegen habe ich ein paar Erkundigungen angestellt und… Ja, das ist der Punkt, der schwer zu erklären ist. Freya, ich weiß, dass das jetzt schwer wird…‘‘ Er verstummt und sieht weg. Was soll denn schon sein? Und warum hat er bitte Erkundigungen über mich angestellt? ,, Okay. Ich habe dir von meinen früheren Nachbarn erzählt, die Miller hießen… Es ist so… wahrscheinlich waren das deine Eltern. Sie wurden… von du-weißt-schon-wem umgebracht. Es tut mir unglaublich leid, dir das so mitteilen zu müssen.‘‘ Ein Kloß bildet sich in meinem Hals. Meine Eltern wurden umgebracht? Nein… Tränen bilden sich in meinen Augen. ,, Nicht weinen!‘‘, beteuert Sirius leise. Dann setzt er sich zu mir und legt einen Arm um mich. ,, Weißt du was? Sie waren im Orden des Phönix. Sie waren sehr mutig und haben sehr viel Gutes getan. Du kannst stolz auf sie sein. Und ich mochte sie damals immer, weil sie wirklich sympathisch waren.‘‘ Das von ihm Gesagte muntert mich ein wenig auf und ich kuschele mich ein wenig in seine Arme. Ich fühle mich aus irgendeinem Grund unglaublich wohl bei ihm… ,, Freya, weißt du eigentlich, was das alles bedeutet? Du bist eine Hexe!‘‘, sagt Sirius nach einigen Momenten der Stille. Ich sehe ihn an. Ich weiß wirklich keine Antwort auf das, was er da gesagt hat. Er lächelt mir zu. ,, Ich kann verstehen, dass das alles etwas viel ist. Aber bestimmt sind dir schon einige, merkwürdige Dinge um dich herum aufgefallen, oder? Soll ich dir vielleicht etwas von meiner Welt erzählen?‘‘ ,, Gerne!‘‘ Der restliche Nachmittag geht mit interessanten Erzählungen von Sirius vorbei. Er erzählt mir alles über Zauberei, von den verschiedenen Zaubersprüchen über zu Quidditch, dem, dessen Name nicht genannt werden darf und dem Orden des Phönix bis zu Hogwarts, Dumbledore, Harry Potter und schließlich sich selbst. Ich erfahre alles über seine dramatische Geschichte, die nahezu in Azkaban endete. Irgendwann werde ich dann müde. Ständig muss ich zu Sirius sehen, der gar nicht aufhören kann, zu erzählen. Seine Augen leuchten dabei. ,, Danke…‘‘, flüstere ich. Dann schlafe ich ein. Als ich am nächsten Morgen aufwache, wache ich zum ersten Mal in meinem Leben neben einer Person auf. Ich hatte nie wirklich eine ernst Beziehung oder etwas in der Art, da ich immer sehr mit der Arbeit beschäftigt war und niemanden gefunden habe. Ich kann meinen Augen allerdings kaum trauen, als Sirius neben mir liegt. Noch mehr schockiert es mich, als ich merke, dass ich halb auf seinem Oberkörper gelegen habe. Ich rappele mich auf und sehe dann zu ihm. Seine Gesichtszüge sehen so ruhig aus, dass sie selbst jegliche Anspannung von mir nehmen. Letztendlich wird mir klar, dass er der Schlüssel zu meiner Vergangenheit ist. Und so unrealistisch seine Erzählungen auch sein mögen, es passt alles zusammen. Warum sonst sollte mir niemals jemand etwas von ihnen erzählt haben? ,, Gut geschlafen, Freya?‘‘, höre ich eine Stimme neben mir. Ich drehe mich lächelnd um. ,, Ja, sehr gut sogar. Und du?‘‘ ,, Viel besser als sonst.‘‘ Kurze Zeit lächeln wir uns einfach nur an. ,, Danke, dass du mir gestern so viel erzählt hast… Gibt es noch irgendetwas, was ich wissen muss?‘‘, frage ich unsicher. Sirius denkt kurz nach. ,, Es gibt nicht mehr viel zu wissen. Es gibt viel zum Erleben.‘‘ Er hat denselben Gesichtsausdruck angenommen, wie in dem Moment, als wir zusammen appariert sind. Doch ich muss mich an meine Pflichten erinnern. ,, Es tut mir leid, aber ich muss heute arbeiten…‘‘ Er sieht mich an und ich merke, dass ihn diese Erklärung nicht zu Frieden gibt. ,, Ja, okay. Es geht hier ja um meine Vergangenheit. Ich sage Bescheid, dass ich momentan nicht viel arbeiten werde.‘‘ Sirius antwortet nicht, aber ich weiß, dass er genau das hören wollte. Einige Minuten später finden wir uns in meinem Zimmer wieder und er vermittelt mir, dass er apparieren möchte. ,, Wird sich das wieder… so merkwürdig anfühlen?‘‘, frage ich unsicher. Sirius grinst mich an und antwortet nicht. Stattdessen nimmt er meinen Arm und wir disapparieren. Ich finde mich in einem Wald wieder. Diesmal schaffe ich es sogar, nicht hinzufliegen. Ich s ehe mich um. ,, Wo sind wir hier?‘‘ ,, Im verbotenen Wald. Wenn wir etwas weiter gehen, kann ich dir Hogwarts zeigen.‘‘ Als ich das Schloss erblicke, bleibt mir der Mund offen stehen. Ich hätte mit einer ganz normalen Schule gerechnet… Der Ort kommt mir aus irgendeinem Grund vertraut vor, ich weiß allerdings, dass ich mich nie an diesem Ort aufgehalten habe. ,, Ich würde es dir gerne von innen zeigen, aber… Ich sollte mich hier erstmal nicht blicken lassen. Von Dolores Umbridge habe ich dir ja bereits erzählt…‘‘ Mein Blick schweift zum Quidditchfeld. Zumindest glaube ich, dass es das ist, denn so etwas wie Fußball wird hier nicht gespielt. ,, Ja, genau!‘‘, bestätigt Sirius und läuft darauf zu. ,, Ich sollte dir das Fliegen beibringen. Viele Erstklässler lernen das bereits in der ersten Stunde relativ gut. Accio Besen!‘‘ Ein Besen fliegt plötzlich auf ihn zu und Sirius fängt ihn. Dann beginnt er mir zu erklären, dass ich ,, Hop!‘‘ sagen muss, damit sich der Besen bewegt. Ich schaffe es bei Weitem nicht beim ersten Mal, aber tatsächlich halte ich den Besen irgendwann in meinen Händen. ,, Na bitte!‘‘, ruft Sirius freudig. Er schnappt sich einen weiteren Besen und fliegt damit in die Lüfte. ,, Du musst dich nur Abstoßen!‘‘ Unsicher sehe ich zu ihm. Nur weil das bei ihm klappt, muss das nicht auf bei mir klappen. Trotzdem versuche ich vorsichtig, mich abzustoßen; und tatsächlich; mein Besen hebt von dem Boden ab. Ich fliege sehr unsicher, aber Sirius ist da und sieht stets wachsam zu mir. Als ich mich langsam daran gewöhne, mache ich eine Kurve und werde immer schneller. Dabei merke ich, wie viel Spaß mir das Ganze macht. Ich kann den Wind an mir vorbeiziehen spüren! Das ist alles so irreal. ,, Freya, werde aber bitte nicht übermütig! Falls du dich verletzen solltest, könnten wir dir keinen Zauberstab mehr kaufen!‘‘ Ich stoppe. Einen Zauberstab? Ich grinse ihn an. Wow. ,, Dann komm mal runter.‘‘, ruft Sirius mir zu ,, Wie soll ich das machen?‘‘, frage ich, unsicher und gleichzeitig lachend. ,, Warte, ich helfe dir.‘‘, antwortet er und fliegt mit seinem Besen zu mir hoch. Er fliegt genau neben mir, ich kann sogar seinen Atem spüren. ,, Verlagere dein Gewicht langsam nach vorne und ziele dabei nach unten, nur nicht zu senkrecht.‘‘ Ich tue es ihm nach und tatsächlich schaffe ich es, zu landen. Glücklich realisiere ich, dass ich gerade meinen ersten Ritt auf einem Besen hinter mir habe. Nachdem wir in die Winkelgasse appariert sind, gehen wir zu einem Ollivander, welcher mir einen Zauberstab verkauft, der genau zu mir passen soll. Ich habe einen aus Einhornhaar und Eiche bekommen. Als wir gehen wollen, sagt er noch:,, Ich kannte die Millers. Sie waren tolle Menschen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie sie ihre Zauberstäbe bei mir kauften, so als wäre es gestern gewesen. Ich habe mich immer gefragt, was mit ihrer Tochter geschehen ist.‘‘ Ich lächele ihm zu und dann gehen wir. ,, Damit wir unseren Kontakt auch nicht verlieren und ich nicht immer in dein Zimmer hereinschneien muss, bekommst du noch eine Eule von mir.‘‘ Ich muss lächeln, aber kann das gleichzeitig nicht annehmen. ,, Sirius, du hast schon so viel für mich getan. Ich kaufe mir das alles einfach selbst, wenn…‘‘ Er lacht. ,, Ich helfe dir wirklich, wirklich gerne. Es wird noch dauern, bis du Galleonen verdienen wirst. Sehe es einfach als Geschenk an.‘‘ Ich werde ein wenig rot, aber sage nichts. Sirius schenkt mir einen unglaublich niedlichen, kleinen Waldkauz. ,, Tägliches Briefeschreiben ist Pflicht!‘‘, fügt er grinsend hinzu.,, Du willst also wirklich Kontakt zu mir haben?‘‘, frage ich schmunzelnd. ,, Vielleicht.‘‘ Wir grinsen beide. ,, Bevor ich dich nach Hause bringe, können wir ja noch einmal kurz zum Orden gehen. Es ist vielleicht ganz gut, wenn du ein paar Leute kennenlernst und sie dich.‘‘ Ich nicke und daraufhin disapparieren wir. Ich finde mich in einer Straße wieder, die sehr normal aussieht.,, Da wären wir im Grimmauldplatz 12. Durch einen Zauber beginnt das Haus, sich zu verändern.‘‘, und erst dann kann ich die Tür sehen.,, So viel Zauberei…‘‘, flüstere ich. Sirius geht in Richtung der Tür und kommt dabei an mir vorbei, ziemlich dicht und nah an mir streift er meine Jacke und bleibt kurz stehen.,, Fast genauso zauberhaft wie du.‘‘ Dann geht er weiter. Sollte das gerade… ein Kompliment oder so etwas sein? Ich merke nur, wie mein Herz beginnt, zu rasen. Schnell gehe ich ihm nach. Als wir nun im Hauptquartier sind, kommt erst einmal ein Zauberer und eine Hexe auf uns zu. Die Hexe fällt mir besonders auf, weil sie violette Haare hat und generell ein sehr fröhliches, schrilles Erscheinungsbild hat. Sirius und die beiden umarmen sich.,, Schön euch zu sehen! Ich muss euch jemanden vorstellen. Das ist Freya Miller! Sie ist eine Hexe, aber wusste bis vor Kurzem nichts davon! Freya, das sind Remus Lupin und Nymphadora Tonks!‘‘ Ich will ihnen gerade die Hand geben, als sich die Haare von der Hexe in ein grelles rot verwandeln und sie wütend schnaubt.,, Wie oft denn noch! Nennt mich nur Tonks! Einfach nur Tonks!‘‘ Ich starre sie fassungslos an. Eine kurze Stille entsteht und ich frage, immer noch relativ fassungslos:,, Wie ist das mit deinen Haaren passiert!‘‘ Tonks lacht auf und zwinkert mir zu. Irgendwie ist sie mir direkt sympathisch.,, Ich bin ein Metamorphmagus. Das bedeutet, dass ich mein Aussehen nach Lust und Laune verändern kann. Ziemlich cool eigentlich.‘‘, erzählt sie. Daraufhin setzen wir uns in ein Zimmer und wir beginnen, uns ein wenig zu unterhalten. Dabei erzählt Sirius Tonks und Lupin meine ganze Geschichte. ,, Leute… wenn ich wirklich eine Hexe bin… wie soll ich denn dann zaubern lernen? Ihr könnt das ja bereits alle perfekt!‘‘, frage ich nach einiger Zeit.,, Mach dir keine Sorgen, Freya, ich werde dir da sicherlich helfen. Hogwarts ist da leider schon zu spät, aber… wir kriegen das auf eine andere Art und Weise hin.‘‘, antwortet Sirius und legt einen Arm um mich. Ich werde ein wenig rot und sehe lieber nicht zu Tonks... Der Abend verläuft ziemlich entspannt weiter. Tonks und Lupin erzählen mir von vielen Leuten der Zauberwelt, von Dumbledore, Harry Potter, Hagrid, den Weasleys und anderen Mitgliedern des Ordens und schließlich auch von Umbridge und Lord Voldemort. Ich beginne langsam zu verstehen, wofür der Orden des Phönix kämpft. Das Ganze wirkt nur etwas gefährlich… Als ich müde werde, appariere ich mit Sirius zurück zum Waisenhaus.,, Schreib mir!‘‘, sagt er mir und zwinkert mir zu, dann disapperiert er wieder. Einige Tage im Waisenhaus vergehen. Immer wieder versuche ich mich an einfachen Zaubersprüchen, welche ganz gut klappen, weil Sirius mir täglich Tipps per Briefe schickt und ich bereits viele Zauberbücher von ihm bekommen habe. Zauber wie Lumos/Nox, Reparo und sogar Wingardium Leviosa kann ich langsam erzeugen. Da ich immer mehr lernen möchte, um mich meiner wahren Herkunft vertraut zu machen und um meine wahre Identität als Hexe auszuleben, schreibe ich Sirius einen Brief um ihn nach einem Treffen zu fragen: Lieber Sirius, ich habe jetzt schon ein bisschen geübt und kann schon ein paar Zauber! Ich würde nur unglaublich gerne mehr können, also wollte ich dich fragen, ob du vielleicht Lust hast, dich mit mir zu treffen.. Nur wenn du willst natürlich! Aber dann könnten wir vielleicht auch ein paar schwierigere Zauber üben. Außerdem würde ich dich gerne wieder sehen.. Deine Freya Beim letzten Satz stocke ich kurz, doch dann schreibe ich ihn auf. Dann gebe ich den Brief meiner neuen Eule und sehe ihr beim Wegfliegen noch hinterher. Ich muss nur ein paar Arbeiten im Waisenhaus erledigen, dann bekomme ich bereits eine Antwort von Sirius: Liebe Freya, machen wir es kurz: Sehr gerne. Kann ich dich heute Abend abholen? Wenn kein Brief mehr kommt, zähle ich das mal als ja. Enttäusch mich nicht. Sirius Ich beschließe, nicht zu antworten. Zu gerne möchte ich von Sirius abgeholt werden, um mehr zu lernen. Und vielleicht auch nicht nur das, vielleicht geht es mir da um mehr… Die Zeit bis zum Abend zieht sich, doch Sirius steht mehr als pünktlich plötzlich in meinem Zimmer. Ich begrüße ihn freudig mit einer Umarmung und zusammen apparieren wir zum Grimmauldplatz 12. Sirius bringt mir einige Verteidigungszauber bei. Nach einigen Stunden sagt er:,, Freya, ich weiß dass das jetzt etwas schnell geht, aber ich will dir den Schockzauber beibringen. Auch wenn das nun ein schwierigerer Zauber ist.‘‘ Ich überlege.,, Bist du dir da sicher? Warum?‘‘ Sirius sieht mich lange an.,, Ich will nicht, dass du dich nicht wehren kannst, falls nötig.‘‘ Daraufhin erwidere ich nichts mehr und beginne, mir das Wort,, Stupor‘‘ einzuprägen.,, Okay, ich werde dir den Zauber jetzt mal zeigen. Nicht erschrecken! STUPOR!‘‘ Und wie ich mich erschrecke. Weit reiße ich meine Augen auf, doch es bringt nichts, da ich mich bereits in einer Starre befinde, ohne etwas tun zu können. Verteidigen konnte ich mich so nicht. Das fühlt sich unglaublich unsicher an. Dann merke ich, wie sich die Lähmung löst.,, Ist alles okay?‘‘, ruft Sirius und eilt zu mir. Ich liege immer noch auf dem Boden und reibe mir den Kopf. Er sieht mich besorgt an.,, Ja, ja, es ist alles gut. Nur.. konnte ich mich gar nicht verteidigen.. ich fühle mich so unsicher!‘‘ Sirius sieht mich weiterhin besorgt an und nimmt mich dann in den Arm. Und so ungern ich es zugebe, ich fühle mich unglaublich wohl in seinen Armen. Seine Wärme, sein Geruch, es fühlt sich bei ihm einfach sicher an. Nach einigen Momenten bittet er mich:,, Bitte, Freya, versuch es auch mal!‘‘ Zweifelnd sehe ich ihn an, doch ich will es versuchen. Ich stelle mich ihm gegenüber und erhebe meinen Zauberstab. Ich bin mir sehr unsicher, und trotzdem rufe ich laut:,, STUPOR!‘‘ Und wirklich. Nachdem ich meine Augen zusammenkneife und sie irgendwann langsam wieder öffne, liegt Sirius bewegungslos auf dem Boden. Ich muss lachen. Nachdem Sirius wieder stehen kann, grinst er mir zu und wir beginnen beide, laut zu lachen. In diesem Moment betritt eine rundliche, rothaarige Frau mit einem freundlichen Lächeln den Raum und ihr hinterher mehrere andere, rothaarige Menschen. Ich lächele ihnen zu und die rothaarige Frau kommt direkt auf mich zu.,, Ach, bist du die Freya, von der Sirius immer erzählt? Schön, dich kennenzulernen! Ich bin mir sicher, dass du mit Sirius Hilfe bald perfekt zaubern kannst!‘‘,,Ähh, Hallo! Freut mich auch, Sie kennenzulernen!‘‘, antworte ich freudig. Danach lerne ich erst einmal ihren Mann Arthur kennen und einen ihrer Söhne, nämlich Bill. Ich unterhalte mich ein wenig mit ihnen und später lerne ich auch noch Mad Eye Moody kennen, den ich ein bisschen gruselig finde. Als Sirius und ich irgendwann wieder alleine sind, kommt er zu mir und wirkt etwas unsicher, so als wollte er etwas sagen und sich nicht traut.,, Alles gut?‘‘, frage ich ihn lächelnd.,, Ja… Ich wollte dich fragen, ob du… naja, ob du vielleicht hier übernachten möchtest. Ich meine… Es kann sein, dass dir wegen Bellatrix Gefahr droht… Hier bist du sicher.‘‘ Ich denke kurz nach, wobei mir die Antwort nicht wirklich schwer fällt.,, Klar, wieso nicht.‘‘ Den Rest des Abends verbringen wir damit, uns auf dem Sofa zu unterhalten, wobei wir ständig lachen müssen, da wir zum Beispiel darüber reden, dass ich hoffe, nicht den Patronus einer Spinne oder so etwas zu haben… Am nächsten Morgen wache ich in einem Bett auf. Ich sehe mich um. Ich bin mir sicher, gestern nicht hier eingeschlafen zu sein… Kurz schließe ich noch meine Augen, bis es an der Tür klopft.,, Ja?‘‘ rufe ich. Sirius betritt den Raum mit einem Tablett in der Hand. Darauf sind mehrere Sachen zum Frühstück darauf, wie zum Beispiel Toast und Orangensaft.,, Hunger?‘‘, fragt er lächelnd und stellt das Tablett auf meinen Beinen ab, dann legt er sich zu mir.,, Wow, das sieht total lecker aus!‘‘, erwidere ich glücklich und beiße sogleich in ein Toast. Genüsslich frühstücken wir beide nebeneinander.,, Wow, daran könnte ich mich echt gewöhnen.‘‘, schwärme ich.,, Ich hätte nichts dagegen.‘‘, entgegnet Sirius. Nach dem Frühstück disapparieren wir zurück zu mir ins Waisenhaus. Dort freuen sich die Kinder, mich wiederzusehen. Einige Wochen vergehen, an denen ich stets mit Sirius in Verbindung bin und viele Zauber wiederhole. Ein Alltag ohne Magie wird für mich zunehmend unvorstellbarer. Eines Abends gehe ich ein wenig im Feld spazieren, da ich einen anstrengenden Tag hinter mir habe. Ich hatte so viel zu tun, dass ich nicht einmal Sirius antworten konnte. Normalerweise antworte ich ihm immer sofort, deswegen nehme ich mir vor, das noch heute Abend zu tun. Zuerst atme ich allerdings ein wenig kühle Abendluft ein und lehne mich zurück. Für einige Augenblicke verharre ich genauso. Plötzlich merke ich, dass mir ziemlich kalt wird. Um genauer zu sein, befinde ich mich von einem Moment in den anderen in einer eisigen Kälte. Ich fahre herum und was ich dann sehe, lässt mich erschaudern. Vor mir ist alles dunkel und eine große, ganz in einem schwarzen Kapuzenmantel gehüllte Gestalt, die unglaublich angsteinflößend und unheimlich ist, schwebt vor mir. Ich will aufschreien, doch das gelingt mir nicht, denn genau in diesem Moment passiert etwas vollkommen Unangenehmes. Warum hat mir Sirius von so gut wie allem in der Zauberwelt erzählt, aber nicht von solchen Gestalten? Ich sacke zusammen und ich habe augenblicklich das Gefühl, nie wieder glücklich zu werden. Es ist, als wird mir irgendetwas ausgesaugt und ich würde immer schwächer werden… Seine Sicht: Normalerweise sind Freya und ich ständig in Kontakt, noch nie habe ich einen Tag auf einen Brief warten müssen. Und mal ehrlich, ich weiß ganz genau, dass sie abends immer Zeit hat! Deswegen appariere ich ins Waisenhaus. Verblüfft stelle ich dort fest, dass Freya nicht vor Ort ist. Ich überlege gerade, was ich jetzt tun soll, als ein kleines Mädchen zu mir kommt.,, Solltest du Freya suchen, sie ist gerade im Feld. Hat sie mir zumindest gesagt.‘‘ Ich danke ihr und mache mich auf die Suche nach einem Feld. Als ich es schließlich finde, merke ich schnell, dass etwas nicht stimmt. Es wird immer dunkler und immer kälter. Ich zücke meinen Zauberstab. Wie soll sich denn hier etwas wie ein… doch weiter kann ich nicht denken, denn plötzlich sehe ich ihn, Ein großer Dementor am Feldweg. Und unter ihm eine Person… Ich renne los. Dabei zücke ich panisch meinen Zauberstab. So laut, wie ich es noch nie geschriehen habe, rufe ich:,, Expecto Patronum!‘‘ Dabei denke ich nur an sie. Doch es klappt. Mein Patronus wird so gut erzeugt wie noch nie. Dann renne ich zu Freya. Sie liegt regungslos auf dem Boden.,, Freya! Freya, sag doch was!‘‘ Verzweifelt berühre ich ihre Wange, um zu sehen, wie warm diese noch ist. Sie ist zu meiner Verzweiflung sehr kalt. Ich versuche, mit der regungslosen Freya zu disapparieren, was mir tatsächlich gelingt. Im Grimmauldplatz 12 rufe ich sofort Molly Weasley, die bei allem helfen kann. Schnell erkläre ich ihr die Lage, wobei sich meine Sprache nahezu überschlägt.,, Sie wird bald wieder zu sich kommen. Ich hole ganz schnell Schokolade, sie wird wahrscheinlich ziemlich fertig sein, außer dir war ja niemand da und ich weiß nicht wie lange sie das durchhalten musste. Am besten mache ich auch heiße Schokolade!‘‘ Und schon ist sie verschwunden. Ich lege Freya bequem auf dem Sofa ab und setze mich neben sie. Ich kann nur hoffen, dass sie bald aufwacht. Alles andere wäre schrecklich. Deine Sicht: Langsam komme ich zu mir. Ich blicke in die gräulichen Augen von der Person vor mir und blinzele. Wo bin ich? Mein Augenbild wird langsam klar und vor mir wird niemand anderes als Sirius erkennbar. Ich muss sofort lächeln, als ich ihn sehe, auch wenn ich noch überhaupt nicht weiß, warum er hier bei mir ist. So langsam verstehe ich, dass ich im Grimmauldplatz 12 bin, aber was war davor? Ein ungutes Gefühl breitet sich in mir aus und dieses wird nur durch Sirius ernsten Blick verstärkt.,, Sirius?‘‘, frage ich langsam mit etwas schwacher Stimme.,, Freya. Es wird dir bald besser gehen.‘‘ Er macht eine kurze Pause.,, Vor allem wenn ich weiß, bei wem ich mich rächen kann. Dementoren dürfen niemals in die Muggelwelt!‘‘ Ich kann nicht mehr antworten, denn in diesen Moment betritt Molly Weasley den Raum.,, Ich habe dir Schokolade vorbereitet, Süße, das hilft bei Dementorenangriffen. Iss, dann geht es dir besser!‘‘ Ich gehorche und versuche, schwach zu lächeln. Sirius sieht zunehmend nachdenklicher und besorgter aus.,, Es kann doch nicht sein, dass zuerst Harry und dann auch noch Freya von Dementoren angegriffen werden! Ich könnte einen solchen Verlust niemals ertragen…‘‘, murmelt er leise. Trotzdem, ich habe ihn gehört. Einen solchen Verlust? Meint er das nur zu Harry, oder…? Nachdem ich die Schokolade gegessen habe, geht es mir bereits besser.,, Vielen Dank, Molly. Was hätte ich nur ohne dich gemacht.‘‘ Dann sehe ich zu Sirius und weiß nicht so recht, was ich sagen soll.,, Wo soll ich anfangen? Ich weiß nicht, wo ich gerade ohne dich wäre… Dementoren machen mir unglaubliche Angst, aber du warst da… danke. Danke, dass du da bist.‘‘ Ich sehe ihm in die Augen und er mir. Doch irgendwie scheint er mir auszuweichen und räuspert sich.,, Ja…. Für dich immer.‘‘ Dann steht er auf.,, Ruh dich erstmal aus.‘‘ Er verlässt den Raum und etwas verwirrt bleibe ich alleine zurück. Ich sehe aus dem Fenster und bemerke, dass es schneit. In ein paar Tagen muss Weihnachten sein. Wie Sirius es wohl verbringen wird? Plötzlich höre ich merkwürdige Geräusche aus einem anderen Winkel des Hauses. Ich höre ein lautes Poltern, dann ein Aufschlagen. Einen dumpfen Aufschrei und lautes Fluchen. Das Fluchen muss ganz klar von Sirius kommen. Schnell stehe ich auf. Mir wird etwas schwindelig, aber das ignoriere ich und rase zum Entstehungsortes des Geräuschs. Ich muss eine kleinere Treppe hochgehen, um zu Sirius zu gelangen. Er ist gerade dabei, auf Kreacher einzutreten, und das nicht gerade sanft. Kreacher gibt kaum noch Laute von sich, was mir zu bedenken gibt.,, Sirius?‘‘, frage ich leise. So aggressiv, wie er auf ihn eintritt, kenne ich ihn gar nicht. Wie angewurzelt bleibe ich stehen.,, Sirius…?‘‘, frage ich noch einmal. Er zuckt und dreht sich langsam um.,, W-was ist los?‘‘, stottere ich. Ich höre ein Grummeln von Kreacher, welches nach einem weiteren Tritt von Sirius verstummt. Dann geht Sirius mit ernstem Blick auf mich zu, zieht mich sanft, aber bestimmt an der Schulter und schlägt hinter Kreacher die Tür zu. Dann schließt er sie ab und sieht mich durchdringlich an.,, Kreacher stellt jetzt eine große Gefahr für dich da, Freya. Er ist der Grund für diesen Angriff… Es tut mir so leid.‘‘ Er sieht mich wirklich an, als wäre er derjenige, der den Dementorenangriff zu verschulden hätte. Ich weiß nicht genau, was ich sagen soll, ich weiß nur, dass erneut Angst in mir hochkommt.,, Kreacher dient mir jetzt nicht mehr. Meine Cousine, eine der widerlichsten Anhängerinnen von Du-Weißt-Schon-Wem, hat herausgefunden, dass wir beide Kontakt haben. Sie war damals in Du-Weißt-Schon-Wen verliebt… Ich weiß, meine Familie ist schrecklich. Wirklich schrecklich. Du-Weißt-Schon-Wer hat deine Eltern gejagt. Der genaue Grund ist so ziemlich jedem unklar, aber es soll so gewesen sein, dass der junge Tom Riddle zu deren Schulzeit schwere Probleme mit einem Cousin deines Vaters gehabt haben soll, weil dieser gemerkt hatte, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Der Cousin wurde bereits als einer der ersten Menschen von ihm umgebracht, zumal man sagen muss, dass deine Familie auch nicht reinblütig war. Du-weißt-schon-wer wollte deine ganze Familie umbringen und tat das, als du gerade bei meiner Familie warst…‘‘ Ich breche zusammen. Das kann alles nicht sein. Warum musste das passieren? Viele kleinen Tränen bilden sich in meinen Augen.,, Mein Leben im Kinderheim war so unbeschwert…‘‘, schluchze ich,,, Und jetzt plötzlich weiß ich nicht mal mehr, wo ich sicher bin. Ich wollte immer wissen, wer meine Eltern sind… Aber ich habe das Gefühl, dass immer schlimmere Abgründe meiner Vergangenheit enthüllt werden und ich damit vollkommen alleine bin…‘‘ Sirius unterbricht mich.,, Du bist nicht alleine! Ich bin doch da!‘‘ Dabei kommt er mir näher und umfasst meine Schultern.,, Immer wenn du mich brauchst.‘‘ Unsere Gesichter kommen sich immer näher, und auch wenn einige Tränen an meinem Gesicht hinunterlaufen. Er wischt diese weg streichelt über meine Lippen. Plötzlich muss ich nicht mehr an all die Dinge über meine Eltern denken. Ich denke nur noch an Sirius. Und ich weiß, dass ich ihn brauche. Ohne ihn wäre ich alleine. Und ich brauche ihn auch aus anderen Gründen. Ich… spüre Sirius Lippen auf meinen. Er zieht mich noch weiter an sich ran und mir wird warm bei seiner Berührung. Der Kuss fühlt sich so unglaublich liebevoll an, dass ich nie wieder etwas anderes fühlen will. Er droht vorbei zu sein, aber ich lächele ihn kurz an und küsse ihn abermals. Die nächsten Tage denke ich pausenlos an Sirius. Ich bin zurück im Kinderheim, um bei den Weihnachtsvorbereitungen zu helfen. Der Kuss zwischen uns war unglaublich besonders und ich kann es kaum erwarten, Sirius wiederzusehen. Nur sehen wir uns erst an Weihnachten wieder. Er will spät abends zu mir apparieren, nachdem die Kinder ins Bett gegangen sind. Ich habe mir bereits Gedanken über sein Geschenk gemacht. In einem kleinen Laden in London habe ich ein schwarzes Armband gesehen, auf dem ein Hund eingraviert war. Es hat mich sofort an Sirius erinnert… An Heiligabend verbringe ich im Kinderheim einen sehr schönen Abend. Es gibt leckeres Essen und für jedes Mädchen ein Geschenk und unser Weihnachtsbaum ist wunderschön. Heimlich habe ich ihn noch etwas größer und heller gezaubert. So schön der Abend auch ist, ich kann nicht aufhören an Sirius zu denken. Irgendwann ist es dann so weit. Ich kann das Kinderheim verlassen und rausgehen, wo Sirius schon auf mich wartet.,, Frohe Weihnachten.‘‘, sagt er und zwinkert mir zu.,, Frohe Weihnachten.‘‘, erwidere ich,,, Ich habe etwas für dich.‘‘ Ich gehe näher zu ihm hin und überreiche ihm ein mühevoll und ohne Magie eingepacktes Geschenk. Sirius packt es neugierig aus und sieht dabei aus wie ein kleiner Junge, weswegen ich grinsen muss. Er lächelt, als ihm das Armband zu Gesicht kommt. Lange betrachtet er es und kommt dann auf mich zu, um mich zu küssen. Ich komme direkt näher und genieße den Moment so sehr ich nur kann. Als ich meine Augen wieder öffne, hält Sirius mir auch ein kleines Päckchen hin, was zudem noch ziemlich schön eingepackt ist.,, War da etwa Magie im Spiel?‘‘, frage ich grinsend, aber packe das Geschenk neugierig aus. In ihm befindet sich eine goldene Haarspange mit einem Seepferdchen darauf.,, Wow, die ist wirklich schön!‘‘, sage ich entzückt.,, Freut mich, dass sie dir gefällt. Hast du Lust, noch einmal zu mir zu kommen?‘‘ Natürlich will ich das. Wir apparieren zu ihm und finden uns sobald in einem weihnachtlich dekorierten Zimmer mit Kaminfeuer wieder. Ich setze mich auf den Teppich davor und blicke in das Feuer, bis ich merke, wie Sirius seinen Arm um mich legt. Ich lehne mich an ihn und wir sehen beide einfach nur in das Feuer. Irgendwann beginnt er, zu sprechen:,, Freya… Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll, aber ich will, dass du weißt, dass mir das mit dir einfach unglaublich wichtig ist. Auch wenn ich nicht genau weiß, was es ist… Es ist mir wichtig- nein, du bist mir wichtig…‘‘ Ich muss lächeln. Es ist so schön, das zu hören.,, Du bist mir auch unglaublich wichtig geworden.‘‘, erwidere ich und küsse Sirius. Er wirkt so, als müsste er trotzdem noch etwas loswerden.,, Denkst du… es könnte etwas Festes bei uns werden? Also, nur, wenn du dich dafür bereit fühlst und das nicht zu viel Stress ist mit Allem und- ‘‘ Ich unterbreche ihn.,, Ja.‘‘ Sirius Lächeln ist unbezahlbar. Er sieht mir lächelnd in die Augen und das vollkommen ohne Worte. Als könnte er gar nicht mehr aufhören. Überglücklich lege ich mich in seine Arme. So liegen wir den ganzen Abend da und können unser Glück kaum fassen. Die nächste Zeit vergeht schnell. Sirius lernt die Kinder und meine Freundinnen im Kinderheim kennen und hilft mir oft, da sie sich wirklich gut verstehen. Ich trete dem Orden des Phönix bei, auch wenn Sirius mir noch viel beibringen muss. Meine Zauberkunst wird von Tag zu Tag besser. Ebenfalls lerne ich Sirius berühmten Neffen Harry Potter kennen, mit dem ich mich sofort gut verstanden habe. Er erzählte mir von einem Mädchen namens Cho, dass er total süß finden würde, weil wir uns einfach entspannt unterhalten können. Mittlerweile ist es Sommer und die beiden sind zusammen… Ich lerne gerade einen neuen Zauber, als ich einen Patronus von Sirius erhalte, dass ich sofort zum Grimmauldplatz 12 kommen soll, da der Orden des Phönix Harry in einer Notlage beistehen muss. Da ich bereits gelernt habe, zu apparieren, schaffe ich das sehr schnell. Sirius geht direkt auf mich zu.,, Hey Schatz.‘‘, sagt er und küsst mich zärtlich,,, Harry ist mit seinen Freunden im Zaubereiministerium. Wir nehmen an, dass Voldemort seinen Einfluss auf Harry ausgenutzt hat, um ihn in die Falle zu locken. Wahrscheinlich will er die Prophezeiung!‘‘ Die anderen Mitglieder treffen auch alle ein und ich begreife, dass wir so schnell wie möglich Harry zu Hilfe kommen müssen. Wir apparieren allesamt ins Ministerium. Ich bin ein wenig am zittern, da ich mir nicht sicher bin, ob ich mich mit meiner Zauberkunst selbst schützen kann. Sirius merkt das wahrscheinlich und tritt nah zu mir und flüstert:,, Mit mir kann dir nichts passieren, das lasse ich nicht zu.‘‘ Mir wird warm und die Wangen. Harrys Freunde werden allesamt von Todessern festgehalten, um ihn zu erpressen. Sirius und der restliche Orden greift ein, um ihnen zu helfen. Ich kämpfe immer nur mit einer Person zusammen, da ich mich alleine noch nicht traue. Bellatrix Lestrange ist anwesend, Sirius verhasste Cousine. Durch sie habe ich bei der ganzen Sache ein noch schlechteres Gefühl im Magen. Sirius und Harry stellen sich gerade Lucius Malfoy gegenüber, als ich beobachte, dass Bellatrix sich zu ihnen dreht und ein entsetzlich hämisches Grinsen aufgesetzt hat. Plötzlich packt mich eine riesige Angst, als ich mich an all die Geschichten, die Sirius mir über sie erzählt hat, erinnere. Ich denke in sekundenschnelle nach. Vollkommen panisch schreie ich:,, Expelliarmus!‘‘ Den Entwaffnungszauber beherrsche ich, dafür hat Sirius gesorgt. Alle Anwesenden sehen zu mir, bis Bellatrix beginnt, lauthals zu kreischen:,, WER WAGT ES! Wer hat mich entwaffnet? Sirius, dich werde ich so oder so töten, keine Angst!‘‘ Zornig dreht sie sich zu mir. Sie muss wissen, dass ich es war. Meine Knie werden weich und plötzlich kann ich nicht mehr so gut darüber nachdenken, was ich tun könnte. Doch Sirius ist schneller als ich zu ihm sehen kann zwischen Bellatrix und mir und Harry rennt ihm hinterher. Sie schaffen es, sie zu schocken, doch in diesem Moment betritt der Zaubereiminister den Raum. Erst in diesem Moment bemerke ich, dass Voldemort sich mit Dumbledore duelliert! Doch dieser verschwindet inklusive Bellatrix direkt beim Eintreten des Zaubereiministers. Wahrscheinlich muss jemand ihren Schockzustand aufgehoben haben. Doch viel wichtiger ist, dass sie jetzt weg ist. Ich renne Sirius in die Arme. Ich kann nicht anders, als ihn so fest es nur geht an mich zu pressen.,, Ich lass dich nicht mehr los.‘‘, sage ich leise.,, Du bist wahrscheinlich das mutigste Mädchen, dass ich kenne, Freya. Wir wissen beide, was ohne dich passiert wäre…‘‘ Sirius Stirn steht in Falten.,, Ich kann gar nicht begreifen, was gerade geschehen ist… Aber ich kann dich nur bitten…‘‘, flüstert er und küsst meine Stirn,,, lass mich wirklich nicht mehr los.‘‘

33.93 % der User hatten die Auswertung: Lorena Cort (Fred Weasley) Haus: Slytherin Jahrgang: Weasley Zwillinge Blutstatus: reinblütig Aussehen: Haare mit starkem Orange-Stich, grüne Augen, leichte Sommersprossen im Sommer, kurvige Figur Charakter: lustig, ehrgeizig, frech, intelligent, impulsiv Deine Geschichte beginnt im fünften Schuljahr: Ich betrete den Bahnsteig neun dreiviertel mit meinem viel zu vollgepackten Koffer. Ich halte nach meiner besten Freundin Alicia Spinnet Ausschau. Ja, Gryffindors und Slytherins können sich auch gut verstehen! Ich könnte jedes Mal ausflippen, wenn das jemand anzweifelt. Der Hogwarts Express kommt an und ich gehe schon einmal alleine vor. Da ich mich immer noch frage, wo Alicia sein könnte, achte ich nicht darauf, wer oder was vor mir ist, und rempele prompt jemanden an. Ich sehe auf und sehe in die Augen von gleich zwei Personen, nämlich den Weasley Zwillingen. Der eine sieht ziemlich verärgert aus, der andere eher überrascht. Ich will mich gerade entschuldigen, als der verärgert aussehende mir zuvorkommt,, Immer diese Slytherins!‘‘, ruft er und geht. Der andere Zwilling bleibt unschlüssig stehen. Ich bin ein wenig fassungslos und bekomme deswegen kein Wort heraus. Der Zwilling will sich schon umdrehen, als ich endlich meinen Mund aufkriege.,, Das war nicht mit Absicht! Tut mir leid. Das ist aber kein Grund, mich wegen meines Hauses zu diskriminieren…‘‘ Mit diesen Worten gehe ich und spüre den Blick des Zwillings in meinem Rücken. Ich gehe die Abteile durch und schon bald treffe ich auf Alicia. Wir begrüßen uns freudig und erzählen uns erstmal alle Erlebnisse aus den Ferien. Dann wendet sich unser Gesprächsthema, wie so unglaublich oft, zu Quidditch. Wir sind beide Mitglieder der Quidditchmannschaft unseres Hauses. Ich bin Treiberin. Viel zu lange haben wir beide kein Quidditch mehr gespielt! Verletzt haben wir uns nie, da wir beide einfach immer genau wissen, was gerade zu tun ist. Gleich am ersten richtigen Schultag gehe ich mit meiner Mannschaft trainieren. Es klappt alles perfekt und ich bin froh, über die Ferien nicht eingerostet zu sein. Plötzlich bemerke ich allerdings, dass die Weasley Zwillinge unserer Mannschaft beim trainieren zusehen. Na, denen will ich mal eine Lektion erteilen! Schließlich sind die beiden auch Treiber und somit irgendwie meine größten Konkurrenten, da ich besser als sie sein will. Ich sehe, wie ein Klatscher genau in die Richtung von Draco Malfoy gerät, fliege zu ihm hin und klatsche den Klatscher genau in die Richtung der Weasleys. Ich muss grinsen. Die Zwillinge weichen schnell aus, aber man sieht ihnen einen ziemlichen Schrecken an.,, Tut mir leid, Leute, aber Klatscher gehören in die Gesichter der Gegner! ‘‘, rufe ich ihnen zu. Irgendwie ist die Reaktion der Zwillinge wieder genau gleich. Der eine sieht total verärgert aus, der andere eher verblüfft. Ich schere mich nicht weiter drum und trainiere weiter. In Verteidigung gegen die Dunklen Künste betritt Prof. Umbridge, die in rosa gekleidete, neue Lehrerin, das Klassenzimmer. Forschend sehe ich sie an. Wird diese Frau uns helfen, wenn es heißt, sich wirklich zu wehren? Als sie uns erklärt, dass das Ministerium unseren Unterricht so sehr zu manipulieren scheint, dass wir Zauber nur theoretisch besprechen werden, werde ich hellhörig.,, Ich musste das jetzt bereits Mr. Potter erklären. Sie hören zu und lernen, das reicht, es gibt keine Gefahr! Es gibt niemanden, vor dem Sie sich schützen müssen. Verstanden?‘‘, verkündet sie gebieterisch mit einem Lächeln, das so aufgezwungen wird wirkt wie ihre gute Laune.,, Die klingt ja mal passiv aggressiv!‘‘, zischt einer der Zwillinge. Ich melde mich, weil ich das einfach nicht glauben kann.,, Das Fach heißt Verteidigung gegen die Dunklen Künste! Ohne Praxis ist das Fach sinnlos!“, schießt es aus mir heraus und Prof. Umbridge dreht sich missbilligend zu mir um.,, Mrs. Cort. Von einer klugen Slytherin sollte man meinen, sie wäre etwas intelligenter. Sie hören auf mich und Ihre Meinung ist irrelevant.‘‘, antwortet sie mit deutlich sehbarer Schadenfreude.,, Was hat mein Haus damit zu tun? Ich denke, jeder möchte sich, unabhängig von seinem Haus, verteidigen können. Und zwar richtig!‘‘, entfährt es mir und mir wird schnell klar, dass ich gerade zu impulsiv geantwortet habe.,, Mrs. Corey, die Diskussion ist an dieser Stelle beendet. Ich sehe Sie heute Nachmittag mit Mr. Potter in meinem Büro.“ Alicia sieht mich vom Gryffindor Tisch her mitleidig an. Auch andere Gesichter schauen zu mir, ich meine sogar, das eines Zwillings zu sehen, allerdings sehe ich nur starr in mein Buch. Mit zittrigen Knien begleite ich Harry zu Prof. Umbridge. Nachsitzen kann ja eigentlich nicht schlimm sein, doch trotzdem sind wir beide sehr angespannt. Prof. Umbridge empfängt uns, hämisch grinsend wie so oft auch, und gibt uns beiden eine Schreibfeder in die Hand.,, Sie, Mr. Potter, schreiben den Satz,, Ich soll keine Lügen erzählen.“ Und Sie, Mrs. Cort, schreiben den Satz,, Ich soll Autoritätspersonen nicht widersprechen“ auf das Blatt Papier vor Ihnen.“ Mich durchfährt ein Schock. Harry fragt gerade, wie er ohne Tinte schreiben soll, als ich merke, was für eine Feder ich in der Hand halte.,, Das ist ein Folterwerkzeug!“, zische ich ihm zu und er sieht mich alarmiert an.,, Schreiben Sie einfach so lange, bis es sich einprägt.“, befiehlt Prof. Umbridge gebieterisch. Harry beginnt, zu schreiben und ich habe mich nicht getäuscht; sie schreibt mit Harrys Blut und die Schrift erscheint auf Harrys Hand.,, Das können Sie nicht machen.“, sage ich entschieden.,, Mrs. Cort, möchten sie nun ihren Abschluss auf dieser Schule schaffen oder nicht? Ich denke, ich habe hier immer noch mehr zu sagen als so jemand wie Sie.“, erwidert diese und ich merke ihr an, dass es ihr Spaß macht, uns beide leiden zu sehen. Verzweifelt beginne ich, zu schreiben. Ich brauche meinen Abschluss. Aber das hier ist Absurd! Ein schlimmer Schmerz durchfährt mich und ich zucke zusammen. Harry neben mir zittert. Drei Mal schreibe ich den Satz auf und vor Schmerz kommen mir die Tränen. Ich muss meine freche Zunge in Zukunft wirklich zügeln. Der Satz ritzt sich beim weiteren Schreiben in meine Hand ein und sie wird rot und schwillt an. Als wir endlich gehen dürfen, renne ich verzweifelt zu Alicia und beginne, verzweifelt zu weinen. So etwas Schlimmes wurde mir noch nie angetan. Alicia beruhigt mich so lange, bis ich mich einigermaßen beruhigt habe.,, Lorena, du bist zwar ein klein wenig impulsiv und das, was du gesagt hast, war nicht schlau, weil du sei damit auf dich aufgehetzt hast. Aber du hast vollkommen Recht. Nur glaube ich, dass wir nichts gegen sie tun können. Sie sitzt am längeren Hebel!‘‘, sagt sie irgendwann und ich nicke resigniert. Beim ersten Quidditch Spiel bespreche ich mit meinem Team die letzten Dinge kurz vor dem Spiel gegen Gryffindor. Mit einem Zauber konnte ich die Schmerzen an meiner Hand lindern, ob man die Narbe des Satzes darauf entfernen kann, weiß ich allerdings nicht. Aus irgendeinem Grund bin ich noch aufgeregter als sonst. Woran kann das liegen? Wir betreten das Spielfeld und ich fliege zu meiner Position. Von der anderen Seite des Spielfelds sieht mich ein Zwilling schief an. Welcher ist es? Der ständig verärgerte oder der ständig verwunderte? Ich hoffe einfach Mal auf Letzteres. Es ist toll endlich wieder mitten in einem Quidditch Spiel zu sein. Anfangs schaffe ich es echt gut die Klatscher von meiner Mannschaft abzuwehren, aber dann komme ich in die Nähe eines Zwillings und unsere Schultern streifen sich kurz. Er sieht sich zu mir um, aber ist dann auch schon weg. Ich bin kurzzeitig abgelenkt, was mir zum Verhängnis wird. Ein Klatscher trifft mich genau an der rechten Schulter und ich falle völlig unkontrolliert in Richtung Boden. Ich sehe noch, wie jemand auf mich zufliegt und spüre dann einen unglaublich schmerzhaften Aufprall. Ich wache auf und finde mich im Krankenflügel wieder. Mit dem Aufwachen kommen auch höllische Schmerzen im gesamten rechten Arm und ich sehe mir diesen erst einmal an. Er ist in einem Verband, was mich beruhigt. Erst dann merke ich, dass ich nicht alleine bin. Um mich herum steht meine gesamte Mannschaft und Alicia. Ich lächele in die Runde.,, Lori! Wie geht’s dir?‘‘, fragt mich Alicia aufgeregt.,,Äh naja… Gut wäre jetzt gelogen.‘‘, grinse ich,,, Nein, mein Arm tut total weh. Aber sonst… Wer hat gewonnen? Was ist passiert, als ich gestürzt bin? Ich bin nicht aus der Mannschaft geflogen, oder!‘‘ Unser Kapitän antwortet mir.,, Nein, natürlich bist du noch dabei. Das Spiel wurde leider nicht abgebrochen, sondern nur pausiert. Einer der Weasley Zwillinge hätte es sogar fast geschafft, dich aufzufangen, aber eben nur fast. Dann wurdest du von Mme Hooch aus dem Spielfeld getragen. Ohne dich haben wir verloren… War denn alles okay? So etwas ist dir ja noch nie passiert, aber hey, das ist völlig in Ordnung, Lorena!‘‘ Das Geschehene nervt mich wirklich. Das Spiel war wichtig! Und wenn ich ehrlich bin, ist dieser verfluchte Zwilling dran Schuld!,, Ich glaube das war einfach Pech…‘‘, lüge ich. Am nächsten Morgen wache ich mit Schmerzen auf. Jetzt ist leider niemand mehr bei mir. Ich muss allerdings zugeben, dass der gestrige Tag echt noch schön war. Ich habe viel mit meiner Mannschaft gelacht, viele Süßigkeiten gegessen, von Quidditch geschwärmt usw. Heute allerdings sind alle wieder in der Schule. Alicia wollte mich natürlich besuchen kommen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mich den kompletten Vormittag langeweilen werde. Ich schaue aus dem Fenster. Ich kann in der Ferne sogar das Quidditch Feld sehen. Wie gerne ich da jetzt spielen würde… Plötzlich geht die Tür auf und ein Zwilling stolziert munter in den Krankenflügel. Er bleibt vor meinem Bett stehen und mustert mich. Ich habe keine Ahnung, was er hier will. Da er nichts sagt, ergreife ich das Wort.,,Äh, hi.‘‘,, Hi.‘‘, antwortet er. Hallo! Kann er mal sagen, warum er hier ist? Ich ziehe eine Augenbraue hoch. Er macht das Gleiche.,, Okay, jetzt bin ich verwirrt.‘‘, gebe ich zu. Er lächelt. Er lächelt mit einem sanften Lächeln, sodass man meinen könnte, sein Herz lächelt mit.,, Ich dachte, ich schaue mal vorbei.‘‘,, Warum?‘‘, frage ich.,, Warum nicht?‘‘, antwortet er. So langsam nervt mich das ein wenig. Wieso kann ich ihn so gar nicht einschätzen?,, Naja, wir haben gerade Schule… Schwänzt du?‘‘ Er setzt sich.,, Joa. Weißt du, ich dachte mir, dass ich dich mal besuchen komme. Du bist mir schon im Hogwarts Express aufgefallen und auf dem Quidditchfeld, wo du mir fast einen Klatscher an den Kopf gehauen hast, auch. Ich verstehe halt nicht ganz, wieso du in Slytherin bist. Du bist doch gar nicht mal so übel. ‘‘ Das Gesagte schockiert mich zutiefst. Wie kann er… Ich dachte er wäre… Fassungslos sehe ich ihn an.,, I-ist alles okay?‘‘, fragt er mich.,, Du gehst jetzt besser…‘‘, sage ich und streiche mir meine Haare ins Gesicht. Ich hasse es, wegen meines Hauses mit Vorurteilen konfrontiert zu werden. Ich habe schon zu vieles einstecken müssen, da ich schon seit der ersten Klasse mit Alicia befreundet bin. Eine kleine Träne bildet sich in meinem Auge. Warum nimmt mich das bei ihm so mit? Wieso habe ich bei ihm überhaupt nicht damit gerechnet? Er sieht mich immer fragender an und sieht schließlich meine Narben.,, Lorena… War das Umbridge? ‘‘, fragt er entsetzt und deutet dann auf meine Hand. Die hatte ich ganz vergessen.,, Ich will jetzt nicht reden…‘‘, sage ich und sehe weg. Er sieht mich an.,, Ist es wegen deines Hauses? ‘‘, fragt er vorsichtig.,, Warum sollte ich mit dir reden? Ich weiß nicht mal, wie du heißt. Aber hey, erst einmal mit irgendwelchen Vorurteilen ankommen! Damit du es weißt, ich bin eine Slytherin und das voll und ganz. Ich bin ehrgeizig, habe Anführerkompetenzen, bin selbstbewusst und ich liebe mein Haus und ich unterstütze es wo ich kann. Ich tue nun mal keine dummen Dinge in Gefahrensituationen, aber das heißt nicht, dass ich nicht ebenfalls mutig sein kann! Warum sollte eines der Häuser in Hogwarts schlechter sein als alle anderen? Weil wir alle böse sind? Merkt ihr nicht, wie dumm das ist! ‘‘ Der Zwilling wirkt zuerst ziemlich sprachlos wegen meiner Ansprache. Er will gerade seinen Mund öffnen, als Mme. Pomfrey den Raum betritt.,, George oder Fred Weasley, was machen Sie denn hier? Sie haben Unterricht! Die erste Stunde haben Sie schon verpasst! Es ist ja schön und gut, dass Sie bei Ihrer Freundin sein wollen, aber da haben sie nachmittags noch genügend Zeit!‘‘ Freundin. Pah. Ich will gerade etwas sagen, als der Zwilling sich erhebt und gerade gehen will, als er sich noch einmal umdreht.,, Ich bin Fred.‘‘ Dann geht er. Die nächsten Tage sind ziemlich langweilig. Eigentlich will ich nur Quidditch spielen und zeigen, dass ich es nicht verlernt habe. Mein Arm ist angebrochen, aber Mme. Pomfrey meint, dass sie das wieder hinbekommt. Dann nervt mich die Sache mit Fred total. Ich meine, wie kann man denn so denken wie er! Okay, wahrscheinlich machen das viel zu viele… Meine Augen gehen langsam auf. Irgendwas ist anders. Ich setze mich auf. Dann trifft es mich wie der Blitz. Ich wurde ja gestern aus dem Krankenflügel entlassen und bin jetzt wieder in meinem Schlafsaal! Ich war zwar nicht sonderlich lange im Krankenflügel, aber für mich hat es sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Schnell ziehe ich mich an und renne in die große Halle. Es ist Wochenende und somit habe ich keine Schule. Schon von weitem sehe ich Alicia und gehe zu ihrem Tisch. So genau wird das mit der Tischordnung ja auch nicht genommen. Auf dem Weg zu ihr gehe ich an den Weasley Zwillingen vorbei, grüße aber keinen von ihnen. Ich bin einfach zu enttäuscht von… Fred. Ja, es war Fred. Als Alicia mich sieht, umarmt sie mich erst Mal aus Freude.,, Lorena! Endlich bist du wieder gesund! ‘‘ Auch einige ihrer Freundinnen heißen mich willkommen, da sie mich bereits kennen. Dann setzen wir uns und ich frühstücke erst einmal so viel wie ich nur kann. Die immer mal wieder aufkommenden Blicke von Fred ignoriere ich dabei. Am Montag haben wir mit den Gryffindors Verteidigung gegen die dunklen Künste. Alicia und ich werfen uns einen genervten Blick zu. Eine weitere Stunde mit Umbridge. Da meine eigentliche Sitznachbarin heute krank ist, setzt sich Alicia neben mich. So würde die Stunde wenigstens erträglich werden. Umbridge betritt den Klassenraum und mustert erst einmal alle Schüler. Ihr Blick bleibt bei Alicia und mir hängen. Sie lächelt provokativ, aber wir sagen beide nichts. Sie hebt eine Augenbraue. Sie scheint tatsächlich zu erwarten, dass wir etwas sagen. Ich muss grinsen.,, Mrs. Spinnet und Mrs. Cort. Haben die beiden Damen schon einmal etwas von Häusertrennung gehört? ‘‘ Wir sagen beide nichts. Eigentlich hätten wir uns schon denken können, dass das nicht so durchgeht, wie wir möchten.,, Slytherins sitzen bei den Slytherins und Gryffindors bei den Gryffindors. Was gibt es daran nicht zu verstehen? ‘‘, säuselt sie in einem viel zu süßen Ton. Ich erhebe das Wort.,, Nun ja, ich sehe in dieser angeblichen Regelung keinen Sinn. Sollten wir nicht alle zusammenhalten? Egal ob aus demselben Haus oder nicht? Und führen solche Regelungen nicht dazu, dass einzelne Gruppen entstehen, die gegeneinander konkurrieren? Das ist doch Schwachsinn! Die Häuser sind da, um sich individuell entfalten zu können und nicht, um nur mit den Menschen dort Kontakt zu knüpfen. ‘‘ Alle sehen mich erstaunt an. Alicia grinst, eine Freundin von mir nickt mir zu. Umbridge sieht mich mit einem Blick an, den ich nicht ganz deuten kann. Ich kann nur erahnen, dass sie das, was ich gerade von mir gegeben habe, nicht gutheißt. Ich wage einen Blick zu Fred. Ich weiß, dass er immer neben Lee sitzt und somit erkenne ich ihn sofort. Als er meinen Blick bemerkt, grinst er, aber wird auch ein wenig rot. Umbridge hustet.,, Mrs. Cort. Wir sehen uns heute Nachmittag in meinem Büro. ‘‘ Vielleicht müsste mir das jetzt peinlich sein, aber das ist es nicht.,, Wieder einmal auf eine Tasse Tee? ‘‘, frage ich sie grinsend. Sie wird leicht rot um ihre Nase, aber dreht sich nach einigen Sekunden wortlos um und beginnt den Unterricht. Der weitere Unterricht vergeht relativ schnell und leider kommt der Nachmittag immer näher. Auch wenn ich mir vor Umbridge nichts anmerken lasse, hat sie die Fähigkeit, ziemlich gute Schwachpunkte an mir zu finden. Heute habe ich auch noch einen von mir preisgegeben, nämlich meine Einstellung zu den Häusern. Als ich fast an ihrem Büro angekommen bin, sehe ich einen Zwilling auf mich zukommen. Es kann eigentlich nur Fred sein, so wie er grinst. Diesmal ergreift er das Wort.,, Das war ziemlich stark heute. ‘‘,, Ja, stimmt. Dafür, dass ich eine Slytherin bin, war das echt mutig. ‘‘, sage ich ironisch und gehe an ihm vorbei. Ich klopfe an der Tür und keine Sekunde später bekomme ich ein,, Herein! ‘‘ zu hören. Die hat wohl auch nichts zu tun, denke ich mir noch, aber dann setze ich ein gespieltes Lächeln auf und setze mich, ohne eine Aufforderung, hin. Sie sieht mich an und schüttelt den Kopf.,, Ich verstehe Sie einfach nicht. Sind Sie überhaupt eine waschechte Slytherin? ‘‘ Am liebsten würde ich diese Frage einfach unkommentiert lassen. Trotzdem antworte ich mit einem schroffen,, Ja.‘‘,, Gut, dann verstehe ich nicht, warum Sie hier so einen Zirkus veranstalten.‘‘ Ich seufze. Es ist zwecklos. Sie hat sowieso nichts davon verstanden, was ich heute Morgen angesprochen habe. Und selbst wenn, wäre sie viel zu herzlos, um ihre Meinung in irgendeiner Art und Weise zu verändern.,, Ich habe mir da etwas für Sie überlegt. Damit sollten wir Sie wieder hinbekommen. ‘‘, lächelt Umbridge mir zu. Mich wiederhinbekommen?,, Da bin ich aber mal gespannt. ‘‘, antworte ich ironisch. Ihr Blick wird ernst.,, Ich verbiete Ihnen jeglichen Kontakt zu Gryffindors, Hufflepuffs und Rawenclaws. Sie dürfen erst wieder Ihre Freunde aus diesen Häusern sehen, wenn Sie sich halbwegs in ihr eigenes Haus hineinintegriert haben. Ich werde ein Auge auf Sie haben, also gehen Sie kein Risiko ein. ‘‘ Ich bin völlig sprachlos. Nein. Nein. Ich habe in jedem Haus Menschen, die mir wichtig sind. In Slytherin, aber auch in Hufflepuff, Rawenclaw und Gryffindor. Vor allem Alicia, meine beste Freundin, kann ich doch nicht einfach so ignorieren! Nein….,, Hat es Ihnen etwa die Sprache verschlagen?‘‘, fragt mich Umbridge lächelnd. Dieses Biest! Ich würde sie am liebsten in eine Kröte verwandeln oder in einen Nacktmull oder eine Nacktschnecke!,, Ich glaube, Sie haben verstanden. Gehen Sie. ‘‘ Kurz bleibe ich noch sitzen, aber schließlich raffe ich mich auf und gehe. Die Tür zu Ihrem Büro klatsche ich noch einmal äußerst geräuschvoll zu. Dann laufe ich fast einer Person in die Arme. Als ich nach oben sehe, sehe ich mal wieder in das Gesicht von Fred. Ich bin mir wegen seines dümmlichen Grinsens ziemlich sicher, dass er es ist. Hat er hier etwa gewartet? Er öffnet gerade seinen Mund, um etwas zu sagen, als Umbridge die Tür öffnet und mir einen triumphierenden Blick zuwirft.,, Wie gesagt, ich sehe alles, Mrs. Cort. ‘‘ Dann hält sie die Feder, mit der sie mich bereits gezwungen hat, zu schreiben. Ein weiteres Mal überlebe ich das nicht… Ich nicke ihr zu und gehe so schnell es geht in meinen Schlafsaal, wo ich mich erst einmal auf mein Bett werfe und meiner Freundin Diana alles erzähle. Fred sieht mir verwirrt nach. Meine schlechte Laune hält sich bis spät in die Nacht. Um ein Uhr morgens sitze ich im Gemeinschaftsraum und schaue Löcher in die Luft. Diana hat Alicia die vernichtenden Neuigkeiten erzählt, wovon Alicia natürlich nicht gerade erfreut war. Eine Lösung für diese Misere konnte mir aber auch keine der zwei Mädchen geben. Ich hasse Umbridge einfach so sehr. Sie ist das Schlimmste, was Hogwarts jemals passieren konnte. Zu gerne würde ich mich noch einmal mit Fred unterhalten, so sehr er mich auch enttäuscht hat. Noch lange sitze ich so im Gemeinschaftsraum, bis ich irgendwann auf der Couch einschlafe. Am nächsten Morgen werde ich durch das Lachen meiner Mitschüler geweckt. Ein paar Freunde von mir sind auch dabei, die das Ganze locker nehmen.,, Hey, Ena, das nächste Mal solltest du es schon noch in dein Bett schaffen!‘‘, lacht Diana. Ich stehe schwermütig auf und blicke in die Runde. So müde ich auch bin, beim Anblick aller Leute, die um mich herumstehen, muss ich lachen. Alle anderen lachen mit und gehen dann in die große Halle. Ich komme, total verspätet, ebenfalls in der großen Halle an und sehe als erstes Umbridges Blick, der pure Schadenfreude ausdrückt. Ich schenke Alicia ein schwaches Lächeln und setze mich. Meine Freundin hat ihr bereits von dem schlimmen Verbot erzählt. Beim Frühstück erfahre ich, dass heute Quidditchtraining ist. Meine Laune hellt sich ein wenig auf. Wenigstens hat die Frau in Pink mir das nicht verboten. Ich bin ständig am Überlegen, wie ich beweisen kann, mich sehr wohl in mein Haus hineinintegriert zu haben, so dumm es auch ist, so etwas beweisen zu müssen. Als ich Marcus Flint sehe, kommt mir eine Idee. Wie wäre es, mit einem waschechten Slytherin Jungen auszugehen? Außerdem ist er laut Diana gerade auf Freundinnensuche. Ich esse schnell auf und erhebe mich dann, um mit einem verschmitzten Lächeln auf ihn zuzulaufen, natürlich nicht ohne dabei ein wenig mehr mit der Hüfte zu wackeln.,, Hey, Marcus. Oder darf ich Marc sagen?‘‘, frage ich offen und lache dabei gespielt. Aus dem Augenwinkel sehe ich einen der Weasley Zwillinge verwirrt zu mir rüber sehen, aber das ist mir in dem Moment egal. Marcus fängt sofort an zu grinsen und verhaspelt sich fast vor Schnelligkeit, als er beteuert, dass ich natürlich gerne Marc sagen könne.,, Hättest du vielleicht Lust, mal mit mir nach Hongsmeade zu gehen?‘‘, frage ich ihn und seine Freunde atmen allesamt hörbar aus.,, Jaa, klar!‘‘, sagt er begeistert und grinst mich mit seinen schiefen Zähnen an. Das soll jetzt nicht gemein klingen, aber attraktiv finde ich ihn nicht, muss ich aber auch nicht. Hier geht es um etwas ganz Anderes. Ich mache noch schnell mit ihm aus, wo und wann wir uns treffen, und gehe dann eilig mit ihm zum Unterricht. Zaubertränke und Verwandlung verlaufen ziemlich ereignislos. Beim Mittagessen fällt mir erst ziemlich spät ein, dass ich heute Nachmittag Quidditch Training habe, also mache ich mich hastig auf den Weg. Dort angelangt halte ich kurz nach den Weasley Zwillingen Ausschau, bis mir einfällt, dass ich nichts mit Gryffindors zu tun haben darf. Außerdem sind sie mir beide völlig egal. Warum sollte ich bitte nach Fred Ausschau halten? Sein dummes Grinsen geht mir sowieso total auf die Nerven! Da mich diese Gedanken völlig verwirren, konzentriere ich mich stark auf das Training, mit Marcus als meinem Trainer, der mich ununterbrochen anstarrt. Das kann ja etwas werden. Nach dem etwas merkwürdigem Training gehe ich in den Gemeinschaftsraum. Er schimmert, wie immer, in angenehmen, grünen Licht und ich setze mich in einen der Lehnstühle. Dort fange ich an, ein paar Seiten in meinen Schulbüchern zu lesen, die ich zusammenfassen muss. Nach etwa einer halben Stunde, in der ich ziemlich konzentriert gearbeitet habe, fliegt meine Posteule Zippy in den Gemeinschaftsraum. Ich schrecke auf, weil Eulen normalerweise beim Frühstück ihre Post überbringen. Sie hat einen hellblauen Brief im Schnabel und ich streichele ihr erst einmal erfreut über den Kopf, bis ich den Brief entgegennehme. In ihm steht: Hey, Lorena. Ich will mit dir reden. Es ist dringend. Bitte komm heute um acht Uhr zum Quidditchfeld. Verwirrt sehe ich auf. Wer würde sich jetzt mit mir treffen wollen? Ich sehe auf die Uhr. Es ist halb acht. Viel Zeit bleibt mir also nicht mehr. Ich setze mich wieder und beende die Hausaufgabe, an der ich gerade sitze. Dann räume ich meine Schulsachen weg und mache mich auf den Weg zum Quidditchfeld. Dort angekommen treffe ich vorerst auf niemanden, weil die meisten Schüler sich um acht Uhr bereits in den Gemeinschaftsräumen aufhalten. Ich will mich gerade auf eine der Bänke setzen, als ein Weasley Zwilling hinter einem Baum hervortritt. Er grinst mich breit an und kommt auf mich zu. Ich merke, dass ich etwas verunsichert bin und trete unwillkürlich einen Schritt zurück.,, Freut mich, dass du da bist.‘‘, sagt er. Ich lächele ihm zu.,, Ich bin Fred.‘‘ Zwar war ich mir nicht hundertprozentig sicher, weil man das bei den Zwillingen eigentlich nie sein kann, sage aber trotzdem:,, Ich weiß.‘‘ Bei diesen Worten fängt er an zu grinsen.,, Ach ja? Denkt da jemand, die Weasley Zwillinge auseinanderhalten zu können?‘‘, fragt er belustigt.,, Wer weiß, vielleicht kann ich das ja.‘‘, sage ich selbstsicher. Für einen kurzen Moment lächeln wir uns einfach nur an. Ich unterbreche die Stille.,, Warum genau bin ich hier?‘‘ Er wird etwas rot um die Nase.,, Weil ich dich sehen wollte.‘‘ Er sieht mich an.,, Ich mag dich. Deswegen wollte ich dich fragen, ob du mal mit mir ausgehst.‘‘ Jetzt grinst er wieder.,, Vielleicht begleitest du mich nächstes Wochenende nach Hongsmeade?‘‘ Genau in diesem Moment sehe ich, wie Umbridge den Weg zum Quidditch Feld hinuntergeht und mir bereits triumphierende Blicke zuwirft.,, Oh nein!‘‘, zische ich panisch. Fred sieht mich zuerst verwirrt an, folgt dann aber meinem Blick und erkennt Umbridge.,, Nicht die schon wieder.‘‘, sagt er und zieht mich mit in den Gryffindor Umkleideraum, schnappt sich einen Besen und setzt sich drauf. Ich bin leicht überfordert mit der Situation, weil ich weiß, dass es völliger Wahnsinn wäre, mich jetzt auf den Besen zu setzen und vor Umbridge zu flüchten. Andererseits erinnere ich mich an ihre Worte...,, Ich werde ein Auge auf Sie haben, also gehen Sie kein Risiko ein.‘‘ Das Risiko bin ich versehentlich so oder so eingegangen. Dann kann ich auch noch mehr Risiken eingehen, sage ich zu mir und springe auf den Besen. Fred fliegt sofort los und ich halte mich an ihm fest, um nicht herunterzufallen. Umbridge sieht uns vom Quidditchfeld wegfliegen und fängt an zu Brüllen:,, Mrs. Cort! Ich sehe Sie! Ich sehe alles! Und ich kriege Sie!‘‘,, Flieg schneller, Fred!‘‘, rufe ich panisch und blicke ängstlich umher. Er fliegt im Sturzflug auf die Aussichtsplattform des Astronomieturms zu. Wir landen äußerst unsanft auf dem Boden und verlieren beide das Gleichgewicht unter unseren Füßen, weswegen wir erst einmal hinfallen. Ich komme hart auf dem Boden auf, aber kann mich noch ein wenig an Fred stützen. Dieser kneift kurz die Augen zusammen, weil er ebenfalls nicht gerade sanft aufkommt, aber muss dann lachen.,, Dass ich mal mit Lorena Cort auf der Aussichtsplattform von Hogwarts liegen werde, hätte ich auch niemals gedacht.‘‘, sagt er grinsend. Ich muss lachen. Das Lachen über diese verrückte Aussage lässt alles Graue und Triste aus diesem Tag in mir verschwinden. Ich lache. Ich lache über Fred, über sein Grinsen, über die Tatsache dass ich mit ihm auf dem Astronomieturm so richtig auf den Boden geflogen bin (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich lache über Umbridge, die gerade verzweifelt nach mir sucht und mich wahrscheinlich am liebsten aus Hogwarts verweisen würde. Wenn sie nicht bereits meinen Azkaban Aufenthalt plant. Fred sieht mich dabei die ganze Zeit an.,, Du bist süß wenn du so lachst.‘‘, sagt er lächelnd. Ich höre kurz auf zu lachen, sehe ihn an und fange dann wieder damit an. Dann merke ich aber, dass ich komplett an ihn gelehnt bin und rücke etwas von ihm weg.,, Zu viel Körperkontakt, was?‘‘, fragt Fred und will schon aufstehen, als ich ihn zurückhalte.,, Warte, bleib sitzen.‘‘ Er sieht zu mir.,, Ich finde das so ziemlich entspannend.‘‘, füge ich hinzu, um ihn davon zu überzeugen, sich wieder hinzusetzen. Er schmunzelt, setzt sich aber wieder neben mich. Nach einer kurzen Redepause dreht er seinen Kopf wieder zu mir hin.,, Was hat Umbridge jetzt eigentlich genau gegen dich? Sie ist eine hässliche und gemeine Kröte, aber warum hat sie es so auf dich abgesehen?‘‘ Ich seufze. Dann sehe ich in den Himmel und sehe tausend und abertausend Sterne. Diesen Anblick wird mir Umbridge niemals nehmen können, egal was sie mir noch alles nehmen wollen sollte.,, Die Kröte ist der Meinung, dass ich keine waschechte Slytherin wäre. Angeblich habe ich es nicht geschafft, mich in mein Haus rein zu integrieren und mache zu viel mit Schülern der anderen Häuser. Wie kann man denn bitte ZU VIEL mit Schülern aus den anderen Häusern machen? Ist es nicht gut, wenn die Häuser sich quasi vermischen und somit für die Freundschaften belanglos sind? Jedenfalls darf ich nichts mehr mit Leuten, die nicht in meinem Haus sind, machen. Die Freundschaft zu Alicia leidet unter diesem Verbot enorm. Ich habe schon Angst ihr zuzulächeln… Sie weiß natürlich alles, aber das macht die Sache nicht gerade leichter. Und das was ich hier jetzt tue… Ich will nicht wissen, was für Folgen das haben wird.‘‘, sage ich verzweifelt. Fred sieht mir genau in die Augen und ich kann etwas Fasziniertes in seinem Blick erkennen.,, Du hast mir in Sachen Slytherin wirklich die Augen geöffnet. Vor dir dachte ich wirklich, alle Slytherins seien böse und hinterhältig…‘‘ Ich muss lächeln. Dieser Junge macht mich im Augenblick wirklich glücklich. Ich habe seine Ansichten zu Slytherin wirklich verändert… Fred nimmt seine Hand. Da das ziemlich plötzlich kommt, ziehe ich sie zuerst etwas überrascht wieder zurück.,, Darf ich?‘‘, fragt er vorsichtig. Ich erinnere mich daran, dass er die Narben bereits im Krankenflügel gesehen hat, also halte ich sie ihm hin. Ich rechne bereits mit einem seiner lustigen Sprüche, aber diesmal geht er wirklich ernst mit der Situation um. Besorgt sieht er sich meine Hände an, deren Narben nahezu gar nicht mehr mit Ausschlägen versehen sind.,, Ist doch schon besser geworden.‘‘, sage ich aufmunternd.,, Naja…Das kann mit der Kröte doch nicht so weitergehen…‘‘, sagt er nachdenklich. Ich lehne meinen Kopf zurück.,, Wird es aber. Vor allem, nachdem sie mich hier findet. Wahrscheinlich wirst du auch etwas abkriegen…‘‘ Fred steht auf.,, Wir müssen was gegen sie unternehmen!‘‘ Widerwillig stehe ich ebenfalls auf. Eigentlich würde ich gerne noch ein wenig hier sitzen wollen.,, Erstmal sollten wir zusehen, dass wir unbemerkt in unsere Schlafsäle kommen. Oder?‘‘, frage ich. Er nickt.,, Ja, da hast du auch wieder recht. Aber sag mir bitte sofort, wenn Sie dir irgendetwas antut!‘‘, bittet er mich. Ich muss lächeln. Wahrscheinlich werde ich gerade rot und sehe mit dem Grinsen ziemlich, ziemlich hässlich aus, aber da es bereits nach 10 Uhr abends ist, sieht man das in der Dunkelheit nicht. Leider ist alles nicht so einfach, wie es vielleicht sein könnte.,, Du weißt doch, dass ich offiziell nicht mit dir reden darf…‘‘, sage ich traurig. Für einen kurzen Moment ist er still, so als würde er über etwas nachdenken. Dann geht er zu mir hin um umarmt mich, einfach so. Er weiß ich nicht, wie mir geschieht, aber dann atme ich seinen Körpergeruch ein und fühle mich ihm unglaublich vertraut. Eine Weile stehen wir so da, aber dann sagt Fred.,, Ich glaube wir müssen dann wirklich gehen. Wir werden schon noch eine Möglichkeit finden, um Kontakt zu halten, da bin ich mir sicher. Ich kenne einen Geheimgang, der führt dich gleich in die Nähe von deinem Schlafsaal. Aber sei vorsichtig. Ich würde dich gerne wieder treffen. ‘‘ Er zwinkert mir zu und mit diesen Worten verlässt er die Plattform und geht zu dem Geheimgang, den ich noch überhaupt nicht kannte. Ich schaffe es wirklich, unbemerkt in meinen Schlafsaal zu kommen, mache mich bettfertig und lege mich dann erschöpft auf mein Bett. Erst dann frage ich mich, wie es zu diesem verrückten und aufregendem Abend mit Fred überhaupt gekommen ist. Er hat mich nach einer Verabredung gefragt. Das habe ich bei der Aufregung ganz vergessen… Aber warum hat er denn nicht noch einmal gefragt, als wir auf der Plattform waren? Ich denke über sein Verhalten nach. Würde ich das überhaupt wollen? Ich darf eigentlich nichts mit ihm zu tun haben… Diese Frage beschäftigt mich so lange, bis ich irgendwann einschlafe. Die nächsten Tage vergehen ereignislos. Nach dem Vorfall mit Fred hat mir Umbridge lediglich ein paar finstere Blicke zugeworfen, aber mehr hat sie nicht getan. Wie es Fred ergangen ist, weiß ich leider nicht. Ich hatte keine Gelegenheit, auch nur kurz mit ihm zu sprechen. Ich lasse Diana Alicia nahezu täglich irgendwelche Nachrichten überbringen, was Umbridge zum Glück nicht merken kann. Nur leider rückt das Treffen mit Marcus näher. Wenn Umbridge mich mit ihm sehen sollte, wäre ich allerdings auf der sicheren Seite, also mache ich mich an einem stürmischen Samstagmorgen für das Treffen fertig. Bevor ich mich mit Flint im Gemeinschaftsraum treffe, schreibe ich noch einen Brief für Alicia. Ich beteure darin, wie schade ich es finde, dass ich nicht mit ihr nach Hongsmeade gehen kann, sondern mich mit Marcus Flint treffen muss, der mir einfach nur unsympathisch ist. Außerdem schreibe ich über die Weihnachtsferien, welche wir zusammen verbringen werden. Ich freue mich einfach unglaublich auf die kommende Zeit, die ich endlich wieder mit Alicia verbringen kann. Ich gebe meiner treuen Eule den Brief und gehe dann in den Gemeinschaftsraum, wo Flint bereits auf mich wartet.,, Hey, alles klar?‘‘, fragt er mich grinsend um umarmt mich. Ich muss die Umarmung, mehr oder weniger begeistert, erwidern. Ich fahre mit ihm nach Hongsmeade und unterhalte mich mit ihm über alles Mögliche, auch wenn ich dabei nicht wirklich an irgendetwas, von dem er redet, interessiert bin. Selbst, als wir uns über Quidditch unterhalten, rede ich zwar leidenschaftlich mit, sein Gerede dazu geht mir allerdings auf die Nerven und ich habe das Verlangen, ihn darum zu bitten, den Mund zu halten. Er verhält sich eigentlich wirklich sehr aufmerksam und freundlich zu mir, aber zwischen uns funkt es meiner Meinung einfach nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es ihm ähnlich ergeht, allerdings kommt er mir gelegentlich immer einmal näher und schaut mir dabei in die Augen. Ich finde das ziemlich unangenehm, was ich natürlich nicht zeige. Ich denke, dass Umbridge uns beide zusammen bereits gesehen hat, da sie immer von oben herab auf alle Schüler hinuntersieht und schaut, was sie machen. Da sie auf mich ein besonderes Auge hat, bin ich an mehreren Orten, bei denen sie Schüler beobachtet, stehen geblieben und habe mich dort eine Weile mit Marcus unterhalten. Nun sind wir in Hongsmeade angekommen und Marcus fragt mich gerade, ob wir ein Butterbier trinken wollen, worauf ich einwillige. Ich hoffe sehr, dass mich nicht allzu viele Leute mit ihm sehen. Eigentlich sollten uns ja viele Leute sehen, damit ein wenig über uns geredet wird und Umbridge denken kann, dass sie ihr Ziel erreicht hat. Mir ist die Sache nur trotzdem unglaublich unangenehm und ich habe kein gutes Gefühl dabei. Das Gefühl wird schlimmer, als ich mich mit Marcus an einen Tisch setze und einen Weasley Zwilling mit Lee Jordan im Schlepptau den drei Besen betreten sehe. Der Weasley Zwilling begrüßt mich allerdings nicht und beachtet mich auch generell kaum, weswegen es nicht Fred sein kann. Lee wirft mir einen kurzen Blick zu, geht dann aber Butterbier kaufen. Marcus kommt mir immer näher und ich habe das Gefühl, dass er langsam versucht, mich zu küssen. Mir wird heiß. Ich merke allerdings, dass eine Schülerin ein Jahr unter mir die ganze Zeit zu mir herübersieht. Da sie das schon seit Tagen tut, habe ich den Verdacht, dass sie mich für Umbridge ausspioniert. Ich sehe mich im drei Besen um. Es sind zwar viele Leute hier, allerdings kenne ich die meisten nur flüchtig. Das Mädchen wäre wahrscheinlich die Einzige, die es wirklich interessieren würde, wenn jetzt etwas passieren sollte. Als mir das klar wird, bietet sich die perfekte Situation, weil Marcus gerade zu mir sieht. Ich komme ihm etwas näher und er versteht den Impuls, denn er beugt seinen Kopf ein wenig zu mir runter und kommt mir ebenfalls näher, bis ich seinen Atem bereits spüren kann. Ich schließe die Augen, weil ich nicht glauben kann, dass ich das gerade tue. Nach zwei unendlich langen, unangenehmen Sekunden schafft er es endlich, mich zu küssen. Ich habe selten etwas gemacht, dass ich genau in diesem Moment bereut habe, aber das ist genau jetzt passiert. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie das Mädchen aufgeregt zu uns sieht und wie Lee überraschenderweise ebenfalls sehr irritiert zu uns sieht. Oder eher verurteilend? Ich kann seinen Blick nicht ganz deuten. Nach diesem Kuss sagt erst einmal niemand von uns was, bis er irgendwann einfach wieder beginnt, über irgendwelche belanglosen Dinge zu reden. Ich rede noch etwa eine Viertelstunde mit ihm, bis ich mich irgendwann mit der Ausrede verabschiede, jetzt noch etwas Wichtiges bei der Post erledigen zu müssen. Als ich an Lee Jordan vorbeigehe, hält mich dieser zurück und zischt mir zu:,, Bevor du meinem armen Freund Hoffnungen machst, teilst du ihm bitte mit, dass du derweil mit einem anderem Typen rumknutschst.‘‘ Der Zwilling neben ihm, der George sein muss, wirft uns beiden einen irritierten Blick zu. Um die Situation noch schlimmer zu machen, betritt jetzt der zweite Zwilling, also Fred, die drei Besen und fragt erst einmal interessiert und verwirrt zugleich:,, Was ist mit anderen Typen und rumknutschen?‘‘ Lee schaut mich an und vermittelt mir mit seinem Blick, dass ich mit der Sprache herausrücken soll. Mir wird kalt und heiß zugleich. Ich bin komplett überfordert. Was denn für Hoffnungen! Und was soll ich denn jetzt tun? Fred sieht mich fragend an und ich kann nicht anders, als mich umzudrehen und einfach wegzulaufen. Ich muss einfach aus dieser Gaststube raus. Ich bereue gerade alles, was in ihr passiert ist. Wie wird Fred reagieren, wenn er von dem Kuss erfährt? Wird er mich nicht mehr mögen? Ich für meinen Teil mochte ihn sehr… Nur leider ist mir das erst jetzt so richtig klar geworden. Hinzu kommt, dass ich einen Jungen geküsst habe, für den ich überhaupt nichts empfinde! Wie konnte ich es nur so weit kommen lassen und das wegen Umbridge! Mir kommen die Tränen und ich laufe einfach nur orientierungslos in Hongsmeade rum, bis ich mich irgendwann auf eine Bank in einer verlassenen Seitenstraße fallen lasse. Ich kann dem Druck, den Umbridge auf mich ausübt, einfach nicht mehr standhalten. Ich kann nicht fassen, zu was sie mich getrieben hat. Verzweifelt weine ich mir die Seele aus dem Leib. So sehr ich es mir jetzt wünschen würde, es kommt leider niemand, um mich zu trösten. Das kann ich vergessen. Ich habe das nicht einmal verdient. Am nächsten Morgen gehe ich immer noch sehr traurig in die große Halle und setze mich an einen Platz, als Marcus auf mich zusteuert. Schnell tue ich so, als hätte ich ihn nicht gesehen, aber zwecklos. Er setzt sich grinsend neben mich und legt sogar seine Hand auf meine und fragt, wie es mir geht. Am liebsten würde ich ihm den Orangensaft, den ich gerade trinke, ins Gesicht spucken, aber ich erwidere gezwungen:,, Mir geht es gut, und dir?‘‘ Während des Frühstücks reicht er mir alles Mögliche zu essen, was mich persönlich einfach nur nervt. Umbridges Blick verharrt das ganze Frühstück über auf uns und sie nickt jedes Mal zufrieden, wenn wir uns unterhalten oder sonst irgendwie annähern. Er streicht mir beispielsweise ständig Strähnen aus meinem Gesicht, was ja eigentlich ganz niedlich wäre, wenn er das nicht permanent tun würde. Als wir dann auch noch zusammen die Große Halle verlassen, nickt mir Umbridge vergnügt zu. Man merkt, dass ihr ihr Hexenwerk gelungen ist.,, Wir haben jetzt Verwandlung.‘‘, sagt Marcus, nimmt meine Hand und führt mich zum Klassenraum. Wie zur Hölle soll ich aus dieser Situation jemals herauskommen? Sind wir jetzt etwa zusammen? In Verwandlung geht das Affentheater mit mir und ihm weiter. Er legt in jeder freien Minute den Arm um mich und flüstert mir irgendetwas zu und so langsam bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, was von dem, was ich tue, gespielt ist, und was nicht. Als Diana mich fragt, ob wir zusammen seien, sage ich, dass wir es erst einmal locker angehen. Locker angehen. Was genau denke ich mir eigentlich bei so etwas? Ich will nichts von ihm und erzähle solche Dinge… Aber gleichzeitig werde ich nicht mehr permanent von Umbridge beobachtet. Fragt sich nur, wie lange ich das aushalte. Die nächsten Tage sind für mich der pure Horror. Marcus hängt an mir wie eine Klette und wahrscheinlich weiß nun mein kompletter Jahrgang, dass wir zusammen sind. Das Problem ist nur, dass wir überhaupt nicht zusammen sind. Ich will das nämlich eigentlich nicht, weiß aber auch nicht, wie ich ihm das jetzt noch beibringen soll. Die Einzige, die von meinem riesigen Problem weiß, ist Alicia. Ich habe ihr alles erzählt, von Umbridges Ansage bis zu Fred und Marcus. Sie steht mir bei, was mir guttut. Wir können uns endlich wieder sehen, ohne dass Umbridge Wind davon bekommt. Sicherheitshalber treffen wir uns immer in den verschiedensten Geheimgängen und reden stundenlang. Die Sache mit Fred belastet mich am meisten. Er wirft mir immer, wenn wir uns sehen, einen unglaublich verletzten Blick zu. Mal ist dieser eher vernichtend und sauer, mal eher verwirrt, fragend und enttäuscht. Wenn er mich mit Marcus sieht, versuche ich immer, irgendwie deutlich zu machen, dass die ganze Sache nicht so ist, wie sie scheint. Mal schaue ich zu Boden, wenn er mich umarmt, mal schaue ich zu ihm, wenn Marcus mit mir redet. Trotzdem habe ich das Gefühl, ihn bereits verloren zu haben… Seine Sicht: Sie mit Flint zu sehen, zerreißt mir jedes Mal das Herz. Warum er? Wie konnte Lorena mit so einem Typen zusammenkommen? Dabei wollte ich doch mit ihr ausgehen… Ich habe mich stundenlang mit ihr auf dem Astronomieturm unterhalten… Hat ihr das denn nichts bedeutet? Jedes Mal, wenn ich die beiden in der Schule turteln sehe, wird mir schlecht. Lorena hat so einen tollen Charakter. Nur durch sie habe ich alle meine Vorurteile anderen Häusern gegenüber völlig ausgeräumt. Und Flint? Flint erzählt jedem, ob er es wissen will oder nicht, dass er der Mannschaftskapitän von Slytherin ist und dass er seit Neuestem eine Freundin hat. Gerade gehe ich mit Lee und George zu Kräuterkunde, was wir leider mit den Slytherins zusammen haben. Alicia kommt zu uns und fängt an mit George über einen seiner Witze zu lachen, da sich die beiden ganz gut verstehen. Auf dem Gang steht Lorena, heute ziemlich blass. Hat sie abgenommen? Besorgt mustere ich sie. Dabei erzählt Alicia gerade belustigt, dass man in der Weihnachtszeit ja immer durch die ganzen Plätzchen und das gute Essen zunimmt. Lorena sieht in unsere Richtung und lächelt, wahrscheinlich wegen Alicia. Ich habe das Gefühl, dass sie gerade zu uns beziehungsweise zu ihr laufen möchte, als sie von Flint zurückgehalten wird. Dieser hält sie am Arm fest und versucht sie zu küssen, sie umarmt ihn allerdings nur und sieht, wie so oft auch, einfach nur nach unten. Wer tut denn so etwas, wenn man wirklich verliebt ist? Misstrauisch blicke ich zu den beiden rüber. Diana, Lorenas Freundin, scheint die beiden genauso misstrauisch zu beobachten wie ich. Sollte ich aufhören, mir über Lorena Gedanken zu machen, oder herausfinden, was mit ihr los ist? Deine Sicht: Die Weihnachtszeit hat begonnen, aber mir geht es trotzdem so schlecht wie noch nie. Die Abschlussprüfungen rücken immer näher für mich, weswegen ich unglaublich viel Stress habe. Außerdem hängt Marcus Flint wegen unserer angeblichen Beziehung unglaublich sehr an mir, woran ich aber einfach nichts ändern kann. Ich kann mich mit ihm überhaupt nicht über ernste Dinge unterhalten. Alicia hat mir schon so oft geraten, einfach Schluss zu machen und mit meinen Gefühlen für Fred rauszurücken. Nur leider ist das viel leichter gesagt als getan. Man kann mit Marcus nicht ein ernstes Gespräch führen. Sobald ich nur mit den Worten,, Ich muss da mal etwas mit dir bereden…‘‘ anfange, weicht er mir aus, meint, dass er keine Zeit hat oder lenkt mit unangebrachten Witzen ab. Selbst als ich gleich zwei Abfragen nacheinander total versagt habe und danach sichtlich missgelaunt und verzweifelt war, hat er davon keinen Notiz genommen und einfach weiter über sich selbst geredet. Außerdem lässt mich Umbridge momentan komplett in Ruhe. Ich dachte, dass ich diese Beziehung einfach mein letztes Jahr durchziehen werde, um nie wieder bei ihr nachsitzen zu müssen. Nur leider ist mein momentaner Zustand schlimmer als alles andere. Immer mehr zweifele ich an mir. Wo ist mein Selbstbewusstsein? Wieso sage ich ihm nicht einfach, wie sehr er mich nervt? Früher hätte ich das sicher getan. Leider macht mich nicht nur das unglücklich, sondern ebenfalls meine schulischen Leistungen, die sich gerade zu verschlechtern scheinen. Einzig und allein die Blicke von Fred geben mir Hoffnung, dass ich es schaffen werde, mit ihm wieder in Kontakt zu treten. An einem kühlen Dezemberwochenende bin ich mit meiner Mannschaft Quidditch trainieren. Quidditch ist momentan meine einzige Beschäftigung, die mich wirklich alle meine Sorgen vergessen lässt. Nach dem Training, welches uns im Übrigen auf ein weiteres Spiel mit den Gryffindors vorbereiten sollte, fragt mich Marcus, ob ich gerne etwas mit ihm machen möchte. Da ich mich schon die letzten beiden Tage rausgeredet habe, sage ich dieses Mal zu. Nur nehme ich mir dieses Mal vor, ernsthaft mit ihm über meine Probleme zu reden. Wir setzen uns in den Gemeinschaftsraum, in dem sich gerade niemand befindet, weil die meisten Leute draußen sind.,, Ich wollte mit dir mal wirklich über etwas reden.‘‘, fange ich an und hole tief Luft. Er unterbricht mich.,, Ja, gut dass du das ansprichst, ich nämlich auch. Ich habe da mal so eine Frage. Möchtest du in den Ferien für eine Woche mit zu mir nach Hause kommen?‘‘, fragt er mich erwartungsvoll. Ich höre diese Frage und kann zuerst überhaupt nicht antworten. Ich bin zu überwältigt, um irgendetwas zu sagen. Wie soll ich denn jetzt bitte aus der Nummer wieder herauskommen? Mir wird heiß. Es ist genauso, wie im drei Besen, kurz bevor ich diesen Jungen geküsst habe.,, Hör mal…‘‘, fange ich an.,, Wir würden dann alles Mögliche unternehmen, wir würden uns vielleicht ein paar Quidditchspiele angucken, Weihnachtsgeschenke austauschen, uns zusammen für die Prüfungen vorbereiten und so weiter…‘‘, unterbricht er mich abermals. Kann er mich nicht endlich einmal ausreden lassen? Ich merke, wie mein Kopf rot vor Wut wird. Ich will ihm nun endlich mein Herz ausschütten, als er allen Ernstes wieder anfängt zu reden und sagt:,, Bestimmt willst du, oder? Warum frage ich überhaupt?‘‘ Er lächelt mich an. Jetzt reicht es mir. Flint will mir allen Ernstes die Möglichkeit nehmen, nein zu sagen? Tja, da hat er wohl nicht mit einer Lorena Cort gerechnet! Ich springe auf.,, Damit das klar ist: Ich fahre nirgendwo mit dir hin! Ist das eigentlich dein Ernst? Mich nie aussprechen zu lassen, mich täglich mit deiner sinnlosen Gedankenkotze zu nerven und dich nicht einmal richtig für mich zu interessieren? Weißt du überhaupt, wie ich mit Nachnamen heiße? Oder bist du einfach nur mit mir zusammen, um eine Freundin zu haben und somit gut dazustehen? Kannst du eigentlich etwas anderes, als über dich selbst zu reden oder auch nur nachzudenken?‘‘ Ich werde unabsichtlich immer lauter, was mir aber letzten Endes komplett egal ist. Nach dieser Ansprache gehe ich zornig aus dem Gemeinschaftsraum und lasse einen völlig verdutzen Flint hinter mir. Mir ist gerade alles egal. Ich renne in Richtung Quidditchfeld und mir kommen Tränen der Verzweiflung und gleichzeitig auch der Erleichterung hoch. Ich bin auf der einen Seite unendlich froh, Flint nicht mehr an der Backe zu haben, allerdings wird mir dadurch auch klar, was für einen Mist ich da gebaut habe. Als ich beim Quidditchfeld ankomme, muss ich leider feststellen, dass die Gryffindors gerade trainieren. Unschlüssig stehe ich nun da und schaue zu den Spielern hinauf. Fred müsste irgendwo unter ihnen sein… Ich setze mich auf die Tribüne und schaue zu. Ich ernte ein paar verwirrte Blicke, da Slytherins den Gryffindors nicht oft beim Training zusehen, aber ich kann momentan nirgendwo hin. Ich muss einfach beim Quidditchfeld sein. Ich sehe Fred und George, wie sie die Klatscher von ihrem Team fernhalten. Zu gerne würde ich gerade mitspielen. Seine Sicht: Als ich beim Training plötzlich Lorena erblicke, wird mir ganz warm ums Herz. Ich habe zwar nicht die geringste Ahnung, warum sie uns zusieht, aber das ist gerade auch zweitrangig. Sie sieht immer noch sehr blass und fertig aus und auch ihre Augen sind etwas rot. George fliegt näher zu mir.,, Lorena? Rennst du ihr immer noch hinter her? Du kannst es auch nicht lassen…‘‘, zischt er mir genervt zu und spielt weiter. Natürlich versucht er mich seit Tagen dazu zu überreden, sie zu vergessen, nur leider kann ich das kaum. Das Training verläuft genauso wie immer, nur dass Lorena eben zusieht. Als das Training zu Ende ist, will ich sie gerade ansprechen, als George mich zurückhält.,, Sie hat dich schon einmal enttäuscht. Willst du das noch ein zweites Mal zulassen?‘‘ Ich denke kurz nach. Eigentlich kann ich die Frage problemlos mit ja beantworten. Nur ist George mein Zwillingsbruder und er weiß eigentlich immer, was das Beste für mich ist. Hat er auch dieses Mal Recht? Vielleicht sollte ich mir Lorena aus dem Kopf schlagen und endlich aus Hogwarts abhauen… Deine Sicht: Als die Gryffindor Mannschaft an mir vorbei geht, versuche ich, mit Fred Blickkontakt aufzunehmen. Dieser geht allerdings schnurstracks an mir vorbei, ohne mir auch nur den Hauch einer Beachtung zu schenken. Aufhalten kann ich ihn auch nicht. Ich sitze einfach nur starr weiter auf der Tribüne und blicke ins Leere. Ich bin zu spät gekommen. Ich kann meinen Eindruck bei ihm nicht mehr retten. Die Tage bis zu den Weihnachtsferien werden sehr schwer für mich. Den Streit mit Flint muss jemand mitbekommen haben, da sich die Sache nahezu im kompletten Jahrgang herumgesprochen hat. Flint ist mit seinen Freunden nun ständig am tuscheln, hat das komplette Quidditchtraining für die nächste Zeit gekänzelt und ich bekomme ständig die diversesten Dinge mit, die er über mich erzählt. Beispielsweise soll ich ihn in unserer Beziehung wie Dreck behandelt haben. Aber mal ernsthaft: Hat er sich in der ‚, Beziehung‘‘ überhaupt einmal Gedanken darum gemacht, wie wir einander gegenseitig behandelt haben? Solche Dinge spielten nie eine Rolle. Es ging ihm immer nur darum, mich, seine angebliche Freundin, jedem zu präsentieren. Es zieht mich ziemlich runter, wenn ich sehe, wie mich ein Teil meiner Mitschüler missbilligend ansieht, allerdings ist Alicia für mich da und die Weihnachtsstimmung in ganz Hogwarts schafft es immer wieder, meine Stimmung aufzuheitern. So auch heute. Heute ist das letzte Hongsmeadewochenende vor den Weihnachtsferien und ich kann nichts anderes machen als Trübsal blasen, als Fred und George dort genau vor Alicia und mir laufen. Als ich allerdings ein mit Schnee bedecktes Feld sehe, renne ich dort hin, um mit Alicia eine Schneeballschlacht anzufangen. Sie reagiert zuerst sehr überrascht, als ich sie mit einem Schneeball bewerfe, aber lacht schließlich und beginnt, ebenfalls kleine Schneebälle zu formen und damit auf mich zu zielen. Als sie mich trifft, rufe ich:,, Na, warte, das bekommst du zurück!‘‘ Wir müssen beide lachen und können kaum klar sehen vor lauter Schneebällen, die wir formen und Schneebällen, vor denen wir ausweichen. Plötzlich trifft mich ein Schneeball von hinten. Ich drehe mich um und sehe die Zwillinge. Sofort stirbt das Lachen in mir und ich schaue sie verzweifelt an, da beide mich seit der Sache mit Flint ignorieren. Sie achten nicht auf mich und formen grinsend Schneebälle, mit denen sie uns beide abwerfen. Einer trifft mir dabei genau ins Gesicht. Nun löse ich mich aus meiner Starre und forme flink weitere Schneebälle, mit denen ich die beiden bewerfe, ebenso wie Alicia. Die Zwillinge haben nur leider irgendeinen fiesen Trink auf Lager, da die Schneebälle uns wirklich immer treffen und sie sich beim Formen vervierfachen.,, Jaja, Schummeln können wir auch!‘‘, ruft Alicia den Zwillingen zu.,, Nö!‘‘, ruft einer der Zwillinge, und der zweite ruft:,, Ihr kennt den Zauberspruch nämlich nicht!‘‘ Alicia und ich sehen uns an und müssen lachen, da die Zwillinge bei der Sache tatsächlich Recht haben. Durch den Zauber sind wir bei der Schneeballschlacht so machtlos, dass wir versuchen wegzurennen. Ich will gerade einem Schneeball ausweichen während ich wegrenne, als Alicia stolpert und auf den Boden fliegt. Leider sehe ich das zu spät, um noch etwas machen zu können, und ich falle über sie drüber. Nun liegen wir beide aufeinander im Schnee und sehen uns einige Sekunden perplex an, bis wir so laut loslachen wie noch nie.,, Wie kann man nur so blöd sein?‘‘, lacht sie.,, Ich habe keine Ahnung.‘‘, sage ich und ringe nach Atem, da ich so viel lache. Die Zwillinge kommen, ebenfalls lauthals lachend, auf uns zu.,, Entschuldigt, Mädels, wir wussten nicht wie ungeschickt und tollpatschig ihr seid!‘‘, sagt einer uns grinst mich an. Dieses Grinsen trifft mich wie ein Blitz, in meinem ganzen Körper breitet sich eine vertraute Wärme aus und ich will, dass die Person, die vor mir steht, nie wieder von mir weggeht. Es kann nur Fred sein, nur er grinst mir so entgegen. Ich höre dem anderen Zwilling gerade zu Alicia sagen:,, Dein allesgeliebter Streichespieler George würde dir gerne hochhelfen!‘‘ Tja, 100 Punkte für meine Intuition. Ich kann den Blick von Fred kaum abwenden, da ich dafür so lange keine Möglichkeit hatte. Er streckt mir gerade die Hand hin, als ich aus dem Augenwinkel sehe, dass George nur so tut als würde er Alicia hochhelfen und sie lachend wieder in den Schnee fallen lässt. Daraufhin ziehe ich so fest an Freds Hand, dass er das Gleichgewicht verliert und neben mir in den Schnee fällt. Ich muss abermals so schallend lachen, wie schon lange nicht mehr. Er allerdings verharrt nicht lange auf dem Boden, sondern zieht sich zu mir und drückt mein Gesicht grinsend in den Schnee, wodurch ich erst einmal einen Kälteschock bekomme. Dann versuche ich mich zu wehren, was zu einem kleinen Kampf zwischen Fred und mir führt, bei dem jeder versucht, den anderen mit Schnee einzureiben. Bei Alicia und George passiert gerade das gleiche, nur dass sie dabei nicht fast aufeinander liegen. Nach einem Ausgiebigen Kampf zieht Fred mich hoch und sagt:,, Genug gekämpft! Langsam wird es selbst mir kalt. Butterbier würde sicher helfen.‘‘,, Oh, ja! Ich lade dich ein, Alicia!‘‘, sagt George grinsend. Hat sich da etwa jemand verguckt? Nein, Lorena, es muss sich nicht jeder gleich verlieben… George und Alicia laufen etwas weiter vor uns und unterhalten sich angeregt. Zwischen Fred und mir entsteht erstmal eine etwas unangenehme Stille. Wahrscheinlich sieht er nur Fragezeichen, wenn er an mich denkt. Und er braucht sich auch nicht zu wundern. Mein Verhalten in letzter Zeit war mehr als merkwürdig.,, Ich glaube, ich muss dir Einiges erklären.‘‘, setze ich an. Überrascht sieht er zu mir, und lächelt dann.,, Ja, ich denke, du bist mir eine Erklärung schuldig.‘‘,, Es ist so… Ich wollte das mit Flint überhaupt nicht.‘‘, sage ich und merke, wie dumm das klingt. Verzweifelt sehe ich zu Fred. Seine Sicht: Ich versuche, so gelassen wie möglich bei allen Worten von Lorena zu klingen, schließlich bin ich nicht umsonst ein Fred Weasley. Nachdem sie allerdings sagt, dass sie das mit Flint nicht wollte, bin ich völlig verwirrt. Wenn sie es nicht wollte, warum hat sie es dann gemacht? Ich sehe zur Seite und nehme ihren verzweifelten Blick wahr. Keine Sorge Lorena, ich bin für dich da. Ich war es immer.,, Erzähl schon. Ich verurteile dich nicht.‘‘, sage ich stattdessen.,, Gut. Du weißt ja, dass Umbridge es mir verboten hat, Zeit mit Leuten, die nicht in Slytherin sind, zu verbringen. Ich dachte, dass sie aufhört, mich so genau zu beobachten, wenn ich mit einem Slytherin zusammenkomme… Naja, das hat sogar geklappt. Trotzdem bereue ich diese Entscheidung mit Flint unglaublich. Ich kam mir in dieser Zeit wie der wertloseste Mensch auf diesem Planeten vor. Ich meine, ich habe jemandem Gefühle vorgespielt… Das ist eigentlich unverzeihlich. Ich habe mich von Umbridge nur so unglaublich eingeengt gefühlt. Ich dachte, das wäre ein Ausweg. Und ich konnte einfach nicht mit Flint Schluss machen, da er mich nie zu Wort kommen gelassen hat und ich auch nicht wusste, wie ich ihm alles erklären soll. Somit war die Situation wirklich aussichtslos. Ich dachte, dass ich mich schon irgendwie an die Situation gewöhnen würde. Allerdings ging es mir von Tag zu Tag schlimmer. Jetzt habe ich es endlich geschafft, alles wieder einigermaßen gerade zu biegen. ‘‘ Nach dieser Geschichte sieht sie mich so eindringlich an, dass ich annehme, dass sie sich unglaublich schämt.,, Ich habe es dir doch teilweise angesehen.‘‘, sage ich zu ihr. Vor uns verschwinden George und Alicia gerade im drei Besen, weswegen ich einige Sekunden Zeit habe, um Lorena zu umarmen. Ich umarme sie und atme ihren Duft ein, ein Duft aus kaltem Schnee, frischer Wäsche und etwas Weihnachtlichem, was ich nicht genau definieren kann.,, Wenigstens bist du nicht mehr mit diesem Idioten zusammen. Kannst ja doch etwas.‘‘, necke ich sie.,, Hey!‘‘, ruft sie und lacht. Dann gehen wir allerdings in den drei Besen, mit der wundervollen Umarmung von vorhin im Hinterkopf. Im drei Besen trinken wir mit George und Alicia Butterbier und wir vertrauen ihnen unsere Pläne, noch vor den Prüfungen aus Hogwarts abzuhauen, an. Beide sind zuerst ein wenig geschockt. Ich freue mich allerdings einfach nur darauf. Natürlich werde ich Hogwarts vermissen, aber dieses Jahr ist sowieso unser letztes Jahr und ich habe garantiert keine Lust, mich durch irgendwelche Prüfungen zu quälen, wenn ich sowieso bald einen Laden mit George eröffnen werde. Und nicht nur irgendeinen Laden, den besten überhaupt! Lorena werde ich auch vermissen… Ich glaube allerdings, dass sie erst einmal mit ihrer Situation fertig werden muss. Wahrscheinlich ist sie bei Weitem nicht bereit für eine neue Beziehung. Deine Sicht: Die nächste Zeit vergeht schnell. Die Weihnachtsferien verbringe ich mit meiner Familie und Alicia, was wirklich sehr entspannt ist, allerdings wird es danach umso stressiger. Ich lerne mit Alicia ständig für die Schule, da ich in manchen Fächern nachhinke. Fred hat immer Verständnis für mich, wenn ich gerade keine Zeit habe, um mich vielleicht mal mit ihm zu treffen oder so etwas. Das Problem bei uns ist nun mal wirklich, dass wir beide unglaublich viel zu tun haben in letzter Zeit, da er seine Ladenverwirklichung plant und ich nun mal ständig lerne. Quidditchtraining hält Marcus immer noch nicht ab. Ich habe auch keine Ahnung, wie das von Statten gehen soll. Irgendwann finden Fred und ich aber endlich Zeit uns zu treffen. Es ist der letzte Abend von Fred in Hogwarts und wir wollen zusammen auf den Astronomieturm gehen. Ich freue mich sehr darauf, weil ich mir nun endlich sicher bin, was den Schulstoff angeht und endlich unbekümmert mit Fred reden kann. Als ich beim Astronomieturm ankomme, ist Fred bereits da. Ich umarme ihn zur Begrüßung und er grinst mich mit seinem herzlichsten Grinsen an. Dann setzen wir uns an die Stelle, an der wir bereits an dem einen Abend am Anfang des Schuljahres geredet haben. Fred erzählt mir auf seinen Wunsch hin alles von seinen Scherzartikeln. Ich hatte bis lang einfach zu wenig Zeit, um genau zu fragen. Er erzählt mir von Ermäßigungen für Umbridge-Gegner, den ganzen Aufwand, um das nötige Kapital zu bekommen, Harry, der ihnen prompt 1000 Galleonen Preisgeld überließ, von seiner Mutter, die von der ganzen Sache nicht so ganz überzeugt ist von Sonderversandformen für Liebestränke und ähnliche begehrte Produkte, die die neuen Sicherheitsbestimmungen von Hogwarts austricksen. Bei dem letzten Punkt werde ich ein wenig rot. Liebestränke? Von Fred? Dann beginnen wir, von Quidditch zu schwärmen. Mit ihm über Quidditch zu reden ist etwas völlig anderes als mit Marcus. Fred hört mir zu, lässt mich ausreden und wirkt wirklich interessiert an meinen Meinungen und Neigungen. Es ist wirklich zu schade, dass er schon morgen geht… Am späten Abend verabschieden wir uns, mal wieder mit einer Umarmung. Ich weiß, dass dafür morgen keine Zeit sein wird. Das bewahrheitet sich auch. Das Feuerwerk von Fred und George ist zwar toll, aber in den großen Schülermassen erkennen sie mich natürlich nicht. Ich winke ihnen, teils lachend, teils aber auch sehr traurig. Hogwarts ist nicht Hogwarts ohne die Weasley Zwillinge. Als wir zurück in die Klassenräume gehen, wir Alicia und mir klar, dass nun die Prüfungen beginnen. Wir sprechen uns beide viel Mut zu und gehen dann in unsere Klassenräume. Die ersten Prüfungen verlaufen wirklich gut, da sich das viele und vor allem frühe Lernen wirklich ausgezahlt hat. Auch Fred und George haben mir geschrieben, dass es ihnen sehr gut in ihrem Laden geht und dass auch die Geschäfte gut laufen. Als ich allerdings mitten in der Prüfungszeit mitbekomme, dass Marcus wieder ein Quidditchtraining angeordnet hat, werde ich stutzig. Natürlich will ich nicht das Wohl meiner Mannschaft gefährden, also erscheine ich bei Zeiten beim Quidditchfeld. Ich beginne, mich bereits mit ein paar Leuten einzufliegen, als Marcus mit dem Rest der Mannschaft kommt. Ich merke gerade, wie sehr ich mich auf Quidditch freue. Nach der langen Trainingspause brauche ich das nun wirklich. Doch als Marcus mich sieht, sagt er vor der ganzen Mannschaft spöttisch:,, Lorena, wir brauchen dich nicht mehr, ich habe Ersatz für dich gefunden.‘‘ Hinter ihm rückt einer seine Freunde hervor und ich merke, wie meine Beine zittrig werden. Heißt das… Ich bin gerade aus der Mannschaft geschmissen worden? Das ganze Team sieht mich an. Ich finde allerdings als Schnellste die Fassung wieder und sage:,, Nun gut, wenn du eine Mannschaft willst, die nur aus den Deppen besteht, mit denen du befreundet bist, gerne. Aber komm später nicht wieder zu mir, wenn du merkst, dass dein Team genauso unfähig ist wie du. ‘‘ Damit steige ich auf meinen Besen und fliege, ohne mich noch einmal umzudrehen, fort. Ich fliege einfach ins Nichts, weil ich so sauer auf Marcus bin. Wie kann er es wagen? Ich merke, dass ich ungefähr in Richtung London fliege. Könnte ich vielleicht jetzt zu Fred? Zu gerne würde ich ihm alles erzählen. Außerdem ist gerade Wochenende und die nächste Prüfung ist erst in sechs Tagen. Ich fliege zum Boden eines Feldes außerhalb von Hogwarts und versuche, zu apparieren. Ich kann bereits seit den Weihnachtsferien apparieren, da mein Vater es für nötig ansah, mir möglichst viel beizubringen, wenn Umbridge das nicht täte. Ich habe mein Können zwar nicht bei der dafür zuständigen Behörde des Zaubereiministeriums überprüfen lassen, aber manchmal muss man nun mal Dinge tun, die rechtlich nicht ganz richtig sind. Tatsächlich schaffe ich es, genau Winkelgasse Nr. 93 zu apparieren. Das Gefühl war zwar nicht gerade angenehm, aber das war es sicher wert. Weasleys Zauberhafte Zauberscherze hebt sich wirklich von allen Läden in der Winkelgasse ab. Der Laden sieht so unglaublich fröhlich aus, dass man sofort hineingehen möchte. Das tue ich auch und finde mich sofort in einem großen Raum mit tausenden von Scherzartikeln wieder. Ich weiß gar nicht, was ich mir zuerst ansehen soll. Ich lande schnell bei den Liebestränken, da mich das ja schon sehr fasziniert. Liebe kann man doch nicht erzwingen... Oder doch? Und für wie lange?,, Lor…Lorena?‘‘, höre ich neben mir erklingen. Ich drehe mich um. Vor mir steht natürlich niemand Anderes als Fred. Es könnte zwar auch George sein, aber ich bin mir sicher, dass es Fred ist.,, Fred!‘‘, rufe ich glücklich und umarme ihn stürmisch.,,Ähh, ich bin George, das weißt du?‘‘, fragt er mich streng, aber ich kann nicht anders als ihn auszulachen. George würde nicht so reagieren, so gut kenne ich ihn dann doch.,, Jajaja, mein Lieblingsfred!‘‘, rufe ich lachend. Er wird ein wenig rot.,, Müsstest du nicht gerade in Hogwarts sein?‘‘, fragt er mich dann ein wenig besorgt.,,Ähm ja, aber gerade ist etwas ziemlich Blödes passiert.‘‘, sage ich kleinlaut.,, Komm, wir gehen in unsere Wohnung. George ist gerade nach einer Angestellten für uns suchen, er kommt erst später zurück.‘‘, sagt Fred und bedeutet mir, mitzukommen. Wir gehen eine Treppe hoch und erreichen dann eine simpel, aber gemütlich eingerichtete Wohnung. Er schmeißt sich auf ein Sofa und ich setze mich neben ihn. Dann erzähle ich ihm traurig und gleichzeitig auch genervt die ganze Geschichte. Er hört mir aufmerksam zu und nickt dann verständnisvoll. Ich schaue ihn an und warte auf seine Reaktion.,, Gut gekontert.‘‘, sagt er schließlich anerkennend. Ich lächele schwach. Er denkt kurz nach und sagt dann:,, Dass du aus dem Team bist, tut mir leid für dich. Ein Leben ohne Quidditch ist unvorstellbar… Aber es gibt ja auch ein Leben außerhalb von Hogwarts.‘‘ Den letzten Teil des Satzes sagt er mit seinem typischen Fred Grinsen.,, Du meinst… heimlich?‘‘, frage ich und fange im selben Moment an zu grinsen. Mit Umbridge im Nacken hat sich das noch niemand getraut. Aber hey, wenn nicht ich, wer dann?,, Sehr gute Idee!‘‘, rufe ich und springe auf.,, Du willst schon gehen?‘‘, fragt mich Fred verwundert.,, Hm, ja.‘‘, muss ich ihm leider antworten,,, Ich wollte in der Schule noch einmal so richtig durchstarten zum Ende hin… Danach muss ich mir ja eine ebenso tolle Beschäftigung suchen wie du. Das wird stressig, aber wenigstens lenkt mich das etwas von dem alten Stress ab.‘‘ Ich gehe mit Fred wieder aus seiner Wohnung. Als wir uns wieder voneinander verabschieden müssen, murmelt er noch Etwas von wegen:,, Wird wahrscheinlich noch dauern, bis du wieder bereit für etwas Neues bist.‘‘ Aber als diese Aussage erst einmal richtig bei mir ankommt, ist er bereits wieder in seinem Laden verschwunden und ich stehe ratlos davor. Die nächste Zeit vergeht wie im Flug. Ich schaffe es, meine UTZ in sehr vielen Fächern zu bekommen, was mich und ebenso meine Familie sehr ehrt und freut. Ich beschließe, meine vorerst freie Zeit damit zu verbringen, in der Welt umher zu reisen. Es tut mir gut, neue Dinge zu sehen, neue Leute und Länder kennenzulernen und jeden Tag etwas Neues zu machen. Ich halte mit Fred Briefkontakt, allerdings hat er sehr viel in seinem Laden zu tun und ich bin nun mal ständig in der Welt unterwegs. Als wir uns einmal treffen wollten, kam unglücklicherweise eine Mission des Orden des Phönix dazwischen, an der Fred teilnehmen wollte, um Harry zu helfen. Natürlich sah ich das ein, allerdings war ich doch etwas enttäuscht. In der darauffolgenden Zeit schreibt mir Fred nahezu täglich. Er erzählt mir ständig von schrecklichen Dingen, die in Hogwarts passieren. Diese sind teilweise noch schlimmer, als Dumbledores Tod, und dieser war bereits sehr schwer zu verkraften. Fred erzählt mir ebenfalls von seinem Piratensender Potterwatch, von dem ich mehr als begeistert bin und den ich jeden Tag verfolge. Das Merkwürdige an unseren momentanen Briefen ist, dass ständig Sätze wie,, Ich vermisse dich.‘‘ oder,, Ich freue mich sehr auf unser Wiedersehen….‘‘ fallen. Nur leider kann ich meine Reise momentan nicht abbrechen, da ich gerade ein Praktikum als Lehrerin in Beauxbatons mache. Das klingt zuerst paradox, aber es geht mir nur um die Lehre als Lehrerin, nicht um die Schule selbst. Dazu kommt, dass ich Frankreich in seine Umgebung genießen kann, ebenso wie die umliegenden Länder in Europa. Erst vor einer Woche habe ich mich einmal in Deutschland umgesehen, was ebenfalls sehr spannend war. Mein Traum ist es, Flugstunden zu unterrichten und am besten noch ein Fach wie Verteidigung gegen die dunkeln Künste. Unglaublich gerne wäre ich auch bei Quidditchspielen Schiedsrichterin, sowie Mme. Hoch damals. Die Zeit, in der ich mein Praktikum absolviere, vergeht sehr schnell, da mir meine Arbeit an der Schule sehr Spaß macht. Nur abends werde ich immer öfter melancholisch, wenn ich Freds Stimme im Radio höre. Mir wird jedes Mal bewusst, wie sehr ich ihn doch vermisse. Immer öfter bin auch ich die Person, die immer umfangreichere Briefe schreibt. Eines Tages im Mai ist es dann so weit. Ich habe mein Praktikum beendet und halte mein Arbeitszeugnis in den Händen. Ich kann mich nur gar nicht lange freuen, da mich plötzlich der Patronus eines kleinen Äffchens erreicht. Mein Herz macht sofort einen Sprung. Fred! Doch der Patronus hat keine guten Neuigkeiten.,, Lorena, wenn du kannst, dann komm nach Hogwarts! So wie es aussieht, ist die Lage nicht mehr zu kitten und die Schlacht bricht aus! Wir brauchen jede Hilfe!‘‘ Geschockt habe ich erst einmal Schwierigkeiten, mich zu fangen, dann fliege ich allerdings sofort nach Beauxbatons um so viele Helfer zusammenzutrommeln, wie nur möglich. Dann apparieren wir alle nach Hogwarts, wo wir uns sofort mitten im Geschehen wiederfinden. Es bleibt kaum Zeit, um nachzudenken, weil sogleich ein Todesser vor mir steht, den ich gleich beim ersten Hinsehen schocke. So arbeite ich mich weiter durch die Massen. Ich komme mit sehr vielen Kratzern und Schrammen durch, allerdings finde ich Fred nicht. Erst nach ungefähr zehn weiteren Todessern fällt mein Blick auf drei Rotschöpfe, die sich scheinbar fröhlich umarmen. Zuerst sehe mich berührt zu ihnen, aber dann bemerke ich Augustus Rookwood hinter ihnen, einen tückisch aussehenden Todesser. Ich reagiere sofort.,, Fred! Hinter euch ist ein Todesser!‘‘ Die Explosion, wird von ihm zum Glück erst ausgelöst, nachdem die Zwillinge mit Percy panisch vor Rookwood wegrennen. Ich will ihn gerade schocken, als Rookwood sich zu mir umdreht und voller Zorn und Aggression schreit:,, Crucio!‘‘ Ein schrecklicher Schmerz geht durch meinen ganzen Körper. Ich kann nicht anders, als laut loszuschreien. Ich muss mich vor Schmerzen krümmen und kann kaum atmen. Die Tränen kommen mir hoch und ich kann nur noch daran denken, dass der Schmerz endlich aufhören soll.,, STUPOR!‘‘, höre ich eine männliche und vertraute, aber irgendwie auch ungewohnte Stimme. Es ist Freds Stimme, nur dass diese vor Wut nur so bebt. Noch nie habe ich Fred so zornig erlebt. Der Schmerz lässt durch das Schocken von Rookwood sofort nach. Völlig fertig liege ich auf dem Boden und weiß nicht, ob ich mich überhaupt bewegen kann. Fred rennt sofort zu mir, hinter ihm Percy und George.,, Lorena! W.. Also.. Oh Gott, kannst du.. kannst du aufstehen?‘‘, fragt Fred mich stotternd. Dann fasst er sich an den Kopf:,, Ohne dich wären wir jetzt vielleicht…. Ich will es nicht aussprechen.‘‘ George nickt energisch mit dem Kopf:,, Ja, das wären wir!‘‘ Ich muss lächeln.,, Keine Ursache, Jungs.‘‘ Dann versuche ich, aufzustehen. Der Schmerz ist zum Glück nicht mehr da und ich merke nur, wie meine Beine etwas zittrig sind.,, Danke, Lorena.‘‘, sagt Percy gerade lächelnd, als weitere Todesser auftauchen und George und er losrennen, um sich auf sie zu stürzen. Ich falle Fred in die Arme.,, Endlich.‘‘, sage ich glücklich. Um uns herum ist die Schlacht zwar in vollem Gange, aber es ist, als würde die Welt um uns herum kurz stehen bleiben.,, Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll.‘‘, sagt Fred und streichelt mir über die Stirn. Ich kann jetzt nicht mehr warten. Ich weiß, was ich will.,, Aber ich,‘‘, antworte ich und küsse ihn. Einfach so, als wären um uns herum gerade nicht tausend Gefahren. Als wäre das gerade nicht der völlig falsche Ort, um sich zu küssen. Vielleicht ist dieser Ort aber auch gerade der richtige, so nah an Leben, Gefahr und Tod. Er lächelt in den Kuss hinein. Kurze Zeit sagen wir beide nichts, sondern sehen uns einfach nur an.,, Ich will dich in meinem Leben haben. Und zwar nicht nur als die Lorena, mit der ich Briefe schreibe.‘‘, sagt er und küsst mich wieder, diesmal umso leidenschaftlicher. Bevor wir weiterkämpfen, haucht er mir ein leises,, Ich liebe dich.‘‘ zu. Die Schlacht geht so lange weiter, bis Hogwarts gewinnt. Fred und ich freuen uns unglaublich, auch wenn zugegebener Weise vielleicht nicht nur wegen des Sieges. Nicht nur Hogwarts hatte etwas gewonnen.

26.44 % der User hatten die Auswertung: Millie Graves Haus: Hufflepuff Jahrgang: Cedric Blutstatus: reinblütig Aussehen: blonde, längere Haare, blaue Augen und sehr dünn Charakter: schüchtern, pflichtbewusst, sozial, freundlich, lieb, wenn du dich mit einer Person gut verstehst, hast du einen wirklich lustigen Humor Zusatzinformation: Da der Charakter Terence Higgs sehr relevant in deiner Geschichte sein wird, habe ich ein Bild dazu gepackt, da er nicht allzu bekannt ist. Deine Geschichte beginnt in Harrys viertem Schuljahr: Lachend empfange ich meinen besten Freund, Cedric Diggory, im Hogwarts Express. Es ist schön, ihn nach sechs Wochen Ferien wiederzusehen.,, Cedric, wie geht es dir? ‘‘, frage ich ihn fröhlich und umarme ihn.,, Mir geht es gut. Das Quidditch Spiel war zwar zum Ende hin nicht gerade schön, aber darüber habe ich ja in einem Brief geschrieben. Wo waren eigentlich deine Briefe diese Ferien, Liebes? ‘‘, fragt er grinsend. Ich werde ein bisschen rot.,, Tut mir Leid. Diese Ferien waren es echt nicht viele. Ich war nur echt oft unterwegs und -‘‘ Er unterbricht mich lachend.,, Das war doch nur ein Spaß, Millie. Ich würde dir so etwas doch nicht übelnehmen! ‘‘ Die restliche Fahrt verbringen wir mit ein paar Freunden von Cedric und von daher verfliegt die Zeit wie im Flug. Nachdem wir angekommen sind und unsere Koffer verstaut haben, gehen wir hungrig in die große Halle. Doch auch dieses Jahr lässt Dumbledore nicht mit irgendwelchen Überraschungen auf sich warten, die mich dieses Mal ein bisschen zu sehr überraschen. Das Trimagische Turnier? Dieses Jahr? In Hogwarts? Cedric scheint das hellauf zu begeistern und irgendetwas sagt mir, dass er ziemlich viel dafür geben würde, um sich daran beteiligen zu können. Mein Interesse hält sich da eher in Grenzen. Als aber verkündet wird, dass nun die Schüler der anderen Schulen eintreten werden, setze ich mich ebenfalls gespannt auf. Die Schüler von Beauxbatons und Durmstrang sehen meiner Meinung nach alle sehr nett aus, aber ich habe trotzdem nicht vor, einen der Leute dort anzusprechen. In den nächsten Tagen helfe ich Cedric bei der Entscheidung, ob er seinen Namen in den Feuerkelch werfen soll oder nicht. Letztendlich entscheidet er sich dafür und wir gehen zusammen zum Feuerkelch. Dort tummeln sich bereits viele Schüler, manche unterhalten sich, manche sehen zum Feuerkelch und einige hadern noch mit ihrer Entscheidung. Ich bleibe vor der Alterslinie stehen und Cedric überschreitet sie. Im Raum wird es still und jeder blickt ihn an. Cedric bleibt ruhig und wirft den Zettel ein. Viele applaudieren und gesellen sich zu ihm. Das Schöne ist, dass Schüler aus allen Häusern dabei sind. Ich sehe lächelnd zu Cedric, der gerade einen blonden Slytherin umarmt. Cedric bemerkt meinen Blick und kommt mit dem Jungen im Schlepptau zu mir.,, Millie, das ist Terence. Terence – Millie.‘‘ Ich lächele unsicher.,, Hey, Millie. Freut mich dich kennenzulernen. ‘‘, sagt er freundlich und hält mir die Hand hin. Ich ergreife diese natürlich und schaffe es dann, ihm zu antworten. Mit meiner schüchternen Art ist es nicht ganz einfach, neue Leute kennenzulernen.,, Hallo.‘‘, sage ich tapfer. Er unterhält sich kurz mit Cedric und mir über das Turnier, bis er sich zu mir dreht und fragt:,, Gehst du zum nächsten Hongsmeade treffen? ‘‘, fragt er mich.,, Ähh, ja, klar! ‘‘, antworte ich und werde ein wenig rot.,, Dann sieht man sich ja vielleicht. ‘‘, ruft er mir noch zu und geht dann.,, Wann ist denn das nächste Treffen? ‘‘, frage ich Cedric.,, Na, übermorgen!‘‘, sagt er fröhlich. Zu meinem Missfallen wird Cedric tatsächlich als Hogwarts Champion ausgewählt, ebenso wie Harry Potter. Natürlich habe ich mich mit Cedric gefreut, da er wirklich glücklich darüber war, vom Feuerkelch ausgewählt worden zu sein. Trotzdem sind die Aufgaben gefährlich und ich mache mir Sorgen um Cedric. .. Terence ist ein sehr gutaussehender Junge. Er ist mir noch nie so richtig aufgefallen, aber ich beginne trotzdem, mich auf das Hongsmeadetreffen zu freuen. Als es so weit ist, gehe ich mit Cedric zu Zonkos. Wir gehen nahezu jedes Hongsmeadewochenende dort hin, weswegen das schon eine Art Tradition geworden ist. Ich helfe Cedric gerade beim Finden eines Geschenkes für Cho Chang, seinen heimlichen Schwarm, als Terence plötzlich vor mir steht.,, Hey!‘‘, begrüßt er mich fröhlich.,, Hey!‘‘, sage ich ebenfalls.,, Habt ihr beiden Lust etwas trinken zu gehen?‘‘, fragt er Cedric und mich. Keine Frage, Terence hatte wirklich auch den Charme, den ein Junge haben muss. Ich traue mich irgendwie nicht, zu antworten, aber Cedric übernimmt diesen Part zum Glück für mich.,, Gerne!‘‘ Wir gehen in den drei Besen. In meinem Bauch beginnt es, ein wenig zu kribbeln.,, Ein Butterbier für dich, Ced, und was darf ich der Dame holen?‘‘, fragt mich Terence gerade mit einem süßen Grinsen auf den Lippen. Terence ist toll… Ich könnte wirklich anfangen, zu schwärmen.,, Auch gerne ein Bier.‘‘, sage ich. Noch bin ich etwas angespannt. Ich bin nun mal schüchtern. Terence geht los um unser Bier zu bestellen und kaum ist er außer Sichtweite, wirft Cedric mir einen seiner Blicke zu, der besagt, dass er etwas Bestimmtes gemerkt hat. Er grinst und zieht ständig seine Augenbrauen hoch. Ich werde etwas rot um die Nase und muss lachen.,, Kann es sein, dass du Terence etwas mehr magst als ursprünglich geplant?‘‘ Bei seinem Namen muss ich sofort lächeln.,, Hm… also, ich mag ihn… Aber ich kenne ihn doch kaum!‘‘, antworte ich zaghaft. Cedric setzt einen triumphierenden Blick auf.,, Wusste ich’s doch. Man kann sich ja kennenlernen. Terence ist im Übrigen einer meiner besten Freunde, neben dir natürlich.‘‘ Weiter kommt er nicht, da Terence genau in dem Augenblick mit drei Butterbier auf uns zusteuert.,, Redet ihr etwa über mich?‘‘, fragt er und legt seinen Kopf schief.,, Das würden wir doch niemals tun.‘‘, sage ich mit einem leichtem Hauch Ironie in meinen Worten. Er lächelt mich an, da ich in seiner Anwesenheit wahrscheinlich das erste Mal etwas Lustiges gesagt habe. Ich versuche zurückzulächeln, allerdings werde ich bei unserem Augenkontakt schnell rot und schaue wieder weg. Cedric neben mir grinst wie ein kleines Schweinchen, dass gerade sein Futter bekommt.,, Und Ced, wie bereitest du dich auf die erste Aufgabe vor?‘‘, fragt Terence ihn. Darüber habe ich mit Cedric bereits gesprochen. Er ist ziemlich planlos, was das angeht.,,Äh, ja. Gute Frage…‘‘, sagt dieser gerade. Terence überlegt.,, Ced, wir sollten einfach eins deiner Talente ausspielen. Du bist doch ganz gut in Zauberkunst, oder?‘‘ Mit diesem Gesprächsthema vergeht der Nachmittag. Terence und ich haben Spaß daran, die verschiedensten und kuriosesten Taktiken für ihn zu entwickeln und Cedric hört uns mit einem etwas angespannten Gesichtsausdruck zu. Es muss nicht gerade einfach sein, an die erste Aufgabe zu denken. Ständig lachen Terence und ich wegen den dümmsten Sachen laut los, beispielsweise als Cedric uns seine angeblich gute Zauberkunst zeigen soll und sein Butterbier erst einmal in verdorbene Milch zaubert. Sein Gesichtsausdruck dabei ist einfach zu lustig! Außerdem verabreden wir uns zu dritt für das nächste Hongsmeade Treffen, das kurz nach der ersten Aufgabe stattfinden soll. Die Zeit bis zur ersten Aufgabe vergeht schnell. Ich gehe mit Cedric zum Zelt, wo sich die Champions mit ihren Freunden aufhalten dürfen.,, Du schaffst das, Ced. Ich meine, es kommt nicht einmal mehr vor, dass du dein Butterbier in verdorbene Milch zauberst!‘‘, lache ich. Cedric wirft mir seinen typischen Millie-Mach-Jetzt-Bitte-Keine-Witze-Blick auf und ich umarme ihn.,, Ich muss jetzt gehen. Wir sehen uns dann, wenn du gegen deinen Drachen kämpfst und ich dir auf der Tribüne dabei zusehe!‘‘ Damit verabschiede ich mich und gehe mir einen Platz suchen. Außer Cedric habe ich nicht wirklich viele Freunde. Es gibt natürlich ein paar Leute, mit denen ich mich gut verstehe. Es gibt trotzdem niemanden weiteren, den ich wirklich als meinen Freund oder meine Freundin bezeichnen würde. Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht, da ich schon seit meinem ersten Schuljahr hier ständig mit Cedric unterwegs war. Aber jetzt, wo ich mal ohne ihn auskommen muss, merke ich, dass ich wirklich nicht viele Kontakte habe. Ich setze mich neben die Mädchen aus meinem Schlafsaal, die mir Hallo sagen und sich dann wieder dem Spiel zuwenden. Gerade wird gesagt, dass Cedric der erste Champion sein wird, der antritt. Ein mulmiges Gefühl breitet sich in meinem Bauch aus. Viele Mädchen kreischen, als er das Feld betritt. Ich zwinkere ihm zu und tatsächlich sieht er es. Ach, Cedric, der Mädchenschwarm! Einige Reihen weiter sehe ich Terence jubeln. Er sitzt bei einigen weiteren Slytherins. Cedric steht nun in unmittelbarer Nähe zum Drachen und es geht los. Kann er nicht weiter von ihm weggehen? Ich balle meine Fäuste vor Anspannung. Das muss jetzt gutgehen… Doch Cedric schafft die Aufgabe, in dem er einen Felsbrocken in einen Hund verwandelt, der den Drachen ablenken soll. Das klappt zwar, aber er wird dabei von der gefährlichen Flamme des Drachen gestreift und bekommt eine schwere Gesichtsverbrennung ab. Nachdem das Turnier vorbei ist, sprinte ich in Richtung Krankenflügel. Ungefähr auf der Hälfte des Weges tippt mir jemand auf die Schulter.,, Hey, Millie! Du gehst mit Sicherheit zu Cedric, oder? Ich komme mit. Ich hoffe es geht ihm gut…‘‘ Terence steht vor mir. Warum bin ich nur so aufgeregt, wenn er vor mir steht?,,Ähh, jaa, natürlich, das hoffe ich auch!‘‘, stammele ich. Zum Glück nimmt er mir mein Gestammeltes nicht allzu übel.,, Lass uns gehen.‘‘, antwortet er. Wir betreten den Krankenflügel, wo sich bereits mehrere Lehrer und auch einige Schüler befinden. Cedric liegt in dem Bett neben Mme. Pomfrey, die sich um seine Gesichtsverbrennung kümmert. Ich laufe schnell zu ihm und begrüße zuerst freundlich Mme. Pomfrey. Dann sehe ich zu Cedric, der sich langsam zu mir zudreht und schwach lächelt. Terence blickt neben mich.,, Wie geht’s dir?‘‘, fragt er offen heraus. Cedric setzt sein typisches Grinsen auf und sagt:,, Super! Wurde nur etwas gebraten, aber sonst alles perfekt.‘‘ Ich muss lachen und necke ihn damit, dass sein Humor wohl nie verloren geht. Terence und ich bleiben noch den Nachmittag bei ihm und essen ihm dabei gefühlt mehr Süßigkeiten weg, als er bekommen hat. Cedric kommt bereits schnell aus dem Krankenhaus heraus. Ich versuche ihm bei dem Rätsel der zweiten Aufgabe zu helfen, allerdings sind wir beide am Verzweifeln. Letztendlich schafft er es ohne meine Hilfe, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob er das Eierrätsel vollkommen ohne Hilfe gelöst hat. Weihnachten rückt nun näher und so auch der Weihnachtsball. Immer, wenn ich Terence sehe, kommt Aufregung in mir hoch. Eigentlich hasse ich diese Aufregung, aber gleichzeitig macht es mich sehr glücklich an ihn zu denken. Bin ich verliebt? So gut kenne ich Terence ja noch nicht… Aber er ist immer zuvorkommend und vergisst nie, mich zu begrüßen, wenn wir uns über den Weg laufen. Ich träume bereits davon, wie er mich fragt, ob ich mit ihm zum Ball gehen möchte und dabei aufgeregt zittert. Meine Reaktion dazu muss ich mir noch genau ausmalen, aber was ich definitiv weiß, ist, dass ich voller Freude zustimmen werde. Nur über eine Sache bin ich mir unsicher… Ich frage mich, ob ich Ced von meinen merkwürdigen Gefühlen erzählen kann oder nicht. Von seinen Gefühlen für Cho weiß ich bereits und ich freue mich für ihn, da Cho mit ihm zum Ball geht. Bei Terence und mir fühlt sich dahingegen alles so unsicher an. Beim nächsten Abendessen unterhalte ich mich gerade mit Cedric, als Terence vom Slytherin Tisch auf uns zugeht. Mein Herz schlägt höher. Er sieht sogar zu mir! Der Moment wäre perfekt, um mir die Frage zu stellen, da neben uns erst in ein wenig Entfernung weitere Schüler sitzen. Es würde nur Cedric mitbekommen und wenn Terence mich zum Weihnachtsball ausführen möchte, weiß dieser das bestimmt schon! Ich will ihm helfen, der Situation die Spannung zu entnehmen, in dem ich sage:,, Hey, Terence! Setz‘ dich doch zu uns! Die Weihnachtsdeko ist mal wieder viel zu schön, oder?‘‘ Ich kann diese Worte erstaunlich locker über mich bringen. Mein Stottern kann ich zunehmend unterdrücken. Terence grinst mich an und setzt sich direkt neben mich. Voller Erwartung drehe ich mich zu ihm und kann auch nicht anders als breit zu grinsen. So warte ich nun auf die Frage, die er mir stellen muss, denn das ist nun seine Aufgabe. Ich weiß nicht, wie lange wir uns nun so ansehen, doch irgendwann beginnt Terence, lauthals loszulachen. Ich erschrecke und schaue ihn verwundert an. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum er jetzt anfängt zu lachen.,, Du hast wohl heute einen guten Tag, was? Erlebt man nicht alle Tage dass du mich minutenlang angrinst. Hast du ein Ohnegleichen bekommen oder was ist los?‘‘ Ich werde rot wie eine Tomate. Zu Cedric sehen traue ich mich überhaupt nicht, da er mich direkt durchschaut haben muss, so gut wie er mich kennt… Ich blicke unsicher vom Boden zu Terence und zurück.,, Hey, Millie, das muss dir doch nicht peinlich sein! So kannst du mich ruhig immer begrüßen!‘‘, lacht dieser. Vielleicht sollte ich jetzt etwas Lustiges kontern, doch ich bin dafür zu peinlich berührt. Cedric räuspert sich.,, Schon gehört, ich gehe mit Cho zum Ball, ich bin immer noch glücklich deswegen! Mit wem geht… ihr beide denn so hin?‘‘ Bei seiner letzten Frage räuspert er sich verdächtig und nimmt einen merkwürdigen Unterton an. Jetzt traue ich mich nicht, zu Terence zu schauen. Diese Frage ist doch total aufgezwungen! Nun höre ich etwas, was mich erstarren lässt.,, Für mich ist der Ball keine große Sache, aber ich habe ein Mädchen aus Beauxbatons gefragt. Hat sogar ja gesagt!‘‘ Jetzt sehe ich weder zu Cedric, noch zu Terence. Ich will einfach nur aus dieser Situation entfliehen! Doch ich kann jetzt nicht den Raum verlassen, das wäre zu auffällig. Deswegen muss ich Terence jetzt etwas vorspielen. Cedric hat mich so oder so durchschaut…,, Ich brauche noch ein Date! Also wenn ihr einen süßen Jungen findet, der mit mir zum Ball gehen will, dann bringt ihn zu mir! Meine einzige Bedingung ist: Bitte kein Durmstrang!‘‘ Dann lache ich gespielt und Terence nimmt es mir sogar ab. Beim Essen beeile ich mich besonders und verabschiede mich dann flüchtig von den beiden, um in mein Zimmer zu flüchten. Dort muss ich erst mal alles verarbeiten. Ständig muss ich daran denken, wie peinlich mein Verhalten war. Irgendwann ruft Cedric mich vor der Tür meines Schlafsaals. Da ich weiß, dass er nicht aufhören wird, bevor ich rauskomme, gehe ich seufzend zu ihm. Er sieht mich schief an und ich seufze abermals.,, Was ist?‘‘, frage ich, mit einem für mich ungewöhnlich genervten Ton. Cedric zieht eine Augenbraue hoch.,, Das heute war ja…‘‘ Ich beende seinen Satz:,, Komplett dumm, ich weiß.‘‘,, Ich wollte sagen; mehr als auffällig.‘‘, erwidert er. Genervt sehe ich ihn an, aber dann müssen wir beide lachen.,, Ach mann, ich wollte nicht, dass das jemand erfährt.‘‘, sage ich halb erschüttert, halb lachend.,, Ich bin dein bester Freund. Wenn nicht ich, wer dann!‘‘,, Niemand. Wie gesagt.‘‘, kontere ich. Cedric grinst kurz und wird dann wieder ernst.,, Ich hoffe, er hat dich nicht zu sehr verletzt.‘‘ ich schüttele heftig den Kopf.,, Nein, nein. Ich komme damit wirklich klar. Es war total dumm von mir, zu denken, ich hätte bei ihm eine Chance oder würde zum Weihnachtsball gehen!‘‘,, Was redest du denn da? Ihm war es halt einfach nicht wichtig, mit wem er hingeht! Und du gehst natürlich trotzdem zum Ball! Das musst du mir versprechen!‘‘ Wenn das so einfach wäre…,, Ganz ehrlich, mich fragt sowieso keiner!‘‘ Cedric und ich diskutieren so noch eine Weile. Er schafft es, mich ein wenig zu ermutigen und ich bin froh, dass er sich über meine Gefühle für Terence nicht lustig macht. In den nächsten Tagen versuche ich, Terence aus dem Weg zu gehen. Ich will in nichts mehr zu viel reininterpretieren. Gelangweilt sitze ich nun im Klassenzimmer und höre mir Geschichten von früheren Zeiten von Prof. Binns an. Geschichte der Zauberei langeweilt mich ziemlich. Meine Gedanken schweifen ab und ich denke an den Ball und wie ich mit Terence tanze… Doch dann merke ich, dass ich mal wieder an ihn denke, obwohl ich das nicht wollte! Aber mir stellt sich eine Frage. Könnte ich Terence zum Tanzen auffordern? Ich bin zwar ein Mädchen und nicht seine Tanzpartnerin, aber das hindert ja niemanden! Wahrscheinlich wird er aber viel zu sehr beschäftigt sein, als dass ich mit ihm tanzen kann. Ich sehe nach rechts. Neben mir sitzt eigentlich immer Cedric, aber der ist heute vom Unterricht befreit, weil es ihm nicht gut geht. Auf dem nächsten Platz sitzt ein Junge aus seinem Schlafsaal namens Victor, der meinen Blick bemerkt und mich direkt ansieht. Ich werde etwas rot und konzentriere mich wieder auf den Unterricht, aber Victor beginnt, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Wir reden darüber, dass die Stunde sich zieht wie Kaugummi, wir beide Hunger haben und dass die Zeit schneller umgehen soll. Er scheint mir echt ganz sympathisch zu sein, weswegen wir zusammen Mittag essen gehen. Als ich gerade beginne, mein Essen zu verschlingen, fragt er mich plötzlich, ob ich denn bereits einen Ballpartner hätte.,, Nein, ich glaube, ich bin da schwer zu vermitteln!‘‘, lache ich und er sagt schnell:,, Also mir wäre es ein Vergnügen, ein Balldate mit dir vermittelt zu bekommen!‘‘ Und so verabreden wir uns zum Weihnachtsball. Die Zeit bis dahin vergeht schnell und dann sehe ich mich auch schon vor dem Spiegel in meinem Schlafsaal wieder. Neben mir fünf andere Mädchen, die sich alle kritisch beäugen. Ich kann nicht gerade sagen, dass ich mich selbstbewusst ansehen kann. Cedric meinte, ich soll ein knappes, körperbetontes Kleid anziehen, da wir ja angeblich beide wüssten, wen ich beeindrucken wolle… Ich habe mich nun für ein schwarzes, kurzes Kleid entschieden, das allerdings lange Ärmel hat und dazu einen Rückenausschnitt. Ich bin dazu ein wenig stärker geschminkt als sonst und habe meine blonden Haare zu einem Dutt mit kleineren Zöpfen innendrin geflochten. Ich muss an Cedrics Worte denken und verdrehe die Augen. Ich könnte mir jetzt vorstellen, wie Terence mich begeistert ansieht und kaum die Augen von mir lassen kann, aber letztendlich will ich mir nichts mehr einreden. Nach einem letzten Blick in den Spiegel gehe ich in den Gemeinschaftsraum, in dem ich mich mit Victor treffen wollte. Doch er lässt mich warten. Ich setze mich auf eine Couch und sehe mich im Raum um, doch er ist nirgendwo. Erst nach knapp zehn Minuten lässt sich Victor bei mir blicken. Verschwitzt stürmt er in den Raum und entschuldigt sich sofort bei mir:,, Es tut mir leid! Ich habe mich gerade fertig gemacht und dabei… Naja irgendwie die Zeit vergessen…‘‘ Gerade beeindruckend finde ich das nicht von Victor, aber ich bin trotzdem froh, überhaupt eine Verabredung zu haben.,, Keine Sorge, ich habe nicht lange gewartet. Lass uns gehen!‘‘, antworte ich unbeschwert. Als wir die große Halle betreten, staune ich nicht schlecht. Sie ist wunderschön geschmückt und eine riesige Tanzfläche befindet sich in der Mitte des Saales statt all den Tischen und Bänken. In einiger Entfernung bemerke ich Cedric winken. Mit Victor an meiner Seite gehe ich zu ihm und Cho Chang. Doch mein Lächeln entgleitet mir, als Terence mit irgendeinem blonden Mädchen zu uns kommt. Cedric scheint diese Reaktion meinerseits zu bemerken und schaut mich mitleidig an. Doch ich will kein Mitleid. Und deshalb setze ich ein gespieltes Lächeln auf und begrüße Terence und das blonde Mädchen und stelle ihnen Victor vor. Wie das blonde Mädchen heißt, möchte ich nun wirklich nicht wissen, aber trotzdem nicke ich ihm freundlich zu. Cedric verabschiedet sich recht schnell, da er mit Cho den Eröffnungstanz antreten muss. Wir sehen den beiden dabei zu und ich freue mich für Cedric, da ihm der Tanz mit Cho zu gefallen scheint. Blickkontakt mit Terence vermeide ich gekonnt, auch wenn ich das Gefühl habe, dass ihn das verwirrt. Außerdem fällt mir auf, dass weder er mit seiner Tanzpartnerin, noch ich mit Victor viel spreche. Erst, als die ersten Pärchen die eröffnete Tanzfläche betreten, spricht mich Victor wieder an, um mich zum Tanzen aufzufordern. Er ist kein schlechter Tänzer, allerdings führt er nicht richtig, was mich ein wenig stört. Trotzdem genieße ich den Abend. Die Atmosphäre ist festlich und weihnachtlich, was mir ein Gefühl der Heimat gibt. Hogwarts ist einfach einer der schönsten Orte, die ich kenne, und bei all der Zeit, die ich bereits hier verbracht habe, auch mein zweites zu Hause. Ich blicke mich weiter um. Gleich neben mir tanzt Cedric. Als er mich sieht, fragt er Victor und mich, ob wir etwas trinken gehen wollen. Zu viert gehen wir nun und unterhalten uns ein wenig über das Turnier an sich und auch über den Ball. Terence ist nirgendwo auf der Tanzfläche zu sehen… Am späteren Abend stehe ich gerade alleine neben der Tanzfläche, da Victor bei einigen Freunden ist, als Terence auf mich zukommt. Er sieht verschwitzt und genervt aus, und zu meinem Erstaunen auch erfreut mich zu sehen.,, Millie, ein Glück dass wenigstens ein normaler Mensch hier ist! Die Mädchen aus Beauxbatons sind mir alle viel zu anstrengend! Meine Tanzpartnerin meinte ich kann nicht tanzen, rede zu wenig und führe nicht richtig! Aber wie soll ich das denn alles auf einmal schaffen!‘‘ Überfragt setzt sich Terence auf eine Bank und schüttelt den Kopf. Ich muss lachen. Terence hat wohl kein sonderliches Händchen für Mädchen! Sonst hätte er schon lange etwas von meinen Gefühlen für ihn mitbekommen.,, Warum lachst du mich denn jetzt aus, Millie? Das ist echt nicht lustig und du musst mich doch vor allem verstehen!‘‘, sagt Terence, gespielt empört. Ich bin bei seiner Anwesenheit immer noch ein wenig aufgeregt und habe Angst etwas falsches zu sagen, aber ich versuche einfach ich selbst zu sein und lache noch mehr.,, Das ist jetzt halt doof.‘‘, necke ich ihn, bevor ich mich zu ihm setze. Victor scheint mich anscheinend vergessen zu haben, denn zurück zu mir kommt er nicht… Doch nichts als das könnte mich gerade glücklicher machen, da ich den restlichen Abend neben Terence verbringe. Zuerst unterhalten wir uns nur über lustige, allgemeine Sachen, doch dann werden unsere Gespräche tiefgründiger… Ich erzähle ihm von der engen Freundschaft von Ced und mir und dass ich sonst nicht besonders viele Freunde habe. Er erzählt mir von seiner Liebe zu Quidditch und dem enormen Druck, den er vor mehreren Jahren in der Quidditchmannschaft als Sucher hatte, weswegen er von Draco Malfoy ersetzt wurde. Generell fühlt er sich unter Druck gesetzt von seinen Eltern und deren Anforderungen, wie er mir erzählt. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und beteuere:,, Wenn du dem Druck mal nicht standhalten kannst, kannst du gerne zu mir kommen. Ich helfe gerne.‘‘ Er sieht mich an und lächelt.,, Das Gleiche gilt auch für dich, Lil-Mil.‘‘,, Lil-Mil?‘‘, frage ich und lache bei dem Namen.,, Du nennst Cedric auch immer Ced, wollte auch einmal kreativ sein!‘‘, lacht Terence. Das bringt mich ebenfalls zum lachen. Nach einer kurzen Pause fragt er zaghaft:,, Hättest du vielleicht Lust, noch einmal zu tanzen, also, mit mir? Wenn du nicht schon genug hast?‘‘ Pure Aufregung steigt in mir hoch. Warum muss diese Schüchternheit so oft zu Unsicherheit werden? Ich darf mir das nicht anmerken lassen!,, Gerne!‘‘, erwidere ich und realisiere erst im nächsten Moment, dass ich gleich mit dem Jungen tanzen werde, bei dem ich die ganze Zeit gehofft habe, dass noch ein Wunder passiert und er mich auffordert!,, Es wurde ja bereits gesagt, dass ich nicht tanzen kann, nicht richtig führe und zu wenig rede! Also erwarte nicht zu viel!‘‘, befielt er grinsend. Ich mache mir derweil wahrscheinlich dreifach so viele Gedanken. Sitzt mein Kleid noch richtig? Schwitze ich? Stinke ich? Liegen meine Haare einigermaßen gut? Werde ich rot? Wirke ich zu angespannt und aufgeregt? Als wir beginnen, zu tanzen, verfliegen plötzlich all diese Sorgen. Ich denke überhaupt nicht mehr nach, sondern lasse mich einfach von Terences Hand führen. Und ja, er kann führen! Jedenfalls um einiges besser als Victor. Wir brauchen keine übermäßigen Tanzkünste, um über die Tanzfläche zu gleiten. Heimlich frage ich mich, ob ihm mein Kleid gefällt. Doch Terence sieht nicht zu meinem Kleid, sondern nur zu mir. Es ist schon ziemlich spät und Terence und ich tanzen nicht nur einmal, sondern hören gar nicht mehr damit auf. Als sich nur noch Neville und Ginny mit uns auf der Tanzfläche befinden, beschließen wir, langsam auf unsere Zimmer zu gehen. Mir scheint immer noch, als würde ein Traum gerade meine Realität beherrschen, doch zum ersten Mal ist dieser Traum die Realität. Zum Abschied umarmen wir uns und ich kann gar nicht mehr aufhören, an diesen wunderschönen Abend zu denken. Weihnachten vergeht daraufhin sehr schnell und die anstrengende Zeit in der Schule beginnt wieder, in der Cedric und ich viel lernen und uns auf seine zweite Aufgabe vorbereiten. Am Tag der zweiten Aufgabe stehe ich bereits früh auf, da ich vorhabe, mich schnell vorzubereiten und dann noch einmal zu Cedric zu gehen, um ihm Mut zuzusprechen. Doch kurz bevor ich das tun kann, kommt Prof. McGonagall auf mich zu und bittet mich, in ihr Büro mitzukommen. Sie erklärt mir, dass ich Cedrics Schatz sein soll, den er sich wiederholen muss. Ich fühle mich bei ihren Worten wirklich geehrt, auch wenn ich mir denke, dass genauso gut Cho Chang Cedrics Schatz sein könnte… Prof. McGonagall lächelt mich bei meinem Gesichtsausdruck an und sagt:,, Wir haben uns bewusst für dich entschieden. Dir kann nichts passieren, glaub mir.‘‘ Daraufhin muss ich ebenfalls lächeln. Ich bin ja schließlich diejenige, die Cedric seit mehr als sechs Jahren kennt und schätzt. Von den weiteren Geschehnissen kann ich nicht viel mitbekommen, aber ich habe vor der Aufgabe keine Angst, da ich Cedric vertraue. Ich kann allerdings vage mitbekommen, dass Cedric mit einem Kopfblasenzauber im Wasser atmen kann und, kurz bevor er mich befreit, mit Harry redet. Dann merke ich, wie ich von Cedric im Wasser mitgezogen werde. Als ich nach einiger Zeit die Wasseroberfläche berühre und nach Luft schnappen kann, reiße ich meine Augen auf und höre ein lautes Jubel von unserem Publikum ausgehen.,, Ist alles okay bei dir, Millie?‘‘, fragt er mich lächelnd.,, Könnte mir nicht bessergehen, bei der Rettungsaktion!‘‘, antworte ich grinsend. Dann werden wir in Handtücher eingehüllt und versuchen, uns erst einmal aufzuwärmen, während wir auf die anderen Champions warten. Mir ist nach dem kalten Seewasser erst einmal zum Zittern zumute.,, Millie!‘‘, höre ich jemanden von weitem rufen. Es ist Terence, der aufgeregt auf Ced und mich zugeht.,, Ihr wart die Ersten! Die Besten!‘‘,, Ich habe auf jeden Fall viel dazu beigetragen, oder Cedi?‘‘, lache ich.,, Auf jeden Fall. Ohne dich hätte ich niemals all die Grindelohs abgewimmelt!‘‘, grinst dieser.,, Grindelohs!‘‘, frage ich verwirrt und etwas erschreckt. Dabei fällt mir das Handtuch von den Schultern und meine nasse Kleidung lässt mich erzittern. Doch schon im nächsten Moment hat jemand eine warme Jacke auf mich gelegt. Ich drehe mich um und sehe Terences Lächeln, ein Lächen, das mich geradezu dahinschmelzen lässt.,, Danke..‘‘, hauche ich und drehe mich schnell um, doch Cedric mustert uns bereits mit seinem typischen Blick. Terence räuspert sich.,,Äh, ja… ich gehe noch einmal kurz zu meinem Haus. Die jubeln gerade alle, wahrscheinlich ist Krum oder Harry aufgetaucht, Fleur kann es ja bereits ausgeschieden.‘‘ Mit den Worten geht er und ich versuche, ihm nicht allzu lange nachzusehen. Aus dem Wasser kommen letztendlich Hermine und Krom und erst eine längere Zeit später taucht Harry auf, dafür aber mit Ron und Fleur Delacours Schatz im Schlepptau, da er sie ebenfalls retten wollte. Cedric landet auf Platz 1 und nach ihm kommt Harry, was mich sehr freut. Cedric und ich umarmen uns freudig und gehen dann wieder nach Hogwarts. Auch wenn ich wieder vollkommen aufgewärmt bin, trage ich noch die Jacke von Terence um meine Schultern… In der nächsten Zeit sehen Terence und ich uns öfter und ich bin, zu meiner Freude, nicht mehr so aufgeregt wie früher, wenn ich mit ihm spreche. Im Gegenteil, ich bin viel ausgelassener, da er mittlerweile ein richtig guter Freund von mir geworden ist. Auch wenn ich eigentlich noch andere Gefühle für ihn habe, weiß ich, dass ich unsere Freundschaft nicht damit belasten sollte, denn auch Cedric ist ein Freund von uns beiden und wir machen sehr viel zu dritt. Trotzdem kam bereits oft vor, dass er sich mit Cho und Terence und mir treffen wollte. Diese Abende waren eigentlich auch immer recht schön, da ich mich mit Terence nicht wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt habe. So langsam fängt nun der Sommer an und die dritte Aufgabe naht. Je näher sie rückt, desto mehr Spannung baut sich in mir auf. Insgeheim bin ich froh, wenn das ganze vorbei ist. Ein dunkler und von außen nicht einsehbarer Irrgarten ist dieses Mal Ort der Aufgabe. Noch diese letzte Aufgabe, dann ist das Turnier vorbei, sage ich mir ständig. Ich sitze gerade alleine auf der Tribüne, als sich Terence zu mir setzt. Es fühlt sich abermals so an, als würde mein Herz einen Sprung der Freude machen.,, Cedric holt sich den Pokal!‘‘, ruft Terence euphorisch und hält dabei nach den Champions Ausschau. Tatsächlich wird nun verkündet, dass Harry und Cedric als erste Personen den Irrgarten betreten werden. Cedric wird von seinem Vater zum Eingang begleitet und kurz bevor er den Irrgarten betreten kann, sprechen Terence und ich uns ab und rufen, so laut es geht, seinen Namen. Viele Leute drehen sich zu uns um, aber das ist uns egal. Wichtig ist, dass Cedric uns gehört hat . Doch dieser grinst und ruft:,, Bis ich wieder da bin, habt ihr euch geküsst, ihr Süßen!‘‘ Ich werde rot. Nicht nur Terence hat das gehört, sondern auch so ziemlich alle Leute, die ihm zugehört haben. Doch tatsächlich traue ich mich, langsam zu Terence zu sehen. Dieser starrt mich grinsend an und ich weiß nicht, ob ich mich verunsichert, oder geschmeichelt fühlen soll. Weil ich so langsam das Gefühl habe, etwas sagen zu müssen, offenbare ich ihm, dass ich mir Gedanken um Ced mache.,, Das ist ja nichts Neues!‘‘, lacht er,,, aber du kannst beruhigt sein, es ist doch das Gleiche wie bei der zweiten Aufgabe, es ist keine wirkliche Gefahr da…‘‘ In den nächsten Minuten, schließen wir ständig lustige Wetten über Cedric ab. Beispielsweise wette ich, dass sein Irrwicht eine Wespe ist, da er jedes Mal, wenn er eine Wespe sieht, aufspringt und vor ihr wegrennt, so als würde sie ihn verfolgen. Bei dieser Geschichte prustet Terence direkt los:,, Dann ist sein Patronus wohl ein Wespenfressendes Wesen mit der Fähigkeit, sie von diesem Planeten zu verbannen!‘‘ Auch wenn ich oftmals zum Irrgarten sehen muss, obwohl ich sowieso nichts erkennen kann, schafft Terence es immer wieder, mich abzulenken. Seine blauen Augen haben mich total in seinen Bann gezogen. Als ich ihn mal wieder von der Seite betrachte, wird verkündet, dass Fleur Delacour ausgeschieden ist. Doch das bekomme ich kaum mit, da Terence nun begonnen hat, sich über meine anfängliche Schüchternheit lustig zu machen und ich ihm lachend zeigen muss, wie unfair das ist. Im Laufe der Zeit scheidet ebenfalls Viktor Krum aus, wodurch Cedric eine hohe Chance hat, den Pokal zu finden. Im Irrgarten soll es Aufgaben geben, die es durch Zauberkunst zu bewältigen gilt. Ich bin zuversichtlich, dass Cedric das schaffen wird. Es vergeht nun einige weitere Zeit, in der das Publikum ein wenig ungeduldiger wird und mein Magen beginnt zu knurren. Terence muss das scheinbar gehört haben, da er plötzlich eine Schachtel voll Bertie Botts Bohnen aus seiner Tasche holt. Abwechselnd müssen wir beide nun eine essen und ich bete jedes Mal, keine widerliche Bohne zu erwischen, da ich diese sofort ausspucken würde. Die ersten Runden habe ich wirklich Glück und Terence zieht zwei Mal eine Bohne, die nach Zahnpasta steckt, worüber ich jedes Mal schadenfroh lache. Trotzdem wissen wir beide, dass es noch weitaus schlimmere Bohnen gibt und fiebern den nächsten entgegen. Ich erwische eine gelbliche und freue mich bereits, da ich auf Banane oder Mango hoffe. Doch als ich den Geschmack erkenne, verziehe ich das Gesicht und spucke sie voller Ekel aus.,, Ihhh! Ich glaube das war... Vergammeltes Ei!'', stammele ich. Als Terence meinen angewiderten Blick sieht, kann er sich kaum halten vor lachen. Als ich den Geschmack endlich nicht mehr im Mund habe, lache ich mit und wir können dabei kaum noch aufhören... Dabei sehen wir uns geradezu in die Augen, ohne dass einer von uns beiden wegsieht. Und dann geschieht es. Auf dem Feld erscheinen plötzlich Harry und Cedric zusammen. Alle beginnen zu jubeln und von mir fällt jegliche Angst, die ich die ganze Zeit über in mir hatte und ich falle Terence vor Glück in die Arme. Terence jubelt und hebt mich ein wenig hoch, ich jauchze und dann treffen sich unsere glücklichen Blicke. Er beugt sich naher zu mir und... dann küsst er mich, ohne Vorwarnung, so als wäre es schon Monate geplant gewesen, dass es gerade darauf hinauslaufen würde. Der Kuss erfüllt meinen Körper mit dem schönsten Glücksgefühl, das ich jemals verspürt habe. Terence kann so gut küssen! Ich halte mich an seinem Hals fest und muss lächeln. Doch das Jubeln erstirbt plötzlich und ich höre einen Schrei. Erschrocken drehe ich mich um und sehe zu Harry, der auf Cedric liegt und schluchzt. Was ist mit Cedric passiert! Panik durchfährt mich. Grausame Panik. Er sieht so leblos aus... Amos, Cedrics Vater, den ich schon jahrelang kenne, rennt zu ihm und ich kann nicht anders, als mir einen Weg durch die Menge zu bahnen. Als ich Amos schreien höre:,, Mein Sohn! Mein Sohn!'', kommen mir die Tränen.,, CED!'', kreische ich. Als ich seinen Körper bleich und regungslos auf dem Boden liegen sehe, kommen mir die Tränen und ich breche zusammen. Cedric, mein bester Freund.,, Nein.'', hauche ich. Ein Gefühl des Schwindels überkommt mich und ich kann nur noch Ceds Kopf sehen, den ich vor einigen Stunden noch lebendig vor mir hatte. Der einzige Mensch, der immer für mich da war. Er kann nicht tot sein! Ich will aufstehen, doch eine Hand auf meiner Schulter hält mich zurück. Alles wird schwarz. Gedämpfte Stimmen werden für mich irgendwann vernehmbar. Ich öffne meine Augen und schrecke hoch, als Mme Pomfrey mit einer Spritze vor mir steht. Direkt daneben steht Terence. Ich rappele mich panisch von meinem Bett auf, doch mein Kopf ist schwer wie Blei und mir wird direkt wieder schwarz vor Augen.,, Millie! Du kannst doch nicht einfach so aufstehen!'', höre ich Terence rufen, doch es hört sich an, als wäre er Galaxien von mir entfernt. Ich merke nur, wie er mich an sich drückt und behutsam wieder in das Bett legt.,, Ich bin bei dir. Okay?'' Bei seinen Worten öffne ich schwach meine Augen und erkenne seine blauen Augen vor mir.,, Was ist mit Cedric passiert?'', frage ich mit zittriger, erstickter Stimme. Ich kann merken, wie sich Terence verkrampft. Lange Zeit antwortet er nicht. Doch dann betritt eine andere Person den Krankensaal.,, Cedric ist diese Nacht umgebracht worden, im Auftrag von Lord Voldemort. Er ist zurückgekommen. Es tut mir Leid, dir das sagen zu müssen, Millie. Ich kann deinen Schockzustand verstehen.'' Es ist die Stimme Dumbledores. Cedric ist tot. Seitdem ich wach bin, hoffe ich, ihn gleich durch diese Tür laufen zu sehen, mit dem Pokal in der Hand. Oder ihn im Gemeinschaftsraum zu treffen. Er kann nicht tot sein. Ich spüre mehrere Blicke auf mir. Und zum ersten Mal erfüllt mich keine Panik, kein Schockzustand. Jetzt erfüllt mich Trauer. Tiefe Trauer. Erst eine, dann mehrere, dicke Tränen bilden sich in meinen Augen. Ich kann nicht anders, als laut loszuschluchzen.,, Bitte, lasst mich einen Augenblick mit Millie allein.'', höre ich Dumbledore sagen. Mme Pomfrey geht seiner Bitte direkt nach, Terence macht den Eindruck, als würde er nicht ganz gehen wollen, verlässt den Raum dann aber mit einem letzten, langen Blick zu mir.,, Millie, wir haben uns, soweit ich weiß, noch nie alleine unterhalten.‘‘, beginnt Dumbledore zu sprechen. Meine Kehle fühlt sich an, als würde sie jemand zuschnüren, aber ich versuche, zu lächeln.,, Du warst Cedrics Schatz bei der zweiten Aufgabe, denn du warst ein sehr wichtiger Mensch für ihn in seinem Leben. Euch verband das Band der Freundschaft, eines der wertvollsten zwischenmenschlichen Beziehungen. Doch bitte, so simpel es auch klingen mag, Millie, lass den Tod die Freundschaft nicht zerstören. Und vor allem, lass den Tod nicht dein Leben zerstören. Cedrics Abwesenheit wirst du mehr als zu spüren bekommen, aber er lebt weiter, in dir.‘‘ Bei diesen Worten muss ich Dumbledore mit zittriger Stimme unterbrechen.,, Es tut mir leid, aber ich verstehe dieses typische die-person-lebt-in-dir-weiter Gerede nicht! Ich habe das bereits meine Eltern sagen hören, als meine Großmutter gestorben ist. Mit der Zeit lernte ich, mit ihrem Tod zu leben, aber ich kann nicht sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass sie in mir weiter lebte! Ich will mich nicht beschweren, ich will nur sagen…‘‘ An dieser Stelle bricht meine Stimme ab und weitere Tränen fließen über meine Wangen.,, Ich kann Cedric nicht vergessen.‘‘, schluchze ich. Dumbledore nimmt daraufhin ruhig meine Hand. Es ist ein wenig verwirrend, seinem Schulleiter so nahe zu sein, allerdings kann ich gerade wirklich einen weisen Rat gebrauchen.,, Wenn du mich begleiten würdest, könnte ich dir etwas zeigen.‘‘, spricht dieser nun und steht auf. Langsam bewege ich mich aus meinem Bett hinaus und folge ihm. Als er die Tür öffnet, treffen wir auf Terence, der blass zu uns aufsieht und wahrscheinlich auf uns gewartet hat.,, Sie können sehr gerne mitkommen, Terence.‘‘ Dieser folgt uns, ohne genau zu wissen, wohin. Selbst ich kann mir keinen Reim darauf machen und als wir vor einer Tür stehen, die ich noch nie zuvor gesehen habe, sehe ich fragend zu Dumbledore. Doch dieser betritt ohne ein Wort zu sagen den Raum und nach einem kurzen Blick zu Terence folge ich ihm. Allein beim Gedanken an die Tatsache, dass mein bester Freund nicht mehr am Leben ist, fange ich wieder an zu schluchzen. Terence bemerkt das und zückt, traurig lächelnd, ein Taschentuch. Als ich es nicht ergreife, kommt er langsam auf mich zu und wischt mir die Tränen behutsam weg. Ich sehe ihn dankbar an und gehe dann näher zu Dumbledore, der vor einem Spiegel steht.,, Das ist der Spiegel Nerhegeb. Wenn du hineinsiehst, siehst du nicht nur dich, sondern ebenfalls deinen innigsten Wunsch deiner Seele. Wenn du möchtest, dann sieh hinein.‘‘ Sollte ich hineinsehen? Was sollte mir das bringen? Doch trotz all der Traurigkeit, die sich in mir verbirgt, erweckt dieser Spiegel ein wenig Neugierde in mir, weswegen ich auf ihn zugehe und gebannt in ihn sehe. Dort sehe ich keine andere Person als mich, es ist wie bei einem gewöhnlichen Spiegel. Allerdings fällt mir dann ein Unterschied auf. Mein Spiegelbild lächelt. Es grinst mich förmlich an. Plötzlich sehe ich nicht nur mich, sondern auch noch Cedric. Ich sehe mein Spiegelbild und Cedric miteinander lachen, so lange, bis Cedric wieder verschwindet. Dann lacht mein Spiegelbild alleine weiter. Dann erscheinen wieder andere Personen im Spiegel, und zwar meine Eltern, meine jüngeren Geschwister und Terence. Ich lache nun mit ihnen zusammen und Cedric ist über uns, in der Erscheinung eines Geistes zu sehen, der auf uns hinab lächelt. Mir kommen wieder die Tränen, aber diesmal, weil ich berührt bin.,, Vielleicht verstehst du jetzt, wie meine Aussage gedeutet werden kann. Passt auf euch auf, Terence und Millie. Ihr braucht einander jetzt.‘‘, sagt Dumbledore und zwinkert mir dabei zu. Nun verlässt er den Raum und lässt uns alleine. Unsicher sehe ich mich in diesem Raum um, bis Dumbledore noch einmal zurückkehrt und uns zuflüstert:,, Das ist übrigens der Raum der Wünsche. Wünscht euch doch einfach mal etwas. Der Raum kann sich auch nachträglich verändern.‘‘ Mit einem Gähnen und einem freundlichen Winken verlässt er nun endgültig den Raum. Terence und ich sehen uns erst einmal schweigend an, bis er mich dann anspricht:,, Komm, die Gelegenheit müssen wir jetzt schon ausnutzen. Was könnten wir uns wünschen?‘‘ Ich überlege. Außer Cedric wünsche ich mir gerade eigentlich nicht viel. Außer vielleicht.,, Schokolade?‘‘ Terence muss ein wenig grinsen. Wahrscheinlich weil ich damit schon etwas gefräßig wirke. Doch als ich mich umsehe, erscheint ein prachtvoller Tisch gedeckt mit den verschiedensten Schokoladensorten. Sogar heiße Schokolade in einem Topf steht auf dem Tisch! Ich kann nicht anders, als meine Augen aufzureißen und alles zu betrachten, bis ich dann hingehe und mir ein paar Stücke in den Mund stecke. Als ich gerade Terence etwas anbieten will, sehe ich diesen, wie er gerade an einem Kamin sitzt, vor dem einige Decken liegen. Ich befülle uns zwei Tassen, die neben dem Topf stehen, mit heißer Schokolade und setzte mich dann neben Terence. Dieser legt mir eine Decke über und starrt in das Feuer des Kamins, von dem mir angenehm warm wird. Ich bemerke, dass Terence mit etwas zu kämpfen hat.,, Du kannst mit mir reden.‘‘, versichere ich ihm,,, Ich kann mir vorstellen, wie es dir geht. Und ich will auch für dich da sein, so wie du es für mich bist.‘‘ Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und nehme seine Hand. Er sieht zu mir und ich kann sehen, dass sich in seinen Augen ebenfalls einige Tränen gebildet haben.,, Ich kann das alles einfach nicht glauben…‘‘, erklärt er mit leiser Stimme. Bei seinen Worten werde ich auch wieder mit der Erinnerung von Cedric überfallen und meine Augen werden wieder feucht.,, Oh, nein, das wollte ich jetzt nicht mit meinen Worten bezwecken!‘‘, versichert er mir besorgt als er mich sieht und nimmt mich in seine Arme. Ich bin ihm nun so nah wie noch nie, seine Hand an meiner Schulter hält mich fest, so als wollte sie mich daran hintern, dass ich wieder wegrutsche. Ich kann meinen Kopf ein wenig in seinem Pulli vergraben und mich so an ihn kuscheln, ganz langsam und unauffällig. Er macht keine Anstalten, nicht mit mir kuscheln zu wollen, im Gegenteil, er schmiegt sich auch an mich. Ich weiß nicht, wie lange wir so vor dem Kamin sitzen, ich weiß nur, dass die Wärme in mir nicht nur von dem Kamin und den Decken kommt. Manchmal kommt die ein oder andere Träne aus meinem Auge, aber Terence achtet da sehr genau drauf und wischt sie jedes Mal behutsam weg.,, Weißt du, vielleicht sollten wir jetzt darüber reden, wie sehr wir Cedric geschätzt haben. Vor der dritten Aufgabe, bevor wir uns… naja, als Cedric im Labyrinth war, haben wir auch ständig über Cedric geredet und über ihn gelacht und wir waren glücklich dabei. Zwar werden wir ihm in dieser Welt nie wieder begegnen, aber er wird für immer in unserer Erinnerung bleiben.‘‘, sagt Terence und sieht mich dabei an.,, Und in unseren Herzen.‘‘, füge ich hinzu. Und Terence hat Recht. Natürlich ist es traurig, zu wissen, Cedric, meinen Ced, nie wieder zu sehen. Aber jetzt rede ich mit Terence über ihn und wir wissen genau, wie er war und was er geliebt hat. Terence ist irgendwie ja auch mein Terence… Zumindest würde ich ihn gerne so betiteln. Denn so, wie er es schafft, mich die ganze Nacht lang wachzuhalten mit seinen Geschichten und Witzen, die Cedric von seiner besten Seite zeigen, kann mich niemand aufmuntern. Und auch Terence wirkt wieder hoffnungsvoll. In all der Trauer ist ein verständnisvoller Mensch mehr, als man sich wünschen kann. Als es ungefähr fünf Uhr morgens ist und Terence und ich immer noch wach sind, merke ich, dass mich trotz allem, was geschehen ist, die Müdigkeit überfällt. Immer wieder fallen meine Augen zu und ich merke, wie ich langsam von Terence Schulter auf seine Beine rutsche. Als ich kurz hochschrecke, weil mir auffällt, dass ich auf Terence liege, hält dieser mich zurück.,, Bitte, bleib doch liegen. Versuch zu schlafen. Du brauchst das jetzt. Und ich will nichts lieber, als bei dir zu sein… ‚‘‘ Müde schließe ich abermals die Augen, doch Terence weckt mich noch einmal.,, Millie, noch nicht schlafen!‘‘ Verwirrt und müde öffne ich die Augen und gucke hoch, in seine. Ich liege immer noch in seinen Armen.,, Ich weiß, das ist jetzt gerade der ungünstigste Zeitpunkt, den ich finden kann, aber ich muss dir einfach sagen, dass du mir mehr als wichtig bist. Ich bin Cedric so dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte denn… du bist das süßeste Mädchen, das ich kenne, du bist mir direkt aufgefallen, weil du immer rot wurdest, als du mit mir sprachst. Ich fand das von Anfang an total niedlich! Und… wir haben uns bereits geküsst. Natürlich kann ich daraus logischerweise nicht schließen, dass du das selbe für mich empfindest, wie ich für dich, generell ist da nichts logisch, eigentlich ist gerade alles traurig, aber… ich will nur sagen…‘‘ Etwas hilflos sieht er zu mir, doch ich kann nicht ich anders als zu lächeln. Ich finde meine Schüchternheit mehr als nervig, ich kann nicht verstehen, was für eine verkorkste Auffassung von niedlich er haben muss! Terence lächelt mit seinen blauen Augen zurück, die wieder ihren alten Glanz haben und beugt sich immer näher zu mir. Ich hebe meinen Kopf auch ein wenig an, da ich wieder das gleiche, wunderschöne Gefühl verspüren will, wie bei unserem letzten Kuss. Und alles in mir kribbelt bei dem Kuss zwischen uns, der diesmal nicht unterbrochen wird und immer leidenschaftlicher wird. ,, Ich liebe dich.‘‘, sagt Terence schließlich. ,, Ich liebe dich auch.‘‘