Springe zu den Kommentaren

Herr der Ringe - Prophezeite

star goldstar goldstar goldstar goldstar grey FemaleMale
1 Kapitel - 1.026 Wörter - Erstellt von: Lúthien - Aktualisiert am: 2018-01-15 - Entwickelt am: - 422 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mittelerde ist in Gefahr. Es wird nicht mehr lange dauern, bis der eine Ring gefunden wird und die Schlacht um Mittelerde beginnt.

Herr Elrond sieht es genau vor sich, das Grauen, gegen das er vor so langer Zeit kämpfte. Und er weiß, dass sie es diesmal nicht so einfach schaffen werden ihn zu besiegen, zumindest nicht ohne Hilfe. Leicht lächelnd legt er die alte, leicht zerfallene Schriftrolle zurück an ihren geschützten Platz in Bruchtals sagenumwobener Bibliothek. Niemand außer ihm weiß von der Prophezeiung, von den Prophezeiten, die kommen werden, um Mittelerde vor dem Feind zu beschützen und ihn zu zerstören. Sanft lächelt er, als er sie sieht, die eine Prophezeite...

Vasilisa ist so ziemlich das gewöhnlichste Mädchen des Planetens, zumindest sagt sie das selbst über sich. Sie lebt ihr Leben wie jeder andere auch, hat Freunde und „Feinde“. Sie besucht die 11. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart und freut sich wie jeder andere in ihrem Alter auch, auf ihren 18. Geburtstag in zwei Wochen, für den sie schon eine riesige Party geplant hat.
Obwohl sie schon einige Schicksalsschläge hinter sich hat, lebt sie ihr Leben in Frieden und glücklich. Mehr oder weniger...

1
Prolog:

Ne, ne, ne! Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Da lernt man Wochen für diese scheiß Matheklausur und kriegt trotzdem nur 6 Punkte. Das ist doch echt zum heulen.

Und genau das tue ich dann auch. Schluchzend stehe ich von meinem Platz auf und verlasse das Klassenzimmer. Warum sollte ich auch da bleiben? Es sind eh nur noch 5 Minuten Unterricht und dieses ganze „ Och Mann! Ich hab nur 12 Punkte.“ oder „ Gott sei Dank, 11 Punkte. Wie viele Punkte habt ihr?“ kann ich mir echt sparen.

Mit einem Donnern lasse ich die schwere Eingangstür zufallen und laufe Richtung Supermarkt. Auf die letzten beiden Stunden kann ich ebenfalls getrost verzichten. Wer braucht denn schon Englisch und Latein? Währenddessen könnte ich mir was zu Essen und zu trinken kaufen und dann heim fahren. Gedacht, getan.
Eine Flasche Bier und eine Brezel, da ich gelernt habe, dass Alkohol auf nüchternen Magen nicht wirklich empfehlenswert ist.

Womit ich nicht gerechnet habe, ist, meinen um ein einhalb Jahre älteren Bruder Alexander an der Kasse zu treffen. Er ist zwar immer für mich da und einfach DER perfekte große Bruder wie ihn sich einfach jedes Mädchen wünscht, aber bei Alkohol ist er schlimmer als meine Mutter.

Seufzend gebe ich ihm die Flasche Bier, denn mir ist klar, dass Widerstand zwecklos ist, und lege nur meine Brezel auf das Kassenband. Mann, freue ich mich auf meinen 18. Geburtstag in zwei Wochen!

„Hat dein Freund Schluss gemacht, oder warum hast du schlechte Laune?“ fragt er halb im Scherz halb ernst. Der alte Witzbold! Er weiß genau, dass ich keinen Freund habe!

„Mathe verkackt.“ murmele ich deprimiert, „obwohl hab ich so viel dafür gelernt hab! Wetten Mom streicht mir deshalb das Training. Dabei hab ich doch in einem Monat Wettkampf!”

Resigniert lehne ich meinen Kopf gegen seine Brust, warum war ich so schlecht in Mathe! Die anderen kapierten es doch auch, warum ich nicht? Außerdem will ich unbedingt zu diesem Wettkampf! Ich bin Jahrgangsbeste (nebenbei bemerkt ein richtiges Naturtalent) und habe so viel für den Wettkampf geübt. Aber Mom hatte mir schon bei meinen 8 Punkten in Deutsch angedroht mich vom Training zu “befreien“, falls ich noch eine Klausur verhauen sollte.

„Das glaub ich nicht, sie weiß doch wie viel dir das bedeutet... Ich hab übrigens im Sekretariat Bescheid gegeben, dass es dir nicht gut geht und du deswegen gegangen bist.“ zwinkert er mir zu und bringt mich somit leicht zum grinsen. Das tut er immer, wenn ich ein paar Stunden Unterricht schwänze ... nicht, dass das oft vorkommt, aber manchmal hab ich eben einen emotionalen Ausbruch und gehe dementsprechend auch früher nach Hause.


Wir beide bezahlen und fahren dann heim... bzw. Alex fährt, ich bin ja noch nicht 18. Zu meinem Glück haben wir größtenteils Zeitgleich Unterricht und er kann mich so so gut wie immer mitnehmen, nur Dienstags hat er zwei Stunden länger und Freitags ich.

Die Fahrt zieht sich, die Straßen Stuttgarts sind gewöhnlich voll, und die larmarschigen Autofahrer sind gefühlt noch viel langsamer als sonst. Manchmal frage ich mich echt, wie die ihren Führerschein bekommen haben...

Zuhause angekommen legt er zwei Pizzen in den Ofen, während ich „Herr der Ringe“ aus unserem Schrank hole. Wir haben alle drei Teile als Extended Edition zu Weihnachten letzten Jahres bekommen, hatten allerdings keine Gelegenheit bisher gehabt sie anzusehen. Daher haben wir ausgemacht dieses Wochenende alle anzuschauen, da unsere Mutter mit ihrer besten Freundin nach London geflogen ist und wir somit sturmfrei haben... Bis auf unsere zwei kleinen Schwestern Rosa und Anna, aber die haben gemeint sie lassen uns in Ruhe, solange wir sie auch in Ruhe lassen.

Alex bringt gerade zwei Flaschen Cola, ich schalte den Fernseher an, als plötzlich alles zu wackeln beginnt. Panisch schaue ich mich um und entdecke die leuchtende Filmbox auf dem Boden. Habe ich mir etwa den Kopf gestoßen! Oder bin ich einfach so übermüdet, dass mein Gehirn mir einen Streich spielt? Aber anscheinend sehe nicht nur ich das Ganze, denn mein Bruder lässt die Flaschen los und sprintet zu mir. Schützend stellte er sich vor mich, doch wirklich viel bringt das nicht, denn das immer größer werdende Licht verschluckte uns beide und umhüllt mich mit Finsternis.

Kommentare (1)

autorenew

Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 217 Tagen
Hey!!:)

Das ist schon mal ein vielversprechender Anfang... Guter Schreibstil und auch eine außergewöhnliche Idee mit der Prophezeiten:)

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht,
LG Princess of Mordor