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Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III - Rückeroberung

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25 Kapitel - 25.524 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2018-06-30 - Entwickelt am: - 1.023 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist der dritte Akt der Geschichte: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen.
Ein Konflikt, der unlösbar scheint und er ist nicht das einzige, was ein Problem darstellt. Eine Reise mit vielen wichtigen Entscheidungen und Herzen, die ihren Platz noch finden müssen.

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    Der Link zum ersten Akt befindet sich hier: http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen Der Link zum zweiten Akt

    Der Link zum ersten Akt befindet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen

    Der Link zum zweiten Akt befindet sich hier:
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    Kapitel 93: Emotionaler Untergang

    Teona

    Abgeschnitten von dem Rest unserer Leute haben wir uns ein kleines Camp im etwas nördlichen Bereich von Valaya gemacht. Wir waren uns sicher, dass Raweso hier nicht so schnell lang kommen würde. Im Norden liegt das Reich des rechtmäßigen Königs, der über alle Teile von Valaya herrscht. Raweso wird zuerst noch in den Süde gehen müssen, dem Reich seiner kleinen Schwester Yuoka. Wie gerne wir es beschützen würden, aber uns fehlt es leider an Stärke um es mit so einer großen Armee wie der von Raweso aufzunehmen.
    Momentan sieht es leider auch nicht so gut bei uns selbst aus. Abgesehen davon, dass die Moral tief gesunken ist. Nur das Infiltrationsteam ist noch mit uns gekommen. Der Rest kämpft wohl für Raweso oder ist inzwischen gefangen. Noch eine Möglichkeit möchte ich nicht in Bedacht ziehen. Und ich organisiere, wie es weiter gehen soll.
    “Wie geht es unseren moralischen Wrackstücken?“, frage ich Lou, die mir sehr unter die Arme greift, bei dem, was ich hier mache.
    “Jim ist noch immer nicht zurückgekehrt. Takenaa sagt auch noch kein Wort. Der Rest ist inzwischen schon wieder recht gut auf die Beine gekommen.“
    Ich nicke. “Okay. Immerhin etwas.“ Ich seufze. “Trotzdem kann mal jemand nach ihm sehen. Wir haben hier jetzt schon lange genug Wurzeln geschlagen.“
    “Ich sehe zu, dass ich wen zu ihm bekomme.“
    “Wenn ich kurz unterbrechen dürfte...“
    “Clive. Natürlich. Was gibt es?“
    “Ich glaube, ich weiß langsam, was ich bei Takenaa machen kann. Ich rede mal kurz mit ihr.“
    “Ehm… sicher. Tut das.“
    Lou rollt eine Karte auf. “Also… hier sind wir. Und da ist Yuokas Schloss...“
    “Schon klar. Es ist nur die Frage, wo wir anfangen. Wenn wir Pech haben, laufen wir direkt in seine Arme und das war´s.“ Momentan wissen wir wirklich nicht, wo wir jetzt sich langlaufen können, ohne, dass uns Raweso über den Weg läuft.

    Jim

    “Ich habe diesem Kerl sowieso nicht getraut. Zum Glück bin ich nicht in seine Falle getappt und habe einem dunklen Magier getraut.“ Serafina...
    “Jetzt halt die Klappe, du ungezogenes Gör! Du hast doch keine Ahnung, was du da redest!“
    “Hey, Angie, jetzt werd nicht so beleidigend. Ihr habt doch alle gesehen, was passiert ist.“
    “… Aber du verstehst mein Problem einfach nicht...“, antworte ich schließlich. Sie weiß überhaupt nicht, wo mein Problem liegt.
    “Wahrscheinlich nicht. Dann kann ich auch leider nicht helfen.“ Sie geht.
    “Okay, dann… dann sag jetzt noch einmal, was genau jetzt los ist.“, bittet Angie mich wieder mit ruhigem Ton.
    “Einfach… Einfach, dass das Ganze, was jetzt passiert, weitergeht! Das bedeutet noch mehr Zerstörung und Leid.“
    “Gib dir doch nicht die Schuld. Sonst bitte Asuka doch einfach, dich zurück in unsere Welt zu bringen.“
    “… Das hilft nicht.“
    “Warum sollte es das nicht tun?“
    “Dann wurde es euch nicht erzählt? Als wir in diese Welt kamen, oder besser gesagt, als ich in diese Welt kam, hat Boey mir all das Zerstörte dieser Welt gezeigt. Das alles stammt aus Kriegen früherer Zeit. Sie wurden stehen gelassen, um an die Folgen eines Krieges zu erinnern. In unserer Welt wurden sie jedoch erneuert und entfernt.“ Angie scheint noch nicht zu verstehen, was ich meine.
    “Und… wo steckt da der Zusammenhang?“
    “Der Zusammenhang ist, der Grund, weshalb alle hier möglichst wenig Schaden anrichten wollen. Alles, was hier geschieht, geschieht in ähnlicher Weise auch in unserer Welt. Das heißt...“ Angie geht ein Bitlz auf.
    “Du meinst also… dass...“
    “Dass in unserer Welt wohl gerade auch Krieg herrscht. Wir kriegen es nur nicht mit. Und am ehesten helfen wir, wenn das hier vorbei ist. Und ich, der davon wusste, habe nichts dagegen unternommen, als Boey… oder… rein generell… ich war so von ihm überzeugt… aber woher sollte ich denn wissen, dass das alles Lügen waren? Ehm… Angie?“ Sie wirkt sehr abseits. Als ob sie tief in Gedanken ist, was auch wohl gerade der Fall ist. Sie nuschelt irgendwas vor sich hin. “Angie, was ist los?“
    “… d-dann… dann… oh nein… Ich muss zurück...u-unsere Pension…!“
    Ich stehe auf und greife ihren Arm, als sie sich abgewant hat.“Angie...“ Sie zittert, sagt aber nichts. “Angie… Es gibt nichts, was du tun kannst. Du musst hier bleiben, wenn du helfen willst.“
    Lange sagt sie nichts. “C-Clives Falle… sie ist…“ Sie bringt nicht viele Worte raus. Ich kann sie gerade nur so erraten. Aber ja. Die Falle ist explodiert und hat für Viel Zerstörung gesorgt. Clives Schloss ist zerstört. Die Stadt nahe des Meeres ist halb zerstört. Es gibt so viele Orte, die schon leiden mussten. Ich würde nur gerne wissen, welche Orte unserer Welt schon alle betroffen sind. Ich merke, wie sie anfängt, zu weinen. Ich lasse los. Sie macht nichts. Wenn jeder wüsste, was wirklich passiert… Ich frage mich, wie ich sie wieder beruhigen könnte. Hoffentlich ist gerade niemand in der Nähe.

    Takenaa

    Zitternt schaue ich auf meine Hände, oder fasse mir an die Wangen… Was passiert grade, oder warum? Tayfun hat vor einiger Zeit, während wir das Lager hier aufgebaut haben, angemerkt, dass meine Haare dunkel bläulicher geworden sind. Dabei habe ich nichts gemacht, musste ihr aber Recht geben, als ich in einen Spiegel schaute. Sie wurden tatsächlich dunkler. Und das war auch nicht genug. Ich sah auch, wie meine untere Seite des Gesichtes blasser wurde. Dazu dachte ich, dass ich irgendwie krank sei, aber auch meine Haut unter dem Hals fängt an, sich zu verändern. Sie wird violetter… Und meine Hände sind auch blasser. Ich bin in panischer Angst, weil ich nicht weiß, was mit mir passiert. Oder warum. Hat irgendwer einen Fluch auf mich verwendet?
    “Hallo Tayfun. Takenaa. Kann ich dich kurz sprechen?“, fragt Clive, der gerade vorbei kommt.
    “Klar. Was gibt es? Etwas neues?“ Clive bleibt vor uns stehen.
    “Ich habe nachgedacht. Und… Takenaa… diene Mutter war wirklich Tama? Ich weiß, dass sie keine einfache Senshin war. Sie war mit ihren Artgenossen. eine eingebe Art schon. Na ja, du ahnst wohl schon, worauf ich hinaus will.“
    Ich nicke ohne ihn anzugucken. Ist das alles nicht doch nur ein Albtraum, da ich mir bei meinen Eltern immer schon gewünscht habe, adoptiert zu sein. Und irgendwie etwas Besonderes zu sein. Jetzt ist all das in Erfüllung gegangen und ich weiß nicht, ob ich darüber jetzt so glücklicher bin… habe ich vielleicht doch vergessen, aufzustehen?
    “Na ja, mein Vater, König Kuoro hat mir mal von euch erzählt. Er sagte mir, dass das alles eine natürliche Veränderung beim Reifeprozess ist. Du sagtest, du hättest öfter geträumt, ein Lunala zu sein? Dann… bist du wohl eins. Im Menschenform momentan." Tayfun scheint mehr darüber überrascht zu sein, als ich. Mich erschreckt es kaum.
    “Moment. Du willst sagen, dass sie überhaupt kein Mensch ist?“
    Clive antwortet ruhig: “Momentan kann man das von niemanden mehr von euch sagen. Du hast bereits deine erste Entwicklung hinter dir, Tayfun. Es kann nicht mehr lange dauern, bis du auch Veränderungen in deinen Instinkten wahrnimmst. Nicht im negativen Sinne. Das ist jetzt etwas… schwer zu verdauen, das kann ich mir vorstellen, aber eigentlich sollte der Krieg jetzt schon vorüber sein, nur nach Hause bringen können wir euch nun auch nicht mehr. Ihr wisst genau, dass das gerade nicht geht. Stellt euch vor, Boey erscheint als Arceus an eurem Himmel.“ Tayfun schweigt eine Weile nachdenklich. “Ich… verstehe.“
    “Wie gesagt, das ist nichts negatives, wenn ihr nur wieder in eure Welt kommt, müsst ihr darauf achten, dass ihr wieder eurer menschliches Verhalten wieder annimmt und nicht zu einem Pokémon werdet. Wenn noch etwas Zeit hier vergeht, werdet ihr nämlich beides sein. 50%Mensch und 50% Pokémon, aber das wisst ihr ja. Ich… wollte euch das nur sagen.“ Ich nicke wieder dankbar.
    “Also, Takenaa, mach dir keine Sorgen. Du kannst jederzeit zu mir kommen, solltest du wieder Rat brauchen.“Mit diesen Worten geht er wieder.
    Auf einmal sieht auch Tayfun nicht mehr so hilfsbereit aus, wie gerade eben. Sie ist ziemlich in sich versunken. Für mich ist das nichts neues, dass ich anders bin, aber Tayfun schon… “Das wird. Mach dir bitte keinen Kopf.“ Ich frage mich, was wohl aus mir wird, wenn ich wieder zurückkehre…

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    Kapitel 94: Frustration

    Lou

    Auf einmal hören wir Kampfgeräusche. “Was ist da los?“ Caesy kommt und erstattet Bericht. “Boeys Leute sind hier. Sie greifen unseren kleinen Außenposten an.“
    “Aber sie sollten doch erst in den Süden vorstoßen. Was machen sie hier?“
    “Na ja… Es sind nur wenige Späher. Ein kleiner Trupp, aber sie haben uns gefunden. Wenn Boey weiß, wo wir sind...“
    “Klar. Danke, Caesy. Nun, Teona, du bist hier der Taktiker.“
    “Was fragst du? Natürlich müssen wir eingreifen. Wir dürfen sie nicht einfach hier rein lassen. Wir müssen antworten. Der Rest räumt hier auf. Nach dem Kampf müssen wir sofort aufbrechen.
    “Das heißt, du bleibst hier, oder wer organisiert das hier?“
    “Ich kann nicht überall sein, Lou. Also: Ich organisiere unsere Evakuierung.“ Ich schaue sie eine Weile an, ohne etwas zu sagen. Natürlich kann ich verstehen, wenn sie hier alles selbst beobachten möchte, aber da draußen halte ich sie persönlich für besser aufgehoben, aber ich lasse sie mal machen. “Wir sehen uns dann nachher.“, sage ich, während ich weggehe und mir einen kleinen Verstärkungstrupp zusammenstellen darf. Die brauchen sicherlich schnell unsere Hilfe, aber sicher mehr als nur eine Person. Und wen Teona hier behalten möchte, hat sie auch nicht gesagt. Ach, ich hole mir einfach jeden, den ich auftreiben kann. Je schneller wir dort fertig sind, desto schneller können wir hier helfen. Aber was machen wir dann? Hat Teona dafür auch schon einen Plan? Weiß sie, wo wir hinkönnten?
    “Lou, da bist du ja!“ Silber kommt auf mich zu.
    “Ich weiß, dass wir angegriffen werden. Komm, Silber. Wir sollten uns aufmachen, ihnen schnell zu helfen.“ Silber reicht schon. Er ist fast eine Ein-Mann Armee, so viel traue ich ihm zu. Neulig habe auch ich ein neues Amulett bekommen, bei welchem es sich um mein leibes kleines Vulpix handelt. Ich bin bereit.

    Serafina

    Vergeblich versuche ich, etwas vom Lager entfernt, wieder Kontakt zu den Magiern aufzunehmen, aber es funktioniert einfach nicht. Ich runzle mir die Stirn und überlege, was ich jetzt machen kann. Es ist niemand hier, der mir so etwas lehren kann. Boey… ach Boey… der kann mir leider auch nicht helfen, auch, wenn er mir ein paar gute Tipps gegeben hat, aber wer weiß, ob er meine Stärke nicht doch für irgendwas benutzen wollte. Da bin ich doch froh, dass ich ihm noch einmal entkommen bin.
    “Du bist Serafina, richtig?“, fragt mich jemand. Ich schaue in die Richtung, aus der die Stimme kam.
    “Wer will das wissen?“
    “Shadow nennt man mich. Wir hatten noch nicht das Vergnügen.“ Er kommt aus den Schatten der Bäume hervor.
    “Nein, tatsächlich nicht. Ehm… gibt es etwas bestimmtes?“, frage ich ihn. Er reibt sich kurz die Augen. “Ich sollte sagen, dass unser Lager angegriffen wird. Boeys Leute haben uns gefunden und Teona hat gesagt, dass wir verschwinden, sobald sich eine Gelegenheit gibt. Deshalb sollst du im Lager deine Sachen zusammenpacken. Dein Zelt und so, du weißt schon. Also...“
    “Danke. Ehm… Shadow? So war doch dein… Name?“ frage ich etwas verwundert, da der Name Shadow eigentlich seltsam ist. Warum sollte sich jemand Shadow nennen? Tayfun kann ich verstehen, weshalb ihr Vater sie so nannte. Mein Name… ach, weiß nicht. Ich wurde irgendwann so genannt. “Richtig.“, sagt er mit erhobenen Schulterblick.
    “Nun… ehm… ach, egal. Danke.“ Ich weiß nicht was ich wollte. Er lächelt kurz und geht dann. Ich bleibe kurz etwas verdutzt stehen. Was wollte ich? In letzter Zeit bin ich sowieso etwas verwirrt, besser ich tue das, was von mir verlangt wird… dann sehe ich weiter. Wenn die Magier etwas von mir wollen, dann werden sie sich an mich wenden. Sicher wacht Mutter Cogika über mich.

    Tayfun

    Endlich kommt auch mal Lou. Und sie hat Silber mitgebracht. Gut. Clive hatte wirklich Recht. Ich fand es anfangs etwas gruselig zu hören, aber im Endeffekt ist es nicht so schlimm, dass wir etwas mehr zu einem Pokémon werden. Ich habe bessere Sinne bekommen und habe den Angriff ziemlich früh schon wahrgenommen und eilte sofort zur Hilfe. Es sind an die 15 Leute, die hier angreifen. Niemand wirklich, den ich kenne. Die Rüpel verschiedenster Teams. Dass die auf einmal zusammenarbeiten könne, wundert mich schon echt. Ständig sagen sie so etwas wie: Freiheit, oder Bestimmungsrecht. Jedenfalls sind das so häufige Wörter in ihren Sätzen. Anscheinend gehen die immer noch davon aus, dass Clive sie zurückdrängen möchte und jegliche Veränderungen einstellen möchte.Ich kann nicht sagen, dass das gut ist, aber besser bleibt alles so, wie es ist, als dass alles zerstört wird. Ich wünschte, dass Vater hier sein würde. Es würde ihn mit Stolz erfüllen, mich so kämpfen zu sehen. Es würde ihm zeigen, dass ich das Zeug zu einer großen Drachenmeißterhin haben kann. Es ist nur etwas blöd, dass es so eine Situation wie diese ist und was mich am meisten frustriert, ist, dass wir quasi wieder bei 0 anfangen. Vorher war alles irgendwie besser, bevor wir Boey geholfen haben. Ein sicheres Schloss, viele Verbündete und jetzt… Ein kleines Lager und kein Ort der Welt, der sicher ist. Und schuld daran sind nur diese Knallköpfe, die einem unberechenbaren Idioten gehorchen! Dank Lou und Silber schaffen es meine Leute und mir, den Angriff zurückzudrängen. Ich setze mich wieder als Mensch hin. Ich bin fertig. Physisch und Psychisch. Lou setzt sich zu mir. “Die Machtübernahme von Boey ist doch noch gar nicht so lange her. Wieso sollte er so früh hier oben angreifen?“ Ich sammle meine Gedanken und halte meinen Kopf mit meiner rechten Hand, ohne zu ihr zu schauen. Eine Träne kommt an meiner Wange herunter. Urs kommt zu uns.
    “Tay? Ist alles in Ordnung? Bist du verletzt?“ Lou antwortet für mich:
    “Ihr geht es gut. Es… es ist nur etwas… überraschend das alles und nicht so leicht zu verarbeiten.“
    “Aber momentan ist Boey doch im Süden? Was hat er jetzt vor? Wieso greift er ausgerechnet uns an, oder warum sucht er nach uns?“ ich starre weiter ins Leere. “:.. Er will es zu Ende bringen.“

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    Kapitel 95: Ein Neuanfang

    Takenaa

    Seit wir hierher gekommen sind… hat sich so viel verändert. Ich träumte schon immer, mit so vielen gleichaltrigen Leuten mal unterwegs zu sein und etwas zu erleben. Eine Reise nach irgendwo ohne richtiges Ziel. Ich mochte es früher immer, wenn wir auf eine Klassenfahrt fuhren. Mit Freunden zusammen zu sein, sich viel zu erzählen und zu lachen. Auch heute sehe ich so etwas in der Art. Wir reisen zusammen und unternehmen viel gemeinsam. Aber man sieht auf dem nächsten Blick sofort, was in den Köpfen der anderen vor sich geht. Manchmal ist es Traurigkeit. Verzweiflung, Leiden und Trübseligkeit. Alle wollen, dass es nur noch endet. Es fühlt sich wie ein ewiger Albtraum an, in den wir hineingezogen wurden und in diesem andere Personen wurden.
    Ich selber wusste nie, dass ich jemals in der Lage wäre, so etwas zu tun, was ich alles tat. Ich habe viel gekämpft, viel verloren. Darunter auch mich selbst. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nicht mehr den, der ich war, als ich hierher kam.
    Ich erkenne den Blick nicht mehr wieder, der mir einst so vertraut war. Ich halte meine fremde Hand an den Spiegel und schaue ihr nach, ohne wirklich zu realisieren, was passierte. Dann schaute ich wieder die fremde Person im Spiegel an und musste mich mit ihr vertraut machen, da sie nun ein Teil von mir ist. Mein Körper wird am Mittelkörper violett. Meine untere Gesichtshälfte blass und meine Augen bekommen rote Streifen.
    Ich musste akzeptieren, dass sich gewisse Dinge verändern. Nicht nur durch die Zeit. Unsere Ankunft in diesem Reich mag schon mehr als ein halbes Jahr her sein, wenn nicht schon fast ein ganzes, so genau weiß ich das nicht. Ich verliere hier schnell die Zeit aus den Augen.
    Oft frage ich mich, was wohl gerade in unserer Welt geschehen mag? Was tun die Menschen und Pokémon? Oder ist das nur ein Traum? Manchmal glaube ich ja, dass das nur ein Traum sein kann, aber es fühlt sich so real an.
    Ich weiß leider, dass ich nicht zuhause noch im Bett liege und vergessen habe, auszustehen. Ich wende mich vom Spiegel und sehe noch einmal zur Person hinter dem Spiegel. Dann verlasse ich das Zimmer, das mich einst noch mit meiner Vergangenheit verband. Ich gehe in die Welt raus, die noch mehr Veränderungen, als ich durchgemacht hat. Eine finstere Welt, die ewig dem Abend zuwinkt.
    Der kühle Wind, der von der goldenen Sonne wegweht, direkt mir entgegen weiter zum Unendlichen. Ich vernehme ihn sanft auf meiner zierlichen Haut. Beim vorbeifliegen höre ich eine Stimme. Eine Stimme, die im Wind weht, mich doch zuvor noch umkreist, wie ein sanfter Sturm, der mich umgibt. Er weht in meine Augen und ich habe kurz das Gefühl, dass meine Mutter vor mir steht. Neben der Sonne und mich anlächelt. Dann sieht sie zur Sonne. “Sie ist wunderschön. Egal, wie sehr man auch versucht, ihr Ebenbild zu erzeugen, wird es niemals die selbe sein. Liebes, so lange dich die Sonne umkreist, kannst du dir sicher sein, dass es da draußen noch etwas für dich zu tun gibt.“ Ich fühle mich vom Wind erstarrt. Ich kann mich weder rühren, noch etwas sagen. Der Wind weht ein Licht zu mir hin. Es bleibt vor mir und wie von jemand anderen gesteuert, nimmt sich meine Hand den Gegenstand. “Das wird euch weiterhelfen. Mach es gut, mein Kind.“ Mit diesen Worten lässt er Wind nach und auch die Illusion meiner Mutter verschwindet, aber ihr Leuchten bleibt. Es ist aber statt eines Gegenstandes ein Eigenleben zu sein. Es macht sich selbstständig und führt mich zu einem Ort. Ohne wegzuschauen folge ich ihm, egal, wo es mich hinführen wird, ich darf es nur nicht aus den Augen verlieren. Ich weiß auch nicht, was das gerade eben war, ob es nur eine Wunschvorstellung war, Einbildung, oder wirklich irgendeine Macht, die die Form meiner Mutter angenommen hat. Das Licht führt mich weiter einen Pass entlang in eine Höhle. Sie ist nicht groß und auch nur sehr dunkel, doch das Leuchten leuchtet, wie eine helle Fackel. An einer Stelle bleibt es einfach stehen und erwartet, dass ich weitergehe. Die Höhle geht aber auch nicht mehr lange. Sie war nicht lang und hat auch nur noch einen Raum. Nicht gerade groß, aber mit einem Gegenstand in der Mitte der Kreisform.
    Ich beuge mich zu ihm hinunter und berühre ihn. Er fängt an, zu leuchten, wobei ich auch sehe, dass es sich um eine Art, Schatulle handelt. Sie fängt an, zu wackeln und öffnet sich. Es befinden sich sechs Amulette drin, aber etwas scheint zu fehlen. An jedem. Ich nehme sie. Im Moment, als ich sie nahm, spürte ich allerdings keine Verbindung, als wären diese Amulette leer. Ich nehme an, das ist es, was ihnen fehlt. Ein Pokémon. Ich sehe mir eins an. Diese Amulette haben auch ein Seil, dass man sie um den Hals tun kann. Im Moment, in dem ich es mustere, wird es von schwarz zu gelb. Bei dem Rest passiert aber nichts. Die müssen wohl für andere bestimmt sein. Ich blicke zurück zum Licht. Es schwebt noch immer da und will, dass ich nun wieder aus der Höhle gehe. Ich weiß nicht, woher ich das immer weiß, aber es ist ein ziemlich sicheres Gefühl.
    Ich gehe aus der Höhle raus und sehe hoch. Die Dämmerung ist vorbei und der Tag hat begonnen. Ich blicke noch einmal auf die restlichen fünf Amulette, die noch keinerlei Reaktion gezeigt haben. Dann blicke ich frohen Mutes voraus und schreite los.

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    Kapitel 96: Neue Amulette

    Jim

    “So, da wären wir.“, sagt Clive, nachdem wir die Spitze eines Berges neben unserem neuen Lager erklommen haben. Ich habe nur Clive draußen gesehen und fragte ihn, wohin er wolle. Hier rauf. Also dachte ich, etwas Bewegung tut doch sicher gut und von da oben hat man sicher eine gute Übersicht. Lustigerweise sind Takenaa bis Teona auch alle mitgekommen. Niemand hatte wirklich irgendeinen Grund oder Plan, was er hier oben wolle. Es wollte nur einfach jeder mitkommen. Clive bleibt in der Mitte der Kuppe stehen und legt etwas auf den Boden. Ich wusste es. Irgendwas hat er doch vorgehabt. Es gibt einen kleinen Erdrutsch, doch anstatt den Berg runterzurutschen formen sich eher 5 Steine um die Kuppe herum zu einem Kreis. “Es funktioniert.“, ruft Clive.
    “Was funktioniert? Könntest du etwas deutlicher sein, Clive?“ Er steht auf. “Ach… ich habe nichts besonderes gemacht. Besonders ist, was jetzt passieren wird. Ich hoffe, dass es klappt. Seht zu, ihr werdet Zeuge eines seltenen Schauspiels.“ Die Gegenstände die er auf den Boden gelegt hat… es sind Amulette, das habe ich so im Gefühl. Sie fangen an, zu leuchten und von sich selbst aus zu schweben. “Was passiert da?“, fragt Lou, bereit für alles.
    “Lasst euch überraschen.“
    Ich schaue mir das genauer an, was da passiert. Die Amulette scheinen sich zu jeweils einem Stein zu richten. Dann zischen sie auf einmal los und eins reißt mich mit, während es auf einen Stein zufliegt. Doch weniger spüre ich die Kollision. Mehr schießen mir irgendwelche Bilder durch den Kopf. Eher kleine Szenen, kleine Ausschnitte aus der Sicht von irgendetwas. Es bewegt sich mit einer wahnsinns Geschwindigkeit durch eine Art Gestrüpp, einen Wald oder sowas. Das Bild war nur einen kurzen Moment da, doch ich fühlte mich für diesen Moment in dem Körper dieses Wesens. Ein Stein mit 4 Rissen. Und ein Waldbrannt. Dann sehe ich länger und klarer auf einen Hain. Dann erlöschen die Visionen und ich bin wieder in der Realität und am Stein gebunden. Jetzt nicht mit einem Seil oder sowas, aber ich bin wie magnetisch angezogen von dem grün schimmernden Stein. Auch den anderen scheint es nicht besser zu gehen. Außer Takenaa, die das ganze nur überrascht mitansieht und überhaupt nicht weiß, was sie tun soll. “Clive… was ist das?“, frage ich laut.
    “Nur ein kurzer Einblick. Ihr solltet euch jeden Moment wieder bewegen können. Ich werde euch…. Nein. Jemand anders wird euch erklären, was das war.“ Wie auf Kommando kommt Conway angerannt und stellt in der Mitte etwas auf, das wie eine Art Teleporter aussieht, den man auch in den Verstecken von Untergrund-Organisationen findet. “Ignoriert mich einfach. Bin gleich fertig. Hoffen wir mal, dass das wirklich klappt, was du mir da diktiert hast, Clive.“, sagt er zu Clive Irgendwie wundert es mich nicht, dass Clive wusste, was passiert. Der Stein lässt mich auch endlich mal los. Ich lockere meine Muskeln. Es war nicht angenehm, steif da am Stein zu kleben. Währenddessen hat Conway seinen Laptop an dem Ding angeschlossen und klappert da jetzt etwas herum. “Okay. Das sollte jetzt klappen.“
    Ich hasse es, wenn etwas in unmittelbarer Nähe passiert, von dem ich nicht weiß, was da passiert, nicht gesagt wird, was das soll und ich nur zusehen kann. Das Gerät, das Conway aufgestellt hat, fängt an, zu Blitzen. Er selber scheint jetzt sehr unsicher zu werden. “Cliiiiive?“, fragt er hektisch.
    “Abschalten! Sofort.“, befiehlt er. Conway versucht sein bestes, aber seine Tasten knistern vor Elektrizität und er verliert völlig die Kontrolle. “DAS DING ÜBERHITZT!“
    “Conway, was tust du da?“, fragt Lou.
    “Ich glaube, wir sollten jetzt Abstand nehmen, oder?“, fragt Teona vorsichtig.
    “Du fragst noch? Komm, Conway! Weg da!“
    Im nächsten Moment löst das Gerät eine Staubwolke aus, die mit einem heftigen Wind zu uns pustet und die komplette Sicht versperrt.
    Als sie vorüber ist und ich wage, die Augen wieder zu öffnen, sind wir ganz woanders. Wir, ohne Clive und Conway. Ich weiß nicht, wo sie sind. Wir sind… ich weiß nicht, wo. Eine riesen Säule, umgeben vom dunkeln Nebel, der 20 Meter um sie herumkreist. Unten ist eine bodenlose Schlucht. Dort, wo das Gerät stand, ist jetzt jemand. Irgendjemand in einer weißen Kutte. Die Person hat auch ein Leuchten, welches verhindert, dass man irgendwas an ihr richtig erkennen kann. “Ah. Ihr seid also diese Auserwählten, die noch in aller Munde sind? Schauen wir mal.“, sagt sie in einer Stimme, die ich keinem Geschlecht zuordnen kann, aber doch menschlich klingt.

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    Kapitel 97: Das Geheimnis der Amulette bleibt ein Geheimnis

    Teona

    “Ich hasse es, von einer Situation in die nächste geschmissen zu werden, ohne zu wissen, was passiert!“, beschwert sich Lou. Wir haben einen Kreis um diese Person gemacht.
    Jetzt sind wir auf einer Plattform, die nicht viel in Sachen Entkommen verspricht.
    “Clive wollte mich zu euch schicken, aber ich habe euch zu mir geschickt. Mehr ist es nicht.“, sagt die Person, als wäre es eine Erklärung.
    “Und wer genau Sind Sie? Warum muss eine Konversation so schwer hinzubekommen sein? Sind Sie überhaupt in dieser Welt?“
    “Nun irgendwie bin ich in eurer Welt. Irgendwie auch nicht. Ich bin weder Mensch noch Senshin. Aber ich habe nicht die Pforte geöffnet, um sowas mit euch zu besprechen.“ Während er spricht sieht er zu jeden mal hinüber.
    “Es geht um die Zukunft von Valaya und das dieser Konflikt seine Rettung oder seinen Untergang beführen kann.“
    “Und Sie können uns sagen, was wir tun müssen?“, fragt Tayfun.
    “Ja und nein. Letztendlich liegt es an euch, was ihr macht. Ich kann euch nur bei dem, was ihr vorhabt zu helfen, indem ich euch Hinweise zu den Amuletten gebe, die ihr gerade alle erhalten habt.“ Takenaa fällt ihm ins Wort.
    “Waren Sie es etwa, die mir diese Illusionen geschickt haben? Oder...“ Ich habe leider keine Ahnung, was sie auf einmal bedrückt. So ausführlich war Takenaa nicht mit ihrem Bericht.
    “Ja….Und nein. Ich habe dir lediglich den Weg zur Höhle gewiesen und dir erlaubt, die Truhe zu öffnen. In welchen du dann die Amulette gefunden hast. Seht sie euch bitte kurz an.“ Jeder, auch ich, kramt sein Amulett hervor. Braun und etwas grün. Aber nur leicht grün. “Euch sollte aufgefallen sein, dass sie nicht komplett sind und das ist auch der Grund, weshalb sie erst grau waren, bevor ihr sie berührt habt. Ihre Verfärbung zeigt, dass sie zu euch gehören, allerdings sind sie bis jetzt noch relativ wertlos. Erst, wenn ihr das entsprechende Gegenstück gefunden habt, solltet ihr in der Lage sein, euch in ein starkes Pokémon zu verwandeln. Ob temporär oder dauerhaft liegt bei euch.“
    “Können Sie uns sagen, wo wir diese Gegenstücke finden können?“
    Die Person lässt sich etwas Zeit mit einer Antwort. “Ehrlich gesagt… ich weiß es nicht. Das müsst ihr herausfinden. Ich konnte euch nur die Amulette geben.“
    “Ehrlich nicht?“, fragt Lou.
    “Nein. Das müsst ihr herausfinden.“
    “Aber Valaya ist groß und wir sind momentan nicht mal in der Lage uns gerade mal irgendwo umzusehen.“. Da hat Takenaa leider recht.
    “Ihr werdet es wissen, wenn euer Pokémon in der Nähe ist, soviel kann ich euch sagen.“
    Jim verschränkt die Arme. “Besonders viele Informationen zu geben ist nicht gerade Ihre Stärke, oder?“
    “Jim!“, ermahne ich ihn.
    “Mehr kann ich nicht sagen, da ich nicht mehr sagen kann. Genau so könntet ihr mich fragen, wo Boey sich momentan aufhält, oder warum er plötzlich so verrückt geworden ist. Alles hat seine Geheimnisse, die es nicht jedem mitteilt, aber wenn ihr wirklich wollt zu erfahren, was hinter dem Geheimnis liegt, werdet ihr auch eine Lösung finden. Genau so wie ihr entscheiden werdet, was ihr in Zukunft tun werdet, um Valaya ins Chaos zu stürzen, es zu retten, oder praktisch nichts zu machen. Es liegt alles in eurer Hand.“
    “Aber eine Frage habe ich noch. Sie sagten vorhin etwas von Auserwählten. Meinen Sie damit uns? Und dann… zu was wurden wir auserwählt?“
    “Das kann ich euch nicht sagen, da ich nicht mal weiß, ob ihr wirklich die richtigen seid. Wenn es euch gelungen ist, eure Amulette zu vervollständigen, seid ihr Auserwählte. Und zwar die, von denen ich die ganze Zeit rede. Die, die die Zukunft von Valaya gestalten. Aber schauen wir mal, ich gehe nur davon aus. Deshalb erzähle ich euch das alles.“
    “Es ist als so eine Art Prüfung?“
    “Eine Art Prüfung genau. Die Amulette habt ihr jetzt erhalten. Mehr kann ich nicht für euch tun, der Rest liegt in eurer Hand.“
    “Eine Frage noch, bevor Ihr geht… wie können wir zu euch Kontakt aufnehmen, wenn wir noch einmal mit Euch sprechen wollen?“ Diese Frage verstehe ich nicht ganz.
    “Wenn ihr mit mir Kontakt aufnehmen wollt, seid ihr auf dem völlig falschen Dampfer. Wenn, dann nehme ich mit euch Kontakt auf. Und wenn es brenzlig wird… versucht euer Glück. Den ehrgeizigsten von euch wird es gelingen. Noch ein letzter Rat: Wenn ihr die Auserwählten seid, dann steht eurem Erfolg nur euer Wille im Weg. Wenn ihr daran glaubt, dass ihr Erfolg haben werdet, dann wird es auch geschehen. Deshalb passt auch gut auf, was ihr wollt, sonst ist es hinterher das Falsche.“
    Großes Schweigen bei uns. Da hat er Recht. Wenn wir etwas tun, was wir meinen, ist gut, kann sehr böse enden… wenn wir denn die Auserwählen sind.
    “Nun denn, ich vertrau auf euch, dass ihr die Antworten finden wird, nach denen ihr sucht. Viel Erfolg.“ Der Nebel wird immer Dichter, bis wir wieder da sind, wo wir vorher waren.
    “… Ihr seid zurück. Wollt ihr berichten?“, fragt Clive.

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    Kapitel 98: Auf ein Neues

    Shadow

    “Clive. Gut, dass du da bist. Hier sind vor ein paar Minuten Räuber aufgetaucht.“, begrüße ich Clive, nachdem er und die anderen von ihrer Expedition zurückgekommen sind.
    “Räuber? Hier treiben sich Räuber rum? Das wäre mir neu.“ Ganz genau kann ich es leider nicht erklären. N-nun, wir nehmen an, dass es welche waren. Es waren nicht viele. Man hat drei gezählt.“ Mehrere währen aber auch aufgefallen. Von daher eine gute Anzahl. “Als wir sie aufhalten wollten, haben sie uns mit irgendwas beworfen und als wir gerade nicht hinsahen, waren sie weg. Hinterher… hat sich nur herausgestellt, dass es Kronkorken waren.“ Ich gebe Clive einen und er mustert ihn.
    “Ein Kronkorken, ja? Interessant. Von dieben, die mit Kronkorken um sich werfen habe ich tatsächlich noch nie gehört. Was wurde gestohlen?“, fragt er wieder zu mir gerichtet. Ich streiche mir nebensächlich über den Nacken, aufgrund meines Unwissens und sehe ihm nicht direkt in die Augen. “Nichts dramatisches, denke ich. Keine Privateigentümer, noch sonst was. Die Amulette sind auch noch alle da. Die Vorräte sind auch ungerührt. Wir haben sie im technischen Labor gefunden. Keine Ahnung, was sie da gemacht haben. Keine Viren. Es wurde auch nichts kopiert und an geheime Daten sind sie auch nicht gekommen. Es fehlt lediglich ein Kabel.“ Ich schaue ihn an und hoffe, dass er mehr dazu sagen kann. Er sieht stark nachdenkend ins Leere. “Sie waren also nach etwas her und hatten einen klaren Plan. Das waren keine gewöhnlichen Räuber. Das waren Boeys Leute. Und es gefällt mir alles überhaupt nicht. Wenn wir verhindern wollen, dass er die Welt ins völlige Chaos stürzt, müssen wir endlich aktiv werden. Er weiß eh, wo wir sind, egal, ob wir unseren Standort ändern.. Tayfun schaltet sich hinter ihm ein.
    “Also… greifen wir ihn direkt an? Mit dem Bisschen, was wir haben?“
    Clive schaut sie direkt an. “Nein und nein. Ich verrat dich mal was: Wenn du erfolgreich sein willst musst du deinen Gegner kennen und aus deinen Fehlern lernen. Steht zwar beides nicht im Zusammenhang, sind aber dennoch zwei der wichtigsten Herangehensweisen. Serafina, wiederhole bitte noch einmal, weshalb niemand bemerkt hat, dass jemand unser Lager infiltriert hat.“, fordert er Serafina auf einmal auf. Sein Gedankengang erschließt sich mir jetzt auch. “… Ehm… Weil sie so wenig waren?“, fragt sie vorsichtig.
    Lou klatscht sich mit einer Faust in eine flache Hand.
    “Ist doch klar, was er meint. Wir sind in dem Fall die kleinere Gruppe und kommen so quasi unbemerkt in Boeys Reihen.“, sie läuft etwas rum, während sie redet. “Wenn wir von dort aus noch schlimmere Schäden anrichten könnten, als diese Kerle bei uns...können wir sicherlich für viel Chaos sorgen.“
    Tayfun nickt. “Ich war auch einige Zeit bei ihm. Viele Leute zu führen liegt ihm nicht.“ Clive unterbricht sie kurz lachend.
    “Das lag ihm nie.“
    “Er hat sich immer auf die Untergruppen verlassen. Im Prinzip ist Boey gar nicht in der Übermacht. Seine Stärke kommt aufgrund der Anzahl seiner Gruppen, die allerdings eigenständig agieren, wenn es kein Großauftrag ist.“ Serafina äußert sich zu Tayfun: “Ja, du hast Recht. Ich war ja bei dir. Und… ich habe ja von einigen echt schlimmen Leuten gehört, die unter ihm arbeiten, aber nie besonders viel für andere Menschen übrig hatten. Solche Leute wie...“
    Teona fällt Serafina ins Wort: “Kurzrum: Wir sind mit unserer Einheit im Vorteil.“
    Clive nickt. “Ich sehe. Langsam werdet ihr auch gut selbstständig. Aber lasst euch noch eins gesagt sein: Auch, wenn seine Leute getrennt sind, so sind nicht alle Menschen von Natur aus Böse. Ich bin mir sicher, mindestens die Hälfte weiß gar nicht mal, dass er verrückt geworden ist, oder was auch immer. Wir könnten unnötigen Kämpfen aus dem Weg gehen und vielleicht neue wertvolle Verbündete gewinnen.“
    “Auf dass wir diesen Konflikt endlich beenden...“, seufzt Serafina.
    Pan steht auf einmal wie aus dem Nichts neben mir. “Das wird sicher lustig… Auch, wenn ich das Ganze noch nicht so ganz verstehe… aber Boey ist der Böse ja? Und der Rest sind Freunde… alles Klar.“
    “So kann man es jetzt zusammenfassen. Dann wäre das ja jetzt eine beschlossende Sache. Wollen wir´s angehen?“

    7
    Kapitel 99: Eigene Wege

    Takenaa

    “Hier steckst du also, Jim. Wir haben uns schon gefragt, wo du steckst.“, erkläre ich Jim, nachdem ich ihn am Fluss gefunden haben, an dessen Nähe wir unser Camp aufgeschlagen hatten. “Kommst du? Wir wollten jetzt los. Dein Zeug hast du ja schon, wie ich sehe.“ Ich merke, wie sein Blick auf die andere Uferseite nicht zu mir schweift und sich sein nachdenklicher, eher traurig angehauchter Blick nicht verändert. “Was ist los?“, frage ich vorsichtig.
    “Hör mal… ihr… kommt doch sicher auch… eine Zeit lang… ohne mich zurecht, oder?“, fragt er auf einmal etwas zögerlich.
    “Was soll denn diese Frage?“, frage ich überrascht. “Wir sollten vor allem jetzt am Besten zusammenbleiben, jetzt, wo es nirgends wirklich sicher ist.“ Er schüttelt nur den Kopf.
    “Je größer die Gruppe ist, desto mehr fällt sie auf. Aber das ist nicht mein Punkt. Seit… seit wir aus Clives Schloss entflohen sind… und vor allem jetzt, wo wir diese seltsamen Amulette bekommen haben, habe ich das Gefühl… dass sich mein Weg wo anders lang bahnt. Ich erwarte nicht, dass du das verstehst. Ich möchte einfach nicht noch einmal wie ein bekloppter auf einer Seite stehen und den anderen so viel angreifen, wie es geht. Ich möchte meinen eigenen Weg gehen. Über vieles nachdenken und versuchen, zu verstehen.“ Ich schaue ruhig zu ihm herab, wie er da am Flussrand sitzt.
    “Ist das auch der Grund, weshalb du vorhin so stumm warst? Du bist der einzige, der so viel Zeit mit Boey verbracht hat und nichts gesagt hast. Du hättest so viel sagen können, hast aber nichts gesagt.“
    “Das stimmt doch gar nicht. Ihr habt noch so Leute wie N. Außerdem kennen Beobachter wie Conway Boey in manchen Sachen wie Taktiken besser als ich. Ich war, wie ihr gesagt habt, ein Teil einer eigenständigen Gruppe und es ist mir einfach nie aufgefallen. Ich möchte einfach nicht, dass sich bestimmte Ereignisse wiederholen, deshalb gehe ich. Versteh mich jetzt nicht falsch, ich möchte nicht feige vor irgendetwas weglaufen, aber so lange ich noch diese Zweifel und Uneinigkeit in mir habe, werde ich euch im Kampf kaum eine Hilfe sein.“
    “Ist doch nicht schlimm. Wir können sicher alle Rücksicht auf dich nehmen und du musst ja auch nicht kämpfen.“ Er steht auf.
    “Danke für das Angebot. Aber ich muss da jetzt für eine Weile alleine durch. Nun, nicht völlig alleine. Meine Pokémon nehme ich mit mir. Außerdem… weiß ich nicht, ob ich so darauf brenne, von ehemaligen Freunden...“ Jemand unterbricht uns. “Schon verstanden.“ Angie sitzt auf dem Ast eines Baumes. “Ich finde, wir können ihn gehen lassen.“
    “Angie! Wie lange sitzt du da denn schon?
    “Schon eine Weile.“
    “Und da kommst du nicht auf die Idee, uns Bescheid zu geben?“, frage ich empört.
    “Weil ich ihn verstehe.“ Sie springt vom Ast und landet vor Takenaa. “Hör mal, du kannst nicht glauben, andere aus Logik zu überreden. Natürlich ist es Schwachsinn, wie du sagst, aber...“
    “Schon gut, Angie. Sie meint es ja nur gut.“, hält Jim sie ruhig zurück.
    Takenaa blickt etwas traurig in die Bäume. “Vielleicht, weil ich aber auch ein Egoist bin. Ich mag es nicht, wenn wir uns jetzt schon wieder trennen. Vor allem jetzt, wo wir alle ein bestimmtes Ziel haben.“
    “Du machst nichts falsch, Takenaa.“. Jetzt kommt Clive auf einmal noch dazu. “Keine Sorge, ich bin gerade erst gekommen und… habe schon die ersten Worte vernommen.“ Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es wird einen Moment geschwiegen. “Alles klar, Jim. Ich kann dich verstehen. Dich zwar auch, Takenaa, aber… jeder weiß am Besten, wie er uns helfen kann. Und wenn er meint, dass er kurz etwas Abstand braucht… und Boey….
    “Ja. Ich… gebe mich nicht mit dem Ende zufrieden. Clive, wenn ich dir glauben kann, dann war er nie immer der Bösewicht, der er jetzt ist. Ich glaube nicht, dass er wirklich das ist, was er uns glauben lassen wollte.“
    “Dann finde es heraus.“
    “Aber… wir können dann auch nichts mehr für dich tun. Du… du wirst auf dich alleine gestellt sein, das ist dir bewusst?“, frage ich ihn noch einmal.
    “Keine Bange. Ich passe auf ihn hier auf.“, sagt Angie auf einmal. Ich sehe sie überraschend an. “Du jetzt auch, Angie?“
    Sie sieht etwas in den Wald. “Na ja, seit ich hier bin, sind wir immer und immer wieder aufeinander gestoßen. Jim zu besiegen hat mich immer wieder ans Kämpfen gebracht. Ich sage mal so, mir würde etwas fehlen.“ Dann zieht sie mich ruckartig nah an sie heran und sie flüstert mir zu: “Und jetzt bekomme das ja nicht in den falschen Hals!“ Sie lässt mich wieder los und ich richte meine Klamotten wieder. Bevor ich es denken konnte. Clive ist und bleibt die Ruhe in Person. “Wenn du willst. Ich bin mir sicher, dass ihr, wenn ihr zusammen reist, stets stärker werdet und vor allem lernt, mit Problemen klar zu kommen.“
    “Was soll das heißen, Clive?“
    “Es ist nicht auszuschließen, dass ihr stets getrennter Meinungen sein werdet. Ihr sollt nur keine schrecklichen Fehler begehen, ich weiß, wie schnell du hochgehen kannst und unbedacht handelst. Und das meine ich ernst. Das selbe gilt für dich, Jim.“ Beide schweigen. Es ist offensichtlich, was Clive meint. “Nun, Takenaa. Wir gehen jetzt zurück zu den anderen.“, sagt er und geht. “Komm.“
    Ich schaue noch einmal zu Jim und Angie. “Seid… seid ihr euch da sicher?“
    “Ich habe es dir erklärt. Du brauchst dir aber keine Sorgen zu machen. Euch kann nichts geschehen und wenn, wisst ihr, dass wir noch immer da draußen sind und etwas machen können, okay? Das selbe gilt natürlich auch umgekehrt.“
    Ich sehe ihn direkt an. “Ja… danke. Viel Glück.“, sage ich, bevor ich dann auch gehe und noch einmal zurücksehne. Ob wir uns wiedersehen werden? Trauer. Ich möchte nicht noch mehr Leute verlieren… Sie werden es schaffen. Genau so wie wir, dessen bin ich überzeugt.

    8
    Kapitel 100: Auftakt: Es geht weiter!

    Die Gruppe beschloss, sich nicht mehr länger zu verstecken, sondern zu handeln. Sie verließen die Wälder, die ihnen Schutz boten und zogen gen Süden, wo sie schon Boeys ersten Außenposten trafen.

    Lou
    “Da.“ Ich deute nach vorne.
    “Ist das...“ Urs schaut auf die violette Flagge mit einem schwarzen Blitz.
    “Boey´s Flagge. Ja. Er scheint sie jetzt endlich gemacht zu haben.“, antwortet Blau. “Das heißt, das dort vorne ist eine seiner Basen. Hehe. Kommt, das machen wir doch mit Links.“

    “Sire, Sire! Eilmeldung! Clive uns seine Widerstandsbewegung wurde gesichtet!“
    “Werden sie jetzt aktiv? Nun gut. Schickt einen Boten los, der die anderen Lager warnen soll. Alle Garnisonen sollen wissen, dass er zurückgekehrt ist. Und wir kümmern uns so lange um dieses Problemchen hier.“

    “Alles klar! Leute, das muss jetzt schnell passieren! Wenn wir es schaffen, sie zu überwältigen, können wir unbemerkt in Boey Gebiet kommen.“
    Clive sagt ruhig zu mir: “Nichts überstürzen, Lou. Wir müssen die größte Vorsicht walten lassen. Vergiss nicht, wer unser Feind ist.“
    “Irgendwelche ehemaligen Kriminelle?“
    “Vielleicht. Muss nicht sein.“
    “Was willst du damit sagen?“
    “Nichts. Rein gar nichts. Nur, dass du vielleicht in Erwägung ziehen könntest, dass es sich um denkende Wesen handelt, die auch eine Taktik haben. Nicht umsonst hat mich Boey zurückdrängen können. Er hat seine Leute, von denen nicht immer alle einen Hauch von strategischen Denken hatte, relativ gut unter Kontrolle bekommen. Wenn du alle rauf schickst, solltest du immer eine Alternative haben.“ Der Rest ist inzwischen schon längst weg.
    “In diesem Fall sind das wir beide.“, antworte ich ihm. Er nickt.
    “Und was könnte er jetzt wohl vor haben? Jetzt, nachdem wir unsere Deckung aufgegeben haben und seine Befestigung stürmen?“ Er benutzt eine interessante Wortwahl. Stürmen. Als wären wir kaltblütige Barbaren.
    “Sie werden versuchen, zu entkommen?“
    “Und dann?“ Was will er?
    Ich stöhne. “Verstärkung holen.“
    “Und was machen wir in dem Fall?“
    “Warum fragst du mich das ganze Zeug? Als wüsste ich das nicht!“, kommt dann endlich aus mir heraus.
    “Na ja… für mich sieht es nicht so aus, als würdest du genau wissen, was du zu tun hast. Immerhin hast du ja jetzt alle angeordert, hier schnell durchzukommen.“
    Ich schlage mir mit der flachen Hand auf die Stirn. “Komm, Clive. Dann gehen wir an der Festung vorbei und sehen zu, dass hier niemand ungesehen entkommt.“
    Er folgt mir. “Ein letzter Tipp: Viele dieser Befestigungen haben mal mir gehört. Wir kennen viele dieser Gemäuer besser als ihre Innenassen.“
    “Sag mal, was machen wir eigentlich mit den Leuten? Wir können sie ja nicht laufen lassen, noch gefangen halten. Und an weitere Möglichkeiten denke ich gar nicht erst!“ Ich sehe ihn mit einem ernsthaften Blick an.
    Er lacht aber nur. “Keine Bange. Mach dir keine Sorgen. Ich werde dir gleich zeigen, was man mit ihnen macht. Wir müssen sie zunächst nur Kampfunfähig machen und dann versammeln. Ich erledige den Rest. Es wird alles so aussehen, als wären wir nie hier gewesen.“, sagt er wieder lächelnd. Es macht mich etwas stutzig.
    “… Ich vertraue dir, Clive. Aber wehe, du tust ihnen ernsthaft weh. Mit diesen Mitteln werden wir nicht kämpfen.“, verdeutliche ich noch einmals meine Meinung.
    “Schau lieber nach vorne!“ Da läuft jemand aus der Festung.
    “Ein Bote! Der wird uns nicht verpetzten!“ Ich verwandle mich in Aki, mein Fukano und jage diesem Evoli hinterher. Ein Evoli ist natürlich ein guter Läufer, da es in jedem Terrain zurechtkommen kann. Ich jage es mit Flammenrad hinterher. Es fühlt sich als Attacke gar nicht so ungewohnt an. Als ich es das erste Mal einsetzte, dachte ich, ich würde jetzt ewig Purzelbäume machen. Dem war aber nicht so. Es fühlt sich so an, als würde das Feuer mich vor dem Boden schützen und rollt von alleine. Ich halte es nur aufrecht. Dabei ist die Gravitation irgendwie auch vollkommen durcheinander. Es fühlt sich so an, als würde ich in den Flammen liegen. Erst, wenn ich sie erlöschen lasse, merke ich wieder, wo ich bin. Die ersten paar Male lag ich dann auf dem Rücken oder so. Man kriegt ein Gefühl dafür. Mit Flammenwurf sperre ich ihm den Weg ab und das Evoli bremst kurz vor den Flammen ab. Dann schaut es zu mir. Ich stehe in Kampfhaltung zu ihm. Da merkt es schon, welche Chancen es hat, diesen Kampf zu gewinnen und ergibt sich. Ich lächle dem Sieg entgegen. SO machen wir weiter.

    9
    Kapitel 101:

    Pan

    “Pan, dieses Mal bist du dran.“, sagt Lou grade, als sie mich aus meinen Träumen reißt. Ich schaue nach oben und sehe sie an. Ich blinzle nur.
    “Jetzt steh auf.“ Langsam stehe ich vom Rasen auf.
    “Was ist denn los? Mit was bin ich dran? Ich dachte, ich mache meine Pflichten immer...“, frage ich verwundert. Ich habe keine Ahnung, was sie von mir will. Sie mustert mich und antwortet unsicher: “Du sollst heute den Angriff starten, sagt Clive.“ Sie scheint sich also selbst noch nicht so recht sicher zu sein. Was ist hier los? “Na gut...“ Ich reibe mir die Augen und gähne. Dann gehe ich zu dem, der das zu verantworten hat und frage ihm, was er sich dabei denkt.
    “Ach, ganz einfach: Ich kenne dich kaum. Eigentlich sehe ich dich nur während den Kämpfen, was mich etwas unsicher macht, was deine Fähigkeiten angeht.“
    “…“
    “Verstehst du?“
    “… Nein. Nicht wirklich. Also soll ich auf gut Glück… den nächsten Angriff leiten, ja?“
    “Aber du solltest wissen, dass der beste Anführer mit besten Beispiel voran geht. Außerdem will ich sehen, wie du dich so machst.“ Ich verstehe. Weil ich gerne dazu neige, für mich alleine mein Ding zu machen, kaum rede und in meiner Freizeit auch nicht häufig mit den anderen rede oder dergleichen. Ich trainiere mit mir selber und nur manchmal nur mit anderen.
    “Ich weiß nicht, ob deine Leute… jemanden wie mir überhaupt trauen… Immerhin bin ich auch nicht die Sozialste im Lager… tut mir echt leid...“
    “Keine Bange. Ich beobachte euch. Es kann also nichts passieren.“
    “Genau. Dein Ziel ist es auch nur, eine kleine Festung da vorne. Sollte nicht so schwer werden.“, klingt sich Tayfun ein. “Sie scheint nicht schwer bewacht und außerdem weiß noch eh niemand, dass wir überhaupt hier sind. Und du bist doch eine ausgezeichnete Schützin. Was soll denn da schon schief gehen?“
    Ich lächle. “Wenn ihr glaubt, dass ich das schaffe, soll es nicht an mir scheitern.“, ich glaube, ich sollte noch erwähnen, dass ich einen Hang dazu habe, in Fallen zu tappen, selbst, wenn sie nicht für mich gemacht sind oder auch nur über kleine Löcher zu stolpern. Aber nein, ich möchte ihre gute Laune nicht vermiesen, also… denke ich mal, kann es los gehen.
    “Hey, Pan!“, spricht mich Lou an, während ich gehe.
    “Was gibt’s, Chef?“
    “Hör bitte auf, mich Chef zu nennen. Ehm, ach ja, brauchst du keine Amulette oder so?“ Sie hält mir meine Amulette hin. Ich nehme sie an.
    “Oh. Hehe. Ganz vergessen. Hupsi.“ Ich lächle und sie stöhnt nur und hält sich ihre Hand vor die Stirn. Was hat sie denn? War doch nett, dass sie sie mir gegeben hat. “Du solltest wirklich besser vorbereitet sein. Wenn ich dich beraten darf...“ Ich nicke. Sie wartet einen kurzen Moment, als würde sie versuchen, sich zu sammeln. “Also: Ich denke, du hast ja schon einen Späher losgeschickt, um die Festung zu überprüfen. Deiner Kleidung nach bist du eher flink unterwegs, als wirklich auf Verteidigung zu setzen, hab ich nicht recht? Und du hast dir auch schon einen Plan ausgedacht, wie du das Terrain zu deinem Vorteil nutzen kannst?“
    “Heieiei. Das war ja ziemlich viel auf einmal. Also, ich soll einen Späher losschicken? Und ach ja… ach egal, ich trage sowieso keine bestimmte Kampfkleidung. Und das Terrain? Ach, ich hoffe, es ist nicht löchrig…“
    Verdutzt starrt mich Lou an und bleibt abrupt stehen. “Was ist los? Magst du nicht mehr mitkommen?“
    “Es… es ist nichts. Alles okay.“ Sie kommt wieder mit. “Das ist wohl dein erster Einsatz, wie es scheint...“ Ich sage eine Weile nichts. “Ist es nicht so?“, sagt sie nervös. Ich nicke leicht.
    “Ja, klar. Mein erster.“ Sie scheint gemerkt zu haben, dass sich meine Mine etwas geändert hat.
    “Da fällt mir gerade auf, du hast rein generell sehr wenig über deine Vergangenheit gesprochen.“ Ich strecke mich aus beim Gehen.
    “Da gibt’s nicht viel zu erzählen, weißt du? Ich kam wie jeder andere hierher und dann irgendwie in die Wüste. Keine Ahnung so richtig. Ach schau. Ist das die Festung?“ Lou bleibt stehen und duckt sich hinter einem Felsen. Sie zieht mich zu ihr und gibt ein Zeichen nach hinten. Ich flüstere: “Was ist los?“
    “… Es ist seltsam...“ Ich schaue voraus.
    “Was ist denn seltsam? Ach, schau an. Sie haben uns die Tür offen gelassen. Wie nett.“

    10
    Kapitel 102: Ein neuer Feind

    Takeena

    “Das gefällt mir irgendwie nicht. Ich habe jetzt mit Widerstand gerechnet. Aber das ist je komplett wie leergefegt...“, sagt Teona, nachdem wir die Festung betreten haben. Wir, die gute alte Gruppe, die Asuka hierher gebracht hat. Mit Pan, beraten uns grade.
    “Also ich finde es irgendwie nett...“, findet Pan, die einen riesen Auftrag hatte… “Vielleicht haben sie das hier ja schon verlassen.“
    Das ist ein Punkt.“, wirft Tayfun in unsere Runde. Wir sehen sie verwirrt an, aber sie ist alles andere als komisch. Das ist sie meistens nie. Finde ich aber auch nicht so schlimm. Es gibt nicht viele bei uns, auf die man sich so gut verlassen kann. Ich kann meistens leider auch nicht ernst genug bleiben… Hehe. Ich bin mit dem Kopf immer sehr schnell weg. Tayfun erklärt: “Vielleicht planen sie etwas und sammeln sich grade.“
    “Aber für was?“, fragt Serafina aufgeregt.
    Tayfun schaut zu ihr.“Das müssen wir herausfinden und je nach dem mehr oder weniger vorsichtig sein.“
    “Aber wir bleiben jetzt erstmal ruhig.“, unterbricht Lou: “Wenn wir jetzt Panik schieben und auffallen, kann alles schief laufen.“
    “Darauf müssen wir aufpassen, aber wenn wir nicht wissen, wie stark sie hier gerade kontrollieren...“, beginnt Teona, als plötzlich der Boden bebt. Ich klatsche mit den Händen an meine Hangen. Ich hab´s befürchtet...“ Ehe jemand etwas machen kann, senkt sich der Boden und oben fahren sich Gitterstäbe aus. Es dauert schon etwas, ehe man sich verwandelt hat. Pan nimmt die Hände hinter den Kopf, als wäre nichts passiert. Na, für sie ist es ja normal.“Wie billig war das denn? Das ist einer der ältesten Tricks der Welt und wir sind reingelaufen. Ich hab euch ja gesagt, dass ich einen Hang für Fallen habe...“ Jeder schaut sie Ausdruckslos an. Sie war doch nur ehrlich. Oben hört man Gelächer.
    “Wer ist da?“, ruft Urs hinauf.
    “Was kreuzt heute euren Weg, vom Fern´ zum Nahn´?“
    “Ohren auf, ihr werdet es gleich erfah´n!“
    “Wir jagen Raum und Zeit, Legenden, Wunsch und Wirklichkeit!“
    “Zerstören Regel, Gesetz, Fairnes, Ordnung und Gerechtigkeit.“
    “Steigen auf in eine Zeit, verewigt in Ewigkeit.“
    “Mit Chaos und Temperament, ich bin Jessie.“
    “Verkörpert durch Ruhe und Einigkeit, ich bin James.“
    “Klugheit und Genie sind mein Markenzeichen: Ich bin Mauzi.“
    “Und gemeinsam bestreiten wir den Einsatz mit dem Namen: Team Rocket.“
    … Sagt mir jetzt gerade leider nichts. Ich habe in meiner kurzen Zeit bei Boey einige Teams kennen gelernt, wie Galaktik, aber Rocket… nicht so. Vor allem die kenne ich nicht. Leute, die ihren Auftritt mit einer Ansage dekorieren.
    “Ich habe von euch gehört.“, ruft Silber. “Und zwar nichts Gutes. Ich hörte, ihr seid die Schande für ganz Team Rocket. Ein Trio, welches nie etwas vernünftig auf die Reihe bekommen hat.“,
    James antwortet: “Oh ja, ich erinnere mich. Du bist doch der kleine Junge vom Boss. Der, der sich von uns abgewannt hat.“
    “Hmpf. Wieso sollte jemand wie du uns hier etwas zu sagen haben? Mauzi, dein Einsatz.“ Ich spühre, wie mein Körper anfängt, zu zittern. Ich sehe auf meine Hände.Sie zittern immer extremer und ein Schmerz kommt in mir auf, der immer stärker wird. Jetzt flackern meine Augenlieder und ich kneife sie zusammen. Ich komme ins Schwanken, falle zu Boden und schreie laut auf. Egal, was auch passiert, ich kriege es nichts mit. Ich habe einen extremen Tinitus und kaum noch Gefühl, sodass ich nicht mitbekomme, was selbst mein Körper macht. Nach einer Weile hört es auf und nach und nach auf und mein Körper entspannt sich wieder. Ich öffne die Augen und sehe in den Himmel. Dann sehe ich, wie etwas auf den Anhöhungen explodiert. Irgendetwas Weißes schießt eine orangene Attacke in die Richtung und ich vernehme drei Schreie, die sich schnell entfernen.
    “Geschieht euch recht!“
    “Hey, alles okay?“ Ich bemerke, dass Blau bei mir kniet. Tayfun hebt meinen Kopf. Anscheinend hat niemand außer ich so einen Anfall gehabt. Das weiße Pokémon kommt runter und wird kleiner. “Mir dröhnt noch etwas der Kopf, aber sonst geht’s. Was… ist passiert?“
    Die anderen tauschen Blicke. “Nun… sie haben versucht, unsere Amulette an sich zu reißen, indem sie uns in unsere Menschenform zurück zwangen… mit irgendeinem Kraftfeld...“, erklärt Tayfun. Blau fährt fort:
    “Und dann hat sich Clive einfach in ein Reshiram verwandelt. Es war unglaublich. Er hat schnell klar Schiff gemacht. Uns ist nichts passiert und diese Rocket-Idioten sind weg.“ Clive und Pan sehen als einziges gar nicht so zufrieden aus. Er kommt zu uns. “Blau… so idiotisch waren die gar nicht. Ich würde sogar sagen, sie haben erreicht, was sie wollten...“

    “*Hust Hust* Wir waren so nah dran, diese Amulette zu bekommen!“
    “So nah, es ist unglaublich!“
    “Es ist einfach nicht fair. Aber immerhin haben wir… das hier bekommen. Und habt ihr diesen Schreihals gesehen?“
    “Ich glaube, da steckt mehr hinter. Jessie, lass mal die Aufzeichnungen sehen.“
    Jessie nimmt ihre Kamera vom Auge weg.“Das sieht der Boss. Unsverzüglich!“
    “Ob wir dafür wohl wieder befördert werden?“

    11
    Kapitel 103: Uneinigkeit

    Serafina

    Parik hat uns heute früh hochgescheucht. Es schien sich um eine Art Notfall zu handeln.
    “Also noch einmal für alle zum Mitschreiben.“, fordert ihn Lou auf.
    Parik beginnt, zu berichten: “Na ja, ich habe, wie eigentlich immer, schon mal etwas vorausgeschaut, aber ihr solltet euch das besser selber anschauen. Es scheint, als seien sie jetzt vollkommen übergeschnappt!“ Was kann denn passiert sein? Dass Boey böse ist, wissen wir ja, aber das muss doch nicht auf seine Leute übergehen. Oder hat es das bereits? “Schauen wir uns das mal an, würde ich sagen.“. Niemand negiert meine Aussage. Damit sind alle recht einig. Also sehen wir uns, was Parik meinte, aus nächster Nähe an. Ich nehme vorsichtshalber alles mit, was ich zum Kämpfen brauche. Es kann ja alles passieren.
    “Hier. Das meine ich. Seht euch das an.“ Das ist tatsächlich wahnsinnig.
    “Sie greifen sich gegenseitig an...“, stellt Pan fest.
    Wir sehen uns das aus einer sicheren Anhöhe an und sehen auf das Feld hinunter. Galaktik und Plasmas. Was ist da denn passiert? “Die gehen ja aufeinander ein, als wären sie wirklich befeindet...“
    “Seltsam. Ist jetzt wirklich alles möglich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Bruder ihnen so einen Befehl gegeben hat...“
    “Ich wüsste gerne, warum sie sich angreifen.“, meint Shadow.
    “Warum gehe ich nicht mal rüber und frage nett?“, schlägt Parik vor.
    “Bist du verrückt? Wir sind nicht bis hierher gekommen, um uns jetzt...“
    “Lass ihn doch, Lou. Ich mein, als wären wir nicht schon längst entdeckt, glaube ich, dass sich hier eh keiner um uns scheren wird.“, mein Blau zuversichtlich. “Ich komme gerne mit, Parik.“
    “Klasse.“ Beide laufen los.
    “Was meinst du, Clive?“
    “… Wenn das so aussieht… können wir sowieso nicht mehr so weiter machen, wie gehabt. Wir müssen sehen, dass wir die Quelle des Kampfes herausfinden, sobald Blau und Parik zurück sind. N, sag mal… Du kennst doch Team Plasma, nicht wahr?“
    N sieht entsetzt auf den Kampf. “J-ja klar…. Aber war machen sie da?“
    “N! Warte! Das ist zu gefährlich!“, versucht Clive N aufzuhalten, loszurennen. Im Gegensatz zu den anderen ist er unvorsichtig.
    Als er von den Leuten von Plasma gesehen wird, ruft jemand: “Seht! Unser König! Er ist zurückgekehrt!“.
    Ein anderer ruft: “König N, wir haben Euch überall gesucht!“
    “Was ist hier los?“, will N wissen. Die Kämpfe lassen nach und die Ausmerksamkeit ist erst bei N. Dann werden auch wir entdeckt. Was für ein Trottel.
    “Wir haben nach Euch gesucht, nachdem wir Euch nicht mehr finden konnten. Schon seit damals.“
    “Wir wollen Euch wieder als unseren König haben, N!“
    “… Die Zeiten sind doch schon längst vorbei...“, meint N bedrückt. Ich sehe zu den Galaktikern. Sie scheinen sich zu beratschlagen.
    “Das wissen wir, aber dennoch… Sie waren immer unser Held. Gemeinsam können wir unsere Träume wieder wahr werden lassen. Unsere echten.“
    Einer der Galaktiker tritt hervor. Ein Blauhaargier mit Teufelsschnitt.“Ihr seid der Anführer dieser Chaoten?“
    “Ich… ich … warum kämpft ihr überhaupt? Seit ihr nicht auf einer Seite?“
    “Die nicht mehr. Zuerst hat Team Plasma beschlossen, ihren König wieder zu suchen und nach und nach hat sich das Heer komplett aufgeteilt. Wir geben ihnen nur ihre gerechte Strafe.“
    “Ihr habt doch nur wieder vor, Zyrus zurückzuholen und wieder eure neue Welt zu erschaffen!“
    “Haltet den Mund!“, ruft jemand von Team Galaktik.
    “Lass sie. Sie haben sowieso unrecht. Nein, wir wollen keine perfekte Welt mehr haben.“ Er streckt die Arme aus. “Das hier IST die perfekte Welt. Wir müssen euch hier nur noch los werden und in die andere Welt zwingen.“ Sie wollen Herrscher über diese Welt werden? Dann… dann kontrollieren sie aber auch die unsere… Ich sehe zum Team Plasma. “Kämpfen wir jetzt an einer der beiden Seiten, hauen wir ab, oder kämpfen wir gegen beide?“, fragt Lou.
    “Wir müssen Kämpfen.“, beschließe ich. “Wenn wir abhauen, werden sie uns folgen, es sei denn, wir lassen N zurück, und ich denke, das wollt ihr nicht. Wir sollten mit Team Galaktik kämpfen. Wenn wir ihnen helfen, werden sie uns helfen, diese Welt wieder in Ordnung zu bringen.“ Denn eine Welt mit Chaos kann man nicht kontrollieren.
    “Und N einfach in Stich lassen? Geht´s dir noch gut?“, schimpft Teona.
    “Aber, jetzt mal N außer Acht gelassen, Team Plasma macht nicht den Eindruck, als wollen sie hier wirklich mächtig etwas verändern wollen. Sie sind mehr Jammerlappen, die nur ihren König zurück wollen. Tut mir leid, wenn das jetzt etwas grob klingt.“, sagt Tayfun. Ein Glück, dass weder N noch Plasma uns gerade hören können.
    Silber findet das alles nicht in Ordnung. “Das können wir nicht machen. Ihr wisst, dass auch noch andere Teams wie Team Rocket hier rumlaufen. Wenn wir jetzt zu voreilig handeln gefährden wir, gegen alle anderen alleine kämpfen zu müssen, oder gar schlimmeres. Wir sollten uns fürs Erste zurückziehen und die Lage sondieren.“
    “… Ich hab´s. Jeder geht den Pfad, den er für Richtig hält.“
    “Verzeihung? Clive? Alles okay?“
    “Nein, alles in bester Ordnung. Ich eruiere nur, dass das zu keinem schnellen Ergebnis kommt, mit dem alle zufrieden sind und so lange warten die da vorne nicht. Wenn wir uns aufteilen haben wir jeden Weg bestritten, den wir gehen können. Wir brauchen Informationen von allen und jeden, da hat Silber schon Recht. Und eine andere Möglichkeit sehe ich spontan nicht, uns alle unter einen Hut zu bekommen. Wichtig ist nur, dass wir uns alle gegenseitig nicht anfangen, anzugreifen. Wir arbeiten also wie Spione. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir uns wieder versammeln und das machen, was richtig ist. Wir klingt das?“

    12
    Kapitel 104:

    Shadow

    “Ich kann nicht glauben, dass er das tatsächlich getan hat.“, sage ich zu Parik. Wir sind uns beide einig, dass das Ganze eigentlich völliger Schwachsinn ist. Clive war wohl einfach überfordert mit der Situation. Also gingen wir unseren eigenen Weg, da es auch theoretisch keinen Grund mehr für uns gibt, bei ihnen zu bleiben. Wir sind Söldner, haben wir ihnen gesagt und der Job ist erledigt. Asuka hat sich auch Ewigkeiten nicht mehr blicken lassen. Sie ließ uns stets aus dem Schloss raus und rein, aber hat sonst nie wirklich etwas gesagt. Clive hat sich zu ihr zurückgezogen und wollte mit ihr die Situation besprechen. Hoffentlich erkennt er, dass das ein Fehler war. Na ja, es wäre selbst jetzt schon zu spät.
    M-hm.“, stimmt er mir zu. “Hah. Ist ja wieder wir früher. Eigentlich geht uns das ganze Zeug nichts an, wenn es uns nicht betrifft. Und das würde es nur tun, wenn jemand diese Welt vernichten würde...“ Ich sehe mich um. Gras, Wege, Felsen und Bäume. “Ob wir wohl wieder zu den Söldnern in der Wüste finden?“, frage ich.
    “Ist das alles, was euch dazu einfällt?“, fragt jemand. Ich schaue auf einen Felsvorsprung. Angelehnt an einen Baum lehnt sich dieser Typ, dessen Namen ich vergessen habe. Er hat uns jedenfalls durch die Wüste geführt, als wir zu diesem Schloss sollte. “Hey, was mischt du dich da denn jetzt ein?“ Er sieht streng zu uns runter, als würde er uns gleich umbringen wollen: “Mir fällt ein, euch vor einem gewaltigen Fehler zu bewahren, einfach so zu tun, als wäre nichts passiert. Ihr habt wohl nie mitbekommen, wozu diese Leute, die sich dort bekämpft haben, imstande waren, oder?“ Leider weiß ich es.
    “Und jetzt willst du, dass wir mit denen kämpfen, oder was?“
    Er verschränkt die Arme und hält sich eine Hand vor das Gesicht.
    “Was ich will kann euch egal sein. Es sollte euch nur nicht egal sein, was um euch herum geschieht und so zu tun, als wäre nichts. Na ja, ich habe gesagt, was gesagt werden musste. Jetzt liegt es an euch, ob ihr wirklich alles so belassen wolllt.“
    Plötzlich höre ich schritte. Ich sehe in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Raissa kommt auf uns zugelaufen. Ist sie uns gefolgt? Warum?
    “Shadow, warte!“, ruft sie.
    “Was ist los? Du solltest doch bei Lou sein.“
    Sie sieht mich einen Moment einfach nur an.“Die ist bereits weggegangen. Ich konnte von Glück reden, dass ich euch noch traf.“
    “Was soll das denn? Sie überlässt ihre eigenen Leute ihrem Schicksal?“
    Raissa sieht etwas verlegen zur Seite. “Nun, ich war nie in ihrem Team. Sie haben mir nur geholfen und dann bin ich einfach mit ihnen gegangen.“
    “… Und warum suchst du uns auf?“
    “Nun… ich bin etwas unselbstständig. Ich würde sicher wieder Ewigkeiten alleine in irgendeinem Wald herumlaufen, ohne zu wissen, wo ich überhaupt bin… Und, seit du mich aus dem Kerker befreit hast, habe ich mich irgendwo Schuldig gefühlt, dass ich dir das vergelten müsste...“ Ich sehe zu Parik und wir sind uns einig: Das hat uns gerade noch gefehlt. Aber ich kann sie auch nicht einfach abweisen. Er zuckt mit den Schultern. “Na gut, du kannst mit uns kommen. Aber wir sind schnell unterwegs und machen selten Rast.“
    Sie sieht mich dankbar an. Diesen Blick…. Oft habe ich ihn gesehen. Von so vielen Leuten. Ich wollte ihn einfach hinter mir lassen… Wie das Schicksal einem aber wohl zuspielt… “Danke. Keine Sorge, ich bin es gewohnt, wenig Rast zu machen.“
    “Und was ist mit dir?“, fragt Parik Gladio. Aber dieser ist nicht mehr da.
    “… Wer?“
    “Ach nichts. Ach ja, eine Bedingung noch: Hüte dich, an meine Sachen zu gehen.“ Raissa geht ein paar Schritte voraus.
    “Also, worauf wartet ihr noch?“
    “...und ICH GIB DEN TON AN, OKAY!“ Parik rennt nach vorne. Ich grinse und schlendere hinterher.

    13
    Kapitel 105: Neueröffnung von Team Plasma

    Teona

    Was hat sich Clive denn jetzt gedacht? Uns aufteilen? Na ja, wenn ich bedenke, wie sehr Sera und ich uns angekeift haben, hat er wohl gesehen, dass es das Beste wäre, unseren Meinungen freien Lauf zu lassen, oder so, ach, was weiß ich.
    Jedenfalls konnte ich nicht zusehen, wie sich alle von N abwendeten, nur weil er zu Plasma gehört. Oder so ähnlich, wie ich jetzt gemerkt habe. Es scheint etwas komplizierter zu sein. Jedenfalls haben wir uns von den Geschehnissen zurückgezogen, da wir gerade etwas Ruhe und Zeit für uns brauchen, um das Ganze überhaupt zu verstehen. Sowie N und ich. Auch er war überrascht, dass sich hier seine Leute versammelt haben und ihn wieder als ihren Anführer haben wollen. Auf seine Frage, warum sie das überhaupt machen, antwortete jemand von ihnen nur, dass sie, N, egal, ob mit dem Plan, die Welt zu regieren, oder nicht, wieder als ihren König ansehen wollen. Die Zeit habe sie sehr geprägt und sie fanden sich die nächsten Jahre zwar nicht schlecht, als sie wieder versucht haben, das, was sie zerstörten wieder aufzurichten, aber seid sie hier waren, wussten sie nicht mehr so recht weiter und wollten die alte Monarchie wieder einführen.
    “Und darum wendet ihr euch von euren Verbündeten ab? Nur, um mich zu sehen?“, fragt N etwas verwirrt. “Aber was erwartet ihr denn jetzt von mir? Ich habe doch gesagt, dass es vorbei ist.“
    “Aber N.“, spricht der, der N alles erklärt hat. Er trägt die alte Uniform von Team Plasma. Nicht das neue, schwarze. Und sie haben die Kapuze nicht mehr permanent auf. “Ihr seht doch selbst die Probleme dieser Welt. Wir wissen, dass Ihr ihr helfen wollt. Und wir wollen euch helfen. Team Galaktik teilt nicht unsere Meinung und setzte sich andere Ziele in den Kopf. Es war seltsam. Kaum hatten wir unser Ziel erreicht, durfte jeder machen, was er wollte. Dabei sind hier doch auch teilweise Leute hergeholt worden, die jemanden wie Boey brauchen, um keinen Schaden anzurichten. Er hat es geschafft, Zyrus wiederzuholen. Giovanni, einen großen, boshaften Geschäftsmann zu überzeugen und der Rest hatte sogar vor, die Welt zu vernichten.“
    N überlegt. “Und was ist mit G-Cis?“, fragt er, während er nur nach oben in die Luft starrt. “… Wir folgen ihm nicht mehr. Weder wir noch die anderen, wie Achromas. Denn Achromas hat ja das Team Plasma, wie es war, aufgelöst. Man sagt, dass er hier sei, aber gekämpft hat er nicht. Jedenfalls nicht hier. Wir wissen nicht, wo er ist. Aber… so, wie er damals war… wir haben uns mal über ihn unterhalten und uns war einfach klar, dass er wahnsinnig war. Besessen und voller Hass. Na ja, sein Lebenswerk ist ja auch zerstört worden.Aber selbst, wenn. Zyrus ist ein Problem für uns. Seine Leute kreuzen immer unsere Wege und wir wissen nicht, was er will. Wir vermuten nur… dass er das hier zu der Welt machen will, die er immer erschaffen wollte. Hier hat er große Möglichkeiten, unsere Welt zu verändern.“
    “Soweit ich gehört habe, haben alle, die sonst auffällig wurden, wie Magma, Aqua und so, Fair ihre Lektion gelernt, dass wie weit man gehen darf. Zyrus ist einfach nur verschwnden.“
    “Und Giovanni ist boshaft, aber nicht verrückt. Er würde die Welt nie verunstalten.“
    “… „ Nie sah ich N so wütend wie zu diesem Zeitpunkt. Nahezu gequält sieht er aus. Eine Schwelle zwischen Wut und Leid.
    “Wie ich es hasse...“, murmelt er. Dann blickt er wieder zu uns. “Na gut. Wir arbeiten wieder zusammen. Um unserer Heimat willen.“
    “Gute Entscheidung, N, Harmornia.“, sagt jemand von weiter weg. Wir blicken auf die Ruinen, wo die Stimme herkam. Habe ich eigentlich mal erwähnt, wie viele Ruinen es außerhalb der Städte gibt? Asuka hat mal gesagt, es seien alles zerstörte Bauten, die jemals zerstört wurden. Bis auf Ausnahmen, die wiedererrichtet wurden.
    Auf einen eingestürzten Torbogen einer Ruine steht jemand mit gebannten Blick auf N.
    “Meister G-Cis?“

    14
    Kapitel 105x: Ich bin zurückgekehrt

    Natural

    Ich sehe auf den Mann, den ich einst meinen Vater nannte. Der, der sich als fürchterliches Monster der ganzen Welt mit entpuppt hat. Der, der mich rettete und aufzog. Der, der mich als willenloses Werkzeug benutzen wollte: G-Cis Harmonia. Ein Mann adliger Herkunft. Er hat seinen Stab mit dem Plasma-Logo wieder. Ich dachte, ich hätte ihn weggestellt…
    “Grüße dich, N.“
    “Was willst du? Willst du wieder irgendjemanden-“ G-Cis unterbricht meinen Anlauf durch das pure Heben seiner Hand. “Jemanden Leid zufügen?“, beendet er meinen Satz und senkt die Hand wieder. Er blickt mich an, als hätte er wieder einen Plan und wüsste genau, wie er vorzugehen hat. Aber was es auch ist, ich werde ihn nicht damit durchkommen lassen. Trotzdem lasse ich ihn dennoch sprechen. “Als ob ich das nötig hätte, N. Nein, danach strebe ich nicht. Ich möchte dir vielmehr ein Angebot machen und ich weiß, dass du das nicht ausschlagen kannst.“
    “...“ Ich lasse ihn einfach weiterreden. Er wird es mir eh sagen und ich kann ihn nicht einfach davonschicken, ohne ihn angehört zu haben. “Nun… ich weiß, wie sehr du die Pokémon schätzt.“ Er hebt seine Arme. “Aber sieh dich doch mal um. Wo sind deine Freunde, die dich immer geliebt und beschützt haben, jetzt? Wir wollten sie aus den Fängen ihrer unwürdigen Trainer, namens Pokébällen befreien. Du weißt ja, dass ich all das für meine Zwecke benutzen wollte, aber, vor allem für dich, es gibt ja keine Pokébälle mehr. Wo sind die Pokémon dieser Welt?“ Den letzten Teil des Satzes ruft er laut. Dann hebt er ein Amulett hoch. “Hier sind sie! Eingeschlossen in Amuletten. Sie werden dazu gezwungen, mit Menschen zu kooperieren, um überhaupt zu EXISTIEREN! N, hast du darüber schon einmal nachgedacht? Es gibt wenige, die es schaffen, ein Pokémon die Freiheit zu schenken. Endgültig und auch in dieser Welt. Ich frage dich, wie geht es deinen Freunden, N? Hörst du ihre innere Stimme? Sei ehrlich.“ … Ich muss gestehen, dass ich nichts höre. Nur der Wind, der durch die Ruinen weht. Ich senke den Kopf. “Wie du merkst, füge ich niemanden Leid zu. Den Pokémon wir hier von selber Leid zugetan. Doch wer hat sich je darum gekümmert? Diese Monarchie… jedenfalls nicht.“ Ich sehe wieder zu ihm auf. Er steigt eine Treppe hinunter, die noch in Takt ist. “N, nimm das Angebot deines Gefolges an und lass dich diesmal endgültig zum König krönen.“ Diese Zeilen kenne ich aus seinem Munde.
    “So, wie du es vor Jahren wolltest?“, frage ich ihn kritisch. Er schüttelt nur langsam den Kopf. “Sag mir, N, weißt du, wo wir uns hier befinden?“ Ich sehe mich genauer um. Trümmer. Zerstörte Räume. Eine Ruine eines großen Monumentes. Aber ich sehe nichts, was mir irgendwas sagt. “Dann sage ich dir mal, wo wir sind. Sagt dir der Begriff, Schwarze Ruinen etwas?“ Ich kenne die Weißen Ruinen, nördlich der Drachensteige, aber die Schwarzen Ruinen?
    G-Cis schaut auf die Ruinen. “Du wolltest deine alte Zeit wohl endgültig hinter dir lassen, was, N? Das ist dein Schloss. Deine frühere Heimat.“ Ich schrecke auf und sehe mir die Ruinen noch einmal genauer an. Jetzt, wo er es sagt… ich erkenne es aber kaum wieder. In so einem gebrächlichen Zustand war es nicht mal nach seiner offiziellen Zerstörung…
    “Warum sollte ich dir glauben?“, frage ich nachfragend. Wenn G-Cis einen Punkt hat, kann er ihn auch sicherlich erläutern. Niemand ist redegewandter, als er.
    “Sieh selbst. Gehe weiter rein. Du wirst dein altes Zimmer finden. Den Thronsaal. Bruchstücke der alten Treppen.“ Ich glaube ihm. Dafür muss ich mich nicht umschauen. Ich weiß jetzt… nein. Ich bin mir absolut sicher, dass er die Wahrheit sagt. Was ist mit ihm passiert, oder ist das nur wieder eine seiner Masken? Ich traue ihm noch nicht, doch bis jetzt gibt es keinen Grund, sich ihm entgegenzustellen.
    “Auch, wenn ich es etwas fragwürdig fand, weshalb Terrakium es damals zerstört hat. Es hat deine Heimat zerstört...“
    “… doch den Pokémon haben wir nie geschadet.“, vollende ich seinen Satz. Da hat er auch wieder Recht. Terrakium hat das Schloss zerstört. Ich fand es für richtig, da es ein schlimmer Ort war. Ich gehe etwas weiter in die Ruinen rein.“Aber warum genau hat es das Schloss dann zerstört? Die Beziehung zwischen Menschen und Pokémon war für die Ritter der Redlichkeit ja immer eine riesige Feindschaft. Dabei… haben wir doch eigentlich das versucht, zu erreichen. Dass alle Pokémon sich von ihren Trainern trennen. Es gibt wieder eine so komplexe Formel, die sich mir nicht zu einem Skalarprodukt entschlüsseln möchte.
    Wie ein Quader ohne Kanten...“

    “Was immer du tust, N, das neue Team Plasma hat dir ihre Treue geschworen. Hier kannst du deine Lösungen finden, nach denen du suchst.“
    “Vater, warum tust du das? Warum veruchst du, mir zu helfen?“, frage ich halb verzweifelt. Ich kann ihn nicht durchschauen. Ich sehe keine bösen Absichten, noch irgendwelche falschen Gesichtszüge. “Ich fragte mich bereits, wann du endlich fragst. Es ist wahr, dass ich früher nicht eingestehen wollte, dass ich versagt habe. Auch nicht nach dem zweiten Mal, weder jetzt will ich gestehen, dass ich verloren habe. Bei einem Spiel, bei dem ich sogar gezinkte Figuren ich benutzt habe. Nachdem Kyurem nicht mehr unter meiner Kontrolle war, gab es niemanden mehr, der mir folgte. Achromas hat das Team Plasma aufgelöst und Einall später verlassen. Ich war allein und wurde gesucht. Wenn ich jemals wieder etwas erreichen wollte, musste ich meine Strategie ändern. Ich brauchte eine dritte Chance und diese Welt hat sie mir gegeben, in der ich durch Zufall gelandet bin. Ewig durchschreite ich diese Welt. Diese verdammte einsame Welt! Sie hat die Pokémon geraubt und ich war machtlos der Natur unterlegen. Später hat mich jemand gefunden und hierher gebracht. Er sagte, dies sei meine letzte Chance, noch einmal neu anzufangen. N, wenn du dem Tode nahe bist, wirst du schnell erkennen, dass dich Wahnsinn hier nicht retten kann . Noch das Verlangen einer Herrschaft und du im Endeffekt nur ein Mensch bist .
    Der Fremde hat mir gesagt, dass ich aufhören muss, zu leben, wie ich gelebt habe und alles hinter mir lassen, was ich je hatte. Anfangs wollte ich ihm nicht glauben. Mein Streben nach Macht war zu hoch dafür. Jedoch... waren mir die Hände gebunden. Ich war machtlos. Ich hatte keine andere Wahl, als mich der Vernunft zu ergeben. Da ich hier nicht wegkam, habe ich viel nachgedacht und kam zu dem Schluss, den ich gerade mit dir geteilt habe. Ich wusste, sollte ich dich je wieder sehen, brauchte ich etwas. Etwas, womit du mir zumindest etwas vertrauen kannst. Aber ich habe genug in dieser verdammten abscheulichen Einsamkeit gelebt! Du kannst sie nicht unterwerfen oder besiegen und sie verfolgt dich überall hin. Sie macht mich verrückter, als ich es je war!“
    G-Cis macht eine Pause, um sich wieder zu beruhigen. “Du hast die Wahl, N. Du kannst mir glauben, oder mich fortschicken und nie wieder sehen.“ Ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll. Wenn ich mir vorstellen würde, dass ich all die Zeit, die ich hier verbracht habe, mutterseelenallein und nur auf mich gestellt wäre… Ohne irgendeinen Freund, oder sonst wen. G-Cis… er musste nach seiner Erzählung wohl sehr viel durch machen, doch eigentlich hatte er schon seine Chance. Aber… so wie er redet… er hat mich ja auch viel Gelehrt und war ja auch ein Vater für mich. Ich nicke und wende mich zu ihm. “So soll es sein. Du darfst bleiben, Vater. Aber… wehe, du nutzt das Ganze hier nur aus! Wir sind hier in einer sehr gefährlichen Welt. Was auch immer wir hier machen, hat große Auswirkungen auf unsere echte Welt!“
    “Glaub mir, dem bin ich mir vollstens bewusst. Ich schätze, es gibt jetzt eine Menge zu tun.“ Ich nicke. Team Plasma war schon mal größer… die Amulette müssen verschwinden und… ich blicke auf die Ruinen. So kann es hier nicht bleiben. Ich blicke zur Sonne hoch und atme tief durch. Dann wende ich mich zu allen strecke meine rechte Hand aus und knicke den Ellenbogen nach oben. Ich spreize die Hand.
    Der König ist zurückgekehrt.

    15
    Kapitel 106: Ein Handel mit Fremden

    Lou

    Auch, wenn ich der Trennung nicht ganz zustimmen konnte, habe ich Clive verstanden. Es ist jetzt wahrscheinlich ein großes Chaos, welches entfacht wurde, aber das konnte nicht mehr verhindert werden. Jim ist Tage zuvor ja auch gegangen, da sollte jeder tun, was er für richtig hält. Das hat er mir ja auch versprochen, als er mich hierher gebracht hat, dass es unsere Entscheidung ist, ob wir mitmachen, oder nicht. Ich bin jetzt auch gegangen, da ich unsere Vorangehensweise nicht gut fand. Alle greifen ein Ziel an. Das ist mir nicht geheuer, in so einer großen Gruppe zu agieren. Ich habe mich mit meinem guten, alten Team zusammengeschlossen, von denen jetzt Angie und Raissa fehlen. Raissa war auf einmal weg und wir fanden sie nicht wieder. Sie ist wohl auf ihre eigene Reise gegangen und da wollten wir ihr nichts vorwegnehmen. Ist auch schon sehr kompliziert, das alles zu verstehen, ich tue es ja selber nicht wirklich, aber es reicht, um zu verstehen, was ich tun muss. Grade, als wir an einem Fluss entlang laufen treffen wir auf drei Leute. Zwei in grün-schwarzen Outfits und einer in Rot und Orange, welcher den beiden zugewendet ist. Ich habe den Überblick verloren, wie viele Teams es gibt und habe keine Ahnung, ob das gerade die obersten Schurken sind. Dem ist aber zum Glück nicht so. Nur, was der blonde Heini sagt, beunruhigt mich. Er sagte etwas wie: “Jetzt, wo wir Team Galaktik….“ und unterbricht den Satz, als er uns bemerkt. Team Galaktik? Und irgendwas haben sie mit ihnen zu schaffen. Er bemerkt meinen prüfenden Blick und fragt: “Kann man euch helfen?“ Wir bleiben stehen.
    Silber übernimmt das Wort für mich: “Ihr habt gerade doch Team Galaktik erwähnt, oder? Könnt ihr uns mehr über sie sagen?“
    Einer der Grünträger kommentiert empört: “Wie unverschämt. Beginnt das Gespräch gleich mit einer Anforderung. Du bist nicht in der Position, sofort solche Fragen zu stellen. Wo bleiben denn die Manieren?“
    “Ich dachte, man kennt uns langsam überall. Also, wir sind Leute von Clive´s Kommando. Und wer seid ihr, wenn ich fragen darf?“
    Der Blondi verschränkt nur die Arme. “Hm… sehr bedeutende Fragen, die du uns da so stellst. Aber ich will mal nicht so sein. Lass uns daraus ein kleines Spielchen machen: Quid pro quo.“
    “Kwit pro kwo?“, fragt Lucia verwirrt.
    “Quid pro quo.“((epurpe), antwortet Conway und erklärt: „“Sowas wie Äquivalent.“
    “Genau. Ich sage euch etwas, was euch interessiert und ihr sagt mir dafür etwas, was mich interessiert.“
    “Wer wir sind, weißt du ja jetzt. Also, wer seid ihr?“, beharrt Silber zu wissen. Doch der Fremde streckt nur seinen Arm und wackelt mit dem Zeigefinger. “Ts ts ts. Ich sagte, ihr sagt mir etwas, was ich wissen will und dann umgekehrt. Wer ihr seid interessiert mich nicht. Aber sicher wisst ihr etwas anderes, was mich interessieren könnte.“ Silber stöhnt genervt.
    “Aber wie sollen wir denn wissen, was euch interessiert, wenn wir nicht mal wissen, wer ihr seid?“
    “Klug, kleines Mädchen. Okay, ihr sagtet, ihr seid die Leute von Clive? Okay, dann könnt ihr mir auch sicher anvertrauen, was er momentan plant. Es ist leichter, einen Gegner zu lesen, wenn er da ist, als dass man ihn nicht findet, ihr versteht?“
    Er will Informationen… Ich argumentiere dagegen: “So viel ist es wohl nicht wert, zu erfahren, wer er ist, oder?“
    Er zuckt deinteressiert mit den Schultern. “Ist eure Entscheidung. Aber hat es euch denn noch vorhin nicht noch interessiert, was wir über Galaktik wissen? Vielleicht ist eure Information ja zwei Antworten wert...“ Ich atme stark, um mich zu beruhigen. Ich könnte dem Kerl gerade so eine reinschlagen!
    ((red)“Aber anscheint seid ihr doch nicht interessiert… also… man sieht sich. Vielleicht.“
    “Wir haben uns aufgeteilt.“, sagt Silber, ehe er gehen kann. Jetzt sieht er zu Silber. “Weiter?“, fordert er ihn auf.
    “… Und jetzt wissen wir nicht genau, wo er ist. Er sagte, dass wir uns alle aufteilen sollen und unsere Wege gehen sollten, um unsere „Einigkeit“ zu finden, oder so.“
    “Er meint, dass wir auf eigene Faust sehen sollen, was wir anrichten können, oder wie wir es machen. Es scheint ja gerade ein großes Chaos zu sein, als dass man da noch eine große Kontrolle über irgendwas hat. Dankt Galaktik und Plasa und all den anderen, die hier gerade groß für Verwüstung sorgen.“
    Der Fremde wartet einen Augenblick. “Aus welchem Blech habt ihr das denn gezaubert? Das klingt völlig weit her geholt, was ihr da faselt! Wer soll, eurer Meinung nach, so einen Abklatsch von Geschichte abkaufen?“ Erst will er Infos, dann hat er sie und… AARRGGG!
    “Aber es ist die Wahrheit.“, sagt Lucia vorsichtig. “Seit Clive sein Schloss verloren hat, ist er wie… na ja… ausgewechselt.“
    Der Fremde sieht sie eine Weile an. Dann nickt er. “Aus deinen Augen kann man lesen, dass du die Wahrheit sagst, kleines Mädchen. Auch, wenn es sich mir nicht erschließen will, was er plant, vor zu haben, so glaube ich euch. Also, dann zu dem, was ihr wissen wollt… Wer wir sind?“
    Er schaut in die Runde. “Wir sind die Pokénapper. Man nennt mich Zinnoberauge, so viel kann ich euch sagen. Mehr braucht ihr nicht zu wissen. Und was Team Galaktik angeht, ach, wir haben sie eine weile ausspioniert und beobachtet. Beim Rest hängt eine dicke Fermate, dass es sich nicht mal lohnt, ihnen ein Auge zu schenken.“
    Jetzt verliere ich aber langsam die Geduld. “Was soll das? Ihr habt weder die eine noch die andere Frage richtig beantwortet!“
    Er nickt mich an. “Das war richtig. Nur die Hälfte aller Informationen, die man euch geben konnte. Aber immerhin die wichtigsten. So läuft das, das war eine Information gegen zwei Halbe. Bevor ich mich davon überzeugen kann, dass ihr mir nicht auch etwas verschwiegen habt, bleibt es auch erstmal dabei. Mehr müsst ihr auch überhaupt nicht wissen. Das was ich gesagt habe, reicht völlig aus. Wenn ihr uns jetzt entschuldigt, wir haben zu tun.“ Er winkt ab und seine Leute folgen ihm.
    “… Was für ein eingebildetes Stück.“
    “Ich schätze, wir müssen damit jetzt leben. Sagt, weiß jemand, was eine Fermate ist?“

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    Kapitel 107: Neuzugang: Galaktik

    Serafina

    Endlich wieder auf eigene Faust unterwegs. Ehrlich, ich komme in der Logik von diesen Leuten keine Lösung. Wir waren einfach mal am Ende! Es gab kaum noch Hoffnung, dass wir diese Welt noch retten können und dann spielen die ihre Spiele. Lassen diese Pan, die nicht mal irgendein Kommando beherrscht, eine Aktion leiten lassen. Was mit Takneaa geschieht, juckt auch keinen! Na, soll jetzt ihr Problem sein. Da Clive wieder bewiesen hat, dass er wohl kein Leitungspotential hat und uns alle aufgeteilt hat. Sauber.
    Jedenfalls scheinen diese Leute von Galaktik zu wissen, was sie wollen und wie sie es tun. Sie sind alle male Besser, also bin ich mit ihnen gegangen. Nachdem ich ihnen gegen das Team Plasma geholfen habe, welches sich dann zurückzog, haben sie mir erlaubt, mitzukommen. Ihr Anführer, Saturn, läuft vorne und berät sich mit einem seiner Leute.
    Wir kommen in, scheinbar ihr Hauptquartier. Ein prächtiges Gebäude.
    Zum Haupteingang kommt man in einen großen Garten, durch den ein großer, direkter Weg zum Eingang und zurück führt. Dazu gibt es viele kleine Wege. Rechts und Links erstrecken sich zwei Erweiterungen des Hauptquartiers, dass es insgesamt ein halbes H bildet. Es ist an die 20 Meter hoch und oben streckt sich eine riesige Säule, die noch einmal 10 Meter hoch geht. Auf dieser ist eine Kuppel, auf der das Galaktik-Zeichen steht. Es gibt viele Panorama-Fenster. Nach dem Stil her sieht es wie das Gebäude eines Großstadtunternehmens aus. Allerdings hat es an den Seiten auch große Stachel, die herausragen. Es erstreckt sich auch nach hinten, allerdings weiß ich nicht, wie genau, da ich vorne stehe. Ich mag es. Es sieht schön aus.
    “Du kommst von der Seite unseres alten Feindes, oder?“, fragt mich Saturn, als wir ankamen und vor dem Haupteingang stehen. Ich schüttle den Kopf. “Nein. Ich kämpfe nur für mich, oder die, die mir wichtig sind. Da gehören sie nicht zu.“ Sie haben mich eh nicht als vollwärtiges Mitglied gesehen. Seit wir von Yuoka teleportiert wurden, drehte sich bei Tayfun immer alles um Takenaa, weil sie jetzt doch so besonders war und so weiter. Teona hat mich irgendwie auch nie wirklich gemocht. Sonst kannte ich da sogar kaum jemanden. Er schüttelt den Kopf “Darum geht es mir nicht. Eher um das, was du über ihn weißt. Er läuft noch auf freiem Fuße und könnte uns gefährlich werden. Wie fast alles. Es ist nicht leicht, das Richtige zu tun.“
    Ich nicke und stimme ihn vollständig zu. “Genau. Denn das Richtige zu machen bedeutet auch, dass man viele Gegner um sich hat und Dinge tun muss, die andere auch verletzen.“ Aber um auf seine Frage einzugehen, schüttle ich nur den Kopf. “Ruiyi hat keine Anzeichen gegeben, dass er irgendwas plant. Er schien mir eher verzweifelt. Und dann hat er uns einfach gehen lassen. Ich schätze, das kommt dabei raus, wenn man nicht mehr weiß, was man tun soll.“ Er sieht zur Seite und schweigt etwas. “Es klingt ziemlich unglaubwürdig. Aber ich glaube dir. Viele meiner Leute, die die Gegend beobachten sollten, berichteten, dass sich alle aufteilten. Ich konnte mir nicht vorstellen, was er dadurch versucht, zu erreichen...“ Ich zucke mit den Schultern. “Also, was habt ihr jetzt vor? Es herrscht ja noch ziemlich viel Chaos.“
    “Alles zu seiner Zeit.“, antwortet er und geht durch das Tor. Er bleibt mitten drin stehen. “Du kommst aus Lojakou, oder? Das Dorf der Magier.“ Ich sehe ihn kritisch an.“Nein.“, lüge ich.
    “Und deine Kampffähigkeiten? Dein Aussehen? Kleidung?“
    Ausdruckslos gehe ich mir durch die Haare. “So mag ich es eben, okay?“((efuhsia))
    Ohne noch etwas zu sagen, geht er weiter. “Nah, wenn das so ist. Bleib hier. Flordelis wird dich gleich abholen kommen.“

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    Kapitel 108: Ich akzeptiere

    Takenaa

    Es ist dunkel und wir sitzen am Lagerfeuer. Tayfun hat mir eine Decke überbelegt und ein Feuer gemacht. Und trotzdem habe ich mich noch nie so allein gefühlt. Wir sitzen unter freiem Himmel und eigentlich würde es mir sogar echt gefallen. Aber… ich fühle mich halt seltsam die letzten Tage. Ich kann nur von Glück reden, dass es Nacht ist. Irgendwie grusel ich mich mehr vor dem Tage, wo mich jeder noch leichter entdecken kann. Ich fühle keine Kälte, noch Angst vor dem, was ich vor Dunkelheit nicht sehen kann.
    Und das macht mir Sorgen. Ich habe eigentlich immer die Sonne von Alola genossen. Ich habe mich gefürchtet, als das Sonnenlicht Alola kurz verließ, als Necrosma in die Welt kam. Es muss an dieser Welt liegen. Ihre Sonne verängstigt mich, obwohl sie genau so aussieht. Sie scheint eine andere Aura zu haben. Und auch obwohl wir beide den ganzen Tag marschiert sind, fühle ich mich nicht müde. Im Gegenteil. Die dunkle Atmosphäre scheint mir Kraft zu geben. So muss sich eine Pflanze anfühlen, wenn sie in der Sonne steht. Ich muss aber eine andere Ausstrahlung haben, sonst würde Tayfun das alles gerade nicht für mich machen. Grade hat sie angeboten, wach zu bleiben, damit ich sicher schlafen kann. Ich stehe auf. “Hey, Tayfun.“, rufe ich zu ihr. Sie schaut zu mir. “Kannst du nicht schlafen?“ Ich nicke.
    “Lass mich bitte Wache halten, okay?“ Sie kommt zu mir. Aus der Nähe sehe ich, wie müde sie wirklich ist. Und trotzdem versucht sie, möglichst stark zu wirken.
    “Leg dich bitte wieder hin. Ich fühle mich besser, wenn du wenigstens ruhig Schlafen kannst. Der Wald ist noch ein Stückchen, denk dran, dass wir morgen auch wieder früh aufstehen müssen.Ich brauche nicht viel Schlaf.“ Ich nehme ihre Hand, die auf meiner Schulter ist. “Ich komme klar.“, beruhige ich sie. “Keine Sorge, ich weiß, was ich tue.“ Ich erzähle ihr, wie es mir geht und wie ich mich gerade fühle. Sie seht mich, anstatt überrascht, eher besorgt an. Ich schaue sie aber entschlossen an. Ihr Blick bessert sich nicht, als sie mir direkt in die Augen sieht. Sie überlegt wohl eine Weile. Dann sieht sie langsam zur Seite. Ihr gefällt das alles nicht. Das sagt mir ihr deutlicher Blick. “Ich habe Asuka versprochen, ein wachsames Auge auf dich zu haben.“, sagt sie schließlich. Ich sehe sie verwundert an und frage ruhig: “… was… hast du ihr versprochen?“ Es ist völlige Stille. Außer das Knistern des Lagerfeuers neben uns. “Als… du anfingst, dich hier Wohl zu fühlen. Sie meinte, wir sollten damit nicht anfangen, sonst verlieren wir eventuell unsere Menschlichkeit, wenn wir zurückkehren und werden zu Pokémon. Du weißt ja, dass man hier Hälfte Hälfte ist. Und je länger wir hier sind, nähern wir uns dieser Mitte an.“
    Ich drehe mich um und gehe ein paar Schritte von ihr weg. “Aber warum hat sie mich dann nicht gleich weggeschickt? Warum haben sie alle uns geholt? Wir sind ja nicht die einzigen. Vor allem Ich und du. Wir sind ja im Verhältnis nicht lange hier, als andere. Warum taten sie das, wenn es doch so gefährlich ist? Warum lassen sie uns alleine ziehen?“ Ich schaue mit dem Seitenblick zu Tayfun, die mir mit ihrem Blick gefolgt ist. “Fragen, die wir nicht beantworten können. Ich aber denke, so lange wir uns noch daran erinnern können, dass wir Menschen sind… sehe ich kein Problem dabei.“
    “...Das kannst du so einfach sagen. Du weißt ja, wo du her kommst. Ich … weiß es auch seit ich hier bin. Und da frage ich mich… bin ich überhaupt ein Mensch?“ Voller Emotionen drehe ich mich wieder zu ihr. “Ich mein: Sieh mich doch an!“ Ich sehe wieder auf meine noch etwas blasser gewordenen Hände. Dann sehe ich ihr wieder direkt in die Augen. Ich weiß, dass meine Iris sich auch langsam violett färbt. Warum auch immer. “Ist meine Menschenform nur eine Vorstufe gewesen? Ich stamme nicht von Menschen ab!“ Ich sehe sie hilfesuchend an. Sie bleibt im Gegensatz zu mir ganz Ruhig. “Wo du es so sagst… vielleicht stimmt es ja. Vielleicht sollst du gar nicht zurückkehren. Beziehungsweise… bist du ja bereits zurückgekehrt. In deine wahre Heimat.“ Es wirkt. Sie hat mich zum Überlegen gebracht. Vielleicht… ist es ja so besser. Aber muss ich mich dann von allem trennen, was ich je gekannt habe? Okay, fairerweise gesagt, gab es nie viel, woran ich hing, aber… etwas war es doch trotzdem. Sie kommt zu mir und legt beide Hände auf meine Schultern. “Und denk dran, dass, was auch kommt, ich stets auf dich aufpasse. Und auch, was mit dir geschieht, ich bin bei dir.“ Ich sehe sie an. Sie schaut mich jetzt mit einen zuversichtlichen vertraulichen Blick an. Wir schweigen uns etwas an und erneut hört man nur das Knistern des Feuers. Langsam und zögerlich hebe ich meine Hand. “Danke.“ Ich sehe zum Feuer. “Willst du dann schlafen geht? Wenn ich weiß, dass du ruhig schläfst, weiß ich, dass du morgen wieder an meiner Seite sein wirst.“ Sie lacht leicht.
    “In Ordnung. Pass auf dich auf.“ Sie setzt sich an einen Baum. “Weck mich, wenn etwas passiert. Oder schrei.“ Ich nicke, dann schläft sie ein. Ich schaue hoch. Ich sehe die Sterne und habe das Verlangen, da hoch zu fliegen. Ich klettere, so schnell ich kann an einen Baum, um ihnen näher zu kommen. Dann strecke ich eine Hand in den Himmel. “Schlaf gut, Tayfun.“

    18
    Kapitel 109: Ein nettes Gespräch in Calaw Mularion.

    Pandora

    Auf dem Weg hin- und her geschlendert kam ich irgendwie in eine Stadt.
    Sie hat eine Stadtmauer und erstreckt sich in die Weite. Das größte Gebäude ist ein Schloss, oder eine Festung. Ich kann es nicht genau sagen. Jedenfalls ist hier sehr viel Betrieb. Sie nennt sich Calaw Mularion. Ich sehe mich am Eingangsbereich um. Viele Häuser und ein breiter Weg, der ins Innere der Stadt führt. Ohne weiter zu überlegen gehe ich mich umschauend die Straße lang. Dabei ist es keine Straße, sondern etwa wie eine Fußgängerzone und Teils auch eine Allee. An manchen Stellen fließen auch kleine Kanäle, allerdings nur kleine und nicht sehr häufig. Im Stadtkern treffe ich ein bekanntes Gesicht, welches sich mit jemanden unterhält. Er steht allerdings vor einer Hauskante und spricht mit jemanden, den ich von hier aus nicht sehe. Er nickt und wendet sich ab. Sein Blick fällt sofort auf mich. “Na sieh mal einer an, wen haben wir denn da?“
    “Oh, du warst doch dieser… wie hieß er noch gleich?“
    “Nenn mich Gladio.“ Er kommt auf mich zu. “Lustig. Ich habe gerade doch mit jemanden von euch gesprochen.“
    Ich muss überlegen. “Jemanden von uns?“
    “Ach richtig, ihr habt euch ja getrennt und dein Gedächtnis scheint auch nicht das frischeste zu sein, Pandora.“
    “Huch! Aber ich weiß, dass ich dir meinen wahren Namen nie gesagt habe!“
    Er verschränkt die Arme. “Was ich weiß und was nicht, ist für dich nicht von Belang, Pandora. Jim hat mir nur gerade von dir erzählt.“
    Ich muss noch einmal überlegen. “Wer?“ Er hält sich eine Hand vor das Gesicht. “Der, mit dem du eine Weile unterwegs warst. Bis er sich mit Angie von euch getrennt hat.“
    “Ach, jetzt klingelt es wieder bei mir. Aber was soll er denn über mich erzählt haben? Wir haben doch kaum miteinander gesprochen.“
    Er zuckt nur mit den Schultern. “Na ja, es war auch nicht viel. Nicht viel mehr, als dein Name. Ich spar mir die Details, die musst du eh nicht wissen. Mir geht es um etwas viel wichtigeres.“
    “Du wirst es mir sicherlich gleich verraten.“ Er geht ein paar Schritte zu einem Brunnen zu, der hier steht, zu. “Warum sollte ich das tun?“, sagt er von mir abgewannt. “Wieso sprichst du mit mir? Warum sagst du mir das überhaupt?“ Er sieht mit dem Seitenblick zu mir.
    “Sieh an, ein helleres Köpchen, als die Pan, die sie immer zu sein scheint.“ Er wendet sich wieder zu mir. “Um was soll es mir denn schon gehen? Du weißt, dass diese Probleme mehr als genug Probleme hat und der Konflikt droht, zu eskalieren. Ich suche nach Wegen, das Schlimmste irgendwie noch aufzuhalten. Da ist es auch wichtig, möglichst viel über die Träger der Sacrhim-Amulette zu wissen. Also auch über dich.“
    “Die Was für Amulette?“
    “Die Amulette, die Takenaa einst gefunden hat. Sie hat die restlichen sechs gefunden. Du… hast ja bereits eins." Ich mache einen Satz zurück. “Du findest ziemlich schnell ziemlich viel heraus!“
    Er sieht mich schräg an und grinst. “Tcha, irgendwer muss ja zusehen, dass es hier voran geht.“ Er richtet sich wieder normal hin. “Auch die Entwicklungen gehen hier rasch voran. Und Clives Aufteilung war nicht sonderlich fördernd, im Gegenteil. Sie macht alles nur noch schneller. Ein Rätzel ist es mir nur, weshalb ihr alle eure Geheimnisse für euch behält. Ich bin mir sicher, Clive weiß nichts wirklich über dich, oder hast du jemals wem erzählt, warum du hier bist? Kamst du auch aus unserer Welt?“
    “Dir habe ich nichts zu sagen!“
    Er verschränkt die Arme und lacht. “Und wieder ein Geheimnis gelüftet. Du vertraust niemanden. Warum solltest du mir das Geheimnis nicht verraten, wenn du weißt, dass ich es eh herausfinden werde? Ich will ja nur helfen, was zögerst du also?“
    “Deine Art. Du meinst, hier der ganz Coole zu sein. Geheimnisvoll und mysteriös. Hast du jemals mit jemanden zusammengearbeitet?“
    “Mehrere Male. Momentan arbeite ich mit euch zusammen. Eben nur auf meine Art. Æther-Fondation, Skull, Inselwanderschaftstrainer… wer noch alles? Ich habe mit vielen gearbeitet. Heh. Ich habe das Gefühl, wir könnten uns wohl noch eine Weile unterhalten. Jetzt bist du dran, wieso bist du immer so „Cool“, geheimnisvoll und mysteriös? Du scheinst ja nicht mal aus unserer Welt zu kommen. Und trotzdem tust du so, als wärst du einer von denen, die hierher gekommen sind.“
    “Du leitest ziemlich schnell Dinge herab, die logisch klingen. Aber stimmt das auch alles?“
    “Lass es uns herausfinden, Pandora!“
    “...“

    19
    Kapitel 110: Zu Besuch bei Onkel Wissenschaftler

    Tayfun

    Wir sind jetzt schon eine Weile untewegs, ohne groß irgendwas Großartiges gefunden zu haben, was uns weiterhelfen würde. “Meinst du, es was klug, einfach auf eigene Faust irgendwo hinzugehen?“, fragt Takenaa unsicher.
    “Er wollte es doch so. Auch, wenn ich mich frage, wie es den anderen gerade geht...“
    “Schau, dort sind Leute!“, sagt sie und zeigt voraus. Auf dem Weg hocken wirklich einige Leute und etwas weiter hinter ihnen ist ein Gebäude. Kein Großes und eher nur ein Betongklotz. Beim Vorbeigehen schnauzt mich einer an: “Ey, hier kein Durchgang, klar?“
    Empört sehe ich zu ihm herab. “Eswas mehr Höflichkeit bitte!“
    “Ne, lass es, Tay. Ich kenne das Outfit. Das sind Leute von Skull. Kennst du sie nicht?“
    Ich überlege kurz. “Ach ja, jetzt klingelt da wieder was bei mir.“ Unbeeindruckt gehe ich weiter. “EY! Jetzt ist mal Schluss hier! WIR bewachen dieses Labor, okay? Also zieht Leine!“
    Ohne mich zu ihm unzudrehen sage ich: “Ich frage mich, wie ihr das aushält, dass ihr immer selbst runter gemacht werdet, beim Versuch, andere zu provozieren.“
    “Ey, jetzt ist gut, Mädl! Weniger reden, mehr Kämpfen!“
    Ohne große Probleme gehen wir nach ein paar Minuten Kampf gegen 5 Skull-Rüpel weiter. “Sie haben nach wie vor nur schwache Pokémon bei sich. Und die Armen können hier nicht mal davonlaufen.“ Skull-Rüpel waren schon immer dafür bekannt, dass sie eine große Klappe hatten, doch nie etwas an Stärke zeigten, weshalb man sie eher ignoriert, als sie ernst zu nehmen. “Sie haben hier also dieses Labor bewacht? Lass uns mal einen Blick rein werfen, schaden kann es ja nicht.“
    Ich zucke mit den Schultern und wir gehen rein. Es gibt gerade mal 3 Türen in dem 1*1 Quadratmeterraum, wo wir reinkamen. Ich sah nach und entdecke nur einen kleinen Lagerraum, etwas, wo jemand wohl lebte und einen Gang, der weiter führte. Allerdings nur in einen etwas längeren und breiteren Gang. Alles war dunkel und nur von hellblauen LEDs an den Seitenwänden beleuchtet. “Mir gefällts hier irgendwie.“ Ich nicke nur. Klar, eine dunkle Höhle. Da hat sie ja Faibles für. Der Gang, an dem am Rand viele Schränke und Tische standen, die wir lieber nicht anrührten, hatte am Ende noch eine Tür. Da hinter schien sich jemand aufzuhalten. Ich klopfe vorsichtig an. Es kam keine Antwort, also mache ich sie einfach auf. Da hinter befindet sich noch ein Raum mit einer komischen Maschine. Sie besitzt eine Kapsel zum reinstellen, eine Satellitenschüssel, Gefäße, die mit Rohren verbunden sind, Knöpfe und was nicht alles. Vor ihr steht jemand zu ihr gerichtet, der irgendwas eingibt. Takenaa und ich tauschen Blicke und ich frage ihn vorsichtig: “Verzeihung?“ Der Kerl dreht sich zu uns um.
    “Oh, Gäste. Hm… aber ihr kommt nicht gerade ungelegen. Ihr habt also die Skull-Rüpel da draußen besiegt?“
    “Haben sie Euch nicht bewacht? Wieso seid Ihr zufrieden, dass wir eindringen?“
    Er lacht kurz auf. “Oh, verzeiht, sie waren keine Wachleute. Sie haben nur gewartet, dass ich hier rauskomme, aber ich gebe mich mit solchen Gestalten nicht ab. Von daher schulde ich euch eher meinen Dank. Ich bin Achromas und forsche hier im abgelegenen Teil Valayas, weil mich ihre neuen Naturgesetze so fasziniert.“
    “Ihr erforscht diese Welt? Dann seit ihr auch aus der anderen Welt hierher gekommen?“
    “In der tat, das bin ich.“ Er wirft einen kurzen Blick auf die Maschine. Dann schaut er zu Takenaa. “Du… an dir scheint etwas Besonderes zu sein.“
    “Bitte reden Sie sie nicht darauf an.“, bitte ich Achromas.
    “Nein, ich wollte nicht mit ihr darüber reden. Ihr eher einen Vorschlag machen. Einen Handel. Stell dich doch bitte kurz in diese Kapsel. Wenn es funktioniert, was ich mir vorstelle, dann solltest du eine neue Fähigkeit erlangen.“
    “Klingt ja ganz nett… aber was, wenn es nicht funktioniert?“, fragt sie neugierig. “Dann funktioniert es nicht. Es kann dir also nicht schaden.“
    Ich sehe sie warnend an. Sie solle sich überlegen, was sie tut. Doch sie nickt nur. “Tut mir leid, Tay, aber es reizt mich einfach, etwas über meine kommende Form zu lernen und mich ihr anzunähern, jetzt, da ich sie nicht mehr fürchte. Ich weiß, dass ich ja von Natur aus kein Mensch bin, also von daher…“ Sie geht in die Kapsel. Ich wollte eigentlich nur, dass sie sich nicht mehr fürchtet, aber jetzt geht es voll in den entgegengesetzte Richtung los. Sie will immer mehr diese Form beherrschen. Aber… so lange es sie glücklich macht. Und ihre Argumentation ist auch nicht ohne. Achromas stellt etwas ein und die Kapsel beginnt, zu leuchten. Als ich wieder hinsehe, steht Takenaa da noch, wie zuvor. Eine Weile lang passiert nichts. “Was ist jetzt passiert?“
    “Hm...“ Achromas wendet sich zu Takenaa. “Ganz einfach: Ich habe dir gerade eine Attacke beigebracht. Du müsstest jetzt in der Lage sein, Dunkelklaue zu beherrschen.“
    “Dunkelklaue? Wie kommen Sie darauf, dass sie Dunkelklaue beherrschen kann?, frage ich kritisch.
    “Ich nehme Frequenzen wahr. Frequenzen, die ich schon mal in diesem Maß gemessen habe. Es sind die Frequenzen von Lunala.“

    20
    Kapitel 111: Im Auftrag einer normalen Hexe

    Shadow

    Wie auch immer das geschehen konnte, aber inzwischen haben wir noch Blau und Urs irgendwo aufgegabelt und sie haben uns dann auch überredet, etwas zu helfen.
    Wir helfen jetzt Leuten, die, ach, sich nicht selbst helfen können und durch diese Orgas in Furcht leben. Grade ist jemand zu mir gekommen, der einen Auftrag für uns hat. “Eine Eskorte? Wie kommen Sie darauf, unbedingt dort lang zu gehen, wo es am Unsichersten ist?“, frage ich verdutzt.
    Mein Gegenüber ist ganz zögerlich mit den Antworten: “Ach, also, ich habe endlich herausgefunden, wo ich etwas finden kann, das mir sehr wichtig sein wird. Lily mein Name und bin eine Hexe von Beruf her.“ Interessiert verschränke ich die Arme. “Eine Hexe, ja? Ich habe noch nie von solchen gehört.“
    “Wir sind ja auch eine reine Rarität, also wundere dich nicht.“
    “Hat man dann auch sowas wie drei schöne Wünsche frei?“ Sie lacht.
    “Wir sind doch keine Djinns. Und ich kann auch nicht alles. Aber vielleicht können wir das Gespräch später fortsetzen.“
    “Okay, klingt interessant. Es sollte nicht zu schwer werden, da unbemerkt durch zu kommen, denke ich. Also, hier vorne sind meine Leute.“, ja, ich sage meine Leute, da sich keiner von ihnen verpflichtet fühlt, die ganze Verantwortung zu übernehmen, da bestehe ich auf einige Rechte. Allerdings wünschte ich, ich hätte hier noch einmal vorher vorbeigeschaut, ehe ich Lily mitgenommen hätte. Die anderen haben gerade einen kleinen Buchladen gefunden und durchstöbern ihn grade. Wäre ja nicht all zu schlimm, aber wenn keiner sie beaufsichtigt… jedenfalls sitzt Blau auf einem Hocker und liest sich ein Buch auf Blindenschrift durch. Es würde ja professionell wirken, würde er es nicht verkehrt herum halten. Raissa hat es sich in einem Regal gemütlich gemacht, aber so wirklich quer und lacht über einen Comic, den sie liest. Urs sitzt auf dem Boden und testet wohl wieder einen seiner Aura-Tricks. Um sich herum viele Bauklötze, die er zum Schweben bringen möchte. Aber so sieht er eher wie ein kleines Kind aus, das mit Lego spielt. Parik hat sich einen Bücherstapel gemacht, aber nicht, weil er sie lesen will, sondern um an ein Regal weiter oben zu kommen in dem irgendwas aber kein Buch drin ist. Ich räuspere mich um auf uns aufmerksam zu machen. Urs schreckt auf und scheint bemerkt zu haben, wie er da sitzt. Parik stützt den Turm hinunter und landet auf dem Boden. Blau schlägt sofort das Buch zu und wirft es hinter sich, wobei es direkt auf Pariks Kopf landet. Beschämt kriecht Raissa aus dem Regal. “Also...“, versucht Blau das ganze zu rechtfertigen: “… der Besitzer meinte, wir könnten etwas auf den Laden aufpassen, während er weg ist...“
    “Das ist also dein Elite-Team, ja?“, lacht Lily. Unter meiner Aufsicht wird der Laden erst wieder auf Vordermann gebracht, ehe wir los können.
    “Keine Sorge, das kommt eigentlich nicht so häufig vor.“, würde ich mir selber gerne glauben.
    Auf dem weg erklärt uns Lily etwas über ihren seltenen Beruf, den nur wenige Begabte erlernen können.
    “Aber ähneln Sie nicht den Magiern, die hier heimisch sind?“, fragt Raissa zwischendurch.
    “Da fragt sich nur, wie häufig ihr Magier seht. Ja, die gibt es auch, zwar auch selten, aber sie sind nicht mit uns zu vergleichen. Magier gehen einen Packt mit ihren Pokémon ein. Eine Art Verbindung, mit dessen sie ihre Kräfte kombinieren können und große Kunststücke vollbringen können. Wir Hexen beschäftigen uns eher mit der Alchemie, also sind wir quasi das exakte Gegenteil von Magiern, da wir keine Pokémon oder sonst irgendwas nutzen, um Magie zu wirken. Wir vollbringen Zaubereien, indem wir aus etwas etwas machen und nicht etwas aus nichts.“
    “Das klingt ja alles ganz nett, aber was genau… ist eine Begabung, ein, eine, was auch immer, Hexe zu sein?“, fragt Parik.
    “Nun… ähnlich wie bei Magiern. Man braucht einfach das Potential. Entweder du kannst es, oder eben nicht.“
    “Ay. Und wie genau, weiß man, ob...“
    “Keine Sorge. Ihr habt kein solches Potential. Noch die Magier. Ich merk´ es schon, wenn jemand bei mir ist, der das Potential zu einer Hexe hat. Aber ist ja auch nicht schlimm, sonst wäre der Beruf ja nichts Besonderes.“
    “So lange Ihr Beruf nicht deshalb auch ausstirbt...“ Sie zuckt mit den Schultern. “Ach, das ist er schon. Öfters. Aber es haben sich immer wieder neue gefunden und die Hinterlassenschaften der vorherigen Hexen studiert.“ Sie hält sich die Hand vor den Mund und unterdrückt ein Lachen. Oh, Arc! Das klang so falsch!“
    “Themawechsel! Themawechsel! Was sind das für Typen da vorne und warum starren die uns so an? Lasst uns unsere ganze Aufmerksamkeit auf sie lenken!“

    21
    Kapitel 112: Ein Blick in mein Herz

    Serafina

    Dorf Lojakou. Ich habe ein Portal in die Welt der versteckten Magier gefunden.
    Nach all dem wollte ich mal den Rat derer hören, denen ich noch ohne weiteres mein Vertrauen schenke. Ich gehe durch das Portal, welches sich hinter mir wieder schließt und ich sehe mich um. Ich bin mitten auf einem Weg. Links und Rechts ist eine Wiese, aber sonst scheint hier niemand zu sein. Ich gehe weiter den Weg entlang, wo es eine Treppe zum Dorf runter geht. Immerhin war ich hier ja schon mal. Kurz, bevor ich die Treppe jedoch erreiche, kommen mir zwei Personen entgegen. Ich muss lächeln. Die eine ist Kenny und die andere kenne ich nicht. “Hey, Serafina! Lange nicht gesehen!“, begrüßt er mich freudig. Zurückhaltend kichere ich kurz. Ach, Kenny.
    “Hey, Kenny.“ Er sieht fabelhaft aus. Er hat sich eine dunkelrote Robe angelegt, die an den Enden marineblaue Streifen hat, darüber einen Meerfarbigen Umhang. Er trägt auch wieder seine braunen Stiefel. Ich schaue zu der Person in seiner Begleitung. Eine junge Frau mit braunen Haaren, die sie in 2 Duts gemacht hat. Eine Schleife um den Hals und trägt Weiß-Blaue Kleider. “Willst du mich auch deiner Freundin vorstellen?“, frage ich höflich. Sie lacht.
    “Ach herrje. Du bist ja wirklich, wie mir erzählt wurde. Gestatte, dass ich mich dir vorstelle: Mein Name ist Sheena. Wie du komme ich auch aus Sinnoh und habe die Seltene Gabe, direkt mit den Herzen anderer Pokémon, oder hier, anderer Menschen zu kommunizieren. Hier ist ja jeder so eine Art Pokémon.“
    “Sie kennen mich?“ Ich schaue kurz zu Kenny. “Oh. Natürlich.“
    Sie schüttelt nur lächelnd den Kopf. “Nein, so ganz war das nicht. Ich kam gerade von einer Reise wieder, aber meine Schülerin und ich haben jemanden kennen gelernt, der dich mal etwas begleitet hat.“ Ich werde ganz panisch.
    “Was? Wer? Was hat derjenige gesagt?“
    Sie lacht. “Nichts schlimmes, alles in Ordnung. Wir hatten auch nicht lange das Vergnügen. Er sagte, er suche nach etwas. Er hatte ein Sacrhim-Amulett bei sich. Genau, wie du.“
    “Hatte er grüne Haare?“ Sie nickt. … “Und… nach was hat er genau gesucht?“ Sie sieht mich interessiert an. Ich interessiere mich dafür nur, weil ich wissen möchte, ob er etwas über diese Amulette herausgefunden hat, die wir von Takenaa bekommen habe. “Hm...“ Sie sieht kurz zu Kenny. “Kenny, entschuldige uns kurz.“ Er nickt und setzt sich auf die Steingrenze zwischen Wiese und Weg. Dann schließt Sheena ihre Augen. Mir kommt ein seltsames Gefühl empor, das ich kaum beschreiben kann. Als würe von ihr aus eine Energie zu mir durchdringen wollen. Darauf wird alles dunkel und alles außer ihr und mir verschwindet. Sie fast mich mit einer Hand an. In mir kommt ein Gefühl hervor, als würde ich in Rekordtempo mit ihr reden. Die Sätze ziehen so schnell an mir vorbei, dass ich nicht weiß, worüber sie und ich reden, aber ich weiß, was wir gesagt haben. Sie öffnet die Augen und blickt mich direkt an. “Da hast du´s. Genau, er war kurz davor, etwas herauszufinden. Ich teile dir gerne mein Wissen und das des Arceus. Mit ihm bin ich auch schon mal in Kontakt getreten. Also, lass mich in dein Herz blicken und ich kann dir vielleicht Antworten geben, die du suchst.“ Es geschieht eine Zeit lang nichts, bis sich der dunkle Raum auflöst und wir wieder im Garten sind. Kenny sitzt noch immer da, als wäre es normal, dass wir verschwinden. “Also...“
    Ich schaue ihr ruckartig in die Augen. “Ich weiß jetzt, wo du hin solltest. Viel habe ich nicht herausgefunden, aber halte nach psionischen Schwingungen ausschau. Du wirst sie erkennen, wenn es soweit ist, mehr kann ich dir momentan leider nicht sagen.“
    Ich überlege. Kenny muss lachen. “Kann ich mir vorstellen, dass du etwas überfragt bist, Fina. Glaub mir, nicht mal Sheena kann etwas damit anfangen.“ Ich sehe sie an und sie macht nicht den Eindruck, als würde sie Kennys aussage irgendwie bestreiten. “So einen habe ich deinem Freund auch schon gegeben. Nutze es weise.“ Sie gibt mir irgendeinen leuchtenden Stein. Ich sehe sie fragend an, aber aus ihrem Blick erfahre ich schon, dass ich hier keine Antworten mehr bekomme.
    “Sag mal...“, fragt Kenny Sheena, “wo ist eingentlich deine Schülerin geblieben? Sie war doch noch vorhin direkt hinter uns.“ Sie sieht sich verwundert um. “Du hast Recht. Wir müssen sie irgendwo verloren haben. Ah, sieh mal, da kommt sie.“ Ein Mädchen kommt die Treppe hinaufgerannt. Völlig außer Atem kommt sie hier oben an. “Serena, wo warst du denn die ganze Zeit?“ Serena keucht noch etwas, ehe sie zu Wort kommt. “T-Tut mir leid, ich… habe mich kurz etwas verguckt und dann wart ihr auf einmal weg..:“ Sheena lächelt. “Ist schon in Ordnung. Serena, das hier ist Serafina. Auch eine Schülerin, wie du. Serena schaut zu mir.
    “Hey. Ich bin Serena.“ Freundlich geben wir uns die Hände.
    “Hey, Fina. Ich wette, du möchtest jetzt nach dieser psionischen Quelle suchen, hab ich Recht?“ Ich blicke ihn an und nicke lächelnd. Er grinst. “Nun, ich habe hier, seit du weg bist, eigentlich nichts zu tun. Was dagegen, wenn ich mitkomme?“
    Mein Herz rast. Kenny will mitkommen? Nicht, dass ich an ihn irgendwas finde, aber ich vertraue ihm und weiß, dass er ein Guter ist. Ich verkneife es mir, ihn vor Freunde zu umarmen. Stadtessen nicke ich nur freudig.
    “Alles klar, dann mal viel Glück euch beiden. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.“ Ich sehe zu ihr und nicke. Dann schaue ich zu Serena, welche zwar nicht weiß, was genau hier los ist, aber auch sie schaut mich freudig an. “Viel Glück bei deinem Training, Serena.“
    Sie lächelt. “Dir auch, Serafina.“
    “Du kannst mich auch Fina nennen.“, sage ich ihr noch, ehe mich Kenny zu sich holt. “Also, bereit? Ich öffne jetzt das Tor.“ Ich winke Sheena und Serena noch mal zu und verlasse dann mit Kenny das Reich.

    22
    Kapitel 113: Auf der Spur

    Lou
    “Wenn ich richtig liege, liegt vor uns die große Stadt, Calaw Mularion. Eine Metrophole dieser Welt. Die größte und prächtigste Stadt Vallayas. Das Erbe-“
    Lucia hält ihre Hand vor Conway´s Mund. “Ist gut, Conway. Ist gut.“, beruhigt sie ihn. Ich laufe zu Silber rüber, der ganz vorne in unserer Gruppe steht. “Was genau machen wir hier, Silber?“
    “Nach Informationen suchen.“, antwortet er, ohne seinen Blick zu verändern. “Ich möchte wissen, was geplant wird. Was diese ganzen Teams planen!“ Plötzlich macht Caesy von hinten einen komischen Laut:
    “Ding dong, Ding dong!“ Wir schauen verwirrt zu ihr. Sie deutet zur Seite. Eine merkwürdige Art, uns etwas zu sagen, aber es funktioniert immerhin. Sie deutet auf den Weg zur Stadt. Wir suchen hinter den Steinen, die auf dem Abhang stehen, Deckung. Wir beobachten die Leute, die da langlaufen. Sie gehören zu Team Flair und Galaktik.
    “Bingo.“, sagt Silber leise grinsend. “Dafür hat es sich doch gelohnt. Die beiden haben anscheinend eine Allianz.“
    Lucia ist ganz erstaunt: “Hey, seht ihr auch, wen ich sehe?“
    Ich schaue sie verwirrt an. “Wen meinst du? Galaktik 1, 2, 3, 4, 5, 6, oder Flair 1, 2, 3, 4, 5?“
    “Och Louuuu! Sei mal nicht so Low. Da kommt gerade nämlich noch jemand.“, antwortet Conway gelassen. Caesy prustet laut und lacht.
    “Haha.“, erwiedere ich ausdruckslos und schaue nach vorne. Diesen Witz habe ich schon sooo oft gehört. Oh, wen sehe ich denn da? “Das ist ja Serafina. Nanu? Wen hat sie denn da bei sich?“
    “Ein Magier, wie es scheint. Ihr Boyfriend, wie sie ihn ansieht.“
    “Das gibt es dich nicht!“, ruft Lucia auf einmal empört.
    “Alter, Lucia, was ist denn ich dich gefahren?“ Lucia hat einen ganz düsteren Blick aufgesetzt.
    “Ich kenne diesen Jungen. Kenny heißt er.“
    Ah, das heißt, sie hat Kenntnisse über Kenny. “… und ich weiß, dass er in MICH verliebt ist! Nicht in diese Truse da!“, schimpft sie wütend. Wir alle schauen sie ruckartig verdutzt an. DARUM geht es ihr? Conway hat die Fassung verloren. “Wa- Luc- wie?“, versucht er einen Satz zu bilden. “Ei, Lusi, da hat dir jemand den Fisch von der Angel gerissen.“, sagt Caesy grinsend. Lucia dreht sich mit voller Bläsche um.
    “Leute, wir gehen da rein! In die Stadt! Jetzt! Das ist war persönliches!“
    Silber nickt. “Na gut, dass wir das eh vor hatten. Mal sehen, was die so vor haben. Hop hop. Aber ab hier bitte schön unauffällig! Wir können von Glück reden, wenn sie uns noch nicht bemerkt haben. Es ist sicher vom Vorteil, wenn sie nicht wissen, dass wir hier sind.“ Ich gehe los Richtung Stadttor. Ich drehe mich noch einmal um. “Conway, kommst du?“ Conway steht da noch immer fassungslos, als hätte ihn jemand verlassen. Ich seufze. “Ja, das Leben ist hart, aber kommst du jetzt bitte trotzdem? Wir brauchen dich. Wenn es dir hilft, wir betreten jetzt Calaw Mularion.“ Er schüttelt sich den Kopf und kommt schleppend. Ich rolle nur mit den Augen und gehe selbst weiter. Die Stadttore von Calaw Mularion alleine sind schon beeindruckend. Sie sind mindestens 10 Meter hoch. Von unserer Anhöhe konnte man die Häuserdächer auch schon sehen. Es sind Ziegeldächer und eher Häuser nach altertümlichen Stil, der dem Mittelalter ähnelt. Das ist aber nur der äußere Ring. Stein- Ziegel- und Holzhäuser, die auch etwas magisches an sich haben. Am größten sind jedoch auch die große Straße. Anders als bei uns zuhause, sind es keinen wirkliches Autostraßen, sondern eher große Fußgängerzonen. Mindestens 6 Meter breit. Allerdings auch nur die Hauptstraßen. Die Gassen sind nur an die 1,5 Meter oder so breit. Das beeindruckendste ist allerdings auch die Harmonie mit Pflanzen, die auch super mit dem Rest harmonieren. Es gibt viele Brunnen, oder kleine Wassergossen. Nach dem Eingangsportal ist auch etwas in die Stadt reingegangen ein großer Platz, ein Forum, mit einem großen Brunnen, der auch gleichzeitig eine Kunstarbeit zu sein scheint. Viele Wasserfontänen spritzen in die Höhe. Die größten erreichen eine Höhe von 10 Metern. An den Rändern schießen sie sogar seitlich hervor. Der Brunnen wird von unten hellviolett erleuchtet, was super zu dem Aquamarinen blauen Boden passt. Von hier aus kann man ein riesiges Schloss, oder eine Burg sehen, die auf der Mitte der Stadt auf einem Hügel gebaut wurde. Strahlend in der Sonne, glänzen die goldenen Zinnen. Viel sieht man von ihr gerade nur nicht.
    “Haltet eure Augen offen. Sie könnten hier überall sein.“, sagt Silber sich umschauend. Ich tippe ihn an. “Hm?“ er schaut mich an. Ich hebe meine Arme. Er schaut um sich. “Was ist passiert?“, fragt er verwirrt. "Warum sind wir beide alleine? Wo sind die anderen?"
    “Die sind in dem Laden dort verschwunden.“

    23
    Kapitel 114: Ein neuer Gefährte und eine neue Aufgabe

    Tayfun

    Einsam sitze ich vor der Tür von Acromas Labor. Takenaa versteht sich überraschend gut mit ihm und ich möchte ihr nichts vorziehen, noch sie zu etwas zwingen. Ich drehe an einer roten Haarsträhne auf meiner Stirn und grüble vor mich hin. Um mich herum ein reinster Wald, isoliert von aller Zivilisation, ein perfekter Ort für einen Wissenschaftler, zu experimentieren. Die Sonne scheint durch die beschichteten Baumkronen und fällt gelb auf den Boden. Achromas weißes Häuschen, das wie ein Aether-Stützpunkt wie auf Akala oder Ula-Ula aussieht, sticht aus dem Wald vollkommen heraus.
    Wobei eine Zivilisation auch mal nicht wieder schlecht wäre. Mein blaues Oberteil ist völlig zerkratzt und an manchen Stellen schon gerissen. Hier und da hat es schon grüne Flecken, die man nicht raus bekommt und nach Wald riechen.
    Plötzlich höre ich Schritte hinter der Hauswand, die immer lauter werden. Da kommt jemand. Für einen Moment dachte ich, es wäre Urs gewesen, da dort auf einmal sein Hut war und auch sein Mantel. Ich dachte schon, er sähe mich und würde sowas sagen, wie:“Tayfun! Wie siehst du denn aus?“ Aber es scheinen sich nur um die gleichen Kleidungsstücke zu handeln, nicht die selben. Der Mann, etwas älter als Urs, aber er strahlt die selbe Aura aus. Er bemerkt meinen nervösen Blick. “Verzeiht, ich scheine Euch erschreckt zu haben.“ Ich merke selbst meinen Nervösität und schüttle ruckartig den Kopf und stehe schnell auf. “Nein, äh, ja, sowas. Aber schon in Ordnung.“ Er mustert mich verwundert und runzelt dann die Stirn. Er hat irgendeinen seltsamen Stab bei sich, der an einem Ende einen Diamanten, geschützt mit einem Ring, angesteckt hat und auf der anderen spaltet er sich auf in zwei Enden, welche jeweils zu 90 Grad verlaufen. Kurzerhand verlaufen sie aber wieder in Stabrichtung und sind insgesammt wohl an die 30 Zentimeter. Ihr Spaltungsort ist ein gelber Kreis mit innerem Grün. Es erinnert mich an der Muster von Rayquarza. Ich zucke mit den Schultern, um ihn indirekt zu fragen, was er hat. Er schmunzelt. “Schon okay. Sag, was tust du hier draußen?“ Ich schaue auf das Labor. Der Fremde blickt nachdenklich auf seinen Stab. “Hm.“ Er schaut zu mir. “Ich bin Aaron.“ Ich schrecke auf. Aaron? Das kann nur ein Witz sein!
    “Jaja, schöner Witz. Und nettes Kostüm! Aaron lebte vor vielen Hundert Jahren!“ Er lacht auf. In dem Moment tritt ein Nebel auf, der uns zu den Füßen reicht. “Da hast du wirklich Recht, meine Liebe. Ich lebte vor mehreren Jahren, vor hunderten, vor zehn und selbst jetzt. Ich opferte meinen figurativen Körper damals, um unser Reich und Land zu schützen. Diese Geschichten stehen ja in allen Geschichtsbüchern. Und auch du scheinst sie zu kennen. Auch meine Pokémon kamen mit mir“ Beim letzten Satz erscheinen ein Tauboss und ein Lucario aus den Büschen. “Aber hier… hier bin ich in der Lage, meinen Körper sehen zu lassen.“ Er streckt seine Hand zur Wand aus und sie verschwindet darin. “Sag, wie heißt du?“ Ich zittere immer noch vor Ehrfurcht. “Tay-Tayfun. Sir.“ Er überlegt und hält den Kopf schräk.
    “Tayfunsir? Ein seltsamer Name. Aber wie dem auch sei.“ Er hebt den Stab und schwingt ihn nach vorne. Zuerst dachte ich, er schwingt ihn gleich vor meinen Nase, aber er zeigt über mich. “Ich bin auf der Suche nach etwas. Und dieser Stab hat mich hierher geführt.“
    Verunsichert frage ich: “Suchen Sie ein Lunala? Es bindet sich hier drin.“ Er schüttelt mit dem Kopf. “Nein. Den Mondbringer suche ich nicht, weder den Sonnenverschlinger. Ich suche den König der Ozondschicht. Tayfunsir, du kennst dich doch mit Drachen aus, oder?“ Oje, er hat sich meinen Namen falsch gemerkt. Aber ich nicke. “Ja, natürlich. Ihr meint wohl Rayquarza, den Herren des Himmelsturmes. Aber mein eigentlicher Name ist Tayfun. Sir.“
    “Genau das klinge ich an. Rayquarza, die Symbolisation des Himmels. Tayfunir, erlaubt mir, Euch einen Auftrag zu münzen. Nur Ihr verfügt über die Mittel, sie zu meistern.“ Ich weiche überrascht zurück.
    “I-ich? A-aber… warum? Was? Seid Ihr sicher?“ Ich bin so nervös. Im Vergleich zu gerade eben, war das noch gar nichts. “Meine Aura hat mich noch nie getäuscht! Nehmt Ihr an, versichere ich Euch, dass Euer Leben sich verändern wird. Nichts wird so sein, wie es war.“ Das ist jetzt schon der Fall, seit ich hier bin. Ich versuche, mich zu beruhigen. Dann blicke ich noch einmal auf das Labor und dann wieder zu Aaron. Ich werde wieder ruhig und nicke ihm entschlossen zu. Er lächelt “Sehr schön.“ Sein Lucario und er kommen auf mich zu. “Öffnet eure beiden Hände.“, fordert er mich auf, als sie beide vor mir stehen. Ich reiche jeden einen Arm und öffne die Hände. Aaron legt den Stab auf meine Hand. Er ist erstaunlich leicht. Ich hätte ihn schwerer erwartet. “Das beweist, dass er der Eure sein soll, Sir Tayfunir.“ Ich nicke und blicke zum Lucario. Irgendwie klingt der Name Tayfunir schon irgendwie mysteriös und gar nicht schlecht. Er erinnert mich an Dragonir. Lucario tritt vor und gibt mir etwas kleineres in die Hand, was ich erst erkenne, als es die Pfote weg nimmt. Ich schaue verdutzt auf eine Tafel Schokolade. Aaron schmunzelt. “Nutze sie weise. Du wirst sehen, warum.“ Ich schaue in die Luft. Mir kommt es so vor, als hätte ich gerade etwas gehört… Ja, ein Luftzug, der durch den Wald jagt und hierher kommt. In einem wahnsinns Tempo. Ich schaue zur Geräuschequelle und staune nicht schlecht, als ich ein goldenes Pokémon erblicke. Es kreist um uns herum und sucht etwas. Das ist ja ein Libelldra! Es fliegt etwas, bis es meine Hand fixiert und sich zum Sturzflug bereit macht. Erschrocken schrecke ich zurück und lasse dabei die Schokolade fallen. Wie ein Meteorit schlägt es auf den Boden ein und es entsteht eine kleine Staubwolke. Aaron lacht. “Das ist Sparx . Eine sehr treue Seele und Partner. Er wird alles für seine Freunde tun und hat sehr viele Fähigkeiten.
    Es wird ab heute dein Partner sein. So lange du Schokolade hast, oder es dich als sein Freund ansieht."
    Sparx hebt seinen Kopf. “Schokolade? Wo? Noch mehr? Aaron? Wo versteckst du sie?“, fragt es aufgeregt, zieht an Aaron rum und scheint geheime Taschen zu suchen. “Du musst sie auch gut vor ihm verstecken, sonst ist bald nichts mehr da.“, sagt er, während er Sparx versucht, von seinem Umhang wegzubekommen, an welchem er sich festgebissen hat. Lucario lacht und gibt mir unauffällig eine neue. Ich nicke und stecke sie schnell weg. “Daf ift nft luftig, Aaron! Gib gib!“
    Sparx ich habe dich geholt, weil ich möchte, dass du Tayfunir ab heute begleitest.“
    “Wen?“ Dann lässt es los und schaut in meine Richtung. Es krabbelt auf dem Boden entlang zu mir, umkreist mich und betrachtet mich von jedem Winkel ganz genau. Ich beobachte ihn, bleibe aber stehen. Dann klettert es an mir hoch, legt seinen Gesicht direkt vor meins und schaut mir direkt in die Augen. Plötzlich wird es weggezogen und Aaron hat es in der Hand. “Lass los, Aaron! Was soll das?“, ruft es und strampelt lautstark. Aaron versucht, es in der Luft zu halten. “Das ist… na ja, seine Art, Hallo zu sagen. Seid bitte nett zueinander, okay?“, dann lässt er ihn los und er fliegt hoch. Er landet direkt vor mir und hält mir seine Klauen hin. “Angenehm. Sparx “
    Ich schüttle ihn die Klauen. “Freut mich. Ich bin-“ Es nimmt ruckartig die Klaue weg und fliegt wieder hoch. “Tayfunir. Schon klar. Alles klar, Baby, dann lass uns mal Rayquarza klären! Schon ne Ewigkeit nicht mehr gesehen, den Guten. Mensch, seit unserem letzten Mal...“
    “Ja, der redet immer so viel. Vorausgesetzt, du überfütterst ihn. Eine ganze Tafel war zu viel des Guten.“ Ich lache.
    “Danke, Aaron.“

    24
    Kapitel 115: Au revoir Plasma

    Teona

    “Teona“, sagt N, während er auf mich zukommt. Ich sehe auf ihn herab und steige vom Baum. “Was gibt’s denn? Es ist doch schon fast Nacht.“ Er schmunzelt kurz.
    “Ich wollte dich nur um etwas bitten.“, sagt er nichtssagend. Ich warte ab, was er sagen will. “Kannst du vielleicht etwas Abseits helfen? Ich meine, außerhalb des Plasma-Wiederaufbau-Kommites?“ Ich sehe ihn verwirrt an.
    “Was genau meinst du damit?“ Er geht an mir vorbei und lehnt sich von mir weggedreht an den Baum. “Es gibt hier eine Stadt, die heißt Calaw Mularion. Es wäre nett, würdest du dich mal dort etwas umsehen.“, er blickt mich mit einen Seitenblick an. Seine Augen funkeln wie das immer stärkere Sternenlicht am Himmel. “Das heißt natürlich, dass du weg musst.“ Ich sehe schweigsam zu Boden. “Bitte, glaube nicht, ich will dich los werden. Ganz im Gegenteil, aber es gibt etwas, das mich beschäftigt.“
    “Kein Problem, N. Alles okay. Ich mach das.“, sage ich sicher und schaue ihm tief in seine leuchtenden Augen. Er lächelt. “Sehr schön. Danke. Ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann.“ Er kommt ein paar Schritte zu mir. “Wir haben übrigens auch eine neue Bleibe gefunden. Wir werden mit unserer Ruine dort ein neues Schloss errichten. Weißt du, es gibt jemanden namens Damon, den ich mal getroffen habe. Und es gibt ein Schloss, welches er meinte, als er von meinem Problem hörte, brauchbar werden würde. Es heißt Sword of the Vale, oder auch Schwert des Tieflandes uns soll eng mit Reshiram und Zekrom verbunden sein. Ich weiß ja, dass es sie hier auch gibt. Wie auch das Schloss. Wir werden dort hinziehen. Ich gebe dir eine Nachricht, wenn wir dort sind, damit du uns findest. Und, Teona… pass gut auf dich auf.“ Ich nicke langsam. “Also, in Calaw Mularion gibt es eine Bibliothek, welche mehr auch ein Archiv ist. Es wäre gut, würdest du dort etwas über Drachenenergie in Erfahrung bringen. Und, wenn du etwas findest, was dich interessiert, darfst du dich natürlich auch davon ablenken lassen.“ Er bemerkt meinen Blick. “Was hast du?“ Ich atme tief durch.
    “Es ist nur… ich bin nicht gerne alleine unterwegs… Aber sorge dich deshalb nicht um mich, es wir alles gut werden, da bin ich mir sicher.“, sage ich zuversichtlich. N blickt mich skeptisch an. “Ja, wenn du meinst, will ich dir glauben.“ Von hinten kommt jemand angelaufen.
    “König N, wir sind soweit.“ Ich sehe N überrascht an.
    “Ihr wollt jetzt noch los?“
    N blickt mit mit seinem Ich-habe-ein-Problem-aber-das-ist-meine-Sache-Blick an. “Ja. Besser, wenn wir unentdeckt bleiben. Wenn Team Galaktik von unserem Plan Wind bekommt, werden sie alles in die Wege leiten, uns aufzuhalten. Sie sind unbarmherzig und scheinen es auf uns abgesehen zu haben. Während unserer Zeit unter Boey, haben sie eine Art Rivalität zu uns aufgebaut und wir mögen uns nicht sonderlich. Sie wollen die Welt vernichten, die wir retten wollen und umgekehrt. Wir folgen zu vielen unterschiedlichen Idealen und konnten nie zusammenarbeiten. Wir verstießen uns immer gegenseitig und es baute sich halt auf. Boey allein hat uns zusammengehalten und verhindert, dass wir uns gegenseitig bekämpften. Jetzt ist diese Wand weg und wir sind etwas in der Unterzahl, da viele Plasma-Mitglieder noch irgendwo sind. Wir haben uns ja einst getrennt...“
    “Schon in Ordnung, N, verstehe ich. Hör mal, wenn ich etwas herausfinde, werde ich es dich wissen lassen.“
    “Sei aber vorsichtig dabei. Sie sind sehr gerissen.“
    “Mensch, ich kann gut selber auf mich aufpassen.“
    “Ach? Sah mir aber nicht so aus, als ihr Ludor...“ Schnell halte ich meine Hand vor seinem Mund. “Wir waren uns beide einig, dass das nie geschehen ist.“ Er nimmt meine Hand weg.
    “Ah, richtig. Also, seit dem, … das nie geschehen ist… wirkst du halt etwas verletzlich - Aua!“
    “Sag das noch einmal, N. Wer würde denn so einem, ach hilflosen und verletzlichem, lieben, kleinem Mädchen etwas antun wollen?“
    Er lacht. “Lieb und klein?“
    Der Rest des Kapitels wurde aus Gründen zensiert.

    25
    Kapitel 116: Das Ende unserer Welt

    Shadow

    Ponk. Fünf Sekunden Später: Ponk. Nochmal ein paar Momente Später: Ponk. Und noch einmal: Ponk. Sogar mit einem Klong dahinter. Ich sitze an einem Tisch und tippe mit meinen Fingern kurz vor dem Nervenzusammenbruch auf ihn. Wieder macht es Ponk. Ich seufze auf und drehe mich genervt von meinem Tisch zu Parik um und rufe ihn laut zu: “Mensch, Parik, kannst du vielleicht etwas unauffälliger sein, während wir gerade einen Stützpunkt von Team Galaktik infiltrieren?“ Meine Stimme hallt in dem Raum wieder. Sonst ist nichts groß in diesem finsterem Loch zu hören. Parik ist gerade sorgfältig, wie er meint, dabei, etwas Loot, also ein paar Kostbarkeiten zu ergattern, während ich mir hier einige Unterlagen durchlese, die hier so rum langen.
    “Es scheint, als hätten die Leute, die hier gearbeitet haben, ziemlich schnell weg gemusst. Ich bezweifle ja, dass sich jemand darum kümmert, dass wir hier heimlich hereinspaziert sind. Und wer auch immer hier gearbeitet hat, scheint nach Boeys Übernahme verschwunden zu sein.“, sagt Raissa, welche in einer Ecke hockt und sich in ein Buch vertieft. Da es hier zu finster ist, hat sie eine Taschenlampe an gemacht. Ich schätze, sie möchte uns nur beruhigen. “Also, jedenfalls war der letzte Eintrag aus diesem Buch hier an dem Datum, als Clives´ Schloss fiel.“, fügt sie noch hinzu und deutet mir auf 10 Meter Entfernung auf eine Stelle des Buch´s wo wohl das Datum stehen soll. “Trotzdem ist es mir lieber, wenn wir hier schnell fertig werden.“, bestimme ich. Parik hört prompt auf und glotzt mich an.
    “Ach, weil Herr Schatten hier sagt, wir sollen schnell fertig werden, sollen wir schnell fertig werden? Wer hat dich denn zum Anführer hier ernannt?“, fragt er herausfordernd. Ich schweige einen kurzen Moment, in dem ich ihn genau ansehe. “Was willst du denn damit sagen?“, erwiedere ich. Raissa stöhnt und schnappt sich ein anderes Buch vom Stapel, den sie neben sich aufgetürmt hat. “Weil ich mich nicht erinnern kann, dass wir je gesagt haben, dass du hier alles zu bestimmen hast.“
    “Bisher hat doch auch alles gut geklappt.“
    “Weil ich nichts dagegen hatte.“ Ich lache.
    “Und du, halbe Portion, willst mir also weiß machen, dass du das besser kannst?“ Er grinst und kommt auf mich zu. Raissa versteckt ihr Gesicht hinter dem aufgeschlagenen Buch und blättert. Ich stehe auf. “Sag das noch einmal, wenn du ein Mann bist.“ Ich grinse ihn an und hebe die Fäuste.
    “Na komm doch! Komm doch!“, stochere ich ihn an.
    “Jungs! Ist gut jetzt...“, seufzt Raissa.
    “Oh nein, das entscheiden wir jetzt. Komm, die Uhr schlägt gerade Zwölf. Komm!“ Wir rennen aufeinander zu und gönnen uns eine Rauferei. “Na, wer ist hier eine halbe Portion? WER ist hier eine halbe Portion?“
    “Ach, haben sich da etwa zwei lieb?“, fragt Lily, welche gerade zu Raissa kommt.
    “Ach, beachte es besser nicht. Lassen wir die Jungs mal ihre Sachen machen.“
    “Oh nein.“
    “Lily! Du solltest sie nicht zum aufhören zwingen!“
    Im nächsten Moment erwischt mich eine heftige Schelle. “Hey, will das Weib da etwa mitmischen! Wer hat dir denn das Recht gegeben, sich in unsere Unterhaltung einzumischen?“
    Raissa klatscht sich die Hand vors Gesicht. Dann sieht sie auf. “Hey, Shadow. Komm mal. Ich habe hier etwas interessantes herausgefunden.“
    Ich gebe Parik das Zeichen für eine Pause. “Klopp dich derweil mit Lily, ja?“ Ich sehe ihm noch etwas nach und gehe dann zu Raissa. Ich setze mich neben sie, um in das Buch schauen zu können.
    “Also, was hast du denn da?“
    “Einen Eintrag, verfasst von Commander Saturn persönlich.“
    “Interessant. Was steht denn da?“
    “Na, ihr Plan.“ Ich lese mir den Text durch, den sie mir deutet.
    Aus dem Forschungstagebuch von Saturn, Montag, 31 März, erstes Jahr in Vallaya.
    Unsere Mission führte uns durch den ganzen Osten von Vallaya und meinen Leuten geht es ausgesprochen gut. Die Gewöhnung daran, keine festen Pokémon- Partner mehr zu haben und sich selbst in eins verwandeln zu müssen, ist für viele jedoch noch immer nicht leicht zu nehmen. Wir arbeiten bereits an einer Möglichkeit, sie wieder wie bei uns zu rufen. Charon, unser treuester Arbeiter an dem Projekt meldet, um Kooperation mit anderen Wissenschaftlern gebeten zu haben, jedoch nur abgelehnt wurde.
    Darum bin ich auf den Schluss gekommen, dass es schwer ist, den anderen zu trauen. Zyrus, der dank Boey endlich wieder unter uns ist, sagt, dass wir, sobald wir Clive besiegt haben, unsere eigenen Operationen durchführen werden. Ob mit oder ohne Boeys Zustimmung. Er meinte, diese Welt sei wie die, welche er sich erträumt hatte. Eine komplett neue Welt. Jedoch ist es nicht diese Welt, nach welcher er wirklich trachtet. Jedoch nach der Möglichkeit, unsere Welt von hier aus zu manipulieren.
    Ich jedoch glaube, dass das nicht so einfach wird. Wir sind nicht alleine. Viele Organisationen, die einst die Welt verändern wollten, sind hier und ich traue ihnen nicht. Ich weiß auch nicht, was geschehen wird, wenn wir unser gemeinsames Ziel erreichen.
    Unsere größte Sorge ist jedoch die kleine Gruppe, welche sich uns letztens angeschlossen hat. Serafina scheint viel Vertrauen in uns zu setzen. Das könnte später noch nützlich werden, jedoch kann man das selbe nicht von Takenaa oder Tayfun sagen. Was Takenaa angeht, weiß ich nicht, was ich sagen soll, jedoch ist Tayfun ein Problem, wenn sie nicht auf unsere Seite kommt. Abgesehen davon, dass es noch mehr Leute wie sie geben. Ich kann sie nicht kalkulieren, das bereite mir Sorge.

    Donnerstag, 3. April, erstes Jahr in Vallaya.
    Es geht demnächst los. Ich habe mich viel mit Mars und Jupiter beraten. Wir sind uns einig, dass wir extrem vorsichtig sein müssen. Außerdem hat Charon einen neuen Mitarbeiter namens Xeros und Zyrus hat mit Flordelis eine Allianz gegründet. Damit sollten wir sicherer sein. Grade wird diese Anlage von Fremden überfallen. Ich werde ihnen sagen, dass


    Schweigsam sehe ich entsetzt das Blatt an. “Die wollen unsere Welt verändern.“, fasst Raissa zusammen. Ich nicke langsam und vorsichtig.
    “Die Frage ist… wie können wir sie aufhalten? Oder sonst wen? Hier: iele Organisationen, die einst die Welt verändern wollten, sind hier. Das heißt… es wird noch heikler.“ Sie blickt schweigend auf das Buch uns schlägt es zu. Ich stehe auf. “Wenn wir das Ende unserer Welt noch verhindern wollen, sollten wir langsam los.“

article
1515081843
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III...
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III...
Das ist der dritte Akt der Geschichte: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen. Ein Konflikt, der unlösbar scheint und er ist nicht das einzige, was ein Problem darstellt. Eine Reise mit vielen wichtigen Entscheidungen und Herzen, die ihren Platz noch f...
https://www.testedich.de/quiz52/quiz/1515081843/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-III-Rueckeroberung
https://www.testedich.de/quiz52/picture/pic_1515081843_1.jpg
2018-01-04
407H
Pokemon

Kommentare (15)

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Jim ( von: Jim Helcon)
vor 19 Tagen
Sorry, dass manche Kapitel so spät erst kommen, aber es ist sehr sehr schwierig, gut durchdachte Dialoge für so eine Szene zu schreiben.
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 35 Tagen
Hahahaha! Sparx hat eine kleine Verehrerin^^
Sparx: Selbstverständlich. Ich hab Sekai ja das Leben gerettet! *prahlt*
Sekjie, Sparx.
Sparx: Gesundheit.
Mirror ( von: Mirror)
vor 47 Tagen
Ich ziehe meinem Hut. 🎩
Bereits Seit über 100 Kapitel und über 3 Alte führst du uns Leser und Neugierige durch eine faszinierende Geschichte, die allem anderen als der Norm entspricht.
Du willst uns nicht einfach unterhalten, sondern Du hast es geschafft eine Brücke der Faszination und des Denkens zu schaffen.
Es ist ein wahres Genuss, wenn auch durch die Komplexität eine nicht ganz einfache Lektüre, aber es soll auch nicht so sein.
Jede andere Geschichte liest und vergisst man, bei dir dagegen entsteht die Ebene des Nachdenkens und genau diese Ebene macht sie so einzigartig und sucht ihres Gleichen.
In jedem Kapitel, in jeder Szene und in jedem Bild steckt Leidenschaft und Liebe zum Detail. Und schon allein dafür lohnt es sich diese wundervolle Geschichte zu lesen.
Ich bin dankbar für jedes Kapitel, jeden Satz, jedes Wort, jedes Komma.
Vielen Dank und ich liebe es diese Geschichte zu verfolgen. Bitte mach weiter und lass die Menschen weiter an diesem Werk teilhaben.
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 51 Tagen
Hab Zeit genommen es durchzulesen^^ Cooler Kapitel mit mir und Sparx^^
Sparx: Er hat mich gut getroffen.
Symphonies (79063)
vor 121 Tagen
Bis lang macht es einen Nachdenklich und lässt mich persönlich ruhig werden.
Du bleibst deinem Styl treu und wächst daran, so fühlte ich mich Beispielsweise den Charakteren näher, als zuvor.
Ich liebe es, wie du schreibst.
Und ich freue mich sehr, auch zukünftig weiter und vielleicht auch eines Tages mehr zu lesen.
Das niemand dein Talent würdigt, ist ein Graus... Lass dich von denn eifersüchtigen aber bitte runter ziehen.
Jim ( von: Jim Helcon)
vor 203 Tagen
Aufgrund von sehr geringer Zeit, die ich momentan habe, wird hier etwas seltener geschrieben, ich versuche aber, baldigst ein neues Kapitel on zu stellen
Jim ( von: Jim Helcon)
vor 238 Tagen
Dankeschön^^. Es hat tatsächlich ein E bei dem (( unli)) gefehlt^^
Fakemon Fan (06190)
vor 239 Tagen
Ich hab nur ne Bitte an dich. Etwas, was mich etwas abnervt. Bei dem 'Ende des zweiten Aktes' muss irgendwie ne Klammer oder so fehlen, oder irgendwas falsch geschrieben sei. Das it aber der Grund, warum dieser ganze Text nachdem Ende auch noch unterstrichen ist.
Fakemon Fan (06190)
vor 239 Tagen
OH MEIN GOTT!!! Kannst du bitte weiter schreiben???? Die Geschichte ist amazing! Ich hab deine Geschichte vor ner Zeit gefunden und oh mein Gott! Die Geschichte ist toll! Deine Schriebstyl ist supa!!!! Und ich will mehr! Viel mehr!
Symphonies ( von: Symphonies)
vor 250 Tagen
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich dabei um eine ziemlich gute Geschichte handelt.
Es ist schade, dass es hier so wenig Kommentare gibt.
Jim ( von: Jim Helco)
vor 250 Tagen
Danke. Ich freue mich über jedes Feedback. Fühlt euch ruhig frei, alles zu kritisieren, dann kann ich drauf auch Rücksicht nehmen und in künftigen Kapiteln auch umsetzen. Das mit den Charakteren kann ich jetzt leider nicht mehr ändern, da jeder seinen Teil in der Geschichte hat. Hierauf bezogen könnt ihr auch für die Fakten-Seite Feedbacks hinterlassen, ob euch diese Übersichten so in Ordnung ist, sodass man nicht wegen der Personenvielfalt durcheinander kommt. Sonst bin ich gerne für Vorschläge offen.
Für die Schreibweise muss ich mich entschuldigen, aber es ist die Art, wie ich schreibe. Ich kann, wenn mir Beispiele für gewisse unverständliche Szenen genannt werden könnten, die analysieren und versuchen, künftige Szenen besser zu verfassen.

-Ich werde aber schon mal versuchen, einige Szenen (noch) besonderer zu schreiben.
Erdbeerseife (14593)
vor 251 Tagen
Guten Abend Herr Autor,

Ich hab die Geschichte vor einer Weile gefunden und angefangen zu lesen. Und anfangs fand ich sie echt gut.
Allerdings, nun nicht mehr.
Erstmal, warum ich überhaupt alles gelesen habe, was es bislang nun gibt. Ist einfach, die Idee.
Die Idee ist beeindruckend, gerade weil es kein richtiges 'Gut' und 'Böse' gibt und man sich selbst ne Meinung bilden soll oder doch eher kann. Genauso wie die Arbeit dahinter, ich finde, dass du das alles sehr überlegt geschrieben hast
Allerdings brachte es mich sehr schnell an den Punkt, wo ich irgendwann keinen Bock mehr hatte.
Irgendwie. Gibt es keine Spannung für mich. Keine Szene wo ich denke "Boah! Die ist echt geil! Die muss ich mir merken! Dir muss ich unbedingt noch mal lesen!" Allgemein ist mir das alles zu lang.
Für mich persönlich, sind es zu viele Charaktere und ich kann niemanden davon jetzt irgendwie zuordnen.
Auxerdem hab ich ein weiteres Problem, was ich nun aufhören writer zu lesen. Ich kann nebenbei nichts machen! Ich lese gerne Bücher und Ffs, dabei höre ich aber auch ultra gern Musik. Und das Musik hören kann ich komplett vergesse. Ich höre meine Mucke und verstehe den kompletten Text nicht. Ich kann den Text nicht im Bus lesen, oder Zuhause, wenn es nicht absolut still ist. Das Teil ist ultra komplex! Aber ich hab einfach nicht den Nerv mich hin zusetzen, aie beim Lernen und mich nur auf diesen Text zu konzentrieren.
Mit solchen Sachen, solchen Texten, will ich entspannen und dabei hab ich keine Entspannung.
Ist schade. Die Idee ist namkich gut. Ich hab zwar keine Ahnung, wie es anderen geht,aber ich wollte jetzt mal ehrlich sein. Vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug für dein Zeug. Tipps kann ich dir keine geben, weil. Ich einfach nicht genug Ahnung vom Autor. Sein hab.
Zu Zeichensetzung oder Rechtschreibung kann ich nichts saven, weil ich daruf net achte.
Sorry.
Mirror ( von: Mirror)
vor 276 Tagen
Auch dieser Akt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gelungen.
Es ist faszinierend, wie du all die Facetten der einzelnen Charaktere fein hervorhebst und all die verschiedenen Komponenten... Die Einzigartigkeit der verschiedenen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung. Bei keinem Charakter habe ich das Gefühl, dass er irgendwie untergeht. Und das ist das unglaubliche an deiner Geschichte.
Du hast du unglaublich viele Charaktere und deren Charakter und ihre Geschichte fließen zusammen und bilden das Besondere.
Ich fühle mich sehr geehrt, diese Geschichte lesen zu dürfen.
Mew ( von: Mew)
vor 302 Tagen
Das ist echt gut geschrieben ^^
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 322 Tagen
Hab mir heute die Zeit genommen die neuen Kapiteln durchzulesen. Es ist voll spannend!
Sparx: Warum bin ich nicht dabei?
Du bist doch in mein FF. Nerv Jim nicht -.-'