Springe zu den Kommentaren

Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen - Specials

star goldstar goldstar goldstar goldstar grey FemaleMale
20 Kapitel - 32.474 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2018-06-30 - Entwickelt am: - 1.361 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Schön, dass du hierhergefunden hast. Hierbei handelt es sich um eine kleine Distanzierung zur Hauptgeschichte der Geschichte Dämmerung von zwei Reichen. Die kleinen Nebengeschichten, die hier entstehen werden, werden anders als das Hauptwerk sein.
Du brauchst einzig die grobe Kenntnis aller Hauptcharaktere.

    1
    ((unli))((big))Inhaltsverzeichnis((ebig))((eunli)) ((cur))Weihnachts-Special((ecur)) Kapitel 1-14 ((cur))Sommer-Special((ecur)) Kapitel 15-? Wer das l



    Inhaltsverzeichnis
    Weihnachts-Special Kapitel 1-14
    Sommer-Special Kapitel 15-?

    Wer das liest, ist gerne dazu eingeladen, einen Kommentar da zu lassen und eure Meinung zu sagen.

    Weihnachts-Special

    “...Hier sind wir jetzt. Hier hat der unbekannte Adressat dieses Briefes uns hingeführt. Asuka? Weißt du, wo wir sind?“
    “… Es ist ein sehr abgelegener Ort in Valaya, den kaum jemand jemals betritt. Es scheint sich um den neutralsten und überhaupt stillsten Ort in ganz Valaya zu handeln.“
    “Haha. Das hört sich ja so an, als hättest du in Geographie nicht aufgepasst.“
    “Clive? Du bist auch hier?“
    “Das selbe könnte ich euch fragen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass noch mehrere Leute diesen Brief erhalten haben.“
    “Ebensowenig, wie ich, Bruder.“
    “Raweso? Was machst du hier?“
    “Dumme Frage. Jeder, der so ein Zettelchen hier hat, ist aus dem selben Grund hier, wie auch all die anderen.“
    “Aber… Ist es nicht eigentlich schlecht, wenn wir uns einfach so alle treffen? Gleich gehen doch wieder die Kämpfe los, oder?“
    “Ich hatte gerade den selben Gedanken, Jim. Wir… also…“
    “Ich wäre dafür, dass wir erstmal herausfinden, wer der Adressat ist, Teona. Eventuell könnte es sich um eine Falle oder ähnliches handeln.“
    “Ich stimme Tayfun zu. Asuka sagte ja grade, dass das hier nicht oft betreten wird. Ein perfekter Ort für ein Attentat.“
    “Nicht so voreilig, Lou. Ihr habt mich ja nicht mal ausreden lassen. Das hier ist ein, sage ich mal, geheiligter Ort. Warum genau, weiß keiner. Wer hier jemanden bekämpft, ebenso wie in all den anderen neutralen Gebieten, ist eine Schande und entehrt. Ob das jemanden kümmert, weiß ich nicht, wir sollten wachsam bleiben.“
    “Ich kann jedenfalls eine starke Magie vernehmen. Und es ist keine, die ich kenne...“

    “Ehem… Wenn ich dann endlich mal zu Wort kommen dürfte...“
    “Wer sind Sie?“
    “Euer mysteriöser Adressat. Ich bin Anna und reise durch die verschiedensten Reiche. Gelegentlich mache ich mit verschiedenen Bewohnern auch mal einen Ausflug in die ein oder andere Dimension. … Für Geld, versteht sich. Nur wer in dem, was er macht, den wirklich wahren Profit auch sieht, kann reich werden. Na ja, egal. Da heute ja Weihnachten ist, dachte ich, heute nehme ich mal diese Dimension hier und lade euch ein, eine andere Welt zu besichtigen. Es ist eine einmalige Chance und ein super Angebot. Normalerweise verlange ich für sowas ein Vermögen. In Voraus. Also: Ich habe hier ein paar Eintrittskarten gratis.

    Ich sehe grade, wie viele ihr seid. Das wird vielleicht doch etwas teuer… sagen wir mal, 10 Personen können mit. Diese Karten kommen ja nicht von irgendwo. Sagen wir… Du, du, du… du, du, du… du auch, du, du und die letzte Karte bekommst… du. So. Keine Widerrede.“

    “...Klar… Was geht hier ab?“
    “Das wird sicher lustig… Irgendwie erinnert mich das an irgendetwas… hihi.“
    “Also nur Takenaa, Lou, Tayfun, Serafina, Jim, Teona, Pan, Shadow, Bianca und Natura?“
    “HEY! Warum darf ich nicht mit?“
    “Blau, stimmts? Nun, ich muss davon ausgehen, dass ihr auf der anderen Seite keinen Unsinn anstellt oder sonst irgendetwas macht. Eine Reise in eine andere Dimension ist auch gefährlich. Nur der kleinste falsche Eingriff kann fatale Folgen haben. Dann darf ich da nicht mehr hin und das ist nicht gut für´s Geschäft, du verstehst? Und irgendwen muss es ja auch treffen, der nicht mitkommt. Ich habe einfach gewählt, wer nicht zu neugierig oder aufgedreht ist. Es kann auch mal sein, dass ich euch mal beobachtet habe, daher weiß ich, wer die Klappe halten, oder seine Neugier zügeln kann, wenn es darauf ankommt. Ich weiß, wovon ich rede und eins sage ich dir noch: Wenn man etwas am schwersten akzeptieren kann, dann die Wahrheit. Also, auf auf meine Lieben. Meine nächsten Kunden stehen schon vor der Tür und ich will sie nicht warten lassen.“

    “Ich schätze, der Rest bleibt einfach hier und passt auf… Egal auf was.“
    “Das halte ich für einen guten Plan, Bruder. Setzen wir uns einfach… da hin.“
    “Es gibt auch mal ein nächstes Mal. Jetzt habt euch nicht so! Irgendwer muss halt hier bleiben. Und wehe, ihr geht hier weg, während die Kinder hier noch weg sind, klar? Ist besser, glaubt mir. Nun denn, ich will keine Zeit vergeuden, Zeit ist Geld. Hop Hop. Durch dieses hell leuchtende Tor da. Alles eingestellt. Ihr kommt sicher auf die andere Seite.“

    2
    “Tadaa. Da wären wir. Schön, oder? Ich hoffe, ihr habt euch schön warm angezogen, denn es ist ziemlich kalt hier.“
    “Wäre ich NIE drauf gekommen, dass es KALT ist. Vielleicht kann man uns vorher etwas darauf vorbereiten können. Was sollen wir denn wissen, dass hier Schnee liegt?“
    “Vielleicht gehe ich lieber noch einmal zurück und hole meine Winterjacke...“
    “A-ah! Wenn du einmal hier bist, bist du hier. Wenn du zurückgehst, musst du eine neue Reise buchen, wenn du wieder hierhin willst, klaro? Dein Ticket ist jetzt weg. Seit doch mal glücklich, die Kälte ist nicht von langer Dauer. Sobald ihr euch hier etwas eingelebt habt, ist alles wieder in Butter.“
    “Und wo genau sind wir jetzt?“
    “An einem sehr kalten Ort. Der Kälteste, den ihr je gesehen habt. Aber wie gesagt, das wird. Und in diesem kleinen, süßen Dörfchen hier findet heute in besonderes Ereignis statt, ich bin mir sicher, es wird euch gefallen.“

    “Anna! Welche eine Überraschung, dich hier auch mal wieder anzutreffen.“
    “Ach, mein Lieber, ich komme doch jedes Jahr wieder. Diese Spiele sind für mich zwar etwas gleich, aber trotzdem hoffe ich, dass es dieses Jahr wenigstens die Kontrahenten sie spannend gestalten können.“
    “Natürlich. Ich bin zuversichtlich.“
    “Hihi. Das sagst du jedes Mal. Nun, meine Lieben, das hier ist, ihr werdet es wohl schon wissen, der liebe Weihnachtsmann. Ein einzig und Ware. Ja… Ware, denn er bringt mir jedes Mal ziemlich viel Geld ein. Apropos, ich muss noch meinen Snack-stand für das Stadion auf vorderman bringen. Im Gegensatz zu euch bin ich nicht zum Vergnügen hier. Das kommt, sobald ich das Geld in der Kasse klingeln höre. Nun denn: Genehmigung und so weiter Pipapo, ihr wisst schon. Das Stadion könnt ihr nicht verfehlen. Einfach dieses große Gebäude hier zwischen den ganzen Holzhüttchen hier. Nun denn: Ich komme auf euch zurück“
    “Und weg ist sie. Und in was für ein Tempo, bei dem allen, was sie dabei hat...“
    “HoHo, das ist Anna, wie man sie kennt. Immer auf Hochturnen.“
    “Und du bist der Weihnachtsmann? Zugegeben, dein Outfit nach kannst du ihm ähnlich sehen, aber irgendwie… Ein roter Rollkragenpullover mit roter Hose und eine blaue Cap, die vorne eine Stelle Gelb ist mit kleinen Geweihen?“
    “Ich bin auch gerade nicht im Dienst, junges Fräulein. Heute finden die Rentier-Spiele statt. Da wird geschaut, ob jemand das Zeug hat, den Schlitten zu ziehen. Aber jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss noch einige organisatorische Dinge erledigen, bevor das erste Spiel, das Rennen statt findet.“
    “Ach, das sind doch nur Abendmärchen. Eine erfundene Figur aus der Fantasie der Menschheit. Keine Ahnung, wo wir sind.“
    “Was hat denn Serafina? So gar nicht gemütlich. Dabei ist doch Weihnachten.“
    “Keine Ahnung, Pan. Wahrscheinlich ist ihr immer noch kalt. Also, das machen wir jetzt? Wir scheinen ja noch etwas Zeit zu haben, ehe das Rennen los geht.“
    “Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag mich hier mal ein wenig umschauen.“
    “Und das aus deinem Munde zu hören, obwohl du am meisten Probleme mit der Kälte hast?“
    “Das muss ein Gerücht sein. Ja ja, ich gehe mich hier umschauen, das Stadion scheint ja gut zu finden zu sein.“
    “Wir dürfen aber bei aller Freude… oder Nicht-Freude nicht vergessen, dass wir hier keine gravierenden Dinge tun sollten. Reden war okay, ich bin mir aber auch nicht so ganz sicher, was wir nicht mal einem Tag hier schon anrichten könnten. Wie dem auch sei, Serafina ist ja auch schon weggegangen. Also treffen wir uns nachher einfach im Stadion.“
    “WIr sollten das Zeitlimit auf ungefähr einer Stunde belassen. Nur um sicher zu gehen.“
    “Teona… danke für diesen Hinweis, aber Jim ist auch schon weg. Ich glaube nicht, dass es auch weder noch Takenaa oder Pan es noch mitbekommen haben.“
    “Pan… ist alleine abgezockelt? Ich sehe mal zu, dass ich sie noch finde, ehe sie noch irgendeine seltsame Aktion durchführt, wir kennen sie ja.“
    “Klar. Also ich gehe dann mal auch okay? Tschö!“
    “*seufz* Okay. Tschüss ihr alle. Ach was solls. Gehe ich eben auch irgendwohin.“
    “Es ist faszinierend. Der Schnee hier scheint nicht zu schmelzen, obwohl über uns fast die Sonne ist und keine Wolke zu sehen ist. Ich kenne sowas ja von Kyurem, aber hier gibt es ja keine Pokémon, nehme ich an.“
    “Natürlich musst du, wenn sich hier jeder den Ort ansieht, den Schnee hier am Boden begutachten, N. Jetzt weiß ich, warum Urs nicht mitgekommen ist. Der hätte diesen Ort nach allen möglichen Auren durchsucht oder wäre komplett ausgerastet.“
    “Oh, ja. Es gibt vieles, was wir hier herausfinden könnten, aber ich denke, es wäre besser, im Ungewissenen zu bleiben. Also dann sehe ich mich hier auch mal etwas um.“
    “Willst du mich jetzt auch noch alleine lassen?“
    “Haha. Sind denn deine Beine etwa eingefroren? Jetzt komm schon.“
    “Ja ja! Ist ja gut.“

    3
    “Was hat diese Welt hier nur an sich, dass es so einmalig ist? Ich war schon in vielen Städten und Dörfern, aber nie war eins weihnachtlicher, als dieses. Aber warum wundert mich das. Das ist ja eine andere Welt, hier kann alles Mögliche vorkommen. Hu? Was ist das?
    “1 Minute 90 Sekunden. Das ist eine gute Zeit, die du da hingelegt hast. Damit kannst du das Rennen wirklich für dich entscheiden.“
    “Dieser Zwerg redet mit diesem… Kronjuwild? Es ähnelt ihm am meisten. Ein neues Pokémon oder sowas? Oder eine neue Spezies?“
    “Meinst du, Doggle?“
    “Es spricht? Na gut, ich habe ja nicht zu entscheiden, wer sprechen kann und wer nicht… Nicht hier...“
    “Klar. Werd locker und entspann dich. Du kriegst das hin.“
    “Guten Tag.“
    “Hm? Oha, ehm...“
    “Besuch?“
    “Ach ja. Ich bin gerade erst hierher gekommen. Ich bin zu besuch hier und wurde eingeladen, die Speile anzusehen.//Ihre Blicke… ich weiß nicht, ob sie Menschen kennen…//“
    “Ach, wieder Besucher. Und wie ist dein Name?“
    “Jim Helcon. Ihr könnt mich einfach Jim nennen.“
    “Angenehm. Ich bin Doggle, einer der vielen Weihnachtszwerge des Weihnachtsmannes. Momentan zum Briefabholer degradiert. Das… müssen wir aber auch nicht weiter erläutern… Egal. Das Rentier hier neben mir nennt sich Rudolph, ein Kandidat für´s Rennen...
    “Und künftiger Schlittenzieher.“
    “Ein Schlittenzieher? Ach, du meinst die Ren-tiere, die den Schlitten zum Fliegen bringen?//Nichts falsches sagen. Natürlich kennt man die Geschichten über die Schlittenzieher, aber ich hätte fast Fabelwesen gesagt.//“
    “Genau die.“
    “Komm, wir müssen dich noch für die anderen Disziplinen vorbereiten.“
    “Komme. … Warte kurz. Sind das da vorne auch besucher?“
    “Hm? Die? M-Moment. Nein, die gehören nicht zu mir.“
    “...“
    “Das sind Formen von Pokémon… sie schimmern violett, sind aber unsichtbar… wie kommt das denn?“
    “Hast du gerade Pokémon gesagt?“
    “Ja, aber das sind eindeutig keine.“
    “Sicher nicht. Ich kenne sie nur aus Spielen. Meinst du, die gibt es?“
    “Natürlich gibt es die. Genau so, wie es Rentiere bei uns nicht gibt.“
    “Willst du damit sagen, in deiner Welt gibt es sie? Wirklich lebendig?“
    “Ja… teils. Eigentlich ja, aber momentan ist es… ein wenig kompliziert und sie-“
    “Jungs, ich unterbreche nur ungern, aber wir müssen schnell etwas tun, bevor sie noch großen Schaden anrichten! Sie fangen schon an, unsere schönen Häuser zu zerlegen...“
    “Es sind nur drei, keine Sorge, das kriege ich hin.“

    “WOOW! Du BIST in Wahrheit ein Pokémon? Unglaublich.“
    “Es ist, wie gesagt, kompliziert, aber sieh erstmal zu, dass du hier wegkommst.“
    “Haha! Vergiss es! Wenn du sagst, sie sind nicht stark, helfe ich gerne mit.“
    “Rudolph! Pass auf, wo du dich da hineinreitest! Ihr haltet sie im Schach, okay? Ich muss den anderen Bescheid geben.“
    “Doggle, es würde uns helfen, wenn du im Stadion eine Anna aufsuchst, oder Menschen in meiner Größe suchen würdest. Ich möchte euch das nicht aufdrängen.“
    “Also, Jimmy, gehen wir los! Ha!“
    “Auf gehts, Bisasam, Schiggy, Glumanda! Hey, Rudolph, kannst du diesen etwas rötlichen übernehmen?“
    “Den da?“
    “Genau.//Er macht das gar nicht schlecht.// Hast du Kampfsport geübt, oder sowas?“
    “Nicht so viel, aber grobe Kenntnisse aus für die Rentier-Spiele.“
    “Verstehe. Gut, dann mach mal so weiter, ich helfe dir!“

    “Haha! Die haben keine Chance! Wir sind zu gut!“
    “Nicht übermütig werden. Die sind unberechenbar.“
    *swip*
    “Was war das?“
    *swip*
    “Ein Pfeil? Was-“
    *swip*
    “Wer schießt denn da? Das ist gefährlich!“
    (Um Verwirrungen zu vermeiden, ist Anna jetzt olive.)
    “Ach, das ist gefährlich? Und was, meinst du, machst du da?“
    “Anna? Du benutzt echte Waffen? Pfeil und Bogen?“
    “Die waren sicher nicht eingeladen. Sie müssen sich irgendwie durch das Tor geschmuggelt haben, während wir geredet haben… Nicht gut. Überhaupt nicht gut. Ach, wisst ihr, lasst euch deswegen nicht beirren. Ich habe das alles fest im Griff. Nicht zahlende Kunden werden bei mir selbst bei 100 Meter gegen den Wind gespürt. Macht euch also bitte keine Sorgen.“
    “Du machst mir mehr Sorgen, wenn du mit so einem Ding hier herumläufst.“
    “Oh, verzeih, wie unhöflich von mir. Ihr verabscheut sowas ja. Nun gut, wenn ihr wieder solche Dinger sehen solltet, könnt ihr wieder draufhauen. Für jedes dieser Dinger gibt es von mir ein schönes Kopfgeld. Und keine Sorge, Rudolph. Es ist nicht so, als wären diese Dinger wirklich am Leben. Auch wichtig für dich, Jim: Es sind nur heraufbeschworene Zauber, die sich zu weit von ihrem Beschwörer entfernt haben und nun Amok laufen. Ihr tut also jedem nur einen Gefallen. Vor allem mir. Eigentlich hätte ich darauf achten sollen… na ja: Ich werde dafür sorgen, dass sie diesem Dorf hier fern bleiben. Audieu.“

    “Hast gehört. Du musst dich jetzt weiter vorbereiten.“
    “Ja, aber Doggle ist noch nicht zurück.“
    “Hm… was musst du denn noch machen? Vielleicht kann ich kurz für ihn einspringen.“
    “Das ist nett. Also: Nach dem Rennen wird der Weitsprung anstehen. Du kannst mir helfen, indem du den Schnee nach dem Sprung wieder kehrst, damit ich noch einmal springen kann. Du weißt doch, wie das geht?“
    “Klar. Sowas. Ja, das kenne. Ich okay, dann mal los. Zeig mir, wie weit du springen kannst!“
    “Dann mach dich auf was gefasst!“

    Die Anwesenheit dieser Wesen ist auch an anderen Teilen des Dorfes aufgefallen...

    4
    “Es war sicher meine Schuld.“
    “Ach, jetzt mach dir keinen Kopf, Takenaa. Die sind bestimmt nicht wegen dir hierhergekommen.“
    “Aber Tay, du weißt doch am Besten, dass sie immer da sind, wo ich bin. Ich habe sie eindeutig wiedererkannt! Och man, was mache ich jetzt? Ich sollte hier lieber wieder weg...“
    “Mach dir keinen Kopf. Hakuna Matata. Anna sagte ja, dass sie das schon wieder unter Kontrolle bekommt und wenn wir so ein Fieh hier sehen, werden wir es eben zurück schicken.“
    “...Okay… du wirst schon Recht haben.“
    “Geht´s wieder?“
    “Ja, danke, Bianca. Teona kann sich wirklich glücklich schätzen, jemanden wie dich in ihren Kreisen zu haben.“
    “Danke. Ich kann eben nicht wirklich gut kämpfen, noch habe ich je wirklich eine Reise gemacht. Daher habe ich eben das gemacht, was ich am besten konnte. Du solltest jetzt nur etwas vorsichtig mit dem Bein sein.“
    “Der Angriff kam aber auch überraschend. Nun gut, gehen wir am Besten gleich ins Stadion.“
    “… Okay. Ich hasse diese Dinger jetzt, da sie mich nicht mal im Urlaub in Ruhe lassen können.“
    “Verzeiht? Ihr habt euch gerade um diese Gestalten gekümmert, nicht wahr? Ich wollte euch nur kurz meinen Dank aussprechen, sonst hätten sie fast mein Haus erwischt.“
    “Das haben wir gerne gemacht. Sag, nimmst du auch an den Spielen teil?“
    “Ja, mache ich. Ich werde zwar wohl nicht für viel Aufersehen sorgen, aber ich wollte zumindest dabei sein. Dafür wünsche ich anderen umso mehr, dass sie gesehen werden.“
    “Wie? Ihr wollt gesehen werden? Ist das der Sinn dieser Spiele?“
    “So gesehen ja. Es ist nicht so, dass es Sieger oder Verlierer gibt, eher kommt es auf das Erscheinungsbild des Teilnehmers an. Der Weihnachtsmann entscheidet dann, ob darunter es welche gibt, die Mut, Charakter und ein gutes Herz haben, um den Schlitten ziehen zu dürfen.“
    “Es kann also sein, dass alle auserwählt werden?“
    “Theoretisch. Es kann aber auch sein, dass niemand ausgewählt wird. Kommt eben auf den Teilnehmer an.“
    “Und du denkst, dass du das nicht schaffst?“
    “Es die Disziplinen muss man selber schon machen und ich denke nicht, dass ich so gut bin. Wie gesagt, ich will einfach nur mitmachen. Ihr seid doch gerade auf dem Weg zum Stadion, nicht wahr? Kann ich dann mitkommen? Ich wollte mich gleich mit jemanden noch treffen, ehe die Spiele beginnen.“
    “Geht klar. Sag, wie heißt du denn?“
    “Zoey.“

    “Haha. Das war doch gar nicht so schlecht, oder? Sage ich so als Laie.“
    “Ja, also es dürfte ganz gut im oberen Bereich liegen, Rudi. Du kannst das.“
    “Danke. Pass du aber auf, dass du nicht aus dem Wagen kippst. Es könnte sehr holperig auf der Strecke werden.“
    “Ach, er macht auch mit?“
    “Klar. Ich muss ja jemanden ziehen. In diesem Fall… da. In diesen Schlitten da werden die Kutschierer sein und ich muss ihn ziehen.“
    “Und wir beide müssen heile am Ziel ankommen. Inklusive Schlitten.“
    “Ja, siehen eigentlich recht robust aus. Sie sind nicht schwer und scheinen auch wenig Luftwiederstand zu bekommen.“
    “Haha! Warst du jemals bei so einem Rennen? Ich denke nicht, dann würdest du wissen, wie haltbar die sein müssen. Rate mal, wie lange es diese Schlitten schon gibt?“
    “Wenn du mich so fragst, dürften die schon etwas älter sein. Aber sie sehen noch so neu aus.“
    “Sind sie auch größtenteils. Sie werden auch immer neu repariert.“
    “Das hört sich schon gefährlich an. Wird sicher Spaß machen, euch zuzugucken.“
    “Es ist nicht so schlimm, wenn man Erster wird. Die Wagen bleiben immer am heilsten.“
    “Also bleibt unser Wagen am heilsten.“
    “Ich bin gespannt. Ich bin gespannt.“
    “Ach, hier steckst du. Kommst du. Rudolph, kommst du? Wir müssten zur Anmeldung.“
    “Los, Rudi. Ich warte im Wagen auf dich.“
    “Okay, danke. Komm Zoey.“
    “Du solltest jetzt auch ins Stadion gehen.“
    “Ich wünsch euch beiden auf jeden Fall Hals- und Beinbruch.“

    Das Stadion war nicht besonders groß, doch für so ein kleines Dorf, das um einen See gebaut ist, kann es sich gut sehen lassen. Vom Stadion geht es dann durch ein Tal einen Berg hinauf, in auf dem die große Werkstatt, das größte Gebäude des gesamten Dorfes steht. Es hatte viele rote Fahnen, die im Wind wehten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Einganges war der Sitz des Weihnachtsmannes. Von dort konnte man das ganze Stadion überblicken. Im inneren gab es vor den Sitztribünen eine runde 400-Meter-Bahn. Es gab 2 große Tore, die in das Stadion führten. Am Tag der Spiele war das Stadion voll.

    “Knabberzeug, Getränke! Schaumstoffhandschuhe mit Unterschriften der Teilnehmer! Fanshops, alles was Ihren Aufenthalt hier zu einem unvergesslichen Ereigniss werden lässt!“
    “Teona, die nimmt ihre Aufgabe hier ja wirklich ernst. Ist kaum zu glauben.“
    “Es überrascht dich? Du hast doch noch eine Ahnung, wie sie uns empfangen hat, als sie uns hierher eingelanden hat? Ich glaube, für sie gibt es kaum etwas anderes, außer Geld zu schaffen und ihre Arbeit auszuüben.“
    “Da hat sie allerdings Recht. Ich selber war zwar noch nie auf einem „Event“, aber ich muss auch sagen, dass mich diese ganze Masse hier schon etwas beunruhigt. Ein Glück sind wir nicht unter Menschen, da geht es noch. Und so eine begeisterte Verkäuferin habe ich auch noch nie gesehen. Erstaunlich.“
    “Da muss selbst ich dir Recht geben, N. Ich hoffe nur, die brüllt nicht noch während der Spiele das Stadion zu.“
    “Und was hast DU dir da geholt?“
    “Was? Sie sagte, es wäre ein Rabatt. Weil ja bald Weihnachten ist. Oder hast du etwas gegen diesen tollen Anhänger einzuwenden?“
    “*seufz* Eben vor Weihnachten und vor allem in solchen Events springen die Preise von solchen Dingern nur in die Höhe. Wie viel hast du dafür bezahlt?“
    “Hälst du mich etwa für unfähig, auf mein Geld aufzupassen? Wir sind im Urlaub!“
    “Ja ja. Als Boey´s kleiner Laufbursche bekommst du sicher ein gutes Honorar.“
    “Teona...“
    “Ha ha. Ich dich auch gleich…“
    Seht! Da kommen sie!“
    “Die sehen alle ziemlich siegessicher aus. Welcher ist jetzt der, den du vorhin erwähnt hast?“
    “Da. Die 5. Im Schlitten hinter ihm ist Doggle.“
    “… Aha. Sieht doch sehr gut aus. Die 1 sieht aber auch nicht schlecht aus. Blickt zwar etwas grimmig rein, kann aber sicher auch gewinnen.“
    “Laut Liste ist das ein Arrow.Wollen wir wetten?“
    “Hah! Vergiss es gleich lieber. Ich meinte nur, wer nach einer Konkurrenz aussieht.
    “Scht! Es geht los.“

    5
    “Ich finde auch, dass Arrow durchaus gewinnen kann. Wenn er so brutal da ran geht… jetzt weiß ich, wieso diese Rennen immer so gefährlich sind. Die arme 6. Zum Glück ist nichts ernstes passiert. Das sah aber schon knapp aus, wenn sich so ein Schlitten überschlägt...“
    “Dein Favorit scheint sich auch gut zu schlagen. Er hält zumindest ausreichend Abstand, dass Arrow nichts machen kann.“
    “Sehen wir mal. Die 8 will mitmischen.“
    “Arrow rammt seinen Schlitten gegen Rudolphs und dann gegen die 8! Na klar, ihm kann nichts passieren, da er in der Mitte steht. Er fährt ewig in einer Sinus-Kurve, bis eine Wand nachgibt und schon gibt es einen Rivalen weniger“
    “So, wie jetzt bei der 8 zum Beispiel. Und… raus. Der Wagen!“
    “Jetzt steht er ungepannt auf der Piste.“
    “Die Leute da müssen echt mutig sein. Einen Schlitten während des Rennens zu bergen. Ich weiß nicht, ob darauf jeder Rücksicht nehmen kann.“
    “Das glaube ich nur nicht, ich sehe es. Seht ihr auch, wie Arrow Rudolph zum bremsen zwingen möchte? Er drängt ihn zum Rand und wenn Rudolph gegensteuert, kann es auch ein leichtes Aus sein. Da kommt er nicht mehr Raus.“
    “Und er bremst nicht mal! Er wird ihn wohl durchbrechen wollen! Auuußer…. Er Springt natürlich.“
    “Tcha, haben wir auch weit geübt. Eigentlich für eine andere Disziplin, aber Rudolph scheint echt einfallsreich zu sein.“
    “Und Doggle hält sich auch wacker im Wagen. Das kann was werden.“
    “Was machen die denn da?“
    “Er provoziert Rudolph. Aber aus welchem Gru-“
    “Was ist DAS denn?“
    “Das Ding Leuchtet. Ob Rentiere Attacken, wie Blitz beherrschen?“
    “Aber das wäre gegen die Regeln!“
    “… aber interessant herauszufinden...“
    “N! Halte dich zurück. Anna sagte: Keine Neugier.“
    “Keine Panik. Ich kann aufpassen.“
    “Er gewinnt das. Arrow ist draußen.“
    “Fragt sich nur, ob er auch die Aufmerksamkeit bekommen hat, die er möchte. Nach dem Leuchten da sowieso.“
    “Hey, Jim, wo willst du hin?“
    “Ihm gratulieren. Komme gleich wieder. Es ist ja jetzt eine kurze Pause.“
    “Echt ein merkwürdiger Sport. Von 8 Teilnehmern haben nur 3 die Zeillinie überschritten. Erinnert mich irgendwie an Pottrennen. Was ist denn jetzt auf einmal los?“
    “Er wird disqualifiziert. Wegen ordnungswidrigem Gebrauch seiner Nase?“
    “Das klingt bescheuert...“
    “Ja… ist es aber nicht, wie du gesehen hast. Arrow hätte gewinnen können.“
    “Das tut er ja auch grade. Das sagt der Schiri.“
    “Aber Arrow hat es doch veranlasst. Durch das Provozieren hat er Rudolph dazu gebracht. Jetzt, wo ich darüber nachdenke… das war doch volle Absicht.“
    “Sag das dem Schiedsrichter. Du kannst nichts nachweisen. Außerdem wird Arrow selber protest dagegen erheben. Es ist hoffnungslos. Rudolph ist draußen.“

    “...Seine Nase war… war ein Unfall.“
    “Unfall? Hey, Rudi...“
    “Lass mich bitte für einen Moment allein, Jim.“
    “Klar. … Oh man. Ich glaube, sein Vater sollte noch einmal über seine Wortwahl nachdenken. Ein Unfall…Rudolphs Nase war ein Unfall. Der Arme tut mir echt leid. ...“

    “Welch ein erfolgreicher Tag. Die Kasse ist voll und meine Urlauber haben wohl auch ihren Spaß gemaht. Dann rufe ich sie doch mal zusammen. Hey. Alle, die zu mir gehören, einmal herkommen! Es geht wieder zurück. Ihr habt jetzt noch eine Stunde, dann treffen wir uns wieder am Tor. Wer zu spät kommt, bleibt hier sitzen, da ich das Tor danach schließen muss und für ein Jahr mindestens nicht wiederkomme.“
    “Schon? Wir waren doch kaum hier.“
    “Das ist eben so. Es war auch nur eine freie, nette Geste von mir, dass ihr sowas überhaupt mal sehen konntet. Und immerhin hattet ihr doch einen vollen Nachmittag hier und so viel gibt es nun auch wieder nicht hier zu sehen. Von daher… ihr wisst jetzt bescheid.“
    “Äh… ja… außer… Hat jemand Jim gesehen?“
    “War er nicht bei dir?“
    “Ja, aber er ist in der ersten Pause kurz weggegangen, nur ist danach nicht wiedergekommen.“
    ((red)“Äh… Er sollte da sein… Okay, die meisten hier gehen. Ich habe heute leider noch einen Termin in einem anderen Universum, sonst kriege ich dicke Zinsen auf meine Rechnung. Also: Einer kann hier bleiben und nach ihm suchen, den hole ich später ab. Der Rest sollte aber zum abgemachten Zeitpunkt gehen, je weniger von euch hier länger als nötig bleiben, umso weniger Risiken gibt es.“
    “Und du hast dir auch schon ausgemalt, wer hier bleibt, nicht wahr?“
    “Habe ich schon. Die unter euch, die ganze Nachmittage damit zubringen kann, möglichst nicht da zu sein und die wenigsten wichtigen Dialoge überhaupt führt.“
    “Wie bitte?“
    “Ach, nicht so wichtig. N, du kennst ihm zwar am Besten, allerdings weiß ich nicht, was du an diesem Ort so lange während meiner Abwesenheit machen würdest… Von daher… nimms mir nicht übel, aber sicher ist sicher. Bianca, du wirst hier bleiben.“
    “Warum ich? Mir frierts an diesem Ort!“
    “Eben weil du stets die Klappe hälst, wenn es sein muss. Ich weiß auch, dass du dich nicht zu langweilen brauchst. Also, wenn du ihn siehst, wirst du ihn sagen, dass er hier zu bleiben hat und das nächste Mal nicht einfach so wegzulaufen hat. Und zwar, so, wie ich es dir gerade gesagt habe. Imperativ. Also: Eine Stunde habt ihr jetzt noch. Tüdelü.“

    “Im nachhinein ist es doch nicht so schlimm, dass das hier kurz ist. Ich weiß nicht, wie lange ich ihr kommandierendes Gebrabbel noch ertragen könnte.“
    “Jo, da hast du voll Recht, Lou. Ich werde Blau sagen, dass er hier quasi nichts verpasst hat.“
    “Wo ist der denn jetzt hingerannt? Haben wir nicht besprochen, dass wir uns wieder hier treffen?“
    “Eigentlich nicht. Aber es war eigentlich klar. Bestimmt hängt er irgendwo mit seinem Rudi rum. Dem geht’s jetzt sicher echt nicht gut, nachdem er so diskriminiert wurde.“
    “Du meinst die Nummer 5? Stimmt, die war plötzlich weg. Ich dachte, er schaue dem Rest noch zu.“
    “Wie sie weiter spielen und er nicht mehr mitmachen durfte? Das war doch unfair.“
    “Das war doch sowas wie ein Unfall. Dass sie nicht noch mal ein Auge zudrücken… das verstehe ich nicht.“
    “Kommt, reden können wir später immer noch.“

    6
    “Hey Rudi, wo willst du hin?“
    “Bist du mir gefolgt?“
    “Na ja… ich habe mir schon etwas Sorgen gemacht. Und… wie das aussieht...“
    “… Lass mich bitte. Ich… *tiefer seufzer* komme hier nicht mehr klar.“
    “Jetzt wein bitte nicht. Ich bin mir sicher, das war nur ein Missverständnis.“
    “Aber ein Unfall? Meine Nase ist ein Unfall? Bin ich dadurch nicht ein Unfall? Sowas von Papa zu hören...“
    “Lauf nicht so schnell. Wohin willst du denn jetzt?“
    “Irgendwohin, wo man mich so akzeptiert, wie ich bin.“
    “Ich komme mit dir. Ich meine, hier könnten immer noch diese Dinger herumlaufen...“
    “Danke… Aber… ich will noch mal kurz auf mein Dorf sehen. Ich weiß nicht, ob ich es jemals wiedersehen werde.“
    “//Stimmt. Von hier oben hat man eine echt tolle Aussicht.//“

    Jims Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Während sie auf dem Weg sind, erscheinen wieder diese Magie-Konstrukte. Jim war entschlossen, die Quelle dieser Wesen zu finden und diese Welt von ihnen zu befreien.
    Zusammen mit Rudolph kämpften sie sich ihren Weg durch die Eisödnis.
    Rudolph erzählte von seiner Vergangenheit und alles, was er jetzt wohl vermissen würde, war aber dennoch entschlossen, weiter zu ziehen. Sie zogen ohne Rast, bis sich der Tag dem Ende neigte und Müdigkeit die beiden prägte.

    “...“
    “...Eine Pause wäre jetzt wirklich nett. Es ist schon ziemlich dunkel geworden. Wir bräuchten mal einen Platz zum Rasten.“
    “Ja… eine Höhle wäre jetzt ganz nett. Etwas anderes kann man hier draußen nicht finden.“
    “Hm? Sieh mal!“
    “Das sieht schön aus. Ein Regenbogen.“
    “//Und dabei regnet es nicht mal, weder scheint die Sonne.// Sieh, er will uns wo hin führen.“
    “Hmhm. Das ist eine Höhle. Da sind wir erstmal sicher. Hoffen wir nur, dass sie nicht bewohnt ist.“
    “In wiefern meinst du: Bewohnt? Was läuft denn außerhalb deines Dorfes denn so rum?“
    “Andere Tiere, die hier leben. Tut mir leid, aber ich bin müde. HALLO? HALLO!“
    “...“
    “… Ich brauch jetzt eine Mütze voll Schlaf.“
    “Gut. Ich mach´s mir hier vorne gemütlich.“

    “Okay, Pfoten hoch!“
    “Häh?“
    “//Was ist das denn? Kein Rentier.“
    “Das hier ist meine Höhle! Ich habe sie vor euch gefunden! Macht euch mal auf einen Abflug gefasst!“

    So sehr der kleine Polarfuchs es auch versuchte, er konnte es nicht schaffen, das Rentier Rudolph zu überwältigen.

    “Okay. Schon gut. Schon gut. Ich gebe auf...“
    “Empfängst du so immer deine Gäste?“
    “So lange rund um die Uhr diese blöden Fiecher ankommen nicht! Sie rauben mir echt meine Nerven. Nun, ihr scheint ganz okay zu sein. Ich bin Slyly.“
    “Danke. Ich bin Rudolph. Und er hier nennt sich Jim.“
    “So, und jetzt sag mir, wovor du weckläufst, Rudolpf.“
    “Wer hat gesagt, dass ich vor irgendwas weglaufe?“
    “Ach, du bist für mich wie ein offenes Buch, kleiner. Deine Familie hat kein Verständnis für dich… deine Freunde haben dir den Rücken zugedreht. Das hast du alles nicht ausgehalten… also: Bist du auf und davon!“
    “Nicht schlecht. Du bist ja ein wahrer Kenner.“
    “Und was man jemand aus einer anderen Welt hier? Glaub mir, ich kenne jeden Geruch, der hier jemals gewesen ist und deinen kann ich nicht erkennen.“
    “Er kommt, um diese Wesen zu vertreiben, die diese Höhle heimsuchen.“
    “Na ja… Der Letzte Besuch von ihnen ist schon eine Weile her. Ich denke, sie kommen die Nacht nicht wieder. Und zu dir, Rudi: Lass dir eins gesagt sein: Wenn es mal gerade nicht läuft und alles nur noch ätzend ist… dann denke bloß: Es könnte noch viel schlimmer kommen. … Also deinem Gesicht nach zu urteilen… ach, pass auch: Ich werde es dir… jetzt mal etwas verklickern:“

    “… Also denk dran: Es könnt noch schlimmer sein! Hu?“
    “Was ist los? Oh...“
    “… Sag mal… warum hast du denn so ein Leuchten auf der Schnauze?“
    “Ehm… ich … weiß gar nicht, wovon du redest.“
    “Rudolph...“
    “… Na gut! HIER! Na los! LACH MICH SCHON AUS! Das machen all die anderen ja auch...“
    “Ich weiß nicht, wie man darüber lachen kann. Es ist doch eher praktischer: So kann man Nachts im Bett lesen.“
    “Kann man diese rote Lampe auch auf Grün stellen?“
    “Ja ja. Macht nur Witze. Ich kenn sie alle: Meine Nase kann den Straßenverkehr regeln, oder: Ich bin eine echte Leuchte!“
    “Ich würde sagen, du bist eine helle Leuchte. Kann die eigentlich noch heller leuchten?“
    “Sie ist heller als du im Kopf je werden wirst, Jimmy.“
    “Klingt ja so, als wollest du mich an der Nase herumführen!“
    “Ach, ich bin hellauf begeistert, wie ihr nett ihr zueinander seid!“

    Da musste Rudolph zum ersten Mal selber über seine Leuchtnase lachen. Doch während sich die drei amüsieren, wird auch Rudolphs Verschwinden im Dorf bemerkbar, nachdem man ihn nicht auffinden konnte.

    7
    “So langsam sorge ich mich schon. Es sind jetzt schon Stunden vergangen und noch immer wurde keiner von beiden gesehen.“
    “Das… ist schlecht. Sehr schlecht. Jim hat sich wohl zu sehr mit Rudolph angefreundet, dass er vergessen hat, dass er hier nur zu Besuch ist. Und das Problem mit den Zauber ist auch noch da… Ich würde ja selber suchen, aber ich bin selber viel zu sehr unterwegs und habe furchtbar viel zu tun… Uns bleibt nichts anderes übrig, als zu warten. Da Rudolph fehlt, wird das Dorf wohl bald auch überlegen, was sie machen.“
    “Und wenn die beiden haben ja auch noch sich gegenseitig. Ich denke, Jim wird Rudolph nicht so stark prägen, dass er irgendwas verändert.“
    “Das hoffe ich stark…“
    “Hey, Zoey. Was machst du denn noch so spät hier draußen?“
    “Hm? Ach, ihr… alles okay. Ich mache nur ein kleinen Spaziergang.“
    “Sie macht einen Spaziergang? Um diese Zeit? Es wird doch nur noch kälter...“
    “Halte du dich da bitte raus. Ich habe dich hier gelassen, weil ich dir vertraue.“
    “… Trotzdem gehe ich kurz nach oben zu Santa. Nur, um ihn in Kenntniss zu setzen. Ihm kann man ja alles sagen, er lässt sich nicht beeinflussen.“
    “Mach das. … Sie hat gute Menschenkenntnisse. Deshalb ist sie auch die geeigneste, um jemanden zu finden. Und in deiner schönen neuen, blauen Winterkluft wird dir sicher nicht mehr so kalt werden. Aber gewöhn dich nicht daran, dass ich etwas spendiere.“

    “Sag mal… was hast du eigentlich in deiner Tasche, Rotnase?“
    “Haha! Rotnase?“
    “Nichts wichtiges. Nur Krimskrams.“
    “Krimskams? Rudi? Das...“
    “Hey, Slyly! Die Tasche gehört mir!“
    “Ich dachte, wir wären Freunde! Also keine Geheimnisse!“
    “Leute, wenn ihr so daran herumreißt, wird sie noch…“
    “Jetzt sieh mal, was du angerichtet hast!“
    “Reißen… Sie ist aber nicht kaputt. Nur der Knopf aufgegangen.“
    “Dann noch mal Glück gehabt. Tut mir leid, ich packe es dir wieder ein.“
    “Ein Bild? Sind das diene Eltern?“
    “Ich wusste nicht, ob ich sie je wieder sehen werde...“
    “… Ein Schal...“
    “Ein Geschenk vom Weihnachtsmann. Auch ihn wollte ich nicht vergessen.“
    “Ein Teddybär...“
    “Den habe ich als kleines Kind aus der Weihnachtsstadt geschenkt bekommen. Etwas, was mich noch an die gute Zeit aus dem Dorf erinnert...“
    “Und… ein Hallsband mit einem Herz drauf?“
    “Verrätst du uns auch… von wem du das hier hast?“
    “Darüber möchte ich jetzt nicht reden.“
    “… Danke… das reicht mir schon kleiner. Liebe ist was für Idioten. Lasst uns jetzt eine runde ratzen.“
    “//Ratzen? Interessanter Ausdruck.//“

    “Ich verstehe...“
    “Und deshalb wollte ich dir nur bescheit geben. Und… was mich noch stört… ich weiß nicht, ob noch mehr dieser verlorenen Zauber hier sind.“
    “Ich werde hier auf jeden Falle ein wachsames Auge offen haben. Wobei es mich schon wundert, dass so viele hierher gekommen sind.“
    “Hoffentlich entstehen nicht noch neue, ansonsten haben wir ein großes Problem.“
    “Santa. Rudolph… er ist fort...“
    “Ja, das habe ich gerade schon gehört. Aber jetzt kann ich gerade nichts machen. Es ist dunkel draußen, dass man kaum noch siene eigene Hand vor Augen sehen kann.“
    “Mach dir bitte keine Sorgen, Mitzi. Irgendwo da draußen ist er… unser Rudolph.“
    “Bitte Santa! Du musst uns helfen, ihn zu finden! Er ist noch nie alleine unterwegs gewesen!“
    “Ach, Santa. Zoey ist wie vom Erdboden verschwunden.“
    “//Ruhig. Ruhig. Zoey jetzt auch? Ich befürchte das Schlimmste…//“
    “Gute Güte! Nun macht euch mal keine Sorgen! Ich werde unverzüglich ein Suchtrupp zusammenstellen. Ich gebe euch mein Wort, dass zu Weihnachten beide Kinder wieder zuhause sind. Du, Bianca, komm mit mir mit.“
    “Okay…?“

    “Boone! Doggle!“
    “Santa!“
    “Santa!“
    “Ich habe eine Wichtige Aufgabe für euch.“
    “Ehrlich? Obwohl wir dich das letzte so enttäuscht haben?“
    “Jeder verdient eine zweite Chance, Boone. Also, sobald es hell wird, nehmt ihr den Postschlitten und fangt an, Rudolph und Zoey zu suchen. Das Mädchen hier wird euch über alles wichtige unterrichten.“
    “Ehm… ge-genau. Also, es geht um folgendes...“

    Am nächsten morgen wurde es etwas ungemütlich in der Höhle. Es lag nicht daran, dass die Besuch bekamen.

    “Slyly? Hörst du das?“
    “Oh-Oh. Nichts wie raus hier! Das ist eine Lawine! Komm, Rotnase!“
    “Hm? Was?“
    “Komm, Schnarchnase. Wir müssen hier schnell raus. Hier, diene Tasche!“
    “Hier lang, ehe sie noch den Eingang begräbt!“
    “Unschön! Aber warum sollte uns auch mal etwas einfach gemacht werden?“
    “Hast du was gesagt?“
    “EGAL!“

    “Och, verflixt! Der Eingang ist blockiert! Wir können nicht mehr rein!“
    “Es hätte schlimmer kommen können.“
    “Ach wirklich. Wund wie?“
    “Wir könnten unter der Lawine begraben sein.“
    “Ja, wir könnten auch im inneren der Höhle eingeschlossen sein.“
    “Unsere Taschen drinnen lassen können...“
    “Schon gut, schon gut. Ihr habt ja Recht.“
    “Kommt, wir werden sicher eine andere Höhle finden.“
    “Eine, die viel besser ist.“
    “Vielleicht auch mal einen netten Ort.“
    “Vorsicht Rotnase!“
    “Danke. Der Schneerutsch hätte mich fast erwischt. Der Berg scheint heute aber sehr viel Schnee zu verlieren.“
    “Das sind keine natürlichen Ursachen. Seht!“
    “Ach, schon wieder sowas.“
    “Keine Bange, die haben wir gleich.“
    “Hey! ICH will mich an diesen Dingern für diese Lawinen rächen!“
    “Nimmt mir nicht den ganzen Spaß weg! Hey!“

    “Dreist. Jetzt schütten sie noch Höhleneingänge zu.“
    “Ich hoffe, das machen sie nicht überall.“
    “Dann sollten wir weiter. Hop Hop. Die letzten beißen die Hunde!“
    “Hey! Was sind überhaupt Hunde?“
    “Nur so ne Redewendung.“
    “Kommt, zu dieser Zeit sind Höhlen rar. Wir sollten eine noch vor Sonnenuntergang finden, sonst kann es sehr ungemütlich werden.“
    “Ja ja. Du hast ja Recht.“

    Zusammen mit dem Polarfuchs Slyly führten Rudolph und Jim ihre Suche fort. Wieder wurden sie von den Magie-Konstrukten überfallen, doch ihr neuer Freund Slyly erwies sich doch als schnell und zäh. Das einzige, was ihnen Angst machte, war ihre Unkenntnis über sie. Sie wussten nicht, wo sie noch überall sind, wo sie herkommen und wie viele es überhaupt noch gibt. Von Zoey fehlte noch immer jede Spur. Auch, wenn man bereits nach ihr suchte.

    8
    “Aha. Und deshalb wurdet ihr quasi abreitslos?“
    “Na ja. Hier und da ein paar Aufgaben. Allerdings kaum etwas großes.“
    “Deshalb ist es für uns umso wichtiger, den Weihnachtsmann stolz zu machen. Also: Weitersuchen, Doggle. RUDOLPH!“
    “… Kannst du etwas sehen?“
    “Ja. Ne menge Schnee.“
    “Dito. Nicht mal irgendwelche Spuren, die von ihnen sein könnten. Ich frage mich, ob wir an der richtigen Stelle suchen...“
    “Wir müssen sie unbedingt finden, Doggle! Wir dürfen den Weihnachtsmann nicht noch einmal enttäuschen!“
    “Dann gib Gas!“
    “Wie wäre es, wenn wir nach Höhlen suchen? Vielleicht haben die Bewohner etwas gesehen.“
    “Gar keine so schlechte Idee. Gib Vollgas, Boone!“

    “Wie war das: Wir sollten vor Nacht eine Höhle finden?“
    “Tcha… es könnte noch schlimmen kommen.“
    “Er hat Recht. Seht. Da brennt Licht.“
    “Ehm… genau. Genau. Jetzt kommt. Sonst erfriehren wir.“
    “Aber wie kann eine Höhle von innen leuchten?“
    “Wenn Licht aus dieser Höhle kommt, dann...“
    “Haha! Was sagt man dazu? Seht ihr? Ich habe doch gesagt, wir finden eine bessere Höhle.“
    “Lasst uns besser umkehren.“
    “Wieso denn das?“
    “Slyly, ich glaube, hier wohnt schon jemand.“
    “Möbel im guten Zustand… eine Lampe...“
    “H-hört ihr auch dieses Knurren?“
    Ein Eisbär...*räusper*Überlasst mir das Reden. Ehm… ja. Verzeihen Sie, dass wir unangemeldet kommen. Wir sind vom Amt für Höhlensicherheit, Freund.“
    “Hm?“
    “Na, Sie werden doch wohl wissen, dass durch jüngste verschiebungen im Polareis einige Höhlen zu unsicher zum Bewohnen geworden sind.“
    Weiß er, was er da tut?
    Das selbe wollte ich dich gerade fragen.
    Aber er kann gut schauspielern.
    “Also treten Sie jetzt bitte beiseite, damit wir die Örtlichkeiten hier untersuchen können.“
    Macht mir jetzt alles nach.
    Na, wenn das mal gut geht…

    “Oh man, diese Höhle könnte jederzeit einstürzen, Sie müssen sie sofort räumen!“

    “Ich hoffe, er weiß, was er getan hat.“
    “Also für mich klang er für pure Improvisation ziemlich glaubwürdig. Auch, wenn es eigentlich nicht richtig war. Ich untersuche kurz die Gegend nach Zeug, das sonst noch hier herumschwirren kann.“
    “Tu das. Ich rede gleich noch einmal mit Slyly. Nochmal ziehe ich sowas nicht durch.“
    “Hey, wo geht der denn hin?“
    “Er untersucht kurz die Gegend.“
    “Na dann sehen wir uns doch mal in unserem neuen Heim um.“
    “Ach ja, Slyly...“

    “… Das scheint hier recht sicher zu sein. Nichts ungewöhnliches. Hm? Das ist doch der Eisbär von gerade eben. Er hat wohl etwas vergessen. Moment, das heißt…. Heilige-!“

    “Grrr…. Ihr habt mich ausgetrickst!“
    “Ah! Rückzug! Rückzug!“

    “Slyly! Der-“
    “Jaja, ich habe es auch bemerkt! Wir warten jetzt noch auf Rudi und dann verschwinden wir.“
    “Slyly!“
    “Da bist du ja. Also, dann...“
    “Ihr könnt rein kommen. Der nette Eisbär Lennard sagt, dass er uns zum Essen einlädt.“

    “Haut tüchtig rein, Jungs!“
    “Vielen dank.“
    Sag mal, wie hast du das geschafft?
    Ich habe ihm einfach die Wahrheit erzählt.
    “Hä? Wär mir nie eingefallen.“
    “… Kein Kommentar. Iss uns sei Glücklich, Slyly.“
    “Ist bei Euch etwas ungewöhnliches in der letzten Zeit geschehen, oder ist bei Euch bisher alles wie immer?“
    “Etwas Ungewöhnliches? Du meinst, so Gäste, die mir die Höhle streitig machen wollen?“
    “Hey! Ich habe mich schon entschuldigt, okay?“
    “Das meine ich nicht. Ich mein, ich habe nichts gegen Gesellschaft, aber diese Dinger reden kein bisschen oder zeigen sonst eine Art der Kommunikation. Ich verscheuche sie stets aus meiner Höhle. Da hat es mir alle Nerven geraubt, als ich euch einfach so in meiner Höhle gesehen habe.“
    “Das kennen wir doch irgendwoher.“
    “Ich muss auch aufpassen, dass sie keine Lawinen
    auslösen. Ich konnte mich beim ersten Mal zum Glück noch einmal raus kämpfen.“

    “Unsichtbar und lila schimmert?“
    “Ja. Genau. Ulkige Formen. Wieso?“
    “Wir haben auf diese Weise unsere letzte Behausung verloren.“
    “Klingt, als würden wir uns mal darum kümmern. Nichts dagegen.“
    “Ich helfe auch. Sonst sind wir nirgends mehr sicher.“
    “Ja. Wieder ruhig schlafen zu können, hört sich gut an.“
    “Dann ziehen wir morgen einfach weiter und sehen mal, ob wir irgendwo neue Anhaltspunkte finden.“
    “Aber erst, wenn wir ausgeschlafen sind. Ich bin jedenfalls Hundemüde.“
    “Ihr und eure Hunde!“

    “… Warum? Warum? Vater! Ah! *keuch* *keuch*“
    “Hm? Rudi, was hast du denn? Schlecht geträumt?“
    “… Kann man so sagen...“
    “Ein wenig frische Luft wird dir gut tun. Ich komm grad mal mit.“

    “Was hast du denn geträumt?“
    “Ach… Schlimme Erinnerungen sind hochgekommen. Die Schlimmsten und eine nach der nächsten… Angefangen bei der Schule. Schon damals haben mich alle wegen dieser Nase nur ausgelacht.“
    “Das kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Gab es auch welche, die dich… na ja, normal behandelt haben?“
    “… Alle, von denen ich ein Andenken habe.“
    “Du armer tust mir richtig leid.“
    “Ich kann doch nichts dafür! Warum muss ich so anders sein?“
    “… Hey sieh mal. Der Himmel.“
    “Boah. Das Polarlicht!“
    “Gibt es das hier nicht öfters?“
    “Ja, aber es ist jedes Mal wieder ein beeindruckender Anblick.“
    “Ich vergesse immer, wie diese Lichter entstehen.“
    “Das ist einfach: Es gibt 4 Feen des Nordpollichtes. Aurora, die für das Rot sorgt, Sparkle, die Blaue, Glitter, die Lilane und Twinkle, die Gelbe.“
    “Ah, so?“
    “Es ist nur eine Erzählung. Sie zeigen sich sehr selten“
    “Also, ich sehe sie klar und deutlich. Da oben im Himmel. Man kann ihre Farben sehen.“
    “Schön aufgesagt, Rudolph.“
    “Huch? Sind das die Nordpolfeen?“
    “Und ihr wisst, wer ich bin?“
    “Wir sind die Feen des Nordpollichtes, Rudolph. Und wir wachen gerade über dich und stehen dir bei Seite, auch, wenn du es nicht bemerkst.“
    “Ach, ihr habt uns auch den Weg in Slylys Höhle gewiesen?“
    “Genau. Das waren wir. Wir sehen über euren Weg und behalten auch diese neuen Wesen im Auge.“
    “Die? Was wisst ihr?“
    “Alles zu seiner Zeit. Erstmal zu dir, Rudolph.“
    “Wir sind beeindruckt von deiner Wundervollen Nase.“
    “… Wundervoll?“
    “Rudolph, jeder besitzt ein Licht, das in seinen Inneren leuchtet.“
    “Aber nur wenige Glückspilze können ihr Licht so hell leuchten zu lassen, dass die ganze Welt es sieht!“
    “Und jetzt: Hört gut zu:“
    “Deine Freundin Zoey ist in furchtbarer Gefahr!“
    “Was?“
    “Sie sitzt in Stormellas Eisgefängnis.“
    “Und nur du kannst sie retten!“
    “Wie?“
    “Dein Licht wird sie retten, Rudolph. Aber erstmal musst du lernen, es zu benutzen.“
    “Sein Licht benutzen? Es hat schon öfters geleuchtet...“
    “Ja, aber einzig bei starken Emotionsausbrüchen, ohne, dass er es kontrolliert.“
    “Arrow hat das auch im Rennen gegen ihn eingesetzt. Er weiß, wie er Rudolph schnell reizen kann.“
    “Wie kann ich das Licht kontrollieren?“
    “Schließe deine Augen, Rudolph.“
    “Viel Glück.“
    “Denke mal an alle, die du liebst und an alle, die dich lieben. Lass diese Liebe das Licht in deinen Herzen sein. Nun lass die Liebe als helles Licht herausfließen.“
    “Zeig uns, das Licht, Rudolph!“
    “Du schaffst das! Ich glaube an dich.“
    “……..!
    “Du kannst es, Rudolph!“
    “Weiter. Nicht nachlassen! Ahh! Rein geguckt!“
    “Sie leuchtet! Ich hab´s geschafft! Oh Wow! Hm? Hey! Wartet! Nicht wegfliegen!“
    “Komm, Rudolph. Wir sollten die anderen in Kenntnis setzen. Unser morgiges Ziel ist also Stormellas Eisgefängnis.“
    “Du hast Recht. Komm.“
    “Moment. Hat Slyly dienen Teddy?“
    “Den nimmt er sich heimlich jede Nacht. Hey, Slyly.“
    “Ach, Rudi...“
    “Oh… morgen, Rotnase. Also.. ehm… es ist nicht so, wie es aussieht, ich… nun ja… bin Schlafwandler und...“
    “Du musst mir helfen.“
    “Was ist denn los? Schon so früh auf den Beinen?“
    “Wir erklären es unterwegs, okay?“
    “Moment bitte. Nichts überstürzen. Wenn wir uns erst etwas gestärkt haben, werden wir besser durch den Schnee kommen, ich rede da aus Erfahrung.“
    “So, wieder in der Tasche. Da war nie was. Also denn, was ist denn los, dass du uns so aufwirbelst, Rotnase? Es ist nämlich MITTEN IN DER NACHT!“

    9
    “Ehm… tcha. Also… weiter gehe ich nicht, Rotnase. Man, Freundin hin oder her, wir kriegen sie da nicht raus, im Leben nicht.“
    “Ach… da g-g-g-gibts einen Gehei-hei-heimen Eingang durch Stormellas Schloss durch die Eiskatakomben.“
    “Das ist doch schon mal ein Anfang.“
    “Jaja, aber keiner, der durch die Katakomben rein geht, kommt da je im Leben wieder raus.“
    “Na, und wenn schon! Das ist mir egal! Ich muss Zoey retten!“
    “Ich steh hinter dir.“
    “Und ich k-k-komm auch mit!“
    “Ich flehe dich an, Rotnase, tu es nicht! Wenn du einen Huf auf die Brücke setzt, werden Stormellas Schneewölfe auf der anderen Seite schon auf dich warten.“
    “Rudi, ich glaube, da kommst du ins Spiel.“
    “Richtig. Die Lichtgeister haben mir gesagt, ich soll mein Licht benutzen. Kommt.“
    “Ach, ihr seid doch völlig verrückt! Ihr seid total bescheuert!...Viel Glück...

    “Es schient ganz gut zu laufen. Nichts von irgendwelchen Wölfen zu sehen.“
    “D-d-ddas nicht, aber schaut dort!
    “Diese Magie-Dinger wieder! Die scheuen keine Katakomben!“
    “In Stormellas Schloss? Jetzt sorge ich mich erst recht um Zoey.“
    “Du meinst Nein! Nein! Kommt! Schnell, wir müssen schnell weiter!“
    “Ich halte dir den Rücken frei!“
    “K-Keine Sorge, das haben wir in Nullkommanichts geregelt.“

    “Ich denke, du kannst dein Licht wieder aus machen. Bei so einem engen Pass bin ich glücklich, wenn ich nicht immer geblendet werde.“
    “Klar. Passt gut auf, das geht ziemlich tief runter.“
    “Sh-Sch-Schaut bitte nicht nach. Nicht nach unten sehen.“
    “Pass auf, Lennard! Da vorne bröckelt es!“
    “Ich hab dich.“
    “Puh. Danke.“
    “Nur, wie soll ich diese Wand hoch kommen?“
    “Warte, ich helfe dir.“
    “Halt dich gut fest, Rudi. Ich ziehe dich hoch!“
    “Wenn wir drinnen wären, würde ich mich deutlich wohler fühlen, wenn es mehr als einen Meter bis zu einer bodenlosen Schlucht geht...“
    “Hier. Das hier muss der Weg sein.“
    “Du bist ein Segen, Lennard.“
    “Na also. Hier kommen wir rein.“
    “Wie-Wie-Wie wäre es mit etwas Licht, Kamerad? Hier sieht man nichts mehr.“
    “Genau, mach ruhig wieder an. Hier kann uns ja nichts passieren.“
    “Okay. … Ehm… Willst du nicht wieder zur Schlucht, Jim? Mein Licht scheint diese Wesen anzulocken.“
    “O-o-oh man. Sind das viele.“
    “Nein, ich verzichte dankend. Kannst du das Licht auch gegen sie verwenden, Rudi? Vielleicht kannst du sie blenden, wie du es vorhin bei mir gemacht hast.“
    “Du meinst, so?“
    “AH! NICHT MICH!“
    “E-es scheint zu klappen! K-Komm, Jimi!“
    “Ja, Moment. Komme nach. Lass mir etwas übrig.“

    “...Seht ihr, was ich sehe?“
    “Drei Wege. Wo lang sollen wir gehen?“
    “Versuchen wirs… mal da lang!“
    “Etwas anderes bleibt uns auch nicht. Nach dir, Rudi.“

    “Hm...“
    “Waren wir hier nicht schon mal?“
    “Ja. Seht. Unsere Fußspuren.“
    “Oh nein. Wir sind im Kreis gegangen...“
    “Da hilft auch leider mein Licht wenig.“
    “Ein Labyrinth. Und was machen wir jetzt?“
    “Seid mal still. Hört ihr das? Das ist Zoey.“
    “Hm? Stimmt. Moment, dieses Lied...“
    ((red)“Wir müssen da lang gehen!“
    “Als wüsste sie, dass wir hier sind.“
    “Wir… wir kommen näher!“
    “Passt auf, ihr beiden! Da vorne ist es… rutschig...“

    “...“
    “Hm? Uha! Wer bist du denn auf einmal?“
    “Du bist nicht weiter würdig, dich einzumischen.“
    “Einzumischen? Wovon redest du da? Wer bist du überhaupt?“
    “...Ich trage keinen Namen. Aber du… du hast etwas, das mich interessiert...“(egray))
    “Sprich nicht in Rätseln! Ich muss weiter!“
    “Du wirst nirgends hier gebraucht. Deine „Freunde“ schaffen den Rest auch allein.“
    “Verdammt! Noch mehr, dieser Fiecher! Kontrollierst du die etwa?“
    “…Nein. Nicht richitg.“
    “Nimm die Kapuze deiner schwarzen Kutte runter und rede mit mir im Angesicht zu Angesicht!“
    “Hm. Zuvor möchte ich dich noch etwas fragen: Wie geht es dir? Wie fühlst du dich?“
    “//Was spricht er so ruhig? Was fragt er das?//Hä? Wie meinst du das?“
    “Ich möchte wissen, wie man sich so fühlt, wenn man ein Herz besitzt. Eine Seele. Gefühle spührt.“
    “W-was? D-dein Gesicht. Es kommt mir bekannt vor...“
    “So, wie mich mein Meister schuf. Sieh dir diese Geschöpfe an. Ich bin nicht mehr als sie. Nur ein Zauber, der aus der Reichweite seines Meisters gekommen ist. Diese Welt ist verbunden. Zu der Dunkelheit, aus der ich stamme.“
    “Aber… wie kommt es, dass ich hier einen Jungen vor mir sehe? Du bist nicht, wie der Rest.“
    “Ich spreche nur, was sie nicht sagen können. Also, worauf wartest du? Streck uns doch nieder, so wie du es immer tust.“
    “Aber was hast du damit vorhin gemeint: Diese Welt ist verbunden?“
    “...Derari. Nur Schatten, in dem wir manifestiert werden. Wir sind Derari. Wir haben diese Welt mit der Dunkelheit verbunden. Wie auch eure, wird sie ihr nicht stand halten können und wird von ihr verschlungen. Wie es jede tut.“
    “Ach, ihr habt hier tatsächlich zielgerichtetes etwas getan! Wieso tut ihr das? Wie tut ihr das? Ich habe nie von einem Zauber gehört, der selbstständig zielgerichtet denken und handeln kann.“
    “Es liegt in unserer Natur, alles unserer Dunkelheit zu unterwerfen.“
    “Was hast du da?“
    “Galgeri. Eine Klinge aus manifestierten Schatten.“
    “Du absorbierst deine eigenen Leute?“
    “Wir sind eins. Kein Ich, kein Du. Nur wir. Also: Wappne dich! Wenn ich dich besiege, werde ich vielleicht erfahren, was Gefühle sind, wenn ich sie aus nächster Nähe sehe.“
    “Ha!“

    “Uff. Du hast im Gegensatz zu deinen Freunden echt was drauf ...“
    “… Wieso beendest du es nicht, wie du es sonst immer tust? Strecke uns einfach nieder.“
    “Zuvor möchte ich dich noch etwas fragen: Wie geht es dir? Wie fühlst du dich?“
    “… Wieso wiederholst du mich?“
    “In unserem Kampf hast du doch sicher Schmerzen erlitten. Ich fühle auch noch jede Wunde, die du mir zugefügt hast.“
    “Genau. Schmerz. Ist er es, der dich daran hindert?“
    “Mir wurde gesagt, ihr Zauber habt keine Seele oder Gefühle, also kein Leben. Aber Du siehst trotzdem so aus, als würdest du leiden.“
    “Ich fühle absolut nichts. Meine Kraft ist weg, wie mein Schwert, das sich aufgelöst hat.“
    “Hey, du löst dich ja auf!“
    “Das Schicksal jedes Derari. Ich kehre zurück… in die Leere.“
    “Und dort geht dein Leben weiter?“
    “Ich bin nicht am Leben. Ich bin kalt und habe kein Herz, noch bin ich aus Fleisch und Blut. Nicht wie ihr, Lebewesen. Das ist eine Sache, die ich doch gerne herausgefunden hätte… wie ist es, zu leben?“
    “Das muss ich dir nicht verraten.“
    “Hm… Ich verstehe. Vielleicht sehen wir uns im nächsten Leben wieder...“
    “Bestimmt.“

    “… Jetzt muss ich aber schnell den anderen hinterher, ehe ich sie noch komplett verliere! Vorsichtig… Ich will ja nicht, wie die anderen Beiden da runter rutschen. Ach du heilige! WO sind sie bitte lang gerutscht? Links oder rechts?“

    10
    “Uaaa!“
    “Ahhh!“
    “Rudolph!“
    “Ich sind gekommen, um dich zu retten, Zoey!“
    “Ach, Rudolph.“
    “Schön, dich kennen zu lernen, Zoey. Ich bin Lennard. Jetzt geht mal zur Seite! Hg! Tscha! Das rührt sich keinen Millimeter.“
    “Du brauchst den Schlüssel.“
    “Wo ist er?“
    “Hier bei mir.“

    “Stormella!“
    “Vorsicht! Da sind mehr dieser Magie-Konstrukte. Wo ist Jim eigentlich hin?“
    “Sie hat sie unter ihrer Kontrolle?“
    “Sie standen eines Tages einfach vor meinem Schloss und seit dem gehorchen sie jedem meiner Befehle.“
    “Wollen Sie damit sagen, dass Sie die ganzen Lawinen und Unruhen auslösen?“
    “Nun, manche sind schon etwas eigenwillig, aber ehrlich gesagt stört mich das nicht im geringsten.“
    “Lennard! Wir müssen sie aufhalten!“
    “Ihr bleibt, wo ihr seid!“
    “Hey, was- Ahh!“
    “Willkommen im Hotel Stormella.“
    “Lassen Sie uns hier raus!“
    “Wenn Santa davon erfährt, wird Ihnen schon Angst und Bange werden.“
    “Haha. Der macht sich keine Sorgen um euch, Süßer. Der hat nämlich seine eigenen Probleme. Denn das Rentier-Mädchen hat meine Brücke überquert! Und nun entfessle ich den Sturm des Jahrhunderts!“
    “Aber… aber es ist kurz vor Weihnachten. Ein Sturm würde alles kaputt machen!“
    “Ridley, dein Einsatz.“

    “Okay. Hier sind sie definitiv nicht lang gekommen. Oder? Das sind ihre Stimmen!“
    “Sie werden nicht ungeschoren davon kommen!“
    “HAH! Ach was, wirklich?“
    “Sie sind eine böse, alte Hexe, jawohl, das sind Sie!“
    “Ha. Schmeichlerin. Und noch etwas, sanftäugiges Rentier-Mädchen: Du hast diesen Sturm überhaupt möglich gemacht. Darüber würde ich mal nachdenken. Wiedersehen.“

    “Hey. Ist bei euch alles soweit in Ordnung?“
    “Jimy, was machst du in dem Schacht?“
    “Muss falsch abgebogen sein. Moment, ich gehe gerade zurück und versuche, zu euch zu kommen.“
    “Nein. Hol dir erst den Schlüssen von Stormella, ehe du das tust.“
    “S-Sei vorsichtig. Stormella hat die Kon-Kontrolle über die Lila-Wesen!“
    “Ah. Okay. Bis gleich!“

    “G-Glaubt ihr, er schafft das?“
    “Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.“
    “Ach, Rudolph, ich habe alles vermasselt.“
    “Nein, Zoey. Ich bin an allem schuld.“
    “Aber ich bin über die Brücke gelaufen!“
    “Und ich bin fort gelaufen...“
    “Aber vielleicht wärst du ja nicht fortgelaufen, wenn ich dir gesagt hätte: … Rudolph… dir schenk ich… dir schenk ich mein Herz.“
    “Eh… Wow, Zoey… Was ich sagen will, ist: … Du bringst mein Herz…. zum... glühen.“

    “Dort ist noch eine Höhle!“
    “Halt an, Boone!“

    “Eine Tasche!“
    “Das ist Rudis Tasche.“
    “Dann haben wir eine Spur. Schnell weiter!“
    “Hey, wartet auf mich!“

    “Seht mal.“
    “Hast du sie gefunden?“
    “Nein, ich meine, das da oben!“
    “Ach, der Himmel? Halt kurz an, Boone!“
    “Aber nicht lange, wir müssen schnell weiter.“
    “Ist das normal, dass so schnell ein Sturm auftaucht?“
    “Doggle...“
    “Ich weiß, Boone. Gib Gas! Schnell!“
    “Wohin? In diesem Schneesturm sehen wir doch kaum, wo wir hinfahren!“
    “Zu Stormellas Schloss! Da werden wohl Rudolph und Zoey sein.“
    “Eieieiei. Seht da vorne.“
    “Das will mir nicht gefallen. Eine violette Wolke...“
    “Die Kraft dieser Wesen sammelt sich...“
    “Umso schneller müssen wir vor ihnen da sein! Los!“

    “...Da seht ihr, was passiert, wenn man eine Rettungsaktion von Amateuren durchführen lässt.“
    “Slyly! Aber wieso bist du hier? Stormella wird bald hier sein!“
    “Wird sie nicht, Rotnase. Weißt du noch, was du mir mal gesagt hast, als wir über deine Vergangenheit sprachen? Stormellas Worte wurden euch allen erzählt. Ich zitiere: „Und wenn irgendjemand aus eurem Dorf es wagen sollte, sie zu überqueren, werde ich den Nordpol unter einen höllischen Sturm gegraben.“ So war das doch?“
    “Ja?“
    “Na also. Wieso also sollte ihre Brücke Alarm schlagen, wenn niemand aus dem Dorf die Brücke überquert? Ich bin doch nur ein kleiner Polarfuchs von irgendwo. „Wer aus eurem Dorf es wagt“, du verstehst?“
    “Mensch, Slyly! Du bist wirklich klug. Um uns rauszuholen, brauchst du den Schlüssel!“
    “Stormella trägt ihn um den Hals.“
    “Sowas doofes. Warum lasse ich mich nur immer auf solche Sachen ein?“

    Gesagt, getan, machte sich Slyly auf, den Schlüssel von Stormella zu besorgen. Er mied jede Wache, in welcher Form auch immer, um im Endeffekt nicht auch noch bemerkt zu werden. Es wurde ihm nur etwas schwer, den Schlüssen von Stormellas Hals zu bekommen, ohne sie zu wecken. Den Sturm, den sie eben hinauf beschworen hat, hat sie viel Kraft gekostet, dass sie sich schlafen gelegt hat. Nur zu Slylys Gunsten. Er wagte es, ihren Kopf anzuheben und den Schlüssel zu bergen, was sie jedoch geweckt hat.

    “Mh… was machst du da?“
    “Ich stehle den Schlüssen für den Kerker. Jetzt schlaf schön weiter.“
    “Ah. Na gut. Gut Nacht.“
    “...Man glaubt es nicht. Das mit der Wahrheit scheint zu funktionieren.“

    Es gelang ihn, den Kerker auf zu machen und die anderen damit zu befreien.

    “Und jetzt nichts wie raus hier!“

    “… Hä! Er stiehlt mir den Kerkerschlüssel!“

    “Schneller! Stormella scheint aufgewacht zu sein!“
    “Woher weißt du das?“
    “Schau lieber nicht nach hinten.“
    “Genau! Schau nach Vorne und seh zu, dass du aus der Bahn kommst!“
    “Ich hoffe, ich habe niemanden von euch mit diesem Blättersturm getroffen.“
    “Perfekt. Dann können wir jetzt raus hier.“
    “Wir sind aber immer noch in einem Labyrinth!“
    “Wir haben aber nicht mehr viel Zeit, bis Stormella uns einholt! Wir müssen unser Glück herausfordern!“
    “Gut. Da lang!“
    “Hier entlang!“
    “Eh… Hören wir auf Slyly.“

    “Eine Schlucht! War wohl doch der falsche Weg.“
    “Schnell, gehen wir zurück!“
    “Ehm… na ja….“
    “Stormella, Ridley und ihre Hunde!“
    “Und Derari!“
    “Ich mach und tu. Und das alles nur für euch, Kinder! Und das ist jetzt der Dank dafür?“
    “Frech und ungezogen“
    “Sie greifen an! Vorsicht!“
    “Zurück, Zoey! Kommt, Freunde!“

    11
    “Dachtet ihr wirklich, ich würde es euch so einfach machen?“
    “Gegen die Derari ist eine Sache… aber Stormella ist eine Klasse höher...“
    “Mal sehen. Wen soll ich als erstes einfrieren? Wie wär´s mit dir, Zoey, schätzchen?“
    “Lassen Sie Zoey in Ruhe!“
    “Meinst du etwa, du kannst ihr helfen?“
    “Dein Licht, Rotnase!“
    “Ah!“

    Durch einen konzentrierten Lichtstrahl gelang es Rudolph, Stormella zu blenden und somit zum Abgrund taumeln zu lassen, dass sie herunterfiel. Allerdings konnte sie sich noch an etwas hervorstehendes Eis festhalten.

    “Hilfe! Oh, helft mir, oh helft mir doch!“
    “Fassen Sie mein Geweih. Ich ziehe Sie hoch!“
    “Ich hab Angst!“
    “Mein Geweih, Los! Ah!“
    “Das Eis bröckelt! Rudolph!“
    “Kommt, wir helfen auch!“
    “Steht nicht so rum, Stormella steckt in Schwierigkeiten!“

    Mit gemeinsamen Kräften gelang es beiden Seiten, Rudolph, wie auch Stormella vor dem tiefen Sturz zu retten.

    “Du hast mir gerade das Leben gerettet!“
    “Na, ich konnte Sie doch nicht einfach fallen lassen, oder?“
    “Na ja. Nein, natürlich nicht. Du konntest mich nicht fallen lassen, nein nein. Ich lass euch frei. Ihr könnt gehen. Damit wären wir damm quitt.“
    “Wir gehen nicht, bevor uns ein Wunsch erfühlt wird.“
    “Ein Wunsch? Ehe… was für ein Wunsch?“
    “Ein Wunsch?“
    “Er hat Ihnen das Leben gerettet. Jetzt müssen sie ihm einen Wunsch erfüllen. So verlangt es nun mal die Regel.“
    “Der Fuchs hat Recht, Madame. So verlangt es dir Regel.“
    “Ich bekomme ein Wunsch erfüllt? Egal, was es ist?“
    “Steh nicht da und glotz wie ein Hirsch im Scheinwerferlicht eines UFOs.“
    “Dann ehm… dann wünsche ich mir… Ich wünsche, dass Sie nicht mehr böse sind.“
    “Was ist das denn für ein Wunsch?“
    “Aber Rudolph, du kannst dir doch wünschen, was du willst!“
    “Ja, Rotnase, sie hat Recht! Denk an was… größeres.“
    “Du ha-ha-hast nur einen Wunsch frei.“
    “Würde ich auch sagen. Denk lieber zwei mal nach, ehe du dich entscheidest. Immerhin kann sie zaubern, das ist eine einmaliges Privileg.“
    “Ich habs. Ich weiß, was du dir wünschen kannst: Wir wäre es mit einer normalen Nase? He? Ne? Die hast du dir doch immer gewünscht, oder? Ein Wort von dir und du kriegst sie.“
    “ich wünsche mir, dass sie nett sind.“
    “Ach, was soll denn das? Such dir was anderes aus.“
    “Ich wünsche mir, dass sie nett sind.“
    “ich denke, es ist klar, oder?“
    “Am Nordpol wird es ganz schön langweilig werden. Buäh!
    Du, mein altes Herz aus Eis schmilz weg! Ich mein es ernst. Mach mich...nett...“

    “Und, wie geht es Ihnen, Madame?“
    “Uhh! Ein niedlicher, kleiner Pinguin!“
    “Würde sie bitte jemand zurückverwandeln? Bitte!“
    “...Aber… Sie sehen gar nicht verändert aus.“
    “Aber ich habe mich verändert, Rudolph. Nämlich innen drin.“
    “Dann rufen Sie den Sturm zurück!“
    “Tcha, wenn ich das nur könnte...“
    “Hä?“
    “Nachdem ich den Sturm erst einmal losgelassen habe, muss er seinen natürlichen Verlauf nehmen. Ich fürchte, ich habe ihn nicht unter Kontrolle.“
    “Dann lasst uns jetzt zurück gehen. Der Weihnachtsmann wird, neben der Tatsache, dass er sich Sorgen macht, auch Probleme mit Weihnachten haben. Bei so einem Wetter kann man nicht fliegen!“
    “Genau, mich fröstelt es schon bis an die Zehen. Nichts für Ungut, Stormella, aber ich sehne mich gerade nach Lennards warmen Kamin.“

    Und da Stormella nun nett geworden ist, hat sie auch die Derari im Schloss verschwinden lassen. Was nicht in diese Welt gehört, darf hier auch nicht hin. Sie begleitet die Gruppe noch bis zu ihrer Brücke.

    “Geht über meine Brücke! Das ist der schnellste Weg nach Hause! Ach, und fröhliche Weihnachten! Wiederse-“

    12
    Doch grade, als alles sie sich verabschieden wollten, wurden sie von einem Riesen überrascht, der geradewegs aus dem Nichts vom Eingang des Schlosses erschien auf sie zukam. Er sah aus, wie ein riesiger Weihnachtsmann, war jedoch eine Abscheulichkeit.

    “UUUNAAAARTIG!“
    “Was ist das denn auf einmal?“
    “Das muss das Herz dieses Zaubers sein! Aber wo kommt er auf einmal her?“
    (Bianca wird hier marineblau sein.)
    “Das ist die Ansammlung von allen dieser Zauber vereint in einem großen Giganten!“
    “Bianca?“
    “Boone! Doggle!“
    “Wir haben dieses Ding bis hierhin verfolgt. Nun will es alles, was hier steht zerstören.“
    “Und diese Welt hier in Dunkelheit stürzen, dass es von diesen Dingern hier nur so wimmelt!“
    “Dann müssen wir das hier und jetzt beenden! Alle zusammen!“
    “Und wie ich das sehe, sind wir auch wohl die einzigen, die das jetzt noch aufhalten können, was?“
    “Keinesfalls!“
    “D-Dei-Dein Licht?“
    “Die Polarfeen sind auf unserer Seite! Gemeinsam werden wir diesen fürchterlichen Treiben in unserer Welt ein für alle Mal ein Ende setzen!“
    “Ich bin dabei! Wir schaffen das, Rudi.“
    “V-v-verlass dich auf mich!“
    “Weglaufen ist jetzt sowieso ausgeschlossen, wo die Brücke gerade unter diesem Gebrüll zusammengestürzt ist. Alles klar, gehen wir´s an!““
    “Ich kann leider nicht mehr groß helfen, als zu verhindern, dass dieses abscheuliche Wesen diese Plattform zum Einsturz bringt. Ridley, an die Mauern!“
    “Sehr wohl, Madame. Ich gehe ins Schloss und helfe euch von dort aus.“
    “Ich passe auf euch auf. Kommt zu mir, wenn ihr verletzt seid!“
    “… Tut mir echt leid, dass ich nicht helfen kann...“
    “Wir passen auf dich auf, Zoey.“
    “WIr haben dienen Eltern versprochen, dich gesund und munter nach Hause zu bringen.“

    “Wo kann man diesem Ding denn schaden? Es scheint ja nicht gerade viel von unseren Angriffen zu halten.“
    “Rudolph! Da oben! Versuch, seine Schwachstelle anzugreifen! Ehm… wenn ich eine humanoide Statur durchgehe… den Mittelkörper-Bereich! Und den Kopf!“
    “Klingt vernünftig. Und besser, als weiter ziellos Schwachstellen zu suchen.“
    “Nächste Frage: Wie kommen wir da rauf, ohne von seinem hässlichen Beil in zwei Teile geschnitten zu werden?“
    “Seht! Ridley!“
    “Feuer. Sage ich.“
    “Er hat das Ding mit seinem Angriff zum Taumeln gebracht. Los!“
    “Passt aber auf, dass es nicht die Schlucht runter fällt! Es muss vernichtet werden, sonst wird es von dort unten sich neu aufbauen!“
    “Klar. Rotnase, du wartest hier, bis Jim und ich das Ding zu Boden bekommen haben.“
    “Lennard, versuch, eins seiner Beine festzuhalten!“
    “Gute Idee, Zoey! Komm, Slyly!“

    “Ganz schön wacklig hier oben!“
    “Was hat du denn erwartet? Komm. Wir sollten unsere Konzentration dem Nacken zuwenden und nicht dem Meckern! Blödmann.“
    “DAAHHH!“
    “Was hast du denn jetzt schon wieder?“
    “Einen Pfeil vor meiner Nase vorbei sausen sehen! Das habe ich!“
    “Ein Pfeil? Das ist Anna!“
    “Anna wer?“
    “Ein Freund. Jetzt komm.“
    “Bin dir immer einen Schritt voraus!“

    (Da alle anderen Farben schon vergeben sind, ist Anna jetzt Violett.)
    “Oh man! Das Ding ist wirklich abscheulich. Und auf jeden Fall auf meiner Abschussliste! Gute Arbeit, Bianca. Ihr habt den Zauber nun ein für alle Mal an einem Ort versammelt. Jetzt… muss er nur noch vollkommen beseitigt werden.“
    “Schaffst du das? Was meinst du?“
    “Nun, ehrlich gesagt hatte ich schon viele Rabauken als Gegner. Aber sowas habe selbst ich noch nie gesehen. … Ich gebe es ungern zu, aber wir stehen hier wirklich an der Kippe der Dunkelheit. ...“
    “Zitterst du etwa?“
    “So einen Gegner hatte ich noch nie… Ja. Auch ich fürchte gerade mein Leben...“
    “Wow. Also… dann hilf den anderen, die schon kämpfen.“
    “Genau. Gute Idee. Ansonsten werden sie, von dieser Welt ausgehend auch andere befallen! Hop! Hop!“

    Doch trotz schweren Bemühen war nach einem langen ihnen die Kraft dieses Monsters überlegen.

    “Ahh!“
    “Ich hab dich!“
    “Du fällst aber auch!“
    “Dann wird sich aber nur einer verletzen, du verstehst?“
    “Ich hab euch!“
    “Lenny! Bestes Timing!“
    “Es sammelt sämtliche Energien in dem Beil! Wenn uns das trifft...“
    “Gibt es denn nichts mehr, was wir noch tun könnten?“
    “Wenn wir Glück haben, kommen wir noch zum Schloss, aber selbst dann wird die gewaltige Kraft die Plattform zum Einsturz bringen und dann sind wir alle verloren.“
    “Ich bin aber noch nicht bereit, aufzugeben!“
    “Rudolph. Nun hängt alles von dir an. Dieses Wesen ist eins mit dieser Welt geworden, weshalb es auch dem Weihnachtsmann ähnelt. Also kann eine Kraft aus dieser Welt ihn auch vernichten. Und das mächtigste, was wir haben, ist dein Leuchten.“
    “Meine Nase?“
    “Dadurch sehen wir in diesem Sturm überhaupt noch etwas. Aber wie kann es uns helfen? Zum Blenden sind wir zu weit weg, uns selbst das hilft ja nichts.“
    “...Rudolph. Denk an das, was die Polarfeen dir beigebracht haben. Und der Rest ebenso. Sein Licht erstrahlt durch die Kraft seines Willens. So blöd es jetzt auch klingen mag, aber wir müssen jetzt Vertrauen in Rudolph setzen. Wir alle, sonst funktioniert es nicht. Unsere psionische Unterstützung wird Rudolph eine gewaltige Kraft verleihen, die es mit dem Monstrum vielleicht aufnehmen kann.“
    “Vielleicht?“
    “Sie meint: Auf jeden Fall! Hab Mut, Zoey!“
    “Also, ihr habt es gehört! Wir müssen uns darauf konzentrieren, Rudolph zu unterstützen!“
    „Habt vertrauen!“
    “Boah! Ein Regenbogen! Er umkreist dich, Rotnase!“
    “Und Gi-Gibt uns eine Chance!“
    “Der Riese schreckt gerade durch das Licht zurück!“
    “Aber jetzt macht schnell, er schwingt das Ding gleich wirklich!“
    “Alles Klar. Dann werden wir das jetzt zu Ende bringen. Gemeinsam sind wir stark!“

    In diesen Moment gingen auch Lichter von allen Umstehenden aus auf Rudolph zu. Er fokussierte den Untergang in Gestalt und sammelte all die psionische Unterstützung, allen Mut und Vertrauen auf seine hell leuchtende Nase. Der rote Lichtstrahl nahm alle möglichen Farben des Regenbogens an und prallte an dem violettem Schimmer des Monsters auf, welche versuchte, dagegenzuhalten. Für einen kurzen Moment gewann die violette Aura überhand, was Rudolph verunsicherte und noch weiter zurückdrängte. Dann erfloss der Mut und das Vertrauen seiner Freunde um ihn und brachten seinen Willen über seine Grenze und das Licht jagte die Aura zum Monster zurück, welches dann komplett von diesem Eingehüllt wurde. Es wurde komplett blendend hell. Dann war Stille.

    13
    “H-hey. Haben wir es geschaff? O-oder sind wir jetzt eh… Oh, mein Kopf...“
    “Bei mir alles supi. Hab grad nur nicht wirklich Kraft, aufzustehen...“
    “...“
    “Uff. Aber keine Sorge. Wir haben es hinbekommen. Die boshafte Aura ist verschwunden. Gute Arbeit, Rudi. Rudi? Hey! Steht auf! Allesamt!“
    “Rudolph? Hey Rudolph! Alles okay bei dir?“
    “Alles supi. Es war… nur etwas anstrengend...“
    "Hm... Alles, was dieses arme Wesen wollte, war ein Herz. Es hat die Form dieser Welt angenommen, konnte aber nichts schenken... Nicht ohne Herz."
    “Die Brücke steht wieder. So langsam solltet ihr aber wieder aufstehen, meine Lieben. Man sollte nicht so lange im Schneesturm schalfen.“
    “Was? Wie lange waren wir weggetreten?“
    “Nicht lange. Dank Madame Stormella, die euch wieder aufgeweckt hat.“
    “Ich würde gerne etwas länger mit euch den Sieg feiern, aber ich denke, ihr solltet schnellstmöglich wieder zurück nach Hause.“
    “Aber so kommen wir trotzdem nicht nach Hause, nicht bei diesem Wetter!
    *meep meep*
    “Das sind…“
    “Boone und Doggle!“
    “Auf dem Postwagen! Spitze! Rudolph, leuchte den Weg. Wenn du noch Kraft dazu hast.“
    “Du hast Kraft, nicht wahr, Rudolph?“
    “Klar!“
    “Und hey, wir müssen nicht laufen.“
    “Wiedersehen!“

    So fuhren sie gemeinsam auf dem Postschlitten zurück zur Weihnachtsstadt. Dort war gerade eine Dorfversammlung beim Weihnachtsmann, um zu entscheiden, ob sie durch diesen Sturm fliegen könnten.

    “… Ich habe noch nie einen solchen Sturm gesehen. Die Hagelkörner sind so dick wie Eier und zum Fliegen ist es zu gefährlich. Mir bleibt nichts anderes übrig, als den Schlittenstart am Weihnachtsabend abzusagen...
    “Chef! Looeckt doch!“
    “Was ist denn da draußen?“

    Draußen war ein rotes Licht zu sehen. Um herauszufinden, was das ist, gingen sie raus um das kommende Licht zu empfangen.

    “Da! Das Licht wird immer heller!“

    Nun war der Schlitten vollstes zu erkennen. Mitsamt seinen Insassen. Es erfreute beide Elternteile, ihre Kinder wieder wohlauf zu sehen.

    “Rudolph!“
    “Tut mir leid, dass ich euch Sorgen gemacht habe.“

    “Doggle Boone! Gut gemacht!“

    “Und was ist mit uns?“
    “F-Freuen wir uns doch lieber über diesen Augenblick.“
    “Der wahre Held bleibt doch lieber bescheiden. Nicht wahr?“
    “Ehm… ja.“
    “Und Rudolph ist doch echt bescheiden, nicht wahr?“
    “Hey! So haben wir aber nicht gewettet, ihr beiden!“

    (Der Weihnachtsmann ist jetzt maroon)
    “Rudolph. Na, mein Kleiner? Deine wundervoll leuchtende Nase bringt mich auf eine Idee, die total verrückt ist. Aber vielleicht geht es ja so. *räusper* Lass es mich anders ausdrücken. Rudolph, du mit der rot leuchtenden Nase: Hättest du Lust, heute Nacht meinen Schlitten zu ziehen?“
    ((red)“Das wäre mir eine Ehre, Euer Ehren!“

    Rudolph wurde offiziell als Flieger erklärt. In der Halle mit dem Schlitten wurden darauf alle Flieger gespannt und Rudolph…

    “Hm… Etwas fehlt da aber noch, mein Sohn.“
    “Was denn, Santa?“
    “Jeder Flieger braucht sowas hier.“

    Er hielt eine goldene Medaille mit einem roten Band in der Hand. Das Symbol eines Fliegers.

    “Rudolph, da du bewiesen hast, dass du Mut, Charakter und ein gutes Herz hast, ernenne ich dich hiermit zu einem richtig echten Flieger.
    “Boah. Ich- Ich meine: Boah...“
    “Herzlichen Glückwunsch, Rotnase!
    “Du- du musst vorsichtig sein, da draußen.“
    “Und nicht übermütig werden. Aber ich bin mir sicher, du schaffst das.“
    “Ihr seid die besten Freunde auf der ganzen Welt.“
    “Viel Glück, Rudolph.

    So wurde Rudolph gespannt und ganz vorne aufgestellt, um den Weg durch die Lüfte zu erleuchten.

    “Männer! Der schlimmste Sturm wütet im Umkreis von 100 Kilometern um den Nordpol. Wenn es uns gelingt, da durch zu kommen, wird der Rest der Reise ein gemütlicher Ausflug. Ich will euch nichts vormachen, es wird keine Spazierfahrt werden, aber es gibt dank unseren Helden niemanden mehr, der uns jetzt noch den Himmel streitig macht und wenn Rudolph uns mit seiner wunderbaren Nase den Weg zeigt, dann haben wir mit Sicherheit eine Chance.“
    “Wenn wir alle zusammenhalten werden wir es bestimmt schaffen.“
    “Haha. Davon bin ich überzeugt.“

    Ein großes Gejubel ertönt in der Halle. Santa streichelt Rudolph über die Haare.

    “Psst. Ich bin stolz auf dich, Sohn.“
    “Durchzählen!“
    „Dasher. Dancer. Prancer. Vixen. Comet. Cupid. Donner. Blitzen. Und auch das neue Mitglied: “Rudolph!“
    “Leuchte den Weg aus, Rudolph.“
    “Mit Vergnügen, Santa!“

    Somit kam es doch noch zum Schlittenflug. Auch durch diesen Sturm. Selbst Jim und Bianca waren am Start dabei.

    „Wir sind stärker“
    Originaltext von Rudolph mit der roten Nase.
    (DeutscherText: Eric Brodka. Original von: Al Kasha und Michael Lloyd)

    Ist der Weg vor unserem Ziel auch noch so weit
    und kein Stern am Himmel, der für uns die Richtung zeigt.
    Wir halten fest zusammen. Fliegen über Berg und Tannen.

    Wir sind stärker,
    weil wir gute Freunde sind.

    Wenn der Wind auch gegen uns bläst, wir laufen stark!
    Denn gemeinsam bleiben wir fest auf unserem Pfad.
    Kein Schneegestöber wirft uns um:
    Wir kämpfen gegen jeden Sturm.

    Wir sind stärker,
    weil wir gute Freunde sind.

    Manchmal ist es schwer, seine Träume einfach vor sich zu sehn´,
    doch weil wir Freunde sind, ist es leichter, diesen Weg zu gehn´,
    wenn wir zusammen stehn´!

    Nach der langen Nacht strahlt der blaue Himmel so hell
    und die Dunkelheit hinter uns vergessen wir schnell.
    So lange wir zusammen gehn´
    kann keiner gegen uns bestehen!

    Wir sind stärker,
    weil wir gute Freunde sind.

    doch weil wir Freunde sind, ist es leichter, diesesn Weg zu gehn´,
    wenn wir zusammen stehn´!

    Nach der langen Nacht strahlt der blaue Himmel so hell
    und die Dunkelheit hinter uns vergessen wir schnell.
    So lange wir zusammen gehn´
    kann keiner gegen uns bestehen!

    Wir sind stärker,
    weil wir gute Freunde sind.
    Wir sind stärker,
    weil wir gute Freunde sind.

    Wir sind stärker.
    Wir sind´s!

    "Wir haben es geschafft! Hohohooo!"

    “Ich schätze mal, das war dann jetzt?“
    “Ach ja, die anderen sind schon längst wieder zuhause. Ich sollte dich eigentlich holen.“
    “Dann wird Anna uns jetzt wohl abholen.“
    (Anna ist wieder rot)
    “Hallihallo! Ich bin´s Anna! Ihre zuverlässige Händlerin, egal unter welchen Umständen auch immer!“
    “Ich hab´s befürchtet. *seufz*“
    “Jetzt mach doch nicht so ein Gesicht, das war doch klar, dass ihr wieder geht. Aber nicht diesen Abend.“
    “Häh?“
    “Nun, da ihr mir so fleißig geholfen habt, habe ich einen dicken Bonus für das Bezwingen dieses Zaubers bekommen. Das Geld reicht bei weitem für mehr, als nur zwei Karten in eine andere Dimension. Aber ich dachte mir: Wir haben alle was davon, wenn ich euch noch etwas länger hier lasse. So könnt ihr noch etwas bei euren Freunden bleiben und ich muss mein Geld nicht mit euch teilen.“
    “Haha. Ja, behalt das ruhig.“
    “Nun, euch steht das Tor zu eurer Welt jederzeit offen, sodass ihr nach der Bescherung gehen könnt. Und denkt dran: So stark, wie eure Verbindung inzwischen zwischen euch und den Leuten hier ist, werdet ihr euch bestimmt nicht das letzte Mal gesehen haben, wenn ihr geht.“
    “Danke, Anna.“
    “Nun denn: Der interessante Teil der Schlittenfahrt ist jetzt auch vorbei. Ich muss mich jetzt wieder um meine Geschäfte kümmern.“
    “Obwohl Heiligabend ist?“
    “Ach, das stört mich nicht. Ich mach, was mir eben gefällt.“
    “Und wir warten jetzt, bis sie zurückkommen?“
    Ja, warum nicht? So langsam ist die Kälte hier doch recht angenehm geworden.“
    “Stimmt. Da war was. Na ja. Komm. Setzen wir uns irgendwo hin und warten dort.“
    “M-hm. Ich komme mit.“

    14
    Am nächsten Morgen…

    “Lenny, guck mal! Da unterm Tannenbaum! Rotnase hat uns Geschenke dagelassen.“
    “Meint ihr nicht, dass es etwas viel für nur euch beide ist?“
    “Nein, aber Slyly hat ein Auge für Geschenke.“
    “Hier. Das ist für dich.“
    “Was steht denn da drauf, Lennard?“
    Lieber Lennard. Frohe Weihnachten. Dein Freund Rudolph.
    “Ein roter Schal.“
    “Och! Der ist echt schick!“
    Lieber Slyly, es könnte gar nicht besser sein. Dein Freund Rudolph.“
    “Huch! Was ist denn los, dass du so aufschreckst?“
    “Ehm… entschuldigt mich mal bitte kruz.“
    “Was hat er denn?“
    “ich glaube, ich weiß es. Hehe.“
    “Leute! Rudolph kommt zurück!“

    Nach es gab eine große Willkommens-feier für Rudolphs Rückkehr, die bis zum Abend anhielt. Für Bianca und Jim war es klar, dass sie jetzt gehen mussten.

    “Eine Frage habe ich noch, Santa.“
    “Was gibt es, mein Junge?“
    “Es gibt auch in unserer Welt die Legende, dass es einen Weihnachtsmann gibt.“
    “Haha! Ach ja. Du kannst sie ruhig glauben. So wahr ich hier stehe.“
    “Aber was sie immer widerlegt… In einer Nacht all die Geschenke zu verteilen… Es gibt viele, die Berechnungen gemacht haben und...“
    “Ich erzähl dir mal was. Auch in deiner Welt haben wir heute Geschenke verteilt. Rudolph hat eure Geschenke auch dort hin gebracht. Aber um auf deine Frage zurück zu kommen: Das kannst du ruhig für dich behalten: Es gibt Wesen weltweit mit ganz besonderen Fähigkeiten. Jedes hat ihre eigene. Und in vielen Welten werden sie als Götter bezeichnet.“
    “Götter?“
    “Allerdings bin ich kein Gott oder sowas. Aber es ist etwas sehr ähnliches: Weißt du, wie Götter entstehen, junger Mann?“
    “Nein. Nicht wirklich… Ich dachte, alle Götter wären schon immer da gewesen.“
    “Götter erhalten ihre Macht, da die Leute an sie glauben. Es kann große Macht sein, die Berge versetzen und heraufbeschwören kann. Aber wenn keiner mehr an einen glaubt… dann bleibt ihnen nichts. Aber jeder, in allen Welten, die ich beliefere, feiert man Weihnachten. Wenn niemand mehr an Weihnachten glaubt, es vergisst, oder es nicht mehr feiert, werde ich wohl auch seltener zu Besuch kommen.“
    “Aha… und wenn niemand mehr Weihnachten feiern würde, würden Sie...“
    “Hier bleiben. Deshalb sagte ich ja, ich bin selbst kein Gott, aber die Macht des Glaubens verleiht mir die Kraft, die Schlittenfahrt möglich zu machen, denn die Rentiere fliegen ja nicht von selber. Wie auch, überall auf der Welt gleichzeitig zu sein. Es würde kompliziert werden, das jetzt alles zu erklären. Ich hoffe, ich konnte deine Frage soweit schon mal beantworten.“
    “Ja. Danke Santa. Ich werde jedes Jahr nun stets auf dich warten. Dann werden wir uns jederzeit wieder sehen.“
    “Davon bin ich überzeugt.“
    “Jim. Ihr müsst los.“
    “Klar. Komme, Rudi!“

    “Also, ihr geht jetzt, ja? Also dann, lasst mich anfangen. Alles Gute und so. Wir sehen uns beim nächsten mal wieder.“
    “Bestimmt.“
    “Auch von mir alles Gute. Ich bin mir sicher, ihr werdet Zuhause eine schöne Zeit haben.“
    “… Ja. Werden wir sicher haben.“
    “Passt gut auf euch auf. Wir werden uns spätestens zum nächsten Rennen wieder sehen!“
    “Ach, hat dir Anna das gesagt?“
    “Indirekt.“
    “Und das sind unsere Geschenke an euch.“
    “Für dich, Jim.“
    “Und für dich, Bianca.“
    “Habt dank, Boone und Doggle.“
    “Das ist aber schön. Wunderbare Motive und ein schönes Bild. Habt vielen Dank.“
    “… Was ist das?“
    “Das hat Santa organisiert. Es ist eins eurer Amulette. Er meinte, es würde gut zu dir passen.“
    “Und das ist...“
    “Ein Medaillon. Es symbolisiert Freundschaft, Liebe und Frieden.“
    “He?“
    “Haha! Irgendwann wirst du es herausfinden. Und jetzt hopp! Sie wartet schon!“
    “Wir sehen uns, Rudi.“

    Der Frieden in dieser Welt wurde nun komplett wieder hergestellt. Bianca und Jim verließen sie mir winkenden Armen. Mit dem Wissen, dass dies nicht das letzte Mal ist, dass sie hier waren. Es blieb jedoch offen, was sie in ihrer Welt erwarten würde.
    Doch dieses Erlebnis blieb nun in ihren Erinnerungen verankert, so wie ihre unsichtbaren Freundschaftsbande, die selbst durch alle Welten halten wird.

    15
    Sommer – Special

    “Okay, hört her, verzeiht, wenn ich euch einfach kurz herteleportieren musste, es ist mir durchaus bekannt, in welcher Situation ihr gerade steckt… ob ihr euch gerade mögt, weiß ich auch nicht, aber es gibt ein Problem, bei dem ich gerne etwas Hilfe gebrauchen könnte…“
    “Ach, du bist´s, Anna, oder? Die Frau, die durch Dimensionen gehen kann?“
    “Genau, Pan. Allerdings habe ich auch eine Lizenz dafür. Ihr wisst ja nicht, was alles passieren kann, wenn ein Laie ein Portal benutzt. Na ja, um auf den Punkt zu kommen… es sind… Dinge passiert. Am Besten erklären das meine Freunde hier.“
    “Danke, Anna.“
    “Moment. Anna und das Ultra-Forschungsteam kennen sich?“
    “Natürlich, Jim. Wir wollen nicht zu viel sagen, aber wir haben Anläufe gebraucht, bis wir tatsächlich in Alola angekommen sind. Eine Verbindung zwischen unseren Welten war nicht so schlimm, aber dass der Trainer, der Necrosma damals besiegt hat, die Gelegenheit nutzt, legendäre Pokémon aus anderen Dimensionen einfach zu entführen, hätten wir nicht gedacht. Es hat lange gedauert, sie in ihre alte Heimat zu bringen. Aber davon abgesehen, haben wir halt viele Welten gesehen. Wenn auch nur kurz.“
    “Du redest viel über den heißen Brei herum, Darius! Jedenfalls mussten sie, um nach Alola zu kommen, auch eine Reise-Lizenz erwerben, nachdem wir sie zwischen den Dimensionen gefunden haben. Und um genau diese Ultrapforten geht es. Sie sind in Welten aufgetaucht, welche verehrende Folgen haben könnten, da es dort nicht ansatzhalber Pokémon oder so was gibt.“
    “Und dafür hast du uns… drei…? Um Hilfe gebeten?“
    “Tayfun, spar dir bitte die Anführungszeichen, ich habe doch keine andere Wahl. Von euch weiß ich eben, dass ihr am wenigsten Mist bauen würdet. Aber nein, das wäre viel zu viel. Ihr sollt nur eine einzige Welt erkunden. Den Rest übernehme ich.“
    “Oh… schade. Na, was soll´s.“
    “Ich muss euch jetzt um eure Pokémon bitten. Ihr könnt sie nicht mitnehmen.“
    “Und wie sollen wir uns dann notfalls wehren?“
    “Ach, dafür habe ich gesorgt. Ich kenne ein Wehrmittel, das ist in so gut wie jeder Welt erlaubt. Allerdings könnt ihr damit, und darum ist sie eben so geeignet dafür, fremde Alomalien angreifen. Das heißt, ihr könnt den Bewohnern dieser Welt damit keinen Schaden zufügen. Und denkt bitte dran, dass es nur ein Notfall zu Gebrauch kommen darf. Also wenn ihr wirklich mit fremden Kreaturen, wie denen im Weihnachtsland begegnen solltet.“
    “Hm?“
    “Ach, da wart ihr ja nicht mehr da… ja ich hatte einige Probleme bekommen, als ihr weg wart. Was meint ihr, weshalb ich mich so verspätet habe?“
    “Und nehmt das.“
    “Was ist das, Darius?“
    “Bänder, die euch helfen, euch der Welt anzupassen. Ihr sollt so wenig wie möglich auffallen, deshalb erschreckt nicht, wenn sich plötzlich euer Aussehen ändert. Das kann minimal sein, oder halt sehr stark, aber ihr werdet zurecht kommen. In manchen Welten existieren ja nicht mal Menschen. Seit auf alle Fälle vorsichtig.“
    “Und…. Was machen wir, wenn wir da sind?“
    “Gut, dass du fragst, Panchen. Also, ihr werdet euch dort umsehen und nach Ultrapforten suchen. Denen verpasst ihr das Ding hier und seht zu, dass ihr durch kommt, ehe es sich schließen wird. Wenn ihr fertig seit, werde ich selbst später, wenn ich Zeit habe, noch einmal in die Welt gehen und nach dem Rechten sehen. Denkt dran, und ich bitte euch noch einmalst inständig: Bitte fangt nicht an, mit der Versuchung zu spielen! Denkt dran, dass ihr diese Welt verlassen werdet und später muss alles so aussehen, wie vorher. Und die Personen, die ihr treffen werdet, dürfen nicht betroffen werden. Ihr dürft nicht da bleiben und sie werden nicht mitkommen oder ähnliches. Ihr dürft euch gerne mit jemanden anfreunden, aber auf eigene Gefahr. Es kann natürlich praktisch werden, wenn ihr etwas Hilfe braucht.“
    “Klingt echt brutal. Als würden wir Freunde einfach vergessen müssen.“
    “Und da genau liegt das Problem, dass eigentlich niemand durch solche Portale darf.“
    “Ich werde hier die Stellung halten und zusehen, dass jeder, der durch so ein Portal kommt, gleich wieder zurück verschwindet. Außer ihr natürlich.“
    “Also, auf uns wartet eine menge Arbeit! Los geht’s, meine tapferen Helfer!“
    “Hey, hör auf zu schupsen! Ahhh!“
    “Ich sag dann mal: Winke Winke!“

    16
    Pandora

    Anna hat uns durch das Portal geschupst und als nächstes falle ich durch ein weißes Portal in eine Gasse einer Stadt. Ich sehe zurück zum Portal, welches daraufhin verschwindet. Ich schaue mich schnell um. Jim und Tayfun sind weg. Es ist hoffentlich nichts während der Reise schief gegangen… Das Beste, was ich jetzt aber nur machen kann, ist das zu tun, wofür ich hergekommen bin und zu hoffen, dass der Rest einfach woanders hier gelandet ist.
    Ich schlendere durch die Straßen einer Stadt. Ziemlich ruhig hier. Schon seltsam. Eine Welt mit Menschen, aber ohne Pokémon. Dafür haben sie andere Lebewesen, die sie Tiere nennen. Ich frage mich, ob sie auch mit Pokémon zu vergleichen sind. Ich sehe mich um. Wo soll ich wohl als erstes suchen?
    Ach ja, das Reisen in diese Welt hat etwas an meinem Aussehen geändert, aber auch nicht drastisch. Meine Haarspange hat sich in einen Zopf verwandelt. Es sind recht wenige Leute unterwegs.
    Plötzlich erschrecke ich, dass ich fast gestolpert wäre, als sich kleine, violette Punkte auf dem Boden Bilden. Sie erheben sich aus dem Boden und formen sich zu kleinen Dingern zusammen, die ich kaum beschreiben kann. “Achtung!“, ruft jemand. Ich schaue sofort nach hinten und eine blauhaarige Jugendliche läuft auf mich zu. Ich mache ihr Platz, da sie nicht auf mich, sondern eher auf diese “Unversierte“, genau die achtet und erschafft irgendein seltsames Schwert aus dem Nichts. Ich schätze mal, das ist normal? Aber ich probiere es trotzdem mal aus; was kann denn schon schief gehen, wenn ich Annas Werkzeug mal ausprobiere? Wenn es nicht funktioniert, dann gehe ich halt wieder. Aber zu meinem Erstaunen scheinen die kleinen Unversierten davon tatsächlich betroffen zu werden. Es ist ein Stab in gewellter Form und einem blauen Punkt, der wie eine Murmel aussieht. Alles klar. Die gehören hier nicht her. “Ich helfe dir.“, sage ich entschlossen, währen ich mich neben die junge Dame stelle. Sie scheint eine begabte Kämpferin, aber soweit ich sie mit den Menschen vergleiche, die ich bisher gesehen habe, scheint sie auch anders. Gemeinsam besiegen wir die Unversierten. “Danke für deine Hilfe.“
    “Gerne.“ Ich stecke das Werkzeug wieder weg. “Ich bin Pan.“
    “Pan, freut mich. Ich bin Aqua.“ Aqua, ja? Okay.
    “Du scheinst etwas über die Unversierten zu wissen? Sie kommen wohl nicht aus dieser Welt. Wie sieht es bei dir aus?“
    “Du scheinst auch von woanders zu sein.“
    “Ich suche nach Ultrapforten, um zu verhindern, dass jemand aus dieser Welt aus Versehen in andere kommt.“ Sie überlegt.
    “Ultrapforten? Nie davon gehört...“Sie geht langsam an mir vorbei. “Auf Wiedersehen, Laura!“ Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht ein kleines Mädchen aus dem Haus raus und rennt den Bürgersteig entlang. Es ist hier wohl gerade kurz vor Schule. “Tschüs, Brandy!“, ruft sie einem Tier zu, welches gerade mal halb aus einem kleinen Haus rausblickt.
    Viel Interesse,
    doch hab leider wenig Zeit,
    ich muss weiter geh´n.
    Traurig. Ich frage mich, wie man dieses Tier nennt. Huch! Irgendwas fällt durch die Regenrinne. Ein kleines Pelztier fliegt raus und landet auf Brandy´s Kopf.
    Es ist klein und hat eine Orange-Weiße Farbe. Was es sagt, kann ich nicht entziffern. Die Tiere können also miteinander kommunizieren, was wir nicht verstehen können. Jetzt läuft es weg. Moment, es trägt einen Sonnenblumenkern? Die Tiere haben wohl doch Verstand wie wir, denken und reden. Ohne es zu bemerken, ist Aqua gegangen. Mich hat diese Welt viel zu sehr in seinen Bann gezogen. Wenn ich mir alles genau ansehe, werde ich sicher die Ultrapforte finden.

    Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, dieses kleine Geschöpf zu beobachten. Das gelingt mir, bis es in einer Höhle unter einem Baum verschwindet.
    “Das ist gemein! Was soll das?“ Da pass ich nicht durch. Ich sehe mich um. Was kann ich denn sonst machen? Außer mich weiter umsehen. Ich wünschte, hier wäre jemand, der mir einiges erklären würde. Hm…

    Ich habe mir eine neue Aufgabe gesucht. Ich weiß. Ich bin nicht wirklich hartnäckig, wie es scheint, aber diesmal werde ich auf jeden Fall Erfolg haben. Ich sitze auf einer Bank und lese Zeitung. Ich habe sie gefunden. Klingt zwar etwas billig, aber was sollte ich denn machen? Mich dran machen, hier Geld zu verdienen? Geld, welches jemand anders hätte verdienen sollen? Vielleicht bin ich etwas übervorsichtig, aber man kann ja nie wissen. Vorsicht ist besser, als Nachsicht. Zwischendurch läuft noch so ein kleines Wesen vor meinen Füßen herum. Es trägt sogar eine Gitarre bei sich und reitet auf einem Schwein. Ja, Lesen bildet. Ich beobachte, wie sie es an mir vorbei läuft und hinter der Bank verschwindet. Ich schätze mal, das kommt hier vor. Hier steht aber auch nichts über irgendwas neues, merkwürdiges. Nicht mal das Erscheinen der Unversierten. Sie scheinen hier noch nicht gesehen worden zu sein. Jedenfalls noch nicht von den Bewohnern. Ich lege die Zeitung beiseite und stehe auf. Als ich aufstehe und weitergehen möchte, fällt mir nicht auf, dass von hinten angelaufen kommt und es kommt, wie es kommen musste: Wir prallen aneinander und ich höre etwas kaputt gehen. Ich schüttle meinen Kopf und blicke da hin, wo ich das Geräusch vernahm. “Oh nein...“ Ich kenne dieses Mädchen doch… und ich habe wohl etwas kaputt gemacht… Ich stehe wieder auf “Das…tut mir wirklich leid. Ich hätte schauen müssen, ehe ich aufstand.“
    Sie reagiert jedoch kaum und sieht entsetzt auf die Brüche. Eine Entschuldigung macht jetzt auch nichts besser. Ich gehe zu ihr.“Kann ich dir vielleicht helfen? Was ist denn das, was gerade zerbrochen ist?“ Endlich sieht sie zu mir.
    “Ein, ehm… eine Skulptur. Ich wollte sie nach Hause bringen, um sie bis morgen fertig zu machen… Aber jetzt ist sie völlig zerstört...“ Da muss ich die Zeit zurückdrehen, um ihr zu helfen. Eine selbstgemachte Skulptur kann ich leider nicht reparieren oder ersetzen. “Keine Sorge, bis morgen wirst eine perfekte Skulptur haben! Dafür werde ich sorgen. Es ist das Mindeste, das ich machen kann. Ich versprech´s, Laura.“ Sie schaut noch besorgt.
    “… Woher kennst du meinen Namen?“ Vorhin gehört…
    “Ach, ich hörte ihn.
    Der Wind flüsterte ihn zu.
    So heute morgen.“

    “Wenn… Sie wissen, wie ich heiße, dürfte ich auch...“
    “Pan. Auch Pandora genannt.“
    “Gut, Pan. Wie willst du mir denn helfen, meine Skulptur zu reparieren?“, fragt sie mich hoffnungsvoll.
    “Nun, was hat denn diese Skulptur dargestellt?“
    “Meinen Hamster. So-“
    “Klein, weiß und mit einem roten Kopf? Dann weiß ich, was du meinst. Nein, reparieren können wir sie wohl nicht, aber wir werden eine neue erstellen. Ich kann dir helfen, die Form zu machen und du machst dann das Detail. Du kennst dein Liebling ja am Besten.“
    “Wenn du meinst, dass du das schaffst… was anderes bleibt mir ja auch nicht übrig. Aber erstmal sollten wir die Scherben beseitigen.“
    “Du hast Recht.“
    Okay, wie macht man am Besten schnell eine Skulptur? Das Material ist zum Glück schnell zu beschaffen. Ich versprach, mich drum zu kümmern, während Laura anderes zu tun hat. Bis morgen. Ein Glück, dass ich schon immer gutes Fingerspitzengefühl hatte. Und das alles nur, um möglichst keine Spuren in dieser Welt hinterlassen zu haben.
    Ein Hamster. Einfach nur ein Hamster. Diese kleinen Dinger, von denen ich heute schon drei gesehen habe. Klein, große Ohren… ähnlich wie Rattfratz, aber eben nicht das selbe. Sehr pummelig. Ich fange an, zu arbeiten. Die ersten paar Schnitte kann man ja nicht verfehlen. Aber unten sollte es noch stehen können… na, wenn das was wird. Ich frage mich, was Aqua macht, beziehungsweise, wo Jim und Tayfun abgeblieben sind.

    Wenn man vom Teufel spricht. Ich sehe schon wieder ein paar Schatten im Gras huschen. Sie bewegen sich auf einen Spielplatz zu. Ich muss kurz pausieren, hole meinen gezackten, blauen Stab heraus und renne los. Es scheint nicht so, als hätten diese Unversierten wirklich ein festes Ziel, außer wild drauf los Chaos zu verbreiten, womit sie bis jetzt zum Glück nicht weit gekommen sind. “Hilfe!“ Okay, zu spät.
    Ich hoffe nur, ich komme nicht zu spät, um alle in Sicherheit zu bringen. Es ist eine ganze Gruppe von ca. 10 der verschiedensten Arten. Der Stab kämpft und ich mit ihm. Ich hätte von Hinterrücks angreifen können, allerdings ziehe ich vor, die Priorität auf die Sicherheit der Leute, vor allem den Kindern, zu setzen und stelle mich erstmal zwischen sie.“Sucht euch jemanden eurer Klasse aus!“, rufe ich zu den Unversierten und nehme Kampfhaltung ein. Zwei kleine kommen auf mich angesprungen, doch mit zwei gezielten Hieben schlage ich sie zurück. Nicht schlecht für den Anfang. Ich halte sie alle im Visier. Zwei große, violette, die etwas dickliger sind, scheinen mich anzustarren. Sechs kleinere, grüne mit scharfen Klauen kommen direkt auf mich zu. “Na, dann hoffe ich mal, dass das klappt...“ Ich nehme den Stab mit beiden Händen und schwinge um mich herum. Statt zum Stehen zu kommen, torkle ich, bis ich wieder fokussieren kann. Ich scheine sie alle getroffen zu haben. Sie scheinen noch schlechtere Kämpfer, als ich zu sein. Sagte ich, bis eins der violetten, großen Dinger auf mich zuspringt. Es landet nicht direkt neben mir, allerdings erzeugt es beim Aufprall eine Schallwelle, die mich beinahe umkippen lässt. Ich renne auf es zu und schlage zu. Eigentlich hätte ich erwartet, dass es verschwindet, aber es scheint etwas mehr auszuhalten. Das andere kommt an und will nach mir greifen. Ich mache einen Satz zurück, stürme mit vollem Schwung auf beide zu und schlage mit voller Kraft zu, die beide besiegt. Nicht schlecht. Doch kurz nachdem sie verschwunden sind, erscheinen neue. Ich zähle 8 neue. Es sind irgendwelche rot-schwarze Töpfe. Noch einen neue Art. Ich wollte wieder weiterkämpfen, obwohl ich weiß, dass die sich schnell und unkalkulierbar bewegen und ich wohl nicht treffen könnte, doch kurz, bevor ich eins treffen könnte, kommen Seifenblasen angeflogen. Ich bemerke nur, wie sie von hinten an mir vorbei schweben und auf die Gegner zufligen. Jede erledigt einen Gegner. Ich schaue zur Seite. “Aqua!“
    “Du machst dir gerade neue Freunde, wie ich sehe, was? Unversierte kommen meistens in größeren Gruppen, Vorsicht,“ Zusammen mit Aqua(hauptsächlich Aqua, die etwas produktiv macht), schlagen wir den Angriff der Unversierten zurück. Aqua schaut ohne auf mich zu achten nach vorne.
    “Machst du sowas öfter?“ Sie schaut auf und blickt nachdenklich zu mir. Nach einer Weile entspannt sich ihr Blick wieder. “Öfter, als du, Pan, wie es aussieht.“
    “Ja… ich habe gerade erst angefangen, könnte man meinen…“, antworte ich verlegen. “Aber trotzdem überraschend, dass du es mit ihnen aufnehmen kannst. Woher kommst du?“ Ich schau ganz unauffällig zur Seite. Fremden sollte ich nicht sagen, woher ich komme…
    “Von weit her.“ Sie nickt.
    “Ich mein, du kommst nicht aus dieser Welt.“ Ich sehe sie nur verwirrt an.
    “Wie kommst du darauf?“ Sie deutet auf meinen Stab.
    “Dieser Stab, den du bei dir hast… passt nicht in diese Welt. Es gibt wenig, was Unversierte so einfach besiegen könnte. Aber… ich sehe, du hälst dein Geheimnis gerne für dich. Kann ich verstehen." Sie mustert meine andere Hand. “Was ist das?“, fragt sie. Ich zeige ihr das Stück Seife, an dem ich arbeite. “Ich… habe das Alte kaputt gemacht. Jetzt versuche ich, dem armen Mädchen ein neues zu machen.“ Sie kommt näher und begutachtet es.
    “Ein… Gummibärchen?“
    “Es soll ein Hamster werden! Man, er hat eben die Ohren runterhängen...“ Aqua lacht. “Tschuldige. Ein Hamster, ja? Warum suchst du nicht einen?“
    Ich überlege. “Wo soll ich einen Hamster herbekommen?“
    “Ich habe einige hier in der Gegend ständig rumlaufen sehen. Sie sind nicht schwer, zu finden. Warum suchst du nicht dort oben am Baum? Aber geh nicht zu nah ran, sonst verscheuchst du sie noch.“ Ich schaue auf einen Hügel, auf dem ein Baum steht. “Ich versuchs. Danke.“
    “Wenn du noch einmals Probleme bekommen solltest… ich bin sicher in der Nähe.“
    “Verstanden.“, sage ich und gehe los. So schwer sollte es nicht werden. “Komm Kitty Kitty.
    Seit nicht so schüchtern, Hamster
    kommt aus eurem Loch.“

    17
    Ich habe tatsächlich einen gefunden. Einen weißen mit grauen Punkten, der auf einem Baum sitzt und etwas nagt. Manchmal kommt es mir so vor, dass er mich beobachtet, aber das tue ich ja auch bei ihm, von daher. Ich schaue ihn mir genau an und schnitze weiter. Na, mal sehen, wie gut ich zurecht kommen werde. Weiß ist die Seife ja schon. Da kann ich sie an den bestimmten Stellen sicher braun färben(also dreckig machen oder so).
    Geht sicher alles. Och, wie süß. Jetzt gesellt sich noch ein anderer dazu. Oh nein! Jetzt rennen sie beide weg. Mist. Ich muss wohl auf meine nächste Gelegenheit warten. Bis morgen? Oder ist das schon gut so? Plötzlich flimmert das Licht eines Getränkeautomaten. Normalerweise würde ich sowas eigentlich direkt ignorieren, aber was ist denn gerade normal? Meine Existens hier jedenfalls nicht. Vor allem nicht, wenn ich beobachte, dass dieses Flimmern auf andere Geräte überspringt und aus dem Park verschwindet. So schnell ich kann renne ich dem hinterher. Tät mich nicht wurndern, wäre es wieder einer dieser Unversierten. Ja, ich bin momentan etwas über-paranoid. Nicht zuletzt auch, da ich die Ultrapforte noch nicht gefunden habe. Das Ziel des Elektro-Stom-Überlaufstörung scheint ein kleiner Spielplatz mit elektrischen Pferdchen-Karussell, Zugbahn zum draufsitzen und weiteren kleinen Gerätschaften mitten in der Stadt zu sein. Die erste auffällige Aktion, die ich bemerke, ist, dass die Bahn von alleine losfährt und die Konsole dafür elektrische Schläge von sich gibt. Das Karussell beginnt, sich zu drehen und viele andere Geräte aktivieren sich. Irgendwo hier ist das Ding. Ich halte mich bereit und beobachte alles ganz genau. Das Karussell dreht sich jetzt auf der höchsten Geschwindigkeit, die man einstellen kann und es wird noch schneller. Der Zug fällt als erstes von den Gleisen und macht sich selbstständig. Er fährt, obwohl er keine Gleise mehr unter seinen Rädern hat, gezielt auf das Karussell zu, welches schon Höchstwerte erreicht und prallt mit hohem Tempo dagegen, sodass die Drehscheibe rausfliegt und das ganze Ding umkippt. Es kippt seitlich auf die Eisenbahn. Zwei Automaten zischen an mir vorbei und heften sich links und rechts an das Karussell. Die Konsole der Eisenbahn wird von ihm ebenfalls angezogen. Sie fliegt aus ihrem Sockel und wird von der oberen Seite des Karussells angezogen. Der Zug teilt sich in 2 und 2 Wagons auf. Diese Mixtur aus Kinderspielzeugen erhebt sich. Sie steht auf dem Zugteilen. Das Karussell ist die Mitte des Ganzen. Links und rechts hat es zwei längliche Arme, die mit jetzt wohl jederzeit eine Sprite, oder eine Kugel aus dem Kaugummiautomaten anbieten können.
    Der Kopf, die Konsole, knistert voller Elektrizität.
    Ich bin jetzt schon soweit, zu sagen, dass das nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht. Aber ein Problem habe ich trotzdem… was soll ich jetzt dagegen tun? Ein Unversierter, okay, aber er hat sich gerade ein Schutzschild erschaffen, dem ich rein gar nichts antun kann, da er aus dieser Welt stammt! “Nicht aufgeben!“, höre ich.
    “Aqua?“ Ich schaue mich hastig um, sehe sie aber nirgendwo. Nur bemerke ich, dass mein Stab anfängt, zu leuchten. “Du bist jetzt mit dem Licht verbunden! Nutze es, um die Dunkelheit zu vertreiben!“ Es ist doch eindeutig ihre Stimme, allerdings weiß ich auch nicht mal, von wo ich sie höre. Sie könnte überall und nirgendwo sein. Ich schaue auf meinen leuchtend strotzenden Stab. “Wenn du meinst, dass das klappt.“ Ich blicke schnell auf das Monstrum und schaffe es gerade noch reaktionsschnell eine Coca-Cola-Dose abzuwehren. Die platzt und streut ihren Inhalt um sich herum aus. Ich mache die Augen wieder auf und spucke. Dann sehe ich zu mir runter. Igitt! Das Zeug klebt doch an meinen Klamotten. Ich blicke erzürnt auf die verrückt gewordenen elektronischen Geräte. “Weißt du, wie teuer dieser Anzug war?“, schreie ich es volle Dröhnung an. “Mach dich auf was gefasst, mich spritzt niemand einfach so mit Kohlensäure ab!“ Geladen und mit vollem Einsatz lande ich einen Treffer nach dem nächsten an diese Geräte. Sie wehren sich, indem sich das Karussell dreht und somit auch den Softdrink und Kaugummiautomaten um sich herumschleudert. Und natürlich die nächsten Dosen schön zu schütteln. Ich gehe auf Abstand, bis es keinen Bock mehr auf Pirouetten hat. Es zielt mit dem Kaugummiautomaten und schießt mir eine kleine Kugel entgegen, die sich im Flug aufmacht und mich eine Superman- Actionfigur, oder so anfliegt. Das war verdammt hart geschossen! Ich laufe auf das Ding zu, welches sich zur Verteidigung wieder zu drehen anfangen wollte, aber ich springe auf ein Metallgitter und von dort aus auf das Ding zu. Ich ziele mit meinem Stab auf die Steuerungskonsole und schlage sie kaputt. Der Zug, der als Bein dient, fährt schnell und unkontrolliert los, sodass er sich von dem Konstrukt abheftet und gegen die nächste Wand fährt. Ich sehe wieder auf das Konstrukt, welches sich jetzt die Steuerung des Karussells nimmt und auf den Kopf steckt. Immerhin ist es jetzt unbeweglich. Also, noch einmal.
    Nur scheint es dazugelernt zu haben und lädt den Kopf jetzt mit Elektrizität voll und erzeugt einen kleinen, elektronischen Impuls, der es jetzt beschützt. Da komm ich jetzt nicht mehr ran. Liegen hier nicht irgendwo Gummihandschuhe oder so? Was macht man denn in solchen Fällen, frage ich mich, während eine Fanta-Dose mir zufliegt. Grade so weiche ich noch aus und sie fliegt gegen die Wand und explodiert. Schöne Sauerei.
    Wasser leitet Strom, oder? Dann sollte ich mir schnell etwas einfallen lassen, ehe es diese Pfützen noch gegen mich nutzen kann. Ich ziele mit meinem Stab auf den Kopf von dem Konstrukt und plötzlich fliegt der Saft der Fanta in die Richtung. Ich schrecke auf und suche schnell hinter einer Wand Schutz, denn im nächsten Moment kommt eine laute Explosion zustande. Ich schaue wieder hin und sehe ein kaputtes Karussell, zwei kaputte Automaten und einen zerstörten Zug. Ich werde mich beschweren, das ist nicht für Kinder geeignet. Im nächsten Moment sehe ich wieder ein Knistern, welches sich aus dem Konstrukt entfernt. “Oh nein, du suchst dir nicht noch einmal neue Spielsachen! Bleib hier!“ Ich verfolge es von Gerät zu Gerät und warte auf eine Gelegenheit, es zu beisegen. Leider kommen wir jetzt wieder in die dichter besiedelten Gebiete rein. Wenn es jetzt wieder einen Aufstand macht, wird es deutlich mehr Schäden geben. “Pan, weg da!“, höre ich nur. Sofort werfe ich mich zur Seite, ehe ein Strahl aus riesigen Seifenblasen den Weg passiert und dabei das Knistern mitnimmt. Aqua rennt darauf zu und schlägt es mit einem Schlag nieder. Ich erhebe mich langsam wieder.
    “Du bist ganz bei der Arbeit, wie ich sehe?“, fragt sie mich.
    “Ja… ich konnte ja nicht nichts machen. Außerdem hast du mir da schon geholfen, wie konnte ich da denn nichts tun?“ Sie schaut mich verwundert an.
    “Wann habe ich dir geholfen? Ich bin gerade doch nur dir entgegen gekommen.“
    “Aber beim Spielplatz, da hat mein Stab auf einmal geleuchtet und du hast zu mir gesprochen! Und dann hast du das Wasser der Fanta doch gebändigt.“ Sie sieht mich noch verdutzter an. “He… he… okay… dann bin ich erstaunt über meine Fähigkeiten. Na ja, jeder fängt mal klein an, oder?“
    “Du meinst sicher einen D-Link? Einen Dimensions-Link ja, du kannst kurz auf die Fähigkeiten derjenigen zugreifen, die dir ihre Kraft anvertraut haben. Ist aber weiter nur kompliziert, ich hoffe, dir reicht diese knappe Erklärung. Aber sag mal… was war das eigentlich für ein lauter Knall?“
    Ich schaue nach hinten. Eine Rauchwolke hat sich gebildet und Einsatzkräfte sind am Spielplatz. “Ach ja, ich habe wahrscheinlich noch nicht erwähnt, dass ich den Spielplatz in die Luft gejagt habe, oder?“

    D-Link, Unversierte, Hamster, selbstständige Automaten… kommt mir so vor, als wäre ich in einem völlig anderem Universum. Und irgendwie schaffe ich es doch noch, hier zu überleben, ohne komplett den Verstand zu verlieren. Oder hyperparanoid zu sein, denn Aqua erscheint immer dann, wenn ich im Kampf bin und dann verschwindet sie wieder, ohne, dass ich bemerke, wohin. Leider muss ich mir eine große Schande gestehen… ich habe mein Geschnitztes verloren. Der schöne Hamster. Oder, wie Aqua meinte, Gummibärchen. Ha ha ha. Ich weiß nicht, ob das Ironie sein sollte, oder ob das ernst gemeint war. Wie bringe ich das denn jetzt Laura bei?
    Normalerweise
    merke ich mir nie Wege,
    aber diesmal schon.
    Ich habe jedenfalls den Weg zurück zum Wohnviertel geschafft, in welchem ich Laura das erste Mal getroffen habe. Ich gehe gerade über die Straße, doch dann blicke ich nach rechts. Die Stadt geht noch etwas weiter, bis sie aufhört und dann das Meer beginnt. Ich bleibe unbewusst stehen und starre auf das Meer hinaus. Ein wunderschöner Sonnenuntergang macht sich breit. Wann habe ich das letzte Mal das Meer gesehen? Ich habe mal wieder so richtig Lust, einfach am Strand zu liegen und mit schöner Musik, einem großen Sonnenschirm und natürlich einer kühlen Limo die Sonne und das Meer zu genießen. Hach ja. Während ich in Trance bin, bemerke ich nicht, dass ich auf der Straße stehe. Es wird mir erst bewusst, als ein Auto auf mich zufährt und mich anhupt. Ich schrecke auf und renne auf den Bürgersteig.
    Das zeigte mir, dass ich auch schon müde werde. Na kein Wunder, bei all dem, was ich heute erlebt habe… Und eigentlich habe ich auch keine Lust mehr. Am liebsten würde ich den Stab mitsamt meinen Verantwortungen in die Tonne da schmeißen, zum Strand gehen und die ganze Welt einfach mal vergessen. Plötzlich höre ich etwas hinter mir. Ich drehe mich um und sehe Laura mit einem anderen Mädchen sich freudestrahlend unterhalten. Ich blicke nachdenklich zur Seite. Soll ich es ihr sagen? Soll ich es lassen? Ich will ihr nicht ihre gute Laune verderben… “Pan!“, ruft sie und läuft auf mich zu. Ich wende mich zu ihr. “Hey, Laura.“, antworte ich zögerlich. Sie rennt weiter auf mich zu und ehe ich mich versehe, bin ich in ihrer Umarmung gelandet. “Danke! Danke, Danke!“, sagt sie. Ich sehe sie etwas verdutzt an. Zum Glück schaut sie nicht zu mir hoch, sonst würde sie meinen Gesichtsausdruck sehen. “Du hast es wirklich geschafft!“, sagt sie und löst sich wieder. Ich möchte nichts fragen, ehe es nachher etwas falsches ist. Doch sie kramt etwas aus ihrer Tasche. Es ist die Figur, die ich heute kaputt gemacht habe. Wo hat sie die her? Sie schaut voller Freude auf sie. “Sie sieht exakt so aus, wie die alte. Ich weiß nicht, wie du es geschafft hast, sie genau so aussehen zu lassen, aber danke!“ Ich knie mich zu ihr hin und lächle sie an. Sie zurück. Ihre Freundin hat uns eingeholt. Sie hat längere Haare und trägt gelbe, Klamotten und eine Brille. Aber das Lächeln ist das selbe. “Kana, das ist Pan. Sie hat diese Figur gemacht, als meine alte kaputt gegangen ist.“ Kana neigt sich höflich zu mir. “Freut mich, dich kennen zu lernen, Kana.“
    Kana hat… meine Figur in der Hand? Ich bemerke sie grade. Wo hat sie die her? Wohl gefunden? “Und diese Figur hier hat mir eine nette Frau gegeben. Sie beschützte mich während eines Bombenanschlags.“ Ah, meine Party auf dem Spielplatz meint sie. Eine Frau? Vielleicht Aqua? “Wer war denn diese Frau? Vielleicht kenne ich sie.“
    “Oh, sicher kennt ihr euch! Sie sagte, sie suche jemanden. Ihr Name war Tayfun, glaube ich. Irgendein Sturm. Wie auch ihre Art. Sehr wild.“, sagt sie fröhlich. Ah, Tayfun ist also auch inzwischen hier. Nur nicht bei mir. “Tayfun, ja? Sagst du mir auch, wo du sie getroffen hast? Oder halt,...“ Ich patsche mir verlegen ins Gesicht. “Das sagtest du ja schon. Weißt du vielleicht, wo sie hin ist?“
    “Sie sagte, sie sucht ein… ein… Di… nein, ein… Irgendein Loch oder so.“
    “Eine Ultrapforte vielleicht?“ Sie nickt eifrig. Nur Laura scheint nichts zu verstehen.
    “Das ist ein Loch in einer zufälligen Farbe. Eine Art Spalt oder Riss in der Luft. Wir suchen sowas, damit sie verschwinden.“
    “Ah. Ich glaube, so einen habe ich sogar wirklich gesehen.“ Ich sehe sie gespannt an. “Hast du? Wo?“ Sie starrt in die Luft und überlegt.
    “Weiß nicht mehr so genau. Irgendwo. Heute ist so viel passiert...“ Sie gähnt. “… und ich bin müde. Tut mir wirklich leid, Pan.“ Ich klopfe ihr auf die Schulter und lächle sie an. “Schon okay. Das war heute wirklich viel. Und morgen wird es vielleicht noch wilder. Wer weiß? Aber keine Angst, ich bin ja da.“
    “Dann habe ich ja jetzt schon zwei Beschützer!“, freut sich Kana. Ich schaue sie verwirrt an. “Ach so. Wenn das so ist…“ Ich sehe zu Laura, um zu symbolisieren, dass ein Beschützer für sie reicht. “Eh...“, fängt sie wortlos, verwirrt an. Ich stupse sie freundlich an. “War doch nur ein Witz!“, lache ich. “Dann passt du auch auf unsere Hamster auf?“ Jetzt schaue ich wirklich verwirrt. “Eure Hamster? Sind die nicht...“ Ich schaue auf ihr Haus.
    Kana erklärt: “Ach, man munkelt, dass man ab und an Hamster in der Stadt herumrennen sieht. Und… leider schaffen sie es auch manchmal von selber, ihr Gitter zu öffnen.“
    Ich nicke. “Alles klar. Wenn ich welche sehe...“ Laura gähnt wieder. Ich stehe wieder auf. “Ich schätze, ihr zwei geht jetzt lieber in die Heia. Keine Sorge, ich bleibe hier draußen und passe auf.“, verspreche ich, nehme jeweils eine Hand auf ihre Schultern und sehe sie abwechselnd an. Sie nicken mich an. “Sehr gut. Dann los. Wer als letztes zuhause ist, ist eine lahme Ente!“ Beide rennen los. Ich sehe ihnen sanft lächelnd hinterher. Wie schön. Nur, wo bleibe ich?

    Es ist inzwischen Nacht, doch es brennen noch immer die Nachtlampen. Ich hocke auf dem Dach von Lauras Haus. Plötzlich höre ich ein Geräusch die Regenrinne hochkommen. Gespannt sehe ich zu ihr. Auf einmal steckt ein kleiner Hamster seine Schnauze raus und entdeckt mich. “Sieh mal einer an, du musst Hamtaro sein. Husch, schnell hins Haus mit dir, ehe Laura dich noch vermisst.“, sage ich und der Hamster, als hätte er mich verstanden, huscht schnell durch ein Loch. Sollte ich sagen, dass da ein Loch ist? Ach, besser nicht. Was ein Racker. Ich schaue hoch, wo der Mond scheint. Schön und friedlich. Plötzlich entdecke ich eine Sternschnuppe! Ich falte meine Hände zusammen. Es ist zwar nur ein Aberglaube, aber vielleicht hilft es ja doch.
    Ich wünschte, meine Welt würde auch bald so friedlich werden. Ich will auch zuhause am Strand sitzen, mich mit Freunden treffen und sorglos in den Himmel starren.

    18
    Pandora - Tag 2

    Ich hoffe, dass man mich nicht vermisst. Ich meine, es ist jetzt schon morgen, das heißt, ich bin jetzt schon fast einen Tag lang von Zuhause weg. Ach, wird schon keiner.
    Irgendwie habe ich gestern jedenfalls noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden, ehe ich noch auf der Straße hätte schlafen müssen, oder im Park wie eine Obdachlose.
    Sehr nett und entgegenkommend sind die Leute hier, möchte ich mal an dieser Stelle sagen. In einer kleinen Hütte hat mich jemand schlafen lassen, als er mich planlos und erschöpft auf der Straße fand. Ja, ich weiß, das hätte ich vielleicht besser kalkulieren können, als auf dem letzten Drücker, aber Anna hat mich aber nicht für so etwas hierher geholt. Aber genug davon. Gleich in der Morgendämmerung ging ich zurück in Lauras Wohnsiedlung um nach den Rechten zu sehen. Hier sieht aber alles soweit okay aus. Ich schaue auf eine Uhr. Sollte bald Schulbeginn sein. Vielleicht sollte ich dort mal nachsehen, ob da etwas los ist.
    Grade, als ich auf dem Weg bin, höre ich über mir ein Fluggeräusch. Eine Art Helikopter. Ich schaue mit einem Lächeln hoch, um mir ihn anzusehen, wie er über mir hinüberfliegt. Sofort verschwindet mein Lächeln, als ich sehe, dass das kein Helikopter ist, sondern irgendein anderes Ding. Vielleicht ein Tier? Jedenfalls steuert es genau die Schule an.
    Ich habe die Definition „Tier“ hier anders kennen gelernt. Keines war hart, weiß-rot-silbernd und hat eine Art Propeller. Ich renne ihm hinterher. Im schlimmsten Fall ist es ein Unversierter. Sie schaffen es aber auch ständig, mich von meiner eigentlichen Arbeit effektiv aufzuhalten. Ich frage mich nur, ob die endlich sind, oder nicht.
    Ich treffe von der Straße auf den Sportplatz, wo ich eine bekannte Person sehe, die da steht.
    “Tayfun!“ Sie dreht sich zu mir um. Ich winke ihr zu. Sie scheint konzentriert und überlegt beziehungsweise überfordert zu sein. Ich wette, sie ist gerade auch irgendwie auf der Suche nach etwas. Na ja, vielleicht hat sie ja etwas gefunden und wir können uns austauschen. Ich komme bei ihr an. “Ein vertrautes Gesicht!“
    “Freut mich auch, dich zu sehen.“, sagt sie, während sie sich umsieht.
    Ich halte den Kopf schief. “Suchst du etwas?“
    Sie weiht mich in ihr Geheimnis ein. “Ja, ich suche etwas, was ich bin hierhin verfolgt habe. Und als ich dich gesehen habe, dachte ich, Jim wäre auch nicht weit. Na, immerhin bist du da.“
    Ich schrecke auf, als ich hinter ihr ein Monster sich erheben sehe. Grade, als es nach Tayfun schalgen wollte, packe ich sie und mache einen Satz zur Seite. Wir rappeln uns auf und blicken zwei fliegenden mechanisch aussehenden Unversierten gegenüber.
    “Sieht so aus, als vermiesen auch dir den Tag, was?“
    Sie macht sich kampfbereit. “Und wir dürfen unsere Pokémon nicht mal dabei haben! Dabei hätten wir hier wahrscheinlich wieder Pokébälle nutzen können! Ich vermisse es. Nicht, dass ich etwas dagegen habe, selbst zu kämpfen, aber… na ja.“
    “Ich kann verstehen, was du meinst. Dann lass uns das Problem hier beseitigen und dann nach den Ultrapforten suchen.“
    Sie nickt. Im nächsten Moment klappt sich das Rotor des Unversierten ein, welchen ich verfolgt habe. Er spaltet sich in zwei Hälften und hängt sich links und rechts an Tayfuns ran, welcher mehr nach einem Körper aussieht. Ihrer klappt von Hinten Beine aus. Jetzt hat es eine humanoide Form. Ein rot-weißes Ungeheuer, welches eine Stahlhaut hat. Sie glänzt im Sonnenlicht. Die Füße sind schwarz und spitz zulaufend. Die Arme erinnern mich an Krallen und der Kopf gleicht einem Helm mit Full-face-Visier. Ansonsten hat es eine Art stählernde Rüstung mit roten Streifen. Aus dem Visier leuchten zwei rote Augen.
    “Sie scheinen einen Fable dafür entwickelt zu haben, sich aus vielen Kram zusammenzupacken.“
    “Du scheinst nicht das erste Mal gegen solch eine Kreatur zu kämpfen, was?“ Ich fuchtle mit meiner Hand zu Tayfun.
    “Später Tayfun. Später.“
    Jetzt schwebt es. Immerhin bin ich nicht alleine. Tayfun rennt sofort drauf los und verpasst ihm ein paar schläge, bis es sie wegstoßt. Ich versuche wieder direkt einen Link mit Aqua herzustellen. Etwas Distanz kann jetzt nicht schaden. Doch statdessen leuchtet mein Stab jetzt violett-grün und statt etwas Wasser kommen farbige Eisringe aus der Spitze meines Stabes geschossen. Ich starre sie verdutzt an. “Das war Aurorastrahl! Seit wann kannst du das?“, fragt Tayfun, sich aus der bröckelnden Wand erhebend. Ich schaue sie nur fragend an. “Genau so gut könnte ich dich fragen, wie du das heil überstanden hast.“, erwiedere ich.
    “Das hat Zeit bis Später. Sieh zu, dass du da weg kommst!“, ruft sie.
    Blitzschnell schaue ich wieder nach vorne und mache einen Satz nach hinten. Der Unversierte schlägt auf den Boden und hinterlässt einen kleinen Krater. Verzweifelt schaue ich auf den Krater. “Oh nein, nicht schon wieder sowas….“ Noch ein Bombenanschlag. Diesmal in der Schule.

    Also, was haben wir? Einen Gegner, der einfach mal sau krass stark ist und Laserschüsse abfeuern kann und dabei aussieht, als wäre er gerade aus Transformers gekommen. Oh, ach, und, wie ich auch gerade sehe, seine Arme in den Boden stecken kann, um schwarze Ranken mit violettem Schimmer zu erschaffen. Ja, richtig. Nicht vergessen: Es kann fliegen. 100 Punkte für Pandora!
    Plötzlich schnippst eine Hand vor meinen Augen. Es ist Tayfun. “Aufwachen, Tagträumer. Wär nett, wenn du mir etwas helfen würdest.“, fragt sie, wähend um uns das reinste Chaos gefühlt ausbricht. Mehr und mehr Tentakeln erheben sich, während sich die Arme selbstständig gemacht haben und hin und her wirbeln. “Hast du denn einen Plan, oder sowas?“, frage ich unbeholfen.
    Tayfun sieht mich an. “Ich dachte, das ist deine Aufgabe? Was machst du denn die ganze Zeit, während ich uns am Leben halte?“ Ich falte die Hände hinter meinem Kopf. “Ich… ach, ich beobachte. Gucke… Das, was ich im Groben und Ganzen den ganzen Tag durchschnittlich mache.“ Genau. Also gucke ich. Ich schau mir den Schredder an und wie Tayfun versucht, ihn zu bekämpfen. Die drückt mit ihrem Stab gegen den Schredder, so nenne ich ihn jetzt, während er sie mit seinen Armen zurückdrängen möchte und sich scheinen ein Kräftemessen zu veranstalten. Die Ranken ließ ich völlig außer acht. Als ich mich erschrocken zu ihnen umsehe, sind sie wieder verschwunden. Es kommen nur hier und da einige wieder auf, aber sie verschwinden nach einiger Zeit, wie es scheint, ich meine, ich habe da nichts gemacht. Okay, dann eben nur der Schredder. Meine Güte, Tayfun ist eine echt starke Frau! Sie hält, obwohl ihr Unterliegen offenbar ist, weiterhin noch durch. Plötzlich sammelt sich eine dunkelviolette Aura an ihrem Stab und sie drängt den Schredder wieder zurück. “Tayfun! Konzentrier dich vollkommen auf den Kampf! Die Pranken sind egal!“ Ich will ihr aber doch schon helfen. Natürlich aus Distanz. Ich bin nicht ansatzhalber so stark wie Tayfun. Ich richte wieder meinen Stab gegen den Schredder und konzentriere mich. Was habe ich vorhin gemacht, dass der Aurorastrahl wirkte? Ich kriege es hin, drei kleine, süßte Ringe zu erschaffen. Das reicht nicht. Trotzdem schicke ich sie direkt dem Schredder entgegen. Wenn es ihn ablenkt, habe ich einen Vorteil für Tayfun ergattert! Auf einmal wird der Stab ganz heiß wie eine Hertplatte und ich lasse ihn erschrocken los und schüttle meine Hand aus. Er fällt einfach zu Boden. “Das muss Energie gekostet haben. Vielleicht… sollte ich etwas anderes ausprobieren.“ Vorsichtig tatsche ich ihn an. Er kühlt wieder ab. Super. Obwohl er noch etwas heiß ist, nehme ich ihn wieder in meine Hand. Dann fixiere ich den Schredder, wo er einen toten Winkel hat und er mit Tayfun beschäftigt ist und schlage ihn dort. Es fühlt sich so an, als hätte ich auf Metall geschlagen. Das einzige, was ich erreicht habe, ist, dass der Schredder sich zu mir umdreht und mich in seinen Schatten hüllt. Ich schaue ihn unschuldig an. Plötzlich scheint er in der Luft zu erstarren und knallt zu Boden. Dann lösen sich die Bestandteile voneinander wieder in ihre Einzelteile. Sie fliegen wieder los und positionieren sich an jeweils einem Rand des Schulhofes direkt gegenüber. “Pan!“ Tayfun springt mich an und schmeißt mich somit aus einem sich gerade zwischen den beiden Baby-Schreddern erschienenen Strahl. Und er verfolgt uns, indem sich die Schredderchen sich parallel zu uns bewegen. Der Strahl strahlt weiterhin zwischen ihnen, als wäre er eine Verbindung. Tayfun stupst mich an. “Du den, ich den.“ Ich zucke mit den Schultern.
    “Jo, wird schon gut sein.“ Ich realisiere, dass sich die Aura des Stabes auf ihren Arm verbreitet hat. “Pass auf dich auf.“, sage ich nur und laufe los.
    “It´s not even my final-form, was?“

    Ich erkenne diese Rotoren wieder. Es sind die Arme. Okay, wie mache ich das jetzt? Tayfun würde raufhauen. Und wenn es nicht klappt, noch einmal raufhauen. Ich kann das ja nicht. “Wie kann ich dich kaputt machen?“, frage ich den Schredder-Teil. Er antwortet nicht. Kein Gentleman. Das einzige, was er macht, ist aufhören, zu rotieren und der Strahl löst sich. Mit dem können sie ja jetzt sowieso nichts mehr anfangen, wenn wir mitten bei ihnen stehen. Er richtet die Rotoren wieder aufrecht und starrt mich an. “Schau woanders hin!“, rufe ich zu ihm und versuche noch einmal mein Glück, ihn direkt anzugreifen, nur ist das Resultat erniedrigend. Ich bin für sowas nicht gemacht!
    Ich bin auf ihn zugerannt und habe ihm einen direkten Schlag verpasst. Dann habe ich von der Seite, von unten und von Hinten angegriffen, bis er mich durch die Luft gegen eine Wand schleuderte. Jetzt fliegt es direkt auf mich zu. “Achtung!“, höre ich plötzlich von oben. Ich sehe hoch und ein Junge springt vom Dach und stickt mit irgendetwas durch, womit der den Schredder trifft. Jetzt wirbelt der Schredder unkontrolliert durch die Luft, bis er hoch geht und ins Nichts verschwindet. Ich starre eine Weile in die Luft, bis ich wieder nach vorne blicke. “Oh nein…“ Der „Junge“ aka. Jugendlicher, schaut zu Tayfun. Ich schaue zu ihr. Tief in die Aura gehüllt, schlägt sie gnadenlos auf den anderen kleinen Schredder ein, bis auch dieser sich auflöst. Sie keucht auf, lässt ihren Stab fallen und sinkt zu Boden. “Tayfun!“ Ich renne auf sie zu und hebe sie hoch. “Hey! Wach auf! Schlafen kannst du gleich!“
    “Sie braucht jetzt etwas Ruhe.“ Ich schaue zu dem Jungen hoch. “Das wird wieder, aber das darf nicht noch einmal passieren.“ Ich schaue verwirrt. “Diese Aura war Dunkelheit. Man darf sie nicht zu oft einsetzen, sonst… kontrolliert sie den, der sie benutzt. Ihr benutzt sie besser überhaupt nicht, um die Unversierten zu bekämpfen. Sie entspringen der Dunkelheit.“
    “Okay, kurze Pause von unserem Kosmo-Unterricht. Wer bist du, dass du so gut darüber Bescheid weißt?“
    “Ich? Ich bin Terra. Und ich kenne die Ursache der Unversierten. Sein Name ist Venitas.“ Er sieht mich an und merkt, dass ich kein Wort verstehe. Er lacht leicht. “Sag einfach Bescheid, wenn du jemanden siehst, der nicht aus dieser Welt stammt.“
    “Oh, das habe ich bereits. Ihr Name war Aqua.“ Er schreckt auf.
    “Aqua ist auch hier? Interessant. Ihr kannst du vertrauen.“
    “Ich scheine gerade ein Netz aus vielen neuen Leuten kennen zu lernen.“
    “Ja, vielleicht. Und du, da du sie kennst, scheinst du auch auf der Suche nach Ultrapforten zu sein, was?“ Ah, sie haben schon mal miteinander gesprochen, Tayfun und Terra. Interessant. Ich nicke. “Genau. Hast du welche gesehen?“ Er sieht sich um.
    “Bis jetzt noch nicht.“
    “Was ist los?“ Er sieht wieder zu mir.
    “Du solltest jetzt gehen, ehe die Behörden kommen.“
    “Und Tayfun?“
    “Ich werde mich um sie kümmern. Vertrau mir. Ich muss ihr erzählen, was ich dir erzählt habe. Such du weiter nach euren Ultrapforten.“ Mir gefällt das nicht. Ich habe sie gerade erst gefunden und soll sie jetzt wieder gehen lassen? Andererseits… wenn ich an Laura und Kana denke, wäre es besser, wenn die Ultrapforten schnell geschlossen werden würden und dieser Venitas gefunden wird. Und außerdem weiß ich ja jetzt, wo ich Tayfun finden kann. “Pass gut auf sie auf.“ Er nickt. Ich sehe noch zu ihnen, während ich verschwinde. Gefällt mir, wie gesagt überhaupt nicht, aber… um ihret Willen sollte ich unsere Mission so schnell wie möglich zuende bringen, sodass sie schnell wieder nach Hause kann.


    Um den Schock zu verarbeiten, was gerade geschehen ist, bin ich auf eine mir bekannte Parkbank gegangen. Hier habe ich für Laura ihren Hamster geschnitzt.
    Ich konnte immer noch nicht fassen, dass ich Tayfun vorhin einfach verlassen habe.
    Es dauerte nicht lang, als ich diesen Gedanken bekam, aber dann war es natürlich schon zu spät. “Pan!“, ruft mich jemand. Ich staune nicht schlecht, als ich Laura über den Weg laufen sah. Ich stehe auf und komme ihr entgegen. “Laura, schön, dich zu sehen. Wolltest du heute denn nicht deine Skulptur abgeben?“
    Sie schaut etwas unglücklich zur Seite. “Nun… heute fällt die Schule leider flach. Da ist gerade ein ziemliches Chaos entstanden.“
    Bitteschön. Wenn ich sagen könnte, dass Herr Schredder vorbei kam…
    “Aber-“, jetzt sieht sie mich wieder fröhlich an “Mr. Yoshi hat darauf einen Ausflug angekündigt! Wir fahren heute etwas Außerhalb.“
    Welch ein schnelles Schulsystem. Wieso bin ich hier nicht zur Schule gegangen? Natürlich müssen die tollsten Orte in anderen Welten liegen! “Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie brauchen werde, aber ich nehme sie einfach mit.“ Ich nicke.
    “Das hört sich ja nach was an. Aber du bist nicht hierher gekommen, um mir das zu erzählen, oder?“
    “Richtig! Ich muss schnell weiter! Tschüß!“ Schnell wie sie kam, läuft sie auch wieder an mir vorbei. Ein Schulausflug, was? Ja, ich spiele gerade mit dem Gedanken, mich mitzuschmuggeln. Ich mein, was kann schon schief gehen? Notfalls suche ich eben draußen nach Ultrapforten. Sie müssen ja nicht unbedingt in der Stadt sein. “Sieht so aus, als wärst du mal wieder unterwegs gewesen, was?“ Ich sehe hinter mich. “Aqua. Hey.“ Aqua geht an mir vorbei und setzt sich auf die Bank. “Ich habe so Stimmen gehört, dass an der Schule randaliert wurde.“
    “Es war ein Unversierter.“, antworte ich. Ich komme mir wie jemand vor, der sich Ausrede um Ausrede sucht. „Das war ein Unversierter!“ Kann jeder sagen und man kann es auch nicht nachweisen. Genau wie: „Da könnte eine Ultrapforte sein.“
    “Sie nehmen dich ganz schön in die Mangel, was?“ Sie lacht.
    “Und diese Stadt ist ultra ruhig. Gegensätze ziehen sich an, oder?“
    Ich überlege, was sie mir damit gerade sagen möchte, denn ich versteh nur Bahnhof. Als Antwort stelle ich mich an die Bank und schaue in die Luft. “… Ach ja, ich könnte eventuell eine Ultrapforte gesehen habe.“, erwähnt Aqua ganz plötzlich. Ich sehe sie wie erstarrt an. Ruckartig, als hätte sie gerade mein Herz gebrochen. “Da wirst du hellhörig, was?“ Sie steht auf und zeigt mit ihrem Finger in eine Richtung. Die, in die Laura vorhin gelaufen ist. Also gradeaus. “Am Bahnhof. Dort irgendwo. Ich bin hierher gekommen, da ich wusste, dass ich dich hier finden werde.“ Mein Blick schwankt wieder zurück zu Aqua, die sich wieder zu mir umgedreht hat. “Und was wirst du jetzt machen?“ Sie lächelt.
    “Keine Sorge, ich werde mich schon nicht langweilen. Vielleicht können wir ja noch einmal etwas gemeinsam unternehmen. Ich begleite dich, wenn du nicht etwa schon selber weißt, wo du zum Bahnhof lang musst.“ Aqua will mitkommen? Also, irgendwie erleichtert mich das. Aqua hat so eine Aura, die beruhigend ist und die alles unter Kontrolle hat. Außerdem weiß sie, im Gegensatz zu mir, was sie tut. Aber, Hand auf´s Herz, das ist nun mal meine Lebensweise. Schon irgendwie wissen, was man tut, aber keinen Schimmer haben, was ich währenddessen tue, um mein Ziel zu erreichen, beziehungsweise einheitliche Lebensweisen aufzeigen. Ich könnte schwören, dass ich gestern noch Haikus gedichtet habe. Aber egal, irgendwie scheine ich ja noch irgendwie zum Zeil zu kommen. Plötzlich sehe ich eine Hand vor meinem Gesicht wedeln. Dann kippt sie meinen Kopf schräg, packt mich am Arm und zieht mich mit.

    19
    “Aqua, du kannst mich jetzt loslassen, ich kann auch alleine laufen!“, rufe ich quengelnd nach vorne. Ich möchte nicht, dass all die Leute uns noch komisch angucken. Aqua lässt mich ruckartig los und bleibt auch prompt stehen. “Dann...“, sie hebt von mir abgewendet ihre linke Hand und streckt den Zeigewinger. Die schaut mich mit dem Schulterblick an. “… kommst du aber auch mit und starrst nicht mehr so viel in die Luft, okay?“
    Ich schaue sie schräg an. Sie lacht auf diese Reaktion. “Aqua, was ist los? Lass mich mitlachen!“
    “Es ist nur, wenn ich dich wieder alleine lasse, wirst du wohl wieder deinen Hass über diese Stadt auslassen.“
    “Tu ich gar nicht.“ Ich verschränke mit erhobenen Hauptes die Arme und schaue mit geschlossenen Augen zur Seite.
    “Komm, sonst bin ich noch vor dir beim Bahnhof.“ Aqua ist schon zur nächsten Straßenecke gegangen. Ich schrecke auf und renne los und laufe dabei an Aqua vorbei. “Hey!“, ruft sie mir hinterher. “Wir müssten hier abbiegen! Komm zurück!“ Ich bleibe stehen und komme beleidigt wieder. Aqua tätschelt mich. “Wie weit ist es denn noch?“
    “Je nach dem, wie oft du dich noch verläufst.“
    “Gaaaanz witzig!“ Ich werde etwas von ihrem höflichem Necken genervt.
    “Hier nur noch die Straße lang, ist nicht mehr weit.“

    Nach… pff. Keine Ahnung wie weitem Fußweg durch die Straßen, etwa drei Hausblöcke weiter, erreichten wir endlich den Bahnhof. Voll ist es hier. Wenn wir jetzt wieder einen Schredder hätten, würde er echt viel Arbeit machen... Ich strecke die Hände hinter dem Kopf. “Also… hier hast du eine Ultrapforte gesehen?“
    Aqua geht vor uns sieht sich um. “Ja, irgendwo… ach, ich weiß!“ Ich folge Aqua durch den Trubel und dem ganzen Bahnhofstouwabohu. Aqua sagt irgendwas, aber ich verstehe nur, hah, Bahnhof! Sowas wie: “Der RE6 nach Wasauchimmer fährt jetzt auf Gleis 4, Vorsicht bei der Einfahrt.“ Als Aqua stehen bleibt, an einer Klinkerwand, bei der es jetzt nach Links, oder Rechts weiter geht, frage ich sie: „Was hast du vorhin alles gesagt?“
    Sie reagiert nicht auf meine Frage. “Hier irgendwo...“ Plötzlich sehe ich einen Schatten von Links an ihr vorbeisausen. “Hupa, was war das denn?“ Und sehe den Schatten hinterher. Da fliegt irgendwas. Aqua guckt in die gegengesetzte Richtung. “Dort vorne“ Sie bemerkt meinen Blick. “Du… hast etwas gesehen?“
    “Irgendwas… blaues… ist da lang geflogen.“, sage ich, ohne wegzugucken.
    Aqua dreht sich um und geht ein paar Schritte vorwärts. “Sieht so aus, als müsstest du jemanden zuerst wieder in seine Welt zurückschicken: Durch die Ultrapforte, von der es gekommen ist.“ Ich sehe sie wie geschockt an.
    “Du meinst, wir kommen zu spät?“
    Sie zuckt mit den Schultern. “Wohl um ein paar Momente. Aber wer kann auch erahnen, wann da jemand durch kommt?“ Ich überlege.
    “Durch die Ultrapforte meinst du, ja? Wir können sie nicht schließen, so lange etwas nicht wieder zurückgekommen ist.“ Aqua blickt wieder nach vorne.
    “Sieht so aus, als würde es zum Industriegebiet fliegen. Dort müssten wir es finden, komm, beeilung!“ Diesmal sind wir uns wirklich einer Meinung und DAS kann beim Fortbewegen echt vom Vorteil sein.

    Eilig rennen wir an den Fabriken vorbei. Glücklicherweise sind die Leute alle in den Gebäuden am Arbeiten und nur wenige draußen. Ich blicke hektisch links rechts von einem Gebäude zum nächsten. Wo könnte dieses blaue Ding wohl sein? “Dort!“, ruft Aqua und zeigt auf ein Dach. Wirklich! Da landet dieses hellblaue etwas. Jetzt erkenne ich es auch besser, es sieht aus, wie ein Mensch! Und nachdem er auch gelandet ist, verfärbt sich das Blau und er sieht normal aus. Oder eher gesagt, sie. Aqua packt mich und springt auf einen PKW, dann auf einen Laster, über ein Vordach auf das Dach, auf dem diese fliegende Frau gelandet ist. Meine Güte! Ich staune, wie hoch Aqua springen kann! Ausdauer und Kraft! Nicht zu unterschätzen. Sie lässt mich los und wir sehen zu der mysteriösen Dame. Sie hat lange, schwarze Haare mit roten Spitzen und hat eine schwarze Robe um, die an den Schultern gefiedert ist. Ein Rabe landet auf ihrer Schulter und sie schaut zu uns. “Wer bist du?“, frage ich laut und deutlich. Sie schaut uns ausdruckslos an. “Das geht euch nichts an!“, antwortet sie.
    “Aber du bist die, die gerade durch die Ultrapforte kam! Du musst sofort-“, die Frau unterbricht Auqa. “Ihr habt mir nichts zu befehlen! Ich bin Raven und auf einer Mission. Vielleicht könnt ihr mir sagen, wie ich zurück nach Auldnoir komme.“
    Ich gebe kein Stück nach.“Na bitte, da haben wir doch eine Lösung. Geh durch die Ultrapforte zurück! Da kommst du-“ Raven unterbricht mich diesmal.
    “Was redest du so lange? Ich habe nicht die Zeit, mir euer Geschwätz ewig anzuhören! Ihr wisst ja nicht, was gerade auf dem Spiel steht!“ Sie färbt sich wieder blau, der Rabe verschwindet plötzlich und sie fliegt wieder davon. Wir laufen bis zur Dachkante. “Sie ist viel zu ungeduldig!“
    “Sie weiß nicht, wo sie ist und wie sie zurückkommt und noch dazu in einer völlig fremden Welt. Wir hatten schon mal einen Ausbruch von Ultrapforten bei uns zuhause, dann kamen Ultrabestien. Immerhin kann man mit Raven reden und sie greift nicht sofort alles an, was sie erblickt.“
    “Dann verfolge du sie. Du musst sie beruhigen und sie zum Zuhören bringen. Ich sorge dafür, dass sonst niemand durch die Ultrapforte kommt!“
    “Aber...“ Eigentlich wollte ich gerade das Gegenteil vorschlagen. So trainiert, wie Auqa ist, kann sie einer fliegender Frau sicher besser verfolgen, als ich. Aber sie antwortet sofort: “Ich weiß, wo die Ultrapforte ist und du weißt, wie sie funktioniert, also musst du sie hinbringen! Ich erwarte dich.“ Sie springt vom Dach und läuft die Straße zurück. Ich halte meine offene Hand, wähend sie springt ihr hitnerher. “Hal- …“ Ich seufze und stehe auf. Raven fliegt ziellos durch die Luft, kommt aber immer wieder regelmäßig zu Boden. Sie kann wohl nicht ewig fliegen. Ich schaue mich um. Dünne Stromkabel verbinden die Häuser. Wie mir das weiterhelfen soll, weiß ich allerdings nicht. Hm…. Wenn ich nicht zu Raven komme… Mir gefällt mein Gedanke nicht, aber anders kann ich sie nicht aufhalten. Ich klettere auf einen Wassertank des Daches und halte nach Raven ausschau. Ich fixiere sie und ihren Flug und feuere einen Aurastrahl ab, der sie genau trifft. Verärgert sieht sie sich um. Als sie mich entdeckt, fliegt sie direkt auf mich zu. “Ich will nur mit dir Reden!“, rufe ich ihr zu.
    “Erzähl das sonst wem!“, erwidert sie nur. Ein Kampf ist wohl nicht zu vermeiden. Spätestens jetzt. Sie fliegt über mich und stürzt volle Kanne auf mich zu. Ich springe gerade noch vom Wasserturm. Sie macht eine große Delle in den Turm. Macht ihr das nichts aus? Das war ihr Fuß! Doch sie fixiert mich erneut. Ich strecke meinen Stab aus und greife mit Mondgewalt an. Der Mond scheint zwar nicht, aber diese Attacke funktioniert trotzdem immer. Sie wird getroffen, doch fliegt erneut hoch. Sie kommt in der Luft zum Stehen und erschafft violette Felsen. Stellt euch vor, vor euch steht ein blauer Geist und nimmt einen Felsbrocken in die Hand, der ihm, wenn er ihn trägt, von Hüfte bis zu Scheitel geht. Dann noch ein paar mehr und er sagt euch, dass er sie euch alle gleich an den Kopf schmeißen wird. So fühle ich mich gerade etwa. Ziemlich hilflos am Boden, wohl bemerkt. “Ehm… die willst du doch nicht etwa auf mich schleudern, oder?“ Als Antwort schleudert sie den ersten zu mir und ich mache eine Rolle nach vorne. Ich friere mit Aurastrahl einen Brocken ein, der direkt neben ihr Zersplittert. Raven fliegt zu Boden. Die Schwerkraft scheint ihr nicht weh zu tun. Schnell laufe ich, so lange sie noch liegt, zu ihr, beuge mich über sie und halte ihr die Spitze meines Stabs hin. Dabei veruche ich auch, bedrohlich zu wirken. Nicht wirklich einer meiner Stärken. “Tus doch, wenn du willst!“
    “Ich sage dir: Es gibt eine Ultrapforte hier in der Nähe. Da, wo du herkamst. Sie wird dich zurückbringen, kapiert? Das nächste Mal hörst du direkt auf das, was andere dir sagen, klar?“, sage ich bedrohlich und entferne mich wieder von ihr. “Jetzt flieg los!“, befehle ich weiter. Sie steht auf. “Nicht fliegen.“, sagt sie. “Ich manipuliere meine Gravitation, das ist alles.“ Mit diesen Worten steht sie auf und fliegt davon. Ja, ich müsste sagen, „fällt davon“, da sie ihre Gravitation ja nur nach oben lenkt, aber mich kümmert Korrektheit gerade nicht, einfach nur, weil das dämlich klingt! Nachdem sie weg ist, hoffentlich, gehe ich langsam wieder an die Kante des Daches und blicke runter zur Straße. Wie komme ich da jetzt wieder runter?

    Ich klettere eine Leiter hinunter, die vom Dach zur Straße führt. Aqua kommt mir auf der Straße entgegen. “Ich wusste doch, dass du es schaffst.“ Ich erreiche das Ende der Leiter und springe ab auf die Straße. Dann gucke ich Aqua böse an, doch sie lacht nur. Ich kann echt nicht böse gucken, was? “Ach ja...“Ich schaue ihr wieder normal in die Augen. “Was ist jetzt mit Raven?“
    Aqua nickt. “Sie ist zurück durch die Ultrapforte gegangen. Alles wieder gut. Jetzt musst du sie nur noch schließen.“ Klingt ja so, als wäre ich hier gleich fertig und dann holt uns Anna wieder ab. Und dann wieder Zuhause. Jäj? Irgendwie…. Freue ich mich, aber irgendwie auch nicht. Ich meine, es gefällt mir hier und zuhause wartet doch eh keiner auf mich… Aqua mustert mich. “Alles okay, oder denkst du wieder nur nach?“ Ich wache wieder auf.
    “Nein nein. Alles okay. Komm, zeig mir die Ultrapforte, damit ich sie zu machen kann.“ Gemeinsam verlassen wir wieder das Industriegebiet und Aqua führt mich über einen Bahnsteg, wo gerade ein Zug einfährt. “Wartet.“, spricht uns jemand von der Seite an. Es ist jemand in einer schwarzen Kutte, die bis auf den Boden ragt. Die Kapuze verdunkelt sein ganzes Gesicht, sodass man ihn nicht erkennt. “Was wollen Sie?“, fragt Aqua vorsichtig, aber noch höflich. Er dreht seinen Kopf kurz zu ihr. “Von dir nichts. Pan. So war doch dein Name. Ich gebe dir einen Rat: In diesen Zug steigt gerade ein Mädchen namens Laura ein. Zusammen mit ihrer Freundin Kana. Willst du wirklich schon verschwinden, obwohl du sie doch beschützen wolltest? Willst du sie etwa ihrem Schicksal überlassen? Da draußen, in der großen, weiten Welt?“
    Ich mache einen Satz zurück. “Woher weißt du das? Wer bist du?“
    Er schaut zur Uhr. “Oje, der Zug fährt jeden Moment ab.“
    Aqua blickt zu mir. “Ich kümmere mich darum. Schließ du die Ultrapforte. Sie ist gleich gerade aus um die Ecke.“ Ich nicke, bin mir aber nicht so sicher, was ich jetzt tun soll. Ich habe es Laura doch wirklich versprochen… dieser Typ… er weiß etwas… ohne weiter zu Zögern mache ich Kehrt und komme noch in den Zug ehe sich die Tür schließt. “Pan!“, ruft Aqua und will mir folgen, doch der Kuttenmann erscheint plötzlich vor ihr. )“Tut mir leid, ich habe aber nur ein Zugticket." Dann passiert es. Der Zug wackelt und fährt los. Ich blicke Auqa hinterher. Sie sieht entsetzt zu, wie der Zug wegfährt. Ich fühle mich schrecklich, sie zurückgelassen zu haben. Hoffentlich hat es sich gelohnt, immerhin kann Aqua ja auch auf sich selber aufpassen. Ich schaue auf eine Leuchtetafel. Wohin fährt dieser Zug überhaupt?

    Dieser Unbaknnte hat mir tatsächlich ein Ticket da gelassen, damit ich mit dem Zug fahren konnte. Irgendwie hat er es noch durch die Tür bekommen. Ich bin momentan damit beschäftigt, Laura zu suchen. Denn wenn das doch eine Falle war, muss ich schnellstmöglich zurück. Aber zum Glück sehe ich sie im nächsten Wagon. Sie unterhält sich gerade mit einer erwachsenen Person, wohl ihrem Lehrer und deutet auf die Skulptur. Sie hat sie tatsächlich mitgenommen. Wie süß. Ja, um dieses Lächeln zu beschützen, dafür hat es sich doch gelohnt mit zu kommen. Grade kündigt der Lautsprecher die nächste Station an, da kündigt der Lehrer laut an, dass sie hier aussteigen müssten. Alles klar, dann schaue ich mir etwas die Gegend an.
    Der Bahnhof hier ist nicht besonders groß.Es ist nur ein kleiner Bahnsteg und es gibt auch nur zwei Gleise. Die Züge, die hier fahren sind auch nicht in Massen vertreten.
    Unauffällig gehe ich aus einer anderen Tür. Es ist eine schöne Waldgegend. Die Klasse geht einen Berg rauf. Ich folge ihrem Weg, doch grade, als ich an der Schwelle zwischen Bergrauf und Bergab geht, sehe ich, als der Zug gerade vorbeigefahren ist, dass bergab ein Hain ist. Eine Art Feld. Und ich weiß nicht, warum, aber Tayfun steht dort unten völlig alleine, wie bestellt und nicht abgeholt. Ich schaue den Berg hinauf und sehe die letzten Schüler verschwinden. “Ich komme später nach.“, sage ich und laufe runter zu Tayfun.

    “Tayfun!“, rufe ich und winke ihr beim Laufen zu. Sie bemerkt mich, gibt aber nicht viele Reaktionen von sich. “Pan. Ich… habe gehört, was passiert ist. Tut mir leid.“ Ich komme bei ihr an und stüze mich auf meinen Oberschenkeln ab. Ich schaue zu ihr hoch und grinse. “Alles okay. Immerhin sind wir jetzt wieder zusammen. Was machst du hier?“
    “Ich suche etwas. Vielleicht bin ich gerade nah dran, eine Ultrapforte zu finden. Du?“
    “Ich ehm...“ Ich schaue etwas zögerlich zu mir runter. “Habe ein kleines Mädchen begleitet. Ich weiß, dass wir keine Bindungen aufbauen dürften, aber ich habe ihr versprochen, auf sie aufzupassen. Du weißt ja auch, dass hier Unversierte rumlaufen.“ Sie legt ihre Hand auf meine Schulter und lächelt mich an.
    “Pan, ich weiß, dass du es gut meinst. Terra sagte mir, dass er sich darum kümmere. Wir sollten zusehen, dass wir hier wieder Normalität hinbekommen. Ehm, sag, hast du zufällig einen Engel gesehen?“ Ich schaue sie verdutzt an. Sie lacht.
    “Tut mir leid. Als nicht.“
    “Sieh an, wen haben wir denn da?“, sagt jemand hinter uns. Wir drehen uns um. Da steht ein Junge mit einem Schwarzem Helm und komischen schwarz-roten Fummel. “Venitas!“, ruft Tayfun wütend. Ich schaue abwechselnd zu ihr und zu Venitas. “Wer?“
    “Der, der die ganzen Unversierten erschafft!“ Ich schrecke auf.
    “Der, der also den Spielplatz und den Schulhof zerstört hat?“
    “Das war also AUCH seine Schuld? Ich hätte es mir ja denken können...“
    Also, dass ICH das eigentlich war, sage ich mal besser nicht.
    Tayfun schnappt sich ihren Stab und stürzt auf Venitas los. Sie scheint ihn schon mal getroffen zu haben. “Du wirst bezahlen, dafür, was du getan hast!“, ruft sie. Venitas zeigt keine Reaktion. Plötzlich fällt ein violettes Leuchten vom Himmel und stürzt sich auf Tayfun. Als sie zusammenkommen, sehe ich, dass es ein Engel ist. Ein schwarzhaariger Kerl mit zerzausten Haaren und schwarzer Toga oder so was. Er blockt ihren Angrif mit zwei Schwertern ab. “Lass mich durch.“ Ich greife meinen Stab und setzte Aurastrahl auf den Engel ein, was sich als schwer herausstellt, wenn Tayfun vor ihm steht. Er weicht aus, indem er in die Luft fliegt. Seine Flügel leuchten wieder volett. “Ich mache den, kümmer du dich um Venitas!“, rufe ich Tayfun zu. Der Engel blickt auf mich herab. „Willst es wohl auf die Harte Tour, was? Mach dich bereit, ich bin der Finstere Pit!“ Er stürzt auf mich herab. Während er das tut, verbindet er die Griffe seiner Klingen, dass sie wie einen Bogen formen könnten. Er spannt einen violetten Pfeil und schießt ihn auf mich ab. Ich mache einen Satz nach hinten und weiche aus.

    “Pandora, so war dein Name doch, oder?“ Ich weiß nicht, warum diese Stimme ausgerechnet JETZT mit mir Kontakt aufnehmen möchte! Nein, nicht dass ich mich wundere, dass da plötzlich eine Stimme in meinem Kopf ist, hier wundert mich momentan nichts mehr. Aber so wie ich gerade drüber nachdenke, kommt mir diese Stimme sehr bekannt vor. Ich habe sie doch erst letztens gehört… ach ja! Es ist Raven! Aber was macht sie noch hier? Ich dachte, sie wäre zurück? Oder ist sie es? Ach, ich weiß nicht, wie weit so eine Telepatie reicht. “Ja, 100 Punkte, Raven!“ Das ist voll unfair! Dieser Typ der sich „Finsterer Pit“ genannt hat, kommt, im Gegensatz zu Raven nicht mal vom Himmel. Er ist auch viel fragiler und ich kann ihn mit nichts treffen, da er zu weit oben ist! Aber selber trifft er wie ein A-Schütze! Ich finde es echt unfair. “Ich schätze, als Dank, dass du mich gerettet hast, werde ich dir meine Kraft leihen. Nutze sie, um den Kampf zum Finsteren Pit zu bringen.“ Ein neuer D-Link also? Heißt das, ich kann jetzt auch fliegen? Oh, verzeih, wenn ich mich sachlich korrekt ausdrücken soll: In die Luft fallen? Meine Schwerkraft zur Sonne setzen? Oh, oder leuchtende Steine erschaffen? Also logischerweise müssten Steine ihm ziemlich zusetzen, denn Stein ist sehr effektiv gegen Flug. Weiß nicht, ob hier die selben physikalischen Gesetze gelten, wie bei uns, aber einen Versuch kann ich ja wagen, was habe ich schon zu verlieren?
    Eine dunkelrote Aura umgibt meinen blauen Stab und ich spüre Ravens Kraft. Demnach sollte ich jetzt auch immun gegen Fallschaden sein. “Ich komme hoch, Pitti!“, rufe ich hoch, nehme Anlauf und springe hoch.
    Dann falle ich wieder auf den Boden. So funktioniert es irgendwie nicht.
    Ich versuche es noch einmal, nachdem ich unter einem Felsen Deckung vor dem ewigen Pfeilbeschuss von Pitti gesucht habe. Ich schwinge den Stab und konzentriere mich auf… nun ja, meine Schwerkraft. Möglichst schwerelos… leider war ich nie im Weltall, sonst wäre es sicher einfacher. Aber Arceus sei dank, funktioniert es. Ich verliere den Halt auf dem Boden und der große Felsen neben mir fliegt gleich mit mir. Ich scheine auch auf nahe Gegenstände Einfluss zu haben. Ich verlasse meine Schwerkraftanomalie und laufe etwas vom Stein weg und trete gleich wieder ein. Ich suche nach dem Finsteren Pit, was nicht sehr schwer war. Dann falle ich auf ihn zu. Ich weiß, das klingt bescheuert! Glücklicherweise kann ich auch, während ich stürze, wohin auch immer, meine Flugbahn etwas verschieben und somit seinen Angriffen ausweichen. Hat etwas vom Fliegen. Ich weiß noch, als ich mal auf einem Staravia über Oblivia geflogen bin. War schon nicht schlecht. Als ich ihm nah gehug gekommen bin, setze ich einen Aurastrahl gegen ihn ein. Er dagegen steckt seine Klingen weg und nimmt zwei kleine Schilde raus und streckt sie mir entgegen. Beide erschaffen vor ihnen ein Feld, das farblich Schimmert, meinen Aurastrahl reflektiert und zu mir zurückschickt. Ich konnte gerade noch so ausweichen. “Was bist du denn für einer? Sonst noch was?“
    Er lacht kurz. „Wenn du drum bittest.“ Plötzlich tut er etwas, was ich jetzt nicht für möglich gehalten hätte: Ein Armring, welcher er an jeweils beiden Armen trägt verwandelt sich in einen riesigen Elektroschocker. Mit einem Kampfschrei stürzt er damit auf mich los. Ich schrei auf, was mir wohl das Leben gerettet hat. Meine Gravitationsanomalie löst sich auf und ich falle. Es fühlt sich so an, wie auf einer Achterbahn, an der Stelle, wo es plötzlich steil bergab geht. Nur leider habe ich keinen Sicherheitsgurt! Hektisch strample ich mit Armen und Beinen, in Hoffnung, etwas passiere. Mit der ganzen Angst in mir drin vergesse ich komplett, dass ich immun gegen Fallschaden bin. Ganz vergessen, bemerke ich aber erst, als ich mit dem Kopf nach unten auf dem Bauch im Gras liege. Schnell rapple ich mich wieder auf und schaue in die Luft. Der Finstere Pit verliert seine Flugbahn und fällt zu Boden. Der Angriff hat ihn wohl aus dem Gleichgewicht gebracht. Schnell renne ich auf ihn zu und wie aus dem Nichts fliegt ein violetter Brocken auf ihn nieder. Das war keine Absicht! Aber es scheint ihm nicht sehr weh getan zu haben. Er rappelt sich wieder auf und konzentriert sich wieder auf mich. „Heh. Ist mal was anderes.“, sagt er, als wäre das alles nur ein Spiel. “Hör zu, wenn du denkst, das alles ist nur ein Spiel, dann geh weg, das ist purer Ernst! Ich bin gerade dabei, meine Freundin zu retten! Und diese Welt so ganz nebenbei!“, rufe ich, wie aus der Kanone geschossen. Er lacht aber nur unbeeindruckt. „Schon klar. Haha! Denkst du, ich spiele hier nur mit dir, oder was? Ich sollte lediglich etwas Zeit einkaufen und ich denke, das habe ich getan.“
    “Was? Du- Du Mistkerl! Warum hilfst du Venitas?“
    Er zuckt nichtssagend mit den Schultern. „Nicht deine Sache. Aber der ist mir jetzt auch egal. Ich habe meinen Teil erfüllt und wir sind fertig. See ya!“ Mit diesen Worten flimmern seine pechschwarzen Flügel wieder violett auf und er fliegt hoch. Wütend gucke ich ihm nach. Soll er doch! Nicht meine Sache. Obwohl, später werde ich ihn wohl wieder einfangen müssen. Er kommt wohl nicht aus dieser Welt. Aber das später. Jetzt erst mal gucken, wie es mit Tayfun ausschaut.

    Ich laufe an den Hang eines Abhangs und sehe unten Tayfun gegen das Finstrio kämpfen. Es ist wohl möglich, auch Pokémon wieder zu rufen. “Tayfun!“, rufe ich und versuche, den Abhang runterzuklettern, doch ehe ich mich überhaupt hinhocken konnte, packt mich jemand von hinten. “Na, wo willst du denn hin?“ Ich schaue hinter mich und einer dieser Feiglinge steht hinter mir. Bevor ich irgendetwas machen kann, schupst er mich nach vorne, sodass ich eigentlich den Hang hinunterfalle, aber er hält mich noch fest in der Luft. “Tayfun!“, ruft er. Sie unterbricht ihren Kampf und schaut zu uns hoch. Ich schaue sie hilflos an, während ich versuche, mich aus dem Griff des Finstrio-Typen zu befreien. Eigentlich eine echt dumme Idee, da ich sonst runterfallen würde, aber er würde mich doch so oder so loslassen. Sie starrt wütend zu uns hoch. “Jetzt musst du Prioritäten setzen, Tayfun. Was ist dir wichtiger?“, fragt er. Tayfun dreht sich weg. Einen Moment später lässt er mich los. Überraschenderweise, kurz bevor ich auf dem Boden aufschlagen würde, fängt mich Tayfun auf und rutscht von ihrem Anlauf noch etwas. Aber sie hat mich fest im Arm. “D-danke...“, sage ich geschockt. Sie lässt mich los und wir stehen auf. Ich sehe mich um und mache mich kampfbereit. “Ich kümmere mich um das Finstrio.“ Tayfun schüttelt den Kopf. “Nein. Wir kämpfen gemeinsam. Uns zu trennen ist ihr Plan.“ Sie holft ihren Stab wieder raus. “Also los. Gemeinsam!“
    “Weißt du, wo Vanitas ist?“, frage ich.
    “Noch irgendwo hier in der Nähe. Er schert gerade so viele Verbündete um sich herum, wie möglich. Er hat irgendwas vor." Plötzlich erwischt eine riesen Wasserfontäne Tayfun und schleudert sie weg. “Tayfun!“, rufe ich und halte meinen Stab zu ihr. Ein Strahl geht in ihre Richtung und ich umgebe sie mit einem Lichtschild, der sie beschützt. Ich spühre, wie die Erde unter mir bröckelt. Schnell springe ich zur Seite, ehe eine Ranke mich erwischt. “Ihr Typen gebt niemals auf, was?“, rufe ich und begebe mich wieder in die Luft. Mit Ravens letzter Kraft lande ich auf einem Ast. Ich schaue runter und sehe ein Ignivor. Es kann nur eins des Finstrios sein.Ich feuere ein Aurastrahl auf es. Es selbst kontert mit einem Flammenwurf, der meinem Aurastrahl überliegt. Ich hab´s. Erneut konzentriere ich mich auf meinen Stab und ihn umhüllt jetzt eine blaue Aura. Aquas D-Link. Nochmal ziele ich auf das Ignivor und greife mit Seifenblasen an. Es versucht, wieder zu kontern, doch sind die Seifenblasen stärker und treffen das Ignivor. “Ihr habt hier nichts zu suchen! Euer Meister ist doch G-Cis, oder nicht? Geht!“, auch wenn G-Cis auch nicht mein Favorit ist, so ist das besser, als Vanitas. Der Finstrio ruft sein Ignivor zurück und macht die Fliege. Nur wo sind die anderen beiden? Und… überhaupt, Tayfun? Ich klettere den Baum wieder runter und mache mich auf sie Suche.

    Pandora -Finale-

    Vor mir taucht plötzlich ein großes, pechschwarzes Loch auf. Es lodert, wie eine Flamme. Etwa, so groß, wie ein sehr hochgewachsener Mensch. Dann fällt mir auf, dass es sich um kein Loch, sondern um ein Portal handelt. “Komm hierher, wenn du überleben willst!“, ruft eine Stimme aus dem Portal.
    “Was soll das heißen? Geht hier draußen etwa gleich alles in die Luft oder was?“
    Die Stimme, wohl ein Junge, bleibt ruhig und spricht vertraulich, aber auch etwas gequält. “Vertrau mir.“, antwortet er. Ich zögere und balle eine Faust. Ich will Tayfun nicht im Stich lassen, aber es lässt mir keine große Wahl. Wer weiß, was passiert, wenn ich wieder planlos versuche, Tayfun zu retten und dabei sonst was anstelle? Ich hoffe, ich bin gleich zurük. “Noch einmal… lasse ich dich aber nicht zurück, Tay.“, sage ich und gehe in das schwarze Portal.
    Auf der anderen Seite bin ich in einer Art schloss. Oder eher auf seinem Turm. Es ist ein kreisförmiger Boden und es gibt im regelmäßigem Abstand 8 dunkelorangene Säulen nach oben, die das kleine Dach halten. Der Boden ist lehmfarbig und an einigen Stellen sind die Steine mit Moos bedeckt. Eigentlich ein netter Ort, wenn ich noch mehr sehen würde, aber weiter sehe ich nur Leere. Schwarz mit grauem Nebel. Nicht mal das untere Ende vom Turm ist zu erkennen. Vor mir steht jemand, der mich mit einem leeren Blick ansieht. “Jim? Was machst du denn hier? Weißt du, wo wir sind?“ Als Antwort nimmt er seinen grünen Stab in die Hand und nimmt eine Kampfstellung ein. “Soll das ein Witz sein? Du kannst aufhören, wo sind wir? Und wie kamst du hierher?“ Er zeigt keine Reaktion. Einzig sagt er: “Vielleicht kannst du helfen, die Schmerzen zu lindern.“ Ich glaube nicht, dass ich es hier gerade mit dem Jim zu tun habe, den ich kenne… irgendwie. Irgendwas macht mich stutzig, keine Ahnung genau, was. Vielleicht eine neue Frisur? Er zieht auf einmal noch einen orangenen Stab hervor. Ich nehme etwas Abstand, dann geht er ins Knie und läuft im nächsten Moment auf mich zu.
    Ich blocke seinen Angriff mit meinem einzigen Stab und stoße ihn zurück. Und so soll ich überleben, wie er sagte? Jedenfalls liefere ich mir mit ihm einen schnellen Schwertkampf. Ja, schnell, denn so, wie er sich bewegt, kommt er mir vor, als hätte er eine extra Dosis Adrenalin genommen, dass es mir schwer fällt, seine vielen Schläge wirklich zu blocken. Ich handle mehr mit Instinkt und Reaktion, als dass ich weiß, was ich da tue. Er schlägt von allen möglichen Richtungen und Winkeln, als würde er einen Schwachpunkt suchen. Als ich völlig aus dem Konzept bin, schwinge ich meinen Stab mit vollster Wucht und er prallt davon. Nicht, dass ich ihn getroffen habe, mehr habe ich eine große Feenbriese losgelassen. “Das reicht mir jetzt!“ Ich fahre jetzt wirklich ernst aus. Ich gehe tief in mich und gehe in die Knie. Ich rufe die Kraft in mir, die ich nur selten und nur zu Notfällen herbeirufe. Hätte nie gedacht, sie in einer anderen Welt zu benutzen, aber ich schimmere jetzt in allen Regenbogenfarben und blicke auf meinen Gegner. Meine regenbogenfarbige Aura hat einen Avatar um mich herum gebildet, der mich etwas über den Boden schweben ließ. Er bildet 8 Zweige auf dem Rücken, die wie Flügel aussahen. Jeder in einer anderen Farbe. Jim, oder wer auf immer in seinem Körper harrte nicht lange, bis er wieder auf mich zu rannte. Ich machte einen schwungvollen Schlag zu ihn. Mein Avatar macht jede Bewegung, die ich mache, mit. Jim weicht aus, indem er zur Seite rollt und mein Angriff ins Leere geht. Die sichelklingenartige Attacke, die ich erschaffen habe, stößt gegen eine unsichtbare wand. Es folgen wieder viele Aufeinanderkommen unserer Stäbe und er versucht neue Tricks, wie etwa durch ein Stellungsspiel hinter mich zu kommen. In rekordtempo drehe ich mich um und pariere die nächsten Schläge. Dann nimmt er etwas Abstand und richtet beide Stäbe auf mich.
    Er schwingt die Stäbe zur Seite und eine weiße Säule rast auf mich zu. Eine Säule bestehend aus Energie, welche mich direkt trifft. Ich halte meinen linken Arm und er rennt wieder auf mich zu. Mit dem anderem Arm halte ich ihm meinen Stab entgegen und er schlägt wie wild auf ihm herum. Während er diesen Druck auf mich ausübt, versuche ich wieder aufzustehen, doch er reißt mir mit einem Schlag den Stab aus der Hand und er landet etwa 5 Meter von mir entfernt. Ich stehe auf, um ihn wiederzuholen, doch er versperrt mir den Weg. Ich sehe ihn genau an. Er holt zum nächsten und wohl letzten Schlag aus, doch in dem Moment kommt eine Mondgewald von hinten, die ihn direkt trifft, sodass er zu Boden fällt. Ich hofe mir schnell meinen Stab wieder. “Auch, wenn ich ihn nicht in der Hand halte, kann ich ihn wohl doch noch benutzen.“, sage ich und gehe auf dem zu Boden liegenden Jim zu. Er lacht und erhebt sich wieder. Ich schrecke zurück, doch er tut nichts. “Das ist es also.“, sagt er, ohne sich zu mir umzudrehen. “Danke, Pan.“ Ich sehe ihn nur irritiert an. Ich habe keine Ahnung, was er dort redet. Plötzlich beginnt, alles in Weiß aufzugehen. Er blickt noch einmal zu mir. “Du wirst deine Aufgabe mit Bravour meistern.“ Dann löst sich allen in einem grellem Licht auf. Als ich wieder sehen kann, bin ich wieder zurück, da, wo ich das Loch sah.

    Schnell schaue ich mich um, um Tayfun zu finden. Als ich sie finde, ist sie mitten in einem Kampf gegen Vantias, wie es scheint. Er trägt irgendeine Art Strab-Schwert-Schlüssel-Ding was auch immer, mit dem er gegen Tayfun kämpft. Ich renne so schnell auf sie zu, wie ich nur kann. Meine Aura und mein Avatar sind inzwischen wieder weg und ich fühle nur noch meine tauben, brennenden Beine, die nicht mehr können. Kurz, bevor ich sie erreicht habe, bringt Vanitas Tayfun aus dem Gleichgewicht und will zum Schlag ansetzen. Ich stelle mich zwischen sie und blocke den Angriff ab. Leider war der etwas zu stark für mich. Ich taumle etwas und falle um. Tayfun fängt mich auf. “Pan!“, ruft sie besorgt. Ich schaue etwas schwach zu ihr hoch. “Geht es dir gut, Tay?“, frage ich mit schwacher Stimme und huste. Sie blickt schuldbewusst zur Seite. “Mir geht es gut. Dank dir.“ Ich lächle fröhlich und nicke langsam.
    “Das freut mich. Ab hier… musst du aber leider alleine weitermachen. Ich… brauch kurz eine Pause, okay? Weck mich, wenn du fertig bist, okay?“
    Tayfun fließt eine Träne über´s Gesicht. Ich streiche ihr sanft drüber. “Jetzt lächle, sonst… sonst hätte ich...“ Ich huste noch einmal.
    “Ruh dich jetzt aus, ich… komme gleich wieder.“ Sachte legt sie mich auf den Rasen ab. “Auch, wenn ich dir nicht helfen kann, vergiss nie, dass du nie alleine kämpfst. Ich leih dir meine Stärke. Nutze sie weise… und… versprich mir… dass du niemals… niemals… Verlier dich niemals in der Dunkelheit? Ich….“ Ich lache schwach. “Ich kann nicht noch eine Explosion verantworten.“ Sie nickt.
    “Alles klar.“
    Ich schau ihr zuversichtlich in die Augen.“Jetzt geh und zeig es diesem Vanitas.“ Sie nichkt und erhebt sich. Dann geht sie. Ich schließe die Augen. Nur ein paar Momente der Ruhe… Auf einmal sehe ich eine Art Vision. Ein Helles Licht, welches eine Stadt darstellt. Es ist nicht Calaw Mularion, aber sie sieht ihr ähnlich.
    Ich scheine auf einer Art Turmdach zu sitzen. Einem kleinen flachen Dachteil vor der Kante. Neben mir jemand in einer Kutte, wie ich sie auf dem Bahnsteig getroffen habe, der mich von Aqua getrennt hat. Es ist aber nicht der selbe. Er blickt auf die Dächer der Stadt. “Wirst du jemals komplett zurückkehren?“ Ich blicke überlegend zu mir herab. Unsicher. Sehr verunsichert. Es fährt eine altmodische Einsenbahn auf den Schienen. Ihr Metall glänzt im Sonnenlicht. “Bald gibt es kein Zurück mehr. Dann musst du dich entschieden haben.“ Er greift nach der Sonne. “Deine Familie erwartet deine Rückkehr.“
    “Tun sie das?“ Er blickt mich an. Natürlich kann ich unter der Kapuze kein Gesicht erkennen, aber er schwenkt den Kopf etwas zu mir. “Wieso findest du es nicht heraus? Was auch immer ich dir sage, du kannst mir nicht glauben, weil du mich nicht kennst. Aber ich kenne dich. Habe dich mal kennen gelernt. Es war nur ein Kampf, aber ich habe dennoch dein wahres Ich gesehen.“
    “Ich weiß nicht. Ich überlege noch. Wer weiß.“ Er stupst mich an und sagt humorvoll: “Du am Besten.“ Ich schaue wieder auf die Stadt hinaus. “Vielleicht hast du Recht. Aber… kann ich noch zurückkehren?“
    “Du wirst es noch sehen. Aber jetzt...“ Er steht auf. “Musst du erst mal in deinen Körper zurück und zusehen, dass du noch überlebst. Aber keine Sorge, wir werden uns noch einmal wiedersehen. Dessen bin ich mir sicher. Bis dann, Pandora Eibe.“

    20
    Tayfun

    Ich lande mitten in einer Einkaufsstraße. Das Portal hinter mir schließt sich. Das nächste Mal eine Vorwarnung wäre nett… Ich sehe mich um. Pan? Jim? Sie scheinen nicht in das selbe Portal, wie ich geschupst worden zu sein. Aber meinte Anna nicht, dass wir die selbe Welt besuchen werden? Na ja, früher oder später werden wir uns über dem Weg laufen. Dass sich unsere Äußerlichkeiten ändern, was eventuell ja der Fall sein sollte, merke ich auch nichts. Ich suche mir ein menschenleeres Örtchen und schaue mir das Behelf von Anna an. Ein gezickter Stab mit einem roten Stein am Ende. Ich schalge mir leicht auf die Hand damit und natürlich tut es weh. Ich komme nicht von hier. //Ich frage mich, wie man damit wirklich kämpfen kann… oder wie es wirkt… schade, dass ich gerade keine Alomalien vertreiben kann.// Plötzlich höre ich Kampfgeräusche. Was ist denn da wieder los? Ich stürme zum Getümmel und sehe einen jungen Mann mit einer ähnlichen Waffe wie meiner gegen irgendwelche Wesen kämpfen. Sind das die Magie-Konstrukte, die Jim einst getroffen hat? Na, wenn es so ist, dann gehören sie auf keinen Fall hierher.
    Es sieht zwar nicht so aus, als würde der Junge wirklich Hilfe brauchen, aber ich habe ja darum gebeten, meinen Stab mal ausprobieren zu dürfen. Ich stelle mich neben ihn. “Ich helfe mal etwas aus.“ Er nimmt mich zur Kenntnis und stürmt wieder vor. Mittels purer Stärke und Ausdauer schaffen wir es, etwa 20 Stück zu erledigen. Sie haben sich in 3 Formen gezeigt. Nach dem Kampf kommt der Junge auf mich zu. Seine Waffe hat er irgendwie verschwinden lassen. “Danke für die Hilfe.“
    Ich nicke. “Gern geschehen. Es freut mich, dass ich helfen konnte. Mein Name ist Tayfun. Wie lautet der Eure?“, stelle ich mich vor.
    “Terra.“ Er begutachtet meine Waffe. “Woher hast du das?“
    Ich halte es hoch. “Eine, ehm… Freundin gab es mir. Ich soll mich damit wehren, wenn etwas passiert.“
    “Riskant, solchetwas einfach zu vergeben.“
    “Du weißt, was das ist?“
    “… Nein. Aber ich habe dich damit kämpfen sehen. Du hast noch nie ein Schwert geschwungen, aber dieses hat deine Schläge treffen lassen.“ Ich äh… weiß nicht, was er mir jetzt sagen wollte. Sowas, wie: Hey, dein Schwert ist cool. Es macht sogar deine ganze Arbeit. “Ehm, danke? Ach ja, diese … Magie-Dinger...“
    “Sie heißen Unversierte.“ Oh, er weiß sogar etwas über sie. Interessant. Wem stehe ich hier nur gegenüber?
    “Ah, Unversierte. Soso.“
    “Dass sie hier sind, verheißt nichts Gutes. Ich werde ihre Wurzel suchen gehen.“
    “Ah, also ich bin nicht wegen den Unversierten gekommen, eher wegen Ultrapforten. Sagen die dir etwas?“
    “Ultrapforten? Nein, tut mir leid, sagt mir nichts.“
    “Vielleicht… können wir uns gegenseitig helfen. Wenn du eine Art Riss in der Luft entdeckst, sag mir beschied. Die Farbe spielt keine Rolle.“ Er nickt.
    “Und… diese Unversierten… woher stammen sie?“
    “Von einem Jungen namens Vanitas. Wenn du einen selsam gekleideten Jungen siehst, der einen schwarzen Helm auf hat, sag mir bescheit. Er ist gefährlich, versuch nicht, ihn eigenhändig zu bekämpfen.“
    Ich nicke. “Alles klar. Ich schlage vor, wir teilen uns auf.“
    “Guter Plan. Ich gehe diesen Weg entlang und übernehme den südlichen Teil der Stadt.“ Mit diesen Worten macht er kehrt und geht.
    “Vanitas… alles klar. Schwarzer Helm… so, aber wo bin ich eigentlich?“

    Ich habe keine Ortsschilder gefunden. Dafür umso mehr Einkaufsläden. Ein Glück, dass ich nicht direkt auf der Straße geladet, sondern in einer kleinen Gasse gelandet bin, die hierher führte. Also… Wenn ich eine Ultrapforte wäre… wo würde ich mich aufhalten? Ich würde… ach, diese Dinger tauchen ja überall auf, wo sie wollen, meinetwegen auch mitten inder Luft. Ich gehe erstmal aus diesem menschenüberfülltem Gebiet raus und suche eine Möglichkeit, von möglichst weit oben zu sehen. Eine Art… keine Ahnung, Aussichtsturm, Wolkenkratzer, ja sowas. Am Besten mit Panorama-Fenster. Ich mag die Dinger. Von denen kann man weiter blicken, als über ein normales Fenster. Grade, als ich an einem Neubau vorbeikomme, sehe ich etwas kleines an mir vorbeihuschen. Ich habe es nicht recht erkennen können, aber ich vermute, es war so ein Unversierter, wie Terra ihn nannte. Ich schicke mich an, ihn zu verfolgen, wobei ich auch durch die noch nicht abgebauten Gitter der Baustelle muss. Ich hole meinen Stab raus und rufe: “Stopp!“, doch das macht den Kleinen eher noch schneller. Es hat eine weiße Farbe und hat schwarze Flecken.Was auch immer er vor hat, es kann nichts Gutes sein. Es huscht um eine Ecke, kurz, bevor ich es erreicht habe. Ich verliere das Gleichgewicht und stürze zu Boden. “Dich kriege ich noch. Huch!“ Ich sehe überrascht einer finsteren Hand entgegen, welche nach den Keinen greift und ihn in seine Mangel nimmt. Das, was ich als Augen sehen würde, sind lilane Zick-Zack-Dinger. Das muss einer sein. Hastig rapple ich mich auf und laufe auf den Unversierten zu. Als es mich erblickt, lässt es schnell los und verschwindet. Mein Schlag geht ins Leere. Ich schaue mich hutig um, aber von der Finsternis ist nichts mehr zu sehen. Dann sehe ich auf das kleine Ding, welches ich verfolgt habe. Ich weiß immer noch nicht, was es ist, aber es scheint anders, als die Unversierten zu sein. Jedenfalls liegt es da mit geschlossenen Augen. Vorsichtig pike ich es mit meinem roten Stab an. Es zeigt keine Wirkung. Es stammt also von dieser Welt. Ich hocke mich hin und stupse es an. “Verzeihung, kleiner, dass ich dich für etwas hielt, was du nicht bis. Wer bist du denn und… wo bin ich hier? Tut mir leid, ich komme nicht von hier.“ Er erhebt sich wieder, reibt sich die Augen und als es mich erblickt, rennt es schreiend im Zickzack davon in ein kleines Loch, durch welches ich nicht durchpassen. Dabei hebt es ein kleines Holzstück auf, welches es zuvor verlor. Ich sehe ihm nach. Es scheint in ein kleines Tunnelsystem zu fliehen, wie Rotomurf welche errichten. Jedenfalls endet meine Jagt hier erstmal.

article
1513367310
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen - Specials
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen - Specials
Schön, dass du hierhergefunden hast. Hierbei handelt es sich um eine kleine Distanzierung zur Hauptgeschichte der Geschichte Dämmerung von zwei Reichen. Die kleinen Nebengeschichten, die hier entstehen werden, werden anders als das Hauptwerk sein. Du ...
https://www.testedich.de/quiz52/quiz/1513367310/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Specials
https://www.testedich.de/quiz52/picture/pic_1513367310_1.jpg
2017-12-15
407H
Pokemon

Kommentare (5)

autorenew

Fakemon Fan (28132)
vor 234 Tagen
Danke gleichfalls~ Wenn auch etwas sehr spät. 🤣😅😂
Endlich hatte ich Zeit deine Sorry zu beenden! Und die war einfach nur geil! Hab se gleich zwei mal gelesen.👍
Jim ( von: Jim Helcon)
vor 239 Tagen
Und damit eine frohe Weihnachten an euch alle!
Fakemon Fan (54686)
vor 241 Tagen
😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲😲 Mehr? Pleas?
Fakemon Fan (06190)
vor 242 Tagen
AHHHHH! Das kann doch noch nicht alles gewesen sein!!! Immer wenn es so spannend ist!
Lavendel, die Treppe (68594)
vor 243 Tagen
Ich finds interessant und wirklich mehr kann ich nicht sagen, weil mehr gibt es nicht. Haha 😅 Sorry, aber mal gucken wie es sich entwickelt.