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Die Boten des zweiten Anfangs

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7 Kapitel - 8.423 Wörter - Erstellt von: Lost_hope - Aktualisiert am: 2018-02-23 - Entwickelt am: - 2.504 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ich hatte alles verloren. Meine einzige Chance war der Neuanfang. Hört sich nicht so schlimm an? Dann muss ich wohl genauer werden: Die einzige Chance war ein Neuanfang als Hexe
(Ehemaliger Titel: The shadow of my soul)

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    Kapitel 1 Mit leerem Blick schiebe ich meinen mit vierzehn Jahren Erinnerungen beladenen Gepäckwagen durch die Menschenmenge auf dem Bahnhof King’s
    Kapitel 1

    Mit leerem Blick schiebe ich meinen mit vierzehn Jahren Erinnerungen beladenen Gepäckwagen durch die Menschenmenge auf dem Bahnhof King’s Cross. Als ob es nicht gereicht hätte, dass ich gerade die schlimmste Nacht meines Lebens durchgestanden habe, hat sich das Schicksal offenbar dazu entschlossen, dass es mir mein Dasein zur Hölle machen möchte. Aber es ist ja nur zu meinem besten. Verächtlich lache ich auf und versuche, die Bilder an letzte Nacht aus meinem Kopf zu verbannen, als würde das etwas bringen, ich weiß, dass sie mich bis an mein Lebensende begleiten werden.
    Wütend unterdrücke ich die Tränen, die sich in meinen Augen sammeln. Ich werde jetzt nicht weinen, auch wenn mein Leben nur noch ein einziger Trümmerhaufen ist und ich in weniger als vierundzwanzig Stunden so ziemlich alles verloren habe, was mir je wichtig war. Ich werde sie größtenteils wiedersehen, irgendwann, wenn es sicherer ist. Der andere Teil ist für immer verschwunden.
    Mit zusammengebissenen Zähnen lenke ich den Gepäckwagen nun auf die Absperrung zwischen Gleis neun und zehn zu. Ich weiß, was ich tun muss, es wurde mir fast die ganzen Ferien über eingetrichtert, aber ich wusste nicht, dass ich schließlich alleine das Gleis neundreiviertel betreten würde.
    Warum zum Teufel hatte ich mich nur von Mom überreden lassen, dass ich auf Hogwarts gehen würde, auf eine Schule für Zauberer? Sie werden gleich bemerken, dass etwas mit mir nicht stimmt, dass ich nicht normal bin, was auch immer normal am Zaubern ist. Aber was bin ich dann? Noch abnormaler? Doch nun gibt es kein Zurück mehr.
    Entschlossen gehe ich so unauffällig wie möglich auf die solide wirkende Absperrung zu, einen Moment später befinde ich mich auf Gleis neundreiviertel.
    Dampfschwaden, die aus dem Schornstein der Lokomotive des Hogwarts-Expresses aufsteigen, vernebeln mir die Sicht und überall höre ich fröhliches Geplapper von Eltern und Kindern, die sich voneinander verabschieden.
    Ich spüre, wie sich Neid in meinen Bauch bohrt. Die ganzen Kinder wissen ja nicht, wie gut sie es haben, dass sich jemand um sie kümmert. In diesem Moment wünsche ich mir, genauso wie die anderen Hogwartsschüler zu sein, wünsche mir, dass ich meine Freunde die ganzen Ferien lang vermisst habe, sie jetzt wiedersehe, mich auf das neue Schuljahr freue und mich lachend von meinen Eltern verabschiede. Dass ich weder Freunde habe, noch die Absicht, mir welche zu suchen, ignoriere ich dabei geflissentlich. Schließlich darf ich noch träumen, eine der wenigen Dinge, die mir meine Bestimmung nicht genommen hat wie so vieles anderes.
    Ich bin vierzehn Jahre alt, hatte noch nie Kontakt zu Gleichaltrigen außerhalb meiner Familie und soll jetzt auf eine Schule für Zauberer gehen, in der es von Schülern in meinem Alter so wimmelt. Für jeden anderen Teenager, der sein Leben lang abgeschottet von der restlichen Welt gelebt hat wäre damit wahrscheinlich der größte Wunsch in Erfüllung gegangen, aber für mich ist es so, als wäre ich in meinem schlimmsten Albtraum gefangen.
    Mit einem Krächzen reißt mich mein Rabe Flame in die Gegenwart zurück. Ungeduldig pickt sie durch die Gitterstäbe ihres Käfigs nach meiner Hand, als wolle sie mir sagen, dass ich mich nicht für immer im Selbstmitleid suhlen kann. Mit dem Zeigefinger streiche ich ihr kurz über das schwarze Gefieder, das einen leichten Rotstich hat, bevor ich mir meine Tasche über die Schulter werfe und in je einer Hand meinen großen Koffer und Flames Käfig mitzerre. Auch wenn ich jetzt merke, dass ich viel zu viele Sachen in meinen Koffer gestopft habe, ich hatte es heute Morgen einfach nicht übers Herz gebracht, die ganzen Dinge, die mit so vielen Erinnerungen verbunden sind, einfach dortzulassen, wo ich nicht weiß, was mit ihnen passieren würde.
    Während ich mit zügigen Schritten auf den Zug zugehe, versuche ich die Blicke, die auf mir ruhen und die ich förmlich spüren kann, zu ignorieren. Es war wirklich keine gute Idee, einfach so über einen Bahnsteig voller Menschen, auch wenn diese Menschen Zauberer sind, zu gehen.
    Ich bin zwar nicht das, was meine Familie früher war, aber manches verschwindet auch nach Jahrtausenden nicht aus dem Blut eines Volkes, ich hätte ahnen müssen, was für eine Auswirkung mein Aussehen auf normale Sterbliche hat. Doch das dürfte jetzt auch mein kleinstes Problem sein, mit gesenktem Kopf gehe ich weiter und hoffe, dass ich mich einfach in Luft auflöse. Nicht, dass ich schüchtern wäre, im Gegenteil, ich bin frech und respektlos bis zum gehtnichtmehr, aber wenn ich einfach verschwinden würde, wäre ich nicht gezwungen, in diesen Zug zu steigen und in eine ungewisse Zukunft zu fahren, in eine Zukunft, die ich nicht will.
    Doch das, was mir blühen würde, sollte ich dort bleiben, was ich bis heute mein Zuhause genannt habe, wäre noch viel schlimmer als dieser Zug und die Schule mit den ganzen zaubernden, pubertierenden Schülern, sodass ich mich nun niedergeschlagen meinem Schicksal füge. Schließlich habe ich es ihr versprochen. Und ich halte meine Versprechen, egal wie unangenehm es sein mag.
    Ich wuchte meinen Koffer in den Waggon, vor dem ich gerade stehe, wobei ich mir fast beide Arme ausrenke und klettere dann hinterher. Weil ich nicht einmal daran denken will, wie schlimm es sein könnte, sich in ein Abteil voller lauter lachender Jugendlichen zu setzen, stelle ich meinen Koffer gegenüber der Tür auf den Boden, wo er niemanden stört und setze mich darauf. Während ich meine Stirn an die Wand lehne, schließe ich die Augen und versuche mir einzureden, dass das, was ich tue, keine Flucht ist, dass ich mich auf Hogwarts freue und...Nein, ich freue mich nicht darauf! Ich will mein altes Leben zurück! Ich will nicht auf diese Schule gehen, an der sich alle schon kennen, ich will nicht neu dort anfangen und trotzdem schon in die vierte Klasse gehen, ich will nicht mehr lügen, ich will normal sein.
    Jetzt muss ich doch die Augen zusammenkneifen, um nicht zu weinen, ich höre, wie die Schüler lachend und redend an mir vorbeigehen, höre Abteiltüren knallen und Koffer über den Boden schleifen. Obwohl ich von so vielen Menschen umgeben bin, fühle ich mich so einsam wie noch nie in meinem Leben.
    Mit der Hand umklammere ich den Zauberstab in meiner Tasche. Von heute an muss ich eine Hexe sein.


    Hey, das war das erste Kapitel meiner FF. Ich habe es noch irgendwo in den Tiefen meines Speichers gefunden und wollte schauen, ob Interesse daran besteht, dass ich weiterschreibe;)
    Ich würde mich sehr über Kommentare freuen,
    LG lost_hope

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    Kapitel 2 “Ist alles in Ordnung bei dir?”, fragt plötzlich eine etwas schüchterne Stimme. Ich schrecke auf und blicke in das rundliche Gesicht e
    Kapitel 2

    “Ist alles in Ordnung bei dir?”, fragt plötzlich eine etwas schüchterne Stimme. Ich schrecke auf und blicke in das rundliche Gesicht eines Jungen, der offenbar etwa in meinem Alter ist.
    “Was? Ja, klar. Alles in Ordnung”, mit einem gezwungenen Lächeln und vorgespielter Fröhlichkeit antworte ich ihm.
    “Wirklich?”, hakt er noch einmals nach.
    “Ja klar, ich bin nur ein bisschen müde”, lüge ich. Der Junge sieht immer noch nicht ganz überzeugt aus. In mir krampft sich alles zusammen. So hat mich Vincent auch immer angeblickt, bevor...Ich verbiete mir, daran zu denken.
    “Ich bin Neville Longbottom”, stellt der Junge sich nun vor.
    “Seraph...Sera Clair”, fast hätte ich mich verplappert, das darf nie mehr vorkommen. Ich muss meinen alten Namen, meine Vergangenheit, mein ganzes altes Ich vergessen, darf nicht daran denken, nicht darüber sprechen. Seraphina St.Clair ist gestorben, in dieser Nacht. Ich lebe zwar in ihrem Körper, aber innerlich bin ich tot.
    “Willst du hier sitzen bleiben oder...In dem Abteil, in dem ich sitze, sind noch Plätze frei”, ich merke, wie peinlich es ihm ist, zu fragen. Vielleicht sollte das auch ein Flirtversuch sein, ich bin mir nicht sicher, aber wenn es einer wäre… Mir wird übel. Nein, nein, nein, er ist nicht wie er, nicht wie er…
    Ich bemerke die immer noch fragende Miene von Neville und merke erst dann, dass ich ihm antworten muss, auch wenn ich es nicht will. Mühsam reiße ich mich zusammen. Ich war nicht darauf vorbereitet, auf nichts von dem, was passiert. Ich hatte keine Vorstellung davon, wie anders es sein würde, wie sehr sich dieses Leben von dem in meiner Familie unterscheidet und wie gegensätzlich Zauberer denen sind, in deren Adern das gleiche Blut fließt wie in meinen.
    “Natürlich, wenn es für dich und die anderen Schüler in deinem Abteil in Ordnung wäre, würde ich mich gerne zu euch setzen”, sage ich etwas verspätet. Ich muss sogar in einer Sprache sprechen, die nicht meine Muttersprache ist, ich kann nur hoffen, dass mein fremdländischer Akzent nicht auffällt.
    “Na klar, komm mit!”, Neville ist sichtlich entspannter, als ich aufstehe und mein Gepäck ergreife. Bemüht, in dem schwankenden Zug nicht das Gleichgewicht zu verlieren, laufe ich ihm hinterher.
    Vor einem Abteil, das genauso aussieht wie alle anderen auch, bleibt er schließlich stehen und öffnet die Abteiltür. Was habe ich mir nur dabei gedacht? War es nicht genau das, was ich vermeiden wollte? Wäre ich doch nur im Flur sitzen geblieben. Aber jetzt ist es für solche Gedanken eindeutig zu spät. Jetzt muss ich die Sache durchziehen, egal wie wenig ich das will.
    “Sera, das sind Dean und Seamus, Leute, das ist Sera”, stellt Neville mir die beiden Jungs vor, die schon im Abteil sitzen. Auch sie sind etwa in meinem Alter und sehen ganz nett aus…Vielleicht wird es ja doch nicht so schlimm, wie ich dachte.
    “Hey”, ich lächele die beiden an. Sie begrüßen mich auch, vielleicht ein wenig zu überschwänglich, was ich aber auf meine Ausstrahlung schiebe, die für Zauberer und Muggel viel zu stark ist. Normalerweise leben wir auch nicht unter Normalsterblichen, bis auf ein paar Ausnahmen verbringen wir unser ganzes Leben in unserer Familie.
    Ich wuchte meinen Koffer auf die Ablage über unseren Köpfen, dann setze ich mich neben Dean, der mich förmlich darum anbettelt. Ja, von außen bin ich schön, meine langen Haare sind tiefschwarz und meine Augen schiefergrau - auf jeden Fall tagsüber, aber ich bin mir sicher, dass die drei Jungs lieber nicht wissen wollen, von wem oder was ich abstamme.
    “Wie alt bist du?”, fragt Seamus, der mir gegenüber sitzt.
    “Vierzehn”, antworte ich. Solange die Fragen so harmlos bleiben, unterhalte ich mich gerne weiter mit ihnen.
    “In welchem Haus bist du? Und warum habe ich dich noch nie gesehen? Du müsstest doch auch im vierten Schuljahr sein”, macht Dean mit der Fragerei weiter. Okay, diese Fragen sind nicht mehr harmlos. Zumindest nicht für mich. Aber was soll ich tun, wenn nicht antworten?
    “Ich komme erst dieses Jahr neu an die Schule, aber fange in der vierten Klasse an. Vorher wurde ich zu Hause unterrichtet, eigentlich sollte ich seit dem ersten Jahr Hogwarts besuchen, aber konnte es wegen familiären Problemen nicht”, ich schmücke die Wahrheit mit ein paar Änderungen aus. Ja, die “familiären Probleme” haben sich gelöst, allerdings nicht so wie geplant, was noch größere Probleme verursacht hat. Und dass ich schon seit dem ersten Jahr die Schule besuchen sollte, habe ich mir spontan ausgedacht. Besser als die volle Wahrheit ist es ohnehin.
    “Oh. In welchem Haus?”, will Neville wissen. Wenigstens das kann ich wahrheitsgemäß beantworten, in den Ferien war ich schon einmal in Hogwarts. Mom hat alles mit Albus Dumbledore besprochen, während ich teilnahmslos aus dem Fenster auf den See gestarrt habe…
    “Gryffindor”, lächele ich. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an die Sonne, die helle Muster auf Moms Haut geworfen hat, an den alten Hut auf meinem Kopf…
    “Wie wir! Weinst du?”, fragt Dean plötzlich. Erst da fällt mir auf, dass eine Träne meine Wange hinunterläuft. Der Besuch in Hogwarts war vor zwei Tagen. Weder Mom noch ich wussten, dass es ihr letzter Tag sein würde. Ich wische mir kurz mit dem Ärmel über das Gesicht.
    “Ja, ich habe mich nur an etwas erinnert. Und, wie ist es in Hogwarts so?”, frage ich mit betont fröhlicher Stimme.
    Sofort fangen die drei an zu erzählen und überschlagen sich förmlich mit ihren Schilderungen und Schwärmereien über die, ihrer Meinung nach, beste Zauberschule der Welt. Ich bin so abgelenkt von dem Gespräch und muss mehrmals so sehr lachen, dass ich bald Bauchschmerzen habe vom pausenlosen Kichern, dass ich fast einen Herzinfarkt erleide, als plötzlich eine alte Hexe, die einen Wagen voll mit Süßigkeiten vor sich herschiebt, auf dem Gang auftaucht.
    Neville, Dean und Seamus kaufen so viele von den zuckrigen Speisen, dass mir schon vom Hinsehen schlecht wird. Wie kann man nur solche Berge von Essen verdrücken, vor allem von solchem Essen? Ich lehne ihre Angebote, mir etwas von ihren Süßigkeiten abzugeben, entschlossen ab.
    Den Rest der Fahrt stelle ich mich schlafend, die Dunkelheit bricht herein und nur noch Seamus Irland-Rosette, die er von der Quidditch-Weltmeisterschaft hat, quäkt kraftlos:”Troy! Mullet! Moran!”, Namen, die ich noch nie gehört habe.
    Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, wird der Zug langsamer und bleibt schließlich ganz stehen.
    Wir müssen angekommen sein.

    3
    Kapitel 3 Donner grollen, eiskalte Regentropfen prasseln auf uns herab und ein frostiger Wind fährt mir durch die Haare, als ich mich hinter Seamus u
    Kapitel 3

    Donner grollen, eiskalte Regentropfen prasseln auf uns herab und ein frostiger Wind fährt mir durch die Haare, als ich mich hinter Seamus und Dean durch den Wolkenbruch über den Bahnsteig und vor den Bahnhof kämpfe. Hoffentlich sagt dieses Wetter nichts darüber aus, wie meine Zeit in Hogwarts wird, sonst bin ich verloren.
    Missmutig zerre ich meinen Koffer zum gefühlt tausendsten Mal aus einer Schlammpfütze und versuche, Flames aufgebrachtes Krächzen zu überhören. Mein Rabe hasst den Regen genauso sehr wie ich, wir sind solche Gewitter nicht gewohnt, dieses ganze Klima ist anders als bei uns zu Hause.
    “Sera, komm her!”, höre ich Deans Stimme aus dem Rauschen des Regens und dem grollenden Donner heraus, der die Erde erzittern lässt. Er und Seamus stehen neben einer Kutsche, vor der ein Thestral gespannt ist. Nur jemand, der jemanden, der ihm sehr nahestand, verloren hat, kann sie sehen. Vor unserem Haus grasten immer mehrere dieser majestätischen Wesen. Ich kann sie sehen seit ich drei bin.
    Ich werfe einen letzten Blick auf den Bahnhof, dann drehe ich mich entschlossen um und gehe auf die Kutsche zu. Der Schlamm spritzt mir bei jedem Schritt bis an die Knie und meine Haare hängen mir trotz meiner Kapuze nass ins Gesicht.
    Ich muss es endlich schaffen, meine Vergangenheit zu vergessen, zumindest für dieses Schuljahr.

    Wir passieren das Schlosstor und ich erblicke durch die Regenwand verschwommen die Umrisse von Hogwarts, die sich bei jedem Blitz dunkel vor dem Nachthimmel abheben. Immer wieder ruckelt die Kutsche, der Wind lässt dünne Äste gegen die Fenster schlagen und jeder Donner hört sich an wie eine Explosion.
    Ich bin froh, als die Kutschen endlich anhalten und wir durch den strömenden Regen die Treppe, die zum Eingang führt, hinaufhasten.
    Wir kommen in eine von Fackeln erleuchtete Halle mit gewölbter Decke und einer riesigen, beeindruckenden Treppe aus Marmor.
    “Das ist die Eingangshalle”, verkündet Dean und Stolz schwingt in seiner Stimme mit, als hätte er selbst diesen wunderschönen Saal erbaut. Amüsiert lächele ich. Als ich vor zwei Tagen hier war, sind Mom und ich nicht durch den Eingang gekommen, aber ich bin mir sicher, dass sie von dieser Halle beeindruckt wäre. Sie hätte all das geliebt, die Schüler, die lachend in Grüppchen zusammenstehen, das Licht der Fackeln, das flackernde Muster an die Wände und die Decke der Halle wirft und die ganze Szenerie geheimnisvoll wirken lässt, sogar die Schuluniformen fände sie wahrscheinlich schön. Als ich kleiner war, hat sie mir immer erzählt, wie gerne sie als Kind nach Hogwarts wollte, aber ihre Eltern es ihr verboten hätten. Ihr größter Traum würde in Erfüllung gehen, wenn sie mich hier jetzt sehen könnte.
    Dieser Gedanke zaubert mich ein Lächeln ins Gesicht, aber das bittere Gefühl des Verlustes liegt dennoch schwer auf mir. Ich habe noch dieses Jahr, dann werde ich mein Erbe antreten müssen.
    “Sera, alles in Ordnung?”, werde ich wieder in die Gegenwart zurückgerissen. Seamus und Dean blicken mich besorgt an, als müssten sie sich um mich kümmern.
    “Ja klar, aber diese Halle...sie ist einfach wunderschön!”, schwärme ich. Lachend stimmen die beiden mir zu, bevor sie mir voraus in den Speisesaal gehen. Dort stehen vier lange Tische, dazu noch eine lange, den Häusertischen zugewandte Tafel für die Lehrer und Albus Dumbledore, den Schulleiter von Hogwarts.
    Ich folge meinen neuen “Beschützern”, die zielstrebig auf ein paar Schüler zugehen, die sich schon am Tisch niedergelassen haben.
    “Das ist Sera, sie ist neu hier. Sie geht mit uns in die vierte Klasse”, stellt Dean mich zwei Jungen und einem Mädchen vor, die sich angeregt unterhalten.
    “Aber sie ist doch neu hier. Dann kann sie doch nicht in der vierten Klasse sein!”, sagt der eine Junge verwirrt. Er hat rote Haare und ich bin mir sicher, dass er mir irgendwie bekannt vorkommt.
    “Ich wurde zu Hause unterrichtet und habe dort alles gelernt, was ihr in den ersten drei Schuljahren auch gelernt habt”, erkläre ich. Und noch vieles mehr, von dem ihr nicht einmal wisst, dass es existiert, füge ich in Gedanken hinzu.
    “Ich bin Hermine und das sind Harry und Ron”, stellt sich das Mädchen nun vor und lächelt mich an. Ich will sie gerade auch begrüßen, als mich der Geist, der in unserer Nähe schwebt, anspricht.
    “Guten Tag! Bist du nicht die kleine Tochter von den St.Clairs?”, wendet er sich an mich. Mir kommt es so vor, als würde mein Herz kurz aufhören zu schlagen.
    Woher weiß er das? Sieht man mir die Verwandtschaft zu meiner Grandma so sehr an? Aber er ist ein Geist, also hat er sie wahrscheinlich gekannt, schließlich war sie auch mehrere Jahre auf Hogwarts, bis sie ihr Erbe antreten musste.
    “Du bist doch die Tochter von Alexis St.Clair?”, fragt er weiter, als ich nicht antworte. Ich spüre die Blicke der Schüler, die alles mitgehört haben, auf mir ruhen, sie lechzen förmlich nach einer Antwort. Er kannte also auch meine Mom, obwohl sie nicht hier unterrichtet wurde? Was soll ich jetzt tun? Die Wahrheit sagen und darauf hoffen, dass niemand Vincent dieses “Geständnis” überbringt? Oder alles abstreiten?
    Ich entscheide mich für die zweite Möglichkeit.
    “Wer ist diese Alexis St.Clair? Tut mir leid, aber ich habe weder von ihr, noch von der ganzen Familie gehört”, lüge ich mit entschuldigendem Lächeln, während ich mich auf die Bank am Gryffindor-Tisch setze. In mir krampft sich bei meinen Worten alles zusammen. Früher war ich immer stolz, Teil dieser Familie zu sein, aber jetzt muss ich meine Herkunft verleugnen.
    “Ich hätte schwören können, dass du ihr wie aus dem Gesicht geschnitten bist…”, murmelt der Geist noch und wendet sich dann diesem Harry zu. Erleichtert atme ich lautlos aus. Zum Glück hat er nicht noch nachgehakt, denn auch mit unzähligen Zaubern belegt, ist die Ähnlichkeit zwischen den Mitgliedern meiner Familie unverkennbar.
    Zwar haben wir alle eine zumindest halbwegs menschliche Gestalt, trotzdem kann man in uns noch Spuren unserer Ahnen erkennen. Nachts wird das alles noch deutlicher, wir sind für die Nacht gemacht, verschmelzen mit den Schatten.
    Ich berühre die zierliche Kette, die um meinen Hals liegt. Als Anhänger dient ein Schwarzer Stein, sie sorgen dafür, dass wir nicht erblinden oder erheblich geschwächt werden, sobald wir in Kontakt zu Sonnenstrahlen kommen.
    Mein Blick schweift noch einmals über die schwatzenden Schüler. Sie wären sicherlich nicht so gelöst, wenn sie wüssten, was für ein Monster sich unter ihnen befindet.


    4
    Kapitel 4 Die großen Flügeltüren der Halle öffnen sich und eine dünne Frau mit strengem Gesichtsausdruck und einem smaragdgrünen Umhang betritt
    Kapitel 4

    Die großen Flügeltüren der Halle öffnen sich und eine dünne Frau mit strengem Gesichtsausdruck und einem smaragdgrünen Umhang betritt den Saal, hinter ihr geht eine lange Reihe Erstklässler, die gleich ihren Häusern zugeteilt werden.
    Ich bin froh, dass der Hut seine Entscheidung über mich schon in den vor zwei Tagen in den Ferien getroffen hat, denn meine Lust, jetzt als einzige Viertklässlerin in dieser Gruppe elfjähriger Mädchen und Jungen zu stehen, die vor Aufregung zittern und ungeduldig mit den Füßen auf und ab wippen, ist ziemlich gering bis überhaupt nicht vorhanden. Noch dazu müsste ich danach wahrscheinlich noch mehr Fragen beantworten als ohnehin schon.
    “Das ist Professor McGonagall”, flüstert mir Hermine zu. Ich habe sie schon einmal gesehen, auf den verblichenen, alten Fotos, die in Grandmas Zeit in Hogwarts aufgenommen wurden, sie ist die Hauslehrerin von Gryffindor und unterrichtet das Fach Verwandlung, außerdem ist sie den Erzählungen meiner Grandma zufolge die beste Lehrerin, die es gibt. Nicht nur Mum, sondern auch Grandma würde sich freuen, dass auch ich nun auf die berühmte Zaubererschule gehen werde, wenn auch nicht ganz so freiwillig wie Grandma damals. Zwar flüchten wir beide vor unserer Vergangenheit, aber ich würde mich ihr lieber stellen, als mich zu verstecken. Weil ich weiß, dass er mich trotz allen Vorsichtsmaßnahmen irgendwann finden wird.
    Professor McGonagall stellt einen dreibeinigen Stuhl vor die aufgeregten Erstklässler, die alles mit staunenden Blicken beobachten. Auf dem Stuhl liegt ein sehr alt aussehender Hut, der an vielen Stellen schon mehrfach geflickt wurde und insgesamt einen eher schmutzigen und heruntergekommenen Eindruck macht. Doch dies täuscht.
    Ich sehe ein paar Erstklässler verächtlich schnauben, sie fragen sich wohl, was dieser alte, dreckige Hut hier macht. So habe ich mich auch gefühlt, bevor der Hut mich ins Haus Gryffindor eingeteilt hat. Doch auch dieses Geräusch verstummt schnell und alle blicken gebannt auf den Hut. Klar, er ist ein magischer Gegenstand und kann erkennen, in welches Haus die Schüler eingeteilt werden, trotzdem bezweifle ich, dass er jetzt plötzlich akrobatische Kunststücke vollführen wird oder andere Sachen, die selbst untypisch für magische Hüte sind, weshalb ich mich langsam zu fragen beginne, was an dem alten Stück Stoff so interessant ist, wenn der Hut einen nicht gerade in ein Haus einteilt, das für die Schulzeit so etwas wie die Familie für einen werden soll.
    Deshalb erleide ich fast einen Herzinfarkt, als sich ein Riss im Stoff direkt über der Krempe des Hutes öffnet, fast kann man es einen Mund nennen. Dass dieser Hut reden kann wusste ich aber auch schon. Doch darauf, dass er anfängt zu singen, darauf war ich nicht gefasst.
    Schon nach seinem ersten Satz höre ich auf, zuzuhören. Ich höre nichts von dem, was der Hut von sich gibt, mein Blick ist an die Decke der Halle gerichtet, die mir erst jetzt auffällt. Sie muss irgendwie verzaubert sein, ihr Anblick gleicht dem des Himmels außerhalb von Hogwarts, dunkle und purpurne Wolken wirbeln hoch über unseren Köpfen durcheinander und als draußen ein krachender Donner die Erde erschüttert, zuckt an der Decke ein gleißender Blitz entlang.
    Das alles ruft Erinnerungen in mir wach, Erinnerungen an meine früheste Kindheit.
    Mum hatte mich an Weihnachten mit in eine Stadt der Muggel genommen. Statt des sanft fallenden, weißen Schnees, den sich die Muggel an Weihnachten immer wünschen, prasselten dicke Regentropfen vom Himmel, der ebenso aufgewühlt und stürmisch wirkte wie diese Decke. Erst hatte ich Angst vor den eisigen, nassen Tropfen, die hart auf meine winzigen Handflächen tropften, als ich meine Hände aus dem Hauseingang, in dem ich mit Mum stand, hinaushielt. Damals kann ich höchstens vier Jahre alt gewesen sein, aber die Erinnerung daran ist verschwommen. Obwohl Mum erst diese Nacht aufgehört hat zu atmen, verschwinden meine Erinnerungen an sie rasend schnell. Der Tod ist das einzige, was unser Erinnerungsvermögen schwächt, sogar an unsere Zeit als Kleinkinder können wir uns erinnern, als wäre es erst ein paar Stunden her, doch wenn unsere Herzen aufhören zu schlagen, verblassen die Erinnerungen an den Verstorbenen, bis er nur noch eine schemenhafte Gestalt in unserem Gedächtnis ist. Theoretisch könnten wir ewig leben, mehrere meiner Vorfahren überdauerten Jahrtausende auf dieser Welt, doch in den letzten zehn Generationen war es schon eine Sensation, wenn Kinder überhaupt volljährig wurden. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die letzten Ältesten restlos vernichtet, das einzige, was noch an sie erinnert sind zahlreiche Fotos und Bücher, von denen manche Berichte schon von den Ersten geschrieben wurden.
    Streitereien innerhalb der Familie wurden immer häufiger, oft endeten sie tödlich, bis sie in letzter Zeit völlig eskaliert sind. Vincent gehört auch zu denen, die dabei waren…
    Schon wieder steigen mir Tränen in die Augen. Vincent ist nun Teil der Vergangenheit, die ich vergessen muss. Es wird schwer werden, das weiß ich, denn sein Herz schlägt noch und das leere Gefühl in meinem Bauch erinnert mich immer daran, das er in meinem Leben fehlt. Er stand mir so nahe. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum gerade er ausgewählt wurde.
    Wir hatten uns zusammen immer unser späteres Leben ausgemalt, aber dieser eine Tag, an dem er mit mit der anderen der Elite ging und mehrere Wochen verschwunden war, ist der Schlüssel zu allem. Hätte ich ihn doch nur begleitet… Doch selbst wenn ich es getan hätte, hätte ich es nicht verhindern können. Wenn ich dabei gewesen wäre, wäre der Verlust der letzten Nacht nur ein Bruchteil der Katastrophe gewesen, die sie mit mir als willenlose Sklavin heraufbeschwören könnten. Die Bestimmten sind für sie wie Werkzeuge, um einen Krieg heraufzubeschwören und zu gewinnen, der alles vernichten kann, was wir kennen.
    Tosender Applaus erklingt, als der Hut sein Lied beendet hat.
    “Das ist doch nicht das Lied, das er damals für uns gesungen hat”, meint der Junge namens Harry und klatscht ebenfalls.
    “Er singt jedes Jahr ein neues. Muss ein ziemlich langweiliges Leben sein für diesen Hut, meint ihr nicht? Sicher verbringt er das ganze Jahr damit, ein neues Lied zu dichten”, sagt Ron.
    Wenn sie nur wüssten, wie gerne ich gerade mein Leben mit dem eines Hutes tauschen würde, hätten sie sicherlich gelacht.
    Aber ein Hut muss nicht mit einer Angst wie meiner leben, die immer größer wird und droht, mich zu ersticken.


    5
    Kapitel 5

    “Willkommen auf Hogwarts, liebe Schülerinnen und Schüler!”, ertönt plötzlich Dumbledores Stimme. Der Schulleiter ist an das Rednerpult vorne vor dem Lehrertisch getreten und mustert die Masse an Schülern, die ihn alle gespannt anblicken. Lauter nette, kleine Zauberer und mich - die Missgeburt, das Monster, das sich hier eingeschlichen hat. Obwohl Dumbledore vor mir zwei Tagen, nach einem langen Gespräch mit Mum versicherte, dass ich bestimmt schnell Freunde unter meinen Mitschülern finden würde, bin ich vom Gegenteil überzeugt. Auch wenn ich mich im Zug ganz gut mit Neville, Seamus und Dean verstanden habe, merke ich, dass ich mich sonst von den Mädchen und Jungen, die um mich herum sitzen und gebannt der Rede des Schulleiters lauschen, unterscheide wie die Nacht vom Tag. Wobei wohl ziemlich klar ist, wer wen verkörpern würde.
    Und zum gefühlt tausendsten Mal an diesem Tag frage ich mich, womit ich das nur verdient habe, dieses Gefühl, allein inmitten einer Menschenmenge zu sein und zu wissen, dass man anders ist. Gefährlich, tödlich, furchterregend. Etwas, das nicht hierher gehört. Spüren sie nicht, wer ich bin, was ich bin? Dass ich kein Reinblut oder Halbblut bin, auch nicht muggelstämmig? Dass man mich als Keinblut bezeichnen könnte?
    Dumbledore fängt an zu reden, aber spätestens nach seiner Ankündigung, das dieses Jahr keine Quidditch-Turniere stattfinden, auf die fast die gesamte Schülerschaft mit Protest reagiert, klinke ich mich wieder aus. Es ist doch so oder so egal, ob ich zuhöre, selbst wenn ich mich bemühen würde, in meinem Kopf ist so ein Durcheinander von Gedanken, dass ich mich unmöglich auf das, was um mich herum passiert, konzentrieren kann.
    Aber mit diesen Gedanken, die sich nicht aus meinem Kopf vertreiben lassen, kommen auch die Erinnerungen zurück, größtenteils verschwommen, trotzdem weiß ich, was passiert ist. Warum das so ist? Weil mindestens die Hälfte meiner Familie letzte Nacht aufgehört hat zu atmen. Der Rest ist entweder dabei, weiter willenlos Blut zu vergießen oder versucht, die Abtrünnigen aufzuhalten.
    Und ich bin hier, in der Fremde, so weit entfernt. Eingesperrt, die Regeln, die mir fast ein gesamtes Jahr über eingeprägt wurden und die Zauber, mit denen ich vor meinem Aufbruch zum Bahnhof von King's Cross belegt wurde, damit niemand sieht, wer ich wirklich bin, sind wie Gitterstäbe, um zu verhindern, dass die Bestie in mir die Kontrolle übernimmt. Und wenn die mentalen Schutzdämme, die ich mit der Zeit erstellt habe, einstürzen, wird das alles, alles, was in dieser Nacht passiert ist, über mich hereinbrechen. Ich werde nicht für immer stark sein und die Vergangenheit verdrängen können. Noch gelingt mir das, aber wer weiß, wie lange noch.
    Denn vor dem Moment, in dem die Mauern, die ich um meine Gefühle, mein Denken errichtet habe, zerstört werden, fürchte ich mich. Das wird der Zeitpunkt sein, in dem ich verletzlich sein werde.
    So wie sie. Und sie haben es mit dem Leben bezahlt. Denn die Abtrünnigen sind unberechenbar, unaufhaltsam und nur von Hass getrieben. Sie werden jede Schwäche nutzen. Und Vincent ist einer von ihnen.
    Es kommt mir so vor, als würde mein Herz versagen, meine Lunge, meine Kehle ist wie zugeschnürt und ich ringe stumm nach Atem. Mein Sichtfeld verdunkelt sich immer mehr. Ich krümme mich zusammen und unterdrücke ein Wimmern. Fast kann ich spüren, wie meine mühsam errichteten Schutzwälle anfangen zu bröckeln. Ja, ich vermisse Vincent, trotz allem, was passiert ist. Ich bin zusammen mit ihm aufgewachsen und ich weiß, dass er aus freiem Willen nie das getan hätte, was er getan hat.
    Aber niemand meiner neuen Mitschüler scheint zu bemerken, dass ich kurz vor einem Zusammenbruch stehe, alle blicken immer noch wie hypnotisiert zu Albus Dumbledore, der noch dabei ist, seine Rede zu halten.
    Trimagisches Turnier… Durmstrang… Beauxbatons...
    Die Worte kommen an meine Ohren, aber verschwinden wieder, ohne dass ich den Sinn darin erkennen kann. Alle Schüler um mich herum brechen bei den Worten ihres, nein, unseres Schulleiters in Jubel aus, aber jedes Geräusch dringt wie durch dichten Nebel zu mir hindurch. Ich höre die verschiedenen Stimmen, die wild durcheinander reden, kann aber nicht verstehen, was sie sagen. Ich bin isoliert von ihnen, gehöre nicht dazu, bin in einer völlig anderen Welt als sie aufgewachsen, gehöre auch jetzt nicht dazu, auch, wenn ich so eine Schuluniform wie alle anderen Schüler trage und mehrere Zauber meine wahre Gestalt und die Anzeichen meiner Abnormalität verbergen. Aber die Bestie lauert immer noch in mir, egal, wie menschlich ich auch wirke. Tief in meinem Herzen lauert das Raubtier und wartet darauf, auszubrechen. Wie es in meiner Familie schon seit Jahrtausenden, seit den Zeiten der Ältesten, eine Art Tradition ist.
    Kinder, die zu “normal”, zu menschlich sind, werden verstoßen und wachsen in Muggelfamilien auf, was aber sehr selten passiert, vor allem, da diese Fähigkeiten in unserem Zweig meiner riesigen Familie öfters weitergegeben werden als die gleiche Haarfarbe. Und in meinem engsten Kreis haben und hatten die meisten wie ich schwarze Haare und wir alle sind oder waren mehrere der mächtigsten Wesen der Welt, auch wenn wir einige Angewohnheiten, die früher unsere typischen Merkmale waren, aufgegeben haben, andere, die auf andere ebenso abschreckend wirken, bestehen bis heute. Das hat die letzte Nacht bewiesen.
    Bei diesem Gedanken muss ich würgen, auch wenn das alles mir schon als Kleinkind beigebracht wurde und ich eigentlich nicht zögern dürfte, diese Lektionen auch anzuwenden, genau das, was ich nicht geschafft habe.
    Ich halte es hier drinnen nicht mehr aus. Ohne auf das Getuschel um mich herum zu achten stehe ich auf und schiebe mich zwischen den Häusertischen in Richtung der großen Flügeltür, die ich aufreiße und mit einem lauten Knall hinter mir zufallen lasse. Mir ist schwindelig und ich muss mich einige Momente mit einer Hand an der Wand abstützen, bis ich sich mein Sichtfeld wieder einigermaßen normalisiert hat. Na toll, jetzt werde ich von Anfang an bekannt als das Mädchen sein, das während der Begrüßungsrede des Schulleiters und noch bevor es überhaupt Essen gab aus dem Speisesaal gestürmt ist.
    Aber wenn ich darüber nachdenke, ist es egal, was alle denken. Auf den wahren Grund meines fluchtartigen Abgangs werden sie sowieso nicht kommen.

    6
    Kapitel 6

    Weil ich nicht weiß, was ich jetzt machen soll, bleibe ich noch einige Minuten vor dem Tor zum Speisesaal stehen, atme einfach die kühle Luft ein und lausche dem Donner, der immer noch krachend die Erde erschüttert. In meinem Kopf nur Fragen, auf die ich keine Antwort habe, Rätsel der Vergangenheit und der Zukunft. Wenn ich es so sehe, ist mein gesamtes Leben eine einzige große Frage.
    Schließlich atme ich noch einmal tief ein, dann drehe ich der Flügeltür den Rücken zu und biege einfach wahllos in einen der Gänge ab, die sich von hier aus in einem mir noch unbekannten Labyrinth durch ganz Hogwarts ziehen. Meine Schritte hallen unnatürlich laut zwischen den Steinmauern wider und ich schaue mich alle paar Meter um, als würde ich unter einem Verfolgungswahn leiden. Was natürlich totaler Mist ist, ein Raubtier spürt die Anwesenheit möglicher Opfer, auch Geister schaffen es nicht, sich uns unbemerkt zu nähern. Jeder mögliche Verfolger würde sich durch seine bloße Präsenz verraten.
    Wir sind der Tod, das Ende von ihnen…
    Diese Zeile eines Schlafliedes, dass ich früher oft zusammen mit meinen Cousinen gesungen habe, spielt sich in meinem Kopf ab, als wäre es auf Endlosschleife gestellt worden. Ich presse die Hände auf die Ohren, aber dennoch höre ich es, es ist nur in meinem Kopf.
    Wir sind der Tod, das Ende von ihnen… das Ende von ihnen…
    Aber sind wir das? Das Ende? Der Tod?
    Die Boten des zweiten Anfangs, sie kommen, renn! Du wirst ihnen nicht entkommen!
    Unsere Lieder sind schon Jahrtausende alt, als die Kinder unserer Familie noch darauf gedrillt wurden, Blut zu vergießen. Sie sind geblieben, auch wenn sich unsere sonstige Lebensform immer mehr der der Muggel und Zauberer angepasst hat. Denn auch Monster haben so etwas wie Liebe und Reue in sich. Irgendwann muss man die Vergangenheit hinter sich lassen und sich auf das konzentrieren, was vor einem liegt.
    Entschlossen verdränge ich alle Erinnerungen an meine Kindheit, verschließe sie hinter einer Mauer aus Trotz und Hoffnung. Es ist soweit, ich muss anfangen, zu vergessen. Alles hinter mir lassen, darauf vertrauen, dass ich mich wenigstens dieses Jahr lang hinter den Masken verstecken kann, die ich mit der Zeit erschaffen habe. Lächeln, nicken, nicht über das nachdenken, dem ich mich in der Zukunft unweigerlich stellen werden muss. Mit jeder Sekunde, die verstreicht, verschwindet Seraphina St.Clair mehr in mir, nimmt meine gesamte Kindheit mit in das Nichts, das nun in meinem Kopf herrscht.
    Ich bin leer, fühle mich schwerelos, befreit von meiner Bestimmung, meiner Familie, meinem alten Leben.
    Seraphina ist weg, zurückgelassen hat sie nur Sera, die sich jetzt alleine in ein mir unbekanntes Leben einfügen muss.
    Die Leere in meinem Kopf, so still, so befreiend.
    Ein Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht.
    Ich habe keine Angst, spüre keine Trauer mehr. Ich bin kalt wie Eis.

    Lachend und rufend strömen die Schülermassen an mir vorbei, ignorieren mich einfach oder blicken mich an wie ein Wesen aus einer fremden Welt. Was ich ja auch bin.
    Bevor ich mich wieder in Richtung Speisesaal aufgemacht habe, hatte ich auf der Mädchentoilette überprüft, ob alle Zauber noch anhalten und meine wahre Natur verbergen. Als ich gemerkt hatte, dass alles mit meiner Tarnung noch in Ordnung war, war ich widerstrebend zurück vor die Flügeltüren des Saals gegangen, um meinen Hauskameraden dann unauffällig zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum zu folgen.
    Um jemanden nach dem Weg zu fragen bin ich zu stolz, deswegen schleiche ich einfach Neville, Seamus und Dean hinterher, unzählige Treppen hinauf und wieder hinunter, bis die drei vor einem Gemälde stehenbleiben, das eine kräftig gebaute Dame zeigt.
    Dean nennt ein Passwort, das ich allerdings sofort wieder vergesse, dann schwingt das Gemälde zur Seite und offenbart einen Blick auf den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Gerade will ich meinen Mitschülern hinterher durch das Loch in der Wand klettern, das normalerweise von dem Porträt versteckt wird, als die Dame, die das Bild darstellt, ihren Blick auf mich richtet und mich von oben bis unten mustert. Auch wenn ich sofort mehrere meiner schwarzen Haarsträhnen vor mein Gesicht fallen lasse, weiß ich, dass es zu spät ist. Sie konnte in dem kurzen Augenblick, in dem ich sie angesehen habe, bestimmt die Ähnlichkeit zwischen meiner Grandma und mir erkennen, da diese in ihrer Zeit auf Hogwarts ebenfalls im Haus Gryffindor war.
    Aber noch bevor sie den Mund öffnen kann, mache ich einen Satz nach vorne in den Gemeinschaftsraum, wo ich mich unter die anderen Schüler mische. Mehrere Sessel stehen in der Nähe eines flackernden Kaminfeuers, dessen Wärme ich durch den ganzen Raum spüren kann, Schüler reden wie schon im Speisesaal durcheinander, aber diesmal scheinen sie alle nur ein Thema zu kennen: Das sogenannte Trimagische Turnier, von dem ich noch nie gehört habe.
    Die Stimme am Rande meines Gedächtnisses, die mich daran erinnert, dass ich mich heute eigentlich noch einmal bei meiner Hauslehrerin Professor McGonagall melden soll, um mit ihr zu besprechen, wie ich als Monster zwischen Zauberern meine wahre Identität verbergen soll, ignoriere ich gekonnt. Ich bin nicht freiwillig hier, also mache ich auch, was ich will.
    Ohne einen Blick zurück frage ich Hermine, das Mädchen aus meinem Jahrgang, das ich im Speisesaal kennengelernt habe, nach dem Weg zum Schlafsaal der Viertklässlerinnen. Bevor ich mich unbemerkt aus dem Gemeinschaftsraum schleichen kann, ohne irgendwelche Gespräche, durch die ich mich eventuell selbst verraten könnte, führen zu müssen, hält mich Hermine zurück und fragt, warum ich während Dumbledores Rede aus dem Speisesaal gestürmt bin. Das hatte ich ja ganz vergessen.
    “Ääh… Mir ging es nicht so gut. Aber jetzt ist es besser”, lüge ich mit gezwungenem Lächeln. Um alle mögliche Fragen zu dem Gesagten zu beseitigen, die womöglich aufkommen könnten, erzähle ich noch etwas darüber, wie müde ich wäre, weshalb ich jetzt gleich schlafen gehen würde.
    Auch Dean und Seamus, die mir nähere Einzelheiten zu diesem Trimagischen Turnier, das dieses Schuljahr offenbar in Hogwarts stattfinden soll und zu dem die beiden Zauberschulen Durmstrang und Beauxbatons anreisen werden, erklären wollen, wimmele ich mit der gleichen Ausrede ab.
    In Schlafsaal lege ich mich einfach so wie ich bin auf das einzige unbesetzte Himmelbett und ziehe die Vorhänge zu. Tröstende Dunkelheit umgibt mich und die Gespräche der anderen Schüler höre ich nur noch gedämpft.
    Als Hermine und die anderen Mädchen, die hier schlafen werde, die ich aber noch nicht kenne, in den Schlafsaal kommen, blende ich alle ihre Geräusche einfach aus, bis sich ihre Atemzüge verlangsamen und ruhiger werden, woran ich erkenne, dass sie schlafen müssen.
    Leise stehe ich wieder auf und trete an das Fenster. Blitze erhellen die Nacht und noch immer ist der Himmel aufgewühlt wie das tosende Meer. Ich lehne meine Stirn an die kühle Fensterscheibe und wünsche, dass ich von hier fliehen könnte.

    7
    Heyy meine lieben Leser:)
    Ich hoffe, dass das hier trotz längerer Upload-Pausen noch jemand liest...
    Es tut mir total leid, dass so lange nichts kam, aber mir ging es nicht so gut und jaaa... Hier kommt aber endlich Kapitel 7;)
    Vielen Dank für eure Kommis, das ist sooo nett von euch❤
    Würde mich natürlich auch weiterhin über Feedback freuen;)
    Und hättet ihr irgendwelche Wünsche fürs Pairing, ich habe nämlich noch keine Ahnung^^
    LG Princess of Mordor



    Kapitel 7

    Leise murmele ich die letzte Formel, dann lasse ich die Hand sinken und begutachte mein Werk im Spiegel, der offenbar irgendwie verzaubert ist, da ich sonst mein Spiegelbild nicht darin erkennen könnte.
    Die Narbe, die sich normalerweise blass von meiner kreideweißen Haut abhebt und mit ihrem Verlauf von meinem linken Auge bis zum Mundwinkel auch nicht gerade unauffällig ist, wird vollständig von den Zaubern, mit denen ich mich selbst belegt habe, verdeckt und auch meine Augen sehen nicht mehr so aus, dass sie die Schülerschaft in Angst und Schrecken versetzen könnten. Insgesamt mache ich einen normalen, menschlichen Eindruck, welcher durch meine dunklen Augenringe noch verstärkt wird. Bevor ich hierher musste, hatte ich noch nie mit solchen Problemen zu kämpfen, auch wenn ich tage- und nächtelang nicht geschlafen hatte, sah ich immer noch besser aus als jetzt. Die Erschöpfung, mit der ich schon jetzt zu kämpfen habe, wird sich nur noch verstärken, das weiß ich. Wir sind nicht dafür gemacht, uns unter lauer lebendigen Sterblichen aufzuhalten, ihre Energie und ihre kräftig und gleichmäßig schlagenden Herzen sind fast so abstoßend wie die Sonne für uns. Weil wir das alles nicht haben, wurde uns schon früh eingeredet, wir wären etwas besseres als die Sterblichen, um Neid, der durch ihr einfacheres und ungefährlicheres Leben, ihre Lebendigkeit im Allgemeinen, hervorgerufen werden könnte, zu vermeiden. Normalerweise kommen wir erst in ihre Nähe, wenn sie aufhören zu atmen, ihre Haut so kalt wird wie die unsere, nicht umsonst schotten wir uns so von der menschlichen Gesellschaft ab. Wir bringen ihnen das, was die meisten der Menschen und Zauberer am meisten fürchten: den Tod.
    Ich will gerade die letzten Zauber, die allesamt vergessene, uralte Formeln in einer fremden Sprache sind, sprechen, als ich höre, dass die anderen Mädchen im Schlafsaal wohl aufgewacht sind und sich nun in Richtung Bad bewegen. Hektisch und mit fast tonloser Stimme wirke ich die letzten Zauber und genau in dem Moment, in dem ich mich vom Spiegel wegdrehe, öffnet sich die Tür zum Bad und meine noch verschlafen wirkenden Mitschülerinnen betreten den Raum. Das war eine der Sachen, die ich am meisten an Hogwarts hasse, die Gemeinschaftsbäder verhindern, dass ich mich einfach einschließen kann, um mein Aussehen mit allen nur möglichen Zaubern so verändern kann, dass es noch im Normalbereich liegt, das heißt, keine auffälligen Narben oder eine Augenfarbe, die selbst bei Zauberern selten bis nie vorkommt, denn dafür brauche ich einen Spiegel. Zwar gäbe es in unserem Schlafsaal auch einen, aber dort wäre mir die Wahrscheinlichkeit, dass eine meiner Mitschülerinnen es mitbekommt, zu hoch.
    “Guten Morgen!”, gespielt fröhlich und mit einem falschen Lächeln blicke ich Hermine entgegen, die sich an das Waschbecken neben mich stellt und anfängt, ihre dichten braunen Haare zu bürsten. Währenddessen versuche ich mich wieder so in Richtung der Tür, die an den Schlafsaal grenzt, zu schieben, ohne dass es zu sehr nach einer Flucht aussieht.
    “Guten Morgen”, nuschelt sie und vertieft sich dann wieder in das Buch, das sie vor sich auf das Sims über dem Waschbecken gestellt hat.
    Als ich wieder im Schlafsaal bin, sind alle anderen immer noch im Bad und weil ich nicht weiß, was ich jetzt machen soll, schaue ich auf dem Stundenplan, den ich schon bei meinem Besuch mit Mum bekommen habe, nach, welche Fächer ich heute habe. Als erstes Kräuterkunde und Pflege magischer Geschöpfe. Das geht ja noch, diesen Unterricht werde ich wie alle anderen Schüler auch besuchen müssen, außer es geht um Pflanzen, mit denen ich vergiftet werden würde, sollte ich damit Kontakt haben. Und das Wahrsagen… Ich habe keine Ahnung, warum ich es überhaupt gewählt habe, aber jetzt werde ich den Unterricht wohl oder übel auch besuchen müssen.
    In Gedanken versunken, die sich immer wieder um die Geschehnisse letzter, nein vorletzter Nacht drehen, packe ich schon einmal alle Bücher, die ich heute brauchen werde, in meine Tasche, während ich darauf warte, dass meine Mitschülerinnen aus dem Bad kommen.
    Mein Gedächtnis ist, was Wege betrifft, nicht das beste und ich habe keine Lust, schon an meinem ersten Tag auf Hogwarts unangenehm aufzufallen, weil ich irgendwelche für Schüler verbotene Räume oder Flure betrete.
    Hermine ist zuerst fertig und ohne auf die anderen Mädchen, deren Namen ich immer noch nicht kenne, zu warten, verlässt sie den Schlafsaal und durchquert dann den Gemeinschaftsraum. Schweigend folge ich ihr wie ein Schatten, als sie durch das Bild, das zurückschwingt, klettert, danach überquert sie zahllose Flure und Treppen, ich folge ihr mit etwas Abstand.
    Das Frühstück überstehe ich ohne mit jemandem reden zu müssen, alle scheinen mich zu ignorieren, was mir nur recht ist, da ich einfach nicht den Nerv dazu habe, allen schon wieder etwas vorzulügen.
    Wie erwartet bekomme ich keine Post, wie andere Schüler, denen schon am ersten Tag große Pakete geschickt werden, trotzdem spüre ich wieder Neid in mir aufsteigen und irgendwo in mir wünscht sich ein Teil von mir, dass ich auch eine normals Hexe wäre. Dann hätte ich wenigstens jemanden, dem ich Briefe schicken könnte, doch meine Familie ist entweder tot oder ich darf aus verschiedenen anderen Gründen keinen Kontakt zu ihnen haben. Ohne den Blick von meinem Teller zu heben würge ich eine Scheibe Brot hinunter, um kein Aufsehen zu erregen, wenn ich nichts essen würde. Die Trauer um Moms Tod und den Verrat einiger meiner engsten Familienmitglieder schnürt mir den Magen zusammen, sodass ich nur etwas zu mir nehme, weil ich muss.
    Nach dem Essen will ich mich unauffällig unter die Masse der anderen Schüler mischen, um unbemerkt aus dem Speisesaal zu kommen, da ich die Blicke, die mir während des gesamten Essens vom Lehrertisch aus zugeworfen wurden, keinesfalls ignoriert habe, doch Professor McGonagall ist schneller.
    “Miss Clair? Dürfte ich kurz ein Wörtchen mit Ihnen reden?”, ihre strenge Stimme lässt die Frage wie einen Befehl klingen und mir ist klar, dass sie ein Nein nicht akzeptieren würde.
    “Ja, was ist denn?”, seufze ich resigniert, obwohl ich genau weiß, auf was sie hinauswill.
    “Miss Clair, sie sind gestern Abend nicht erschienen! Es ist wichtig, dass…”, fast verstohlen blickt sich die Lehrerin um und als zwei Schüler an uns vorbeilaufen, senkt sie die Stimme. Am liebsten würde ich laut aufschreien, denn auch wenn ich sie unterbreche, bevor sie den Satz beendet hat, schon in ihrem Satzanfang steht die Frage, ob ich Hilfe dabei brauche, meine Tarnungszauber zu erneuern.
    “Ich kann das alles auch alleine. Ich habe mir nicht ausgesucht, hierherzukommen, deshalb hat mir auch niemand zu sagen, was ich hier tun soll!”, provokant und trotzig starre ich sie an. Ich bin mir sicher, dass sie mir jetzt schon, bevor ich auch nur einmal den Unterricht besucht habe, eine fette Strafarbeit aufhalst, aber sie belässt es bei einem tadelnden und besorgten Blick und den gemurmelten Worten:” Hoffentlich überschätzen Sie sich nicht. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das das richtige ist.”

article
1512336874
Die Boten des zweiten Anfangs
Die Boten des zweiten Anfangs
Ich hatte alles verloren. Meine einzige Chance war der Neuanfang. Hört sich nicht so schlimm an? Dann muss ich wohl genauer werden: Die einzige Chance war ein Neuanfang als Hexe (Ehemaliger Titel: The shadow of my soul)
https://www.testedich.de/quiz52/quiz/1512336874/The-shadow-of-my-soul
https://www.testedich.de/quiz52/picture/pic_1512336874_1.jpg
2017-12-03
402D
Harry Potter

Kommentare (39)

autorenew

Princess of Mordor (23421)
vor 150 Tagen
Vielen Dank, freut mich wirklich zu hören, dass dir die Geschichte gefällt:D
Erin (46847)
vor 150 Tagen
Oh Mann, danke, dass du meinen Glauben an die Schreibfähigkeit von Harry-Potter-Fans wieder hergestellt hast! Das war bitter nötig!
Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 152 Tagen
Vielen Dank
Maxi (62800)
vor 152 Tagen
Wirklich hervorragend geschrieben!
Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 153 Tagen
Hey;)
Es tut mir so leid, dass ich erst jetzt auf eure lieben Kommentare antworte, aber TD hat meine Antworten nie losgeschickt... Hoffentlich funktioniert es jetzt.

Als erstes DANKE!!:D
Als ich gesehen habe, wie viele Leute meine Geschichte gelesen und kommentiert haben, saß ich erst einmal total geschockt vor meinem Handy;)
Das ist echt der Wahnsinn, ich danke euch vielmals:D

Es freut mich so, dass die Geschichte euch gefällt, denn als ich mir das ganze ausgedacht habe, war ich 11, also war ich mir jetzt nicht mehr so sicher, was das betrifft;)

Ich könnte hier jetzt noch mehrere Stunden sitzen und mich einfach nur bedanken
Holunderblüte (25689)
vor 153 Tagen
Einfach nur WOW ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️
Du musst unbedingt weiter schreiben ❤️❤️❤️
Die mit dem Hund (71005)
vor 154 Tagen
So lebendig geschrieben, spannend und unterhaltsam!
Butterfly Patronus (74258)
vor 154 Tagen
Einfach mega spannend und mitreißend geschrieben! Das flasht mich voll.
Phönixkralle (91065)
vor 157 Tagen
Super Schreibstil!
Koala-Girl (18609)
vor 157 Tagen
Wow, du kannst echt schreiben! Das sticht echt raus hier, zwischen den... naja... halt... teilweise nicht ganz so... eher etwas... *räusper*

Hm, jedenfalls total spannend!
Die fast-kopflose Sophia (21063)
vor 158 Tagen
Mega, du kannst echt, richtig, richtig, richtig gut schreiben! Ich bin voll gefesselt! Hammer!

Ich will unbedingt wissen, was es mit Sera auf sich hat, aber ich bin auch ein bisschen besorgt, dass Seras "Probleme" die Geschichte überladen könnten. Es gibt in der Geschichte ja schon so viel Magie, so viele magische Geschöpfe, so viele Zauber und das ultimative Böse, ich weiß nicht, ob da noch genug Platz ist. Verstehst du, was ich meine?

Als eigenständige Geschichte, fern ab von Hogwarts und Voldemort, würde ich sie aber super finden. Echt, erschaffe deine eigene Welt und verkaufe es an einen Verlag! Solche Geschichten, damit kannst du echt Geld verdienen!
Rowdy Reader (43568)
vor 158 Tagen
Super spannend geschrieben.

Ich bin nicht so der Fan davon, wenn die Harry-Potter-Mythologie verändert wird. Und Sera ist ja mal eindeutig kein "Wesen", wie JKR es in die Originalgeschichte eingebaut hat...

Aber wie gesagt, toller Stil, richtig spannend!
Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 172 Tagen
Oh mein Gott, vielen vielen Dank!!!❤❤❤ Ich weiß gerade echt nicht, was ich schreiben soll...
Natürlich schreibe ich weiter, ich werde versuchen, das nächste Kapitel noch diese Woche fertigzustellen:)
Naomi (95543)
vor 172 Tagen
Das ist eine der besten Geschichten die ich bis jetzt gelesen habe es ist wundervoll geschrieben vor allem frage ich much die ganze Zeit was Sera für ein Geheimnis hat . Schrieb unbedingt weiter❤️
Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 186 Tagen
Dankeschön!!!❤ Natürlich werde ich weiterschreiben, aber im Moment habe ich mit der Schule überhaupt keine Zeit...
Princess Buttercup (27728)
vor 186 Tagen
Und wie!!! ❤️❤️❤️ Das ist wirklich sehr, sehr spannend. Das ist so cool, schreib unbedingt weiter!!! Ich muss wissen, was mit Sera los ist!!!
Princess of Mordor ( von: Princess of Mordor)
vor 201 Tagen
Hey;)
Ich bins, lost_hope, auch wenn ich meinen Namen geändert habe;)
Wow, es ist ja gefühlt schon ewig her, seit es das letzte Kapitel gab... Aber wahrscheinlich wird es bei mir aus privaten Gründen nicht möglich sein, hier regelmäßig zu uploaden...
Aber ich werde es versuchen...
Bei dieser Gelegenheit wollte ich mich noch einmal für eure tollen Kommentare bedanken:)
Ich hoffe, euch gefällt das 5.Kapitel...
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 220 Tagen
Ich bin gerade echt sprachlos und grinse nur dümmlich vor mich hin... :) Vielen, vielen Dank für deinen Kommentar!!!!❤ Freut mich wirklich zu hören, dass dir das neue Kapitel gefallen hat:)
Princess Buttercup (27728)
vor 220 Tagen
Wow. Das ist wirklich sehr berindruckend. Das beste Kapitel von diesen 4. 👍🏻 Das ist Wahnsinn!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 222 Tagen
Und Kapitel 4 ist online...