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Elfwyn-die Roheryn

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1 Kapitel - 1.495 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 1.020 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Es geht um Elfwyn und ihren etwas älteren Bruder Elfhelm. Ihre Großmutter ist eine Elbin, aber die Beiden sind in Rohan aufgewachsen und kämpfen dort während des Ringkrieges

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    „Ich werde mit den Rohirim reiten, Mutter.“ Entschlossen schnallte ich mir mein Schwert um die Hüfte. Meine Mutter, die Halbelbin Sunheryn, was a
    „Ich werde mit den Rohirim reiten, Mutter.“ Entschlossen schnallte ich mir mein Schwert um die Hüfte. Meine Mutter, die Halbelbin Sunheryn, was auf Westron übersetzt Sonnenherrin bedeutete, schüttelte flehend den Kopf.
    „Bitte, Elfwyn“, bat sie. „Du bist noch zu jung.“
    „Ich bin 36 und eine starke junge Frau! Außerdem habe ich eure Fähigkeiten.“ Ich sah zu meiner Großmutter Elriel. Sie war Elbin und bereits 700 Jahre alt. Für Elben war das nicht so alt, aber sie lebte in der Menschenwelt. Ihr Mann und auch mein Vater waren Rohirim gewesen, deshalb trug ich auch einen rohirischen Namen. Elfwyn hieß übersetzt Elbenfreude. Aber elbische Namen mochte ich auch wie den Namen meiner Großmutter. Elriel bedeutete Sternenmaid. Das war ebenfalls schön.
    Elriel sah ihre Tochter beruhigend an. „Sunheryn, wir können sie nicht festhalten. Außerdem ist sie nicht von ihrem Bruder zu trennen.“
    Das stimmte. Ich und mein etwas älterer Bruder Elfhelm waren nicht zu trennen. Und er wurde in das Éored vom König einbezogen, während ich nicht kämpfen sollte. Weil ich eine Frau war. Aber da täuschten sich Éomer und die anderen gewaltig. Ich war mit dem Schwert vertraut und konnte sehr gut vom Pferd aus Bogenschießen. Ganz abgesehen davon, dass ich gut reiten konnte. Das konnte hier in der Riddermark jeder.
    „Mutter, bitte.“ Ein bisschen tat es mir schon leid, da ich wusste, dass sie sich Sorgen machen würden. Aber ich würde vor Sorge um Elfhelm umkommen und musste bei ihm sein. Mein Bruder befand sich bereits in Edoras und wurde dort auf den kommenden Krieg vorbereitet. Ich würde unser Gehöft am Nordrand Rohans, in der Nähe des Fangornwaldes, verlassen und ebenfalls nach Edoras reiten.
    „Was meinst du mit Fähigkeiten?“, fragte Mutter mich. „Du bist nicht magisch, das sind wir auch nicht.“
    „Aber ich verfüge über Heilkräfte, mehr als die Menschen.“
    „Das rettet dich auch nicht“, wandte Sunheryn ein.
    „Aber vielleicht Elfhelm“, sagte ich leise. „Und ich bin schneller und geschickter als die anderen. Elfhelm ebenso. Macht euch keine Sorgen.“
    „Sie werden dich nicht in das Éored aufnehmen“, meinte Elriel. Sie war schön, aber da sie sich innerlich für die Unsterblichkeit entschieden hatte, sah sie auch schon aus wie 40. Ihre langen goldenen Haare ließen sie erstrahlen und ihr schlanker Körper war immer noch stark und jung, aber wenn man länger in ihre hellen Augen sah, konnte man ihre Entscheidung erblicken. Meine Mutter könnte ebenfalls bei den Elben wohnen, aber auch sie hatte in ihren 90 Jahren noch nie die Riddermark verlassen. Wie langweilig! Ich wollte Mittelerde bereisen, vor allem wollte ich Gondor sehen! Aber dafür müsste ich meine Familie loslassen. Naja, nur meine Mutter und meine Großmutter, das war schwer genug. Mein Bruder würde mit mir kommen. Er wollte genau wie ich Abenteuer erleben. Seine Chancen auf ein aufregendes Leben standen aber auch besser. Ich würde mich irgendwie durchsetzen. Es blieb ja immer noch die Möglichkeit sich in die Armee zu schleichen. Notfalls würde ich das tun und ich hoffte Elfhelm würde mir helfen. Bestimmt würde er das.
    „Ich schaffe das schon irgendwie“, sagte ich. Großmutter und Mutter schienen nicht erfreut.
    „Elfwyn, du hast nicht etwa vor, dich in die Armee zu schleichen, oder?“, fragte Sunheryn.
    „Dazu wird es nicht kommen“, versuchte ich sie zu überzeugen. Dann fiel mir etwas ganz anderes ein.
    „Ihr solltet ebenfalls mitkommen. Auf dem Land sind wir nicht mehr sicher. Ihr solltet mit mir nach Edoras kommen.“
    Sie schwiegen. Dann nickte meine Großmutter. „Aber nicht nach Edoras. Ich werde zurück nach Lorien gehen, bis sie in den Westen ziehen. Wenn dann alles vorbei ist, kehre ich zurück.“
    „Nein“, sagte ich traurig, denn ich kannte die Wahrheit. „Du wirst dort bleiben. Sie werden nicht alle gehen.“
    „Mutter, willst du wirklich zurück ins Elbenreich?“, fragte Sunheryn erstaunt.
    „Komm mit mir, Tinu“, bat Elriel.
    „Tinu?“, fragte ich.
    „Funke, kleiner Stern“, antwortet meine Großmutter ohne mich anzusehen. „Mein Elbisch ist eingerostet, aber ich werde zurückkehren, denn meine Mutter lebt auch noch.“
    Sie brachen am gleichen Tag wie ich auf. Aber sie ritten in den Nordosten am Fangornwald vorbei, während ich gen Süden ritt.
    „Werde ich euch je wiedersehen?“, fragte ich und umarmte meine Mutter so fest ich konnte.
    „Ja“, sagte sie. „Wenn alles vorbei ist, komm nach Lorien. Und bitte bleib am Leben.“ Tränen traten ihr in die Augen wie auch schon bei Elfhelms Abschied.
    „Amilya!“, schluchzte ich. Das hieß meine Mutter, aber auch so viel wie Mama.
    „Meldaniel!“, weinte Sunheryn zurück. Geliebte Tochter.
    Ich umarmte meine Großmutter ebenfalls und stieg auf meinen tiefschwarzen Hengst Daw. Das bedeutete Nacht.
    „Warte, Elfwyn“, sagte Elriel und holte etwas hervor. Es war ein feingeschmiedetes rohirisches Schwert.
    „Das gehörte deinem Großvater, trage es. Elfhelm trägt das Schwert eures Vaters, dann sollst du dieses haben.“
    „Danke“, sagte ich überwältigt. Ich besaß zwar ein Schwert, aber es war nicht gut. Ich würde mein altes Schwert dennoch mitnehmen, denn es war eine Waffe, die auch jemand anderes tragen konnte. Ich hob das Schwert so, dass es direkt vor meinem Gesicht war und betrachtete mein Spiegelbild für einen kurzen Moment, dann wandte ich mich wieder meiner Großmutter zu.
    „Ich werde kommen“, versprach ich. „Nach Lorien. Und Elfhelm wird mitmüssen.“
    „Natürlich wird er das“, lächelte meine Großmutter.
    „Namarie, Elfwyn. Eldaralasse.“ Das war mein Name, wenn man ihn direkt ins Elbische übersetzte.
    „Namarie“, wiederholte ich und beugte mich noch einmal vom Pferd um meiner Mutter und Großmutter auf die Stirn zu küssen.
    Dann gab ich Daw die Sporen und ritt davon. Im vollen Galopp drehte ich noch einmal um und schaute zurück zu unserem Gehöft und zwei kleinen Frauen, die dort neben ihren Pferden standen und mir hinterhersahen.
    Ich wusste, dass Edoras am Weißen Gebirge grenzte und musste dementsprechend immer in den Süden.
    Daw war ein schnelles und ausdauerndes Pferd und ich kam gut voran. Am nächsten Morgengrauen erblickte ich den Hügel auf dem Edoras lag. Edoras hieß übersetzt die Höfe. Als ich näher kam, ritt ich an den Hügelgräbern der Könige vorbei und erblickte die kleine weiße immer blühende Blume Simbelmyne. Auch das war rohirisch und bedeutete übersetzt Immertreu. Sie blühte oft über einem Grab, woanders hatte ich sie noch nie gesehen. Auch auf dem Grab meines Großvaters wuchs eine Simbelmyne.
    Dann kam ich an das Tor von Edoras. Es stand offen, da viele Flüchtlinge auf dem Weg nach Edoras waren. Ich zog meinen Mantel über das Schwert und ritt hindurch. Daw trabte die Anhöhe hinauf und ich kam an den vielen Häusern und Ställen vorbei. Ich sah in verängstigte Gesichter, verlorene Gesichter, aber auch entschlossene und hoffnungsvolle Mienen sah ich. Ich gehörte vermutlich zu den Entschlossenen, denn ich wollte kämpfen!
    Eine Wache kam mir entgegen.
    „Ihr seht nicht aus, als würdet ihr flüchten“, sagte er, zu meiner Tasche und meiner Reisekleidung blickend.
    „Das tat ich auch nicht“, erwiderte ich. „Ich brach nicht in Eile auf.“
    „Wie dem auch sei“, meinte die Wache. „Ich muss euch bitten, Euer Pferd abzugeben. Das Éored braucht alles was es kriegen kann.“
    Ich beugte mich zu ihm herunter. „Nein“, knurrte ich. „Das ist mein Pferd und niemand nimmt es mir weg.“
    „Dann müssen wir wohl gezwungen sein“, entgegnete die Wache bedrohlich.
    „Niemand außer mir und meinem Bruder kann auf diesem Pferd reiten. Es gehorcht nur elbischen Befehlen“, fauchte ich.
    „Wer ist Euer Bruder?“, fragte der Rohirim.
    „Elfhelm“, antwortete ich. „Und sein Pferd ist genauso. Wenn er also meines bekommt, kann niemand seins reiten.“
    Die Wache schaute mich grimmig an. „Dann wird dein Pferd ein Nutztier werden. So kannst du es behalten. Aber du musst mit ihm Flüchtlinge evakuieren.“
    „Nein!“, rief ich lachend und Daw bäumte sich auf. „Ich bin eine Roheryn!“

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1505504293
Elfwyn-die Roheryn
Elfwyn-die Roheryn
Es geht um Elfwyn und ihren etwas älteren Bruder Elfhelm. Ihre Großmutter ist eine Elbin, aber die Beiden sind in Rohan aufgewachsen und kämpfen dort während des Ringkrieges
https://www.testedich.de/quiz50/quiz/1505504293/Elfwyn-die-Roheryn
https://www.testedich.de/quiz50/picture/pic_1505504293_1.jpg
2017-09-15
402C
Herr der Ringe

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Kommentare (28)

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vor 168 Tagen
Schreib bitte weiter die Geschichte ist mega spannend und toll
vor 224 Tagen
Bitte schreib weiter die Geschichte ist total toll 😍
vor 260 Tagen
Bitte bitte schreib weiter deine Geschichte ist der hama ❤️
vor 262 Tagen
Danke, das letzte Kapitel dauert ein bisschen, mache in letzter Zeit andere Sachen, aber vielen Dank, seitdem ich auf TD schreibe, habe ich mich wirklich verbessert
vor 264 Tagen
Den Kniff Cliffhanger beherrscht du unheimlich gut. Jammerschade, dass die Geschichte bald endet! Du bist mit jedem Kapitel besser geworden und mir bleibt nichts zum meckern übrig. Spannender Schreibstil - was will man mehr?
vor 280 Tagen
*heul* Schon das vorletzte Kapitel:( Aber es war wieder super geschrieben und auch total spannend:) Freue mich auf das nächste Kapitel, obwohl es dann schon zu Ende ist
vor 291 Tagen
Vielen Dank :)
ich lade gerade das 19. Kapitel hoch, leider schon das Vorletzte
vor 292 Tagen
Love it! Mehr brauche ich dazu glaube ich nicht zu sagen;)
vor 293 Tagen
Ich finde das Kapitel wieder total gut geschrieben:)
vor 342 Tagen
Und du hast dir Sorgen gemacht, das mir der neue Teil nicht gefällt... Im Ernst, du wirst immer besser.
vor 342 Tagen
Argh,warum warum warum hört das Kapitel genau an dieser Stelle auf??? Ich will weiterlesen *heul*!!!;)
Wie Sarah schon gesagt hat,jedes neue Kapitel wird noch besser als das letzte:)
Elfwyns Gefühle werden jetzt noch besser beschrieben und ich liebe diese Geschichte einfach!!:)
Auch ich habe keine Kritik,außer dass ich wissen will,wie es weitergeht!!
vor 366 Tagen
Du wirst wirklich mit jedem weiteren Teil immer besser! Ich habe keinerlei Kritik mehr anzumerken und bin begeistert. Mach dir keinen Stress was das Schreiben angeht. Manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen und dann gehen manche Sachen einfach unter.
vor 371 Tagen
Es ist wirklich toll geschrieben,ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen!!!!Das Kapitel ist extrem spannend und man fiebert die ganze Zeit mit!!!
vor 371 Tagen
Bis zum nächsten Kapitel dauert es jetzt leider etwas, weil ich gerade sehr wenig Zeit habe so viel zu Schreiben. Aber vielen Dank!
vor 371 Tagen
Spannend und super geschrieben, mach weiter so!! Bin gespannt wie es weitergeht!

Ganz liebe Grüße, Elenath :)
vor 373 Tagen
Vielen Dank, Lost_hope :D freut mich sehr zu hören
vor 374 Tagen
omg es ist gerade so spannend ich will unbedingt wissen,wie es weitergeht!!!!Du kannst wirklich sehr gut schreiben!!!!!
vor 375 Tagen
Das neue Kapitel ist sehr schön und ich bin schon gespannt auf die Schlacht!Bitte schreib weiter!!!
LG lost_hope
vor 379 Tagen
eine sehr spannende und auch sehr gut geschriebene Geschichte.schon die Idee ist toll und du schreibst sehr spannend.ich fände es schön wenn du weiterschreibst.
LG lost_hope
vor 379 Tagen
Toll, ich finde deine Geschichte so schön. Deine Ideen sind echt toll und die Spannung ist für mich die ganze Zeit da. Ich freue mich, wenn ein neuer Teil rauskommt,

Liebe Grüße, Elenath ;)