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Sarah und das Geheimnis der Sterne

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7 Kapitel - 2.093 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 508 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Sarah lebt mit ihrem Vater in einem einsamen Haus am Stadtrand. Sarah darf nicht aus dem Haus gehen, sie hatte keine Freunde, keine Bekannten. Doch als sie sich aus dem Haus schleicht und sich in der Stadt umschaut, begeht sie einen großen Fehler und fällt in Ohnmacht. Doch als sie wieder aufwacht, findet sie sich in einer anderen Welt wieder..

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    ~Prolog~

    Die Wellen spülten sanft um Idas Füße. Sie lächelte. Morgen würde ihre Zeit als Magie-Schüler anfangen. Morgen durfte sie endlich in die Geheimnisse der Magie eintauchen. Elf Jahre hatte sie waren müssen. Sie schloss die Augen. Sie atmete den stürmischen, salzigen Geruch nach Meer ein. Dann öffnete sie sie wieder und begann, auf das längliche, weiße Gebäude oberhalb der Klippe zuzulaufen.

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    ~Kapitel 1~

    "Sarah?" Ertönte eine tiefe Stimme. "Es gibt Abendessen!" "Ich komme!" Rief Sarah und rannte aus ihrem Zimmer. Sie lief in die Küche und setzte sich am Tisch. Es gab kalte Suppe. Wie immer. Auf dem ersten Blick schien alles normal. Doch bei Sarah war einiges anders. Sie durfte nicht aus dem Haus. Nein, keinen einzigen Schritt. Wieso, das wusste sie nicht wirklich. Oft hatte sie ihren Vater gefragt, nie hatte er geantwortet. Ihr Vater sagte fast nie etwas. Sie durfte nicht hinaus, nicht zur Schule, sie hatte keine Freunde. Nur ihren Vater. Und der sagte sowieso nie etwas. Leise setzte Sarah sich und löffelte schweigsam ihre Suppe. Ihr Vater las Zeitung und würdigte keines Blickes. Eine Weile später stand sie wieder auf und lief in ihr Zimmer. Tag für Tag das Gleiche. Sarah starrte aus dem Fenster, in die Stadt. Sie hatte noch nie versucht heimlich zu flüchten, denn sie wusste, dass ihr Vater dann sehr, sehr wütend wurde. Und das wollte sie nicht erleben. Doch heute änderte sie ihren Gedanken. Es konnte so nicht weitergehen. Diese Nacht blieb sie auf und wartete, bis ihr Vater in sein Schlafzimmer gegangen war. Dann schlich sie sich bis zur Haustür und horchte nach irgendwelchen Geräuschen. Nichts. Zum Glück. Sarah sah noch ein mal ihr gesamtes Wohnzimmer an, dann schlüpfte sie durch die Tür und schloss sie leise hinter sich.

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    ~Kapitel 2~

    Sarah rannte los. Nichts konnte sie jetzt noch aufhalten. Sie schoss durch die kleinen Gassen, die zur Innenstadt führten. Dann endlich, war sie da. Sie Stadt. In voller Größe und Schönheit. Die Laternen leuchteten im matten gelb, während die Lichter der Häuser und Läden bunt schinmerten. Sarah sah sich mit großen Augen um und rannte über eine Straße. Doch auf ein mal hörte sie ein leises Brausen, das immer lauter wurde. Sie blickte zur Seite und sah ein Auto auf sie zurasen. Sarah wollte ausweichen, doch ihre Beine gehorchten nicht mehr. Als das Auto nur noch wenige Meter vor ihr war, wurde alles schwarz und sie fiel in Ohnmacht. Sie hörte nur noch ganz in der Ferne, dass die Leute um sie herum panisch aufschrien.

    Sarah schlug die Augen auf. Das erste, was sie sah, war- Meer. War sie tot? Hatte das Auto sie überfahren? Doch sie fühlte sich unverletzt...Sarah stand langsam auf und sah um sich. Sie stand an einem Strand, nahe einer hohen Klippe. Wo war sie bloß? Oben, auf der Klippe, stand ein längliches, großes Gebäude. Es schimmerte leicht silbern. Sarah schüttelte den Kopf. Wahrscheinlich war das alles nur ein verrückter Traum...Eine Stimme riss sie aus den Gedanken. "Hallo, du." Sarah sah auf. Dort, direkt vor der Klippe, stand ein Mädchen, etwa so alt wie sie, und winkte ihr zu.

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    Sarah wusste nicht, ob sie zu ihr hingehen sollte. Doch schließlich siegte die Neugier und sie lief zu dem Mädchen. Es hatte dunkelbraune, schulterlange Haare und graugrüne, schmale Augen. "Hallo." Sagte das Mädchen. "Hallo." Entgegnete Sarah. Sie wusste nicht, was sie sonst sagen könnte. Das Mädchen lächelte sie an. "Ich bin Ida." Sagte sie. "Ida Magira. Und wer bist du?" "Ich?" Sarah stockte. "Ich bin Sarah...Sarah Flaik." Sarah war es ein wenig peinlich, ihren Nachnamen zu nennen. Sie fand, er passte gar nicht zu ihr. "Du bist Sarah Flaik?"fragte Ida. Es sah so aus, als wäre sie überrascht. "Ja?" Sarah war verwirrt. "Gut...dann komm mal mit."sagte Ida. "Ich muss dir etwas zeigen." Sarah nickte nur, während Ida erklärte: "Dies hier sind die Klippen vom Internat für Magier und Hexen. Hier lernen Kinder ab elf Jahren, wie man seine Magie richtig einsetzt und sie für gute Zwecke nutzt." "W...was! Sarah verstand gar nichts mehr. Ein Internat für Magier? Aber in Wirklichkeit gab es doch gar keine Magie...dachte sie zumindest. "Natürlich haben nicht alle Kinder Magie in sich." Redete Ida weiter. "Nur manche. Hier finden wir heraus, welche Art von Magie man in sich trägt, und welche Gabe man besitzt." "Welche Art von Magie!" "Es gibt Feuer-, Erd-, Wasser-, Wind-, Sonnen-, Mond- und Sternenmagie. Und jede Magierin hat außerdem noch eine einzigartige Gabe. Aber die bleibt geheim, es sei denn, es ist für ein Überleben eines Magiers notwendig." "Okay..." erwiederte Sarah. "Ich weiß, das ist alles ein wenig viel auf ein mal." Sagte Ida. "Folge mir, ich bring dich zu der Leiterin des Internats." Sie schloss die Augen. Sarah sah die steile Felsklippe über ihnen Wie sollten sie bitte da hochkommen? Plötzlich fing der Boden an zu vibrieren, Ida hatte die Augen immer noch geschlossen. Ein grüner Lichtstrahl schoss aus ihren Händen und im nächsten Moment wuchs eine Riesenpflanze aus dem sandigen Boden und auf einem ihrer großen Blätter waren die Mädchen. Sarah starrte erst die Riesenpflanze, dann Ida an. Ida grinste nur.

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    "Komm, wir sind da!" rief Ida. Sarah atmete auf. Sie standen vor einer edelsteinverzierten Treppe, die zu einer aus dunklem, schimmernden Holz gebauten Tür führte. Ida lächelte ihr ermunternd zu und stieg die Treppe hinauf. Sarah folgte ihr. Es waren Treppen aus Mamor, jeder Schritt erklang deutlich in die Nacht. Das ganze Gebäude schimmerte silbrig. Sarah war sich jetzt wirklich nicht sicher, ob dies nur ein Traum war. Ida nickte ihr zu und öffnete die Tür. Plötzlich drang aus der Tür so ein helles Licht, dass Sarah die Augen zusammenkneifen musste. Dann wurde alles schwarz und Sarah hatte das Gefühl, zu erblinden.

    Sarah blinzelte. Die Schwärze vor ihren Augen verzog sich und sie konnte einen hellblauen Raum erkennen. Ida stand neben ihr. In der einen Ecke des Zimmers stand ein nachtblaues Himmelbett, in der anderen ein flammrotes Sofa und ein kleiner Glastisch. Auf linken Seite von Sarah hing eine Art Fernseher an der Wand. Ansonsten war es ziemlich schlicht eingerichtet. "Hallo Ida." ertönte eine Stimme vom Sofa. Sarah sah genauer hin. Tatsächlich, dort saß jemand. Wie konnte sie sie nur übersehen? "Hallo, Maira." erwiederte Ida. "Ich habe jemanden mitgebracht." Sarah sah sich die Frau auf dem Sofa an. Sie hatte silbergraue, mittellange Haare und ein seidiges, violettes Kleid. "Und wer ist das?" Fragte die Frau und deutete auf Sarah. Sarah stammelte verlegen: "Ich heiße Sarah...Sarah Flaik." "Willkommen." begrüßte die Frau sie. "Ich bin Maira Magira und die Leiterin des Internats für Magier und Hexen."

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    Sarah brauchte eine Weile, um alles zu verarbeiten. "A..also...ich hätte da ein paar Fragen." piepste sie kleinlaut. Maira lächelte freunlich und nickte. "Erstens... wie bin ich hier gelandet?" "Wie soll man das sagen..." Ida verzog gequält die Miene. "Du hattest eine Art...Unfall. Nur, es war keins. Oder doch. Nee, eigentlich nicht." "Was jetzt?" "Ähm...ja, es war ein Unfall. Ich muss zugeben...ich bin daran schuld." "Du? Was hast du damit zu tun?" Auch Maira schien überrascht. "Ja, also...äh..." Ida wurde rot. "Morgen werde ich ja elf Jahre alt...und da dachte ich, ich übe noch ein bisschen, bevor ich richtigen Unterricht bekomme...und irgendwie habe ich einen Unfall ausgelöst." "Ida!" rief Maira streng. "Dir ist klar, was du getan hast? Wenn du schon eine Schülerin wärst, hätte ich dich vom Internat verweisen können!" Sarah verstand nun gar nichts mehr. Was genau hatte Ida jetzt gemacht? "Was ist denn jetzt passiert?" mischte sie sich ein. Maira seufzte. "Du musst wissen, dass das Internat ab elf Jahre ist. Meist wird man genau an seinem elften Geburtstag hingeschickt, und bei Ida ist es nicht anders. Davor und besonders in der Schulzeit darf man auf gar keinen Fall außerhalb des Internatgeländes Magie anwenden, nicht mal einen Funken. Wer die Regel als Schüler bricht, wird von der Schule verwiesen." "Und dieser Unfall wurde von Ida...verursacht?" "Nun, sie hat eine kleine Störung im Auto, dass dich angefahren hat, verursacht. Deswegen ist es außer Kontrolle geraten und konnte nicht mehr bremsen. Aber wieso du jetzt hier gelandet bist, das weiß nicht mal ich." "Könnt ihr mal aufhören, so zu reden, als wäre ich gar nicht anwesend?" blaffte Ida genervt dazwischen, während Sarah versuchte, so viel wie möglich zu verstehen, was Maira ihr gesagt hatte. "Und...wie komme ich wieder zurück?" Maira seufzte erneut. "Hier liegt das Problem. Der Ort hier ist auf keiner Karte und nirgends vorhanden, zumindest für die, die keine Magie in sich tragen. Die Menschen mit magischen Kräften kommen entweder über das Lichtermeer oder sie finden durch ein unscheinbares Portal, das getarnt durch eine gewöhnliche Zimmer- oder Schranktür hierher. Aber so einen Fall wie dich hatten wir noch nicht. Außerdem müssten wir bei dir herausfinden, ob du überhaupt Magie in dich trägst. Nur die Hälfte aller Leute, die hierher kommen, sind Magier."

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    Ida verdrehte leicht die Augen. "Wenn wir schon darüber reden; probieren wir es doch einfach aus! Komm, Sarah. Stell dich dort hin." Sie deutete auf ein Viereck, welches auf dem Boden eingraviert worden war. Etwas unsicher lief sie zu der Stelle und sah Maira dabei fragend an. Diese nickte und gab sich so Ida geschlagen. Maira positionierte sich ein paar Meter vor Sarah und erklärte: "Bleib einfach genau dort stehen, wo du gerade bist." Sarah wollte noch fragen, wie das jetzt ablaufen würde, doch sie kam nicht mehr dazu. Innerhalb einer Sekunde brach eine gigantische Wasserwelle über sie zusammen, sie wollte schreien, doch Wasser strömte ihr in Mund und Nase. Mit Augen, die zu Schlitzen verengt waren, suchte sie panisch umher nach einem Fluchtweg. Aber auch wenn sie einen gefunden hätte, das Wasser ließ es ihr nicht zu. Es formte sich zu einem Tornado, sie wurde hin- und her geschleudert, wie bei einer Waschmaschine. Schwach hob sie die Hand, um um Hilfe zu wedeln, doch dort, wo die Hand die wirbelnde Wasserwand traf, teilte sich das Wasser nach links und nach rechts, sodass Sarah ihren Kopf durch die Öffnung stecken konnte. Sie holte tief Luft. Dann ging sie einfach durch die Wand durch, so als ob es einfach nur...Wasser wäre. Normales Wasser, wie in der Badewanne. Hinter ihr hörte sie es platschen - und die Öffnung schloss sich wieder.

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