x

Die Statistik vom Quiz

Welcher heiße Typ aus One Piece ist dein Lover?

24.37 % der User hatten die Auswertung: Dein Lover ist: Shanks Deine Lovestory: „Ace...! Vater...! Neeeiiiiinnnn!“ schrie Leila verzweifelt und sank auf die Knie. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Erst hatte sie mitansehen müssen, wie Ace, ihr Kamerad, vor ihren Augen von Akainu getötet wurde und nun war auch noch der Mann gestorben, der für sie immer wie ein Vater gewesen war. Zahlreiche Tränen liefen über ihre Wangen, als sie auf seinen Rücken schaute, der nicht von einer einzigen Narbe bedeckt war. Er stand selbst jetzt noch aufrecht und wirkte so stark, eigentlich unbesiegbar und doch musste sie begreifen, dass er tot war. Dass er nie wieder mit ihr reden würde... „Los, wir müssen weg hier!“ rief Marco, ihr Kommandant und sie wollte schweren Herzens gehorchen und gemeinsam mit ihren Freunden diesen furchtbaren Ort verlassen. Doch in diesem Moment lief ein Marineoffizier an ihr vorbei und schlug ihr eine schwere Eisenkeule gegen den Kopf. Keiner ihrer Kameraden bemerkte, wie sie daraufhin zu Boden fiel und reglos liegen blieb. „Es reicht! Der Krieg ist zu Ende!“ sagte Shanks wenige Stunden später bedrohlich zu Großadmiral Senghok und seinen Untergebenen. Fassungslos blickte er sich auf dem Schlachtfeld um, das von Leichen geradezu übersät war. Dabei blieb sein Blick an einer Frau mit türkisblauen Haaren hängen, die wenige Meter von ihm entfernt am Boden lag. Ihr Gesicht war ihm zugewandt. Sie war sehr hübsch, ihre Züge waren entspannt und so wirkte sie fast, als würde sie schlafen. Was für ein Jammer... Shanks wurde nur noch wütender. Wie sinnlos war das alles gewesen! Er befahl seinen Leuten, die Leichen der verstorbenen Piraten zu bergen, damit sie, zusammen mit Whitebeard und Ace, beerdigt werden konnten. Dann wandte er sich wortlos ab und starrte gedankenversunken in die Ferne, bis ihm plötzlich sein Vize Ben etwas zurief: „Käpt’n! Eine von ihnen lebt noch!“ Shanks schreckte aus seinen Gedanken und lief zu Ben, der sich gerade jemanden auf die Arme lud. Es war die Frau mit den türkisblauen Haaren, die ihm vorhin ins Auge gefallen war. Ein leichtes Lächeln zog sich über sein Gesicht. Immerhin ein kleiner Lichtblick. „Was sollen wir jetzt mit ihr machen, Käpt’n?“ „Wir nehmen sie mit.“ antwortete Shanks bestimmt. „Gebt dem Doc Bescheid! Er soll sich um sie kümmern.“ Einige Tage vergingen, bevor Leila schließlich erwachte. Sie lag in einem weichen Bett in einem hellen Raum, offensichtlich ein Krankenzimmer auf einem Schiff. Bevor sie sich noch weiter orientieren konnte, hörte sie schnelle Schritte, die sich entfernten und eine Stimme, die rief: „Sie ist jetzt aufgewacht, Käpt’n!“ Wenige Minuten später betrat jemand den Raum und sie schaute nervös, wenn auch gleichzeitig ein wenig neugierig, zu ihm auf. Sie erkannte diesen Mann sofort: der Rote Shanks, einer der Vier Kaiser und ehemals einer von Whitebeards stärksten Kontrahenten. Wieso hatte ausgerechnet er sie aufgenommen? Als er näher kam, fiel ihr auf, dass er erstaunlich gut aussah. Er wirkte deutlich jünger als er eigentlich schon sein müsste und seine Lippen zierte ein sanftes Lächeln. Vielleicht bestätigte sich ja ihr Eindruck und er war tatsächlich ganz nett, zumindest, wenn man nicht zu seinen ärgsten Feinden zählte. Auch Shanks betrachtete sie nun genau, während er sich auf einen Stuhl neben ihrem Bett setzte. Abgesehen von ihren langen, türkisblauen Haaren hatte sie ein hübsches Gesicht, strahlende, rehbraune Augen und unter ihrem eng geschnittenen T-Shirt ließ sich eine sehr gute Figur erahnen. Er schätzte sie so etwa fünf bis zehn Jahre jünger als sich selbst. Nun wollte er endlich ihren Namen erfahren. „Hey!“ sagte er freundlich und sah ihr in die Augen. „Wie fühlst du dich? Tut dein Kopf noch weh?“ Sie blickte ihn überrascht an und fuhr sich dann mit der Hand über den Hinterkopf. Tatsächlich schmerzte er etwas. „Du hattest eine Kopfwunde.“ fuhr Shanks fort. „Inzwischen scheint sie aber verheilt zu sein.“ „Habt ihr mich verarztet?“ fragte sie daraufhin. „Ja. Wir haben dich nach der Gipfelschlacht aufgelesen. Erst dachten wir, du wärst tot.“ „Danke...“ sagte sie leise und aufrichtig. „...dass ihr mich mitgenommen und versorgt habt. Obwohl ich zu den Whitebeard-Piraten gehöre.“ Bei diesen Worten schluckte sie schwer und musste sich arg zusammenreißen, um beim Gedanken an ihren Vater ihre Tränen zu unterdrücken. „Whitebeard war ein großer Mann.“ sagte Shanks und sie konnte ihm ansehen, dass er es ehrlich meinte. „Und seine Verbündeten sind unsere Verbündeten.“ Das hörte sich gut an. Dann war sie bei ihm scheinbar vorerst in Sicherheit. Aber was sollte sie jetzt tun? „Was ist passiert, seit ihr mich mitgenommen habt? Wo sind Marco und die anderen?“ wollte sie wissen. „Wir haben Whitebeard und Ace beerdigt. Sie haben ein würdevolles Grab bekommen, genauso wie all eure anderen gefallenen Kameraden.“ Da er sah, wie sehr sie auf diese Worte hin mit den Tränen kämpfte, fuhr er schnell fort: „Marco und die anderen waren auch dort, aber sie wissen jetzt auch noch nicht recht, wie es weitergehen soll. Die Kommandanten haben sich vorerst zerstreut und werden sicherlich schwer zu finden sein. Wenn du also willst, kannst du hier bei uns bleiben - solange du möchtest.“ Leila sah ihn mit großen Augen an. Meinte er das ernst? Solange sie wollte? „Ist das wirklich okay für euch? Ihr habt doch keine Frauen in der Mannschaft oder?“ „Das stimmt, aber wenn du bei Whitebeard warst, wirst du sicher einiges drauf haben. Außerdem gefällst du mir.“ fügte er mit einem etwas zweideutigen Zwinkern hinzu. Obwohl Leila nicht so genau wusste, wie er das gemeint hatte, war sie erst einmal sehr erleichtert und stimmte zu, fürs Erste in seiner Mannschaft zu bleiben. „Eine Sache musst du mir aber noch verraten!“ sagte er mit gespieltem Ernst in der Stimme. „Und die wäre?“ „Wie heißt du eigentlich?“ Daraufhin musste sie lachen. „Ich bin Leila. Schön, dich kennenzulernen, Shanks!“ „Ganz meinerseits. Komm, ich zeige dir das Schiff!“ Nach einigen Wochen hatte Leila sich gut auf der Red Force eingelebt. Sie hatte sogar ein eigenes kleines Zimmer bekommen und konnte im Grunde tun und lassen, was sie wollte. Mit den Männern aus Shanks‘ Mannschaft verstand sie sich auch ausnahmslos gut. Sie waren ein lustiger und verrückter Haufen, aber alle hatten das Herz auf dem rechten Fleck. Und wenn es brenzlig wurde, konnte man sich hundertprozentig auf sie verlassen. Die Stimmung auf dem Schiff war stets fröhlich und ausgelassen und fast jeden Abend hatte die Crew irgendetwas zu feiern. Obwohl Leila selbst nur wenig Alkohol trank, setzte sie sich gern zu den anderen und genoss ihre gute Gesellschaft. Und dann war da natürlich noch Shanks. Sie konnte nicht wirklich sagen, was es war, aber irgendetwas an ihm faszinierte sie. Obwohl er seinen linken Arm verloren hatte, wirkte er so stark und sorglos und strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Und er hatte wunderbare Geschichten zu erzählen, in deren Genuss sie glücklicherweise oft kam, da er sie scheinbar auch recht gern in seiner Nähe hatte. Manchmal glaubte sie, etwas in seinem Blick zu erkennen, wenn er sie ansah. Eine Art Feuer oder... Interesse? Aber vielleicht bildete sie sich das auch nur ein. Sie hatte inzwischen schon das Gefühl, dass sie sich vielleicht in ihn verlieben könnte oder dass genau das sogar schon passiert war. Sollte sie also versuchen, ihm näher zu kommen oder ihm sogar sagen, was sie für ihn empfand? Aber was, wenn sie sich irrte und er sich überhaupt nicht für sie interessierte? Dann könnte sie ihm nicht mehr unter die Augen treten und müsste das Schiff verlassen. Und dann wäre sie ganz allein... Nein, dieses Risiko konnte sie einfach nicht eingehen. Es war schlimm genug, dass sie fast jede Nacht schweißgebadet aufwachte, weil sie wieder von Whitebeards Tod geträumt hatte und sich dann so unendlich einsam fühlte. Sie konnte ihn einfach nicht vergessen und war immer von unsäglicher Traurigkeit erfüllt, sobald sie an ihn dachte. Und genauso war es auch an jenem Abend... „Auf den alten Whitebeard!“ rief Ben plötzlich und unerwartet, als er und die Mannschaft mal wieder einen beliebigen Grund zum Anstoßen suchten. Leila hatte ebenfalls ihr Glas erhoben, aber in diesem Moment passierte etwas in ihrem Inneren und sie bekam Angst, dass sie gleich vor der gesamten Mannschaft in Tränen ausbrechen würde. Das wollte sie auf keinen Fall. Sie hatte immer versucht, ihre Traurigkeit vor den anderen zu verbergen, damit sie nicht dachten, dass sie sich bei ihnen nicht wohl fühlte. So stellte sie jetzt ihr Glas ab und entschuldigte sich lächelnd bei den anderen, um schnellstmöglich auf ihr Zimmer zu verschwinden. Sie bemerkte nicht, dass Shanks ihr dabei argwöhnisch nachsah. In ihrem Zimmer angekommen warf sie sich auf ihr Bett und weinte hemmungslos, bestimmt für eine halbe Stunde. Dann gelang es ihr schließlich, sich einigermaßen zu beruhigen und sie ohrfeigte sich innerlich selbst bei dem Gedanken, was ihr Vater wohl sagen würde, wenn er sie immer so weinen sah. Er würde bestimmt wollen, dass sie ihr Leben weiterlebte und glücklich war. Dieser Gedanke tröstete sie etwas und als sie unter ihre warme Decke kroch, verspürte sie wieder ein wenig Hoffnung. Nach ein paar Minuten merkte sie aber, dass sie alles andere als müde war. So beschloss sie spontan, noch eine heiße Dusche zu nehmen. Danach würde sie sich sicher besser fühlen. Barfuß verließ sie den Raum und lief leise in Richtung Bad. Sie konnte die anderen bis hierher lachen hören. Anscheinend amüsierten sie sich prächtig. Die hatten es gut... Leila seufzte, öffnete die Tür zum Badezimmer und blieb abrupt stehen. „Shanks!“ brachte sie überrascht heraus. Der Angesprochene wandte sich schnell zu ihr um. Bis eben hatte er noch vor dem Waschbecken gestanden und sich nachdenklich im Spiegel betrachtet. „Oh, Leila!“ rief er lächelnd. Er hatte seinen Mantel weit geöffnet, das Hemd darunter zur Hälfte aufgeknöpft und machte einen recht zufriedenen Eindruck. „Ähm, tut mir leid. Ich geh lieber wieder.“ Sie wollte gerade kehrtmachen, als er sie zurückrief. „Warte doch! Du musst nicht meinetwegen gehen. Ich wollte sowieso gerade wieder nach oben.“ Er marschierte langsam zur Tür, schwankte aber so stark, dass er ihr direkt in die Arme fiel. „Sorry!“ meinte er grinsend und versuchte, wieder einigermaßen gerade zu stehen. Leila konnte deutlich den Alkohol in seinem Atem riechen und musterte ihn besorgt. „Shanks, du bist total betrunken. Du solltest dich besser hinlegen.“ „Ach Quatsch, mir geht’s bestens, ich... Was ist mit dir?“ „Hm? Was soll denn sein?“ fragte sie unsicher. „Deine Augen sind ganz rot. Du hast doch nicht etwa geweint?“ Sie senkte beschämt den Blick und versuchte schnell das Thema zu wechseln. „Ist nicht so wichtig. Aber ich finde, du solltest wirklich lieber...“ Bevor sie ausreden konnte, legte er einen Finger auf ihre Lippen, hob ihr Gesicht vorsichtig etwas an und blickte tief in ihre rehbraunen Augen. Leila erstarrte. Warum wirkte er auf einmal so... nüchtern? „Wenn du aus irgendeinem Grund unglücklich bist...“ sagte er leise, „würde ich dich gern aufheitern.“ Leila wollte irgendetwas sagen, aber sie fand die Worte einfach nicht. Sie konnte spüren, wie sein heißer Atem ihr Gesicht streifte und seine Hand vorsichtig den Weg zu ihrer Hüfte suchte. Seine Nähe jagte ihr einen Schauer über den Rücken, aber irgendwie war es dennoch angenehm. Sie hatte sich lange nicht mehr so wohl gefühlt. Es konnte doch gar nicht falsch sein oder? Unsicher ließ sie ihre Augen über sein Gesicht wandern. Seine Wangen waren ein wenig gerötet, aber sein Blick war fest und durchdringend. Er meinte es anscheinend ernst. „Shanks...“ flüsterte sie kaum hörbar, bevor sie die Augen schloss und mit klopfendem Herzen auf seine Reaktion wartete. Er zog sie noch etwas enger an sich und berührte ihre Lippen sacht mit seinen eigenen. Für Leila fühlte es sich an wie ein warmer Windhauch, der ein wohltuendes Prickeln in ihrem Körper auslöste. Leise seufzend legte sie die Arme um seinen Hals und küsste ihn erneut. Und in diesem Moment vergaß Shanks alles um sich herum. Es war einfach ein berauschendes Gefühl, sie so nah bei sich zu haben und ihre Lippen auf seinen zu spüren. Er könnte sie ja einfach nie wieder loslassen... Nach einer Weile stupste sie ihn herausfordernd mit ihrer Zunge an und er ließ es sich nicht nehmen, auf das Spiel einzugehen und den Kuss zunehmend intensiver werden zu lassen. Es war Jahre her, dass er so etwas getan hatte. Aber hatte es sich damals auch schon so gut angefühlt? Er konnte es sich kaum vorstellen, denn jetzt war es unendlich schön. Auch Leila genoss diese Leidenschaft unheimlich, die sich zwischen ihnen entwickelte. Seit Wochen hatte sie sich danach gesehnt, jetzt war es endlich soweit. Selbst als seine Hand ein wenig unverschämt wurde und unter ihr T-Shirt glitt, um langsam ihren Rücken hinaufzuwandern, hatte sie keinerlei Einwände und beendete den Kuss erst, als ihr die Luft allmählich knapp wurde. Schwer atmend und mit ebenfalls deutlich gefärbten Wangen betrachtete sie den rothaarigen Piratenkapitän, dessen Finger soeben ihre Wirbelsäule nachfuhren. Dabei blieb sie an seinen offenen, dunklen Augen hängen, die noch immer unentwegt auf ihr Gesicht gerichtet waren. Wenn sie wollte, könnte sie immer noch einfach gehen, aber je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr bewusst, dass sie eigentlich nur eines wollte: ihn. Wie von selbst machten sich ihre Hände auf den Weg zu seiner Brust und öffneten die restlichen Knöpfe seines Hemdes. Dann glitten sie vorsichtig darunter und erkundeten seinen Oberkörper. Shanks‘ Gesichtszüge entspannten sich und nahmen einen zufriedenen Ausdruck an, während ihre geschickten Finger immer weiter nach unten vordrangen. Schließlich ergriff sie den Saum seines Hemdes und er nahm seine Hand bereitwillig unter ihrem T-Shirt hervor, damit sie es ihm zusammen mit seinem Mantel ausziehen konnte. Sie war nicht wenig beeindruckt von seinem starken und muskulösen Körper und konnte ihren Blick erst gar nicht von ihm abwenden. Dann entschied sie sich jedoch, die Augen zu schließen und sich Zentimeter für Zentimeter auf seiner Haut entlang zu tasten. Sie spürte seine stattliche Brust und seine definierten Bauchmuskeln, die unter ihren Fingern hart wie Stahl wirkten. Noch nie war sie einem Mann begegnet, der sich so gut anfühlte. Und was für eine angenehme Wärme er dabei ausstrahlte... Sie konnte nicht widerstehen und schmiegte sich eng an ihn, um so viel wie möglich davon abzubekommen. Währenddessen strich er ihr durchs Haar und überlegte, wie es nun weitergehen sollte. „Wollen wir... in meine Kajüte gehen?“ schlug er vor. „Meine Männer saufen sicher die halbe Nacht durch.“ Seine Worte riefen ihr etwas in Erinnerung und sie musste lächeln. „Eigentlich... wollte ich ja duschen.“ meinte sie verlegen. „Aber ich verzichte natürlich gerne darauf.“ Da kam ihm eine Idee. „Nein, warum denn? Wenn du das vorhattest, dann werde ich dich nicht davon abhalten.“ Sie blickte ihn verwirrt an und öffnete den Mund, doch er ließ sie gar nicht erneut zu Wort kommen, sondern ergriff einfach ihre Hand und zog sie mit sich unter die Dusche, bevor er den Vorhang zuzog und sie hinterhältig angrinste. Sie sah erschrocken zu, wie seine Hand den Weg zum Wasserhahn suchte und diesen ohne zu zögern aufdrehte. „Was machst du?“ rief sie entsetzt und beobachtete, wie all ihre Sachen innerhalb von Sekunden völlig durchnässt wurden. „Spinnst du? Du kannst doch nicht...“ Bevor sie sich noch weiter aufregen konnte, brachte er sie mit einem innigen Kuss zum Schweigen. Sie wirkte noch immer leicht unglücklich, ließ sich nach einer Weile jedoch einfach fallen und genoss es, seine warme Hand auf ihrer feuchten Haut zu spüren. Nachdem er aufgehört hatte, ihre Lippen in Beschlag zu nehmen, sah er sie leidenschaftlich an und stellte die Frage, die ihm schon lange auf der Zunge brannte: „Darf ich?“ Leila wusste genau, was er meinte, denn seine Finger hatten ihr T-Shirt während der letzten Minuten ungeduldig immer höher geschoben. „Sicher.“ antwortete sie und half ihm dabei, es ihr auszuziehen, wodurch ihre reizvolle Unterwäsche zum Vorschein kam. Normalerweise ließ sie sich bequem tragen, aber zum Duschen war sie anscheinend nicht geeignet. Shanks blieb vor Staunen der Mund offen stehen, als sie völlig unerwartet ihr Oberteil abstreifte und auf die andere Seite des Vorhangs warf. Sicherlich wusste er, was für einen Anblick er bei einer Frau wie ihr zu erwarten hatte und früher war er auch bereits in solchen Situationen gewesen, aber ihr Körper war zweifellos schöner als alles, was er je in seinem Leben gesehen hatte. Und sie wirkte so zart und zerbrechlich... Zum ersten Mal bekam er tatsächlich Angst, etwas falsch zu machen. Als sie seinen unsicheren Blick bemerkte, beschloss sie, es ihm ein wenig leichter zu machen. Sie wandte ihm den Rücken zu und bat ihn, seine Hand in ihre zu legen. Irritiert tat er, was sie sagte und spürte, wie sie sanft über seinen Handrücken strich und seine Hand dann auf ihrem Bauch platzierte. Er schluckte merklich. „Keine Sorge.“ sagte sie beruhigend. „Du kannst tun, was du willst. Wenn es mir nicht gefallen sollte, lasse ich es dich wissen.“ Shanks holte tief Luft und begann, vorsichtig über ihren Körper zu streichen. Er befürchtete, dass es für sie unangenehm sein könnte, aber ihr zufriedenes Aufseufzen, jedes Mal, wenn er eine empfindliche Stelle berührte, ließ ihn nicht nur mutiger, sondern auch hingebungsvoller werden. Er schob ihre langen Haare beiseite und bedeckte ihren Nacken und ihre Schultern mit zärtlichen Küssen. Ihre Haut war so glatt und weich, sie fühlte sich wahnsinnig gut an. Er hätte ewig so weitermachen können, aber langsam verspürte er den Drang nach mehr... Seine Finger zitterten leicht, als er sie zu sich herumdrehte und ihr über die Wange streichelte. Nachdem sie einen Blick nach unten geworfen hatte, konnte sie durchaus verstehen, dass er sich nicht besonders wohl fühlte. Schnell machte sie sich daran, ihm Erleichterung zu verschaffen, sodass er nach wenigen Sekunden nicht nur seine Hose, sondern auch seine Boxershorts los war. In diesem Moment stellte Leila überrascht fest, dass er deutlich mehr zu bieten hatte, als alle Männer, mit denen sie in ihrer Vergangenheit zu tun hatte. Auch in diesem Punkt wurde er seinem Titel als Kaiser mehr als gerecht. Aber sie musste sich schnell von diesem interessanten Anblick losreißen, da seine Hand gerade an ihrer Taille hinabwanderte und den Bund ihrer kurzen Hose ergriff, um es ihr heimzuzahlen. Bald befand sich auch das letzte Stück nassen Stoffs außerhalb des Vorhangs und es fiel ihm sichtlich schwer, seine Augen von ihr abzuwenden. Schließlich ging er aber ein wenig in die Knie und hielt sie sanft an der Hüfte fest, bevor er einen Kuss auf ihre feuchte Haut hauchte und ihren Bauchnabel mit seiner Zunge umkreiste. Sie stöhnte leise auf und lehnte sich entspannt an die kühle Wand hinter ihrem Rücken, während er das Ganze wiederholte und auf ihren gesamten Oberkörper ausweitete. Genießerisch schloss sie die Augen und konzentrierte sich ausschließlich auf seine Zunge, die ihr beinahe den Verstand raubte. Doch nach einigen Minuten ließ er sie unversehens los und richtete sich auf. Bevor sie noch irgendetwas tun konnte, spürte sie, wie seine Hand wiederum zu ihrer Taille wanderte und sich dann um ihre Hüfte schlang. Sein verbliebener rechter Arm schien nicht nur die Kraft von zwei, sondern von hundert Armen zu haben. Mit Leichtigkeit hob er sie in die Luft und sie staunte nicht schlecht, als sie sich wenig später auf seinem Schoß sitzend wiederfand. Erschrocken verschränkte sie ihre Beine hinter seinem Rücken, hielt sich mit den Händen an seinen sehnigen Schultern fest und sah in sein lächelndes Gesicht. „Nicht verkrampfen...“ flüsterte er und lehnte liebevoll seine Stirn gegen ihre. „Ich will dir nicht wehtun.“ Überrascht stellte sie fest, dass er bereits tief in ihr war und dass sie trotz seiner Größe überhaupt keine Schmerzen verspürte. Er war einfach unglaublich... Sie holte tief Luft und versuchte, so locker wie möglich zu sein und es ihm nicht zu schwer zu machen. Denn es würde mit Sicherheit ziemlich anstrengend für ihn werden. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass er sicher stand und nicht wegrutschen würde, begann er, sich rhythmisch zu bewegen. Und schon nach kurzer Zeit gewann das Verlangen in ihr wieder die Oberhand und brachte sie dazu, sich auf die für sie doch sehr ungewohnte Situation einzulassen. Sie löste ihre Finger von seinen Schultern, wanderte mit ihnen seinen Nacken hinauf und vergrub sie letztendlich in seinen Haaren. Bald waren ihrer beider Wangen von einem dunklen Rot überzogen und ihr Atem unkontrolliert und schnell. Das warme Wasser, das noch immer unablässig auf sie niederprasselte, war nichts im Vergleich zu der Hitze, die jetzt von ihnen selbst ausging. Leila konnte sich nicht erinnern, dass ihr jemals auch nur annähernd so heiß gewesen war. Aber wie musste es da erst Shanks gehen? Er gab sich die größte Mühe und forderte alles von seinem Körper, wofür sie ihm wirklich dankbar war. Es dauerte nicht lange, bis sie sich vollständig an ihre Position gewöhnt hatte und sich ein wenig nach hinten fallen ließ, wodurch alles für sie noch schöner und intensiver wurde. Dann, ganz plötzlich, überkam sie ein wunderschönes Gefühl der Glückseligkeit, das sie noch nie so deutlich und so tief empfunden hatte. Ein unverkennbarer Laut des Wohlgefallens verließ ihre Lippen und sie sah ihn glücklich mit halb geschlossenen Augen an. Er grinste und verlangsamte kurzzeitig seine Bewegungen, damit sie diesen Moment in vollen Zügen genießen konnte, dann setzte er seine Aktivitäten mit neuer Kraft fort. Es brauchte nur noch wenige, gut gezielte und harte Stöße, bis er schließlich ebenfalls lustvoll innehielt und ein langes, ungezügeltes Stöhnen vernehmen ließ. Dann sank er erschöpft mit ihr auf die Knie und genoss die absolute Zufriedenheit, die sich nun in ihm ausbreitete. Aber Leila bemerkte, dass er wirklich ziemlich fertig war. „Ist alles okay?“ fragte sie besorgt, wobei sie ihm die Haare aus dem Gesicht strich und prüfend seine Stirn betastete. „Aber sicher.“ antwortete er keuchend und lächelte sie schwach an. Vorsichtig erhob sie sich ein Stück und stellte das Wasser aus, um sich dann bedächtig an seine Brust zu lehnen und seinem Herzschlag zu lauschen. Zu ihrer Erleichterung wurde dieser mit der Zeit immer langsamer und auch seine Körpertemperatur schien sich wieder zu normalisieren. Lediglich sein Gesicht war noch immer etwas gerötet, als er zu ihr sagte: „Ich hoffe, es hat dir ein wenig gefallen.“ Daraufhin umarmte sie ihn und küsste ihn leidenschaftlich. „Es war wundervoll. Ich verstehe nur nicht, warum du es gleich beim ersten Mal so übertreiben musstest. Ich bin sicher, im Liegen hättest du mich genauso glücklich gemacht.“ „Ich wollte dich beeindrucken. Schließlich bin ich nicht so alt und schwach, wie du vielleicht denkst.“ Sie verdrehte leicht die Augen. „Als könnte ich das denken! Du bist für mich der stärkste Mann auf der Welt.“ Als er daraufhin zufrieden und stolz dreinblickte, fügte sie schnell hinzu: „Aber du solltest dich jetzt wirklich endlich ins Bett legen!“ „Na schön. Aber nur, wenn du mich begleitest.“ Auf ihrem Gesicht breitete sich ein Lächeln aus. „Nun, wenn Sie darauf bestehen, Käpt’n.“ Leila stand vorsichtig auf und sammelte all ihre nassen Sachen zusammen, dann wickelte sie sich in ein Handtuch ein und sah ihm gebannt zu, während er sich Hemd und Boxershorts anzog. Es war schon ein wenig merkwürdig, dass er jetzt nicht halb so stark schwankte wie vor ihrem kleinen Abenteuer, aber anscheinend hatte es ihm geholfen, wieder nüchtern zu werden. „Was?“ fragte er irritiert, als er sie grinsen sah. „Nichts.“ erwiderte sie vergnügt und gab ihm einen innigen Kuss. Dann ließ sie sich von ihm in seine Kajüte führen, die sie zuvor noch nie betreten hatte. Ihr blieb fast der Mund offen stehen, als sie ihre Augen durch diesen riesigen Raum wandern ließ, in dessen Mitte sich ein ausladendes Doppelbett befand. Shanks bemerkte ihren bewundernden Blick und wandte sich ihr zu: „Das soll von jetzt an auch dein Zuhause sein. Das heißt... Wenn... du mich willst.“ Sie sah ihn ungläubig an. Wie konnte er jetzt noch daran zweifeln? „Machst du Witze? Shanks, ich bin schon die ganze Zeit in dich verliebt!“ Seine Augen weiteten sich. Damit hatte er wahrlich nicht gerechnet. „Warum hast du mir das nicht gesagt?“ fragte er leise und trat ganz dicht an sie heran. „Dann hätte ich dir schon vor Wochen sagen können, dass...“ „Was?“ „...dass ich dich liebe.“ Beinahe überwältigt vor Freude schlang sie daraufhin die Arme um seinen Hals und schmiegte sich eng an ihn. Dann blickte sie leidenschaftlich zu ihm auf. „Tja, dann habe ich jetzt wohl eine Affäre mit dem Käpt’n.“ „Nein.“ Er sah sie ernst an und legte seine warme Hand auf ihre Wange, bevor er flüsterte: „Eine Beziehung.“ Und sie versanken abermals in einem tiefen Kuss. Fortan verbrachte sie jede einzelne Nacht mit ihm und war glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Ihre Alpträume kehrten nie wieder zurück. Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen. Das war übrigens die kürzeste Story, also wenn euch das zu lang vorkam, lest die anderen lieber nicht XD Wenn nicht, dann kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen^^ Falls ihr Anregungen oder Kritik habt oder euch sonst irgendwie dazu äußern wollt, freue ich mich sehr über eure Kommentare und Bewertungen  Eure Pani21

17.74 % der User hatten die Auswertung: Dein Lover ist: Zorro Deine Lovestory: „Verdammt, wo zum Teufel bin ich?“ Zorro sah sich wütend in der dunklen Gasse um, in die er soeben gestolpert war. Die Strohhüte hatten heute Vormittag an einer Insel mit einer kleinen Stadt angelegt und alle waren von Bord gegangen, um Einkäufe zu erledigen und diversen anderen Besorgungen nachzugehen. Zorro hatte sich eigentlich bloß ein bisschen die Beine vertreten wollen, aber mittlerweile war es stockfinster und er musste sich leider eingestehen, dass er nicht den Hauch einer Ahnung hatte, in welcher Richtung der Hafen lag. Wenn doch jetzt nur Ruffy, Lysop oder eines der anderen Crewmitglieder auftauchen würde, notfalls sogar dieser dämliche Koch! Aber wenn man sie mal brauchte, war natürlich keiner in der Nähe. ‚Mist!‘ fluchte er innerlich und ging schnellen Schrittes weiter. Dass die meisten Leute ihn anstarrten und zu tuscheln begannen, nachdem er an ihnen vorbeigelaufen war, störte ihn nicht im Geringsten. Er hatte sich schon lange daran gewöhnt, dass seine drei Schwerter überall Aufsehen erregten und momentan hatte er sowieso ganz andere Probleme. „Was für eine dämliche Stadt! Warum gibt es hier eigentlich keine Schilder, die...“ Plötzlich verstummte er und blieb abrupt stehen. Er hatte etwas Merkwürdiges gehört und blickte sich neugierig um. Dabei fiel ihm ein Haus ein paar Meter weiter auf, dessen Fenster ein intensives rotes Licht ausstrahlten. Irgendwie zog es ihn in seinen Bann. Langsam trat er etwas näher heran und versuchte durch die getönten Scheiben zu blicken, aber vergeblich. Es war unmöglich, nach drinnen zu sehen. Zorro rieb sich die Stirn und schüttelte den Kopf., So ein Quatsch! Was mache ich hier eigentlich? Ich sollte...’ Aber bevor er noch zu Ende denken konnte, hörte er erneut das Geräusch, das ihn am Weiterlaufen gehindert hatte und drehte seinen Kopf in alle Richtungen, um seinen Ursprung zu entdecken. Endlich, als er weit nach oben sah, fand er ein kleines Fenster, das zum selben Haus gehörte. Es wurde bereits kühl draußen, aber das Fenster musste dennoch geöffnet sein, da die ungewöhnliche Musik, die zweifellos von dort kam, ungedämpft bis zu ihm auf die Straße drang. Er konnte nicht sagen, ob die Stimme einem Mädchen oder einem Engel gehörte, aber sie war das Schönste, was er je gehört hatte. Obwohl das Lied in einer fremden Sprache war und er kein Wort davon verstand, hatte er plötzlich das unbändige Verlangen, diesem seltsamen Wesen zu begegnen, das so wundervoll singen konnte. Und dass er dazu in dieses mehr als zwielichtige Haus gehen musste, schien mittlerweile völlig bedeutungslos zu sein. Ehe er es sich versah, stand er auch schon vor der Tür. Wie in Trance fand seine Hand den Weg zur Klinke und drückte sie nach unten. Ein Blick durch den Türspalt verriet ihm, dass auch drinnen dieses ungewöhnliche rote Licht herrschte, das ihn wie magisch anzog. Doch kaum hatte er den Raum betreten, strömte ein dicker Schwall aus Rauch und Parfüm auf ihn ein, der ihm fast die Sinne nahm. Angeekelt streckte er die Zunge raus und rieb sich die Augen. „Mein Gott! Was ist das für eine Bude?“ brachte er hustend hervor. Der Zauber schien von ihm gewichen zu sein und er blickte sich misstrauisch um. Der Raum war ziemlich eng und verstaubt und die winzige Rezeption, hinter der eine ältere Frau mit dunklem Lidschatten und mindestens zwei Kilo knallrotem Lippenstift saß, wirkte wie eingeklemmt zwischen den mit Tüchern verhangenen Wänden. Wie Zorro feststellte, gab es noch zwei weitere Türen, durch die man den Raum verlassen konnte. Bevor er allerdings noch irgendetwas tun oder sagen konnte, öffnete sich eine von ihnen und ein mittelgroßer, schmierig wirkender Mann mit kurzem Pferdeschwanz trat heraus und musterte Zorro erfreut. „Hey Kumpel!“ meinte er grinsend. „Soll‘s wer Bestimmtes sein?“ Zorro, der keine Ahnung hatte, was er meinte, schüttelte verwirrt den Kopf. „Ah verstehe, du willst einfach mal deinen Spaß haben. Kein Problem! Jola, bring ihn zu Kiara, die hat gerade nix zu tun.“ Die Frau mit der übermäßigen Menge Schminke im Gesicht erhob sich schwerfällig und bedeutete Zorro mit einer Handbewegung, ihr zu folgen. Er konnte sich nicht erklären, warum er das tat, aber er trottete ihr anstandslos hinterher, als sie die linke der beiden Türen öffnete und wortlos eine dunkle Treppe hochmarschierte. Oben angelangt führte sie ihn durch einen Gang mit vielen Seitentüren, hinter denen Zorro einige befremdliche Laute vernahm, die ihm gar nicht gefallen wollten. Schließlich blieb Jola vor einer der Türen stehen und drehte sich zu ihm um. „Macht 10000 Berry!“ sagte sie mit rauchiger Stimme und streckte die Hand aus. Unglücklicherweise hatte Zorro sogar Geld dabei, das Sanji ihm irgendwann für diverse Einkäufe geborgt hatte. Ein wenig unfreiwillig nahm er es aus der Tasche und wollte nachzählen, doch die Empfangsdame hatte es ihm bereits aus der Hand gerissen und selbst abgerechnet. Die wenigen Scheine, die noch übrig waren, steckte Zorro missmutig zurück in die Tasche und wartete darauf, was jetzt kommen würde. Aber Jola hatte anscheinend keine Lust, länger als nötig hier oben herumzustehen und war schon wieder auf halbem Weg zur Treppe. So sah sich Zorro nun allein der dunklen Tür gegenüber. Er schluckte schwer., Wie um alles in der Welt bin ich hier nur gelandet?’ fragte er sich verzweifelt und drückte langsam die Klinke hinunter. Das Einzige, was er von dem Zimmer wahrnahm, das er gerade betreten hatte, war, dass es ziemlich klein war. Ansonsten waren seine Augen auf einen einzigen Bereich des Zimmers gerichtet, der ihn ganz und gar fesselte. Er blickte auf ein kleines Fenster, das in den dunklen Nachthimmel hinauszeigte. Und davor saß, oder besser gesagt kniete ein Mädchen, die Arme auf dem Fensterbrett verschränkt, und schaute sehnsüchtig hinaus. Zumindest vermutete Zorro das mal, denn eigentlich sah er nicht viel mehr von ihr als ein Gewirr aus glänzenden, rötlich schimmernden Haarsträhnen, von denen einige bis zum Boden reichten. Er wusste nicht, warum er überhaupt noch hier stand, aber irgendetwas in seinem Inneren sagte ihm, dass er bleiben sollte und dass nun etwas geschehen würde, was sein ganzes Leben veränderte. Da sie ihn anscheinend noch nicht bemerkt hatte, schloss Zorro leise die Tür, trat ein wenig näher an sie heran und räusperte sich merklich. Sie zuckte zusammen und drehte sich abrupt um, wobei ihre Augen die seinen trafen. Zorro erstarrte, als er diese klaren, leuchtend grünen Kristalle sah. Sie strahlten eine solche Offenheit und Ehrlichkeit aus, dass es ihm schien, als würde er direkt in ihr Inneres blicken können. Auch ihr gelang es zunächst nicht, ihren Blick von ihm abzuwenden. Er schien einfach absolut nicht der Typ Mann zu sein, der in solch ein Haus kam. Und irgendwie machte er auch nicht den Eindruck, als ob er irgendetwas von ihr erwartete. Er starrte sie einfach nur an, was ihr mit der Zeit beinahe ein wenig unangenehm wurde. Sie wusste nicht recht, wie sie mit ihm umgehen sollte, also beschloss sie zu warten, bis er den ersten Schritt machte. Als er das nach mehreren Minuten jedoch immer noch nicht getan hatte, zog sie die fein geschwungenen Augenbrauen hoch und sagte mit beleidigter Miene: „Also viel Anstand scheinst du ja nicht zu haben. Eigentlich sagt man hallo und nennt seinen Namen, wenn man jemandem zum ersten Mal begegnet. Naja, dann fange ich eben an.“ Sie erhob sich elegant und ging noch etwas näher an ihn heran. „Ich bin Kiara, aber das weißt du wahrscheinlich schon. Und wie heißt du?“ Zorro sah sie erst ein wenig verdattert an, nannte ihr dann aber seinen Namen. Jetzt wo sie stand, bemerkte er, dass sie nur etwas kleiner war als er selbst. Sie war wirklich ungewöhnlich hübsch. Ihre Haare, die bei genauerem Hinsehen kastanienbraun waren und nur rötlich glänzten, wenn Licht auf sie fiel, legten sich in leichten Wellen um ihr Gesicht und ihren marineblauen Satinmorgenmantel, der so kurz war, dass er problemlos ihre langen, perfekt geformten Beine bewundern konnte. Zorro hätte nie gedacht, dass er eine Frau jemals so anziehend finden könnte, aber zu seiner eigenen Überraschung hatte er plötzlich das Bedürfnis zu sehen, was unter diesem dünnen Stück Stoff versteckt war. Kiara erkannte die Veränderung in seinem Blick und trat so dicht an ihn heran, dass nur noch wenige Zentimeter zwischen ihnen waren. Ihre Augen wanderten kurz über seine attraktiven, männlichen Gesichtszüge, seine kurzen grünen Haare, die drei Ohrringe in seinem linken Ohr, die ihr sehr gut gefielen und seinen muskulösen Oberkörper. Dann legte sie ihre Hand langsam auf sein weißes Shirt und ließ ihre Finger provozierend über seine Brust spazieren. „Also... Zorro...“ hauchte sie ihm verführerisch zu. Er schluckte. „Du bist also Schwertkämpfer, richtig? Wirklich sehr schöne Schwerter, die du da hast. Aber von der Marine scheinst du nicht zu sein. Ein Kopfgeldjäger vielleicht?“ Er brauchte eine Weile, bis er sich einigermaßen gefangen hatte, antwortete dann aber mit einem leichten Grinsen. „Leider daneben. Ich bin Pirat.“ Sie öffnete überrascht die Augen, schien aber nicht erschrocken oder ängstlich zu sein. „Pirat? Soso, interessant... Das wäre ja das erste Mal für mich.“ Sie kicherte. „Hast du überhaupt keine Angst?“ fragte Zorro erstaunt. „Nein, nicht wirklich. Im Gegensatz zu manch anderen Typen, die mich schon beehrt haben, dürfte ein Pirat noch relativ harmlos sein. Und außerdem - entschuldige, wenn ich das so direkt sage - machst du eigentlich nicht den Eindruck, als würdest du mich gern skalpieren wollen.“ „N-nicht?“ fragte er irritiert. „Nein, es sieht für mich eher so aus, als ob du etwas ganz anderes von mir willst.“ Sie ließ ihre Hände innehalten und bedeutete ihm nach unten zu sehen. Zorros Wangen färbten sich tief rot, während er auf die unübersehbare Wölbung in seiner Hose starrte. Erst jetzt fiel ihm das leichte Druckgefühl auf, das zweifelsfrei von dort stammte. „Ich... also eigentlich... ich wollte nur...“ stammelte er und machte unsicher ein paar Schritte rückwärts, darüber nachdenkend, ob er den Raum nicht besser schnellstmöglich verlassen sollte. Mit solch einer Reaktion hatte sie nun wahrlich nicht gerechnet, doch bald stahl sich wieder ein Lächeln auf ihre Lippen und sie folgte ihm bereitwillig und ergriff seine Hand. „Zorro... Du kannst jetzt nicht einfach gehen! Du hast doch dafür bezahlt, oder nicht? Bitte, lass mich einfach meinen Job machen! Es wird dir danach besser gehen, glaub mir. Außerdem...“,...bist du der erste Mann in meinem Leben, mit dem ich es wirklich gern tun würde.’ beendete sie ihren Satz in Gedanken. Sie blickte ihn gespannt und erwartungsvoll an und Zorro merkte, wie es in seinem Kopf heftig arbeitete. Es würde eine völlig neue Erfahrung für ihn sein... Aber sie war so faszinierend und es würde ihm sicher nicht wehtun. Außerdem hatte er tatsächlich gerade einen großen Batzen Geld hingeblättert... Zorro hob entschlossen den Kopf und blickte erneut in ihre leuchtenden Augen, musste sich dann aber trotzdem peinlich berührt abwenden. „Also gut.“ meinte er verlegen. „Wenn du... etwas dagegen tun kannst.“ Er deutete mit einem Nicken nach unten. „Und wie ich das kann.“ erwiderte sie freudig, jedoch nicht ohne ihre überaus provokante Stimmlage, die seine Körpertemperatur noch um einiges ansteigen ließ. „Setz dich doch schon mal!“ meinte sie mit einladender Geste auf das mit einer roten Satindecke bespannte Bett, das an einer Seite des Raumes stand. Während er sich unsicher auf der Bettkante niederließ und nervös auf seine Hose blickte, begab sie sich zur Tür und schloss diese gut ab. Dann ging sie zu ihm, setzte sich ebenfalls auf den Rand des Bettes und schlug die Beine übereinander. „Ich möchte dich darauf aufmerksam machen,“ sagte sie förmlich, wie bei einem geschäftlichen Gespräch, „dass es dir freisteht, alles zu tun, wozu du Lust hast. Und abgesehen davon werde ich auch alles tun, was du von mir verlangst, du brauchst es nur zu sagen. Okay?“ Er nickte und sah sie nachdenklich an. Nach einer Weile hatte er schließlich eine Entscheidung getroffen und beugte sich nach vorne, um seine Lippen vorsichtig auf ihre zu legen. Der Moment, der dann folgte, rief in beiden eine Vielzahl von Emotionen hervor, die für sie beide völlig neu waren. ‚Sie schmeckt so süß... Und wie weich ihre Lippen sind... Das ist viel besser, als ich geglaubt hätte.‘ dachte Zorro und begann den Kuss zu vertiefen., Wow so hat mich noch nie jemand geküsst... Er macht das verdammt gut...’ ging es Kiara durch den Kopf, während er mit seiner Zunge sachte über ihre Lippen strich und sie um Einlass bat. Sie ließ sich darauf ein und schon bald fand in ihrem Mund ein heißes Gefecht statt. Zorro vergaß alles um sich herum und hob seine Hände, um sie sanft auf ihre Wangen zu legen. Dann ließ er sie langsam an ihrem Hals hinunterwandern und zog ihren Morgenmantel vorsichtig immer weiter auseinander, bis er ihr von den Schultern glitt. Daraufhin beendete sie den Kuss und schob seine Hände ein wenig zur Seite, sodass sie den Mantel öffnen und selbstständig abstreifen konnte. „Na, zufrieden?“ meinte sie grinsend. Zorro murrte und blickte enttäuscht auf ihr Dessous, das zwar sehr schön und kostspielig aussah, jedoch zu seinem Bedauern weder besonders knapp noch durchsichtig war. „Keine Sorge, ich werde sicher nicht so bleiben. Aber jetzt bist du erst mal dran!“ Damit lehnte sie sich vor und ergriff sein T-Shirt, das er sich bereitwillig ausziehen ließ. Nicht ohne Bewunderung warf sie einen Blick auf seinen muskulösen Oberkörper, bevor sie ihn sanft aufs Bett hinunterdrückte und sich über ihn beugte. „Mach es dir bequem!“ sagte sie gut gelaunt und strich erneut mit ihren weichen Händen über seine stattliche Brust. Er schloss entspannt die Augen und genoss ihre Berührungen. Nach einer Weile setzte sie sich, ohne sich weiter etwas dabei zu denken, auf sein Becken, was ihn merklich aufkeuchen ließ. „Oh, tut mir leid.“ meinte sie entschuldigend und erhob sich rasch wieder. „Aber deine Hose ist auch wirklich viel zu eng.“ Sie schnalzte mit der Zunge und machte sich daran, ihm etwas Abhilfe zu schaffen. Zorro kniff die Augen zusammen, aber ihre Finger waren so geschickt und wendig, dass er nicht einmal spürte, wie sie den Reißverschluss nach unten zog und den Knopf öffnete. Auch als sie seine Schwerter behutsam beiseite legte und ihm die Hose vollständig auszog, merkte er nicht einmal die kleinste Bewegung in seiner Lendengegend. „Das ist besser oder?“ Er nickte und streckte sich einmal ausgiebig, bevor er sich beruhigt ins Kissen sinken ließ. Aber als sie ihn so betrachtete, konnte sie einfach nicht umhin und strich, während sie sich wieder über ihn beugte, für einen Sekundenbruchteil an der Wölbung in seinen Boxershorts entlang. Ein heiseres Stöhnen entfuhr Zorros Kehle, das ihn augenblicklich rot anlaufen ließ. Sie sah ihn entschuldigend an, auch wenn sie das Grinsen nicht ganz von ihren Lippen verschwinden lassen konnte und wandte sich lieber schnell wieder seinem Oberkörper zu. Fasziniert fuhr sie die lange Narbe nach und fragte sich, woher sie wohl stammen mochte. Als Pirat hatte er bestimmt schon einiges durchgemacht. Unsicher berührte sie sie mit ihren Lippen und sah zu Zorro um herauszufinden, ob es ihm vielleicht unangenehm war. Aber als dieser nicht den Eindruck machte, als würde es ihm missfallen, fuhr sie fort und schon bald gab es so gut wie keinen Zentimeter Haut mehr, den sie noch nicht mit ihrer Zunge erkundet hatte. Zorro fühlte sich wie im Siebten Himmel. Noch nie hatte ihn irgendjemand so verwöhnt. Aber langsam hatte er Lust, auch mal die Initiative zu ergreifen und wartete nur noch auf den richtigen Moment, bis er sie an sich zog und mit einem Ruck herumdrehte, sodass er jetzt auf ihr lag. Kiara hatte erschrocken die Augen geschlossen und öffnete sie erst, als Zorro sich ein Stück aufgerichtet hatte und ihr einen sanften Kuss gab. „Alles okay?“ fragte er leise. Sie bejahte und wartete geduldig auf das, was er als nächstes tun würde. Ein wenig nervös blickte er an ihr herunter und fragte: „Darf ich?“ Sie folgte seinen Augen und begann zu lächeln. „Sicher. Tu dir keinen Zwang an.“ Erleichtert und angespannt zugleich atmete er auf und machte sich daran, den oberen Teil ihres Dessous zu entfernen. Zu seiner Überraschung ließ es sich wirklich leicht öffnen, was wahrscheinlich absichtlich so gemacht war. Mit größter Vorsicht streifte er es von ihrem Körper und hielt einen Moment inne, um sie genauestens zu betrachten. Kiara überkam plötzlich eine unfassbare Angst. Wenn ihm nun nicht gefiel, was er sah? Verunsichert musterte sie sein Gesicht und versuchte zu erkennen, was er dachte. Doch wenige Sekunden später erhielt sie eine ziemlich eindeutige Reaktion von ihm. „Wahnsinn! Du bist... so... schön!“ Dieses Mal wurde sie ebenfalls rot und schaute schnell in eine andere Richtung, damit er nicht bemerkte, wie geschmeichelt sie sich fühlte. Immer noch überwältigt von ihrem Körper, den er sich, ehrlich gesagt, niemals so perfekt vorgestellt hatte, legte er seine Hände zunächst sanft auf ihren Bauch und ließ sie so langsam und bedächtig, wie er es vermochte, über ihre helle Haut wandern. Aber früher oder später gelangte er doch zu der Stelle, die für ihn etwas völlig Neues darstellte. Sie seufzte leise auf, als er sie endlich dort berührte und schenkte ihm einen eindeutigen Blick, der ihm sagte, er dürfe jetzt alles, bloß nicht aufhören. Dadurch ermutigt wurde Zorro zusehends stürmischer und leidenschaftlicher und neigte sich schließlich hinunter, um seine Hände durch seine Zunge zu ersetzen. Sie wand sich genießerisch unter ihm und streckte sich ihm soweit wie möglich entgegen., Oh Gott, das ist... einfach unglaublich. Wie kann sich so etwas auf einmal so gut anfühlen? Er ist so... Moment mal! Waren das gerade seine Zähne? Ich glaub das einfach nicht... Bitte hör nicht damit auf!’ Während Kiara inständig hoffte, dass er keine Bissspuren hinterlassen würde, merkte Zorro, wie sich der Druck in seinem Unterleib immer mehr vergrößerte. Langsam aber sicher wurde es unerträglich. Obwohl er sich gerne noch weiter mit ihrem Oberkörper beschäftigt hätte, erhob er sich schließlich und blickte verlegen auf sie hinunter. Sie war zwar ein wenig enttäuscht, konnte ihn aber dennoch verstehen. Schließlich war er ja auch nur ein Mann... Er begann jetzt seine Boxershorts auszuziehen und sie riskierte neugierig einen Blick nach unten, schaute aber gleich wieder auf., Oh je... Das wird sicher wehtun.’ Sie hatte sich ja gedacht, dass er einiges zu bieten haben würde, aber so viel? Sie ahnte Schreckliches, versuchte aber, sich nichts anmerken zu lassen, als er ihr behutsam das letzte Kleidungsstück von den Beinen streifte. Zum wiederholten Male beugte er sich über sie und lächelte ihr sanft zu, bevor er wiederum seine Lippen auf ihre sinken ließ. Sie sah keine andere Möglichkeit als das Lächeln schüchtern zu erwidern, die Augen zu schließen und sich so gut es ging zu entspannen. Sie wusste, wenn sie sich verkrampfte, würde es noch schlimmer sein. Nach einer Weile konnte sie fühlen, wie er ihr zärtlich über die Wange streichelte und sie spürte auch ein gewisses Gefühl von Wärme in ihrem Unterleib, aber das musste wohl die Aufregung sein. Die Zeit verstrich und langsam hatte sie keine Lust mehr, noch länger zu warten. Sie öffnete die Augen und wollte ihm sagen, dass er es endlich tun sollte, aber... er hatte es bereits getan. Völlig entgeistert sah sie ihn an. „Geht’s?“ fragte er besorgt. „Mein Gott! Ich meine... ja! Alles bestens!“ Sie blickte ihn bewundernd an. „Wahnsinn...“ murmelte sie leise und küsste ihn erneut. Er wusste, was sie jetzt von ihm erwartete und war mehr als bereit dazu. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass mit ihr auch wirklich alles okay war, fing er an, sich vorsichtig zu bewegen. Kiara hatte noch nie so große Lust und zugleich so wenig Schmerzen verspürt. Sie passte sich seinem Bewegungsrhythmus an und betrachtete seine Muskeln, die sich bei jedem Zug kraftvoll anspannten und dann wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrten. Er schien sich so anzustrengen und war dennoch so sanft und bedächtig. Was war dieser Mann doch ungewöhnlich... Mit der Zeit war Zorro nicht nur schneller, sondern auch immer tiefer in sie vorgedrungen und sie schien langsam zu vergessen, wo oben und wo unten war. Das war ihr bisher noch nie passiert. Sie hatte immer nur dagelegen und gewartet, dass es endlich aufhören würde. Doch dieses Mal war es anders. Sie hatte keine Ahnung, was genau passieren würde, wenn er noch weiter machte, aber irgendetwas sagte ihr, dass es schrecklich wäre, wenn er jetzt aufhörte. Sie hob ihm ihren Unterkörper noch ein wenig weiter entgegen und plötzlich, als er einmal besonders hart zustieß, glaubte sie auf einer Wolke zu schweben. Da war ein so starkes, so wundervolles Gefühl, das sie vollständig in Besitz nahm und ausfüllte. „Zorro...“ stöhnte sie benommen, bevor sie sich erschöpft auf die Decke sinken ließ und verträumt zu ihm aufblickte. Dieser grinste, als er sie so glücklich und zufrieden unter sich sah und steigerte noch einmal seine Intensität, sodass auch er nach wenigen Sekunden zu seinem Höhepunkt kam und dies mit einem tiefen Stöhnen bekundete. Er schloss entspannt die Augen und genoss den Moment in vollen Zügen, bevor er sich kurz aufrichtete und dann rücklings neben sie auf das Bett fiel. „Bist du in Ordnung?“ fragte Kiara und beobachtete verblüfft, wie ihm der Schweiß übers Gesicht rann und sein Brustkorb sich schnell und unregelmäßig hob und senkte. „Ja... kein... Problem!“ erwiderte er atemlos. „Ich bin bloß... ziemlich fertig.“ „Das glaube ich.“ meinte sie lächelnd und wischte ihm über die Stirn. „Du hast dich ja auch mächtig ins Zeug gelegt.“ Nach einigen Minuten, während denen sie ihn noch ein wenig geküsst und gestreichelt hatte, sagte er schwermütig: „Ich will jetzt nicht gehen. Es ist unheimlich schön bei dir und ich möchte auch noch nicht zu meinen Freunden zurück.“ „Dann bleib doch einfach über Nacht hier!“ schlug sie ihm vor. „Das stört niemanden. Und zu dieser Zeit kommt sowieso kein Kunde mehr. Was meinst du?“ Er nickte dankbar und gähnte ausgiebig. Kiara rückte noch näher an ihn heran und kuschelte sich an ihn, bevor sie vorsichtig die Bettdecke unter ihm hervorzog und sie beide damit zudeckte. Sie wusste schon, dass es ganz und gar nicht in Ordnung war ihn hier schlafen zu lassen und dass Jacci sich mächtig aufregen würde, falls er davon erfuhr. Aber im Moment war ihr das wirklich nicht wichtig. Sie wollte einfach nur noch so lange wie möglich in seiner Nähe sein und seine Wärme spüren, bevor sie ihn niemals wiedersah. Als Kiara am nächsten Morgen aufwachte, lag sie nicht mehr neben Zorro, sondern auf ihm, wobei sie sich so eng wie möglich an ihn schmiegte. Diese Tatsache schien ihn aber nicht sonderlich zu stören, denn er hatte sanft den Arm um sie gelegt und schlief so ruhig und friedlich, als hätte er es noch nie so bequem gehabt. Ganz vorsichtig, um ihn ja nicht aufzuwecken, löste sie seine Hand von ihrer Taille und setzte sich auf, um sein entspanntes Gesicht besser betrachten zu können. Er sah so glücklich und zufrieden aus, wie ein kleiner Junge, der gerade das Spielzeug bekommen hatte, das er sich so sehr gewünscht hatte. Liebevoll nahm sie die Decke, die gerade ein Stück heruntergerutscht war und deckte ihn erneut damit zu. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte sie sicher nie erfahren, wie schön es sein konnte, mit jemandem zu schlafen. Sie musste sich diese Nacht gut in Erinnerung behalten, denn die Vorstellung, dass sich ein Mann wie er jemals wieder hierher verirrte, war einfach lächerlich. Außerdem war er sowieso einzigartig. Wie sollte es noch einen zweiten Menschen auf der Welt geben, der so stark, so männlich und attraktiv war und zugleich so liebevoll, umsichtig und sanft sein konnte? Kiara wollte ihm zum wiederholten Male über die Wange streichen, fuhr aber erschrocken zurück und biss sich auf die Lippe. Was dachte sie da? Was hatte sie nur getan? Wie konnte sie nur so dumm sein und sich in einen Mann verlieben, der für sie unerreichbar war? Er würde die Stadt in ein paar Tagen verlassen und nie mehr zurückkehren und nach kurzer Zeit würde er sie völlig vergessen haben. Wenn er jetzt ging, war alles zu Ende... Tränen sammelten sich in ihren Augen und sie schniefte leise, wobei sie nicht bemerkte, dass er leicht die Mundwinkel bewegte und verschlafen die Augen öffnete. Seine Müdigkeit war schnell verschwunden, als er sie völlig unverhüllt vor sich sitzen sah und er bemerkte fast sofort, dass etwas nicht stimmte. „Was hast du?“ wollte er wissen. „Habe ich dir wehgetan? Wenn, dann tut es mir sehr leid.“ Sie blickte ihn erschrocken an und wischte sich schnell über die Augen. „Nein, es geht mir gut. Du hast mir nicht wehgetan.“ Flüsternd setzte sie allerdings noch hinzu: „Wenn du es doch bloß getan hättest...“ „Was?“ fragte er unsicher, nicht wissend, ob er das gerade richtig verstanden hatte. „Nichts, ist schon gut. Ich werde jetzt besser aufstehen.“ Ohne Probleme stieg sie über ihn hinweg und ging zum Kleiderschrank auf der anderen Seite des Zimmers, wo sie sich ein paar neue Sachen heraussuchte. Zorro sah ihr gebannt dabei zu, bis ihm auffiel, dass er es ihr lieber gleichtun sollte. Selbst wenn er es gewollt hätte, er konnte nicht ewig hier bleiben. Vielleicht würden sie ihn auf der Thousand Sunny sogar schon vermissen, obwohl das eher unwahrscheinlich war. Trotzdem glaubte er sich zu erinnern, dass sie heute weiterfahren wollten und wenn er dann nicht rechtzeitig auftauchte, kämen sie vielleicht noch auf dumme Gedanken... Dieses Risiko sollte er auf keinen Fall eingehen. Er erhob sich ebenfalls, wenn auch recht mühselig und blickte sich nach seinen Sachen um. Sein Shirt und seine Hose befanden sich auf dem Boden neben dem Bett, genauso wie auch ihr Morgenmantel., Aber wo ist? Oh!’ Peinlich berührt ging er zur Tür und schnappte sich seine Boxershorts, die er gestern ziemlich achtlos dorthin geworfen hatte. Kiara beobachtete ihn dabei und grinste amüsiert, während sie sorgsam ihre Haare durchkämmte. Als er sich angezogen hatte, griff er nach seinen Schwertern, die sie behutsam an die Wand gelehnt hatte und befestigte sie an seinem Gürtel, dann wandte er sich ihr zu. Er sah, wie niedergeschlagen sie wirkte und ging noch einmal zu ihr, um seine Arme um sie zu legen. „Ich muss jetzt wirklich gehen.“ „Ja, ich weiß.“ meinte sie mit gesenktem Blick, schaute dann aber doch noch mal zu ihm auf. „Zorro! Kann ich dich noch etwas fragen?“ „Natürlich. Alles, was du willst.“ „Weißt du, eine Sache verstehe ich einfach nicht.“ „Und die wäre?“ „Also... was macht ein Mann wie du in so einem Etablissement? Du hast das doch überhaupt nicht nötig. Warum also?“ Sie schaute ihn verständnislos an und er brauchte eine Weile, um sich an den gestrigen Abend zurückzuerinnern. Ja, wieso war er eigentlich hergekommen? Er hatte doch gar nicht gewusst, um was für einen Laden es sich handelte... Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. „Ach, das hatte ich total vergessen! Ich war ja wegen dieses Liedes hier!“ „Lied?“ „Ja, ich hab jemanden singen gehört, als ich gestern hier vor dem Haus stand... Die Stimme klang wie von einem Engel. Das warst du, oder?“ Sie wurde rot wie eine Tomate. „Das hast du gehört? Oh Gott, wie peinlich...“ Er schenkte ihr ein liebevolles Lächeln. „Warum ist dir das peinlich? Ich fand es wirklich wunderschön. Und deshalb bin ich einfach hier reingekommen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Im Grunde hast du mich also hierher gelockt... aber ist ja nicht so wichtig. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt. Ich bereue keine Sekunde.“ Er fuhr ihr sanft durchs Haar und versuchte noch einmal, ihr Lebwohl zu sagen. Aber die unsägliche Traurigkeit in ihren grünen Augen erdrückte ihn beinahe. Sie lehnte sich ein letztes Mal an seine kraftvolle Brust und fragte betrübt: „Wenn du mal wieder in die Stadt kommen solltest... besuchst du mich dann?“ Anstatt zu antworten drückte er sie ein Stück von sich weg, legte eine Hand unter ihr Kinn und küsste sie leidenschaftlich. „Ich würde nirgendwo anders hingehen!“ versprach er ihr danach mit fester Stimme und blickte ihr tief in die Augen. Für einen kurzen Moment hatte sie das Gefühl, nicht zum letzten Mal von ihm so durchdringend angesehen zu werden, aber noch ehe sie sich einreden konnte, dass das totaler Schwachsinn war, hatte er sie bereits losgelassen und war zur Tür getreten. „Tja... dann mach’s gut.“ sagte er nach einigem Zögern. „Ja, du auch.“ Damit hatte er die Tür hinter sich geschlossen und war verschwunden. Nach einer guten Stunde hatte Zorro es schließlich beinahe geschafft sein Ziel, den Hafen, zu erreichen. Endlich konnte er die Thousand Sunny aus der Ferne sehen und ging geradewegs darauf zu. Aber jeder Schritt, den er in ihre Richtung machte, schien ihm schwerer zu fallen. Es war, als ob seine Beine nicht mehr tun wollten, was sein Gehirn ihnen auftrug. Und als er sich fragte, warum dem so war, sah er plötzlich zwei grüne Augen vor sich, zwei unendlich traurige, sehnsüchtige, verzweifelte, aber wunderschöne grüne Augen. Und mit einem Mal dämmerte ihm, dass er gerade dabei war, den größten Fehler seines Lebens zu begehen. Dabei war es doch so offensichtlich gewesen! Ein so junges, hübsches und unschuldiges Mädchen wie sie konnte doch wirklich nicht freiwillig in so einem Gewerbe tätig sein. Wenn er sie doch nur einmal gefragt hätte, wie sie dort hineingeraten war, hätte sie dann nicht bereitwillig zugegeben, dass dieser Laden die Hölle war und dass sie unter allen Umständen dort wegwollte? Aber was tat er? Er war nicht nur zu blind, um ihren Schmerz zu sehen, er war auch noch zu blöd, um nach dem Warum zu fragen und seine Hilfe anzubieten. Und dabei hatte sie sie sicher nötiger als irgendjemand sonst. Ohne sich weiter darüber Gedanken zu machen, was die anderen tun würden, wenn er noch immer nicht zurückkehrte, drehte er dem Hafen den Rücken zu und machte sich auf die Suche nach dem Haus, das er unter solch merkwürdigen Umständen betreten hatte. Er wusste, von allein würde er niemals den richtigen Weg zurück finden, aber er glaubte fest daran, dass das Schicksal ihn dorthin führen würde. Mittlerweile war es Kiara gelungen, sich ein wenig zu beruhigen und sie trocknete sich die Tränen ab. Sicher war es schwer mit dem Gedanken zu leben, dass es da draußen jemanden wie Zorro gab, der etliche begehrenswerte Eigenschaften besaß und der sogar zu so etwas wie ehrlichen Gefühlen imstande war, während sie hier gefangen war und sich mit Typen abgeben musste, für die der Begriff „aufrichtig“ ein absolutes Fremdwort darstellte. Und der schlimmste von ihnen war... „Kiara?“ „Hm? Was gibt’s, Kalifa?“ antwortete sie ihrer ‚Kollegin’, die gerade bei ihr zur Tür hereinsah und Kaugummi kaute. „Jacci will mit dir sprechen. Keine Ahnung wieso, aber du sollst sofort in seinem Büro antanzen.“ Kiara stöhnte leise. „War ja klar! Es wäre ja wirklich zu viel verlangt, mich zwölf Stunden lang am Stück in Ruhe zu lassen...“ „Was?“ hakte Kalifa neugierig nach, in der Hoffnung, irgendetwas Verfängliches aufzuschnappen. „Nichts, ich hab nur laut gedacht. War nicht weiter wichtig.“ Kiara lächelte verlegen und winkte ab. „Na dann eben nicht.“ erwiderte Kalifa eingeschnappt und stolzierte mit ihren hochhackigen Lederstiefeln davon. Kiara hatte nie viel von diesen Dingern gehalten. Überhaupt war sie ganz anders als die übrigen Damen dieses Hauses. Sie trug fast nie Make-Up und bemühte sich nicht sonderlich, irgendjemandem zu gefallen, so wie es fast alle anderen taten. Und trotzdem hatte keine von ihnen so viele Kunden wie sie. Der Grund dafür war unschwer zu erkennen: mit ihren 18 Jahren war sie nun einmal mit Abstand die jüngste und damit genau das, was die meisten Männer haben wollten. Ihr war durchaus bewusst, dass die anderen sie deswegen beneideten und verabscheuten und ihr das Schlimmste an den Hals wünschten. Dabei hätte sie einfach alles dafür getan, um nur nie wieder von einem Mann angefasst zu werden. Sie wollte so gern frei sein... Bei Jaccis Büro angekommen, das sich in der unteren Etage befand und eigentlich auch nicht mehr als ein Schlafzimmer mit Schreibtisch war, klopfte sie betrübt und öffnete vorsichtig die Tür. Jacci stand gerade vor dem übermäßig großen Spiegel in seinem Zimmer und schmierte sich Gel in die ohnehin schon öligen Haare, bevor er sie zum Zopf zusammenband (ihr müsst euch diesen Typen als eine 1,65 m große, schleimige Mischung aus Lucci und Jabura vorstellen). Kiara trat leise ein und wartete, bis er damit fertig wurde. Dann erst sagte sie: „Da bin ich. Du wolltest mich sprechen?“ Da er sie bisher noch nicht bemerkt hatte, wandte er sich überrascht um. Seine kleinen Augen wurden noch ein wenig schmaler, als er sie betrachtete. „Ach. Schön, dass du dich auch schon hierher bemüht hast, wo ich schon vor über einer Stunde jemanden nach dir geschickt habe.“ „Was? Aber ich habe es gerade erst erfahren! Ich wusste doch nicht...“ „Halt den Rand!“ Kiara klappte den Mund zu und schaute betroffen zur Seite. „Der Grund, warum du hier bist...“ begann er ruhig und kam dabei langsam auf sie zu, „ist, dass ich heute Morgen eine seltsame Begegnung hatte. Kannst du dir vielleicht denken, wovon ich spreche?“ Sie schüttelte verneinend den Kopf, obwohl ihr dabei gar nicht wohl zumute war. „Dann wird es dir sicher gleich wieder einfallen. Hör gut zu! Ich komme also gerade aus meinem Büro und will die Einnahmen von gestern zählen, da taucht plötzlich so ein abgedrehter Typ auf und fragt mich in aller Seelenruhe, wo noch mal der Ausgang ist. Und kannst du dir vorstellen, wo er herkam?“ „Nein.“ antwortete sie, keineswegs besonders überzeugend. „So? Bist du dir sicher?“ Er war ihr jetzt so nah, dass sie seinen widerlichen Atem in ihrem Gesicht fühlte. „Na schön.“ meinte sie missmutig. „Er war bei mir... Aber er kam erst heute früh. Es war nur eine schnelle...“ „Dass ich nicht lache!“ rief er aus. „Du willst mir erzählen, dass er erst seit heute früh hier ist? Wo ich ihn doch gestern Abend selbst zu dir geschickt habe?“ Er ergriff sie an den Schultern und packte fest zu. „Du dreckige kleine Lügnerin! Das machst du nicht mit mir, verstanden? Und sieh mich verdammt noch mal an, wenn ich mit dir rede!“ Widerwillig hob sie den Blick und sah direkt in sein wutverzerrtes Gesicht. Doch selbst er ließ sich ein wenig erweichen, als sie ihre außergewöhnlich schönen Augen auf ihn richtete. Ehe sie es sich versah, hatte er die Hände nach unten verlagert und seinen Mund auf ihren gepresst. Wie immer schmeckte er nach Alkohol und Zigaretten und sie war heilfroh, als er sich wenige Sekunden später wieder von ihr trennte. „Ich verstehe dich nicht. Was sollte das überhaupt?“ fragte er ein wenig besser gelaunt. „Du kennst meine Regeln ganz genau! Wir sind hier kein Hotel!“ „Das weiß ich selbst.“ raunzte sie ihn an und drehte sich beleidigt weg. „Du würdest es sowieso nie verstehen, warum sollte ich es dir erzählen?“ „Hm... Vielleicht weil es mein Laden ist und ich hier das Sagen habe? Sag mir gefälligst den Grund oder es wird dir leidtun!“ „Okay, wenn es dich so brennend interessiert... Ich liebe ihn.“ Jacci blickte sie zunächst völlig verwirrt an, doch dann verzog sich sein Mund zu einem breiten Grinsen und er begann aus vollem Hals zu lachen. „Du liebst ihn! Ich glaub, ich werd nicht wieder. Das ist das Beste, was ich seit Jahren gehört hab. Die Vorstellung ist einfach zu drollig: du und dieser erbärmliche Anfänger!“ Er brauchte noch eine ganze Weile, um sich wieder einzukriegen, dann legte er den Arm um ihre Hüfte und zog sie an sich heran. „Du weißt doch, dass du nur mir gehörst. Mal ehrlich, was hat dieser Typ schon, was ich nicht habe?“ Kiara entwand sich angewidert seinem Griff, dann setzte sie zum ersten Mal ebenfalls ein höhnisches Grinsen auf. „Also... er ist groß, muskulös, gutaussehend, intelligent, ehrlich, höflich und zuvorkommend. Und außerdem ist er - ganz im Gegensatz zu dir - wahnsinnig gut im Bett. Reicht das?“ Es reichte. Seine Mundwinkel begannen vor Wut zu zucken und eine Ader pulsierte auf seiner Stirn. Schließlich holte er mit der Hand aus und versetzte ihr eine heftige Ohrfeige. „Wie kannst du es wagen? Na warte, ich werde dir schon noch Respekt beibringen! Von jetzt an wirst du nichts mehr tun ohne meine ausdrückliche Erlaubnis! Ich entscheide wohin du gehst, wen du ansprichst und mit wem du ins Bett gehst. Und diesen Penner wirst du nie wiedersehen! Du wirst von heute an niemand anderen als mich lieben, hast du verstanden?“ Kiara schüttelte ungläubig den Kopf. „Du kannst nicht über alles bestimmen! Vielleicht kannst du mir befehlen, was ich zu tun und zu lassen habe, aber wen ich liebe, entscheide ich immer noch selbst!“ „Vergiss es! Du hast gar keine andere Wahl, als mir zu gehorchen. Sieh es endlich ein, ohne mich wärst du schon lange verreckt. Du solltest froh sein, dass ich dich so gut behandle.“ Jetzt platzte ihr langsam ebenfalls der Kragen. „Froh? Ich soll mich auch noch darüber freuen, dass du mich hier wie eine Sklavin hältst? Du bist einfach das Letzte!“ Sie holte tief Luft. „Weißt du was? Ich werde niemals irgendetwas für dich empfinden! Lieber sterbe ich!“ Ihre Worte übten eine ungeahnte Wirkung auf ihn aus. Seine Augen weiteten sich drastisch und er öffnete fassungslos den Mund. Einen Moment lang dachte sie, dass er sie erneut schlagen würde, doch plötzlich wurde sein Grinsen breiter denn je, was ihn völlig übergeschnappt, ja geisteskrank wirken ließ. „Du willst also sterben? Bitte! Dein Wunsch ist mir Befehl!“ Er drehte sich um, griff nach etwas auf seinem Schreibtisch und hielt ihr, bevor sie noch den leisesten Ton von sich geben konnte, ein langes, scharfes Messer an die Kehle. „Wenn du mich nicht lieben willst, dann wirst du auch keinen anderen lieben! Sag Adieu!“ Kiara war wie erstarrt. Dass er so weit gehen würde, hätte sie nicht einmal ihm zugetraut. Entsetzt wich sie an die Wand zurück, doch er verfolgte sie hartnäckig und drückte ihr das Messer noch fester an den Hals. Sie kniff zitternd die Augen zusammen und bereitete sich auf ihren letzten Moment vor, doch bevor er zustach, beugte er sich noch einmal zu ihr herüber und flüsterte ihr hämisch ins Ohr: „Soll ich dir was verraten? Dieses Messer hier hat mir schon verdammt gute Dienste geleistet. Es hat mir geholfen, einige Leute loszuwerden, die mir in die Quere gekommen sind. Zum Beispiel... deine Eltern.“ Kiara riss die Augen auf. „Nein.“ sagte sie trocken. „Nein, das hast du nicht...“ „Oh doch und wie ich es habe. Oder dachtest du im Ernst, sie hätten dich mir freiwillig überlassen? Ja, es war schon eine eklige Sache, das ganze Blut und so... Aber es hat sich gelohnt. So viel Geld wie du mir eingebracht hast, hätte ich in zwanzig Jahren nicht bekommen.“ „Du Schwein!“ rief sie mit bebender Stimme. „Wie konntest du?“ Ohne dass sie es verhindern konnte, füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie fühlte sich so verzweifelt, dass sie eigentlich nur noch darauf wartete, dass er endlich zustieß und ihrem erbärmlichen Leben ein Ende setzte. Warum sollte sie noch weiterleben wollen? Sie hatte alles verloren. Ihre Eltern, ihre Freiheit und... Zorro... Sie schloss die Augen und fühlte nur noch den Druck und die Kälte der Messerschneide an ihrem Hals. Doch plötzlich verschwand dieses Gefühl und sie spürte rein gar nichts mehr. Beinahe hätte sie geglaubt, dass jetzt alles zu Ende war, aber ein schriller Aufschrei holte sie in die Wirklichkeit zurück. Die Szene, die sich ihr nun bot, war schlichtweg unfassbar. Jacci lag vor ihr auf dem Boden und hielt sich eine blutende Nase. Seine Augen waren zu Schlitzen verengt, jedoch wagte er es nicht, sich zu bewegen, da er sonst Gefahr lief, von einem alles andere als stumpfen Katana aufgespießt zu werden. „Zorro...“ brachte sie ungläubig hervor und starrte auf den Mann, der das Schwert fest in der Hand hielt. Er blickte sie besorgt an, wandte sich dann jedoch wieder Jacci zu. „Du Dreckskerl!“ sagte er wütend. „Es wird Zeit, dass dir endlich mal jemand Manieren beibringt. Tja, das übernehme ich gern...“ Kiara schloss die Augen um das unschöne Schauspiel nicht mitansehen zu müssen, aber der Gedanke, dass Jacci jetzt endlich das bekam, was er verdiente, verschaffte ihr ungemeine Genugtuung. Von jetzt an würde er wohl keiner Frau freiwillig mehr zu nahe kommen... Als es endlich still im Raum wurde, spürte sie, wie Zorro sich ihr näherte und unsicher vor ihr stehen blieb. „Ist alles in Ordnung?“ fragte er behutsam. „Ach Zorro! Ich... ich...“ Und ehe sie es sich versah, lag sie in seinen Armen und schluchzte hemmungslos. Er wartete, bis sie sich ausgeweint hatte, dann ließ er sie los und wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. „Jetzt besser?“ Sie nickte. „Danke, Zorro. Ich will gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn du nicht gekommen wärst.“ „Es tut mir wirklich leid. Ich hätte gar nicht erst weggehen sollen... Aber am besten wir verschwinden erst mal von hier oder?“ Wenige Minuten später befanden sie sich auf einer der belebtesten Straßen der Stadt und waren geradewegs auf dem Weg zum Hafen. Denn im Gegensatz zu Zorro hatte Kiara Ahnung, wo es langging. Allerdings konnte sie sich nicht ganz erklären, was passieren würde, wenn sie Zorro zu seinem Schiff gebracht hatte. Sie konnte nicht von ihm oder seinen Freunden erwarten, dass sie sie bereitwillig bei sich aufnahmen. Was sollte jetzt nur aus ihr werden? „Sag mal...“ meldete er sich plötzlich zu Wort. „Wie bist du da überhaupt hineingeraten? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie dieser... Kerl an dich gekommen ist.“ „Naja, das ist ein bisschen kompliziert. Alles begann vor ungefähr einem Jahr, als meine Eltern ermordet wurden, während ich nicht zu Hause war. Der Täter konnte aber nie gefasst werden.“ Sie seufzte. „Tja, vorhin hat Jacci mir erzählt, dass er es war. Das macht natürlich Sinn...“ Und sie berichtete ihm, wie Jacci plötzlich aufgetaucht war und ihr ein sonderbares Blatt Papier gezeigt hatte, das ihre Eltern beide unterschrieben hatten und demzufolge sie bei ihm enorme Schulden hatten. Er hatte damit gedroht, vor Gericht zu gehen und so war ihr nichts anderes übrig geblieben, als für ihn zu arbeiten, um die Schuld ihrer Eltern zu begleichen. „Jetzt weiß ich natürlich, dass es diese Schulden nie gegeben hat. Jacci muss meine Eltern erpresst haben. Wenn ich ihm bloß nicht geglaubt hätte! Ich war so dumm.“ „Nein, warst du nicht!“ widersprach Zorro. „Jeder hätte in deiner Situation das Gleiche getan. Mach dich deswegen nicht fertig!“ Sie senkte betrübt den Kopf. „Ich weiß, ich sollte die Vergangenheit vergessen und nach vorne schauen, aber... Wer weiß schon, was in der Zukunft noch alles Schlimmes passiert? Ich meine, ich habe keine Ahnung, was ich jetzt machen soll. Außer dir kenne ich nicht einmal irgendjemanden! Wo soll ich jetzt hingehen?“ „Naja... ich hatte eigentlich gehofft... dass du bei mir bleibst.“ sagte Zorro verlegen und blieb stehen. Sie drehte sich erstaunt zu ihm um. Meinte er das ernst? Sollte sie etwa auch Piratin werden? Aber wenn sie ehrlich war, konnte es nur besser werden als bisher. Und hier hielt sie nichts mehr... „Wären deine Freunde denn damit einverstanden?“ fragte sie ihn ungläubig. Zorro lachte. „Garantiert. Die nehmen jeden.“ Nachdem ihm klar wurde, wie sich das anhörte, setzte er schnell hinzu: „Also nicht, dass du jeder bist. Du bist jemand ganz Besonderes für mich...“ Er beugte sich zu ihr herunter und legte seine Hände auf ihre Wangen. „Ich weiß, nach nur einer Nacht klingt das etwas abgedroschen, aber ich glaube, ich habe mich in dich verliebt, Kiara. Also... möchtest du mich begleiten und Mitglied unserer Crew werden?“ Überglücklich fiel sie ihm um den Hals und küsste ihn lange und innig. „Ja! Nichts lieber als das!“ Und während sich seine Lippen zu einem breiten Lächeln verzogen, flüsterte sie ihm leise ins Ohr: „Ich liebe dich auch, Zorro.“ Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen. Das war übrigens die mittellange Story. Also je nachdem, ob es euch zu lang oder zu kurz war, habt ihr noch die Chance, die anderen Geschichten zu lesen^^ Falls ihr Anregungen oder Kritik habt oder euch sonst irgendwie dazu äußern wollt, freue ich mich sehr über eure Kommentare und Bewertungen  Eure Pani21

21.36 % der User hatten die Auswertung: Dein Lover ist: Sanji Deine Lovestory: Sanji bot sich ein vertrauter Anblick. Auch wenn er in den letzten Monaten eine Menge Abenteuer mit Ruffy und den anderen bestanden hatte und sie eine großartige Zeit zusammen erlebten, war er doch froh, wieder hier zu sein. Auf dem Baratie, das Restaurant, auf dem er sein halbes Leben verbracht hatte. Nachdem er mit seinem kleinen Schiff am Haupteingang angelegt hatte, ging er hinein und sah sich neugierig um. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Es hatte sich offenbar nichts verändert. Die Hände in die Jackentaschen und eine Zigarette in den Mund gesteckt durchquerte er den Speisesaal und wandte sich der Küche zu, die er gewohnheitsmäßig ohne anzuklopfen betrat. Sofort kam einer der Köche auf ihn zugewuselt und wollte gerade fragen, was der Herr denn zu beanstanden hätte, als er erkannte, wer da vor ihm stand. „Das gibt’s ja nicht!“ rief er aus. „Hey, Jungs! Seht mal, wer da ist!“ Sofort wandten sich sämtliche Gesichter im Raum ihm zu und wenige Sekunden später war Sanji umringt von Händen, die ihm auf den Rücken klopften und etlichen Jubelrufen. Er musste sich erst einmal Luft verschaffen und bahnte sich mühsam einen Weg hinaus aus dem Gewimmel, um zu fragen, wo denn überhaupt der Chef abgeblieben war. Doch in diesem Moment vernahm er das wohlbekannte Poltern eines Holzbeins auf der Treppe. „Was ist denn hier los? Warum arbeitet ihr nicht, ihr faulen...“ Jeff verstummte, als sein Blick auf Sanji fiel. „Sanji? Bist du es, Kleiner?“ fragte er ungläubig. Normalerweise hätte Sanji sich aufgeregt, schon wieder von Jeff als „Kleiner“ bezeichnet zu werden, aber ob es nun an der Freude des Wiedersehens oder an dem dicken Kloß lag, der sich vor Rührung in seinem Hals gebildet hatte, er verlor ausnahmsweise kein Wort darüber. Am liebsten hätte er den alten Koch einfach umarmt, aber das ließ sein Stolz nun doch nicht zu. Stattdessen stellte er sich freudestrahlend vor ihn hin und fragte: „Na, wie geht’s dir, alter Knacker?“ Jeff verpasste ihm daraufhin eine leichte Kopfnuss, lachte aber: „Ich sehe schon, Sanji, du hast dich kein Stück verändert. Aber jetzt erzähl mir doch mal, wie du hierherkommst und was du hier überhaupt zu suchen hast. Wo sind denn deine Freunde?“ Sanji berichtete ihm, dass sie gerade hier in der Gegend waren und dass er beschlossen hatte, dem Baratie einen kleinen Besuch abzustatten und ein bisschen mitzuhelfen, bevor das Restaurant noch vor die Hunde ging. Jeff musste lachen. „Ich glaube, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Aber es passt sehr gut, dass du hier bist. Stell dir vor, wir haben gerade einen weiteren Besucher!“ Und in diesem Moment öffnete sich eine Tür hinter ihm und eine junge Frau kam herein. Sie war etwa 18 Jahre alt, relativ groß, schlank und hatte lange violette Haare, die ihr bis zur Hüfte reichten. Da sie ein knielanges Sommerkleid trug, konnte Sanji nicht nur erkennen, dass sie eine sehr gute Figur hatte, sondern auch problemlos ihre beinahe unnatürlich langen Beine bewundern. Sie war genau sein Typ! Als er seinen Blick langsam wieder nach oben wandern ließ, fielen ihm ihre strahlend blauen Augen auf, die, zu seiner Überraschung, zu Schlitzen verengt waren. Sie hatte ihn ebenfalls kurz von oben bis unten gemustert und schien weit weniger angetan, ihn zu sehen. Sanji ließ sich von ihrem bösen Blick jedoch nicht abschrecken und sagte fröhlich: „Hallo, schöne Dame! Ich bin entzückt, Ihre Bekanntschaft zu machen!“ Er ergriff ihre Hand und wollte sie galant küssen, doch sie zog sie entnervt weg und sah wütend zu ihm auf. „DU!“ stieß sie hervor. Sanji war völlig perplex. Sollte er sie kennen? An solche eine Schönheit würde er sich doch erinnern. Es sei denn... „Dass du es wagst, hier wieder aufzutauchen! Jetzt, wo du sogar Pirat geworden bist!“ fuhr sie ihn aufgebracht an. „Ich habe dir gesagt, dass ich dich nie wiedersehen will! Bleib bloß weg von mir, klar?“ Und da fiel es Sanji schließlich wie Schuppen von den Augen. „Mia!“ brachte er stöhnend hervor. Mia atmete schwer. Sie hatte es noch vor Augen, als wäre es gestern gewesen. Da sie schon als Kind des Öfteren ins Baratie gekommen war, um ihren Onkel Jeff zu besuchen, hatte sie Sanji bereits mit 10 Jahren kennengelernt und sich mit ihm angefreundet. Eigentlich hatten sie sich stets sehr gut verstanden, obwohl seine Schwäche für Mädchen sie schon immer etwas aufgeregt hatte. Ständig hatte er versucht, sie beim Duschen oder Baden zu beobachten, allerdings hatte sie ihn immer vorher erwischt und erfolgreich davon abhalten können. Zugegeben, seine Spannversuche waren damals auch ziemlich dilettantisch gewesen. Im Grunde hatte sie sich immer darüber amüsiert. Aber dann kam dieser eine denkwürdige Tag vor drei Jahren. Sie hatte sich gerade in ihrem Zimmer zum Schwimmen umgezogen, unbedachterweise die Tür nicht abgeschlossen und Sanji war unversehens hereingeplatzt, um sie ein neues Gericht von sich probieren zu lassen. Er war wie angewurzelt stehengeblieben, als ihm klar wurde, dass sie vollkommen nackt vor ihm stand. Sie hatte ihn daraufhin minutenlang angeschrien und ihn aus ihrem Zimmer geworfen. Danach war sie, tief beschämt, so schnell wie möglich abgereist. Seitdem hatte sie ihn nicht mehr wiedergesehen und war auch heilfroh darüber gewesen. Sie hatte eigentlich gehofft, ihm nie wieder in ihrem Leben begegnen zu müssen. Denn das fiel ihr immer noch schwer... Auch Sanji erinnerte sich jetzt wieder an diesen Tag und ihm wurde in diesem Augenblick schmerzlich bewusst, warum sie so wenig erfreut war, ihn zu sehen. Wie gerne würde er ihr sagen, dass es ihm leid tat und dass er wirklich nicht vorgehabt hatte, sie nackt in ihrem Zimmer zu überraschen. Aber wie sollte er ihr das erklären? „Hör mal, wegen damals... ich wollte wirklich nicht...“ begann er kleinlaut, doch sie unterbrach ihn: „Oh, du brauchst gar nichts zu sagen. Ich weiß genau, was du damals vorhattest! Du bist nichts weiter als ein ekelhafter Spanner! Tritt mir bloß nie wieder unter die Augen!“ Mit diesen Worten drehte sie sich auf dem Absatz um und das Letzte, was Sanji und Jeff von ihr sahen, waren ihre wehenden Haare. Die beiden Männer standen mit offenen Mündern da und wussten nicht, was sie sagen sollten. „Mann, hat die ein Temperament!“ entfuhr es Jeff nach einer halben Minute des Schweigens und er schüttelte den Kopf. „Frauen... Ich weiß schon, warum ich mich nie mit einer von denen eingelassen habe. Aber könntest du mir mal erklären, was sie damit gemeint hat? Was ist denn zwischen euch vorgefallen?“ Sanji wusste nicht so recht, was er ihm darauf antworten sollte. „Also, naja... Vor drei Jahren hatten wir ein recht unschönes Aufeinandertreffen, wenn du es unbedingt wissen willst. Aber ich will nicht darüber reden!“ Ohne ein weiteres Wort wandte er sich ab und machte sich gedankenversunken auf den Weg zu seinem ehemaligen Zimmer. Einerseits konnte er sie ja verstehen, aber auf der anderen Seite war er auch ziemlich sauer, dass sie ihm nicht einmal zuhören wollte., Sie hätte mir ja wenigstens mal eine Chance geben können!‘ dachte er wütend., So eine Zicke!‘ In den nächsten Tagen versuchten Mia und Sanji sich so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Wenn sie sich zufällig im selben Raum befanden, schauten sie stur in unterschiedliche Richtungen und sagten kein Wort, bis einer von beiden wieder verschwunden war. Aber sie hatten Ihre Rechnung ohne Jeff gemacht. Fest entschlossen herauszufinden, was zwischen Sanji und seiner Nichte passiert war, ließ er keine Gelegenheit aus, um sie zusammenzubringen. Beispielsweise rief er sie beide zum Abendessen und sorgte dafür, dass nur noch zwei freie Stühle direkt nebeneinander übrig waren. Als sie sich weigerten, sich dorthin zu setzen, meinte er, dass sie ja auch ganz auf das Essen verzichten könnten, wenn sie sich nicht ein bisschen zusammenrissen. So mussten sie wohl oder übel Platz nehmen. Mia setzte sich so weit wie möglich von Sanji weg, beobachtete ihn aber aus den Augenwinkeln. „Du bist ja immer noch da.“ sagte sie mit der kältesten Stimme, die sie aufbringen konnte. „Ja. Und?“ „Wenn ich so ein Mistkerl wäre wie du, hätte ich mich schon längst irgendwo verkrochen, wo ich niemandem mehr das Leben schwer machen kann.“ „Ach, sei doch endlich mal still! Du hast doch absolut keine Ahnung. Glaubst du im Ernst, dass ich damals absichtlich zu dir reingeplatzt bin?“ „Natürlich.“ „Tz... Wie kann man nur so eingebildet sein? Du bist vielleicht ganz hübsch, aber so unwiderstehlich bist du nun auch wieder nicht.“ „Darum geht es doch gar nicht! Das machst du bestimmt bei jeder. Euch Spannern ist das doch völlig egal.“ „Jetzt hör mir mal zu...“ Sanji wurde langsam ziemlich gereizt. „Ich bin kein Spanner, okay? Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dich nackt gesehen habe und ich hoffe, ich muss es nie wieder tun!“ „Das wirst du auch ganz bestimmt nicht! Du Perverser!“ rief sie so laut, dass alle am Tisch sich erstaunt ihnen zuwandten. „Du bist so eine Ziege!“ keifte Sanji zurück und stand bedrohlich auf. „Achja?“ Auch Mia erhob sich und stellte sich Sanji gegenüber. Sie war zwar etwas kleiner als er, aber mindestens genauso furchteinflößend. „Und du bist ein Schwein!“ „Hexe!“ „Affe!“ „Tussi!“ „Idiot!“ „Biest!“ „Hornochse!“ „Schreckschraube!“ „Jetzt reicht es aber!“ meldete sich Jeff lautstark zu Wort, der plötzlich neben ihnen stand um sicherzugehen, dass sie sich nicht noch an die Gurgel gingen. „Ihr benehmt euch ja wie kleine Kinder! Verschwindet in eure Zimmer!“ Wütend beäugten sich die beiden noch einige Sekunden lang. „Kratzbürste!“ „Macho!“ „SOFORT!“ schrie Jeff die beiden an. Sanji und Mia verstummten und verließen gesenkten Hauptes das Zimmer, jedoch nicht, ohne sich noch einmal ausgiebig anzuknurren. „Das ist alles deine Schuld!“ zischte sie aufgebracht, als sie außer Jeffs Hörweite waren. „Pah! Von wegen!“ gab Sanji zurück. Zum Glück waren die beiden jetzt am Ende des Ganges angelangt und mussten nun in verschiedene Richtungen weiter. Das Letzte, was sie voneinander zu sehen bekamen, waren ihre ausgestreckten Zungen, dann verschwanden beide in ihren Zimmern. Dort ließ sich Sanji unwirsch aufs Bett fallen und steckte sich erst einmal eine Zigarette an, um seine Nerven etwas zu beruhigen., Meine Güte, die schafft mich vielleicht! Wie kann man sich nur so schrecklich über solch eine Kleinigkeit aufregen? Es gibt ja wohl wirklich Schlimmeres! Wenn ich ihr nun das Geringste getan hätte, könnte ich sie ja noch verstehen, aber so...‘ Er seufzte und atmete den Rauch aus., Dabei haben wir uns früher so gut verstanden. Sie könnte eigentlich so süß sein, wenn sie nicht so einen schrecklichen Charakter hätte. Ich hab echt noch kein Mädchen wie sie getroffen. Und ich glaube, ich will auch nie wieder jemandem begegnen, der so dermaßen nachtragend ist...‘ Währenddessen hatte sich auch Mia schwer atmend auf ihrem Bett niedergelassen und dachte über Sanji nach., Oh dieser Idiot! Am liebsten würde ich ihm einen saftigen Tritt in seine... Ach Mann, was denke ich bloß? Ich bin doch sonst nicht so aufgebracht... Aber dieser Kerl treibt mich einfach in den Wahnsinn! Er hätte sich ja wenigstens mal bei mir entschuldigen können! Okay, vielleicht habe ich etwas überreagiert... Ich hätte mich besser von Anfang an von ihm fernhalten sollen. Immerhin ist er jetzt sogar ein Pirat. Und selbst wenn Onkel Jeff tausendmal sagen würde, dass er in Ordnung ist, ich traue ihm kein Stück! Er ist wie alle Piraten - außer vielleicht Onkel Jeff. Nichts weiter als ein Gauner und Verbrecher... Und auch, wenn er früher ein wirklich süßes Lächeln hatte... Ich will nie wieder etwas mit ihm zu tun haben!‘ Am nächsten Morgen machte Mia einen großen Bogen um die Küche, in der sie Sanji vermutete. Jeff schien immer noch äußerst schlecht auf die beiden Streithähne zu sprechen zu sein und so hielt sie es für das Beste, Sanji erst einmal nicht mehr zu nahe zu kommen. Der Speisesaal war noch relativ leer. Außer ein paar Ehepaaren, die sich mal wieder ein leckeres Frühstück im Baratie gönnen wollten, war um diese Uhrzeit kaum schon jemand da. So unauffällig wie möglich versuchte Mia von der einen Seite des Raumes zur anderen zu gelangen. Tatsächlich schien außer einer Gruppe von ziemlich heruntergekommen aussehenden Typen niemand Notiz von ihr zu nehmen. Diese allerdings wurden plötzlich auf sie aufmerksam und ließen sie nicht mehr aus den Augen. Mia fand es schon etwas merkwürdig, dass einer der drei mit dem Finger auf sie deutete und mit seinen Kumpanen hektisch zu flüstern anfing, doch sie dachte sich nichts dabei, oder eher wollte sie jetzt nicht weiter darüber nachdenken. Im Moment beschäftigte sie nämlich - wie immer - jemand ganz anderes. Draußen angekommen stützte sie gedankenversunken ihre Ellbogen auf das Geländer und starrte auf das offene Meer hinaus. Das Wetter war einfach herrlich. Es gab nicht eine Wolke am Himmel und die Sonne schien so warm, dass sie bequem ein Top und einen kurzen Rock tragen konnte. Die See war ruhig und eine warme Brise umwehte ihr Gesicht und ließ ihre langen Haare leicht flattern. Auch wenn Mia innerlich nicht so zumute war, musste sie einfach lächeln. Entspannt legte sie ihr Kinn auf ihre rechte Hand und schloss die Augen. Hier hätte sie den ganzen Tag stehen können. Plötzlich konnte sie Schritte hinter sich vernehmen, doch sie kümmerte sich nicht darum. Das waren bestimmt nur irgendwelche Gäste, die das Frühstück beendet hatten und sich nun auf den Weg nach Hause machten. Leider war dem nicht so. Eine große Hand, die sich aus heiterem Himmel auf ihre Schulter legte, brachte sie zur Besinnung. Ruckartig drehte sie sich um. Vor ihr standen die drei Typen, die sie eben im Restaurant beobachtet hatten. Zwei von ihnen waren um einiges größer als sie und schienen auch mindestens dreimal so schwer zu sein. Der Dritte wirkte zwar etwas kleiner, jedoch nicht weniger stämmig als die beiden anderen. Der, der seine Hand auf Mias Schulter gelegt hatte, baute sich nun direkt vor ihr auf und blickte grinsend auf sie hinab. Er hatte kurze dunkle Haare, die in alle möglichen und unmöglichen Richtungen abstanden, kalte schwarze Augen und eine hässliche Narbe, die sich von seinem rechten Auge fast bis zu seinem Mundwinkel zog. Seine Haut war ebenfalls dunkel und er trug ein äußerst schmutziges ärmelloses Shirt, sodass man seine langen, muskelbepackten Arme sehen konnte. „Hallo, Süße.“ sagte er belustigt. „Wie geht’s uns denn heute so?“ Mia entwand sich angewidert seinem Griff und versuchte ein Stück zur Seite zu gehen, doch da stellte sich ihr der zweite Typ in den Weg. Dieser hatte lange fettige Haare in einem grässlichen grau-braunen Farbton, die er in einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Er hatte die Ärmel seines karierten Hemdes hochgekrempelt und die obersten Knöpfe geöffnet, was allerdings lediglich auf eine Vielzahl widerlicher schwarzer Brusthaare blicken ließ. Der Letzte schließlich hatte mittellange blonde Haare, die aber von einem Kopftuch fast völlig verdeckt wurden. Er sah nicht ganz so ekelerregend aus wie seine beiden Kumpane, machte aber trotzdem keinen besonders freundlichen Eindruck. „Wer seid ihr und was wollt ihr?“ fragte Mia so ruhig wie möglich, um ihre Angst zu verbergen. „Was? Du kennst uns nicht?“ sagte der Typ mit dem karierten Hemd und entblößte seine gelben Zähne. „Wir gehören zur Piratenbande von Bluejam.“ Seine Worte schienen nicht die gewünschte Wirkung zu erzielen. Mia legte nur den Kopf schief und antwortete: „Nie gehört. Wer soll das sein?“ Die Typen waren zunächst schockiert, gewannen aber schnell ihre Fassung wieder. „Du solltest nicht so leichtfertig über ihn reden, Süße. Bluejam ist einer der stärksten Piraten im Eastblue, er wird für 25 Millionen Berry gesucht. Sein Name versetzt alle braven Bürger in Angst und Schrecken, weil er so unsäglich grausam ist.“ „Schön und gut.“ meinte Mia kühl. „Aber was hat das mit mir zu tun?“ Sie versuchte mit aller Kraft ihre Beine vom Zittern abzuhalten, aber richtig gelingen wollte es ihr nicht. Sie hatte schon so eine Ahnung, was sie von ihr wollten. Schließlich war es nichts Neues, dass Piraten sich nicht nur für das Beschaffen von Geld und Schätzen interessierten, sondern manchmal auch für, Menschenware‘. „Du willst wissen, was das mit dir zu tun hat? Nun, dann werde ich dich mal aufklären.“ lachte der Dunkelhäutige. „Unser Boss Bluejam hat uns beauftragt, ihm das hübscheste Mädchen zu besorgen, dass uns über den Weg läuft. Und...“ Erneut streckte er die Hand nach ihr aus. „...du hast eindeutig gewonnen. Bluejam wird sehr zufrieden mit uns sein, wenn wir dich mitbringen. Er ist sehr einsam, musst du wissen und da will er sich mal ein wenig vergnügen.“ Der nächste Typ fuhr fort: „Er wird aber sicherlich nichts dagegen haben, wenn wir schon vorher ein wenig Spaß mit dir haben...“ Seine Augen flackerten gierig auf. Auch die anderen beiden blickten sie lüstern an. Mia war kurz davor, sich zu übergeben. Aber sie musste sich jetzt einfach zusammenreißen. „Tja, tut mir leid. Ihr habt euch die Falsche ausgesucht. Ich bin nicht interessiert.“ Was folgte, war höhnisches Gelächter. „Hört sie euch an!“ sagte der mit dem Kopftuch zu den anderen beiden. „Sie ist nicht interessiert! Ha!“ „Du willst dich doch nicht etwa mit uns anlegen oder, Kleine?“ „Wer weiß?“ antwortete Mia angriffslustig. Aber ihr war sofort klar, dass sie gegen diese drei riesigen Typen nicht die geringste Chance hatte. Noch einmal versuchte sie, sich an ihnen vorbeizudrängen, doch der Erste rief: „Packt sie!“ Sofort hielten zwei Paar Hände ihre Arme fest und sie war gezwungen, dem Typen mit der Narbe direkt ins Gesicht zu blicken. „Du gehörst jetzt uns. Gewöhn dich schon mal dran.“ Mit seinen dreckigen Händen fuhr er ihren Hals entlang, drückte ihre Haare zur Seite und schob die Träger ihres Oberteils bis über ihre Schultern. In Mias Augen bildeten sich Tränen. „Hört auf, bitte!“ flehte sie sie an. „Jetzt bist du wohl nicht mehr so mutig, was? Aber ich werde...“ In diesem Moment erhob sich ein glänzend schwarzer Schuh über seinem Kopf und schnellte innerhalb von Millisekunden darauf nieder, sodass der Typ ächzend zusammenbrach. Die beiden anderen wandten sich erstaunt zu dem Neuankömmling um. Ihnen fiel glatt die Kinnlade herunter. Dieser dürre blonde Jugendliche hatte ihren Kumpel doch tatsächlich mit nur einem Schlag erledigt. „W-wer bist du?“ fragten sie geschockt. „Mein Name ist Sanji.“ antwortete dieser kühl. „Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich muss euch und eurem Freund wohl mal ein paar Manieren beibringen. Oder wollt ihr mir etwa erklären, dass es angebracht ist, eine Lady so zu behandeln?“ Bevor sie noch eine Antwort darauf geben konnten, hatte Sanji bereits wieder seinen Fuß erhoben und erst dem einen, dann dem anderen einen gepfefferten Tritt ins Gesicht verpasst. Sie flogen in entgegengesetzte Richtungen und blieben kraftlos am Boden liegen. Sanji ging bedrohlich auf sie zu und fletschte die Zähne. „Los, nehmt euren Kumpel und verschwindet auf der Stelle von unserem Restaurant oder ich muss härtere Saiten aufziehen!“ zischte er. Wimmernd standen die beiden auf und packten den dritten Typen, der immer noch ohnmächtig dalag. Sie schleiften ihn bis zu ihrem Schiff und machten sich eiligst davon. „Geht doch!“ knurrte Sanji und wandte sich Mia zu, die am Geländer auf die Knie gesunken war und geschockt zu Boden blickte. Die Träger von ihrem Top befanden sich noch immer unterhalb ihrer Schultern. „Ist bei dir alles in Ordnung?“ fragte er ein wenig barsch. „Ja, ich glaube schon... Ich... Warte!“ Doch Sanji hatte sich bereits umgedreht und war schon wieder im Baratie verschwunden. Mia war völlig aufgelöst. Langsam bahnten sich die ersten Tränen ihren Weg nach draußen und tropften auf den harten Holzboden. „Sanji...“ Nachdem Mia sich wieder einigermaßen gefangen hatte, war sie für den restlichen Tag auf ihr Zimmer verschwunden und überlegte, wie sie sich jetzt verhalten sollte. Sie konnte schließlich nicht so tun, als ob nichts gewesen wäre. Nach etlichen Stunden entschied sie sich endlich, Sanji aufzusuchen und sich bei ihm zu bedanken. Allerdings war die Nacht bereits hereingebrochen und sie wusste nicht recht, wo sie nach ihm suchen sollte. In der Küche war er nicht und auch die anderen Köche hatten keine Ahnung, wo er abgeblieben war. Vor etwa einer halben Stunde wäre er spurlos verschwunden, hieß es. Mia befürchtete schon, dass er gegangen sein könnte, aber glücklicherweise lief sie zufällig Jeff über den Weg. „Mia! Ich habe dich heute ja noch gar nicht gesehen. Ist alles in Ordnung? Warum wolltest du nicht zum Essen kommen?“ „Ach, ich hatte einfach keinen Hunger.“ Jeff hob eine Augenbraue. „Das ist aber seltsam. Normalerweise hast du doch einen gesunden Appetit.“ „Naja, tut mir leid. Morgen esse ich wieder mit, versprochen. Ähm, Onkel Jeff?“ „Was ist denn?“ „Weißt du vielleicht, wo Sanji ist? Ich suche ihn schon überall.“ Jeffs Augenbraue wanderte noch ein wenig höher. Aber er antwortete: „Ja, ich weiß, wo er ist. Zumindest war er dort noch vor zehn Minuten...“ „Ja und wo?“ „Auf dem Balkon, aber...“ Doch Mia hörte ihm gar nicht mehr zu. Sie rief ihrem verblüfften Onkel noch schnell ein „Danke!“ zu und war auch schon hinter der nächsten Ecke verschwunden. An der Tür zum Balkon angelangt, konnte sie Sanji bereits am Geländer stehen sehen. Er hatte sich eine Zigarette angesteckt und sah hinauf in den Sternenhimmel. Langsam trat sie etwas näher an ihn heran. Ohne sich umzublicken fragte er trocken: „Was willst du?“ „Ich... Also...“ Mia wusste nicht, wie sie es anfangen sollte. Vorsichtig machte sie noch ein paar Schritte auf ihn zu. „Ich wollte dir sagen, dass... Ich meine... Danke, dass du mich gerettet hast.“ brachte sie schließlich kleinlaut hervor. Sanji drehte sich überrascht um, doch bevor er etwas darauf erwidern konnte, fuhr sie fort: „Ich weiß echt nicht, was diese Dreckskerle noch mit mir angestellt hätten, wenn du nicht gekommen wärst. Ich bin dir wirklich dankbar und... es tut mir leid, dass ich in den letzten Tagen so gemein zu dir war. Ich weiß, dass du damals nicht absichtlich zu mir reingeplatzt bist und ich hoffe, du kannst mir verzeihen.“ Damit drehte sie sich um und ging niedergeschlagen zurück zur Tür. Bei Sanji machte plötzlich etwas Klick. „Warte!“ rief er ihr nach. Überrascht wandte sie sich erneut ihm zu. Er ging langsam zu ihr hin und blieb etwa einen halben Meter vor ihr stehen. Traurig sah sie zu ihm auf, bis ihre Blicke sich trafen. Sanjis Augen waren unergründlich. Mia konnte nicht sagen, ob er sie verächtlich oder mitleidig ansah. Sie seufzte leise und blickte auf ihre Füße. Auf einmal veränderte sich sein Gesichtsausdruck. „Hey, jetzt sei doch nicht so traurig!“ sagte er aufmunternd und beugte sich ein wenig herunter, um ihr wieder in die Augen zu sehen. „Natürlich verzeihe ich dir. Weißt du, eigentlich müsste ich mich bei dir entschuldigen...“ Mia sah ihn ungläubig an. „Wie kommst du darauf?“ „Naja, zum einen, weil ich damals ohne Anzuklopfen einfach in dein Zimmer gelaufen bin, das war wirklich dämlich von mir. Und zum anderen... weil ich heute Morgen nicht schon viel eher da war, um dir zu helfen.“ Mia musste schlucken. Was sollte sie darauf sagen? Zum Glück machte Sanji weiter: „Diese Typen kamen mir gleich seltsam vor. Es war eigentlich klar, dass sie nichts Gutes im Schilde führen. Ich hätte sie auf jeden Fall im Auge behalten sollen. Es tut mir wahnsinnig leid. Haben sie dir etwas angetan?“ „Nein, haben sie nicht. Du bist gerade noch rechtzeitig gekommen.“ antwortete sie schwach. „Dann ist es ja gut.“ „Ja...“ Mia wandte sich zum Gehen. Sanji überlegte noch einen Moment, dann fragte er unsicher: „Ähm... Hast du... jetzt irgendwas Besonderes vor?“ „Nein, wieso fragst du?“ „Also... Ich würde dir gern etwas zeigen... wenn du willst.“ Sie nickte langsam. „Okay. Warum nicht?“ Entgegen ihrer Erwartungen ging Sanji zurück zum Geländer und lächelte ihr zu. „Dann komm mit!“ Eine Sekunde später stand er auch schon auf eben diesem und balancierte sicher darauf entlang. Mia trat vorsichtig näher. „Komm schon! Hab keine Angst! Gib mir einfach deine Hand, ich halte dich schon.“ Unsicher legte Mia ihre rechte Hand in seine und stieg etwas wacklig zu ihm hoch. Aber seine Hand war so angenehm warm und kraftvoll, dass sie sich vollkommen sicher fühlte. Er führte sie vorsichtig zum Rand des Balkons und half ihr auf das Dach zu klettern, dass nur leicht schräg zur Seite hin abfiel. Sie folgte ihm bis ganz nach oben, wo sich ein kleines Stück ebene Fläche befand, auf der sie sich niederließen. Hier fühlte man sich völlig ungestört, als wäre man ganz allein unter dem Sternenhimmel. Mia vergaß für einen Moment einfach alles um sie herum, das Restaurant, die Wellen, die in regelmäßigen Abständen leicht gegen das Schiff schlugen und die Typen von heute Morgen. In ihren glänzenden Augen spiegelte sich das Licht des Vollmonds. Der Himmel war so klar wie noch nie. Millionen von Sternen blickten auf sie herab. „Es ist wunderschön hier.“ flüsterte sie kaum hörbar, doch Sanji verstand sie genau. „Ja, nicht wahr? Ich war schon ewig nicht mehr hier oben. Aber früher bin ich ständig hier hochgeklettert.“ Er musste grinsen. „Einmal hat Jeff mich erwischt und mir gehörig die Leviten gelesen. Aber... ich hab trotzdem nicht auf ihn gehört.“ Mia hing gebannt an seinen Lippen. Ihr war gerade aufgefallen, wie schön und sanft doch seine Stimme klang. Er bemerkte ihren Blick und fragte: „Ist was?“ „Hm? Nein. Ich hab mich nur gefragt, wieso... Ach, nicht so wichtig...“ „Sag schon!“ „Na gut... Also... Warum hast du heute Morgen „Lady“ zu mir gesagt? Das würde mich wirklich interessieren.“ Sanji wurde leicht verlegen. „Naja, ich weiß nicht. Eigentlich stimmt es doch oder? Ich meine... Also...“ Peinlich berührt brach er ab. „Aha. Jetzt weiß ich es ja genau.“ lachte sie. „Tut mir leid. Ich kann es einfach nicht richtig erklären. Es... ist mir einfach so rausgerutscht.“ Nachdenklich sah er sie an. Sie war nicht mehr das Mädchen von früher, mit dem er in seiner Kindheit Pirat gespielt hatte und durch das Restaurant getobt war. Sie hatte sich zu einer atemberaubenden Frau entwickelt... Plötzlich bemerkte er eine zarte Gänsehaut auf ihrer Schulter. Es war ja klar, dass sie mit ihrem dünnen Top frieren musste. „Oh, entschuldige. Dir ist sicher kalt oder?“ fragte er ein wenig besorgt. „Ein bisschen...“ Auf diese Worte hin streifte er sich sein Jackett ab und legte es ihr sachte um die Schultern. „Oh, danke.“ hauchte sie ihm zu. Das Jackett war wunderbar warm und verströmte einen sehr angenehmen Geruch... nach ihm. Und in diesem Augenblick sah sie ihn mit ganz anderen Augen. Er war ein gutaussehender, starker und mutiger junger Mann und trotzdem so freundlich und sanft. „Keine Ursache.“ antwortete er gerade. „Wenn ich sonst irgendetwas für dich tun kann, musst du es nur sagen.“ „Okay.“ sagte sie schüchtern. Sanji fiel plötzlich auf, dass seine Zigarette so gut wie am Ende war. Er nahm noch einen kräftigen Zug und warf die verbliebenen Überreste ins Meer. Gedankenversunken wollte er in seine Tasche greifen und sich eine neue nehmen, als ihm auffiel, dass er seine Jacke gar nicht anhatte. „Mist!“ fluchte er leise. Mia, die ihn dabei beobachtet hatte, fragte: „Wieso tust du das eigentlich?“ „Hä? Was meinst du?“ „Rauchen! Du weißt doch sicher, wie ungesund das ist oder?“ „Ja, schon...“ Als er darüber nachgrübelte, wieso er bereits in seiner Kindheit damit angefangen hatte, erschien ein merkwürdiges Bild vor seinem inneren Auge. Ein schlaksiger blonder Junge zog an einer Zigarette, um ein hübsches junges Mädchen mit violetten Haaren zu beeindrucken und bekam daraufhin einen minutenlangen Hustenanfall. Tja, das hätte er sich wohl sparen können... Lächelnd schüttelte er den Kopf. „Irgendwie habe ich mich einfach daran gewöhnt. Ich mache es schon ganz automatisch.“ Mia sah ihn ein wenig traurig an. „Warum hörst du nicht damit auf?“ „Ich weiß nicht. Ich hab es ehrlich gesagt nie in Erwägung gezogen.“ „Achso...“ Sie rutschte etwas näher an ihn heran und blickte neugierig in sein Gesicht. „Jeff hat mir erzählt, dass du dich vor ein paar Monaten entschieden hast, Pirat zu werden, um den Allblue zu finden. Ist das wahr?“ „Ja, das stimmt. Das stört dich doch nicht oder?“ „Nein, aber irgendwie kann ich mir dich als Pirat gar nicht richtig vorstellen.“ Sie bekam ein Grinsen als Antwort. „Nicht? Und weshalb?“ „Keine Ahnung... Ich dachte immer, Piraten wären grausam und gemein. Naja, eben wie die Typen von heute Morgen. Aber du bist nicht so.“ „Meinst du?“ „Ja. Allein die Tatsache, dass du so ein fantastischer Koch bist.“ Sie fand schon immer, dass er wahnsinnig gut kochen konnte und hatte ihn stets darum beneidet. Sie seufzte: „Ich würde was drum geben, wenn ich nur halb so gut kochen könnte wie du...“ „Also, wenn du magst, kann ich dir gern ein paar Sachen zeigen.“ Mia strahlte. „Ist das dein Ernst?“ „Ja, sicher. Wir können es gleich morgen probieren, wenn du nichts dagegen hast.“ „Nein, hab ich nicht.“ Mia schien auf einmal richtig gute Laune zu haben. „Du bist wirklich nett, Sanji.“ Unbewusst lehnte sie sich an seine Schulter und schloss für einen kurzen Moment die Augen. „Weißt du, ich mochte dich schon immer...“ Sanji zögerte eine Weile, dann hob er langsam die Hand und streichelte ihr vorsichtig übers Haar. Er war gespannt, wie sie darauf reagieren würde. Aber sie ließ es sich bedingungslos gefallen und es verstrichen einige Minuten, bis sie leise gähnen musste. „Ich glaube, wir sollten wieder reingehen. Es ist schon so spät.“ Sanji wirkte ein wenig geknickt, er hätte sie gern noch etwas länger so im Arm gehalten. Schließlich stimmte er ihr aber zu. „Gut, wenn du willst.“ Leicht schlaftrunken machten sie sich wieder auf den Weg nach unten. Als sie am Geländer angelangt waren, wollte Sanji Mia wieder bei der Hand nehmen, doch sie lehnte ab und meinte, dass sie das schon allein schaffen würde. Am Anfang schien sie auch sehr sicher zu sein und blickte lachend auf Sanji herunter, der bereits auf den Balkon hinuntergestiegen war. Doch plötzlich trat ihr rechter Fuß auf eine rutschige Stelle, er glitt nach hinten und Mia kippte kreischend vornüber und fiel direkt auf den hölzernen Balkonboden zu. Sie kniff die Augen zusammen und bereitete sich auf einen harten Aufprall vor. Aber sie landete um einiges weicher als erhofft. Sanji hatte blitzschnell reagiert und sie gerade noch aufgefangen, bevor sie den Boden berührte. Allerdings hingen die beiden jetzt in einer eher unangenehmen Position. Sanji befand sich teils hockend, teils kniend auf dem Boden und hielt Mia so gut es ging in seinen Armen, wobei er eine Hand stützend unter ihre Schulterblätter geschoben hatte und mit der anderen ihren Bauch umschlungen hielt. Sie hingegen hatte den rechten Arm um seinen Hals geworfen und drückte ihre linke Hand gegen seine Brust, wobei sie sich krampfhaft in seinem Hemd festkrallte. Ihre Gesichter waren jetzt sehr dicht beieinander. Sie sahen sich tief in die Augen. „Jetzt hast du mich schon wieder gerettet.“ bemerkte sie leise. „Scheint wohl so...“ hauchte er ihr zu und grinste schelmisch. Mia konnte seinen heißen Atem auf ihrem Gesicht spüren. Langsam wanderte ihre Hand in seinen Nacken und zog ihn noch ein Stück weiter zu sich herunter, was ganz in seinem Interesse zu sein schien. Ihre Sinne fuhren Achterbahn. Sanji wusste nicht mehr wirklich, was er tat, doch er flüsterte: „Habe ich dir schon mal gesagt, dass du einfach wunderschön bist?“ Mia öffnete den Mund um zu antworten, als sie plötzlich seine Lippen auf ihren spürte. Es war ein völlig ungewohntes, aber dennoch tolles Gefühl. Als ob hunderte angenehme Stromstöße durch ihren ganzen Körper schießen würden. Auf einmal war ihr warm bis in die Zehenspitzen. Sanji ging es ähnlich. Er hatte noch nie so viel Glück wie in diesem Moment empfunden. Am liebsten wollte er sie nie wieder loslassen. Vorsichtig fuhr er mit seiner Zunge über ihre Lippen, während ihre Finger sanft über seine Haut strichen, sodass sich die feinen Härchen in seinem Nacken aufrichteten. Noch immer stand der Mond hoch über dem Meer und warf einen Strahl silbrigen Lichts direkt auf die beiden glücklich Vereinten. Nach einigen endlos langen und schönen Minuten lösten sie sich wieder voneinander und versuchten sich wieder aufzurichten, was nach einigen Anläufen auch gelang. Schweigend, aber wiederum ihre Hand haltend, brachte Sanji sie noch zu ihrem Zimmer, wo sie sich mit einem leichten Kuss verabschiedeten. „Schlaf gut, holde Lady.“ sagte er leise zu ihr und streichelte ihr ein letztes Mal über die Wange. „Ja, du auch. Bis morgen früh.“ gab sie glücklich zurück. „Gute Nacht.“ „Mensch Junge, was ist denn in dich gefahren?“ Jeff war mehr als verwundert, als er Sanji am nächsten Morgen in der Küche begegnete. Er saß verträumt auf einem Stuhl, den er nur auf den Hinterbeinen balancierte und starrte Löcher in die Luft. Zum Glück waren noch keine Gäste da, sonst hätte Jeff ihm schon längst Beine gemacht. Aber nichtsdestotrotz wollte er gerne wissen, was mit ihm los war. „Hey, Sanji! Ich rede mit dir! Warum sitzt du hier faul herum?“ Der Angesprochene hörte ihm allerdings kaum zu. Erst als Jeff seine Hand auf seine Stirn legte, um zu prüfen, ob er vielleicht Fieber hatte, wandte er sich ihm zu. „Was machst du denn da, alter Knacker?“ „Ich mache mir Sorgen um dich. Du bist sicherlich krank.“ „Hä? Wie kommst du denn darauf?“ „Du rauchst nicht! Das letzte Mal, als du um diese Tageszeit keine Zigarette mehr im Mund hattest, muss mindestens acht Jahre her sein!“ „Oh! Stimmt ja! Das hatte ich völlig vergessen.“ grinste Sanji. „Wie bitte? Du hast es vergessen? Aber das kann doch gar nicht sein! Du machst das doch schon automatisch. Bist du sicher, dass mit dir alles in Ordnung ist?“ „Eigentlich schon... Naja, vielleicht nicht so ganz...“ Immerhin hatte er gestern das Mädchen geküsst, mit dem er sich tagelang gestritten hatte. „Wie darf ich das denn verstehen?“ „Wie soll ich sagen? Es ging mir noch nie besser, aber es ist eben anders als sonst.“ Für Sanjis Begriffe war das Gespräch jetzt beendet. Er seufzte zufrieden und blickte erneut in Richtung Decke, während er sich an den gestrigen Abend erinnerte. Dieser Kuss... Fast war es ihm, als fühlte er noch immer ihre weichen Lippen auf seinen, schmeckte noch immer die fruchtige Süße ihres Mundes, spürte ihren warmen Körper in seinen Armen... Wie gerne würde er einfach die Zeit zurückdrehen... Obwohl es ja eigentlich nur noch besser werden konnte. Jeff wollte es schon fast aufgeben und sich fest vornehmen, sich nie wieder für die Probleme von Teenagern zu interessieren, als plötzlich Mia den Raum betrat und Sanjis Verhalten sich völlig veränderte. Er richtete sich auf, verfolgte gespannt und milde lächelnd jede ihrer Bewegungen und konnte seinen Blick gar nicht mehr von ihr abwenden. Langsam schien Jeff zu begreifen, was in ihm vorging. „Wusste ich es doch!“ sagte er schmunzelnd und verließ den Raum, um die beiden ungestört zu lassen. Mia sah ihm etwas verwundert hinterher., Was hat der denn?‘ fragte sie sich. Sanji war mittlerweile aufgestanden und näherte sich ihr bis auf ein paar Schritte. „Na, hast du gut geschlafen?“ fragte er fröhlich. „Ja, einfach wunderbar. Ich hoffe, du auch?“ „Aber sicher. Auch wenn ich gestern Abend noch eine ganze Weile wach gelegen habe. Ich konnte einfach nicht einschlafen.“ Mia musste lächeln, denn ihr war es genauso ergangen. „Und? Wollen wir gleich anfangen oder möchtest du erst mal was essen?“ fragte er. „Wie bitte? Womit denn anfangen?“ Sanji machte große Augen. „Weißt du nicht mehr? Ich habe doch versprochen, dass ich dir zeige, wie man kocht.“ Mias Gesicht hellte sich auf. „Stimmt ja! Das wäre toll! Aber ich würde vorher wirklich gerne noch ein bisschen frühstücken.“ „Alles klar! Was darf es denn sein? Brötchen? Toast? Oder ein wenig Rührei mit Schinken vielleicht?“ „Ähm... Ich glaube, ich nehme eine Scheibe Toast mit Marmelade.“ „Kommt sofort!“ Nachdem Mia auch das letzte Stück von ihrem mit Liebe gemachten Toast verspeist hatte und der Smutje schon einmal sämtliche Zutaten und Gerätschaften herausgekramt hatte, machten sie sich ans Werk, oder sie versuchten es zumindest. Mia stand ein wenig unbeholfen vor den ganzen Töpfen, Pfannen und Lebensmitteln. „Ähm... und jetzt?“ „Zuerst schneiden wir das Gemüse.“ „Okay.“ Während Sanji in Windeseile Zwiebeln in kleine Würfel hackte, nahm sich Mia vorsichtig ein Messer und suchte sich eine Lauchstange aus. Sorgfältig machte sie sich daran, sie in Scheiben zu schneiden, bis sie nach geraumer Weile einen kleinen Haufen exakt gleich aussehender dünner Lauchscheibchen hatte. Sie wollte sich gerade der nächsten Stange zuwenden, als sie plötzlich seine Stimme ganz nah hinter sich hörte. „Soll ich dir helfen?“ Sanji war schon lange mit den Zwiebeln fertig und hatte ihr bereits eine Weile zugesehen. „Wieso? Mache ich es denn falsch?“ „Naja, nicht wirklich, aber du bist viel zu verkrampft. Du musst es nicht so genau nehmen. Kochen ist keine Wissenschaft, weißt du. Man macht es einfach... nach Gefühl. Ich zeig es dir mal.“ Er stellte sich ganz dicht an sie heran, legte seine Arme um sie herum und nahm ihre Hände behutsam in seine. Mia wurde ziemlich heiß und ihr Herz klopfte so stark, dass sie fast sicher war, dass er es hören konnte. Sie musste ebenfalls wieder an die vergangene Nacht denken und seine Berührung jagte ihr warme Schauer über den Rücken. Unsicher versuchte sie, sich ein wenig umzudrehen und in sein Gesicht zu sehen. Sanji nutzte die Gelegenheit, um ihr leise ein paar Worte ins Ohr zu hauchen, woraufhin sie erzitterte: „Bleib einfach ganz locker, ich mach das schon.“ Mia versuchte angestrengt, sich nicht zu bewegen und gleichzeitig total unverkrampft zu sein. Sanft hielt er ihre Hand fest, in der sich noch immer das Messer befand und zerhackte damit mit Leichtigkeit die Lauchstange. Innerhalb von Sekunden waren nur noch Scheibchen übrig und genauso schnell ging es auch mit den restlichen Stücken. Mia konnte ihre Überraschung kaum verbergen. „Das ist ja wie Zauberei! Du bist großartig!“ „Ach, das ist nur ein wenig Übung.“ meinte er bescheiden. „Wenn du es oft genug machst, kriegst du das auch hin, da bin ich mir sicher. Übrigens...“ Er ließ ihre Hände wieder los und strich mit seinen Fingern einmal langsam ihre Arme hinauf. „Deine Haare duften wunderschön.“ Mia lief scharlachrot an und entwand sich seinem Griff. „Was kommt denn als nächstes?“ fragte sie verlegen. „Sehen wir mal...“ Nach einer Weile begann es in der kleinen Küche, in der sie sich befanden, unheimlich lecker nach gutem Essen zu riechen. Jeder, der vorbeikam, hielt für einige Zeit inne um den verführerischen Duft einzuatmen, bis er wieder an die Arbeit musste. Als das Essen fertig war, tauchte Sanji einen Löffel hinein und ließ Mia zuerst probieren. „Was meinst du? Ist es gut geworden?“ Mia war mehr als begeistert. „Köstlich! Ich möchte nie wieder was anderes essen!“ „Das klingt doch gut.“ lächelte Sanji. „Und? Meinst du, dass du sowas von jetzt an auch allein hinbekommst?“ „Naja, vielleicht... Aber wenn nicht, dann hilfst du mir doch wieder oder?“ fragte sie liebenswürdig. „Natürlich, wann immer du willst.“ „Du bist wirklich ein Schatz!“ Gerade als sie ihr frisch gekochtes Essen zusammen verzehren wollten, gab es plötzlich eine Erschütterung und der Boden unter ihren Füßen erbebte. „Was war das?“ wollte Sanji erschrocken wissen und sprang auf. „Ich glaube, es kam von der anderen Seite.“ sagte Mia unsicher. Wie ein Blitz drehte sich Sanji um und machte sich auf den Weg zur Vorderseite des Baratie. Mia folgte ihm so schnell sie es vermochte. Dort angekommen dauerte es nicht lange, bis sie begriffen, was geschehen war. Das Baratie wurde von einer feindlichen Piratenbande überfallen. Es waren mindestens 30 Männer, alle hielten sie krumme Säbel oder Pistolen in den Händen. Die Köche des Baratie hatten bereits Alarm geschlagen und waren alle draußen versammelt, bewaffnet mit Messern, Gabeln, Bratpfannen und allem, was die Küche so hergab. Auch Jeff war unter ihnen. „Was wollt ihr hier?“ fragte er in scharfem Ton. „Hier gibt es nichts zu holen für euch. Wenn ihr was zu Essen wollt, könnt ihr es bekommen, aber dann verschwindet wieder.“ Als Antwort folgte nur höhnisches Gelächter. Schließlich trat der Kapitän der Piratenbande nach vorn. Es war ein sehr großer, stämmiger Mann mit einer Halbglatze, einem furchteinflößenden Gesicht und kleinen, verkniffenen Augen. Um seine Schultern trug er einen schwarzen Mantel. „Du irrst dich, Alter.“ sagte er an Jeff gewandt. „Ihr habt da schon etwas, das wir wollen.“ „Dass ich nicht lache!“ antworte der Chefkoch. „Wer seid ihr denn überhaupt?“ „Wir...“ Mit einer überflüssigen Handbewegung zeigte er auf sich und seine blutrünstigen Untergebenen. „...sind die Bluejam-Piratenbande.“ Mia schlug sich entsetzt die Hände vor den Mund. Das konnte nur eines bedeuten: Sie waren ihretwegen hier! Wie konnte sie nur so dumm sein und nicht weiter über diese drei Typen von gestern nachdenken? Hatten sie nicht gesagt, dass auf ihren Kapitän ein Kopfgeld von 25 Millionen Berry ausgesetzt wäre? Natürlich würde er sie nicht einfach in Ruhe lassen! Sanji bemerkte ihre Reaktion und flüsterte ihr zu: „Das ist die Bande von diesen drei Dreckskerlen oder?“ Mia nickte geistesabwesend. „Das erklärt immer noch nicht, was ihr hier zu suchen habt.“ fuhr Jeff unbeirrt fort. „Ich bin auf der Suche nach einem hübschen Mädchen. Und es heißt, dass sich eine auf diesem Kahn hier befindet. Los, rückt sie raus!“ Langsam dämmerte Jeff, dass diese Typen wegen Mia hier waren. Allerdings hatte er keine Ahnung, woher sie von ihr wussten. „Ich weiß nicht, von wem ihr redet. Hier gibt es keine Mädchen, nur Köche. Also haut gefälligst wieder ab!“ Er hoffte inständig, dass Mia jetzt nicht irgendwo hinter ihm stand, doch leider wurde ihm dieser Wunsch nicht erfüllt. „Da, Bluejam, das ist sie!“ rief einer von den Typen, denen Mia und Sanji schon einmal begegnet waren. Es war der Kerl mit dem Kopftuch. „Und der da...“ Er deutete auf Sanji. „...hat uns zusammengeschlagen.“ „Soso, es gibt hier also keine Mädchen... Da sehe ich aber etwas anderes.“ antwortete Bluejam und leckte sich über die Lippen. Er ignorierte Jeff und ging schnurstracks auf Sanji zu, der sich schützend vor Mia gestellt hatte. Diese zitterte am ganzen Leib. Das war allein ihre Schuld! Wenn nun Jeff oder einem der anderen etwas zustoßen würde, wäre es nur ihretwegen. Was sollte sie tun? Vielleicht wäre es am besten, wenn sie einfach mit ihnen mitging. Dann würden wenigstens die anderen verschont bleiben. Unsicher machte sie einen Schritt nach vorne, aber Sanji hielt sie zurück. „Mach jetzt keine Dummheiten!“ flüsterte er ihr zu. „Wir machen diese Kerle schon fertig.“ Er nahm beruhigend ihre Hand, drückte sie fest und trat dann Bluejam mutig entgegen. „Ihr Schweine kriegt sie auf keinen Fall! Verschwindet von hier oder es gibt richtig Ärger!“ knurrte er bedrohlich. Doch Bluejam konnte er damit nicht besonders beeindrucken. „Wir werden ja sehen.“ sagte er leicht belustigt und zog eine Pistole aus der Tasche. „Jetzt hör mir mal zu, Kleiner. Wenn ich ein Mädchen haben will, dann hole ich mir ein Mädchen. Und davon werden du und deine Truppe von Kartoffelschälern mich nicht abhalten.“ „Achja?“ Sanji krempelte sich die Ärmel hoch und stürmte wütend auf den Typen zu, um ihm einen kräftigen Tritt zu verpassen. Doch dieser wich ihm geschickt aus und grinste hämisch. „Du hast echt nichts drauf, Kleiner. Es wäre wirklich besser für dich, wenn du mir aus dem Weg gehst. Ansonsten muss ich dich leider umlegen.“ „Vergiss es!“ Weiterhin versuchte der Smutje, den Piratenkapitän mit seinen Beinen zu treffen. Aber diesem gelang es immer wieder, im letzten Moment an ihm vorbeizuschlüpfen. Nach einer Weile gähnte er hochmütig. „Du langweilst mich langsam. Los, Jungs! Schnappt euch das Mädchen!“ „Nur über meine Leiche!“ rief Sanji und schlug einen nach dem anderen von den Piraten zu Boden. Bei diesen Schwächlingen musste er sich nicht einmal sonderlich anstrengen. Nach zehn Minuten war schließlich nur noch Bluejam übrig. Dieser wurde langsam fuchsteufelswild. „Du willst sterben? Das kannst du gerne haben!“ Er erhob seine Pistole und richtete sie auf Sanji, der sich jedoch nicht davon stören ließ. Er war weit genug von ihm entfernt und bereit auszuweichen, sobald er einen Schuss abfeuerte. Aber plötzlich bewegte sich Bluejams Hand zur Seite, bis der Lauf der Pistole auf Mia zeigte, die noch immer schockiert und unbeweglich dastand. Er grinste noch einmal siegesgewiss und drückte ab. „NEIN!“ Mit wenigen Schritten war Sanji bei Mia angelangt und hatte sich genau vor die Kugel geworfen. Sie traf ihn etwa in Hüfthöhe in die Seite. Er schrie auf und brach keuchend zusammen. „Sanji!“ rief Mia bestürzt aus. Sofort kniete sie neben ihm auf dem Boden. Durch seine schwarze Jacke sickerte langsam Blut und tropfte auf den Boden. Sanji sah röchelnd zu ihr auf. Er konnte nicht sprechen. „Sanji! Nein! Tu mir das nicht an!“ Sie hob seinen Kopf vorsichtig etwas an und strich ihm über die Wange. Nicht wenige brennende Tränen liefen an ihrem Gesicht hinunter und landeten auf seinem Jackett. Aber plötzlich packte sie eine riesige Hand von hinten am Arm und zerrte sie in die Höhe. „So, Kleine. Keine Mätzchen mehr! Du kommst jetzt mit mir!“ In diesem Moment ertönte ein weiterer Pistolenschuss und Bluejams Hand ließ Mia los, während er leblos zu Boden fiel. Sie blickte geschockt auf und sah Jeff neben sich, der die Pistole noch immer erhoben hatte. „Verdammt!“ sagte dieser. „Das hätte ich schon viel eher tun sollen!“ Hasserfüllt blickte er auf den Piratenkapitän, der nun niemanden mehr in Angst und Schrecken versetzen würde. „Schafft diesen Abschaum hier weg!“ befahl er seinen Mitarbeitern. Dieses miese Schwein! Er hatte genau gewusst, dass Sanji dazwischen gehen würde. Nur deshalb hatte er auf Mia geschossen, das war Jeff klar. Besorgt sah er auf Sanji herunter, der noch immer stark blutete und mit zusammengekniffenen Augen irgendetwas murmelte. Mia kniete wieder neben ihm und presste verzweifelt ihre Hände auf seine Wunde, um die Blutung irgendwie zu stillen. Sie konnte es nicht fassen. Vor nicht einmal 24 Stunden hatte er sie noch leidenschaftlich geküsst und jetzt lag er halbtot vor ihr am Boden. „Jeff, bitte hilf ihm!“ flehte sie ihren Onkel an und blickte mit tränenverschmiertem Gesicht zu ihm auf. „Das werde ich!“ versprach er ihr und beugte sich zu Sanji hinunter, um ihn aufzuheben und in sein Bett zu tragen. „Ruft einen Arzt! Schnell!“ Einige Stunden später hielt Mia immer noch die Hand von Sanji, der mittlerweile in seinem eigenen Bett lag. Jeff und der Arzt, der von einer Nachbarinsel stammte, waren über ihn gebeugt und musterten ihn kritisch. „Komm schon, Junge! Bitte wach auf!“ sagte der Chefkoch verbissen. Der Arzt hatte die Kugel entfernt und seine Wunde fachgerecht verbunden, allerdings hatte er zuvor sehr viel Blut verloren und es war unklar, ob seine inneren Organe verletzt waren. Die ganze Zeit schon glänzte sein Gesicht vor Schweiß und er wälzte sich unruhig hin und her. Jeff machte sich große Sorgen um ihn. Wenn er nicht bald wieder aufwachte, war es womöglich zu spät. „Sanji! Bitte, Kleiner, mach doch die Augen auf!“ Noch einmal legte er prüfend die Hand auf seine Stirn., Er hat so hohes Fieber! Was sollen wir nur dagegen machen?“ „Legen Sie ihm einen Beutel mit Eis auf die Stirn.“ sagte der Arzt. „Ihr habt es gehört! Los, holt einen Beutel Eis aus der Küche und beeilt euch!“ ranzte er einige der Köche an, die an der Tür versammelt standen. Diese stürzten sofort los und kamen nach wenigen Sekunden mit dem gewünschten Beutel zurück. Jeff legte ihn Sanji sofort auf die glühende Stirn und hoffte inständig, dass es etwas bewirken würde. Erst jetzt fiel ihm auf, wie viel ihm eigentlich an Sanji lag. Was sollte er tun, wenn er nicht wieder gesund wurde? Er hätte nie gedacht, dass ihm noch mal so etwas passieren würde. Einmal hatte er ihm ja bereits das Leben gerettet, doch jetzt fühlte er sich schrecklich hilflos. Dieses Mal konnte er einfach nichts tun, was ihm weiterhelfen würde. Verzweifelt blickte er in sein blasses, schmerzverzerrtes Gesicht. Um sich ein wenig zu beruhigen, stand er auf und schritt langsam von einer Seite des Zimmers zur anderen. Mia schaute kurz zu ihm auf, wandte sich dann jedoch sofort wieder Sanji zu. Sie hatte ihren Onkel noch nie so rastlos und besorgt erlebt. Aber es war auch kein Wunder. Ihr selbst war eigentlich die ganze Zeit über nur nach Schreien und Weinen zumute, aber ihr war bewusst, dass sie Sanji damit auch nicht weiterhelfen würde. So konzentrierte sie sich darauf, an seiner Seite zu sein, beruhigend über seinen Handrücken zu streichen und ihm innerlich Kraft zu wünschen. „Bitte, Sanji...“ flüsterte sie leise und neigte sich zu seinem Gesicht. „Du musst gesund werden, hörst du? Verlass mich jetzt nicht!“ Der Arzt richtete sich langsam auf. „Ich kann jetzt nichts mehr für ihn tun.“ sagte er. „Es liegt an ihm, ob er überlebt. Kühlen Sie weiterhin seine Stirn und sprechen sie ihm Mut zu. Wenn er die Nacht übersteht, hat er es geschafft.“ Mia und Jeff blickten missmutig zu ihm auf. Gab es denn sonst wirklich nichts, was sie tun konnten? Aber der Arzt hatte den Raum bereits verlassen. Mittlerweile war die Sonne untergegangen und der Himmel färbte sich immer dunkler, während Mia und Jeff weiterhin an Sanjis Bett wachten, seine Temperatur überprüften und ihm immer wieder einen frischen Eisbeutel auf die Stirn legten. Er war inzwischen nicht mehr so unruhig und wirkte fast so, als würde er schlafen. Als es Mitternacht schlug, sah Jeff seine Nicht aufmerksam an. Sie hatte tiefe Ringe unter den Augen und immer noch Tränenspuren im Gesicht. „Mia, geh ins Bett, Kleine!“ drängte er sie. „Du bist doch vollkommen erschöpft. Ich werde hierbleiben und auf ihn aufpassen.“ Doch sie schüttelte energisch den Kopf. „Auf keinen Fall! Es ist meine Schuld, dass er hier liegt. Das ist alles nur passiert, weil er mir das Leben gerettet hat. Da werde ich ihn jetzt nicht allein lassen. Ich li...“ Sie unterbrach sich schnell, um ihre Gefühle vor ihrem Onkel nicht zu zeigen, aber in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass sie sich in Sanji verliebt hatte. Er war ein fantastischer Mann und er hatte alles getan, um sie zu beschützen. Wenn er nicht wieder gesund wurde, würde sie sich das niemals verzeihen... Nach mehreren weiteren Stunden stand Jeff am Fenster und beobachtete schweigend den Sonnenaufgang, während Mia noch immer mit halb geschlossenen Augen an Sanjis Bett kniete. Beide schreckten plötzlich hoch, als sie ein trockenes Husten vernahmen. Gebannt sahen sie zu, wie Sanjis Hand langsam zu seiner Stirn wanderte. Stöhnend schlug er die Augen auf und blickte sich um. „Sanji...!“ Sofort lag Mia auf seiner Brust und weinte hemmungslos. Und auch Jeff wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, als er sich dem Bett näherte und Sanji erleichtert musterte. „Wie geht es dir, Junge?“ fragte er fürsorglich und setzte sich ebenfalls neben ihn. „Naja, ich fühle mich, als wäre ich gerade unter irgendein Schiff geraten, aber davon abgesehen...“ Dann sah er hinunter auf Mia, die immer noch leise weinte. „Hey...“ fügte er sanft hinzu und streichelte ihr liebevoll übers Haar. „Hast du dir etwa Sorgen um mich gemacht?“ Sie nickte schluchzend an seiner Brust, unfähig, ihn anzusehen. „Das ist süß von dir. Aber wegen so einer kleinen Wunde sterbe ich doch nicht. Ich bin viel stärker, als du vielleicht denkst.“ Um ihr das zu beweisen, versuchte er sich aufzurichten, musste dabei allerdings schmerzvoll aufkeuchen und erst einmal die Zähne zusammenbeißen. Die, kleine Wunde‘ tat wirklich entsetzlich weh. Mia blickte besorgt auf, während Jeff ihn grimmig zurechtwies: „Gib gefälligst nicht so an! Dein Leben hing am seidenen Faden! Du bleibst jetzt erst mal ein paar Tage im Bett, verstanden?“ „Wenn es sein muss.“ murrte Sanji. „Aber nur, wenn Mia mir Gesellschaft leistet.“ Auf ihren Lippen breitete sich daraufhin ein schwaches Lächeln aus und sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Das mache ich, keine Sorge!“ In den nächsten Tagen kümmerte Mia sich hingebungsvoll um Sanji und die beiden hatten wieder viel zu lachen. Aber als die Zeit verstrich und seine Wunde fast verheilt war, wurde allen klar, dass er demnächst das Baratie verlassen und zur Strohhutbande zurückkehren würde. Bei diesem Gedanken zog sich Mias Herz immer schmerzhaft zusammen, aber sie versuchte, sich vor ihm nichts anmerken zu lassen. Als er jedoch gerade dabei war, alles für seine Abreise vorzubereiten und ein paar Vorräte aus der Küche zu holen, hörte er ein Schniefen hinter sich und erblickte sie in einer Ecke des Raumes. „Mia?“ fragte er unsicher. Sie antwortete nicht. „Was hast du?“ Als er etwas näher an sie herantrat, bemerkte er, dass sie Tränen im Gesicht hatte. Er schloss sie fest in seine Arme. „Was ist denn?“ Zögernd begann sie zu erzählen, was sie bedrückte. Dass sie ihn wirklich lieb gewonnen hatte und ihn auf keinen Fall wieder verlassen wollte. Er musste lächeln. „Aber das ist doch kein Problem. Dann komm doch einfach mit mir und werde Piratin!“ Sie sah überrascht zu ihm auf. „Ist das dein Ernst? Das geht?“ „Ja! Das heißt, wenn du es möchtest. Ich weiß, das Leben als Pirat ist kein Zuckerschlecken, aber ich werde immer auf dich aufpassen, das verspreche ich dir. Und meine Freunde haben garantiert auch nichts dagegen. Du wirst sie bestimmt mögen, sie sind wirklich toll. Und...“ setzte er flüsternd hinzu und lehnte liebevoll seine Stirn gegen ihre „...du glaubst gar nicht, wie glücklich du mich machen würdest.“ Er gab ihr einen zärtlichen Kuss, bevor er weitersprach: „Also, was meinst du? Begleitest du mich?“ Überglücklich fiel sie ihm um den Hals. „Ja! Auf jeden Fall!“ Wenige Tage später befanden sich Mia und Sanji auf seinem kleinen Schiff und waren auf dem Weg zur Thousand Sunny, die auf Namis Heimatinsel vor Anker lag. Sie hatten etwa die Hälfte der Strecke geschafft und würden morgen Abend in Kokos eintreffen. Sanji war gerade dabei, den Kurs noch einmal zu überprüfen, aber es hatte sich seit dem letzten Mal nichts verändert. Der Wind wehte exakt aus der Richtung, die sie brauchten, die See war ruhig und es waren so gut wie keine Wolken am Himmel. Plötzlich lief Mia zur Reling und rief überrascht: „Schau mal! Da ist eine Insel!“ Sanji sah in die besagte Richtung und erblickte ebenfalls eine kleine Insel, die überwiegend von Palmen bedeckt war. „Ja, du hast Recht. Und sie scheint nicht bewohnt zu sein. Wollen wir an Land gehen?“ „Haben wir denn die Zeit dazu?“ „Sicher, wir können auch einen Tag später ankommen, das ist völlig egal.“ „Super! Dann könnten wir doch gleich dort übernachten. Auf dem Schiff ist es irgendwie schrecklich unbequem.“ Auf Sanjis Schiff gab es keinen Schlafraum, sondern lediglich eine Hängematte in der Kombüse, mit der Mia sich nicht so recht anfreunden konnte. Zumal Sanji dafür auf dem Boden schlafen musste. „Gerne. Warum nicht?“ So steuerten sie auf die Insel zu und gingen dort vor Anker. Es war mittlerweile spät am Nachmittag und die Sonne würde bald untergehen. Die Insel schien nicht besonders weitläufig zu sein, aber um dort zu übernachten reichte es natürlich allemal. Freudig sprang Sanji von Bord und ließ sich in den weichen weißen Sand fallen. Nur wenige Meter von ihm entfernt standen die ersten hochgewachsenen Palmen und auch andere tropische Pflanzen und das Meer, das direkt vor seinen Füßen lag, war kristallklar und rauschte verlockend. „Hey, ich habe eine super Idee!“ rief er aus und sprang wieder auf die Füße. Mia, die ihm gerade Gesellschaft leisten wollte, horchte gespannt auf. „Wie wäre es, wenn wir ein bisschen schwimmen gehen? Das Wasser ist bestimmt herrlich!“ Mia sah ein wenig skeptisch aus. „Bist du sicher? Ich weiß nicht...“ Sanjis Begeisterung schwand. „Du willst nicht?“ „Doch, ich würde gern, aber ich mache mir Sorgen um deine Wunde. Bist du sicher, dass es gut wäre, wenn du jetzt damit ins Wasser gehst? Sie ist noch nicht richtig verheilt. Ich will nur nicht, dass dir etwas passiert.“ Besorgt blickte sie ihn an, doch er wollte sich nicht unterkriegen lassen. „Ach was, das ist doch schon total lange her! Da kann garantiert nichts mehr passieren! Also komm schon, lass uns schwimmen gehen! Wer weiß, wann wir wieder die Gelegenheit dazu bekommen. Bitte!“ Mitleidserregend guckte er sie an und schließlich ließ sie sich erweichen. „Oh, na gut! Aber wenn irgendetwas mit der Wunde sein sollte, musst du es mir sagen und wir gehen sofort raus, versprochen?“ „Versprochen.“ „Gut, warte einen Moment. Ich bin gleich wieder da!“ Sie zwinkerte ihm kurz zu und verschwand im Inneren des Schiffes. Sanji legte leicht den Kopf schief., Was hat sie denn jetzt vor?‘ fragte er sich neugierig. Wenige Minuten später erhielt er eine Antwort darauf. Als er sich gerade dem Meer zugewandt hatte und leicht verträumt die Wellen beobachtete, legte sich plötzlich ein Schatten über seine Augen und er sah nur noch schwarz. „Hey, was soll das?“ fragte er lachend und legte seine Hände auf die, die gerade seine Augen zuhielten. Behutsam schob er sie zur Seite und drehte sich um. Seine Augen weiteten sich vor Erstaunen und er stieß einen leisen Pfiff aus. Mia trug einen knappen roten Bikini, der perfekt auf ihrem wohlproportionierten Körper zu sitzen schien. Geschmeidig umspielte er ihre glatte helle Haut und machte neugierig auf das, was darunter lag. „Du siehst echt klasse aus!“ meinte er bewundernd und betrachtete sie ausgiebig von oben bis unten. „Danke.“ antwortete sie verschmitzt lächelnd. „Machst du dich dann auch fertig oder soll ich lieber allein gehen?“ „Äh wie? Oh...“ Entsetzt bemerkte er, dass er immer noch Hose und Jackett anhatte und machte sich so schnell wie möglich daran, sie auszuziehen. Nur seine Boxershorts behielt er an, den Rest ließ er einfach im Sand liegen. Mia war bereits vorgegangen und testete mit ihren Füßen das Wasser aus. Eine leichte Brise wehte ihr entgegen und ließ ihre violetten Haare sanft in seine Richtung flattern. Er konnte sich einfach nicht von diesem Anblick abwenden und ging langsam immer näher an sie heran, bis sie sich mit einem Ruck zu ihm umdrehte, ihn anlächelte und ihm mit einem verführerischen Blick bedeutete, mit ins Wasser zu kommen. Er ließ sich nicht zweimal bitten und bald hatten sie sich in die angenehm warmen Fluten gestürzt und sich ein wenig von den Wellen treiben lassen. Die Sonne war jetzt soweit gesunken, dass sie am Horizont das Meer zu berühren schien und sowohl den Himmel als auch das Wasser vollständig in einem wunderschönen rot-orangenen Farbton anmalte. Mia war begeistert von diesem Bild. „So einen schönen Sonnenuntergang habe ich noch nie gesehen!“ ließ sie glücklich vernehmen. Sanji musste ihr begeistert zustimmen. „Aber es gibt da noch etwas, was schöner ist als alles, was ich je gesehen habe.“ sagte er und schwamm so dicht es ging an sie heran. „Was meinst du?“ „Dich!“ flüsterte er und hauchte ihr im selben Moment einen Kuss auf die Lippen. Sie wartete einige Sekunden, dann brach sie den Kuss ab, streichelte ihm sanft über die Wange und verschwand plötzlich unter Wasser. Sanji folgte ihr ein wenig verdutzt. In relativ kurzer Zeit holte er sie ein und schlang von hinten seine Arme um ihre Taille, um sie nicht wieder entwischen zu lassen. Als hätte sie genau darauf gewartet, drehte sie sich um, legte ihre Hände um sein Gesicht und küsste ihn leidenschaftlich. Sanji erwiderte den Kuss nur zu gerne und ihre Zungen lieferten sich ein heißes Spiel unter Wasser. Es dauerte eine ganze Weile, bis ihnen langsam der Atem ausging und sie gezwungen waren, wieder aufzutauchen. Aber diese Unterbrechung blieb nur kurz. Wiederum versanken sie in einem tiefen Kuss, wobei Mias Finger weiter nach oben glitten und ausgelassen durch seine Haare fuhren. Er ließ es sich gern gefallen, blieb aber währenddessen auch nicht untätig. Vorsichtig wanderten seine Hände zum Verschluss ihres Bikinioberteils. Ein wenig unsicher blickte sie zu ihm auf. Wollte sie das wirklich? Ging das nicht etwas zu schnell? Aber er sah sie so liebevoll und zärtlich an, dass ihre Zweifel wie weggeblasen waren. Sie wusste, dass er ihr niemals wehtun würde. Ihr Herz hämmerte wie wild in ihrer Brust, aber dennoch lehnte sie sich entspannt an seine Schulter und ließ ihn gewähren. Innerhalb weniger Sekunden hatte er den Verschluss geöffnet, aber anstatt ihn ihr auszuziehen, fuhr er mit seinen Fingerspitzen unsichtbare Linien auf ihrem Rücken entlang, was sie dazu veranlasste, genießerisch die Augen zu schließen und mit ihren sinnlichen Lippen über sein Schlüsselbein bis zu seinem Hals zu wandern. Er legte zufrieden seufzend den Kopf in den Nacken und ließ ihr freien Lauf. Ihre Finger strichen vorsichtig über seine Schultern, seine Oberarme und seine Brust, die sich allmählich hob und senkte. Doch sie konnte spüren, dass auch sein Herz in einem schnelleren Takt schlug als sonst. Sie schmiegte sich ganz eng an ihn und strich von seinem Hals über seinen Nacken bis hin zu seinen Schulterblättern. Er hielt dabei einfach still und genoss jede ihrer Berührungen, bis sie ihn plötzlich losließ und ihn bat, die Augen zu schließen. Etwas erstaunt gehorchte er. Mia prüfte kurz, ob er auch wirklich nichts sehen konnte, dann streifte sie sich langsam ihr Bikinioberteil von den Schultern und wickelte es um ihr Handgelenk, damit es nicht verloren ging. Behutsam nahm sie seine Hände und legte sie auf ihren Oberkörper. Er holte tief Luft. Man konnte ihm fast ansehen, wie heiß ihm innerlich wurde. „Darf ich die Augen wieder aufmachen?“ fragte er mit leicht heiserer Stimme. „Noch nicht.“ flüsterte sie neckisch und streichelte ein wenig über seine Handrücken. „Aber ansonsten kannst du tun, was du willst.“ Er ließ sich nicht lange bitten und fuhr mit seinen Händen erst sehr sachte, dann immer stürmischer und leidenschaftlicher über ihren Körper. Mia hielt sich währenddessen an seinen Schultern fest und konnte ein gelegentliches Aufstöhnen nicht unterdrücken. Noch nie hatte ein Mann sie dort berührt. Es war zunächst sehr ungewohnt, aber es fühlte sich wahnsinnig gut an. Man konnte fast den Eindruck bekommen, dass Sanji sein Leben lang nichts anderes getan hatte. Seine Berührungen waren unglaublich sanft und vorsichtig, aber trotzdem voller Hingabe und Mia spürte, wie ihre Haut regelrecht zu glühen begann. Schließlich wanderten seine Hände so weit nach oben, dass er sie auf ihre Wangen legte, sie dicht an sich heranzog und seine Lippen fast ein wenig ungestüm auf ihre sinken ließ. Als sie sich wieder voneinander lösten, brach er letztendlich sein Versprechen und blickte tief in ihre funkelnden Augen, die das letzte schwache Licht des Tages widerspiegelten. Sie sahen sich einen Moment lang an, nickten sich zu und schwammen wieder zurück an den Strand, wo der warme, weiche Sand bereits auf sie zu warten schien. Noch immer wehte ein leichter Wind vom Meer her und strich ihnen sanft um die Schultern, bis er weiter nach oben zog und seinen Weg bis hin zum sternenübersäten Himmel suchte. Auch der Mond, obwohl er dieses Mal nicht in voller Größe zu sehen war, stand bereits hoch über ihnen und beleuchtete das Geschehen mit silbrigem Licht. Sanji ging ein Stück zur Seite und malte mit seinem Fuß etwas in den Sand. Bei näherem Hinsehen erkannte Mia, dass es sich um ein Herz mit einem Pfeil durch die Mitte handelte. Doch dann erreichte auch schon die nächste Welle den Strand und verwischte das Bild wieder. Lächelnd trat sie an ihn heran und umarmte ihn stürmisch, was er prompt erwiderte. Daraufhin ließen sich die beiden einfach achtlos in den Sand fallen und setzten ihr sinnliches Spiel fort. Es dauerte nicht einmal fünf Minuten, dann befanden sich beide Teile von Mias Bikini sowie Sanjis Boxershorts ungeachtet bei den restlichen Kleidungsstücken und alles, was sie an diesem Abend noch auf ihrer Haut fühlten, waren Sand und der jeweils andere. Immer wieder fielen winzige Tropfen salziger Flüssigkeit von Sanjis blonden Haaren auf Mias Körper, während er sie mit seinen geschickten Händen leidenschaftlich verwöhnte. Ein leises Stöhnen entfuhr ihrem Mund, als er ihre Haut mit endlosen zärtlichen Küssen bedeckte. Genüsslich leckte er alles Salz von ihrer Haut, bis er auf den süßen Geschmack darunter stieß, der ihm die Sinne vernebelte. „Du riechst so verdammt gut.“ hauchte er ihr zu, während er sich über sie beugte und seine Zunge über ihren Hals und weiter nach unten gleiten ließ. Jede seiner Berührungen löste ein angenehmes Prickeln unter ihrer Haut aus. Ihr lustvolles Seufzen wurde immer intensiver und trat in immer kürzeren Abständen auf. Ihm entging keineswegs, welche Wirkung seine Zärtlichkeiten auf sie hatten und er freute sich ungemein darüber, dass es ihr so gut gefiel. Nach und nach machte er sich daran, jeden Zentimeter ihres Körpers mit seinen Lippen zu erkunden. Mia glaubte, sie müsse sterben. Es fühlte sich einfach alles so berauschend und wundervoll an, das konnte doch gar nicht wahr sein. Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als ihm noch näher zu sein, seinen Körper und seine Seele zu spüren. Geschmeidig strichen ihre Finger über seine Arme hinauf zu seiner Brust, die vor Erregung erbebte. Er keuchte leise auf und blickte in ihr lächelndes Gesicht. Ihre Hände bewegten sich langsam weiter nach unten, wo sie auf seinen Verband trafen. Sie war überrascht, dass dieser schon wieder fast völlig trocken war und immer noch in bester Ordnung zu sein schien. Darunter konnte sie seine kraftvollen Bauchmuskeln fühlen, die sie schon immer sehr anziehend gefunden hatte. Sie hielt sich eine Weile daran auf und glitt dann noch einige Zentimeter weiter hinunter. Dort setzte sie ihre Finger geschickt ein, um ihn ebenfalls ein wenig zu verwöhnen. Jetzt war er an der Reihe, langsam den Verstand zu verlieren. Ihm entwich ein zufriedener Laut des Wohlgefallens, er schloss entspannt die Augen und atmete dabei tief ein. Nach einigen Minuten, die er wohl nie wieder vergessen würde, konnte er es nicht mehr aushalten und brach keuchend zusammen. Mia schloss daraufhin fest die Arme um ihn und streichelte ihm behutsam über den Rücken. Er stützte sich nun mit seinen Unterarmen auf den Sand neben ihrem Kopf und sah ihr tief in die Augen. Sie spürte die angenehme Wärme, die von ihm ausging. „Sanji...“ sagte sie leise, legte eine Hand in seinen Nacken und fuhr ihm leicht durchs Haar. Abermals versanken sie in einem tiefen Kuss. Sanji fragte sich, was wohl in diesem Moment in ihr vorging. War sie glücklich? Was fühlte sie, wenn er sie berührte? Wäre sie einverstanden, wenn sie miteinander... Plötzlich fiel ihm auf, dass er schon die ganze Zeit mit all seinem Gewicht auf ihr lag. Erschrocken wollte er sich aufrichten, doch sie hielt ihn fest. „Bitte bleib hier!“ hauchte sie ihm ins Ohr. „Aber...“ meinte er zögerlich. „...ich will dir nicht wehtun.“ Sie sah ihn liebevoll an, hob ihre Hand und strich ihm damit zärtlich über die Wange „Mach dir keine Sorgen. Das kannst du gar nicht... Und außerdem... will ich es auch. Ich will mir dir schlafen.“ „Bist du sicher?“ „Absolut. Ich liebe dich.“ Sein Herz setzte für einen kurzen Moment aus. Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Diese drei Worte, nach denen er sich so sehr gesehnt hatte, seit dem Abend, an dem sie sich das erste Mal geküsst hatten? Glücklich bedeckte er ihre Lippen mit seinen. „Ich liebe dich auch.“ Er hob seine Arme aus dem Sand, beugte sich wieder über sie und bewegte seinen Unterkörper vorsichtig nach unten, bis sein Becken ihres berührte und sie ihn in sich spüren konnte. All ihre Sinne schienen völlig verrückt zu spielen. Nachdem der erste Schmerz verflogen war, überkam sie ein unheimlich tolles Gefühl, das auch von Sanji Besitz ergriff. Sachte begann er, sich zu bewegen, wobei er genau darauf achtete, sie in keiner Weise zu verletzen. Nach und nach steigerte er seine Geschwindigkeit und Intensität immer weiter und gab sich dabei alle Mühe, um sie zufriedenzustellen. Bald konnte Mia kleine Schweißperlen erkennen, die sich auf seiner Stirn sammelten. Sie war tief beeindruckt, dass er sich so für sie anstrengte. Seine Finger krallten sich tief in den Sand, sein ganzer Körper war angespannt und sein Keuchen wurde immer schneller und lustvoller. Auch ihr wurde zunehmend heißer und immer öfter verließ ein verzweifeltes Stöhnen ihre Lippen. Die nächsten Minuten - oder waren es Stunden? - waren schlichtweg fantastisch. Plötzlich überkam Mia eine ganz eigenartige Emotion. Selbst wenn sie gewollt hätte, so hätte sie keine Worte dafür finden können. Es war einfach unbeschreiblich schön. Sie fühlte sich so leicht und frei und einfach nur glücklich. Entspannt schloss sie die Augen und versuchte ihren Gefühlen mit ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen. Dann, nur kurze Zeit später, hörte sie ein heiseres Aufstöhnen über ihr. Auch Sanji schien jetzt etwas Ähnliches zu fühlen. Er hielt in seinen Bewegungen inne, legte den Kopf in den Nacken und genoss diese wunderschönen Sekunden. Er fühlte sich unendlich erleichtert, aber auch vollkommen fertig. Langsam richtete er sich auf, befreite seine Hände und ließ sich erschöpft rücklings in den Sand fallen. Mia blieb noch eine Weile ausgestreckt liegen. Auch sie war völlig entkräftet, aber dennoch hatte sie noch nie etwas Schöneres empfunden. Langsam drehte sie sich auf die Seite und sah zu Sanji, der die Augen geschlossen hatte und bemüht war, seinen Atem etwas zu beruhigen. Liebevoll legte sie die Arme um ihn und schmiegte sich eng an seine Brust, die sich zügig hob und senkte, was aber mit der Zeit deutlich nachließ. Auch sein Herz schlug langsam wieder in normalem Tempo. Sanft schloss er sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. Zufrieden mit sich und der Welt kuschelten sie sich in ihr weiches Bett aus Sand und ließen sich von der Nacht zudecken. Nur der silbrige Mond und das Meer waren Zeuge, als sie sich ein letztes zärtliches „Gute Nacht.“ zuhauchten und in einen friedlichen Schlaf sanken. Und die beiden konnten sicher schweigen... Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen. Das war übrigens die zweitlängste Story. Also je nachdem, ob es euch zu lang oder zu kurz war, habt ihr noch die Chance, die anderen Geschichten zu lesen^^ Falls ihr Anregungen oder Kritik habt oder euch sonst irgendwie dazu äußern wollt, freue ich mich sehr über eure Kommentare und Bewertungen  Eure Pani21

36.53 % der User hatten die Auswertung: Dein Lover ist: Ace Deine Lovestory: Endlich hatte Sakura ihren wohlverdienten Urlaub! Sie war gerade auf der Ferieninsel der Grandline angekommen und hatte ihr Zimmer in einem renommierten 4-Sterne-Hotel bezogen. Abends, als sie gerade dort unter der Dusche stand, schweiften ihre Gedanken mal wieder zu einem Thema, das sie schon lange beschäftigte. Sie war nun schon 20 Jahre alt und hatte immer noch keinen Freund gehabt, ja nicht einmal annähernd irgendeine Art von Beziehung zu einem männlichen Individuum. Dabei wünschte sie sich schon so lange einen Freund. In ihrer Vorstellung hatte er dunkle Haare, einen unglaublich attraktiven Körper und ein süßes Lächeln. Aber im Grunde wäre sie schon zufrieden, wenn er ganz normal aussehen würde. Solange er sie nur bedingungslos liebte. Aber wo, um Himmels Willen, sollte sie so einen Mann finden? Und warum sollte er sich ausgerechnet für sie interessieren? Es würde wohl für immer ein Wunschtraum bleiben. Gedankenversunken stellte sie die Dusche aus und seufzte. In dem Moment, als das Plätschern des warmen Wassers aufhörte, spürte sie einen leichten Luftzug. Dann, wie aus dem nichts, tauchte vor ihr plötzlich eine Hand auf, die den Duschvorhang auf einer Seite packte und mit einem Ruck zur Seite zog. Und auf einmal stand ihr ein junger Mann gegenüber. Das Auffälligste an ihm war sein Oberkörper, der, bis auf eine große rote Kette um seinen Hals, eine Tätowierung am Arm und eine auf seinem Rücken, die sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehen konnte, vollkommen nackt war. Und das war durchaus ein reizvoller Anblick. Seine stattliche Brust war muskulös und wohlproportioniert und seine Bauchmuskeln bildeten ein perfekt ausgearbeitetes Sixpack. Darunter trug er eine knielange, schwarze Hose, die einen knackigen Po sowie zwei athletische Beine erahnen ließ und auf dem Kopf hatte er einen auffälligen, orangen Hut, der seine etwas längeren, rabenschwarzen Haare teilweise verdeckte. Sein schönes Gesicht zierten einige Sommersprossen und seine Augen waren tief schwarz und funkelten geheimnisvoll. Nachdem sie nur für einen Sekundenbruchteil seinen wundervollen Körper betrachtet hatte, blieb ihr Blick an diesen erstaunlichen Augen hängen. Und diese waren ebenfalls auf sie gerichtet und weiteten sich gerade vor Überraschung. In der Annahme, dass mit der Dusche irgendetwas nicht stimmte, wollte er nachsehen, was los war und war ebenfalls mehr als verblüfft, sich plötzlich einer jungen Frau gegenüber zu sehen. Unbewusst war sein Blick für kurze Zeit über ihre langen Beine, ihre schmale Taille und ihren wohlgeformten Oberkörper gewandert, die allesamt von feinen Wassertröpfchen bedeckt waren. Dann nahm er ihre langen, braunen Haare wahr, welche in leichten Wellen an ihrem Körper hinabfielen. Und schließlich blickte er in ihr hübsches Gesicht und wurde von einem Paar leuchtender, blau-grüner Augen in den Bann gezogen. Mehrere Sekunden lang starrten sie sich einfach nur an, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Bis ihnen beiden plötzlich schlagartig bewusst wurde, was hier gerade vor sich ging. Obwohl es ihn einige Mühe kostete, sich von diesem faszinierenden Anblick loszureißen, versuchte Ace krampfhaft sich an seine guten Manieren zu erinnern. So drehte er sich möglichst schnell zur Seite und wandte verlegen den Blick ab. Sie hingegen zuckte zusammen und merkte, wie Panik in ihr aufstieg., Ich bin nackt. Verdammt! Ich bin völlig NACKT! Er kann alles sehen! ALLES!‘ ging es ihr durch den Kopf. Während ihr Gesicht vor Scham knallrot anlief, schlang sie hilflos die Arme um ihren Körper, um sich wenigstens halbwegs zu bedecken. Dann begann sie, ihn wütend anzuschreien: „Hey, was bildest du dir eigentlich ein? Raus hier! Verschwinde, du Perverser!“ Er wusste nicht wirklich, was er darauf erwidern sollte. Ganz offensichtlich hatte er einen Fehler begangen und sie in eine mehr als unangenehme Situation gebracht. Ebenfalls leicht rot im Gesicht blickte er hilflos nach allen Seiten und griff schließlich nach einem Handtuch, das er ihr ohne Hinzusehen reichte. „Verzeihung.“ murmelte er leise. „Das muss ein Missverständnis sein.“ Sie zitterte nun beinahe vor Wut und glaubte ihm natürlich kein Wort, aber dennoch schnappte sie nach dem Handtuch und wickelte es schleunigst um ihren Körper. Nun fühlte sie sich zumindest etwas sicherer. Gerade wollte sie ihn wieder anschreien, als plötzlich die Tür lautstark geöffnet wurde und die Hotelbesitzerin hereinstürmte. Sie entschuldigte sich tausendmal bei ihnen beiden und erklärte, dass alles tatsächlich ein Missverständnis sei. Der junge Mann sollte eigentlich das Zimmer nebenan bekommen, aber durch einen Fehler der Rezeption hatte man ihm aus Versehen den falschen Schlüssel gegeben. Ohne einem von ihnen die Gelegenheit zu geben, noch irgendetwas dazu zu sagen, geleitete sie ihn hinaus. Er warf ihr beim Gehen noch einen entschuldigenden Blick zu, ließ sich dann aber mit hängenden Schultern abführen. Und sie blieb sprachlos und tropfend zurück. Zum Glück war die Hotelbesitzerin danach noch einmal zurückgekommen und hatte ihr für die Unannehmlichkeiten einen ordentlichen Preisnachlass angeboten, sonst hätte Sakura sich sicher an höherer Stelle beschwert. So betrachtete sie den Vorfall als geklärt. Aber das Bild dieses jungen Mannes ließ sie den ganzen Abend lang nicht mehr los. Noch im Bett lag sie stundenlang wach und dachte über diese seltsame Begegnung nach. Dabei verspürte sie eine Mischung aus tiefer Scham, Bewunderung und Neugier. Einerseits konnte sie noch immer nicht fassen, dass sie vollkommen nackt vor einem völlig Fremden gestanden hatte. Noch immer könnte sie innerlich schreien, wenn sie daran dachte. Wenn sie ihm jemals wieder begegnen sollte, würde sie vor Verlegenheit sicher im Boden versinken. Und andererseits würde sie ihm eigentlich ganz gern wieder begegnen... Immerhin hatte sie ihn, wenn auch nur kurz, ebenfalls von oben bis unten gemustert und war tief beeindruckt von dem, was sie gesehen hatte. Er schien etwa im gleichen Alter wie sie zu sein und er war unbestreitbar unglaublich attraktiv. Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, würde sie denken, dass er die leibhaftige Version ihrer Vorstellung von einem perfekten Mann darstellte, der mal eben so ihren vorigen Gedanken entsprungen war. Wie konnte jemand nur so gut gebaut sein? Es stand natürlich auch noch die Frage im Raum, warum er überhaupt in diesem Aufzug durch die Gegend lief. Wer war er? Was machte er - augenscheinlich allein - auf dieser Insel? Und was mochte ihm durch den Kopf gegangen sein, nachdem er sie so unter der Dusche überrascht hatte?, Ob er wohl auch gerade daran denkt?‘ fragte sie sich., Ach, wahrscheinlich ist er viel hübschere Frauen gewohnt. So toll, wie er aussah...‘ Was sie nicht wusste, war, dass nur wenige Meter von ihr entfernt, lediglich getrennt durch eine dünne Betonwand, Ace ebenfalls auf seinem Hotelbett lag und an eben diese Situation dachte. Er hatte die Arme über dem Kopf verschränkt, starrte an die dunkle Zimmerdecke und musste immer wieder unvermittelt seufzen. Dieses Bild ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. So einen perfekten Frauenkörper hatte er noch nie gesehen. Zugegeben, er hatte ohnehin nicht viele Erfahrungen mit Frauen, aber bisher hatte er auch noch nie das geringste Interesse daran verspürt. Aber nun war irgendetwas mit ihm passiert, was er sich nicht erklären konnte. Irgendwie hatte er das starke Bedürfnis, sie wiederzusehen. Aber wie sollte er das anstellen, nach diesem peinlichen Vorfall? Sicher war sie noch immer nicht besonders gut auf ihn zu sprechen. Sollte er sich noch einmals in aller Form bei ihr entschuldigen? Aber eigentlich hatte er auch nichts falsch gemacht. Nun gut, er hätte sich vielleicht vorher vergewissern können, dass kein menschliches Wesen unter dieser Dusche stand, indem er einfach gefragt hätte. Allerdings wäre er dann auch nie in den Genuss dieses wunderbaren Anblicks gekommen. Hach, warum musste denn alles so kompliziert sein? Ein paar Tage vergingen, in denen die beiden nichts voneinander sahen oder hörten. Dann, eines schönen Nachmittags, ging Sakura gerade nichts ahnend auf der Hotelterrasse entlang. Inzwischen war der gutaussehende junge Mann in ihrem Gedächtnis ins Hintertreffen geraten und sie hatte sich beinahe schon mit dem Gedanken abgefunden, dass er sicherlich bereits wieder abgereist war. Doch dann stand er plötzlich ganz unvermittelt - und wie üblich mit freiem Oberkörper - vor ihr und sah sie überrascht an. Erschrocken machte sie einen schnellen Schritt rückwärts, musste aber feststellen, dass dort bereits eine Sonnenliege stand. In ihrer Bewegung stolperte sie ungeschickt darüber und landete - wie könnte es auch anders sein - geradewegs im Hotelpool. Er lief erschrocken zum Rand des Pools und beobachtete etwas unbeholfen, wie sie prustend und nach Luft schnappend wieder auftauchte. Er wäre ihr sehr gern zu Hilfe geeilt, aber da er dank seiner Teufelsfrucht unglücklicherweise nicht schwimmen konnte, wäre das ein sehr sinnloser Rettungsversuch geworden. So blickte er selbst ein wenig verlegen zu ihr hinunter und fragte sie besorgt, ob alles in Ordnung wäre. „J-ja.“ gab sie ein wenig hustend zurück. „Darf ich dir helfen?“ Sie beäugte unglücklich die Hand, die er ihr entgegenhielt., Na toll.‘ dachte sie., Noch peinlicher geht es ja wohl gar nicht. Aber ob ich mir jetzt von ihm helfen lasse oder nicht, ist letztendlich auch egal.‘ So ergriff sie seine Hand und ließ sich von ihm aus dem Wasser ziehen, was für ihn offenbar eine Leichtigkeit darstellte. Als sie vor ihm stand, schaute sie ihm kurz ins Gesicht und senkte dann peinlich berührt den Blick. Er versuchte ernst zu bleiben, aber seine Mundwinkel begannen verdächtig zu zucken und er konnte sich den Anflug eines Lächelns nicht verkneifen. „Du hattest es wohl sehr eilig, von mir wegzukommen, was?“ fragte er sie amüsiert. Sie war mittlerweile wieder knallrot angelaufen und vermied es tunlichst, eine Antwort darauf zu geben. Während sie stur zu Boden blickte, wurde ihm bewusst, wie klitschnass sie war. Ihr weißes T-Shirt war dadurch mehr oder weniger durchsichtig und er sah schon wieder deutlich mehr von ihrem Körper, als er sehen sollte. So wandte er sich schnell von ihr ab und suchte zunächst einmal nach einem Handtuch, das er ihr vorsichtig um die Schultern legte. Nachdem sie sich einigermaßen abgetrocknet hatte, setzte sie sich auf die nächstgelegene Liege und beobachtete, wie er es ihr gleich tat. „Vielen Dank für das Handtuch.“ bemerkte sie, in Ermangelung einer Idee, was sie sonst zu ihm sagen sollte. „Keine Ursache.“ meinte er. „Überhaupt muss ich mich erst noch mal bei dir entschuldigen. Es tut mir wirklich leid, dass ich neulich Abend einfach so reingeplatzt bin. Es war echt nicht meine Absicht, dich beim Duschen zu überfallen. Ich bin ja davon ausgegangen, dass ich allein auf dem Zimmer bin und dachte, dass die Dusche vielleicht kaputt wäre.“ Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf. „Also ich hoffe mal, dass du mir verzeihen kannst.“ Sie blickte in sein nun ebenfalls leicht gerötetes Gesicht und musste lächeln. „Schon okay. Ich hab mich ja wieder von dem Schreck erholt. Beim nächsten Mal falle ich dann wahrscheinlich auch nicht mehr in den Pool, wenn ich dich sehe.“ Er sah sie dankbar an. Offenbar war sie nicht nur wahnsinnig hübsch, sondern hatte auch noch Sinn für Humor. Sie fuhr fort: „Darf ich fragen, wie du heißt?“ „Mein Name ist Ace.“ antwortete er arglos. „Ich bin... ähm... Seereisender. Und mit wem habe ich das Vergnügen?“ Nachdem sie ihm auch ihren Namen verraten hatte, kamen sie ins Gespräch und sie erfuhr, dass er von seinem Kapitän den Auftrag erhalten hatte, jemanden zu suchen. Er erwähnte nichts Genaues, erzählte aber, dass er die Hoffnung hatte, auf dieser Insel Informationen über diesen Typen zu bekommen. Und sie berichtete ihm von ihrer Arbeit als Wissenschaftlerin und dass sie nun eine wohlverdiente Auszeit nahm. Schließlich war fast eine Stunde vergangen und da sie nun wieder einigermaßen trocken war, wollte sie aufstehen, um wieder auf ihr Zimmer zu gehen. Da schaltete etwas bei ihm und er fragte plötzlich ganz unerwartet: „Darf ich dich heute Abend zum Essen einladen? Als Wiedergutmachung sozusagen.“ Sie war erst ein wenig verdutzt. Sollte das eine Einladung zu einem Date sein? Meinte er das ernst? Aber sie würde es wohl nur herausfinden, wenn sie sich darauf einließ. So antwortete sie lächelnd: „Naja, ich habe zufällig noch nichts anderes vor. Also gerne.“ Nachdem sie sich umgezogen hatte, trafen sie sich zur verabredeten Uhrzeit in der Hotel-Lobby und er führte sie in ein schickes Restaurant aus. Am Ende bezahlte er Gentleman-like die Rechnung und fragte sie dann, ob sie noch Lust auf einen Spaziergang hätte. Sie bejahte und so schlenderten sie die Promenade entlang bis zu einem abgelegenen Strandabschnitt, an dem sie ganz allein waren. Die Sonne stand inzwischen schon tief am Horizont und eine kühle Brise wehte durch die Luft. Er bemerkte eine zarte Gänsehaut auf ihren Armen. „Darf ich?“ Da er keine Kleidung trug, die er ihr hätte anbieten können, legte er sanft den Arm um ihre Schultern, was sie zunächst sehr überraschte. Aber schnell bemerkte sie, wie angenehm warm - ja geradezu heiß - er war und dass er überaus angenehm duftete. So kuschelte sie sich möglichst unauffällig an ihn und schaute verlegen zu ihm auf. Als ihre Blicke sich trafen, schien die Luft um sie herum plötzlich ein wenig zu knistern. Sie fühlte sich auf einmal wie in einem romantischen Film. Da ihr diese ungewohnte Nähe jedoch ein wenig unangenehm war, richtete sie ihre Augen zunächst wieder auf den Sonnenuntergang. „Das ist wunderschön.“ sagte sie leise und betrachtete die Verschmelzung der verschiedenen rötlichen Farbtöne, die sich am Himmel und auch im Meer widerspiegelten. „Du hast Recht,“ sagte er, „aber weißt du eigentlich, dass du tausendmal schöner bist?“ Mit diesen Worten drehte er sie sanft zu sich herum und legte seine Hand unter ihr Kinn, sodass sie zu ihm aufsehen musste. Ungläubig blickte sie in seine dunklen Augen, die offen und ehrlich zu ihr herabschauten. Offenbar meinte er es wirklich ernst. Ihr Herz begann wie wild zu klopfen, als er die Hand hob und ihr leicht durchs Haar strich. Dann legte er sie auf ihre Wange und neigte sich langsam immer weiter zu ihr hinunter. Sie schloss unsicher die Augen, öffnete aber leicht ihre Lippen, für den Fall, dass er wirklich das vorhatte, was sie glaubte. Nach einigen Sekunden gespannten Wartens wurde ihr bewusst, dass eine seiner Haarsträhnen sie leicht im Gesicht kitzelte und dann fühlte sie plötzlich seinen warmen Atem auf ihren Lippen. Sie waren sich jetzt unglaublich nah. Mit seiner zweiten Hand drückte er sie noch etwas fester an sich und in dieser Sekunde berührten sich schließlich ihre Lippen. Sofort wurde ihr warm bis in die Zehenspitzen und ein angenehmes Prickeln breitete sich in ihrem ganzen Körper aus. Sie spürte, wie er erst noch innehielt und auf eine Reaktion ihrerseits wartete. Also begann sie, den Kuss vorsichtig zu erwidern und hob die Hände, um sich an seinen starken Schultern festzuhalten. Nicht nur der Kuss, auch die Nähe seines - im doppelten Sinne - unwahrscheinlich heißen Körpers fühlte sich einfach fantastisch an. Sie konnte ihn riechen, fühlen und schmecken. Und auch für ihn war es ein unvergleichliches Gefühl. Er schloss hingebungsvoll die Arme um sie und ließ den Kuss immer intensiver und leidenschaftlicher werden. Erst presste er seine etwas rauen Lippen mehrmals gegen ihre, dann saugte er sanft an ihrer Oberlippe und setzte schließlich auch seine Zunge ein, um ihren süßen Mund zu erkunden. Sie hatte bisher noch nicht einmal von einem Zungenkuss zu träumen gewagt und stellte nun fest, wie wundervoll er sich anfühlte. Die Leidenschaft, die sie beide umfing, steigerte sich immer weiter, bis sie schließlich das Gefühl hatte, dass ihr der Atem ausging. Unfreiwillig löste sie sich von seinen Lippen und schnappte erst mal tief nach Luft. Daraufhin musste er lächeln. „Tut mir leid, da war ich wohl etwas zu stürmisch.“ meinte er verlegen. „Schon okay.“ sagte sie und schenkte ihm einen glühenden Blick, um ihm zu signalisieren, dass sie es dennoch gern wiederholen würde. In diesem Moment kam jedoch ein eisiger Luftzug vom Meer und ließ sie erschaudern. „Ich denke, wir sollten wieder zurückgehen.“ sagte er, zwar nicht ganz überzeugt, aber irgendetwas schien ihm zu sagen, dass es so am besten war. So legte er wieder seinen Arm um ihre Schultern und sie gingen, beiderseits ein glückliches Lächeln auf den Lippen, zurück zum Hotel. Nachdem sie mit dem Fahrstuhl bis hinauf an ihre Zimmertür gelangt waren, sahen sie sich betreten an. Wie sollte es nun weitergehen? Sollten sie die Nacht zusammen verbringen? Dieser Gedanke löste in ihr sowohl Vorfreude als auch Unbehagen aus. Das ging doch ein bisschen zu schnell oder? Immerhin war sie das erste Mal überhaupt einem Mann so nahe gekommen und nun auch gleich ihr erstes Mal mit ihm zu haben, schien ihr doch etwas voreilig zu sein. Und Ähnliches ging auch ihm durch den Kopf. Unschlüssig sahen sie sich in die Augen. Dann lächelte er und zog sie an sich, um ihr noch einmal einen innigen Kuss zu geben. „Ich denke, wir wissen beide, was wir jetzt tun sollten.“ sagte er. Und dann hauchte er ihr einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht, mein süßer Engel.“ flüsterte er. „Gute Nacht.“ gab sie glücklich und auch ein wenig erleichtert zurück und sah zu, wie er sich langsam auf den Weg zu seiner Zimmertür machte. Er war ganz offensichtlich nicht nur attraktiv, charmant und humorvoll, sondern auch noch überaus anständig. Was für ein einzigartiger, toller Mann! Nach einer allein verbrachten Nacht, in der sie natürlich von ihm träumte, ging Sakura morgens hinunter zum Frühstück und war mehr als glücklich, ihn dort direkt wieder zu treffen. Sie verbrachten den gesamten Vormittag zusammen und wollten sich gerade ein Plätzchen zum Mittagessen in der Stadt aussuchen, als um sie herum panische Schreie zu hören waren. Schnell bekamen sie mit, dass die Insel von Piraten überfallen wurde. Alle Anwohner der Insel und auch die Touristen rannten ängstlich durch die Gegend und versuchten, so viel Abstand wie möglich zwischen sich und den Strand zu bringen, an dem die Piraten angelegt hatten. Aber schon nach kurzer Zeit hatten diese die Stadt erreicht und die beiden sahen dutzende bewaffnete Angreifer direkt auf sie zukommen. Ace schaute Sakura besorgt an. Er würde mit diesen Typen schon fertig werden, aber wie konnte er verhindern, dass ihr etwas passierte? Sie konnte sich gegen diese Kerle nicht wehren. Entschlossen legte er die Hände auf ihre Schultern und blickte ihr in die Augen. „Hör mir gut zu,“ begann er, „ich werde diese Typen aufhalten. Sieh zu, dass du dich in Sicherheit bringst, verstanden?“ Ungläubig sah sie ihn an. „Aber...“ wollte sie entgegnen, doch sein Blick war so fest und durchdringend, dass sie es nicht wagte, ihm zu widersprechen. Voller Sorge um ihn drehte sie sich um und rannte los, um sich hinter der nächsten Häuserwand zu verstecken, während er den Piraten mutig entgegentrat. Sie staunte nicht schlecht, als sie hervorlugte und sah, wie er einen nach dem anderen von ihnen niederschlug. Aber es kamen immer wieder neue Angreifer, sodass sie ihn bald in einem Meer von Körpern, Pistolen und Säbeln nicht mehr erkennen konnte. Ängstlich zog sie sich noch weiter zurück, hoffend, dass er wusste, was er tat. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit hatte Ace keine Schwierigkeiten, die Piraten zu besiegen. Das war offenbar ein ziemlicher Haufen von Schwächlingen. Er musste nicht einmal seine Kräfte einsetzen. Doch gerade, als er endlich den letzten von ihnen niedergeschlagen hatte und sich aufmachen wollte, um nach Sakura zu sehen, traf ihn ein harter Schlag mit voller Wucht gegen den Rücken und ließ ihn ein paar Meter durch die Luft fliegen. „Sieh an, wenn das nicht Puma D. Ace ist!“ sagte eine fiese Stimme. Er rappelte sich wütend auf, um seinen Feind zu identifizieren und erkannte zu seinem Missfallen Jesus Burgess, einen der stärksten Mitstreiter von Blackbeard. „Teach ist also hier?“ fragte er ruhig, doch mit unverhohlenem Hass in seiner Stimme. „So ist es, wir wollten uns diese Insel gerade unter den Nagel reißen - plündern, rauben, du weißt schon.“ erwiderte Burgess mit einem hässlichen Grinsen. „Aber wer hätte gedacht, dass wir dabei Whitebeards Kommandanten der zweiten Division fertig machen können?“ Er stürzte sich auf Ace, der es zwar schaffte, ihm auszuweichen, aber eigentlich nicht besonders scharf auf diesen Kampf war. Teach war also auch hier... Er musste sie dringend finden und vor ihm in Sicherheit bringen. Doch Burgess ließ ihn nicht in Ruhe und war auch kein einfacher Gegner. Ace hatte ziemliche Mühe und musste einige seiner stärkeren Attacken einsetzen, um ihn endlich in die Flucht zu schlagen. Als er schließlich aufgab und schwer humpelnd, wenn auch noch immer lauthals lachend, davonrannte, blickte Ace sich hektisch um. Wo konnte sie sein? Zur gleichen Zeit als Ace auf Burgess traf, hatte Sakura mehrere Straßen durchquert und war schließlich schwer atmend an einer Hausecke stehen geblieben. Warum musste dieser Angriff ausgerechnet jetzt passieren? Hoffentlich war er wirklich so stark, wie sie dachte und konnte den Piraten zeigen, wo es langging. Hoffentlich ging es ihm gut... Sie wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen, als eine große, fleischige Hand sich aus heiterem Himmel auf ihre Schulter legte. Sie wirbelte herum und blickte in das Gesicht eines widerlichen Typen. Er war ein großer, korpulenter Mann mit fettigen Haaren und einem schwarzen Bart. Ihm fehlten mehrere Zähne und sein weit geöffneter Mantel gab den Blick auf eine große Anzahl widerlicher schwarzer Brusthaare frei. Bisher hatte sie dieses gruselige Gesicht nur auf Steckbriefen gesehen. Es war Marshall D. Teach, besser bekannt als Blackbeard. Er grinste sie unheilverkündend an und lachte hinterhältig über ihre verzweifelten Versuche, sich aus seinem Griff zu befreien. Als sie ihn keuchend fragte, was er von ihr wolle, antwortete er: „Tja, Kleine. Ich bin auf der Suche nach etwas Ablenkung. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass es hier auf der Insel viel zu holen gibt, aber du bist schon mal sehr vielversprechend. Ich werde dich mit auf mein Schiff nehmen.“ Dabei blickte er sie lüstern von oben bis unten an und versuchte, sie am Kinn zu packen, doch sie wich ihm so gut es ging aus. „Vielen Dank für das Angebot.“ sagte sie kühl und versuchte mutiger zu klingen als sie es in Wirklichkeit war. „Aber ich habe leider schon etwas anderes vor.“ Damit versuchte sie noch einmal, sich aus seinem Griff zu entwinden, aber er packte nur noch fester zu. „Ich wüsste nicht, dass ich dir eine Wahl gelassen hätte.“ presste er gefährlich zwischen den Zähnen hervor und drückte ihr seine riesige Hand aufs Gesicht. Sie versuchte verzweifelt, sie wegzuschieben, aber er war viel zu stark. Sein Druck legte sich auf ihren Mund und ihre Nase und nahm ihr jegliche Möglichkeit zu atmen. Schließlich sanken ihre Arme erschöpft nieder, ihr Körper erschlaffte und sie verlor das Bewusstsein. „Ohne diese Widerworte sind sie doch viel angenehmer.“ lachte Blackbeard boshaft und wandte sich seinem Schützen Wan Oger zu, der die ganze Zeit neben ihm gestanden hatte. „Wohl wahr, Boss.“ gab dieser fies grinsend zurück. In diesem Moment hörten sie jedoch eine panische Stimme. „Käpt’n! Käpt’n!“ Burgess kam schreiend und mit den Armen fuchtelnd angerannt. „Was gibt’s?“ fragte der Angesprochene gelangweilt. „Ace ist hier!“ teilte dieser ihm aufgeregt mit. Das schien Blackbeard doch nicht kalt zu lassen. „Verdammt!“ fluchte er. „Kann man denn nicht mal in Ruhe eine Insel überfallen? Los, wir ziehen uns zurück!“ Damit warf er sich ihren leblosen Körper über die Schulter und rannte mit seiner Crew zurück zu seinem Schiff. Ace war inzwischen durch die ganze Stadt gelaufen und rief verzweifelt ihren Namen. Doch er konnte sie nirgends entdecken. Schließlich versuchte er, einige Bürger der Stadt anzusprechen, um sie nach Sakura zu fragen. Aber die meisten von ihnen waren so verängstigt, dass sie auch vor Ace panisch wegliefen. „Helft mir doch, verdammt!“ rief dieser wütend. Schließlich blieb er stehen, stützte sich mit den Händen auf seine Oberschenkel und überlegte angestrengt, was er jetzt tun sollte. „Hey, du hast doch gegen die Piraten gekämpft oder?“ sprach ihn plötzlich ein alter Mann an. „Ja.“ sagte Ace atemlos. „Können Sie mir helfen? Haben Sie vielleicht ein hübsches Mädchen mit langen braunen Haaren und einem roten Kleid gesehen? Ich muss sie unbedingt finden!“ „Leider ja.“ gab der Alte zurück. „Ich habe ein Mädchen gesehen. Der Piratenboss hatte sie bei sich und hat sie offenbar zu seinem Schiff verschleppt.“ „Er hat WAS?“ Ace war außer sich. Ohne zu zögern rannte er los in Richtung Strand., Teach!‘ dachte er, rasend vor Zorn., Das ist zu viel! Jetzt bringe ich ihn wirklich um!‘ Als Sakura das Bewusstsein wiedererlangte, stieg ihr zuerst ein widerwärtiger Geruch in die Nase. Sie wagte nicht, genauer darüber nachzudenken, was sie da roch, aber Alkohol und Tabakrauch waren noch das Harmloseste daran. Benommen versuchte sie sich zu erinnern, was mit ihr passiert war und wo sie demzufolge nun sein könnte, ohne es zu riskieren, die Augen zu öffnen. Schnell fiel ihr wieder ein, dass sie von Blackbeard entführt worden war. Was sollte sie nun tun? Sie lauschte angestrengt und stellte missmutig fest, dass sie definitiv nicht allein in diesem Raum war. Irgendjemand bewegte sich in ihrer unmittelbaren Nähe... und schien mit jedem Moment noch näher zu kommen. Schließlich konnte sie nicht mehr anders, als ängstlich ihre Augen zu öffnen und bereute es in eben diesem Moment fürchterlich. Sie blickte in ein finsteres Augenpaar und ein widerliches, zum Teil zahnloses Grinsen. Blackbeard war über sie gebeugt und schien entzückt zu sein, dass sie endlich aufgewacht war. Ohne Umschweife streckte er die Hand nach ihr aus und bald fühlte sie seine ekelhaften, dicken Finger überall auf ihrem Körper. Sein gieriger Blick ließ keinen Zweifel mehr daran, was er mit ihr vorhatte. Ihr wurde übel. Aber was würde es bringen, sich gegen ihn zu wehren? Verzweifelt flehte sie ihn an, sie gehen zu lassen, versuchte ihm dafür irgendetwas anderes zu versprechen. Dies veranlasste ihn allerdings nur zu einem weiteren hinterhältigen Lachen. In Sakuras Augen bildeten sich Tränen. Vor nicht einmal 24 Stunden hatte sie noch leidenschaftlich in Aces Armen gelegen und nun? Nun sollte sie tatsächlich von diesem abscheulichen, gewissenlosen Piraten vergewaltigt werden? Sie zitterte am ganzen Körper und versuchte mit aller Kraft, seine Hände abzuwehren, die sich nun gnadenlos unter ihr Kleid schieben wollten. Er zeigte sich jedoch wieder völlig unbeeindruckt. Um ihren kratzenden Fingernägeln zu entgehen, lehnte er sich kurz zurück und begann zunächst, sich selbst auszuziehen. Sie musste den Blick abwenden, um sich nicht zu übergeben. Er war in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von Ace. Sein Körper, seine Stimme und vor allem sein Geruch waren so abstoßend, dass sie gar keine Worte dafür finden konnte. Sie wollte hier weg. Egal was mit ihr passierte, alles war besser als das hier! In ihren Gedanken tauchte das Bild von Ace auf und sie flehte zu allen Mächten des Himmels, dass er kommen und sie vor diesem Scheusal retten würde. Und in diesem Moment krachte etwas Schweres gegen die Tür. In der nächsten Sekunde zerbarst sie in tausend Teile und Ace stürmte herein. Er keuchte schwer und sah sich in Sekundenschnelle im ganzen Raum um, um die Situation zu erfassen. Er hatte damit gerechnet, ja eigentlich hatte er keinerlei Zweifel daran gehabt, dass er genau das hier vorfinden würde. Aber das machte es nicht besser. Seine Wut auf Teach steigerte sich ins Unermessliche und seine Augen blitzten gefährlich auf, als er sich ihm entgegenstellte. Dieser war auch mehr als unzufrieden. „Ace, was soll das? Musst du mich gerade jetzt stören? Siehst du nicht, dass wir gerade unseren Spaß haben wollten?“ Er deutete auf Sakuras zitternden Körper und Ace wurde nur noch zorniger, als er ihre Angst und ihre Tränen sah. „Es reicht jetzt, Teach!“ Er spuckte diese Worte geradezu aus. „Du hast das Fass jetzt wirklich zum Überlaufen gebracht! Was fällt dir ein, dich an ihr zu vergehen?“ Blackbeard verstand erst nicht ganz, was er von ihm wollte, doch dann dämmerte es ihm. „Achso. Sag bloß, du kennst die Kleine? Tja, Pech gehabt, sie gehört jetzt mir. Ich bin sowieso ein viel besserer Liebhaber als du. Muahahaha!“ Bei diesem widerlichen Lachen platzte Ace endgültig der Kragen. Er rannte wutentbrannt auf Blackbeard zu und verpasste ihm einen so heftigen Schlag, dass dieser gegen die Wand flog und daran herunterrutschte. Dann ließ er schwer atmend die Faust sinken und richtete seinen Blick auf Sakura. Sein Ausdruck milderte sich deutlich, als er auf sie zuging und sich besorgt über sie beugte. „Ist alles in Ordnung?“ fragte er mit sanfter Stimme. Sie konnte sich zunächst gar nicht bewegen. Der Schock steckte ihr so tief in den Gliedern, dass er sie erst einmal in den Arm nahm, um ihr beruhigend über den Rücken zu streichen. Als sie merkte, dass es tatsächlich Ace war und dass er hier war, um sie zu befreien, entspannte sie sich etwas und klammerte sich schluchzend an ihn. „Ace...“ wimmerte sie mit tränenerstickter Stimme. Er drückte sie fest an sich und wollte gerade aufatmen, glücklich, dass er noch rechtzeitig gekommen war, als er einen stechenden Schmerz in seiner linken Seite verspürte. Stöhnend blickte er an sich hinunter und sah, dass ein Messer in seiner Seite steckte. Blackbeard war heimlich wieder aufgestanden und hatte es ihm niederträchtig von hinten hineingestoßen. Ace sprang wütend auf, packte das Messer und zog es in einem Ruck heraus. Dass daraufhin ein ganzer Schwall Blut aus seiner Seite strömte, ignorierte er. Er stürzte sich auf Blackbeard und bekämpfte ihn mit allem, was ihm zur Verfügung stand. Dieser hatte ihm bald nichts mehr entgegenzusetzen und blieb schließlich halbtot und mit schweren Verbrennungen am ganzen Körper in einer Ecke des Raumes liegen. Ace atmete erleichtert auf und wandte sich von seinem besiegten Feind ab. Mittlerweile war sein Gesicht kreidebleich. Er blickte noch einmal zu Sakura hinüber, dann stürzte er entkräftet zu Boden. Sofort war sie bei ihm. „Ace!“ schrie sie ihn verzweifelt an. „Du musst durchhalten, hörst du?“ Sie riss einen Streifen von ihrem Kleid ab und presste ihn auf die Wunde, um die Blutung irgendwie zu stillen. Aber sein Atem war schon ganz flach. Was konnte sie tun? Hilfe holen? Hier war doch weit und breit niemand außer vielleicht noch weiteren üblen Piraten. Sie rief ihn noch einmal beim Namen und nahm sein Gesicht behutsam in ihre Hände. Er öffnete schwach die Augen und versuchte sie anzulächeln, aber es gelang ihm kaum. „Ace, bitte!“ schluchzte sie und Tränen fielen auf seine Brust. „Du darfst nicht sterben, bitte!“ Mutlos sank sie auf seinen Oberkörper nieder und weinte hemmungslos. Doch dann geschah plötzlich ein Wunder. Völlig unerwartet stürmten dutzende Marinesoldaten in den Raum, die eigentlich vorhatten, Blackbeard gefangen zu nehmen. Als sie den schwer verletzten Ace erblickten, holten sie zunächst einige Sanitäter, die seine Wunde verbanden und ihn dann vorsichtig auf einer Trage abtransportierten. Und Sakura musste ihnen Rede und Antwort stehen. Irgendwie schaffte sie es, die Soldaten zu überzeugen, dass sie und Ace harmlose Urlauber waren, dass Blackbeard sie gefangen genommen hatte und dass Ace versucht hatte, sie zu befreien. Daraufhin wurde sie mit Ace zusammen zurück auf die Urlaubsinsel gebracht, wo sich glücklicherweise auch ein Krankenhaus befand. Nach einer langen und schweren Operation stand endlich fest, dass Ace überleben würde. Er war jedoch noch mehrere Tage lang ohne Bewusstsein, in denen sie Tag und Nacht an seinem Bett wachte. Und schließlich kam der Moment, in dem er endlich die Augen öffnete. Er erkannte sie sofort und sagte schwach ihren Namen, woraufhin sich Tränen der Freude und Erleichterung in ihren Augen bildeten und in schier endlosen Strömen ihre Wangen hinunterliefen. Sie konnte zunächst vor Rührung kein Wort herausbringen. „Hey, jetzt wein doch nicht.“ sagte er aufmunternd. „Du dachtest doch nicht, dass mich so eine kleine Verletzung schon umhaut oder? Ich bin doch noch mal am Ende vorbeigeschrammt.“ Daraufhin weinte sie jedoch nur noch lauter. „Ach, Kleines.“ seufzte er. „Bitte hör doch auf. Ich kann es nicht ertragen, wenn Frauen weinen.“ Er zog eine Grimasse, um sie zum Lachen zu bringen, was zumindest ansatzweise funktionierte. Sie stieß ihn daraufhin an. „Du Idiot!“ schluchzte sie. „Ich bin vor Angst fast verrückt geworden.“ „Ich weiß.“ sagte er sanft. „Komm her.“ Er nahm sie behutsam in seine Arme und küsste ihr die Tränen vom Gesicht. Dann versiegelte er ihre Lippen mit seinen. „Jetzt ist alles gut.“ Sakura nickte und ihr Mund verzog sich zu einem schwachen Lächeln. „Na also.“ bemerkte er grinsend. Während er vergnügt über ihren Arm streichelte, an dem sich daraufhin eine zarte Gänsehaut bildete, setzte sie zögerlich an, um etwas zu sagen. „Ace, ich... ich...“ Doch die Worte „Ich liebe dich.“ wollten ihr einfach nicht über die Lippen kommen, obwohl sie sich sicher war, dass sie genau so empfand. Er hatte ihr nicht nur das Leben gerettet, er hatte auch ohne zu zögern sein eigenes für sie riskiert. Aber hieß das im Umkehrschluss, dass er sie auch liebte? Das erschien ihr doch etwas abwegig. Immerhin war er der perfekte Mann und sie... war nur irgendein Mädchen, das er zufällig nackt unter der Dusche gesehen hatte. So sagte sie stattdessen: „Ich kann echt nicht fassen, dass du so stark bist!“ Er blickte daraufhin etwas betreten nach unten und begann kleinlaut: „Weißt du, ich muss dir da noch etwas sagen. Ehrlich gesagt... bin ich selbst ein Pirat.“ Ihr Mund verzog sich zu einem breiten Grinsen. „Ach nein, damit hätte ich ja nie gerechnet. Puma D. Ace.“ Sie betonte extra jede Silbe seines Namens. Er starrte sie ungläubig an. “Du wusstest es?” „Naja, dass du ein Pirat bist, habe ich mir eigentlich von Anfang an gedacht. Und nachdem ich dann deine Feuerattacken gesehen habe, wurde es irgendwie ziemlich offensichtlich. Und außerdem...“ „Ja?“ fragte er gespannt. „Das Tattoo.“ Pause. „Oh.“ Nun musste sie wirklich lachen, als er sie so verdutzt ansah. „Und stört es dich denn gar nicht?“ fragte er nervös. „Nicht wirklich. Am Anfang hätte es mich vielleicht abgeschreckt, aber inzwischen kenne ich dich ja und weiß, dass du wirklich ein guter Mensch bist. Ich wünschte, alle Piraten wären so nett und anständig wie du.“ „Tja, leider nicht.“ gab er zurück. „Aber ich habe auch eine sehr spezielle Erziehung genossen.“ „So? Erzähl!“ In den nächsten Tagen wich Sakura nicht von seiner Seite, bis er wieder vollständig genesen war. Da sie nun seine wahre Identität kannte, konnte er ihr auch endlich von seiner Vergangenheit erzählen. Vor allem an den Geschichten über seinen kleinen Bruder Ruffy konnte sie sich gar nicht satt hören. „Ich möchte ihn unbedingt mal kennenlernen!“ sagte sie immer wieder. „Ich hoffe, dass es sich mal ergibt. Du wirst ihn garantiert mögen.“ erwiderte er. Und insgeheim hoffte er es tatsächlich. Aber es schien so abwegig. Er war ein Pirat, ein gesetzloser Rumtreiber und Sakura war auf ihrer Heimatinsel eine achtbare Wissenschaftlerin. Und dennoch entwickelte er die Hoffnung, dass sie beide - irgendwie - in Zukunft zusammen sein konnten. Doch dazu musste er zunächst noch etwas erledigen. Eines Abends sagte er ihr, dass er eine Überraschung für sie hätte. Er brachte sie zu seinem Schiff, das in einer versteckten Bucht auf der Urlaubsinsel vor Anker lag und führte sie unter Deck. Dort gab es nur einen einzigen Raum, der zugleich Schlafzimmer, Kombüse und Aufenthaltsraum war. Aber er war erfüllt von Kerzenschein und wirkte unheimlich gemütlich. Sie warf einen Blick hinüber zu einem schmalen Bett, das in einer Ecke stand und malte sich aus, wie er sonst wohl hier lebte. Dann zeigte er auf einen kleinen Tisch, auf dem bereits ein romantisches Candlelight-Dinner angerichtet war und sie setzten sich einander gegenüber. Das Essen war unwiderstehlich und sie genoss die mehr als angenehme Atmosphäre, die zwischen ihnen herrschte. Nach dem Dessert, bei dem sie gerade noch mal auf den Vorfall in der Dusche zu sprechen gekommen waren, erzählte sie ihm, wie die aufgeregte Hotelbesitzerin sich hinterher vor ihr fast in den Staub geworfen hatte, um den Fehler ihrer Mitarbeiter zu entschuldigen. „Bei mir war sie auch total panisch.“ meinte er. „Sie dachte wahrscheinlich, dass ich gleich eine Beschwerde bei der Hotelaufsichtsbehörde einreiche, weil ich eine attraktive, nackte Frau unter der Dusche sehen musste.“ Beide lachten herzhaft. Plötzlich fasste Ace einen Entschluss. Einem inneren Impuls folgend stand er auf, kniete sich auf den Boden neben dem Tisch und ergriff ihre Hand. „Weißt du eigentlich, wie wundervoll du bist?“ fragte er. Sakura war zunächst zu verdutzt, um etwas darauf zu erwidern und sah ihn nur mit großen Augen an, gespannt, was jetzt folgen würde. „In dem Moment, als mir klar wurde, dass Teach dich entführt hatte, bin ich fast durchgedreht vor Angst. Ich hatte das Gefühl, als hätte man mir das Wichtigste auf der Welt weggenommen. Plötzlich war mir alles egal, ich wollte dich nur um jeden Preis retten. Verstehst du...“ Er blickte ihr tief in die Augen. “Ich möchte dich unbedingt beschützen. Du bist so wahnsinnig schön, unglaublich klug und in jeder Hinsicht einfach bezaubernd. Du bist mir wichtiger als mein eigenes Leben. Ich liebe dich.“ Etwas in ihr explodierte. Ihr war, als hätte jemand ein Feuerwerk in ihren Eingeweiden entzündet. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Sie starrte ihn noch für einige Sekunden fassungslos an und er begann schon zu fürchten, dass er einen Fehler gemacht hatte. Aber dann ganz unvermittelt rutschte sie von ihrem Stuhl und fiel ihm überglücklich um den Hals. „Ich bin so froh!“ hauchte sie ihm atemlos ins Ohr. „Ich wollte es dir schon seit Tagen sagen, aber ich habe mich einfach nicht getraut. Ich liebe dich auch!“ Lächelnd sah er sie wieder an. „Du glaubst gar nicht, wie glücklich du mich machst. Mein Engel.“ Er schloss sie in seine starken Arme und legte seine Lippen auf ihre. Daraufhin breitete sich schon wieder ein angenehmes Prickeln in ihrem ganzen Körper aus. Seine Lippen waren wie üblich heiß und ein wenig rau, aber genau das liebte sie so an ihm. Der Kuss wurde schnell sehr leidenschaftlich. Beide knabberten und saugten leicht an den Lippen des jeweils anderen und schließlich trafen sich auch ihre Zungen. Nach kurzer Zeit hatte Sakura alles um sich herum vergessen und nahm nur noch seine heiße Zunge in ihrem Mund wahr. Und auch Ace wurde von seinen Gefühlen immer mehr übermannt. Ohne bewusst darüber nachzudenken, ließ er seine rechte Hand unter ihr T-Shirt gleiten und fuhr mit seinen Fingern langsam ihre Wirbelsäule hinauf. Sie öffnete überrascht die Augen, schloss sie jedoch gleich darauf wieder und konzentrierte sich weiterhin auf den Kuss. Seine Hand war wie immer wunderbar warm und seine sanfte Berührung war überaus angenehm. Schnell begann sie sich zu wünschen, dass er sie auch an anderen Stellen berühren würde. Und er schien ihre Gedanken zu lesen. Ohne ihren innigen Kuss zu unterbrechen, stand er vorsichtig auf und zog sie mit sich nach oben. Dann drückte er sie an sich, schob seine starken Hände unter ihren Po und hob sie leicht in die Höhe. Sie klammerte sich an ihm fest und ließ sich wehrlos von ihm durchs Zimmer tragen, bis hin zu seinem Bett. Dort setzte er sie behutsam ab und beugte sich über sie. Wieder begann er sie zu küssen und sie ließ ihre Hände ein wenig unsicher über seine Schultern und seinen Nacken wandern. Als sie bei seinen Haaren angelangt war, merkte sie, dass sein Hut sie störte. „Darf ich?“ fragte sie schüchtern. „Klar.“ antwortete er grinsend. Sie zog ihm den Hut langsam vom Kopf und legte ihn sorgsam auf den Nachttisch. Dann fuhr sie ausgelassen mit beiden Händen durch seine Haare. Sie liebte diese wuscheligen, rabenschwarzen Haare. Es bereitete ihr Vergnügen, sie noch mehr durcheinander zu bringen als sie es ohnehin schon waren. Er lächelte in den Kuss hinein und ließ ihr ihren Spaß. Dann löste er sich von ihrem süßen Mund und blickte sehnsüchtig auf sie hinab. Langsam ergriff er mit einer Hand den Saum ihres T-Shirts und sah ihr in die Augen. „Darf ich?“ fragte er nun seinerseits. „Ja.“ hauchte sie. Natürlich bereitete ihr diese neue Situation zunächst einmal Unbehagen und ihr Herz schlug bis zum Hals, als er das Shirt langsam und bedächtig nach oben schob und mit seiner anderen Hand über ihre warme, glatte Haut strich. Nachdem er Stück für Stück ihren schön gearbeiteten BH enthüllt hatte, half sie ihm, ihr das T-Shirt vollständig auszuziehen und beobachtete, wie er es über seine Schulter auf den Boden fallen ließ. Ausgiebig betrachtete er ihren wohlgeformten Oberkörper, der sich vor Aufregung schnell hob und senkte. Obwohl er sie durchaus auch schon ganz unverhüllt gesehen hatte, ahnte er, dass sie dafür noch nicht sofort bereit war und er es langsam angehen musste. Und dennoch konnte er es kaum erwarten, sie ganz von ihrer Kleidung zu befreien. Dass sein Körper sich nach ihr verzehrte, konnte er mehr als deutlich spüren. Nun begann er allerdings damit, sich hinunter zu neigen und ihren flachen Bauch zu küssen, was sie zu einem leisen Stöhnen veranlasste. Er umfasste ihre schmale Taille mit seinen Händen und fuhr abwechselnd mit seinen Lippen und seiner heißen Zunge unsichtbare Linien auf ihrem Körper entlang. Sie schloss dabei genießerisch die Augen und suchte mit ihren Händen nach seinen Schultern, um ihr etwas Halt zu geben. Er schien wirklich genau zu wissen, was er tat. Ihre Haut glühte förmlich dort, wo er sie berührt hatte und als er weiter nach oben wanderte und sanft den sensiblen Bereich zwischen ihren Brüsten und ihrem Hals zu küssen begann, legte sie keuchend den Kopf in den Nacken. Wie sollte sie das bloß aushalten? Da ihre halbsitzende Position langsam unangenehm wurde, rutschte sie vorsichtig unter ihm hervor und ließ sich von ihm sanft auf den Rücken legen, wobei sie ihren Kopf auf seinem Kissen bettete. Als er sich dann erneut über sie beugte, hatte sie ebenfalls das Bedürfnis, ihn zu berühren. Ihre Hände glitten seine Arme hinauf und wanderten über seine starken Schultern langsam nach vorne zu seiner stattlichen Brust. Fasziniert fuhr sie mit ihren Fingerspitzen darauf entlang und betastete anschließend seine harten Bauchmuskeln, die so unglaublich attraktiv waren. Da er zunächst damit beschäftigt war, sich mit seinen Armen auf dem Bett abzustützen, ließ er sie einfach gewähren und genoss ihre Berührungen. Mit der Zeit wurde sie etwas mutiger und ließ ihre Hände noch weiter nach unten wandern, bis sie am Bund seiner Hose angelangt war. Ohne hinzusehen schob sie ihre Hand aus reiner Neugier kurz zwischen seine Beine und blickte daraufhin überrascht auf. In diesem Moment ließ auch er zum ersten Mal ein merkliches Keuchen vernehmen, als sie mit ihren Fingern über den Bereich seines Körpers strich, der schon seit einiger Zeit sehnsuchtsvoll auf solch eine Berührung gewartet hatte. Nun konnte sie bei einem Blick nach unten auch deutlich sehen, wie seine Hose sich an dieser Stelle wölbte. Ein Grinsen huschte über ihre Lippen. Immerhin schien sein Körper sie schon einmal recht anziehend zu finden. Interessiert wiederholte sie ihre Bewegung und drückte einige Male vorsichtig, aber deutlich fester zu, während sie dabei sein Gesicht beobachtete. Er bemühte sich offenbar, keine Miene zu verziehen, was ihm allerdings nicht wirklich gelingen wollte. Immer wieder kniff er kurz die Augen zusammen und konnte ein erregtes Stöhnen nur schwerlich unterdrücken. Er hatte mittlerweile erkannt, dass sie ihn offensichtlich reizen wollte und seine dunklen Augen begannen zu funkeln. „Na warte!“ ließ er unheilvoll vernehmen und beugte sich noch weiter hinunter, um sie ausgiebig zu kitzeln. Sie schrie auf und wand sich hilflos kichernd unter ihm, bis er endlich von ihr abließ und stillhielt. Nun lag er fast zur Gänze auf ihr und sie schlang begierig die Arme um seinen Rücken, um seinen heißen Körper fest an sich zu pressen. Er war zunächst etwas überrascht, genoss es dann aber, ihre weiche Haut unmittelbar an seiner eigenen zu fühlen. Ihre Nasen berührten sich leicht und sie lächelten einander an, bevor sie wiederum in einem langen Kuss versanken. Sie nutzte die Gelegenheit, um mit ihren Händen seinen sehnigen Rücken hinabzuwandern und ihre Handflächen auf seinen knackigen Po zu legen, den sie durch die Hose hindurch gut spüren konnte. Was war er doch perfekt... Plötzlich merkte sie, wie auch seine Hand zu wandern begann und sich langsam einen Weg zwischen ihren Rücken und die Bettdecke bahnte. Sie bewegte sich in Richtung ihres BH-Verschlusses. Sie atmete tief ein, um etwas Mut zu fassen und hob ihren Oberkörper leicht an, um es ihm einfacher zu machen. Daraufhin gelang es ihm mühelos, den Verschluss zu öffnen und er streifte die Träger des BHs langsam über ihre Schultern. Dabei sah er ihr fest in die Augen und versuchte, ihr mit seinem ruhigen Blick etwas Sicherheit zu geben. Und schließlich lächelte sie ihn ermunternd an und schloss erwartungsvoll, wenn auch innerlich zitternd vor Aufregung, die Augen. Mit Bedacht schob er den nun offenen BH zur Seite und betrachtete ihre wunderschönen Rundungen. Sie hatte auf ihrem ganzen Oberkörper eine leichte Gänsehaut, was auf ihn aber nur noch anziehender wirkte. Langsam ließ er eine seiner warmen Hände auf ihrem Oberkörper kreisen und näherte sich vorsichtig, Zentimeter für Zentimeter, ihren empfindlichsten Regionen. Als er sie schließlich zum ersten Mal dort berührte, seufzte sie überrascht auf, hielt ihre Augen jedoch weiterhin geschlossen. Sie konnte ihn in diesem Moment unmöglich ansehen. Sie hatte nur die Hoffnung, dass ihm halbwegs gefiel, was er sah. Aber für ihn war sie einfach vollkommen. Hingebungsvoll und beharrlich strich er immer wieder mit dem Daumen über ihre für ihn mehr als reizvollen Erhebungen und setzte sich schließlich auf, um sie mit beiden Händen gleichermaßen verwöhnen zu können. Dabei erwies er sich als überaus geschickt und massierte ihre weiche Haut mit genau der richtigen Mischung aus Sanftheit und Leidenschaft. Und nachdem sie sich eine Zeit lang an diese völlig neuartige Form von Berührungen gewöhnt hatte, musste sie sich eingestehen, dass es ihr zweifellos gefiel. Immer wieder bildete sich ein heiseres Stöhnen in ihrer Kehle, das von Mal zu Mal immer tiefer und lustvoller wurde. Dieser Laut war wie Musik in seinen Ohren. Dadurch zusätzlich angespornt, wurde auch er immer mutiger und neigte sich schließlich hinunter, um seine Hände durch seine Zunge zu ersetzen. Und dieser Umstand machte sie fast wahnsinnig. Ihr hilfloses Stöhnen wurde immer lauter und sie musste sich mit ihren Fingern in seinen nun erst recht wirren Haaren festhalten, als er mit seiner heißen, feuchten Zunge über ihre sensibelsten Bereiche glitt. Ihre Empfindungen spielten völlig verrückt. Nur einer Sache war sie sich sicher: sie wollte noch mehr von ihm spüren. Unsicher und nicht gerade sehr zielstrebig wanderten ihre Hände wieder nach unten und ergriffen schließlich seine Gürtelschnalle. Daraufhin ließ er kurzzeitig von ihr ab und blickte verwundert auf. Er erstarrte, als sie begann seinen Gürtel zu öffnen und seine Hose langsam nach unten zu streifen, wobei sie sorgsam darauf achtete, die Beule in seinen Boxershorts nicht zu berühren. Er half ihr dabei, sich die Hose ganz auszuziehen und warf sie dann hinunter auf den Boden neben ihre restlichen Kleidungsstücke. Dann gab sie ihm zu verstehen, dass sie den Platz mit ihm tauschen wollte. Er war zunächst etwas verblüfft darüber, gab sich aber geschlagen und drehte sich auf den Rücken. Daraufhin streichelte sie ihm lächelnd übers Gesicht, küsste ihn und setzte sich dann vorsichtig mit angewinkelten Beinen auf seine Oberschenkel. Sie legte ihre weichen Hände auf seine Brust und begann, ihn weiter zu küssen - von seinen Wangen mit den niedlichen Sommersprossen über sein raues Kinn, seinen Hals, seine kräftigen Schultern, sein Schlüsselbein und schließlich seinen gesamten Oberkörper. Sie war so fasziniert von seiner kraftvollen Brust und seinem atemberaubenden Sixpack, dass sie minutenlang mit ihren Fingern, ihren Lippen und ihrer Zunge darüber glitt, sie von allen Seiten erkundete, ohne je genug von ihm zu bekommen. Schließlich rutschte sie mit ihrem Becken etwas höher, was ihn wiederum zu einem unwillkürlichen Aufstöhnen veranlasste. Und da fasste sie einen Entschluss. Sie setzte sich weiter nach hinten, ergriff mit beiden Händen den Saum seiner Boxershorts und zog sie langsam und vorsichtig nach unten. Woraufhin sie erstaunt den Atem anhielt. Sie hatte ja damit gerechnet, dass er auch im unteren Bereich seines heißen Körpers sehr gut gebaut sein würde und war von seiner Größe auch wenig überrascht. Aber sie hatte ehrlich gesagt nie gedacht, dass er auch optisch so ansprechend sein würde. Geradezu ästhetisch. Sie konnte ihren Blick erst gar nicht von ihm abwenden. Ace schaute mittlerweile etwas skeptisch nach unten und fragte sich, was sie nun wohl mit ihm vorhatte. Und da entwickelte sie den plötzlichen Drang, ihm zu beweisen, dass sie ihn auch hingebungsvoll verwöhnen konnte. Ohne wirklich zu wissen, was sie tat, nutzte sie ihre Hände und berührte ihn dort erst sehr vorsichtig, dann zunehmend leidenschaftlicher. Da er daraufhin lustvoll aufkeuchte und zufrieden die Augen schloss, sah sie sich bestätigt und machte weiter. Und sein Atem wurde zusehends schwerer. Nach einiger Zeit fasste sie noch etwas mehr Mut, beugte sich hinunter und hauchte einen Kuss auf seine empfindlichste Stelle, was prompt von einem tiefen Stöhnen quittiert wurde. Tatsächlich krallte er sich nun mit seinen Händen in der Bettdecke fest und spannte seinen Körper merklich an, während sie in ihrem Tun fortfuhr und mit ihren Lippen immer tiefer wanderte. Schließlich spürte sie jedoch, dass der Moment gekommen war aufzuhören. Etwas wehmütig löste sie sich von ihm und blickte wieder in sein Gesicht, das vor Lust und süßem Schmerz regelrecht zu glühen schien. Er sah sie erschöpft und gleichermaßen beeindruckt an. Wenn er nicht sicher gewesen wäre, dass sie dies gerade zum ersten Mal getan hatte, hätte er es ihr nie geglaubt. Diesen Gedanken beiseite schiebend wandte er sich jedoch wieder seinem drängenderen Problem zu, in dem sich nun bereits ein Großteil seines Blutes gesammelt hatte. So gern er sie auch noch weiter mit seinen Händen und seinem Mund verwöhnt hätte, sein Unterleib sagte ihm, dass er dringend etwas anderes tun müsse. Er setzte sich auf und blickte ihr in die Augen. Sie schien ihn wortlos zu verstehen und streckte sich bereitwillig wieder auf dem Bett aus. Ohne Umschweife ergriff er nun ihren Rock und zog ihn mitsamt ihrer Unterwäsche in einem kurzen Ruck nach unten. Nun sahen sie sich einander völlig unverhüllt gegenüber. Obwohl ob dieser nackten Tatsache ein leichter Anflug von Panik in ihr aufstieg, wusste sie, dass sie nichts so sehr wollte, wie ihn jetzt in sich zu spüren. So schenkte sie ihm einen ermutigenden Blick, als er langsam begann, sich über sie zu beugen und sich mit seinen Händen neben ihrem Kopf abzustützen. „Ich liebe dich.“ hauchte sie ihm glücklich lächelnd zu. „Ich liebe dich auch.“ gab er zurück. „Aber... bist du wirklich sicher, dass du das tun willst?“ fügte er ernst hinzu. Anstatt zu antworten griff sie in seinen Nacken und zog ihn zu sich herunter, um ihn erneut innig zu küssen. „Absolut.“ flüsterte sie. Damit verließen ihn jegliche Zweifel. Er neigte sich noch einmal hinunter, um seine Zunge über ihren Oberkörper gleiten zu lassen und ihr damit einige der von ihm so geliebten Seufzer zu entlocken, bevor er seinen Unterleib vorsichtig zwischen ihre Beine schob. Er verschränkte seine Finger in ihren, während er mit größter Vorsicht Stück um Stück immer tiefer in sie eindrang und beobachtete dabei nervös, wie sie die Augen zusammenkniff und erregt stöhnte. Sie konnte nicht leugnen, dass es zunächst ungeheuer wehtat, aber sie wollte es so sehr und so bemühte sie sich wirklich, ihren Körper zu entspannen und es ihm so leichter zu machen. Und schließlich hielt er tief in ihr inne und sie spürte seine angenehme Wärme und hatte das wundervolle Gefühl, von ihm ausgefüllt zu sein. „Alles okay?“ fragte er besorgt, obwohl seine Stimme vor Lust leicht zitterte. Für ihn war dieses Gefühl beinahe unbeschreiblich. Es war schlichtweg fantastisch, besser als alles, was er sich hätte vorstellen können. Als sie bejahte und ihm ein weiteres aufmunterndes Lächeln schenkte, ließ er sich nicht zweimal bitten und begann, sich langsam zu bewegen. Ein wenig ungläubig stellte sie fest, dass nach kurzer Zeit an Stelle ihres Schmerzes ein neues Gefühl trat und sie nach und nach immer mehr vereinnahmte. Offenbar schien er in seinen Bewegungen einen Punkt in ihr zu treffen, von dem sie bislang selbst gar nicht wusste, dass er existierte. Es fühlte sich eigenartig an und doch irgendwie schön. Und es wurde immer stärker. Bald ließ sie in immer kürzer werdenden Abständen ein tiefes und verlangendes Keuchen vernehmen, während er die Geschwindigkeit und Intensität seiner Bewegungen langsam steigerte, von ihren lustvollen Lauten zusätzlich angespornt. Seine Hände versanken tief in der Bettdecke, während er seinen athletischen Körper kraftvoll anspannte. Auch aus seinem Mund drang nun immer wieder ein erregtes Keuchen und er sah mit zunehmend lustverschleiertem Blick auf sie hinunter. Und dann, ganz plötzlich, schwappten ihre Emotionen über. Sein letzter Stoß setzte ein so tiefes, so fantastisches Gefühl in ihr frei, dass sie gar nicht anders konnte als innezuhalten, die Augen zu schließen und ihre Stimme an all die wundervollen Sinneseindrücke anzupassen, die sie durchströmten. Als er dies hörte, wusste er, dass er alles richtig gemacht hatte. Sie klang so verzweifelt und doch so glücklich und vollkommen befriedigt, dass er selbst von einem unglaublichen Hochgefühl erfasst wurde. Er verharrte kurz in seinem Tun, um sie diesen Moment in vollen Zügen auskosten zu lassen und sie dabei fasziniert zu betrachten. Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte und sich entspannt zurück auf die Decke sinken ließ, wurde ihm bewusst, dass er jetzt nur noch an seine eigenen Bedürfnisse zu denken brauchte. Er nahm seine Bewegungen wieder auf und konzentrierte sich ganz auf seine Erregung, die schnell wieder an ihrem Zenit angelangt war. Dann ließ er noch einmal seinen Blick über ihren atemberaubenden Körper schweifen und legte seine ganze Kraft in seine letzten Stöße, bis auch er schließlich bebend seinen Höhepunkt erreichte. Er warf den Kopf in den Nacken und stöhnte seine Befriedigung heiser heraus, während sich das wohl schönste und unbeschreiblichste Gefühl der Welt in ihm ausbreitete. Liebevoll lächelnd blickte er auf sie herab, was sie glücklich erwiderte. Als seine Arme zitternd nachzugeben begannen, umschloss sie ihn ihrerseits mit ihren Armen und zog ihn zu sich hinunter, sodass er erneut auf ihr lag. Eine Weile verharrten sie regungslos in dieser Position und lauschten gegenseitig ihrem unnatürlich schnellen Herzschlag. Dann richtete er sich vorsichtig auf und ließ sich rücklings neben sie auf das Bett fallen. Sie stützte sich auf ihren Ellbogen und beugte sich über ihn, um ihm ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht zu streichen, die an seiner schweißnassen Stirn klebten. „Ich hätte nie gedacht, dass dir auch mal heiß werden könnte.“ bemerkte sie belustigt. „Tja, ich bin immer für Überraschungen gut.“ gab er zwinkernd zurück. Sie ließ noch einmal ihre Hand über seinen ästhetischen Oberkörper schweifen, dann sank sie in seine Arme und kuschelte sich an ihn. Und so schliefen die beiden das erste Mal zusammen ein. Als Sakura am nächsten Morgen die Augen öffnete, wurde ihr bewusst, dass sie noch immer auf Aces Brustkorb lag. Seine ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge verrieten ihr, dass er noch in den tiefsten Träumen lag. Dennoch hielt er sie fest in seinen Armen. Offenbar hatte er sie so die ganze Nacht über warm gehalten. Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und während sie mit ihren Fingern kleine Kreise auf seine muskulöse Brust zeichnete, ließ sie die Ereignisse des letzten Abends noch einmal Revue passieren. Es war wie ein wunderschöner Traum, nur, dass es tatsächlich so passiert war. Er hatte ihr seine Liebe gestanden. Sie hatte ihm ebenfalls ehrlich gesagt, was sie fühlte und sie hatten das erste Mal miteinander geschlafen. Dabei war er so unglaublich zärtlich gewesen und hatte sie bei jeder einzelnen Berührung spüren lassen, wie sehr er sie liebte. Mit seinen sinnlichen Händen, seinen Lippen und seiner Zunge hatte er ihr zweifellos die schönste Nacht ihres Lebens bereitet. Und sie würde den Moment nie vergessen, in dem sie zum ersten Mal mit Körper und Seele vereint waren. Noch immer klang sein wundervolles Stöhnen in ihren Ohren, als er innegehalten hatte und in ihr zu seinem lang ersehnten Höhepunkt kam. Und das Gefühl, dass sie selbst kurz zuvor empfunden hatte, war schlichtweg unvergleichlich... Während sie noch ihren Gedanken nachhing, hob Ace plötzlich den Arm und streichelte ihr über den Rücken. „Na, mein Engel?“ sagte er munter und hob leicht den Kopf, um ihr ins Gesicht sehen zu können. Er wirkte immer noch vollkommen entspannt und zufrieden mit sich und der Welt. „Hast du gut geschlafen?“ „Wie könnte ich nicht? Nach dieser wundervollen Nacht...“ antwortete sie und zog sich ein Stück nach oben, um ihn zu küssen. Er erwiderte den Kuss und sah ihr danach glücklich lächelnd in die Augen., Dann war es für sie also genauso schön wie für mich.‘ dachte er erleichtert. Er wollte gerade durch ihr langes Haar streichen, als plötzlich das laute Knurren seines Magens ertönte. Verlegen fasste er sich an den Bauch. „Oh, da sollte ich mich wohl mal ums Frühstück kümmern.“ Er setzte sich vorsichtig auf, nachdem sie von seiner Seite geglitten war und bückte sich dann nach seinen Sachen. Völlig ungeniert stellte er sich nackt wie er war vors Bett und begann, seine Boxershorts anzuziehen, während sie hektisch nach der Bettdecke griff und sie vor ihren Körper hielt, um ihre Blöße zu bedecken. „Was ist los?“ fragte er verwundert. „Ist dir kalt?“ Eine leichte Röte kroch ihre Wangen hinauf. „Ein bisschen.“ antwortete sie kleinlaut, aber er ahnte, dass das nicht stimmte. „Sag bloß, du schämst dich auf einmal vor mir?“ bemerkte er lachend. „Das ist ja wohl unnötig. Ich habe doch inzwischen wirklich schon - mehrmals - alles von dir gesehen.“ Sie errötete noch stärker und schlang die Decke nur noch fester um sich. „Ja, schon. Aber vielleicht fällt dir ja heute zum ersten Mal auf, dass ich in Wirklichkeit total hässlich bin.“ Sie senkte betreten den Blick. „So, glaubst du?“ Ehe sie es sich versah, hatte er sich über sie gebeugt und ihr die Decke weggezogen, um sie darunter noch einmals genauestens zu betrachten. „Nein, tut mir leid.“ meinte er grinsend. „Ich finde dich immer noch bezaubernd schön.“ Jetzt färbten sich ihre Wangen tief dunkelrot. „Du spinnst doch!“ sagte sie peinlich berührt und schüttelte angestrengt den Kopf. „Ich fühle mich schrecklich. Du bist so perfekt und ich bin...“ „Ich bin perfekt?“ Er sah sie verständnislos an. „Wie kommst du darauf?“ Jetzt setzte sie plötzlich eine Na-ist-doch-wohl-klar-Miene auf. „Ähm, hallo? Hast du mal in den Spiegel geschaut?“ „Ähhh...“ stotterte er. Wenn er ehrlich war, konnte er gar nicht sagen, wann er sich zum letzten Mal bewusst im Spiegel betrachtet hatte. Im Grunde war ihm sein Aussehen bisher auch immer ziemlich egal gewesen. Doch sie fuhr unbeirrt fort: „Du hast wahnsinnig attraktive Gesichtszüge. Und sieh dir nur mal deine umwerfend süßen Sommersprossen an! Deine Haare sind einfach zum Verlieben. Und dein Körper erst... Du bist so stark und männlich und hast so tolle Muskeln - nicht zu viel und nicht zu wenig. Dein Oberkörper, deine Arme, deine Beine und selbst dein...“ Da sie das Wort nicht über die Lippen brachte, schaute sie stattdessen eindringlich auf die entsprechende Stelle zwischen seinen Beinen, die bereits wieder eine deutliche Wölbung in seinen Boxershorts hervorrief. „...ist geradezu anbetungswürdig.“ Daraufhin stand ihm erst einmal der Mund offen. Sie fand sein bestes Stück anbetungswürdig? Aber dessen mal ungeachtet, hätte er nie gedacht, dass er so auf sie wirkte. Irgendwie war es lustig, denn für ihn war es eigentlich genau umgekehrt. Deshalb musste er lauthals lachen: „Haha... was? Es freut mich ja, dass du das so siehst, aber warum erkennst du dann eigentlich nicht, wie wunderschön du in Wirklichkeit bist?“ Jetzt blickte sie ihn ungläubig an. „Dein Gesicht ist niedlich und zugleich unglaublich hübsch. Deine Augen sind atemberaubend schön und dein Lächeln haut mich einfach aus den Socken. Du hast die längsten Beine, die ich je gesehen habe. Deine Proportionen sind absolut perfekt und deine Haut ist glatt wie Seide. Und deine Brüste...“ Ihr erschrecktes Zusammenzucken ignorierend beugte er sich hinunter und umkreiste die besagten Stellen mit seiner Zunge. Sie seufzte erregt auf, während er weitersprach: „...bringen mich um den Verstand. Alles an dir ist so verführerisch, dass ich es nicht verstehen würde, wenn irgendein Mann auf der Welt dir widerstehen könnte. Umso glücklicher bin ich, dass du dich für mich entschieden hast.“ Er schaute wieder auf und streichelte ihr über die Wange. Sakura war immer noch knallrot, sah ihn aber dankbar an. Innerlich glühte sie vor Stolz. Sie wollte gerade etwas erwidern, als sie plötzlich jemanden rufen hörten. „Ace?“ Beide drehten sich erschrocken in Richtung Tür. Von oben waren Schritte zu vernehmen und kurze Zeit später klopfte jemand direkt dagegen. Ace sprang auf. Doch bevor er die Tür erreichen konnte, wurde sie geöffnet und ein Mann trat herein. Er hatte gelblich-orange Haare und ein längliches, cleveres Gesicht. Es war Marco, Kommandant der ersten Division von Whitebeard und mittlerweile ein guter Kumpel von Ace. Und so begrüßte er ihn auch. Ace, der noch immer nur seine Boxershorts anhatte, war zunächst etwas verdutzt, als Marco ihn freudig umarmte. Aber dann dämmerte es ihm. Die Whitebeard-Piraten hatten sicherlich gehört, dass die Marine vor Kurzem Blackbeard gefangen genommen hatte. Vielleicht hatten sie sogar vermutet, dass Ace dabei seine Hände - besser gesagt seine Feuerfäuste - im Spiel hatte. So oder so betrachteten sie seinen Auftrag als erfüllt und waren nun gekommen, um ihn endlich wieder zu ihnen zu holen. Aber das brachte Ace in ziemliche Bedrängnis. Er versuchte, Marco irgendwie abzulenken, damit dessen Blick nicht auf Sakura fiel, die noch immer vollkommen nackt auf dem Bett kniete und ängstlich wieder die Decke vor ihren Körper hielt. „Hey, was ist los?“ fragte Marco, der nicht nachvollziehen konnte, warum Ace so durch den Wind war. „Versteckst du irgendwas vor mir? Hey... was ist das?“ Er bemerkte den mit Kerzen bestückten Tisch mit den zwei Gedecken. Dann legte er Ace vielsagend den Arm um die Schulter. „Aha! Du alter Schwerenöter! Du hattest wohl Damenbesuch, was?“ Ace lief scharlachrot an und versuchte Marco wieder zurück zur Tür zu schieben, aber dieser ließ nicht locker. „Ich gehe nicht, bevor du nicht mit der Sprache rausrückst.“ verkündete er süffisant. „Oh, na schön.“ Ace verdrehte die Augen, dann senkte er die Stimme. „Ich HABE immer noch Damenbesuch, wenn du es genau wissen willst.“ Marco hob überrascht die Augenbrauen und lugte Ace neugierig über die Schulter, bis er Sakura schließlich zitternd und in ihre Decke eingehüllt erblickte. „Oh, verstehe.“ sagte er grinsend. „Na schön, dann warte ich wohl draußen. Aber beeil dich. Vater kann es kaum erwarten, dich zu sehen.“ Ace atmete erleichtert auf, als sein Kamerad endlich die Tür von außen zumachte. Er kehrte zu ihr zurück und entschuldigte sich für Marcos unanständiges Benehmen, erklärte dann aber, dass er eigentlich ein netter Kerl wäre. Daraufhin zogen sie sich beide schnellstmöglich an und machten sich auf den Weg nach draußen, wo die Moby Dick bereits auf sie wartete. Sakuras Herz schlug ihr bis zum Hals. Nun würde sie also Bekanntschaft mit der Whitebeard-Piratenbande machen. Ob sie so gefährlich waren, wie man sagte? Und was würden sie von ihr halten? Würden sie Ace zwingen, sie aufzugeben? Vielleicht könnte sie sie ja irgendwie davon überzeugen, sie mitzunehmen, damit sie mit Ace zusammen sein konnte. Aber was sollten sie mit einem schwachen Mädchen wie ihr schon anfangen? „Keine Sorge.“ meinte Ace plötzlich zu ihr, als er ihren missmutigen Blick bemerkte. „Sie sind alle schwer in Ordnung. Du wirst sie mögen. Und ich passe schon auf dich auf.“ Zu ihrer Überraschung reagierten all seine Crewmitglieder tatsächlich sehr freundlich auf sie und sogar Whitebeard war viel weniger furchteinflößend, als sie gedacht hatte. Nachdem Ace ihm erzählte, dass er Teach besiegt hatte und ihr mehr oder weniger sein Leben verdankte, betrachtete er sie mit einigem Respekt. Als er dann noch erfuhr, dass sie Wissenschaftlerin war, wirkte er sofort interessiert und bot ihr sogar an, für ihn in einem auf dem Schiff eigens eingerichteten Labor zu arbeiten. Sie konnte gar nicht fassen, dass es so etwas auf einem Piratenschiff gab, war aber mehr als überwältigt vor Freude. „Das heißt, ich darf hierbleiben? Bei Ace?“ fragte sie überglücklich. Das hatte sie sich so gewünscht. Allerdings hatte sie befürchtet, dass sie nur eine Last für ihn sein würde. Aber nun hatte sie sogar eine Aufgabe und konnte sich als nützlich erweisen. Es war einfach fantastisch! In den nächsten Wochen hatte sich Sakura in der Whitebeard-Piratenbande gut eingelebt. Ace war natürlich immer in ihrer Nähe, aber sie begann auch, sich mit den anderen gut zu verstehen. Sie war wirklich überrascht, dass der gefürchtete Whitebeard in Wahrheit so ein umgänglicher, gutmütiger alter Mann war. Nach kurzer Zeit wurde ihr bewusst, warum ihn alle Vater nannten und sie selbst hatte es sich nach wenigen Tagen auch bereits angewöhnt, da er wirklich wie ein liebender Vater auf sie wirkte, der auf seine Söhne aufpasste. Und er hatte wirklich viele Söhne. Inzwischen verstand sie auch, warum Ace sich nie etwas auf sein Aussehen eingebildet hatte. Auf Whitebeards Schiff war er nur einer von vielen gutaussehenden jungen Männern, die allesamt kraftstrotzende Muskelpakete waren. Doch für sie war er noch immer der eine. Sie teilte sich jetzt mit ihm ein Zimmer und liebte es wirklich, so oft wie möglich mit ihm allein zu sein. Denn obwohl die anderen mehr als freundlich zu ihr waren, fühlte sie sich unter diesen ganzen Kerlen doch manchmal etwas unwohl. Sie war im Grunde die einzige Frau auf diesem Schiff, wenn man einmal von den zahlreichen bildhübschen Krankenschwestern absah, die sich allerdings augenscheinlich nur für Whitebeard interessierten und von dem Rest der Crew meist kaum beachtet wurden. Sie hingegen stand nun öfter im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit als ihr lieb war. So zog sie sich gern des Öfteren in ihr Labor zurück, in das sie außer Ace und Whitebeard niemanden hineinließ und kümmerte sich um ihre Forschung. Es war ein großes Glück, dass sie mit den Whitebeard-Piraten unterwegs war. Sie kamen auf so viele Inseln, dass sie unglaublich viele Proben nehmen konnte und mit den Analysen kaum hinterherkam. Aber es machte ihr riesigen Spaß. Nachdem noch einige weitere Wochen vergangen waren, fühlte sie sich bisweilen allerdings irgendwie seltsam. Sie hatte den Eindruck, dass mit ihr irgendetwas nicht stimmte. Vor allem war sie überrascht, wie viel sie auf einmal essen konnte. Lag es etwa daran, dass sie sich an die Gewohnheiten der Piraten anpasste, die bei jeder Gelegenheit riesige Mengen in sich hineinstopften? Aber warum überraschten sie diese Essattacken fast immer aus heiterem Himmel? Und warum musste sie sich plötzlich fast jeden zweiten Tag übergeben? Das fragte sich auch Ace, der gerade ihre Haare halten musste, während sie sich würgend und zitternd über die Reling beugte. „Was ist nur mit dir los?“ fragte er besorgt, nachdem sie fertig war und sich erschöpft ins Bad begab, um sich das Gesicht zu waschen. „Hast du etwas Falsches gegessen? Aber du kannst doch nicht schon seit mehreren Wochen eine Magenverstimmung haben oder?“ Nachdenklich blickte sie ihn an. Und schwieg. Noch einige Wochen später. „Oh, Ace...“ Benommen hauchte Sakura seinen Namen und sah mit lustverschleiertem Blick zu ihm auf, während er genüsslich den Kopf in den Nacken legte und ein zufriedenes Seufzen hören ließ. Dieser Moment war immer wieder überwältigend und auch nach mehreren Monaten ihrer Beziehung hatten sie noch lange nicht genug davon. Jetzt gerade lag sie auf ihrem gemeinsamen Bett, vollkommen nackt, die Arme ausgestreckt über ihrem Kopf und er kniete direkt vor ihr, hatte ihren Po mit einer Hand etwas angehoben und sein Becken fest gegen ihres gepresst. Mit seiner anderen Hand hielt er eines ihrer Beine fest, das sie kerzengerade in die Luft gestreckt hatte und das nun an seiner Schulter lehnte. Als ihr Gefühlsausbruch langsam nachließ und ihr Körper aufgehört hatte zu zittern, zog er sich vorsichtig aus ihr zurück und setzte ihre Beine behutsam ab. Noch immer atmete sie schwer. „Tut mir leid.“ keuchte sie leise. „Was genau?“ fragte er interessiert nach. Für ihn waren die letzten Minuten schlichtweg traumhaft gewesen und er konnte sich nicht vorstellen, wo ihr Problem lag. Etwas missmutig sagte sie: „Ich habe es schon wieder nicht geschafft, leise zu sein...“ „Ich weiß.“ erwiderte er und grinste hinterhältig. Obwohl er sich genauso wie sie durchaus bewusst war, dass die Wände dünn waren und die anderen vermutlich jeden Laut aus ihrem Zimmer mitanhören konnten bzw. mussten, hatte er es sich zum Ziel gemacht, dass sie ihre wundervolle Stimme so oft wie möglich erklingen ließ. Er liebte ihr lustvolles Stöhnen, ihr impulsives Keuchen und gelegentlich auch ihre verzweifelten Schreie, wenn er sie durch den Einsatz seiner Hände, seines Mundes oder seines gesamten Körpers beinahe um den Verstand brachte. Zum einen, weil es ihn selbst unglaublich erregte und zum anderen, weil es ihm bestätigte, dass ihr wirklich gefiel, was er mit ihr anstellte. Mittlerweile kannte er jeden Zentimeter ihres wohlgeformten Körpers und wusste ziemlich genau, wo und wie er sie berühren musste, um sie am meisten aus der Fassung zu bringen. So legte er jetzt seinen Daumen auf ihren empfindlichsten Punkt und fuhr währenddessen mit seinen Lippen über ihren wunderschönen Oberkörper, der von der Anstrengung noch ein wenig feucht war. Sie konnte nicht anders, als erneut lustvoll aufzuseufzen und wand sich genießerisch unter ihm, bis er schließlich zufrieden von ihr abließ. Daraufhin schenkte sie ihm einen glühenden Blick ihrer leuchtenden blau-grünen Augen. In diesem Moment hätte er gar nicht ausdrücken können, wie tief die Liebe war, die er für sie empfand. Glücklich ließ er seinen Blick noch einmal über ihren ganzen Körper schweifen... und stutzte. Kam es ihm nur so vor oder... hatte sich irgendetwas verändert? Unsicher legte er seine Hand auf ihren Bauch. Sein Gefühl schien das zu bestätigen, was er gesehen hatte. Aber konnte er dieses sensible Thema einfach so ansprechen? Sie wirkte gerade so wundervoll entspannt und er wollte sie nicht verärgern. Aber es ließ ihm auch keine Ruhe. „Du, sag mal...“ begann er vorsichtig, „...kann es sein, dass du in letzter Zeit zugenommen hast? Dein Bauch kommt mir irgendwie dicker vor. Hast du vielleicht in den letzten Tagen zu viel gegessen?“ Sie seufzte und fasste sich mit der Hand an die Stirn. Eigentlich hatte sie gedacht, dass er irgendwann von allein darauf kommen würde. Zumal ihr Bauch nun schon so rund war, dass sie ein ganzes Festmahl auf einmal hätte verdrücken müssen, um diesen Umfang zu erreichen. Sie setzte sich auf und nahm seine warmen Hände in ihre, woraufhin er sie besorgt anblickte. Dann holte sie tief Luft. „Ace... Ich bin schwanger.“ „Was?“ „Ich bin schwanger.“ „Du bist... schwanger?“ „Ja.“ „Du bekommst ein Kind?“ „Ja.“ „Von... mir?“ Sie verdrehte die Augen und boxte ihn in die Brust. „Ja, du Idiot! Von wem denn sonst?“ Sein Blick war erst komplett leer. Dann, ganz langsam, weiteten sich seine Augen, als er endlich begriff, was das bedeutete. „Ich werde... Vater?“ fragte er sicherheitshalber noch einmal nach. „Ja.“ wiederholte sie geduldig. „Obwohl ich langsam ernsthaft bezweifle, dass du geistig dafür im Stande bist. Geht es dir gut?“ Er sah sie noch immer fassungslos an. Dann, ganz unvermittelt, sprang er auf, zog sie mit sich in die Höhe und wirbelte sie im Kreis herum. „Das gibt’s ja nicht!“ rief er lachend aus. „Das ist unglaublich!“ „Hör auf, mir wird schlecht!“ jammerte sie hilflos, woraufhin er sie behutsam wieder absetzte. „Tut mir leid.“ sagte er entschuldigend, wobei er aber übers ganze Gesicht grinste. „Ich kann es nur noch gar nicht fassen. In deinem Bauch...“ Er blickte ihn jetzt beinahe ehrfürchtig an und legte liebevoll seine Hand darauf, „...ist also ein Kind. Unser Kind.“ Er sah freudestrahlend zu ihr auf. „Ja.“ sagte sie. „Es ist wie ein Wunder. Und ich freue mich, dass du so glücklich darüber bist. Ich wusste immer nicht, wie ich es dir sagen sollte.“ „Seit wann weißt du es schon?“ fragte er neugierig. „Ehrlich gesagt hatte ich schon seit Monaten so eine leise Vermutung, vor allem, weil ich immer diesen seltsamen Appetit hatte. Aber seit ich mich ständig übergeben muss, bin ich mir relativ sicher. Alle Anzeichen sprechen dafür. Ich denke, ich bin inzwischen schon etwa im fünften Monat. Ich bin wahrscheinlich gleich bei unserem ersten Mal schwanger geworden.“ „Wahnsinn...“ murmelte er. „Da war ich wohl ganz schön unvorsichtig.“ Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf, wie immer, wenn ihm etwas peinlich war. „Allerdings.“ bemerkte sie lachend. „Aber solange du zu deiner Verantwortung stehst, ist es schon in Ordnung.“ „Natürlich tue ich das.“ sagte er ernst und umschloss ihre Hand mit seiner. „Ich liebe das Kleine jetzt schon. Ihr beide seid mein ein und alles. Ich werde immer für euch da sein.“ Doch keine zehn Sekunden später verzog sich sein Mund wieder zu einem breiten Grinsen. „Oh Mann, ich werde wirklich Vater! Das ist der Wahnsinn!“ Lächelnd betrachtete sie sein strahlendes Gesicht. So glücklich hatte sie ihn noch nie erlebt. Am nächsten Morgen ging er Hand in Hand mit ihr über das Deck der Moby Dick. Ace hatte beschlossen, Whitebeard von der Neuigkeit zu unterrichten, damit er gegebenenfalls entscheiden konnte, was nun zu tun war. Er glaubte zwar nicht, dass er irgendwie negativ darauf reagieren könnte, aber ein Baby auf einem Piratenschiff - und noch schlimmer, auf dem Schiff eines der Vier Kaiser - war doch etwas sehr Ungewöhnliches. Doch bevor sie Whitebeard gegenübertreten konnten, mussten sie noch einen wahren Spießrutenlauf über sich ergehen lassen. Denn wie nicht anders zu erwarten, war ihr lustvolles Treiben in der letzten Nacht mal wieder nicht unbemerkt geblieben. „Hey Ace, du alter Lustmolch! Du hast es ihr schon wieder richtig besorgt, was?“ „Könnt ihr euch nicht mal zusammenreißen? Ich wollte schlafen!“ „Ach was, mach nur weiter, Kumpel! Nimm sie richtig hart ran!“ und „Steck ihr dein Ding doch mal woanders rein und bring sie zum Schweigen! Du weißt schon, was ich meine, hehehe.“ waren noch einige der harmloseren Kommentare. Sakura war schon wieder knallrot angelaufen, schaute aber stur geradeaus. Damit musste man sich wohl abfinden, wenn man verliebt war und mit hundert Piraten auf einem einzigen, wenn auch riesigen Schiff zusammenlebte. Endlich waren sie bei Whitebeard angelangt, der sie ebenfalls schmunzelnd betrachtete, aber zum Glück nicht aussprach, was ihm vielleicht auf der Zunge lag. „Vater!“ begann Ace atemlos. „Kann ich dir etwas sagen? Nur unter uns?“ Whitebeards goldgelbe Augen funkelten, aber er setzte eine überraschte Miene auf und bedeutete den anderen Piraten, sie allein zu lassen. Diese verzogen sich murrend unter Deck. Als sie endlich allein waren, überlegte Ace krampfhaft, wie er es anfangen sollte. „Vater, ich... Also ich... Sakura... wir... wir werden...“ „Spuck’s doch einfach aus, mein Sohn!“ unterbrach ihn Whitebeard gebieterisch. „Na schön.“ Er holte tief Luft. „Sakura ist schwanger von mir.“ Er beobachtete unruhig Whitebeards Reaktion und stellte erstaunt fest, dass dessen Lippen ein breites Lächeln zierte. „Soso.“ sagte er in seinem üblichen tiefen Tonfall. „Hast du es endlich auch gemerkt?“ Ace fiel aus allen Wolken. „Du hast es gewusst?“ fragte er erschrocken. „Ich bitte dich, das ist doch wirklich offensichtlich. Sieh sie dir nur mal an! Am Anfang war sie so schmal und jetzt ist ihr Bauch schon ganz rund.“ Sakura und Ace sahen sich mit offenen Mündern an. Dass sogar Whitebeard es gemerkt hatte, war schon ein wenig unheimlich. Aber er hatte eben ein Gespür für solche Dinge. Entgegen ihrer Erwartungen reagierte er allerdings mehr als erfreut auf die Bestätigung seiner Vermutungen. „Komm her, meine Tochter!“ rief er aus und drückte Sakura väterlich an seine Brust. „Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich wahnsinnig für dich und Ace. Dieses Kind wird unsere Familie bereichern.“ Die beiden sahen sich an und wussten gar nicht, was sie sagen sollten. „Dann ist es für dich in Ordnung, wenn wir hier bleiben, Vater?“ fragte Ace vorsichtig. „Natürlich! Alles andere würde ich euch wirklich übel nehmen. Schließlich will ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Enkelkind verbringen.“ Alle drei strahlten sich an. „Ace, los, hol drei Schalen mit Sake! Darauf müssen wir anstoßen.“ „Ähm, Vater...“ bemerkte Sakura kleinlaut. „Ich darf keinen Alkohol trinken.“ „Achja, stimmt ja.“ rief er bestürzt aus und fasste sich an die Stirn. „Was für ein Jammer!“ In den nächsten Tagen hatte sich in Windeseile auf dem ganzen Schiff herumgesprochen, dass Sakura und Ace ein Kind erwarteten. Daraufhin waren die Kommentare, die sie sich anhören mussten, erst einmal noch schlimmer und alle Nase lang klopfte ihm jemand anerkennend auf den Rücken. „Wow, Ace, da hast du ja ordentlich gepunktet!“ „Jeder Schuss ein Treffer!“ „Kein Wunder, dass er Kommandant der zweiten Division ist! Er ist nicht nur stark, sondern auch noch potent!“ Und immer so weiter. Immerhin gab es auch einige, die ihn einfach nur zu seiner bevorstehenden Vaterschaft beglückwünschten, wie zum Beispiel Marco. Diese verstanden zumindest auch, dass Sakura sich in ihrem Zustand nicht unnötig aufregen sollte und ließen sie weitestgehend in Ruhe. Überhaupt wurde sie jetzt von allen wie ein rohes Ei behandelt. Whitebeard hatte verboten, dass sie irgendwelche Arbeiten auf dem Schiff erledigte und Ace folgte ihr auf Schritt und Tritt, um ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Einerseits liebte sie ihn dafür, aber andererseits fand sie es manchmal schon etwas übertrieben. „Ace, mir geht es gut. Wirklich. Ich bin nur schwanger.“ sagte sie des Öfteren zu ihm. Aber meistens ohne sichtbare Wirkung. Er wollte einfach hundertprozentig sichergehen, dass ihr nichts passierte. Und so war es auch, als sie nach einigen Wochen an einer sommerlichen Insel anlegten. Whitebeard und die anderen machten sich fertig, um an Land zu gehen und Ace blickte unentschlossen auf die hohen Palmen, die scheinbar das gesamte Innere der Insel bedeckten. Es juckte ihn schon ein wenig in den Fingern, diese unbekannte Insel zu erkunden. „Jetzt geh schon!“ sagte sie zu ihm, da sie seine Gedanken erahnen konnte. „Ich komme hier zurecht. Ich werde mal ein bisschen am Strand spazieren gehen.“ „Was? Kommt nicht in Frage!“ widersprach er rigoros. „Ace. Ich langweile mich hier zu Tode. Das Kind will vielleicht auch mal ein bisschen was erleben und ein Spaziergang hat noch niemandem geschadet. Also gönn mir die kleine Freude und amüsiere dich, verstanden?“ „Na gut.“ ließ er sich schließlich breitschlagen. „Aber du bleibst immer in Sichtweite des Schiffes, okay?“ „Ja, versprochen.“ Nachdem die anderen aufgebrochen waren, ging Sakura den Aufgang hinunter und betrachtete den wunderschönen weißen Sand, der sich rechts und links von ihr scheinbar endlos erstreckte. Sie zog ihre Schuhe aus und genoss die weiche Wärme unter ihren Füßen, während sie langsam darauf entlangging. Das Meer rauschte neben ihr und eine leichte Brise umspielte ihre langen Haare. Sie wusste, dass die restlichen Piraten auf dem Schiff sie auf Anweisung von Ace hin beobachteten, aber diesen Fakt blendete sie aus und genoss einfach die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. Dann schloss sie die Augen und atmete tief ein. Sie stand bestimmt minutenlang so da und war einfach nur glücklich. Bis plötzlich vier raue Hände ihre Arme ergriffen und sie hinter ihren Rücken zogen. „Was?“ stammelte sie und blickte erschrocken in die harten Gesichter zweier Marinesoldaten. Und hinter ihnen tauchte noch ein ganzer Trupp von ihnen auf. Sie fesselten sie und zogen sie erbarmungslos mit sich. Ihr blieb nichts weiter übrig, als mitzulaufen, sonst hätten sie sie wahrscheinlich über den Boden geschleift. Verzweifelt blickte sie über ihre Schulter zurück zum Schiff, aber ihre Kameraden dort konnten sie unmöglich noch rechtzeitig erreichen. Kurze Zeit später tauchte ein Marineschiff vor ihnen auf. Sie erkannte die Gallionsfigur. Es gehörte Vizeadmiral Garp. Dieser wirkte sehr überrascht, als seine Mannschaft sie ihm präsentierte. „Was soll das?“ fragte er aufgebracht. „Euer Auftrag war, die Whitebeard-Piraten hier auf dieser Insel gefangen zu nehmen. Das ist nur ein Mädchen.“ „Nein, sie gehört auch zu den Piraten!“ rief einer der Soldaten aus. „Sehen Sie!“ Und er zeigte ihm ihr Handgelenk. Sie erschauderte. Sie hatte zwar kein Tattoo wie Ace und die anderen, aber stattdessen trug sie ein hübsches Armband mit dem Zeichen von Whitebeard am linken Arm. Und dieses hatte sie nun verraten. Garp sah sie missmutig an. „Nun gut.“ sagte er zu seinen Untergebenen. „Lasst sie hier! Und bringt einen Stuhl, schnell!“ Er hatte erkannt, dass sie verdächtig schwankte und hatte schon so eine Ahnung, was mit ihr los war. Sie erinnerte ihn vage an eine Frau, die er einmal gekannt hatte. So half er ihr, sich langsam auf den Stuhl zu setzen, den die Soldaten nach wenigen Sekunden brachten und beugte sich zu ihr herunter. „Tut mir leid, Kleine. Ich muss mich an die Vorschriften halten. Aber keine Sorge, dir wird nichts geschehen. Ich verspreche es.“ Sakura blickte verwundert zu ihm auf, überrascht, dass er so nett zu ihr war. „Danke.“ sagte sie leise. Er blickte sie mit seinen dunklen Augen nachdenklich an. Dann senkte er die Stimme: „Kann es sein, dass du schwanger bist?“ Ihre Augen weiteten sich. War das schon so offensichtlich? Was sollte sie tun? Konnte sie ihm trauen? Aber irgendetwas an ihm wirkte beruhigend auf sie, also beschloss sie, es zu versuchen. „Ja.“ gab sie zu und in ihren Augen bildeten sich Tränen. „Bitte! Ich habe Angst um mein Baby. Ihm darf nichts passieren! Bitte helfen Sie mir!“ „Ganz ruhig.“ sagte er beschwichtigend. „Je weniger du dich aufregst, desto besser. Wir werden sehen, wie Whitebeard reagiert.“ Ace war mittlerweile sehr unruhig. Auf der Insel schien alles friedlich, aber irgendwie hatte er ein schlechtes Gefühl. Als plötzlich seine Teleschnecke läutete, zuckte er zusammen und griff sofort nach dem Hörer. „Was ist?“ fragte er schnell. „Ace!“ sagte eine aufgeregte Stimme am anderen Ende der Leitung. „Deine Freundin, sie...“ „Was ist mit ihr?“ hakte er ungeduldig nach. „Sie... Wir haben sie nicht aus den Augen gelassen, aber plötzlich sind wie aus dem Nichts Marinesoldaten aufgetaucht und haben sie mitgenommen. Wir konnten nichts machen.“ Ace erstarrte. „Nein.“ sagte er tonlos. Whitebeard, der mitgehört hatte, sah ihn besorgt an. „Wir dürfen jetzt nichts überstürzen, Ace. Sonst bringen wir sie nur in Gefahr.“ „Ja, aber... Ich muss zu ihr.“ Ohne ein weiteres Wort machte Ace kehrt und stürmte durch den Dschungel zurück zum Strand, die anderen dicht auf seinen Versen. Als er dort angelangt war, sah er sofort das Marineschiff und erkannte es ebenfalls. „Opa!“ entfuhr es ihm überrascht. Vielleicht würde ihm das helfen. Andererseits war Garp ein Marineoffizier durch und durch und seit Jahren sehr schlecht auf ihn zu sprechen, weil er tatsächlich Pirat geworden war. So oder so musste er erst einmal feststellen, wo Sakura war und ob es ihr gut ging. Wenn er herausfinden sollte, dass sie sie schlecht behandelt hatten, dann könnten sie sich auf was gefasst machen! Whitebeard und die anderen Kommandanten hatten ihn mittlerweile erreicht und zusammen liefen sie bis in unmittelbare Nähe des Schiffes. Dort konnte er Garp an Deck stehen sehen und neben ihm, blass und an einen Stuhl gefesselt, sah er Sakura. Zumindest schienen sie ihr nichts angetan zu haben. Aber auch aus der beträchtlichen Entfernung konnte er die Tränen in ihren Augen erahnen und unendliche Wut brodelte in ihm hoch. „Was soll das?“ rief er. „Vergreift sich die Marine jetzt schon an wehrlosen Frauen? Lasst sie frei! Sie hat euch nichts getan!“ Ein Marineoffizier antwortete: „Alle Piraten sind Verbrecher! Dafür muss sie jetzt bezahlen!“ „Ganz ruhig!“ mischte sich Garp auf einmal ein. „Ich bin sicher, wir finden eine Lösung.“ Ace wandte sich hilfesuchend zu Whitebeard. „Was können wir tun?“ „Sollen wir sie angreifen?“ fragte Jozu und knackte bedrohlich mit den Fingerknöcheln seiner riesigen Fäuste. „Nein.“ sagte Whitebeard bestimmt. „Dadurch könnte sie verletzt werden. Wir müssen mit ihnen verhandeln.“ „Wenn sie euch egal ist, können wir sie ja beseitigen...“ meldete sich wieder der überhebliche Marineoffizier. „Arrgh! Opa!“ rief Ace, außer sich vor Zorn. „Lass sie in Ruhe, hörst du? Sonst mache ich euch alle fertig!“ Garp sah nachdenklich zu Ace hinunter. Es war ungewöhnlich für ihn, dass er sich so aufregte. Was hatte das zu bedeuten? Es sei denn... Ihm kam ein plötzlicher Gedanke und er wandte sich besorgt wieder der jungen Frau zu, die verzweifelt und schluchzend auf seinen Enkel hinabblickte. Sie war wirklich ungewöhnlich hübsch und würde genau zu Ace passen... Er musste es herausfinden. So tat er zunächst so, als würde er etwas vom Boden aufheben, aber in Wahrheit neigte er sich zu ihr hinunter und sprach etwas in ihr Ohr, so leise, dass es sonst niemand hören konnte. „Ist Ace etwa der Vater?“ Sie schaute ihn überrascht an. Er kannte Ace? „Ja.“ sagte sie, ebenfalls kaum hörbar., Verdammt!‘ dachte Garp und biss die Zähne aufeinander. Wenn irgendjemand davon erfuhr, würde es einen Eklat geben. Er musste dringend dafür sorgen, dass sie dieses Schiff verließ, bevor sonst jemand auf die Idee kam, dass sie schwanger sein könnte. „Also gut.“ sprach er laut, an Whitebeard und die anderen gewandt. „Wir haben kein Interesse an ihr. Wir sind bereit sie gehen zu lassen, im Austausch gegen einen der Kommandanten.“ Diese wandten sich aufgeregt zu Whitebeard und wollten gerade anfangen, zu diskutieren, als Ace lautstark ausrief: „Ich mache es!“ Whitebeard schloss gequält die Augen, aber er hatte keine andere Wahl. Ace würde sich nicht davon abbringen lassen. Dieser trat vor und blickte hinauf zu Garp. „Versprichst du es?“ sagte er ernst. „Dass du sie freilässt, wenn ich mich von euch gefangen nehmen lasse?“ „Ja.“ antwortete Garp. „Du hast mein Wort.“ Und daraufhin löste er eigenhändig ihre Fesseln und zog sie bedächtig in die Höhe. Sie schwankte etwas und schien gar nicht recht zu wissen, wie ihr geschah. Garp führte sie zur Reling. „Ihr trefft euch in der Mitte, einverstanden?“ Ace nickte. Dann drehte er sich noch einmal zu Whitebeard um und sah ihm fest in die Augen. Er wusste, dass dieser ihn verstand. Er konnte sich auf ihn verlassen. Dann machte er den ersten Schritt und ging langsam den Aufstieg hinauf, immer darauf wartend, dass Sakura die gleiche Anzahl von Schritten in seine Richtung machte. Schließlich trafen sie sich in der Mitte und sie fiel ihm weinend um den Hals. Erst jetzt hatte sie begriffen, was hier gerade passierte. „Ace, geh nicht, bitte!“ flehte sie ihn an. „Was soll ich denn ohne dich machen? Ich...“ „Schhht. Beruhige dich.“ sagte er leise und schloss sie fest in seine Arme. „Vater wird sich um dich kümmern. Mach dir keine Sorgen, ich komme schon klar. Ich liebe dich.“ flüsterte er ihr ins Ohr. Sie wollte ihn nicht loslassen, aber plötzlich wurde er von einem Marineoffizier am Arm gepackt und weggezogen. Dann hörte sie Handschellen klicken und sah entgeistert, wie sie sich um seine Handgelenke schlossen und er gesenkten Hauptes abgeführt wurde. Ihre Beine gaben zitternd nach und sie drohte rücklings hinunterzustürzen, aber in diesem Moment war Marco schon bei ihr und fing sie behutsam auf. Er trug sie in seinen Armen hinunter zu Whitebeard und den anderen. „Bringt sie aufs Schiff.“ sagte dieser. „Sie muss sich beruhigen. Wir müssen jetzt gut auf sie aufpassen. Das sind wir Ace schuldig.“ Und mit gequältem Blick sah er zu, wie Ace von dem Offizier unter Deck gestoßen wurde und Marco das mittlerweile fast bewusstlose Mädchen traurig zu ihrem Schiff trug. Garp stand noch immer nachdenklich und reglos da. Einige Stunden später. Ace blickte auf, als Garp eintrat und leise die Zellentür hinter sich schloss. „Opa!“ brachte er überrascht hervor. Garp bedeutete ihm, still zu sein und kam langsam näher. Dann zog er einen Schlüssel aus seiner Tasche und öffnete die Seestein-Handschellen, mit denen Ace an die Wand gefesselt war. Dessen Augen wurden vor Erstaunen immer größer. „Was tust du denn?“ fragte er leise, aber eindringlich. „Ich kann das nicht.“ sagte dieser mit bitterer Stimme. „Gerechtigkeit hin oder her, du bist immer noch mein Enkel. Und ich kann nicht mit ansehen, wie sie dich umbringen.“ „Umbringen?“ Ace erstarrte. Er hatte gedacht, dass sie ihn nach Impel Down bringen würden, wie sonst eigentlich alle Piraten, die ihnen ins Netz gingen, aber dass sie ihn direkt töten würden? „Senghok hat es angeordnet. Sollte man dich jemals fassen, müsstest du sofort nach Marineford gebracht und dort... hingerichtet werden.“ „Was? Aber da gibt es ja wohl wesentlich schlimmere Kaliber als mich.“ „Ich weiß. Es ist auch nicht wegen deiner Taten. Es ist wegen deines Vaters.“ Aces Gesicht verdunkelte sich, während Garp weitersprach. „Bisher wissen die Wenigsten, dass du in Wahrheit von Gold Roger abstammst, aber sollte jemals öffentlich bekannt werden, dass die Blutlinie des Piratenkönigs noch weiter besteht, würde das totale Chaos ausbrechen. Daher ist die Marine schon lange ganz scharf darauf, dich zu beseitigen. Aber ich weiß, dass du das nicht verdient hast.“ „Verdammt!“ Aces Hände ballten sich zu Fäusten. „Ich wollte diesen Verbrecher nie als meinen Vater! Wie oft habe ich mir schon gewünscht, ich wäre nie geboren worden?“ „Ich weiß.“ sagte Garp beschwichtigend. „Deshalb will ich dir helfen. Pass auf, mein Plan ist, dass du mir ordentlich eine reinhaust - setze ruhig ein paar deiner Fähigkeiten ein.“ Ace sah ihn verwirrt an. „Es soll nach einem Kampf aussehen, verstehst du? Dann machst du dich mit einem der Rettungsbote davon und ich behaupte, dass du geflohen wärst.“ „Opa...“ Ace sah ihn dankbar an. „Ja ja, schon gut! Danach tu mir bitte einen Gefallen. Geh zurück zu Whitebeard, unter seinem Schutz bist du am sichersten. Und vor allem, verstecke deine hübsche Freundin und sieh zu, dass niemals jemand erfährt, dass sie ein Kind von dir erwartet!“ Nun klappte Ace der Mund auf. „Du weißt es?“ fragte er irritiert. „Dass ich Urgroßvater werde? Durchaus.“ Er klopfte ihm lächelnd auf die Schulter. „Noch ein weiterer Grund, warum ich dir helfen will. Dieses Kind braucht seinen Vater. Vielleicht muss es dann nicht so aufwachsen wie du... mit so einem nutzlosen Großvater...“ Aces Lippe bebte. Er war sichtlich gerührt und umarmte seinen Großvater zum ersten Mal so fest er konnte. „Nicht so nutzlos, wie du denkst. Danke, Opa. Für alles.“ Sakura saß reglos an der Reling und starrte trübsinnig aufs Meer hinaus. In ihrem Gesicht waren die Spuren von Tränen zu erkennen, die über Tage hinweg nicht versiegt waren. Nun fehlte ihr langsam die Kraft, um zu weinen. „Hier.“ Sie drehte sich kurz um und blickte freudlos auf das Essen, das Marco ihr hinhielt. Dann wandte sie sich wortlos ab. „Hey...“ sagte er ein wenig hilflos. „Ich weiß, dass dir nicht danach ist, aber du musst etwas essen. Denk an dein Kind. Denk an das, was Ace sagen würde.“ Sie zuckte zusammen. Aber er hatte Recht. Sie durfte sich jetzt nicht so hängen lassen. Sie musste essen und auf ihre Gesundheit achten, damit es ihrem Baby gut ging. Vielleicht würde es das Letzte sein, das ihr von Ace geblieben war... Sie schluckte und stellte fest, dass sie doch noch immer weinen konnte. Dennoch nahm sie das Essen von Marco und versuchte, es hinunter zu würgen. ‚Ace...‘ In ihren Gedanken konnte sie ihn vor sich sehen, wie er sie anlächelte, ihr über die Wange streichelte, sie küsste. Sie konnte ständig seine Stimme in ihrem Kopf hören. Und jetzt glaubte sie sogar, ihn in einem kleinen Boot zu erkennen, das geradewegs auf sie zusteuerte. Er kam stetig näher und blickte freudestrahlend zum Schiff empor. Gleich würde er neben ihnen sein und an Bord klettern. Aber ihr Hirn musste ihr einen Streich spielen. Das konnte nicht sein. Er war jetzt wahrscheinlich im tiefsten Verlies der Marine, allein und verlassen. Und wer wusste, was sie ihm schon alles angetan hatten oder vielleicht noch antun würden? Verzweifelt biss sie sich auf die Lippe und rieb sich die Augen, um dieses Trugbild von ihm zu vertreiben, das jetzt tatsächlich über die Reling hüpfte und mit Höchstgeschwindigkeit auf sie zulief. Aber es verschwand nicht. Stattdessen wurde sie von zwei starken Armen gepackt und in die Höhe gerissen. Und dann zog er sie in eine feste Umarmung und küsste sie, so stürmisch und leidenschaftlich wie er es vermochte. Sie bewegte sich nicht und starrte ihn nur entgeistert an. „Was?“ stammelte sie. „Hey, was ist das denn für eine Begrüßung?“ fragte er vorwurfsvoll. „Freust du dich gar nicht, mich zu sehen?“ Erst jetzt begann sie, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass er vielleicht doch keine Einbildung war. „Ace?“ fragte sie ungläubig. „Bist du es wirklich?“ „Wirklich und wahrhaftig.“ erwiderte er freudig und legte ihre Hände zum Beweis auf seine Brust. „Siehst du?“ Sie fühlte die wohlbekannte Wärme seiner Haut und begann, ihn vorsichtig zu betasten - seine Brust, seine kräftigen Bauchmuskeln, seine Schultern, sein Gesicht, und schließlich seine vom Wind zerzausten Haare. Er fühlte sich tatsächlich echt an. Er war wirklich hier. Er war in Sicherheit. „Gott sei Dank!“ rief sie aus und fiel ihm um den Hals, wobei sie erneut heftig in Tränen ausbrach. Er hielt sie einfach nur fest und ließ ihr Zeit, damit sie sich beruhigen konnte. „Ich hatte solche Angst um dich.“ schluchzte sie in sein Ohr. „Ich weiß. Aber jetzt ist alles gut. Ich bin bei dir.“ Als er merkte, dass nach und nach immer weniger Tränen in seinen Nacken tropften, fasste er sie an den Schultern und hielt sie leicht von sich weg, damit er sie von oben bis unten betrachten konnte., Sie sieht schrecklich aus.‘ dachte er, war aber schlau genug, diese Beobachtung für sich zu behalten. „Wie geht es dir?“ fragte er besorgt. „Hast du in den letzten Tagen überhaupt geschlafen oder etwas gegessen?“ Sakura schüttelte betreten den Kopf. „Aber Marco hat gesagt, du würdest das nicht wollen, daher wollte ich es gerade versuchen.“ sagte sie und deutete auf den Teller mit Essen, der jetzt am Boden stand. „Da hat er Recht.“ lächelte er. „Auf Marco kann man sich wirklich verlassen. Sonst würde unser armes Baby noch verhungern.“ Liebevoll schaute er auf ihren Bauch. „Es geht ihm doch gut oder?“ „Ja, ich denke schon, ich...“ Sie stockte und blickte plötzlich überrascht an sich hinunter. Dann bildeten sich erneut Tränen in ihren Augen. „Was ist?“ rief er erschrocken aus. „Ich glaube, es hat gespürt, dass du wieder da bist. Es ist glücklich.“ hauchte sie. Dann nahm sie seine Hand und führte sie behutsam zu ihrem Bauch. Aces Augen weiteten sich, als er eine deutliche Bewegung unter seiner Handfläche spürte. Es trat zum ersten Mal. Und es schien wirklich munter und fröhlich zu sein. Genau wie seine Eltern, die sich nun innig umarmten. Es dauerte nicht lange, bis auch die anderen bemerkt hatten, dass Ace wieder bei ihnen war. Bald brach das ganze Schiff in Jubelrufe aus und sogar Whitebeard kam schnellen Schrittes angelaufen, um das Wunder mit eigenen Augen zu sehen. Dann gab es eine riesige Party. Erst spät am Abend, als sie beide zu Bett gegangen waren, hatte Sakura wieder die Gelegenheit, in Ruhe mit Ace zu sprechen. „Wie hast du es eigentlich geschafft, zu entkommen?“ wollte sie von ihm wissen. „Mein Opa hat mich gerettet.“ „Dein Opa?“ fragte sie verdutzt. „Vizeadmiral Garp. Als ich gleich nach meiner Geburt zum Waisenkind wurde, hat er sich meiner angenommen und mich zu... Räubern gebracht, die mich mehr oder weniger groß gezogen haben.“ „Er hat was? Sehr verantwortungsvoll...“ schnaubte sie sarkastisch. „Naja, wie auch immer. Jedenfalls betrachte ich ihn seitdem als meinen Großvater und er mich als seinen Enkel. Und daher hat er mir geholfen, zu fliehen. Um mich zu retten und damit ich auf sein Urenkelkind aufpassen kann. Das wusste er von dir oder?“ „Ja. Er hat gleich bemerkt, dass ich schwanger bin und sogar erraten, dass du der Vater bist. Da habe ich es zugegeben. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich ihm vertrauen kann. Er war wirklich sehr nett zu mir.“ Er lächelte. „Ja, ich war auch überrascht. Normalerweise ist er knallhart und ein Marinekapitän durch und durch. Aber dieses Mal ist er richtig sentimental geworden. Ich musste ihm übrigens versprechen, dass ich alles tue, damit die Marine niemals erfährt, dass wir ein Kind haben.“ „Was? Wieso?“ „Wegen meines Vaters.“ „Dein Vater?“ fragte sie verwirrt. Sie hatte sich noch nie darüber Gedanken gemacht, wer oder was sein Vater gewesen sein mochte. „Ich habe es dir bisher nicht erzählt... Mein biologischer Vater ist Gol D. Roger.“ Ihre Augen weiteten sich. „Der Piratenkönig?“ „Ja.“ sagte er tonlos und sie konnte sehen, wie seine Hände zu zittern begannen. „Ich hasse ihn. Er hat mir immer nur Unglück gebracht. Er war ein verantwortungsloser Taugenichts, der mein Leben zerstört hat, bevor es überhaupt begonnen hatte. Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich mich als Kind gefühlt habe.“ Sie war erschrocken über die Verbitterung in seiner Stimme und legte vorsichtig ihre Hände auf seine, um ihn zu beruhigen. „Verstehst du jetzt?“ sagte er verzweifelt. „Alle haben mich gehasst. Sie sagten, ich sei die Ausgeburt des Teufels und hätte es nicht verdient, am Leben zu sein. Ist dir klar, was das für unser Kind bedeutet? Es wird niemals ein normales Leben führen können. Und ich schäme mich so dafür. Es tut mir unendlich leid, dass ich ihm das zumuten muss. Dass ich es dir zumuten muss...“ Sakura seufzte, dann legte sie ihre Hände auf seine Wangen und hob sein Gesicht etwas an, damit er ihr in die Augen sah. „Warum sagst du sowas?“ fragte sie vorwurfsvoll. „Du solltest stolz sein! Es spielt doch gar keine Rolle, wer dein Vater war. Du bist ein toller Mann, das ist das Einzige, was zählt. Du bist unglaublich stark, du hast dir ganz allein auf der Grandline einen Namen gemacht und trotzdem hast du so ein gutes Herz. Unser Kind kann froh sein, dich als Vater zu haben. Und das wird es auch, da bin ich mir ganz sicher. Und außerdem... wird es die Tatsache bestimmt total cool finden, dass sein Großvater der König der Piraten war.“ Sie kicherte und auch Ace musste unweigerlich lächeln. Dann fuhr sie fort: „Ich liebe dich, Ace. Daran wird sich nie etwas ändern.“ Er schluckte. Dann nahm er sie in seine Arme und küsste sie liebevoll. „Ich liebe dich so sehr.“ sagte er und sah in ihre funkelnden Augen. „Du bist wirklich ein Engel. Ich weiß nicht, womit ich dich verdient habe.“ „Tja, ich auch nicht.“ antwortete sie neckisch, „Aber du erweist dich wirklich sehr geschickt darin, deine Schuld zu begleichen.“ Er ahnte, worauf sie anspielte und verwickelte sie in einen leidenschaftlichen Zungenkuss, bevor er sich freudig daran machte, einen weiteren Teil seiner Schuld abzutragen. Marco, der unglücklicherweise im Nebenzimmer schlief, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als kurze Zeit später das vertraute Knarzen des Bettes ertönte und er ihr gedämpftes, aber dennoch unverkennbar lustvolles Stöhnen hörte. Irgendwie hatte er es schon fast vermisst. Einige Wochen später saß Ace bei schönstem Wetter mit Sakura an Deck und fütterte sie gerade mit frischem Obst. Ihr Bauch war in der letzten Zeit noch deutlich gewachsen und mittlerweile konnte sie ihre Schwangerschaft wirklich nicht mehr leugnen. Er merkte auch, wie es sie teilweise belastete. Darum war er noch mehr darum bemüht, sich um sie zu kümmern und ihr jede unnötige Anstrengung abzunehmen. Doch gerade als er sich zum Dank einen fruchtigen Kuss von ihr stehlen wollte, kam ein aufgeregter Ruf aus dem Krähennest: „Achtung! Da ist ein Marineschiff! Wir werden angegriffen!“ Geschockt sprangen die beiden auf und liefen in besagte Richtung zur Reling, wie auch der Rest der Mannschaft. „Oh nein.“ sagte Marco mit großer Anspannung in der Stimme, als er das riesige Schiff erblickte. „Das ist ein Admiral.“ „Es ist Akainu.“ stellte Whitebeard kurz darauf fest. Er hatte dieses Schiff schon oft genug gesehen, um es sofort zu erkennen. „Dieser verschlagene Hund! Er hat sicher gehört, was passiert ist und will sich persönlich darum kümmern, dass Ace beseitigt wird.“ Er wandte sich dem Besagten zu. „Los, nimm Sakura und verschwindet beide von hier! Wir kümmern uns um diese Kerle.“ „Aber...“ Ace war alles andere als wohl bei diesem Gedanken. „Vater, das kann ich nicht zulassen! Ich will nicht, dass ihr nur meinetwegen euer Leben aufs Spiel setzt!“ Aber Whitebeard ließ nicht mit sich reden. „Wir müssen so oder so kämpfen. Willst du etwa riskieren, dass sie dabei verletzt wird?“ Beide drehten sich zu Sakura um. Mit ihrem dicken Bauch wirkte sie noch zerbrechlicher und hilfloser als sonst. Ace verzog missmutig das Gesicht. Er hatte keine Wahl. Das Wichtigste war, sie in Sicherheit zu bringen. „Also macht schon, verschwindet! Schnell!“ Darauf wagte Ace nicht mehr zu widersprechen und hob sie ohne zu zögern auf seine starken Arme, um mit ihr auf sein speziell entwickeltes Speedboot zu springen. Damit konnte er mit Höchstgeschwindigkeit übers Wasser fahren und hoffentlich noch unbemerkt von ihren Feinden verschwinden. Als Whitebeard sich vergewissert hatte, dass das Boot am Horizont nicht mehr zu erkennen war, wandte er sich wieder dem Marineschiff zu, das sie nun beinahe erreicht hatte. An Deck wimmelte es von Soldaten und ranghohen Offizieren. Aber den berüchtigten dunkelroten Anzug unter der Admiralsuniform konnte er nirgendwo entdecken. Seine Hände ballten sich zu Fäusten, als ihm eine schreckliche Erkenntnis kam. „Verdammt! Er ist nicht hier.“ Ace hatte sich mittlerweile mehrere Kilometer vom Schiff entfernt und war an einer winzigen Insel angelangt. Sie schien abgesehen von einer kleinen Baumgruppe in ihrer Mitte vollkommen leer und unbewohnt zu sein. So steuerte er sein Boot an den Strand und stieg mit Sakura hinunter, wobei er sie immer noch in seinen Armen hielt. Er wollte sie absetzen, aber sie klammerte sich unwillig an ihm fest. „Ist das nicht unbequem?“ fragte er erstaunt. „Nein. Schließlich bin ich bei dir.“ Sie fühlte sich bei ihm bedeutend wohler und da es für ihn eine Leichtigkeit darstellte, sie zu tragen, lächelte er und hielt sie weiterhin fest. Dann richtete er seine Augen jedoch besorgt auf den Horizont. „Ich hoffe, den anderen geht es gut.“ sagte sie leise, als sie seine Gedanken erahnte. Doch dann: „Ich würde mir eher Sorgen um euch machen.“ hörten sie plötzlich eine bösartige Stimme hinter sich. Ace wirbelte herum. Zwischen den Bäumen stand plötzlich eine Gestalt. Es war niemand anderes als Admiral Akainu höchst selbst. „Verdammter Mist.“ presste Ace heraus. Das war also ihr Plan gewesen. Das riesige Schiff war nur ein Ablenkungsmanöver, um Whitebeard und die anderen in Schach zu halten. Während der Admiral hier die Drecksarbeit erledigte... Nun blieb ihm doch nichts anderes übrig, als Sakura behutsam abzusetzen und sich dann schützend vor sie zu stellen. „Was willst du?“ fragte er barsch. „Das ist ja wohl offensichtlich.“ erwiderte Akainu, der langsamen Schrittes näher kam. „Ich werde den Fehler von Vizeadmiral Garp ausbügeln und diese leidige Angelegenheit endlich aus der Welt schaffen. Ich werde dich vernichten, Puma D. Ace. Und...“ Seine Miene wurde noch unbarmherziger, als sein Blick auf Sakura fiel. „Ich weiß zwar nicht, was es mit dieser Frau auf sich hat, aber wenn sie sich mit dir abgibt, muss sie verdorben sein. Also werde ich auch sie beseitigen.“ Ace fletschte wütend die Zähne. „Das kannst du vergessen!“ Und damit stürzte er sich in den Kampf. Beide hatten schier ungeheure Kräfte. Sakura hatte alle Mühe, ihren Attacken dauerhaft auszuweichen, um Ace nicht im Weg zu stehen. Sie wollte nicht, dass er ihretwegen abgelenkt war. Eine Zeit lang schaffte er es auch gut, sich gegen Akainu zu behaupten, obwohl dieser mit seinen Magma-Kräften beinahe noch gefährlicher war als er selbst. Mit Hilfe seines Hakis gelang es ihm dann sogar, den Admiral niederzuschlagen. Dieser war außer sich vor Zorn, dass er offensichtlich unterlegen war. Aber dann kam ihm eine hinterlistige Idee. Er tat, als würde er sich ergeben, doch dann, als Ace gerade aufatmen wollte, nahm er Sakura ins Visier und schoss eine Lava-Attacke genau in ihre Richtung ab. Sie sah das Unheil auf sich zukommen und wusste, dass sie es nicht mehr schaffen würde, auszuweichen. Doch während sie panisch die Augen schloss und sich auf ihr Ende vorbereitete, hörte sie einen dumpfen Aufprall und einen qualvollen Schrei. Dann blickte sie auf und stellte entsetzt fest, dass Ace mit schweren Verbrennungen vor ihr auf dem Boden lag. Er hatte sich gerade noch rechtzeitig vor sie geworfen, dafür aber die ganze Wucht der Attacke abbekommen. Sie kniete sich bestürzt neben ihn, während er stöhnend den Kopf hob. Augenblicklich versuchte er, wieder aufzustehen, aber er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Akainus Gesicht zierte ein boshaftes Lächeln, als er wieder auf sie zukam. „Mach dich auf den Gnadenstoß gefasst, Feuerfaust.“ Ace blickte ihm schwach entgegen. Dann war das jetzt also sein Ende. Wenn er doch wenigstens sie und ihr Kind irgendwie hätte retten können. Aber ihm fiel nichts mehr ein, was er tun konnte. So senkte er den Kopf und schloss sie fest in seine Arme, während sie sich verzweifelt an ihn klammerte. Immerhin würden sie im Jenseits wieder zusammen sein. Doch gerade als der Admiral zum finalen Schlag ausholen wollte, um ihrer beider Leben zu beenden, traf ihn eine Faust, die aus dem Nichts zu kommen schien, hart im Gesicht und schleuderte ihn gegen einen Baum. Dann schnellte sie zurück, als wäre sie aus... Gummi? „Ruffy!“ rief Ace und traute seinen Augen kaum, als sein kleiner Bruder plötzlich neben ihnen auftauchte. „Was machst du hier?“ „Ich habe vorhin diese riesige Feuersäule gesehen.“ antwortete dieser grinsend. „Da musste ich doch mal nachschauen, was mein großer Bruder so treibt.“ Ace war noch nie so froh gewesen, ihn zu sehen. Er ließ Sakura los und bedeutete ihr, sich in Sicherheit zu bringen, dann stellte er sich mit Ruffy zusammen Akainu entgegen, der jetzt wortwörtlich vor Zorn rauchte. Aber gemeinsam schafften sie es schließlich, ihn zu besiegen. Ruffy versetzte ihm zum Schluss einen so heftigen Schlag mit seiner Riesenfaust, dass er durch die Luft wirbelte und 500 Meter weiter im Meer landete. „Sollen wir ihn da rausholen?“ fragte Ruffy, wissend, dass er nicht schwimmen konnte. „Nein.“ sagte Ace entschieden. Wenn er tatsächlich sterben sollte, was er für unwahrscheinlich hielt, wäre es umso besser für sich und seine Familie. Wenn nicht, würde er immerhin wissen, dass er nur mit knapper Not entkommen war und es sich in Zukunft zweimal überlegen, ob er sich noch einmal mit ihnen anlegte. Aber jetzt waren sie ihn zum Glück erst einmal los. Ace wandte sich dankbar zu Ruffy um. „So ein Mist!“ brachte er gespielt wütend heraus. „Jetzt muss ich mich tatsächlich schon von einer Rotznase wie dir retten lassen!“ Doch dann trat er auf ihn zu und umarmte ihn herzlich. „Danke, Ruffy.“ „Gern geschehen.“ gab dieser mit einem breiten Grinsen zurück und klopfte ihm auf den Rücken, woraufhin Ace schmerzgeplagt aufkeuchte. Er hatte eine seiner Wunden erwischt. „Ace!“ rief Sakura besorgt und lief auf ihn zu, um sich seine Verletzungen anzuschauen. „Du musst dringend behandelt werden!“ Daraufhin fiel Ruffys Blick zum ersten Mal auf sie. „Wer ist das?“ fragte er neugierig. „Richtig.“ meinte Ace und legte seinen Arm um sie. „Ruffy, ich möchte dir jemanden vorstellen.“ Er nannte ihm ihren Namen und stellte ihn ihr dann umgekehrt als seinen kleinen Bruder vor. „Endlich lerne ich dich kennen, Ruffy!“ sagte Sakura fröhlich und umarmte ihn ebenfalls. Sie konnte gar nicht ausdrücken, wie dankbar sie ihm war. „Hi, freut mich!“ sagte er gut gelaunt. Und dann kicherte er: „Wow, Ace, ich wusste gar nicht, dass du dich für Mädchen interessierst.“ Aber dann fiel ihm plötzlich ihr Bauch auf und er fügte arglos hinzu: „Du bist ganz schön dick für ein Mädchen.“ „Ruffy!“ Ace verdrehte entnervt die Augen. Dann wandte er sich ihr zu: „Siehst du jetzt, was ich meine? Er ist einfach ein kompletter Idiot.“ „Du hast Recht.“ gluckste sie. „Also jetzt zum Mitschreiben, Ruffy.“ sagte Ace und blickte ihm direkt in die Augen, um sicherzugehen, dass er seine volle Aufmerksamkeit hatte. „Sakura ist meine feste Freundin, klar? Wir sind beide in Whitebeards Bande. Und... sie hat zurzeit einen hübschen kleinen Bauch, weil sie schwanger ist. Wir erwarten ein Kind. Verstehst du?“ Ruffy nickte langsam und schien ernsthaft nachzudenken. Dann schlug er wissend die Fäuste aufeinander. „Hab’s kapiert. Sie bekommt ein Kind. Und Whitebeard ist der Vater.“ Ace schlug sich gegen die Stirn. „Arrgh! Nein! Ich bin der Vater! Es ist mein Kind!“ Jetzt bekam Ruffy wirklich große Augen. „Du bist der Vater? Aber dann werde ich ja ein... Onkel?“ Ace lachte. „Gut kombiniert, Ruffy. Manchmal bist du doch schlauer, als du aussiehst.“ Kurze Zeit später waren Ruffys Freunde mit der Thousand Sunny aufgetaucht, um ihren Kapitän wieder einzusammeln. Sie freuten sich sehr, Ace wieder zu treffen und waren auch höchst angetan von seiner Freundin. Zorro fand sie angenehm ruhig, Nami fand sie viel zu bescheiden, Sanji fand sie natürlich umwerfend hübsch, Lysop fand sie wirklich lustig, Chopper fand sie unglaublich nett, Robin fand sie sehr interessant, Franky fand sie besonders charmant und Brook... sagte, sie hätte es faustdick hinter den Ohren, weil sie ihm trotz ihres Schwangerschaftsbauches einen gepfefferten Tritt verpasste, als er darum bat, ihr Höschen sehen zu dürfen. Und Sakura war begeistert von ihnen allen. ‚So sollten Piraten sein!‘ dachte sie sich und war glücklich, eine von ihnen zu sein und nichts mit dieser unsäglichen Marine zu tun zu haben. Nach ihrer Bekanntschaft mit Akainu bezweifelte sie wirklich, dass diese Leute zu den Guten gehörten. Als Chopper Aces Verletzungen bemerkte, sah er es sofort als seine Pflicht an, diese zu behandeln. Darüber war sie mehr als erfreut. Sie schaute gebannt zu, wie das kleine Rentier ihren Freund versorgte und war erleichtert, als er verkündete, dass alles bald und gut verheilen würde. Ace jedoch zeigte weniger Interesse an seinen eigenen Wunden als an Sakura. „Kannst du sie bitte mal durchchecken, Chopper? Ich will sichergehen, dass ihr und dem Kind bei dem Kampf wirklich nichts passiert ist.“ Sie fand das eher unnötig, wagte aber nicht zu widersprechen, als der kleine Arzt ernst neben sie trat, ihr ein Fieberthermometer in den Mund steckte und ihren Puls fühlte. „Alles in Ordnung.“ verkündete er schließlich. „Aber du solltest dich in nächster Zeit unbedingt schonen und viele Vitamine essen.“ „Jawohl, Dr. Chopper.“ erwiderte sie folgsam, was ihn zu einem freudigen Tänzeln verleitete. Dann gingen sie wieder zurück an Deck zu den anderen. Diese wirkten alle gerade sehr aufgeregt, da in diesem Moment die riesige Moby Dick auf sie zusteuerte. Als Whitebeard und die anderen allerdings erfuhren, dass Sakura und Ace bei den Strohhüten an Bord waren und dass diese ihnen das Leben gerettet hatten, begrüßten sie sie wohlwollend in ihrer Mitte und feierten eine riesige Party. Whitebeard ertrug es sogar, dass Ruffy ihm völlig respektlos verkündete, dass er der nächste König der Piraten sein würde und tat das Ganze mit einem: „Träum nur weiter, Bengel.“ ab. Er war einfach zu erleichtert, dass Ace noch am Leben war und dass es ihr und dem Baby gut ging. Als ihm klar geworden war, dass Akainu sie getäuscht hatte, um ungestört an Ace heranzukommen, hatte er wirklich schwere Ängste ausgestanden. Da konnte er Ruffy sogar seine ungestüme und kindische Art verzeihen. Er war eben noch jung. „Ruffy!“ sagte Ace gerade, der neben seinem Bruder inmitten ihrer feiernden Banden stand. „Wenn das Kind da ist, musst du uns unbedingt besuchen! Ich möchte, dass du auch sein Patenonkel wirst.“ Dieser antwortete mit seinem typischen breiten Grinsen. „Hältst du das wirklich für eine gute Idee, Ace?“ fragten Sanji und Nami, die das Ganze mitangehört hatten. „Willst du dein Kind ausgerechnet diesem Knallkopf anvertrauen?“ „Ja.“ sagte Ace bestimmt und blickte Ruffy bedeutungsvoll in die Augen. „Denn ich weiß, wenn es drauf ankommt, kann man sich auf diesen Knallkopf wirklich verlassen. Und da wir schon dabei sind, Ruffy...“ Er drehte sich um und ergriff Sakuras Hand, um sie an sich zu ziehen. „Würdest du auch noch mein Trauzeuge werden?“ „Was?“ fragte sie perplex und sah Ace verständnislos an. „Wovon redest du?“ „Ich rede davon...“ begann er und ging langsam in die Knie, ohne ihre Hand loszulassen. „...dass ich die Frau meiner Träume heiraten möchte.“ Sie erstarrte und sah mit offenem Mund auf ihn hinunter. Um sie herum wurde es auf einmal ganz still. Dann griff Ace plötzlich hinter sich und zog wie durch Zauberhand eine kleine Schmuckschatulle hervor, die er öffnete und ihr entgegenhielt. Darin war ein wunderschöner, schmaler goldener Ring, besetzt mit einem kleinen Diamanten. Sie starrte ihn ungläubig an. Hatte er den etwa schon die ganze Zeit über in der Tasche? Sogar während des Kampfes? Ihre Gedanken erahnend, sagte er: „Ich habe ihn schon lange und wollte immer auf den richtigen Moment warten. Aber jetzt weiß ich, dass jeder Moment mit dir der richtige ist. Und deshalb möchte ich dich jetzt fragen, hier, vor all unseren Freunden.“ Er lächelte und schaute ihr fest in die Augen. „Du... bist das Beste, was mir je passiert ist. Ich bin unendlich glücklich, dass ich bei dir sein und dich beschützen kann und unser Kind bedeutet mir einfach alles. Ich liebe dich mehr als mein Leben.“ Er atmete noch einmal tief ein und stellte dann die Frage der Fragen: „Möchtest du mich heiraten?“ Sakura war mittlerweile den Tränen nahe, als sie seiner anrührenden Rede gelauscht hatte und befürchtete schon, dass sie kein Wort herausbringen würde. Aber dann schluckte sie und presste ein schwaches „Ja.“ hervor. „Ja, natürlich will ich!“ Mit diesen Worten fiel sie ihm um den Hals und umarmte ihn so fest sie konnte, während alle um sie herum in Jubelrufe ausbrachen und einige anerkennende Pfiffe ertönten. Überglücklich stand er auf, nahm ihre Hand und streifte ihr den Ring auf den Finger, der wie angegossen passte. Sie betrachtete ihn mit Erstaunen. „Er ist wunderschön.“ flüsterte sie und fing schließlich doch an zu weinen. Davon hatte sie nicht einmal zu träumen gewagt. Nun meldete sich auf einmal Whitebeard zu Wort, der alles aus nächster Nähe beobachtet hatte. „Na dann können wir ja gleich Nägel mit Köpfen machen!“ sagte er mit tiefer, gebieterischer Stimme und lachte. „Wozu bin ich ein Schiffskapitän?“ Sakura sah ihn überrascht an. Er wollte sie sofort trauen? Hier? In diesem Aufzug? Unsicher sah sie erst sich, dann Ace an. Sein ganzer Körper war mit Verbänden bedeckt und teilweise immer noch blutverschmiert und sie selbst trug immerhin ein halblanges blaues Kleid, das aber schmutzig und halb zerrissen war. Und dann dieser fürchterliche Bauch... Aber andererseits würde dieser in nächster Zeit auch nicht mehr kleiner werden. Und spielte es überhaupt eine Rolle, wie sie aussahen? Das Einzige, was zählte, war doch ihre Liebe füreinander. So willigte sie lächelnd ein. „Sehr gut.“ erwiderte Whitebeard zufrieden und schnipste mit den Fingern, woraufhin einer seiner Söhne losrannte und kurze Zeit später mit einem Beutel in der Hand zurückkehrte. Daraus zog er - und die beiden kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus - eine kleine schwarze Fliege, die sich Ace um den Hals band. Er sah damit einfach umwerfend gut aus. Und dann holte er zu Sakuras Überraschung einen langen weißen Schleier hervor. Sie schlug sich die Hand vor den Mund und schluchzte tief berührt, während Nami ihn sorgsam in ihren Haaren befestigte. Dann zauberte Robin plötzlich wie aus dem Nichts einen Blumenstrauß hervor und überreichte ihn ihr feierlich. Jetzt sah sie wirklich wie eine Braut aus. „Du bist atemberaubend schön.“ sagte Ace und ergriff liebevoll ihre Hand. Dann zwinkerte er Ruffy zu, der sich andächtig neben sie stellte und Whitebeard begann seine Rede. „... Und damit erkläre ich euch beide zu Mann und Frau.“ endete er schließlich und musste sich dabei selbst eine Träne aus dem Augenwinkel wischen, obwohl er dies natürlich niemals zugegeben hätte. Alle um sie herum applaudierten und bald waren einige Zwischenrufe zu hören, die „Na los, küss sie!“ verlangten. Daraufhin zog Ace seine frisch angetraute Braut glückselig lächelnd in seine Arme und gab ihr vor aller Augen einen leidenschaftlichen Kuss. Inzwischen waren noch etwa zwei Monate vergangen und Sakuras Bauch war nun so rund geworden, dass sie Mühe hatte, sich zu bewegen. „Na, was kann ich heute für meine hübsche Frau tun?“ fragte Ace gut gelaunt und trat hinter sie, während sie an der Reling stand und aufs Meer hinaus schaute. Sie schnaubte und er sah sie fragend an. „Wie kannst du mich nur als hübsch bezeichnen? Ich sehe aus wie ein Walross!“ jammerte sie. „Ach was. Eher wie eine süße, kleine, kugelrunde Seerobbe.“ erwiderte er lachend und ignorierte den bösen Blick, den sie ihm daraufhin zuwarf. „Du wirst für mich immer die schönste Frau auf der Welt sein, ganz egal, wie dick dein Bauch ist.“ Er schmiegte sich dicht an sie und küsste ihren Nacken. Sie seufzte. „Das freut mich, aber ich kann unmöglich noch dicker werden! Ich habe das Gefühl, dass ich jeden Moment platze!“ Daraufhin musste er wieder lachen. „Keine Sorge, das wird schon nicht passieren.“ „Ace? Können wir kurz reden?“ fragte Marco, der plötzlich hinter ihnen aufgetaucht war. „Klar.“ erwiderte dieser und löste etwas unfreiwillig seine Arme von ihr, um sich seinem Kameraden zuzuwenden. Marco führte ihn ein Stück von ihr weg. „Es geht um die Geburt.“ sagte er mit gesenkter Stimme. „Vater macht sich Gedanken, ob es nicht doch besser wäre, sie dafür in ein Krankenhaus zu bringen. Schließlich kennen sich die Krankenschwestern nicht gerade besonders gut mit diesem Thema aus.“ Ace stöhnte genervt auf. Das hatten sie doch schon lang und breit besprochen. „Wie stellt er sich das vor? Wir sind Piraten! Außerdem, wie lange würde es dauern, bis wir die nächste Insel erreichen? Es könnte jeden Augenblick soweit sein!“ „Ace?“ ertönte plötzlich Sakuras besorgte Stimme von hinten, aber er hörte sie nicht. „Wahrscheinlich schon in zwei Tagen. Dann könnten wir das Schiff verstecken und jemand von uns würde incognito mit ihr zum Krankenhaus gehen. Sakura erkennt doch niemand.“ „Ja, aber...“ Ace verzog das Gesicht. Erstens wollte er nicht, dass sie bei der Geburt an irgendeinem fremden Ort war und zweitens hatte er sich fest vorgenommen, dabei an ihrer Seite zu sein. „Ace!“ rief Sakura jetzt deutlich lauter, aber er hatte gerade wieder angefangen zu sprechen: „Kommt nicht in Frage, klar? Wir kriegen das hier schon hin. Ich habe doch alles...“ „ACE!“ nun war ihr Schrei so laut und verzweifelt, dass er es endlich bemerkte. „Was ist?“ rief er aufgeregt, ließ Marco stehen und sprang sofort wieder an ihre Seite. Sie hielt sich den Bauch und schaute geschockt nach unten. Er folgte ihrem Blick und entdeckte eine Wasserlache unter ihren Füßen. „Ich glaube, meine Fruchtblase ist geplatzt!“ erzählte sie ihm panisch. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren hob er sie behutsam hoch und rannte mit ihr nach unten ins Krankenzimmer. Dort legte er sie auf das Bett und lief kurzerhand wieder hinaus, um die Krankenschwestern zu holen. Als er mit ihnen auf den Fersen zurückkehrte, hörte er Sakura schreien und lief schnellstmöglich zu ihr, um ihre Hand zu halten. „Was hat sie?“ fragte er angsterfüllt, als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah. „Das sind die Wehen.“ sagte eine der Krankenschwestern. „Da muss sie jetzt durch.“ „Nimm dir einen Stuhl und setz dich neben mich.“ wies Sakura ihn mit schwacher Stimme an. „Nicht, dass der Kindsvater noch ohnmächtig wird.“ Ihr zuversichtliches Lächeln beruhigte ihn etwas. Er tat wie ihm geheißen und hielt sorgsam ihre Hand, während die Krankenschwestern begannen, alle Vorbereitungen zu treffen und ein Laken über ihre aufgestellten Beine breiteten. Sakura keuchte immer wieder kurz auf, kniff die Augen zusammen und übte für ihre Verhältnisse relativ starken Druck auf seine Hand aus, gab sich abgesehen davon aber sichtlich Mühe, ihre Schmerzen zu verbergen. Er war tief beeindruckt davon, wie tapfer sie war. Nach etwas über einer Stunde entfuhr ihr plötzlich wieder ein überraschter Schrei und ihr Körper spannte sich merklich an. „Es fängt an.“ sprach eine der Krankenschwestern lächelnd und beugte sich über ihre Beine. „Jetzt musst du pressen, so fest du kannst!“ Sakura ließ sich das nicht zweimal sagen und Ace beobachtete besorgt ihr Gesicht, das bald vor Anstrengung ganz rot geworden war. Auf ihrer Stirn bildeten sich Schweißperlen und sie biss fest die Zähne zusammen, während sie versuchte, ihrem Kind auf die Welt zu helfen. „Ich kann schon den Kopf sehen!“ rief die Krankenschwester freudig aus. Ace wollte aufspringen, aber sie hielt ihn fest. „Bleib... gefälligst... hier!“ keuchte sie und sah ihn wütend an. Sie drückte seine Hand mittlerweile so stark, dass es ihm tatsächlich wehtat. Er setzte sich wieder hin und traute sich nicht, irgendetwas dazu zu sagen. Einer Frau in dieser Situation zu widersprechen wäre sicherlich keine besonders kluge Entscheidung gewesen. Aber er bewunderte sie unglaublich für ihre Kraft. Nach einigen weiteren Minuten, in denen sie vor Schmerz und Anstrengung noch einmals laut hatte schreien müssen, hörte er plötzlich einen anderen Schrei. Er war hoch und durchdringend, aber zweifellos einer der schönsten Laute, die je sein Ohr berührt hatten. Sein Mund klappte auf vor Staunen, als die Krankenschwester ein kleines Etwas zwischen ihren Beinen hervorholte und es der erschöpften Mutter vorsichtig auf die Brust legte. Diese schloss das kleine, blutverschmierte Wesen in ihre Arme und schenkte ihm den liebevollsten Blick, den man sich nur vorstellen konnte. Auf einmal schienen alle Schmerzen und Strapazen vergessen zu sein und sie war nur noch von tiefem Glück erfüllt. Ace wusste noch gar nicht, was er sagen oder tun sollte. Er starrte die beiden einfach nur an. Dann kam die Krankenschwester zurück und Sakura gab das Kleine etwas wehmütig in ihre ausgestreckten Arme, damit diese es waschen und in eine kleine Decke einwickeln konnte. Danach wandte sie sich schließlich dem perplexen Vater zu. „Es ist ein Junge.“ sagte sie lächelnd. Sie drückte ihm seinen Sohn in die Hände und zeigte ihm, wie er ihn halten sollte. Ehrfurchtsvoll blickte er auf ihn hinunter. Er war so winzig... und so wunderschön. Der Kleine hatte mittlerweile aufgehört zu schreien und sah mit wachen Augen zu ihm auf. Er hatte kurze, rabenschwarze Haare und ein rundes, rosiges Gesicht. Ace fehlten die Worte. Er konnte noch immer gar nicht fassen, dass er jetzt seinen Sohn in den Armen hielt. Plötzlich ging die Tür auf. „Was ist los?“ fragten hundert aufgeregte Piraten, die dicht gedrängt vor der Tür gestanden und alles mitangehört hatten. „Es ist alles gut gegangen.“ antwortete eine der Schwestern fröhlich. Dann trat Ace neben die Tür und zeigte seinen Sohn stolz und vor Freude strahlend seinen Kameraden, die sich beim vorne Stehen abwechselten, damit jeder einen Blick auf den Neuankömmling werfen konnte. Schließlich schaute auch Whitebeard herein, der zum ersten Mal in seinem Leben völlig sprachlos zu sein schien und Ace und den Kleinen nur voller Rührung anblickte. Dann schloss er langsam die Tür, um die kleine Familie unter sich zu lassen. Ace wandte sich daraufhin wieder seiner Frau zu, die ihn glücklich lächelnd beobachtet hatte. „Er sieht aus wie du.“ sagte sie sanft und streckte die Arme aus, um ihm begreiflich zu machen, dass sie ihn endlich wieder haben wollte. „Eines Tages wird er sicher genauso stark, mutig und attraktiv sein wie sein Vater.“ Er trat verlegen an sie heran und ihm klappte noch einmals der Mund auf, als er die Silhouette ihres Körpers unter der Decke erblickte. Sie war plötzlich fast wieder genauso schlank wie damals, als er sie kennengelernt hatte. Vorsichtig setzte er sich neben sie aufs Bett und neigte sich zu ihr hinunter, um ihr ihren kleinen Sohn in die Arme zu legen. Sakura drückte ihn an sich und schmiegte ihre Wange zärtlich an seinen kleinen Körper. Er schloss zufrieden die Augen und schlief beinahe auf der Stelle ein. Sie grinste. Auch das erinnerte sie verdächtig an seinen Vater. Sie lehnte sich in ihrem Kissen zurück und schaute glückselig zu ihm auf. Ace erwiderte ihren Blick und betrachtete schweigend die beiden wundervollsten Wesen, die er sich nur vorstellen konnte. Ja, sie waren ihm das Liebste auf der Welt. Einige Wochen später stand Sakura gerade im Badezimmer und betrachtete sich kritisch im Spiegel. Sie wollte duschen und hatte daher ihre Haare hochgesteckt und sich schon eines Großteils ihrer Kleidung entledigt. Gerade hatte sie ihren BH sorgsam zur Seite gelegt, als sie plötzlich das Quietschen der Tür hinter sich vernahm. Sie zuckte zusammen und hielt sich reflexartig die Arme vor die Brust, um sie vor dem - mit neunundneunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit männlichen - Eindringling zu schützen. Zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass es nur Ace war, der sich nun grinsend hereinstahl. „Oh Gott!“ rief sie bestürzt aus. „Ich dachte, ich hätte die Tür abgeschlossen.“ „Hast du auch.“ bemerkte er schelmisch. „Aber ich weiß, wo der Zweitschlüssel ist.“ Sie verdrehte die Augen. „Aber jetzt ist wirklich zu, siehst du?“ sagte er und ließ seinen Schlüssel von innen stecken. „Jetzt kann uns garantiert niemand mehr stören.“ Er trat von hinten an sie heran, während sie sich wieder dem Spiegel zuwandte. „Ace.“ seufzte sie. „Ich habe keine Zeit. Ich muss endlich mal duschen. Und wo hast du überhaupt den Kleinen gelassen?“ „Er ist bei Vater und den anderen. Sie waren ganz scharf darauf, auf ihn aufzupassen. Ich glaube, Vater kann gar nicht genug von seinem Enkelkind kriegen.“ „Hältst du das für eine gute Idee?“ fragte sie skeptisch. „Was ist, wenn er schreit?“ „Dann werden sie ihn schon beruhigen. Hey, kann es sein, dass du dich zu einer ganz schönen Übermutter entwickelst?“ meinte er lachend und kniff ihr neckisch in die Wange. „Kann schon sein...“ gab sie kleinlaut zu. „Ich mache mir einfach ständig Sorgen.“ „Das musst du nicht. Hab ein bisschen Vertrauen.“ Seine Worte beruhigten sie tatsächlich und als er sich daraufhin ganz dicht hinter sie stellte und sie die wohlige Wärme seines starken Körpers spürte, keimte ein erster Anflug von Lust in ihr auf. Es war schon viel zu lange her, seit sie das letzte Mal miteinander allein waren. Da der Kleine bei ihnen im Zimmer schlief (sofern er denn schlief), hatten sich die beiden in letzter Zeit sehr zurückhalten müssen, was nächtliche Aktivitäten anging. Da sie ohnehin immer hundemüde waren, hatte sich keiner von ihnen beschwert, aber sie merkte, dass ihr seine Nähe wirklich gefehlt hatte. Und ihm erging es da nicht anders. So hatte er beschlossen, die Tatsache, dass die anderen sich so gerne um ihren kleinen Sohn kümmerten, auszunutzen und stattdessen tagsüber mit Sakura allein zu sein. Der Vorteil war, dass es die anderen so wahrscheinlich gar nicht mitbekommen würden. Aber sie schüttelte bedauernd den Kopf. „Ace, ich muss jetzt wirklich duschen. Sonst komme ich nie dazu.“ „Wer sagt denn, dass ich dich davon abhalten will?“ raunte er ihr ins Ohr, was sie erschaudern ließ. Dann ergriff er sanft ihre Arme, die sie noch immer vor der Brust verschränkt hielt, und zog sie langsam nach unten. Obwohl er hinter ihr stand, konnte er sie mit Hilfe des Spiegels nun zur Gänze betrachten und war wie immer überwältigt von ihrem Anblick. Sie merkte, wie etwas in seiner Hose dabei hart gegen ihren Po zu drücken begann und musste unweigerlich lächeln. Es war doch immer wieder dasselbe mit ihm. Er bettete seinen Kopf auf ihrer Schulter und ließ seine Hände langsam um ihren Körper herumwandern, während er hingebungsvoll ihren Nacken küsste. Dabei strich er zärtlich über ihre weiche Haut, berührte vorsichtig ihre empfindlichsten Punkte und biss sogar ein-, zweimal spielerisch in ihren Hals, was sie zu einem lauten Aufstöhnen veranlasste. Nach einigen wundervollen Minuten konnte sie schließlich nicht mehr an sich halten und drehte sich in seinen Armen herum, um sich dicht an seinen heißen Körper zu pressen. Sie legte ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn ein Stück zu sich hinunter, um ihn gierig zu küssen. Während er mit der Zunge sanft über ihre Lippen fuhr, konnte er spüren, wie ihre Rundungen sich gegen seine Haut drückten und seine Erregung wuchs mit jeder Sekunde. Schließlich entwand er sich mühsam ihren Armen und blickte sie an. „Ich dachte, du wolltest duschen?“ fragte er sie grinsend. „Das will ich auch.“ antwortete sie mit leicht beleidigtem Unterton und griff nach seinem Gürtel. „Aber du machst es mir ja nicht gerade einfach.“ Sie öffnete seine Hose und gegenseitig zogen sie sich ihre restliche Kleidung aus, was ihr wiederum einen sehr reizvollen Anblick bescherte. Sie wandte jedoch bewusst schnell den Blick davon ab und ging, dicht gefolgt von ihm, in Richtung Dusche. Drinnen war es zu zweit ziemlich eng, aber ihnen beiden war es nur recht, so nah beieinander zu sein. Sie drehte das warme Wasser auf und ihr Gesicht nahm einen entspannten Ausdruck an, während es sich auf ihr verteilte. Er beobachtete fasziniert, wie es sich seinen Weg über die feinen Erhebungen ihres nackten Körpers suchte und ihre glatte Haut mit einem schimmernden Film überzog. Es erinnerte ihn sehr an ihre allererste Begegnung, nur mit dem Unterschied, dass er jetzt die Erlaubnis hatte, sie zu berühren. Und diese Tatsache würde er gründlich ausnutzen... Eine halbe Stunde später hielt er lustvoll inne und ließ ein tiefes, ungezügeltes Stöhnen vernehmen, als der Druck in seiner Lendengegend endlich nachließ. Er genoss das unglaubliche Gefühl, das ihn durchströmte und sah in Sakuras gerötetes Gesicht, welches ebenfalls ein verträumtes Lächeln zierte. Vorsichtig lockerte er seinen Griff um ihre Hüfte und ließ sich sanft mit ihr auf die Knie sinken, wobei sie weiterhin auf seinem Becken saß. Beide waren noch immer von zahlreichen Wassertröpfchen bedeckt und zitterten, allerdings eher vor Erregung denn vor Kälte. Er streichelte liebevoll über ihren Rücken und schaute mit einem vielsagenden Blick zu ihr auf. „Wir sollten jetzt jeden Tag duschen.“ bemerkte er mit einem süffisanten Lächeln. „Definitiv.“ antwortete sie schelmisch und legte glücklich ihre Arme um seinen Hals. Und sie versanken abermals in einem leidenschaftlichen Kuss. Wie ihr sicherlich schon erraten habt, war diese hier die allerlängste von den Geschichten. Also erst einmal Dankeschön und alle Achtung, dass ihr bis zum Ende durchgehalten habt^^ Ich hoffe sehr, dass euch die Story gefallen hat. Falls ihr Anregungen oder Kritik habt oder euch sonst irgendwie dazu äußern wollt, freue ich mich sehr über eure Kommentare und Bewertungen  Eure Pani21