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Eine kaputte Welt - Kara

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7 Kapitel - 1.822 Wörter - Erstellt von: Kayra - Aktualisiert am: 2016-11-29 - Entwickelt am: - 511 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Geschichte des 17 jährigen Mädchen vor der Katastrophe.

    1
    Wir schrieben das Jahr 1999. Viele Patienten kamen an diesem Tag in die Notaufnahme aus vielen verschiedenen Gründen. Auch hochschwangere Frauen kamen. Darunter auch meine Mutter. Sie wurde mit einer Liege in ein Krankenzimmer gebracht. Von dort an ging alles ganz schnell.

    Nach der Geburt..

    "Wo ist es?", fragte die Patientin gehässig.
    Der Arzt lächelte und zeigte der Frau das Baby. "Es ist ein gesundes Mädchen", sagte er und überreichte der Frau das Baby. Diese sah allerdings sehr angeekelt aus und musste sich zwingen zu lächeln. Die Ärzte sahen sie nämlich schon komisch an. "Ich taufe dich Kara.", sagte sie und küsste mich liebevoll auf die Stirn. Natürlich war das alles nur Show. Sie ging mit mir im Arm aus dem Krankenhaus. Von dort an begann die Hölle

    2
    5 Jahre später im Jahr 2004. Wie ich die Zeit dazwischen vermisse. Bis ich 5 war, waren alle nett und fürsorglich. An meinem Geburtstag änderte sich jedoch alles. Ich wachte auf und rannte hastig in das Zimmer meiner Eltern um sie zu wecken. "Mama, Papa!", rief ich aufgeregt, "Ich hab Geburtstag!" Sie sahen mich verabscheuend an. Dann flog auch schon die Tischlampe. Ich spürte große Schmerzen an meinem Kopf. Kurz darauf wurde es schwarz
    Ich wachte in meinem Zimmer auf. Meine 2 Schwestern und mein Bruder standen neben meinem Bett und grinsten. "Was ist so lustig?", fragte ich. Sie deuteten auf den Spiegel neben meinem Schrank. Ich schrie auf als ich mich darin sah. Ich hatte eine riesige Platzwunde am Kopf und überall in meinem Gesicht war Blut. Ich wollte ins Bad um mich abzuwaschen, aber mein Bruder Tim hielt mich fest. "Mum! Sie ist wach!", rief meine älteste Schwester Sayla. Kurz darauf kam meine Mutter. Sie hatte einen Stock in der Hand. "Mama! Hilfe!", schrie ich verängstigt, doch sie lachte nur. "Tu was wir dir sagen, oder der Stock kommt zum Einsatz!", brüllte sie mich an. Ich verstand nicht. All die Jahre war sie so lieb zu mir und dann das. Aus Angst vor meiner Familie nickte ich. Von diesem Moment an, war ich eine Sklavin.

    3
    Im Jahr 2007 trennten sich meine Mutter und mein Vater. Es war das schlimmste für mich. Mein Vater munterte mich immer auf und war für mich da. Und jetzt wohnte er am anderen Ende von London! Ich schloss mich in meinem Zimmer ein und heulte. Dann klopfte es. "Aufmachen!", rief meine andere Schwester Clue. Sie war genauso d*mm wie ihr Name. Hastig zupfte ich meine dreckige und alte Kleidung zurecht und öffnete die Tür. "Was ist?", fragte ich traurig. Dann fiel mir ein, dass ich nicht respektlos werden durfte. Aber leider zu spät. Denn Clue verpasste mir eine Ohrfeige. "Wir gehen zum Flughafen", sagte sie daraufhin und gab mir saubere Klamotten. "Es geht nach New York." Ich war außer mir vor Wut. "Niemand erzählte mir das!", brüllte ich, "Ich gehöre auch zu dieser Familie und muss auch packen!" Dann kam Mum. Sie sagte: "Du bist mal nicht so respektlos! Und deine Sachen sind unwichtig! Also komm jetzt." Ich zog schnell die sauberen Sachen an und eilte zum Auto. Die anderen warteten schon. Ich öffnete die Tür aber wurde gleich wieder weg geschoben. "Du musst in den Kofferraum. Hier ist kein Platz!", meinte Tim. Also knallte ich die Autotür zu und stieg in den überfüllten Kofferraum. Ich hatte wegen den ganzen Koffern und Taschen kaum Platz mich zu bewegen. Das Auto fuhr los und ehe ich mich versah, waren wir am Flughafen

    4
    Das Jahr 2011 war ziemlich schlimm. Ich war 12 und wäre an diesem Tag eigentlich in die sechste Klasse gekommen. Aber Mum meldete mich von der Schule ab. Sie wusste, dass ich in der Schule besser war als die anderen und das gefiel ihr gar nicht. Deshalb hatten wir einen Streit. "Aber ich will in die Schule! Ich möchte studieren und alles!", protestierte ich wütend. Doch Mum blieb kalt. "Nein! Dein Job ist mir zu gehorchen und unsere Dinge zu erledigen!", meinte sie und schlug mich auf den Hinterkopf. Ich fing an zu weinen. Aber weil ich nicht noch mehr Probleme wollte, wischte ich die Tränen weg und nickte. "Ja, Mutter.", sagte ich leise. "Und weißt du was? Weil du vorhin so frech warst, wirst du jetzt einen Monat vor der Tür schlafen!", befahl meine Mutter, "Und du wirst nur reinkommen wenn wir etwas von dir wollen!" Ich nickte und rannte raus. Dieser Monat war einfach zu schlimm. Meine Geschwister bewarfen mich mit Essen und nannten mich L*ser. Ich wurde depressiv

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    Zwei Wochen vor der Explosion wurde ich 17. Ich musste nur noch ein Jahr bei meiner Familie durch halten und dann hieß es nichts wie weg! Ich sollte für meine Schwestern einkaufen. Und weil ich keine Gehirnerschütterung wollte, tat ich es auch. Meine Depressionen wurden in den Jahren immer schlimmer und ich spielte schon mit Selbstmordgedanken. Für mich war alles nur noch grau. Während ich im Bus saß und auf meine Haltestelle warten musste, sah ich im Bus einen Mann. Er sah mir sehr ähnlich und hatte eine Narbe an der Stirn. So wie mein Dad sie hatte. Aber er konnte das nicht sein. Dad blieb in London als wir nach New York zogen. Aber doch hatte ich das Gefühl er würde mir bekannt vorkommen. Ich stand von meinem Sitz auf und ging zu ihm. "Entschuldigen Sie?", sagte ich. Der Mann drehte sich um und lächelte mich an. "Dad?", fragte ich. Das war mir echt peinlich. Ich war einfach zu hastig. Ich wartete nur darauf, dass der Mann mich als verrückte Lady bezeichnen würde, aber er umarmte mich. "Meine Kara!", rief er freudig. Ab da wusste ich, ich hatte meinen Vater zurück!

    6
    Eine Woche vor der Explosion trafen Dad und ich uns immer heimlich. Sobald alle schliefen, schlich ich mich raus und ging zu meinem Vater. Wir waren gemeinsam unterwegs und bei ihm fühlte ich mich geborgen. Er holte mich aus dem Loch in das ich als Kind gefallen bin. Und dafür war ich ihm dankbar. Sehr sogar. Doch in einer Nacht waren wir zu unachtsam. Wir gingen zu einem Friseur und färbten unsere Haare. Dad hatte nun rote und ich weiße Haare. Also hatten wir quasi unsere Haarfarben vertauscht. Danach ging ich nach Hause und schlich mich zurück auf den Dachboden alias mein Zimmer. Am nächsten Morgen machte ich Frühstück und richtete den Tisch. Als alle kamen, sahen sie mich komisch an. "Du alte Oma!", gackerte Sayla und alle fingen an zu lachen. Alle außer Mum. Sie stampfte zu mir und zog mir an den seit gestern weißen Haaren. "Wann hast du das machen lassen!", brüllte sie und drückte mich runter. Und plötzlich war ich wieder im Loch. Nur war es tiefer als früher. Ich versank in meiner Depression und schwieg. "Also gut", sagte Mum und holte ein Feuerzeug. "Dann leidest du eben!" Sie zerrte mich raus und ließ eine Flamme erscheinen. Ich bekam Panik. Schnell schaute ich mich nach etwas um was mir helfen könnte. Aber ich hätte es sowieso nicht nehmen können weil Clue und Tim mich festhielten. Mum hielt die Flamme an meinen Arm. Kurz darauf entstanden Blasen und meine Haut wurde rot. Ich schrie vor Schmerz auf. Mum lächelte und machte eine Handbewegung die sagt, dass Clue und Tim mich loslassen konnten. Sie ging mit den beiden rein und donnerte die Tür zu. Ich rutschte an einer Hauswand runter und betrachtete den verwundeten Arm. Es dauerte nicht lange, da kam Dad. Er kam immer um diese Uhrzeit um mir Kekse zu bringen. Er kam um die Ecke und sah mich wie ich an der Hauswand kauerte und versuchte die Schmerzen zu verdrängen. Sofort rannte er auf mich zu. "Kara! Was...Was hat sie dir angetan!", fragte er geschockt und zückte Währenddessen sein Handy um den Notarzt zu rufen. Ich wollte ihm antworten. Ihm sagen was passiert ist, aber ich verlor kurzer Hand das Bewusstsein..

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    Fünf Tage vor der Explosion wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Der Arzt hatte gesagt, dass es Brandwunden ersten und zweiten Grades waren und die Polizei war mehrmals da gewesen um mich zu befragen. Auch an diesem Tag war sie da. "Kara.", fing er an, "Du hattest Zeit um alles zu verarbeiten. Jetzt erzähl mir bitte was passiert ist und wer dir das angetan hat." Ich antwortete nicht. Ich hatte nämlich nichts verarbeitet! Mir war von Anfang an klar, dass meine Mutter Hirnkrank war, aber dass sie so etwas tun würde nur weil ich ein Recht auf meine Freiheit habe, war einfach zu viel. Ich sah ihm gefühlte zehn Minuten einfach nur tief in die Augen. Dann kam mein Vater ins Zimmer. Er setzte sich neben mich und holte mich aus meinen Gedanken. Ich schüttelte mich und fing dann an zu reden: "Meine Mutter, Emilia McBlack hat mich all die Jahre nur benutzt und tyrannisiert. Und nur weil ich abends mit meinem Vater unterwegs war, rastete sie völlig aus." Mehr konnte und wollte ich nicht sagen. Polizeichef Jack nickte und bat meinen Vater kurz raus. Sie redeten hinter der Tür etwas. Hoffentlich darüber dass ich zu ihm ziehen dürfte. Der Polizeichef kam wieder rein. "Nun, danke für deine Aussage. Wir werden uns deine Mutter mal vornehmen. Du kannst jetzt gehen.", meinte er. Ich stand auf und ging so schnell ich konnte aus dem Revier. Ich wollte einfach alleine sein. Und zwar lange. Ich war hauptsächlich im Centralpark unterwegs und beobachtete glückliche Familien. Ich durfte bei Dad schlafen. Jeden Morgen machte ich ihm Frühstück und ging dann in den Park. Es waren die letzten male..

Kommentare (2)

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Blu3D1r3x ( von: Blu3D1r3x)
vor 562 Tagen
Echt schön geschrieben Kara^^
Und weiter geht es in einem RPG. Das ist nur die Vorgeschichte dazu
Ascona ( von: Ascona)
vor 567 Tagen
Bitte schreib schnell weiter. Ich bin gespannt wie es weitergeht