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Die Statistik vom Quiz

Another Hogwartslovestory...

38.71 % der User hatten die Auswertung: Steckbrief: Name: Prinzessin Carina Alicia Mira Windsor von Grevenstein Alter am Anfang der Story: 11 Jahre und 3 Tage Augenfarbe: schwarz Haare: kurz und dunkelblond Gesicht: von der Sonne gebräunt Figur: die eines Models (und ich untertreibe maßlos!) Gute Eigenschaften: schlau, fleißig und selbstbewusst – im positiven Sinn! Schlechte Eigenschaften: manchmal komme ich hochnäsig rüber, was ich aber nicht bin Lieblingsklamotten: Alles was neueste Mode ist, allerdings nur bei den Muggeln, Zauberumhänge hasse ich! Familie: Ich bin ein verwöhntes Einzelkind, allerdings werden auch mir von meinen Eltern Grenzen gesetzt, die ich noch nie überschritten habe. Außerdem stamme ich von einer langen Ahnenreihe Adeliger ab – ich bin blaublütig und 54. in der englischen Thronfolge (Ja, auch bei den Windsors gibt es Hexen und Zauberer!). Blut: Reinblütig und Blaublütig Lieblingsessen: Kirscheis oder Erdbeeren aus unserem Schlosspark Lieblingslied: „Fight Song” von Rachel Platten Haus in Hogwarts: Ravenclaw Jahrgang: goldenes Trio Quidditch: Ja, ich bin eine gute Sucherin und in der Hausmannschaft. Freunde: Hermine, Ginny und Luna – wir sind ein klassisches Kleeblatt  Lover: Lies die Story! PS: Für alle, die nicht alles lesen wollen steht unten eine Zusammenfassung! Story „Ihr Tee, Hoheit. Das Frühstück wird wie üblich um 8 Uhr 30 im kleinen Salon serviert. Falls Sie sonst noch etwas benötigen, klingeln Sie einfach.“ Nach einer leichten Verbeugung zieht sich James, unser Butler, zurück und ich setze mich in meinem großen Himmelbett auf. Mit kleinen, gezierten Schlückchen, den kleinen Finger elegant abgespreizt, trinke ich meinen Tee und stehe dann auf. Vor meinem begehbaren Kleiderschrank halte ich inne und werfe einen Blick aus einem der vier großen Fenstern. Seit ich vor drei Tagen elf geworden bin, halte ich jeden Morgen Ausschau nach einer Eule, die mir den Brief von Hogwarts bringt. Dass ich eine Hexe bin, weiß ich schon lange, denn meine Eltern sind beide ebenfalls magisch. Allerdings sind wir keine „ normale“ Zaubererfamilie. Ich bin Prinzessin Carina Alicia Mira Windsor von Grevenstein, Tochter von Lord Charles Philippe Stefano Windsor von Grevenstein und Lady Maria Sofia Mira Windsor von Grevenstein. Meine Eltern stammen von alten englischen Adelsfamilien ab, mein Vater gar von dem Königshaus, er ist der Sohn des Bruders der Queen und wir sind einmal im Monat bei ihr zum Tee eingeladen, wie eigentlich alle näheren Verwandten. Ich bin nach meinem Vater 54ste in der englischen Thronfolge und somit blaublütig. Nach einem letzten Blick nach draußen öffne ich die Türen und trete in einen Raum, der beinahe größer als mein Zimmer ist. Ballkleider, Cocktailkleider, Sommerkleider, Kostüme und Mäntel hängen nach Farben geordnet an den fünf langen Kleiderstangen und die Kästen sind gefüllt mit der neuesten Muggelmode, denn obwohl ich reinblütig bin, bin ich keineswegs Muggelfeindlich, im Gegenteil, ich liebe ihre Kleidung und ihre Erfindungen. Mit geübtem Blick schnappe ich mir ein leichtes Kleid und suche dann nach den passenden Accessoires. 15 Minuten später bin ich fertig: das cremefarbenes Sommerkleid umfließt meine schlanke Taille, goldene Ohrringe, Ketten und Armbänder, sowie ebenfalls goldene Ballerinas vervollständigen das Outfit. Zufrieden mit meinem Aussehen gehe ich die lange geschwungene Wendeltreppe hinunter in die Eingangshalle, biege dann links in einen Gang ab und lasse mir von einem Lakaien die Tür zum kleinen Salon öffnen. Meine Eltern stehen auf und ich begrüße sie mit einem Kuss auf die Wange: „Guten Morgen Mama, Guten Morgen Papa, ich hoffe, ihr habt wohl geruht?“ Die Beiden bejahen und setzen sich wieder hin: Am Kopfende des langen Tisches mein Papa, rechts von ihm meine Mama und links von ihm ist mein Platz. Das Frühstück wird serviert und wir unterhalten uns über Belanglosigkeiten wie das Wetter. Plötzlich klopft etwas von draußen an das Fenster. Ein Lakai stürmt herbei und öffnet es, da segelt eine Eule herein und landet mitten in dem Rührei meiner Mama. Die kreischt erschrocken auf und lacht dann laut los, mein Papa und ich stimmen ein, während der Lakai den Brief vom Bein der Eule entfernt, ihr ein paar Knuts in das Säckchen am Bein steckt und sie wieder hinauslässt. Mit einer Verbeugung überreicht er den Brief meinem Vater, der bricht das Siegel und liest dann vor: „Sehr geehrte Miss Windsor, Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass Sie nunmehr an der Hogwarts - Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Anbei finden Sie eine Liste der benötigten Dinge. Mit freundlichen Grüßen Albus Dumbledore, Schulleiter von Hogwarts“ „Jaaaa!“, kreischen meine Mama und ich im Duett und fallen uns in die Arme. Mein Papa schüttelt den Kopf über so viel Überschwang und bedeutet einem Lakaien, er solle meiner Mama ein neues Rührei bringen. Schnell essen wir auf und dann steigen meine Mama und ich in einen silbernen Porsche, um uns zur Winkelgasse fahren zu lassen. Dort angekommen öffnet uns der Chauffeur mit einer leichten Verbeugung die Tür. Aus den Augenwinkeln sehe ich die beiden schwarzen Autos, aus denen unsere Bodyguards springen und uns wie immer von allen Blicken abschirmen, denn wir sind nicht nur in der Zaubererwelt berühmt, auch die Muggel kennen unsere Namen. Nachdem wir alle Schulsachen besorgt haben, gehen wir in den Laden mit Zaubererumhängen. „Muss das wirklich sein? Ich werde diese Dinger sowieso nie tragen!“, protestiere ich, aber meine Mama kennt kein Pardon und eine halbe Stunde später habe ich 20 neue Umhänge, von denen ich jetzt schon weiß, dass ich sie nur im äußersten Notfall tragen werde! „Na komm, Carina! Zieh nicht so ein Gesicht! Wir genehmigen uns jetzt ein Eis und fahren dann weiter in die Shoppingcity der Muggel. Was sagst du dazu?“ Meine Mama schlingt einen Arm um mich und zieht mich zum Eissalon. Schon etwas besser gelaunt lächle ich ihr zu – sie ist einfach die Beste! „Hast du auch wirklich alles eingepackt? Deine Zaubererumhänge auch? Wehe, ich finde sie zu Hause in deinem Schrank! Und denk daran, mir jede Woche mindestens ein Mal zu schreiben! Pass auf dich auf, mein Schatz und vergiss nicht, deine Bodyguards werden immer in deiner Nähe sein, ich erfahre so oder so alles! Und…“, meine Mama holt tief Luft um fortzufahren, aber mein Papa unterbricht sie schmunzelnd: „Sie schafft das schon, Maria! Wir haben dich lieb, Prinzessin, viel Spaß auf Hogwarts!“ Mein Papa drückt mich fest an sich und gibt mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich hab euch auch lieb, auch wenn ich finde, dass die Bodyguards etwas übertrieben sind…“, versuche ich augenrollend meine Eltern umzustimmen, aber diesmal hilft alles nichts. Ihre einzige Bedingung, damit ich nach Hogwarts gehen durfte, waren die vier Bodyguards, die mir überallhin folgen würden, alles bestens ausgebildete Auroren. Ich freute mich jetzt schon auf die verwunderten Blicke meiner Schulkollegen, dabei hatte ich gehofft, ausnahmsweise mal nicht aufzufallen…. Im Zug vertiefe ich mich sofort in ein Buch und ignoriere die vier Männer völlig, natürlich sitzen sie bei mir im Abteil, wodurch jeder Schüler, der auch nur einen Blick hereinwirft, sofort weitereilt, um sich ein anderes Abteil zu suchen – so würde ich nie Freunde finden! „Nun gut. Ich weiß, dass ihr von Lord Charles auserwählt wurdet um mich zu beschützen, aber würdet ihr bitte die Liebenswürdigkeit besitzen, dies etwas unauffälliger zu machen? Ich fühle mich ansonsten in meiner persönlichen Freiheit doch sehr eingeengt!“, bitte ich schließlich und werfe den vier Auroren einen auffordernden Blick zu. Achselzuckend sehen sich die an, bis schließlich der Älteste antwortet: „Soll das heißen, wir sollen uns in Schüler verwandeln, Hoheit?“ Ich zucke mit den Schultern: „Was ihr zu machen gedenkt, ist allein eure Sache. Ich werde mich diesbezüglich zurückhalten, möchte aber nicht, dass vier schwarz gekleidete Männer mir überallhin folgen! Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt, sollte sich einer von Ihnen in seiner Ehre gekränkt fühlen, entschuldige ich mich aufrichtig dafür, aber ich würde jetzt sehr gerne dieses Buch weiterlesen!“ Mit diesen Worten widme ich mich wieder meiner wirklich spannenden Lektüre und merke gar nicht, wie die Zeit verfliegt, bis sich einer der Bodyguards räuspert: „Hoheit, wir werden in wenigen Minuten Hogwarts erreichen, wenn Hoheit möchten, so werden wir versuchen, uns im Hintergrund zu halten.“ Ich lächle die vier freundlich an und verstaue mein Buch in meiner Handtasche. Als ich aus dem Zug steige, sehe ich mich erst einmal ein bisschen desorientiert um, bis ich eine laute Stimme vernehme: „Erstklässler, hierher! Erstklässler bitte!“ Schnell folge ich den Rufen und komme schließlich vor einem riesigen Mann zu stehen. Staunend blicke ich an ihm hoch und merke gar nicht, dass einige andere Schüler zu tuscheln beginnen und mit dem Finger auf mich zeigen. „Hallo, ich bin Hermine Granger!“, unterbricht ein Mädchen mit brauner Lockenmähne meine Überlegungen. Lächelnd strecke ich ihr die Hand entgegen: „Carina Alica Mira Windsor, freut mich.“ Fremden Personen stelle ich mich zuerst immer ohne meinen Adelstitel vor – man weiß ja nie, wer einen da gerade anspricht… „Wollen wir zusammen in einem Boot sitzen?“, fragt Hermine und ich bejahe das, glücklich, eine erste Freundin gefunden zu haben. Nervös warten wir mit den anderen Erstklässlern vor einem großen Tor, bis schließlich eine Frau erscheint, sich vorstellt und uns anweist, ihr zu folgen. Zum ersten Mal betrete ich die große Halle und staune über die verzauberte Decke. „Sie ist nicht echt, sie ist nur verzaubert!“, flüstert Hermine mir zu und ich schmunzle, anscheinend hat sie sich genau wie ich schon vorbereitet. Professor McGonagal erklärt das Auswahlverfahren und zum Glück werde ich nicht als erste aufgerufen. Hermine ist vor mir dran und ich beobachte, wie der sprechende Hut sie nach Gryffindor schickt. „Prinzessin Carina Alica Mira Windsor von Grevenstein.“, sagt Professor McGonagal und in der großen Halle setzt sofort Getuschel ein – ich hatte völlig vergessen, meinem Papa zu sagen, dass er die Adelstitel weglassen sollte bei der Einschreibung, denn mein Name ist genauso bekannt wie der von Harry Potter… Seufzend steige ich die Treppen hinauf und lasse mich auf dem Schemel nieder, da rutscht mir der Hut auch schon über den Kopf: „Ah, eine von Grevenstein! Nette Eltern hast du; Gryffindor und Ravenclaw nicht wahr?“ Ich nicke vorsichtig. „Hm, das ist schwer. Du bist schlau und fleißig; Erbe deiner Mutter eindeutig, genau so hübsch wie die gute Mary!“ Moment mal, Mary? Meine Mama hatte einen Spitznamen? „ Aber du bist auch selbstbewusst wie dein Vater; er war damals der absolute Schulschwarm, und viele Herzen waren gebrochen, als er sich für deine Mutter entschied, ebenso wie es bei dir sein wird, wenn du einem Jungen eine Chance gibst… Aber genug davon, ich glaube, ich stecke dich nach RAVENCLAW!“ Komplett verwirrt von dem konfusen Geschwafel des sprechenden Hutes gehe ich zum Ravenclawtisch und lasse mich dort nieder. Von Dumbledores Rede und dem Essen bekomme ich fast gar nichts mit, immer noch muss ich daran denken, dass der Hut gesagt hat, mein Vater wäre der Schulschwarm gewesen. Das finde ich vollkommen übertrieben, ich meine, klar sieht er für andere gut aus, in seiner Jugend war er auch echt hübsch, ich habe Fotos gesehen, aber dass er Mädchenherzen gebrochen hat? In meinem Schlafsaal, den ich für mich alleine habe, setze ich mich erst mal ans Fenster und schreibe meinen Eltern, was der sprechende Hut gesagt hat. Dann ziehe ich mein Nachthemd an und schlüpfe unter die weiche Decke. Sofort bin ich eingeschlafen und träume von meinen jungen Eltern…. Am nächsten Morgen wache ich früh auf und gehen, von meinen Leibwächtern begleitet – die mittlerweile unsichtbar sind – in die große Halle, um zu frühstücken. Gekonnt ignoriere ich das Geflüster, dass mein Name leider auslöst und gehe dann gespannt in meinen ersten Unterricht. Das Jahr vergeht wie im Flug und ich freunde mich immer besser mit Hermine an, werde mit ihr zusammen Jahrgangsbeste und als nach zwei Monaten das Gerede um meinen Namen endlich aufhört, fühle ich mich richtig wohl auf Hogwarts. Dieses Glücksgefühl verdreifacht sich noch, als mein Vater am Ende der Ferien beschließt, dass ich jetzt alt genug bin, um alleine nach Hogwarts zu fahren! KEINE BODYGUARDS MEHR! Ich bin so aus dem Häuschen darüber, dass ich meinen Vater und meine Mutter einfach nur abküsse und mich tausendmal bedanke. Schließlich wird es meinem Vater zu bunt und er droht mir, wenn ich nicht sofort damit aufhören würde, die Bodyguards wider mitzuschicken. Fröhlich falle ich am Bahnsteig Hermine um den Hals und lerne Ginny kennen, mit der ich mich sofort anfreunde. Im Zug stößt dann noch Luna zu uns und das Kleeblatt ist perfekt. Aufgeregt sitze ich an meinem Haustisch und lausche der Häuserverteilung. Jubelnd applaudiere ich, als Luna nach Ravenclaw kommt und ziehe sie begeistert neben mich. Auch dieses Jahr ist bald vorbei und ich steige für mein drittes Jahr auf Hogwarts in den Zug. In einem freien Abteil stelle ich den Käfig mit meiner Eule Diamond kurz Dia auf einen Sitz. Da öffnet sich schon die Abteiltür und in Erwartung meiner Freundinnen drehe ich mich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen um. Nur, der Junge, der mich jetzt angrinst, ist definitiv kein Freund von mir. „Hallo bella! Was machst du denn hier? So ganz alleine?“, flirtet Blaise Zabini – Mädchenschwarm und Schulmatratze – mit einem Lächeln, das alle seine Zähne entblößt – ich bin mir sicher, dass ich seine hinteren Backenzähne sehe. „Hallo bello! Eigentlich auf meine Freundinnen warten, aber nachdem du schon hier bist…“, gehe ich darauf ein. Diese kleinen Geplänkel haben bei uns schon Tradition, er begrüßt mich seit dem zweiten Schuljahr jedes Mal, wenn wir uns irgendwo sehen, so. Aber genug davon, denn jetzt geht die Tür ein zweites Mal auf und Ginny wirbelt herein: „Zabini! Deine fünf Minuten sind vorbei, raus hier! Carina! Ich hab dich sooo vermisst!“, jubelt sie und fällt mir, nach einem bösen Blick Richtung Zabini, auch schon um den Hals. „Na dann gehe ich wohl mal, schade, dass Lovegood noch nicht da ist – dann hätte ich Draco was zu erzählen gehabt. Nun ja, liebe Grüße!“ Und schon ist er weg und lässt uns sprachlos zurück. „Malfoy? UND LUNA?“, kreischen wir im Duett und fallen auch schon über die eben angekommene Luna her. Sie lächelt nur und murmelt irgendetwas von Schlumprigen Seefischlern, die sie mit ihrem Vater in den Ferien gesucht hat – die Gute wird sich wohl nie ändern… In Hogwarts angekommen lausche ich Dumbledores obligatorischer Rede und mache mich dann hungrig über das Essen her. Natürlich nehme ich trotzdem nur kleine Bissen und schaufle nicht wie Ron am Gryffindortisch alles in mich hinein – meine Erziehung macht sich eben bemerkbar… Da stupst mich plötzlich Luna, die neben mir sitzt, an. Erschrocken fahre ich zu ihr herum, denn dass Luna während des Essens versucht meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen ist eine Premiere! Normalerweise redet sie einfach, egal ob ihr wer zuhört oder nicht und während des Essens redet sie eigentlich gar nicht… „Was ist?“, frage ich, nachdem ich zu Ende gekaut und geschluckt habe. „Zabini, er starrt dich die ganze Zeit an!“, flüstert sie und deutet über meine Schulter zum Slytherintisch. Langsam drehe ich mich um und sehe direkt in Zabinis bernsteinfarbene Augen. Fragend ziehe ich eine Augenbraue in die Höhe, woraufhin er leicht rot wird, mir zuzwinkert und sich wieder seinem Pudding widmet. Kopfschüttelnd drehe ich mich wieder zu Luna, die mich neugierig anschaut. „Er spinnt nur mal wieder!“, erkläre ich und esse auf. Jedoch lässt mir die Sache keine Ruhe und darum liege ich jetzt wach im Bett und starre auf den dunkelroten Baldachin. Seufzend stehe ich auf, denn an Schlaf ist jetzt ohnehin nicht zu denken, schlüpfe in meinen schwarzen Morgenmantel und setzt mich auf das Fensterbrett. Nachdenklich betrachte ich den schwarzen Himmel und die dunkle Landschaft. Warum hatte Zabini das heute getan? Denn entgegen dem, was ich zu Luna gesagt habe, ist das keine seiner üblichen Spinnereien. Zumindest hat er mich noch nie beim Essen beobachtet und ist auch nicht rot geworden, wenn ich ihn bei etwas erwischt habe. Aber heute…. Irgendwie merkwürdig. Ich lehne den Kopf an die Steinmauer und kaue auf meiner Unterlippe herum. Langsam fallen mir die Augen zu. Am nächsten Morgen bin ich wie gerädert und schleppe mich müde zum Frühstückstisch. Lustlos kaue ich auf meiner Semmel und höre mit halbem Ohr dem Patil - Zwilling zu, der neben mir sitzt und mit zwei Mädchen, die ich nicht kenne, diskutiert, wer von den Jungs noch Jungfrau sei. „Malfoy… bei ihm bin ich mir nicht sicher, aber Zabini, der ist garantiert keine mehr, bei den „Bekanntschaften“ die er ständig hat!“, überlegt das braunhaarige Mädchen, aber Padma fährt dazwischen: „Zabini ist Jungfrau! Jede Wette! Der schmust nur rum und dann ist Schluss. Angeblich hat er sich seit seinem ersten Schultag in ein Mädchen verguckt, dass aber nichts von ihm wissen will und jetzt will er sie eifersüchtig machen. Funktioniert aber nicht so ganz, denn bald hat er alle Mädchen durch, und dann?“ Die beiden anderen Mädchen reißen die Augen auf und die braunhaarige kreischt los: „WAS? ZABINI UND VERLIEBT? Der ist doch nie im Leben in nur EIN MÄDCHEN verknallt!“ Die andere hat sich wieder gefangen und wirft jetzt selbstbewusst ihre blonden Locken zurück: „Also ich finde das gar nicht sooo abwegig, denn vielleicht hat er das Mädchen, in das er verknallt ist, ja schon geküsst, denn…“ Sie klimpert mit ihren unechten Wimpern und beugt sich verschwörerisch zu ihren Freundinnen. Ich spitze meine Ohren, das will ich jetzt genau wissen. „… ich hatte gestern was mit ihm.“ Überlegen mustert sie ihre Freundinnen. „Und du bist dir sicher, dass er in dich verknallt ist?“, forscht das andere Mädchen neugierig nach. „Nun, so direkt nicht, aber ich weiß das einfach!“, kommt es selbstsicher von der Blondine. Doch Padma lacht schallend los: „Dafür, dass du in Ravenclaw bist, bist du wirklich ziemlich doof, Janine! Wenn du es wärst, dann hätte er es dir doch schon gesagt!“ „Blaisiii wartet einfach noch auf den richtigen Moment!“, protestiert Janine und verdreht dabei verzückt die Augen. Jetzt muss auch das andere Mädchen lachen: „Ja klar! Vielleicht gibt dir dein Blaisiii ja dann einen Verlobungsring! Oh, und rote Rosen dürfen auch nicht fehlen!“ Janine schnaubt empört und starrt ihre Freundinnen sauer an: „Ihr werdet schon sehen!“ Damit rauscht sie hoch erhobenen Hauptes aus dem großen Saal, gefolgt vom Gelächter ihrer Freundinnen. Augenrollend widme ich mich wieder meinem Frühstück, da lässt sich Luna mit einem lauten: „Zabini starrt schon wieder!“ neben mich fallen. Böse schaue ich sie an und versuche sie durch Gesten am weiterreden zu hintern – aber keine Chance. „Ich glaube, der steht auf dich! Und angeblich ist er noch Jungfrau! Allerdings hat diese Janine gerade heulend geschrien, dass er in sie verknallt ist, aber das glaube ich nicht, alleine schon von den Eollas passen die beiden nicht zusammen, eure dagegen sind praktisch identisch…“, plappert Luna fröhlich weiter und hat mittlerweile die Aufmerksamkeit des gesamten Ravenclawtisches. Schnell fahre ich dazwischen und schleife sie trotz Protest ihrerseits aus der Halle. „Was um alles in der Welt sind Ollelas?“, versuche ich sie abzulenken und Gott sei Dank erklärt sie es mir, anstatt weiter zu rufen, dass Zabini in mich verknallt ist. „Eollas, Carina, und dass sind die Flecken auf der Iris. Zabini hat sieben Eollas und du auch, Janine hingegen hat nur zwei. Ich habe fünf…“, murmelt Luna träumerisch und starrt in die Ferne. Ich nehme mir vor, bei nächster Gelegenheit mal Malfoys Eollas zu zählen… Das Jahr ist bald vorbei und fröhlich falle ich meiner Mama am Bahnsteig um den Hals. Aufgeregt erzählt sie mir, dass wir VIP- Karten für die Weltmeisterschaft in Quidditch haben und von da an zähle ich die Tage bis dorthin. Am entscheidenden Tag schlüpfe ich in mein allerliebstes Lieblingskleid und steige zu meinen Eltern in die wartende Limousine, mit der wir zu dem Platz chauffiert werden, an dem wir durch den extra angelegten VIP- Eingang, ein magischer Tunnel, zu unseren Plätzen in der Ehrenlodge kommen. Überrascht reiße ich die Augen auf, als ich Hermine und Ginny sehe, die mir fröhlich zuwinken. Harry und Ron nicken freundlich und auch Steffy Black, eine hübsche Blondine, schenkt mir ihr umwerfendes Lächeln. Da kommt plötzlich Bewegung am Eingang auf und neugierig drehe ich mich um. Ungläubig blinzle ich ein paar Mal, aber das Bild, das sich mir bietet, bleibt unverändert: Fünf große hübsche Jungs kommen lachend herein, gefolgt von einem Mädchen, das mir irgendwie bekannt vorkommt. Verlegen streiche ich mir eine kurze Strähne zurück, als sich das Mädchen neben mich fallen lässt und mich anlächelt: „Hallo, ich bin Theresa Lucy Swan, bist du nicht die Freundin von Hermine und Ginny?“ Ich lächle zurück: „Ja, Carina Alicia Mira Windsor. Und das sind meine Eltern Charles und Maria Windsor.“ Meine Eltern strecken ihre Hand aus und freundlich schüttelt Theresa sie: „Sehr erfreut Sie kennenzulernen, Königliche Hoheit!“ Meine Mama ist entzückt und bittet Theresa sofort das „Du“ an. „Oh, tut mir leid, dass sind fünf meiner sechs Brüder: Oliver, das ist der mit der Brille, dann daneben die Zwillinge Clemens und Thomas, Johannes, der einzige Muggel in unserer Familie und zum Schluss mein ältester Bruder Luke.“, erklärt Theresa und deutet der Reihe nach auf die Jungs, die alle freundlich grinsen. „Und wo ist dein sechster Bruder?“, fragt meine Mama neugierig wie immer, was ihr einen tadelnden Blick von meinem Vater einbringt. Meine Mama ist eine bürgerliche, wenn auch reinblütige Hexe und es war ein ziemlicher Skandal, als mein Vater sie damals geheiratet hat. „Oh, Jacob ist einer der Jäger von Irland.“, verkündet Theresa stolz, und erklärt dann, als sie unsere verwunderten Gesichter sieht: „Meine Mum war Irin, deshalb haben wir alle die doppelte Staatsbürgerschaft.“ Meine Mama nickt und wendet sich dann wieder meinem Vater zu, während ich mich weiter mit Theresa unterhalte. Kurz kommen Fred und George, die sie begeistert in die Arme schließen, und ich glaube, dass ihr Charlie zugezwinkert hat, bin mir aber nicht sicher. Das Spiel ist bis zum Schluss Spannung pur und ich glaube, ich habe mich – wie jedes weibliche Wesen – gerade ein bisschen in den heißesten Jäger des Matches verliebt, Jacob Swan. Er hat die meisten Tore geschossen und Theresa neben mir ist kurz vorm ausflippen, so happy ist sie. „Und da fängt Krum den Schnatz! IRLAND HAT GEWONNEN!“, kreischt der Moderator und Theresa springt jubelnd in meine Arme. Da kommen auch schon die Spieler in die Ehrenlodge und sofort hängt sie ihrem Bruder um den Hals, der sie strahlend herumwirbelt. Im ganzen Stadion herrscht eine ausgelassene Atmosphäre, jeder umarmt jeden und so finde ich mich plötzlich in den Armen von Blaise Zabini wieder. Ich habe ihn während des Spiels nicht gesehen und darum bin ich wie gelähmt, als er mir einen Kuss auf die Lippen drückt, ganz sanft und weich und warm fühlt sich das an. Langsam schließe ich meine Augen und spüre nichts mehr außer den plötzlich in meinem Bauch aufgetauchten Schmetterlingen, die aufgeregt durcheinander flattern. Da legt sich eine schwere Hand auf meine Schulter und erschrocken fahre ich herum und blicke in das ärgerliche Gesicht meines Vaters. „Was wird das, wenn es fertig ist, Carina?“, fragt er und zieht eine Augenbraue hoch. Da mischt sich meine Mama ein: „Ach Charles, lass sie doch! Du warst in ihrem Alter doch genauso und wahrscheinlich noch schlimmer.“ Meine Mama zwinkert mir zu und gibt meinem Papa dann einen Kuss auf den eben zum Protest geöffneten Mund. Normalerweise würde ich das peinlich finden, aber heute nicht. Lächelnd drehe ich mich wieder zu Zabini um, doch da ist niemand mehr. Suchend sehe ich mich um und da sehe ich ihn: Er küsst gerade diese Janine, die am Anfang des letzten Schuljahres ja was mit ihm hatte. Arschloch! In der Schule gehe ich ihm aus dem Weg und freunde mich mit einem Durmstrang an, ein ziemlich heißer Typ, der Iwan Alexandrowitsch Romanow heißt und der Nachfahre des letzten Zaren von Russland ist – also perfekt für mich. Er ist nach seinem besten Freund Krum der beliebteste Typ bei den Mädchen, weshalb ich ziemlich oft von eifersüchtigen Blicken verfolgt werde, was mir aber egal ist. Iwan fragt mich dann auch, ob ich mit ihm zum Weihnachtsball gehen will und da ich keine Lust habe, den Jungen, die mich fragen, zum zehnten Mal grundlos einen Korb zu geben, sage ich ja. Als ich das meinen Eltern schreibe, flippt meine Mama vor Begeisterung fast aus und auch mein Vater ist „sehr angetan“ von meiner Begleitung. Weniger angetan ist Blaise Zabini, denn er durchbohrt mich während des ganzen Balls mit vorwurfsvollen Blicken, die schließlich auch Iwan auffallen: „Werrr ist diese Junge? Eine Frrreund von dirrr?“, fragt er, wobei er das R auf eine Art und Weise rollt, die mich ganz kribbelig macht. „Nein, nur eine flüchtige Bekanntschaft.“, antworte ich und schicke einen tödlichen Blick in Richtung Zabini, der Iwan ansieht, als würde er sich am liebsten mit ihm duellieren. „Errr ist aberrr anderrrerrr Meinung, oderrr?“, grinst Iwan und ich verdrehe genervt die Augen, als Zabini jetzt auf uns zusteuert. „затем Хотеть Мы его раз ревнуешь сделать.“, sagt Iwan laut auf Russisch, und da ich diese Sprache auch selbst sprechen kann, antworte ich ihm mit: „хорошо.“ (Für alle die, wie ich, kein russisch können: „Dann wollen wir ihn mal eifersüchtig machen.“ – Iwan „Okay.“ – Carina) Nach diesem Wort beugt er sich vor und küsst mich. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Zabini wie vom Donner gerührt auf der Stelle stehenbleibt und uns mit großen Augen ansieht. Geschieht ihm recht! Ich bleibe mit Iwan in Briefkontakt, aber alles ist rein freundschaftlich, was mir die Freiheit gibt, auch mit anderen Jungs etwas anzufangen – Dean Thomas, Theodore Nott, Fred Weasley – um nur ein paar zu nennen. Vor allem, dass ich was mit Theodor hatte, machte Zabini ganz wütend, Luna – DIE TATSÄCHLICH MIT DRACO MALFOY ZUSAMMEN IST! – erzählte mir von einem Streit zwischen den beiden deswegen. Dieser Streit veranlasste mich dazu, eine ernsthaftere Beziehung mit Theodore anzufangen, was Zabini dann explodieren lässt: Nach einer Stunde VgddK fängt er mich ab und zerrt mich in einen leeren Gang: „Gut, du hast dein Ziel erreicht, ich halt das nicht mehr aus. Bitte hör auf damit! Sonst drehe ich noch durch!“ Verständnislos ziehe ich meine Augenbrauen in die Höhe – ich habe absolut keine Ahnung, was er damit meint. Als ich ihm das auch so sage sieht er mich erst ungläubig an und will gerade antworten, da taucht Theodore auf: „Hei Carina, ich hab dich schon überall gesucht.“ Er gibt mir einen Kuss, schnappt dann meine Hand und meint kühl: „Zabini.“ „Nott.“, kommt es ebenso kalt zurück, Zabini dreht sich nach einem letzten Blick auf mich um und verschwindet den Gang hinunter. Kopfschüttelnd sehe ich ihm nach und wende mich dann wieder den erfreulicheren Dingen im Leben zu: Theodore und seinen Küssen… Die Jahre auf Hogwarts vergehen wie im Flug und als es zu gefährlich wird, nach Hogwarts zu gehen, schicken mich meine Eltern nach einigen heißen Diskussionen nach Durmstrang, zuerst wollten sie nämlich, dass ich nach Beauxbatons gehe, aber diese ganzen Barbies hätte ich nicht ausgehalten und so falle ich in Durmstrang freudestrahlend Iwan um den Hals. Da ich ja in Durmstrang die Schule abschließe bekomme ich nicht mit, was auf Hogwarts los ist und erfahre erst danach von der großen Schlacht. Als ich von Freds Tod höre, bin ich wie erstarrt. Er war einer meiner guten Freunde und immer wieder fragte ich mich, ob es einen Unterschied gemacht hätte, wenn ich auch gekämpft hätte. Vielleicht hätte ich den Todesser davon abhalten können, die Mauer zum Einsturz zu bringen. Das ging ungefähr eine Woche so, bis schließlich Ginny vor der Tür stand und mich wieder aufbaute. Sie gab mir auch einen Patenzettel, von dem mir Fred lächelnd zuwinkte. Außerdem bat sie mich, während der Beerdigung auf George zu schauen, alle hatten Angst, er würde umkippen. Ich versprach es ihr. Am Tag des Begräbnisses holte ich meinen langen schwarzen Mantel aus dem Schrank – Als ich ihn damals in der Schule einmal anhatte, hat Fred gemeint, ich würde aussehen wie Graf Dracula. Daran erinnerte ich mich jetzt erst wieder und plötzlich tauchten auch die anderen lustigen Erlebnisse, die ich mit ihm hatte, wieder auf. Lächelnd schlüpfte ich in den Mantel und schaute noch einmal prüfend in den großen Spiegel, der gegenüber meiner Garderobe hängt. Schwarze Augen funkeln mich an und meine kurzen blonden Haare liegen perfekt. Tief atme ich ein und öffne dann die Tür. Am Friedhof angekommen begrüße ich Mr und Mrs Weasley und die anderen und hacke mich dann bei George unter, der mir ein winziges dankbares Lächeln schenkt. Ermutigend lächle ich zurück und setze mich dann mit ihm in die erste Reihe. Es kommt mir irgendwie falsch vor, dass Freds andere Geschwister hinter mir sitzen und ich will gerade aufstehen, da drückt George meine Hand und ich bleibe sitzen. Nachdem der Mann, der das Begräbnis leitet, seine Worte gesprochen hat, erzählt ein schluchzender Bill von Freds Leben. Anschließend stehen wir alle auf und gehen zu der Grube, die am anderen Ende ausgehoben worden war. Der Mann hebt seinen Zauberstab und lässt Freds Sarg in das Loch schweben. George neben mir fängt zu zittern an, er stützt sich schwer auf meine Hand und ich habe Angst, dass ich ihn nicht mehr lange halten kann. Da treten auch schon Mr und Mrs Weasley nach vorne und lassen jeder eine schwarze Rose nach unten segeln. Als nächster kommen Ginny, die sich an Harry klammert, Hermine, die Ron festhält, Charlie, der Theresa schon fast vom Grab wegtragen muss, Bill, der alleine geht und einmal tief einatmet, Percy, der unentwegt schluchzt und Lee Jordan, der sich bei einem mir unbekannten Mädchen eingehängt hat. Dann erst kommen George und ich. Vorsichtig lasse ich meine Rose nach unten gleiten und denke ganz fest an die glückliche Zeit, die ich mit ihm hatte. Da geben die Knie unter George nach und er droht, auch in die Grube zu fallen. Da nimmt plötzlich eine Hand seinen Arm und zieht ihn zurück. Dankbar schaue ich auf und sehe in die wunderschönen karamellfarbenen Augen von Blaise Zabini. „Hallo, Carina.“, sagt er leise und seine Stimme zittert leicht, doch schon hat er sich wieder gefangen und hilft mir, George vom Grab wegzutragen – er kann einfach nicht mehr alleine gehen, so fertig ist er. Das anschließende Essen rauscht an mir vorbei und da steht plötzlich Ginny neben mir: „Harry, Hermine, Ron und ich gehen jetzt. Sollen wir dich daheim absetzen?“ Ich lächle sie an: „Ja bitte, warte ich hole nur schnell meinen Mantel und verabschiede mich von den anderen.“ Bei der Garderobe angekommen schnappe ich mir meinen schwarzen langen Mantel, der mich heute früh zum Lächeln gebracht hat – es kommt mir vor als ist das eine Ewigkeit her… Schnell verabschiede ich mich bei Mr und Mrs Weasley, Theresa, die sich wieder gefangen hat, Charlie, der mich anlächelt, Percy, der mit verweinten Augen zu mir aufschaut, Bill, der seinen Kopf auf die Schulter eines mir unbekannten Mädchen gelegt hat, Lee Jordan und George, die Erinnerungen austauschen, und den restlichen Gästen, viele davon ehemalige Schüler von Hogwarts. Nur zu Blaise Zabini sage ich kein Wort. 5 Jahre später „Komm schon, Carina!“ „Du musst mitkommen!“ „Ohne unsere Prinzessin ist es nicht dasselbe und wir sind nicht zu dritt die fantastischen Vier!“ Lachend halte ich mir die Ohren zu und versuche meinen drei besten Freundinnen zu entkommen, aber keine Chance. Hermine, die mit Ron zusammen ist, Ginny, die mit Harry verlobt ist, und Luna, die immer noch mit Draco Malfoy geht, lassen nicht locker und schließlich lasse ich mich breitschlagen mitzukommen zum Hogwartsjahrestreffen meiner und Lunas Stufe im Schloss. „Aber wenn ich nicht mehr mag, dann gehe ich!“, stelle ich noch schnell klar, bevor Hermine meinen Arm packt und mit mir zum Bahnhof Kings Cross Gleis 9 ¾ appariert. Wie in alten Zeiten steigen wir in den Zug, der uns nach Hogwarts bringt. Harry, Ron, Ginny, Hermine, Luna und ich suchen uns ein Abteil und reden die ganze Zugfahrt lang. Kurz steckt Draco Malfoy seinen Kopf herein, um sich einen Kuss von Luna zu holen und uns andere zu begrüßen, und auch Neville schaut vorbei. Mit den Kutschen geht es zum Schloss und schnell hänge ich mich bei Luna ein, um sie im Gedränge nicht zu verlieren. Der große Saal ist festlich geschmückt, Kerzen schweben in der Luft und die vier Haustische sind schon gut gefüllt. Hie und da entdecken Luna und ich alte Freunde und wir bleiben stehen, um uns mit ihnen zu unterhalten und Erinnerungen auszutauschen. Dann setzen wir uns gemeinsam an den Ravenclawtisch und winken Ginny und Hermine, die am Gryffindortisch Platz genommen haben. „Zabini starrt schon wieder!“, kommt es da plötzlich von Luna und schon habe ich ein Déjà-vu: Diesen Satz hat Luna während meiner Hogwartszeit so oft zu mir gesagt, das ich es gar nicht zählen kann. Und wie zu meiner Schulzeit schaue ich zum Slytherintisch und lächle Blaise Zabini zu, der genau wie damals rot wird. Moment mal – WAS MACHE ICH DA? Doch bevor ich weiter darüber nachdenken kann, betritt Professor McGonagal den Raum und stellt sich an das Rednerpult, wo seinerzeit Dumbledore auf uns heruntergeschaut hat. „Hallo, liebe ehemalige Schülerinnen und Schüler von Hogwarts! Es freut mich, dass ihr ausnahmslos meiner Einladung gefolgt seid, dieses Wochenende auf Hogwarts zu verbringen, um alte Erinnerungen auszutauschen und alte Freundschaften aufzufrischen. Gehen Sie jetzt bitte in Ihre Schlafsäle. Morgen, nach dem Frühstück können Sie nach Hogsmead gehen und Kleidung für den Ball erwerben, der morgen Abend stattfinden wird. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nachtruhe! Und… schön Sie zu sehen!“, beendet sie ihre Rede lächelnd. Plötzlich müde folge ich Luna in den Schlafsaal. Der nächste Tag fliegt nur so an mir vorbei: Ich gehe Kleider kaufen mit Ginny, Hermine und Luna, spiele Quidditch mit Harry und Ron und freunde mich sogar mit Draco Malfoy an. als es Zeit wird gehen Ginny, Hermine, Luna und ich in meinen Schlafsaal, um uns für den Ball fertig zu machen. „Mit wem gehst du eigentlich, Carina?“, fragt Ginny und ich zucke mit den Schultern: „Also Harry hat mich gefragt, aber ich habe ihm gesagt, er soll lieber mit dir gehen, Ron und Draco habe ich auch abgewiesen und darum gehe ich jetzt alleine, bzw. mit Stefanie Black, die erst direkt zum Ball kommt und auch keine Begleitung hat.“ Ginny, Hermine und Luna verdrehen die Augen – sie glauben mir kein Wort, aber das ist mir egal, sie werden noch früh genug sehen, wer meine Begleitung ist… Pünktlich um halb acht gehen wir eingehengt zur Treppe, welche zum großen Saal führt. „Bereit?“, flüstert Hermine leise und gleichzeitig nicken wir. Noch einmal tief Luft holen und Ginny stolziert in ihrem grünen Kleid als erste die Treppe hinunter, direkt auf Harry zu, der den Mund nicht zubekommt. Leise kichern die Beiden – augenscheinlich über Ron, der verzweifelte Blicke hinaufwirft. Hermine setzt das für sie so typische Lächeln auf und erlöst ihn, indem sie in einem Traum aus Lila nach unten schwebt. Luna lächelt mich noch einmal wissend an und folgt ihr dann in einer silbernen Kreation. Nervös streiche ich mir noch einmal ordnend über die Haare und hebe ganz leicht mein bodenlanges schwarzes Kleid hoch. Ein schwarzer Stiletto erscheint auf der ersten Stufe und ich sehe, wie meine Begleitung schluckt. Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen und sofort wird es erwidert. Blaise Zabini steckt mir eine rote Rose ins Haar: „Du siehst wunderschön aus bella.“ Errötend schaue ich zu ihm hoch: „Du auch.“ Lächelnd bietet er mir seinen Arm und ich hacke mich unter. Von ihm geführt betrete ich den großen Saal. Ich spüre die vielen Augen auf mir – keiner kann glauben, was er da sieht und bis heute Nachmittag habe ich es selbst nicht geglaubt, wenn es mir jemand gesagt hätte. Aber heute Nachmittag hat mich Blaise plötzlich mitgezogen in den Kerker hinunter und hat gesagt: „Carina, ich liebe dich seit 12 Jahren und ich halte es einfach nicht mehr aus, ohne dich zu sein. Diese Person, die ich damals eifersüchtig machen wollte – das warst du. Ich wusste nicht, wie ich sonst deine Aufmerksamkeit bekommen könnte, immerhin bist du eine Prinzessin und ich war mir sicher, dass schon irgendwo ein Prinz in den Startlöchern steht, bereit dich zu heiraten. Und als du dann auch noch mit diesem Zarennachkömmling zum Ball gegangen bist, war ich mir ganz sicher, dass du ihn nehmen würdest, aber dann bist du mit Nott zusammengekommen und ich habe mir gedacht, wieso kannst du mit ihm gehen, aber nicht mit mir? immerhin ist er auch nicht Adeliger als ich! Da wollte ich dich dann fragen, ob du mir nicht eine Chance geben willst, aber du hast mich ja immer nur so abweisend angesehen, da habe ich mich nicht getraut. Und bei Freds Begräbnis, da warst du schon wieder so kalt zu mir, da habe ich es erst gar nicht versucht. Aber bitte erklär mir, wieso du nach diesem perfekten Kuss bei der Qudditchweltmeisterschaft einfach so getan hast, als wäre nichts gewesen!“ Ich habe ihn erst einmal ungläubig angestarrt, ich meine ich bekomme ja nicht jeden Tag ein Liebesbekenntnis von einem Jungen, in den ich auch verliebt bin! Und dann habe ich ihm geantwortet: „Weil du diese Janine geküsst hast! Für mich war das damals ein Beweis dafür, dass du nichts Ernstes von mir willst, heute weiß ich ja, das sie dich damals geküsst hat und du dich gleich gewehrt hast aber damals hat es mir das Herz gebrochen. Egal… ich liebe dich auch!“ Tja und dann hat er mich gefragt, ob ich seine erste feste Freundin sein will und ich habe eingewilligt… Noch am gleichen Abend hat er mir einen Heiratsantrag gemacht, den ich natürlich angenommen habe, zwei Monate später waren wir verheiratet. Nach einiger Zeit kam unser Sohn Paul auf die Welt. Ihm folgen die Zwillinge Maxima und Alexander, unser jüngster Sohn Draco und unser Nesthäkchen Catherine. Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass sie auf Hogwarts genauso viele Erlebnisse haben wie wir damals, aber das sind andere Geschichten… ENDE Was andere über dich denken: Harry: „Klasse Frau, ich mag sie sehr.“ Ron: „Ja ich auch, und sie hilft mir immer, wenn Hermine mal wieder sauer auf mich ist…“ Hermine: „Ronald! Ich bin NIE sauer auf dich! Wir sprechen uns später noch…! Und Carina? Sie ist meine beste Freundin!“ Luna: „Meine Verbündete, ich glaube sie ist die einzige, die mich manchmal wirklich versteht.“ Ginny: „Die fantastischen Vier… Sie ist unsere Prinzessin, im wahrsten Sinne des Wortes!“ Blaise: „Ich liebe sie und ich bin froh, dass sie das schlussendlich auch eingesehen hat.“ Paul: „Super Mum, einfach spitze!“ Maxima und Alexander: „Sie ist die Beste!“ Draco: „Ich hab sie lieb…“ Catherine: „Sie ist die allerbeste Mama der ganzen Welt und außerdem ist es super, dass sie eine echte Prinzessin ist, so wie ich.“

30.45 % der User hatten die Auswertung: Steckbrief: Name: Theresa Lucy Swan Alter am Anfang der Story: 5 Jahre Augenfarbe: smaragdgrün Haare: rote Locken bis fast über den Po Gesicht: helle Haut mit Sommersprossen auf der Nase und den Wangen Figur: sportlich mit Kurven an den richtigen Stellen Gute Eigenschaften: für jeden Spaß zu haben, immer ein Lächeln im Gesicht, sehr mutig Schlechte Eigenschaften: tollpatschig, sehr temperamentvoll – wenn du sauer bist fliegen die Fetzen Lieblingsklamotten: Jogginghosen und weite Pullis von meinen Brüdern, bequem eben  Familie: Luke (26 – ehem. Ravenclaw) Johannes (21 - Muggel), Clemens (17 - Gryffindor), Thomas (17 - Gryffindor), Oliver (16 - Ravenclaw), Jacob (15 - Gryffindor) und ich – unsere Eltern (Mutter Muggel und Irin, Vater Zauberer und Engländer) sind bei einem „Unfall“ gestorben, Luke war damals 21 und hat das Sorgerecht für uns andere bekommen - ich wurde also von 6 Jungs erzogen Blut: Halbblut  - im zweifachen Sinn, denn ich bin auch halb irisch und habe, wie meine Brüder, die doppelte Staatsbürgerschaft (für diese Geschichte nicht wichtig, aber für „STEFFY BLACK“) Lieblingsessen: Schokolade! Lieblingslied: „It´s my life“– Bon Jovi Haus in Hogwarts: Gryffindor  Jahrgang: Fred und George Quidditch: Jägerin in der Hausmanschaft, angeblich die Beste - und Jüngste - die Hogwarts je gesehen hat Freunde: Fred und George, meine beiden Chaos – Twins! Aber auch Bill und natürlich meine 6 Brüder! Lover: Lies die Story!  „MUM! DAD! WAS IST HIER LOS? WER IST DAS?“, kreische ich panisch und deute auf einen Mann mit einer komischen Maske auf dem Kopf. Der Mann lacht auf – es ist kein nettes Lachen sondern ein hässliches und mir steigt die Gänsehaut auf. „Geh weg da! Theresa! Lauf zu deinem Bruder, schnell!“, schreit meine Mama und wedelt mit den Händen. Der fremde Mann hebt seinen Zauberstab und sagt seelenruhig: „AVADA KEDAVRA!“ Mein Vater bricht zusammen, meine Mutter schreit und ich laufe weinend zu ihnen hin. „AVADA KEDAVRA!“ Auch meine Mutter fällt tot nach hinten. Ich schluchze und beuge mich über ihre Leiche. „Und nun zu dir, meine Kleine. AVADA KEDA…!“, fängt er an, aber da fliegt die Tür auf und Frauen und Männer stürmen mit gezückten Zauberstäben herein und schon ist der Mann verschwunden. Mein großer Bruder Johannes rennt auf mich zu und nimmt mich auf den Arm, denn er ist als einziger zu Hause, alle anderen sind auf Hogwarts und Luke ist in der Arbeit, nur er ist ein Muggel und hat schon schulaus. „Ruhig, Theresa! Beruhige dich!“, flüstert er in mein Ohr und ich schmiege mich noch enger an ihn. „Wer war der Mann? Warum hat er Mum und Dad umgebracht?“, frage ich mit zitternder Stimme. Johannes zuckt die Schultern. „Das würde ich auch gerne wissen.“, mischt sich ein Mann ein. Ich verstecke meinen Kopf an der Schulter von Johannes, der Mann ist mir nicht geheuer, denn er hat ein Glasauge und ein komisches Bein. „Alastor Moody, leitender Auror.“, stellt er sich vor. „Hast du den Mörder erkannt? Bist du dir sicher das es ein Mann war Kleine?“ „Es war ein Mann, aber wer es ist weiß sie nicht, er hatte eine Maske auf.“, antwortet mein Bruder für mich, denn ich traue mich nicht mit dem Mann zu reden. Der nickt und humpelt zurück zu den anderen. Da fliegt die Tür schon wieder auf und Luke kommt hereingelaufen: „Wo ist Theresa?“ Ich strample mich aus Johannes Armen und umarme Lukes Beine, denn höher komme ich mit meinen 5 Jahren noch nicht. „Gott sei Dank!“, murmelt der und drückt mich an sich. Am nächsten Morgen ist in der Zeitung folgender Artikel zu lesen: „Brutaler Mord! Gestern Nachmittag um 14 Uhr wurden der Auror Lukas Swan und seine Frau Lucia Swan (Muggel) kaltblütig in ihrem gemeinsamen Haus am Rande Londons ermordet. Trotz schnellem eingreifen von Alastor Moody und seinen Leuten konnte der Mörder nicht gefasst werden. Die beiden hinterlassen die sieben Kinder Luke (21, Auror), Johannes (17, Muggel), Clemens (12, Schüler auf Hogwarts), Thomas (12, Schüler auf Hogwarts), Oliver (11, Schüler auf Hogwarts), Jacob (1o, Schüler auf Hogwarts) und Theresa Lucy (5, noch zu Hause). Der älteste Sohn bekommt das Sorgerecht zugesprochen und ist jetzt der Vormund der anderen sechs. Wir wünschen herzliches Beileid und viel Glück den Hinterbliebenen.“ Zwei Tage später wurde der Mörder schließlich gefasst und nach Askaban gebracht, wo er nach zwei Jahren gestorben ist. Er war ein Anhänger von Lord Voldemort, genauso wie seine Frau, die von meinem Vater schon nach Askaban gebracht wurde – Der Mord war also ein Racheakt dafür. 5 Jahre später „Luke, Luke, Luke! Wach auf! Ich fahre heute nach Hogwarts!“, Mit diesen Worten platze ich ins Schlafzimmer meines ältesten Bruders und springe auf sein Bett. „Thea, ruhig, ruhig, der Zug kommt erst in 4 Stunden und wir apperieren ohnehin also komm her und schlaf noch eine Stunde.“, lacht er und klopft neben sich. Ich kichere und ziehe ihm die Decke weg. „Ich habe aber Hunger!“, beschwere ich mich und zerre seine Füße von der Matratze. Seufzend steht er auf und ich mache mich auf den Weg zu meinen anderen Brüdern um auch sie aufzuwecken. Murrend stehen alle auf, denn ich kann richtig nervig werden. Allerdings wusste ich schon als kleines Mädchen wo meine Grenzen sind und überschreite sie fast nie. In der Küche steht Luke mit Johannes am Herd und diskutiert darüber ob das Frühstück mit der Hand oder mit Zauberei gemacht werden sollte. Natürlich war Luke dafür und Johannes dagegen wie immer eigentlich. Clemens und Thomas spielen am Küchentisch Zauberschach, Oliver liest irgendein Buch und ich sitze auf Jacobs Schoß und lasse mir von ihm meine roten Locken kämmen. Endlich steht das Frühstück auf dem Tisch – halb mit und halb ohne Magie gemacht – und wir greifen hungrig zu. Als alles aufgegessen ist sind es nur mehr 3 Stunden bis zur Abfahrt des Zuges und plötzlich werden alle hektisch. Clemens und Thomas packen wie immer erst jetzt ihre Koffer und suchen im ganzen Haus nach ihren Sachen, Luke und Johannes streiten darüber ob wir das Auto nehmen oder apperieren, Oliver schreibt einen Brief und Jacob sucht mit mir nach meinem Teddybären, der überall hin mitkommt weil er eine der wenigen Sachen ist die ich noch von unseren Eltern habe. Ich finde ihn schließlich im Zimmer von Clemens und Thomas, den Zwillingen unserer Familie und stopfe ihn in meine dunkelblaue Reisetasche. „So, jetzt müssen wir aber wirklich los, alle herkommen wir reisen heute ausnahmsweise mit dem Auto!“, ruft Johannes 1 1/2 Stunden später durchs Haus und hilft mir dann meinen großen schwarzen Koffer die Treppe herunter zu wuchten. Luke nimmt meinen kleinen Trolli und die Reisetasche, während ich mit Jacob seinen Koffer nach unter schleppe. Endlich sind alle Sachen in unserem riesigen Auto verstaut und wir steigen ein. Johannes hat den Führerschein und fährt, Luke sitzt sauer neben ihm, auf der Rückbank sitzen Clemens und Thomas gegen die Fahrtrichtung, sie haben unseren Eulenkäfig mit der Familieneule „Simona“ zwischen sich, Jacob, Oliver und ich sitzen ihnen gegenüber. Im Kofferraum stapeln sich unsere von Luke verkleinerten Koffer. Während der 45 Minütigen Autofahrt schlafe ich ein und muss in London von Jacob aufgeweckt werden. Luke vergrößert unsere Koffer wieder und wir holen uns fünf Gepäckwagen. Hintereinander laufen meine Brüder und ich durch die Absperrung und kommen auf der anderen Seite am Bahngleis 9³/4 wieder zu stehen. Da ich meine Brüder seit ich denken kann zum Zug begleite ist es für mich nichts neues, aber ich halte trotzdem jedes Mal den Atem an vor Bewunderung. Als wir weiter gehen schauen uns ein paar Leute staunend nach, wie eigentlich immer wenn ich mit allen meinen Brüdern irgendwo in der magischen Welt hingehe. Mein ältester Bruder ist berühmt, er war der jüngste Auror aller Zeiten als er seinen ersten Auftrag ausgeführt hat, außerdem sieht er aus wie der Traum aller Mädchen, hat auf Hogwarts 4 Mal hintereinander als Kapitän der Quidditchmanschaft von Ravenclaw den Pokal gewonnen, gilt immer noch als bester Jäger aller Zeiten, hatte Angebote der besten Quidditchmanschaften und natürlich kennen alle Leute unsere Geschichte bzw. die unserer Eltern. Ich greife nach seiner Hand, denn ich hasse es wenn die Leute so dumm gaffen. „Luke Swan, das ist Luke Swan, der berühmte Auror!“, flüstert es aus allen Ecken und Enden und die Zauberer und Hexen schauen uns ehrfurchtsvoll nach. „Oh man Luke, ich finde das echt ungerecht! Letztes Jahr mussten wir ungefähr 200 Mädchen abwehren, die unbedingt deine Adresse haben wollten.“, beschweren sich Thomas und Clemens bei Luke. Der verdreht genervt die Augen. „Such dir doch einfach eine Freundin, dann hört das auf.“, mischt sich jetzt auch Oliver ein. „Das geht nicht, ich muss doch auf euch und vor allem auf Theresa aufpassen und nebenher arbeite ich auch noch!“, erwidert Luke und lächelt mich liebevoll an. „Du musstest auf Theresa aufpassen.“, korrigiert Johannes grinsend. „Unsere Kleine kommt jetzt nämlich auch nach Hogwarts und du bist ab morgen nicht mehr zu beschäftigt um mit jemandem ausgehen zu können.“ Luke schüttelt nur den Kopf und hebt mich dann hoch: „Viel Glück, meine kleine Prinzessin, pass gut auf dich auf, schreib mir jeden Tag und lass dich nur nicht von irgendeinem Typen blöd anmachen, wenn dich wer nervt, schreib es mir und ich komme sofort um ihn das Fürchten zu lehren, ja?“ Ich kichere und nicke brav. Er drückt mir einen Kuss auf die Wange und ich höre ein paar Mädchen aufkreischen. Johannes grinst mich an und gibt mir auch einen Kuss: „Mach den Jungs auf Hogwarts das Leben schwer, ja?“ „Aber klar doch!“, lache ich und strample mich aus den Armen von Luke. „Ich helfe dir noch mit den Koffern okay?“, Luke schnappt sich meinen großen schwarzen Koffer und den kleinen Trolli und steigt mir voraus in den Zug. In dem Abteil wo schon meine anderen Brüder und ein Junge sitzen hebt er ihn auf die Gepäckablage. „Passt gut auf Theresa auf, Jungs!“, ermahnt er meine Brüder und geht dann nach einer letzten Umarmung von mir wieder nach draußen zu Johannes. Ich sehe ihm nach und bemerke, dass ich nicht die einzige bin; überall stecken vor allem Mädchen ihre Köpfe aus den Abteilen um einen Blick auf den berühmten Auror zu erhaschen. „Ich bin übrigens Oliver Wood aus Gryffindor, und wer seid ihr?“, fragt der Junge uns. Die Zwillinge lachen los: „Oh man, Oliver erkennst du uns denn nicht mehr? Wir sind Clemens und Thomas Swan, in der Quidditchmanschaft Treiber, drei Stufen über dir und auch in Gryffindor!“ „Oh, ja jetzt erkenne ich euch wieder, tut mir leid aber ich habe in den Sommerferien beim Training einen Quaffel auf den Hinterkopf bekommen!“, murmelt Oliver Wood. „Und ich bin Oliver, Ravenclaw, das ist Jacob, Gryffindor und Theresa, sie fährt das erste Mal nach Hogwarts! Ich geh dann Mal zu den anderen Vertrauensschülern, ja?“, stellt Oliver uns vor und verschwindet nach einem kurzem Nicken zu Oliver Wood aus dem Abteil. Der lächelt mich freundlich an und meint dann zu Jacob: „Dich erkenne ich jetzt auch wieder, du bist zwei Jahrgänge über mir und ein fast genauso guter Jäger wie dein Bruder es war, oder?“ „Oh, ich glaube, so gut wie Luke werde ich wohl nie werden, aber ich bin eigentlich ganz gut, dass stimmt.“, antwortet Jacob grinsend. Den Rest der Zugfahrt unterhalten wir uns über Quidditch und ich bin begeistert darüber, denn ich liebe Quidditch und spiele es auch selbst, die Jungs haben mir viele Tricks beigebracht. Fast enttäuscht, dass die Zugfahrt schon beinahe vorbei ist, gehe ich auf das WC um mir meinen Umhang anzuziehen, denn ich würde mich zwar vor meinen Brüdern umziehen allerdings nie im Leben vor anderen Jungs. Auf dem Weg zurück laufe ich in zwei identisch aussehende Jungs hinein. „Tut mir wirklich leid, ich habe euch nicht gesehen!“, entschuldige ich mich sofort. Die beiden Jungs grinsen und sagen dann: „Kein Problem, wir sind Fred…“ „… und George Weasley. Und wer…“ „… bist du?“ Ich finde es lustig wie die beiden ihre Sätze vollenden; sie erinnern mich an Clemens und Thomas. „Theresa Lucy Swan!“, stelle ich mich vor. „Irgendwie verwandt mit…“ „… Luke Swan, dem berühmten Auror?“, fragen die beiden. War ja klar: „Ich bin seine Schwester, und jetzt entschuldigt mich ich muss zurück zu meinen anderen Brüdern.“ Mit diesen Worten schiebe ich mich an Fred und George vorbei und öffne die Abteiltür. 10 Minuten später bleibt der Zug stehen und wir steigen aus. „Erstklässler hierher! Erstklässler!“, ertönt eine tiefe Stimme aus dem Geschrei der anderen Schüler heraus und ich folge ihr, bis ich vor einem riesigen Mann stehe. Und wenn ich riesig sage, dann meine ich auch riesig. Staunend blicke ich zu ihm hoch und bemerke gar nicht, dass sich die Zwillinge von vorhin links und rechts neben mich gestellt haben. Erst als der Riese uns zusammen mit einem Jungen mit schwarzen Rasta locken in ein Boot steckt, schnalle ich, was hier läuft. Doch da ist es leider schon zu spät und ich setze mich notgedrungen neben Fred; ich habe keine Ahnung woher ich weiß dass er das ist aber ich weiß es einfach. „Lee Jordan.“, sagt der fremde Junge. „George und Fred Weasley und Theresa Lucy Swan, und ja, bevor du fragst ich bin Luke Swans Schwester.“, erkläre ich und deute dabei erst auf George, Fred und dann auf mich. Verwundert schauen mich die Zwillinge an: „Du kannst…“ „… uns auseinander halten?“ Ich nicke. „Wollen wir vier…“ „… nicht Freunde sein?“, fragen sie dann. Lee und ich zucken mit den Schultern: „Okay!“ – und von dem Moment an sind wir die besten Freunde, die es gibt. Wir stehen jetzt vor einer großen Tür; dahinter hören wir Menschen reden und lachen. Da räuspert sich jemand: „Erstklässler, ich bin Professor McGonagal ihr werdet jetzt gleich in die große Halle gehen, denn dort findet die Auswahlzeremonie statt. Folgt mir!“ Nach diesen Worten öffnen sich die großen Türflügel und wir marschieren in Zweierreihe hinter Professor McGonagal her. Vorne angekommen nimmt diese eine Pergamentrolle und beginnt die Namen vorzulesen. Ich höre nicht wirklich zu, erst bei „Jordan, Lee.“ horche ich auf. „GRYFFINDOR!“, ruft der Hut und ich sehe wie Clemens, Thomas und Jacob jubeln. Und dann, nach einigen Namen: „Swan, Theresa Lucy.“ Mit zitternden Knien steige ich die wenigen Stufen nach oben und greife nach dem Hut. Das letzte, was ich sehe bevor mir der Hut über die Augen rutscht, sind hunderte Augenpaare, die auf mich gerichtet sind. „Ah, eine Swan! Du bist die erste weibliche Swan, die ich verschicken darf, deine Brüder hatte ich auch schon alle hier. Was ist denn aus Luke geworden?“, spricht der Hut. „Jüngster Auror aller Zeiten!“, denke ich. „Ah, ja das kann ich mir vorstellen; aber genug von ihm, kommen wir zu dir. Wie ich sehe bist du genauso schlau wie dein ältester Bruder, du hast immer ein Lächeln im Gesicht und bist für jeden Spaß zu haben. Oh, tollpatschig und temperamentvoll, dass bist du auch noch und mutig, sehr mutig. Also ich stecke dich nach GRYFFINDOR!“ Das letzte Wort schreit er in die Halle. Glücklich mit der Wahl meines Hauses lasse ich mich zwischen Clemens und Thomas fallen. Jacob strahlt stolz zu mir herüber und ich strahle zurück. Auch die Zwillinge kommen nach Gryffindor und ich sehe wie sie sich links und rechts neben einen rothaarigen Jungen setzen, der wohl ihr Bruder sein muss. Ich höre Professor Dumbledores Rede zu und muss grinsen, meine Brüder hatten mich schon vorgewarnt das er ´Genial, aber verrückt´ sei. Endlich erscheint das Essen, denn ich sterbe mittlerweile vor Hunger. Schnell greife ich zu und esse, soviel ich kann. Papsatt lehne ich mich an Clemens und bin unendlich froh, als der Vertrauensschüler unseres Hauses mit uns Erstklässlern nach oben geht und uns unsere Schlafsäle zeigt. Ich bin in einem mit Angelina Johnson und Alicia Spinnet. Die beiden scheinen nett zu sein, aber ich bin einfach zu müde mich mit ihnen zu unterhalten und schlüpfe nur schnell in das T-Shirt von Luke, das mir bis über die Knie geht und in dem ich immer schlafe. Kaum hat mein Kopf das Kissen berührt bin ich auch schon eingeschlafen. Am nächsten Morgen bin ich als erste wach und mache mich gleich auf den Weg in den Waschraum. Geduscht und angezogen, jedoch nicht gekämmt laufe ich mit der Bürste in der Hand nach unten in den Gemeinschaftsraum um Jacob zu suchen. Zu meinem Glück sitzt er in einem gemütlichen Sessel vor dem Kamin und schreibt einen Brief. „Morgen Jacob! Kannst du mich bitte frisieren?“, begrüße ich ihn lächelnd. „Morgen Theresa! Ja klar, komm her. Zum Glück ist noch niemand anderer wach.“, antwortet er und nimmt mir die Bürste aus der Hand. Mit gleichmäßigen Strichen fährt er durch meine roten Locken, die mir schon fast bis über den Po gehen. Ich schließe entspannt die Augen, denn so gut wie Jacob kann das niemand. „Hast du schon jemanden kennengelernt?“, fragt Jacob. Ich reiße meine Augen wieder auf: „Ähm kennengelernt schon, aber nicht so wie du denkst. Sie heißen Fred und George Weasley und Lee Jordan und sind auch in Gryffindor.“ Jacob gibt ein glucksendes Lachen von sich: „Ah ja, die Weasley Zwillinge, Charlie und Bill haben schon viel von ihnen erzählt. Das sind meine besten Freunde und die großen Brüder der beiden.“ Ich nicke: „Oh, einen habe ich schon gestern gesehen, ich glaube das war Bill. Du kannst sie mir ja heute vorstellen.“ Jacob murmelt zustimmend und gibt mir dann meine Haarbürste wieder. „Beeile dich, dann können wir zusammen mit ihnen Frühstücken. Aber verrate ja niemandem, dass ich dir die Haare kämme!“ Blitzschnell laufe ich nach oben und stehe schon wieder neben Jacob. Ich greife nach seiner Hand und gemeinsam gehen wir hinunter in die große Halle. Dort laufe ich schnell an den Ravenclaw Tisch, um Oliver einen Kuss auf die Wange zu geben und Guten Morgen zu sagen. Viele sehen mich dabei etwas komisch an, aber das ist mir egal. Glücklich setze ich mich zwischen Clemens und Thomas an den Gryffindor Tisch und gebe auch ihnen einen Gutenmorgenkuss. Gegenüber von den beiden sitzen zwei rothaarige Jungs, einer der beiden ist der Junge von gestern neben den sich die Zwillinge gesetzt haben. „Das sind Charlie…“ „…und Bill Weasley,…“ „… Jungs, das ist unsere…“ „… Schwester Theresa.“, stellen Clemens und Thomas uns einander vor. Bill lächelt freundlich, doch Charlie nickt nur und sieht dann wieder woanders hin. Die erste Woche ist rasend schnell vergangen, heute ist schon Freitag, ich kenne jetzt schon alle Lehrer und meine absolute Lieblingslehrerin ist Professor McGonagal. Den Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Professor Brain, finde ich auch super und eigentlich mag ich alle Lehrer, mit Ausnahme von Snape vielleicht, aber ich glaube, dass er mich auch nicht leiden kann obwohl ich in seinem Unterricht aufpasse und immer alles weiß. Heute habe ich das erste Mal Flugunterricht bei Madam Hooch. Aufgeregt stelle ich mich zwischen Fred und George hin und warte auf ihre Anweisungen. Sie erklärt uns alles ganz genau und begeistert höre ich ihr zu. Was sie allerdings zum Abschluss sagt lässt mich schmunzeln: „Ich verlange ja nicht, dass ihr sofort so gut fliegen könnt wie Luke Swan aber wenigstens in die Luft sollt ihr kommen können.“ „Das muss ich unbedingt Luke schreiben, der wird begeistert sein!“, flüstere ich Fred ins Ohr. „Ms…?“, unterbricht uns die schneidende Stimme von Madam Hooch. „Miss Swan, Professor.“, lächle ich beschämt. „Swan? Ist Luke Swan mit Ihnen verwandt?“ War ja klar, dass sie das fragt! „Ja, Madam, mein ältester Bruder.“, antworte ich trotzdem höflich. „Oh, na dann zeigen Sie uns Mal ob er Ihnen was gelernt hat.“ Ich nicke und steige auf den Besen. Kraftvoll stoße ich mich vom Boden ab und fliege nach oben. Der Wind pfeift mir nur so um die Ohren, aber ich liebe es. Da ich vollkommen vergessen habe, dass mir Leute zuschauen drehe ich Loopings und Saltos. Erst als ich den schrillen Pfiff einer Pfeife höre besinne ich mich wieder und lande mit rotem Kopf. Da kommt Madam Hooch auch schon auf mich zugestürmt. Ängstlich ziehe ich meinen Kopf ein und warte auf die sicher folgende Standpauke. „Ms Swan! Ich… mir fehlen die Worte! So gut flog keiner Ihrer Brüder im ersten Flugunterricht. Ich bin mir wohl bewusst, dass die 5 Ihnen ganz bestimmt gezeigt haben wie man fliegt aber Sie haben ein Talent…!“ Überrascht schaue ich Madam Hooch an. „Morgen hat das Gryffindor Team seine Auswahlspiele. Ich rede mit Professor Dumbledore, er wird sicher nichts dagegen haben wenn er Sie erst einmal spielen gesehen hat. So und jetzt alle anderen, auf die Besen fertig los!“ Freudestrahlend gehe ich nach der letzten Schulstunde zum Abendessen, Fred, George und Lee wie immer im Schlepptau. „Na du Ausnahmetalent? Oh man, die Hooch hat sich ja beinahe überschlagen vor Bewunderung. Pass auf, dass sie dir keinen Heiratsantrag macht!“, lästert Fred lachend, als wir uns an den Tisch neben meine Brüder setzen. „Ausnahmetalent worin? Und wer?“ Jacob hat sich interessiert zu uns herüber gelehnt. „Theresa in Quidditch! Hooch hat ihr erlaubt, dass sie morgen beim Auswahlspiel für Gryffindor dabei sein darf!“, berichtet George bevor ich auch nur den Mund aufmachen kann. „Ist das wahr?“ Clemens und Thomas schauen mit großen Augen zu uns herüber. Ich nicke mit rotem Kopf, mir ist das alles sehr peinlich. „Oh man, Thea! Ich glaub…“ „… es nicht! Du darfst…“ „… schon in der ersten ins Team?“ „Noch bin ich nicht drinnen und können wir jetzt bitte das Thema wechseln?“, frage ich verzweifelt, denn ich bemerke, dass immer mehr Schüler unserer Unterhaltung mit gespannten Gesichtern folgen. Zum Glück tun sie mir den Gefallen, fangen dann aber an über Mädchen zu quatschen. Das muss ich mir echt nicht anhören und so verabschiede ich mich und gehe in den Schlafsaal. Am nächsten Morgen werde ich wie immer um 6:15 Uhr munter, gehe ins Badezimmer und laufe dann mit der Bürste in der Hand nach unten zu Jacob. Der frisiert mich und danach gehen wir gemeinsam mit den anderen Frühstücken. Oliver hat anscheinend auch mitbekommen, dass ich ein „Ausnahmetalent“ in Quidditch bin, denn er wünscht mir viel Glück als ich wie jedes Mal Guten Morgen wünsche. Lächelnd setze ich mich zwischen Fred und George, die abwechselnd versuchen mich zu bewegen etwas zu essen, aber ich habe einfach keinen Hunger und so warte ich nur noch auf die Eulen, denn ich bin neugierig ob Luke, dem ich gestern wie immer geschrieben habe etwas zu dem Quidditchauswahlspiel zu sagen hat. Und tatsächlich hält unsere Familieneule „Simona“ einen Brief im Schnabel. Schnell öffne ich ihn. Darin stehen nur drei Wörter: „Dreh dich um!“ Mit einem Aufschrei fahre ich herum und springe Luke in die Arme. „Oh mein Gott, Luke Swan!“, kreischen mehrere Stimmen und alle starren zum Gryffindor Tisch herüber. Verlegen ziehe ich Luke neben mich, aber zu spät, alle haben den berühmten Auror schon gesehen und drängen sich nun zu uns an den Tisch. Schließlich wird auch Luke der Rummel zu groß, er schnappt meine Hand und gemeinsam mit Clemens, Thomas, Fred, George, Jacob und Bill spazieren wir nach unten zum Quidditchfeld. Schülermassen folgen uns und setzen sich auf die Tribünen am Spielfeldrand. „So habe ich mir das nicht vorgestellt! Ich dachte, da sind 10 bis 20 Leute die uns zusehen, aber nicht die ganze Schule!“, jammere ich verzweifelt – Lampenfieber. „Tut mir leid, vielleicht war das doch keine so gute Idee zu kommen!“, murmelt Luke zerknirscht. „Das ist es nicht! Ich freue mich, dass du da bist! Aber ich glaube, ich sollte mir einen Besen aussuchen gehen.“, lächle ich und will zur Besenkammer gehen. Doch Luke hält mich fest und überreicht mir stolz grinsend einen Komet 64, denn neusten Rennbesen unserer Zeit. Jauchzend falle ich ihm um den Hals und bedanke mich überschwänglich. Doch Luke winkt ab und schickt mich mit einem „Viel Glück, Prinzessin!“ zum Spielfeld. Charlie betritt das Feld und stellt sich vor uns hin. Nach einer kurzen Ansprache sollen wir zuerst ein paar Runden drehen. Einige Spieler fallen von den Besen und dürfen den Rest nur mehr von der Zuschauertribüne aus ansehen. Dann fängt die eigentliche Auswahl der Jäger an. Oliver Wood, der Junge den ich im Zug kennengelernt habe ist der Hüter. Anscheinend hatten die Hüter einen anderen Tag für ihr Auswahlspiel. Aber egal. Vor mir sind noch viele andere Spieler und Spielerinnen, doch bis jetzt hat Oliver alle Schüsse gehalten. „Chris Blue! Du bist der nächste!“ Charlie winkt einem stämmigen Jungen zu, der geht bestimmt schon in die 5 Klasse! Wie soll ich mit dem nur mithalten können? Und tatsächlich trifft Chris 4 von 5 Mal in einen der drei Ringe. „Du bist dabei, stell dich hierher, bis wir fertig sind.“, sagt Charlie und winkt dem nächsten. Mann oh Mann sind die alle groß! Aber die kann man komplett vergessen, nicht einer kommt auch nur annähernd in die Nähe der Ringe. „Theresa Lucy Swan!“, ruft Charlie und mit zitternden Knien trete ich vor. Ein Aufschrei geht durch die Zuschauer auf den Tribünen: „Die ist doch erst in der ersten Klasse! Das ist verboten.“ Da höre ich plötzlich eine laute Stimme, die augenblicklich für Schweigen sorgt: Professor Dumbledore hat mit Professor McGonagal auf der Lehrertribüne Platz genommen um sich anzusehen ob die Regel tatsächlich wegen mir außer Kraft gesetzt werden soll. Jetzt bin ich noch nervöser als ohnehin schon –was wenn ich mich blamiere? „Du schaffst das schon!“, sagt eine Stimme hinter mir. Überrascht drehe ich mich um und sehe Bill in die Augen. Der zwinkert mir noch einmal zu und mit neuem Mut stoße ich mich vom Boden ab. Der Wind pfeift um meine Ohren und Charlie wirft mir die erste Quaffel zu. Geschickt fange ich sie auf und werfe sie ohne Nachzudenken in den ersten Ring. Jubelrufe lassen das Stadion erzittern und ich lächle fröhlich. Es scheint als wäre jetzt der Bann gebrochen und nacheinander versenke ich die restlichen vier Schüsse. „Du bist dabei, Swan. Geh zu den anderen.“ Kommt es von Charlie, und ich stelle mich neben Chris Blue und Jacob, der, da er schon voriges Jahr dabei war keine Auswahlspiele mehr machen muss. Jacob lächelt mich stolz an und ich grinse zurück. Da die anderen alle ganz vorbei schießen oder Oliver die Schüsse hält sind Chris, Jacob und ich das neue Jägertrio von Gryffindor, Thomas und Clemens spielen als Treiber, Oliver, wie gesagt, als Hüter und Charlie ist der Sucher. „Okay, morgen um 5 ist Training, seid pünktlich!“ Mit diesen Worten stapft Charlie zurück zum Schloss. Luke muss leider wieder zurückfliegen (Er ist mit dem Besen gekommen.) und so gehe ich heute früh schlafen, ich muss ja morgen fit sein. Den ganzen nächsten Tag kann ich an nichts anderes als das Training heute Abend denken und bin ein Nervenbündel, als es endlich 5 Uhr ist. Gemeinsam mit den anderen fliege ich die Aufwärmrunden und übe dann mit Chris Blue und Jacob das richtige Fangen, Werfen, Passen etc. mit dem Quaffel. Nach 20 Minuten unterbricht uns Charlie, der in der Zwischenzeit mit Oliver Wood geübt hat mit den Worten „Schießt ein paar Bälle in die Ringe, Wood versucht sie zu halten.“ Und schon ist er wieder weitergeflogen, um Thomas und Clemens eine Standpauke zu halten, die sich filmreife Stunts überlegt haben und diese jetzt ausprobieren. Nach ein paar „Angriffen“ mit und gegen Chris und Jacob ist das Training zu Ende; es ist ja immerhin schon 20:00 Uhr und damit dunkel. „Morgen um 6 Uhr früh!“, bellt Charlie und erschöpft gehe ich in die Mädchenumkleide, die ich ganz für mich allein habe, um zu duschen. Todmüde falle ich wenig später in mein Bett und bin sofort eingeschlafen. Zwei Wochen lang trainieren wir jeden Tag in der Früh und am Abend hart, sogar am Wochenende. Meine Muskeln schmerzen und immer öfter benutze ich das Bad der Vertrauensschüler, dessen Passwort Oliver mir verraten hat, um in der riesigen Wanne zu schwimmen – so auch heute. Morgen ist das Match gegen Slytherin und Charlie hat uns heute noch härter trainieren lassen. Ich bin allerdings guter Dinge, denn da ich ohnehin solange ich denken kann mit Jacob zusammengespielt habe und sich auch Chris gut an uns und wir uns an ihn angepasst haben, können wir morgen nur super sein. Der Rest der Mannschaft war schon voriges Jahr Meister und somit mache ich mir keine großen Sorgen. Seufzend lasse ich mich tiefer in die Schaumberge sinken und genieße die Massagedrüsen in meinem Rücken. Entspannt schließe ich meine Augen, um sie sogleich panisch wieder aufzureißen – denn mit einem leisen Knarren hat sich die große Eichentür geöffnet und jemand schleicht ins Bad. Noch hat der Unbekannte mich nicht entdeckt und schnell wäge ich meine Möglichkeiten ab: Fliehen? Unmöglich, der Unbekannte blockiert die Tür. Zauberstab? Liegt bei meinen Sachen auf dem Stuhl neben der Tür. Bleibt also nur eines: „Hilfe!“, kreische ich los. Der Unbekannte wirbelt herum. „Hilf…“, das Wort bleibt mir im Hals stecken, als ich ihn erkenne: Es ist Charlie Weasley – der Kapitän der Quidditchmanschaft! „Theresa! Was machst du denn hier?“, fragt Charlie geschockt und schnell vergewissere ich mich, ob die Schaumberge mich angemessen verdecken – Gott sei Dank ist das der Fall. Erst dann antworte ich ihm: „Mir tut alles weh von unserem Training und darum hat Oliver- mein Bruder- mir das Passwort dieses Raums gegeben, bis jetzt ist aber noch nie jemand herein gekommen.“ Charlie verdreht die Augen, murmelt „Ich gehe dann mal.“ und ist auch schon verschwunden, mit einem lauten Knall fällt die Tür ins Schloss. Erschrocken zucke ich zusammen. Am nächsten Tag kann ich vor lauter Aufregung nichts essen, worauf Fred und George anfangen, sich ernsthafte Sorgen zu machen und auch Oliver kommt vom Ravenclawtisch herüber, um mich zu fragen was los ist, ob ich vielleicht krank sei. „Lampenfieber!“, kommt es an meiner statt von Chris, der mich aufmunternd anlächelt. Ich nicke zustimmend und Oliver zieht beruhigt ab, jedoch nicht ohne Jacob, Clemens, Thomas und mir viel Glück zu wünschen. Langsam stehen die Schüler auf und begeben sich Grüppchenweise zum Stadion, viele von ihnen Rot-Gold bzw. Grün-Silber gekleidet, den Farben von Gryffindor und Slytherin. „Wir gehen jetzt auch mal, um uns noch ein paar gute Plätze zu sichern.“, sagt Bill und nimmt mich fest in den Arm. „Viel Glück, Kleine!“ „Ja Theresa…“ „Wir wünschen…“ „Dir auch…“ „Viel Glück!“, kommt es wie immer abwechselnd von Fred und George. Ich muss lächeln und die beiden strahlen, glücklich mich zum Lächeln gebracht zu haben, zurück. Dann folgen sie Bill aus der großen Halle. „Auf geht’s!“, ruft Charlie und wir folgen ihm nach unten zu den Umkleidekabinen. Ich habe meine für mich allein, da ich das einzige Mädchen bin und so bin ich schneller umgezogen und warte, meinen Besen fest umklammert, auf die anderen, die wenig später neben mir Aufstellung nehmen. „Also dann, viel Glück! Ich hoffe, wir gewinnen heute, denn besser als wir jetzt sind, können wir fast nicht mehr werden. Außerdem hat Professor McGonagal gesagt, dass sie auch nächstes Jahr noch den Pokal in ihrem Zimmer haben möchte!“, versucht Charlie uns zu motivieren. „Fang einfach den Schnatz…“ „…dann sind wir gleich fertig!“, kommt es von Thomas und Clemens und alle lachen. Da öffnen sich die Türen und wir steigen auf unsere Besen. „Alles gut, Theresa, wir schaffen das!“, flüstert Jacob und Chris stimmt ihm mit erhobenen Daumen zu. Tief atme ich ein und schwinge mich dann gemeinsam mit den anderen in die Lüfte. In perfekter Formation fliegen wir eine Runde ums Stadion und bleiben dann in der Luft stehen. Uns gegenüber haben die Slytherins Aufstellung genommen, alles große, grobschlächtige Jungs; Mädchen sind bei den Slytherins verpönt! Der Kapitän der Slytherins grinst mich schleimig und leicht arrogant an – er ist fünf Stufen ober mir und heißt Marvel Yaxley. Die andern Slytherins schauen mich an, als wollten sie mich fressen und zischen Kommentare wie „Darf ich sie vernaschen?“ „Die gehört mir!“ „Verdammt, ist die reinblütig?“. Ich sehe, wie sich Jacob neben mir anspannt und Clemens und Thomas sich böse Blicke zuwerfen –meine Brüder hatten die Kommentare also auch gehört. „Kapitäne, schüttelt euch die Hände!“, unterbricht Madam Hooch schrille Stimme meine Gedanken und Yaxley zerquetscht beinahe Charlies Hand, der jedoch keine Miene verzieht. Dann pfeift Madam Hooch in ihre Trillerpfeife und die Bälle steigen in die Höhe. Oliver und der Hüter der Slytherins fliegen, so schnell sie können, auf ihre Tore zu, während Thomas und Clemens sich, ebenso wie die andern Treiber, auf die Klatscher stürzen. Jacob hat den Quaffel gefangen und wirft ihn zu Chris, der Marcus Flint – ein Slytherin, der zwei Stufen über mir ist – austrickst und dann an Regulus McMillan – gleich alt und doof wie Flint – vorbeifliegt und den Quaffel plötzlich fallen lässt. Da ich unter ihm geflogen bin, kann ich ihn problemlos fangen. Doch da sehe ich mich plötzlich Eduardos Blishwick und Arcturus Lestrange gegenüber – die Treiber, die zwei bzw. vier Stufen über mir sind. Zum Glück taucht Jacob hinter ihnen auf und ich pfeffere den Quaffel über die beiden zu ihm. Jacob wendet mühelos und schießt durch den mittleren Ring, Cygnus Bulstrode ist chancenlos. Jubelnd falle ich ihm um den Hals. Wir gewinnen das Spiel 250 zu 70, weil Charlie dem gegnerischen Sucher Caspar Black den Schnatz vor der Nase wegschnappt. Glücklich fliegen wir die Ehrenrunde und lassen uns von den Zuschauern bejubeln. Danach gibt es eine große Party im Gemeinschaftsraum, die erst weit nach Mitternacht endet, als McGonagal hereinplatzt und uns in die Betten schickt. Zufrieden kuschle ich mich in meine Decke und schlafe auch sofort ein. Am nächsten Tag verschlafe ich zum ersten Mal und flechte meine Haare gerade hektisch zu einem Zopf, als eine Eule ans Fenster klopft. Angelina – die auch erst aufgestanden ist – öffnet es und ich erkenne Simona, unsere Familieneule, die einen Brief im Schnabel hält. Schnell füttere ich sie mit ein paar Eulenkeksen und nehme ihr den Brief ab. Da ich jetzt wirklich frühstücken gehen muss, stecke ich ihn mir einfach in meine Tasche mit den Büchern. Am Gryffindortisch verschlinge ich schnell eine Semmel mit Käse und Gurken und haste dann mit Angelina zu VgddK. Gerade noch vor unserem Lehrer schlüpfen wir in das Klassenzimmer und erschöpft von der frühen Hektik lasse ich mich auf meinen Platz zwischen Fred und George fallen – den Brief habe ich mittlerweile völlig vergessen. Am Abend sitze ich zwischen Jacob und Chris, die vom gestrigen Match schwärmen und dabei so viel Essen in sich hineinstopfen, dass mir schon vom Zusehen schlecht wird! Ich rette einen Vanillepudding vor Thomas, der mir gegenübersitzt, und strecke ihm lachend die Zunge heraus. Der lacht zurück, schnappt sich einen Löffel und versucht, etwas Vanillepudding von mir zu bekommen. Kreischend flüchte ich zum Ravenclawtisch, wo ich mich neben Oliver setze und seelenruhig meinen Pudding löffle. Die irritierten Blicke ignoriere ich gekonnt und vertiefe mich in ein Gespräch mit meinem Bruder. Doch plötzlich wird es totenstill in der Halle und alle starren entgeistert zum Eingang. Dort steht Luke und sieht sich suchend um. Schnell springe ich auf, laufe zu ihm und ziehe ihn aus der großen Halle. „Ist etwas passiert?“, frage ich ihn atemlos. Luke runzelt die Stirn: „Hast du meinen Brief nicht bekommen?“ Ich schlage mir gegen den Kopf und hole den Brief aus meiner Tasche. Luke seufzt: „Gott sei Dank hast du ihn noch nicht gelesen!“ Verwirrt schaue ich ihm zu, wie er den Brief verschwinden lässt. „Was stand denn drinnen?“ Neugierig sehe ich ihn an. Luke öffnet den Mund und schließt ihn dann wieder. „Luke?“, hake ich ungeduldig nach, denn die ersten Schüler kommen schon aus der großen Halle und starren uns an. „Nicht wichtig, zumindest nicht mehr!“, antwortet Luke, drückt mir einen Kuss auf die Stirn und bannt sich seinen Weg durch die Menge nach draußen. Bevor ich reagieren kann, ist er auch schon verschwunden und meine Brüder scharren sich um mich, um mich über Lukes Besuch auszuquetschen. Da ich ihnen nichts Besonderes berichten kann, lassen sie mich schließlich in Ruhe und ich mache mich auf den Weg zum Astronomieturm, denn heute habe ich dort noch Unterricht. Die nächsten sechs Wochen vergehen mit Training, Schule, Hausaufgaben und noch einmal Training wie im Flug und schon steht das nächste Quidditchmatch an: Ravenclaw gegen Hufflebuff. Ich bin natürlich für Ravenclaw und sitze mit einem schwarz gelben Schal neben Oliver und Jacob auf der Tribüne, Fred und George vor mir. Nach dem spannenden Match – Ravenclaw gewinnt ganz knapp 200 zu 190 – gehe ich mit Fred und George nach oben in den Gemeinschaftsraum. Wir sind gerade vor der großen Halle, als plötzlich ein Junge in mich hineinläuft und mich so zu Boden reißt. „He, kannst du nicht aufpassen?“, fauche ich wütend und werfe einen empörten Blick nach oben. Zwei strahlend blaue Augen sehen mich an und eine kräftige Hand wird mir entgegengestreckt. „Tut mir leid, ich habe dich nicht gesehen! Hast du dir eh nicht weh getan? Ach ja, ich bin übrigens Antonio Webster, und du bist Theresa Swan, oder?“, plappert der Junge drauflos. Ich kann mir ein Lachen nur schwer verkneifen und ziehe dabei ein ziemlich komisches Gesicht. „Alles okay, aber woher weißt du, wie ich heiße?“, frage ich, nehme dann endlich seine Hand und lasse mir hochhelfen. Er zuckt mit den Schultern: „Du fällst eben auf, außerdem bin ich ja nur eine Klasse über dir, also ist es ja noch im Bereich des Möglichen, dass ich mir den Namen merke. Entschuldige, ich rede zu viel oder?“ Grinsend zucke ich mit den Schultern: „Ein bisschen vielleicht, aber das macht nichts, ich rede meistens auch zu viel.“ Wir stehen einfach da und lächeln uns an, er hält immer noch meine Hand fest. „Seid ihr hier festgewachsen? Wir wollen mal vorbei!“, sagt plötzlich ein Schüler hinter mir und ertappt lasse ich schnell seine Hand aus und werde ein bisschen rot. „Na dann, wir sehen uns…“, verabschiedet er sich und ich nicke zustimmend. Dann eile ich Fred und George nach, die schon vorgegangen sind. Vor dem Portraitloch erwische ich sie gerade noch und folge ihnen zu der Sitzecke am Kamin wo schon Charlie, Bill, Jacob und die Zwillinge sitzen. „Na, hast du jetzt einen Freund?“, fragt Fred laut und neugierig wenden sich alle mir zu. „Wer hat einen Freund?“, will Bill wissen und George deutet Augenbrauenwackelnd auf mich. Mein Gesicht hatte mittlerweile die Farbe einer überreifen Tomate angenommen, was man vor allem bei meiner hellen Haut sofort sieht. Beschämt lasse ich mich tiefer in den Sessel sinken und halte mir eines der Kissen vors Gesicht. „Na Theresa…“ „…natürlich.“ – Fred und George konnten es einfach nicht lassen. Sofort richten sich fünf Augenpaare auf mich. „Wer?“, knurrt Jacob fast schon und jetzt doch genervt lasse ich mein Kissen sinken. „Niemanden! Und wenn würde euch das auch nichts angehen!“, fauche ich und stürme die Treppen nach oben in meinen Schlafsaal, wo ich mich sauer auf mein Bett schmeiße. Trotz allem werden Antonio und ich gute Freunde und ich unternehme oft etwas mit ihm – immer genau von meinen Brüdern und Freunden beobachtet. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich ziehe mich in der Kabine für mein letztes Quidditchspiel dieses Jahres um. Heute würden wir gegen Ravenclaw spielen, die genau wie wir bis jetzt alles gewonnen haben – dieses Spiel würde also entscheiden, wer den Pokal bekommt. Charlie betont dies bei seiner kurzen Rede besonders, er ist wohl – wie wir alle – ziemlich aufgeregt. „Wir schaffen das schon.“, versprüht Jacob wie immer Optimismus und diesmal lasse ich mich gerne davon anstecken. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht schwinge ich mich wie alle anderen auf meinen Besen und kraftvoll stoßen meine Füße mich vom Boden ab. Der frische Wind bläst mir ins Gesicht und ein paar Strähnen lösen sich aus meinem bis zum Po reichenden geflochtenen Zopf. Ich höre die Zuschauer jubeln und Fahnen tanzen auf den Tribünen hin und her. Die eine Seite rot – golden, die andere schwarz – gelb. Beinahe die ganze Schule ist heute auf den Beinen- alle wollen sie das spannende Match der beiden Favoriten sehen. Gegenüber von uns haben die Ravenclaws ihre Positionen eingenommen und Charlie schüttelt eben der Kapitänin Louise Miller die Hand; Fred, George und ich sind der festen Meinung, dass er in sie verliebt ist, aber da man mit Charlie über solche Sachen nicht reden konnte ohne „beinahe gefressen zu werden“ wie die Zwillinge betonten, haben wir ihn noch nicht danach gefragt. Louise Miller findet Charlie wie viele andere Mädchen auch ziemlich toll, wir haben nämlich zufällig ein Gespräch mit ihrer besten Freundin mitgehört, bei dem sie von ihm geschwärmt hat… Ich blende meine Gedanken jedoch erst einmal aus, denn Madam Hooch hat grade das Spiel angepfiffen und ich muss mich konzentrieren. Jacob hat grade den Quaffel erobert und alle weiblichen Zuseher kreischen entzückt auf –mein Bruder ist ein ziemlicher Mädchenschwarm. Er passt zu Chris, der nach mir Ausschau hält und schnell beschleunige ich um aufzuschließen. Als ich gleichauf mit ihm bin wirft er den Quaffel mit einem beiläufigen Schlenker herüber zu mir. Ich klemme ihn mir unter den Arm, um den Besen besser lenken zu können. Da höre ich schon den ersten Klatscher heran zischen und mit einem eleganten Looping weiche ich ihm und dem gleich dahinter fliegenden Clemens aus. Mich trennen nur mehr ein paar Meter vom gegnerischen Tor und blitzschnell habe ich den Quaffel in den linken Ring gepfeffert. Der Ravenclawhüter schaut nur mit langem Gesicht hinterher. Schließlich steht es 200 zu 200, da kommt plötzlich Bewegung in die beiden Sucher. Kopf an Kopf jagen sie in den Himmel, mal ist der eine vorne, dann der andere. Da reißt Charlie seinen Besen nach unten, Cedric Diggory, der gegnerische Sucher reagiert nur eine Sekunde zu langsam – eine Sekunde zu viel, denn da streckt Charlie schon triumphierend die Hand mit dem Schnatz in die Höhe. Jubelnd fliegen Jacob, Chris, Thomas, Clemens, Oliver und ich auf ihn zu und bilden ein riesiges Knäuel. Die Gryffindorfans schreien sich die Kehle wund und aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Professor McGonagal auf und ab hüpft, bis sie registriert, was sie da tut und verlegen ihren etwas verrutschten Hut richtet. Die Jungs ziehen ihre Umhänge aus und wirbeln sie durch die Luft und nicht nur einem Mädchen bleibt bei diesem Anblick die Luft weg, ein paar werden sogar ohnmächtig! Es ist aber auch ein großartiges Schauspiel – sechs muskelbepackte braungebrannte Jungs, die oben ohne auf ihren Besen fliegen… Sehr heiß! Lachend landen wir alle und fallen uns noch einmal in die Arme. Ein wenig zerquetscht von sechs großen Jungs schnappe ich nach Luft, den Versuch mich zu befreien habe ich sehr schnell aufgegeben und da ich ohnehin nichts sehe, hüpfe ich einfach begeistert mit ihnen auf und ab. Schließlich hebt Jacob mich ohne Anstrengung auf seine breiten Schultern und endlich sehe ich, dass mittlerweile ganz Gryffindor in unsere Umarmung eingeschlossen wurde. Mädchen deuten kreischend auf den einen oder anderen Spieler und manche fassen sogar deren Oberkörper an. Alle haben ein breites Lächeln im Gesicht und strahlen mit der Sonne um die Wette. Die anschließende Feier im Gemeinschaftsraum dauert bis in die frühen Morgenstunden und diesmal unterbricht nicht einmal McGonagal die Party. Am nächsten Morgen ist der Gryffindortisch ziemlich leer und auch beim Mittagessen gähnen noch viele Gryffindors – zum Glück ist heute Sonntag und somit keine Schule! Die restlichen Schulwochen fliegen nur so dahin und schon sitze ich zum letzten Mal in diesem Schuljahr am Frühstückstisch. Meine Koffer sind schon aus meinem Zimmer verschwunden und nur der Käfig mit Simona steht zwischen Jacob und mir. Nach dem Frühstück sehe ich zum ersten Mal die Kutschen, die uns zum Zug bringen werden. Im Gegensatz zu meinen Brüdern und Freunden kann ich die Thestrale sehen, was mir erst mal ziemlich Angst macht, aber nachdem Oliver (mein Bruder) mir erklärt hat, was es mit diesen Geschöpfen auf sich hat, traue ich mich sogar einen zu streicheln. Bei der Zugfahrt schlafe ich sofort an Antonio gekuschelt ein und wache erst auf, als wir schon fast in London sind. Schnell ziehe ich mich am Klo um und lasse mir dann von Jacob und Bill mit meinen Koffern helfen. Ich springe aus dem Zug und falle Luke glücklich in die Arme. Der hebt mich hoch und wirbelt mich durch die Luft. Dann werde ich von Johannes durch geknuddelt. Schnell verabschiede ich mich von Fred, George, Bill, Charlie und Antonio und laufe meinen schon vorausgegangen Brüdern nach. Die Sommerferien vergehen wie im Flug und ehe ich mich versehe ist es schon wieder September. Lachend stehe ich neben Johannes in der Küche und helfe ihm, das Frühstück zu richten – Luke ist schon bei der Arbeit. „Morgen bin ich wieder allein mit Luke!“, seufzt Johannes wehmütig, aber mir kann er nichts vormachen, ich sehe das vergnügte Funkeln in seinen Augen, gehe aber trotzdem auf sein Spiel ein: „Vielleicht sollte ich einfach zu Hause bleiben und dir Gesellschaft leisten!“ Erschrocken sieht Johannes mich an, bis ich laut loslache. Augenrollend stimmt er ein. „Guten Morgen!“, gähnen Clemens und Thomas unisono und drücken mir beide einen Kuss auf die Wange. „Schläft Jacob noch?“, frage ich und ernte einheitliches Nicken als Antwort. Schnell schneide ich die Gurke fertig und laufe dann nach oben, um meinen Bruder zu wecken, denn es gibt bald Frühstück. Ich reiße seine Zimmertür auf und werfe mich auf ihn. Stöhnend versucht er mich unter die Decke zu ziehen, aber ich nehme ihm sie einfach weg. Murrend streckt er sich und steht dann auf. „In zwei Minuten gibt es Frühstück, wenn du nicht pünktlich bist, bekommst du nichts!“ Das wirkt. Blitzschnell schnappt sich Jacob ein T – Shirt und eine Hose und läuft mir voran die Treppe nach unten. Ich klopfe nur schnell an Olivers Tür, er war bestimmt schon auf und lernte… Nach dem gemeinsamen Frühstück ziehen wir uns um und wollen gerade los in die Winkelgasse, um die Schulsachen zu besorgen, als Luke hereinschneit. Er sieht ziemlich erschöpft aus von seiner Nachtschicht, will uns aber trotz aller Proteste begleiten. Die Jahre kommen und gehen, wir gewinnen zweimal unter Charlie als Kapitän den Quidditchpokal, ich bekomme zweimal eine Auszeichnung für die meisten Tore in einer Saison, Bill verlässt die Schule, Clemens und Thomas folgen und seit vorigem Jahr sind auch Charlie und Oliver (mein Bruder) nicht mehr in Hogwarts. Ich bin jetzt mit meinem dritten Jahr fertig und Jacob fährt nach den Sommerferien auch nicht mehr zurück. Da Luke dieses Jahr mit seiner Verlobten Francis (Sie wollen nächstes Jahr heiraten und Francis ist einfach spitze!) einen Urlaub zu zweit macht, Johannes, Clemens, Thomas und Oliver arbeiten müssen sind Jacob und ich in den Sommerferien bei den Weasleys. Die anderen kommen die letzten zwei Wochen nach und ich freue mich schon riesig alle zu sehen. „Na, freut ihr euch schon auf eure Eltern und Geschwister?“, frage ich meine beiden Chaoten. Synchron – wie sollte es auch anders sein – nicken die beiden und den Rest der Fahrt diskutieren wir über die Streiche, die wir planen den anderen zu spielen. Am Bahnsteig warten schon Bill und Charlie auf uns und glücklich meinen ältesten besten Freund zu sehen fliege ich in Bills ausgebreitete Arme. Jacob verabschiedet sich derweil mit einem langen Kuss von seiner jetzigen Freundin, aber ich bin mir sicher, er findet in den Ferien eine Neue, denn er ist ein richtiger Herzensbrecher geworden und macht Luke schon ziemliche Konkurrenz. Seit an Seit apparieren wir zum Fuchsbau, Ginny und ich mit Bill, Charlie mit Fred und George und Jacob nimmt Ron am Arm. Dort angekommen reiße ich erst mal die Augen auf, den im Gegensatz zu Jacob, der letztes Jahr kurz da war, sehe ich das windschiefe Haus mit den vielen Ecken das erste Mal. Da stürmt eine rothaarige Frau aus dem Haus und drückt Ginny an sich. Als nächstes ist Bill dran, dann Charlie, Fred, George, Ron und auch Jacob zieht sie an sich. „Hallo Liebes! Ich bin Mrs Weasley, herzlich Willkommen im Fuchsbau!“, sagt sie und quetscht mir dann fast die Luft ab. Erfreut lächle ich sie an und stelle mich dann meinerseits vor. „Kommt alle rein, dass Essen steht schon auf dem Tisch!“, ruft Mrs Weasley und nacheinander betreten wir das Häuschen. Nach dem Essen werden die Zimmer verteilt, Jacob schläft bei Charlie und ich bei Ginny. „Nächste Woche müssen wir ein bisschen umdisponieren, denn Hermine und Harry kommen auch noch.“, warnt uns Mrs Weasley schon mal vor. „Aber jetzt husch, husch, ab in eure Zimmer!“ Gähnend steigen wir die vielen Treppen in den dritten Stock hinauf. In Ginnys Zimmer steht ein Feldbett für mich, aber das ist mir echt egal und kaum hat mein Kopf das Kissen berührt bin ich auch schon eingeschlafen. Mitten in der Nacht werde ich von einem lauten Donner geweckt und weil in Ginnys Bett niemand mehr liegt, ich nicht weiß wo Jacob oder Bill schlafen schleiche ich mich zu den Zwillingen, dessen Zimmer ich mir gemerkt habe. Die beiden sind anscheinend auch aufgewacht und so schieben wir gemeinsam die Betten zusammen und ich kuschle mich an George. Fred legt von hinten einen Arm um mich und so schlafen wir auch recht schnell wieder ein. „Wahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!“, weckt uns am nächsten Morgen der markerschütternde Schrei von Mrs Weasley. Sofort sind wir hellwach und setzen uns im Bett auf. „Was macht ihr da? Habt ihr etwa die ganze Nacht so geschlafen?“, fragt sie entsetzt. Immer noch ein bisschen verschlafen nicken wir gleichzeitig. „Tja, sieht so aus als hätte ich noch eine Tochter, denn so ganz glaube ich nicht, dass du mit Fred UND George etwas am Laufen hast.“, schmunzelt Mrs Weasley. „MUM!“, kreischen die Zwillinge empört und sind wie ich knallrot im Gesicht - das denen auch mal was peinlich ist hätte ich nicht gedacht! Mrs Weasley zuckt mit den Schultern und geht die anderen aufwecken. Beim Frühstück erfahre ich das Ginny in der Nacht bei Charlie geschlafen hat und da ich ohnehin zu Fred und George gegangen wäre ist es mir egal. Die Woche vergeht wie im Flug und auf einmal steht Hermine vor der Tür. Da Harry auf keinen der Briefe, die Ron und Hermine ihm geschrieben haben geantwortet hat holen Fred, George, Ron und ich ihn in einer Nacht und Nebel Aktion mit dem Auto von Mr Weasley ab, was uns eine Moralpredigt von Mrs Weasley beschert. Jacob reist noch am selben Tag ab, sein Job als Quidditchspieler fängt an und so werden wir umquartiert, Hermine schläft bei Ginny, Harry bei Ron und ich bei Bill. Das finde ich super, denn sollte noch ein Gewitter kommen, bekommt Mrs. Weasley keinen Herzinfarkt mehr. „Quidditch im Garten, 10 Minuten!“, brüllt Fred unisono mit George nach oben. „Na endlich!“, denke ich glücklich, schnappe mir meinen Besen, Bill - der nicht mitkommen wollte - und den Quaffel und bugsiere alles irgendwie nach unten. Schnell werden die Mannschaften eingeteilt: Charlie, Ginny, Ron und George gegen Harry, Bill, Fred, Hermine und mich, was fair ist denn Charlie und Harry sind beide super Sucher, Ron und Bill die Torhüter, Fred und George gegeneinander sind zum Totlachen, Ginny und ich sind die Jäger und Hermine kann überhaupt nicht spielen, weswegen wir sie nach 5 Minuten zum Schiedsrichter machen, womit alle zufrieden sind. Es steht 150:90 für uns, doch da schnappt Charlie Harry den Schnatz vor der Nase weg! Ein wenig enttäuscht laufe ich nach oben, um meinen Besen und den Quaffel zu verstauen, denn Mrs. Weasley hat gerade zum Abendessen gerufen. Hungrig schlagen wir uns die Bäuche voll und nach einer Partie Zauberschach, die ich wegen Bills „hilfsreicher“ Tipps leider verliere, beschließe ich duschen zu gehen und danach noch schnell meine Brüder anzurufen, denn wir alle haben ein Handy, seitdem mit Francis noch ein Muggel in unserer Familie ist. Nachdem ich mir meine langen Locken gewaschen und geföhnt habe gehe ich in der Annahme, dass die anderen noch unten sind nur mit einem Handtuch aus dem Bad und pralle prompt gegen eine breite Männerbrust: Charlie! Ausgerechnet! Er ist der einzige der Weasleys, der mich anscheinend nicht leiden kann, was mich ziemlich traurig macht, da ich ihn seit kurzem einfach zum Anbeißen finde! „Vorsicht!“ Zwei große Hände umfassen meine Handgelenke und besorgte braune Augen mustern mich. „Ich… Äh…!“, stottere ich verlegen und schenke ihm dann ein vorsichtiges Lächeln. Zu meiner Verwunderung lächelt er zurück und oh Mann, bei dem Lächeln könnte ich dahin schmelzen… Schnell schüttle ich den Kopf, um die dummen Gedanken zu verscheuchen und verschwinde mit einem gemurmelten „Danke!“ in mein Zimmer. Mann war das peinlich! SEINE SICHT Verdammt! Sie ist so wunderschön, in ihrer Nähe werden meine Knie weich… Aber sie ist mit einem der Zwillinge zusammen, ganz sicher, denn wieso sollte sie sonst mitten in der Nacht zu ihnen wandern? Und außerdem ist sie viel zu jung! Allerdings könnte es ja auch Bill sein und der ist noch älter als ich… Ach schei…benkleister! Deprimiert gehe ich ins Bad und stelle mich unter die Dusche, überall ist noch der Duft ihres Shampoos zu riechen… Blaubeere… Hmmm… Gedankenverloren gehe ich nur mit einem Handtuch um die Hüften zurück in mein Zimmer… Und laufe natürlich in Theresa Lucy Swan hinein… Wer denn sonst! Verlegen schiebe ich mich an ihr vorbei, da sie wie angewachsen dasteht und desorientiert in die Ferne starrt. Nun ja… DEINE SICHT War ja klar! Nicht einmal, nein gleich zweimal muss ich in ihn hineinrennen… Oh Gott dieser Körper… Hysterisch atme ich ein und aus und versuche mich zu beruhigen, was allerdings gründlich misslingt, denn als Bill 5 Minuten später die Stiege herauf kommt stehe ich immer noch am gleichen Fleck und starre ins Leere. Bill, der als einziger von meiner Verrücktheit nach Charlie weiß, nimmt mich auf die Arme und trägt mich, da ich außer Stande bin zu gehen in unser Zimmer. Gerade als wir an Charlies Zimmer vorbei gehen steckt dieser mit einem „Bill, ich muss mit dir reden…“ den Kopf aus der Tür. Mit großen Augen sieht er uns nach und bewegt sich auch nach Bills „Gleich Charlie!“ nicht. „Leg dich mal aufs Bett ich rede nur schnell mit Charlie und komme dann.“, sagt Bill und macht die Tür hinter sich zu. Plötzlich durchdringen laute Stimmen die Ruhe: „Viel zu jung… Verräter… Nie wieder ein Wort mit dir… Von wegen Bruder…“ – Charlie „Für dich auch… Falsch verstanden… Wieso… Beruhig dich… Ausreden…“ – Bill Die Beiden scheinen wegen irgendetwas zu streiten. Ich will gerade nachsehen, ob sie sich eh noch nicht an die Gurgel gegangen sind, als Bill wutentbrannt ins Zimmer stürmt und die Tür zuknallt. „Er kann so ein Sturschädel sein!“, schimpft er und holt eine Jacke aus dem Kasten. „Ich muss noch wohin, warte nicht auf mich!“ Mit diesen Worten ist er auch schon wieder weg. „Aber…“, murmle ich und lege mich auf mein Bett um nachzudenken. Doch schon nach ein paar Minuten schlafe ich tief und fest. Mitten in der Nacht werde ich wach: Draußen tobt ein Sturm und ein Donnerschlag erschüttert das Haus. „Bill!“, kreische ich und springe auf sein Bett um mich an ihn zu kuscheln. Nur… da liegt kein Bill! „Verdammt!“, schimpfe ich und klettere wieder heraus. Was jetzt? Fred und George sind zwei Stockwerke unter mir, da traue ich mich allein nicht runter. Nur Charlie und Ron haben ihr Zimmer da… Zu Ron? Wohl eher nicht. Bleibt also nur Charlie übrig. Verzweifelt nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und husche auf den Gang und in Charlies Zimmer. Blitzschnell bin ich drinnen und schließe die Tür. Schwer atmend presse ich mich dagegen und schaue mich nach dem Bett um, vielleicht ist ja Ginny schon da… Aber nur Charlie liegt in dem schmalen Bett am anderen Ende und schläft tief und fest. Da donnert es wieder und schon bin ich neben ihm und krieche unter seine Decke. Zufrieden schließe ich die Augen, um sie sogleich wieder aufzureißen, den Charlie hat sich umgedreht und mich mit einer Hand an sich gezogen, sodass ich jetzt mit meinem Kopf auf seiner muskulösen, nackten Brust liege! Stocksteif atme ich vorsichtig ein und aus und entspanne mich dann langsam. „So will ich immer einschlafen…“ Ist das letzte was ich mir denke, bevor der Sandmann mich ins Reich der Träume entführt. SEINE SICHT Ich träume! Ich träume ganz bestimmt und wenn ich mich jetzt in die Hand kneife werde ich aufwachen und entweder Ginny oder gar keinen sehen. Entschlossen zwicke ich mich in meinen Arm: „Au verdammt!“, fluche ich leise. Okay, ganz ruhig. Ich träume nicht. Ich liege in meinem Bett mit dem Mädchen, dass ich schon seit einer Ewigkeit liebe, mein Arm ist um ihre Taille geschlungen und ihr Lockenkopf liegt auf meiner Brust. Und ich dachte, sie ist mit Bill zusammen, oder mit Fred oder George… Aber falsch gedacht! Sie ist hier bei mir, weil sie Angst vor Gewitter hat – hat George einmal erwähnt – und weil ich derjenige bin bei dem sie sich sicher fühlt… Oder weil ich einfach derjenige mit dem nächsten Zimmer war? Ach verdammt, wie sagt Bill immer? „Genieße jeden Moment! Es könnte dein letzter sein…“ Nach diesem weisen Ratschlag richte ich mich und schließe meine Augen. Mit meiner Traumfrau neben mir und in meinen Träumen… DEINE SICHT „Theresa? Theresa! Theresa Luzy Swan! Ich weiß, du bist sauer auf mich aber jetzt antworte verdammt noch mal!“, brüllt Bill. „Nur noch 5 Minuten.“, murmle ich verschlafen und schmiege mich enger an Jacob, zumindest glaube ich dass es Jacob ist. „Charlie! Hast du Theresa ge…“ Mit diesen Worten platzt Bill in das Zimmer und verstummt dann plötzlich. Erschrocken reiße ich die Augen auf. „Bill?“, murmelt eine tiefe Stimme neben mir verschlafen und mit einem Satz bin ich aus dem Bett und in Bills Arme gesprungen, der mich geistesgegenwärtig festhält. „Theresa? Charlie? Was um alle in der Welt habt ihr gemacht?“, keucht Bill entsetzt. „Ähm… geschlafen?“, antworte ich perplex und lasse Bill los um zu Charlie hinüberzusehen, der immer noch im Bett liegt und sich die Augen reibt. „Oh Gott! Sieht er gut aus! Er ist einfach mein Traummann!“, denke ich verzückt und schmachte ihn an. „Genau, geschlafen!“, kommt es ein bisschen spät jetzt auch von Charlie. „Okay, eigentlich wollte ich nur wissen, wo Theresa ist, ihr könnt also noch etwas schlafen, es ist noch früh.“, grinst Bill und schließt die Tür hinter sich. Vorsichtig lächle ich Charlie an und er schenkt mir sein schiefes Lächeln, das ich so sehr liebe. „Und was machen wir jetzt? Noch schlafen oder aufstehen?“, fragt er mich. „Also wenn du nichts dagegen hast würde ich gerne noch ein bisschen schlafen, es ist ja erst 5 Uhr.“, antworte ich schüchtern. Einladend hält Charlie die Bettdecke in die Höhe: „Komm her!“ Blitzschnell schlüpfe ich darunter, denn mir war schon kalt, weil es im Zimmer nicht besonders warm ist und ich wie immer nur mit Lukes T-Shirt schlafe. Charlie legt einen Arm um meine Taille und ich schmiege mich an seine muskulöse Brust- er ist so wunderbar warm… SEINE SICHT Sie ist ja richtig kalt! Schnell ziehe ich sie noch enger an mich, bis weder sie noch ich mich bewegen kann. Zufrieden schließe ich die Augen wieder und spüre wie sie sich entspannt. Meine Traumfrau so nah bei mir zu haben, macht mich ganz wuschig und so dauert es eine Weile, bis ich wieder eingeschlafen bin. Am nächsten Morgen wache ich mit dem Gefühl auf, endlich vollständig zu sein. Verzweifelt überlege ich, wieso das so ist und ziehe Ginny näher an mich heran. Mann, hat die Kleine schon lange Haare! Aber Moment, das ist nicht Ginny! Verwirrt schaue ich nach unten, sehe aber nur lange rote Locken, die unter der Bettdecke hervorquellen. Vorsichtig schaue ich darunter. „Theresa!“, entschlüpft es mir und schnell schlage ich meine Hand vor den Mund, als ich mich wieder an alles erinnere, was am Abend zuvor und in der Nacht passiert war. „Frühstück! Charlie! Wach auf!“ Mit diesen Worten platzt Ginny ins Zimmer und bleibt erschrocken stehen. „Charlie?“, flüstert sie entsetzt und ihre Augen werden riesengroß. „Ähm ich bin dann mal unten, ich sag den anderen, das dauert noch ein bisschen…“ „Verflucht, Ginny! Warte, das ist nicht das, wonach es aussieht!“, versuche ich ihr die Situation zu erklären, aber da hat sie schon die Tür zugeschlagen und ist nach unten gelaufen. Ich kann ihre Stimme bis herauf hören: „Charlie und Theresa liegen zusammen im Bett, das dauert noch ein bisschen…“ Ihre Stimme wird immer leiser, bis ich schließlich nichts mehr höre. Fluchend schüttle ich Theresa an der Schulter, um sie aufzuwecken, damit wir nach unten gehen und den Irrtum aufklären können. Aber Theresa denkt gar nicht daran, aufzuwachen- sie schläft friedlich weiter, bis ich ihr die Decke wegziehe und aufstehe. „Mann Luke! Gib mir sofort die Decke wieder, du weißt doch, dass ich das nicht mag!“, murmelt sie verschlafen. Moment, wer ist Luke? Etwa ihr Freund? Da fällt mir plötzlich ein, dass ihr ältester Bruder so heißt… DEINE SICHT Ärgerlich reiße ich die Augen auf und starre, wie ich meine, Luke böse an. Aber, dass ist ja gar nicht Luke! Plötzlich fällt mir alles wieder ein: das Gewitter, Charlie, Bill. „Oh nein! Wie spät ist es? Ich muss Luke anrufen, das habe ich ja völlig vergessen!“ Schnell springe ich aus dem Bett und sprinte an dem desorientierten Charlie vorbei nach draußen und in Bills Zimmer. Dort ziehe ich mir was an und stürme mit dem Handy in der Hand nach unten. „Morgen, ich komme gleich!“, rufe ich, als ich durch der Küche nach draußen renne und zehn Augenpaare sehen mich entsetzt an, was mir in dem Moment allerdings total egal ist. „Guten Morgen, Luke, tut mir wirklich leid, dass ich mich gestern nicht mehr gemeldet habe, aber es ist so viel passiert und…“, schnattere ich drauflos, bis mich Lukes tiefes Lachen unterbricht: „Langsam, Kleines, ich verstehe ja kein Wort!“ Tief hole ich Luft und fange noch einmal von vorne an. Luke antwortet und hin und wieder wirft Francis, seine Verlobte, etwas ein und lachend spaziere ich vor dem Haus auf und ab, während wir Neuigkeiten austauschen. Schließlich verabschiede ich mich wie üblich mit einem „Ich liebe dich, Küsschen!“ von Luke und gehe in die Küche, wo noch alle am Frühstückstisch sitzen. „Tut mir leid, aber ich habe Luke versprochen, dass ich mich jeden zweiten Tag melde und gestern habe ich darauf vergessen.“, erkläre ich den verdutzen Menschen und setze mich zwischen Bill und Fred, die mir beide einen Kuss auf die Wange drücken. „Seit wann bist du…“ „mit Charlie zusammen?“, fragen plötzlich die Zwillinge und entgeistert schaue ich sie an: „Ich bin nicht mit Charlie zusammen.“ Obwohl ich es gerne wäre… „Ja sicher…“ „…und wieso…“ „…schläfst du dann…“ „in seinem Bett?“ Fred und George wackeln mit ihren Augenbrauen und ich muss lachen: „Es war ein Gewitter und zu euch habe ich mich nicht hinunter getraut.“ Enttäuscht wenden sich alle ab, denn natürlich haben sie gespannt zugehört. Gesprächsfetzen fliegen hin und her, es ist nie still. Aber das bin ich ja auch von zu Hause nicht anders gewohnt… Plötzlich verstummen alle und erstaunt schaue ich von meinem Rührei auf: Charlie ist in die Küche gekommen. Fragend zieht er beide Augenbrauen in die Höhe und schnell wenden sich alle wieder etwas anderem zu. SEINE SICHT Wieso starren mich den alle so an? Da sehe ich Fred anzüglich mit den Augenbrauen wackeln, während er wild zwischen Theresa und mir hin und her gestikuliert. Aha, daher weht also der Wind. Ich beschließe meinem Bruder keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken und widme mich meinem Frühstück. Am Vormittag spielen wir ein paar Runden Quidditch und nach dem Mittagessen wollen Bill, George, Fred, Theresa, Harry, Ginny, Hermine und Ron an den See fahren und da sie das ganze Essen über betteln, lasse ich mich breitschlagen mitzukommen. Da sehe ich das glückliche Lächeln von Theresa und freue mich plötzlich auch auf den Ausflug. Am See angekommen stürzen sich alle ins Wasser und schon bald ist eine lustige Wasserschlacht im Gang. Kopfschüttelnd sehen Bill und ich aus der Ferne zu, jedoch nicht lange, denn da werden wir schon hochgehoben und ins Wasser geschmissen. Lachend tauchen wir auf und beteiligen uns an den Kindereien. Schließlich legen wir uns müde ins Gras und suchen Wolkenbilder. Fred und George verhexen ein paar Wolken – zuerst in ein Schaf, dann in einen Besen und schließlich grinst uns Ginny frech von oben an. Durch das laute Lachen und Kreischen angefeuert werden die beiden immer tollkühner und schon sieht man einen Ginny anschmachtenden Harry und einen Hermine nachlaufenden Ron und……. Theresa und mich knutschend im Bett! Sauer springe ich auf, um die beiden Übeltäter zu vermöbeln, da lässt mich ihr helles Lachen innehalten. Auch sie steht und kommt immer noch lachend auf mich zu. „Na wenn es schon in den Wolken geschrieben steht…“, grinst sie und ehe ich mich versehe liegen ihre weichen Lippen auf meinen. Ich weiß nicht, wie lange wir da so gestanden sind, aber das Johlen der anderen hat uns dann doch auseinanderfahren lassen. Verlegen schaue ich sie an und sehe ihr schüchternes Lächeln und da weiß ich es plötzlich ganz genau: „Ich liebe dich!“ Ihre Augen werden kugelrund und ihre Lippen formen ein erstauntes Oh. Ups, das wollte ich eigentlich nicht laut sagen… Doch für weitere Gedanken bleibt mir keine Zeit mehr, denn da spüre ich schon ihre Lippen auf meinen und ihr gehauchtes „Ich liebe dich auch!“ klingt wie Musik in meinen Ohren… Seit diesem Tag am See sind wir zusammen. Am Anfang habe ich mir Sorgen wegen des großen Altersunterschiedes gemacht, aber Theresa hat sie einfach weggelächelt. Als sie mit der Schule fertig war ist sie zu mir nach Rumänien gezogen und hat eine Ausbildung im Drachenreservat begonnen. Ich habe ihr einen Antrag gemacht und sie hat „Ja“ gesagt. Zwei Jahre später, an ihrem Geburtstag, war unsere Hochzeit – mitten im Winter und zwei Tage vor Weihnachten. Nach einiger Zeit haben wir unseren ersten Sohn bekommen, Lukas. Dann kamen Philipp und unsere Drillinge Michael, Matthias und Maximilian. Nicolas ist unser jüngster Sohn, denn nach ihm kam nur mehr Lucy, unsere einzige Tochter. Heute stehe ich zusammen mit meiner Frau auf unserer Terrasse und gemeinsam beobachten wir das Meer. Sie sieht zu mir herauf und lächelt mich an und automatisch lächle ich zurück. Wir sind alt geworden, Falten haben sich in unser Gesicht eingegraben, aber wir sind immer noch zusammen und lieben uns immer noch genauso wie an dem Tag, an dem wir uns diese Liebe gestanden haben. Wir sind heute gestorben, aneinander gekuschelt und mit einem Lächeln auf den Lippen, denn wir sind zusammen, für immer. Ende Was andere über dich denken: Deine Brüder: „Unsere über alles geliebte kleine Schwester, auch wenn sie uns manchmal genervt hat. Sie und Charlie sind ein wunderschönes Paar!“ Fred und George: „Unsere Drillingsschwester! Sie war immer genauso verrückt wie wir und deshalb lieben wir sie – und weil sie Charlie glücklich macht!“ Bill: „Eine klasse Frau, immer für andere da und das mit Charlie… Ich freue mich so für die beiden!“ Charlie: „Ich liebe sie. Das war schon immer so und wird auch immer so sein.“ Professor Dumbledore: „Ein mutiges Mädchen, sie hatte es nicht leicht, als ihre Eltern gestorben sind, aber sie hat ihr Leben gelebt.“ Professor McGonagal: „Eine wahre Löwin, auch wenn sie mich zusammen mit Fred und George oft zur Weißglut getrieben hat, ist sie trotzdem ein freundliches und liebes Mädchen.“ Lukas: „Sie ist die coolste Mum der Welt.“ Philipp: „Das stimmt und sie ist meine Mum!“ Michael, Matthias und Maximilian: „Unsere auch und wir lieben sie von ganzem Herzen.“ Nicolas: „Ich finde sie auch super.“ Lucy: „Meine Verbündete gegen meine Brüder und meine Streichspielpartnerin!“

30.84 % der User hatten die Auswertung: Steckbrief: Name: Stefanie (Steffy) Black Alter am Anfang der Story: 10 Jahre Augenfarbe: eisblau Haare: lang, glatt und blond Gesicht: von der Sonne gebräunt Figur: zierlich Gute Eigenschaften: freundlich, immer ein offenes Ohr für andere, sehr nett Schlechte Eigenschaften: naiv, schüchtern, sehr nachtragend Lieblingsklamotten: Röcke und bunte Oberteile Familie: Mama, Papa & Stiefvater (meine Eltern leben getrennt, streiten aber nicht und so sehe ich meinen richtigen Papa oft) und Lukas (4) & Jasmin (1) (leider nur meine Halbgeschwister, was jedoch überhaupt keinen Unterschied macht) Blut: muggelstämmig Lieblingsessen: Pfannkuchen mit Marmelade Lieblingslied: „Story of my life“– One Direction Haus in Hogwarts: Gryffindor Jahrgang: Harry, Ron und Hermine Quidditch: nur Zuschauer  Freunde: Harry, Ron, Hermine und Luna Lover: Lies die Story!  Ich kann es einfach nicht glauben! Ich, Stefanie Black, bin eine Hexe! Und heute fahre ich zum ersten Mal nach Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. Die ganze Nacht bin ich wachgelegen und habe mir vorgestellt, wie es dort wohl ausschauen würde. Jetzt sitze ich am Rücksitz unseres Autos und bin unterwegs nach London, zum Bahnhof Kings Cross, Gleis 9 ³/4. Meine Mama dreht sich vom Beifahrersitz zu mir um: „Na meine Große? Schon aufgeregt?“ Ich nicke, tatsächlich bin ich so nervös, dass mir schon richtig schlecht ist vor lauter Aufregung. „Du schaffst das schon!“, versucht mein Stiefvater, meine Eltern leben getrennt, aber ich bin am Wochenende oft bei meinem richtigen Vater, mich aufzumuntern. Ich lächle ihn an, obwohl ich mir nicht ganz so sicher bin wie es meine Eltern anscheinend sind. „Was, wenn mich alle hassen?“, schoss es mir plötzlich durch den Kopf. „Was, wenn…“ „Wir sind da!“, unterbricht meine Mutter meine Gedanken. Ich springe aus dem Auto – jetzt freue ich mich nur mehr auf das Schuljahr in der neuen Schule, einer Schule in der alle Kinder genauso „verrückt“ waren wie ich. Meine Mutter nimmt mich an der Hand und mein Stiefvater zieht die beiden Koffer – meine Katze Kitty habe ich selbst am Arm. Zum Glück hatte uns Professor McGonagal erklärt wie man zum Gleis kam und so laufen wir hintereinander durch die Mauer. Auf der anderen Seite schnappe ich nach Luft. Was für ein großartiger Anblick! Die rote Dampflock, die vielen Menschen – all das gibt ein wundervolles Bild ab. Ich drücke meiner Mama einen Kuss auf die Wange und umarme meinen Stiefvater. „Mach´s gut meine Große und schick uns ganz viele Eulen.“, sagt meine Mutter und wischt sich eine Träne aus den Augen – in einem meiner Schulbücher war erklärt worden wie das mit der Post auf Hogwarts funktionierte. „Natürlich! Ich hab dich lieb, Mum!“, rufe ich und versuche dann meinen Koffer die Stufen hinauf zu wuchten. Das misslingt mir leider gründlich. „Soll ich dir helfen?“, fragt ein rothaariger Junge, der ungefähr in meinem Alter sein musste, freundlich. „Ja bitte!“, erwidere ich schüchtern und drücke ihm meinen Koffer in die Hand. Er lächelt mich an und ist im Nullkomanichts samt meinem Koffer im Zug verschwunden. Schnell laufe ich ihm hinterher. Der Junge hat meinen Koffer in einem Zugabteil untergebracht, wo schon ein anderer Junge am Fenster sitzt. Ich lächele ihn an, der andere Junge war wieder verschwunden. „Hallo, mein Name ist Stefanie Black, aber du kannst mich auch Steffy nennen.“ Bevor er antworten kann gleitet die Abteiltür auf und der Rotschopf von vorhin kommt herein. „Sitz hier jemand?“, fragt er und deutet auf den Sitz gegenüber von dem anderen Jungen. „Der ganze Zug ist nämlich voll.“ Der schüttelt den Kopf und der Junge setzt sich. Er wirft uns einen schnellen Blick zu und sieht dann wieder schweigend aus dem Fenster. „He, Ron.“ Zwei identisch aussehende Jungs stecken ihren Kopf zur Tür herein. „Hör mal, wir gehen weiter in die Mitte. Lee Jordan hat eine riesige Tarantel.“ „Macht nur.“, murmelt der rothaarige Junge, der anscheinend Ron heißt und der Bruder der Zwillinge ist. „Harry“, sagt ein Zwilling, „haben wir uns eigentlich schon vorgestellt? Fred und George Weasley. Und das hier ist Ron, unser Bruder. Bis später dann.“ „Tschau“, sagen Harry, Ron und ich. „Bist du wirklich Harry Potter?“, kommt es aus Ron hervorgesprudelt. Harry nickt. „Und wer bist du?“, fragt er mich. „Stefanie Black, aber du kannst mich Steffy nennen.“, antworte ich und lächle ihn an. Von dem Moment an sind wir drei die besten Freunde und die restliche Zugfahrt vergeht wie im Flug. Wir machen leider die Bekanntschaft von Draco Malfoy, den ich vom ersten Augenblick an nicht leiden kann, er mich auch nicht, aber das liegt wohl daran das ich Muggel bin und nicht an meinem Charakter. Hermine Granger hingegen finde ich sympathisch, auch wenn sie sich wie eine oberschlaue Streberin verhalten hat und finde es schade, dass ich nicht länger mit ihr reden konnte. Nach Professor McGonagals Ansprache gehe ich in der Mitte von Harry und Ron in die große Halle. Ich höre hinter mir Hermines Kommentar über die Decke und muss lächeln – eindeutig eine Streberin. Vor dem Lehrertisch angekommen bleiben wir stehen und der sprechende Hut beginnt zu singen. Ich bin davon nicht wirklich überrascht weil ich schon alles über Hogwarts gelesen habe und daher auch theoretisch weiß wie das Auswählen der Schüler in die richtigen Häuser funktioniert, aber ich bemerke, dass Harry und auch Ron keine Ahnung haben. Als der Hut sein Lied beendet hat, bricht in der Halle ein Beifallsturm los. Er verneigt sich vor jedem der vier Tische und verstummt dann. Ich höre, wie Ron Harry etwas zuflüstert, aber ich verstehe kein Wort weil Professor McGonagal nach vorne tritt, in den Händen eine lange Pergamentrolle. „Wenn ich euch aufrufe, setzt ihr den Hut auf und nehmt auf dem Stuhl Platz, damit euer Haus bestimmt werden kann.“, sagt sie. „Abbott, Hannah!“ Ein Mädchen mit rosa Gesicht und blonden Zöpfen stolpert aus der Reihe von uns Neuen hervor, setzt den Hut auf, der ihr sogleich über die Augen rutscht, und lässt sich auf dem Stuhl nieder. Einen Moment lang geschieht nichts – „HUFFLEBUFF!“, ruft der Hut. Der Tisch zur Rechten johlt und klatscht, als Hannah aufsteht und sich bei den Hufflebuffs niederlässt. „Black, Stefanie!“, ruft Professor McGonagal und mit zitternden Knien trete ich nach vorne und setze mir den Hut auf. „Hm, das ist schwierig.“, höre ich plötzlich eine Stimme sagen – der sprechende Hut. „Du bist sehr schlau und würdest gut nach Ravenclaw passen. Allerdings lernst du nur wenn dich etwas wirklich interessiert. Du bist freundlich, nett und hast immer ein offenes Ohr für Andere, was für Hufflebuff spricht, aber du bist nicht selbstlos genug und sehr nachtragend. Hm, wirklich sehr schwierig, mutig bist du auch noch… Na gut dann stecke ich dich nach GRYFFINDOR!“ Ich höre, wie der Hut das letzte Wort laut in die Halle ruft. Glücklich mit der Wahl meines Hauses setzte ich mich an den Gryffindor – Tisch und höre wie der Hut die anderen neuen Schüler verteilt. Bei „Granger, Hermine!“ horche ich auf und juble laut als der Hut „GRYFFINDOR!“ in die Halle schreit. Auch Harry kommt nach Gryffindor, allerdings sorgt sein Name für ziemliches Aufsehen, er ist ja sehr berühmt in der Welt der Zauberer. Ron setzt sich ebenfalls erleichtert zu uns und kurz darauf ist die Auswahl vorbei. Albus Dumbledore, der Schulleiter – ich erkenne sein Gesicht wieder, er war in einem Buch abgebildet – erhebt sich. Mit strahlendem Lächeln ruft er: „Willkommen! Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf, Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek! Danke sehr!“ Er nimmt wieder Platz. Alle klatschen und jubeln und wie von Zauberhand sind die Tische mit Essen überladen. Ich staune nur so über die riesige Auswahl an Speisen und greife schließlich nach Lammkoteletts, Pommes und Bratkartoffeln. Es schmeckt einfach nur köstlich und ich verdrehe meine Augen Himmel- bzw. Deckenwärts vor Genuss. Neben mir macht Harry gerade die Bekanntschaft von Sir Nicholas de Mimsy – das Hausgespenst von Gryffindor und besser bekannt als Der Fastkopflose Nick. Als alle gegessen haben, so viel sie können, verschwinden die Reste von den Tellern und einen Augenblick später erscheint die Nachspeise. Ich greife sofort nach den marmeladegefüllten Donuts, denn ich liebe Marmelade einfach über alles. Zufrieden lausche ich den Gesprächen der Anderen über ihre Familie, wobei mir allerdings beinahe die Augen zufallen, so müde bin ich. Unendlich froh endlich das Abschlusslied zu hören singe ich begeistert mit und folge dann Percy Weasley, Rons drittältestem Bruder aus der großen Halle. Das wir auf dem Weg nach oben an dem Poltergeist Peeves vorbeikommen kriege ich nur am Rande mit. In meinem Schlafsaal schlüpfe ich blitzschnell aus meinem Umhang und bin schon eingeschlafen bevor mein Kopf das Kissen berührt hat. Am nächsten Tag gehe ich gespannt meinen ersten Unterricht und lausche aufmerksam den Lehrern, die ich alle einfach Klasse finde – mit Ausnahme von Professor Binns, der alles einfach nur langweilig herunter rattert und Professor Snape, den ich vom ersten Moment an nicht leiden kann, auch wenn ich es ihm nicht deutlich zeige und trotzdem in seinem Unterricht aufpasse, denn er unterrichtet trotz seiner unsympathischen Ausstrahlung sehr gut. Ich bin jetzt seit 2 Monaten auf Hogwarts und fühle mich schon richtig wohl hier. Zusammen mit Hermine bin ich Jahrgangsbeste und seit der Geschichte mit dem Troll ist sie auch noch meine beste Freundin. Gemeinsam feuern wir Harry bei seinem ersten Spiel an und ich beobachte Hermines Flammenaktion bei Professor Snape. Als wir hinter Professor Quirrell bzw. Lord Voldemort her sind, komme ich auf die Idee wie wir bei der Pflanze vorbei kommen und helfe Hermine Ron in den Krankenflügel zu bringen bzw. Professor Dumbledore zu informieren. Im zweiten Jahr freunde ich mich sofort mir Ginny und Luna an und verbringe viel Zeit mit ihnen. Bei den Basiliskenangriffen werde ich leider zusammen mit Hermine versteinert – ich bin ja muggelstämmig. Ich lasse mir von Harry und Ron dann erzählen, was sie gemacht haben und stehe trotz allem noch immer voll und ganz zu Ginny – sie konnte ja nichts dafür. Im dritten Jahr benutze ich zusammen mit Hermine den Zeitumkehrer, rette damit Seidenschnabel und den als Massenmörder verurteilten aber eigentlich unschuldigen Sirius Black. Nach den Weihnachtsferien, die ich wie alle Ferien bei meinen Eltern und Geschwistern verbringe, komme ich mit Cedric Diggory zusammen, trenne mich aber bald wieder von ihm da ich mich für so eine Beziehung noch nicht bereit fühle. Ich fahre dieses Jahr in den Sommerferien nur kurz nach Hause und werde von meinem Vater (also von meinem richtigen) zu den Weasleys gebracht. Dort angekommen staune ich nur so über das windschiefe Häuschen, das – und da wette ich um meine hoch und heilig geliebten Geschwister – nur mehr von Magie zusammengehalten wird. Ich steige aus und schon kommen mir Hermine und Ginny entgegengelaufen. „Steffy! Wir haben dich ja so vermisst!“ Lachend lasse ich mich von den beiden durch knuddeln, nehme meinen Koffer und gebe meinem Dad ein Küsschen auf die Wange. „Pass gut auf dich auf!“, ruft er mir hinterher und ich winke mit einer Hand zum Zeichen das ich es verstanden habe. Drinnen werde ich sofort von einer molligen Frau mit roten Haaren umarmt. „Ich bin Mrs Weasley und das sind Bill und Charlie, meine beiden ältesten Söhne. Die anderen sind unterwegs Harry zu holen und kommen sicher bald wieder heim. Du kannst dir in der Zwischenzeit dein Zimmer zeigen lassen.“, sagt sie und ich lächle den beiden am Küchentisch sitzenden Jungs zu, die freundlich zurücklächeln. Ginny hackt sich bei mir unter und zieht mich zur Treppe. Mit Hermine im Schlepptau erklimmen wir die vielen Stufen und stehen schließlich auf einem Gang mit vier wegführenden Zimmertüren. „Hier schlafen George und Fred, da Ron, Harry und Hermine, hier Bill und Percy und das letzte Zimmer musst du dir mit mir und Charlie teilen. Ist nur für heute Nacht!“erklärt Ginny und lächelt mich entschuldigend an. „Macht nichts!“, lächle ich und schmeiße meinen Koffer auf das einzig freie Bett. Inzwischen sind alle Weasleys daheim angekommen – mit ihnen auch Harry und Ron, meine besten Freunde. Hermine und ich fallen den beiden um den Hals und natürlich lassen Fred und George wieder dumme Sprüche ab – sie glauben doch tatsächlich, dass ich mit Ron zusammen bin! Mrs Weasley stoppt die beiden jedoch recht schnell, ich glaube, sie ist die einzige, die die Zwillinge wirklich im Griff hat. Nach dem wirklich leckeren Abendessen schickt uns Mr Weasley sofort zu Bett mit den Worten dass wir morgen einen anstrengenden Tag vor uns haben. Ich lege mich in mein improvisiertes Bett und registriere lächelnd, dass Ginny zu Charlie unter die Bettdecke schlüpft. Prompt muss ich an meine kleine Schwester denken, die das auch manchmal bei mir macht wenn sie nicht schlafen kann. Mit dem Gedanken an meine Familie schlafe ich schließlich ein. Am nächsten Tag werde ich schon sehr früh von Ginny - Charlie schläft noch der Glückliche - geweckt, weil wir noch einen kurzen Fußmarsch zu unserem Portschlüssel vor uns haben. Endlich haben wir den Wieselkopf, ein Berg über dem Dorf Ottery St. Catchpole, erklommen. Oben angekommen wünsche ich mir aber es nicht geschafft zu haben, denn dort warten Cedric Diggory und sein Vater schon auf uns. Mr Weasley stellt ihn uns als Amos Diggory vor. Er gibt uns allen der Reihe nach die Hand und wir stellen uns vor. Bei Harry vor mir leuchten seine Augen interessiert auf. „Stefanie Black!“, lächle ich freundlich. Mr Diggory schaut mich prüfend an und fragt dann: „Bist du irgendwie mit dem berühmten Massenmörder Sirius Black verwandt?“ „Nein Sir, ich stamme von Muggeln ab.“, erkläre ich, er ist nicht der Erste der das annimmt. „Oh, jetzt weiß ich wer du bist! Du warst doch letztes Jahr mit Cedric zusammen, nicht wahr? Er erzählt immer noch so viel von dir ich glaube du solltest ihm noch eine Chance geben, er ist ein lieber Junge, dass musst du mir glauben.“ Etwas verdattert schaue ich ihn an. „Dad! Hör auf!“, schimpft Cedric peinlich berührt und grinst mir entschuldigend zu. Mr Diggory zuckt nur mit den Schultern, doch Fred, George, Ginny, Hermine, Harry und Ron können sich vor Lachen nicht halten und kugeln sich die Bäuche haltend am Boden herum. Mr Weasley schaut ziemlich verdutzt drein und ich werde rot. Peinlich, peinlich! Zum Glück ist es höchste Zeit den Portschlüssel zu berühren und alle versuchen nicht mehr zu lachen, nur einzeln kichert noch jemand. Plötzlich habe ich das Gefühl mir würde der Boden unter den Füßen weggerissen und ich kreische panisch auf. „Keine Angst!“, flüstert Cedric neben mir und greift mit seiner freien Hand nach meiner. Ich habe zu viel Angst um zu protestieren, bin aber unendlich froh als wir landen, denn Harry, Ron, Hermine, Ginny, Fred und George purzeln übereinander aber da ich immer noch Cedrics Hand halte lande ich elegant am Boden neben ihm und den beiden Erwachsenen. Schnell entreiße ich ihm meine Hand wieder, bevor die anderen es bemerken und dumme Sprüche ablassen. Wir sind auf einem nebelverhangenen Moor gelandet. Vor uns stehen zwei müde und missmutig dreinblickende Zauberer. Beide sind wie Muggel gekleidet, allerdings ziemlich ungewöhnlich; der eine trägt einen Anzug mit kniehohen Galoschen, sein Kollege einen Kilt und einen Poncho. Ich kann mir ein Grinsen nur schwer verkneifen und auch Hermine sieht aus als würde sie jeden Moment loslachen. Mr Weasley begrüßt die beiden freundlich und fragt nach unserem Zeltplatz. Der mit dem Kilt zieht eine lange Pergamentrolle heraus und sucht nach dem Namen Weasley. Endlich hat er ihn gefunden und erklärt uns den Weg dorthin. Zusammen mit Cedric und Mr Diggory machen wir uns auf den Weg durch das einsame Moor, ohne dass wir durch den dichten Nebel allzu viel sehen können. Nach etwa zwanzig Minuten taucht ein kleines steinernes Haus aus dem Nebel auf. Neben dem Haus entdecke ich ein Tor, und dahinter kann ich geisterhafte Umrisse Hunderter und Aberhunderter von Zelten erkennen, deren Reihen sich über ein sanft ansteigendes Feld bis zu einem dunklen Wald am Horizont emporziehen. Wir verabschieden uns – endlich – von den Diggorys und gehen auf das Tor neben dem Haus zu. Dort sieht ein Mann zu den Zelten hinauf – der einzige echte Muggel weit und breit, da bin ich mir sicher. Hermine, Ginny, Fred, George, Ron, Harry und ich bleiben stehen, während Mr Weasley zu dem Mann geht und einige Worte mit ihm wechselt. Schließlich winkt er Harry zu und die beiden hantieren etwas abseits mit Muggelgeld. Als Mr Weasley den Mann bezahlen will gibt es anscheinend einige Probleme, denn plötzlich taucht wie aus dem Nichts ein Zauberer in Knickerbockerhosen vor dem Muggel auf. Er murmelt etwas und schon drückt der Muggel Mr Weasley eine Karte in die Hand. Der Zauberer begleitet uns zum Tor des Zeltplatzes und regt sich über irgendeinen Ludo Bagman auf. Und so plötzlich wie er gekommen ist, ist er auch schon wieder verschwunden. Gemeinsam mit Harry und Hermine schaffe ich es schließlich die zwei Zelte aufzubauen. „Ist das nicht zu wenig Platz für uns alle?“, flüstere ich Hermine zu, doch die zuckt nur ebenso ratlos mit den Schultern. Also klettere ich Mr Weasley hinterher in eines der Zelte. Drinnen reiße ich die Augen auf vor Überraschung: Das Zelt ist innen ja riesengroß und eingerichtet wie ein kleines altmodisches Häuschen! „Wir brauchen Wasser!“, sagt Mr Weasley und drückt Ron einen Kessel und eine Karte in die Hand. „Hermine, Ron, Harry und Stefanie, ihr holt welches, auf der Karte müsste der Wasserhahn eingezeichnet sein, und wir anderen besorgen im Wald ein bisschen Feuerholz.“ Nach einem kurzen Besuch im anderen Zelt, dass ich mir mit Ginny und Hermine teile machen wir uns auf den Weg. Die Sonne ist aufgegangen und der Nebel lichtet sich, und nun kann ich die Zeltstadt genau sehen, die sich in alle Himmelsrichtungen erstreckt. Gemächlich schlendern wir durch die Zeltreihen und sehen uns neugierig um. Ein kleiner Junge spielt vor einem Zelt mit einem Zauberstab; er verzaubert gerade eine Schnecke, die immer größer und größer wird. Da läuft auch schon die Mutter aus dem Zelt und schimpft mit dem Kleinen. Immer mehr Hexen und Zauberer kommen aus ihren Zelten und machen sich Frühstück. Da ruft plötzlich jemand unsere Namen: „Harry! Hermine! Ron! Steffy!“ Es ist Seamus Finnigan, auch ein Gryffindor in unserem Jahrgang - ich glaube sogar Harry und Ron sind mit ihm und Dean Thomas, der vor einem Zelt sitzt im Schlafsaal. Nachdem wir einige Worte mit ihnen und Seamus Mutter gewechselt haben gehen wir weiter und kommen an komischen Zelten vorbei. Überall hängt ein Poster, immer das gleiche. Ein Gesicht schaut grimmig auf uns herunter. „Krum.“, sagt Ron leise. „Was?“, fragt Hermine. „Krum.“, antwortet Ron. „Viktor Krum, der bulgarische Sucher.“ „Sieht ziemlich mürrisch aus!“, meint Hermine und lässt ihren Blick über die Poster schweifen. Da kann ich ihr nur zustimmen. „Ziemlich mürrisch?“ Ron schaut gen Himmel. „Wen kümmert es, wie er aussieht? Er ist phantastisch. Und noch so jung. Erst achtzehn, glaub ich. Er ist ein Genie, wartet nur, heute Abend seht ihr es selbst.“ Beim Wasserhahn an einer Ecke des Zeltplatzes hat sich schon eine kleine Schlange gebildet. Wir reihen uns hinter zwei Männern ein, die erhitzt miteinander streiten. Der eine ist ein steinalter Zauberer in einem langen Nachthemd mit Blümchenmuster. Der andere ist offensichtlich ein Ministeriumszauberer; er hält eine Nadelstreifenhose in Händen und ist so entnervt, dass er fast weint. „Zieh sie doch an, Archie, ich bitte dich, so kannst du doch nicht rumlaufen, der Muggel am Tor wird schon ziemlich misstrauisch…“ „Das hab ich in einem Muggelladen gekauft“, sagt der alte Zauberer stur. „Muggel tragen so was auch.“ „Muggelfrauen, Archie, nicht die Männer, die tragen so was.“, antwortet der Ministeriumszauberer und fuchtelt mit der Nadelstreifenhose vor Archies Nase herum. „Die zieh ich nicht an!“, sagt der alte Archie entrüstet. „Ich mag’n frisches Lüftchen untenrum, danke.“ Ein Kicheranfall packt Hermine und mich und schüttelt uns so heftig, dass wir uns aus der Schlange wegducken müssen und erst wieder zurückkehren, als Archie sein Wasser geholt hat und verschwunden ist. Langsam machen wir uns auf den Rückweg, hier und da sehen wir bekannte Gesichter und Ron erzählt irgendetwas von ausländischen Schulen und einer Brieffreundin in Brasilien, aber da ich mich mit Hermine unterhalte bekomme ich das nur am Rande mit. Am Zelt angekommen werden wir schon von einem ungeduldigen George begrüßt. Wir bringen den Kessel nach drinnen und Hermine und ich helfen Mr Weasley beim Feuer machen mit den Streichhölzern. Aber es dauert noch eine Zeitlang bis das Feuer groß genug ist um darauf Tee zu kochen und wir setzen uns in der Zwischenzeit vor das Zelt und lassen uns von Mr Weasley erklären, wer da alles an unserem Zelt vorbeigeht. Endlich brennt das Feuer richtig und gemeinsam mit Hermine und Ginny beginne ich Eier und Würste zu braten. Da kommen auch schon Bill, Charlie und Percy zwischen den Bäumen und Percy muss mal wieder angeben, wie gut er doch apparieren kann, typisch. Wir sind mit dem Essen schon fast fertig da kommt ein Zauberer am Zelt vorbei und setzt sich zu uns – Ludo Bagman. Mr Weasley stellt uns einander vor und Fred und George wetten mit ihm über den Ausgang des Spiels. Als dann noch ein Zauberer kommt überschlägt sich Percy beinahe vor lauter Beflissenheit, und das obwohl in Barty Crouch die ganze Zeit „Weatherby“ nennt, was uns andere natürlich zum Lachen bringt. Die beiden verabschieden sich recht bald wieder und der Nachmittag vergeht auch recht schnell. Als es dunkel wird sieht man überall Zauberer apparieren mit Körben voll außergewöhnlicher Waren. Es gibt leuchtende Anstecker – grün für Irland, rot für Bulgarien -, welche in kreischendem Ton die Namen der Spieler ausrufen, grüne Spitzhüte, die mit tanzenden Kleeblättern geschmückt sind, bulgarische Schals, und, und, und. Hermine, Ginny und ich kaufen uns grüne Anstecker und Hüte, und außerdem jede noch ein Omniglas (Damit kann man das Geschehene wiederholen, alles verlangsamen und Kommentare zu allen Spielzügen werden eingeblendet.) Zufrieden mit unseren Einkäufen schlendern wir zum Zelt zurück, wo schon die anderen auf uns warten. Plötzlich erklingt ein tiefer Gong und überall flammen auf den Bäumen grüne und rote Laternen auf, die den Weg zum Spielfeld auf und tauchen den Weg zum Spielfeld in ihr Licht. „Es ist so weit!“, sagt Mr Weasley, genauso begeistert wie wir anderen. „Kommt wir gehen!“ Das Stadion ist einfach gigantisch und ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. „Erstklassige Plätze!“, sagt die Ministeriumshexe am Eingang. „Ehrenloge! Gleich die Treppe rauf, Arthur, bis es höher nicht mehr geht.“ Die Treppen im Stadion sind alle mit Läufern in sattem Purpurrot ausgelegt. Wir steigen mit anderen Hexen und Zauberern nach oben, die sich jedoch allmählich mal rechts, mal links in den Türen zu den Tribünen verlieren. Wir gehen weiter, bis wir schließlich das Ende der Treppe erreichen und in eine kleine Loge treten. Sie bildet den höchsten Punkt des Stadions und liegt genau in der Mitte zwischen den goldenen Torstangen. Etwa zwanzig rotgoldene Stühle sind hier in zwei Reihen aufgestellt, und ich folge den Weasleys, Harry und Hermine ganz nach vorne in die erste Reihe. Ich unterhalte mich mit Charlie und Ginny über die verschiedenen Quidditchspieler, die beiden kennen sich richtig gut aus. In dieser Zeit füllt sich die Loge immer mehr und auch der Zaubereiminister, Fudge, nimmt in Begleitung des bulgarischen Ministers seinen Platz ein. Fred und George begrüßen begeistert ein wirklich wunderschönes Mädchen – Theresa Swan, eine Gryffindor, die zwei Jahre über mir ist – und ich sehe Prinzessin Carina von Grevenstein zwischen ihren Eltern Lord und Lady von Grevenstein Platz nehmen, Hermine und Ginny winken freundlich hinüber. Doch plötzlich höre ich einen Namen, der mich herumwirbeln lässt: Lucius Malfoy – das kann nur der Vater von Draco sein, denke ich geschockt, denn ich kann Draco absolut nicht leiden. Böse starre ich ihn an als er bei uns vorbeigeht und sich – ausgerechnet – schräg hinter mich setzt. „Heute scheint mein Glückstag zu sein, erst Cedric und jetzt Draco!“, flüstere ich Ginny angepisst zu. Die zuckt nur mit den Schultern und beugt sich wieder über die Brüstung des Balkons der Loge. Charlie hat anscheinend auch zugehört den er lächelt mir aufmunternd zu und sagt dann: „Lass dir nur nicht von irgendwelchen Typen heute die Laune verderben, das ist es nicht wert!“ Ich nicke dankbar mit dem Kopf in seine Richtung und lehne mich dann neben Ginny nach vorne. Plötzlich höre ich eine laute Stimme hinter mir und fahre erschrocken herum. Prompt sehe ich Draco in die Augen, der hämisch grinst. Kopfschüttelnd drehe ich mich wieder nach vorne und sehe, dass auf der Tafel, auf der vorher Werbung für verschiedene Zauberprodukte eingeblendet waren BULGARIEN: NULL, IRLAND: NULL steht. Und da kündigt die Stimme auch schon die bulgarischen Manschaftsmaskottchen an. Die rechte Kurve des Stadions, ein einziger scharlachroter Block, gibt dröhnend und juchzend seine Freude kund. Und da gleiten auch schon hunderte wunderschöne Frauen hinaus aufs Spielfeld und beginnen zu tanzen. „Veela!“, haucht Charlie entzückt und beugt sich weiter nach vorne. Ich sehe, wie im ganzen Stadion die Männer zu sabbern beginnen und muss schmunzeln. Allerdings vergeht mir das Lachen recht bald, denn gemeinsam mit Ginny versuche ich Charlie und Bill, der neben mir sitzt, davon abzuhalten auf die Brüstung hinaufzuklettern. Zum Glück verstummt die Musik Sekunden später wieder und die Beiden sehen aus als würden sie aus einem Traum erwachen. Wütende Rufe erfüllen das Stadion. Die Menge will noch mehr von den Veela sehen. „Und nun“, dröhnt die Stimme, von der ich mittlerweile weiß das sie zu Ludo Bagman gehört, „heben Sie bitte alle Ihre Zauberstäbe in die Luft… für die Maskottchen der irischen Nationalmannschaft!“ In diesem Augenblick scheint ein großer grüner Komet ins Stadion zu rauschen. Ich schreie mit Ginny begeistert um die Wette und fange so viel von dem herunter regnenden Gold auf wie nur irgendwie möglich. „Und jetzt, meine Damen und Herren, ein herzliches Willkommen für – die bulgarische Quidditch- Nationalmannschaft! Ich sage nur – Dimitrow!“ Eine in Scharlachrot gekleidete Gestalt fitzt auf ihrem Besen herein. „Iwanowa! Zograf! Lewski! Vulkanow! Volkow! Uuuuuuuund – Krum!“ Ginny kreischt auf und ich nehme schnell mein Omniglas und zoome Viktor Krum heran. Oh, wow! Beinahe hätte ich mein Glas fallen gelassen! Viktor Krum ist schlank, dunkelhaarig und diese Muskeln… Ich seufze verzückt auf, er sieht so gut aus! Bill neben mir lacht laut auf und irritiert lasse ich mein Omniglas sinken um ihn fragend anzusehen. Aber er winkt nur ab und schulterzuckend suche mit meinem Glas den Himmel nach Viktor Krum ab. Das inzwischen auch die Iren im Stadion herumfliegen bekomme ich erst mit als Ginny, Bill und Charlie zu jubeln anfangen. Interessiert verfolge ich das Spiel nun und nur manchmal habe ich Viktor Krum im Blickwinkel. Da ich seit ich auf Hogwarts zur Schule gehe, also seit vier Jahren, begeisterter Quidditch – Fan bin verstehe ich genug davon um zu erkennen, dass die irischen Jäger wahnsinnig gut sind – kein Vergleich zu den Jägern aus Gryffindor, Hufflebuff, Ravenclaw oder gar Marcus Flint mit seiner Truppe aus Slytherin! Allerdings ist einer der irischen Sucher, Jacob Swan, ein ehemaliger Gryffindor. Er ist klasse und schießt ein Tor nach dem anderen. Ich lasse ihn nicht mehr aus den Augen. Plötzlich stöhnt Ginny auf und schnell suche ich den Himmel ab nach Viktor Krum. Als ich ihn entdecke rast er mit einem Affenzahn auf den Boden zu, den irischen Sucher Lynch dicht hinter sich. „Die knallen noch auf die Erde!“, höre ich Hermine weiter drüben kreischen. Sie hat beinahe Recht – in allerletzter Sekunde zieht sich Viktor Krum aus dem Sturzflug und schwirrt spiralförmig in die Höhe. Lynch jedoch kracht mit einem dumpfen Aufschlag, der im ganzen Stadion zu hören ist, auf das Feld. Ein markerschütternder Schrei geht durch die irischen Reihen. „Er ist schon okay, ist nur reingerasselt!“, sagt Charlie beruhigend zu Ginny und mir, wir hängen mit schreckstarrem Blick über der Brüstung. „Genau das, was Krum wollte, natürlich…“ Ich zittere unkontrolliert am ganzen Körper und Bill nimmt mich in den Arm. „Ist schon gut!“, murmelt er und streicht mir über den Rücken. Langsam erhole ich mich von dem Schock. „Wronski – Bluff, oder?“, frage ich Bill. „Ja, woher weißt du das?“, will er erstaunt wissen und lässt mich wieder los. „Frag sie lieber was sie nicht über Quidditch weiß!“, lacht Ginny, die augenscheinlich auch wieder okay ist. „Aber glaube mir, du wirst nichts finden, Steffy kennt alle Aufzeichnungen über Quidditch auswendig!“ Ich werde rot, so viel Lob ist mir peinlich und wende mich wieder dem Geschehen auf dem Spielfeld zu. Lynch fliegt wieder, wenn auch ein bisschen desorientiert über uns seine Runden. Da! Viktor Krum geht wieder in den Sturzflug, das sieht jetzt allerdings nicht nach einer Täuschung aus! Und tatsächlich, er hat den Schnatz! Jubelnd fällt Ginny mir um den Hals: „Wir haben gewonnen! Und das obwohl Krum den Schnatz gefangen hat!“ Sie hat Recht, denn wir haben einen zu großen Vorsprung an Punkten gehabt, das hätten die Bulgaren niemals aufgeholt. Anscheinend ist das auch Krum aufgefallen und er hat das Spiel beendet bevor sie noch höher verlieren. Da kommen schon die ganzen Spieler in unsere Loge, - ich habe ganz vergessen, dass das die Ehrenloge ist – die einen um sich den Pokal zu holen und die anderen weil das einfach so üblich ist. Ginny neben mir krallt sich plötzlich an meinem Arm fest und schaut verzückt über meine Schulter zum Eingang. Ich drehe mich um, denn das Ginny sprachlos ist passiert nicht oft, außer Harry ist in der Nähe oder redet mit ihr. Und da sehe ich ihn. Viktor Krum. Von nahem sieht er noch besser aus. Die Dame, die ihm gerade die Hand reicht, scheint ebenfalls ganz verzaubert zu sein, denn sie schmachtet ihn mit kugelrunden Kulleraugen an. Allerdings übertrifft ihn der nächste Spieler noch um Längen, den Jacob Swan hat die Ehrenloge betreten. Er war schon auf Hogwarts DER Mädchenschwarm und soweit ich das erkennen kann, ist der noch hübscher geworden. Auch die Reaktion der weiblichen Wesen auf der Ehrenloge lässt nicht lange auf sich warten: Mindestens drei Frauen fallen in Ohnmacht, weil er in ihre Richtung gelächelt hat! Ich sehe seine Schwester Theresa auf ihn zustürmen, das Mädchen, das Fred und George vorher begrüßt haben. Charlie neben Ginny starrt sie verzückt an und ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass das noch was wird aus den beiden, denn als Theresa in unsere Richtung schaut wird sie leicht rot. Lächelnd schüttle ich meinen Kopf und als Ludo Bagman Viktor Krum laut nennt, tobt das ganze Stadion, sogar noch lauter als bei den Namen der irischen Jäger – vielleicht ausgenommen nach Nennung des Namen Jacob Swan, denn da scheint das Stadion regelrecht vor kreischenden Frauenstimmen zu explodieren. Zurück in unserem Zelt liegen Hermine, Ginny und ich noch ein bisschen wach und quatschen über Viktor Krum, Jacob Swan, Harry, Ron und das Spiel. Gerade fallen uns die Augen zu als Mr Weasley hereinstürmt. Er faselt irgendetwas von Todessern und großer Gefahr. Sofort sind wir alle hellwach und springen in unsere Klamotten. „George, Fred, ihr seid für Ginny und Stefanie verantwortlich, Hermine, du für Harry und Ron. Los jetzt versteckt euch im Wald.“ Mit diesen Worten laufen Mr Weasley, Bill, Charlie und Percy in die Richtung aus der, wie ich jetzt erst höre, Schreie kommen. Die Zwillinge packen Ginny und mich an der Hand und reihen sich in die Menschenmasse ein, die Richtung Wald drängt. Und plötzlich passiert es, ich werde von den drei getrennt und laufe panisch auf der Suche nach ihnen herum. Aber keine Chance, ich finde sie nicht. Die Schreie werden immer lauter und vor Angst laufen mir Tränen über die Wangen. Da packt mich eine große Hand um die Taille und zieht mich in die Höhe, sodass ich über dem Boden baumle. Mit Schwung werde ich auf einen muskulösen Rücken geschwungen. Da ich ohnehin keine Chance habe, füge ich mich meinem Schicksal und klammere mich an dem - wie ich annehme - jungen Mann fest. Schnellen Schrittes sind wir auch schon im Wald angekommen und Fred, George und Ginny stürmen aufgelöst auf uns zu. Mein Retter lässt mich vorsichtig zu Boden gleiten und Ginny fällt mir um den Hals. „Oh Gott, ich bin so froh das dir nichts passiert ist, du warst auf einmal nicht mehr da und Fred und George sind abwechselnd los um dich zu suchen aber sie haben sich nicht aus dem Wald hinaus getraut, Harry, Ron und Hermine sind nirgends zu finden und dann kommst du plötzlich und mit dir ist alles okay, weil dich wer gerettet hat und…“ Ich lege ihr einen Finger auf die Lippen, um ihr hysterisches Geschwafel zu unterdrücken. „Alles gut, Ginny, alles gut! Beruhig dich erst mal. Atme tief ein und aus. Mit mir ist alles okay und die anderen kommen bestimmt bald und es bringt nichts wenn du jetzt durchdrehst, also ganz ruhig!“, murmle ich und nehme sie in die Arme. Ginny kuschelt sich an mich und schluchzt leise vor sich hin. Ich streiche ihr beruhigend über den Rücken und luge über ihre Schulter, um meinen Retter zu sehen und mich bei ihm zu bedanken. Aber da steht niemand, nur die Zwillinge schauen betölpelt drein. Im Fuchsbau angekommen frage ich die Beiden, ob sich erkennen konnten wer mein Retter ist aber sie haben keine Ahnung: „Es war finster und er hatte eine schwarze Kappe auf, die er tief ins Gesicht gezogen hat, tut uns leid Steffy, das hätte jeder Mann sein können der bei der WM war.“ Ich zucke nur mit den Schultern, aber eigentlich bin ich ziemlich enttäuscht und ziemlich verwirrt. Am Abend liege ich wieder mit Ginny in Charlies Zimmer, er ist noch unten und so sind wir alleine. „Du Ginny, was wenn es Cedric war, oder noch schlimmer Malfoy!“, frage ich sie leise. „Malfoy? Wohl eher nicht, der Typ hat doch keine Muskeln und so viel größer als du ist er auch nicht, aber Cedric… Hm… das könnte schon sein, Muskeln hat er definitiv und retten würde er dich auch sofort. Weißt du was? Wir fragen ihn ganz einfach in der Schule, denn wenn er es war wird er sicher damit bei dir punkten wollen und es uns wenn wir ihn fragen sofort sagen. Und wenn nicht dann suchen wir eben weiter. Schlaf gut und träum was Schönes, vielleicht sogar von deinem Retter?“, grinst Ginny und kuschelt sich in ihre Decke. Ich bleibe noch lange wach und denke über meinen mysteriösen Retter nach. Wer es wohl war? Und ob ich ihn je finden werde? Schließlich falle ich in einen unruhigen Schlaf, abwechselnd träume ich das Malfoy und Cedric mein Retter sind, und so wache ich am nächsten Morgen schweißgebadet auf. Schnell mache ich mich im Bad der Weasleys fertig, schlichte einen Streit zwischen Percy und Ron, indem es glaube ich um Essen geht und halte die Zwillinge davon ab Ginny ihre Nasch- und Schwänzleckereien unterzujubeln. Erschöpft, denn so viel Action in der Früh bin ich nicht gewohnt, lasse ich mich neben Hermine in einen der Wagen des Ministeriums fallen. Am Bahngleis angekommen bemerke ich dass ich meinen Koffer im Fuchsbau vergessen habe, aber da wir ohnehin schon zu spät sind verspricht mir Mrs Weasley ihn morgen sofort in der Früh mit einer Eule nach Hogwarts zu schicken. Sauer auf mich selbst setze ich mich ans Fenster und rede die ganze Fahrt über kein Wort mit Harry, Ron und Hermine. Bei unserer Ankunft in Hogwarts regnet es in Strömen und zu allem Überfluss rutsche ich beim Weg zu den Kutschen aus und falle in den Matsch. Heute scheint wirklich mein Glückstag zu sein! Genervt stütze ich meinen Kopf in meine Hände und schaue mich in der großen Halle um. Bei Dumbledores Rede höre ich schon seit zwei Jahren nicht mehr zu, er sagt ohnehin jedes Jahr dasselbe. Außerdem habe ich Hunger und möchte nur mehr in mein Bett um diesen Tag zu vergessen und morgen noch einmal neu anzufangen. Doch plötzlich fliegen die Hallentüren mit einem lauten Knall auf und ein ohrenbetäubender Donner ertönt. Erschrocken fahre ich zusammen und klammere mich an den neben mir sitzenden Harry. Der sieht auch ziemlich weiß im Gesicht aus und starrt den Mann, der in der Tür gestanden ist und jetzt zum Lehrertisch geht, unverhohlen an. Dumbledore stellt ihn uns als Professor Moody vor, der neue Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Und er hat noch eine überraschende Ankündigung zu machen: Hogwarts ist heuer Schauplatz des Trimagischen Turniers! Und da öffnen sich schon wieder die Tore und Mädchen in blauer Schuluniform schweben herein und zum Schluss kommt die größte Frau die ich je gesehen habe, anscheinend die Schulleiterin. Belustigt stelle ich fest das Harry und Ron zu sabbern beginnen und wechsle einen genervten Blick mit Hermine und Ginny. „Beauxbatons!“, murmelt Hermine erklärend. „Eine Zaubererschule in Frankreich.“ Ich nicke zum Zeichen das ich es verstanden habe. Da öffnen sich die Tore erneut, doch diesmal marschieren ausschließlich junge Männer herein. „Die sehen ja super aus!“, freut sich Ginny und Harry wirft ihr einen eifersüchtigen Blick zu. Oh man wieso sagt er es ihr nicht einfach? Aber ich muss Ginny Recht geben, die Jungs aus Durmstrang – wie Hermine mir geflüstert hat – sind nicht von schlechten Eltern. Alle groß, dunkel und mit Muskeln bepackt… Aber ich bleibe skeptisch, solche Typen sind meistens nur darauf aus einem das Herz zu brechen wie ich aus eigner leidvoller Erfahrung mit meinen Ex- Freund Max – ein Muggel aus meinem Heimatort – weiß. Das sage ich auch Hermine, denn auch sie ist ganz begeistert von unseren männlichen Gästen. Sie winkt jedoch ab und ehe ich noch etwas erwidern kann werde ich schon von Ron abgelenkt der „Da ist Krum! Viktor Krum, der bulgarische Sucher!“ über den Tisch ruft. Und er hat tatsächlich Recht, als Letzter kommt Viktor Krum mit dem Schulleiter von Durmstrang in die große Halle! Dumbledore begrüßt alle freundlich und die Schülerinnen aus Beauxbatons setzen sich an den Ravenclaw - Tisch, während die Schüler aus Durmstrang am Tisch der Schlangen Platz nehmen - ausgerechnet! Ich sehe wie Malfoy versucht sich bei Krum einzuschleimen, aber von diesem brüsk abgewiesen wird. Leise vor mich hin lächelnd esse ich etwas und gehe dann mit Hermine links und Ginny rechts untergehackt in aus der Halle. Nun ja, zumindest war das mein Plan, aber leider fängt uns Cedric Diggory hinter den Toren ab. „Kann ich mal mit dir reden, Steffy?“, fragt er. Ich deute ihm er solle anfangen, aber da schiebt er schon ein „Alleine?“ hinterher. Seufzend lasse ich Ginny und Hermine alleine nach oben gehen und wende mich Cedric zu. Mit vor der Brust verschränkten Armen funkle ich ihn an: „Was willst du?“ „Ich… ich… naja ich wollte dich fragen ob du es nicht noch einmal mit mir versuchen willst!“, antwortet er langsam und sieht mich aus braunen Augen bittend an. Ich verdrehe die Augen. Das ist jetzt nicht sein Ernst oder? Da er aber nicht reagiert und mich nur weiterhin bittend ansieht hat er es wohl doch ernst gemeint. Ach nein! Ich will ihm nicht schon wieder weh tun, aber mit ihm zusammen sein? Nein, sicher nicht! Er ist zwar süß und nett und gut aussehen tut er wahrscheinlich für die meisten Mädchen auf Hogwarts auch, aber eben nicht für mich! Ich wollte keinen Jungen, der aussah wie Ken von Barbie und das tat Cedric zweifellos! Ich wollte wenn überhaupt einen vom Typ her eher dunklen, geheimnisvollen Mann! So wie die Typen aus Durmstrang eben… Aber wie um alles in der Welt sollte ich DAS Cedric erklären? Also meine ich, dass ich Bedenkzeit brauche und mich in ein paar Tagen bei ihm melden würde und renne so schnell ich kann die Treppe hinauf. Seine Sicht Wie ein Wirbelwind stürmt sie die Treppe hinauf und ihre langen blonden Haare wehen hinter ihr her… Ach, sie war meine absolute Traumfrau, aber ob ich auch ihr Traummann war? „Komm schon, wir wollen in unsere Zimmer! Über die blonde Schönheit kannst du in deinem Bett auch noch nachdenken!“, rufen meine Freunde und zerren mich mit. Tja, das werde ich ganz sicher tun… Deine Sicht Am nächsten Morgen bin ich schon früh wach und gehe gemeinsam mit Ginny und Hermine in die große Halle. Unterwegs erzähle ich ihnen von Cedric und seiner Bitte. Beide sind dafür sie abzulehnen, denn „Was bringt es dir das er glücklich ist während du totunglücklich bist?“. Ich lasse mich von ihnen schließlich überzeugen und verspreche ihnen Cedric bei der nächsten Gelegenheit meinen Entschluss mitzuteilen. Doch ich kann ihn weder beim Frühstück noch beim Mittagessen entdecken und auch beim Abendessen sehe ich ihn nicht. Allerdings bin ich auch abgelenkt, denn Dumbledore hat den Trimagischen Kelch enthüllt und dessen Funktion erklärt. Als er jedoch das mit der Altersbeschränkung hinzufügt bin ich erleichtert, denn Ron und Harry waren schon am Überlegen ob sie da mitmachen sollten. Seine Sicht Das ist die Gelegenheit ihr zu zeigen, dass ich mutig und ein guter Zauberer bin. Ich mache mit. Wenn ich für dieses Turnier ausgewählt werde muss sie wenigstens einmal mit mir ausgehen. Vielleicht begleitet sie mich sogar auf den Weihnachtsball? Meine Freunde reden ebenfalls über eine Teilnahme, sie sind alle ernstzunehmende Rivalen und lenken mich so wenigstens ein bisschen von meinen Gedanken ab. Aber vielleicht habe ich ja Glück… Deine Sicht Mittwoch… wie schnell die Zeit doch vergeht… Heute ist der erste Tag an dem man seinen Namen in den Feuerkelch werfen kann und ausnahmsweise haben Hermine und ich unsere Lernstunde in die große Halle verlegt, denn draußen schüttet es wie aus Kübeln und die Bibliothek ist wegen einem Streich von – wie ich annehme Fred und George – geschlossen. Mir kommt das allerdings sehr Recht, denn so kann ich genau beobachten wer seinen Namen in den Kelch wirft. Da kommen auch schon die Zwillinge mit Lee hereingestürmt. „Alterungstrank! Heute Morgen frisch zusammengebraut!“, informieren sie die anwesenden Schüler stolz. Hermine und ich lachen los und schon sitzen die Zwillinge links und rechts von uns auf der Bank. „Was ist denn so lustig?“, fragen Fred und George wie immer gleichzeitig. „Ihr!“, kichere ich und Hermine fügt erklärend hinzu: „Seht ihr das da? Das ist eine Alterungslinie. Sie wurde von Dumbledore gezogen und ein Genie wie Dumbledore trickst man auf keinen Fall mit der peinlich unterbelichteten Idee, Alterungstrank zu benutzen aus!“ „Das ist ja auch das geniale daran,…“, lacht Fred. „…das sie so peinlich unterbelichtet ist!“, fügt George hinzu (Ich konnte die beiden schon immer auseinander halten.) Hermine und ich verdrehen nur die Augen und sehen Fred und George zu, wie sie den Trank schlucken. Gemeinsam springen sie über die Alterungslinie und werden gleich darauf wieder zurück geworfen. Weiße Bärte sprießen aus ihren Gesichtern und vom brüllenden Lachen der anderen Schüler verfolgt verlassen sie mit Lee die Halle Richtung Krankenflügel. Kichernd wische ich mir Lachtränen aus den Augen als Cedric Diggory gefolgt von seinen Freunden die Halle betritt. Er schaut mir intensiv in meine Augen ehe er über die Linie steigt und seinen Namen einwirft. Seine Freunde jubeln laut und springen ihn vor Freude um den Hals. Doch plötzlich wird es totenstill und die anderen Schüler treten zurück: Viktor Krum kommt gefolgt von Karkaroff - dem Schulleiter von Durmstrang - herein. Auch Krum sieht kurz zu uns herüber, mir in die Augen - „Wahnsinn, sind die schön! So ein dunkles Braun, fast schon wie geschmolzene Schokolade!“, denke ich entzückt. Er wirft seinen Namen in den Kelch und verlässt die Halle wieder. Hermine und ich sehen uns an. Seine Sicht Ich habe es getan und sie hat es gesehen. Genau das was ich wollte. Was macht sie wohl wenn ich sie frage ob sie mit mir auf den Ball geht? Ob sie ja sagt? Oder hat sie schon eine Begleitung? Oh Mann ich muss aufhören so unsicher zu sein immerhin fliegen laut meiner Freunde haufenweiße Mädchen auf mich… Deine Sicht „Der Champion für Durmstrang ist Viktor Krum!“, höre ich Dumbledore vorlesen. Viktor steht auf und stellt sich neben unseren Schulleiter hin. Von dort lässt er den Blick anscheinend suchend durch die Halle gleiten, bis er mir direkt in die Augen schaut. Schnell wende ich mich ab. „Champion für Beauxbatons ist Fleur Delacour!“ Ein wunderschönes Mädchen mit silbrig blonden Haaren steht auf und schwebt anmutig nach vorne. „Der Hogwarts – Champion ist Cedric Diggory!“, ruft Dumbledore. Unter lautem Jubel der Hufflebuffs geht Cedric nach draußen und auch er sucht meine Augen um mich anzusehen. Stöhnend wende ich mich auch von ihm ab. Als sich der Aufruhr wieder gelegt hat sehe ich nach vorne und zum Glück sind alle schon in der Kammer hinter dem Lehrertisch verschwunden. Da spuckt der Kelch plötzlich noch einen Namen aus: „Harry Potter!“ Nein! Das kann doch nicht wahr sein! Fassungslos blicke ich zu Harry, der keine Anstalten macht sich zu erheben, sondern nur stocksteif dasitzt und Dumbledore entsetzt anstarrt. „Nun geh schon Harry!“, flüstere ich ihm leise zu und schubse ihn von der Bank. Die nächsten Wochen bin ich für Harry da und versuche gemeinsam mit Hermine nach einer Lösung für die Drachen. Aber wir werden nicht fündig. Zum Glück hat Professor Moody die Idee mit dem Feuerblitz und von da an übe ich in jeder freien Stunde mit Harry diesen Zauber. Ich sitze zwischen Hermine und Ron auf der Tribüne und mache mir fürchterliche Sorgen um Harry. Natürlich weiß ich was er tun will, aber das hilft mir jetzt auch nicht weiter. Immerhin ist er mein bester Freund und… Kurzentschlossen springe ich auf und murmle ein „Ich geh zu Harry!“ für Hermine und Ron. Schnell renne ich über den Rasen zu dem Zelt der Champions und lehne mich gegen den Stoff. „Harry? Bist du da?“, frage ich leise. „Ja!“, kommt es ebenso leise zurück. „Ist alles okay mit dir?“, will ich wissen und als Harry verneint kann ich nicht anders: Ich schlüpfe unter dem Stoff durch und falle Harry um den Hals. Da höre ich schon die Klickse eines Fotoapparates und sehe auf. Vor mir steht eine Frau mit blonden Locken und einer Brille auf der Nase. „Junge Liebe, wie schön!“, säuselt sie entzückt. „He! Sie dürfen hier doch gar nicht rein! Dieses Zelt ist ausschließlich für die Champions und deren Freunde.“, sagt eine tiefe Stimme mit starkem Akzent rechts neben mir und als ich mich nachdrehe schaue ich in die wunderschönen Augen von Viktor Krum. „Ich bin schon weg. Wir haben ja bekommen was wir wollten!“, grinst die Frau und ist mit ihrem Fotografen schon wieder verschwunden. „Danke!“, lächle ich an Viktor Krum gewandt. „Gerne doch!“, antwortet der höflich. „Mein Name ist Viktor John Krum, aber Viktor reicht völlig und mit wem habe ich das Vergnügen?“ Oh wow charmant ist er auch noch! „Stefanie Black, aber du kannst mich Steffy nennen!“ Er lächelt wieder: „Ein schöner Name!“ Ich zucke verlegen mit den Schultern und bemerke den bösen Blick den Cedric Harry und Viktor zuwirft nicht. „Naja, viel Glück!“, sage ich und umarme Harry noch einmal fest. „Dir auch!“, das ist für Viktor, den ich ganz spontan auch in den Arm nehme. In dem Moment klickst es wieder – die komische Reporterin von vorhin steht wieder im Zelt. Doch so schnell wie sie gekommen ist, ist sie auch schon wieder verschwunden. „Ich geh dann mal wieder zu Hermine!“, murmle ich und bin schon weg. Außer Atem lasse ich mich neben Hermine und Ron fallen und sehe Cedric dabei zu wie er den Drachen besiegt. Danach kommt Fleur und auch sie hat keine Probleme. Der nächste ist Viktor und unwillkürlich zerquetsche ich beinahe Hermines Finger. Ängstlich verfolge ich jede seiner Bewegungen und bin unendlich froh, als er das Ei in der Hand hält und aus der Arena verschwindet. Doch da kommt schon Harry und meine Nerven liegen blank. Vor lauter Aufregung kaue ich an meinen Fingernägeln und juble erleichtert auf als auch er es geschafft hat. Bei der Vergebung der Punkte höre ich gar nicht mehr zu, ich will nur so schnell es geht zu Harry um ihn in den Arm zu nehmen und mich mit eigenen Augen zu versichern das es ihm gut geht. Also zerre ich Hermine hinter mir her zu dem Zelt der Champions. Drinnen falle ich erst Harry und dann Viktor um den Hals. Leider nimmt mich auch Cedric in die Arme und natürlich taucht in just dem Moment die Fotografin wieder auf und schießt ein Foto. Diesmal ist sie aber nicht schnell genug weg und Dumbledore, der gerade ins Zelt gekommen ist macht sie ziemlich zur Schnecke. Hermine und ich hacken uns links und rechts von Harry unter und bugsieren ihn hinauf zum Schloss in unseren Gemeinschaftsraum. Die eifersüchtigen Blicke von Viktor und Cedric bemerke ich gar nicht. Seine Sicht Da geht sie hin… Mit Potter, der scheint ja ganz nett zu sein, ob sie seine Freundin ist? Eifersüchtig sehe ich ihnen nach und mache mich dann auf den Weg zu meinen Freunden, die bestimmt die erste überstandene Aufgabe feiern wollen. Eigentlich habe ich ja keine Lust darauf aber egal… Deine Sicht Nach der Feier falle ich todmüde in mein Bett und träume von meinem maskierten Retter. Am nächsten Morgen wache ich gerädert auf und brauche erst mal eine kalte Dusche. Immer noch verschlafen lasse ich mich zwischen Harry und Hermine fallen und schnappe mir den schon mit Marmelade bestrichene Pfannkuchen von Harrys Teller. Mittlerweile wissen alle schon, dass ich morgens, ohne etwas gegessen zu haben, ungenießbar bin. Nachdem ich ihn verschlungen habe murmle ich ein „Morgen“ in die Runde und wende mich dann Harry zu: „Wollen wir heute versuchen hinter das Geheimnis des Eis zu kommen?“ Harry nickt zustimmend und wir essen weiter. Überrascht bemerke ich, dass Ron wieder neben uns sitzt und sogar mit Harry redet! Anscheinend hat Ron eingesehen dass sein Verhalten einfach kindisch war. Ginny setzt sich lächelnd neben Harry und mich, anscheinend hat sie sich die Ratschläge von Hermine und mir endlich zu Herzen genommen und versucht eine freundschaftliche Beziehung zu Harry aufzubauen. Nach dem Frühstück haben wir erst mal Unterricht und beim Mittagessen sitze ich leider zwischen Lavender und Parvati, keine Ahnung wie ich da wieder hin gekommen bin. Die Beiden haben natürlich nur ein Thema: den Weihnachtsball. Mir geht das alles einfach so auf die Nerven, ich wurde zwar schon von einigen Jungs gefragt aber ich habe sie immer abblitzen lassen. Am Abend haben wir noch eine Stunde mit allen Gryffindors bei Snape und die Weasley – Zwillinge kommen auf das Thema Ballbegleitung zu sprechen, nicht schon wieder! Ich höre ihnen nur mit halbem Ohr zu und schreibe nebenher meinen Zaubertränkeaufsatz. Als ich schon fast fertig bin, kommt Ron mit einer unmöglichen Aussage: „Steffy du bist ein doch Mädchen… Würdest du mit mir auf den Ball gehen?“ Entgeistert schauen Hermine und ich ihn an. „Nein.“, sage ich bestimmt, gebe meinen Aufsatz Snape und rausche in den Gemeinschaftsraum von Gryffindor. Dort werde ich allerdings von Cormac McLaggen abgefangen, einem arroganten Gryffindor aus dem Jahrgang über mir. Ich mag ihn nicht und da fragt mich dieser Volldepp doch tatsächlich ob ich mit ihn auf den Ball gehen will! „Nein!“, schreie ich entnervt und verziehe mich endgültig in meinen Schlafsaal. 10 Minuten später kommt auch eine saure Hermine herein: „Ronald Bilius Weasley ist so ein Arschloch! Und Cormac McLaggen auch!“ Ich kann ihr da nur zustimmen, Ron kann sich wirklich doof benehmen und von McLaggen will ich gar nicht erst anfangen… Ziemlich angefressen legen wir uns in unsere Betten und sind auch schon eingeschlafen. Die nächsten Tage ignorieren wir Ron völlig, mit McLaggen reden wir ohnehin nicht. Eine Woche vor dem Ball erreichen die Fragen ihren Höhepunkt: Ich komme gerade von Zaubertränke, das wir zusammen mit den Slytherins haben und da ruft plötzlich jemand meinen Namen: „Stefanie! He Stefanie warte doch mal!“ Wütend fahre ich herum, denn diese Stimme kenne ich nur zu gut: Malfoy! „Was willst du?“, frage ich und verschränke die Arme vor der Brust. „Ich möchte mit dir zum Ball gehen, wir treffen uns um acht Uhr in der großen Halle, zieh was Hübsches an!“ Das ist doch nicht sein Ernst. Rasend vor Wut hole ich aus und gebe ihm eine kräftige Ohrfeige. „ICH GEHE NICHT MIT DIR AUF DEN BALL, MALFOY!“, schreie ich ihn an und mache mich daran Hermine einzuholen. Schnaubend lasse ich mich neben sie fallen und erzähle ihr von Malfoys unmöglicher Forderung. Die lässt vor Schreck ihren Löffel in die Suppe fallen und verursacht damit ein kleines Chaos auf unserem Tisch. Jetzt setzen sich auch Harry und Ron zu uns und wie immer ignorieren wir Ron geflissentlich. Harry reißt die Augen auf als wir ihm von Malfoys Aktion erzählen und fängt dann schallend zu lachen an. „Mit wem gehst du eigentlich auf den Ball Steffy?“, fragt er dann. „Mit dir.“, antworte ich schlagfertig. Harry lächelt erfreut und zufrieden dass ich eine annehmbare Ballbegleitung habe begebe ich mich auf die Ländereien und hinunter zum See. Dort setze ich mich hin und werfe kleine Steinchen ins Wasser. Da höre ich plötzlich Geräusche hinter mir und drehe mich schnell um, den Zauberstab erhoben. „He ich bin es nur!“, sagt Cedric Diggory und hebt die Hände in die Höhe. „Was gibt’s?“, frage ich genervt. „Ich… Also ich…“, stottert er und läuft rot an. Abwartend ziehe ich meine Augenbrauen in die Höhe. „Ich wollte dich fragen ob du mit mir auf den Ball gehst?“, bringt er endlich heraus. Seufzend sehe ich ihn an: „Tut mir leid, ich habe bereits eine Begleitung.“ Nach diesen Worten drehe ich mich um und gehe wieder zum Schloss, der Unterricht fängt nämlich an. Heute scheint wirklich mein Glückstag zu sein denn vor dem Abendessen werde ich noch von Blaise Zabini, Marcus Flint und Roger Davies gefragt. Was bin ich froh, dass ich eine Begleitung habe! Nach dem Abendessen mache ich mich wie immer gemeinsam mit Hermine und Ginny auf den Weg in unseren Schlafsaal, leider werde ich jedoch von Crabbe und Goyle abgefangen. Augenverdrehend deute ich Hermine und Ginny weiter zu gehen und wende mich dann den beiden Dummköpfen zu: „ICH! GEHE! NICHT! MIT! MALFOY! AUF! DEN! BALL! KAPIERT?“ Schon kurz vorm Auszucken drehe ich mich weg und will nur noch in meinen Schlafsaal zu Hermine und Ginny. Gott sei Dank ist der Ball in ein paar Tagen wieder vorbei. Jedoch pralle ich gegen eine muskulöse Brust und schaue auf. Blaue Augen strahlen mich an und ich bin mir sicher, dass ich einen Schüler von Durmstrang vor mir habe, und richtig, der Typ fängt mit hartem Akzent zu sprechen an: „Würdest du mir die Ehre erweisen und mich auf den Ball begleiten?“ Nobel, nobel, Manieren haben diese Typen wenigstens. Bedauernd schüttle ich den Kopf: „Das tut mir wirklich sehr leid, aber ich habe schon eine Begleitung. Aber meine Freundin Hermine hat glaube ich noch niemanden, ich könnte sie einmal fragen.“ Der Durmstrang schaut mich nur traurig an, dreht sich um und verschwindet nach draußen in die Nacht. Nachdenklich sehe ich ihm nach, zucke mit den Schultern und gehe endlich nach oben zu Ginny und Hermine. Dort erzählt mir Hermine begeistert, dass sie Viktor Krum gefragt hat, kurz nachdem ich Harry zugesagt habe. Ich freue mich für sie, und auch Ginny verrät uns schließlich mit wem sie zum Ball geht: Neville Longbottom. Noch lange unterhalten wir uns über unsere Begleiter und vergleichen sie miteinander. Ginny findet Harry am besten und Hermine und ich sind eindeutig für Krum, obwohl Hermine am liebsten mit Ron gehen würde, dass sieht man ihr an. Endlich ist der Tag des Balls gekommen und da es geschneit hat beschließen Harry, Ron, Fred, George, Hermine, Ginny und ich eine Schneeballschlacht zu machen, bevor wir uns für den Ball fertig machen. Drei Stunden davor verabschieden Hermine, Ginny und ich uns von den Jungs und suchen unseren Schlafsaal auf. Dort angekommen nehmen wir erst mal nacheinander eine heiße Dusche und waschen uns die Haare. Mit dem Zauberstab föhnen wir sie wieder trocken und nehmen unsere Kleider in Augenschein. Hermines Kleid ist wunderschön in verschiedenen violetten und rosaroten Tönen, Ginny trägt grün und ich habe mich für ein blaues Kleid entschieden. Ich mache Hermines Haare mit einem Zauber glatt und stecke sie zu einem eleganten Knoten im Nacken zusammen, während Ginny sie schminkt. Dann macht Ginny meine Haare zu großen Locken und flechtet seitlich ein paar Strähnen zurück. Hermine kümmert sich derweil um mein Make up. Und zum Schluss ist Ginny dran, Hermine flechtet ihre rote Mähne, ich schminke sie. Wir ziehen unsere Kleider an und suchen nach passendem Schmuck. Zufrieden mit dem Ergebnis stellen wir uns vor den großen Spiegel und drei wunderschöne Ladys strahlen uns entgegen. Da es schon fünf vor acht ist schlüpfen wir in unsere High Heels und stöckeln in den Gemeinschaftsraum, der wie ausgestorben ist. Also machen wir uns auf den Weg Richtung große Halle. Dort angekommen schicken Hermine und ich Ginny zuerst nach unten, Harry gafft sie an und ich muss lächeln. Dann ist Hermine dran und Ron bekommt seinen Mund nicht mehr zu. Aber nicht nur er, auch viele andere Jungs fangen an zu sabbern. Hermine kommt bei Viktor an, der ihr ganz formell einen Handkuss gibt. Ich atme tief ein und aus und setze den ersten Schritt auf die Treppe. Seine Sicht Ich bemerke wie plötzlich alle Gespräche in dem Vorraum zur großen Halle verstummen. Jungs drehen sich zur Treppe um und sehen mit glasigen Augen nach oben. Schnell drehe ich mich auch um und mein Mund klappt auf. Oh mein Gott, sie ist so wunderschön, wie ein Engel… Ich spüre wie ich beinahe zu sabbern beginne und ein Ellbogen trifft mich in der Seite, meine Ballbegleitung. Deine Sicht Alle starren mich an. „Hoffentlich falle ich nicht hin!“, denke ich panisch und versuche zu lächeln. Endlich bin ich bei Harry angekommen, der mir seine Hand reicht. Ich habe mich wieder gefangen und lächle freundlich. Zusammen stellen wir uns neben Viktor Krum und Hermine um ein bisschen zu reden bevor der Ball beginnt. Schüler laufen an uns vorbei in die große Halle und schauen mich und Hermine entgeistert an - ich nehme das jetzt mal als Kompliment. Da kommen schon die Slytherins und Draco, an dessen Arm sich Pansy klammert, starrt zu uns herüber und hat ausnahmsweise mal keine Beleidigung für Hermine parat, über mich sagt er seit der zweiten Klasse nichts mehr, nachdem ich ihm eine Ohrfeige gegeben habe und ihn somit vor seinen Freunden peinlich machte. Das will er nicht noch einmal riskieren. Da kommt auch schon Professor McGonagal und scheucht die restlichen Schüler in die Halle, während sie uns erklärt, dass wir den Ball mit einem Tanz eröffnen müssen. Na super, hoffentlich kann Harry tanzen. Auch beim Einmarsch gaffen uns alle an und ich höre wie Schüler Hermines Namen flüstern. Meine Sorge beim Tanzen stellt sich als unbegründet heraus, denn so schlecht tanzt Harry nicht mal, er steigt mir immerhin nicht auf die Füße. Trotzdem bin ich froh als Professor Dumbledore und Professor McGonagal ebenfalls die Tanzfläche betreten. Wir setzen uns zu Ron und Parvati, keine Ahnung wie er zu ihr gekommen ist, aber kaum haben wir ein Gespräch begonnen kommt schon der Durmstrang, der mich gefragt hat und fordert mich zum Tanzen auf. Nach einem Nicken von Harry stimme ich begeistert zu. Er ist ein ausgezeichneter Tänzer und wirbelt mich nur so über die Tanzfläche. Glücklich lache ich auf. Wir fangen an uns zu unterhalten und ich erfahre, dass er Dimitri heißt und der beste Freund von Viktor Krum ist. „Viktor findet dich grandios, er redet nur mehr von dir.“, vertraut er mir an. Ich grinse, denn so ganz glaube ich es ihm nicht. „Doch wirklich, er wollte dich eigentlich fragen aber da hattest du Harry Potter schon zugesagt. Also ist er mit Hermine gegangen.“, erklärt er mir mit diesem harten, wirklich sexy Akzent der Durmstrangs. Jetzt lache ich laut auf, das kann doch nicht wahr sein! Im nächsten Moment werde ich jedoch schon von jemandem abgeklatscht und rufe Dimitri ein „Danke, man sieht sich!“ zu. Dann erst sehe ich meinen jetzigen Partner an und reiße erschrocken die Augen auf: Es ist Viktor Krum, Hermine tanzt jetzt mit Dimitri! „Wieso hast du mit ihm getanzt?“, fragt Viktor mich und weicht dabei geschickt einem anderen Pärchen aus. Ich zucke mit den Schultern: „Er hat mich aufgefordert.“ Viktor nickt bedächtig und dreht sich mit mir gekonnt über die Tanzfläche. Ich bekomme nichts mehr mit, so fasziniert bin ich von seiner maskulinen Ausstrahlung und seinen wunderschönen Augen… Noch fester schmiege ich mich in seine starken Arme und seufze leise. Da fällt es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Er ist mein geheimnisvoller Retter! Geschockt schaue ich ihn an und stürme aus der Halle hinauf in meinen Schlafsaal, ich muss jetzt alleine sein. Seine Sicht Da hatte sie doch tatsächlich Harry Potter vor mir gefragt! Das tat weh… Aber wenigstens hatte sie nur einmal mit ihm getanzt… Deine Sicht Die Wochen nach dem Ball war ich Viktor aus dem Weg gegangen und hatte mich ausschließlich mit Harry um das Ei – Problem gekümmert. Cedric hat es mir dann endlich verraten, aber ich möchte trotzdem nicht mit ihm zusammen sein – noch nicht jedenfalls… Heute ist der Tag vor der zweiten Aufgabe und wie immer sitzen Hermine, Ron (Wir haben uns wieder vertragen, Harry zuliebe.), Harry und ich in der Bibliothek und suchen nach einer Lösung für das Problem. Da kommt plötzlich Professor Dumbledore herein und Ron und ich müssen mit in sein Büro gehen. Dort erklärt er uns und einem kleinen Mädchen, das ich nicht kenne, dass wir die Schätze sind und die Champions uns retten müssen. „Aber Professor, wir sind nur zu dritt, es gibt aber vier Champions.“, wende ich ein. „Sehr richtig, Miss Black. Miss Delacour ist der Schatz von Miss Delacour, das ist das einzige, was eindeutig ist. Und mit dem Rest haben wir ein Problem, denn für Mister Potter, Mister Diggory und Mister Krum sind Sie der größte Schatz, wobei es bei Mister Potter um rein freundschaftliche Gefühle geht, also können wir auch Mister Weasley stattessen nehmen. Bei Mister Krum und Mister Diggory ist das jedoch anders und so wurde entschieden, dass ich – mit Ihrer Einwilligung natürlich – ein Double von Ihnen erstelle. Sind Sie damit einverstanden?“, Der Professor sieht mich bittend an, also nicke ich mit dem Kopf und schon steht ein exaktes Spiegelbild von mir im Zimmer. Erschrocken schlage ich mir eine Hand vor den Mund und von da an weiß ich nichts mehr. Keuchend schnappe ich nach Luft und rudere wie wild mit Armen und Beinen. Da fast mich auch schon eine kräftige Hand um die Hüfte und zieht mich an Land. Ein Aufschrei geht durch die Zuschauermenge und da erkenne ich auch schon den Grund dafür: Meine „Zwillingsschwester“ sitzt bereits in Decken gewickelt neben Cedric am Steg! Stöhnend fasse ich mir an den Kopf und werde ohnmächtig. Als ich wieder erwache sehe ich wie ein paar Durmstrang- und Hufflebuff- Schüler Cedric und Viktor festhalten, die beiden sehen aus als wollen sie sich an die Gurgel gehen! Schnell schließe ich meine Augen wieder. Harry, Hermine, Ginny und Ron haben mir dann erklärt was passiert ist. Und von da an mache ich wieder das was ich am besten kann: Ich gehe Cedric und Viktor aus dem Weg und übe mit Harry für die dritte Aufgabe. Vier Tage vor der letzten Aufgabe sitze ich gerade frühstückend am Gryffindortisch, als die Eulen mit der Post kommen. Hermine fängt ihr Tagesprophetenexemplar auf und kreischt los. Verdutzt lasse ich mein Brötchen fallen und starre sie an. „Oh dieses Miststück! Wie kann sie nur?“ Hermine ist außer sich und weil ich sie weiterhin nur ratlos ansehe hält sie mir die Zeitung vor die Nase: Dick und fett steht die Überschrift der Titelseite oben: „Championverrückt? Potter, Krum oder Diggory- wer wird es werden?“ Darunter ein riesiges Foto von mir, auf dem ich echt scheiße aussehe. Moment mal? Wieso ist da mein Foto auf der Titelseite. Schnell schlage ich die erste Seite auf und beginne zu lesen: Wie Sie bestimmt schon wissen, findet heuer das Trimagische Turnier auf Hogwarts statt. Zwei Zaubererschulen sind extra angereist, um daran teilzunehmen. Die ausgewählten Champions Harry Potter, Cedric Diggory, Viktor Krum und Fleur Delacour erfreuen sich höchster Beliebtheit unter den Schülerinnen und Schülern. Doch leider gibt es immer wieder Personen, die versuchen, sich mittels der Champions in den Vordergrund zu drängen, und eine von ihnen ist besonders dreist: Stefanie Black. Sie ist ja seit Jahren mit Mr Potter befreundet und steht deswegen ohnehin im Mittelpunkt, aber wie es aussieht, ist das der Hexe nicht genug: Sie war im letzten Jahr bereits mit Mr Diggory liiert, die Beziehung ging jedoch nach kurzer Zeit in die Brüche. Doch anscheinend ist der Junge jetzt wieder interessant geworden, denn wir wurden Zeugen, als sich das Mädchen ihm um den Hals warf - auf eine neuerliche Beziehung möchte sie sich jedoch nicht einlassen, hängt doch bereits ein viel dickerer Fisch an ihrer Angel: Viktor Krum, der berühmte Sucher, ist ihrem Charme offenbar auch verfallen- oder wurde er mit Liebestrank verführt? Wir bleiben auf jeden Fall dran, wer weiß, vielleicht macht sich das ruhmgierige Miststück ja auch noch an Miss Delacour ran…. Rita Kimmkorn & Team Daneben sind drei Fotos: Auf einem umarme ich Harry, auf dem anderen küsse ich Cedric (Das Foto ist entstanden, als wir noch zusammen waren!) und auf dem letzen tanze ich mit Victor. Anscheinend hatte Dumbledore nicht daran gedacht, die Kamera zu durchsuchen und alles zu löschen, als er Kimmkorn zur Schnecke machte. Super! Und wo hat sie das Foto von Cedric und mit her? „Das ist Rufmord! Das ist strafbar!“, kreischt Hermine weiter, während ich nur stumm dasitze und vor mich hinstarre. „Jetzt lass mal gut sein, Hermine, du schreist noch das ganze Schloss zusammen!“, schimpft Ginny, die gerade an unseren Tisch getreten ist und hält Hermine kurzerhand den Mund zu. Hermine verstummt und sieht mich dann prüfend an: „Dir macht das nur halb so viel aus wie mir, oder?“ Ich muss lächeln, denn damit hat sie wie immer Recht: Ich bin keine Person, die viel auf die Meinung anderer Leute gibt und da fast die ganze magische Welt weiß, dass Rita Kimmkorn meistens nur Blödsinn verzapft machte ich mir auch keine Sorgen, mein guter Ruf könnte dahin sein und selbst wenn, die Menschen, die mir etwas bedeuteten, wie meine Familie und meine Freunde, die wissen ja, dass das nicht stimmt. „Mach dir keine Sorgen, Hermine, in zwei Tagen wird niemand mehr darüber reden.“ Ich sollte recht behalten, die ersten beiden Tage waren zwar schlimm, ständig pöbelten mich wildfremde Menschen an und ich bekam auch einige Hassbriefe von Krums Fangemeinschaft, aber das war dann auch schon alles. Da ist der Tag auch schon gekommen und ich sitze als nervliches Wrack zwischen Hermine und Ginny. Gerade sind alle Champions in dem Irrgarten verschwunden. Immer wieder sieht man Lichter aufleuchten, und plötzlich erhellt ein roter Blitz die Nacht. Professoren gehen hinein und kommen mit einer völlig verängstigten Fleur Delacour zurück. Insgeheim habe ich gehofft, dass es Harry oder Viktor ist. Ein paar Minuten sprühen schon wieder rote Funken und Viktor Krum wird herausgeholt. Erleichtert atme ich auf und dränge mich nach unten zu ihm. Dort falle ich ihm in die Arme und fange hemmungslos an zu weinen. „Es tut mir ja so leid!“, schluchze ich völlig aufgelöst. Viktor streicht mir über den Rücken und murmelt beruhigende Worte. Da flüstert er plötzlich: „Ich liebe dich!“ „Ich dich auch!“, antworte ich und lächle ihn unter Tränen an. Er schließt mich noch fester in die Arme und drückt mir vorsichtig einen Kuss auf den Mund. Genüsslich senke ich meine Augenlieder und nehme nur mehr ihn, seinen wunderbaren Geschmack und seinen berauschenden Geruch war. Das Blut rauscht in meinen Ohren und ich habe eine Gänsehaut am ganzen Körper. Das hier, mit ihm, fühlt sich einfach so perfekt an… Plötzlich fängt die eigens von Professor Dumbledore organisierte Kapelle zu spielen an und das kann nur eines heißen: Harry oder Cedric haben den Trimagischen Pokal gewonnen! Ich lasse Viktor los und stürme zu Harry, der neben Cedric am Boden kniet. Glücklich falle ich ihm um den Hals. Doch er schluchzt auf und klammert sich an mich. Vorsichtig werfe ich über seine Schulter einen Blick auf den im Gras liegenden Cedric, der mich mit starren Augen ansieht. „Nein!“, schreie ich panisch, löse mich von Harry und falle neben Cedric auf die Knie. „Nein! Er darf nicht tot sein, er ist nicht tot oder Harry? Sag mir das ich Recht habe, er lebt oder? Er lebt doch noch!“ Doch Harry schüttelt nur den Kopf und ich breche zusammen. Weinend schlinge ich meine Arme um meinen Körper und wiege mich vor und zurück. Ich merke wie mich jemand umarmt und höre Harrys Stimme leise an meinem Ohr: „Von Cedric.“ Er drückt mir einen Zettel in die Hand. Da heben mich auch schon zwei starke Arme hoch und Viktor trägt mich zum Schloss zurück. Mit von den Tränen verschwommener Sicht merke ich, dass er mich in den Krankenflügel bringt, mich auf ein Bett legt, mir einen Kuss auf die Stirn drückt und geht. Vorsichtig öffne ich den Zettel, den Harry mir gegeben hat. In Cedrics vertrauter Handschrift steht da: Liebe Steffy, wenn du das liest bin ich nicht mehr ansprechbar oder gar tot. Aber bevor ich womöglich für immer aus deinen Gedanken verschwinde, muss ich dir noch etwas sagen: Ich liebe dich. Ich liebe dich, seit ich dich zum ersten Mal mit deinen Eltern am Bahnsteig gesehen habe. Ich liebe deine Augen, das Strahlen in ihnen wenn du etwas erzählst, dass dir gefällt oder dir Freude macht. Ich liebe deine wunderschönen blonden Haare, das Schimmern in ihnen wenn die Sonne drauf scheint oder Kerzen es erleuchten. Ich liebe dein Lächeln, denn bei deinem Lächeln geht die Sonne auf und alles erscheint mir heller und freundlicher. Ich hatte keine Gelegenheit mehr dir zu sagen, dass du beim Weihnachtsball die Allerschönste warst und das ich mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als das du meine Begleitung bist, ich mit dir tanzen und dich dabei in meinen Armen halten darf. Ich weiß, dass klingt sehr selbstsüchtig für einen Hufflebuff – du hast mich eben verändert. Aber das ist die Vergangenheit, für dich fängt jetzt eine neue Zukunft an, ohne mich. Doch würde ich noch die Möglichkeit haben, ein paar Stunden, Minuten, ja Sekunden zu leben und zu sprechen, ich würde diese Zeit nur mit dir verbringen wollen und ich hoffe du weißt das. Ich werde im Himmel auf dich warten und von oben auf dich aufpassen. In ewiger Liebe und auf immer dein Cedric Ich kann meine Tränen nicht zurückhalten und fange schon wieder hemmungslos zu schluchzen an. Ich habe ihn nicht verdient! Ich sinke in einen unruhigen Schlaf, an meinem inneren Auge ziehen Bilder von mir und Cedric vorbei. Wie er mich am Astronomieturm fragte ob ich seine Freundin sein wolle. Sein glückliches Gesicht als ich ja sagte. Unser erster Kuss, mein allererster. Die Küsse, die folgten. Sein unvollständiges Liebesgeständnis, dass ich mit einem Kuss abwürgte. Wir, Hand in Hand in Hogsmead. Zusammen am See Schlittschuh laufend. Gemeinsam über einen schlechten Witz von ihm lachend. Sein Lächeln, wenn er mich sah. Seine strahlenden Augen, die immer funkelnden wenn er mit mir redete. Seine aufmunternden Worte, wenn ich völlig fertig mit der Welt war. Seine starken Arme, die mich hielten, als ich wegen der Nachricht, dass mein Vater Krebs hat weinte. Und dann sein Gesichtsausdruck, als ich ihm sagte es sei aus. Ich werde nie vergessen wie enttäuscht er war. Seine heimlichen Blicke beim Essen und am See, ich habe sie immer auf mir gespürt. Sein flehender Blick, als er meinte wir sollen es noch einmal versuchen. Sein trauriger Blick, als ich mit Harry auf den Ball kam. Und dann sein zorniger Blick als er sah, dass er nur das Double von mir aus dem See geholt hat. Wie er auf Viktor losgehen wollte. Und dann seine starren toten Augen, die mich blicklos anschauten. Immer mehr Bilder ziehen vorüber, bis ich schließlich schreiend aufwache und von Madam Pomfrey einen traumlosen Schlaftrank bekomme. Am nächsten Morgen sitzt Hermine neben meinem Bett, völlig erschöpft sieht sie aus, wie sie mich da zaghaft anlächelt. Vorsichtig versuche ich ihr Lächeln zu erwidern, aber es geht einfach nicht. Die kommenden Tage sind die schwersten für mich. Wenn ich in der große Halle esse, spüre ich die mitleidigen Blicke auf mir, ich werde vom Unterricht befreit und wandere wie ein Geist durch die Gänge von Hogwarts. Viktor, Hermine, Harry, Ron und Ginny versuchen ihr bestes um mich abzulenken aber auch sie können nichts gegen die Träume unternehmen, die mich Nacht für Nacht heimsuchen. Und dann ist der Tag des Begräbnisses gekommen, der gleichzeitig auch der letzte Schultag ist. Ich sitze an Harry gelehnt am Gryffindor – Tisch, Hermines Hand umklammernd. Natürlich glaube ich Harry in Bezug auf Voldemort, denn Cedric wird wohl kaum von allein tot umgefallen sein… Mit Tränen in den Augen lausche ich Professor Dumbledores Rede, ich weine in letzter Zeit nur noch und seitdem ich den Brief von Cedric gelesen habe lache ich nicht mehr, nicht einmal Lächeln kann ich noch… Schweren Herzens verabschiede ich mich von Viktor, wir haben beschlossen, Freunde zu bleiben und uns regelmäßig zu schreiben. Meine Ferien sind grauenvoll, denn mein Vater kommt mit verschlimmerter Krebsdiagnose ins Krankenhaus und ich besuche ihn jeden Tag. Meine Träume werden auch nicht besser, immer wieder sehe ich Cedric vor mir oder meinen Vater, tot. Schließlich meint meine Mama, dass das so nicht weitergehen kann und schickt mich den Rest der Ferien in den Fuchsbau bzw. in Sirius Haus. Die anderen geben ihr bestes um mich aufzumuntern, aber nicht einmal Fred oder George können mir ein Lächeln entlocken. Nur die Briefe von Viktor, welche regelmäßig kommen muntern mich ein bisschen auf. Ich kämpfe bei der Schlacht natürlich auf der guten Seite und versuche so viele Todesser wie möglich zu besiegen. Dann mache ich meinen Abschluss nach und werde Sportreporterin, denn ich habe Quidditch schon immer geliebt. Die Träume von Cedric werden weniger, die Briefe von Viktor auch und so ich fange wieder an mit Männern auszugehen. Allerdings bleibt es bei einem Date, sie kommen einfach nicht an Cedric oder Viktor ran! Und dann, eines Tages, ich bin 20, werde ich von meinem Chef befördert! Ich darf jetzt eigenständig Interviews mit den Sportlern führen und muss nicht mehr die fertigen durchlesen. Heute soll ich die wohl berühmtesten Sportler unserer Zeit interviewen: Viktor Krum und Jacob Swan. Nervös mache ich mich auf den Weg zum Stadion, denn heute findet die Weltmeisterschaft statt, Irland gegen Bulgarien. Schon witzig, als sich die beiden Mannschaften das letzte Mal im Endspiel gegenüberstanden war ich 14 Jahre alt, mit Cedric hier und kannte Viktor noch gar nicht… Aber genug jetzt mit dem trüben Gedanken, ich war schließlich nicht zum Vergnügen hier. Das Spiel ist sehr spannend und als Bulgarien ganz knapp vor Irland gewinnt ist das auch nur weil Viktor den Schnatz gefangen hat, der Endstand 230:240 ist nur auf die vielen Tore von Jacob Swan zurückzuführen, er hat 200 geschossen! Mit all diesen Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirren gehe ich langsam in den Raum, der für das Interview reserviert wurde. Kaum habe ich die Tür geschlossen und mich umgesehen, da geht sie auch schon wieder auf und die beiden Quidditchspieler kommen herein. Oh wow, was für ein Körper… Nervös räuspere ich mich und beginne dann mit der ersten Frage: Ich:„Mr Swan, Sie sind einer der jüngsten Quidditchspieler zurzeit, und trotzdem schießen Sie die meisten Tore, heute sogar 200, so viele wie noch nie jemand vor ihnen bei einem Spiel. Wie machen Sie das?“ Swan: „Erstens, Sie können du und Jacob zu mir sagen und zweitens… Ich denke ich bin einfach ehrgeizig, versuche immer noch mehr herauszuholen als zuvor.“ Ich: „Nun, dass kann ich verstehen Jacob. Du wärst ja nicht da wo du jetzt bist wenn du nicht ehrgeizig wärst. Aber nun zur nächsten Frage: Wenn bezeichnest du alles als Familie?“ Swan: „Als Familie? Nun, meine 5 Brüder und ihre Frauen und Kinder und natürlich meine kleine Schwester mit ihrem Mann und ihrem Kind. Aber auch die Weasleys und meine Freundin, Katie Bell.“ Ich: „Katie Bell? Die berühmte Quidditchspielerin?“ Swan: „Genau die, wir sind schon lange zusammen und haben beschlossen es heute öffentlich zu machen.“ Ich: „Na, das heißt dann wohl das einer der berühmtesten Sportler sozusagen vom Markt ist, dass wird aber vielen Frauen das Herz brechen, Jacob.“ Swan lächelt. Ich: „Okay, Mr Krum, die gleiche Frage an Sie, wenn bezeichnen Sie als Familie?“ Krum: „Meine Eltern. Und meine Freundin, mit der ich seit 9 Jahren zusammen bin und die ich heute vor 6 Jahren das erste Mal genau hier in diesem Stadion gesehen habe und die mich gerade ignoriert und so tut als würden wir uns nicht kennen!“ Ich: „Und wie heißt die Glückliche?“ Krum: „Stefanie Black!“ Mit diesen Worten reißt Viktor die Tür auf, stürmt hinaus und schlägt sie wieder zu. „Lauf ihm nach. Du kannst mir den Zettel mit den Fragen geben, ich fülle ihn aus und schicke ihn mit einer Eule zu dir.“, lächelt Jacob, nimmt mir den Zettel aus der Hand und schiebt mich aus der Tür. Zukunft Ich habe ihn damals eingeholt, geküsst und seitdem sind wir auch offiziell ein Paar. Nachdem wir ein Jahr eine Fernbeziehung geführt haben kündige ich meinen Job und werde „Spielerfrau“, ein Beruf, mit dem ich auch ganz zufrieden bin. Im selben Jahr kommt unser erster Sohn Cedric zur Welt, ihm folgen Amos, Gideon und Rose. Die vier Kinder haben drei Omas und vier Opas, nämlich meine Eltern, Viktors und die von Cedric. Wir leben an einem Haus am Meer und sind glücklich und zufrieden. Heute ist mein 91. Geburtstag und ich sitze auf der Terrasse unseres Hauses, bald werden meine Familie und meine Freunde kommen. Die Wellen schlagen gegen die Felsen und ich schaue mit Tränen in den Augen zu den beiden Grabsteinen in meinem Garten. Der eine gehört Cedric. Und Viktor ist letztes Jahr gestorben und ich habe ihn ebenfalls im Garten begraben lassen, auch wenn das eigentlich nicht erlaubt ist, ich habe dafür eine Sondergenehmigung beantragen müssen. Vorsichtig und mit schon leicht zitternder Hand nehme ich die kleine Schachtel von meinem Schoß und öffne sie. Leise vor mich hin lächelnd betrachte ich ihren Inhalt: Bilder von mir und Cedric, sein Brief, ein Bild von Viktor und mir am Weihnachtsball, unser Hochzeitsfoto, Fotos von den Kindern… Plötzlich spüre ich einen Stich im Herz und sinke vom Sessel. Bilder ziehen an mir vorbei. Meine Eltern bei meiner Geburt, meine Kindheit, der Brief von Hogwarts, das erste Mal am Bahnhof, Hermine, Harry und Ron, Ginny, Fred und George, Weihnachten, Ostern, Cedric und ich, die Weltmeisterschaft, das Trimagische Turnier, der Weihnachtsball, Cedric und Viktor holen mich aus dem See, Cedrics Tod, sein Brief, sein Begräbnis, Viktor und ich, unsere Hochzeit, unser erstes Baby, das wir Cedric taufen, Amos, Gideon, Rose, die Begräbnisse meiner Eltern, Viktors Eltern und Cedrics Eltern, meine Nichten und Neffen, meine Enkelkinder und meine Urenkel, Viktors letzter Kuss, sein Begräbnis, sein Grab neben dem von Cedric vor unserem Haus, und neben diese Gräber wird ein drittes kommen, genau in die Mitte – meines. Denn ich bin heute an einem Herzinfarkt gestorben. Gleißendes Licht und Stimmen, so viele Stimmen, alles Stimmen die ich kenne. Ich bin wieder 15 Jahre alt und falle in Cedrics Arme. Viktor umarmt mich von hinten und so bleiben wir stehen. Für immer. Denn wir haben ja Zeit genug…. Ende Was die anderen über dich denken: Harry: „Meine beste Freundin. Sie hatte es nicht leicht als Cedric gestorben ist, denn ich glaube sie hat ihn tief drinnen immer geliebt.“ Ginny: „Ach Harry, ja das glaube ich auch. Sie ist auch neben Hermine meine beste Freundin und ich habe sie oft mit meinen Kindern besucht.“ Hermine: „Meine allerallerbeste Freundin. Sie ist schlau und kann, wenn sie will, auch mit mir mithalten. Und das mit Cedric… ich stimme Harry und Ginny zu.“ Ron: „Sie ist große Klasse. Ich mag sie richtig gerne.“ Fred und George: „Super Mädel und auch wahnsinnig hübsch….“ Cedric: „Ich liebe sie und nur sie, schon immer und für immer…“ Viktor: „Ich liebe sie und auch wenn ich weiß, dass sie Cedric immer geliebt hat, hat sie auch mich immer geliebt und ich hatte ein wunderschönes Leben mit ihr.“ Professor Dumbledore: „Sehr nettes Mädchen. Das mit Cedric hat mir ja so leid getan…“ Professor McGonagal: „Ich kann Albus nur zustimmen, sie war eine wahre Löwin und hat für das, was ihr wichtig war, gekämpft.“ Cedric Junior: „Meine Mama, die beste Mama der Welt!“ Amos: „Meine Mama ist sie aber auch! Und die beste noch dazu!“ Gideon: „Ich hab sie lieb.“ Rose: „Ich auch. Und ich hoffe ich lerne, wenn ich im Himmel bin, diesen hübschen Mann auf Mamas alten Fotos kennen…“