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One Piece Invisible Pain 3

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2 Kapitel - 2.134 Wörter - Erstellt von: Mai Takagy - Aktualisiert am: 2016-10-30 - Entwickelt am: - 1.029 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Kapitel 2:
Unsicher sah ich ihn an. Sollte ich es ihm wirklich erzählen? Er sah mich weiterhin an. Irgendwas musste ich ihm sagen. “Also gut”, sagte ich leise, “alles ganz kurz: Dank ihm habe ich die schlimmste Zeit meines Lebens erlebt und alles verloren, was mir lieb und teuer war. Ich wurde von ihm…” Doch weiter kam ich nicht, denn jetzt kamen die Bilder der Vergangenheit wieder hoch. Wieder einmal konnte ich mich nicht beherrschen und Tränen flossen ungehindert über meine Wangen. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Vorsichtig legte er den Arm um mich, sagte aber nichts mehr.

Sehr lange hatte ich eine solche Nähe nicht mehr zugelassen und eigentlich hätte ich ihm sofort eine gescheuert. Aber es tat mir gut, jemand war für mich da und es interessierte mich zum ersten Mal seit langem nicht mehr, dass jemand mich so sah. Es tat gut, diese Fassade einer starken und unerschütterlichen Person fallen lassen zu können. “Wenn ich ihn eines Tages finde, dann werde ich ihn vernichten!”, zischte ich leise, als meine Tränen nachgelassen und durch reine Wut ersetzt worden waren, “ich werde ihn genauso leiden lassen, wie er mich leiden ließ und sein kurzes, restliches Leben zur Hölle machen!” “Nicht, wenn ich ihn zu erst finde!”, antwortete er, Wut war in seiner Stimme zu hören. Ein wenig erstaunte mich seine Reaktion. Was er wohl ACE angetan hatte? “Was hat er dir angetan?”, fragte ich leise und hoffte, ihm durch diese Frage nicht zu nahe zu treten. “Er hat wegen einer Teufelsfrucht das einzige Gesetz gebrochen, das es hier gibt!”, antwortete er mit leiser, aber bedrohlicher Stimme, “er hat ein Crewmitglied umgebracht und ist abgehauen!” Diese Tatsache erstaunte mich jetzt eher weniger. Das sah ihm sehr ähnlich. “Mal sehen wer schneller ist”, gab ich nach einer kurzen, unangenehmen Stille mit herausfordernder Stimme zurück, “möge die schnellere Person seine Rache bekommen!”

Daraufhin breitete sich wieder unangenehme Stille zwischen uns aus. Eine Weile saßen wir noch so da und ich habe ging wieder meinen eigenen Gedanken nach. Seine Nähe, oder allgemein, die Nähe zu anderen fehlte mir irgendwie. Unter der Marine und unter den Piraten war ich unter dem Namen Nightmare bekannt, unnahbar und unerschütterlich und grausam wirkte ich auf andere, um sie auf Abstand zu halten. Weil ich Angst davor hatte, andere an mich heranzulassen und sowohl körperlich als auch seelisch verletzt zu werden. “Bist du wirklich so… kalt wie die Gerüchte sagen?”, fragte er auf einmal mit leiser Stimme. Diese Frage brachte mich völlig aus dem Konzept. Das hätte zur Folge, dass ich nicht klar denken könnte und eine Weile brauchte, um einfach mit ja oder nein zu antworten. Stille breitete sich zwischen uns aus, während mein Kopf verzweifelt nach einer Antwort suchte. “Ja!”, war alles, was ich jetzt zusammen brachte. Er sah mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte. “Was ist?”, grummelte ich unfreundlich und kalt. Mittlerweile hatte ich meine Fassung wieder zurück. Als er anfing zu grinsen und sich auf einen Stuhl in dieser Kajüte setzte, störte ich genervt auf, woraufhin er nur noch mehr lachte. “Hast du keine eigene eigene Kajüte, in der du andere nerven kannst?”, zischte ich, erzürnt über seine nervige Lacherei. Solche Grinsebacken nerven wirklich. “DAS ist meine Kajüte”, sagte er, immer noch lachend.

Leise seufzte ich. “Dann kannst du ja wenigstens die Klappe halten, ich bin müde”, grummelte ich. “Keine Sorge”, meinte er grinsend, “ich habe Nachtschicht.” Dann drehte er sich um und verließ die Kajüte. Nun war ich wieder allein. Und das auf einem fremden Schiff, mit fremden Leuten mitten auf dem Ozean. Das könnte noch was werden. Die einzige Sache, die mich ein wenig beruhigte, war, dass er ihn genauso zu hassen schien wie ich
Nun war es still geworden auf dem Schiff. In diesem Moment würde mir klar, wie sehr ich die Stille verabscheute. Mittlerweile war ich immer allein unterwegs gewesen, hatte aber mit Absicht dafür gesorgt, nicht allzu stille Plätze zu finden oder mir allzu viele Gedanken zu machen. Denn in solchen Momenten kehrten ungewollt diese Bilder zurück. Bilder, die ich schon so lange versuchte, zu vergessen. Gedanken, die ich immer wieder verdrängte. Es waren Momente, in denen mir meine selbstauferlegte Einsamkeit stark bewusst wurde…

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