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Die Reise zur Wiedergutmachung

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1 Kapitel - 895 Wörter - Erstellt von: Lóme - Aktualisiert am: 2016-10-29 - Entwickelt am: - 615 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

1
Wir machten uns auf den Weg nach Bruchtal. Wie fast immer bildete ich den Schluss, und diesmal alleine. In Gedanken folgte ich den anderen.
'Wieso sind Fili und Kili meistens in meiner Nähe? Die anderen haben zwar keine Angst vor mir, aber halten Abstand, nur die Brüder nicht. Es würde mir nie in den Sinn kommen, einen von ihnen zu bitten, Blut von ihnen zu trinken. Aber warum sind die beiden ständig in meiner Nähe?'
Ich war so tief in Gedanken versunken, dass ich gar nicht merkte, wie wir in Bruchtal ankamen. Wir betraten den Innenhof von Bruchtal, als uns ein Elb entgegen kam und uns 'begrüßte'. Es war Lindir.
„Ich muss mit Herrn Elrond sprechen.“, sprach Gandalf zu ihm.
Lindir antwortete:“Mein Herr Elrond ist nicht hier.“
In genau diesem Moment erklang ein Elbenhorn. In mich hinein grinsend beobachtete ich, wie Die Zwerge zusammen rückten und Bilbo in ihre Mitte zogen. Natürlich versuchten die jungen Zwergenbrüder mich auch in die Mitte zuziehen, doch ich hatte mich geweigert und stellte mich zu Gandalf. Just in diesem Moment ritten die Elben in den Innenhof. Allen voran war kam Herr Elrond zuerst. Nachdem die Zwerge eingekesselt wurden, stieg Elrond ab und kam auf Gandalf und mich zu. Die beiden guten Freunde unterhielten sich über die Orks, worüber ich nur grinsen konnte. Er begrüßte Thorin, doch dieser antwortete ihm herabfallend. Am liebsten hätte ich ihm in diesem Moment den Kopf abgeschlagen. Doch Elrond lud uns zum Essen ein. Anscheinend hat er mich erst jetzt wahrgenommen und umarmte mich. Die anderen gingen bereits vor, während Elrond mit mir allen voran sprach.
„Dich hat man lange nicht mehr gesehen, Nienna. Was war los?“
Ich seufzte. „Ich dürfte nicht hier sein, denn ich werde woanders mehr gebraucht.“
„Meinst du, dass ER euch gefunden hat? Du hättest ihn dann schon längst getötet.“
„Elrond, das ist es ja. Zwei Jahre nach meiner Verbannung hat er Arak-hâm angegriffen. Und du kennst unsere Regeln. Man darf bei einer längeren Verbannung erst nach 200 Jahren zurück. Ich muss jeden Tag mit der Angst leben, dass mehr und mehr sterben. Ich halte das nicht mehr aus.“
„Das tut mir leid. Ich würde dir gerne helfen, doch das kann ich nicht.“
„Danke Elrond. … Kann ich mich irgendwo zurückziehen, um mich frisch zu machen?“
„Natürlich. Dein Zimmer steht dir immer zur Verfügung.“
Ich nickte dankend und ging. Ich wusste, dass die Zwerge uns zugehört hatten, aber sie wussten nicht, worüber wir sprachen. Und darüber war ich auch froh. Auf dem Weg zu meinem Gemach fange ich an zu weinen. Ich war verzweifelter denn je. Verspürte Angst um mein Volk, meine Familie, denn ich hatte nur sie und keinen weiteren.
In meinem Gemach blickte ich seit vielen Jahren wieder in einen Spiegel. Meine Haare waren tief schwarz wie die Nacht, meine Augen waren grau wie ein Sturm. Doch meine Augen waren anders. Sobald ich wütend oder in einem Kampf war, färbten sie sich rot, so rot, wie nur Blut sein konnte. Ich war keine Schönheit und die meisten Männer blieben mir auch fern, doch anscheinend nicht mehr....
Nach einigen Stunden, die ich in meinem Zimmer mit ruhen verbracht hatte, ging ich zum Trainingsplatz von Bruchtal. Ich übte einige Kampfübungen, als ich schon eine Klinge an meiner spürte. Wenig überrascht schaute ich auf und konnte mir ein grinsen nicht verkneifen.
„Die jungen Prinzen. Hätte ich mir denken können.“
„Brauchst du vielleicht Hilfe?“ - Fili.
„Gerne. Sollte ich aber einen von euch verletzen, seid gewarnt.“
Beide nickten und so begann der kleine Kampf. Sofort verfärbten sich meine Augen rot. Durch die schnellen Kampfbewegungen hatten es Fili und Kili nicht wahrgenommen, doch als wir alle drei außer Atem waren, die beiden deutlich mehr als ich, konnten sie es sehr gut sehen.
„Ist es normal, dass sich deinen Augen färben?“ - Fili.
„Ja. Sie färben sich im Kampf und wenn ich wütend bin.“
„Interessant.“ - Kili.
Es vergingen ein paar Stunden, in denen ich mit den Brüdern kämpfte. Langsam schloss ich die beiden ins Herz und mochte sie. Danach gingen wir durch die Gärten von Bruchtal und unterhielten uns. Ich lernte viel von ihnen kennen. Die beiden hatten mich zum heimlichen Essen der Zwerge eingeladen und zogen mich kurzerhand mit. An diesem Abend lachte ich viel mit ihnen. Die Zwerge waren doch anders als ich dachte. Während sich alle hinlegten, um zu schlafen, blieb ich wach. Wir wollten kurz vor Sonnenaufgang weiterziehen, doch erst einmal ohne Gandalf. Ich schwor mir, dass ich die Zwerge in jedem Kampf unterstützen würde und dafür sorgte, dass niemand zu Schaden käme. Das stand fest.

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