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Die Statistik vom Quiz

Our Love is magical

59.92 % der User hatten die Auswertung: Auswertung für Profil A: Erstmal im Voraus, ich habe Theodore Nott manchmal falsch geschrieben und mich nicht immer direkt an Filme bzw. Bücher gehalten, bitte nicht sauer sein😉. Dein Name ist Olivia Maguy und du kommst ursprünglich aus Beauxbatons. Deine Story: Mit strahlenden Augen blicke ich aus unserer blauen Kutsche und spüre, wie die Nervosität in mir aufsteigt. Dieses Jahr ist ein ganz besonders Jahr. Es wird ein Trimagisches Turnier stattfinden. Ich bin jetzt 14 Jahre alt und durfte glücklicherweise, trotz einigen Einwänden, mitkommen. Ich spüre, dass die Kutsche zur Landung ansetzt und ich habe das Gefühl, dass meine Aufregung mich zu ersticken droht. Völlig baff sehe ich mir das Schloss an, uns Schülerinnen der Beauxbatons-Akademie wurde erlaubt, dass wir uns im Schloss umsehen dürfen. Beim Essen wurde verkündigt, dass man erst ab einem gewissen Alter teilnehmen darf und ich bin zu jung, aber ich hätte so oder so nicht teilgenommen. Also schreite ich durch die dämmrigen Gänge von Hogwarts. Hogwarts, denke ich verträumt. Schon immer wollte ich hier hin, aber mein Vater wurde nach Frankreich versetzt und dann war die Beauxbatons-Akademie die bessere Alternative. Ich horche gespannt auf das rhythmische Klacken meiner hohen Schuhe. Ich werde morgen bestimmt viele neue Leute kennenlernen. Plötzlich höre ich ein Pfeifen. Leicht erschrocken drehe ich mich um und entdecke eine verschwommene Gestalt, welche mit den Schatten verschmolzen scheint. "Hallo?", frage ich zaghaft. Da tritt die dunkle Gestalt aus der Ecke heraus. Er hat dunkle Haut, ist groß und hat braune Augen. "Hallo, du Schöne", sagt er mit seidenweicher Stimme. Eigentlich sollte mir dieses allzu nette Kompliment schmeicheln, aber ich empfinde es viel mehr als widerlich. Dennoch lächle ich, sei es auch nur erzwungen. "Kenne ich dich?", frage ich und versuche möglichst ruhig und entspannt zu klingen. Er blickt mich fordernd an. "Noch nicht.", wispert er. Er ist definitiv abartig und probiert sicherlich mich mit irgendeiner Masche rumzukriegen. Langsam spüre ich, dass er mir näher kommt. Ich möchte ausweichen, doch ich befinde mich wie in einer Starre und schaffe es nicht mich zu bewegen. Mein Atem wird schneller und mein Puls fängt an zu rasen. Wir sind nur noch ein Stück voneinander entfernt. Plötzlich ertönen Schritte. Eine Person. Sie gibt ein Lachen von sich, das Lachen war rau und kratzig. Eindeutig ein junger Mann. "Blaise, du willst doch kein Mädchen belästigen?", fragte er. Blaise, lässt abrupt ab und sieht zu dem sich nahenden Jungen hin. Ich sehe auch genauer hin. Er ist groß, hat helle, blasse Haut, braune, wuschelige Haare und braun-grüne Augen. Er hat einen von Natur aus ernsten Gesichtsausdruck, aber er lächelt herablassend. Blaise starrt ihn an. "Wie kannst du es wagen! Ich habe gerade eine nette Begegnung." Ich schaue beide entsetzt an, wende meinen Körper rasch, dass ich Blaise Gier entkomme. "Wirklich Blaise, das ist ein kleines, armes Mädchen.", sülzt ihn der Unbekannte an. Ich schaue ihn sauer an. Ich bin weder klein, noch arm. "Hey, was erlaubst du dir!", schnauze ich den Jungen an. Blaise und er stehen jetzt nebeneinander. "Ich habe dich aus einer heiklen Nummer gerettet, glaube mir.", verteidigt er sich. "Und wer bist du dann, mein Retter, wenn ich höflich fragen darf?", frage ich ihn. "Theodore. Und du, Hübsche?", jetzt ist er mir ein bisschen unangenehm. Als zwar nicht gebürtige Französin, erwarte ich dennoch eine charmante, nette und freundliche Art. Trotzdem kann ich ihm nicht böse sein. "Finde es raus.", hauche ich, gebe ihm ein Küsschen auf die Wange, als Dankeschön für die Rettung und gehe. Nun ja, auch ich flirte manchmal gerne. Albus Dumbledore berichtet gerade von dem Weihnachtsball und ich beginne vor Aufregung zu lachen. Ungewöhnlich, aber wahr, wenn ich aufgeregt bin, muss ich lachen. Meine Freundin Fleur schüttelt den Kopf. Ich habe keine Ahnung mit wem ich auf den Ball gehen soll. Erstens bin ich relativ jung und zweitens kenne ich hier fast keinen Jungen. Doch ich bin, ohne arrogant zu klingen, eigentlich wirklich hübsch, vielleicht finde ich ja einen geeigneten Partner. Die Champions wurden schon gezogen und ich bin voller Angst um Fleur und diesen armen Harry Potter. Der Junge hat es aber auch nicht leicht im Leben. Ich habe immer noch keinen Partner. Ich sitze am Ravenclaw-Tisch und sehe mich um. Ich kenne fast keinen, also muss ich Kontakte knüpfen. Es gibt hübsche Jungen aus Durmstrang, vielleicht hätte einer von denen Lust mit mir zum Weihnachtsball zu gehen. Oder vielleicht sollte ich einfach noch ein bisschen warten. Trotzdem sehe ich mich weiter um. Plötzlich fällt mein Blick auf den Slytherin-Tisch, an dem mir dieser Theodore auffällt. Ich muss lachen. "Wieso lachst du denn schon wieder?", fragt mich Fleur. "Es gab einen kleinen Vorfall…", setzte ich an und erzähle Fleur von dem Vorfall mit Blaise und Theodore. Danach muss auch sie lachen. Nach dem Essen begebe ich mich nach draußen. Ich schreite in der Kälte durch den Schnee. Mir läuft es eiskalt über den Rücken, weshalb ich meine Jacke enger um mich schließe und mir meine Handschuhe überziehe. In mein Blickfeld fällt ein See und ich entscheide mich dorthin zugehen. Eine Gruppe Durmstrangs steht dort und der eine scheint mich zu beobachten. Ein hübscher junger Mann, mindestens siebzehn Jahre alt. Er entfernt sich von der Gruppe und kommt, oh nein, direkt auf mich zu und bleibt vor mir stehen. "Hallo, du bist Olivia, oder?" Ich nicke. "Eine Freundin von dieser Fleur?" Erneuert nicke ich. "Ich heiße Vladimir.", besonders sympathisch wirkt er nicht auf mich. "Angenehm.", sage ich dennoch. "Hast du vielleicht Lust oder denkst du es wäre gut, wenn wir gemeinsam zum Ball gehen?", fragt er mich geradeaus. Eigentlich hätte ich mir eine charmantere Begleitung gewünscht, aber er tut es auch. "Wieso nicht. Gerne." Er nickt mir freundlich zu und geht zurück zu seinen Freunden, welche ihm anerkennend auf die Schulter klopfen. Irgendwie macht mich das traurig. Ich war noch nie verliebt und einen Jungen hatte ich auch noch nie. Ich finde, dass ich dafür auch noch zu jung bin, aber ich finde es schade, dass Jungs mich nur wegen meinem Aussehen interessant fanden. Aber wenn ich richtig verliebt wäre, würde ich natürlich alles für eine Beziehung geben. Trotzdem schlendere ich weiter und setzte mich auf eine Bank, krame mein Buch raus und fange an zu lesen. Ich spüre den kalten Wind, wie er an mir vorbeizieht und meine Gedanken mitzureißen scheint. Ich bin wie in Trance, versunken in der Kraft der Literatur, es beruhigt mich einfach alle Sorgen, hinter sich zu lassen und sich für einen Moment, sei er auch all zu kurz, fallen zu lassen. Die Wärme wird aus meinen Körper gesaugt, lässt nur noch die Röte übrig, wobei aber dort wieder die Kälte schuld dran ist. Ich spüre fast gar nicht, wie sich eine Person neben mich setzt. "Hallo Hübsche.", entfährt es ihm, ich rechne schon mit Blaise, welcher mich damit noch mehr anwidern würde, aber es ist eigentlich völlig wieder erwartend Theodore. "Du weißt meinen Namen immer noch nicht.", sage ich, ohne den Blick von meinem Buch abzuwenden. "Leider nicht.", raunt er. Jetzt schaue ich ihn doch an. Seine Augen sind echt faszinierend, eine unbeschreibliche Mischung aus grün und braun. "Mhm traurig. Ich weiß deinen Namen aber schon, Theodore." Er schüttelt den Kopf. "Mein Nachname." Ich überlege. Seinen Nachnamen, den kenne ich noch nicht. "Gib mir einen Tag und ich werde ihn herausbekommen." "Wirklich!" "Ja." Langsam wird mir unser Gespräch zu intim. Ich stehe auf. "Du willst schon gehen?", fragt er mich. "Natürlich.", sage ich und gehe einfach, ohne ein weiteres Wort. Ich komme nicht weit, da läuft er schon neben mir. "Und Hübsche, eigentlich schon eine Begleitung für den Weihnachtsball?" Ich bleibe stocksteif stehen, sollte das eine schlechte Einladung sein. "Vielleicht.", gebe ich wieder, zwinkere ihm zu und lasse ihn verdutzt stehen. Ich kann ein kleines Lachen nicht unterdrücken. Wieder in der großen Halle, beginnt mein Körper sich wieder mit Wärme zu füllen. Ich gehe weiter und knalle mit jemanden zusammen. Dunkle Augen schauen zu mir runter, am Boden liegend, seufze ich auf. "Hallo Blaise.", sage ich und lächle ihn an. "Hallo du heiße Schnitte, ich weiß, dass wir leider nicht zu unserem Kuss gekommen sind, aber die Mistelzweige, wenn die erstmal da sind, dann gibt es keinen Ausweg mehr, Süße." Mit offenen Mund starre ich ihn an. "Du widerst mich an, Blaise.", sage ich ihm und spüre wie er buchstäblich anfängt zu kochen. Seine dunkle Haut bekommt einen großen Schuss Rot verliehen und er schaut mich böse an. "Was tue ich?", fragt er mich und seine Stimme ist gefährlich tief. Ich starre ihn an. "Du widerst mich an!", betone ich jedes einzelne Wort. Er schüttelt ungerührt den Kopf. "Das glaube ich dir nicht. Kein Mädchen hat je gesagt, dass ich etwas in der Art machen würde!", langsam wird er laut, einige Schüler bleiben schon stehen und schauen uns interessiert an. "Zabini, was treibst du da für einen Quatsch?", poltert eine Stimme hinter uns. Ich drehe mich um und entdecke einen Jungen mit weißblondem Haar und sturmgrauen Augen. Er mustert mich aus schmalen Augen und sein Blick lässt mich schaudern. Blaise, der jetzt dem Blonden wütend gegenübersteht, zieht verdutzt die Augenbraue hoch. "Malfoy? Was geht dich das Ganze denn bitte an?" Malfoy also, überlege ich nachdenklich. Ich kenne diesen Namen, diese hellen Haare und die sturmgrauen Augen. Dann, schlagartig, trifft es mich wie ein Blitz. Als ich neun Jahre alt war, zogen wir nach Frankreich und im Kindergartenalter hatte ich einen Sandkastenfreund… Flashback: Das Mädchen mit dem roten Pferdeschwanz saß auf der Schaukel und sang ein Lied, eine fast eintönige Melodie, der Junge mit dem blonden Haaren schubste sie an und sang freudig mit. "Los Draci! Mach schneller! Höher!", schrie das Mädchen mit piepsiger Stimme. "Ich will auch mal.", quengelte der Kleine. Doch das Mädchen schüttelte belustig den Kopf. "Dafür bist du zu alt, Draco, ich meine Draci!", schrie die Kleine. Draco sah sie verwundert an. "Zu alt!", rief er aus. "Ich bin doch erst fünf!" Das Mädchen schnaubte. Sie sprang von der Schaukel ab und lief zu Draco. "Ja Draci, aber somit bist du ganze zwei Monate älter als ich." Beide sahen sich in die Augen und lächelten. Von Anfang an herrschte eine besondere Beziehung zwischen den Beiden. "Komm mit.", Draco führte das Mädchen an der Hand fort. Sie gingen ein Stück, beide mit dieser kindlichen Leichtigkeit. Sie legten sich ins sommergrüne Gras, des makellosen Gartens. Hand in Hand lagen sie auf dem Boden, die Blicke liebevoll aufeinander gerichtet. "Weißt du was, Olivia?", flüsterte Draco kaum hörbar. "Was denn?", fragte Olivia. "Eines Tages, wenn wir erwachsen sind, dann werde ich dich heiraten und dann ist keiner mehr zu alt fürs schaukeln, dann können wir tun was wir wollen." Olivia kicherte begeistert. "Dann will ich dich auch heiraten, erzählen wir das gleich Mama und Papa, die finden das bestimmt toll!", lachend sprangen die beiden auf und rannten ins Haus. *** Zurück in die Gegenwart Das konnte doch unmöglich Draco sein, meine große Kindergartenliebe. Nachdem ich umgezogen bin, ist unser Kontakt Stück für Stück abgebrochen, bis wir gar nichts mehr voneinander hörten. "Mich geht das sehr wohl etwas an, schließlich möchte ich nicht, dass du unser Haus blamierst, hast du das kapiert!", schreit Draco dem böse blickenden Blaise ins Gesicht. "Na warte.", murmelt Blaise in sich hinein und geht, doch nicht ohne mir einen äußerst unangenehmen Klaps auf den Hintern zu geben. "Eklig!", rufe ich ihm hinterher, doch er scheint, oder will mich nicht beachten. Draco blickt mich musternd an. "Alles in Ordnung?", fragt er mich. Ich nicke bloß. "Na dann, ich habe was gut bei dir.", sagt er und will schon gerade gehen, doch ich muss und will es einfach wissen. "Warte!", krächze ich ihm hinterher. Er dreht sich um, sein Gesicht zeigt, dass er damit nicht gerechnet hat. "Was gibt es denn, ich will jetzt echt los. Bin ganz schön beschäftigt und muss einiges erledigen, also mach es kurz." Ich blicke ihn intensiv an. "Draci.", es klingt vielleicht albern, ihm eine verniedlichte Form seines Namen zu sagen, aber so habe ich ihn immer genannt. Er sieht mich völlig perplex an, die Zeit scheint sich ins Unendliche auszudehnen, bis er die Sprache zurückgefunden hat. "Hast du mich gerade etwa Draci genannt?", ich nicke, habe ich mich getäuscht? Kennen wir uns eigentlich gar nicht? "So hat mich keiner genannt, außer…", plötzlich blickt er mich mit starr aufgerissenen Augen an. "Olivia?", flüstert er leise, wahrscheinlich konnte er es selbst einfach nicht glauben. "DRACI!", schreie ich aus und falle ihm in die Arme. Er ist anfangs etwas peinlich berührt, was sich aber nach einiger Zeit ändert und er nimmt mich freundschaftlich in den Arm. "Ich glaub es nicht. Olivia.", Draco ist immer noch total erstaunt. "Nicht gedacht mich wiederzusehen, mhm.", frage ich ihn und er lächelt mich schief an. "Ehrlich gesagt nicht. Du hast dich total verändert, außer diese roten Haare." Mit schmalen Augen schaue ich zu ihm hoch. "Du siehst aus wie früher.", lache ich und umarme ihn. Diesmal geht er gleich drauf ein. "Du musst unbedingt meine Freunde kennenlernen und dann die Leute, die ich nicht leiden kann, wie Potter und die dummen Weasleys." Seine Stimme klingt richtig überheblich, so kannte ich ihn gar nicht. Aber es hätte keinen Sinn ihn gleich bei unserer ersten Begegnung darauf anzusprechen. Er führt mich quer durch das ganze Schloss, zeigt mir die verschiedensten Orte, bis wir im Keller ankommen. "Und das ist der Gemeinschaftsraum von Slytherin.", sagt er und wir schreiten durch die Tür, welche er mit dem Passwort "Reinblut" öffnet, was mir wieder eine Gänsehaut über den Rücken fahren lässt. Zwar bin ich selbst reinblütig, aber ich habe kein Problem mit zum Beispiel Muggel. Ich finde es sogar eher toll, dass völlig ahnungslose Kinder die Chance bekommen nach Hogwarts gehen zu dürfen. Ich stehe also nun im Gemeinschaftsraum der Slytherin und sehe ihn mir genauer an. Aufgrund dessen, dass der Gemeinschaftsraum sich unterhalb des Großen Sees befindet, ist das Licht etwas grünlich und man kann durch die Fenster an der Wand das Wasser und ein paar Meeresbewohner bewundern. Die Möbel, aus vermutlich echtem Leder, wirken zwar einladend, aber dennoch kalt. Draco blickt mich auffordernd an etwas zu sagen. "Schick.", bringe ich nur heraus. Es ist wirklich schön, aber dennoch kalt und unbehaglich. Er führt mich weiter und bleibt an einem gefüllten Sofa stehen. Draco räuspert sich und in gefühlt einer Zehntelsekunde sind alle Blicke der Sofahocker auf uns gerichtet. "Leute, das ist meine Kindergarten-Freundin Olivia Maguy, also seid schön lieb zu ihr.", eine kurze, aber aussagekräftige Rede von Draco. Er schiebt mich von Person zu Person. Der eine ist der Quidditch- Kollege, die Andere die nervige Verliebte und so weiter. Bis wir bei Theodore stehen bleiben. Er sieht mich belustigt an. "Hallo Hübsche. Oder soll ich eher Olivia Maguy sagen." Sauer sehe ich ihn an. Jetzt kennt er meinen Namen und ich seinen ganzen Namen noch nicht. Draco gesellt sich zu uns und sieht Theodore aus schmalen Augen an. "Was willst du von Olivia, Nott?", fragt Draco ihn herablassend. Theodore blickt ihn kalt an. "Geht dich nichts an!" Die Beiden haben wohl gewisse Spannungen. "Alles gut Draco, Theodore und ich haben schon Bekanntschaft geschlossen." Draco scheint sich zu beruhigen und entfernt sich von uns, aber nicht ohne Theodore einen vernichtenden Blick zuzuwerfen. "Nott, also. Einigen wir uns auf ein Unentschieden.", spreche ich ihn wieder an und probiere eine lockere Stimmung einzubringen. Er lächelt mich an."Naja, du musst schon zugeben, dass ich trotzdem schneller war, aber ich finde 'Hübsche' passt besser." Ich muss lachen und er fällt mit ein. "Ich finde ich sollte mir auch einen passenden Spitznamen für dich ausdenken.", wir überlegen. "Mein Vater nennt mich Theo.", sagt er nach einiger Zeit. "Theo. Zu langweilig, nennen dich so deine Freunde?", er fängt an mit den Zähnen zu knirschen und sein Blick wandert hektisch fort von mir. "Wenn es Freunde geben würde, dann glaube ich ja.", sagt er verbittert, auch wenn ein Hauch von Humor rauszuhören ist. "Das tut mir natürlich leid, deshalb hast du dich wohl nicht so gut mit Draco verstanden?" "Wir haben unsere Meinungsverschiedenheiten.", entgegnet er. "Nun also zu deinem Spitznamen. Ich weiß es. Da du ja mein Retter in großer Not warst, bist du ab sofort mein Retter" Mit zusammengekniffenen Augen und gerunzelter Stirn überlegt er erneuert. Ich ertappe mich, wie ich anfange in zu beobachten... Wie ich anfange ihn zu mögen. Ich nehme sein Gesicht genau unter die Lupe. Seine hellbraunen Augenbrauen sind wie perfekt gezupft, sein Mund schön detailliert und seine Wangenknochen auffällig und hoch, allgemein sind seine Gesichtszüge sehr markant und attraktiv. "Alles ok?", fragt er mich und ich spüre wie die Röte des Schames in mein Gesicht steigt. "Alles gut. Was hältst du jetzt von dem Namen?", ich will so schnell wie möglich von meiner Scham ablenken. Er zwinkert mir zu und hält den Daumen hoch. Ich muss lächeln, irgendetwas stellt er mit mir an. Ich glaube wenn ich hier auf Hogwarts wäre, würden wir gute Freunde sein. Es herrscht ein kurzer Moment des Schweigens. "Kennst du schon den Raum der Wünsche?" Ich verneine. "Hast du Lust, mit mir dorthin zugehen?", fragt er mich. Ich will gerade anfangen zu überlegen, ob ich mitten in der Nacht, auch wenn es Samstag ist, mit Theodore Nott, einen Jungen den ich noch nicht mal eine Woche kenne, in den Raum der Wünsche gehen soll, von dem ich so gut wie gar keine Ahnung habe. Doch ich werde unterbrochen. Draco ist wieder da und blickt böse drein. "Olivia, komm, es wird Zeit, dass WIR etwas gemeinsam unternehmen.", er blickt mich nicht mal an, seine sturmgrauen Augen sind starr auf Theodore gerichtet, welcher dem Blick so gut es geht stand hält. Ich habe nicht einmal Zeit etwas zu entgegnen, sondern ich werde wie ein Hund an der Leine, einfach fortgezogen. Mein Blick sucht Theos, ich möchte mich, auch wenn es nur über meine Gestik erfolgen würde, bei ihm für Dracos Barschheit entschuldigen, aber er blickt einfach zu Boden. Es scheint als würde es ihm gar nichts ausmachen, vielleicht war er mit der Situation für sich allein zu sein zufrieden. Draco zieht mich aus dem überfüllten Gemeinschaftsraum und schließt die Tür. "Was sollte das bitte?", frage ich in einem möglichst warmen Ton. "Was sollte was?" "Die Aktion, wie du mich von Theodore weggezogen hast." Er rollt mit den Augen. "Er ist kein guter Umgang für dich.", antwortet er. "Ach wirklich? Wieso?", ich finde es selbst ein bisschen albern, wie ich Theodore in Schutz nehme, aber ich habe auch allen Grund dazu. Meiner Meinung nach ist Draco viel zu unsanft mit ihm umgegangen. "Er ist einfach falsch, lullt Mädchen immer ein, bis er ihnen das Herz bricht.", antworte er schlichtweg. "Was soll denn das jetzt heißen?" "Ich will bloß nicht, dass er dir wehtut Olivia.", sagt Draco. "Schlimmer als Blaise kann er ja wohl nicht sein!", argumentiere ich weiter. Er schaut mich unschlüssig an. "Ich meine ja nur.", seufzt er. Ich denke im Inneren, dass wir dieses Gespräch beenden sollten. "Das ist auch sehr nett von dir, Draco. Also was wollen wir jetzt machen?" Seine Miene hellt sich auf und wir irren wieder quer durch das ganze Schloss. Darauf folgt, dass ich von Draco über meinen Schulalltag ausgequetscht werde. Ich weiß nicht wie spät es ist, aber langsam beginne ich müde zu werden. "Na da schläft ja gleich jemand im stehen ein.", neckt mich Draco und ich versuche erfolglos ein Gähnen zu unterdrücken. "War ein anstrengender Tag, aber morgen ist Sonntag, da können wir gerne was zusammen machen, aber zuerst möchte ich ausschlafen und mir die Bibliothek angucken." Draco blinzelt ein paar Mal, anscheinend ist auch er müde. "Ok, dann sehen wir uns morgen beim Mittag oder Frühstück.", ich nicke zustimmend. Schnell gebe ich ihm einen Gute-Nacht-Kuss auf die Wange und drücke ihn. Es tut gut, endlich einen alten Freund um sich zu haben. "Draco, sage bitte Theo, wenn du ihn siehst 'Gute Nacht', ja?", Draco brummt zwar erst, aber mein mahnender Blick bringt ihn zur Vernunft. "In Ordnung." Wir beide schleppen uns todmüde in entgegengesetzte Richtungen. Ich muss schnell zur Kutsche, nicht dass man sich schon Sorgen macht. Aber als ich ankomme, ist schon jedes Licht erloschen und so kuschle ich mich schnell in meine dicke Daunendecke und schlafe mit dem Gefühl von Geborgenheit ein. Am nächsten Tag erwache ich mit einem gewaltigen Gähnen und schüttle meinen Kopf. Ich hatte einen echt verstörenden Traum gehabt, aber sobald ich versuche mich daran zu erinnern, verblasst jeder einzelne Moment. Ich gebe mir einen Ruck und wecke Fleur. "Guten Morgen, es wird Zeit zu frühstücken, dann in die Bibliothek zu gehen, gefolgt von einem Ausflug nach Hogsmead, wo wir dann Kleider shoppen gehen." Als ich das Wort Kleider und shoppen benutze, wird auch die noch echt müde Fleur aufmerksam. Wir machen uns flott fertig, wie es Madame Maxime von uns verlangt. Mein Outfit eignet sich perfekt zum Ausgehen. Nachdem ich mir nur meine Wimpern getuscht habe, da ich es für absolut unnötig halte, sich mit 14 Jahren eine Tonne Make-up ins Gesicht zu klatschen, begebe ich mich in die große Halle und setzte mich an den Ravenclaw-Tisch. Während ich gerade mein Ei verzehre, fällt mir Theodore, am Slytherin-Tisch auf. Höflich entschuldige ich mich bei Fleur und gehe langsam auf ihn zu. Er scheint mich gar nicht zu bemerken. "Hallo mein Retter!", begrüße ich in von hinten und ihm fällt vor Schreck ein Stück Croissant aus dem Mund, worauf ich mir erstmal ein Lachen verkneifen muss. Er sieht mich verschmitzt an. "Hallo Hübsche.", begrüßt er mich dennoch. Er rutscht ein Stück zur Seite und deutet mir mich neben sich zu setzen, was ich gerne annehme. "Ganz schön eng hier.", sage ich ihm und er nickt mit vollem Mund. Draco gesellt sich zu uns, die blonden Haare noch total verstrubbelt. "Na Olivia, freust du dich schon, dass wir heute gemeinsam nach Hogsmead gehen.", fragt er mich und ich könnte fluchen. Wieso habe ich das schon wieder vergessen! Ich habe doch Fleur gerade erst versprochen, dass wir heute nach Kleidern schauen gehen. "Du Draco…", setze ich an. "Ich habe heute einen Mädchentag. Habe ich leider total vergessen.", er sieht mich mies gelaunt an und seufzt. Ich habe ein total schlechtes Gewissen. Mich trifft eine Blitzidee, vielleicht findet Draco sie albern, aber man kann es ja mal probieren. "Du kannst doch mit uns Kleider shoppen gehen." Vier entsetzte Augen starren mich an, einmal die sturmgrauen von Draco und zudem die undefinierbaren von Theo. "Ist das dein Ernst?", Dracos Frage klingt nicht erstaunt, sondern eher belustigt. Um ehrlich zu sein, finde ich das unverschämt. "Wieso nicht?" Draco schnaubt, um sich ein Lachen zu unterdrücken. "Olivia sei mir nicht böse, aber Jungs gehen, wenn sie mit Mädchen überhaupt shoppen und das kommt echt selten bei uns vor, bestimmt nicht nach Kleidern gucken." Seine Antwort ist ehrlich, zwar mit einem Hauch von Bosheit, oder eher Verachtung, aber trotzdem ernst. Und somit kann ich ihm nicht wirklich böse sein. Das konnte ich nie und zudem fällt mir gerade auf, wie gut er eigentlich aussieht. "Ok, dann sei mir bitte nicht böse, dass ich jetzt gehe.", und doch bin ich jetzt etwas ungeduldig geworden. Ich stehe mit einem Ruck auf und gehe. Fleur sieht mich mit fragendem Gesicht an und ich schüttle bloß verständnislos den Kopf. Fleur steht ebenfalls auf und folgt mir mit schnellen Schritten. "Was ist los?", fragt sie mich besorgt. "Ach ist egal.", gebe ich zurück und wir machen uns voller Vorfreude auf in die Bibliothek. Ich wälze gefühlt jedes Buch durch. Doch meine eigentlichen Gedanken verschwende ich an Draco. Was ist sein Problem?, frage ich mich also andauernd. Fleur scheint meine Unruhe zu bemerken. "Was hältst du davon, wenn wir jetzt shoppen gehen?", versucht sie mich abzulenken, was auch ironischerweise zu funktionieren scheint. Sobald auch nur Shopping in meiner Gegenwart erwähnt wird, spüre ich meine Glückshormone buchstäblich tanzen. Wir machen uns auf den Weg nach Hogsmead. "Schön, oder?", fragt mich eine völlig begeisterte Fleur. Ich nicke geistesabwesend. Mein Blick ruht auf einer oder eher gesagt zwei bestimmten Personen, die sich mit strahlenden Augen ansehen und ein Lächeln umspielt die Lippen des Mädchens. Sie nimmt einen Schneeball und wirft den lachenden Jungen ab. Sein Lächeln wird größer, ihres ebenfalls und ich habe das Gefühl, dass ich mich übergeben müsste. Ein Stein scheint, all meine neu errungene positive Energie, hinunterzuziehen. Mein Gesicht verkrampft sich, was mein Körper gleichmacht. Ich spüre einen Schmerz, einen abgrundtiefen Schmerz, der mir völlig unerklärlich scheint. Und sie lachen, es ist kein überhebliches, übertriebenes Lachen, nein... Es ist echt. Echt, wie der Schmerz in meinem Herzen. Woher kommt dieser Schmerz. Es scheinen ein paar Augenblicke vergangen zu sein, jedenfalls bemerkt Fleur, dass etwas nicht stimmt. "Olivia, ist alles in Ordnung? Du bist ja wie besessen von den Beiden." Mein starrer Blick löst sich unfreiwillig von den Beiden und wandert zu Fleur. "Schau sie dir an." "Na und, was stimmt daran nicht?" Fleurs Frage irritiert mich, aber im Grunde hat sie recht, was sollte daran nicht stimmen, dass ein Junge und ein Mädchen Spaß miteinander haben. Sie müssen doch nicht gleich ein Paar sein. Dennoch lässt dieses erdrückende Gefühl nur leicht nach. Fleur verdreht die Augen und schließlich gebe ich mich geschlagen und wir schlendern durch die süßen Gassen Hogsmeads. Wir bleiben vor einer kleinen Boutique stehen. "Wollen wir?", werde ich gefragt und Fleur deutet zu dem Laden. Ich nicke und wir betreten den schicken Laden. Eine vom Alter gezeichnete Frau, mit Haaren, die mit grauen Strähnen durchzeichnet sind, schlendert auf uns zu. Sie lächelt uns strahlend an und ich tippe, dass der Laden nicht allzu oft besucht wird. "Hallo, kann ich euch helfen?", ihre Stimme ist brüchig. Wir beide nicken im gleichen Rhythmus, was der Verkäuferin ein erneuertes Lächeln entlockt. "Ich tippe mal, ihr seid auf der Suche nach einem Kleid für den Weihnachtsball." Es folgt ein erneuertes Nicken. Wir gehen in einen gemütlichen Raum und bleiben vor zig Ständern von Kleidern stehen. Ein Mädchentraum geht in Erfüllung! Zwar gehe ich oft mit meiner Mutter einkaufen, aber selten schauen wir nach Abendkleidern, sollte ich mal eins brauchen, wurde mir rechtzeitig eins besorgt. Wir schauen uns mit riesigen Augen um und nach ein paar Stunden, der verzweifelten Suche, wo ich fast die Suche aufgegeben habe, ist es gefunden. Mit ES ist MEIN Kleid gemeint. Es ist unglaublich. Die Farbe ist ein zartes rosé, vorne kurz und hinten lang, kurze Ärmel und mit einem helleren Gürtel, an dem ein paar kleine Röschen angebracht sind. Es ist perfekt. Ich zeige es Fleur, welche begeistert die Hände auf ihre Stirn schlägt, dass ich erstens ein Kleid und zweitens ENDLICH eines gefunden habe. Nach kurzem hinein schlüpfen, bestätigt sich meine Meinung und dann geht es schon zur Accessoire-Suche, was diesmal recht fix geht. Als ich dann voll mit Glück an der Kasse stehe, fallen mir fast die Augen aus dem Kopf, als ich den Preis höre. "Das sind dann 128 Galleonen." 128! Aber glücklicherweise sind wir als reinblütige Familie äußerst wohlhabend. Mit wehleidigem Blick sehe ich zu, wie meine Hände in meine kleine Handtasche gleiten und 130 Galleonen herausnehmen. Dennoch überreiche ich ohne zu zögern. Sie will mir das Wechselgeld reichen, doch ich lehne dankbar ab. Fleur hat schon ein Kleid, wollte sich dennoch versichern, dass es kein besseres gibt. Wir verabschieden uns und da sind wieder die zwei. Sein hellblondes Haar ist mit Schnee bedeckt und er entdeckt mich, plötzlich, ganz plötzlich. Den geformten Schneeball in seiner Hand, lässt er fallen und sein Mund klappt auf. Das mopsähnliche Mädchen neben ihm schaut empört zu mir herüber. Meine Mundwinkel verziehen sich, mein Körper passt sich an die Kälte an. Mich durchzuckt erneuert ein Schmerz. Ich drehe mich weg und wir gehen, Fleur hat alles mitbekommen und inspiziert mich. "Was läuft denn da?", fragt sie mich und ich weiche ihrem Blick aus. "Gar nichts.", antworte ich kurz angebunden. Sie schnaubt. "Was denn?" Sie verdreht die Augen. "Du stehst doch nicht etwa auf ihn?" Die Aussage überrumpelt mich. Mir selbst wäre das nie eingefallen und ich finde es auch dumm so etwas nach ein paar Tagen des Wiedersehens zu behaupten. Aber dennoch habe ich ihn schon immer recht gern und will ihn nicht mit jemanden teilen. Ja, Olivia Maguy, die kleine Egoistin. Plötzlich trifft mich etwas bitterkaltes in meinem Nacken und ich drehe mich um. Ich blicke Dracos hinterhältigem Grinsen ins Gesicht. Seine Moppelfreundin ist verschwunden. "Warum hast du mich so traurig angeguckt?", fragt er. Meine Sprache ist weg, kein Wort will rauskommen, stattdessen antwortet Fleur. "Hast du eine Freundin, Draco?" Eigentlich bin ich ein Mensch, der über vieles lachen kann und Ironie spielt eine große Rolle in meinem Leben. Ein humorvoller Mensch, heißt es von vielen Seiten. Aber dieser Satz ist zum Fremdschämen. Nicht weil diese Frage einfach nur peinlich ist, nein, sie ist einfach unnötig und falsch. Ich sehe das Verdutzen in Dracos Augen. "Nein.", antwortet er ruhig. Fleur ist zufrieden. Sie hat gehört, was sie hören wollte. "Na dann, Olivia und ich müssen jetzt wohl los." Sie zieht mich mit sich und wir lassen Draco stehen. * Zeitsprung: Vieles zieht an mir vorbei, auch die erste Aufgabe. Zwar habe ich um Fleur gebangt, aber dennoch habe ich nicht viel Interesse am Trimagischen Turnier. Ich wälze gerade ein Buch in meinem Bett, als eine Eule an die Scheibe klopft. Mit ihren weisen Augen scheint sie mich zu beobachten, jeden Handgriff, bis ich das Fenster öffne und sie hereinlasse. Ein kleines Stück Pergament ist mit einem roséfarbenen Geschenkpapier an das Bein der Eule geschnürt. Diese Person muss mich kennen, denn rosé ist meine absolute Lieblingsfarbe oder es war schlichtweg ein lustiger Zufall. Zaghaft, damit ich der Eule nicht wehtun kann, entnehme ich den Brief. Ich lese den kleinen Text durch: Hallo Olivia, treffe mich heute Abend um 8 Uhr am See, direkt beim Steg. Ich hoffe du kommst. - … Dieses … löst Verdutzen in mir aus. Wer soll das sein? Aber dennoch ist meine Neugier zu groß. Ich blicke auf das Zifferblatt meiner weiß goldenen Uhr. Es ist halb acht, sprich noch eine halbe Stunde. Ich werfe mich in Schale, ziehe mir ein kuschliges Winterkleid, samt dicker Strumpfhose, Stiefel und Mantel, Mütze und Schal an. Ich setze mich in Bewegung, voller Erwartung wer mein geheimnisvoller Briefversender ist. Ich sehe den noch menschenleeren Steg vor mir und setze mich auf die Bank davor. Es vergehen einige Minuten, bis dumpfe Schritte zu vernehmen sind. Mein Instinkt rät mir sich umzudrehen, doch ich möchte mich überraschen lassen. Warmer Atem dringt an meine Haut und lässt mich schaudern. "Hallo, meine Hübsche.", dieser Satz sorgt dafür, dass mir ein Lächeln über das Gesicht huscht, aber plötzlich fällt mir auf, dass das nicht Theodores samtweiche, angenehme Stimme ist, sondern sie ist viel mehr geraunt und tief. Das ist nicht Theodore, sondern Blaise. Mir ist warm und kalt zu gleich, mit flachem Atem drehe ich mich zu ihm um und blicke voller Unbehagen in seine dunklen Augen. "Na, hast mich wohl nicht hier erwartet, oder?", ich schüttle den Kopf und er kommt mir näher. Zu nahe. Er zieht mich von der Bank. "Blaise.", sage ich zuerst sanft, doch er lockert seinen Griff nicht. "Hör auf, Blaise!", fange ich an zu brüllen. Doch es scheint kein Mensch hier zu sein. Ich beginne mich zu wehren, doch er ist zu stark. Auf einmal sehe ich einen Lichtstrahl und Blaise Griff löst sich. Sturmgraue Augen begegnen mir und meine Angst verfliegt. "Alles gut?", seine Stimme ist warm, ganz ungewohnt und trägt Fürsorge in sich. "Ja.", raune ich. "Danke." Er kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm. Unsere Blicke begegnen sich. Sein Blick ist so sanft, dass ich mich darin zu verlieren mag. "Ich bin froh, dass du hier bist und alles ok ist. Nach so langer Zeit fühlt es sich trotzdem so an, als hätte ich erst gestern zu dir gesagt, dass ich dich mal heiraten werde.", ich muss lachen. Wir setzen uns auf die Bank und mein Kopf fällt auf seine Schulter. "Ich bin auch froh, Draco.", das sind meine letzten Worte, bis sich meine Augenlider schließen. Am nächsten Morgen wache ich an einem unbekannten Ort auf und muss erstmal ein paar mal blinzeln, um mir einen klaren Blick zu verschaffen. Draco steht vor mir, den Blick nach draußen gerichtet, doch er bemerkt das Knarzen des Bettes und wendet seine Aufmerksamkeit auf mich. "Guten Morgen.", krächzt er. Ein verschlafenes Morgen, kommt von meiner Seite. Er reicht mir eine Tasse Tee, welche ich genüsslich runter schlürfe. "Was hatte Blaise bloß mit dir vor? Dieser Widerling!", plustert Draco sich auf. Ich lächle ihn dankbar an. "Wie bin ich hierher gekommen?", frage ich ihn. "Du bist auf der Bank eingeschlafen und ich habe dich in unseren Schlafraum gebracht.", er wird ein bisschen rot. Ich mustere ihn. "Ich danke dir.", er setzt sich auf das Bett, direkt neben mich, unsere Körper berühren sich und ein angenehmes Prickeln durchfährt mich. Ich liege auf dem Rücken, was er mir gleichtut. Zusammen starren wir die Zimmerdecke an. "Wärst du gerne hier auf Hogwarts?", fragt er mich. Ich überlege. Natürlich liebe ich die Beauxbaton-Akademie. Es ist zwar streng und diszipliniert, aber ich fühle mich wohl und frei. Aber Hogwarts ist etwas anderes. Das ist ein noch viel besonderer Ort, mit geheimnisvollen Mythen, Legenden und Geheimnissen. "Ja, sogar sehr.", meine Antwort überrascht mich nicht. Er sieht mich erfreut an. "Ich glaube, dass wäre toll. Du hier, mit mir zusammen und schon wäre unsere Beziehung ganz anders." Meine Stirn setzt sich in Falten. "Welche Beziehung?", frage ich ihn belustigt. Mit wirrem Blick dreht er seinen Kopf zu mir. "Na ja, ach keine Ahnung. Wie gefällt es dir hier?", er wechselt schnell das Thema und seine blasse Haut, beginnt Farbe anzunehmen. "Gut, besonders wegen…", ich komme nicht weiter. Plötzlich legen sich seine Lippen auf meine. Ganz kurz, als wäre er unsicher, ob diese Entscheidung richtig war. Mein Herzschlag erhöht sich. Mir fällt auf, wieso mich der Anblick von ihm und dem Mädchen so gestört hat. Ich habe wie Fleur vermutet, mich ein bisschen in Draco verliebt. Nein, das kann nicht sein, ich mag ihn vielleicht sogar sehr, aber ich kann ihm doch nicht die kalte Schulter zeigen. Den Jungen, welchen ich schon mit vier Jahren bewundert habe. Kann es sein, dass ich mich in meinen besten Freund verliebt habe? Unsere Lippen lösen sich, er blickt mich unschlüssig an. Von mir kommt keine Reaktion. "Ich musste das tun, Olivia. Ich glaube ich habe mich mal wieder in dich verliebt.", ein Lächeln umspielt seine rauen, schmalen Lippen. "Ich mich auch.", flüstere ich und ich kann selbst nicht fassen, was ich da sage. Verliebt nach zwei Tagen?, aber ich schiebe es einfach auf die Hormone meines Körpers, die zur Zeit verrückt spielen und meiner Angst, dass ich ihm wehtun werde. Seine Augen fangen an zu strahlen und er gibt mir erneuert einen Kuss, welchen ich ganz zaghaft erwidere. "Was bedeutet das jetzt?", frage ich und fasse dabei ganz unbewusst an meine Lippen. "Lass uns Zeit, dann sag ich es dir.", sagt er und zwinkert mir zu. Wir erheben uns vom Bett und machen uns schlenkernd auf den Weg zum Frühstück, bis ich merke, dass ich meine gestrigen Sachen noch trage. "Ich gehe mich noch schnell umziehen, geh du schon mal vor.", er nickt mir zu und macht sich auf den Weg in den großen Saal. Mit schnellen Schritten begebe ich mich zu unserer Unterkunft, bis mir eine vertraute Gestalt entgegenkommt und mein Herz fängt unwillkürlich an zu hämmern. Zwei Augen mustern mich. "Mein Retter.", entfährt es mir. Er kommt mir näher. Sein Blick ist dennoch fragend. "Wieso warst du im Gemeinschaftsraum die Nacht über und dann noch in dem Zimmer von Draco und Co?", es hört sich nicht an wie eine Frage, viel mehr wie ein Vorwurf. Ich blicke ihn flehend an, aus unerklärlichen Gründen, habe ich das Gefühl mich verteidigen zu müssen. "Blaise ist mir gestern zu nahe gekommen und da hat mich Draco gerettet.", entschuldige ich mich. Seine schönen Augen werden groß. "Draco!", er scheint es gar nicht glauben zu können oder zu wollen. "Ja.", sein Missverständnis verstört mich. Er schüttelt den Kopf, sein Gesicht verzieht sich zu einer angewiderten Miene, so als würde er etwas Verdorbenes riechen. "Er hat gerade lauthals posaunt, dass ihr euch… geküsst habt.", das letzte Wort scheint er auszuspucken und der angewiderte Blick wird noch stärker. Dieser Blick, dieser Ausdruck versetzt mir einen Stich, dennoch ist es meine Angelegenheit. "Ja, vielleicht haben wir das. Was stimmt daran nicht.", meine Stimmfarbe wird dunkler. Ich habe das Gefühl, jemand hätte dafür gesorgt, dass ich eine klaffende Wunde habe, welche von Wort zu Wort mehr Blut zu verlieren scheint. Zuerst sagt er nichts. "Es ist Malfoy!", sein ganzer Hass ihm gegenüber ist in diesem Satz vorhanden. "Na und? Nur weil du ihn nicht leiden kannst!" "Das ist es ganz bestimmt nicht, du kennst ihn nicht.", seine Lautstärke erhöht sich. "Du kennst mich doch auch nicht!" Stille. Eine unerträgliche Stille. Ich höre unsere Atemzüge, wie sie sich in völlig anderen Rhythmen ausleben. Er sammelt sich. "Das braucht man auch nicht, aber er ist ein Arsch, besessen von der Reinblütigkeit. Er ist nicht gut für dich, ein völlig falscher Umgang." Ich lache, als ich das höre sarkastisch auf. "Zufälligerweise hat Draco mir fast genau dasselbe über dich erzählt." Ich weiß nicht, wie ich seinen Gesichtsausdruck beschreiben soll, wahrscheinlich entsetzt, schockiert oder eingeschnappt. Ich weiß nicht wirklich. "Das ist lächerlich. Ich hätte gedacht du würdest mehr Urteilsvermögen und den Sinn fürs Richtige besitzen.", mein Mund bleibt offen stehen. Ich will irgendetwas erwidern, doch er lässt mir nicht mal den Bruchteil einer Sekunde Zeit. Er dreht sich einfach um und lässt mich stehen. Mein Blick schweift ihm hinterher. Mein Herz tut weh, Draco hat es beglückt, aber Theodore hat es gebrochen, wie absurd es auch klingen mag. Ich gehe tieftraurig in die Beauxbaton-Kutsche und ziehe meine kalt wirkende Uniform an. Mit eiserner Maske schreite ich in die große Halle, Dracos laut schallendes Lachen ist durch den ganzen Raum zu hören. Ich setze mich mucksmäuschenstill neben ihn und warte bis er mich bemerkt. Theodore sitzt am Rand des Tisches und sein Blick ist in die Ferne gerichtet. Es hat nicht einmal den Ansatz gemacht mich anzugucken. Was ist denn sein Problem? Draco dreht sich zu mir um und gibt mir strahlend einen Kuss auf die Stirn. "Ist sie nicht schön?", fragt er in die Runde und fährt fort. "Dass so ein hübsches Mädchen meine Begleitung für den Weihnachtsball sein wird, hätte wohl keiner von euch gedacht!", es folgen Gelächter und Pfiffe, doch mir wird ganz unwohl zumute. Wie soll ich ihm das bloß erklären? Alle Augen des Tisches sind auf mich gerichtet, alle, bis auf die von Theo. Ich drehe mich panisch zu Draco. Ich sehe nur einen Ausweg, der wahrscheinlich dafür sorgt, dass Theodore Nott sich übergeben muss. Ich kralle meine Hand in sein Haar und ziehe ihn zu mir heran und küsse ihn. Der Kuss ist völlig anders, ohne jegliche Emotionen, abgesehen von meiner Selbstsucht, wenn die zählt. Es folgt Johlen der Jungs, wobei Blaise, dieses widerwärtige Geschöpf von Mensch, seine Augenbrauen erstaunt hochzieht. "Lass uns das allein klären.", flüstere ich Draco zu, dennoch laut genug, dass der Rest der Leute es gerade noch hören kann. Es kommt von dem Rest ein übertriebenes Lächeln. Ich könnte im Strahl kotzen. Dieses Heucheln und dieses Gespielte bringt mich zur Weißglut. Mit einem Kopfnicken zeige ich Draco, dass ich mit ihm reden will, allein. "Und?", er blickt mich forschend an. "Ich kann nicht mit dir zum Ball gehen.", sage ich monoton. Wieso monoton. Ich weiß es selbst nicht, irgendwie scheinen jegliche Gefühle aus mir gewichen zu sein. Sein Gesicht verzieht sich. "Wieso nicht?" Er hört sich traurig an. "Ich habe schon eine Begleitung.", seine Stirn runzelt sich. "Wen? Es ist doch nicht etwa Theodore Nott?" Ich blicke ihn verwirrt an. Wie kommt er den auf Theodore, der jetzt wahrscheinlich denselben Hass für mich empfindet, wie für Draco. "Wie kommst du denn auf den Mist?", unsere Blicke treffen sich, sie ziehen sich gegenseitig an. "Ich habe das Gefühl ihr könnt die Augen nicht voneinander lassen.", er hört sich erschöpft und müde an. "Das ist Schwachsinn. Wir kennen uns nicht mal eine Woche und wir schon unser ganzes Leben lang.", entgegne ich und beruhige ihn, so gut ich kann. "Wer ist es dann?" "Einer aus Durmstrang, Vladimir." Er nickt. Ich glaube er ist zufrieden damit. "Frag doch dieses Breigesicht.", schlage ich ihm vor. "Meinst du Pansy?" "Wenn die so heißt, wieso nicht, sie hängt ja echt an dir." Er wird rot. "Ok, aber du schenkst mir doch sicherlich den einen oder anderen Tanz?" Ich strahle ihn an. "Natürlich.", entgegne ich und gebe ihm einen schnellen Kuss auf den Mund, ehe ich mich mit einem "Ich muss los" entschuldige und das Weite suche. Der Weihnachtsball naht und ich bin super aufgeregt. Vladimir hat mich gerade angesprochen und meinte, dass er mich um zehn vor acht an der Treppe in Empfang nehmen wird. Es sind noch ein paar Stunden und ich hocke auf meinem Bett und starre die Wand an. "Fleur, du hast mir noch nicht erzählt wer dich heute zum Ball begleiten wird?", beginne ich ein Gespräch. "Roger Davies.", erzählt sie mir. Ich nicke, er ist ein Ravenclaw- Schüler, der zwei Jahrgänge über mir ist. Ich schließe meine Augen noch für eine Weile und werde nach gefühlt einer halben Stunde wieder von Fleur geweckt, die sich schon geschminkt hat. Voller Euphorie mache ich mich fertig. Duschen, Beine rasieren, Haare locken und teils hochstecken, leichtes Make-up auftragen, ins Kleid schlüpfen und die Feinschliffe, wie Schuhe und Accessoires. Mein Aussehen gefällt mir. Ich gehe zu Fleur, die super aussieht, wie eine richtige Veela. Es ist so weit und ich verabschiede mich von Fleur und begebe mich zur großen Treppe. Alles sieht echt toll aus. Vladimir steht schon unten, sein Aussehen gefällt mir. Jedenfalls ist es für einen Abend zufriedenstellend. Ich gehe also nach unten und er gibt mir einen Handkuss. Beim Eröffnungstanz beobachte ich Fleur, besonders angetan von Roger scheint sie ja nicht. Danach ist die Tanzfläche für alle geöffnet. Es vergehen einige Tänze mit Vladimir und dann löst Draco ihn ab. "Du siehst super aus.", raunt er mich an, ich rieche eine kleine Fahne von Alkohol an ihm. Hat er etwa getrunken und das mit 14? Dennoch sind unsere Tänze super, es werden viele schnelle Lieder gespielt, bevor Draco wieder geht, aber nicht ohne mich minutenlang ab zu knutschen. Und ich finde es widerlich. Fast so wie Blaise. "Geh Draco, bitte. Wir sehen uns morgen, wenn du wieder nüchtern bist.", er labbert irgendwas, doch ich schubse ihn fort. Vladimir flirtet gerade mit irgendeinen Mädchen aus Hogwarts und ich stehe nun allein da. Wurde ich etwa sitzen gelassen? Deprimiert begebe ich mich zur Bar, wo ein gelangweilter Theodore Nott sitzt und an seinem Getränk nippt. "Na, wurde da jemand abserviert?", frage ich ihn möglichst fröhlich. Er schaut mich verbittert an. "Kann man so sagen. Meine Begleitung vergnügt sich mit deiner, würde ich mal schätzen.", ich schnaube auf. "Mit wem warst du hier?", frage ich ihn. "Mit Daphne Greengrass, wahrscheinlich hat sie auch nur zugesagt, weil ich ihr bei den Hausaufgaben geholfen habe.", erklärt er. Ich setzte mich neben ihn. "Wo ist denn dein Freund?", fragt er mich. "Keine Ahnung. Ich habe ihn weggeschickt, der war total besoffen." Er nippt wieder an seinem Getränk. "Willst du tanzen?", fragt er mich geradeaus und ich nicke plötzlich. Eigentlich sind wir total sauer aufeinander, aber die Sache, dass wir beide alleingelassen wurden, schweißt uns wieder zusammen. Er nimmt mich bei der Hand und führt mich auf die Tanzfläche. Ein walzergeeignetes Lied ertönt und wir beginnen zu tanzen. Er ist ein guter Tänzer, besser als Vladimir und mein Herz fängt an zu hämmern. Meine Augen wandern über ihn. Er hat sich elegant angezogen, der Anzug betont seine muskulöse und schmale Figur. Ich ermahne mich selber. Worauf achtest du Olivia? Seine Hände fühlen sich so angenehm auf meiner Taille an, dass mir ein wohliges Kribbeln entfährt. Nein, das darf nicht sein. Wir sehen uns in die Augen, er beugt sich zu mir runter. Nein! Ich drehe mich von ihm weg. Er lässt mich los und schüttelt sich. Er scheint vermutlich gar nicht gemerkt zu haben, was er da gerade fast fabriziert hat. "Tut mir leid.", murmelt er. "Nicht schlimm. Ich meine wir können doch einfach Freunde sein. Du und ich.", er nickt, auch wenn ein Schleier Trauer über seinen Augen hängt. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange, zu lange für meinen Geschmack, aber ich genieße es. Danach gehe ich.(Ich: Also die Gute hat es ja echt mit den Küssen) Im Nachhinein empfinde ich den Weihnachtsball als erniedrigend. Aber dennoch war er schön. Es folgt die zweite Aufgabe. Fleur ist schon furchtbar aufgeregt. Ich schlendere gerade zum See, als mir Draco entgegenkommt. Seit dem Ball haben wir kein Wort mehr miteinander gesprochen, doch er sieht gut aus und vor allem riecht er wieder gut. "Hallo meine Schöne.", ruft er mir zu. Er küsst mich sanft auf die Lippen. Doch es fehlt diese magische etwas. Ich mag Draco, sogar sehr, aber ich glaube, dass ich ihn liebe ist falsch. Liebe, das ist etwas Besonderes und unbeschreibliches, ohne Zwang und Schmerz. "Na. Den Rausch ausgeschlafen?", er lacht auf und nickt. "Ich habe eine Überraschung für dich, wenn das Schuljahr vorbei ist, werden wir ein paar Tage zusammen mit unseren Eltern verbringen.", er ist total begeistert, doch ich bin entsetzt. Draco musste seinen Eltern irgendwie gesagt haben, dass wir zusammen oder eher gesagt verliebt sind. "Toll.", sage ich bemüht erfreut. Er nimmt mich in den Arm und wir schlendern, vielleicht etwas unfreiwillig meiner Seits, zum See. Voller Unbehagen denke ich an das Treffen in den Ferien. *Zeitsprung: Es ist der letzte Tag in Hogwarts gekommen. Cedric Diggorys Tod hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Es ist furchtbar, dass Voldemort wieder da ist und dazu auch noch einen unschuldigen Jungen umbringen ließ. Jetzt stehe ich vor dem Schloss und warte auf den Abflug. Theo kommt mir entgegen, die Haare ganz verstrubbelt. Er bleibt einen Meter vor mir stehen und ich muss hochschauen um seine Augen zu erkennen. Er räuspert sich. "Ehm. Dann ist das wohl das letzte Mal, dass wir uns sehen, oder?" Ich nicke. Wir haben in der Zwischenzeit ein tolles, freundschaftliches Verhältnis zueinander aufgebaut. "Ich werde dich vermissen.", entfährt es mir und eine kleine Träne huscht über meine Wange. "Ich dich auch. Aber vielleicht können wir ja durch … Briefe und … Draco Kontakt halten.", schlägt er vor. "Bestimmt.", mein Herz ist schwer. Wir sagen nichts mehr. Stehen uns nur noch gegenüber, bis er einen Schritt auf mich zu macht und mit seinen weichen Fingern mein Gesicht in seine großen Hände nimmt. Ganz sacht und vorsichtig, als könnte er mir wehtun, mich zerbrechen. Dann legt er seine Lippen auf meine und ich erwidere ganz kurz diesen unerwarteten Kuss. Er löst sich von mir. "Wenigstens einmal wollte ich dich küssen, damit du weißt, was ich für dich empfinde.", dann geht er und ich bin wie in Trance. Ich kann mir kein Wort entlocken. * Zeitsprung Es folgt wie es folgen musste. Harry hat Draco mit einem Fluch erwischt, ist mit unserem Schulleiter irgendwo hingereist und jetzt steht Dumbledore da, auf dem Astronomieturm. Gegenüber von ihm Draco und im Hintergrund einige Todesser samt mir und Theodore. Unsere Finger sind unauffällig verschränkt, wie lieben einander egal was passiert, das hatte er gesagt und ich möchte seinen Worten Glaube schenken. Draco den Tränen nahe, bringt es nicht über sich unseren Schulleiter umzubringen, nein das erledigt Snape, dieser verdammte Verräter. Jetzt fliehen wir, fort von Hogwarts. Draco nimmt mich am Arm und zieht mich mit sich. Theodore hält sich im Hintergrund. Wir stürmen ins Malfoy Manor, wo der Dunkle Lord uns schon erwartet. Außer Atem bleibe ich direkt vor ihm stehen. "Und? Erfolgreich gewesen?", fragt er mich mit seinen schlangenähnlichen Augen, wodurch ich anfange zu zittern. "Ja Herr.", antworte ich. "Gut. Dann hat der Junge schon ein paar Probleme mehr.", er lacht in sich hinein, was ich als Anforderung nehme, zu gehen. Ja, falsch gedacht. "Halt!", brüllt er und wir wenden rasch wie ein Fischschwarm uns wieder um. "Ihr könnt alle gehen, außer Maguy, du bleibst.", ich sehe den Schock sowohl in Dracos, als auch in Theos Augen. Sie gehen. Voldemort mustert mich. "Wieso ist bloß eine Gryffindor in meinen Rängen?", fragt er und ich weiß nicht ob die Frage direkt an mich gerichtet ist. "Ich weiß nicht Herr.", antworte ich. "Ich auch nicht, doch du scheinst mir loyal zu sein. Enttäusche mich nicht, sonst wirst du es bereuen.", ich nicke. "Glückwunsch zu der Beziehung mit dem jungen Malfoy übrigens, ich hoffe künftig auf Nachwuchs für meine Armee, wenn ich Potter erstmal erledigt habe.", ich nicke erneuert und verlasse den Raum. Theodore hat davor gewartet und blickt mich unschlüssig an. "Und?" "Alles ok. Er verlangt Nachwuchs eines Tages von mir und Draco. Sag mal bin ich eine Zuchtkuh, die nur gefüttert wird und Kinder gebärt? Der ist nicht nur rassistisch, sondern auch noch frauenfeindlich.", plustere ich mich auf. Er kommt auf mich zu und will mich küssen, aber ich schiebe ihn sanft von mir weg. "Nicht hier.", flüstere ich, worauf ein Brummeln folgt. Ich gehe in mein Zimmer, was mir Narzissa schon eingerichtet hat. Ich setze mich an den Tisch und die Tür geht auf. "Willst du zu mir kommen?", fragt mich ein noch verweinter Draco. Ich würde gerne nein sagen, aber wie würde er reagieren? "Wieso nicht?", ich stehe wieder auf und folge ihm in sein Zimmer. Im Hinterkopf immer noch Theo. Er zieht mich auf sein Bett und beginnt mich zu küssen. Mein Körper verkrampft sich, kaum zu glauben, dass mein eigentlich bester Freund glaubt, dass ich ihn lieben würde. Aber Voldemort glaubt wahrscheinlich auch, dass er eine Nase hat. Draco beginnt an meinem Shirt zu ziehen und ich weiß worauf er hinaus will und das will ich unbedingt verhindern. Ich schiebe seine Hand weg. Er sieht mich verdrossen an. "Ich fühle mich noch nicht bereit.", es folgt ein kleines Augenrollen. "Tut mir leid, ich hätte dich fragen sollen.", es folgte noch ein Kuss und dann entlässt er mich wieder. Ich schlurfe den Flur entlang, worauf Theo aus einer Tür kommt. "Willst du bei mir schlafen?", fragt er mich und reiße gespielt den Mund vor Entsetzen auf. "Du stehst echt auf Risiko oder?", er kratzt sich am Hinterkopf. "Sonst wäre das Leben doch nicht lebenswert.", und er hat recht, ich schaue mich um und gleite schnell in sein Zimmer, zaubere mir einen Schlafanzug her und kuschle mich an ihn. Meinen Kopf an seiner Brust schlafe ich ein, im Hinterkopf den Rhythmus seines Herzens. * Zeitsprung: Ein paar Greifer stürmen in das Malfoy Manor. Ich darf nicht weiter nach Hogwarts, sondern wohne hier. Theo hingegen ist dort und unsere Trennung schmerzt. Draco ist auch hier und somit verbringe ich Tag ein Tag aus mit ihm. Küsschen am Morgen, Küsschen am Mittag, Küsschen am Abend, Küsschen in der Nacht. Ich glaube ich habe bald Herpes. Jedenfalls haben sie drei Leute bei sich und ich muss einen kleinen Aufschrei unterdrücken, als ich Hermine erkenne. Somit sind die zwei anderen Harry und Ron. Bella holt Draco, der sagen soll, ob es sich um Harry handelt. Ich werfe ihm einen vielsagenden Blick zu. Würde er sie verraten, hätte ich wenigstens einen Grund zur Trennung. Doch er sagt, dass er sich nicht sicher ist. Darauf folgt, die 'unterhaltsame' Folterung von Hermine. Es ist so schwer die Tränen zu unterdrücken. Ich schleiche in den Kerker, wo die zwei übrigen sind. "Harry, Ron seid ihr ok.? Ich helfe euch hier irgendwie raus.", flüstere ich. "Danke Olivia, uns geht es den Umständen entsprechend. Wie geht es Hermine?", fragt Ron und ich antworte nicht. Danach geht alles ganz schnell. Harry und Ron überwältigen uns, wobei ich es ihnen zufälligerweise mehr als leicht mache. Ich wünsche ihnen mehr als alles Glück auf der Welt. Ich hoffe, dass das alles bald zu Ende ist. Dann sind sie alle wieder weg. Bellatrix schreit hysterisch und wirft mit Flüchen um sich. "Wieso?", brüllt sie. Sie kommt auf mich zu. "Du! Jetzt bist du dran!", ich kann nicht mal eine Frage stellen, da durchfährt mich schon ein Schmerz. Ich schreie, wie eine Gestörte. Ich höre Draco im Hintergrund, dass ich schließlich seine Freundin sei. Doch der Schmerz hört nicht nach. Meine Gedanken wandern zu Theo. Lass ihn nicht leiden! Dann ist es urplötzlich vorbei. Mein Kopf fällt nach hinten und mich umfängt die Schwärze. * Zeitsprung: Wir machen uns bereit. Die große Schlacht naht und ich habe furchtbare Angst. Ich möchte nicht auf der dunklen Seite kämpfen, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Wir stehen vor Hogwarts, wie lange war ich hier nicht mehr? Gerne würde ich meinen Abschluss machen, doch wie bei Hermine fehlt mir das letzte Schuljahr. Voldemort steht dort mit seiner Schlange Nagini und spricht Parsel mit ihr. Dann zücken wir die Zauberstäbe und mir ist ganz schlecht vor Sorge, Theodore ist nicht unter den Todessern. Hogwarts Schutzschild ist kaputt und nun beginnt der richtige Krieg. Ich kann nicht töten, denke ich mir verzweifelt. Es fliegen Flüche durch den Hof, Leichen liegen am Boden und Blut spritzt. Jemand mir bekanntes steht mir gegenüber. "Ginny!", wispere ich. Sie sieht mich mit großen Augen an, sie wusste nichts über mein Dasein als Todesser. "Du Verräterin!", schreit sie. Ein Fluch steuert auf mich zu, welchen ich gerade noch abwehren kann. "Ginny hör auf! Man, frag Hermine sie wusste davon, ich wollte das nicht und jetzt kämpfe gegen die richtigen Feinde!", sie sieht mich stutzig an, aber nickt jedoch und rennt weg. Ich sehe mich um und erblicke Theodore. "Theo!", schreie ich, doch mich trifft ein plötzlicher Schlag. Ich brülle vor Schmerzen. Mein verschwommener Blick wandert zur Seite. "Bellatrix. Hör auf!", schreie ich bestialisch. Sie lacht verstörend. "Kämpf oder ich töte dich.", fordert sie mich auf und ich nicke unter Schmerzen, welcher wieder plötzlich aufhört. Diese Frau ist genauso krank, wie Voldemort höchstpersönlich. Die wären das perfekte Paar. Ich suche wieder nach Theodore, aber ich sehe ihn nicht mehr. Ich tue was Bellatrix verlangt. Aber ich töte nicht, nein es sind nur leichte Schockzauber, die ich benutze. Plötzlich ist es ruhig, Voldemorts Stimme ertönt und fordert Harry auf zu ihm zu gehen. Wir haben eine kurze Verschnaufpause. Die Todesser ziehen sich zurück. Nun entdecke ich Theodore, er scheint ok, nur ein paar oberflächliche Kratzer sind zu erkennen. "Alles ok. bei dir?", fragt er mich und ich nicke, sanft lege ich meine Hände an seine Brust und möchte, dass sich unsere Lippen endlich wieder berühren, aber da steht schon eine andere Gestalt neben mir. "Schatz.", keucht Draco. Ich blicke Theodore entschuldigend an und küsse dafür Draco. "Bist du ok?", er nickt ganz leicht. "Du, bist du in Ordnung Olivia?" "Ich schätze schon.", beruhige ich ihn. Er küsst mich erneuert, voller Leidenschaft und ich denke an Theo, welcher nur ein paar Meter entfernt von mir steht. Es muss ihn verletzen und enttäuschen, aber ich muss diese Masche und dieses Spiel durchziehen, bis zum Ende. Voldemorts Stimme erhebt sich. "Ich mache mich jetzt auf in den verbotenen Wald, um den Jungen zu töten.", ein paar Todesser folgen ihm und wir sind dazu verdammt einfach zu warten. Es scheinen Stunden zu vergehen, Harry und ich kennen uns gut, sind zwar nicht die dicksten Freunde, aber wir mögen uns. Ich bange sehr um ihn. Es kommt zu einer "Versammlung" und da ist Harry, tot in Hagrids Armen. "Harry Potter ist tot!", schreit Voldemort voller Freude und es folgt Gelächter der Todesser. Plötzlich, nach einer rührenden Ansprache von Neville, ist Harry wieder quicklebendig und die Schlacht beginnt von neuen. Harry und Voldemort beginnen ihren eigenen Kampf. Es kann nur einer überleben und ich hoffe es handelt sich um Harry. Ein Schrei ertönt und Voldemorts Gestalt verpufft, es folgt Jubel. Die noch lebenden Todesser verziehen sich, auch ich. Dennoch halte ich nach Hermine Ausschau, sie steht dort mit Ron und sie küssen sich. Mein Herz hüpft. Na endlich, die brauchen ja länger, als Schildkröten leben. Ich winke ihr noch einmal zu, wir werden uns wiedersehen ganz gewiss. Ich treffe auf Draco zusammen mit unseren Eltern, Theo geht ins Schloss auf der Suche nach seinen Vater. Narzissa schaut traurig drein, Molly Weasley hat Bellatrix endlich ein Ende gesetzt. Mein Held des Tages: Molly Weasley, die hat einen Orden verdient. Draco schaut mich liebevoll an und geht auf die Knie. Auf die Knie? Nein das wird bitte nicht das wonach es aussieht. Er räuspert sich. "Olivia, ich weiß wir sind zwar noch sehr jung, aber das Ende dieses Krieges hat mir gezeigt, dass wir alles überstehen können und deshalb möchte ich um deine Hand anhalten, wenn dein Vater das erlaubt.", entsetzt sehe ich ihn an. Mein Vater nickt. Mir werden erwartungsvolle Blicke zugeworfen. "Willst du mich heiraten?" Mein Atem stockt, ich habe gedacht, dass wenn Voldemort stirbt, ich davon befreit bin. Aber Draco ist wohl immer noch davon fasziniert mich zu heiraten. Mein Vater sieht mich böse an. "Ja.", sage ich und muss schlucken. Draco holt eine kleine Schmuckschatulle aus seiner Hosentasche und legt mir einen diamantbesetzten Ring an. "Der hat meiner Urgroßmutter gehört.", meldet sich Lucius zu Wort. Verzweiflung macht sich in mir breit. Wie soll ich Theodore das erklären? *Zeitsprung: Drei Jahre sind vergangen und ich lebe zusammen mit Draco in einem Haus. In zwei Monaten findet unsere Hochzeit statt, soviel Zeit ist vergangen und wurde für die Hochzeitsplanung verschwendet. Ich habe es Theodore immer noch nicht erklärt. Unsere Liebe hat sich seit der großen Schlacht noch mehr entfachtet. Es wurden neue Facetten des Anderen kennengelernt. Draco hingegen wird immer anhänglicher. Er hat auch schon mit mir darüber geredet, dass er sobald wie möglich Kinder möchte. Unbedingt will ich einen Jungen, hatte er gesagt. Theodore hingegen meinte, dass man dafür noch genügend Zeit hat. Ich habe ein freies Wochenende, da Draco auf Geschäftsreise ist, habe ich mir vorgenommen mich erst mit Hermine zu treffen und dann Theo von der Hochzeit zu berichten. Ich appariere nach Hogsmead, mittlerweile habe ich sogar meinen Schulabschluss gemacht. Selbstverständlich mit perfekten Noten. Ich stapfe also durch den Schnee und steuere auf Madam Puddifoot's Café zu und gehe durch die Tür hindurch. Eigentlich eher was für Verliebte, aber ich mochte es hier schon immer. Ich sehe schon Hermine an einem der rundlichen Tische sitzen. Sie hat sich kaum verändert in dieser Zeit, außer ihre strubbligen Haare werden immer glatter. Sie winkt mich zu sich herüber und ich setzte mich zu ihr hin. "Wie geht es dir?", fragt sie mich. "Gut, schätze ich und dir?" Und sie schwärmt von ihrem Leben. Wie abgöttisch Ron sie liebt, dass sie einen Job annehmen will und wie toll alles sei. Und ich spüre einen Stich Eifersucht in mir aufkeimen. Allzu gerne hätte ich es auch so einfach. Nach ein paar Tassen Tee, muss ich mich wieder auf den Weg machen. "Wir sehen uns, Olivia und viel Glück mit Theodore nachher.", wir geben und ein paar Küsschen. "Spätestens bei der Hochzeit sehen wir uns!", rufe ich ihr beim Gehen hinterher, sie nickt. Ich musste meine Eltern regelrecht zwingen, dass einige meiner Hogwartsfreunde, besonders aus Gryffindor die Hochzeit besuchen dürfen und sie haben schließlich zugestimmt. Fleur ist selbstverständlich auch eingeladen, sie ist schon Mutter von einer süßen Tochter. In meiner Jackentasche ist ein Brief mit einer Einladung. Die ist für Theo, zwar kränkend, aber womöglich möchte er ja wenigstens kommen. Er hat ein schönes Apartment in London, wo es schön grün ist. Ich klingle. Er öffnet, das Hemd falsch geknöpft. Ich küsse ihn leidenschaftlich und er lässt mich rein. "Mensch immer noch nicht erwachsen?", frage ich ihn und knöpfe sein Hemd richtig. Er lächelt und mein Herz tut weh, dass ich jetzt mit der Wahrheit herausrücken muss. "Wir müssen reden.", sage ich entschieden. Er nickt verstört und führt mich auf das Sofa. "Schieß los.", antwortet er. "Du weißt, dass ich dich unendlich liebe und das unsere Liebe echt ist und dass die Liebe zu Draco nur aus Schauspielerei besteht, aber ich war nicht ganz ehrlich zu dir.", er öffnet den Mund, schließt ihn jedoch wieder. Ich krame meinen Ring aus der Tasche und stecke ihn an. "Ich bin verlobt, Theodore.", ich weine, die Tränen kullern. Entsetzen flackert in seinen Augen. "Seit wann?", seine Stimme ist ausdruckslos. "Seit dem Ende der großen Schlacht, aber eigentlich schon seit der Verkündigung, dass Draco und ich ein Paar sind.", meine Stimme zittert. "Und das erzählst du mir jetzt?", vorwurfsvoll spricht er mich an. Doch ich finde nichts, womit ich meine Selbstsucht entschuldigen könnte. "Aber das ändert doch nichts.", versuche ich ihn zu überreden. "Nein, ich bin ja bloß heimlich mit einer bald verheirateten Frau zusammen, Olivia ich kann das und will das nicht mehr, also entscheide dich bitte. Er oder ich.", er stellt mir ein Ultimatum und ich kann ihm nicht böse sein. Er hat recht, aber ich kann meine Eltern nicht enttäuschen, meine Fehler aufdecken, nein, ich kann das nicht. "Theodore bitte, stell mich nicht vor die Wahl.", flehe ich ihn an. Er sieht mich mit glasigen Augen an. "Okay, dann mach ich das. Olivia es ist aus. Und jetzt geh.", meine Tränen fließen wasserfallähnlich. "Bitte.", flehe ich. Doch er schüttelt den Kopf und öffnet die Tür. Ich stehe auf, doch bleibe stehen und hole die Einladung heraus. "Du bist trotzdem eingeladen.", flüstere ich. "Sicherlich nicht.", sagt er und wirft die Einladung auf das Sofa. Tränenüberströmt laufe ich draußen lang. Wieso war ich bloß so dumm und habe Draco nicht einfach verlassen, weil ich ihn einfach als Freund nicht verlieren will? * Zeitsprung: Heute ist der Tag, der eigentlich der Schönste meines Lebens werden soll. Theo hat sich nicht mehr bei mir gemeldet. Kein Wort. Hermine tröstet mich Tag für Tag, aber diesen Schmerz kann keiner Stillen. Mit zittrigen Händen fasse ich über die weiße Korsage meines Brautkleides. Es ist wirklich schön, total extravagant. Meine Mutter hat es für mich ausgesucht. Die letzten Feinschliffe sind vollendet. Mein Vater steht schon ganz aufgeregt neben mir. Die Musik ertönt und er führt mich zum Altar. Draco steht schon strahlend dort. Hermine, Ron, Harry, Ginny, Luna, Neville, Blaise, Pansy, Fleur und viele andere alte Freunde sind da, alle außer Theodore. Mein Herz tut weh, nicht weinen, sage ich mir. Ich bleibe gegenüber von Draco stehen und der Priester beginnt. Irgendwann kommt er schließlich zum Entscheidenen "Wollen Sie, Draco Malfoy, die hier anwesende Olivia Maguy heiraten, so antworten Sie mit ja.", fragt der Priester. "Ja.", antwortet er entschieden. Plötzlich bewegt sich etwas am Ende meines Blickfeldes. Eine Person setzt sich auf die letzte Bank. Das schöne braune Haar ist so angenehm verwuschelt. Mein Herzschlag setzt aus. Er lächelt mich leicht an und mir fließen die Tränen. Da denken bestimmt die Gäste, oh die Arme ist so gerührt, dass sie weinen muss. Der Priester wendet sich mir zu. "Wollen Sie Olivia Maguy, Draco Malfoy zu Ihren Mann nehmen?", es folgt eine Pause. Alle Augen wenden sich mir zu, erwartungsvoll bis neugierig sind ihre Blicke. "Miss Maguy?", fragt er, doch mein Blick ruht nur auf den Mann, der in der hintersten Reihe sitzt, den Mann, den ich wirklich liebe. "Nein, ich kann nicht.", sage ich und starre Draco in die Augen. Entsetzte Luftzüge sind zu hören. Draco sieht mich mit großen Augen an. "Es tut mir so leid, Draco. Ich liebe dich, aber nur als meinen besten Freund. Ich habe dich die ganze Zeit über angelogen und das tut mir höllisch leid, aber ich liebe schon die ganze Zeit über einen Anderen. Bloß war ich zu feige, um das dir, unseren Eltern und allen Anderen zu sagen. Deshalb sage ich nein, denn ich liebe dich, Theodore Nott." Dieser lächelt mich an, doch es herrscht Stille. Man hört die Grillen zirpen, es ist herrlich warm, für den Frühling. Draco blickt betrübt zu Boden. "Okay.", flüstert er und ein gezwungenes Lächeln umspielt seine rauen Lippen. "Danke.", sage ich. Ich blicke unsicher in die Menge. Ich nehme den Verlobungsring von meinem Finger und gebe ihn Lucius. "Es tut mir leid, dass ich ihrem Sohn wehgetan habe, aber sie haben eine andere Schwiegertochter verdient, die ihren Sohn wirklich liebt.", Lucius schnaubt verärgert, doch Narzissa lächelt mich an. Danach gehe ich zu meinen Eltern. "Ich wollte euch immer ein ehrliches Kind sein. Ich hoffe ihr könnt das eines Tages verstehen und ihr akzeptiert meine Entscheidung.", ich warte nicht ab, ob sie antworten oder nicht. Meine Blicke gehören nur Theo. "Und jetzt gehe ich zu dem Mann, den ich liebe, egal was passiert.", beim letzten Satz wird sein Grinsen größer, danach stürme ich auf ihn zu und küsse ihn, vor der Öffentlichkeit und es ist mir egal. * Zeitsprung: ein paar Jahre später Voller Glück bewundere ich den kleinen Klunker an meiner rechten Hand. Ja, endlich bin ich glücklich verlobt und heute werde ich Miss Olivia Nott sein. Alle haben mir verziehen, abgesehen von Lucius, selbst mein Vater konnte mir nicht lange böse sein. Es folgt der Einmarsch. Ich blicke in die Augen, die ich liebe, den Mann, den ich liebe, welchen ich fast verloren habe. Ich bleibe vor ihm stehen und wir haben gegenseitig Reden oder kleine Sprüche für den Anderen geschrieben. Er beginnt, seine Augen sind nur auf mich gerichtet, wir vergessen alles und jeden um uns. "Olivia, es gibt so vieles was ich an dir liebe. Sei es dein Lächeln, was mich wie eine warme Umarmung umfängt. Deine Augen, die schimmern, wie die hellsten Sterne. Oder deine Lippen, so weich, wie mein Lieblingskissen, welche mich immer dazu verführen, dass ich dich jede Sekunde, jeden Augenblick, jeden Moment küssen will. Du bist das Beste was mir passiert ist.", meine Augen tränen, meine Mascara ist zum Glück wasserfest, sonst hätte ich ein Problem. Ich bin an der Reihe und muss mich erstmal sammeln. Ich blicke mich um, da sitzt Draco mit seiner neuen Freundin Astoria, sie passen gut zusammen, all meine Freunde sind da, doch der Mensch, der mir am meisten bedeutet, ist mir direkt gegenüber. "Manchmal ist das Leben schwer und unfair, es lässt uns leiden, uns die tiefsten Schmerzen spüren, doch seitdem du in mein Leben kamst, lässt all dies nach. Es heißt jeder Mensch hat einen Stern, der immer hell leuchtet und einen im Dunkeln den Weg zeigt, du bist dieser Stern für mich, denn du machst mein Leben komplett. Du sorgst dafür, dass ich weine, lache und liebe. Du bist der Grund dafür warum ich überhaupt lebe, denn du bist mein Leben und ich liebe dich, bis zum Ende. Ich folge dir überall hin, sag mir nur wann und wo und ich bin bereit für alles." Die Gäste sind gerührt, doch ich nehme keine Notiz von ihnen. Wir geben uns das Jawort und ich küsse ihn so voller Leidenschaft. "Ich liebe dich, Olivia.", flüstert er und ich nicke. "Ich liebe dich mehr.", antworte ich. "Egal was passiert.", sagen wir gleichzeitig und küssen und erneuert. - Für immer-

36.75 % der User hatten die Auswertung: Nicht alles ist getreu den Filmen und den Büchern. Du bist Ashley McCurrage. Viel Spaß. Meine Augen wandern über den Brief. Ich, selber, habe nichts anderes erwartet. Hogwarts ruft, denkt sich mein elfjähriges Ich. Meine Eltern kommen mit ernster Miene die lange Treppe hinunter. "Wird ja auch Zeit, wir dachten schon du wärst ein wertloser Squib.", raunt mein Vater. Meine Mutter blickt starr drein. "Hoffen wir mal das du nach Slytherin kommst und das der dunkle Lord sich bald wieder erhebt, Ashley, du wärst eine treue Anhängerin.", ich nicke und betrachte das dunkle Mal meiner Eltern. Sie tragen es mir soviel Stolz und Selbstsicherheit, dass ich sie unwillkürlich beneide. Ich möchte Voldemorts größte Dienerin werden. * Zeitsprung: Mit erhobenen Haupt bewege ich mich zum Gemeinschaftsraum von Slytherin. Selbstverständlich bin ich dorthin gekommen und wenigstens waren meine Eltern mal glücklich mit mir. Nein, ich glaube, sie haben sogar so etwas wie Stolz für mich empfunden. Das ist selten, sehr selten. Mittlerweile bin ich schon in meinem vierten Jahr angekommen. Freundschaften habe ich nicht wirklich geschlossen, abgesehen von Graham Montague. Gleich am erstem Tag war mich klar, dass wir fast auf einer Wellenlänge sind, aber auch nur fast. Ich weiß, dass ich etwas Besonderes bin, dass ich nahezu perfekt bin. Es fehlt nur noch die Krönung durch Voldemorts Rückkehr. Ich sehne mich danach. Ich will mich ihm anschließen, zeigen, dass ich mein Blut schätze, dass ich seine Ideologien teile. Ich verabscheue Muggel und Halbblüter und am schlimmsten sind diese Blutsverräter. Wenn man gerade daran denkt. Da kommen ja schon die Zwillinge, wie ich sie hasse. Wir sind derselbe Jahrgang, sprich ich muss sie schon lange genug aushalten. Sie sind so lästig, wie Fliegen, sie sind überall und lassen sich nicht verscheuchen. Ich würdige sie keines Blickes, das haben sie nicht mal ansatzweise verdient. Doch sie erblicken mich und kesseln mich ein, ich schnaube nur genervt auf. "Was wollt ihr?", frage ich sie und mustere sie abschätzig. Ich weiß nicht mal wer davon Fred oder George ist. "Na Süße.", sagt der eine. "Du bist doch etwa nicht in Eile?", fährt der Andere fort. Ich blicke auf meine nicht vorhandene Armbanduhr und tippe wiederholt auf mein Handgelenk. "Ja wie man sieht ist es schon spät und ich habe echt keine Lust auf euch und ehrlich das geht euch eigentlich auch gar nichts an.", die Beiden kichern auf. "Wow, Ashley.", sagt wieder der Eine. "Wir wussten gar nicht, dass du so humorvoll sein kannst.", der Satz wird vom Anderen beendet. Ich schneide eine Grimasse. "Wie nehmt ihr euch das Recht überhaupt mit mir zu reden. Ihr dreckigen Blutsverräter.", beschimpfe ich sie und es verleiht mir eine innere Befriedigung, wie ich sie zusammenschrumpfen sehe. "Da hat die Kaltblüterin wohl doch einen schlechten Tag erwischt, komm Fred wir gehen.", sagt George und die Beiden machen sich von dannen. Kaltblüterin, denke ich mir verbittert. So nannte mich die halbe Schule. Sie meinen meine Herz sei so kalt, wie Eis und da dachten sich diese Volltrottel von Weasley-Zwillingen, mir diesen dummen Namen zu geben. Aber ich bin schließlich eine Slytherin und dadurch prallt das an mir ab. Mit gerümpfter Nase stapfe ich weiter. Diese Weasleys. Nervend. Und seitdem dieser Potter auch noch da ist, scheint alles noch nervtötender als sonst. Meine Eltern empfinden Hogwarts als eine Art Blamage, es ist zum Fremdschämen, so mein Vater. Aber ich bin nun mal hier und es lässt sich nicht ändern. Sobald ich mein siebtes Jahr abgeschlossen habe, werde ich eh durch meinen Vater in das Ministerium aufsteigen, einen hohen Rang erreichen und mein Leben in Luxus, wie üblich, zu erleben. Ich betrete den Gemeinschaftsraum, er ist unnormal leer. Alle sind nicht da, außer Graham. Er sitzt schon auf dem Sofa und wartet auf mich. "Na endlich. Morgen ist das Quidditch-Spiel gegen Gryffindor. Die machen wir eh locker fertig, jetzt wo wir so toll von Mr. Malfoy unterstützt wurden und Draco unser neuer Sucher ist." Draco, dieser geleckte Möchtegern Bad Boy. Neulich hat er probiert mich anzumachen, mit 12! Pubertierend sag ich nur, aber ich habe ihm eine klare Absage erstattet und die kalte Schulter gezeigt. Schlichtweg kann man sagen, dass ich glücklich damit bin keinen Freund zu haben. Höchstens würde ich Graham in Betracht ziehen, er sieht gut aus, teilt meine Meinungen und wie gesagt, das Prinzip mit der Wellenlänge habe ich schon erwähnt. Doch ich mag ihn nur. Seine barsche, arrogante, selbstbewusste Art, gibt mir eine Art Geborgenheit, aber ich könnte unser freundschaftliches Verhältnis nie auf ein anderes Level setzten. Das würde nicht funktionieren, ich glaube wir wären zu… Gleich. Ich will schlafen, denkt sich mein müder Geist und ich erfülle ihm diesen Wunsch recht schnell. Voller Nervosität flitze ich mit meinem Besen über das Feld, ich bin Jägerin, wahrscheinlich einer der besten überhaupt. Fred und George fliegen an mir vorbei und deren dummer Klatscher hätte mich beinahe getroffen. Nein, das lasse ich mir nicht bieten. Voller Bewunderung bestaune ich den Quaffel in meiner Hand und ich sehe zu Fred und George. So ein harter Schlag tut doch bestimmt weh… Und ich reiße meinen Arm nach vorn und werfe. Der Quaffel erreicht mein gewünschtes Ziel, einer der Zwillinge wird vom Ball getroffen und fällt zu Boden. Es folgt entsetztes Pfeifen der Gryffindors und Jubel der Slytherins. Ich stelle mich elegant auf meinen Besen und verbeuge mich vor meinem verehrten Publikum, schenke Luftküsse und blicke voller Schadenfreude auf den Rotschopf am Boden, wo jetzt schon einige Leute kauern. Potter liegt auch da, anscheinend hat der sich auch verletzt. Ich drehe meinen Kopf zur Seite und plötzlich saust etwas auf mich zu, etwas Hartes landet an meinem Schädel und ich falle voller Schwärze vor meinen Augen, auf den Boden und werde bewusstlos. Ich erwache im Krankenflügel, nicht unüblich für mich, man könnte mich hier als Stammkundin beschreiben. Ein Stöhnen neben mir weckt meine Aufmerksamkeit. Wieso lag denn der Weasley direkt neben mir? Ich probiere so zu tun, als hätte ich ihn nicht gehört, aber sein Gesicht ist mir schon zugewandt. Ich stecke ihm die Zunge aus. "Na, tat der Quaffel weh?", frage ich ihn schadenfroh. Ein schelmisches Lächeln entsteht auf seinem Gesicht. "Ich glaube du wurdest auch nicht gerade sanft getroffen?", ich muss schnauben, jedoch muss ich ein kleines Kichern unterdrücken. "Vielleicht.", gebe ich knapp wieder. "Ich weiß es." "Was weißt du?", frage ich irritiert. "Dass du mich absichtlich abgeworfen hast. Das ist sehr unfair.", erklärt er mir. "So bin ich eben, hinterhältig, egoistisch und unfair. Sonst wäre ich doch nicht in Slytherin.", sage ich ihm. "Wie recht du hast." Unser Gespräch ist beendet. Dachte ich. "Hältst du wirklich so viel von magischem Blut?" Seine Frage ist verwirrend. "Natürlich. Aber mal ehrlich, du Blutsverräter, das geht dich mal wieder so gar nichts an. Oder wieso willst du das überhaupt wissen, Fred oder George?", ich schäme mich nicht mal dafür, dass ich nicht weiß, wer, wer ist. Das weiß nicht mal deren Mutter. "George, weil ich dir nicht glaube, ich denke, dass deine Meinungen nur oberflächlich sind. Ich glaube nicht, dass das aus deinem Inneren kommt.", ich lache auf. "Du bist ja ein totaler Philosoph." "Ich habe Menschenkenntnisse." "Daran zweifle ich, du bist noch ein Kind, darüber bist du dir bitte bewusst, Weasley.", absichtlich nenne ich ihn beim Nachnamen. "Natürlich bin ich mir dessen bewusst, aber ich glaube dir trotzdem nicht… Ashley.", ich blicke ihn mit großen Augen an. "Dass du es wagst mich beim Vornamen zu nennen.", rege ich mich auf, doch er lacht bloß. "Eigentlich bist du sogar ganz niedlich, wenn du dich so aufplusterst, wie eine Eule." Ich schaue ihn ernst in die Augen. "Du bist aber weder niedlich, noch frech oder lustig, wie viele sagen. Jetzt entschuldige mich bitte, ich fühle mich gelangweilt und habe keine Lust mich weiterhin mit jemanden, wie dir abzugeben.", ich gehe und er zieht eine ulkige Grimasse. Ich antworte mit meinem Mittelfinger. Dieser Typ nervt. Ich gehe wieder in den Gemeinschaftsraum. Madam Pomfrey wird sich sicher keine Sorgen machen, sie weiß, dass ich immer gehe, wenn mir danach ist. Sie ist eine Art Mutter für mich. Eine Mutter, die ich nie hatte und nie haben werde. Und genau meine Mutter und mein Vater sind der Grund, wieso ich mich so oft im Krankenflügel aufhalte. Sie misshandeln mich, quälen mich mit den schlimmsten Flüchen. Und das alles nur, weil sie mich gehorsamer und gefügiger machen wollen. Angeblich um mich auf die Herrschaft Voldemorts vorzubereiten. Ich glaube sie haben einfach Probleme, viele Probleme. Ich weiß, dass sie sich immer einen Sohn gewünscht haben und meine Geburt schon die ersten Aggressionen in ihnen, gegenüber mir aufflammen ließ. Sie hassen mich, aber das soll keiner mitbekommen und ich lasse es über mich ergehen. Denn so dumm es auch klingen mag, ich liebe meine Eltern, trotz der Folter, die ich durchleben muss. Keiner weiß davon, außer Madam Pomfrey. Ich lege mich in mein Bett und betrachte meinen Körper. Ich bin voller blauer Flecken, dort wo nur ich sie und kein anderer sehen kann. Dann erblicke ich meine Rippen, man kann sie wirklich zählen. Ich neige zur Magersucht. Wenigstens meine dürre Figur verleiht mir eine Art Schönheit, sei es von außen oder innen. Ich glaube an alles, was mir meine Eltern eingeflößt haben, denn sie manipulieren mich. Benutzten mich wie eine Art Marionette und ich kann und will mich nicht wehren. Mein reines Blut sorgt dafür, dass ich mich dazugehörig fühle, deshalb hoffe ich so auf Voldemorts Rückkehr. Ich will mit Leuten leben, die ticken, fühlen, denken und handeln wie ich. Jedenfalls hoffe ich, dass das so sein wird. Ich schlafe ein, doch in meinem Gedanken spuckt jemand herum. * Zeitsprung: Mein hoher Schrei zerreißt die Luft. Meine Brust senkt und hebt sich schnell, meine Augen werden schlaff. Ein erneuerter Fluch trifft mich. Der nächste Schrei folgt. "Du zeigst Schwäche, Ashley. Hör auf zu jammern und kämpfe, wie eine McCurrage.", schreit mein Vater. Doch ich lasse die Tränen siegen, wimmere, dass sie aufhören sollen, doch sie beachten mich nicht. Meine Mutter steht direkt neben meinem Vater und blickt mit faszinierten Augen auf mich herab. "Lass es, Vitus. Es hat heute, bei dir, keinen Sinn mehr. Ich kümmere mich mal nachher um ihre Folter.", eigentlich sollte ich mich freuen, dass jetzt der Schmerz vorbei ist, aber ein viel größerer Schmerz macht sich in mir breit. Es ist Angst, noch nie hat meine Mutter mich allein gefoltert. Ich bleibe zitternd auf dem Boden liegen. "Komm Valeria.", sagt mein Vater zu Mutter und die Beiden gehen. Ich stehe schwankend auf und begebe mich nach oben. Yinky, unser Hauself kommt mir entgegen. "Soll ich der Herrin etwas bringen?", fragt er mich und ich schüttle den Kopf. "Nein, verschwinde einfach!", schnauze ich ihn an und missachte seinen verletzten Blick. Soll er doch traurig sein, ich bin auch nicht besser dran. Ich gehe ins Bad und lasse mir eine Badewanne ein und relaxe. Plötzlich kommt meine Mutter hinein. "Was machst du hier?", frage ich sie und sie lacht gespielt. "Das Haus gehört zufälligerweise mir, also kann ich hingehen wo ich will und jetzt komm raus, wir gehen einkaufen für das nächste Schuljahr.", innerlich atme ich glücklich aus, meine Folter wird warten. Angekommen in der Winkelgasse laufen wir von Laden zu Laden. Meine Mutter hat mir davor noch eine hochgeschlossene Jacke gegeben, weil ich einen riesigen Bluterguss am Schlüsselbein habe. Schließlich soll ja keiner ein falsches Bild von unserer Bilderbuchfamilie bekommen. Ich entdecke eine Gruppe von Rothaarigen. Die Weasleys, seufze ich. Mein Vater geht auf sie zu, sie kennen und hassen sich. "Hallo Familie Weasley, was für eine angenehme Überraschung euch Blutsverräter hier zu treffen.", er lacht. Doch die Weasleys blicken alle ernst drein. Jemand rammt auf einmal in mich hinein und reißt mir meine Jacke vom Leib und ich fröstle. Nicht wegen der Kälte, nein, es ist eigentlich relativ mild. Es ist wegen der Person die mir gegenüber steht und entsetzt auf mein Schlüsselbein starrt. Es ist kein geringerer als George Weasley. Mittlerweile weiß ich wer, wer ist. George hat einen minimalen Leberfleck an seinem Auge, welchen Fred nicht besitzt. Ich hebe schnell meine Jacke auf und schlinge sie eng um mich, er stottert so was wie ein Sorry. "Was war das da gerade?", fragt er mich und ich weiche seinem Blick aus. "Nichts.", gebe ich schroff wieder, mich interessieren seine Gefühle gleich null. "Doch, da war doch ein gewaltiger Bluterguss, direkt an deinem Schlüsselbein.", ich spüre die bohrenden Blicke meiner Eltern im Rücken. "Das stimmt, ich bin leider hingefallen und habe mich dabei gestoßen. Aber es geht dich mal wieder nichts an." Er macht ein skeptisches Gesicht, schüttelt meine Hand zum Abschied und lässt mich ziehen. Wir warten und lassen die Weasleys gehen. Meine Eltern machen sich jetzt auch auf den Weg, drehen sich jedoch um und blicken mich angewidert an. "Hier nimm das Geld und kauf das Zeug ein, das du brauchst. Wir müssen mal zu Borgin und Burkes.", damit machen sie sich von dannen und lassen mich stehen. Ich gehe zu Flourish und Blotts, wo meine Lehrbücher schon darauf warten, dass ich sie kaufe. Doch ich werde vor der Ladentür abgefangen. "Es muss wohl Schicksal sein, dass wir uns so oft über den Weg laufen oder vielleicht ist es auch ein lustiger Zufall.", lacht George Weasley neben mir. "Oder du verfolgst mich schlichtweg.", sage ich trocken. "Sehr amüsant. Wirklich, du kleiner Scherzkeks Nein, aber Spaß beiseite. Du kannst gerne darüber reden.", sagt er während er auf mein Schlüsselbein zeigt. "Wieso sollte ich das?" "Wieso nicht.", gibt er wieder. "Hör mal zu Weasley, dieses Problem geht dich gar nichts an." Er blickt mich wissend an. "Du sagst also, dass das ein Problem ist.", hackt er nach. Mir bleibt zuerst eine Antwort aus. "Ja vielleicht ist es das. Vielleicht habe ich Probleme, aber ich werde sie nicht mit dir und das sage ich dir zum 1000. mal teilen.", schreie ich ihn an. Dabei kullert eine kleine Träne über meine Wange. "Du weinst ja.", erschrocken weicht er einen Schritt zurück. "Tu ich gar nicht und jetzt geh.", probiere ich in einen möglichst freundlichen Ton zu sagen, was definitiv echt schwer ist. Er schüttelt den Kopf. "Nein, werde ich nicht.", sagt er entschieden. "Du brauchst Hilfe.", flüstert er. Ich blicke in schroff an, eigentlich meint er es ja nur nett, aber ich darf nicht nachgeben. "Nein, du wiederholst dich George.", platzt es aus mir heraus. Ein erstauntes Gesicht blickt mich an und ich bereue sofort meine Worte. Ich habe ihn tatsächlich beim Vornamen genannt! "George, also? Begegnen wir uns jetzt etwa schon auf einer freundschaftlichen Ebene?" Ich rolle mit den Augen. "Träum weiter.", entgegne ich und er macht einen übertriebenen Schmollmund. "Schade. Na dann lasse ich mal die Kaltblüterin gehen, aber wenn du jemanden zum Reden brauchst, kannst du dich gerne bei mir melden.", er blickt mich aufmunternd an und diesmal muss sich, trotz aller Widerstände, ein kleines Lächeln auf meine Lippen zaubern. Er zwinkert mir zu und geht. Irgendwie vermisse ich seine Nähe. Er hat mir kurzzeitig das Gefühl gegeben, dass ich mich von meinen Gefühlen und Ängsten lösen kann. 'Hallo Ashley, keine Gedanken an George Weasley verschwenden', schreit eine Stimme und ich schüttle belustigt den Kopf, danach mache ich mich auf in den Buchladen. * Zeitsprung: Mit einer steifen Umarmung verabschiede ich mich bei meinen Eltern. Sie blicken mir starr hinterher und ich steige voller Freude, endlich los von meinen Eltern zu sein, in den Zug. Ich gehe in das Abteil, wo Graham schon auf mich wartet. Er kommt auf mich zu und umarmt mich. Mir fällt auf das er an Muskelmasse zugenommen hat, während der Ferien, oder er hat einfach zu viel gegessen."Etwas zugelegt?", frage ich ihn belustigt. "Mit einem Blutsverräter geflirtet?", fragt er mich ernst. Ich blicke ihn erstaunt an. "Ehm. Nein. Wie kommst du darauf?" Er überlegt. "Blaise hat mir erzählt, dass Pansy ihm geschrieben hat, dass sie dich und einen der Weasley-Zwillinge neulich in der Winkelgasse gesehen hat und ihr habt wohl sehr innig gewirkt.", erklärt er mir. Ich denke daran zurück und ich habe mich ja wirklich wohlgefühlt. George ist ja wirklich sehr lieb, trotz meiner barschen Art. 'Hallooooooo, du redest immer noch von einem Weasley!', schreit mein Verstand. "Ach nein, das war nichts, ehrlich gesagt war das sogar eine Auseinandersetzung. Aber ich glaube der Eine steht auf mich.", haue ich einfach raus, auch wenn ich mir sicher bin, dass das nicht der Fall ist, aber so lenke ich davon ab, dass ich mich freundlich mit einem Weasley unterhalten habe. Graham zuckt mit den Augenbrauen und lacht. Danach zieht er mich auf die Sitzbank und spricht mit mir über seine Ferien. Ich höre nur mit dem einem Ohr zu, denn meine Gedanken schweifen woanders hin. Nach kurzer Zeit nicke ich ein und gleite in einen traumlosen Schlaf. Nach ein paar Stunden weckt mich Graham mit sanften Blick. "Wir müssen.", sagt er und wir mach uns auf zum Schloss. Zeitsprung: Mein Körper bebt und zittert. Wieso tust du bloß so was? Frage ich mich selber. Ich weiß es selber nicht. Schon länger war ich darauf bedacht einen extrem schlanken Körper zu haben. Aber seit den Ferien habe ich angefangen meine dezenten Mahlzeiten auszubrechen. Mit Absicht habe ich das Mädchenklo der maulenden Myrte gewählt. Keiner kommt hier hin und ich kann mich in Ruhe ausheulen. Meine Klamotten sind schon durchnässt. Ich glaube ich habe wirklich Probleme. Vielleicht stimmt auch irgendwas in meinem Kopf nicht. Möglicherweise bin ich einfach zu schwach. Ich fasse mich langsam wieder und betrachte mich im Spiegel. Meine brauner langer Pferdeschwanz hängt lustlos rum, das schmale Gesicht ist eingefallen. Ich sehe wirklich nicht mehr gesund aus. Meine Bluse wirkt wie ein Oversize-Pulli. Meine Finger sind knochig. Plötzlich höre ich Schritte und drehe mich erschrocken um. Graham! Er betrachtet mich entgeistert. "Hey, was ist los? Du bist ja etwas dreckig um den Mund.", er kommt auf mich zu und schnappt entsetzt nach Luft. "Hast du dich etwa übergeben?", fragt er schockiert. Ich nicke sanft. "Ich möchte nicht darüber reden.", sage ich vorweg, ehe er mit irgendwelchen Fragen beginnen kann. Er nickt, jedoch skeptisch und geht wieder. Ein erneuerter Tränenschwall überrascht mich. Von außen wirke ich immer so stark und unberührbar, aber sobald ich meine Emotionen in die Freiheit entlasse, bröckelt diese Mauer, die ich allzu gerne immer aufrechterhalten möchte. Aber manchmal funktioniert alles nicht. Es sind wieder Schritte zu hören. "Graham, ich habe doch gesagt, dass ich nicht darüber reden will. Jetzt lass mich doch einfach mal in Ruhe.", es folgt keine Antwort und ich drehe mich um, um entsetzt festzustellen, dass die Zwillinge mir gegenüber stehen. Ihre Blicke sind fragend. Sie haben keine Ahnung. "Ashley. Was ist los?", ergreift George das Wort und ich muss den Kloß im Hals herunterschlucken, um nicht wieder anfangen zu heulen. "Nichts, Weasleys. Geht! Geht einfach!", ich schreie, wie eine Hysterische. George beugt sich zu Fred rüber, welcher mit schnellen Schritten die Toilette verlässt. "Hey.", sagt er ruhig. Ich blicke ihn mit dunkler Miene an. "Was willst du schon wieder?", frage ich ihn mit brüchiger Stimme. Doch er geht gar nicht drauf ein. "Hör mal zu. Ich weiß, dass du mich nicht besonders leiden kannst. Aber ich mag dich, wie absurd das auch klingen mag und ich möchte gerne mit dir befreundet sein. Denk drüber nach.", sagt er und macht sich auf den Weg nach draußen. "Warte.", keuche ich. Er dreht sich um. "Du bist ein Weasley, aber erträglich, vielleicht könnten wir ein freundlicheres Verhältnis aufbauen, aber ich kann dir meine Probleme nicht anvertrauen, das funktioniert. Ich glaube ich kann sie keinem anvertrauen." Er blickt mich nickend an. "Du leidest an Magersucht oder?", entfährt es ihm. Ich muss erstmal schlucken, bevor ich bejahe. "Das ist eine ernstzunehmende Krankheit. Ich weiß, dass du mit Madame Pomfrey gut auskommst, erzähl ihr doch davon.", schlägt er mir vor. Ich schrumpfe innerlich zusammen. Ohne nachzudenken, werfe ich mich auf ihn und er nimmt mich in seine starken Arme. Ich heule, wie ein Schlosshund. 'Und das vor einem Weasley!', nörgelt die Stimme wieder. Doch diesmal schalte ich sie aus. Jetzt geht es nur darum meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. "Sssch. Alles wird gut. Ich werde dir jetzt eine intime Frage stellen und wenn du willst kannst du sie mir beantworten, aber du musst selbstverständlich nicht.", flüstert er und ich nicke mit voller Nase. "Deine ehm…, also deine Eltern, die behandeln und foltern dich schrecklich oder? Dein Bluterguss und dein Flackern in den Augen, diese Angst, sorgte dafür, dass ich mir so etwas dachte. Ich dachte mir, dass deine Eltern grausam sein müssen." Ich blicke ihn mit feuchten Augen an. Ich brauche eine Weile, bis ich meine Sprache wieder finde. "Ja, sie sind schrecklich, doch ich liebe sie und deshalb bin so fürchterlich, wie ich bin und es zerreißt mich sogar innerlich zu sehen, wie ich Leute verletzte, aber es liegt in meiner Natur.", erkläre ich ihm. Eine Weile verharren wir so, ehe ich mich entwinde und noch voller Tränen zum Schlafraum gehe und schnell einschlafe. Tatsächlich habe ich Madame Pomfrey von meiner Krankheit erzählt und sie päppelt mich auf. Sei es mit Schokofröschen oder sonst was. Sie sorgt dafür, dass ich mich besser fühle. Ab und zu habe ich Unterhaltungen mit George, natürlich so, dass es keiner mitkriegt. Ich möchte die Gerüchte ja nicht selber in die Welt setzen. Es wird schon gemunkelt, dass ich meine Meinungen gegenüber Schlammblütern und Blutsverrätern abgelegt habe. Irgendwie muss ich mir eingestehen, dass das sogar so langsam stimmt. Ich merke anhand von George, dass Blut nichts mit der Persönlichkeit zu tun hat. Er ist so sanft mit mir, wie kein Anderer. Er beschützt mich wie ein Löwenvater. Aber dennoch sehne ich mich nach Voldemort, ich glaube das klingt dumm und absurd, aber so ist es. Ich gehe gerade mit Graham zum Gewächshaus, Unterricht mit den Gryffindors. Ein mulmiges Gefühl macht sich in mir breit. Professor Sprout steht schon bei ihren Pflanzen und singt vor sich hin. Einige Schüler sind schon da. George kommt auf mich zu, mit einem riesigen Lächeln im Gesicht. Ich spüre Grahams angespannten Körper neben mir. "Hey Ashley!", entfährt es ihm. Ich merke wie mich Graham angewidert anblickt, wie seine Zähne knirschen. Sonst begrüße ich ihn immer nett, mit einem unlustigen Scherz, gute Laune ist halt nicht so mein Ding. Aber ich muss aufhören mich so zu benehmen. Wie werden meine Eltern reagieren, wenn sie rausbekommen, wie ich mich verhalte. Nein, damit muss Schluss sein. "Verschwinde du wertloser Blutsverräter! Wage nie wieder mich anzusprechen, oder du wirst bezahlen. Vielleicht mit einem schönen Fluch, denn ich habe keine Probleme einen unverzeihlichen Fluch anzuwenden. Hau ab!", meine Stimme ist so angewidert und monoton, dass mir selber die Galle hochkommt. Seine Miene verdunkelt sich, er blickt mich entsetzt an. Mit einem letzten Blick kehrt er mir den Rücken zu. Ich lasse ein tiefes Lachen hören. "Wow, Ashley. Der hat ja fast geheult.", gibt er anerkennend zu. "Selbst das wäre mir egal.", lüge ich ihn an. Doch mein Herz schmerzt. Die ganze Stunde ertappe ich mich, wie ich ihn entschuldigend anblicke, doch er weicht meinen Blicken so gut es geht aus. Die Stunde ist vorbei und ich sage Graham er solle vorgehen. Ich beobachte George und Fred wie sie in die andere Richtung laufen. Schnell folge ich ihnen. "George, George warte, bitte!", rufe ich ihm hinterher. Nach ein paar Sekunden dreht er sich um. "Was, was willst du? Mich wieder wie einen Idioten dastehen lassen? Mich beleidigen?", seine Stimme ist ungewohnt ernst. "Mich entschuldigen", gebe ich wieder. Sein Blick wird klarer, mit einem Kopfnicken schickt er Fred fort. Ich räuspere mich. "Wir können nicht befreundet sein, dass gefährdet nicht nur mich, sondern auch dich. Ich mag dich George, aber ich möchte dich nicht verletzen.", er blickt mich mit zitternden Lippen an. "Du verletzt mich immer.", flüstert er. Ich blicke ihn fragend an. "Ok. Dann wars das mit uns.", sagt er und geht. Ein paar Tränen rollen über meine Wangen. Zeitsprung: Ich habe kein Wort mehr mit George gewechselt, mein Zustand hat sich mal wieder verschlechtert, so dass ich jetzt im Krankenflügel feststecke. Ich rede nicht mehr. Wieso sollte ich auch. Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Meine Noten bleiben jedoch gut, aber mir wurde verboten die Prüfungen mitzuschreiben. Nein, noch schlimmer. Ich werde vorzeitig nach Hause geschickt. Meine Sachen sind schon gepackt. Keine Ahnung wie meine Eltern reagieren werden. Vermutlich werde ich mit ein paar Flüchen begrüßt. Mit starren Blicken werde ich empfangen. Doch auch ein kleines Lächeln huscht über ihre Gesichter. "Hat auch etwas Gutes, dass du früher wieder hier bist.", sie führen mich nach Hause, wir setzen uns auf ein Sofa und ich starre die Beiden verängstigt an. "Es ist so weit.", er gönnt sich eine kleine Pause, um den Moment spannender zu machen. "Der dunkle Lord ist zurück.", schreit mein Vater triumphierend. Ich schnappe nach Luft. "Bald ist es so weit. Jaaaaaa.", schreit meine Mutter. "Bald wirst du auch einer seiner Diener sein.", sagt sie und zeigt mir dabei ihr dunkles Mal. "Ende der Ferien. Bei der Quidditch- Weltmeisterschaft beginnt seine Herrschaft langsam wieder von neuen.", fährt mein Vater fort. Ich nicke erfreut, doch irgendwie habe ich mir seine Rückkehr spektakulärer vorgestellt. Die Zeit verrinnt, manchmal schreibe ich mit Graham, der besorgt über meinen Zustand fragt. Manchmal liege ich auch einfach nur auf meinem Bett und weine. Ich vermisse George. Und es tut mir so fürchterlich leid, dass ich ihm so wehgetan habe. George ist wirklich ein guter Mensch und ich habe seine Freundschaft einfach nicht verdient. Dennoch ich kann nicht aufhören an unsere gescheiterte Freundschaft zu denken. Morgen geht es auf zur Quidditch-Weltmeisterschaft. Jegliche Gefühle machen sich in meinem Körper breit. Ich habe gehört, dass die Weasleys ebenfalls da sein könnten. Trotz Protest meiner inneren Stimme denke ich an George, an unsere schönen Stunden, wenn er mich in den Arm genommen hat und ich meinen Kummer von der Seele gesprochen habe. Doch ich vergesse leider unsere 'Trennung'. Was habe ich bloß getan, denke ich mir. Wieso habe ich ihn bloß fortgeschickt? "George.", wimmere ich leise vor mich hin. Vielleicht mit der Hoffnung, dass er in mein Zimmer kommt, mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht und einen lustigen Witz erzählt. Doch dazu wird es nie kommen. Niemals. Wie in Trance gehe ich an meinem Schreibtisch, schnappe mir mein Briefzeug und eine Feder. Ich setzte an und die Worte sprühen, wie sanfter Regen, aus der Spitze. Lieber George, Ich weiß nicht, wie ich meinen Fehler jemals wieder gutmachen soll. Ich glaube das geht gar nicht. Ich denke oft an deine Worte, deine Scherze, deine Wärme, allgemein denke ich oft an dich. An dich und mich. Wie schrecklich ich mich verhalten habe und das ich mich in dich verliebt habe. Beim letzten Satz halte ich inne. Nein, das ist Schwachsinn. Wütend zerknülle ich den Brief. "Was tust du bloß mit mir!", schreie ich. Ich hole meinen Zauberstab und verbrenne meinen Brief. Mir doch egal, dass ich nicht außerhalb von Hogwarts zaubern darf. Mir ist alles egal. Ich bin nicht imstande zu lieben. Was hat die dumme Feder da bloß zu Papier gebracht. Aufgebracht gehe ich zu Bett. Das Abendessen kann ausfallen, interessiert mich eh nicht. Ich sitze neben Malfoy und schaue desinteressiert dem Spiel zu. "Schon gehört?", fragt er mich. Ich ziehe fragend die Augenbrauen hoch. "Der dunkle Lord kommt zurück. Ein paar Todesser machen nachher ein bisschen Ärger.", lacht er und ich gebe ihm instinktiv eine Backpfeife. Ein paar entsetzte Augenpaare wenden sich mir zu, ich lächle unschuldig und schon sind die neugierigen Blicke wieder fort. "Sag das noch einmal so laut und es trifft dich ein Fluch." Er nickt eingeschüchtert. Nach ein paar Minuten flüstert er mir ins Ohr. "Na schau mal, du hast doch nicht etwa einen Verehrer?", ich folge seinem Blick und erblicke George, wie er zu mir herunterblickt. Er scheint meine Blicke zu merken, denn schnell wendet er sein Interesse wieder dem Spiel zu. "Halt doch die Klappe, Malfoy. Du stehst schließlich auf Pansy.", die Röte steigt ihm ins Gesicht. "Stimmt doch gar nicht.", verteidigt er sich und ich schnaube auf. Danach blicke ich wieder zu George, er erblickt mich und ein leichtes Lächeln huscht über sein Gesicht. Danach schauen wir wieder weg, es wäre zu schön, dass ich offen zu ihm stehen könnte. Wie das Spiel ausgeht weiß ich gar nicht, ich bin eingeschlafen. Auch wenn ich eine begnadete Spielerin bin, sehe ich mir am liebsten dabei zu und nicht anderen. Ich werde von meinen Eltern nach Hause geschickt. Sie meinten ich sei für den Todesseraufstand schließlich noch zu jung. Nervös sitze ich am Wohnzimmertisch und kaue an meinen Fingernägeln. Eine fürchterliche Angewohnheit. Nach Stunden kehren meine Eltern zurück. Meine Mutter lacht und mein Vater fällt mit ein. Sie umarmen sich innig und blicken dann voller Verachtung zu mir. "Hoffentlich wirst du auch bald eine von uns.", raunt mein Vater, danach dreht er sich wieder zu meiner Mutter und küsst sie. Ehrlich gesagt finde ich es abartig, wie sie sich küssen. Meine Mutter hört abrupt auf und schaut mich wieder an. "Jetzt gaffe nicht so! Mami und Daddy gehen jetzt nach oben, Spaß haben.", schreit sie und meine Eltern verschwinden lachend in ihrem Schlafzimmer. "Spaß haben, dass ich nicht lache.", flüstere ich und gehe mit zugehaltenen Ohren an dem Zimmer meiner Eltern vorbei und betrete schließlich meins. Der Aufstand muss erfolgreich gewesen sein, denke ich mir. * Zeitsprung: Meine Eltern haben es schließlich aus dem Schlafzimmer geschafft und haben mich zum Zug gebracht. Ich höre unserem Schulleiter bei seiner Rede zu und bin ehrlich gesagt gespannt auf den Ball. Wer wird mich einladen? Zwar bin ich von meiner Persönlichkeit nicht gerade bei den Jungs beliebt, aber vom Aussehen her, sei ich wohl oberste Klasse, trotz dem Fehlen jeglicher Kurven. Graham spannt sich neben mir an. "Und willst du hingehen?", fragt er mich und ich nicke. "Mit mir?", fragt er danach und erstaunt blitzen meine Augen auf. Wieso sollte ich mit meinem besten Freund auf den Ball gehen, aber ich kann ja auch nicht nein sagen. "Wieso nicht? Ja gern.", ich gebe ihm ein Küsschen auf die Wange und es folgt eine Umarmung seinerseits. Instinktiv drehe ich mich um, Georges Augen kleben auf mir. Sein Gesicht ist in Falten gelegt. Unscheinbar winke ich ihm zu, doch er ignoriert mich. Verwirrt drehe ich mich wieder um. Es ist schön einfach mal seine Runden über dem Quidditch-Feld zu drehen. Ein kleiner Punkt auf der Tribüne sticht in mein Auge und ich setze zu einer akkuraten Landung an. Ich schaue George an, wie sein Blick sorgenlos über mich gleitet. "Werde ich wieder vom Weasley verfolgt?" Er zuckt abweisend mit den Schultern. "Hey? Was wurde dir denn ins Butterbier gemischt?", ich sehe, dass er sich ein Kichern verkneifen muss. "Keine Ahnung. Wollen wir eine Runde drehen?", er zeigt auf meinen Besen, den Neusten, den es auf dem Markt gibt, natürlich. Ich überlege. Wo hat er seinen? "Hast du auch einen mit?", er schüttelt den Kopf. "Ashley, ich beiße nicht. Vielleicht können wir ja wieder eine Beziehung zueinander aufbauen?", ich lächle ihn an. Sanft nimmt er mir den Besen aus der Hand und schwingt sich herauf. Mit Schwung setzte ich mich hinter ihn und unsere Körper berühren sich. An jeder Stelle entsteht ein Kribbeln. Vorsichtig lege ich meine Arme um seinen Oberkörper. Er fliegt über die weiten Wälder um Hogwarts und ich schmiege mich immer näher an ihn heran. "Du fliegst toll für einen Weasley.", scherze ich. "Du wirst immer humorvoller.", gibt er wieder und plötzlich kommt ein Sturzflug und wir landen holprig auf dem Boden. Wir keuchen, wissen nicht was wir sagen sollen. Jede Faser scheint so lebendig, wie noch nie. Ich habe das dringende Gefühl, dass ich ihn küssen will. 'Was? NEIN!', die Stimme ist mal wieder am Start. "Das war toll. Ich muss.", ich winke ihm zu und entfliehe der Situation. Den Weihnachtsball kann ich vergessen. Fiebrig sitze ich auf den Bänken und schaue den tanzenden Paaren zu. Immerhin wurde mir erlaubt, dass ich für ein paar Stunden zugucken darf. Graham sitzt neben mir. Er meinte, es wäre fies, wenn er ein anderes Mädchen gefragt hätte. Ich habe fürchterlich schlechte Laune. Am meisten stört mich, dass alle Leute lachen und gute Laune haben. "Mir reicht es.", brumme ich und verlasse den Ball. Ich setze mich in die Bibliothek und stöbere ein bisschen in der verbotenen Abteilung herum. Gibt ja keinen, der mich dabei erwischen kann. Ein paar interessant Bücher und ich flitze schnell in den Gemeinschaftsraum. *Zeitsprung: Erschreckt starre ich auf Cedrics Leiche. Ich höre wie Harry davon spricht, dass der dunkle Lord wieder da ist. Eigentlich habe ich mich immer auf diesen Augenblick gefreut, aber als ich erblicke, wozu er fähig ist, wird mir ganz unwohl. Harry wird fortgeschleppt und ich starre einfach nur vor mich hin. Eine kalte Hand legt sich auf meine Schulter und ich unterdrücke einen spitzen Schrei, als ich meinen Vater erblicke. Seine Augen leuchten und er zieht mich mit sich. Mein wirrer Blick fällt auf George, der mich besorgt mustert. Ich forme mit meinen Lippen, ein "Geh" und blicke ihn flehend an, doch er kommt auf uns und stellt sich direkt vor meinen Vater, Fred hält sich im Hintergrund. "Guten Tag Mr. McCurrage, ich habe das Gefühl, dass ihre Tochter nicht mit Ihnen gehen möchte.", mein Vater blickt zuerst ihn und dann mich wütend an. Er zieht eine Augenbraue hoch und verzieht sein Gesicht. "Ach und wie kommst du da drauf? Ich habe den Anschein, dass du meine Tochter verfolgst, oder was läuft da zwischen euch." Er geht drohend einen Schritt auf George zu, doch dieser zuckt nicht mal mit der Wimper. Ich nehme den Arm meines Vaters. "Nein Vater. Lass es.", erstaunt blickt er mich an, hebt seine Hand und es folgt ein stechender Schmerz in meiner linken Wange. "Wage nicht noch einmal mich aufzuhalten. Komm!", hastig nimmt er mich bei der Hand. "Ashley!", schreit George mir hinterher. Er erneuerter Schlag in mein Gesicht. Georges Gestalt verblasst und wir verlassen Hogwarts. "Das werden wir noch klären!", schreit er mich an und wir apparieren nach Hause und ein paar Stunden später, kann ich mich eine Todesserin nennen. Meine Mutter blickt mich zufrieden an. "Wow, das erste Mal, dass du was Tolles gemacht hast, dein Vater hat mir von dir und dem Weasley erzählt. Möchtest du mich darüber aufklären?", ihr Tonfall ist fordernd. "Da gibt es nichts." Sie verzieht das Gesicht. "Du magst den Jungen! Leugne es nicht!" Ich schweige. Da trifft mich mal wieder ein Fluch. Ich schreie. "Wie heißt er?", fragt sie. "Ge… George.", wispere ich. "Magst du ihn?" "Ja." "Aber er ist ein Blutsverräter!", brüllt sie wieder und dann hört der Schmerz wieder auf. "Sorgen wir dafür, dass das Keiner herausfindet." Dann ist sie verschwunden. Ich bleibe auf dem Boden liegen, Tränen rollen hinunter. Als mich meine Mutter fragte, ob ich George mag, habe ich nicht einmal an meiner Antwort gezweifelt. Immer wenn ich an George denke, wird meine triste Welt immer ein bisschen heller. Die Nacht bricht ein und ich hieve mich in mein Bett. * Zeitsprung: Mit trockenen Lippen schaue ich auf mein dunkles Mal. Bald werde ich an meiner ersten Versammlung teilnehmen, nun geht es aber wieder nach Hogwarts. Jedes Jahr jagt das nächste und bald bin ich mit der Schule durch. Ich habe von Potters Anhörung gehört, meine Mutter war mit dabei, samt ihrer Freundin Umbridge, die meine neue Lehrerin wird. Vorsichtig taste ich mich aus dem Zugabteil, auf dem Weg zum Klo. Mir kommt George entgegen, ich schaue mich um, ob jemand in der Nähe ist, aber es sind nur wir zwei. Er mustert mich besorgt. "Es tut mir so leid. Ich wollte dich doch nur irgendwie beschützen vor deinem Vater, aber es ging nicht. Mich hat die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen geplagt.", schweigend blicke ich ihn an und falle ihm in die Arme. "Ich weiß George, aber es wird immer schwieriger mit uns." "Wieso?", naiv kremple ich meinen Arm nach oben, mache ihn aber auf halben Weg wieder hinunter. "Dunkle Mächte erheben sich, George. Er ist wieder da." Ich löse mich und mache mich wieder los. "Ich liebe dich Ashley.", flüstert George und ich drehe mich schwer atmend um. "Ach George…", sage ich wehleidig und unterdrücke die Tränen. Ich schüttle den Kopf, als Zeichen, dass das nicht geht oder eher funktioniert. "Du hast gesehen, wie mein Vater reagiert hat. Das könnte nicht gutgehen." "Liebst du mich Ashley?", ich will seine Frage nicht beantworten, bin zu feige ihm meine Gefühle zu offenbaren. Ich lasse ihn stehen und gehe wieder. Ich sehe entmutigte Gesichter von vielen Schülern. Umbridge ist fürchterlich zu allen Kindern außer den Slytherins. Ich weiß, dass sie sehr auf den Blutstatus achtet und sie allgemein Kinder hasst. Ich fahre heute nach Hause, zu meiner ersten Versammlung. Ich bin aufgewühlt. George hat nicht noch einmal seine Gefühle mir gegenüber erwähnt. Unsere Gespräche und Treffen werden immer weniger und oberflächlicher. Ich glaube er ist verletzt. Meine Eltern holen mich barsch ab und wir apparieren ins Malfoy Manor. Der dunkle Lord begrüßt alle und dann wenden sich seine kalten Augen mir zu. "Meine neuste Anhängerin, willst du sehen, was es heißt ein Todesser zu sein?", ich nicke verängstigt mit dem Kopf. Er zückt den Zauberstab und eine Muggel Familie kommt starr auf uns zu gelaufen. Einige Todesser lachen höhnisch auf. "Und jetzt AVADA KEDAVRA.", die Eltern fallen sofort tot um, das Kind fängt an zu schreien, es hat rotes Haar und ich muss an George denken. Eiskalte Angst packt mich, wie eine Windböe. "Töte es!", schreit er mich an. Alle blicken mich an und ich atme so flach, wie nach hunderten Quiddtch-Spielen. Ich höre, wie meine Mutter sich die Hand auf die Stirn schlägt. Ich schließe die Augen und schreie den Todesfluch. Ich höre den Aufprall und schaue auf das Kind herab, plötzlich sehe ich Georges Gesicht und schluchze auf. Doch dann ist es auch schon wieder weg, weinend appariere ich schnell nach Hause. Wieder in Hogwarts ist das Jahr schon wieder fast vorbei. Die Prüfungen werden gerade bei Umbridge geschrieben, als plötzlich Geräusche ertönen und Fred und George auf ihren Besen in den Raum stürmen, alles geht schnell, dann sind sie weg. So richtig weg. Plötzlich tut mein Mal weh, als würde meine Kleidung in Flammen stehen. Ich renne von Hogwarts, um apparieren zu können und um zu erfahren, dass meine Eltern im Ministerium einen Kampf haben. * Zeitsprung: Ich folge meinen Eltern zu Borgin und Burkes, dort wollen wir Mrs. Malfoy samt Sohn treffen. Doch fröhliche Rufe und das Lachen einiger Kinder bringt mich aus dem Konzept. Langsam schleiche ich von meinen Eltern fort und entdecke einen Scherzartikel-Laden von den Weasleys! Mein Puls erhöht sich und ich tauche ein in das bunte Geschehen. Ich habe George schon lange nicht mehr gesehen und vielleicht habe ich ja das Glück ihn heute zu treffen. Ich sehe Granger und Weasley Junior bei den Liebestränken, gegenüber zwei identisch aussehende Personen. Schnell stürme ich auf sie zu. "George Weasley.", flüstere ich und die vier blicken mich mit großen Augen an. Ich schaue nervös von einer Person zur Anderen. George räuspert sich. "So jetzt haben alle genug gegafft, Fred kümmere dich doch bitte um Ginny und Hermine.", Fred nickt und zwinkert George zu, danach nimmt mich George bei der Hand und nimmt mich mit in einen separaten Raum. Naja, Raum kann man das nicht nennen, eher eine Kammer und es ist sehr eng. "Hey, ich denke mal es muss schnell gehen?", wispert er. Ich nicke. "Ja leider, ich habe eine Frage." "Und?" Ich muss kichern. Ungewöhnlich wie ich mich verändert habe. "Wirken diese Liebestränke wirklich?" Ich sehe wie seine Augen im Dämmerlicht leuchten. "Wieso willst du das denn wissen?" "Ich will … einen… Weasley damit rumkriegen.", gestehe ich. Es vergehen ein paar Sekunden und dann spüre ich Georges warme Lippen auf meinen. "Warmherzig bist du ja mittlerweile.", ich lache auf. "Wir werden uns eine Weile nicht sehen, du weißt, dass ich auf einer anderen Seite kämpfe. Aber vielleicht besteht danach die Chance…", er küsst mich wieder. "Ich glaube an eine Zukunft mit uns beiden.", ich muss schmunzeln. "Ich muss jetzt gehen.", flüstere ich und öffne die Tür, doch ich drehe mich noch einmal um und küsse ihn innig. "Übrigens liebe ich dich auch, George.", danach bin ich verschwunden. Und das für eine lange Zeit, bis der entscheidende Zeitpunkt kommt. *Zeitsprung: Mit geschlossenen Augen atme ich durch und dann zücken wir alle unsere Zauberstäbe und der Kampf beginnt. Ich schleiche mich davon, zu feige um mich für eine Seite zu entscheiden. Doch ich merke, dass mir jemand folgt, es ist George. Meine Augen füllen sich mit Tränen, meine Atmung wird noch schneller. "George!", brülle ich und renne auf ihn zu. Er nimmt mich in den Arm und küsst meine Schläfe. "Ich habe dich so vermisst.", er nickt. "Hey, wenn wir das nicht überleben, will ich dich trotzdem fragen, ob du mit mir zusammen sein würdest?", ich blicke ihn unverwandt an. Ich wüsste nicht wie alle Anderen reagieren würden, vor allem meine Eltern. Er blickt mich erstaunt an. "Nicht?", fragt er nüchtern. Doch ich kann nicht antworten, meine Mutter steht plötzlich zwischen uns. "Ich wusste doch, dass da was läuft!", schreit sie. Ich blicke sie verängstigt an. "Du wolltest es nicht anderes, grüße meine Mutter von dir!", brüllt sie und ich sehe wie sie ihren Zauberstab schwingt und kurz davor steht, DEN Fluch auf mich zu hetzen, doch ich komme ihr zuvor. "Avada Kedavra!", brülle ich und diesmal voller Hass. Meine Mutter verpufft und wird zu Staub. Warum weine ich nicht, ich hatte immer den Anschein, dass ich sie trotzdem lieben würde, aber wahrscheinlich war das nur aus Zwang. George ist verschwunden. Es entsteht eine Pause und schließlich ist der Kampf auch vorbei. Mein Vater ist auch tot, ich habe seine Leiche gesehen und auch da, waren jegliche Emotionen aus mir gewichen. Ich gehe ins Schloss und erblicke rotes Haar auf dem Boden. "George!", schreie ich hysterisch auf und renne auf die Person zu, doch mich hält eine starke Hand auf. "Ich bin doch hier.", murmelt George traurig. Ich atme erleichtert auf. Ich sehe ihm in seine todtraurigen Augen. "Hey, ich bin für dich da. Ich bin nun ein Waisenkind, also gibt es niemanden mehr, dem ich etwas beweisen will oder muss. Es gibt nur noch eine Person für mich und das bist du, George Weasley und ich könnte es verstehen, wenn du mich jetzt sauer und traurig wegen Fred nach Hause schicken würdest." Seine traurige Miene wird heller. "Also liebst du mich?", fragt er. Ich nicke. "Also willst du mit mir zusammensein?", ich nicke wieder. Er lacht seinen Schmerz weg und küsst mich und ich fühle mich befreit wie noch nie. "Ich liebe dich, Ashley.", flüstert er. "Ich dich auch.", erwidere ich. * Zeitsprung: Es ist heute ein besonderer Tag, Fred und Georges Geburtstag. Es sind ein paar Jahre vergangen und George und ich leben mittlerweile zusammen in einer großen Wohnung in der Nähe des Scherzartikel-Ladens. Ich habe ein besonderes Geschenk für George, heute am ersten April. Ich habe es in ein kleines Kästchen gepackt und betrete den noch geschlossenen Laden. "Hey Schatz, alles Gute zum Geburtstag.", sage ich feierlich und küsse ihn innig. Seine Augen wandern liebevoll über mich und bleiben an dem kleinen Geschenk hängen. "Ist das etwa ein vorläufiges Geschenk?", ich nicke. Langsam übergebe ich ihm das Geschenk und er fängt an es zu öffnen. Mich überkommt die Nervosität. Er öffnet das Paket und macht große Augen. Er riesiges Lächeln umspielt seine Lippen. "Du bist schwanger!", fragt er mich freudestrahlend. "Ja.", rufe ich glücklich aus. Er umarmt mich strahlend und ich sage. "Du George, April April, ich bin gar nicht schwanger.", er blickt mich angesäuert an. "Mensch Ashley.", ich rolle mit den Augen. "April April, natürlich bin ich schwanger.", wir beide fangen an zu lachen. "Schatz du wirst ja immer mehr zu einem Scherzkeks", sagt er und zieht eine Ringschatulle heraus. - Ende-

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