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Die Statistik vom Quiz

Twilight Love: Deine Geschichte mit einem Werwolf

44.21 % der User hatten die Auswertung: Hey, ich bin Ella. Meine Haare sind blond und gelockt, meine Augen sind blau. Mit meiner Mutter zog ich nach La Push, weil sie mit meinem Stiefvater zusammen ziehen wollte. Er und mein Stiefbruder Paul sind ziemlich cool. Von den Wölfen weiß ich auch, Paul hatte mir davon erzählt in der Hoffnung es würde mich abschrecken und ich würde mich vom Wald fernhalten. Hat nicht so gut funktioniert. Ich bin ein sehr lieber Mensch und ziemlich sensibel, was andere von mir halten ist schon wichtig, aber seit ich mit meinem Freund Embry zusammen bin, habe ich viel mehr Selbstvertrauen. Ich habe vor kurzem die Schule abgeschlossen und mache nun eine Ausbildung zur Frisörin. Silvester bei uns ist immer ziemlich aufregend, im guten Sinne natürlich. Naja, bis auf das eine mal wo ... fangen wir doch von vorne an. Deine Geschichte Deine Sicht „Embry, wo ist die schöne Salatschüssel?“ „Woher soll ich das wissen?“ „Das ist deine Küche. Und ich weiß, dass ich die hier gesehen habe, vor längerer Zeit.“ Zwei starke Arme zogen mich an einen ziemlich heißen Oberkörper und ja, das war zweideutig gemeint. „Unsere Küche, Ella. Das ist jetzt unser Zuhause. Hier werden wir unsere Kinder groß ziehen.“ Ein Grinsen konnte ich mir nur schwer verkneifen. „Da plant aber jemand weit voraus.“ Mit einem Kuss auf meinen Hals löste er sich wieder von mir. „Kann sein, dass wir die bei meiner Mutter vergessen haben, bei unserem letzten Besuch.“ „Verdammt, du hast recht. Jetzt muss ich die nicht-so-schöne nehmen.“ „Na gut, ich bring sie dir mit, wenn ich vom Treffen zurück komme.“ „Danke. Verlauf dich nicht im Wald.“ „Das musst du gerade sagen.“ Mit einem Luftkuss verschwand er. Was damals geschah Deine Sicht “Ella, jetzt komm endlich!” “Jaha, bin ja schon da.” Mit Cola in der linken und Chips in der rechten Hand setzte ich mich neben meine beste Freundin. Leah reichte mir eine leere Flasche, die ich in die Mitte des Kreises legte und drehte. Wahrheit oder Pflicht war nicht gerade mein Favorit, aber an Silvester konnte man es sicher über sich ergehen lassen. Die Flasche zeigte auf Paul und ich freute mich tierisch, ich hatte nämlich noch eine Rechnung vom Vormittag mit meinem Stiefbruder offen. *Flashback* „... ich kann es dir wirklich nicht sagen. ... Natürlich vertraue ich dir, Leah. Du bist aber auch ein Wolf und was du weißt, wissen alle anderen auch. ... Hast du eine Ahnung wie die mich aufziehen werden? Wer sagt überhaupt, dass er mich auch liebt. ... Zum letzten Mal, ich sage dir nicht in wen ich mich verguckt habe. ... Ich muss auch wieder los, ich sehe dich heute Abend bei der Party. Bis dann.“ Achtlos warf ich mein Handy aufs Bett und schnappte mir eine dicke Jacke. Als ich mein Zimmer verließ, stand mir Paul grinsend gegenüber und mein Magen zog sich zusammen. „Wer ist denn der Unglückliche?“ „Ich fasse es nicht, dass du gelauscht hast. Hat dir denn keiner Manieren beigebracht?“ „Lauschen würde ich es nicht nennen. Eher überhört.“ „Das wirst du noch bereuen, das schwöre ich dir.“ „Natürlich werde ich das.“ Wutentbrannt lief ich an meinem Stiefbruder vorbei und überlegte wie ich es ihm heimzahlen konnte. *Flashback ende* „Wahrheit oder Pflicht?“ „Pflicht.“ Genau wie ich es von ihm erwartet hatte. „Sehr gut, du darfst den Rest des Abends nichts Alkoholisches mehr trinken.“ Die Genugtuung die ich bei seinem fassungslosen Blick verspürte war mit wenig auf dieser Welt zu vergleichen. „Boah, du bist so fies.“ „Ich weiß.“ „Das wirst du noch bereuen.“ „Natürlich werde ich das.“ Mein freches Grinsen fing mir einen mörderischen Blick ein, der mich aber wenig beeindruckte. Glücklich über meine Rache schenkte ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Spiel. Mehrere peinliche Aktionen und Geständnisse später drehte Paul die Flasche und sie zeigte auf mich. Scheiße, warum hatte ich meinen Plan nicht zu ende gedacht? „Wahrheit oder Pflicht?“ Wahrheit konnte ich auf keinen Fall nehmen, er würde mich fragen auf wen ich stand und er kannte mich gut genug um zu wissen wenn ich log. Die Wahrheit konnte ich aber auch nicht sagen, das war viel zu peinlich. „Pflicht.“ Paul schien etwas enttäuscht, erholte sich aber schnell. „Du musst dein Alkoholverbot aufheben.“ Nichts leichter als das, ich würde mich schon noch anders rächen. „Das geht leider nicht, das verstößt gegen die Spielregeln.“ „Seit wann das denn?“ Empört sahen Paul und ich Jared an und er zuckte nur mit den Schultern. „Tut mir Leid, Paul. Du musst dir wohl etwas Anderes aussuchen.“ „Na gut, dann muss Ella eben Embry küssen.“ Ich wurde plötzlich blass, ich konnte unmöglich Embry küssen. Wusste Paul, dass ich auf Embry stand oder hatte er nur verdammt gut geraten? Woher sollte er das denn wissen, ich hatte niemandem davon erzählt. Als sich Embrys und meine Augen trafen, sah er mindestens genau so verschreckt aus wie ich. Mit gemischten Gefühlen rutschte ich zu ihm rüber und wir kamen uns immer näher. Nur ein kurzer Kuss, mehr nicht. Ich nahm all meinen Mut zusammen und presste meine Lippen auf seine und nach nur einer Sekunde zog ich mich zurück. Mein Gesicht war heiß und auch Embry schien rot zu werden. Ich kehrte an meinen Platz zurück und warf Paul einen giftigen Blick zu, bevor er irgendetwas sagen konnte. Es war inzwischen kurz vor Mitternacht und alle feierten ausgelassen, seit dem Kuss trafen sich Embrys und meine Blicke öfter als mir lieb war. Mir war das etwas unangenehm, besonders weil mir bewusst wurde wie gerne ich ihn noch einmal küssen wollte, aber dann richtig. Die Blicke und Kommentare der Anderen machten es auch nicht leichter. Die Laune zu feiern war mir inzwischen vergangen und leise verdrückte ich mich nach draußen. Die kalte Luft tat mir gut und ich beschloss nach Hause zu laufen. Die Abkürzung durch den Wald kannte ich gut genug um mich auch Nachts im Schnee zurechtzufinden. Dachte ich zumindest. Nach einer halben Stunde hatte ich mich hoffnungslos verlaufen und setzte mich auf einen umgefallenen Baum. Ich war bis auf die Knochen durchgefroren und bereute meine Entscheidung zutiefst. Warum konnte ich nicht einfach auf Paul warten, warum musste ich unbedingt alleine zurück laufen? Was wollte ich eigentlich beweisen? Wahrscheinlich gar nichts, ich wollte einfach nur weg von all den Menschen und meine Ruhe. Die hatte ich zumindest. Ich ärgerte mich, dass mich die Meinung anderer so interessierte, wenn mir das egal gewesen wäre, wäre ich nicht hier. Warum musste ich nur so sensibel sein? Dicke Schneeflocken verfingen sich in meinen Haaren und ich zitterte stark. Na toll, jetzt zog auch noch der angekündigte Sturm auf, was hatte ich mir da schon wieder eingebrockt? Um meinem Selbstmitleid ein Ende zu bereiten stand ich auf und lief wieder los. Ich musste hier heraus finden, oder wenigstens einen Unterschlupf finden um die Nacht zu überleben. Mühsam kämpfte ich mich durch den immer tiefer werdenden Schnee und dachte über mein Leben nach. Es war ein gutes Leben, meine Eltern liebte mich, mein Stiefvater und Stiefbruder waren mir ans Herz gewachsen und ich hatte viele Freunde dich ich für nichts auf der Welt hergeben würde. Wenn ich jetzt starb würde ich nur eins bereuen, Embry nie meine Gefühle gestanden zu haben. Leah hatte recht, es gab nur einen Weg es heraus zu finden. Mein Entschluss stand fest, wenn ich überlebte würde ich Embry alles sagen. Mein Lächeln verschwand schlagartig, als der Schnee unter mir ins Rutschen geriet und ich das Gleichgewicht verlor. Mit einem Aufschrei schlitterte ich den Berg herunter und dann wurde alles schwarz. Embrys Sicht „Wo ist Ella?“ „Woher soll ich das wissen, die schmollt sicher in einer Ecke.“ „Im Ernst, Paul. Ich habe überall nach ihr gesucht, niemand hat sie in der letzten Stunde gesehen.“ Endlich stand Paul auf und griff nach seinem Handy. Er war noch ziemlich entspannt im Gegensatz zu mir, ich hatte mir schon die schlimmsten Szenarien vorgestellt. „Dad, was machst du mit Ellas Handy, ist sie schon wieder zuhause? ... Warum hat sie das bei euch gelassen? ... Also sie ist nicht bei euch? ... Nein, nein, das ist viel zu stürmisch draußen. Wir machen das. Ich melde mich dann.“ Der alarmierte Blick in Pauls Augen konnte nichts Gutes heißen. „Ella ist nicht zuhause.“ „Ihr Schal und ihre Handschuhe sind auch weg.“ Leah klang auch sichtlich besorgt und ehe ich mich versah, standen sämtliche Wölfe bereit um nach ihr zu suchen. Ich versuchte so gut es ging ruhig zu bleiben, Panik half Ella auch nicht. Gemeinsam mit Leah rannte ich durch den Wald, als ich plötzlich einen Schrei hörte, der mir eiskalte Schauer über den Rücken jagte. Das war ohne Zweifel Ella und alles in mir drehte durch. Ohne auf Leah zu warten rannte ich los und kam auch als erstes bei Ellas bewusstlosen Körper an. Die anderen folgten nur wenige Sekunden später. Deine Sicht Mit höllischen Kopfschmerzen wachte ich auf, aber wenigstens war es angenehm warm. Für einen kurzen Moment dachte ich, ich sei tot, aber das wilde Klopfen in meiner Brust überzeugte mich vom Gegenteil. Ich versuchte mich zu bewegen, aber zwei starke Arme schränkten meine Bewegungsfreiheit stark ein. Vorsichtig drehte ich mich um, darauf bedacht die Person hinter mir nicht zu wecken, aber mit wenig Erfolg. Als ich meinen Kopf leicht anhob konnte ich in Embrys besorgtes Gesicht sehen und sofort überkamen mich Schuldgefühle. „Es tut mir so Leid.“ Meine Stimme war wenig mehr als ein Flüstern und Embry strich mir beruhigend über den Rücken. „Das muss es nicht. Ich habe mir solche Sorgen gemacht, ich dachte ich hätte dich verloren. Ich brauch dich doch, Ella.“ Die Schmetterlinge in meinem Bauch drehten durch und ich versuchte meine Hoffnung etwas einzudämmen, bloß nicht euphorisch werden, noch nicht jetzt. Aber vielleicht hatte ich doch eine Chance bei ihm, jetzt oder nie. „Embry ich ... ich ... oh man, das klingt vielleicht etwas bescheuert, aber ich liebe dich.“ Jetzt war es raus und Embrys strahlendes Gesicht war mit nichts auf dieser Welt zu vergleichen. Ohne etwas zu erwidern zog er mich zu sich und wir versanken in einem Kuss, aber dieses mal richtig. Als wir uns endlich voneinander lösten, strich Embry mir liebevoll übers Gesicht. „Ich liebe dich auch, Ella. Ich habe mich schon vor langem auf dich geprägt.“ „Warum hast du denn nie etwas gesagt?“ „Ich weiß es nicht genau. Du warst immer so schüchtern und zurückhaltend bei mir, ich dachte du magst mich vielleicht nicht. Und als wir uns dann etwas angefreundet hatten, wollte ich das nicht kaputt machen. Und nach dem Kuss von gestern Abend wusste ich nicht mehr was ich machen sollte. Du hast mich gemieden und ich dachte du hasst mich dafür, dass ...“ Mit einem weiteren Kuss brachte ich ihn zum Schweigen. „Ich liebe dich, Embry. Schon lange, ich dachte nur nie, dass du das Gleiche empfinden würdest. Ich meine, du bist der absolute Traummann. Nett, hilfsbereit, humorvoll, ein Wolf, ... guck nicht so, ich finde das echt heiß. Und ich, ich bin einfach ...“ „Meine Traumfrau. Verlass mich nicht.“ „Niemals.“ Bevor ich noch etwas sagen konnte, wurden wir von Paul unterbrochen. „Dir geht es ja wieder gut.“ „Paul, es tut mir Leid. Ich weiß das war eine blöde Idee von mir. ... Jetzt sag doch bitte was.“ „Sei bitte nicht auf Ella böse, es tut ihr doch Leid.“ Embry versuchte mich zu verteidigen, aber Paul schien davon nichts wissen zu wollen. „Du hättest tot sein können, verdammt noch einmal. Versteht ihr das nicht? Was, wenn wir dein Verschwinden zu spät bemerkt hätten, oder niemand deinen Schrei gehört hätte? Denkst du je über deine Aktionen nach?“ Wutentbrannt stürmte er wieder aus meine Zimmer und Embry deutete mir an ihm zu folgen, auch wenn es ihm sichtlich schwer fiel mich gehen zu lassen. Schweigend setzte ich mich neben Paul auf die Veranda und starrte ins Leere. Ich wollte ihn nicht weiter provozieren und somit saßen wir einfach nur da. Nach einer gefühlten Ewigkeit sagte er endlich etwas. „Es tut mir Leid.“ Verwirrt blickte ich auf. „Es tut mir Leid, dass ich dich eben so angemacht habe, es war nicht deine Schuld. Ich hätte dir nie auftragen sollen Embry zu küssen. Das war fies von mir.“ „Es ist nicht deine Schuld, dass ich abgehauen bin, das war immer noch meine Entscheidung. Können wir das Ganze nicht einfach hinter uns lassen und uns einigen, dass niemand Schuld hat? Solche Sachen passieren eben.“ Mit einem Nicken nahm er mich in den Arm und mir brannte nur noch eine Frage auf der Seele. „Wusstest du, dass ich in Embry verliebt bin?“ „Nein, aber ich habe es geahnt.“ „Wie denn?“ „Er hat sich auf dich geprägt, da war es naheliegend.“ Das hätte ich mir ja denken können. „Wer wusste noch alles davon?“ „Alle.“ „Und du hast mir nichts gesagt?“ Paul zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. „Du hast nie gefragt.“ „Du bist so blöd, echt jetzt.“ Leicht pikiert stand ich auf, aber richtig böse war ich ihm nicht. Als ich mich umdrehte um zu Embry zu gehen, traf mich ein Schneeball am Kopf. Ich rollte meine Schultern und funkelte ihn kampflustig an, wenn er so spielen wollte, gerne. Gegenwart Deine Sicht Wir saßen gemütlich auf dem Sofa, also Embry saß auf dem Sofa und ich auf seinem Schoß, als der Countdown begann. Als mein Blick über all die strahlenden Gesichter wanderte, war ich einfach nur unglaublich stolz. Ich wusste nicht genau warum, aber ich war stolz und glücklich und verliebt und jede Menge andere Sachen. Ich war so tief in meine Gedanken versunken, dass Embrys Kuss mich überraschte, aber das hielt mich nicht davon ab den Kuss zu erwidern. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie lange ich auf diesen Kuss gewartet habe.“ „Seit knapp einer Stunde?“ Embry verdrehte die Augen und ich lachte auf. „Ach komm schon, du musst doch über den halben Kuss von damals hinweg sein.“ „Nein.“ „Na gut.“ seufzte ich. „Dann muss ich wohl den Rest meines Lebens damit verbringen es wieder gut zu machen. Nicht, dass ich etwas dagegen habe.“

28.18 % der User hatten die Auswertung: Hallo, ich bin Serena. Meine Haare sind dunkelbraun und gelockt und meine Augen sind dunkelbraun. Nichts ist mir wichtiger als Familie und Freunde und auch wenn man es mir nicht ansieht, mir liegt das Wohl anderer sehr am Herzen. Das ganze überdecke ich aber gut durch Sarkasmus und eine harte Schale. Nach meinem Studium bin ich nach La Push zurück gekehrt und arbeite nun als Journalistin. Da habe ich auch meinen Mann Sam kennen gelernt. Wir sind nun seit vier Jahren verheiratet und haben einen Sohn der bald drei wird. Was ich am Meisten an La Push mag, sind die Menschen die da Leben und einmal im Jahr feiere ich mit denen eine richtig gute Silvesterparty. Deine Geschichte Deine Sicht „Schatz, komm bitte von der Leiter runter. Du verletzt dich noch.“ Genervt verdrehte ich die Augen. Mein Mann musste sich wirklich entspannen, ich war schwanger, nicht todkrank. „Jetzt mach aber mal halblang, das ist nicht das erste Mal, dass ich auf einer Leiter stehe.“ „Serena bitte. Lass mich das machen.“ „Na gut, dann mach doch.“ Irritiert stieg ich von der Leiter, ich wusste Sam meinte es nur gut, aber so talentfrei war ich jetzt auch nicht. „Jetzt guck nicht so böse, ich will nur nicht, dass dir oder dem Baby etwas passiert.“ Sam flüsterte mir ins Ohr und jagte mir damit Schauer über den Rücken. Wir hatten noch niemandem von unserem Glück erzählt und so wie Sam mich ansah, konnte ich ihm auch nicht länger böse sein. Mit einem Grinsen stieg er auf die Leiter und ich wusste genau woran er dachte. Was damals geschah Deine Sicht Genervt hängte ich bunte Papierschlangen auf. Wieso hatte ich mich bloß von meinem Großvater dazu bequatschen lassen bei den Vorbereitungen für Silvester zu helfen. Mein Blick wanderte durch den halb geschmückten Stadtsaal und blieb an einem Mann hängen. Ich konnte zwar nur seine Rückseite sehen, aber die sah schon mal nicht schlecht aus. Ein Pfiff ließ mich aufschrecken und ich klammerte mich an der Leiter fest. „Verdammt noch mal Jared. Bist du verrückt? Ich hätte fallen können.“ „Ach, ich bitte dich. Dich fang ich doch locker auf.“ „Tu nicht so stark du Angeber.“ „Willst du meine Muskeln sehen?“ Mit einer dramatischen Geste hielt ich mir die Augen zu. „Ihh, das will doch keiner sehen. Kim, dein Freund ärgert mich wieder.“ Augenrollend kam Kim auf uns zu. „Jared, lass deine Cousine in Ruhe. Die tut im Gegensatz du dir wenigstens etwas.“ „Aber ich ...“ „Kein aber, du hilfst mir jetzt in der Küche.“ Eins musste man der Freundin meines Cousins lassen, auf sie war immer verlass. Frech steckte ich Jared die Zunge raus und kletterte von der Leiter runter. Mal sehen was im Lager noch zu finden war. Sams Sicht „Jared, lass deine Cousine in Ruhe. Die tut im Gegensatz du dir wenigstens etwas.“ „Aber ich ...“ „Kein aber, du hilfst mir jetzt in der Küche.“ Aus dem Augenwinkel sah ich wie Kim Jared davon schleifte und mein Blick fiel automatisch auf eine junge Frau auf der Leiter die ihm die Zunge raus streckte. Die Geste war zwar unreif, aber irgendwie sah sie verdammt gut bei ihr aus. Als sich unsere Augen trafen war es um mich geschehen, alles was ich glaubte über Liebe zu wissen wurde von ihr auf den Kopf gestellt. Deine Sicht Mühevoll zog ich eine Kiste aus der Ecke und schob sie Richtung Tür. Elegant war etwas anderes, aber was soll man machen? Ich öffnete noch ein paar Kisten um zu sehen, ob es sich lohnte sie nach draußen zu schieben. Wie viel Deko konnte man denn haben? Zu meinem Entsetzen gab es noch vier weitere Kisten mit Deko und eine war schwerer als die andere. Mit den Händen in der Hüfte starrte ich die Kisten an, wie sollte ich sie bloß in den Saal bekommen? „Vom Anstarren bewegen die sich auch nicht.“ Mein Rücken war dem Mann hinter mir zugewandt und ich spitzte die Lippen. „Dann wird es doch mal Zeit, dass du Hand anlegst.“ Ich deutete auf die Kisten nahe der Tür und drehte mich mit angehobenen Augenbrauen um. Zum Glück konnten sich meine Augenbrauen vor Erstaunen nicht viel weiter heben. Vor mir stand der Mann, den ich zuvor schon gesehen hatte und von vorn sah er noch viel besser aus. Sein freches Grinsen ließ mein Herz schneller schlagen, aber ich ließ mir nichts anmerken. „Die Kisten müssen alle in den Saal gebracht werden. Danke.“ Mit einem ebenso frechen Grinsen verließ ich den Raum und verschwand erst mal in ein Büro um mich dort zu beruhigen. Als ich der Meinung war meine Gesichtszüge wieder unter Kontrolle zu haben, begab ich mich wieder zum Saal und sah wie der Mann zwei Kisten auf einmal trug. Die Letzten wie es aussah. Bei dem Anblick fiel mir die Kinnlade runter, aber zum Glück fing ich mich in letzter Sekunde, bevor der Mann sich umdrehte und mir Stolz seine Arbeit zeigte. „Nicht schlecht.“ Sein Blick war wenig begeistert. „Ist das alles was du zu sagen hast?“ Ich tat so als ob ich angestrengt überlegen würde. „Du kannst dir ja zur Belohnung was in der Küche holen.“ Mit einer Lichterkette in der Hand kletterte ich wieder auf meine Leiter. „Wie heißt du eigentlich?“ „Sam.“ „Hast du nichts anderes zu tun, Sam?“ „Wird sich schon was finden.“ Silvester Party Die Party war in vollem Gange und mir konnte nicht langweiliger sein. Mit einem Bier in der Hand sah ich in die Menge. Der Saal war bunt dekoriert und es war angenehm warm, im Gegensatz zu draußen. Was mich aber wirklich erstaunte war die Menschenmasse, ich hätte nie gedacht, dass La Push so viele Einwohner hatte. Vielleicht waren aber viele der Besucher Touristen oder aus Forks. Als ich meinen Cousin mit Kim schmusend auf der Tanzfläche sah, wurde mir schlecht. Nicht weil ich etwas gegen sie hatte, aber ich musste unweigerlich an meinen Ex denken. Er versprach mir das blaue vom Himmel und sprang mit meiner ehemals besten Freundin ins Bett. Lieber allein an Silvester als es mit einem Arsch zu verbringen. Ein Tippen auf meine Schulter ließ mich herum fahren, zu meiner Enttäuschung war es nicht Sam. Vielleicht hatte ich ihn am Vortag mit meiner schroffen Art verschreckt, hoffentlich funktionierte das bei dem Typen vor mir auch. „Na meine Hübsche, so ganz allein hier?“ Ich zog es kurz in Erwägung dem Idioten vor mir eine Kopfnuss zu verpassen, verwarf den Gedanken aber wieder. „Nein.“ Er sah mich fragend an. „Nein, ich bin nicht allein hier. Nein, ich will keinen Drink von dir. Nein, ich will nicht mit dir tanzen. Nein, ich will dich gar nicht näher kennen lernen.“ Der Kerl nervte schon ohne großartig den Mund aufzumachen. „Ach komm schon, dass kannst du doch gar nicht wissen. Du weißt noch nicht einmal wie ich heiße.“ „Das interessiert mich auch wirklich brennend.“ „Ich bin Ian. Und du bist?“ „Dein schlimmster Albtraum.“ Sprach der Typ nicht sarkastisch oder was? „Jetzt sei doch nicht so meine kleine Zuckerfee.“ Er trat näher an mich heran und legte seine Hand auf meinen Hintern. Mein Knie rutschte näher an sein Bein und ich kam seinem Ohr gefährlich nah. „Wenn du nicht sofort verschwindest, dann zeige ich dir meine Version des Nussknackers und glaub mir, es nimmt kein gutes Ende.“ Meine Stimme klang bedrohlicher als ich es mir zugetraut hätte und endlich schien er begriffen zu haben und verschwand. „Idioten wo man nur hinsieht.“ „Ich hoffe damit meinst du nicht mich.“ Sam, wo kam der denn her? „Das wird sich noch heraus stellen.“ „Bist du immer so abweisend, Selena?“ „Das kommt ganz darauf an ob ... Woher kennst du meinen Namen?“ „Jared war so nett ihn mir zu verraten.“ „Woher kennst du Jared?“ „Wir sind seit Jahren gut befreundet.“ Das war also der Sam von dem Jared mir erzählt hatte. War ja klar, dass Jared nicht still sein konnte. „Kann ich dir noch ein Bier ausgeben?“ „Warum nicht.“ Der Rest des Abends war dann doch nicht so schlimm wie ich erwartet hatte. Mit Sam ließ sich sogar der kitschige Countdown ertragen und zum Dank für seine Unterstützung bekam er sogar einen Kuss auf die Wange. „Nächstes Jahr gibt es aber einen richtigen Kuss.“ meinte Sam scherzhaft. „Da musst du dich aber ein bisschen mehr anstrengen um den zu verdienen.“ „Ich habe ja ein Jahr um mir den zu verdienen.“ Ich lachte auf und wir stießen an, auf ein frohes neues Jahr. Etwas übermüdet fegte ich den Saal und aus dem Fenster konnte ich beobachten wie Sam Tische und Stühle weg räumte. Seit gestern Nacht hatten wir nicht mehr miteinander geredet und es störte mich mehr als ich zugeben wollte. „Was guckst du denn so grimmig?“ Kim kam vollbeladen mit Tüten auf mich zu und ich zuckte nur mit den Schultern. „Bin nur etwas müde.“ Kim gab mir den ist-klar Blick und verschwand wieder. Nach meinem Ex hatte ich mir geschworen mich nie wieder auf Männer einzulassen. Nach ein paar Wochen wollte ich mich für eine lange Zeit nicht auf Männer einlassen. Dann wollte ich mich nicht auf jemanden einlassen den ich erst kurz kannte und jetzt hatte ich mich möglicherweise in einen Typen verknallt den ich knapp 48 Stunden kannte. So viel zu klaren Prinzipien. Was erwartete ich überhaupt? Natürlich hatte er sich nicht in mich verliebt, es war einfach nur ein netter Abend gewesen. Jetzt würden wir wieder unsere eigenen Wege gehen. Ich hatte keinen Platz für einen Mann in meinem Leben. Basta. „Hey Selena.“ Ohne etwas gegen mein Lächeln tun zu können blickte ich auf. „Ja Sam?“ „Das kommt vielleicht etwas plötzlich, aber ich würde dich gerne mal zum Essen einladen.“ Etwas unsicher mied er Augenkontakt. „Ja.“ Unsicher sah er auf. „Wirklich?“ „Natürlich. Liebend gerne.“ Nun hellte sich auch sein Gesicht auf. „Super. Ich hol dich heute Abend um halb acht ab.“ „Ich freue mich schon.“ „Und ich mich erst.“ Breit grinsend verschwand Sam wieder. Als Ernüchterung wieder eintrat, hätte ich mich treten können, was hatte ich jetzt schon wieder gemacht? Je mehr Zeit ich mit Sam verbrachte, desto mehr verliebte ich mich in ihn. Alles was ich mir vorgenommen hatte was Männer betraf, ließ er mich über Bord werfen. Und ich musste zugeben, ich könnte nicht glücklicher sein. Mit einem verträumten Lächeln lief ich durch den Wald. Zum ersten Mal seit langem schien die Sonne und der Schnee lag nicht zu hoch. Darauf bedacht nicht auszurutschen, achtete ich mehr auf den Weg als die Umgebung. Als ich wieder aufblickte, stand ich auf einer Lichtung und mir gegenüber ein Mann. Je näher er mir kam, desto angestrengter guckte ich. Mit schrecken stellte ich fest, dass er glitzerte und nicht der Schnee. Wenn der Typ nicht so bedrohlich schauen würde, hätte ich mich wahrscheinlich halb tot gelacht. „Guten Tag.“ Meine Stimme klang unsicher und das ärgerte mich sehr. „Das ist wirklich ein guter Tag. Eine so hübsche Frau anzutreffen ist selten, besonders wenn sie so gut riecht.“ Der Typ nahm gruselig zu einem neuen Level. „Wie bitte?“ Seine Hand strich über meine Wange und als ich den Kopf weg ziehen wollte, griff er nach meinem Gesicht und hielt es fest. Seine Hand war eiskalt und unnatürlich hart. „Wer sind sie?“ flüsterte ich ängstlich. Mit einem unheimlichen Grinsen kam er meinem Hals immer näher und schlagartig erinnerte ich mich an die Legenden die mir mein Großvater erzählt hatte. Das konnte doch nicht sein. Bevor ich schreien konnte, wurde der Vampir von mir weggerissen. Ein großer schwarzer Wolf stürzte sich auf ihn, gefolgt von zwei weiteren Wölfen. Ich konnte noch die Schreie des Vampirs hören, als ich so schnell rannte wie ich nur konnte. Was ich gesehen hatte konnte doch nicht wahr sein. Ich stolperte mehr schlecht als recht durch den Wald und kam völlig durchgefroren und nass zuhause an. Der einzige klare Gedanke den ich fassen konnte war ‚Ich muss weg‘. Wahllos warf ich Wäsche in meinen Koffer und versuchte krampfhaft alles zu verarbeiten. Das würde mir doch keiner glauben. Ein Klopfen an meiner Tür ließ mich aufschreien und wenige Sekunden später stand Sam neben mir und nahm mich in den Arm, aber ich wehrte mich dagegen. Verstört drückte ich einen besorgten Sam von mir weg und packte weiter. „Was machst du?“ „Packen.“ „Warum?“ Ich hielt kurz inne, fuhr dann aber fort. „Ich muss weg hier.“ „Warum?“ „Kann ich dir nicht sagen.“ Sam schlug den Koffer zu und zwang mich ihn anzusehen. „Du kannst mir alles erzählen.“ Ich überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf. „Nein, das glaubst du mir nie.“ „Was macht dich da so sicher?“ „Weil ich es selbst nicht glauben kann.“ Sam griff nach meinem Arm und zog mich ins Bad. „Was soll das?“ „Du bist total unterkühlt. Du gehst erst mal warm duschen und ziehst dir etwas Trockenes an. Dann reden wir im Wohnzimmer weiter.“ Ich sah ihn unglücklich an, aber er war hartnäckiger als ich und somit ergab ich mich. Als ich das Wohnzimmer betrat, ging es mir schon viel besser und als ich Sam auf dem Sofa sah, wie er mir eine Tasse Tee anbot, fragte ich mich warum ich überhaupt hier weg wollte. Ach ja, gigantische Wölfe. Ich setzte mich neben ihn und er wickelte mich in eine Decke ein, bevor er mich auf seinen Schoß zog. „Jetzt erzähl mir alles.“ Ich blickte stur gerade aus, aber seine Hand die sanft über meinen Rücken strich, brachte mich dann doch zum Reden. Geduldig hörte er sich meine Geschichte an und er schien sie mir zu glauben was mich etwas misstrauisch machte. Der hielt mich doch bestimmt für irre und wollte sich bloß nichts anmerken lassen, bevor er mich zur Klapse schleppte. „Und warum willst du jetzt weg? Der Vampir ist tot.“ „Hallo? Hast du mir nicht richtig zugehört? Die Wölfe sind riesig, was die einem alles antun könnten.“ „Haben sie dir etwas angetan?“ „Nein, die haben mich gerettet.“ Sam gab mir diesen Blick den ich gar nicht mochte. „Jetzt haben sie mich gerettet, aber was ist mit dem nächsten Mal?“ „Das nächste Mal werden sie es wieder tun, aber am besten wäre es, wenn du nie wieder in die Nähe eines Vampirs kommst.“ Misstrauisch sah ich meinen Freund an. „Du willst mich doch verarschen. Du hältst mich doch für bescheuert, aber ich weiß, was ich gesehen habe.“ Wütend wollte ich mich aus meiner Decke befreien, aber Sam hatte andere Pläne und hielt mich fest an sich gedrückt bis ich aufhörte mich zu wehren. „Vertraust du mir?“ „Da bin ich mir gerade nicht so sicher.“ Sam sah mich verletzt an und ich seufzte schwer. „Ich vertraue dir, dass du das Beste für mich willst und mir nie weh tun würdest.“ „Das klingt vielleicht etwas verrückt, aber ich wahr der schwarze Wolf vorhin.“ Ich stieß belustigt Luft aus. „Ja nee, ist klar.“ Sams Gesicht blieb jedoch ernst und ich musste an den Wolf denken, der mir seltsam vertraut vorkam. „Du bist einer von denen?“ Sam nickte unsicher. „Wer noch?“ „Jared, Paul, Seth ... so ziemlich alle die du hier kennen gelernt hast.“ Immer noch leicht überfordert befreite ich mich von der Decke und Sam ließ mich gehen. „Wo willst du hin?“ „Kim.“ Als Kim beim Öffnen der Tür mein Gesichtsausdruck auffiel, bat sie mich wortlos rein. Erst als wir in der Küche saßen, sprach sie. „Sam hat es dir also erzählt.“ „So in etwa.“ „Und jetzt?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Wie machst du das?“ Kim sah mich verwirrt an. „Jared ist ein Wolf, wie lebst du damit?“ „Ziemlich gut eigentlich. Es ist immer noch Jared.“ „Er ist auch ein Wolf.“ „Ich liebe ihn und er liebt mich. Das ist was wirklich zählt. Liebst du Sam?“ „Natürlich liebe ich ihn, sonst wäre ich doch nicht mit ihm zusammen.“ Die Empörung in meiner Stimme war deutlich und eine kleine Stimme in meinem Kopf meldete sich ‚Was ist dein Problem? Du weißt genau, dass du Sam nicht verlassen wirst.’. „Hat Sam sich auf mich geprägt?“ Kims Blick sagte alles. Natürlich hatte Sam sich auf mich geprägt, alles andere würde auch keinen Sinn machen. „Na gut, dann sollte ich mit ihm reden. Machs gut und grüß Jared von mir.“ Hastig verließ ich ihr Haus und eilte nach Hause. Wie erwartet war Sam noch da und ohne ein weiteres Wort fiel ich ihm um den Hals. „Was ist denn los?“ „Ich liebe dich, Sam. Und wenn du sagst, dass die Wölfe harmlos sind, dann glaube ich dir das.“ „Das habe ich nie gesagt. Ich habe gesagt sie tun dir nichts. Wir können äußerst ...“ Mit einem Kuss brachte ich ihn zum Schweigen. Jetzt konnte uns nichts mehr trennen. Gegenwart Sams Sicht Unser Sohn war längst im Bett bei seinen Großeltern und mit Serena in meinen Armen startete der Countdown. Ich freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten. Ich küsste meine Frau bei jeder Gelegenheit die sich ergab, aber der Kuss an Silvester war immer besonders. Als um uns herum alle in Gejubel ausbrachen, zog ich meine Frau näher an mich und ließ meine Hand über ihren noch flachen Bauch streichen. „Ne, oder?“ Widerwillig löste ich mich von Serena und wir sahen in Kims fragendes Gesicht. Serenas Grinsen war alles was Kim an Bestätigung brauchte, bevor sie meiner Frau um den Hals fiel, uns gratulierte und dann Jared aufsuchte um ihm zu berichten. „Ich freue mich schon so.“ Das strahlende Lächeln meiner Frau brachte mich dazu mich glatt noch einmal in sie zu verlieben. „Und ich mich erst. Wo waren wir stehen geblieben.“ Mit ihrer Hand in meinem Nacken zog sie mich zu sich und in dem Moment gab es nur noch uns.

27.62 % der User hatten die Auswertung: Hi, ich bin Michelle. Meine Haare sind schwarz und glatt, meine Augen hellbraun. Ich kann ein sehr liebevoller, geduldiger und verständnisvoller Mensch sein, aber man sollte es nicht herausfordern. Leicht verrückt und verträumt bin ich auch und ich liebe Kinder. Ich bin in La Push aufgewachsen, aber meine Eltern zogen gegen Ende meiner Schulkarriere weg. Meine zwei besten Freunde Kim und Embry vermisste ich natürlich sehr. Nachdem ich fertig studiert hatte zog ich zurück nach La Push, wo ich nun als Kunst- und Geschichtslehrerin arbeite. Mit meinem Mann Paul bin ich seit zwei Jahren verheiratet und wenn wir Glück haben bekommen wir bald Nachwuchs. Wir könnten zusammen nicht glücklicher sein, aber das war nicht immer so. Deine Geschichte Deine Sicht Der Wind war kalt, aber ich war nirgendwo lieber, als auf der Terrasse in den Armen meines Mannes. „Zehn, neun, acht, ...“ Pauls Gesicht kam meinem immer näher. Wie beim ersten Mal schlug mein Herz wie wild. Die Winterlandschaft um uns herum hatte ich schon lange vergessen. „... sieben, sechs, fünf, ...“ Das leichte Grinsen meines Mannes entging mir nicht. „Was?“ „Weißt du noch erste Mal als wir hier standen?“ Ich verdrehte die Augen. Wie könnte ich das vergessen? „Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre.“ Was damals geschah Deine Sicht “Sag mal Kim, wie viele Hotdogs soll ich vorbereiten? ... Ist das nicht etwas zu viel? ... Na gut, wenn du so meinst. Soll ich etwas früher vorbeikommen und dir bei den Vorbereitungen helfen? ... Nein, das ist überhaupt kein Problem. Dann können wir uns wenigstens in Ruhe unterhalten. ... Bis dann.“ Ich legte mein Telefon zur Seite und blickte auf den Zettel neben mir. 50 Hotdogs und zweimal Pudding und ich war nicht die Einzige die morgen Abend Essen mitbrachte. Wie viele Menschen wollten die denn einladen? Schulterzuckend griff ich nach meiner Tasche und fuhr einkaufen. Mit zwei Einkaufstüten im Arm suchte ich den Autoschlüssel in meiner Tasche, doch dann geschah genau das was ich befürchtet hatte. Eine der Tüten rutschte mir aus dem Arm, aber bevor sie auf den Boden fiel, fing ein junger Mann sie auf. „Du solltest vorsichtig sein, wäre schade ums Essen.“ Ich lachte erleichtert auf. „Stimmt. Vielen Dank, du hast mich da wirklich gerettet. Ich ... Paul?“ Mein Lächeln veränderte sich von erleichtert zu verkrampft. „Michelle?“ Er schien auch ziemlich überrascht mich hier zu sehen. „Was machst du hier?“ „Einkaufen?“ Ich deutete auf die Tüte in seinem Arm. „Kann ich die wieder haben?“ „Was? Natürlich, hier.“ Ich nahm ihm die Tüte ab und packte sie in mein Auto, als ich mich wieder umdrehte stand er zu meiner Überraschung immer noch da. „Alles in Ordnung bei dir?“ „Ja, alles Bestens. Ich schätze man sieht sich.“ „Lässt sich wohl nicht vermeiden.“ Mit einem gequälten Gesichtsausdruck verabschiedete Paul sich. Was war das denn gewesen? Täuschte ich mich oder hatte ich Paul Lahote gerade verletzt? Verwirrt schüttelte ich meinen Kopf und stieg ins Auto, ich musste mich getäuscht haben. Gedankenverloren starrte ich den Schokoladenpudding an, bis meine beste Freundin mich aus meinen Gedanken riss. „Was ist denn los, Michelle? So schweigsam habe ich dich noch nie gesehen. Ich dachte du wolltest reden.“ Unsicher sah ich Kim an. Wir waren allein und dabei die Vorbereitungen fürs Neujahrsfest zu treffen. Seit ich vor drei Wochen wieder nach La Push gezogen war, hatte ich noch nicht viel Zeit gefunden mich mit meinen alten Freunden zu treffen. „Michelle?“ „Hmm?“ „Was ist los? Du kannst mir alles sagen, das weißt du doch.“ Ich nickte nachdenklich. „Ich habe Paul gestern getroffen.“ Kims Gesicht hellte sich auf. „Und?“ „Nichts und. Er hat meine Einkäufe gerettet, aber auch nur weil er nicht wusste wer ich war. Irgendwie war er komisch drauf.“ „Ach was, er hätte dir so oder so geholfen. Er hat sich wirklich verändert. Ich wärt so ein tolles Paar.“ Ich ließ vor Schreck fast die Schüssel fallen. „Bist du verrückt geworden? Niemals. Wenn du auch nur ein Sterbenswörtchen sagst, dann ...“ Kim hob abwehrend die Hände. „Entspann dich, dein Geheimnis ist bei mir sicher. Ich will nur nicht, dass du unglücklich wirst. Paul hat sich wirklich verändert. Wer sagt, dass es zwischen euch nicht so laufen kann wie bei Jared und mir?“ Kim wusste von meiner High-school Schwärmerei für Paul. Es war fast wie bei ihr und Jared, nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie Jared von weitem anhimmelte und er sie nicht wahr nahm, während Paul und ich uns täglich Beleidigungen an den Kopf warfen. Ich würde mir eher die Zunge abbeißen, bevor ich Paul meine Gefühle gestand. Außerdem lag das schon Jahre zurück. Kim war nun mit Jared verlobt und ich war über Paul hinweg. Dachte ich zumindest bis gestern. „Vergiss es Kim. Es soll einfach nicht sein.“ „Und was hast du jetzt vor? Du wohnst wieder hier, du kannst ihm nicht ewig aus dem Weg gehen.“ „Das wollen wir doch mal sehen.“ Ich stellte den Pudding in den Kühlschrank und beschloss das Thema Paul hinter mir zu lassen. Mit einem Glas Wein bahnte ich mir einen Weg durch die Menge und nickte bekannten Gesichtern zu. Ein paar belanglose Unterhaltungen führte ich auch, aber obwohl ich seit Jahren nicht mehr in La Push war, hatte ich erstaunlich wenig zu berichten. „Lange nicht mehr gesehen, Michelle.“ Ich wirbelte herum und fiel meinem besten Freund und damaligem Nachbarn um den Hals. „Embry, ich hab dich vermisst.“ „Ich dich auch, du hast dich wirklich verändert.“ Er schob mich etwas von sich weg und betrachtete mich. „Und du erst. Was hast du bloß gemacht? Wie bist du so groß geworden?“ Embry lachte und wuschelte mir durch die Haare, bevor ich ihm in die Rippen stieß. „Lass das.“ „Hier hat sich viel verändert. Mehr als du es dir vorstellen könntest.“ „Wie meinst du das?“ Embry schüttelte den Kopf, als ob er einen bestimmten Gedanken los werden wollte. „Nichts. Vergiss es einfach. Es ist einfach schön dich wieder zu ...“ „Oh mein Gott. Ist das Paul? Was macht der hier?“ Entsetzt starrte ich an Embry vorbei zu Paul, der mir ein leichtes Lächeln zuwarf. „Entschuldige mich bitte.“ Ich verdrückte mich fast unbemerkt auf die Terrasse und atmete erst mal tief durch. Wie sollte ich Paul aus dem Weg gehen, wenn er mit all meinen Freunden so gut befreundet war. Wann war das überhaupt passiert? Die kalte Winterluft beruhigte mich so gut, dass ich gar nicht merkte wie sich jemand neben mich stellte, bis er sich räusperte. Mein Herz blieb fast stehen als ich in Pauls dunkle Augen sah, ich hätte mich in ihnen verlieren können, riss mich aber zusammen. „Kommt es mir nur so vor oder gehst du mir absichtlich aus dem Weg.“ Ich zuckte abweisend mit den Schultern. „Seit wann interessiert dich das? Hast du mir nicht früher ständig gesagt ich soll dir aus dem Weg gehen.“ „Das liegt Jahre zurück und du hast dich nie daran gehalten, warum jetzt auf einmal?“ Er klang verletzt. „Ich habe mich halt verändert.“ „Ich mich auch.“ „Und was bringt mir das?“ Ich lehnte mich an die Reling und sah ihn skeptisch an. „Es tut mir Leid, Michelle. Alles was damals vorgefallen ist. Gib mir bitte noch eine letzte Chance.“ „Wie stellst du dir das denn vor?“ „Geh mit mir aus.“ Mir fiel die Kinnlade runter. „Ein Date? Mit dir? Wer bist du?“ Paul nahm einen Schritt auf mich zu und uns trennten nur noch wenige Zentimeter. „Ich weiß wir hatten nicht immer das beste Verhältnis aber ...“ Ich stieß belustigt Luft aus. „...aber ich würde das wirklich gerne ändern. Bitte Michelle. Nur eine Chance.“ Paul strich mir fast liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich musste mich darauf konzentrieren ruhig weiter zu atmen. „Eine Chance?“ „Das ist alles was ich brauche. Ich habe mich verändert, ich habe keine Ahnung wie ich dich nicht schon früher so sehen konnte.“ „Wie sehen konntest?“ Sein Gesicht kam meinem immer näher und ich war hin und her gerissen dazwischen ihn näher zu ziehen und von mir weg zu stoßen. „So wie du bist. Dein Lächeln, deine Stimme, dein Duft, deine Augen. Die lassen mich Dinge fühlen die ich nie für möglich gehalten hätte. Ich liebe dich.“ „Du liebst mich?“ Im Haus konnte ich hören wie der Countdown begann. „Zehn, neun, acht ...“ Pauls Gesicht kam meinem immer näher und meine Gedanken überschlugen sich. „... sieben, sechs, fünf, ...“ Er liebte mich. Das war als ob ein Traum Wirklichkeit wurde. Jahre lang hatte ich davon geträumt, hatte es aber nie gewagt zu hoffen. „... vier, drei, zwei ...“ Seine Lippen berührten fast meine und sein warmer Atem auf meiner Haut jagte mir angenehme Schauer über den Rücken. „... eins!“ Klatsch. Paul zog sein Gesicht schockiert zurück und ich spürte nur noch das Brennen meiner Handfläche. „Was zum?“ „Hältst du mich wirklich für so bescheuert? Ich falle doch nicht auf deine blöde Masche rein.“ „Michelle bitte ...“ „Halt dich von mir fern, Paul. Ich kenne dich sehr gut und du bist der letzte Mensch auf dieser Welt der sich jemals verändern würde. Dazu bräuchte es ein Wunder und ich glaube nicht an Wunder. Gute Nacht Paul.“ Ich stürmte wütend zurück ins Haus, anscheinend hatte hier niemand etwas von meinem Ausraster mitbekommen. Glückliche Gesichter wo ich nur hinsah, ich hätte kotzen können. Auf meinem Weg nach draußen verabschiedete ich mich hastig von Kim und während ich nach Hause fuhr, versuchte ich krampfhaft die Tränen zurückzuhalten. So wie die Haustür hinter mir ins Schloss fiel, brachen alle Dämme und ich weinte bitterlich. Ich war froh, dass ich in letzter Sekunde noch einen klaren Gedanken fassen konnte und Paul eine knallte, aber ich wünschte mir dennoch ihn wenigstens einmal geküsst zu haben. Nur um zu wissen wie es hätte sein können. Während ich auf meinem Wohnzimmerboden saß, redete ich mir ein, dass es besser war nicht zu wissen wie es wäre. Man konnte nichts vermissen, was man nicht kannte. Müde schleppte ich mich ins Bett und fiel dankbar in einen traumlosen Schlaf. Am nächsten Morgen ging es mir nicht viel besser, aber ich raffte mich trotzdem auf. Ich erwartete, dass Kim vorbeikommen würde und mich zur Rede stellen würde, wegen meinem hastigen Abschied in der Nacht zuvor. Meine beste Freundin wollte ich wirklich nicht anlügen aber wie sollte ich ihr die Wahrheit sagen, wenn ich selbst nicht wusste was genau die Wahrheit war. Lange überlegte ich mir was und wie ich Kim alles erklären sollte und als es dann an meiner Tür klopfte, öffnete ich sie gefasst nur um sie wieder zuzuschlagen. Was um alles in der Welt machte Paul hier? „Michelle? Wir müssen reden.“ „Ich habe dir nichts zu sagen.“ Meine Stimme klang ziemlich jämmerlich, aber ich hatte nicht die Energie so zu tun, als ob mich seine Anwesenheit nicht verletzte. Frustriert und erschöpft lehnte ich mich an die Tür und rutsche an ihr herunter. Ich konnte hören wie Paul es mir auf der anderen Seite gleichtat. Der Boden war etwas kalt und ich konnte nur erahnen wie kalt es draußen bei Paul sein würde. „Was willst du hier?“ „Mich entschuldigen. Für alles. Ich weiß ich war ein kompletter Arsch in der Schule und ich hätte nicht versuchen sollen dich zu küssen gestern. Die Ohrfeige habe ich definitiv verdient.“ Ich war sprachlos. Nicht weil Paul sich entschuldigt hatte, aber weil er es anscheinend wirklich ernst meinte. Ich wusste nicht warum, aber etwas in mir wusste, dass seine Worte ernst gemeint waren, diese Ehrlichkeit die in seiner Stimme mitschwang konnte man nicht vortäuschen. „Ich weiß ich habe Mist gebaut und ich weiß, dass du mir nicht von heute auf morgen verzeihen kannst, aber bitte gib mir eine Chance.“ „Warum ich? Es gibt so viele Frauen hier die sich dir nur zu gerne um den Hals schmeißen würden. Warum sitzt du hier in der Kälte und kämpfst um eine Chance die jede andere Frau dir ohne zu zögern geben würde?“ „Weil ich nicht jede andere Frau will. Ich will nur dich und wenn ich den Rest meines Lebens vor dieser Tür verbringen muss um bei dir zu sein, werde ich es mit Freude und ohne zu zögern machen. Was ich gestern gesagt habe war Ernst gemeint. Ich liebe dich, Michelle. Ich weiß wie verrückt es für dich klingen muss, aber irgendwann wirst du es verstehen und wenn ich mehr Glück habe als ich es verdiene, wirst du es vielleicht irgendwann einmal erwidern.“ Ich wusste nicht, was ich sagen sollte und somit schwiegen wir für eine sehr lange Zeit. Meine Beine waren inzwischen eingeschlafen, als ich endlich einen Entschluss fasste. „Morgen Abend acht Uhr.“ „Wie bitte?“ Paul klang hoffnungsvoll und verwirrt. „Morgen Abend um Acht.“ „Was ist dann?“ „Lass dir was einfallen.“ Leise Geräusche verrieten mir, dass Paul sich wieder aufrichtete. „Danke.“ Die Erleichterung und Aufrichtigkeit in seiner Stimme trieb mir Tränen in die Augen und ich saß noch lange nachdem seine Schritte verschwunden waren an der Tür. Das erste Date mit Paul war sehr verhalten und unsicher, aber je länger ich mit ihm ausging, desto besser lief es. Es stellte sich heraus, dass er ziemlich lustig war, sehr charmant war, was ich ihm nie zugetraut hätte, und er hatte einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Er wurde auch leicht eifersüchtig, aber obwohl mich die Eigenschaft bei meinen Exfreunden immer sehr nervte, musste ich zugeben, dass sie bei Paul ziemlich süß war. Mir war nach dem ersten Date schon klar, dass ich Paul immer noch liebte, um ehrlich zu sein, noch mehr als ich es zu Schulzeiten schon tat. Aber ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen es ihm zu sagen. Wir trafen uns regelmäßig, aber ein Paar waren wir nicht. Zu meiner Verwunderung drängte Paul mich nicht, er schien glücklich damit zu sein, Zeit mit mir zu verbringen. Regelmäßig sagte er mir, dass solange ich glücklich wäre, er es auch wäre. Zuerst hatte ich es als einen seiner Sprüche angesehen, aber langsam wurde mir bewusst dass er es wirklich Ernst meinte. Kim half mir bei meinen Vorbereitungen für meinen Kunstunterricht und wie wir es seit Wochen schon taten, unterhielten wir uns über das was zwischen mir und Paul lief, oder besser gesagt nicht lief. „Weiß du, du hast mir nie genau erzählt was zwischen dir und Jared damals passiert ist.“ Kim schien angestrengt zu überleben, zu angestrengt für eine einfache Erklärung. Ich beobachtete sie interessiert und wartete ihre Entscheidung ab. „Das klingt vielleicht etwas verrückt, aber bei Jared und mir war es so ...“ Kim erzählte mir von Jared und den Werwölfen, wie er sich auf sie geprägt hatte und nun mit den anderen Werwölfen La Push vor Vampiren beschützte. Ihre Erklärung ging bis ins kleinste Detail und nach einer guten halben Stunde war sie endlich fertig. Ich hatte mir ihre Geschichte in Ruhe angehört. „... und bald wird er aufhören sich zu verwandeln damit wir zusammen alt werden können.“ Kim sah mich verträumt an, so wie es immer war, wenn sie von Jared sprach. Sah ich auch so aus wenn ich an Paul dachte? Gespannt auf meine Reaktion sah Kim mich an und ich musste Lächeln. „Im Ernst Kim, was ist damals zwischen Jared und dir passiert?“ „Das ist mein Ernst.“ „Klar.“ „Warum glaubst du mir nicht?“ Ungläubig sah ich sie an. „Zwei Wörter. Werwölfe ... Vampire.“ „Du wirst schon sehen.“ „Bestimmt.“ Wir wechselten das Thema und ich freute mich schon auf ein weiteres Date mit Paul am Abend. Meine Unterhaltung mit Kim lag schon Tage zurück aber ihre Worte gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Riesige Werwölfe die gegen Vampire kämpften und sich auf jemanden prägten und die Person dann bis ans Ende aller Tage liebten. Ich glaubte ihr natürlich kein Wort, aber ich musste zugeben einen Werwolf als Freund zu haben wäre schon nicht schlecht. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel mir die Idee sogar. Paul als Werwolf konnte ich mir sogar richtig gut vorstellen. Kopfschüttelnd verwarf ich die Gedanken wieder, man konnte zwar träumen, aber dabei blieb es dann auch. Ich hatte mir vorgenommen Paul endlich meine Gefühle zu gestehen. Ungeduldig wartete ich am Strand auf ihn. Ich hatte vor ihm am Abend alles zu sagen, aber als er auf mich zulief konnte ich es einfach nicht länger für mich behalten. Freudestrahlend fiel ich Paul um den Hals. „Das kommt jetzt vielleicht etwas plötzlich, aber ich ...“ War doch schwerer als gedacht, aber Pauls erwartungsvoller Blick gab mir neuen Mut. „Ich liebe dich.“ Das strahlende Lächeln von Paul war extrem ansteckend, aber bevor ich es ihm gleichtun konnte, wurde ich in einen feurigen Kuss verwickelt. Als wir uns endlich voneinander lösten konnte ich nur keuchend etwas hervorbringen. „Wunder gibt es doch.“ Pauls gequälter Gesichtsausdruck ließ mich innehalten. „Was?“ „Naja, Wunder würde ich es nicht nennen.“ „Was meinst du?“ „Ich glaube nicht, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist.“ „Paul.“ Der warnende Unterton meiner Stimme entging ihm nicht. „Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt.“ Meine Augen durchbohrten ihn regelrecht und letztendlich knickte er ein. „Du kennst doch unsere Legenden.“ „Ach ne, nicht du auch noch.“ Paul sah mich fragend an. „Jetzt erzähl mir nicht du bist ein Werwolf und hast dich auf mich geprägt.“ „Doch.“ „Hast du dich mit Kim unterhalten?“ „Hat sie dir alles erzählt?“ „Sie hat mir erzählt was mit ihr und Jared war. Komm schon Paul. Es gibt keine Werwölfe und Vampire.“ Er sah mich entschlossen an. „Willst du Beweise?“ Ich zuckte achtlos mit den Schultern. „Na gut, beweise es mir.“ Ich folgte Paul in den Wald und fragte mich, was er wohl vorhatte, abgesehen davon mich zu verarschen. Tiefer im Wald begann er sich auszuziehen. „Paul, denk nicht mal daran. Ich liebe dich, aber so weit sind wir ...“ Vor meinen Augen verwandelte er sich in einen großen Wolf. „Oh.“ Mehr brachte ich nicht hervor und nachdem wir uns eine Weile nur angestarrt hatten, verwandelte sich Paul wieder zurück. „Wow, ich weiß nicht was ich sagen soll.“ Was ich gesehen hatte übertraf alle meine Vorstellungen. „Ändert das etwas?“ Der unsichere Blick von Paul ließ mich schief Lächeln. „Nein, das ändert nichts. Ich liebe dich. Aber daran gewöhnen muss ich mich trotzdem.“ Erleichtert schloss Paul mich in seine Arme. „Das schaffst du auch noch. Ich liebe dich.“ Gegenwart “... vier, drei, zwei, ...“ „Ich liebe dich, Paul.“ „Ich liebe dich auch, Michelle.“ „... eins!“ Pauls warme Lippen legten sich auf meine und das Gejubel der Anderen im Haus blendete ich komplett aus. In diesem Moment gab es nur noch Paul und mich. Ich spürte Pauls Grinsen und zog mich zurück. „Was?“ „Zum Glück lief es dieses Mal besser.“ Ich boxte ihn in die Schulter und drehte mich schmollend weg. „Man, du bist blöd.“ Entschuldigend legte er seine Arme um meine Taille, aber das Grinsen konnte ich immer noch in meinem Nacken spüren. „Aber du liebst mich trotzdem.“ Ich grummelte noch etwas vor mich hin, bevor ich mich in einen weiteren Kuss verwickeln ließ. Dieser Mann war einfach unmöglich.