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Die Statistik vom Quiz

Naruto - Liebe und andere Hindernisse

56.15 % der User hatten die Auswertung: Während Herz und Verstand sich streiten, steht dein Instinkt lässig, breit grinsend in der Ecke und weiß genau Bescheid. Immer! Ein paar Informationen über dich: Dein Name ist Amaya (Nachtregen) und du bist 18 Jahre alt. Im zarten Alter von 9 hat dich Orochimaru auf einer Reise durchs Land der heißen Quellen mitgenommen. Du hast keine Eltern mehr und warst deswegen von seiner Zuneigung verzaubert. Es schulte dich im Kampf und du wurdest schnell eine seiner besten Spioninnen. Die ersten 5 Jahre ließ er dich mit seinen Experimenten in Ruhe. Doch irgendwann hatte er dann doch einen anderen Plan für dich. Ungünstig war allerdings die Situation, dass du anfänglich nicht mit deiner neuen Kraft umgehen konntest und wolltest. Auch heute hast du noch Probleme damit und verlierst schnell die Kontrolle. Zu deinen Fähigkeiten: Du hast, ähnlich wie Karin, die Gabe Chakraströme anderer Shinobi aus weiter Entfernung zu bemerken. In Tai- und Nin-Jutsus bist du bestens ausgebildet, nur mit Gen-Jutsus kommst du nicht so ganz klar. Aber man muss ja auch nicht alles beherrschen. Dein vertrauter Geist ist eine Löwin namens Akira (Helligkeit). Noch schnell zum Aussehen: Du hast dunkelrote Haare und silberne Augen. Wenn du deine neue „Gabe“ aktivierst, ändern sich deine Augen zu denen einer Katze. Sie werden smaragdgrün und deine Pupillen ziehen sich zu Schlitzen zusammen. Du bist 1,70 m groß und hast eine sportliche Figur. Nicht zu wenig, nicht zu viel. Deine Geschichte: Ich sitze in meiner Zelle. Abgeschottet von der Sonne. Ich weiß nicht, ob es Tag oder Nacht ist. Die Uhrzeit interessiert mich schon seit Monaten nicht mehr. Wenn man eingesperrt ist, weiß man erst, wie sehr man Kleinigkeiten vermissen kann. Der Wind im Haar. Die Sonne auf der Haut. Das Gras, was an den Füßen kitzelt. Einfach einmal durch ein Dorf zu gehen. Alles wird plötzlich wichtig. Und nichts davon werde ich mehr sehen, wenn es nach Orochimaru geht. In seinen Augen, habe ich ihn verraten. In meinen, hat er es. Wie hätte er wohl reagiert, wenn ich ihn betäubt und seinen Körper verändert hätte und nun plötzlich verlange, zu töten statt zu spionieren? Ich bin der Alptraum der Nacht. Die Dunkelheit am Tag. Das Schattenmädchen. Wenn ich will, dann mache ich aus dem Tag eine tiefe Nacht. Raube allen die Orientierung. Ich habe dabei kein Problem etwas zu erkennen. Wie eine Katze sehe ich alles scharf. Niemand entkommt einem solchen Gefängnis. Die perfekte Waffe. Doch wenn sie nicht funktioniert, nicht so will, wie der Schöpfer will, dann ist sie nur ein Risiko. Das ist der Grund warum ich seit 3 Jahren nur die Mauern meiner Zelle kenne. Eine spezielle Einrichtung. Die Türen lassen sich nur von außen öffnen. Einer hat es bis jetzt geschafft seine Zelle in die Luft zu jagen. Er überlebte es nicht. Dafür habe ich jetzt eine Doppelzelle. Aber was nützt es, wenn man die Freiheit vermisst? Juugo ist in meiner Nähe eingesperrt. Ich kenne ihn von früher. Wir haben vor langer Zeit einmal in einem Team gearbeitet. Ab und zu reden wir miteinander. Doch die meiste Zeit versinkt man hier nur im Selbstmitleid. Was soll man auch sonst machen, wenn man nicht sterben will und das Leben auch belastend ist. Nur Akira hellt manchmal meine Gedanken auf. Meine kuschlige Gefährtin rufe ich, wenn ich wieder kurz davor bin aufzugeben. Sie ist immer so optimistisch. Ein Nachmittag mit ihr ist wie ein Wellness-Urlaub, doch meine Kräfte reichen nicht immer für eine Beschwörung. Die Essensrationen halten uns am Leben. Mehr nicht. Ich will hier einfach nur raus. Juugo und mich verbindet ein Versprechen. Er holt mich hier raus, wenn er kann. Und umgedreht genauso. Nur wann wird es soweit sein? Schreie reißen mich aus meinem Schlaf. Kampfgeräusche. Schritte vor meiner Tür. Schlüssel klappern. Jemand redet mit Juugo. Ich erkenne seine Stimme, verstehe aber die Worte nicht. Ich setze mich im Schneidersitz hin. Meine Hände gefalten im Schoß. Wird er sich an sein Versprechen erinnern? Die Schritte entfernen sich und ich lasse meinen Kopf sinken. Wieder eine Enttäuschung mehr. Ich rühre mich nicht, als die Schritte plötzlich kehrt machen. Vor meiner Tür kommen sie zum Stehen. Ein Schlüssel dreht sich im Schlüsselloch. Die Tür öffnet sich. Ich spüre zwei verschiedene Chakrapole vor mir. „Komm mit oder bleib hier. Es ist deine Entscheidung. Juugo hat sich für dich eingesetzt.“ Die Stimme ist kühl. Emotionslos. Ich lächle. Hebe langsam meinen Kopf und sehe meinem Befreier von unten in die Augen. „Wie willst du mich denn überreden mitzukommen?“, meine Stimme ist kühl und überheblich. Das Spiel beginnt. Er sieht mich vernichtend an. Mustert mich mit seinen roten Augen. Ein Uchiha. Sein Katana in der Hand blitzt gefährlich. Er kommt einen Schritt auf mich zu. „Komm mit oder stirb“, seine Stimme ist noch kälter geworden und Zorn blitzt in seinen Augen. Wie amüsant. Er hat keine Ahnung, wer ich bin und was ich kann. Ich löse meine Siegel mit einem Fingerzeichen, befreie die Dunkelheit und hülle den Raum und den anschließenden Gang darin ein. Ich strecke mich, gehe langsam zu meinem Uchiha, der sich nicht vom Platz rührt. „Danke, Süßer. Aber eine Katze hat immer ihren eigenen Kopf.“ Mit diesen Worten lasse ich ihn stehen. Neben Juugo flüstere ich ein „Danke“. Danach verschwinde ich. Ich brauche dringend etwas Neues zum anziehen. Meine Sachen sind abgetragen, verdreckt. Ich hole mir meine Waffen aus dem Verließ und hülle jeden Gang den ich betrete in Dunkelheit. Draußen erkenne ich das Chakra von Suigetsu. Er begleitet ihn also. Ich nicht. Sui schaut in meine Richtung. Erkennt wahrscheinlich meine Dunkelheit und rennt auf mich und das Gefängnis zu. Ich verschwinde in der Dämmerung. Lasse alles und jeden hinter mir und spüre endlich wieder den Wind in meinen Haaren. Ich laufe so weit ich kann. Bringe Kilometer zwischen uns. Erst auf einem größeren Felsen bleibe ich stehen. Blicke zurück in Richtung Gefängnis. Endlich frei. Endlich kann ich wieder leben. Doch erst muss ich die anderen abschütteln. Ihre Chakrapunkte spüre ich noch immer. Weit entfernt, aber sie bewegen sich ebenfalls in meine Richtung. In einem Dorf im Reich der heißen Quellen besuche ich eine alte Freundin, die meine Sachen in den letzten Jahren aufbewahrt hat. Samiko habe ich vor Jahren auf einer Mission kennengelernt. Sie hat nie gefragt, warum ich bei Orochimaru gelandet bin. Sie war die einzige, der ich offen gestand, dass ich mein altes Leben hinter mir lassen wollte. Ich schaffte es, ihr alle meine Wertgegenstände zuzuspielen. Ich war gerade damit fertig geworden, als Orochimaru mich überraschte und einsperrte. Ich ließ Samiko von Akira ausrichten, wo ich war und dass sie bis zu meiner Flucht auf alles Acht geben soll. Und das hatte sie tatsächlich getan. „Was hast du jetzt vor?“ Samiko und ich sitzen in ihrem Garten und trinken eine Tasse Tee. „Ich weiß es nicht. Aber ich habe viel verpasst. Ich werde mir erst einmal alles genau anschauen. Vielleicht haben die Leute mich ja schon vergessen und ich kann irgendwo neu anfangen.“ Ihr Lächeln verrät mir, dass mich hier noch keiner vergessen hatte. Wie auch. Ich war einige Zeit lang der Alptraum der Region gewesen. „Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück. Und dem Uchiha willst du wirklich nicht folgen? Es hätte sicher auch Vorteile.“ Sie lächelt mich verschmitzt an. Ich hatte ihr von ihm erzählt. Sie kannte ihn flüchtig. Hatte einmal kurz mit ihm gesprochen, als er auf einer Mission war. Samiko unterhält die einzige Pension in der Umgebung. Jeder kommt hier früher oder später durch. Und irgendwie ist sie der Meinung, dass der Uchiha und ich super zusammen passen. Träumerin. Ich schmunzle. „Ich weiß nicht einmal, was er plant. Und außerdem wäre es schön, einmal wieder mein eigener Boss zu sein. Und wie ich ihn einschätze, ist er einer der Letzten, die sich rumkommandieren lassen.“ Ich hatte solche Gespräche vermisst. Einfach entspannt in der Sonne sitzen und plaudern. Das ist jetzt wie Balsam auf meiner Seele. „Wann willst du aufbrechen?“, Samikos Blick wird wehmütig. Das mochte ich gar nicht. Wie ich Abschiede hasste. Ich schaue auf meinen Tee und dann wieder zu ihr. „Dank dir konnte ich in den letzten zwei Tagen wieder Kraft tanken. Aber ich muss weiter, wenn ich nicht möchte, dass die anderen mich doch noch finden.“ Irgendetwas sagte mir, dass sie mich verfolgten. Ich habe ihre Chakra schon länger nicht gespürt, aber gestern war es mir, als würde sich am Rande meiner Wahrnehmungsgrenze einer von ihnen bewegen. Wir trinken unseren Tee aus und ich sammle meine Sachen zusammen. Es ist nicht viel übrig. Nur ein Batzen Geld, das Armband meiner Mutter, die Kette eines ehemaligen Freundes und ein paar andere Kleinigkeiten, die ich in einer Schriftrolle verstaute. Meine neue Kleidung trug ich am Leib. Ein kurzes Kleid mit breiten Trägern, darunter eine kurze schwarze Hose und schwarze High Heels. Ich ziehe die Schnallen noch einmal fest und binde mein Katana am Gürtel fest. Betroffen mustert mich Samiko bei meinen letzten Vorbereitungen. Sie will, dass ich bleibe, aber im Moment möchte ich erst einmal wieder reisen. Ich nehme sie schnell in den Arm und drücke sie fest an mich. „Pass auf dich auf. Wir sehen uns sicher wieder!“ Meine Worte sind nicht mehr als ein Flüstern. „Pass du lieber auf dich auf, Schattenmädchen. Ich komme hier schon klar!“ Ihre Lippen umspielt ein Lächeln, aber in ihren Augen sehe ich den Schmerz des Abschiedes. Sie hasst es genauso sehr wie ich. Ich winke ihr noch zu, bevor ich mich auf meinen Weg mache. Neben mir fliegt kreischend ein Vogel in die Höhe. Er fliegt in die Richtung, wo ich gestern Suigetsu gespürt habe. Mich überkommt ein komisches Gefühl. Ich muss hier schnellstens weg! -Seine Sicht- Sie scheint uns zu spüren. Karin meint, dass sie schneller wird, sobald wir in ihrer Nähe sind. Und als wir uns gestern zu weit vorwagten, ist sie heute wieder aufgebrochen. Wie eine Katze. Immer auf Abstand. Von der ehemaligen Jägerin zur Gejagten. Juugos Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren, bringt uns zum Glück immer auf ihren Weg zurück. Ohne ihn hätten wir sie sicher schon verloren. Karin versucht manchmal uns auf einen anderen Weg zu führen. Sie ist einfach nur nervend. Lediglich ihre Fähigkeiten sind brauchbar. Sie nicht. Seit Anbruch der Nacht verbergen wir nun unser Chakra und sind das erste Mal in ihrer Nähe. Ich kann sie durch das offene Fenster sehen. Sie liegt seelenruhig im Bett ihres Hotels. So ahnungslos. So schutzlos. Nichts an ihr lässt auf ihre Stärke schließen. Jetzt erst wird mir klar, warum die andern sagen, dass sie die perfekte Waffe war. Das kleine zierliche Mädchen mit den dunkelroten Haaren und den silbernen Augen würde niemand für gefährlich halten. -Deine Sicht- Die Sonnenstrahlen holen mich sanft aus meinem Schlaf. Verschlafen strecke ich mich und kuschle mich noch einmal in mein Kissen. Am Fenster sitzt fröhlich zwitschernd ein Vogel. Er scheint glücklich zu sein. Komisch. Ohne Scheu springt er da herum und singt ein Lied für mich. Sollte ich doch endlich meinen Frieden gefunden haben? Ich habe seit zwei Tagen das Chakra meiner Verfolger nicht mehr gespürt. Vielleicht haben sie ja tatsächlich aufgegeben nach mir zu suchen. Nach ein paar Minuten tapse ich verschlafen ins Bad und gehe erst einmal genüsslich duschen. Das heiße Wasser wäscht alle Sorgen für die kurze Zeit weg. Um das kleine Hotel nicht allzu sehr zu belasten, übertreibe ich es nicht und ziehe meine Sachen erfrischt wieder an. Ich kämme meine Haare und binde sie in einem lockeren Zopf zusammen. Als ich das Wohnzimmer betreten möchte, halte ich geschockt inne. Am Fenster steht eine Person. Ich suche meine Waffen, kann sie aber nicht finden. Als hätte er meine Panik bemerkt, dreht er sich um. Seine ausdruckslose Art jagt mir eine Gänsehaut über den Körper. Was will er hier? Und warum habe ich ihn nicht bemerkt? „Du bist nachlässiger geworden.“ Seine Worte sind hart und ich muss mir eingestehen, dass er Recht hat. Seit wann habe ich keine Waffen mehr bei mir? Nicht mal einen Kunai am Gürtel. Ich seufze. „Was willst du, Uchiha? Ich kann dich immer noch problemlos im Dunklen stehen lassen.“ Glücklicherweise ist meine Stimme gewohnt fest und meine Unsicherheit bleibt im Verborgenen. „Könntest du. Wirst du aber nicht!“ „Ganz schön selbstsicher!“, fauche ich ihn an. Was glaubt er, wer er ist? Bevor ich mich versehe, steht er unmittelbar vor mir. Ich muss leicht nach oben schauen um seine Augen zu fixieren. „Du könntest aber auch einfach mitkommen.“ Seine Worte sind weicher als vorher. Diese ungewohnte Nähe benebelt meinen Verstand. Ich will einen Schritt zurück gehen, aber meine Beine gehorchen mir nicht. Ein schiefes Lächeln schleicht sich auf sein Gesicht, als er meine Verwirrung bemerkt. „Schaue einem Uchiha nicht zu lange in die Augen, Kleines. Regel Nummer eins.“ Lacht er mich jetzt auch noch aus? Mein Blick verfinstert sich. Wut steigt in mir auf. Ich schließe meine Augen und beschwöre die Finsternis. Ich höre nur, wie der Uchiha nach Luft schnappt. Ich versuche nicht zu übertreiben, doch es klappt nicht. Die Dunkelheit vermehrt sich, dehnt sich weiter aus. Ich hatte zu lange nicht trainiert. Ich verliere langsam aber sicher die Kontrolle über mich, als mich plötzlich jemand von hinten umarmt. Diese Geste reißt mich aus meiner Spirale. Augenblicklich öffne ich die Augen. Das Zimmer ist vollkommen schwarz. Nur langsam legt sich der schwarze Nebel und ich sehe den Uchiha draußen auf einem Baum stehen. Wenn er da draußen steht, wer hält mich dann im Arm? „Komm mit uns. Wie in alten Zeiten. Wir als Team gegen den Rest. Ich weiß, dass du ein ruhiges Leben willst, aber das kannst du dir später aufbauen! Wir brauchen dich und du brauchst den Schutz der Gruppe!“ Suis Worte ziehen mir den Boden unter den Füßen weg. Erst mein Kontrollverlust und jetzt das. Was hatte ich verbrochen? Warum hasst mich plötzlich alles und jeder? Meine Beine geben nach und ich sacke vor ihm auf die Knie. Werde ich nie eine ruhige Zukunft haben? Ich wollte doch nur einmal meinem eigenen Willen folgen. Ich mustere den Uchiha. Er steht nach wie vor auf dem Baum vor meinem Fenster. Beobachtet uns. Mustert mich. „Was will er erreichen?“ Meine Stimme ist gebrochen. Sui versteht sofort. „Er will sich an seinem Bruder rächen. Itachi hat seine Familie getötet und jetzt soll er dafür bezahlen.“ Suis Worte sind ruhig. „Wofür benötigt er euch? Was will er von mir?“ „Wir sind sein Schutzschild. Sollen mögliche Feinde abhalten und ihm helfen Itachi zu finden. Und du bist nun mal eine gute Spionin.“ Klingt logisch. „Du weißt, dass Rache ein ewiger Kreislauf ist?“ Sui antwortet nicht. Stellt sich vor mich und hält mir die Hand hin. Wenn ich seine Hand nehme, werde ich ihnen folgen. Aber wollte ich das? Nein. Hatte ich eine andere Möglichkeit? Noch nicht. Fasziniert mich der Uchiha? Ja. Außerdem bieten sie mir Sicherheit, da hatte er Recht. Ich ergreife seine Hand und lasse mich auf die Beine ziehen. Ohne die Beiden weiter zu beachten, sammle ich meine Sachen ein. Ich werde ihnen folgen. Doch sollte mir irgendwann ein Ausweg einfallen, bin ich verschwunden. Wir sind jetzt schon eine Weile zusammen unterwegs. Karin ist einfach nur lästig. Juugo und Suigetsu sind mir da um einiges lieber. Sasuke spielt die meiste Zeit den Unnahbaren. Immer auf Abstand. Immer unterkühlt. Irgendetwas an seiner Art fasziniert mich, aber ich werde ihm sicherlich nicht hinterherrennen wie ein kleines Hündchen und jeglichen Stolz verlieren. Das macht Karin schon. Wir sitzen wieder einmal gemütlich am Lagerfeuer. Suigetsu und ich scherzen über Karins Verhalten und ihre Blicke. Karin bemerkt nichts und himmelt den etwas abseits stehenden Sasuke an und Juugo redet mal wieder mit den Vögeln. Als Sasuke auf uns zukommt, ahme ich wieder mal Karins anhimmelnden Blick nach. Suigetsu krümmt sich vor Lachen. Der Uchiha mustert uns skeptisch. Ich grinse ihn an und spiele noch einmal die verliebte Karin. Sui, der sich gerade beruhigt hatte, fällt in den nächsten Lachanfall und ich lache diesmal mit. Soll der Eisklotz doch Eisklotz sein. Ich will mein Leben genießen. Sasuke räuspert sich und Juugo und Karin treten näher. Augenblicklich hört Sui auf zu lachen. Ich sitze grinsend vor dem Schwarzhaarigen. „Wir sollten uns aufteilen. Jeder nimmt eine Richtung. Sucht Informationen über den Aufenthaltsort von Itachi und in 30 Tagen treffen wir uns genau hier wieder.“ Es ist mucksmäuschenstill. Ich denke über seine Worte nach. Stelle mir vor, einfach in 30 Tagen ganz weit weg zu bleiben und lächel in mich hinein. „Hälst du das für einen guten Plan?“, fragt Juugo ruhig nach ein paar Minuten. Ich war gerade gedanklich ganz wo anders und kann mich nur schwer von meinen Tagträumen abwenden. „Es ist das Einfachste. Bis jetzt haben wir zusammen nicht viel erreicht. So sind wir effektiver.“ Der Schwarzhaarige mustert mich, versucht meine Gedanken zu lesen. Ich grinse ihn nur weiter verträumt an und bin ganz angetan von seiner Idee. „Du schickst also dein Schutzschild weg? Sicher, dass das dein Wunsch ist? Wer weiß wie deine Bewunderin diese Zeit übersteht.“ Ich übertreibe bewusst. Spiele die geschockte Traurige und sehe Karin mitleidig an. Mein Blick gleitet zurück zu Sasuke, der mich nur böse anstarrt. Der Junge hat genau 2 emotionale Ebenen: Keine und Wut. Ich glaub jeder Stuhl hat mehr Gefühle... Ich schüttle meinen Kopf um auf andere Gedanken zu kommen und stehe auf. Ich klopfe mir den Staub aus den Sachen. „Dann soll es eben so sein. Sollen wir gleich los oder lässt du uns wenigstens noch kurz schlafen?“ Meine Stimme ist wieder ernst und ich fixiere Sasukes Augen. Ich hatte ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Sasuke wird von vielen starken Shinobi gesucht und jetzt sollten wir uns aufteilen? Kein guter Zeitpunkt. „Das überlasse ich euch“, knurrt er nur als Antwort und geht. Was war denn jetzt schon wieder falsch? Er hatte doch die minderintelligente Idee! Sui kommt auf mich zugeschlendert. „Du musstest ihn natürlich mal wieder reizen“, neckt er mich. „Ich habe einfach kein gutes Gefühl bei der Sache.“ Ich schaue dem Uchiha hinterher. Juugo gesellt sich zu uns. „Mir geht es genauso. Aber du kennst ihn. Er lässt in der Hinsicht nicht mit sich reden. Ich breche gleich auf. Richtung Osten. Da gibt es mehr Vögel.“ Ich umarme ihn zum Abschied. „Pass auf dich auf, Großer“, flüstere ich ihm ins Ohr. Wir winken ihm zum Abschied hinterher und dann ist der Erste auch schon verschwunden. Ich überlegte wo ich hinwollte. Dann kommt mir die Idee. „Ich gehe Richtung Norden!“, rufe ich in den Verbliebenen beiden zu. Sui und Karin sehen mich verwirrt an und ich grinse nur vor mich hin. „Warum?“ „Da habe ich mehr Kontakte, Sui. Ist doch klar!“ Ich könnte Luftsprünge machen. Das ist doch alles zu einfach. „Samiko? Samiko bist du da?“ Meine Rufe schallen durch die Pension und irgendwo im Obergeschoss höre ich einen Knall. Danach poltert jemand die Treppen herunter und bevor ich in Deckung gehen kann, wirft mir meine beste Freundin ihre Arme um den Hals. Ich lache auf. „Na das ist ja mal eine Begrüßung.“ „Amaya was tust du hier?“, schreit sie. „Ich suche einen Job und dachte, dass man in einer Pension immer Hilfe gebrauchen kann.“ Sie quietscht aufgeregt. „Natürlich. Immer doch. Aber erst einmal erzählst du mir alles!“ Sie zieht mich auf die Terrasse und wir reden den ganzen restlichen Nachmittag über das, was uns beiden in letzter Zeit passiert ist. Ich zählte ihr von Sasuke und seinem Plan, von Sui und Juugo und von der nervigen Karin. Samiko erzählte mir, dass sie in vor einer Woche bedroht wurde und es ihr gerade recht kommt, jemanden zu haben, der sie beschützt. Mission accepted! „Wirst du ihn vermissen?“ Samikos Frage kommt unerwartet. Ich schaue sie an und muss überlegen. Auf der einen Seite auf jeden Fall. Manchmal kann er wirklich nett sein. Aber im nächsten Moment ist er so abwehrend und stößt jeden von sich. „Ich weiß es nicht“, ist meine ehrliche Antwort. Meine Freundin umarmt mich und wir machen uns an die Arbeit. Seit sich rumgesprochen hat, dass das Schattenmädchen in der Pension arbeitet, kommen sogar mehr Kunden. Sie fühlen sich hier plötzlich sicher und keiner beklagt sich mehr über unangebrachte Sachen. Ich bin der Schutzschild der Pension geworden. In der Zwischenzeit schnappe ich viele Informationen über Akatsuki auf, aber keine wichtige über Itachi. In der 27. Nacht kann ich nicht einschlafen. Eigentlich müsste ich schon unterwegs sein, aber ich werde nicht gehen. Ich war gerade im Bad und tapse ins Wohnzimmer, als mich eine Gestalt zum stutzen bringt. Am Fenster steht ein Mann. Er hat mir den Rücken zugedreht. Ich suche verzweifelt meine Waffen, aber wieder einmal habe ich sie nicht bei mir. Wann lerne ich endlich aus meinen Fehlern? „Du bist unvorsichtig, Schattenmädchen.“ Die Stimme ist tief. Ich aktiviere meine dunkle Seite, beschwöre aber nicht den Nebel, sondern nutze nur meine veränderten Augen um ihn anzuschauen. Vor mir steht ein Mann mit langen schwarzen Haaren und einem Akatsukimantel. „Wer bist und was willst du?“, fauche ich. „Ich bin zum Reden hier. Ich werde dir nichts tun.“ Der Mann dreht dich um und ich sehe in sein Sharingan. Itachi Uchiha. Ich schnappe überrascht nach Luft und gehe einen Schritt zurück. Was will er von mir? „Hör mir jetzt gut zu. Ich weiß, dass du nicht zu meinem Bruder zurück willst. Aber er wird früher oder später nach dir suchen. Und ich möchte dich um etwas bitten.“ Er sieht mich fragend an. Ich kann seine Worte nur schwer verstehen, nicke nur als Zeichen, dass er weiterreden soll. „Mein Bruder will mich töten und ich sehne mich nach diesem Tag. Aber ich weiß nicht, ob es so abläuft, wie ich es geplant habe. Ich muss mich jemandem anvertrauen, der meinem Bruder die Wahrheit sagen kann.“ Seine Stimme ist fast bittend, aber trotzdem schüchtert er mich ein. „Ich habe bereits einen anderen gebeten, aber ich vertraue ihm nicht ganz. Und nun möchte ich dich bitten. Du bist die Einzige, der er glauben würde.“ „Warum sollte Sasuke mir glauben?“ Meine Stimme klingt erstickt. Nur langsam gewöhne ich mich an die Situation. „Weil er von dir fasziniert ist. Das schafft sonst keiner.“ Ich nicke nur. Kann ihm schwer Glauben schenken. Itachi wirkt so mächtig. So wissend. Warum will er sterben. Ich erkunde seine Chakrapunkte und da sehe ich es. „Du bist krank!“, ehe ich mich versehe, spreche ich es auch schon aus. „Ja.“ Kurz und knapp. „Gut. Sag mir was du sagen willst.“ Er nickt und erzählt mir von seiner Geschichte. Von dem Auftrag Danzos und dem Gegenauftrag der Uchiha. Von dem Zwiespalt und von der Bürde, die er seit Jahren mit sich trägt. Er will, dass Sasuke als großer Rächer seines Clans dasteht. Als er fertig ist, grüble ich eine Weile über seine Worte. Wir sitzen uns mittlerweile auf meiner Couch gegenüber. „Er wird sich an dir rächen und wird danach neue Rache schwören. Ein unendlicher Kreis…“ Ich spreche eher mit mir selbst, als zu ihm. Der Uchiha nickt nur und sieht mich eindringlich an. „Deswegen habe ich noch eine Bitte“, flüstert er schon fast. „Ich soll ihn abhalten?“, schließe ich. Er nickt wieder und sieht mir tief in die Augen. Ich wollte mich von Sasuke fernhalten. Es sind mittlerweile 27 Tage vergangen. Ich werde nicht zurückgehen. „Hör zu. Ich bin im Moment glücklich. Sollte Sasuke hier auftauchen, komme ich deiner Bitte nach. Kommt er nicht, dann werde ich ihn auch nicht suchen!“ Meine Worte sind hart. Ein Lächeln schleicht sich auf Itachis Lippen. „Das ist mehr als ich mir erhofft hatte.“ Er steht auf, stupst mir mit seinem Zeigefinger gegen die Stirn und geht zum Fenster. Er bleibt noch einmal kurz stehen. „Ich weiß jetzt, was er in dir sieht. Du bist wirklich faszinierend.“ In seiner Stimme schwingt etwas Sehnsucht mit. Ich springe auf. „Itachi?“ Er dreht leicht den Kopf. „Ich finde du bist der beste Bruder, den er haben kann. Auch wenn er es leider erst zu spät einsehen wird. Aber er wird dich sicher vermissen!“ Eine Träne erkämpft sich den Weg und rollt meine Wange hinunter. „Danke, Kleines.“ Mit diesen Worten ist der Uchiha in der Nacht verschwunden und ich werfe mich auf mein Bett. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Meine Gedanken schweifen die ganze Zeit zu den zwei Brüdern und dem Geheimnis des Großen. „Glaubst du, dass du das Richtige machst?“, fragt Samiko mich am 30. Tag. Akira zu meinen Füßen schnurrt nur genüsslich. „Entweder er kommt zu mir oder er kann mich mal kreuzweise!“ Ich hatte meiner Freundin nichts von meinem nächtlichen Besuch erzählt. Das musste sie nicht wissen. Nur Meiner Löwin vertraute ich mich noch in der vergangenen Nacht an. Manche Sachen erzählt man lieber seinen Tieren und Begleitern als Menschen. Den ganzen Tag über sind meine Gedanken in dem kleinen Wald. Auf der Lichtung wo sich heute wieder 4 Teammitglieder einfinden werden. Wird er schon wissen, dass ich nicht komme? -Seine Sicht- Karin ist als erste da. Ich warte noch bis Juugo auftaucht. Dann geselle ich mich zu ihnen. Suigetsu fehlt noch. Aber es ist erst Nachmittag. Karin quietscht nervtötend auf, als sie mich sieht und fällt mir um den Hals. Ich schüttle sie ab. „Wen spürst du in unserer Nähe, Karin.“ Meine Stimme ist gewohnt emotionslos. Wird sie kommen? Oder wird sich meine Vermutung bestätigen und ihre ausgelassene Stimmung vor 30 Tagen bedeutete ihren Abschied? „Suigetsu ist in circa 2 Stunden hier.“ Diese Fähigkeit an ihr bewundere ich. Wirklich. Das Einzige an ihr, was man bewundern könnte. „Juugo frage bitte deine Freunde, ob sie Amaya sehen.“ Er nickt und macht sich an die Arbeit. Mein Gefühl sagt mir, dass sie nicht kommt. Ich hoffe trotzdem darauf. Nach 2 Stunden kommt tatsächlich Suigetsu aus dem Wasser gesprungen. Ich sitze abseits von der Truppe. Und hänge meinen Gedanken nach. Wo bleibt sie nur. Als es dämmert, reißt Juugo mich aus meinen Grübeleien: „Sie kommt nicht. In alle Richtungen, auf eine Entfernung von mehreren Kilometern ist sie nicht zu finden.“ Er hält inne und schaut Richtung Norden. Aus der Richtung müsste sie kommen. „Ich habe die ganze Zeit gezweifelt, dass sie kommt.“ Mit diesen Worten geht er zu den anderen. Ich seufze enttäuscht auf. Hatte die ganze Sache überhaupt etwas gebracht? Oder war sie nur dazu gut, sie zu verlieren? -Deine Sicht- Es ist mittlerweile ein halbes Jahr vergangen, dass ich mein Team offiziell verlassen habe und bis heute hat sich keiner von ihnen blicken lassen. Ich arbeite noch immer bei Samiko. Bis heute kein einziger Kopfgeldjäger. Nur ein paar Trunkenbolde, aber die machen kaum richtig Ärger. Auf Dauer ist der Job eindeutig sehr langweilig. Ich möchte wieder reisen und habe auch schon die ersten Vorbereitungen getroffen. Heute war wieder einer der anstrengenden Tage. Nach einer verwöhnenden Dusche gehe ich in ein Handtuch gehüllt in mein Wohnzimmer zurück. Keine Ahnung, warum ich keine Sachen mitgenommen hatte, aber ich erwarte ja auch niemanden. Auf dem halben Weg durchs Wohnzimmer halte ich inne und mir stockt der Atem. Langsam drehe ich mich herum. Da steht jemand an meinem Fenster. Er hat mir den Rücken zugedreht. Im Halbdunklen kann ich nicht ganz einordnen, mit wem ich es diesmal zu tun habe. Ich greife an meine Taille, an der mittlerweile immer ein Kunai hängt. Nur dieses Mal ist da nur ein Handtuch. Ich fluche innerlich und sehe mich im Raum um. Alle meine restlichen Waffen liegen in der Nähe Unbekannten. „Du bist immer noch unvorsichtig, Schattenmädchen.“ Seine Stimme jagt mir eine Gänsehaut über den Körper. Mit ihm habe ich nicht mehr gerechnet! Ich stehe geschockt in meinem Wohnzimmer und mustere seinen Rücken. Er dreht sich herum und beobachtet mich in meinem Handtuch. Seine Blicke sind mir unangenehm. Ich muss etwas sagen, um ihn von meinem Körper abzulenken. „Scheint in der eurer Familie zu liegen. Einfach auftauchen, wenn ich gerade fertig bin mit duschen.“ Ich will es ins lächerliche ziehen. Doch als mir bewusst wird, was ich eben sagte, erstarre ich und schlage eine Hand vor den Mund. Verdammt. Sasuke sieht mich geschockt an. „Itachi war hier?“ Ich weiche seinem Blick aus. „Naja. So meinte ich das jetzt auch wieder nicht…“ Ich druckse herum, wende mich unter seinen bohrenden Blicken und gehe vorsichtig in mein Schlafzimmer. Ich muss mir irgendwas überwerfen. Ehe ich mich versehe, steht Sasuke vor mir und fixiert meine Augen mit seinen. „Was hat er dir gesagt“, seine Stimme ist lauter als eben und der bohrende Ton hat auch zugenommen. Ich weiche ihm wieder aus. „Dies und das. Alles Mögliche. Ich glaube er hat sich ein bisschen über sein Leben beschwert.“ Ich muss hier weg. Ich versuche einen Schritt zurück zu gehen, aber Sasuke ist schneller. Er schneidet mir mit seinen Armen den Fluchtweg ab. Super Situation. Hinter mir: eine Wand. Links und rechts: zwei Arme. Und mir gegenüber ein sehr neugieriger Sasuke. Und dazu trage ich nicht mehr als ein Handtuch. „Amaya. Ich frage dich ein letztes Mal: Was wollte er?“ Ich schaue ihm nicht in die Augen. Soll ich es ihm sagen? War er schon bei Itachi? Er hebt meinen Kopf an und fesselt mich mit seinem Blick. „Ich musste ihm versprechen, es nur im Notfall zu verraten. Nur wenn er tot ist und es dir niemand gesagt hat. Dann sollte ich mit dir reden.“ „Und wann wärst du zu mir gekommen, um das zu prüfen?“ Er ist sichtbar sauer. „Ich weiß nicht… Ich…“ Er schlägt mit der einen Faust gegen meinen Schrank und ich zucke zusammen. „Verdammt Amaya. Er war hier und du hast nicht mal darüber nachgedacht mich zu informieren? Ich hätte nie gegen ihn gekämpft!“ Sasuke ist außer sich. „Ich musste es ihm doch versprechen. Und außerdem ist es ja wohl nicht meine Schuld, dass ihr ein Problem miteinander hattet. DU hättest ja auch mal normal mit ihm reden können. Aber für DICH war immer nur Rache eine Alternative!“ Die letzten Worte schreie ich ihm ins Gesicht. Wie kommt er darauf mir jetzt alles vorzuwerfen. Ich konnte am wenigsten für das alles. Er tritt einen Schritt zurück und rauft sich die Haare. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Er geht wieder zum Fenster und starrt in die Nacht. Ich werfe mir schnell ein Kleid über. „So hatte ich mir unser Wiedersehen nicht vorgestellt“, flüstere ich vor mich hin und betrete wieder das Wohnzimmer. Der Uchiha dreht sich herum und mustert mich eingehend. Langsam kommt er auf mich zu. Erst kurz vor mir bleibt er stehen. „Wie hattest du es dir denn vorgestellt?“, haucht er versöhnlich. Er ist mir wieder einmal viel zu nah. Ich kann nicht klar denken, wenn er so nah vor mir steht. Was macht er nur mit mir. Ich würde gern einen Schritt zurück gehen, Platz zwischen uns bringen, aber meine Beine gehorchen mir nicht. Und dieses Mal ist nicht sein Sharingan Schuld. „Ich…“ Diese Augen rauben mir alle Worte. In einem Moment funkeln sie vor Wut und jetzt liegt darin fast etwas Liebevolles. Ehe ich mich versehe, liegen seine Lippen plötzlich auf meinen. Ich will erst zurückweichen, doch seine Hände legen sich um meine Hüfte und lassen kein Zurückweichen zu. Ich gehe auf den Kuss ein, der immer intensiver wird. Nach einer Weile löst er sich von meinen Lippen und schaut mir tief in die Augen. „Komm mit mir. Ich halte es nicht noch einmal so lange ohne meine Bewunderin aus.“ Ich lächle verschmitzt. „Ach Karin ist auch weg?“, grinse ich ihn an. Er lacht und ich bin fasziniert. Es ist das erste Mal, dass ich ihn lachen höre. „Also?“ Er sieht mich eindringlich an. „Irgendjemand muss dich ja von den ganzen Dummheiten abhalten, die du immer planst“, lache ich und lege meine Lippen wieder auf seine. Davon werde ich sicherlich nie genug bekommen. Und wie sollte ich auch mein zweites Versprechen einhalten, wenn ich nicht in seiner Nähe bin. Aber das musste er ja nicht wissen. Er musste auch noch nicht wissen, dass Konoha nicht der wahre Böse in Itachis Geschichte ist. Das sollte er erst erfahren, wenn er plant, das Dorf auszulöschen. Und so weit war es glücklicherweise noch nicht. PS: Ich hoffe es hat dir gefallen. Lass bitte einen Kommentar und eine Bewertung da. Oder nur eins von beidem. Auch wenn du es nicht mochtest. Nur Kritik bringt uns wirklich weiter. <3 Ich muss gestehen, dass ich mir erst während der Geschichte angeschaut habe, was Itachi als letztes zu Sasuke sagt. Extrem traurig und packend… (falls du es noch nicht gesehen hast und Englisch kannst: https://www.youtube.com/watch? v=-AX84N8KQhE - die letzten 10 Minuten) Meine nächste Geschichte über Naruto wird leider etwas länger dauern. Ich musste einer Freundin versprechen ein Liebesquiz über Harry Potter zu gestalten. Tja. Was macht man nicht alles für seine Beste ;) Also falls du Harry Potter auch magst, kannst du da auch gern vorbeischauen, aber das wird leider auch nicht vor Anfang Oktober fertig. Zurzeit ist es bei mir leider etwas stressig… Liebe Grüße und bis bald Eure Thrix

13.02 % der User hatten die Auswertung: Ich habe mir gerade Bauklötze und ein Dreirad bestellt. Ich fang noch einmal ganz von vorne an! Hier ein paar Informationen über dich: Dein Name ist Natsuki (Sommerhoffnung) Inuzuka und du bist 21 Jahre alt. Wie es in deiner Familie üblich ist, hast natürlich auch du einen Gefährten: eine schwarze Hündin namens Naoko (gehorsames Kind). Im zarten Alter von 12 Jahren entführte Tobi dich auf einer Mission in Kirigakure. Die ersten Jahre wurdest du von allen abgeschirmt und von ihm unterrichtet. Du weißt bis heute nicht, warum Akatsuki ausgerechnet dich wollte. Seit deiner Entführung sind etwas mehr als 9 Jahre vergangen. Nachdem viele Mitglieder getötet wurden, versuchst du jetzt ein weiteres Mal auszutreten, aber deine Entscheidung hat Konsequenzen. Dein Dorf und deine Familie hast du all die Jahre nie vergessen. Du hast dunkelbraune, lange Haare, die ihren eigenen Kopf haben. Meistens kannst du sie aber ganz gut bändigen. Du bist normal gebaut und hast große hellbraune Augen. Zu Beginn der Geschichte trägst du ein kurzes Ninjakleid und schwarze Stiefel. Deine Waffen befestigst du an einem Gürtel. Du bist ungefähr 1,75 m groß. Deine Kampftechnik ist ähnlich der von Kiba. Du hast eine sehr feine Nase und kämpfst viel mit Naoko. Aber du hast dir über die Jahre auch viel Wissen mit Gen-Jutsus angeeignet und bist damit in Tai-, Nin- und Genjutsus eine starke Gegnerin. Deine Geschichte: „Du weißt, dass sie dich nicht akzeptieren werden?“ „Ja. Aber ich kann hier nicht mehr bleiben. Das weißt du besser als ich!“ „Dann werde ich alle Informationen sichern, die mit mir und Akatsuki zusammenhängen. Ich werde dir keine Erinnerungen nehmen, aber ich muss einfach vorsorgen.“ Ich nickte nur und Tobi begann mit seinem Jutsu. Wir hatten uns endlich darauf einigen können, dass ich Akatsuki verlassen konnte. Mit der Zeit konnte ich mich einfach nicht mehr mit seinen Plänen anfreunden. „Ich werde dich vermissen, Kleines“, Tobis Worte waren sanft und sie leiteten den Abschied ein. „Pass auf dich auf!“ Ich umarmte ihn nur kurz zum Abschied. Worte fand ich in diesem Moment keine mehr. Nun sitze ich hier in meiner Zelle. Beide Arme sind in Ketten gelegt. Ich knie am Boden und erwarte meine Richter. Ich hatte mich Konoha heute Morgen ergeben. Und seit diesem Moment sitze ich hier in Ketten gelegt. Mein Kopf hängt locker nach unten und meine Haare wehen leicht mit dem Windhauch, der ab und zu durch meine Zelle weht. Hatte ich mich richtig entschieden? Ich höre Schritte. Einen klappernden Schlüsselbund. Und leise Stimmen. Die Tür schwingt auf. Geblendet vom Licht verharre ich erst einmal in meiner Position. Ich rieche vier Personen. „Natsuki Inuzuka?“, die Stimme ist fest. Ich hebe meinen Kopf und mustere die vier Personen vor mir. Tsume erkenne ich sofort. Ihre wilden Haare und die Reiszähne auf den Wangen verraten sie überall. Ein Teil von mir fühlt sich augenblicklich geborgen. Neben Tsume steht ein großer, ernst schauender Mann. Zwei lange Narben zieren sein Gesicht. Im Hintergrund steht Shikaku Nara, ihn erkennt man sofort an seiner gelangweilten Art und Tsunade rundet das Quartett ab. Ich mustere alle eindringlich und warte auf weitere Worte. Tsunade räuspert sich: „Was willst du wirklich?“ „Ich konnte Akatsuki überzeugen mich gehen zu lassen und möchte mich nun wieder Konoha anschließen.“ Meine Stimme ist stark und versteckt meine Unsicherheit. Tsume scheint hin und her gerissen zu sein und der Vernarbte deutet mir, dass er mehr hören will. Ich seufze. „Ich verstehe, dass ihr mir nicht vertraut. Ich würde mir selbst auch nicht trauen. Ich werde euch sagen, was ich preisgeben kann. Ein Teil meiner Erinnerungen ist verschlüsselt, aber vielleicht könnt ihr die Mauern ja einreißen. Ihr sollt ja talentierte Leute dafür haben…“ „Wo ist dein Hund?“ Tsumes scheint etwas besorgt zu sein. Was will sie von Naoko? „Naoko wartet in einem Versteck nahe dem Dorf. Sie wird sich niemandem zeigen und nur mir folgen“, knurre ich ihr entgegen. Sie sollte nicht denken, dass sie meinen Hund in ihre Fänge bekommt. Naoko gehört zu mir! „Tsunade, wie lauten deine Befehle?“ Die Stimme des Mannes ist fest und fordernd. Tsunade mustert mich eingehend. „Versuche Informationen zu bekommen. Und erstatte mir Bericht. Ich kann das hier alles noch nicht ganz einordnen.“ Mit diesen Worten verlässt sie die Zelle. Dicht gefolgt von Tsume, die mich noch einmal genau mustert. Der Nara räuspert sich. „Brauchst du mich noch Ibiki?“ „Nein. Das bekomme ich allein hin.“ Shikaku nickt und ist im nächsten Moment auch verschwunden. Ich seufze und mustere Ibiki genauer. „Was hast du nun mit mir vor?“ „Ich werde dich besser kennenlernen und anschließend etwas deine Gedanken durchforsten.“ Seine Stimme ist ruhig. Beinahe beruhigend und doch jagen seine Worte eine Gänsehaut über meinen Körper. „Können wir das umdrehen? Ich weiß nicht ob ich das nach einem stundenlangen Gespräch auch noch überstehe.“ Er lacht auf. „Der Plan ist ja auch, dass du zwischendrin das Bewusstsein verlierst.“ Er grinst mich sadistisch an. Ich kaue auf meiner Unterlippe. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Klar wusste ich, dass sie mich nicht mit Pralinen und Blumen begrüßen werden, aber mussten sie so sehr übertreiben? Das Gespräch mit Ibiki dauerte ungefähr 3 Stunden. Jedenfalls glaube ich das. Er fragte mich über alles aus und ich erzählte ihm alles, was ich konnte. Nur über Akatsuki verriet ich nichts Wichtiges. Ich erzählte ihm, dass man mich damals entführt hatte und ich seitdem keine Möglichkeit zur Flucht hatte. Das mir die Truppe über die Jahre ans Herz gewachsen war, ließ ich besser aus. Das würde mich in kein gutes Licht rücken. Nachdem er fürs erste beruhigt war, fing der schlimmste Teil an. Mit seinem Team zusammen fixierte er mich und begann sich Stück für Stück durch meine Gedanken zu forsten. Ganz nach dem Motto: unter Schmerz kann man nicht lügen. Erst ignorierte er die Blockaden, sah sich alles an, was er sehen konnte. Als ich dachte, dass er sich für heute geschlagen gab, drehte er richtig auf. Er versuchte die Mauern einzureißen und verursachte mir dabei unendliche Schmerzen. Am Anfang konnte ich alles noch locker wegstecken, aber nach mehreren Minuten werde ich schwächer. Die Angriffe setzen mir immer mehr zu. Er ist gerade dabei eine Blockade einzureißen und scheint dabei fast Erfolg zu haben, als alles in mir anfängt zu brennen. Ich schreie auf und versuche mich loszureißen. Es ist, als würde ich in Flammen stehen. Meine Haut schmerzt an jeder Stelle. Ich wende mich unter den Schmerzen und bitte ihn aufzuhören. Jeder Zentimeter meiner Haut schmerzt als würde mich jemand mit kochendem Wasser übergießen. Die Schmerzen setzen sich immer weiter fort, ziehen mich in einen endlosen Strudel, werden stärker. Nach einer unendlich langen Zeit schaltet sich endlich mein Bewusstsein ab. Eine schwarze wohltuende Decke legt sich über mich und meine Schreie dringen nur noch von weit entfernt an mein Ohr. Als ich erwache, liege ich wieder in meiner Zelle. Dieses Mal nicht an Ketten und auf einem Klappbett. Ich strecke mich vorsichtig. Meine Muskeln fühlen sich noch immer beansprucht an. „Was war das denn bitte?“ Ich spreche eigentlich mit mir selbst und bin umso überraschter, als eine Antwort kommt: „Das wollte ich dich auch fragen?“ Ich schrecke hoch, lasse mich aber sofort wieder zurückfallen, als mein Kreislauf eine Extrarunde dreht. Ibiki hält mir ein Tablett mit einem Glas Wasser und etwas zu essen hin. Ich setze mich auf und greife danach. Vorsichtig stelle ich meine Mahlzeit auf meinen Beinen ab und betrachte sie kritisch. Gift oder ähnliches kann ich schon einmal nicht riechen, aber das hat nichts zu bedeuten. „Es ist nichts drin versteckt. Kein Gift, keine Medikamente.“ Ich schaue meinen Bewacher an. Er strahlt eine Selbstsicherheit und Macht aus, die sicherlich viele Personen einschüchtert. Mich lässt sie heute allerdings kalt. Für solche Spielchen fehlt mir noch die Kraft. Ich trinke vorsichtig einen Schluck Wasser. Lasse Ibiki dabei nicht aus den Augen. „Was steht al nächstes auf unserem Tagesplan? Folter? Fangfragen? Wonach ist dir zumute?“ Ich necke ihn absichtlich. Fordere eine Reaktion, aber er bleibt ruhig. Antwortet nicht und wartet, bis ich aufgegessen habe. „Schmeckt es dir?“ Ich schaue in verwundert an. „Ja ist super. Wasser und Brot mit Käse. Habt ihr noch andere kulinarische Höhepunkte auf meinem Speiseplan oder ist das alles?“ Er antwortet nicht. „Das Jutsu was deine Gedanken und Erinnerungen abschirmt ist sehr mächtig.“ „Das habe ich bemerkt. Du ja anscheinend auch endlich.“ Ich denke an die quälenden Schmerzen gestern und meine Miene verdunkelt sich. „Du bist eindeutig sadistisch.“ Er schenkt mir ein schiefes Lächeln. „Dafür bin ich bekannt, Kleine.“ Der Anblick bringt mich aus der Fassung. Es passt so gar nicht zu ihm. Ein harter Kerl wie er sollte nicht so ein schelmisches Lächeln beherrschen. Ich beiße mir auf die Lippe. Dieses Lächeln werde ich so schnell nicht aus dem Kopf bekommen. „Wer hat dieses Jutsu gewirkt? Pain?“ Ich lache auf und reiße mich aus meiner Faszination. „Als wäre Pain euer größtes Problem. Er ist doch nur ein Handlanger von…“ Ich hatte es kaum ganz ausgesprochen, als ich wieder unter Schmerzen zusammenbreche. Wieder fühlt es sich an, als würde mein ganzer Körper brennen. Auf was hatte ich mich nur eingelassen? Ich hasse Tobi dafür. Wie konnte er mir nur so etwas antun? Meine Schreie hallen durch die Zelle und nur langsam lässt der Schmerz nach. Ich liege zitternd auf meinem Bett und bemerke erst jetzt, dass Ibiki versucht beruhigend auf mich einzureden. Er meint, dass es sicher bald vorbei sein wird. Meine Atmung geht schwer, als es endlich vorüber ist. Ich sehe meinem Gegenüber in die Augen. „Ich kann das nicht. So gern ich auch möchte, ich kann euch keine Informationen liefern.“ Meine Stimme klingt erstickt und meine Verletzlichkeit ist deutlich zu hören. Ich wende den Blick ab. „Er hat mich damit noch mehr verraten als ich ihn.“ Ich spreche eher zu mir selbst, als zu Ibiki. Der Shinobi erhebt sich, sammelt das Tablett ein und verlässt ohne ein weiteres Wort meine Zelle. Am nächsten Morgen weckt mich Ibiki unsanft. „Komm mit.“ Verschlafen tapse ich hinter ihm her. Als wir eine Treppe herunter gehen, versuche ich meine Haare zu ordnen und übersehe so die letzte Stufe. Fluchend falle ich nach vorn und lande genau in Ibikis Armen. Er richtet mich auf und sieht mich prüfend an. „Es ist noch nicht meine Tageszeit…“, versuche ich mich rauszureden, aber er schüttelt nur den Kopf und geht weiter. Sonst bin ich nie tollpatschig, aber ausgerechnet jetzt muss ich es natürlich sein. Danke schön. Wir durchqueren das Dorf und kommen erst vor Tsunades Büro kurz zum Stehen. Ibiki klopft und die Hokage bittet uns herein. Sie sitzt mit dem Rücken zu uns, scheint aber zu wissen, wer wir sind. „Ibiki hat mir von dem Jutsu berichtet, das deine Erinnerungen abschirmt, Natsuki.“ Tsunade dreht sich herum. „Weißt du was es für dich bedeutet?“ Ich schüttle nur den Kopf und mustere Ibiki kurz von der Seite. Was hatte er herausgefunden? „Deine Erinnerungen sind einwandfrei geschützt. Du kannst sie aufrufen, wie du willst. So weit so gut. Wir wissen, dass es dir unsagbare Schmerzen bereitet, wenn jemand die Mauern einreißt oder du darüber sprechen willst. Aber wusstest du auch, dass du sterben würdest, wenn du die Schmerzen ignorierst und wichtige Informationen preisgibst?“ Sie macht eine Pause und ich schnappe nach Luft. Was hatte Tobi da angerichtet? Warum hatte er mich nicht gewarnt. „Deiner Reaktion nach, hattest du tatsächlich keine Ahnung. Ibiki hatte so etwas schon angedeutet. Dein ‚Freund‘ scheint dir da wohl einen ausschlaggebenden Punkt verheimlicht zu haben. Wie dem auch sei. Ich vertraue dir nach wie vor zu wenig, um dich allein herumlaufen zu lassen. Ibiki hat angeboten ein Auge auf dich zu haben. Du wirst fürs erste keine Minute unbeobachtet bleiben. Später entscheide ich, wie es weitergeht. Verstanden?“ Ich lasse mir alles noch einmal durch den Kopf gehen. Ich sollte bei Ibiki wohnen? Das ist besser als in der Zelle zu hausen oder? Und ich konnte wieder unter Leuten sein. „Einverstanden!“, grinse ich die Hokage an. „Gut ihr könnt gehen.“ Ibiki dreht sich um und zusammen verlassen wir das Büro. Glücklich wie ein Honigkuchenpferd laufe ich neben ihm her. „Freu dich nicht zu früh, Kleine. Du weißt nicht annähernd, auf was du dich da eingelassen hast.“ Da ist ein Unterton in seiner Stimme, der mir eine Gänsehaut über den Körper jagt. Ich stocke kurz, laufe dann aber weiter. Ich bin mit Hidan klar gekommen. Schlimmer kann er kaum sein. „Ibiki, ich möchte Naoko holen“, beginne ich das Gespräch nach einer Weile. Ibiki antwortet nicht, folgt nur weiter seinem Weg. Redet er jetzt nicht mehr mit mir? Ist das sein Ernst? Es war immerhin seine Idee mein Babysitter zu sein. Ich bleibe stehen. „Ibiki!“, ich schreie seinen Namen und die Frau, die an mir vorbeiläuft, zuckt heftig zusammen. Ibiki wirbelt herum und steht plötzlich direkt vor mir. „Du wirst mir jetzt erst einmal folgen. Und danach kannst du tun, was du willst.“, knurrt er mir ins Gesicht. Seine Augen funkeln vor Zorn. Ich beiße auf meine Lippe und nicke nur. Warum schüchtert er mich nur immer wieder so ein? „Und hör auf damit.“ „Mit was?“, frage ich verdutzt. „Auf deiner Lippe herumzubeißen.“ Ohne ein weiteres Wort dreht er sich herum und geht weiter. Ich lache innerlich auf. Der sadistische Ibiki kann es also nicht leiden, wenn ich auf meiner Lippe kaue. Lenkt es ihn etwa ab? Ohhhh. Eine Tüte Mitleid bitte. Wir gehen durch die Straßen Konohas und Ibiki zeigt mir die wichtigsten Orte. Also jedenfalls die, die für ihn wichtig sind. Einen guten Klamotten- und Schuhladen zeigt er mir natürlich nicht. Vor einem großen Haus am Rand der Stadt deutet er mir draußen zu warten. So viel dazu, dass ich nicht allein bleiben soll. Ich lehne mich an einen Baum gegenüber vom Gebäude und warte auf seine Rückkehr. „Irgendwie hatte ich dich mir anderes vorgestellt. Angsteinflößender oder so…“ Ich zucke zusammen und starre den Unbekannten an, der aus dem Nichts aufgetaucht ist. Vor mir steht ein Mann mit braunen, schulterlangen Haaren, einem Kopftuch und einem Stäbchen im Mund, auf dem er herumkaut. „Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken. Mein Name ist Genma Shiranui.“ Sein Lächeln ist ansteckend. „Freut mich. Ich bin Natsuki Inuzuka. Aber das scheinst du ja schon zu wissen.“ „Ja. Es hat sich schon rumgesprochen, dass die verlorene Tochter zurück ist.“ Ich stutze. Die verlorene Tochter? Er spricht unbeirrt weiter: „Aber mach dir keine Gedanken. Nur einige Leute hier sind noch skeptisch. Die anderen sind froh, dass du endlich zurück bis.“ Er grinst mich frech an. Ich will eigentlich an seinen Worten zweifeln, aber er sagt das alles mit so einer Selbstverständlichkeit, dass ich nicht zweifeln kann. „Danke. Ich hatte echt Angst, dass mich hier alle hassen würden.“ „Keine Sorge. Hübschen Frauen kann man ja eh nicht allzu lange böse sein.“ Ich werde leicht rot und er zwinkert mir zu. „Sag mal, hast du eigentlich Lust…“ „Genma, solltest du nicht die Wachen ablösen?“ Bei Ibikis harter Stimme zucke ich augenblicklich zusammen. Wo kommt der denn so plötzlich her? „Ibiki, ich hatte dich gar nicht bemerkt. Ja…. Ähm… Gut das du mich erinnerst. War schön dich kennengelernt zu haben, Suki.“ Er winkt noch schnell und dann ist er auch schon verschwunden. Ibiki schaut ihm böse nach. Ich mustere ihn von der Seite und ziehe eine Augenbraue hoch. Was sollte die Aktion denn? „Was?“ „Gar nichts. Ich versuche hier nur Freunde zu finden und du verjagst sie. Super Verhalten. Danke!“, fauche ich ihn an. Ich laufe los und versuche den Kaltherzigen zu ignorieren. „Natsuki, das ist die falsche Richtung.“ Ich fluche und drehe mich um. Knallrot stapfe ich an ihm vorbei. Er folgt mir ohne ein weiteres Wort zu sagen. In seiner Wohnung zeigt er mir das Gästezimmer, was ich bewohnen kann. Wir haben nach wie vor kein weiteres Wort miteinander geredet. „Natsuki wegen vorhin. Es tut mir leid ok?“ Seine Stimme ist weicher als sonst, aber mein Stolz verbietet mir so einfach nachzugeben. „Weißt du was? Vergiss es einfach. Kann ich duschen gehen? Ja? Danke.“ Ich schaue ihn hart an und ohne eine Antwort zu erwarten, gehe ich an ihm vorbei ins Bad. Sollte er glauben was er will, aber so lasse ich mich nicht behandeln. Als ich nach einer ausgiebigen Dusche wieder zurück ins Wohnzimmer komme steht da nicht Ibiki, sondern ein Mädchen mit pinken Haaren. „Hallo Natsuki. Ich bin Sakura.“ Sie ist freundlich und umarmt mich flüchtig. „Freut mich. Wo ist denn Ibiki?“ Ich schaue mich verwirrt um. „Er musste noch einmal los und bat mich mit dir shoppen zu gehen.“ Augenblicklich breitet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. „Fantastisch. Ich muss nur noch schnell etwas holen.“ Ich stürme in mein Zimmer und bleibe verdutzt vor meinem Bett stehen. Darauf liegen meine wichtigsten Sachen. Meine Waffen, ein Armkettchen meiner Mutter und mein Rucksack. Ich durchwühle ihn nach meinem Geldbeutel. Perfekt. „Fertig“, schreie ich Sakura zu und ich öffne die Haustür. Und bevor ich mich versehe, liege ich am Boden und meine Hündin leckt mir quer übers Gesicht. Ich lache auf und drücke mein Gesicht in ihr Fell. „Naoko was machst du denn hier?“ „Deine Freunde haben mich gefunden und meinten, ich soll hier auf dich warten. Ich bin froh wieder bei dir zu sein.“ Ich kraule sie hinter den Ohren und stehe auf. „Sakura darf ich vorstellen: das ist Naoko. Meine treue Begleiterin.“ „Ich weiß. Wir haben uns vorhin kurz unterhalten. Sie kommt mit shoppen.“ Ich schaue verdutzt zwischen den beiden hin und her. Naoko redet eigentlich nicht so oft mit Fremden, dann scheint Sakura wirklich in Ordnung zu sein. Sakura zeigt mir nun alle wirklich wichtigen Läden in Konoha. Eine Bar, in der sich immer die Shinobi treffen, die Klamottenläden der Stadt, einen guten Friseur und einen Laden für Waffen. „Ich brauch dringend neue Sachen.“ „Dachte ich mir schon. Komm“, lacht Sakura und zieht mich mit in einen kleinen Laden. Ich schnappe mir ein paar Sachen und verschwinde in der Umkleidekabine. Ich versuche mehrere Kleider, aber keins kann mich oder meine Kritikerinnen begeistern. Dann probiere ich es mit einer kurzen schwarzen Hotpants, einem schwarzen bauchfreien Top mit Spitze am Rand und einer weißen Lederjacke. Zufrieden trete ich vor die Jury. „Gekauft“, kommt es von beiden wie aus einem Mund. Lachend verschwinde ich wieder in meiner Umkleide und kurze Zeit später halte ich die ersten Tüten in der Hand. „Jetzt die Schuhe.“ Im Schuhladen berät uns ein äußerst charmanter Mann. Er meint, dass Stiefel mit Absatz perfekt wären. Er zeigt mir noch die ausfahrbaren Klingen ihm Absatz und ich bin einverstanden. Eindeutig mein Schuh. Wir kaufen noch neue Kosmetikartikel und Schminke. Als es schon langsam dämmert, setzen wir uns in ein kleines Cafe und essen ein Eis. „Sag mal Natsuki. Wie ist es eigentlich wieder hier zu sein?“ Ich überlege kurz. „Es fühlt sich alles verdammt vertraut an. Als wäre ich nie weggewesen.“ Ich lächle sie an. „Du warst lange Zeit weg.“ „Ja…. Fast 10 Jahre. Aber ich war nie wirklich freiwillig fort. Vielleicht hätte ich schon eher kommen sollen, aber ich hatte mich irgendwann mit meinem Schicksal abgefunden.“ Sie nickt nur. Ihre folgenden Worte stimmen mich nachdenklich: „Einige meinen, sie wären lieber gestorben, als Akatsuki zu folgen, aber ich glaube, dass man das nicht sagen kann ohne selbst in der Situation gewesen zu sein.“ Sie hat Recht. Es ist einfach so etwas zu sagen. Ich schaue sie an. Ihr liegt etwas auf dem Herzen, das spüre ich. „An wen denkst du Sakura?“ Sie zuckt zusammen. Nach einem kurzen Schweigen erzählt sie mir von Sasuke und ihrem ehemaligen Team. Sasuke war mir nur einmal kurz begegnet. Er machte einen sehr kalten Eindruck, aber Sakura scheint er wichtig zu sein. Als sie fertig ist, seufzt sie auf. „Du vermisst ihn noch immer oder?“ Sie nickt nur. „Ich verstehe dich. Schreibe ihn nicht ab. Er wird sicher irgendwann wissen, wo er hingehört. Ich habe auch eine Zeit lang gedacht, dass mich in Konoha nichts als Hass erwartet und bin dem Dorf fern geblieben. Aber unsere Heimat zieht uns immer wieder von allein an.“ Ich lächle sie optimistisch an. Sie scheint über meine Worte nachzudenken. „Danke.“ Wir sind gerade dabei zu bezahlen, als uns jemand unterbricht. „Hallo Suki. Hallo Sakura. Wie ich sehe wart ihr shoppen.“ Genma setzt sich kurz zu uns. „Hallo Genma. Wir wollten gerade wieder los.“ Erwidert Sakura schnell. „Keine Sorge. Ich wollte euch nur kurz fragen, ob ihr am Samstag mitkommen wollt. Einige Shinobi wollen sich mal wieder gemütlich zusammensetzen und ich dachte mir, dass das für Suki eine gute Gelegenheit wäre sich allen vorzustellen.“ Er grinst mich frech an. Ich überlege kurz. „Klar wir kommen gern mit. Wann und wo?“ „Ich hole euch gegen 18 Uhr ab“, mit diesen Worten ist er auch schon verschwunden. Ich schaue Sakura verdutzt an. „Er ist sonst nicht so oder?“ Sie lacht auf: „Genma? Nein. Definitiv nicht. Aber das Treffen morgen wird bestimmt lustig.“ Wir schauen uns verschwörerisch an. Ich hatte meine erste Vertraute gefunden. Und ich finde es klasse. „Warum nennt er dich eigentlich Suki? Heißt das nicht Geliebte?“ Ich werde rot. „Ich habe wirklich keine Ahnung. Er hat das heute Morgen schon gesagt.“ Verwirrt sehe ich sie an. Sie grinst nur frech. „Was machst du nur mit den Männern?“ Ich erröte und schaue weg. Lachend machen wir uns auf den Heimweg. Was soll ich denn mit ihnen machen? Ich kann doch nichts dafür, dass er sich so komisch benimmt… Vor meiner Haustür halte ich inne. Drinnen höre ich zwei Stimmen. „Du gibst dir ziemlich viel Mühe, Ibiki. So kenn ich dich gar nicht.“ Es ist eindeutig die Stimme einer Frau. Tsume? „Ich weiß nicht was du meinst.“ Ibikis Stimme ist kalt. „Ach komm schon. Du findest meine Tochter doch sicherlich auch ganz niedlich.“ „Selbst wenn es so wäre Tsume. Sie ist fast 10 Jahre jünger als ich!“ Sie lacht auf. „So wie ich sie kenne, stört sie das sicher nicht. Und für Genma scheint es ja auch kein Problem zu sein“, neckt sie ihn weiter. Was sollte das denn? Und warum wusste sie so etwas über mich? „Was meinst du?“ „Auf dem Weg hier her, hab ich ihn beobachtet. Er hat sie zum Treffen morgen eingeladen. Und er ist ziemlich fröhlich wieder abgezogen. Du solltest dich ranhalten.“ „Genma und ich…“ „Du weißt schon, dass man andere Leute nicht belauscht oder?“ Ich zucke zusammen. „Kuromaru, ich hab dich gar nicht bemerkt.“ Naoko werfe ich schnell einen bösen Blick zu. Warum hatte sie mich nicht gewarnt? „Was machen Tsume und du hier?“ „Sie wollte sich erkundigen, ob dich Ibiki gut behandelt. Außerdem wollte sie wissen, warum du nicht bei uns wohnen kannst.“ Sie wollte mich bei sich? Mein Herz macht einen kleinen Sprung. „Ich dachte, es käme euch ganz recht, wenn ich mich erst einmal fernhalte.“ Die Tür geht auf und ich schaue in das lachende Gesicht von Tsume. „Ganz im Gegenteil, Suki. Ich wollte dich nach Hause holen. Aber da haben hier einige etwas dagegen.“ Sie wirft Ibiki einen vernichtenden Blick zu. „Es tut mir leid, dass wir dich früher nicht finden konnten. Naoko hat mir schon erzählt, wie hart es für dich war.“ Mit diesen Worten nimmt mich Tsume in die Arme und drückt mich fest an sich. Ich schließe die Augen und atme ihren Duft tief ein. Es fühlt sich so vertraut an. „Alles gut. Ich war auch nicht gerade hilfreich.“ Sie löst sich von mir und hält mich eine Armlänge entfernt. „Lass dich nicht von dem Griesgram hier unterkriegen. Tsunade wird noch schnell genug mitbekommen, dass du hier her gehörst.“ Ich lächle sie an. Kuromaru meldet sich zu Wort: „Ich glaube wir sollten langsam weiter.“ Wir verabschieden uns und ich schaue den Beiden noch etwas hinterher. „Kommst du rein oder willst du ewig da stehen bleiben?“ Ibiki hält mir die Tür auf. Von drinnen kommt ein verlockender Geruch nach Essen. „Charmant wie immer. Wie ein Stuhl!“, säusle ich ihm vor und gehe an ihm vorbei. Am nächsten Morgen wache ich früh auf. Ich gehe duschen und ziehe mir meine neuen Sachen an. Ibiki scheint noch zu schlafen. Naoko liegt glücklich im Wohnzimmer und beobachtet mich beim Frühstück machen. Und natürlich wartet sie darauf, dass mir aus Versehen etwas über die Schulter in ihren Mund fällt. Ich bin schon fast fertig, als ich mich umdrehe und Ibiki bemerke. Er krault Naoko hinter den Ohren und beobachtet mich aufmerksam. „Guten Morgen, Kleine.“, seine Stimme ist weich und er lächelt leicht. Ich starre ihn nur verwirrt an. Kann er sich mal entscheiden? Mal hart und emotional wie Beton und dann sitzt er plötzlich vor mir und krault liebevoll meinen Hund. Muss ich das verstehen? Ich räuspere mich: „Das Frühstück ist fast fertig“ Ich erwidere sein Lächeln und er steht auf und kommt zum Tisch. „Riecht köstlich!“ Ich bereite noch schnell den Rest zu und setze mich zu ihm. „Ich habe gehört, dass du am Samstag auch mitkommst?“ Ich verschlucke mich an meinem Kaffee. Hustend sehe ich ihn an. „Ähm… Ja. Genma meinte, es wäre eine gute Gelegenheit alle kennenzulernen.“ Ibiki nickt nur. „Damit ist er mir leider zuvor gekommen. Deine neuen Sachen stehe dir übrigens sehr gut.“ Ich werde rot und wende meinen Blick ab. „Danke“, murmle ich nur. Warum ist er plötzlich so? Die nächsten Tage bis zum Wochenende verbrachte ich die meiste Zeit mit Ibiki. Oft saß ich einfach nur herum, während er Schriftrollen durchwühlte und nach Informationen suchte oder ich beobachtete ihn bei seinen Verhören. Der Mann konnte einem ganz schön Angst einjagen. Ich dachte eigentlich, dass er mir gegenüber schon hart vorgegangen sei, aber das war gar nichts im Gegensatz zu dem, wie er die anderen folterte. Das komische dabei war immer sein Umgang mit mir. Manchmal war er sehr freundlich und zuvorkommend, dann war er wieder hart und total emotionslos. Es war ein ständiges auf und ab der Gefühle. Und ganz selten alberte er sogar mir Naoko und mir herum. In diesen Momenten beobachtete ich ihn genau. Er scheint dann immer so befreit zu sein. Als würde er für kurze Zeit die Mauern um sein Herz abbauen, aber dann besinnt er sich wieder und behandelt mich weiter wie Luft. Wäre er nicht so männlich, würde ich ihm vorwerfen, eine verkleidete Frau zu sein, die ihre Tage hat. Durchgängig. 7 Tage die Woche. Und ganz schlimm wurde es, wenn Genma kurz vorbeischaute, um mit mir zu reden. In solchen Momenten verlor Ibiki meistens komplett seine Nerven und knurrte ihn nur an, ob er nicht gehen müsste. Wenn er nicht von allein ging, wurde er früher oder später von Ibiki rausgeworfen. Ich würde meinen, dass er eifersüchtig ist. Aber da er sowieso extreme Stimmungsschwankungen an den Tag legt, bin ich manchmal einfach nur kurz davor ihn zum Arzt zu schicken. Es ist Freitagnachmittag. Ich laufe gerade mit Kiba lachend durch den Park, als am anderen Ende des Dorfes eine Explosion zu hören ist. Wir erstarren und sehen uns an. Kurz darauf werden Schreie laut. „Konoha wird angegriffen. Macht euch bereit.“, knurrt Kuromaru. Der wieder einmal aus dem nichts aufgetaucht ist und mir ein Stirnband in die Hand drückt. Ich binde es mir um den Hals. „Tsunade hat sich entschieden. Zeigt was ihr könnt.“ Mit diesen Worten verschwindet er wieder. Und Kiba und ich machen uns auf den Weg. Als ich eine Person mit orangenen Haaren sehe, stockt mir der Atem. „Kiba das ist Pain. In mehreren Ausführungen. Wir müssen uns aufteilen!“, schreie ich meinem Bruder zu. Er nickt nur. Ich nehme die Verfolgung des Ersten auf. Er hält inne, als er mich bemerkt und ich stocke. Ich hatte mir den Gott ausgesucht. „Natsuki? Lange nicht gesehen.“ Seine Stimme ist gewohnt emotionslos. Pains andere Körper hatte ich bislang nie in Aktion erlebt. „Ich werde dich aufhalten, und wenn es mir mein Leben kostet!“, fauche ich ihm entgegen. Naoko an meiner Seite fletscht die Zähne. Der Kampf beginnt. Ich bin chancenlos unterlegen, versuche den anderen aber wenigstens Zeit zu verschaffen. Ich bereite gerade den nächsten Angriff vor, als ich kurz unachtsam werde. Ist das da drüben Ibiki? Pain erscheint plötzlich genau vor mir und schlägt mir mit aller Kraft in die Magengrube. Ich spüre, wie meine Rippen zersplittern und Organe verletzen. Ich spucke Blut und fliege durch die Luft, bis ich auf ein zerstörtes Gebäude pralle. Naoko jault auf und kommt auf mich zu. Pain schaut mich verachtend an und beobachtet die Situation seelenruhig. Ich schaue nach unten und sehe, dass sich eine Metallstange durch meinen Bauch gebohrt hat. Blut läuft an meinen Mundwinkeln herunter. „Naoko, verschwinde von hier. Bring mein Armband zu Tsume. Sie wird wissen…“ Ein schwerer Hustenanfall unterbricht mich. „Ich geh hier nicht weg!“, jault meine Partnerin kläglich. Ich löse mein Armband an einem Kunai und sie fängt es vorsichtig auf. „Geh jetzt. Du kannst hier nichts mehr für mich tun. Pass auf unsere Familie auf!“ Ich lächle ihr zu und Tränen bilden sich in meinen Augen. So wollte ich nicht sterben. Naoko verschwindet wimmernd im Schutt und Pain kommt langsam auf mich zu. „Ich will dich nicht unnötig leiden lassen, Natsu. Das hast du auch wieder nicht verdient.“ Bevor er weiter gehen kann, erscheinen andere Shinobi vor ihm. Kakashi kann ich noch erkennen, die anderen kenne ich nicht. „Suki?“ Ibiki taucht wie aus dem Nichts neben mir auf. „Ibiki. Ich hatte gehofft, dass du mich nicht so sehen musst.“ Wieder muss ich husten. „Hör auf zu sprechen! Es kommt gleich jemand um dich zu heilen!“ Verzweiflung breitet sich in seinem Gesicht aus. Ich sammle meine letzten Kräfte und lege meine Hand an seine Wange. Er umfasst sie mit seiner. „Hör mir jetzt gut zu: Pain ist nicht das Schlimmste, was euch bevorsteht.“ Das vertraute Brennen breitet sich auf meiner Haut aus. Aber es kommt nicht annähernd an die Schmerzen in meinem Bauch an. „Hör auf Suki.“, Ibikis Stimme ist schwach. Ich hätte nie gedacht, dass er einmal so verletzlich aussehen kann. Ich merke, wie mein Chakra mir immer mehr entgleitet. „Ihr steht vor einem großen Krieg.“ Wieder ein Hustenanfall. Meine Haut steht in Flammen, jedenfalls will sie mir das einreden. „Euer wahrer Feind ist Tobi Uchiha!“ Mir meinen letzten Worten nimmt der Schmerz ins Unendliche zu. Ich höre noch, wie Ibiki meinen Namen ruft. Bemerke wie ihm meine Hand entgleitet. Mit einem Lächeln auf den Lippen, begebe ich mich auf meine letzte Reise. Ich hatte ihm nicht gesagt, dass sein wahrer Name nicht Tobi ist, aber er wird früher oder später dahinter kommen. -Seine Sicht- Ihre Hand gleitet mir durch die Finger und fällt schlaff an die Seite ihres leblosen Körpers. Sie hatte Recht. Kein Mediziner hätte ihre Wunden so schnell heilen können. Eine einzige Träne stiehlt sich aus meinen Augen. Pain hatte mir die Person genommen, die mir im Moment das Meiste bedeutete. Warum hatte ich nicht besser auf sie aufgepasst? Ich ziehe ihren leblosen Körper von der Metallstange und lege ihn auf den Boden. Ich streiche ihr noch eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor ich mich wieder aufrichte. Wer ist Tobi Uchiha? Unter dem Namen kannte ich niemanden. Aber allein die Tatsache, dass er ein Uchiha ist, macht mir Angst. Aber ich habe jetzt keine Zeit genauer darüber nachzudenken. Ich muss mein Dorf beschützen. Ich schaue ein letztes Mal zu ihr herunter. Wäre da nicht die Wunde in ihrem Bauch, würde man denken sie schläft. Dafür wird Pain bezahlen! Kakashi und ein paar andere haben sich dem Pain vorgenommen, gegen den Natsuki verloren hatte. Ich suchte wieder nach meinem, den ich kurz aus den Augen verloren hatte, aber er war nicht schwer wiederzufinden. Der Kampf konnte weitergehen. Nach einer entsetzlich langen Zeit hatte Naruto endlich gesiegt. Das Dorf liegt in Schutt und Asche und alle trauern um die Gefallenen, als die ersten plötzlich wieder die Augen aufschlagen. Ich begreife die Situation nur sehr langsam und bin überrascht, als Naoko plötzlich an mir vorbeischießt. Ich sehe ihr verwirrt hinterher, bevor ich es verstehe und ihr folge. Heiß das etwas sie lebt auch wieder? Naoko ist schneller als ich und ich verliere sie fast aus den Augen. Als ich um die letzte Ecke biege, sehe ich die Beiden. Natsuki liegt am Boden und Naoko stürzt sich auf sie. Ihr Lachen klingt in meinen Ohren wie Musik. Ich beobachte die zwei Gefährtinnen und gehe langsam auf sie zu. Suki kuschelt sich in das Fell der Hündin und beide scheinen einfach nur erleichtert zu sein. Ich bleibe etwas entfernt stehen. Natsuki versucht sich langsam aufzurichten und stützt sich auf ihrer Hündin ab. Die Braunhaarige hat immer noch ein Lächeln auf den Lippen. Sie haben mich noch nicht bemerkt. Natsuki versucht einen Schritt zu gehen, fällt aber kraftlos nach vorn. Ehe Naoko zur Stelle ist, fange ich meinen kleinen Wirbelwind auf. Sie sieht an mir nach oben und mein Herz klopft wie wild. „Hallo Ibiki“, flüstert sie kraftlos. Ich hatte sie wieder! -Deine Sicht- Ich sehe ihm an, dass er erleichtert ist und an seinem Herzschlag merke ich, dass ich ihm auf keinen Fall egal sein kann. „Tu mir das nie wieder an!“, fährt er mich an. Seine Stimme ist härter als ich es gedacht hätte, aber der traurige Unterton ist deutlich zu hören. Ich lächle ihn weiter an. „Ich werde das nächste Mal besser aufpassen.“ Er schüttelt nur den Kopf, zieht mich an sich und legt seine Lippen auf meine. Ohne lange nachzudenken, erwidere ich den Kuss und schlinge meine Arme um seinen Hals. Der Kuss ist am Anfang sanft, wird aber schnell fordernder. Er unterbricht den Kuss viel zu schnell wieder. „Ich werde dich nie wieder aus den Augen lassen. So etwas will ich nicht noch einmal erleben.“ „Ach? Und ich dachte, ich bin dir zu jung?“ Ich grinse ihn frech an. „Du hast das Gespräch gestern belauscht?“ „Sagen wir einfach, dass ich auch gut an Informationen kommen kann, wenn ich will.“ Wieder antwortet er mit einem Kopfschütteln. „Ich muss dir das mit dem Charme eindeutig noch beibringen!“, lache ich ihn an. Ich schaue mich um und sehe überall zerstörte Gebäude. Traurig kuschle ich mich an seine Brust. Bei ihm fühle ich mich geborgen und sicher. Bei ihm möchte ich bleiben! Anmerkung der Autorin: Ich hoffe ihr oder besser du bist mir nicht böse, dass du einen Guten erwischt hast. Ich hatte nur leider neben Itachi und Sasuke (die absolut typischen Versionen der Bad-Boy-Geschichten), keine Ahnung wen ich noch nehmen wollte und Ibiki fand ich daher irgendwie interessant. Auch wenn ich seinen Charakter etwas umgedichtet habe. Naja. Vielleicht gefällt es euch ja trotzdem. Mein nächstes Quiz wird leider etwas dauern. Vielleicht zwei Monate. Vielleicht drei. Ich hab eine stressige Zeit vor mir und meine beste Freundin hat sich ein Harry-Potter-Love-Quiz gewünscht. Und irgendwie hab ich mittlerweile auch Lust darauf. Ich hoffe es hat dir trotz allem gefallen. Lass doch bitte eine Bewertung oder einen Kommentar da. Ich versuche mich gerade etwas zu verbessern und bin für jeden Tipp dankbar.  Bis bald. Eure Thrix

30.83 % der User hatten die Auswertung: Ich bin total ausgeglichen. Wirklich! Ich mach mir jetzt einen Tee und dann hau ich hier alles kaputt, verdammte Schei*e! Ein paar Informationen über dich: Dein Name ist Yukiko (Kind des Schnees). Du bist 20 Jahre alt und die stärkste Konoichi in deinem kleinen Dorf, was sich im Reich des Schnees befindet. Dein Vater ist vor ein paar Jahren auf einer Mission gestorben und deine Mutter und deine jüngeren Schwestern wurden nie im Kampf ausgebildet. Dein Dorf besteht aus ungefähr 40 Menschen, von denen 10 im Kampf geschult sind. Doch neben dir sind die anderen Shinobi alle älter als 45 Jahre und ihre Kampffähigkeiten reichen nicht aus, um gegen stärkere Feinde zu kämpfen. Glücklicherweise hat sich bis heute noch kein feindlicher Shinobi in eure Nähe verwirrt. Dein Dorf stellt Amulette für Yukigakure her, welche die Ninja im Kampf gegen Gen-Jutsus abschirmen sollen. Du selbst trägst eins in der Form einer Schneeflocke. Es beinhaltet zudem eine kleine Menge an Schnee, den du überall einsetzen kannst. Dein Schnee neigt sich nie dem Ende zu, da er sich mit Hilfe eines kleinen Anteils deines Chakras wieder neu auffüllt. Du kämpfst hauptsächlich mit Jutsus, die auf Schnee und Eis basieren. Du kannst deine Gegner einfrieren oder ihnen in einem Schneesturm die Orientierung rauben. Du trägst nur selten eine Jacke, da du kaum frierst. Deine Nin- und Tai-Jutsu-Fähigkeiten sind sehr gut ausgebildet, nur mit Gen-Jutsus kannst du nicht richtig umgehen. Du hast bis jetzt einige Missionen für Yukigakure gemeistert und scheinst damit neugierige Blicke auf dich gezogen zu haben. Dein vertrauter Geist ist ein Schneeleopard namens Takeru (Krieger). Du bist eine sehr ruhige Person, aber sollte dich jemand zu sehr nerven, kommt deine temperamentvolle Seite zum Ausdruck. Deine Haare sind schneeweiß und deine Augen eisblau. Du bist 1,63 m groß und sehr gut proportioniert. Deine Geschichte: „Irgendwas stimmt nicht, Takeru. Alles ist so still. Als hätten sich alle Tiere verkrochen.“ Wir sitzen ein Stück vom Dorf entfernt auf einem Felsvorsprung. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“, flüstert er an meiner Seite. Ich kraule ihn hinter den Ohren und kuschle mich an seine Seite. Irgendetwas lässt mich frösteln. Nur ist es nicht die Kälte um mich herum, die bin ich gewöhnt. Ich kann meine Gefühle schlecht beschreiben. Ein Vogel ganz in der Nähe schreit plötzlich auf und fliegt davon. „Da ist jemand!“, faucht Takeru. Ich suche nach der Gestalt, die er sieht und stehe auf. Und tatsächlich stehen am Waldrand zwei schwarze Personen. Ich renne los, so schnell mich meine Beine tragen können jage ich auf mein Dorf zu. „Takeru, warne die anderen. Evakuiere, wenn nötig das Dorf und verschwinde dann.“ Er antwortet nicht, beschleunigt seine Sprünge und verschwindet im Schneegestöber. Kurz bevor ich das Dorf erreiche, explodiert das erste Haus. Ich höre zwei Frauen schreien und verdichte den Sturm um das Zentrum des Dorfes. Viele sind schon nahe der Felswand, wo unser Schutzbunker liegt, als das zweite Haus in die Luft fliegt. Ich schaue den letzten Dorfbewohnern hinterher und mache mich auf den Weg zu den Angreifern. Es ist an der Zeit, ihnen Einhalt zu gebieten. Die anderen Shinobi laufen aufgeregt durch die Gegend. Ich schicke sie zu den anderen, sie sollen alle beschützen. Mir wären sie hier nur im Weg. Als sich die Panik langsam legt und die letzten verschwunden sind, bewege ich mich auf die brennenden Häuser zu. Nicht zu schnell. Nicht zu langsam. In der Nähe des dritten Hauses sehe ich komische Spinnen. Ich verdichte den Schnee um alle, die ich sehen kann und friere sie ein. Als ich glaube, sie besiegt zu haben, sprengen sie sich selbst in die Luft. Eiskristalle fliegen durch die Luft und auf der anderen Seite des Hauses höre ich weitere Explosionen. Ich habe also nicht alle erwischt. „Schlaues Mädchen. Aber meine Kunst sollte man nicht so einfach zerstören“, lacht eine Person, die plötzlich 5 Meter vor mir auftaucht. Ich dachte erst, dass es eine Frau ist, aber der Stimme nach zu urteilen, ist es eindeutig ein Mann. In seinem Schatten steht eine verformte, mit einem Mantel bedeckte Gestalt. „Deidara, hör auf zu spielen und bring es hinter uns. Ich will meine Zeit nicht mit deiner „Kunst“ verschwenden. Teste sie!“ Die Stimme des Buckligen ist tief und das Wort Kunst spricht er voller Verachtung aus. „Es ist Kunst. Und sie ist tausend Mal schöner als deine!“, faucht die Blondine zurück. Ich fasse es nicht. Diese Kerle greifen mein Dorf an und streiten sich dabei noch über Kunst? Aber in der Zwischenzeit konnte ich wenigstens erkennen, dass die beiden von Akatsuki sind. Ihr Vorhaben kann also nur gefährlich für mich sein. Was wollen sie von mir? Hier gibt es für sie doch nichts zu holen. Die beiden streiten sich lieber weiter über ihre Kunst, als auf mich zu achten. Ich begebe mich in Kampfposition und konzentriere mein Chakra auf die Beine des Blondhaarigen. Bevor sich der Schnee aber ausreichend verdichten kann, unterbricht eine Art Stachel meine Konzentration und ich weiche geschickt aus. Aus dem Umhang des Kleineren schaut ein Schwanz heraus, der dem eines Skorpiones ähnelt. „Du scheinst es ja sehr eilig zu haben“, raunt der Bucklige. „Wir haben von Pain den Auftrag, dich zu testen und dann mitzubringen oder zu vernichten.“ Ich sehe ihn verachtend an. „Ich werde nie mit euch mitgehen. Schon gar nicht, wenn ihr mein halbes Dorf zerstört“, fauche ich ihm als Antwort entgegen. Deidara lacht auf. „Vielleicht ändert sich ja deine Meinung, wenn ich noch ein paar Häuser sprenge und du zeigst mir endlich, was du wirklich kannst!“ Mit einem irren Blick holt er seine Hände aus den Taschen und augenblicklich strömen unzählige kleine Spinnen heraus. Jetzt muss alles schnell gehen. Ich forme ein paar Fingerzeichen und errichte vor den wichtigsten Häusern des Dorfes dicke Eisschichten. Im nächsten Augenblick friere ich die meisten Spinnen ein. Die restlichen werden durch die umherfliegenden Eissplitter zur Explosion gebracht. Ich springe auf ein naheliegendes Dach um den Flammen zu entkommen. Der Blonde lacht auf. Der Kampf dauert eine Weile. Das Spiel setzt sich fort. Er erschafft neue Bomben. Ich friere sie ein, immer bedacht, alle zu erwischen. Ich versuche die Taschen zu zerstören, aus denen er immer neue Spinnen zaubert. Manchmal gelingt es mir ihn anzugreifen, aber er weicht stets sehr geschickt aus. Wie in einer endlosen Schleife setzt er seine Attacken fort. Gerade als ich es schaffe, eine seiner Taschen aufzuschlitzen und er fluchend auf Abstand geht, schreit eine Stimme hinter mir auf. Ich wirble herum. Der Bucklige hält eine meiner Schwestern mit Chakrafäden fest und sein Stachel schwebt bedrohlich vor ihrer Kehle. „Du hast zwei Möglichkeiten, Kleine. Möglichkeit eins: Ich vergifte deine Schwester und du kannst dabei zusehen, wie sie vor deinen Augen stirbt. Danach werde ich jeden anderen Dorfbewohner vor deinen Augen töten, während du gelähmt am Boden liegst. Oder, Möglichkeit zwei: Du willigst ein mit uns zu kommen und alle deine kleinen Freunde hier bleiben am Leben... Wähle weise!“ Ich zweifle nicht an der Brutalität seiner Worte. Doch würde er sie wirklich verschonen? „Wie kann ich dir glauben? Woher soll ich wissen, dass du diese Abmachung nicht doch brichst?“, meine Stimme klingt glücklicherweise stärker als ich es befürchtet habe. Er lacht auf. „Das kannst du nicht. Du kannst nur hoffen.“ Ich versuche meine Gedanken zu ordnen, doch er lässt mir keine Zeit, drückt den Stachel leicht gegen ihre Kehle und meine Schwester schreit wieder auf. Eine lila Flüssigkeit läuft ihren Hals herunter. Eindeutig Gift. „Okay, okay. Ich komme mit euch. Also lass sie gehen.“, ich schreie schon fast und sehe meine Schwester entschuldigend an. Tränen laufen über ihre Wange. Deidara hinter mir lacht auf. Ich hatte ihn komplett vergessen. Ein schwerer Fehlern, denn bevor ich mich versehe, rammt er mir eine Spritze in den Rücken. Ich höre nur noch die Schreie meiner Schwester, bevor ich in den Schnee falle und alles schwarz wird. „Du hast es mal wieder geschafft, Sasori. Die Dosis war eindeutig zu hoch!“, ich glaube es ist Deidara. Seine Stimme ist sehr leise. Ein Windhauch spielt mit meinen Haaren. Fliege ich? Ich kann die Augen nicht öffnen. Kann meine Muskeln nicht bewegen. Will sie auch nicht bewegen. Alles fühlt sich so schwer an. „Du solltest auch nicht die ganze Dosis in ihren Körper jagen. Ich sagte doch, dass das nur für den Notfall gedacht war.“ Das muss jetzt Sasori sein. Ich öffne meine Augen leicht. Doch es ist alles so hell. Ich stöhne leise auf und kneife die Augen wieder zusammen. Langsam gewöhne ich mich an die Helligkeit und sehe einen strahlend blauen Himmel über mir. Es ist angenehm warm. Das bedeutet, dass wir mein Dorf weit hinter uns gelassen haben. Mein Dorf… Ob alle überlebt haben? Hat der Bucklige sein Versprechen gehalten? Die gleichmäßigen Bewegungen lassen mich darauf schließen, dass ich wirklich fliege. Es fühlt sich an wie in einem Schaukelstuhl. Ich schließe meine Augen wieder. Ich bin so müde. Die Landung ist unsanft und reißt mich aus meinem Traum. Der Schwanz des Vogels entrollt sich und ich rolle langsam Richtung Boden. Ich springe rechtzeitig ab und richte mich auf. Wir stehen vor dem Eingang zu einer Höhle. Mitten in einem Wald. Die Sonne strahlt und die Blätter rauschen im Wind. Ich war noch nicht oft in einem anderen Reich. Aber ich mag die grünen Wälder mehr. Sie sind bunter und einladender als das reine Weiß des Schnees. „Was habt ihr mit meinem Dorf gemacht?“, unterbreche ich das Schweigen. Es ist das erste Mal seit 3 Tagen, dass ich in ihrer Nähe bin und festen Boden unter den Füßen habe. Die restliche Zeit habe ich zum größten Teil verschlafen. Tolles Gift... Deidara räuspert sich und befreit sich aus seiner Starre. „Sasori hat sein Versprechen gehalten. Alle leben und alles ist noch ganz.“ Ich nicke nur. Ob es die Wahrheit ist, werde ich so und so nicht erfahren. Als sich die beiden immer noch nicht rühren, gehe ich zum Eingang der Höhle. „Wo willst du hin?“, Sasori taucht neben mir auf. Nicht als krüppelige Gestalt, sondern als rothaariger Mann. Oder eine männliche Puppe? Ich bin verwirrt und bleibe stehen. „Ihr schleppt mich hier her, lasst mich nach Tagen endlich wieder auf festen Boden und steht dann wie angewurzelt vor einer Höhle. Ich vermute jetzt also mal, dass mich da drin jemand namens Pain erwartet. Und da ich nicht weglaufen kann, weil ich ja noch nicht mal weiß, wo ich hier bin, trete ich einfach einmal die Flucht nach vorn an. Noch so eine doofe Frage übrig? Und warum bist du eigentlich eine Puppe?“ Deidara hinter uns fängt an zu lachen und drängt sich an uns vorbei. „Komm mit Dornröschen. Ich bring dich in die Küche und nach dem Essen zu deinem Zimmer. Morgen holt dich jemand ab und bringt dich zum Kampf.“ Am nächsten Morgen bin ich früh wach. Ich bleibe erst etwas liegen, stehe dann aber doch auf und gehe duschen. Danach lege ich mich noch einmal ins Bett. Ich spiele an meinem Medaillon und denke über die Situation nach. Akatsuki ist ein Haufen sehr starker und ziemlich gestörter Nuke-Nin. Aber sie versprechen ein aufregendes Leben oder? Bis jetzt kenne ich Deidara und Sasori. Von Kisame und dem Uchiha hatte ich auch schon gehört. Dann soll es da noch ein pflanzenartiges Etwas geben, was der Nummer eins Spion der Gruppe sein soll. Eine richtige Wahl habe ich am Ende ja eh nicht. Entweder Beitreten oder Sterben. Ich ziehe mir meine alten Sachen wieder an und betrachte mich im Spiegel. Meine langen weißen Haare flechte ich zu einem Zopf, damit sie mich im Kampf nicht behindern. Meine schwarzen Netzleggins und mein dunkelblaues Kleid sind etwas verschlissen, aber sie werden den Kampf überstehen. Meine eisblauen Augen strahlen selbst in der Dunkelheit hell wie Eis. Ich streichle über meinen linken Arm, auf dem sich mehrere Schneeflocken in einem Tattoo vereinen und ziehe meine schwarzen Overknee-Stiefel wieder an. Ein paar Kunai befestige ich an einem Gürtel am Oberschenkel. Gerade als ich fertig bin, klopft es. Ich bitte den Unbekannten herein. Eine Frau mit blauen Haaren lugt vorsichtig in mein Zimmer. „Hallo Yukiko. Mein Name ist Konan. Ich werde dich zur Arena bringen.“ Sie ist hübsch und einen netten Eindruck macht sie auch. „Freut mich. Ich hatte schon Angst allein unter den Gestörten hier zu sein.“ Ich lächle leicht und auf dem Weg durch das unterirdische Labyrinth erzählt sie mir von dem Aufnahmeritual und gibt mir kleine Tipps bezüglich meiner möglichen Gegner. Es ist eine lockere Unterhaltung mit dem typischen Frauenklatsch. So ungezwungen und normal. Als wir ankommen, macht sich Konan auf den Weg zu den anderen, ich bleibe unten zurück. „Dein Gegner wird Itachi sein. Zeig uns was du kannst. Danach entscheide ich, wie es mit dir weitergehen wird.“ Pain hat orangene Haare, Piercings im Gesicht und in seinen Augen blitzt das Rinnegan auf. Mit dem legt man sich sicherlich ungern an. Der Uchiha springt leichtfüßig zu Boden. Der Kampf kann also beginnen. Ich begebe mich in Kampfposition und mustere den Schwarzhaarigen genauer. Seine roten Augen ziehen mich in ihren Bann. Sie strahlen Macht aus. Aber in einer gewissen Weise auch Traurigkeit. Diese Mischung ist faszinierend. Oben ist ein Lachen zu hören. „Und schon ist der Kampf der Schlampe beendet.“ Ich bin verwirrt. Wer nimmt sich denn sowas heraus? Konan meinte, dass Hidan ein Schreihals wäre, aber sie hat mir nicht verraten, wie er aussieht. Ich suche nach dem Kerl und weiche geschickt einem Kunai von Itachi aus. Außer ein paar verwirrten Blicken kann ich allerdings nichts entdecken, also wende ich mich schulterzuckend wieder dem Kampf zu. Itachi mustert mich in der Zwischenzeit und ist sichtbar verwirrt. Ich schenke ihm ein schiefes Lächeln. „Meine Kette schützt mich vor jeder Art Gen-Jutsu. Du musst dir also wohl oder übel etwas Besseres einfallen lassen.“ Ich zwinkere ihm noch frech zu und forme ein paar Fingerzeichen. Sofort strömt aus meinem Anhänger eine Menge Schnee. Itachi schüttelt den Kopf und deaktiviert sein Sharingan. Ich bin sichtlich enttäuscht. Seine schwarzen Augen sind nicht ganz so faszinierend. Ich beginne unseren Kampf mit dem Eisversteck: Kunst der Wolfszahn-Lawine. Während meine Lawine auf ihn einbricht, löst er sich in einige Krähen auf. Sie fliegen wild durcheinander sammeln sich hier und da. Ich schließe meine Augen und versuche sein Chakra zu spüren. Die Flugbahn der Vögel ist zu verwirrend. Halbrechts hinter mir setzt er sich wieder zusammen und kontert mit der Feuerfreisetzung: Technik der großen Feuerkugel. Ich blocke ihn mit einer Mauer aus Eis ab. Der Kampf setzt sich fort. Ich kämpfe mit Schnee und Eis und er wechselt zwischen Wasser und Feuer. Der Kampf zehrt immer mehr an meinen Kräften. Nach einer knappen Stunde hole ich zum finalen Schlag aus. Entweder ich verliere, weil meine Kraftreserven danach am Ende sind oder er tappt in meine Falle. Ich rufe einen starken Schneesturm herbei. Erzeuge einen Doppelgänger aus Schnee, rufe Takeru und lenke ihn damit ab. Itachi versucht den Schnee um sich herum zu schmelzen, bleibt in Bewegung. Doch als er Takeru begegnet ist er verwirrt und bleibt kurz stehen. Ihn hatte er bis jetzt nicht kennengelernt. Das ist meine Chance. Augenblicklich verdichte ich den Schnee um seinen Körper und friere in bis zum Kopf ein. Ich versichere mich noch einmal, dass es funktioniert hat und beende den Schneesturm. Als sich die letzten Schneeflocken langsam herabsenken, gehe ich zu meiner lebendigen Eisstatue. Mit dem Kunai an seinem Hals, schaue ich hoch zu den Zuschauern. Pain nickt leicht. Meine Atmung ist schwer. „Du bleibst. Konan wird dir gleich deine Sachen geben. Du kommst ins Team mit Kisame und Itachi.“ Mit diesen Worten wendet er sich ab. Ich seufze auf und löse Itachi aus seinem Eisgefängnis. „Willkommen bei uns, Kleine.“ Seine Stimme ist tief und angenehm. Ich könnte ihm stundenlang an den Lippen hängen. Doch er stupst mir nur mit dem Zeigefinger gegen die Stirn und verschwindet danach in einem Gang. Das Gespräch ist also beendet. Ich konnte mich noch nicht einmal bedanken, sondern stehe kraftlos in der Gegend rum und starre auf den Fleck, wo Itachi eben verschwunden ist. Konan reißt mich aus meiner Verwirrung und führt mich durch das Quartier. Stellt mich allen vor und prügelt mir den Grundriss des Labyrinths ein. Meine Gedanken wandern immer wieder zu Itachi und seinen unglaublich schönen Augen. Seit meiner Ankunft ist jetzt ein halbes Jahr vergangen. Kisame, Itachi und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Wir scherzen ab und an miteinander und sie haben mich davon überzeugt, dass es hier gar nicht so schlimm ist. Und auch mit den anderen komme ich meistens gut klar. Nur Tobi ist mir rätselhaft. Er hat einiges an sich, was nicht zu seiner kindlichen Maskerade passt und Hidan hat sich einige gefangen, bevor er mitbekommen hat, dass er mich in Ruhe lassen sollte. Allerdings durfte ich mich von Pain schon belehren lassen, dass man andere Mitglieder nicht einfrieren darf. Spielverderber! Hidan ist doch unsterblich. Passiert doch nichts. Konan und ich sind die besten Freundinnen geworden. Wir teilen uns ein Zimmer und sind die typischen Lästerschwestern. Sie ist auch die einzige die von meiner kleinen Schwärmerei weiß. Es ist wieder einer der seltenen Abende, wo alle zusammensitzen und rumalbern. Deidara und Sasori streiten sich über Kunst. Tobi sucht jemanden zum spielen und tollt nun mit Takeru durch die Küche. Kakuzu zählt sein Geld und regt sich über die Finanzen auf. Zetsu begutachtet die Pflanzen und spricht mit sich selbst und von Pain und Hidan fehlt wieder mal jede Spur. Konan und Kisame sitzen auf der einen Couch, Itachi und ich auf der Anderen gegenüber. Mein Kopf liegt auf Itachis Schoß (kleiner Annäherungsversuch meinerseits) und wir plaudern munter über Gott und die Welt. Wir reden über unsere letzte Mission und darüber, wie wir mit der feindlichen Gruppe fertig geworden sind. „Yuki, jetzt müssen wir aber unbedingt wieder shoppen. So machst du nicht mal Hidan schöne Augen. Und dem reicht es ja eigentlich, wenn jemand lange Haare und Brüste hat.“, beschwert sich Konan lautstark. Kisame lacht auf: „Ja Itachi hat nur Glück, dass sein Körperbau zu männlich ist. Und Deidara ist nur aus dem Schneider, weil er teilweise zu nervig ist. Wer weiß, welche Tagträume Hidan schon hatte.“ Ich verschlucke mich und muss mich wegen einem starken Hustenanfall aufrichten. Itachi reicht mir etwas zu trinken und lächelt mir zu. Kisame und die Blauhaarige krümmen sich vor Lachen, während ich knallrot wie eine Tomate, mit Tränen in den Augen röchelnd wieder zu Luft komme. Ich mustere Itachi von der Seite. Ich mag sein Lächeln. Es ist so selten geworden, seit er immer mehr Probleme mit seiner Krankheit hat. Als mir bewusst wird, wie ich ihn wieder einmal anstarre, erröte ich wieder und beschwere mich jammernd bei Konan: „Ich brauche wirklich dringend wieder neue Sachen. Jetzt wo ich auch noch meinen letzten Verehrer vergrault habe.“ Meine Kleidung hatte tatsächlich etwas gelitten. Meine Netzleggins sind löchriger als üblich, meine Stiefel abgestoßen und selbst mein bauchfreies Top hat Löcher. „Dem Eisblock, dem du hinterherläufst wie ein Hündchen, stört das sicher nicht.“ Ich habe nicht bemerkt, dass Hidan in den Gemeinschaftsraum gekommen ist. Für mich ist er mittlerweile wie ein rotes Tuch. Er macht den Mund auf und nervt. Um genauer zu sein nervt es schon, wenn er in der Nähe steht und atmet. Andauernd muss er sich einmischen. Immer zieht er über Itachi und mich her. Ich versteh ihn nicht. Klar ist er vielleicht eifersüchtig und so, aber so nervig muss man dabei doch wirklich nicht sein oder? Mein Blick verfinstert sich noch mehr, als ich sein hämisches Grinsen in seiner Stimme höre. „Die Bitch wird schon noch ihre Jungfräulichkeit verlieren, Konan. Vielleicht ist dann der Uchiha auch mal ausgeglichener!“, witzelt er in seiner Ecke. „Oder aber…“ Plötzlich ist alles still und Konan und Kisame sehen mich überrascht an. Tobi kreischt auf, rennt durchs Zimmer und wedelt die ganze Zeit mit seinen Armen über dem Kopf. Takeru setzt sich neben mich und schaut belustigt an mir vorbei zu Hidan. Ich drehe mich langsam um und sehe den Grund der Aufregung. Komplett umhüllt von Eis steht Hidan in seiner Ecke. Mir war noch nicht einmal bewusst, dass ich meinen Schnee benutzt habe. Klar war ich wütend, aber so sehr? Hidan ist auf jeden Fall wütend. Das sehe ich an seinem Blick, aber irgendwie ist der Anblick einfach zu goldig. Ein unfähiger Hidan, der endlich einmal die Klappe hält. Ein Grinsen umspielt meine Mundwinkel. Nur die anderen können sich anscheinend nicht aus ihrer Starre befreien. Das Schweigen im Raum ist erdrückend. „Na toll“, seufze ich nur, „Jetzt darf ich mir wieder eine Predigt von Pain anhören.“ Ich schaue vorsichtig neben mich. Itachis Hände sind zu Fäusten geballt. Ich frage mich auf wen er so wütend ist. Auf Hidan? Oder bin ich daran schuld? Ich will ihn fragen, doch bevor ich mich versehe, steht er auf und verlässt den Raum. Kisame seufzt. Ich sehe ihn fragend an. „Frag ihn selbst. Ich hab keine Lust mehr darauf.“ Auch Kisame steht auf und geht. Ich schaue den Beiden hinterher. „Konan?“, meine Stimme ist leise und brüchig. „Lass uns ins Zimmer gehen. Der Abend ist eh erst einmal ruiniert.“ Sie schaut verachtend zu Hidan. Auch Sasori und Deidara räumen ihre Sachen zusammen. „Lass ihn am besten so stehen. Vielleicht lernt er es endlich! Und irgendwie sieht die Eisstatue auch mal hübsch aus. Nicht unbedingt die perfekte Kunst, aber du bist auf einem guten Weg“, lacht Sasori. Ich glaube das war ein Kompliment. In unserem Zimmer angekommen ziehen wir uns um und legen uns schlafen. „Was meinst du Konan? Warum ist Itachi plötzlich verschwunden?“, meine Stimme ist noch immer brüchig. „Ich weiß es nicht. Aber Kisame hat Recht. Frag ihn selbst. Das Gespräch ist doch schon lange überfällig.“ Wo sie Recht hat… Ich schwärme schon seit dem ersten Tag für ihn. Er hat etwas an sich, was mich anzieht. Wie einen Schmetterling Richtung Licht. Seine ruhige Art und die Ausstrahlung von Macht und Zielstrebigkeit faszinieren mich. Und dann noch diese zerbrechliche Seite, die er nur sehr selten zeigt. Ganz davon abgesehen, dass er einen sehr muskulösen Körper hat. „Ich sehe dir an, wo deine Gedanken gerade sind. Schlaf erst einmal und stelle ihn morgen zur Rede.“ „Gute Nacht Konan.“ Die Blauhaarige dreht sich zur Wand und nach ein paar Minuten höre ich an ihrem gleichmäßigen Atmen, dass sie schläft. Ich setze mich auf. An Schlaf ist noch nicht zu denken. Ohne groß zu überlegen, schlüpfe ich in meine Stiefel und mache mich auf den Weg nach draußen. Oben auf dem Berg hat man eine schöne Aussicht. Der perfekte Ort zum Grübeln. Am Ziel angekommen setze ich mich auf meinen Lieblingsplatz. Ein großer Stein, der genau an der Kante steht. Der Himmel ist sternenklar und ich bereue es, keine Jacke mitgenommen zu haben. Im Mondlicht sitze ich nun da. Ich winkle meine Beine an und umarme sie. In einem dünnen Kleid und meinen Stiefeln schaue ich über den Wald hinweg. Ich lasse meine Gedanken kreisen. Zu meinem Dorf. Wie es wohl allen geht? Und haben meine Schwestern alles überstanden? Ich habe kein Heimweh, dafür gefällt es mir hier zu gut, aber meine Familie vermisse ich ab und an. Meine Gedanken bleiben bei Itachi hängen. Er meinte kürzlich, dass es meinem Dorf gut geht und meine Familie noch lebt. Er hätte diese Information zufällig von einem Reisenden erhalten. Es beruhigt mich sehr, aber auf der anderen Seite wundere ich mich natürlich, warum er damals einen Fremden danach fragte. Viele Dinge die Itachi macht und sagt führen nur zu Verwirrung. Manchmal ist er zärtlich und sanft, manchmal so kühl und abweisend. Wie soll ich dabei nur wissen, was er wirklich für mich empfindet? Ich fange leicht an zu frösteln. Die Kälte hier ist eine andere. Ich habe meine Immunität irgendwo verloren. Ich ziehe meine Beine fester an meinen Körper und lege mein Kinn auf meine Knie. Ich will nicht rein. Noch nicht. Bevor ich mich versehe setzt sich jemand hinter mich und zieht mich in seine Arme, um mich zu wärmen. Ich atme tief ein, nehme seinen Geruch in mich auf und beruhige mich sofort. Ich kuschle mich an ihn an und blicke weiter zu den Sternen. ~ Seine Sicht ~ Sie sitzt nun schon etwas länger auf dem Stein. Ich selbst stehe an einen Baum gelehnt am Rand des Abhanges und beobachte sie. Sie kommt oft hier her. Manchmal zeige ich mich, aber die meiste Zeit lasse ich sie in Ruhe. Es wäre besser, wenn ich Abstand nehmen würde. Aber ich kann es nicht. Sie zieht mich immer wieder an, sobald ich mich abwenden möchte. Ihr Lachen ist so melodisch und wenn sie aufgeregt ist, funkeln ihre Augen wie Eis in der Sonne. Der Wind spielt mit ihren Haaren. Sie sieht so unschuldig aus, wie sie da in ihrem dünnen Kleidchen an der Klippe sitzt und die Ruhe genießt. So wunderschön. Meine Krankheit macht mir leider immer mehr zu schaffen und ich sehe langsam nicht mehr alle Einzelheiten, aber noch reicht es aus. Noch ein Windhauch und sie erzittert. Früher hat ihr die Kälte nichts ausgemacht, doch seit einer Weile friert sie immer öfter. Ich gehe vorsichtig auf sie zu, setze mich zu ihr und umarme sie von hinten. Erst zuckt sie zusammen, doch dann entspannt sie sich wieder und schmiegt sich an mich. Sie weiß, wer ich bin ohne mich anzusehen. ~Deine Sicht~ „Ich habe gar nicht bemerkt, dass du hier bist, Itachi“, flüstere ich nach einer Weile. „Ich weiß... Was treibt dich hier hoch?“ Seine Worte sind ruhig und doch bemerke ich den bohrenden Unterton. Sollte ich jetzt doch schon offen mit ihm reden? Nein. Lieber etwas Small-Talk. „Der Abend war sehr verwirrend und ich konnte nicht schlafen.“ „Und da dachtest du daran, dich im luftigsten Outfit an den windigsten Ort zu setzen?“ Ich lache leise auf. „Nein. Ich wollte die Ruhe genießen und hatte gehofft, dich hier zu treffen. Du bist ja auch oft hier oben.“ Er legt sein Kinn auf meinen Kopf. Und mein Schmetterling fliegt vergnügt im Licht umher. „Warum wolltest du mich denn treffen?“, bohrt Itachi weiter. „Ich konnte dich vorhin nicht mehr fragen, ob du auf mich oder auf Hidan sauer warst“, flüstere ich leise, aber er scheint es gehört zu haben. „Auf seine beste Freundin kann man doch nicht böse sein.“ Kennt ihr das, wenn man einen glücklichen Schmetterling beobachtet und dann aus dem Nichts der eigene Kater auf ihn drauf zuläuft, ihn fängt und frisst? Das ist gerade mit meinem Schmetterling passiert. Ich bin also Itachis beste Freundin? Super! Echt super mega toll. Ich bin sprachlos. So schnell werden alle romantischen Tagträume zerstört. Ich räuspere mich. „Na da bin ich ja beruhigt.“ Ich befreie mich aus seiner Umarmung und stehe auf. Er schaut zu mir hoch und sieht mich fragend an. In mir zerbricht gerade mein Herz. Das Klirren kann er sicherlich auch hören. „Ich gehe mal wieder rein. Mir ist kalt und ich bin müde. Schlaf dann gut Itachi.“ Meine Worte sind leise und ich weiß nicht, ob er mich verstanden hat. Ich warte aber auch nicht auf seine Antwort, sondern laufe los. Als er mich nicht mehr sehen kann, beginne ich zu rennen. Ich muss hier weg. In meinem Zimmer schläft Konan tief und fest. Ich werfe mich auf mein Bett und lasse den Tränen freien Lauf. Ich bin froh, dass meine Freundin nicht aufwacht. Ich will nicht darüber reden. Am nächsten Morgen ist Konan schon fertig, als sie mich weckt. „Hey Schlafmütze. Geh duschen, damit wir frühstücken können. Und dann erzählst du mir, warum du so grauenvoll aussiehst.“ Ich stöhne auf und begrabe mich wieder unter meinem Kissen, aber sie kennt kein Erbarmen. Sie packt meine Beine und zerrt mich durch das Zimmer, legt mich vor der Dusche ab und schließt die Tür hinter sich. Knurrend und fluchend stehe ich auf und taumle herum. Erst das heiße Wasser bringt langsam meine Lebensgeister zurück. Als ich fertig bin, trockne ich mich ab und ziehe die Unterwäsche an, die Konan mir noch ins Bad geworfen hat. Ich gehe wieder zurück in unser Zimmer. „Konan, weißt du eigentl…“, weiter komme ich nicht. Ich stehe mitten im Zimmer, mit nassen Haaren, in Unterwäsche und vor mir steht niemand anderes als Itachi. Glücklicherweise hat Konan mir meine schönste Kombination gegeben. War das geplant? Ich starre Itachi an und frage mich, wer von uns beiden röter ist. „Ich… Ich muss mit dir reden.“ Der Schwarzhaarige kann seinen Blick nicht von mir reißen. Ich fange mich und denke an meinen gekränkten Stolz. „Klar. Aber deine BESTE Freundin muss sich erst einmal etwas anziehen.“ Ich versuche an ihm vorbei zu meinem Schrank zu gehen, doch er hält mich zurück. Seine Hand an meiner Taille jagt eine Gänsehaut über meinen Körper. „Genau darüber muss ich mit dir reden.“ Ich schaue ihn verletzt an. „Über meinen Kleidungsstil oder über was?“ „Yuki du weißt was ich meine.“ „Nein, verdammt! Ich weiß eben nicht was du meinst!“ Ich reiße mich aus seinem Griff los und gifte ihn weiter an: „Wie soll ich es auch wissen? Mal bist du zuvorkommend und liebevoll und am nächsten Tag behandelst du mich wie Luft. Wie soll ich denn da wissen, was du meinst. So behandelt man doch niemanden!“ Die letzten Worte schreie ich ihm ins Gesicht. Ich bin auf hundertachtzig und raufe mir die nassen Haare. Anstatt irgendetwas zu antworten nimmt er mich in den Arm. Ich will ihn von mir stoßen, bekomme aber nur genug Luft zwischen uns um mit meinen Händen gegen seine Brust zu trommeln. „Jetzt gib mir wenigstens einmal eine Antwort, du Idiot.“ Das nächste was passiert, geht alles viel zu schnell. Er packt meine Hände, die immer noch auf ihn eintrommeln und legt seine Lippen auf meine. Ich reiße überrascht die Augen auf, gehe aber auf seinen Kuss ein. Er unterbricht ihn und legt seine Stirn an meine. Seine Augen sind geschlossen. „Ich wollte auf Abstand bleiben. Wollte, dass ich dir nicht zu wichtig werde. Du weißt, dass mein Leben bald ein Ende findet. Sasuke wird von Tag zu Tag stärker.“ Er öffnet die Augen wieder und sieht mich traurig an. Ich lege eine Hand auf seine Wange. „Fang jetzt bitte nicht damit an!“ Er will etwas erwidern, aber ich lege ihm den Finger auf die Lippen. „Lass uns die Zeit genießen, die wir zusammen haben. Lass uns erst an Abschied denken, wenn es soweit ist.“ Ich küsse ihn und der Kuss wird immer leidenschaftlicher. Er hebt mich hoch und legt mich aufs Bett. Das Frühstück interessiert uns nicht mehr. Und auch der Verlust, den ich in ein paar Monaten erleiden werde interessiert mich wenig. Ich will ab jetzt jede Minute mit ihm verbringen, die mir vergönnt ist. Anmerkung der Autorin: Es freut mich, dass du meine Geschichte gelesen hast. Lass doch bitte eine Bewertung oder einen Kommentar hier. Ich würde mich sehr darüber freuen. Da meine Kreativität im Moment etwas ausgeschöpft ist und ich meiner Freundin versprochen habe, mal ein Love-Quiz über Harry Potter zu machen, muss ich hier erst einmal eine Pause einlegen. Außerdem habe ich leider ohnehin gerade viel um die Ohren. Sobald ich kann, wird hier auf jeden Fall wieder ein Quiz von mir erscheinen! Liebe Grüße Eure Thrix