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Die Statistik vom Quiz

The mysterious love from the magical wizard world

47.29 % der User hatten die Auswertung: Super, du hast Ronny erwischt. Viel Spaß mit der Auswertung, ich hoffe sie gefällt euch. Sirius und ich saßen lachend in der Ecke der Küche. Vor uns standen zwei prall gefüllte und langsam überschäumende Krüge mit Butterbier. Es war spät geworden. Der Orden müsste langsam mal eintreffen. Immerhin war meine Schicht gerade zu Ende und ich wollte heute auch noch mal irgendwann ins Bett und schlafen. Aber davor war ja noch dieses verdammt langweilige Ordensgespräch. Außerdem kam heute die ganze Familie Weasley nach London, davor waren es immer wieder nur mal Molly und Arthur gewesen, ihre Kinder sollten heute mitkommen und würden die Ferien hier im Haus von den Black's verbringen. Meine hellbraunen Haare, die sich wild stylten uns sowieso das machten was sie wollten umrahmten mein schmales Gesicht und gingen mir bis unter die Brust. Ich konnte sie schlecht bändigen und immer wieder fielen sie mir ins Gesicht. Zu diesem gehörten hohe Wangenknochen und eine kleine Stupsnase, meine Lippen waren normal dick, manchmal kamen sie mir vor wie ein Schmollmund und mein Augen waren groß und grün. Ich schminkte mich immer, nicht auffällig, aber ein bisschen. Die Wimpern wurden auf jeden Fall bei mir getuscht und so kam das grün noch mehr zum Vorschein. Mit meinem Körper war ich auch mehr oder weniger zufrieden. Wie jede Frau hatte ich mal hier, mal da, etwas zu meckern. Ich war Normalgroß und hatte auch das Normalgewicht, bei einer Größe von 168 cm und einem Alter von 18 Jahren. Gerade letztes Jahr hatte ich Hogwarts verlassen. Zusammen mit Percy Weasley, meinem besten Freund. Doch der ließ nichts mehr von sich hören, seit ich dem Orden beigetreten war und er Assistent des Zaubereiministerts war. Fudge war sowieso ein Trottel, aber das durfte ich selbst nicht sagen, da ich auch im Ministerium arbeitete. Ich war Auror, aber eher im Büro beschäftigt. Ich war selten fürs Ministerium unterwegs, erledigte eher die Arbeiten im Büro und assistierte Kingsley Shacklebolt, er besaß eine höhere Position im Ministerium. Er war es auch, der mich auf den Orden ansprach. Eigentlich eher durch Zufall. Er wusste das ich eine starke Hexe war, aber ich war eigentlich nur durch einen Zufall hier gelandet. Kingsley war gerade nicht im Büro und der Tagesprophet kam herein geflogen. Ich krallte mir diesen natürlich sofort. Es interessierte mich was Fudge dieses mal wieder sagte zu den Geschehnissen beim Trimagischen Turnier. Ich glaubte Harry Potter, wie sonst hätte Cedric Diggory umkommen können, wenn nicht durch die Hand eines anderen Zauberers! Und das war nicht Harry Potter, man hatte seinen Zauberstab natürlich gleich überprüft. Außerdem gab es da noch diesen Zufall, das Barty Crouch Jr. in Hogwarts, getarnt als Mad-Eye Moody (den schon in den Ruhestand gegangen Auror), auftauchte. Dieser behauptete das alles geplant zu haben. Die genauen Hintergründe wusste ich nicht aber Crouch Jr. war nicht zu trauen. Immerhin war er selbst Anhänger Voldemort's, hatte es geschafft aus Azkaban zu fliehen, ohne das es seinen Wärtern auffiel. Ich ließ gerade wieder eine Schimpftirade über unseren Zaubereiminister los, als Kingsley wieder reinkam. Erst bemerkte ich ihn nicht, bis er sich dann räusperte. Mir war das natürlich alles super peinlich, bis Kingsley mich fragte, ob ich wirklich so dachte und ob ich nicht daran Interesse hätte mich zu wehren und gegen Voldemort und seine Anhänger zu kämpfen. Ich brauchte dafür nicht lange zu überlegen und sagte kurzerhand und ganz schnell „ja“. Mittlerweile war ich schon einige Wochen dabei und war ein vollwertiges und geschätztes Mitglied des Ordens, aber ich kannte noch nicht alle anderen Anhänger. Außerdem verstand ich mich wirklich super mit Sirius Black. Kingsley musste mich erst mal von seiner Unschuld überzeugen und erzählte mit die ganze Geschichte, was eigentlich passiert war, damals vor so vielen Jahren. Und dann wurden wir richtig gute Freunde. Ich wohnte kaum noch in meiner kleinen Wohnung, in der Nähe des Zaubereiministeriums, ich wohnte viel lieber im Haus. Schon alleine wegen der ganzen Ordenssachen, die hier besprochen wurde, außerdem war hier viel mehr los und man war weniger alleine. Sirius brauchte sowieso öfters mal Gesellschaft. Damit ich das heute alles noch schaffte, musste ich jetzt erst mal etwas trinken. Ich prostete Sirius zu, leider verschüttete ich etwas, als wir prosten wollten und schon wieder lachten Sirius und ich unnötiger weise. Okay, zugegeben, wir hatten schon ein paar Feuerwhiskey vorhin gekippt und waren ziemlich angeheitert. Konnte man das sagen? Angeheitert? Wir waren auf jeden Fall gut drauf. So gut, das wir nicht mal bemerkten, wie die Haustür aufging und schließlich auch die Tür zum Esszimmer. Erst als die ganze Familie Weasley im Türrahmen stand bemerkten wir es endlich mal. Wenn Molly's Blicke töten könnten... Die Weasley-Zwillinge sahen über die Schultern ihrer Mutter und grinsten dümmlich zu uns, Arthur sah uns fassungslos an, Ginny mit großen Augen, Ron so dumm wie immer, Bill versuchte nicht zu lachen und dann war da ein mir noch Fremder Weasley. Er hatte bräunlicheres Haare als der Rest seiner Familie, war breit gebaut, nicht ganz so groß wie Bill und dieser sah uns mit großen, erstaunten Augen an. Ich schob den Stuhl zurück und wollte auf sie zu gehen, Molly schob mich weg, also ging ich zuerst zu Bill. Diesen umarmte ich kurzerhand, doch er überrumpelte mich, schloss seine Arme um meinen Körper und hob mich kurz hoch. „Bill!“ schrie ich, ich wollte wieder runter. Die Zwillinge umarmte ich auch kurz, dann kam der unbekannte Weasley dran. Dieser betrachtete mich eingehend. Ich hielt ihm meine Hand hin. „Hi, ich bin Ronny.“ stellte ich mich vor. Ich versuchte noch mit zu kriegen, wie er hieß, doch ein plötzliches poltern hinter mir ließ mich herum fahren. Sirius hatte versucht aufzustehen, war aber schon zu betrunken und war hingefallen. Ich kam nicht mehr aus dem lachen raus, heulte schon fast. Sirius rappelte sich auf und gemeinsam lachten wir weiter. Ich setzte mich wieder zu ihm, nahm mein Butterbier in die Hand und trank nun endlich. Doch leider verschluckte ich mich daran und hustete erst mal. Ich hatte schon Tränen in den Augen. Fred und George setzten sich zu uns, als ich mich wieder beruhigt hatte, unterhielten wir uns auch einigermaßen normal miteinander. Der Rest der Familie hatte sich schon auf die Zimmer aufgeteilt. Sirius und ich überlebten sogar die Ordensversammlung und was alles darin besprochen wurde. Nur vier der Weasley's waren anwesend. Molly und Arthur und ihre beiden ältesten Söhne, von dem einen wusste ich immer noch nicht den Namen. Am nächsten Morgen wachte ich dann in meinem Zimmer auf. In meinem Bett. Ich wusste nicht mehr, wie ich hier her gekommen war. Ich wusste nicht mal mehr wie der Abend gestern geendet hatte. Ich fasste mir nur kurz an den Kopf, ich hatte einen Kater. Aber ich musste aufstehen. Ich hatte zwar heute frei, aber ich musste die Nachtschicht im Ministerium übernehmen, wurde eingetragen von Dumbledore. Mit einem Blick auf die Uhr wusste ich, dass ich langsam wirklich aufstehen sollte, bald gab es Mittagessen. Ich fuhr mir kurz durch die Haare, band sie mir nach oben zu einem Dutt und zog mir dann schnell etwas an. Ich fischte eine lange enge helle Blue-Jeans raus, dazu nahm ich ein schulterfreies weises Top, bestickt mit Mustern am Ausschnitt. Zu den Klamotten zog ich meine abgetragenen weisen Chucks an. Heute hatten wir einmal schönes Wetter, viel raus gehen würde ich zwar nicht, aber hier im Haus war es ja auch heiß genug. Außerdem musste ich heute noch in die Winkelgasse und ein bisschen Geld von der Bank holen. Die Augen schminkte ich mir ganz leicht. Dann ging ich hinunter in die Küche. Dort war es so voll wie immer. Fast alle Wealey's waren anwesend. Ich lehnte mich an die Arbeitsfläche, während mein Kaffee noch durch zog, ich füllte ihn um und lehnte immer noch. Überall im Raum waren rothaarige. Jetzt kam auch noch Molly. „Ronny, du bist heute Abend mit Charlie eingeteilt.“ meinte sie während sie gerade Teig in einer Schüssel schlug. Ich nippte an meinem Kaffee und sah Mrs Weasley dann verwirrt an. „Welcher Charlie?“ fragte ich nach und die kleine, ründliche Frau vor mir rollte die Augen und stöhnte genervt aus. Jetzt kam jemand anderes in den Raum geschlendert. Ginny sprang von dem Stuhl auf und rief erfreut: „Charlie“, dem sie dann auch um den Hals fiel. Es war der neue Typ von gestern. Der mit den bräunlichen Haaren, aber einer der Weasley's. Ach, dann war das Charlie, da war ich aber beruhigt. Charlie ging in den Raum hinein und sein Blick wanderte zu mir, er lächelte mich kurz an, ich grinste ihn an und sagt breit: „Morgen“ woraufhin er „Hey“ erwiderte. Kurz vor meiner Schicht zusammen mit Charlie trottete ich rüber in die Winkelgasse, hob etwas Geld bei Gringotts ab und ging gemächlichen Schrittes wieder zum Hauptquartier. Dann machte ich mich fertig für die Nachtschicht. Vorher trank ich noch einmal einen Kaffee und zog mir dann andere Klamotten an. Ich tauschte die hellen Sachen gegen dunkle, robuste aus. Ich zog eine enge schwarze Jeans an, die mir perfekt am Körper lag, und meine schwarzen Chucks, da ich mich in denen wohl fühlte und sie bequem waren. Obendrüber zog ich ein schwarzes Top und noch einen leichten schwarzen Cardigan mit Kapuze. Da es draußen warm genug war, selbst in der Nacht zog ich mir noch eine schwarze Lederjacke an. Und natürlich durfte ich meinen Zauberstab nicht vergessen und dann stellte ich mich auf eine lange Nacht im Ministerium ein. Aber wenigstens hatte ich Gesellschaft, es war schon all zu oft vorgekommen, das ich alleine die Stellung halten musste. Ich kam gerade die Treppe hinunter und zur Küche rein, das ich noch mitbekam wie sich Charlie ein T-Shirt über den Oberkörper streifte, nebenbei redete er mit seiner Mum. Mein Blick blieb an seinem kräftig gebauten Oberkörper hängen. Er war wirklich gut ausgestattet mit Muskeln und nicht schlecht anzuschauen. Aber mir fielen auch viele Narben auf, die mich etwas verwirrten. Sie sahen aus wie Brandnarben. Schnell senkte ich meinen Blick, damit er es nicht mitbekam. „Charlie, bist du dann soweit?“ fragte ich und tat so als würde mich der Dreck unter meinen Fingernägeln stören. „Ja, einen Moment, ich brauch nur noch eine Jacke.“ meinte er und holt sich schnell eine Jacke. Molly nahm mich zur Seite, sah zu mir und raunte mir ein „Bitte pass gut auf ihn auf.“ zu, ich nickte. Kaum war Charlie zurück gingen wir auch schon. Hinter uns krachte noch die Haustür, sobald wir draußen auf der Straße standen, apparierten wir zum Ministerium. Um diese Uhrzeit war niemand mehr da. Klar, alle waren rechtzeitig zum Abendessen zu Hause, oder wollten Zeitig zu Hause sein. Nur Charlie und ich waren da. Ich wendete extra einen Zauber dafür an, um zu wissen, ob wir alleine waren. Wir liefen die Gänge entlang, immer und immer wieder .Wir teilten uns zeitweise sogar noch auf. Um fünf Uhr morgens dann waren wir richtig müde und lehnten uns an die Wand hinter uns. In eineinhalb Stunden war unsere Schicht endlich vorüber. Charlie hatte seine Jacke ausgezogen, so kühl war es im Ministerium nicht. An seinen Armen und dem Hals waren die Narben erkennbar. Ich sah sie mir genau an, darauf bedacht, das Charlie meinen Blick nicht fing. Dann traute ich mich ihn zu fragen. „Charlie, was ist mit dir passiert? Diese ganzen Narben?“ fragte ich ihn. Er sah mich kurz verwirrt an, wir hatten seit Stunden nicht gesprochen. Er zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Unumgänglich bei meinem Job.“ und ich sah ihn fragend an, bis er meinen Blick mitbekam. Charlie räusperte sich und meinte: „Ich arbeite mit Drachen in Rumänien.“ und mir ging ein Licht auf. „Die sehen trotzdem ziemlich krass aus.“ meinte ich und ohne Aufforderung bewegte ich meine Hand Richtung seines Unterarms, an dem sich eine der Länge nach zog. Er ließ mich drüber fahren. Die Haut fühlte sich da so ganz anders an. Aber es war nichts schlimmes daran, dass Charlie diese Narben hatte. Ich fand es machte ihn attraktiver und auch irgendwie menschlicher, denn er sah wirklich sehr gut aus. „Meine Haut ist kein Vergleich zu deiner.“ grinste Charlie und ich merkte wie ich rot wurde. War das gerade ein Kompliment? Ja, das war ein Kompliment. Erst jetzt begannen wir ein richtiges Gespräch. Ich erzählte ihm viel über mein Leben und er mir viel übe seines. Wir waren beide ganz verwundert darüber, dass ich eine gute Freundin Percy's war und wir beide uns in Hogwarts nie aufgefallen waren. Besonders, da ich auch in Gryffindor war, genauso wie die ganzen Weasley's. Ich lachte auf und sagte: „Das hatte wahrscheinlich damit was zu tun, da du viel älter warst als ich und an Mädchen in deinem Alter interessiert warst, da achtest du wohl kaum auf eine Jüngere wie mich. Außerdem war ich sehr oft in der Bibliothek und nie im Quidditchteam, wie du.“ und er stimmte mit ein. Es war lustig mit Charlie, aber ich war auch froh wieder im Haus des Ordens zu sein. Ich kam mit Charlie zur Tür rein. Der nächste Morgen war schon längst angebrochen und im Haus war alles schon auf den Beinen. Charlie ging gleich nach oben, er wollte schlafen. Sirius kam zu mir und wir umarmten uns kurz. Ich kochte mir einen frischen Kaffee. „Also, bis heut Abend, schlaf gut.“ rief Charlie mir noch zu und ich nickte ihm zu und rief zurück: „Danke, du auch!“ dann war er auch schon verschwunden. „Aha, Charlie und du, ihr versteht euch wohl recht gut?“ fragte Sirius und stieß mir sachte seinen Ellbogen in die Seite. Ich hob eine Augenbraue und erwiderte: „So wie ich mich mit jedem anderen hier verstehe.“ doch konnte ich die Röte nicht vor Sirius verbergen. Und jetzt lachte dieser hinterlistig. „Aber so rot wirst du nicht bei jedem.“ flüsterte er noch, nahm sich ein Brötchen und verschwand wieder. Alleine stand ich so da. Na super gemacht Ronny. Und ich zog mich mit meinem Kaffee zurück in mein Zimmer. Kaum hatte ich mein Bett auch nur berührt ließ ich mich nach hinten fallen und genoss diese Ruhe und das Bett unter mir, das so schön weich war. Mehr brauchte ich heute wirklich nicht mehr. Ich rollte mich zusammen, schnappte mir meine Decke und schloss die Augen. Aber nicht lange, ich wachte schon ein paar Stunden später wieder auf. Sonst kam ich nie in meinem gewohnten Schlafrhythmus. Es war schon Nachmittag und ich schleppte mich ein paar Zimmer weiter, in die kleine Bibliothek der Black's. Hier waren bestimmt noch einige Doxys, aber ich hatte wirklich keine Lust mich mit diesen Viechern zu befassen. Ich holte mir ein gutes Buch und ging dann runter ins Wohnzimmer. Dort wurde ich schon von einer wütenden Molly erwartet, die gerade mit ihren Zwillingen stritt und schrie. Ich hob kurz gelangweilt die Augenbrauen und ließ mich dann auf die Couch fallen. Ich schlug es auf und tauchte schon bald in eine andere Welt ab. Ich hatte um mich herum fast alles vergessen, bis es Abendessen gab. Mit Charlie verstanden ich mich die nächste Zeit immer besser und wir unternahmen auch viel, wenn wir nicht gerade für den Orden eingespannt wurden. Ich wusste, dieser Tag würde kommen, aber er kam doch schon sehr früh. Der Tag des Abschieds. Das Haus der Black's war derzeit sowieso ziemlich unbewohnt, leise und leer. Die ganzen Wealsey Kinder mussten nach Hogwarts und sonst wohnten die meisten nicht in diesem Haus. Nur Molly, Arthur, Bill und Charlie waren noch geblieben. Ich fand es besonders schlimm, das er schon ging. Ich hatte sonst nur noch Sirius. Drinnen im Haus hatten sich alle schon von Charlie verabschiedet, ich begleitete ihn noch raus. Er wollte im Park, auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Haus, apparieren. Die Dämmerung brach schon über uns ein. Für mich war es besonders schwer mich von ihm zu verabschieden. Ich befürchtete ich hatte mich in ihn verliebt. Die ganz Zeit die wir zusammen verbracht hatten. Vorsichtig ging ich auf ihn zu und sah ihm tief in die Augen. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Die Hände vergrub ich in meinen Hosentaschen und wartete ab. Von Charlie ging wieder dieser angenehme Geruch aus und ich wollte ihn zurück halten, er sollte noch nicht gehen. Wir sahen uns noch eine Weile an, dann ging ich einen kleinen Schritt zu ihm vor und er einen großen auf mich zu. Dann lagen wir uns in den Armen. „Es war schön dich kennen zu lernen.“ flüsterte ich und ich spürte, wie seine Hand feste meinen Körper an seinen drückte. „Das kann ich nur zurück geben.“ antwortete er. Langsam ließen wir uns wieder los. Ich sah ihn noch ein letztes mal an, versuchte zu lächeln. Er tat es ebenfalls, bei ihm sah es jedoch viel leichter aus. Und mit einem „Plopp“ war er verschwunden. Vor mir war nur noch Luft. Ich atmete einmal tief ein, vergrub dann meine Hände wieder in meiner Hosentasche, sah mich noch einmal um und ging dann mit hängendem Kopf wieder zurück zum Haus. Ich war seitdem ganz abgelenkt. Das fing in der Arbeit an und hörte auch nicht bei den Arbeiten beim Orden. Noch dazu vergaß ich fast das Essen. Ich stocherte eher in meinem Essen herum, schlief fiel, so viel ich konnte. Ich saß an meinem Schreibtisch und starrte Löcher in das Blatt vor mir. Auf einmal krachte eine Tür zu und ich schreckte auf. Kingsley war hinein gekommen. „Hast du den Bericht schon überarbeitet?“ fragte er mit seiner dunklen, jedoch beruhigenden, Stimme. Ich massierte mir die Schläfen und nickte kurz auf. Ich hatte ihn nicht mal ansatzweise gelesen. „Du solltest nach Hause gehen. Du brauchst Schlaf.“ meinte er und ich hob meine Augenbrauen. Kingsley gab mir einen Klaps auf den Rücken und ich erhob mich schwerfällig. Ich war schon sehr früh wach gewesen. Ich ging in die Küche und zum Kühlschrank. Dort schnappte ich mir das Eis, was ich gestern noch auf dem Heimweg vom Ministerium eingekauft hatte. Sirius war auch irgendwo im Haus unterwegs, Tonks und Remus waren ebenfalls hier im Haus und Mad-Eye Moody würde bald zu uns stoßen. Ich ging ins Esszimmer und ließ mich neben Tonks fallen. Diese starrte nur so auf Remus, sie war so was von verknallt in ihn. Ich grinste ihr zu, doch sie sah schnell weg. Mit dem Eis in der Hand machte ich es mir im Stuhl gemütlich, rollte mich dort ein und löffelte das Eis aus der Verpackung. Ich fing an Tonks, vor Remus, aufzuziehen und ließ ein paar doofe Sprüche hören. Ich witzelte noch ein bisschen herum, irgendwann stieg Tonks auf den Spaß ein, Remus war in einen Zeitungsartikel vertieft. Plötzlich kam Sirius gestresst ins Zimmer hinein. Er sah erschreckt aus und war zitterte leicht. „Ich brauche euch, die Anderen werden auch gleich da sein. Wir müssen ins Ministerium.“ brachte er hinter seinen Lippen hervor. Seine Stimme zitterte vor Angst. Sofort rumpelte ich auf. „Ist ER im Ministerium?“ fragte ich nach und bekam Angst. Die Rede war von Voldemort. Ich sah Sirius intensiv an und wartete auf seine Antwort. „Er wird bald da sein, aber Harry und seine Freunde sind dort. Wir müssen sofort los und ihnen helfen.“ betonten Sirius und jetzt waren alle in Alarmbereitschaft. Nicht nur ich war aufgestanden, auch die Anderen waren aufgesprungen. Ich warf noch mal einen Blick auf meine Klamotten, ob ich damit auch gut kämpfen konnte, sie beweglich waren und ob ich überhaupt so rausgehen konnte. Ich trug eine enge schwarze Jeans, die schon ziemlich viele Schlitze an den Knien und den Beinen hatte, sie war schon oft getragen worden, besonders für die Arbeit. Dazu trug ich ein normales schwarzes Shirt. Drüber zog ich meine schwarze Lederjacke mit der Kapuze. Ich schlüpfte in meine DocMartens. Die Haare nahm ich schnell nach hinten zusammen zu einem Dutt, wobei einige Strähnen gleich wieder hinaus fielen. Dann packte ich meine Zauberstab und beeilte mich mit den anderen aus dem Haus zu kommen. Mad-Eye würde noch zu uns stoßen und Kingsley wohl auch. Kaum waren wir aus dem Haus draußen apparierten wir. Wir apparierten einzeln und aus uns wurden weise Fetzen. Es war wie fliegen. Wenn man sich ganz darauf konzentrierte, dann konnten wir so auch fliegen. Wir kamen direkt in das Kampfgeschehen und jeder suchte sich einen Schützling. Schon im fliegen schockte ich einen der Todesser, dann stellte ich mich schützend vor Ginny und lieferte mir einen erbitterten Kampf mit dem nächsten. Sobald ich konnte, zog ich sie zur Seite, hinter einen Felsen, die hier im Raum standen. „Ginny, ihr habt das bis jetzt alles ganz gut gemacht. Aber ihr müsst jetzt gehen. Wir erledigen den Rest.“ sagte ich hastig und wollte sie schon von mir weg drücken, da uns gerade ein Fluch entgegen geschleudert wurde. Doch Ginny war schneller als ich. Ich sah sie noch einmal an und nickte ihr zu. Schon flog ich wieder und jagte dem Todesser von gerade eben hinterher. Überall um uns herum wurden Flüche ausgestoßen und in der Mitte des Raumes duellierten sich Harry und Sirius mit zwei von Voldemort's Anhängern. Einer von ihnen war Lucius Malfoy. Ich schoss ein paar Flüche ab, schaltete einige Todesser vorerst aus. Ich war noch voll im Kampf drinnen, versuchte Harry und seinen Freunden zu helfen. Moody war mittlerweile auch aufgetaucht und Kingsley auch. Ich war gerade auf einem der Felsen gelandet, schob mir die Kapuze vom Haarschopf und sah mich nach den Anderen um. Ich hielt inne. Ein Todesfluch wurde durch die Luft gerufen und ein grüner Blitz fand seinen Weg. Doch nicht zu mir. Ich hielt einen Moment inne und starrte dem Avada Kedavra Fluch nach, der jetzt direkt auf Sirius zu traf. Mein Kopf schnellte von der einen Richtung in die Andere. Von Sirius zu demjenigen, der den Fluch abgefeuert hatte. Bellatrix Lestrange. Ohne groß darüber nachzudenken war ich schon in der nächsten Sekunden so nah bei Sirius wie nur möglich. Doch dieser fiel durch den Vorhang. Der Vorhang, von dessen Jenseits nie wieder jemand zurück kehrte. Oder zurück gekehrt war. Er war... Sirius war... Ich dachte nicht großartig darüber nach, sondern lief hinterher. Ich wollte Sirius fest halten, zurück halten. Ich wollte nicht, das er durch den Vorhang glitt. Ich schrie ihm hinterher, als mich jemand um die Taille packte und zurück hielt. Ich wehrte mich dagegen, wollte weiter hinter Sirius her laufen, der nun schon fast ganz hinter dem Vorhang verschwunden war. Ich konnte ihn noch an den Füßen packen. Aber ich wurde zurück gehalten. Derjenige krallte sich mit seinen Fingernägeln in meine Schultern und rissen mich herum. Ich landete in Tonks Schultern, die mich fest an sich drückte. Ich krallte jetzt auch meine Fingernägel in ihre Arme und heulte mich an ihr aus. Erst spät merkte ich, das auch sie weinte. Wir hatten das Kampfgeschehen um uns herum einfach ausgeblendet und heulten uns beieinander aus. Ich konnte es noch immer kaum glauben. Gerade eben hatte die Todesserin Bellatrix Lestrange Sirius umgebracht. Und dieser würde nie wieder aus der Welt der Toten zurück kehren. Er würde...ich konnte nicht mehr. Ich war am Boden. Ich konnte keinen normalen Gedanken mehr fassen. Ich schaltete alles aus. Ich fand mich Stunden später in der Ecke der Halle wieder. Tonks war bei mir. Noch immer hielten wir uns fest umschlungen und die Sturzbäche an Tränen hörten gar nicht mehr auf. Sie flossen, durchweichten meine Gewänder und waren nicht zu stoppen. Es war als hätte man mir ein Loch in die Brust gerissen. Einer meiner besten Freunde, so etwas wie mein Bruder, ein so enger Vertrauter...er war jetzt für immer weg. Er war tot. Und er würde nie wieder zurück kehren. Während Tonks sich die Schuld gab, da sie sich von Bellatrix besiegen hat lassen, weinte und trauerte ich einfach um seinen Verlust und versuchte Tonks zu beruhigen. Aber so ganz klappte das bei uns beiden nicht. Wir brauchten noch eine Stunde bis wir uns beruhigt hatten und trotzdem waren unser Tränen nicht versiegt. Sie kamen immer wieder mal hervor. Meine Augen waren ganz aufgequollen, meine Nase rot und ich hatte so fest auf meine Lippen gebissen, sie waren so weich, ich spürte sie kaum noch. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie hatte ich es geschafft in meine eigene Londoner Wohnung zurück zu kommen. Das erste mal seit Monaten war ich wieder zurück. Das letzte mal, das ich hier gewesen war, hatte ich nur schnell einen Reinigungszauber angewendet und ein paar Unterlagen geholt. Jetzt hatte sich der Staub schon wieder angesammelt, kam aus allen Ritzen heraus. Ich schwang schnell meinen Zauberstab und suchte dann den Weg in mein Schlafzimmer. Ich schmiss mich auf das Bett und heulte weiter. Ich ließ mich lange Zeit lang gehen. Ging kaum noch raus, hin und wieder in die Arbeit, dann wieder lange Zeit nicht. Zu den Ordensbesprechungen ging ich gar nicht mehr. Ich mied die ganze Gegend um den Grimmauldplace, das funktionierte ganz gut, da ich ja sowieso am liebsten zu Hause war. Meine Haare hätte ich schon längst mal schneiden müssen und ich vergaß das Essen. Teilweise aß ich nur einmal am Tag eine Kleinigkeit, Pudding oder so etwas. Ich lag mal wieder in meinem Bett, die Jalousien waren runter gelassen, es war einigermaßen dunkel. Ich hatte meinen Kopf unter dem Kissen versteckt und meinen Körper in die Decke gewickelt. Bildete ich es mir gerade nur ein, oder klopfte wirklich jemand die ganze Zeit an meine Tür? War dieses Geräusch nur in meinem Kopf? Langsam störte es wirklich. „Ronny!“ hörte ich jetzt jemanden schreien. Ich verzog das Gesicht, drehte mich auf die andere Seite und wartete bis es aufhörte. Doch jemand schrie weiterhin meinen Namen. Genervt setzte ich mich auf, sah an mir herunter. Ja, so konnte ich die Tür öffnen. Ich trug ein enges helles Top mit dünnen Trägern. Dazu meine weiche, weite Schlafanzughose und obendrüber zog ich einen hellen Cardigan, den ich enger um mich herum zog. Ich trug keinen BH und wollte nicht, das man gleich meine Oberweite sehen konnte. Ich stolperte durch meine Wohnung und öffnete vorsichtig die Tür. Meinen Zauberstab trug ich nicht bei mir, hatte ihn einfach in eine Ecke geschmissen. Ich öffnete die Haustür und starrte trübe vor mich hin. Meine Augen weiteten sich nicht mal, als ich denjenigen erblickte, der vor mir stand. Ich meine, in mir drin... na ja, ich hatte nicht erwartet das ER vor mir stand. Charlie stand vor mir. Mein Herz schlug schneller, aber ich zeigte keinerlei Reaktion nach außen. Irgendwie interessierte es mich nicht gerade übermäßig. Jetzt kam Charlie zu mir. Und wozu? Ich sah ihn ausdruckslos an und sagte schwerfällig: „Was willst du hier, Charlie?“ fragte ich. Meine Augen waren zwar auf ihn gerichtet und starrten trotzdem noch ins leere. Er hob die Augenbrauen und fragte: „Darf ich rein kommen?“ ihm machte es wohl nichts aus, wie ich gerade aussah. Wie eine Leiche. Ich ging zur Seite und öffnete die Tür zur Gänze. Vorsichtig trat Charlie in meine Wohnung ein und sah sich um. Ich ließ die Tür hinter ihm ins Schloss fallen und folgte ihm dann in meine dunkle Wohnung hinein. Er sah sich immer wider um, was mich tierisch nervte. Schließlich verschränkte ich die Arme vor der Brust und sagte kühl: „Charlie, was willst du hier? Hast du nichts besseres zu tun?“ woraufhin er sich zu mir umdrehte und die Augenbrauen hob. „Doch, natürlich habe ich etwas zu tun. Und zwar dich wieder aus dieser Wohnung holen.“ grinste er schief. Ich rollte nur mit den Augen. Nein, so würde das ganz sicher nicht ablaufen. Aber er wäre nicht Charlie, wenn er mich nicht nach einer Viertelstunde dazu gebracht hätte zu duschen und mir etwas frisches anzuziehen. Nach einer halben Stunde kam ich aus dem Bad heraus, mir war erst im Spiegel aufgefallen wie blass ich wirklich war. Meine langen Haare ließ ich offen über meine Schultern fallen, sie waren noch total nass. Ich trug meinen langen grauen Pullover mit einer hellen blauen Jeans und war in meine schwarzen Stiefel geschlüpft. Ich warf die Haare nach hinten und trat in den Flur heraus. Charlie hatte mittlerweile in meiner Wohnung gelüftet und die Jalousien nach oben gezogen. „Sieht doch schon viel besser aus.“ meinte er, ich verschränkte wieder die Arme vor der Brust und sah ihn dunkel an. „Würdest du mir jetzt bitte erklären, was du hier machst? Ich dachte du bist in Rumänien, woher hast du überhaupt meine Adresse und das alles.?“ fragte ich ihn verwirrt und knirschte mit den Zähnen dabei. Ich war sauer. Irgendwie. Aber ich freute mich auch irgendwie. Es war so komisch. Wieso tauchte er auch unbedingt auf? „Das erkläre ich dir alles bei einem Spaziergang durch London. Du musst unbedingt raus aus deinen vier Wänden.“ erklärte er mir und schon eine Viertelstunde später fühlte ich mich wieder wie die alte Ronny. Über Sirius Tod würde ich nie wirklich hinwegkommen, war er doch wie ein Bruder für mich, aber ich musste ja irgendwie weiter leben. Und Charlie half mir irgendwie dabei. Er half mir über die Woche hinweg und ich traute mich wieder mehr. Auch ohne ihn, außerdem nahm ich wieder am gesellschaftlichen Leben teil, aber mich dem Grimmauldplace zu nähern war ziemlich schwer für mich. Es kostete einige Überwindung und ich war froh, das Charlie dabei war um mir dabei zu helfen. Wir redeten viel, über vergangenes, über zukünftiges, und natürlich über die Gegenwart. Auch alte Wunden, den Verlust meiner Eltern, hatte er versiegen lassen. Ich traute mich auch darüber zu sprechen. Es war eigentlich nichts besonderes, das die Eltern einen verließen, einen im Stich ließen und man bei seiner Tante aufwuchs und trotzdem konnte ich noch nie wirklich darüber sprechen. Bis jetzt. Wir sprachen nicht mal so viel über Sirius, ich erklärte Charlie nur, das Sirius Familie für mich war. Und irgendwie verstand er es auch. Und wir verbrachten an den Wochenenden immer sehr viel Zeit miteinander, wenn wir konnten. Ich war noch nie bei ihm in Rumänien gewesen, aber er war für mich da, er kam immer zu mir und brachte mich auf andere Gedanken. Irgendwann, als er dann kam, konnte ich nicht anders und überrumpelte ihn. Ich glaubte wirklich über Sirius Tod hinweg zu sein, außerdem hatten sich große Gefühle für Charlie in mir breit gemacht. Nicht solche wie bei Sirius, keine geschwisterlichen. Nein, wirkliche und wahre Gefühle der Liebe. Hörte sich das vielleicht doch zu kitschig an? Ich wusste es nicht, aber ich konnte nicht anders. Ich hatte Charlie lieben gelernt, mit seinen Ecken und Kanten. Es war als wäre mein Geist durch ihn frisch erwacht. Aber ich war mir unsicher. War es vielleicht nicht zu voreilig, nicht doch falsch? Sollte ich doch noch warten. Was wenn er sich dann falsche Hoffnungen machte und ich dann doch nicht so fühlte? Doch an jenem Tag, als er mich wieder besuchte, konnte ich nicht anders. Ich trug ganz normale Klamotten, nichts aufreizendes. Nur ein Shirt und eine helle Jeans mit Turnschuhen, die Haare trug ich wieder offen. Ich öffnete die Tür und noch ehe Charlie einen Schritt vortreten konnte, fiel ich ihm in die Arme und legte meine Lippen auf seine. Er war völlig überrumpelt und überrascht, doch schnell fing er sich wieder, legte seine Hände an meiner Taille ab und zog mich näher zu sich hin. Dann gingen seine Lippen auf den Kuss drauf ein und sie verschmolzen mit meinen. Er drängte mich zurück in die Wohnung und schloss lässig mit einem Tritt seines Fußes die Tür hinter sich. Vorsichtig ließ er mich dann los und wich zurück. Seine Augen strahlten und er lächelte. „Wirklich?“ fragte er und zur Antwort küsste ich ihn noch mal. Ich wusste, das er schon oft von Frauen enttäuscht wurde, was seine Gefühle und alles anging, aber ich würde das nicht tun. Das hatte ich mir geschworen. Entweder ich liebte Charlie und war mit ihm zusammen oder ich mochte ihn, war aber nicht zusammen mit ihm. Ich wollte ihn nicht enttäuschen. Trotzdem überstürzten wir nichts, sondern setzten unseren Plan fort, wie wir es letzte Woche besprochen hatten. Wir gingen in die Winkelgasse, es war Frühling geworden und es war angenehm warm. Alles war zwischen Charlie und mir ganz normal, wir führten ernste Gespräche oder lachten. Nur eine Sache war nicht so normal, wir gingen Hand in Hand. Wir wollten ein Eis essen gehen, es war sowieso nicht voll hier. Die Kids waren alle in Hogwarts, also waren nur ein paar volljährige Zauberer unterwegs. Wir schlenderten die Straße hinunter und an Fred und George's Scherzartikelladen vorbei, dieser war nicht so gut besucht, wie man es von Zeiten der Sommerferien her kannte. Deshalb machten wir auch einen Abstecher zu den Beiden hinein. Charlie kam mit einem lauten „HALLO!“ in den Laden hinein, ich folgte ihm unauffällig. Seine Brüder kamen aus dem hinteren des Ladens hervor und hoben erfreut ihre Augenbrauen. Dann lag ich ich auch schon in ihren Armen. Charlie hatten sie völlig stehen lassen, mich drückten sie an mich. Ich wusste nicht, was sie damit bezweckten, aber anscheinend mochten sie mich. Charlie räusperte sich im Hintergrund leicht und wartete darauf, dass seine Brüder ihn nun endlich auch begrüßten. Lahm ließen sie mich los und sagten: „Ach, hi Charlie...“ als wäre er ein fader Nachtisch. Ich gluckste kurz. Die Zwillinge waren einfach einmalig. „Hey Ronny, schön dich zu sehen, hast du Lust mit uns ein Eis essen zu gehen?“ fragte einer der beiden, ich bin mir ziemlich sicher, es war George. Doch noch bevor ich antworten konnte, legte Charlie mir einen Arm um die Schulter und sagte zu seinen Brüdern: „Sorry Jungs, aber ich wollte gerade mit MEINER Freundin los zum Eis essen.“, ich unterdrückte mein lachen und Charlie zog mich leicht mit nach draußen. Ich sah über die Schulter zu den Zwillingen und winkte ihnen noch zu. „Noch einen schönen Tag, Jungs!“ rief ich, als wir aus der Tür traten. Mit Charlie's Arm um meiner Schulter gingen wir so auch noch weiter. Es war Fleur's und Bill's Hochzeit. Wir waren alle eingeladen. Da das Haus schon bis unters Dach voll war mit Gästen, die dort übernachteten, kam ich erst einige Stunden vor der Hochzeit im Fuchsbau an. In den frühen Morgenstunden, wenn es noch dunkel war. Ich apparierte dort hin, war so dunkel gekleidet wie immer. Für die Hochzeit hatte ich schon noch etwas anderes dabei, besonders, da Charlie und ich nach der Hochzeit aus England verschwinden würden. Vor einigen Tagen war Mad-Eye Moody gestorben. Die Todesser wurden allmählich zu viele und man musste sich vor ihnen in Acht nehmen. Eigentlich wollte ich nicht aus England fort. Immerhin war ich Aurorin, ich wollte, nein, ich musste kämpfen. Doch Kingsley hatte mir anvertraut, das es für mich nicht mehr sicher genug wäre. Und das eigentlich nur weil ich nur Halbblüter war, weil ich in Gryffindor war (schon genug Grund für die Todesser mich los werden zu wollen), da ich mit Charlie Weasley liiert war und die Weasley's in den gehobenen Zaubererkreisen geächtet wurden und als Blutsverräter galten. Ah und da war noch der besonders Umstand, dass Du-weißt-schon-wer alles daran setzten würde Harry Potter zu bekommen und das jeder wusste, das die Weasley's gute Vertraute von ihm waren. Die Weasley's waren im Orden, ich ebenfalls. Es war bekannt, das wir Dumbledore's Organisation dienten, die ohne ihn mehr schlecht als Recht lief. Alles in allem war es sehr gefährlich für mich, natürlich für die ganze Weasley-Familie, aber ich arbeitete in gehobener Position im Ministerium, kannte Harry Potter, war mit einem Weasley zusammen und war Mitglied des Ordens. Wenn Harry Potter flieh, das Ministerium fiel, dann würde ich eine der ersten sein, die von IHM gefoltert werden würde. Deswegen würde ich spätestens morgen früh weit weg von hier sein. Am besten mit Charlie. Das beste wäre es nach Rumänien ins Drachenreservat zu fliehen, dieses hatte besondere Schutzmauern. Schon alleine wegen der Muggel. Außerdem gab es bestimmte apprarier und disapparier Gesetze innerhalb dieser Mauern. Man konnte nur hinein apparieren wenn man geladen wurde von einem Leiter des Reservats. Zu unserem Glück waren eigentlich alle im Reservat auch Mitglieder des Ordens. Die, welches es nicht waren, waren jedoch keine Todesser, wollten nur ihre Familien beschützen. Charlie hatte mit seinen Vorgesetzten geredet, sie würde mich aufnehmen, bis sich die Lage wieder gebessert hatte. Jetzt war aber erst einmal die Hochzeit dran. Ich freute mich riesig die Zeit mit Charlie verbringen zu können, sonst konnten wir uns immer nur an den Wochenenden sehen. Ich war so verliebt wie schon lange nicht mehr. Ich war mir ganz sicher, Charlie war der Richtige, egal was alle anderen über ihn dachten. Viele hielten ihn nicht für den Richtigen für mich, auch meine Tante. Sie fragten oft nach, was ich an ihm finden würde. Und meinten ich hätte etwas anspruchsvolleres verdient. Keinen Weasley, keinen einfachen Drachenpfleger, jemand größeren, stattlicheren. Aber so jemanden wollte ich vielleicht gar nicht. Was sollte ich mit einem großen, stattlichen Mann, der jede Frau haben könnte oder mich betrügen konnte, gerade weil er so gut aussah. Außerdem sah Charlie perfekt für mich aus, da konnte kommen was wolle und ich liebte seinen Charakter, seine Leichtigkeit mit den Dingen umzugehen, seine Witze, sein Lachen, wie schweigsam er manchmal war. Ich war gerade auf den Feldern vor dem Fuchsbau gelandet, hatte einen alten kleinen Rucksack dabei, diesen hatte ich mit einem Ausdehnungszauber verhext, sodass ziemlich viele Dinge meiner Einrichtung reingepasst hatten. Meine Haare hingen mir wieder offen um die Taille, dazu trug ich meine üblichen schwarzen Klamotten. Ich ging auf den Fuchsbau zu, mein Gepäckstück war doch ganz schön schwer. Als ich in den Lichtkreis des Fuchsbaus trat war ich erleichtert endlich da zu sein. Sie hatten mich gehört, schon ging die Tür auf, ich hörte dicke Schuhe mit einer Eisenpanzerung um die Zehen auf dem Holzboden im Haus. Kaum war die Tür offen stürmte Charlie auf mich zu und ich schmiss den Rucksack beiseite und schmiss mich in seine Arme. Ich drückte ihn feste an mich und er zog mich noch enger an sich. Mein Gesicht vergrub ich an seiner Brust und flüsterte erleichtert: „Ich bin so froh hier zu sein.“ er strich mir über den Kopf und flüsterte: „Ich bin froh das dir nichts passiert ist...“ und gab mir dann einen Kuss auf den Haarschopf. Einige Sekunden standen wir noch draußen, innig einander haltend, bis Molly vom Türrahmen schrie, wir sollen endlich rein kommen. Es war sowieso noch ziemlich kühl, ja es war besser ins warme Haus zu gehen. Ich trat ein und senkte kurz den Blick. Jetzt kam auch Molly und küsste mich auf die Wangen. „Schön dich hier zu haben.“ meinte sie und tätschelte mir den Arm. Ich nickte. „Danke Molly.“ erwiderte ich, doch Charlie zog mich schon weiter und nach oben in sein Zimmer. Wir wollten noch ein paar Stunden Schlaf finden, bevor de Hochzeitszeremonie anfing. Und diese taten auch sehr gut. Ich war völlig ausgeruht danach. Ich duschte mich noch und warf mir dann schnell das Kleid über, das ich mir extra hierfür besorgt hatte. Es hatte einen blassen lila Ton, passte perfekt zu meiner gebräunten Haut. Die Haare steckte ich mir elegant nach oben und setzte einen Blume hinein. Dazu trug ich hohe Schuhe, nicht ganz mein Fall aber für so eine Festlichkeit genau richtig. Ich trat aus dem Badezimmer hinaus, Charlie war schon längst unten, ich folgte ihm sofort. Aber anscheinend bauten die Weasley- Männer gerade das Zelt für die Hochzeit auf. Also lehnte ich mich an die Spüle und trank meinen geliebten Kaffee. Endlich kamen auch die anderen Mädls. Hermine, Ginny und natürlich Fleur. Die Beiden erstgenannten fielen mir sofort um den Hals, Fleur rümpfte kurz die Nase, nuschelte etwas unverständliches über mein Styling und schrie dann nach Molly, die sofort herbei geeilt kam. Sie war erst zur Hälfte umgezogen und war ganz aufgeregt. Sie wirbelte herum und ihre Stimme klang panisch, als sie fragte: „Fleur, meine Liebe, was ist passiert? Alles in Ordnung?“, sie wollte heute alles richtig machen. Aus Liebe für ihren Sohn Bill. Doch bei aller Liebe, diese Frau, die Bill heute heiraten wollte, nun ja, die würde ich nicht mal mit einer Kneifzange anfassen. Ich konnte Fleur auf den Tod nicht ab, aber das wusste sie und auch Bill wusste das. Charlie mochte sie auch nicht und Ginny auch. Na ja, solange Bill sie liebte. Ich versuchte den ganzen restlichen Tag über ihr Geschrei hinweg zu hören. Zuletzt flüchtete ich sogar freiwillig in den Hühnerstall. Ich hasste diese Hühner, sie pickten immer so nach mir, wenn ich ihnen die Eier abnahm oder etwas zu futtern. Jetzt zauberte ich nur ein bisschen um alles aufzuräumen und schön zu machen. Damit es ja nichts zu bemängeln gab. Wir fanden uns im Festzelt ein, es waren schon eine menge Gäste versammelt. Ich kannte die meisten nicht mal, aber Charlie musste sie begrüßen und somit stellte er mich den meisten Leuten auch noch vor. Die Namen konnte ich mir sowieso nicht merken, was Charlie aber auch wusste. Ich war eine Niete, was Namen betraf. Wir hatten Plätze in der ersten Reihe, ich saß gleich neben Hermine und Ginny, auf meiner anderen Seite saß Molly mit Arthur. Charlie war Bill's Trauzeuge, dieser musste vorne bei seinem Bruder stehen. Und ich musste unter all den Frauen sitzen. Es war eigentlich nicht so schlimm, aber im Laufe der Zeremonie fingen alle nacheinander an zu heulen und Molly hielt sich bei mir und ihrem Mann fest, Hermine und Ginny heulten sich beieinander aus. Ich verdrehte die Augen und hoffte, das es bald vorbei war. Wie ich Hochzeiten doch hasste. Ich warf Charlie einen bösen Blick zu, da er mich hierhin mitgeschleppt hatte und darauf bestand, das ich heute auch kam. Dieser fing meinen Blick auf und grinste mir zurück. Okay, ich musste zugeben, Fleur und Bill gaben ein hübsches Paar ab, aber wieso mussten deswegen gleich alle heulen? Ich war wirklich so froh, als es vorbei war. Arthur versuchte Molly zu beruhigen, Bill und Fleur küssten sich endlich, Ron tröstete Hermine und Harry tröstete Ginny. Während sie langsam aufstanden und sich ins angrenzende Zelt begaben, in dem dann die Feier statt fand, blieb ich sitzen und wartete auf Charlie. Dieser wartete bis der ganze Zug verschwunden war und kam dann erst zu mir. Ich stand auf und hob die Augenbrauen. „Nie wieder.“ zischte ich ihn an, woraufhin er mir nur einen kurzen Kuss gab. Wir schlenderten so dahin. „Nun ja, auf eine musst du auf jeden Fall noch.“ meinte Charlie und ich sah ihn entsetzt an und riss meinen Mund auf. Charlie lachte. „Was willst du etwa nicht heiraten?“ fragte Charlie grinsend und endlich verstand ich ihn. Er meinte meine Hochzeit, sollte ich irgendwann mal heiraten. Ich lachte auf und antwortete: „Das schon, aber ich werde in Jeans und T-Shirt heiraten, oder in schwarz und Molly wird mir da nicht rein reden können.“ woraufhin auch Charlie in mein lachen mit einfiel. Er schnappte sich wieder meine Hand und gemeinsam gingen wir nun endlich rüber. Wir hatten uns etwas abseits des ganzen gehalten. Gratulierten Bill und Fleur und ließen diese dann tanzen, zusammen mit ihren anderen Gästen. Wir selbst tranken erst einmal etwas. Vielleicht trank ich auch etwas zu viel. Feuerwhiskey konnte ich schlucken als wäre es Wasser. Während Charlie noch sein erstes Glas hatte und mit einigen alten Bekannten redete, nahm ich mir schon das zweite. Doch dann schlug ein neues Lied an, Charlie stellte sein nun leeres Glas beiseite und forderte mich zum tanzen auf. Ich verdrehte die Augen, er wusste das ich nicht gerne tanzte. Und trotzdem tat ich ihm den Gefallen. Ich leerte schnell das Glas und stellte es dann schnell auf einen der Tische. Dann tanzte ich mit meinem Freund. Und wir hatten eine menge Spaß, besonders deswegen, weil wir beide keine guten Tänzer waren. Dann wurde es ruhiger und Charlie und ich wippten kurz etwas hin und her. „Ich muss dir etwas sagen, Ronny.“ begann Charlie nun ernst. Er sah sich kurz um und sprach dann weiter. „Hier ist in den letzten Tagen ziemlich viel passiert und wenn Harry erst einmal 17 ist, was diese Nacht passieren wird, dann ändert sich sowieso alles. Ich wollte dir nur sagen, dass ich froh bin, jemanden wie dich zu haben. Und das ich dich unendlich liebe.“ versuchte er zu erklären und ich wusste das ihm das alles nicht sehr leicht fiel. Er war kein Mann großer Worte, deshalb bedeutete mir das jetzt umso mehr. Ich war ziemlich gerührte davon und in meinen Augen bildeten sich Tränen, dann drückte ich mich an Charlie und flüsterte: „Egal was passiert, ich bleibe bei dir.“ woraufhin er mich feste an sich drückte und sein Kinn auf meinem Kopf anlehnte. Ich sog wieder seinen Geruch ein, sein unverkennbarer Charlie-Geruch. Wir tanzten langsam miteinander, eng umschlungen. Meinen Kopf hatte ich auf seine Schulter gelegt und die Augen geschlossen, aber mit einem lächeln auf dem Gesicht. Wir tanzten noch eine ganze Weile zusammen und sahen uns dann auch den großen Hochzeitstanz an. Wir nahmen uns zwei Gläser Feuerwhiskey und stellten uns unbeteiligt an die Seite des Zeltes. Charlie legte einen Arm um mich herum, eine Hand lag an meiner Taille auf, mit der anderen Hand hielt er das Glas. Wir beobachteten das Geschehen bis etwas unvorhergesehenes geschah. Ein Patronus tauchte im Festzelt auf. Kingsley's Patronus. Der Luchs sprach mit seiner Stimme. Die Worte brannten sich in meinem Kopf ein. „Das Ministerium ist gefallen. Scrimgeour ist tot. Sie kommen.“ und schon brach die blanke Panik aus. Nicht nur bei mir, auch bei allen anderen. Ich zitterte am ganzen Körper und stand wie gelähmt da. Charlie's Griff um meinen Körper wurde stärker und ich zuckte mit den Kopf zu ihm rüber. Er sah mir tief in die Augen. Auch ich sah ihm in die Augen. Es lag etwas trauriges in ihnen. In meinen lag Angst. Die Todesser. Sie kamen. Charlie umklammerte meinen Unterarm und sah mir wieder tief in die Augen. „Veronika!“ er sprach mich schon mit meinem vollen Namen an. „Bitte, flieh. Apparier nach Rumänien. Ich komme dann nach. Aber...bitte, geh. So schnell du kannst.“ bat er mich doch schon waren sie alle hier. Sie stürmten die Hochzeit und ich hatte keine Zeit mehr zu apparieren. Ich schüttelte den Kopf, beugte mich schnell zu Charlie vor und küsste ihn genauso hastig. „Nein. Ich bleibe bei dir, Charlie. Ich werde mit dir kämpfen.“ sagte ich mit Nachdruck, bevor ich meinen Zauberstab zückte und sofort mit Remus kämpfte. Einige Gäste apparierten noch schnell, andere stellten sich ebenfalls den unerwünschten Gästen. Die Todesser hatten nur nach Harry Potter Ausschau gehalten, als sie diesen hier schon nicht mehr ausfindig machen konnten verschwanden sie auch wieder. Er hatte es also noch geschafft von hier abzuhauen. Später trafen wir uns alle im Fuchsbau. Das Zelt und alles darin war kaputt gegangen. Aber wir hatten tapfer gekämpft und ohne Verluste. Trotzdem hatte jeder von uns einiges einstecken müssen. Remus und Tonks waren bis zum Ende geblieben und hatten gekämpft, apparierten aber gleich nachdem alles vorbei war. Ich saß noch mit den Weasley's am Küchentisch. Diese half gerade den Verwundeten unter uns. Ich selbst hatte auch etwas abbekommen. Meine Unterlippe war aufgeplatzt, ich hatte einige Schrammen und meine Nase fühlte sich gebrochen an. Mr Weasley hatte zum Glück einen seiner besten Feuerwhiskey's auf den Tisch gestellt und so vertrieb ich mir die Zeit, während die anderen verarztet wurden. Ich kam erst als letzte dran. Die anderen hatten schlimmere Verletzungen, ich hatte ja wirklich nur diese an der Nase. Ich füllte mir immer wieder etwas von dem alkoholischen Getränk nach und schluckte es runter als wäre es Wasser. Ich hing schon ziemlich schief in meinem Stuhl und ich merkte wie mein Blick glasig wurde. Dann kam Molly zu mir und kümmerte sich um mich. Sie sah sich meine Nase an und dann meine Lippe. „Dein Nase ist gebrochen. Das wird kurz knacksen und es wird unangenehm werden.“ stellte sie fest, ich nickte, schenkte mir noch ein Glas Feuerwhiskey ein. Ich warf einen Blick auf Molly, ich wollte noch dieses Glas trinken und den Schmerz betäuben, den Molly mir kurz darauf zufügen würde. Ich schluckte es schnell runter, kniff die Augen zusammen und wartete, dann hörte ich das knacksen und ein Schmerz breitete sich in meiner Nase aus, der unter meinen Augen entlang verlief. Ich stöhnte auf. Die Augen wollte ich gar nicht mehr öffnen. Ich kniff sie immer wieder zusammen. Als alle verarztet waren trafen wir uns in der Küche. Wir mussten uns beraten. Wie würde es weiter gehen. Was würde die ganze Weasley Familie jetzt machen? Charlie stellte mich zu mir und sagte: „Ich werde noch heute Nacht mit Ronny nach Rumänien gehen. Wir werden uns dort so lange verstecken, bis wir uns gegen die neuen Mächte des Ministeriums erheben können und kämpfen. Für Ronny wird es hier zu gefährlich.“ und ich sah kurz nach unten auf den Boden. „Ist das euer Ernst?`“ fragte Bill, diesmal antwortete jedoch ich. „Ja, das haben Charlie und ich schon vor langer Zeit so geplant.“ erklärte ich den Weasley's. Schon im nächsten Moment lagen Charlie und ich in den Armen seiner Mutter. „Passt gut auf euch beide auf!“ schluchzte diese und ich flüsterte leise: „Werden wir, keine Sorge.“ nach einigen Sekunden ließ sie uns wieder los. Sie stellte sich zu ihrem Mann, der sie gleich in den Arm nahm. Jetzt legte auch Charlie mir einen Arm um die Schulter und drückte mich sanft an sich. Es war beschlossene Sache, in wenigen Minuten würden Charlie und ich ins Drachenreservat apparieren. Sein Chef wusste Bescheid, dass wir heute kamen. Kurz darauf hatten wir alles nötige gepackt, ich hatte mich noch schnell umgezogen und dann verabschiedeten wir uns noch einmal von seiner Familie. Wir wohnten jetzt schon über einen Monat zusammen im Reservat, hin und wieder stritten wir mal, aber das war nicht so schlimm. Auch ich fand mich gut zurecht und half Charlie's Chef oft mit den Erneuerungen der Schutzzauber. Sonst waren auch alle sehr freundlich und nett zu mir. Anfangs war ich ziemlich schockiert, wie viele Männer hier arbeiteten. Diese waren auch alle sehr freundlich. Nur manchmal, besonders wenn sie betrunken waren, redeten sie ziemlich viel Mist. Zum Beispiel stellten sie oft meine Liebe zu Charlie in Frage. Sie verglichen sich oft mit sich selbst. Fanden sich hundertmal attraktiver als Charlie, doch ich lachte nur darüber. Ich sah keinen anderen Mann an als Charlie. Na ja, außer ich musste mich um ihre Wunden kümmern. Diesen Dienst hatte ich auch noch übernommen. Von den Heilern gab es hier im Camp wenige, für die großen Verletzungen mussten die Drachenpfleger sowieso ins St.Mungos oder in eine andere Einrichtung um richtig geheilt oder behandelt zu werden. Aber so verbrachte ich den ganzen Tag nicht stumpfsinnig in der kleinen Hütte von Charlie. Wenn ich alleine in dieser Hütte war, dann fürchtete ich den ganzen Tag, das Charlie etwas passierte. Deswegen musste ich mich jeden Tag irgendwie ablenken. Mir war klar, das es im Leben eines Drachenhüters hart her ging, trotzdem glaubte ich nicht, das Charlie so schnell etwas passieren konnte. Er hatte zwar schon so einige schlimme Narben, aber wie mir sein Chef sagte, war er einer der Fähigsten hier im Camp. Doch irgendwie hatte ich es immer gewusst. Innerlich war es mir immer klar, und in meinen Kopf hatte es sich auch schon eingebrannt. Es war ein relativ normaler Tag, ich räumte gerade in dem kleinen Häuschen auf, als jemand im Türrahmen stand. Es war Jonathan, einer von Charlie's besten Kumpels. Seien Haare standen wild zu allen Richtungen ab und seine Wangen waren ganz rot, er war außer Atem. Schwer atmend stand er im Türrahmen und sein Herz raste. Während er nach Atem rang versuchte er mir etwas zu sagen. Dabei reichte schon der Name: „Charlie“, dass ich den Teller, den ich gerade noch poliert hatte, fallen ließ, dieser am Boden zerschellte und ich an Jonathan vorbei rannte zur Krankenstation. Ich achtete gar nicht darauf wie ich aussah. Es ging schon auf den Sommer zu, wir waren fast ein Jahr lang schon hier. Ich hatte mich hier eingelebt, hier war jetzt mein zu Hause. Aber jetzt sprintete ich erst mal zu Charlie. Ich trug einfache Stoffschuhe mit einem langen dunklen Kleid. Es hatte Träger und einen V-Ausschnitt und ging mir bis zum Knöchel. Die Haare hatte ich schnell nach oben gesteckt. Außer Atem, wie auch Jonathan, kam ich an der Krankenstation an und ließ mich von niemanden aufhalten. Bis ich Charlie, auf einer Trage liegend, fand. Er sah sehr schwach aus, sein Atem ging langsam und er war ganz verbrannt und hatte einige Schrammen. Um die Verbrennungen machte ich mir weniger Sorgen, aber die Schrammen schienen tief zu sein und er blutete. Und unter das Blut mischte sich so etwas wie angekokelte Haut. Ich ließ mich neben ihm sinken und griff nach seiner Hand, die unversehrt schien. Charlie wollte etwas sagen, doch ich schüttelte den Kopf, nahm seine Hand zwischen meine, drückte diese und küsste seine Handfläche. „Ich bin hier.“ sagte ich schnell und strich ihm ein paar Haare aus dem Gesicht. Dieses war auch unversehrt, ein Glück. Auch wenn mich die Heiler weg schicken wollten, ich rückte nicht von seiner Seite, so lange sie ihn behandelten. Doch er brauchte viel Ruhe, meinten die anderen Heiler und ich sollte am nächsten morgen wieder kommen, dann konnte ich Charlie wohl auch schon wieder mitnehmen. Jedoch bekam er Bettpflicht und ich musste mich um ihn kümmern. Das tat ich auch sehr lange. Was mich dabei wirklich störte waren die langen Haare. Eines Tages, sie waren mir schon wieder in Charlie's Salbe gehangen und störten mich, ging ich daher kurzer Hand ins Bad und nahm die Schere. Ich schnitt sie mir einfach kurz, wie ein Bobb, dadurch das sie sich etwas lockten sahen sie ziemlich wild aus, das machte mir jedoch nichts. Ich wollte mich richtig um Charlie kümmern. Dieser schlief gerade, aber ich setzte mich zu ihm und nahm seine Hand in meine. Ich wartete so lange bis er aufwachte. Zuerst war er sehr geschockt auf meine kurzen Haare, doch dann fand er seine Sprache wieder und er war begeistert. „Wow, du siehst anders aus, aber immer noch Rattenscharf.“ meinte er mit einem lächeln auf den Lippen. Ich wurde wieder einmal ganz rot um die Wangen. „Womit habe ich dich verdient?“ fragte er sich selbst und ich zuckte mit den Schultern. Doch dann wurde er ernster. Seine Hand hielt meine feste umschlossen. „Ich meine das ernst Ronny...was an mir liebst du so sehr, das du es so lange mit mir aushältst. Du bist keinen Tag von meinem Bett gewichen, hast dich um mich gekümmert und dir wegen mir sogar deine Haare geschnitten...das macht doch keine Frau.“ meinte er und klang dabei so verletzend zu mir. Ich ging vor seinem Bett auf die Knie und drückte ganz feste seine Hände. Ich sah ihm tief in die Augen und sagte dann: „Charlie, einige Leute haben mich gefragt, was ich in dir sehe, das ich dich so sehr liebe...meine einzige Antwort war...alles.“ sagte ich vorsichtig und rang nach den Worten. Ich musste nur die richtigen finden. Ich hoffte Charlie verstand es. Er zog die Augenbrauen zusammen und sah mich schief an. „Ich kann es trotzdem nie so richtig glauben.“ meinte er, ich rollte mit den Augen und sagte: „Charlie, versteh es doch bitte, ich liebe dich so abgöttisch, ich könnte dir nie weh tun. Ich habe das auch schon meiner Tante und sehr vielen anderen Leuten gesagt. Ich liebe dich mehr als alles andere in meinem Leben.“ und mit einem energischen Ruck zog ich meine Hand weg, drehte mich um und ging aus der Hütte heraus. Ich setzte mich an den See, den es hier im Drachenreservat gab und sah über das Wasser hinweg. Ich blieb lange Zeit dort. Ich hatte gerade keine große Lust zurück zu gehen. Ich brauchte mal Zeit für mich. Ich hegte keine Zweifel daran, das sich meine Gefühle für Charlie noch mal veränderten, aber ich braucht mal meine Ruhe. Das er mir nicht vertraute war wirklich schrecklich für mich. Auf einmal hörte ich, wie sich jemand hinter mich bewegte, wie jemand auf mich zu ging. Ich drehte mich trotzdem nicht um. Ich schob mir die kurzen Haare aus dem Gesicht, dieses fielen mir immer wieder nach vorne. Auf einmal setzte sich Charlie neben mich. Ich wollte am liebsten an die Decke gehen. „Bist du verrückt! Du solltest im Bett bleiben!“ schrie ich und sprang auf. Doch Charlie zog an meinem Handgelenk und vorsichtig setzte ich mich wieder. „Schatz, es ist alles in Ordnung. Mir geht es gut, wirklich.“ kritisch beäugte ich ihn, aber er hatte Recht seine Verbrennungen und die offene Haut heilte schnell. „Na gut, aber nicht lange.“ meinte ich und wir redeten lange Zeit nicht mehr miteinander. Bis Charlie eine Hand auf meinen Oberschenkel legte und ich mich dann an ihn lehnte und den Kopf an seiner Schulter bettete. Wir sahen dem Sonnenuntergang entgegen. In den nächsten Jahren merkte ich diese Umstellung mit den kurzen Haaren. Immer wieder musste ich ich daran erinnern wie kurz sie jetzt waren. Aber ich kam nur Komplimente dafür, dieser wilde Kurzhaarschnitt gefiel jedem. Das erstaunte mich. Ich hatte wirklich gut geschnitten, sie waren sehr kurz und es war eine Kurzschlussentscheidung gewesen. Ich hatte es so auf die Schnelle gemacht und nicht darüber nach gedacht. Und so ging unser Leben weiter. Ich pflegte Charlie noch so lange, bis es ihm wieder besser ging und er arbeiten konnte. Ich dagegen half immer noch beim heilen der Kranken. Die Haare wuchsen mir wieder bis zum Sommer ein bisschen. Aber Charlie fand sie kurz schöner, weshalb ich sie mir wieder so schneiden wollte. An einem Abend hatte Charlie sich einen Spaß gemacht und er hatte meine Haare geschnitten, mir war es egal und wir beide hatten wirklich Spaß dabei, natürlich auch Dank des Feuerwhiskey's. Genau an diesem Abend, ich wusste nicht ob es am Alkohol lag oder Charlie es ohnehin schon vorhatte, passierte es dann. Irgendwann in der Nacht ging Charlie vor mir auf die Knie, nahm seinen Ring vom Finger und sagte: „Ronny, Liebe meines Lebens, willst du mich heiraten?“ und überschwänglich und angeschlagen vom Alkohol schrie ich aus: „Charlie, Liebe meine Lebens, ich würde dich immer heiraten!“ was dann passierte wusste ich nicht mehr. Ich hatte alles vergessen. Am nächsten Morgen wachte ich dann nur in einem Bett mit meinem Freund auf. Charlie hatte seine Arme um mich geschlungen und ich schlief an seiner Schulter. Ich gähnte lauthals und streckte mich so gut es ging. Dann spürte ich etwas um den Daumen meiner rechten Hand. Ich betrachtete den Daumen lange. An ihm steckte ein Ring, ein einfacher silberner Ring. Charlie's Ring. Er hatte ihn schon immer getragen, aber jetzt steckte er an meiner Hand. Langsam kamen die Erinnerungen zurück. Ich erinnerte mich an diesen Antrag und stöhnte kurz auf. Gott, wir sollten nie wieder so viel trinken. Ich ließ mich wieder zurück auf die Matratze des Bettes fallen und schloss noch mal die Augen. Kaum hatte ich die Augen wieder geschlossen schlief ich auch schon wieder. Über diese Verlobung sprachen wir nicht mehr und es war mir eigentlich auch egal geworden. Ich blieb bei Charlie, egal was passierte, ich brauche ihn nicht zu heiraten, aber den Rin durfte ich behalten. Es war schon abends, wir saßen gemütlich in Charlie's Hütte und ließen gerade den Abend ausklingen. Ich saß auf der Couch und las ein Buch, Charlie war gerade Duschen. Gegessen hatten wir auch schon. Ich trug immer noch meine Klamotten vom heutigen Tag, wollte mich erst nach Charlie im Bad fertig machen. Kaum war er wieder draußen drängelte ich mich an ihm vorbei und ins Bad. Doch Charlie hielt mich auf. Er legte seine Arme um mich und drückte mich feste an seinen makellosen Hemdlosen Oberkörper, das ging etwa fünf Minuten lang so. Bis ich endlich an ihm vorbei kam und mich im Bad in Ruhe fertig machen konnte. Ich war gerade dabei meine Zähne zu putzen, hatte sonst aber noch nichts gemacht, als Charlie nach mir rief. Ich lief mit Zahnbürste im Mund ins Wohnzimmer zurück. Charlie stand geschockt da und starrte auf einen verblassenden Lichtpunkt vor sich. Ich starrte genauso dort hin. Das war der Rest eines Patronus. Ich lief noch mal kurz zurück ins Bad, spuckte aus und warf die Zahnbürste an das Waschbecken. „Charlie, was ist passiert? Wer hat da gerade seinen Patronus geschickt?“ fragte ich hysterisch und laut nach. Mein Freund, oder sollte ich besser sagen „Verlobter“, war gerade dabei sich ein Shirt über zu ziehen. „Wir müssen nach Hogwarts. Der Patronus war von Kingsley. Dort wird heute gekämpft. Harry Potter ist aufgetaucht und auch Du-weißt-schon-wer wird bald dort sein.“ sprach er schnell und meine Augen wurden groß, ich vergaß zu atmen. Also würde sich das heute entscheiden. Ich wusste nicht, ob ich dafür wirklich schon so bereit war. Andererseits würden unsere Freunde und unsere Familie Hilfe brauchen. Charlie stand schon bereit zum apparieren vor mir und sagte: „Zieh dich schnell an, wenn du mitkommen willst. Ich trommle derweil das Camp zusammen, mal schauen wer von den Drachenhütern mitkommt.“ und ging an mir vorbei. Doch bevor er durch die Haustür trat gab er mir noch mal einen schnellen Kuss. Ich nickte und sagte starr: „Wir treffen uns in 10 Minuten am Haupthaus.“ woraufhin Charlie wieder nickte und gleich darauf verschwunden war. Ich lief durch unser Haus und suchte nach geeigneten Klamotten. Ich nahm eine schwarze Jeans, meine Stiefel, ein Top und zog drüber eine schwarze Jacke an. Ich zog mir noch meine schwarzen ledernen Fingerlinge an. Die Haare verwuschelte ich mir noch mal schnell, trank noch etwas und rannte dann zum Haupthaus los. Ich kam außer Atem dort an, Charlie war schon da. Es hatte sich eine kleine Gruppe um ihn gebildet, ich drängelte mich durch und vor zu ihm. Er hielt gerade eine Ansprache und erklärte unseren Freunden und Mitarbeitern alles. Ich stellte mich neben ihn und griff nach seiner Hand, drückte diese feste und wir sahen uns für einen kurzen Augenblick tief in die Augen. „Gehen wir kämpfen.“ wisperte ich und Charlie flüsterte zurück: „Na dann los.“ und schon waren wir auf dem Weg. Wir apparierten bis nach Hogsmead. Nach Hogwarts war es unmöglich hinein oder heraus zu apparieren, wie ich in meiner Schulzeit schon feststellen musste. Als ich das Schloss vom Dorf aus sah hielt ich inne. Es sah noch so friedlich aus, wie es dalag im Dunkeln der Nacht. Hier war ich immer zu Hause gewesen. Ich hatte nach meiner Zeit in Hogwarts versucht woanders glücklich zu werden, ein zu Hause zu finden. Aber das hatte ich irgendwie nie. Meine Wohnung war nur der Ort an dem ich schlafen konnte und um Sirius getrauert hatte, das Haus am Grimmauldplace war meine Zufluchtsstätte, als ich nicht wusste was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Aber glücklich war ich nie wirklich gewesen. Außer auf Hogwarts. Ich hatte zwar einige Freunde, aber zu ihnen hatte ich mittlerweile keinen Kontakt mehr, die einzige Freundin, die ich über all die Jahre noch hatte war Tonks. Jetzt kehrte ich irgendwie zurück. Ich wusste noch, das Sirius das immer wollte. Er wollte eines Tages als freier Mann noch einmal durch diese Gänge spazieren, der Gedanke an ihn ließ mich lächeln, doch gleichzeitig stiegen Tränen in meine Augen. Ich drückte noch einmal Charlie's Hand. Dann würde ich das jetzt eben für Sirius und mich machen. Und ich würde für uns kämpfen. Ich sah zu Charlie, dieser sah mich ebenfalls an, dann gingen wir auf in den Eberkopf, wo uns schon Aberforth erwartete und nahmen den Geheimgang ins Schloss. Dort kamen wir im Raum der Wünsche an. Der jetzt umgebaut war. Aber trotzdem war ich ganz fasziniert. Ich hatte in meiner Hogwarts-Zeit immer davon geträumt und gehofft diesen Raum einmal zu finden, leider hatte ich es in meinen ganzen sieben Jahren Hogwarts nicht geschafft. Im Raum der Wünsche war schon ziemlich viel los. Auch die Weasley's waren schon alle da. Wir gingen sofort zu ihnen und begrüßten sie. Fred und George rissen noch Witze über meine neueste Frisur, während Molly und Bill sie gut fanden. Aber Bill konnte es nicht lassen, mich zu ärgern und fuhr mir immer wieder durch die Haare durch. Es ging alles so rasend schnell. Auf einmal passierte so viel. Wir wurden eingeteilt für verschieden Teile des Schlosses. Ich durfte bei Charlie bleiben, aber wir kämpften an vorderster Front. Ich hatte zwar Angst, aber wenigstens war Charlie bei mir. Doch leider verloren wir uns irgendwann während der Schlacht und ich versuchte sowieso schon einen groben Überblick zu behalten, was schwer genug war. Ich kam als eine der Letzten in die große Halle hinein, half noch einem Mädchen. Sie war auf jeden Fall minderjährig. Wer hatte sie kämpfen lassen. Ich hatte ihr schon eine Predigt gehalten, jetzt stützte ich sie. Kaum war ich in die große Halle getreten, kam mir Charlie entgegen. Er hatte einige Schnitte und Wunden, aber sonst ging es ihm gut. Ich fiel ihm um den Hals und flüsterte: „Gott sei Dank, dir ist nichts passiert!“ er drückte mich an sich und ich merkte wie mir ein paar Tränen aus den Augenwinkeln kugelten. „Komm mit, wir sollten zu meiner Familie.“ meinte Charlie jetzt schwer. Irgendwas bedrückte ihn, irgendetwas war passiert. Ich drückte seine Hand und folgte ihm. Als ich dann die Leiche vor mir liegen sah wich alle Farbe aus meinem Gesicht. Molly trauerte um ihren Sohn und auch alle anderen Weasley's. Fred...wieso er? Ich selbst kam kaum zum atmen. Ich musste weg schauen, doch als ich meinen Blick in der Halle herum schweifen ließ sah ich weitere Tote, so viele Freunde von uns. Dann fiel mein Blick auf zwei Tragen. Auf diesen lagen ein Mann und eine Frau die mir sehr bekannt vorkamen. Schnell rannte ich zu ihnen. Sie waren tot. Man hatte ihre Lider schon geschlossen, doch ich erkannte sie. Den alt gewordenen Remus und die immer noch junge Tonks mit braunen Haaren. Zwei meiner besten Freunde. Mein Herz blieb stehen. Meine Beine wurden weich und zittrig und ich brach zusammen. Ich saß neben Tonks und griff nach ihrer Hand und drückte sie. Sie war ganz kalt, Tränen sammelten sich an und rollten gleich die Wangen hinunter. Ich raufte mir die Haare und machte mich ganz krumm. Ich blieb lange bei meiner alten und besten Freundin sitzen, trauerte um sie und ihren Mann. Tonks und Remus waren nach Sirius wirklich meine besten Freunde gewesen. Ich saß lange bei Tonks und den anderen Toten. So lange, bis alle die große Halle verließen und Charlie zu mir kam. Er meinte, wir sollten schnell nach draußen. Der dunkle Lord kam auf Hogwarts zu, mit ihm seine ganze Gefolgschaft und Hagrid, der den Toten Harry in den Armen hielt. Ich versteckte mich an Charlie's Seite und drückte mich an sich. Mein Atem ging unregelmäßig und auf einmal wurde eine Flamme in mir entfacht. Dort, in den vordersten Reihen stand Bellatrix Lestrange. Die Frau, die Sirius auf dem Gewissen hatte und wer weiß, vielleicht auch Remus und Lupin und noch mehr. Mein Kampfwillen war wieder erwacht. Meine Hand umkrampfte Charlie's nun, dieser verzog das Gesicht vor Schmerzen und raunte mir zu: „Ronny, bitte, hör auf meine Hand zu zerquetschen...“ woraufhin ich wieder vorsichtig los ließ. Stattdessen presste ich meine Lippen feste aufeinander. Wenn ich geglaubt hatte, das vorhin war Kampf genug, dann hatte ich mich gewaltig geirrt. Jetzt würde es für mich erst richtig los gehen. Jetzt würde ich mir die Seele aus dem Leib zaubern. Ich würde kämpfen, bis ich selbst meinen letzten Atemzug in mich aufnahm. So lange, bis ich aufgeben musste. Bis ich keine Lebensenergie mehr in mir hatte, bis ich so lange gefoltert worden war, das nur noch der Tod mich von den Qualen und den Schmerzen erlösen konnte. Oder ich würde Leben, ich würde um mein Leben kämpfen. Um meines und um Charlie's. Ich würde ein Leben mit ihm dem Tod auf jeden Fall vorziehen. Es gab noch so vieles zu tun, so vieles zu erleben. Ich wollte mein ganzes Leben noch mit ihm planen. Und ich würde nicht zulassen, das ihm etwas zustößt. Ich würde ihn mit meinem Leben schützen. Neville trat vor, nachdem Draco Malfoy die Seite gewechselt hatte, und nun legte er eine flammende Rede hin. Keine großartige, aber sie packte mich. Als dann Harry aus Hagrid's Armen sprang, er lebte anscheinend doch noch, entflammte der Kampf wieder. Überall war Gebrüll und Geschrei. Flüche wurden ausgestoßen und ein Tumult brach aus. Ich stürzte mich gleich mit rein, während ich mir meine Wege immer frei kämpfte waren meine Augen auf der Suche nach Bellatrix. Ich musste diese Hexe zur Strecke bringen. Mein Weg führte mich in die große Halle, wo ich sie auch fand, doch duellierte sie sich gerade mit einer anderen Hexe. Einer kleinen, rundlichen Frau mit roten Haaren. Molly. Mein Atem blieb aus. Würde Molly es schaffen? Ich hatte Angst um sie. Das erste mal hatte ich wirklich Angst um andere Menschen. Die Weasley's waren zu meiner Familie geworden. Sie waren für mich da, bauten mich wieder auf, als es kein anderer tat. Ich rannte zu den Tischen hinüber, an denen gerade gekämpft wurde. Da wo Molly war. Ich stand hinter ihr, meinen Zauberstab bereit, sollte Molly etwas passieren. Ihre Familie stand ebenfalls hier und sah bei dem Kampf zu, nur Charlie, Bill und Arthur waren nicht da. Ich hatte Angst das Molly einknickte, aber sie stand ihren Kampf aus und besiegte Bellatrix, die sich in Abertausende kleine Fetzen auflöste. Kaum war Bellatrix besiegt atmete Molly auf. Ich lief auf sie zu und schloss sie feste in meine Arme. Ich flüsterte: „Danke, dass du Sirius für mich gerächt hast.“ und Molly drückte mich auch noch mal an sie. „Du solltest Charlie aufsuchen und ihm beistehen.“ raunte Molly zurück und sah mich dann mit festem Gesichtsausdruck an. Ich nickte, drehte mich um und rannte im Schloss umher. Ich schockte jeden der sich mir in den Weg stellte und tötete, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Wobei es sich meistens nicht vermeiden ließ ihnen nur weh zu tun. Nebenbei schrie ich nach Charlie. Immer wieder. Bis ich zu einem weiteren Kampf kam. Zwei Todesser gegen einen Anderen. Ich zückte natürlich sofort meinen Zauberstab und richtete ihn gegen die Todesser. Erst als beide tot vor uns lagen, sah ich zu meinem Mitkämpfer und Erleichterung machte sich in mir breit. Es war Charlie. Ich fiel ihm um den Hals und ich merkte wie mir Tränen über die Wange rollten. „Wir haben es geschafft!“ sagte ich zitternd. Erst jetzt bemerkte ich wo wir eigentlich standen. An der Brüstung des Daches. Wir hielten uns aneinander so fest und atmeten so flach. Der Wind fuhr uns in die Haare und es wurde eisiger, aber trotzdem bewegten wir uns nicht vom Fleck. Wir hatten die Nacht überstanden. Wir hatten überlebt. Der Morgen graute. Charlie streckte sich ein bisschen und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Wir haben es geschafft, jetzt können wir zurück kehren.“ meinte er sanft und ich nickte schnell. Obwohl es ziemlich ruhig geworden war im Schloss, trauten wir uns nicht die Zauberstäbe weg zu stecken und gingen vorsichtig jeden Gang entlang. Unsere Hände waren ineinander verschränkt. Wir kamen in der großen Halle a, wir hatten sehr lange gebraucht dort überhaupt anzukommen, aber dann hörten wir Gelächter. Es hatte geendet. Der Kampf war vorbei. Wir waren überrascht wie viele letztendlich doch überlebt hatten und die Todesser hatten sich verzogen. Wir hatten gewonnen. Ich vergaß für einen kurzen Moment zu atmen. Ich war so überrascht und glücklich. Noch bevor wir einen Schritt weiter gehen konnten, drehte ich mich zu Charlie und sah ihm in die Augen. „Wir haben gewonnen!“ rief ich überrascht und erfreut zugleich. Dann warf ich mich ihm entgegen und küsste ihn feste auf die Lippen. Ich presste meine Lippen auf seine und verschränkte meine Hände in seinem Nacken. Charlie's Lippen lagen genauso auf meinen und unser Kuss wurde intensiver und fordernder. Er zog mich ganz feste an sich und meine Hände fuhren durch seine Haare. Leider wurden wir ziemlich schnell unterbrochen. Molly schrie nach uns. Die kleine pummelige Frau kam auf uns zu gerannt. Sie sah erleichtert aus, auch wenn die Tränen auf ihren Wangen noch nicht versiegt waren. „Ihr zwei. Ihr habt es geschafft.“ sagte sie selbst sehr beruhigt. Sie sah uns liebevoll an und sagte: „Kommt, setzt euch zu uns.“. Ich packte meine Sachen gerade. Der Kampf war vorbei und das Ministerium war von allen Todessern bereinigt worden. Nun arbeiteten dort wirklich die richtigen Zauberer. Ich hatte auf Anhieb meine Stelle zurück bekommen. Aber dies bedeutete auch, das ich nicht mehr bei Charlie leben konnte. Heute war mein letzter Tag. Wie sehr ich gehofft hatte, er würde mit mir kommen. Und so würde diese intensive Beziehung die wir führten, worauf ich so glücklich war, wieder langweilig werden. Ich würde in England leben, Charlie in Rumänien und sehen würden wir uns nur die Wochenenden. Aber in London oder außerhalb London's gab es keine Drachenreservate und ich wollte auf keinen Fall für das rumänische Zaubereiministerium arbeiten. Außerdem lag dieses auch weit entfernt von dem Drachenreservat. Ich hatte mit Charlie schon lange darüber gesprochen, es fiel uns beiden nicht leicht, aber ich musste erst mal nach England zurück. Ich schloss den Rucksack (magischer Vergrößerungszauber) und sah mich noch einmal in der kleinen Hütte um. Über ein Jahr hatte ich hier gelebt. Jetzt gab es keine Erinnerung mehr daran, das ich hier war. Ich schulterte den Rucksack und ging zur Tür hinaus. Charlie war irgendwo im Gelände, da er nicht wusste, wann er zurück kam hatten wir uns heute morgen schon verabschiedet. Aber irgendwie konnte ich nicht einfach gehen. Wenn ich jetzt gehen würde, dann wäre es für immer. Das fühlte ich. Ich blieb wie angewurzelt stehen, ließ den Rucksack auf den Boden fallen. Ich stand einfach da und sah zum Boden, an die Wände entlang, die Decke hinauf. Nur kurze Zeit später wurde die Tür geöffnet und Charlie kam schwer atmend herein. Er war gerannt, er hatte sich beeilt. „Du bist noch hier?“ stieß er erleichtert aus. Ich nickte und starrte ihn an. Er sah aus wie immer nach der Arbeit. Durchgeschwitzt, seine Haare lagen wild um seinen Kopf herum, er trug nur sein Hemd, die Jacke hatte er mal wieder irgendwo zur Seite geworfen und er sah fertig aus. Müde, wie so oft. Ich ging auf ihn zu und legte eine Hand an seine Brust. Ich versuchte die richtigen Worte zu finden. „Charlie, ich konnte nicht gehen...Denn wenn ich jetzt gehe, dann für immer und ich will bei dir bleiben.“ flüsterte ich. Charlie's Augen wurden groß. „Ich wollte auch nicht das du gehst, aber ich kann dich nicht zwingen hier zu bleiben. Also lasse ich dich gehen“ erwiderte er. Meine Augen wurden wieder glasig. Entweder jetzt oder nie. Ich musste eine Entscheidung treffen. Eigentlich hatte ich es schon immer gewusst. Mir war mein Job so wichtig. Ich hatte immer Spaß daran. Ich hatte nie geglaubt, jemanden so sehr lieben zu können, dass es für mich eine so schwere Entscheidung überhaupt geben würde. Mein Job war mir so wichtig und ich freute mich so sehr darauf wieder arbeiten zu können, im Ministerium als Aurorin. Mit Kingsley und den ganzen Anderen. Prioritäten mussten gesetzt werden. Charlie würde ich irgendwann sicher wieder sehen, aber wenn ich dieses Jobangebot jetzt nicht annahm, dann wüsste ich nicht wann sonst. Würde Kingsley so viel Geduld mit mir haben? Bestimmt nicht. Nein, diese Entscheidung war unmöglich. Mir kam es vor wie Minuten, in denen ich Charlie einfach nur ansah und mein Gehirn nur so ratterte. Es war als würde mein Leben gerade so an mir vorbei ziehen. Immer wieder wog ich es ab. Ein Leben mit Charlie, dem Mann den ich liebe oder ein Leben mit Arbeit, in dem mir nie langweilig werden konnte, ich immer etwas zu tun hatte. Ich wollte immerhin nicht einfach jeden Tag zu Hause sein, wie eine Hausfrau. Ich wollte ja auch noch arbeiten, so lange ich konnte. Aber ich wusste nicht ob es richtig war. Es entstand ein innerer Kampf in mir. Zwischen das was mich ausmachte und dem was meinem Herzen gut tat. Ich wusste nicht ob ich das richtige tat. Aber ich tat es einfach. Ich sah diesen wundervollen Mann an, der vor mir stand und mich immer noch eingehend ansah. Ich kaute auf meiner Lippe, bevor ich mich wirklich entschlossen hatte. Ich schüttelte langsam den Kopf und sagte dann: „Nein, ich werde nicht gehen. Ich werde dich nicht so einfach aufgeben.“, mein Mund hatte diese Worte einfach so ausgesprochen. Dann sah ich Charlie mit großen Augen an und wartet seine Reaktion ab. „Bist du dir sicher, Ronny? Wenn du nicht gehst, dann wird sich dein Leben verändern. Ich will dir das nicht antun.“ versuchte er mir einzureden. Doch wieder schüttelte ich den Kopf und sagte: „Charlie, ich liebe meinen Job, aber es gibt jemanden den liebe ich mehr als alles andere auf der Welt. Und das bist du. Ich verlasse dich nicht.“ und ging einen Schritt auf ihn zu. Ich legte ihm eine seiner Haarsträhnen aus dem Gesicht und meine Handfläche legte sich auf seine Wange. „Ist das dein Ernst? Du wählst ein Leben mit mir? Mit einem Drachenhüter?“ fragte er ungläubig und ich nickte wieder. Ich war völlig unvorbereitet, es kam so plötzlich. Charlie legte seine Lippen auf meine und küsste mich verlangend. Er zog mich ganz feste an sich und vertiefte den Kuss nur noch mehr. „Ich liebe dich, Charlie.“ flüsterte ich zwischen den Küssen und Charlie sah mir tief in die Augen und erwiderte: „Und was glaubst du wohl, wie groß meine Liebe dann zu dir ist?“ aber er sagte es grinsend und zog mich wieder an sich. Ein halbes Jahr später Ich war in London gewesen. Ich musste nach London. Ich vertraute den rumänischen Ärzten nicht ganz so und ich wollte mich im Reservat nicht untersuchen lassen, sonst wusste es gleich wieder jeder. Charlie wusste davon nichts. Er war sowieso bei der Arbeit und er ging gleich wieder vom schlimmsten aus, wenn ich ihm sagen würde, dass ich einen Arzttermin hatte. Ich kam gerade wieder im Camp an und zu unserer Hütte. Ich wollte die Tür gerade aufsperren, als jemand nach mir rief: „Ronny, Ronny, warte!“ ich drehte mich schwungvoll um, Jonathan kam auf mich zu gerannt. „Charlie hat dich vorhin gesucht. Ich soll dir ausrichten, dass er unten am See ist.“ richtete mir sein bester Kumpel aus. Ich hielt kurz inne, fing mich aber wieder und sagte: „Gut, ähm, Danke, Jonathan.“ dieser nickte und ging weiter. Also änderte ich meinen Plan und machte mich auf den Weg hinunter zum See. Charlie saß dort am Rande des Sees auf einem Felsen. Ich verlangsamte meine Schritte, Charlie hörte wie ich näher kam und drehte sich zu mir um. Ich setzte mich zu ihm, gab ihm einen Kuss und sah dann auf den See hinaus. „Wo warst du?“ fragte Charlie neugierig und ich kruschelte kurz in meiner Handtasche. Ohne einen Blick auf Charlie zu werfen, übergab ich ihm das kleine Blättchen mit dem abgedruckten schwarzweiß Foto. Er nahm es an, brauchte aber einige Zeit bis er es verstand. Dann packte er mich am Arm und ich drehte mich ihm zu. Mein Gesicht zeigte keinerlei Regung. „Ist das wahr?“ fragte Charlie, er war fast sprachlos. „Würde ich dich anlügen?“ erwiderte ich woraufhin Charlie aufsprang, mich an den Händen packte und hoch zog. „Du machst mich gerade so glücklich!“ rief Charlie aus, packte mich u de Hüfte und ohne einen weiteren Moment zu zögern warf er mich in die Luft. Er wirbelte mich herum, ich lachte laut auf. Langsam und vorsichtig ließ er mich wieder runter. „Ab jetzt wird sich unser Leben ändern.“ meinte Charlie und zog mich in seine Arme. Und er hatte Recht. In den folgenden Monaten änderte sich einiges. Vieles ohne mein Wissen. Da kam, zum Beispiel, der Hauskauf. Eines Tages überraschte mich Charlie damit. Wir waren nach England appariert, eigentlich wollten wir zum Fuchsbau, seine Eltern besuchen, aber wir kamen woanders heraus. In einem schönen Haus im Wald, in der Nähe des Fuchsbaus. Dieses Häuschen war leicht versteckt, hatte einen großen gepflegten Garten, einer schönen Terrasse und auch sonst, sehr schön. Ich war völlig überrumpelt. Und dann kam die große Überraschung. In der Nähe wurde ein neues Drachenreservat eröffnet, Charlie hatte dort eine hohe Stelle angeboten bekommen und ich war wieder in England. Ich hatte auch mit Kingsley gesprochen, er war bereit mir meine Stelle wieder zurück zu geben, sobald ich wieder arbeiten konnte. Alles lief perfekt, sogar die Schwangerschaft. Wir besuchten auch die restlichen Weasley's sehr oft, außerdem hatte ich die Vormundschaft von Ted Lupin übernommen. Für mich war das selbstverständlich. Aber er lebte nicht bei uns. Noch lebte er bei seinen Großeltern, Andromeda und Ted, aber diese konnten sich bald nicht mehr um ihn kümmern, sie wurden zu alt dafür. Deswegen hatten wir gesagt, wenn er sieben Jahre alt werden würde, kam er zu uns. Und das war auch gar kein Problem, ich besuchte ihn ja so schon fast jeden Tag, damit er sich an mich gewöhnen konnte. Ted war selbst ganz aufgeregt über sein neues „Geschwisterchen“. Auch wenn er nur unser Adoptivkind war. Kurz vor der Geburt unseres kleinen süßen Baby's zogen wir um. Auch wenn es wohl eher Charlie war, der alles machen musste, ich konnte mich ja kaum noch bewegen. Gar etwas tragen oder schleppen. Zum Glück hatten wir viele Freunde aus dem Reservat, die uns halfen. Ich kam nur noch nach und konnte das fertig eingerichtete Haus bewundern. Und bald darauf kam der Tag, an dem ich unser Kind zur Welt brachte. Ich hatte mir einen Jungen gewünscht, Charlie ein Mädchen. Er wurde nicht enttäuscht. Ich bekam ein kleines Mädchen, mit Charlie's Haaren. Sie war so süß, ich war vom ersten Moment an in sie verliebt. Sie war Charlie's kleine Prinzessin. Jetzt brauchten wir nur noch einen geeigneten Namen für sie. Wir entschieden uns für Nikita Molly Weasey. So sollte sie heißen, die Abkürzung war Nikki. Molly wollte ich unbedingt. Schon alleine deswegen, da Charlie's Mum die Familie beschützt hatte und eine solch starke Frau war. Nach wenigen Jahren, die Kinder wurden älter, fühlten wir uns in dem Haus schon so heimisch, wie ich es schon lange nicht mehr getan hatte. Ted benahm sich wirklich wie de große Bruder von Nikita, was ich sehr schön fand. Klar stritten sie auch, aber die meiste Zeit unternahmen sie irgendwas zusammen. Ich blieb bis zu Nikki's erstem Schuljahr zu Hause. Ted ging mittlerweile schon in die Dritte Klasse. Wir standen gerade am Bahnhof King's Cross. Es war Nikita's erstes Jahr. Charlie hielt ihre Hand und drückte diese leicht. Ich rückte gerade Ted's Kragen zurecht und hielt ihm dann den Käfig mit seiner Eule hin. Ich legte meine Hand an seine Wange und beugte mich zu ihm vor. Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange und flüsterte ihm zu: „Alles Gute, Schatz und pass auf dich auf. Und auch auf deine Schwester.“ den letzten Satz sagte ich etwas schärfer. Ted rollte kurz mit den Augen und erwiderte: „Ja, Tante Ronny, ich werd ein Auge auf Nikki haben.“ er spielte es vor mir schon so ab wie immer. Ich sah Teddy an, dessen Haarfarbe sich wieder änderte und sah ihn liebevoll an und strich über seine Wange. Mein kleiner Metamorphmagus. Ich hatte ihn so gerne, so lieb gewonnen. Jetzt kam Charlie zu uns, auch er wollte sich von Ted verabschieden. Ich ging zu meiner Tochter und drückte sie schnell an mich. Ich gab ihr einen Kuss auf den Scheitel und flüsterte auch ihr zu: „Viel Glück und viel Spaß in Hogwarts.“. Sie sah mich mit großen Augen an und rückte dann nicht recht mit der Sprache heraus. „Mum, bist du sauer, wenn ich nicht nach Gryffindor komme?“ fragte sie mich mit großen Augen und biss sich auf die Lippe. Ich lachte laut auf. „Dann gehst du eben nicht nach Gryffindor. Schatz, mir, und auch deinem Vater, ist es gleich in welches Haus du kommst. Hauptsache du bist glücklich.“ sagte ich ihr eindringlich und auf einmal legte sich ein Arm um meinen Rücken und auf meine Schulter. Ich wurde an Charlie gedrückt und er sagte: „Aber solltest du nicht nach Gryffindor kommen, dann brichst du endlich mal die Weasley-Tradition.“ er unterdrückte sein lachen und ich stieß ihm meinen Arm in die Seite. Doch dann musste auch ich lachen. Ich schüttelte kurz den Kopf und fuhr unserer Tochter noch mal über den Kopf. Sie hatte Charlie's Haarfarbe bekommen, lange schöne Locken, jedoch meine Augen. Sie war klein, quirlig und voller Energie und Lebensfreude. Als sie noch jünger war, war sie ein 24 Stunden Job. Aber ich liebte sie vom ganzen Herzen und würde für sie alles tun. Schnell stiegen unsere beiden Kinder in den Zug. Wir sahen ihnen noch zu, wie sie in ein Abteil gingen, sich zusammen setzte und uns von dem Fenster aus anstarrten. Als der Zug anfuhr winkten sie uns zu und Ted grinste und wakelte mit den Augenbrauen. Nikki war noch etwas ängstlich, ihr Blick strahlte das aus, doch ich nickte ihr zu. Dann stieg Rauch auf dem ganzen Bahnsteig auf und die Lokomotive fuhr an. Charlie und ich winkten unseren Kindern noch zu, dann fuhren sie ab. Ab nach Hogwarts. Ich erinnerte mich an meine Zeit in diesem alten, wundervollen Schloss. Es waren gute Zeiten. Jeder sollte diese erleben. So wünschte ich es auch meinen Kindern jedes Jahr aufs neue. Noch als der Zug vom Bahnhof fuhr, zog Charlie mich an sich und legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab. „Die Kinder werden groß“ hauchte er in mein Ohr und gab mir dann einen Kuss an die Schläfe. Es kribbelte an dieser Stelle. „Komm lass uns gehen. Meine Mum hat uns noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen, bevor wir morgen wieder arbeiten müssen.“ meinte er schließlich und griff nach meiner Hand. Kurz darauf apparierten wir zum Fuchsbau. Hand in Hand liefen wir in den Garten, wo auch schon Tische und Stühle standen. Der Tisch war reich gedeckt mit leckeren Kuchen und auch Kaffee und Tee stand schon dort. „Molly!“ rief ich einmal und sah mich um. Wahrscheinlich war sie noch im Haus. Als sie raus kam hatte sie noch jemanden im Gepäck. Hinter ihr kamen noch Arthur, Bill und Fleur heraus. Mittlerweile konnte man Molly und Arthur das Alter schon ansehen, aber sie sahen immer noch gut aus, so natürlich. Fleur strahlte mal wieder und Bill's Narben hatten sie wieder etwas zurück gezogen. Sie sahen nicht mehr ganz so schlimm aus wie am Anfang. Fleur und Molly stürzten sofort auf mich los. Molly liebte mich. Ich war die perfekte Schwiegertochter, mit Fleur kam sie ja nicht ganz so gut zurecht. Aber mit Fleur kam ich ganz gut zurecht. Molly war schneller, sie hatte mich in ihre Arme geschlossen, noch bevor sie ihren Sohn begrüßte. „Ah meine Lieben! Wir haben schon auf euch gewartet!“ rief sie auf und von Fleur kam ein: „Endlisch, isch habe schon auf disch gewartet, Ronny!“ woraufhin sie mich auch in ihre Arm schloss und mir ein Küsschen links und rechts auf die Wange drückte. Ich war davon jedes mal von neuem überrumpelt. Als wir uns alle begrüßt hatten setzten wir uns gemütlich zusammen und aßen gemütlich. „Also meine Lieben, wann ist denn euer Termin?“ fragte Molly irgendwann, ganz plötzlich und sah Charlie und mich an. Jetzt warf ich einen Blick auf Charlie und der verdrehte die Augen. Nun verstand ich endlich. Es ging schon wieder ums heiraten. Charlie und ich wollten immer zusammen bleiben, aber nie heiraten. Ich zuckte mit den Schultern auf und sagte zu Molly: „Ich weiß, dass dir die Vorstellung sehr gefallen wird, aber Charlie und ich können uns das nicht vorstellen. Ich in einem weisen Brautkleid und er in einem Anzug? Nein, Molly, wirklich nicht...“ antwortete ich für Charlie und mich. Dieser legte seine Hand auf meine und sah mich liebevoll an. 3 Jahre später Wir mussten uns diesmal beeilen. Nikkita würde sonst ihren Zug verpassen. Charlie hatte es nicht geschafft mitzukommen. Ich hatte Nikki an der Hand gepackt, während Teddy ihr Gepäck schleppte. Er trug seine Haare hellbraun mit einem leichten orange Stich und seine Augen waren grün. Mit den Jahren war er zu einem großen, stattlich, gutaussehenden Mann geworden. Letztes Jahr hatte er seinen Abschluss gemacht und war Auror geworden. Ich arbeitete mit ihm zusammen im Ministerium. Aber er hatte immer noch Zeit für die Familie und vergötterte seine kleine Schwester Nikki. Am Bahnsteig trafen wir die Potters und Charlie's Bruder Ron mit seiner Familie. Für Rose und Albus war es das erste Jahr in Hogwarts. James war auch schon dabei. Hugo und Lilly jedoch mussten noch ein weiteres Jahr warten. Sobald sich die Kinder wieder sahen herrschte Freude und Aufregung. Wobei Nikki schon gar nicht mehr so aufgeregt war. Sie war ja schon in Gryffindor. Obwohl sie so viel Angst hatte, war sie doch in das von ihr bevorzugte Haus gekommen. Unsere Nikita war etwas ganz besonderes. Sie hatte Talent beim zaubern, außerdem eine begabte Qudditchspielern. Charlie wollte sie als Sucherin fördern, sie war lieber Jägerin. Teddy war seiner Zeit ebenfalls ein guter Quidditchspieler gewesen und dazu auch noch Schulsprecher, was uns sehr Stolz gemacht hatte. Doch in dieser Sache waren die Beiden unterschiedlich. Nikita machte viel mehr Unsinn, wie schon immer. Sie war immer noch ein 24 Stunden Job. Ted war disziplinierter, Nikita spielte Streiche und ihr hallte der Ruf von Fred (Gott hab ihn selig) und George nach. Ich umarmte meine Kleine noch einmal und auch Teddy verabschiedete sich von ihr, dann stieg sie eilig in den Zug und zu ihren Freundinnen. Ted blieb noch einen Moment bei mir, bevor er Victoire, Fleur's Tochter, ausfindig machte. Sie war gerade im letzten Jahr. Die beiden waren in den Sommerferien ein Paar geworden, ich fand das ja so süß. Charlie wusste noch nicht was er von der Beziehung halten sollte. Doch ich fand immer er sah das viel zu streng. Ted sagte mir nur noch Bescheid, dass er heute zum Abendessen daheim sein würde, davor wollte er noch etwas in der Winkelgasse erledigen. Also apparierte ich alleine nach Hause zurück und machte mich gleich daran das Essen für heute Abend vorzubereiten. Wir bewohnten immer noch das Haus im Wald. Und ich hatte heute Glück. Charlie kam Früh nach Hause. Er umschlang mich von hinten und drückte mich an sich. „Und? Ist unsere Kleine noch rechtzeitig zum Zug gekommen?“ fragte er und bedeckte meinen Körper mit Küssen. Es kitzelte. „Ja, natürlich hat sie es geschafft.“ antwortete ich, musste mir das lachen jedoch unterdrücken. Nach ein paar Sekunden sagte ich dann: „Charlie, bitte, das kitzelt.“ doch er hörte nicht auf, bis ich mich dann sträubte und mich schließlich zu ihm umdrehte. Ohne zu zögern legte er seine Lippen auf meine und der Kuss wurde intensiver. Meine Gedanken schweiften wieder ab und ich bemerkte wie glücklich ich mit meinem Leben war. Wie glücklich ich bei Charlie war. Über unsere Familie. Was wir alles geschafft hatten und das ich auf ewig bei ihm blieb, mit ihm zusammen. Charlie war die Liebe meines Lebens. Das wusste ich schon immer, schon seit unserer ersten Begegnung. Uns gehörte die Ewigkeit und diese begann jetzt. When I saw you I fell in love, and you smiled because you knew. William Shakespeer

50.83 % der User hatten die Auswertung: Cool, du hast Kate Mendson bekommen. Ich wünsche dir sehr viel Spaß mit der Auswertung. Ich wusste das es eine gute Idee gewesen war mit meinem Freundinnen feiern zu gehen. Wenigstens in meinen Ferien wollte ich meinen Geburtstag mit ihnen nach feiern. Dafür waren Madeleine und Jenna extra zu mir nach Hause gekommen. Ihre Eltern hatten es erlaubt, dass sie in den Osterferien von Hogwarts zu mir durften. Und jetzt waren wir schon geschlagene drei Stunden in diesem Pub. Wir hatten uns alle so geschminkt, das es keinem auffiel, das wir eigentlich noch viel zu jung waren. Aber mittlerweile hatte jede von uns schon ein Bier intus und wir kamen jetzt zum Rum und den Shots. Aber uns ging es allen noch sehr gut und wir hatten hier sehr viel Spaß. Das Pub hatte sich mittlerweile gefüllt, es waren sehr viele Leute hier drin und alle schienen gute Laune zu haben und ihr Feierabendbier zu genießen. Es ging schon auf Mitternacht zu und die Musik wurde lauter. Auf einmal stand Jenna auf und griff nach meiner Hand. Mich zerrte sie mit auf den Stuhl und ohne darüber nachzudenken grölten wir zu dem Lied mit. Einige Köpfe drehten sich zu uns um, viele riefen uns belustigt zu, andere klatschten und wir sangen einfach weiter. Ich zog dann auch Madeleine, die wir alle nur noch Maddy nannten, zu uns hoch und gemeinsam sangen wir. Wir schmetterten bei jedem Song mit und die Menge feuerte uns immer weiter an. Der Barbesitzer und die Barkeeper sagten nichts dazu und ließen uns weiterhin Spaß haben. Und so oft war hier auch keine Party im Gange. Wir waren hier ja schließlich nicht mitten in London. Es war eher so ein Randgebiet, in welches sich nicht viele Hexen und Zauberer verirrten. Irgendwann nahm ich dann meine Bierflasche vom Tisch und stieß mit meinen Freundinnen in der Luft an. Wir feierten wirklich noch ausgelassen und nichts und niemand konnte uns heute Nacht die Laune verderben. Mein Blick glitt durch die Menge. Ein dunkler Schatten lehnte in einer Ecke. Als das Licht auf sein Gesicht fiel kam es mir merkwürdig bekannt vor. Aber ich wurde abgelenkt, Jenna war von ihrem Stuhl runter gefallen und hatte mich fast mit runter gezogen. Jetzt versuchte ich sie wieder rauf zu ziehen, was ich dann zusammen mit Maddy's Hilfe schaffte. Als ich noch mal einen Blick in die Ecke warf war derjenige schon weg. Schade. Er hatte mich wirklich an jemanden erinnert. Jemanden aus Hogwarts. Um drei Uhr in der Nacht wurden wir dann schließlich aus der Bar raus geschmissen. Jenna mussten wir stützen, ihr ging es wirklich nicht gut und sie übergab sich gleich mal am Bürgersteig. Ich fuchtelte eine Viertelstunde mit der Hand am Straßenrand herum und hoffte das endlich ein Taxi anhielt. Ich war echt froh, das dann endlich eins an hielt. Wenn man sich zu dritt ein Taxi teilte kam es zum Glück auch nicht zu teuer. Auch wenn ich fürs erste das ganze Geld auslegen musste. Dafür hatte ich aber auch schon gespart. Meine Eltern waren zum Glück auch nicht zu Hause, weshalb es keinen Stress gab. Ich wüsste nicht ob ich normalerweise Ärger bekommen hätte, aber das war mir jetzt auch egal. Ich wollte nur meinen 16. Geburtstag feiern. Mit 17 durfte ich in der Zaubererwelt sowieso alles machen. Meine Freundinnen übernachteten bei mir und am nächsten Tag war ich die Erste, die wieder wach war und bei klarem Verstand. Ich schmiss mir trotzdem eine Aspirin ein und legte meinen Mädls auch welche zu vollen Gläsern Wasser. Dann stellte ich mich in die Küche und bereitete das Frühstück vor. Ich briet etwas Speck heraus und machte Spiegeleier, dazu gab es Toast und sogar normales Brot trieb ich noch auf. Zum bestreichen der Brote fand ich noch allerlei Marmeladen und Nuss-Nougat-Creme's. Ich setzte auch noch Kaffeewasser auf und gönnt mir dann einen Schwarzen. Ich trug gerade mal das nötigste, hatte keine Lust mich extra anzuziehen. Ein ziemlich langes und viel zu großes Top hatte ich mir noch übergezogen und sonst trug ich noch meine Unterwäsche und Socken. Abgeschminkt hatte ich mich nicht als ich Heim gekommen war und auch jetzt hatte ich keine Lust darauf extra ins Bad zu gehen. Die dunklen, fast schwarzen, Haaren hatte ich mir nach hinten in einen Messy Bun gesteckt. Ich stand an der Spüle und steckte meine Nase gerade in den Kaffee hinein, als die Haustür aufflog. „Kate! Wo bist du!“ schrie mein älterer Bruder Philipp durch das ganze Haus. Ich massierte mir daraufhin die Schläfen und stöhnte genervt aus. Er kam in die Küche und entdeckte mich gleich. „Musst du so brüllen?“ begrüßte ich ihn und sah ihn dann genervt an. Mein Bruder sah so ausgeschlafen wie immer aus. Er trug seine graue verwaschene Jeans, seine schwarzen Stiefel, das weise Shirt mit V-Ausschnitt und seine schwarze Lederjacke drüber. In seiner vorderen Hosentasche steckte sein Zauberstab. Seine wilden Locken hatte er sich wieder ein ganzes Stück abgeschnitten und er versuchte sie auf die Seite zu legen. Dann kam er zu mir, drückte mich einmal an sich und gab mir einen Kuss auf den Scheitel. „So ist das nun mal wenn man feiern geht, kleine Schwester.“ murmelte er und nahm mir dann den Kaffee aus der Hand, den er dann trank. Gemeinsam setzten wir uns an den Essenstisch und ich lehnte mich zurück. „Wieso bist du hier?“ fragte ich verwirrt nach. Letzte Woche hatte Philipp noch gemeint er hätte keine Zeit mit mir feiern zu gehen, weil er so viel Arbeit hätte. „Mum und Dad haben mich gebeten heute Früh nach dir und deinen Freundinnen zu sehen.“ antwortete er und ich stöhnte noch einmal auf. Anscheinend vertrauten sie mir doch noch nicht so ganz was den Umgang mit Alkohol anging. Ohne zu zögern nahm Phil sich nun etwas zu essen und fragte dann: „Hast du noch irgendwo den guten Käse von Oma?“ woraufhin ich nickte, wieder in die Küche schlich und den Kühlschrank absuchte. „Du hast Glück, das ist das letzte Stück.“ setzte ich ihn in Kenntnis, als ich es ihm gab. Alle in meiner Familie standen so auf diesen Käse. Aber bald würden wir frischen bekommen. Mum und Dad waren auch unter anderem aus diesem Grund in Mum's alte Heimat Griechenland zurück gekehrt. Sie blieben sowieso nicht lange dort, aber sie mussten mal wieder einen Familienbesuch machen. Das letzte Mal waren wir in den Sommerferien dort gewesen. „Ich bleibe sowieso nicht lange, muss gleich wieder weiter. Heute Abend muss ich zu einer Veranstaltung der Pucey's.“ erklärte mir mein Bruder nebenbei. Ich nickte kurz und fragte dann nach: „Wird William Pucey sich jetzt doch mit dieser hässlichen Robyn Roles verloben?“ woraufhin Phil nickte. Mein Bruder war der beste Freund von William Pucey, die beiden waren in den gleichen Jahrgang und in das gleiche Haus gegangen. Philipp war ein Sytherin geworden, während ich einen ganz anderen Weg einschlug. Ich kam nach Gryffindor. Meine Mutter hatte nie eine Zaubererschule besucht, sie wurde von ihrer Mutter damals zu Hause in Griechenland unterrichtet und Dad war nach Ravenclaw gegangen. Man wusste also wirklich gar nicht wieso der Hut sich bei Philipp und bei mir so entschieden hatte. Mir wäre es ja eigentlich total egal gewesen in welches Haus ich gekommen wäre. Unseren Eltern auch. Auf jeden Fall war Pucey und Phil seit dem ersten Schultag beste Freunde. Ich wusste nicht viel über die Pucey's, es war mir auch immer egal gewesen. Ich wusste nur noch, dass es einen weiteren Pucey gab. Adrian. Er war im gleichen Jahrgang wie ich und spielte in der Quidditch-Hausmannschaft von Slytherin. Ja, er war ebenfalls nach Slytherin gekommen. Und er hatte einen der blödesten Freunde, die man sich nur vorstellen konnte. Oder eher gesagt ein Troll würde Marcus Flint am besten darstellen. Gewisse Ähnlichkeiten hatte er auf jeden Fall. „Na dann viel Spaß heute Abend.“ grinste ich meinen Bruder an. Dieser hob genervt die Augenbrauen und verschwand dann wieder hinter der Kaffeetasse. Er hasste diese ganzen Party's unter den Kultivierten von uns. „Wärst wohl lieber auf meine Party gegangen.“ neckte ich ihn woraufhin er genervt nickte. „Willst du nicht wenigstens mitkommen heute Abend? Dann wird es wenigstens etwas lustiger.“ schlug er mir begeistert vor. In seinen Augen glitzerte es. Ich schüttelte den Kopf und machte dazu hektische Armbewegungen. „Nein! Vergiss es! Bei den Pucey's ganz sicher nicht!“ schrie ich schon fast. „Adrian Pucey macht mir in der Schule so schon das Leben schwer, da muss ich nicht noch einer der Party's seiner Familien beiwohnen.“ schrie ich verärgert weiter. „Adrian? Komisch, er sagt mir nie etwas.“ erwiderte mein Bruder verwirrt. „Wenn er gerade in meiner Nähe ist, dann ist es wirklich schlimm. In der letzten Saison war er es der mich vom Besen gestoßen hat, woraufhin ich zwei Wochen Unterricht verpasste, weil ich bei Madam Pomfrey lag. Außerdem“ ich zog mein Shirt ein Stücken an meinem Hals hinunter, damit mein Bruder die Wunde dort sah. „das war in Zaubertränke in der Vierten Klasse. Da ist etwas von seinem höchst giftigen Trank durch das Zimmer geflogen und mir direkt an den Hals. Siehst du das!“ erzählte ich meinem Bruder. Dieser betrachtete die verbrannte Haut, die nun rot schimmerte, eingehend und nickte dann verständlich. „Na gut, dann sollte ich wohl mal wieder gehen.“ meinte er schließlich, doch ich kam zu ihm und hielt ihm am Handgelenk fest. „Nein. Phil du musst doch jetzt nicht gehen. Komm setzt dich zu uns, ess mit uns.“ lud ich ihn ein und hatte ihn schließlich überredet. Ich spazierte gerade durch Hogwarts. Fred und George mussten hier doch auch irgendwo stecken. Und Olliver wollte mit uns neue Quidditchstrategien besprechen. Außerdem gab es da noch diesen dummen Aufsatz für Professor McGonnagall und gleich war Verteidigung gegen die dunklen Künste bei Professor Lupin. Mir dröhnt jetzt schon der Kopf. Wie sollte ich das alles schaffen? Die Schule hatte gerade erst wieder begonnen. Ich wollte mir nur schnell eine Kleinigkeit in der großen Halle holen. Um ausgiebig zu essen hatte ich sowieso keine Zeit. Ich ging zum Gryffindor Tisch und schnappte mir einige der frischen Tomaten und ein Toast belegt mit Käse und Schinken. Das schob ich mir schon zwischen die Zähne, sonst konnte ich nicht alles tragen. Über meiner Schulter hing auch noch meine schwere lederne Schultasche und der Mantel war auch irgendwie zu viel des guten an Schuluniform. Ich stürmte gleich wieder aus der großen Halle und lief zu meinem Klassenzimmer. Dieses war schon offen, also war Lupin auch schon da. Ich schob erst vorsichtig meinen Kopf hinein, bevor ich eintrat. Der Professor stand schon vorne an der Tafel und schrieb gerade etwas an. Jedoch waren alle Tische beiseite geschoben. Heute machten wir wohl wieder etwas praktisches. Das war das Gute an Professor Lupin, er quälte uns Schüler kaum mit diesen langweiligen Büchern, sondern erklärte es uns gleich so, das wir die Zauber einsetzen konnten. Ich biss gerade von meinem Brot ab, als sich mein Lehrer zu mir umdrehte. „Verzeihen Sie, Professor. Ich werde das Essen sofort weg packen.“ normalerweise sahen Lehrer es nicht gerne, wenn man Essen mit in ihren Unterricht brachte, doch Professor Lupin lächelte mich müde an und sagte: „Nein, Kate, Sie können ruhig zu Ende essen. Die Stunde hat noch nicht angefangen.“ er war wirklich ein netter Lehrer. Ich lächelte ihn kurz an, legte meine Schultasche beiseite und fragt dann vorsichtig: „Wollen Sie eine Tomate?“ woraufhin Lupin lachen musste und erwiderte: „Danke, sehr nett von Ihnen.“ und ich hielt sie ihm entgegen. Von allen Lehrern die Hogwarts hatte, war Professor Lupin wirklich einer der Coolsten. Er behandelte uns Schüler nicht herablassend oder komisch, er versuchte sich so gut wie möglich mit uns zu verstehen. Manche fanden das komisch, ich fand das macht ihn um so einiges menschlicher. Ich war wirklich begeistert von ihm. Und sein Unterricht war wirklich einmalig. „Haben Sie an dem Zauber von der letzten Unterrichtsstunde gearbeitet?“ fragte er nach, da er wusste, das ich ein paar Schwierigkeiten mit diesem hatte. Beim üben hatte es dann eigentlich ganz gut funktioniert. Ich griff nach meinem Zauberstab und schluckte den Bissen noch herunter. Ich richtete den Zauberstab und formte die Worte in meinem Kopf. Noch eine Sache, die ich bei Lupin gelernt hatte, die Zaubersprüche, die man nicht laut aussprechen musste, sondern in seinem eigenen Kopf, damit der Gegner einem nicht zuvor kommen konnte. Ich richtete einfach den Zauberstab nach vorne und zauberte, ganz einfach. Wenn ich es richtig angestellt hatte, würde mich nun ein magischer Schutzwall umgeben. Aber nur mich. Das Problem war, von innen drin konnte ich nicht nach draußen zaubern. Andererseits konnte man auch mich nicht treffen. Es gab nur wenige sehr starke Zauber die meinen Wall aufheben konnten, aber diese waren wirklich sehr schwer. „Gut, wollen wir doch mal sehen, ob ich noch an Sie ran komme.“ meinte mein Professor und ich nickte kurz. Er kam näher an den Wall heran getreten und noch näher...ich gab schon auf, wahrscheinlich hatte es schon wieder nicht geklappt. Doch dann prallte Professor Lupin's Hand von meinem Wall zurück. Er probierte es noch in paar mal und brachte dann ein: „Beeindruckend.“ heraus, woraufhin ich rot wurde und den Wall wieder weg zauberte. „Danke, Professor.“ gab ich schüchtern zurück. Professor Lupin stellte sich mir gegenüber und meinte nun: „Sie Sind eine beeindruckende Hexe, Kate Mendson, sie haben viel Potenzial. Damit hätten Sie gute Aussichten auf den Beruf des Auror's. Wäre das nicht etwas für Sie?“ woraufhin ich perplex ansah. Noch niemals im Leben hatte ich von einem Lehrer so eine Beurteilung bekommen und ich hatte nie darüber nachgedacht Auror zu werden. Ich dachte dazu müsste man noch besser sein, als ich jetzt war. Mit großen Augen sah ich meinen Lehrer für die Verteidigung dunkler Künste an. Während ich noch so darüber nachdachte, was mir Lupin gerade gesagt hatte, trudelte langsam meine Klasse ein. Leider hatten wir mit den Slytherin's gemeinsam Unterricht. Unter ihnen war auch Adrian Pucey, William's Bruder. Wobei Adrian schon fast 17 war, er war auch ein Jahr durch gefallen. Genauso wie sein blöder Kumpel, Marcus Flint. Beide so hohl wie Trolle, bei Marcus wusste ich das schon lange, aber bei Adrian war es mir erst seit diesem Jahr bewusst geworden. Seit er die Sechste wiederholen musste. Professor Lupin übte mit uns noch mal den Zauber zum unsichtbaren Schutzwall, den ich nur noch perfektionierte, woraufhin Lupin mich in höchsten Tönen lobte. Von den Slytherin's kam abfälliges Gemurmel, besonders als Lupin mir dann auch noch zehn extra Punkte gab. Nach der Stunde, meine Freunde waren alle schon vorgegangen, ich war immer etwas langsamer, außerdem hatte ich den Prof noch mal auf das Thema Auror angesprochen, ging ich alleine durch die Gänge. Jetzt begann endlich unser Nachmittag. Wenn die meisten meiner Mitschüler in die Gemeinschaftsräume stürmten, an den See oder auf sich auf die Ländereien verzogen, ging ich meistens zur Bibliothek. Ich arbeitete meine Hausaufgaben immer gleich ab, dann bekam ich auch keine Probleme zum Ende hin. Also arbeitete ich noch lange an meinen Sachen und ging dann in die große Halle zum Abendessen. Zaubertränke war aus. Na endlich. Ich hatte schon genügend Zeit unten in den Kellern verschwendet. Wie ich sie hasste. Es war dunkel, kühl und feucht dort unten. Kein Ort für mich. Kein Ort für Gryffindor's. Ich beeilte mich hier raus zu kommen und eilte die Gänge entlang. Plötzlich lief ich in jemanden rein. Ich stöhnte kurz auf. Ich war direkt gegen denjenigen geprallt. Und es war so dunkel, dass ich kaum etwas erkannte. Bis ich den Duft wieder erkannte, der von ihm ausging. Mein Blick glitt hoch. Vor mir stand Adrian Pucey. Ich erkannte ihn sowieso nur schwer in dem Licht, aber ich konnte jetzt schon sagen, dass er wahrscheinlich wieder eine seiner dummen Fratzen schnitt und nur darauf wartete mir irgendwelchen hässlichen Wörter an den Kopf zu werfen. Doch irgendwas verwirrte mich. Im dunklen sah er ganz anders aus. Sein Schatten alles. Es ließ mich stutzig werden. Mein Mund öffnete sich und ich wollte etwas sagen, aber kein Wort kam über meine Lippen. Immer wieder schoss mir das Wort „Schatten“ durch den Kopf und ich wollte einen Zusammenhang herstellen. Und auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Der Schatten. Die Bar. Mein Geburtstag. Ich fing an zu stottern. „Du...das...du...warst...ich meine...das warst...du?“ woraufhin ein kühles lachen aus seiner Kehle drang und mir Schauder über den Rücken fielen. „Was war ich? Du meinst damals in der Bar? Als du mit deinen Freundinnen so ausgelassen gefeiert hast?“ schnarrte er und jagte mir Angst ein. „Ja, das war ich. Eigentlich hatte ich ja nicht vor euch zu beobachten, aber ihr wart einfach genial. Ich hatte nicht gedacht, das du so viel verträgst und wie ihr getanzt habt. Einmalig.“ erzählte er und schwebte in Gedanken. Ich warf ihm einen bösen Blick zu. „Und jetzt? Willst du dich über uns lustig machen? Hast du nichts besseres zu tun?“ keifte ich zurück, er sah mich überlegen an und um dies noch zu betonen hob er eine Augenbraue. Ich rollte einmal die Augen und stemmte die Hände in die Hüfte. „Gut, du hast anscheinend alles gesagt, was du loswerden wolltest. Jetzt kannst du mich ja vorbei lassen und mir mal schön den Buckel runter rutschen.“ fauchte ich und wollte mich an ihm vorbei drängen. Doch Adrian ließ mich nicht an sich vorbei. Er hielt meinen Oberarm fest, so fest das es schon weh tat. Ich verzog das Gesicht und presste die Lippen fest aufeinander. „Mach dich gefasst, kleine Katze, wir werden euch am Samstag fertig machen.“ zischte er, schubste mich dann weg und setzte seinen Weg fort. Ich sah ihm noch einen Moment nach. Er meinte Quidditch. Das war ja nichts neues, die Slytherin's wollten uns seit Jahren fertig machen. Aber etwas anderes ließ mich auch noch aufhorchen. Kleine Katze. Niemand nannte mich so. Bis auf... Oh nein, das hatte er nicht getan! Meine Augen weiteten sich. Philipp. Ich schoss durch die Gänge, der würde einen Heuler der besonderen Art bekommen, darauf konnte er sich schon mal gefasst machen. Wie eine Katze schoss ich nur so so durch die Gänge und schon saß ich am Schreibtisch und verfasste den Brief an meinen Bruder. Ich hoffte er würde ihn morgen Früh in der Arbeit erreichen, direkt vor seinen ganzen Kollegen im Ministerium. Doch noch bevor er sein Fett weg bekam, passierte mir etwas. Und zwar gleich am Frühstückstisch. Eine Eule meiner Eltern trudelte gemütlich ein und setzte sich vor mir ab. „Athena!“ schrie ich begeistert auf. Es war unsere Haus-Eule. Nach der griechischen Göttin benannt. Und der Brief kam von meinen Eltern. Ich ließ ihn schnell und aufmerksam durch. Natürlich erst das ganze Gebrabel über meinen Gemütszustand und den ihren und dann ließen sie die Bombe platzen. Ich las ihn durch, dann öffnete sich mein Mund von alleine, meine Finger verloren das Blatt und mich selbst haute es von der Bank. Ich lag mit dem Kopf und dem Oberkörper auf dem Boden. Meine Beine lagen komisch auf der Bank auf und ich starrte an die verzauberte Decke. Auf einmal standen meine Freundinnen um mich und sahen zu mir nach unten. „Kate? Alles in Ordnung bei dir?“ fragten sie nach und halfen mir dann hoch. Benommen fasste ich mir an den Kopf und nickte. „Ja, geht schon wieder.“ nuschelte. „Was haben deine Eltern geschrieben?“ fragte Maddy und Jenna setzte sich gemütlich neben mich. Ich reichte meinen Freundinnen einfach den Brief weiter. Sie steckten die Köpfe zusammen und lasen ihn aufmerksam durch. „Was?“ schrie Jenny schon ganz entsetzt und auf Maddy's Gesicht zeichneten sich alle Gefühle ab, die ihr jetzt wohl gerade durch den Kopf schossen. „Das...so hatte ich deine Eltern noch nie gesehen. Ich meine, haben sie jemals mit dir schon mal darüber gesprochen?“ fragte Maddy nun entsetzt und ich ließ den Kopf hängen und schüttelte ihn. „Vielleicht ist das nur so eine Phase, ich meine, klar, ihr seid Reinblüter, aber das habt ihr nie so raus hängen lassen und eine Zwangsheirat.? Deine eigenen Eltern haben doch auch aus Liebe geheiratet.“ meinte nun Jenna. Ich nickte wieder. „Ich weiß nicht was zu Hause vorgefallen ist. Vielleicht werden sie von jemanden unter Druck gesetzt.? Kann doch sein, oder?“ fragte ich jetzt meine Freundinnen und konnte es mir selbst immer noch nicht erklären. „Ich glaube ich schreibe ihnen gleich mal.“ meinte ich. Es war Samstag Morgens, heute war nur Quidditch sonst angesagt und bis dahin hatte ich noch genügend Zeit. Jetzt musste ich erst einmal ein paar Fragen los werden. Ich nahm schnell Athena mit mir und eilte in die Eulerei. Dort gab es Feder und Tinte. Ich nahm einfach die Rückseite des Pergamentblattes und beschrieb dieses schnell. Außer den Eulen und dem Kratzen der Feder war es hier oben ganz ruhig, aber in meinem Kopf und in meinem Inneren spielte sich ein Kampf ab. Ein wildes Tier, das mich von innen auffressen würde. So schnell ich konnte, schickte ich meine Eule ab. Ich wollte so schnell wie möglich Antworten. Am besten heute Abend noch. Dann eilte ich zur großen Halle zurück und würgte mir etwas zu Essen hinunter. Ich hatte nach dieser morgendlichen Nachricht eigentlich keinen Hunger mehr, aber ich wusste das ich für Quidditch gestärkt sein musste und heute spielte das Wetter wirklich gar nicht mit. Es war eisig, was teilweise auch an den Dementoren lag. Schon allein zu wissen, das sie um das Gelände Hogwarts herum flogen ließ einen Schauer über den Rücken fallen. Uns Schüler durften sie eigentlich nicht angreifen, aber ich hatte einiges über sie bei Professor Lupin gelernt und nahm mir feste vor mich allseits daran zu erinnern in welch tödlicher Gefahr wir steckten bei ihrer Anwesenheit. Aber auch sonst spielte das Wetter nicht. Ein feiner jedoch strenger Nieselregen peitschte über das Land. Dieser war so unangenehm beim fliegen. Wir mussten schon extra Schutzbrillen aufsetzen und trugen statt der üblichen normalen Quidditchtracht Regenmäntel. Unsere waren mit rot goldenem Wappen hinten und vorne aufgedruckt, nur die Ärmel waren schwarz. Aber für die Hände konnten sie uns nichts geben und das war mein größtes Problem. Ich hatte das Gefühl sie würden mir am Stiel meines Besens fest kleben. Und es war ein heftiges Spiel. Besonders gegen die Slytherin's. Es war ein leichtes gegen die Hufflepuff's mit ihrem Trainer Cedric Diggory zu spielen, das waren alles Flaschen. Roger Davies ging dagegen mit Taktik an jedes Spiel heran, die man aber bald erkannte und es schaffte die Ravenclaw's aus zu spielen. Aber die Slytherin's gingen mit roher Gewalt in ein Spiel und Marcus Flint war sowieso der schlimmste von ihnen. Genau gegen den und Adrian Pucey musste ich jetzt anfliegen. Ich hielt den Quaffel fest unter meinem Arm und würde ihn mir nicht so schnell abnehmen lassen, noch dazu musste ich auf die Klatscher schauen. Apropo, da kam wieder einer. Ich beugte mich unter ihm hinweg und hoffte das er wenigstens einen der Slytherin's erwischt hatte, die mir schon sehr nahe auf die Pelle gerückt waren. Ich sah mich gerade noch nach ihnen um, als sie schon zu mir aufgeschlossen hatten und mich beide einkeilten. Sie drückten mich immer weiter zwischen sich und ich musste aufpassen das ich noch in die richtige Richtung flog und nicht wegen den Beiden abtrieb. Und wieso war eigentlich keiner aus meinem Team da, dem ich den Quaffel zuwerfen konnte! Ich steuerte nicht mehr auf die Torringe zu, sondern auf einen der Türme. Ich musste handeln. Irgendwie musste ich es doch schaffen mich von den beiden Slytherin's zu befreien. Doch sie drückten weiter, bis Flint schließlich den Quaffel an sich reißen konnte. Ich konnte schon gar nichts mehr machen und war dem Turm viel zu nahe. Bevor ich dagegen klatschen konnte, hielt mich ein fester Griff im Nacken. Mein Besen rutschte unter mir weg und fiel zu Boden. Ich strampelte in der Luft und war erst noch völlig perplex, bevor ich mich überhaupt umdrehen konnte und denjenigen ansah, der an dieser Misere Schuld war. Wegen wem war das passiert! Ich hatte wegen demjenigen meinen Besen verloren und hing ohne Halt in der Luft. Es war Pucey. Ich sah ihm tief in die Augen. Dann packte ich mit meiner Hand seinen Arm und hoffte er würde jetzt nicht los lassen. Bis zum Boden waren es noch ein paar Meter. Erst zu spät merkte, ich das wir dem Boden langsam näher kamen. Jetzt war ich wenigstens ein bisschen beruhigt. Aber ich hätte es besser wissen müssen. Ein Slytherin würde mich nie sanft auf dem Boden absetzen. Pucey ließ mich etwa drei Meter über der Wiese fallen und ich fiel zusammen wie ein Sack Kartoffeln. Ich fiel mit dem Kopf auf den Boden, hatte zwar noch versucht mit meinen Händen den Sturz abzubremsen, doch es hatte nicht so viel gebracht. Ich brauchte auch erst mal ein paar Sekunden, bis ich wieder richtig zu mir kam. Noch benommen setzte ich mich auf. Das Spiel war für mich aus. In meinem rechten Knie pochte es schmerzhaft und mein Brustkorb fühlte sich auch nicht so an, wie normal. Mit der einen Hand fuhr ich kurz zu meiner Brust und fuhr über die Rippenbögen, die man deutlich durch fühlen konnte. Nur das sie sich nicht so anfühlten wie immer. Eine war wohl angebrochen oder irgendwie so etwas. Dann legte ich eine Hand auf mein schmerzendes Knie, schlug den Regenmantel beiseite, zog den Knieschoner aus, warf diesen achtlos neben mich und riss dann die Hose ein. Mein Knie blutete und war ziemlich offen, außerdem war weiter drin ein ziemlicher Schmerz. Ich verzog das Gesicht und biss die Zähne zusammen. Ich sah noch einmal hinauf in den Himmel und der Regen preschte mir ins Gesicht. Ich versuchte ohne Hilfe aufzustehen, was ziemlich schwer war, doch am Ende schaffte ich es. Ich versuchte mein Knie nicht weiter zu beachten, nur das es beim gehen furchtbar schmerzte. Ich humpelte eher als zu laufen. Als erstes suchte ich mal nach meinem Besen. Der musste hier doch irgendwo liegen! Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich ihn dort liegen sah. Ich hatte vorhin für einen kurzen Augenblick gedacht er wäre in zwei gebrochen. Aber er lag einfach nur da und darüber war ich schon ziemlich froh. Ich würde sonst nicht mehr so schnell einen neuen bekommen. Jetzt war ich echt fertig, ich könnte mich jetzt nicht noch mal auf den Besen schwingen und so tun als wäre nichts gewesen. Als würde es mir gut gehen, denn das tat es nicht. Im Gegenteil. Ich rutschte an der Wand des Turmes herunter und saß im Rasen. Der Regen prasselte immer noch auf mich hinunter. Erst als Madam Pomfrey, unter einem riesigen Regenschirm, auf mich zu trat, im Schlepptau eine Trage, setzte ich mich vorsichtig auf und folgte ihr. Sie ließ es sich nicht nehmen und zauberte mich auf die Trage. Dann wurde ich unter das Spielfeld zu den Kabinen gebracht, in denen sie mich auch fürs erste behandelte. Ich erzählte ihr von der Rippe und sie machte auch mein Knie. Die Rippe und das Knie bräuchten noch eine ganze Zeit bis sie wieder verheilen würden, aber es würde alles wieder normal gehen. Ich sollte nur aufpassen, durfte auch fürs erste kein Quidditch spielen und nicht trainieren. Einfach alles was zu sehr Belastung für das Knie und die Rippe war sollte ich weg lassen. Und ich musste es irgendwie akzeptieren. Sie half mir noch auf und zum Glück waren Jenna und Maddy da, dir mir zum Schloss hoch halfen. Der Weg war eigentlich nicht schwer, aber mit dem Knie war er nicht ganz so angenehm zu gehen. „Wisst ihr was ich jetzt einfach wissen will.?“ fragte ich in die Runde hinein. Meine Freundinnen stützen mich links und rechts. „Ich würde gerne wissen, wen meine Eltern auserkoren haben, den ich dann heiraten darf.“ und schon waren wir wieder bei dem Thema. Auch die Beiden interessierten sich dafür und sie sagten, sie wollen mir helfen wenn es wirklich ernst wird. Kaum hatten wir unseren Schlafsaal betreten hörte ich auch schon das vertraute „tock tock“ am Fenster. Athena war zurück gekehrt. Zum Glück hatte unser Fenster so eine Art Vorbau, sodass der Brief nicht nass geworden war. Ich spurtete zu dem Fenster und holte unsere kleine Eule hinein. Diese flog ganz aufgeregt vor mir hin und her. Sobald ich sie von dem Brief befreit hatte flog sie zum Kamin und wärmte sich ein bisschen auf. Ich riss den Brief auf und setzte mich mit meinen Freundinnen auf das Bett. „Allerliebste Kate, wir wissen, das dies keine schöne Nachricht ist. Die näheren Gründe für deine Heirat erklären wir, wenn wir uns das nächste mal sehen. Du sollst nur so viel wissen, wenn du in deinen nächsten Ferien bei uns bist, wirst du deinen zukünftigen Ehemann kennen lernen. Und wir würden dich ihm auch nie geben, wenn wir nicht die Gewissheit hätten, das er dich schlecht behandelt. Wir waren schon sehr beeindruckt, als er bei uns um deine Hand angehalten hat. Wir hoffen dir geht es sonst gut. In Liebe und bis bald, deine Eltern.“ stand dort drinnen. Verzweifelt sah ich zu meinen Freundinnen. Ohne groß darüber nach zu denken nahm Maddy mich in den Arm und drückte mich an sich, Jenna umarmte mich auch noch einmal von hinten und ich fing an bitterlich zu weinen. Ganz verheult war ich und so musste ich dann auch noch zum essen gehen. Jenna hatte versucht das irgendwie abzudecken, doch meine Augen waren groß, geschwollen und rot. So etwas konnte man nicht so einfach verbergen. Zum Essen hatte ich mich schnell umgezogen. Ich trug eine normale Jeans, meine Füße steckten in schönen Wollsocken, die wiederrum in schwarzen DocMartens und ich hatte mir einen dicken grauen Pulli drüber angezogen. Die langen Haare fielen mir in weichen großen Wellen über den Rücken und nach vorne über die Schultern. Jenna hatte das best möglichste getan und meine Augen dunkel umrandet sowie etwas Make-Up aufgelegt, besonders um die Augen und die Wangen, die rot glühten. Vor der Eingangshalle traf ich noch auf einige Slytherin's. Ich wollte einfach nur vorbei gehen und sie nicht beachten. Aber dann hörte ich jemanden hinter mir rufen: „Na, kleines Kätzchen, musstest du etwa heulen, weil ihr heute verloren habt?“ es war Adrian Pucey. Ohne lange darüber nach zu denken, drehte ich mich schwungvoll um und lief mit großen Schritten auf ihn zu. Er ließ sich von der Heftigkeit meiner Schritte nicht beirren und hob eine Augenbraue. Ich stand direkt vor ihm und drückte ihn jetzt mit meinen Handflächen weg, dann ballte ich diese zu Fäusten und schlug gegen seine Brust. „Was hast du gesagt!“ schrie ich, doch er war viel zu perplex und so sagte ich: „Los, sag es noch einmal.“ ich wollte es von ihm noch einmal hören. Ich starrte ihn an und schüttelte kurz den Kopf. Er hielt inne und sah mich verwundert an. Er hatte nicht erwartet, dass ich ihm gleich so kommen würde. Ich hatte mich gerade umgedreht, da hörte ich ihn noch etwas sagen. „Hättest dich ja mal bedanken können, immerhin habe ich dich vor dem Fall gerettet.“ und schon schoss die Wut wieder in mir hoch und ich ging noch mal auf ihn zu. „Auf deine sogenannte Rettungsaktion hätte ich genauso gut verzichten können!“ zischte ich und ging dann so schnell wie möglich weiter. Meine Mädls blieben bei mir. Doch ich ging immer einen Schritt schneller. „Was denkt der sich eigentlich.“ knirschte ich hinter meinen Zähnen hervor. Seit diesem Vorfall redete ich kein Wort mit Pucey, es gab auch nichts mehr zwischen uns zu sagen. Er hielt sich von mir fern, wie auch ich von ihm. Wir waren uns sowieso nie nahe gestanden, aber seit er diesen Spruch gebracht hatte konnte er mir wirklich den Buckel runter rutschen. Kurz vor den Sommerferien war ich dann doch ziemlich aufgeregt. Meine Eltern hatten mir geschrieben ich würde meinen Zukünftigen in diesen Ferien kennenlernen. Und ich hatte wirklich total Angst. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde. Aber auf die Abschlussprüfungen konnte ich mich zum Glück noch konzentrieren. Danach saß ich eigentlich nur noch in der Bibliothek. Wieso wusste ich selbst nicht so genau. Aber ich wollte viel Zeit alleine haben. Irgendwann gesellte sich Maddy zu mir dazu. Jenna war irgendwo mit einem Typen hingegangen, in den sie sich Hals über Kopf verknallt hatte. Das gute an Maddy, mit ihr musste ich nicht unbedingt die ganze Zeit reden, sie konnte auch nur da sitzen und war meine Freundin. Und das taten wir auch. Professor Lupin hatte mich das Jahr überzeugt ein Auror zu werden. Ich hatte noch keine Ahnung wie das mit der Heirat war, aber irgendwie hoffte ich doch noch diesem Berufswunsch nachgehen zu können. Ja, irgendwie war das nun mein Berufswunsch. Vor diesem Jahr hatte ich wirklich keine Ahnung welcher Berufung ich mal nachgehen wollte, aber jetzt klang Auror wirklich ganz reizvoll. Auf jeden Fall las ich gerade ein Buch über sämtliche schwarz-magische Flüche und wie man sich vor ihnen schützen konnte. Dieses kam nicht aus der Bibliothek, das hatte mir Lupin persönlich gegeben, mit der Bitte, das ich es ihm bald zurück brachte. Ich war gerade beim letzten Kapitel angelangt. Es war wirklich interessant und ich war so ins lesen vertieft, das ich alles andere um mich herum kaum noch wahr nahm. Bis Maddy sich dann zu mir rüber beugte und mich mit ganz leuchtenden Augen ansah. Ich sah zu ihr auf und hob die Augenbrauen. Sie flüsterte: „Jetzt schau nicht gleich hin, aber Adrian Pucey sitzt an dem Tisch dort drüben und starrte dich fast die ganze Zeit schon an.“ sie deutete vorsichtig auf den Tisch hinter uns. Ich hob kurz die Brauen, verzog den Mund und rollte die Augen. Maddy befasste sich wieder mit ihrem Buch und ich wartete noch kurz ab, tat so als würde ich das Buch zu Ende lesen. Meine Haare fielen mir vors Gesicht, sodass Adrian meine Augen nicht gut sehen konnte, ich ihn aber beobachten konnte. Sein Blick lag wieder auf mir, Maddy hatte Recht. Dann stand ich ruckartig auf und warf die Haare nach hinten. Mein Blick traf seinen und schnell starrte er auf das Buch vor ihm. Seine schwarzen Haare waren ihm gewachsen, hingen jetzt frech in sein Gesicht. Aber sie umspielten auch seine Gesichtsform und seine dunklen Augen starrten hervor. Aber er hatte sehr helle Haut, er sollte dringend mal in die Sonne. Aber wie ich mitbekommen hatte, war seine Haut dafür auch sehr rein. Außerdem hatte er Muskeln, war sehr gut gebaut. Ich rief mir ins Gedächtnis, wie er mich festgehalten hatte beim Quidditch. Er war wirklich stark gewesen. Aber auch kühl. Schließlich klappte ich mein Buch zusammen, schwang meine Schultasche um meine Schulter, beugte mich vor zu Maddy und sagte: „Ich geh dann mal, ich muss Professor Lupin noch das Buch zurück bringen.“ ich hatte es sowieso schon so gut wie fertig. Schnell lief ich durch die Gänge, klopfte bei meinem Professor für Verteidigung gegen die dunklen Künste an, gab ihm das Buch zurück und verschwand dann so schnell wie möglich wieder. Wieder einmal, wie immer, war mein Koffer viel zu schwer und ich versuchte ihn gerade in den Zug zu hieven. Ich war wieder einmal die letzte meiner Freundinnen. Die anderen Beiden waren schon drinnen und warteten in einem der Abteile auf mich. Auf einmal merkte ich wie es leichter wurde. Oh Wunder, mein Koffer war leichter geworden. Wie kam das nur? Doch dann bemerkte ich den Druck, mit dem er in den Zug geschoben wurde. Im Zug drinnen stand Adrian Pucey und hatte mir geholfen, den Koffer rein zu tragen. Mein Blick wurde gleich wieder schärfer. Ich stapfte jetzt auch noch in den Zug. Leider war der Gang etwas eng und ich wollte nach meinem Koffer greifen. Aber anstatt das ich nach meinem Koffer griff, griff Pucey's Hand nach meiner. „Kate, ich wollte mal kurz mit dir reden...“ fing er an, doch ich unterbrach ihn schon. „Todeswünsche, Pucey?“ raunte ich ihm zu, er hob eine Augenbraue und setzte ein schiefes Grinsen auf. Er drückte meine Hand noch fester. „Nicht das ich wüsste, Medson.“ grinste er mich an. Ich kniff die Augen zusammen und zischte dann: „Dann lass meine Hand los.“ und so schnell ich konnte zog ich meine Hand aus seinem Griff, nahm meinen Koffer und lief den Gang hinunter bis ich das Abteil meiner Freundinnen fand. Die ganze Zugfahrt über redeten wir, aßen eine Kleinigkeit, lasen viel und als wir dann endlich in London angekommen waren standen wir uns noch einmal gegenüber. Meine Eltern warteten hier irgendwo auf dem Bahnsteig, genauso wie ihre. Wir hielten uns allen dreien die Hände. Ich sah die beiden an und sah dann kurz zu Boden. „Wenn wir uns im neuen Schuljahr wieder sehen, dann werde ich den Mann schon kennen, der um meine Hand angehalten hat und ich werde so gut wie verlobt sein.“ sagte ich jetzt trocken und die Wörter wurden immer unklarer. Mir traten schon wieder Tränen in die Augen. Die Beiden sahen mich noch einmal an und drückten mich an sich. „Wir stehen dir auf jeden Fall zur Seite und schreib uns wenn du weißt wer es ist und...du weißt schon.“ meinte Maddy und ich nickte. Noch einmal drückten wir uns alle, bevor ich mir dann den Koffer schnappte und den alten Seesack meines Vaters, den ich immer nach Hogwarts mitnahm. Dort drin war alles wichtige. Außerdem hatte ich noch meine Schultasche über die Schulter geworfen. Es waren die ersten Ferientage und ich hatte mich zurück gezogen. Ich entfernte mich von meinen Eltern. Sie hatten mir zwar einiges erklärt, wieso sie das alles getan hatten, aber das rechtfertigte trotzdem nicht, das sie mich fast schon so verkauften. Ich wurde einfach irgendjemanden gegeben, den ich nicht kannte, wahrscheinlich nicht mal mochte. Mein Vater hatte gesagt er wurde von höheren im Ministerium unter Druck gesetzt wurde, dass er seine Stelle sonst verlieren würde und er sonst Angst um unsere Familie haben musste. Heute sollte es wohl soweit sein. Ich saß gerade beim Frühstück und hatte mich in meinen Stuhl zurück gelehnt. Mit einer Tasse Kaffee saß ich da. Ich trug eine enge dunkelblaue High-Waist Jeans, dazu wieder meine DocMartens und ein schwarzes weites Hemd. Die Haare hatte ich mir nach hinten geflochten zu einem ziemlich langen Zopf. Ich hatte mir nur die Augen getuscht, sonst war ich gar nicht geschminkt. Mein Blick glitt über den Tisch, an dem ich alleine saß. Meine Eltern putzten sich für den Besuch bei meinem Bräutigam und dessen Familie heraus, wir sollten in einer halben Stunde bei ihnen sein. Mir war es egal was sie von mir hielten, ich würde sie hassen. Und meine Eltern hatte mir immer noch nicht gesagt wer es war. Von meinem Bruder hatte ich nichts mehr gehört, seit ich ihm den Heuler geschickt hatte. Jetzt kam meine Mutter herein. Sie legte sich gerade noch Ohrringe an und fragte: „Schatz, bist du fertig?“ woraufhin ich eine Augenbraue hob und düster von mir gab: „Dafür muss ich mich wohl kaum fein raus putzen. Immerhin muss ich den Mann ja irgendwann auch heiraten.“ meine Mutter stellte sich hinter mich und ihre Finger lagen auf meiner Schulter auf und tätschelten diese. „Bitte, Schatz. Bitte, tue es für uns.“ woraufhin ich wieder nickte. Ich hatte verstanden. Also würde ich mein Leben weg werfen, nur weil mein Vater seinen Job verlieren könnte. Mir war es zwar auch wichtig, das meine Eltern ihre Jobs behielten, aber war der Preis dafür mein Glück? Dann schritt mein Vater in den Raum hinein. Auch er hatte sich feiner angezogen als sonst. „Na meine Mädchen. Wir sollten langsam los.“ er klang traurig, auch wenn er versuchte das mit einer anderen Tonlage zu vertuschen. Ich hielt mich bei meinem Vater am Arm fest, meine Mutter nahm seinen anderen Arm und dann apparierten wir. Ich hatte meine Augen geschlossen, als ich wieder festen Untergrund unter meinen Füßen spürte öffnete ich sie langsam und sah hoch. Wir standen vor einem mächtigen Haus, es war fast erdrückend. Unruhig schluckte ich einen Kloß in meinem Hals herunter, meine Eltern waren schon ein paar Schritte vorgegangen, ich lief ihnen dann erst nach und holte sie an der Tür ein. Sie hatten schon geklingelt und mein Vater fragte mich noch mal: „Na Kitty Kate. Aufgeregt?“ woraufhin ich seine Hand nahm und diese kurz drückte. Dann wurde uns von einem Hauselfen aufgemacht. Er begrüßte uns und führte uns dann gleich durch das ganze Haus bis in einen großen Saal. Am Ende des Raumes war ein Kamin, vor ihm stand ein schwarzer Ledersessel. Mitten im Raum, und somit in unmittelbarer Nähe von uns stand eine lange Tafel mit ganz vielen Stühlen. Der Hauself wies uns an hier zu warten und meine Eltern stellten sich an den Tisch um dort die Gastgeber zu empfangen. Ich hingegen ging an die großen Fenster und sah auf das Gelände hinaus. Es war ein wunderschöner Garten, dass musste man schon zugeben. Mit einem Labyrinth im Inneren und er blühte und strahlte in allen Farben. Aber ehrlich gesagt war ich noch nie der große Blumenliebhaber. Ich hörte hinter mir die Türen aufgehen. Unsere Gastgeber kamen. Mein Herz schlug schneller und Gänsehaut breitete sich auf meinem ganzen Körper aus. „Ah! Mr und Mrs Medson, schön Sie zu sehen und auch Ihre Tochter.“ rief der Mann aus. Ich drehte mich vorsichtig um, aber keine Miene regte sich. Ich kannte den Mann nicht und er war viel zu alt für mich. Ich bezweifelte, dass er der Mann war den ich heiraten sollten. Außerdem ging hinter ihm eine Frau, die jetzt zu ihm vortrat und seine Hand nahm. Ihre Blicke lagen auf mir und ich senkte den Blick. Man war mir unwohl. „Ähm unser Sohn müsste gleich hier sein. Anscheinend kennen Sie sich schon von Hogwarts. Kate, nicht wahr, so heißen Sie doch.?“ sprach mich nun der Mann an und ich nickte, dann schüttelte ich seine Hand. Aber mein Blick war eher zum Boden hin gerichtet. Ich wartete noch mit meinen Eltern und den Eltern meines Zukünftigen. Dann wurde die Türe noch einmal geöffnet und der Mann den ich heiraten sollte trat ein. Mein Herz blieb für einen Augenblick stehen und mein Mund stand offen. Ich wollte schreien, wollte ihn schlagen, wollte ihm Dinge an den Kopf werfen. Aber ich musste mich jetzt zusammen reißen. Ich bemerkte seinen Blick auf mir liegen und sah demonstrativ zum Boden. Meine Haut wurde wieder mit der Gänsehaut überzogen. Adrian starrte immer noch auf mich, während er gerade noch die Manschetten seines Anzugs richtete. Der Typ den ich so hasste und er hielt um meine Hand an? Irgendwas war hier doch falsch gelaufen. Ich biss mir auf die Unterlippe und hielt mich zurück. Sein Vater stellte uns gegenseitig noch mal vor, wobei das eigentlich überflüssig war. Ich hörte nur mit halben Ohr hin, war ganz in Trance. Ich bekam es gerade noch so mit. Erst als jemand nach meiner Hand fasste lauschte ich wieder dem Gespräch. Adrian's Vater sah mich und ihn an und sagte dann: „Ihr solltet ein bisschen spazieren gehen, während wir alles besprechen. Später gibt es dann Mittagessen.“ woraufhin ich nur kurz nickte und mein Blick huschte wieder davon. Meine Hand wurde in eine andere Hand gelegt und meine wurde feste gedrückt. Ich hob noch einmal meinen Blick zur Seite hin und sah jetzt zu Adrian, der neben mir stand und meine Hand drückte. Auch er sah mich mit einem durchdringenden Blick an. Er führte mich zum Garten und ich ließ mich einfach von ihm führen. In mir war zwar Wut, aber ich konnte sie nicht raus lassen, zu tief saß der Schlag. Ich wollte einfach nur noch weinen. Doch dann im Garten lockerte sich die Anspannung von Adrian und er wollte mit mir sprechen. „Überrascht mich zu sehen?“ fragte er und ich nickte kurz auf. Dann führte er mich zu einer Parkbank und wir ließen uns dort nieder. Ich hatte mich nicht zu ihm gedreht und starrte nur vor mich hin. Adrian hielt immer noch meine Hand und griff auch nach meiner zweiten. „Kate, ich wollte mit dir darüber sprechen. Damals im Zug.“ und dann war ich endlich aufgetaut und ganz die Alte. Mein Kopf rauschte zur Seite und ich sah zu Adrian. Ich legte die Lippen fest aufeinander und presste dann hervor. „Erst im Zug! Was war beim Quidditch! Ich hab ein paar Stunden vor dem Spiel die Nachricht bekommen, dass du bei meinen Eltern um meine Hand angehalten hast und du hältst es nicht für nötig mir das zu erklären. Und ich werde dir das nie verzeihen können, denn du hast mich fallen lassen und du hast mir meine Freiheit geraubt. Du warst noch nicht mal mutig genug mir selbst einen Antrag zu machen und dann zu meinen Eltern zu gehen. Weil, nein, du kannst mich ja so zwingen dazu dich zu heiraten. Ich muss dich jetzt heiraten oder deine Familie lässt meinen Dad aus dem Ministerium schmeißen. Wie kannst du nur mit dir selbst leben, Adrian Pucey! Ich verabscheue dich!“ rief ich aus, ließ meinen Gefühlen freien Lauf und merkte wie mir wieder Tränen in die Augen schossen. Manchmal war ich viel zu nah am Wasser gebaut. In wenigen Sekunden stand ich auf den Beinen und sah zu dem Mann hinunter der mich zwang ihn zu heiraten. Ich wollte schon weg gehen, ich wollte verschwinden. Aber ich hatte nicht richtig aufgepasst auf meine Umgebung, stolperte rückwärts und fiel dann fast über irgendetwas nach hinten. Doch bevor ich richtig fiel hielt mich jemand am Arm fest und zog mich zu sich in die Arme. Ich lag in seinen Armen. Pucey hielt mich fest in seinen Armen. Wir waren nur ein paar Millimeter voneinander entfernt. Ich spürte seine starken Arme um meinen Körper und die Muskeln an seinem Bauch. Aber ich traute mich nicht zu ihm hoch zu schauen, ihm ins Gesicht zu schauen. Bis er dann merkte, das er mich langsam los lassen sollte. Stattdessen führte er mich noch ein bisschen durch den Park, doch ich sagte nichts mehr. Das Thema war für mich noch nicht beendet, aber das würde ich in Hogwarts nach holen. Ich ging mit ihm zurück als es Mittagessen gab und als wir uns verabschiedeten küsste er mich auf die Wange. Ich versuchte ihm die kalte Schulter zu zeigen. Zurück zu Hause wollte ich nur noch für mich sein, wollte alleine sein und brauchte Ruhe, doch so schnell ließen mich meine Eltern nicht gehen. „Kate, es gibt einige Sachen, die du beachten musst. Wir sagen es dir lieber jetzt, dein Zukünftiger wird es dir auch noch mal sagen.“ hielt mein Dad mich zurück und ich blieb in der Bewegung stehen. „Was soll das heißen! Soll ich jetzt mein ganzes Leben aufgeben? Verdammt das ist mein letztes Hogwarts Jahr und ich soll es damit verbringen einen Typen hinter her zu laufen, den ich nicht mal leiden kann!“ rief ich aus doch mein Vater fuhr unbeirrt fort. „Diese Regeln haben nicht wir gemacht, das war deine zukünftige Familie.“ sagte meine Mutter trocken und mein Dad fing an. „Du wirst sehr viel Zeit mit Adrian verbringen und ihn wohl oder übel auch küssen müssen. Und Händchen halten. Außerdem solltest du auf ihn hören. Nicht immer aber hin und wieder wird er dir wohl etwas sagen und du solltest ihm dann wohl besser gehorchen.“ meinte er ernst, ich rollte mit den Augen und sagte: „Genauso gut könnte ich mich gleich an Pucey ketten, hätte den gleichen Effekt.“ sagte ich, drehte mich um und ging in mein Zimmer. Anstatt mit meinen Eltern zu essen, verbarrikadierte ich mich in meinem Zimmer und kam nur heraus wenn ich etwas zu Essen brauchte. Nach den Ferien war ich bereit wieder nach Hogwarts zu kommen. Ich brauchte Abstand zu meinen Eltern und Hogwarts war dafür perfekt, auch wenn ich dort Adrian Pucey hatte. Dem konnte ich in diesem riesigen Schloss wenigstens irgendwie ausweichen. Ich hatte meinen Freundinnen geschrieben, aber ihnen gesagt ich würde ihnen im Hogwarts Express davon erzählen. Wir saßen schon zu dritt in einem Abteil, der Zug war noch nicht mal los gefahren. Ich zog gerade die Tür hinter mir zu und setzte mich ihnen gegenüber. Die Beiden waren schon total aufgeregt und konnten es kaum noch erwarten. Ich schluckte kurz und sagte dann: „Es ist jemand von unserer Schule.“ und die Beiden hüpften ganz aufgeregt und unruhig auf ihren Plätzen. Dann nervten sie mich und quetschten mich aus. „Es ist Adrian Pucey.“ sagte ich schließlich uns setzte einen Seufzer hinten dran. Es war kein Anhimmel-Seufzer sondern ein Wieso-passierte-mir-so-etwas-Seufzer. Jetzt sahen mich beide mit großen Augen und saßen starr auf ihren Plätzen. Ziemlich lange diskutierten wir darüber wie ich dieser Hochzeit jetzt entkommen konnte und wie ich es schaffte, dass er mich doch nicht mehr heiraten wollte aber wir kamen zu keiner Lösung. Außer abhauen, aber dann mit meiner ganzen Familie. Das war aber auch keine Lösung. Der Zug fuhr schon etwa eine Stunde, ich hatte mich in meinen Sitz zurück gelehnt und sah mir die vorbei streichende Landschaft an, als die Tür zur Seite hin aufgeschoben wurde. Adrian steckte seinen Kopf hinein und hob die Augenbrauen. Sein Blick ließ darauf deuten, dass ich mit ihm kommen sollte. Ich warf noch mal einen Blick zu meinen Freundinnen, die angespannt da saßen. Dann erhob ich mich und ging hinaus auf den Flur. Außer uns stand niemand hier draußen. „Komm, du solltest mit mir in ein Abteil gehen.“ meinte er und wollte schon nach meiner Hand greifen, doch ich entzog ihm meine und sah ihn entgeistert an. „Vergiss es. Ich lass mich von dir sicher nicht herum schubsen wie ein Tier. Außerdem werde ich mich sicher nicht mit euch Slytherin's zusammen setzen.“ giftete ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich drehte meinen Kopf demonstrativ weg. Doch dann griff er noch einmal nach meinem Oberarm und drückte ihn ziemlich feste. Es tat sehr weh, ich schluckte den Schmerz jedoch runter. Diese Demütigung würde ich ihm nicht geben. Ohne auf mich zu achten schleppte er mich durch den Zug und hielt dann vor einem anderen Abteil. Ein Blick hinein genügt und mir wurde schlecht. Da saßen zwei Mädchen aus Slyterhin, zusammen mit Marcus Flint und Miles Bletchley. Wieder zog mich Adrian hinter sich her. „Da bist du ja endlich.“ schrie Marcus aus und legte seine Arme um die Hüften des Mädchens, welches gerade auf seinem Schoß saß. Auf Miles Schoß saß übrigens auch eine. Ich hoffte, das er nicht von mir erwartete, dass ich dies nun auch tat. „Ist das jetzt deine?“ fragte Bletchley und grinste mir zu. Ich hatte nur einen verachtungsvollen Blick für ihn übrig. Adrian ließ sich auf die Bank hinter sich fallen und zog mich mit sich. Fast hätte ich einen Schrei von mir gegeben, doch ich hielt mich zurück. Er hatte es tatsächlich getan. Er wollte unbedingt, das ich auch auf seinem Schoß saß. Nur das ich das nicht wollte. Ich hoffte er spürte mein Unbehagen und ich hoffte auch seine Freunde merkten es. Dann würde es ihm vielleicht endlich auffallen und er würde mich anders behandeln. Die zwei Jungs mir gegenüber mit ihren Mädchen waren alle aus Slytherin. Ich fühlte mich hier ziemlich alleine. Auf einmal legten sich zwei Arme um meine Taille und zogen mich an Adrian. Ohne das ich darauf vorbeireitet war nahm er nun meine Hände und legte sie in seine. Ich wusste nicht was unangenehmer war, das ich auf seinem Schoß sitzen musste oder das er seine Hände an meiner Taille hatte und nun meine Hände drückte. Jede Minute Zugfahrt kam mir vor wie eine Stunde. Kurz bevor wir Hogwarts erreichten, ließ er mich in mein Abteil zurück gehen. Ich verschwand so schnell ich konnte. Ich wollte eigentlich mit meinen Freundinnen darüber reden, doch es blieb kaum mehr Zeit. Ich holte nur schnell meinen Koffer und dann setzten wir uns hin. Der Zug hielt an. Maddy, Jenna und ich blieben immer länger im Zug drinnen sitzen, ließen erst die Erstklässler aussteigen und diejenigen, die es ganz wichtig hatten. Wir stiegen erst aus als sich der Zug so gut wie geleert hatte. Normalerweise fuhren wir alle auch immer in einer gemeinsamen Kutsche, doch wieder wurde ich von Adrian abgefangen. Er hielt mir seine Hand hin und hob die Augenbrauen. Ich sah mich noch mal kurz zu meinen Freundinnen um. Ich musste wohl mit ihm gehen. Ich warf ihnen einen entschuldigenden Blick zu, doch sie nickten. Wenigstens fuhren wir nicht mit den restlichen Slytherin's, sondern ergatterten eine Kutsche nur für uns zwei. Jetzt konnte ich auch mal in Ruhe mit ihm reden. Er half mir zwar mit dem Gepäck, aber dann war er still. „Adrian, das kannst du nicht machen. Du kannst mir nicht einfach mein Leben weg nehmen. Das sind meine Freunde.“ durchbrach ich die Stille, ich hatte ihn nicht angeschaut während ich das sagte. Seine kühle Hand legte sich wieder auf meine und er sagte jetzt: „Du bist von heute an Mein. Ich kann machen was ich will.“ woraufhin ich die Nase rümpfte und sagte: „Dann mach was du willst und du wirst sehen was du davon hast. Denn irgendwann wirst du nicht mehr aus deinem Schlaf erwachen.“ zischte ich und wollte ihm meine Hand entziehen, doch er krallte sich fest. „Wir können das entweder auf die harte oder auf die weiche Tour machen, Kate.“ sagte er nun eiskalt. „Gehorche mir und halte meine Regeln ein und es wird deiner Familie und dir nichts passieren.“ sprach er weiter. Meine Augen wurden groß. Es wurde wieder still zwischen uns, bis wir fast die Schlosstore erreicht hatten. „Wieso hast du mich überhaupt ausgewählt? Wieso mich?“ fragte ich ihn und er schien erst mal überrumpelt zu sein. Dann grinste er. „Dein Bruder hat es dir wohl nicht erzählt, oder?“ und wieder wurden meine Augen groß. „Was ist mit meinem Bruder?“ fragte ich nach. „Dein Bruder hat mit der Verlobten meines Bruders geschlafen.“ erklärte mir Adrian und mein Mund stand für einen kurzen Moment offen, dann hatte ich mich wieder gefangen und sagte: „Und jetzt wollt ihr euch an mir rächen!“ doch mein zukünftiger Ehemann antwortete darauf schon gar nicht mehr. Wir hatten die Schlosstore erreicht und stiegen aus der Kutsche aus. Eher gesagt Adrian stieg aus, als ich aussteigen wollte legten sich seine Hände um meine Taille und er hob mich herunter. Ich wollte schon etwas sagen, doch er kam mir zuvor. „Also, entweder auf die angenehme Art oder es wird schmerzhaft für dich.“ sagte er noch mal und sah zu mir runter auf eine Antwort wartend. Aber ich wusste, das ich aus dieser Sache nicht mehr raus kam. Und ich wollte es meiner Familie so leicht wie nur möglich machen. Also legte ich meine Hand in Adrian's Hand. Doch dieser verschränkte gleich unsere Finger ineinander und meinte: „Na also, geht doch.“ und ich senkte meinen Blick zu Boden. Ich hatte gedacht, das es nicht immer so unangenehm wurde für mich, aber da hatte ich mich getäuscht. Ab jetzt musste ich in jeder Unterrichtsstunde bei Adrian sitzen und auch in der Bibliothek. Das war besonders schwer, da er mich so oft nervte beim lernen. Nur in meinem Gemeinschaftsraum hatte ich Ruhe. Ich versuchte mich abzulenken mit dem lernen. Besonders da wir einen tollen neuen Verteidigung gegen die dunklen Künste Lehrer hatten. Niemand anderen als Alastor Moody, oder auch Mad-Eye Moody genannt. Ex-Auror und ein sehr begabter noch dazu. Azkaban hatte ihm mehr als die Hälfte seiner Gefangenen zu verdanken. Er war so etwas wie mein Vorbild. Da ich immer noch überlegte Auror zu werden war das einfach perfekt. Aber jetzt hatte ich noch etwa eine Stunde Bibliothek vor mir und das zusammen mit Adrian und ein paar anderen Slytherin's. Meine Freundinnen mieden die Gesellschaft in der ich nun anzutreffen war, aber wenn wir abends im Gemeinschaftsraum saßen redeten wir viel darüber. Und ich wusste sie würden immer meine Freundinnen bleiben. Ich las den Satz gerade zum achten Mal, Adrian lenkte mich die ganze Zeit ab. Er ließ es sich nicht nehmen mir mit der Hand ständig über den Oberschenkel zu streichen, was mich ganz verrückt machte. Ich hasste es. Ich drehte mich ein Stück weg und ließ meine Haare nach vorne fallen. Jetzt räusperte er sich und meinte: „Wir sollten langsam gehen. Das Essen wird bald serviert.“ ich sah ihn fragend an, eigentlich wollte ich noch länger bleiben. „Na komm schon.“ meinte Adrian schließlich zu mir, ich klappte das Buch zu und setzte mich auf. Die anderen Slytherin's waren schon vorgegangen. Ich musste wieder mal mit Adrian gehen. Er nahm wieder meine Hand, ich wollte mich dann schließlich von ihm trennen und zum Gryffindor Turm gehen, doch er zog kräftig an meiner Hand. „Nein, du gehst heute nicht dort hin. Du kommst jetzt erst einmal mit mir mit.“ meinte er und ich musste ihm wieder einmal gehorchen. Ich war schon öfters mit in den Slytherin Gemeinschaftsraum gegangen und mir war das wirklich zu wieder. Diese ganzen Schlangen dort, außerdem war es so kalt und feucht und dunkel. Letztes mal als ich im Gemeinschaftsraum von den Slytherin's war musste ich mir alles über ihre Sommerferien bei der Quidditch Weltmeisterschaft anhören. Ich wäre auch gerne dabei gewesen, aber meine Eltern hatten leider nicht so viel Geld. Auch Adrian war dort zum Endspiel, hatte ich erfahren. Und natürlich gab es lauter Gespräche über die Todesser die nach dem Spiel um die Weltmeisterschaft aufgetaucht waren und Schrecken verbreitet hatten. Aber ich wollte unter keinen Umständen zurück in diesen Gemeinschaftsraum. Die Schlangen waren nicht gerade meinen Lieblingsmitschüler. Anscheinend hatte auch Adrian nicht im Sinn zurück zu seinem Gemeinschaftsraum mit mir zu gehen, stattdessen ging er mit mir in ein Klassenzimmer, schlug hinter mir die Tür zu und verriegelte sie mit einem Zauber. Als die Tür hinter mir knallte zuckte ich einmal zusammen und sah dann auf den Boden. Dann stellte sich Adrian in mein Sichtfeld und sah mich wütend an. „Dir ist klar, dass es irgendwann so weit sein wird.“ meinte er nun und ich sah ihn fragend an. „Was?“ fragte ich sanft und auch ein bisschen verängstigt. „Irgendwann wirst du mich auch küssen müssen.“ meinte er schließlich und prompt fuhren mir Schauer über den Rücken. Natürlich, daran hatte ich noch gar nicht so weit gedacht. Etwas was mir Ekel bereitete. Hätte Adrian mich nicht zu dieser Hochzeit gezwungen, sondern wären wir auf einem anderen Weg zusammen gekommen, würde er wirklich etwas für mich empfinden, dann konnte sich etwas in mir auch noch ändern. Dann wäre ich vielleicht sogar gewillt ihn zu küssen, denn er sah wirklich nicht schlecht aus. Ganz im Gegenteil. Ich wollte gar nicht genau wissen mit wie vielen Mädchen er hier auf Hogwarts schon etwas hatte. Ich hob eine Augenbraue an und erwiderte: „Ja, das ist mir klar. Aber ich hoffe dir ist klar, dass wenn du versuchst irgendetwas zu erzwingen, dann beiße ich dir deine Zunge ab.“ kurz darauf schlug ich mir die Hände vor den Mund. Oh Gott, was hatte ich da nur gerade gesagt! Mit großen Augen sah ich ihn an, öffnete den Mund und schloss ihn dann wieder. Ich drehte mich um und ging zur Tür. Ich rüttelte an ihr, wollte hier raus. Ich hatte ganz vergessen, das er sie verzaubert hatte. Ich drehte mich noch einmal zu Adrian um, der stand ziemlich perplex da und fuhr sich mit der Hand durch die Haare „Eigentlich sollte das hier anders laufen.“ murmelte er. „Wieso willst du alles erzwingen? Wieso hältst du mich hier fest?“ fragte ich jetzt nach und ging auf ihn zu. Ich hoffte nun seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich wollte endlich Antworten. Er wollte wieder nach meinen Händen greifen, doch ich zog sie weg und sah ihn noch mal an. Ich sah tief in seine Augen, sie drückten keine Kälte aus, nein, sie sahen mich traurig an. Diesmal ließ ich es doch zu, dass er meine Hände nahm. Ganz sanft hielt er meine Hände umschlungen und zog mich näher an sich. Ich ließ es zu. „Eigentlich wollte ich dir etwas sagen, Kate. Wenn du mir zuhörst.“ meinte er schließlich trocken und ich nickte kurz. „Ich will dir nicht deine Freiheit weg nehmen. Ich wolle nur in deiner Nähe sein. Ich habe mich in dich verknallt, seit wir in der Sechsten Klasse zusammen Verteidigung gegen die dunklen Künste hatten. Aber beobachtet habe ich dich seit du in der dritten Klasse warst. Bitte, Kate, versteh doch. Anfangs war es Liebe die ich für dich empfunden habe, dann wollte ich meinen Bruder irgendwie rächen und deiner Familie weh tun, aber jetzt will ich das du mich aufrichtig liebst. Ich will nicht der Arsch sein, für den du mich jetzt hältst, aber gegenüber meiner Familie und meinen Freunden muss ich das Gesicht wahren. Besonders meinem Bruder gegenüber.“ erklärte er mir und ich vergaß fast zu atmen. „Du liebst mich?“ fragte ich noch einmal nach und er nickte. Mit offenem Mund stand ich da und wusste erst mal gar nicht was ich dazu sagen sollte. Mein Herz rutschte mir in die Hose. So viel Wahrheit tat nicht gut. Ich fing an auf meiner Unterlippe herum zu kauen und wich seinem Blick aus. „Adrian, ich weiß nicht was ich sagen soll.“ sagte ich schließlich und er wollte mich schon unterbrechen. „Sag einfach nichts.“ erwiderte er und ich sah ihn jetzt mit großen Augen an. Ohne darauf zu achten waren wir uns näher gekommen und standen uns jetzt ganz nah. Adrian beugte ich vorsichtig zu mir runter und das auch nur langsam. Wie als hätte er Angst davor, das ich zurück zucken könnte und nicht wollte das er mich küsste. Dann legte sich eine seiner Hände an meine Wange und umfing dann meinen Hals. Die andere Hand hielt Adrian noch gedrückt. Vorsichtig legten sich dann seine Lippen auf meine und ich vergaß fast zu atmen. Sein schönen wohlgeformten Lippen waren weicher und sanfter als ich es erwartet hatte. Ich spürte den leichten Stoppelbart, meine freie Hand fuhr hoch zu seiner Schulter und lag auf dieser auf. Jetzt ließ er meiner Hand los und griff mich um die Taille, zog mich näher an sich und unser Kuss vertiefte sich. Ich musste mich ein bisschen auf die Zehenspitzen stellen. Adrian's zweite Hand legte sich auch an meine Taille und er zog mich so fest an sich, das keine Rolle Pergament mehr zwischen uns gepasst hätte. Meine Hände krallten sich in seinem schwarzen Pulli fest. Ich schaltete meine Gedanken jetzt völlig ab und merkte wie der Kuss immer verlangender wurde bis ich dann abrupt stoppte. „Adrian“ stieß ich außer Puste aus und sah ihn dann von unten an. Er sah mir tief in die Augen und sah mich verwirrt an. „Bitte, ich habe einen Wunsch.“ brachte ich heraus und er antwortete: „Alles was du willst, meine Prinzessin.“, woraufhin ich dann vorsichtig sagte: „Gib mir auch mal Zeit alleine, oder mit meinen Freundinnen. Ich würde mich freuen, wenn du auch Jenna und Maddy besser kennenlernst. Wirklich, du weißt, ich hasse die Mädchen aus Slytherin, ich werde in deinem Haus nie Freundschaften schließen.“ bat ich ihn und er sah mich erst etwas perplex an, gab mir dann einen Kuss auf die Stirn und lächelte mich an. „Ich werde mich darum bemühen.“ sagte er abschließend, mit einem Schlenker seines Zauberstabs sprang die Tür auf, Adrian griff nach meiner Hand und unsere Finger verschlossen sich ineinander. „Gehen wir essen.“ sagte er dann und ich ging mit ihm mit. In der großen Halle sah ich Adrian dann noch mal an. Ich wollte bei meinen Freundinnen sitzen, doch er wollte bei seinen Freunden sitzen. Fast wäre ich ihm schon hinter her getrottet, doch dann blieb er abrupt stehen und sagte: „Wieso isst du heute nicht mit deinen Freundinnen.?“ schlug er vor und ich lächelte ihn an. Ohne darüber nach zu denken schritt ich auf ihn zu, zog seinen Kopf zu mir hinunter und gab ihm einen dicken Kuss. Er war darüber ziemlich überrascht und lächelte mich dann aber auch an. „Na los, geh schon, kleines Kätzchen.“ flüsterte er mir noch ins Ohr. Ich lachte kurz auf und hüpfte dann zu meinem Tisch. Zu meinen Freundinnen. Die sahen mich kurz verwirrt an, standen dann jedoch auf und ich lief auf sie zu und sie umschlungen mich. Wir fanden uns in einem Kneul wieder und ich lachte kurz auf, da ich kaum noch Luft bekam. Jenna fuhr mir mit der Hand über die Haare und sagte: „Komm lass uns zum Tisch zurück kehren.“ und sie nahmen mich gleich mit. Wir saßen seit langem wieder zusammen und lachten ausgelassen. Ich erzählte ihnen alles was sich zwischen Adrian und mir gerade ergeben hatte und das ich ihn jetzt irgendwie verstand. Na ja und das ich ihn jetzt mögen könnte. Ich versuchte meinen Freundinnen auch zu sagen, das er gar nicht so schlimm war. Das er mir verraten hatte, dass er schon früher in mich verknallt war. Und sie schworen mir, sie würden versuchen mit ihm klar zu kommen, hassten ihn aber immer noch dafür, da er mich dazu zwingen wollte ihn zu heiraten. Wir blieben noch länger sitzen als die meisten anderen Schüler. Ich hatte so viel Spaß, dass ich kaum mitbekam, als der Slytherin-Tisch ging. Bis dann Adrian sogar an meinen Tisch kam. Einige Gryffindor sahen ihm mit großen Augen nach. Auch Jenna und Maddy bekamen große Augen und Jenna ließ gleich einen frechen Spruch über ihre Lippen gleiten. „Oho, da traut sich ein Slytherin aber etwas.“ ich stieß sie locker in die Seite und grinste sie an. Adrian hob eine Augenbraue an und grinste Jenna an. Dann beugte er sich zu mir runter und sagte: „Ich geh dann mal. Sehen wir uns morgen zum Mittagessen?“ setzte er noch hinzu. Ich sah ihn kurz verwirrt an. Normalerweise sollte ich schon mit ihm frühstücken und auf einmal ließ er mir wirklich so viele Freiheiten. Ich nickte nur kurz und lächelte ihn an. Ohne darauf gefasst zu sein beugte Adrian sich schnell zu mir runter und küsste mich kurz, aber dafür ziemlich verlangend. Heute Abend hatte uns Direktor Dumbledore angewiesen uns alle an unsere richtigen Tische zu setzen. Ich hatte keine Ahnung was er uns sagen wollte, aber anscheinend war es wichtig. Ich saß aufgeregt neben meinen Freundinnen. Und dann wurde uns mitgeteilt, dass dieses Jahr das Trimagische Turnier in Hogwarts stattfand. Jetzt brach Aufregung in der ganzen Halle aus. Überall hörte man Geflüster und Gemurmel. Ich konnte es kaum glauben. Wow, das Trimagische Turnier hier in Hogwarts! Das war mal etwas interessantes. Das Gemurmel hörte gar nicht mehr auf, bis Dumbledore und zur Ruhe rief. Alle verstummten und sahen ihren Schulleiter mit großen Augen an. „Heute Abend werden die Abgeordneten der zwei anderen großen europäischen Zauberschulen hier eintreffen. Beauxbatons und Durmstrang. Sie werden in kürze hier eintreffen.“ endete er und schon kam ein aufgeregt und unter Stress stehender Hausmeister Filch herein. Er machte komische Bewegungen, es war eher ein hüpfen, als gehen. Ich musste mir die Hand vor den Mund halten um nicht laut los zu lachen. Ich fand ja Filch schon immer zum lachen. Schnell besprach er etwas mit unserem Direktor, dann rannte er genauso wieder raus. Die Türen krachten mit einem lauten Knall zu, nur um kurz darauf wieder aufzugehen. Auf einmal kamen junge Menschen in dünnen blauen Uniformen in die große Halle getanzt. Ja, sie tanzten und dabei sah es so aus, als würde sie den Boden kaum berühren. Ich starrte sie mit großen Augen an. Sie alle waren sehr hübsch. Waren dünn, wohlgeformt und hatten reinere Haut als ich es mir jemals bei mir vorstellen könnte. Besonders die Mädchen waren echt hübsch, schon alleine ihre Haare, waren so geschmeidig und glänzten schön. Meine waren dagegen ein einziges Chaos. Ich hatte lange schwarze Haare, die strubbelig waren und in alle Richtungen wild abstanden. Im Gegensatz zu mir waren diese Mädchen der absolute Hammer. Ich zweifelte an Adrian's Verstand, das er sich für mich entschieden hatte, immerhin hätte er auch so etwas haben können. Na ja, vielleicht änderte sich seine Meinung ja noch. In meinem Magen zog es sich zusammen, als ich darüber nachdachte. Meine Hand umkrampfte das Besteck neben meinem Teller und ich biss mir auf die Unterlippe. Ich räusperte mich kurz, hob eine Augenbraue und sah dann vor zu Dumbledore, ich versuchte nicht auf die Mädchen von Beauxbatons zu achten. Professor Dumbledore begrüßte am Ende auch die Schulleiterin der französischen Delegation, Madame Maxime. Eine verdammt große Frau. Sie war bestimmt eine Halbriesin, so groß war die Dame. Die Schülerinnen und Schüler aus Frankreich ließen sich am Ravenclaw-Tisch nieder. Ich sah sie noch einmal an und mein Blick ging schnell zum Slytherin-Tisch hinüber. Dort saß Adrian, ich bemerkte seinen Blick noch, er sah zu den Mädchen aus Beauxbatons, dann fing er eine Unterhaltung mit einem seiner Kumpels an. Meine Lippen legte ich so fest aufeinander, dass mein Mund nur noch ein Strich war. Irgendwie nervte es mich, dass Adrian andere Mädchen ansah. Mich nervten diese Beauxbatons-Zicken jetzt schon. Aber schon kam die zweite Schule, Durmstrang, in die große Halle. Ein Haufen Jungs kam herein, oder junger Männer. Sie sahen sehr gut aus, aber auch kühl, sie waren durch trainiert, aber sie sahen wirklich gut aus. Aber keiner von ihnen hatte einen Blick für uns übrig, sie achteten nur auf ihre Formation. Obwohl sie keine Blicke für uns übrig hatten, sahen wir ihnen nach. Nachdem auch ihr Schulleiter, Igor Karkaroff, Dumbledore begrüßt hatte, setzten sich auch die Durmstrang Schüler. Diese entscheiden sich für den Slytherin-Tisch. Jenna flüstert mir aufgeregt zu, einer der Jungs hatte doch noch zu ihr gesehen. Ich freute mich mit ihr und sah noch einmal zum Slytherin-Tisch. Mein Blick glitt über die Gäste, sie sahen wirklich alle ziemlich gut aus und sportlich, doch dann sah ich weiter und ich sah zu Adrian. Dieser hatte meinen Blick aufgefangen und sendete ein lächeln in meine Richtung. Ich merkte wie ich leicht rot wurde und zurück lächelte. Dann fing unser Festessen an. Leider traf ich nach dem Essen nicht mehr auf Adrian, es waren einfach zu viele Leute in den Gängen, das ich den Überblick verlor. Also ging ich einfach mit meinen Freundinnen in den Gemeinschaftsraum. Zum Glück war jetzt Wochenende. Ich stand am nächsten Morgen früh auf, Adrian stand meistens auch sehr früh auf. Ich ging noch vor dem Frühstück in die Bibliothek. Dort ging ich gleich in meine Lieblingsabteilung, die mit den historischen Romanen, ich interessierte mich besonders für Heinrich VIII. Ich liebte besonders die Liebesbriefe die er Anne Boleyn geschrieben hatte und las mir diese so oft wie möglich durch. Ich fand es romantisch, auch wenn die Zeit es damals sicher gar nicht so war. Ich las mir seinen letzten Brief an seine Geliebte Anne durch. Ich saß mittlerweile in der großen Halle, hatte mein Essen vor mir schon total vergessen. Ich nahm kurz meinen Tee und wollte einen Schluck trinken, als ich nicht genau aufpasste, hatte ich auch schon etwas Tee verschüttet. Direkt auf mein Shirt. „Shit“ flüsterte ich. Wie sah ich überhaupt aus! Die Haare hatte ich mir aus dem Gesicht geflochten, bis hinter die Ohren, dann hatte ich einen Zopf gemacht und der Rest der Haare lagen über meiner Schulter bis unter meine Oberweite. Ich trug ein ausgewaschen graues Top, dazu eine meiner geliebten schwarzen High-Waist Jeans und zu dem Top eine Jeansjacke, die ich an den Ärmeln umgekrempelt hatte. Zu meinem Outfit war ich nur schnell in meine DocMartens geschlüpft. An dessen Rändern hing noch Dreck und Schlamm von der letzten Stunde Pflege magischer Geschöpfe. Ich versuchte mich wieder auf das Buch und den Brief zu konzentrieren. Seine letzten Sätze brannten sich in mein Gehirn ein. Zwischen ihnen lag ein Absatz. „...und damit, aus Mangel an Zeit, Schatz, Abschied.“ ich hielt inne und sagte den letzten Satz: „Geschrieben mit der Hand, die gern dein sein würde, und so ist das Herz.“ dieser Satz huschte mir immer wieder über die Lippen. „Geschrieben mit der Hand, die gern dein sein würde, und so ist das Herz. Geschrieben mit der Hand, die gern dein sein würde, und so ist das Herz. ...“ ich konnte gar nicht mehr ab von dem Satz. Er klang so schön, fand ich. Ich wusste natürlich was der Tudor-König machen hat lassen mit ihr, aber irgendwie fand ich das trotzdem romantisch. Ich war so vertieft darin, dass ich aufschreckte, als jemand mir einen Kuss an den Hals drückte. Ich erschreckte mich so, dass ich das Buch fallen ließ, ich atmete ein paar mal tief ein und aus, mein Herz raste förmlich. Ich drehte mich schnell um und atmete dann erleichtert aus, als ich Adrian hinter mir sah. Er hatte meine Reaktion auch nicht erwartet und stand perplex da. Und ich hätte eigentlich wissen müssen, das es Adrian war. Wer sonst würde mich am Hals küssen.? „Hallo, wunderhübschestes Mädchen, das ich kenne.“ begrüßte er mich, beugte sich zu mir runter und gab mir einen richtigen Kuss. Dann bemühte er sich darum mein Buch aufzuheben. „Kommst du rüber an meinen Tisch?“ fragte er, wollte schon nach meiner Hand greifen und rüber gehen. Doch ich blieb standhaft. „Adrian, komm, setzt dich doch zu mir. Hier an meinem Tisch ist kaum einer und ich hab schon angefangen zu frühstücken.“ bot ich ihm an, er überlegte kurz, ließ sich dann aber neben mich fallen und belud sich einen Teller. Es war so viel Essen, das mir schon beim zuschauen übel wurde. „Das willst du alles essen?“ fragte ich nach und Adrian sah mich verwirrt an, doch dann konnte ich nur den Kopf schütteln und lachen. „Und was sagst du zu den Delegationen der anderen Schulen?“ fragte ich ihn dann, neugierig auf seine Antwort. Ich wollte wissen was er zu den Schülerinnen der Beauxbatons-Schule sagte und über die Schüler von Igor Karkaroff. „Na ja, die Jungs aus Durmstrang sind echt cool, hast du bemerkt, das auch Viktor Krum unter ihnen ist. Er saß sogar ein paar Plätze neben mir...“ und er kam gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus. Ich schlug ihm mit dem Buch leicht gegen den Arm und sagte lachend: „Nein, ich meine doch nicht nur Viktor Krum, wobei ich noch nicht mal bemerkt hatte das er auch da ist...aber, ähm, nein, ich wollte eigentlich fragen wie du die Mädchen von Beauxbatons findest.? Anscheinend haben sie allen Jungs in Hogwarts den Kopf verdreht.“ stellte ich mit dem letzten Satz fest. Ich sah immer noch auf die Tischplatte und wollte endlich wissen was Adrian von ihnen hielt. Doch als ich zu ihm aufsah, starrte er mich an, als hätte ich irgendetwas ekliges im Gesicht. „Was?“ fragte ich schockiert nach, doch er lachte nur. Er bekam sich gar nicht mehr ein vor lachen. „Also DAS haut mich jetzt echt vom Hocker, Kate.“ meinte er schließlich und ich hatte immer noch keine Ahnung wovon er redete, bis er schließlich mit der Erklärung raus rückte. „Du bist ein krasser Quidditchfan und hast nicht mal mitbekommen wie der beste Sucher der Welt hier in Hogwarts angekommen ist.?“ sagte er immer noch lachend und jetzt stimmte ich auch in sein lachen ein. Er hatte ja recht. Als wir uns wieder normal benahmen wurde ich trotzdem wieder ernster. „Also, was hältst du von den Mädchen aus Frankreich?“ fragte ich geradeheraus. Ich war neugierig geworden. Mein Zukünftiger wich meinem Blick kurz aus und rieb sich mit der Hand über den Oberschenkel. Ich hob eine Augenbraue, na super da hatte ich wohl meine Antwort. Ich drehte mich wieder dem Tisch zu und wollte mich jetzt meinen Teller widmen. Irgendwie störte es mich jetzt doch gewaltig, dass er die Französinnen so viel toller fand als mich. Doch dann legte sich einen Hand auf meine Hand und ein Strom von Elektrizität fuhr durch mich hindurch. Schnell hob ich meinen Blick und sah Adrian wieder an. „Kate, bitte, natürlich habe ich sie angeschaut. Und ich kann es nicht ändern. Aber ich würde dich nicht verlassen für eine von ihnen. Du bist mir wichtiger. Ich will keine abgehungerte Französin, sondern eine echte Engländerin, mit Humor und dieser Flamme, mit der ich Streiten kann bis zum Morgengrauen und mich doch irgendwie einige.“ sagte er liebevoll und strich mir zart über die Wange. Dann stand er auf und hielt mir seine Hand entgegen. „Komm lass uns ein bisschen spazieren gehen.“ forderte er mich auf, ich überlegte einen Moment, ergriff diese dann schnell und sprang auf. Das Buch über Heinrich den VIII. nahm ich schnell vom Tisch mit. Gemeinsam spazierten wir über das Gelände Hogwarts. Adrian trug nur einen dicken schwarzen Pulli, zu einer dunklen Hose und seinen Stiefeln. Er hatte unsere Hände ineinander verschränkt. Als wir gerade runter zum See gingen bemerkte er das Buch. „Du interessierst dich für Heinrich den Fünften?“ und ich nickte kurz. Er hob die Augenbrauen und sah mich verwundert an. „Hatte ich nicht erwartet. Na ja, wer interessiert sich heutzutage schon für diese alten Monarchen?“ die Frage ließ er in der Luft hängen. Ich zog die Augenbrauen zusammen und sagte: „Es geht nicht um die Monarchen generell, es geht um ihn. Er ist eine interessante Person und das sage ich nicht nur weil er sechs Frauen hatte, wobei zwei seiner Ehen in Scheidung endeten und zwei seiner Frauen hingerichtet wurden. Es geht mir um die Liebe die er für Jane Seymour empfunden hatte, sie gebar ihm seinen einzigen männlichen Erben, starb dann aber leider nach der Geburt. Er hat Jahre später ein Bild anfertigen lassen, mit seiner Familie, damals hatte er schon längst eine neue Frau und trotzdem wollte er Jane Seymour ins Bild malen lassen, anstatt seiner damaligen Frau. Darauf zu sehen war also er, Jane und seine Kinder. Er hat sie wirklich geliebt. Und die Liebesbriefe, die er Anne Boleyn geschrieben hatte, auch wenn er sie dann köpfen ließ...dieser Mann war beeindruckend. Man möchte von ihm halten was man will, aber er ist bedeutend für England und er ist wichtig für die Geschichte.“ erklärte ich ihm meine Ansichten, worüber Adrian schwer beeindruckt war. „Und die Liebesbriefe waren wirklich schön.“ fügte ich leiser hinzu. Jetzt sah mich Adrian interessiert an. „Na dann los, les mal vor was der alte König an seine Geliebte geschrieben hat.“ forderte er mich auf und wir setzten uns auf einen Stein, ich suchte die Seite. „Diesen Satz finde ich so wunderschön ich weiß selbst nicht wieso, er ist nicht so besonders und trotzdem hat er was...“ sagte ich während ich noch die Seite heraus suchte. Ich trug den ganzen Brief vor, aber diesen Satz betonte ich besonders. „Geschrieben mit der Hand, die gern dein sein würde, und so ist das Herz.“ danach sah ich noch kurz auf den Satz, bevor ich Adrian ansah. Er hob die Augenbrauen und fragte: „Also auf so etwas stehst du?“ woraufhin ich schnell nickte. Es war irgendwie für ihn wie eine neue Erkenntnis und hob die Arme und meinte: „Okay, wenn es dir gefällt.“ woraufhin ich laut lachte. Ich nahm ihn bei der Hand und sagte: „Komm, lass uns zurück gehen, bald gibt’s Mittagessen und ich will das Buch noch abgeben.“ und so gingen wir zurück zum Schloss. Die Geschehnisse hatten sich seit dem Eintreffen der anderen Schulen nur so überschlagen. Nicht nur, das es auf einmal vier Champions (alle die sich auskennen wissen Bescheid ;) ) gab, sondern auch die erste Aufgabe war ziemlich heftig. Drachen. Das war echt ziemlich krass. Und jetzt stand auch noch dieser Weihnachtsball an. Für Adrian war es klar, das ich mit ihm hin ging und damit hatte ich auch kein Problem, aber irgendwie hätte ich mich schon gefreut, wenn er mich richtig gefragt hätte, sich Mühe gegeben hätte. So wie alle anderen eben. Aber nein, er kam irgendwie nicht darauf. Wenigstens verstand er sich einigermaßen mit meinen Freundinnen, mit der Zeit mochten sie ihn auch richtig gerne. Gerade saß ich mit ihnen bei unseren Hausaufgaben für die nächste Stunde Verwandlung. „Und hat dich der Junge aus Durmstrang schon gefragt?“ wendete ich mich an Jenna. Sie hatte jemanden von der fremden Schule kennen gelernt, es war der Typ, der ihr schon bei der Anreise aufgefallen war. Als ich zu ihr aufsah bekam ich gerade noch so mit, wie Jenna ganz rot wurde an den Wangen. „Oh wie süß, er hat dich also gefragt?“ rief ich aufgeregt, als sie immer noch nicht raus rückte mit der Sprache. Dann nickte sie, ich fiel ihr um den Hals. „Das ist ja super, ich freue mich so für dich.“ quietschte ich ihr ins Ohr. Ich sah rüber zu Maddy, meiner anderen besten Freundin. „Und wie schaut's bei dir aus Maddy?“ hakte ich nach und sie fuhr sich verärgert durch die Haare. „Zum kotzen.“ brachte sie heraus und war sichtlich enttäuscht. Ich stand auf, ging um den Tisch und zu ihr rüber. Ich umarmte sie und sagte: „Das wird schon Maddy, dich wird jemand fragen, und wenn nicht, dann geh ich mit dir zusammen los und wir suchen nach einem Begleiter für dich.“ versprach ich ihr und drückte ihr einen dicken Knutscher auf die Wange. Maddy war einfach so zuckersüß, ich musste ihr einfach helfen. „Und wie läuft's bei dir Kate?“ fragte Jenna mich jetzt. Ich zuckte mit den Schultern und sagte ganz normal: „Ich geh mit Adrian, was für eine Überraschung.“ aber meine Freundinnen hörten den genervten Unterton sofort heraus. „Was ist denn daran so falsch? Immerhin heiratest du ihn ja auch und ihr seid doch so ein süßes Paar.“ meinte jetzt Maddy. Ich nickte und erwiderte: „Ja, ich geh ja auch gerne mit ihm hin, aber er hat sich nicht mal Mühe gegeben mich richtig zu fragen.“ und damit war für mich das Thema gegessen. Ich beendete den geschriebenen Satz, der Aufsatz war sowieso fertig, klappte die Bücher zu und ging vom Gemeinschaftsraum hoch in mein Zimmer. Ich war jetzt schon genervt von dem Ball und das schlimmste war, das Kleid hing schon seit so langer Zeit in meinem Zimmer. Ich konnte es nicht mehr sehen. Eigentlich war es wunderschön, fand ich, weil es so schlicht war. Aber mittlerweile regte es mich auf. Mich regte alles auf, was mit dem Ball zu tun hatte. Was eigentlich total kindisch war. Ich meine, da gibt es viel größere Probleme und ich heul hier rum, weil mein Verlobter mich nicht offiziell gefragt hatte. Aber es sollte ja noch Überraschungen geben. Wir waren gerade von Hogsmead zurück auf den Weg hoch nach Hogwarts. Es war das Wochenende vor dem Weihnachtsball. Ich war mit meinen Freundinnen gegangen, im Hof kam mir dann Adrian entgegen, anscheinend wollte er mit seinen Kumpels den Abend in Hogsmead verbringen. Die ganzen Slytherin-Flaschen im Schlepptau. Ich rollte kurz die Augen. War ja klar. Adrian kam auf mich zu und küsste mich kurz, aber leidenschaftlich. Meine Freundinnen standen schon beim Eingang zur Schule. Adrian schickte seine Freunde schon mal voraus, er selbst wollte gleich nachkommen. Meine Laune war sowieso schon auf dem Tiefpunkt, weshalb ich jetzt auch ein wenig genervt war. Doch Adrian grinste und auf einmal suchte er etwas in seiner Jackentasche. „Ähm, ich wollte dir noch etwas sagen.“ fing er an, war aber ziemlich aufgekratzt. Dann brach es schnell aus ihm heraus. „Ich bin nicht Heinrich der Fünfte, aber ich kann auch romantisch sein. Ich habe das hier für dich verfasst, mit der Hand die schon immer dein war, genauso wie das Herz, welches immer dir gehören wird.“ völlig perplex stand ich da und kein Ton kam über meine Lippen, ich sah ihn nur groß an, dann übergab er mir einen Briefumschlag. Ich konnte mich nicht rühren. Weder Regung zeigen, noch etwas sagen. Das alleine hatte er schon so schön gesagt und er hatte sich an den Spruch erinnert. Auf einmal wurde mir bewusst was er getan hatte und ich fing an zu grinsen. Aber Adrian war schneller. Er gab mir einen flüchtigen Kuss auf den Mund und lief dann seinen Freunden hinterher. Ich sah auf den Brief hinunter. In seiner schönsten Schrift stand auf dem Umschlag: „Für meine geliebte kleine Katze“ worüber ich lächeln musste. Ich riss den Brief auf und nahm das Blatt Pergament aus dem Umschlag, mit zittrigen Fingern entfaltete ich diesen. Ich fing an ihn zu lesen. „Liebste Kate, zwei kleine Vögelchen haben mir geflüstert, dass du etwas mehr erwartet hättest für den Weihnachtsball. Es tut mir so Leid, das ich das gar nicht mitbekommen habe. Mit meinem Kopf war ich wohl die ganze Zeit irgendwo anders. Aber jetzt frage ich dich offiziell. Kate Mendson, würdest du mir die Ehre erweisen mich zum Weihnachtsball zu begleiten? Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen. Adrian“ hatte er geschrieben. Mein Herz machte einen Hüpfer, ich wurde ganz rot um die Wangen und drückte den Brief an meine Brust. Ich sah noch einmal den Weg entlang, den Adrian gerade ins Dorf hinunter ging. Ich würde ihn nicht mehr einholen. Aber ich würde dafür sorgen, dass er seine Antwort bekam. Ich rannte mal wieder in die Bibliothek. Ich durchsuchte alle Bücher über Liebesbriefe, aber ich fand keinen, der mich so inspirierte. Also setzte ich selbst einen Brief auf. „Liebster Adrian, dein Brief hat mich sehr berührt und ich bin den zwei Vögelchen, die dir das alles gezwitschert haben, sehr dankbar. Es wäre mir nicht nur eine Ehre mit dir auf den Weihnachtsball zu gehen, nein, ich würde liebend gerne den Abend mit dir verbringen. In Liebe, Kate.“ es war wirklich nicht der beste Brief, aber ich selbst wusste gar nicht wie ich es anders ausdrücken sollte. Ich rutschte mit dem Stuhl nach hinten, packte meinen frisch verfassten Brief und eilt aus der Bibliothek wieder raus. Am Eingang wäre ich fast gegen jemanden gelaufen. Ein großer, stattlicher Durmstrang-Schüler kam mir entgegen. Wir stellten uns an wie zwei kleine Kinder, wollten aneinander vorbei gehen und versperrten uns selbst dabei den Weg, bis wir es dann geschafft hatten, ich lächelte ihm noch zu, bevor ich schnell im nächsten Gang verschwand. Mittlerweile wusste ich den Weg zum Slytherin-Gemeinschaftraum schon fast auswendig. Ich hatte mich noch nicht mal verlaufen. Das Passwort um in den Raum rein zu kommen, wusste ich ebenfalls. Es war immer irgendetwas typisches für Slytherin. Als ich herein kam waren außer mir nur ein paar Jüngere da, Erst- oder Zweitklässler. Schnell eilte ich in Adrian's Schlafsaal, dort war auch niemand anzutreffen. Ich wusste wo Adrian's Bett war, es war das Sauberste. Den Brief faltete ich zusammen und schob ihn zur Hälfte unter sein Kopfkissen. Dann verschwand ich auch schon wieder. Mittlerweile war der Ball näher gerückt. Es waren nur noch ein paar Stunden bis dahin. Ich machte mich in Ruhe mit meinen Freundinnen fertig. Ich trug ein schlichtes schwarzes Kleid. Es hatte einen weichen Stoff und hinten eine leichte Schleppe, es war lang, ging bis zu den Knöcheln. Es war tailliert, unterhalb der Taille wurde es weiter, oberhalb der Taille wurde es wieder enger. Es hatte einen Herzförmigen Ausschnitt und es war schulterfrei. Die Haare wurden mir von Jenna gemacht. Diese flocht mir meine Haare vom Ansatz an, an der Kopfhaut nach hinten. Sie machte so etwas wie dicke, sodass man nicht so viel Kopfhaut sah, Corn Rows, am Hinterkopf machte sie jedoch kleine schwarze Haargummis hinein, den Rest meiner Haare ließ sie hinten offen nach unten hängen. Sie fielen mir über die Schultern. Es sah einfach super aus. Ich konnte es kaum glauben. Aber sie war noch nicht fertig, sie machte mir auch noch mein Make-Up. Auch Maddy machte sich mit großer Freude fertig, sie hatte doch noch ein Date abbekommen. Sie ging mit George Weasley, der in unserem Jahrgang war. Jenna ging mit ihrem Durmstrang-Schüler, namens Aleko, ein bulgarischer Name. Ich war froh, als Jenna endlich mit mir fertig war, erst dann durfte ich auch in den Spiegel schauen. Als ich mich sah starrte ich erst ein paar Sekunden verwirrt in den Spiegel. Ich konnte selbst kaum glauben, was ich dort sah. Oder wen. Das war ich. Ich sah aus wie eine Prinzessin oder so. Meine Haut strahlte, ich trug dunkleren Lidschatten, der auch ein bisschen glitzerte. Meine Wangen waren leicht rosig betont und die Lippen waren nicht rot sondern waren so ein bisschen glossig und auch rosig. Mit offenem Mund starrte ich mich selbst an. Immer wieder fuhr ich mir durch die Haarpracht, diese war unterhalb der Zöpfe schön gelockt und sahen genauso aus wie die der Französinnen. Meine Wimpern waren lang und so schön getuscht. Sogar die Fingernägel hatte sie mir gemacht, sie waren schön gefeilt und schwarz angestrichen. Passend zu meinem Kleid. Genauso wie die Schuhe. Es waren schwarze Stilettos, über 10 cm hoch waren die Teile. Ich hatte schon oft hohe Schuhe an, ich hoffte ich überlebte den Abend mit Adrian. Mit ihnen war ich endlich mal etwas größer, normalerweise war ich leider nicht gerade die Größte. Aber jetzt musste ich irgendwo zwischen seinen Schultern und seinen Wangen sein. Jenna hatte sich schnell fertig gemacht und auch Maddy war bald fertig. Gemeinsam gingen wir los. Maddy traf sich mit George schon im Gemeinschaftsraum, die beiden gingen sofort vor. Ich sah noch einmal zu Jenna. „Also, jetzt sind's nur noch wir Zwei. Wo triffst du dich mit Aleko?“ fragte ich nach, Jenna spielte ganz aufgeregt mit ihren Händen. Sie sah wunderschön aus. „Ähm...wir...nun ja...also wir wollten uns kurz vor der großen Halle treffen. Aber jetzt weiß ich nicht...“ sie war sich also unsicher. Ich sah sie kurz verwirrt an, lachte dann aber auf. Ich packte ihr Hände und beugte mich zu ihr vor. „Nein, du wirst keinen Rückzieher machen. Aleko freut sich auf den Abend mit dir und du wirst auch Spaß haben, das versichere ich dir. Und wenn Aleko doch nicht, das ist was du dir erhofft hast, wenn es dir wirklich keinen Spaß macht, dann kommst du einfach zu Adrian und mir.“ bot ich ihr zuletzt noch an. Aber ich glaubte nicht, dass es so schlimm werden würde, ich kannte doch Jenna. Sie lächelte mich an und fiel mir noch mal um den Hals. Gemeinsam traten wir aus dem Gemeinschaftsraum heraus. Wie zwei aufgeregte Kinder hüpften wir zur großen Halle hinunter, die Hände hatten wir ineinander verschränkt und wir kicherten wie...na ja, wie eben zwei aufgeregte Kinder. Dann trafen wir auch Aleko. Ich kannte ihn jetzt auch schon, hatte mich auch mit ihm unterhalten. Daraufhin war Adrian total eifersüchtig gewesen, bis Jenna ihm dann seine Ballbegleitung vorstellte und auf einmal war das Eis zwischen den Beiden Jungs gebrochen. Auf einmal mochten sie sich. Sie hatten schon die ähnliche Statur und die gleichen Interessen. Aleko hielt Jenna den Arm hin und sie hakte sich unter. Ich war völlig überrumpelt als er auch mir den Arm entgegen hielt. Doch Jenna lächelte mir zu, ich durfte mich auch unterhaken. Also gingen wir Drei runter zur großen Halle. Ich hatte mit Adrian auch ausgemacht, dass wir uns uns zwischen der großen Treppe und den Türen zur großen Halle trafen. Ich hatte ja immer noch die Märchenvorstellung, das ich die Treppe hinunter kam und er unten auf mich wartete. Das ich schön und grazil die Stufen hinunter stieg. Aber wahrscheinlich würde ich eher runter hüpfen und ihm in die Arme springen. Bevor wir die große Treppe erreichten stoppte ich und sah meine beiden Freunde an. „Ich wünsche dir einen wundervollen Abend, Jenna und viel Spaß mit Aleko. Ihr gebt ein tolles Paar ab.“ wünschte ich den Beiden noch und das stimmte auch. Sie sahen wirklich toll aus. Ich gab Jenna noch einen Kuss auf die Wange und umarmte Aleko schnell. Dann gingen die Beiden hinunter und ich wartete noch einen Moment im Schatten der Treppe. Bis die Treppe dann frei war, ich steckte meinen Kopf hinter der Ecke hervor und hielt nach meinem Begleiter Ausschau. Dieser stand unten an der Treppe und unterhielt sich gerade mit einem anderen Slytherin. Jetzt gerade bekam ich Panik. Würde ich ihm so gefallen? Ich schloss kurz die Augen und ging noch einmal in mich, schöpfte neue Kraft und trat dann hervor. Ich sah stur gerade aus, versuchte auf meine Schritte zu achten. Doch dann hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste wissen, ob Adrian's Blick auf mich gefallen war. Ob er mich ansah. So wanderte mein Blick an die Seite der Treppe. Nicht nur Adrian sah auf mich, sondern auch sein Gegenüber. Er sah überwältigt aus und in leichtes grinsen umspielte meine Lippen. Ich spielte nervös mit einer Haarsträhne und legte sie mir hinters Ohr. Dann versuchte ich so leicht wie möglich die Treppe runter zu gehen. Doch dann konnte ich nicht mehr an mich halten und ich wurde schneller. Schnell lief ich die Treppe hinunter und fiel Adrian dann in die Arme. Er hatte sie weit ausgebreitet, als ich näher kam. Anscheinend wollte er mich erst einmal genau betrachten, doch ich ließ ihm keine Zeit dazu. Ich hatte meine Arme um ihn geschlungen und drückte mich an ihn. Seine Hände fuhren über meinen Rücken, er schien ziemlich überrumpelt zu sein. Und ich war wirklich ziemlich groß in den Schuhen. Kurz darauf hob ich meinen Kopf und sah in Adrian's Augen. Seine blitzten, ich lächelte breit. Unser Lippen lagen aufeinander und verschmolzen ineinander. Aber es war ein kurzer Kuss, Adrian brach ihn abrupt ab und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Du siehst wunder voll aus.“ flüsterte er und ich erwiderte: „Du ebenfalls.“. Er trug ganz klassisch das Ballkostüm. Wirklich wundervoll, die Haare hatte er sich mit Gel nach hinten gelegt. Seine Hand umschloss meine und er meinte: „Wir sollten jetzt langsam reingehen.“ woraufhin ich nickte und Hand in Hand mit ihm hinein ging. Als Überraschung hatte Dumbledore einen Fotografen bestellen lassen, der diese wunderschönen magischen Fotos machte. Außerdem konnten wir ihn so oft nutzen wie wir wollten. Adrian zog mich sofort zu ihm hin. Wir stellten uns vor die Kamera, Adrian legte seinen Arm um meine Taille und zog mich zu sich. Meine Hand legte ich an seine Brust. Eigentlich wollten wir in die Kamera schauen, aber etwas hinter der Kamera lenkte uns ab und ließ uns lächeln. Wir hatten die Köpfe leicht zur Seite gedreht und der Fotograf drückte ab. Als wir das fertige Foto in den Händen hielten musste ich lachen. „Oh nein, wir schauen gar nicht in die Kamera. Es sieht eher so aus, als würden wir etwas in der Ferne anschauen und dabei lächeln.“ schrie ich aus, doch Adrian lachte nur und sagte: „Nein, diese Fotos sind einfach nur perfekt.“. Eigentlich wollten wir uns jetzt einen Platz suchen, aber Maddy kam mit George auf uns zu und auch Aleko und Jenna näherten sich uns. Adrian und Aleko begrüßten sich freundschaftlich und Maddy fiel mir um den Hals und flüsterte: „Das ist das beste erste Date, das ich mir mit George Weasley vorstellen könnte.“ woraufhin wir beide kicherten. Dann zogen sie und Jenna mich weiter zum Fotografen, sie wollten auch ein Bild nur mit uns dreien. Wir legten uns gegenseitig die Arme um die Taillen und diesmal wurden die Fotos wirklich schön. Meine Freundinnen wollten aber auch unsere ganze Gruppe noch mal auf einem Foto haben, auch mit den Männern drauf. Adrian und ich stellten uns zusammen an die rechte Seite und Adrian zog mich fast vor sich, legte beide Arme um mich und ich legte meine an seine Brust und lächelte wieder geschickt in die Kamera hinein. Am Tag danach wachte ich mit Muskelkater in den Beinen auf, aber immer noch früher als meine Freundinnen. Ich drehte mich ein paar mal im Bett, um wacher zu werden. Mein Blick fiel auf meinen Nachttisch, dort lagen die Fotos von letzter Nacht, eines hatte ich schon in meinen Rahmen gestellt. Es war das, auf dem Adrian und ich alleine standen. Wir bewegten uns leicht, nur leider sahen wir in die falsche Richtung. Als wären wir von der Seite fotografiert worden. Ich fand sie trotzdem wunderschön. Maddy, deren Mutter Muggel war, hatte gestern gemeint es sah aus wie die Fotos auf den Promi-Veranstaltungen der Muggel. Dort wurden die Pärchen auch oft von der Seite erwischt und auch gefilmt. Sie verglich Adrian und mich mit irgendwelchen Persönlichkeiten der Muggeln. Es war amüsant, besonders da ich nicht wusste wovon sie sprach. Aber ich wollte es sofort Adrian sagen. Vorerst gab ich mich jedoch den Erinnerungen an den letzten Abend hin. Da wir alle schon volljährig waren wurde es besonders lustig. Wir hatten einiges an Feuerwhiskey getrunken, davor wurde sehr viel getanzt. Es war wundervoll, das tanzen. Besonders das Tanzen mit Adrian. Wir hatten uns gleich nach den Fotos einen Platz zum sitzen gesucht, dann wurde der Eröffnungstanz der Champions getanzt, die ganze Schülerschaft aller drei Schulen schloss sich diesem dann an. Adrian hatte kaum still gesessen, er wollte so schnell wie möglich mit mir tanzen. Und er grinste wie ein Honigkuchenpferd. Als er dann etwas zu trinken holen wollte, er ging mit Aleko, gesellte ich mich zu Jenna und kurz darauf kam Maddy mit George. Die beiden tanzten so wild und zogen Jenna und mich mit sich. Zu viert tanzten wir so verrückt wir nur konnten, bis Jenna's und meine Ballbegleitung mit Getränken balancierend zu uns zurück kehrten. Ich lief auf Adrian zu dieser hatte jedoch beide Arme voll und wusste nicht wie er das jetzt schaffen sollte. Meine Hände umschlossen sein Gesicht und ich zog ihn noch das letzte Stück zu mir hinunter. Ich presste meine Lippen auf seine. Ich umschlang ihn, doch er konnte seine Arme nicht um mich schlingen, er hielt ja noch unsere Getränke. Geschickt nahm ich ihm eines ab, beendete aber auch langsam den Kuss und setzte das Glas an meine Lippen. Erst nippte ich kurz daran, dann leerte ich es in einem kräftigen Zug, so viel war es ja nicht. Ich ging ein paar Schritte nach hinten und wieder auf die Tanzfläche zu. Dabei zog ich Adrian am Arm und mit mir mit. Der war völlig überrumpelt, also trank er auch schnell sein Glas aus und folgte mir. Zum Ende hin waren es nur noch wenige Schüler, unter anderem auch Maddy und Jenna mit ihren Dates. Wir ließen es noch ziemlich krachen und fielen dann alle geschafft in unsere Betten. Adrian verabschiedete sich von mir vor dem Eingang zum Gemeinschaftsraum der Gryffindor's. Wir küssten uns noch, dann verschwand ich auch schon ins Bett. Als ich an die letzte Nacht zurück dachte, kam es mir gar nicht mehr komisch vor oder so abwegig, dass ich Adrian heiratete. Klar, war ich immer noch nicht ganz darüber hinweg gekommen, das er mich einfach so zwang und meine Eltern tatenlos dabei zuschauen mussten, aber ich hatte meinen Zukünftigen besser kennen gelernt. Und ich glaubte wir passten so gut zusammen. Ich hatte keine Angst mehr vor einer Hochzeit. Ich nahm den Rahmen, mit dem Foto von gestern noch einmal in die Hand und betrachtete es eingehend. Dann drückte ich es an meine Brust und grinste in mich hinein. Nach einigen Minuten fiel mein Blick auf die Uhr, die auf meinem Nachttisch stand. Shit, ich musste mich beeilen. Schnell strampelte ich die Decke weg und sprintete durch das Zimmer. Ich klaubte ein paar Klamotten zusammen und sah mich dann im Spiegel an. Die Haare waren so vollkommen in Ordnung, so konnte ich gehen. Ich hatte zwar noch die Frisur von gestern, aber die war schon in Ordnung. Schnell zog ich mir meine dunkelgraue High-Waist Jeans an, schlüpfte in ein schwarzes Shirt mit V-Ausschnitt und schlüpfte in meine DocMartens. Ich suchte ein paar weitere Sachen zusammen, die ich gebrauchen könnte. Unterwäsche, meine Badutensilien, solche Sachen eben. Nebenbei weckte ich noch meine Freundinnen auf. Sie schliefen noch tief und fest. Ich rüttelte an ihnen und schrie: „Mädls, wir müssen aufstehen, sonst verpassen wir den Zug!“ und weckte sei auf. Kaum hatte ich auch noch die Uhrzeit gesagt, saßen beide kerzengerade im Bett und rissen die Augen weit auf. „So spät schon!“ schrie Maddy und krabbelte aus ihrem Bett, während Jenna sich die Haare hastig aus dem Gesicht strich. Auch sie packten schnell etwas zusammen und zogen sich dann etwas über. Ich war am schnellsten fertig, hatte ja auch schon einen gewissen Vorsprung. Ich nahm meinen schwarzen Parka und einen dicken Schal. Die Haare ließ ich über die Schultern fallen, sie waren ein bisschen verknautscht, aber das ging schon. Ich hatte nur meinen Seesack schnell zusammen gepackt. Die anderen Sachen hatte ich bei meinen Eltern. Aber der Zug würde bald abfahren, ich wollte den Rest meiner Ferien, sowie Neujahr bei mir zu Hause verbringen. Maddy und Jenna ebenfalls. Adrian fuhr auch nach Hause. Ich nahm auch die gestrigen Fotos mit, ich musste meinen Eltern ja etwas zeigen und Oma würde auch kommen, extra aus Griechenland. Ich wusste nicht wie viel meine Granny davon mitbekommen hatte, wegen der Verlobung und so, aber sie würde es sicher gerne wissen. Wie aufgeschreckte Hühner rannten wir durch Hogwarts, mit unserem ganzen Gepäck, nur darauf bedacht den Zug nicht zu verpassen. Zum Glück erreichten wir ihn noch rechtzeitig, aber ohne etwas gegessen zu haben. Das bemerkten wir erst, als wir schon im Zug saßen und dieser los gefahren war. Es gab zwar die alte Hexe, die immer mit ihrem Wagen durch den Zug rollte und uns etwas zum essen anbot, aber das waren hauptsächlich Süßigkeiten, schon beim Gedanken daran wurde mir übel. Ansonsten war der Zug ziemlich leer, sehr viele Schüler waren aufgrund des Trimagischen Turniers in Hogwarts geblieben, es war ja auch etwas besonderes, aber ich hatte schon andere Weihnachtsferien auf Hogwarts verbracht und wollte diese eben zu meinen Eltern. Lange würde ich ja bestimmt nicht mehr bei ihnen wohnen, wenn ich nach meinem Abschluss Adrian heiraten würde. Ich war noch völlig in meine Gedanken versunken, als sich die Tür zu unserem Abteil öffnete und Adrian selbst herein kam. Jenna und Maddy grüßten ihn und er grüßte zurück, erst da bekam ich es überhaupt mit, das er hier war. Er setzte sich sofort zu uns, sein Gepäck hatte er jedoch nicht bei sich. Er saß wohl bei den anderen Slytherin-Schülern. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er uns an und meinte dann: „Ihr seht echt hungrig aus, Mädls.“ woraufhin wir alle nickten. „Wir mussten uns auch zum Zug beeilen.“ meinte Maddy, verzog die Miene und hielt sich eine Hand an den Bauch, der gleich darauf knurrte. Wir nahmen alle leidende Gesichtsausdrücke an und Adrian lachte. „Dann seid mal froh, das ihr mich habt.“ woraufhin wir hellhörig wurden und meinen Verlobten mit großen Augen ansahen. Dieser holte etwas aus seiner Jackentasche heraus. Es war in Brotpapier eingepackt. Verlangend sahen wir zu wie er es langsam auspackte. Drei dicke Sandwich kamen zum Vorschein, belegt mit Schinken, Salat, Ei, Tomaten. All so was. Mein Magen knurrte ebenfalls und ich wollte mich am liebsten auf die belegten Brote stürzen. Jenna und Maddy verzogen auch schon ihr Gesicht, sie dachten das selbe wie auch ich. „Na los, nehmt euch schon, ich hab mir doch nicht umsonst die ganze Arbeit gemacht.“ meinte Adrian jetzt und sofort entstand ein Wirrwarr aus Händen. Bis jede von uns dann mit ihrem Sandwich da saß und genüsslich ihre Zähne in das weiche Brot und die Belege versenkte. Adrian lachte nur so über uns und unser Benehmen. Ich hatte den ersten Bissen gerade runter geschluckt, da drehte ich mich zu ihm und gab ihm einen dicken Kuss auf die Wange. „Du bist einfach der Beste!“ rief ich aus. Adrian wackelte nur mit den Augenbrauen und wartete noch bis wir aufgegessen hatten. „Ich muss dann mal wieder los. Die Slytherin's warten.“ meinte er und verabschiedete sich noch von uns. Ich hinderte ihm noch am gehen und fragte: „Sehen wir uns bei Kings Cross spätestens wieder?“, doch er schüttelte den Kopf. „Entschuldige Kate, aber ich muss gleich weiter zu meinen Eltern. Sie warten auf meine Ankunft. Aber wir sehen uns ja bald wieder und bis dahin schreibst du mir natürlich jeden Tag Briefe.“ meinte er und lachte dann. Ich grinste ebenfalls, schüttelte dann aber leicht ironisch den Kopf. Er ging, schloss noch die Abteiltür hinter sich und ließ mich mit meinen Freundinnen alleine. Fünf Jahre später Ich stand vor dem großen Ganzkörperspiegel in unserem Haus. Adrian's und meinem. Ich trug ein langes weises Baumwollkleid. Es war obenrum und an den Armen eng geschnitten und der Rock war dafür weit. Es war ein Traum aus weis, mit wunderschönen weisen Applikationen. An den Händen trug ich ein paar silberne dünne Armreifen und an meiner rechten Hand steckte noch mein Verlobungsring. Passend zu dem Kleid, welches ein bisschen Hippie-mäßig rüber kam, trug ich braune Sandalen, geschmückt und bestickt mit wunderschönen Perlen. Meine Haare waren leicht wellig und ich trug sie offen, auch in ein paar Strähnen waren Perlen hinein geflochten worden. Auf meinem Kopf, und leicht in meine Stirn, hing noch ein wunderschöner Blumenkranz, mit schönen rosigen Blumen. Die Lippen glänzten wieder glossig und meine Augen waren leicht schwarz umrandet. In meinen Ohren trug ich silberne Ohrringe. So konnte ich doch wohl gehen. Immerhin war es keine normale Hochzeit, es war Adrian's und meine Hochzeit und wir hatten uns für eine entschieden, die etwas anders war. Wir hatten eigentlich gleich nach Hogwarts heiraten sollen, aber durch die ganze Aufregung um Voldemort, der nun zum Glück gefallen war, hatte sich das alles ein bisschen verzögert. Die Pucey's waren damals eher in Hab-Acht-Stellung gegangen, gekämpft hatte nur Adrian, zusammen mit meiner Familie und mir. Deswegen hatten wir so lange auf diesen Tag gewartet, bis sich die Zaubererwelt wieder regeneriert hatte und wir keine Angst mehr vor der Zukunft haben mussten. Aber ich hatte mir den Tag anders vorgestellt. Denn irgendwann nach Voldemort's Sturz besuchten Adrian und ich meine Eltern. Und damals gestand Adrian ihnen dann auch, dass er mich nicht mehr zwang ihn zu heiraten. Das er mich wirklich liebte und das es ihm Leid tat, was er meiner Familie angetan hatte. Daraufhin wurden meine Eltern sehr sauer, sie sagten, ich solle mich sofort von Adrian trennen, wenn er mich nun sowieso gehen ließ. Ihrer Ansicht nach hatte er mich so schlecht behandelt und ich sollte mich sofort von ihm trennen. Sie hassten Adrian und auch seine Familie. Mein Bruder hielt sich von mir fern, seit meiner Verlobung mit Adrian, die ja eigentlich seine Schuld war. Irgendwie fand ich es schade, dass meine Familie sich so von mir abgewandt hatte. Aber ich würde mir diesen Tag nicht vermiesen lassen. Ich wollte glücklich werden, ich wollte glücklich sein. Ich hatte mich dafür umso besser mit den Pucey's verstanden. Anfangs war es für mich noch ziemlich schwer und unser Verhältnis besserte sich auch nur sehr langsam. Mittlerweile liebte ich sie jedoch. Sogar William. Auch wenn er einen riesen großen Hass auf mich und meine Familie hatte, von Anfang an. Na ja, auch nur wegen Philipp. Aber ich hatte mich eines Tages mit William zusammen gesetzt, wir hatten alleine und in Ruhe darüber reden können. Langsam verstanden wir uns auch echt gut. Vorsichtig stellte ich mich ans Fenster der Villa, die Adrian und ich bewohnten, die aber von seinen Eltern großteils finanziert wurde. Ich schob den hellen Vorhang beiseite und sah hinunter, die Gäste waren fast alle schon eingetroffen. Darunter eine große Anzahl gut aussehender, junger, sportlicher Männer. Sie waren alle in Adrian's Mannschaft. Er hatte seinen Traum wahr gemacht, er wurde Quidditchprofi. Ich hingegen hatte es nicht geschafft. Ich war keine Aurorin, hatte es auch aufgegeben, vorerst. Nachdem ich meine Schule beendet hatte, brach ja diese große Panik um Du-weißt-schon-wen aus und ich fand es ziemlich gefährlich. Außerdem hatten Adrian und ich uns dem Orden des Phönix angeschlossen. Das war schon gefährlich genug, hätte ich dann auch noch im Ministerium gearbeitet, wüsste ich nicht wie das hier alles ausgegangen wäre. Noch dazu wollte Adrian das nicht. Ich ließ meinen Blick über das kleine Gartenzelt gleiten und zu dem Podest vor dem wir getraut werden sollten. Mein Herz bumperte ganz schön heftig. Ich wurde aufgeschreckt, als es an der Tür klopfte. „Herein“ sagte ich laut und kurz darauf trat jemand ein. Ich drehte mich um und sah William an. Er trug einen feinen Anzug, seine dunklen Haare hatte er mit Gel nach hinten gestrichen. Er war breiter gebaut als Adrian, aber genauso groß, außerdem trug er einen dunklen Bart. „WOW, Kate, du siehst ja wundervoll aus.“ stieß er hervor, ich merkte sofort wie ich ganz rot wurde um die Wangen. „Danke, William.“ erwiderte ich und sah ihn einen Moment an. Ich wusste nicht genau wie ich anfangen sollte und nahm meinen ganzen Mut zusammen. „William, ich habe dich aus einem gewissen Grund ähm hier hoch rufen lassen.“ fing ich vorsichtig an, Will ging in Hab-Acht-Stellung. Doch ich ging auf ihn zu und nahm vorsichtig seine Hände, ich sah ihm in die Augen. „William, ich würde dich bitten mich zum Traualtar zu führen. Statt meines Vaters. Also?“ bat ich ihn und sah ihn mit großen Augen an. Er sah mich grinsend an und atmete erleichtert aus. Jetzt griff er nach meinen Händen und sagte lachend: „Natürlich, das würde ich nur all zu gerne machen. Das freut mich, das du mich dafür ausgewählt hast.“ stieß er aus und wir grinsten uns beide an. „Na ja, ich habe lange überlegt. Aber ich wollte das mich jemand dort hin führt, es sollte jemand männliches sein. Ich habe ja schon meine zwei Freundinnen, die meine Brautjungfern sind eingespannt, und ich hätte gerne noch jemanden an meiner Seite.“ erklärte ich, er nickte und sagte: „Natürlich mache ich das. Sehr gerne sogar.“ und er ließ sich in einem der Sessel nieder, die in dem Zimmer standen. Ich setzte mich auf den anderen und wartete ungeduldig. Ich konnte es kaum noch abwarten und meine Nerven lagen blank. Ungeduldig zitterten meine Knie und ich sah mich im Raum um. Ich musste mich irgendwie ablenken. „Hey, komm mal wieder runter, es ist alles gut.“ meinte jetzt auch Will und ich nickte kurz. Dann stand ich schnell auf und ging zu dem kleinen Tisch, schenkte mir ein Glas Wasser ein und trank es im stehen auch schon wieder aus. Endlich, kurz darauf, wurde die Tür wieder geöffnet und Jenna und Maddy kamen herein. Sie trugen beide auch so wunderschöne Kleider, sie waren meine Brautjungfern. Jenna war zusammen mit Aleko gekommen, sie waren einfach so ein wundervolles Paar, Maddy war noch auf der Suche nach dem Richtigen. „Unten sind jetzt alle soweit.“ meinte Jenna und ich nickte und zupfte noch einmal an meinem Kleid herum. Nervös sah ich zu William, doch dessen Blick war woanders hin gewandert. Ich folgte ihm. Er lag auf Maddy, die schon ganz rot wurde und betreten nach unten sah. Das hatte ich jetzt gar nicht mitbekommen, aber ich musste mich jetzt auf meine Hochzeit konzentrieren. Wir machten uns bereit. Maddy gab mir noch meinen Strauß, er war aus den gleichen Blumen wie mein Haarschmuck. Dann gingen die Beiden hinter mir und William. Er war mein Brautführer und Maddy würde mir später den Strauß abnehmen, wenn ich vor dem Altar stand. Der Druck und die Nervosität stieg mit jedem Schritt an, ich hatte mich bei William untergehakt, der spürte das natürlich sofort. „Kate, ganz ruhig. Achte lieber auf Adrian, als auf den ganzen Rest, ja, konzentriere dich da drauf.“ sprach er mir leise zu und ich nickte kurz. Aber wie konnte ich alles andere ausblenden wenn mich doch alle anstarrten? Ich schloss kurz die Augen, atmete tief durch und sah dann wirklich zum Altar, dort stand Adrian, zusammen mit zwei seiner Kumpels vom Quidditch. Sie waren seine Trauzeugen. Und Adrian lächelte mir zu. Er trug wie sein Bruder einen feinen Anzug und dazu auch noch feine Lederschuhe. Seine Haare hatte er sich hinter die Ohren geklemmt, doch einige Strähnen waren schon wieder nach vorne gerutscht. Außerdem hatte er sich rasiert. Ich biss mir kurz auf die Unterlippe, er sah so gut aus! Ich war so froh, das ich ihn heiratete und keinen anderen. Kurz darauf übergab William mich Adrian und wenige Minuten später waren wir verheiratet und ich durfte ihn küssen. Doch er kam mir zuvor. Er legte einen Arm um meine Taille und zog mich feste an sich. Er legte seine Lippen sachte auf meine, doch wurde er intensiver, bis wir Beifall von unseren Gästen hörten und ich von Adrian weg schreckte. Doch dann fing ich an zu lachen. Ich musste auflachen und Adrian lachte mit mir. Nach der Zeremonie tanzten wir sehr viel, lachten, ich konnte viel mit unseren Bekannten, meiner neuen Familie und meinen Freunden reden. Besonders mit Adrian's Quidditchteam war es lustig. Adrian war der erste aus dem Team der geheiratet hatte, es gab zwar ältere, aber die waren noch nicht verheiratet. Ich schaffte es William und Maddy zum tanzen zu bringen, die beiden gaben ein tolles Paar ab und Jenna war ja sowieso mit Aleko da. Zu Adrian's Freude kam auch noch Marcus Flint, ich konnte ihn immer noch nicht ausstehen, aber wenn es Adrian glücklich machte. Die meisten Gäste waren schon ca gegen Mitternacht vom Fest gegangen. Übrig blieben nur noch meine neue Familie und meine besten Freundinnen. Ich saß noch mit Jenna und Maddy an einem Tisch beisammen. Wir aßen noch etwas übrig gebliebene Torte, es fühlte sich an wie früher. Wie Hogwarts. Wir waren immer noch so unzertrennlich. Das unzertrennliche Dreier-Gespann. Es war ein wundervoller Abend, Lichterketten hingen im Garten und Glühwürmer flogen herum. Es war eine laue Sommernacht. Wir bedienten uns noch am Buffet, Essen und Getränke, was alles noch da war. Ich hatte mir Feuerwhiskey genommen und aß dazu noch die Torte. Meine Freundinnen ebenfalls. Bald darauf setzten sich Adrian, Aleko und William zu uns. Adrian zog mich an sich und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Er trug nur noch sein weises Hemd, hatte dieses bis zur Mitte geöffnet und dazu noch seine Hose und die Schuhe. Seine Krawatte hatte er schon vor Stunden über einen Stuhl gelegt und sie dort auch gelassen. Leider verabschiedeten sich unsere Freunde bald und wir gingen langsam ins Haus hinein. Aufräumen wollten wir erst morgen. Ich ging Hand in Hand mit Adrian, spürte den Ring an meinem Finger und war so glücklich. Plötzlich sah mich Adrian eindringlich an und fragte: „Wie geht es dir?“ woraufhin ich ihn fragend ansah, dann aber meine Arme um seinen Hals legte und sagte: „Du hast mich heute zur glücklichsten Frau der Welt gemacht, was soll ich noch sagen?“, ich drückte ihm meine Lippen auf seine und überrumpelte ihn damit ziemlich. Aber Adrian brach den Kuss ab. „Nein, ich meine, wie geht es dir in deinem Inneren. Ich habe Angst, dass ich dir weh getan habe, in dem ich dich geheiratet habe.“ verdeutlichte mir Adrian. „Wie kannst du mir weh tun? Ich wollte dich heiraten, das war doch von Anfang an der Plan und...und ich würde immer wieder diese Entscheidungen treffen.“ sagte ich jetzt lauter, doch er stieg mit ein. „Und was ist mit deiner Familie? Du...du hast jetzt zwar eine neue, aber was ist mit deiner Mum? Oder deinem Bruder? Dein Vater? Sie hassen dich, sie haben dich verstoßen, weil du mit mir zusammen bleiben wolltest, weil DU mich heiraten wolltest. Das kannst du mir nicht vorspielen, das es völlig in Ordnung für dich ist.“ schrie er fast schon. Ich hatte Tränen in den Augen, trotzdem sah ich ihn noch mutig an und sagte: „Ja, es ist schwer, es ist hart. Aber...aber ich kann sie nicht Familie nennen, wenn sie die Verbindung zwischen uns nicht wollen. Sie hassen mich dafür, weil ich dich liebe, aber ich werde die Gefühle für dich nicht einfach vergessen, du bist die Liebe meines Lebens und und ich lasse dich nicht wegen ihnen einfach so gehen. Mir ist es nicht wichtig, was sie über mich denken, weil ich dich habe.“ als ich geendet hatte blieb ich seinem Blick standhaft und wartete auf seine Reaktion. Er nickte nur kurz, ging dann auf mich zu, strich mir ein paar Haarsträhnen nach hinten und gab mir einen innigen Kuss, der zu noch viel mehr wurde... Ausgang der Geschichte: Ein Jahr nachdem Adrian und ich geheiratet hatten waren wir auf Jenna's und Aleko's Hochzeit eingeladen. Ich hatte einige Tage vorher erfahren, das ich schwanger war. Auch Adrian wusste es schon und Maddy auch. William wahrscheinlich auch. Mittlerweile waren Maddy und Will ja auch schon ein Paar geworden. Sie waren irgendwie süß zusammen. Maddy war immer die Schüchterne gewesen und Will so ein bisschen Bad Boy mäßig, aber die Beiden zusammen waren einfach wundervoll. All diese Leute waren nun meine Familie, auch die Eltern von Adrian waren mir ans Herz gewachsen. Und wir würden bald eine glückliche Familie werden. Zu meiner eigenen Familie hatte ich keinen Kontakt mehr. Auch wenn ich wollte, sie verabscheuten mich. Ich hatte Phil einmal im Ministerium getroffen, aber damals hatte er mir klar gemacht, das er wirklich keinen Kontakt zu mir wollte. Er hasste mich und auch meine Eltern und sogar meine Großeltern sahen mich nicht mehr als Teil der Familie. Das schmerzte wirklich sehr, besonders da ich sie noch liebte. Sie waren immerhin meine Familie. Aber ich versuchte mich jetzt auf meine eigene kleine Familie zu konzentrieren, die sich innerhalb der nächsten Jahre vergrößerte. Ich bekam als erstes einen kleinen Sohn, William wurde sein Patenonkel, wir nannten ihn Louis und zwei Jahre später noch einmal einen namens Terry, diesmal war Aleko Patenonkel. Adrian liebte seine zwei Jungs, aber er liebte noch mehr das kleine Mädchen, welches ich noch mal fünf Jahre später bekam. Wir nannten sie Roxanne, wobei wir lieber ihren Spitznamen nutzten, „Roxy“. Jenna war Roxy's Patentante. Jenna bekam nur ein Kind mit Aleko, namens Josh. William bekam mit Maddy Zwillinge, ein Mädchen und einen Jungen, namens Christian und Betty. Wir waren alle untereinander irgendwie Patenonkels und -tanten, unsere Kinder besuchten alle Hogwarts und wuchsen miteinander auf. Ich liebte ja meine beiden Jungs und Roxy war unser ganzer Stolz. Sie war ein Metamorphmagi und verblüffte uns alle regelrecht. Der Älteste unserer Jungs, Louis kam nach Slytherin, Terry dafür nach Gryffindor und Roxy zusammen mit Betty und Christian (ja, die beiden kamen ins gleiche Haus) nach Ravenclaw. Josh ging auch nach Slytherin. Es war unsere eigene, ganz persönliche, kleine Familie. Wir unternahmen oft Dinge zusammen, machten Familienfeiern und hofften auch das sich unsere Kinder immer gut untereinander verstehen würden. Auch wenn es bei Adrian und mir persönlich oft ziemlich stressig war mit drei Kindern in unterschiedlichen Altersklassen. Aber trotzdem waren wir glücklich und oft auch froh, wenn die Kinder wieder in Hogwarts waren. Wenn ich dann auf mein Leben zurück blickte war ich irgendwie froh wie sich das alles entwickelt hatte. Und Adrian war anscheinend auch immer noch glücklich. Also, ich war froh über all die Entscheidungen die ich in meinem Leben getroffen hatte und war es auch bis an das Ende meines Lebens. Genauso wie bis zu meinem Tod, mein erstes gemeinsames Foto mit Adrian auf dem Nachttisch neben unserem Bett stand. Auf dem Foto waren wir jung geblieben. Es war das Foto vom Weihnachtsball. Unsere Liebe war so stark, bis zu unseren letzten Atemzügen. Ich verstarb vor Adrian, im Alter von 78 Jahren, Adrian überlebte mich und wurde 81 Jahre alt. Sein letzter Wunsch war es gewesen, in unser Grab den Spruch „Geschrieben mit der Hand, die dein ist, und so ist das Herz.“ einzugravieren und so waren wir für ewig vereint. Wir waren beide im Himmel und uns gehörte dort die Ewigkeit. Ich, und auch Adrian, wollten nicht, das unsere Kinder am Grab von uns weinten, denn wir sahen von oben auf sie hinunter, wir wachten über sie und würden sie erwarten, wenn es Zeit für sie wäre. Immerhin wurde unsere kleine Roxy Aurorin und heiratete einen angesehenen Auroren, wir bekam einen Enkel. Terry wurde ein guter Zauberer, arbeitete im Ministerium und war damit glücklich und Louis wurde, wie auch sein Vater schon, ein berühmter Quidditchspieler und Frauenschwarm. Wir waren stolz auf unsere Kinder. Ich war froh, wie mein Leben abgelaufen war. Ich war glücklich gewesen und das zählte für mich und meine Kinder waren jetzt glücklich, sie erlebten gute Zeiten. Adrian und ich waren für immer vereint. Im Leben wie auch im Tod und weit darüber hinaus. Written with the hand which fain would be yours, and so is the heart. Henry VIII. of England

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