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Bandana

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2 Kapitel - 1.505 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 2.113 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Man sieht es immer wieder, ob im Fernsehen, den Nachrichten oder in der Zeitung: Terroristen dringen in Schulen ein und schießen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Keiner kommt dabei auf den Gedanken, dass es auch einen selbst erwischen kann. Meistens wird ein mitleidiger Blick auf die Zeitung geworfen, danach vergisst man das Ganze schnell wieder. Und dann passiert es doch, und die Folgen können grauenhafter sein als du es dir je erträumen könntest.

Das ist sie also, meine erste Pasta. Ich würde mich sehr über ehrliche Kritiken freuen!

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Die Sonne schien blendend hell durch das geöffnete Fenster hinein, eben erst über den Horizont gestiegen. Ich blinzelte und schlug langsam die Augen
Die Sonne schien blendend hell durch das geöffnete Fenster hinein, eben erst über den Horizont gestiegen. Ich blinzelte und schlug langsam die Augen auf, nur um sie wegen dem Licht direkt wieder zusammen zu kneifen. »Dave, Frühstück ist fertig!«, hörte ich die die Stimme meiner kleinen Schwester säuseln. Sie liebte es, mich früh am Morgen aus den Federn zu summen, mich geborenen Langschläfer. Mit einem leisen, gequälten Seufzer richtete ich meinen Oberkörper auf und rutschte zur Bettkante hinüber. »Guten Morgen Ellie« Ich schenkte meiner Schwester einen kurzen Blick, dann schob ich sie aus meinem Zimmer hinaus. Es war nicht besonders groß, aber für meine Begriffe sehr schön möbliert und hell. An der Wand hingen meine Bandanas, sechs Stück insgesamt. Ich konnte es mir nicht erklären, aber ich benutzte immer dasselbe, um meinen Kopf zu schmücken. Langsam schlüpfte ich in meine hellblaue Jeans, zog das enge, weiße T-Shirt mit Dreiviertelärmeln an und schnappte mir mein einzig wahres, olivgrünes Bandana. Als ich dann selbst mein Zimmer verließ erwartete Ellie mich schon, und wie sonst auch immer verdrehte sie die Augen. »Du kannst doch nicht ewig dieses grüne Ding auf dem Kopf haben, David!« Ich lief routiniert das Kinn hebend an ihr vorbei, so wie ich es mir angewöhnt hatte. Nichts und niemand konnte mich von meinem Bandana trennen, und so sollte das auch bleiben! Ich trampelte die Treppen hinunter, durchquerte das Wohnzimmer und gelangte schließlich zur Küche, wo meine Eltern bereits an ihren Brötchen kauend am Tisch saßen. Vater blickte nur sehr kurz von seiner Zeitung auf, musterte mich, zog die Mundwinkel nach unten und konzentrierte sich dann wieder auf das Papier.
Mutter warf ihm einen scharfen Seitenblick zu, den er einfach ignorierte. »Auch schon da, Davie?« »Mom, mein Name ist David oder meinetwegen auch Dave, aber niemals etwas anderes, ja?« Ich schenkte ihr ein Lächeln und sie lächelte zurück, zum Beweis, dass nichts davon böse gemeint war.

Auf dem Weg zur Schule wurde mir mulmig zumute. Mein Blut brodelte unangenehm und ich spürte regelrecht, dass irgendetwas Schlimmes geschehen würde. Das seltsame Gefühl verfolgte mich unbarmherzig bis zum Klassenraum der
12. Klasse, in dem ich mich sonst immer so in Sicherheit wähnte. Nervös flog mein Blick zum Fenster hinaus, wieder ins Innere des Klassenraumes, und- war da draußen nicht etwas gewesen? Eine vermummte Gestalt, mit einem Gewehr in der Hand? Oder war das nur ein Fahrradlenker? Kalter Schweiß rann mir den Rücken hinunter und Bildete einige Tropfen in meinem Gesicht. Ich hörte Schritte auf dem Korridor und wurde panisch. Aber vielleicht vollkommen zu Unrecht? Das gleichmäßige Geräusch von Schuhsohlen die auf den Laminatboden klopften kam immer näher. Und dann... ja, dann kam unsere Lehrerin schnurstracks in den Klassenraum spaziert, stellte sich ohne viel Tamtam hinter ihren Pult, lugte über den Rand ihrer Brille in das Klassenbuch hinein und holte tief Luft. »David Soyle, komm bitte zur Tafel!« Natürlich! Heute war ich mit der mündlichen Kontrolle dran! Mit etwas zittrigen Knien erhob ich mich von meinem Stuhl, da flog ohne Vorwarnung die Tür auf, und eine maskierte, schwarz Verhüllte Gestalt platzte herein. Der Mann, soweit man das sagen konnte, hob ein Gewehr und feuerte krachend und ohne wirkliches Ziel Schüsse ab. Die Lehrerin fiel zu Boden, während sich mein Banknachbar an die Brust griff. Ich wollte mich gerade schreiend zu Boden werfen, da durchzuckte mich purer, brutaler Schmerz.

Ein Querschläger hatte mich im sehr steilen Winkel am rechten Auge erwischt, dessen Licht sofort nicht mehr meines war. Die Schmerzen waren unfassbar quälend, nichts hätte ich lieber gewollt als einen direkten Kopfschuss. Meine komplette Augenpartie samt dem Knochen darunter musste zerschmettert sein, so fühlte es sich jedenfalls an. Es war, als würde mein Schädel in heißem Wasser sieden, aber auch die stechende Kälte des Eises spürte ich. Das, was ich mit meinem linken Auge noch sehen konnte flackerte ungesund, alles in mir brüllte nach dem nun heiß ersehnten Tod. Doch eben dieser schien mich nicht haben zu wollen, ließ mich auf dem Boden zusammengekrümmt liegen. Stöhnend zog ich mir meine Bandana über das rechte Auge, welches samt seinem Umfeld sicherlich schrecklich entstellt war. Dann umfing mich eine gnädige Dunkelheit, die mit Ohnmacht einherging und mir fürs erste den Schmerz nahm.
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Bandana
Bandana
Man sieht es immer wieder, ob im Fernsehen, den Nachrichten oder in der Zeitung: Terroristen dringen in Schulen ein und schießen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Keiner kommt dabei auf den Gedanken, dass es auch einen selbst erwischen kan...
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2015-09-13
40D0
Creepypasta

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