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Sommerwind

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1 Kapitel - 499 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 1.675 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Unter ihren leichten Schritten knackten die trockenen Halme und mit ihren Händen strich sie über den goldenen Weizen. Das Getreidefeld zog sich bis zum Horizont hin, der von der untergehenden Sonne feuerrot brannte. Hinter ihr lag eine kleine Landstraße und weit übers Land erstreckten sich grün-goldene Hügel, die mit Gänseblümchen bewachsen waren. Hier und da standen Büsche mit roten Beeren und Bäume mit süß riechenden Blüten.

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    Unter ihren leichten Schritten knackten die trockenen Halme und mit ihren Händen strich sie über den goldenen Weizen. Das Getreidefeld zog sich bis
    Unter ihren leichten Schritten knackten die trockenen Halme und mit ihren Händen strich sie über den goldenen Weizen. Das Getreidefeld zog sich bis zum Horizont hin, der von der untergehenden Sonne feuerrot brannte. Hinter ihr lag eine kleine Landstraße und weit übers Land erstreckten sich grün-goldene Hügel, die mit Gänseblümchen bewachsen waren. Hier und da standen Büsche mit roten Beeren und Bäume mit süß riechenden Blüten.
    In diesem Moment kam ein sachter Wind auf, der um ihre Nase fegte und den Duft von würzigen Kräutern zu ihr trug. Zwischen dem Weizen wuchs vereinzelt Mohn und Bienen summten umher. Das Getreide wog im Wind, wie ein goldenes Meer vor der Küste. Woge für Woge zog über das Land.
    Sie lief mit einem Lächeln auf den Lippen weiter, angetrieben durch den warmen Wind, der sie immer näher zur Sonne brachte. Es war einer der letzten Tage im Sommer und einer der schönsten Tage im ganzen Jahr. Und doch war sie vollkommen allein. Niemand war zu sehen, kein Vogel zu hören. Es gab nur das Summen der Bienen und das Pfeifen des Windes in ihren Ohren.
    Immer weiter und weiter führte sie ihr Weg zur Sonne. Bald war es ihr, als wenn sie die Wärme des Feuers spüren konnte, dass den Flammenball umgab. Der Weizen um sie herum entflammte in der Hitze und schlug ihr entgegen. Ihr leichtes Kleid fing Feuer, doch es störte sie wenig, denn die Flammen züngelten nur am Rand ihres Rockes. Noch nie hatten ihre jungen Augen so etwas gesehen. Faszination funkelte in ihnen.
    Ihr Blick war gen Himmel gerichtet, so merkte sie nicht, dass der Boden unter ihr verschwand. Sie schrie erschrocken auf und versuchte ihr Gleichgewicht am Rand einer Klippe zu halten. Vor ihr brannte die Sonne lichterloh und unter ihr erstreckte sich die Hölle selbst. Arme aus Feuer kamen ihr entgegen und griffen mit langen Fingern nach ihren Beinen.
    Der heiße, trockene Sommerwind kam erneut auf und schien sie nach vorn zu drücken, in die endlose Tiefe und sie fiel.

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Kommentare (6)

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vor 860 Tagen flag
Ein wenig spät XD
Maerchenzauber: Feuer frei! Mach ruhig ^^
vor 907 Tagen flag
Ich bin auf der Suche nach Märchen über die Sonne auf dein Märchen gestoßen und es hat mich sehr berührt. Ich bin unter anderem Märchenerzählerin und würde dein Märchen so gerne in passender Runde erzählen. Hätte ich denn dein Einverständnis? Ich würde natürlich dazu sagen, von wem das Märchen stammt. Ich freue mich auf eine Antwort :-)
vor 1877 Tagen flag
Sonst lese ich fast nur Animestorys aber diese hier ist soooooo schön (und sooo traurig) das ich sie schon zum 5. mal lese. Schreib unbedingt noch mehr Texte(/Märchen?) dass fände ich supidupispitzenklasse 😽
vor 1946 Tagen flag
das Märchen ist soo traurig aber auch sooooo wunderschön... Du solltest mehr solcher Texte schreiben, denn du hast echt das talent dafür❤️
Bitte mach weiter🌙💭☀️
vor 1955 Tagen flag
@Dark Dragon, ja. Alles ist von mir, auch die Idee dazu ;)
vor 1956 Tagen flag
Das Märchen ist wunderschön... Hast du es dir selbst ausgedacht?