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6:66 Uhr

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1 Kapitel - 624 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 2.680 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

1
Es ist früh am Morgen. Genau 5 min nach 7. Normalerweise würde ich jetzt noch schlafen, aber heute ist kein normaler Tag. Um 7 Uhr bin ich aufgewacht weil ich ein seltsames Klingeln gehört habe. Einen silberhellen Klang. Ich habe es auf die Turmuhr meiner Großmutter geschoben auch wenn diese eigentlich dunkler schlägt.........aber das tut jetzt nichts zur Sache. Jedenfalls war es kurz nach 7 aber, die tadellos funktionierende Funkuhr meines tadellos funktionierenden Handys zeigte 6:61 Uhr.

"661"

Ich wusste nicht was das bedeuten soll also schob ich es auf einen Technischen Defekt.
Ich versuchte gerade wieder einzuschlafen als ich den hellen Ton zum zweiten Mal hörte. Mein Handy ging an obwohl ich keinen Knopf gedrückt hatte und ich sah die Uhrzeit 6:63 Uhr.

"662"

Es war doch viel mehr Zeit als nur eine Minute vergangen, oder? Irgendwie würde es langsam unheimlich. Das Haus war so still. Selbst das Geschrei des Babys war verstummt. Wieder dieser Klang. Es war lauter und durchdringender als das letzte mal. Ich schrie erschrocken auf. Meine Handflächen waren schon ganz nass. Wieder ging mein Handy an. Es zeigte 6:63 Uhr.

"663"

War außer mir niemand wach geworden? Nach dem nächsten klingeln stand ich auf und lief zum Zimmer meiner Eltern.

"664"

Die Leiche meiner Mutter flog mir fast entgegen. Die Kehle war ihr herausgerissen worden und in ihren Augen stand das pure Entsetzen. Ihr Blut breitete sich auf meinem Schlafanzug aus. Mein Vater und das Baby sagen nicht besser aus. In das Zimmer meiner Großeltern traute ich mich gar nicht erst hinein.
Wieder ein klingeln.

"665"

Am Ende des Flures hörte ich ein schlurfen. Ich presste die Hände an den Mund um nicht loszukreischen. Schnell flüchtete ich in mein Zimmer und versteckte mich unter meinen Kissen und Decken. Meinen zitternden Atem versuchte ich in meinem Ärmel zu ersticken. Ich konzentrierte mich ganz auf die nassen Flecken die meine Tränen auf meinem Oberteil hinterließen. An irgendetwas Realem festhalten. Dass das machte den Blutfleck meiner Mutter nur unerträglicher. Oh bitte! Nicht durchdrehen!
Doch es half nichts. Ein wahnsinniges Schluchzen Klang durch das ganze Zimmer. Die Schlurfenden Schritte verstummten für einen Moment. Dann gingen sie immer lauter werdend wieder los. In meine Richtung. Vor Angst konnte ich mich nicht bewegen. Unbeschreibliche Angst. Dann war das........Wesen da. Eine unmenschliche Klaue legte sich auf meinen Arm und drehte mich auf den Rücken. Drei dunkle Blutstropfen versanken in der Matratze. Mein Herz schlug so schnell das ich meinte jeder Schlag könne der Letzte sein. Ich halt das nicht mehr aus. Das Licht verlosch mit einem unheilvollen Knall. So musste ich wenigstens nicht mit ansehen wie sich die Klaue des Monsters zuerst in meinen Bauch grub. Fast ohnmächtig vor Angst spürte ich nicht mehr viel. Ich spürte nicht wie das Monster meine Rippen zersplitterte und auch nicht wie es meine Lungen zerfetzte. Ich sah nicht wie viel Blut über das Bett floss. Und auch nicht den Brei aus Knochensplittern und Fleischstückchen.

Der letzte Moment meines Lebens war wie ein erwachen.

Doch es war kein Traum.

Ein glockenhelles Klingeln.

"666"

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