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Narutos Welt mal anders: Der Bürgerkrieg (Teil 8) Die Jagd auf Sokuron

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9 Kapitel - 15.319 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-05-19 - Entwickelt am: - 1.670 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum achten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Asugakure lag in Trümmern und die Kaiserlichen machten sich auf die Suche nach Sokuron. Zur selben Zeit hat der Großmeister des Silbernen Kreises Turass, Serra und Kisina beauftragt, die Kunoichi Fuu aus Takigakure, die Jinchuuriki des Shichibi, zu entführen. Es gelang ihnen, Fuu zu fassen, bevor Akatsuki sie kriegen konnte, und brachten sie in ein geheimes Labor.
Zur selben Zeit wurde Zanun Modira, König von Morodas, und Prinzessin Kyra von Sokuron getötet.

Wegen dem Attentat auf die Herrscherfamilie wird Sokuron von allen Einheiten des Kaiserreiches gejagt. Tausende und Abertausende von Ninjas machen sich nun auf die Fersen des Irren Ninjas Sokuron und jagen ihn pausenlos. Zur selben Zeit macht sich Akatsuki auf die Suche, um den verlorenen Shichibi zu finden.
Währenddessen stellt sich Tsunade die Frage, ob Konohagakure weiterhin neutral bleiben sollte oder sie ein Team schicken sollte, um Sokuron zur Hilfe zu eilen.

1
Die vier Könige

Dafür, dass sie eine solche Macht besaßen, betraten die mächtigsten der Mächtigen eher bescheiden ihr Räumlichkeiten. Jedoch war es auch nicht nötig, dass die Herrschaften mit Soldaten oder umhertanzenden Frauen auftauchten, die Kränze um sich warfen.
Sakina kannte jeden der „jungen Könige“, wie sie von der Unterwelt auch bezeichnet wurden.
Zwei Jungs und ein Mädchen betraten das Büro, die kaum älter waren als Sakina selbst. Doch trotz mit ihren fünfzehn Jahren hatte jeder von ihnen sich einen Namen gemacht und besaß mehr Einfluss als die meisten Politiker in ihrer gesamten Amtszeit.
Als erstes betrat Juki Masuri das Büro. Sie wurde auch die „Weiße Königin“ genannt, und das zu recht. Ihre schneeweißen Haare wallten über ihre Schulter, ihre hellblauen Augen wirkten so kalt, als wäre sie eine Eisdämonin. Ihre rechte Gesichtshälfte war durch eine linienartige Tätowierung eingeschlossen, so als würden finstere Zeichen ihre Seele rauben wollen.
Es wirkte gespenstisch, aber zugleich so unzerbrechlich schön. Eine Eigenschaft, die Sakina immer an Juki geschätzt hatte. In der Regel trug Juki einen dunklen Kampfanzug, doch für die heutige Nacht hat sie sich für einen weißen Kimono, der mit Symbolen übersät war, die aussahen wie Sichelmonde, entschieden. Sakina fragte sich gerade, welche Waffen Juki wohl unter dem Kimono versteckte.
Nicht umsonst wurde Juki als die Weiße Königin bezeichnet.
Ursprünglich war sie die Prinzessin vom Königreich Turian. Doch als dann Turian von den anderen drei großen Königreichen überrannt und in Stücke gerissen wurde, konnte Juki fliehen. Jedoch wurde sie von Sklavenhändler aufgegriffen und sollte meistbietend verkauft werden. Jedoch hatte Juki kein Interesse daran, für irgendjemanden die Gespielin zu sein. Eines Tages hatte sich Juki losgerissen und den Anführer der Sklavenhändler getötet. Es hieß, sie soll dem Anführer beim lebendigen Leib den Kopf abgerissen haben. Ob das der Wahrheit entsprach, konnte keiner klären, aber das war Sakinas Lieblingsstelle in Jukis Geschichte.
Juki hatte die Sklavenhändler getötet und danach die Gefangenen frei gelassen. Nur fünf der Sklaven blieben bei Juki und folgten ihr. Mit dieser kleinen Kampftruppe griff sie die Syndikate nacheinander an und übernahm sie. Innerhalb eines Jahres hatte Juki alle Verbrechersyndikate unter Kontrolle gebracht und galt seither als die Herrscherin der Unterwelt.
Ihre Organisation hatte nicht nur sämtliche Syndikate im Tal der Mondberge unter Kontrolle, sondern unterhielt auch noch Kontakt zu anderen Organisationen wie Akatsuki oder Orochimaru. Sakina würde es nicht überraschen, wenn Juki den Namen von jedem abtrünnigen Ninja kannte.
Als nächstes betrat Vitu Arass das Zimmer, der auch als der „Handelskönig“ bekannt war. Seine kastanienbraunen Haare waren kurzgeschnitten und fein gekämmt. Er trug einen schwarzen Anzug mit blutroten Hemd, dunkelroter Krawatte, einer schwarzen Weste und einem Kurzmantel, der ihn zu den Knien reichte. In seiner rechten Hand hielt er einen schwarzen Gehstock, der einen silbernen Griff hatte.
Was besonders hervorstach, waren seine Augen. Die Iris war tiefschwarz wie die Nacht und weiße Flammen umhüllten die Pupille. Es sah aus, als wären seine Augen Schwarze Löcher, die einen weißen Feuerrand hatten.
Sakina erkannte sofort, dass es weder eine Anomalie noch ein Zaubertrick war.
Es war das Schurugan, eines der Acht Suragans.
Sie besaß die Macht, den Schatten und jede Form der Dunkelheit zu kontrollieren. Damit gehörte sie, genau wie das Liongan, zu den stärksten Suragans. Jedoch hatte das Schurugan einen hohen Preis.
Ihre Träger waren blind.
Um das Schurugan zu erlangen, mussten deren Träger ihr Augenlicht opfern. Nur mithilfe des Schurugan konnten sie sehen. Vitu hat eine Methode entwickelt, wie er das Schurugan die ganze Zeit benutzen kann, ohne dabei zu viel Chakra zu opfern.
Dieser Anblick wirkte auf viele Menschen sehr gruselig. Einer der Gründe, warum Vitu auch gerne als der schattenhafte Handelskönig genannt wurde.
Mit gerade mal zwölf Jahren hatte Vitu die Kontrolle über den Arass-Konzern übernommen, nachdem seine Eltern starben. Ursprünglich war es eine Rüstungsfirma, doch mittlerweile hatte der Arass-Konzern sich in vielen Industriezweige ausgebreitet und unterhielt sogar eine eigene Handelsflotte.
Allerdings gab es über den mächtigsten Konzern der Welt viele Gerüchte. Es hieß, dass Vitu Anschläge auf rivalisierende Firmen durchführen ließ, Politiker oder andere hochrangige Leute, die ihm im Weg standen, töten ließ und dass er eine Piratenflotte unterhielt, die die Seewege der Konkurrenz überfielen.
Jedoch wusste Sakina, dass es keine Gerüchte waren. Vitu war nicht umsonst der reichste Junge im Kaiserreich. Sein Gespür für Geschäfte und sein kriminelles Genie waren legendär unter den Schattenherrschern.
Der nächste Gast war niemand geringerer als der stellvertretende Ossakage Jurak Fukana, oder auch in Kurzform der Vize-Ossakage. Mit gerade mal fünfzehn Jahren der zweitmächtigste Mann in Ossakage zu werden, war schon eine Glanzleistung.
Jurak wies nicht nur ein unglaubliche Kampfkraft auf, sondern auch großes strategisches Geschick. Mit gerade mal acht Jahren hatte Jurak den Rang eines Jonins besessen und wurde immer mit den schwierigsten Aufträgen vertraut. Er war es auch, der damals das Bündnis zwischen Ossagakure und den Silberröcken in die Wege leitete. Als dann aber die Rebellion der Drei Schwertninjas einen Kagen nach dem anderen aus dem Weg schaffte, war es auch Jurak, der die Silberröcke zum Verrat leitete. So konnte ein Bündnis zwischen den Rebellen und den Silberröcken geschlossen werden.
Nach der Rebellion wurde Rana Asak die neue Ossakage, die kurz darauf Jurak zum Vize-Ossakage ernannte. Obwohl er nur der zweite Mann war, so war Jurak in Wirklichkeit der Herrscher über das Dorf. Die junge Ossakage war nur noch seine Marionette.
Auf diese Weise besaß er große Macht innerhalb des Kaiserreichs, ohne dass es die Öffentlichkeit wusste.
Statt seiner üblichen Robe, tauchte Jurak in seiner leichten Panzerung auf und trug einen violetten Umhang. Seine Haare waren pechschwarz, die Augen violett und auf seiner rechten Wange war eine tiefe Schnittnarbe, die über sein Auge zog.
„Ich freue mich, dass Ihr gekommen seid“, begrüßte Sakina freundlich. „Jedoch muss ich darauf bestehen, dass Ihr euch ausweist. Ich muss wissen, ob Ihr es wirklich seid oder nur Schattendoppelgänger oder irgendwelche Trottel, die sich verwandelt haben. Glücklicherweise gibt es etwas, was kein Verwandlungsjutsu der Welt verfälschen könnte.“
Sakinas Augen verwandelten sich in das tiefgraue Nurogan. Sie starrte ihre Gäste an, als wäre sie die Torwächterin am Tor zur Unterwelt, die die Seelen prüfte.
Juki und Jurak schlossen für eine Sekunde ihre Augen. Als sie ihre Augenlieder wieder öffneten, schauten völlig andere Augenpaare die Gastgeberin an.
Jukis Augen wurden so weiß wie ihre Haare, eiskalt und glitzernd wie die Sterne am Nachthimmel. In der Iris tauchten zackenartige Symbole auf.
Das Asyragan, eines der Acht Suragan und Beherrscher des Eises.
Jurak wiederum zeigte blutrote Augen, in dessen Iris schwarze Flammen aufflackerten wie bei einem Lagerfeuer. Diese gruselig aussehenden Augen war das Furugan, auch eines der Acht Suragans, welches das Feuer beherrschte.
Da Vitu sein Schurugan schon permanent einsetzte, brauchte er es nicht noch einmal zu aktivieren. Nun konnte Sakina sicher seien, dass die Ankömmlinge keine Betrüger waren. Egal, wie gut ein Ninja eine Verwandlung beherrschte, niemand konnte ein Suragan fälschen. Sie könnten es versuchen, aber ein Suragan würde immer einen anderen Suragan erkennen können.
„Ich danke euch“, sagte Sakina und ließ ihr Nurogan wieder verschwinden. „Ich hoffe, ihr versteht, dass ich sichergehen musste.“
„Wir haben dafür durchaus Verständnis“, erwiderte Jurak ruhig. Sowohl Juraks wie auch Jukis Augen nahmen wieder ihre ursprünglichen Formen an. „Man kann nie vorsichtig genug sein.“
„Wohl wahr“, meinte Juki und lächelte dabei finster. „Lieber paranoid als naiv, sage ich immer.“
„Bitte, nimmt doch Platz“, bot Sakina an.
Vor Sakinas Schreibtisch befanden sich zwei Sofas, die vor einem kleinen Tisch standen. Jurak und Vitu setzten sich auf das eine Sofa, während sich Juki gegenüber setzte. Nachdem Sakina ihnen Drinks anbot, nahm sie neben Juki Platz.
„So sehr ich deine Gastfreundschaft schätze“, fing Vitu an, „doch wir würden gerne wissen, wieso du uns herbestellt hast.“
Nachdem Sakina einen Schluck von ihren Tee nahm und die Tasse auf den Tisch abstellte, lehnte sie sich auf das Sofa zurück und schaute ihre Gäste an, als wäre sie eine Königin, die von ihren Generälen umgeben war.
„Jeder von uns ist der Kopf einer mächtigen Organisation“, sagte Sakina in ihrer gewohnten ruhigen Art. „Jedoch tobt nun dieser alberne Krieg, der unsere Geschäfte stört. Jeder von uns hat große Verluste erlitten, wenn ich mich nicht täusche.“
„Allerdings“, wandte Vitu gehässig ein. Er rümpfte dabei die Nase, als hätte er gerade etwas Ekelhaftes gerochen. „Ich habe mehr Schiffe durch diese dreimal verfluchte kaiserliche Flotte verloren als in den letzten drei Monaten zusammengenommen. Diese Penner von Morodas haben einen nervösen Zeigefinger. Ständig ballern sie los, bevor sie fragen. Einige Milliarden Ryos sind mir dadurch schon durch die Lappen gegangen.“
„Gibt es nicht die Möglichkeit, die Piraten darauf anzusetzen?“, hakte Juki nach.
„Das wird wohl kaum gehen“, brummte Vitu weiter. „Es ist eine Sache, Handelsschiffe zu überfallen, aber ein völlig anderes, schwer bewaffnete Kriegsschiffe anzugreifen. Die Piraten tun für Gold alles, aber sie sind nicht lebensmüde. Davon abgesehen, beschlagnahmen die Kaiserlichen immer mehr von meinen Schiffen oder übernehmen Rüstungsfirmen von mir. Das reicht mir langsam. Sollen sie doch ihre Scheißwaffen selber bauen. Ich bin doch nicht ihr Geldautomat.“
„Und bei mir stehen sie auch immer vor der Tür, weil ihnen die Truppen ausgehen“, brummte der Vize-Ossakage. „Und da unsere Ossakage so nutzlos ist wie ein Schuhkarton, bleibt alles an mir hängen. Nur, was soll ich denn machen? Ich kann doch keine Truppen aus den Rippen schneiden. Schließlich brauche ich meine eigenen Einheiten für meine Operationen. Aber wenn dieser Krieg weitergeht, habe ich bald keine eigenen Leute mehr.“
„Ist sie wirklich so lausig?“
„Hm?“
„Du hast gesagt, die Ossakage sei nutzlos“, wandte Vitu ein. Sein Blick wirkte etwas skeptisch, aber gleichzeitig amüsiert. Jurak ließ seinen Kopf hängen und stöhnte schwerfällig, als hätte er es jeden Tag mit einer Analphabetin zu tun. Dann hob sich sein Kopf wieder.
„Die Ossakage kann ja kämpfen, hat Charisma und sieht auch noch verdammt gut aus, aber als Führungspersönlichkeit ist sie eine Null.“
Jurak wischte mit seiner Hand einmal über das Gesicht, als würde er sich über ein störrisches Kind aufregen.
„Sie hat keine Ahnung von Strategie und schickt die Leute willkürlich über die Karte, weil sie es nach Gefühl macht. Ehrlich, wenn ich nicht ständig eingreifen würde, wäre Ossagakure schon längst von der Bildfläche gefegt worden. Es grenzt an ein Wunder, dass sie überhaupt gewählt wurde.“
„Warum hast du nicht den Posten übernommen?“, warf Juki ein. „Du hättest die Möglichkeit dazu gehabt, die Wahl nach deinen Bedingungen zu manipulieren, oder nicht?“
„Das schon“, erwiderte Jurak mit einem gespielten Lächeln, „aber ich stehe nicht so gerne in der Öffentlichkeit. Es ist angenehmer, wenn nicht alle Augenpaare auf einen gerichtet sind. So kann man in Ruhe seinen eigenen Interessen nachgehen, ohne dabei auf die Macht zu verzichten.“
Jurak genehmigte sich noch einen Schluck von dem Whiskey, bevor er weitersprach.
„Außerdem müsst ihr es auch mal so sehen: Derjenige, der auf dem Thron sitzt, hat immer die Arschkarte. Wenn ein Attentäter in den Saal stürmt, auf wen, glaubt ihr, würde er das Messer werfen? Dem König oder dem Mann, der hinter den Thron steht?“
„Da ist was Wahres dran“, stimmte Juki hinzu. „Ich persönlich genieße es, der Schattenboss zu sein. Die Vorzüge der Anonymität ist wie eine wärmende Decke.“
„Und da alle mit dem Krieg beschäftigt sind, wird dein Syndikat wahrscheinlich auch nicht angegriffen…“
„Naja, schön wäre es“, unterbrach Juki ruhig. „Vergiss nicht, dass wir nur ein Haufen Verbrecher in ihren Augen sind. Uns rücken nicht nur die Kaiserlichen, sondern auch die Rebellen auf die Pelle. Und seit einiger Zeit gehen mir auch Akatsuki und Orochimaru gehörig auf den Sack. Ständig versuchen sie, den Krieg für ihre Zwecke auszunutzen, um meine Organisation auszuhebeln. Das muss ein Ende haben.“
„Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass sowohl der Krieg wie auch das Ärgernis mit Akatsuki und Orochimaru endlich ein Ende finden müssen“, mischte sich Sakina ein.
Jeder von ihnen stimmte mit einem Nicken zu.
„Aus dem Grund schlage ich vor, dass wir unsere Ressourcen bündeln“, fuhr Sakina fort, „um gemeinsam den Krieg nach unseren Bedingungen zu beenden und gleichzeitig unsere Konkurrenten aus dem Spiel zu schmeißen.“
„Du meinst ein Bündnis zwischen uns vier?“
„Wieso nicht? Jeder von uns führt eine mächtige Organisation und ist ein Meister in dessen Fach. Vitu kennt sich mit der Wirtschaft, dem Handel und allen Industriezweigen besser aus als jeder andere hier. Jurak wiederum verfügt über politische Macht und weiß über jedes Reich und dessen Politik bestens Bescheid. Und unsere Juki hat jede noch so große Verbrecherorganisation unter Kontrolle und kennt jeden abtrünnigen Ninja auf der Welt. Meine Wenigkeit kann ohne Probleme finanzielle Mittel aus dem Nichts zaubern und ich kontrolliere sämtliche Banken, Casinos und andere Kreditinstitute. Jeder fünfte im Reich schuldet mir Geld. Damit hätten wir eine gute Mischung: Finanzen, Wirtschaft, Politik und Verbrechen.“
„In der Tat“, stimmte Juki zu. „Zusammen könnten wir alles erreichen. Was mich betrifft, bin ich einverstanden, solange ich nicht die Kontrolle über mein Syndikat verliere.“
„Nein, keine Sorge. Ich denke an eine Zusammenarbeit, nicht an eine neue Hierarchie.“
„Und wie genau hast du dir das vorgestellt?“
Plötzlich fing das Telefon an zu klingeln.
Sakina seufzte und rollte mit den Augen. Auch wenn sie ruhig blieb, war ihr die Verärgerung deutlich anzusehen.
„Entschuldigt mich kurz.“
Sakina stand auf, ging zum Schreibtisch und hob das Telefon von der Gabel. Sie presste die Ohrmuschel gegen ihr Ohr.
„Ich hatte doch gesagt, dass ich nicht gestört werden will“, brummte Sakina in den Hörer. „Was ist daran nicht zu verstehen?“
„Verzeihung, aber sie ist dran.“
Sakina fuhr mit der Hand einmal über ihr Gesicht.
„Na schön, stellen Sie durch.“
Im Hörer war ein kurzes Knistern zu hören, bevor die Stimme anfing zu sprechen.
„Was ist? Fass dich kurz.“
„Ich brauche unbedingt deine Hilfe“, sagte die Stimme. „Sokuron hat nun den König und die Prinzessin von Morodas umgebracht.“
„Das weiß ich auch“, erwiderte Sakina tonlos. „Stell dir vor, ich lebe nicht auf dem Mond.“
„Dann sollte dir klar sein, dass wir ihn aufhalten müssen!“
„Wir? Das glaube ich kaum. Das ist nun wirklich dein Problem.“
„Du steckst da genauso mit drin. Sokuron will uns alle erledigen. Wenn das passiert, wird alles zusammenbrechen.“
„Ich habe dir nur geholfen, das Gas zu bekommen. Alles andere hast du verzapft, mein Fräulein“, stellte Sakina klar. „Sokuron bringt nur deine Leute um, weil er Rache will, und ich kann es ihm nicht mal verübeln. Schließlich hast du sein Dorf abgefackelt wie eine brennende Mülltonne. Ich finde, Sokuron ist noch zu zaghaft. Ich hätte ja ganz andere Dinge mit dir angestellt.“
„Aber er ist auch hinter dir her!“
„Ja, aber nicht so sehr wie hinter dir. Davon abgesehen, habe ich ihm auch nicht solche Dinge angetan. Was hätte ich auch davon?“
„Hör zu, du musst mir helfen! Das ist ein Befehl!“
„Befehl?“, erwiderte Sakina verwundert, als hätte sie einen schlechten Witz gehört. „Was glaubst du eigentlich, mit wem du redest? Ich bin keiner deiner Arschlecker, Fräulein. Nur weil dein kleiner Arsch auf dem Kaiserthron sitzt, kannst du mich nicht wie ein Aufziehäffchen tanzen lassen, wenn es dir passt.“
Die Stimme wollte was sagen, aber sie wurde durch Sakina unterbrochen.
„Und spar dir deine Drohungen! Es gibt keinen Soldaten, der mich verhaften würde oder keinen Staatsanwalt, der verrückt wäre, mich anzuklagen und schon gar nicht einen Richter, der mich verurteilt. Und falls ich eines Nachts einen Killer in mein Bett finden sollte, dann solltest du künftig gut auf deinen Arsch aufpassen. Hast du mich verstanden?“
Der Hörer schwieg.
„Ich fragte, ob du mich verstanden hast.“
„Ja, ich habe verstanden.“
Sakina stöhnte abfällig.
„Gut, dann würde ich vorschlagen, du hörst auf, mir die Ohren vorzuheulen und schnappst dir Sokuron“, zischte Sakina weiter. „Das wirst du ja wohl noch hinkriegen, oder, meine liebe Cousine?“

Kommentare (150)

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AureliaImmerweiss ( von: AureliaImmerweiss )
vor 12 Tagen
Jep. Mich auch
Cozuria (12335)
vor 18 Tagen
Freut mich zu hören, dass es doch geklappt hat^^
AureliaImmerweiss ( von: AureliaImmerweiss )
vor 18 Tagen
Hallöchen
Danke.
Aber
Ein WUNDER
Ich sags euch
Ein WUNDER
meine Geschichte ist erschienen!
Aber trotzdem vielel vielen Dank
Für deine Unterstützung.
Vielen Dank
Süße Grüße
Ps
Nochmals Danke
Cozuria (94185)
vor 21 Tagen
Hallo Onewisker,
danke für deine Anregungen, doch jetzt zu deinen Beispielen.

1. Das Beispiel mit Anakin Skywalker ist kein "Miteinander" von Pro- oder Antagonist, sondern eine "Umwandlung". Es gibt kein Gesetz, wonach ein Protagonist bis in alle Ewigkeiten einer sein muss. Es gibt auch Geschichten, wo die Figuren die Seiten wechseln und somit ihre Rolle.
Anakin war bis Teil 2 der Held der Saga, doch dann hat er in Teil 3 die Seiten gewechselt und wurde somit zum Antagonisten, der sich Obi Wan Kenobi in den Weg stellt. In den Teilen 4-6 ist er dann Darth Vader und damit auch der Haupt-Antagonist von Luke Skywalker und den Rebellen.
Eine Figur kann damit nicht gleichzeitig Pro- und Antagonist sein, aber er kann die Seite bzw. die Rolle aufgrund von Charakterentwicklung wechseln.

2. Ich verstehe jetzt nicht ganz, worauf du hinaus willst. Die Ich-Form kann ja nur in den Passagen mit "Ich..."-Sätzen erzählen, die der Erzähler selbst erlebt hat. Die Bereiche, wo der Erzähler nicht selber dabei war, springt er verständlicherweise auf die 3. Form über. Es ist also nicht ausschließlich nur Ich-Form.
Bei der Erzählerform wiederum kann deshalb von allen Seiten in 3. Person gesprochen werden, weil dieser im Prinzip kein Mensch ist, sondern so eine Art "Erzähler am Lagerfeuer" ist, der eine Geschichte erzählt, oder eben ein "allwissender Erzähler", wie es im Ratgeber formuliert ist.

LG Cozuria (alias C)
Onewhisker (05684)
vor 22 Tagen
An den Ersteller:
Ich finde, der Artikel ist sehr gut geworden. Man hätte an manchen Stellen die Beispiele etwas kürzen können, aber er ist gut ausgeführt und anschaulich dargelegt.
Ich glaube aber, noch zwei Verbesserungsvorschläge hinzufügen zu können:
1. Pro- und Antagonist müssen nicht immer gegeneinander sein, sie können auch miteinander agieren. Beispielsweise wird Anakin Skywalker am Ende von Teil drei böse und kämpft für Darth Sidious.
2. Du hast den Er-Erzähler mit dem olympischen verschmelzen lassen.
Sie erzählen zwar beide in der 3. Person, unterscheiden sich jedoch, da der olympische alles weiß und der Er-Erzähler nur aus einer Sicht berichtet.
Cozuria (24427)
vor 22 Tagen
Naja, mit einem Handy dürfte das auch schwierig sein.
Ansonsten könnte ich versuchen, deine Storys zu verlinken. Ich muss nur wissen, zu welchen Genre es gehört, also ob es z. B. eine Naruto-FF oder One-Piece-FF oder was auch immer ist^^
AureliaImmerweiss (06052)
vor 22 Tagen
Hallöle
Ich schon wieder
; )
Ja nee
Ich habe eine mehr oder weniger wichtige Frage
Reicht es seine Email
Anzugeben
Oder muss man hier angemeldet sein.
Wäre wichtig
Danke!!!!!!!
Süße Grüße
AureliaImmerweiss (35008)
vor 22 Tagen
Hallöchen
;)
Ich KANN das nicht
Verlinken
,weil man in den Kommentaren
NICHT
draufklicken kann.
Ich jedenfalls nicht...
Süße Grüße
Ps.
Ich weiß nicht ob es an meinem Gerät liegt..
;)
Cozuria (34003)
vor 23 Tagen
@Aurelialmmerweiss
Ich gehöre halt zum alten Eisen, weil ich ein PC bevorzuge. Mit meinen Wurstfingern könnte ich eh keine Storys auf dem Handy schreiben :P
Wie gesagt, leider habe ich deine Storys unter "nicht angenommen Tests" gefunden, deshalb werden sie auch nicht gefunden oder tauchen auf der jeweiligen Seite auf. Kurze Geschichten machen auch viel Arbeit und dann ist das echt ärgerlich, wenn sowas passiert. Entweder könntest du das nochmal versuchen oder die Storys verlinken, so wie ich es hier in den Kommentar gemacht habe.

@Cob
Danke^^
Cob (06052)
vor 23 Tagen
Hi leute.....Der RATGEBER HILFT ECHT
AureliaImmerweiss (06052)
vor 23 Tagen
Hallöle
Ach ja die...
Ich habe in meinem Handy
Ein Rechtschreibprüfungdingsda drin.
Die Geschichte ist zwar nicht lang..
Aber jeder Test
/Geschichte
Macht Mühe.
Die Story kommt zwar nicht an
Deine
Ran
Aber..
Nichts desto trotz finde ich sie nicht
Sooo
Schlecht
...
Ich will mich jetzt nicht selbst loben oder so
Aber für meine sonsrigen Geschichten
Ist sie ganz oke
Geworden...
Süße Grüße
Ps..
Keine Ahnung warum
Mach ich immer..
; )
Cozuria (34003)
vor 23 Tagen
Hallo Aurelialmmerweiss,
meinst du diese Geschichte hier?

http://www.testedich.de/quiz54/quiz/1525025564/Der-Engel-ohne-Fluegel

Das scheint leider unter "nicht aufgenommenen Tests" gelandet zu sein. Warum das passiert ist, weiß ich leider auch nicht. Das passiert manchmal, weshalb auch immer :(

Und nein, ich schreibe jetzt nicht nur auf Wattpad. Auf Wattpad schreibe ich keine FFs, sondern eigene Geschichten, vor allem Fantasy, Thriller usw. Hier auf testedich.de schreibe ich weiterhin die Hauptstory der Naruto-FF, als über Saruna, Sika usw. und wenn möglich, auch meine AoT-FF.
Wie es weitergeht, wenn die Story beendet ist, habe ich noch nicht entschieden.
AureliaImmerweiss (06052)
vor 23 Tagen
Süße Grüße
Ps.Schreibst du jetzt nur noch auf Wattpad
AureliaImmerweiss (06052)
vor 23 Tagen
Hallöchen
Ich schreibe leidenschaftlich gern Geschichten.
Ich habe hier bereits eine verfasst.
Der Engel ohne Flügel.
Allerdings ist sie seit Tagen
NICHT
erschienen.
Ich mache mir dies bezüglich
Ein klein wenig Sorgen.
Denn ich habe weder
Word
Noch den Pc benutzt.
Wie gesagt habe ich
Keine Hilfe
Beim Schreiben benöti
Cozuria (75244)
vor 26 Tagen
Ich entschuldige mich dafür, dass es vier Milliarden Jahre gedauert hat, aber die letzten vier Monate waren Stress pur. Hier ist nun der nächste Teil.

http://www.testedich.de/quiz54/quiz/1524943248/Narutos-Welt-mal-anders-Das-Vermaechtnis-des-Thronraeubers-Teil-6-Das-Alte-Haus

Viel Spaß^^
Uk who I am xD (08636)
vor 78 Tagen
Hmm 🤔 1 guten Morgen c: okey nein Kyou aus... du hast zu große langeweile... geh weiter black butler schaun
Cozuria (42473)
vor 96 Tagen
Hallo, Leute, hier ein Update meinerseits^^

Bei Wattpad werde ich keine Fanfiktion hochladen, auch nicht die von Sokuron und Co. Die FFs werde ich weiterhin hier bei testedich.de hochladen. Dafür werde ich auf Wattpad meine eigene Fantasy-Geschichten unter Cozuria schreiben, nur falls es euch interessiert :'D

Okay, ich bin ja schon still. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß^^
Cozuria (96607)
vor 112 Tagen
Hey, Leute, ich habe eine kleine Ankündigung zu machen:
Ich bin jetzt auch bei Wattpad unter dem Namen Cozuria. Dort werde ich auch die FF von Sokuron und Co. erzählen bzw. nach und nach hochladen, um zu schauen, wie es dort ankommt. Keine Angst, die neuen Teile dieser Naruto-FF werde ich weiterhin hier hochladen, damit die Hauptstory vollständig ist.

Danach, falls die FFs bei Wattpad ankommen, werde ich dorthin "umziehen." Das heißt, künftige FFs oder Spinoffs werden bei Wattpad zu finden sein. Ich plane auch eigene Geschichten, also die keine FFs von Animes sind.

LG Cozuria alias C
Cozuria (81276)
vor 120 Tagen
Hallo Unknown,
ich werde mir mal Wattpad ansehen. Ob ich allerdings meine FF dort auch hochladen werde, kann ich nicht versprechen. Und selbst wenn ich es mache, werde ich das parallel zu testedich.de machen, weil ich hier nicht die Zelte einfach abbrechen und verschwinden will. Ich will zumindest die Hauptstory zu Ende schreiben und hier hochladen, damit sie vollständig ist.

Was ich machen könnte, wäre bei Wattpad die ersten drei Teile von "Narutos Welt mal anders: Die Rebellion der Drei Schwertninjas..." hochzuladen, um zu sehen, ob es die Leser/innen von Wattpad mögen, so als Vorgeschmack wenn man will.

Wie gesagt, ich werde es mir mal ansehen und darüber nachdenken. Danke für den Tipp.
Unknown (65279)
vor 120 Tagen
(Achtung: das is keine Werbung sondern ein Tipp) Hi C., ich schlage dir vor eine App zu benutzen für deine Geschichten. Vllt kennst du sie ja auch,... Wp oder anders gesagt Wattpad. Neuerdings benutzen mehr Menschen die app als Teste dich. Dazu ist es viel leichter drauf zu schreiben und es is für Handy und Laptop/Pc kostenlos erhältlich. Ich würde dir empfehlen da auch Geschichten hochzuladen wegen denn Gründen die ich zuvor genannt hatte. Dazu kann man da viel einfacher Geschichten/Ffs/RPGs finden. Und ich bin mir sicher das du mit deinen Geschichten in die Top 10 der Ffs kommst. Denk darüber nach. Oder schau mal auf der App vorbei um selber ein Eindruck zu bekommen, musst ja nich gleich downloaden