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Die Statistik vom Quiz

P.S.: Ich liebe dich oder Dein Traumprinz in der Welt von One Piece

38.87 % der User hatten die Auswertung: Eine kleine Insel in der Nähe des Sabaody Archipels, bei einer Menschenhandelsauktion: "Ein richtiges Prachtexemplar, meine Herren, beachten Sie den wohlgeformten Körper, das ansehnliche Gesicht", du wirst angepriesen wie die Kühe in deinem Heimatsdorf. Deine Versuche, möglichst grimmig dreinzuschauen, scheitern spätestens beim Knebel, doch auch ohne ihn steht es um deinen tödlichen Todesblick schlecht, da du auf dem Boden kniest und deine Hände gefesselt sind. "Steh auf, du Schlampe", zischt der Leiter der Auktion dir zu. Du bleibst sitzen und bereitest dich vor auf das, was kommt. Der Peitschenhieb schmerzt, klar, aber du fühlst dich so gedemütigt, schmutzig, dass der seelische Schmerz den physischen überlagert. "Aufstehen, du dummes Huhn", faucht er und zieht dich an deinen kurzen, braunen Haaren auf die Beine. Du spürst, wie die Männer dich mit Blicken verschlingen, kein Wunder, bei dem winzigen Stofffetzen, der dir als Kleidung dient. "Seht sie Euch an, dieser wunderschöne Körper, dieser Stolz... ein einmaliges Angebot meine Herren! Wir beginnen mit einem Preis von 300.000 Berry für die kleine Lirija!", wirst du zum Verkauf angeboten. Du lachst. Oder besser du würdest lachen, wenn der blöde Knebel es nicht verhindern würde. Lirija, Freiheit, Lirija, die freie Sklavin. 350.000, 400.000, 450.000 Berry, die Menschenhändler werden an dir noch reich, was für eine Schande! Der Preis, dein Preis, steigt und steigt, schliesslich ist es ein Mann mit Maske, der das höchste Gebot abgiebt. Ganz toll, ein Pirat, so wie der aussieht. "Nun denn, Schönheit, ich hoffe du wirst nicht leicht seekrank, deine neue Heimat wird Käpt'n Kids Schiff", lacht er und tätschelt deinen Hintern. Du wirbelst herum und... kannst gar nichts tun. Deine Hände sind noch immer gefesselt, der Knebel an Ort und Stelle. "Eine kleine Wildkatze, was? Na, das ist gut so, da wir es bestimmt nicht so schnell langweilig", Männer sind so ekelerregend! "Und jetzt komm endlich, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!", erklärt er und zieht dich am Strick, welcher mit deinen Handschellen verbunden ist, in Richtung Meer. Das Schiff, welches vor euch aufragt, schreit geradezu "Piratenschiff!". Du bleibst stehen und wirst von dem Maskenmann an Bord gezerrt. "Was hast'n da, Killer?", fragt ein Typ mit Haaren, die aussehen, als hätte er in eine Steckdose gefasst. Der Maskenmann, Killer, zuckt nur mit den Schultern. "Keine Frauen auf meinem Schiff war die Regel, nicht wahr?", hakt der Steckdosen-Haar-Typ nach. "Aye, Käpt'n, aber es wird einem so schnell langweilig hier, ohne richtigen Gegner", erwidert Killer. Wer ist so blöd und ernennt einen solchen Kerl zum Captain? Er lacht schon wieder. "Wo du recht hast... Aber nimm ihr bitte die Fesseln ab, das wirkt so... unromantisch", seine Stimme trieft nur so vor Spott. Sobald du von deinen Handschellen und diesem schrecklichen Knebel befreit bist, drückt der Captain dich am Hals gegen den Mast. "Jetzt hör mir mal gut zu, Kleine. Ich bin hier der Boss, du wirst machen, was ich sage. Oh... und auf Killer wirst du auch hören, klar?", sagt er und drückt dir die Luft ab. Als er dich loslässt, bemühst du dich, nicht nach Luft zu schnappen. "Ob du das verstanden hast, will ich wissen", der Kerl hat zu viele schlechte Piratenratgeber mit Titel "Wie verschaffe ich mir den mir zustehenden Respekt" gelesen, eindeutig. Du siehst ihn an. Vielleicht haben sie ihn ja zum Captain gemacht, weil er so furchterregend aussieht... Du spuckst ihm vor die Füsse. Oje, oje, Lirija, bist du lebensmüde? Er sieht dich an, sieht auf seine Füsse, sieht dich wieder an und beginnt zu lachen. "Du bist ein richtiges, kleines Miststück, was?", fragt er. Dann zieht er seinen Dolch. "Schade, dass du dich mit mir anlegen musstest, Killer hat wohl einen Haufen Geld für dich bezahlt und ganz ehrlich... eigentlich bist du zu schön zum Sterben... Tja, aber wer Eustass 'Käpt'n' Kid herausfordert, der muss sterben, das verstehst du doch, nicht wahr?", seine Stimme ist leise, bedrohlich ruhig, doch in seinem Gesicht steht die Zornesröte. Mit einer blitzschnellen Bewegung rammt er den Dolch... in den Mast, genau auf der Höhe deines Herzens, würdest du noch immer dort stehen. "Schnell bist du, das muss man dir lassen, Mädel", meint er und dreht sich zu dir um. "Ich hab' keine Komplimente von Euch nötig, 'Käpt'n'", meinst du herablassend und weichst Killer aus, der von hinten auf dich zustürmt. "Haki also... Hm, ziemlich beeindruckend, wo hat eine Sklavin die Kraft des Kenbunshoku-Hakis erlernt?", fragt Kid. "Nun, sagen wir einfach, dass ich noch nicht lange ein Sklavendasein friste", erklärst du ausweichend. "Ja? Das ist ja spannend, was hast du denn...", noch während er spricht, führt Kid den nächsten Angriff aus, dem du elegant ausweichst. "Ihr macht ja gar nicht ernst, Käpt'n", meinst du spöttisch. "Nun, vielleicht bin ich heute ja mal gut gelaunt... Killer, da du die Kleine hier kein bisschen unter Kontrolle hast, beschlagname ich sie als dein Käpt'n. Sie wird von niemandem als Bettsklavin missbraucht, mach das den Männern klar. Mädel, was dich angeht, du wirst tun, was ich sage, ansonsten werde ich ernst machen und ich sage dir, dass du das mehr bereuen würdest als ich", meint er. "Das heisst, Ihr würdet es dennoch bereuen, wie lieb von Euch, dass Ihr Euch um mein Wohlergehen sorgt, Käpt'n", meinst du zuckersüss. "Genug jetzt, oder ich überleg es mir anders und schlag deinen hübschen Kopf ab... Wie heisst du überhaupt?", erwidert er. "Wie aufmerksam von Euch, danach zu fragen, Käpt'n, Lirija ist mein Name", sagst du und deutest eine kleine Verbeugung an. "Geh mir aus den Augen, Lirija, oder es kann sein, dass ich mich vergesse, verstanden?", befiehlt Kid, macht aber dann selbst auf dem Absatz kehrt und gibt den Befehl zum Aufbruch. Ein paar Monate später bereits in der neuen Welt: "Schon wieder ausgewichen! Entweder ich bin komplett unfähig oder aber dein Haki ist unglaublich stark", Kid flucht leise vor sich hin. "Also ich bin würde ja auf die erste Möglichkeit tippen...", meinst du und lächelst deinen Captain spöttisch an. "Du kleines Miststück!", er stürzt auf dich zu, doch du weichst ohne Probleme aus. "Nun, da habt Ihr... hast du deine Schwäche. Du bist zu impulsiv. Um das Haki richtig einsetzen zu können, musst du es kontrollieren. Und um es zu kontrollieren, musst du dich konzentrieren, was nicht funktioniert, wenn du ständig unbedacht losstürmst wie irgendein Kleinganove, der sich in seiner Ehre gekränkt fühlt", erklärst du ihm. "Kleingan... ", er sieht dich erst beleidigt an und merkt dann gleichzeitig, was er gerade getan hat. "Vermutlich schätzt du mich richtiger ein als ich selbst", meint er und setzt sich auf den Boden. "Hm... ich überlege gerade, ob ich dir unter die Nase reiben soll, dass das eben in die Richtung 'du hast recht' ging oder ob ich lieber meinen Beinahe-400-Mille-Berry-Käpt'n trösten soll, weil er nicht mal die einfachsten Grundlagen des Hakis hinbekommt", sagst du und grinst ihn frech an. Er seufzt nur. "Ach Käpt'n, ich bin sicher, dass wir das schaffen. Komm, wir gehen den Neulingen zusehen, ich bin gespannt, wie die sich so anstellen. Killer hat sie aufgegabelt, nicht?", versuchst du ihn aufzumuntern und streckst ihm, ein Reflex aus deinem früheren Leben, die Hand entgegen. Normalerweise würde Kid jetzt absichtlich ohne Hilfe aufstehen, bei schlechter Laune dir sogar die Hand abhacken, doch zu deinem Erstaunen lässt er sich von dir auf die Beine ziehen. Ein Prickeln läuft von deinen Fingerspitzen hoch bis in deinen Strubbelkopf und dann runter bis in die Zehen. "Hast du vor mich an der Hand zu nehmen und bis zu meinen Männern zu führen wie ein kleines Kind?", fragt er belustigt. Die Röte schiesst dir ins Gesicht und du lässt augenblicklich seine Hand los. "Verzeihung", murmelst du. "Eine Entschuldigung von dir? Es geschehen noch Wunder", meint er lachend und geht voran zum Schiffsbug, wo er Killer befohlen hat, das Training der Neulinge zu überwachen. Drei sind es an der Zahl, ihre Kampffertigkeiten sind nicht schlecht, vielleicht hätten sie zu dritt gegen dich eine Chance, vorausgesetzt du schläfst natürlich. Killer hat angeordnet, dass sie alle gegeneinander kämpfen, was dazu führt, dass zwei sich zusammenschmieden, wobei diese Allianz natürlich bricht, sobald der gemeinsame Feind verschwunden ist. Am Ende gewinnt der Hinterhäligste der Dreien, ein junger Typ, dem man seine Arroganz auf den ersten Blick ansieht. "Gut gekämpft", erklärt Kid, was du nicht nachvollziehen kannst. Der Kerl ist jemand, der seine Kameraden für ein paar Berry im Stich lassen würde, so einen willst du im Ernstfall wirklich nicht an deiner Seite wissen. "Vielen Dank Käpt'n. Die Anwesenheit einer so schönen Frau hat meine Kampfkraft gleich verdoppelt", erklärt er und lächelt dich schleimig an, "Vielleicht findet Ihr ja heute Abend den Weg in meine Kajüte." Du ballst die Hände zu Fäusten, ruhig bleiben, Lirija, ruhig bleiben. "Nun", setzt du zu einer Erwiderung an, doch der Kerl hört dir gar nicht zu, er ist zu beschäftigt damit, Kid anzuflehen, ihn nicht zu töten. "Jetzt hör mir mal ganz genau zu, du mickriger, kleiner Wurm. Wenn du es noch einmal wagst meine... ein Mitglied meiner Crew blöd anzumachen, dann wirst du das bereuen. Auf Knien wirst du mich anflehen, dich zu töten, damit die Schmerzen aufhören, die ich dir mit Freuden bereiten werde", knurrt Kid ihn an. "Bitte, bitte Käpt'n! Ich wusste doch nicht... Ich konnte doch nicht wissen... Wenn ich geahnt hätte...", der Kerl ist in Anbetracht der Wut des Captains ganz schön geschrumpft. Die Abscheu steht in Kids Blick geschrieben. "Umdrehen!", befiehlt er, "zieh dein Hemd aus, Wurm. Ich werde dafür sorgen, dass jeder dich als das erkennt, was du bist. Killer, komm her!" Er streckt dem Mann mit der Maske seinen Dolch entgegen. "Du weisst was zu tun ist", meint er und deutet auf den nackten Rücken des wimmernden Typen. Killer grinst. Du siehst es natürlich nicht, aber du weisst genau, dass er seine Mundwinkel nach oben verzogen hat, dies ist seine Vorstellung von Spass. "Moment!", rufst du. Kid bedeutet Killer innezuhalten. "Ich weiss, dass du solche Sachen nicht magst, Lirija. Wenn du nicht zusehen willst, dann geh in deine Kabine, aber ich werde diesen Mann für das bestrafen, was er getan hat", meint Kid bestimmt. "Das ist in Ordnung, Käpt'n, nur wenn du schon sagst, dass du ihn bestrafst, dann tu' es auch selbst", erwiderst du, "Wer das Urteil spricht, soll auch das Schwert... äh, den Dolch selber führen." Kid sieht dich an, neugierig, erstaunt, und streckt Killer die Hand entgegen, damit er den Dolch zurückbekommt. "Einverstanden", sagt er. Dann geht er auf den Mann zu und verdeckt dir das Blickfeld mit seinem breiten Rücken. Nur das unterdrückte Schluchtzen und gelegentliche Aufwimmern des Mannes ist auf dem Schiff zu hören, ansonsten ist es totenstill. Kid braucht keine Minute, bis er fertig ist, dann dreht er sich um und geht wortlos davon. Wurm. Quer über seinen Rücken steht es geschrieben, ist es eingeritzt. Deinetwegen. Nur... du fühlst dich deswegen nicht einmal schlecht... "Vom Sklavenmädchen zu Kids Lieblings-Crew-Mitglied in nur 4 Monaten, Respekt. Der Käpt'n hat wirklich einen Narren an dir gefressen, Lirija! Bald ist man des Todes wenn man dich auch nur anschaut", lacht Heat. Du zuckst mit den Schultern. "Tja, meinem unglaublichen Charme kann man einfach nicht wiederstehen, was?", sagst du und grinst frech. "Land in Sicht!", na endlich! Dir kommt es vor, als hättest du seit Wochen keinen festen Boden mehr unter den Füssen gehabt. 'Diese Insel steht unter dem Schutz von Whitebeard', verkündet ein Schild an eurem Ankerplatz. Nicht mehr lange, denkst du. "Nicht mehr lange", meint Kid. "Killer, Heat, Wire und Lirija, ihr kommt mit mir, die anderen bleiben beim Schiff! Falls der Wurm Schwierigkeiten macht, habt ihr die Erlaubnis, ihm den Hals unzudrehen", befiehlt er und geht an Land. Ihr folgt ihm und insgeheim freust du dich darüber, dass auch du mitdarfst. "Heat, du gehst nach Westen, Wire nach Osten, Killer, du siehst dich hier um und wir beide gehen nach Norden, Lirija", erklärt Kid und stapft los. Du musst dich sputen um mit ihm Schritt zu halten, schliesslich ist er mehr als einen Kopf grösser als du und hat dementsprechend längere Beine. "Was hüpfst du so seltsam?", fagt er nach einer Weile amüsiert. "Ich hüpfe nicht, ich versuche mich nicht von dir abhängen zu lassen", erwiderst du. "Wieso, hättest du Angst, so ganz allein im Wald?", will er wissen, passt sein Tempo aber deinem an. "Angst? Das Wort kommt in meinem Wortschatz nicht vor, aber wenn ich dich verlieren würde, wie gross wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ich Killers Rage überlebe? Sein geliebter Käpt'n verirrt in diesem düsteren, düsteren Wald, er würde mich umbringen", erwiderst du. "Da hast du verm... Oh...", der Wald hat sich gelichtet und ihr seht euch einem Dorf gegenüber. Und den Dorfbewohnern, die euch bewaffnet entgegentreten. "Na dann, los geht's, Käpt'n", meinst du. Seine Augen funkeln. "Viel Spass und komm mir bloss nicht in die Quere, klar?", antwortet er und entwaffnet mit einer Handbewegung alle Dorfbewohner. Das macht das Ganze natürlich einfacher, denkst du und machst dich daran, deine Gegner mit präzise platzierten Schlägen und Tritten zu erledigen. Es mögen an die hundert Dorfbewohner gewesen sein, doch nach drei Minuten steht von ihnen keiner mehr. Du drehst dich zu Kid um. "Faulpelz, wieso hast du mir nicht geholfen?", rufst du ihm zu. Er steht lässig gegen einen Baum gelehnt und beisst in einen Apfel. "Mir ist aufgefallen, dass ich dich bisher nie habe kämpfen sehen, beim Training ging es immer darum, dass ich kämpfe, naja, da du auch alleine gut zurecht gekommen bist, dachte ich, ich sehe mal zu. Ziemlich beeindruckend, denke ich", meint er und lächelt dich an. Deine Wangen röten sich und du blickst zu Boden. "Ach, keine grosse Sache", sagst du schnell. "Wie du meinst. Also, Dorfbewohner, herhören! Ab heute gehört diese Insel mir, Eustass 'Käpt'n' Kid, klar? Den Rest besprechen wir später. Macht etwas, was mir missfallen könnte und ich komme mit meinen Jungs wieder, die sind garantiert nicht so liebenswürdig wie die Kleine hier. Verstanden?", erklärt er und packt dein Handgelenk. "Komm, wir gehen den anderen Bescheid geben, Killer kümmert sich dann um alles", meint er und zieht dich mit sich. Ihr geht in Richtung Wald, als du Kid plötzlich zur Seite stösst. Schmerz. Unglaublicher Schmerz pulsiert durch deinen Körper. "Lirija!", hörst du ihn rufen, irgendwo weit, weit weg. Dann wird alles Schwarz. Du blinzelst. Wo bist du? Sobald du dich an das Licht gewöhnt hast, willst du aufstehen, doch eine Schmerzwelle hindert dich daran. "Immer schön brav liegenbleiben", du kennst diese Stimme doch... "Law? Was... Was machst du hier?", nicht mehr als ein leises Krächzen bringst du zustande. "Nun, Cousinchen, ich bin frisch in der neuen Welt aufgetaucht und wer ist der Erste, der mir begegnen muss? Dein überaus liebenswürdiger Captain, Herr Eustass. 'Du musst ihr helfen, ich bezahl' dich auch dafür' hat er gesagt. Hier bin ich also und sorge dafür, dass du wieder auf die Beine kommst... Mal ganz ehrlich, Cousinchen, wieso ausgerechnet dieser Idiot? Du hättest sonst wen als Captain haben können, du hättest mich als Captain haben können, also wieso dieser hirnlose Trottel...?", sagt er. "Lange Geschichte", meinst du nur, denn du wirst ihm bestimmt nicht unter die Nase reiben, dass du von Menschenhändlern geschnappt worden bist, "aber er ist eigentlich ganz in Ordnung, weisst du." Du glaubst ihn "Na zu dir vielleicht", murmeln zu hören, doch du bist dir nicht sicher, da im nächsten Moment die Tür aufschwingt. "Ist sie aufgewacht?", will Kid wissen. "Aye, Käpt'n", murmelst du. "Oh, dem Himmel... ich meine... gut so", sagt er. Law kichert leise. "Sie wird wieder gesund, das hast du doch gesagt, Law", meint Kid mit einem besorgten, du bist dir nicht ganz sicher, Unterton in der Stimme. "Ja, ja und noch einmals ja zum etwa hundertsten Mal. Meine Güte, Herr Eustass, wieso müssen Sie so blöd sein, wie Sie aussehen?", erwidert dein Cousin. "Weisst du, Lirija, einerseits fällt es mir schwer zu glauben, dass du mit einem solchen Ar*** verwandt bist, andererseits entdecke ich ziemlich viele Ähnlichkeiten", meint Kid. Du lachst, was sich als ziemlich schmerzhaft herausstellt. "Sie braucht Ruhe, Herr Eustass, also bewegt Euren Hintern hier raus", befiehlt Law. "Sehe ich so aus, als würde ich befehle von dir annehmen, Mütze?", erwidert Kid bissig. "Nein, Ihr seht so aus, als wärt Ihr zu dumm, das Wort Befehl zu buchstabieren, geschweige denn zu verstehen", lacht Law. In drei, zwei, eins... "Ich werde mich dort auf den Stuhl setzten und kein Wort sagen, ist das okay?", was ist bloss mit Kid los? "Ja, ist es", stimmt Law zu. "Wie lange muss ich noch still liegen bleiben?", willst du wissen. "Eine Woche, vielleicht zwei, das Messer war vergiftet und hat dein Herz nur knapp verfehlt", erklärt dein Cousin, "Wieso hast du es überhaupt abbekommen? Dein Kenbunshoku-Haki ist so gut wie unfehlbar..." "Weil sie das Gefühl hatte, sie müsse mich vor dem Messer beschützen, diese Idiotin", brummt Kid. "Falls es dich beruhigt, ich würde es nicht nochm...", beginnst du, doch dein Cousin ist bereits aufgesprungen. "Sie ist deinetwegen fast gestorben! Deinetwegen?", Law knurrt. Dann verpasst er Kid einen linken Haken. Dieser nimmt es hin, ohne mit der Wimper zu zucken. Es folgt ein Tritt in den Magen und wieder wehrt Kid sich nicht. "Law, hör auf!", krächzt du, "Hör auf, hör auf, hör auf!" Doch er hört nicht auf dich. Kid rinnt Blut aus der Nase und er windet sich unter den Tritten. Dein Cousin holt schon wieder aus. Er wird... "Nein!", rufst du. Doch sein Schlag, der Kid den Kiefer hätte brechen müssen, wird abgeblockt. "Haki...", murmelst du. Kid richtet sich auf. "Sie ist aufgewacht und ich habe meine Strafe bekommen, Law. Du wirst hier nicht mehr gebraucht. Verschwinde von meinem Schiff. Lass dir von Killer soviel bezahlen wie du willst, nur sieh zu, dass du mir nicht mehr unter die Augen kommst, sonst, und das schwöre ich, wird man deine Einzelteile zusammensammeln müssen um deine Leiche zu rekonstruieren", meint er kalt. "Eine Drohung, Herr Eustass? Ich dachte, da stünden wir drüber, aber von Euch war das wohl etwas viel erwartet... Nun denn, erhol dich gut, Lirija, und such dir so bald wie möglich einen neuen Captain, ja?", meint dein Cousin, winkt dir zu und verlässt die Kabine. "Jetzt zu dir, was denkst du dir eigentlich, dich einfach in das Messer zu werfen!", staucht Kid dich zusammen. "Ich brauche Ruhe, Käpt'n, ganz viel Ruhe", sagst du mit Undschuldsengelmiene. "So schlecht geht es dir ja wohl nicht, wenn du schon wieder freche Antworten geben kannst", schnaubt er und setzt sich neben dein Bett. "Schlaf, ich pass auf dich auf", befiehlt er. Du würdest ihm ja gern sagen, dass er sich seine Befehle sonst wo hinschieben kann, nur fühlen sich deine Augenlieder so schwer an, dass schlafen vielleicht gar keine so schlechte Idee ist. "Gute Nacht, Käpt'n", murmelst du, bevor du im Reich der Träume versinkst. Du atmest sie tief ein, die Luft der Freiheit. "Na, fühlt es sich gut an, wieder auf den Beinen zu sein?", fragt jemand hinter dir. "Aye, Käpt'n, tut es", erwiderst du und drehst dich zu Kid um. "Es ist dieselbe Insel, oder täusche ich mich da? Wieso sind wir immernoch hier?", willst du wissen. "Nun, eigentlich sind wir wieder hier", erklärt er, "Wir mussten erst deinen Waschlappen von einem Cousin auftreiben, der gerade mal bis zur zweiten Insel hier gekommen ist. Wir haben hier geankert, weil ich sie dir noch richtig zeigen wollte, deine Insel." "Meine Insel...?", du siehst ihn verwirrt an. "Willkommen auf Lirija", meint er grinsend. "Du hast die Insel umbennant?", du hebst spöttisch eine Augenbraue. "Hach, wie ich sehe, geht dir der weibliche Sinn für Romantik völlig ab", seufzt er theatralisch und bedeutet dir, mit ihm an Land zu gehen. "Du weisst schon, dass es unsinnig ist, eine besetzte Insel ausgerechnet Lirija zu nennen, oder'", fragst du, nachdem ihr eine Weile durch den Wald gegangen seid. "Hm... Killer hat etwas in diese Richtung erwähnt... Aber ich finde dennoch, dass der Name passt. Das Land ist schön, stark und wild...", meint er. "Äh... Danke, glaube ich, oder...?", das waren doch Komplimente an dich...? Er lächelt. "Bei unserer ersten Begegnung hast du doch gesagt, du hättest keine Komplimente von mir nötig", erinnert er dich. "Hab' ich auch nicht, was nicht heisst, dass ich mich nicht darüber freue", meinst du und wirst rot. "Es ist nicht mehr weit", erklärt er. Du fragst nicht nach, wohin es nicht mehr weit ist, denn du freust dich auf die Überra... Dir klappt der Mund auf. Ist das schön! Ihr steht an einem kleinen See, ein Wasserfall, der das Rauschen erklärt, das du seit Längerem gehört hast, füllt ihn mit glasklarem Wasser, indem sich die Sonnenstrahlen brechen. "Na also, doch eine Romantikerin", meint Kid triumphierend. "Mach nicht den Moment kaputt, du Trottel", meinst du und boxt ihm gegen die Schulter. "Willst du im Wasser landen, Kleines?", fragt er dich mit drohendem Unterton. Du zuckst mit den Schultern. "Als ob du mich fa...", oh, er hat dich bereits gefangen und trägt dich in aller Seelenruhe an den Rand des Sees. "Oh nein, das wagst du nicht! Das kannst du nicht, Kid! Kid, du...", da du den Mund offen hast, schluckst du ziemlich viel Wasser. "Ich kann nicht?", sagt er lachend, als du hustend und prustend wieder auftauchst, "nächstes mal solltest du es mit Betteln versuchen, Lirija." "Hilfst du mir aus dem Wasser?", fragst du unterwürfig und streckst ihm deine Hand entgegen. Es klappt, er ergreift deine Hand, du ziehst und... nichts geschieht, er bleibt einfach an Ort und Stelle stehen. "Wusst' ich's doch!", meint er, "So einen Tonfall würdest du normalerweise nie und nimmer anschlagen." Du fluchst leise vor dich hin, als er dich aus dem Wasser hievt. Mit einer Hand. Gott, diese Muskeln. "Nass steht dir", meint Kid und lässt seinen Blick deinem Körper entlangschweifen. Du siehst selbst an dir runter und bemerkst, dass dein weisses Hemd an dir klebt und nur sehr wenig der Fantasie überlässt. "Lüstling", schiltst du ihn. "Auf ins Wasser, du freches Ding", meint er, packt dich und wirft dich schon wieder ins kühle Nass. "Ich würde ja zu dir rein kommen, aber ich bezweifle, dass mir das bekommen würde", meint Kid bedauernd. Daran hast du gar nicht mehr gedacht. Du kletterst aus dem Wasser, setzt dich auf einen Stein am Rand und musterst Kid. Muss hart für ihn sein... "Wenn du mich noch länger so mitleidig ansiehst, schmeiss ich dich noch einmals rein", droht er. Du lächelst und gibst dir Mühe, nicht mit den Zähnen zu klappern. "Dir ist kalt, nicht wahr? Warte kurz", Kid entledigt sich seines Mantels und legt ihn dir um die Schultern. Starr ihn nicht an, Lirija, nicht anstarren und auf keinen Fall sabbern! "Das Teil ist ziemlich schwer", bemerkst du und reisst deinen Blick von ihm los. Und es riecht gut, doch das wirst du garantiert nicht sagen. Du kuschelst dich in den Mantel und legst dich auf den Stein. Hm... kann das Leben noch schöner sein? Kid setzt sich zu dir und streicht dir das Haar aus der Stirn, nimmt sich eine Strähne und wickelt sie sich um den Finger. "Kid... kann... darf ich...? Der Steinboden ist echt unbequem...", murmelst du. Er nickt abwesend und du legst ihm den Kopf in den Schoss. Er streichelt deine Wange und du fragst dich, was hier eigentlich los ist. "Was ist hier eigentlich los?", ihm ist wohl das Gleiche durch den Kopf geschossen. "Keine Ahnung, Käpt'n", murmelst du. Willst du es überhaupt wissen? Seine Hand schiebt sich vorsichtig unter deine Taille. Er hebt dich sanft hoch, dreht dich und setzt dich auf seinen Schoss. "Was ist das?", murmelt er. Du schüttelst den Kopf. Du weisst es ja selber nicht. "Küss mich!", fordert er dich auf. Du legst ihm eine Hand auf die Wange. Angenehm warm. "Küss mich!", verlangt er noch einmal. "Aye, Käpt'n", flüsterst du und legst deine Lippen auf seine. Warme und kalte Schauer laufen dir den Rücken hinunter. Ihr löst euch voneinander und seht euch einen ewigen Augenblick lang an. Sein Daumen streichelt deine Lippen, fährt ihre Konturen nach. "So schön", murmelt er. Du lächelst und schnappst nach seinem Finger. Er hat es geahnt und hat ihn rechtzeitig in Sicherheit gebracht, dafür zieht er dich zu sich runter. Er küsst deinen Hals, deine Wange, dein Ohrläppchen, er ist überall und doch nicht genug. Gierig saugst du seinen Duft ein. Und dann, endlich, liegen seine Lippen wieder auf deinen. Eins. Jetzt. Immer. Zurück auf dem Schiff: "Geh schon mal nach unten, Lirija!", meint Kid. "Und wieso sollte ich das tun, Käpt'n?", willst du wissen. Er seufzt. "Zum Haareausreissen ist's mit dir, kannst du nicht einmal einfach machen, was ich sage?", erwidert er barsch. "Wenn du ein kleines Hündchen willst, das kommt, wenn du pfeifst und Stöckchen holt, wenn du wirfst, dann bist du bei mir garantiert falsch, Käpt'n", erklärst du schulterzuckend, grinst ihn frech an und setzt dich demonstrativ auf den Boden. "Nein, wenn ich ein Hündchen gewollt hätte, sässe dein Kopf schon lange nicht mehr auf deinen Schultern, soviel ist sicher", meint er trocken, "Und jetzt gehorchst du gefälligst dem Befehl deines Captains, wenn du nicht willst, dass ich deinen Cousin Law bei unserer nächsten Begegnung zu Hackfleisch verarbeite! Ich hab noch etwas mit den Jungs zu besprechen." Betont langsam stehst du auf. "Und das darf ich nicht hören, weil...?", du hebst fragend eine Augenbraue und grinst ihn an. Du hast so eine Ahnung, was er den Crew-Mitgliedern sagen will und seine Reaktion verstärkt deinen Verdacht nur noch. "Weil es dich verdammt noch einmal nichts angeht, freches Weibsstück", meint er ärgerlich und... nein, wenn du ihm jetzt auch noch unter die Nase reibst, dass er rot wird, explodiert er. "Gut...", sagtst du nur und verschwindest unter Deck. Natürlich gehst du nicht in deine Kajüte, sondern bleibst gleich an der Tür stehen, um zu lauschen, das willst du dir doch nicht entgehen lassen. "Alle mal herhören, Männer", tönt Kids Stimme über das Schiff. Du hörst die stapfenden Schritte der Crew-Mitglieder, die näher kommen und sich zu Kid gesellen. Dann... öffnet Killer die Tür und packt dich am Kragen. "Sie ist hier, Käpt'n, was soll ich mit ihr machen?", ruft er hinüber. Du schlägst mit Armen und Beinen um dich, doch Killer will einfach nicht loslassen. Die Mannschaft grölt vor Lachen. "Sperr sie in ihre Kajüte und sorg dafür, dass sie da nicht so schnell wieder rauskommt", befiehlt Kid und sieht dich belustigt an. Du streckst ihm die Zunge raus und lässt dich von Killer in dein Reich manövrieren. Sobald er wieder draussen ist, hörst du, wie sich der Schlüssel im Schloss dreht. Nicht dass dies für dich ein grosses Hindernis darstellen würde, aber schliesslich willst du Kid nicht noch mehr verärgern. Du magst seine übliche Geduldsgrenze um ihr Doppeltes überschreiten dürfen, aber irgendwo gibt es sogar für dich Grenzen. Also schmeisst du dich aufs Bett und schnappst dir dein Lieblingsbuch, um es zum zweihunderteinundsiebzigsten Mal durchzulesen. "Du hättest gelauscht", du hast gar nicht gehört, wie Kid reingekommen ist. "Klar, was hast du denn gedacht", erwiderst du und setzt dich auf. "Genau das, darum hab' ich auch Killer geschickt, du Intelligenzbestie", meint er. Du überlegst, ob du ihm die Zunge herausstrecken sollst, als er dich küsst. Er seufzt genüsslich. "Das könnte ich den ganzen Tag machen, ohne dass es mir verleidet", meint er. Du hast absolut nichts einzuwenden. "Du darfst... Falls du mir verrätst, was du den Jungs oben gesagt hast", schlägst du vor. Er wird schon wieder rot, nein, wie süss! "Hättest du wohl gern!", meint er. Du zuckst mit den Schultern. "Ich kann mir schon denken, um was es ging, nur würde ich es gern von dir hören, aber wenn du nicht willst, auch egal, du bist es ja, der etwas verpasst", erwiderst du betont gleichgültig. Er packt dich an der Taille und zieht dich ruckartig nach oben, sodass nur ein paar Zentimeter euch noch trennen. "Und wie kommst du darauf, dass ich mir nicht einfach hole, was ich will?", will er wissen. Wie er so vor dir steht, dich ansieht, dich ansieht, fällt dir keine Erwiderung ein. Du möchtest ja, dass er... Er lacht. "Wie soll dein Deal funktionieren, wenn du gar nicht willens bist, ihn einzuhalten?", fragt er belustigt. "Bin ich nicht?", du gibst dir Mühe, nicht auf seine Lippen zu sehen. "Bist du nicht", bestätigt er. Er hebt dein Kinn an, kommt näher, immer näher... Worauf wartet er? 'Erlös mich doch bitte endlich! Küss mich, küss mich!', schreit dein Körper heraus. "Siehst du?", du kannst beinahe spüren, wie er spricht, so wenig Raum trennt euch, "Du kannst mir nicht wiederstehen." "Eingebildeter Mistkerl", meinst du und überbrückst den Raum zwischen euch. Irgendwann wirst du ihn schon noch dazu bringen, dir zu sagen, dass du nur ihm gehörst, aber ganz ehrlich? Jetzt hast du eindeutig Besseres zu tun...

23.68 % der User hatten die Auswertung: "Debbie, hey, Debbie!", jemand hält dich an der Schulter fest und hindert dich so daran, deinem wohlverdienten Feierabend in deiner Kajüte entgegenzugehen. "Ja, was denn?", fragst du, den genervten Unterton beinahe gänzlich aus deiner Stimme verbannend, und drehst dich um. Himmel, vor dir steht Marco. Der Marco. Und er lächelt dich an. Die Röte schiesst dir ins Gesicht und du senkst schnell den Blick. "Sieh mich an", fordert er. Dein Herz pocht so schnell, so laut, er muss es einfach hören. "Also, Debbie... Ich will dich nicht lange aufhalten, ich habe nur eine kurze Frage...", beginnt er. Du bemühst dich, nicht zu nicken wie ein Wackeldackel und versuchst dich mit dem Gedanken an die Krankenschwestern, deren von ihm gebrochenen Herzen mittlerweile einen Grossteil deiner Arzt- oder jetzt eher Psychologen-Tätigkeit einnehmen, abzulenken. Er ist ein Idiot. Ein Idiot. Idiot. Wie ein Mantra wiederholst du es in deinem Kopf wieder und wieder. "Also...?", er sieht dich fragend an. "Also was...?", fragst du verwirrt zurück. Er seufzt. "Ich habe gesagt, dass ich mich frage, was du wohl antworten würdest, wenn ich dich fragen würde, ob ich dich küssen darf...", du brauchst eine Weile, bis du den Sinn des verschachtelten Satzes verstanden hast. Sobald du es geschaft hast, wechselt deine Gesichtsfarbe von nicht-so-sexy-knallrot zu noch-viel-schlimmer-Ampel-leucht-Rot. "Ich würde antworten, dass es eine ziemlich seltsame Frage ist", gibst du, so gelassen wie das mit einem Gesicht, das in Flammen steht, eben möglich ist, zurück. "Ach komm schon, es ist eine einfache Ja-oder-Nein-Frage, nicht so schüchtern", fordert er und lächelt selbstbewusst, von seinem Charme völlig überzeugt. "Nun, 'Was würdest du antworten' ist nicht wirklich eine Ja-oder-Nein-Frage...", erklärst du ausweichend. Er schüttelt resigniert den Kopf. "Darf ich dich küssen, ja oder nein?", will er jetzt wissen. Du schluckst. "Um wie viel hast du gewettet?", fragst du skeptisch. "Wieso wei...?", er sieht ertappt aus. "Du hast es gerade bestätigt und ausserdem hast du hier auf dem Schiff leichtere Beute als mich, wieso also solltest du sonst Aufmerksamkeit auf mich verschwenden?", so wie du es sagst, klingt es lediglich wie eine Feststellung der Tatsachen. Jetzt ist es an ihm, rot zu werden. "Also... ich... äh...", stottert er vor sich hin. "Lass nur, schon in Ordnung. Also, um wie viel hast du gewettet?", hakst du nach. "10'000 Berry", meint er. Du denkst kurz nach. "Gut, ich will 75%, in Ordnung?", sagst du. "Wie bitte?", er sieht dich verwirrt an. "Ich mach's, aber ich bekomme dafür 7'500 Berry", stellst du klar. "Dann habe ich ja nur noh 2'500, das lohnt sich doch kaum", bemerkt er. "Nun... Bei einer Wette gilt normalerweise der Gewinn für beide Parteien, sprich: Wenn du verlierst, hast du 100% Verlust, gewinnst du, hast du 25% Gewinn. Also ist es durchaus lohnenswert", erklärst du ihm. "Einverstanden", meint er langsam. "Dann besiegeln wir das Ganze mit einem Kuss", du schnaubst abschätzig, doch als er näher kommt, kannst du gar nicht anders als den Atem anzuhalten. Das bedeutet gar nichts, Debbie, alles rein geschäftlich, versuchst du dich zu erinnern. Dann liegen seine Lippen auf deinen. Es fühlt sich an, als würdest du schweben, hat deine älteste Schwester Rachel mal gemeint, eher wie ein Feuerwerk hat Celine widersprochen, nein, als würdest du tanzen, erklärte Victoria. Es ist ganz anders und absolut gleich. Es ist, alls wärst du... ganz. Als hättest du einen Teil von dir gefunden, von dem du bis anhin nicht einmal wusstest, dass du ihn vermisst hast. Du... löst dich von ihm. "Das Geld kannst du mir irgendwann mal vorbeibringen und wärst du jetzt wohl so freundlich, mich durchzulassen, ich würde gern meinen Feierabend geniessen", meinst du kühl, schiebst dich an ihm vorbei, gehst, solange du in Blickweite bist, möglichst gelassen und ergreifst die Flucht, sobald er dich nicht mehr sehen kann. Feierabend, ich komme, halte dich mit Taschentüchern und einer Tonne Eis bereit! Seine Sicht: Es geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Seit Tagen geistert sie darin herum. Küsst mich, weiche, warme Lippen, und lässt mich dann eiskalt stehen, nicht ohne das Geld zu erwähnen, versteht sich. Früher ist sie mir nie aufgefallen. Solange nicht, bis Jozu behauptet hat, dass sie eine Schwäche für mich hat. Dann diese Wette. So bin ich halt. So war ich halt, aber sie... "Mein Sohn, wie lange willst du noch trübsinnig in die Ferne starren?", fragt eine tiefe Stimme hinter mir. Bis sie zu mir kommt. Bis sie bei mir bleibt. Kann ich schlecht sagen. "Ich weiss es nicht, Vater", antworte ich stattdessen. Er legt mir eine Hand auf die Schulter. "Marco, du bist der Kommandant meiner ersten Division, meine rechte Hand. Ich kann es mir nicht leisten, dass du nicht in Form bist, das verstehst du doch?", meint er. "Ja, Vater", er hat ja recht. "Gut, dann hast du bestimmt nichts dagegen, dich von Doc Debbie untersuchen zu lassen, oder?", fragt er. "Ich glaube nicht, dass das eine besonders gute Idee ist...", meine ich vorsichtig. Seit... dem Kuss sehe ich sie ständig. Überall ist sie plötzlich. Und sie ignoriert mich knallhart. Vom spöttischen "Danke" abgesehen, das sie mir nach der Geldübergabe geschenkt hat, hat sie kein einziges Wort mit mir gewechselt. Nur... Wieso stört mich das so? Wieso bringt ein x-beliebiges Mädch.. eine x-beliebige Krankenschwest... eine x-beliebige Ärzt... sie mich dazu, aufs Meer zu starren und mich nach ihr zu sehnen? "Du missverstehst mich, Marco. Das war kein Ratschlag und auch keine Bitte, das war ein Befehl", sagt Vater. "Aber Vater..." "Nichts 'aber Vater', geh jetzt gleich und sieh zu, dass es dir wieder besser geht, wenn du zurückkommst, klar?", fordert er mich auf. "Aye, Käpt'n", Jahre muss es her sein, dass ich diese Worte ausgesprochen habe. "Marco! Es ist nur zu deinem Besten", ruft Vater mir hinterher, die Enttäuschung in seiner Stimme nicht verbergend. Nur zu meinem Besten, na klar! Ich klopfe an die Tür ihres Behandlungszimmers. "Herein", tönt es von drinnen und so öffne ich die Tür. "Camilla, ich habe es dir doch schon mal gesagt, es gibt kein Medikament gegen gebrochene Herzen", sie sitzt in einer Ecke und kramt in einer Truhe rum. Und sie hält mich offensichtlich für eine gewisse Camilla. "Das Einzige, was ich dir wieder und wieder sagen kann, ist, dass du ihn vergessen sollst. Er ist ein Idiot, das weisst du doch selbst. Nur ein ananasköpfiger Idiot, er ist das nicht wert, kl... Oh...", sie hat endlich aufgesehen und bemerkt, dass nicht Camilla eingetreten ist, sondern ich, der ananasköpfige Idiot. Autsch. "Tja, manche Leute treten wohl in Fettnäpfchen, ich gehe darin baden, was?", lacht sie. "Also, was willst du hier?", fragt sie und streicht sich eine sandfarbene Haarsträhne hinters Ohr. Sie gibt sich gelassen, aber ihre leuchtend roten Wangen verraten sie. "Vater schickt mich", ich höre mich an wie ein Roboter. Idiot, ananasköpfiger Idiot, hallt es durch meinen Kopf, meinen Ananas-Kopf. "Wie kann ich Mr Whitebeard helfen?", sofort wird ihr Ton freundlicher, sie mag Vater offenbar. "Ich... Du sollst mich untersuchen", erkläre ich. Meine Güte, seit wann stottere ich, wenn ich mit einer Frau spreche? "Auf was?", die Kälte ist in ihre Stimme zurückgekehrt. "Ich... Keine Ahnung", sage ich. Sie hebt spöttisch eine Augenbraue. "Gut... hinsetzten", sie deutet auf die Behandlungsliege. Ich tue wie mir geheissen und sehe ihr dabei zu, wie sie ein Stethoskop holt. "Zieh dein Hemd aus", fordert sie mich auf. "Wie bitte?", ich.. ich kann doch nicht... Sie schnappt sich einen Stuhl und setzt sich vor mich. "Jetzt hör mir mal gut zu, 'Marco, der Phönix'", sie verwendet absichtlich meinen Beinamen, nur nicht hochachtungsvoll, wie es die anderen tun, sondern zu tiefst abschätzig, "Da draussen magst du von allen bewundert und angehimmelt werden, kann sein, dass du Mr Whitebeards Liebling bist, aber hier befindest du dich in meinem Einflussgebiet. Hier bin ich der Käpt'n und wenn du nicht bald tust, was ich verlangt habe, suche ich meine Spritzen hervor, verstanden?" Wie konnte dieses Mädchen nur verstecken, wie viel Feuer in ihm steckt und woher... "Woher weisst du... davon?", frage ich. Ich habe es nie jemandem verraten, ich habe ja selbst... Die Tätowierung... Sie lächelt selbstzufrieden. "Also doch! Nun, du hälst normalerweise Mr Whitebeard bei jeder grösseren Untersuchung brav das Händchen, aber wenn ich mit meinen Spritzen komme, wirst du immer leichenblass und willst am liebsten schreiend davon rennen, nicht? Keine Angst, ich verrate schon keinem, dass Marco, der Grosse, Angst vor Nadeln hat", sie lacht. Sie sitzt vor mir und lacht mich aus und das Einzige, woran ich denken kann, ist, dass sie bloss nicht aufhören soll zu lachen, damit ich sie bis in alle Ewigkeit ansehen kann. "Könntest du bitte damit aufhören...?", sie windet sich unter meinem Blick. Ich spüre, wie ich rot werde, wende mich schnell ab und ziehe mein Hemd aus. Na, sie muss sich nciht beschweren, schliesslich guckt sie auch nicht gerade weg. Sie hebt das Stethoskop, schiebt ihren Stuhl weg und legt mir das kühle Metalldingens auf die Brust. Ich atme ihren Duft ein. Sie riecht nach Nelken und Kaffee. Wie nah sie ist... Sie nimmt das Stethoskop weg und heisst mir, mich so zu drehen, dass sie es auf meinen Rücken legen kann. Ihre kühlen Finger streifen meine Haut, Schauer jagen mir über den Rücken. "Soweit ich das sehe, ist alles in Ordnung, nur... dein Herz schlägt ein wenig schnell, aber ich denke nicht, dass du dir deswegen Sorgen zu machen brauchst", sie weiss genau, dass sie der Grund dafür ist. Nur... mag sie mich jetzt oder nicht? ich werde aus ihr einfach nicht schlau. "Ich werde aus dir einfach nicht schlau", so, ich hab's ihr gesagt. "Ja", ist alles, was sie antwortet. Ihr Blick huscht zu meinen Lippen, also doch...? "Das war's, du bist gesund, mit dem Rest musst du selbst klarkommen", sagt sie, streckt mir mein Hemd entgegen und schmeisst mich beinahe raus. Nein, aus ihr werde ich wirklich nicht schlau. Deine Sicht: Okay, vielleicht hättest du ihn nicht einfach so rausschmeissen sollen, aber nichts mach dich so nervös, wie wenn du die Kontrolle nicht hast. Und die hattest du nicht, ganz eindeutig. Du schmeisst dich auf die Patientenliege. Ach, verflucht. Wo die Liebe anfängt, hört die Kontrolle auf. Wieso musstest du auch dort recht haben, Mutter? Wieso muss alles so furchtbar kompliziert sein? Wieso ausgerechnet Marco? Wieso? Du ziehst die Knie an die Brust, rollst dich zu einem Ball zusammen, hälst dich selbst fest umklammert. Okay, Debbie, wenn sonst nichts mehr hilft, betrachte die Dinge so sachlich wie möglich, schaffe Abstand. Also, erstens: Du bist in ihn verliebt. Zweitens: Du willst nicht in ihn verliebt sein. Drittens: Er ist ein idiotisches Ar***lo... War das ein Klopfen? Schnell springst du auf. "Herein", rufst du und versuchst so zu tun, als hättest du gerade was gelesen, nur... "Du hälst das Buch verkehrt herum", meint er und lacht leise. "Was willst du hier?", fragst du barsch. "Ich habe was vergessen", meint er. Du stehst auf, beobachtest ihn misstrauisch und verschränkst die Arme vor der Brust. "Was denn?", willst du skeptisch wissen. Er kommt näher. "Weisst du das nicht?", flüstert er dir ins Ohr. Sofort bekommst du eine Gänsehaut. Wieso muss er auch noch so verflucht gut riechen? Wie einer Marionette, deren Fäden durchgeschnitten wurden, fallen deine Arme nach unten. Du kannst dich nicht wehren, bist völlig machtlos ob seiner Nähe. "Nun?", er wartet auf eine Antwort. Nein, du musst 'nein' antworten, schreit dein Gehirn, nein! Sag nein! "Vielleicht", hauchst du. Er lacht leise. "Du magst wohl keine Ja-oder-Nein-Fragen, wie?", murmelt er. Ruckartig schüttelst du den Kopf. Wenn er so nah ist, kannst du nicht denken. "Wenn du so nah bist, kann ich nicht denken", hast du es gerade wirklich gesagt? "Geht mir genau so", du hast es gesagt und er... Du siehst ihm in die Augen, beinahe schwarz und spitzbübig funkelnd, seine Lippen, sind die extra zum Küssen gemacht? "Traust du dich?", will er wissen. Du schüttelst den Kopf. Nein, ganz bestimmt nicht. "Ich schon", meint er, legt dir eine Hand an die Wange, hebt dein Kinn an. "Einverstanden?", du spürst das Wort förmlich, so nah ist er jetzt. "Einverstanden", murmelst du. Vorsichtig, ganz sanft, legt er seine Lippen auf deine. Vielleicht, ganz vielleicht ist kompliziert ja doch nicht so schlecht.

37.45 % der User hatten die Auswertung: Du sitzt auf deinem Hügel und beobachtest, wie die Sonne den Himmel langsam rot und immer röter färbt. Gibt es etwas Schöneres als Sonnenuntergänge? Ach, genau, Sonnenuntergänge, die man in aller Ruhe und ganz allein anschauen kann, ohne sich mit seinen nervtötenden Brüdern rumschlagen zu müssen. Du siehst zu, wie die Sonne den Ozean küsst und hängst deinen Gedanken nach. Heute ist es sechs Jahre her, oder...? "Dachte ich mir doch, dass ich dich hier finden würde", meint Sabo und lässt sich neben dir ins Gras plumpsen. "Ja, weil ich hier immer herkomme, wenn ich allein sein möchte", erwiderst du gespielt vorwurfsvoll, doch er lacht nur. "Heute ist es doch sechs Jahre her, da habe ich doch das Recht, den Abend mit dir zu verbringen, nicht?", er weiss es also noch! Du hättest gewettet, dass er es vergessen hat. "Ich wette, du hast gedacht, ich hab's vergessen", meint er. "Naja, was das angeht, kannst du mir keinen Vorwurf machen, letztes Jahr hast du Ace's und meinen sechzehnten Geburtstag auch vergessen, weisst du noch?", verteidigst du dich. "Ach das", er winkt ab, "Ein Versehen, das schon eine Weile her ist, du nachtragendes Kind. Und ausserdem: Du hast mich damals aus dem Reichenviertel zurückgeholt, was ungefähr gleichbedeutend ist mit 'Du hast mir das Leben gerettet'. So etwas vergisst man nicht so leicht, wie ein paar Geburtsdaten." Du hebst skeptisch eine Augenbraue. "Erstens, lieber Sabo, handelt es sich um ein Geburtsdatum, da wir, wie du hoffentlich noch weisst, Zwillinge sind und zweitens handelt es sich um das Geburtsdatum deiner Geschwister, an so etwas wird man wohl noch denken, oder? Selbst Ruffy - Ruffy! - hat es hinbekommen, aber du...", erklärst du, doch er beginnt zu lachen. "Lieber Sabo! Das gibt es ja, nicht! Du bist tatsächlich immernoch beleidigt deswegen!", er kann gar nicht mehr aufhören zu lachen, sodass du dich genötigt fühlst, ihm gegen die Schulter zu boxen. "Autsch! Ist ja gut, ich hör ja schon auf!", verspricht er, noch immer vor sich hin glucksend. Du wirfst ihm einen vernichtenden Blick zu, doch wenn er dich mit seinem spitzbübischen Lächeln und den Wangengrübchen ansieht, kannst du ihm gar nicht böse sein. "Also, ich entschuldige mich hiermit offiziell, bist du mir noch böse?", fragt er dich und setzt seinen besten Hundeblick auf. Du seufzt. "Na gut, dir sei verziehen", sagst du grosszügig. Er strahlt dich an. "Ich ziehe den Hut vor so viel Grossherzigkeit", meint er und zieht tatsächlich den Hut. Du schnappst ihn dir sogleich und setzt ihn dir auf den Kopf. Du liebst seinen Hut. "Hey", protestiert er, aber du lächelst ihn nur an. "Du willst doch, dass ich nicht mehr böse bin, oder?", fragst du und rückst den Hut zurecht. Er seufzt und schüttelt resigniert den Kopf. "Manipulatives, erpresserisches Miststück", meint er. "Hab dich auch lieb, Bruderherz", erwiderst du und legst den Kopf in seinen Schoss. Mann, ist Sabo ein gutes Kissen. Aber... Er sieht irgendwie nicht so glücklich aus. "Was ist denn?", fragst du zu ihm hochblickend. Er setzt ein Lächeln auf. "Ach nichts...", meint er. Du weisst genau, welches 'nichts' er meint. Bruderherz. Bruderherz. Seine Finger spielen mit einer deiner langen, schwarzen Haarsträhnen. Du kennst niemanden, der so schöne Hände hat wie Sabo. Lange, schlanke, Finger, gebräunte Haut. Klavierspielerhände. "Du weisst, dass Ace mich assassiniert, wenn er uns so sieht?", will er wissen. "Ha, ich wusste, das Wort würde sich durchsetzten", triumphierst du. "Und Ace kann mich mal. Ich missbrauche dich hier ganz einfach als Kissen, oder? Und sogar wenn wir... Du weisst schon... Naja, es ginge ihn so was von überhaupt nichts an. Ich bin seine Schwester, nicht sein Eigentum", das Blut ist dir in die Wangen geschossen und Sabo grinst. "Wenn wir, was?", fragt er spitzbübisch. Du wirst gleich noch einen Tick röter, was ihn zum Lachen bringt. "Seit wann bist du so schüchtern, Schwesterherz?", will er wissen. "Bin ich nicht", protestierst du störrisch und setzt dich ruckartig auf. "Nicht?", er hebt fragend eine Augenbraue, "Dann beweise es!" Du drehst dich, kniest dich über ihn, sodass euch nur noch Zentimeter trennen. "Glaubst du etwa, ich trau' mich nicht?", fragst du. Er grinst. "Oh doch, aber traue dich ein wenig schneller, ja?", meint er. Du streckst ihm die Zunge heraus. Doch als er dich mit einem Ruck näher zu sich zieht, stockt dir der Atem. "Na los, trau dich endlich", verlangt er. Ihr seht euch an. Dieselben blauen Augen wie seit Jahren und doch... Wann hat das eigentlich begonnen? Vor ein paar Monaten? Ein paar Jahren? War es schon immer so? "Hey, das gibt's ja nicht! Wenn ich das Ace erzähle, bringt er dich um, Sabo", ruft Ruffy und sofort schiesst ihr auseinander. "Wenn du mir was erzählst, bringe ich wen um?", auch Ace taucht jetzt auf dem Hügel, deinem Hügel, auf. "Also, Sabo wollte...", bevor dein kleiner Bruder Sabo ernsthaft in Schwierigkeiten bringt, lässt du dir was einfallen. "Ach, ich habe nur gesagt, dass Sabos Hut viel cooler ist, als deiner und da du, was deinen Hut betrifft, ziemlich empfindlich bist, dachte Ruffy wohl, dass würde dir nicht unbedingt gefallen", erklärst du rasch und deutest auf Sabos Hut, den du noch immer auf dem Kopf hast. Ace mustert dich skeptisch, aber er ist viel zu gutgläubig, als dass er eine Lüge in deinen Worten vermuten würde. "Aber das stimm...", bevor Ruffy weitersprechen kann, schnappt ihn Sabo sich und wirft ihn sich über die Schultern. "Na los, wir machen ein Wettrennen, Ace und Annie gegen uns beide, wer zuerst bei Dadan ist, hat gewonnen", schlägt er vor. Ruffy ist sofort Feuer und Flamme, du weniger. Diese Art von Wettrennen sehen vor, dass du dich von deinem Zwilling tragen lässt und seine Lust auf's gewinnen ist meistens grösser, als seine Rücksicht auf mögliche Verletzungen deinerseits. Ach, was soll's... Du wälzt dich in deinem Bett hin und her, kannst einfach nicht schlafen. drei, vier Uhr morgens mag es etwa sein. Nebenan hörst du Dadans seliges Kettensägenschnarchen. Macht es auch nicht unbedingt einfacher, das Einschlafen. Nur... Seit wann ist es Sabo, der dich vom Einschlafen abhält? Ständig siehst du sein Gesicht vor dir, das freche Grinsen, das spitzbübige Funkeln in seinen verboten-blauen Augen, die blonden Haarsträhnen, die ihm ins Gesicht hängen, seine Stupsnase, mit der er immer ein wenig an einen kleinen Jungen erinnert, erst recht, wenn man noch seine Wangengrübchen sieht, sein Lippen, die zum Küssen einladen... Himmel, langsam wirst du ernsthaft lächerlich! Zum Glück ist keiner hier, der deine Gedanken l... Was war das? Da, schon wieder! Klingt wie... Nein, das wäre jetzt wirklich überklischiert. Du stehst auf und schleichst zum Fenster. Doch, tatsächlich! Es sind wirklich Steinchen, die dagegenfliegen. Du lächelst. Na, funktionieren tut es alle mal. "Geht doch! Ich dachte schon, ich krieg dich Schlafmütze vor dem Morgengrauen nicht mehr wach", ruft Sabo zu dir hoch, sobald du das Fenster geöffnet hast. Du wirst ihm garantiert nicht unter die Nase reiben, dass du seinetwegen nicht schlafen konntest. "Du hast doch geschlafen, oder?", Himmel, kann er etwa Gedanken lesen! Bitte nicht! "Klar", antwortest du viel zu schnell, wie dir spätestens klar wird, als es zu lachen beginnt. "Los, komm runter", fordert er dich auf. Du siehst nach unten. Drei Meter, vielleicht etwas mehr. "Ein wenig Vertrauen, wenn ich bitten darf, ich fange dich natürlich auf", erklärt er. "Aber sicher doch", erwiderst du ironisch. Du bist doch nicht lebensmüde. "Hast du etwa Angst?", fragt er betont unschuldig. Du verfluchst leise das Blut deines Vaters, seinen Stolz, deinen Stolz, dann steigst du auf das Fensterbrett. "Natürlich nicht", behauptest du. Zum Glück sieht er nicht, dass du zitterst. Mit der Höhe hast du es nicht so. "Vertraust du mir?", fragt er. "Ich vertraue dir", sagst du und lässt dich fallen. Tatsächlich fängt dich Sabo auf, nur hattest du wohl etwas mehr Schwung als erwartet, sodass ihr beide auf dem Boden landet. "Ich schulde dir wohl eine Entschuldigung für den Vertrauensmissbrauch, aber ich wollte dich wirklich nicht fallen lassen", meint er, sobald er dir beim Aufstehen geholfen hat. "Na, dann entschuldige dich mal", erwiderst du und bist froh, dass er im Dunkeln nicht sehen kann, dass du knallrot angelaufen bist. Er seufzt theatralisch. "Hättest du nicht irgendetwas in Richtung 'Als Entschädigung möchte ich einen Kuss' oder so sagen können?, will er wissen. "Nö. So einfach mach' ich es dir doch nicht", du lachst, um dein viel zu laut klopfendes Herz zu übertönen. Küssen. Sabo küssen. Er schüttelt gespielt frustriert den Kopf und nimmt deine Hand. "Komm, ich möchte dir etwas zeigen", meint er, während warme, kleine Schauer durch deinen Körper jagen. Schon bald weisst du, wohin er dich bringen möchte. Zu deinem Hügel. Er setzt sich ins nasse Gras und zieht dich neben sich zu Boden. "Und was machen wir hier?", fragst du nach einer Weile, als dir langsam kalt wird. "Na, wir sehen uns den Sonnenaufgang an. Du kommst immer nur für die Untergänge, das Ende einer Sache, her, jetzt guckst du dir mit mir an, wie etwas Neues beginnt", erklärt er und fügt noch hinzu: "Wenn du kalt hast, kannst du auch gern näher kommen." Es ist noch immer zu dunkel um sein Grinsen zu sehen, doch du weisst genau, dass es dort ist, breit und selbstgefällig. Normalerweise würdest du jetzt mit Absicht nicht zu ihm rücken, aber schliesslich ist es wirklich kalt und... "Ich hätte nicht gedacht, dass du es wirklich machst", lacht er, schlingt dir einen Arm um die Taille und zieht dich gleich noch ein Stück näher an sich ran."Du riechst gut", meint er. Hilfe, was sollst du auf so etwas bitte antworten? Du auch? Seltsam. Danke? Noch seltsamer. Gar nichts? Unhöflich. Um deinem Dilemma zu entkommen, legst du ihm den Kopf auf die Schulter und schmiegst dich an ihn. "Wenn du dich noch näher an mich kuschelst, kann ich für nichts garantieren", erklärt er und lacht leise. "Was, wenn es mir egal ist?", flüsterst du. "Dann ist dir mein Leben egal!", meint er gespielt entsetzt, "Du kennst doch Ace, wenn ich auch nur einen Finger an dich lege, bin ich so gut wie tot... Und den Tag, an dem ich aufbreche, den hätte ich gerne noch erlebt." Der Tag an dem er aufbricht. Sein siebzehnter Geburtstag. Das ist... Nein, das kann nicht sein! Nicht schon... Nicht schon nächste Woche... Wie konntest du das nur vergessen, verdrängen! "Sabo, ich...", er kann doch nicht weggehen, kann dich doch nicht alleinelassen. Du kannst nicht verhindern, dass dir eine Träne über die Wange rollt. "Nicht weinen, Annie, wir werden uns doch wiedersehen", murmelt er und streicht dir über's Haar. "Aber... aber...", deine Stimme will dir nicht gehorchen, deine Schultern beben. Wie konntest du das nur vergessen? Wie? "Ann? Ich brenne auch nicht darauf mich von euch, von dir zu verabschieden, weisst du? Aber ich werde gehen, so wie Ace gehen wird und Ruffy gehen wird und du selbst gehen wirst. Ich bin einfach nur der Älteste. Aber wenn ich dann zurückdenke an unseren gemeinsamen Sonnenuntergang, damit vor meinen Männern angebe, möchte ich mich eigentlich nicht an deine Tränen erinnern müssen. Ich will nicht, dass du meinetwegen weinst, hörst du? Das bin ich nicht wert", sagt er. "Doch bist du", erwiderst du krächzend. Er lacht, nimmt dein Gesicht in beide Hände und küsst die Tränen weg. "Du wirst eine miese Piratin, Ann. Regel No. 1: Lebe im Jetzt, du weisst nie, wann es vorbei ist", erklärt er. Und während die Sonne langsam aufgeht, machst du dir die erste Regel zunutze und küsst ihn. Vergessen sein Geburtstag, vergessen seine Abreise, vergessen Ace, da sind nur noch du und er und das Jetzt. ... Du sitzt in deinem Zimmer, die Tür verschlossen, und hälst dich selbst umschlungen, um dir Halt zu geben. Er ist weg. Weg. Weg. Nur der Umschlag ist dir geblieben. Nur ein Brief. Du versuchst die Tränen zurückzuhalten, während du den Umschlag mit zitternden Fingern öffnest. Du kannst deine Hand kaum ruhig genug halten, doch schliesslich schaffst du es... Mein liebes Annieleinchen Du weisst gar nicht, wie sehr ich mir gerade wünsche, dass ich diesen Brief genau so beginnen könnte: Mein liebes Annieleinchen, sei nicht traurig, wir sehen uns bald wieder. Die Wahrheit ist: Ich weiss nicht, wann wir uns wiedersehen werden. Und darum beginnt dieser Brief anders... Liebe Ann Ich weiss nicht, was ich schreiben soll, ohne dass mein Entschluss doch noch ins Wanken gerät, aber nichts zu schreiben wäre unfair, dir, aber auch mir selbst gegenüber. Einen miesen Captain würde ich abgeben, wenn ich mich nicht mal meinen eigenen Gefühlen zu stellen vermag. Darum dieser Brief. Vielleicht kann ich durch ihn das sagen, was noch nicht gesagt wurde. Ich werde nicht schreiben: "Ich liebe dich". Nicht, weil es nicht zutreffen würde, nein, natürlich trifft es zu und ich hoffe, das ist dir genauso klar wie mir. Ich schreibe es nicht, weil du mir noch viel mehr bedeutest, als nur diese drei Worte. Du bist alles für mich. Es tut mir leid. Ich hoffe, wir sehen uns bald. Ich liebe dich. Für immer. Sabo Und du weinst.