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Die Statistik vom Quiz

Deine etwas andere Hogwarts Story - Lange Auswertung

20.82 % der User hatten die Auswertung: Dein Name: Mika Brownzwyg Dein Aussehen: ca. schulterlange blond gelockte Haare, dunkelgrüne Augen, zierliche Figur, leicht braune glänzende Haut Dein Charakter: Ruhig, belesen und dennoch chaotisch -Prolog- Der 324 Strich wurde im Kalender gemacht. Bald würde der älteste Junge der Familie Geburtstag haben. Das kleine Mädchen lächelte ihrem Bruder aufmunternd zu. „Dauert gar nicht mehr lange!“ Er nickte ihr zu und gab ihr einen behutsamen Kuss auf die Stirn. Ihre Mutter legte den beiden ungleichen Kindern jeweils eine Hand auf die Schulter. „Dieses Jahr wird sicherlich schön. Wir können endlich wieder als Familie feiern.“ Zu dritt sahen sie auf den grossen Wandkalender. Es würde nicht mehr lange dauern. -Zeitsprung 6. Schuljahr- „Albus!“ „Ah, Mika! Hast du jetzt auch Zaubertränke?“ Beim hastigen nicken wippten meine Locken. „Hast du die Hausaufgaben gemacht?“ Ich liebt es mit ihm zu sprechen und noch mehr mochte ich es mit ihm über etwas zu diskutieren. Den gesamten Weg zum Unterrichtsraum diskutierten wir über die Zusammensetzung des Vielsafttrankes. Wir überlegten ob es möglich sei den Geschmack des Trankes positiv zu verändern und für was man den Trank wohl so nutzen könnte. Als wir überlegten kamen wir auf die absurdesten Möglichkeiten wie z.B. einen Tag lang in einer Bücherei als Angestellte arbeiten und vieles mehr. Lachend kamen wir an und setzten uns. Wie immer verlief der Unterricht für mich schleppend. Ich mochte Zaubertränke aber in Theorie war ich noch nie sonderlich gut gewesen. Die Ferien standen schon fast vor der Türe und meine Konzentration schwand somit Minute um Minute. Als wir entlassen wurden, standen sofort alle auf um hinaus zu gehen. Nur ich musste noch meine Schulsachen zusammen suchen. -Seine Sicht- Bald wären die letzten Schulferien gekommen. Vermutlich würde ich sie wie jedes Jahr recht belanglos verbringen und mir von meinem Taschengeld hin und wieder etwas süsses gönnen. Natürlich würde ich auch wieder auf meine Geschwister aufpassen müssen und das die gesamten Ferien über. Eine Weile schaute ich wohl schon zu Mika hinüber bis ich den Mut fand den ich brauchte. „Wollen wir eine Runde spazieren gehen?“ „Klar, gerne!“ In einer flüssigen Bewegung stand Mika auf und wir gingen nebeneinander her nach draussen. Während wir durch die Gänge des Schlosses gingen unterhielten wir uns wie immer über belanglosere Themen. Wir waren vielleicht schon fast erwachsen aber das wollte wohl keiner von uns einsehen. Wann immer wir gemeinsam Zeit verbrachten hatte ich das Gefühl ewig jung zu bleiben und das erwachsen werden noch ein wenig aufschieben zu können. Als wir gerade über die Ländereien schritten bewunderten wir die Schönheit der Landschaft. „Und wie wirst du deine letzten Ferien verbringen?“ „Vermutlich zu Hause, einfach so wie jedes Jahr und du?“ Wir setzten uns an einen Baum. „Vermutlich genauso.“ Keiner von uns klang sonderlich begeistert aber für grosse Unternehmungen fehlte uns das Geld und wir mussten ja auch noch auf unsere Geschwister aufpassen. Zwar hätte dies meine Mutter sicherlich für ein paar Tage auch alleine hin bekommen aber ich wollte sie nicht hängen lassen. Gerade nicht in unserer Situation. „Nein, nein nein!“ Etwas verwundert schaute ich zu Mika hinüber. „So dürfen die letzten Ferien unseres Lebens nicht vergehen! Wenn die hier vorbei sind wars das mit Sommerferien. Ausser einer von uns wird Lehrer aber … ich denk nicht das wir so viel Glück haben! In diesen Ferien müssen wir etwas Phänomenales machen!“ „Und was?“ Das grinsen das sich nun auf dem sonst so hübschen Gesicht abzeichnete kannte ich nur zu gut. Gefühlte hundert Mal hatte uns nämlich genau dieses grinsen in Schwierigkeiten gebracht. „Das wirst du dann sehn Albi. Schöne Ferien! Und mach dich bereit jederzeit abreisen zu können!“ Grinsend wurde ich kurz fest gedrückt, ehe ich nur noch einer schemenhaften Figur nach blickte die eiligst mit dem geschulterten Rucksack gen Schloss rannte. Lächelnd schüttelte ich kurz den Kopf, liess mich nach hinten ins Gras fallen und musste grinsen bei dem Gedanken an die Sommerferien. Die erste Woche der Sommerferien verbrachte ich damit Bücher zu lesen, Süssigkeiten zu naschen und auf meine Geschwister hin und wieder aufzupassen. Mika liess während dieser Zeit nichts von sich hören. Selbst meinen Geburtstag verbrachte ich nur mit meiner Familie. Als es bereits dunkelte machte ich einen kleinen Geburtstags-Spaziergang und schlenderte durch die Gegend. Ein Jugendlicher, wohl gerade mal zwei Jahre jünger als ich, sass bei den Bagshots vor dem Haus. Seine dunkelblonden Haare, die in Locken bis zu den Schultern reichten und seine durchaus Filigrane Figur, liessen mich zweimal hinsehen. Er war mir hier noch nie aufgefallen, vielleicht auch einzig wegen der Tatsache, dass er jünger war als ich. Nun musterte auch er mich eingehend, bis er mir seine Hand hinhielt. „Gellert Grindelwald, du kannst mich aber einfach Gellert nennen.“ „Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore, du kannst mich auch einfach Albus nennen.“ Ich nahm seine Hand während er noch damit beschäftigt war mich verdattert anzusehen. Wir schüttelten kurz die Hand des jeweils anderen bevor ich mich zu ihm setzte. Wir verbrachten eine ganze Zeit lang damit darüber zu sprechen wie er hierher kam, genauere Äusserungen wollte er dazu nicht abgeben und ich liess es darauf beruhen. Wie innig unsere Freundschaft in den darauffolgenden zwei Monaten werden würde, hätte ich nie gedacht. -Zeitsprung letzte Woche der Ferien, deine Sicht- Die Ferien waren fast vorbei aber endlich hatte ich das Geld zusammen. Es waren die ersten Ferien in denen ich selbst gearbeitet hatte. Seit der Rückkehr unseres Vaters ging das meiste Geld für Alkohol drauf und das Einzige Geld das vor ihm sicher war, war jenes auf unserem Konto. Mit gepacktem Rucksack stand ich vor der Türe der Dumbledores und wartet ungeduldig bis die Türe geöffnet wurde. Als Aberforth vor mir stand, breitete sich ein breites Lächeln auf seinem Gesicht aus. „Na magst du mich nicht umarmen Kumpel?“ Grinsend boxte ich ihn leicht mit der Faust an und er umarmte mich heftig. „Wie geht’s dir Mika?“ „Klasse und euch allen?“ Seine Miene sah schlagartig weniger begeistert aus, doch noch immer lächelte er leicht. „Naja … wir kommen schon klar. Du willst sicher zu Albus oder?“ Sofort nickte ich. Zwar mochte ich alle Mitglieder der Familie Dumbledore aber Albus war und blieb nun Mal mein bester Freund. „Leider hab ich keine Ahnung wo er ist … Du kannst aber mal bei den Bagshots schauen. Da ist er ja die meiste Zeit …“ Bei seinem letzten Satz klang er verwunderlich bedrückt und ich wuschelte ihm aufmunternd durch die Haare. „Danke. Sag deinen Ladys, schöne Grüsse von mir. Und pass auf dich auf!“ Breit grinsend machte ich mich auf den Weg zu den Bagshots. Aberforth wollte ich nicht unbedingt fragen wieso Albus ausgerechnet bei den Bagshots abhing. Schon von weitem sah ich die kastanienbraunen Haare von Albus neben einigen blonden Locken. Wissend grinste ich. Ein Mädchen also! „Na Albus! Hast du dir doch noch ne hübsche Freundiiii- oh…“ Als die beiden sich aufrichteten und zu mir blickten musste ich feststellen, dass das Mädchen wohl eher ein Junge war. Albus lächelte mich an und wir umarmten uns zur Begrüssung kurz, der andere Junge hielt mir höflich die Hand hin. „Gellert Grindelwald.“ „Mika Brownzwyg. Freut mich.“ „Die Freude ist ganz meinerseits, Werteste.“ Er grinste bei dem Wort Werteste und ich zog ihm grinsend die Hand weg. „Albus du hast wirklich eine ganz reizende Freundin abbekommen.“ „Freut mich, dass ihr euch so gut versteht. Was gibt’s?“ Ich lächelte ihn an. „Pack deine Sachen. Wir machen eine Back-pack-Tour! Ich hab doch gesagt, dass diese Ferien anders werden! Ich dachte wir könnten nach Rumänien, dort gibt es echt tolle Geschöpfe! Wir könnten nach den Dr-„ „Nein.“ Verblüfft schaute ich ihn an. „Bitte was?“ „Nein. Tut mir Leid aber die letzte Woche der Ferien wollte ich ausspannen.“ Ich merkte wie mir die Kinnlade wohl herunterfiel. „Aber wir hatten das doch abgesprochen?“ „Ja aber du hast nicht gesagt, dass es in der letzten Woche wäre…“ „Kann man nur verstehen. So kurzfristig ist es ja mehr Stress als Erholung.“ Mein Blick glitt von Albus auf Gellert und wieder zurück. Wie immer lächelte Albus nur freundlich. Einen Moment lang öffnete ich den Mund um etwas zu sagen, dann schüttelte ich nur den Kopf. So kannte ich ihn überhaupt nicht. Normalerweise würde er mich niemals hängen lassen. Ich musterte ihn noch einmal eindringlich. „Ist das wirklich dein letztes Wort?“ Er nickte und auf Gellerts Gesicht fiel ein unangenehmes grinsen. Ich richtete meinen Blick noch einmals auf Albus. „Gut … dann noch angenehme Ferien. Und … pass auf, ja?“ Ich wartete nicht darauf was er sagte und apparierte direkt. Ich hatte mir extra eine Sondergenehmigung zum apparieren geholt. Zum ersten Mal atmete ich die rumänische Luft ein und sie schien mich von innen heraus zu beleben. Mit einem Kopfschütteln versuchte ich alle Gedanken an Albus und alles was ihn betraf abzuschütteln. Vielleicht würde ich hier auch länger als nur eine Woche bleiben. Vielleicht hatte ich ja gerade meine neue Heimat gefunden. Lächelnd marschierte ich los. Wohin meine Beine mich auch tragen würden, mit ein paar Jobs könnte ich mich sicher über Wasser halten. Ein Rumstreicher Leben. Wie spannend! Triumphierend grinste ich vor mich hin, sagte gedanklich noch einmal allen die auf mich warteten Lebwohl und machte die ersten Schritte in meinem neuen Leben. Nie wieder Schule, nie wieder einen trinkenden Vater sehen, nie wieder die Ausflüchte meiner Mutter anhören müssen, kein Gillert Grindelwald mehr und kein Albus der mich für einen seltsamen Jungen sitzen liess. Alles würde anders werden. -Zeitsprung 1945- Schwer atmend kam ich endlich an. Ich hatte es tatsächlich geschafft aus Nurmengard zu entkommen und stand nun vor meinem alten Zu Hause. Man konnte es nicht sehen aber ich wusste, dass es hier war. Dank einiger Bücher die sich gut verkaufen liessen, Landstreicher mochte man wohl, hatte ich mir vor dem Aufstieg Grindelwalds einen ganzen Häuserblock kaufen können. Ich sprach die magischen Worte und zahlte den Eingang mit einem Tropfen meines Blutes. Die verwaisten Muggelwohnungen schoben sich auseinander und gaben den Eingang zu einem freundlich gelb gestrichenen Häuserblock frei. Die Vorhänge waren zugezogen, denn es war Abend. Langsam und mit müden Schritten ging ich auf den Eingang zu und hinein. Der Flur erstreckte sich vor mir und das andere Ende konnte ich schon gar nicht mehr sehen. Meine letzte Tat war es gewesen, das Gebäude magisch um etliche Zimmer zu erweitern. Zum Glück hatte ich damit dank meiner eigenst entwickelten Zeltkollektion reichlich Erfahrung. Müde schleppte ich mich durch den Gang und merkte nicht, wie sich hinter mir nach und nach die Türen öffneten und neugierige Blicke mir folgten. Nach etwa fünfhundert Metern bog ich ohne zu schauen rechts ab und stand im grossen Speisesaal des Hauses. „Mika! Oh … Mika! Du hast es geschafft!“ Freudig fiel mir die zierliche Frau um den Hals, nachdem sie wohl rund dreihundert Meter gesprintet war. Ihre Wucht hätte mich beinahe umgehauen, doch ich nutzte den Schwung lieber um mich mit ihr im Arm zu drehen. Meine Haare reichten mir mittlerweile fast bis zur Hüfte und allgemein sah ich ungepflegter aus als je zuvor. Wir lösten uns und sie musterte mich eindringlich. „Du siehst schrecklich aus! Ein Bad und eine völlig neue Frisur helfen dir sicher! Und … oh … hast du Muskeln dazu bekommen?“ Sie musterte eindringlich den schlanken aber durchtrainierten Körper. Ich hatte reichlich Zeit gehabt und sie genutzt um meinen Körper und meinen Geist wieder fit zu kriegen. „Nun … ich hatte nicht wirklich viel zu tun. Wie geht’s allen?“ Sie streifte über mein Gesicht und wirkte etwas gedankenverloren. „Wie bekommst du es hin trotzdem noch so gut auszusehen? Du hast kaum Falten … du bist einfach nur … verdammt gut gealtert.“ Ich zog leicht an einer ihrer Strähnen die grau waren und grinste. „Das grau steht dir aber auch nicht schlecht.“ Nahezu fauchend entzog sie mir die Strähne und zerrte mich zu einem Tisch, wo sie mich zwang mich zu setzen. Mit schnellem Schritt eilte sie Richtung Küche und stellte kurz darauf einen Teller mit warmen Kartoffelpüree und etwas fleischähnlichem vor mir ab. Man sollte meinen nach so langer Haft mit vielen Nahrungslosen Tagen sollte man für alles dankbar sein aber was sie mir vorsetzte roch schon eher unangenehm. „Mh … selbst gekocht, hm?“ „Ja. Alle meinen ich koche inzwischen viel besser.“ Lächelnd nahm ich einen Löffel des Püree und genoss es. Nach wie vor schmeckte es einfach schrecklich und ich grinste beim Essen. Sie setzte sich neben mich. „Wie geht’s den anderen? Du bist meiner Frage ausgewichen.“ Sie seufzte lange. Kein gutes Zeichen. „Wir haben viele neue Leute aber die Zimmer sind mittlerweile wirklich knapp. Ausserdem … wird es immer schwerer alle zu ernähren … Es ist ja auch nicht gerade unauffällig für so viele Leute Essen zu kaufen … Ich weiss wirklich nicht wie wir das alles noch lange aushalten sollen … Und .. es ist so gefährlich Mika …“ Sie klang wirklich besorgt und ich legte ihr lächelnd meine Hand auf ihre. „Ich bin ja jetzt wieder da. Das mit den Zimmern haben wir bald. Wie viele sind wir mittlerweile?“ Sie schien kurz zu überlegen. „Wir sind ca. 45 Zauberer und Hexen die sich auflehnen … und mittlerweile um die … 700 hundert Muggel. Es ist so schwer … und da draussen gibt es noch viel viel mehr Muggel die in Gefahr sind… Wir können nicht mal ansatzweise allen helfen…“ Sie schluchzte und ich legte mein Besteck weg um sie in die Arme zu nehmen. Fürsorglich streifte ich ihren Rücken entlang. „Alles wird gut. Ich bin wieder da und wird mich direkt morgen um alles kümmern.“ „Ja … ich weiss dass du das tun wirst und das macht es noch schlimmer … Er sucht dich doch ohnehin schon … Alleine schon wenn du einen Fuss vor die Türe setzt könntest du wieder gefangen genommen werden … und dann .. dann foltern sie dich wie-„ „Psht. Hör auf immer nur an das negative zu denken. Schau doch was wir alles erreicht haben. So viele die noch Leben. Das haben sie unter anderem dir zu verdanken.“ Ich hielt sie an den Schultern etwas von mir weg und lächelte sie aufmunternd an. Ein kurzes Lächeln schlich über ihre Lippen. Sie drückte mir plötzlich einen festen Kuss auf die Lippen und ich blinzelte sie verwundert an. Sie wurde rot und schaute verlegen weg. Mit einem räuspern stand ich auf und machte mich auf den Weg zu meinem Zimmer, das einzige im Kellergeschoss. Abgesehen von meinem Zimmer war dort nichts weiter als ein Bad und die ganzen Vorräte. Als ich am Eingang des Kellergeschosses stand traf mich erneute Verwunderung. Als ich das letzte Mal hier gewesen war, standen die Regal voll bis oben hin und nun waren hier noch Vorräte für vielleicht eine Woche. Seufzend legte ich mir eine Hand an den Kopf und ging auf mein Bad zu. All die Sorgen konnten bis morgen warten. Nach etwa sieben Jahren Gefängnis und nahezu täglicher Folter durfte ich mir das gönnen. Die nächsten zwei Tage verbrachte ich damit einige der reichen Anhänger Grindelwalds zu verfolgen, mir ihre Haare zu klauen und sie in vorgebraute Vielsafttränke zu geben. Als ich mich in die Gestalt der ersten Person verwandelte dank dem Trank musste ich tatsächlich grinsen. Es schmeckte immer noch scheusslich. Niemand hatte es wohl geschafft den Geschmack zum Besseren zu verändern. Was Albus nun wohl machte? Lächelnd setzte ich mich in Bewegung. Die ersten ca. zehn Male verlief alles reibungslos. Ich verschaffte mir Zugang, klaute mir die ganzen Vorräte, etwas Geld und verschwand wieder. Zum Glück gab es magische Taschen die man vollstopfen konnte. Beim nächsten Mal jedoch wurde ich ziemlich übel von einem Fluch getroffen und schaffte es mit Mühe und Not im Vorgarten des Häuserblockes zu erscheinen. Den Blutspreis zahlte ich diesmal schon ohne es zu wollen, sprach die Worte und schleppte mich in den Gang, wo alles schwarz wurde und ich bewusstlos zu Boden fiel. -Zeitsprung ein halbes Jahr später, seine Sicht- Ich hatte gerade meine Verwandlungsstunde beendet, als ich den Artikel in der Zeitung sah. In letzter Zeit waren viele Artikel über Gellert Grindelwald und seine üblen Machenschaften zu lesen aber irgendjemand schaffte es wohl im den Platz auf der Titelseite streitig zu machen. Der Aufhänger der Zeitung bestand aus einem grossen: Hoffnungsbringer! Direkt darunter prangte in denselben schnörkeligen Lettern: Der Robin Hood der Muggel! Artikel über Grindelwalds schreckliche Taten waren inzwischen nichts neues, doch ein Artikel mit diesem Aufhänger direkt auf der Titelseite war völlig neu. Neugierig begann ich zu lesen. Der Artikel fesselte mich und berichtete von jemand der den treusten Anhängern Grindelwalds seit neustem Nahrung und Geld klaute. Jedes Mal hinterliess er einen Zettel mit den gleichen Worten: Danke für die Spenden, die Muggel werden sie dankend zu schätzen wissen! Ein grinsen stahl sich auf mein Gesicht. Das waren doch mal gute Neuigkeiten, jemand der mutig genug war. Am nächsten Tag las ich einen weiteren Artikel über „Robin Hood“. Diesmal war der Aufhänger: Robin Hood – Wer wirklich dahinter steckte. Wieder las ich neugierig weiter und entdeckte dann zu meinem Entsetzen das Foto von Mika. Ich wusste seit den Sommerferien damals nicht was aus Mika geworden war und nun traf mich dieses Foto wie ein Blitz. Eilig las ich den Artikel. Ich las, dass Mika unter einem Pseudonym wohl bereits vor Grindelwalds aufstieg mehrere Bücher veröffentlicht hatte, eine eigene Zeltkollektion auf den Markt gebracht hatte und zu den begabtesten Zauberern Osteuropas zählte. Auf Grund von unzähligen Widerstandsbewegungen, Gegenangriffen und öffentlicher Unterstützung von Muggeln hatte man Mika zu lebenslänglich in Nurmengard verdonnert. Leider hatten sie nicht damit gerechnet, dass Mika gewitzt war und nach etwas mehr als sechs Jahren gelang die Flucht. Es sah Mika gleich sich direkt wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Scheinbar hatte man Mika beim letzten Raubzug so schwer getroffen, dass man nun vermutete, dass der Tot die Folge der Verletzung war. Sofort erhob ich mich und marschierte zum Büro der Schulleitung. Ich konnte nicht länger einfach herum sitzen. Ganz gleich was ich empfand oder was geschehen war, darauf durfte ich keine Rücksicht mehr nehmen. Jemand musste Grindelwald stoppen. Ob mein Plan funktionieren würde, wusste ich nicht aber wenn ich es nicht versuchte würde ich es niemals erfahren. Nach einem anstrengenden Duell gegen meinen einstigen Freund stand ich nun erschöpft vor einem leerstehenden Häuserblock der Muggel. Nach meinem Sieg wurden die zu Unrecht eingesperrten frei gelassen und durch einstige Unterstützer Grindelwalds ersetzt. Einer dieser Befreiten stand nun neben mir und flüsterte die Worte, wonach er mit einem Tropfen Blut den Einlass zahlte. Der Häuserblock schob sich zur Seite und gab den Blick auf einen fröhlich gelben Häuserblock frei. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen während ich neben dem Mann her ging. „Wieso lächeln sie Sir?“ „Es ist nur … die Farbe passt überhaupt nicht in diese Gegend und zugleich passt sie perfekt.“ Verstehend nickte er und klopfte dann gegen die Eichentüre. Alles in dieser Gegend war grau, trostlos und trübe, nur dieses versteckte Haus schien unbeeindruckt und fröhlich. Eine zierliche Frau mit reichlich grauen Strähnen blickte uns verwundert an und fiel dann dem Mann um den Hals. „Du bist wieder hier! Oh … Oh Gott! Du bist wieder hier!“ Tränen liefen ihre Wangen herunter, ehe der junge Mann sich löste und mich vorstellte. „… er hat Grindelwald besiegt! Wir sind jetzt alle sicher.“ Erneut drang ein Schwall Tränen aus ihren Augen und sie fiel auch mir um den Hals. Zurückhaltend klopfte ich ihr vorsichtig auf den Rücken. „Sie … ich danke ihnen … so sehr … Ich muss sofort allen Bescheid geben!“ Eilig löste sie sich und rannte durch den Flur, wobei sie fröhlich schreiend die Nachricht verbreitete. Kopfschüttelnd trat der junge Mann ein. Türen wurden geöffnet und erleichterte Muggel fielen anderen um den Hals. Sie schienen alle in einen grossen Raum zu strömen und ich folgte dem Gedränge. Mit meiner Grösse übertrumpfte ich bisweilen alle. Einerseits teilte ich ihre Freunde und andererseits trauerte ich darum meine erste grosse Liebe wohl nun endgültig verloren zu haben. Die Leidenschaft für die Heiligtümer hatte uns zusammen geschweisst und eine tiefe Kluft zwischen uns getrieben. Nun war diese Kluft mit endloser Trauer gefüllt und mit trügerisch verdrängenden Wolken beflügelt. Immer mehr Muggel strömten in die Halle und meine Verwunderung sah man mir wohl an. Stolz grinste der Mann neben mir. „Mika hat grosses geleistet. So gut es ging hat wurden sie selbst aus dem Gefängnis heraus von Mika unterstützt. Das hier dürfte der wohl grösste Flüchtlingspunkt überhaupt sein. Man schrieb mir, dass es mittlerweile 48 Zauberer und Hexen sind und 689 Muggel.“ Bewundernd schaute ich auf die Menge. Noch immer strömten weitere herein und setzten sich, fielen anderen um die Hälse und feierten die Botschaft. Mein Blick schweifte durch die Menge. „Wo ist denn Mika?“ Leider hob er nur die Schultern und wurde dann von einer jungen Frau mitgezogen. Essen wurde an alle ausgeteilt und die junge Frau die uns geöffnet hatte stellte sich neben mich. „Wir sind ihnen so dankbar. Sie haben uns befreit.“ Eine Träne rann ihre Wange herunter und ich lächelte sie aufmunternd an. „Würden sie eine Rede halten Mr. Dumbledore? Solch einen freudigen Tag wird wohl keiner von uns mehr erleben.“ „Wenn ich sie damit glücklich machen kann.“ Ich lächelte und ging nach vorne. Ein kleines Podest stand dort und alle Blicke richteten sich auf mich. Was sagte man an einem Tag wie diesem? Die Blicke von hunderten glücklichen Personen richteten sich auf mich. Ich lächelte kurz. „Heute ist ein denkwürdiger Tag für uns alle. Ihr habt lange entbehrliche Tage hinter euch und bis jetzt durchgehalten. Heute soll niemand an vergangenes denken, sondern sich auf seine Zukunft freuen.“ Einige jubelten kurz zustimmend. „An diesem Tag hat jeder von euch die Chance auf ein neues Leben, welches ganz alleine in euren Händen liegt. Lass uns zusammen essen und trinken, auf einen Neuanfang.“ Lächelnd hob ich die Hand, in welche ein Glas schwebte. All die Anwesenden folgten meinem Beispiel. Mein Blick fiel auf eine zierliche Person die an die Türe gelehnt ebenfalls ein Glas hob. Mit einem Nicken in dessen Richtung, welches erwidert wurde, leerte ich den Becher zeitgleich mit all den Anderen. Für diesen Moment waren wir alle gleich, wir waren eins auf eine ganz eigene Art. Mit ruhigen Schritten ging ich direkt danach hinunter. Gespräche begannen und ein jeder begann zu essen. Langsam schritt ich auf Mika zu, wir schauten einander unverwandt an, bis ich stoppte. Nun standen wir nebeneinander, ich drehte mich und wir schauten all diesen Seelen beim Essen zu. „Schöne Rede.“ „Danke. Wie geht es dir?“ Ein Schultern zucken, ein schmerzverzerrtes grinsen und ein kurzes Funkeln in den Augen waren Antwort genug. Lächelnd schüttelte ich den Kopf. Weisse Bandagen umhüllten gänzlich den zierlichen Körper. Lediglich das Gesicht war nicht bandagiert und war von mehreren kleinen Schnittwunden geziert. „Was für Perspektiven haben sie? Haben sie Familien?“ Nun wich das Lächeln einer ernsteren Miene. Nachdenklich liess Mika den Blick über alle schweifen. „Ich denke nicht, dass von ihren Familien noch viel übrig ist. Die meisten hier sind Widerstandskämpfer zu Beginn gewesen. Ihre Familien sind vermutlich härter bestraft worden als die Anderen.“ „Sie haben keine Jobs, keine Familien und keine Obdach. Sie werden auf der Strasse stehen …“ Wieder schlich sich dieses bekannte grinsen auf Mikas Gesicht. „Nein mein Freund. Weisst du … ihnen noch etwas länger ohne Miete ihre Zimmer zu überlassen dürfte nicht allzu schlimm sein. Ausserdem habe ich eine grandiose Idee um Geld zu verdienen, da hab ich sicherlich noch ein wenig Platz für den ein oder anderen der nichts findet. Wie du sagtest … heute hat jeder seine Zukunft wieder in seinen Händen. Du hast ihnen geholfen, dass dies so ist und ich werde ihnen Möglichkeiten bieten um einen Start zu finden. Wir haben ja … gute Sponsoren.“ Grinsend warf Mika einen Ring mit dem Siegel einer alten Familie in die Luft. Er gehörte zu einer Familie die Grindelwald aktiv unterstützt hatte. Kurz war ich verwundert, dann jedoch fingen wir gemeinsam an zu lachen. Meine Arbeit hier war getan und ich hatte alles richtig gemacht, dies wurde mir spätestens jetzt bewusst. -Zeitsprung Harrys viertes Jahr, deine Sicht- „… Ihn unterstützend zur Seite stehen wird der wohl allseits bekannte Mr. Mika Brownzwyg. Mr. Brownzwyg wird zudem Professor Binns bei seinem Geschichtsunterricht unterstützen. Wie ihr sicherlich wisst, war Mr. Brownzwyg wesentlich an den Aufständen in Osteuropa zu Zeiten Grindelwalds beteiligt. Bitte begrüsst ihn mit einem warmen Beifall.“ Als die Schüler lautstark applaudierten erhob ich mich kurz, zwinkerte einem Mädchen schelmisch zu und unterstrich dies mit meinem typischen Grinsen. Trotz meines hohen Alters war noch nicht eine meiner Strähnen grau und meinem Gesicht und Körper nach zu urteilen hielten mich die meisten für Mitte 35. Meine Haare waren ca. Schulter lang und mit den leichten Wellen die ich mittlerweile hatte, standen sie teilweise rebellisch ab. In Kombination mit meinem 3 Tage Bart und der leichten Bräune die meine Haut hatte wirkte ich wie ein rebellischer Draufgänger liess ich mir des Öfteren sagen. Natürlich spielte ich damit und trug stets ein enges Hemd, dessen erste Knöpfe geöffnet waren und den Blick auf eines meiner Tattoos freigab. Wenn man schon alt war und noch so gut aussah musste man es ja ausnutzen. Das Mädchen wurde sofort rot und ich erntete anerkennende Pfiffe, sowie den ein oder anderen Lacher. Grinsend liess ich mich wieder in meinen Stuhl fallen. Albus hatte mich gebeten dieses Jahr hier zu sein auch wenn ich viel lieber meinen Lebensabend in Rumänien verbracht hätte. Das englische Wetter mochte ich schon längst nicht mehr und es machte mir bereits jetzt zu schaffen. Albus lächelte mir kurz dankend an, als wir begannen zu essen und ich grinste nur. Die Wochen vergingen schnell und ich hatte einiges zu tun. Viele Schüler stellten mir Fragen über die Kriege damals, über meine Bücher, wie ich immer wieder auf neue Ideen für Zelte, Taschen oder nützliche Haushaltsgegenstände kam und vor allem wie ich trotz mehr als hundert Jahren noch so gut aussehen konnte. Gerade endete eine weitere spannende –ich liebe Sarkasmus- Geschichtsstunde mit dem Geist Professor Binns. Ein gutes hatte es dass er tot war. Hinter seinem Rücken verbrachte ich meine Zeit damit Grimassen zu schneiden und damit die Schüler zu unterhalten. Professor Binns merkte davon meist nichts, da er schon so in seinem Alltagstrott versunken war, dass ihn wirklich nichts aus der Ruhe bringen konnte. Es herrschte immer noch Aufruhr weil Harry Potters Namen von dem Kelch ausgespuckt worden war und die Champions fingen an sich auf die erste Prüfung vorzubereiten. Ich hatte eine meiner besten Grimassen gezeigt, als Albus laut räuspernd an der Türe stand, neben ihm Minerva. Sofort sprang ich auf. „Albus! Minerva! Wie kann ich euch helfen?“ „Mika, würdest du uns eventuell kurz begleiten.“ „Wenn es unbedingt sein muss … Professor Binns hatte soeben begonnen über … ich komme.“ Eilig spurtete ich zu den Beiden und verliess mit ihnen das Klassenzimmer. Während sie mich etwas musterte, als hätte sie mich noch nie gesehen, lächelte Albus nur. Es folgten einige Belehrungen über mein kindisches Verhalten, den schlechten Einfluss den ich auf Grund dessen für die Kinder hatte und eine persönliche Bitte von Albus. „Wird erledigt. Ich mache mich sofort auf den Weg.“ Dankend nickte er und ich apparierte, eine Sondererlaubnis die ich mir hier erschlichen hatte. Wenig später klopfte ich ruhig an die massive Türe, bis diese geöffnet wurde. „Ja, ja! Was ist denn lo- Mika!“ Grinsend öffnete ich meine Arme. „Begrüsst man so etwa einen alten Freund Aberforth?“ Das würde ein langes Gespräch geben aber ich hatte eine Bitte zu erfüllen. Bei der zweiten Prüfung sass ich neben Albus. Er schaute genauso angespannt wie die meisten anderen auf die Wasseroberfläche. Wetten wurden abgeschlossen und Spekulationen ausgetauscht. „Danke noch einmal, dass du mir neulich diesen Gefallen getan hast.“ „Schon okay. Wir sind solange befreundet, da kann ich dir so einen kleinen Gefallen ja schlecht ausschlagen. Du bist mir jetzt aber noch einen schuldig.“ Er schaute zu mir, dieses schelmische lächeln und er kniff ein Auge leicht zu wobei er den Kopf leicht schräg lehnte. „Bin ich das?“ Ein kurzes Lachen drang aus meiner Kehle. „Oh ja! Weisst du was? Wir treffen uns heute Abend bei der peitschenden Weide. Ich hab schon ne echt gute Idee wie ich meinen Gefallen einlöse.“ Wieder schlich sich dieses verräterische grinsen auf mein Gesicht und diesmal lachte er. „Dieses grinsen bedeutet schon seit über hundert Jahren nichts gutes.“ „Achja? Mit diesem Grinsen kam ich auf die Idee nach Rumänien zu gehen. Das grinsen hatte ich als ich mich gegen Grindelwald stellte. Das grinsen hatte ich auch, als ich wusste wie ich all diesen armen ehemaligen Flüchtlingen eine rosige Zukunft schenken konnte. Das grinsen hatte ich auch al-„ „Okay, okay! Du hast mich überzeugt. Es bedeutet IMMER etwas Gutes.“ Triumphierend stand ich auf und klopfte ihm auf die Schultern. Hinter mir tauchte die französische Schülerin ohne ihre Schwester auf. Ich grinste. „Ich hab noch was zu erledigen. Bis dann!“ Etwas ungläubig sah er mir nach, als ich mich langsam an allen vorbei drängte. „Und … Albus?“ Fragend sah er mich an, ebenso wie einige der Schüler und Lehrer. Ich grinste mein typisches grinsen. „Entspann dich. Der taucht sicher bald auf!“ Grinsend apparierte ich auf dem Gang und zwinkerte dabei noch einer Schülerin zu, welche sofort rot wie eine Tomate wurde. Stolz sah ich mich um ehe ich anfing. Heute hatte ich noch einiges vor. Ich kramte mein Handy heraus und drückte die 2. „Hey! Hier ist Mika. Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt den kleinen Gefallen einzulösen. Komm in einer halben Stunde zum Haus. Ich brauch deine Hilfe.“ Lächelnd legte ich auf und begann die Telefonkette zu aktivieren, während ich alles vorbereitete. Während wir Hand in Hand arbeiteten, lachten und schwitzten lag mir dauerhaft dieses verräterische grinsen auf den Lippen. Manche Dinge würden sich wohl niemals ändern. -Seine Sicht- Der Tag war anstrengend gewesen aber ich wartete auf den Ländereien bei der peitschenden Weide wie vereinbart. Es dauerte nicht allzu lange, bis er auf mich zukam. Dieses grinsen immer noch auf den Lippen. Ausnahmsweise trug er einen Rollkragen Pullover der eng anlag. Ich fragte mich wirklich wie er in einem so hohen Alter noch so jung aussah. Hätte ich ihn nicht gekannt würde ich vermuten einen Mitte 30 jährigen vor mir zu haben. Seine kleinen Fältchen standen ihm und mit seinem trainierten Körper konnte man es den jungen Mädchen nicht übel nehmen dass sie ihm reihenweise nacheilten. „Albus! Lass uns keine Zeit verlieren.“ Hastig trat er hinter mich und legte mir beide Hände auf die Augen. Wir apparierten und als wir angekommen waren blies ein kalter Wind mir entgegen. Ich hörte das Rauschen des Meeres, Wellen die an Küstenstein leckten und ansonsten nichts. Langsam nahm er die Hände von meinen Augen und wir standen auf einer Klippe. Unter der Klippe klatschten die Wellen mit massiver Wucht gegen das Gestein und das Meer schien unergründlich weit. Wir standen auf saftig grünem Gras, es war das wohl saftigste Gras das ich je gesehen hatte. Ich hörte wie er neben mir stehen blieb. Der Wind blies uns die Haare aus dem Gesicht. „Das wolltest du mir zeigen?“ „Nein. Nicht nur. Komm mit. Ich berichte dir ein wenig von meinem Leben ausserhalb der aufregenden Welt die ich im Buch beschrieben hab.“ Er drehte sich um und ich tat es ihm gleich. Ich musste feststellen, dass wir auf einer sehr kleinen Insel waren. Ausser den hohen Klippen die diese Insel bildeten, das saftige Grün auf dem bisschen Erde der Insel und einem kleinen gemütlich aussehenden Häuschen war hier nichts. Nur unendlich weites Wasser und ganz in der Ferne die Lichter einer Stadt. Er ging hinein und hielt mir alle Türen auf, bis wir in einem kleinen gemütlichen Kaminzimmer ankamen. Die Möbel, der Boden, die Wände, einfach alles sah auf eine Art ziemlich alt aus und andererseits wie frisch gemacht. Das Feuer im Kamin brannte, zwischen zwei roten gemütlichen Sesseln stand ein kleiner Holztisch mit einer Flasche Scotch und zwei dazu gehörigen Gläsern. Er deutete mir an mich zu setzen und setzte sich kurz nach mir in den anderen Sessel. Ohne mich zu fragen schenkte er mir Scotch ein, tat das gleiche bei seinem Glas und sah mich dann solange an bis wir anstiessen und tranken. Wir lachten etwas über alte Geschichten die wir neu zu Leben entfachten und dann blickte er Gedanken verloren ins Feuer. „Wir waren unzertrennlich, hm? Und dann kam Gellert.“ „Du nennst ihn noch bei seinem Vornamen? Trotz … allem?“ Er lachte kurz und nun blickte auch ich ins Feuer. „Ach Albus. Wir alle haben ein Laster das wir nicht loswerden, wir alle haben eine grosse Liebe, etwas das uns antreibt. Bei ihm war es der Traum von Macht und bei dir war es … er.“ Verblüfft schaute ich zu ihm und das Glas fiel mir auf den Boden. Überraschenderweise fing er es noch vor dem Boden auf, ohne einen Tropfen zu verschütten und stellte es dann auf den Tisch. Lächelnd schaute er mich an. „Woher … wie kannst du das gewusst haben?“ Er lehnte sich lächelnd in seinen Sessel zurück und sah ins Feuer. Er schweig und nach kurzer Zeit lehnte ich mich erschöpft ebenfalls zurück und schaute den Flammen zu. „Hast du meine Bücher gelesen? Das Buch: Meine Reise, wäre wohl das wichtigste.“ „Ich habe alle gelesen.“ Er lachte kurz. „Du liest auch jeden Schund.“ Zwar lag ein Lächeln auf seinen Lippen aber mit einem Seitenblick erkannte ich wie wässrig seine Augen waren. Mika würde nie zugeben wenn ihm mal etwas mehr bedeutete. „Ich habe ein weiteres Buch geschrieben, es ist noch nicht veröffentlicht. Es ist mein Leben. Eine Art Biografie, nur nicht ganz so langweilig. Viele Bilder und lustige Geschichten. Möchtest du … würdest du es lesen?“ Bei seiner Frage klang er ernster als ich es je für möglich gehalten hatte. „Natürlich werde ich es lesen. Aber wolltest du es mir nicht ohnehin heute berichten?“ Er lächelte und schloss kurz seine Augen. „Weisst du … ich musste ziemlich lange alleine auf meine Mutter und meine Schwester Acht geben. Als mein Vater aus Askaban entlassen wurde, hoffte ich endlich Kind sein zu dürfen. Du weisst, dass er getrunken hat und … alles wurde komplizierter als es ohne ihn war. Ich musste nicht nur auf meine Mutter und meine Schwester aufpassen sondern auch auf ihn, auf das Geld und musste auch noch in der Schule aufpassen. Als ich dann nach Hogwarts kam und wir uns angefreundet hatten, da dachte ich dass uns nichts jemals wieder trennen würde. Kumpel fürs Leben.“ „Das sind wir do-„ „Psht. Lass mich ausreden.“ Er lächelte mich nahezu liebevoll an und ich nickte ruhig. Eine Schale mit Berty Botts Bohnen schwebte vor mir und ich griff mir welche. Süssem konnte ich einfach nicht wiederstehen, das wusste er. „Damals hatte ich in den Ferien nur so lange gebraucht, weil ich das Geld zusammen kratzen musste. Ich hatte zwei Ferienjobs zeitgleich um unseren Back-Pack-Urlaub zu zahlen. Aber es war schon zu spät. Als ich euch da sitzen sah und wie du mit ihm umgingst, mich für ihn hängen gelassen hast … da wusste ich, dass ich nicht nur für den Urlaub zu spät dran war.“ Beinahe hätte ich mich an der Bohne verschluckt. Sofort überkam mich wie damals das schlechte Gewissen ihn, meinen besten Freund, für Grindelwald versetzt zu haben. Vor allem jetzt wo ich wusste wie viel Anstrengung es ihn gekostet hatte all das überhaupt realisierbar zu machen. „Als ich in Rumänien war, wurde mir irgendwie bewusst, dass ich nicht zurück wollte. Nicht zu dieser Familie, nicht zu meinem alten Leben. Damals war ich mir so sicher wie noch nie, dass es in England nichts mehr gab das mich hielt. Nie wieder wollte ich vernünftig oder erwachsen sein müssen. Ich wollte einfach leben und das tun was mir Spass machte, was ICH richtig fand und nicht andere.“ Ein seliges Lächeln lag auf seinen Lippen und er sah unfassbar glücklich aus. „Mehr als zwei Jahre streifte ich durch ganz Rumänien, mein Rucksack und ich. Hielt mich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und wenn genug Geld übrig war kaufte ich mir Papier und neue Tinte. Tag um Tag füllte ich die Seiten mit neuen Ideen, Abenteuern und Wörtern, bis ich jemand fand der all das super fand. Sie war Vorstandsvorsitzende eines grossen Verlages und mein Buch wurde sofort gedruckt und ich wurde berühmt. Glaub mir, ich genoss es. All die Blicke, die Aufmerksamkeit und das ständige Verkleiden weil ich unerkannt bleiben wollte. Ich erschuf mir einen eigenen Charakter der all diese Abenteuer erlebte und der ich sein konnte. Irgendwann war mir das zu langweilig. Ich reiste weiter, schrieb neue Bücher, begann mich mit Zelten und Taschen zu beschäftigen und wie man sie noch besser nutzen konnte. Als Grindelwalds Aufstieg begann hatte ich alles was ich mir wünschen konnte. Einen ganzen Häuserblock, viele Freunde, massig Geld, unendlich viel Fantasy und noch ein ganzes Leben vor mir. All das was viele sich wünschten hatte ich in Händen.“ Gedankenverloren aber nicht mehr allzu glücklich betrachtete er seine Hand. Seine Kiefer traten hervor als er sich wohl fest auf die Zähne biss. „Das habe ich noch nie jemandem berichtet aber … Als er immer mehr Fürsprecher gewann, trafen wir uns. Er wollte mich auf seiner Seite haben. Er sagte ständig, dass ihr den gleichen Wunsch gehabt hattet, nur verschiedene Interpretationen. Dass er es auch für dich tun würde.“ Verwundert schaute ich ihn an, blieb jedoch still. Ich wollte nie genau das Gleiche wie Grindelwald und als mir dies damals bewusst wurde hatten wir uns distanziert. Nach der Sache mit Ariana war er dann freiwillig verschwunden. Seine offene Hand ballte sich zur Faust und er sah wirklich wütend aus. „Weisst du … ich mochte ihn schon damals nicht als er dachte du gehörtest ihm wie eine … wie eine Puppe … aber als er versuchte mich auf seine Seite zu ziehen durch die Bindung zu dir … da wurde ich wirklich wütend. Vermutlich hätte ich nie in solchem Mass gegen ihn rebelliert wenn er nicht so unfassbar dumm gewesen wäre. Fast sechs Jahre Albus …“ Er lehnte sich müde in den Sessel zurück. „Fast sechs Jahre kämpfte ich nahezu alleine gegen ihn und seine Anhänger. Gott weiss, ich bin nicht unbegabt aber … alle waren einfach zu viel. Wenigstens hatte ich es geschafft einige in Sicherheit zu bringen. Einen Ort zu befestigen der selbst für ihn nicht erreichbar, nicht greifbar war. Und dann kostete er mich weitere sechs Jahre meines Lebens die ich in seinem Gefängnis verbringen musste. Fast tägliche Folter, ständige Ungewissheit wie es den Anderen ging und … weisst du was ich mich am meisten fragte in dieser Zeit? Worüber ich mir am meisten den Kopf zerbrach?“ Meine Augen musterten die Tattoos die an seiner Hand sichtbar waren und den Beginn eines Tattoos symbolisierten das den ganzen Arm entlang reichte. „Worüber?“ Mein Blick begegnete dem Seinen. „Wieso um alles in der Welt ausgerechnet er dir mehr bedeuten musste. Wieso ausgerechnet er dein Herz einfach so geschenkt bekam.“ Er stand ruhig auf. Auf dem Tisch stand mittlerweile nur noch mein Glas und eine Schale voll Berty Botts Bohnen mit meinem Lieblingsgeschmack. Er schaute kurz aus dem Fenster und ich hatte meinen Blick weiterhin auf ihn gerichtet. „Wieso ich also wusste, dass er deine grosse Liebe war? Weil du ihn damals angesehen hast wie ich dich schon mein Leben lang ansehe.“ Langsam stand ich auf und er drehte sich mit diesem ganz besonderen grinsen zu mir um, ehe er die Arme ausbreitete. „Happy Birthday Albus. Ich hab dir damals in den letzten Ferien leider nichts schenken können aber dieses Haus hier samt Insel bekommst du nachträglich. Für all die Geburtstage die ich damals versäumt hab. Fühl dich wie zuhause.“ „Mika … Danke.“ Ein lächeln kam über meine Lippen und auch wenn ich es nicht zugeben wollte, überforderte mich die Situation ein wenig. Er lächelte, nickte und apparierte weg. Völlig alleine blieb ich im Raum stehen, nur noch sein Geruch leistete mir wohltuende Gesellschaft. Nachdenklich schob ich mir eine Bohne in den Mund. „Mh .. mein Lieblingsgeschmack.“ -Zeitsprung Ende von Harrys 5. Schuljahr, deine Sicht- Fröhlich lächelnd hob ich den kleinen in die Luft. „Na was für ein süsser kleiner! Ganz der Papa!“ „Dann geb ihn auch mal wieder dem Papa.“ Langsam reichte ich den kleinen an seinen Vater zurück. Ich war zum 467. Mal Patenonkel geworden. All jene denen ich damals geholfen hatte zu überleben liessen mich als Patenonkel eintragen. Natürlich hatten nicht alle Kinder und manche waren mit anderen Flüchtlingen denen ich geholfen hatte liiert aber 467 war eine beträchtliche Zahl. Ich versuchte viele der Kinder zu besuchen aber meistens mussten Briefe ausreichen und an Weihnachten waren alle samt Eltern herzlich in den renovierten Wohnblock eingeladen. Einer meiner älteren Patenkinder, der momentan ein Praktikum beim Tagespropheten machte und mich als Interviewziel gewählt hatte, reichte mir einen Briefumschlag. Mein Name stand in einer wohl bekannten Handschrift darauf. „Was hältst du davon wenn du mir einen dieser schrecklichen Krankenhauskaffees holst? Wärst du so lieb?“ Ich lächelte den Jungen an, welcher eifrig nickte und verschwand. Ich grinste die frischen Eltern an. „Glückwunsch noch einmal. Sagt ihm bitte, dass er für heute Heim gehen kann. Ich hab noch was Dringendes zwischen rein gekriegt.“ Ehe sie wiedersprechen konnten apparierte ich auf die kleine Insel. Er lächelte mich etwas an und wir begrüssten uns wie immer. „Was gibt es?“ „Ich muss dich noch einmal um etwas bitten. Ein letztes Mal.“ Er lächelte sein seligstes Lächeln, als mein Blick seine Hand sah, ahnte ich was er wollte. „Du musst gar nicht erst drum herum reden, dazu sind wir beide zu alt. Sag mir einfach was ich tun soll.“ Als er lächelte schlossen sich kurz seine Augen. Seufzend begleitete ich ihn hinein. -Zeitsprung, die Schlacht- Schwer atmend lehnte ich mich an eine Wand, die Hand auf meine Brust gelegt. Nur noch ein klein wenig durchhalten. Mir blieb kaum Zeit, ehe ich erneut einen fluch abfeuern musste da ein Todesser geradewegs auf eine Gruppe Schüler zukam. Als die Pause bereits begonnen hatte, begegnete ich Harry auf einem der Gänge. Er sah recht besorgt und zerrissen aus, also hielt ich ihn an der Hand fest. Aufmunternd lächelte ich ihn an. „Alles okay Harry?“ Er berichtete mir von der Erinnerung und dass er den Stein der Auferstehung finden musste in Ravenclaws Diadem. Er hatte sichtlich Angst davor, dass seine Freunde sterben könnten. Er machte sich Vorwürfe, dass all dies wegen ihm passierte. „Hör mir gut zu Harry. Du hast das vermutlich tausend Mal gehört … aber lass es dir ein letztes Mal von einem alten Tattergreis sagen.“ Zwar sah ich mittlerweile trotz allem erst wie Anfang vierzig aus aber Harry wusste wie alt ich war. „In meinem Leben bin ich vielen Personen begegnet. Guten, Schlechten, einigen wenigen die einfach leben wollten … alle hatten etwas gemeinsam. Niemand von ihnen hätte jemals etwas getan das er nicht tatsächlich wollte, nicht bis zu dem Punkt wo sein Leben deswegen auf dem Spiel steht. Manchmal tun wir Dinge die wir eigentlich nicht tun wollen wegen Freunden, Familie oder unserer Liebe aber spätestens wenn man an dem Punkt angelangt ist wo einem bewusst wird was alles auf dem Spiel steht und wie wenig man das eigentlich möchte, wird jeder feige und zieht den Schwanz ein. Würden all diese Leute hier, heute, also nicht für dich und für das Gute kämpfen wollen, dann wären sie spätestens jetzt weg. Manchmal müssen wir Dinge aufgeben die wir lieben, um sie zu schützen. Du bist ein feiner Kerl Harry, du wirst das richtige tun.“ Ich lächelte und liess seinen Arm los. Er lächelte etwas aufgemuntert, bedankte sich und rannte davon. Einen Moment lang blickte ich ihm nach und ging dann zu den Anderen in die grosse Halle. Lupin und seine Frau begrüssten mich freudig, bedankten sich noch einmals dass ich den Fluch abgewehrt hatte und ich ging weiter. Der Weasley Junge, der nun einen stark aufgeschürften Arm hatte, wurde von seiner Familie betütelt und deutete dann auf mich. Viele Wortlose „Danke“ landeten daraufhin als Blicke bei mir und ich hob nur lächelnd die Hand. Ein aufgeschürfter Arm war immerhin besser als zerquetscht zu werden. Einige andere bekannte und weniger bekannte Gesichter sahen mich ebenfalls dankend an. Ich setzte mich an ein Fenster und holte erneut seinen Brief heraus. Ein letztes Mal wollte ich ihn lesen. „Lieber Mika, wenn du diesen Brief liest bedeutete dies zweierlei. Erstens lebe ich nicht mehr und zweitens hast du endlich einmal getan was man dir sagte und bist ein Stück erwachsener geworden. Weder Punkt eins noch zwei finde ich sonderlich bedauernswert. In den letzten Wochen hatte ich viel Zeit um nachzudenken, meistens bei einem Glas Scotch und meinen Lieblings Bohnen in dem gemütlichen Haus. Manch einer würde nun wohl bedauern, dass wir so wenig Zeit zu zweit hatten aber ich bin dir dankbar für deine Ehrlichkeit, die uns diese kleine Zweisamkeit geschenkt hat. Dank dir fühlte ich mich für kurze Zeit wieder etwas jünger als ich es wohl je war. In all den Jahren musste ich dich bereits um etliche Gefallen bitten aber nun kommen zwei letzte. Erstens bitte ich dich darum die Stelle die Severus dir anbieten wird anzunehmen und auf meine Schüler aufzupassen wenn die Zeit gekommen ist. Auch wenn du selbst dich stets herunter spielst, weiss ich, dass du ein genauso talentierter Zauberer bist wie ich. Wenn jemand auf meine Freunde und Schützlinge Acht geben kann, dann du. Zweitens, blase ja kein Trübsal wegen meinem Tot. Bleib der fröhliche, jung gebliebene Dummkopf, der du schon immer warst. Trink ein Gläschen Scotch für uns beide und probier eine der Bohnen. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass du sie nie versucht hast. Du bist und bleibst der König der Narren! In Liebe Dein Albus“ Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. Langsam öffnete ich das Fenster, hob die Hand in den Wind und sah zu wie der Brief davon flog. Mit einem schnippen entzündete sich der Brief und ich grinste. Ich hatte die Beste Idee überhaupt. Als ich das Fenster schloss schritt ich zielstrebig den Gang entlang bis zu dem Tor das auf den Innenhof führte. Manchmal hätte ich mich am liebsten selbst gelobt. Als der scheinbar tote Harry wieder aufsprang entfachte die Schlacht erneut. Gemeinsam mit den Anderen drängten wir die Todesser in die grosse Halle. Nachdem Voldemort und Lestrange besiegt waren gerieten die restlichen Todesser in Panik und wollten verschwinden. Leider hatten sie nicht damit gerechnet, dass ich eine äusserst standfeste Schutzmauer errichtet hatte, durch welche sie nicht apparieren konnte. Man musste mit dem richtigen Blut bezahlen. Einige verwirrte Todesser zu überwältigen und gefangen zu nehmen war ein leichtes, so entwischte uns tatsächlich kein Einziger. Als alle überwältigt waren, entfernte ich die Barriere und sorgte tatkräftig dafür, dass alle nach Askaban verfrachtet wurden. Schliesslich sollte ich auf seine Freunde und Schützlinge aufpassen, diese Aufgabe sah ich erst als ausreichend erledigt wenn ich all die Todesser sicher hinter Askabans Mauern wusste. Nach dieser gelungenen Schlacht zog ich mich zurück in das gemütliche Häuschen, schrieb ein weiteres Buch und veröffentlichte es zusammen mit meiner Biografie, die seit damals ein paar Seiten mehr hatte. Mit einem Glas Scotch in der Hand schob ich eine der Bohnen in meinen Mund, kaute und wartete bis sich das Aroma ausbreitete. Angeekelt schüttelte ich den Kopf. „Widerlich …“ Ich schaute auf das grinsende Porträt von ihm und grinste selbst. Daneben hing ein Leeres, in welchem ich später einmal hin und wieder nach dem Rechten sehen würde. „Du hattest noch nie den Besten Geschmack. Weder bei deinen Süssigkeiten, noch bei deinen Männern. Auf dich!“ Lachend hob ich mein Glas, er zwinkerte mir zu und ich leerte es. So liess es sich doch leben.

30.73 % der User hatten die Auswertung: Dein Name: Kathrin Evans Dein Aussehen: nahezu wie Lily Evans, nur etwas kleiner und das grün deiner Augen ist mit einem tiefem blau gestreut Dein Charakter: Aufgedreht, freundlich und Emotional -Prolog- Schleichend gingen sie aus dem Haus um dann im Garten zu spielen. „Wir kriegen sicher ärger, wenn sie uns erwischen. Es ist schon spät und wir sollten eigentlich schlafen.“ „Ach komm schon Lily! Es macht doch Spaß!“ Die beiden Mädchen fielen in ein leises lachen und begannen um die Wette zu schaukeln. Bald mussten sie zur Schule, wieso also nicht die letzten Tage ihrer Kindheit ausnutzen. Das leise quietschen der Schaukeln schien sie zu verraten, denn mit einem Mal wurde das Haus hell erleuchtet. „Lily? Kathrin? Diese Kinder bringen mich noch um den letzten Nerv!“ Erschrocken zuckten die beiden Zwillinge zusammen, kicherten dann und eilten in das Haus. -3. Schuljahr- Seufzend ließ sich jemand mich fallen. „Ärger mit Snappy?“ „Nenn ihn nicht dauernd so! Aber … ja! Seine dämlichen Freunde! Ich versteh nicht wie er mit denen überhaupt sprechen kann.“ Nun seufzte ich. „Und er kann vermutlich genauso wenig wie ich verstehen, wie du dem König der Trottel nur immer so hinterher schmachten kannst. Ernsthaft… der ist so minderbemittelt wie eine Kröte aus dem Schulsee“ „Kathi! Ich schmachte gar nicht und … er ist wirklich ein Trottel.“ Ich musste mein rechtes Auge nur einen Moment öffnen um Lilys kurzes grinsen zu bemerken. „Ja sicher ist er das. Sonst wäre er nicht der Anführer der Rumtreiber.“ Wieder seufzte sie und ließ sich nach hinten ins Gras fallen. Wir lagen dicht beieinander. „Aufmunterungs-Umarmung?“ Schweigend schloss sie mich in eine feste Umarmung von der Seite aus und ich drückte sie ebenfalls in eine feste Umarmung. Seit diesem Schuljahr spitzte sich die ganze Lage mit Snape und Potter immer mehr zu und leider war Lily immer öfter mit einbezogen. Manchmal wünschte ich wirklich, dass ich ihr helfen könnte. Leider waren wir nicht mal im gleichen Haus und sahen uns daher immer nur in den Freistunden, da wir auch unterschiedliche Freunde hatten. Ich mochte weder Snape noch Potter oder einen seiner Freunde, deswegen konnte ich Lily nur wenig Trost spenden wenn es mal wieder um dieses Thema ging. „Kathi? Kannst du mir helfen?“ Das konnte nichts Gutes bedeuten. „Wie denn?“ „Kannst du mit Severus reden? Ich glaub wir haben nur so viel Ärger in letzter Zeit weil ihm irgendwas nicht passt. Aber er spricht mit mir nicht mehr seit vorhin.“ Seufzend holte ich tief Luft. Noch immer hielt sie mich fest umarmt. „Biiitteeee…“ „Meinetwegen … auch wenn ich bezweifle, dass er mit mir redet wenn er nicht mal mit dir redet.“ „Danke!“ Sie drückte mich fest, ehe sie mich los ließ. Auch ich ließ sie los, damit sie sogleich aufstehen konnte. „Ich muss jetzt los zu Zauberkunst! Gibst du mir später dann Bescheid?“ „Klar.“ Lächelnd eilte sie davon und ich seufzte ein letztes Mal wobei ich mich aufsetzte. Wie konnte ich nur immer wieder so dumm sein und mich mitten in irgendwelche Streits katapultieren. Kein Wunder, dass ich in Hufflepuff war. Ich war einfach zu freundlich und hilfsbereit. Ein wenig genervt machte ich mich auf den Weg und suchte Snape. Als ich nahezu jeden erdenklichen Ort abgesucht hatte, fand ich ihn im Wald, bei einem kleinen Fluss. Er schnitt wohl gerade Flussgras und steckte es in ein Glas. Langsam ging ich auf ihn zu und blieb neben ihm stehen. „Na?“ Er war scheinbar so vertieft in seine Arbeit, dass er sich erschreckte. Er rutschte aus und fiel geradewegs in das kniehohe Wasser des Flusses. Erschrocken hielt ich mir die Hand vor den Mund und ging auf den Fluss zu. Er war völlig nass geworden und saß wie ein begossener Pudel dort. „Hast du dir wehgetan?“ Immer noch etwas geschockt schüttelte er leicht den Kopf. Dann konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen und begann laut zu lachen. Zuerst schien er mich vorwurfsvoll anzusehen, dann jedoch lachte auch er kurz ein wenig. Wie seltsam schön es war den ansonsten so ruhigen Snape Lachen zu hören. Ohne lange zu überlegen, schritt ich in das kalte Wasser und hielt ihm die Hand hin. Er nahm sie und ich half ihm aufzustehen. Das geschnittene Flussgras lag nun lose auf dem Boden verteilt. „Ich helfe dir das ganze wieder ein zu sammeln, dann gehen wir rein ist das okay?“ Er nickte und zusammen sammelten wir es ein, legte es in das Gras und machten uns auf den Weg zum Schloss. Da es bereits abends war, wir das Essen verpasst hatten und es kälter war als gedacht, reichte ich ihm meinen Umhang. „Nein danke.“ „Jetzt nimm schon Snappy.“ Erschrocken verstummte ich. Auch er schien über die Namensgebung von mir verwundert, lächelte dann jedoch etwas und nahm den Umhang. „Danke.“ „Gerne.“ Ich brachte ihn bis zum Kerker und lächelte dann kurz. „Hey … äh .. du!“ Fragend und mit dem ansonsten gewöhnlichen neutralen Gesichtsausdruck. „Ja?“ „Lass uns morgen was zusammen machen, ja? Gehen wir zum Fluss oder so. Wir können ja mal zusammen Zutaten sammeln, wenn du willst.“ Er wirkte kurz sichtlich verwundert. „Jetzt sag schon ja, sonst fühl ich mich dämlich.“ Ein kurzes lächeln glitt über meine Lippen.“ „Okay.“ „Gut, ich hol dich dann morgen direkt hier nach dem Zaubertränke Unterricht ab. Bis morgen!“ Ohne zu zögern hob ich lächelnd die Hand und rauschte dann ab, in Richtung der Fässer. Zum Glück war das Eintreten in den Gemeinschaftsraum so simpel. Als ich mich durch den dreckigen Gang gequetscht hatte, empfing mich das warme Licht, dass durch die runden Fenster drang. Hier konnte man sich einfach nur wohl fühlen. Die ganzen Pflanzen verbreiteten einen angenehmen Geruch im ganzen Raum. Es war wirklich von Vorteil ein Hufflepuff zu sein! Die nächsten Wochen über verbrachte ich erstaunlich viel Zeit mit Severus bzw. Snappy, je nachdem wie meine Laune war. Wir verstanden und prima und sammelten ziemlich oft Zutaten für Tränke. Er war wirklich ein absolutes Ass in diesem Fach und half mir auch ordentlich auf die Sprünge, dafür half ich ihm in Kräuterkunde mithalten zu können. Wir hatten gerade einige Zutaten gesammelt und setzten uns an den See. „Man, der Tag heute ist echt super schön. Das Wetter ist einfach Pri-„ „Ich hab mich in Lily verliebt.“ Verwundert schaute ich zu ihm. Er sah gedankenverloren auf den See. Gestern hatten die Rumtreiber ihn wieder etwas gehänselt. Lily hatte einen schwachen Versuch unternommen ihn zu verteidigen, bevor seine Slytherin Freunde begannen nicht nur die Rumtreiber dumm an zu machen sondern auch Lily. Scheinbar hatte es ihn doch mehr getroffen als er gestern zugeben wollte. Er war ja sowieso immer ruhig. Aufmunternd lächelte ich ihn an. „Lily mag dich auch. Red doch mal mit ihr.“ „Das trau ich mich nicht.“ Ich kniff mir kurz die Lippen zusammen und nahm ihn fest in die Arme. „Das wird schon! Lass dich nicht unterkriegen. Du bist super und Lily sieht das ganz genauso.“ Er zögerte und erwiderte die Umarmung dann kurz leicht. Ich hatte das Gefühl, dass uns dieser Moment zu noch besseren Freunden machte. -Zeitsprung 5. Schuljahr- Seit dem Tag am See vor zwei Schuljahren verbrachten Severus und ich fast jeden Tag zusammen. Lily war auch oft dabei und wann immer sich eine erneute Diskussion zwischen den beiden anbahnte, griff ich ein. Ich hatte das Gefühl, dass es so richtig war und sie somit besser zueinander fanden. Lily und ich saßen gerade auf den Ländereien an einen Baum gelehnt. „Ich finds super, dass du und Sev euch so gut versteht.“ „Freut mich auch. Vor allem weil du dadurch weniger Zeit mit den Trotteln verbringst.“ Sie grinste kurz und stieß mich in die Seite. „So übel sind sie doch gar nicht. Ich glaub Sirius mag dich, wirklich. Er redet ziemlich viel über dich.“ Ich seufzte. „Meinetwegen, wenn es ihm Spaß macht. Wetten er will mich nur klar machen, weil er dich ja schlecht klar machen kann? Da würde ihm James ja geradewegs den Kopf abreißen!“ Ich setzte meine entsetzte Grimasse auf und sah sie an. Sie brach sofort in Lachen aus, wobei ich mit ein stimmte. „Manchmal bist du wirklich doof. Trotzdem mag ich dich mehr als Peti.“ Ich lachte kurz und stand auf. „Ist ja auch nicht schwer. Immerhin seh ich schon Mal aus wie du und Peti ist ja echt unausstehlich manchmal. Komm, gehen wir.“ Ich hielt ihr die Hand hin und half ihr auf. Uns gegenseitig weiter an stichelnd gingen wir Richtung Schloss, als uns eine kleine Traube von Schülern bei einem Baum auffiel. Wir warfen uns kurz besorgte Blicke zu und eilten los. „… Ha! So ein Trottel!“ Wir sahen bereits als wir näher dran waren Severus am Baum baumeln. Natürlich waren mal wieder die Trottel aller Trottel Schuld. Sie blamierten ihn genüsslich vor allen und amüsierten sich auch noch darüber. Genervt bahnte ich mir einen Weg durch die Menge, natürlich war James mal wieder Hauptbeteiligter. Als ich mich nach Lily umsah, war sie etwas weiter hinten stehen geblieben und ... ich glaubte es ja kaum aber sie blinzelte nur James an. Einen Moment lang dachte ich, sie würde ihn bewundernd anblicken aber das konnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Ich ging noch einmals etwas zurück und zog sie an der Hand mit nach vorne. Als hätte ich sie aus ihrer Trance gerissen, schaute sie von mir zu Severus. Ich zog sie mit durch den Kreis der Schaulustigen. „Potter! Du Obertrottel! Was machst du da bitte! Lass ihn runter!“ Grinsend schaute er mich an, ebenso wie seine dummen Freunde. „Komm schon Evans … sei nicht so, gönn uns den Spaß“ Ein vernichtender Blick bohrte sich in Blacks Augen und er sah etwas eingeschüchtert weg. „James … lass ihn doch bitte runter …“ James sah kurz zu Lily und grinste. „Nur für einen Kuss.“ Sofort wurde sie rot und schaute auf den Boden. Als wäre all dies gerade nicht Realität, blinzelte ich Lily an. Mit vorsichtigen Schritten ging sie auf James zu aber küsste ihn nicht sondern sah ihn entschlossen an. „Lass Severus runter! Ihr seid fies zu ihm, dass hat er nicht verdient!“ Stolz lächelte ich sie an und trat neben sie. „Los Potter! Lass ihn runter.“ Er sah kurz von Lily zu mir und zu Severus. Wieder hatte er dieses fiese grinsen und ließ Severus einfach so auf den Boden fallen. Man sah ihm den Schmerz an. „Ich wusste gar nicht, dass ihr so für ihn schwärmt!“ Ein wenig verachtend schnaubte Potter aus und wie aus einem Mund antworteten Lily und ich. „Wir sind nur Freunde!“ Lily wurde dabei sofort rot, während ich ihn einfach nur bestimmend ansah. Dass dies Severus wohl etwas härter traf, daran dachten wir nicht. Gleich von zwei ‚Lilys‘ zu hören, dass er nur ein Freund war, musste hart sein. Ich ging zu ihm und wollte ihm aufhelfen, ebenso wie Lily. „Lasst mich in Ruhe! Fasst mich bloß nicht an, Schlammblüter!“ Okay, das hatte gesessen. Wie von einer imaginären Ohrfeige getroffen ging ich einen Schritt zurück. Lily traten sofort Tränen in die Augen und verletzt rannte sie weg. Ich wollte ihr folgen aber scheinbar erledigte das bereits Potter. Wütend sammelte Severus seine verteilten Gegenstände auf. Vorsichtig legte mir Black eine Hand auf die Schulter und ich blinzelte ihn an. „Hey, alles okay?“ Tränen traten mir in die Augen und ich rauschte davon. Jetzt wollte ich einfach niemanden sehen. Das hatte gesessen und würde noch eine Weile wehtun. -Seine Sicht- Ich hatte gerade erst alle meine Sachen eingesammelt und wollte gehen, als mich Black ziemlich grob an der Schulter zurück hielt. Gereizt schaute ich ihn an und er verpasste mir einen ordentlichen Schlag mitten auf die Nase. Taumelnd fiel ich auf den Boden und hielt meine blutende Nase. Wieder lagen meine Sachen auf dem Boden. Sonst war es immer Potter der mich mies behandelte und sie wurden nie handgreiflich, wütend schaute ich zu Black auf und wollte gerade etwas sagen. Dann bemerkte ich seinen wütenden Blick. „Du dummer Idiot! Die hast du echt verdient!“ Wütend rannte er davon, wohl Kathrin folgend, deren Umhang gerade zwischen zwei Bäumen verschwand. Selbst Lupin schüttelte leicht den Kopf und sah mich an. „Du schaffst es noch deine letzten Freunde zu vergraulen.“ Jetzt sollte ich der Böse sein! Ausgerechnet von denen so etwas zu hören! Wieder sammelte ich meine Sachen ein und eilte zum Schloss um meine gebrochene Nase heilen zu lassen. Die letzten vier Wochen waren schrecklich für mich gewesen. Meine Slytherin Freunde waren zwar stolz auf mich, da ich ‚die Evan Zwillinge, so richtig fertig gemacht hatte‘ aber das brachte mir nichts. Mehrfach hatte ich versucht mich zu entschuldigen. Jedes Mal ohne Erfolg. Lily verbrachte nur noch Zeit mit Potter und war somit nahezu unerreichbar. Zwar versuchte Black die letzten Wochen auch mehr mit Kathrin zu unternehmen aber diese ließ ihn nach wie vor abblitzen. Heute beschloss ich sie abzufangen nach ihrem Kräuterkundeunterricht. Ungeduldig wartete ich um die Ecke. Wie immer war sie die letzte die Aus dem Gewächshaus kam. Leider war sie nicht alleine sondern wurde von einer fröhlichen Klassenkameradin zugequasselt. Ich nahm all meinen Mut zusammen und folgte ihr. „Kathrin?“ Beide Mädchen blieben stehen, wobei ihre leicht lockigen roten Haare etwas durch den Wind gewirbelt wurden. „Was willst du Se- ... Snape?“ Ihr Mund wurde zu einem schmalen Strich und ihr Blick schien hart und unnachgiebig. Mein Herz schien mir in die Hose zu rutschen und ich wusste nicht was ich zuerst sagen sollte. „Halt dich bloß von ihr fern! Du bist der größte Idiot der Schule! Komm Kathrin.“ Sofort wollte sie Kathrin wegziehen, welche jedoch stehen blieb, kurz zu ihr sah und leise nickte. Erst schien ihre Freundin nicht gerade erfreut, lächelte sie dann jedoch aufmunternd an und ging alleine weiter. Schweigend sah sie mich an. Ihr Blick verriet mir wie verletzt und wütend sie war und irgendwie schmerzte es fast mehr als Lily mit diesem Potter zu sehen. „Was willst du? Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was wir noch zu bereden hätten.“ Ich musste schlucken ehe ich den Mut fand etwas zu sagen. „Es … es tut mir Leid … dass ich das gesagt hatte … ich war nur so sauer und verletzt …“ „Achja? Und dann beleidigst du Lily und mich! Weißt du …“ Sie schaute kurz in den Himmel und blinzelte, als würde sie versuchen Tränen zu unterdrücken. „Ich versteh nicht wieso du das gesagt hast … es schien mir immer so … als seist du klüger und nicht einer dieser … Vollidioten …“ Sie machte eine kurze Pause ehe sie mich wieder direkt ansah. Ihre Augen waren ganz wässrig und in diesem Moment schien mir erst richtig bewusst zu werden was ich Lily und ihr eigentlich angetan hatte. „Noch weniger versteh ich aber wie du so etwas zu Lily sagen konntest wenn du sie doch liebst. Was diese dummen Rumtreiber mit dir machen ist nicht in Ordnung und war sicher noch nie nett… aber jemandem den man mag so etwas zu sagen ...“ Ich sah wie sie schlucken musste. „Ist wirklich idiotisch. Als ob Lily dich jetzt auch nur noch ansehen würde. Am besten du gehst zu deinen ‚Freunden‘ und lästerst noch ein wenig über unseren Blutsstatus ab. Immerhin bist du jetzt ja so was wie ein Held.“ Ruckartig drehte sie sich um und lief davon. Alleine schon aus Reflex griff ich nach ihrer Hand, doch ich war zu langsam und sie lief einfach weiter. Ich konnte nichts sagen oder besser gesagt ich wusste nicht was ich hätte sagen sollen. Ich wusste, dass sie Recht hatte und dass sie mir sicher nicht mehr verzeihen würde. Eine gefühlte Ewigkeit blieb ich noch vor den Gewächshäusern stehen und schaute der schwindenden Gestalt Kathrins nach. Meine Hände ballte ich aus Schmerz zu Fäusten und meine Augen wurden wässrig. „Wissen sie Mr. Snape, manchmal brauchen Wunden Zeit um zu heilen. Und wenn man sie gut genug versorgt heilen sie schneller.“ Verwirrt blickte ich zu unserer Kräuterkunde Professorin. Ein sanftes Lächeln lag auf ihren Lippen und sie legte mir eine Hand auf die Schulter. „Beziehungen zu anderen, sind wie kleine Pflanzen. Wir pflegen sie Tag für Tag damit sie wachsen und gedeihen. Doch wir müssen aufpassen. Wenn sich einmal eine Schnecke oder ähnliches in unseren Garten verirrt ehe wir es merken, die Pflanze beschädigt und nahezu zerstört, müssen wir Geduld und Liebe aufwenden um die Pflanze zu retten.“ Sie schüttelte kurz ein wenig den Kopf und lächelte weiterhin. Sie sah mich ein wenig mitleidig an und man sah ihrem Gesicht an, dass sie aufrichtiges Mitleid empfand. Ihre Augen verzogen sich ein wenig traurig und ihr Lächeln schien ebenfalls einen Hauch von Trauer wiederzugeben. „Manche Pflanzen … waren vielleicht nie stark genug um sie retten zu können Mr. Snape. Diese müssen wir dann aufgeben, um genügend Geduld und Liebe für die andere Pflanze aufbringen zu können. Ich bin mir sicher … wenn sie ihrer ‚Pflanze‘ etwas Zeit geben, sich um sie kümmern und ihr so gut helfen wie möglich, wird sie sich erholen und zu einer wunderbaren Pflanze heranwachsen. Jetzt sollten sie sich aber beeilen, bald gibt es essen!“ Mit ihrer Hand auf meiner Schulter schob sie mich etwas in Richtung Schloss, ehe sie wieder in das Gewächshaus zurückging. Kurz versuchte ich zu begreifen was sie gesagt hatte, dann wurde es mir klar. Ich musste meine Energie dafür verwenden, für Lily da zu sein. Kathrin kannte ich noch nicht lange genug, unsere Bindung war vielleicht ohnehin noch nicht stark genug. Nicht so stark wie die zwischen Lily und mir. Entschlossen lief ich Richtung Schloss. Ich würde für Lily da sein und unsere Pflanze wieder zu Leben erwecken! -Zeitsprung Beginn von Harrys erstem Schuljahr- Wie jedes Schuljahr saß ich auf meinem Platz bei den Lehrern. Der Platz neben mir war frei, da Mrs. Burbage sich entschieden hatte außerhalb der Schule weiter für die Rechte der Muggel zu kämpfen. Diesen Lockhardt mochte ich von Anfang an nicht, doch er schien sich ständig mit mir messen zu wollen. Professor Dumbledore hielt wie jedes Jahr seine Eröffnungsrede. Bereits im Vorfeld hatte er mir davon berichtet, dass ich dieses Jahr ein mir bekanntes Gesicht wiedersehen würde, also hielt ich aufmerksam Ausschau. Abgesehen von den bekannten Gesichtern der Schüler und Lehrer die schon die letzten Jahre hier waren, konnte ich kein neues ‚bekanntes‘ Gesicht erkennen. Nachdem sich Mr. Lockhardt mit Umschweifen vorgestellt hatte, blickte sich unser Schulleiter ein wenig um. Gemurmel begann zwischen den Schülern, da ganz offensichtlich immer noch jemand fehlte. Ein wenig missbilligend musterte ich Potter und seine Freunde, die ebenfalls zu spekulieren schienen. „Ah! Liebe Schüler, heißt bitte alle mit mir zusammen eure neue Muggelkunde Lehrerin Ms. Evans willkommen!“ Sofort riss ich meine Augen auf und blickte zum Gang zwischen den Tischen. Ihre Haut war etwas blasser als früher, dafür schien sie noch so gut wie keine Falten zu haben, lediglich einige Lachfalten. Ihre Haare schimmerten intensiv Rot und waren leicht gewellt. Nicht nur ich blickte sie ungläubig an, sondern auch Harry und seine Freunde. Sofort begannen lautes Getuschel, Gemurmel und wohl wilde Spekulationen. Mein Blick blieb jedoch weiterhin nur auf ihr ruhen, sie schaute sich noch nicht einmal um sondern eilte einfach nur nach vorne um sich wohl leise bei Albus zu entschuldigen. Mein Mund stand wohl eine Weile offen, denn ich wurde von der Seite etwas gestoßen. „Na, was schauen sie denn so mein Freund? Hat ihnen die Lady die Sprache verschlagen?“ Ich war viel zu perplex um darauf richtig zu reagieren und schloss einfach meinen Mund. Bereits am Ende des 7. Schuljahres hatte ich gemerkt, dass ich nicht um Lily hätte kämpfen sollen sondern um Kathrin. Ich hatte ihr einen langen Brief geschrieben und unter der Türe durchgeschoben aber er lag am nächsten Morgen einfach ungeöffnet auf meinem Bett. Lilys Tot hatte mich damals schwer getroffen aber spätestens als ich ihren Körper in meinen Armen gehalten hatte, wurde mir bewusst, dass ich sie längst nicht mehr liebte und nur noch das Gefühl von guter Freundschaft übrig war. Niemals hätte ich damit gerechnet Kathrin noch einmal zu sehen. Erst Recht nicht hier. Nachdem wir die Schule absolviert hatten, erfuhr ich, dass sie dem Orden beigetreten war. Damals kämpfte sie als Aurorin tapfer und brachte einige Todesser zu Fall oder nach Askaban. Nach dem damaligen Tod des dunklen Lords, tauchte sie unter. Veröffentlichte einige Bücher unter einem Pseudonym über Muggel und Pflanzen, zwei davon hatten es sogar als Grundlage für den Unterricht hier geschafft, und die letzten zwei Jahre hatte ich sie aus ‚den Augen‘ verloren. Vermutlich ging ich davon aus, dass sie erneut Nachforschungen für Bücher unternahm. Nie hatte ich den Versuch gemacht sie wieder zu sehen oder sie gar zu kontaktieren und nun musste ich sie jeden Tag sehen. Sie wurde kurz vorgestellt, ehe Albus ihr deutete sich zu setzen. Sie nickte lächelnd, drehte sich um und erstarrte als sie mich sah. Wie das ganze wohl auf die Schüler wirken mochte, wollte ich gerade nicht einmal wissen. Für einige Momente schauten wir uns nur ungläubig, etwas traurig und verwirrt an. Das erste Mal seit ich hier als Lehrer tätig war, bröckelte meine Fassade und zu allem Übel war es mir auch noch egal. Albus räusperte sich kurz, ihr Blick richtete sich auf ihn und sie wurde etwas rot als sie um den Tisch herum auf ihren Platz zu lief. Langsam setzte sie sich und schaute direkt auf ihren Teller. „Es … viel Glück als Lehrerin.“ „Danke.“ Sie lächelte mich kurz an, was ich erwiderte, bevor das Essen begann. Während des gesamten Essens tauschten wir kein weiteres Wort miteinander und immer wieder spürte ich die neugierigen Blicke von Schülern, die danach mit anderen tuschelten. Das konnte ja ein gutes Schuljahr werden. Mittlerweile waren einige Wochen ins Land gezogen und ich prüfte gerade die Zaubertrankzutaten. „.. ja! Hast du gesehen wie die sich angesehen haben am ersten Abend?“ „Das war echt total krass! Denkst du, dass deine Tante was mit ihm hat?“ „Mit Snape! Niemals!“ „Also komisch ist es ja schon … sie sieht ihn immer so … komisch an.“ Was als Erwiderung kam hörte ich bereits nicht mehr, da sie zu weit weg waren. Sie sah mich komisch an? Schnell kreuzte ich die letzten Bestände ab, ging hinaus, schloss die Türe hinter mir ab und eilte durch die Gänge. Wenn ich schnell genug sein würde, könnte ich sie noch vor Muggelkunde abfangen. Ein wenig außer Atem kam ich im Gang an. Die Türe stand offen, also ging ich davon aus, dass ich noch früh genug dran war. Ohne lange zu überlegen eilte ich hinein. „Kathrin! Ich mu-„ Abrupt hielt ich inne und blickte in die verwunderten Gesichter einiger Schüler die bereits auf ihren Plätzen saßen. Natürlich waren auch Potter und seine Freunde unter ihnen. Kathrin sah mich verblüfft an, während ich mich sammelte und meine gewöhnliche Miene aufsetzte. Viel langsamer und ruhiger schritt ich nach vorne zu ihr. „Wie kann ich dir helfen?“ „Können wir kurz … reden?“ Nickend ging sie mit mir ein paar Schritte auf die Seite, sodass wir in der Ecke standen. Mit dem Rücken zu den Schülern. „Was gibt es denn so wichtiges?“ Sie konnte sich ein leichtes grinsen wohl nicht verkneifen. Es musste wirklich lächerlich gewirkt haben wie ich völlig aufgebracht einfach so herein stürme. „Ich wollte dir eigentlich nur … etwas sagen.“ „Und was?“ Sie lächelte leicht. Ich wusste nicht einmal was ich sagen wollte. Hals über Kopf wollte ich mit ihr sprechen ohne zu wissen über was. Ich konnte sie ja schlecht fragen ob sie mich tatsächlich dauernd ‚komisch‘ anschaute und wieso. „Also … ich wollte dir nur sagen … dass du wirklich gut aussiehst …“ Sie blinzelte etwas vor Verblüffung und sah mich direkt an. Diese grün blauen Augen brachten mich völlig aus dem Konzept. „Und … willst du mir später helfen Flussgras zu schneiden?“ Wieder blinzelte sie verwundert, dann begann sie lauthals zu lachen. Zwar schlug sie sich die Hand vor den Mund um es leiser wirken zu lachen aber ihr glockenhelles Lachen schallte durch den ganzen Raum bis hinaus auf den Gang. Ein wenig verlegen starrte ich auf die Wand. Es musste wirklich ziemlich dumm klingen. Nachdem wir so lange Zeit überhaupt nicht miteinander sprachen, stürmte ich ihr Klassenzimmer, warf ihr ein Kompliment vor den Kopf und fragte dann, ob sie mit mir Flussgras schneiden wollte. So dämlich hatte ich mich tatsächlich noch nie benommen. Ich versuchte wie immer meine Miene aufzusetzen und wollte gehen, doch sie hielt meine Hand, auf welche ich verwundert schaute. „Danke und … ja gerne. Holst du mich dann ab?“ Sie lächelte so liebevoll, dass ein kurzes lächeln über meine Lippen huschte. „Sicher.“ Lächelnd ließ sie meine Hand los und ich ging hinaus. In meinem Rücken spürte ich die Blicke der, mittlerweile, versammelten beiden Klassen die nun Unterricht bei ihr hatten. -Deine Sicht- Vergnügt grinsend begann ich meinen Unterricht. Diese Stunde war wirklich nicht leicht. Immer wieder tuschelten die Schüler miteinander oder schrieben Zettelchen. Natürlich bemerkte ich all dies, auch wenn es hinter meinem Rücken war aber ich war einfach zu gut gelaunt um mich aufzuregen. Dank meiner guten Laune entließ ich die Schüler heute sogar einige Minuten früher, was sie dankend annahmen und hinaus stürmten. Lächelnd schüttelte ich den Kopf, als Harry auf mich zu kam. „Harry. Was kann ich für dich tun?“ Wir hatten uns seit dem Tot seiner Eltern nicht mehr gesehen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt Bücher zu schreiben und mich so ‚unsichtbar‘ Wie möglich zu halten. Als Harry eingeschult wurde, hatte ich ihm einen Brief geschrieben. Ich hatte ihm erklärt, dass es vorerst noch besser wäre bei Petunia und ihrer Familie, bis ich einen vernünftigen Job gefunden hatte und einen Ort an dem es sich einigermaßen sicher leben ließ als Ex Aurorin und dem einzigen Überlebenden des unverzeihlichsten aller Flüche. Er schien sichtlich verwirrt über die Situation mit Severus. „Was wollte Professor Snape denn?“ Seine beiden besten Freunde standen neben ihm und sahen mich mit demselben fragenden Blick an. „Wir sind nur … früher ziemlich gut befreundet gewesen und er bat mich um Hilfe. Viel wichtiger ist, dass du die nächsten Ferien bei mir verbringen kannst!“ Sichtlich erleichtert und erfreut lachte er und schloss mich dann in eine Umarmung. Lächelnd erwiderte ich seine Umarmung. Zumindest konnte ich somit auch noch von seiner Neugier ablenken. Eigentlich wollte ich ihn mit dieser Nachricht erst später überraschen aber jetzt schien der geeignete Moment gekommen zu sein. Nachdem er mit seinen Freunden wieder gegangen war, machte ich mich auf den Weg zu meinem Zimmer. Ich hatte noch Unterricht vorzubereiten und musste mich umziehen. Was zog man an um mit jemand nachts Flussgras zu schneiden? Grinsend schüttelte ich den Kopf und ging fröhlich zu meinem Zimmer. Letztendlich hatte ich mich für einen eng anliegenden schwarzen Pullover aus Baumwolle entschieden, ich mochte ihn weil er so weich war, und eine schlichte Jeans. Es klopfte an meiner Türe und nur ein paar Sekunden später öffnete ich sie. Severus stand in seinem üblichen Outfit vor meiner Türe, mit einem Glas in der Hand. Nachdem ich die Türe hinter mir zugezogen hatte, gingen wir schweigend hinaus an den Fluss. Es war Vollmond und alles schien ein wenig magischer zu sein als es ohnehin schon war. Ich wusste, dass er das Flussgras bei Vollmond pflückte, um es als Vielsafttrank Zutat zu nutzen. Weiterhin schweigend begannen wir das Flussgras zu schneiden. Ich lächelte etwas als ich an unsere erste richtige Begegnung hier denken musste. Wir hatten bereits Herbst und es war wohl noch etwas kälter als damals. Schnell hatten wir das Glas voll und ich stand auf wobei ich mich streckte und danach auf den Fluss sah. „Wieso hast du mich eigentlich gefragt? Normalerweise machst du das doch auch alleine oder nicht?“ Er stand nicht allzu weit weg von mir und blickte ebenfalls auf das Wasser. Der Fluss schien etwas tiefer geworden zu sein als früher aber das Wasser war immer noch klar. „Ich weiß nicht. Vermutlich wollte ich noch einmal mit dir reden.“ „Über was?“ „Was damals geschah.“ Wieder lag einen Moment lang diese Stille zwischen uns. Es war kein unangenehmes Schweigen, das war es noch nie. Ich seufzte etwas und wollte gerade anfangen zu reden. „Nein .. bitte. Hör mir nur einen Moment zu. Danach kannst du sagen was du willst und meinetwegen lasse ich dich dann für immer in Ruhe, ja?“ Stumm nickte ich und schaute ihn an, während er weiterhin auf das Wasser schaute. „Was ich damals gesagt habe tut mir Leid. Es war einer der größten Fehler meines Lebens. Ich habe dadurch Lily und dich verloren. Danach dachte ich, dass ich um Lily kämpfen müsste anstatt um dich. Das war ein weiterer Fehler. Sie war zwar eine gute Freundin aber sie hatte James. Du hattest keinen James, niemand der so für dich da war wie er für sie. Anfangs war ich eifersüchtig auf ihn aber immer mehr wurde ich mir bewusst, dass ich eigentlich gar nicht richtig eifersüchtig war. Meine Sicht auf sie hatte sich geändert ohne dass ich es bemerkt hatte. Am Ende des 7. Schuljahres … ich kann verstehen, dass du ihn nicht gelesen hast. Ich war ein Idiot …“ Bedrückt senkte sich sein Blick etwas und er sah so traurig aus. Am liebsten hätte ich ihn in den Arm genommen. Leider hatte ich keine Ahnung was für einen Brief er meinte. „Danach warst du einfach weg. Ich hab dich nie aus den Augen verloren, immer geschaut was du gerade veröffentlichst, was Freunde und Bekannte über dich wussten. Als Lily getötet wurde … War da so eine große dunkle Lücke … Sie fehlt mir, weißt du? Immer noch. Jedes Mal wenn ich an sie denke, schmerzt es ein klein wenig.“ „Ich vermisse sie auch …“ Nun schauten wir wieder beide auf den Fluss. Wie schlimm es für ihn sein musste, seine große Liebe verloren zu haben. „Damals hatte ich so ziemlich alles verloren. Die einzige Frau die ich je liebte und meine beste Freundin. Eigentlich dachte ich, dass dies auch für immer verloren wäre … und dann hast du dieses Jahr einfach hier angefangen zu unterrichten … Bitte verzeih mir, was ich damals gesagt habe. Es war ein Fehler und ich mochte dich einfach wieder … so nah bei mir haben. Du fehlst mir.“ Er klang so unendlich traurig und schaute auf den Boden. Ich musterte ihn etwas. „Es ist … schon okay. Du hast mir auch gefehlt. Ich kann sie dir nicht zurück bringen … aber ich kann dir zumindest deine beste Freundin wieder geben.“ Ich lächelte und umarmte ihn dann fest. Ich war einen ganzen Kopf kleiner und er legte die Arme um mich. Ich drückte meine Wange an seine Brust, hörte seinen Herzschlag, das Rauschen seiner Lunge. Er hielt mich fest und lehnte seinen Kopf leicht gegen meinen. „Meine beste Freundin kann mir niemand mehr wieder geben … aber zumindest kann ich der Frau … die ich schon seit gefühlten Ewigkeiten liebe, wieder so nahe sein.“ Es dauerte einen Moment, ehe ich verstand was er gesagt hatte. Ruckartig löste ich mich von ihm. Durch den Schwung, taumelten wir und ich fiel rückwärts Richtung Wasser. Hilfesuchend streckte ich die Hand aus und er ergriff sie schnell genug. Leider stand er selbst nicht sicher genug und wir landeten beide in dem kalten Wasser. Einen Moment waren wir beide sogar komplett unter Wasser und sahen uns erschrocken an. Als wir auftauchten stapften wir im Wasser auf das Ufer zu und ließen uns dann schwerer atmend in das Gras fallen. „Wieso … passiert das jedes Mal wenn wir uns ... ‚Das erste Mal‘ sehn?“ Ich lachte kurz und er fiel mit ein. Sein Lachen klang so herrlich. Sofort war mir kalt, ihm wohl auch denn auch er zitterte leicht. Kleine Wölkchen stiegen beim ausatmen in die Luft und ich schaute in den Himmel. Ich rollte mich in seine Richtung und stützte mich mit einer Hand vom Boden ab, die andere legte ich auf seine Brust. Unsere Beine berührten sich und mein Oberkörper war teilweise über seinem, berührte ihn aber nicht, während ich mein Gesicht über seines schob. Wasser tropfte von meinen Haaren auf seine. Meine Haare waren lang genug, um fast bis zum Boden zu reichen und schienen strähnenweiße mit den seinen zu verschmelzen. Ich schaute ihm fest in die Augen und er in die Meinen. „Was du gerade gesagt hast … Dass du MICH liebst und nicht mehr sie .. ist das wa-„ „Wahr? Natürlich. Mir dämmerte schon, dass ich dich liebte und nicht mehr Lily, als der Abschluss bevorstand. Als ihr beide dann nicht mehr dauerhaft zu sehen wart, vermisste ich dich viel mehr. Ich dachte dauernd nur an dich, fragte mich was du wohl machst oder wie es dir geht … Wurde schrecklich eifersüchtig bei dem Gedanken, dass dich wohl gerade jemand in seinen Armen hielt… Als Lily dann .. tot vor mir war … wurde mir klar, dass ich die ganze Zeit recht hatte. Sie war meine beste Freundin und die erste in die ich verliebt war aber richtig geliebt … hatte ich nur dich … zugeben wollte ich das nur nie …“ Ein warmes Lächeln legte sich auf meine Lippen und ich beugte mich hinunter. Zärtlich liebkoste ich seine Lippen und erwiderte es. Seine Lippen waren anfangs noch so kalt, dass es mir eine Gänsehaut bescherte. Nach und nach wurden unsere Küsse inniger, leidenschaftlicher aber nicht weniger liebevoll. Etwas außer Atem entfernte ich meinen Kopf etwas von dem Seinen. Wir blickten uns in die Augen und ich merkte, wie mein Oberkörper mittlerweile auf seinem lag. Seine Körperwärme traf auf die meine. Es fühlte sich so gut und richtig an. „Ich liebe dich Severus. Auch wenn du ein echter Idiot warst.“ Lächelnd legte er zärtlich eine Hand auf meine Wange. Sie war ziemlich kalt aber das war bei diesen Temperaturen auch kein Wunder. „Ich liebe dich auch Kathrin. Auch wenn ich ein echter Idiot war.“ Wir lächelten uns an und gaben uns noch einmals einen unfassbar liebevollen Kuss. Niemals hätte ich mich gewagt davon zu träumen einmal so liebevoll geküsst zu werden. Erst recht nicht von ihm. Auch ich hatte mir nach dem ‚Schlammblut Massaker‘ wie ich es anschließend immer gerne nannte, eingestehen müssen, dass es mich viel mehr verletzte, dass er Lily liebte als die Tatsache dass er mich so genannt hatte. All die Jahre hatte ich nicht einmal daran gedacht mit einem Mann auf ein Date zu gehen, jemanden zu küssen oder gar mehr. All dies kam für mich nie in Frage. Langsam lösten wir uns und ich stand auf, um ihm aufzuhelfen. Wir nahmen das Glas mit dem Flussgras und gingen gemeinsam zurück zum Schloss. Uns war kalt, wir waren nass, durchgefroren und glücklicher als jemals zuvor in unserem Leben. Er legte einen Arm um mich, wobei ich meinen Kopf an seine Schulter legte und lächelte. Als wir durch die Gänge, in Richtung unserer Zimmer gingen, schauten uns einige verdutzte Geister an. Vor meinem Zimmer, welches vor dem seinem lag, blieben wir stehen. Ich drehte mich mit dem Rücken zur Türe und lächelte ihn an. Mit einer Hand öffnete ich die Türe zu meinem Zimmer, die andere packte fest seinen Pullover an der Brust. Während ich rückwärts in mein Zimmer ging, zog ich ihn langsam mit mir. Zuerst schien er unsicher, dann schaute er sich um und ließ sich ein paar Schritte mit ziehen. „Aber …“ „Psht.“ Ich grinste kurz und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Er stellte das Glas auf einen Tisch direkt neben der Türe, ohne hinzusehen und legte seine Hände fest auf meine Hüften. Meine Arme schlang ich um seinen Hals, als er mich mit einem Ruck hoch hob und ich meine Beine um ihn schlang. Während er mit mir an sich geklammert, seine Hände auf meinem Hintern, langsam Richtung Bett ging, stieß ich mit einer Hand die Türe zu die laut ins Schloss fiel. Ich grinste in den Kuss hinein. So glücklich war ich wohl noch nie! Als wir am nächsten Morgen beide mit einem breiten Grinsen und bestens gelaunt auf unseren Plätzen saßen um zu frühstücken, ruhten bereits viele Blicke auf uns. Als wir uns nach dem Essen auch noch nahezu gleichzeitig erhoben und er meine Hand ergriff, schienen einige Schüler kurz vor einem Herzinfarkt. Selbstsicher gingen wir über den Gang, verabschiedeten uns mit einem Kuss und gingen dann in unsere Klassenräume um den Unterricht vorzubereiten. -Zeitsprung Harrys 7. Schuljahr- Ich hatte Harry guten Gewissens die letzten Ferien bei Petunia gelassen, denn ich half den Mitgliedern des Ordens Verbündete zu suchen. Ich war froh zu wissen, dass Harry zusammen mit Ron und Hermine seinen eigenen Weg gehen würde. Solange sie zu dritt waren, konnte kaum etwas schief gehen. Severus und ich sahen uns nicht mehr und wir mussten bereits seit Voldemorts Rückkehr unsere Beziehung geheim halten. Er hatte bereits nach einem Jahr einen Antrag gemacht und wir hatten tatsächlich geheiratet. Als wir uns das letzte Mal vor ca. sechs Monaten gesehen hatten wussten wir, dass der Abschied diesmal länger wäre. Mit diesen schrecklichen Geschwistern an der Schule konnte selbst Severus sich nicht mehr einfach so aus dem Staub machen. Ich hielt den Brief in meiner Hand und hatte das Gefühl, dass er schwerer wiegte als alles andere im Moment. Seufzend strich ich mir über die Wölbung meines Bauches. So traurig es auch klingen mochte, mein Testament hatte ich bereits geschrieben. Man konnte ja nie wissen … und ich wollte nicht, dass mein Kind in diese Welt geworfen wurde ohne jemand der sich um es kümmern würde. Sollte es kein magisches Talent haben, würde es bei Dudley aufwachsen. Im ersten Moment mochte dies grausam klingen aber er hatte sich verändert und ich war stolz auf ihn. Ich wusste, dass er sich gut um das Kind kümmern würde und damit zu Recht kommen würde, wenn es nicht gerade zauberte wie Harry. Sollte es das magische Talent seiner Eltern erben, würde es bei Harry groß werden. Dudley und Harry wussten bereits Bescheid. Nur Severus konnte ich bisher noch nichts sagen. Mit einigem Aufwand hatte ich Ginny überreden können ihm den Briefumschlag nach den Ferien zu überreichen. Einen anderen Weg sah ich nicht um den Brief sicher zu ihm zu bringen. Ich atmete tief durch und gab ihn ihr. „Danke Ginny. Ich bin dir was schuldig.“ Sie nickte kurz mit einem schwachen lächeln, dann setzte ich mich wieder auf den Besen und flog davon. Apparieren war nun absolutes Tabu für mich. Die Wochen vergingen geradezu und in den ersten Ferien des Schuljahres ließ mir Ginny seine Antwort zu kommen. Gespannt öffnete ich den Brief während ich auf dem weichen Sofa in Aberforths geheimen Hinterraum saß. ‚Liebste Kathrin, deine Nachricht hat mich sicher erreicht. Ich wünschte ich könnte nun für euch da sein aber die Situation hier spitzt sich zunehmend zu. Jeden Tag hoffe ich, dass ihr in Sicherheit seid. Die einzige Hoffnung in diesen Tagen seid ihr. Ich vermisse deine Nähe und am meisten fehlt mir wohl dein Lachen. Pass gut auf dich auf. Wenn dich dieser Brief erreicht solltest du bald kurz davor sein unser Kind zu gebären, oder ist es schon auf der Welt? Ich wünschte ich könnte dir beistehen … In Gedanken bin ich bei euch. In Liebe Severus ‚Snappy‘‘ Während eine Träne über meine Wange rollte, musste ich unwillkürlich grinsen. Er hasste es wenn ich ihn Snappy nannte und ich liebte es wenn er sich selbst so betitelte. „Wieso weinst du? Haben die Wehen eingesetzt!“ Ich lachte kurz und sah dann zu Aberforth. „Nein, keine Sorge. Bisher noch nicht.“ Beruhigt nickte er und stellte das Tablette mit Essen und einer warmen Tasse Tee ab. Dann bekam ich auf einmal eine Wehe. Ich zuckte zusammen und hielt meinen Bauch. Er wollte gerade hinausgehen als die zweite kam. „Ab-Aberforth!“ Sofort drehte er sich um, wurde bleich und stürmte dann hinaus. Da ich ohnehin schon zwei Wochen über dem Termin war, hatte Molly darauf bestanden bis zur Geburt ebenfalls bei Aberforth versteckt zu leben. Wenige Minuten später kam sie herein, blieb kurz stehen und eilte dann an meine Seite um mir beizustehen. Als die Wehen immer öfter kamen, wusste ich dass es nun losging. -Zeitsprung die Schlacht- Es war nicht allzu viel Zeit übrig geblieben um mich zu erholen. Unser Sohn war bei Freunden sicher untergebracht und zusammen mit Tonks erschien ich im Raum der Wünsche. Die alt bekannten Gesichter schauten uns ungläubig an. Lupin schien zuerst etwas wütend, schloss Tonks dann jedoch in seine Arme. „Solltet ihr zwei euch nicht noch ausruhen und bei den Kindern bleiben?“ „Meine Eltern passen auf sie auf. Alles super!“ Tonks sprach für uns beide und ich lächelte nur kurz. Einige schlossen mich kurz in eine Umarmung, dann ging es auch schon los. Wir machten uns auf den Weg in die große Halle. Ich ging fest davon aus, dass Severus bei den Todessern war. Immerhin hielt Voldemort ihn nach wie vor für einen treuen Anhänger. Als er jedoch neben Minerva bei den Lehrern stand, mit seiner stets ernsten Miene, fiel mir ein Stein vom Herz. Ohne lange zu überlegen rannte ich auf ihn zu. Zuerst wirkte er verwundert, dann etwas wütend, nur um mich letztlich doch glücklich in seine Arme zu schließen. „Unser Kind?“ „Ihm geht’s gut.“ „Ihm?“ „Ja es ist ein gesunder Junge. Ich hab ihn kurzer Hand Leo Severus Snape genannt.“ Seit unserer Hochzeit trug ich den Namen meines Mannes und das so stolz als sei ich Slytherin. Wir hatten nicht lange Zeit, bis die Schlacht bereits los brach. In dem ganzen Durcheinander verlor ich Severus bereits nach kurzer Zeit und fand ihn erst später, schwer verletzt in einem Gang wieder als gerade Pause war. Schockiert stützte ich ihn bis in den Krankenflügel, wo er auf eine Matratze neben andere Verwundete gelegt wurde. Er reichte mir eine Phiole. „Harry … Denkarium …“ Ich nickte und stand auf. Ein letztes Mal drückte ich fest seine Hand und rannte los um Harry zu suchen. Er stand bei den Weasleys, welche den Tot eines ihrer Familienmitglieder betrauerten. Ich reichte Harry die Phiole. „Schau sie dir an Harry. Geh in Dumbledores Büro.“ Harry wusste das Passwort für den Zugang bereits, denn es stand auf der Phiole. Kurz zögerte er und ich schloss ihn in eine feste Umarmung. „Du bist so groß geworden …“ Er erwiderte die Umarmung und lief dann los. Die restliche Pause über verbrachte ich an Severus Seite. Hielt seine Hand und hoffte, dass er es überstehen würde. Hätte ich ihn nicht früh genug gefunden und wäre er schwerer verletzt worden, hätte es vermutlich ein anderes Ende genommen. Als die Pause vorüber war, schlief Severus tief und fest. Es war ein erholsamer Schlaf und er brauchte ihn. Zusammen mit Minerva ging ich hinaus. Sofort kamen mir Tränen als ich Harrys Körper sah und Minerva legte tröstend einen Arm um mich. Was zwischen diesem Moment und dem neuen entfachen der Schlacht geschah, bekam ich kaum mit. Ich fand mich neben meinen Freunden wieder, schwang den Zauberstab und feuerte einen Fluch nach dem anderen auf die Todesser die übrig waren. Als wir gesiegt hatten, wusste ich dass nun alles besser werden würde. -letzter Zeitsprung, 8 Jahre- Zu viert saßen wir an unserem Kinderfreien Wochenende auf der Veranda. Molly bestand darauf die Kinder dieses Wochenende zu haben. Sie hatte sozusagen die Rolle der Großmutter für Leo und seine Schwester eingenommen. Harry und Ginny saßen genießend nebeneinander. Mein Kopf ruhte an Severus Seite während er seinen Arm um meine Schulter gelegt hatte. Seit Harry die ganze Wahrheit über Severus wusste, verstanden sich beide recht gut. Sie waren oft bei uns zu Besuch und genossen die Ruhe hier auf dem Land. Severus und ich hatten uns ein kleines Häuschen an einem Fluss gekauft, ganz abgelegen und ruhig an einem Wäldchen. Der Fuchsbau war zu Fuß in ca. einer halben Stunde erreicht und alle anderen konnten jederzeit in die Nähe apparieren. Wir genossen die letzten warmen Sonnenstrahlen im August und schauten auf den ordentlich geführten Garten. Severus war stellvertretender Schulleiter, nachdem er den Schulleiterposten freiwillig an Minerva abgetreten hatte. Ich kümmerte mich um die Kleinen und den kompletten Haushalt aber hin und wieder schrieb ich immer noch Bücher über das Leben der Muggel, Kräuter oder mittlerweile auch über kleine Kinderbücher. „Diese Ruhe ist himmlisch.“ „Oh ja, das ist sie. Was glaubst du wieso wir uns das Haus hier gekauft haben?“ „Wegen dem Flussgras.“ Ich grinste etwas und unterbrach somit die Unterhaltung zwischen Harry und Severus. Mittlerweile wussten auch Ginny und Harry die Geschichte unserer ersten Begegnung. Wir lachten kurz zusammen und Severus gab mir einen Kuss auf den Kopf. Genießend schloss ich die Augen. Dass ich einmal so glücklich sein würde, hätte ich nie gedacht. Wir alle vermissten Lily aber unser Leben ging weiter und wir trugen sie in unseren Herzen. Da ich auch noch fast wie sie aussah, war es manchmal so als wäre ich nicht nur Kathrin sondern auch Lily. Und das war absolut okay so.

19.16 % der User hatten die Auswertung: Dein Name: Milennia Longbottom Dein Aussehen: groß, schlank, braune ca. schulterblattlange Haare, dunkel braune Augen, Sommersprossen Dein Charakter: begabt, eher ruhig und selbstsicher -Prolog- „Frank, Milennia! Ihr seid viel zu spät!“ Eilig packten die Geschwister ihre Koffer zusammen. Auf dem Weg nach unten fiel ihnen die rote Handtasche ein, welche sie ihrer Mutter erst vor einigen Tagen zum Geburtstag geschenkt hatten. „Ich hab doch gleich gesagt, der Pelzmantel wäre besser gewesen!“ „Bla Bla! Den kaufen wir nächstes Jahr, kann sie dann zur Tasche tragen.“ Lachend rannten sie die letzten Stufen nach unten und stiegen in das kleine Auto der Familie ein. Mit einem letzten Blick auf ihre beiden Kinder, schüttelte sie den Kopf und ein lächeln huschte über ihr Gesicht. „Schon 11 Jahre … Kaum zu glauben …“ Hastig stieg sie zu ihrem Mann in das kleine Auto und sie setzten sich in Bewegung. -Zeitsprung zweites Schuljahr- „Komm Alice! Wir sind schon wieder mega spät dr-„ Hart kam ich auf dem kalten Steinboden des Schlosses auf, nachdem ich gegen jemand gerannt war. Das war eindeutig der Nachteil, wenn man um die Ecken rannte. „Moony, man kann dich auch keine fünf Minuten alleine lassen, was?“ Das schallende Lachen der beiden größten Schwachköpfe der gesamten Schule verrieten mir schon genug. Lupin hielt mir die Hand hin. „Tut mir Leid Longbottom.“ Ohne die Hand zu nehmen stand ich auf, klopfte mir den Schmutz von der Kleidung und wollte weiter gehen. Alice folgte mir abgehetzt. „Du bist viel zu schnell Mila …“ „Wir sind schon viel zu spät. Jetzt komm.“ Ohne zu zögern nahm ich ihre Hand und zog sie mit mir mit. Das tuscheln der vier Schwachköpfe ignorierte ich einfach. Zwar hatte ich eigentlich kein Problem mit den Jungs aber wie sie den armen Snape behandelten war echt widerlich. Außerdem wurden sie schon von genug Leuten gemocht, da musste ich sie nicht auch noch mögen. Als nahezu letzte und dennoch rechtzeitig, erreichten wir den Klassenraum und setzten uns. „Was hast du eigentlich gegen die Jungs? James ist doch ganz … niedlich.“ Verwundert schaute ich sie an, als hätte sie gerade das unglaublichste der Welt gesagt. Ein zuckersüßes lächeln ihrerseits war alles was sie darauf entgegnete. Langsam schüttelte ich den Kopf. „Kaum zu glauben, dass du sowas sagst. Ich dachte du wärst total in meinen Bruder verschossen?“ „Was! Das .. aber!“ Triumphierend grinste ich und sie verstummte während ihre Wangen anfingen rot zu glühen. „Na ihr zwei Süßen?“ „Frank! Wenn man vom Teufel spricht!“ Grinsend schaute ich zu meinem Bruder, welcher sich neben Alice fallen ließ, dem einzigen freien Platz im Raum. „Ihr habt also von mir gesprochen? Ich hoffe nur Gutes!“ „Sicher!“ Ich lachte kurz und er fiel mit ein, während Alice nur lächelnd auf ihre Unterlagen blickte. „Alles okay Alice? Geht’s dir nicht gut?“ „Doch doch … mir geht’s super.“ Nach einem halb erzwungenen lächeln begann auch schon der überaus langweilige Geschichtsunterricht. Hin und wieder notierte ich etwas in mein Heft und verzierte es dann mit schnörkeligen Zeichnungen. Alice und mein Bruder schrieben sich Zettelchen, was sie nicht gerade dezent unter dem Tisch an den jeweils anderen weiter gaben. Seufzend erhob ich mich nach der Stunde und schaute zu Alice. „Kommst du mit? Ich wollte noch an den See.“ „Nein … tut mir Leid aber ich … hab noch was vor …“ Ihrer Röte nach zu urteilen, hatte es mit meinem Bruder zu tun. Grinsend machte ich mich auf den Weg. Natürlich begegnete ich auch den vier Schwachköpfen. Gerade als ich an ihnen vorbei ging, murmelte Pettigrew etwas Unverständliches vor sich hin, woraufhin Black und Potter kicherten. Abrupt hielt ich an und warf ihnen einen vernichtenden Blick zu, ehe ich Pettigrew fixierte. „Was hast du gesagt Pettigrew?“ Sofort begann er mit den Fingern seiner linken Hand, an den Fingern seiner rechten herum zu spielen und senkte den Blick. „Nichts .. gar nichts …“ „Na sag schon oder bist du zu feige?“ Nicht Mal seine tollen Freunde stellten sich nun schützend vor ihn, während ich langsam näher auf ihn zu ging mit einem gefährlichen Ausdruck im Gesicht. Wenn Pettigrew etwas von sich gab war es niemals ‚nichts‘ sondern immer eine miese Beleidigung. „Ich … also … i-ich….“ „Lass ihn doch Mel- Longbottom … Es war nichts Wildes.“ Nun ließ ich meinen Blick zu Lupin schweifen, welcher völlig ruhig da stand. „Es war wirklich nichts Schlimmes.“ „Er hat nur gesagt wie wunderbar du heute schon wieder aussiehst.“ Musternd schaute ich die vier der Reihe nach an, ehe ich die Augen zusammen kniff und mich wieder Pettigrew zuwandte. „Hör zu Pettigrew, wenn du noch einmal was über meine Sommersprossen sagst, dann gibt’s ne Menge Ärger für dich. Du kannst froh sein, dass Lupin sich zwischen uns gestellt hatte. Nächstes Mal hast du nicht so viel Glück.“ Tatsächlich hatte sich Lupin ein Stück weit zwischen ihn und mich gedrängt, so viel Mut hätte ich ihm nicht zugetraut. Bis ich den verwunderten Gesichtsausdruck der Jungs sah, war ich mir nicht sicher ob er tatsächlich etwas über meine Sommersprossen gesagt hatte aber nun fühlte ich mich mehr als bestätigt. Schwungvoll drehte ich mich um und schritt Richtung See. Seit ich hier auf der Schule war wurde ich wegen meiner Sommersprossen geärgert. Wieso ausgerechnet ich die Sommersprossen in der Familie hatte, wusste ich wirklich nicht aber es nervte. Genervt setzte ich mich an einen Baumstamm beim See und schaute auf das ruhige Wasser, bis mir die Augen zu fielen. „Aufwachen. Hey! Geht’s dir gut?“ Der besorgte Tonfall Lupins ließ mich aus einem tiefen Schlaf aufschrecken. Überrascht blinzelte ich ihn an. Er war in der Hocke direkt vor mir und musterte mich. Nun wo er so direkt vor mir war fiel mir erst auf, dass er eigentlich gar nicht schlecht aussah. Bei dem Gedanken wurde ich leicht rot. „Was machst du hier?“ Erst nach und nach realisierte ich, dass es bereits ziemlich dunkel war und ich fror. Wärmend umarmte ich mich selbst ein wenig. „Du bist wohl eingeschlafen. Eigentlich wollte ich nur noch einen kurzen Spaziergang machen. Dann hab ich dich hier gesehen. Ist dir kalt?“ „Geht schon … danke, dass du mich geweckt hast.“ Als ich aufstehen wollte, nahm er meine Hand um mir aufzuhelfen. Meine Glieder schmerzten und ich hustete kurz. Es war bereits Herbst und abends schon recht frisch. „Klingt nicht gut.“ Ganz deutlich spürte ich die Symptome für eine Grippe aber ich schüttelte nur abwehrend den Kopf. „Geht schon.“ Mit einer gekonnten Handbewegung öffnete er den Knopf seines Umhangs und legte ihn in einer flüssigen Bewegung um meine Schultern, zusammen mit seinem Arm. „Ich bring dich rein bevor du dich noch richtig erkältest.“ Zwar wollte ich protestieren aber ich musste nun Mal ins Schloss und er auch, also gingen wir schweigend nebeneinander her. Vor dem Zugang zum Ravenclaw Gemeinschaftsraum drehte ich mich zu ihm. „Danke Lupin … Das war wirklich nett von dir.“ Lächelnd nickte er. „Schon okay. Du kannst mich übrigens Remus nennen. Lupin klingt so … erwachsen.“ Ein kurzes grinsen glitt über unsere Gesichter und ich hielt ihm die Hand hin, welche er schüttelte. „Milennia aber du kannst mich auch einfach Mila nennen. Freut mich Remus.“ Er lächelte freudig und ich reichte ihm den Umhang ehe ich in den Gemeinschaftsraum ging. Seltsamer weiße schlief ich diese Nacht gut, zu gut, denn am nächsten Morgen verschlief ich und hatte sogar zwei Wochen lang eine recht üble Grippe. -Zeitsprung 5. Schuljahr, seine Sicht- Wie jeden Samstag machten wir uns auf den Weg nach Hogsmead. Es war bereits Winter und Schnee fiel friedlich vom Himmel herunter. Alles wirkte so ruhig und einträchtig im Winter. Der kalte Wind schob sich durch den Schal und ich drückte mein Gesicht noch etwas tiefer hinein. „Hey Krone! Ich hab gehört Lilly ist heute auch in Hogsmead!“ Mit dem Ellbogen stupste Tatze ihn grinsend an. Wurmschwanz und ich konnten uns ein grinsen ebenfalls nicht verkneifen. Es war für uns ein offenes Geheimnis, dass er Lilly geradezu anhimmelte. Wohl auch ein Hauptgrund wieso er so darauf bedacht war den armen Sirius ständig fertig zu machen. „Ach sei ruhig Tatze! Wolltest du dich in Hogsmead nicht eh mit deiner neuen treffen?“ „Ja sicher! Und rate mal mit wem sie unterwegs ist.“ Auf Grund seines breiten grinsend, wussten wir alle direkt bei wem sie sein würde. „Hast du das etwa so geplant?“ Krone blieb stehen und sah Tatze etwas musternd an, welcher nur die Schultern hob und grinsend weiter ging. Ich zögerte kurz und ging dann ebenfalls weiter. „Das kriegst du zurück!“ Mit eiligen Schritten versuchte James wieder Boden gut zu machen, während Tatze sich mir zuwandte. „Übrigens soll Milennia auch da sein.“ Sein grinsen wurde noch breiter doch ich hob nur resignierend die Schultern. Zwar sprachen wir seit dem Zusammentreffen damals am See mehr miteinander aber allzu viel Zeit verbrachten wir trotzdem nicht miteinander. Ich mochte sie aber das war es auch schon. „Ach komm, tu nicht so. Die Kleine ist doch ganz nett? Hätte ich die Chance, dann –„ „Hättest du die Chance, würdest du sicherlich auch unsere Muggelkunde Lehrerin ‚besser kennen lernen‘.“ Ein etwas ‚dreckiges‘ lachen drang aus seinem Mund und er schlug mir kurz auf den Rücken. „Ja sicher! Aber doch nur, damit ich irgendwann weiß wenn die Richtige vor mir steht.“ Grinsend schüttelten wir anderen nun einheitlich den Kopf. Wurmschwanz und Krone hatten inzwischen wieder aufgeholt und wir gingen durch die Straßen direkt auf das drei Besen zu. „Und selbst wenn die Richtige vor dir stehen würde Tatze, du würdest sie dir nehmen und dann weiterschicken wie einen gebrauchten Lappen.“ Kurz lachten wir alle, ehe Krone die Türe ins drei Besen öffnete. An einem großen Tisch saßen Lilly, ihre Freundin und Mila. Zielstrebig ging Tatze auf den Tisch der Drei zu, uns im Schlepptau. Mit einem ausgiebigen Zungencatchen begrüßte er seine Freundin, die ein sehr betontes und freizügiges Oberteil trug. Genau die Art von Kleidung die Sirius mochte. Unmerklich schüttelte ich leicht den Kopf, ehe ich den Blick abwendete. Krone hatte sich bereits gegenüber von Lilly niedergelassen, sein Schatten natürlich direkt neben ihm. „Hey. Darf ich?“ „Klar. Ist jetzt wohl wieder frei.“ Ich lächelte kurz und öffnete dann meinen Mantel, der dank des Zaubers direkt zur Garderobe befördert wurde, samt Schal. Eine wohlige Wärme lag im drei Besen. Ich bestellte für die Jungs und mich jeweils ein Butterbier und musterte Mila dann. Sie war blasser als noch vor ein paar Wochen und sie schien gedanklich etwas abwesend zu sein. „Alles okay?“ Obwohl Krone mit Lilly angeregt diskutierte, Sirius mit seiner Freundin auf dem Schoß etwas abseits von uns rum machte und Wurmschwanz damit beschäftigt war Krone hin und wieder nickend zuzustimmen, sprach ich recht leise mit ihr. Sie schrak kurz auf und lächelte mich dann müde an. „Ja … alles okay soweit … In letzter Zeit hab ich nur nicht ganz so viel Schlaf bekommen. Und wie geht’s dir so?“ „Hm … wenn du reden willst …“ „Nein danke. Alles okay.“ Mit einem freundlichen Lächeln wechselte sie das Thema und nach etwas Smalltalk fanden wir sogar ein Thema über das wir ausführlich sprechen konnten. Wir lachten kurz nach einem Kommentar von ihr, ehe ihr Bruder herein kam und zielstrebig auf sie zu eilte. Verwundert schaute ich auf, ebenso wie meine Freunde und Lilly. Unsanft packte er Mila am Arm und zog sie mit raus. „Du tust mir weh Frank!“ Ihre Proteste gingen in den Unterhaltungen der Anderen nahezu unter aber ich hörte es und stand auf. Während er sie weiter hinaus schleppte, nahm ich ihre Sachen und meine von der Garderobe um dann nach draußen zu folgen. Sie waren um die Ecke gebogen und als ich ihnen folgte, bekam ich unweigerlich etwas von ihrem Gespräch mit. „Bist du wahnsinnig! Wenn Mum das erfährt! Weißt du wie viel Ärger es dann gibt! Sie will, dass du was Vernünftiges machst!“ Ich blieb stehen und drückte mich lauschend an die Wand. „Aber es ist doch vernünftig! Es ist genauso ein Job wie jeder andere. Nur weil du Auror werden willst, muss ich das nicht auch wollen!“ „Vernünftiger wäre es aber! Weißt du wie gefährlich das ist? Und schlecht bezahlt auch noch!“ Seine Stimme klang viel aufgebrachter und wütender als ich ihn je zuvor gehört hatte. „Das ist mir egal. Ich will das machen und es wurde mir angeboten. Ich werde das Angebot annehmen.“ „Wenn .. Wenn du das tust! Dann musst du gar nicht mehr zu mir kommen!“ Betretenes Schweigen trat zwischen die beiden und ich fühlte mich schlecht bei so etwas zu zuhören. „Wenn du es so siehst … Ich werde das Angebot annehmen. Lieber verdiene ich weniger und lebe GENAUSO gefährlich wie du später Mal als Auror aber wenigstens bin ich dann glücklich.“ „Ist es nur wegen ihm?“ „Nein. Es ist, weil ich es will. Es ist das richtige für mich. Ich weiß das und du solltest mir vertrauen.“ „Mili…. Ach … Mach doch was du willst!“ Wütend zischte Frank Richtung Schloss und ich spurtete um das Gebäude um in der nächsten Seitenstraße Schutz in der Dunkelheit zu suchen. Offensichtlich hatte ich es gerade noch rechtzeitig geschafft, ehe Mila an der Seitenstraße vorbei rauschte. Eilig und wohl wütend ging sie auf das drei Besen zu und ich sah auf ihren Mantel in meinem Arm. Langsam trat ich aus der Seitenstraße heraus und schaute zu ihr. „Mila! Ich hab dich schon gesucht.“ Abrupt blieb sie stehen und schaute mich verwundert an, ehe ihr Blick auf die Mäntel in meinen Armen fiel. Sie lächelte kurz und kam auf mich zu. „Das ist lieb von dir aber wieso hast du mich denn gesucht?“ Als sie vor mir stand reichte ich ihr zuerst den Schal, welchen sie sich um schwang, und anschließend half ich ihr so gut wie möglich in den Mantel bevor ich mir meine eigenen Sachen anzog. Die Wärme tat ziemlich gut. „Naja … er ging ja nicht gerade freundlich mit dir um. Ich hatte nur Angst, dass er dir ausversehen wehtun würde oder du Hilfe brauchst und dann alleine bist.“ Ihr Blick sprach ein ganzes Geschichtsbuch, das vermutlich immer noch spannender war als das von Professor Binns. Zuerst schien sie verwundert, dann etwas amüsiert, gerührt und zu letzte einfach dankbar. „Danke Remus, das ist lieb von dir. Es ist … nur zurzeit schwer.“ Ihr Lächeln war künstlich und ich war nicht dumm genug um es ihr abzukaufen. „Willst du reden?“ Schweigen trat zwischen uns. Zumindest schien sie zu überlegen, ehe sie zögerlich nickte. Lächelnd streckte ich leicht den Ellbogen auf, damit sie sich einhaken konnte. Wie von selbst gingen wir nebeneinander her, vorerst schweigend. -Deine Sicht- Momentan war mein ganzes Leben einfach nur ein großes Chaos. Meine Mutter und mein Bruder waren sauer auf mich wegen meinem Berufswunsch, meine beste Freundin hielt natürlich zu meinem Bruder, Lilly sprach dauernd nur über Severus und James, mein Schwarm wusste vermutlich nicht mal dass es mich gab, mit meinen anderen Freunden konnte ich über so was nicht sprechen und all das führte dazu dass ich doch tatsächlich vor hatte mit Remus über meine Probleme zu sprechen. Es fühlte sich gut an neben ihm her zu gehen, mein Arm bei ihm eingehackt und einfach zu schweigen. Ob ich es wollte oder nicht, ich fühlte mich zum ersten Mal seit Wochen geborgen und kam ein wenig runter. Am liebsten hätte ich gar nichts gesagt, mir gerne vorgestellt, dass es keine Probleme gab über die man sprechen musste und dass wir einfach weiter so schweigend laufen konnten. „Willst du dich setzen?“ Wir waren aus einem unerfindlichen Grund auf dem Platz vor der heulenden Hütte angekommen. Etwas traurig schaute ich zu eben jener. Eigentlich war sie mit daran schuld, dass ich nun so viel Ärger hatte. Nickend setzte ich mich auf den Stein auf dem Platz, wo sich Remus kurz nach mir ebenfalls setzte. „Fang an wann immer du bereit dazu bist.“ Seine Stimme klang ruhig und fürsorglich, genau das was ich brauchte. Dankend lächelte ich ihn kurz an, ehe wir beide auf die heulende Hütte blickten. „Es macht dir sicher nichts aus in der Kälte einer eigentlich fast Fremden bei ihren Problemen zu lauschen?“ „Ganz und gar nicht. Immerhin bist du ja keine fast Fremde.“ Ein kurzes Lächeln huschte über mein Gesicht, ehe ich tief Luft holte. „Also .. ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll … vor ein paar Wochen hatten wir doch die Aufgabe bekommen, einige Zaubertrankzutaten auf den Ländereien zu suchen. Erinnerst du dich?“ „Ja. Mal wieder eine dieser dummen Aufgaben.“ „Dabei hab ich wohl irgendwie Alice verloren und fand mich alleine wieder bei der peitschenden Weide. Als ich versuchte ihr auszuweichen, bin ich ausgerutscht und irgendwie in eine Art Tunnel gefallen … Über den Tunnel kam ich in die heulende Hütte …“ Ich weiß nicht ob ich es mir nur einbildete aber er schien sich zu versteifen und rutschte kurz unruhige auf dem Stein umher. „Alles okay, Remus?“ Hastig nickte er. „Ja. Erzähl weiter.“ Ich legte kurz meinen Kopf schief und musterte ihn, doch er lächelte ein wenig und ich schaute wieder geradeaus. „Zuerst hatte ich keine Ahnung wo ich war, bis ich aus dem Fenster geschaut hab. Als ich raus wollte um über Hogsmead zurück nach Hogwarts zu laufen, hab ich Geräusche gehört aus einem der Zimmer. In einem der Räume, saß ein … ein Werwolf. In Ketten und wohl durch einen Zauber im Zimmer festgehalten …“ „Du hattest sicher Angst. Das tut mir Leid. Diese Geschöpfe sind grausam.“ Seine Stimme war leise aber nahezu hasserfüllt. „Das dachte ich auch. Aber … als ich in die Augen dieses Werwolfs sah … Ich weiß nicht ... es klingt sicher dumm aber … Er sah so traurig aus, es wirkte fast so als würde er das gar nicht wollen. Es sah aus als würde er leiden, angebunden an Fesseln. In einem Körper der einerseits der seine ist, ihm aber so fremd als wäre es ein anderer. Das ergibt keinen Sinn, ich weiß, ich wei߅ Werwölfe erinnern sich weder an Freund, noch Feind usw. Das kennen wir ja schon aus dem Unterricht … aber in diesem Moment wollte ich ihm einfach helfen … wollte beweisen, dass diese Geschöpfe sehr wohl unterbewusst immer noch die Menschen sind, die man im Alltag so sehr mag …“ Er schien mich eindringlich zu mustern. Vermutlich hielt er mich nun für total bescheuert. Also entschloss ich mich dazu, schnell weiter zu erzählen, ehe ich mich in endlosen Diskussionen über Werwölfe wiederfinden würde. „Auf jeden Fall … am nächsten Tag hab ich mich ausführlich erkundigt und … tatsächlich jemand gefunden der sich mit Werwölfen beruflich auseinander setzt. Ein Forscher in der Nähe von Transsilvanien. Als ich ihm von meinem Interesse berichtete, wollte er dass ich sofort bei ihm anfange und ihm helfe. Natürlich sind weder meine Eltern noch mein Bruder allzu erfreut darüber … aber wenn alles klappt wird ich Ende der Woche von ihm abgeholt und werde ihm als Forscherin in Transsilvanien behilflich sein.“ „Was?“ Langsam schaute ich zu ihm und lächelte schwach. Er schien wirklich verwundert, wenn nicht sogar etwas schockiert. „Nur weil du diesen einen … Werwolf gesehen hast … willst du die Schule schmeißen und dich mit denen auseinander setzen?“ Wenn er es so aussprach klang es tatsächlich ziemlich dumm aber was sollte ich tun. Dieser eine Werwolf hatte gereicht um mein Herz zu erweichen. Mehr als alles andere wollte ich mich für diese Geschöpfe einsetzen. Nicht nur für diese Geschöpfe. Auch für die Zauberer und Hexen die diese schwere Bürde trugen. Ich wusste, dass man als Werwolf am Existenzminimum leben musste. Werwölfe waren nahezu genauso verrucht wie Vampire oder Sabberhexen aber im Gegensatz zu diesen widerlichen Geschöpfen, konnte ein Werwolf ja nichts dafür. Es war unfair und dagegen wollte ich etwas tun. „Ja. Weißt du … auch wenn es dumm klingt aber … ich will nicht nur diesem einem helfen sondern allen Betroffenen … Sie können ja nichts dafür aber sie werden wie Monster behandelt, das ist nicht fair. Wenn ich es schaffen würde, dass dieser eine Werwolf nicht mehr in Keten liegen muss wenn er sich verwandelt … der Mann dahinter sich nicht einsperren muss sobald Vollmond ist … allein schon wenn ich es schaffe, dass auch ein Werwolf eine faire Chance in unserer Gesellschaft erhält, dann hab ich wirklich schon was erreicht auf das ich stolz sein kann. Außerdem war Flüche und Zauber lernen noch nie meine Stärke. Ich wäre eine miserable Aurorin geworden.“ Er lachte kurz aber befreit, als sei eine Last von seinen Schultern genommen worden. Nach einem kurzen Moment der Verwunderung, fiel ich mit ein. „Das stimmt! Du bist wirklich abgrundtief schlecht im Duellieren und auswendig lernen ist ja eh nicht deins. Außerdem … bin ich mir sicher, dass dieser Werwolf sehr dankbar wäre. Allein schon dafür, dass du so denkst und es tatsächlich versuchen willst.“ „Es tut gut so was zu hören. Danke Remus.“ Lächelnd legte ich meinen Kopf an seine Schulter, wobei sich unsere Schultern berührten. Nach einem kurzen Moment legte er den Arm um meine Schultern und ich rutschte etwas näher, damit mein Arm seine Seite berührte. Er legte vorsichtig den Kopf auf meinen. „Schon komisch was so eine alte Hütte alles ändern kann oder? Manchmal verändert sie komplett die Sichtweise.“ „Ja … und Anderen scheint sie Schutz zu geben. Das sieht man ihr alles gar nicht an.“ Wie Recht er doch hatte. Ich sog diesen Moment in mich ein, wie ein Schwamm Flüssigkeit. Egal was noch kommen würde, dies wäre garantiert einer der schönsten Momente in meinem Leben. Alleine schon die Tatsache, dass er mir so nahe war. Er war wirklich ein guter Freund auf den man sich verlassen konnte. Nach all den Problemen der letzten Wochen, war dies Balsam für meine Seele. Auch wenn es nur kurz war, wenigstens konnte ich für einen Moment all die Probleme vergessen. „Wenn du weg bist. Musst du mir unbedingt schreiben, ja? Ich will wissen wie es läuft und wie es dir dabei geht.“ „Gerne. Und du schreibst mir, ob deine doofen Freunde immer noch so kindisch sind und wies dir dabei so geht.“ Er lachte kurz und ich grinste. „Alles klar.“ Kaum hatten wir sie erwähnt, hörten wir sie auch schon nach ihm rufen. „Moony! Hey Moooonnnyy! Wo bist du!“ Definitiv die Stimme von Sirius. Langsam stand ich auf und lächelte ihn an. „Danke Remus. Du bist ein spitze Freund.“ Aus einem inneren Drang heraus, gab ich ihm einen sanften Kuss auf die Wange, ehe ich mit einem Lächeln auf den Lippen davon ging. Seinen Freunden wollte ich nun echt nicht begegnen, also steckte ich die Hände in die Manteltaschen und stapfte auf einem anderen Pfad Richtung Hogsmead. Dass er mir mit einem traurigen und zugleich glücklichen Blick noch nachschaute, bis seine Freunde ihn aus den Gedanken rissen, bekam ich leider nicht mehr mit. -Zeitsprung zwei Jahre- Es fühlte sich seltsam an, ausgerechnet heute hier zu stehen. Es war die Abschlussfeier, an der eigentlich auch ich teilnehmen sollte. Wie sich in den letzten zwei Jahren herausstellte, hatte ich die richtige Entscheidung getroffen. Zusammen mit meinem Mentor hatten wir schon grundlegende Schritte geschafft. Wir fanden heraus, wie man den Banntrank verfeinern konnte und somit effektiver machen konnte, wie man ihn mit einem anderen Trank koppeln konnte um die Schmerzen bei der Verwandlung zu lindern, was genau so ein Werwolf nach seiner Verwandlung tat und noch vieles mehr. Wir konnten sogar herausfinden, dass selbst Werwölfe eine Art sozial Verhalten hatten. Zwar waren sie grundlegende Einzelgänger aber wenn sie einem anderen Werwolf begegneten, vermieden sie wenn möglich einen Kampf. Nun stand ich hier in einem braunen, eng anliegenden Kleid, dass perfekt mit meinen Haaren harmonierte und mir gerademal bis kurz vor die Knie reichte. Meine Haare, die inzwischen bis zur Hüfte reichten, hatte ich zu einer Hochsteckfrisur drapiert und nur eine hellbraune Kette zierte meinen Hals. Dumbledore hatte mich gebeten eine kurze Rede zu halten, da ich an der Schule wohl als eine Art revolutionäre Heldin galt. Wieso dies der Fall war, wusste ich leider selbst nicht. Nach meiner Rede durfte ich sogar am Ball teilnehmen und Remus hatte mich gefragt ob ich nicht seine Begleitung sein wolle. Da hatte ich natürlich nicht nein gesagt. Selbst mein Bruder hatte sich gefreut als er von meinem Erscheinen erfuhr und das erste Mal seit zwei Jahren Kontakt mit mir aufgenommen. Laut seinem Brief gab es einiges das er mir zu berichten hatte und er beteuerte mehrmals wie sehr er sich freue mich wieder zu sehen. Kurz schüttelte ich bei diesem Gedanken den Kopf, atmete tief durch und trat dann in die große Halle ein. Sie war festlich geschmückt, hell beleuchtet und gefüllt mit den Abgängern aus allen Häusern. Am Rand standen Tische mit Getränken und kleinen Snacks und ganz vorne, wo normalerweise die Lehrer saßen, standen bereits die Instrumente für die Band, sowie das Rednerpult des Schulleiters. Als ich eintrat richteten sich viele Blicke auf mich und sofort winkte mich ein freundlich lächelnder Professor Dumbledore nach vorne zu sich. Natürlich erwiderte ich das Lächeln und schritt auf ihn zu. „Sie sind wirklich eine hübsche junge Dame geworden! Es freut mich sehr, dass sie die Zeit einrichten konnten eine kurze Rede zu halten.“ „Vielen Dank Professor. Es freut mich vermutlich noch mehr, diese Rede hier halten zu dürfen.“ Wir lächelten uns an und er verabschiedete sich bereits wieder um seine Abschiedsrede an die Schüler zu richten und die meine anzukünden. Als er geendet hatte verfielen alle in lauten Beifall und jubelten ihm regelrecht zu. Auch ich klatschte freudig. Er war stets ein freundlicher Schulleiter gewesen, der sich Zeit für jeden einzelnen Schüler nahm. Mit einem Lächeln stellte er sich wieder neben mich und deutete mir an, dass ich meine Rede nun halten konnte. Etwas nervös ging ich nach vorne, drehte mich zu den Schülern und fand mit einem Mal, dass die Beleuchtung doch heller war als gedacht. Hilfe suchend schaute ich in die Gesichter einzelner Schüler, bis ich seinem Blick begegnete. Aufmunternd und zuversichtlich lächelte Remus mich an, was auch mir ein Lächeln entlockte. Nach einem kurzen Räuspern war ich bereit. „Hallo liebe Absolventen der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Zuerst einmal möchte ich mich bei Professor Dumbledore bedanken, dass ich heute hier sein darf. Natürlich will ich auch all meinen einstigen Lehrern, Freunden und Klassenkameraden bedanken die alle ein Stück dazu beigetragen haben, dass ich heute hier stehe danken.“ Ein kurzes applaudieren war zu hören. „An einem Tag wie heute möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren über meine Arbeit, eure vielen Unterrichtsstunden oder sonstige Dinge die leider nicht nur mit Freude behaftet sind. Ich denke wir wissen alle, wie anstrengend so ein Schultag sein kann, wenn man eine Aufgabe erhält die man echt … nicht so toll findet.“ Die Halle füllte sich kurz mit Lachern und ich grinste etwas, ehe ich wieder lächelte. „Jetzt würde ich euch gerne sagen, dass ihr es hinter euch habt. Dass das Leben jetzt leichter wird ohne all die Hausaufgaben, anstrengenden Stunden, Prüfungen und Tests .. aber leider wird es nicht leichter. Ihr werdet auch weiterhin tolle und weniger angenehme Aufgaben erledigen müssen. Das Leben wird weiterhin gute und schlechte Tage für euch bereithalten. Nicht immer wird man euch fair behandeln und euch auf Händen tragen. Wirklich .. ich würde euch gerne sagen, dass alles leichter und schöner wird ... jetzt wo ihr nicht mehr zur Schule müsst. Leider wäre das gelogen.“ Alle schienen still, teilweise sogar leicht geknickt. Einige hielten ihren Partner fest in einer Umarmung umschlossen oder hielten Händchen. „Was ich euch jedoch sagen kann ist, dass euer Leben außerhalb der Schule ab morgen beginnen wird. Ab morgen seid ihr alle selbst für eure Taten verantwortlich. Kein Lehrer der euch Hinweise gibt, unter die Arme greift oder euch eine zähe Standpauke gibt, weil er es ja eigentlich nur gut mit euch meint. Niemand wird euch mehr sagen was Richtig und was Falsch ist. All das liegt ab morgen alleine in euren Händen. Man könnte auch sagen … ab morgen beginnt das richtige Leben.“ Ich konnte erkennen, dass sich einige erst jetzt bewusst wurden, dass es keine ungezwungenen Ausflüge nach Hogsmead mehr gab. Keine Hauslehrer, Vertrauensschüler oder Klassenkameraden die man ärgern konnte. Ein sanftes Lächeln legte sich auf meine Lippen. „Es wird nicht leicht werden den richtigen Weg für euch zu finden. Zu wissen wo ihr hin gehört und was richtig oder falsch ist. Doch ich bin zuversichtlich und voller Hoffnung, dass jeder von euch es schafft aus seinem Leben das Beste zu machen. Zuversichtlich, dass jeder von euch mit den alltäglichen Herausforderungen zurechtkommen wird und jedem von euch ein ganz besonderes Leben bevor steht. Was auch immer ihr tun werdet, wie auch immer ihr euch künftig entscheidet. Mit allem was ihr die letzten Jahre hier im Unterricht und besonders auch außerhalb des Unterrichts gelernt und erlebt habt, werdet ihr ganz sicher bestens gewappnet sein. Vielleicht hab ich noch nicht allzu viel Erfahrung außerhalb von Hogwarts gesammelt aber ich denke es gibt eines das ich gelernt habe, etwas das ich euch gerne als Hilfe auf eurem Weg mitgeben möchte.“ Zu meiner Verwunderung herrschte Absolute Stille, alle Blicke ruhten auf mir und ein jeder schien gespannt auf meine nächsten Worte zu warten. „Wohin auch immer euer Weg euch führen wird, er auch immer an eurer Seite sein wird, welche Entscheidungen ihr auch zu treffen habt … vergesst nie, dass es ohne Licht keine Dunkelheit gibt. Wir ohne ein schwarz nicht wüssten was ein weiß ist. Das alles im Leben zwei Seiten hat. Solltet ihr einmal vor einer schweren Entscheidung stehen, behaltet dies im Hinterkopf. Versucht stets auch die andere Seite zu sehen, bevor ihr urteilt. Nichts ist nur dunkel und nichts ist nur hell. Hinter jedem dem wir begegnen steckt eine eigene Geschichte und in allem was wir sehen gibt es sowohl etwas Gutes als auch etwas Schlechtes.“ Ich senkte kurz den Blick auf den Pult. Ich hatte keine Kärtchen oder ähnliches aber jetzt wäre ich ganz froh, wenn ich welche hätte. Langsam hob ich wieder meinen Blick und lächelte freundlich. „Wo auch immer euer Leben euch hinführen wird. Ich wünsche euch alles Glück der Welt. Seht stets beide Seiten und hört auf euer Herz. Danke.“ Lächelnd deutete ich eine kurze Verneigung an und ging auf Dumbledore zu. Zuerst waren es einige wenige die klatschten, dann jedoch dröhnte die gesamte Halle vor Applaus. „Das war eine großartige Rede Ms. Longbottom. Nun gehen sie sich amüsieren.“ Er zwinkerte mir kurz zu und ich lief sofort auf Remus zu, den ich fest in die Arme schloss. Viele der Absolventen kamen auf mich zu um mir noch einmal persönlich zu sagen, wie bewegend und schön sie meine Rede gefunden hatten. Ich bedankte mich stets freundlich und zog Remus dann auf die Tanzfläche, um ihnen zu entgehen. „Puh …“ „Die Rede war wirklich schön. Ich denke du hast viele zum Nachdenken gebracht.“ Wir lächelten uns kurz an, bevor ich mich zur Musik drehen musst und dann wieder in sanft in seinen Armen landete. Er sah erwachsener aus aber es stand ihm. „Danke. Das von dir zu hören bedeutet mir viel. Was machst du, jetzt wo du mit der Schule fertig bist?“ Er schien kurz in die Luft zu sehen und dann wieder zu mir. „Eigentlich wollte ich Lehrer werden … aber es gibt so wenig Stellen die in Frage kommen. Vorerst werde ich wohl kleiner Jobs machen. Aber ich hab schon eine kleine Wohnung am Stadtrand von London gefunden.“ „Oh .. das klingt doch ganz gut.“ Aufmunternd lächelte ich und er grinste kurz. „Ja, finde ich auch. Klingt nach der Bewerbung eines echten Prinz Charming, hm?“ „Ach Remus … du siehst das alles einfach zu falsch. Wenn du willst kannst du auch mit mir kommen? Wir hatten ohnehin überlegt, ob wir nicht noch jemand mit ins Boot nehmen. Wäre das nichts für dich?“ „Nein! Danke aber nein …“ Wieso er auch immer so bockig sein musste, sobald es darum ging mich zu besuchen oder gar mit mir zusammen zu arbeiten – zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von seinem Geheimnis. „Lass uns heute Abend einfach nur genießen und die ganzen Probleme vergessen, ja? Wir haben uns so lange nicht gesehen … Du bist wirklich noch hübscher geworden.“ Sein Lächeln wirkte ein wenig verträumt und ich wurde rot. Schüchtern lächelte ich und sah ihn an. „Danke. Du hast auch echt was aus dir gemacht.“ Es wurde ein langsamer Tanz gespielt und ich trat einen Schritt näher, woraufhin er mich fest an sich drückte. Ich genoss seine Nähe und eigentlich tanzten wir nicht richtig, sondern traten nur ein wenig auf der Stelle herum aber meinetwegen konnten wir das den ganzen Abend über machen. Der Abend war schneller vergangen als mir lieb war und wir liefen noch etwas draußen herum. Mit meinem Bruder hatte ich mich vorhin nur kurz unterhalten und er teilte mir mit, dass er Alice bald heiraten würde. Er steckte mir sogar eine Einladung hin, die ich höflich einsteckte ehe ich mich wieder Remus zuwandte. „Der Abend war wirklich schön.“ „Das fand ich auch.“ Er hatte einen Arm um meine Taille gelegt während wir liefen und auch mein Arm ruhte auf seiner. Ich lehnte meinen Kopf gegen seine Seite, ich war einen ganzen Kopf kleiner als er. Schweigend blieben wir vor dem See stehen und schauten auf das schimmernde Wasser. „Danke, dass du mich eingeladen hast.“ „Du warst doch ohnehin von Dumbledore eingeladen zu kommen. Ich dachte nur, es wäre nett wenn wir dann den Rest des Abends zusammen verbringen und du nicht so alleine bist.“ Verblüfft schaute ich zu ihm auf und zog meinen Arm zurück. Auch seiner wich von meiner Hüfte. „Deswegen hast du mich gefragt?“ Nun schien auch er verblüfft als er mich ansah. „Ja natürlich. Hätte ich dich nicht fragen sollen? Wir sind doch Freunde.“ Aus irgendeinem Grund versetzte mir dies einen Stich und ich schaute geradeaus auf den See. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust, als sei mir kalt und tatsächlich blies uns im nächsten Moment eine zarte Brise entgegen. „Nein, das war freundlich von dir. Danke.“ Wieso musste alles nur immer so kompliziert sein? Ich hatte mich tatsächlich in ihn verliebt und nun wollte ich es ihm übel nehmen, dass wir für ihn nur Freunde waren? Er konnte ja nichts dafür. Trotzdem tat es weh. „Hm. Ist denn alles okay? Hab ich was falsch gemacht?“ „Nein, du hast nichts falsch gemacht. Ich hab was falsch gemacht…“ Ich spürte seinen Blick auf mir ruhen aber wie hypnotisiert starrte ich auf das Wasser. Es wog sich im Mondschein und schien so unbekümmert und leicht. „Was solltest du denn falsch gemacht haben?“ Diesmal schwieg ich. Was hatte ich denn falsch gemacht? Vermutlich war der erste Fehler, mir damals von ihm helfen zu lassen. Der zweite war dann wohl vor der heulenden Hütte, als ich mich zu wohl bei ihm gefühlt hatte. Der dritte wäre dann dieser Abend hier gewesen aber der schlimmste war der vierte Fehler. Mich bereits damals vor dem Ravenclaw Gemeinschaftsraum in ihn verliebt zu haben obwohl ich doch so gut wie nichts über diesen sonst so schweigsamen Jungen wusste. „Mila?“ Ich schüttelte kurz den Kopf und damit all die Gedanken ab. Es war Zeit um zu gehen. Lächelnd drehte ich mich zu ihm. „Es tut mir Leid Remus. Ich hätte vielleicht gar nicht erst kommen sollen. Danke für den schönen Abend und für jedes Mal wo du mir zugehört hast. Du bist wirklich ein Prinz Charming und du findest ganz sicher bald die passende Prinzessin.“ Ehe er etwas erwidern konnte, gab ich ihm einen Kuss auf die Wange und apparierte. Ich konnte Abschiede noch nie leiden. -Zeitsprung nach der Schlacht um Hogwarts, seine Sicht- Trauernd saß ich neben meiner Frau. Auch wenn sie tot war, sah es nur so aus als würde sie schlafen. Ich hatte sie wirklich und aufrichtig geliebt. Wie sollte ich unserem Sohn davon berichten? Was sollte ich sagen? Wie sollte ich ohne sie leben? Ihr Lachen fehlte mir schon jetzt. Ihre Launen und das ständige wechseln der Haarfarbe dabei. Weinend hielt ich ihre Hand fest umschlossen. Es musste ein schlechter Traum sein, anders konnte ich es mir nicht erklären. Harry hatte Voldemort besiegen können und während des letzten Kampfes hatte ich keine Zeit gehabt zu trauern. Nun saß ich jedoch wie ein Häufchen Elend auf dem steinernen Boden des Schlosses. Die komplette Familie Weasley trauerte nur ein paar Meter weiter. Auch sie hatten einen geliebten Menschen verloren. Wenigstens hatten sie einander um Trost zu spenden, doch wen hatte ich nun? Mein letzter verbliebener, enger Freund, war bereits vor zwei Jahren gestorben. Mit all den anderen Freunden konnte und wollte ich nicht darüber sprechen. Behutsam legte sich eine Hand auf meine Schulter. Jemand kniete sich neben mich auf den Boden. „Es tut mir so leid Remus … Wenn du jemand zum Reden brauchst, bin ich für dich da.“ Sofort hob ich meinen Blick und schaute sie ungläubig an. Da kniete sie einfach neben mir als sei nie etwas geschehen. „Mila … was .. was machst …“ „Falls du es vergessen hast, ich bin auch Mitglied im Orden und war schon die ganze Schlacht über hier … Harry hat mir gerade … Es tut mir so Leid…“ Ihre Stimme sprach aufrichtiges Mitgefühl aus und ich schloss sie fest in meine Arme, um erneut zu weinen. Beruhigend streifte sie mir übers Haar und hielt mich fest. Tonks hatte stets gesagt, Mila wäre die einzige Frau auf die sie aufpassen musste. Seit dem Abschlussabend hatten wir uns nicht mehr gesehen und auch nicht mehr geschrieben. Es brach mir damals das Herz, dass sie einfach gegangen war. Damals war ich in sie verliebt, bis ich Tonks traf war ich fest davon überzeugt, dass ich niemals wirklich glücklich wäre. Sie fehlte mir all die Jahre, auch als Tonks da war. Etwas fehlte immer. Tatsächlich liebte ich Tonks von ganzem Herzen, aber ich liebte auch Mila. Mila glaubte ich damals verloren zu haben und Tonks hatte ich heute verloren. Welche Ironie, mich ausgerechnet nun in Milas Armen zu finden. „Sht … Du musst dich beruhigen Remus … Soll ich dir etwas zu trinken holen?“ Langsam versuchte ich die Tränen zu stoppen und mich zu beruhigen. Ich löste mich, nickte Stumm und starrte meine verblichene Frau an. Mila erhob sich und ging davon. „Prof.- Lupin? Ich soll ihnen … etwas übergeben … für den Fall, dass …“ Mein Blick wanderte zu Harry, er sah völlig abgekämpft aus. Ich kämpfte mir ein kleines Lächeln ab und nahm den Briefumschlag entgegen. „Danke Harry.“ Er nickte und ging dann zu den Weasleys um sich um Ginny zu kümmern. Langsam senkte ich den Blick auf den Umschlag. In ihrer schönsten Schrift prangte dort ‚Für meinen Lieben‘. Wir hatten beschlossen uns Briefe zu schreiben, falls einer von uns oder wir beide es nicht schaffen würde. Auch ein Brief für Ted wäre darin, dass wusste ich bereits jetzt. Im Moment brachte ich es nicht über mich den Brief zu lesen und steckte ihn in meine Innentasche, direkt bei meinem Herzen. Später, wenn ich es verkraften konnte, würde ich ihn öffnen. -Zeitsprung vier Wochen- „Aufstehen Remus. Da will dir jemand guten Morgen sagen.“ Blinzelnd öffnete ich meine Augen und schaute zuerst zu Mila und dann zu Ted. Er strampelte etwas mit seinen Beinchen und Ärmchen und hatte dabei den Mund zu einem lautlosen Lachen verzogen. Lächelnd setzte ich mich auf. „Was für ein Tag ist heute?“ „Samstag. Keine Sorge. Nur noch zwei Wochen und die Schule fängt an.“ „Es ist wirklich okay für dich, wenn ich dich mit Ted alleine lasse? So oft wie möglich komm ich vorbei!“ Sie lächelte und nickte. „Natürlich. Ich hab doch gesagt ich bin für euch da, solange wie ihr mich braucht. Es wäre ziemlich dumm von dir die Stelle als Lehrer in Hogwarts nicht anzutreten. Das ist ne große Chance.“ Sie übergab mir vorsichtig den kleinen Ted und ich wiegte ihn lächelnd in meinen Armen. Ich war noch ziemlich fertig, da gestern wieder Vollmond war. „Ohne dich … und dein Buch hätte ich diese Chance vermutlich eh nie bekommen.“ Seit sie ihr Buch mit dem Titel ‚Werwölfe-Der Mann unter dem Fell‘ veröffentlich hatte, gab es für Werwölfe mehr Chancen. Die Vorurteile waren geklärt worden und langsam aber sicher räumte man uns einen Platz in der Gesellschaft ein. Ihr Buch war nach Voldemorts Sturz ein Bestseller geworden und sogar ein Lehrbuch auf vielen Schulen geworden. Momentan arbeitete sie an einem Amulett, dass es möglich machen sollte die Verwandlung einzugrenzen, sodass es möglich wäre weiterhin zu handeln und denken wie eine normale Person. Wenn sie das schaffen würde, würde es einiges erleichtern und verändern. „Ach Quatsch! Und jetzt hoch mit dir. Ich muss gleich los Neville holen. Wir gehen seine Eltern besuchen.“ Langsam stand ich mit Ted im Arm auf. „Ich will mit.“ Verblüfft hielt sie inne, als sie gerade einen neuen Strampler für Ted rausholte.“ „Wie bitte?“ Nun richtete ich meinen Blick auf sie. „Ich möchte gerne mit.“ Natürlich wusste ich, dass es für sie nicht leicht war ihren Bruder immer wieder in diesem Zustand zu sehen. Es musste für sie schwer zu sein immer zu lächeln um ihrem Neffen und ihrer Mutter Kraft zu schenken und dabei selbst nicht zu zerbrechen. Da sie die letzten Wochen unaufhörlich für Ted und mich da war, wollte ich nun für sie da sein. „Nun … bist du dir sicher? Und Teddy?“ Ihr Blick wanderte zu dem kleinen Baby, dass nun an seiner Faust nuckelte und mit aufgeweckten Augen eine Fliege an der Decke beobachtete. „Der kommt natürlich mit.“ Anfangs schien ihr die Idee nicht zu gefallen aber letztendlich hatte ich es geschafft sie zu überreden und wir fuhren in ihrem Auto los. Zuerst holten wir Neville und Luna ab, danach ihre Mutter, die sich hinten auf dem Sitz neben Luna Platz verschafft hatte. Als wir vor dem St. Mungo anhielten atmete ich kurz durch. Zusammen stiegen wir alle aus. -Deine Sicht- „Frank und Alice Longbottom“ „Sie sind auf ihrem Zimmer. Gehen sie ruhig durch.“ Sie lächelte freundlich, was ich ebenso freundlich erwiderte. Den anderen gab ich das kurze Kopf nicken, dass ein Zeichen für die ‚Stürmung‘ war, wie ich es liebevoll nannte. Zuerst wartete ich draußen auf dem Gang, zusammen mit Remus, Teddy und meiner Mutter. Seit diese Sache mit Frank geschehen war und ich mich kaum noch zu Hause blicken ließ, trug sie den Pelzmantel und die rote Tasche sogar im Sommer. Es sah wirklich schrecklich aus und manchmal fragte ich mich wieso wir ihr ausgerechnet das zu ihren Geburtstagen geschenkt hatten. Neville wollte diesmal alleine mit seinen Eltern sprechen und ihnen Luna vorstellen. Natürlich wussten sie nicht, dass er ihr Sohn war aber er wusste zumindest dass es seine Eltern waren. „Sie sind also Remus Lupin, richtig?“ Sie musterte Remus etwas, als hätte er ihr etwas gestohlen, als er ruhig nickte, widmete sie sich dem kleinen Teddy. „Bezaubernder Junge. Die Haare hat er von ihnen und die Augen ebenfalls.“ Momentan war Remus nicht allzu gut auf solche Vergleiche anzusprechen, auch weil er immer noch Angst hatte, das sich doch noch herausstellte, dass Teddy zu den 50% der Kinder gehörte die ebenfalls Werwolf wurden. Ich hatte ihm bestimmt schon tausendmal mitteilen müssen, dass es dann schon längst Anzeichen gegeben hätte. „Vielen Dank Mrs. Longbottom. Ich hoffe ... dass er nach seiner Mutter kommt.“ „Ach, er hätte sicherlich auch keine schlechten Karten wenn er nach seinem Vater kommt. Sie müssen stark für den Kleinen sein. Also machen sie sich nicht zu viele Gedanken Mr. Lupin! Das Leben geht für die Lebenden immer weiter!“ Verwundert sah ich meine Mutter an, ehe ich etwas sagen konnte, ging die Türe auf und sie ging in das Zimmer. Neville kam mit Luna im Arm heraus. In seiner Hand hatte er einige leere Bonbon Papiere, wie nach jedem Besuch. Er lächelte und steckte sie sich in die Jackentasche. „Luna und ich laufen nach Hause.“ „Ja, wir wollten schauen ob wir einige Nageln finden!“ Verträumt lächelnd ging sie neben Neville hinaus. Ich mochte dieses Mädchen wirklich. Sie lebte in ihrer ganz eigenen Welt und das tat auch Neville gut. Remus schaute nachdenklich auf Teddy hinunter. „Wenn es dich getroffen hat was meine Mutter gesagt hat, dann …“ „Nein. Es war gut, dass sie das gesagt hat. Sie hat ja Recht. Das Leben geht weiter und ich bin mir sicher, dass Tonks auch für Teddy weiter gemacht hätte. Außerdem hast du ja bereits gesagt, dass es unwahrscheinlich ist … dass er ein Werwolf ist.“ Lächelnd nickte ich. Als wir nach unserem Besuch wieder bei mir zu Hause in der Wohnung waren, die nun auch für Remus und Teddy ein Zu Hause war, seufzte ich müde und ließ mich aufs Sofa fallen. Frank und Alice hatten sich viel mit Teddy beschäftigt und er freute sich wohl darüber. Remus und ich unterhielten uns sogar etwas mit ihnen, wobei wir es tatsächlich schafften ein Thema länger als 10 Minuten aufrecht zu erhalten. Nachdem Remus seinen Sohn schlafen gelegt hatte, setzte er sich neben mich. „Lief doch ganz gut oder?“ „Ja aber es ist trotzdem anstrengend ein Thema zu finden bei dem sie nicht einfach wie wild kichern oder irgendwas Unverständliches reden.“ Lächelnd zog er einen abgegriffenen Brief aus seiner Innentasche. Als er ihn mir reichte, schaute ich ihn fragend an, doch er er schüttelte nur leicht den Kopf. „Les einfach.“ Vorsichtig klappte ich den Brief aus und begann die feine Handschrift zu lesen. ‚Liebster Remus, jetzt wo ich hier sitze und überlege was ich dir so schreiben kann, find ich die Idee doch nicht mehr so toll. Sollte ich sterben, hoffe ich inständig dass zumindest du unserem kleinen Teddy erhalten bleibst. Als du an jenem Abend wieder vor unserer Türe standst und dich dafür entschuldigt hast einfach geflohen zu sein, war ich überglücklich dich endlich wieder bei mir zu wissen. Du hast dir so viele Gedanken darüber gemacht wie schwer es doch sein würde mit Teddy, dass du ihm nichts bieten könntest und so weiter! Ich hoffe du siehst irgendwann von selbst ein, dass es völliger Unsinn ist. Selbst wenn er ein Werwolf sein sollte, weißt du wenigstens wie es ihm ergeht und kannst ihm helfen. Ich zweifle keinen Moment daran, dass du ein großartiger Vater für unseren Sohn sein wirst. Was ich nun schreibe, fällt mir nicht gerade leicht und ich hoffe du nimmst es deshalb ernst. Ich liebe dich wie verrückt mein Remus. Und ich weiß, dass auch du mich liebst. Doch wir beide wissen auch, dass es noch jemand anderen in deinem Leben gibt. Gib dem Leben eine Chance, unserem Sohn und der Liebe. Lass dich nicht wieder von all den Zweifeln verunsichern sondern tu das was sich richtig anfühlt. Du solltest wissen, dass ich mich mit dir freue und es gut heiße wenn du wieder Liebe in deinem Leben zulässt. Wenn du immer noch so empfindest wie damals, dann lass es sie wissen! Zeige es und lebe weiter, nicht alleine sondern mit mir im Herzen und mit unserem Sohn und ihr an deiner Seite. Was auch immer du tun wirst, du solltest wissen, dass ich hinter deinen Entscheidungen stehe. Lebe Remus. Lebe für mich mit und lebe für Teddy. In Liebe Deine Tonks‘ Als würde ich erst langsam begreifen was ich gerade gelesen hatte ließ ich den Brief in meinen Händen sinken. Tränen füllten meine Augen und er nahm mich in seine Arme. Vorsichtig faltete ich den Brief wieder zusammen und legte ihn auf einen kleinen Beistelltisch, den ich im Sitzen erreichen konnte. Ich schaute zu ihm. Er war mir so nahe wie seit Ewigkeiten nicht mehr. „Ich liebe dich Mila. Schon seit damals. Ich habe dich die ganze Zeit geliebt aber auch Tonks wird für immer in meinem Herzen bleiben, denn sie habe ich auch geliebt. Ich weiß, die Situation mit Teddy und … auch mit mir ist nicht leicht … aber …“ „Psht. Ich liebe dich auch Remus. Und jetzt sei einfach ruhig.“ Leicht lächelnd küssten wir uns. Es war ein zärtlicher und liebevoller Kuss. Alles war richtig so wie es war, das wusste ich spätestens jetzt. -Zeitsprung 11 Jahre und 2 Wochen später- „Schau mal! Hey James!“ Aufgeregt zog Teddy uns an den Händen hinter sich her am Gleis entlang, ehe er unsere Hände los ließ, sich kurz zu uns umdrehte und breit grinste. „Ich will nicht, dass alle sehn wer meine Eltern sind. Es ist peinlich wenn sie wissen das Daddy unser Lehrer ist…“ Er nuschelte schon fast. Ich grinste und stieß Remus spielerisch in die Seite. „Hörst du? Wir sind uncool.“ Remus lachte und streifte durch das dichte Haar seines Sohnes, welches sich sogleich dunkler färbte. „Dann pass auf dich auf. Ich werd ein Auge auf dich haben.“ Grinsend rannte er mit seinem Gepäckwagen zu James. Ich seufzte kurz als Remus mich in seine Arme nahm und ich mich an seine Brust lehnte. „Was ist denn?“ „Ach … die Jungs werden sicherlich zu so einer ätzenden ‚Boyband‘ wie du und deine Freunde damals.“ Er lachte kurz und ich stieg mit ein in sein Lachen.

29.28 % der User hatten die Auswertung: Dein Name: Silvana Golderwick Dein Aussehen: hüftlange schwarze glatte Haare, tiefblaue Augen, sportliche Figur mit weiblichen Rundungen, volle Lippen und etwas blassere Haut Dein Charakter: aufgedreht, fröhlich und lebensfroh -Prolog- „Es wird sicher bezaubernd! Du findest viele neue Freunde.“ Nervös tippelte das kleine Mädchen auf einer Stelle. „Dein Vater wird sich wundern! Mein kleines Mädchen macht eine Muggelsportart!“ Die elegant gekleidete Frau kicherte wie ein kleines Mädchen und zupfte die Haare ihrer Tochter zu Recht, ehe sie ihre Hand nahm und mit ihr zusammen in die Turnhalle lief. Ein muskulöser Mann empfing sie freudig. „So das ist also Silvana?“ „Ja! Sie freut sich schon sooo sehr. Ist es normal, dass fast keine … Mädchen hier sind?“ Das Mädchen sah sich verwundert um und blickte in die Gesichter von nahezu zwanzig Jungen in ihrem Alter. Sie war das Einzige Mädchen. „Leider ist Karate nicht gerade der Trendsport von Mädchen aber wenn sie sich anstrengt kommt sie sicher gut mit.“ Mit ihrer rosa Strumpfhose, der kleinen Sporthose und dem quietsch gelben T-Shirt hätte sie vermutlich besser in einen Bastelkurs gepasst. Ihre Augen funkelten dunkel blau vor Freude und sie grinste ihre Mutter an. Das war mit Sicherheit das Beste was ihre Mutter je getan hatte um ihren Vater zu ärgern. -Zeitsprung 1. Schuljahr- Stolz trug sie ihren Umhang. Sie war komplett in schwarz gekleidet, abgesehen von der weißen Bluse. Sie stand neben ihrer besten Freundin, die sie bereits seit mittlerweile vier Jahren kannte. „Silvana Golderwick.“ Als ihr Name aufgerufen wurde, lächelte sie und ging zielstrebig nach vorne um sich zu setzen. Man setzte ihr den viel zu großen Hut auf und er verdeckte ihre Augen. Ihre Haare waren momentan noch Schulterlang aber sie wollte sie wesentlich länger haben. „Hm, hm … ein Taffes Mädchen wie ich sehe, hm? Etwas rebellisch, liegt wohl an deiner Mutter … Du würdest in so ziemlich jedes Haus passen aber ich glaube am besten passt du zu … GRYFFINDOR!“ Lautes jubeln war von dem völlig roten Tisch zu hören. Einige standen sogar freudig auf. Breit grinsend ging ich auf den Tisch zu, hin und wieder ein wenig hüpfend. Zwei Jungs machten Platz zwischen sich und dankend setzte ich mich. „Hey Schönheit! Willkommen in Gryffindor.“ Ich grinste kurz etwas und lächelte dann zuckersüß. „Danke … entschuldige ich hab wohl deinen Namen nicht ganz verstanden?“ Er hielt mir die Hand hin und grinste. „Sirius, Sirius Black. Erfreuuuu! AH!“ Ich hatte seine Hand genommen und ziemlich fest zugedrückt. Er versuchte vergebens seine Hand zurück zu bekommen, bis ich los ließ. „Verdammt! Wofür war das denn?“ „Ich hasse es wenn man mich süße nennt. Also gewöhns dir lieber direkt ab.“ Ich grinste leicht, bis auch er grinste und dann zusammen mit seinen Freunden begann zu lachen. Sie stellten sich der Reihe nach als James Potter, Peter Pettigrew und Remus Lupin vor. Stolz nannten sie mir auch ihre ‚ganz selbst ausgedachten(!)‘ Namen. Als Wurmschwanz als letzter seinen Namen nannte musste ich unweigerlich lachen. Beleidigt aber etwas eingeschüchtert schaute er auf den Tisch. „Wurmschwanz? Also die anderen Namen waren ja schon … echt am Limit aber ... Wurmschwanz ist wirklich zu gut. Ich nenn euch trotzdem bei euren Vornamen.“ Grinsend begann ich zu essen. Meine Freundin war leider nach Ravenclaw gekommen. Also musste ich mir hier wohl neue Freunde suchen. Die ersten schien ich ja gefunden zu haben, auch wenn sie eine Stufe über mir waren. Ich fand die Jungs klasse. Die ersten Wochen schienen wie im Flug zu vergehen. Wenn ich nicht gerade Unterricht hatte, Hausaufgaben machen musste oder meine Karateübungen auf den Ländereien trainierte, verbrachte ich nahezu jede freie Minute mit den Jungs. Sie zeigten mir entdeckte Gänge und hin und wieder entdeckte auch ich ein Geheimnis. Schnell hatte ich raus was die Jungs so mochten. James mochte Lily, weil Severus sie aber auch mochte, mochte James Severus nicht. Sirius mochte generell so ziemlich was als weiblich zu bezeichnen war, als bester Freund von James, mochte er Severus auch nicht. Remus mochte Schokolade, auch er mochte aus Solidarität, Severus nicht. Peter mochte James, genau deswegen mochte auch er Severus nicht und ich denke er konnte auch Sirius nicht wirklich leiden. Am schlimmsten war es mit Sirius alleine unterwegs zu sein, dann bekam ich so unglaublich viele eifersüchtige Blicke, dass es mich irgendwann anfing zu nerven. Mit James war ich nicht gerne alleine unterwegs weil seine Gesprächsthemen fast immer nur von Lily und Quidditch handelten. Remus war mir schlichtweg zu ruhig um alleine mit ihm allzu viel Zeit zu verbringen. Mit Peter vermied ich es auch nur wenige Minuten alleine zu sein, irgendwas an ihm gefiel mir mal so gar nicht. Es hatte nur wenige Wochen gedauert um mich einzuleben und mir ein Bild von den Meisten Schülern zu machen, ganz besonders von den Jungs. Da ich aber, wie bereits erwähnt, mit keinem von ihnen gerne lange alleine war, liefen wir meist als Gruppe herum. Wenn jeder der Jungs sich aufteilte und mit was anderem beschäftigte, verbrachte ich meine Zeit damit meiner besten Freundin auf die Nerven zu gehen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich viel zu aufgedreht und quirlig für diese Schule war. Während die meisten Schüler ruhig waren und hin und wieder dumme Streiche spielten, machte ich überall Lärm und brachte Unruhe rein. Heute war einer der wenigen Tage an denen ich mit Sirius alleine war. Während er angestrengt versuchte weiter zu kommen in der Animagus Verwandlung, turnte ich auf einem Baum neben ihm herum. Ich hackte meine Beine am Ast ein und ließ mich nach hinten Fallen, um am Ast kopfüber zu schaukeln. Belustigt musterte er mich. „Du bist echt das seltsamste Mädchen das ich kenne Silva.“ „Und du der seltsamste Junge den ich kenne. Und ich kenn leider echt genug Jungs.“ Ich grinste, was für ihn wohl komisch aussehen musste. Auch er grinste und deutete eine galante Verneigung an. „Ich fühle mich geehrt.“ Ich lachte kurz und er kam auf mich zu, kletterte den Baum hoch und hing sich neben mich. Kopfüber betrachteten wir die Ländereien vor uns. „Ist es nicht schrecklich anstrengend dauernd so viele Mädchen um sich zu haben?“ „Manchmal schon. Trotzdem gibt es nichts Besseres als ein Mädchen zu küssen und die ganzen Blicke sind auch nicht ohne.“ „Bist du deswegen so ein … ‚Draufgänger‘?“ Nun lachte er. „Nein. Ich bin so weil ich mich so wohl fühl, dass es den Mädchen gefällt dafür kann ich ja nichts. Du kannst ja auch nichts dafür, dass dir die ganzen Jungs nachgucken.“ Er grinste, was ich nur erwidern konnte. „Sirius?“ „Ja?“ „Gibt es einen Grund wieso du dich gegen die Ansichtsweisen deiner Familie wehrst? Ich meine … dass du dich gegen deine Familie auflehnst wenn es um das Thema Muggel, Reinblüter und so geht ..?“ Das grinsen wich aus seinem Gesicht, er beugte sich hoch, um sich am Ast zu halten und sprang auf den Boden. Ich nutzt die Zeit die er brauchte um mich auf den Ast zu setzen. Er war nicht hoch über dem Boden aber ich hatte Hohenangst und das bisschen reichte schon. Seine Hände legten auf meine Taille und ich legte die meinen auf seine Schulter. Ohne Mühe hob er mich vom Ast und ließ mich auf dem Boden runter. Er setzte sich im Schneidersitz ins Gras, woraufhin ich mich hinlegte und meinen Kopf in seinem Schoß betete. Für mich gab es nichts Schöneres als so mit ihm Zeit zu verbringen. Musternd schaute ich in sein Gesicht, welches leicht lächelnd auf mich herab blickte. „Du hast echt wunderschöne Augen und das Gesicht einer Puppe. Hat dir das schon Mal einer gesagt?“ Ich seufzte gespielt und grinste dann, während er mir eine Strähne aus dem Gesicht strich. „Danke aber weich nicht aus.“ Er seufzte, lehnte sich zurück und stützte sich hinter seinem Rücken mit den Händen im Gras ab. „Ich finde die Ansichtsweisen einfach scheiße. Das ist so altmodisch. Ob ich Reinblütig bin oder nicht hat doch überhaupt nichts zu bedeuten. Es gibt Zauberer und Hexen die nicht Reinblütig sind und viel besser als ich zum Beispiel. Ich richte doch nicht mein ganzes Leben nach dem Blutsstatus aus. Und schwarze Magie. Pf!“ Ich musterte sein Gesicht. Zum ersten Mal seit ich ihn kannte sah er wirklich wütend aus. „Ich finde es gut, dass du dich nicht einfach in das Raster drücken lässt.“ „Danke. Ich auch. Wir leben nur einmal, da sollten wir genau das tun was WIR wollen und nicht was andere von uns wollen.“ Ich lächelte. „Wusste gar nicht, dass du so poetisch sein kannst.“ Er lachte kurz und grinste mich dann an. „Du weißt vieles nicht Sila.“ „Sila?“ „Ja. Gefällt mir besser als Silva. Nur ich darf dich Sila nennen, klar?“ Ein kurzes Lachen drang durch meine Lippen. „Alles klar. Bleibt dann wohl unser kleines Geheimnis.“ Wir grinsten uns an, dann ließ auch er sich ins Gras fallen und wir dösten eine Weile. -Zeitsprung Ende des ersten Schuljahres- „Na kommt schon!“ Abgehetzt rannten die Jungs und ich durch die Gänge. Krone uns allen voraus, gefolgt von Tatze. Mittlerweile hatte ich mich tatsächlich mit ihren Spitznamen abgefunden, was sich so alles in einem Schuljahr ändern konnte! Ich verbrachte mittlerweile auch trotz all der Blicke gerne Zeit alleine mit Sirius. Er war mein bester Freund geworden und ich hatte mich leider total in ihn verliebt. Anders als die Mädchen auf der Schule bildete ich mir allerdings nicht ein, ‚die Eine‘ zu sein die ihn ‚bändigen‘ konnte. Er wusste nichts davon und das war gut so. Wir stellten so viel Blödsinn zusammen an, dass er mich wohl schon als Junge sah, genauso wie die andren aus der Gruppe. Moony und Schwänzchen –Wie ich ihn ganz besonders liebenswürdig nannte- rannten hinter mir her. Der Schulleiter wollte, dass ich in die Eingangshalle kam, natürlich begleiteten meine Freunde mich. Als wir schwer atmend dort ankamen, erblickte ich meine Eltern. Sie lächelten mich fröhlich an und meine Mutter schloss mich in eine innige Umarmung. Verwundert erwiderte ich diese. „Was macht ihr denn hier?“ „Wir haben wunderbare Neuigkeiten! Dein Vater hat eine neue Stelle bekommen in Rumänien! Wir sind hier um dich direkt abzuholen. Es ist eine Überraschung! Du wirst dort auf die beste Schule gehen, Durmstrang.“ Mir fiel geradewegs die Kinnlade runter. Jetzt hatten sie es echt übertrieben. Meine Eltern stachen sich schon immer mit ‚Überraschungen‘ gegenseitig aus, um dem jeweils andern so gut wie möglich einen Stein in den Weg zu legen und zu ärgern. Öftersmal zogen sie mich da auch mit rein aber das war zu viel. „Ich will aber nicht! Das ist to-„ „Keine Wiederrede! Verabschiede dich.“ Mein Vater war streng, sehr streng. Wenn ihm etwas nicht so recht passte konnte er auch handgreiflich oder eher ... zauberstabgreiflich werden. Niedergeschlagen und mit Tränen in den Augen umarmte ich jeden meiner Freunde kurz fest. Sie schienen das Ganze noch gar nicht richtig verstanden zu haben. „Wir schreiben dir! Und wehe du schreibst nicht zurück!“ Eine Träne löste sich und rollte über meine Wange. Sirius wischte sie eilig weg, ehe die anderen es sehen konnten, die nun auf meine Eltern einredeten. Ich nickte schweigend und er legte eine Hand an mein Kinn, damit ich ihm in die Augen sehen musste. Diese wunderbaren grauen Augen! „Sobald ich ne andre Möglichkeit hab als ein Besen, hol ich dich von daheim! Halt den Kopf oben Sila. Du bist echt zu taff um zu weinen. Wenn du irgendwann wieder kommst werden wir alle hier auf dich warten.“ „Danke Sirius.“ Er nahm mich fest in die Arme und ich erwiderte dies. Er hielt mich solange, bis meine Augen langsam wieder normal aussahen nach dem weinen und meine Eltern mich vorsichtig antippten. „Komm Liebling.“ Mühsam lösten Sirius und ich uns und ich nahm die Hand meiner Mutter. Als wir durch die Tore nach draußen gingen sah ich noch ein letztes Mal zurück. Da standen sie. Peter, neben James, dann Sirius und neben ihm Remus. Ich vermisste sie jetzt schon. -Zeitsprung Anfang des 5. Schuljahres, seine Sicht- Die ersten beiden Wochen waren zum Glück schon vorbei. Vor zwei Tagen hatte ich Sila den letzten Brief geschrieben. Da ich jetzt ein Motorrad hatte und nicht mehr daheim wohnte, würde ich sie in den nächsten Ferien abholen, das war sicher. Versprechen hielt man schließlich. Meine neue Freundin schmiegte sich ziemlich lästig von der Seite aus an mich. „Sirius?“ „Hm?“ James und die anderen unterhielten sich angeregt über das erste Quidditchspiel dieses Jahres aber ich war einfach noch zu müde und Lycinda begann bereits jetzt mich zu nerven. Sie war das ‚hübscheste‘ Mädchen der Schule aber dafür auch das nervigste. „Gehen wir dieses Wochenende zusammen nach Hogsmead? Wir könnten einen romantischen Spaziergang machen! Nur du und ich!“ Ich pustete eine Strähne meines Haares aus dem Gesicht. „Tut mir Leid aber die Jungs und ich wollten schon ins Drei Besen. Du kannst gerne mit. Ach … du kannst ja Lily mitnehmen, dann bist du nicht das einzige Mädchen bei uns.“ Sie seufzte und löste ihren Griff um meinen Arm etwas. „Okay. Mehr kann ich wohl nicht erwarten. Sehen wir uns nach eurem Quidditchtraining?“ „Meinetwegen“ „Super! Ich hol dich dann direkt dort ab!“ Schwungvoll sprang sie von der Bank und eilte davon. Erleichtert atmete ich aus. „Na Tatze? Schon Stress? Seit dem vierten Schuljahr hast du ziemlich nachgelassen! Und das obwohl du dort endlich deine Ju-„ „Halt die Klappe Krone!“ Genervt stand ich auf. Irgendwie mochte ich dieses Schuljahr schon jetzt nicht. Die Jungs standen ebenfalls auf und wir machten uns auf den Weg zum Quidditchfeld. Auf dem Weg dorthin besserte sich meine Laune durch die dummen Sprüche meiner Freunde. James und ich zogen uns in den Umkleiden mit den Anderen zusammen um, während Peter und Remus wie immer von den Tribünen aus zusehen würden. Lachend kamen wir alle zusammen raus und dann verschlug es mir die Sprache, den Anderen schien es nicht anders zu ergehen. Beine bis zum Himmel, in Overknee Strümpfen, mit einem karierten schwarz-roten Mini Rock, der gerade mal bis zur Hälfte des Oberschenkels reichte, einem engen Tang Top und hüftlangen schwarzen Haaren, so stand dieser Traum von Mädchen da. Der Wind wehte ihre Haare und den Rock ein wenig im Wind, sie schien zu warten. Ganz eindeutig mein Job. „Na Schönheit? Auf wen wartest du denn?“ Ich trat aus der Gruppe von Jungen hervor und als sie sich geschmeidig umdrehte fiel mir glatt die Kinnlade herunter. Ihr Gesicht sah mit der etwas blasseren Haut aus wie das einer zierlichen Puppe. Ihre Gesichtszüge waren feiner als bei jedem anderen Mädchen das ich bisher gesehen hatte. Ihre Lippen so voll und geschwungen als wären sie aufgemalt, eine zierliche Stupsnase und bei den Augen fiel der Groschen. Sie waren tief blau, wie der Nachthimmel und im Licht sah es tatsächlich aus als wären unzählige kleine weiße Fleckchen zwischen dem Blau. „Si-Silvana?“ Nun schien auch James verwirrt und trat neben mich. Wir musterten sie, als wäre gerade ein Alien direkt vor uns gelandet. Sie lächelte, so bezaubernd schön. „Na? Ich hab euch schon vermisst!“ Sie ging auf uns zu und schloss uns beide in eine Umarmung, danach umarmte sie zuerst James richtig und dann mich. Ungläubig hielt ich sie in meinen Armen. Sie duftete nach frischen Blumen. Nachdem wir uns voneinander gelöst hatten musterte ich sie und sie schien auch James und mich zu mustern. „Ihr seid wirklich erwachsen geworden. Ihr habt tatsächlich sowas wie Muskeln aufgebaut, hm?“ Sie lachte kurz etwas und grinste dann. „Wow … du … siehst wirklich gut aus …“ Sie lächelte mich an. „Danke aber ihr solltet vermutlich jetzt anfangen zu trainieren. Sonst steht ihr nur unnütz hier rum. Danach können wir reden.“ Sie hob lächelnd die Hand und ging zu Remus und Peter auf die Tribüne. „Tatze?“ „Ja?“ „Kneif mich mal.“ Wir lachten kurz und zogen die anderen dann mit aufs Feld, die ihr immer noch verträumt nachschauten. Nach dem Training berichtete sie uns von Durmstrang, davon dass es mit der Zeit immer schlimmer mit den Umwerbern wurde und ihre Mutter dann mit ihr zurück nach England zog. Sie war wesentlich ruhiger geworden aber im Grunde war sie immer noch das aufgeweckte Mädchen von damals. Wir saßen zu fünft ihm Gemeinschaftsraum, zumindest am Anfang. Nach und nach hörten immer mehr zu. Sie berichtet von lustigen Dingen die ihr in Durmstrang geschehen waren, wie die Leute dort so waren und wie sie ihre Ferien in Rumänien verbrachte. Wir lachten teilweise Tränen aber irgendetwas in ihrem Blick ließ mich immer mehr stutzen. Zwar erzählte sie mit ausschweifenden Bewegungen der Hände und lachte selbst teilweise aber ihre Augen sahen so völlig traurig aus. Sie hatte gerade geendet und war bei dem Punkt angekommen, an dem sie enden wollte. „Dann war ich hier und ihr habt mich angesehen als hätte ich irgendwas im Gesicht hängen.“ Sie grinste frech. „Man, klingt echt aufregend!“ „Und wie viele Freunde hattest du während der Zeit?“ Einer der Zuhörer grinste breit. Sie sah ihn verwundert an. „Keinen. Hätte ich einen haben sollen?“ „Na also die besten Chancen hast du ja!“ Er grinste breit und sie lächelte nur. Alleine das fand ich schon merkwürdig. Direkt morgen würde ich sie darauf ansprechen. Langsam verstreuten sich alle in ihre Schlafzimmer oder in andere Ecken des Gemeinschaftsraumes. Sie lächelte und wünschte uns eine gute Nacht bevor sie sich auf den Weg zu ihrem Zimmer machte. Den nächsten Mittag hatte ich mich abgesetzt von den Jungs und hatte Sila solange dazu bequatscht mit mir auf die Ländereien zu gehen, bis sie zustimmte. Wir setzten uns an den Baum gelehnt, wie damals so oft. Sie trug wieder einen Rock, wie die meisten Mädchen auf der Schule aber bei ihr fiel es mir deutlicher auf. Ihre blassen Beine sagten sich absolut von dem schwarz ihres Rockes los. „Ich hab dich wirklich vermisst Sirius.“ Sie seufzte und ließ den Kopf gegen meine Schulter sinken. „Ich dich auch. Hast du meinen letzten Brief gelesen?“ „Ja. Du glaubst gar nicht wie ich mich gefreut habe aber das ist vermutlich keine gute Idee…“ „Wieso?“ Verwundert schaute ich sie an. Sie rutschte weiter weg, legte sich hin und legte dabei ihren Kopf wie früher in meinen Schoß. Sie sah mich von unten her an. Ihre Haare lagen Strähnchenweise auf meiner Hose und im Gras. Ihre blauen Augen hatten immer noch diesen Ausdruck von Trauer, wirkten so verletzlich und dennoch so unendlich schön. Ich hätte mich wirklich in ihren Augen verlieren können. Sie lächelte mich an und ich erwiderte das Lächeln. „Was ist in Rumänien alles passiert? Und versuch gar nicht erst etwas zu beschönigen oder weg zu lassen.“ Sie seufzte und das lächeln verschwand. „In Rumänien war es zuerst gar nicht toll … Ich war fast das einzige Mädchen auf der Schule und je älter ich wurde desto schlimmer wurde es. Zum Glück hatte ich direkt am Anfang gute Freunde gefunden die auf mich aufpassten aber die Jungs da … die waren so aufdringlich und grob…“ „Hat dich einer angefasst!“ Sofort spürte ich Wut in mir aufkochen. Sie lächelte, sah mich an und streichelte meine Wange. „Nein. Die Lehrer haben ganz gut aufgepasst und meine Freunde natürlich.“ Sie nahm ihre Hand wieder von meiner Wange, denn ich hatte mich beruhigt. „Jede Ferien musste ich nach Hause… Meine Eltern wurden immer schlimmer, bis mein Vater irgendwann begann anders zu werden … Wenn ihm etwas nicht passte bekam ich nicht nur eine Ohrfeige. Zuerst waren es richtige Schläge, dann ging er teilweise mit dem Messer auf uns los, benutzte eine heiße Zigarette oder sonst was … und in den letzten Ferien hat er mehrmals den unverzeilichen Fluch verwendet um zu foltern … als meine Mutter das erfahren hat, ist sie mit mir zu ihrer Schwester nach England zurück.“ „Wenn ich deinen Vater noch einmal sehen sollte! Ich werde ihn…!“ Sie schaute mir tief in die Augen und lächelte. „Jetzt ist er ja weg und alles wird gut. Außerdem bin ich endlich wieder bei euch. Wir sind sogar in der gleichen Klasse! Ich hab auf Durmstrang eine übersprungen.“ Lächelnd strich ich ihr eine Strähne aus dem Haar, es war so beiläufig dass es mir fast nicht auffiel. „Wo … wo hat er dir wehgetan?“ Das lächeln wich aus ihrem hübschen Gesicht. „Da wo man es nicht sieht. Er ist ja immerhin nicht dumm …“ Jetzt dämmerte mir auch wieso ein so hübsches Mädchen wie sie noch keinen Freund gehabt hatte. Sie nahm meine Hand und führte sie an ihren Bauch, unter das Top das sie trug. Ich spürte einige Narben. Feine, die wohl bald gar nicht mehr zu spüren waren und zwei oder drei größere. Das alleine an ihrem Bauch. Bei dem Gedanken welche Schmerzen sie dabei gehabt haben musste, kochte erneut Wut in mir auf. Sie führte meine Hand wieder von ihrem Bauch weg und ich legte sie ruhig auf ihre, nachdem diese auf ihrem Bauch ruhte. Ich drückte ihre Hand kurz. „Ich lass nicht zu, dass er oder sonst wer dir noch einmal weh tut, okay? Die nächsten Ferien kommst du auf jeden Fall mit! Ich hab jetzt ne eigene Wohnung und mit dem Motorrad können wir kleine Touren fliegen.“ Sie grinste. „Du weißt doch, dass ich Höhenangst hab.“ „Ich bin doch bei dir. Da musst du keine Angst haben. Nicht Mal vor der Höhe.“ Ich grinste und sie lachte. Bei ihrem Lachen und dem strahlenden Ausdruck in ihren Augen schlug mein Herz ein wenig schneller. Endlich lachte sie wieder aufrichtig, ehrlich und so erleichtert. Schon damals war mir klar, dass ich mich in dieses kleine Mädchen verliebt hatte. Als sie aus meinem Leben gegangen war, fühlte sich nichts vergleichbar an. Die ganzen anderen Mädchen konnten ihr nicht ansatzweise das Wasser reichen und keine von ihnen machte mich so glücklich wie sie. Selbst zu Hause erschien mir alles schlimmer als es ohnehin schon war. Aber nun wo sie wieder bei mir war schien selbst mein unperfektes Leben mit einem Mal perfekt und ich wusste, dass ich sie für den Rest meines Lebens zum Lachen bringen wollte. Die nächsten Wochen vergingen geradezu im Flug mit ihr an meiner Seite. Wir wurden wieder so unzertrennlich wie früher. Schon nach der ersten Woche in der sie wieder da war hatte ich mich von meiner Freundin getrennt und seither hatte ich auch keine Zeit mehr für eine feste Freundin. Klar hatte ich hin und wieder eine, man(n) hat ja schließlich Bedürfnisse aber das waren immer nur Geschichten für eine Nacht. Die ersten Ferien waren endlich gekommen und ich stieg auf mein Motorrad. Noch etwas ängstlich folgte sie meinem Beispiel und stieg hinter mich. „Bis dann ihr zwei und treibts nicht zu bunt! Wir kommen euch mal besuchen!“ Freudig winkten uns die drei anderen Jungs zu, als ich lässig meine Hand hob und spürte wie sie ihre Arme fest um mich schlang. Mit einem lauten rattern startete der Motor und ich gab Gas. Es dauerte keine Minute bis wir hoch in der Luft waren. Sie klammerte sich regelrecht an mir fest und ich wusste schon jetzt, dass ich jede Sekunde dieser Ferien genießen würde. -Zeitsprung Harrys 4. Schuljahr- Ruhig saß ich auf dem Stuhl, der viel zu groß für mich war. Die Ministeriumsangestellten saßen auf ihrem Podium vor mir verteilt und der strenge Minister hatte seinen Blick auf mich gerichtet. Man beschuldigte Sirius damals: Lily und James Potter verraten, sowie Peter Pettigrew getötet zu haben. Solch einen Schwachsinn hatte ich selten gehört, also kämpfte ich seit seiner Verurteilung damals um Neuaufnahme. Seit einer Stunde nahmen sie mich bereits in die Mangel und ich hatte etliche Fragen beantworten müssen. „Also geben sie an zum besagten Zeitpunkt zusammen mit Mr. Black in einem Lokal genannt das Belladonna gewesen zu sein und für diesen Aufenthalt Belege, Kamerabeweise und Augenzeugen zu haben?“ „Ja.“ Endlich schienen sie verstanden zu haben. Ich hatte den Beleg für das Essen, die Augenzeugenberichte, tatsächlich durch Ministeriumsangestellte aufgenommen, und hatte mir das Tape der Überwachungskamera von gegenüber gemopst. Auf dem Tape konnte man eindeutig erkennen, wie wir im Belladonna saßen und zu Abend aßen. Genau dann wenn er Peter getötet haben sollte und Lily und James verraten haben sollte. Alleine damit enttarnte ich bereits etliche Aussagen von ‚Zeugen‘ als Lüge, ganz zu schweigen davon, dass sich viele der damaligen Zeugen als Todesser enttarnten. Der Minister ließ noch einmals seinen Blick über die Akten schweifen. Dann räusperte er sich vernehmlich. „Auf Grund der mir vorliegenden Beweismittel, Zeugenaussagen und der Tatsache, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Mr. Black ein Gefolgsmann von … IHM ist oder jemals war …“ Er stockte kurz und sah dabei zu Sirius. „Kann er für die ihm damals vorgeworfenen Taten nicht als schuldig erachtet werden. Mr. Black wird auf Grund dieser Tatsachen freigesprochen vom Vorwurf des Verrates und vorsätzlichen Mordes. Zudem wird eine Entschädigungszahlung für Mr. Black ausgestellt. Das Suchverfahren bezüglich der Flucht Mr. Blacks wird als nichtig betrachtet, da die Umstände unter denen Mr. Black floh, mehr als eindeutig sind.“ Er nickte Sirius kurz zu. „Sie sind ein freier Mann Mr. Black.“ Eifrig zeichneten die Angehörigen der Presse Skizzen von Sirius. Man sah ihm die Erleichterung sichtlich an. Nach all den Jahren hatte ich es geschafft eine Wiederaufnahme zu erwirken und mehr als genug Beweise für seine Unschuld. Sofort sprang ich auf und fiel ihm um den Hals. Er drückte mich fest an sich. Die Jahre in Askaban hatten ihn gewaltig altern lassen und auch die Flucht die ihn dazu zwang nun schon seit ca. einem Jahr immer wieder von einem Ort zum anderen zu reisen hatte ihm nichts Gutes getan. Für mich war er trotzdem noch der Best aussehendste Mann der Welt. Zwar war auch ich gealtert aber außer einigen Lachfältchen ließ nichts erahnen, dass ich bereits älter als 20 war. Ich sog seinen Duft geradezu ein. In Askaban hatte ich ihn nur wenig besuchen dürfen, bei seiner Flucht danach hatte ich ihn nur einmal gesehen. An jenem Tag überredete ich ihn dazu mit mir zum Ministerium zu gehen, da sie seinen Fall neu verhandelten. Es kostete ihn einiges an Überwindung und wäre es schief gegangen, hätte er Askaban vermutlich nie wieder verlassen. „Danke Sila … Ich bin dir so viel schuldig…“ Ich lächelte fröhlich mit geschlossenen Augen und genoss schlichtweg seine Nähe. Ich spürte seinen Atem an meinem Nacken, seine warmen Arme fest auf meinem Rücken und seine Brust an der meinen. Jemand räusperte sich hinter mir. „Darf ich meinen Patenonkel auch kurz umarmen?“ Etwas verlegen lösten wir uns und ich grinste. „Er gehört ganz dir.“ Harry umarmte ihn fest und sie sprachen kurz leise miteinander. Als Sirius, Harry und ich nebeneinander den Gerichtssaal als erste verließen empfing uns ein Blitzlichtgewitter. Die Schlagzeilen der nächsten Wochen reichten von: ‚Sirius Black – das große Fehlurteil!‘ bis hin zu ‚Black, Paradebeispiel für voreingenommene Ministeriumsentscheidungen!‘. Restlos alle Tageszeiten stürzten sich auf diesen Fall. Zu meiner Verwunderung fand sich kaum mehr als das ein oder andere kleinere Blatt, das gegen Sirius war. Alle anderen stürzten sich vorwurfsvoll auf das Ministerium. Zwar hatte er den Grimmauldplatz aber ich wusste dass er sich dort nicht wohlfühlte und lud ihn dazu ein vorerst bei mir zu wohnen. Als recht erfolgreiche Aurorin konnte ich mir bereits in jüngeren Jahren ein eigenes Haus leisten. Es stand abseits von London, hatte einen großen umzäunten Garten und eine traumhafte Veranda. Natürlich hatte ich etliche Magische Barrieren errichtet um es vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen. Er bezog das Gästezimmer und ich hatte Urlaub. Ab dem neuen Schuljahr wäre ich in Hogwarts um Moody bei dem Trimagischen Turnier zur Seite zu stehen, bis dahin hatte ich frei. Ihn wieder jeden Tag um mich zu haben war anfangs viel zu schön um wahr zu sein. An einem sonnigen Tag saßen wir auf der Hollywoodschaukel der Veranda und genossen das Wetter. Wie bereits zu unserer Schulzeit fühlte ich mich bei ihm einfach wohl. Charakterlich hatte er sich überhaupt nicht verändert und das mochte ich. Behutsam legte er seinen Arm um meine Schulter und ich legte meinen Kopf an die seine. „Sila?“ „Ja?“ „Denkst du … ach doch nicht so wichtig …“ Ich seufzte kurz und rutschte runter, bis mein Kopf auf seinem Schoß lag und ich meine Beine anwinkelte um den begrenzten Platz der Schaukel zu nutzen. Wie damals sah ich ihn nun an und er musterte mein Gesicht. Ich hatte meine Hände auf meinen Bauch gelegt und die seine ruhte nun auf meiner. Vorsichtig, fast ängstlich, nahm er meine Hand in die Seine und ich ließ es zu, drückte sogar kurz leicht aufmunternd zu. „Sag schon. Was wolltest du fragen?“ Er sah mir in die Augen. Ich liebte die seinen einfach und nicht nur seine Augen, ich liebte Sirius. Das war mir bereits nach meiner Rückkehr damals aus Durmstrang klar gewesen und trotzdem hatte ich mich noch nie getraut es ihm zu sagen. „Denkst du, dass ich gut genug für Harry da sein kann?“ Liebevoll lächelte ich und streichelte seinen Handrücken. „Harry mag dich ja jetzt schon. So oft wie er dich um Rat fragt bist du sicherlich schon längst eine Art Ersatz Vater für ihn und du bist großartig. Keine Sorge.“ Wir schwiegen kurz, beide wohl in unseren ganz eigenen Gedanken vertieft. „Sirius?“ „Sila?“ Zeitgleich nannten wir den Namen des jeweils anderen. „Du zuerst.“ Er lächelte und ich lächelte ebenfalls. „Sirius … Es ist wirklich wunderschön mit dir hier zu sein … und ich hätte dir schon viel länger etwas sagen sollen … Damals als ich zurück kam von Durmstrang und du wieder an meiner Seite warst … da wurde mir klar, dass ich mich in dich verliebt hatte und … ich liebe dich immer noch. Das werde ich auch immer. Egal was passiert ich bleib an deiner Seite. Das solltest du wissen.“ Er lächelte und seine Augen funkelten etwas. Ich spürte eine Träne auf meine Nasenspitze tropfen, dann eine weitere auf meine Wange. Verwundert blinzelte ich ihn an, doch er lächelte nur und beugte sich runter zu mir. Seine Lippen legten sich auf die meinen und während wir uns küssten richtete ich mich langsam auf. Er zog mich mit seinen starken Armen auf seinen Schoss und zog mich eng an sich. Genießend schmiegte ich mich an ihn bis wir uns langsam lösten. „Ich liebe dich auch Sila. Schon seit damals.“ Lächelnd strich er mir eine Strähne aus dem Haar. So glücklich wie heute war ich noch nie. Mit ihm an meiner Seite würde alles gut werden. -Zeitsprung Schlacht im Ministerium- „Bitte … ich brauch … dich jetzt auch!“ Erneut drückte ich fest seine Hand und er sah entschuldigend zu Remus, welcher aufmunternd lächelte. „Okay, dann gehen wir. Ihr schafft das schon und schon Mal meine Glückwünsche!“ „Danke.“ Er lächelte und als Remus apparierte, kümmerte er sich wieder ganz um mich. Die nächste Wehe kam bereits und ich schwitzte. Fürsorglich wischte er mit einem nassen Tuch den Schweiߑ von meiner Stirn. Wir lächelten uns an und er gab mir einen Kuss auf die Haare. „Danke, dass du bei mir bleibst.“ „Ich kann dich doch jetzt nicht alleine lassen. Remus und die Anderen werden sich schon um Harry kümmern. Ich vertraue ihnen.“ Die Wehen kamen nun in kurzen Abständen und irgendwann zwischen Schmerzen und Verzweiflung, war ein Schrei zu hören. Zuerst ein leiser Schrei, dann weitere energische Schreie. Erschöpft lehnte ich mich zurück. Man kümmerte sich um das Baby und um mich. Müde schloss ich die Augen und spürte wie Sirius meinen Handrücken streichelte. „Gratuliere Schatz. Du bist jetzt nicht nur Mrs. Black sondern auch noch Mummy. Fühlst du dich jetzt endlich alt?“ Ich grinste und öffnete meine Augen wieder. Ich war wohl eingedöst denn er hielt unseren kleinen Jungen auf seinen Armen. Er sah so glücklich aus. „Ja. Mit so einem schrecklich alten Mann, auf jeden Fall.“ Wir grinsten uns kurz an wobei ich mich aufsetzte und dann zum ersten Mal unseren Jungen auf den Armen hielt. „Er hat deine Augen Schatz.“ „Aber deinen Teint.“ „Na zum Glück! Sonst würde er ja aussehen wie ein Püppchen! Er wird mal ein großer Mann. Ganz wie der Daddy.“ Ich lachte kurz und er grinste verschmitzt. Glücklich hielt ich ihn auf meinen Armen, während Sirius über seinen Kopf stich. Jetzt waren wir endlich eine kleine vollständige Familie. Glücklich lächelte ich und genoss die Dreisamkeit. -Zeitsprung die Schlacht, Seine Sicht- Nach langen Diskussionen konnte ich sie davon überzeugen bei unserem Sohn zu Hause zu bleiben. Er war zwar schon zwei Jahre alt aber er brauchte immer noch seine Eltern. Es reichte, wenn ich mich in Gefahr brachte. Remus, Tonks und ich kämpften Seite an Seite und erwischten einige Todesser. „Sirius! Wir brauchen deine Hilfe!“ Mein Blick huschte kurz zu meinen beiden Freunden, die zustimmend nickten, ehe ich Neville folgte. Es klemmte an allen Ecken und nicht zum ersten Mal wurde ich gerufen um auszuhelfen. Zusammen mit Neville bahnten wir uns den Weg frei und erreichten eine kleine Gruppe von Schülern, welche eisern die Stellung hielten. Die Todesser schienen sich geradewegs auf sie zu stürzen. Ein mir bekanntes Lachen schrillte durch die Luft und ein Fluch kam auf mich zu geschossen. In letzter Minute konnte ich den Fluch parieren und lenkte ihn auf eine Wand in der Nähe. Wir begannen uns zu duellieren, als ein weiterer Todesser einen Fluch auf mich schoss. Ich würde es nicht schaffen beide gleichzeitig zu parieren. In diesem Moment rechnete ich fest damit meine Augen gleich für immer zu schließen. Der Fluch des zweiten Todessers wurde auf Bellatrix umgelenkt und traf sie. Völlig ungalant flog sie schlichtweg um, eine Ganzkörperklammer. Bellatrix wurde weggebracht und Voldemorts Stimme verkündete eine Pause in welcher sich Harry stellen sollte. Verwundert blickte ich in das immer noch sehr jugendliche Gesicht meiner Frau. „Sila? Was machst du hier!“ Sie grinste mich an. Dieses unverschämt niedliche grinsen. „Nette Begrüßung Liebling. Der Kleine ist bei meiner Mutter. Denkst du etwa ich lass dich hier so ganz alleine?“ Lächelnd schloss ich sie in eine innige Umarmung, welche von einem ebenso innigen Kuss gekrönt wurde. Behutsam streichelte ich ihr über den Rücken, während ich ihre Wärme an meiner Brust genoss. „Nutzen wir die Pause und suchen die Anderen.“ Sie nickte und ich nahm ihre Hand in die Meine. Ihren beschmutzten Wangen und kleineren Abschürfungen nach zu urteilen hatte sie bereits etwas länger mit gekämpft. Zielstrebig gingen wir auf die große Halle zu, welche zu einer großen Krankenstation umfunktioniert wurde und zudem die Toten beherbergte. Als wir unseren Blick über die Verletzten und Toten gleiten ließen hielt Sila sich als erstes die Hand vor den Mund. Als ich ihrem Blick folgte trieb es mir direkt die Tränen in die Augen. Sofort begann sie zu weinen und ich nahm sie erneut in meine Arme. Ihr Gesicht lag an meiner Brust, ihre Tränen weichten mein Shirt auf und ich hielt sie fest an mich gedrückt. Langsam lehnte ich meinen Kopf auf den ihren und auch mir liefen Tränen die Wangen hinunter. „Wenigstens … starben sie zusammen.“ „Jetzt hat Teddy … gar niemanden mehr …“ Sie schluchzte erneut. Ich nehme an für jemand der selbst Mutter ist, ist so etwas noch einmals schlimmer. Ich vermisste Moony bereits jetzt und auch Tonks aufgeweckte Art fehlte. „Harry wird sich um Teddy kümmern … und wir helfen …“ „Es tut mir so leid … Er war einer ... deiner besten Freunde.“ Vorsichtig drückte ich ihr einen Kuss auf das seidig schwarze Haar. Viel Zeit hatten wir nicht ehe uns die schreckliche Nachricht von Harrys Tot erreichte. Zusammen mit den Anderen stürmten wir hinaus. Ich konnte oder wollte nicht begreifen, dass Harry tot sein sollte. Sie streichelte mir den Rücken, drückte meine Hand und war für mich da. Als Harry plötzlich völlig lebendig aufsprang, übermannten mich die Freude und die neu erlangte Hoffnung. Der Kampf entfachte erneut und als Harry sich Voldemort gegenüber stellte hielt ich ihm Bellatrix vom Hals. Zeitgleich ereilte Bellatrix und auch den dunklen Lord das gleiche Schicksal. Harry brachte ihn zur Strecke, während ich Bellatrix erledigte. Sofort begannen die wenigen verbliebenen Todesser die Flucht zu ergreifen, doch leider hatten sie die Rechnung ohne uns gemacht. Erfolgreich schafften wir es mit vereinten Kräften nahezu jeden Todesser zu fesseln. Sie würden ihre gerechte Strafe erhalten. Als sich Sila mir schwer atmend in die Arme warf und mir einen der wohl leidenschaftlichsten Küsse aller Zeiten schenkte, wusste ich dass alles gut werden würde. Mit ihr an meiner Seite konnte sich alles nur noch zum Besten wenden. -Zeitsprung sieben Jahre später- Der Wind wehte durch die Zweige und einige Wolken zogen über den ansonsten hellblauen Himmel. Das Lachen von vergnügten Kindern drang in meine Ohren und mein Blick richtete sich auf das inzwischen ältere aber immer noch so vertraute Gesicht meines Liebsten. Zärtlich strich er mir eine Strähne meines schwarzen Haares aus dem Gesicht und lächelte mich liebevoll an. „Weißt du … für mich bist du immer noch die schönste Frau der Welt.“ Mein seliges Lächeln wurde etwas strahlender und ich legte ihm eine Hand an die Wange. Zärtlich und fürsorglich streichelte ich seine Wange. „Weißt du … für mich bist du immer noch der schönste Draufgängerische Rebell von allen.“ Wir grinsten uns kurz an, ehe er sich zu mir herunter beugte um mich zu küssen. Wie schon als Teenager lag mein Kopf in seinem Schoss. „Ihhhh! Mummy, Daddy!“ Die Kinder kicherten und mein Mann und ich grinsten in den Kuss hinein. Lachend rannten die Beiden weiter und spielten im Sandkasten. Das Gras unseres Gartens war auf wenige Zentimeter gestutzt, die vier Obstbäume standen in voller Blütenpracht, wir saßen/lagen auf der großen Hollywoodschaukel die auf der Veranda stand und unser Garten war von einer schützenden Hecke umzäunt. Den Grimmauldplatz behielten wir alleine auf Grund der ganzen Erinnerungen die Sirius daran hatte. Unser Häuschen stand abgelegen auf dem Land und wir genossen die Ruhe. Unser Leben war bisweilen hektisch genug gewesen und wir wollten unseren Lebensabend harmonisch und in Ruhe genießen. Auf Grund dessen, das ich als Aurorin bis vor sieben Jahren noch erfolgreich tätig war und dank Sirius Entschädigungszahlungen, konnten wir mit den Zinsen ein zufriedenes und glückliches Leben führen. Bald würde unser jüngster Sohn, Regulus, nach Hogwarts gehen und er war bereits jetzt schrecklich aufgeregt. Miranda würde ihm nach zwei Jahren folgen und sobald die beiden ihren Abschluss hatten, würden wir hier in Ruhe unsere letzten Jahre genießen. „Ich liebe dich Sirius. So sehr.“ Ein lächeln trat auf meine Lippen als ich ihm in seine grauen Augen blickte. „Ich liebe dich auch Sila.“ Auch er blickte mir in meine Augen und erneut küssten wir uns liebevoll und innig, ehe jeweils zwei kleine Hände an unseren Hosen zogen. „Kommt schon! Wir haben eine super tolle Sandburg gebaut Mum!“ „Die sieht aus wie Hogwarts Dad!“ Lächelnd setzte ich mich auf, hob meine kleine Tochter hoch und knuddelte sie dann grinsend, bis sie lachte. Sirius drückte Regulus fest an sich und ließ sich dann von ihm zur Sandburg führen, gefolgt von Miranda und mir. Als die beiden Kinder die letzten Meter vor rannten, griff ich nach Sirius Hand und drückte sie fest. Wir waren am Ziel angekommen. Ein besseres Leben hätte ich mir nicht wünschen können.