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Die Statistik vom Quiz

Ben Drowned and YOU (Lange Story)

52.06 % der User hatten die Auswertung: Voller Hass reiße ich den N64 an mich, will sämtliche Kabel zerschneiden, die Konsole samt dem Spiel zertrümmern und selber verbrennen lassen! Bevor ich auch nur ein Kabel anrühren kann, war der Bildschirm verschwommen und nichts außer ein rauschendes Geräusch war zu hören. Ungläubig starrte ich zu Ben, mein Herz pochte vor Aufregung und völlig schockiert sah ich zwei Hände durch den Bildschirm tasten. Diese berührten nun den Boden, stützten sich ab und gleich war auch ein Kopf zu sehen. Die Haare hingen ihm im Gesicht, sie wirkten schmutzig blond. Das grüne Outfit sah verblasst aus und seine Haut war weiß. Stöhnend kroch Ben aus dem Fernseher. Als seine Knie auf den Boden aufkamen, verkrampfte er seine Hände etwas. Zitternd beobachte ich ihn. Ich rutschte mit dem Hintern über den Boden und kroch so vor Ben, in Gestalt von Link, weg. Mit komplett schwarzen Augen und einem roten Leuchten als Pupille sah er mir in mein ängstliches Gesicht. Sein Mund war leicht geöffnet, er grinste fies. Langsam erhob er sich und aus Reflex stand ich mit weichen Knien auf, um nicht zu sehr wie ein kleines, feiges Elend am Boden zu wirken. Ben war einen Kopf größer als ich. Als er mir näher kam, versuchte ich die Tränen in meinen Augen zu verstecken und presste meine Hand gegen seine Brust, um ihn von mir wegzustoßen. Er packte mein Handgelenk so fest, dass es fast weh tat. Ich verspürte einen Kloß im Hals, als ich seinen warmen Atem empfand und er meinem Gesicht näher kam. Unsere Blicke trafen sich. In mir kochte Wut aber auch ein eigenartiges Wohlbefinden, als ich mich regelrecht in Ben's Augen verlor. Er hat so eine bedrohliche Ausstrahlung, doch ich fühle mich zu ihm hingezogen. Er verdeckte mir mit seiner anderen Hand meine glasigen Augen und sofort fühlte ich mich schrecklich müde und mir wurde leicht schwindelig. Als ob ich augenblicklich einschlafen würde, wurde ich aus dieser Welt fort gerissen. '' Hier bist du nun. Endlich bist du bei mir, Sarana. Ich möchte dich über das Spiel aufklären und dir das Geheimnis verraten. Mein Name ist Ben und war einst ein Mondkind. Wer sind die Mondkinder? Ein Kult bestehend aus Kindern und Jugendlichen, die mit ihrem Leben zu kämpfen hatten. Sie suchten Halt und Schutz und kamen mit ihrem Leben nicht mehr klar. Der Kult wurde von einem Mann namens Kelbris gegründet, welcher krankhaft die Mondgöttin Luna anbetete. Er versprach einen Aufstieg, man soll Teil einer höheren Ebene werden, um ein besseres Leben zu führen. Nichts was er sagte, erfüllte sich und viele verloren sich wieder in ihren Sorgen. Um aber doch zu beweisen, dass es den Aufstieg gibt, versuchte er sich selber mit Stromschlägen zu töten. Alles was übrig blieb, war eine Leiche ohne Augen. Matt, ein Junge der ebenfalls der Sekte angehörte, wurde der neue Anführer des Kultes. Um die Worte von Luna zu empfangen, musste er ein Opfer bringen. Das jüngste Mitglied der Mondkinder sollte sterben. Ich bin das Opfer gewesen. Als ich eines Abends mal wieder allein zu Hause war, wurde ich von einem Geräusch, das aus dem Garten kam, nach draußen gelockt. Matt begrüßte mich eigenartig und warf mich auch schon wenig später in den Pool vom Garten. Er presste meinen Kopf unter Wasser und ertränkte mich. Zuerst empfand ich Trauer. Dann Einsamkeit. Später kamen Ängste. Anschließend wuchs Hass. Aus dem Hass wurde ein Groll, welcher mein Wesen immer mehr zu verschlingen schien. Ich liebte Majora's Mask und lebe seid dem im Spiel. Ich sehne mich sowohl nach Rache als auch nach guter Gesellschaft und Trost, um nicht mehr allein zu sein. Sie hätten das nicht tun dürfen...! Sarana...Ich hole dich zu mir, weil ich glaube, dass du mich verstehst und es dir so ähnlich geht wie mir. Seit du das erste mal Majora's Mask gespielt hast, habe ich dich beobachtet, dein Leben mitbekommen. Ich sehe, was in dir vorgeht. Deine Ausstrahlung, dein Charakter, deine Augen...'' Vögel zwitscherten. Ich spürte weiches Gras unter mir. Vorsichtig öffnete ich die Augen und schaute in den strahlend blauen Himmel. Ich hörte Ben's Stimme. Habe ich geträumt? Mit klopfendem Herzen legte ich meinen Kopf zur Seite und sah Ben neben mir sitzen. Er schaute mich freundlich mit seinen hellblauen Augen an. Abgesehen davon, dass er keine Pupille hatte, waren seine Augen ganz normal. Er lächelte. Mein Herzschlag wurde heftiger und ich erhob meinen Oberkörper langsam. Er sah mir die leichte Angst und Verwirrung an und seine Freude verwandelte sich in Trauer. '' Ich will nicht wieder allein sein '', sagte Ben, senkte den Kopf und legte seine Hände auf seine Knie. Ich wollte ihm doch helfen und als ich Ben so verzweifelt sah, dachte ich nur noch an uns beide. Es geht mir wirklich ähnlich und ich verstehe ihn. Ich weiß, wie es ist, wenn man das Gefühl hat, sich rächen zu müssen, wenn man allein ist, wenn einem weh getan wird und man glaubt, man wäre plötzlich jemand ganz anderes, wenn man Hass und Trauer verspürt. Ich habe Ben's Persönlichkeiten kennen gelernt und möchte beiden Seiten seines Charakters beistehen. Mitfühlend sah ich Ben an und kroch zu ihm. Ich streckte die Arme nach ihm aus, um ihn zu umarmen. Er sah mich mit etwas glasigen Augen an und ich musste beinahe mit weinen. Sofort schlang er seine Arme um meine Taile und zog mich näher an sich ran. Ich setzte mich auf seinen Schoß und hielt mich an seinen Schultern fest. '' Ich will bei dir sein '', sagte ich vorsichtig. Ich hielt Ben's Gesicht zwischen meinen Händen fest und küsste seine Stirn. Nun brach er leicht in Tränen aus, senkte den Kopf wieder etwas und fasste mir an meine Handgelenke. '' Du bist nun nie wieder allein, Ben...'', flüsterte ich ihm zu und streichelte seine Wange.

33.31 % der User hatten die Auswertung: Dieses andere Lied erklang. Die Requiem der Geister wurde stärker und ließ Song of (un)healing langsam verstummen. Ich presste meine Lippen zusammen und eine kleine Träne der Erleichterung tropfte auf den Boden. Meine Kopfschmerzen verschwanden und ich konnte wieder tief einatmen. Schläfrig und völlig erschöpft sank ich zu Boden und schlief zum ruhigen Lied ein. '' Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe. Der Zähler wird zurück gedreht. Ich bin froh, dass du es getan hast. Du hast dich schön informieren wollen und hast es hartnäckig angestrebt, das Geheimnis zu lüften. Du hast das Rätsel gelöst, doch das Geheimnis, was das Spiel versteckt, wird dir verschlossen bleiben. Das, was dir die letzten Tage passiert ist, wird unter uns bleiben, okay? Ich werde dich ab heute in Ruhe lassen, weil du mich ehrlich gesagt... beeindruckt hast. Du wolltest doch mal wissen, warum du das Geheimnis nicht erfahren solltest, oder? Nun, es ist für jemand anderen reserviert. Jemand anderes, der fragt...'' Als ich aufwachte, fand ich mich im Krankenhaus wieder. Neben mir saßen meine Eltern, die mir sofort um dem Hals fielen, mir Küsschen gaben und meine Hände fest hielten. '' Was ist in deinem Zimmer passiert! Du hast geatmet, aber bist ewig nicht aufgewacht!'', weinte meine Mutter. '' Mensch, wir machen uns doch solche Sorgen...'' Mein Vater schüttelte den Kopf, als er dies sagte. Nun schimpfte meine Mutter mit mir, dass ich viel zu lange gespielt habe und mich kaum blicken ließ. Doch was sollte ich meinen Eltern als Erklärung sagen. Es soll ein Geheimnis bleiben, was in den letzten Tagen geschah und Ben will das sicherlich auch nicht! Er sprach noch einmal zu mir, nachdem ich einschlief. Ich habe bis zu diesem heutigen Tag nicht verstanden, was Ben mir eigentlich sagen wollte. Und warum war gerade dieses Lied der Geister die richtige Lösung? Was hatte das alles mit dem großen Geheimnis, hinter dem Spiel, zu tun? Das war die merkwürdigste Zeit in meinem Leben und da der Horror nun vorbei ist, werde ich zu Hause das Spiel vielleicht in den Keller packen. Es wäre vielleicht nicht richtig Ben's ''Heimat'' zu zerstören, nachdem er mich nun in Ruhe lässt. Das Spiel verkaufen oder verschenken wäre auch nicht die beste Lösung, da andere Menschen den gleichen Wahnsinn erleben würden wie ich.

14.63 % der User hatten die Auswertung: Ich riss meine Augen wieder auf und spürte die Hitze, von der ich umgeben war. Es fühlte sich an, als würde ich taub werden, ich merkte keinen Muskel mehr an meinem Körper und die Schweißperlen liefen mir die Stirn runter. Mein Herzschlag verlangsamte sich, ich lag auf dem Boden und hatte meine Augen zur Hälfte geschlossen. Ich rieche Rauch. Mir ist schrecklich warm! Ich brenne, doch ich liege einfach nur ruhig in meinem Zimmer. Ich habe keine Kraft mehr und fühle mich so schwer. Ist das Sterben? Ich will nicht allein sein... Die Flammen ließen mich verschwinden, ich verspürte keine Schmerzen. Alles um mich rum wirkt so unreal und Schatten wanderten hin und her. Diese Hitze schnürte mir die Kehle zu und alles was ich noch zu hören bekam, war die Lache des Maskenverkäufers. Danach war Stille und meine Augen fielen zu. '' Es tut mir Leid, Mädchen. Es war dein Schicksal zu sterben und du hättest wohl auch nie die Chance gehabt, dies zu ändern. Ich bin mächtig und werde mir niemals die Schönheit von Leidenden entgehen lassen. Vielen Dank, dass du meinen Durst nach Leid anderer Menschen gestillt hast. Vorübergehend...!''