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Die Statistik vom Quiz

Du in Hogwarts - Dein erstes Jahr

48.49 % der User hatten die Auswertung: Einleitung: Dein Name ist Christina Storm, du wirst aber immer nur Chrissy genannt. Du hast blonde Locken und sehr grüne Augen. Du bist selbstbewusst und mutig, stolz und abenteuerlustig, humorvoll und ein kleines bisschen tollpatschig. Du bist Halbblut (Mutter=Muggel, Vater=Zauberer) Deine Mutter ist gestorben, aber du lebst glücklich mit deinem Vater und deinem großen Bruder zusammen. Mit den beiden gehst du auch in die Winkelgasse, wo du dir einen Zauberstab (Buche, Phönixfeder, 10 œ Zoll) und eine Katze (Fenny) kaufst. Im Hogwartsexpress setzt du dich mit deinem Bruder zu einigen seiner Freunde. Du bist in Griffindor und folglich dessen ist McGonagoll auch deine Lieblingslehrerin, obgleich du dich mit Verwandlung schwer tust. Dein Lieblingsfach ist Verteidigung gegen die dunklen Künste, obwohl du dich mit Quirrel nicht gut verstehst. Du bist immer sehr übermütig und feurig, aber für jeden Spaß zu haben. Hier ist deine Geschichte: „Chrissy! Wach auf!“ Schmerzhaft wurde ich an der Schulter gerüttelt. „Bin ja schon wach“, murmelte ich und blinzelte verschlafen. Mein Bruder Will stand neben meinem Bett und sah belustigt auf mich herab. „Aufstehen, du Schlafmütze. Es gibt Frühstück“, sagte er und verschwand aus dem Zimmer. Beim Rausgehen rief er mir noch zu: „Ach ja, herzlichen Glückwunsch!“ Herzlichen Glückwunsch? Ach ja! Heute war mein elfter Geburtstag! Ich freute mich schon riesig! Will hatte mir schon soo viel von Hogwarts erzählt und normalerweise bekam man an seinem elften Geburtstag seinen Hogwartsbrief! Schnell schlüpfte ich in meine Sachen und rannte die Treppe hinunter zum Frühstückstisch. Dort standen schon ein haufen Geschenke. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, mein Schatz“, sagte mein Vater und schloss mich in die Arme. „Danke“, sagte ich und zeigte dann auf die Geschenke. „Sind die etwa alle für mich?“ „Ne weißt du“, sagte Will und trat zwischen mich und die Geschenke. „Die sind alle für mich. Weißt du, heute ist nämlich mein Geburtstag...“ „Jaja, schon klar“, sagte ich grinsend und schubste ihn aus dem Weg und begann die Geschenke auszupacken. Es waren einige tolle Sachen dabei, doch leider... „Kein Brief?“, fragte ich enttäuscht. „Nein, noch nicht“, sagte Dad und lächelte nervös. „Aber bei deiner Granny ist der Brief auch nicht an ihrem elften Geburtstag gekommen, sondern am Tag danach“, sagte er aufmunternd. Ich wurde zunehmend nervöser. Ich war doch wohl nicht eine Squib...? Ich hoffte nicht. Mein Tag wurde weiterhin noch ganz lustig, ich spielte mit meinem Bruder und meinem Vater Quidditch. Ich flog auf einem alten Besen von Will und tatsächlich gewannen Dad und ich gegen Will. Abends als ich im Bett lag, dachte ich noch lange an den Brief aus Hogwarts, den ich hoffentlich bald bekommen werden würde. Am nächsten morgen wurde ich von einem anstrengenden Klopfen geweckt. „Herein“, brummelte ich. Nichts geschah, außer dass das Klopfen weiterhin anhielt. „Herein!“, rief ich jetzt etwas lauter. Wieder tat ich nichts. Genervt schwang ich mich aus dem Bett und schlurfte zur Tür. Ich riss sie auf um den Klopfenden anzumeckern – doch keiner war da. Verwirrt schloss ich die Tür wieder und setzte mich aufs Bett. Das Klopfen ging mir so langsam wirklich auf die Nerven und ich sah mich im Zimmer nach der Herkunft des Geräusches um. Zuletzt warf ich einen Blick zum Fenster – und erstarrte. Dort hinter der Scheibe saß eine kleine graue Eule und pochte mit den Krallen gegen die Scheibe. Schnell lief ich zum Fenster und riss es auf. „Sorry, sorry, sorry!“, sagte ich die ganze Zeit zu der kleinen Eule und nahm sie mit nach unten. In der Küche angekommen saß sie auf meiner Schulter, während ich auf der Suche nach einer Maus den Keller durchsuchte. Ich konnte nirgendwo eine finden, bis die Eule genervt aufschrie und auf den Boden hinabschoss und sich mit einer Maus im Schnabel wieder auf meiner Schulter niederließ. „Ja, gut. Du bist halt die bessere Mäusejägerin von uns beiden.“ Wieder oben in der Küche machte ich ein Fenster auf, band den Brief von dem Fuß der Eule und ließ sie hinausfliegen. Mit klopfendem Herzen rollte ich den Brief auseinander und entdeckte sofort das Siegel auf der Rückseite. Der Brief war von Hogwarts! Freudestrahlend machte ich ihn auf und begann zu lesen: HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI Schulleiter: Albus Dumbledore (Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst. Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer) Sehr geehrte Miss Storm, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden sie eine liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten ihre Eule spätestens am 31. Juli. Mit freundlichen Grüßen Minerva McGonagoll Stellvertretende Schulleiterin PS.: Es tut uns Leid, dass diese Eule sie erst so spät erreicht, doch wir hoffen, dass sie trotz allem froh über ihre Aufnahme sind. Ich faltete den Brief wieder zusammen und legte ihn auf den Tisch. Ich war überglücklich, dass er doch noch gekommen war. Da meine Mutter ein Muggel war und nur mein Vater ein Zauberer ist, war es nicht ganz klar, ob ich ebenfalls magisch war. Jetzt stürmte ich aufgeregt in das Zimmer meines Dads. „Dad!“, rief ich. „Aufwachen! Wir müssen in die Winkelgasse!“ Er brummelte etwas unverständliches und drehte sich auf die andere Seite. Ich rüttelte ihn an den Schultern und jetzt grummelte er: „Weck schon mal deinen Bruder. Ich bin gleich beim Frühstück.“ „Okay“, rief ich und stürmte in Wills Zimmer. Ich bahnte mir einen Weg durch die vielen Sachen die verstreut auf dem Boden lagen. Dann schmiss ich mich neben ihn aufs Bett und starrte ihn an. Ich wusste, selbst wenn er schlief, würde er das bemerken. Er grummelte und blinzelte mich an. Als er registrierte was er sah, riss er erschrocken die Augen auf. „Chrissy!“, rief er. „Guten Morgen. Wir wollen zur Winkelgasse.“ Bevor er mich aus dem Bett schubsen konnte sprang ich auf und lief aus dem Zimmer. Im Laufen drehte ich mich halb um und sagte: „Komm schnell zum Frühstück!“ Als ich mich wieder umdrehte wäre ich fast gegen den Türrahmen gelaufen. In der letzten Sekunde konnte ich ihm noch ausweichen, ich war einfach ein bisschen tollpatschig. Wieder in der Küche sah ich gerade noch wie Dad die letzten Sachen auf den Tisch schweben ließ. Ich fand es immer total cool, wenn er zauberte und wollte schon mein ganzes Leben das gleiche machen. Nach dem Frühstück zauberte Dad die Sachen wieder weg und reichte mir ein kleines Säckchen. „Chrissy, das hier ist Flohpulver. Ich weiß, es ist das erste Mal, dass du mit Flohpulver reist. Aber da wir schnellstens in die Winkelgasse müssen, ist dass der schnellste Weg. Also, du stellst dich in den Kamin, schmeißt eine Handvoll Flohpulver auf den Boden und sagst laut und deutlich wo du hin willst. Kein Genuschel. Wenn alles klappt, kommst du im Tropfenden Kessel raus. Will wird da auf dich warten. Dann komme ich. Alles klar?“, fragte er. Ich nickte. So weit so gut, dachte ich. Das Prinzip hatte ich verstanden, doch die Umsetzung... Ich stand vor dem Kamin und sah voller Neugier zu, wie Will im Kamin verschwand. Dann trat ich hinein und nahm eine Handvoll des Pulvers. Ich warf es vor mich auf den Boden und rief: „Winkelgasse!“ Grüne Flammen loderten auf und verschluckten mich. Die Flammen waren erstaunlich angenehm, nur das drücken und ziehen der Reise durch die vielen Kamine war etwas unangenehm. Schon rutschte ich aus einem Kamin heraus. Ich wurde von Will auf die Füße gezogen und stand auf. Kurz nach mir kam auch Dad. Mit einem Blick auf uns nickte er und ging durch eine Tür neben der Bar. Er machte irgendwas an der Mauer, sodass sie sich öffnete und wir in die Winkelgasse gehen konnten. Ich wünschte mir zehn Augen mehr. Hier gab es soo viel zu sehen! Bis jetzt war ich noch nie hier gewesen und war völlig erstaunt, was es hier alles für Sachen gab. Als erstes hielten wir bei einem Laden namens Florish&Blotts. Hier kauften wir nicht nur meine sondern auch Wills Zauberbücher. Er würde jetzt sein viertes Jahr anfangen. Der nächste Laden war die Apotheke, in der Will meinen Vater beriet, welche Zutaten ich wohl brauchen könnte. Dann gingen wir zu Madam Malkins, Will waren seine Umhänge zu kurz, aber für mich waren sie noch zu groß, weshalb ich ebenfalls eine neue Garnitur brauchte. Als ich rausging kam gerade ein blasser Junge mit weißblondem Haar herein, er hatte ein spitzes Gesicht und sah sehr hochnäsig drein. Schnell gingen wir raus und zum nächsten Laden: Ollivander. Ich würde endlich einen eigenen Zauberstab bekommen! Im Laden war es unglaublich still und ich traute mich nicht, irgendwelche Geräusche zu verursachen. Ich war so darauf konzentriert leise zu sein, dass ich das Näherkommen von Mr Ollivander gar nicht bemerkte. Auf einmal stand er neben mir und sagte: „Ah, Miss Storm. Ich hatte mich schon gefragt, wann sie kommen würden.“ Erstaunt sah ich ihn an und warf dann einen verunsicherten zu Will und Dad. Sie nickten mir aufmunternd zu. Ich drehte mich wieder zu Mr Ollivander um, doch dieser war schon wieder verschwunden. Kurz darauf trat er wieder neben mich, mit einem Maßband in der Hand. Er maß die Länge meiner Arme, meiner Finger, meiner Ohren und sogar den Abstand zwischen meinen Nasenlöchern! Ich hielt die ganze Zeit ganz still und bemerkte, dass das Maßband selbst maß. Mr Ollivander kehrte gerade zurück, in den Armen viele kleine Schächtelchen. Darin befanden sich Zauberstäbe, welche er mir in die Hand gab mit der Aufgabe, sie einfach durch die Luft zu schwingen. Doch kaum hatte ich einen erhoben, riss er mir den Stab wieder aus der Hand und reichte mir den nächsten. So ging das eine ganze Weile, der Stapel mit den Stäben wuchs, und Mr Ollivander sah leicht verwirrt aus, doch schien auch immer glücklicher zu werden. Als er plötzlich etwas sagte, zuckte ich zusammen. „Also den Kern scheinen wir gefunden zu haben“, sagte er. „Und welcher wäre das?“, fragte ich. „Phönixfeder“, sagte er zerstreut und wuselte wieder in den Regalen umher. „Hier, probieren wir mal diesen. Phönixfeder und Buche, ungewöhnliche Mischung, 10 œ Zoll, recht biegsam, für große Kraft.“ Er reichte mir einen Stab. Schon bei der ersten Berührung wurde er ganz warm und ich erhob ihn voller Enthusiasmus und ließ ihn durch die Luft gleiten. Rote Funken sprühten aus der Spitze und Mr Ollivander klatschte. „Ja, ja. Das ist der ihre, Miss Storm.“ Begeistert bezahlten wir und verließen das Geschäft. „Jetzt müssen wir nur noch zur Magischen Menagerie“, sagte Dad. „Du kannst den alten Zinnkessel von Will haben. Dann haben wir alles was du brauchst.“ In der Magischen Menagerie durfte ich mir ein Tier aussuchen. Die Kröten fand ich eklig. Die Mäuse und Ratten waren zwar süß, aber zu nichts nütze und viel zu klein. Eine Eule wollte ich auch nicht, Will hatte schließlich eine und er versprach mir, ich dürfte mit seiner Eule Briefe verschicken, wenn er sie gerade nicht brauchte. Also entschied ich mich für eine Katze. Sie war pechschwarz und hatte leuchtend grüne Augen. Ich nannte sie Fenny und schloss sie sofort ins Herz. Als ich aus dem Laden herauskam, lief ich zu Will der davor gewartet hatte. „Wow“, sagte er. „Deine Katze hat genauso grüne Augen wie du.“ Dann schloss er mich in die Arme und drehte mich in die Richtung in die er zeigte. „Siehst du da den Eissalon?“, fragte er. „Das ist Fortescues. Da lad ich dich auf ein Eis ein, okay?“ „Oh ja!“, rief ich, schnappte mir den Katzenkorb und lief Will hinterher zum Eissalon. Das Eis schmeckte köstlich. Am 1. September waren wir am Bahnhof King's Cross. Hier würde der Hogwartsexpress abfahren. Will ging voran um mir zu zeigen, wie man auf das Gleis 9 Ÿ gelangte. Er rannte einfach auf die Wand zu – und war verschwunden. Einfach so. Mit erstauntem Blick sah ich auf die Absperrung. Mein Dad nickte mir zu, dann hielten wir uns beide an meinem Kofferwagen fest und rannten auf die Wand zu. Ich bekam riesige Panik, schließlich würden wir gleich direkt gegen eine massive Mauer rennen! Kurz vor dem Aufprall schloss ich die Augen. Dad drosselte das Tempo des Wagens und zog mich am Arm. „Kannst die Augen wieder aufmachen, Chrissy“, sagte er. Ich öffnete sie und staunte über den Blick der sich mir bot. Ein großer Bahnhof voller Hexen, Zauberer und deren Familien. Auf dem Gleis stand eine große rote Dampflok und viele Kinder verabschiedeten sich von ihren Eltern und Geschwistern und stiegen in den Zug ein. Ich folgte Will zu einer Tür im Waggon und verabschiedete mich dann von Dad. „Schickt mir eine Eule, wo ihr die Ferien verbringen wollt!“, rief er uns noch hinterher. Wir nickten und winkten. Dann stiegen wir in den Zug ein und Will fragte mich: „Willst du dich zu mir in ein Abteil setzen? Dann kann ich dir schon mal ein paar Leute vorstellen.“ Ich nickte und versuchte mir meine Nervosität nicht anmerken zulassen. Will nickte, legte einen Arm um mich und schob mich den Gang hinunter in ein leeres Abteil. Ich sha verwundert zu ihm hoch. „Wie war das mit Freunden vorstellen?“, fragte ich. „Die kommen noch, ich hab gestern eine Eule erhalten, dass ich ein Abteil frei halten soll“, sagte er augenzwinkernd zu mir. „Komm, gib den Koffer mal her.“ Ich reichte ihn ihm und er verfrachtete beide Koffer im Gepäcknetz. Dann setzte er sich auf die eine Sitzbank und ich mich daneben. Ich öffnete den Katzenkorb von Fenny, ließ sie auf meinem Schoß nieder und schubste den Korb unter den Sitz. An der Abteiltür liefen viele Kinder vorbei und suchten nach einem Abteil. „Na, bist du schon aufgeregt?“, fragte Will. „Ja, schon“, antwortete ich. Damit war das Gespräch auch schon beendet, denn jetzt kamen drei Jungs herein. „Das wird ja voll hier“, murmelte der eine, ein großer, braunhaariger Junge. Die anderen beiden Jungs waren offensichtlich Zwillinge und hatten leuchtend rote Haare. Einer von ihnen fragte: „Will, wer ist denn deine Freundin?“ Dann ließen sich alle drei uns gegenüber auf die Bank fallen. „Das ist meine Schwester Christina. Sie ...“ „Chrissy“, unterbrach ich ihn. „Klar doch, Chrissy“, fuhr Will fort. „Meine Schwester Chrissy. Sie ist jetzt neu in Hogwarts. Chrissy, das sind Oliver Wood und Fred und George Weasley.“ Er deutete auf die drei Jungs, die mich grinsend anlächelten und begrüßten. „Hey“, murmelte ich und senkte meinen Blick auf Fennys Fell. „Bist du schon aufgeregt, Chrissy?“, fragte mich der andere Zwilling. „Ja, schon ein bisschen“, sagte ich und lachte. „Was ist daran so witzig?“ „Das gleiche hab ich sie auch eben schon gefragt“, antwortete Will grinsend. Die Zwillinge wechselten das Thema: „Wisst ihr, wen wir eben im Zug getroffen haben?“ „Ne, woher denn?“, fragte ich. „Du gefällst mir“, sagte der eine Zwilling grinsend. Ich grinste zurück. „Also. Eben haben wir Harry Potter getroffen!“, rief der andere. „Der Harry Potter?“, fragte Oliver. Die Zwillinge nickten eifrig. „Und, wie sieht er aus?“, fragte ich ganz aufgeregt. „Nun ja, schwarze Haare, grüne Augen und natürlich diese abgefahrene Blitznarbe auf der Stirn.“ „Die Narbe gibt es wirklich?“, fragte Will. „Ja!“, riefen Fred und George im Chor. „Das heißt, er ist jetzt auch neu in Hogwarts?“, fragte Will mit einem Seitenblick auf mich. Wiederholtes Nicken der Zwillinge. „Kurze Frage zwischendurch: Wie kann man euch auseinander halten?“, fragte ich. „Kann man nicht!“, sagte der eine. „Selbst unsre Mom verwechselt uns. „Wirklich?“, fragte ich ungläubig. „Ja! Aber du kannst es ja gerne versuchen. Ich bin Fred“, sagte der eine und zeigte auf sich. „Und ich bin George“, beendete der andere den Satz. „Vielleicht sollte ich euch mit einem Stift ein großes F und ein G auf die Stirn schreiben, dann kann jeder euch auseinander halten“, sagte ich schmunzelnd bei der Vorstellung. „Oh ja! Mach mal, hier ist meine Feder.“ Verdutzt sah ich auf die Feder, zuckte mit den Schultern und zeichnete ein großes F auf Freds Stirn. „Hey, ich will auch einen Buchstaben!“, rief George und zog Fred an den Schultern. Grinsend zeichnete ich ein G auf Georges Stirn. „Will noch jemand einen Buchstaben auf die Stirn?“, fragte ich. „Ne, lass mal gut sein“, sagte Oliver. Aber Will grinste und zeigte auf sich. Jetzt prangte auch auf Wills Stirn ein großer Buchstabe, ein W. „Jetzt brauchst du aber auch noch einen!“, rief Fred und griff nach der Feder. Bereitwillig schob ich mir eine blonde Locke aus der Stirn und beobachtete Freds konzentriertes Gesicht. Erschrocken zuckte ich zusammen, als er mir direkt in die Augen sah. „Du hast unglaublich grüne Augen, weißt du das eigentlich?“ Ich grinste. „Will hat gesagt, meine Augen sind so grün wie die von Fenny“, sagte ich und deutete auf meine schwarze Katze. Abschätzend wurde Fenny betrachtet. Sie schlief, doch scheinbar war sie für Blicke so empfindlich wie Will, denn sie öffnete ihre Augen und begutachtete die Runde. „Ja, da hast du Recht Will“, sagte George. „Krasses Grün“, sagte Fred. „Ganz schön verlogenes Grün“, sagte Will. „Ihr wisst ja nicht, wie viele Streiche sie mir gespielt hat. Ich hab mich schon oft gefragt, ob ihr euch vielleicht doch kennt.“ Er deutete auf Fred und George. Jetzt waren die beiden ganz aufgeregt. „Streichespielerin, ja?“, fragten sie. „Ja... sieht wohl so aus...“, sagte ich. Wir redeten noch lange über gespielte Streiche von mir und den Zwillingen. Sogar Oliver konnte etwas zu dem Gespräch beitragen. Er erzählte von der Quidditchmannschaft und wie gut sie wäre, wenn sie einen ordentlichen Sucher finden würden. Schon lange hatten wir geredet, als der Zug plötzlich hielt. „Wir sind da!“, rief Will und stand auf. Ich wollte nach meinem Koffer greifen, doch Fred sagte: „Das Gepäck kannst du hierlassen. Ich würde nur Fenny mitnehmen.“ Also stieg ich mit Fenny auf dem Arm aus und wollte Will folgen, als er mich zu einem Riesenhaften Typ schickte. Dieser rief: „Erstklässler! Erstklässler zu mir!“ Als alle versammelt waren, führte er uns an einen riesigen See. An seinem Ufer standen viele kleine Boote und wir sprangen alle hinein. Will hatte mir erzählt, dass in diesem See ein großer Krake lebte, dass wäre doch megacool wenn der sich zeigen würde! Der Riesentyp sagte: „Nur noch um diese Kurve, dann seht ihr zum ersten Mal in eurem Leben Hogwarts!“ Aufgeregt wartete ich und staunte nicht schlecht, als ich das Schloss sah. Es war riesig und wunderschön. Ich saß zusammen mit einem rotblonden Jungen, einem blonden Mädchen und zwei schwarzhaarigen Zwillingsmädchen im Boot, die ebenfalls staunend das Schloss betrachteten. Dann hieß es plötzlich „Köpfe runter“ und wir duckten uns ins Boot hinein. Wir fuhren durch einen Tunnel von dem tief das Moosgeflecht herunterhing. Wieder draußen, legten wir am Ufer an. Alle stiegen aus und ich wäre fast in den See gefallen, wenn der rotblonde Junge – der sich als Seamus Finnigan vorstellte – mich nicht fest gehalten hätte. „Danke“, sagte ich und folgte ihm ins Schloss. Hagrid – der Riesentyp – überreichte uns an Professor McGonagoll, die uns ein paar Fakten über Hogwarts erzählte und uns dann in einen Raum führte. Dann verschwand sie mit den Worten: „Ich bereite jetzt alles für eure Auswahl vor und dann komme ich wieder und bringe euch hinein.“ Alle waren sofort total aufgeregt, wahrscheinlich überlegten sie sich alles mögliche was sie jetzt wohl machen mussten. Ich war von Will schon vorbereitet worden und war somit nicht ganz so aufgeregt wie die anderen. Seamus fragte: „Chrissy, weißt du was jetzt kommt?“ „Klar“, sagte ich und erklärte es ihm. Jetzt war er auch nicht mehr ganz so aufgeregt. „Weißt du, in welches haus du am liebsten möchtest?“, fragte ich ihn. „Ich glaube Gryffindor. Huffelpuff würd ich jetzt nicht so gerne hin wollen, für Rawenclaw bin ich nicht schlau genug und Slytherin... nun ja...“ „...ist nun mal Slytherin“, beendete ich seinen Satz. „Genau“, stimmte er mir zu. Dann schrien plötzlich alle auf und ich zuckte zusammen. Der Grund war eine Horde Geister, die einfach so durch die Wand flogen und sich unterhielten. Auf einmal ertönte Professor McGonagolls Stimme: „Erstklässler, es ist alles für euch vorbereitet. Und ihr verschwindet jetzt!“ Die Geister verschwanden durch die andere Wand. Professor McGonagoll führte uns in die Große Halle. Dort saßen schon alle anderen Schüler und starrten uns an. Selbstbewusst starrte ich zurück. Dann entdeckte ich an dem einen Tisch Will, Oliver, Fred und George und winkte ihnen zu. Sie lächelten und winkten zurück. Wir mussten uns alle in einer Reihe vor dem Lehrertisch aufstellen, mit dem Gesicht zu den Schülern. Vor uns stand ein Stuhl, darauf ein Hut. Nachdem er sein Lied gesungen hatte, klatschten alle und die Auswahl begann. Die erste war „Abbott, Hannah“ die eine Huffelpuff wurde. Seamus bekam seinen Gryffindor-Wunsch erfüllt und ich klatschte ebenfalls für ihn. Ein Junge wollte mit dem Hut auf dem Kopf zu seinem Tisch (Gryffindor) laufen, doch unter tosendem Gelächter brachte er ihn wieder zurück. Ein Junge namens „Malfoy, Draco“ fiel mir auf, er schien sehr selbstsicher und hochnäsig, es war der, der mir bei Madam Malkins entgegen gekommen war. Bei „Potter, Harry“ waren zuerst alle still, bevor in der ganzen Halle leises Gemurmel ausbrach. Nach einer ganzen Weile wurde er zu einem Gryffindor gemacht und der Tisch von Will klatschte. Fred und George riefen: „Wir haben Potter!“ Ich musste lachen. Nach „Smith, Zacharias“ war ich dran. Mit wackeligen Beinen ging ich nach vorne und setzte mich auf den Stuhl. Das letzte was ich sah, bevor der Hut mir über die Augen rutschte war Fred, der rief: „Chrissy!“ Grinsend hörte ich dem Hut zu. „Ah, Storm. Ja, du bist mutig wie dein Bruder. Gryffindor wäre bestimmt nicht schlecht. Ich muss leider sagen, für Rawenclaw und Huffelpuff bist du überhaupt nicht geeignet. Slytherin würde dir wahrscheinlich auch zu wahrer Größe verhelfen. Doch ich glaube, du bist besser aufgehoben in GRYFFINDOR!“ Das Haus – mein Haus – rief der Hut laut in die Halle hinaus. Ich setzte den Hut ab, reichte ihn Professor McGonagoll und lief zu Will hinüber. Er und Fred rutschten auseinander und ich saß nun gegenüber von Seamus. „Na, zufrieden?“, fragte ich. Er nickte aufgeregt. Nachdem die letzten vier Schüler verteilt wurden, begann endlich das Festessen. Spät abends saß ich immer noch im Gemeinschaftsraum der Gryffindors und redete mit Fred und George. Als das Feuer schon fast aufgehört hatte zu Glühen, kam Percy, ein älterer Bruder der Zwillinge, herein und rief: „Solltet ihr denn nicht längst im Bett sein! Besonders du, Christina! Morgen ist dein erster Schultag, da solltest du wach sein!“ „Ja, Percy“, murmelten wir drei im Chor und schlurften in unsere Schlafsäle. Als ich in meinen kam, sah ich, dass Lavender und Parvati schon schliefen, Hermine aber in ihrem Bett saß und las. „Ähm, Hermine?“, fragte ich und trat näher an ihr Bett heran. „Ja?“, fragte sie. „Es ist kurz nach Mitternacht und ich dachte ...“ „Was schon so spät?“, wurde ich unterbrochen. Ich nickte. Sie schmiss ihr Buch vom Bett und schaltete das Licht aus. Jetzt vollkommen im Dunkeln tastete ich mich zu meinem Bett und ließ mich vollkommen erledigt ins Bett gleiten. In voller Montur. Am nächsten Tag hätte ich mich dafür schlagen können. „Wach auf, wir kommen alle viel zu spät zum Unterricht!“, rief Hermine und rüttelte mich wach. Ich blinzelte und setzte mich auf. Fenny lag zusammengerollt auf meinem Bauch und ich musste sie ersteinmal runterschieben. „Wirklich süße Katze hast du“, sagte Lavender mit einem Blick auf Fenny. „Danke. Hast du auch ein Haustier?“ „Ja, ein Kaninchen. Aber das konnte ich ja schlecht mitnehmen. Mit den vielen Katzen hier...“ Ich lachte. Schnell schlüpfte ich in meinen Umhang und griff nach Hut und Zauberstab. Wir rannten zur Großen Halle und hofften nicht allzu spät zu sein. Ich schlüpfte wieder zwischen Fred und Will und schmierte mir ein Toast mit Marmelade. „Hier, die Stundenpläne für die Erstklässler“, sagte Fred und reichte mir einen Stapel. Ich nahm einen und reichte sie dann weiter an Dean, der mir gegenüber zwischen Seamus und Neville saß. Ein Blick auf den Stundenplan sagte mir, dass wir zuerst eine Doppelstunde Zaubertränke mit den Slytherins bei Professor Snape hatten und danach eine Doppelstunde Verwandlung bei Professor McGonagoll. „Snape, was?“, fragte Fred und sah mir über die Schulter. „Snape? Spiel ihm einen Streich!“, rief George. „Was denn für einen?“ Den Rest des Frühstücks tüftelten wir einen Streich aus. „Ihr werdet jetzt einen ganz einfachen ``Trank der Lebenden Toten'' herstellen. Ich schreibe die Zutaten an die Tafel. Los jetzt!“, sagte Snape und wir alle sprangen sofort auf und holten die Zutaten. Ich warf einen Blick über die Schulter und sah, dass Teil eins meines Plans funktionierte. Sobald Snape alles an die Tafel geschrieben hatte, veränderten sich die Buchstaben und der Trank wurde unbrauchbar. Fred und George hatten mir den Zauberspruch erklärt und ich hatte ihn scheinbar erfolgreich eingesetzt. Wenn auch Teil zwei des Plans funktionierte, dann würden alle Tränke in die Luft gehen und tausende von bunten Luftblasen, die erst nach zwei Stunden platzen würden, würden den Keller füllen. Ich freute mich jetzt schon riesig und braute den falschen Trank fast falsch. Nach fast einer Stunde fing Nevilles Trank an zu blubbern und überzuschäumen. Verwundert sah ich herüber. Das war viel zu früh! Doch dann merkte ich, dass keine bunten Blasen aufstiegen und ich lehnte mich entspannt zurück. Nach einer weiteren halben Stunde, stiegen die ersten Blasen auf. Hermine war am schnellsten fertig und schrie verwundert auf. Spätestens fünf Minuten nach ihr, waren alle bei den Blasen angelangt und der Kerker war deutlich überfüllt. Snape kam gerade wieder in den Kerker, eben war er noch in seinem Büro. „Was ist denn hier los!“, rief er rauchend vor Zorn. Da er aber keinem etwas nachweisen konnte, beendete er den Unterricht. Jubelnd lief die Klasse aus dem Raum. Wir Gryffindors machten uns auf den Weg zu Verwandlung, obwohl es ja eigentlich viel zu früh dafür war. Doch Professor McGonagoll war auch schon da und da wir ohne ein anderes Haus unterrichtet wurden, fing sie den Unterricht bereits eine halbe Stunde früher an. Zuerst verwandelte sie ihr Pult in ein Schwein und wieder zurück. Deutlich beeindruckt fragte ich mich, wann wir das wohl lernen würden, doch unsere erste Aufgabe sagte mir, dass das noch sehr lange dauern konnte. Wir mussten jetzt Streichhölzer in Nadeln verwandeln. Leider konnte so gut wie keiner am Ende der Stunde eine Nadel vorzeigen. Mein Streichholz war zwar leicht glänzend geworden, doch nur Hermines Streichholz war nun lang, spitz und silbrig. Jetzt machten wir uns alle auf den Weg zum Mittagessen. Da wir fast eine halbe Stunde zu früh waren, machte ich noch einen Abstecher in den Gemeinschaftsraum und legte meine Bücher weg. Dann rannte ich wieder zur Großen Halle zum Mittagessen. Jetzt waren schon einige Schüler da, unter anderem auch Fred und George. „Hey, ihr habt ja gar keine Buchstaben mehr!“, rief ich als Begrüßung. Schuldbewusst sackten sie zusammen und ließen mich zwischen sich sitzen. „Wie ist es mit Snape gelaufen?“, fragte Fred. „Super! Ich glaube, die Seifenblasen sind immer noch überall im Kerker“, rief ich. Die beiden lachten. „Und, hat er dich erwischt?“, fragte George. „Nein, wie sollte er? Er war rasend vor Wut, konnte aber keinen Beschuldigen.“ Ich grinste, genau wie Fred und George, von einem Ohr zum anderen. „Wahnsinn“, hauchte George. „Du bist echt mega klasse“, sagte Fred und klopfte mir auf die Schulter. Ich grinste. Ich beugte mich rüber zu Hermine, die mir gegenüber saß und fragte: „Was haben wir denn gleich? Ich hab meinen Stundenplan im Schlafsaal liegen lassen.“ „Verteidigung gegen die dunklen Künste bei Professor Quirrel“, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen. Ich nickte dankend. „Wer ist denn Quirrel?“, fragte ich Fred und George. „Der Typ mit dem Turban, rechts von Snape“, sagte George und deutete auf den Lehrertisch. „Und wie ist er so?“ „Er st-st-stottert i-i-immer“, sagte Fred. Ich lachte. „Ehrlich, so schlimm?“, fragte ich. Fred nickte. „Manchmal ist es sogar noch schlimmer.“ Oh je, dachte ich mir. Das konnte ja was werden mit diesem Quirrel. Der Unterricht war gar nicht mal so schlecht. Verteidigung gegen die dunklen Künste mochte ich wirklich gerne, scheinbar war ich auch ganz gut darin, denn Quirrel sagte einmal zu mir: „W-wirklich sehr g-g-gut Miss S-Storm.“ Dankend nahm ich das Lob an und versuchte mich bei der nächsten Aufgabe. Das Problem war nur, dass ich das Fach wirklich sehr mochte, doch Quirrel konnte ich einfach nicht ausstehen. Vielleicht war es die Tatsache dass er stotterte, vielleicht lag es an dem Geruch der am Klassenzimmer und an seinem Turban haftete, vielleicht war es auch einfach etwas ganz anderes. Doch irgendetwas an Quirrel war merkwürdig. Doch ich kam nicht drauf, was es war... Als ich Fred und George davon erzählte, begannen sie sogleich zu erzählen: „Also, er war ein super Lehrer, klasse Kopf und das alles. Doch dann hat er sich ein Jahr Auszeit genommen um die Welt zu erkunden. Er soll auf einen Vampir gestoßen sein, eine Todesfee und einen Zombie soll er auch getroffen haben. Ich weiß nicht was dran ist an der Geschichte, aber es heißt, seit er wieder da ist, ist er ganz anders als vorher.“ Also bildete ich es mir doch nicht ein. Irgendwas war faul an Quirrel und ich nahm mir vor, herauszufinden was. ~~Zeitsprung~~ Das nächste Quidditchspiel stand an: Gryffindor gegen Huffelpuff. Gryffindor hatte eigentlich ganz gute Chancen zu gewinnen – das jetzige Team soll eines der besten jemals sein – und wenn sie gewannen würden sie Slytherin in der Tabelle überholen, doch das Problem war, dass Snape Schiedsrichter war. Wahrscheinlich hatte er sicher stellen wollen, dass die Slytherins auch schön auf ihrem ersten Platz blieben; er würde kein bisschen fair sein, wenn das Gegenteil möglich wäre! Ich saß zusammen mit den anderen Gryffindors in Rot auf der Tribüne und feuerte mächtig an. Lee Jordan machte den Kommentator und Fred und George flogen wirklich super. Als Snape den Huffelpuffs einen Strafstoß zusprach – völlig falsch an dieser Stelle natürlich – schrien die Gryffindors empört auf. Seamus neben mir verfluchte Snape gewaltig (also mit Worten nicht mit dem Zauberstab). Doch der Quaffel ging nicht rein, also machte es keinen großen Unterschied. Ich machte mir gerade Gedanken über die Spielzeit und wie lange Snape wohl unparteiisch entscheiden konnte, als die Menge die Luft anhielt. Alle hatten den Schnatz gesehen, nur ich wieder nicht, war ja mal wieder klar. Ich sah auf die Uhr, sie spielten gerade mal fünf Minuten, dass konnte jetzt doch noch nicht das Ende sein, oder? Aber scheinbar schon, denn Harry flog gerade im steilen Sinkflug auf den Boden zu. Kurz darauf machte er eine scharfe Kurve gen Himmel und wedelte triumphierend mit der Hand. Harry hatte den Schnatz gefangen! 150 Punkte für Gryffindor! Sie hatten gewonnen! Ich freute mich riesig und stürmte mit den anderen aufs Feld. Ich lief auf Fred und George zu, die zusammen mit Oliver, Harry, Alicia, Angelina und Katie in einer Traube Menschen verschwunden waren. Als ich sie entdeckte lief ich auf sie zu und gratulierte ihnen stürmisch. Ich fiel beiden um den Hals und rief: „Ihr habt großartig gespielt! Wir haben gewonnen! Wir sind auf dem ersten Platz!“ „Ja!“, riefen beide und George zog mich hinter sich auf seinen Besen. Er und Fred stießen sich vom Boden ab und drehten ein paar Loopings. Ich krallte mich an Georges Umhang fest um nicht runter zu fallen. Doch dann – ich ganz der Tollpatsch – konnte ich mich nicht mehr halten, gerade als wir kopfüber in der Luft waren. Ich fiel und fiel und fiel. Ich schrie gar nicht, das überraschte mich selber. Ich war einfach sprachlos, außerdem drückte mir die kalte Luft die Lunge ab, ich konnte kaum atmen. Doch die Menge unter mir schrie, das konnte ich laut und deutlich hören. Ich sah nach unten und bemerkte erschrocken, wie hoch wir waren. Wir mussten 30 Meter über dem Boden gewesen sein, jetzt war ich vielleicht noch 10 Meter hoch. Doch der Boden näherte sich rasch. So langsam machte sich Panik in mir breit. Ich riss meine Augen auf und starrte den Rasen an. Plötzlich nahm ich einen roten Schimmer an den Augenrändern war, auf beiden Seiten. Dann wurde ich an den Armen gepackt und wieder auf einen Besen gezogen. Dieses Mal saß ich vor dem Flieger. Ich traute mich nicht mich umzudrehen, sondern klammerte mich mit beiden Händen an den Besenstiel. Schon bald hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen und ich fiel auf die Knie. Alle stürmten auf mich zu und fragten wild durcheinander, ob es mir gut ging. Ich nickte schwach und sah mich nach meinem Retter um. Es war George. Er sah äußerst beunruhigt aus. Ich versuchte zu lächeln und auch er versuchte eines, das sich eher gequält auf seinem Gesicht abzeichnete. Ich stand tapfer auf und bahnte mir einen Weg zu den Zwillingen. „Alles in Ordnung mit dir?“, fragte Fred atemlos. „Ja, alles gut“, murmelte ich. „Das war ganz schön knapp“, sagte George. Sein Gesicht hatte wieder etwas Farbe bekommen, doch er war immer noch sehr weiß. „Ist denn alles okay mit euch?“, fragte ich und sah von einem zum anderen. Tatsächlich sahen beide sehr mitgenommen aus, ungefähr so wie ich mich fühlte. „Uns geht’s gut.“ So langsam beruhigten sich alle wieder. Die übrigen machten sich auf den Weg zum Schloss und nur noch wir drei waren da. Lange Zeit saßen wir einfach nur auf dem Feld und versuchten den Schock zu verdauen. Irgendwann fand ich meine Stimme wieder und sagte: „Wollen wir mal wieder rauf zum Schloss?“ Fred und George nickten nur. ~~Zeitsprung~~ Die Zwillinge und ich verstanden uns immer besser und ich machte auch bei vielen ihrer Streiche mit. Da ich ansonsten nett und freundlich wirkte, verdächtigte mich kaum einer und so konnten Fred und George sich ein Alibi beschaffen, während ich den Streich ausführte. So verschaffte auch ich mir Bekanntheit in der Schule. Doch anders als die Zwillinge hatte ich nichts gegen Slytherin. Auch mit denen verstand ich mich wenn es drauf ankam. Das machte sich scheinbar auch bemerkbar, denn einmal in der Großen Halle: „Hey, Weasley. Was hast du denn da an?“ „Weiß nicht, Malfoy. Ich dachte immer es wäre Kleidung“, antwortete Fred. Draco Malfoy machte immer andere runter. Am liebsten Gryffindorschüler. Am liebsten jemanden der Weasleys. Dabei machte er auch nicht vor älteren Schülern Halt. „Bist du dir sicher?“, fragte er jetzt wieder. „Es sieht eher nach alten Lumpen aus. Wahrscheinlich haben es vor dir schon alle aus deiner Familie getragen, oder? Schließlich ist eure Familie so arm, dass alle in einem Raum schlafen, hab ich gehört. Stimmt das?“ Fred wurde sichtlich wütend und auch George neben ihm spannte die Muskeln an. Bevor ernsthaft etwas passieren konnte, sagte ich: „Leute, Leute. Was ist denn nur los mit euch? Ihr benehmt euch wie Kleinkinder, die noch zu jung sind auch nur in die Nähe eines Zauberstabes zu kommen. Das könnt ihr besser.“ Draco sah leicht verärgert drein, doch er sagte nichts mehr, sondern drehte sich nur um und verschwand zum Slytherintisch. Ich beobachtete ihn und sah zu, wie er sich zu Pansy Parkinson setzte. Sie flüsterte ihm irgendwas ins Ohr. Er sah kurz zu uns rüber - und blinzelte mir tatsächlich zu! Ich starrte ungläubig zurück. Schnell wandte er seinen Blick um, doch ich hätte schwören können, dass er lächelte. ~~Zeitsprung~~ „Nur noch drei Wochen, dann sind Sommerferien!“, rief Fred. Ich freute mich schon sehr. Die restlichen Ferien hatte ich zwar im Schloss verbracht, aber ich vermisste meinen Vater sehr. Die drei Wochen verflogen wie im Flug. Zwei Tage vor der Abreise nach Hause, war Samstag. Zusammen mit Fred und George saß ich am See und wir sahen den Wolken zu. „Ich werde euch beide ganz schön vermissen“, sagte ich. „Wir können uns ja mal besuchen!“, rief George. „Oh ja!“, stimmte Fred zu. Auch ich nickte aufgeregt. Ich sprang auf und sah hoch. Durch die Bäume des hohen Apfelbaums glitzerte die Sonne und blendete. Da fiel mir etwas ins Auge. Ich kniff die Augen zusammen und entdeckte große, rote Äpfel in dem Baumwipfeln. Aufgeregt sprang ich hoch, bekam den untersten Ast zufassen und kletterte immer höher. Oben angekommen pflückte ich drei Äpfel und rief: „Fangt!“ Dann ließ ich sie fallen. Ich hörte wie jemand sie auffing und begann wieder runter zu klettern. Doch plötzlich brach der Ast unter meinen Füßen und ich hing im Baum fest. Nirgendwo war ein Ast auf den ich mich hätte stellen können und ich verfiel in Panik. „Hilfe!“, rief ich den Jungs zu. Ich sah, wie sie unter mir im Kreis liefen, mit ausgebreiteten Armen. „Lass los!“, rief Fred. „Wir fangen dich auf!“ „Okay“, murmelte ich und ließ los. Ich landete in den Armen von Fred und sah zu ihm auf. „Danke“, sagte ich und wartete darauf, dass er mich wieder runter ließ. Doch er hielt mich immer noch in seinen Armen fest. „Kannst mich jetzt runter lassen“, sagte ich und sah ihm tief in die Augen. „Okay“, murmelte er und ließ mich sanft aus seinen Armen auf den Boden gleiten. Immer noch sah er mich so komisch an. Scheinbar war das sehr offensichtlich, denn George krümmte sich vor Lachen auf dem Boden. Ich warf ihm einen verunsicherten Blick zu, während Fred rot anlief. Was war denn jetzt los? Am nächsten Tag mussten wir alles zusammen packen. Ich war noch nie wirklich ordentlich gewesen, deswegen schmiss ich alles irgendwie in den Koffer hinein. Trotzdem war ich zufrieden, schließlich passte alles rein. Dann schleppte ich den Koffer in den Gemeinschaftsraum und ging wieder hoch um Fenny und ihren Katzenkorb zu holen. Ich setzte mich mit ihr auf dem Schoss vor den Kamin und starrte in die Flammen. Ich war so versunken, dass ich gar nicht bemerkte wie Fred und George sich neben mich fallen ließen. Ich bemerkte nur, wie Fenny sich anspannte und plötzlich anfing zu fauchen. „Was ist denn jetzt los?“, fragte ich sie und sah dann, was sie meinte. George hatte eine Ratte in der Hand und Fenny machte einen Buckel und machte sich sprungbereit. Ich hielt sie fest und fragte: „Wer ist das denn?“ „Das ist Krätze, die Ratte von Ron“, antwortete George. „Und wieso hast du die?“, fragte ich. „Nun ja, man kann ja auch seiner eigenen Familie Streiche spielen, oder nicht?“ Ich lachte. Dann kam Ron in den Gemeinschaftsraum und rief: „Hat jemand Krätze gesehen? Meine Ratte?“ Fred, George und ich taten ganz unschuldig und George ließ Krätze zu Boden gleiten. „Keine Ahnung, wo er ist. Hast du schon im Mädchenschlafsaal nachgesehen? Vielleicht wollte er mal was anderes sehen“, sagte ich. Ron zuckte mit den Schultern und wollte hoch zu den Mädchenschlafsälen, doch die Treppe klappte unter ihm weg und wurde zu einer langen Rutsche. Die Zwillinge lachten lauthals los und klatschten bei mir ein. „Super!“, riefen sie im Chor und ich grinste übers ganze Gesicht. ~~Zeitsprung~~ „Ron, Hermine, was ist denn mit euch los?“, fragte ich erstaunt. Es war mitten in der Nacht, ich hatte nicht schlafen können und war hinunter in den Gemeinschaftsraum gegangen, wo ich zu meiner Verwunderung Fred, George, Neville und Jenny vorfand. Ich saß Fred gegenüber und spielte Zaubererschach. Ich war super schlecht und auch George konnte mir nicht ausreichend helfen um zu gewinnen. „Harry ist in Gefahr“, keuchte Hermine. „Warum?“, fragte Fred erstaunt. „Hier in der Schule ist der Stein der Weisen“, begann Ron. „Der Stein der Weisen?“, fragte George, bekam aber keine Antwort. Neville und Jenny kamen auch angelaufen und hörten interessiert zu. „Snape versucht ihn zu stehlen und Harry ist hinterher. Eben haben wir Dumbledore getroffen, er kommt Harry zu Hilfe“, endete Hermine. Wir fünf sahen sie nur mit offenen Mündern an. „Snape will diesen Stein stehlen?“, fragte ich schließlich. Die beiden nickten eifrig. „Aber, aber ich hab ihn vor zehn/zwanzig Minuten noch gesehen. Dann kann er doch nicht...“ „Du hast ihn gesehen?“ Ich nickte. „Wieso warst du denn draußen...“, setzte Jenny an, doch ich winkte ab. „Aber wer ist dann da mit Harry...?“ „Keine Ahnung. Los, vielleicht kriegen wir ja was raus!“, rief Fred und wir stimmten ihm zu. Wir rannten zum dritten Stock und gerade kamen auch Dumbledore und Harry heraus. Harry lag schlaff in den Armen des Schulleiters und Hermine hielt erschrocken den Atem an bevor sie sagte: „Er ist doch nicht... Harry ist doch nicht...“ Doch Dumbledore schüttelte nur den Kopf. „Harry geht es soweit gut. Die Liebe hat ihn gerettet.“ Verwirrt tauschten wir Blicke, doch wir bekamen keine Erklärung. „Ich werde Harry jetzt in den Krankenflügel bringen“, sagte Dumbledore beim weggehen. „Ihr könnt ihn morgen besuchen.“ Dann war er verschwunden. Zehn Minuten später standen wir immer noch da und rührten uns nicht. „Was war denn da unten?“, fragte ich. „Wart ihr auch da?“, fragte Jenny. „Ja, zeitweise“, antwortete Hermine. Während wir wieder zum Gemeinschaftsraum gingen, erzählten Hermine und Ron alles, was sie im dritten Stock erlebt hatten. Neville, Jenny, Fred, George und ich hörten aufmerksam zu und ausnahmsweise hielten die Zwillinge mal die Klappe. Noch am selben Abend machten wir siebt uns auf den Weg zum Krankenflügel um nach Harry zu sehen. Dumbledore hatte zwar gesagt morgen, aber... Im Krankenflügel war auf den ersten Blick alles leer, doch dann sahen wir Harry in einem Bett liegen und Dumbledore daneben sitzen. Er sah auf und sagte: „Ich hatte doch gesagt morgen.“ Doch dann lächelte er und winkte uns zu sich heran. „Nun gut, da ihr schon mal hier seid, werde ich euch erzählen was unten passiert ist. Professor Quirrel...“ „Quirrel?“, unterbrach ich ihn. „Hermine sagte, es wäre Snape gewesen“, sagte George. „Ah, ja. Professor Snape wäre logischer als Professor Quirrel, nicht wahr?“, sagte Dumbledore mit einem Lächeln. Dann begann er uns alles zu erzählen. Die folgenden Tage gingen Ron und Hermine jeden Tag zu Harry. Einmal ging ich auch mit; ich wollte Harry eine Schachtel Schokofrösche mitbringen. Fred und George wollten ihm eine Klobrille schicken, doch die wurde von Madam Pomfrey beschlagnahmt. Am nächsten Tag nach dem Unterricht kamen Ron und Hermine aufgeregt zu mir und riefen: „Harry ist wieder aufgewacht! Kommt ihr mit?“ „Ja, klar“, sagte ich, lief kurz zu Fred und George und dann gingen wir alle zusammen in den Krankenflügel. ~~Zeitsprung~~ „Morgen geht’s nach Hause“, sagte ich. „Ich werd euch alle schrecklich vermissen!“ „Du kannst uns doch besuchen kommen!“, rief Fred. „Ja, das wäre super!“, rief George. „Echt?“, fragte ich ungläubig. „Klar.“ Die beiden hatten das zwar schon einmal gesagt, doch ich hatte es ihnen nicht so wirklich geglaubt. Wir saßen am Gryffindortisch in der Großen Halle. Da Hermine, Harry und Neville 150 Punkte verloren und somit unsere Führung zunichte gemacht hatten, hatte Slytherin den Hauspokal gewonnen. Die ganze Halle war in grün-silber und die Stimmung war mittelmäßig. Dumbledore erhob sich und sagte: „Wie es aussieht, hat Slytherin dieses Jahr den Hauspokal gewonnen. Doch wir müssen auch die jüngsten Ereignisse berücksichtigen.“ Dann vergab er 50 Punkte an Ron, 50 Punkte an Hermine und 60 Punkte an Harry. Ich rechnete eifrig mit und stieß George in die Seite. Er krümmte sich. „Oh, oh, sorry, ich wollte dich nicht verletzen.“ „Schon gut“, röchelte er. „Was ist denn?“ „Wir haben genau so viele Punkte wie Slytherin!“, rief ich. Die Nachricht verbreitete sich rasch den ganzen Tisch entlang und auch Huffelpuff und Rawenclaw jubelten. Ich war mir nicht sicher, ob es jemals schon vorgekommen war, dass zwei Häuser gleich viele Punkte hatten und war sehr gespannt, was nun passierte. „Und dann muss ich noch ein paar Punkte vergeben. Es bedeutet großen Mut, sich seinen Feinden in den Weg zu stellen. Doch noch mehr, sich seinen Freunden in den Weg zu stellen. Ich vergebe 10 Punkte an Neville Longbottom“, sagte Dumbledore. Die ganze Halle klatschte und jubelte, nur die Slytherins sahen drein, als hätten sie allesamt einen Wurm gegessen. Ich lachte laut und klopfte Neville auf die Schulter. Er war größtenteils unter einer Schar Gryffindors begraben, die sich allesamt mächtig freuten. Dann übergab Dumbledore Professor McGonagoll den Hauspokal und applaudierte. Es war alles einfach wunderbar. Die Fahrt mit dem Hogwartsexpress ging schnell vorüber. Wieder saß ich mit Fred, George und Will in einem Abteil und wir hatten eine Menge Spaß. Kurz bevor wir wieder in London waren zogen wir uns um und tauschten Adressen. Fred und George waren selber noch nie bei Will gewesen und wir alle vier freuten uns schon, uns bald wieder zu sehen. Auf dem Bahnsteig von 9 Ÿ liefen Will und ich zu unserem Vater, der zufälligerweise gleich neben Mrs Weasley stand, der Mutter von Fred und George. Als sie mich sah, schloss sie mich in die Arme und ich war darüber sehr überrascht. Doch ich nahm es hin und umarmte sie ebenfalls. Sie flüsterte mir ins Ohr: „Fred und George haben mir so viel von dir erzählt.“ Ich lächelte und sah verstohlen zu den beiden hinüber. Sie grinsten zurück. Ich streckte ihnen die Zunge raus und ging zurück zu meiner Familie. Als wir wieder auf dem Muggelbahnsteig waren, verabschiedeten wir uns allesamt von einander und versprachen zu schreiben. Das denken die anderen über dich: Harry: Chrissy? Die ist eigentlich voll in Ordnung, nur ich finde sie zu sehr Zwillingsmäßig. Wenn sie so weiter macht, wird sie genauso wie Fred und George! Fred: Ist das denn so schlimm? Harry: Nein, nein. Natürlich nicht... Hermine: Sie treibt zu viel Quatsch, aber im Großen und Ganzen ist sie ganz gut in der Schule. Ich mag sie. Ron: Sie ist cool. Ich komm auch gut mit ihr klar und wir sind eigentlich ganz gut befreundet. George: Meine beste Freundin! Ich hab sie furchtbar gerne und mit ihr kann man jeden Quatsch machen! Fred: Du sprichst mir aus der Seele, George. Sie hat einen super Humor. Draco: Nun ja, sie hängt mit den Weasleys ab, das erklärt doch alles... Obwohl ich sagen muss, dass sie echt heiß ist! Blaise: Sie ist echt süß! Gryffindor, nun gut, aber sonst... Lehrer: Recht gute Schülerin, doch außerhalb des Unterrichts macht sie nichts als Unsinn! Dumbledore: So ein nettes Mädchen! Der Hut erzählte mir, Slytherin wäre auch gut gewesen. Doch Gryffindor ist eindeutig ihr Haus! Voldemort: Halbblut, mh? Nun ja, wäre einen Versuch Wert sie von meinen Vorstellungen zu überzeugen. PS.: Du hast meine Lieblingsgeschichte! Herzlichen Glückwunsch. PPS.: Sorry dass die Geschichte so lang geworden ist, aber stell dir mal vor ich hätte alle sieben Jahre beschrieben! Deswegen findest du dein zweites Schuljahr in meinem nächsten Test ;) )

23.2 % der User hatten die Auswertung: Einleitung: Dein Name ist Heather Night. Du hast glatte blonde Haare und strahlend blaue Augen. Du bist mutig und freundlich, aber auch vorlaut und du kannst sehr stur sein. Du bist Reinblut, was du auch sehr vorteilhaft findest. Deine Eltern sind beide tot, du lebst mit deiner kleinen Schwester bei deiner Tante, die ebenfalls magisch ist. Du gehst nur mit deiner Tante in die Winkelgasse, deine Schwester lässt du Zuhause denn du findest sie viel zu nervig. Du kaufst dir außer deinem Zauberstab (Stechpalme, Drachenherzfaser, 11 œ Zoll) auch eine Eule, die du Ty nennst. Im Hogwartsexpress setzt du dich zu einem einzelnen Schüler, von dem du denkst, dass du mit dem klar kommen könntest. Du kommst nach Slytherin, was dir eigentlich auch ganz Recht ist. Dein Lieblingsfach ist Zaubertränke und mit Snape kommst du auch super klar. Aber Verteidigung gegen die dunklen Künste findest du vollkommen unnötig und McGonagoll kannst du überhaupt nicht ausstehen. Du brauchst viel Freiheit und kannst große Menschenmassen nicht groß leiden. Hier ist deine Geschichte: Ich starrte immer noch wie gebannt auf den Brief in meinen Händen. Ich würde tatsächlich nach Hogwarts gehen! Natürlich, es war ziemlich klar, schließlich waren sowohl meine Mutter als auch mein Vater magisch und, soweit ich wusste, auch alle anderen aus der Familie. Doch ehrlich gesagt hatte ich die Sorge, dass ich eine Squib sein könnte... Noch immer konnte ich es nicht so ganz fassen. HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI Schulleiter: Albus Dumbledore (Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst. Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer) Sehr geehrte Miss Night, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden sie eine liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten ihre Eule spätestens am 31. Juli. Mit freundlichen Grüßen Minerva McGonagoll Stellvertretende Schulleiterin Noch einmal las ich den Brief durch, wieder und wieder. Dann legte ich den Brief auf den Tisch und tanzte aufgeregt durch das ganze Haus. Gerade kam ich vor meinem Zimmer zum stehen, als meine kleine Schwester ihre Tür öffnete. „Was ist denn los?“, fragte sie und rieb sich die Augen. „Ich geh nach Hogwarts! Ich geh nach Hogwarts!“, rief ich singender Weise und begann wieder zu tanzen. Lilly, meine Schwester, machte große Augen. Jetzt öffnete sich noch eine Tür, die Tür meiner Tante. Sie steckte verschlafen ihren Kopf durch die Tür und murmelte: „Was macht ihr so'n Krach?“ „Willow! Willow! Heather geht nach Hogwarts!“, rief Lilly und lief zu meiner Tante Willow. „Wirklich?“, fragte Willow mich. Ich nickte. „Na dann werden wir wohl heute in die Winkelgasse müssen. Lilly kommst du mit?“ Ich stöhnte laut auf. „Kann sie nicht hier bleiben?“, fragte ich genervt. Lilly war drei Jahre jünger als ich und nervtötender ging es einfach nicht. „Na gut. Nach dem Frühstück geht es los“, sagte Tante Willow und schloss die Tür wieder. Lilly warf mir einen giftigen Blick zu und verschwand in ihrem Zimmer. Sie warf die Tür mit voller Wucht zu und ich musste grinsen. Es machte mir einen riesen Spaß meine Schwester zu ärgern. Dann ging ich in mein Zimmer, schlüpfte in meine Klamotten und stürmte zurück runter in die Küche. Dort deckte ich schnellstens den Tisch, damit wir so früh wie möglich aufbrechen könnten. Als Willow herunter kam, war alles fertig und wir aßen. Ich schlang mein Essen hastig hinunter und wartete dann ungeduldig, bis sie ihren Kaffee ausgetrunken hatte. „Also“, erklärte sie mir, „wir reisen mit Flohpulver. Bis jetzt hast du das erst einmal gemacht und dass war in ein Haus zwei Minuten von hier. Dieses mal wird es etwas schwieriger sein. Weißt du noch was du machen musst?“ „Klar“, sagte ich, nickte und griff in das Säckchen mit Flohpulver neben dem Kamin. Ich stieg in den Kamin, warf das Pulver vor mich auf den Boden und rief: „Winkelgasse!“ Grüne Flammen schossen auf und ich wurde durch die Kamine gequetscht. Auf so beengten Raum fühlte ich mich unwohl, doch ich wusste dass es nicht mehr lange dauern konnte. Deshalb schloss ich die Augen und wartete auf meine Ankunft. Kurze Zeit später rutschte ich aus einem Kamin in einer schäbigen Kneipe. Ich stand auf und klopfte mir die Kleidung ab. Schon bald kam Willow und stand neben mir. „Das hier ist der Pub ''Zum Tropfenden Kessel''. Wir gehen jetzt zur Hintertür hinaus und dann in die Winkelgasse hinein“, erklärte sie mir. Ich nickte und folgte ihr zur Tür. Willow wurde von mehreren Hexen und Zauberern begrüßt und ich sah mich neugierig um. Auf der anderen Seite der Hintertür, war nur ein typischer Hinterhof. Verwundert sah ich mich um. „Und wie kommen wir jetzt in die Winkelgasse?“, fragte ich. „Pass auf“, kam die Antwort. Wir traten beide auf die eine Mauer zu und Willow hob ihren Zauberstab. Sie zählte die Steine ab und tippte auf sie. Dann öffnete sich doch tatsächlich die Mauer und öffnete uns einen hohen Durchgang. Wir gingen hindurch und der Blick der sich uns bot war atemberaubend. Links und rechts säumten viele Läden die Straße. Willow hatte Lilly und mir bereits hiervon erzählt, doch uns nie mit genommen. Doch keine ihrer Erzählungen kam hier heran. Überall waren Reklametafeln und warben für die neuesten Angebote. Hexen und Zauberer bevölkerten die Straße und Kinder flitzten aufgeregt hindurch. „Zeig mal deinen Brief her, wo müssen wir denn überall hin?“ Ich kramte in meiner Tasche und reichte Willow dann den Brief. „Okay...“, sagte sie und überflog ihn. „Gehen wir zuerst zu Flourish und Blotts, Bücher kaufen.“ In dem Laden gab es ebenfalls unglaublich viel zu sehen. Die unglaublichsten Bücher lagen hier aus. „Hogwarts?“, fragte ein Zauberer mittleren Alters. Ich nickte. „Ja, erste Klasse.“ Der Mann flitzte durch die Regalreihen und kehrte kurz darauf mit einem Haufen Bücher in den Armen wieder. „Hier, bitteschön“, sagte er. Willow bezahlte und wir gingen wieder hinaus. Kurz sah Willow sich um, dann entschied sie sich für einen Laden: Ollivanders. „Hier bekommst du deinen Zauberstab“, sagte sie zu mir. In diesem Laden war es bedrückend still. Man konnte förmlich den Staub auf den Boden fallen hören. Auf einmal ertönte eine alte, staubige Stimme und ich zuckte erschrocken zusammen. „Ah, Miss Night. Ja, ich hatte sie schon erwartet. Ich bin Mister Ollivander“, sagte er. Er griff unter den Tresen und hob einen Maßstab in die Höhe. „Welches ist ihre Zauberstabhand?“, fragte er. Ich hob meine rechte Hand. Das Maßband schwebte auf mich zu und maß die Länge meines Arms, meiner Finger und sogar den Abstand meiner Augen und meiner Nase. Währenddessen lief Mr Ollivander in den hinteren Teil des Ladens und kehrte kurz darauf beladen mit langen Schachteln zurück. Er besah sich kurz die Maßangaben des Maßstabs, öffnete eine der Schachteln und reichte mir einen Zauberstab. „Ulme und Einhornschweifhaar. Probieren sie mal.“ Ich hob den Zauberstab, doch sogleich wurde er mir wieder entrissen und Mr Ollivander reichte mir den nächsten. „Stechpalme und Phönixfeder.“ Auch bei diesem passierte nichts. „Ah, ich glaube wir kommen der Sache schon näher. Probieren sie den hier einmal: Stechpalme und Drachenherzfaser, 11 œ Zoll.“ Ich hob den Zauberstab und ein zischendes Prickeln durchfuhr meinen Arm. Ich peitschte den Zauberstab durch die Luft. Rote und Grüne Funken sprühten aus der Spitze und Mr Ollivander klatschte: „Ja, ja, ausgezeichnet. Wirklich, wirklich, klasse.“ Ich war äußerst froh, während Willow wieder bezahlte. Wir gingen in noch ein paar Laden: in die Apotheke um Zutaten für den Zaubertrankunterricht zu kaufen, in Potages Kesselladen um einen Zinnkessel zu kaufen (obwohl ich ja gerne einen Selbst-Umrührenden haben wollte) und schließlich zu Madam Malkins, um Umhänge zu kaufen. Ich ging alleine hinein, Willow wollte uns ein Eis kaufen und dann vor dem Laden warten. Ich wurde begrüßt und stellte mich dann auf einen Hocker. Madam Malkin warf mir einen langen schwarzen Umhang über und begann dann ihn abzustecken. Gerade als sie begonnen hatte, trat ein Junge ein. Er musste ungefähr mein Alter sein, hatte weißblonde Haare und ein spitzes Gesicht; er sah recht hochnäsig drein. Er stellte sich auf den Hocker neben mich. „Bist du auch Hogwarts?“, fragte ich neugierig. „Jaah“, sagte er. „Weißt du schon in welches Haus du kommen wirst?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich hoffe nur, ich komme nicht nach Huffelpuff! Ich glaube, ich würde abhauen“, sagte ich. „Ganz meine Rede“, antwortete er. „Ich glaube, ich werde nach Slytherin kommen. Alle aus meiner Familie waren dort. Deine Eltern sind doch auch welche von uns, oder?“ „Ja, sie war eine Hexe, er ein Zauberer. Aber sie sind beide tot.“ „Oh, das tut mir Leid. Du lebst doch nicht etwa im Waisenhaus?“, sagte er. „Nein. Ich lebe bei meiner Tante.“ Er zog die Augenbraue hoch. Das sollte wohl heißen, ob sie auch magisch war. Ich nickte. „Nicht bewegen!“, zischte Madam Malkin. „Ich bin fertig mit dir. Du kannst herunter kommen.“ Ich sprang vom Hocker runter und drehte mich noch einmal um. „Meinst du, wir sehen uns wieder?“, fragte ich. „Da bin ich mir fast sicher“, sagte er. „Ich glaube, du wärst auch in Slytherin gut aufgehoben. Wie heißt du eigentlich?“ „Heather Night. Und du?“ „Draco Malfoy.“ „Na dann. Bis dann, Draco“, rief ich und stieß die Tür auf (bezahlt hatte ich schon). „Bis dann, Heather“, sagte er noch, aber so leise, dass ich es mir auch eingebildet hätte haben können. Vor der Tür wartete wie versprochen Willow, mit einem Eis in der Hand. „Wenn du möchtest, können wir dir gleich noch ein Tier kaufen.“ Ich nickte eifrig. „Gut, was möchtest du denn haben? Katze oder Eule?“ „Ich glaube eine Eule. Ich mag Katzen zwar auch, aber Eulen sind praktischer“, sagte ich. Willow nickte und führte mich zu einem Laden namens Eeylops Eulenkaufhaus. Drinnen war es dunkel und muffig. Hin und wieder ertönte ein Eulenschrei aus einer Ecke oder leuchtende Augen blitzten auf. Wieder draußen besah ich mir das wunderschöne Gefieder meiner Eule. Es schimmerte leicht rötlich, was für einen Steinkauz eigentlich recht ungewöhnlich ist. Sie war etwas kleiner, doch sehr stark wie mir der Verkäufer versicherte. Sie war wunderschön. „Ich nenne dich... Ty“, sagte ich und streichelte ihr übers Gefieder. „Können wir dann gehen?“, fragte Willow. Ich nickte und zusammen gingen wir zurück zum Tropfenden Kessel und dort in den Kamin um wieder nach Hause zu kommen. Am 1. September fuhren Willow und Lilly mich zum Bahnhof King's Cross. Lilly saß auf meinem Gepäckwagen und Willow schob ihn. „Heather, komm her“, sagte Willow und rief mich zu sich. Ich trat neben sie. „Halt den Wagen gut fest und renn auf diese Wand zu. Du wirst nicht gegen knallen sondern hindurch laufen. Auf der anderen Seite befindet sich Gleis 9 Ÿ. Lilly und ich kommen gleich nach.“ Ich nickte. Ich war zwar völlig perplex von dieser Mauer und hatte große Angst einfach gegen zu laufen, doch auch hiervon hatte Willow uns bereits erzählt. Also griff ich fest den Wagen und lief auf die Mauer zu. Zuerst langsam, doch dann wurde ich immer schneller. Ich traute dem hier immer weniger und kniff die Augen zu, damit ich den Aufprall zumindest nicht sehen musste. Mir kribbelte der ganze Körper als ich bei der Mauer ankam und dann – nichts mehr. Ich schlug die Augen auf und sah auf einen überfüllten Bahnsteig. Mädchen und Jungen verabschiedeten sich von ihren Familien, manche sogar tränenreich. „Warte, ich helfe dir den Koffer hoch zu tragen, dann kannst du dir ein Abteil suchen. Ja?“, fragte Willow. „Ja, danke“, antwortete ich. Dann drehte ich mich zu Lilly um und sagte: „Ich sag dir jetzt schon mal tschüss, okay?“ Dann umarmte ich sie. „Ich werde dich vermissen“, flüsterte sie mir ins Ohr. „Ich dich auch, kleine Nervensäge“, flüsterte ich zurück und grinste. Dann schnappte ich mir meinen Koffer und stieg in den Zug ein. Drinnen war es recht warm. Ich schleppte meinen schweren Koffer durch den Gang, auf der Suche nach einem Abteil in das ich mich setzen konnte. Größtenteils waren sie allerdings alle voll. Ein Abteil schien auf den ersten Blick leer zu sein, doch darin saß ein kleiner schwarzhaariger Junge. Er hielt das Gesicht gegen die Scheibe gedrückt und starrte auf den Bahnsteig. Er trug viel zu große zerschissene Klamotten. Sofort trat ich wieder den Rückzug an und setzte meine Suche fort. Bald schon kam ich an einem weiteren fast leeren Abteil vorbei. Dort saß der Junge aus Madam Malkins, Draco Malfoy. Ich klopfte an die Tür und schob sie auf. Draco sah auf und ein erkennender Ausdruck trat in seine Augen. „Hi“, sagte ich. „Darf ich mich setzen?“ „Ja, klar“, sagte er und zeigte auf die Sitze sich gegenüber. „Heather Night, richtig?“ Ich nickte. „Genau.“ Ich verstaute meinen Koffer in der Ablage und setzte mich. „Hast du was dagegen, wenn ich meine Eule aus dem Käfig lasse?“, fragte ich. Er schüttelte den Kopf. Dann öffnete ich den Eulenkäfig und Ty flog heraus. Einen Moment lang flog sie im Abteil hin und her, dann setzte sie sich auf die Gepäckablage. Ich folgte ihr mit den Augen und bemerkte dass Draco dasselbe tat. Ich musste grinsen und er fragte: „Was ist denn so lustig?“ „Nichts, nichts.“ „Was ist denn das für eine Eule?“, fragte er, den Blick wieder auf Ty gerichtet. „Ein Steinkauz.“ „Echt? Dafür ist sie ja recht groß.“ „Ja“, sagte ich stolz. „Und das rote Gefieder ist auch ungewöhnlich. Ich hab sie Ty genannt.“ „Hübsch. Ich hab auch eine Eule. Eine riesige Adlereule. Aber jetzt ist sie noch Zuhause, sie bringt mir dann morgen die Sachen, die ich vergessen habe. Zusammen mit einer hübschen Portion Süßigkeiten“, sagte er und lächelte. Die Abteiltür wurde abrupt aufgerissen und ich zuckte leicht erschrocken zusammen. In der Tür standen zwei Jungs. Beide waren groß und breitschultrig, hatten dunkle Haare und Muskeln. „Ist hier noch Platz?“, fragte einer der beiden. Draco und ich nickten gleichzeitig. Ich rutschte neben Draco und die beiden Jungen setzten sich uns gegenüber. „Ich bin Gregory Goyle und das ist Vincent Crabbe“, sagte der eine. „Hi, Jungs. Ich bin Heather Night und das hier ist Draco Malfoy“, sagte ich. „Seid ihr … ähm … Reinblütig?“, kam sogleich die Frage von Draco. Ich erinnerte mich, dass er mich damals auch nach meinem Blutstatus gefragt hatte; scheinbar war ihm das sehr wichtig. Vincent und Gregory nickten und Draco lehnte sich entspannt zurück. Dann fuhr der Zug ruckelnd los. Draco und ich wurden fast von den Sitzen geschleudert, während die anderen beiden in ihre Sitze gedrückt wurden. Ich krallte mich erschrocken an Dracos Arm fest. „Nicht runter fallen“, sagte er und schob mich wieder auf meinen Sitz. „Sorry, war nicht meine Absicht“, murmelte ich. Ich spürte wie ich rot wurde, ich hasste mich dafür, und bemerkte das Draco gerade zu einer Bemerkung ansetzte, doch unterbrochen wurde als abermals die Abteiltür aufging. „Hier ist schon voll“, sagte Draco genervt und sah zur Tür. Dort stand ein kleines Mädchen mit schwarzen Haaren und einem leicht eingedrückten Gesicht. Ich fand, dass sie ein wenig an einen Mops erinnerte. Sie musterte kurz die Runde bevor sie rief: „Harry Potter sitzt drei Abteile weiter!“ „Was?“, fragte Draco erstaunt. „Der Harry Potter?“, fragte ich. Sie nickte aufgeregt. Draco stand auf und sagte: „Crabbe, Goyle, kommt mit.“ Dann schob er sich an dem Mädchen vorbei. Ich wollte auch gerade aufstehen und ihnen folgen, doch Draco drehte sich noch mit einem letzten Blick auf mich um und sagte dann nachdrücklich: „Nein, Heather. Du bleibst hier.“ Enttäuscht setzte ich mich wieder. Trübsinnig starrte ich vor mich hin. Dann fiel mir wieder ein, dass das Mädchen immer noch da sein müsste. Ich sah zu ihr auf und bemerkte ihren Blick. Sie sah Draco, Gregory und Vincent nach. Ich räusperte mich und sie zuckte zusammen. „Willst du dich nicht kurz setzen?“, fragte ich. Sie nickte leicht zerstreut, warf noch einen letzten Blick auf die Jungs und kam dann ins Abteil. Ich musste ein Lachen unterdrücken. Sie hatte einen sehnsüchtigen Blick zu den anderen geworfen. „Wer war das?“, hauchte sie. „Wen meinst du?“ Sie errötete leicht. „Den Blonden.“ „Draco Malfoy“, antwortete ich. „Und wer bist du?“ „Pansy Parkinson.“ „Heather Night“, stellte ich mich vor. „Bist du Reinblut?“ Jetzt hörte ich mich schon fast so an wie Draco! Sie nickte schüchtern. Eine Weile unterhielten wir uns noch über unsere Familien und in welches Haus wir wohl kommen würden. Doch bald darauf erschien ein gellender Schrei und lautes Fußgetrappel war zu hören. Dann wurde die Abteiltür aufgerissen und Draco, Crabbe und Goyle stürmten herein. „Was ist denn mit euch los?“, fragte ich erstaunt und kicherte angesichts ihrer erschrockenen Mienen. „Da war … eine Ratte … in den … Süßigkeiten“, stammelte Goyle völlig außer Atem. Die drei erzählten Pansy und mir, was in dem Abteil mit Harry Potter passiert war. Den Rest der Fahrt erzählten wir einander von uns und unseren Familien. Als der Zug dann in `Hogsmeade' hielt, sprangen wir zusammen aus dem Zug und versammelten uns mit den anderen Erstklässlern. Da wir alle Reinblut waren, wurden wir schon hinreichend über alles vor der Auswahl informiert. Ein hünenhafter Kerl – er stellte sich als Hagrid vor – rief uns alle zu sich und führte uns dann hinab zum See. Maulend stiegen wir zu fünft in eines der Boote und murrten darüber, dass die anderen mit Kutschen fahren durften, während wir mit Booten fahren mussten. Na wenigstens regnete es nicht. Kurz darauf kam das Schloss in Sicht. Zum ersten Mal sah ich Hogwarts wirklich. Bis jetzt hatte ich nur Bilder gesehen, doch es war noch viel unglaublicher, als ich es mir vorgestellt hatte. Doch schon bald wurde uns die Sicht versperrt, denn wir fuhren unter einer Brücke hindurch und mussten alle die Köpfe senken. Als wir wieder ans Licht kamen, waren wir ganz nah am Schloss dran und stießen ans Ufer. Hagrid führte uns ans Portal, dort überreichte er uns an eine Professorin, die sich als Minerva McGonagoll vorstellte. Sie führte uns vorerst in einen kleinen Raum neben der Großen Halle und verabschiedete uns mit den Worten, dass sie gleich zurück sein werde. Viele der Schüler diskutierten über die Methode des Verteilens auf die Häuser. Auch ich war mir der Sache nicht mehr so sicher und deshalb fragte ich: „Draco, wir müssen doch nur einen Hut aufsetzen, oder etwa nicht?“ „Doch, doch“, sagte er. „Ich frage mich, ob der Hut die Fragen laut stellt, oder nur im Kopf mit uns spricht.“ Beunruhigt hoffte ich auf Letzteres. Dann fuhr ich erschrocken herum, als viele der anderen entsetzt aufschrien. Schnell erkannte ich auch den Grund dafür: Mehrere Geister schwebten durch die Wand auf uns zu und unterhielten sich dabei. „Was wollen die denn hier?“, fragte Draco ganz entgeistert und Pansy wurde seehr weiß im Gesicht. Ich fand die Geister gar nicht mal so schlimm, nur hatte mich ihr plötzliches Erscheinen total erschrocken. „Na na, was macht ihr denn?“, fragte eines der Geister. Keiner antwortete und dann trat Professorin McGonagoll wieder in den Raum und sagte: „Es ist alles für euch vorbereitet.“ Dann führte sie uns in die Große Halle, zwischen den Schülern hindurch (die uns alle mit großen Augen anstarrten; ich starrte trotzig zurück) und brachte uns schließlich vor den Lehrern zum Stehen. Sie entrollte ein langes Pergament und begann mit der Verteilung der Erstklässler. „Abbot, Hannah“ war als erste dran. Der Hut machte sie zur Huffelpuff und Draco schnaubte verächtlich neben mir: „Huffelpuff. Na wenn ich da hingeschickt werden würde...“ „...dann würdest du abhauen, ich weiß“, beendete ich seinen Satz. Crabbe und Goyle wurden ganz nach ihrer Erwartung zu Slytherins gemacht, wie auch Draco. Dann war ich dran. Tapfer und mit hoch erhobenen Kopf schritt ich auf den Stuhl zu, nahm Draco den Hut aus der Hand (er lächelte mir aufmunternd zu) und setzte mich. Der Hut rutschte mir über die Augen und eine klare Stimme ertönte in meinem Kopf: „Heather Night, soso. Von dir wird Großes erwartet.“ Erwartungsvoll saß ich auf dem Stuhl und wartete. „Da sehe ich Begabung, oja. Mut hast du auch, sehr viel sogar. Die Abenteuerlust ist genauso hoch wie dein Drang dich zu beweisen. Also, mal sehen. Stolz bist auch, wie ich sehe. Dann stecken wir dich am besten mal nach SLYTHERIN!“ Erleichtert setzte ich den Hut ab, wartete bis „Nott, Theodore“ bei mir war, übergab ihm den Hut und setzte mich an den klatschenden Tisch der Slytherins, gleich neben Draco. Nott wurde ebenfalls ein Slytherin und übergab den Hut an Pansy. Wie zu erwarten wurde sie auch zu einer Slytherin, sie nahm auf meiner anderen Seite Platz. Auf der anderen Seite von Draco saß der Blutige Baron, der Hausgeist von uns. Draco war darüber überhaupt nicht begeistert und er rutschte immer näher zu mir heran, nur um aus der Reichweite des Geistes zu kommen. Ich unterdrückte ein Lächeln. Nach drei weiteren Schülern (alle drei Mädchen) gab es Aufregung in der Halle. Hatte McGonagoll gerade wirklich „Potter, Harry“ gesagt? Aber natürlich hatte sie, Pansy hatte ja von ihm erzählt und Draco hatte sogar schon mit ihm gesprochen. Als er nach vorne trat, erkannte ich den Jungen mit den zu großen Klamotten, in dessen Abteil ich mich fast gesetzt hatte. Nach einer ganzen Weile schickte der Hut Harry nach Gryffindor. Draco schnaubte wieder verächtlich. „Nach Gryffindor, das war ja klar.“ Nach Potter kamen nur noch vier, einer davon „Zabini, Blaise“ der zu einem Slytherin wurde und sich Draco, Pansy und mir gegenüber, neben Theodore setzte. Nach dem Festessen gingen wir alle zu unserem Gemeinschaftsraum. Unser derzeitige Vertrauensschüler nannte uns das Passwort, 'Schlange', und wir traten ein. Der Raum war groß, recht dunkel gehalten und durch die wenigen Fenster knapp unter der Decke leuchtete grünes Licht herein. Da unser Gemeinschaftsraum in den Kerkern lag, zudem noch unter dem See, war es recht düster. Doch mir gefiel der Raum sofort und ich stürmte mit Pansy in unseren Schlafsaal um gleich die besten Betten zu besetzten. Gleich gegenüber der Tür saß schon ein Mädchen auf dem Bett. Sie war groß, hatte braune Haare und eine gedrungene, massige Statur. Pansy schmiss sich auf das Bett neben dem besetzten. Ich trat zu dem Mädchen und sagte: „Hey, ich bin Heather. Du?“ Sie sah auf und antwortete: „Millicent Bullstrode.“ „Hallo Milly“, sagte ich und musterte kurz sie und die anderen Betten im Raum. „Ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber du sitzt auf meinem Bett“, sagte ich kurz und gelassen. Irritiert sah sie auf und stutzte. „Was?“, fragte sie. „Du hast mich schon verstanden: Du sitzt auf meinem Bett!“, rief ich. Jetzt wurden Millys Augen von einem Schatten überzogen, sie stand auf und ragte drohend vor mir auf. Sie war ein ganzes Stückchen größer als ich und ich musste fast den Kopf in den Nacken legen um sie anzusehen. „Aber ich war zuerst hier“, sagte sie drohend und kniff die Augen zusammen. „Na uns?“, fragte ich gespielt lässig und begutachtete sie mit einem giftigen Blick. Jetzt war sie wieder verunsichert. Sie trat einen Schritt zurück, nahm ihr Gepäck auf und legte es auf das Bett neben meinem. Ich strahlte übers ganze Gesicht und rief gespielt entzückt: „Wir werden garantiert die besten Freundinnen!“ Dann setzte ich mich auf mein Bett und sah zu Pansy hinüber. Sie hatte sich ein Kissen vors Gesicht gedrückt um ihr Lachen zu ersticken. Ich sah sie nur kurz beifällig an, meine Augen funkelten. Dann wandte ich meinen Blick zur Tür, durch die gerade zwei Mädchen gestapft kamen. „Hallo“, sagte die eine. „Ich bin Daphne Greengrass.“ „Und ich bin Tracey Davis“, schloss die andere. Ich nickte kurz und sagte: „Heather Night. Das sind Pansy Parkinson und Millicent Bullstrode.“ Auch die beiden nickten und Tracey setzte sich auf das Bett neben Pansy, Daphne neben Milli. Den Rest des Abends sprachen wir über uns und unsere Familien. Ich versuchte mir alles ganz genau zu merken, damit ich wusste mit wem ich es zu tun hatte. Bei Milli hatte ich mir schon die nötige Position verschaffen, bei Daphne und Tracey musste das jetzt passieren. Ich erzählte von Willow und Lilly, meinen toten Eltern und wie gut wir leben. Schließlich hatten wir eine kleine Villa, wenn es auch nicht ein riesiges Anwesen ist. Die anderen hörten beeindruckt zu und ich lächelte zufrieden. Irgendwann fiel Traceys Blick auf die Uhr und sie kreischte laut auf: „Oh nein! Es ist Mitternacht!“ „Echt schon?“, fragte Pansy, sie schien aufrichtig bestürzt. „Wieso ist das so schlimm? Müsstet ihr jetzt längst in euren Betten liegen und schlafen?“, lachte ich. Meine Augen begannen wieder gefährlich zu funkeln. Schnellstens versuchte ich einen freundlichen Blick aufzusetzen, immerhin war jetzt erst einmal Freundlichkeit wichtiger als Ansehen. Also gab ich klein bei und sagte: „Na gut, lasst uns das Licht ausmachen.“ ~~Zeitsprung~~ Die erste Flugstunde stand an; ich freute mich schon seit langer Zeit riesig darauf. Draco hatte lange Reden darüber gehalten, wie toll er schon fliegen konnte und dass es oft knapp gewesen war, den Muggeln nicht zu begegnen. Ich war beeindruckt, doch es packte mich immer ein leiser Zweifel wenn er davon sprach, denn immerhin hatte er keinen eigenen Besen und ich konnte mir seinen Vater oder seine Mutter nicht auf einem Besen vorstellen... Nun gut. Wir gingen alle zusammen raus. Madam Hooch stand schon da, sie hatte ungefähr 20 Besen auf den Boden gelegt. Kurz nach uns trafen auch die Gryffindors ein, mit denen wir leider Unterricht hatten. Sobald sie bei uns angekommen waren rief Madam Hooch: „Stellt euch neben die Besen!“ Wir taten wie gesagt; ich stand zwischen Draco und Pansy. Wir sollten die Besen in die Hand nehmen und aufsitzen. Ich schaffte es auf Anhieb und bekam sogar ein Lob von Madam Hooch, ganz anders als Draco. Denn ihm musste sie es erst noch einmal zeigen, wie er genau sitzen musste. „Aber so bin ich schon immer geflogen!“, entrüstete er sich. „Na dann hast du es halt schon immer falsch gemacht“, sagte sie und die Gryffindors lachten. Ich aber tätschelte Draco den Arm und sagte: „Passt schon, Draco. Ist doch jetzt auch egal.“ Er nickte und setzte sich so, wie Madam Hooch uns angewiesen hatte. Dann stieß Longbottom sich plötzlich kraftvoll vom Boden ab und stieg in die Luft, obwohl wir noch gar nicht fliegen durften. „Wieso darf er fliegen und wir nicht?“, fragte ich verärgert. Doch Longbottom schien nicht wirklich glücklich in der Luft, er zog ein sehr ängstliches Gesicht. Er schraubte sich immer höher, bis sein Besen anfing zu buckeln. Er konnte sich nicht mehr halten und fiel. Ich hielt entsetzt die Luft an, denn – Gryffindor hin oder her – da fiel jemand mindestens 10 Meter hinunter, auf den harten Grasboden! Draco war scheinbar anderer Ansicht: „Geschieht ihm ganz Recht! Elender Gryffindor. Dieser Lahmarsch kann doch sowieso nichts.“ Pansy pflichtete ihm schnell bei. Schließlich schlug Longbottom auf dem Boden auf und ein lautes, ekliges Knacken ertönte. Sofort schloss sich eine Traube aus Gryffindors um ihn. Madam Hooch quetschte sich hindurch und schleppte Longbottom dann zum Krankenflügel. Draco hob währenddessen eine kleine weiße Kugel auf. „Seht nur, was der Lahmarsch verloren hat“, rief er und hielt die Kugel hoch in die Luft. Potter schritt auf ihn zu und zischte: „Gib es her, Malfoy.“ „Wie wär's, wenn ich es hoch oben ablege damit Longbottom es sich abholen kann? Wie wär es zum Beispiel oben auf einem Baum?“, fragte Draco, als hätte er Potter nicht gehört. Dann schnappte er sich einen Besen und stieg hoch in die Luft. Okay, also fliegen kann er, das war klar. Wütend wollte sich auch Potter einen Besen schnappen, doch Granger hielt ihn auf. Schließlich gab sie doch widerwillig den Weg frei und Potter stieg ebenfalls hoch. Draco schien damit nicht ganz gerechnet zu haben, doch er fasste sich schnell und rief Potter etwas zu. Hier unten konnte man es leider nicht verstehen. Doch Potters Antwort schien Draco zu entmuntigen. Schnell fasste er einen Entschluss, holte weit aus und warf die Kugel, ein Erinnermich wie Pansy mir sagte, im hohen Bogen davon. Potter schoss hinterher und fing das Erinnermich gerade noch, bevor es auf dem Boden aufschlagen konnte. Sofort applaudierten alle Gryffindors, aber die meisten Slytherins schnaubten nur verächtlich. Ich interessierte mich nicht groß dafür, ich wollte lieber jetzt selber fliegen. Doch als Pansy aufgeregt zum Schloss zeigte, lenkte sie mich wiederum ab. Dort kam McGonagoll wütend angestapft. Sie schrie wütend etwas zu Potter und schleifte ihn dann mit sich zum Schloss. Jetzt lachten ausnahmslos alle Slytherins schallend los. Die Gryffindors sahen betreten zu Boden. Eben noch war Potter kurzer Hand zum Held geworden und nun würde er höchst wahrscheinlich von Hogwarts fliegen. Ich grinste finster und sah Draco selbstsicher lächeln. Kurz darauf kam auch Madam Hooch wieder; scheinbar hatte sie McGonagoll getroffen, denn sie sah recht wütend drein. „Ist noch jemand anderes von ihnen geflogen, außer Mr Potter?“, fragte sie. „Malfoy ist geflogen, Professor“, rief Hermine Granger hitzig. „So?“, fragte Madam Hooch und trat auf Draco zu. „Bist du?“ „Nun ja... Ich saß auf dem Besen, bin aber nicht geflogen. Das haben sie uns doch verboten, Professor“, sagte er unschuldig und sah sie mit großen Augen an. Pansy und ich mussten uns stark zusammen reißen, um nicht lauthals los zu lachen. „Nun denn“, sagte Madam Hooch und sah Draco unsicher an. Da es keine Beweise gab, mit Ausnahme der Beteuerung aller Gryffindors (wogegen wir Slytherins die ganze Zeit gegen ansteuerten), konnte sie nichts weiter tun und somit fuhr sie mit dem Unterricht fort. Die Griffe kannten wir jetzt alle schon und deswegen durften wir sogleich alle los fliegen. Zuerst nur ein paar Meter, doch schnell hatten viele den Dreh raus und durften höher fliegen. Draco hatte ja schon gezeigt dass er fliegen konnte und Pansy bewies, dass sie es überhaupt nicht konnte. Ich wurde sogar von Madam Hooch gelobt, obwohl ich das erste Mal auf einem Besen saß. Auch Draco schien beeindruckt. Er flog am höchsten von allen und zog dort seine Runden. Doch als ich neben ihm auftauchte, war er wirklich überrascht und ich bedeutete ihm nach Pansy, Crabbe und Goyle zu sehen, die hoffnungslos am Boden herum flogen. „Also entweder haben sie die falschen Besen oder sie sind einfach nur schlecht“, grinste ich. Mit einem kurzen abschätzigen Blick sah Draco auf die drei und sagte dann lachend: „Ich glaube beides.“ Ich stimmte ihn zu und flog dann zu Pansy. „Wie kommst du zu Recht?“, fragte ich und sah belustigt zu ihrem ruckelnden Besen. „Dieser Besen... ist... schrecklich“, sagte sie zwischen einigen heftigen Rucklern. „Und grins nicht so doof!“ Ich grinste natürlich noch breiter und fragte dann freundschaftlich: „Sollen wir die Besen tauschen? Vielleicht klappts dann ja besser.“ Sie war total begeistert und kletterte kompliziert von ihrem Besen. Ich überreichte ihr meinen und stieg auf ihren. Tatsächlich war es ein recht schwieriger Besen, doch Pansy erging es auf dem neuen Besen nicht besser als auf dem letzten. Ich bugsierte den Besen wieder zu Draco hoch und ließ ihn neben ihm zum Stehen kommen. „Also, dieser Besen ist wirklich schrecklich“, sagte ich und keuchte. „Aber das war scheinbar nicht Pansys einzige Sorge“, fügte Draco hinzu und sah wieder zu ihr runter. Tatsächlich bockte der Besen jetzt wieder total, aber ich versicherte Draco dass das eindeutig an ihr lag, da er bei mir nicht gebuckelt hatte. „Und das liegt eindeutig nicht an deinem großartigen Flugtalent?“, fragte er und stieß mich in die Seite. Mein Besen driftete ab und kurze Zeit hatte ich den Besen nicht im Griff. Dann gewann ich aber wieder die Kontrolle und flog wieder zu Draco. Leicht errötend antwortete ich: „Nein, ich glaube dieses Mal ist es etwas anderes.“ Der Rest der Flugstunde verflog wie im Flug (haha, Wortwitz!) und schon bald waren wir wieder im Schloss. Für heute war es die letzte Stunde gewesen und wir gingen alle zusammen in den Gemeinschaftsraum. „Hey Heather, warte Mal“, rief eine Stimme hinter mir und ich sah mich überrascht um. Dort stand Blaise und ich entspannte mich wieder. Kurz hatte ich gedacht, es wäre jemand anderes. Ich hatte sogar schon meinen Zauberstab gezückt. „Wolltest du mich etwa angreifen?“, fragte Blaise spöttisch mit einem Blick auf den Zauberstab, den ich immer noch fest umklammert hielt. Kurz schüttelte ich den Kopf. „Pass auf, sonst bricht er noch“, sagte er. Ich quittierte das mit einem Grinsen und sagte: „Keine Sorge, Blaise. Mein Zauberstab ist aus Stechpalme, das bricht nicht so schnell.“ „Wollen wir es ausprobieren?“, fragte er und trat einen Schritt näher. „Komm noch einen Schritt näher, Zabini, und es wird dein letzter gewesen sein“, sage ich drohend, jedoch mit einem spöttischen Funkeln in den Augen. „Ich mag vielleicht Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht mögen, das heißt aber nicht dass ich schlecht darin bin.“ Kurz blitzte die Angst in seinen Augen auf und ich lachte schallend los. Einen weiteren Blick auf Blaise und ich konnte mich kaum einkriegen vor Lachen. Er stand verdattert vor mir und wusste sich nicht so Recht zu helfen. Dann kam einer dieser Weasleys um die Ecke, der der Vertrauensschüler war, und sah zu uns rüber. „Was macht ihr hier?“, fragte er mit autoritärer Stimme. Bei seinen Worten musste ich noch mehr Lachen, fragt mich nicht warum. Weasley zog hochnäsig eine Augenbraue hoch und musterte mich von oben bis unten. Dann wandte er sich an Blaise und sagte: „Hast du sie mit einem Fluch belegt?“ „Nein, hab ich nicht“, sagte er schroff und sah Weasley feindselig an. „Was macht ihr denn überhaupt hier?“, fragte dieser. Jetzt war er sichtlich unsicher, scheinbar wusste er nicht recht was er von der Situation halten sollte. „Da drüben ist unser Gemeinschaftsraum. Ist es uns verboten hier zu sein?“, fragte Blaise herablassend, drehte sich zu mir um, packte mich am Arm und bugsierte mich zum Gemeinschaftsraum. „Komm, wir gehen, Heather“, sagte er und stieß die Tür auf. Allmählich hatte ich mich beruhigt und japste nach Luft. Draco saß mit seinen Leibwächtern und Pansy auf dem Sofa und sah misstrauisch zu uns herüber. Ich tappte zu ihm und setzte mich mit Blaise auf das Sofa gegenüber von ihnen. Erst jetzt fiel mir wieder ein, warum ich Blaise überhaupt getroffen hatte und ich wandte mich ihm zu. „Was wolltest du eigentlich von mir?“, fragte ich ihn und merkte wie er sich leicht versteifte. „Ich... ähm... ich wollte dich dazu... ähm... beglückwünschen das du so toll fliegen kannst“, murmelte er. Verwundert sah ich ihn an. Ich glaubte ihm kein Wort. Doch ich war nicht umsonst in Slytherin. Ich war hartnäckig und nahm kaum ein Blatt vor den Mund. „Sag schon was los ist. Das wolltest du mir garantiert nicht sagen.“ Vorsichtig warf er einen Blick zu Draco, der uns beide mit durchdringendem Blick musterte. „Ach, nicht so wichtig“, beeilte Blaise sich zu sagen und ich sah beunruhigt von Draco zu Blaise. Doch ich ließ die Sache darauf beruhen, jetzt hatte ich keine Lust darauf zu reagieren. Ich konnte Blaise auch später noch darauf ansprechen. ~~Zeitsprung~~ Die nächsten Tage vergaß ich völlig Blaise darauf anzusprechen, ich war vollauf mit dem Unterricht beschäftigt. Die Prüfungen standen nun an. Verteidigung gegen die dunklen Künste klappte zu meinem eigenen Erstaunen sehr gut, doch Astronomie lag mir überhaupt nicht. In Zaubertränke war ich okay, immerhin hatte ich nichts in die Luft gejagt. Aber da Snape unser Hauslehrer ist, ist er immer sehr nachsichtig mit uns und selbst die Schlechteren wie Crabbe und Goyle bestanden die Tests. „Und wie ist Zauberereigeschichte gelaufen?“, fragte Draco. Er lehnte selbstgefällig vor dem Klassenzimmer und seine Augen blitzten vor Genugtuung. „Boah, schrecklich! Wie hast du es nur geschafft dich davon zu entbinden?“, fragte ich immer noch ungläubig. „Tja, ich habe da so meine Quellen...“, sagte er und grinste. Ich schlug ihm leicht auf den Arm und zog neugierig die Augenbrauen hoch. „Und diese Quelle heißt?“ Verschwörerisch zog er ebenfalls die Brauen in die Höhe. Dann flüsterte er: „Mein Vater.“ Genervt verdrehte ich die Augen und grinste spöttisch. „War ja klar. Der große Lucius Malfoy weiß alles und erfüllt seinem Lieblingssohn jeden Wunsch.“ Ich klang leicht höhnisch und bei jedem anderen wäre Draco an die Decke gegangen, doch bei mir ließ er es immer durch gehen. Auch er grinste, dann hakte ich mich bei ihm unter und zog ihn nach draußen. Pansy, Blaise und die Leibwächter folgten. Wir gingen zum See und ließen uns nieder. Jetzt hatten wir alle Prüfungen überstanden und konnten endlich nichts tun. Nach einiger Zeit gesellten sich sogar Theodore Nott und Daphne Greengrass zu uns. Sie kamen zwar nicht zusammen, schienen sich aber abgesprochen zu haben zu uns zu kommen. Draco sah die beiden misstrauisch an, doch ich winkte sie zu uns. Heute hatte sogar ich ein gutes Herz und Theo ließ sich erleichtert neben mir nieder und Daphne setzte sich nach einigem Zögern neben Pansy. Als dann auch noch Millicent Bullstrode kam, wurden wir allmählich zu viele, doch es war uns egal. Sie ließ sich sofort neben Crabbe und Goyle fallen und lächelte grimmig in die Runde. Die letzten Tage waren echt wunderbar. Alles war total chaotisch, doch ich freute mich die letzte Zeit so entspannt mit meinen Freunden genießen zu können. Eine Woche später war es dann so weit: Die Sommerferien standen an und wir mussten alle nach Hogsmeade. Die Kutschen schienen uns nur zur Schule zu bringen, also mussten wir laufen. „Warum, zur Hölle, müssen wir bitte laufen?“, fragte ich entnervt. Draco seufzte nur tief und Blaise zuckte mit den Schultern. Der Weg war eigentlich ganz lustig, immerhin mussten wir unsere Sachen nicht tragen, doch natürlich stellten wir uns total an und sobald jemand aus einem der anderen Häuser in Sicht kam, nörgelten wir besonders laut. Am Bahnsteig angekommen, fuhr der Zug gerade ein. Wir schoben uns durch die anderen Schüler und suchten uns ein Abteil. In der Mitte des Wagons angekommen, schob ich die Tür auf und ließ mich mitten auf eine der Sitzbänke fallen. Lachend setzte Draco sich neben mich ans Fenster und Blaise ihm gegenüber. Dracos Leibwächter ließen sich schnaufend neben Blaise nieder. Nun war nur noch ein Platz im Abteil, doch standen vier Leute vor der Abteiltür: Pansy, Theo, Daphne und Milli. Eigentlich müsste Pansy zu uns, doch bevor eines der Mädchen reagieren konnte, schob Theo sich durch die Tür und ließ sich neben mir fallen. Er lächelte selbstgefällig und ich grinste ihn an. Jetzt war ich zwar das einzige Mädchen im Abteil, aber was solls. Sowas war noch nie ein Problem von mir gewesen. Die Mädchen zogen finstere Blicke, doch keiner von uns beachtete sie. Schmollend suchten sie sich ein eigenes Abteil und wir anderen lachten. Seufzend hob ich die Beine und legte meine Füße auf die Knie von Goyle, der mir gegenüber saß. Er machte den Mund auf um etwas zu sagen, doch ich sah ihn nur warnend an und er hielt die Klappe. „Ist ganz praktisch ein Mädchen zu sein, nicht Heather? Alle Jungs tragen deine Bücher, machen dir Komplimente und lassen sich als Fußablage benutzen“, sagte Theo und lachte wieder. „Tja, ja. Da haste wohl Recht“, pflichtete ich ihm bei und grinste. Blaise und Draco tauschten einen Blick, bevor auch sie anfingen zu lachen. Crabbe und Goyle fingen erst später an, scheinbar kamen sie mal wieder nicht mit. Ihre Gehirne waren einfach Erbsengröße und wir sollten stolz auf die beiden sein, wenn sie nach den Ferien noch unsere Namen konnten... Nun ja. Wir redeten über dies und das und nach einiger Zeit kamen wir dann doch mal in London an. Der Zug fuhr in Kings Cross ein und das große Schild mit der Aufschrift 9 Ÿ kam in Sicht. „So, das wars dann wohl erstmal“, sagte ich und stand auf. Auch die anderen erhoben sich und hievten ihre Koffer von der Ablage. Ich wäre stark genug gewesen meinen runter zu heben, doch wenn man schon die Chance hatte... ;) „Draco, würdest du mir vielleicht helfen?“, fragte ich unschuldig wie ein kleines Mädchen. Ein spöttisches Funkeln fuhr durch meine Augen und ich war mir durchaus bewusst, dass Draco es bemerkte. Er lächelte verschmitzt, drehte sich um und sagte: „Crabbe, Goyle, holt den Koffer da runter!“ Er deutete auf meinen Koffer und sprach in Befehlshaberischem Ton. Ich prustete los, als die Beiden taten wie ihnen geheißen. Blaise und Theo verdrehten beide die Augen. Ich fand es unglaublich lustig, dass Crabbe und Goyle jetzt schon alles taten, was Draco ihnen sagte. Die beiden brauchten scheinbar jemanden, der ihnen sagte was sie zu tun hatten, sonst wären sie komplett verloren. Wie hatten sie es nur die letzten 11 Jahre geschafft? Immer noch lachend verließen wir das Abteil und stiegen aus dem Zug. Auf dem Gleis sahen wir uns nach unseren Familien um. Die Eltern von Draco standen zusammen mit Blaise Mutter und Willow zusammen und unterhielten sich angeregt. Theo sah sich nach seinen Eltern um, entdeckte sie und verabschiedete sich von den Jungs. Vor mir angekommen zögerte er und ich umarmte ihn kurzer Hand. Zuerst schien er überrascht, doch dann schloss er mich ebenfalls kurz in die Arme und drehte sich um. Er winkte uns noch einmal zu und verschwand dann in der Menge. Draco und Blaise sahen mich erstaunt an. Scheinbar waren sie perplex, dass ich Theo umarmt hatte. Oder sie hatten mir so was warmherziges gar nicht zugetraut. Ich grinste nur verschmitzt, winkte Crabbe und Goyle, fasste Draco und Blaise am Handgelenk und zog sie hinter mir her zu unseren Familien. Lilly kam aufgeregt auf mich zu gerannt und umarmte mich stürmisch. Ich schloss die Arme um sie und lächelte sie an. „Deine Schwester?“, fragte eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich zu Draco um und nickte. Aufgeregt sah Lilly zu ihm auf und wandte den Blick hektisch von Draco zu Blaise und wieder zurück. Immer hin und her. „Wer ist das?“, fragte sie aufgeregt. „Draco!“, nahm Dracos Mutter mir einen Teil der Antwort ab und stürmte auf ihn zu. Sie umarmte ihn fest und wandte ihre Aufmerksamkeit dann an Blaise und mich. „Blaise Zabini und Heather Night?“, fragte sie. „Ich bin Narzissa Malfoy, Dracos Mutter. Ich habe mich gerade mit euren … nun ja...“, sie wandte den Blick auf Willow und wusste nicht so ganz was sie sagen sollte, „Erziehungsberechtigten gesprochen. Wir wollen euch in den Ferien mal zu uns einladen. Was haltet ihr davon?“ Aufgeregt tauschten wir drei einen Blick und nickten dann schnell. Mrs Malfoy lächelte und sagte: „Das habe ich mir schon gedacht.“ Dann wandte sie sich wieder an Willow und Mrs Zabini: „Wir werden Eulenkontakt halten.“ Dann verabschiedeten sie und ihr Mann sich und winkten Draco zu sich. Er wandte sich noch kurz zu uns um, um Tschüss zu sagen. „Dann bis bald“, sagte er und er und Blaise verabschiedeten sich per Handschlag. Dann wandte er sich mit erwartungsvoller Miene zu mir. „Was ist?“, fragte ich, gespielt verwundert. Ich wusste genau, dass er ebenfalls umarmt werden kann. Doch scheinbar konnte ich besser schauspielern als gedacht, denn Draco zog ein betretenes Gesicht und wollte sich schon umwenden, doch ich hielt ihn fest und drehte ihn wieder zu mir um. „Du wirst doch erst recht umarmt, wenn ich Theo umarme!“, rief ich und fiel ihm um den Hals. Er lächelte und drückte mich an sich. Ich grinste und schob ihn zu seinen Eltern, die bereits ungeduldig auf ihn warteten. „Geh schon. Wir sehen uns schon schnell genug wieder“, sagte ich. Er lächelte und ging mit seinen Eltern nach Hause. Nun standen noch Blaise und ich da. Auch wir verabschiedeten uns und ich umarmte auch ihn. Er lächelte und er verschwand mit seiner Mutter durch die Wand. Ich drehte mich zu Willow und Lilly und umarmte beide noch einmal. Willow drückte mich so sehr, dass ich kaum noch Luft bekam und als sie mich wieder los ließ, japste ich nach Sauerstoff. „Wir haben dich soo vermisst, Heather“, sagte sie und lächelte liebevoll. „Ich habe euch soo viel zu erzählen!“, rief ich aufgeregt und machte mich mit den beiden auf den Weg nach Hause. Es waren dann doch nur sechs Wochen, in denen ich Lilly alles über Hogwarts erzählen konnte, Willow die neuen Änderungen berichten konnte und Draco und Blaise zu besuchen. Dann würden wir am Ende der Ferien auch noch unseren Winkelgassenbesuch machen und ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie wir das alles bewerkstelligen sollten. Doch ich freute mich riesig auf die Zeit mit meiner Familie, ebenso wie auf die Schule (ja, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber hauptsächlich wegen meiner Freunde XD!). Lilly hüpfte aufgeregt um mich herum und löcherte mich jetzt schon mit Fragen. Ich seufzte wohlig. Schon jetzt nervte sie tierisch. Alles war wieder beim alten und es würden lange Ferien werden... Das denken die anderen über dich: Harry: Sie ist eindeutig eine Slytherin. Sie zieht gerne über andere her und diskriminiert andere. Ich trau ihr nicht so wirklich über den Weg, sie ist gefährlich... Ron: Da stimm ich dir zu Harry! Sie ist gemein und böse. Hermine: Sie bezeichnet mich oft als Schlammblut:'( Fred&George: Es ist eindeutig nicht in Ordnung wie sie andere behandelt. Aber ihr müsst zugeben, sie ist ganz schön süß! Draco: Meine beste Freundin! Nun gut, manchmal ist sie etwas dunkel, aber ich kann super mit ihr reden und sie ist einfach toll. Blaise: Ganz meine Rede Draco. Ich freue mich schon auf unser Treffen! Draco: Das Treffen bei mir? Blaise: Aber sicher doch. Sie ist einfach klasse und obwohl sie zu vielen recht verletzend ist, ist sie zu Freunden herzlich und offen. Die Lehrer: Sie ist eine ganz gute Schülerin. Dumbledore: Sie hat eine eigene Art, doch zu denen die sie wirklich kennen, ist sie großherzig. Sie hat etwas gutes. Voldemort: Sie würde eine exzellente Todesserin abgeben! Reinblut und willenstark. PS.: Sorry dass die Geschichte so lang geworden ist, aber stell dir mal vor ich hätte alle sieben Jahre beschrieben! Deswegen findest du dein zweites Schuljahr in meinem nächsten Test ;) )

28.31 % der User hatten die Auswertung: Einleitung: Dein Name ist Jenniffer Feather, du wirst aber fast nur Jenny genannt. DU hast braune schulterlange Haare und süße braune Augen. Zumindest meistens. Du bist Metamorphmagus, aber so siehst am liebsten aus. Du hast keine Geschwister, bist offen für alles neue, klug und hilfsbereit, ein klein wenig naiv aber trotzdem recht mutig und du setzt dich immer für deinen eigenen Willen ein, aber du bist nicht stur. Deine Eltern sind beide Muggel, daher überraschte es alle das du zaubern kannst, obwohl du immer schon besonders warst (das mit dem Aussehen verändern). Deine Eltern kümmern sich immer groß um dich und sie gehen zusammen mit dir und einer Ministeriumshexe in die Winkelgasse um alles zu kaufen und zu bestaunen. Dein Lieblingsfach ist Verwandlung. Zaubertränke magst du gar nicht, weil Snape dir immer zusetzt. Zu deinem eigenen Erstaunen magst du Quirrel am liebsten von allen Lehrern. Du liebst das Wasser und schwimmst für dein Leben gerne. Deine Geschichte: „Jenniffer Feather, komm sofort hier her!“, rief mein Vater. Oh je, was soll ich denn jetzt schon wieder gemacht haben? Beunruhigt trottete ich ins Wohnzimmer. Meine Eltern hatten schon oftmals Ärger mit den Eltern von Klassenkameraden oder mit Lehrern bekommen, weil sie dachten, sie würden es zulassen dass ich oftmals farbige Kontaktlinsen trug oder mir die Haare färbte. Da sie denen aber nichts gegenteiliges sagen konnten - wer würde schon glauben, dass ich mein Aussehen nur mit meinem Willen beeinflussen konnte – bekamen sie weiterhin Anschuldigungen, sie würden sich nicht gut genug um mich kümmern. Im Wohnzimmer angekommen, sah ich meine Eltern auf dem Sofa sitzen, ihnen gegenüber eine Frau mittleren Alters mit blonden Haaren und hellblauen Augen. Sie lächelte mir freundlich zu und sagte: „Du bist Jenniffer, richtig?“ Ich nickte stumm. Sie nickte lächelnd und bedeutete mir, mich zu setzen. Ich rutschte in den Sessel neben dem Sofa und tauschte einen Blick mit meinen Eltern. „Also, ich bin Kleo Honeyfer. Ich bin vom Ministerium. Aber“, hob sie an, als meine Eltern bestürzt drei sahen, „nicht von ihrem Ministerium. Unser Ministerium liegt zwar ebenfalls hier in London, doch ich bin mir sicher, das sie es nicht kennen. Nennen wir es einfach mal Zauberei-Ministerium. Ich bin hier...“ „Haben sie gesagt Zauberei?“, unterbrach sie mein Vater und warf mir einen Blick zu. Die Frau nickte. „Ich bin hier, um Jenniffer diesen Brief zu überreichen. Hier bitte. Lies laut vor.“ Sie reichte mir einen Brief und ich begann zu lesen: HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI Schulleiter: Albus Dumbledore (Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst. Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer) Sehr geehrte Miss Feather, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden sie eine liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten ihre Eule spätestens am 31. Juli. Mit freundlichen Grüßen Minerva McGonagoll Stellvertretende Schulleiterin Beeindruckt sah ich auf. „Das heißt... ich bin magisch?“ Kleo Honeyfer nickte beifällig. „Genau. Du bist Hexe.“ „Wow“, sagte ich und sah zu meinen Eltern. Meine Mutter war ehrlich überrascht, jedoch glücklich. Mein Vater hingegen schien kurz vorm Platzen zu sein, obwohl er sich stark anstrengte ruhig zu bleiben. „Und was genau bedeutet das?“, fragte Mom neugierig. „Das bedeutet, dass Jenniffer am 1. September mit dem Zug nach Hogwarts fahren wird. Dort lernt sie den magischen Umgang mit unserer Welt und natürlich wie sie sich mit Zauberei zurecht finden kann.“ „Wow“, wiederholte ich. „Eine Frage noch: Ist es für Zauberer und Hexen normal, das Aussehen zu verändern?“ Ms Honeyfer sah erstaunt aus. „Nein, eigentlich nicht. Es kommt schon mal vor, dass manche dies können, allerdings passiert das meist nur bei reinblütigen Familien.“ Dann wandte sie sich an meine Eltern und fragte: „Sie sind nicht zufälligerweise mit Joseph und Felice Feather verwandt?“ „Doch, das sind meine Eltern“, antwortete meine Mutter. Erstaunen zeichnete sich auf Ms Honeyfers Gesicht ab. „Ihre Eltern sind Magier“, sagte sie. „Vielleicht hat sie es von ihnen geerbt. Dann müssten sie eine Squib sein, dass tut mir Leid.“ Meine Großeltern sind Magier? Gut zu wissen. Und ich soll eine Hexe sein? Interessant. „Hier steht was von Büchern und so... Wo soll ich das denn her kriegen?“, meldete ich mich zu Wort. „Ach ja, natürlich. Das besorgst du dir in der Winkelgasse. Ich möchte ihnen anbieten, sie zu begleiten. Entweder jetzt gleich, oder ich komme morgen wieder.“ Fragend blickte sie in die Runde. „Wo ist denn diese Winkelgasse?“, fragte Mom. „Hier in London.“ „Dann gehen wir jetzt gleich“, sagte mein Vater und erhob sich. Wir standen mitten in London, vor einem CD-Geschäft. Meine Eltern sahen sich ratlos um, mein Blick galt einem schäbig aussehendem Pub neben dem CD-Laden. Bis jetzt war er mir noch nie aufgefallen, obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, war der wohl schon immer hier... Die Hexe, die gesagt hatte wir sollen sie Kleo nennen, ging zielstrebig auf den Pub zu. Ich hörte, wie Dad Mom etwas ins Ohr flüsterte: „Sieh sie dir doch nur einmal an! Die ist doch völlig gestört! Und jetzt rennt sie auch noch genau gegen die Wand!“ Ich wandte den Blick wieder Kleo zu, die gerade die Tür des Pubs aufstieß und uns zu sich winkte. „Kommt schon, rein da“, sagte ich zu meinen Eltern und folgte Kleo. „Wohin denn?“, schnauzte mein Vater. „Dort neben dem CD-Geschäft, siehst du es etwa nicht? Da ist ein alter schwarzer Pub. Dort geht sie hinein. Ihr müsst magisch denken“, sagte ich. Ich hatte mich vollkommen damit arrangiert eine Hexe zu sein, immmerhin würde das so einige merkwürdige Zwischenfälle erklären... Mom befolgte meine Anweisungen und keuchte auf einmal erschrocken auf: „Schatz, da ist wirklich ein Pub!“ Dann nahm sie Dad an der Hand und zog ihn hinter sich her in die Kneipe hinein. Ich sah mich noch einmal um und folgte dann den anderen. Im Inneren sah der Pub nicht viel anders als von außen aus. Alles wirkte schäbig und abgenutzt, durch die dreckigen Fenster fiel nur spärliches Licht und viele Leute saßen an den Tischen und tranken irgendetwas. Kleo ging zielstrebig auf eine Tür neben dem Tresen zu, grüßte kurz jemanden namens Tom, und trat dann durch die Tür. Wir folgten ihr und die Tür fiel wieder zurück ins Schloss. Ich wollte gerade fragen, was wir hier machen, denn wir standen nur in einem handelsüblichen Hinterhof. Doch bevor ich auch nur ein Wort gesagt hatte, zog Kleo ihren Zauberstab und tippte damit auf die Mauer. Einen Moment passierte nichts und Dad schnaubte verächtlich. Doch dann teilte sich die Mauer und öffnete einen großen Durchgang. Ich spähte hindurch und sah massenweise Menschen durch eine enge Gasse laufen, hie und da trat einer in einen Laden oder kam heraus und ich wünschte ich könnte alles sehen. Überall waren tausend Dinge die ich gerne näher untersuchen würde, doch ich hielt mich zurück. Kleo führte uns zuallererst in die „Apotheke“ in der wir Zutaten für den Zaubertrankunterricht kauften. Eine Frau im Laden schüttelte missbilligend den Kopf und meinte: „13 Silbersickel die Unze, das wird ja alles immer teurer hier.“ Die nächsten Läden hießen „Flourish&Blotts“ „Potages Kesselladen“ und „Madam Malkins“. Dann führte Kleo uns zu „Gringotts“. Uns begrüßten komische kleine Leute mit einer Verbeugung und öffneten uns die Tür. Dad beobachtete sie misstrauisch und ich fragte: „Was sind das für Leute?“ „Das sind Kobolde. Sie arbeiten hier in der Bank“, antwortete Kleo. An einem der Schalter hielt sie an und sagte zu einem der Kobolde: „Das hier ist Jenniffer Feather. Wir würden gerne etwas Geld tauschen.“ Der Kobold musterte mich eingehend und ich wand mich unter seinem Blick. „Nun gut. Wie viel Geld möchten sie tauschen?“, fragte er dann. Kleo sah sich kurz fragend zu meinen Eltern um, die allerdings nur mit den Schultern zuckten. „Ähm ja. Dann würde ich sagen... so 50 Galleonen? Dann hast du genug auf Vorrat.“ Der Kobold nickte und nannte die Summe. Mein Dad zahlte ihm das Geld und ich bekam einige goldene Münzen, silberne Münzen und bronzene Münzen. Kleo reichte mir einen Beutel und ich stopfte die Münzen hinein. Beim Hinausgehen reichte ich ihr ein paar der Münzen für das, was wir bis jetzt gekauft hatten. Dabei erklärte sie mir: „Die goldenen sind Galleonen, die silbernen Sickel und die bronzenen Knuts.“ Ich nickte als Zeichen dessen, dass ich verstanden hatte. Nun brauchten wir nur noch einen Zauberstab. Also gingen wir zu „Ollivanders“. Drinnen war es ganz still, gerade zu beängstigend still. Ganz plötzlich stand ein alter Mann vor mir. Zuerst erblickte er Kleo und sagte: „Hallo! Kleo Honeyfer, Rosenholz und Einhornschweifhaar, 12 Ÿ Zoll, fein und biegsam, nicht war?“ Kleo nickte und lächelte selig. „Ja genau, hier ist er“, sagte sie und hob ihren Zauberstab. Mr Ollivander nickte noch einmal und wandte sich dann an mich: „Jenniffer Feather. Schön Sie zu sehen.“ Verwirrt sah ich ihn an, doch er wandte sich um und kramte unter der Theke. Zum Vorschein kam ein Maßband. „Welche Hand ist ihre Zauberhand?“, fragte er. Ich ging mal davon aus, dass er mich fragte ob ich Links- oder Rechtshänder bin und streckte ihm meine rechte Hand entgegen. Er maß die Länge meines Arms, meines Unterarms, meines Oberarms, meiner Finger und den Durchmesser meines Oberarms. Dann ging er in den hinteren Teil des Ladens, während das Maßband weiter Sachen abmaß. Als Mr Ollivander zurückkehrte, war er mit langen Schachteln beladen. Er warf einen Blick auf die Messungen und öffnete dann die erste Schachtel. Zum Vorschein kam ein langer brauner Zauberstab, den er mir reichte. „Buche und Drachenherzfaser, 14 œ Zoll. Probieren sie mal, peitschen sie ihn durch die Luft“, sagte er. Ich hob den Stab, doch er nahm ihn mir sofort wieder weg und gab mir den nächsten: „Ahorn und Einhornschweifhaar, 12 Ÿ Zoll.“ Auch dieser Stab wurde mir wieder weggenommen, sobald ich ihn erhob. Kopfschüttelnd reichte er mir einen nach dem anderen, wobei nur das Holz variierte, der Kern blieb der selbe. Schließlich reichte er mir: „Kastanie und Einhornschweifhaar, 9 œ Zoll.“ Als ich diesen in die Luft hob, stoben rote Funken daraus hervor und alle klatschten. Ich hatte meine Eltern und Kleo völlig vergessen und zuckte zusammen, als sie sich bemerkbar machten. Meine Mom strahlte übers ganze Gesicht, während Dad immer noch misstrauisch wirkte. Ich bezahlte und wir machten uns wieder auf den Heimweg. Für heute hatte ich genug erlebt und ich brauchte erst einmal meine Ruhe, um das alles zu verdauen. ~~Zeitsprung~~ Der 1. September stand an. Wieder war Kleo gekommen, um uns bis zum Gleis zu begleiten. In Kings Cross gingen wir zu Gleis 9 und 10. Kleo überreichte mir meine Fahrkarte und ich warf einen Blick darauf: Der Hogwarts-Express würde um 11 Uhr von Gleis 9 Ÿ abfahren. Moment mal – Gleis 9 Ÿ? Das gibt es doch gar nicht! „Was soll das denn mit Gleis 9 Ÿ?“, fragte ich. „Gleis was?“, fragte mein Vater irritiert. „Gleis 9 Ÿ. Es ist ganz einfach. Siehst du hier diese Wand? Da musst du einfach durch laufen. Keine Angst, du wirst nirgendwo gegen laufen. Du kommst einfach auf der anderen Seite wieder raus und stehst dann auf Gleis 9 Ÿ“, sagte Kleo und schob mich auf die Wand zu. Ich hatte ungefähr fünf Meter Anlauf. Ich umfasste den Griff meines Gepäckwagens fest und lief los. Ich wurde immer schneller und kniff die Augen zu. Gerade als ich gegen die Wand knallte, kribbelte mein ganzer Körper und dann – hörte das Kribbeln auf. Ich öffnete die Augen und fand mich auf einem vollem Bahnsteig wieder, überall standen Eltern und jüngere Geschwister und verabschiedeten sich von den Hogwarts-Schülern. Einige Kinder stiegen bereits in den Zug. Einen Schritt trat ich beiseite, immerhin musste gleich Kleo mit meinen Eltern auftauchen. Und tatsächlich: Just in dem Moment schossen die drei auf den Bahnsteig. Mom und Dad sahen sich um und stutzten. Der Blick meiner Mom blieb an einem Schild hängen mit der Aufschrift: Gleis 9 Ÿ – Hogwartsexpress. Ich verabschiedete mich von Mom, Dad und Kleo und schleifte meinen Koffer zu einer der Waggontüren. Unter großer Anstrengung schaffte ich es, den Koffer hoch zu hieven und ich stieg ein. Mein Blick galt den Abteilen, doch die meisten waren bereits voll besetzt. Ein Abteil zog mich förmlich an, nur ein kleiner pausbäckiger Junge und ein Mädchen mit wirren buschigem Haar saßen darin. Zaghaft klopfte ich an und zog die Tür auf. „Ist hier noch Platz?“, fragte ich zögerlich. Der Junge nickte und das Mädchen begann gleich ganz aufgeregt zu erzählen, während ich mich setzte: „Hallo, ich bin Hermine Granger. Das hier ist Neville Longbottom, er hat grade seine Kröte verloren. Ich habe mich gefragt ob wir sie gleich mal suchen sollten, meinst du nicht auch? Was denkst du in welches Haus du kommen wirst? Ich hoffe ja ich komme nach Gryffindor, obwohl Ravenclaw auch super wäre. Eigentlich sind ja alle Häuser gleich gut, aber sei es drum. Kommst du aus einer Zaubererfamilie? Wie heißt du denn eigentlich?“ Das alles kam in einer Rekordgeschwindigkeit über ihre Lippen, dass ich erst einmal eine Weile brauchte um ihre Worte zu sortieren. Sie sah mich weiterhin erwartungsvoll an und ich beeilte mich schnell zu sagen. „Ich bin Jenniffer Feather. Meine Eltern sind normal, also ich meine Muggel, aber wie es aussieht ist waren die Eltern meiner Mutter beide magisch, also...“, sagte ich. Doch als ich Hermines Blick bemerkte, brach ich mitten im Satz ab. Sie starrte mich mit teils ungläubigen, teils respektvollen Blick an und ich wand mich unsicher. „Was ist denn? Warum siehst du mich so komisch an?“, fragte ich. Sie schloss geräuschvoll den Mund und sagte: „Deine... deine Großeltern waren ihrerzeit super Auroren!“, rief sie. „Ehrlich?“, sagte ich skeptisch. Ich hatte meine Schulbücher in den letzten paar Wochen durch gewälzt, doch nicht alles war hängen geblieben. „Was waren doch gleich Auroren?“, fragte ich zaghaft. Hermine verdrehte genervt die Augen und fiel in einen seltsamen Ton, als würde sie eine Sachbuchseite vorlesen: „Auroren bekämpfen Todesser. Das sind sozusagen die bösen Hexen und Zauberer.“ Sie schwafelte noch einige Zeit länger, doch ich stellte meine Ohren auf Durchzug und musterte Hermine, die mir gegenüber saß. Neville neben mir schniefte die ganze Zeit und irgendwann hörte Hermine endlich auf zu reden. Stumm betrachtete sie mich und dann Neville. „Ich finde, wir gehen jetzt Nevilles Kröte suchen“, sagte sie schließlich. Ach ja, seine Kröte. „Wie heißt deine Kröte denn, Neville?“, fragte ich und drehte mich halb zu ihm um. Überrascht angesprochen worden zu sein, zögerte er einen Moment, bevor er antwortete: „Trevor. Er heißt Trevor.“ Ich nickte und folgte Hermine, die bereits aufgestanden war und an der Abteiltür stand. Sie schob sie auf und trat auf den Flur. Hier teilten wir uns auf: Neville ging den Gang nach rechts und Hermine nach links. Ich folgte Hermine, unsicher wohin ich jetzt gehen sollte. Wir klapperten nur drei Abteile ab (keiner hatte die Kröte gesehen), bevor wir gezwungen waren umzudrehen, da uns eine Hexe mit einem Wagen voller Süßigkeiten entgegen kam. Deswegen kehrten wir zu unserem Abteil zurück, wo wir Neville vorfanden. Er hatte nach zwei Abteilen bereits den Mut verloren und war wieder hierher zurückgekehrt. Seufzend schnappte Hermine Neville am Arm und zog ihn mit sich. Diesmal ging sie in die Richtung, in die Neville zuerst gegangen war. Abermals folgte ich ihr. Neville sah unglücklich drein, vermutlich weil er seine Kröte immer noch nicht hatte und weil er jetzt von Hermine „verschleppt“ wurde. Im nächsten Abteil saßen nur zwei Jungs. Der eine von schmächtiger Statur hatte schwarze Haare, der andere war schlaksig und hatte rote Haare. Der rothaarige hob gerade seinen Zauberstab, als Hermine die Tür aufriss und sagte: „Habt ihr eine Kröte gesehen? Neville, hier, hat seine verloren.“ Die beiden Jungen schüttelten den Kopf und der mit den roten Haaren sagte: „Das haben wir dem da, eben auch schon gesagt.“ Doch Hermine ignorierte seine Bemerkung und sah interessiert auf seinen Zauberstab. „Oh, hier wird gerade gezaubert. Dann lass mal sehen“, sagte sie. Der Junge spannte sich an, hob dann aber den Zauberstab und sagte leise einen Zauberspruch, den ich leider nicht verstand. Hermine schnaubte nur und sagte: „Bist du dir sicher dass das ein richtiger Zauberspruch ist? Ich habe selber ein paar ausprobiert, nur so als Test, und bei mir haben immer alle funktioniert.“ Ich hielt mich mit Neville im Hintergrund und blieb an der Tür stehen, doch Hermine schob sich ins Abteil und fragte die Jungen nach ihren Namen. Der mit den roten Haaren hieß Ron Weasley, der mit den schwarzen Harry Potter. Warte mal – Harry Potter, den Namen hatte ich schon irgendwo einmal gelesen. Und Hermine bestätigte meinen Verdacht als sie sagte, wo denn überall etwas über ihn geschrieben stand. Ich zog erstaunt eine Braue hoch, genau wie Harry. Schlagartig fiel mir wieder ein, wer Harry Potter war. Er hatte Du-weißt-schon-wen in die Flucht geschlagen, als er noch ein ganz kleines Baby war. Noch eine Weile „plauderte“ Hermine mit den beiden, doch mir wurde es zu langweilig und ich zog mich zurück. Neville folgte mir und wir ließen uns wieder in unser Abteil gleiten. Doch Neville blieb mit dem Fuß in der Tür hängen, stolperte und fiel. In der Hektik versuchte er sich irgendwo fest zu halten und das war ich. Er umklammerte meine Hüfte und zusammen stürzten wir zu Boden. Ruckartig richtete Neville sich wieder auf, doch ich war ihm überhaupt nicht böse, sondern musste einen Lachanfall unterdrücken. Er wollte sich entschuldigen, doch ich unterbrach ihn und sagte nur: „Passt schon, Neville. Ist doch nichts passiert.“ Nach diesem Vorfall wurde er viel offener und freundlicher zu mir und wir unterhielten uns eine Weile, bis Hermine wieder ins Abteil trat. Sie hatte noch ein paar weitere Abteile abgeklappert, aber keine Kröte gefunden. „Kopf hoch, Neville. Wir finden Trevor schon wieder“, versuchte ich Neville aufzumuntern und klopfte ihm auf die Schulter. Dankbar sah er mich an, doch die Trauer hatte sich wieder in seinen Blcik zurück geschlichen. „Ihr müsstet euch dann auch mal so langsam umziehen. Wir sind gleich da“, sagte Hermine und warf einen prüfenden Blick nach draußen. Neville ließ rot an und ich fragte mich warum. Doch dann bemerkte ich was der Grund war, wir sollten uns ja umziehen. „Komm Hermine, wir gehen kurz vor die Abteiltür“, sagte ich und zog die schnatternde Hermine am Arm mit mir. Als Neville sich fertig umgezogen hatte, tauschten wir die Plätze und ich zog mich schnell um. Schon bald waren wir in „Hogsmeade“ und eine Durchsage ertönte, die uns Erstklässler wissen lassen sollte, dass wir unser Gepäck im Zug lassen sollten. Jetzt wurde die ansonsten so selbstsichere Hermine auch ein wenig mulmig, das sah man ihr an. Zusammen mit den beiden stieg ich aus und sofort wurden wir von einem Strom Schüler erfasst und mit geschliffen. Kurz bevor wir am Ausgang waren, hörten wir eine tiefe Stimme die die Erstklässler zu sich rief. Wir kämpften uns durch die Menge zu einem riesigen Typ von Mann, der eine Schar Schüler um sich scharte. Wir waren in etwa 40 Leute. Nachdem sich der Bahnsteig einigermaßen gelehrt hatte, führte er uns durch das Tor und hinunter an einen See. Der frühe Mondenschein leuchtete auf dem Wasser und am Ufer schaukelten in etwa 10 Boote. Man sollte sich zu maximal fünft in ein Boot setzen. Hermine zog Neville hinter sich her und setzte sich zu den beiden Jungen aus dem Zug, Harry und Ron. Ich wollte auch einsteigen, doch der riesige Typ schob mich zu einem anderen Boot hinüber, jetzt saß ich zusammen mit einem blonden Jungen, einem brünetten Mädchen, einem dunkelhäutigen Jungen mit schwarzen Haaren und einem blondem Mädchen in einem Boot. Auf der Fahrt schwiegen wir, allerdings eher vor Staunen vor diesem Ort, als vor Schüchternheit. Wir bogen um eine Kurve und sahen zum ersten Mal das Schloss. Also in Wirklichkeit. Oftmals hatte ich Hogwarts auf Bildern in Büchern gesehen, doch es war in echt noch viel atemberaubender. Kurz darauf fuhren wir unter einem Flechtenvorhang hindurch und mussten alle die Köpfe senken. Als wir wieder daraus hervor auftauchten, legen unsere Boote an und wir stiegen aus. Der Typ, der sich als Hagrid vorstellte, führte uns zum großen Schlossportal. Eine Hexe, Professor McGonagoll, übernahm unsere Fürung und brachte uns in ein kleines Zimmer. Sie verabschiedete uns für einen Moment, um unsere Auswahl vorzubereiten. Sofort herrschte schiere Aufruhr, alle fragten sich wie wir denn wohl auf die verschiedenen Häuser verteilt werden würden. Hermine wisperte alle Zaubersprüche die sie gelernt hatte vor sich hin, was nicht gerade zu meiner Konzentration beitrug. Ich wurde immer nervöser und hielt es kaum noch still stehend aus. Mein Blick fuhr im Zimmer hin und her und auf einmal erschreckte ich mich fast zu Tode. Denn durch die eine Wand schwebten plötzlich mehrere Geister, während sie sich unterhielten. Ich schnappte entsetzt nach Luft und Neville neben mir keuchte. Auch die anderen Schüler bemerkten die Geister, die unablässig Blicke auf uns warfen, in ihrem Gespräch aber nicht inne hielten. Eine Weile beäugten wir uns noch gegenseitig, dann kam McGonagoll wieder, verscheuchte die Geister und brachte uns in eine große Halle. Witziger Weise hieß diese Halle sogar Große Halle. Alle anderen Schüler saßen bereits an langen Tischen und wir wurden mitten hindurch bis ganz nach vorne geführt. Dort saßen die Lehrer. Wir mussten uns in eine Reihe aufstellen, mit dem Rücken zu den Lehrern. Ich stellte mich zwischen Hermine und Neville und begutachtete die Halle. Die Augen der Schüler waren alle auf einen alten Hut gerichtet, den McGonagoll gerade auf einen dreibeinigen Stuhl legte. Knapp über der Krempe öffnete sich etwas und der Hut begann zu singen. Als er geendet hatte, zog McGonagoll etwas aus ihrer Tasche. Dann entrollte sie eine lange Pergamentrolle und begann die Namen der neuen Schüler zu verlesen. „Abbott, Hannah“ war die erste. Sie trat langsam nach vorne, musste sich auf den Stuhl setzen und McGonagoll setzte ihr den Hut auf. Einige Zeit war es still, dann rief der Hut: „HUFFLEPUFF!“ Ich stieß Neville in die Seite und zischte: „Wir müssen nur den Hut aufsetzen! Nichts weiter!“ Er nickte und ich sah, wie ihn eine riesige Erleichterung traf. Auch mir fiel ein Stein vom Herzen und ich verfolgte weiter die Auswahl. Nach einiger Zeit wurde „Entwhistle, Kevin“ aufgerufen und ich zuckte zusammen. Jetzt war E dran, dass heißt, nicht mehr lange dann würde F dran kommen. Kevin setzte sich auf den Stuhl und wurde nach kurzer Zeit zu einem „RAVENCLAW!“ gemacht. Dann rief McGonagoll „Feather, Jenniffer“ auf und ich erstarrte. Jetzt muss ich nach vorne! Neville stieß mich in die Seite und schubste mich nach vorne. Mit zitternden Beinen schritt ich auf den Stuhl zu und nahm den Hut von Kevin entgegen. Ich ließ mich auf dem Stuhl nieder und setzte mir den Hut auf, der mir sogleich über die Augen rutschte. Dann ertönte eine Stimme in meinem Kopf: „Jenniffer Feather. Wie ich sehe bist du klug, doch ich würde nicht sagen, dass du eine gute Ravenclaw abgeben würdest. Du bist nicht aufopfernd genug für eine Hufflepuff, aber auch nicht so eigennützig wie eine Slytherin. Dafür besitzt du aber genug Mut und Dickköpfigkeit. Ich würde sagen, dein Haus ist eindeutig: GRYFFINDOR!“ Ich setzte den Hut ab und meine Augen begannen zu leuchten. Ungeduldig wartete ich, bis „Finch-Fletchley, Justin“ bei mir war. Dann lief ich schnell zu dem klatschenden Tisch und ließ mich neben einem blonden Mädchen nieder, ebenfalls eine Erstklässlerin. Wir stellten uns kurz gegenseitig vor („Lavender Brown“, sagte sie. „Hi, ich bin Jenniffer Feather. Aber nenn mich bitte Jenny“, sagte ich und reichte ihr kurz die Hand). Nach Justin war „Finnigan, Seamus“ dran, der ein Gryffindor wurde und sich mir gegenüber setzte. Auch wir stellten uns kurz vor, schließlich konnte man nicht früh genug damit anfangen neue Freunde zu finden, und sahen dann weiterhin die Auswahl an. Gerade saß Hermine auf dem Stuhl und wartete auf ihre Entscheidung. Als sie auch eine Gryffindor wurde, klatschte ich und beglückwünschte sie, als sie sich neben Seamus setzte. Nach sechs Schülern kam Neville an die Reihe und saß lange auf dem Stuhl. Als dann endlich verkündet wurde, er sei ein Gryffindor, klatschte ich laut und Neville lief los – nur leider hatte er immer noch den Hut auf dem Kopf! Die ganze Halle lachte, als er mit hoch rotem Kopf den Hut zurück brachte und sich dann schweigend neben mir niederließ. Ich klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Passt schon, Neville. Jetzt weiß zumindest schon einmal jeder, wer du bist!“ Er lächelte leicht und die restliche Auswahl verging ohne Aufregung, mit Ausnahme von Harry Potter. Als sein Name genannt wurde, ging ein Raunen durch die Schüler, doch für Hermine, Neville und mich war es nichts neues, dass er jetzt hier war, dem entsprechend nahmen wir es gelassen auf. Harry wurde ebenfalls ein Gryffindor und nachdem der letzte („Zabini, Blaise“ wurde ein Slytherin) ausgewählt wurde, begann das Festessen. Es tauchte einfach so auf den Tischen auf und ich erschreckte mich ein klein wenig. Doch schnell hatte ich mich wieder gefangen und konnte das Essen so richtig genießen. Nach einiger Zeit begaben wir uns dann in unseren Gemeinschaftsraum, angeführt von Percy, einem Bruder von Ron. Außer Neville, Hermine und mir waren auch noch Harry, Ron, Seamus, Dean, Lavender, Parvati und Christina (Profil A) in Gryffindor. Lavender und Parvati liefen aufgeregt in den Schlafsaal um die besten Betten zu belegen und ich rannte ihnen hektisch hinterher um nicht an der Tür zu schlafen. Hermine folgte mir langsam, während sich Chrissy auf das Sofa vor dem Kamin setzte, zusammen mit den Zwillingsbrüdern von Ron, Fred und George. Im Schlafsaal angekommen, hatten Parvati und Lavender natürlich schon die Betten gegenüber von der Tür in Beschlag genommen. Ich beschloss, Nachsicht zu haben und belegte das Bett neben Lavenders, um nicht neben der Tür schlafen zu müssen. Das tat mir zwar Leid für Chrissy und Hermine, aber wieso sollte ich das Nachsehen haben, nur damit es anderen besser ging? Das sah ich nicht ein. Als Hermine eintrat, sah sie sich kurz um und setzte sich dann auf das Bett neben meinem. So würde sie immer einen Luftzug spüren wenn die Tür aufging. Sie nahm Rücksicht auf Chrissy, sofort fühlte ich mich leicht schuldig, doch jetzt konnte ich es sowieso nicht mehr ändern. Hermine öffnete eines ihrer Bücher und begann zu lesen. Ich tat es ihr nach, ich hatte keine Lust das Schloss alleine zu erkunden. Nach einiger Zeit, Lavender und Parvati waren schon eingeschlafen, übermannte mich die Müdigkeit und ich machte das Licht aus. ~~Zeitsprung~~ Nun waren schon einige Wochen vergangen und ich hatte mich hier gut eingelebt. Mit Hermine ka ich immer noch gut klar, doch auf Dauer war sie einfach zu anstrengend. Sie musste die Regeln immer 100% einhalten und lernte mehr als nötig, wodurch das Wort Streber für sie kaum noch ausreichte. Lavender und Paravti waren manchmal eine echt gute Begleitung, doch sie waren mir zu kindisch und lachten oftmals ohne sichtlichen Grund lauthals los. Deswegen hielt ich mich am liebsten an Neville, obwohl er das Wort Tollpatschigkeit deutlich ausdehnte. Doch ich half ihm durch die Bemerkungen der anderen Schüler und rettete ihn das ein oder andere Mal vor Draco Malfoy. Er hatte zwar eine scharfe Zunge, doch die hatte ich auch. „Longbottom, ich glaube du müsstest dir mal eine Gehhilfe zulegen“, sagte Draco und lachte Neville aus, der gerade über seine eigenen Füße gestolpert war. Ich eilte herbei und half ihm schnell auf, wobei schon der nächste Spruch los zischte. „Da kommt seine Gehhilfe auch schon“, sagte Heather (Profil B), ihre Augen funkelten belustigt. Draco nickte beifällig. „Jaja, das Schlammblut hilft dem Lahmarsch mal wieder aus der Patsche. Wie üblich“, feixte er. Ich trat einen Schritt vor, reckte das Kinn in die Höhe und sagte herablassend: „Also wenn in meinen Adern Schlamm fließt, was ist denn dann in deinen? Vielleicht Morast? Das würde zumindest zu einem wie dir passen.“ Mit einem abschätzigen Blick auf Pansy fügte ich hinzu: „Außerdem ist Schlamm gut für die Haut. Solltest du vielleicht auch einmal ausprobieren, Pansy.“ Mit diesen Worten schnappte ich Neville am Arm und zog ihn mit mir mit, in Richtung Gewächshaus. Er warf mir einen hochachtungsvollen Blick zu. „Du musst aufpassen, Jenny. Irgendwann gehst du noch zu weit“, sagte er. Dann ertönte donnerndes Fußgetrappel und wir drehten uns rasch um. „Ich glaube dieses irgendwann ist jetzt“, murmelte ich und beobachtete Crabbe und Goyle beim Rennen. Obwohl sie so dick und schwer waren, hatten sie erstaunliche Kraft und liefen schnell auf uns zu. Neville packte mich am Arm und versteckte sich halb hinter meinem Rücken. Draco, Pansy, Heather und Blaise gingen in einem gemächlicheren Tempo hinter den beiden her und sie grinsten böse. Crabbe und Goyle waren inzwischen bei uns angekommen und Goyle schnappte sich Neville, drückte ihm die Arme auf den Rücken und hielt ihn fest. Bevor Crabbe das selbe bei mir machen konnte, holte ich weit aus und schlug ihn mitten ins Gesicht. Darauf war er nicht vorbereitet, immerhin waren wir hier auf einer Zaubererschule, da hatte man Zauberstäbe statt Fäuste. Doch ich war bei Muggeln aufgewachsen und hatte einen Selbstverteidigungskurs absolviert und danach Kickboxen gemacht. Crabbe taumelte, bevor er wieder fest stand und mich wütend anfunkelte. Ich lachte ihn aus und Neville keuchte entsetzt. Draco und Co tauchten auf, jetzt nicht mehr grinsend. Draco richtete den Zauberstab auf mich und sagte drohend: „Hör bloß auf, Feather. Noch so eine Aktion und du verbringst die nächsten zwei Wochen im Krankenflügel.“ Ich grinste immer noch überlegen und sah ihm an, dass er krampfhaft nach einem Zauberspruch suchte, der mich zumindest vorübergehend außer Gefecht setzen würde. Vorteilhaft wäre ein Spruch, den ich nicht selbst wieder auflösen konnte, schließlich verbrachte ich auch einige Zeit mit Hermine und war nicht dumm. Heather beugte sich vor und flüsterte ihm etwas zu. Er grinste hämisch und nickte. Ich verfluchte Heather insgeheim, sie war auch nicht gerade dumm und das machte sich oft bemerkbar. „Stupor!“, rief Draco und ich wusste, Heather hatte es sich gut überlegt und mal wieder einen Treffer gelandet. Der rote Strahl traf mich und ich fiel bewegungsunfähig um. Kurz bevor ich bewusstlos wurde, feuerte ich noch einen feindseligen Blick in Richtug Draco und Heather, die sich gerade einen High-Five gaben. Dann wurde alles Schwarz. Blinzeln schlug ich die Augen wieder auf. Professor Sprout beugte sich besorgt über mich. „Was ist denn mit dir passiert, Liebes?“, fragte sie. „Dieser Stupor-Fluch“, murmelte ich und setzte mich langsam auf. Mir schwummte immer noch der Kopf, das war das erste mal gewesen, dass ich das Bewusstsein verloren hatte. Ich bemerkte den noch immer besorgten Blick von Sprout und wandte mich zu ihr um. „Wer war das?“, fragte sie. „Nicht so wichtig“, sagte ich schnell und winkte ab. „Ich muss nicht in den Krankenflügel“, fügte ich schnell hinzu, schon ahnend was sie sagen wollte. „Na dann gehst du jetzt lieber mal schnell in deinen Gemeinschaftsraum, Kind“, sagte sie und half mir auf. Im Gemeinschaftsraum angekommen, ließ ich mich sogleich in einen Sessel am Kamin fallen. Neville, Dean und Seamus saßen auf dem Sofa und spielten eine Partie Zaubererschach. Als ich mich setzte, sahen die drei auf. „Na, was haben sie mit dir angestellt, Neville“, fragte ich tonlos. Unruhig rutschte Neville auf seinem Platz hin und her. „Tut mir Leid, dass ich dich nicht gesuchte habe“, sagte er schließlich. Ich winkte nur ab. „Jetzt sag schon, was haben sie mit dir gemacht?“, fragte ich wieder. „Also zuerst haben sie mich nur beschimpft, von wegen ich dürfte gar nicht in Gryffindor sein, das hätte ich nicht verdient. Dann hat Malfoy mir eine Ganzkörper-Klammer aufgehalst und ich bin den ganzen weg bis hierher gesprungen“, sagte er. „Oha, diese Idioten! Ich kann Slytherins nicht ausstehen!“, knurrte ich zornig. Dann wandte ich mich den Jungs zu: „Seamus, hast du vielleicht eine Idee wie man denen ordentlich Feuer unterm Hintern machen kann? Du lässt doch so gerne Sachen explodiern“, sagte ich und wartete gespannt auf eine Antwort. Doch Seamus schüttelte nur den Kopf. Ich seufzte frustriert. ~~Zeitsprung~~ Neville und ich gingen gerade aus dem Gewächshaus zurück in unseren Gemeinschaftsraum, als wir Draco und Co über den Weg liefen. Ich stöhnte innerlich auf, wappnete mich aber für das, was auch immer kommen mag. Doch heute schienen es nur Sprüche zu sein, allerdings freute Draco sich zu sehr, als dass es nur etwas harmloses sein konnte. „Heute schon dem dämlichen Trio übern Weg gelaufen?“, fragte er. Ich hob irritiert eine Braue und fragte: „Wem übern Weg gelaufen?“ „Natürlich Potter, Granger und Weasley!“, zischte er empört. „Achso denen!“, sagte ich wissend und schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. Ich liebte die Ironie und freute mich jedes Mal darüber, wenn Draco deswegen kurz vorm ausrasten war. „Nein, wieso denn?“ Jetzt grinste er wieder und die Häme überschattete sein Gesicht. Auch seine Freunde beugten sich interessiert vor, scheinbar hatte er ihnen noch nichts davon erzählt. „Sie waren eben bei diesem Schwachkopf Hagrid“, begann Draco. „Ich habe durch den Vorhang seiner Hütte hinein gesehen. Hagrid hat ein Ei.“ Jetzt war ich wirklich irritiert. „Was soll Hagrid denn mit einem Ei?“, fragte ich. Ungeduldig raufte Draco sich die Haare. „Doch kein normales Ei. Ein Drachenei!“ „Ein Drachenei? Aber das ist doch verboten!“ „Ach ne“, sagte Draco und drehte sich ohne ein weiteres Wort um und ging. Seine Gefolgschaft folgte ihm verunsichert. Auch sie wussten nicht recht mit dieser Information weiter. „Und was bringt uns dass, dass wir das jetzt wissen?“, fragte ich Neville ratlos. Schon wieder wurden wir von Draco abgefangen. Diese Mal hielt er einen Zettel in der Hand und grinste triumphierend. „Was ist denn jetzt schon wieder, Draco?“, fragte ich genervt. Sein Ei-Bericht lag jetzt gerade mal 24 Stunden zurück. „Ratet mal, was dass hier ist“, sagte er und wedelte mit dem Zettel. „Keine Ahnung. Was kommst du eigentlich mit deinen neuen Nachrichten immer sofort zu uns? Sind dir deine Freunde nicht gut genug?“, fragte ich. Er überging meine Bemerkung und sagte: „Das hier ist ein Brief an Weasley von seinen Bruder. Darin schreibt er, dass er den Drachen abholen wird.“ Ich zuckte nur mit den Schultern und fragte: „Und warum sollte uns dass jetzt interessieren?“ „Wer weiß“, sagte Draco und wandte sich wieder zum Gehen. „Dieser Typ ist doch echt gestört“, sagte Neville und ich konnte ihm da nur beipflichten. An dem Abend den Draco genannt hatte, war Neville fest der Überzeugung, Harry und Hermine nach zugehen, denn er wollte sie von ihrem Vorhaben abbringen. Ich versuchte noch, ihm das auszureden, doch er wollte nicht hören und ich ließ ihn gehen. Ich war zwar nicht zufrieden damit, aber sei es drum. Die Zeit überbrückte ich mit einem Buch im Gemeinschaftsraum. Ich hatte beschlossen zu warten. Doch bei Nevilles Rückkehr musste ich feststellen, dass ich eingeschlafen sein musste. Er rüttelte mich wach und ich setzte mich verschlafen auf. „Was'n los?“, murmelte ich. „Professor McGonagoll hat mich erwischt“, murmelte Neville. Ich sah dass er zitterte. „Was? Ich hab dir ja gesagt, du sollst nicht gehen! Was hat sie denn gesagt?“ „Sie... sie... sie hat mir 50 Punkte abgezogen. Und Harry und Hermine auch.“ „Ihr habt 150 Punkte verloren!“, fragte ich entsetzt. Neville nickte niedergeschlagen. „Noch irgendwas?“, fragte ich leise und versuchte den aufgebrachten Neville zu beruhigen. „Ich muss Samstag nachsitzen.“ Ich war beruhigt. „Immerhin ist es nichts schlimmes“, sagte ich aufmunternd und er sah mich pikiert an. „Was denn?“, fragte ich. „Nichts schlimmes? Was denkst du wie die anderen reagieren werden, wenn sie das morgen mitkriegen? Die werden uns ganz übel beschimpfen und uns keines Blickes würdigen!“, rief er entsetzt. Einen Augenblick dachte ich über seine Worte nach, doch dann sagte ich: „Aber überleg doch mal, auch Harry hat 50 Punkte verloren. Der ist viel bekannter als du und Hermine. Die werden sich über ihn am meisten den Mund zerreißen. Und du hast ja immer noch mich.“ Nicht ganz überzeugt, ließ Neville seinen Blick missmutig durch den Gemeinschaftsraum gleiten. Mir schoss der einzigste Versuch ein, ihn noch aufzumuntern. Ich hatte noch nie jemandem von meiner Metamorphmagus-Fähigkeit erzählt... „Du, Neville. Ich will dir was zeigen“, sagte ich und stupste ihn am Arm, damit er sich wieder mir zu wandte. Er sah mir geradewegs in die Augen, welche ich schloss. Ich stellte mir ganz fest mein neues Aussehen vor: Hellblonde Locken umrahmten ein elfenbeinfarbenes Gesicht, die Augen von einem strahlenden Blau. Neville sog geräuschvoll die Luft ein und ein Lächeln umspielte meine nun vollen Lippen. Grinsend schlug ich die Augen auf und meine Augen blitzten schelmisch. „Wie... wie hast du das gemacht?“, fragte Neville erstaunt. Zu meiner großen Erleichterung war er überhaupt nicht verängstigt, eher ehrlich neugierig. „Ich bin ein Metamorphmagus“, antwortete ich stolz. „Ein was?“ Verständnislos sah er mich an und musterte mein neues Aussehen. „Das heißt, dass ich per Gedanken mein Äußeres verändern kann. Das ist sehr selten und eigentlich nur reinblütigen Magiern vorbestimmt. Doch scheinbar“, ich zuckte mit den Schultern, „haben sie bei mir eine Ausnahme gemacht.“ Erwartungsvoll beobachtete ich Neville und hoffte auf eine Reaktion. „Das ist ja Wahnsinn!“, hauchte er und strahlte. Ich strahlte ebenfalls übers ganze Gesicht und konnte nicht anders, als ihn zu umarmen. Überrascht hielt er die Luft an, wehrte sich aber nicht. Ich flüsterte ihm zu: „Oh, Neville, ich bin soo erleichtert dass das für dich okay ist. Ich hatte mir totale Sorgen gemacht, wie du reagieren könntest. Ich hatte schon Angst, du könntest mich nicht mehr mögen.“ „Dich nicht mehr mögen?“, fragte er entsetzt und schob mich von sich. „Wie könnte ich dich denn nicht mehr mögen? Du bist meine beste Freundin und hast mir oft genug meinen Hintern gerettet!“ Ich war ihm unendlich dankbar und umarmte ihn sogleich aufs neue. Als ich mich wieder von ihm löste sagte ich: „Jetzt müssen wir aber wirklich schlafen gehen. Es ist schon total spät.“ Er nickte und zusammen gingen wir zu den Schlafsälen. „Und das mit den Punkten, kriegen wir auch noch geregelt“, sagte ich und schlug ihm leicht auf die Schulter. Er nickte und wünschte mir eine Gute Nacht, dann verschwand er auf der Treppe zu seinem Schlafsaal und ich ging in meinen. In dieser Nacht hörte ich, wie Hermine leise wimmernd einschlief und hoffte, dass ich zumindest Neville ein klein wenig hätte aufmuntern können. Am nächsten Morgen wurde ich von einem Schrei geweckt. Erschrocken sprang ich auf und starrte Lavender an. Sie stand vor meinem Bett und hatte den Mund immer noch leicht geöffnet. Ich wollte sie gerade fragen, was denn los sei, doch als ich mir eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht strich, wusste ich sofort was sie meinte. „Lavender, beruhige dich“, versuchte ich sie zu beschwichtigen. Auch die anderen waren von ihr geweckt worden und sahen verpennt zu uns herüber. Ebenso wie Lavender rissen sie erschrocken ihre Münder auf und Parvati stellte sich sofort neben Lavender. Mir wurde es zu viel, als auch noch Hermine und Chrissy an mein Bett traten. Genervt hob ich die Hände. „Okay, okay. Eins nach dem anderen.“ Ich kniff die Augen zusammen, dachte fest an mein übliches Aussehen (braune Haare, braune Augen, leicht gebräunte Haut und schmale Lippen) und hörte die anderen nach Luft schnappen. „Wie hast du das gemacht?“, kam sogleich die Frage von Chrissy. Doch bevor ich antworten konnte, sagte Hermine: „Sie ist ein Metamorphmagus. Aber ich dachte, dass können nur reinblütige Magier...“ Ich fiel ihr ins Wort: „Ja, Hermine hat Recht. Ich bin ein Metamorphmagus. Ich hab gestern vergessen, mein Aussehen wieder zu ändern und nun ja... Dann bin ich halt so eingeschlafen.“ Ich zuckte die Schultern. „Ich fand das stand dir echt gut“, sagte Chrissy desinteressiert und wandte sich gähnend zu ihrem Bett um. „Mach das ruhig noch mal wieder.“ Dafür mochte ich Chrissy wirklich. Sie nahm alles ganz locker und war echt nur schwer zu beeindrucken. Langsam kehrten auch die anderen drei zu ihren Betten zurück und begannen sich anzuziehen. Ich kniff wieder die Augen zusammen und befolgte Chrissys Rat. Außer Neville und den vier Mädchen würde mich keiner erkennen und ich freute mich schon auf die Gesichter der anderen in der Großen Halle. ~~Zeitsprung~~ Mit der Zeit hatten sich alle daran gewöhnt, dass ich ein Metamorphmagus war und nahmen es selbstverständlich wenn ich fast jeden Tag mein Äußeres änderte. Ich saß gerade auf einem Sofa im Gemeinschaftsraum vor dem Kamin und beobachtete die Flammen. Neville wuselte im Raum herum, mal wieder auf der Suche nach Trevor. Auf einmal quakte etwas neben mir unter einem Sessel. Ich beugte mich hinab und lukte darunter. Tatsächlich saß dort Trevor und gluckste leise. Ich lockte ihn mit einem Finger zu mir heran und er hoppelte langsam in Reichweite. Ich schnappte ihn mir, bevor er es sich anders überlegen konnte und rief nach Neville. Er kam angelaufen und ich hielt ihm die Kröte entgegen. „Hab ihn gefunden!“, rief ich triumphierend. Er ließ sich neben mir fallen und nahm Trevor mir aus der Hand. „Danke“, sagte er, doch ich unterbrach ihn und hob eine Hand, damit er die Klappe hielt. Gerade hatte ich gehört wie Harry sagte: „Ich bin mir ganz sicher. Snape will den Stein klauen. Und er wird es heute Nacht machen. Jetzt wo Dumbledore aus dem Weg ist, hat er freie Bahn.“ Auch Neville hörte interessiert zu als Ron erwiderte: „Aber passen wir denn alle drei unter den Umgang?“ Was denn für ein Umhang? „Alle drei?“, fragte Harry verwundert. „Denkst du etwa, wir lassen dich alleine gehen? Harry, du hast keine Ahnung was dich da unten erwartet! Der Stein ist mit allen möglichen Zauberbannen bewacht, die du unmöglich alleine überwinden kannst. Du brauchst uns, Harry“, sagte Hermine. Neville war ganz aufgeregt. „Ich muss sie aufhalten! Sie können nicht schon wieder mitten in der Nacht durchs Schloss laufen. Sie werden uns um alle Punkte bringen, wenn sie erwischt werden!“, sagte er. „Du willst sie aufhalten?“, fragte ich. Er reckte empört das Kinn in die Höhe und fauchte: „Ja, ich. Hast du ein Problem damit?“ „Pscht, leise. Sie dürfen dich nicht hören. Und ehrlich gesagt: Ja, ich habe ein Problem damit. Dein Plan schließt mich nämlich aus“, sagte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Jetzt dämmerte Neville so langsam was ich gesagt hatte und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Gut, abgemacht. Dann halten wir heute Abend hier Wache“, sagte er und hielt die Hand hoch. Ich schlug ein und ließ mich in die Kissen sinken. Am Abend um so ungefähr zehn Uhr nahmen Neville und ich Stellung im Gemeinschaftsraum. Er saß in einem Sessel neben dem Portraitloch und ich ließ mich auf dem großen Sofa nieder. Zuerst unterhielten wir uns noch über alles mögliche, doch mit der Zeit fiel uns nichts mehr ein und wir verfielen in Schweigen. Ich streckte mich auf dem Sofa aus und beobachtete das Feuer. Mit der Zeit wurden die Flammen spärlicher, bis schließlich nur noch ein leichtes Glimmen im Kamin leuchtete. Ich wäre fast eingeschlafen, doch ein unangenehmes Gefühl breitete sich in mir aus: Ich musste mal aufs Klo. Langsam streckte ich mich, stand auf und berührte Neville an der Schulter. Er war fast eingeschlafen und schreckte jetzt auf. Hektisch sah er sich um, bevor er mich sah und sich wieder beruhigte. „Alles okay, Neville. Ich muss nur mal auf die Toilette. Bin gleich wieder da, okay?“, sagte ich und wartete auf Nevilles Nicken, bis ich mich umdrehte und die Treppe zu den Mädchenschlafsälen emporstieg. Ich trat in das Badezimmer und ging aufs Klo (näheres muss ich hier jetzt wohl nicht beschreiben, ich hoffe ihr wisst alle wie man die Toilette benutzt). Als ich gerade meine Hände abtrocknete, hörte ich Neville rufen: „Nein, ich lass euch nicht durch! Ich … ich … ich kämpfe gegen euch!“ Ich konnte mir recht gut vorstellen, wie er versuchte drohend auszusehen und die Fäuste empor reckte. Das hatte er schon einmal gemacht, als er von Dracos Leibwächtern in die Enge getrieben wurde. Er wollte ihnen ebenso einen Schlag verpassen, wie ich einmal, doch es war eher unvorteilhaft ausgegangen: Die drei hatten sich geprügelt und am Ende wurde Neville bewusstlos in den Krankenflügel gebracht. Doch nun stand er keinen Slytherins, sondern Gryffindors gegenüber und wie es schien Harry, Hermine und Ron. Die würden ihn doch nicht schlagen! - oder doch? Aufgeregt lief ich die Treppe hinunter und hörte wie die vier miteinander diskutierten. Dann ertönte Hermines Stimme: „Das tut mir jetzt arg, arg Leid, Neville. Petrificus Totalus!“ Dann ein lautes – RUMS – und dann die Frage von Harry: „Was hast du mit ihm gemacht?“ Ich stürmte in den Gemeinschaftsraum, sah Neville bewegungsunfähig am Boden liegen, nur seine Augen huschten beunruhigt von einem zum anderen. „Genau: Was hast du mit ihm gemacht!“, fragte ich drohend und baute mich vor Hermine auf. Jetzt war sie deutlich eingeschüchtert und sah zu mir auf. Mir war es gar nicht aufgefallen, aber ich war in letzter Zeit ziemlich gewachsen und war fast einen Kopf größer als Hermine. „Ganz... Ganzkörperklammer“, hauchte sie und warf einen schnellen Blick zu Harry und Ron die neben ihr standen. Sie waren eher überrascht von der Situation, doch in Rons Augen sah ich Besorgnis. Ich hatte ihn einmal heftig auf den Arm geschlafen, als er über Neville herzog und scheinbar hatte er es nicht vergessen. Meine Kraft durfte man nicht unterschätzen. Meine Haare flammten feuerrot auf, sogar noch röter als die Haare der Weasleys, und Hermine zuckte zurück. Jedes Mal wenn ich besonders aufgebracht war, passierte dass und ich hatte noch keine Möglichkeit gefunden dass unter Kontrolle zu bringen. Jetzt sprang Harry vor, packte mich am Arm und wollte mich von Hermine weg ziehen. Ich ließ es zu und funkelte nun ihn an. „Jenny, lass sie“, sagte er. Wieder etwas beruhigt wandte ich mich wieder Hermine zu und fragte: „Und wie geht dass wieder weg?“ Hermine zögerte mit einer Antwort und ich trippelte ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. „Ich werde euch nicht aufhalten und Neville erst erlösen, wenn ihr weg seid“, sagte ich und funkelte Hermine an. Ich hatte schon im Gefühl gehabt, warum sie zögerte und ich lag mit meiner Vermutung richtig. „Nun gut“, sagte sie und erklärte es mir. Ich nickte, ich hatte verstanden. Dann warfen mir die drei noch schnell einen Blcik zu, bevor sie durch das Portraitloch kletterten und verschwanden. Ich hob meinen Zaubestab, richtete ihn auf Neville und zauberte, was Hermine gesagt hatte. Tatsächlich sprangen Nevilles Beine auseinander und seine Arme lösten sich von seiner Seite. Langsam richtete er sich auf und zwei gegensätzliche Gefühle stritten in seinen Augen: Dankbarkeit und Vorwurf. „Danke“, murmelte er. Sogleich fügte er hinzu: „Aber wieso hast du denn die drei einfach gehen lassen?“ „Sonst hätte sie mir nie gesagt, wie ich dich wieder erlösen kann. Freundschaft geht bei mir über Hauspunkte, das weißt du doch Neville“, sagte ich und lächelte schwach. Er saß immer noch auf dem Boden und ich ließ mich neben ihm nieder. „Ist denn alles okay mit dir?“, fragte ich und sah ihn an. Er nickte und wiederholte: „Danke.“ „Das hast du schon gesagt“, lachte ich und stand auf. „Wo willst du hin?“, fragte er und rappelte sich ebenfalls auf. „Aufs Sofa. Der Boden ist zwar ganz gemütlich, aber das Sofa ist besser. Kommst du mit?“ Er nickte und zusammen setzten wir uns aufs Sofa. Es war schon ziemlich spät, aber ich verspürte nicht den geringsten Drang ins Bett zu gehen. Sanft kuschelte ich mich an seine Schulter und ignorierte seinen schwachen Protest. Kurz rutschte Neville auf seinem Platz, bis er es bequem fand und still blieb. Ich beobachtete weiterhin das schwache Glimmen des Feuers und wurde langsam schläfrig. Nach einiger Zeit kam Chrissy in den Gemeinschaftsraum, stürmte auf das Portraitloch zu und bemerkte uns nicht. Verwundert hob ich den Kopf, senkte ihn aber schnell wieder. Sie war weg, sie könnte mich sowieso nicht mehr hören, wenn ich sie rufen würde. Danach musste ich ebenfalls eingeschlafen sein, Nevilles gleichmäßiges Schnarchen war wirklich einschläfernd. Doch durch ein leises Lachen wurde ich geweckt und ich fuhr erschrocken hoch. Zwei Gestalten beugten sich über mich und ich schlug dem einen vor Schreck die Faust in den Bauch. Die Gestalt keuchte entsetzt und stolperte gegen die andere. Ein Zauberstab wurde gezückt, jemand flüsterte: „Dicendio“ und das Feuer flackerte wieder hell auf. Jetzt sah ich auch, wer die zwei Gestalten waren: Fred und George. George hielt sich den Bauch und Fred hatte immer noch den erhobenen Zauberstab in der Hand. Ich rüttelte Neville wach, der zusammen zuckte, als er die beiden Jungen vor sich stehen sah. „Was macht ihr denn hier?“, fragte ich schließlich. „Das selbe könnten wir euch auch fragen“, sagte George und kniff die Augen zusammen. „Warum hast du mich denn bitteschön geschlagen? Ich hab doch gar nichts getan“, fragte er empört. Ich zuckte schuldbewusst die Schultern. „Ich wusste nicht wer ihr seid und ihr habt mich erschreckt. Das war pure Selbstverteidigung“, sagte ich und fügte mit einem Blick auf George hinzu: „Vorsorgliche Selbstverteidigung.“ Jetzt meldete sich Neville zu Wort: „Was macht ihr denn nun hier?“ „Wir konnten nicht schlafen und haben uns dazu entschlossen, eine Partie Schach zu spielen“, antwortete Fred. „Und ihr?“ „Wir sind schon die ganze zeit hier. Wir waren gar nicht im Schlafsaal“, sagte Neville und ließ wohl weißlich die Tatsache aus, dass wir eigentlich den Plan von Harry, Ron und Hermine vereiteln wollten. Die Zwillinge gingen an einen Tisch am Fenster, nicht weit von uns entfernt, und begannen Schach zu spielen. Ich schloss wieder die Augen und kuschelte mich in die Ecke des kleinen Sofas. Irgendwann ging das Portraitloch auf und Chrissy kam herein. Ohne irgendein Wort setzte sie sich zu Fred und George und sah sich das Ende der Partie an. Es ging unentschieden aus. Danach spielte Fred gegen Chrissy und George versuchte sie zu unterstützen. Doch Chrissy war eine miserable Spielerin und auch George konnte sich nicht hinreichend unterstützen. Chrissys Katze Fenny stürmte herein, sah kurz zu Chrissy herüber, bevor sie sich auf meinem Schoß zusammen rollte. Ich lächelte und fing an sie zu streicheln. Dann wurde plötzlich das Portraitloch abermals geöffnet und Ron und Hermine kamen herein. Verwundert sahen wir fünf auf und musterten sie. Sie waren völlig verdreckt und total außer Atem. „Ron, Hermine, was ist denn mit euch los?“, fragte Chrissy erstaunt. „Harry ist in Gefahr“, keuchte Hermine und ich starrte sie mit beunruhigtem Blick an. „Warum?“, fragte Fred. „Hier in der Schule ist der Stein der Weisen“, begann Ron. „Der Stein der Weisen?“, fragte George, bekam aber keine Antwort. Neville und ich liefen ebenfalls zum Tisch am Fenster, an dem Ron und Hermine gerade angekommen waren. „Snape versucht ihn zu stehlen und Harry ist hinterher. Eben haben wir Dumbledore getroffen, er kommt Harry zu Hilfe“, endete Hermine. Wir fünf sahen sie nur mit offenen Mündern an. Als erstes fand Chrissy ihre Stimme wieder: „Snape will diesen Stein stehlen?“ Ron und Hermine nickten eifrig. „Aber ich hab ihn vor knapp zehn/zwanzig Minuten noch gesehen. Da kann er doch nicht...“ „Du hast ihn gesehen?“, fiel Ron ihr ins Wort. Da fiel mir wieder ein, dass sie ja nach draußen gelaufen war. „Wieso warst du denn überhaupt draußen...“, setzte ich an, doch sie winkte nur ab. „Aber wer ist dann da mit Harry...?“ „Keine Ahnung. Los, vielleicht kriegen wir ja was raus!“, rief Fred und wir stimmten ihm zu. Wir rannten zum dritten Stock und gerade kamen auch Dumbledore und Harry heraus. Harry lag schlaff in den Armen des Schulleiters und Hermine hielt erschrocken den Atem an bevor sie sagte: „Er ist doch nicht... Harry ist doch nicht...“ Doch Dumbledore schüttelte nur den Kopf. „Harry geht es soweit gut. Die Liebe hat ihn gerettet.“ Verwirrt tauschten wir Blicke, doch wir bekamen keine Erklärung. „Ich werde Harry jetzt in den Krankenflügel bringen“, sagte Dumbledore beim weggehen. „Ihr könnt ihn morgen besuchen.“ Dann war er verschwunden. Zehn Minuten später standen wir immer noch da und rührten uns nicht. „Was war denn da unten?“, fragte Chrissy. Immer fand sie als erstes die 'passenden' Wörter. „Wart ihr auch da?“, fügte ich rasch hinzu. „Ja, zeitweise“, antwortete Hermine. Während wir wieder zum Gemeinschaftsraum gingen, erzählten Hermine und Ron alles, was sie im dritten Stock erlebt hatten. Fred, George, Chrissy, Neville und ich hörten aufmerksam zu und unterbrachen die beiden kein einziges Mal. Noch in der selben Nacht machten wir uns zu siebt auf den Weg in den Krankenflügel um zu sehen, wie es Harry ging. Dumbledore hatte zwar gesagt morgen, aber wir konnten nicht wirklich warten. ^^ Auf den ersten Blick war der Krankenflügel leer, doch schnell entdeckte ich Dumbledore am Rand eines der Betten sitzen. Es war das einzige Bett das besetzt war und wir gingen schnell auf den Schulleiter zu. Als er uns kommen hörte, wandte er sich zu uns um und sagte tadelnd: „Ich hatte doch gesagt morgen.“ Doch dann umspielte ein Lächeln seine Lippen und er winkte uns zu sich. „Nun gut, da ihr schon einmal hier seid, werde ich euch erzählen was unten passiert ist. Professor Quirrel...“ „Quirrel?“, wurde er von Chrissy unterbrochen. „Hermine sagte, es wäre Snape gewesen“, sagte George. „Ah ja. Professor Snape wäre logischer als Professor Quirrel, nicht war?“, sagte Dumbledore und lächelte. Dann erzählte er uns, was wirklich passiert war. Fred und George konnten es natürlich nicht lassen allen davon zu erzählen und schon bald wusste die ganze Schule davon. Einmal ging ich mit Hermine Harry besuchen und brachte ihm eine Tüte Bertie Botts Bohnen mit. Als dann endlich die Auswertung anstand, war Harry auch wieder wach. Doch bei den Gryffindors herrschte keine gute Stimmung. Dadurch, dass Neville, Hermine und Harry 150 Punkte verloren hatten, war Gryffindors in der Haustabelle vom ersten Platz auf den letzten gerutscht. Die Ravenclaws und Hufflepuffs waren ebenfalls nicht froher Stimmung, denn sie hatten sich alle gefreut, dass Slytherin dieses Jahr nicht den Hauspokal gewinnen würde. Die ganze Halle war in Grün und Silber dekoriert. Dumbledore verkündete gerade die Rangliste: Vierter Platz Gryffindor, Dritter Platz Hufflepuff, Zweiter Platz Rawenclaw und Erster Platz Slytherin. Die ganze Halle spendete höflichen Applaus, während die Slytherins in Jubel ausbrachen. Doch mit dem was jetzt passierte, hatte keiner gerechnet. Dumbledore sagte: „Wie es aussieht, hat Slytherin dieses Jahr den Hauspokal gewonnen. Doch wir müssen auch die jüngsten Ereignisse berücksichtigen. Ich vergebe 50 Punkte an Ronald Weasley, für die beste Schachpartie die Hogwarts jemals gesehen hat.“ Die Halle klatschte lautstark. „Ich vergebe 50 Punkte an Hermine Granger, dafür, dass sie auch in der erdenklich schwierigsten Situation einen kühlen Kopf behält.“ Weiterer Applaus. „Und ich vergebe 60 Punkte an Harry Potter, dafür das er gelernt hat, die Liebe einzusetzen.“ Jubel in der ganzen Halle. Chrissy stieß einen spitzen Schrei aus, rammte George den Ellbogen in die Seite und raunte ihm zu: „Wir haben genau so viele Punkte wie Slytherin!“ Die Nachricht verbreitete sich schnell und ich wünschte, Dumbledore hätte Harry 1 Punkt mehr gegeben. Doch dann erhob Dumbledore abermals die Stimme: „Es bedeutet großen Mut sich seinen Feinden in den Weg zu stellen. Doch noch mehr, sich seinen Freunden in den Weg zu stellen. Ich vergebe 10 Punkte an Neville Longbottom.“ Jetzt tobte die Halle. Neville saß wie erstarrt neben mir und konnte es immer noch nicht recht begreifen. Viele Schüler schüttelten ihm die Hand und klopften ihm auf die Schulter. Ich umarmte ihn fest und küsste ihn auf die Wange. Dann klatschte ich laut und sang zusammen mit den anderen Gryffindors unseren Schlachtruf. Es war alles unglaublich und einfach perfekt. Auf der Rückfahrt im Hogwarts-Express hatten wir riesen Spaß. Neville und ich saßen zusammen mit Seamus und Dean in einem Abteil und redeten die ganze Zeit über alles mögliche. Kurz bevor wir wieder in London, in Kings Cross, waren, tauschten Neville und ich Adressen und mussten feststellen, dass wir gar nicht so weit auseinander wohnten. Wir versprachen uns uns zu besuchen und ich freute mich bereits, ihn wieder zu sehen. Zum Abschied winkte ich Dean und Seamus, umarmte Neville und tänzelte dann freudestrahlend zu meinen Eltern hinüber. Meine Mutter berichtete ganz aufgeregt, dass sie sich mit ihren Eltern besprochen hatte und dass sie ihr alles erzählt hatten. Dann fragte sie mich ganz aufgeregt über Hogwarts aus und ob ich Freunde gefunden hatte. Ich erzählte ihr alles und sagte ihr auch, dass Neville und ich uns in den Ferien besuchen wollten. Das denken die anderen über dich: Harry: Sie ist überaus nett und freundlich, doch ihre Kraft und ihr Mut ist nicht zu unterschätzen. Hermine: Mit ihr kann man super reden und lernen und ich habe mich auch schon gut mit ihr verstanden, bevor ich mich mit Ron und Harry anfreundete. Sie akzeptiert jeden ohne vorbehalte und lehnt die Leute erst ab, wenn sie einen guten Grund dafür hat. Ron: Sie ist zwar manchmal etwas schwierig, aber durchaus nett und sie kann auch mal die Regeln brechen, wenn man ihre Hilfe braucht. Fred&George: Wir kommen mit ihr ganz gut klar, sie ist zwar sehr aufbrausend und hat so manche Streiche von uns vereitelt weil sie Neville geschadet hätten, doch sie nimmt nicht alles so Ernst wie Hermine. Hermine: *böse guck* Draco: Sie beschützt Longbottom immer vor uns, was dem ganzen erst den gewissen Reiz gibt. Doch man muss sich auch vor ihr in Acht nehmen, sie ist nicht ganz ohne. Blaise: Bei ihr muss man aufpassen, was man sagt, oder man bekommt es doppelt so hart mit einer Schleife obendrauf zurück. Trotzdem, ich muss schon sagen, sie ist echt klasse. Die Lehrer: Sehr ordentliches Mädchen, doch manchmal etwas eigenwillig. Trotz allem setzt sie sich sehr engagiert für Neville Longbottom ein, sehr ehrenhaft. Dumbledore: Sie schafft es jedes Mal, mich aufs neue zu überraschen. Voldemort: Sie ist ein Schlammblut! Sie muss vernichten werden. Obwohl ihre Fähigkeiten einen gewissen Reiz ausüben... PS.: Sorry, dass die Geschichte so lang geworden ist, aber stell dir mal vor ich hätte alle sieben Jahre beschrieben! Deswegen findest du dein zweites Schuljahr in meinem nächsten Test ;) )