x

Die Statistik vom Quiz

Mein neues Leben in La Push Nr 2: mit Lovestory

37.87 % der User hatten die Auswertung: Hey, ich bin Penelope Cooper. Ich habe lange, glatte schwarze Haare und blau-graue Augen. Ich bin selbstbewusst, direkt und manchmal etwas ungeduldig, ein typisches New Yorker Mädchen eben. Ich schaue mir gerne Filme an und wer mir quer kommt kriegt das auch zu spüren. Warum ich nach La Push ziehe? Meine Mutter starb als ich drei war und seit dem gab es nur noch meinen Vater und mich. Naja, das heißt bis mein Vater Sue Clearwater kennen und lieben lernte. Jetzt ziehen mein Vater und ich zu ihr und ihren zwei Kindern. Montag, mein erster Schultag: “Keine Sorge Pepper, dir wird es hier gefallen.” Kritisch sah ich meinen zukünftigen Stiefbruder an, sah ich etwas so aus als ob ich mir Sorgen machen würde? Es war ja nicht mein erstes Mal als die Neue. „Gibt es Leute von denen ich mich fernhalten sollte?“ „Ich will dir nicht vorschreiben mit wem du abhängen sollst, aber ich würde dir raten dich von Miranda und ihrer Clique fernzuhalten.“ Ich warf ihm einen fragenden Blick zu. „Siehst du die im lila Pulli? Das ist Miranda.“ „Aha.“ war alles was ich noch sagen konnte, bevor wir vor dem Büro des Direktors standen. „Ich glaube von hier schaffe ich das alleine.“ „Bist du sicher.“ Ich musste lachen. „Ja Seth. Jetzt geh schon.“ Meine erste Stunde war Englisch. Gelangweilt starrte ich Löcher in die Luft, als meine Tischnachbarin mir einen Zettel zu schob. Stehst du auf Fast and Furious? Verwundert sah ich auf den Zettel und dann zum Lehrer, der war immer noch damit beschäftigt ‚Romeo und Julia’ vorzulesen und bemerkte nicht, dass die ganze Klasse mit anderen Dingen beschäftigt war. Also schrieb ich zurück. Klar. So ging das die ganze Stunde hin und her, ich hatte zwar nichts Neues gelernt, aber dafür war ich nun mit Jenna und ihren Freunden für Freitag im Kino verabredet. Als es endlich klingelte sprach ich meine Tischnachbarin an. „Ist der Unterricht immer so langweilig.?“ „Nicht immer, aber meistens. Ich hoffe nur, dass er nicht auf die Idee kommt daraus ein Theaterstück zu machen.“ Ich verzog das Gesicht. „Bloß nicht.“ „Komm, ich stelle dir mal die Anderen vor.“ Jennas Freunde waren wirklich nett und ehe ich mich versah, waren die restlichen Stunden verflogen. Auf dem Weg zur Kantine wurde ich jedoch von Miranda abgefangen, wie konnte es auch anders kommen? Sie schenkte mir ein breites und vor allem falsches Lächeln. „Du musst Penelope sein. Hi, ich bin Miranda, wenn du möchtest kann ich dich gerne einmal herum führen.“ Mit einem ebenso falschen Lächeln erwiderte ich „Danke, aber das hat Seth bereits getan.“ Mit einem Mal wurde ihr Blick eiskalt. „Du hängst also mit der La Push Gang ab?“ Mit wem? Ihr Gesicht kam mir immer näher. „Hör mir gut zu, wenn du weiter in Frieden an dieser Schule leben willst, dann hältst du dich besser von Paul fern. Verstanden?“ „Und wenn nicht?“ Eigentlich war die Antwort klar, aber ich konnte es nicht lassen sie zu ärgern. „Dann mache ich dich fertig.“ „Das würde ich liebend gerne sehen.“ „Das wirst du auch, versprochen.“ Mit diesen Worten wand sie sich von mir ab und verschwand erhobenen Hauptes in die Cafeteria. Jenna sah mich entsetzt an und ich stellte ihr die Frage, die mich jetzt beschäftigte. „Wer ist Paul?“ Ihre Augen wurden immer größer. „Du weißt nicht wer das ist und forderst Miranda trotzdem heraus?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Soll vorkommen.“ Ich schob eine kleine Tomate mit der Gabel auf meinem Teller hin und her, als Jenna sich plötzlich zu Wort meldete. „Woher kennst du Seth?“ Ich blickte auf. „Der ist so gut wie mein Stiefbruder, mein Vater und ich sind vor kurzem bei ihnen eingezogen.“ Die Überraschung war ihr anzusehen. „Du wohnst bei ihnen und kennst Paul nicht?“ Ich nickte kurz. „Du hast noch nicht meine Frage beantwortet. Wer ist Paul?“ „Meine Güte, da hast du aber echt eine Bildungslücke.“ Während dem Rest der Mittagspause wurde mir alles wichtige über Seth und seine Freunde erzählt. Es war Freitagabend und schon spät, als ich nach Hause kam, aber Seth kam mir hellwach entgegen. „Und wie war der Film?“ „Toll. Und wo willst du hin um fast Mitternacht?“ Auf meine Frage hatte er jedoch keine Antwort. Stattdessen druckste er etwas herum und verschwand in den Wald. Jetzt weiß ich wenigstens was Jenna mit seltsamen Verhalten meinte. Aber das würde ich schon noch heraus finden. Als wir gemeinsam frühstückten brachte ich das Thema von gestern Nacht noch einmal auf. Nach einem längeren Verhörversuch begann auch mein Vater nachzuharken. Auf seine Rückendeckung konnte ich mich wenigstens verlassen. Sue legte daraufhin ihr Besteck beiseite und sah Seth an. „Ich schätze das musste so kommen. Seht, möchtest du ihnen das erklären?“ Erwartungsvoll sahen mein Vater und ich zwischen den Zwei hin und her. Als Seth nichts sagte stupste ich ihn unterm Tisch mit meinem Fuß an. Er reagierte für einen Moment nicht. Nach einem heftigeren Tritt gegen sein Schienbein (der mir mehr weh tat als ihm) begann er zu erklären. Seth hatte mir seine Freunde noch am selben Tag vorgestellt und ich musste sagen, sie waren ganz nett. Etwas einschüchternd und laut aber sonst nett. Mit Paul verstand ich mich besonders gut. Er war selbstsicher, temperamentvoll und redete nicht um den heißen Brei herum. Das Beste aber war, dass er Miranda genau so ätzend fand wie ich. Da war es auch relativ naheliegend, dass wir uns gegen sie verschworen. Der Plan stand schnell fest. Montag: Ich legte gerade meine Bücher in mein Schließfach, als ich einen warmen Atem an meinem Ohr spürte. Breit grinsend drehte ich mich um. „Na Süße? Wie war dein Wochenende?“ Ich merkte wie alle Blick auf uns gerichtet waren und ich legte meine Hand auf seine Brust um ihn langsam etwas zurück zu schieben. „Als ob du das nicht wüsstest.“ Zugegeben, die Antwort gab der Fantasie viel Freiraum, aber hey, solange es Miranda auf die Palme brachte, warum nicht? Ich hörte die Schließfachtür ins Schloss fallen und wurde von Paul in Richtung Klasse gezogen. Er flüsterte mir etwas in Ohr und ich konnte mir ein weiteres Grinsen nicht verkneifen. Miranda stand am anderen Ende des Ganges und warf mir einen giftigen Blick zu. Der Kampf um Paul war eröffnet. Vor der Klasse wurde ich von Jenna abgefangen und Paul verschwand in seine Klasse. „Sag mal, läuft da was zwischen euch beiden?“ Ich sah sie so unschuldig wie möglich an. „Nö.“ „Und das soll ich dir glauben?“ „Ach komm schon, ein bisschen flirten wird ja wohl erlaubt sein.“ Ich ließ meine Tasche auf meinen Tisch fallen. „Nimm dich vor Miranda in acht.“ Ihre Sorge fand ich fast rührend und ich lächelte selbstsicher. „Das werde ich.“ Die Englischstunde begann mit einer guten und einer schlechten Nachricht, gefolgt von einer weiteren guten und schlechten Nachricht. Die gute Nachricht war, dass wir ‚Romeo und Julia’ nicht als Theaterstück aufführen mussten (das übernahm die Nebenklasse), die schlechte Nachricht war, dass wir dafür die Kulisse aufbauen mussten. Die gute Nachricht wiederum war, dass Pauls Klasse uns helfen würde, die schlechte Nachricht war, dass ich gemeinsam mit Miranda dazu verdonnert wurde dämliche Rosen und Ranken zu malen. Pauls und mein Vorhaben ging auf, Miranda schäumte vor Wut. Allerdings hielt sie ihr Versprechen und versuchte immer wieder mich vor der gesamten Schule zu blamieren. Zum Glück war Paul immer an meiner Seite und schaffte es immer die Situation zu unserem Vorteil zu nutzen. Als Miranda mich einmal anrempelte und meine Bücher zu Boden fielen, bückte ich mich um sie aufzuheben und Paul kommentierte das Ganze mit „Aus dieser Perspektive sieht dein Hintern noch besser aus.“ Miranda verschwand daraufhin wortlos. Ok, ich gebe zu, dass war ein schlechtes Beispiel. Mal ein Anderes. In der Cafeteria stellte sie mir ein Bein und ich stolperte. Hätte Paul mich und mein Tablett nicht aufgefangen, wäre es ziemlich peinlich geworden, aber mit einem einfachen „Nicht so stürmisch Schätzchen.“ ließ sich die Situation schnell aus der Welt schaffen. Egal was geschah, Paul war immer da um mich aufzufangen. Zwei Wochen später: Es war Samstag und ich starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Es regnete mal wieder. Es war ein sanfter Landregen und ich konnte sehen wie sich das Gras im Wind bewegte. In New York war so ein Wetter einfach nur deprimierend, alles war grau und dreckig, aber hier könnte ich stundenlang aus dem Fenster sehen. Alles war friedlich und ich bemerkte erst das Seth neben mir stand, als er mich anstubste. „Alles ok bei dir, Pepper?“ „Bestens.“ Ich lächelte ihn an, aber sein Gesicht blieb ernst. „Und bei dir?“ Meine Frage blieb unbeantwortet. „Wie lange soll das noch so weiter gehen? Warum machst du das? Nur um Miranda zu provozieren?“ Das war eine gute Frage. Anfangs war genau das mein Plan gewesen, aber jetzt? Jetzt wollte ich nur noch in Pauls Nähe sein, alles Andere war nur ein Bonus. Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, verdrängte ich die Gedanken. Paul und ich waren Freunde mehr nicht. „Pepper?“ „Ich weiß schon was ich mache, ich kann das verantworten.“ „Kannst du das auch Paul gegenüber verantworten?“ „Ich glaube das kann er selbst entscheiden.“ Seth verließ die Küche, blieb aber noch einmal in der Tür stehen. „Tu ihm bitte nicht weh.“ Ich sah ihm direkt in die Augen. „Niemals.“ Die Überzeugung in meiner Stimme überraschte selbst mich. „Gut. Ich verlasse mich auf dich.“ Und da war er wieder, der alte Seth. Das Funkeln in seinen Augen war wieder da und dieses schelmische Grinsen... der wusste doch etwas. „Seth!“ Die Haustür fiel ins Schloss.Wo wollte er denn bei dem Wetter hin? „Seth, komm sofort zurück. Wenn du ein Wort sagst, bringe ich dich um“ Ich sah aus dem Fenster und Seth winkte mir zu, bevor er in den Wald verschwand. Verdammt. Mittwoch: So, das wars. Stolz betrachtete ich mein Werk. Die Rosen sahen gar nicht mal so schlecht aus, wenn man bedenkt, das Kunst nicht gerade mein Lieblingsfach war. Jenna betrachtete mein Kunstwerk. „Sieht gut aus.“ „Ich weiß.“ Sie verdrehte die Augen und ich musste lachen. „Du weiß schon, dass jeder Andere sagen würde ‚Meinst du? Also ich weiß nicht so recht.’“ Gespielt schockiert sah ich sie an. „Seh ich etwas aus wie jeder Andere? Meine Rosen sehen gut aus, das muss ich als Künstlerin auch einsehen.“ Das wäre wohl die ganze Stunde so weiter gegangen, wenn Miranda nicht aufgetaucht wäre. Bis jetzt war unser Malprojekt friedlich verlaufen und ich wusste nicht ob das was als nächstes passierte Absicht war oder nicht. Ich wusste nur, dass Miranda stolperte und ich im nächsten Moment eine Menge rote Farbe auf meinem Shirt hatte. Es schien Miranda auf jeden Fall nicht leid zu tun. Fassungslos sah ich von meinem Shirt zu Miranda und wieder zurück. Das würde sie mir büßen, das war zwar nicht mein Lieblingshemd, wäre ja auch schön blöd von mir gewesen, aber die Aktion ging gar nicht. „Oh nein, was ist denn hier passiert?“ Die Stimme meiner Kunstlehrerin ließ mich aufblicken und Miranda meldete sich zu Wort. „Es tut mir so schrecklich leid, ich bin gestolpert und ...“ Den Hundeblick hatte sie wirklich gut drauf. „Ach Miranda, Unglücke passieren, das ist nicht so schlimm. Penelope, du musst das Hemd schnell einweichen, dann sollte die ganze Farbe eigentlich wieder heraus kommen. Hast du zufällig ein zweites Hemd mit?“ Na klar! Ich habe ja damit gerechnet, mit Farbe beworfen zu werden. Natürlich nicht! Ich schluckte einen bissigen Kommentar herunter und schüttelte den Kopf. „Was machen wir denn jetzt?“ Paul hatte zum Glück den rettenden Einfall. Ich konnte ja sein Hemd nehmen, während meins einweichte, es waren ja nur die letzten zwei Stunden. Zugegeben, nicht die optimale Lösung, aber leider die Einzige. Das Erste das ich hörte, als ich aus der Schultoilette wieder heraus kam war „Das Hemd steht dir, solltest du öfter tragen.“ Ich schüttelte den Kopf und sah ihn an. „Danke.“ „Für dich doch immer.“ „Ich meine es ernst Paul. Danke. Du bist wirklich immer mein Retter in der Not.“ Er nahm mich in den Arm und flüsterte mir in Ohr „Und das werde ich auch immer sein.“ Bevor mich der Drang ihn zu küssen übermannte, wand ich mich aus seiner Umarmung. „Wir sollte los. Es gibt noch viel Arbeit.“ Mit einem gequälten Lächeln folgte er mir. Was ist nur los mit dir Pepper? Jetzt reiß dich doch mal zusammen. Ein nackter Männeroberkörper bringt dich doch sonst auch nicht aus der Fassung. „Hey Pepper. Ich könnte hier oben etwas Hilfe gebrauchen.“ „Bin schon da.“ Ich kletterte die Leiter herauf um Jenna beim Balkon zu helfen. „Willst du hier nicht aufräumen? Du brichst dir noch das Genick.“ Mit meinem Fuß schob ich einen Hammer beiseite. Auf der Balkonplattform herrschte das reinste Chaos. Werkzeuge, Holzreste, Farbtöpfe und Nägel lagen überall herum und die Fläche war maximal einen Quadratmeter groß, wie haben die das bloß geschafft? „Ich habe mich schon daran gewöhnt, pass bloß auf wo du hintrittst.“ „Jaja.“ „Ich meine es ernst.“ „Jaaa.“ Ich kniete mich hin, schnappte mir Pinsel und Farbe und half meiner Freundin beim Steine malen, während Paul und Jared weiter unten herum bastelten. Ich konnte es mir nicht verkneifen ab und zu einen Blick auf Pauls muskulären Rücken zu werfen, was Jenna natürlich nicht entging. Wohlwissend zuckte sie mit den Augenbrauen und ich steckte ihr die Zunge heraus. Als ich merkte, dass meine Beine begannen einzuschlafen, stand ich auf und nahm einen Schritt rückwärts, natürlich ohne zu gucken wo ich hin trat. Ich bekam auch gleich die Quittung dafür. Ich rutschte auf ein paar Nägeln aus und fiel mit einem Aufschrei vom Balkon. Der harte Aufprall blieb aber aus, stattdessen fand ich mich wohlbehalten in Pauls Armen wieder. Der sah mich entsetzt an. „Alles in Ordnung bei dir.“ „Alles Bestens.“ Ich musste unweigerlich grinsen, aber er fand das Ganze nicht so witzig. „Mein Gott, ich hatte hier fast einen Herzinfarkt.“ Sein Blick traf mich und ich hatte plötzlich ein schlechtes Gewissen. Wegen allem was ich getan und nicht getan hatte und ich hatte das Bedürfnis das wieder gut zu machen. „Tut mir Leid. Kann ich das irgendwie wieder gut machen?“ Er musterte mich und schmunzelte leicht. „Kommt darauf an.“ Das war die Gelegenheit. Komm schon Pepper, du bist doch sonst auch nicht schüchtern. Ich küsste seine Schulter. Er schüttelte langsam den Kopf. Dann kam die Stelle unten am Hals. Die gleiche Reaktion. Dann der Hals, dann hinterm Ohr, dann die Wange und schließlich knapp neben seinem Mund. Immer wieder die gleiche Reaktion. Eins stand fest, der Mann hatte Ansprüche, wäre doch gelacht wenn ich denen nicht gerecht werden würde. Ich legte meine Hand in seinen Nacken und zog sein Gesicht zu mir herunter. Unsere Lippen trafen sich und ich vergaß alles um mich herum. Der Kuss war sanft und vorsichtig. Von mir aus hätte es ewig so weiter gehen können aber plötzlich räusperte sich jemand hinter uns. Um genauer zu sein war es unser Englischlehrer, so langsam konnte ich den Typen echt nicht mehr leiden. Paul setzte mich ab und ich lehnte mich an seine warme Brust. Jetzt erst bemerkte ich, wie uns alle anstarrten. Manche Jungs waren schockiert, manche pfiffen, die Mädchen sahen mehr als enttäuscht aus und Miranda, wo war die denn hin? Naja, das war mir im Moment auch egal. Die Glocke kündigte das Ende des heutigen Schultages an und der Rest meiner Mitschüler verschwand. Ich schlich mich davon um mein Shirt zu holen. Als ich mit den nassen Hemd in der Hand den Gang betrat, wartete Paul schon auf mich. „Du hast da noch was gut zu machen.“ Sollte das ein Witz sein? „Ich dachte das hätte ich schon?“ Er schüttelte den Kopf. Na gut, wenn sanft und vorsichtig nicht sein Ding war, konnte ich auch anders. Ich zog in noch mal zu mir herunter und gab ihm einen feurigen Kuss, aber bevor er ihn richtig erwidern konnte zog ich mich zurück. „Besser?“ Er nickte. „So entschuldigst du dich aber nicht bei jedem, oder?“ Ich klatsche ihm das nasse Hemd ins Gesicht. „Du bist so ein Idiot.“ Er umarmte mich. „Ich weiß, aber du liebst mich trotzdem.“ Ich lachte, wo er recht hat, hat er recht. „Stimmt, ich liebe dich.“ „Ich liebe dich auch, Pepper.“

28.89 % der User hatten die Auswertung: Hallöchen, mein Name ist Liz Reynolds. Ich habe hellgrüne Augen, meine Freunde meinen die würden so schön strahlen, und ich habe kinnlange blonde Haare. Ob die gelockt sind oder glatt hängt ganz vom Wetter ab, ich persönlich bevorzuge sie irgendwo in der Mitte. Mal sehen, was noch? Ach ja, ich komme aus San Diego und meine Eltern haben sich vor vier Jahren scheiden lassen, woraufhin meine Mutter nach La Push zog und ich bei meinem Vater blieb. Natürlich sehe ich meine Mutter regelmäßig. Sie ist inzwischen verlobt und mit ihrem neuen Mann und seinem Sohn Paul verstehe ich mich ganz gut. Ich ziehe nun dazu, weil mein Vater nach Frankreich versetzt wurde und ich nicht mit wollte, denn ich hasse Französisch. Ich bin ein quirliger, fröhlicher und leider auch sehr tollpatschiger Mensch, außerdem liebe ich es zu lachen und zu reden, falls das jemand noch nicht bemerkt hat. Ein unbeschreiblicher Schmerz zog von meinem Fuß hoch und benebelte meine Sinne. Ich stieß einen gellenden Schmerzensschrei aus, gefolgt von einer langen Schimpftirade, bevor ich auf den Boden sackte. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, als ich voller Entsetzen auf meinen Fuß starrte. Zwei Sekunden später schoss mir nur noch ein Gedanke durch den Kopf. Es war vorbei. Endgültig vorbei. Mein Leben würde nie wieder so sein wie vorher. Ich würde nie wieder normal laufen können. Keine Spaziergänge mehr, keine Freudensprünge mehr, keine Unbeschwertheit mehr. Mein Leben wie ich es kannte würde sich nun von Grund auf ändern. Ich hörte meinen Stiefbruder Paul die Treppe herauf stürmen und eine Sekunde später stand er in meinem Zimmer. „Liz, was ist passiert? Du hast geschrien, bist du verletzt?“ Er betrachtete mich besorgt und versuchte eine Verletzung zu erkennen. Ich ließ mich auf den Rücken fallen und streckte ihm meinen Fuß entgegen. „Ich habe meinen kleinen Zeh gestoßen.“ jammerte ich. Sein besorgter Blick verschwand und er sah mich ungläubig an. „Willst du mich verarschen? So ein Theater wegen so einer Lappalie?“ War das sein Ernst? Lappalie? Ich starb vor Schmerzen. „Ich dachte hier wäre etwas schlimmes passiert.“ War ja klar, dass er das nicht verstehen konnte. „Hallo? Ich sterbe hier.“ „Es ist nur der kleine Zeh.“ „Sieh ihn dir doch nur mal an, er ist zerschmettert.“ Paul zeigte sich jedoch wenig beeindruckt. „Also für mich sieht der aus wie vorher.“ „Das kannst du gar nicht verstehen und jetzt hilf mir mal bitte hoch.“ Beleidigt reichte ich ihm meine Hand und er zog mich aufrecht, mit etwas mehr Schwung als nötig war. Ich stolperte ein paar Schritte nach vorn und stieß noch mal einen Schmerzensschrei aus, der war allerdings viel leiser als der Erste. „Was soll das heißen ich verstehe das nicht?“ „Du bist ein Werwolf. Ich könnte dir mit voller Kraft einen Baseballschläger auf den Hinterkopf hauen und du würdest höchstens mal am Kopf kratzen.“ Ja, ich wusste, dass Paul ein Werwolf war. Flashback: Ich saß draußen und zupfte nach und nach Grashalme raus. Ich konnte deutlich hören wie Paul und sein Vater sich im Haus stritten. Natürlich hatte ich auch Auseinandersetzungen mit meiner Mutter, aber die waren nicht mal halb so laut. Hatte ich schon erwähnt wie unangenehm, eigentlich schon peinlich, es ist, wenn man zuhören muss wie sich zwei Leute streiten und man nicht einmal weiß worüber es geht, man aber jedes Wort versteht? Oh nein, kommt jetzt bitte nicht raus. Zu spät. Paul stürmte an mir vorbei und ich hatte ihn noch nie so böse gesehen, er zitterte am ganzen Körper. Sein Vater rief mir noch zu wegzulaufen, aber es war schon zu spät. Paul verwandelte sich vor meinen Augen in einen riesen Wolf. Seine zerfetzte Kleidung lag auf dem Boden und dunkle Augen sahen mich an, er machte einen Schritt auf mich zu. In der Ferne heulte ein Wolf und er machte kehrt und verschwand im Wald. Ich saß immer noch reglos auf dem Boden und starrte vor mich hin. War das gerade wirklich passiert? Ende Flashback Ich humpelte zur Küche und ließ mich erschöpft auf einen Stuhl sinken. Paul war mir gefolgt und grinste dämlich, als ich einen Wolf heulen hörte. „Na los, geh schon.“ „Bist du sicher, dass ich dich nicht noch vorher in die Notaufnahme bringen soll?“ Ich griff nach einem Apfel in der Schüssel vor mir und warf ihn nach Paul. Ich weiß, man soll nicht mit Essen spielen, aber Paul fing ihn mit Leichtigkeit auf. Mit einem „Ich glaube du solltest was essen.“ drückte er mir den Apfel wieder in die Hand und ging. Ich sah auf meine Uhr. 10 Uhr. Der Tag fing ja gut an. Das war jetzt schon die fünfte Schüssel mit Chips, die ich ins Wohnzimmer brachte und ich bezweifelte, das die auch nur annähernd reichen würden. Immerhin wollten Paul und seine Freunde heute Abend bei uns den Super Bowl sehen. Ich sah mich im Wohnzimmer um, das könnte eng werden. Es klopfte an der Tür und ich sah auf die Uhr. Da war einer aber sehr früh dran. Schwungvoll öffnete ich die Tür und das Erste was ich sah war ein graues Hemd, dass sich über einen muskulären Oberkörper spannte. Ja, das war zweifellos einer von Pauls Freunden. Ich blickte weiter nach oben und lächelte freundlich. „Hi, ich bin Liz. Und du bist?“ „Jacob.“ Der war ja gesprächig. Wir sahen uns direkt in die Augen und mir fiel auf, wie schön seine waren. Dunkel braun, wie geschmolzene Schokolade, ich hätte ewig so stehen bleiben können, wenn da Paul wäre. „Hey Jake! Steh nicht den Türrahmen voll und komm lieber rein.“ Tja, überlasse es Paul den Moment zu ruinieren. Ich trat einen Schritt zur Seite und ließ Jacob eintreten. Er blickte mich immer noch an und bevor mir noch etwas peinliches passieren konnte, verschwand ich lieber in die Küche. Ich hörte wie Paul und Jacob sich unterhielten, konnte aber kein Wort verstehen. Der Super Bowl begann in wenigen Minuten und obwohl ich wenig von Football hielt, wollte ich mir dieses Spiel nicht entgehen lassen. Die restlichen Jungs waren inzwischen auch eingetroffen und warteten bereits auf den Spielbeginn. Ich wollte mir nur noch ein Glas Wasser holen als es passierte. Zum zweiten Mal an diesem Tag lief ich irgendwo gegen, dieses Mal erwischte es aber mein Knie. Der Aufprall war leise und ich unterdrückte ein Geräusch, in der Hoffnung, dass niemand etwas merkte. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meinen Stiefbruder gemacht. „Komm schon Liz, nicht schon wieder.“ „Klappe dahinten.“ Ich betrat das Wohnzimmer. „Wie hast du es überhaupt geschafft so lange zu überleben?“ Für den Kommentar stieß Jacob ihn von der Sofakannte und mit einem „Danke.“ setzte ich mich drauf. Das ließ er sich aber nicht gefallen und schubste mich wieder runter, direkt auf Jacobs Schoß. Ich wollte aufstehen, aber Jacobs Hand an meiner Hüfte zog mich sanft zurück. Ich lehnte mich an ihn und gemeinsam sahen wir uns das Spiel an, von dem ich aber nicht viel mit bekam. Ich musste mich mehr darauf konzentrieren normal weiter zu atmen. Wer hätte gedacht, dass das so schwer sein kann? Jacob vergrub sein Gesicht immer wieder in meinen Haaren und ich hatte das Gefühl, dass wir von allen Seiten aus angestarrt wurden. Aber immer wenn ich mich umsah waren alle auf das Spiel fixiert. „Paul, entspann dich. Ich kann gut selber auf mich aufpassen.“ „Weißt du wie viele Besoffene da sein werden?“ Ich verdrehte genervt die Augen. „Ich komme aus San Diego. Das ist nicht meine erste Beach Party.“ „Was ist wenn dich einer anbaggert und wir nicht da sind?“ „Paul, vertraue mir. Ich schaffe das schon.“ Es war noch hell, als Paul und ich am Strand ankamen. Die Anderen warteten bereits auf uns. Die Party war schon in vollem Gange. Nachdem ich alle begrüßt hatte drückte mir Leah, meine inzwischen beste Freundin, ein Glas Ipanema in die Hand, alkoholfrei natürlich, etwas anderes würde Paul mich nicht trinken lassen. Wir unterhielten uns angeregt und mein Blick streifte immer wieder zu Jake. Ich war voll in ihn verliebt, konnte mich aber nicht dazu durchringen es ihm zu sagen, auch wenn er mir immer wieder sehnsüchtige Blicke zuwarf. Es war zum Verrückt werden. Um etwas Abstand zwischen uns zu bringen beschloss ich, mir noch ein Getränk zu holen. Noch unschlüssig, was ich denn nehmen sollte, klimperte ich mit den Eiswürfeln in meinem Glas. Die Auswahl war groß. „Wie wäre es mit ‚Sex on the beach’?“ Die Zweideutigkeit in dem Satz ließ mich abschätzend aufblicken. Vor mir stand ein Typ, der offensichtlich zu viel getrunken hatte. Die Fahne roch man zehn Meilen gegen den Wind. Ich versuchte ruhig zu bleiben. „Stehe ich nicht so drauf.“ Er grinste. „Im Wald geht es auch.“ Na gut, noch ein Versuch, dieses Mal etwas deutlicher. „Gut, dann drücke ich das Mal anders aus. Ich stehe nicht so auf dich. Zisch ab, bevor ich alle guten Vorsätze über Bord werfe und du es bereust.“ Er schien jedoch wenig beeindruckt. „Eine kleine Kratzbürste also. Da steh ich drauf.“ Er machte einen Schritt auf mich zu und ich legte meine Hand auf seinen leider nicht bekleideten Oberkörper. Den Schritt bereute ich sofort. Das schienen auch Paul und Jake zu bemerken, denn sie traten sofort aus der Gruppe hervor. Bevor sie sich aber einmischen konnten warf ich ihnen einen warnenden Blick zu, mit dem Kerl wurde ich schon alleine fertig. Und ich wusste auch wie. Ich gab dem Typen vor mir ein strahlendes Lächeln und meine wechselnde Laune schien ihn auch nicht Misstrauisch zu machen. Paul und Jake konnten sich nur mit großer Mühe zusammenreißen. Meine Hand wanderte langsam nach unten und ich spielte mit dem Bund seiner Hose. Meine Finger fanden seine Boxershorts, eng anliegend wohlgemerkt. Ich fragte mich kurz warum er keine Badehose trug, aber mir sollte es recht sein. Ich trat näher an ihn heran und er grinste arrogant, welches ich auch gleich erwiderte. Ich sah kurz zu den Anderen und sah deutlich wie gerne Paul ihm den Kopf abgerissen hätte, aber ich schüttelte leicht meinen Kopf. Wehe er macht mir das kaputt. Jake hatte den gleichen mörderischen Blick, aber ich konnte auch Angst erkennen, dachte er wirklich ich würde mich auf diesen Kerl einlassen? Meine Aufmerksamkeit wanderte wieder zurück. „Du gehst aber ganz schön ran, Puppe.“ Ich beugte mich vor und flüsterte ihm ins Ohr. „Wenn du wüsstest.“ Daraufhin kippte ich ihm die Eiswürfel in die Boxershort und nahm einen Schritt zurück. Kurz darauf ging er zu Boden und ich stellte mein Glas ab, die Lust auf einen Cocktail war mir vergangen. Ich lief zurück zu meinen Freunden. Manche kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus, unter anderem Paul, und andere verzogen fast Mitleidig das Gesicht. „Ich habe dir doch gesagt ich kann auf mich selber aufpassen.“ Paul schnappte nach Luft. „Nicht schlecht, das habe ich dir gar nicht zugetraut.“ Ich stellte mich zu Jake, der immer noch etwas neben der Spur war. „Alles ok bei dir?“ Leah schmunzelte. „Ich glaube der braucht dringend eine Abkühlung.“ Jake nickte. „Das kannst du noch einmal sagen.“ „Und nimm Liz gleich mit!” Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Ehe ich mich versah, warf er mich über seine Schulter und trug mich zum Meer. Meine Proteste ignorierte er einfach. „Jake ich warne dich, tu das nicht. Jake, nein. Neeeiiiiin.“ Er ließ sich und mich ins Wasser fallen. Als wir wieder auftauchten stand ich vor ihm und er hielt mich fest. Sein Gesicht konnte ich im Sonnenuntergang nur schwer erkennen, aber seine Augen zogen mich in ihren Bann. „Jage mir nie wieder so einen Schrecken ein.“ „Du dachtest doch nicht ernsthaft, das ich mich auf den einlasse?“ Er lächelte traurig. „Ich möchte nicht, dass du dich mit irgendeinem außer mir einlässt. Ich habe mich auf dich geprägt, Liz. Ich will dich nie wieder so nah an irgendeinem Anderen.“ Mein Herz schlug mir bis zum Hals. „Ich weiß nicht was ich sagen soll.“ Sein Blick senkte sich und in mir zog sich alles zusammen. Wie blöd war ich eigentlich? Natürlich wusste ich was ich sagen sollte. Jetzt oder nie. „Außer ... ich liebe dich Jacob.“ Bevor er etwas erwidern konnte küsste ich ihn. Er schlang seine Arme um mich und zog mich näher an sich heran. Seine Wärme konnte ich deutlich durch mein nasses Hemd spüren und ich vergaß alles um mich herum. Ich küsste meine große Liebe im Meer bei Sonnenuntergang, was konnte jetzt noch schief gehen? Ein lauter Pfiff holte mich in die Realität zurück. Stimmt, den hätte ich fast vergessen. Ich löste mich von Jake und lehnte meinen Kopf an seine Schulter. „Tja, überlasse es Paul, den Moment zu ruinieren.“ Jake lachte und strich mir eine nasse Strähne aus dem Gesicht. „Es kommen bestimmt noch viele Momente ohne ihn. Wir sollten hier raus, sonst erkältest du dich noch.“ Er hob mich hoch. „Ich will mich nicht beschweren, aber ich kann auch alleine laufen.“ „Ich weiß, aber ich möchte, dass du Unfallfrei ankommst. Hier gibt es nämlich Steine.“ Ich steckte ihm die Zunge raus und ließ mich weiter von ihm tragen. Dann würde ich mich mal zurück lehnen und es genießen.

33.24 % der User hatten die Auswertung: Hi, ich bin Danielle Morgan, oder einfach nur Danny. Ich habe rot-braune Haare, die man als große Korkenzieherlocken beschreiben kann. Sie fallen mir locker bis zu den Schultern. Ich habe zudem braune Rehaugen. Mein Vater hat meine Mutter und mich sitzen lassen, als ich sieben war, was ich ihm nie ganz verziehen habe. Inzwischen hat meine Mutter einen neuen Freund, Billy Black. Er und sein Sohn Jacob sind sehr nett und weil meine Mutter nicht mehr zwischen Seattle und La Push hin und her pendeln will, ziehen wir nun um. Ich bin klug, zurückhaltend und pingelig, was die Beziehung zu meinem Stiefbruder manchmal erschwert. Am liebsten lese ich oder höre Musik. „Ich bin dann mal weg.“ Ich hörte wie Jake das Haus verließ und sah unauffällig aus dem Fenster. Da waren sie wieder. Am Waldrand konnte ich zwei große Wölfe ausmachen und Jacob lief direkt auf sie zu. Nichts außergewöhnliches mehr. Ich setzte mich zurück auf mein Bett und widmete mich wieder meinem Buch. Das erste Mal, als ich die Wölfe sah, hätte ich fast aufgeschrien. Es war mitten in der Nacht und sie standen direkt vor dem Haus. Es waren drei Stück gewesen und sie waren abnormal groß, aber mehr konnte ich in der Dunkelheit nicht erkennen. Sie tauchten seit dem immer wieder auf, schienen aber ansonsten harmlos zu sein. Eines Nachts sah ich dann, wie ein Wolf in der Garage verschwand und nicht mehr heraus kam. Kurz darauf hatte Jacob das Haus betreten. Dann fiel mir auf, dass er immer verschwand, wenn irgendwo ein Wolf heulte. Ich recherchierte ein wenig und es gab nur eine einzige Möglichkeit, Jake war ein Werwolf, oder genauer gesagt, Gestaltwandler. Wenigstens musste ich mir ab dann, wegen seiner Körpertemperatur, keine Sorgen mehr machen. Ich spielte kurz mit dem Gedanken ihn zu konfrontieren, verwarf die Idee aber schnell. Es war schließlich seine Sache und nicht Meine. Lautes Lachen ließ mich aufblicken. War er schon wieder zurück? Ich spähte aus dem Fenster und sah Jake mit zwei anderen Jungs in der Garage verschwinden. Wahrscheinlich auch Werwölfe. Wie viele es wohl gab? Ich legte mein Buch zur Seite und lief in die Küche um das Abendessen vorzubereiten. Billy und meine Mutter würden bald nach Hause kommen und ich wollte ihnen etwas Arbeit abnehmen. Ich begann zwei Kilo Kartoffeln zu schälen, das war zwar viel, aber bei Jacob Black blieb nicht viel übrig. Ich summte ‚I will survive’ von Gloria Gaynor vor mich hin und schaute ab und zu aus dem Fenster, aber es war nicht viel zu sehen. Wahrscheinlich schraubte Jake schon wieder an seinem Motorrad herum. Wie langweilig. Meine Gedanken wanderten zu dem Jungen, der neben ihm lief. Er war der kleinste aus der Gruppe und definitiv der Süßeste. Wenn er ein guter Freund von Jake war, war es bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich ihn sehen würde. Aber immer mit der Ruhe. Es war schon fast eine Woche her, seit Jakes Freunde zu Besuch waren und einer ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Langsam aber sicher nervte mich das. Ich hatte mich doch sonst auch gut unter Kontrolle. Ich saß mit Kopfhörern auf dem Sofa und versuchte ein Lied zu finden, dass mir gefiel, aber ohne Erfolg. Nach ein paar Minuten gab ich schließlich auf und ließ meinen Kopf mit einem Seufzer nach hinten rollen. Aus dem Augenwinkel sah ich wie Billys Mund sich bewegte und ich nahm die Kopfhörer ab. „Wie bitte?“ „Ich habe gesagt, ich glaube Jakes Freunde sind wieder da.“ „Oh, basteln die schon wieder an seinem Motorrad herum?“ Wirklich interessieren tat es mich aber nicht. „Sei doch bitte so nett und hole die Jungs mal herein. Ich muss mit ihnen reden.“ Na dann mal los. Auf meinem Weg zur Garage hörte ich den Matsch unter meinen Schuhen und ich verzog das Gesicht bei dem Gedanken, dass der ganze Dreck bald im Haus sein würde. Kurz vor der Garage streifte ich meine Schuhe auf einem Stück Gras ab, reine Gewohnheitssache. Mit einem Klopfen meldete ich mich an und sofort waren drei Augenpaare auf mich gerichtet. Ich versuchte freundlich zu wirken. „Schön, dass du da bist. Jungs, das ist Danielle. Danielle, das sind Embry und Quil. Meine zwei besten Freunde.“ Ich lächelte sie kurz an und wand mich Jacob zu. „Nett euch kennen zulernen. Dein Vater möchte mit euch reden.“ „Weiß du worüber?“ Ich schüttelte den Kopf. „Das hat er nicht gesagt.“ Aber ich konnte es mir schon denken. Die Jungs streiften sich kurz die Schuhe ab, bevor sie das Haus betraten, aber ich zog meine gleich aus. Den Dreck brauchte ich wirklich nicht in meinem Zimmer. Nach einer kurzen, belanglosen Unterhaltung mit Quil und Embry verabschiedete ich mich auf mein Zimmer und überließ die Jungs mal Billy. Nach dieser Begegnung schaffte Jake es endlich mich öfter aus dem Haus zu locken. Ich verbrachte regelmäßig Zeit mit ihm und seinen Freunden in der Garage und sah ihnen zu, wie sie an Motoren schraubten oder über die neusten Autos diskutierten. Das war ja noch langweiliger als ich es mir vorgestellt hatte. Aber all das nahm ich gerne in kauf, denn sie schafften es trotz allem mich gut zu unterhalten. Besonders Quil hatte es mir angetan, er war im Gegensatz zu Jake etwas vernünftiger und schaffte es trotzdem mich immer wieder zum Lachen zu bringen ohne mich in den Wahnsinn zu treiben. Bald schon waren wir richtig gute Freunde, aber leider stand noch ihr großes Geheimnis, das eigentlich keins mehr war, zwischen uns. Das änderte sich aber an dem Tag, an dem ich unangekündigt die Garage betrat. Jake zog gerade seine Hose hoch, als ich eintrat. Die anderen Zwei waren zum Glück schon halbwegs angezogen, abgesehen von den Hemden. Schockiert hielt ich mir die Hände vor die Augen. Ich konnte mir schon denken was hier los war. „Tut mir leid, tut mir leid. Ich wollte das nicht.“ „Es ist nicht wonach es aussieht. Ich kann das erklären.“ Ich nahm die Hände vom Gesicht und sah wie peinlich Jake die ganze Sache war. Dann viel der Groschen und ich wusste was Jake dachte, was ich dachte. „Ich weiß was los ist.“ „Nein, weiß du nicht.“ Das wollen wir doch mal sehen. „Doch, ihr seid Werwölfe.“ So jetzt war es raus und der Schock war ihnen deutlich anzusehen. „Das war es doch, oder?“ Sie nickten. Embry fand als Erster seine Sprache wieder. „Woher?“ „Woher ich das weiß?“ Ich verdrehte die Augen. „Also unauffällig ist etwas anderes. Ihr schleicht Nachts um das Haus, man kann euch am Waldrand sehen, wenn man genauer hinsieht, Jake verschwindet immer wenn ein Wolf heult und ein Wolf verschwindet in der Garage und Jake kommt wieder heraus. Das ist doch offensichtlich. Mal ganz abgesehen von eurer Körpertemperatur.“ Quil fing sich als Zweiter. „Und das hat dich nicht gestört?“ „Doch. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Jetzt entspann dich Jake, meiner Mutter habe ich nichts erzählt.“ „Ich fasse es nicht. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du es weißt?“ Ich zuckte nur mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Es ist ja nicht meine Sache. Hätte es denn etwas geändert?“ „Ja, ich hätte mich nicht so zurück halten müssen.“ Ich sah ihn kritisch an. „Wenn das zurückhaltend war, dann weiß ich nicht, wie ihr das so lange geheim halten konntet. Da müsst ihr euch schon mehr Mühe geben.“ Quil legte grinsend seinen Arm um mich. „Dann kann sie jetzt auch die Anderen kennen lernen, oder Jake?“ Och nö, die Drei waren mir schon genug Aufregung. Die Anderen lernte ich schneller kennen als mir lieb war. Sie waren nett und vor allem laut. Am liebsten verbrachte ich deshalb meine Zeit mit Jake, Embry und Quil, oder besser noch, nur mit Quil. Seit dem das Geheimnis gelüftet war, kam er immer mehr auf mich zu. Wir verbrachten mehr Zeit miteinander und kamen uns immer näher. Jake ärgerte mich gerne und bezeichnete uns als Paar, was ich aber vehement abstritt. Ich gab es ja zu, ich hatte mich in Quil verliebt und ich nahm an, dass er mich liebte, aber bis jetzt konnte ich einem Geständnis seinerseits erfolgreich aus dem Weg gehen. Warum? Ich hatte angst. Das Geständnis würde alles wahr machen und davor hatte ich angst. Denn was nicht war, konnte auch nicht kaputt gemacht werden und ich wollte um jeden Preis verhindern, dass etwas zwischen uns kam. Ich lag gerne in Quils Armen und erzählte ihm alles über mich, auch über meine Wut und Enttäuschung über meinen Vater. Er war so verständnisvoll und wir verstanden uns auch ohne Worte. Wir führten ein Beziehung, die offiziell keine war. Nachdem Quil merkte wie ich mich nach gescheiterten Geständnisversuchen immer mehr zurück zog, gab er schließlich schwerenherzens auf. Es tat weh ihn so zu sehen, aber ich brauchte einfach Zeit, sehr viel Zeit. „Wie lange soll dieses Affentheater eigentlich noch weiter gehen? Wie lange willst den armen Kerl noch leiden lassen?“ Jake war von meinem Verhalten genervt, so viel war sicher. „Er hat gesagt es wäre ok mit ihm, wenn wir alles erst mal so belassen.“ Jake biss die Zähne zusammen. „Na klar ist er damit einverstanden, wenn die andere Option ist, dich zu verlieren. Er würde alles für dich tun, nur damit du glücklich bist. Er hat sich auf dich geprägt, verdammt noch mal. Weiß du was das bedeutet?“ War das eine ernst gemeinte Frage? „Und ob ich weiß was das bedeutet!“ schrie ich ihn an. Er schien überrascht zu sein, normalerweise war ich ruhiger. Ich wusste doch selber, dass ich mich total albern benahm und ich nicht immer vor meinen Gefühlen weg laufen konnte. Aber konnte ich nicht für einen Moment in meiner eigenen, etwas verdrehten Welt glücklich sein? „Es bedeutet, das sich seine ganze Welt nur noch um mich dreht. Er wird alles für mich tun und mich bis zum Ende seines Lebens lieben. Und ich habe mir nie etwas anderes gewünscht. Ich würde mich so gerne in seine Arme werfen und ihm sagen, dass ich ihn liebe, aber so einfach ist das nicht. Ich kann meine Vergangenheit nicht so leicht vergessen. Meine Mutter hat genauso über meinen Vater gedacht und was hat es ihr gebracht? Nicht als Schmerzen, als der feige Arsch sie sitzen gelassen hat!“ Alle aufgestauten und verdrängten Gefühle bahnten sich nun einen Weg ins Freie. „Ich kann das Risiko nicht eingehen.“ „Du kannst nicht oder willst nicht? Sei verdammt noch mal nicht so feige. Du bist genau wie dein Vater, wenn es drauf ankommt lauft ihr davon.“ Das hat er nicht gesagt. Mit offenem Mund starrte ich ihn an. Er hat es nicht gewagt mich mit meinem zu Vater vergleichen. Das wars, jetzt war ich aber wirklich auf huntertachtzig. „Wie kannst du es wagen ... ich bin kein bisschen wie mein Vater.“ Jake sah mich wütend an. „Und du glaubst die Schmerzen die du Quil mit deinem Verhalten zufügst sind leichter zu ertragen? Dann sage ich dir mal etwas. Ich weiß wie es in Quil aussieht. Mein bester Freund erleidet Höllenqualen, nur weil du angst hast ein Risiko einzugehen, das es gar nicht gibt. Du bist keinen Deut besser als dein Vater.“ Wenn Blicke töten könnten. „Weißt du wo Quil gerade ist? Er ist mit den anderen Jungs am Strand und wird wahrscheinlich gerade von einer Horde Mädchen angehimmelt. Und weißt du was er gerade macht? Er wünscht sich wahrscheinlich nichts mehr, als nur einmal von dir so angesehen zu werden. Aber du wirst dich niemals trauen ihm einfach nur zu sagen. ‚Ich liebe dich.’“. „Ach ja?“ „Ja!“ Na, das werden wir ja noch sehen. Wutentbrannt stürmte ich aus dem Haus und schlug die Tür hinter mir zu. Ich wusste nicht was mich mehr ärgerte, der Vergleich mit meinem Vater oder die Vorstellung, dass ein anderes Mädchen Quil zu nahe kam. Als ich den Strand nach einem rekordverdächtigen Sprint erreichte, sah ich rot. Da stand doch tatsächlich ein Mädchen und versuchte mit meinem Freund zu flirten. Ganz recht, mein Freund, und ich musste sagen, allein der Gedanke fühlte sich echt gut an. Nur in Bikinoberteil und Hotpants stand sie vor ihm. Ihre eine Hand spielte mit einer Haarsträhne während die Andere ihm verdammt nahe kam. Ohne weiter nachzudenken stürmte ich auf die beiden zu. Mit einem giftigen „Finger weg von meinem Freund!“ schubste ich sie aus dem Weg. Ich zog Quil näher an mich heran und küsste ihn. Ohne zu zögern erwiderte er den Kuss und nachdem ich mich endlich von ihm löste, raunte er mir ins Ohr „Dein Freund? Das gefällt mir irgendwie.“ Ich schlang meine Arme um seinen Bauch und drehte mein Gesicht zu Seite um dem Mädchen, dass immer noch perplex auf dem Boden saß, einen bösen Blick zu zuwerfen. Als Quil seine Arme um mich legte, vergrub ich mein Gesicht in seiner Brust. „Es tut mir so leid, ich wollte dich nicht so verletzen. Ich war so unglaublich blöd.“ Ich sah ihn an. „Verzeihst du mir?“ Seine Hände strichen beruhigend über meinen Rücken. „Ich könnte dir niemals böse sein.“ Das war nicht die Antwort auf meine Frage und das wusste er auch. „Natürlich verzeih ich dir, aber bitte tu mir so etwas nie wieder an.“ Ich drückte mich noch fester an ihn. „Nie wieder, Quil. Nie wieder.“ „Alles in Ordnung hier?“ Jake, war ja nicht anders zu erwarten. „Hör zu Danny, es tut mir leid, wegen eben.“ Ich unterbrach ihn. „Nein, du hattest recht. Das musste aufhören. Vergessen wir es einfach.“ „Gute Idee.“ Quil nahm mein Kinn sanft zwischen seine Finger und drehte mein Gesicht zu ihm. „Wenn ich dir jetzt sage, dass ich dich liebe, wirst du mich wieder unterbrechen?“ Ich musste lachen, das war Quil wie ich ihn kennen und lieben lernte. „Nein, ganz bestimmt nicht.“ „Gut. Danielle Morgan, ich liebe dich mehr als alles Andere auf dieser Welt und möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen.“ „Ich liebe dich auch.“ „Und wenn du noch einmal so ein Theater machst, dann hetze ich dir Jake auf den Hals.“ Ich musste unweigerlich grinsen. Das würde hoffentlich nicht nötig sein. Ich war nicht wie mein Vater und Quil war es noch viel weniger. Manchmal musste man einfach los lassen und sich fallen lassen.