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Die Statistik vom Quiz

Draco Malfoy || Wie würde eure Beziehung ablaufen || Der große Liebestest

53.55 % der User hatten die Auswertung: Name: Ivonne Ashford Haus: Slytherin Aussehen: Weinrote große Locken/ hüftlang/ schlank und kurvig/ eisblaue Augen Blutstatus: Reinblut Freunde: Blaise Zabini, Daphne Greengras Jahrgang: Harry's Jahrgang 4. Jahr / „ Ivy, jetzt komm schon!“, rief Daphne. „ Ja. ist ja gut. Ich bin schon da!“, keuchte ich als ich neben ihr zum Stehen kam. Ich war vom Wahrsageunterricht in den Gemeinschaftsraum gerannt, hatte mich umgezogen und war von dort zur Großen Halle gehetzt. Für das Alles, hatte ich bloß zehn Minuten gebraucht. Allerdings war ich nun sehr außer Atem. Hektisch zog Daphne mich am Arm und zwang mich, weiter zu gehen. „ Meine Güte, Daphne. Jetzt beruhig dich. Wir kommen schon nicht zu spät.“, versuchte ich sie zu beruhigen. Heute stand der Ausflug nach Hogsmead an. Daphne hatte noch kein Kleid für den Weihnachtsball, eigentlich genau wie ich, doch sie nahm es viel ernster. Zu allem Übel, hatte McGonagall gestern gedroht, jeden hier zurück zu lassen, der auch nur drei Minuten zu spät kam. Und wie gesagt, Daphne sah das sehr eng. Dabei hatten wir noch mindestens zehn Minuten Zeit! „ Wow, das Kleid sieht klasse aus, Daphne!“, staunte ich, als sie aus der Umkleide kam. Der Stoff war am Oberkörper mit Ziersteinen besetzt, die nach unten hin ausliefen. Der untere Teil des Kleides bestand aus minzfarbenem Stoff, der sich an ihre schlanke Figur schmiegte. „ Ja, nicht wahr? Das finde ich auch. Ich werde es kaufen!“, strahlte sie. Während sie sich wieder umzog, schaute auch ich mich bei den Kleidern um. Ich wollte gerade die Suche aufgeben, als mein Blick an einem schwarzen Gewand hängen blieb. Ich fand es umwerfend. Als ich es vom Ständer nahm, stieß Daphne zu mir. „ Oha! Ivy, das musst du anprobieren!“, meinte sie mit großen Augen. Ich hatte Glück. Das Kleid war nur einmal da, und das ausgerechnet in meiner Größe. Schnell verschwand ich in der Umkleidekabine und probierte es an. Es passte perfekt. Für mich stand fest, ich musste dieses Kleid haben. Es war nun nur noch eine Woche bis zum Weihnachtsball. Mich hatten bereits mehrere Jungen gefragt, ob ich sie begleiten wolle, doch bei niemandem hatte es mich gereizt zuzustimmen. Ich schlenderte durch die Gänge und dachte über alles möglich nach, als mir plötzlich jemand in die Seite piekste. Erschrocken fuhr ich herum und erblickte Blaise. Schelmisch lächelte er. „ Mensch, Blaise. Musst du mich so erschrecken?“, fuhr ich ihn aufgebracht an. „ Reg dich ab, Ivy. Du bist doch sonst nicht so schreckhaft“ „ War in Gedanken.“, murmelte ich. „ Hmhm, wieder von schönen Jungen am Träumen, was?“, witzelte er. „ Nicht mehr als sonst auch. Aber ich wünschte, diese Männer würden mich zum Ball einladen. Bisher haben mich lediglich Schwachköpfe gefragt. Fehlt nur noch, dass Longbottom mich als Begleitung will.“ „ Na, wenn das so ist. Willst du meine Begleitung sein? Auf freundschaftlicher Basis.“ „ Das ist eine gute Idee, Blaise! Diese Idee kam mir überhaupt nicht. Also, gerne. Aber wieso hast du noch keine Begleitung? War dir wohl keine gut genug, hm?“ „ Ach du kennst mich doch, Süße. Ich bin wählerisch. Treffen wir uns dann um viertel vor Acht im Gemeinschaftsraum?“ Ich machte den Mund auf um zu antworten, wurde jedoch jäh unterbrochen. „ Hey, Alter. Du wirst nicht glauben, was soeben passiert ist. Goyle hat ne Beauxbatons gefragt und die hat Ja gesagt!“, rief Draco Malfoy und schlug Blaise auf die Schulter. Ich schnaubte und verdrehte genervt die Augen. Ich mochte keine arroganten Jungen und erst recht keine, deren Haare wasserstoffblond waren. „ Ich verzieh mich, Blaise. Also, um viertel vor Acht im Gemeinschaftsraum.“, verabschiedete ich mich und küsste ihn zum Abschied auf die Wange. „ Was? Etwa kein Küsschen für mich?“, rief Draco mir hinterher. Statt zu antworten drehte ich mich um und zeigte ihm den Mittelfinger. Ich schlüpfte gerade in mein Kleid, als die Tür des Schlafraums aufgerissen wurde. Pansy Parkinson kam herein gestürmt und hüpfte wie wild durchs Zimmer. „ Was ist denn mit dir kaputt?“, fragte ich angewidert. „ Mein Draco, hat mich eben gefragt, ob ich ihn auf den Weihnachtsball begleiten möchte. Ich wusste, dass es bloß eine Frage der Zeit ist bis er mich fragt.“ Ich verkniff mir anzumerken, dass er sie wahrscheinlich bloß gefragt hatte, weil er sonst keine Begleitung haben würde. „ Schön für dich Parkinson.“, lächelte ich mitleidig. Danach widmete ich mich wieder meinem Kleid. Meine dunkelroten Locken steckte ich mir zu einem hohen Dutt zusammen und zog schwarze Pumps an. Um den Hals legte ich mir eine Kette aus äußerst seltenen schwarzen Perlen. Aus denselben Perlen bestand auch mein breites Armband. Zufrieden betrachtete ich mich im Spiegel. Das Kleid, das ich ausgewählt hatte, war aus feinem schwarzem Stoff gewoben. Ein rüschenartiges Muster erstreckte sich über die gesamte Länge des Kleides. Zusätzlich betonte die dunkle Farbe meine helle Haut. Meine Augen, hatte ich etwas stärker als gewöhnlich geschminkt und einen hellen Lippenstift aufgelegt. Ich schnappte mir meine schwarze Clutch und machte mich auf den Weg, hinunter in den Gemeinschaftsraum. Auf der Treppe lief mir Daphne über den Weg. Auch sie sah gut aus. Das Kleid stand ihr wirklich hervorragend und sie hatte sich zur Feier des Tages ihre langen blonden Haare gelockt. Wir grinsten uns an und gingen gemeinsam die Treppe hinunter. Unten wartete Blaise bereits auf mich. Er trug einen formellen schwarzen Festtagsumhang und bekam, als er mich sah, vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu. Neben ihm wartete ein ebenso gut gekleideter Theodor Nott auf Daphne. „ Wow. Ivy, du siehst umwerfend aus. Wäre ich nicht dein bester Freund, würde ich glatt versuchen dich zu verführen!“ „ Das aus dem Mund von Blaise Zabini zu hören, ist ein wirkliches Kompliment!“, lachte ich und hakte mich bei ihm unter. Erschöpft ließ ich mich auf einen der Metallstühle fallen die, zusammen mit runden Tischen, in der Großen Halle aufgestellt worden waren. Blaise und ich hatten fast zwei Stunden getanzt und langsam bereute ich es, dass ich hochhackige Schuhe trug. „ Hier, bitteschön.“ Blaise ließ sich neben mir nieder und hielt mir ein Glas eiskalten Kürbissafts entgegen. Zaghaft nippte ich daran und lächelte dankbar. Ich ließ meinen Blick durch die Halle schweifen. Ich sah Hermine Granger mit Viktor Krum tanzen. Ganz in der Nähe schwang Daphne mit Theodor das Tanzbein und gleich neben ihnen schmiegte sich eine verliebt guckende Pansy, gekleidet in das hässlichste Kleid, das ich je gesehen hatte, an Draco Malfoy. Dieser machte ein Gesicht, als hätte er etwas Schlechtes gerochen. Ich konnte nicht anders, als höhnisch zu grinsen. Er fing meinen Blick auf und sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich. „ Armer Draco.“, stellte Blaise neben mir fest. „ Pff, der hat's nicht anders verdient.“ „ Du kannst ihn echt nicht leiden, oder?“ „ Du hast es erraten. Er ist arrogant, hinterhältig und ein falsches Schwein. Das weißt auch du Blaise!“ „ Du kennst ihn nicht so wie ich. Hinter dieser harten Schale steckt ein weicher Kern.“ Ich blickte Blaise ungläubig an und schüttelte den Kopf. „ Als ob.“, erwiderte ich bloß, „ Ich gehe mich kurz frisch machen. Bin gleich wieder da.“ „ Beeil dich! Sonst meint noch jemand, meine Begleiterin hätte mich versetzt.“ Ich zwinkerte Blaise über die Schulter hinweg zu und verließ die Halle. Als ich das Mädchenklo wieder verließ, umklammerte plötzlich eine Hand, schmerzhaft meinen Arm. Ich schnappte nach Luft und erkannte einen boshaft blickenden Malfoy. „ Wie kannst du es wagen?“, schrie ich ihn an. „ Du fragst, wie ich es wagen kann? Im Ernst? Du hast mich ein falsches Schwein genannt. Was fällt dir eigentlich ein, Ashford?“ „ Ich sage bloß, wie es ist, Malfoy!“, zischte ich verächtlich. „ Wen interessiert es, was jemand wie du zu melden hat? Du bist nicht besser als die Weasleys.“ „ Ich bin reinblütig und mein Vater ist der Chef von deinem! Also pass auf was du sagst! Vergleich mich nicht mit diesen Blutsverrätern.“ „ Dein Vater, ist ein ehrenhafter Mann. Ich könnte wetten, er weiß nicht was für ein Flittchen seine kleine Prinzessin ist.“ „ Ich bin kein Flittchen. Man sollte keine Ausdrücke verwenden die man nicht versteht, Malfoy.“ Meine Stimme wurde gefährlich leise. „ Oh, bitte. Du verdrehst allen Jungen den Kopf und lässt sie dann abblitzen.“ Ich wollte etwas erwidern, doch ich bemerkte, dass Malfoy gar nicht so Unrecht hatte. Mein Stolz ließ es allerdings nicht zu, mir das anmerken zu lassen. Ich versuchte mich aus Malfoys Griff zu befreien, doch er stieß mich an die Wand und trat noch näher an mich heran. Mir wurde klar, dass ich es nicht schaffen würde ihm zu entkommen, doch mir kam eine Idee. Ich konnte seinen Atem spüren und roch sein Parfum. Ich schaute ihm tief in die Augen und mein Mund näherte sich dem seinen. Plötzlich beschleunigte sich mein Herzschlag. Ich spürte wie sein Atem schneller ging und meine Lippen nährten sich noch weiter seinem Mund. Kurz bevor sich unsere Münder trafen, flüsterte ich: „ Verpiss dich, Malfoy.“, und stieß ihn feste von mir weg. Damit hatte er nicht gerechnet. Ich konnte mich ihm entwinden und rannte davon. Statt zurück zur Großen Halle zu laufen, machte ich mich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Dort wurde mir bewusst, dass Malfoy hier jederzeit auftauchen könnte, weshalb ich mich schnell in meinen Schlafsaal verzog. Dort war ich ungestört. Ich zog mich rasch um, schminkte mich ab und band mir meine Haare zu einem Zopf. Danach legte ich mich auf mein Bett. Ich konnte jedoch nicht schlafen, was dazu führte, dass ich in meinen Gedanken versank. Mein Herz hatte vorhin viel zu schnell geschlagen, bemerkte ich. Das hätte es nicht tun sollen. Ich hasste Malfoy und er sollte mich nicht aus dem Konzept bringen können. Ebenso bewusst war ich mir, dass auch er auf unsere Nähe reagiert hatte. Was war da bloß los gewesen? Ich schüttelte den Kopf um wieder klar denken zu können. Plötzlich überkam mich eine tiefe Müdigkeit und mir fielen langsam die Augen zu. Mein letzter Gedanke, bevor ich einschlief, galt Blaise. Ihn hatte ich total vergessen. Hatte er nicht gesagt, ich solle mich beeilen? Hm, er würde morgen wahrscheinlich ziemlich sauer sein, weil ich ihn versetzt hatte. Das bekomme ich schon wieder hin, dachte ich. Dann war ich eingeschlafen. 6. Jahr / Irgendwie hatte sich alles verändert. Voldemort war zurückgekehrt. Meine Eltern waren Todesser und mussten ihm folgen. Naja, „mussten“ ist eventuell das falsche Wort. Sie folgten ihm bereitwillig. Es waren Sommerferien und meine Familie gab heute ein Essen für ausgewählte Personen. Meine Mutter hatte mir befohlen, mich heute besonders schick anzuziehen. Ich wählte ein cremefarbenes besticktes Kleid. Dieses Mal hatte ich mich bei meinen Haaren für die offene Variante entschieden. Auch beim Thema Schminke hielt ich mich zurück. Als ich runter kam und auf den Weg in den Speisesaal war, hörte ich meine Mutter sagen: „ Lucius und Narzissa, wie schön, dass ihr kommen konntet. Ah und Draco! Du bist groß geworden Junge.“ Entsetzt blieb ich stehen. Super, der Abend konnte nur eine Katastrophe werden. Ich ging weiter in den Speisesaal, in dem mein Vater mit zwei Männern stand. Er stelle sie als Mr. Macnair und Mr. Yaxley vor. Sie waren mir von Anfang an unsympathisch. „ Ivonne, begrüß doch bitte die Malfoys.“, meinte meine Mutter, als sie den Raum betrat. „ Guten Abend, Lucius und Narzissa.“, begrüßte ich die Beiden knapp und schüttelte ihnen die Hand. An Draco gewandt sagte ich bloß „Malfoy“ und nickte höflich. „ Marietta, du hast gar nicht erwähnt, was für eine Schönheit deine Tochter geworden ist!“, stelle Narzissa an meine Mutter gewandt fest. Neben ihr hörte ich Draco Malfoy schnauben und warf ihm einen verärgerten Blick zu. Nach dem Essen wollte ich ein wenig Luft schnappen und ging in den Garten. Meine Eltern und ihre Gäste begaben sich in den Salon um geschäftliche Dinge zu besprechen. Draußen genoss ich die Ruhe. Der Himmel war sternenklar und der Mond leuchtete hell. Ich stellte mich auf die Wiese und blickte in den Himmel. „ Es ist unhöflich Gäste sitzen zu lassen und abzuhauen!“, sagte Draco Malfoy hinter mir und ich zuckte zusammen. „ Musst du mir immer hinterher schleichen, Malfoy?“ „ Ich? Dir? Hinterher schleichen? Wohl kaum, Ashford. Ich wollte mir lediglich die Beine vertreten.“ „ Ist klar. Das kauf ich dir nicht ab.“ „ Wie du meinst. Ach, da fällt mir ein, nach dem Weihnachtsball das, das war nicht sehr nett.“ „ Du kannst mich mal!“ Er machte ein paar Schritte auf mich zu. „ Na na, nur nicht ungezogen werden!“, tadelte er mich mit erhobenem Zeigefinger und kam mir näher. Zu nah, nach meinem Geschmack. Ich wollte zurücktreten, stolperte jedoch über den Saum meines Kleides. Verzweifelt versuchte ich mein Gleichgewicht wiederzuerlangen. Da packte Malfoy mich an der Hüfte und fing mich im letzten Moment auf, sonst wäre ich die Böschung heruntergefallen. Er zog mich in seine Richtung, was nicht gerade dazu beitrug, dass der Abstand zwischen uns größer wurde. Ganz im Gegenteil, nun war ich ihm noch näher. Unsere Gesichter waren bloß Zentimeter voneinander entfernt. Wieder beschleunigte sich mein Herzschlag. Plötzlich presste Malfoy seine Lippen auf meine. Ich war geschockt, wollte ihn von mir stoßen, doch der Kuss nahm mich gefangen. Seine Lippen waren entgegen meiner Erwartungen warm und weich. Er legte seine Hand in meinen Nacken und mit der anderen umfasste er nach wie vor meine Taille. Ich öffnete den Mund und der Kuss wurde heftiger. Er zog mich näher an sich heran und plötzlich genoss ich seine Nähe. Auf einmal wurde mir bewusst, was ich gerade tat. Abrupt löste ich mich von ihm und stieß ihn weg. Hastig lief ich zurück ins Haus und verschwand in meinem Zimmer. Ich machte kein Licht und setzte mich auf meine gepolsterte Fensterbank. Von dort, schaute ich aus dem Fenster und sah, dass Malfoy noch immer im Garten stand. Ich fasste mir an die Lippen und dachte über den Kuss nach. Er hatte mir gefallen, wurde mir klar. Was war los mit mir? Ich konnte Draco Malfoy doch nicht einmal leiden. Das sechste Schuljahr hatte begonnen. Einiges hatte sich verändert. Snape war nun Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste und der neue Zaubertranklehrer war Horace Slughorn. Ich versuchte Malfoy aus dem Weg zu gehen. Wenn ich mit Blaise zusammen saß und er tauchte auf, verabschiedete ich mich schnell und suchte eilig das Weite. Doch mir war aufgefallen, dass auch Draco meinen Blick und meine Nähe mied. Nun standen Daphne und ich im Kerker und warteten darauf, dass Slughorn zum Zaubertrankunterricht auftauchte. Sie erzählte mir von ihren Ferien und, dass Theodor sie gefragt hatte, ob sie noch einmals mit ihm ausgehen würde. Ich hörte allerdings bloß mit halbem Ohr zu, denn ich lauschte dem Gespräch von Crabbe und Goyle. „ Alter ich wette mit dir, der schafft das nicht!“, sagte Goyle zu Crabbe. „ Aber wieso hat er dann Draco ausgewählt?“, nuschelte Crab. „ Na wegen seinen Eltern! Ich denk mal, das war so ne Art Bestrafung oder so.“ Ich runzelte die Stirn. Worüber redeten die bloß. Ich hatte allerdings keine Zeit mehr mir darüber Gedanken zu machen, denn in diesem Moment kam Slughorn um die Ecke und zusammen mit ihm betraten wir den Klassenraum. Er wies die Schüler an, sich einen Partner zu suchen, denn heute sollten wir zu zweit einen Zaubertrank brauen. Ich traute meinen Augen nicht, als Daphne zu Theodor ging, um mit ihm zusammen zu arbeiten. Zu meinem Entsetzen blieb bloß Longbottom übrig. „ Wollen wir zusammen machen, Ivonne?“, säuselte er. „ Nur über meine Leiche!“, erwiderte ich verächtlich. Ich hörte wie Potter zu ihm sagte, dass Hermine noch keinen Partner hätte woraufhin Neville abzog. Ich blieb nun als Einzige zurück, was mich allerdings nicht sonderlich störte. „ Haben sie keinen Partner, Miss Ashford?“, fragte Slughorn. „ Wie's aussieht wohl nicht, Professor. Dann mache ich einfach alleine!“, antwortete ich und zuckte die Schultern. In dem Moment wurde die Kerkertür aufgerissen, Malfoy stürmte herein und sagte: „ Entschuldigen sie, Professor. Ich hatte noch ein Gespräch mit Professor Snape.“ „ Macht nichts mein Junge. Sie kommen gerade rechtzeitig. Ms. Ashford hat noch keinen Partner. Sie können zusammen arbeiten!“ Schockiert blickte ich Malfoy an. Allerdings blieb mir nichts Anderes übrig, als mich mit ihm zusammen an einen Kessel zu stellen. Seiner Nähe war ich mir schmerzlich bewusst. Die Spannung zwischen uns war fast greifbar und die Schüler in unserer Nähe wurden unruhig. Ich warf gerade eine Handvoll hüpfende Pilze in den Kessel, als Draco plötzlich hervorpresste: „ Ich kann das hier nicht!“ und aus dem Raum stürmte. Verwirrt blickte ich Professor Slughorn an. „ Komischer Junge!“, meinte dieser bloß und ließ mich alleine weiter machen. Mein Trank war ein Desaster, denn meine Gedanken schweiften immer wieder zu Malfoy ab. Ich lief durch die Gänge und suchte Blaise. Er hatte mir versprochen, mir die Geschichte der Zauberei Hausaufgaben zu geben und nun fand ich ihn nicht. Als ich am Mädchenklo vorbei kam, hörte ich aufgebrachte Stimme. Ich dachte mir, dass sich jemand mit der maulenden Myrte angelegt hatte, erkannte dann jedoch, dass die Stimmen männlich waren. Plötzlich knallte es mehrmals und ich hörte Porzellan bersten. Dann folgte ein Schrei. Ich rannte in den Raum und mein Blick fiel auf Potter. Er hielt seinen Zauberstab in der Hand und stand mit den Füßen im Wasser. Ein Zauber hatte wohl eins der Waschbecken getroffen, denn aus ihm schoss eine Wasserfontäne. Als Potter mich erblickte, ergriff er die Flucht. Ich stiefelte durch das kühle Nass und als ich um die Ecke kam, sah ich, dass jemand auf dem Boden lag. Eine Wand verbarg das Gesicht des Jenigen und ich lief schnell zu dem Körper. Vor mir lag Malfoy. Sein Hemd färbte sich nach und nach rot und ich registrierte, dass er blutete. Erschrocken ließ ich mich auf die Knie fallen und riss sein Hemd auf, um die Wunde sehen zu können. Mehrere große Schnitte erstreckten sich über seine gesamte Brust. Sie bluteten stark und ich presste hilflos die Hände auf die Wunden. „ Ich brauche hier Hilfe!“, schrie ich. Mein Blick fiel auf Malfoys Arm und ich erkannte das Todesserzeichen. Das hatten Crabbe und Goyle also gemeint, als sie miteinander geredet hatten. Mir lief die Zeit davon und mich traf die Erkenntnis, dass wenn nicht bald jemand käme, Draco verbluten würde. „ Scheiße!“, fluchte ich. Malfoy war ohnmächtig, worüber er eigentlich froh sein konnte. Ich schrie erneut nach Hilfe, dieses Mal lauter. „ Mist, du darfst nicht verbluten! Hörst du mich?“, ich schlug ihm mit der flachen Hand auf die Wange. In diesem Moment wurde mir eins klar: Ich hatte mich in Draco Malfoy verliebt. Auch, dass er ein Todesser war, wurde für mich zur Nebensache. Über meine Wangen rannen Tränen und ich schluchzte. Plötzlich wurde ich zur Seite gestoßen und Snape kniete sich neben den blonden Slytherin. Er zückte seinen Zauberstab und murmelte immer und immer wieder: „Vulnera Sanentur.“ Ich sah zu, wie sich die Wunden auf Dracos Brust langsam schlossen. Trotz allem weinte ich weiter. Ich saß im Krankenflügel. Vor mir, in einem der Betten, lag Draco. Er hatte einen dicken Verband um die Brust gewickelt bekommen. Madam Pomfrey hatte mir erklärt, dass Professor Snape die Wunden zwar verschlossen hatte, sie jedoch jederzeit wieder aufgehen konnten. Zudem hatte Draco viel Blut verloren, weshalb sie ohnehin darauf bestand, dass er zur Beobachtung im Krankenflügel bleiben sollte. Ich hielt seine Hand. Nun saß ich schon seit circa drei Stunden hier, was dazu geführt hatte, dass ich eingeschlafen war. Mein Kopf war auf die Matratze gesunken. Ich spürte wie mir etwas über die Haare strich, wodurch ich erwachte. Erschrocken richtete ich mich auf und entriss meine Hand der von Draco. Dieser war aufgewacht und schaute mich an. Ich blickte mit großen Augen zurück. Es war inzwischen dunkel geworden, woraus ich schloss, dass es schon ziemlich spät sein musste. Mich wunderte es, dass mich noch kein Lehrer zu Bett geschickt hatte. „ Aha, Dornröschen ist erwacht.“, sagte ich verschlafen um die unangenehme Stille zu beenden. „ Ja.“, erwiderte Draco mit kratziger Stimme. „ Du siehst echt scheiße aus, Malfoy.“, lächelte ich müde. „ Kann passieren. Was machst du hier?“ „ Ich hab dir deinen Arsch gerettet!“ „ Ach ja?“, fragte er ungläubig. „ Ja. Auch wenn du mich hasst, kann ich dich doch nicht einfach sterben lassen.“ „ Ich hasse dich nicht, Ivonne!“, sagte er überrascht. „ Nicht? Hm, dann hab ich mich wohl die ganzen letzten Jahre mit einem anderen Draco Malfoy gestritten.“ „ Was soll das denn heißen? Du warst doch die ganze Zeit fies zu MIR!“ „ Wie bitte? Was war das dann letztens im Zaubertrankunterricht? Bin ich etwa aus dem Raum gestürmt und hab dich allein weiter arbeiten lassen?“ Ich schaute ihm in die Augen, doch er wich meinem Blick aus. „ Ich bin nur abgehauen, weil ich deine Nähe nicht mehr ertragen konnte. Ich wusste, dass du nicht dieselben Gefühle für mich hast, wie ich für dich.“, murmelte er. Ich dachte ich hätte mich verhört. „ Was?“, fragte ich aufgebracht. „ Verdammt noch einmal, Ivonne, ich habe mich in dich verliebt, okay?“, fuhr er mich an. Ich zuckte zusammen. „ Kannst du mir das nicht einfach sagen?“, fragte ich mit großen Augen und leicht gekränkt, da er mich angeschrien hatte. „ Ich habe dich geküsst! Du hast mich zurück gestoßen. Das war Antwort genug für mich. Ich wollte nicht noch weiter gedemütigt werden.“ „ Ich dachte, du meinst das nicht ernst! Wir haben uns immer gestritten und du hast mir das Gefühl gegeben, dass du mich hasst!“ „ Nein, Ivonne, das warst du.“, flüsterte er. Mir wurde klar, dass er Recht hatte. Ich hatte ihn die ganze Zeit über schlecht behandelt und ihm nicht einmal die Chance gegeben, nett zu mir zu sein. „ Dinge ändern sich, Draco. Das war bevor ich erkannt habe, dass ich dich liebe.“, murmelte ich kleinlaut. „ Sag das noch einmal.“ „ Na schön. Draco Malfoy, ich liebe dich.“, sagte ich diesmal lauter, beugte mich vor und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss. Ich hatte das Gefühl endlich angekommen zu sein und wusste, dass ich zu Draco gehörte. Ich spürte wie er sich aufsetzen wollte. Er zuckte heftig zusammen und ließ sich zurück in seine Kissen fallen. Dabei lösten wir uns voneinander. Er verzog vor Schmerzen das Gesicht. „ Werd erstmal wieder gesund. Schlaf ein wenig.“, flüsterte ich und strich ihm durch die verstrubbelten blonden Haare. „ Aber nur, wenn du mir eine Sache versprichst. Lass mich hier nicht alleine, Ivy. Bleib bei mir.“ „ Ich verspreche es, Draco.“, antwortete ich lächelnd. „ Es gefällt mir, wenn du mich beim Vornamen nennst.“, lachte er und schloss die Augen. „ Gewöhn dich ja nicht dran! Und jetzt: schlaf gut.“, murmelte ich und küsste ihn auf die Stirn. Als schließlich Madam Pomfrey kam und mich wegschicken wollte, weigerte ich mich resolut. Sie gab schließlich auf und ließ mich neben Draco sitzen. Ich konnte in dieser Nacht nicht schlafen und sah stattdessen Draco zu. So glücklich wie jetzt, war ich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr. Ich stand Draco auch im siebten Schuljahr zur Seite. In der alles entscheidenden Schlacht entschlossen wir uns, nicht zu kämpfen. Ich versorgte stattdessen in der Großen Halle die Verletzten und Draco blieb die ganze Zeit über an meiner Seite. Ein Jahr später, machte Draco mir einen Antrag und ich sagte natürlich Ja. Seine Eltern nahmen mich mit offenen Armen in die Familie auf und waren begeistert über seine Wahl. Ich war schließlich reinblütig und meine Eltern noch immer hohe Tiere im Ministerium. Im gleichen Jahr wurde ich schwanger. Draco sagte mir, dass ich ihn zum glücklichsten Menschen der Welt mache und wir bekamen einen Sohn namens Scorpius Lucius Malfoy. Zwei Jahre darauf kam unsere gemeinsame Tochter Cathy Malfoy zur Welt. Unsere beiden Kinder kamen wie wir ins Haus Slytherin. Chastity hatte meine roten Haare und die hellen Augen von uns beiden geerbt. Unser Sohn hingegen, hatte dunkelbraune Haare. Dieses Gen stammte anscheinend von meinem Vater, der dunkle Haare hatte. Unsere eisblauen Augen erbte Scorpius trotz allem. So, ihr seid am Ende angelangt. Ich würde mich sehr über eine Bewertung freuen! In die Kommentare könnt ihr ja schreiben wie euch die Auswertung gefallen hat und eventuell Verbesserungsvorschläge.

41.31 % der User hatten die Auswertung: Name: Caroline Brady Haus: Gryffindor Aussehen: Blonde, lange und glatte Haare/ dunkelblaue Augen/ Modellfigur Blutstatus: Reinblut Freunde: Fred Weasley / Hermine Granger Jahrgang: Harry's Jahrgang 5. Jahr / „ Kommst du Caroline?“, fragte Hermine. Sie stand in der Tür unseres Zugabteils und wartete auf mich. Der Zug kam gerade am Bahnsteig von Hogwarts an. „ Hm? Oh, ja! Geh schon mal vor, ich packe noch meinen ganzen Kram zusammen.“, antwortete ich. Sie zuckte mit den Schultern und ging davon. Mit einem Schwenker meines Zauberstabs ließ ich das Chaos verschwinden, welches aus Süßigkeiten, Schreibzeug und anderen Sachen bestand. Alles flog sauber und ordentlich in meine Tasche. Ich schnappte sie mir und verließ den Zug. Als ich den Bahnsteig betrat, sah ich wie Ron Harry packte, der versuchte sich loszureißen. Neugierig nährte ich mich dem Geschehen und erblickte Malfoy, der drei Meter vor Harry stand und lachte. Hermine stand unschlüssig neben Ron und wusste nicht, was sie tun sollte. „ Dass man dich noch frei herumlaufen lässt, Potter. Erfreu dich dran, solange du kannst.“, höhnte Malfoy. „ Halt dein Maul, Malfoy! Pack dir die zwei Hohlköpfe an deiner Seite und verschwinde.“, fuhr ich Malfoy an und zeigte auf die neben ihm stehenden Idioten namens Crabbe und Goyle. „ Ach, sieh dir das an! Jetzt musst du schon von kleinen Mädchen verteidigt werden, Potter - armselig.“, grinste Malfoy boshaft. -„ Das Einzige, was hier armselig ist, bist du! Und jetzt verzieh dich!“, zischte ich und stieß ihm mit meinen Zeigefinger in die Brust. „ Fass mich nicht an, du …“ „ Ich was? Ich Schlammblut? Erst nachdenken, dann reden Malfoy. Ich hab genauso reines Blut wie du also sei lieber still, sonst blamierst du dich noch.“ -„ Wie kannst du es wagen so mit mir zu reden? Du wirst noch sehen was du davon hast!“, fauchte er mich an. Verächtlich schnaubte ich und rempelte ihn an, als ich an ihm vorbei ging. Harry, Ron und Hermine folgten mir. Gemeinsam stiegen wir in eine der wartenden Kutschen ein. „ Nachsitzen Mrs. Brady!“, säuselte Professor Umbridge. -„ Was habe ich getan?“, rief ich. -„ Sie haben ihren Zauberstab ausgepackt und ich habe vorhin klar und deutlich gesagt, dass dies in meinem Unterricht nicht gestattet ist!“ -„ Ich habe ihn von meinem Umhang in meine Tasche gesteckt! Ich möchte mal sehen was sie machen, wenn ihr Zauberstab ihnen fast im Ar*** steckt. Das ist ziemlich unangenehm, wissen sie?“ -„ So. Jetzt haben sie sich auch für morgen Nachsitzen eingehandelt. Zusätzlich 10 Punkte Abzug für Gryffindor.“ Ich warf verzweifelt die Hände in die Luft. Diese Frau konnte mich einfach nicht leiden. Ich saß in Umbridges Büro. Sie hatte mich dazu verdonnert auf einen Zettel wieder und wieder „ Ich muss meinen Lehrern gehorchen“ zu schreiben. Das wäre an sich nicht schlimm gewesen, jedoch hatte sie mir eine verzauberte Feder gegeben, die mein Blut als Tinte benutzte. Das tat höllisch weh. Dies ließ ich mir jedoch nicht anmerken, denn ich wollte ihr auf keinen Fall die Genugtuung geben, mich schwach werden zu sehen. Nach ca. drei Stunden, die sich allerdings wie Jahre angefühlten entließ sie mich. Als ich die Tür öffnete hörte ich sie noch mit kleinmädchen Stimme sagen: „ Morgen werde ich sie nicht beaufsichtigen können. Es wird jemand anderes hier auf sie warten!“ „ Kann nur besser werden“, dachte ich mir. Tja, ich hatte mich geirrt. Als ich am nächsten Abend Umbridges Büro betrat, wartete dort Draco Malfoy auf mich. „ Ich soll dich beaufsichtigen.“, sagte er und lächelte böse. „ Fein!“, fauchte ich. Ich ließ meine Tasche neben meinen Stuhl fallen und setzte mich. Auf dem Tisch vor mir lag ein Pergament mit der verfluchten Feder darauf. Auch diesmal erwarteten mich höllische Schmerzen. Was mich jedoch überraschte, war Malfoy. Nach dem fünften Satz schaute ich zu ihm auf, da ich mich beobachtet fühlte, und sah, dass er schockiert auf meine Hand schaute. Als er bemerkte, dass ich ihn anguckte, wandte er schnell den Blick ab und schaute aus dem Fenster. Ich hingegen schrieb weiter. „ Du kannst jetzt gehen.“, meinte Malfoy nach einer gefühlten Ewigkeit. Wortlos sammelte ich meine Sachen zusammen und wollte den Raum verlassen. Unvermittelt stellte Malfoy sich mir in den Weg. „ Halt dich zurück mit dem was du sagst - ich meine in Bezug auf Umbridge. Das da, muss nicht sein.“, sagte er und deutete auf das mit Blut beschriebene Pergament. Verblüfft schaute ich zu ihm hoch. In seinen Augen sah ich etwas, von dem ich dachte, es existiere bei ihm gar nicht: Sorge. Ich schluckte. „ Kann ich jetzt gehen?“, fragte ich kühl. Ich war mir nicht sicher, wie ich auf seinen Ratschlag reagieren sollte. Malfoy räusperte sich und trat zur Seite. Sein Blick war wieder kalt und berechnend; ganz so, wie ich ihn kannte. Es war Halloween. Die Häuser gaben in den Gemeinschaftsräumen ihre eigenen Partys, ganz zum Missfallen der Lehrer, doch sie hatten schon längst aufgegeben, die Veranstaltungen zu untersagen. Ihnen war klar, dass wenn sie es nicht erlaubten und darüber hinweg sahen, die Schüler heimlich feiern würden. Fred drückte mir gerade einen Becher in die Hand. „ Du meinst doch nicht im Ernst, dass ich das trinke!“, lachte ich. In diesem Jahr waren die Weasley Zwillinge berüchtigt für die heimliche Untermischung ihrer Kreationen. Heute Abend, waren bereits sieben Leute Opfer ihrer Scherzartikel geworden. „ Oh, bitte. Dir mische ich doch nichts ins Getränk!“, versicherte er mir unschuldig. Ich schüttelte bloß grinsend den Kopf. Ehrlich gesagt, hatte ich keine Lust herauszufinden, ob er die Wahrheit sagte. Ich musste auf die Toilette, was die perfekte Ausrede, für das Stehenlassen des Bechers war. Ich drückte ihn Neville in die Hand, der ihn freudestrahlend annahm. Während ich durch das Portraitloch unseres Gemeinschaftsraums stieg, sah ich, wie Neville sich in einen blauen Kanarienvogel verwandelte. Von wegen, es war nichts im Getränk! Die Korridore waren dunkel, doch meine Augen gewöhnten sich schnell an die Finsternis und zudem kannte ich den Weg zum Mädchenklo auswendig. Als ich schließlich wieder auf den Korridor trat (Die maulende Myrte hatte mich zum Glück in Ruhe gelassen), mussten sich meine Augen erneut an die Dunkelheit gewöhnen, denn das Klo war beleuchtet gewesen. Plötzlich wurde ich von jemandem hart gegen die Wand geschubst. Es war Blaise Zabini. Man sah ihm an, dass er zu viel getrunken hatte. „ Na, Süße! Wie schön, dass ich dich hier treffe!“, flüsterte er in mein Ohr und mir schlug der Geruch von Feuerwhiskey entgegen. Angewidert versuchte ich ihn von mir zu stoßen, doch er presste mich bloß noch fester gegen die Wand. Zu allem Übel, hatte ich meinen Zauberstab im Schlafsaal vergessen. Ich versuchte mich zu befreien, doch er war zu stark. „ Nimm deine dreckigen Finger weg, Zabini!“, fuhr ich ihn an, denn seine Hand wanderte meinen Oberschenkel hinauf. „ Das gefällt dir doch, Brady. Erinnert dich das nicht an letztes Jahr? Nach dem Weihnachtsball?“ Letztes Jahr war Blaise mein Begleiter auf dem Weihnachtsball gewesen. Wir hatten beide zu viel getrunken und schließlich verbrachten wir die Nacht zusammen. Etwas, das ich bis heute bereute. „ Lass mich gefälligst los, du widerwärtiger Sack!“, schrie ich. Auf einmal wurde Blaise von mir weg geschleudert. Ein Schockzauber hatte ihn getroffen. Draco Malfoy trat aus dem Schatten, in den vom Mond erhellten Korridor. Erstaunt sah ich ihn an. „ Da … danke!“, stammelte ich. „ Du bist mir etwas schuldig.“, murmelte Malfoy bloß und ließ Blaise, mittels seines Zauberstabs, schweben. Ohne ein weiteres Wort zu sagen ging er davon, Blaise flog neben ihm her. Als ich abends im Bett lag, musste ich noch lange an jenes seltsame Erlebnis denken. Weshalb, hatte Malfoy das getan? Wieso, hatte er mir geholfen? Doch ich kannte auf beide Fragen, keine Antwort. Schließlich schlief ich ein. Es war ein tiefer und traumloser Schlaf. Der Rest des Jahres verlief ohne große Zwischenfälle. Ich kämpfte mit Harry im Ministerium und war dabei, als der Minister begriff, dass Harry die Wahrheit über Voldemort gesagt hatte. 6. Jahr / Ich wollte gerade die große Halle betreten, als Harry mich im Vorbeigehen anrempelte. „ Hey, was soll das denn?“, fragte ich verdutzt. „ Sorry, Caroline. Ich verfolge Malfoy! Ich könnte schwören, er führt irgendetwas im Schilde.“ Malfoy. Ich erinnerte mich erneut an die Nacht im Korridor. Die Nacht, in der er mich vor Blaise gerettet hatte. Ich hatte im Laufe der Zeit aufgehört, darüber nachzugrübeln, warum er dies getan hatte, denn mir war schlicht keine Begründung eingefallen. „ Harry, beruhig dich. Du sagst schon die ganze Zeit, dass er etwas vorhat. Ich weiß, dass du es nicht gerne hörst, aber du übertreibst. Hör zu, ich mag dich und ich habe dir auch immer geglaubt, jedoch hast du keine Beweise für verbotene Handlungen Malfoys. Du bringst dich irgendwann in große Schwierigkeiten!“, redete ich auf Harry ein. „ Aber …“, setzte er an. „ Nein, nicht aber! Du gehst jetzt in den Gemeinschaftsraum und regst dich ab!“, unterbrach ich ihn. Ich schob ihn in Richtung Große Treppe. „ Du kannst mich zu nichts zwingen, Caroline!“, zeterte er. „ Okay, es reicht. Ich bringe dich persönlich nach oben. Ach, dankeschön! Aufgrund deiner Sturheit, kann ich nun nicht frühstücken.“ Genervt packte ich ihn am Arm und zog ihn die Treppe hinauf. Nachdem ich Harry im Gemeinschaftsraum abgeladen hatte, machte ich mich auf den Weg zum Zaubertrank-Unterricht. Harry hatte versucht mitzukommen, doch ich hatte ihn zurück gehalten. Langsam übertreibt er, dachte ich mir. Ich nahm mir vor, Slughorn zu sagen, Harry wäre schlecht gewesen, weshalb er unfähig war, am Unterricht teilzunehmen. Zur Sicherheit hatte ich Harry ein paar Kotzpastillen dagelassen, für den Fall, dass jemand nachschauen wollte, ob meine Behauptung stimmte. Ich lief gerade am Mädchenklo vorbei, als ich ein Schluchzen hörte. Verdutzt blieb ich stehen. Schließlich siegte meine Neugierde. Ich öffnete die Tür gerade so weit, dass man durch den Spalt spähen konnte. Aufs Waschbecken gelehnt, stand dort, ein weinender Draco Malfoy vor einem der Spiegel. Unschlüssig überlegte ich was ich tun sollte. Ich konnte nicht damit umgehen, wenn andere Menschen weinten. Letztendlich entschied ich mich, den Raum zu betreten. Erschrocken fuhr Malfoy herum. „ Verschwinde!“, fauchte er mich an. Zuerst war ich geneigt den Raum wieder zu verlassen, entschloss dann jedoch, nicht auf ihn zu hören. Vorsichtig ging ich auf Malfoy zu, der daraufhin zurückwich. „ Geht es dir gut?“, fragte ich mit belegter Stimme. Okay, das war eine dumme Frage. Wenn Menschen weinten, ging es ihnen für gewöhnlich nicht gut. -„ Du sollst dich verziehen! Ich will nicht, dass jemand mich so sieht.“ -„ Sag mir nicht, was ich zu tun habe!“, entfuhr es mir. Schnell bereute ich, dass ich ihn so angemotzt hatte. „ Ich weiß, dass es manchmal hilft, wenn man nicht alleine ist, sondern jemanden hat, der einem Gesellschaft leistet. Du musst nicht mit mir reden.“, murmelte ich schließlich. Aus irgendeinem Grund sah ich mich gezwungen, ihn nicht alleine zu lassen. Vielleicht aufgrund der Eskapade mit Blaise. Ich ging zu ihm herüber und ließ mich seufzend an der Wand hinabsinken, bis ich schließlich auf dem kühlen Boden saß. -„ Du kannst natürlich gehen. Allerdings sagtest du bereits, dass niemand dich so sehen solle.“ -„ Du weißt, wie man Jemanden aufmuntert, Brady.“, stellt er fest und lächelte; beinahe. Er ließ sich neben mir nieder. -„ Also, reden oder schweigen?“, fragte ich. -„ Ich kann dir Nichts erzählen. Ich muss alleine damit zurechtkommen.“ -„ Ouh, hm okay.“ Plötzlich fing er wiederholt zu schluchzen an. Unsicher saß ich da, hatte keine Ahnung wie ich reagieren sollte. Um Himmels Willen, dachte ich mir schließlich, legte einen Arm um Malfoy und zog ihn zu mir. Ich rechnete damit, dass er sich mir entwinden würde, doch er ließ zu meinem großen Erstaunen den Kopf auf meine Schulter sinken und weinte unerbittlich. Still und ohne zu reden, saßen wir für lange Zeit da. „ Warum tust du das?“, fragte er irgendwann, hob den Kopf und sah mir in die Augen. Ich lächelte schwach und antwortete: „ Irgendwann, werde ich dir diese Frage eventuell beantworten können. Vielleicht dann, wenn ich es selbst herausgefunden habe.“ „ Caroline! Jetzt mach dich endlich fertig! Die Gäste kommen in einer Stunde.“, rief meine Mum von unten. Die Weihnachtsferien hatten begonnen und ich reiste nach Hause. Ich fand, dass Weihnachten eine Zeit war, die die Familie gemeinsam verbringen sollte. Leider wurde aus einem kleinen familiären Fest, ein formelles Abendessen. Wichtige Mitarbeiter des Ministeriums würden anwesend sein und meine Eltern erwarteten von mir, dass ich an dem Fest teilnahm. Für jeden der Gäste war ein Zimmer hergerichtet worden, da sie alle hier übernachten würden. Zu meinem Entsetzten, hatte meine Mutter mir ein neues Kleid gekauft. Sie wollte, dass ich es zu diesem speziellen Anlass anzog. Zugegeben, das Kleid war nicht im Mindesten hässlich. Allerdings war ich überhaupt nicht der Typ Mädchen, der Kleider anzog. Ich trug lieber Tops in Kombination mit Jeans. Meine Eltern sahen das als eine Verschwendung meiner guten Figur, doch mir war das egal. Da heute Weihnachten war, beugte ich mich dem Willen meiner Mutter und schlüpfte in das Kleid. Es war pastellrosa und am Oberkörper mit Perlen und Strasssteinen besetzt. Meine blonden Haare hatte ich mir zur Feier des Tages gelockt und locker hochgesteckt. Lediglich einzelne Strähnen fielen heraus. Meine Augen schminkte ich dezent. Als ich in den Spiegel blickte, erkannte ich mich selbst kaum wieder. Im Erdgeschoss hörte ich die Türklingel. Na dann mal los, dachte ich mir. Ich schritt die Treppe auf meinen hellrosa Pumps hinunter und ging in den Speisesaal. Meine Eltern begrüßten dort drei blonde Menschen - die Malfoys. Geschockt blieb ich stehen. Ich hatte nicht gewusst, dass auch sie zu Besuch kommen würden. Noch ehe jemand meine Fassungslosigkeit bemerken konnte, erlangte ich meine Selbstbeherrschung wieder. „ Ah, Caroline. Wie schön dich zu sehen. Eine richtige Schönheit bist du geworden!“, begrüßte Narzissa mich herzlich. „ Frohe Weihnachten, Mrs. Malfoy.“, erwiderte ich höflich. -„ Oh bitte, nenn mich doch Narzissa.“, meinte sie. Ich lächelte sie freundlich an. „ Frohe Weihnachten, Caroline.“, begrüßte mich nun auch Lucius Malfoy. Er versuchte sich ebenfalls an einem Lächeln, welches jedoch viel mehr einer Grimasse glich. Nur mit Mühe schaffte ich es, meine Verachtung ihm gegenüber zu verbergen. „ Guten Abend, Mr. Malfoy.“, sagte ich und schüttelte seine Hand. Ich spürte, dass Draco Malfoy mich ansah und blickte in seine Richtung. Er nickte mir zur Begrüßung zu und ich nickte zurück. Nach und nach trafen nun auch die restlichen Gäste ein und wir ließen uns am Tisch nieder. Das Essen hatte unser Hauself zubereitet, von dem Hermine natürlich nichts wusste. Narzissa fragte mich verschiedene Dinge, zum Beispiel, wie es mir denn ginge und was ich nach der Schule vorhätte. Immer wieder bemerkte ich, dass Draco mich ansah, doch immer wenn ich mich ihm zuwandte, wandte er schnell den Blick ab. Das Essen war vorbei und die Gäste hatten sich in den Salon begeben, um bei einem Glas Feuerwhiskey zu plaudern. Da ich keine Lust hatte, mich bei diesen aufgeblasenen Geschäftsmännern aufzuhalten, ging ich in unseren großen Garten, um ein wenig Luft zu schnappen. Die Luft war kühl, doch ich genoss den sanften Wind, der meine Haare fliegen ließ. „ Ich bin wohl nicht der Einzige, der genug von der Schleimerei dort drinnen hatte.“, hörte ich plötzlich eine Person hinter mir sagen. Erschrocken fuhr ich herum und erblickte Draco. -„ Ja, ich finde diese hinterhältige Schleimerei jedes Mal aufs Neue schockierend.“, stimmte ich ihm zu. -„ Etwas dagegen, wenn ich dir Gesellschaft leiste?“, fragte er unsicher. Ich schüttelte den Kopf und ließ mich auf einer Bank nieder, die in der Nähe stand. Er setzte sich neben mich. Eine Weile hockten wir stillschweigend nebeneinander. Irgendwann unterbrach er die Stille: „ Kannst du mir jetzt meine damalige Frage beantworten?“ „ Nein, nicht wirklich. Ich schätze, ich habe es einfach bloß getan, weil du mich damals vor Blaise gerettet hast. Ich stehe nicht gerne in der Schuld anderer Leute.“ „ Achso.“ „ Ich hätte auch eine Frage, Malfoy. Wieso hast du mir damals geholfen, als Blaise sich an mir vergehen wollte?“ „ Blaise ist mein bester Freund. Nur so, konnte ich ihn vor Schwierigkeiten bewahren.“, antwortete er kühl. Irgendwie enttäuschte mich seine Antwort. Doch was hatte ich erwartet? Hatte ich etwa geglaubt, er hätte das getan, weil ich ihm wichtig war - weil ich ihm etwas bedeutete? Ich mochte ihn nicht einmal - oder? Ein kalter Windstoß ließ mich frösteln. Ich schlang die Arme um meinen Oberkörper und versuchte, mich auf diese Weise zu wärmen. Plötzlich legte mir Malfoy seine Jacke um die Schultern. Verblüfft bedankte ich mich. Seine einzige Reaktion bestand aus einem Nicken. „ Ich gehe wieder ins Haus.“, meinte er auf einmal und erhob sich. Da ich nichts erwiderte, ging er ohne ein weiteres Wort. Ich blieb alleine auf der Bank zurück. Der leere Platz neben mir, irritierte mich. Ich fühlte mich unwohl und beschloss, ebenfalls wieder ins Haus zu gehen. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass mich von den Gästen irgendwer vermisste, weshalb ich ohne Umweg hoch in mein Zimmer ging. Dort angekommen, schloss ich die Tür, ließ mich auf mein Himmelbett fallen und schloss die Augen. Nach einer Zeit, klopfte es unvermittelt an meiner Zimmertür. Verwundert ging ich hin und öffnete sie - vor mir stand Malfoy. „ Ähm, du hast noch meine Jacke. Ich war auf den Weg in mein Zimmer, als mir einfiel, dass ich sie dir geliehen hatte.“, erklärte er seine späte Störung. „ Oh, du hast Recht.“, brachte ich hervor, lief zu meinem Bett und holte die Jacke. Ich drückte sie ihm in die Hand, sah in seine unglaublich hellen Augen und fragte, als er nicht ging: „ Sonst noch etwas?“. „ Nein. Das war alles.“ Wiederholt war ich auf unerklärliche Weise enttäuscht. Ich nickte und er wandte sich zum Gehen. Leise schloss ich die Tür und lehnte mich dagegen. Das Herz in meiner Brust hämmerte und mir war leicht schwindelig. Ich erschrak, als es erneut klopfte. Als ich die Tür öffnete, stand dort wieder Draco. „ Ja?“, fragte ich mit zittriger Stimme. „ Verdammt.“, murmelte er und küsste mich stürmisch. Mein Magen überschlug sich und mein Verstand setzte aus. Hungrig erwiderte ich den Kuss. Draco schob mich weiter in den Raum hinein und schloss die Tür hinter sich, seine Lippen noch immer auf den meinen. Schließlich löste er sich von mir und blickte mir in die Augen. Ich sah zu ihm hoch, mein Atem ging stoßweise. „ Du bist wunderschön, Caro.“, flüsterte Draco, strich mir eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und hauchte: „ Ich habe mich in dich verliebt.“ Mein Herz setzte für einen Schlag aus und ich erkannte, dass ich das Selbe für ihn empfand. Erneut presste ich meine Lippen auf seine; Antwort genug. Leidenschaftlich erwiderte er den Kuss. Ich presste mich enger an ihn. Langsam begann ich sein Hemd aufzuknöpfen. Er hatte jedoch keine Geduld und riss mein Kleid am Rücken einfach auf. Schuldbewusst musterte er das ruinierte Kleid und krächzte: „ Oh.“ Ich musste lachen, umfasste sein Gesicht mit beiden Händen und zog ihn erneut herab für einen Kuss. Dieses Mal wesentlich sanfter drückte er mich aufs Bett. Bevor ich mich ihm vollkommen hingab, flüsterte ich: „ Ich liebe dich auch, Draco.“ Von dieser Nacht an waren Draco und ich zusammen. Ich erkannte, dass ich mich unsterblich in ihn verliebt hatte, was sich auch heute noch für mich nach einer kitschigen Schnulze anhörte. Ich wusste, dass ich ihm genauso wichtig war wie er mir. Bei den Aufgaben, die Voldemort ihm stellte, griff ich ihm so gut ich konnte unter die Arme. Auf diese Weise verdiente ich mir Narzissas Segen und Respekt. Sie war froh, dass Draco jemanden gefunden hatte, der immer für ihn da war und auf den er sich in jeder Sekunde verlassen konnte. Als es um die entscheidende Schlacht in Hogwarts ging, entschied Draco sich für die gute Seite. Er begrub sogar sein Kriegsbeil mit Harry Potter. Während des Kampfes, wich er mir kein einziges Mal von der Seite. Ein Jahr nach diesem Ereignis, machte er mir schließlich einen Heiratsantrag. Wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich Ja gesagt. Narzissa nahm mich mit offenen Armen in die Familie auf und redete so lange auf Lucius ein, bis auch dieser unsere Beziehung guthieß. Ich wusste, dass Draco dies sehr wichtig war. Anderthalb Jahre nach unserer Hochzeit, teilte ich Draco mit, dass ich schwanger war. Er freute sich riesig und war der glücklichste Mann der Welt, als unser Sohn Scorpius zur Welt kam. Ein Jahr darauf bekam ich unsere Tochter Sunshine. Sie hatte meine goldblonden Haare geerbt, jedoch Dracos hellgraue Augen. Ihr Bruder hingegen, hatte die hellblonden Haare seines Vaters und meine dunkelblauen Augen geerbt. Scorpius kam wie ich nach Gryffindor und Sunshine, wie Draco, nach Slytherin. So wurde aus Feinden Liebende. So, ihr seid am Ende angelangt. Ich würde mich sehr über eine Bewertung freuen! In die Kommentare könnt ihr ja schreiben, wie ihr es gefunden habt und eventuell Verbesserungsvorschläge.

5.14 % der User hatten die Auswertung: So du hast anscheinend die ganze Zeit "..." genommen und bekommst jetzt leider keine Auswertung: D Versuch es doch noch einmal!