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Hogwarts- Lovestory: Manchmal muss man sich verändern, um sich selbst treu zu bleiben

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12 Kapitel - 12.942 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 10.748 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die etwas andere Hogwartslovestory! Stell dir vor, du findest nicht deine große Liebe, sondern verlierst sie. Was tust du? Würdest du weiterleben? Die Geschichte über eine Protagonistin, die erst alles verlieren muss, um zu gewinnen. (Bis zum Ende lesen lohnt sich =))

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Im Sommer vor meiner Einschulung lernte ich Josh kennen, den sechsjährigen Jungen zwei Straßen weiter mit den haselnussbraunen Augen und den dunklen glatten Haaren. Ich war mit meiner Mutter gerade auf dem Weg zum Einkaufen, als wir an dem kleinen Reihenhaus vorbeikamen. „Hi, ich bin Josh“, rief er über den Zaun, „kommst du auch dieses Jahr ins erste Schuljahr?“ „Katy“, antwortete ich, „ja. Du bist neu, oder?“ Josh nickte. „Ich kann dir ja mal den Spielplatz zeigen“, rief ich fröhlich. „Gerne, morgen um drei?" „Abgemacht, bis dann“, winkte ich, während meine Mutter sich ungeduldig zu mir umdrehte.

Ein paar Wochen später also, saßen wir zusammen in einer Bank in der Schule, und malten Buchstaben mit Wachsstreifen nach. „Ich mag das „N““, sagte ich, und Josh widersprach mir, er fände den Buchstaben ganz blöd. „Das „J“ ist viel toller, denn so beginnt mein Name“, schloss er. „Dann finde ich das „K“ schöner“, änderte ich meine Meinung. Nun mischte sich auch der spuckende Thomas ein und besprenkelte mein schönes Blatt mit kleinen Tröpfchen. „Du blöder Spucker!“, rief ich. „Besserwisserin!“ „Einmischer!“ „Besserwisserin!“ „Spucker- bäähh!“, rotzte ich ihn an. Und plötzlich war dieser blöde Einmischer von oben bis unten klitsche nass und es roch leicht nach Fisch. „Ma'am, Katy hat mich nass gemacht!“, prustete er, während er von Josh einen Schlag auf den Mund bekam. Und von da an waren wir die besten Freunde, und der spuckende Thomas unser Feind. Allerdings bekam ich einen Brief nach Hause, ich hätte meine Wasserflasche über ihn ausgekippt. „Dabei habe ich nur zurückgespuckt, weil der immer spuckt“, jammerte ich zu Hause. Der Mundwinkel meiner Mutter zuckte leicht. „Ich möchte dir etwas von deinem Vater geben“, sagte sie plötzlich. Der ist vor meiner Geburt gestorben. Es war ein Unfall. Sie hob mich hoch, und wir setzten uns im Wohnzimmer auf das Sofa. Meine Mutter griff in eine Schublade des Tisches neben ihr und zog ein zerknittertes Blatt Papier hervor. „Das ist dein Dad“, sagte sie. Ich zog scharf die Luft ein. Dazu müsst ihr wissen, dass es kein Bild in diesem Haus von ihm gab. Ich war ihm sehr ähnlich- die gleichen Locken, die gleichen grünen Augen. Doch das Schockierenste war, dass sich das Bild bewegte! Ich starrte es mit riesigen Augen an, und hörte die leise nachdenkliche Stimme meiner Mutter. „Das Bild kann sich bewegen, weil er ein Zauberer war, und du bist es allem Anschein nach auch.“ „Ich bin eine Zauberin?“, fragte ich begeistert. Ich war in einem Alter, in dem man alles sofort glaubt. „Kann ich dich dann in eine Kröte verwandeln, und weiße Hasen aus einem Hut holen?“ „Du wirst es lernen. Nach der Grundschule wirst du auf ein Internat dafür kommen." „Und Josh?“, meinte ich traurig. „Das werden wir sehen“, antwortete sie, auch wenn ich wusste, dass es hieß: „Du musst ohne ihn gehen. “ Ich ging nach draußen, um es ihm zu erzählen.
Abend für Abend saßen wir nun zusammen auf der Couch, tranken Tee, und meine Mutter erzählte mir Geschichten von meinem Vater- und seiner Welt. Und da Josh mir alles glaubte, und nichts weitererzählte, saß er manchmal dabei und hörte mir zu. Es war, als hätte ich einen Bruder. An Heiligabend allerdings war meine Mutter besonders nostalgisch. „Heute vor 12 Jahren habe ich deinen Vater bei einer Party kennengelernt. Er war seit einem halben Jahr mit der Schule fertig, wie ich und hatte noch keine Anstellung gefunden.“ „Und du hast schon studiert, nicht?“, unterbrach ich sie. Sie nickte. „In London. Nach der Party sind wir noch in einen Pub gegangen, den ich immer nur mit seiner Hilfe gefunden hatte. Er ist der Eingang zu einer magischen Gasse. Der Wirt war ein zahnloser alter Wirt.“ Sie kicherte. „Er konnte mich nicht so gut leiden, wahrscheinlich, weil ich keine Ahnung von den Getränken hatte.“ „Und als was hat Papa gearbeitet?“, fragte ich weiter. „Oh, für irgend so eine Bank in der magischen Gasse, schönes Gebäude, allerdings wollte er mich nie mit reinnehmen, er meinte, die Wesen dort wären wohl doch ein kleiner Schock.“ „Oh!“ Einerseits hätte ich es aufregender gefunden, wenn mein Vater nicht bei der Bank gearbeitet hätte, andererseits waren die Wesen sehr mysteriös. Mir war bisher nicht in den Sinn gekommen, dass es noch andere magische Wesen, außer Zauberer gab. „So, genug für heute“, unterbrach meine Mutter meine Gedanken, „ab ins Bett. Der Weihnachtsmann muss noch kommen.“ Ich lachte, gab ihr einen Kuss und wir gingen nach oben. Als ich im Bett lag, umarmte sie mich und flüsterte in mein Haar: „Ich habe dich lieb, kleiner Schatz!“ Dann schlief ich ein.

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