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Die Statistik vom Quiz

Du und dein Werwolf

33.65 % der User hatten die Auswertung: Name: Arianna van Port Alter: 17 Aussehen: dunkelbraune Haare, fast schwarze Augen, groß Deine Sicht: „Los! Trink schon!“, befahl mir mein Vater. Ich sah hinab auf die halbtote Gestalt, die zusammen gesunken auf dem kalten Stein Boden lag und sich kaum noch regte. Durch eine Schicht aus Blut und Dreck konnte ich das Gesicht des Mannes erkennen. Ich kannte ihn. Er hat die Bühnenbilder für das Theater in der Stadt gemalt. Ich fragte mich wer diese jetzt wohl malen würde. Werden sie wieder jemanden finden der das kann? Der diesen Perfekten Blau Ton findet, den Meer bei Stürmen annimmt? Der die schönste Form für jeden einzelnen Wassertropfen findet, der an taufrischem Gras hinab gleitet? Nein, das Meer wird einen anderen Farbton haben und die Wassertropfen werden neue Formen haben, denn diese Dinge konnte nur er. Vielleicht hatte er auch eine Familie, Kinder, eine Frau, ein Haustier, ich weiß es nicht. Ich weiß ja noch nicht einmal seinen Namen. Jetzt schäme ich mich dafür dass ich Nichts von ihm wusste, jetzt da er tot vor mir liegt. Doch jetzt ist es zu spät, denn er fand heute seinen Tod und das durch die Hand meines Vaters. Mir widerstrebte es ihn so zu nennen, auch in Gedanken, aber das war er nun einmal. Voller Abscheu sah ich ihn an als ich ihm förmlich ins Gesicht spukte: „ Ich werde kein Blut trinken!“ „ Dann wirst du verhungern du dummes Kind!“, der Klang der Ohrfeige die er mir bei diesem Satz verpasste, hallte von den Marmor Wänden wider. Der Aufprall seiner Hand auf meiner Wange war so stark das mein Kopf zur Seite gerissen wurde und ich musste ein Schluchzen unterdrücken. Als er aus dem Wohnzimmer stürmte brach ich zusammen. Wieso kann er mich nicht so akzeptieren wie ich bin? Ich will nun mal nicht dauernd irgendwelche Menschen töten! Wieso ließ er mich nicht einfach ganz normale Nahrung essen? Ich könnte davon leben! Immerhin war ich nur ein Halb Vampir. Ich hob meinen Kopf aus meinen Händen und mein Blick fiel auf den langen Spiegel zu meiner Linken. Meine braunen Haare, die Schokoladen-farbenen Augen, das ließ mich wie einen normalen Menschen wirken. Meine Augen wanderten zu der blutenden Leiche, von der mein Vater es anscheinend nicht für notwendig hielt sie weg zu bringen. Er hätte in mir sicher keinen Halb Vampir vermutet. Wieso auch bei meinem Aussehen! Ich könnte problemlos unter Menschen leben ohne dass jemand Verdacht schöpft. Hin und wieder müsste ich eben umziehen um die Tatsache dass ich nicht mehr wirklich altere zu kaschieren, aber ich könnte es schaffen. Wenn da nicht mein Vater wäre, er würde mich verfolgen, oder? Immerhin hasste er mich doch dafür dass meine Mutter bei meiner Geburt gestorben ist, also war er ja vielleicht froh mich los zu sein. Möglicherweise würde er sich ja jemand anderen zum Quälen suchen. So oder so, ich muss es einfach versuchen, den hier halt ich es keinen Tag mehr aus! Entschlossen erhob ich mich vom kalten Marmorboden und stieg die Stufen zu meinem Zimmer hoch. Fünf Oberteile, drei Jeans, zwei Röcke, ein Kleid und Unterwäsche wanderten in meine Tasche, ich legte noch meinen Reisepass, mein Handy und mein gespartes Geld dazu und sah mich noch einmal in meinem Zimmer um. Jetzt da ich gehen würde, wirkte alles irgendwie anders. Die weißen Wände die ich früher mochte, wirkten jetzt kalt und trostlos. Das Bett in dem ich Nacht für Nacht Albträume durchlebt hatte, war unbewohnt und ich musste daran denken dass niemals wieder jemand darin schlafen würde. Mein Blick glitt zum Fenster und mit festen Schritten ging ich darauf zu. Während ich es öffnete schwang ich mir die große Stoff-Tasche um die Schulter. Einen letzten Atemzug, dann löste ich die Füße vom Boden und sprang. Ich landete im feuchten Moos und sah noch einmal auf das Haus in dem ich aufgewachsen war. Das kleine Schloss mitten im Wald, aus Stein der genauso kalt war wie sein Besitzer. Meine Beine setzten sich in Bewegung, immer schneller bis mein Geburtshaus weit hinter mir lag. Ich folgte dem salzigen Geruch des Meeres, irgendwann müsste ich an die Küste kommen. Wohin es dann weitergehen sollte wusste ich noch nicht. So schnell mich meine Füße tragen konnten lief ich immer weiter westlich, bis in die Nacht. Schlafen musste ich, doch ich müsste es noch aushalten bis zur nächsten Stadt, bis Vancouver. Schon eine halbe Stunde später, konnte ich die Lichter von Vancouver sehen. Eine kleine Pension am Stadtrand vermietete mir ein Zimmer und ich fiel ohne lange zu überlegen in das frisch gemachte Himmelbett. Ich schenkte der alten Dame an der Rezeption noch ein warmes Lächeln und verschwand. Durch den Schlaf und das Essen hatte ich wieder um einiges mehr Energie, Blut wäre sicher noch besser gewesen, aber ich wollte nicht noch Tiere suchen wenn ich eh Frühstück bekomme. Das Meer war nahe, das konnte ich riechen, also rannte ich los. Bis das weiche Moos Steinen wich, die immer kleiner wurden bis meine Turnschuhe auf Sand liefen. Meine weichen Haare wehten mir um den Hals, während mir der salzige Wind ins Gesicht blies. Das ist also Freiheit. Ist ein schönes Gefühl. Zu wissen das du Nichts mehr zu verlieren hast, das du niemandem mehr etwas schuldig bist. Die Stunde der Entscheidung brach an. Norden oder Süden? Alaska oder Kalifornien? Alaska wäre sicher klüger, dort ist es nicht so sonnig, ich glänze zwar nur statt zu glitzern, aber das war nicht so unauffällig wie es klingt. Doch obwohl ich mich eigentlich für den Norden entschieden hatte, sagte irgendetwas in mir das ich lieber nach Süden sollte und meine Beine gehorchten dem anscheinend, denn wie selbstverständlich setzten sie sich in Bewegung, und zwar Richtung Süden. Langsam konnte ich das Knurren meines Magens nicht mehr ignorieren. Das letzte Mal das ich etwas gegessen hatte war in Seattle. Ob ich es zugeben wollte oder nicht, ich brauchte Blut! Der Geruch eines Rehs schlug mir entgegen und ich konnte nicht anders als ihm zu folgen. Immer weiter lief ich in den Wald. Gierig bohrte ich meine Zähne in den Hals des Tieres und genoss wie die warme Flüssigkeit meine Kehle hinunter ran. Oh Gott, tut das gut! Das ist viel besser als dieser ganze Menschen Fraß! Plötzlich wurde ich von einem Räuspern unterbrochen. Mist! Schon traten zwei Gestalten in mein Blickfeld. Ein Mann und eine Frau, sie waren beide schön, ohne Zweifel, doch leider bestätigte das nur meinen Verdacht. Ganz klar, Vampire! „ Wer bist du?“, fragte die braunhaarige Frau mich sanft. Ihr Lächeln wirkte warm, auch wenn ich wusste dass ihre Lippen eiskalt waren. „ Ich bin Ariana, ich komme aus Calgary“, erwiderte ich vorsichtig. „ Ich bin Carlisle und das ist meine Frau Esme, wir leben hier mit unseren Kindern.“, warte, WAS! Aber das waren doch beides Vampire! „ Kinder?“ „ Adoptiv-Kinder“, klärte er mich auf. Ach so, das ergab schon mehr Sinn. „Wollen Sie uns vielleicht begleiten? Dann können Sie uns erzählen was Sie hier her verschlagen hat“, mein Vater hatte mir immer gesagt ich darf auf keinen Fall mit Fremden mitgehen, aber die Beiden wirkten nicht als würden sie mich töten wollen. Sie hatten ja auch keinen Grund, ich meine Trinken können sie mich ja schlecht, so als Halb Vampir. Also nickte ich kurz und folgte ihnen, was bei ihrer Geschwindigkeit nicht ganz so einfach war. Einige Stunden später kannte ich auch schon den ganzen Cullen Clan inklusive Bella, Renesmee und Jacob. Vor allem mit Jasper und Renesmee verstand ich mich gut, mit letzterer Großteiles weil wir beide Halbvampire waren und somit gut die Gefühle des anderen verstehen konnten. Leider kam irgendwann die Frage von der ich gehofft hatte sie nicht beantworten zu müssen: „Wieso bist du von zuhause weggelaufen?“ „ Mein Vater wollte nicht dass ich mich von normalem Essen ernähre, aber ich habe mich geweigert menschliches Blut zu trinken, da ist er handgreiflich geworden, also bin ich weg von dort“, ich versuchte gleichgültig zu klingen, auch wenn das bei Edwards und Jaspers Gaben wohl sinnlos war. „ Ich glaube es wäre das Beste wenn du hier bleiben würdest. Du kannst bei uns leben, mit uns kannst du jagen und mit Renesmee kannst du normale Nahrung essen.“, lächelte Jasper. Oh mein Gott, das wäre ja super! Aber das kann ich doch nicht machen:„ Ich will euch nicht zur Last fallen, ich kann ja nicht einfach mal so bei euch einfallen. Habt ihr denn überhaupt Platz?“ „Keine Widerrede! Wir wollen alle dass du bleibst und du willst auch hier einziehen. Also komm mit damit, ich dir dein Zimmer zeigen kann.“, widersprechen konnte ich jetzt schlecht, immerhin hatte Edward recht, so lächelte ich einfach, flüsterte ein Danke und ließ mir mein Zimmer zeigen. „ Aber wirklich! Man hat nach Blut wirklich viel mehr Energie!“, stimmte mir Renesmee zu. In der Woche die ich jetzt schon hier war, war sie zu meiner besten Freundin geworden. Wir redeten über alles und ehrlich gesagt auch ziemlich viel. „Sie sind wieder da“, stellte ich mit Hilfe meiner Gabe fest. Meine Gabe war es nämlich die Anwesenheit anderer Lebewesen zu spüren sobald sie in meine Nähe kommen. „ Arianna! Renesmee! Kommt her, es ist wichtig!“, kam es von der Tür. Okay, was ist jetzt los! Ich tauschte einen verwirrten Blick mit Nessi und wir liefen zur Tür wo alle schon mit ernsten Gesichtern warteten. „Ein fremder Vampir ist in letzter Zeit oft in dieser Gegend, er scheint irgendetwas zu suchen oder auf etwas zu warten, denn er kommt uns immer sehr nahe. Sein Geruch hier ist noch frisch“, mein Gesicht verlor jegliche Farbe. Konnte das sein? Nein das konnte nicht mein Vater sein, oder? An Edwards Blick erkannte ich dass er meine Gedanken gelesen hatte und an Jaspers Hand auf meiner Schulter das er meinen Gefühls Umschwung fühlen konnte. „ Arianna glaubt dass das ihr Vater sein könnte…Und um ehrlich zu sein glaub ich das auch.“, sprach Edward aus was ich dachte und ich war ihm wirklich dankbar dafür, so musste ich es nicht immerhin nicht selbst sagen. „Nach allem was du uns erzählt hast, stellt das eine Gefahr für dich da. Du musst auf jeden Fall im Haus bleiben und es muss immer einer von uns bei dir bleiben.“, Carlisle sah ernst in die Runde und alle nickten. Ich wollte gerade protestieren als Edward mir zuvor kam: „Nein du wirst nicht alleine mit ihm fertig, tut mir leid aber du bist nun mal ein Halb Vampir und damit nicht stark genug. Du bist jetzt Teil unserer Familie also kümmern wir uns um dich!“ Okay, dieses Gedanken lesen nervt doch. „Aber es hilft doch nichts wenn Arianna hier bleibt wenn ihr Vater sowieso schon dauernd hier herum schleicht.“, wann zur Hölle war Jacob gekommen! Etwas verwirrt sah ich ihn an, doch er grinste nur: „Wir sollten sie nach La Push bringen. Er kann ja schlecht ins Werwolf Hauptquartier rein latschen.“ „Glaubst du es wäre für Sam okay wenn Ria bei euch bleiben würde bis wir alles geregelt haben?“, fragte Bella sofort. Jake nickte überzeugt: „Klar doch, immerhin ist sie zur Hälfte Mensch und muss vor einem Vampir beschützt werden.“ Also war es beschlossene Sache, ich ziehe zu den Werwölfen… „Das ist meine Frau Emily, sie wird sich ein bisschen um dich kümmern, falls dir die Jungen mal zu viel werden sollten“, stellte mir Sam eine hübsche Frau mit Narbe vor. „ Ich bin hier quasi das Mädchen für alles. Ich koche, putze und rette arme Mädchen vor der Wolfs Meute“, lächelte diese und brachte mich damit unweigerlich zum Lachen. „ Leider ist unser Gästezimmer vom letzten Unwetter aber noch etwas beschädigt, okay, es hat ein Loch im Dach… Deshalb wirst du ein paar Nächte bei einem der Wölfe schlafen müssen. Tut mir sehr Leid.“, meinte Emily und sah mich traurig an. „ Das ist überhaupt kein Problem, ich bin euch sehr dankbar dass ihr mir helft. Wo ich da schlafe ist mir nicht so wichtig.“, beruhigte ich sie als von draußen Lärm drang. „ Wie es scheint ist die Meute zurück. Komm ich stell sie dir vor!“, jetzt wird es ernst, hoffen wir mal sie sind nett… Seine Sicht: „Ist das dein Ernst? Sie bleibt bei uns weil ihr verrückter Vampir-Vater sie sonst killt oder so was?“, fragte ich Jake leicht grinsend. Etwas blöd klang das schon, aber nach allem was mit Bella war, wunderte mich nichts mehr. „ Ja. Und ihr seid alle gefälligst nett zu ihr, das ist nicht leicht für sie, außerdem ist sie echt cool!“, typisch Jacob, muss immer auf alle aufpassen. Wir murrten alle ein bisschen, grinsten aber dabei. Paul riss die Terrassen Tür und rief dabei ein überschwängliches: „Hallo! Wir sind jetzt da um den Gast zu begrüßen!“ Gut, jetzt verstehe ich Jake ein bisschen, wir waren in der Gruppe sicher etwas einschüchternd. Da kam schon Emily auf uns zu, wie immer lächelnd. „ Jungs, das hier ist Arianna. Sie wird für…“, den Rest hörte ich nicht mehr, den ihre fast schwarzen Augen trafen meine. Ich verirrte mich in der Dunkelheit ihrer Farbe wie in einem Labyrinth, ohne auch nur den Hauch einer Chance mich jemals befreien zu können. Doch bei dieser Wärme die sie ausstrahlten wollte ich das auch gar nicht. Das einzige was ich wollte war sie im Arm zu halten, ihr über die glatten Haare zu streicheln, ihre sanfte Wange zu berühren, meine Lippen auf ihre legen. In hundert Jahren neben ihr sitzen, zu wissen das sie meine Hand halten wird, auf das Meer hinaus sieht und lächelt. Ich wollte dass sie glücklich ist, um jeden Preis. Für immer. „ Also wird sie bei dir wohnen“, holte es mich aus meiner Starre. „Was!“, ich hatte mich doch gerade verhört! „Ihr habt als einzige ein Zimmer frei, das ist alles schon abgesprochen“, erklärte Emily und als ich Ariannas Gesicht sah tat es mir sofort Leid so nachgefragt zu haben. Sie sah aus als würde sie gleich anfangen zu weinen und sah traurig auf den Boden, es versetzte mir einen Stich sie so zu sehen. „Ach so, cool. Das wird sicher lustig.“, versuchte ich sie aufzuheitern. Sie sah zu mir auf und lächelte leicht. Das war das wohl das schönste Lächeln das ich jemals gesehen habe und ohne es kontrollieren zu können fing ich an zu grinsen. „ Da freut sich aber einer!“, grinste Seth. „Na, Embry hat eben nicht oft Besuch von hübschen Mädchen“, feixte jetzt auch Quill und schon lachten alle. Auf meinen bösen Blick hin lachten sie nur noch mehr. Ich spürte wie meine Wangen heiß wurden und starrte auf meine Turnschuhe um ihr nicht ins Gesicht sehen zu müssen, dass Ariannas Wangen mindestens den gleichen Rot Ton angenommen hatten merkte ich nicht. „Äh, wenn du willst kann ich dich in mein Zimmer bringen… ich…ich meine DEIN Zimmer, soll ich dir dein Zimmer zeigen?“, oh man, wie peinlich! Aber wenn sie mich so süß ansieht vergesse ich irgendwie alles! Sie kicherte ein bisschen nickte aber und folgte mir an den anderen vorbei ins Freie. Deine Sicht Wir liefen ein Stückchen schweigend nebeneinander her, als mir auffiel das er mich die ganze Zeit von der Seite musterte. Doch als ich mich dann zu ihm drehte schaute er schnell wieder gerade aus, wobei er allerdings etwas rot wurde. Jetzt lag es an mir ihn an zu starren, er sah eigentlich echt gut aus. Gebräunter, muskulöser Körper, kurze dunkle Haare, süßes Lächeln und die umwerfensten braunen Augen die ich je gesehen hab. Und bei diesem heißen Typen sollte ich die nächsten Wochen wohnen? Tja das wird sicher noch lustig. Seine Sicht: „Alles okay?“, das fragte sie mich immer wenn ich von einem Wolf Treffen wieder kam. „Wir haben ihn wieder bis über die Grenze gejagt“, ihre Augen richteten sich starr auf den Teppich. Ich setzte mich neben sie auf das Sofa und legte die Arme um sie. Es war schön sie so nah bei mir zu spüren und am liebsten hätte ich sie einfach nie wieder losgelassen. „Wieso kommt er immer wieder?“, ich schwieg, ihre Frage war rhetorisch, denn wir wussten beide wieso er nicht verschwand. Er wollte Rache. Rache wegen ihrer Flucht. Doch die würde er nicht bekommen, nicht solange ich am Leben war. Sie zitterte am ganzen Körper und ich drückte sie noch näher an mich. Deine Sicht: Ich lag jetzt schon sicher zehn Minuten in Embrys Armen, dabei hatte ich schon längst aufgehört zu zittern, doch es fühlte sich zu gut an. Seine Wärme und der gleichmäßige Herzschlag, ließen ein schönes Kribbeln in meinem Bauch entstehen. Also würde ich mich nicht rühren ehe er mich weg stieß. Doch er wirkte nicht als ob er etwas dergleichen vor hätte, seine Arme waren um meinen Bauch geschlungen während er sein Kinn auf meinem Kopf abstützte. Wie hatte ich es nur jemals ohne ihn ausgehalten? Ohne sein Lächeln, ohne seine Witze, ohne seine Umarmungen und vor allem ohne diesen Blick mit dem er mich immer ansah. Mein früheres Leben war mir noch nie sonderlich toll vorgekommen, aber jetzt da ich Embry kannte fragte ich mich ernsthaft wie ich das früher überlebt hatte. Ich drückte mich noch enger an ihn und musste lächeln als ich seinen Geruch ein sog. Einfach himmlisch. Plötzlich knackte die Tür und es hörte sich an als würde sich jemand gegen das Holz werfen. Noch bevor ich reagieren konnte war Embry aufgesprungen und stellte sich schützend vor mich. Mit einer Geste bedeutete er mir still zu sein, während er leise Richtung Tür ging. Just in diesem Moment wurde selbige auch schon aufgestoßen… Seine Sicht: „Mum! Weißt du was du uns für einen Schrecken eingejagt hast? Ich hab gedacht da steht…wer weiß was schlimmes vor der Tür!“, rief ich überrascht. „Tut mir Leid, aber der Schlüssel wollte nicht so wie ich“, schnaufte meine Mutter und stellte die beiden Einkaufs Tüten die sie getragen hatte auf den Küchen Tresen. „Ich muss noch mal ins Büro, könnte ihr das einräumen?“, fragte sie wobei sie schon wieder mit einem Bein draußen stand. Ich öffnete gerade den Mund um zu protestieren, als ein Ellbogen in meine Rippen gestoßen wurde und Ria ein fröhliches „Machen wir doch gerne!“, rief. Während ich mir noch meine Seite von ihrem Schlag hielt, kramte sie schon im Einkauf und grinste mich an. Grinsend streckte ich ihr die Zunge raus und machte mich daran ihr zu helfen. Schwungvoll drehte ich mich zum Kühlschrank um, wobei ich leider Arianna übersah und schon lagen wir übereinander auf dem Fliesenboden. „ Nicht so stürmisch Süßer!“, lachte sie und ich lief rot an. Ihr so nah zu sein ließ mein Herz so laut schlagen das ich dachte sie würde es hören, doch sie lächelte mich nur an, was mich noch mehr um den Verstand brachte. Wie von selbst senkte ich meinen Kopf immer tiefer zu ihrem Gesicht während sie meinen Mund fixierte. Mit angehaltenem Atem legte ich meine Lippen auf ihre und küsste sie vorsichtig. Plötzlich spürte ich wie sich ihre Zunge zwischen meine Lippen schob und ich hatte das Gefühl in mir explodiert ein Feuerwerk. In meinem Inneren breitete sich Wärme aus und alle Farben strahlten plötzlich heller. Ich wollte mich gar nicht mehr von ihr lösen, doch irgendwann brauchte ich wieder Luft, also hob ich meinen Kopf wieder an und sah Arianna fest in die Augen. „Ich glaube du hast‘s schon gemerkt aber ich hab mich auf geprägt“, zu meiner Überraschung zuckte sie nicht mal, nur ihr Mund verzog sich zu einem süßen Lächeln als sie mir frech antwortete: „Ich glaube du hast es schon gemerkt, aber ich find die Prägung gut.“ Kaum hatte sie den Satz ausgesprochen, küsste sie mich auch schon wieder. Oh Gott, konnte sie küssen! Sie war einfach in jeder Hinsicht perfekt. So fühlt sich also das Paradies an. Deine Sicht: Küssend rollten wir durch die ganze Küche, unfähig aufzuhören. Ich hatte schon ein paar Jungen geküsst, okay es waren nur 2, aber bei keinem der Beiden hatte es sich auch nur annähernd so gut an gefühlt wie jetzt bei Embry. Irgendwann kugelten wir dann gegen den Tresen und die gesamte Packung Mehl die dort noch aufs einräumen gewartet hatte fiel auf uns. Hustend und verdutzt sah Embry sich um, nur um dann in lautes Gelächter auszubrechen, in das ich sofort mit einstieg. Wir und alles um uns herum war mit feinem weißen Mehl bestäubt. Nachdem wir uns wieder halbwegs beruhigt hatten begannen wir das Chaos zu beseitigen, jedoch nicht ohne uns immer wieder anzugrinsen. Eine Stunde und circa fünf gute Nacht Küsse später lag ich im Bett und konnte immer noch nicht aufhören zu strahlen. Wir waren zusammen! Er liebt mich! Oh mein Gott ist es schön so geliebt zu werden. Mitten in der Nacht schreckte ich aus meinen Träumen hoch. Irgendwas stimmt hier nicht. Ich sah mich in dem kleinen Raum um. Nichts Ungewöhnliches. Aber ich spürte da etwas, ein mir bekanntes Gefühl kam auf. Nein! Das konnte nicht sein! Wie war er hier rein gekommen? Ich hatte mich anscheinend über die Jahre so an das Gefühl ihn in der Nähe zu haben gewöhnt, dass ich ihn meiner Gabe nicht mehr zuordnen konnte! Okay, keine Panik, Embry schläft nur zwei Zimmer weiter. Jetzt musste ich es nur schaffen ihn zu holen bevor mein Vater mich findet. Leichter gesagt als getan. Auf Zehenspitzen schlich ich zur Tür, doch als ich sie öffnete gefror mir das Blut in den Adern. Mit weit aufgerissenen Augen und irrem Lächeln stand dort mein Vater. „Hallo Liebes. Schön dich zu sehen, ich habe dich vermisst“, er redete mit leiser bedrohlicher Stimme und bleckte die weißen Zähne. „ Embry! Embry!“, schrie ich nur hysterisch, in der Hoffnung das es ihn aufwecken würde. Und wirklich, kaum war mein Schrei durch den Gang gehallt wurde auch schon eine Tür aufgerissen. Doch bevor er irgendetwas tun konnte hatte mich mein Vater an der Kehle gepackt und war durch das Zimmer Fenster in die Nacht gesprungen. Röchelnd versuchte ich mich aus seinem Griff zu befreien, aber gegen einen Vampir kam ich nicht an. Mit einem gewaltigen Sprung landete ein grauer Wolf neben uns und folgte uns nach einem lauten Heulen in den Wald. Durch die feste Hand meines Vaters bekam ich kaum Luft und so war das letzte was ich sah eine Gruppe Wölfe die auf uns zugelaufen kamen. Seine Sicht: Oh nein, das durfte nicht wahr sein! Als er uns kommen sah ließ er die bewusstlose Arianna einfach fallen und machte sich zum Kampf bereit. Als er gerade Paul durch den halben Wald schleuderte und dieser krachend gegen einen Baum landete nutzte ich seine Unachtsamkeit und stürzte mich auf ihn. Keiner durfte Ria so etwas antun! Mit einem Biss riss ich ihm den Kopf von den Schultern und warf ihn gegen einen großen Felsbrocken, wo er sofort zerbarst. Ohne weiter darauf zu achten machte ich einen Satz auf Arianna zu und verwandelte mich noch im Sprung. Sie sah so klein und zerbrechlich aus. Behutsam nahm ich sie in die Arme und die erste meiner Tränen tropfte auf ihre Wange. „Komm schon, bitte ich halt das nicht aus, wenn du jetzt stirbst“, flüsterte ich mit erstickter Stimme. Ihr Atem ging flach und unregelmäßig und ich legte meine Stirn auf ihre, während ich immer weiter schluchzte. Ein leises Husten kam aus Rias Mund und leise krächzte sie: „Wie soll man den bewusstlos sein wenn du so laut heulst?“ Eine Mischung aus Lachen und Schluchzen kam aus meinem Mund und ich drückte sie fest an mich, bis sie aufstöhnte. „Ich bin so froh dass es dir gut geht! Ich liebe dich“, brach es aus mir heraus und sah sie glücklich an. „So schnell wirst du mich nicht los. Ich liebe dich auch“, spätestens jetzt konnte ich mich nicht zurückhalten und küsste sie stürmisch. Sie lächelte in den Kuss hinein während sie ihre Arme in meinem Nacken verschränkte. Jetzt gab es nichts mehr was ihr Schaden zufügen konnte. Sie war sicher, und das machte mich glücklicher als alles andere. Nein, Arianna machte mich glücklicher als alles andere.

31.64 % der User hatten die Auswertung: Name: Jamie Peps Alter: 17 Jahre Aussehnen: Dunkelbraune Haare, braune Augen, eher klein, schlank Deine Geschichte: Ich stieg aus dem Auto und ging auf unser neues Haus zu. Es war relativ klein und sah eher bescheiden aus. Doch meine Mutter wollte ja unbedingt weg aus Phönix nachdem sie und Dad sich getrennt hatten und jetzt leben wir in der Nähe ihres Bruders Charlie und dessen Tochter Bella. Also anders gesagt: irgendwo im nirgendwo. Ihr Haus lag nämlich nur ein paar Minuten entfernt und wir werden heute Abend bei ihnen Essen, um uns, wie meine Mutter es nennt: zu beschnuppern. Ja schon klar. Eigentlich bin ich ja noch böse wegen dem Umzug, aber die Scheidung ist sehr schwer für sie, noch schwerer als für mich, also tu ich ihr den gefallen und komm mit zu den Swans. Juhu, das wird sicher die Party des Jahrhunderts. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend lief ich in mein Zimmer. Oh ich sollte mal wieder aufräumen. Überall lagen Klamotten herum und einige Kisten die ich noch nicht ausgeräumt hatte standen an die Wand gelehnt. Mit bedachten Schritten arbeitete ich mich bis zum anliegenden Badezimmer vor. Dort wusch ich mir schnell die Haare und als ich sie endlich trocken bekommen hatte und die Stiege herunter gepoltert war, waren wir eh schon viel zu spät dran. Ups, wie tut mir das aber Leid. Charlies Haus war groß, viel größer als unseres und auch etwas moderner. Möglichst langsam stieg ich aus unserem Van aus. Meine Mutter war schon beinahe bei der Tür, als ich noch geräuschvoll die Autotür zuwarf. Bella stand schon beim Eingang und wartete auf mich. Eigentlich mochte ich sie recht gerne, sie redet eben wenig und lachte selten, aber so was fand ich besser als diese Zicken die nie aufhörten zu quatschen, doch heute hätte ich nichts dagegen gehabt wenn ich sie nicht gesehen hätte. Aber wenn ich schon hier bin, kann ich ja wenigstens nett sein, also lächelte ich sie einfach mal an. „ Hallo Jamie, lange nicht mehr gesehen. Du bist groß geworden“, faszinierend wie sie das sagen konnte ohne auch nur die geringste Emotion zu zeigen. „Ja, du bist aber auch ganz schön gewachsen“, versuchte ich im gleichen emotionslosen Ton zu sagen, aber es gelang mir nicht ganz so gut wie ihr. Bella nickte kurz und führte mich ins Wohnzimmer in dem meine Mutter und Charlie sich gerade über ‚die guten alten Zeiten‘ unterhielten. „Was ist denn mit der kleinen Jamie passiert? So groß und hübsch bist du geworden?“, fragte Charlie als er auf mich zu kam und mich umarmte. „Aus der kleinen Jamie wurde eben die große Jamie“, grinste ich und setzte mich neben Bella an den langen Holztisch. Bella und ich wurde eigentlich auch recht schnell Freunde während dem Essen und ich schaffte es sogar ein paar Mal sie mit meinen, teilweise wirklich schrecklichen, Wort-Witzen zum Lachen zu bringen. Sie sagte mir auch dass ich nur eine Klasse unter ihr sein werde und dass ich ab morgen mit ihr zur Schule fahren könnte, da sie ihr eigenes Auto habe. Ich hatte etwas Angst, immerhin war morgen schon mein erster Tag an der neuen Schule und außer Bella kannte ich noch niemanden, aber das wollte ich nicht zeigen immerhin war ich in meiner alten Schule ziemlich beliebt, aber ich wusste noch nicht ob ich das hier auch sein würde. „Aufstehen Kleine, du willst ja nicht deinen ersten Schultag verschlafen!“, mit diesen Worten weckte mich meine Mutter am nächsten Morgen. So schlimm fände ich das jetzt nicht wirklich, aber das konnte ich jetzt ja schlecht sagen, also murmelte ich nur ein ‚bin wach‘ und hörte zu wie meine Mum das Zimmer verließ. Murrend stand ich wenig später auf und stieg erst mal unter die Dusche, wenn das warme Wasser auf meinen Körper prasselt könnte ich immer am besten denken. Danach zog ich meine helle Jeans und meinen dunkelblauen Pullover an und lief in die Küche, wo meine Mum mir schon eine grüne Schüssel mit Cornflakes bereitgestellt hatte. Das machte sie immer, schon seit ich in den Kindergarten ging. Es zauberte mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Sie selbst war schon zur ihrer Arbeit als Anwältin gegangen. Ich warf meine Tasche auf die Theke und schaufelte schnell mein Frühstück in mich hinein. Wie spät ist es eigentlich? Scheiße! Schon so spät? Sofort sprang ich auf, nahm meine braune Tasche und rannte durch die Diele zur Tür. Ich schlüpfte in meine alten, schwarzen Chucks, die zugegebener Maßen schon etwas ranzig aussahen, und lief die Straße runter zu Bellas Haus. Die Fahrt in ihrem Pick up verging schnell und als ich ausstieg fragte Bella mich ob ich beim Mittagessen nicht bei ihr und ihrem Freund sitzen will, wozu ich natürlich sofort ja sagte, immerhin kannte ich sonst ja noch niemanden. Verdammt, jetzt hatten wir beim Reden die Zeit vergessen! Das heißt dann wohl laufen! Völlig außer Atem aber gerade noch rechtzeitig kam ich in meinen Geografie Unterricht. Als ich endlich den Vormittag überstanden hatte, hatte ich schon einige Freunde gefunden, aber niemanden der als beste Freundin oder gar als fester Freund infrage kam. Mittags stellte mir Bella ihren Freund Edward und dessen Geschwister vor. Auch wenn sie alle ein wenig schräg waren fand ich sie nett. Besonders mit Emmet verstand ich mich gut. Er war der lustigste und hatte immer einen Spruch auf Lager. Die letzten Unterrichtsstunden vergingen schnell und ich war unheimlich froh schon Freunde gefunden zu haben, denn die Cullens hatten mich und Bella für den Abend eingeladen. Perfekt, dann kann ich ‚Freunde finden‘ ja von meiner Liste streichen! Ich war schon total aufgeregt als Bella ihr Auto vor dem Haus der Cullens parkte. Das war doch kein Haus, das war ein Palast! Alles war verglast und wirkte als wäre es neu. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, so dass ich mich erst rührte als Bella mir ihren Ellbogen in die Rippen stieß. Böse starrte ich sie an als ich ihr über die steinernen Stufen zur Haustür folgte, die in diesem Moment aufgestoßen wurde. „ Du musst Jamie sein, freut mich“, begrüßte mich Dr. Cullen und führte uns durch den modern eingerichteten Flur ins Wohnzimmer. „ Ja, die bin ich, freut mich dass ich hier sein darf“, lächelte ich höflich. „Ist doch selbstverständlich“, grinste Emmet, der plötzlich neben mir stand und verwuschelte meine braunen Locken. Als ich ihm daraufhin die Zunge zeigte begann er lauthals zu lachen und auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Ich redete die meiste Zeit mit Emmet und Rosalie, mit der man super über solche Mädchen Sachen unterhalten konnte und hatte total viel Spaß. Doch irgendwann klingelte es an der Tür…. Seine Sicht: Eigentlich wollten wir die Cullens per Post zu einer neuen Besprechung unseres Vertrages einladen, aber Sam meinte es wäre sicher besser für unser Verhältnis wen wir persönlich vorbei kommen. Also standen wir jetzt hier und warteten darauf das Carlisle uns herein bittet, was Mr. Höflichkeit natürlich sofort tat. Er deutet Richtung Wohnzimmer und fragt was wir denn brauchen, doch ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren, denn neben dem üblichen Vampir Gestank lag hier nämlich noch ein anderer Duft in der Luft, der mich komplett um den Verstand bringt. Als wir endlich im Wohnzimmer angekommen waren, bleibt mir fast die Luft weg, der Duft ist hier so stark das er mich fast umhaut und es ist als würde er meine Seele streicheln und alles böse daraus entfernen. Doch gerade als ich mich fragte woher dieser unglaubliche Geruch kam, sah ich sie. Sie war wunderschön und ich wusste sofort dass ich alles für sie tun würde, dass ich sie um jeden Preis beschützen werde, egal was passiert. Es war als würde ich sie schon mein Leben lang kennen und ich sah tausende Bilder durch meinen Kopf rauschen auf denen wir zusammen lachten und redeten und uns küssten und vieles mehr. Ich stand einfach da und starrte sie an, als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt, den in diesem Augenblick, das schwöre ich, war es so. Ihre warmen braunen Augen sahen mich an und breiteten eine Wärme in mir aus die ich niemals für möglich gehalten hätte. Sie neigte ihren Kopf und sah mich fragend an und ich merkte, selbst das sah göttlich bei ihr aus. Ein fester Schlag gegen den Arm riss mich aus meiner Starre. Seth grinste mich wissend an und deutete auf Edward. Dieser sah mich mit einer hochgezogenen Augenbraue an und schien auf etwas zu warten. „ Hm?“, war meine geistreiche Antwort auf seinen Blick. „ Ich hab dich gefragt ob es deinem Vater schon wieder besser geht“, wiederholte er seine Frage, die er anscheinend schon ein paar Mal gestellt hatte. Ich hatte ganz vergessen dass er krank war, sie hatte mich zu sehr abgelenkt. Auch jetzt konnte ich nicht vermeiden dass mein Blick einige Male zu ihr huschte. „ Es geht ihm besser, er muss keine Medikamente mehr schlucken“, antwortete ich und schielte zu ihr herüber. Anscheinend hatte Edward es bemerkt, denn auch seine Augen waren jetzt auf sie gerichtet und er fing an zu grinsen. „Das ist übrigens Bellas Cousine Jamie.“, sagte er und sie lächelte mich an. Jamie, ihr Name klang wie ein Gedicht, er passte genau zu ihr. „ Du kannst gerne auch zu unserer Grill Feier am Samstag kommen, wir würden uns sehr freuen“, Seth betonte das wir extra, wofür ich ihn gerne geschlagen hätte, aber ich war ihm zu dankbar für diese Frage, denn die Aussicht sie wieder zu sehen war einfach toll. „Tut mir Leid, ich gehe mit Emmet essen“, ihre Stimme war wunderbar melodisch, doch ihre Antwort traf mich trotzdem hart. Im Bruchteil einer Sekunde war ich so eifersüchtig auf Emmet, der selbst zufrieden grinste, dass ich mir vorstellte wie ich ihm eine rein haute und ich musste mich zurückhalten es nicht wirklich zu tun. In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich hatte mich auf sie geprägt…. Deine Sicht: Eigentlich fand ich die Jungen alle ganz nett, vor allem als sie mich zum Grillen einluden. Leider hatte Emmet mich 10 Minuten früher zum Essen eingeladen, also musste ich ablehnen. Einer von ihnen, Jake oder so, schaute mich danach an als hätte ich ihm eine geklatscht. Dann plötzlich sah er erschrocken aus, stammelte irgendwas Unverständliches und stürmte an Bella vorbei aus dem Haus. „Was war das denn?“ fragte ich in die Runde doch alle zuckten nur die Schultern und warfen sich verschwörerische Blicke zu. Toll, alle wissen worum es geht wollen es mir aber nicht sagen! Etwas verwirrt und sauer wendete ich mich wieder Rose zu und wir redeten den ganzen weiteren Abend über alles Mögliche. Nach Hause kam ich an diesem Tag erst gegen zehn, was mir einen warnenden Blick von meiner Mutter einbrachte, doch das ignorierte ich gekonnt. Danach fiel ich todmüde ins Bett. Jedoch konnte ich nicht einschlafen, ich musste noch lange an des komische verhalten von Jake denken. Eigentlich fand ich ihn schon ganz süß, mit diesen warmen Augen und diesem strahlenden Lächeln. Die nächsten Tage vergingen schnell, ich fand noch einige Freunde, saß beim Mittagessen jedoch immer bei Bella, Edward und den anderen, weil sie einfach am sympathischsten waren. Endlich war Wochenende und ich machte mich fertig um mit Emmet Essen zu gehen. Ich wusch mir die Haare, schminkte meine Augen dunkler und schlüpfte in eine dunkle Röhren Jeans. Eine schlichte schwarze Bluse dazu und, zur Abwechslung mal, Stiefel mit ein bisschen Absatz. Mit einem letzten Blick in den Spiegel vergewisserte ich mich, das ich gut aussah, aber nicht so heraus geputzt, das Rose auf falsche Gedanken kam, immerhin ging ich mit ihrem Freund weg. Als Emmet mich abholte, erzählte er mir das sich die Pläne etwas geändert hatten und er mit mir zum Grill Fest in La Push fahren würde. „ ist das okay für dich?“, fragte er mich bevor er den Motor anließ. „ Ja klar, wird sicher lustig!“, beruhigte ich ihn lächelnd. Wir redeten über Gott und die Welt, bis wir schließlich vor einem großen weißen Haus zu stehen kamen. Ich konnte das Lachen schon von weitem hören. Vor der Veranda brannte ein Lagerfeuer um das schon circa zehn Leute saßen. Als wir näher kamen erkannte ich Bella unter ihnen, ansonsten saßen dort noch ein Mädchen und acht Jungen, die meisten waren auch bei den Cullens gewesen. „ Jamie, schön das ihr doch gekommen seid!“, begrüßte mich Bella und alle Köpfe schnellten zu mir. Da traf mein Blick seinen und ich lächelte ihn an. Seine Sicht: Das war also die Überraschung von der Bella gesprochen! Sie hatte Emmet überredet mit Jamie her zu kommen. Sie und Emmet kamen zu uns herüber und begrüßten alle. Als sie mich dann anlächelte musste ich einfach zurück grinsen und als sie sich dann neben mich setzte, konnte ich mit dem lächeln gar nicht mehr aufhören. „ Wie heißt du eigentlich? Du hast dich das letzte Mal nicht vorgestellt“, fragte sie mich und nahm sich ein Stück Brot. „ Ich bin Jacob. A-aber du kannst mich auch Jake nennen“, sprudelte es aus mir heraus. „Freut mich Jake“, grinste sie mich an. Ich hatte anscheinend wirklich etwas schnell geredet. Um nicht noch etwas Dummes zu sagen stopfte ich mir schnell einen der Muffins in den Mund. Doch ihr war anscheinend egal wie schnell ich redete, sie verwickelte mich mit Leichtigkeit in ein Gespräch. Wir unterhielten uns fast den ganzen Abend und ich fand sie von Moment zu Moment immer perfekter, falls das möglich war. Es war schon ziemlich spät als ich mich dazu entschloss ihr die Wahrheit zu sagen und ihr alles zu erzählen, aber ich wollte es unbedingt hinter mich bringen. Deine Sicht: Jacob war echt süß, wie er verlegen zu Boden schaute und mich dann fragte ob wir ein bisschen spazieren gehen könnten. Er führte mich zu einer großen Wiese auf der ein umgefallener Baumstamm lag auf den wir uns setzten. „ Also, …..Du kennst doch sicher diese ganzen alten Geschichten über Werwölfe und so, oder! ……………………Tja, das ist alles ein bisschen kompliziert, aber Werwölfe existieren, nur nicht so wie in diesen Geschichten. Sie können sich verwandeln wann sie wollen und sie sind nicht böse, sie sollen die Menschen vor Vampiren beschützen. Sie sehen auch nicht aus wie Monster, nur wie riesige Wölfe eben.“, rasselte er herunter und sah mich abwartend an. „ Wo-woher weißt du das? Und wieso erzählst du mir das alles?“, fragte ich verwirrt und fixierte seine Augen um sicher zu gehen, das er mich nicht anlog. „ Ich weiß es weil ich einer von diesen Werwölfen bin und ich darf dir das alles nur sagen weil ich mich auf dich geprägt habe“, er wurde mit jedem Wort leiser und sah erst am Ende des Satzes vom Boden auf. „ Was heißt geprägt?“, ich hörte wie er ausatmete, als würde er sich auf etwas sehr schwieriges vorbereiten und schließlich meinte er: „ Das ist eine starke Bindung die Werwölfe herstellen, wir können nicht kontrollieren auf wen wir uns prägen und es entsteht ein starkes Gefühl zur betreffenden Person, stärker als Liebe. Ein Werwolf beschützt die Person auf die er geprägt ist mit seinem Leben, was auch passiert.“ Ich starrte ihn an und konnte keinen richtigen Gedanken fassen, das einzige Geräusch das die stille durchbrach war das Zirpen einiger Grillen die im Gras saßen. Ich konnte seinen flehenden Gesichtsausdruck nicht länger ertragen. „ Es ist schon spät, ich-ich glaube ich sollte gehen“, stammelte ich und schlug die Augen nieder. Sein Gesicht wirkte nun als hätte in jemand mit einem Messer durchbohrt und ich lief schnell zurück zum Haus. Seine Sicht: Ich sah ihr nach wie sie mit wehendem Haar sie über die Wiese zurück lief. Ich hatte noch nie so einen Schmerz gefühlt. Es war als würde mein Herz sich immer mehr zusammen ziehen bis es zu Staub zerfällt. Ich sah auf das feuchte Gras und versuchte die Tränen zurück zu halten. Ich wurde immer wütender auf mich selbst. Wieso hatte ich sie auch so überrumpeln müssen! Wir kannten uns doch kaum. Ich sprang auf und verwandelte mich noch im Laufen in einen Wolf…. Deine Sicht: „ Kannst du mich nach Hause fahren?“, fragte ich Emmet aufgelöst. Er sah mich überrascht und, wenn ich mich nicht irre, auch etwas enttäuscht an. „ Ja klar. Tschüss Leute!“, verabschiedete er sich von den Verbliebenen während er sich aufrichtete. Ich winkte allen kurz und stolperte abwesend Richtung Auto. Gott sei Dank hielt Emmet mir die Tür auf, sonst wäre ich wahrscheinlich einfach dagegen geprallt, so fertig wie ich gerade war. „Was war denn los?“, fragte er sobald er den Wagen angelassen hatte und sah mich besorgt an. „ Er hat sich auf mich…..geprägt“, meine Stimme war nur noch ein Flüstern, doch ich bekam keinen lauteren Ton zu Stande. „ Und wo liegt das Problem?“, WAS! Hat er überhaupt zugehört? Man, er stand doch echt auf dem Schlauch! „Hallo? Ich kenne ihn doch gar nicht! Ich meine, ja er war nett und süß und so, aber ich weiß ja nicht mal seinen Nachnamen!“, schrie ich jetzt schon fast. Das war ja echt zum Haare raufen! Doch das ich knapp vor einem Anfall war, schien Emmet nicht zu stören. Er redete einfach seelenruhig weiter, den Blick starr auf die Straße gerichtet. „ Black, sein Nachname ist Black. Er ist ein, ich glaub nicht das ich das jetzt sag, netter Kerl. Außerdem magst du ihn doch!“, beim letzten Teil sah er mich kurz an, wahrscheinlich um meinen schockierten Gesichtsausdruck zu genießen. „ Was!“, meine Stimme rutschte peinlicher weise hoch und ich klang wie eine überraschte Mickey-Maus. „ Deine Augen haben regelrecht geleuchtet wenn du ihn angesehen hast und selbst wenn du mal mit jemand anderem geredet hast, was echt selten vor kam, ist dein Blick auffällig oft zu ihm gewandert.“, erklärte er mir nüchtern. Mittlerweile hatten wir vor meinem Haus gehalten. Ich bedankte mich kurz und lief in mein Zimmer. Ich streifte die Schuhe ab und setzte mich auf mein weißes Himmelbett. War ich wirklich in ihn verliebt? Ich dachte an Jacob und musste lächeln, bis ich das Bild von ihm auf dem Baumstamm vor mir sah, wie er mich ansah, so traurig, so verletzt. Es versetzte mir einen Stich. Ich hatte ihm weh getan und damit wollte ich nicht leben. Ich sprang auf und sah zu der großen schwarzen Uhr neben meiner Tür. 23:48 Uhr. Verdammt! Es war zu spät um jetzt noch zu ihm zu fahren. Ich seufzte und schlich ins Bad. In dieser Nacht machte ich kaum ein Auge zu, ich musste mich die ganze Zeit fragen was ich ihm sagen sollte. Am nächsten Morgen war ich total fertig. Ich konnte kaum richtig atmen als ich auf das Haus zuging. Ich holte einmal tief Luft und drückte die kleine Klingel. Ich wartete einige Minuten, doch Nichts! Keiner zu Hause! Sollte ich ein anderes Mal wiederkommen! Das würde ich nicht aushalten. Also setzte ich mich auf die Stufen die auf die Veranda führten und wartete… Seine Sicht: Ich konnte meine Augen nicht trauen, als ich mich von denAnderen verabschiedete und nach Hause wollte, saß Jamie vor meinem Haus und lächelte mir schüchtern entgegen. Ich konnte nicht anders als zurück zu lächeln, auch wenn es unheimlich schmerzte. Sie stand auf und schlich auf mich zu, sie hatte den Kopf nach unten gerichtet und sah mich erst an als sie direkt vor mir stand. Sie sah traurig und ich hatte sofort das Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen, ihr übers Haar zu streicheln und…Stopp! Ich musste aufhören an so was zu denken, sie mochte mich nicht! Sie atmete tief ein und sagte: „ Es tut mir so Leid, ich wollte dich nicht verletzen. Ich war einfach nur so überfordert mit der ganzen Situation, diesem Wolf-zeug und dem…dem Rest…“, sie brach ab. „ Nein, es war meine Schuld, ich hätte dich nicht so überrumpeln dürfen. Tut mir Leid“, entschuldigte ich mich schnell, ich wollte nicht das sie sich schuldig fühlt. Das hielt ich noch weniger aus als die Tatsache dass sie mich nicht liebte. „ Es ist nur so, i-ich glaube nämlich ich empfinde auch etwas…etwas mehr als Freundschaft für dich…“, flüsterte sie und das braun ihrer Augen zog mich in seinen Bann. Es wunderte mich dass ich überhaupt noch irgendetwas tun konnte, denn alles Glück der Menschheit strömte gerade durch meinen Körper, aber ich beugte mich zu ihr runter und legte meine warmen Lippen auf ihren weichen Schmoll Mund. Alles in mir explodierte wie ein Feuerwerk, als sie den Kuss erwiderte. Ich wollte gar nicht mehr von ihr ablassen, aber wir brauchten beide wieder Luft. Ich konnte (und wollte) mein Grinsen nicht unterdrücken und als ich sah das auch ihr Mund von einem Lächeln geziert wurde, küsste ich sie noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal. Stunden lang. Deine Sicht: Ich blieb noch den ganzen Tag bei Jake, wir redeten und küssten uns die ganze Zeit. Ich hätte niemals gedacht dass ein anderer Mensch mich so glücklich machen kann, aber Jacob schaffte es. Ich liebe ihn.

34.71 % der User hatten die Auswertung: Name: Dana McCouran Alter: 17 Jahre Aussehen: dunkelblaue Augen, blonde Locken, mittelgroß, dünn Deine Geschichte: Verschlafen öffnete ich die Augen und sah auf den Wecker neben meinem Bett, 8:02 Uhr, das geht. Ich schwang mich aus dem Bett und tappte mit nackten Füßen über den kühlen Laminat Boden ins Bad. Als ich einen Blick in den großen Spiegel über dem Waschbecken warf, erschrak ich erst mal, meine blonden Haare standen in alle Richtungen und ich hatte dunkle Ringe unter den Augen. Ups, ich hätte gestern doch nicht so lang wach bleiben sollen. Ich fuhr mir mit der Bürste durch die Haare bis sie wieder halbwegs vorzeigbar aussahen und putzte mir die Zähne. Danach nahm ich mir meinen Concelar, die Wimperntusche und einen schwarzen Kajal aus meinem gepunktetem Toilette-Täschchen und schminkte mich ein wenig, ich wollte ja nicht aussehen wie ein Zombie an meinem ersten Tag an der neuen Schule. Meine Mutter wollte ja unbedingt in irgend so ein Indianerreservat am Ar*** der Welt ziehen. Sie hat was von ‚zurück zu den Wurzeln‘ gefaselt, als ich sie gefragt habe. Also musste ich natürlich alle meine Freunde zurück lassen um ins, ach so tolle, La Push zu ziehen. Super. Mum meinte ich würde hier sicher schnell Freunde finden, aber ich fragte mich nur wieso ich mir welche suchen sollte! Ich hab doch Freunde! Ich streifte schnell mein graues The Kooks T-Shirt über und schlüpfte in meine zerrissen Jean, die am Boden lag. Ich polterte die Treppe runter und rief meiner Mutter, die im Wohnzimmer saß, noch ein: „ Ich geh jetzt, bin am Nachmittag wieder da!“ zu, bevor ich meine roten Converse, die neben unserer braunen Holz Truhe lagen, anzog, mir meine Leder Tasche schnappte und aus dem Haus stürmte. Wie schaffte ich es eigentlich immer spät dran zu sein! Da gibt es doch nicht! Ich stand in der Eingangshalle und studierte die Stundenpläne, leider hatte ich nicht die geringste Ahnung wo ich jetzt hin musste. „ Soll ich dir helfen?“, hörte ich plötzlich eine raue Stimme hinter mir. Ich konnte schon an seiner Stimme hören dass er grinste. „ Das werde ich schon alleine schaffen!“, maulte ich und drehte mich um. Vor mir stand ein riesiger Junge mit kurzen dunkelbraunen Haaren und einem sarkastisch Grinsen. „ Sieht man ja!“, lachte er. „ Dann hilf mir eben! Wenn ich dich sonst nicht loswerde.“, gab ich genervt zurück und verdrehte die Augen. „ Du hast jetzt Geschichte, was heißt das du mich gleich begleiten kannst. Du bist so ein Glückspilz!“ er sagte das so selbstbewusst das es mich unweigerlich zum Lachen brachte. Er grinste und führte mich in meine Klasse wo er sich gleich neben mich setzte und sich als Jacob vorstellte. Wir hörten die ganze Zeit nur so alte Geschichten über den Stamm und ich dachte schon ich schlafe gleich ein, als es, Gott sei Dank, läutete. Ich schnappte mir meine Tasche und wollte schon aus dem kleinen Klassenraum schlendern, als sich eine Hand auf meine Schulter legte: „ Wieso hast du nicht gesagt das du neu bist und noch keinen kennst?“ „ Du hast nicht gefragt! Außerdem, was hätte ich deiner Meinung nach sagen sollen! Hi ich bin Dana und ich hab hier keine Freunde!“, fragte ich Jacob sarkastisch. Er musste grinsen und konterte: „ Eher, Hi ich bin Dana, wollen wir Freunde sein?“ Ich lächelte: „ Wer könnte dazu schon nein sagen?“ „ Eben! Ach, willst du am Nachmittag nicht mit zu Emily kommen, dann stell ich dir meine Freunde vor, damit du schon mal ein paar Leute kennst“, schlug er vor. Nachdem er mich noch zehn Minuten belabert hatte und mir circa zehnmal versicherte dass es auch sicher kein Problem wäre wenn ich mitkomme, sagte ich zu. Die nächsten Stunden wollten einfach nicht vergehen und während Biologie war mir so langweilig das ich fast den ganzen Dunkelblauen Nagellack von meinen Nägeln gekratzt habe. Ich war echt froh als die Glocke nach der letzten Stunde läutete und ich Jake bei der hölzernen Tür warten sah. „ Was hat so lange gedauert? Ich warte schon ewig!“ meckerte er. „ Jetzt bin ich ja da! Also lass uns gehen“, ich lief an ihm vorbei aus der Schule. Sobald er mich eingeholt hatte fing er ein Gespräch an und ich musste gegen meinen Willen feststellen dass wir langsam Freunde wurden. Verdammt, soviel zu ‚ich werde mir keine Freunde suchen‘. Andererseits hab ich ja auch keine gesucht, ich hab ihn einfach gefunden, okay, eher er mich, aber das kommt ja auf dasselbe raus. Mittlerweile stehen wir vor einem schönen, großen Holzhaus mit Terrasse und einem Feuerplatz davor. Es saßen schon ein paar Jungen auf einer Bank auf der Terrasse. „ Hey Jake, hast du schon wieder ein Mädchen mit? Wie kann man nur so ein Schwein haben und jeden Tag mit einem hübschen Mädchen anbandeln?“, schrie uns einer der Jungs entgegen. Hätte ich mir doch denken können das Jake so ein Frauenheld ist, immerhin ist er ja nicht wirklich hässlich. Aber bei mir kribbelt da Nichts im Bauch, das wird also eher so eine Freundschaftssache. „ Ach halt doch die Klappe Embry! Leute das ist Dana, sie ist neu an der Schule“, stellte mich Jacob vor. „ Dana das sind Embry, Paul, Jared, Sam und Quill, Seth müsste auch bald kommen und Leah ist irgendwo im Wald oder so“ Die Jungs begrüßten mich alle, Sam verschwand gleich wieder nach drinnen, und wir alberten alle ein bisschen herum. Die Jungs waren echt klasse, auch wenn ich Paul leicht aggressiv fand, aber damit werde ich schon klar kommen. Seine Sicht: Ich wollte gerade zu Emily und den anderen gehen, als ich ein Lachen hörte. Ein Lachen! Was red ich da! Es war DAS Lachen, ein einfach perfektes Lachen. Wie hypnotisiert suchte ich die Gegend nach der Quelle dieses Lachens ab und da sah ich sie. Gut, eigentlich nur ihren Hinterkopf, aber das reichte mir um sie umwerfend schön zu finden. „Hi Seth, wir haben uns schon gefragt wo du bleibst!“, rief mir Paul entgegen, doch ich hörte ihm gar nicht zu, denn sie hatte sich gerade zu mir umgedreht und ich konnte nicht anders als sie anzustarren. Sie hatte ein engelsgleiches Gesicht aus porzellanweißer Haut, auf der hier und da eine Sommersprosse ihren Platz fand, umrahmt mit wildem hellblondem Haar das erst kurz über ihrem Ellbogen endete. Ihre markant geschwungenen, rosa Lippen formten sich zu einem Lächeln und entblößten dabei ihre schönen weißen Zähne, die perfekt nebeneinander Platz fanden und glänzten wie eine Perlenkette. Als ich mich nach etwa einer Minute immer noch nicht bewegt hatte, zog sie eine ihrer schön gezupften Augenbrauen in die Höhe und legte ihren Kopf schief. Ihre Augen funkelten mich dabei belustigt an und ich war der Meinung in ihnen zu versinken, wie im Meer, dessen Farbe sie hatten. In einen immer tiefer werdenden Strudel aus blau, grün, türkis und schwarz. Es war als würde das Leuchten der Farben und sowieso ihr ganzes Gesicht, strahlen und Wärme verbreiten. Ich könnte ihr ewig in die Augen sehen und ich fragte mich wie ich es jemals ohne sie ausgehalten habe, ohne ihre Wärme die mich umgibt und ohne dieses Gefühl endlich gefunden zu haben was ich unwissentlich immer gesucht habe. Wieso ergab plötzlich alles Sinn? Was war das für ein Gefühl das mich gerade ausfüllte? Meine Gedanken wurden von einem Lachen unterbrochen. Es kam von Embry und Paul die am Boden lagen und lachten, auch Quill, Jared und Jacob grinsten, versuchten aber sich das Lachen zu verkneifen. Wie gesagt, sie VERSUCHTEN es, leider misslang es ihnen gründlich, denn einige Sekunden später prusteten sie los. Die einzigen die sich nicht das Hirn aus dem Körper lachten waren ich und dieses perfekte Mädchen, man ich musste mich echt zurückhalten um sie nicht wieder anzustarren. Mittlerweile hatte sich wenigstens Quill wieder so im Griff das er ein: „ Anscheinend hast du Dana ja schon bemerkt“ herausbrachte. Ich wurde ungewollt rot, so dass ich jeder Tomate Konkurrenz machte und richtete meinen Blick auf den Holz Boden, der mir plötzlich wirklich interessant vor kam. Das brachte wiederrum Quill dazu noch einmal laut auf zu lachen und Dana sah nur weiter verwirrt zwischen den lachenden Jungen und mir hin und her. Deine Sicht: Was war denn jetzt los? Die Anderen lachen sich schon seit etwa fünf Minuten den Arsch ab, während Seth da steht als würde er am liebsten im Boden versinken. Jetzt sah ich ihn mir mal genauer an. Eigentlich ist er ganz süß, mit den dunkelbraunen Haare die ihm ins Gesicht hängen, diese annähernd schwarzen Augen und dem trainierten Körper^^ Sprechen ist anscheinend nicht seine Stärke. Schade, ich mag es ja wenn Jungs viel reden, dieser ganze ‚ruhig und geheimnisvoll‘ Schwachsinn war noch nie wirklich meines. Lustig und fürsorglich muss er sein und groß, aber das war er allemal. Na, beschützend wirkte Seth auch und ich glaub über das mit dem lustig könnte ich bei ihm im Notfall auch hinweg sehen. Was dachte ich da schon wieder! Ich hatte noch nie mit ihm gesprochen, wieso dachte ich also jetzt schon darüber nach ob wir als Paar kompatibel sind? Verdammt, ich konnte mich doch nicht wirklich verliebt haben! Doch, ich glaube genau das hab ich getan. Super, jetzt hab ich also nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch gleich einen neuen (ich glaub nicht das ich das jetzt schreib) Schwarm. Tja, irgendwann wär so etwas sowieso passiert, ich gehöre halt zu den schnellen. Jetzt hatten sich die Burschen endlich am Riemen gerissen und hatten bis auf ein paar Kicherer aufgehört zu lachen. „ Jetzt komm endlich her Seth!“ rief Jacob ihm grinsend zu „ setze dich einfach zu Dana!“ Paul unterdrückte ein auflachen. Jetzt war ich es die Tomaten rot wurde. War es etwa so offensichtlich dass ich ihn mochte? Er setzte sich etwas schüchtern neben mich auf die helle Holz Bank. „ Leute! Dringende Besprechung!“, kam es laut aus dem Haus. Besprechung? Was hatte die denn bitte zu besprechen! „ Oh…ich glaube wir müssen jetzt zu Sam. Wartest du hier?“, das war das erste das Seth in meiner Gegenwart sagte. Ich war fast überrascht, seine Stimme war tiefer als ich gedacht hätte und hatte etwas Aufregendes, Wildes an sich, das ich nicht richtig deuten konnte. Ich sah ihn an, er war ja so was von heiß! Als mir auffiel was ich da tat, wendete ich schnell den Blick ab und richtete ihn auf meine Schuhe, jedoch nicht ohne vorher noch sein verschmitztes Lächeln zu bemerken. „Ich..ähm…Nein, ich sollte langsam nach Hause. Meine Mum macht sich bestimmt schon Sorgen“, ich versuchte so selbstsicher wie möglich zu klingen, bevor es noch zu auffällig wird. „ Soll ich dich fahren?“, fragte Seth fast genau in der Sekunde in der ich meinen Satz beendet hatte. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen wie die Jungen untereinander Blicke tauschten und die Lippen aufeinander pressten um nicht zu grinsen bevor ich lächelnd antwortete: „ Musst du nicht, geht ruhig zu eurer Besprechung. Mein Haus ist nicht so weit von hier weg.“ Ich sprang auf winkte allen kurz zu und schlenderte zurück zu meinem Haus. Seine Sicht: Ich musste ihr einfach nach sehen. Diese Haare und vor allem dieser Hintern! Ich musste aufpassen dass ich nicht anfange zu sabbern. Jake stieß mich an, anscheinend schon zum zweiten Mal, denn er schlug mich so fest gegen den Arm dass es mich fast von der Bank fegte. „ Wenn du dich kurz losreißen kannst, wäre es toll wenn du jetzt mit zu Sam kommen könntest, oder willst du lieber noch alles was Dana berührt hat einsammeln und damit einen Schrein bauen!“, grinste er mich feixend an. Ich fühlte wie mein Gesicht heiß wurde. Verdammt! „ Ach halt doch die Klappe!“, maulte ich ihn an während ich versuchte meine Gesichtsfarbe wieder unter Kontrolle zu bringen. „ Lass ihn Jake! Er kann nichts dafür dass er sich so schnell geprägt hat“, lachte Jared und wackelte mit den Augenbrauen. Geprägt? Hatte ich mich auf Dana geprägt? Wollte ich deshalb immer in ihrer Nähe sein, sie beschützen, ergab deshalb alles plötzlich Sinn und führte deshalb jeder meiner Gedanken unweigerlich zu ihr. Ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken. Während der gesamten Besprechung saß ich nur da und starrte die gelb gestrichene Wand an. Plötzlich riss mich Sams Stimme unsanft aus meinen vielen Gedanken: „ Ach und Seth, du weißt ja das du ihr alles über uns erzählen darfst wenn du dich auf sie geprägt hast.“ Ich sah wohl ziemlich belämmert drein, denn Sam erklärte schnell: „ Deine Gedanken sind ziemlich laut. Aber glaub mir, dass hätte ich auch so gesehen.“ Jetzt konnte ich es wirklich nicht mehr leugnen. Aber jetzt wo es ausgesprochen war, fand ich es gar nicht mehr schlimm, immerhin konnte ich jetzt an sie denken ohne das mich irgendwer blöd angrinste. (Ich fasse die nächsten paar Monate mal grob zusammen, weil es sonst so viel zum schreiben/lesen wäre) Du freundest dich mit den Jungs an und sie erzählen dir von diesem ganzen Werwolf-zeug, auch vom Prägen, verschweigen dir aber das Seth auf dich geprägt ist. Du hängst fast nur noch mit ihnen herum und Jake und Seth werden deine besten Freunde. Es ist bald Weihnachten und die Jungen wollen eine Party machen…... Deine Sicht: „ Ach red doch nicht so einen Müll! Du machst die Party nicht wegen meinem Geburtstag, du willst nur mal wieder so richtig feiern“, wies ich Jacob grinsend zurecht und boxte ihn leicht gegen den Oberarm, aber wirklich nur leicht, immerhin brauchte ich meine Hand ja noch. „Gut, ein bisschen will ich mich auch einfach wieder mal betrinken, aber an deinem Geburtstag sehen wir uns ja nicht, also müssen wir ja vor feiern!“, grinste er mich an und zog die dunklen Augenbrauen in die Höhe. „Was soll ich denn machen! Ich hab eben zu Weihnachten Geburtstag!“ das fand ich eh nervig, aber meine Eltern achteten immer darauf das ich damit nicht zu kurz kam, also kam ich damit klar. „Deshalb machen wir ja eine Party! Also hör auf zu motzen und zieh dir was Schickes an!“, befahl er mir und schob mich Richtung Schul-Tür. Ich streckte ihm kurz die Zunge raus, stieß die schwere Tür auf und schlenderte nach Hause. Ich holte mein grünes Schlüssel-Band aus der Leder-Tasche und schloss unsere weiße Eingangstür auf. Nach einem Abstecher in die Küche, lief ich die Treppe hoch in mein Zimmer. Was Schickes! Besitze ich überhaupt was Schickes zum Anziehen? Ich stand ratlos vor meinem geöffneten Schrank und sah jedes Teil einzeln an. Die dunkelblaue Bluse? Mit der schwarzen Lederjacke könnte das gehen. Die enge Jeans mit den Löchern dazu und das Outfit passt. Jetzt noch einen schwarzen Lidstrich ziehen und los gehts. Ich sah mich noch einmal in meinem chaotischen Zimmer um und polterte die Treppe runter. In meinen schwarzen Pumps lief ich auf das Hauptquartier des Rudels zu und stieß achtlos die Tür auf. Wieso sollte ich auch anklopfen! Das war quasi mein zweites Zuhause. Das ganze Haus war weihnachtlich geschmückt, überall hängen Girlanden und in der Mitte des großen Wohnzimmers stand ein wunderschöner Baum, der mit Dutzenden bunten Kugeln verziert war. Es sah aus als würde alles leuchten. Als ich zu dem kleinen Glastisch vor dem Sofa sah, musste ich grinsen, dort standen an die zwölf Kisten Bier und diverse andere Flaschen die mit Wodka, Gin und Tequila gefüllt waren, das war so typisch für Jacob. Plötzlich wuschelte mir ein große Hand durch die wirren Harre. Wenn man vom Teufel spricht! Jake umarmte mich noch, hielt mich dann ein Stück von sich weg und begutachtete mich von Kopf bis Fuß: „ Man merkt das du jetzt volljährig bist. Du siehst echt heiß aus!“ Ich lachte und er stimmte mit ein. „Ich werde aber erst morgen achtzehn!“, schmunzelte ich mit hochgezogenen Augenbrauen. Er zuckte nur die Schultern und öffnete sich ein Bier. Ich wollte mir auch gerade eines nehmen als von draußen laute Stimmen kamen. „ Alles Gute Dan!“, rief Embry durch den ganzen Raum und umarme mich. Ich lachte, bedankte mich und umarmte alle der Reihe nach. Bei Seth dauerte das natürlich etwas länger, ich sog seinen Duft ein und musste unwillkürlich lächeln, er roch nach Wald. Seth hatte noch nie irgendein Parfüm oder Aftershave getragen, deshalb hatte er diesen perfekten, ganz eigenen Geruch. Irrte ich mich oder atmete er gerade meinen Duft ein? Erst jetzt bemerkte ich dass wir sicher schon drei Minuten eng umschlungen dastanden und uns alle schon anstarrten. Ich wurde etwas rosa im Gesicht und wollte mich von ihm lösen, doch er hielt mich noch fester. „ Seth du zerquetscht mich!“, lachte ich und sah ihn an. Er wurde etwas rot und nuschelte ein ‚Tschuldige‘ als er mich frei gab. „ Für das Geburtstagskind“, zwinkerte Paul als er mir ein Bier zu warf, das ich geschickt auffing. Ich nippte daran, während Jared laut Musik anschaltete. Wir tanzten und tranken bis spät in die Nacht, irgendwann waren wir alle schon ziemlich betrunken und alberten nur noch herum. Ich stand mit Embry in der Ecke des Raums und redete, oder lallte eher, während Quill und Jared ausprobierten wer dem schlafenden Paul besser mit den Füßen einen Schnurrbart malen kann. Plötzlich kam Embry mir immer näher, bis sich unsere Lippen berührten, was ich ganz klar auf den vielen Alkohol schob, und, ich wusste selbst nicht warum, ich schieb es einfach auch auf das Bier, erwiderte den Kuss. So standen wir erst mal in unserer Ecke und knutschten. Seine Sicht: Ich glaube Jake hatte wirklich schon etwas zu viel, er redet immerhin gerade mit einer Pflanze über Zahn Hygiene. Aber das Gespräch war einfach zu lustig um ihn zu unterbrechen, also stand ich vom braunen Sofa auf und sah mich im Raum um. Da sah ich in der Ecke ein knutschendes Pärchen. Aus der Entfernung konnte ich nicht genau ausmachen wer es war, also ging ich ein Stückchen näher hin und sah Embry mit…Dana! Mein Herz krampfte sich zusammen und die Luft blieb mir weg. Als ich dann sah wie er mit seiner Hand ihre blonden Locken verwuschelte wurde mir schlecht, ich keuchte auf um Sauerstoff in meine zusammen gefallene Luftröhre zu bekommen, doch es kam nur ein ersticktes Röcheln aus meinem Mund. Bei diesem Laut ließen die Beiden kurz voneinander ab und sahen mich an. Als ihre Meer blauen Augen meine dunkelbraunen trafen hielt ich es nicht mehr aus und stürmte ins Freie. Das ich auf dem Weg die Pflanze umnietete, mit der Jacob gesprochen hatte und mir alle erstaunt nach sahen, bekam ich nicht mehr mit, ich bekam überhaupt nichts mehr mit, die Schmerzen die sich von meinem Herzen aus ausbreiteten waren einfach zu stark um zu denken. In meinem Kopf sah ich nur immer und immer wieder wie Dana ihn küsste, wie seine Zunge in ihrem Mund steckte, wie seine Hände ihren Rücken entlang wanderten. Es schüttelte mich. Ohne es zu bemerken hatte ich mich in einen Wolf verwandelt. Ich lief über das vom Tau feuchte Moos immer weiter in den Wald hinein, ich musste jetzt erst einmal alleine sein…. Deine Sicht: Was war denn jetzt los? Seth rannte wie von der Tarantel gestochen aus dem Haus und riss dabei gleich die große Bananen Pflanze um die neben der Couch stand. Embry stieß mich ein Stück weg und begann halblaut zu fluchen. Die anderen sahen ihn wütend an und Paul fuhr ihn an: „Sag mal geht es dir noch gut! Du weißt das mit Seth, da kannst du so was doch nicht bringen!“ Jetzt war ich endgültig verwirrt, was meinte er denn damit? Embry blickte schuldbewusst zu Boden. „ Er hätte es ja nicht gemacht wenn er nüchtern gewesen wäre! Außerdem glaub ich dass es wichtiger wäre jetzt Seth zu suchen statt herumzubrüllen! Nicht das er noch was Dummes macht, in seinem Zustand.“, verteidigte ihn Quill. Sie nickten alle kurz und liefen nach draußen, ich hörte dass sie sich dort sofort verwandelten. Embry rief mir noch ein ‚ tut mir Leid‘ zu und folgte ihnen. Was zur Hölle? Was war das denn jetzt? Ich mein, wie schräg war das bitte? Eigentlich würde ich ihnen ja nach laufen und sie zur Rede stellen, aber ich wusste leider schon ganz genau dass ich sie niemals mehr einholen konnte, also ging ich nach Hause. Ich lag fast die ganze Nacht wach, starrte meine Zimmer Decke an und dachte über das alles nach. Seine Sicht: „ Oh, Gott sei Dank, wir suchen dich schon seit drei Stunden!“, mit diesen Worten riss mich Jake aus meinen, nicht gerade fröhlichen, Gedanken. „ Sie waren beide betrunken, sonst hätten sie das nicht gemacht“, er redete leise, aber deutlich. „ Wenn sie mich lieben würde hätte sie nicht jemand anderen geküsst“, mein Magen zog sich zusammen als ich das sagte und an meiner Stimme hörte man dass ich geweint hatte. Das letzte Mal das ich geweint hatte war als ich drei war und erfahren hatte dass es den Weihnachtsmann nicht wirklich gibt. „Das weißt du erst wenn du mit ihr geredet hast“, der hatte leicht reden! „Ich kann ihr doch nie wieder unter die Augen treten…“, ich musste echt aufpassen nicht wieder zu heulen. Jake stöhnte genervt auf: „Du wirst morgen zu ihr gehen und ihr alles erklären! Ohne Wiederrede!“ Ich sah ihn böse an, doch bei seinem warnenden Blick, wusste ich dass das in einer von diesen Diskussionen enden würde die Jacob immer gewann. Also gab ich klein bei und versprach, morgen mit Dana zu reden. Innerlich bekam ich jetzt schon eine halbe Panik Attacke, doch ich versuchte es nicht zu zeigen. Geschlafen hab ich in dieser Nacht natürlich nicht. So hatte ich am nächsten Morgen tiefe Augen Ringe, als ich vor ihrer Tür stand. Ich streckte die Hand nach der Klingel aus und lauschte der Melodie die sich augenblicklich im Haus ausbreitete. Es dauerte wahrscheinlich nur eine oder zwei Minuten, doch es fühlte sich an wie Jahre bis sich die Tür öffnete. Dana stand in einem weiten Pullover und Shorts vor mir. Ich musste aufpassen noch zu atmen, bei dem Schmerz der sich in meinem Herz ausbreitete, als ich wieder das Bild von gestern vor Augen hatte. Sie wirkte überrascht, doch bevor sie etwas sagen konnte fragte ich: „Wollen wir kurz spazieren gehen? Ich muss mit dir reden.“ Sie nickte schüchtern. Deine Sicht: „Ich war betrunken, sonst hätte ich ihn nicht geküsst“, ich wusste selbst nicht wieso ich das jetzt sagte, aber ich hörte wie er erleichtert ausatmete. Wir waren mittlerweile am Strand angelangt. „Wieso bist du weggelaufen?“, das hatte ich mich schon die ganze Nacht wach gehalten. Er keuchte leise und ich merkte wie seine Muskeln sich anspannten. „Ich, ähm, hab es einfach nicht ausgehalten euch so zusehen.“, nach einem fragenden Blick meinerseits fügte er hinzu: „Man, ich war eifersüchtig!“ Plötzlich verstand ich, es machte Sinn! Deshalb auch die lange Umarmung! „Ich hab mich nämlich auf dich geprägt“, er sagte es leise, doch ich verstand es trotzdem und begann augenblicklich zu grinsen. Seine Sicht: Ehe ich mich versehen konnte lag sie in meinen Armen und legte ihre warmen, weichen Lippen auf meine. Erst war ich komplett überrumpelt, aber was macht das schon wenn man das perfekteste Mädchen der Welt im Arm hat, also erwiderte ich den Kuss. Wir waren den ganzen Tag am Strand und redeten. Na gut, die meiste Zeit küssten wir uns eigentlich, aber das zählt ja auch. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt und mit Dana an meiner Seite werde ich das auch immer bleiben.