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Die Statistik vom Quiz

Zwillings-Wahn

31.31 % der User hatten die Auswertung: Name: Eleina Malfoy Blutstatus: Reinblut Haus: Slytherin Jahrgang: von Fred und George Aussehen: Blonde, gelockte Haare, sie laufen dir in feinen Wellen den Rücken runter, graue Augen, schlank und mittel groß Charakter: Liebevoll und herzlich Beste Freunde: Draco Malfoy, Fred und George Weasley Feinde: so ziemlich der ganze Rest Deine Geschichte beginnt in deinem 6ten Jahr … Am Abend des Weihnachtsballes stand ich vor meinem Spiegel und betrachtete mich ein letztes Mal darin. Ich trug ein schwarzes Neckholderkleid, das mir bis kurz unter die Knie ging. Meine blonden Locken hatte ich mir zu einer schönen Hochsteckfrisur zusammen gesteckt. Ich war fertig geschminkt mit Eyeliner, Kajal und etwas Lipgloss. Noch immer konnte ich es nicht fassen, dass Fred Weasley ausgerechnet mich gefragt hatte. Dabei war ich doch eine Malfoy, aber in letzter Zeit verstanden wir uns immer besser durch den Nachhilfeunterricht, den ich ihm dank Snape seit unserm 4ten Jahr geben musste. Nur George wusste davon. Aber heute Abend würden wir wohl offen bekannt geben, dass wir befreundet waren. Ich wollte mir lieber nicht vorstellen, was das zu bedeuten hatte. Ich war so aufgeregt ihn gleich vor der großen Halle zu treffen. Ich Atmete noch ein letztes Mal tief durch und ging dann runter zur Halle. Fred stand zusammen mit seinem Bruder George und dessen Begleitung Katie Bell am Rand der Treppe. Sie warteten auf mich und schienen in einem interessanten Gespräch vertieft. Etwas steif stolzierte ich die Treppe hoch und Katie war die erste, die mich bemerkte und ihr blieb der Mund offen stehen. Nun sah auch Fred zu mir auf und seine Lippen wölbten sich zu einem anerkennenden Lächeln. Er reichte mir auf den letzten Stufen seine Hand und bei seiner liebevollen Berührung entspannte ich mich etwas. „Du bist wunderschön!“ Flüsterte er bewundernd. Ich begrüßte noch kurz George und warf einen freundlichen Blick zu Katie, die mich immer noch skeptisch musterte, dann gingen wir zusammen in die große Halle. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Einrichtung sahen. Alles war liebevoll hergerichtet und wirkte wie verzaubert, was es sicherlich auch war. Nachdem der Eröffnungstanz durch die Champions getanzt war, gingen auch wir auf die Tanzfläche. Wir wirbelten die halbe Nacht gemeinsam durch die Halle. „Möchtest du etwas trinken?“ Fragte er irgendwann und nachdem ich genickt hatte und er mich an den Rand der Tanzfläche gebracht hatte, verschwand er mit einem scherzhaften Handkuss und den Worten „Renn nicht weg!“. Als ich mich umdrehte stand Draco mit seinen Gorillas und Pansy Parkinson hinter mir und musterte mich skeptisch. „Was tust du mit Weasley hier?“ Fragte er wütend. Ich legte einen Arm um die Schultern meines kleinen Bruders und führte ihn etwas von seinen Begleitern weg. „Weißt du ich dachte, dass er auch nicht schlechter sein kann, als die Parkinson!“ Flüsterte ich. „Sie ist keine Blutsverräterin wie dein Wieselfreund! Vater würde …“ Ich unterbrach ihn. „Vater ist nicht hier Draco!“ Sagte ich bestimmt. „Was hast du mit ihm zu schaffen? Hättest du nicht mit Blaise gehen können? Er hat dich doch gefragt!“ Gab er wütend zurück und löste sich aus meiner Umarmung. „Draco mach da keine große Sache draus ja? Wir wollen ja nicht gleich heiraten, sondern sind nur zusammen auf dem Ball!“ Erklärte ich. „Ach nein?“ Ich fuhr herum und hinter uns stand auch schon wieder Fred, der ein schelmisches Grinsen aufgelegt hatte. In beiden Händen hielt er ein Glas voll Butterbier. Draco schnappte sich ein Glas und roch daran. Ich sah ihn skeptisch an. „Das ist doch jetzt nicht dein ernst!“ Sagte ich während Fred lachte. „Ich will nur wissen, mit welchem Zauber dich dieses Wiesel belegt hat!“ Empört nahm ich ihm das Glas aus der Hand. „Das geht zu weit!“ „Er macht sich halt sorgen unser Dracoschatz!“ Grinste Fred provozierend. Draco trat einen Schritt auf Fred zu und ich bemerkte die herumfahrenden Gesichter der übrigen Gryffindors und Slytherins. „Ich warne dich, lass die Finger von meiner Schwester oder du wirst es bereuen!“ Drohte er. „Draco bitte lass es gut sein!“ Flehte ich. „Ich hoffe du weißt was du tust!“ Flüsterte er mir noch zu und mit einem letzten abschätzenden Blick auf uns zwei verschwand Draco mit seinen Begleitern. Nun entspannten sich die anderen um uns herum wieder etwas, auch wenn sie immer noch genau auf uns achteten, jetzt aber wie vorher hinter vorgehaltener Hand. „Musste das sein?“ Fragte ich ihn genervt. „Er hat es doch so gewollt!“ Gab er beleidigt zurück. „Ach das hier ist doch alles lächerlich! Wir hätten nicht zusammen herkommen dürfen! Entschuldige!“ Ich drückte ihm mein Glas wieder in die Hand und verließ die Halle. Er folgte mir und hielt mich am Arm fest, als er mich eingeholt hatte. „Jetzt komm schon! Es tut mir leid! Es kommt nicht wieder vor!“ Sagte er reumütig. Ich blickte zu ihm auf. „Ach Fred das meine ich doch gar nicht! Aber das hier … ich meine … du bist ein Gryffindor, noch dazu ein Weasley und ich … ich bin Slytherin, Malfoy! Was soll das bringen? Es würde nie jemand akzeptieren, dass wir Freunde sind! Was wollen wir uns hier vor machen? Hast du ihre Gesichter gesehen?“ Fragte ich traurig. „Nicht genug, was in den nächsten Tagen noch auf uns zukommt! Wir haben es versucht und es hat nichts gebracht! Belassen wir es dabei!“ Damit endete ich und wollte mich wieder wegdrehen, doch er hielt mich weiterhin fest und mit einem heftigen Ruck zog er mich wieder an sich ran. „Ich hab es aber satt!“ Er beugte sich zu mir runter, sodass sein Gesicht nicht weit von meinem entfernt war. „Eleina ich hab es satt, dass wir immer auf heimlich tun müssen, als würden wir was Verbotenes machen! Das tun wir nicht! Wir sind Freunde und können uns gut leiden! Die Herkunft und das Haus sollte dabei keine Rolle spielen, das habe ich dir schon mal erklärt und ich finde, dass die das auch zu akzeptieren haben! Ich pfeif darauf, was sie sagen oder wie sie gucken, aber ich renn nicht mehr durch die Gegend und tu so als würde ich dich hassen!“ Er Flüsterte wütend, dann beruhigte er sich wieder etwas und richtete sich auf. Sein Griff wurde wieder lockerer, bis er ganz meinem Arm losließ. Ich sagte nichts, dazu war ich im Moment nicht in der Lage. Er wollte wirklich mit offenen Karten spielen? „Lass uns noch etwas nach draußen gehen!“ Schlug Fred dann vor und nachdem ich stumm genickt hatte gingen wir zum See und setzten uns an dessen Ufer. „Der Abend war wirklich schön Fred!“ Sagte ich vorsichtig, nachdem wir eine Weile einfach unseren eigenen Gedanken nachhingen. Er Lächelte mich an. „Das fand ich auch Eleina!“ „Nun ja … zum größten Teil zumindest!“ Fügte ich noch lachend hinzu und er lachte mit. Wir beruhigten uns allerdings recht schnell wieder. „Weißt du manchmal handelst du viel zu sehr nach den Idealen deiner Familie!“ Sagte er irgendwann vorsichtig und ich sah zu ihm. „Ich meine … bei dir selber ist unsere Herkunft so verwurzelt, dass es mich manchmal erstaunt, dass du dich trotzdem mit mir abgibst!“ Grinste er nun erklärend. Ich seufzte etwas. „Es ist eben schwer nicht daran zu denken, wenn alle anderen einen ansehen, als würde man gleich einen Mord begehen!“ Sagte ich zögerlich. „Ich weiß, dass du nicht so bist, wie deine Familie Eleina! Das habe ich dir schon so oft gesagt!“ Gab er zurück und ich lächelte schwach. „Ja du!“ „Nun mittlerweile würde ich denken, dass dein Bruder das auch geschnallt hat!“ Zwinkerte er. Ich sah weg. „Ja und ich will mir gar nicht ausmalen, was das für Konsequenzen hat!“ Mein Blick verfinsterte sich, bei dem Gedanken, was passieren würde, wenn mein Vater davon erfährt, dass ich den Umgang mit den Weasley Zwillingen pflegte. In seinen Augen waren sie nicht mehr wert, als Abschaum. Plötzlich spürte ich Freds Hand an meinem Kinn. Er hob vorsichtig meinen Kopf an und als ich auf sah, blickte ich ihm direkt in seine blauen Augen, die mich anstrahlten. „Du machst dir viel zu viele Gedanken!“ Hauchte er und legte leicht seine Lippen auf meine. Ich erschrak etwas, konnte aber nicht leugnen, dass es mir gefiel. Ich ließ mich auf den Kuss ein, der mein ganzes Gefühlsleben durcheinander zu schleudern schien. Ich hatte mich wirklich in ihn verliebt und ich merkte, dass er das Selbe für mich empfand. Als er nach einer viel zu kurzen Zeit von mir abließ, legte ich meinen Kopf gegen seine Brust und kuschelte mich in seine warmen Arme, die er sorgsam um mich schlang. „Was tun wir hier Fred?“ Fragte ich leise. „Ich liebe dich Eleina!“ Flüsterte er sanft in mein Haar. Mir lief eine einsame Träne die Wange hinunter „Ich liebe dich auch Fred!“ Hauchte ich zurück und sein Griff wurde fester. Ich wusste, dass seine Gedanken sich gerade um genau das Gleiche drehten wie meine. Wie sollte unsere Liebe eine Chance haben. SEINE SICHT… Als Fred in den Gemeinschaftsraum kam, sah ich den traurigen Ausdruck in seinen Augen. Ich war gerade eben selbst erst zurückgekommen. Er setzte sich zu mir in einen der Sessel vor dem Kamin. Eine Zeit lang schwieg er und ich wusste, dass es besser war ihm Zeit zu geben. „Ich hab sie geküsst George!“ Erklärte er nach einer Weile und blickte weiter ins Leere. Ich blickte auf. „Und was ist passiert?“ Fragte ich vorsichtig. Er sprang auf und beugte sich zu mir vor, damit uns keiner hörte. Der Raum war zwar leer, aber man konnte ja nie wissen. „Es war unglaublich George! Sie ist einfach … sie ist so … ich … ich kann es gar nicht in Worte fassen! Ich liebe sie George!“ Erklärte er euphorisch und fuhr sich atemlos durchs Haar, bevor er sich wieder in den Sessel fallen ließ. Ich lachte. „Und wieso ziehst du dann so ein Gesicht?“ Fragte ich. „Sie macht sich so viele sorgen und ich befürchte, dass das nicht mal unbegründet ist! Wenn ihre Familie davon erfährt … Ich will mir gar nicht vorstellen, was ihr Vater macht!“ Erklärte er und sein Blick wurden wieder dunkler. „Er wird seine Pläne sie zur Todesserin zu machen wohl über Bord werfen müssen!“ Sagte ich knapp. „Ich muss sie daraus holen, bevor es zu spät ist!“ Sagte er und ich wurde ganz Ohr. „Was schlägst du vor? Ich bin dabei!“ DEINE SICHT… Die Nacht war kurz, schon am frühen Morgen wachte ich auf und schielte in die aufgehende Sonne. Der Schlafsaal war noch ruhig, also zog ich mich leise an und ging in den Gemeinschaftsraum. Draco saß allein auf einem Sofa und starrte vor sich ins Leere. Als ich eintrat, blickte er zu mir und stand auf. „Draco bitte, ich will es gar nicht erst hören! Ich habe der Familie Schande gemacht und sonst was! Aber das ist mir egal! Vater ist nicht hier und er muss es nicht erfahren oder?“ Sagte ich schnell. „Eleina, wie stellst du dir das vor? Du weißt wie er ist! Es geht aber nicht nur um Vater, sondern auch um die Leute hier! Sie werden sich gegen dich wenden! Halt dich fern von ihm.“ Sagte er monoton. Ich bemerkte wie besorgt er war. „Draco das geht nicht! Versteh doch ich … „ Er unterbrach mich barsch. „Sag nicht, du hast dich in dieses Wiesel verliebt!“ Schnaubte er verächtlich. Ich sah verlegen zu Boden. „Eleina weißt du was das bedeutet? Hast du jeglichen Bezug zur Realität innerhalb einer Nacht verloren? Er ist ein Weasley und du …“ Diesmal war ich es, die ihn ins Wort fiel. „Ist das wichtig? Ich bin nicht wie Vater es gern haben würde und ich werde mich bestimmt nicht auf die Seite des dunklen Lords stellen!“ Sagte ich wütend. Er sah mich geschockt an. „Damit verrätst du uns alle!“ Sagte er kühl. „Ihr habt euch schon selber verraten Draco!“ Gab ich zurück und verschwand damit aus dem Gemeinschaftsraum und lief zur großen Halle. „Er wird dich finden Eleina! Lass es nicht dazu kommen!“ Rief er mir noch nach, aber ich versuchte seine Stimme auszublenden. Er hatte Recht. Einer von den beiden würde mich finden, ob es Voldemort war oder Vater. Als ich die Treppe aus den Kerkern hoch kam, stand ich plötzlich vor Fred und George. Fred sah mich besorgt an und kam sofort auf mich zugeeilt. „Eleina alles in Ordnung?“ Fragte er. SEINE SICHT… Sie sah furchtbar aus und als Fred sie in den Arm nahm begannen ihre Tränen zu laufen. Was war denn nur passiert. Wir führten sie aus dem Eichenportal und setzten uns mit ihr in den Hof. „Was ist passiert?“ Fragte Fred als sie sich wieder etwas beruhigt hatte. „Draco!“ Brachte sie knapp heraus. „Dieser kleine ..“ Begann er doch sie fuhr ihm über den Mund. „Nein … er hat ja Recht!“ „Womit?“ Fragten wir beide im Chor. „Fred, wenn wir so weiter machen, dann nimmt das kein gutes Ende! Wenn Vater davon erfährt … er wird mich jagen und zur Not umbringen wenn es sein muss! Nicht zu vergessen die ganzen Anwärter hier, die mich jetzt schon als Verräterin betrachten!“ Mit Anwärtern meinte sie die nächste Generation Todesser hier an der Schule. „Hier bist du sicher. In der Schule kann dir nichts passieren Eleina!“ Versuchte ich sie zu beruhigen. „Die Schule ist nicht ewig da, irgendwann werden die Ferien kommen!“ Sagte sie betrübt. Ihr Blick schien leer zu werden, doch Fred zog an ihrem Arm um sie nicht in Gedanken versinken zu lassen. „Wir haben da schon eine Idee Kleines!“ Sie sah erstaunt auf. „Ihr habt was?“ „Meinst du wir lassen dich zu diesen Irren zurückkehren? Niemals lasse ich das zu!“ Antwortete ihr Fred barsch. „Was habt ihr vor?“ Fragte sie unsicher. „Also wir haben mit Sirius gesprochen! Harrys Paten! Er holt dich zu sich! Sobald wir am Bahnhof ankommen trefft ihr euch in einem Bahnerhäuschen und er appariert mit dir sofort zu seinem Haus!“ Erklärte ich. Sie sah zwischen mir und Fred hin und her, unsicher was sie von dieser Idee halten sollte. „Das würde euch alle in Gefahr bringen!“ Flüsterte sie, aber Fred zog sie wieder in seine Arme, ungeachtet der Hufflepuffs, die gerade von ihrem Morgenspaziergang vorbeiliefen und uns drei erschrocken musterten. „Ich sage es noch mal Eleina! Ich lasse nicht zu, dass du dahin zurückgehst! Da mach ich mich lieber selbst zur Zielscheibe!“ DEINE SICHT… Die Schulzeit verging viel zu schnell und als am Ende des Jahres Harry mit Cedrics toten Körper aus dem Labyrinth zurückkehrte wurde es wirklich ernst. Ich wusste, dass ich wenn ich nachhause ging kaum mit den Wimpern klappern konnte, da würde ich schon ein Todesser sein. Selbst wenn sie mir den Imperio auflegen mussten. Fassungslos saß ich zwischen Fred und George und blickte auf den toten Cedric. Ich stand auf und verließ das Stadion, gepackt von der Angst. Fred und George direkt hinter mir. Mir liefen stumm die Tränen die Wange runter und ich bemerkte, wie die beiden versuchten mich aufzuhalten. Plötzlich stellte sich mir jemand in den Weg und fing mich auf. Als ich aufsah, erkannte ich Draco. „Eleina du musst dich nun entscheiden!“ Sagte er ruhig, ich bemerkte aber, dass er genauso unsicher war. „Ich kann das nicht Draco! Ich kann nicht zu so etwas werden!“ Erklärte ich zitternd. Er sah über meine Schulter. Hinter uns standen Fred und George, die uns angespannt beobachteten. „Ihr müsst sie fortbringen! Nehmt sie mit oder sonst etwas! Sorgt dafür, dass mein Vater oder Voldemort sie nicht findet! Ich vertraue euch!“ Sagte er nun aufgebracht. Die Zwillinge schienen ihn nicht zu verstehen. „Draco…“ Begann ich, doch er unterbrach mich genauso schnell auch schon wieder. „Nein, wenn sie dich in die Finger bekommen werden sie dich dazu zwingen oder dich töten! Du hast keine andere Chance!“ Dann sah er wieder zu den Zwillingen. „Wenn ihr irgendwas passiert, dann bring ich euch um!“ Sagte er drohend. Fred trat an uns heran. „Keine Sorge, wir haben schon einen Plan! Ich werde sie mit meinem Leben beschützen!“ Sagte er beruhigend. Draco drückte mich leicht in Freds Arme und ich sah ihn fragend an. „Eigentlich bin ich ja deine große Schwester!“ Lachte ich etwas, was sich fast wie ein Schluchzten anhörte. Er grinste. „Wir sehen uns nächstes Jahr verstanden!“ Zwinkerte er und lief zum Schloss zurück. SEINE SICHT… Eleina schien ihm so viel zu bedeuten, dass er sie sogar uns anvertraute, auch wenn er uns hasste. Doch er akzeptierte ihren Willen. Wir gingen mit Eleina ins Schloss und liefen zum Raum der Wünsche. „Soll ich mich jetzt die restlichen Jahre hier drin verstecken?“ Fragte sie und versuchte dabei belustigt auszusehen. „Nein das nicht, aber ich glaube es ist nicht gut, wenn du so aufgelöst in den Gemeinschaftsraum gehst, während dort wahrscheinlich gerade Voldemorts Rückkehr gefeiert wird.“ Erklärte Fred. Der Raum war gemütlich eingerichtet und wir setzten uns auf ein paar bequeme Sitzkissen. Fred hielt Eleina die ganze Zeit in seinen Armen. Als es spät wurde und wir die Hoffnung hatten, dass alle anderen in den Betten sein müssten gingen wir zu unseren Gemeinschaftsräumen. Ich und Fred hofften nur, dass sie in dieser Nacht nicht allzu viele Probleme haben würde. Am nächsten Tag war die Trauerrede von Dumbledore und danach begann unsere Heimreise. Wir saßen mit Harry, Hermine und Ron in einem Abteil, die Eleina kritisch musterten. „Könntet ihr das lassen!“ Fuhr ich die drei nach einiger Zeit an, denn sogar mir riss langsam der Geduldsfaden bei dem Anblick. „Tut uns leid … es ist nur …!“ Begann Harry, doch brach er ab. „Ich bin quasi der Feind. Das hier könnte alles von mir geplant sein, um euch in einen Hinterhalt zu locken und dann mein wahres Gesicht zu zeigen! Und ihr seht nicht ein, wieso Sirius dafür seine Tarnung opfern sollte. Stimmt es?“ Sprach Eleina ruhig seine unausgesprochenen Worte weiter. Harry nickte verlegen. „Es ist ja nicht so, dass wir nicht versuchen dir zu glauben, aber was spricht denn dafür? Wie können wir dir vertrauen?“ Ging Hermine dazwischen. Eleina schüttelte den Kopf. „Das könnt ihr nicht! Aber … weißt du Harry … dein Pate kommt aus der gleichen Familie wie ich. Die Blacks sind gar nicht mal so entfernte Verwandte von uns Malfoys und sie waren bestimmt genauso schwarz wie meine Familie. Er hat den Absprung geschafft und dein Vater hat ihm vertraut und er hat Recht behalten! Ich will euch nichts Böses, ich will nur nicht so sein wie meine Eltern und für mich selbst ist es eine Schande, dass Sirius dafür seine Tarnung aufs Spiel setzt!“ Nach diesen Worten blieb es die restliche Fahrt über ruhig und die drei versuchten sie nicht mehr anzustarren. Jeder blieb in seinen eigenen Gedanken versunken. DEINE SICHT… Als wir im Bahnhof Kings Cross einfuhren schlug mein Herz wie wild vor Aufregung. Ich stieg vorsichtig aus dem Abteil, Harry, Ron und Hermine vor und die Zwillinge hinter mir. Ich sah mich um und erblickte Draco am anderen Ende des Wagons. Er sah kurz besorgt zu mir und lächelte schwach. Mein Vater war nicht zusehen. Plötzlich stand vor uns eine kleine Hauselfe und sah zu mir hoch. „Eleina Malfoy! Ihr seid wieder da! Berry freut sich so euch wieder zusehen!“ Quiekte sie. Sie trug ein rotes Shirt und eine Hose und ich hörte Hermine vor mir tief Luftholen. Ich beugte mich zu der Elfe hinunter. „Bitte Berry ich komme nicht wieder nachhause! Wenn du hier so rumquiekst, dann wird mich mein Vater finden!“ Erklärte ich knapp. „Nicht wieder nachhause?“ Wiederholte sie nachdenklich. „Berry geht hin, wo die Herrin hin geht!“ Lachte sie fröhlich. „Gut aber jetzt geh! Ich rufe dich, wenn ich dich brauche!“ Sagte ich schnell und schon war die Elfe wieder verschwunden. Die 5 sahen mich fragend an, bis auf Fred, der wusste, dass ich eine freie Elfe hatte. Er sah sich auf dem Bahnsteig um und packte mich kurz darauf unterm Arm. „Wir sollten uns beeilen! Dein Vater steuert direkt auf uns zu!“ Erklärte er und schon liefen wir so schnell es ging zum Bahnerhäuschen. Er blieb davor stehen und stieß mich hinein. „Seit vorsichtig!“ Sagte ich schnell, bevor er mit einem besorgten Lächeln die Tür zumachte. Sirius kam mir direkt entgegen. „Keine Zeit für Wiedersehensfreude! Halt dich fest!“ Sagte er rasch und ich tat was er mir befohlen hatte und klammerte mich an seinem Arm. Sekunden später befanden wir uns vor einem Haus und Sirius war schon wieder in der Gestalt eines Hundes. In meiner Hand befand sich ein Zettel, auf dem stand „Grimmauldplatz 12. Und nachdem ich dies gelesen hatte schob sich das Haus auseinander und es tauchte eine weitere Haustür auf, in der wir Sekunden später verschwanden. Im Haus verwandelte sich Sirius wieder in einen Menschen und nun fiel ich ihm um den Hals. „Ich danke dir Sirius!“ Sagte ich glücklich. „Immer wieder gern, wenn es darum geht jemanden vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, was mir bevorstehen sollte!“ Lächelte er. Er führte mich in die Küche, in der Molly schon auf uns wartete. „Oh Liebes! Gott sei Dank ist alles gut gegangen!“ Sagte sie zufrieden und nahm mich kurze Hand in den Arm. Ich lächelte über so viel Mütterlichkeit. SEINE SICHT… Unser Dad holte uns zusammen mit Remus Lupin und dem echten Mad Eye Moody vom Bahnhof ab und brachte uns, nicht wie gedacht nachhause, sondern zum Grimmauldplatz. Er reichte jedem einen Zettel, auf dem Die Adresse stand und das Haus faltete sich auseinander. Es war also mit einem Zauber geschützt, na wenn das nicht sicher genug war, wusste ich auch nicht weiter. Wir eilten in das Haus, in dem Eleina uns schon freudig empfing. Sie rannte sofort in Freds Arme und zum entsetzten aller küsste er ihr kurze Hand. Als sie sich wieder trennten, hörte man ein leises Räuspern von Hermine. „Sag mal die Elfe am Bahnhof … Nun ja … wie soll ich sagen … war das deine?“ Fragte sie. Eleina nickte. „Ja und wie dir nicht entgangen ist, ist sie freiwillig bei mir.“ Lächelte sie. „Eleina erträgt keine Sklaverei!“ Zwinkerte Fred. Hermine begann in ihrer Tasche zu kramen und holte einen Notizblock heraus, den sie ihr unter die Nase hielt, dann erzählte sie ihr von ihrem B.ELFE.R vorhaben und ob sie sich nicht als Mitglied eintragen wollen würde. Eleina musterte den Notizblock erst skeptisch, immerhin standen nur die Namen von uns 5 drauf. Dann nahm sie ihn jedoch und unterschrieb lächelnd. Ich glaube das war für Hermine der Moment, in dem sie begann Eleina zu vertrauen und auch die anderen kamen nicht drum rum ihre Warmherzigkeit zu bemerken. Sie war wie Fred sagte, einfach anders, als die anderen Mädchen. ZEITSPRUNG DEINE SICHT… Ich lief durch die Flur von Hogwarts hinter mir her Fred und George, die immer wieder Flüche hinter sich warfen. Wir liefen zum Raum der Wünsche um diesen zu sichern. Ginny war gerade zu uns aufs Dach gekommen und hatte uns erzählt, dass die Todesser ihn versuchten zu zerstören um die Nachkommenden Ordensmitglieder oder andere, die sich an der Schlacht gegen Voldemort beteiligen wollten anzugreifen. Bellatrix bemerkte uns als erste und wandte sich zu uns und an ihre Seit traten zwei weitere Todesser. Sie grinste mich böse an. „Ah sieh an meine kleine Nichte!“ Sagte sie finster. „Tante Bellatrix!“ Sagte ich verachtend. „Ich gebe dir noch eine letzte Chance! Entscheide dich für die richtige Seite und wir lassen dich am Leben!“ Sagte sie verlockend. „Dies ist die richtige Seite!“ Gab ich zurück. „Sie gehört mir!“ Zischte sie ihren Mitstreitern zu. Fred und George stellten sich vor mich und versuchten vergebens sie von mir fern zu halten, doch wurden sie schnell abgelenkt von den beiden anderen. Bellatrix und ich standen uns gegenüber und fochten einen erbitterten Kampf. Ich versuchte mich so gut es ging zu halten, als plötzlich die Decke über mir einbrach und ich einen Stoß in die Seite bemerkte. Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Krankenflügel und über mir ein weinender George. Ich sah ihn verwundert an. „George? Was ist los? Wo ist Fred?“ Fragte ich und fing langsam an panisch zu werden. George antwortete nicht, sondern sah nur zu dem Bett neben mir. Ich drehte meinen Kopf, um das zu sehen, was er sah. Neben mir lag Fred. Er war Blutüberströmt und ich erkannte kein Lebenszeichen. Ich wollte aufspringen und zu ihm, doch George hielt mich fest und drückte mich in seine Arme. Ich begann zu begreifen. Fred … der Mann den ich liebte war gestorben. Er war es, der mich zur Seite stieß, damit ich von den Felsbrocken nicht getroffen wurde. Er hatte sich meinetwegen geopfert. Ich krallte mich an George fest und begann hemmungslos zu weinen. Ich würde ihn rächen. Bellatrix würde sterben! Schwor ich mir. Uns blieb nicht viel Zeit zum Trauern, denn schon begann die Schlacht von neuem und ich suchte Bellatrix. George ließ mich keine Sekunde aus den Augen und als ich sie fand traten wir beide gegen sie an. Auch George hatte allen Grund sie zu hassen, immerhin hatte sie seinen Bruder getötet. Ein Fluch nach dem anderen jagte durch die Luft und verfehlte sein Ziel, doch als uns ein Fluch von ihr traf wurden wir nach hinten geschleudert. Wir schafften es nicht. Sie war zu stark. Als ich schon unser Ende sah tauchte hinter mir plötzlich jemand auf. Ich blickte auf und sah meine Mutter, die Bellatrix verachtend ansah. „Du wagst es mein Kind zu verfluchen?“ Fragte sie wütend. „Sie hat es nicht anders gewollt!“ Fauchte Bellatrix zurück. „Sie ist eine Verräterin!“ „Sie ist mein Kind!“ Meine Mutter hob ihren Zauberstab und kämpfte gegen ihre Schwester und ich und George mit ihr. Es gelang uns endlich sie zum Fall zu bringen und erleichtert es endlich geschafft zuhaben standen wir uns einige Minuten gegenüber, gehüllt in fassungslosem Schweigen. SEINE SICHT… Wir hatten es wirklich geschafft und Bellatrix besiegt. Eleina lief auf ihre Mutter zu und fiel ihr mit Tränen überzogenem Gesicht um den Hals. Ihre Mutter schien erleichtert sie endlich in Sicherheit zu wissen und auch ich war erleichtert, dass ich Freds Wunsch, sie sicher aus dem ganzen raus zubringen, erfüllen konnte. Ich dachte zurück. Als ich Fred endlich aus den Trümmern geholt hatte, merkte ich seinen schwächer werdenden Atem. „Bitte Fred! Das kannst du doch nicht machen!“ Flehte ich ihn an. Er schaffte es nur seine Augen einen Spalt breit zu öffnen und linste zu mir auf. „George, du musst auf sie aufpassen! Du musst dafür sorgen, dass sie glücklich wird!“ Flüsterte er. „Das kannst du alles selbst machen!“ Protestierte ich, doch er nahm seine letzte verbliebene Kraft zusammen und zog mich mit einem Ruck näher zu sich ran. „Versprich es George!“ Flüsterte er fordernd und ich nickte, dann entspannte er sich wieder. „Und richte den anderen meine Grüße aus!“ Sagte er leicht lächelnd bevor er seine Augen schloss, diesmal für immer. Ich hatte es versprochen, doch konnte ich mir nicht vorstellen, was sie wieder dazu bringen konnte glücklich zu sein. Nachdem Harry Voldemort besiegt hatte saß sie noch lange neben Freds Leiche. Sie hatte ihren Kopf auf seine Brust gelegt und krallte sich in seinem Shirt fest. Sie weinte bittere Tränen. Ich blieb bei ihr und trauerte für mich allein, während ich sie beobachtete. DEINE SICHT… Ich konnte einfach nicht aufhören, der Schmerz in meiner Brust schien mich bei lebendigem Leib zu zerreißen. Man hatte mir alles genommen. Ich war allein. Meine Familie war geflohen. Fred lag tot unter mir und George … Ich zwang mich dazu mich aufzurichten um mich nach George umzusehen. Er saß nicht weit von mir auf einer Bank. Er hatte seine Arme auf seine Beine gestützt und glich einem alten Mann in seiner Körperhaltung. Er beobachtete mich, während ihm selber Tränen über die Wangen liefen. Wir trauerten beide um Fred. Ich zwang mich dazu Fred loszulassen und lief stolpernd zu George. Er fing mich auf und nahm mich in seine Arme. Nun trauerten wir gemeinsam. Als wir uns etwas gefasst hatten gingen wir mit seiner Familie vorerst in den Fuchsbau. Die nächsten Tage versuchten wir so gut es ging ein normales Leben zu führen, doch schien es mir schier unmöglich. Auch George litt Höllenqualen. Nie war er von seinem Zwilling getrennt und nun sollte er ihn plötzlich nie wieder sehen. Einen Monat nach der Schlacht packte ich meine Sachen, als George in mein Zimmer trat. „Hey!“ Sagte er ruhig und ich lächelte ihn kurz an. „Wo willst du jetzt hin?“ Fragte er, doch ich zuckte nur still mit den Schultern. „Komm doch mit in den Laden! Du kannst weiterhin bei uns … ähm mir in der Wohnung wohnen und im Laden arbeiten!“ Bot er mir an. Ich blickte zu ihm auf, unschlüssig, ob ich das könnte. „George ich …“ Er unterbrach mich. „Ich schaff es nicht allein zurück zu gehen Eleina! Aber es war unser Traum und ich kann ihn genauso wenig aufgeben! Es ist das letzte was mir von ihm noch bleibt! Aber ich habe Angst zurück zu gehen!“ Sagte er traurig und kratzte sich an seinem verbliebenen Ohr. Vielleicht tat es ja auch mir gut, wenn ich mich ihm nah fühlen konnte. „Gut ich komme mit!“ Sagte ich heiser. Er blickte zu mir auf und lächelte mich leicht an. SEINE SICHT… Seit 10 Minuten standen wir nun schweigend vor dem Laden und waren unfähig hinein zu gehen. Wir starten die Ladenfassade an. Nach weiteren 5 Minuten Atmete sie entschlossen ein und sah zu mir. Ich tat es ihr gleich und blickte zu ihr runter. Sie reichte mir eine Hand. „Bringen wir es hinter uns!“ Lächelte sie und ich griff ihre Hand. Als wir den Laden betraten war es ruhig. Alles sah aus wie vorher, aber alles war anders. „Lass uns hoch gehen!“ Sagte ich heiser, die Atmosphäre hier trieb mir wieder einen Kloß in den Hals. Eleina nickte nur. Ich erkannte die kleinen Tränen, die sich in ihren Augenwinkel sammelten und zog sie schnell hoch in die Wohnung. Ich öffnete die Tür und sie ging vor. Hier war es auch nicht besser als im Laden. Überall war Freds Anwesenheit zu spüren, obwohl er nicht da war und nie wieder kommen konnte. „Willst du etwas trinken?“ Fragte ich schließlich und lief vor ins Wohnzimmer. Sie nickte leicht und setzte sich aufs Sofa. Ich kramte aus dem Hängeschrank zwei Gläser, doch in meinem Momentanen Zustand fielen sie mir prompt aus der Hand und zerschellten auf dem Boden. Ich schrak auf und innerhalb von Sekunden stand Eleina in der Küchentür. Sie sah mich panisch an und zitterte. „Es ist nichts passiert! Mir sind nur die Gläser runter gefallen!“ Lächelte ich beruhigend. „Entschuldige ich bin etwas schreckhaft schätze ich!“ Erklärte sie und senkte verlegen den Kopf. Ich ging auf sie zu und blieb direkt vor ihr stehen, damit ich einen Finger unter ihren Kopf legen konnte und diesen dann zu mir hoch heben konnte. „Ich glaube ich hätte im Moment genauso reagiert!“ Sagte ich und schon lag sie weinend in meinen Armen. Das war wohl der schwerste Tag. Fred schien überall um uns zu sein, er war nur nicht greifbar. Wir saßen bis spät in der Nacht auf dem Sofa, sie auf der einen und ich auf der anderen Seite und bemühten uns das Gespräch nicht verklingen zu lassen, damit der andere nicht auf die Idee kam ins Bett zu wollen. Erst versuchten wir über belangloses zu reden, doch später redeten wir viel über Fred und das schien auch gut so. Irgendwann blickte sie zur Uhr. „Ich glaube es führt bald kein Weg mehr drum rum. Wir sollten ins Bett gehen!“ Sagte sie und wirkte ängstlich. „Wir können hier bleiben wenn du willst!“ Bot ich ihr an und sie nickte Dankbar. Sie kam auf meine Seite und lehnte sich an mich an. Gemeinsam schafften wir es nach einer gefühlten Ewigkeit ein zu schlafen. In dieser Nacht hörte ich sie oft weinen und wachte auf um zu merken, dass es mir nicht besser ging. DEINE SICHT… Die nächsten Tage liefen nicht viel besser. Wir bemühten uns ein normales Leben zum Laufen zu bringen, was uns sichtlich schwer fiel. Wir ließen uns nur selten aus den Augen, wenn einer mal auf Toilette musste, ansonsten verbrachten wir Tag und Nacht zusammen. Wir gaben uns gegenseitig halt und das tat uns einfach gut. Nach zwei Wochen entschlossen wir uns den Laden wieder auf Fordermann zu bringen und machten somit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Jeden zweiten Tag kam uns jemand aus seiner Familie besuchen um zu sehen wie es uns geht und um uns auf dem Neusten Stand zu bringen. Diese relativ kurzen Besuche gaben uns jedes Mal ein kleines Stück mehr Normalität. Es dauerte eine ganze Zeit, bis wir wieder halbwegs normal leben konnten. Die Neueröffnung des Ladens lief super und der Laden war so gut besucht wie noch nie. Wir stellten eine junge Frau ein, die uns unter die Arme griff. „George?“ Rief ich quer durch den Laden. Es war schon spät und Sophie war gerade gegangen. Wenige Sekunden später steckte er seinen Kopf aus dem Lager. “Was ist los?“ Fragte er. „Wo ist das restliche Futter für die Mini-Muffs? Hier unter der Theke ist keins mehr! Sie haben zwar heut noch genug, aber Morgen wird’s knapp!“ Gab ich zurück. Er schien kurz im Lager zu suchen, doch erfolglos. „Die müssten in Freds Zimmer sein!“ Kam es schließlich und ich erstarrte. Seit nun mehr drei Monaten waren wir wieder zurück und es lief langsam wieder alles normal. Soweit man das so sehen konnte. Doch noch nie hatte einer von uns das Zimmer von Fred betreten. George kam langsam aus dem Lager. Sein blick lag auf mir. „Früher oder später musste es wohl so kommen!“ Sagte ich und versuchte belustigt zu klingen. Zu meiner eigenen Enttäuschung klang es mehr hysterisch. „Wir können einfach neues bestellen!“ Schlug er vor, aber ich schüttelte den Kopf. „Ich glaube es wird langsam Zeit!“ Sagte ich und er verstand. Zusammen gingen wir hoch in die Wohnung. Unsicher blieben wir vor Freds Tür stehen. Dies war die letzte unberührte Tür. Auch wenn wir wussten, dass er nicht dahinter war, würde unser letztes bisschen Hoffnung und auch der letzte Wunschtraum mit dem Öffnen dieser Tür erbärmlich zu Grunde gehen. George Atmete tief durch und lächelte mich sanft an, bevor er die Klinke drückte und die Tür öffnete. Langsam traten wir ein. Nichts hatte sich verändert. Es war, als würde er jeden Moment zurückkommen oder aus einer Ecke springen um uns zu erschrecken. Alles was wir uns in den letzten Wochen zusammen aufgebaut hatten, schien nun mit dem öffnen dieser Tür zusammen gebrochen. Mir trat wieder dieser Kloß in den Hals, der einfach nicht weggehen wollte. George sah zu mir. „Ich glaub er hatte es immer unter dem Bett!“ Sagte er und sah darunter nach. Er fand die Kiste mit dem Futter. „So wir können wieder!“ Sagte er schnell und wollte an mir vorbei, doch ich hielt ihn am Arm fest und sah zu ihm hoch. „Lass uns noch hier bleiben!“ Bat ich und meine Stimme brach fast. Er stellte den Karton vor die Tür und blieb im Rahmen stehen. Ich setzte mich vorsichtig aufs Bett und sah mich genau um. Überall standen ein paar Bilder. Sie zeigten entweder uns drei, George und Fred oder nur mich und Fred. Nachdem wir wieder gekommen waren, hatten wir mit einem Schwung des Zauberstabs alles was an Fred erinnerte in eine Kiste verbannt. Ich nahm eines, das auf seinem Nachttisch stand und betrachtete die drei sich bewegenden Figuren darauf. Wir sahen so fröhlich aus. Die Aufnahme wurde im Grimmauldplatz gemacht, in unserem ersten gemeinsamen Sommer. George trat vorsichtig an mich heran und setzte sich dazu. „Wir waren so glücklich!“ Flüsterte ich und er nickte. SEINE SICHT… Es war unfassbar, dass dieses Foto gerade mal vor 2 Jahren gemacht wurde. Es kam mir vor, als wäre es eine Ewigkeit her. Eleina und ich verbrachten den restlichen Abend in Freds Zimmer und holten uns jede Erinnerung zurück, die wir auf den Fotos sahen. Es tat gut so unbeschwert darüber zu reden. Am nächsten Tag begannen wir damit auch in der restlichen Wohnung wieder Bilder aufzustellen. Wir machten nun keinen Bogen mehr um das Zimmer. Es schien, als hätten wir den letzten Dämon besiegt und nun herrschte endlich Frieden. Wir entspannten uns langsam und unser Leben lief nun wirklich wieder in normalen Bahnen. Wir führten gemeinsam den Laden, der so gut lief wie eh und je. Eleina lachte nun wieder öfter und auch ich hatte mein lange verloren geglaubtes Lachen wieder gefunden. Wir verbrachten immer noch sehr viel Zeit miteinander, doch schlief nun jeder wieder in seinem eigenen Bett. An Freds ersten Sterbetag gingen wir zusammen mit der Familie zu seinem Grab um seiner zu gedenken. „Weißt du ich finde ich hab ihm seinen letzten Wunsch ganz gut erfüllt!“ Sagte ich, als wir am Abend wie jeden Abend auf dem Sofa saßen. Sie sah mich verwundert an. „Letzten Wunsch?“ Jetzt fiel es mir wieder ein, ich hatte es ihr nie gesagt, dass ich noch ein letztes Mal mit ihm reden konnte, bevor er in meinen Armen starb. Ich berichtete ihr von seinen letzten Atemzügen und als ich endete, sah sie mich traurig an. „Hast du mich deshalb damals gefragt, ob ich mit dir zurückkomme?“ Fragte sie und ich sah sie verwundert an. „Wie meinst du das?“ Verlegen wich sie meinem Blick aus. „Ich meine … versteh mich nicht falsch, aber war das der einzige Grund?“ Fragte sie leise. Ich stockte kurz. „Nein … ich … meine … du bist meine beste Freundin und gehörst hier genauso her, wie Fred. Wir drei waren nach Hogwarts immer zusammen und ich wollt dich nicht auch noch verlieren! Natürlich spielten Freds Worte eine ebenso wichtige Rolle! Er wollte das du glücklich wirst Eleina und er wollte, dass ich alles dafür tue! Aber darum hätte er mich nicht bitten müssen!“ Erklärte ich ruhig und sie sah mich nachdenklich an. „Weißt du, dass einzige hier drin, was mich kaum an Fred erinnert bist du!“ Lächelte sie. Und ich sah sie verwundert an, was sie zum Lachen brachte. „Für mich seid und wart ihr schon immer zwei völlig unterschiedliche Menschen, die sich zufällig ähnlich sehen.“ Meinte sie das ernst? „Ähnlich sehen? Die meisten können nicht mal ein unterschiedliches Haar entdecken.“ Gab ich zurück. „Ich konnte euch schon immer problemlos auseinanderhalten. Und das nicht erst, seit du das Ohr verloren hast.“ Zwinkerte sie. „Fred war sehr impulsiv. Er ist vor nichts zurück geschreckt und hat sogar mir von Anfang an vertraut. Kein Risiko war ihm zu groß und er hat es mit allem aufgenommen ohne mit der Wimper zu zucken. Er hatte so ein Gespür für richtig und falsch und konnte sich innerhalb von Sekunden eine Meinung über einen Menschen bilden! Er durchschaute einfach jeden!“ Sie lächelte verträumt, als sie von ihm erzählte. Ich wusste, dass sie ihn in diesem Moment direkt vor sich sah. Dann wurde ihr Blick wieder klarer und sie sah zu mir. „Du hingegen hast immer wenigstens eine Sekunde nachgedacht und dich nicht einfach blindlings ins Abenteuer geworfen. Wie oft hast du Fred von seinen blöden Ideen abgehalten oder ihn davon überzeugen müssen, dass es besser wäre erstmals einen Plan zu machen. Du warst immer der ruhigere von euch beiden und hast die Menschen lieber erst kennengelernt, bevor du dir eine Meinung über sie gebildet hast. Du hast Menschen immer eine zweite Chance gegeben. Fred war manchmal komplizierter.“ Sie schwieg kurz. „ Ihr habt euch perfekt ergänzt, aber ihr wart nicht gleich, nur ähnlich!“ Ich musste lächeln, es tat gut, dass sie so von uns dachte. Fred und ich waren zwar immer zusammen und haben alles zusammen gemacht, aber im Grunde wollten wir trotzdem als einzelne Person gesehen werden. Eleina tat das. Sie hat es schon immer getan. Sie hat uns jeden für sich gesehen und nicht nur die Zwillinge die wir waren. „Danke!“ Lächelte ich leise und sie lächelte zurück. Fred hatte es immer gesagt, sie war etwas Besonderes und dessen wurde ich mir nun auch immer sicherer. Ich fing an sie mehr und mehr mit seinen Augen zu sehen. Sie gähnte. „Ich glaube wir sollten langsam ins Bett gehen!“ Lachte ich und wir verabschiedeten uns für die Nacht voneinander. Ich lag noch lange wach und dachte an ihre Worte. Ich erinnerte mich an ihren Blick, als sie von Fred redete und in mir wuchs der Wunsch, dass sie so aussehen würde, wenn sie von mir sprach. Ich wälzte mich im Bett herum um den Gedanken zu verdrängen. Was dachte ich denn da? Sie gehörte zu Fred. DEINE SICHT… Der Abend mit George war wirklich schön und ich musste an die Worte denken, die Fred ihm zum Abschied gesagt hatte. Fred wollte, dass ich glücklich werde. Aber wie sollte ich das nur ohne ihn schaffen? Nach einiger Zeit schaffte ich es einzuschlafen. Ich träumte von ihm, wie er mich hielt, mich einfach nur fest hielt. Ich lag in seinen Armen und hatte ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Ich fühlte mich so unendlich wohl. Endlich … endlich dachte ich. Doch als ich mich umsah war es nicht Fred, der mich hielt und bei dem ich mich so wohl fühlte. Es war George. Ich erschrak nicht, ich sah mich nur um. Fred stand etwas von uns entfernt und sah uns zufrieden an. Ich lächelte einfach zurück. SEINE SICHT… Ich schrak hoch. Noch immer hatte ich das Gefühl ihren Duft in der Nase zu haben. Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, immerhin verbrachten wir so viel Zeit mit einander. Ich konnte es nicht leugnen, es tat gut sie im Traum zu halten. Ich fragte mich, ob dieser Traum ein Zufall war. Es schien genau die Art zu sein, mit der Fred jemanden etwas mitteilen würde, wenn er keine andere Wahl hatte. Aber war das möglich? Oder nur ein Wunschtraum? In der nächsten Zeit versuchte ich mich so normal zu verhalten wie möglich, doch ich hatte jede Nacht den Selben Traum und das Mittlerweile schon ein halbes Jahr lang. Jeden Tag betrachtete ich sie genau im Laden, wie sie sich ihr Haar zurück warf, wenn es ihr ins Gesicht fiel, wie sie sich streckte, wenn sie zu lange die unteren Regale aufgeräumt hatte, ihr helles Lachen, wenn sie mit Sophie über ihren letzten Kunden tratschte und wie sie mich anlächelte, wenn wir uns nach einem harten Arbeitstag aufs Sofa setzten und ich gähnte. Ich ertrug das langsam nicht mehr, ich musste mit ihr reden. DEINE SICHT… Seit einem halben Jahr, hatte ich jede Nacht nur diesen einen Traum gehabt und ich ertappte mich Tagsüber dabei, wie ich beim Aufräumen an Georges Hemd roch, um das wohlige Gefühl zurück zu bekommen, was ich in der Nacht verspürte wenn ich in seinen Armen lag. Das alles war einfach nur hirnrissig. Ich war mit seinem Bruder zusammen, mit seinem Zwillingsbruder und was für eine Heuchlerin wäre ich denn, wenn ich mich jetzt in ihn verliebte, doch ich konnte es nicht stoppen. Ich bekam das Bild nicht aus dem Kopf, des Freds, der jedes Mal neben uns stand, wenn wir uns fest hielten. Er lächelte. Wieso lächelte er? Ich wirbelte gerade in der Küche umher, denn für heute hatte sich die Familie angekündigt, seine sowie auch meine. Ich hatte Geburtstag. Plötzlich stand George hinter mir und lehnte an der Küchenzeile. Ich erschrak. „Mensch George! Kannst du dich nicht bemerkbar machen!“ Er lächelte nur schwach. „Ist alles in Ordnung?“ Fragte ich unsicher. „Weißt du … sei nicht sauer … aber ich habe mich gefragt … ähm … wünschst du dir manchmal, dass ich an seiner … an seiner Stelle gestorben wäre?“ Fragte er zögernd. Ich erstarrte und blickte ihn ungläubig an. Wie konnte er so was fragen? „George wie …!“ Er unterbrach mich. „Ach schon gut! Ich … Es war dumm… Entschuldige!“ Er wollte schon wieder aus der Küche gehen, doch ich hielt ihn zurück. „Nein!“ Sagte ich bestimmt. „Natürlich wäre es mir lieber, wenn auch Fred die Schlacht überlebt hätte, doch … nicht wenn das bedeutete, dass du dafür gestorben wärst George! Man kann ein Leben nicht mit einem anderen Aufwiegen und feststellen, dass der eine Verlust schwerer wiegt, als der andere! Ich wünschte es wäre alles wie früher, aber das wird es nie wieder sein.“ Sagte ich ruhig und er betrachtete mich beschämt aus dem Augenwinkel. „Wir haben uns weiter entwickelt!“ Sagte er vorsichtig. „Natürlich! Das Leben ist ja schließlich nicht stehen geblieben, zumindest für uns nicht!“ Gab ich zurück. Einen Moment schwiegen wir uns an ohne uns anzusehen. Wir hatten uns weiter entwickelt, aber in welche Richtung? War es wirklich richtig, dass wir Tag ein Tag aus versuchten so normal wie möglich zu leben, wenn uns doch mit Freds Tod jegliche Normalität genommen wurde? Aber irgendwie musste das Leben schließlich weiter gehen. Wir konnten nicht einfach stehen bleiben und uns für immer im Kreis drehen. SEINE SICHT… Ich sah zu ihr und in diesem Moment sah auch sie zu mir auf. Wie von selbst bewegten wir uns aufeinander zu. Eine seltsame Spannung lag in der Luft und mein ganzer Körper begann zu kribbeln, als ich wie von selbst meine Lippen auf ihre Legen wollte. Fast erwartete ich … fast hoffte ich, dass sie mich wegstoßen würde. Allerdings nur für den Bruchteil einer Sekunde bevor ich ihre Lippen mit meinen bedeckte. Es war nur dieser eine Kuss, der nur einen Augenblick dauerte, bevor es an der Tür klingelte und wir auseinander fuhren. Eine weitere Sekunde sahen wir uns schockiert an. Was war das eben? War es das was wir wollten? Führte uns unser Weg unweigerlich an diesen Punkt. Sie war mit meinem Bruder zusammen und wäre es wohl immer noch, wenn er nicht hätte sterben müssen. Aber vielleicht war es auch einfach Schicksal! Ich lief zur Tür und versuchte meine Gesichtszüge wieder zu glätten, bevor ich öffnete. „Hey … na wo ist das Geburtstagskind?“ Fragte meine Mutter strahlend und umarmte mich kurz. „Ah da ist sie ja!“ Ich blickte mich um. Eleina stand in der Flurtür und hatte ein leichtes Lächeln aufgelegt. Als sie meine Mutter umarmte und ihre Glückwünsche entgegen nahm ließ sie den Blick nicht von mir. Ich versuchte mich abzulenken und begrüßte den Rest der Familie. Wirklich jeder war da. Sogar Harry und Hermine, sowie ihre Eltern und ihr Bruder, die sich sichtlich unwohl fühlten in unserer Gesellschaft. Sie waren nur wegen ihr hier. Wir setzten uns ins Wohnzimmer an den Tisch und Eleina ließ den Kuchen und das gesamte Gedeck aus der Küche schweben, bevor sie sich zu uns setzte und aß. Wir bemühten uns beide so normal wie möglich zu sein. Obwohl fest stand, dass wir darüber reden mussten, sobald unsere Gäste gegangen waren. „Wisst ihr ich finde es toll, was ihr aus dem Laden gemacht habt! Fred wäre sicher stolz auf euch.“ Bemerkte Ginny und wir beide sahen auf. Ich konnte nicht genau deuten, was ihre Worte in mir auslösten, ob ich mich freuen oder vor Scham im Boden versinken sollte. Eleina schien sich auch unwohl zu fühlen und es sollte noch schlimmer kommen. „Also ich finde es schön, das ihr so zueinander gefunden habt!“ Bemerkte meine Mutter. „Ja … ich meine, du hättest es sicher auch … na ja anders treffen können, aber wir freuen uns natürlich auch für euch!“ Kam es unsicher von Narzissa Malfoy. Das war wohl das freundlichste, was sie zu dem Thema zu sagen hatte. „Ähm … es tut mir leid euch enttäuschen zu müssen, aber George und ich sind nur Freunde!“ Stellte Eleina verlegen klar und begann damit eigenhändig das Geschirr zusammen zu räumen. „Oh ich dachte nur …“ Mum lief rot an. „Fred würde sich sicher für euch freuen!“ Gab Ron ungeschickt zum Besten. Ich hatte das Gefühl immer roter im Gesicht zu werden, aber Eleina schien das Thema nur wütend zu machen. „Fred würde sich sicher mehr freuen, wenn er noch am Leben wäre!“ Sagte sie kalt und trug das Geschirr aus dem Zimmer. Am Tisch herrschte betretenes Schweigen. „Entschuldigt sie ist … ich sehe mal nach ihr!“ Sagte ich knapp und folgte ihr. Sie stand an der Spüle und stützte sich auf ihre Arme. Ihr Gesicht wirkte verkrampft. Ich trat an sie heran und legte vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter. Sie rührte sich nicht und vorsichtig schaffte ich es, dass sie sich von der Spüle löste und sich entspannt an mich lehnte. Ich umarmte sie von hinten und legte meinen Kopf auf ihre Schulter. Ihre Augen waren geschlossen sie schien sich wirklich fallen zu lassen in der Umarmung. Unweigerlich wurde ich an den Traum erinnert, in dem ich sie genauso hielt. Jede Nacht. DEINE SICHT… Es tat gut, dass er da war. Ich spürte seinen stetig schneller werdenden Herzschlag in meinem Rücken. „Alles in Ordnung?“ Flüsterte er leise in mein Ohr. Ich nickte. Er ließ mich langsam los und wir gingen zusammen wieder ins Wohnzimmer. Ich sah entschuldigend in die Runde. Niemand schien mir meinen Ausbruch böse zu nehmen und der Nachmittag nahm noch einen sehr guten Verlauf. Als ich am späten Abend die Tür hinter allen schloss, stand George schon hinter mir im Flur. Ich drehte mich langsam zu ihm um. „Was tun wir hier George?“ Fragte ich. Er trat einen Schritt auf mich zu. „Weißt du seit Monaten habe ich einen seltsamen Traum! Jede Nacht halte ich dich in meinen Armen und bin einfach nur glücklich, denn ich weiß, dass es dir gerade genauso geht. Ich halte dich nur fest, nichts weiter und neben uns steht Fred und …“ „Er lächelt!“ Unterbrach ich ihn und er sah verwundert auf. „Du hast… Was hältst du davon?“ Fragte er und irgendwie schien es weder ihn noch mich zu wundern, dass der andere denselben Traum hatte. Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht! Ich würde es so gern glauben, doch komme ich mir wie eine Heuchlerin vor, wenn ich an dich denke!“ Erklärte ich ruhig. „Ja so geht es mir auch, aber ich kann nicht aufhören an dich zu denken Eleina!“ Er trat noch einen Schritt auf mich zu. „Ich weiß nicht, was richtig ist und was falsch, aber ich habe Angst George! Angst vor dem was ich für dich empfinde!“ Meine Stimme war fast nur noch ein flüstern und Mittlerweile waren wir uns so nahm, dass er mich bestens verstand. Er sah zu mir runter und ich zu ihm hoch. „Es ist richtig. Solange du glücklich bist Eleina!“ „Ich bin glücklich wenn ich bei dir bin George!“ „Dann ist es das Richtige.“ In dem Moment fiel es mir wieder ein. Seine letzten Worte waren, dass George dafür sorgen sollte, dass ich glücklich bin und das tat er. Ich legte vorsichtig meine Hände auf seine Brust und er schlang seine Arme um meine Hüfte. Wieder näherten wir uns einander, doch diesmal war es anders. Es fühlte sich richtig an. Georges Lippen legten sich sanft auf meine und meine eine Hand legte sich auf seine Wange. Es war ein unglaublich schönes Gefühl. Nicht wie bei Fred, aber befreiend und was ganz Besonderes. Ich liebte ihn, dessen war ich mir absolut sicher und er liebte mich. Fred hatte es geschafft, dass wir beide wieder glücklich werden konnten. In dieser Nacht schlief ich bei George im Zimmer, der mich fest in seinen Armen hielt. Ich träumte ein allerletztes Mal von Fred. Dieser stand vor mir und grinste mich breit an. „Ich werde dich immer lieben Eleina!“ Sagte er. „Ich dich auch Fred!“ Gab ich zurück. Hinter mir tauchte George auf und legte seine Arme um meine Schultern. „Wir werden dich nie vergessen Bruderherz!“ „Werdet glücklich!“ Sagte Fred bevor er mit einem fröhlichen Lächeln verschwand.

37.59 % der User hatten die Auswertung: Name: Mia Connor Blutstatus: Reinblut Haus: Gryffindor Jahrgang: von Fred und George Aussehen: dunkelrote Haare mit leuchtend grünen Augen, lange Beine und schlanker Körper mit schönen Rundungen Charakter: liebevoll, elegant, etwas verrückt, sehr humorvoll und für jeden Spaß zu haben, Beste Freunde: Viktor Krim, Fleur Delacour, Fred und George Feinde: niemand so wirklich Deine Geschichte beginnt im Sommer vor deinem 6ten Jahr … Unter Tränen verabschiedete ich mich von meinen gesamten Freunden auf der Beauxbartons Schule für Zauberei. In diesem Sommer zog ich mit meinen Eltern, die gebürtige Engländer waren, nach England. Zuhause angekommen war die Wohnung schon leer geräumt und unsere Sachen in Muggelmanier auf dem Weg nach England. Meine Eltern erwarteten mich schon und kaum angekommen begann die Reise mit Flohpulver zum Haus der Weasleys, die mit meinen Eltern zusammen nach Hogwarts gegangen waren. Ich sollte diesen Sommer bei den Weasleys verbringen, damit meine Eltern sich in Ruhe um die neue Wohnung kümmern konnten. Also stieg ich in den Kamin und sagte laut und deutlich Fuchsbau und wenige Sekunden später stieg ich schon rußübersäht aus dem Küchenkamin der Familie. Vor mir stand eine kleine rundliche Frau, die mich breit und freudig begrüßte. „Oh Mia du bist so groß geworden!“ Bemerkte sie, als sie mich musternd an den Armen packte. Ich sah mich etwas um, als sie mich wieder los lies. Neben ihr stand ein kleines rothaariges Mädchen, was mich schüchtern anlächelte und mir ihre Hand entgegen hielt. „Hey ich bin Ginny!“ Begrüßte sie mich. „Hey ich bin Mia!“ Lächelte ich zurück und nahm ihre Hand. Inzwischen waren meine Eltern auch angekommen und Molly begrüßte nun die beiden. Danach wies sie uns nach draußen auf die Terrasse, wenn man es denn so nennen konnte. „RON! FRED! GEORGE! KOMMT ENDLICH RUNTER!“ Schrie sie nach oben, während wir den Flur durchquerten. Ich hielt mir vor Schreck die Ohren zu, so laut war ihre Stimme. Ginny neben mir grinste etwas. Es dauerte nicht lange und schon hörte man das Getrappel der runter kommenden Füße. Als erstes kam ein schlaksiger rothaariger Junge, der unbeholfen über seine eigenen Füße stolperte, als er die versammelte Mannschaft im Flur sah, die auf die drei wartete. Nun war es an mir mein Grinsen zu unterdrücken. Hinter ihm liefen zwei ebenfalls rothaarige Jungs, die sich wie ein Ei dem anderen glichen. Sie tuschelten miteinander, doch als sie uns alle sahen stockten auch sie etwas. Dann machte uns Molly bekannt, bevor sie uns weiter auf die Terrasse leitete. Mit einem letzten koketten Lächeln zu den Jungs folgte ich ihr. SEINE SICHT… Ich traute meinen Augen nicht, als ich sie zum ersten Mal sah. Es war nicht so, dass ich niemals zuvor ein hübscheres Mädchen gesehen hatte, doch irgendwas an ihr war anders. Sie hatte etwas Einzigartiges an sich und es kribbelte mir schon in den Fingerspitzen dies genauer zu erkunden, nur wie? Fred wollte schon hinter ihnen her, als ich ihn noch einmal zurück hielt. „Was war das denn?“ Fragte ich bewundert. Er grinste. „Hm grob geschätzt war das ein Mädchen mein lieber Bruder!“ Ron, der bemerkt hatte, dass wir zurück blieben sah ihr nach. „Die ist heiß!“ Schnalzte er. Fred legte einen Arm um seine Schulter. „Die … mein lieber Bruder … Ist eine Nummer zu groß für dich!“ Lachte er und stieß ihn etwas zurück, während er der Menge nach draußen folgte. „Du bist so ein Idiot!“ Murmelte Ron wütend und nun folgten wir beide Fred ebenfalls. DEINE SICHT … Als wir uns gesetzt hatten kamen auch die drei Jungs hinterher und lächelten frech in unsere Richtung. Sie machten wirklich einen witzigen Eindruck, der ganz nach meinem Geschmack war. So konnte der Sommer doch nur lustig werden. Meine Theorie wurde bestätigt, als Molly nach dem Essen begann aus dem Familiennähkästchen zu plaudern. So erzählte sie Beispielsweise von den etlichen Schultoiletten, die die beiden schon in die Luft gejagt hatten, was die beiden mit einer Parodie ihres darauf folgenden Heulers quittierten. Wir hatten viel Spaß zusammen und es gab viel zu lachen. Als es langsam dunkel wurde verabschiedeten sich dann meine Eltern mit dem Versprechen in den Ferien so oft es geht vorbei zukommen. Als sie weg waren wendete sich Molly zu den Zwillingen. „So ich denke Mia möchte sich auch langsam ausruhen. Zeigt ihr doch ihr Zimmer!“ Forderte sie die beiden auf, dann sah sie zu mir. „Bitte entschuldige Liebes, aber uns ist kein anderer Platz eingefallen, als die Rumpelkammer der beiden, da es während der Ferien hier noch voller werden wird!“ Lächelte sie entschuldigend. „Es wird schon gehen! Danke Molly!“ Grinste ich und ließ mir dann von den Zwillingen mein Zimmer zeigen, George hinter und Fred vor mir. Vor ihrem Zimmer stellte sich Fred an die eine und George an die andere Seite der Tür und beide sahen mich seltsam an. „Was wird das jetzt?“ Fragte ich misstrauisch. „Du musst die Unordnung entschuldigen!“ Grinsten beide verlegen und legten eine Hand an den Hinterkopf, bevor Fred die Tür aufstieß und mich eintreten ließ. Ich sah mich im Zimmer um. Es war ein typisches Jungenzimmer, allerdings zu meinem Glück ohne irgendwelche Frauenposter an den Wänden. Ich lief direkt ans Fenster und bewunderte den Ausblick, den die beiden genossen. „Es ist nichts Besonderes!“ Sagte George der mir zusammen mit Fred ins Zimmer gefolgt war. „Es ist wunderschön hier!“ Sagte ich träumerisch und ich hatte das Gefühl die beiden hinter mir Grinsen zu spüren. „Gut dann lassen wir dich mal allein! Ruh dich aus und Such dir am besten eines der beiden Betten aus.“ Grinste Fred. Ich drehte dem Fenster den Rücken zu und lief wieder weiter ins Zimmer, um mich weiter umzublicken. Mir fiel auf, dass aus einem Schubfach ihres Schreibtisches etwas Seltsames raus hing. Ohne auf die beiden zu achten, die noch nicht ganz aus dem Zimmer waren, zog ich das Fach auf und entdeckte darin alle Hand Scherzartikel, die Augenscheinlich selbstangefertigt waren. SEINE SICHT… Oh je jetzt war die Katze aus dem Sack. Ich dachte sie würde uns für unreife kleine Kinder halten, wenn sie unsere Scherzartikel findet und ich sah meine Theorie schon bestätigt, als sie sich mit hoch gezogener Augenbraue zu uns umdrehte. „Ihr habt die doch nicht etwas selbst angefertigt oder?“ Sie hielt eine Hand voll Kotzpastillen in der Hand. „Doch!“ Grinste Fred. Ihr Gesichtsausdruck schien sich zu ändern und plötzlich sah sie uns begeistert an. „Boah Jungs das ist ja so genial!“ Sagte sie anerkennend. Wir versammelten uns gleich um sie herum und erklärten ihr unsere angefertigten Artikel und sie hörte uns beeindruckt und aufmerksam zu. Während ich ihr die Wirkung der Langziehohren erklärte ruhten ihre wundervollen, strahlenden Augen auf mir und ich bemerkte den leichten Anstieg der Unsicherheit in meiner Stimme. Ich musste mich räuspern um diese wieder runterzuschlucken. Sie lächelte mich etwas an, als hätte sie mich genau durchschaut. Der Abend verging viel zu schnell und es kam mir vor, als hätten wir uns nur wenige Sekunden unterhalten, als wir sie allein in unserem Zimmer zurück ließen. Fred und ich gingen hoch in Rons Zimmer. „Dich hat’s ja voll erwischt Georgielein!“ Grinste er auf dem Weg und ich schlug ihn leicht in den Magen. DEINE SICHT… Nachdem die Jungs gegangen waren legte ich mich in eines der Betten und schlief schnell ziemlich fest ein. Am nächsten Morgen wurde ich von einem leichten klopfen an der Tür geweckt und vorsichtig öffnete ich die Augen und spie unter meiner Decke hervor, als sie die Tür öffnete. „Guten Morgen Mia!“ Grinste mich George fröhlich an. „Wie kann man nur am frühen Morgen so gut drauf sein?“ Grummelte ich scherzhaft und zog mir wieder die Decke über den Kopf. „Mum wartet mit dem Frühstück auf dich!“ Erzählte er. „Bin sofort da!“ Gab ich zurück und schon war er wieder verschwunden. Ich zog mich an und machte mich zum Frühstück fertig. Zeitsprung: Die Zeit verging rasend schnell bei den Weasleys und ich fühlte mich so unendlich wohl bei ihnen. Während der Ferien lernte ich auch Harry und Hermine kennen und auch mit den beiden verstand ich mich wirklich gut, so wie mit allen anderen, auch wenn die Zwillinge und ich eine ganz besondere Beziehung zueinander aufgebaut hatten. Langsam gingen die Ferien dem Ende zu und ehe wir uns versahen standen wir schon am Gleis 9 Ÿ und stiegen in den Zug. Wir setzten uns alle zusammen in ein Abteil und redeten die ganze Zugfahrt über alles Mögliche. Sie erzählten mir viel von Hogwarts und ich war schon ganz gespannt, als wir ankamen und mit den Kutschen hoch zum Schloss fuhren. Die ersten Blicke, die ich auf das Schloss erhaschen konnte raubten mir fast den Atem. Es sah so altehrwürdig aus und einfach traumhaft. George und Fred registrierten das mit einem freudigen und selbstzufriedenen Grinsen. Wir gingen gemeinsam in die große Halle, die ihrem Namen alle Ehre machte und ich stellte mich zu den Erstklässlern, denn auch mir wurde die Ehre zuteil, den sprechenden Hut aufsetzten zu dürfen. Nachdem Dumbledore meine Anwesenheit erklärt hatte, saß ich schon auf dem Hocker und hatte den Hut auf dem Kopf. Mein Blick ruhte unsicher auf meinen beiden mittlerweile besten Freunden. „Das ist wirklich schwierig! Du bist begabt und auch sehr stolz. Aber ich sehe auch sehr viel Mut in deinem Herzen! … hmm … ja … JA … ich denke du gehörst nach GRYFFINDOR!“ Sagte er und mir wurde der Hut abgenommen. Ich ging überglücklich zum Gryffindor-Tisch, an dem ich freudig empfangen wurde. SEINE SICHT… Sie hat es tatsächlich geschafft und ist in unserem Haus gelandet. Nachdem Fred sie aus seinen Armen entließ, sprang sie mir freudig in die Arme und drückte ihren Körper fest an mich. Ich konnte ihr Herz so schnell schlagen spüren. Der Beweis dafür, wie glücklich und erleichtert sie war. Die restlichen Einteilungen in die Häuser bekam ich nur nebenbei mit und bemühte mich enthusiastisch mit zu jubeln, wenn ich sah, dass sie aufsprang und sich freute wie ein alt eingesessener Gryffindor, wenn es wieder ein Neuling zu uns geschafft hatte. Ich wünschte ich könnte es ihr sagen, noch nie war ich in der Gegenwart einer Frau so unsicher wie in ihrer, wenn es darum ging ihr Herz zu erobern. Ich war wohl dazu verdammt nur einer ihrer besten Freunde zu sein! DEINE SICHT… Nach der Einteilung begann das Essen und danach gab Dumbledore bekannt, dass das trimagische Turnier dieses Jahr in Hogwarts stattfinden würde und schon kamen meine Freundinnen aus Beauxbartons in die Halle gestürmt und vollzogen einen beeindruckenden Tanz. Ich freute mich riesig sie wieder zusehen und wurde schon ganz hibbelig auf meinem Platz, was Fred und George natürlich bemerkten. „Ganz ruhig!“ Flüsterte mir George beruhigend ins Ohr und schon öffnete sich die Tür erneut und die Jungs aus Durmstrang traten ein. Sie waren für mich nicht halb so beeindruckend wie meine Freundinnen, bis ich sah, dass auch Viktor zu ihnen gehörte. Als ich ihn erkannte und er auch mich strahlten wir uns unbemerkt fröhlich an. Als alles zu Ende war, lief ich zuerst zu meinen Freundinnen und zog natürlich den halben Gryffindor-Tisch hinter mir her. Sie begrüßten mich alle mit einem Küsschen auf der Wange. Als ich durch war, fühlte sich meine Wange schon taub an. Ich begann erstmals damit alle miteinander bekannt zu machen und rieb mir die Wange. „Das ist keines der Dinge die ich vermisst habe!“ Grinste ich Fred und George zu. Plötzlich legten sich zwei riesige Hände auf meine Schultern. Ich schreckte zusammen und sah mich um. „Oh Viktor du hast mich erschreckt!“ Grinste ich und schmiss mich ihm um den Hals. Er drückte mich fröhlich. „Wie geht’s dir Mia?“ Fragte er und ließ etwas lockerer. „Gut und dir?“ Hinter mir ertönte ein räuspern und ich sah mich um. Alle sahen uns ungläubig an. „Oh darf ich dir vorstellen? Das sind meine Freunde!“ Erklärte ich ihm und er lachte auf. „Du hast dich nicht verändert.“ Ich stieß ihm locker meinen Ellenbogen in die Rippen, sodass er etwas aufkeuchte. Er gab allen die Hand und musste auch schon los. „Du kennst Viktor Krum!“ Rons Stimme überschlug sich förmlich und ich nickte nur mit einem breiten Grinsen. Dann gähnte ich offensichtlich und sah zu Fred und George, denn der Rest war schon wieder in einem Gespräch vertieft, bis auf Ron, der mich ungläubig anstierte. „Könnt ihr mich zum Gryffindorturm bringen? Ich bin Müde!“ Fragte ich zuckersüß und beide grinsten. „Klar Kleines!“ Sagte Fred und schon waren wir auf dem Weg nach oben. SEINE SICHT… „Unsere Kleine kennt also den großen Viktor Krum! Das hättest du auch mal zur Weltmeisterschaft durchblicken lassen können!“ Scherzte Fred und Mia streckte ihm frech die Zunge raus. „Ich hätte auch am ersten Tag gleich beim Händeschütteln sagen können >Hallo ich bin Mia und ich kenne Viktor Krum! Sind wir jetzt Freunde?<“ Ihre Stimme war so unglaublich schrill, dass sie im Ohr richtig weh tat und ich musste lachen. „Tut mir leid Fred, aber ich kann mir auch allein Freunde suchen!“ Zwinkerte sie in ihrer normalen Stimmlage. „Das hab ich gemerkt! Du hast fast den gesamten Tisch allein unterhalten!“ Grinste Fred wieder zurück. „Du hättest uns aber sagen können, dass du einen Freund hast!“ Zwinkerte ich und die Erkenntnis tat doch mehr weh, als ich zugeben wollte. Sie blieb abrupt stehen und sah mich skeptisch an. „WAS? Oh nein! Nein, nein, nein! Wir sind nicht zusammen! Wie kommen die Leute nur ständig auf so einen Quatsch? Ich und Viktor sind nur sehr gute Freude! Mehr nicht!“ Erklärte sie und ich konnte nicht leugnen, dass mir in diesem Moment eine riesengroße Last von den Schultern genommen wurde. „Woher kennst du ihn eigentlich?“ Fragte Fred unbeeindruckt und sie schien kurz zu überlegen. „Wisst ihr … Das ist ebenso eine lange Familiengeschichte!“ Sagte sie knapp und schon lief sie weiter und ließ uns in unserer Unwissenheit vergammeln. „Mimbulus Mimbeltonia“ Sagte ich, als wir vor dem Portrait der fetten Dame standen. Kurz merkte ich Mias seltsamen Blick auf mir, doch ich bedeutete ihr abzuwarten und schon öffnete sich das Portraitloch zum Gemeinschaftsraum. Sie schien erstaunt zu sein. Gemeinsam gingen wir rein. „Du hast also nicht vor uns zu verraten, woher du Krum kennst, sehe ich das richtig?“ Hakte Fred noch einmal nach und sie zwinkerte ihm nickend zu, bevor sie mit einem „Gute Nacht ihr zwei!“ hoch in den Mädchenschlafsaal verschwand. Fred und ich gingen ebenfalls in unseren Schlafsaal und legten uns in unsere Betten. Mit ihrem Bild vor meinen Augen schlief ich auch endlich ein. DEINE SICHT… Die Tage vergingen auf Hogwarts schnell und schon bald stand die Auswahl der Champions an. Ich selbst hab mich nicht dafür beworben, auch wenn ich es gern getan hätte, aber diese doofe Alterslinie um den Feuerkelch machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich freute mich natürlich für meine beiden Freunde Viktor und Fleur, dass sie ausgewählt wurden und konnte es gar nicht fassen, als zu allem Überfluss noch neben Cedric Harry für das Trimagische Turnier erwählt wurde um unsere Schule zu vertreten. Zuerst dachte ich auch, er hätte die perfekte Methode gefunden, die Alterslinie zu überschreiten, doch den Feuerkelch zu verzaubern, damit er für eine Schule zwei Champions auswarf traute ich ihm nicht zu. Somit war ich auch auf seiner Seite, als alle versucht haben ihn mit diesen blöden Ansteckern fertig zu machen. Bald wurde zu meinem Leidwesen auch der Weihnachtsball verkündet und das ganze hin und her begann. Ich lief gerade mit Fred und George wie gewöhnlich zu unserem Unterricht, als sich mir ein Junge aus der 7ten in den Weg stellte. Skeptisch flog mein Blick zwischen dem Jungen und meinen beiden Begleitern hin und her, bis ich mich entschied, mir anzuhören, was er wollte und so gingen wir ein Stück von den Zwillingen weg. „Hey Mia!“ Sagte er schüchtern, bevor er begann mich umständlich und stockend zum Ball einzuladen. SEINE SICHT… Schon wieder einer, der sie einladen wollte, bis jetzt hat sie jedem abgesagt und auch diesmal sah es so aus, als würde ich Glück haben. Denn so wie er rumstotterte, rechnete ich ihm keine allzu großen Chancen aus. Allerdings sank mein Mut auch mit jedem Neuanwerber. Ich wusste einfach nicht wie ich es anstellen sollte. „Also wenn du dich nicht langsam mal ran hältst, dann schnappt sie dir irgendeiner vor der Nase weg!“ Witzelte Fred neben mir, der genauso wie ich die Szene beobachtete. „Und wie stellst du dir das vor? Ich meine Sie hat bis jetzt jedem abgesagt, wieso sollte sie ausgerechnet mit mir hin gehen?“ Fragte ich skeptisch. „Wer weiß, vielleicht wartet sie nur auf den richtigen der Fragt! Außerdem hast du doch den beste Freunde Bonus!“ Zwinkerte er und ich seufzte bei dem Wort unmerklich. Mia schüttelte unbeeindruckt den Kopf und war auch schon wieder auf dem Weg zu uns. Zusammen gingen wir weiter zum Unterricht. „Wie vielen willst du denn noch absagen? Irgendwann musst du dich mal entscheiden!“ Grinste Fred und auch auf ihrem Gesicht machte sich ein verwegenes Grinsen breit. „Ach ich weiß nicht! Guck dir die Jungs doch an! Das kann doch nicht gut gehen! Außerdem … Hast du Angelina schon gefragt?“ Hakte sie nach. Fred stockte kurz. „Nun ja .. nicht direkt! Ich hab es aber heute vor!“ Zwinkerte er, allerdings schien sie es ihm nicht ganz zu glauben. Sie deutete in eine Richtung. „Dann los! Da vorn ist sie!“ Lachte sie und Fred schien unauffällig seinen ganzen Mut zusammen zu kratzen und lief überschwänglich zu ihr rüber. Mia begann zu lachen. „Weißt du! Vielleicht geh ich auch allein! Oder auch gar nicht … wer weiß!“ Erzählte sie mir, während wir Fred und Angelina beobachteten. Ich sah verwundert zu ihr runter. „Das kannst du doch nicht ernst meinen! Ich wette du bist das meist gefragte Mädchen hier an der Schule!“ Sie lachte. „Ja und vielleicht gerade deswegen! Ich meine, was wäre das für ein Skandal?“ Ich stieg in ihr Lachen mit ein, auch wenn mit ihren Worten mein Mut noch weiter sank. DEINE SICHT… Dieses ganze Theater um den Ball nervte mich und nachdem wir die Stunde Zaubertränke hinter uns hatten, sollte es auch schon eine letzte Generalprobe zum Tanzen geben. Professor McGonagall bat uns alle auf die Tanzfläche. Wir sollten uns einen Partner suchen oder einfach zu dem gehen, mit dem wir sowieso schon zum Ball verabredet waren. Am Ende stand ich George gegenüber und strahlte zu ihm hoch. „Also dann lass uns mal anfangen! Aber bitte tritt mir nicht so oft auf den Fuß! Ich glaube von den ganzen Proben, hab ich schon Plattfüße! Es ist doch unfassbar, dass es hier keinen ordentlichen Tänzer zu geben scheint!“ Lachte ich. „Dann wart mal ab!“ Grinste er übermütig zurück und schon wirbelten wir gemeinsam über die Tanzfläche. Er war wirklich ein fantastischer Tänzer. Es fühlte sich an, als würden wir auf Wolken schweben. „Unglaublich!“ Grinste ich. „Was?“ Fragte er. „Es gibt wirklich noch gute Tänzer hier!“ Lachte ich nun und er stieg in mein Lachen mit ein. Wir wirbelten noch eine Weile herum, bis die Stunde zu Ende war und Professor McGonagall uns verabschiedete. Ich hielt ihn noch kurz an der Hand fest, als er zu seinen Sachen zurückgehen wollte. „George du musst mit mir zum Ball gehen!“ Sagte ich frei heraus und er schien verwundert. „Was?“ Ungläubig musterte er mich. „Mir ist egal ob du schon jemanden hast! Sag ab oder so! Aber bitte geh mit mir hin!“ Scherzelte ich. „Ähm ich hab noch niemanden gefragt!“ Erklärte er und meine Augen begannen zu leuchten. „Dann bitte geh mit mir! Ich meine natürlich nur als Freunde und so! Aber bitte! Ich ertrag diese ewigen Schleimer nicht mehr, bei denen es schon ein Wunder zu sein scheint, dass sie einen Fuß vor den anderen setzten können!“ Erklärte ich und schlug ihm leicht gegen die Brust um meine Verzweiflung noch zu unterstreichen. Er begann etwas zu lachen und nahm meine Hand. Dann verbeugte er sich scherzhaft vor mir und gab mir einen Kuss auf meinen Handrücken. „Mit dem größten Vergnügen meine Dame!“ Lachte er und ich sprang ihm um den Hals. Er drückte mich leicht und dann ließen wir wieder voneinander ab. „Gut dann werde ich mir wohl doch endlich mal ein Ballkleid zulegen!“ Lachte ich und verabschiedete mich von ihm, um zu Angelina zu gehen. Gemeinsam mit einigen Freundinnen von mir aus Beauxbartons wollten wir nach Hogsmeade um uns Kleider zu suchen. SEINE SICHT… Ich konnte es nicht glauben. Wochenlang sagte sie einem nach dem anderen eiskalt ab, aber mich fragte sie sogar selbst. Nein sie fragte nicht nur, sie bestand darauf. Und wer wäre ich denn, dieser Forderung nicht nachzukommen? Das bezauberndste Mädchen der Schule wollte mit mir zum Ball gehen. Mit mir! Ich konnte es noch gar nicht fassen. An diesem Tag konnte wirklich nichts mehr schief gehen und auch Fred schien wie immer meine überschwängliche Freude zu bemerken. Am Nachmittag kamen die Mädchen von ihrer Shoppingtour wieder und als Mia uns sah, kam sie sofort zu uns rüber geschwebt. In ihrer Hand hielt sie eine Tüte aus Zonkos Scherzartikelladen. „Wolltest du dir nicht ein Ballkleid kaufen?“ Fragte ich skeptisch zwinkernd. Sie hatte es doch wohl nicht schon wieder vergessen? Doch sie lachte. „Ja mein lieber George! Das hab ich auch gemacht! Nur muss es ja nicht gleich jeder wissen!“ „Zeig doch mal her!“ Lachte Fred und war schon drauf und dran an ihrer Tüte rumzuwerkeln, doch sie zog sie weg. „Ihr werdet euch noch gedulden müssen meine Herren!“ Zwinkerte sie und verschwand hoch in ihren Schlafsaal. Die letzte Woche vor dem Ball verging so unendlich langsam, so sehr freute ich mich darauf. Aber endlich war der Abend gekommen und ungeduldig wartete ich mit Fred auf Angelina und meine Mia. Nach einer schier unendlichen Zeit öffnete sich endlich die Tür und die beiden traten zu uns in den Gemeinschaftsraum. Mia richtete sich vor mir auf und drehte sich präsent einmal im Kreis und zurück. Sie sah unglaublich aus. Sie trug ein dunkelgrünes Kleid, welches ihr bis kurz unter die Knie ging. Der Stoff sah aus wie reine Seide und umspiele ihren Körper einfach Traumhaft und in ihr Haar hatte sie eine Lilie gesteckt, um ihr Ohr frei zulegen. Sie trug ihr wunderschönes rotes Haar offen und es fiel ihr in leichten Wellen über den Rücken. Ihre Augen waren dunkler geschminkt als gewöhnlich, was ihnen einen noch schöneren Ausdruck verlieh. Sie war einfach wunderschön. „Und? Kann ich so gehen?“ Fragte sie verlegen und bekam einen leichten rosa Schimmer um die Nase und auf den Wangen. Ich hatte Schwierigkeiten mich wieder zusammen zu reißen und meine Sprache wiederzufinden. DEINE SICHT… Eine endlose Minute sah mich George nur an und betrachtete jede Einzelheit an mir, als wäre ich ein wertvolles Kunstobjekt. „Du siehst unglaublich aus!“ Brachte er schließlich raus und ich bemerkte, wie er langsam damit begann seine Fassung wieder zu erlangen. Ich war so froh, dass ich ihm gefiel und schon hatte ich mich ihm um den Hals geworfen und freute mich riesig auf den Abend. Kurz begrüßte ich noch Fred, der neben uns zusammen mit Angelina stand. „Du siehst echt gut aus!“ Zwinkerte er. Seine tiefer gehenden Komplimente hob er sich wohl für Angelina auf und mir war es nur recht. Georges Atemloser Gesichtsausdruck reichte mir vollkommen und ich schenkte ihm noch ein kleines Lächeln. Ich hakte mich unter Georges Arm, den er mir anbot und gemeinsam gingen wir in die Große Halle. Nach dem der Eröffnungstanz der Champions getanzt war, durften nun endlich auch alle anderen auf die Tanzfläche und wir beide ließen es uns natürlich nicht nehmen sofort loszutanzen. Wir wirbelten förmlich über die Tanzfläche und vergaßen die Welt um uns herum fast vollkommen. Jeder sah uns an und schien uns zu beneiden. Wir mussten toll zusammen aussehen und so langsam machte sich ein kleiner Stich in meinem Herzen bemerkbar. Er war mein bester Freund und nicht mehr. Während der langsamen Lieder unterhielten wir uns einfach über alles Mögliche und uns fiel auf, wie gut es uns gelang immer wieder ein neues Gesprächsthema zu finden. Wir konnten wirklich über alles reden. Nicht umsonst war er mein bester Freund. Bei einem sehr schönen langsamen Liebeslied legte ich meinen Kopf an seine Brust und genoss einfach nur den Moment mit ihm. Wir tanzten fast ununterbrochen bis zum Schluss miteinander und waren unter den letzten, die den Saal verließen. Fred und Angelina waren recht früh wieder verschwunden, aber wir glaubten nicht, dass sie schon ins Bett gegangen waren. Gemeinsam schlenderten wir wieder zurück zum Gemeinschaftsraum, während wir wieder in einem Gespräch vertieft waren. Vor dem Mädchenschlafsaal verabschiedeten wir uns dann voneinander. „Es war wirklich wunderschön George!“ Gestand ich und merkte wie ich leicht rot wurde und auch um seine Wangen legte sich ein rosa Schleier. Ich hauchte ihm einen leichten Kuss auf die Wange und als ich mich wieder zurück beugte hielt ich kurz vor seinem Gesicht inne. Ich hielt es einfach nicht mehr aus. Ich wollte ihn so gern küssen. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust, als würde es heraus springen wollen. Doch als sich unsere Lippen nur schleierhaft berührten wurde das Portraitloch ein weiteres Mal aufgestoßen und Fred und Angelina kamen laut rein geplatzt. George und ich fuhren auseinander. Ich lächelte ihn verlegen an. „Also dann bis morgen George.“ Dann ging ich in den Schlafsaal. Mehr war wohl einfach nicht drin. Wir waren die besten Freunde, aber nach diesem Abend war es nicht mehr wie vorher. ZEITSPRUNG: Bis zum Ende des Jahres versuchten George und ich so normal wie möglich miteinander umzugehen, doch glaube ich merkten wir beide, dass sich alles verändert hatte. Ich konnte nicht sagen was es war. Er war immer noch mein bester Freund, doch fühlte ich mich ihm näher, als jemals zuvor. Wir waren natürlich alle geschockt, als Harry mit dem toten Cedric aus dem Labyrinth wiederkehrte und hatten keinen Zweifel an seinen Worten. Am letzten Tag, nach der Verabschiedung meiner Freunde aus Beauxbartons und Durmstrang, saß ich mit den Zwillingen am See. „Ab jetzt wird sich wohl alles verändern!“ Sagte ich Gedanken verloren. Die beiden nickten nur. „Es wird wohl Zeit, dass du dir endlich mal einen Freund zulegst, bevor es zu spät ist!“ Grinste Fred mich hinterlistig an. „Wer sagt, dass ich keinen habe?“ Ich zog herausfordernd eine Augenbraue hoch und die beiden sahen mich erschrocken an. Ich konnte einfach nicht mehr und fing hemmungslos laut an zu lachen und ließ mich ins Gras fallen. „Man manchmal seid ihr zwei so naiv!“ Lachte ich. „Du Miststück!“ Stieg Fred mit ein und ich hörte nun auch George lachen. „Nein aber mal ehrlich!“ Begann ich nach einer endlosen Zeit des Lachens. „Ich brauch niemanden, der mich bevormundet und mir sagt, was ich zutun oder zulassen hab! Ich brauche einfach diese Freiheit, zutun und zu lassen, was ich will und wann ich will. Guck dir die Jungs hier doch an, die sind alle viel zu verklemmt für jemanden wie mich!“ Grinste ich. und die beiden erwiderten dieses Grinsen leicht. „Wir zwei sind nicht verklemmt!“ Lachte Fred. „Ihr seid auch meine zwei besten Freunde!“ gab ich zurück und wieder tat die Erkenntnis weh. „Hm nicht mehr!“ Grinste George plötzlich nachdenklich, was eher traurig wirkte, doch bevor ich noch etwas sagen konnte stand auch schon Ginny hinter uns. „Hey ihr solltet euch langsam mal beeilen! Der Zug geht bald los.“ Erzählte sie und zusammen machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir setzten uns wieder alle gemeinsam in ein Abteil. Ich lehnte mich an George an und Fred sich an mir und nach wenigen Minuten Zugfahrt war ich auch schon eingeschlafen. SEINE SICHT… Damit hatte sie es also noch einmal bestätigt. Wir waren die besten Freunde! Nicht mehr und nicht weniger! Ihr Kopf lag weich auf meiner Brust und ich merkte ihren regelmäßigen Atem, der mir verriet, dass sie eingeschlafen war. Wieso quälte sie mich so, wenn wir doch nur die besten Freunde waren? Verstand sie denn gar nicht, dass sie für mich so viel mehr war? Der süße Pfirsichduft ihrer Haare stieg mir langsam in die Nase und machte mir ein Denken unmöglich. Ich wollte einfach auf ewig in diesem verdammten Zug sitzen und sie so halten. Mir wäre alles egal, solange sie nur bei mir war. Aber ich musste das vergessen und endgültig aus meinen Gedanken streichen. Sie war meine beste Freundin und das wollte ich nicht verlieren. Wenn das der einzige Weg war ihr nah zu sein, dann sollte es auch auf ewig so bleiben. DEINE SICHT… Als ich das langsam werden der Maschinen bemerkte öffnete ich langsam meine Augen und sah hoch zu George, der mich noch immer im Arm hielt. Er sah nachdenklich aus dem Fenster und eine kleine Sorgenfalte hatte sich zwischen seine Brauen niedergelassen. „Hey alles in Ordnung mit dir?“ Fragte ich leise, er sah erschrocken zu mir runter und legte ein sanftes Lächeln auf. „Aber natürlich!“ Flüsterte er. Ich war nicht weit von seinem Gesicht entfernt und nichts hielt mich davon ab ihm näher zu kommen. So sehr wünschte ich mir, dass es endlich passieren würde und dass alles was zwischen uns stand endlich geklärt war, doch schon regte sich auch Fred an meiner anderen Seite und wir fuhren wieder auseinander um uns umzuziehen. Am Bahnhof angekommen verabschiedeten wir uns voneinander, mit dem versprechen uns in den Ferien zu sehen. Dieses Jahr endete, ohne dass wir ein Stück weiter gekommen waren. Zwei Wochen später fand ich mich im Hauptquartier des wieder gegründeten Orden wider, im Haus meines Onkels Sirius, und wartete sehnsüchtig auf das Eintreffen der Weasleys und Hermine. Als sie endlich da waren öffnete ich freudig die Tür. Wir fielen uns alle um den Hals und schon kurz darauf, zeigte ich ihnen ihre Zimmer, denn sie schienen ziemlich kaputt von der langen Reise. Zwischen mir und George war alles unverändert. Am Abend ging ich zu den Zwillingen ins Zimmer und setzte mich auf eines der Betten, Georges Lächeln verriet mir, dass es wohl sein Bett war. „Und? Erzählt schon was gibt’s neues in der Scherzartikelfraktion?“ Fragte ich neugierig und die beiden setzten sich mir gegenüber auf das andere Bett und musterten mich für einige endlos erscheinende Minuten. „Jungs ihr macht mir angst…“ Sagte ich skeptisch, doch schon hatten beide ihr freundliches Lächeln aufgelegt. „Also Fred und ich haben vor einen Laden zu eröffnen! Der Laden ist schon gefunden und auch das nötige Startkapital haben wir zusammen!“ Sie erzählten mir von Harrys großzügiger Spende. „Die Idee ist echt fantastisch! Aber was hat das Ganze mit mir zu tun?“ Fragte ich und wieder grinsten sich beide an, bevor sie zu mir sahen. „Wir wollen, dass du dabei bist!“ Sagte George schließlich und ich war erstmals sprachlos. „Was?“ Brachte ich schließlich raus. „Also natürlich verstehen wir, wenn du etwas anderes geplant hast!“ Sie sahen etwas betrübt aus. Doch ich sprang sofort auf und den beiden in die Arme und drückte sie fest an mich. „Seid ihr verrückt? Was könnte ich besseres geplant haben? Natürlich bin ich dabei!“ Lachte ich und die beiden freuten sich riesig. SEINE SICHT… Hölle oder Himmel? Mir war es egal, Hauptsache sie war dabei. Nach der Schule würde ich sie jeden Tag sehen. Und schon wieder stieg mir ihr Pfirsichduft in die Nase. Es war fast unerträglich, was ich mir hier selber antat, doch genoss ich ihre feste Umarmung. Wir besprachen noch einige wichtige Dinge und den Rest der Ferien nutzten wir für die letzten Vorbereitungen. Das neue Schuljahr begann etwas außergewöhnlich und uns wurde die neue Verteidigung gegen die dunklen Künste Lehrerin vorgestellt, die natürlich sofort auf unserer roten Liste stand. Der Unterricht bei ihr war ein Witz und natürlich schlossen wir uns sofort der DA an. Gemeinsam lernten wir den Patronus und ich und Fred brachten zwei Füchse heraus. Nur bei Mia wollte es nicht wirklich gelingen. Ich stellte mich hinter sie und hielt sie beruhigen an den Schultern fest. Mein Kopf war direkt neben ihrem. „Du musst an deine glücklichste Erinnerung denken!“ Flüsterte ich. Sie sah zu mir und lächelte mich an. Dann versuchte sie es noch einmal. DEINE SICHT… Ich kramte eine meiner schönsten Erinnerungen hervor, ich dachte an Georges Blick, als er mich das erste Mal in meinem Ballkleid sah und Sekunden später sprang eine kleine stattliche Katze aus meinem Zauberstab. Sie schwebte um uns herum und umhüllte uns mit ihrem glänzenden Schleier. Glücklich sah ich zu ihm auf. Wieder war er mir so nah, dass es kaum auszuhalten war. Plötzlich hörten wir es an der Tür knallen und schenkten dem ganzen unsere Aufmerksamkeit. Umbridge brach durch die Tür und unter blanken Entsetzten zwang sie uns alle zum Nachsitzen. Mit verstümmelten Händen verließen wir alle die Halle, nachdem wir fertig waren für diesen Tag. Mittlerweile war schon eine Woche vergangen in der wir täglich Nachsitzen mussten. Plötzlich packten mich zwei gestallten von hinten und zogen mich in eine einsame Ecke. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass es niemand anderes war als Fred und George. „Also hör zu, wir haben einen Plan!“ Begann George. Sie erklärten mir ihr Fluchtvorhaben und fragten mich, ob ich sie begleiten wollte. „Mia, wenn du hier bleibst, bleiben wir auch!“ Sagte Georg bestimmt. „Was redest du da? Natürlich werde ich euch begleiten!“ Erklärte ich und sein Mund verzog sich zu einem leichten Lächeln. „Ich habe nichts anderes von dir erwartet!“ Grinste Fred. In den nächsten Tagen trafen wir alle möglichen Vorbereitungen, bis das große Spektakel beginnen konnte. Es war einfach atemberaubend und für einen kurzen Moment hielt ich inne und betrachtete unser Werk. Plötzlich stand George auch schon wieder hinter mir. „Mia wir müssen los, bevor wir erwischt werden!“ Erklärte er ruhig und ich nickte. „Ja aber ich wollte es nur kurz betrachten! Es ist wirklich wunderschön!“ Lächelte ich. „So wie du!“ Flüsterte er zurück und sein Lächeln wurde verlegen und wir beide wurden rot. „Jetzt kommt schon!“ Rief Fred, der schon halb auf seinem Besen saß und unter großem Trara machten wir uns auf den Weg in den Laden. Wir bezogen eine Wohnung oberhalb der Ladenfläche. Im Laden selbst, sah alles etwas verstaubt aus, als wir ankamen und so machte ich erst einmal sauber. „Ratze Putz!“ Sagte ich leicht. SEINE SICHT … Ich liebte es ihr beim Zaubern zu zusehen. Sie tat es mit solch einer Eleganz, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Leicht schwang sie ihren Zauberstab und schon war alles vom Staub befreit und erschien im neuen Glanz. Das Geschäft lief super und auch zwischen mir und Mia schien sich alles wieder zu normalisieren, was ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis nahm. Ich versuchte mein Gefühle zu ihr so gut es ging zu unterdrücken, auch wenn es mir fast unmöglich vorkam. Sie war so tief in meinen Gedanken verankert, dass sie das letzte am Abend und das erste am Morgen war an das ich dachte. Wie gern wollte ich ihr das begreiflich machen, doch würde ich um nichts in der Welt unsere Freundschaft aufs Spiel setzten. Natürlich stieg von Tag zu Tag die Angst in mir, dass sie einen Jungen kennenlernen würde. Es kam nicht selten vor, dass sie im Laden von Kunden an geflirtet wurde, mit Sprüchen, ob sie auch zu erwerben sei. Sie quittierte das aber nur mit einem freundlichen Lächeln und gab dem Kunden zu verstehen, dass sie nicht zum Inventar gehöre, sondern zum Personal und an weiteren Beziehungen nicht interessiert war. Natürlich beruhigte mich das ungemein, doch wusste ich, dass eines Tages der richtige vor ihr stehen könnte und dieser Gedanke machte mich fast wahnsinnig. Abends saßen wir oft zusammen in der Wohnung, unterhielten uns oder sahen Muggelfernsehen, um die neusten Geschehnisse im Auge zu behalten. Oft lehnte sie dabei ihren Kopf gegen meine Schulter und ich legte meinen sachte auf ihren, während Fred seinen Kopf in ihrem Schoß bettete. Ich liebte diese Abende, denn sie ließen mich vergessen, dass wir nur Freunde waren und nie was anderes werden könnten. Ich erwischte mich sogar dabei, wie ich meinen Arm um sie legte um sie noch näher zu mir zu ziehen, was sie entspannt zuließ und ihren Kopf in meine Halsbeuge bettete. Was machten wir uns hier nur vor? DEINE SICHT… Jetzt arbeiteten wir schon über ein Jahr zusammen im Laden und wohnten zusammen und es war eine wundervolle Zeit. Als ich von Sirius tot erfuhr waren die beiden für mich da und kümmerten sich rührend um mich. Oft saß ich fast die ganze Nacht mit George im Wohnzimmer und weinte mich bei ihm aus oder wir redeten einfach über alles, was uns noch bevor stand. Über unsere Befürchtungen und Ängste. Denn eins war sicher. Voldemort war zurück und würde vor nichts zurück schrecken um zu bekommen was er wollte. Wir waren einfach für einander da und gaben uns halt. Nur über uns redeten wir nie. Eines Abends stand Moody vor unserer Tür und erklärte uns den Plan, wie wir Harry aus dem Lingusterweg holen wollten und natürlich waren wir dabei. Ich sollte zusammen mit Moody fliegen, Fred mit seinem Vater und George zusammen mit Lupin. Uns konnte also nichts passieren. Doch leider wurden wir von den Todessern überrascht und alles ging drunter und drüber. Als Moody fiel sah ich schon meinen eigenen Tod auf mich zukommen. Das durfte nicht sein! Nicht so! Nicht ohne dass ich ihm gesagt hatte was ich für ihn empfand. Ich kämpfte mich, beflügelt von meinen Gedanken an George, durch. Zwar verpasste ich meinen Portschlüssel und musste selbst zurück zum Fuchsbau fliegen, aber das spielte keine Rolle. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich endlich dort an und hoffte, dass es meinen Freunden gut ging. Dass es ihm gut ging. Froh über mein Erscheinen fielen mir alle um den Hals, nur einer fehlte und ich sah Fred fragend an. Sein Blick verhieß nichts Gutes. „Wo ist George?“ Fragte ich zitternd und er deutete aufs Haus. Nein das durfte nicht sein! Er durfte nicht gefallen sein! Als ich ins Haus gestürmt kam sah ich ihn leblos auf dem Sofa liegen und rannte sofort auf ihn zu. Ich krallte mich in seinem Pullover fest und schüttelte etwas daran. „George das darfst du mir nicht antun! Komm schon!“ Sagte ich verzweifelt. Mir liefen Tränen über die Wangen und ich vergrub meinen Kopf in seiner Brust. Als mich seine Arme plötzlich umschlangen richtete ich mich wieder auf, sodass ich ihn ansehen konnte. Er grinste. Neben uns stand Fred und auch er hatte ein breites Grinsen im Gesicht. „Was? Du bist nicht?“ Brachte ich heraus und wischte mir die Tränen von der Wange. Als ich realisierte, was hier gerade passierte riss ich mich von ihm los. „IHR SEID DOCH BEIDE NICHT MEHR GANZ DICHT! MICH SO ZU VERARSCHEN! WAS FÄLLT EUCH EIN!“ Schrie ich völlig aufgelöst und stürmte hoch ins Zimmer. Ich setzte mich auf mein Bett, vielmehr Georges Bett, auf dem ich schlief, seit ich das erste Mal im Fuchsbau war, und weinte mich aus. Ich sah aus dem Fenster, während mir die Tränen geräuschlos über die Wange glitten. Hinter mir bemerkte ich, wie jemand die Tür auf machte und sofort wusste ich, dass es George war. „Lass mich in Ruhe!“ Befahl ich, doch er trat ein. „Mia es tut mir leid!“ Sagte er vorsichtig und setzte sich zu mir aufs Bett. Langsam nahm er meine Hand in seine und strich sanft darüber. „Wir haben nicht nachgedacht!“ Erklärte er weiter. „Du sollst mich in Ruhe lassen George!“ Sagte ich unnachgiebig und schluchzte zum ersten Mal. „Bitte Mia!“ Bat er und ich richtete mich achtlos auf und ging zum Fenster. „Ihr habt doch keine Ahnung, was ihr mir da angetan habt! George ich dachte du wärst tot! Wie kannst du mir das glauben machen? Weißt du denn gar nicht, was es für mich bedeuten würde dich zu verlieren?“ Strömte es plötzlich aus mir raus, wie eine Flutwelle. Plötzlich stand er hinter mir und drehte mich zu sich herum. SEINE SICHT… Was es für sie bedeutete mich zu verlieren konnte ich wirklich nicht sagen, doch es tat ihr so weh, daran nur zu denken. Als ich sie endlich dazu gebracht hatte sich zu mir zudrehen, versagte sie mir immer noch ihren Blick, der stur zur Seite gerichtet war. „Sieh mich an Mia!“ Bat ich, doch es kam keine Reaktion. „Mia! Sieh mich bitte an!“ Wiederholte ich vorsichtig und langsam trafen sich unsere Blicke. „Es tut mir wirklich wahnsinnig leid! Bitte verzeih uns unsere Dummheit!“ Bat ich. In ihrem Blick lag etwas Erschreckendes und sie sah zu meinem Ohr, dass mir Snape durch einen Fluch zerstört hatte. Sie legte sanft eine Hand auf den Verband. „Was ist passiert?“ Fragte sie heiser. Ich wich einen Schritt zurück, daran hatte ich gar nicht gedacht, dass sie nun immer ein verstümmeltes Gesicht sehen würde, wenn sie mich ansah. „Mich hat ein Fluch getroffen von Snape!“ Erklärte ich. „Snape!“ Zischte sie verachtend. „Tja nun gewinnt wohl Fred den Preis für den hübscheren Zwilling!“ Lachte ich um mir nichts anmerken zu lassen. Sie griff nach meinen Händen. „Für mich warst schon immer du der Hübschere von euch beiden!“ Ihr lächeln war einfach unglaublich und ich konnte gar nichts dagegen machen schon lag sie in meinen Armen. Sie hauchte mir einen zarten Kuss auf den Verband und legte ihren Kopf in meine Halsbeuge. „Verrätst du es mir?“ Fragte ich schließlich und versuchte so viel Selbstsicherheit, wie ich nur zusammenkratzen konnte in meine Stimme zu legen. „Was?“ Fragte sie und ließ ihren Kopf an seinem Platz. Ich räusperte mich, um noch einmal den Mund aufmachen zu können, ihr Duft raubte mir schon wieder den Verstand. „Was es für dich bedeuten würde mich zu verlieren!“ Fügte ich hin zu und merkte wie sich ihr Kopf erhob. Mein Herz raste, als sie mich fragend ansah. Hatte ich jetzt zu viel gesagt? Nein! Sie kam näher und überbrückte den letzten Rest Luft der zwischen uns war. Ich schien bewegungsunfähig, bis unsere Lippen endlich zueinander fanden. Es durchzog meinen Körper wie einen heftigen Blitz und ohne jegliche Kontrolle über meinen Körper packte ich sie und zog sie noch fester in meine Arme. Ich bemerkte ihr leisen keuchen in meinem Mund, als sich unsere Zungen endlich fanden und zärtlich einander neckten. Dieser Kuss nahm mir völlig den Verstand und ließ mich jeglichen Unmut vergessen. Die letzten zwei Jahr in denen ich mich so gefürchtet hatte sie zu verlieren schienen mir auf einmal vollkommen absurd. Wie konnte ich nur so etwas denken und nicht bemerken, dass sie genauso für mich empfand, wie ich für sie? DEINE SICHT… Endlich gehörte er nur mir allein und nichts würde das mehr ändern können. In diesem Kuss steckte die ganze Liebe die er für mich empfand und die sich in all der Zeit so angesammelt hatte, dass sie jetzt aus ihm heraus drang. Als müsse er mich immer noch umgarnen und um meine Gunst kämpfen. Dabei gehörte ich doch schon voll und ganz ihm. Als wir uns voneinander lösten nahm er mein Gesicht in seine Hände und wischte die schon trockenen Tränenspuren aus meinem Gesicht. Er strahlte mich einfach nur an und ich konnte nichts anderes als zurück zu strahlen. Ich war so glücklich bei ihm zu sein und endlich war alles so wie es sein sollte, seit wir uns damals am Ballabend verabschiedet hatten. Die nächsten Tage konnten wir kaum voneinander lassen und waren mehr mit uns, als mit den Vorbereitungen für die Hochzeit beschäftigt, was Molly natürlich mehr als einmal missbilligend auffiel. Sie freute sich natürlich riesig für uns und wünschte uns alles Gute und auch den Segen seines Vaters und meiner Eltern hatten wir, aber es stand eine große Hochzeit an und die stand unmittelbar vor der Tür. Zum Fest ging ich natürlich zusammen mit George und an diesem Abend tanzten wir ohne Ende, bis die Feierlichkeiten von den Todessern gestürmt wurden. Zusammen mit Hermine, Harry und Ron apparierte ich in die Londoner Innenstadt und half ihnen bei der Suche nach den Horkruxen. Während der ganzen Zeit hatte ich nichts von George gehört und konnte ihm auch nicht mitteilen, dass es mir gut ging. Wir wussten nicht, was sich auf der Hochzeit noch zugetragen hat und ob alle überlebt haben. Ron und ich hörten jeden Tag Radio und lauschten, ob es unseren Freunden gut geht. Die Situation wurde immer verzweifelter. „Es wird ihm gut gehen!“ Beruhigte mich Ron eines Abends, als er meinen besorgten Blick sah und er hatte recht, auch diesmal fiel kein Name unserer Freunde und Familie. Als wir nach langer Zeit wieder in Hogwarts ankamen begrüßten uns alle Freudestrahlend. Harry lief mit den anderen in die große Halle und wir drei warteten auf die anderen, die durch das Portrait zu uns in den Raum der Wünsche stoßen sollten. Mein Herz schlug schneller, als ich die Schatten hinter dem Bild bemerkte. Allen voran trat Neville aus dem Loch, dahinter Arthur Weasley, Lupin und Fred und da endlich war er! Mein George. SEINE SICHT… Endlich sah ich sie wieder. Sie lebte und kam glücklich auf mich zu gerast um mir direkt in die ausgebreiteten Arme zu springen. Sie drückte sich mit aller Kraft an mich und ihr stetiger Pfirsichduft stieg mir in die Nase. Wie sehr hatte ich sie vermisst! Sie blickte zu mir hoch und ich bemerkte die Tränen, die sich ihren Weg an ihrer Wange hinunter bahnten. Sie war so wunderschön wie noch nie zuvor. Ich beugte mich zu ihr und hauchte ihr einen innigen Kuss auf die Lippen. Ihre Hand legte sie an meine Wange um mich noch näher zu sich zu ziehen. Ich hätte ewig so stehen können, doch hatten wir im Moment wichtigeres zu tun. Wie auf einen inneren Impuls hin ließen wir voneinander ab und gingen mit den anderen in die große Halle. Nachdem Snape vertrieben war bezogen wir unsere Stellungen auf dem Dach des Ostflügels und warteten. Sie setzte sich aufs Dach und beobachtete den Himmel. Fred lehnte am Geländer vor ihr und ich setzte mich neben sie. „Es ist nicht zu fassen, was hier gleich passieren wird!“ Sagte sie leise. „Hast du Angst?“ Fragte ich vorsichtig. Ihr Blick legte sich langsam auf mein Gesicht und sie begann zu Lächeln. „Nein! Du bist doch bei mir!“ Flüsterte sie. Ich beugte mich zu ihr und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Passt auf euch auf! Verstanden?“ Kam es von Fred und wir beide nickten. Mia stand auf und legte ihre Arme um ihn. „Du auch auf dich Fred!“ Sagte sie und die beiden lächelten sich fröhlich an. Kurz darauf ging es auch schon los. Überall um uns flogen Flüche herum und auch wir feuerten was das Zeug hält. Ohne zu wissen wen oder was wir trafen. Wir hielten uns tapfer, da tauchte Ginnys Gesicht in einem Fenster auf. „Sie stürmen den Raum der Wünsche!“ Sagte sie knapp. „Ich geh schon! Macht ihr hier weiter!“ Hörte ich Mia rufen und schon war sie verschwunden. Ich wünschte mir so sehr, dass ich sie wieder sehen würde. Nach einer Weile zogen auch wir uns in Richtung Raum der Wünsche zurück, doch dort war nur Ginny. „Wo ist Mia?“ Fragte ich Atemlos, als wir ankamen. Hinter uns schon wieder mehrere Todesser. DEINE SICHT… Ich rannte so schnell ich konnte in die große Halle, wo ich Bellatrix vermutete. Ich hatte noch eine Rechnung mit ihr zu begleichen, immerhin hatte sie meinen Onkel getötet. Sirius Black! Harrys Paten. Ich fand sie, wie sie gegen Molly kämpfte und mischte mich sofort mit ein. Zusammen hatten wir eine größere Chance und Molly schien es mir zu danken. Nach einem schier endlosen Kampf hörten wir Voldemorts Stimme, dass sich die Todesser zurückziehen würden und wir unsere Toten und Verletzten bergen konnten und Bellatrix verschwand. Ich ging langsam mit Molly in den Krankenflügel, mein Bein war verletzt und sie stützte mich etwas. Als wir eintraten erblickten wir Fred, der leblos auf einem Bett lag. Molly und ich stockten. Das konnte doch nicht sein. Arthur kam unter Tränen auf uns zu gehastet und nahm uns beide in den Arm. Ich wand mich aus seiner Umarmung und ging einige Schritte weiter vor. Meine Schritte wurden immer schneller und kurz bevor ich Fred erreicht hatte packte mich George und zog mich in seine Arme. Er hatte Tränen im Gesicht und so langsam begriff ich, dass Fred wirklich tot war. Wir weinten uns an einander aus und gaben einander halt. „Er hat doch versprochen, dass er auf sich aufpassen würde!“ Schluchzte ich und Georges Griff wurde noch fester. Unser bester Freund … Sein Bruder war auf einmal nicht mehr da und uns blieb nicht viel Zeit das Ganze zu verdauen, denn schon waren die Todesser zurück und wir versammelten uns alle vor dem Haupteingang. Hagrid brachte uns Harrys leblos erscheinenden Körper und Voldemort bot uns an, uns ihm anzuschließen. „Wenn wir das täten, wären alle umsonst gestorben!“ Sagte ich entschlossen und Neville hielt eine beeindruckende Ansprache. Danach ging alles Schlag auf Schlag und die Ereignisse schienen sich zu überschlagen. Immer mehr Todesser, sowie Verbündete erschienen auf dem Gelände und kämpften. Ich ließ George keinen Moment mehr aus den Augen und ich wusste, dass auch er mich immer im Auge behielt. Harry kämpfte gegen Voldemort und zusammen mit mir und George gelang es Molly Bellatrix Lestrange zu erledigen. Als Voldemort endlich gefallen war atmeten wir erleichtert auf. Nun hatten wir Zeit all den Gefallenen zu Gedenken. George und ich gingen zurück in den Laden und hielten das Geschäft am Laufen. Unser und auch Freds Traum sollte weiter leben, das waren wir ihm schuldig. Wir kamen nur schwer über seinen Tot hinweg, denn es war einfach nicht mehr das Selbe ohne ihn. Ein halbes Jahr nach der großen Schlacht heirateten wir und bald darauf wurde unser Sohn geboren. Wir nannten ihn Fred, benannt nach seinem Onkel.

31.1 % der User hatten die Auswertung: Name: Amy Finley Blutstatus: Muggelstämmig Haus: Ravenclaw Jahrgang: von Fred und George Aussehen: dunkle, glatte Haare, die dir bis zur Schulter gingen, braune Augen, schlank und mittel groß Charakter: klug und sehr humorvoll, Beste Freunde: die gesamte Weasley Familie so wie Harry und Hermine Feinde: so ziemlich der ganze Rest Deine Geschichte beginnt mitten in deinem 5ten Jahr… Ich saß gerade in der Bibliothek und büffelte gerade für die bevorstehenden ZAGs, als ich auch schon lautes Gelächter hinter mir wahrnahm. Ohne mich umzudrehen wusste ich, dass es keine geringeren waren als Fred und George Weasley, die sich suchend nach mir umsahen. Als sie mich entdeckten, steuerten sie direkt auf mich zu und setzten sich zu mir. Stillschweigend beobachteten die beiden mich, bis ich nach einer Weile des vergeblichen Ignorierens aufsah. „Was gibt’s Jungs?“ Fragte ich skeptisch. Beide setzten ein breites Grinsen auf. „Wir wollen nach Hogsmeade!“ Erklärte Fred. „Da seid ihr hier aber falsch!“ Zwinkerte ich zurück. George beugte sich etwas zu mir vor. „Kommst du nicht mit?“ Er zog eine Augenbraue hoch. Ich deutet skeptisch auf den Tisch, der über und über mit Büchern und Pergamenten zugemüllt war. „Na nach was sieht das hier aus?“ Fred nahm das Buch, das auf meinem Schoß lag, und schlug es zu. „Spinnst du? Ich muss lernen!“ Protestierte ich. „Ach so ein Quatsch, du bist schon schlau genug! Du kannst Hermine Konkurrenz machen! Heute wird Spaß gehabt!“ Grinste er und George begann damit, die restlichen Bücher auf dem Tisch zusammen zu sammeln. „Wir dulden eh kein Nein!“ Erklärte er, während der Stapel auf seinem Arm immer größer wurde. Ich gab mich geschlagen und als wir endlich die Unmengen an Büchern wieder zurück in die Regale geräumt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hogsmeade. Als wir aus dem Haupttor traten, eilte Wood auf uns zu. „Hey Jungs! Hey Amy! Heute Abend ist Quidditchtraining! Ok?“ Erklärte er uns und als die beiden nickten verschwand er auch schon wieder. Die beiden Jungs sahen mich skeptisch an. „Wir haben doch schon die ganze Woche trainiert! Kann er uns nicht einen Tag in Ruhe lassen?“ Schimpfte George. „Ja und bis jetzt haben wir selten ein Spiel gegen Ravenclaw verloren!“ Stimmte Fred ihm zu. „Tja ich glaube, dass kann euch nicht schaden, ich hab gehört, unser Team hat eine echt gute neue Jägerin!“ Erzählte ich. Beide sahen mich verwundert an. „Ach ja? Wen denn?“ Fragten sie wie aus einem Mund, aber ich war nicht gewillt ihnen darauf zu antworten. Viel zu gespannt war ich auf ihre Gesichter, wenn ich ihnen im nächsten Spiel gegenüber stehe. „Das werdet ihr dann sehn! Ich verrate doch nicht jetzt schon unsere neuen Tricks!“ Zwinkerte ich und bevor sie weiter fragen konnten zog ich die beiden an ihren Armen Richtung Hogsmeade. SEINE SICHT… Wir hatten uns gerade umgezogen und auf das Spiel vorbereitet, da ging es auch schon los. Heute Morgen beim Frühstück hatte ich Amy nur ganz kurz gesehen. Sie hatte uns beide gedrückt, ein Küsschen auf die Wange gegeben als Glücksbringer und uns noch viel Glück gewünscht, wie vor jedem Spiel, aber dann war sie auch schon verschwunden. Ich krallte mir meinen Besen und wir liefen zusammen aufs Feld. Ich suchte das gegnerische Team ab, um schnell die neue Spielerin zu entdecken und es dauerte nicht lange, da sah ich sie. Amy grinste mich und George breit an. Wir stiegen auf unsere Besen und mit einem letzten Herausfordernden Blick in Amys Richtung begann das Spiel. Es lief ziemlich schlecht für uns. Amy war wirklich fantastisch als Jägerin, wir konnten nur darauf hoffen, dass Harry bald den Schnatz fing und das Spiel für uns entschied. Am Ende stand es nur 170:180 Für Gryffindor und als wir landeten kam schon die feiernde Meute auf uns alle zu gerannt, denn immerhin hatten wir gerade den Quidditchpokal gewonnen. Ich sah mich nach Amy um, was ziemlich schwer war, bei den ganzen Menschen auf dem Spielfeld. Als ich sie entdeckte lief ich zu ihr. Neben ihr stand Wood. „Das hast du echt fantastisch gemacht Amy!“ Lobte er sie. „Ich glaube 16 von 17 Toren gingen auf dein Konto! Du hast so preziöse geworfen, dass ich kaum eine Chance hatte! Ich dachte schon ihr würdet gewinnen!“ Grinste er. Amy sah ihn verlegen an. „Danke Oliver! Aber Du warst wirklich nicht schlecht!“ Ich räusperte mich etwas und ihr Blick viel auf mich, bevor sie zu mir kam und mich umarmte. „Hey Herzlichen Glückwunsch!“ Sagte sie freudig und ließ mich wieder los. Wood ging zu einigen anderen und feierte mit ihnen. „Ich hätte euch fast geschlagen!“ Grinste Amy zu mir hoch. „Ja aber nur fast!“ Lachte George, der sich plötzlich angeberisch auf meine Schulter stützte. Wir mussten anfangen zu lachen. „Du hast wirklich fantastisch gespielt Amy!“ Sagte ich bewundernd. „Ja das hätten wir dir gar nicht zugetraut!“ Zwinkerte George und sie lachte wieder. „Tja die kleine Ravenclaw macht euch fertig!“ Gemeinsam gingen wir zurück zum Schloss und gingen zusammen noch mal alle Spielzüge durch, wobei wir viel lachten. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, liefen George und ich zum Gryffindorturm und feierten mit dem Rest der Mannschaft. DEINE SICHT… Es war wirklich ein super Spiel gegen die Gryffindors und vor allem gegen Fred und George. Ich lief zusammen mit Cho zurück zu unserem Gemeinschaftsraum, nachdem sich Fred und George von mir getrennt hatten. Sie kicherte. „Wood war ja ganz schön beeindruckt von dir!“ Ich sah verwundert zu ihr. „Findest du? Nun ja ich glaube die meisten hatten sowieso bezweifelt, dass ich überhaupt auf einem Besen sitzen kann!“ Erklärte ich. „Hm wie du meinst, aber er schien dich kaum aus den Augen lassen zu wollen! Na ja … vielleicht hab ich mir das auch nur eingebildet!“ Zwinkerte sie und stieg vor mir durch das Portraitloch. Ich ließ mir ihre Worte genauer durch den Kopf gehen und entschied mich dazu, dass sie sich das tatsächlich nur eingebildet hatte. In den nächsten Tagen kam ich allerdings nicht drum rum, mehr darauf zu achten, wann und wie mich Oliver ansah. Diese blöde Cho, mit ihren blöden Gedankengängen, mit denen sie mich nun doch angesteckt hatte. Ich seufzte Schwer, als ich Morgen vor unseren ZAGs fast allein am Tisch saß und zu Oliver rüber sah. „Was hast du? Nervös?“ Kam es von rechts. „Mach dir nichts vor, du bist gut in der Schule. Du packst das mit links!“ Kam es von rechts. Ich sah auf und neben mir saßen Fred und George. „Ja ihr habt ja Recht!“ Ich lächelte sie schwach an, nahm meine Sachen und stand auf. „Die Prüfungen fangen gleich an. Wir sollten uns langsam beeilen!“ Erklärte ich und ging voraus, während die beiden mir folgten. Bevor ich die Halle verließ wagte ich einen letzten Blick zu Oliver, der mir aufmunternd zulächelte. SEINE SICHT… Sie benahm sich seit dem Quidditchspiel eigenartig und ich begann mich langsam wirklich zu fragen, was mit ihr los war. Ob es wirklich nur an den ZAG-Prüfungen lag? Wenn ja, würde es sich zum Ende der Woche sicher bessern. Ich konnte es nicht ausstehen sie so besorgt zu sehen. Nachdem wir die ersten Prüfungen hinter uns hatten liefen wir gemeinsam mit George aus dem Raum raus. Sie lief vor uns und strahlte uns an. „Es scheint gut gelaufen zu sein!“ Zwinkerte ich und sie nickte zufrieden. „Das freut mich.“ Gab ich zurück. Ich bemerkte Wood, der auf uns zukam ohne nach vorn zu sehen. Amy sah ihn nicht, da sie Rückwerts lief und bevor die beiden kollidierten, zog ich Amy aus der Schussbahn. „Pass doch ein bisschen auf!“ Meckerte ich ihn an und er sah verwundert zu Amy runter. „Oh Amy tut mir leid, ich hab dich nicht gesehen! Ist alles in Ordnung?“ Entschuldigte er sich. „Ja alles klar!“ Grinste Amy zurück. „Wie sind deine Prüfungen bis jetzt gelaufen?“ Fragte er. George zog mich ein Stück mit sich. „Ich glaube wir lassen die beiden Mal in Ruhe!“ Zwinkerte er mir zu. „Meinst du nicht, sie wird wütend, wenn wir ohne sie zum Essen gehen?“ Fragte ich skeptisch. Aber er deutete zu den beiden. „Nein, sie scheint schon vergessen zu haben, dass wir überhaupt da waren! Wenn mich nicht alles täuscht, war er der Grund, wieso sie so komisch war in letzter Zeit!“ Grinste er. Geschockt sah ich zu den beiden, die sich gerade angeregt unterhielten. Amy schien uns wirklich völlig vergessen zu haben, auf ihrem Gesicht machte sich ein warmes lächeln breit, dass sie Wood schenkte. In mir begann es zu brodeln, aber ich versuchte mich zusammen zu reißen und lief mit George zum Essen. Amy kam sehr viel später nach. DEINE SICHT… Das Gespräch mit Oliver war echt klasse, er war wirklich lieb und zuvorkommend. Ich setzte mich zu Fred und George an den Tisch, die gerade am Essen waren. „Du siehst ja fröhlich aus!“ Zwinkerte George, als ich bei ihnen ankam. Ich merkte, wie mir die röte in die Wangen schoss. „Habt ihr euch gut unterhalten!“ Zwinkerte er wieder. Ich lächelte ihm zu. „Ja und wir haben uns für dieses Wochenende verabredet!“ „Na das ist doch super!“ Fred sah mich grinsend an, doch irgendwie wirkte es aufgesetzt. „Alles in Ordnung mit dir?“ Fragte ich skeptisch. „Ja klar! Wieso nicht? Ich mein, du hast uns wohl völlig vergessen!“ Er sah beleidigt aus und ich schlang einen Arm um seine Schulter. „Ach komm schon Freddilein! Verzeih mir, es kommt nie wieder vor!“ Grinste ich und nun lag auch auf seinen Lippen ein ehrliches Lächeln. „Dich scheint's ganz schön erwischt zu haben!“ Grinste George wieder von der anderen Seite des Tisches. Ich sah erschrocken hoch. „Ich … ähm … nein … nein ich bin nicht verliebt in … in Wood!“ Erklärte ich zögernd. Ich bemerkte nur beiläufig, dass sein Blick eigentlich auf Fred gerichtet war, denn Ginny ließ sich neben mir auf die Bank fallen. „Hey ich hab's grad von Mum erfahren!“ Grinste sie. Ich grinste zurück. „Was?“ Die Zwillinge musterten und verwirrt. „Ich bleibe diesen Sommer bei euch!“ Erklärte ich und die beiden freuten sich mit mir. Die Woche zog sich wie Kaugummi, aber als endlich Samstag war, war ich aufgeregt, wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Ich traf mich mit Oliver vor der großen Halle und wir verbrachten einen wirklich tollen Tag am See. Wir konnten wirklich über alles reden und verstanden uns echt super und als er mich zum Abschied küsste war der Tag perfekt. Er küsste wirklich unglaublich gut und alles in mir schien wirklich zu kribbeln. Nun waren wir offiziell ein Paar und das freute mich. Am nächsten Wochenende ging allerdings schon der Zug zurück nach Kings Cross, so dass wir unsere recht frische Beziehung schon wieder für 6 Wochen auf Eis legen mussten. Ich ging mit den Weasleys in den Fuchsbau, um dort die Ferien zu verbringen. Ich war immer gern dort. Und zusammen mit den Zwillingen, hatte ich eine Menge Spaß, doch diesen Sommer war etwas anders. SEINE SICHT… Ich konnte es nicht fassen, sie war wirklich mit diesem blöden Wood zusammen. Ich hatte mich wirklich in etwas verrannt und wollte die Hoffnung noch nicht aufgeben. Immerhin war sie hier und nicht bei ihm und das ganze 6 Wochen lang. So toll konnte dieser Quidditchfanatiker nun doch wirklich nicht sein, dass ich nicht dafür sorgen konnte, dass sie ihn vergisst. Immerhin war ich nicht umsonst Fred Weasley. Wir saßen zu dritt auf der Wiese vor dem Fuchsbau und bewunderten den Sonnenuntergang. „Vermisst du ihn?“ Fragte George und sah aus den Augenwinkeln mehr zu mir, als zu ihr. Natürlich hatte er es mitbekommen, ich konnte nichts vor ihm verheimlichen. „Ja!“ Sagte Amy ruhig und lächelte. „Aber wir schreiben jeden Tag! Das ist doch schon mal was oder?“ Lächelte sie schwach. „Er sollte lieber hier sein und sich um dich kümmern!“ Sagte ich überzeugend. Amy sah kurz verwirrt zu mir und senkte dann traurig ihren Kopf. „Er ist mir seinen Eltern in Spanien! Da kann ich wohl nicht von ihm erwarten, dass er das sausen lässt!“ Sagte sie ruhig. „Du bist seine Freundin, du kannst alles erwarten! Ich wette da draußen gibt es viele Männer, die jetzt viel lieber bei dir wären, als irgendwo in Spanien am Strand zu liegen!“ Erwiderte ich und sah im Augenwinkel, wie George seinen Kopf leicht schüttelte. Amy sah mich irgendwie wütend an. „Was ist eigentlich dein Problem? Anstatt mich zu trösten, bereitest du mir noch mehr sorgen! Du bist mir ein toller Freund!“ Fauchte sie und lief zurück zum Fuchsbau. „Das hast du ja super hin gekriegt!“ George zog neben mir die Augenbraue hoch. „Ach halt die klappe!“ Ich ließ mich ins Gras fallen, sodass ich nun lag und beobachtete den immer dunkler werdenden Himmel, versunken in meinen Gedanken. Irgendwann stand George auf. „Los es gibt Abendessen!“ Erklärte er und zusammen gingen wir ins Haus. Amy sah nicht auf, als wir rein kamen. DEINE SICHT… Nach dem Essen ging ich direkt in mein Zimmer. Ich war so sauer auf Fred. Was dachte er sich nur dabei. Ich setzte mich in Ginnys Zimmer auf mein Bett, während sie sich mir gegenüber auf ihres setzte. Sie sah mich besorgt an. „Was ist los? Du hast den ganzen Abend kein Wort gesagt! Habt ihr euch gestritten?“ Fragte sie und ich nickte nur. Es klopfte an der Tür und vorsichtig trat Fred ins Zimmer. „Ich geh mal gucken was Ron so macht!“ Grinste Ginny und verließ das Zimmer. Fred setzte sich zu mir aufs Bett. „Hey!“ Sagte er vorsichtig. „Was willst du?“ Entgegnete ich. „Amy es tut mir wirklich leid?“ Sagte er. „Was? Dass du dich seit Wochen wie ein Idiot verhältst? Dass du mir noch mehr sorgen bereitest, obwohl es mir schon schlecht geht? Fred ich dachte du würdest dich für mich freuen, aber stattdessen …“ Er unterbrach mich. „Ich freue mich auch für dich Amy! Ich weiß auch nicht was los ist! Ich dachte wohl einfach nur, du würdest mich … uns jetzt total vergessen und na ja ich weiß nicht!“ Versuchte er zu erklären. „Aber Fred ich bin doch hier! Ich würde euch doch nie vergessen! Ihr seid zwei der wichtigsten Personen in meinem Leben und ich hab euch so furchtbar Lieb! Wie kannst du so was nur denken?“ Er schüttelte den Kopf und lächelte leicht. „Ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme! Ich freue mich wirklich für dich Amy! Und jetzt komm her und nimm mich in den Arm!“ Grinste er und breitete seine Arme aus. Ich fiel ihm um den Hals. „Danke Fred!“ Flüsterte ich. SEINE SICHT… Als ich das Zimmer verließ lächelte sie mich noch einmal glücklich an. Mir hingegen ging es noch mieser als vorher. Ich musste sie vergessen! Daran führte kein Weg vorbei. Wir waren nur Freunde. In der vorletzten Woche vor Schulbeginn fand die Quidditch-WM statt, bei der wir natürlich nicht fehlen durften. Also machten wir uns am frühen Morgen auf zum Portschlüssel. Amy sah mich verschlafen an. Ihre Augen waren noch halb geschlossen, als wir vom Fuchsbau los liefen. Sie sah einfach zu gut aus, sogar wenn sie noch so verschlafen war. Ich legte meine Hand auf ihren braunen Schopf und zog sie ohne Umwege in meine Arme. Sie kuschelte sich fest an mich, während wir liefen. „Fred ich bin so müde!“ Quengelte sie und schloss die Augen. Sie vertraute mir, dass ich sie richtig führen würde und ihr nichts passieren würde, diese Tatsache ließ mich strahlen. George, der neben uns lief zwinkerte mir zu. Irgendwann entschied sie sich allerdings zu meinem Leidwesen dazu endlich wach zu werden und allein zu laufen. Beim Portschlüssel angekommen wurden wir auch gleich zur WM teleportiert und landeten ungeschickt auf einer Wiese vor dem Zeltplatz, von wo aus wir direkt zu unserem Zelt liefen. Amy schien fasziniert zu sein, so sehr staunte sie, als sie das Zelt betrat. Sie war es offensichtlich nicht gewohnt jeden Tag mit Magie umgeben zu sein. Wir verbrachten den Vormittag im Zelt und vertrieben uns die Zeit mit Snape explodiert oder dem erfinden neuer Scherzartikel. Eine halbe Stunde vor dem Spiel gingen wir los und nahmen unsere Plätze auf der Tribüne ein. Amy stand wie immer zwischen mir und George. Ich konnte fast das gesamte Spiel über auf nichts anderes achten als ihr wunderschönes Gesicht, das fasziniert das Spiel verfolgte und so beobachtete ich sie die ganze Zeit aus den Augenwinkeln. Hin und wieder blickte sie zu mir und schenkte mir ein fröhliches Lächeln und jedes Mal wünschte ich mir mehr, an Woods stelle sein zu können. DEINE SICHT… „Das Spiel war echt genial! Hast du gesehen, wie Krum den Schnatz gefangen hat?“ Schwärmte ich auf dem Weg zurück zum Zelt. Fred und George neben mir stimmten mir lachend zu. „Oh ja Harry das musst du dir merken!“ Rief Fred Harry zu, der vor uns lief. Dieser drehte sich um und nickte grinsend. „Da hätten wir uns alle wohl noch so einiges abgucken können!“ Der restliche Abend sollte leider nicht so gut laufen. Als wir die Todesser sahen, teilten wir uns in Gruppen auf und flohen in ein angrenzendes Waldstück. Ich lief mit Fred, der mich die ganze Zeit an der Hand hinter sich her zog. „Fred jetzt warte doch mal! Ich kann nicht mehr!“ Keuchte ich, als wir am Rande des Waldes ankamen. Er drehte sich zu mir um. „Wir müssen weiter!“ Sagte er völlig außer Atem. „Ich brauch nur eine kurze Pause!“ Keuchte ich. Schon hatte mich Fred gepackt und trug mich weiter zu den anderen. Bei ihnen angekommen ließ er mich wieder runter. „Du hättest mich nicht tragen müssen!“ Sagte ich sanft. „Ich weiß, aber ich wollte lieber kein Risiko eingehen!“ Grinste er. Nachdem wir wieder sicher beim Fuchsbau angekommen waren, vergingen die Ferien recht schnell. Und als wir am Bahnhof Kings Cross ankamen suchte ich überall nach Oliver. Als ich ihn fand, fielen wir uns freudig in die Arme und küssten uns. SEINE SICHT… Die Ferien waren wundervoll. Die ganze Zeit hatte ich Amy um mich rum und nur zum Schlafen waren wir getrennt. Aber kaum waren wir wieder hier, verschwand sie und sucht ihren geliebten Wood. Als ich die beiden einige Meter von mir und George entfernt stehen sah, zog ich George sofort in den Zug. Dieser blickte mich skeptisch an. „Willst du es ihr nicht mal sagen?“ Fragte er. „Spinnst du? Du siehst doch, was sie empfindet! Ich kann nicht mehr erwarten, als das was wir haben.“ Erklärte ich. „Tja dann solltest du dich etwas zusammen reißen oder meinst du, sie bekommt deine Ausbrüche nicht mit?“ Gab er zurück. „Ich will nur in den Zug einsteigen!“ Zischte ich, auch wenn ich wusste, dass das nicht stimmte. Wir suchten uns ein leeres Abteil und nach einigem Umhergeirrte hatten wir endlich Glück. Wir ließen uns auf die Bänke fallen und entspannten uns. Nach einer Weile öffnete sich die Abteiltür und ich sah genervt zur Tür. Als ich allerdings sah, wer zu uns ins Abteil kam, war ich freudig überrascht. „Amy was machst du denn hier? Müsstest du nicht bei Wood sein?“ Fragte ich. „War ich auch, aber er ist mir den anderen Kapitänen in einem Abteil und noch einigen anderen, die so Quidditch begeistert sind wie er und da hatte ich keine Lust drauf. Also bin ich euch suchen gegangen. Ich sehe ihn doch noch genug in der Schule!“ Erzählte sie. Dann setzte sie sich neben mich und legte ihren Kopf an meine Schulter, während ich einen Arm um sie legte. George grinste schelmisch, als er zu uns sah. „Das hier war nur rein platonisch und hatte auch nichts zu bedeuten. Wir saßen immer so da, wenn wir auf dem Weg zur Schule oder wieder zurück waren. Sie fand es einfach bequem sich an einen von uns zu lehnen und es war nur Zufall, dass ich jetzt derjenige war. Aber mein ganzer Körper kribbelte an den Stellen wo sie mich berührte. Ich roch vorsichtig an ihrem Haar, das nach Rosen duftete und hätte am liebsten mein Gesicht darin vergraben. „Ich liebe diesen Duft!“ Murmelte ich Gedanken verloren in ihr Haar und sie sah zu mir auf. „Was hast du gesagt?“ Fragte sie und ich räusperte mich. „Ähm ich finde den Duft deines Haarshampoos gut!“ Grinste ich verlegen. Sie erwiderte mein Grinsen und lehnte sich wieder an mich. Mein Herz schlug im Salto und ich hatte schon Angst, dass sie es hörte, doch sie blieb die restliche Zeit ruhig an meiner Schulter liegen. DEINE SICHT… „Ich kann es nicht fassen! Das Trimagische Turnier! Hier in Hogwarts! Und wir dürfen nicht dran teilnehmen!“ Protestierten Fred und George auf dem Weg aus der Halle. Ich versuchte sie etwas zu beruhigen, doch stieß ich auf taube Ohren. Hinter uns kam Oliver aus der Halle und umarmte mich von hinten. „Du willst doch nicht auch daran teilnehmen oder?“ Fragte er unsicher. Ich drehte mich zu ihm. „Natürlich!“ Grinste ich, doch er sah besorgt aus. „Hältst du das für eine gute Idee?“ „Lass sie doch machen was sie will!“ Sagte Fred mürrisch neben uns. Ich blickte zu ihm und grinste zustimmend. Oliver gab sich geschlagen, drückte mir noch einen Kuss auf und ging dann zum Gemeinschaftsraum. Ich sah ihm verwundert nach. „Was war das denn?“ Sagte ich mehr zu mir selbst. „Ach lass ihn! Wir sehen uns morgen Amy!“ Grinste Fred und nahm mich in den Arm. Danach verabschiedete ich mich noch von George und ging dann direkt in meinen Schlafsaal. Am nächsten Tag suchte ich Oliver um mit ihm zu reden, als ich ihn fand, grinste er, als wäre nichts gewesen. „Hey!“ Sagte er freudig und ohne große Umschweife frage ich ihn nach dem gestrigen Tag. „Weißt du, ich weiß ja, dass zwischen dir und Fred nichts läuft, aber es ist eben komisch wenn ich euch zusammen sehe! Ich weiß dass ihr wirklich die besten Freunde seid, aber manchmal kann ich eben nicht ruhig bleiben und dann geh ich lieber!“ Erklärte er. Ich verstand was er meinte. Fred und ich und auch George und ich hatten eine besondere Freundschaft. Wir teilten einfach jeden Gedanken und hatten unheimlich viel Spaß zusammen. Wir brauchten einander irgendwie zum glücklich sein. Niemals würde ich die beiden hergeben. Ich küsste Oliver und grinste ihn dann an. „Weißt du ich hab die beiden wirklich unendlich doll lieb und danke, dass du das akzeptierst!“ Er erwiderte mein Grinsen. Zusammen gingen wir dann in die Große Halle zum Essen. In den nächsten Tagen lief alles bestens. Ich und Oliver verstanden uns immer besser und auch mit Fred und George verbrachte ich viel Zeit. Einige Zeit vor Weihnachten erzählte Professor McGonagall uns vom bevorstehenden Ball. Natürlich stand für mich fest mit wem ich hingehen würde. Mit Oliver. Am Tag des Balles stand ich vor meinem Spiegel und sah mich zum letzten Mal an, bevor ich zu Oliver in die Halle ging. Ich trug ein weißes langes Kleid, das sich eng an meinen Körper schmiegte. Meine Haare hatte ich gelockt und ließ sie offen meinen Rücken runter fließen. Ich war kaum geschminkt, hatte nur etwas Lipgloss und ein wenig Mascara aufgetragen. Ich lief runter in die Halle und sah mich um. Schnell entdeckte ich Oliver, der mich fröhlich anlächelte und steuerte auf ihn zu. Er blickte an mir runter und seine Augen weiteten sich. „Du siehst wunderschön aus!“ Lächelte er und ich fiel ihm um den Hals. „Ja nicht schlecht Kleine!“ Grinste George, der zusammen mit Katie Bell neben uns auftauchte. Neben den beiden standen Fred und Angelina Johnson. Ich lächelte in die Runde. „Dann können wir ja rein gehen!“ Grinste Angelina und gemeinsam gingen wir in die Halle. Als der Eröffnungstanz getanzt war, fingen auch wir an zu tanzen. Es war wirklich schön, auch wenn Oliver ein nicht so begabter Tänzer war. Wir hatten viel zu lachen. Nach einer Weile setzten wir uns an den Rand und redeten miteinander. Fred und George tanzen mit ihren Begleiterinnen weiter. Hin und wieder blickte ich zu Fred und Angelina, der mich, wenn er es bemerkte, lieb angrinste. SEINE SICHT… Wie viel lieber wäre ich mit Amy gegangen anstatt mit Angelina, aber was hätte ich sagen sollen, als sie mich fragte? Immerhin wusste ich, dass Amy mit Wood gehen würde. Ich hoffte nur, dass sich Angelina nicht zu viel auf das hier einbildete. Nach einer Weile schien Angelina müde zu werden und wir gingen zu Wood und Amy. Ich hatte aber keine Lust rum zu sitzen und wie ich Amy kannte –wie ich meinen möchte besser als die meisten hier- saß sie auch nur rum wegen Wood. Konnte ich es wagen? Ich sah zu Wood runter. „Darf ich deine Partnerin zu einem Tanz entführen? Natürlich nur wenn du auch nichts dagegen hast Angelina!“ Fragte ich die beiden vorsichtig. Wood sah kurz zu Amy und nickte dann mit einem steifen Lächeln im Gesicht. „Ja macht ruhig!“ Grinste Angelina und schon hielt ich Amy meine Hand hin. „Darf ich bitten?“ Lächelte ich. Sanft erwiderte sie dies und griff meine Hand. Ich nahm sie mit auf die Tanzfläche und gemeinsam wirbelten wir über die Tanzfläche. „Du siehst einfach traumhaft schön aus Amy!“ Sagte ich verlegen und sah wie sie etwas rot wurde. „Danke Fred!“ Das Lied ging zu Ende und auch das nächste und das darauf folgende. Wir tanzten immer noch und vergessen schienen Angelina und Wood, die auf uns warteten. Ich hätte sie daran erinnern sollen, dass ihr Freund auf sie wartet, doch ich konnte nicht. Ich betrachtete sie genau, wie bei jeder Drehung ihr Haar hinter ihr her schwang. „Ich möchte dir etwas geben!“ Flüsterte ich irgendwann und sie sah mich neugierig an. „Na dann her damit!“ Grinste sie ungeduldig. „Nicht hier! Es muss ja nicht jeder mit kriegen!“ Erklärte ich. Ich hätte mich Ohrfeigen können, ich hätte ihr das kleine Päckchen auch hier geben können, es war nur eine kleine Kette darin. Wieso ließ ich Idiot es zu, mit ihr allein zu sein. Aber in diesem Moment prügelte mein Herz mit stetigem Erfolg auf meinen Verstand ein und ich musste einfach mit ihr für einen Augenblick allein sein. Ohne eine Sekunde zu verschwenden griff sie mein Handgelenkt und zog mich ungeduldig nach draußen. Wir setzten uns auf eine Bank. „Also nun gib schon her!“ Forderte sie mich auf. Ich griff in eine Tasche in meinem Umhang und holte das kleine blaue Kästchen heraus und überreichte es ihr. „Frohe Weihnachten!“ Lächelte ich und sie nahm vorsichtig das Kästchen und öffnete es. „Oh Fred! Die ist ja wunderschön!“ Sagte sie bewundernd. „Los leg sie mir an!“ Grinste sie dann und hielt mir die Kette entgegen. Ich nahm sie, während sie mir den Rücken zudrehte. Meine Hände zitterten etwas beim Anlegen, doch als es endlich geschafft war drehte sie sich wieder zu mir. „Und? Steht sie mir?“ Fragte sie und sah mich Erwartungsvoll an. Ich nickte nur und schon fiel sie mir um den Hals. „Du bist einfach der beste Fred! Ich danke dir!“ Lachte sie. Wir hielten uns eine Weile in den Armen und genossen das zusammen sein. Nur vorsichtig lösten wir uns wieder voneinander und hielten inne, als unsere Gesichter sich unglaublich nah waren. Ihre Lippen waren nicht weite von meinen entfernt und unsere Nasen berührten sich. Ich konnte ihren Atem auf meinen Lippen spüren und mein Verstand schaltete sich völlig ab. Ich griff in ihren Nacken und zog sie zu mir, damit unsere Lippen sich treffen konnten und sie ließ es zu. DEINE SICHT… Freds Lippen lagen so warm und weich auf meinen und es fühlte sich einfach unglaublich an. Mein ganzer Körper begann zu beben bei dieser Berührung. Es war so anders als bei Oliver. So viel schöner. So viel richtiger. Aber wieso? War es nur der Moment? Die Umstände hier in diesem wunderschönen Garten? Sein Geschenk und die darauf folgende Umarmung, die dazu führten. Oder wollte ich es wirklich? Als mein Verstand wieder anfing zu arbeiten drückte ich ihn zurück und ein leiser riss machte sich in meinem Herzen bemerkbar, als seine Lippen die Meinen verließen. Ich sah ihn entsetzt an. Sein Blick war verwirrt. „Oliver!“ Presste ich den Namen meines Freundes heraus, der mir gerade wieder einzufallen schien. Freds Blick verließ meinen und ohne ein weiteres Wort wollte ich gehen, doch Fred hielt mich am Handgelenk fest. „Fred bitte lass mich gehen! Wir sind Freunde! Das hätte nicht passieren dürfen! Es tut mir leid!“ Stammelte ich. Er stand auf. „Freunde? Amy das nennst du Freundschaft? Wir sind keine Freund mehr Amy!“ Ich war entsetzt über seine Worte und riss die Augen auf. „Wie kannst du so was sagen Fred Weasley? Denkst du gar nicht nach?“ Ich war geschockt. „Tust du das denn? Das einzige an was du denkst ist dein geliebter Oliver! An nichts sonst! Und jetzt? Wir haben uns geküsst! Sieht so für dich Freundschaft aus? Hau doch ab und geh zu deinem Wood und lass mich in Ruhe!“ Gab er zurück. Ich hatte genug gehört und gab ihm eine Ohrfeige, bevor ich zurück zum Schloss lief. Sollte er doch bleiben wo der Pfeffer wächst. Vor dem Tor stand George, der mich traurig ansah, jetzt bemerkte ich die Tränen in meinen Augen. „Wo ist Oliver?“ Schluchzte ich. „Er ist schon mit Angelina und Katie schon vor in den Gemeinschaftsraum gegangen ich sollte dir Bescheid sagen, wenn ich dich finde! Er hat nichts gesehen!“ Erklärt er ruhig und ohne ein weiteres Wort ging ich an ihm vorbei. Ich konnte dieses Gesicht einfach nicht ertragen. Es war als würde ich vor Fred stehen. Ich lief direkt in meinen Schlafsaal und drückte mein Gesicht in mein Kissen und heulte mich aus. SEINE SICHT… Ich hätte mich erschlagen können. Ich hatte alles innerhalb weniger Sekunden zerstört. Amy hasste mich, doch es stimmte. Wir waren keine Freunde mehr. Doch ich bezweifelte, dass sie verstanden hatte, was ich ihr damit sagen wollte. George kam vorsichtig zu mir. „Alles in Ordnung?“ Fragte er und setzte sich zu mir. „Nichts ist in Ordnung George!“ Sagte ich trocken und legte mein Gesicht in meine Hände. DEINE SICHT… Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Such nach Oliver, denn wenn mir der Kuss mit Fred eines gezeigt hatte, dann dass das ich Oliver nicht liebte. Ich hätte es nie so weit kommen lassen, wenn ich es täte. Doch wie würde er reagieren, wenn ich es ihm erzählte. Ich fand ihn in der Eulerei. Er blickte nachdenklich aus dem Fenster in den Hof. „Oliver!“ Sagte ich und machte ihn damit auf mich aufmerksam. Er drehte sich nur langsam zu mir und sah mich traurig an. „Ich wusste, dass du mich suchen würdest!“ Grinste er schwach. „Das wusstest du?“ Fragte ich unsicher. Er nickte. „Ja nachdem ich Fred heut Morgen gesehen hab wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ich war mir sicher, dass etwas passiert ist, worüber er nicht sprechen wollte. Ich weiß nur nicht, ob ich es wissen will!“ Erklärte er ruhig. Ich sah beschämt zu Boden. „Es tut mir leid Oliver!“ Meine Stimme war nur noch ein Flüstern. Er kam auf mich zu. „Das heißt also, das war's?“ Fragte er und ich konnte nur nicken. „Liebst du ihn?“ Fragte er und nun blickte ich auf. „Fred?“ Entgegnete ich, als ob ich die Antwort nicht kennen würde. Er antwortete nicht, sondern wartete auf eine Antwort. Ich versuchte nach zu denken. Liebte ich Fred? Hatte ich mich ohne es zu merken in meinen besten Freund verliebt? Wie oft hatten wir uns in die Arme genommen und aneinander gekuschelt und nie war es mir aufgefallen? War ich so blind? Mein Schweigen schien für ihn Antwort genug zu sein. „Das solltest du ihm sagen!“ Sagte er plötzlich. Ich senkte meinen Kopf. „Das geht nicht! Er will mich nicht mehr sehen!“ Erklärte ich traurig. „Er wäre dumm dies nicht zu wollen!“ Lächelte er. Wieder blickte ich in sein Gesicht und umarmte ihn. „Danke Oliver! Es tut mir wirklich leid, was passiert ist!“ Sagte ich ruhig und auch er schloss seine Arme um mich. „Ich hab es irgendwie gewusst Amy, doch trotzdem wollte ich es nicht unversucht lassen!“ Flüsterte er, dann ließ er mich los. „Ich muss jetzt etwas allein sein!“ Sagte er dann und ich tat ihm den Gefallen. Bis zum Ende des Jahres redeten ich und Fred kein Wort mit einander. George versuchte oft zwischen uns zu vermitteln. Mit Oliver verstand ich mich immer noch wirklich gut und wir unternahmen viel mit einander. Als Freunde. Ich war froh ihn zu haben. Ich vermisste Fred so sehr, doch waren seine Worte eindeutig und so versuchte ich ihn zu vergessen. Wir waren beide geschockt, als Harry mit dem toten Cedric aus dem Labyrinth zurückkehrte, aber wir glaubten ihm sofort. Ich verbrachte die Ferien zusammen mit meinen Eltern am Grimmauldplatz im Hauptquartier des Orden des Phönix. Die erste Woche verlief ruhig, doch dann kamen auch die Weasleys und Hermine ins Hauptquartier. Fred beachtete mich immer noch nicht und ich versuchte es ihm gleich zutun, doch es schien mir unmöglich. SEINE SICHT… Es konnte kaum schlimmer sein. 5 Wochen lang sollte ich sie Tag und Nacht in meiner Nähe haben. In diesem kleinem Haus gab es keine große Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. Es war nicht so, dass ich es nicht genoss bei ihr zu sein, aber ich wusste, dass ich so nie über sie weg kommen würde. Wie auch? Ihr Duft hing überall in der Luft und fast überall begegnete ich ihr. Ich wollte nur, dass sie glücklich ist, auch wenn ich es nicht war, der sie glücklich machte. Sie sollte wenn nötig mit Wood glücklich sein und ich wollte ihr nicht mehr im Weg stehen. Beim Essen beobachtete ich sie heimlich, doch sie mied meinen Blick wann immer es möglich war. Es war kaum aus zuhalten, doch ich durfte ihr nicht noch einmal zu nahe kommen. Ich musste mich zusammen reißen. Am Abend saß ich mit George zusammen bei einer Partie Snape explodiert im Salon. Er musterte mich immer wieder in den letzten Tagen, verkniff sich aber ein Kommentar. Bis jetzt. „Willst du nicht wenigstens mit ihr reden?“ Fragte er unsicher, doch ich schüttelte den Kopf. „Jetzt komm schon Fred sei nicht so stur. Weißt du wie sehr du sie verletzt hast mit dem was du gesagt hast?“ Fragte er erneut. „Und du weißt es?“ Entgegnete ich. „Ich weiß so einiges!“ Gab er zischend zurück und ich sah ihn mit zusammen gekniffenen Augen zu ihm. „Was weißt du George?“ Er sah mich nicht mehr an und ich wiederholte meine Frage noch einmal. Diesmal antwortete er. „Dass das was du tust komplett sinnlos ist!“ Zischte er. „Dass ich über sie wegkommen will? Ich will doch nur, dass sie glücklich wird mit ihrem Wood!“ Erklärte ich und ein grinsen machte sich unpassender Weise auf seinem Gesicht breit. „Hast du sie mal gefragt, ob sie das auch will?“ Fragte er gehässig. „Wie meinst du das?“ Jetzt war ich verwirrt. Was sollte sie denn sonst wollen? Er sagte nichts mehr, sondern verließ den Raum. An der Tür sah er noch mal zurück. „Sie ist übrigens seit dem Ball nicht mehr mit Wood zusammen!“ Sagte er belustigt. Ich saß wie versteinert da und starrte vor mir ins Leere. War das sein Ernst? Sie waren getrennt und sie hatte mir nichts gesagt? In diesem Moment wurde es mir klar. Ich musste endlich mit ihr reden. Ich stand auf und lief zum Zimmer der Mädchen. Nachdem ich angeklopft hatte öffnete ich die Tür. „Sie ist nicht hier Bruderherz.“ Grinste George, der sich auf einem Bett breit gemacht hatte und sich mit Ginny und Hermine unterhielt. Ich schloss die Tür wieder und suchte weiter, doch sie war nirgendwo im Haus zu finden. Auf der Treppe kam mir Sirius entgegen. „Sirius, hast du Amy gesehen?“ Fragte ich abgehetzt, denn langsam machte ich mir sorgen. Er lächelte beruhigend. „Sie ist oben bei Seidenschnabel!“ Erklärte er und schon war ich auf dem Weg nach oben. Ohne groß anzuklopfen öffnete ich die Tür und da stand sie und strich mit ihrer Hand über den Hippogreif. Langsam drehte sie sich um und als sie mich sah verdunkelte sich ihr blick. Ich trat ein und schloss hinter mir die Tür. „Was willst du?“ Fragte sie heiser. Hatte sie geweint? „Du hast mir gar nicht erzählt, dass du und Wood euch getrennt habt!“ Sagte ich ruhig. „Wieso sollte ich auch? Wir sind nicht befreundet erinnerst du dich?“ Erwiderte sie. Sie hatte geweint, ihre Stimme war so kratzig, als hätte sie seit Tagen nichts andres getan. „Was ist los Amy? Du hast geweint!“ Fragte ich besorgt und ging einen Schritt auf sie zu. Sie fuhr herum. „Was willst du Fred? Lass mich doch einfach in Ruhe, so wie du es wolltest! Ich brauche dein Mitleid nicht und jetzt hau ab!“ Schrie sie und Seidenschnabel neben ihr scharrte unruhig mit den Krallen auf dem Boden. Ich sah die Tränenspuren, die ihr die Wange runter liefen. Zwar war der Raum nicht beleuchtet, doch durch den schein des Mondes konnte ich sie gut erkennen. „Ich hab alles kaputt gemacht!“ Flüsterte ich erkennend und ich bemerkte, wie sie aufhorchte. „Amy es tut mir so leid! Ich wollte das alles nicht! Ich wollte nur dass du glücklich wirst und habe alles falsch gemacht! Am Ende war ich es, der dich am meisten verletzt hat! Und das alles nur, weil ich aufhören wollte dich zu lieben, damit alles so sein konnte wie früher!“ DEINE SICHT… Ich verstand nicht was er sagte. Hatte er mir gerade gesagt, dass er mich liebt und er wollte es vergessen? Wie konnte er nur, gerade wo ich doch endlich erkannt hatte, was er mir bedeutete? Zugegeben ohne seinen Kuss würde ich bis jetzt noch die Augen davor verschließen, aber trotzdem konnte ich das doch nicht einfach zulassen. Er hatte sich an der Wand hinunter gleiten lassen und saß nun auf dem Boden. Sein Gesicht legte er auf seine Knie. Ich trat einen Schritt auf ihn zu und er sah zu mir auf. „Bitte verzeih mir!“ Flüsterte er. Ich streckte eine Hand nach ihm aus und er sah mich verwirrt an. Nach kurzem Zögern entschied er sich dazu meine Hand zu greifen und ich zog ihn zu mir hoch. Wir sahen uns kurz schweigend an. „Es kann nie wieder so sein wie früher Fred!“ Erklärte ich und bevor er etwas sagen konnte küsste ich ihn. SEINE SICHT… Ich war so glücklich in diesem Moment. Hieß das etwas, dass sie mich genauso liebte wie ich sie? Es musste das bedeuten, sonst hätte sie mich nicht geküsst. Ich schlang besitzergreifend meine Arme um sie und genoss das Gefühl, als ihre um meinen Hals wanderten, während sich ihre Finger in meinen Nacken gruben. Ich schien jegliche Vernunft einfach zu verlieren und drückte sie immer näher an mich. Ihr Körper war so unglaublich an meinem und der Kuss wurde immer leidenschaftlicher. Ich konnte mich kaum zusammen reißen und als ich mich von ihr löste, bemerkte ich, dass ihr Atem genauso schwer ging wie meiner. Sie sah mich glücklich an. Noch nie war sie so schön gewesen, wie in diesem Moment, in dem sie lächelnd in meinen Armen war. „Du bist so ein Idiot!“ Flüsterte sie und wir mussten beide lachen. Dann beugte ich mich zu ihr und küsste sie wieder. Ich wollte am liebsten nie wieder aufhören sie zu küssen. Sie schmeckte einfach so gut und es fühlte sich so unglaublich an. Wir verbrachten fast die ganze Nacht in dem Raum bei Seidenschnabel. Wir küssten uns und genossen einfach nur das zusammen sein. Außerdem hatten wir uns viel zu erzählen. Spät in der Nacht gingen wir zu unseren Schlafzimmern zurück. Vor ihrem Raum gab sie mir noch einen letzten Kuss und strahlte mich fröhlich an, bevor sie hinein ging. Ich blieb noch kurz vor ihrer Tür stehen, bevor ich runter zu George ins Zimmer ging. Er erwartete mich schon. „Und wie ist euer Gespräch gelaufen?“ Grinste er breit. Ich ließ mich aufs Bett fallen und warf ihm mein Kissen gegen den Kopf. „Du hast gelauscht!“ Lachte ich. „Viel zu lauschen gab's ja nicht!“ Gab er zurück. „Lass uns schlafen.“ Sagte ich und hörte immer noch sein kichern. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen, endlich gehörte sie nur mir allein. Die nächsten Wochen am Grimmauldplatz waren einfach nur unglaublich schön. Den ganzen Tag war Amy bei mir und in den Nächten so greifbar nah. Ich konnte es kaum fassen, dass die Ferien so schnell zu Ende waren. In der Schule kam es mir so vor, als wäre sie unendlich weit von mir entfernt. DEINE SICHT… In diesem Jahr regierte Umbridge an der Schule. Ich und Fred fanden immer weniger Zeit uns zu treffen, denn diese kleine Kröte war einfach überall und verbot alles was Spaß machte. Als Harry die DA gründete war ich hell auf begeistert und zusammen mit Fred und George eine der ersten, die unterschrieben. Wir wurden immer besser und schafften sogar einen Patronus zu zaubern, bevor sie uns entdeckte. Ich konnte es nicht fassen, dass Cho uns verraten haben sollte. Wir saßen alle gemeinsam in der großen Halle und mussten mit ihrer Feder die Sätze schreiben, die sie uns auftrug. Als ich die Halle wieder verließ schmerzte meine Hand fürchterlich. Ich beobachtete die Zwillinge, wie sie einen kleinen Jungen, der fürchterlich weinte, trösteten. Ich ging zu ihnen und hockte mich ebenfalls vor den Jungen und legte meine gesunde Hand auf seine schmerzende. „Es wird wieder aufhören weh zu tun kleiner!“ Sagte ich sanft und er sah zu mir auf. „Versprichst du es?“ Fragte er und ich nickte. Der kleine lief davon und wir drei richteten uns auf. Ich sah zu Fred, der mich in den Arm nahm und George legte mir eine Hand auf die Schulter. „Wie geht es dir?“ Flüsterte Fred in mein Haar. Ich war so geschafft vom Nachsitzen und einfach nur froh ihn zu sehen. „Besser!“ Flüsterte ich zurück und merkte wie sich sein Mund zu einem Lächeln formte. „Wir haben eine Idee!“ Berichtete George, als ich mich von Fred löste und ich sah ihn fragend an. Die beiden führten mich zum See und erklärten mir ihr Vorhaben zu fliehen. „Kommst du mit uns?“ Fragte Fred hoffnungsvoll, als sie fertig waren, aber ich schüttelte den Kopf. „Fred das Jahr ist bald zu Ende! Das werde ich schon schaffen!“ „Dann bleiben wir auch!“ Kam von George, doch wieder schüttelte ich den Tisch. „Nein nicht wegen mir! Geht und ich komme einfach nach, wenn das Jahr zu Ende ist!“ Sagte ich und nach einigem hin und her einigten wir uns darauf, dass sie ohne mich gingen. An dem Tag ihrer Abreise traf ich Fred am frühen Morgen am See. Wir küssten uns ein letztes Mal für die nächsten Wochen und genossen ein letztes Mal die Nähe des anderen, bevor ich zum Frühstück eilte. Während der Prüfung in Zaubertränke starteten die beiden ihr riesen Feuerwerk und die gesamte Schülerschaft verabschiedete sie gebührend. Die Wochen ohne die beiden waren die Hölle. Ich vermisste sie schrecklich und war umso glücklicher, als ich endlich am Bahnhof Kings Cross ankam und die Zwillinge mich empfingen. Ich sprang Fred sofort in die Arme und nach einem kurzen Plausch mit dem Rest der Familie Weasley apparierten wir direkt in die Winkelgasse. Die beiden zeigten mir zuerst ihren Laden und ich war einfach nur begeistert. Die Wohnung oberhalb der Ladenfläche war gemütlich eingerichtet. Etwas unschlüssig stand ich im Flur und musterte die drei Türen. „Das vordere ist mein Zimmer und das zweite ist das von Fred, das letzte kannst du haben, obwohl ich glaube, dass du eh wenig Zeit darin verbringen wirst!“ Lachte George hinter mir. ZEITSPRUNG… SEINE SICHT… Der Laden lief super und mit Amy an unserer Seite hatten wir eine wirkliche Hilfe. Sie war einfach ein Traum. Als Voldemort immer mehr an die Macht kam flohen wir und Amy mit uns. Der Laden wurde in dieser Zeit still gelegt. Wir folgten dem Ruf von Harry nach Hogwarts zur entscheidenden Schlacht gut gegen böse. Die Schlacht war grauenvoll. George, Amy und ich versuchten den Raum der Wünsche zu sichern, als plötzlich die Decke über uns explodierte. Ich merkte den Schmerz, als die vielen Trümmer über mir niederbrachen. Als es aufgehört hatte war es ruhig. Man konnte nur aus der Ferne einige Explosionen hören und das Sirren von Flüchen, die durch die Luft zischten. Ich versuchte mich aus den Trümmern zu graben, doch es war nicht einfach. So langsam wurde ich panisch, denn noch immer hörte ich keine Bewegung, die auf George oder Amy hinwies. An der Oberfläche angekommen sah ich mich um und entdeckte George leblos unter einigen kleineren Trümmern. Ich stolperte zu ihm und rüttele ihn wach. Er richtete sich auf und hielt sich den Kopf. „Oh Mann was war das denn?“ Fragte er, doch ich antwortete nicht. Noch immer suchten meine Augen den Trümmerhaufen ab. „Wo ist Amy?“ Fragte er dann vorsichtig. „Ich fürchte da drin!“ Sagte ich schnell und dann begannen wir beide zu suchen. Nach einer Weile fand ich sie und zusammen mit George befreite ich sie. Ich trug sie an den Rand und versuchte ihren Herzschlag zu fühlen. Er war nur noch schwach und ihre Hände so eiskalt. Ich beugte mich über sie, hielt ihr Hände in meinen auf ihrer Brust um sie zu wärmen und sah sie besorgt an. „Bitte Amy! Mach die Augen auf! Du musst aufwachen!“ Sagte ich vorsichtig, doch sie regte sich nicht. „Ich liebe dich! Bitte wach wieder auf.“ Ich merkte, wie mir langsam die Tränen kamen, doch noch immer regte sich nichts. „Wir sollten sie zu Madam Pomfrey bringen!“ Schlug George vor, doch ich merkte, dass auch er keine große Hoffnung mehr hatte. Trotzdem rannte ich mit ihr auf dem Arm in den Krankenflügel, während George versuchte uns den Rücken frei zu halten. Im Krankenflügel angekommen versuchte Madam Pomfrey ihr Möglichstes für sie. George und ich blickten durch die Reihen an bekannten Gesichtern, die leblos um uns herum lagen und beteten, dass sie nicht eine von ihnen werden würde. Nach einiger Zeit wandte sich Madam Pomfrey wieder an uns. „Sie wird durch Kommen! Das war sehr knapp meine Herren!“ Schon war sie wieder verschwunden und kümmerte sich um den nächsten Verletzten. George und ich traten näher an Amy heran. Sie schlief. Ihr Herz schlug wieder normal und auch ihre Lungen schienen sich wieder gut mit Luft zu füllen. Ich setzte mich an ihre Bett und nahm ihr Hand, auf die ich immer wieder dankbare Küsse hauchte, in meine beiden Hände. Sie wird durchkommen war alles was ich wissen musste. DEINE SICHT… Ich rieb mir die geschundenen Augen, die mit dem Sonnenlicht noch nicht zu Recht kamen und sah mich um. Mein Kopf schmerzte höllisch und drohte auseinander zu fallen, doch schnell spürte ich eine vertraute Wärme neben meinem Bett. Ich konnte ihn zwar noch nicht erkennen, aber ich wusste, dass Fred bei mir war und es ging ihm gut. „Amy“ Flüsterte er glücklich und ich begann damit ihn mit meiner Hand zu suchen, solange meine Augen noch nicht Einsatzbreit waren. Es dauerte nicht lange, da schloss sich seine Hand um meine und ich lächelte in seine Richtung. Dann begann ich ihn zu sehen, erst nur verschwommen und schemenhaft, dann aber immer klarer werdend. Er lächelte mich an, beugte sich zu mir und küsste mich vorsichtig, als wäre ich zerbrechlich. Er hatte Tränen in den Augen. „Ich bin so froh … ich dacht du … lass mich nie mehr allein!“ Er Flüstert erst, seine Stimme wird aber mit jedem Wort fester. „Nie mehr!“ Stimmte ich zu und lächelte. Minuten später hörten wir das Siegesgeschrei aus den Fluren und wir wussten, dass es endlich vorbei war. Harry hatte gesiegt