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Die Statistik vom Quiz

Naruto-Liebestest (ach, nee!) a la "Was wäre wenn..."

31.94 % der User hatten die Auswertung: Die Spieluhr Ich öffne zaghaft die Augen. Ich spüre die Trägheit in meinen Knochen, die Schmerzen in meinem Körper. Meine Augen tasten langsam und vorsichtig den Raum ab. Ich befinde mich in einem Krankenzimmer, so viel kann ich erkennen. Mein Kopf schmerzt als ich versuche, das Geschehene in mein Gedächtnis zu rufen. Hat er mich aufgefangen und hierher gebracht? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich war gemeinsam mit Kakashi, meinem Sensei Yamato, Sai und noch ein paar ANBUs auf einer Spionagemission über Akatsuki, bei der eine Konfrontation mit dem Feind von vorne herein offensichtlich gewesen war. Letztlich kam diese in der blonden Gestalt Deidaras. Als ich von einem Felsvorsprung mit dem Rücken voran in die Tiefe stürzte, dachte ich, mit meinen katzenartigen Reflexen würde ich schon wieder auf meinen Händen und Füßen landen. Mein Gegner jedoch kannte meine Schwäche – und warf mehrere Bomben hinterher, die zu explodieren drohten. Ich wehrte sie ab und das Letzte, das meiner Erinnerung noch entspringt, war ein unaushaltbarer Schmerz, der wie ein Schrei in Wellen durch meinen Körper hallte. Kann ich überhaupt noch laufen, kämpfen? Egal, zwinge ich mich zu Disziplin, du hast deinem Dorf gedient. Das Nächste, das ich erkenne, während mein Blick träge durch den Raum schweift, ist ein emotionsloses, kaltes Gesicht, blass wie der Mond, umrahmt von schwarzem Haar. Sai. Es ist der einzige Gedanke, den ich im Moment fassen kann. Unterdessen brennt die Sonne in meinen Gliedern, legt sich schwer und schmerzend auf die Brust. Doch es ist kein klarer Gedanke. Ich spüre, wie ein Schmerz durch meine Seele schneidet. Behutsam versuche ich, die tauben Glieder zu regen, doch als Antwort durchfährt ein unangenehmes Kribbeln meine Arme und Beine. Meine Schmerzen sind wieder da, als hätten sie in einer Ecke gelauert und darauf gewartet, dass ich aufwache. Ich reiße mich zusammen, entschlossen, ihnen nicht nachzugeben, und schiebe quälend langsam meinen Oberkörper hoch, immer wieder durchzuckt von von dem Gefühl tausend stechender Nadeln. Ich komme dem Aufsetzen immer näher, doch dann erreiche ich den Punkt, an dem mein Körper für diesen Versuch seinen Tribut fordert. Von meinem Rücken aus zuckt grell ein Blitz vor meinen Augen und ein schwaches Stöhnen entring sich meiner Kehle. Doch ich bin nicht gewillt aufzugeben. Noch nicht. Weiter und weiter spannen sich meine Muskeln an und ich kralle meine Finger in das Bettlaken, was diese mit weiteren Schmerzen quittieren. Eine starke, zugleich zage Hand legt sich auf meine Schulter und drückt mich bestimmend sanft zurück in die Kissen. Eine Hand, von der ich mir so oft gewünscht habe, berührt zu werden. Doch statt Wärme ist da... nichts. Kein Gefühl, weder warm, noch kalt. Es ist, als würde er nicht existieren, als hätte er mich nie berührt. Ich spüre einen Kloß im Hals, doch zum Weinen fehlen mir Kraft und Tränen. Ich kann es nicht. Er mustert mich. Sais Blicke treffen mich unvorbereitet und pressen alle Luft aus meiner Lunge. So einen Schlag ins Gesicht hatte ich mir so oft in meinem Leben gewünscht. Wo vorher nur leere Pupillen in dem tiefsten Schwarz gelegen haben, ist jetzt etwas Anderes. Eine Wärme und Fürsorge, dass es all das Gewicht von meinem Herzen nimmt, um es direkt wieder darauf fallenzulassen. Er mustert mich mit der stummen Wärme, die seinen Hände nicht zu geben im Stande gewesen sind. So stumm, doch voller Worte. Mein Zweifel hat stets den Menschen gegolten, bis auf ein paar wenigen; meinem Sensei Yamato, meinem Vorbild Kakashi und den einzigen beiden Freunden, die ich habe, Kotetsu und Izumo. Auch jetzt noch sind mir die Menschen so furchtbar schrecklich fremd und ich weiß nicht, wie ich mit ihnen umgehen soll. Das letzte, was hilft, ist meine Disziplin, die zu einer über die Grenzen gehenden Loyalität meinem Dorf Konoha gegenüber geworden ist. Er hat mir so viel angetan, so viel, dass ich dachte, ich werde verrückt, dass die Wut mich glühend wie die Sonne im Innern zerriss, dass meine Liebe dem Verlangen galt, ihn zu hassen. Und dennoch... ich habe nie aufgehört, ihn zu lieben. Vielleicht hat er es nicht bemerkt, aber ich habe stets mein ganzes Vertrauen in ihn gelegt. Und noch so viel mehr. Noch nie zuvor habe ich einen Menschen gebraucht. Während sich unsere Blicke treffen, ist es, als wollen seine Augen all den Schmerz von mir nehmen. Innerlich seufze ich, so habe ich mich bisher noch nie gefühlt. Sai steht auf, doch wie selbstverständlich legt sich meine Hand quälend schmerzhaft auf seinen Arm. Ich will etwas sagen, doch es ist nicht mehr als ein Krächzen. Er sieht mich an. Lange. Quälend lange. „Was ist?“ Wie ein scharfes Schwert und Honig zugleich geht seine Stimme durch meinen Körper. Noch immer will meine Stimme nicht so wie ich, meine Lippen formen stumm, was mir auf dem Herzen liegt. Er sieht mich unverständlich an. Ich strenge mich noch mehr an und nur zwei Worte sage ich rau und so leise wie das Geräusch von wachsendem Gras. „Bitte bleib.“ Und er versteht. „Dann werden wir hier sein und uns anschweigen... Willst du das? Dass wir uns nur anschweigen?“ Ich nicke und zwinge ein „Ja“ hervor. Leise, aber entschlossen. Mein Blick wird fester und Sai nimmt wieder neben dem Krankenbett Platz. Sein Blick geht ins Leere und er schweigt. Und mein Blick geht ins Leere und ich schweige. Ich bin glücklich. Glücklich, seine Präsenz zu spüren. Seine Fürsorge, seine Kälte. Das Wahre, Echte an ihm und das Falsche. Das Aufrichtige, das Mysterium, das ihn umgibt. Die Stille und die Fassade. Alles, was ihn ausmacht. Alles, was ich an ihm erlebt habe. Angst, Misstrauen, Gleichgültigkeit. Stille, Abgeschiedenheit, Verschlossenheit. Mut, Fassade, Trauer. Kälte, Wärme, Wut. Fürsorge. Liebe. Seine Fingerkuppen berühren meine Augenlider kaum, als sie diese andächtig und vorsichtig wie bei einem Toten hinunterschieben. „Schlaf jetzt.“ Ich lausche seinen Schritten, die den Raum verlassen. Wo zuvor die Angst geherrscht hat, dass Sonne und Mond sich niemals begegnen werden, ist nun das Wissen, dass sie sich treffen. Jedes Mal, wenn die Sonne auf- und untergeht, wartet der Mond stumm und geduldig auf sie. Kaum ein Geräusch verursacht er beim Verlassen des Raumes, doch ich höre seinen Herzschlag. Ja, er ist da. Und in meinem Herzen sitzt das kleine Mädchen mit seiner Spieluhr, die es endlich aufzieht und klingen lässt. Mit der Melodie bricht der Damm und lautlos fließen Tränen, aus den geschlossen Augen quillend, meine Wangen hinab wie ein gehauchter Kuss des Mondes.

25.1 % der User hatten die Auswertung: Die Maske Ich zeihe Kakashi mit mir. Vielleicht ein bisschen zu bestimmend und energisch. Ja, ich bin forsch, manchmal ein bisschen dreist und frech. Gut gelaunt, habe eine große Klappe. Das hat auch Kakashi von Anfang an sehr gut an mir gefallen und neuen Schwung in sein Leben gebracht – habe ich zumindest gedacht. Ist es der Altersunterschied? Wir liegen schließlich sieben Jahre auseinander. Aber eigentlich sollte das in der Liebe keine Rolle spielen. Als ich vor Jahren nach Konoha-Gakure zur Chu-Nin-Prüfung kam, hatte ich die Nase voll. Ich brach meinen Weg des Shinobi ab. Ich wollte nicht kämpfen, schließlich hatte ich ein Mundwerk, um meine Probleme zu lösen. So dachte ich jedenfalls damals. Meine Fäuste reichten mir zur Selbstverteidigung. Und reichen mir immer noch dazu. Denn er sagte damals, dass er mich um jeden Preis beschützen werde. Wir sind seit einiger Zeit ein Paar, doch etwas belastet mich. Ich kann nicht damit umgehen, dass ich über ihn so viel weiß wie an dem Tag, an dem wir uns kennengelernt haben. Klar, er ist ein geheimnisvoller Typ. Das hat mich schon immer magisch angezogen. Aber, ganz ehrlich, irgendwann ist es wirklich an der Zeit, mir etwas über sich zu erzählen. Er kann mir vertrauen, das weiß er! Er kann sich mir öffnen. Wenn auch nur ein kleines Stück. Das, was ich von ihm weiß, kann ich an einer Hand abzählen. Und ich bin mir sicher, dass es sich dabei um die Dinge handelt, die so ziemlich jeder über ihn weiß. Ich möchte auch gerne sein Innerstes kennenlernen. Er weiß so ziemlich alles über mich. Ich liebe es, ihm etwas zu erzählen. Und ich liebe es, wie er mir immer zuhört. Stets legt er sein Buch zur Seite und sieht mich aufmerksam mit einem forschen Blick an. Ich kann mich ihm vollkommen öffnen und ihm mein Herz ausschütten. Wenn er es doch auch nur könnte. Wir kommen im Park an und es ist dunkel. Ich drücke ihn auf eine Bank nieder. Niemand dort. Ich stelle mich vor ihm auf und verschränke die Amre vor meiner Brust. „Wir müssen reden.“ Ich spreche kaum hörbar. Er sieht mich erwartungsvoll an und ich merke, wie ich die Fassung verliere. Verzweiflung macht sich in meinem Gesicht breit. „Ich kann so nicht weitermachen, Kakashi!“, rufe ich aus und raufe mir die Haare. „Ich meine, ich habe keine Probleme damit, dass ich dir so viel über mich erzähle. Es ist nur so, dass ich fast nichts über dich weiß! Und das belastet mich. Vielleicht bin ich zu voreilig. Vielleicht ist es zu früh. Vielleicht vertraust du mir noch nicht genug, um mir etwas über dich und deine Vergangenheit, dein Leben zu erzählen. Aber wenn es dir an Vertrauen in mir fehlt, dann sollten wir wohl besser wieder getrennte Wege gehen.“ Er sagt nichts, sieht mich nur an. Sieht mich nur mit dem nicht verdeckten Auge an und ich kann nichts in seinem Blick lesen. Wie denn auch? Sein Gesicht ist bis auf ein Auge verdeckt, ich sehe keine Emotionen über den Mund, ich sehe sein zweites Auge nicht, noch nicht einmal seine Augenbrauen, die mir vielleicht seine Gefühle verraten hätten. Alles, was ich sehe, ist dieses ausdruckslose Auge. Und es gibt mir den Rest, bringt das Fass zum Überlaufen. „Was ist los mit dir?“, rufe ich aus, „Kannst du mir nicht einmal antworten anstatt meinen Fragen auszuweichen? Kakashi, ich habe es satt, ständig nur einen Monolog zu führen! Dafür bin ich nicht der richtige Mensch...“ Tränen rinnen mein Gesicht hinab, meine Stimme bricht und endet in einem verzweifelten Schluchzen. Ich besitze eher keine Bereitschaft zum Weinen, doch im Moment wäre ich lieber tot als in dieser Situation. Langsam lasse ich mich neben ihn auf die Bank sinken und weine leise meine Tränen, mein Körper zittert. Er nimmt meine Hände in die Seinen und drückt sie sanft, streicht über die Handrücken. Halbherzig versuche ich sie wegzuziehen, doch schließlich lehne ich mich an seinen Oberkörper und lasse mich von ihm in seine starken Arme nehmen. Ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Mein Kopf ist ein verknotetes Wirrwarr, ein Chaos. Ich kann nicht sagen, ob ich nicht vielleicht doch übertrieben habe. Ich kann gar nichts mehr sagen. Alles, was jetzt noch hilft, ist mein Kakashi, seine starken Schulter, seine Nähe und seine Wärme. Er umschlingt meinen Körper und drückt mich ganz fest an sich, lässt nicht los. „Ich wusste nicht, dass dir das so zu schaffen macht.“ Mehr sagt er nicht, und mehr braucht er auch nicht zu sagen. Ich beruhige mich nach einiger Zeit wieder und er nimmt mein Gesicht in seine Hände. Vorsichtig wischt er die letzten Tränen fort und streicht über meine Wange und durch mein Haar. Liebevoll blickt sein Auge mich an und er zieht die Maske vom Gesicht. Ich bin erstaunt und verwirrt über diesen Schritt. Doch seine Lippen berühren meine sanft und zum ersten Mal überhaupt küsst er mich und macht mich so glücklich damit. Es ist doch egal, wenn er seine Zeit braucht, sich mir zu offenbaren. Und wenn schon! Seine Lippen schmecken noch nach der Nudelsuppe, die wir zuvor zusammen gegessen haben, und lange dauert dieser zärtliche erste Kuss. Ich kralle krampfhaft meine Hände in seinen Rücken, weil ich ihn nicht loslassen will. Ich will ihn nicht verlieren. Ich werde ihn mit allem, was ich habe, beschützen!

18.26 % der User hatten die Auswertung: Der Alptraum Er drückt mich auf einen Stuhl. Dabei bin ich doch gefesselt und kann mich sowieso nicht bewegen. Fest liegt seine kalte, leblose Hand um mein Kinn und dreht mein abgewendetes Gesicht zu sich. Ich versuche, ihn keines Blickes zu würdigen. Es ist schwierig. Ich verabscheue ihn. Orochimaru. Allein der Name löst einen Tsunami des Hasses in mir aus, dass ich kaum noch klar denken kann. Doch ich bin seine Gefangene. Der winzige Raum ist nur spärlich beleuchtet und ich fühle mich, als kommen die Wände immer näher. Ich weiß, dass ich stark bin. Aber so stark, dass er mich zu sich nimmt? Ich glaube kaum, dass es etwas damit zu tun hat. Es ist seine Art der Rache. Mach sie dir gefügig oder töte sie. Ich hätte besser aufpassen müssen! Hoffentlich ist nur Kiba und Shino nichts zugestoßen. Dummes Mädchen!, schreie ich in Gedanken. Du sitzt hier von deinem Erzfeind gefangen und hast nichts Besseres zu tun, als dir sorgen um die beiden zu machen, die entwischt sind! Ich schließe fest die Augen ohne eine Miene zu verziehen. Wut steigt in mir hoch. Er ist der Mörder meiner Mutter. Dieser Abschaum... „Kannst du es etwa nicht ertragen, mir ins Gesicht zu sehen, kleines Mädchen?“ Es klingt wie das Zischeln einer großen Schlange. Ich schlucke und will schnippisch antworten, doch dazu fehlt mir die Kraft, denn neben meinem Hass habe ich wirklich ANGST vor diesem Mann. Heftig beiße ich mir auf meine Lippe und bleibe stumm. „Nun gut, ich werde dir eine kleine Geschichte erzählen. Vor etwa 13 Jahren traf ich auf eine wunderbare Frau. Sie war bildhübsch, intelligent und sehr stark. Ich verzehrte mich nach ihr und wollte sie unbedingt mein Eigen nennen. Doch gab es da ein Problem. Sie hatte bereits einen Mann und sogar eine kleine Tochter. Doch so etwas hatte mich noch nie davon abgehalten, mir das zu nehmen, was ich wollte, nicht wahr? Es war nicht an der Zeit, zu sentimental zu werden. Ich schaffte es nicht, diese wunderschöne Frau mit süßen Worten zu mir zu locken. Also versuchte ich es anders. Ich entführte ihre Tochter – sie war gerade einmal ein Baby – und drohte ihr, sie umzubringen, sollte sie sich weigern, zu mir zu kommen. Und sie kam, um ihrer Tochter Willen. Ich hatte damit gerechnet. Schließlich war sie mutig und unerschrocken. Ich brachte ihr Baby zurück in ihr Heimatdorf und behielt sie im Gegenzug dafür. Oh ja, Cho war wirklich eine stolze und mutige Frau. Einen Tag war ich unachtsam und als ich ihr erklärte, dass ich sie zu meinem Gefäß machen würde, nahm sie eine Pille zu sich, die sie vergiften würde. Sie wurde sofort von der Dosis des Gifts gelähmt. Cho starb in meinen Armen, doch der letzte Name, den sie flüsterte, war deiner. Der Name ihrer Tochter.“ Ich kämpfe mit den Tränen. Bis jetzt hatte ich nie erfahren, wie meine Mutter gestorben ist. Allein der Gedanke, dass es dieser abscheuliche Mann war, der sie in ihren letzten Momenten in den Armen gehalten hatte... Mir wird schlecht und ich reiße mühsam eine Hand an den Mund. Ich halte das nicht mehr aus! Am schlimmsten trifft es mich, dass ihr letzter Ausweg auch meiner sein wird. Was bleibt mir anders übrig. Ich warte einfach ab. Irgendwann, ich habe kein Gefühl mehr für Zeit, sind meine Bewacher unaufmerksam und irgendwie schaffe ich es, sie zu überwältigen, den Raum zu verlassen und zu rennen, die vergiftete Pille meines Clans zwischen den Fingern. Auf den Gängen, die sich vor mir auftun, bricht ein heiloses Durcheinander aus und als ich die Pille schlucke, bekomme ich einen Schlag auf den Rücken und spucke sie wieder aus. Ich habe es nur geschafft, auf sie zu beißen. Dennoch schmecke ich das bittere Gift und meine Zunge wird langsam taub. Ich laufe einfach davon und es interessiert mich nicht, ob Orochimaru mir folgt. Es kommt mir vor wie Jahre und ich stehe endlich wankend vor den Toren Konoha-Gakures. Ich spüre meine Beine nicht mehr, was hält mich noch auf den Beinen? Der eine Fuß berührte die Schwelle des Eingangstores, dann klappen meine Beine zusammen und mit ihnen mein ganzer Körper. Ich schlage hart auf, doch erleichtert denke ich mir, dass ich wenigstens in meiner Heimat sterben kann... Ich schrecke schweißgebadet hoch, meine Wangen nass von Tränen und mein Herz hämmerte wild und unregelmäßig. Shinos Körper liegt warm neben mir und es schön, an ihn zu denken. Sein Arm liegt locker um meine Hüfte und er atmet ruhig und entspannt, während ich nach Luft schnappe und fürchte, keine Luft mehr zu bekommen. Shino wacht auf und nimmt mich ohne ein weiteres Wort in den Arm. Sanft wiegt er mich hin und her, hält mich wie ein Baby. Er ist es von mir gewohnt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich nachts so aus meinen Träumen hochschrecke. Langsam nimmt mein Herz den Takt seines Herzen an und schlägt wieder ganz ruhig. Ich lehne meinen Kopf an seine Schulter, während er über meine Kopf streicht. Sanft und zärtlich gibt er mir einen Kuss auf die Stirn und zieht mich zu sich hinunter. Diesmal ruht mein Kopf auf seiner Brust und ich höre sein Herz. Er umschlingt mich fest und tut mir so gut. Immer wieder streicht er über meine Haut, bis er schließlich einschläft. Er ist immer für mich da. Beruhigt sage ich mir: Es war alles nur ein Alptraum. Aber es lässt mich nicht los, dass mich diese Erinnerung auch jetzt, nach vier Jahren, noch immer heimsucht.

24.71 % der User hatten die Auswertung: Der Anhänger Es ist ein Gegenstand, den ich wie einen Schatz hüte und stets bei mir trage. Denn es ist ein Geschenk von Gaara. Tag für Tag schlängelt sich die filigrane Silberkette um meinen von der Sonne gebräunten Hals und an meiner Brust liegt der kleine sechseckige Anhänger im schönsten und schimmernsten Türkis der Welt. Es ist tief, unendlich tief, endlos und intensiv. Er ruht dort immer und beruhigt mich. Und signalisiert mir, dass Gaara immer bei mir ist. Für mich da ist. Mich liebt. Bevor er mir diese Kette schenkte, gab es eine Zeit, da wollte ich sterben. Es war, als er von Akatsuki entführt worden war. Mein Herz ging damals mit ihm. Doch irgendwann ermahnte mich Temari, schließlich hinterließ er mir die Aufgabe, mich um Suna-Gakure zu kümmern. Und es war eine schwere Aufgabe. Eine unerträgliche Verantwortung. Wer sollte das Dorf beschützen? Seitdem trainierte ich noch intensiver meine Heilfähigkeiten und schaute mir zusätzlich Sasoris und Kankuros Technik ab, mein Chakra wie die Fäden einer Marionette einzusetzen. Und ich merkte, dass es effektiv war, dass ich mit meinen Fähigkeiten wuchs und endlich die Kraft bekam, mein Versprechen an Gaara zu halten. Dennoch war es der schönste Augenblick überhaupt, ihn lebendig wiederzusehen. Damals lief ich auf ihn zu, fiel ihm in die Arme und schrie ihn an, er sei ein Idiot. Danach weinte ich und lachte zugleich vor Freunde und konnte fast nicht mehr atmen. Den Tag darauf legte er mir zaghaft die Kette um den Hals, als enthielte sie ein Teil von ihm. Diesen Teil spüre ich. Er gibt mir Kraft durchzuhalten. Ich streiche behutsam über die Kanten des Anhängers und atme schwer. Niemals werde ich aufgeben! Niemals werde ich verlieren und sterben! Das größte Geschenk auf der Welt ist es, jemanden zu haben, für den man die Sterne vom Himmel stehlen und Berge versetzen würde. Zwischen meinen Fingern pulsiert der Anhänger wie lebendig und strahlt eine wohlige Wärme aus. Gibt mir Leben und meine schönsten Erinnerungen. Seit damals, als ich an der Chu-Nin-Prüfung in Konoha teilgenommen habe, bin ich viel stärker geworden. Nicht zuletzt für ihn, um ihn zu beschützen. Um das Biest in ihm zu zähmen. Und zwar mit Liebe. Er war immer für mich da und hat mich immer beschützt. Er gibt stets sein Äußerstes für mich, sein Leben. Wir teilen eine so unbeschreiblich schöne Zeit miteinander und ich möchte auch in Zukunft noch viel Zeit mit ihm verbringen und Erinnerungen sammeln. Ich sehe meinen Gegner fest an und spanne alle Muskeln an. Hier wird nur eine Person lebend herauskommen und das werde ich sein. Ganz sicher! Ich stürme auf ihn zu und bewege mich schneller, als ich je zu träumen gewagt hätte. Mein Überlebenswille ist geweckt, mich wird nichts davon abhalten, zu Gaara zurückzukehren. Ich werde wieder in seinen Armen auf dem Sofa liegen und mich an ihn schmiegen und von ihm hören, wie viel ich ihm bedeute. Das werde ich. Ich registriere meine Bewegungen gar nicht, sehe nur noch, wie mein Gegner mit einem Kunai in der Brust zu Boden geht. Dann wird er von lebendigen Sand bedeckt und ich schließe – genau wie damals im Todeswald – nicht die Augen, sondern beobachte schrecklich fasziniert das glänzende Farbspiel aus Goldtönen und Rot. Schließlich wird mir doch schlecht und ich gehe zu Boden, kralle meine Finger ins Gras und huste in der Befürchtung, mich übergeben zu müssen. Daran werde ich mich nie gewöhnen können! Gaara zieht mich hoch und blickt in mein Gesicht, aus dem wahrscheinlich alle Farbe gewichen ist. „Verzeih mir, ich vergaß“, entschuldigt er sich leise und sein Blick ist etwas beschämt auf den Boden gerichtet. Meine Muskeln fühlen sich an wie Wackelpudding und deshalb bin ich froh, dass er mich an den Schultern festhält. Ich schließe müde lächelnd die Augen und sinke in seine Arme, während sich mein Bewusstsein leise durch die Hintertür hinausschleicht und mir noch einmal kurz zuwinkt. Ich winke zaghaft lächelnd zurück, weil ich weiß, dass ich mich bei Gaara einfach fallen lassen kann. Das ist wahre Liebe, flüsterte der Anhänger und der Wind stimmte ihm in weiter Ferne rauschend zu.