x

HdR Liebe im ersten Zeitalter- Beginn der Ewigkeit

Wir schreiben das erste Zeitalter auf Arda. Es ist die Zeit der edlen Erstgeborenen und Königskinder. Doch leider gehörst du nicht zu ihnen. Als uneheliche Tochter eines Schankwirts und einer Magd hattest du seit jeher wenig Anerkennung durch andere erfahren. Und so lebst du zusammen mit deiner Großmutter auf einem entlegenen Gehöft als Dienstmagd, arm aber stolz. Doch sind es die unscheinbarsten Steine, welche sich als Diamanten erweisen. Und das Schicksal kennt keine adlige Geburt, sondern nur edle Taten. So ahnst du nichts von den Dingen, welcher dich erwarten werden.

  • 1/22
    Das Dorf zählt zwar nicht gerade zu dem architektonischen Wundern von Arda, dennoch ist es ziemlich einzigartig. Diese Ansammlung von einfachen Hütten hatte es doch tatsächlich geschafft unfreiwillig so etwas wie Struktur zu haben. Auch war zwischen den Holzbauten noch nie ein Feuer ausgebrochen, was auch hart an ein Wunder grenzte. Wieder einmal war eine Handelskarawane der Zwerge in der Stadt und versorgte diese mit allerhand Schmuck und anderen Dingen die dem sonst recht einfachen Leben ein wenig Glanz gab.

    Stolz blickst du in den Spiegel. Aus dem schwachen Mädchen ist eine wunderschöne und starke Frau gewachsen. Nicht wenige versuchen dir den Hof zu machen, doch lehnst du prinzipiell jeden ab. Du hast es damals allein geschafft, du würdest jetzt nicht anfangen dich auf andere zu verlassen. Seufzend schüttelst du den Kopf. Manch der Männer waren erst vor kurzem in euer Dorf gekommen, manche hatten dich damals als Kind beleidigt und gedemütigt. Immer heftiger schüttelst du deinen Kopf, sodass die Locken nur so fliegen. Die Erinnerungen tuen immer noch weh, ein Grund, warum du so stark geworden bist. Niemand sollte dich je wieder weinen sehen. Doch was du auch tust, immer wiederholen sich die Bilder in deinem Kopf.



    FLASHBACK

    Mit gesengtem Kopf läufst du durch die Straßen. Im Korb Blumen, die deine Großmutter dir für euren Vorgarten gegeben hatte. Der Regen prasselt hart auf dich hinab und lässt deine Haare an deinem Gesicht kleben. Deine kleine Hand umklammert den Korb fest, hoffend schnell nach Hause zu kommen. Doch leider ist dir das Glück wieder nicht hold. „Hey, wohin so schnell.“ Du musst gar nicht hoch gucken um zu wissen, wer da steht. Die Kinder liebten es, dich zu hänseln. „NA, wo wollen wir denn hin?“ Einer der Jungen, Frederick, der älteste von ihnen, hat sich vor die aufgebaut. Mit zitterndem Körper blickst du auf. „Lass mich, ich muss nach Hause.“ Deine Stimme zittert genauso wie du. Ob wegen der Kälte oder Angst, du weißt es nicht mehr. „Warum sollte ich? Du bist doch nur genauso viel wert wie Dreck! Meinst du nicht, dafür siehst du zu gut aus?“ Kaum hat er ausgesprochen, klatscht dir eine Ladung Schlamm ins Gesicht und in die Haare. „Haha, jetzt siehst du so dreckig aus, wie das was du bist, du kleiner Bastard!“ Vor Schreck hast du den Korb fallen gelassen und wischt dir jetzt mit Tränen in den Augen das meiste aus dem Gesicht. Du willst nach dem Korb greifen, doch er ist weg. Frederick hat ihn in der Hand und schwenkt ihn hin und her. „Was haben wir den hier?“ „Gib den wieder her!“ Du liebst diese Blumen, deine Großmutter hat sie im Sommer zusammen mit dir ausgesät und großgezogen. Die großen weißen Blüten hatten es dir angetan und deine Großmutter hatte während der Arbeit im Garten immer ein Lied gesungen, dass dir die gute Laune zurückbrachte. In ihnen steckten ein paar deiner schönsten Erinnerungen, und jetzt hatte er sie. Vergeblich greifst du nach dem Korb. „Haha, seht euch das an. Armselig, genau wie du selber. Mal sehen was hier drin ist.“ Kaum hebt er die Decke ab, guckt er verdutzt in den Korb. Natürlich, er hatte mit etwas Süßem gerechnet, was die Kinder normalerweise von ihren Großeltern bekommen. „Was soll das denn? Du rennst durch den ganzen Wald für ein paar Pflanzen? Du bist ja noch blöder als ich dachte.“ Er überlegt wirklich, ob er dir den Korb jetzt einfach wiedergeben soll, du hast es in seinem Gesicht gesehen, als sich im selbigen ein diabolisches Grinsen ausbreitet. Langsam zieht er eine der Pflanzen nach oben und beginnt dann, die Blüten abzureißen. „Nein, tu das nicht!“ Doch er lacht nur und zerpflückt eine Pflanze nach der anderen. „Bitte, hör auf, hör auf.“ Schluchzt du, da du ja sowieso nichts gegen ihn ausrichten könntest. Entsetzt von so viel Bosheit dir gegenüber hockst du vollkommen verstört auf dem Boden und siehst nur, wie er jede einzelne Pflanze zerstört. Als keine mehr übrig ist, schmeißt er den Korb vor dir auf die Füße und verzieht sich lachen mit den anderen. Du kniest immer noch schluchzend auf dem Boden, umgeben von den weißen Blüten und toten Pflanzen. Verzweifelt vergräbst du deine Hände in der aufgeweichten Erde. Er hatte sie zerstört, nur um dich leiden zu sehen. Er hatte sie alle zerstört, all das, was du aus dem Sommer hättest schönes mitnehmen können, lag nun wie dein ganzes Leben wie Scherben auf dem Boden. Die Leute laufen einfach an dir vorbei, wie du da im Regen auf der Straße hockst. Er hatte Recht, du warst nichts weiter als Dreck für die anderen.

    Das Dorf zählt zwar nicht gerade zu dem architektonischen Wundern von Arda, dennoch ist es ziemlich einzigartig. Diese Ansammlung von einfachen Hütt

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare autorenew