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Nightmares

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1 Kapitel - 1.432 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 391 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

In dieser kleinen Geschichte sind Sam und Dean noch Kinder, in irgendeiner Stadt, in irgendeinem Motel, liegen gemütlich in ihren Betten und warten auf die ungewisse Rückkehr ihres Vaters, bis...

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    Unruhig wand sich der kleine Junge im Bett, warf sich von einer Seite auf die andere, sein Atem ging schnell. „Hilfe Dean, hilf mir, lass mich nicht
    Unruhig wand sich der kleine Junge im Bett, warf sich von einer Seite auf die andere, sein Atem ging schnell. „Hilfe Dean, hilf mir, lass mich nicht allein, Dean!" rief er immer wieder panisch.

    „Sam..." drang leise eine Stimme an sein Ohr. „Sam... Sammy wach auf." die Stimme wurde lauter, jemand rüttelte an ihm, zerrte ihn aus den Fängen der Dunkelheit, die ihn umgab.

    Mit einem Mal war er hellwach und saß kerzengerade auf seinem Bett. Ängstlich schaute er sich um, alles war dunkel, nichts zu erkennen, für einen Moment sah er sich noch in seinem Traum gefangen. Doch als eine Hand, auf seiner Schulter, ihn herumdrehte und er das Gesicht seines Bruders, in der Dunkelheit erkennen konnte, fühlte er sich sicher.

    Der ältere musterte ihn mit einem besorgten Blick und ehe er sich versah stürzte sich der kleine in seine Arme. Er klammerte sich an ihm fest und fing an, auf seiner Brust, leise Tränen zu weinen.

    Behutsam legte Dean seinem kleinen Bruder eine Hand auf den Kopf und strich beruhigend über sein Haar. „Alles ist gut Sammy, ich bin bei dir." flüsterte er in die bedrückende Stille, die nur von leisem schluchzen durchbrochen wurde.

    Eine Zeit lang saßen sie so da, fest umklammert, bis Sam sich beruhigt hatte.

    Vorsichtig schob Dean ihn von sich, um ihm in die Tränen verschmierten Augen zu blicken.

    Trotz Sams verschleierter Sicht, drangen die fast smaragdgrünen Augen, in der Dunkelheit, zu ihm durch. Den besorgten Blick seines großen Bruders auf sich spürend wischte er sich die restlichen Tränen aus den Augen und seine Sicht wurde wieder klar.

    Ein letztes Schniefen von Sam ertönte und Dean wusste dass er ihn jetzt los lassen und in sein Bett zurück konnte, seinen Traumlosen schlaf, aus dem er gerissen wurde, fortsetzen konnte. Doch das würde er nicht tun, niemals könnte er seinen Sammy einfach alleine lassen, auch wenn er eigentlich nur auf dem Bett ein paar Schritte entfernt sein würde. Selbst das war ihm zu weit, wenn er wusste das Sam leiden würde. Also blieb er einfach sitzen, schaute weiter in diese kleinen braunen Augen und wartete darauf das sein Bruder ihn wegschicken würde, nur dann würde er zurück in sein Bett gehen.

    „Willst mir von deinem Traum erzählen?" es war nicht der erste Albtraum den Sam hatte und würde bestimmt auch nicht der letzte sein. Seit er erfahren hatte, was es da draußen in der Welt alles gab, die Monster die an jeder Ecke lauern konnten, wurde er fast jede Nacht von Albträumen geplagt. Jedes mal fragte ihn Dean ob er darüber reden wolle, doch er hatte sich immer geweigert und war meist wieder in Tränen ausgebrochen, weshalb Dean diese Frage nicht mehr stellen wollte, doch jedes mal aufs neue konnte er sich nicht davon abhalten es dennoch zu tun.

    Doch diesmal war die Reaktion anders, Sam fing nicht wieder an zu weinen oder drehte sich von ihm weg, er schaute nur traurig zu Boden und nickte leicht. Auch wenn es ihn überraschte würde er einen Teufel tun und das ganze in Frage stellen, er würde warten bis Sam anfing zu erzählen.

    „Ich wurde verfolgt." fing er leise an zu reden. „Ich hab geträumt das ich von einem Dämon verfolgt wurde, er hatte gelbe Augen. Er hat gesagt das er mich holen will, das er mich überall finden würde und es nur eine Frage der Zeit wäre. Und er hat gesagt dass er..." wieder liefen ihm Tränen die Wangen hinunter und er fing an zu schluchzen. „dass er alle die ich liebe töten wird." bei dem Satz stürzte er sich wieder in die Arme seines Bruders und klammerte sich an ihm fest.

    Dean hatte sich alles stillschweigend angehört und strich Sam nun wieder sachte über den Kopf. „Sammy." sagte er so beruhigend wie er konnte. „Ich pass doch auf dich auf, kein Dämon wird es in deine Nähe schaffen. Solange ich bei dir bin wird dir nichts geschehen und ich werde immer bei dir sein."

    Sam löste sich von ihm schaute ihn wieder an. „Wirklich?" fragte er hoffnungsvoll und endlich schienen seine Tränen endgültig versiegt zu sein, sogar ein kleines Lächeln hatte sich auf seine Lippen geschlichen.

    „Wirklich!" sagte er voller Zuversicht und musste beim Lächeln des kleinen auch leicht schmunzeln. „Es ist doch mein Job auf meine kleine Nervensäge aufzupassen." Er wischte mit dem Daumen kurz über die Wange des jüngeren, um die spuren der letzten Tränen verschwinden zu lassen. „Kannst du schlafen?" wollte er nun wissen, da er selbst noch recht müde und es mitten in der Nacht war.

    Sam nickte kurz und schien nun wesentlich fröhlicher zu sein als noch einen Moment zuvor.

    Gerade als Dean nun aufstehen wollte, um in sein Bett zurück zu gehen und wieder unter die Decke zu kriechen, hielt etwas sein Shirt fest. Als er zu der Stelle sah erkannte er die kleine Hand von Sam. „Bleibst du bei mir?" fragte er vorsichtig.

    Sie hatten schon eine Weile nicht mehr zusammen in einem Bett geschlafen, nach einem kleinen Streit hatte Dean ihm an dem Kopf geworfen das er es hasste mit ihm ein Bett zu teilen, das er dafür schon zu alt war und auch Sam langsam erwachsen werden sollte. Er hatte es in dem Moment betreut, als die Worte seinen Mund verlassen hatten, das Gesicht das Sammy bei den Worten gemacht hatte tat ihm mehr weh als alles was Sam ihm im Laufe des Streits an den Kopf geworfen hatte. Den jüngeren so verletzt zu sehen, wegen dummen Worten die er unbedacht geäußert hatte, verletzte auch ihn zu tiefst. Doch sein Stolz, sein blöder Stolz, hatte es nicht zugelassen das Ganze sofort zurückzunehmen. Auch Tage danach hatte er sich nicht dazu durchringen können, Sam hatte sich zum schlafen immer in sein Bett verzogen und sich eine Zeitlang unter der Decke versteckt.

    All das war jetzt ein paar Monate her, sie hatten sich inzwischen wieder vertragen, doch keiner traute sich das Thema noch einmal anzuschneiden. Umso glücklicher machte es Dean jetzt das Sam danach fragte und ihn nicht einfach gehen ließ. Er brauchte nicht lange um zu entscheiden was er tun sollte, eigentlich hatte er sich in dem Moment entschieden in dem Sam ihn gefragt hatte. „Natürlich, ich bleibe bis du eingeschlafen bist." den letzten Teil wollte er nicht sagen doch dieser kleine Funken stolz der noch immer an der Sache, die Monate zurück lag, festhielt ließ das nicht zu.

    Doch Sammy hatte da andere Pläne er stürzte sich wieder in seine Arme und hielt sich an ihm fest.

    „Oder auch länger." lächelte er. „Du kleiner Klammeraffe."

    Zusammen legten sie sich gemütlich hin, Sams Kopf ruhte auf seiner Brust während er sich weiter an ihm festhielt. Die Decke bis zum Bauch hochgezogen lagen sie da. Trotz seiner Müdigkeit konnte Dean nur an die Decke starren und auf das immer ruhiger werdende atmen des jüngeren achten.

    Es dauerte nur einen Augenblick dann war Sam auch schon wieder im Land der Träume unterwegs.

    „Ich hab dich lieb Sammy." obwohl er sich sicher war das er ihn nicht mehr hören würde oder vielleicht gerade aus diesem Grund, flüsterte er es in die Stille.

    „Ich dich auch Dean." nuschelte der kleine leise an seiner Brust.

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