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Pferdeglück eine ewige Freundschaft

Mias hatte sich eigentlich einen ganz normalen Sommer mit ihre besten Freundinn Clara vorgestellt doch ihre Eltern machen ihr einen Strich durch die Rechnung.
Mia wird die Sommerferien zu ihrer Oma auf die Insel fahren.
Ein langweiliger Pferdesommer schlimmer geht es ja wohl nicht.
Doch dort wird alles ganz anders. Der schwarze Hengst Black Devel der sich von niemandem zähmen lässt scheint ihr zu vertrauen und neben Pferdediebe und Black Devel steht sie einmal vor der größten Entscheidung ihrers Lebens...

    1

    ***************************
    Pferdeglück
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    Eine ewige Freundschaft

    von Zoe Schmitt


    2
    Inhalt


    Eine böse Überraschung

    Miese Noten

    Die Insel

    Begegnung im Morgenlicht


    3
    Black Devel

    Er konnte sich noch genau an die Tage erinnern wo er in dem dunklen und dreckigen Stalle stand. Jeder Tag war für in eine Qual. Immer musste er Angst haben geschlagen zu werden. Am meisten hatte er vor dem Mann mit den schwarzen Stiefeln Angst. Er hatte ihn gepeitscht und geschlagen. Es war auch der Mann gewesen, der ihm seine Mutter weggenommen hatte. Wie sehr er ihn hasste. Er wollte ihm irgendwann alles zurückgeben. Irgendwann!
    Aber jetzt noch nicht. Nein, seine Zeit würde schon kommen. Und dann, dann würde er frei sein. Doch er glaubte nicht mehr an diesen Tag auf den er Jahre gewartet hatte. Und er glaubte auch nicht, dass seine Mutter zurückkam. Er musste weiter Angst haben und alles über sich ergehen lassen!


    4
    Eine böse Überraschung

    ,, Nein! Nein! Nein! ´´, schrie Mia. Wütend trat sie gegen die Tür.,, Na komm schon so schlimm wird das schon nicht werden´´, beruhigte Mias Mama sie.,, Wir sind auch nur für ein paar Monate weg´´, sagte Mias Papa.,, Aber warum so plötzlich?´´, fragte Mia.
    Ihre Eltern hatten sie heute Morgen damit überrascht das sie als Ärzte ohne Grenzen an die Grenze nach Mali reisen würden um dort mitzuhelfen da dort Krieg ist. Mia sollte in der Zeit zu ihrer Oma die eine Insel besaß gehen. Und das schlimmste war das es eine Pferdeinsel ist. Und dabei hat Mia mit Pferden gar nichts am Hut. Sie hatte sich so auf die Sommerferien gefreut da Anni ein Mädchen aus Mias Klasse eine riesige Party feiert und sie war eingeladen. Dann war da noch der Urlaub mit ihrer besten Freundin Clara geplant die sie schon seit dem Kindergarten kannte. Aber stattdessen sollte sie die Sommerferien auf einer blöden Pferdeinsel verbringen. Kein Bock!
    ,, Wir haben das doch auch erst gestern
    beschlossen´´, erklärte Mias Mama.,, Das ist aber gemein!´´, schrie Mia.
    Wütend stapfte sie auf ihr Zimmer. Konnte der Tag noch mieser werden?
    Auf der Insel gab es wahrscheinlich haufenweise Pferdetussis da war sich Mia sicher. Und mit denen wollte sie nicht abhängen. Und wie würde Clara darauf reagieren, wenn sie ihr erzählen würde das sie auf einer Pferdeinsel die Sommerferien verbringen würde und dass sie nicht mit ihr in Urlaub fahren konnte?
    Dabei hatte Clara sich genauso Dolle auf den gemeinsamen Urlaub gefreut wie Mia. Ach verflixt wie kompliziert das Leben doch war!
    Mia vergrub Kopf im Kopfkissen. In dem Moment klopfte es an der Tür.,, Herein!´´, rief Mia.
    Ihr Papa streckte den Kopf herein.,, Also ja hier hab ich noch ein Fotoalbum als ich noch auf der Insel gelebt habe. Vielleicht magst du es ja mal durchblättern um dir mal die Insel
    anzukucken? ´´
    Mia schüttelte den Kopf.
    Ihr Papa seufzte und setzte sich neben Mia.,, Mia ich kann verstehen das du sauer, traurig und enttäuscht bist. Aber weißt du da draußen gibt es arme Menschen die jeden Tag mit ihrem Leben kämpfen müssen. Und sie haben kein Dach über dem Kopf. Diese Menschen brauchen dringend unsere Hilfe. Wir sind Ärzte ohne Grenzen unsere Aufgabe ist es ihnen zu helfen und wir setzen dafür unser Leben aufs Spiel. Das ist unser Job. Verstehst du jetzt warum du diese Sommerferien auf dieser Insel verbringst? ´´
    Mia nickte. Darüber hatte sie noch gar nicht nachgedacht. Klar fand sie es nicht so toll die Sommerferien auf einer Pferdeinsel zu verbringen aber es gab wirklich Menschen die dringende Hilfe brauchten.
    ,, Gut dann lass ich dich mal noch einmal allein,´´
    Ihr Papa lächelte und ging aus ihrem Zimmer. Mia schnappte sich das Fotoalbum und machte es sich auf ihrem Bett bequem. Auf dem ersten Bild war ihr Papa zu sehen als er vier Jahre alt war und auf einem gefleckten Pony saß. Er schaute trotzig in die Kamera. Anscheinend war er nicht so begeistert. Mia musste kichern. Auf dem nächsten Bild sah man die Insel. Sie war wunderschön. Vor allem der Strand. Vielleicht war es dort doch gar nicht so schlimm. Mia musste ja nicht reiten. Sie schaute sich das Fotoalbum eine ganze Weile an dann aber merkte sie wie müde sie war. Sie konnte noch gerade so das Fotoalbum zur Seite legen und das Licht ausmachen dann vielen ihr auch schon die Augen zu.

    Mia wachte am Morgen von ihrem Wecker auf. Ach stimmt heute war Freitag und der letzte Tag Schule. Mia überlegte sich die ganze Zeit wie sie Clara erklären sollte das sie nicht mit ihr in den Urlaub fahren konnte. Dazu musste Mia Anni noch Bescheid sagen das sie nicht auf ihre Party konnte. Mia kiekte ihren Schuh weck.,, Ach verdammt!´´
    Zwei Minuten später war Mia angezogen und ging runter. Ihre Mama stand in de Küche.,, Bis später und viel Glück beim Zeugnis!´´
    ,, Danke!´´, rief Mia. Schnell schlüpfte sie in ihre Schuhe und zog sich ihre Jacke an. Dann lief sie zur Bushaltestelle. Dort wartete ihre beste Freundin Clara mal wieder war sie pünktlich.,, Hi Mia!´´
    ,, Hi!´´ antwortete Mia.
    ,, Was ist denn?´´, fragte Clara. Clara wusste immer, wenn mit einem etwas nicht stimmte.
    ,, Ehm also ja ich eh...´´, fing Mia an.
    ,, Ja!´´, Clara sah Mia etwas komisch an.
    ,, Okay Cara ich kann nicht mit dir in Urlaub fahren,´´
    Clara sah Mia überrascht an es war selten das ihr die Worte fehlten.
    ,, Oh warum denn nicht?´´
    ,, Weil meine Eltern als Ärzte ohne Grenzen an die Grenzen von Mali reisen und ich soll die Sommerferien bei meiner Oma verbringen.´´
    ,, Ah Okay!´´, antwortete Clara.
    ,, Du...du bist nicht sauer?´´, fragte Mia.
    ,, Nein warum denn?´´
    Mia war so erleichtert und viel Clara um den Hals. Mit ihr war alles immer so unkompliziert.
    ,, Für was war das denn? ´´
    Clara löste sich aus Mias Umarmung.
    ,, Dafür das ich deine Freundin bin´´, antwortete Mia. Clara lächelte. Dann schüttelte sie den Kopf.
    ,, Du bist komisch!´´
    ,, Los jetzt kommt!´´, ruft der Busfahrer.,, Oder soll ich ohne euch fahren?´´
    Schnell stieg Mia ein. Sie setzte sich neben Clara.
    ,, Oh man ich bin so aufgeregt wegen den Zeugnissen! ´´, gesteht Clara.
    Mia runzelt die Stirn.,, Warum denn du schreibst doch eh immer Einsen da wird dein Zeugnis auch spitze sein. Dazu bist auch noch die Lieblingsschülerin von Frau Sommer. ´´
    Clara boxt Mia in den Arm.,, Nein das stimmt gar nicht!´´
    ,, Oh Clara da brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen.´´
    Clara war wirklich eine spitzen Schülerin und schrieb immer Einsen. Und nahm immer gerne am Unterricht teil. Wehrend Mia sich über dreien und zweien freute dreht Clara durch, wenn sie mal eine zwei schrieb. Dazu langweilte Mia sich im Unterricht zu Tode. Für was gab es den auch schon so was. Clara gab aber nie mit ihren Noten an und war sonst nicht überheblich. Das fand Mia toll. Mia verstand nie warum ihre Freundin immer so aufgeregt vor Tests war. Die Note von ihr war doch eh klar.
    ,, Ja ja vielleicht mach ich mir wirklich zu viele Sorgen.´´
    Mia lächelt.,, Das glaub ich auch.´´
    ,, Wir sind da bitte austeigen!´´, ruft der Busfahrer.
    Mia stieg mit Clara aus.
    Fünf Minuten später gongt es und Mia geht mit Clara in die Klasse.
    ,, Seit bitte still!´´, ruft Frau Sommer. Die Klasse verstummt.,, Gut ihr wisst heute gibt es Zeugnisse und viele sind sehr aufgeregt und ich kann sagen bei allen sind die Zeugnisse sehr gut außer bei einer.´´
    Clara erstarrt.
    ,, Clara das bist schon nicht du!´´, flüstert Mia ihr zu.,, Mia sei bitte leise! ´´, fährt Frau Sommer sie an.
    Den ganzen restlichen Morgen wird Freiarbeit gemacht und gequatscht.
    Zwanzig Minuten vor Schulschluss bittet Frau Sommer das sich alle wieder setzen.,, Jetzt gibt es Zeugnissen!´´, flüstert Clara Mia zu. Clara ist zittert vor Aufregung. Mia muss zugeben das selbst sie etwas aufgeregt ist. Frau Sommer legt allen Kindern das Zeugnis auf den Tisch.
    ,, Mia kommst du nach dem Schulschluss noch schnell zu mir? ´´, fragt Frau Sommer. Mia wird eiskalt. Das bedeutet nichts Gutes.



    5
    Miese Noten

    Frau Sommer schloss die Tür und sah Mia etwas komisch an. Dann deutete sie auf Mias Zeugnis.,, Du weißt wahrscheinlich warum du hier bist oder?´´
    Mia sieht sie zerknirscht an.,, Mein...mein Zeugnis war nicht das beste.´´ Das stimmte ihr Zeugnis bestand hauptsächlich aus dreien und vierten. Es gab sogar eine fünf und nur zwei Einsen.
    ,, Deine Noten werden in letzter Zeit viel schlechter und insgesamt lässt du immer mehr nach. Gibt es irgend einen Grund dafür?´´
    Mia schüttelte den Kopf.,, Nein!´´
    ,, Gut! Ich werde leider mit deinen Eltern reden müssen.´´
    Mia schaut Frau Sommer fassungslos an.,, Was!´´
    Frau Sommer lächelt gezwungen.,, Es tut mir leid!´´
    Erstarrt verlässt Mia das Klassenzimmer. So ein Mist! Vorm Schuleingang wartet schon Clara.,, Und was wollte sie?´´
    Mia seufzt.,, Meine Leistungen in der Schule lassen angeblich immer mehr nach. Okay mein Zeugnis war nicht das beste und ja ich schreibe auch mal öfters dreien und vieren Ist das aber so dramatisch?´´
    ,, Eh also Mia das sind nicht die besten Noten, bemerkt Clara.´´
    ,, Ja! Aber ich habe gerade ein ganz anderes Problem nämlich wie erkläre ich das meinen Eltern?´´
    Clara kaut auf ihrer Unterlippe.,, Keine Ahnung aber wir müssen uns jetzt echt beeilen wen wir noch den Bus erwischen wollen.´´
    Mia und Clara sprinten in Richtung Bushaltestelle. Zum Glück war der Bus noch da. Die zwei suchen sich schnell einen Platz und ein paar Sekunden später fuhr der Bus aus schon los.,, Mia aber ganz ehrlich glaubst du deine Eltern werden so schimpfen? Ich meine sie...äh...äh´´
    Mia schaut Clara forschend an.,, Was?´´
    ,, Ach Mia vergiss es.´´
    In dem Moment hält der Bus und Mia stieg aus. Sie lief an Anni vorbei. Dort macht sie kurz halt.
    ,, Anni! Ich kann nicht zu deiner Party!, erklärt Mia.´´
    Annis Gesicht ist ein einziges Fragezeichen.
    ,, Hä! Wieso nicht?´´
    Mia seufzt jetzt erklärt sie die Geschichte zum dritten mal.,, Ich muss die Ferien bei meiner Oma verbringen weil meine Eltern als Ärzte ohne Grenzen an die Grenzen von Mali reisen werden. Okay?´´
    Anni nickt.
    Mia läuft die letzten Meter zu ihrem Haus. So näher sie dem Haus kommt des so nervöser wird sie. Schließlich klingelt sie. Mias Mama macht auf.
    ,, Mia komm mal bitte.´´
    Mia kann ihrer Mutter ansehen das sie ziemlich sauer ist. Aber wie kann das sein? Sie weiß doch noch nichts von Mias Zeugnis?
    Mias Mama setzt sich auf das Sofa.,, Und irgendwas besonderes? Dürft ich mal dein Zeugnis sehen? Das ist doch bestimmt gut oder?“
    ,, Ja...nur also...“, stottert Mia.
    Mia holt mit einem schlechten Gewissen ihr Zeugnis aus dem Schulranzen und gibt es ihrer Mutter.
    ,, Und?´´, fragt ihre Mutter spitz.
    ,, Eh…ja Mom ich weiß es ist…´´
    ,, Nein darum geht es ja gar nicht. Ich wollte immer mit dir vor Tests lernen und du hast immer abgelehnt. Angeblich kannst du das ja alles schon. ´´
    ,, Ja…aber nein…Mom das ist echt unfair ich habe doch zwei Einsen und zwei zweien´´, protestiert Mia.
    ,, Ach ja und wie sehen deine anderen Noten aus? Mal davon abgesehen das du dich nur noch mit Freunden triffst und vor der Klotze sitzt gibst du dir nicht viel Mühe in der Schule. ´´
    ,, Oh! ´´
    ,, Ich muss mal mit deinem Vater sprechen. So geht das nicht weiter. Geh jetzt am besten auf dein Zimmer! ´´
    ,, Okay! ´´
    ,, Ach und übrigens Frau Sommer hat mich eben angerufen. ´´
    Mia spürt die Wut in sich aufkochen. Diese Blöde Ziege!
    Niedergeschlagen trottet Mia die Treppe hoch. Sie knallt wütend ihre Zimmertür zu. In dem Moment vibriert ihr Handy. Eine Nachricht von Clara.
    Hi Mia!
    Und wie wars? Hast du viel ärger gekriegt? Sind deine Eltern wütend?
    Schreib mir SOFORT zurück!
    Deine Clara!
    Schnell tippst Mia eine Antwort.
    Hi Clara!
    Naja schon! Aber meine Mam will noch mit meinem Vater reden. Ich glaube danach werde ich noch mehr ärger kriegen. Ach und Frau Sommer hat meine Mutter angerufen! Oh die spinnt doch!
    Und ehrlich auf ``lernen in den Ferien´´ hab ich echt keinen Bock!
    Das werden die beschissenen Ferien ever!
    LG Mia!

    Seufzend steckt Mia ihr Handy wieder in die Hosentasche. Das alles nur wegen einem blöden Zeugnis!
    ,, Mia!´´
    Das ist die Stimme ihres Vaters. Mia fährt auf. Ist sie etwa eingeschlafen? Ach egal! Hauptsache ist doch das ihr Vater da ist und er jetzt gleich von ihrem Zeugnis erfährt. Schnell rennt Mia in die Küche. Ihr Papa sitzt gerade vor Mias Zeugnis und scheint es konzentriert zu lesen. Dann schaut er auf. Als erstes schaut er ihre Mutter an die nur den Kopf schüttelt. Dann schweift sein Blick zu Mia.
    ,, Was soll das Mia?´´
    ,, Eh weiß nicht!´´ Mia zuckt mit den Schultern.
    ,, Weißt du was? Wie währe es wen du in den Ferien auf der Insel lernst? ´´
    ,, Was! ´´
    Mia erschrickt in den Sommerferien lernen?
    Das komische ist noch das ihre Eltern gar nicht so auf ihre Noten achten. Klar wollen sie das ihr Kind gute Noten schreibt aber eine drei ist bei denen auch nicht schlimm. Im Klartext: Mia hat ziemlich lockere Eltern die ihr viel Freizeit lassen. Und jetzt das!
    ,, Ich glaube du hast mich verstanden´´, entgegnet ihr Vater.
    Ich verdrehe die Augen.,, Ja!´´
    ,, Gut gehe jetzt am besten auf dein Zimmer.´´
    Ich zucke mit den Schulter.,, Wie du meinst!´´
    Schnell renne ich auf mein Zimmer. Am Abend blieb ich noch ein wenig wach und chattete mit Clara hin und her.
    Doch irgendwann ging ich ins Bett.





    6
    Black Devel

    Er betrat die Rennstrecke. Der Mann saß auf ihm. Er schwitzte vor Angst. Würde er ihn wieder peitschen das er schneller lief? Der Startschuss!
    Der Mann bohrte ihm die Sporen so fest in die Seite das er einen Sprung zur Seite machte. Und dann lief er los. So schnell, dass er schon fast vergaß das der Mann auf ihm saß! Fast!
    Er spürte das der Mann Mühe hatte sich fest zu halten. Also lief er noch schneller. Und dann wusste er das der Tag gekommen war. Er stieg auf die Hinterbeine und fing an zu bocken. Der Mann fiel in den Sand. Und er rannte! Er rannte weg! Vor dem Mann, vor der Rennstrecke!
    Doch in dem Moment stellte sich ihm eine Frau in den Weg. Nein! Bitte nicht jetzt wo der Tag gekommen war. Wo er den Mann besiegt hatte.

    7
    Auf der Insel

    Liebe Clara,
    Sorry das ich dir erst jetzt schreibe aber es ist heute Morgen so viel passiert das ich kaum Zeit hatte dir zu schreiben. Heute Morgen weckten mich meine Eltern um 6:00 Uhr . Ich wusste nicht was los war also habe ich meine Mam gefragt warum sie mich um aller Herrgottes früh wecken muss. Die hat mir darauf erzählt das sie mit meinem Dad früher zu den Ärtzten ohne Grenzen gehen muss. Ich dachte mir nur hä und warum weckt ihr mich dann? Aber dann kapierte ich das es für mich also hieß früher auf die Insel zu gehen . Toll oder? Also musste ich mich in meine Klamotten zwängen und im Halbschlaf in Auto steigen. Zum Flughafen fahren und mich von meinen Eltern verabschieden. Mein Paps sagte zum Abschluss noch das der Flug in gut zwei Stunden losgehen würde. Und jetzt sitze ich hier im Flugzeug und schreibe dir.
    Deine Mia!

    Als ich die Mail fertig geschrieben hatte steckte ich mein Handy in die Hosentasche und starrte aus dem Fenster vom Flugzeug. Jetzt sah ich da unten noch Dörfer, Wälder und Felder doch schon bald würde ich da unten nur noch blaues Wasser sehen. Ich sah mich im Flugzeug um. Außer einem Opa, einem Pärchen, einer erwachsenen Frau, einem Mann und einer Familie war das Flugzeug komplett leer. Kein Wunder wer wollte den schon nach Spanien?
    Oh mein Gott! Ich sehe das Meer. Unter mir ist eine komplett blaue Fläche? Dabei habe ich nur ein bisschen auf meinem Handy TikTok geschaut und als ich aus dem Fenster schaute sah ich das Meer. Es ist wunderschön.
    Mühsam riss ich den Blick vom Meer ab und wendete sich wieder meinem Handy zu.
    Immer noch keine Mail von Clara. Das war komisch. Normalerweise schrieb sie immer direkt zurück. Wahrscheinlich schlief sie noch. Clara war nämlich Langschläferin.
    Nach einer Weile wurde TikTok schauen langweilig also beschloss ich mir mein Buch zu holen und ein bisschen zu lesen. Jedoch gab ich nach dem zweiten Kapitel auf. Und wieder fragte ich mich wie Clara es schaffte ununterbrochen zwei Stunden zu lesen. Ich meine lesen ist ja schön und gut aber man kann das doch nicht so lange machen oder?
    Oh man! Wann sind wir endlich da. Ich glaube ich sterbe vor Langweile. Wie als hätte der Pilot das gewusst kam im Moment eine Durchsage, Liebe Passagiere und Passagierinnen. Wir werden gleich den Landeanflug beginnen. Bitte schnallen sie sich wieder an.
    Der Pilot begann den Landeflug. Und Mia merkte wie der Druck in ihren Ohren immer mehr wehtat. Etwas später landete das Flugzeug und die Passagiere durften aussteigen. Mia holte ihren Koffer ab und lief nach draußen. Sie wartete vor dem Flughafeneingang auf ihre Oma. Aber sie kam nicht. Auch nicht nach fünf Minuten. Zehn Minuten später hetzte ein Junge in ihre Richtung. Er sah sich suchend um bis er sie entdeckte.
    ,, Bist du Mia?´´, fragte er.
    Mia runzelte die Stirn.,, Woher kennst du meinen Namen?´´
    Er lächelte.,, Ich soll dich abholen! Deine Oma sollte noch eine Reitstunde übernehmen! ´´
    Mia überlegte kurz. Was war, wenn das nur irgendein Junge war. Was war wen das alles nicht stimmte was er da erzählte.
    ,, Na komm schon ich heiße Jeans und arbeite auf dem Hof deiner Oma. Naja arbeite ist zu viel gesagt. Eher helfen! ´´
    Mia puste los.,, Jeans?´´
    Auch Jeans fing an zu lachen.,, Ich weiß ich finde den Namen auch bescheuert!´´
    ,, Ja das ist er!´´, gab Mia zu.
    Jeans holte sein Handy aus der Tasche.,, Glaubst du mir jetzt oder soll ich dir Bilder zeigen?´´
    ,, Ne lass mal ich glaube dir!´´, antwortete Mia
    Mia folgte Jeans zum Hafen. Bei jedem Schritt schlug ihr der schwere Koffer gegen das Bein und in dem Moment wünschte Mia sich sie hätte weniger Sachen mitgenommen. Dort stand ein kleines Motorboot. Sie stieg auf das kleine Boot und Jeans startete den Motor.
    Während die Küste zu schrumpfen begann sah man in der Ferne einen kleinen Felsbrocken der in jeder Minute größer wurde bis bald eine Insel vor ihnen lag.
    ,, Die Pferdeinsel!´´, flüsterte Mia.
    Sie war viel schöner als sie gedacht hatte. Es gab einen langen schönen Sandstrand und Wälder, Felder, Berge, Seen und Flüsse. Die Sonne schien dabei wunderschön. Sie zog ihren Koffer aus dem Boot und folgte Jeans der zielstrebig loslief. Er ging einen kleinen Berg hoch und an sämtlichen Feldern vorbei. Bald schon sah man Koppeln mit vielen Pferden darauf stehen.
    Und dann sah man den Hof. Jeans lief unter dem kleinen Torbogen von dem Hof.
    Es gab eine Reithalle mit schönen großen Glasfenstern, zwei Reitplätze, zwei Ställe, eine Longiermaschiene, einen kleinen Brunnen in der Mitte und ein großes Gebäude.
    Jeans bemerkte ihren bewunderten Blick.,, Das ist der Hof deiner Oma!´´
    Mia schluckte. So groß und schön hatte sie ihn sich niemals vorgestellt. In dem Moment bemerkte sie eine ältere Dame mit grauen Haaren die sie zu einem Dutt zusammengebunden hatte. Sie unterrichtete gerade ein Mädchen auf einem Pferd.
    ,, Rücken gerade! Zügel nachziehen! Fall dem Pferd nicht immer so in den Rücken! ´´, hörte sie die Frau rufen. Mia verstand davon kein Wort.
    Jetzt ritt das Mädchen auf ein Hindernis zu doch die Stange fiel herunter.
    ,, Du musst früher abspringen!´´, rief die Frau erschöpft.
    ,, Mach ich ja aber Cabana will nicht!´´, jammerte das Mädchen.´´
    ,, Das ist nicht Cabanas Schuld das bist ganz alleine du! Die Reitstunde ist beendet! ´´
    Damit lief die Frau davon. Da entdeckte sie mich.
    ,, Oh Hallo Mia!´´, begrüßte sie mich.
    ,, Oma?´´
    Ich umarmte sie.
    Sie streichelte mir durchs Haar.,, Es ist so schön dass du hier bist! Jeans kann dir auch gleich dein Zimmer zeigen. Aber ich muss noch schnell was erledigen. ´´
    Sie lief in Richtung Haus. Jeans sah ich nirgendwo also lief ich in Richtung Stall.
    Dort sah ich das Mädchen von eben. Es feuerte wütend die Gamaschen von Cabana in die Ecke.
    ,, Alles okay?´´, fragte ich.
    ,, Nein nichts ist Okay!´´, schrie das Mädchen.,, Ich will in zwei Wochen an diesem großem Turnier teilnehmen aber Cabana macht nicht was ich will.´´
    Den letzten Satz hatte sie so laut geschrien das ich mir die Ohren zuhalten musste.
    ,, Ist doch nicht so schlimm´´, antwortete ich.
    ,, Ist doch ist so schlimm! Ist doch nicht so schlimm! Das ist eine Katastrophe! Und was hast du schon hier zu sagen wenn du nicht mal etwas über Pferde weißt? ´´ Sie musterte mich.,, Warum bist du überhaupt hier?´´
    In dem Moment kam ein Mädchen in den Stall.
    ,, Celin alles okay du hast so geschrien! ´´
    ,, Oh Bella! Gut das du da bist dieses komische Mädchen belästigt mich mit fragen. ´´, sagte das Mädchen das anscheinend Celin hieß.
    Die zwei Mädchen verschwanden in Richtung Ausgang. Und gerade in dem Moment vermisste ich Clara. Wahrscheinlich hatte dieses Mädchen das Celin hieß recht. Ich wusste nichts über Pferde. Vielleicht sollte ich einfach, wenn es um das Thema Pferde ging den Mund halten. Ich seufzte. Was soll ich hier?
    Gerade kam Jeans angerannt.,, Mia! Was machst du hier? Ich habe dich schon überall gesucht. ´´
    ,, Du warst nicht da also dachte ich, ich schaue mich mal ein wenig um, ´´ sagte ich.
    ,, Klar! ´´, sagte Jeans aber die Ironie in seiner Stimme war kaum zu überhören.,, Jetzt komm ich soll dir dein Zimmer zeigen!´´
    Ich sah ihn an.,, Können wir damit nicht noch ein bisschen warten?´´
    Jeans zuckte mit den Schultern.,, Wie du willst!´´
    ,, Okay!´´
    ,, Wie währe es wenn ich dir die anderen Leute vom Hof zeige?´´, fragte Jeans.
    ,, Das wäre cool!´´, antwortete ich darauf.
    Jeans nannte mir sämtliche Namen von Schülern, Mitarbeitern und Pferden auf. Mittlerweile wusste ich auch das der etwas dunkelhäutigere Junge Tim hieß. Angeblich konnte er sehr gut mit Pferden umgehen. Auch die zwei Mädchen Lea und Mara wurden mir vorgestellt. Lea liebt reiten, schwimmen und den ganzen anderen Sport während Mara Musik und malen mochte. Beim Abendessen lernte ich auch noch die etwas rundliche, gutmütige Köchin Marianne kennen. Sie kochte wirklich fabelhaft. Nach dem Abendessen ging ich direkt ins Bett. Der Tag heute war ziemlich anstrengend.



    8
    Begegnung im Morgen-
    licht

    Ich wachte am frühen Morgen von dem Vogelgezwitscher auf. Ich war das nicht gewohnt da ich in der Stadt lebte. Ich schaute aus dem Fenster. Draußen war ein schöner, sonniger Morgen. Nebelschwaden hingen über der Koppel.
    Ich schnappte mir mein Handy und schlüpfte schnell in meine Jeans und in mein T-Shirt. Über die Haare zog ich eine einfache Mütze. Ich bemühte mich so leise wie möglich aus dem Haus zu kommen. Als ich auf dem Hof stand lief ich geradeaus. Ich bog in Richtung links ab da ich wusste das es in Richtung rechts zu dem Strand ging aber jetzt wollte ich den andren Weg wählen.
    Der Weg würde immer steiler und steiniger. Ich merkte das ich den Weg in Richtung Berge genommen hatte.
    Ich schwitzte obwohl es erst gegen sechs Uhr morgens war.
    Als ich auf dem Berg angekommen war, ließ ich mich ins Gras fallen. Ich hielt mein Handy in die Luft und versuchte so WLAN zu kriegen.
    Doch es brachte nichts.
    In dem Moment schnaubte etwas hinter mir. Ich drehte mich um und sah ein Pferd. Es war komplett schwarz und hatte wunderschöne braune Augen in denen man sich verlor. Mein Herz pochte und ich spürte den warmen Atem des Tieres in meinem Gesicht. Doch das Pferd schaute mich nur ruhig an. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich wollte das Pferd nicht verjagen oder verschrecken. War es ein Pferd meiner Oma oder Wildpferd? Ich streckte langsam meine Hand nach dem Tier aus und streichelte es über die Nase. Plötzlich scheuchten Vögel auf und das Pferd erschreckte sich. So schnell es aus dem Nebel gekommen war, war es auch wieder in ihm verschwunden.
    Mia starrte noch eine Weile in den Nebel dann schüttelte sie fassungslos den Kopf. Sie hatte da etwas zwischen ihr und dem Pferd gespürt. Es war als wären sie unsichtbar verbunden.
    Mia schüttelte den Kopf. Was dachte sie sich denn da. Sie lief noch einmal den steilen Abhang hinab bis sie die großen Koppeln mit den feinen, säuberlich weiß gestrichenen Zäunen erblickte.
    An dem Tor stand Jeans:,, Hi!´´
    Mia zuckte zusammen.,, Musst du mich so erschrecken? Jeans zog verwundert die Augenbraun hoch.,, Du konntest mich doch sehen!´´
    Erst jetzt bemerkte er Mias Gesicht.
    ,, Du siehst ja aus wäre dir ein Geist begegnet!´´
    ,, Ja ein Geist!´´, sagt Mia mehr zu sich selbst als zu Jeans. Jeans musterte sie.,, Alles okay?´´
    Mia blickte von ihren Schuhen auf:,, Ja ja alles bestens!´´
    ,, Okay! Aber eigentlich wollte ich dich nur fragen ob du heute mit zum Strand kommen willst. Ich dachte ein bisschen schwimmen schadet ja nicht. Außerdem kannst du dann die anderen kennenlernen die kommen nämlich auch mit.´´, sagt Jeans.
    Mia blickt in erstaunt an.,, Ja klar gerne!´´
    Damit hatte sich echt nicht gerechnet. Sie lief ins das Haus ihrer Oma.
    Die nette Köchin Marianne begrüßte sie.,, Na na Kind du warst gar nicht beim Frühstück!´´, sagte sie.
    Mia hielt inne.,, Eh ja also…ehm…ich…ich hatte sowieso nicht so viel Hunger und…´´
    Marianne sah sie gutmütig an.,, Ach Kind komm du warst bei den Pferden oder? Und nun setzt dich hin ich bring dir noch was. ´´
    Mia lächelte. Sie hatte auch echt Hunger. Marianne brachte ihr ein Croissant, einen Tee und noch einen Apfel. Mia verspeiste alles und ging danach auf ihr Zimmer.
    Clara rief sie von Face Time an und sie quatschten miteinander. Dann musste Clara auflegen.
    Kurz danach klopfte Jeans an der Tür.
    Mia starrte ihn entgeistert an.,, Was machst du denn hier?´´
    Jeans schaute sie fassungslos an.,, Strand, Meer und schwimmen vergessen?´´

    Morgen geht es weiter!

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