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Le journal secret des assassins

Egmont Bélanger ist weiterhin auf dem Vormarsch. Der Admiral, politischer Gegner der französischen Assassinen-Bruderschaft, traktiert die Händler der Hafenstadt Rivage immer mehr. Neue Steuern für den Handel auf See und das Benutzen der überwachten Seewege sind nur die kleineren Übel. Doch als sich auf einmal die unzufriedenen Bürger und Seeleute verbünden, wendet sich für ihn das Blatt.

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Wütend lief die in weiß gekleidete Person davon. Zwischen den einfachen Leuten stach seine Kleidung zwar hervor, aber das störte ihn gerade nicht. Wieder war ihm der geizige Admiral der Lis-Flotte zuvor gekommen. Da war er, Taro Travador, gerade noch in Begriff ein gutes und schnelles Schiff zu kaufen, da überbot Admiral Egmont Bélanger ihn. Natürlich konnte er nicht weiterbieten, sonst hätte er wahrscheinlich die ganzen Geldanlagen der Assassinen plündern müssen. Hoffentlich würden die anderen es auch so sehen. Taro spuckte aus, drängelte sich weiter durch die Menschenmasse. Er bog nach rechts ab in eine der vielen Seitenstraßen und hangelte sich auf das nächste Dach. Das Grinsen auf dem Gesicht seines Gegner wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen.

Taro überwachte gerade zusammen mit Anführer Ezio das Bogenschießen des Nachwuchs. Perfekter Zeitpunkt um von Admiral Bélanger und dem Schiff zu berichten. Sein Anführer nickte nur ernst und blickte weiterhin auf seine Schüler. Taro tat es ihm nach, doch Ezio konnte seine Wut und Enttäuschung nicht verbergen. Der Meister wandte sich ab und ging davon. Besorgt sah Taro ihm nach.

Ezio war wütend. Wütend auf Bélanger, Taro und sich selbst. Es konnte so nicht weiter gehen. Bélanger musste fallen. Nicht allein wegen seiner Wut auf den Rivalen, nein, um des Volkes Willen. Wir müssen uns befreien, dachte er trotzig.

Zur selben Zeit, an einem anderen Ort:
Eine Gruppe unzufriedener Bürger und Seeleute hatte sich versammelt. Kapitän Michael Thomas ergriff das Wort:“ Werte Herren! Wir haben uns heute hier versammelt um über unsere aktuelle Lage zu beraten. Wir sind uns einig, dass der Admiral fallen muss. Die Templer stärken ihm den Rücken. Da müssen wir auf alles gefasst sein. Deswegen müssen wir uns heute über unsere Taktik unterhalten. Wir wissen, dass unser Feind diese Woche in seinem Herrenhaus im Westen kampiert. Dass dieses bewacht wird, ist klar. Aber wir dürfen nichts übersehen. Auch seine kleineren Unterstützer müssen weg. Wir müssen auch seine Quartiere aushebeln. Doch wie planen wir unseren Angriff am besten?“ Kapitän Thomas sah ernst in die Runde. Da meldete sich ein älterer Herr:
“Nun, wir könnten als erstes das Waffenlager überfallen und uns dort mit Waffen eindecken. Dann bilden wir Truppen von etwa zwanzig bis dreißig Mann und hebeln die Quartiere aus. Danach gehen wir zum Herrenhaus. Die Schiffsbesitzer könnten währenddessen die Schiffe des Admirals überfallen. Es gibt keine Gnade, nur wer sich bekehren lässt und zu uns kommt, der ist ihrer würdig.“ Zustimmendes Gemurmel stieg auf. Die Männer zerstreuten sich wieder und sammelten für den morgigen Angriff ihre Männer.
Und so geschah es dann auch. Überall gab es öffentliche Krawalle und Kämpfe. Die wütende Menge stürmte das große Herrenhaus des Admirals. Doch sie fanden es leer vor, Bélanger hatte sich vor Angst aus dem Staub gemacht. Auch den Assassinen entging der Tumult nicht. Immer wieder griffen sie ein um Unschuldige vor dem Tode zu bewahren. Ihr Anführer Ezio unterstützte zwar die Freiheitskämpfe, war aber mit der aktuellen Situation nicht einverstanden. Er entsandte seine Brüder und Schwestern. Sie sollten Egmont Bélanger aufspüren und ihn sofort benachrichtigen, falls man ihn fand. Erst wann man den Admiral gefangen hatte, so glaubte Auditore, würde das Volk die Waffen niederlegen.

Und dann kam mit David die ersehnte Nachricht. Egmont Bélanger war in Paris gesehen worden. Sofort machte sich eine 30 Mann starke Truppe auf den Weg in die Hauptstadt.

Der Raum war brechend voll, überall ertönten Rufe und der Richter hatte Mühe sich Gehör zu verschaffen. Als es leiser war, wurde der Gefangene vorgeführt. Es war ein Mann mit zerzausten Haaren und einer unordentlichen Admiraluniform. Sein Bart war ungepflegt, genau wie er selbst. “Egmont Bélanger, Sie wurden vom König höchstperönlich angeklagt. Sie waren nicht in der Lage die Aufstände aufzuhalten, trotz Ihrer großen Truppe. Geflohen wie ein Feigling sind Sie aus Rivage. Unser König ist zutiefst enttäuscht von Ihrer Untreue und Ihren Misslingen. Dass ist Verat an der Krone!“ Weiter kam der Richter nicht, die Menge schrie wieder auf und der Angeklagte versuchte sich vergeblich zu befreien. “Tötet ihn!“ “Hängt ihn!“ Aus allen Ecken kamen die Rufe. Erst nach dem Ausruf des Urteil, beruhigte sich die Menge. Verzweiflung und Entsetzen spiegelten sich in des Admirals Gesicht. “Nein! Bitte nicht! Bitte, Herr Richter! Ich bin in der Lage...!“, schrie Bélanger. Schneidend unterbrach ihn der Richter:“Hätten Sie die Krawalle und Aufstände verhindert, aber Sie haben es nicht. Es ist Ihre Schuld und jetzt müssen Sie mit den Konsequenzen sterben!“ Er wurde abgeführt und wieder zurück zum Kerker geschleift.

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