x
Springe zu den Kommentaren

Der Verräter unter uns

Das habe er ist eine Geschichte für einen Schreibwettbewerb von Holly Book, bei dem man ein FF zu einem Spiel schreibt.
Ich habe mich für Among US entschieden, weil das Spiel eigentlich doch viel brutaler ist, als man eigentlich beim Spielen denkt und diese Geschichte das irgendwie thematisiert.

ACHTUNG: Diese Geschichte enthält Blut und Mord und, weil es ja um Among US geht.

    1
    „Yellow, was machst du da?“, fragte das Crewmitglied, als es sie entdeckte. Sie saß verängstigt in der Kommunikation, in ihrer linken Hand hielt sie das Headset, mit dem sie wohl gerade noch mit der Erde in Verbindung getreten war. Nervös sah sie sich um. „Die Verbindung zur Erde ist irgendwie gekappt“, flüsterte sie. „Das kann schon Mal passieren“, antwortete das andere Crewmitglied schulterzuckend. „Schon“, zögerte sie, „Aber es macht mir Angst.“ „Warum?“, wunderte sich ihr Gegenüber. Yellow schluckte. „Wegen dem, was auf der Skeld passiert ist“, gab sie nach einer kurzen Pause zu.
    Die Berichte von der anderen Raumstation ließen sie immer wieder schweißgebadet aufwachen. Irgendwer dort war aus einem unbekannten Grund durchgedreht und hatte begonnen, seine Crewmitglieder nach und nach kaltzustellen. Er war zum Massenmörder geworden. Nur zwei Personen dort hatten überlebt.
    „Yellow“, sagte das Crewmitglied, das ihr noch immer gegenüber stand, „Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass einer von uns sowas tun würde!“ „Tut mir leid“, entschuldigte sie sich eilig, „Ich wollte das niemandem unterstellen! Ich meine, wir sind ja alle befreundet. Aber was soll ich schon gegen meine Angst tun?“ „Vielleicht eine Umarmung“, schlug das Mitglied vor und breitete die Arme aus. „Sind wir denn noch im Kindergarten?“, fragte Yellow. „Es hilft!“, wurde ihr widersprochen.
    „Danke, das habe ich echt gebraucht!“, bedankte Yellow sich, als sie sich wieder lösten. Anstatt eine Antwort zu bekommen, wurde sie allerdings nur angegrinst. „Was ist denn?“, wollte sie wissen. Ihr Gegenüber grinste weiter. „Sag schon, was ist denn so lustig?“, rief Yellow nun leicht nervös.
    Diesmal bekam sie eine Antwort. Eine Antwort in Form eines Messers, das in ihre Brust gerammt wurde!
    Yellow schrie auf. Vielleicht aus Schmerz, vielleicht aus Angst, vermutlich aus beidem. Wie in Zeitlupe sank sie zu Boden. Blut sickerte aus ihrer tödlichen Wunde. Schritte näherten sich. Panisch sah ihr Mörder sich um. Da! Der Luftschacht war die Rettung! So schnell wie möglich flüchtete der Mörder, gerade rechtzeitig, um nicht von Green entdeckt zu werden, durch den Schacht.
    „Yellow!“, rief Green entsetzt, als er sie am Boden liegen sah, „Wer? Wer war das?“ Schwach öffnete sie ihren Mund, um zu antworten, doch es war bereits zu spät. Eine dünne Spur Blut rann aus ihrem Mund, bevor ihre Augen leblos glasig wurden.
    „NEIN!“, schrie Green auf. Sie durfte nicht tot sein! Wut packte ihn. Irgendjemand hier hatte ihr das Leben genommen! Irgendjemand, den er kannte! Den sie gekannt hatte!
    Sein Blick fiel auf seine Uhr. Er konnte damit im Notfall alle Crewmitglieder gleichzeitig erreichen. Jetzt war so ein Notfall!
    Bevor er noch irgendetwas sagen konnte, unterhielt sich die halbe Crew schon über so banale Dinge wie das Wetter.
    „Leute!“, schrie Green in seine Uhr, „Yellow ist tot!“
    Sofort herrschte eine schlagartige Stille, wenn man Mal davon absag, dass White leise schluchzte.
    „Warum?“, fragte irgendwer nach einer Zeit. „Mord“, antwortete Green einsilbig. „Besprechen wir das im Büro. Ich werde ihren Körper nachher in Sicherheit bringen“, entschied Brown, der Captain der Polus, weshalb ungefähr eine Minute später die jetzt nur noch neunköpfige Crew zusammen in einem bisher eher unbenutzten Teil des Büros der Raumstation saß.
    „Was ist passiert?“, wendete Brown sich nun an Green. „Ich bin in die Kommunikation gegangen und habe sie dort mit einem Messer in der Brust gefunden. Sie wollte noch sagen, wer sie ermordet hat, ... aber sie hat es nicht mehr rausgebracht, bevor sie gestorben ist“, erklärte Green. Jedes Wort ließ seine Wut auf den Mörder erneut zu einem Höhepunkt kommen! Wer? Wer würde sowas tun?
    Wieder herrschte Stille, bis Pink plötzlich fragte: „Und was hast du in der Kommunikation gemacht?“ „Ich habe sie schreien hören“, antwortete er. Pink warf einen Blick zu dem Plan, der beschrieb, wann wer was zu tun hatte. „Solltest du nicht beim Scanner gewesen sein?“, fragte sie. „Er funktioniert nicht“, erklärte Green, „Das Signal ist irgendwie gestört, also habe ich es mit einem Update versucht. In den nächsten paar Tagen sollte er wieder einsatzbereit sein.“ „Vielleicht kann der Scanner irgendwelche Werte erkennen, die uns einen Hinweis auf den Mörder geben können, zum Beispiel irgendwelche Reaktionen von Synapsen im Hirn oder so“, überlegte Red laut. „Du bist unser Wissenschaftler, du musst es ja wissen“, nickte Brown. „Und was machen wir jetzt?“, mischte Purple sich ein, „Abwarten und Tee trinken, bis der Mörder sich noch jemanden schnappt?“ „Warum so angespannt?“, wandte sich Orange an ihn. „Warum so angespannt!“, wiederholte Purple, „Da ist ein Mörder unter uns! Erinnerst du dich an Skeld? Meine Schwester ist dort gestorben!“ Feindlich sahen sich die beiden an. „So, jetzt beruhigen wir uns erst Mal alle“, verlangte Brown. „Aber was machen wir denn jetzt wirklich?“, wollte Grey wissen, die bis jetzt noch nichts gesagt hatte. Nachdenklich sah Brown sich um. „Wir sollten zu zweit zusammen gehen. Wir werden mit der Person, mit der wir zusammen sind, alles gemeinsam machen und sie keine Sekunde aus den Augen lassen. Wenn der eine schläft, passt der andere auf. So schützen wir uns gegenseitig“, verkündete er seinen Plan. „Aber der, der dann ein Team mit dem Mörder bildet, hat schlechte Karten“, widersprach Black. „Und außerdem sind wir neun“, fügte White hinzu. Brown schüttelte den Kopf. „Wenn der Mörder sein Teammitglied umbringen sollte, wissen wir, wer er ist“, erklärte der Captain, „Und ich werde als Captain einfach ohne Team sein.“ „Aber auf diese Art werden wir nie herausfinden, wer wirklich der Mörder ist!“, widersprach Pink. „Hast du einen besseren Vorschlag?“, fragte Brown. Pink sah zögerlich zu Green. „Er ist schon verdächtig, oder?“, überlegte sie laut. „Geht es noch? Ich würde Yellow doch nicht töten! Wieso sollte ich euch dann auch noch alle über ihren Tod informieren, wenn ich es getan hätte?“, rief Green. „Ablenkung“, schlug Pink schulterzuckend vor. „Ich finde, es ist eher verdächtig, dass Pink ständig Detektiv spielt“, kommentierte Orange. „Unglaublich, dass wir Mal einer Meinung sind“, murmelte Purple. „Was?“, fragte sie entsetzt und sah die anderen an. „Bin ich denn die einzige, die das Offensichtliche sieht?", rief sie. „Ich stimme den Jungs nur ungern zu, aber ich glaube dasselbe wie sie“, meinte Black. Red räusperte sich, um sich Gehör zu verschaffen. „Am besten wäre es wohl, wenn wir auf den Scanner warten würden und uns dann Mal alle durchchecken lassen. Und solange er noch sein Update macht, hören wir auf, uns gegenseitig des Mordes zu beschuldigen“, meinte er. Brown nickte zustimmend und auch die anderen Crewmitglieder sahen ein, dass das Sinn machte. „Dann verkünde ich jetzt besser die Teams“, sagte Brown und schnappte sich den Dienstplan, um zeitlich möglichst gut abgestimmte Paare zu bilden. „Grey und Orange, Red und Purple, White und Black, Pink und Green!“, sagte er, nachdem er sich den Plan kurz angeschaut hatte. „Außgerechnet Green!“, beschwerte Pink sich, doch sie verstummte, als die anderen ihr warnende Blicke zuwarfen.

    „Kannst du nicht schneller arbeiten?“, nörgelte Pink. Green versuchte gerade, die ganzen, alten Kabel auszutauschen, die im Sicherungskasten verbaut waren, während Pink Wache hielt. „Mach du es halt, wenn es dir nicht passt!“, antwortete Green und zog einen roten Draht aus einer Ansammlung weiterer roter Drähte. Genervt bückte sie sich zu ihm. „Vielleicht geht es besser, wenn du dünnere Drähte nimmst“, schlug sie vor. „Das sind die dünnsten, die ich noch habe“, erklärte Green. „Ich glaube, ich habe welche im Büro gesehen“, erinnerte Pink sich, also gingen sie zu zweit dorthin.
    Green wollte gerade die Tür öffnen, die ins Büro führte, als es plötzlich stockfinster wurde. „Das Licht ist ausgefallen“, flüsterte Pink. „Außgerechnet jetzt, wo wir nicht mehr beim Kasten sind!“, ärgerte Green sich, Pink schaltete unterdessen ihre Taschenlampe ein. Langsam folgten sie dem dünnen Lichtkegel und betraten schließlich den Raum der Elektrik, wo schon ein Großteil der Crew zu sehen war.
    „Was macht ihr denn hier?“, fragte Pink. „Die Frage ist eher, warum ihr nicht hier gewesen seid“, antwortete irgendwer, bei dem es sich von der Stimme her wohl um Orange handelte. „Wir wollten dünnere Drähte holen, aber dann ist das Licht ausgefallen“, erklärte Green. „Macht Sinn“, murmelte Red. Dann richtete die Crew ihre Taschenlampen auf den Sicherungskasten, sie selbst standen in völliger Dunkelheit. Zu spät bemerkten sie, wie gefährlich das war!
    Plötzlich fiel ein Schuss, etwas relativ Schweres fiel mit einem dumpfen Schlag zu Boden, das Licht ging im selben Moment wieder an. Dieser kurze Moment nur hatte für den Mörder gereicht.
    „WHITE!“, schrie die Crew entsetzt, als sie ihren toten Körper zwischen sich liegen sahen. Wer auch immer geschossen hatte, musste hier sein! Allerdings konnte das Schussloch nichts darüber sagen, wo der Mörder gestanden war, da es sich mitten oben auf dem Kopf befand. Auch die Waffe hatte der Mörder schnell weggeworfen, sodass niemand sagen konnte, von wo sie gekommen war. Green ließ seinen Blick schnell über die Anwesenden huschen. Alle waren da ... Außer Brown! Auch Red schien es gemerkt zu haben. „Was ... Jetzt? Zwei Tote an einem Tag!“, wimmerte Grey.
    „Es muss Green sein“, sagte Pink plötzlich. „Was soll das jetzt wieder?“, fragte er wütend. „Zufällig wird erst jemand umgebracht, wenn wir kommen. Verdächtig, oder? Und da ich nicht der Mörder bin, kann es nur er sein“, erklärte sie. „So ein Blödsinn!“, antwortete Green. Wie konnte Pink sowas nur sagen? „Gibt es einen Grund, dass du immer versuchst, mich für das alles verantwortlich zu machen?“, fauchte er sie an.
    Die Crewmitglieder sahen sich nervös um. „Vielleicht war es ja keiner von beiden“, schlug Red vor. „Ich glaube eher, es war Pink“, meinte Orange. „Und was tun wir jetzt mit ihr?“, fragte Black. „Sollen wir überhaupt was tun? Vielleicht war es ja gar nicht Pink“, überlegte Red. „Aber sie ist die Hauptverdächtige“, erinnerte Purple ihn. „Wir könnten ja abstimmen, wer wen für den Verräter hält. Zusammen könnten wir drauf kommen“, meinte Black. Also fügte sie hinzu: „Wer stimmt außer mir noch alles für Pink?“
    Sofort hoben sich die Hände der meisten Crewmitglieder, nur Red, Grey und natürlich Pink selbst ließen ihre Hände nicht nach oben schnellen. „Ich bin kein Mörder!“, widersprach Pink panisch. Als Orange einen Schritt auf sie zu machte, rannte sie mit einem entsetzten Schrei aus dem Raum raus, die anderen rannten ihr hinterher. „PINK!“, schrie Red, „Lass uns darüber sprechen!“ Doch daran dachte sie gar nicht. So schnell sie konnte, rannte sie von den anderen davon, vermutlich nur, weil sie Angst hatte. Sie schaute nicht, wohin sie lief, sie wollte einfach weg. Erst als sie plötzliche Hitze spürte, blieb sie stehen. Erschrocken stellte sie fest, dass sie versehentlich auf die Rampe gelaufen war, die über einem See aus Lava endete. Sie wusste, dass die alte Rampe fast gar keine Stabilität mehr besitzte und dass ein Sturz in den See tödlich enden würde. Hinter ihr stand die Crew, die ihr nicht hinterher lief, weil die Rampe das nicht aushalten würde. Verzweifelt sank sie auf die Knie, Tränen rannten aus ihren Augen. Sie war nicht der Mörder! Aber Green war doch total verdächtig! Warum nur glaubte ihr keiner?
    „Pink!“, hörte sie plötzlich Reds Stimme, „Komm zurück. Alles wird wieder gut!“ Sie wollte aufstehen, doch als die Rampe zu wackeln begann, kniete sie sich schnell wieder hin. „Komm, Pink“, sagte er ein weiteres Mal. Vorsichtig berührte er ihre Schulter, woraufhin sie kurz zusammen zuckte. „Die Rampe kann uns nicht beide halten“, wollte sie gerade sagen, als diese erneut zu wackeln begann. Red schrie auf und spürte, wie er fiel. „Hab dich!“, rief Pink allerdings plötzlich.
    Mit ihrer rechten Hand umklammerte sie sein linkes Handgelenk. „Danke“, seufzte er.
    Damit waren ihre Probleme allerdings noch nicht gelöst. Noch immer wippte die Rampe bedrohlich auf -und ab. Außerdem war Red viel größer und somit auch schwerer als Pink, weshalb es wirklich schwierig für sie war, ihn nicht fallen zu lassen. Ein weiteres Beben ließ die Rampe erzittern. Pink schrie! Auch sie hatte den Halt verloren!
    Beide fürchteten schon, jeden Moment tot zu sein, doch Pink wurde von jemandem gerade noch am linken Fußgelenk gepackt! „Purple! Hilfe!“, schrie Pink. „Was glaubst du, was ich gerade mache?“, antwortete er, doch für drei Crewmitglieder war die Rampe einfach nicht gemacht. Mit einem lauten Knacken verabschiedete sie sich von der Stelle am Boden, wo sie einst festgeschraubt gewesen war. Alle drei schrien auf. Die übrigen Crewmitglieder stürzten nach vorne, um ihre Freunde zu retten, doch sie erwischten nur noch Purple, für Pink und Red kam jede Hilfe zu spät.
    „Nein!“, keuchte Grey, bevor die Crew ein weiteres Mal heute von vollkommener Stille umgeben war.

    „Wo ist eigentlich Brown?“, fragte Green nach einer Weile. Kurz tuschelten die Mitglieder durcheinander, bis sie zu dem Schluss kamen, dass ihn keiner mehr gesehen hatte, nachdem alle das Büro verlassen hatten. Das war also der Grund, weshalb sie sich zusammen auf den Weg ins Büro machten.
    „Captain?“, fragte Black, welche die Tür öffnete. Anstatt weiterer Worte entfuhr ihr ein spitzer Schrei. „Was ist?“, wollte Orange, der direkt hinter ihr stand, wissen und riss die Tür auf. Wie versteinert blieb er stehen. Auch die anderen sahen, was geschehen war.
    Brown saß noch immer dort, wo er vorher gesessen war, nur mit dem kleinen Unterschied, dass auf seinem Hals blaue Quetschwunden zu sehen waren, so als hätte man ihn erwürgt.
    Grey sank auf ihre Knie, Orange blieb weiterhin versteinert stehen, Black murmelte irgendetwas, Purple schlug seine Hände vor seinem Gesicht zusammen und Green atmete kurz tief ein -und aus.
    „Wir brauchen neue Teams“, murmelte Grey irgendwann. „Wozu? Beim ersten Mal hat das ja auch nichts gebracht“, widersprach Purple tonlos. „Was wir wirklich brauchen, sind freie Köpfe“, meinte Black. Sie atmete kurz durch, bevor sie weitersprach: „Vielleicht war Pink ja wirklich der Verräter. Immerhin könnte der Captain ja gleich getötet worden sein, nachdem wir in Teams aufgeteilt worden sind. Viel Zeit kann auf jeden Fall nicht dazwischen liegen, sonst wäre er ja woanders.“ „Kann nicht sein“, widersprach Green, „Pink war die ganze Zeit bei mir.“ „Sowie Grey ständig bei mir war“, fügte Orange hinzu. „Ständig?“, zweifelte Purple, „Ich habe dich doch Mal alleine vor dem Büro gesehen.“ „Stimmt, aber da habe ich nur kurz an einem Schacht gearbeitet. Grey konnte mir da schlecht helfen, weil sie ja kein Ingenieur ist, also ist sie halt ein bisschen herumgelaufen, um zu schauen, ob alles sicher ist“, erklärte Orange. „Also hätte jeder von euch die Möglichkeit gehabt, kurz ins Büro zu gehen“, schlussfolgerte Purple. „Was redest du denn da? Und außerdem - Du hast gar niemanden, um dein Alibi zu beweisen!“, fauchte Orange. „Das liegt vermutlich daran, DASS RED TOT IST!“, schrie Purple ihn an. Erneut sahen sich die beiden mit hasserfüllten Blicken an. „Leute, beruhigt euch! Niemand beschuldigt mehr irgendwen ohne handfeste Beweise!", verlangte Green. „Okay“, antwortete Orange und atmete tief durch, Purple nickte nur.
    Kurz sah Black durch die Runde. „Es ist spät. Wir sollten schlafen gehen“, meinte sie. „Bei der Aufregung?“, fragte Orange. „Ich kann sicher kein Auge schließen!“, stimmte Grey ihm zu. „Dann lasst uns wenigstens neue Teams einteilen“, verlangte Black. „Ich kann bei Orange bleiben“, schlug Grey vor. „Und dann können Green und Purple zusammengehen“, meinte Black. „Und was wird dann aus dir?“, fragte Grey. „Die Frage ist doch wohl eher, warum Black sich separiert, oder?“, meinte Purple. Mit einem nachdenklichen Blick fügte er hinzu: „Versuchst du etwa absichtlich, alleine zu sein?“ „Wie meinst du?“, fragte Black. Wütend kniff Purple seine Augen zusammen. Green verstand allerdings plötzlich, worauf er anspielte. „Du meinst, der Verräter will alleine sein, um nachher jemand anderem die Schuld des Todes seines Partners zuzuschieben“, überlegte er laut.
    Grimmig sah Black ihn an. „Ich bin kein Mörder“, sagte sie kalt. „Wir können ja ein Team zu dritt bilden“, schlug Grey ihr vor. Nach kurzem Zögern nickte Black. Kurz warf sie einen Blick durch die Runde, bevor sie rief: „Ok, jetzt geht es weiter an die Arbeit!“

    Unruhig sah Green Purple zu, wie er an dem Gerät arbeitete, das für eine annehmbare Temperatur in der Raumstation sorgte, also praktisch einer besseren Klimaanlage. „Wen hältst du für den Mörder?“, fragte Green vorsichtig. Purple zuckte nur mit seinen Schultern und meinte: „Es könnte jeder sein.“ „Hast du denn gar keinen Verdacht?“, borte Green nach. „Nein“, antwortete Purple kurz angebunden. „Wir könnten ja Mal alle durchgehen, was meinst du? Lass uns Mal davon ausgehen, dass es nicht wir beide sind - Was hälst du zum Beispiel von Black?“
    Wütend wirbelte Purple zu ihm herum. „Ist das ein Spiel für dich!“, wollte er wissen. „Natürlich nicht, wieso?“, begann Green, würde allerdings schon von Purple unterbrochen: „DANN LASS MICH DAMIT IN RUHE!“
    Erschrocken sah Green ihn an. „Tut mir leid“, entschuldigte Purple sich schnell, „Das wollte ich so eigentlich nicht sagen.“ „Schon gut, dass war vermutlich ein bisschen aufdringlich von mir“, gab Green zerknirscht zu.
    Plötzlich packte Purple Greens Schultern! Green wollte fliehen, doch er konnte dem eisernen Griff nicht entkommen! War das sein Ende?
    „Green“, flüsterte Purple, „Du musst mir helfen!“ In seiner Stimme schwang irgendwie Angst und Trauer gleichzeitig. Erleichtert atmete Green aus. Purple hatte ihn nicht töten wollen!
    „Was ist?“, fragte er seinen Freund. Kopfschüttelnd sah Purple ihn an und sagte: „Ich... Ich weiß ja auch nicht,... ich...“
    „Beruhuge dich erst Mal!“, verlangte Green, also atmete Purple kurz ein -und aus, bevor er fragte: „Vierundzwanzig oder Fünfundzwanzig Grad?“
    Verständnislos sag Green ihn an. „Das ist aber nicht das, was du ursprünglich fragen wolltest“, meinte er.
    „Nein“, gab Purple zu und ging einen Schritt auf Green zu. „Was ist los?“, fragte Green. Seine Stimme klang viel verängstigter, als ihm lieb war. „Kannst du zu den anderen gehen?“, bat Purple. Verwirrt sah Green ihn an. „Bitte“, fügte Purple hinzu. „Was hast du vor?“, fragte Green. Seine Stimme klang höher als sonst. „Ich muss was nachsehen“, erklärte Purple, „Alleine. Aber ich möchte nicht, dass du in der Zeit getötet wirst, sonst fällt der Verdacht auf mich.“ „Wie lieb, dass ich nur in der Zeit nicht sterben soll“, murrte Green. „So habe ich das nicht gemeint, das weißt du!“, antwortete Purple. Green verschränkte seine Arme. „Was musst du denn nachsehen?“, wollte er wissen. „Das geht dich nichts an“, antwortete Purple. Wut schwang in seiner Stimme. Green schüttelte den Kopf. „Ich kann dich nicht alleine lassen, selbst wenn ich es wollte!“, erklärte er. Flehend sah Purple ihn an. „Entweder komme ich mit, oder du gehst gar nicht“, meinte Green kalt. Purple schluckte.
    „Dann komm halt mit“, flüsterte er.

    „Das Büro?“, fragte Green, als sie davor stehenbleiben. „Du kannst auch vor der Tür warten, oder?“, überlegte Purple, doch Green schüttelte ernst den Kopf, weshalb sie es zu zweit betraten. Purple ging auf den hinteren Teil des Büros zu. „Da liegt noch Brown“, warnte Green ihn, doch Purple hatte den Raum schon durch eine der beiden Türen, die rein führten, betreten. „Lass den Toten ihre Ruhe“, sagte Green beim Eintreten, doch er verstummte, als er sah, wie starr Purple ganz knapp vor Brown saß und in dessen glasig tote Augen starrte.
    „Er war mein bester Freund, weißt du?“, sagte Purple, „Und ich weiß nicht Mal mehr, was ich als Letztes zu ihm gesagt habe. Ich habe mich nicht Mal bei ihm verabschiedet.“ Betreten sah Green zur Seite. Purple wollte ein letztes Mal mit Brown alleine sein und er hatte ihn nicht gelassen!

    „Ich lasse euch kurz alleine, glaube ich. Bin kurz im Gang, ja? Irgendwer muss doch für angenehme fünfundzwanzig Grad sorgen, oder?“, verabschiedete Green sich also.
    Obwohl er für die Einstellungen keine Minute gebraucht hatte, beschloss er, erst nach mindestens fünf weiteren Minuten zurückzukehren. Immerhin würde er in so einem Moment auch lieber alleine sein. Sein bester Freund hatte zum Glück einen ziemlich ungefährlichen Job als Volksschullehrer auf der Erde, also würde sowas wohl eher nicht passieren. Trotzdem - Der alleinige Gedanke ließ ihn erschaudern!
    Es war so still um ihn herum, dass ihn das plötzliche Piepsen seiner Uhr kurz erschreckte. „Ist was?“, fragte er, als er abhob. „JA!“, fauchte Black, „Oder glaubst du, wir rufen alle zum Spaß?“
    „Orange ist tot“, fügte Grey ganz leise hinzu.
    „Wie kann das sein? Ich dachte, ihr wärt zusammen?“, fragte Purple. „Waren wir auch meistens!“, wimmerte Grey. „Er wollte nur kurz an einem kaputten Schacht arbeiten und hat uns gebeten, Schrauben aus dem Lager zu holen, weil er nicht genug hatte“, erklärte Black. „Also streng genommen hat er mich gebeten und ich bin los, aber Black ist mir keine Minute später hinterher gekommen, weil sie meinte, dass es alleine zu gefährlich ist, aber das ist doch egal, oder?“, murmelte Grey. „Nein, Grey, dass ist nicht egal!“, widersprach Purple, „Denk nach!“
    Plötzlich fiel es Green wie eine Schuppe von den Augen. Benommen taumelte er ein paar Schritte rückwärts. Black war als letzte mit Orange alleine gewesen!
    „Warum, Black?“, flüsterte er. „so war das nicht! Ich war es nicht!“, schrie Black verzweifelt. „Es kannst nur du gewesen sein“, flüsterte Grey. Sie hatte es wohl auch realisiert. So schnell Grey konnte, rannte sie von Black weg. „Warte!“, schrie diese, „Ich war es nicht!“ Blitzschnell folgte sie ihr.
    Doch Grey hörte ihr gar nicht erst zu. Wieso sollte sie auch? Es konnte nur Black sein!

    Vor dem Lavasee blieb sie stehen, da Green ganz in der Nähe bei der Klimaanlage stand und sie beide sehen konnte.
    „Verschwinde!“, schrie sie Black an, die ihr immer näher kam. „Ich war es nicht!“, wiederholte Black. „Es kannst nur du gewesen sein!“, schrie Grey sie an. „Grey“, sagte Black mit der ruhigsten Stimme, die sie aufbringen konnte, „Ich habe einen Moment gebraucht, um dich zu finden. Jemand anderes kann in der Zeit auch bei Orange gewesen sein. Ich verspreche dir, dass ich unschuldig bin!“
    Mit diesen Worten griff sie nach Greys Schultern. Green verkrampfte sich, als er das sah. Aber Black würde Grey sich sicher nichts tun, wenn es einen Zuschauer gab, oder? Grey hingegen schrie erschrocken auf und gab Black einen Stoß. Keinen sonderlich festen, er sollte einfach nur reichen, um Black abzuschütteln. Doch Black hatte mit dieser Attacke nicht gerechnet, weshalb sie einige Schritte zurücktaumelte.
    „Nein, Black!“, schrie Grey entsetzt, als sie sah, was sie gerade angerichtet hatte, doch es war bereits zu spät. Ihr Crewmitglied verlor das Gleichgewicht und stürzte schreiend in den See. Sie war auf die selbe grausame Art wie Pink und Red ums Leben gekommen. Zitternd sah Grey ihr nach. „Ich habe sie getötet“, stammelte sie.
    Im selben Moment verließ Purple das Büro und eilte auf die zitternde Grey zu. „Hey, sie war der Verräter“, tröstete er sie, „Alles wird wieder gut.“ „Meinst du?“, fragte Grey mit bebender Stimme. Purple nickte und hielt ihre unruhigen Hände, damit sie zum Stillstand kommen konnten. Auch Green stellte sich zu den beiden.
    Man sollte meinen, dass er nun endlich aufatmen könnte. Immerhin war diese relativ kurze, aber doch schreckliche Zeit voller Gewalt endlich vorbei. Doch weit gefehlt. „Drei von uns habe überlebt“, murmelte er, „Drei von zehn.“
    „Falsch“, antwortete Purple jedoch. „Wieso falsch?“, wunderte Grey sich. Green lag dieselbe Frage auf der Zunge.
    „Green“, sagte Purple langsam und deutlich, „Wir sind doch nur noch zwei!“
    Während er noch den Satz beendete, ließ er Greys Hände los, nur um ihr einen festen Schlag gegen den Oberkörper zu verpassen. Grey riss den Mund auf, um zu schreien, doch ihr entwich nur noch ein schwaches Hauchen, bevor auch sie von den Lavamassen verschluckt wurde.

    Unfähig, sich zu bewegen, sah Green ihr nach. „Wie...wieso?“, war alles, was er rausbrachte. Purple grinste.
    „Wieso?“, wiederholte er, „Weil ich es kann.“ Langsam ging er einen Schritt auf Green zu. „Wie?“, sprach Purple weiter, „Die meisten waren einfach. Nur für Orange musste ich durch die Lüftungsschächte kriechen, aber auch das habe ich hingekriegt. Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass du auf meine Brown-war-mein-bester-Freund-Geschichte reinfallen würdest. Hat mir allerdings ein 1a Alibi gegeben, danke dafür!“
    „Du Psycho!“, keuchte Green. „Übertreibe doch nicht gleich so!“, verlangte Purple, als er das hörte.
    Inzwischen stand er direkt neben Green. „Setz dich bitte hier mit mir auf den Boden, ich erzähle dir alles!“, sagte er in einem Ton, als würde er ihn auf eine Teeparty einladen. Um zu zeigen, wie ernst er es dennoch meinte, presste er eine Pistole gegen Greens Schläfe. Green gehorchte mechanisch.
    „Ehrlich gesagt, am Anfang bei Yellow hättest du mich fast erwischt“, begann Purple, „Nur dadurch, dass du so plötzlich erschienen bist, ist mir die Idee mit den Schächten gekommen, also danke!“ Stumme Tränen liefen aus Greens Augen. Seine Freunde waren tot und er würde es auch gleich sein, würde davor aber noch von jemandem, den er Mal für einen Freund gehalten hatte, mit Worten gefoltert. Purple hingegen schien es zu genießen, ihm von diesen grausamen Morden zu erzählen: „Leider hat White mir am Gang danach gesagt, dass sie mich verdächtig findet, weil meine Schwester doch auf ihrem Schiff gemordet hat. Das Detail ist euch anderen entgangen, oder? Zumindest sagte sie, dass solche ...Probleme... vielleicht in der Familie lägen und dass ich Acht geben solle. Einen Psycho hat sie mich genannt! Mich! Verrückt, oder? Kein Wunde, dass ich sie aus dem Weg räumen musste...“, sprach Purple weiter. „Se still! Ich will es nicht hören!“, schrie Green ihn an. Es interessierte ihn nicht, wie sehr man hören konnte, dass er weinte und wie viel Angst er hatte, den hier war niemand mehr, vor dem er es verbergen wollte. „So?“, fragte Purple, „Davei war es so schön, wie ich mich noch Mal schnell zurück ins Büro geschlichen habe, um Brown ein Ende zu setzen. Red sollte der nächste sein, doch das hat sich ja von selbst erledigt!”
    Ein wahnsinniges Kichern erklang aus seinem Mund. „Und schließlich noch Orange, mein Meisterwerk“, endete Purple, „Es war perfekt. Niemand hat mich verdächtigt!“
    Green hatte genug gehört. Er konnte einfach nicht mehr. „Warum sagst du mir das?“, fragte er, doch falls Purple eine Antwort gegeben hatte, konnte er sie nicht mehr hören.
    Das lag daran, dass er aufgesprungen war, um zu flüchten. Er musste die Kommunikation erreichen! Vielleicht konnte er ja wieder Verbindung zur Erde aufbauen.
    „Nicht so schnell!“, schrie Purple allerdings hinter ihm. Green hörte, wie er einen Schuss abgab! Keine Sekunde später durchzuckte ein brennender Schmerz sein linkes Bein, woraufhin er krachend zu Boden fiel. Nein! Nicht so knapp vor der Kommunikation!
    Schmerzerfüllt schrie er auf. Die Kugel hatte seine Kniescheibe von hinten zertrümmert. „Green!“, schrie Purple irgendwo hinter ihm, „Ich kriege dich!“
    Doch Green wollte nicht aufgeben! Nicht jetzt!
    Er zog sich einfach mit seinen Armen voran, versuchte zu ignorieren, in welch seltsamen Winkel sein Bein abstand und wie schlimm es blutete und schmerzte. Schweißperlen tropfte von seiner Stirn auf den Boden. Auch der Rest seines Körpers schwitzte so stark, dass es sich anfühlte, als wäre er im Regen. Und die Angst war da - Sie machte sich in ihm so breit, dass er befürchtete, gleich von ihr zerrissen zu werden. Einzig der Gedanke daran, dass er überlebeb wollte, ließ ihn nicht aufgeben!
    Aber welche Chance hatte er schon? Immerhin stand Purple jetzt wieder vor ihm, die Pistole direkt auf seine Stirn richtend.
    Erschöpft atmete Green aus. Er hatte verloren. Es gab keinen Ausweg mehr.
    Langsam beugte Purple sich zu ihm hinunter, die Pistole presste er direkt zwischen Greens Augen.
    „Irgendwelche letzten Worte? Wo die anderen doch keine Zeit hatten, ihre zu äußern?“, fragte Purple.
    „Ich...“, begann Green stockend.
    „Lass dir Zeit“, zwitscherte Purple honigsüs.
    Mit einer blitzschnellen Bewegung riss Green Purple die Pistole aus der Hand. Drei Schüsse waren noch übrig. Ihm sollte einer reichen.
    „Wirst du jetzt also auch zum Mörder?“, fragte Purple. „Ich muss dich nicht umbringen“, meinte Green entschieden, zielte auf Purples Beine und schoss ab. Die Wucht der Pistole war überraschend stark und als sie durch ihn hindurchging, schien sein Knie vor Schmerz zu zerreißen.
    „Daneben!“, freute Purple sich allerdings plötzlich. Mit einem Ruck riss er Green die Pistole aus der Hand. Erneut schoss er auf ihn, diesmal traf er ihn in der rechten Seite der Hüfte.
    Green schrie und presste seine Hände auf das frische Schussloch. Ihm wurde schlecht, seine Angst erreichte einen neuen Höhepunkt.
    „Tschüss, Green!“, verabschiede Purple sich, bevor er die letzte Kugel schoss.
    Sie sollte genau Greens Herz treffen, aber Green wich gerade noch so aus, dass sie in seinem linken Schlüsselbein landete. Frustriert schrie Purple auf und ließ die Waffe fallen. „Dann eben auf der altmodische Art!“, fauchte er.
    Grenns Schmerzen wurden schlimmer. Er konnte jedoch nicht mehr schreien, da Purple nun versuchte, ihn so zu erwürgen, wie er es einst mit Brown gemacht hatte. Green keuchte
    Jetzt war er sich sicher, dass er nun sterben würde. Dass er verloren hatte. Dass es keinen Ausweg mehr gab. Er würde sterben müssen, sowie seine Freunde vor ihm.
    Plötzlich fiel sein Blick auf die leere Pistole. Sie lag in einem Haufen Kabel, doch er konnte sie trotzdem erreichen, es gelang ihm sogar, sie in die Finger zu kriegen! Klar, sie war leer. Doch er hatte die Hoffnung, dass Purple das nicht wusste.
    Zitternd presste er sie gegen die Stirn seines Gegners.
    „Lass mich los!“, verlangte er von ihm.
    Es funktionierte! Purple ging tatsächlich einige Schritte weg von ihm.
    Mit letzter Kraft zog Green sich in die Kommunikation. Purple versuchte, ihm zu folgen, doch Green schaffte es, ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen und zuzusprren.
    Einen Lüftungsschacht gab es hier nicht. Er war endlich sicher!
    Gerade als er aufstehen wollte, um mit der Erde in Verbindung zu treten, begann alles um ihn herum, unscharf zu werden. Nein! Er musste noch durchhalten! Er konnte nicht jetzt zusammenbrechen! Er musste noch ganz kurz durchhalten!
    Doch unmöglich. Er brach zusammen.
    Es gab einen kleinen Aufschlag, als er halb tot auf die Seite rollte. Er wollte sich gegen seine Ohnmacht wehren, aber das gelang ihm nicht. Bewegungslos lag er am Boden, nur durch eine dünne Tür von einem Massenmörder getrennt, der mehr als bereit war, ihn zu töten.
    Green wusste, dass Purple das allerdings schon geschafft hatte. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er verblutete.
    Ein letztes Mal tastete seine Hand nach dem Headset, über das er mit der Erde in Kontakt treten konnte. Vergebens. Seine Hand knallte zu Boden, bewegungsunfähig wie der Rest von ihm. Langsam schlossen sich seine Augen. Nun war es zu spät, Hilfe zu holen.
    Als wäre die Raumstation unendlich weit weg, hörte er, wie Purple die Tür aufbrach. Es war also spätestens jetzt endgültig vorbei.


Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare autorenew