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Von Wasserspeiern, Farben und Psychopathen...

Larissa ist eine Forscherin... Violet ihr Menschliches Experiment und Karo ihr Jugendlicher Vorgesetzter, mal sehen was draus wird.

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    Dies ist ein Teil, meines Geschichtenuniversums, es wird ziemlich lange gehen -wie lange genau weiß ich nicht- und ist eine Vorgeschichte.

    Gut, dann noch eine Erklärung:

    Der Prolog ist ungefähr so lang wie anderthalb normale Kapitel und ein Sprung in die Zukunft, ab Kapitel 1 geht es mit der normalen Geschichte weiter, auch wenn es zuerst nicht so aussieht.


    Im allgemeinen spielt die ganze Geschichte an einem Ort, der nicht benannt wird, es ist eine Art Anstalt, um es so zu sagen. Der Leiter heißt mit Namen Ziyou und ist der Vater einer der Hauptcharaktere. Er entwickelt spezielle Mittel und Gerätschaften, um... Naja, den Kindern spezielle Fähigkeiten zu verleihen.

    Ein Beispiel dafür wäre, dass er einem Kind die Fähigkeit des Solars verleihen will, wie es bei Mokushita der Fall war, das erfolgt durch Genmanipulation. Ziyou iniziiert also der Mutter des Kindes bereits das Mittel, während das Kind in der Embryo Phase ist, was er auch nach der Geburt fortführt, die meisten Kinder sterben dabei, aber einige überleben und entwickeln sich dann zu Pflanzen, Tieren, stellt es euch einfach wie eine Mischung aus My Hero Akademia und Orochimarus Versteck vor xD

    Das wird alles im Laufe der Zeit noch Sinn ergeben... Glaube ich...

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    Prolog:

    “Wasserspeier. Wo. Sind meine Wasserspeier?“, fragte Violet so ruhig und kalt, als wäre sie nicht diejenige, die befragt wurde und starrte ihren Gegenüber feindselig an. Der Mann schaute kurz verwirrt, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und sagte wie in einem schlechten Film: “Wir stellen hier die Fragen.“ und stemmte sich nun auch mit der anderen Hand auf den Tisch, an dem das Mädchen saß. “Sie sind allein. Ich habe Wasserspeier, also wo sind sie?“, langsam wurde sie gereizt, sie wollte endlich hier raus, zurück in die Freiheit, zu ihrem Leben, auch wenn die Zivilisation es nicht als Leben sah. Diese Wasserspeier, von denen sie fast durchgehend sprach, existierten nicht. Nicht für sie... Nicht für diese verblendete, unkomplizierte Welt. Ihr Gegenüber wandte sich zu der Frau, die Schräg hinter ihm an der Wand lehnte, sich Notizen machte und dabei siegessicher grinste. “Mehr als Wasserspeier werden sie aus ihr nicht herausbekommen.“ Violet war wütend. Sie redete doch gar nicht von Wasserspeiern, sie redete von ihren Freunden, von Blue, Green, Azure und den anderen. Warum verstanden diese Menschen denn nicht? Sie begann zu grinsen, es war dieses fast Reflexartige, verrückte Grinsen, welches sie immer bekam, wenn sie eine Einsicht hatte, oder das wenigstens glaubte.

    “Ach so ist das...!, ihre Stimme hatte einen seltsamen Tonfall bekommen, von einem leisen Lachen begleitet, kratzend und so leise, dass man kaum ein Wort verstand. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie die Decke an “Azure, oh Azure... Komm und rette mich vor dieser Schreckenswelt... Kilia... Ich werde dir dienen...“, als sie diese Worte sagte, seufzte die Frau und stieß sich von der Wand ab und ging mit langsamen, langen Schritten auf den Tisch zu, umrundete ihn mit ganzer Aufmerksamkeit auf das Mädchen, trotzdem schaute sie dem Mann weiter abfällig in die Augen. Nur eine Millisekunde würde Nummer 5A von den Fesseln loskommen. Nur dieser kurze Augenblick. “Verschwinden sie.“, meinte sie an den Mann gewandt, nun hatte sie nur noch Blicke für Violet, als wäre es ihr egal, ob er blieb oder nicht, also wagte er es, zu widersprechen: “Aber es ist meine Pflicht-„ „Es ist vorerst meine Pflicht, dieses Experiment wieder in die Anstalt zu bringen.“, unterbrach sie ihn und sah nun auf. In ihren Augen sah man nun ein rotes Funkeln und ihre von Natur aus matten Giftgrünen Haare leuchteten auf. “Ahahahahaa...! Ihr werdet alle Opfer Kodos!, fuhr die Jugendliche fort, als Larissa ihr bereits ziemlich nah war. “Es ist immer noch mein Haus!“, widersprach der Mann wieder, doch die Frau schnaubte nur. “Nun, machen sie was sie wollen, es ist meine Aufgabe, für die Sicherheit der Kinder zu sorgen, nicht für ihre.“, das war ein Bluff. Sie durfte niemanden umbringen, deshalb musste sie schleunigst wieder aufhören zu Leuchten. Allein, dass sie in Violets Nähe in diesem Modus war, war Lebensgefährlich. Sie biss sich auf die Unterlippe, als sie sah, wie sich bereits erste, glühende Male an den Unterarmen des Experiments zeichneten, sie hatte keine andere Wahl.

    Larissa war selbst ein Experiment. Sie konnte übernatürliche Dinge tun, in ihrem Fall war es dieses Leuchten, dass andere Experimente triggerte... Und ein paar andere. Sie schloss die Augen, sie konnte sich kontrollieren, sie musste. Das war der einzige Grund, weshalb sie frei herumlaufen durfte und sogar dieses Experiment zu einer Befragung schleppen. Man hatte ihr nicht erklärt, was man 5A überhaupt Fragen wollte, sie war eines der Älteren Experimente und somit schon seit 13 Jahren fast durchgehend auf Drogen und seit 13 Jahren das erste Mal außerhalb des abgetrennten Bereichs. Es war eine verdammt dämliche Idee gewesen, sie herauszulassen, aber Karo machte, was er wollte mit den Experimenten, wenn sein Vater nicht da war, wahrscheinlich wollte er einfach nur durch den Sender verfolgen, wie 5A ausrastete und ein halbes Wohnviertel tötete. Aber nicht heute, nicht mit ihr. Sie konzentrierte sich und ihre Haare hatten wieder die normale Farbe, die wieder halbgeöffneten Augen hatten eine dunkle, ebenfalls grüne Farbe und sie öffnete Violets Fesseln und in diesem Moment riss das Mädchen die geschundenen Arme hoch “Shhh...“, versuchte die Erwachsene es, doch das Experiment hatte sich bereits zu sehr in ihre Sache hineingesteigert, so, dass aus ihren Fingern und Handflächen ein Regeln aus Pfeilen auf den Mann zuschoss. Es war nur Feuer, und doch brannte es nicht, es war heiß, und trotzdem... Er konnte es nur als Magie bezeichnen, irgendetwas übernatürliches, etwas verrücktes. Diese Leute... Das waren doch keine Menschen... Was machten sie mit den Kindern? Dieses Bild, was er sah... Sie war ein Mädchen, ein ganz gewöhnliches 16 Jähriges Mädchen, braune, lange, wenn auch ungepflegte Haare und genauso dunkle Augen wie die Frau, doch auch diese Leuchteten nun, als würde ein dunkelviolettes Feuer darin brennen. Die Haare fielen ihr aus dem Gesicht, als sie den Kopf hob und mit weit aufgerissenen Augen zu ihm herabstarrte. Dies. War sein Tod. “Ihr ungläubigen Ketzer!“, schrie 5A, doch Larissa packte sie genauso blitzschnell an der Schulter, wie sie sofort reagiert hatte, als sie keine Fesseln mehr hatte. Nun hatte sie wieder welche, ihr Mund war halb geöffnet und sie drehte langsam den Kopf zu Larissa. Ihr ganzer Körper zitterte.

    Die junge Frau lächelte, als sie mit viel zu dunkelgrünen Haaren und der Jugendlichen an der Hand das Gebäude verließ. Es war eine Genugtuung, dass es immer wieder funktionierte: Sobald sie in dieser Form war, musste sie nur ein Experiment berühren und es wurde wieder zu dem kleinen Kind, dass es gewesen war, bevor man ihm das Mittel gespritzt hatte, Voraussetzung dafür: Es war ein Experiment der A, B, C, D oder E Klasse, das heißt, das ungefähr selbe Mittel welches in ihren Adern, vermischt mit ihrem Blut floss, dazu hinderte es die Kinder am Gebrauch ihrer Fähigkeiten. Im Kampf war das absolut unbrauchbar, bei ihrem Job heiß begehrt.

    Den ganzen weiten Weg über, sagte Violet kein Wort. Irgendetwas in ihrem Kopf blockierte sie, eigentlich wusste sie, was es war, sie musste nur die Hand der Forscherin loslassen, und... Was würde dann passieren? Ihre Hand zuckte kurz und Larissa, die etwas vor ihr lief, sah sich zu ihr um und packte sie fester. Sofort waren Violets Gedanken wieder gestoppt, sie hatte Angst, sie wollte zurück, zurück in ihre schöne Zelle, oder in die Cafeteria, oder wenigstens zu Karo, der wahrscheinlich gerade im Büro seines Vaters hockte, einigen Experimenten beim Schlafen zusah und Larissas Schokoladenvorräte verbrauchte. Warum war es so dunkel? Warum taten ihre Beine so weh? Wie weit war es noch bis... zu dem Ort? Sie wusste es nicht. Doch, sie wusste es, da war sie sich sicher, aber... Wieso war die Antwort auf solch einfache Fragen so... Schwer... Ihr Gehirn beantwortete sie nicht selbstverständlich, sie musste für alles einen doppelten Denkprozess einsetzen. Es war dunkel, weil es Nacht war. Ihre Beine taten weh, weil sie weit gelaufen war. Aber wie weit war es noch? Das wusste sie nicht. Und sie wusste auch nicht, warum es Nacht war, Beziehungsweise, warum sie nachts hier waren.

    Irgendwann kamen sie doch an, sie waren sehr lange gelaufen, nach Violets Befinden zumindest, und die ganze Zeit war diese Blockade in ihrem Kopf gewesen. Etwas, dass sie hinderte richtig zu denken, oder sich zu bewegen. Sie konnte zwar laufen, aber jede Bewegung war schwer und immer wenn sie versuchte Feuer zu machen oder einfach nur die heißen Male erscheinen zu lassen, wie sie es aus Langeweile oft tat, wurde es wie mit einem dumpfen Schlag gestoppt. Auch an Larissas Kräften zehrte es, so lange diese Form beizubehalten und ein so wildes Experiment zu bändigen. Sie war überzeugt, dass Karo das nur tat, um sie für die nächsten Tage, der Abwesenheit seines Vaters einigermaßen ruhig zu stellen, denn nach Letztgenanntem hatten sie und Karo die nächsthöheren Positionen, obwohl sie erst 21 und der Junge ungefähr 15 war. Sie seufzte, als sie daran denken musste, wie das Mittel Klasse E ihn zu einer Denkmaschine gemacht hatte. Vielleicht zu einer verrückten, aber zu einer Denkmaschine, die sich alles merken konnte, was sie einmal ausgesprochen hatte und alles andere aus dem Blickfeld verlor.

    Es war für das Kind eine Qual gewesen, nicht so, wie für 5A, die wegen ihres Temperaments 24 Stunden am Tag high war und deren Fähigkeiten sie oft selbst verletzten. Nicht so wie für 5A, deren Blut eigentlich nicht auf das A Mittel kompatibel war, und die es nur durch die psychopathische Sturheit des Leiters zu überleben geschafft hatte, die Bewusst dabei war, wenn sie sich immer mehr ihrem Wahnsinn hingab, Nein, seine Charakterzüge waren nicht mit irgendeinem Gemisch zu entschuldigen, und auch wenn Ziyou sich gerne damit herausredete, wusste er, dass sein Sohn sich verraten geführt hatte, als sein Vater, sein Vorbild persönlich, ihn angekettet und ihm im Alter von drei Jahren sein Todesurteil in die Adern gespritzt hatte.

    Violet war unglaublich froh, als sie die dicken Mauern sah und so hüpfte sie quasi zu dem großen, elektrisch Versigelten Eingangstor und zog Larissa mit, die einen 200 Stelligen Nein ich übertreibe nicht, ganz sicher nicht Code eingab, woraufhin eine Kamera zu sehen war, aus deren Lautsprecher, eine leicht arrogante Stimme etwas langgezogen sagte „Ja? Womit darf ich mich dienlich zeigen, verehrte Damen“, allein das zeigte der jungen Forscherin, dass der Junge seine Aufgabe nicht wirklich ernst nahm. „Damit, dass du für genau zwei Sekunden das Tor öffnest.“, zischte sie. Er schien kurz zu überlegen “Mmmh... Nein.“, grinste er und Larissa funkelte in die Kamera “Ich sitze am längeren Hebel und das weißt du.“, das war auch ein Bluff. Karo hatte die Oberhand, hatte er immer und würde er auch immer haben. Und er wusste das, er wusste es immer und er würde es immer wissen. Alles. “Ist das so? Das wäre mir aber neu...“, ermachte eine kurze Pause in der er nach Lissas Einschätzung ein kurzes Selbstgespräch führte “Können sie mir denn versichern, dass sie die Eintrittserlaubnis haben?“, damit trieb er sie in die Enge, sie war schon ziemlich fertig, die stetigen Impulse Violets zu unterdrücken und ihre schwarzen Augen wurden langsam, wie ihre Haare wieder Mattgrün. “Lass mich jetzt rein!“, knurrte sie und der Prozess beschleunigte sich etwas “Dir ist klar, dass die Mauer nur von Innen so isoliert ist, oder?“, das war kein Bluff. Auch wenn die Mauer von außen sehr stark war, konnte man sie nicht, wie von innen, durch das künstliche Material ersetzen, dass selbst Experimente wie 5A oder 8C aufhielt, da es zu auffällig wäre und man es dann nicht mehr als Fabrik verkaufen könnte “5A wird hier alles zerstören, wenn du mich so aufregst, mitsamt mir. Und das wird deinen Vater äußerst wütend machen.“, das war ihr gerade eingefallen. Diesmal hatte sie ihn in der Hand, glaubte sie zumindest. “Wie schön... Du kennst den Code, die Nummer des Experiments dort, deine eigenen Fähigkeiten, meine Familiären Verhältnisse und hast mir damit auch noch Zeit gegeben zu überprüfen, ob du wirklich das Experiment ohne Nummer bist, Larissa...“, das letzte Wort sprach er noch herablassender aus als den Rest und das laute, dreckige Lachen, dass er hatte, als er langsam das Tor öffnete war schon in seiner Stimme zu hören, als der Jugendliche wieder seine Überlegenheit klarstellte.

    Doch das konnte er, er konnte Larissa aufs Äußerste Reizen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Immer wieder ließ er sie verzweifeln, es war klar, dass er wahrscheinlich alles tun würde um die volle Macht zu ergreifen. Immer hatte sie gedacht, dass er einfach nur missverstanden und verzweifelt war, doch nun glaubte sie, wie Ziyou auch, dass er immer hinterhältiger, fieser und abgedrehter wurde.

    Als Larissa das Tor durchquerte kreisten ihre Gedanken. Weiterhin musste es schnell gehen, weiter und immer weiter, immer und immer wieder. Erschöpft brach sie zusammen, als sich die Eisernen, verstärkten Türen hinter ihr schlossen und drei Angestellte kamen um ihr 5A abzunehmen. Diese Mauer hatte tatsächlich einen Hohlraum, bzw. bestand sie aus zwei Mauern, die drei Meter auseinander zwei Kreise bildeten, auf diesen Mauern war ein Dach, direkt darunter Aussichtsplätze mit Kameras und Angestellten an ein paar Stellen, darunter eine Sicherheitskontrolle. So führten die Männer Violet, bereits unter schwachen Betäubungsmitteln, durch die Innere Blockade in Form einer weiteren, diesmal komplett Elektrischen Eisentür.

    Immer wieder fragte die Forscherin sich, wie sie es geschafft hatten, nie aufzufliegen. Ja, sie waren eventuell am Ende der Welt, aber trotzdem erreichbar und existierten offiziell unter einer Tarnung. Über 2000 helfende Angestellte, 50 Psychotherapeuten, 100 Ärzte und 20 Forscher arbeiteten hier und starben auch regelmäßig, es war ein Wunder, dass sie noch niemandem etwas gesagt hatten... Wahrscheinlich, weil sie Angst hatten... Weil niemand ihnen glauben würde... Oder, weil sie gar nicht hier herauskamen.

    Wieder und wieder trat Violet auf die Tür ein, seitlich, auch wenn das noch weniger Sinn machte, als von vorne. Sie wollte einfach nur etwas schlagen, oder eben treten. Larissa war es langsam leid, ihr dabei zuzusehen, sie wusste nur zu gut, wie sie sich höchstwahrscheinlich fühlte, auch wenn sie immer geglaubt hatte, dass Unterlegenheit für Experiment 5A eigentlich keine Rolle spielte. Bis vor ein paar Jahren, kam sie ihr sogar ziemlich unbefangen vor, als wäre es ihr egal, was mit den Menschen um sie herum war, was sie von ihr dachten und in welchen Gebieten sie ihnen nachstand und wo sie Überlegen war- warte... Dachte sie immer noch an das Experiment, dass sie überwachte, oder an sich selbst? Ach verdammt... Wahrscheinlich ging es 5A nur um Wasserspeier... Die junge Frau seufzte und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. Warum hatte sie jetzt Wachdienst? Gerade jetzt war ihr etwas eingefallen, was sie zwingen aufschreiben musste. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum sie nicht von dem Bild, Violets Zelle loskam, es hatte etwas mit ihr zu tun, die Formel für das Hypersyzenil hatte etwas mit ihrem Blut zu tun... Das war wohl die Lösung für die letzten 10 Jahre... Die einzige Frage war jetzt, welcher Teil, welcher Teil der Lösung A hatte das in 5A ausgelöst, und warum nicht bei den anderen A Klasse Experimenten?

    „Nicht noch einmal. Nicht noch einmal. Nicht. Schon. Wieder!“, schrie Violet, auch wenn es anfangs eher ein leises krächzen gewesen war. Noch immer war ihre Stimme schrill und heiser von dem ganzen Rum Geschreie und geknurre, welches sie sich geleistet hatte. Wieder knurrte sie, die Augen nass und weit geöffnet, immer wieder starrte sie auf diese verdammte Tür, als könne sie nicht glauben, dass sie wirklich verschlossen war. Ihre Beine taten weh, doch das ignorierte sie. So, wie sie es seit Jahren tat, und wie immer, wenn sie daran zurückdachte, zitterte ihr ganzer Körper. Eine kleine Pfütze bildete sich bereits auf dem kalten Steinboden vor ihr, da sie schon eine Weile so gebeugt dastand und den Boden anstarrte, nur ab und zu sah sie kurz auf, um sich zu vergewissern, dass die Tür noch da war. Und verschlossen. Direkt danach sank sie immer noch etwas weiter herunter, nun berührte ihr Gesicht den Boden und sie sank in sich zusammen. „Es ist nicht seine Schuld... Es ist allein meine Schuld... Mokushita ist jemand, der sich automatisch unterordnet, ohne es zu merken...“, hörte sie noch immer die hallende Stimme in ihrem Kopf, spürte das bedauernde Lächeln, als sie daran dachte, was er als nächstes gesagt hatte „Irgendwann habe ich unbewusst angefangen, mich ihm überzuordnen... Schande über mich...“, auf dem Bauch lag sie da, die Arme etwas angewinkelt nach vorne, in der dunklen Kälte ihrer Zelle, den Kopf zur Tür gerichtet, versunken in die Schatten ihrer Vergangenheit.

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