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Deine Schuld

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5 Kapitel - 1.727 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 379 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mein Beitrag für den Schreibwettbewerb von Silbersturm im Monat September mit dem Thema "Schmerz und Schuld"

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    ((bold))((unli))Die Hierarchie des BlütenClans((eunli))((ebold)): ((bold))Anführer((ebold)): Wolfsstern großer, silbergrauer Kater mit dunklen Must
    Die Hierarchie des BlütenClans:

    Anführer: Wolfsstern großer, silbergrauer Kater mit dunklen Musterungen und bernsteinfarbenen Augen

    2. Anführer: Eulenfeder braun-grau getigerter Kater mit graugrünen Augen

    Heiler: Rosenherz kleine, graue Kätzin mit hellblauen Augen, Mentor vor Johannisbeerpfote

    Heilerschüler: Johannisbeerpfote magerer, blaugrauer Kater mit einem fehlenden Ohr und dunkelbraunen Augen

    Krieger: Luchsohr brauner Kater mit Pinselohren und gelben Augen, Mentor von Nachtpfote

    Fichtenpelz braun-schwarz gefleckter Kater mit bläulich grauen Augen

    Natternauge weiß-grau getüpfelter Kater mit gelbgrünen Augen, Mentor von. Sonnenpfote

    Flammentanz orangerot gestreifte Kätzin mit himmelblauen Augen, Mentor von. Abendpfote

    Schattenfeder pechschwarze Kätzin mit gelben Augen, Mentor von. Haferpfote

    Himmelstänzerin zierliche, hellgraue Kätzin mit hellbraunen Augen

    Kieselglut graue Kätzin mit schwarzen Tupfend grünen Augen, Mentor von. Haselnusspfote

    Schüler:

    Nachtpfote dunkelgraue Kätzin mit smaragdgrünen Augen

    Sonnenpfote. flammend roter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Abendpfote. grauer Kater mit eisblauen Augen

    Haferpfote. braune Kätzin mit weißen Vorderpfoten und freundlichen, grünen Augen

    Haselnusspfote hellgrau-weiß gefleckter Kater mit haselnussbraunen Augen

    Königinnen: Echoklang. langgliedrige, weiße Kätzin mit meerblauen Augen, Mutter von. Bärenjunges & Mondjunges

    Jungen: Bärenjunges großer, braun gemusterter Kater mit dunklen Augen

    Mondjunges filigrane, silbergraue Kätzin mit ozeanblauen Augen


    Das Territorium:
    Das Territorium liegt in einer großen Blumenwiese. Auf der einen Seite ragt es noch ein Stück in den angrenzenden Nadelwald hinein und auf der anderen Sei geht es zu einem breiten, oft nebligem Felsvorsprung, von dem aus es 30 Meter tief steil nach unten geht. Die Grenze zum WaldClan wird durch eine Reihe junger Fichten markiert und die zum FelsenClan durch einen breiten, tiefen Bach.
    Kommen wir nun zum Lager. Dieses liegt auf der Wiese, ca. 10 Fuchslängen von dem Felsen entfernt. Der Lagerwall wurde aus stabilen Gräsern und biegsamen Zweigen geflochten, auf der Waldseite wurde jedoch ein kleines Loch freigelassen das als Ein- und Ausgang dient. Gegenüber des Eingangs liegt der Anführerbau, dieser ist ziemlich groß und besteht hauptsächlich aus dicken Zweigen. Links neben ihm befindet sich der Kriegerbau, dieser ist etwas kleiner als der Anführerbau, aber dennoch ziemlich groß. Er besteht aus groben Gräsern, aber das Dach ist aus Zweigen, als Regenschutz. Neben diesem ist der Schülerbau, der fast nur aus Gräsern ist und deutlich kleiner als der Kriegerbau ist. Rechts neben dem Anführerbau liegen zunächst der Heilerbau, ganz aus Zweigen, mit kleinen Schalen aus Gras, zum Aufbewahre der Kräuter, die Kinderstube, bestehend aus Gräsern mit eingeflochtenen Blüten zur Demo und schlussendlich der Ältestenbau, zu gleichen Teilen aus Gräsern und Zweigen geflochten. In der Mitte des Lagers steht ein großer Stein, der Hochstein und davor ist eine kleine Kugel, in die die Frischbeute gelegt wird.

    Der WaldClan und der FelsenClan werden nicht beschrieben, da sie für diese Geschichte unwichtig sind.

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    Nachtpfote war gerade von einem anstrengendem Training mit Luchsohr ins Lager ins Lager zurückgekehrt und hatte sich sofort, todmüde wie sie war, in ihr Nest gelegt und die Augen geschlossen. Doch gerade, als sie im Begriff war, einzuschlafen, stupste sie eine Pfote in die Seite. Sie versuchte das Stupsen zu ignorieren, doch es hörte nicht auf, im Gegenteil, es wurde immer stärker. Ein tiefer Seufzer entwich Nachtpfote Brust und langsam öffnete sie die Augen. Vor ihr stand Sonnenpfote und blickte sie erwartungsvoll an. Nachtpfote riss das Maul zu einem herzhaften Gähnen auf, bevor sie fragte: „Was ist denn, Sonnenpfote?“. Sonnenpfote schmunzelte und miaute: „Mir ist langweilig und deshalb wollte ich die fragen, ob du Lust hast ein Wettrennen gegen mich bis zur Felsnase zu laufen.“ Nach kurzem Überlegen willigte Nachtpfote ein, obwohl sie eigentlich lieber weitergeschlafen hätte. Aber sie wollte ihren Freund nicht enttäuschen, deshalb rappelte sie sich hoch, streckte sich kurz und folgte Sonnenpfote mit schleppenden Bewegungen aus dem Lager. Neben dem Lagerausgang stellten sie sich nebeneinander auf und auf ein Schwanzschnippen von Sonnenpfote rannten beide los. Nachtpfote gab ihr Bestes, doch vom Kampftraining taten ihr die Muskeln noch so weh, dass der feuerrote Kater nach ein paar Metern beinahe mühelos an ihr vorbeizog. Doch dann passierte das Schreckliche. Sonnenpfote hatte einen deutlichen Vorsprung, also nahm die ziemlich erschöpfte Kätzin noch einmal all ihre restlichen Kräfte zusammen und sprintete geradewegs in den wabernden Nebel. Plötzlich prallte sie gegen den Körper von Sonnenpfote, der auf dem Fels stehen geblieben war, dieser taumelte überrascht einige Schritte zurück, doch er geriet mit einer Hinterpfote über die Kante des Felsvorsprungs, konnte das Gleichgewicht nicht mehr halten und kippte mit panischem Gesichtsausdruck rücklings den Felsen hinunter. Nachtpfote machte noch einen Satz nach vorne und versuchte ihn zu packen, aber zu spät. Er fiel und fiel und Nachtpfote hörte das Geräusch, als Sonnenpfotes Knochen auf dem steinigen Boden der Schlucht zerschmettert wurden, so deutlich, als ob sie nebendran gestanden hätte. Plötzlich flimmerten ihr schwarze Punkte vor den Augen und sie kam zu einer schrecklichen Erkenntnis.
    //Ich habe meinen besten Freund umgebracht. Ich bin eine Mörderin!//. Sie jaulte laut und schmerzerfüllt auf, dann verlor sie das Bewusstsein.

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Als Nachtpfote wieder zu sich kam, lag sie in einem Nest im Heilerbau und Rosenherz beugte sich über sie. Als die Heilerin sah, dass Nachtpfote aufgewacht war, schnurrte sie erfreut und miaute: „Gut, dass du wieder aufgewacht bist. Du warst lange bewusstlos. Eulenfeder, Fichtenpelz, Haferpfote und Schattenfeder haben dich bei einer Patrouille auf dem Felsvorsprung liegend gefunden. Was ist passiert?“ Auf einmal fing Nachtpfote an zu zittern und vor ihrem inneren Auge spielten sich erneut die grausamen Bilder ab. Sie selbst, die im hohen Tempo gegen Sonnenpfote prallte, seinen entsetzten Gesichtsausdruck, als er vom Felsen stürzte und schließlich das widerliche Geräusch der zerbrechenden Knochen beim Aufprall. „I…ich habe ihn ge…getötet.“, stammelte Nachtpfote mit zitternder Stimme. „Ich ha…habe ihn vom…vom Felsvorsprung gestoßen. Ich habe Sonnenpfote umgebracht. Ich bin eine Mörderin! Eine Mörderin. Ich sollte nicht mehr leben!“ Bei den letzten Sätzen hatte sich ihre Stimme schließlich zu einem lauten Jaulen gesteigert und ihr wurde erneut schwarz vor Augen.

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    Als Nachtpfote abermals die Augen aufschlug war von Rosenherz und ihrem Schüler nirgends etwas zu sehen, stattdessen blickte sie direkt in die eiskalten Augen von Abendpfote. Seine Augen waren so hasserfüllt, dass Nachtpfote zusammenzuckte. Er fauchte nur: „Du hast meinen Bruder umgebracht. Du bist eine gemeine Mörderin und es ist alles deine Schuld!“ Mit diesen Worten fuhr er seine Krallen aus und verpasste Nachtpfote einen Schlag ins Gesicht. Dann drehte er sich um und verließ den Heilerbau, aber am Ausgang zischte er ihr noch mal ein hasserfülltes „Es ist deine Schuld, du Mörderin!“ zu. Nachtpfote ignorierte den brennenden Schmerz der Kratzer auf ihrer Wange und vergrub einfach nur den Kopf zwischen den Pfoten. Die Worte „Deine Schuld“ und „Mörderin“ kreisten unaufhörlich in ihren Gedanken und verursachten bei der Kätzin ein Übelkeitsgefühl im Magen.
    Was hatte sie nur getan! Es war ein doch nur ein schrecklicher Unfall, mehr nicht! Sie fing schon wieder an, stark zu zittern und Rosenherz, die mittlerweile wieder zu ihr getreten war, merkte das und gab ihr einen halben Mohnsamen. Nachtpfote zerkaute ihn und schlief bald ein, doch sie hatte immer wieder schlimme Albträume.
Am nächsten Tag durfte Nachtpfote den Heilerbau wieder verlassen. Sie erhob sich steifbeinig und tappte zuerst zum Frischbeutehaufen, denn ihr Magen knurrte. Jedoch hatte sie auf dem kurzen Weg das Gefühl, von zornigen Blicken regelrecht verfolgt zu werden. Neben dem Frischbeutehaufen saß schon Abendpfote und starrte ihr schon mit zu Schlitzen gekniffenen Augen entgegen. Nachtpfote ignorierte das beklemmende Gefühl, das sich in ihr breit machte und packte mit den Zähnen eine kleine Spitzmaus, doch als sie sich umdrehte, bekam sie einen Hieb auf den Rücken. Abendpfote hatte sie wieder geschlagen! Die Wunde brannte, aber sie ignorierte das, drehte sich um und murmelte in seine Richtung: „Es war nur ein Unfall. Es war nicht meine Schuld.“Dann setzte sie sich in eine dunkle Ecke des Lagers, um die Spitzmaus zu verspeisen.

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    Es wurde immer schlimmer. Die Nachricht von dem „Mord“ an Sonnenpfote hatte sich schnell herumgesprochen und jetzt mieden sie alle ihre Clangefährten und Abendpfote hörte nicht auf, sie zu verletzen, da er „Rache“ an ihr nehmen wollte, wie er es ausdrückte. Selbst ihr Mentor, der sonst immer sehr freundlich war, war auf einmal ruppig und harsch. Sie hatte in den letzten Tagen verzweifelt versucht, allen klarzumachen, dass die Sache mit Sonnenpfote nur ein Unfall war, doch niemand wollte ihr glauben. Nachts rissen sie immer wieder schlimme Albträume aus dem Schlaf, in denen sie abwechselnd der Geist Sonnenpfotes heimsuchte, oder sie die Ereignisse an der Felsnase noch einmal wie in Zeitlupe durchleben musste. Der Druck auf der jungen Schülerin nahm von Tag zu Tag mehr zu und eines Abends hielt sie es einfach nicht mehr aus. Sie stand auf der Felsnase und miaute in den Nebel: „Es tut mir so leid! Ich bin gleich bei dir, Sonnenpfote!“
    Dann nahm sie ein paar Schritte Anlauf und sprang.

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