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4 Kapitel - 843 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 353 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Geschichte für den Schreibwettbewerb.

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    Ich lächle gezwungen und frage mich wozu lächeln gut ist. Madam Tiff, unsere Lehrerin, fing an auf und ab zu gehen und uns zu mustern. Ich wusste da
    Ich lächle gezwungen und frage mich wozu lächeln gut ist. Madam Tiff, unsere Lehrerin, fing an auf und ab zu gehen und uns zu mustern. Ich wusste das ich eh wider aufgenommen werde. Kallii, komm her. Sagt die jetzt. Ich verdrehe die Augen. Warum kann die Zicke meinen Namen immer noch nicht? Ich heisse Kelly!
    Wollte ich in ihr Gesicht schreien, doch es kommt nichts aus meinem Mund raus. Natürlich nicht. Ich rede seit 3 Jahren kein einziges Wort mehr. Seitdem ich von meiner Familie weggenommen wurde. Seitdem Dan tot ist. Eine Träne lief mir die Wange runter. Schnell putzte ich sie weg und stellte mich neben Madam Tiff. Das, schnarrte die gerade. Ist Kallii. Sie ist seit drei Jahren hier und ist nicht zu gebrauchen. Nehmt sie nicht als Vorbild. Sie ist viel zu vorlaut. Ich sah sie wütend an. Doch die, zuckte nur mit den Schultern. Zeigs ihnen! Wiederwillig zeigte ich den neuen meine Narben auf dem Rücken. Alle stammen von Madam Tiff. Vom Gürtelklopfer, wie sie bekannt war. Und jetzt zeigst du ihnen deine Hand. Ich sah sie an. Nein. Mein Blick sagte alles. Meine Hand würde ich nie zeigen. Nie nie nie. Ich sah sie herausfordernd an. Der Gürtelklopfer holte mit dem Gürtel aus und schlug zu. Ich spürte Schmerz am Rücken. Alltäglichen Schmerz. Trotzdem brach ich in Tränen aus und rannte aus dem Schulzimmer. Ich rannte und rannte und rannte. Raus aus dem Haus, raus aus der Welt. Ich rannte drei Stunden lang ununterbrochen, bis ich zusammenbrach. Schluchzend, in dreckiger Kleidung, stumm. Als ich mich beruhigt habe, war es schon Abend. Ich rollte mich zusammen und schlief ein. Ich träumte unruhig. Ich sah immer wieder vor mir wie Dan den Lenker herumriss. Wie ich schrie. Den Zusammenprall, das Blut, und die Schwärze. Ich hatte das Gefühl das meine Eltern mich wieder umarmten und wie ich verzweifelt nicht weg von Zuhause wollte. Es ist besser so. Hatten sie gesagt. Wir wollen nicht noch ein Kind verlieren. Dort bist du sicher. Was für eine Lüge. Ich wurde geschlagen und durfte meine Eltern nicht sehen. Ein Jahr später erfuhr ich das sie einen Autounfall hatten und starben. Wie Dan. Ich versteckte meine Hand in meinem Ärmel. Sie ist total vernarbt und blutig. Meistens hatte ich einen Verband an. Die Narben waren vom Unfall. Ich wollte sie nie verheilen lassen, riss sie immer wieder auf. Als Erinnerung. In der Nacht stand ich auf. Voller Wut auf das Leben, auf alles. Ich rannte wieder los. Ich rannte um zu vergessen, um loszulassen.

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    Zeitungsartikel: Kelly MacLoran, (13) ist seit Montag vermisst. Wie die 36 jährige Sabine Tiff erzählt. Wir haben überall nach ihr gesucht, schluch
    Zeitungsartikel:

    Kelly MacLoran, (13) ist seit Montag vermisst. Wie die 36 jährige Sabine Tiff erzählt. Wir haben überall nach ihr gesucht, schluchzte sie. So ein liebes Mädchen. Kelly wurde am Montag um 19.15 Uhr zuletzt gesichtet. Wie wir herausgefunden haben ist sie Weise und hat keine Verwandten. Seit drei Jahren lebt sie in der Schule sankt Beatrice. Die Polizei sucht seit geraumer Zeit nach ihr. Falls sie das Mädchen sichten, bitte Melden sie sich unter: 26893.

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    Zeitungsartikel:


    Kelly MacLoran gefunden. In der Schlucht wurde das junge Mädchen tot aufgefunden. Sie hatte überall am Körper Narben. Ausserdem wurde einen Brief gefunden. Dort drin schrieb sie.

    Hallo,
    Wenn du das liest bin ich nicht mehr auf der Welt. Ich habe beschlossen zu gehen. Zu meiner Familie. Sie haben mich vor drei Jahren ins sankt Beatrice gegeben. Sie wollen kein Kind mehr verlieren. Nicht noch einmal. Ich wurde von Madam Tiff und den anderen Lehrer geschlagen, schauen sie meinen Rücken an. Ich wurde misshandelt und will dem ein Ende setzten. Polizei, schauen sie sich die Kinder von dieser Schule an. Glauben sie mir. Ich hoffe das ich nicht umsonst gestorben bin. Lebt wohl. Ich bin bei Dan.

    Die Polizei hat Sankt Beatrice genauer angeschaut und offene Wunden und Schlagnarben bei sämtlichen Kinder gefunden. Die Lehrer wurden verhaftet. Sabine Tiff hat sogar lebenslänglich. Alle Kinder haben eine Pflegefamilie gefunden und sind wohlauf.

    Ende gut, alles gut....

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    Epilog:

    Als ich sprang, wusste ich das ich es wollte. Zu Dan. Das war das einzige das zählte. Den Brief fest an mich gedrückt, prallte ich auf den Boden. Ein Surren, ein Licht und alles wurde schwarz. Als ich wieder aufwachte, stand meine Familie um mich. Komm, sagte meine Mutter leise. Ich stand auf und lief auf sie zu.
    Dann gingen wir. Als Familie. Vereint.

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