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Dein Eigentum

Das Cassandra plötzlich Leibeigen seien soll, geht ihr gegen den Strich. In einem Maiden Kostüm als Spielzeug dienen? Wie es scheint, hat sie keine Wahl.
Eine Geschichte für den Schreibwettbewerb von Nala-Marie!

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    Cassandra hielt sich die Hände schützend über den Kopf und unterdrückte ein Schluchzen. Ein einziger Laut hätte sie verraten. Der Prinz schritt das Gelände ab. „Haben wir alle?“, fragte er mit einem grausamen Lächeln. Ein Soldat salutierte. „Wir können keinen weiteren Menschen entdecken Eure Hoheit!“ Prinz Allan nickte und ließ seine Augen ein letztes Mal über den Hof schweifen. Cassandra duckte sich tiefer in ihr Versteck, aus Angst, der Prinz könnte sie noch entdecken. Plötzlich stieß sie mit dem Kopf an eine Pfanne, die am Boden lag. Gedanklich stieß sie einen langen Fluch aus und schickte ein Stoßgebet zum Himmel, doch es nützte nichts. „Oh...“, grinste Prinz Allan und wandte sich zu Cassandras Versteck. Mit langsamen Schritten kam er auf sie zu. „Komm nur raus. Nicht so schüchtern“, lächelte er. Grob packte er sie und wandte sie zu sich hin. „Oh. Was ein schönes Gesicht. Wieso versteckst du es denn? Was meinst du, hast du nicht Lust, in meinem Palast zu dienen?“ Sein scheußliches Lächeln schüchterte Cassandra nicht im Mindesten ein, die starren Soldaten hinter ihm deutlich mehr. „Ich habe etwas gefragt!“, zischte der Prinz, und zeigte seine tadellosen weißen Zähne. Auf einen kaum merklichen Wink hin, wurde Cassandra von einem Soldaten gepackt und gefesselt. „Wenn der Krieg vorbei ist, werdet ihr das bereuen!“, konnte Cassandra noch sagen, ehe sie einen Schlag erhielt und alles um sie herum Schwarz wurde.

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    Als Cassandra wieder zu sich kam, lag sie auf einer harten Holzpritsche in einem beengend kleinen Raum. Ein kleines Fenster, durch das kaum Licht fiel, war die einzige Lichtquelle. Auf einem Stuhl lag ein Maiden Kostüm, dass Cassandra erst einmal geflissentlich ignorierte. Als sich die kleine Tür am Ende des Zimmers öffnete, wurde sie erneut gepackt und vor einem prächtigen Thron auf den Boden geworfen. Auf diesem ließ sich der Prinz Luft zufächeln. Missmutig blickte er auf sie hinab. „Sag mal bist du eigentlich blind?“, fauchte er, ohne auch nur eine Spur Freundlichkeit in der Stimme. Cassandra zog eine Augenbraue hoch. „Wie kommt ihr zu dieser Annahme?“, fragte sie und versuchte, ihre Stimme so mutig wie möglich klingen zu lassen. Prinz Allan schüttelte seufzend den Kopf. „Geh zurück in dein Zimmer und du siehst es!“ Natürlich war Cassandra sofort klar, dass es um das Kostüm ging. Mit einer unwirschen Handbewegung bedeutete er dem Soldaten, der sie hergebracht hatte, sie zurück in ihr Zimmer zu führen. Diesmal ließ sie sich nicht lange bitten. Sie konnte die erdrückende Stimmung in dem Saal nicht länger ertragen.

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    Kurz darauf kehrte Cassandra in den Saal zurück und zupfte sich das kurze Kleidchen zurecht. „Hübsch siehst du aus“, lächelte er, doch in seinen Augen lag nur eine finstere Gier. Cassandra wandte sich unter den Blicken des Prinzen, doch sie kniete brav nieder, denn von der groben Art, wie mit ihr umgegangen wurde schmerzte schon ihr ganzer Körper. „Ah. Sehr schön. Mir ist gerade ein bisschen langweilig.“ „Langweilig?“, fragte Cassandra empört. „Ich bin doch nicht Euer Eigentum!“ Im nächsten Moment bereute sie ihre Worte bereits. Prinz Allans Kopf wurde hochrot. „Du bist nicht mein Eigentum?“, fragte er zischend. „Du bist natürlich und für immer mein Eigentum!“ Langsam erhob er sich und stieg die Kreise Stufen des Throns hinab. „Ich kann mit dir machen, was ich will, ich entscheide über dein Schicksal, ich allein!“ Plötzlich erfasste Cassandra eine unfassbare Angst. Es stimmte. Wenn sie ihm nicht diente würde es dem Prinzen sicher nichts ausmachen, sie zu beseitigen. Cassandra erschaudert und überwand ihren Stolz. „Und was kann ich für euch tun, Euer Majestät?“, fragte sie stattdessen und schlug die Augen nieder.

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    „Mal sehen“, überlegte Allan. „Lass uns etwas speisen.“ Cassandra folgte dem Prinzen schweren Herzens und merkte, wie ihre Augen feucht wurden. Als sie den Speisesaal betraten, konnte sie über die Schönheit des Saals nur staunen. Sie war auf einem Bauernhof aufgewachsen, eine so prunkvolle Halle hatte sie nie zuvor gesehen. Allan ließ sich auf einem reich verzierten Stuhl am Ende der Tafel nieder und interessierte sich im nächsten Augenblick nur noch für das Essen. Cassandra zog einen noch leeren Stuhl vom Tisch, um sich darauf zu setzten, wurde jedoch von einem lauten Ruf des Prinzen unterbrochen. „Cassandra!“ Cassandra war erstaunt, dass er sich ihren Namen überhaupt gemerkt hatte, doch sein Ton klang nicht besonders begeistert. „Entschuldigt sie“, wandte er sich an die versammelten Herren. „Dein Platz“, meinte er zu ihr, „ist auf dem Boden, und nicht hier! Also geh auf dein Zimmer und sei still!“ Die Wut kochte in Cassandra hoch. Tausend Schimpfwörter und Flüche kamen ihr in den Kopf, die sie dem Prinzen jetzt am liebsten entgegen geschleudert hätte. Er war doch nicht ihr Erziehungsberechtigter! Überhaupt war sie bereits mehr als alt genug um selbst Entscheidungen zu treffen! Stattdessen nickte sie brav und entfernte sich. „Natürlich Euer Majestät. Es tut mir leid, was geschehen ist.“ „Es sollte dir leid tun“, dachte sie zornig, als sie das Zimmer verließ.

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    Als sich die riesige Flügeltür des Thronsaals wenig später öffnete, trat Allan lächelnd herein. Vor dem noch leeren Thron kniete mit niedergeschlagenen Augen und in unterwürfiger Haltung Cassandra. „Ah! Du hast schon auf mich gewartet?“, fragte er. „Gut, ich habe nicht nichts vor. Komm mit.“ Cassandra fiel in einen tiefen Knicks und nickte. „Sehr wohl.“ Hastig eilte sie ihrem Herrn nach, als sie merkte, dass er bereits gegangen war. Sie entdeckte den Prinzen auf einem wunderschönen, weißen Balkon. „Siehst du das?“, fragte Allan, ohne sie anzusehen. „Ich verstehe nicht, Euer Majestät. Was meint ihr?“ „Sieh dir all das schöne Land an. Die funkelnden Seen. Die rauschenden Bäume. All das ist mein Land. Alles gehört mir.“ Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. „Genau so wie du.“ Cassandra seufzte leise. Ihr Stolz litt darunter, dass sie schon wieder neben dem Prinzen kniete, statt neben ihm zu stehen. „Ab morgen bin ich der König dieses Landes. All dieses schönen Landes. Der Krieg hat mir meinen Vater genommen, das stimmt. Doch er hat mir auch etwas geschenkt.“ Cassandra wagte es nicht, nachzufragen, sie hatte nicht das Bedürfnis danach, weiter gemaßregelt zu werden. „Eine zarte Blüte im Wind“, lächelte Allan und sah auf sie herunter. „Dabei warst du im Land des Feindes verborgen.“ Mit diesen Worten wandte er sich um. „Ich habe heute Abend nichts zu tun. Das könnte langweilig werden- aber dafür habe ich ja dich.“ Cassandra starrte dem Prinzen ungläubig nach. Hatte er das ernst gemeint? Oder war es nur ein Scherz gewesen? Cassandra entschied sich für die zweite Option und kehrte kopfschüttelnd in den Palast zurück.

    Ich werde noch weiterschreiben, aber die Geschichte für den Schreibwettbewerb endet hier. Natürlich könnt ihr gerne auch weiterlesen, aber da die Zahl der Wörter für den Wettbewerb begrenzt war, zählt nur der Teil bis hier. Ich dachte, dass ist ein ganz gutes „Ende“ ist. Wenn du Lust hast, Nala, kannst du natürlich auch weiterlesen und die ganze Geschichte bewerten.

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    Am Abend des selben Tages wurde der Prinz von furchtbarer Langeweile geplagt. Die Vorbereitungen für seine Krönung waren abgeschlossen, etwas anderes hatte er nicht geplant. Inzwischen schmerzten Cassandras Knie merklich. „Mir ist langweilig“, murrte Allan leise. „Was gedenkt ihr zu tun?“, fragte Cassandra und hätte sich selbst dafür Ohrfeigen können. Sie brachte ihn nur auf falsche Gedanken. „Oh. Du stellst dich mir freiwillig zur Verfügung?“, fragte er und in seinen Augen funkelte wieder ein Lächeln auf. „Wenn ihr es so wollt“, meinte „Nun, wenn das so ist...“ Er fummelte ein wenig an ihrem Kleid umher und beugte sich zu ihr. „Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass dir das wirklich gut steht?“ Cassandra antwortete nicht. Sie wusste sowieso nicht was sie ihrem Herrn darauf wohl am besten geantwortet hätte. „Komm. Hier nicht.“ „Hier nicht?“, fragte Cassandra, doch sie erhielt keine Antwort. „Du sprichst nur, wenn ich etwas frage!“ Als sie brav nickte, erhielt sie einen Stoß und folgte dem Prinzen. „In meine Gemächer“, wisperte Allan und Cassandra überlegte einen Moment, ob sie eine Chance hätte, wenn sie weglaufen würde. Da dem nicht so wahr, bog sie beide Mundwinkel zu einem Lächeln und streckte den Rücken durch.

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    Cassandra stöhnte leise. „Oh- was hast du denn?“, fragte Allan und lächelte „Ich bin nur müde, Euer Majestät“, antwortete sie leise und wurde rot. Die Nähe des Prinzen war ihr überaus unangenehm. Allan beugte sich zu ihr. „Okay. Dann leg dich hin.“ Cassandra verstand es als Erlaubnis zu gehen, doch dem Prinzen war anscheinend auch das nicht recht. „Aber, aber wohin gehst du denn?“ „Ihr sagtet, ich könnte...“ „Gehen“, wollte sie noch sagen, doch Allan schnitt ihr mit einem Lächeln das Wort ab. „Du kannst dich hier ausruhen. Leg dich hin!“ Mit einer auffordernden Geste wies er Cassandra den Weg zu dem riesigen Himmelbett des Prinzen. Verdammt, das war etwas, was sie hatte vermeiden wollen. Sie musste feststellen, wie schön es war, ein weiches Bett zu haben und keine harte Holzpritsche. Der Prinz legte sich neben sie und fuhr ihr mit einer Hand durchs Haar. Belustigt sah er, wie sie zurückzuckte. „Du bist hübsch.“ Diese Bemerkung hatte Cassandra nun so gar nicht erwartet, doch ein wenig freute sie sich darüber. Eine Weile schwiegen beide. „Du zitterst“, stellte Allan fest. „Gib dich einfach hin.“ Ein Schauder lief Cassandra über den Rücken, doch sie beruhigte sich langsam. Prinz Allan strich ihr über die Wange. „Du kniest morgen neben mir“, meinte er beiläufig. „Bei der Krönung.“

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    Als Cassandra die Augen aufschlug, mochte sie gar nicht aufstehen. Kurz wunderte sie sich, dass die Rückenschmerzen, die sie meist von der ungemütlichen Nacht hatte, ausblieben, doch als sie Allan neben sich liegen sah, fiel es ihr wieder ein. Sie hatte also tatsächlich bei ihm geschlafen. Ihre Hand ruhte auf seinem Arm, ganz so, als hätte sie ihn festgehalten, als sie geträumt hatte. Allan grinste sie an. „Du sahst süß aus, als du geschlafen hast.“ Cassandra wurde rot. „Süß?“, fragte sie erschrocken. Sie erwartete, ermahnt zu werden, doch dem war nicht so. Allan grinste nur. „Wie meint ihr das?“, hakte sie noch einmal nach. „Genauso, wie ich es gesagt habe“, lächelte Allan. „Du kannst mich übrigens duzen, wenn wir alleine sind!“ Sein Lächeln hatte sich verändert. Es sah wirklich freundlich aus. „Nur wenn wir alleine sind?“, fragte sie verblüfft, doch was sie eigentlich wunderte, war, dass er es überhaupt erlaubte. „Ach, ich habe nachgedacht und... Du bist momentan noch nicht in der Stellung, mich öffentlich zu duzen. Aber wenn es soweit ist, freue ich mich auf einen süßen Spitznamen!“ Er zwinkerte und verließ dann den Raum. Zurück blieb eine leicht verwirrte Cassandra.

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    Die Musik war hell und klar, als Prinz Allan über den fast weißen Holzboden Schritt. Cassandra kniete neben einem wunderschön geschmückten Altar. Sie hatte ihre Maiden Uniform an diesem Tag ablegen dürfen, stattdessen trug sie ein weißes, besticktes Kleid. Über den Preis hatte Allan geschwiegen, doch für Cassandra sah es ziemlich teuer aus. „Mit diesem Moment erhält unser Land einen neuen König. Ich spreche von...“ Weiter hörte Cassandra nicht zu. Sie blickte zu dem Prinzen. Er trug einen eleganten Anzug und einen samtenen Umhang. Seit dem Abend zuvor war sie sehr viel mutiger geworden. Der Prinz kniete sich vor einen Herren, der ebenfalls ziemlich edel gekleidet war. Eine zierliche, jedoch reich verzierten Krone wurde ihm auf das Haar gesetzt und er erhob sich. Cassandra war mehr als gespannt, was nun passieren sollte, doch zu ihrer großen Enttäuschung hielt nur schon wieder jemand eine Rede. „Komm schon, du bist 20, nicht 2!“, ermahnte sie sich selbst. „Morgen ist es bereits so weit! Und nun- möge das Fest beginnen!“ Zu gerne hätte Cassandra gehört, was morgen war und sie bereute, dass sie nicht zugehört hatte.

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    Als Cassandra in ihr Zimmer zurückkehren wollte, war der Raum verschlossen. „Miss, der Raum ist leer. Dort ist nichts mehr“, teilte ein Schlosswächter ihr mit, der durch die Gänge patrouillierte. Cassandra wusste nicht, worüber sie sich mehr wunderte- darüber, dass er sie mit „Miss“ angesprochen hatte, oder darüber, dass der Raum geschlossen war. „Miss, wenn ihr euer Zimmer sucht“, fing der Wächter wieder an, „könnte ich euch führen.“ „Das...das wäre nett“, stotterte sie. Zu wirklich Sätzen war sie nicht in der Lage. Mit zügigen Schritten ging der Soldat voran, Cassandra folgte ihm mit gesenktem Blick. „Hier.“ Der Wächter lächelte. „Nein, nein, da muss es einen Irrtum geben!“, rief sie erschrocken. „Nein, das ist...“ In diesem Moment öffnete sich die Tür und König Allan lächelte sie an. „Hallo Cassy. Komm rein.“ „Was ist hier los?“, wisperte sie, als er die Tür hinter ihr zugezogen hatte. „Du hast ein neues Zimmer!“, grinste der König. „Ist doch besser als eine Holzpritsche, oder?“ Er deutete auf das Himmelbett, das nun doppelt so groß war. Eine kräftige Röte schoss ihr ins Gesicht. „Wir teilen uns ein Zimmer?“, fragte sie und merkte erschrocken, wie hoch, fast schon ein wenig piepsig ihre Stimme klang.

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    „Und?“, fragte Allan und ließ sich auf das Bett sinken. „Hast du dir einen Spitznamen ausgedacht?“ Tatsächlich hatte Cassandra, oder Cassy, wie der König sie nun also nannte, keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, wie sie ihn nennen wollte. Irgendeinen Spitznamen... Sie überlegte. „Ich nenne euch einfach Aly!“ Allan lächelte. „Du hast ihn dir gerade ausgedacht, wie?“ Sie lächelte verlegen. „Bei euerer Krönung habe ich nicht mehr daran gedacht.“ „Du kannst mich duzen, habe ich gesagt!“, lachte Allan. Cassandra nickte geistesabwesend. Allan war nicht mehr der Selbe. Er hatte sich wirklich verändert. Cassandra lächelte ihn an und Allan erwiderte es. „Bist du aufgeregt?“, fragte er leise und nahm ihre Hand. „Wegen Morgen?“ „Morgen?“, fragte sie und runzelte die Stirn. „Sag bloß, du hast nicht zugehört!“, mahnte der König. „Ich habe es bei meiner Krönung verkündet!“ Cassandra stöhnte leise und nickte. „Ich fürchte ich habe tatsächlich nicht...“ „Cassy!“, unterbrach Allan sie sanft und drückte sie an sich. „Ich war schrecklich zu dir. Ich brauche einfach Zeit, jemanden kennenzulernen. Aber das solltest du nicht versäumen. Meine Liebe, wir heiraten morgen!“

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    Cassandra löste sich aus der Umarmung und starrte ihn an. „Was?“ „Cassy, ich weiß das kommt plötzlich, aber wenn du es nicht willst...“ „Du hast mich entführt, du hast mich auf dem Boden knien lassen und dir meine Angst zu Nutze gemacht! Ich hasse dich!“ Mit einem Satz war Cassandra aufgesprungen. Tränen liefen ihr über die Wangen. Denn sie hatte nicht die Wahrheit gesagt. Sie könnte ihn niemals hassen, denn er war nicht mehr der Gleiche. „Und ich weiß, dass du mich jetzt in den Kerker wirfst, wenn du nicht meinem Leben ein Ende setzt! Aber weißt du was- besser als dich zu heiraten!“ Doch Allan tat nichts dergleichen, er saß nur wie erstarrt da. In seinen Augen funkelten Tränen. „Ich weiß. Ich war ein Monster, aber...“ „Du warst!“, schrie Cassandra aufgebracht. „Du warst nicht nur, du bist ein Monster!“ Sie konnte deutlich spüren, wie die Worte Allan ins Herz schnitten und er zuckte zurück. Mindestens genau so sehr schmerzte es sie, doch das spielte keine Rolle. Genau so, wie er sie verletzt hatte, wollte sie auch ihn verletzen. Koste es, was es wolle. „Weißt du eigentlich, was du mir getan hast? Ich will nach Hause! Ich will zurück, ich will...!“ „Es gibt kein Zurück“, meinte Allan plötzlich leise und wischte ihr eine Träne aus dem Augenwinkel. Als unser Land siegte, wurde deines beinah vollständig zerstört.“

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    „Nein“, hauchte Cassandra. Das durfte nicht sein, das konnte einfach nicht wahr sein! Alles in ihr schrie danach, zu fliehen, an einen sicheren Ort, weit weg von ihm. Zu ihrem größten Missfallen war dieser Ort in den Armen des Königs. Augenblicklich schlug ihre Wut in Trauer um. Sie riss die Tür auf, stolperte nach draußen und ließ sich auf den Boden an die Wand fallen. Einfach raus, einfach weg von diesem scheußlichen Mann. Ihre Augen waren schon ganz rot geweint, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Allan setzte sich neben sie und ignorierte die Blicke der Wachen, die ihren König, der dort auf dem Boden kniete verblüfft anstarrten. „Cassandra“, meinte er mit ruhiger Stimme und lächelte sie an. Cassandra wehrte sich nicht. Es hatte sowieso keinen Zweck. „Bitte, hör mir einmal zu“, meinte Allan und nun stiegen auch ihm die Tränen in die Augen. „Ich brauche dich. Das ganze Königreich braucht dich. Und darum...“ Er blickte ihr tief in die Augen. „Darum hast du eigentlich sch keine andere Wahl.“ Cassandra wollte sich wehren und losschreien, doch eigentlich konnte sie das nicht. „Wann?“, fragte sie mir brüchiger Stimme. „Wann heiraten wir morgen?“ Ein winziges Lächeln stahl sich auf das Gesicht des Königs und brachte auch sie zum Lächeln. „Wenn du bereits bist“, meinte er und näherte sich ihr. „Und wenn ich ganz ehrlich bin...“ Er fuhr ihr mit einer Hand durchs Haar. „...dann glaube ich bist du bereit.“ Cassandra wischte sich eine Träne ab. „Vielleicht.“ Und erst beim Kuss der beiden, wurde sie sich ihrer Liebe erst wirklich klar. „Nein“, hauchte Cassandra. Das durfte nicht sein, das konnte einfach nicht wahr sein! Alles in ihr schrie danach, zu fliehen, an einen sicheren Ort, weit weg von ihm. Zu ihrem größten Missfallen war dieser Ort in den Armen des Königs. Augenblicklich schlug ihre Wut in Trauer um. Sie riss die Tür auf, stolperte nach draußen und ließ sich auf den Boden an die Wand fallen. Einfach raus, einfach weg von diesem scheußlichen Mann. Ihre Augen waren schon ganz rot geweint, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Allan setzte sich neben sie und ignorierte die Blicke der Wachen, die ihren König, der dort auf dem Boden kniete verblüfft anstarrten. „Cassandra“, meinte er mit ruhiger Stimme und lächelte sie an. Cassandra wehrte sich nicht. Es hatte sowieso keinen Zweck. „Bitte, hör mir einmal zu“, meinte Allan und nun stiegen auch ihm die Tränen in die Augen. „Ich brauche dich. Das ganze Königreich braucht dich. Und darum...“ Er blickte ihr tief in die Augen. „Darum hast du eigentlich sch keine andere Wahl.“ Cassandra wollte sich wehren und losschreien, doch eigentlich konnte sie das nicht. „Wann?“, fragte sie mir brüchiger Stimme. „Wann heiraten wir morgen?“ Ein winziges Lächeln stahl sich auf das Gesicht des Königs und brachte auch sie zum Lächeln. „Wenn du bereits bist“, meinte er und näherte sich ihr. „Und wenn ich ganz ehrlich bin...“ Er fuhr ihr mit einer Hand durchs Haar. „...dann glaube ich bist du bereit.“ Cassandra wischte sich eine Träne ab. „Vielleicht.“ Und erst beim Kuss der beiden, wurde sie sich ihrer Liebe erst wirklich klar. Ihre Liebe galt nicht dem Prinzen. Sie galt König Allan. Einem ganz neuen Menschen. „Gehöre ich jetzt wieder mir selbst?“, fragte sie atemlos, als sie sich von dem König löste. Er lächelte. „Wenn du mir dein Herz schenkst, bist du frei.“

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