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Rezepte aus aller Welt!

Nach meinen Lieblingsrezepten findet ihr hier Rezepte mit Gerichten aus aller Welt!

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    Essen in Costa Rica
    Costa Ricas Küche punktet vor allem mit ihren frischen exotischen Früchten. Ananas, Mango, Melone, Banane, Papaya Avocado bezaubern hier mit ihrem unglaublich süßen Aroma. Frische Säfte oder Smoothies lassen sich überall finden. Die Früchte werden auch in Streifen geschnitten, mit Zitronen und Salz gewürzt, auf der Straße verkauft. Auch die „pipa fria“, die Kokosnuss ist ein erfrischender Energiespender für zwischendurch. Durch einen Strohhalm, der direkt in die aufgeschlagene Nuss gesteckt wird, kann man so das vitaminreiche Kokoswasser der noch grünen und jungen Frucht schlürfen.
    Exotische Gemüsesorten sind unter anderem Chayote (kürbisähnliches Gemüse), Palmino (Palmherz) und Nampi (Tarowurzel).
    Fleisch spielt in Form von hauptsächlich Hühnchen, aber auch Rind und Schwein eine große Rolle. „Olla de Carne“ ist ein typisches Gericht, welches aus einem Fleischeintopf besteht. In den letzten Jahren kam in den meisten Restaurants auch eine vegetarische Variante hinzu, diese kann mitunter aber etwas spärlicher ausfallen, da das Gericht aus Beilagen zusammengestellt wird. Fisch und Meeresfrüchte gibt es dank den beiden Küsten auch zahlreich, z.B. in Form der sogenannten „Cheviche“, was roher Fisch ist, der über Nacht in einer säure Soße „gart“.
    Zu fast jedem Gericht werden Reis und schwarze oder rote Bohnen serviert. Auch Kartoffeln spielen eine wichtige Rolle. Brot ist meist in Form von weißem Toastbrot oder Maistortillas vorhanden.
    Preiswert, typisch und bodenständig kann man in einem der zahlreichen familienbetriebenen „Sodas“ essen gehen. Hier isst eine Tica bzw. ein Tico (Bezeichnung einer/s Costa Ricaner*in) zum Mittagessen ein „Casado“, was „verheiratet“ bedeutet. Der Begriff kommt zum einen durch die Zusammenstellung der Speisen zustande: Denn Reis, Bohnen, Fleisch, Picadillo (saisonales Gemüse mit evtl. Fleisch), etwas Salat und manchmal Platano (Kochbanane) werden auf einem Teller vereinigt. Es besteht außerdem die Geschichte, dass ein verheirateter Mann diese Speise jeden Tag zum Mittagessen bekommen wird, wenn er eine Tica heiratet. Zum Essen werden „Refrescos Naturales“ (natürliche Erfrischungsgetränke) serviert, was Obstsäfte oder Eistee sind.

    Casado – bestehend aus Reis, Bohnen, Salat, Gemüse und Kochbananen

    Refresco aus Erdbeeren bzw. Ananas
    Das typische Frühstück ist das sogenannte „Gallo Pinto“, zu Deutsch „gefärbter Hahn“. Dies ist mit Bohnen durchmischter Reis mit spezieller Würzung, der sogenannten „Salsa Lizano“, die der Worcestershiresoße ähnlich ist, und anderen diversen Kräutern. Der Ursprung des Namens des Gerichts findet sich in Costa Ricas Geschichte. Der Legende nach sollen die Reste des Abendessens (in diesem Fall also Reis und Bohnen) in eine Dose gepackt auf die Feldarbeit mitgenommen und so durch den Fußmarsch durchmischt gegessen worden sein. Dazu wird meist Rührei, gebratene Kochbanane und Toastbrot serviert.

    Gallo Pinto mit Rührei und Toast
    Typische Gerichte sind beispielsweise belegte Tortilla. Hierbei wird ein großer, harter Maistortilla je nach Geschmack mit Fleisch, Avocado, Bohnenpaste, Tomate, Salat und Käse belegt, bzw. die weiche Variante des Tortilla Fladens gefüllt und gewickelt. Oder das sogenannte „Chifrijo“. Das besteht aus Reis mit Fleisch, Bohnen, Avocado und frittierten Kochbananen. An der Karibikküste werden die Gerichte meist noch mit Kokosnussmilch verfeinert. Empanadas sind mit Hühnchen, Käse oder Bohnen gefüllte, frittierte Teigtaschen, die als Snack zwischendurch oder als Beilage gegessen werden. Quesadillas sind mit Käse und Gemüse bzw. Fleisch gefüllte Eierfladen.

    Quesadillas
    Zur Nachspeise gibt es „Flan“, einen Karamellpudding, den in Kondensmilch und Sahne getränkten Milchkuchen “tres leches“ oder „arroz con leche“ (Milchreis). Ein erfrischender Energielieferant ist der sehr süße „Churchill“, eine Mischung aus Eis und Milchshake, die Kondensmilch, Milchpulver und roter Sirup enthält.
    Ein typisches süßes Gebäck sind die „Churros“. Diese Teigstangen werden durch eine spezielle Form gedrückt, welche ihnen die spezifische Sternform gibt, in Fett frittiert und in Zucker getunkt. Sie werden teilweise mit Schokokaramellsoße gefüllt.
    Auch Costa Ricas Reichtum an Kaffee darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, welcher mit hoher Qualität und inzwischen auch immer öfter Bioqualität punkten kann. Jedoch wird der Großteil des hochwertigen Kaffees ins Ausland exportiert.
    Die Esskultur ist inzwischen sehr von US-amerikanischen Essgewohnheiten geprägt. So wird sehr viel gebraten, frittiert und mit viel Zucker versetzt. Fast-Food Ketten sind an jeder Ecke zu finden. So wird viel Burger, frittiertes Fleisch, aber auch Pasta verzehrt.
    Generell ist Costa Rica nicht für eine besondere Esskultur populär. Gegessen bzw. gesnackt wird oft nebenher und schnell und mehrmals am Tag. Auf gemeinsames Essen an einem Tisch wird nur teilweise Wert gelegt. Oft werden die nichtverzehrten Reste auf dem Teller weggeworfen.

    Indonesien
    Nasi kuning, ikan, anjing...
    In Indonesien habe ich ganz besonders viel gegessen, wodurch ich eigentlich dauerhaft satt war. Ich erinnere mich, wie mir das Hungergefühl immer wieder so richtig auffiel, weil es sich eben nur noch so selten zeigte. Vom indonesischen bzw. ambonesischen Essen konnte ich aber auch kaum genug bekommen, da ich einerseits wirklich Fisch liebe und andererseits immer wieder gespannt war auf die neuen Gerichte. Sehr viel wird an Warungs, an Straßenverkäufen, verkauft, die ab Abenddämmerung auf den Bürgersteigen aufgebaut werden. Aber es gab nicht nur mein geliebtes Nasi kuning (Gelbreis mit Gemüse und Fisch) oder andere für Indonesien bzw. für die Molukken bekannte Gerichte wie Gado-Gado, Rendang oder Opor ayam, sondern auch ganz besonders verwunderliche Spezialitäten. Zum Beispiel wird in Ambon auch Hund gegessen. Obwohl ich wahrscheinlich die größte Hundeliebhaberin der Welt bin und ich auch sehr lange mit mir gehadert habe, habe ich nun tatsächlich also auch einmal Hund gegessen. Etwas weniger merkwürdig, aber auch weniger lecker, war die berühmte Stinkfrucht. Da sich hier die Geister in Indonesien scheiden, war es zum Glück auch in Ordnung, dass ich hier einmal offen gesagt habe, dass es mir ausnahmsweise einmal wirklich nicht besonders schmeckt.

    Asiatisches Essen ist nicht gleich scharf!
    Durch meine Reise nach Indonesien habe ich wieder einmal gelernt: Man darf asiatische Länder nicht in einen Topf werfen – auch nicht, was das Essen betrifft.
    Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit Asien habe ich auch in Indonesien tendenziell scharfes und stark gewürztes Essen erwartet. Jedoch war scharfes Essen letztlich das, was ich in Ambon vergeblich suchte. Aber auch Indonesien selbst lässt sich nicht über den Kamm scheren, da dieses Land von solch ungeahnter Größe ist, dass sich die einzelnen Regionen stark unterscheiden. Essenstechnisch sind die Molukken im Osten Indonesiens tatsächlich bekannt für besonders mildes Essen, oft mit sehr wenig Geschmacksintensität. Sehr beliebt ist beispielsweise Sago, was nicht mehr ist als geschmacksneutrale Stärke. Während Sago auch in Deutschland zum Andicken verwendet wird, wird in Ambon die zu Würfel geformte Stärke in Kaffee oder Tee gedipt.
    Eine Art Nationalgericht der Molukken ist Papeda, ebenfalls geschmacksneutrale Stärke, allerdings in schleimiger, glibberiger Form. Kleiner Fun Fact an dieser Stelle: In Ambon wird mit den Händen gegessen.

    Alles vor Ort
    Obst, Obst, Obst. Noch nie habe ich so viel Obst gegessen wie auf Ambon. Die Insel ist superreich an Früchten – Bananen, Kokosnüsse, Sternfrucht, Avodaco, Mango, Stinkfrucht, Papaya, Drachenfrucht und Gandaria –, die alle um einen herum an den Bäumen hängen. Aber nicht nur Obst ist genug vorhanden! Da Ambon umrundet ist von Wasser, gibt es auch eine ganze Menge Fisch. Die kleine Insel gibt an Lebensmitteln sehr viel her und es gibt keine Massenproduktionen. Da frische Produkte (Obst, Gemüse, Fisch) nur auf dem Markt verkauft werden und auch "nur solange der Vorrat reicht", gilt es, morgens um 5 dort einzukaufen, um noch an das schönste Gemüse zu ergattert und vor allem Fisch, der nicht bereits bei 30 Grad in der Sonne gart. Auch Hühnchen gibt es auch einmal, die kommen dann frisch vom Bauernhof. Schwein oder Rind wird auf Ambon nicht gegessen, was aber nichts mit Religion zu tun hat (Ambon ist überwiegend christlich geprägt), sondern damit, dass die Haltung teurer und aufwändiger ist als die von Hühnern, die man nämlich einfach überall frei herumlaufen lassen kann (und Import gibt es nicht).
    Wir haben also sehr viel Fisch, aber noch viel mehr vegetarisch beziehungsweise hauptsächlich vegan (zum Beispiel wird statt Sahne mit selbst gepresster Kokosmilch gekocht) gegessen, was mir lustigerweise erst im Nachhinein aufgefallen ist. Es ist ein supergutes Gefühl, alles, was man braucht, direkt vor Ort zu haben, sodass nur wenige bis überhaupt keine technischen Produktionen benötigt werden.


    Vera Ovens, Indonesien

    Thailand
    Essen in Thailand

    Scharf, salzig, süß! So lässt sich die Küche im Nordosten Thailands, auch Isan genannt, am besten beschreiben. Thailands Küche liebt die extremen Geschmacksrichtungen. Gegessen wird normalerweise zusammen, dabei steht der Tisch voll mit Leckereien und jeder nimmt sich das, worauf er Lust hat. Die Rechnung wird am Ende einfach geteilt. Eine tolle Möglichkeit, um von allem zu probieren. Lediglich der Reis wird jedem einzeln serviert. Im Norden und Osten Thailands wird vorwiegend Klebereis verwendet. Ein typisches Gericht ist der Papaya Salat, meist so scharf zubereitet, dass er für Europäer kaum genießbar ist. Wenn er jedoch „mai ped“, was so viel heißt wie „nicht scharf“, bestellt wird schmeckt er immer noch sehr gut und ist auch für uns essbar. Auch das bekannte Pad Thai, eine Art gebratener Thai-Nudeln mit Ei und allerlei anderem, wird viel gegessen.

    In Thailand wird Reis mit allem kombiniert, was man sich vorstellen kann. Sehr oft mit Hühnerfleisch oder Fisch, aber auch mit anderen Meeresfrüchten und Schweinefleisch. Die meisten Thailänder besitzen keine oder nur eine schlecht ausgestattete Küche. Das Angebot von Streetfoot ist vielfältig und meist sehr günstig, so dass sich selbst kochen kaum rentiert. Man kauft sich sein Essen an den Straßenständen oder in kleinen Restaurants am Straßenrand. Das Essen wird in verschiedene Plastiktüten verpackt und anschließen zuhause oder auf der Arbeit gegessen. Grundsätzlich sind, Soßen aller Art nicht aus der thailändischen Küche wegzudenken. Zu fast jedem Essen wird eine Soße in einer weiteren kleinen Plastiktüte gereicht. Oft scharf, aber auch salzig oder süß. Man merkt schnell, dass das Essen ohne Nachwürzen nicht authentisch schmeckt. Das wohl bekannteste „Gewürz“ ist „nam pla“ bei uns bekannt als Fischsoße, die sehr salzig schmeckt. Auf jedem Tisch in einem Restaurant steht neben dieser Soße auch Chilipulver und Chilisoße sowie Zucker zum Würzen bereit.

    Im Lehrerzimmer wird mittags oft gemeinsam gegessen. Meist nehmen ein oder zwei Personen die Bestellung auf und fahren dann los, um das Essen zu holen. Es gibt oft Brühe mit Nudeln und allerlei Einlagen. Meist sind gekochte Wachteleier, eine Art Wurst (ähnlich unserem Leberkäse), Fleisch, Fleischbällchen und Algen enthalten. Dies ist das einzige Gericht das in Thailand mit Stäbchen und asiatischem Suppenlöffel gegessen wird. Sonst benutzen die Thailänder Löffel und Gabel. Messer werden nur zum Zubereiten der Nahrung verwendet.

    Die Schülerinnen und Schüler können sich das Mittagessen von Zuhause mitbringen oder die Vielzahl an Essensangeboten auf dem Schulgelände nutzen. Beliebt ist bei ihnen Curry mit Reis. Außerdem decken sie sich gerne mit Knabbereien und Chips in den zwei Shops auf dem Schulgelände ein.

    Auch die thailändische Esskultur ist nicht unbeeinflusst vom amerikanischen Fastfood geblieben. So kommt es durchaus vor, dass Schülerinnen und Schüler als ihr Lieblingsessen KFC nennen. Jedoch ist auch hier das Angebot an die Ansprüche der thailändischen Küche angepasst. In einigen Fastfoodrestaurants findet man daher auch Reisgerichte, die man in Europa auf ihrer Karte vergebens sucht. Die vermeintlichen Angebote an internationalem Essen sind etwas abgewandelt. So isst man zum Beispiel, die auch hierzulande sehr beliebte Pizza, mit Ketchup statt Tomatensoße und vielen weiteren Soßen, um das ganze aufzupeppen.

    Esskultur in Südafrika

    „That’s no fat, that’s just butter! I swear, in the meal is no fat, just butter!” (Auntie Rosie, immer)

    Diesen Satz konnten wir uns während unseres Auslandsaufenthalts des Öfteren anhören und mussten jedes Mal etwas schmunzeln. Die Südafrikaner kochen seeeeeehr fettig – und da sie behaupten, Butter sei kein Fett, schwimmt das Gekochte geradezu in Butter. Zu Beginn unserer Zeit wünschten wir uns zum Abendessen Rührei und fielen fast vom Stuhl, als unsere Auntie Rosie uns unsere Teller hinstellte: Das Rührei war kaum zu sehen, da es schon fast in der 2cm dicken Öl-Butter-Soße auf dem Teller unterging.
    ABER: Da Fett ja bekanntlich ein super Geschmacksträger ist, war der Geschmack des Gekochten natürlich lecker. Wir entschieden uns dazu, uns ab und an was von Auntie Rosie kochen zu lassen und die restlichen Tage – damit wir nicht wie Kugeln zurück nach Deutschland kommen – selber zu kochen. Das war eine tolle Mischung, da wir die südafrikanische Küche so trotzdem kennenlernen konnten. Die Supermärkte in Südafrika waren sowohl preislich, als auch vom Sortiment her kaum zu unterscheiden mit den Supermärkten in Deutschland. Nur das Essen in Restaurants war deutlich günstiger - weshalb wir es uns natürlich auch oft in verschiedensten Restaurants gut gehen lassen haben!

    Hier eine kleine Auswahl unserer liebsten Restaurants in und um Kapstadt und Stellenbosch herum:

    I. Bramptons Winestudios, Stellenbosch (TIPP: Flatbreads, Roséwein)
    II. Piza é Vino, Jamestown (TIPP: Lava-Schoko-Soufflé als Dessert)
    III. Myog Frozen Yoghurt, Stellenbosch (TIPP: nach gaaaaanz viel Nutella fragen)
    IV. The Dailys Café, Jamestown (TIPP: Milchshakes, Pancakes mit Nutella und Erdbeeren)
    V. Codfather, Kapstadt (TIPP: einfach hingehen und überraschen lassen, der Hammer!)

    Doch nun zur wichtigsten Frage: Was macht eigentlich die südafrikanische Küche aus?
    Diese Frage zu beantworten fiel uns in der Zeit tatsächlich gar nicht so einfach, denn so richtig viele typische südafrikanische Gerichte gibt es gar nicht.
    Doch die drei uns am meisten aufgefallenen Merkmale/Gerichte/Esskulturen erfahrt ihr nun im Folgenden.

    1. „Let’s braaaaaaaaaai again!“ (jeder Südafrikaner, immer)

     Braai – das südafrikanische Barbecue/Grillen! Eine Einladung zu einem Braai zu bekommen ist eine große Ehre, denn man zählt dann sozusagen als guter Freund des Gastgebers. Anders als beim deutschen Grillen werden beim Braai hauptsächlich Chicken-Keulen gegrillt und es gibt meistens eher fettige Salate (welch ein Wunder). Während des Grillens steht – ebenso ganz anders als in Deutschland – neben dem Grill nicht nur der Griller selber, sondern meistens die ganze Familie plus Gäste. Jeder hat ein leckeres Bier in der Hand und es wird gequatscht und sich ausgetauscht. Denn das Essen wird nicht angerichtet, bevor nicht das letzte Stückchen Fleisch gegrillt ist. So muss der Grillmeister nicht alleine nach dem eigentlichen Essen dinieren, sondern es ist eine gemeinschaftliche Aktion. Das fanden wir TOLL! Und gebraait wird in Südafrika super oft – im Grunde genommen so oft es möglich ist. Bei dem Wetter dort natürlich das einzig richtige, was man machen kann ;)

    2. „Oh, schon wieder ein Foodmarket, lass uns den Bauch vollschlagen!“ (wir, immer)

    Foodmärkte sind etwas, was in Südafrika sehr oft vertreten ist. Sowohl in Kapstadt selbst, als auch einfach auf den Strecken zwischen den kleinen Städten um Kapstadt herum  Überall sind am Wochenende Foodmärkte geboten. Vor allem an Samstagen von früh bis nachmittags haben die vielen, kleinen, mit Liebe aufgebauten Foodstände offen und bieten eine Menge an kulinarischen Highlights an. Unsere liebsten Foodmärkte waren Folgende:
    • Oranjezicht Farmers Market (SA+SO, 9-14h) Kapstadt
    • Old biscuit mill Neighbourgoods Market (SA, 9-16h) Kapstadt
    • Route 44 Market (SA+SO, 9-16h) Stellenbosch
    Die Foodmärkte bieten alles Mögliche an: von französischen Crepes und Waffeln über südafrikanische Highlights (Springbok, Kudu, Flatbreads) über asiatische Sommerrollen bis hin zu süßen Spezialitäten wie Fudges oder weltgekröntem Eis. Wer also mal die Möglichkeit bekommen sollte, in Südafrika einen Foodmarket zu besuchen, sollte das definitiv tun: Eine tolle Wochenendbeschäftigung!
    3. Rezept: „Roti-Teigtaschen mit Potatoe-Curry“ á la Auntie Rosie

    Zum krönenden Abschluss dieses Beitrags zur Esskultur in Südafrika muss unbedingt noch unser liebstes Rezept von Auntie Rosie aufgeführt werden. Wir wünschten es uns so oft es ging, denn dieses Essen ist einfach so lecker! Ob es typisch südafrikanisch ist, wissen wir nicht genau. Viele Familien dort aßen es regelmäßig, allerdings kann es auch aus der östlichen Küche kommen. Um welches Rezept es sich handelt? Um unglaublich leckere Teigtaschen, die Roti genannt werden. Man kann sie mit Wraps vergleichen, allerdings sind sie etwas fettiger und dicker – Eine Art Mischung aus Wraptaschen und Pfannkuchen! Die Füllung bestand aus Kartoffeln, Hackfleisch und einer Mischung aus süßlichen Gewürzen, die dem ganzen Gericht eine besondere Note verleihen. Denn dieses Süßliche im Essen kennen wir Deutschen gar nicht. Es folgt nun das Rezept á la Auntie Rosie – kocht es nach, es ist himmlisch!

    Roti-Taschen

    Zutaten (für 4 Fladen)
    • 400 gr Weizenmehl
    • 225 gr Margarine
    • etwas Wasser
    • 40 ml Sonnenblumenöl
    • 1 TL Salz
    • Öl zum Braten

    Zubereitung
    In einer Schüssel Mehl und Salz vermischen. Das Öl nach und nach einkneten und zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Nun so viel Wasser einkneten, bis sich ein geschmeidiger Teig formen lässt. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, mit der zerlassenen Margarine bestreichen und zu einer Rolle einrollen. Die Teigrolle muss jetzt mit einem Tuch bedeckt für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Nach einer halben Stunde die Teigrolle auf der der Arbeitsplatte zu einer langen „Wurst“ ziehen und diese in vier Stücke schneiden.
    Die einzelnen Stücke jetzt zu runden Nestern formen. Die Nester werden jetzt in etwas Mehl gewendet und einzeln tellergroß ausgerollt. Zuletzt werden die Roti-Fladen noch in heißem, neutralen Öl von beiden Seiten etwa 2 Minuten lang gebacken. Nun die fertigen Fladen nur noch auf Küchenpapier entfetten und warm mit dem Potatoe-Curry servieren.

    Potatoe-Curry

    Zutaten (für 4 Portionen)
    • 600 gr gekochte, geschälte Kartoffeln (in 1cm-dicke Stücke geschnitten)
    • 500 gr Rinderhackfleisch
    • 1 TL Sonnenblumenöl
    • 1 rote Zwiebel, dünn geschnitten
    • 2 Knoblauch-Zehen, dünn geschnitten
    • 1 mittleres Stück frischen Ingwer, dünn geschnitten
    • 1 TL Zimt
    • 1 TL Kardamom
    • 2 TL Koriander
    • ½ TL Kurkuma
    • 1 TL Kreuzkümmel

    Zubereitung
    Die Kartoffel-Stücke in einem großen Topf in kochendem Salzwasser kochen, bis sie fast gar sind. Das Öl in einer großen Pfanne bei starker Hitze erhitzen. Die geschnittene Zwiebel, die Knoblauchzehen und den Ingwer hinzufügen und ca. 5 Minuten anschwitzen. Das Hackfleisch hinzugeben und ca. 10 Minuten mit den Gewürzen (Zimt, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel) garen lassen. Nun die gegarten Kartoffel-Stücke klein schneiden, mit in die Pfanne geben und ½ Tasse kaltes Wasser hineingeben. So lange köcheln lassen, bis der Geschmack besonders intensiv ist und alles gut durchgegart ist. Warm auf den fertiggebackenen Rotis servieren!

    Essen in Lettland
    Lettische Nachspeise

    Zutaten:
    • Ein paar Scheiben hartes Schwarzbrot
    • 250 g Sahne
    • 1 Glas Preiselbeermarmelade
    • 2 EL Zucker
    • 1 Päckchen Vanillepulver

    Zubereitung:

    Mahle zu Beginn das Schwarzbrot so lange bis nur noch kleine Brösel übrig sind (wie Semmelbrösel, nur mit Schwarzbrot).
    Mische als nächstes die Sahne mit dem Zucker und dem Vanillepulver. Schlage dann die Sahne.
    Schichte zuletzt die verschiedenen Zutaten in einem Glas übereinander. Beginne mit dem gemahlenen Brot. Auf das Brot kommt Preiselbeermarmelade, dann die Sahne dann noch einmal Preiselbeermarmelade und zuletzt noch einmal Sahne (Die Reihenfolge ist wichtig, da nur so die Nachspreise an die lettische Flagge erinnert).
    Streue zum Schluss etwas Brot über die Sahne. Fertig!


    Guten Appetit!

    Bemerkung:
    Die Letten lieben ihr Schwarzbrot. Sie essen es nicht nur zum Frühstück und zu Suppen, es ist auch eine sehr beliebte Zutat in vielen traditionellen Nachspeisen. Dies klingt vielleicht zu Beginn etwas ungewöhnlich, schmeckt aber sehr lecker und ist es wert, probiert zu werden!
    Diese hier vorgestellte Nachspeise ist besonders verbreitet, da sie an die lettische Flagge (rot-weiß-rot) erinnert.

    Esskulturen und Rezepte

    Denkt man an Ghana, so fallen einem zunächst keine so typischen Gerichte ein, wie beispielsweise Pizza, wenn man an Italien denkt. Was isst man also in Ghana?
    Zunächst einmal die traurige Wahrheit, dass man in der Regel in Ghana das isst, was man zu essen bekommt. Haben die Menschen dann doch etwas mehr Geld, dann kommen meist Reisgerichte, das typische Fufu, Banku, Yam oder Red Red auf den Teller. Den meisten werden diese Begriffe nichts sagen, deshalb hier eine kurze Erklärung:

    1) Fufu
    Kochbananen und Kasawa werden gekocht, in kleine Stücke geschnitten und dann so lange gestampft, bis ein Teig entsteht. Dazu isst man Suppe, am besten schmeckt die „light soup“ eine Hühnerbrühe mit Fleischstückchen.

    2) Banku
    Banku ist ein Teigklos, der aus gesäuertem Mehl hergestellt wird. Dazu wird meist eine rote Sauce serviert.

    3) Yam
    Yam ist ein Wurzelgemüse, das eine ähnliche Konsistenz wie eine Kartoffel hat und auf dieselben Weisen zubereitet wird. Man kann es gekocht und frittiert essen. Meist wird dazu eine scharfe Gemüsesoße serviert, die meist mit Ei ist.

    4) Red Red
    Dieses Gericht besteht aus frittierten Kochbananen und einer Bohnensauce.


    Zu den meisten Mahlzeiten wurde eine rote Sauce gegessen, für die Zubereitung benötigt man:
    - Öl
    - 2 Zwiebeln
    - 4 Tomaten
    - 3 EL Tomatenmark
    - Wasser
    - 1 Grüne Paprika
    - Gewürze
    - Optional Fleisch oder Wurst

    Zuerst wird ca. 1 cm dick das Öl in einem Topf erhitzt. Die Zwiebeln werden zerkleinert und in das heiße Öl gegeben. Es werden 3 EL Tomatenmark dazugegeben und die Sauce immer wieder mit Wasser verdünnt, damit sie nicht einbrennt. Grüne Paprika werden klein geschnitten und dazugegeben. Mit Gewürzen wie beispielsweise rotes Paprikagewürz (scharf) wird die Sauce abgeschmeckt. Optional kann auch Fleisch oder Wurst dazugegeben werden. Die Sauce sollte 40 min. köcheln, bis sie serviert werden kann.



    Fufu Banku mit roter Sauce



    Yam Red Red

    Neuseeland

    Essen in Neuseeland
    Schwierig scheint für jeden Neuseeländer die Frage zu sein, was denn typisches neuseeländisches Essen sei. Wir sind eine ganz gemischte Kultur, die so viel zu bieten hat, aber doch irgendwie überall was hernimmt. Tatsächlich lassen sich dementsprechend viele asiatische Restaurants finden. Genauso wie europäische Küche stark vertreten ist. Kiwis sind natürlich typisch, aber sehr beliebt sind immer noch englische Spezialitäten wie Scones, Shepard Pies und Pies ansich, die werden auch des Öfteren als typisch neuseeländisch ausgegeben.
    Shepard’s pie, sehr beliebtes Essen
    Pies- typischerweise mit Hackfleisch und Bratensoße gefüllt, vegetarisch auch mit Pilzen (bei Rugby-Spielen häufig als Snack)
    Scones – typischerweise mit Marmelade gegessen
    Was mir aber tatsächlich stark aufgefallen war, war die starke Verwendung von der Süßkartoffel, sowohl der orangen als auch der violetten, die in vielen Gerichten Verwendung finden. Über den Ursprung der Pavlova, einem aus Eischnee und viel Zucker bestehenden Dessert-Kuchen mit Früchten belegt, streiten die ‚Kiwis‘ sich mit den Australiern.

    Was aber ganz sicher typisch für die Esskultur ist, ist ein hoher Fleischverzehr, der oft mit dem regelmäßigen Barbecue einhergeht. Und wie sollte es in dem Toastland auch anders sein, werden sogar die Bratwürste mit einer Scheibe Toast an Ständen verkauft. Stolz sind die Neuseeländer vor allem auf ihr Fish’n’Chips, das in der Regel mit frischem Fisch vom selben Tag aus der direkten Umgebung bereitet wird, Die Chips werden nicht mit Ketchup, sondern mit tomato sauce gegessen, bei der Kiwis drauf bestehen, dass es nicht mit Ketchup gleichzusetzen ist, ich dagegen schmecke wenig Unterschied.
    Rezept Pavlova
    Für das Baiser
    • 6 Eier
    • 320 g extrafeiner Backzucker
    • 1 Teelöffel Speisestärke
    • 1 Teelöffel Weißweinessig
    • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
    Für das Topping
    • 500 ml Sahne
    • 2 Kiwis
    • 2 Passionsfrüchte
    • 10 Erdbeeren

    - Backofen auf 120 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
    - Zucker abwiegen und restliche Zutaten zurechtlegen.
    - Eiweiß vom Eigelb trennen. Das Eiweiß muss vollkommen
    - frei von Eierschale und Eigelb sein.
    - Eiweiß aufschlagen, bis sich erste Spitzen bilden.
    - Nach und nach Zucker hinzufügen.
    - Zum Stabilisieren Speisestärke hinzufügen.
    - Weißweinessig einmixen.
    - Vanilleextrakt hinzufügen.
    - Backblech mit Backpapier auslegen. Damit nichts rutscht,
    - Ecken des Backpapiers jeweils mit einem Klecks der
    - Baisermasse am Backblech fixieren. Baisermasse auf das
    - Backblech geben und daraus mit einer Kuchenpalette eine
    - runde Scheibe mit ca. 20-25 cm Durchmesser formen.
    - Du kannst dir vorher auch als Hilfestellung die Form auf
    - das Backpapier zeichnen.
    - Baiserboden ca. 90 Minuten im heißen Backofen backen.
    - Baiser nach der Backzeit komplett im geschlossenen Ofen
    - auskühlen lassen. Der Baiserboden ist fertig, wenn die
    - äußere Schale hart ist. Sahne aufschlagen und auf dem
    - ausgekühlten Baiserboden verteilen.
    - Kiwi schälen und ebenso wie die Erdbeeren in Scheiben
    - schneiden. Passionsfrucht halbieren. Früchte auf der
    - Sahne verteilen.

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