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Haushaltstest: Hast du gesundheitlich bedenkliche Stoffe in deiner Wohnung?

Es gibt unzählige chemische Stoffe, die sich in Möbeln, Boden- und Wandbelägen befinden. Manche Inhaltsstoffe sind so aggressiv, dass nicht jeder Körper damit fertig wird. Verengte Atemwege, ein unangenehmer Juckreiz oder Pusteln auf der Haut sind die Folge. Je weniger kritische Allergene in deinem Haushalt zu finden sind, desto besser für dich und deine Gesundheit. Wenn du wissen willst, ob deine Wohnung ebenfalls Allergieauslöser beinhaltet, ist dieser Test genau richtig für dich.

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    1. Möbel: Aus welchem Material sind deine Möbel?
    Wenn du zu denjenigen gehörst, die einen https://www.testedich.de/quiz32/quiz/1368860635/Wie-gesund-ist-dein-Lebensstil>gesunden Lebensstil pflegen, solltest du beim Möbelkauf besonders aufmerksam sein. Rund 80 % aller Möbel auf dem Markt sind aus Spanplatten gefertigt. Zwar gibt die geltende Gefahrstoffverordnung vor, dass für die Möbelherstellung nur Produkte verwendet werden dürfen, die einen niedrigen Formaldehydgehalt haben. In Deutschland sind sie solche Spanplatten als sogenannte E1-Platten zugelassen. Wenn du aber Möbel kaufst, die im Ausland produziert werden, gilt die deutsche Gefahrstoffverordnung nicht. Das bedeutet, dass deine Möbel unter Umständen einen wesentlich höheren Formaldehydgehalt aufweisen, als gut für dich ist. Das problematische an Formaldehyd ist, dass es ununterbrochen aus Spanplatten entweicht. Solange eine Spanplatte existiert, sondert diese Formaldehyd an ihre Umgebung ab. Erst, sobald eine Platte buchstäblich zerbröselt, ist alles Formaldehyd verschwunden. Zwar können gestrichene und versiegelte Oberflächen verhindern, dass Formaldehyd entweicht, doch durch Bohrlöcher oder schadhafte Stellen entweicht viel des belastenden Gases in die Raumluft.
    Experten empfehlen Massivholzmöbel anzuschaffen, die mit baubiologisch unkritischer Oberflächenbehandlung versehen sind. Das heißt in der Praxis, dass die Oberfläche mit Naturharz oder Wachs behandelt wurde. Wenn du nicht weißt, welche Oberflächenbehandlung neue Holzmöbel haben, kaufst du am besten unbehandelte Produkte. Diese kannst du anschließend mit Naturharz oder Naturwachs bearbeiten. Formaldehydbelasteter Pressspan findet sich in vielen Möbelstücken vom Flur über die Küche, im Wohnzimmer bis hin zum Schlafzimmer und Bad.
    Besonders kritisch ist dein Bett, denn hier verbringst du in der Regel sehr viel Zeit. Aus welchem Material ist dein Bett? Für alle, die in Pressspanbetten schlafen lautet die gesunde Empfehlung, Massivholzbetten zu kaufen.
    Testfragen Möbeln: Woran erkennst du Pressspanmöbel hast und ob Formaldehyd darin steckt?
    • Wie sieht das Holz hinter der Lackschicht aus? An vielen Möbeln ist die Unterseite im nicht-sichtbaren Bereich unlackiert. Dort siehst du sofort, ob Pressspan dahintersteckt oder eine Massivholzplatte. Im Zweifel kannst du an einer unauffälligen Stelle etwas von der Lackschicht abschleifen und nachsehen. Möbel mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ sind weitgehend schadstofffrei und beinhalten wenig bis gar kein Formaldehyd oder andere Weichmacher.
    • Wie riecht das Holz? Pressspan mit Bindemittel wie Formaldehyd riecht stechend.
    • Wie reagierst du auf den Geruch? Formaldehyd reizt die Schleimhäute und führt zu Hustenreiz, Kopfschmerzen oder tränenden Augen.
    Eine gute Alternativen zu formaldehydhaltigen Pressspanmöbeln sind Möbel aus Vollholz, anderen Naturmaterialien wie Bast, Bambus, Wasserlilie oder Schilf sowie aus Metall und Glas.

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    Eine weitere wichtige Frage bezüglich gesundheitskritischer Materialien lautet, woraus die Böden in deiner Wohnung bestehen. Häufig handelt es sich um Kunststoffe wie Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol, Polyurethan, Polyethylen und Polypropylen. Viele Bodenbeläge beinhalten mindestens einen dieser Kunststoffe. Entweder sind sie komplett aus Kunststoff gefertigt oder bei Teppichböden besteht die Rückseite aus Kunststoff. Per se sind Kunststoffe nicht kritisch für Allergiker, doch zum Teil können Moleküle über die Atemluft oder den Hautkontakt in einen menschlichen Organismus gelangen und dort für allergische Reaktionen sorgen. Im Kunststoff können folgende kritische Inhaltsstoffe enthalten sein:
    • Weichmacher wie beispielsweise Phthalate: Durch Weichmacher können Leber, Nieren und Nervensysteme geschädigt werden. Außerdem steht es im Verdacht, Krebs zu erregen. Im schlimmsten Fall können ungeborene Kinder geschädigt werden.
    • Polychlorierte Biphenyle (PCB): Es steht im Verdacht Krebs zu erregen, greift Niere und Bauchspeicheldrüse an, kann Augenlider anschwellen lassen und Immundefekte verursachen.
    • Isocyanate: Dieser Stoff kann bestehendes allergisches Asthma verschlimmern.
    • Asbest: Es steht im Verdacht, Krebs zu erregen.
    Neben den genannten Inhaltsstoffen können bedenkliche Inhaltsstoffe wie Benzol, Schwermetalle, Styrol oder Vinylchlorid in Kunststoffböden enthalten sein. In der Praxis ist es nicht einfach, komplett auf Kunststoff in Fußbodenbelägen zu verzichten. Ein guter Rat lautet, vor der Anschaffung eines Fußbodens die technischen Merkblätter beim Händler anzufordern. Dort steht alles Wissenswerte drin.

    Testfragen Fußböden: Liegt in deiner Wohnung Kunststoff auf dem Fußboden?
    • Liegt in deiner Wohnung ein PVC- oder ein Vinylboden? Diese sind aus Kunststoff gefertigt.
    • Liegt in der Wohnung Laminatboden? Dieser besteht in der Regel aus Holzfaserplatten, Papier, Klebstoff und Kunststoffen.
    • Hast du Teppich in der Wohnung? Wenn dieser aus Kunstfaser besteht und mit einer Gummierung an der Rückseite versehen ist, ist auch dieser weitestgehend aus Kunststoff hergestellt. Geknüpfte Naturfaserteppiche mit Naturlatex (biozidfrei) kann Kunstfaserteppiche adäquat ersetzen.
    • Wurde in der Wohnung ein Dielen- oder Parkettboden verlegt? Dann stehen die Chancen gut, dass nur wenig bis kein Kunststoff enthalten ist. Wichtig ist, dass auch die Oberflächenversiegelung mit natürlichen Materialien durchgeführt wurde.

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    : Was hängt an deinen Wänden?
    Schimmelfeste Anstriche oder Kunststoff-Dispersionsfarben sowie Tapeten aus Vinyl sind heute gängig in Wohnungen. Der schimmelfeste Anstrich soll Pilze bekämpfen, was für Menschen mit empfindlichen Atemwegen grundsätzlich sinnvoll ist. Allerdings sind in Acryl-Latex-Farben krebsverdächtige Stoffe enthalten. Dasselbe gilt für Kunststoff-Dispersionsfarben. Sie dünsten Lösungsmittel und Pestizide aus und belasten damit die Atemwege nachhaltig. Sie können Krebs erregen und das Erbgut schädigen. Als Alternative nutzt du am besten Dispersionsfarben auf Naturharzbasis. In ihnen sind zwar auch Lösemittel enthalten, doch diese bestehen aus Baumharz und Citrusschalen. Bei sachgemäßer Verwendung lösen sie keine Allergien aus.
    Die beste Alternative zu schädigenden Farben sind Naturfarben zum Beispiel auf Kalkbasis oder Leimfarben. Allerdings gibt es manche sehr empfindliche Allergiker, die auch auf Naturfarben reagieren. Beim Kauf der Farben solltest du auf die Inhaltsstoffe achten. Naturfarbenhersteller verarbeiten Harz, Öl, Wachs, Leim oder Gummi aus Pflanzen sowie Alkohol und Pflanzenfarben.
    Testfragen Wände: Wie schädlich ist der Anstrich in deiner Wohnung?
    Im Nachhinein lässt sich von einem Laien kaum feststellen, ob die Farbe an den Wänden Giftstoffe enthält oder nicht. Im Zweifel gibt nur die Verpackung der Farbe darüber Auskunft, denn darauf sind die Inhaltsstoffe verzeichnet. Unabhängig davon kannst du einige Aspekte testen, um eine ungefähre Einschätzung über die Bedenklichkeit deiner Wandgestaltung treffen zu können.
    • Hast du Tapeten an den Wänden? Aus welchem Material sind sie? Du kannst an einer kleinen Ecke testen, ob sie aus Papier oder Kunststoff gefertigt sind. Oft ist die Oberfläche mit Kunststoff veredelt, denn es ermöglicht ganz unterschiedliche Texturen und Strukturen. Die beliebten Vinyltapeten, die sich sehr schnell anbringen und wieder ablösen lassen, verfügen über einen hohen Anteil Kunststoff. Reine Papiertapeten ohne bedenkliche Beschichtung reißt leicht ein. Eine reine Raufasertapete ist in der Regel frei von Lösemitteln, Konservierungsstoffen oder Weichmachern.
    • Sind die Wände gestrichen? Dann mach den Abriebtest. Unbedenkliche Farben mit hohem Kalkanteil sind nicht wischfest und färben beim Darüberreiben ab – das ist also ein gutes Zeichen. Gesundheitlich unbedenkliche Leimfarben sind recht transparent, sie decken nicht so gut. Hast du die Wand https://www.testedich.de/quiz16/quiz/1132076901/Welche-Zimmerfarbe-passt-zu-dir>in deiner Lieblingsfarbe angestrichen und dazu deckende Farbe aus dem Baumarkt verwendet? Dann ist vermutlich kritisch zu betrachtende Kunststoff-Dispersionsfarbe im Spiel.

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