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Vitaminmangel rechtzeitig erkennen. Das sind die Anzeichen

Es gibt unzählig viele kleine Hilferufe des Körpers, die jedoch nur die wenigsten auch als solche wahrnehmen. Regelmäßig abbrechende Fingernägel, übermäßig viele Haare in der Bürste und Schuppen auf der Haut sind nur die gängigsten Alarmsignale des Körpers. Sie alle jedoch rufen förmlich nach einer Extra-Portion an Vitaminen, nach Mikronährstoffen, die Mangelerscheinungen reduzieren sollen. Welche Anzeichen auf welchen Mangel hinweisen, verrät dieser Beitrag.

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    Funktionieren Augen und Ohren tadellos? Wenn nicht, fehlt es vielleicht an Vitamin A

    Es sind vor allem kleine Auffälligkeiten, die auf einen Vitamin A-Mangel hinweisen könnten. Weiße, kleine Flecken auf der Bindehaut des Auges, merkliche Nachtblindheit oder trockene Augen können Indizien für einen Vitamin A-Mangel sein. Auch andere Sinne könnten betroffen sein, was bedeutet: Auch ein eingeschränkter Geruchssinn sowie Hörstörungen können erste Anzeichen für einen Vitamin A-Mangel sein.
    Wer diese Anzeichen bemerkt, sollte vermehrt Feldsalat, Basilikum, Spinat, Fenchel, Grünkohl, Karotten, Löwenzahn oder Süßkartoffeln auf den Speiseplan setzen. Der Tagesbedarf liegt zwischen 0,8 Milligramm bei Frauen und einem Milligramm bei Männern. Schwangere sollten 1,1 Milligramm täglich aufnehmen. Stillende 1,5 Milligramm am Tag.

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    Gelenk- und Zahnfleischprobleme? Vielleicht zeigt dies einen Vitamin-C-Mangel an

    Gelenkschmerzen, Ödeme sowie Probleme mit dem Zahnfleisch können typische Anzeichen eines Vitamin C-Mangels sein. Obgleich der Vitamin C-Mangel bereits in Seefahrerkreis bekannt war (damals nannte man die Krankheit Skorbut), so ist eben dieser Vitaminmangel in seiner eklatantesten Form heute durchaus selten geworden. Ganz ausgerottet wurde er allerdings noch nicht.
    Zwei Herausforderungen gilt es zu meistern, wenn der Vitamin C-Bedarf über die Ernährung sichergestellt werden soll:
    1.) Zum einen ist der Bedarf pro Tag im Vergleich zu anderen Vitaminen recht hoch. Männer sollten 110 Milligramm zu sich nehmen, Frauen 95 Milligramm. Raucher sollten zwischen 135 und 155 Milligramm täglich konsumieren, Schwangere sind mit 105 Milligramm pro Tag gut beraten, Stillende mit 125 Milligramm.
    2.) Zum anderen hat der menschliche Körper ein Problem damit, Vitamin C langfristig im Körper zu speichern, was wiederum bedeutet: Der Vitamin C-Bedarf wird in erster Linie darüber sichergestellt, dass regelmäßig Obst und Gemüse konsumiert wird. Zu den wahren Vitamin C-Bomben zählen Acerola, Hagebutte und Sanddornbeere. Auch Erdbeeren, Brokkoli, Kiwi, Rosenkohl, Paprika, schwarze Johannisbeere und Guave sind wichtige Vitamin C-Lieferanten.

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    Akne, Müdigkeit und Probleme mit dem Darm weisen auf einen Vitamin B6-Mangel hin

    Vitamin B6 ist maßgeblich daran beteiligt, dass der Stoffwechsel im Körper reibungslos funktioniert. Eigentlich ist die Gefahr recht gering, zu wenig B6 aufzunehmen, allerdings gibt es auch Einflussfaktoren, die den regulären Bedarf (Frauen: 1,2 Milligramm am Tag, Männer: 1,5 Milligramm am Tag) in die Höhe schrauben. Wechselwirkungen bestehen vor allem mit Hormonpräparaten, krampflösenden Medikamenten und Anti-Depressiva. Wer diese Medikamente konsumiert, erhöht den Bedarf an Vitamin B6 im Körper.
    Wird nicht genug des Vitamins zugeführt, äußert sich das in vielerlei Symptomen: Darmprobleme, Erbrechen, Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit, Akne sowie entzündete Mundwinkel können erste Anzeichen eines Vitamin B6-Mangels sein. Wer seine Ernährung entsprechend anpassen möchte, sollte auf Kartoffeln, Bananen, Fleisch von Rind und Huhn, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne, Linsen, Kleie, Walnüsse, Sojabohnen, Lachs oder Sardinen setzen.

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    Kribbelgefühl könnte Calcium-Mangel anzeigen

    Es ist ein Ammenmärchen, das schlichtweg falsch ist: Weiße Flecken, die auf den Fingernägeln sichtbar werden, sind de facto kein Zeichen für einen Calcium-Mangel. Stattdessen sind kribbelnde Füße, Hände und Mundwinkel sowie zuckende Muskeln ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Körper zu wenig Calcium hat. Gefährlich ist ein unentdeckter oder ignorierter Calcium-Mangel vor allem deswegen, weil er sich langfristig an Zähnen und Knochen bemerkbar macht. Sie verlieren durch den Mangel an Calcium an Festigkeit. Jugendliche brauchen täglich 1200 Milligramm Kalzium, Erwachsene 1000 Milligramm.
    Calcium ist in vielen Lebensmitteln enthalten, kann aber nicht direkt vom Körper verarbeitet werden. Das bedeutet: Wer Bergkäse, Emmentaler, Mandeln, Sesam, Haselnüsse, Soja, Rucola, Spinat, Joghurt und Vollmilch konsumiert, bringt zwar Calcium in den Körper. Verwerten kann der Körper dies aber nur, wenn ausreichend Vitamin D vorhanden ist.
    Für Vitamin D wiederum ist der empfohlene Tagesbedarf mit 20 Mikrogramm wahrlich übersichtlich. 15 Minuten Sonnenschein am Tag wirken sich positiv auf das Vitamin D-Depot aus. Darüber hinaus sind Steinpilze, Morcheln, Avocado, Wildlachs, Thunfisch, Heilbutt, Rollmops und Sardine klassische Vitamin D-Lieferanten. Fehlt dem Körper Vitamin D zeigt er dies mit Haarausfall, Müdigkeit und Muskelschwäche an.

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    Blass und unkonzentriert? Vielleicht steckt ein Vitamin B12-Mangel dahinter

    Blutarmut bedingt die Blässe, die ein Zeichen von Vitamin B12-Mangel sein könnte. Auch Müdigkeit, Haarausfall und Konzentrationsprobleme sind typische Anzeichen, die entweder auf einen erhöhten Bedarf an Vitamin B12 hinweisen (beispielsweise https://www.testedich.de/quiz29/quiz/1311043343/Schwanger>bei Schwangeren) oder https://www.testedich.de/quiz47/quiz/1488392564/Vegan>bei Veganern) oder die anzeigen, dass nicht genügend Vitamin B12 auf dem Speiseplan steht. Was fehlt sind also Eier, Käse wie Emmentaler oder Camembert, Fleisch von Rind oder Ente sowie Fisch von der Makrele oder vom Hering. Erwachsene brauchen täglich etwa drei Mikrogramm Vitamin B12, Schwangere brauchen 3,5 Mikrogramm und Stillende sollten vier Mikrogramm am Tag zu sich nehmen.

    Abbildung 1: pixabay.com © Altamiro (CC0 Public Domain)
    Abbildung 2: pixabay.com © Gellinger (CC0 Public Domain)

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