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Tipps für den Abschluss der Kfz-Versicherung

Es gibt in Deutschland eine Versicherung, die sogar Versicherungsmuffel abschließen: Wer ein Kraftfahrzeug in Deutschland zulässt, muss eine entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung als Mindestversicherung nachweisen. So steht es im Gesetz, genauer: im Pflichtversicherungsgesetz. Dort ist ein Mindestversicherungsschutz vorgeschrieben. Doch ist dieser wirklich ausreichend? Wie viel Kfz-Haftpflichtversicherung ist notwendig? Welche Risiken solltest du in jedem Fall abdecken?

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    Großer Konkurrenzkampf unter den Versicherern In Deutschland wechseln die Autofahrer gerne ihre Versicherung. Zum Jahresende 2016 waren es 2,2 Millio
    Großer Konkurrenzkampf unter den Versicherern
    In Deutschland wechseln die Autofahrer gerne ihre Versicherung. Zum Jahresende 2016 waren es 2,2 Millionen Kunden, die sich eine neue Kfz-Versicherung suchten. Ende 2011 waren es nur 1,4 Millionen Kunden. Es gibt ganz offensichtlich einen harten und intensiven Konkurrenzkampf bei den Versicherungen. Deshalb kann sich ein Wechsel auch bezahlt machen. Allerdings ist die billigste Versicherungsprämie nicht immer auch die beste. Bei besonders günstigen Angeboten sind unter Umständen nicht alle Risiken genügend abgedeckt. Beim Gesamtpaket Kfz-Versicherung entscheidet am Ende die vereinbarte Versicherungsleistung über gut oder schlecht. Auf www.autoversicherung-vergleich.info gibt es einen Vergleichsrechner, mit dessen Hilfe sich die Angebote der verschiedenen Versicherer nicht ausschließlich anhand der Beitragshöhe vergleichen lassen.

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    Deckungssumme clever auswählen
    Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine hohe Deckungssumme sehr wichtig. Denn die Haftpflichtversicherung springt ein, wenn ein Kraftfahrer einen Unfall verursacht und Dritten dabei Schaden zufügt. Das kann in schwerwiegenden Fällen sehr teuer werden, wenn beispielsweise jemand so schwer verletzt wird, dass er zum Invaliden wird und nicht mehr arbeiten kann. Mit einer lebenslangen Rente ist eine zu gering gewählte Deckungssumme schnell aufgebraucht. Ist die Deckungssumme aufgebraucht, muss der Verursacher aus seinem Privatvermögen zahlen. Der Gesetzgeber gibt zwar Mindestdeckungssummen vor; sie liegen bei 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden, bei 1,12 Millionen Euro bei Sachschäden sowie bei 50.000 Euro bei Vermögensschäden. Genaueres dazu ist unter www.bafin.de zu finden. Besser ist es, wenn du den Höchstbetrag von 100 Millionen Euro wählst. Versicherungsexperten zufolge ist der Beitragsunterschied minimal, aber im Ernstfall bist du gut abgesichert.

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    Gültigkeitsbereich der Kfz-Versicherung
    Ein weiterer essenzieller Punkt ist der Gültigkeitsbereich deiner Kfz-Versicherung. Die meisten Policen gelten nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und anderen Regionen, die politisch der EU angehören. Dabei gibt es meist noch eine Erweiterung des Haftpflichtschutzes, und zwar die sogenannte „Mallorca-Police“. Sie bietet im Ausland Versicherungsschutz, wenn du mit einem Mietwagen einen Unfall verschuldest.

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    Weitere Tarifoptionen
    In anderen Bereichen ist der Vergleich nicht ganz so einfach, weil dazu kaum gesetzliche Vorgaben bestehen. Die Versicherer können die Verträge in den folgenden Punkten relativ frei gestalten. Dadurch entsteht eine große Anzahl an Tarifen und Sonderoptionen, die nur schwer durchschaubar sind. Folgende Punkte solltest du genauer unter die Lupe nehmen:
    • Verzicht auf den Einwand der Fahrlässigkeit
    Die Versicherung sollte im Vertrag auf jeden Fall den „Verzicht auf den Einwand der Fahrlässigkeit“ garantieren. Das heißt, dass die Versicherung auch dann einen Schaden begleicht, wenn du als Versicherungsnehmer beispielsweise aus Unachtsamkeit eine rote Ampel überfahren und dadurch einen Unfall verursacht hast. Ist diese Klausel nicht vereinbart, darf die Versicherung einen Teil des Geldes für die Schadenregulierung von dir zurückfordern.
    • Neuwertentschädigung
    Möchtest du ein neues Auto versichern, sollte der Vertrag unbedingt die Neuwertentschädigung beinhalten. Je länger der Versicherer bei Totalschaden oder einem Diebstahl den Neupreis erstattet, umso besser ist der Versicherungsschutz. Diesbezüglich gibt es Angebote, die meist zwischen drei und 24 Monaten liegen.
    • Rabatte
    Bei vielen Versicherern bekommst du einen ordentlichen Rabatt, wenn du eine zuvor vereinbarte Fahrleistung nicht überschreitest, den sogenannten Wenigfahrerrabatt.
    Wenn du dein Auto nachts in einer Garage abstellst, erhältst du den Garagenrabatt.
    Fährst nur du das Auto und eventuell deine Partnerin oder dein Partner, gibt es ebenfalls einen Rabatt für einen eingeschränkten Fahrerkreis.
    Und schließlich gibt es noch einen Werkstattrabatt, wenn du dich zu Werkstattbindung verpflichtest. Das solltest du allerdings nur vereinbaren, wenn du dich später auch daran hältst.
    • Schadenfreiheitsrabatt
    Wenn du längere Zeit unfallfrei Auto fährst, wirst du von deiner Versicherung belohnt. Mit jedem unfallfreien Jahr kommst du in eine bessere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Anhand der SF-Klasse berechnet dein Versicherer den Schadenfreiheitsrabatt. Möchtest du deine Versicherung wechseln, solltest du dir unbedingt deine schadenfreien Jahre beziehungsweise die SF-Klasse von deiner Gesellschaft schriftlich bestätigen lassen. Dann kannst du bei der neuen Versicherung von deinen schadenfreien Jahren auch weiterhin profitieren und wirst beim Schadenfreiheitsrabatt folglich besser eingestuft.

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    Kaskoversicherung kein Muss Die Kaskoversicherungen – Voll- und Teilkaskoversicherung – zählen nicht zu den Pflichtversicherungen. Bevor du hier
    Kaskoversicherung kein Muss
    Die Kaskoversicherungen – Voll- und Teilkaskoversicherung – zählen nicht zu den Pflichtversicherungen. Bevor du hier eine Entscheidung triffst, solltest du die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Die Kaskoversicherung zahlt für Schäden an deinem Fahrzeug, beispielsweise bei Diebstahl oder einem selbstverschuldeten Unfall. Doch welche ist besser für dich – die Voll- oder die günstigere Teilkaskoversicherung?
    Wann zahlt die Teilkaskoversicherung?
    Wird dein Auto gestohlen oder kommt es infolge eines Sturms, Brandes oder nach Hagelschlag zu einem Schaden an deinem Auto, entsteht ein Glasbruchschaden, ein Schaden durch einen Kurzschluss oder einen Wildunfall, dann zahlt die Teilkaskoversicherung für den Schaden. Da bei dieser Versicherung der Zeitwert ersetzt wird, empfehlen Versicherungsexperten die Teilkaskoversicherung, wenn dein Auto weniger als acht Jahre alt ist. Für ältere Fahrzeuge rechnen sich die Beiträge nicht mehr. Außerdem kann sich die Teilkaskoversicherung auszahlen, wenn dein Auto einen hohen Wiederverkaufswert hat. Bei der Berechnung des Beitrags für die Teilkaskoversicherung spielen die Typ- und die Regionalklasse eine Rolle und außerdem kannst du eine Selbstbeteiligung vereinbaren, die die monatliche Prämie verringert. Was die Typ- und Regionalklassen genau sind, ist unter www.gdv.de nachzulesen.
    Wann zahlt die Vollkaskoversicherung?
    Die Vollkaskoversicherung zahlt Schäden bei selbstverschuldeten Unfällen über den Teilkaskoschutz hinaus. Sie zahlt etwa auch bei Fahrerflucht des Unfallgegners oder einer mut- und böswilligen Beschädigung durch Dritte. Kann der Verursacher eines Unfalls, beispielsweise ein Kind, nicht haftbar gemacht werden, springt ebenfalls die Vollkaskoversicherung ein. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Versicherung lediglich für Schäden am Fahrzeug aufkommt. Folgekosten nach Verletzungen durch einen selbstverschuldeten Unfall trägt auch die Vollkaskoversicherung nicht.

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