x
Springe zu den Kommentaren

A Big Hit as Life (Teil 2: The On going)


Y/n ist alleine mit ihrem Zwilling Jimin und ihrem Adoptiv- Bruder Taehyung. Ihre Eltern sind gestorben, als y/n und Jimin 13 Jahre alt waren und Taehyung 11. Seit dem sind acht Jahre vergangen und Y/n fällt in die Arme eines Menschen, den sie hassen sollte und doch liebt.
Doch bevor es zu was werden kann, passiert es.


    1
    ((bold)) Kapitel 1: 3 Monate später, das Training und ein Ring Y/n((ebold)) Nun sind schon drei Monate vergangen, seit die Big Hit Mafia mich und mei


    Kapitel 1: 3 Monate später, das Training und ein Ring
    Y/n

    Nun sind schon drei Monate vergangen, seit die Big Hit Mafia mich und meine Brüder verschleppt hat. Mittlerweile weiß ich auch, dass wir in Seoul sind. Diese riesig große Villa, in der das alles ist, gehört Jungkook.
    Er hat sich über diese drei Monate verändert. Sein Arm ist verheilt und er kann ihn fast genauso gut wie vorher benutzen. Mir tut es immer noch Leid, dass ich ihn angeschossen habe, aber er sagt, es ist halb so wild.
    In der Zeit, habe ich viel trainiert. Mit Namjoon den Zweikampf, mit Yoongi das hacken und seit neustem:
    Mit Jin lerne ich, wie man andere manipuliert und von Hobi lerne ich das schießen mit Waffen.
    Alles verläuft eigentlich ziemlich gut, nur das schießen fällt mir schwer.
    Der Rückschlag ist ziemlich fest, je nachdem, welche Pistole man benutzt und meistens kann ich mich nicht halten.
    „Komm Y/n, noch einmal.“ Ermunterte mich Hobi. Ich stellte mich noch einmal in Position, legte mir die Kopfhörer auf die Ohren und zielte.
    Die Kugel schoss aus dem Lauf raus und knallte gegen die Zielscheibe, beinahe ins schwarze. Der Rückschlag lies mich taumeln. „Das war sehr gut!“ freute sich Hobi. Erleichtert, dass ich es immerhin ein Mal geschafft hatte, lächelte ich. „Für heute sind wir hier fertig. Los, deine nächste Station ist bei Jungkook.“ „Jungkook? Was will der von mir?“ fragte ich und legte die Pistole wiede auf seinen Platz im Schrank. „Keine Ahnung.“ Ich zuckte mit den Schultern und ging in sein Büro. „Kook? Was gibt’s?“ mittlerweile hatten wir ein freundschaftliches Verhältnis zu einander aufgebaut und ich durfte ihn mit seinem Spitznamen ansprechen. „Hi. Wie war’s mit dem schießen?“ „Ich hab es nur einmal in die Nähe der Mitte geschafft.“ Antwortete ich, etwas beschämt. „Ach, mach dir keinen Kopf. Das kommt schon.“ Er tätschelte mir die Schulter. „Also, was ist los?“ fragte ich. „Guck mal.“ Er zeigte mir einen Bildschirm und darauf sah ich das Regierungsgebäude. „Was ist damit?“ „Ein Typ von dort, wird hier her kommen.“ „WAS!“ reif ich erschrocken. „Das ist eine absolut dumme Idee! Er wird dich umbringen!“ erriet ich. „Ganz genau. Und deshalb, möchte ich, dass du dich als meine Frau ausgibtst.“ Ich sah ihn entsetzt an.
    „Mal ganz ehrlich, dass ist absurd.“ Er grinste. „Ja, das ist es. Keine Sorge, Yugi wird dich schon herrichten.“ Er kam rein und zerrte mich mit.
    In meinem Zimmer, drückte mir Yugi ein schlichtes, dunkelblaues Kleid in die Hand. „Geh duschen und dann zieh das an, okay?“ ich nickte und stellte mich unter die Dusche.

    Als ich fertig war, zog ich mir das Kleid an und schlüpfte in die weißen Ballerinas. Yugi flochte meine Haare zu einem Zopf und brachte mich dann wieder zu Kook. „Yugi, du übertriffst dich immer aufs neue.“ Jungkook war gut gelaunt und lächelte mich an. Dann nahm er sich einen Ring vom Finger und steckte ihn an meinen Daumen. „Was-“ „Das sie dir auch glauben. Der Typ kommt gegen Mittag. Das schaffst du schon.“ „Mittag ist aber schon in 3 Stunden!“ nervös fing ich an auf meiner Lippe rum zu kauen. Jungkooks Finger zog meine Lippe von meinen Zähnen weg. „Wir haben das doch schon 1000 besprochen. Lass das bitte. Und du kannst das.“ Er umarmte mich fest. „Und wo gehst du dann hin?“ fragte ich. „Och, ich geh ein bisschen umher, hab ein Paar Geschäfte und so.“ Er zwinkerte mir zu und ging dann weg.
    Ich sah mir den Ring an. Er war schlicht, etwas breiter und innen war etwas eingraviert. Ein P und ein J. Was soll das heißen? Doch nicht etwa..- Ach was!


    Hello, it's me... Haha hii! Das ist der 2. Teil von 'A Big Hit as Life'. Ich freue mich über eifrige Leser und Kommentatoren, wir sehen uns, bzw. lesen uns im Nächsten Kapitel!

    2


    Kapitel 2: Der Besuch~
    Y/n

    Jungkook war schon seit einer Stunde weg um sEiNeN gEsChÄfTeN nAcH zU gEhEn. Ich saß mit Namjoon in seinem Büro und wir beredeten, wie der Besuch der Regierung ablaufen wird.
    „Also, sie werden hier her kommen, um nach Geiseln zu suchen. Sie gucken sich etwas um, aber keine Sorge, sie trauen sich nicht etwas von hier mitzunehmen.“ „und was soll ich tun?“ „Naja, sie werden dich fragen, woher du kommst und dir ein Paar Fragen stellen. Sowas wie, was machst du hier? Oder was habt ihr miteinander zu tun.“ „Und was antworte ich?“ „Du sagst ihnen, dass du mit Jungkook verheiratet bist und ihr zusammen lebt. Wenn sie dich fragen, was du von dieser ganzen Mafia-Geschichte hälst, sagst du einfach, dass du mit seinem Kram nichts zutun hast. Okay? Also du tust einfach so, als hättest du keine Ahnung.“ mir machte es schon Sorgen, aber, auf irgendeine Art und Weise war mir Big Hit ans Herz gewachsen. Sie taten ja eigentlich nur Gutes, und das ist doch in Ordnung, oder? Ich nickte und stellte mir diverse Szenarien vor.
    „Und was haben Sie mit Jeon Jungkook zu tun?“ fragte ein Mann in einem schwarzen Anzug mit Sonnenbrille. „W-Wir sind verheiratet.“ „Ah, wie schön. Und wie lange?“ „Erst seit kurzem.“ Murmelte ich. „Dann wünsche ich Ihnen auf Ihrem gemeinsamen Weg alles Gute.“ „Danke.“ „Darf ich ein Paar Fragen zu Ihrem Mann stellen?“ „Natürlich. Setzen Sie sich.“ Wir nahmen im Wohnzimmer Platz.
    „Was macht Ihr Mann beruflich?“ „Oh, ähm, das weiß ich nicht so genau, ich glaube er arbeitet in der Chefetage einer Organisation.“ Meine Hände verkrampften sich zu Füusten in meinem Schoß. „Und, erzählt er Ihnen von seiner Arbeit?“ „Nein, nicht viel.“ Er nickte vor sich hin. „Sind Sie schwanger?“ „Nein, nicht das ich wüsste.“ „Dann wird es langsam mal Zeit.“ „Ich werde ihn darauf ansprechen.“ Der Typ ging wieder.

    Bei der Vorstellung schüttelt es mich. „Haha, du kriegst das schon irgendwie hin.“ „Ihr lasst mich doch nicht alleine, oder?“ fragte ich erschrocken. „Naja, die Regierung denkt, dass dieser ganze Schuppen hier einzig und allein Junkook gehört, da haben wir hier dann nichts verloren.“ Erklärte Namjoon.
    Die nächsten zwei Stunden bereitete ich mich auf das Kommende vor. Jin und Namjoon sind einkaufen gegangen, Yoongi und Hobi sind keine Ahnung wohin und Chim und Tae sind wie immer in ihrer Wohnung in der Villa drin. Ihnen geht es gut, zum Essen kommen sie immer hier her. Aber sie wissen nicht, was für ein Training ich jeden Tag mache. Am liebsten hätte ich es ihnen gesagt, aber Jungkook hatte es mir verboten, weil es angeblich streng geheim ist. Ich weiß immer noch nicht, was dieses ganze Theater soll, aber ich vertraue darauf, dass Yoongi und Hobi das schon wissen und sie wissen, was mit mir passiert.
    „Viel Glück kleine Prinzessin.“ Hatte Jin gesagt und mir auf die Stirn einen Kuss gegeben, wie er es immer tat, bevor er mit Namjoon los gezogen ist zum einkaufen. Und Yugi, der wohnt hier gar nicht, sondern in einem anderen Haus, das etwas weiter weg ist. Er hatte mir erklärt, wie man die Tür hier öffnet. „Du musst einfach hier auf den Knopf drücken, und dann kannst du sehen, wer da ist. Draußen müssen sie ein Passwort angeben, ihren Daumen abscannen lassen und einen Schwur ablegen, oder du lässt sie einfach rein.“ Das hatte er mir erklärt bevor er mit einem Zwinkern Jin und Joonie hinterher gegangen war. „Uff Kook! Was machst du nur für Sachen?“ fluchte ich und setzte mich auf ein Sessel im Wohnzimmer. Ich nahm den Ring ab und sah ihn mir noch einmal genauer an. Er war silbergrau, hatte im Inneren eine PJ Gravur und war etwas breiter. Ich steckte mir ihn wieder an den Daumen, wo anders passte er auch nicht ran, und nahm mir eines der vielen Bücher, die hir ordentlich im Regal standen. Es war mein Lieblingsbuch, eigentlich ein Kinderbuch. Es hieß Momo und war von dem deutschen Autor Michael Ende. Es ist ein sehr schönes Buch, und das sollte jeder gelesen haben.
    Plötzlich klingelte es an der Tür. Shit! Okay Y/n. Atmen. Ich öffnete die Tür, wie Yugi es mir beschrieben hatte und ein älterer Mann, 60 oder 70, kam in Begleitung von zwei Bodyguards rein. „Ich komme von der Landesregierung Seoul. Wohnt hier Jeon Jungkook?“ „Eh ja guten Tag.“ Ich war schrecklich nervös und lies die drei Männer rein. „Wer sind Sie, wenn ich fragen darf?“ fragte der Mann. „Uhm, mein Name ist Par- Jeon Y/n.“ Das hört sich so komisch an.. „Oh, dann nehme ich an, dass Sie mit Herr Jeon vermählt sind?“ „Ganz genau.“ „Wie lange?“ „Erst seit kurzem.“ „Meinen Glückwunsch. Dürfe ich einige Fragen Ihnen stellen bezüglich Ihres Gatten?“ er redete echt altmodisch, aber das genau war es, was mir Stress machte. „Natürlich. Setzten Sie sich doch. Tee?“ ich führte sie ins Wohnzimmer und setzte sie aufs Sofa. Dann goss ich den Tee auf. Zum Glück hatte Jin ihn schon vorbereitet und ich musste ihn nurnoch in die Gläser gießen. Ich stellte vier Gläser auf einem Tablett ab und trug es ins Wohnzimmer, wo ich jedem meiner drei Besucher ein Glas gab. „Dann, schießen Sie los.“ Toll gemacht, Y/n! Schießen Sie los! Pah, als wäre es normal, er weiß doch, dass Jungkook Big Hit Leiter ist.
    „Also dann. Wissen Sie, Frau Jeon, was Ihr Mann beruflich tut?“ „Ich meine, er ist Chef einer Organisation, aber welche genau weiß ich nicht.“ „Darf ich mir Ihren Ehering ansehen?“ fragte er und deutete auf den Ring an meinem Daumen. „Aber natürlich.“ Ich nahm den Ring ab und gab ihn ihm. „Der ist sehr schön. Wissen Sie, wofür das P und das J steht?“ Das weiß ich nicht nein! Okay Y/n. Improvisieren! „Das P steht für meinen alten Familiennamen, Park. Und das J für unseren gemeinsamen Namen, also Jeon.“ Sagte ich schnell und hoffte, dass das gut geht. „Das kommt mir logisch vor. Hier.“ Ich bekam den Ring wieder zurück und steckte ihn mir wieder an. „Erzählt Herr Jeon Ihnen von seiner Organisation, Frau Jeon?“ „Nein, nicht viel. Nur zwischendurch, wenn es Stress mit den Kollegen gibt, dann beschwert er sich gerne bei mir.“ Ich erzähle gerade diversen Kack vom Himmel herunter, aber ich glaube, es funktioniert. „Waren Sie schonmal mit auf seiner Arbeit?“ fragte er dann. „Nein, noch nie.“ Er nickte und stand auf. Die zwei Bodyguard standen die ganze Zeit links und rechts von ihm. „Dürfen wir uns bei Ihnen etwas umsehen?“ „Aber natürlich, hier lang bitte.“ Ich zeigte ihnen die Küche, Jungkooks Büro- was wir bevor sie gekommen sind etwas unauffälliger gestaltet hatten- und mein und sein Zimmer. „Ach, Sie schlafen getrennt?“ fragte er erstaunt. „Ja, also, wir sind noch nicht so weit.“ „Verständlich. Bei mir und meiner Frau war das auch so.“ „Und hat sich das verbessert?“ versuchte ich auf Engel zu spielen. „Ja doch. Das kommt schon, machen Sie sich keine Gedanken. Haben Sie außer uns noch jemanden hier im Haus?“ „Nein, ich war bis eben alleine.“ „Dann möchten wir Sie nicht weiter stören. Angenehmen Tag noch.“ Bevor ich etwas erwiedern konnte, ist er schon wieder abgehauen.
    Erschöpft rutschte ich an der Tür runter. Puh...das ist ja noch einmal gut gegangen..

    3


    Kapitel 3: Die Narben~
    Y/n

    Ich stand noch vor der Tür und hörte das Knallen einer zuschlagenden Autotür und dann Jungkook Stimme. „Ah, Herr Soo! Schön, dass Sie da sind, kommen Sie doch herein!“
    „Nein Herr Jeon, ich war eben bei Ihrer Gattin. Eine sehr reizende Dame.“ „Dankeschön, Herr Soo.“ Ich guckte durch den Türspion und sah, wie Jungkook mit dem Mann aus der Regierung, der anscheinend Herr Soo heißt, redete. Herr Soo kam auf ihn zu und sagte etwas, was ich nicht verstehen konnte.
    Jungkook
    „Passen Sie gut auf, Jeon. Sie haben eine wunderbare Frau und ich möchte nicht, dass Sie sie mit ihren Machenschaften zerstören. Haben Sie das verstanden?“ er funkelte mich böse an. „Machen Sie sich keine Sorgen. Bei mir ist sie gut aufgehoben.“ Antwortete ich. „Das will ich für Sie hoffen.“ Er drehte sich um und sah mich an. Ich nahm meinen Schlüssel und öffnete die Haustür. Dahinter stand Y/n drehte meinen Ring an ihrem Daumen und sah nachdenklich auf den Boden. Beabsichtigt lies ich die Tür offen, damit Herr Soo auch alles sehen konnte und umarmte Y/n. Erst erstarrte sie und dann drückte sie mich zurück. „Schön dich zu sehen, Ehefrau.“ „Schön auch dich zu sehen, Ehemann.“ Murmelte sie zurück. Mit meinem Fuß machte ich die Tür zu. Herr Soo hatte genug gesehen. Y/n löste sich hastig von mir und drückte mir den Ring in die Hand. „Hier bitte.“ „Ach was, behalt ihn ruhig.“ Ich steckte ihr den Ring wieder an den Daumen und strich mit meinem Finger drüber. Ihre kleine Hand lag in meiner und ich sah sie an. Mir fielen die Narben an ihrer Handinnenfläche auf. „Was ist da passiert?“ fragte ich, sah in ihre Augen und strich mit meiner Fingerspitze über die Rillen.
    „Das ist passiert, als ich 6 Jahre alt war. Jimin hatte ein Glas kaputt gemacht und zusammen haben wir die Scherben weggeräumt. Eine Woche später habe ich einen Handstand gemacht und bin dann in eine Scherbe gelaufen, die wir nicht gesehen hatten. Sie ist ziemlich tief rein und musste raus operiert werden. Tja, und dann kam das raus.“ Sie öffnete ihre beiden Hände und in ihren Handinnenflächen sah ich die Narben. Ich nahm ihre Hände und küsste ihre Narben. „Das sie schnell verheilen.“ Sie lächelte mich leicht an. „War ich eben gut?“ fragte sie dann. Oh, du warst himmlisch!
    „Du warst perfekt, super!“ glücklich umarmte sie mich. Mein Herz fing an wie wild zu rasen. Jungkook! Nein!
    Y/n
    Jungkook und ich gingen ins Wohnzimmer und ich musste ihm erzählen, wie es mit Herr Soo gelaufen ist. „Oh Mann Y/n, das hast du gut gemacht!“ freute sich Jungkook und hob mich hoch. „Yah, lass mich sofort wieder runter!“ lachte ich und er fing an mich in der Luft zu drehen. Ich sah in seine dunkelen, tiefen Augen und sah das Glizern in ihnen. Jungkook lies mich wieder runter. Wir standen uns nah gegenüber und sahen uns in die Augen. „Y/n, ich..“ „KOOK! KLEINE PRINZESSIN! WIR SIND WIEDER DA!“ hörten wir dann Jin trällern. „NOONA!“ schrie auf einmal Tae und kam zu mir angerannt. Er warf sich in meine Arme und ich fiel von seiner Geschwindigkeit nach Hinten. Bevor mein Kopf aber auf dem Boden aufprallen konnte, fing mich Jungkook auf. „Nicht so stürmich Taehyung.“ Lachte er und ging weg. „Wo kommst du denn her?“ fragte ich meinen kleinen Bruder. „Jin und Namjoon Hyung haben mich und Jiminie Hyung zum Einkaufen mitgenommen. Du müsstest mal den Laden sehen, der ist rieeesig!“ rief er und lachte. Ich hob eine Braue und sah Jin fragend an. „Wir dachten, etwas Abwechselung könnte ihnen nicht schaden.“ Namjoon sah mich entschuldigend an. „Ach, Kein Ding, ihr hättet mir aber auch Bescheid sagen können.“ Jin ging direkt mit Tae in die Küche und zusammen fingen sie an zu kochen.
    Taehyung
    Uiuiui! Jin und ich gingen in die Küche und er fing an zu kochen. Ich wollte ihm helfen, ich kann aber genauso gut kochen wie so toll wie Noona sein. Nämlich gar nicht. Y/n ist die beste Noona der Welt und ich habe sie und Jimin Hyung über alles lieb. „Tae, willst du mir helfen?“ fragte Jin Hyung dann. „Klar!“ ich stellte mich neben ihn hin und schnitt die Zwiebel in Würfelchen.
    Mir stiegen beim Schneiden die Tränen in die Augen und ich versuchte nicht meine Finger zu schneiden. „Lass mich mal.“ Jin stellte sich vor mich hin, wischte mir meine Tränen weg und schnitt die Zwiebel selber. Manno... ich schmollte vor mich hin und entschied, einfach schon mal den Tisch zu decken.
    Das Kochen mit Jin dauerte Eine Stunde und wir riefen die anderen zum Mittagessen.

    4


    Kapitel 4: Die Erinnerung und die Enttäuschung~
    Y/n

    Jin und Tae haben zusammen Mittagessen gekocht, was wir in der Küche dann aßen. Yoongi war aber echt still heute.. Als wir alle fertig waren, gingen Jimin und Hobi zusammen weg und Tae und Jin machten den Abwasch. Joon und Kook gingen je in ihre Büros. Bevor Yoongi auch noch verschwindet, nahm ich seine Hand und zog ihn ins Wohnzimmer. „Y/n, was zum-“ ich drückte ihn auf eines der Sofas und kniete mich vor ihm in die Hocke. Dann nahm ich seine Hände, die immer kälter sind als meine. „Was ist los?“ fragte ich und sah ihm in die Augen. „Nichts.“ Immer wenn Yoongi lügt, werden seine Pupillen irgendwie kleiner, das ist mir schon vor langem aufgefallen. „Okay und jetzt sagst du mir die Wahrheit.“ Mit meinen Daumen strich ich über seine Handrücken. „Das ist die Wahrheit.“ „Yoongi ich kenne dich fast mein ganzes Leben lang, ich weiß, ob du lügst. Ich bin doch deine beste Freundin, du kannst mir alles anvertrauen.“ Er seufzte und zog mich neben sich.
    „Du verstehst dich gut mit Jungkook, oder?“ „Ja, wieso?“ „Und denkst du nicht, dass es etwas zu viel vom Guten ist?“
    Seine Hand rutschte von meiner Schulter meinen Hals hoch und vergrub sich in meinen Haaren.
    „Du bist etwas ganz besonderes Y/n. Du bist...“
    Bevor er seinen Satz beenden konnte, drückte er meinen Kopf zu seinen runter und auf einmal spürte ich seine Lippen, wie sie ganz leicht gegen meine strichen. Meine Hand legte sich um seine Wange, meine Augen schlossen sich und sanft vertiefte er ihn.
    Es dauerte gefühlte Jahrtausende, bis uns die Luft ausging und wir uns vonenander lösten. Erst jetzt realisierte ich, was passiert war. ICH HABE JEON F*CKING JUNGKOOK GEKÜSST! Schnell stolperte ich rückwärts zur Tür hinaus.
    Ich entschied, das einfach zu vergessen. Wird schon nicht aus dem Ruder laufen, oder?

    „Ich glaube nicht, wir sind Freunde, das wars auch schon.“ Antwortete ich und ich fühlte mich grottenschlecht Yoongi gegenüber. Hatte ich selber nicht eben gesagt, dass er mir alles anvertrauen kann? Ist das nicht irgendwie ein Vertrauensbruch? Aish, Y/n das hast du mal wieder gut hingekriegt!
    „Y/nie, weißt du.. ich habe dir ja vor ‘ner Weile etwas sehr wichtiges gestanden. Aber ich habe von dir keine Antwort bekommen. Ich will dich auf gar keinen Fall drängen, oder so, aber trotzdem?“ Daran habe ich noch gar nicht gedacht... „Yoongz, also, das ist so, ich ehm.“ „Ich hab’s gewusst.“ Mit einem Lächeln im Gesicht und einer Traurigkeit in den Augen stand er auf und ging weg. „Yoongi! Jetzt warte doch mal, ich war doch gar nicht fertig!“ „Du brauchst nicht weiter zu reden. Ich weiß es schon.“ Er verschwand aus meiner Sicht. „MIN YOONGI!“ schrie ich ihm hinterher und rannte los. Er war aber wie vom Erdboden verschluckt.
    Was habe ich schon wieder angestellt?

    Yoongi
    Es war so klar gewesen. Das war einfach Jungkooks Art. Er verwickelt ein Mädchen, ohne ads sie es merkt, und dann lässt er sie fallen, zerstört sie. Das wollte ich Y/n aber nicht antun und ich will sie beschützen. Auch wenn es bedeutet, dass sie nicht so fült wie ich. Ich werde immer für sie da sein.

    5


    Kapitel 5: Der Ring und der Unfall~
    Yoongi

    Auch wenn das für mich Schmerz bedeutet.
    „Hyung? Kann ich kurz mit dir reden?“ fragte ich Jin hyung, der in seinem Zimmer auf dem Sofa saß und las. „Klar, was gibt’s?“

    Y/n
    Ich rannte zu Jimin und Taehyung in ihre Wohnung. „Noona? Was gibt’s?“ fragte mich Chim. „Nichts, ich wollte einfach mal zu euch.“ Lächelnd drückte ich sie an mich. „Singt ihr mir was vor?“ fragte ich dann. Wir setzten uns alle drei auf Taes Bett und ich lehnte mich gegen Jimins Brust. Ich liebte es, wenn die beiden im Duett sangen. Taes eher tiefe, räuliche und Jimins hohe Stimme passten perfekt zusammen. „‘Change the World‘?“ erriet Tae, ich nickte und schloss meine Augen. Sie hatten das Lied extra für mich auswendig gelernt, damit ich es mir immer anhören konnte.

    Yoongi
    „Du scheinst sie wohl sehr zu mögen.“ Jin lächelte mich an. „Lass sie einfach. Y/n ist schlau genug, um zu wissen, was ihr gut tut und was nicht.“ „Hyung das weiß sie eben nicht. Sie wird sich überanstrengen und dann- keine Ahnung, ich habe mal mit ihrer Ärztin gesprochen, sie hat gesagt, dass Y/n extremes Herzklopfen hat. Wenn sie das nicht unter Kontrolle bringt, dann keine Ahnung was, ich will aber auch nicht, dass es so weit kommt.“ Stritt ich ab. „Hab doch mal Vertrauen in sie. Sie wird das schon schaffen.“ Er klopfte mir kumpelhaft auf die Schulter und ging aus seinem Zimmer raus. Er hat ja irgendwie schon Recht.

    Y/n
    Jimin und Taehyung hatten mir das Lied drei mal hintereinander vorgesungen, bis eine Durchsage kam, dass Jungkook mich sehen wollte.
    Ich stand also auf und lief zu ihm in sein Büro. „Hi.“ Er drückte mich an sich, noch bevor ich seine Begrüßung erwidern konnte. Seinen Ring hatte ich in meiner Hosentasche, damit die Anderen ihn nicht sahen. „Wo hast du denn unseren Ring gelassen?“ fragte er und nahm meine Hand, an der er mal gesteckt hatte, in seine. „In meiner Hosentasche.“ Ich fischte ihn raus und legte ihn auf seine Handfläche. „Was möchtest du?“ fragte ich ihn dann. Irgendeinen Grund muss es doch geben, dass er mich hier her bestellt hat, oder?
    „Wegen letztens-“ „Vergessen wir das.“ „Was? Warum?“ „Weil es ein Unfall war.“ „Abe-“ „Jungkook. Wir zwei kommen aus zwei verschiedenen Welten. Wir passen nicht zusammen. Es tut mir Leid.“
    Ich lies seinen Ring bei ihm und ging aus dem Zimmer raus.

    6


    Kapitel 6: Im Wasser~
    Jungkook

    Oh wow, super gemacht Jungkook! Jin hatte wieder ein herrliches Essen gekocht, was wir alle aßen. Naja, fast alle. Y/n fehlte und ich bemerkte Yoongis Blick, seine finsteren Augen, die mich töten wollten, wenn sie es könnten. Was war passiert?
    Y/n
    Den Tag habe ich eigentlich nur mit Stricken und malen verbracht. Das Abendessen habe ich ausfallen lassen und ich entschied, schwimmen zu gehen. Ich liebte Wasser. Wenn man sich rein legt, schwerelos wird und nur in Sich selbst ist. Man kann alles vergessen, die Probleme, die Sorgen alles. Die anderen sind schon schlafen gegangen. Ich zog mir einen Badeanzug an, nahm ein Handtuch mit und ging raus in den Garten.
    Die Nacht war klar, der Himmel, wie eine schwarze Decke mit gold gelben Sprenkeln drauf. Eine leichte Briese wehte um mich und lies mich etwas frösteln. Ich legte das Handtuch auf den Boden, öffnete meine Haare und ging an den Beckenrand. Das Wasser war schrecklich Kalt und lies mich schaudern, als ich meine Zehen ins Becken tauchte. Ohne viel darüber nach zu denken, sprang ich ins kalte Nass.
    Die Kälte lies es auf meiner Haut brennen und ich schwamm ein Paar Bahnen hin und her, bis ich wieder auf gewärmt war. Meine Haare klebten mir im Gesicht, ich atmete tief durch und lies mich auf den Grund sinken. Die Schwerelosigkeit lies meine Haare hochsteigen.
    Neben mir spürte ich, wie etwas oder jemand ins Wasser fiel. Ich drehte mich in die Richtung und sah Jungkook Augen, die in meine starrten. Sie sahen warm und zart in meine. Du darfst es nicht zu weit treiben..
    Ich drehte mich von ihm um und schwamm weg, aber bevor ich auch nur zwei Meter entfehrnt war, spürte ich eine Hand an meiner Taille, die sich fest darum schlang und mich wieder zu Jungkook zog. Ich war mit meinem Rücken direkt an seiner Brust. Langsam meldeten sich meine Lungen und ich versuchte mich aus Jungkooks Griff zu befreien. Er verstand wohl nicht, das ist Luft brauchte und statdessen legte er seine Hände um meine Schultern und drehte mich zu ihm um. Ich schüttelte den Kopf und nickte mit dem Kopf nach oben. Endlich lies er mich los und ich konnte an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen, ehe ich wieder runter gezogen wurde.
    Jungkook hatte seine beiden Hände um mein Gesicht gelegt. Ich hab keine Ahnung, was seine Augen ausdrücken sollten, aber sie sahen wunderschön aus. Sie waren nicht mehr so kalt, wie am Anfang. Dann lehnte er seine Stirn gegen meine und tauchte mit mir auf. Ich musste erst wieder meine Atmung regulieren, denn die ganze Zeit unter Wasser zu sein ist nicht wirklich gut. „Was zum Henker sollte das werden? Willst du mich ertränken, oder was?“ fragte ich dann Jungkook sauer und versuchte Abstand zu ihm zu gewinnen. „Y/nie-“ „Du hast kein Recht mich mit meinem Spitznamen anzusprechen.“ Schnitt ich ihm das Wort ab und wollte an den Beckenrand schwimmen. „Bitte Y/n. Nur noch einmal und ich lasse dich in Ruhe damit.“ Ich drehte mich wieder zu ihm um. Der Mond schien hell hinter ihm und er lächelte mich leicht mit seinem ehrlichstem Lächeln, was ich je gesehen habe, an. „Was noch einmal?“ fragte ich, etwas verwirrt. Jungkook schwamm auf mich zu, aus purem Reflex schwamm ich rückwärts weg von ihm. Das ging so weiter, bis ich an meinem Rücken den Beckenrand spürte.

    7

    ! fluffy warning!
    Kapitel 7: Im Wasser~
    Y/n

    Ich bin tot ich bin sowas von tot.. Ängstlich darauf, was jetzt passieren wird, kniff ich meine Augen zusammen und drehte meinen Kopf zur Seite, denn Jungkook stand direkt vor meiner Nase. Ich spürte seine Hände an meine Taille. „Jungkook, lass das.“ Wollte ich sagen, als seine Hände langsam von meiner Taille, meine Seite entlangt hoch glitten und über meine Haut strichen. Seine Hände waren eiskalt und sie jagten mir eine Gänsehaut durch den Körper. Er stellte sich näher an mich, seine – von ihm aus gesehen – linke Hand legte sich an meinen Oberschenkel und führte ihn an seine Kniekehlen. Ich war wie erstarrt und konnte mich nicht wehren. Er drückte sich noch näher an mich, falls es überhaupt noch geht. „Y/nie...“ flüsterte er, seine Hand lag immer noch auf meinem Schenkel und strich von da zu meinem Knie. Seine ‚freie‘ Hand nahm meine und legte sie auf seinen Schultern ab. „Weißt du, ich denke, wir passen schon zusammen. Heißt es nicht, dass Gegensätze sich anziehen?“ flüsterte er weiter und sah mir tief in die Augen. Ich wollte gerade erwiedern, ihn von mir weg schupsen, ihn anschreien, dafür, dass er es wagt mir so nah zu treten. Doch bevor ich überhaupt den Mund auf machen konnte, kam er mit seinem Kopf näher und schloss die Augen. Ich kniff die Augen zusammen, als würde es mich aus dieser unangenehmen Situation retten, und spürte dann seine scheiß weichen Lippen auf meinen.
    Jungkook
    Sofort entspannte sie sich und langsam, etwas zögernd, erwiderte sie. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen, ihre Lippen sind so weich..
    Ihre Lippen sind rosig, pink -von Natur aus- aber weil sie immer darauf rum kaut, immer gerissen. Und trotzdem, sie sind so zart und weich.
    Ihre Hände verhackten sich in meine Haare und zogen mich näher zu ihr. Leicht bewegten wir sie gegeneinander, ihre Hände rutschten von meiner Schulter, sie konnte sie nicht mehr halten. Dann zog ich meinen Kopf zurück und sah in ihre Augen. Sie hatten sich mit Tränen gefüllt.
    „Was ist los?“ fragte ich besorgt und meine Hände legten sich an ihre Schultern. „Ich hab alles kaputt gemacht..“ schluchzte sie und lehnte ihren Kopf an meine Brust. Ich strich ihr über die Haare und versuchte sie zu beruhigen. „Hast du bestimmt nicht. Was ist passiert?“ „Ich hab Yoongi angelogen.“ Flüsterte sie. „Wie sehr?“ „Sehr. Wenn er das heraus findet bin ich erledigt.“ Ich legte meine Hände an ihre Wangen und wischte mit meinen Daumen ihre Tränen weg. „Es wird schon alles gut werden, Y/n.“ „Nein wird es nicht ich habe verdammt noch mal dich zwei mal geküsst, während er darauf wartet, dass ich ihm eine Antwort gebe. Weißt du überhaupt wie das ist?“ und bevor ich antworten konnte, redete sie weiter. „Natürlich kannst du das nicht weil du ein scheiß Mörder bist. Wenn du Probleme hast, knallst du sie einfach alle weg und fertig. Aber bei Menschen wir mir ist das anders.“ Sie drückte mich von sich weg, kletterte aus dem Becken und schlang sich das Handtuch um den Körper. Hastig ging sie wieder ins Haus.

    Höhöhö Hallööö! Da bin ich wieder. Lol, ich weiß gerade selber nicht, wie das hier abgehen soll mit den zweien... wer Ideen hat, kann sie gerne schreiben:):*

    8


    Kapitel 8: Zweisamkeit~
    Y/n

    Ich rannte in mein Zimmer, schloss mich ein und zog mich um. Dann warf ich mich in meinem weißen Nachthemd ins Bett und fing an das Kissen anzubrüllen.
    Damit niemand wach wurde, und heraus fand, dass ich diesen Idioten geküsst hatte, versengte ich mein Gesicht in das Kissen und schrie meine ganze Wut, Verzweifelung und sonst was raus. Ich brüllte solange, bis meine Stimmbänder aufgaben und ich etwas heiser war. Erschöpft von meinen Erlebnissen der letzten 2 Stunden, schlief ich mit verheultem Gesicht ein.
    Am nächsten Tag zeigten Jungkook und ich uns gegenseitig die kalte Schulter. Wir beide versuchten, diese Unfälle- wie ich es nanne- geheim zu lassen.
    Jimin
    Am Morgen wurde ich von etwas auf meinem Gesicht gewegt. Als ich langsam und verschlafen meine Augen öffnete, sah ich Hobi hyungs roten Haarschopf, der meine Nase kitzelte und wie er unablässig meinen Hals und mein Gesicht abküsste. „Morgen Hyung.“ Murmelte ich, nahm sein Gesicht in seine Hände und zwang ihn so mich anzusehen. Er saß halb auf meiner Hüfte, legte den Kopf schief und sah mich so niedlich an, dass ich beinahe dahin geschmolzen wäre. „Guten Morgen, Baby.“ Antwortete er und lächelte. Er hat mich nicht gerade Baby genannt, oder? Ich wurde schlagartig rot. „Naw, du bist so süß.“ Er quieckte so vor sich hin.
    Wir knuddelten uns aneinander und dösten noch vor uns hin, bis wir dann runter gingen zum Frühstück.
    Alle waren schon da, es fehlten nurnoch Y/n und Jungkook. Ich spürte es in den Knochen, irgendwas lief hier nicht ganz richtig. Vor zwei Tagen, waren die zwei noch echt dicke und jetzt, eher nicht so. Y/n kam rein, sie sah müde aus, mit Ringen unter ihren Augen, dem zerknittertem Nachthemd, das sie trug und ihren unordentlichen Haaren. „Ja, ich boin nicht immer herausgeputzt.“ Murmelte sie, mit einem leichten Lächeln und setzte sich dazu. Dann kam Jungkook rein. Noonas Blick verfinsterte sich und sie trank einen Schluck von ihrem Tee. Direkt danach stand sie wieder auf. „Ich muss kurz was erledigen.“ Erklärte sie und ging wieder raus. Es herrschte Stillschweigen, bis wir gehen konnten. Tae und Jin Hyung machten wie immer den Abwasch und Hobi nahm mich an der Hand und zerrte mich in meine und Taes Wohnung.
    Dort angekommen schloss er die Tür und drückte mich direkt daran. „H-Hyung?“ fragte ich, mit weit aufgerissenen Augen.
    Er hatte seine beiden Hände neben meinem Kopf abgestützt und stand nah bei mir. Dann fing er an in mein Ohr zu flüstern. „Jiminie- Baby, du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe. Jetzt mal im Ernst, ich liebe alles an dir, deine Augen, deine Haare, deine Lippen, die so gut küssen können, deinen Körper, deinen Charakter, deine Cuteness, dein Lächeln, sogar wenn du wütend bist, liebe ich es. Jiminie du machst mich glücklich und es tut mir so leid, dass ich euch das alles hier antun musste.“ Er sah mir verlegen in die Augen. „Hobi, das ist so süß und lieb von dir und ich kann das nur erwidern. Du bist der beste Mensch, dem ich je begegnet bin, ich liebe dich auch. Und es ist nicht so tragisch, denn, weißt du, hättest du uns nicht hier her gebracht, hätten wir uns vielleicht nie wieder gesehen.“ Ich schlang meine Arme um seinen Hals. Er lächelte und legte seine Hände in meine Hüfte. Ich sprang hoch und schlang meine Beine um ihn. Er trug mich ans Bett und setzte sich drauf. Jetzt saß ich auf seinem Schoß, zu ihm mit dem Gesicht gedreht und sah ihm in die Augen. Er schob seinen Kopf etwas näher. „Was ziehst du das immer in die Länge?“ fragte ich genervt und drückte meine Lippen auf seine. Überrascht lies er sich nach hinten fallen und erwiderte meinen Kuss. Immer wieder bewegten wir sie gegen einander, bis ich dann leicht seine Zunge an meiner Unterlippe spürte. Etwas zögernd lies ich sie rein und sofort überrumpelte mich ein Gefühl, voller Liebe und Leidenschaft.
    Ich machte mit und es begann ein Kampf darum, wer die Oberhand hat.
    Am Ende gewann Hobi, der uns mittlerweile umgedreht hatte. Wir lösten uns nur für kurze Zeit, nur um dannach wieder unsere Münder aufeinander zu schmettern.

    Irgendwann waren wir unsere Shirts los, die irgendwo auf dem Boden liegen mussten. Hobi sah so gut aus..
    „Oh scheiße, das ist meins?“ fragte Hobi, der wieder auf meiner Hüfte saß und mich begutachtete. Irgendwie wurde es mir unangenehm und mein Gesicht färbte sich. „Es gibt absolut keinen Grund rot zu werden, Jiminie.“ Hobi beugte sich über mich, seine heiße Brust lag auf meiner und ich spürte sein Herz durch seinen Brustkorb.

    9


    Kapitel 8: Das Rätsel~
    Y/n

    Nach dem Frühstück ging ich direkt wieder in mein Zimmer und öffnete den Laptop. Eigentlich hatte ich nichts zu erledigen, aber ich wollte es unbedingt vermeinden in Jungkooks Nähe zu sein. Dort klickte ich mich durch den Big Hit Ordner und suchte nach interessanten Plätzen, hier in der Villa. Ich fand einen Raum, worauf stand: Y/n. Aber es gab keinen Eingang oder Ausgang. Der Raum befand sich noch tiefer als im Keller, wo Chim und Tae gefangen gewesen waren. So tief ging es? Wie soll ich da in Gottes Namen rein kommen? Ich hatte aber ja noch die Kopie, vielleicht sagt sie mehr. Ich sah sie mir genau an, aber ich konnte genauso wenig erkennen, wie auf dem Bildschirm. Etwas enttäuscht, warf ich das Papier durch die Luft. Die Sonne schien aus dem Fenster in mein Zimmer und das Blatt flog direkt durch die Strahlen, und ich erkannte etwas, was ich vorher noch nicht gesehen hatte. Ich nahm das Blatt wieder und hielt es mit beiden Händen gegen das Licht.
    Dort wo mein Anfangsbuchstabe stand, war ein kleines Loch eingezeichnet, mit einem Tunnel, der durch führte, bis in das Badezimmer, hier neben an. Ein Geheimtunnel?
    Ich stand auf und lief ins Bad. Die Fliesen auf dem Boden sind weiß und quadratisch, also nicht besonders. Aber auf manchen ist etwas aufgemalt, ein Grashalm, eine Fackellilie, ein Ahornblatt und eine Halbkugelige Teufelskralle. Hat das irgendetwas zu bedeuten? Ich schenkte diesem Thema keine Überlegungen mehr und mir fiel das Lied ein, Change the World, von Eric Clapton.
    Mal abgesehen davon, dass ich dazu mit Jungkook getanzt hatte, war es eins meiner absoluten Lieblingslieder. Ich fing an die Melodie in meinen Ohren zu hören, schloss meine Augen und fing an, mich leise zu bewegen. Ich trat auf eines der bemalten Kacheln, tat so, als wäre sie Orientierung für mich, und dann hörte ich einen Ton. Ich war auf den Grashalm getreten. Ein Ton, vielleicht ein G oder so. Ich trat noch einmal drauf und, tatsächlich, das G ertönte noch einmal. Bilde ich mir das nur ein? Werde ich vollkommen verrückt? Zur Sicherheit, trat ich auf die Teufelskralle und ein H ertönte. Dann trat ich auf die Fackellilie, ich hörte ein F, dann aufs Ahornblatt, was ein A hervor brachte.
    Es ist ein Rätsel. Das war klar, aber wie sollte ich das lösen?
    Eine Melodie..
    Ich erinnerte mich daran, wie ich mit Jungkook getanzt hatte. Rechts, links, gerade aus, zurück
    Ich machte jeden Schritt auf einem der Kacheln, es ergab sich eine Tonreihe und dann hörte ich ein Geräusch, das, wenn Stein auf Stein gegeneinander reibt und kratzt. Ich drehte mich um, auf dem Boden war ein Loch erschienen. Ich sah rein, es war dunkel darin. Was ist das?
    Ich öffnete die Taschenlampe meines Handys und leuchtete runter. Eine Rutsche. Langsam schloss sich die Öffnung wieder, ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und sprang in das Dunkele.

    10


    Kapitel 10: Der Raum und das Buch~
    Y/n

    Ich rutschte die Rutsche runter, sie war steil, aber es machte ungeheueren Spaß. Je näher ich dem Ende kam, dest kälter wurde es und Lichter, die automatisch angingen, leuchteten hell auf. Mit einem Mal landete ich auf etwas weichem. Ich saß auf einer blauen Matratze, wie sie es in meiner Schule gab und war weich darauf gelandet. Mit einem Mal ging Licht an und ich war in einem Raum. Es war das schönste Zimmer, dass ich je gesehen habe, denn es war DAS Zimmer.
    Nämlich das Schlafzimmer von Mom und Dad.
    Die Wände waren in einem sanftem Grau gestrichen, an eine Wand waren Bretter befestigt mit Zimmerpflanzen darauf. Drum herum waren Bilder an die Wand gehängt.
    Ich nahm eines der Bilder runter und sah Mom und Dad. Jung, froh, mitten in ihren 30ern und lebend. Das Bild zeigte sie, wie sie auf einer Decke im Park saßen und aneinander gekuschelt in die Ferne sahen. Moms Bauch war groß, bestimmt war sie mit Jimin und Mir schwanger, Dad hatte seine Hände auf ihren Bauch gelegt. Sie sehen so wunderschön aus.. In Moms Augen erkannte ich wie immer Jimins. Er hatte mehr von ihr abbekommen als ich, ich hatte Dads Gene. Aber er hatte immer gesagt, dass ich ihren Charakter und ihren Mut habe. Ich wünschte, ich könnte sie nur noch ein mal sehen...
    Ich sah mich weiter im Raum um. Auf der anderen Seite des Zimmers stand ein hübsches, großes Ehebett und daneben ein Schreibtisch. Unter der Tischplatte stapelten sich Leinwände und Farbkästen. An der zweiten Wand stand, wie gesagt, das Bett und an der dritten Wand trohnte ein Bücherregal. Es waren alle unsere Lieblingsbücher, die von mir und Mom und Dad. Ein Buch fiel mir besonders auf. Auf dem Rücken stand:
    Privat. Y/n.

    Zögernd öffnete ich das Buch.

    Ach du Scheiße.

    Jungkook
    Ich ging zu Caren, meine Computerfreundin, und stieg in mein Auto. Mit hoher Geschwindigkeit brauste ich auf die Landstraße. Ich kam an das Tal, wo die Flucht von Y/n statt gefunden hatte und irgendwas in mir zog sich zusammen. Sie hatte theoretisch ihr Leben schon zwei Mal für ihre Familie geopfert.
    "Schieß doch." sagte sie ruhig und stellte sich direkt vor mich hin. "Schieß doch, wenn du kannst." sie sah ganz gelassen aus.
    Das war im Keller gewesen. Und hier im Tal, hier hatte sie mir die Stirn geboten.
    Sie war anders.
    Anders als alle anderen, sie ist eine Park, das weiß ich ganz genau.
    Seufzend hielt ich an, ging runter an die Stelle, wo noch Autspuren von unseren Rädern waren und der Blutfleck aus meinem Arm.
    Warum hat sie mich gerettet, damals? Sie hätte mich einfach verbluten lassen können und sie wäre mich auf alle Zeiten los. Warum hat sie nichts gemacht?

    Diese Fragen spukten mir immer wieder durch den Kopf, aber ich konnte keine Antwort darauf finden.

    Schließlich fuhr ich in die Stadt, in die Schwarzmarkt Ecke von Seoul und setzte mich in eine Bar. „Ahh unser kleiner Mafia Boss ist da!“ freute sich der Barkeeper. Bei ihm binich sowas wie ein Stammkunde. Ohne zu fragen stellte er mir mein Getränk hin. Das Übliche halt. Ich trank das mit einem Zug aus, knallte das Glas auf den Tresen und rief. „Noch ne Runde.“

    11


    Kapitel 11: Meet~
    Y/n

    Schnell knallte ich das Buch wieder zu und stellte es zurück in das Regal. Das war viel zu heftig.
    Noch benebelt von dem, was ich erfahren hatte, ging ich wieder zu dem Ende der Rutsche und setzte mich davor. Ein Windsog fasste mich und zog mich die Rutsche hoch und im Nu stand ich wieder im Bad. Die einzige Person, der ich mich jetzt noch anvertrauen kann, ist einzig und allein Yugyeom. Ich ging aus dem Bad raus und in die Küche, wo ich Jin nach meinem Gesuchten fragte. „Oh, der hat heute frei. Er ist bei sich zu Hause.“ „Darf ich zu ihm?“ „Klar, ich bringe dich.“ „Das ist ni-“ „Doch.“ Unterbrach er mich ernst, zog sich die Kochschürze aus und ging aus der Küche raus in Richtung Tür. Dort zog er sich eine Jacke an und gab mir auch eine, nur war sie mir mindestens 5 Nummern zu groß. „Das ist Kook’s.“ Murmelte er. Ich wollte sie direkt wieder aus ziehen, ich brauche nichts von diesem -zensiert-. Aber irgendwas in mir, lies es nicht zu. Ich zog den Reißverschluss der Jacke hoch und mit Jin ging ich aus dem Haus. Wir kamen an einer Schnellstraße an, wo Autos sehr schnell drüber bretterten. Jin bot mir seinen Arm an, ich hackte mich bei ihm unter und als die Straße für ganze 20 Sekunden frei war, gingen wir schnellen Schrittes rüber.
    Nach einem Marsch von vielleicht einem Kilometer, standen wir vor einem kleinem Haus. „Hier sind wir. Ich geh dann mal.“ Jin drückte mir einen Kuss auf die Wange und ging weg. Diese zwei, er und Jungkook, bringen mich noch um!
    Ich klingelte und Mark öffnete.
    Ja, ich kenne mittlerweile die ganze Truppe. Sie waren quasi die Helfferichs von Jungkook, nannten sich Got7 (warum auch immer) und bestanden aus:
    -Jackson
    -Jinyong
    -JB
    -Mark
    -Bambam
    -Yugyeom und
    -Yong-Jae
    Alle samt habe ich sie schnell ins Herz geschlossen. Sie sind sehr nett und liebevoll. „Hey, Y/n!“ rief Mark erfreut und zog mich schon ins Haus rein. Ich winkte noch Jin schnell, er lächelte nur und ging. „Was machst du denn hier?“ fragte JB. „Ist Yugi da?“ fragte ich. Bambam grinste und rief nach ihm. Er kam die Treppe runter und als er mich sah, fing er an zu strahlen und wir warfen uns in die Arme.
    „Was verschafft mir die Ehre, dass die Prinzessin uns Handlanger mit Ihrer Anwesenheit ehrt?“ fragte er theatralisch und ich musste mir ein Lachen verkneifen. Aber ich spielte bei seinem Spiel mit. „Die Prinzessin wollte einen der Handlanger mit nehmen, auf einen kurzen Trip durch die Gegend, zum allgemeinen Austausch und zur Konversation.“
    „Was stehen wir dann noch so blöd rum? Komm!“ er zog sich Schuhe und Jacke an, packte meine Hand und zog mich aus dem Haus. Gerade so, konnte ich mich von den lachenden Jungs verabschieden, als ich auch schon wieder draußen war.
    Ich mochte ihn. Sie alle 7, aber am liebsten mochte ich Yugi.
    Aber ich würde nicht sagen, dass ich romantische Gefühle für ihn habe. Er ist super nett, bestimmt ein Frauen Held, aber bei mir nicht. Ihn sehe ich als eine Zwischending von meinen Brüdern und Yoongi. Dieser ist auch wie mein Bruder, natürlich, aber angesichts der vergangenen Ereignisse, bin ich mir nicht mehr so sicher, was ich bei Yoongi fühle und was nicht.
    Er ist nett, charmant und super süß, absolut keine Frage, aber ich habe ein mulmiges Gefühl. Es passt einfach nicht mehr, unsere Wesen fügen sich nicht mehr so zusammen wie früher.
    „Was ist los?“ fragte Yugyeom mich, legte seine Hände an meine Schultern und sah mir in die Augen. „Ich hab keine Ahnung, die letzten Geschehnisse, sie machen alles kaputt und ich kann niemandem mehr gerecht werden, im Gegenteil, ich mache alles nur noch schlimmer.“ Er verstand gar nichts, aber das war mir und ihm egal und ich schüttete ihm einfach mein Herz aus.
    Was alles passiert war, die letzten drei Monate, wie ich mich fühlte und was das mit mir machte.
    Wir saßen auf einer Bank in einem leeren Park, ich hatte meinen Kopf auf seine Schulter gelegt und sein Arm lag um meinen Schultern, und er hörte mir einfach nur zu und strich mir zwischendurch meine Haarsträhnen aus dem Gesicht, die mir rein geweht waren, weil es windig war heute.
    „Und jetzt weiß ich einfach nicht weiter.“ Beendete ich meine vollkommen logische und strukturierte Erzählung. „Ich glaube, du brauchst ein bisschen Pause von denen. Bleib einfach für ein Paar Tage bei uns. Wir zeigen dir Seoul und alles was du willst. Dann bekommst du ein wenig Auszeit. Was hältst du davon?“ „Aber was ist mit Jimin und Taehyung?“ fragte ich. „Jimin hat ja noch Hoseok Hyung und Taehyung kann zur Not zu Jin. Übrigens habe ich das Gefühl, dass sie etwas anders sind, die Zwei.“ „Wie meinst du das?“ „nun ja, ich arbeite schon ne ziemlich lange Zeit mit Jin Hyung zusammen und ich merke, wann er etwas romantischer fühlt.“ „Du willst doch nicht-“ „Oh doch.“ „Das ist absurd.“ „Aber bei Hoseok und Jimin nicht?“ „Das ist was anderes, die kennen sich seit der Schulzeit. Tae und Jin kennen sich gerade mal ein viertel Jahr.“ „Das hat mit Zeit nichts zu tun.“ „Womit dann, Doktor Professor Philosoph Yugyeom?“ er lachte. Wir lachten viel und schlenderten noch etwas im Park umher. Plötzlich spürte ich eine warme Hand an meiner. Ich sah erst Yugyeom an, dann unsere Hände und dann wieder ihn. Schließlich nahm ich seine Hand und hielt sie in meiner fest. Da es schon gegen Mittag war, und ich echt Hunger auf Jins Essen hatte, brachte mich Yugi zurück zu meinem -in Anführungsstrichen- zu Hause und wir klärten den Rest ab. „Ich hol dich dann morgen früh nach dem Frühstück ab, okay? Dann haben wir noch etwas Zeit die Müllbombe bei uns aufzuräumen.“ „Okay, dann bis morgen.“ „Ja bis morgen kleine Prinzessin.“ Er umarmte mich noch einmal und ich drückte ihn auch an mich. „Danke, dass ich so einen tollen Handlanger wie dich habe, Yugi.“ Flüsterte ich gegen seinen Hals, drückte ihm einen ganz kurzen Kuss auf die Wange und ging dann ins Haus rein.

    12

    ! schon wieder fluffy warning!
    Kapitel 12: Drunk~
    Y/n

    Direkt vor meiner Nase stand Namjoon und sah mich an. „Hey Joon. Was guckst du so?“ fragte ich direkt. „Was läuft zwischen dir und Yugyeom?“ fragte er bitterernst zurück. „Was soll da denn laufen?“ „Y/n jetzt stell dich nicht so an, wir beide wissen, dass da etwas anderes ist.“ „Zum Teufel, Namjoon, wenn ich dir sage da ist nichts, dann ist da auch nichts kapiert!“ ich hatte echt keine Lust auf irgendwelche Anschuldigungen, die nicht zustimmten. Namjoon sah wohl die Ehrlichkeit, entschuldigte sich bei mir und ging wieder. Was sind sie alle in letzter Zeit so.. komisch?
    Wir setzten uns alle an den Esstisch in der Küche. Ich, meine Brüder, Yoongi, Hobi, Jin und Namjoon. Nur Jungkook fehlte. Als ich nach ihm fragte, wussten die anderen genauso wenig wie ich über ihn Bescheid. Er wird schon irgendwann auftauchen.

    Während Jin und ich die Küche aufräumten, erzählte ich ihm von Yugis Einladung. „Ja mach das. Der Haufen wird dir guttun.“ Er strubbelte durch meine Haare und wir machten die lästigen Küchenaufgaben zu Ende. Ich wollte gerade in mein Zimmer gehen, als aus dem Nichts Jungkook auf mich zu getorkelt kam, packte meinen Arm und zog mich in sein
    Büro. Ich war so verdattert von seiner Aktion, dass ich mich nicht wehrte. Und dann roch ich die Alkoholfahne hinter ihm. So wie es aussah, hat er ordentlich sich was rein gekippt. Mit fahrigen Bewegungen und zitternden Händen schloss er die Bürotür und verriegelte sie. Okay, das wird jetzt ein bisschen Gruselig. „Jungk-“ setzte ich an. „Scht. *hick* ´, sonst hören sie uns *hick*.“ „Wer hört uns, Kookie?“ fragte ich sanft und mit leichter Gewalt versuchte ich ihn von der Tür weg zu zerren. „Komm, leg dich hin.“ Ich hatte, dank Xiumin, gelernt, wie man mit Betrunkenen umgehen sollte. Während ich ihm gut zu redete, führte ich ihn langsam von der Tür weg und setzte ihn auf das Sofa in der Ecke. „*hick* Y-Y/n.. *hick*“ er sah mich mit einer Mischung aus Trauer und Liebe an. „Was ist los?“ fragte ich sanft. Er lag auf dem Sofa, sein Kopf lehnte an der Lehne vom Sofa und ich saß neben ihm am Rand. Er griff nach meiner Hand und strich mit seinen Daumen über meinen Handrücken. „W-Weißt du *hick* ich habe viel *hick* über uns zwei *hick* nach gedacht. *hick* und ich habe bemerkt *hick*, dass ich *hick* eventuell Gefühle *hick* für dich habe-“ ich starrte ihn an. Und er starrte zurück.
    Ohne das ich das wirklich bemerkte, lag meine Hand auf seiner Brust, spürte seinen hohen Herzschlag, und langsam senkte ich meinen Kopf. Ich hörte ihn nur noch irgendwas murmeln, was ich nicht verstand, bis er seinen Kopf anhob und die letzten Millimeter zwischen unseren Lippen überwand.
    In mir explodierte ein Gefühl von einer gewissen Geborgenheit, während er seine rauen Lippen, die nach Alkohol schmeckten, gegen meine strich. Meine Hand, die bis eben seine hielt, lies sie los und legte sich an seine Wange. Als ich mich- bis zum Tode beschämt- von ihm lösen wollte, packte er mit beiden Händen mein Gesicht, schlang sein Bein um meine Hüfte und ehe ich es mich versehen konnte,
    lag ich unter ihm auf dem Sofa. Mit weit aufgerissenen Augen sah ich ihn an. „Kook, lass das bitte.“ Setzte ich an, als er sein Becken gesenkt hatte und halb auf mir lag. Sein Gewicht lies mich auf keuchen. „R-Runter“ stammelte ich aber anstatt auf mich zu hören, robbte er zu mir hoch, was mein Shirt von meiner Haut weg schob, und begann leichte Küsse auf meinem Kiefer zu verteilen. Das fühlte sich so gut an, dass ich jeglichen Widerstand aufgab und ihn einfach machen lies. Er küsste sich voran, meinen Hals entlang, bis zu meinem Schlüsselbein, wo ich ein leichtes Ziehen spürte.
    Dann, mit einem Mal, spürte ich kalte Hände auf meiner frei gelegten Haut. Die Kälte jagte mir eine Gänsehaut über und der betrunkene Jungkook lachte rau. „*hick* ich wusste, dass du mit machst, weil *hick* du mich genauso sehr liebst *hick* wie ich dich *hick*.“
    Diese Aussage warf mich wieder auf den Boden der Realität zurück.
    Ich drückte ihn runter von mir und stand auf. Jungkook fing an zu winseln und zu quengeln wie ein kleines Kind. „Aber ich will noch ein bisschen~“ maulte er. Okay, das wird komisch.
    „Komm, Kookie, leg dich hin und morgen reden wir weiter okay?“ „Ab-“ „Kein Aber.“ Er schmollte wie ein kleines Kind und schob seine Unterlippe vor.
    „Ich will nur noch ein mal.“ Ich gab nach und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen. „Jetzt legst du dich aber hin.“
    Gehorsam legte er sich wieder aufs Sofa und ich deckte ihn mit einer Decke zu. „Bleibst du hier?“ fragte er dann.
    Ich nickte, zog einen Stuhl neben ihn und setzte mich drauf. Jungkook schob seine Hand aus der Decke raus und hielt sie offen. Leicht lächelnd legte ich meine Hand in seine und wartete darauf, dass der Alkohol ihn müde machte. Es dauerte nicht lange, bis er murmelnd und hicksten einschlief.
    Ich fühlte mich schlecht, weil er in mindestens 5 Stunden alles eh wieder vergessen hat, bei der Menge die er getrunken haben muss.
    Irgendwie fühlte es sich gut an und gleichzeitig doch so falsch.

    13


    Kapitel 13: Das Klavierspiel~
    Y/n

    Nachdem ich sicher war, dass er eingeschlafen war, holte ich aus der Küche eine Schüssel, ein Glas Wasser und ein Päckchen Aspirin, damit er seinen Kater Morgen überlebt. Der hat sich so viel rein gekippt, er wird Morgen richtig Kopfschmerzen bekommen. Ich lief in mein Zimmer, fand in meinem Schrank eine Tasche, die ich mit Kram befüllte. Da ich ungefähr eine Woche bei Got7 verbringe, nahm ich 5 T-Shirts, drei Hosen, Unterwäsche und so einen Kram halt mit. Die Tasche stellte ich bereit vor meine Zimmertür und zog mir Sportklamotten an. Es war ein einfaches weißes Shirt, aber nicht irgendeins. Es war mein und Chanyeols Siegesshirt. Chanyeol ist mein Partner. Weil es passend zu unserer Mannschaft auch eine Jungenmannschaft gab. Und in der war Chanyeol der Kapitän, wie ich bei meiner. Wir heißen Busans Girls und er Busans Boys. Sehr kreativ, ich weiß. An meinem und seinem ersten Sieg, haben wir uns gegenseitig diese T-Shirts geschenkt. Bei ihm steht drauf: Bester Sportler und bei mir Beste Sportlerin. Darunter trug ich Shorts. So ging ich die Treppen wieder runter in den Korridor mit den 10 Türen. Mittlerweile habe ich jeden dieser 10 Räume abgeklappert. Im 1. Ist ein Dojo, im 2. Eine Art ‚Meditations-Raum‘ im 3. Zum Schießen, im 4. Zum Verstecken im 5. Ist eine Besenkammer. Im 6. Ist diverser Krimskrams, Kleidung und sowas halt. Im 7. Ist der Computer, in dem ich Hacken gelernt habe, im 8. Ist ein Boxraum und im 9. Und 10. Ist eine Art Fitnessstudio und eine Dusche. Sehr interessant, ich weiß. Meine Haare band ich hoch zu einem hohen Zopf und betrat den Boxraum. Ich streifte mir Handschuhe über und fing an zu boxen, genauso wie ich es bei D.O gelernt hatte. Irgendwann bildete sich in meinem Bauch ein Gefühl von Wut und Hass. Warum weiß ich nicht, ich war einfach nur so schrecklich wütend und fing an noch fester zu schlagen, solange, bis ich keine Kraft hatte. „Y/n? Alles okay?“ hörte ich Yoongi. Komplett aus der Puste drehte ich mich zu ihm um und versuchte zur Ruhe zu kommen. „Ja alles gut, ich brauchte das gerade.“ „Wer hat meine beste Freundin so sauer gemacht, hm?“ fragte er und kam näher zu mir. „Uff keine Ahnung, alles.“ Ich fing wieder an zu schlagen, der Sack, der an der Wand hang, baumelte hin und her.Yoongi
    Sie boxt nur so sehr, wenn sie richtig sauer ist. Das war schon immer so. Boxen an sich tut sie fast jeden Tag, aber so heftig, dass der Sack sich überschlägt- da muss ihr wirklich jemand die Nerven geraubt haben.
    „Beruhig dich." ich nahm sie in den Arm und strich ihr durchs Haar. „Spielst du mir was vor?" fragte sie. Ich lächelte nahm ihre Hand und zog sie in mein Zimmer.
    Es ist sehr schlicht gehalten, mit grauen Wänden, zwei Schränken, einem Bett und einem Schreibtisch. In der Ecke steht ein Klavier.
    Ich setzte mich hinter die Tasten, legte meine Finger drauf und drückte sie nacheinander runter.
    Y/n
    Ich liebe es, wenn er spielt. Er macht das mit so viel Gefühl und Leidenschaft, dass sogar jemand der so unmusikalisch ist wie ich, das fühlt.
    Ich saß auf seiner Matratze und hörte zu. Ich beruhigte mich, langsam wurde ich immer ruhiger, hörte die sanften Töne und genoss es einfach.
    Yoongis Finger drückten geschickt die passenden Tasten runter, spielte Melodien, Akkorde und was weiß ich noch was und ich hatte das Gefühl, dass er mit seiner Musik mir eine Geschichte erzählt. Das Stück war ruhig und gleichzeitig aufbrausend und sanft und wütend und in einem gewissen Sinne, spiegelte er meinen emotionalen Stand wieder. Als er fertig war, schreckte ich hoch. „Noch nicht aufhören, bitte." bat ich. Er lächelte. „Na gut, noch einmal." ich setzte mich neben ihn, steckte meinen Kopf unter seinen Arm und lehnte ihn an seine Brust.
    Dann fing er wieder an zu spielen, genau das gleiche Stück von eben. Ich hörte seinen Herzschlag, der passend zum Takt seines Liedes schlug.
    Als er wieder seine Hände hob, nahm ich sie und drückte sie wieder auf die Tasten. „Abe-" „Bitte Oppa~~" bat ich.
    Sein Gesicht bekam eine rötliche Farbe, ich musste leise kichern.
    Also spielte er das Stück noch einmal und noch einmal und insgesamt hatte er es 5 Mal gespielt.
    Glücklich lehnte ich mich an ihn. „Hat's dir wenigstens gefallen?" fragte er. Breit grinsend- und ohne mein Gehirn zu benutzen- setzte ich mich auf seinen Schoß, hielt seinen Kopf in meinen Händen fest und zwang ihn mich anzusehen. „Y/n, was zu-" „Ich habe es geliebt und ich liebe es immer, wenn du spielst." ich lächelte ihn sanft an und dann meldete sich mein Hirn wieder.
    Mein Kopf färbte sich knallrot und ich versteckte mein Gesicht beschämt in seiner Brust.
    Ich hörte sein tiefes Lachen und spürte ein wohliges Gefühl in mir.

    14


    Kapitel 14: Klassenfahrt~
    Y/n

    Er schlang seine Arme um mich, hob mich hoch und trug mich ans Bett. Dort kuschelten wir uns aneinander und sagten einfach nichts. Früher ist es so gewesen, dass ich ihm dann alles mögliche erzählt habe, sei es vom Training oder der Uni oder sonst was und er hat mir einfach nur zu gehört. Aber jetzt gerade, lagen wir einfach so da und gafften die Decke an.
    „Erinnerst du dich, was du mal mit Max angestellt hast?“ fragte er. Ich musste lächeln. „Ja, aber was genau meinst du?“ „Da, als wir auf der Klassenfahrt WWOP gespielt haben.“ „Oh Gott, bloß nicht!“ rief ich entsetzt.

    „Okay! Wer ist als nächster dran?“ rief Mina in die Runde, die Flasche bereits in der Hand. „Ich glaub, Y/n ist es!“ rief irgendwer anderes. „Ich wollte nie mit spielen, das wisst ihr schon oder?“ fragte ich, wobei ich eine Augenbraue hob. „Ach komm schon, jetzt sei keine Spaßbremse!“ schmollte Mina und zog mich in den Sitzkreis zu den anderen. Ich musste die Flasche drehen und der Hals zeigte auf Max. „Wahl, Wahrheit oder Pflicht?“ fragte ich, etwas genervt. „Hm, Wahl.“ entschied er dann. „Okay, uhm.. also.. 1. Du bereitest über Nacht einen Streich vor, den du den Lehrern spielen wirst, 2. Du erzählst die peinlichste Geschichte, die dir je passiert ist oder 3. Du-“ „Du küsst Y/n auf die Wange!“ schrie Mina dazwischen. „Was! Nein!“ warfen Yoongi und ich gleichzeitig ein. „Uiii die Schlafmütze ist eifersüchtig!“ kreischten alle durch die Gegend. Er schnaubte beleidigt und ging aus dem Raum raus. Aber es war schon zu spät.
    Max stand von seinem Platz auf, kam in großen Schritten zu mir und gab mir einen Schmatzer auf die Wange.
    Ich kniff meine Augen zusammen und hoffte einfach, dass ich gleich aufwache. Aber nein. Angeekelt wischte ich mir die Wange wieder sauber, packte seinen Ellenbogen und zog ihn aus dem Raum raus in den Flur. Dort schubste ich ihn an die Wand. „Was zum-“ fing er an. „Halt sofort die Klappe und hör mir zu. Warum hast du das gemacht?“ fragte ich sauer. „War das nicht meine Aufgabe?“ „Nein du Idiot!“ „Aber, vielleicht habe ich das einfach nur gemacht, weil ich auf dich stehe?“ „Tja, ich steh aber nicht auf dich. Tut mir nicht Leid und halt die fern von mir.“ „Wie das gnädige Fräulein wünscht.“ ich schnaubte und ging schlecht gelaunt wieder zu den anderen. Sie spielten weiter, ich hatte aber die Lust verloren, hatte ich eigentlich schon die ganze Zeit, also ging ich in mein Zimmer von der Jugendherberge. Ich teilte mir Mina eins und unser Zimmer war im Jungenflur, weil es zu wenig Mädchenzimmer gab. Ja, das ist schon traurig. Yoongi ist übrigens gegenüber von uns mit noch ein Paar anderen Jungs. Ich klopfte an seine Tür und er öffnete sie mir. „Y/nie?“ fragte er müde. Ich nahm seine Hand und zog ihn aus der Jugendherberge raus vor die Tür. Dort in der Mitte stand ein Baum, auf den man sehr gut klettern kann. Wir kletterten auf einen niedrigen Ast und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter. „Was habt ihr zwei auf dem Flur gemacht?“ fragte er. „Nichts.“ brummte ich. „Hat er dich noch einmal geküsst?“ fragte er weiter und sah mich an. „Nein.“ „Was dann?“ „Ich hab ihm gesagt, er soll aufhören ein Perverser Saftsack zu sein.“ antwortete ich und legte einen Arm um seine Schulter. „Ich hab dich lieb, Katze.“ „Ich dich auch.“

    „Oh Mann, du warst sowas von eifersüchtig!“ lachte ich und sah zu ihm hoch. „War ich gar nicht!“ „Und ob.“
    Wir lachten etwas vor uns hin, bis wir entschieden, dass er mir Klavier beibringt.
    Wir setzten uns also wieder ans Klavier und er zeigte mir diverse Tasten. „Also, das ist ein C. Und von hier geht die Tonleiter los, also CDEFGAHC und das ist bei jeden Tasten so.“
    Zeitsprung
    Es wurde Abend und wir gingen zu den anderen essen. Jungkook hat seinen Rausch ausgeschlafen und er saß mit am Tisch.
    Ich bekam ein schlechtes Gewissen und überlegte mir, ob ich ihm davon erzählen sollte. Ne, lieber nicht, das ist zu peinlich
    Während wir aßen, erzählte ich Joon, Yoongi, Hobi, Jungkook, Jimin und Taehyung von meinem Vorhaben, ein Paar Tage bei Got7 zu verbringen. „Magst du uns nicht mehr?“ fragten Hobi und meine Brüder. „Doch, aber ich brauche etwas Pause von dem ganzen hier. Du kannst ja mal mit ihm ausgehen, schadet ja nicht.“ ich zwinkerte dem Pärchen zu, die beide rot wurden. Schmunzelnd aßen wir weiter. „Noona?“ ich sah zu Tae auf. „Was gibt’s?“ „Darf ich mit Jin Hyung zu der großen Einkaufshalle gehen?“ „Klar, wenn er einverstanden ist?“ beide, Jin und Tae, freuten sich riesig.

    Ich strickte noch etwas, meine Laschen waren sauber und ordentlich und ich ging verhältnismäßig früh schlafen.

    15

    Kapitel 15: Breackie und Schach~
    Y/n

    Ich wurde von einem 'dezent' hyperaktiven Yugyeom aufgeweckt. „GUTEN MORGEN!“ schrie er wild durch die Gegend. Ich sah auf die Uhr. Halb 7. „Mhm.. Yugi es ist noch viel zu früh“ murmelte ich und senkte mein Kopf zurück ins Kissen. „Und außerdem wolltest du nach dem Frühstück kommen.“ „Nichts da, wir haben noch eine Menge vor, komm, steh jetzt auf!“ ich gab es auf und scheuchte ihn raus, damit ich mich umziehen konnte. Eine schwarze Jeans und irgendein T-Shirt, schließlich wird es bald Sommer. „Komm!“ er packte meine Hand und zog mich aus dem Zimmer raus. Ich konnte gerade noch so mir meine Tasche nehmen.
    Ununterbrochen zerrte er mich den kompletten zwanzigminütigen Weg bis zu ihrem Haus. Dort warteten schon die anderen auf uns. „Guten Morgen.“ murmelte ich leise und lächelte sie an. „Ach Gottchen hast du die Arme aus dem Schlaf gerissen? Du Monster!“ Bambam lachte und scheuchte mich ins Bad. „Mach dich frisch und dann können wir frühstücken.“ ich ging ans Waschbecken, schöpfte darin Wasser in meinen Händen und klatschte mir das kalte Wasser ins Gesicht. Sofort war ich schon viel wacher, ich machte meine zerzausten Haare noch einmal neu und kam dann wieder raus. Alle saßen an einem runden Tisch in der Küche, der sehr hübsch gedeckt war. Mit Brötchen, Saft, Kakao, Käse und was weiß ich noch alles. Wir aßen sehr lange, und es schmeckte himmlisch. „Was machen wir heute?“ fragte Jackson in die Runde. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Also, ich habe eine Liste für die Woche gemacht.“ fing Yugi an. Alle samt stöhnten sie genervt auf. Anscheinend hat er es irgendwie mit seinen Listen. „Heute werden wir erst mal hier chillen und ein bisschen Spiele spielen. Morgen gehen wir dann in Seoul spazieren, vielleicht laufen wir ja jemanden über den Weg. Übermorgen gehen wir ins Einkaufszentrum. Und-“ „Yah! Spoiler doch nicht alles!“ rief Mark dazwischen. Ich lachte und trank einen Schluck von meinem Kakao. „Ok, was wollt ihr heute spielen?“ fragte Yong- Jae. „Wie wäre es mit WWOP?“ fragte JB. „Nein! Auf gar keinen Fall!“ warf ich ein. Seit der Klassenfahrt habe ich eine Phobie gegenüber WWOP entwickelt. „Na gut, wie du meinst. Schach?“ ergab sie JB. Ich nickte. „Dann machen wir ein Schachduell. Immer der Gewinner gegen den Nächsten, wer ist das?“ bestimmte Yongjin. Wir klärten die Reihe ab. Erstem würde ich gegen JB spielen, der Gewinner gegen Yugi, der Gewinner gegen Jackson, der Gewinner gegen Mark, der Gewinner gegen Yong- Jae und der Gewinner gegen Yongjin.
    „Aber lass mal so machen, dass das Spiel zu Ende ist, wenn die Dame raus fliegt, sonst dauert das viel zu lange.“ schlug ich vor. Alle waren damit einverstanden und wir aßen zu Ende. Yong-Jae holte das Schachspiel raus und die anderen räumten den Tisch ab, während ich und JB uns vorbereiteten.
    Okay, jetzt geht es los. Ich bin weiß und JB ist schwarz, also darf ich anfangen. Ich bewegte einen Bauern nach vorne.

    „Schachmatt.“ sagte ich und lächelte JB an. Ich hatte ihn Schachmatt gemacht und in einem Zug würde ich auch seine Dame haben. Er kann bewegen was er will, ich werde seine Dame schlagen.
    Er stöhnte auf. „Mann, du bist echt gut.“

    So, jetzt muss ich gegen den Endboss spielen. Yongjin. „Bereit Prinzessin?“ „Aber sowas von“

    „Ha! Ich hab gewonnen!“ rief ich, nachdem ich seine Dame geschlagen habe.
    „Gegen dich spiele ich nie wieder.“ lachte er und es begann eine wilde Kitzel- und Kissenschlacht

    16

    Kapitel 16: Just Dance und Muffins~
    Jimin

    Schon am frühen Morgen war Noona schon weg. Noch verschlafen gingen wir alle frühstücken, Tae und Jin Hyung waren vor allen schon wach und hatten das Frühstück vorbereitet. Wir aßen stillschweigend, mir fehlte Noona jetzt schon. Ohne sie ist es zwar auch still, aber irgendwie anders. „Du vermisst sie, oder?“ fragte Hobi Hyung leise. Ich nickte. „Keine Sorge, bei Got7 ist sie sicher.“ er tätschelte unauffällig meinen Arm und etwas beruhigter konnte ich zu Ende essen. Jin Hyung und Tae brachen direkt danach auf zum großen Einkaufszentrum, Jungkook ging auch raus, denn er hatte ein Paar Geschäftliche Dinge zu erledigen, Namjoon Hyung kam auch mit, denn er kann sowas. Nur Yoongi Hyung blieb im Haus. „Komm mit!“ Hobi Hyung nahm meine Hand, verschränkte unsere Finger zusammen und zog mich zur Tür. „Hyung wohin?“ fragte ich. „Ich will dir was zeigen, das wird dir sicher gefallen!“ ich konnte ihm natürlich vertrauen und so zog er mich aus dem Haus raus und auf die Straße. Wir liefen vielleicht eine halbe Stunde einfach nur so rum, bis wir vor einem Turnhallen-ähnlichem Gebäude standen. „Hyung, was ist das?“ fragte ich. Er antwortete nicht, sondern zog mich einfach rein. Im Inneren erschien eine rieesiig große Tanzhalle, eine Wand war nur Spiegel und es gab eine Musikanlage und und und. OH MY GWAD WIE KRASS!
    „UI HOBI!“ schrie ich überglücklich und schmiss mich in seine Arme. „Gefällt es dir?“ fragte er zärtlich und strich mit seinem Finger meine Wange entlang. „Und wie!“ „Tja, das gehört jetzt dir.“ „Das? Mir?“ fragte ich mit großen Augen. „Nur dir allein. Guck mal, hier.“ er stellte die Musikanlage an und ein Lied dröhnte aus den Lautsprechern mein und sein Lieblingslied. (a/n sucht euch irgendwas aus keine Ahnung)
    Hobi stellte sich neben mich und ohne ein Wort zu wechseln, fingen wir an wie wild zu tanzen.
    Als der Song zu Ende war, lagen wir lachend auf dem Boden und versuchten wieder richtig zu atmen. „Lass heute Essen gehen.“ Hobi robbte neben mich und sah mir in die Augen. „Und wo?“ „Keine Ahnung, irgendwohin wo es schick ist. So mit Anzug und so.“ er grinste. „Aber sowas ist doch viel zu teuer.“ wand ich ein und sein Lächeln fiel. „Manno, Chimchim.“ er nannte mich nur so, wenn er etwas ganz dolle wollte. „Wir sind jetzt zusammen, ein Pärchen, und das gehört einfach dazu, dass man mal schick essen geht.“ schmollte er. „Hobi Hyung, das ist wirklich süß von dir, aber -überleg doch mal- wir haben kaum Geld für sowas, Noona bringt sich ja schon fast für die Miete um.“ „Aber wir sind hier nicht in Busan. Hier ist Seoul und du bezahlst ja nicht, sondern ich.“ „Ich will aber nicht, dass du bezahlst.“ „Na gut. Wir losen aus.“ „Und wie?“ „Naja, wir machen ein Tanzbattle und wer als erstes aufgibt, der zahlt.“ „Okay!“

    Wir stellten eine Playlist zusammen, die fast eine Stunde dauerte, und legten dann los. „1, 2, 3!“ schrien wir gleichzeitig und fingen dann an zu tanzen.
    Lange, sehr lange.

    Ich bewegte meinen Körper passend zum Beat der Lieder, warf meine Arme in die Luft, drehte mich und sah dabei gleichzeitig Hyung zu, wie er konzentriert tanzte und mir in die Augen dabei sah.
    Wir tanzten und sahen uns gegenseitig an, ohne es zu merken kamen wir uns näher und schließlich standen wir direkt voreinander. „Lass mich bezahlen, Chimchim. Ich möchte nicht, dass du dich überanstrengst.“ Ich gab es auf mit ihm zu diskutieren. „Na gut. Danke Hyung.“ er lächelte zufrieden und sah mir lieblich in die Augen. „Ich bin so froh dich zu haben, Chimchim.“ „Ich diech auch, Hobi.“ wir nahmen uns in die Arme und schwankten hin und her.
    Y/n
    Schwer atmend lagen wir im Wohnzimmer auf dem Boden verteilt. Kissenschlachten sind wirklich anstrengend. „Uff, ich kann nicht mehr.“ stöhnte Yong- Jae und setzte sich auf. „Ich auch.“ „Lasst mal Muffins backen!“ schlug Mark vor, und die ziemlich genaue Hälfte von uns, war einverstanden. Mark, ich, Jackson und Yugi gingen also in die Küche, während die anderen sich frisch machen gegangen sind.
    Jackson holte ein Backbuch raus und blätterte durch. „Hm... wie wär's damit?“ fragte er und tippte auf die Seite. Ich stellte mich neben ihn und sah rein. (a/n mir fällt nichts ein, nimm deine Fav Sorte) „Das ist eine sehr gute Idee!“ rief ich höchst erfreut und wir bereiteten alles vor. Während Yugyeom und Mark die Sachen für den Teig zusammen trugen, suchten Jackson und ich nach Muffinförmchen. „Das kann doch nicht sein, wir haben die doch immer da.“ murmelte er und sah in verschiedene Schränke.
    Und da sah ich sie, ganz oben, über den Instant- Udon- Packungen, da war ein Päckchen mit Förmchen. „Jackson! Da oben!“ ich zeigte drauf und er streckte seinen Arm aus, aber er kam nicht dran. „Das ist deprimierend.“ ich streckte meinen Arm aus, stellte mich auf die Zehenspitzen und versuchte an die Förmchen zu kommen. Jackson lachte und hob mich hoch.
    Mit seiner Hilfe holte ich die Backförmchen runter und wir lachten dabei, weil keine Ahnung wieso, es war aber irgendwie lustig.

    Jackson lies mich wieder runter und wir bereiteten den Teig zu. Dann hatte es Yugi irgendwie hinbekommen, dass die Mehltüte umkippt und die ganze Küche versaut ist. Lachend fing er an uns mit Mehl zu beschmeißen.
    So begann eine wilde Mehlschlacht, die dezent eskalierte, denn wirklich alles, ich, die Jungs die Küche sogar der Boden und die Decke waren voll beklebt mit Mehl.

    Den Rest des Mehls, der überlebt hatte, kippten wir in den Teig und mit zwei Löffeln schoben wir ihn in die Förmchen.
    In den vorgeheizten Ofen kamen dann unsere Muffins und buken für ca ne halbe Stunde. In der Zwischenzeit machten wir die Sauerei sauber.
    Eyo Ladies and Gentelmeeeeeeeeeeeeennnnnnnnn

    Das letzte Mal, dass ich geupdated habe is glaub ich n paar Tage her, das tut mir schon n bissle Leid.
    Der Grund ist, dass heute mein Brudi Geburtstag hat und er unbedingt 3 Kumpels einladen wollte und dementsprechend müssen wir alles Corona bedingt sicher und ungefährlich planen, deshalb hatte ich halt wenig Zeit, und mir sind eventuell die Ideen ausgegangen joa lange rede kurzer Sinn, es tut mir echt Leid, ich schreibe heute noch eins vor und morgen (mit glück heute abend) kommt noch eins hinterher.
    Danke für euer Verständnis,
    hab euch lieb und drück euch ganz fest,
    euer Jananium <3

    17


    Kapitel 17: Der Stick und verbrannte Muffins~
    Jungkook

    In Gedanken versunken fuhr ich wieder in die Schwarz Markt- Ecke von Seoul. Dort traf ich Kang. Einen großen, bulligen Typen, mit dem nicht zu spaßen ist. „Na, heute wieder hier?“ brummte er lächelnd und zog an seiner Zigarre. Dann pustete er den Rauch aus und umhüllte sich in grauem Dunst. „Hast du sie dabei?“ fragte ich sofort. Er schob mir über den Tisch, hinter dem er stand, einen kleinen Koffer.
    Ich öffnete ihn und ich sah mein angeworbenen Schatz. „Und du bist dir sicher, dass das funktioniert?“ fragte ich und nahm den USB- Stick aus dem weichen Styropor. „Leg das zurück, du Idiot!“ herrschte er mich an. „Hey.“ Mit schnellen Handgriffen hatte ich den Lauf meiner Pistole, die ich immer überall hin mitnehme, an seine Schläfe gelegt. „Geladen und immerzu fähig zu schießen.“ sagte ich ruhig, legte den Stick wieder in den Koffer und ging wieder.
    Zufrieden mit dem was ich hatte, fuhr ich wieder nach Hause in mein Büro.
    Dort fuhr ich den PC hoch, steckte den Stick ein und öffnete die Dateien.
    Perfekt.
    Y/n
    Ich roch etwas verbranntes, als wir erschöpft vom sauber machen auf den Sofas saßen. „Sh*t, die Muffins!“ rief ich und rannte in die Küche um sie noch zu retten.
    Als ich die Klappe des Ofens öffnete, kam mir eine schwarze Dampfwolke entgegen. Pfeh, die sind dahin.
    Mit Ofenhandschuhen holte ich das Blech raus und – zum Glück – waren die Muffins nur ein bisschen angekokelt.
    „Sind sie dahin?“ riefen Mark und Jackson vom Wohnzimmer aus. „Ne, nur etwas angekokelt.“ rief ich zurück und wedelte mit einem Tuch über das Blech. „Uiuiui, die sehen gar nicht gut aus.“ seufzte Yugi, der wie aus dem Nichts neben mir aufgetaucht war. „Ach ne, das wird schon.“ ich zuckte mit den Schultern. „Die verbrannten Stellen schneiden wir einfach weg.“ also machten wir zwei uns an die Arbeit und schnitten mit Messern die Stellen weg.
    Zwar gab es dann nur noch halbe Muffins aber trotzdem, schmecken taten sie auf jeden. „JUNGS! KOMMT ES GIBT VERBRANNTE MUFFINS!“ schrie Yugyeom durch das Haus und die anderen kamen.
    Wir saßen am Tisch und aßen, bis mir Jimin und Taehyung ein fielen. Was machen sie jetzt? Geht es ihnen gut?
    „Y/n? Alles okay?“ ich kam wieder auf den harten Boden der Realität zurück und sah in Jbs Augen, die in meine sahen. „Hm?“ fragte ich verwirrt. „Nichts, du sahst nur so in Gedanken aus.“ er lächelte und biss in sein Küchlein. „Eigentlich lecker.“ grinste er.

    18


    Kapitel 18: Sweet Night~
    Y/n

    Der Tag verging eigentlich ziemlich schnell, wir spielten Schach, aßen verbrannte Muffins, spielten noch mehr Spiele, aßen auch noch zu Mittag und zu Abend, bis es dann spät wurde und wir langsam schlafen gingen.
    „Hier schlafen wir.“ erklärte Mark, der mir grob die Zimmeraufteilung erklärte.
    JB und Yongjin waren in einem, Yong-Jae und Mark in einem weiterem und Jackson und Bambam teilten sich die Zimmer. Yugi war der einzige, der allein in einem Zimmer war. „Du kannst zu Yugi ins Zimmer, ich glaub, das ist am besten.“ schlug Mark vor. Wir gingen uns alle fertig machen, und weil ich der 'Gast' war, durfte ich als erste ins Bad gehen und mich umziehen. Also schloss ich mich ein und zog meine Kleider aus. Ich sah mich im Spiegel an, während ich aus meiner Tasche mein Nachthemd raus kramte. Mein Blick glitt zu meinem Dekolleté, worauf meine Kette ruhte. Die Kette, die mir Mom und Dad geschenkt hatten, der Anhänger war ein Unendlichkeit -Zeichen und es erinnerte mich daran, wie mein und Jimins 12. Geburtstag war.
    „HAPPY BIRTHDAY NOONA UND HYUNG!“ schrie Tae mit Mom und Dad. „Was macht ihr hier? Geht wieder ins Bett, der Arzt hat gesagt, dass ihr euch schonen sollt!“ rief ich erschrocken und trat die Decke weg. „Es ist schon okay, Schätzchen, wir schaffen das schon.“ lächelte Mom und holte von hinter ihrem Rücken eine kleine Dose raus. Während Tae versuchte Jiminie zu wecken, lächelte ich Mom und Dad an. „Alles gute zu, 12. Geburtstag mein Engel.“ lächelte Dad. „Danke.“ ich umarmte sie fest. Ihr hörte Moms ruhigen Herzschlag in ihrer Brust und hoffte inständig, dass er noch weiter schlagen wird. „Was ist los Tae, lass mich schlafen.“ murmelte Chim. Lachend schmissen ich und Tae uns neben ihn. „JiMiNiE pAbO du hast heute Geburtstag!“ schrie Tae in sein Ohr. Dann erst schlug mein Zwilling seine Augen auf und grinste uns breit an. „Herzlichen Glückwunsch Noona.“ „Dir auch dongsaeng.“ Dann gingen wir alle in die Küche und frühstückten. Direkt danach, drückte mir Mom eine mittelgroße Box in die Hand. „Was ist das?“ fragte ich. „Mach auf. Das ist von uns allen.“ ich öffnete sie und darin befanden sich 3 Bücher. Das Buch Momo, Wunder und The BFG. Uiiii! „Dankeschön!“ rief ich erfreut und umarmte alle. „Da ist noch etwas.“ Tae nickte mit dem Kopf. Ich kramte also weiter ins Packpapier und da fand ich auch noch eine Karte. Ich öffnete sie und darin befand sich ein Gutschein. „Eine Woche nach Seoul.“ stand darauf. Ich freute mich so sehr, wie kein anderer. Dann holte ich von unter meinem Bett Jimins Geschenk. „Hier für dich.“ er öffnete es und holte die Fotocollage raus, die ich ihm gebastelt hatte. Ich wusste, dass es sein Traum war, Sänger zu werden, also habe ich es für ihn visualisiert, damit er immer dran bleibt. „Oh Danke Noona!“ rief er glücklich. Dann rannte er hoch um es neben seinem Bett aufzuhängen. Es klingelte an der Tür und Tae öffnete sie. „Noona, für dich!“ rief er. Ich trat neben ihn und da stand Yoongi. Rein zufällig war unser Geburtstag auf einen Samstag gefallen, also passte das. „Hi Yoongi!“ rief ich und zog ihn auch schon rein. „Alles Gute, Y/nie.“ schüchtern drückte er mir eine Box in die Hand. Ich öffnete sie und darin befand sich ein Basketball. Lachend umarmte ich auch ihn. Er schenkte Jimin – passend zu meiner Collage – eine Liste von motivierenden Sprüchen. „Hey Yoongi, komm doch zu uns!“ rief Dad. Also frühstückten wir mit ihm, bis es wieder an der Tür klingelte und Mina kam. Meine Beste Freundin schenkte mir einen Shopping- Day mit ihr, wobei wir beide wussten, dass sie mehr davon profitierte als ich, denn ich finde shoppen gehen anstrengend. Und sie schenkte Jimin auch was, nämlich eine Karte. Gegen Mittag gingen die zwei wieder und ich konnte meinen Geburtstag weiter mit meiner Familie verbringen.
    Wir aßen Pancakes, spielten Spiele und es war einfach ein super Geburtstag. Während Jimin und Taehyung sich fertig machten zum schlafen gehen, gab mir Mom die kleine Box in ihrer Hand. „Das ist für dich.“ lächelte sie und legte mir eine Kette um. „Abe-“ fing ich an. „Denk daran, dass wir bis in die Unendlichkeit bei dir bleiben werden, okay?“ sie gab mir einen Kuss auf die Nasenspitze und ging mit Dad in ihr Schlafzimmer.

    „Y/n? Alles okay?“ rief Yugi. Schnell zog ich mir mein Nachthemd an, putzte meine Zähne und ging aus dem Bad raus. Er nahm mich an die Seite, während Jackson und Mark darum stritten, wer als erster rein dürfe. „Y/n, ist alles in Ordnung? Ich mache mir Sorgen um dich.“ sagte Yugi ernst und sah mir in die Augen. „Ja, alles gut, ich war nur kurz in Gedanken.“
    „Sicher? Weil, in letzter Zeit bist du ziemlich nachdenklich, ich habe das Gefühl, dir geht es nicht so gut.“ „Weist du, bald ist der Todestag meiner Eltern, da denke ich immer besonders intensiv an sie, und jetzt, wo ich Jimin und Taehyung alleine gelassen habe, weiß ich nicht, ob das in Ordnung war, weil wir diesen Tag immer zusammen sind.“ „Oh, das tut mir leid, ich wollte nich-“ „Es ist alles okay, das kannst du ja nicht wissen.“ beschwichtigte ich ihn. „Darf ich fragen, wann der Tag ist?“ „In einer Woche.“ antwortete ich kurz angebunden.“Ach so. okay, tut mir noch einmal sehr Leid.“ „Muss es nicht, Yugi. Du am aller wenigsten.“ wir drückten uns und dann verabschiedeten wir uns zum Schlafen gehen.
    Ich legte mich aufs Sofa, weil ich abgestritten hatte bei Yugi zu schlafen, und wartete darauf, dass ich einschlief. Aber es ging nicht. Ständig streiften meine Gedanken zu meinen Brüdern. Hatten sie bemerkt, dass bald der Tag ist? Ich griff nach meinem Handy und sah auf die Uhr. Halb 12. Ohne groß nachzudenken. Wählte ich Jimins Nummer und rief an.
    Jimin: „Noona? Was ist los?“ fragte er in einer müden Stimme.
    Y/n: „Hab ich dich geweckt? Entschuldige bitte.“
    Jimin: „Nein, alles gut. Was gibt’s?“
    Y/n: „Geht es euch gut? Habt ihr gegessen? Wie geht es Tae?“ bombardierte ich ihn mit Fragen.
    Jimin: „Noona, wir sind erwachsen, natürlich sind wir das. Tae schläft schon und ja, wir haben gegessen.“ das beruhigte mich etwas.
    Y/n: „In einer Woche ist es wieder sowei.“ flüsterte ich.
    Jimin: „Ja. Denkst du, wir können sie besuchen?“
    Y/n: „Jungkook ist jedenfalls nicht das Problem.“
    Jimin: „Nicht? Wer dann?“
    Y/n: „Ich weiß es nicht. Aber ich habe ein mulmiges Gefühl dabei.“
    Jimin: „Hast du deine Tabletten genommen?“ fragte er. Aish! Das habe ich voll vergessen.
    Jimin: „Du hast es vergessen, oder?“ erriet er.
    Y/n: „Ich hol das sofort nach.“ ich wünschte ihm noch eine gute Nacht und trank ein Glas Wasser zu meinen Tabletten. Mein komisches Gefühl im Bauch verschwand und ich legte mich wieder hin.

    19


    Kapitel 19: Cuddles~
    Y/n

    Ich wälzte mich unter meiner Decke hin und her. Meine Gedanken schwirrten immer wieder zu Chim und Tae. Ich hatte die Befürchtung, dass dieser Moment uns irgendwie weggenommen wurde, dadurch, dass wir hier in Seoul fest steckten. Abzuhauen klappte ja nicht, irgendwie gabelt uns Jungkook immer wieder auf. Ja, ich habe es noch einmal versucht, nach diesem einem Mal, wo ich ihn angeschossen hatte.

    Okay, jetzt geht es los. Mit Jimin und Taehyung schlich ich zur Tür. Die anderen schliefen. Langsam öffnete ich die Tür, die leise aufging.
    Wir schoben sie gerade so weit auf, dass wir uns durch zwängen konnten. „Y/n? Was machst du da?“ hörte ich eine Stimme hinter mir. Während meine Brüder schon durch waren, spürte ich eine Hand an meinem Arm. Erschrocken drehte ich mich um und sah in Namjoons Augen. „Ähm, nichts-“ stotterte ich vor mich hin. Im Lügen bin ich genauso schlecht wie im Klavier spielen. „Y/n.“ sagte er ernst und sah mich an. „Wohin willst du um 3 Uhr morgens?“ „Einfach so, etwas spazieren.“ „Und das konnte nicht bis um 10 warten?“ „Nein(?)“. „Jungs, kommt wieder her.“ rief er dann etwas lauter.
    „Wann willst du das endlich kapieren, Y/n?“ fragte er. „Du kommst hier nicht weg.“ dann schickte er mich wieder hoch.

    Ich gab es auf einschlafen zu wollen. Es brachte ja eh nichts. Also setzte ich mich an den Küchentisch und sah aus dem Fenster. „Kannst du nicht schlafen?“ ich drehte mich um und sah Yugyeom, der mich mit schiefem Kopf ansah. „Ne.“ antwortete ich. „Komm.“ er nahm meine Hand und zog mich in sein Zimmer.
    Dort drückte er mich an sich und so langsam verstand ich, was er wollte. Ich umarmte ihn zurück, drückte ihn genauso fest an mich wie er und während wir uns gegenseitig aneinander drückten, kippten wir auf sein Bett.
    Ich spürte seinen warmen Oberkörper an meinem, als er seine Decke über uns zog.
    Moment mal- OBERKÖRPER! Ich sah von seinem Gesicht, seinen Hals und dann seine nackte Brust. Mir stieg die Wärme ins Gesicht und aus
    purem Anstand, schlug ich meine Hände vor mein Gesicht. Dann spürte ich seine warmen Hände an meinen Schultern. „Wenn dir das unangenehm ist, dann dreh dich um.“ ich drehte meinen Rücken zu ihn und schloss meine Augen. Seine Arme schlangen sich um mich und ich schließlich konnte ich doch einschlafen.

    Am nächsten Morgen wurde ich nicht von einem Hyperaktiven Yugyeom aufgeweckt - nein - sondern gleich von seiner ganzen Gruppe!
    „Yah, jetzt seit doch still.“ murmelte ich und versuchte meine verklebten Augen wieder zu öffnen.
    „Nichts da, komm, wir haben heute noch einiges vor.“ lachte Bambam und riss mir die Decke weg. „Uhhhh, Yugi, kannst du DAS erklären?“ fragte Mark mit einem Pedo Blick und deutete auf seinen Körper. „Ihr Perversen!“ rief er und fing an, die anderen mit seinem Kissen zu schlagen.
    Bevor ich noch in deren Kissenschlacht involviert wurde, schlich ich raus.
    Puh, dieser Haufen kann echt anstrengend sein...

    20


    Kapitel 20: Das Kaufhaus~
    Y/n

    Nach dem Frühstück, das ich zubereitet hatte, machte sich jeder fertig und wir liefen los. Nach Yugis Plan zu folge, gehen wir zum Einkaufszentrum, von dem Tae geschwärmt hat.
    Die Straßen waren voller Leute, überall gab es etwas zu sehen. Hastig drehte ich mich hin und her um ja nichts zu verpassen, was sich als eine Sache der Unmöglichkeit darstellte. „Haha, Y/n, jetzt mach mal Halblang!“ lachte Bambam, der mich davor gerettet hatte gegen eine Straßenlaterne zu laufen.

    Es dauerte nicht lange, bis wir vor einem rieeeeeeeeeeessssiiiiiiiiiiiiiig großem Gebäude ankamen. „Woahhh.“ hauchte ich und während ich weiter die riesig große Glastür anstarrte, zogen mich Mark und Bambam mit einem leichten Lächeln rein.

    So etwas habe ich noch nie gesehen, überall waren Geschäfte in allen Farben und Sorten, es gab sogar eine ganze Etage für Kleidung und Boutique. „Uff, das ist aber viel.“ ich sah Yugi an, der sich gar nicht mehr ein kriegen konnte vor lachen. „He, was ist so lustig?“ fragte ich, ein klitzekleines bisschen gereizt. „Nichts, es sieht nur so niedlich aus, wie du da so stehst und ein Kaufhaus anglotzt, als wäre das keine Ahnung was.“ japste er, wofür er von mir einen kräftigen Schlag auf den Arm bekam. „Lach nicht so doof. In Busan haben wir auch ein Kaufhaus, das hier ist aber 10 mal so groß.“ erklärte ich und wurde von irgendwelchen Besuchern von den Jungs auf einmal weg gedrückt.
    Die Welle von Menschen trieb mich weg von ihnen, drängelte mich einfach weg und ich ging verloren in der Menschenmenge.

    Man... da bin ich einmal im größten Kaufhaus der Welt gefühlt und dann das!
    Ich drehte mich um mich selber und versuchte Yugi oder einen der anderen wieder zu finden.
    Da ich verhältnismäßig klein bin, fiel mir das schon schwer.
    Meine Hand tastete nach meinem Handy. Verdammt, ich habe es vergessen! Leise fluchend suchte ich die anderen, bis ich gegen jemanden stieß.
    „Oh, Entschuldigung, ich-“ stotterte ich und sah zum Typen hoch, gegen den ich gelaufen war.

    „Y/n!“
    „Chanyeol!“
    „Y/n!“
    „Chanyeol!“
    „Du bist hier!“
    „Ja, ich bin hier!“
    „In Seoul!“
    „Ja, in Seoul!“

    schrien wir uns gegenseitig an, bis es dann bei uns klick machte und wir uns in unsere Arme warfen. „Ich hab dich so vermisst!“ rief er und ich lachte. „Ich dich auch Channie, ich dich auch.“ wir grinsten uns breit an, wie Honigkuchenpferde.

    „Aber was machst du hier?“ fragte er. „Ich bin mit ein Paar Freunden hier und du?“ „Ja ich auch!“

    Chanyeol hatte vor ziemlich genau 3 ½ Jahren sein Team verlassen und war in die Mannschaft aus Seoul rüber gewechselt. Ich aber war in Busan geblieben, natürlich.
    „Oh mann, ich hab dir so viel zu erzählen!“ rief er, nahm meine Hand und zog mich in ein Eiscafé.
    „Na dann, erzähl.“ wir bestellten uns jeder einen Cappuccino und er erzählte mir alles.
    „Meine Mitstreiter sind so nett, du würdest sie mögen! Und wir sind sogar gegen Tokio angetreten und wir haben gewonnen und und und und..“ ich lächelte und trank meinen Cappuccino weiter.
    „Und du? Was machst du hier?“
    „Ich? Uhm, also wir sind aus.. Familiengründen gekommen, wie lange wissen wir nicht, aber wir haben hier nette Leute kennen gelernt.“ „Ach, du bist immer noch mit Jimin und Taehyung?“ „Ja klar, ich kann sie nie und nimmer alleine lassen.“ „Aber, musste er nicht zum Wehrdienst? Jimin meine ich?“ „Ne, also nicht so richtig, ich hab das immer verzögern können aber klar, die Gefahr besteht immer, dass jemand kommt und ihn holt.“ „Das muss schwer für dich sein, hm?“ „Joa schon ein bisschen.“ „Erzähl mir von deinen Freunden.“
    „Also, wir leben alle in einem Haus, Yoongi ist auch da. Ich, Jimin, Taehyung, Hoseok, Jin und Namjoon.“ Jungkook lies ich absichtlich aus.
    „Ach? Und Jimin und Hoseok?“ „Sind glücklich zusammen.“ „Ich wusste es!“ wir lachten und tranken unsere Getränke. Gerade wollte ich bezahlen, als Chanyeol mich ernst ansah. „Nein.“, sagte er ruhig. „Ich bezahle und komm mir nicht auf die Idee zu widersprechen.“ ich hatte keine Wahl und lies ihn machen. „Okay, jetzt gehen wir aber deine Freunde suchen.“ bestimmte er und so zuversichtlich wie er nun mal ist, ging er mitten in die Menschenmasse rein. Ich klammerte mich an seinem Arm fest, ich wollte ja nicht noch mal verloren gehen.

    „Y/N!“ ich drehte mich um und sah die anderen. „Da seit ihr ja!“ rief ich erleichtert, rannte auf sie zu und schmiss mich in ihre Arme. „Wer ist das?“ fragte Jackson misstrauisch. „Das ist Chanyeol, mein Partner in der Mannschaft. Chanyeol, das sind
    Jackson, Jinyong, JB, Mark, Bambam, Yugyeom und Yong-Jae. Einer der besten Idioten, die man haben kann.“ „He!“ rief Yong-Jae. Wir lachten. „Freut mich.“ sagte Chanyeol und reichte ihnen die Hand.

    Den Rest des Tages verbrachten wir gemeinsam. Es war sehr lustig und anstrengend auch. Am Ende haben wir alle den gleichen Hoddie gekauft, quasi als Partnerlook.
    Der war weiß und darauf stand in geschwungener Schrift:
    „Bevor du fragst: NÖ!.“
    Dann rannten wir in eine Fotozelle (a/n ich hoffe, ihr wisst was ich meine) und schossen verschiedene Fotos, eins lustiger als das andere. Die einzelnen Bilder schnitten wir in Stücke und jeder durfte sein Lieblingsbild behalten. Channie schrieb mir seine neue Handynummer auf die Hand und ich ihm meine, damit wir in Kontakt blieben.

    Schließlich bekamen wir Hunger und gingen in ein kleines Restaurant, wo wir alle was bestellten.

    Der Tag verging schneller, als wir es wollten und es trennten sich unsere Wege wieder. „He!“ ich drehte mich noch einmal zu Chanyeol um. „Komm mich mal besuchen ja?“ „Du aber auch!“ „Klar!“ grinsend ging ich mit Got7 und er mit sich selbst, jeder in seinem neuen Pulli nach Hause.

    Dort angekommen ging jeder sofort ins Bett, ich kuschelte mich wieder mal an Yugi ran, den ich als mein persönliches, menschliches Kuscheltier eingestellt habe.

    Und ehe ich es mir versah, war ich schon eingeschlafen.

    21


    Kapitel 21: Das Essen~
    Jimin

    Gegen Nachmittag, ging ich hoch um mich um zu ziehen. Hobi Hyung und ich würden gleich Essen gehen, ich war sehr aufgeregt, weil, das letzte mal, als ich so richtig essen war, so richtig schick und so, war an meinem und Noonas Abi. Ja, das ist schon ne weile her. „Jiminie? Bist du fertig?“ hörte ich Hobis Stimme. „Moment!“ rief ich und sah mich im Badezimmerspiegel an. Ich strich das Jackett glatt, machte meine Haare noch mal richtig und atmete tief durch. OKay, Jimin, du kannst das. Es ist ja nicht so, dass das euer 1. DATE IST UND ALLES IN DIE HOSE GEHEN KÖNNTE ODER SO NEINNNN!
    Die Tür ging auf und ich sah Hobi im Spiegel, wie er mich umarmte und anfing meinen Kiefer von hinten abzuküssen. „Yah, Hyung.“ flüsterte ich. „Was? Darf ich doch, oder nicht?“ flüsterte er zurück und dann spürte ich ein leichtes Ziehen an meiner Haut. Erschrocken drehte ich mich um und sah im Spiegel, dass er mir EINFACH EINEN KNUTSCHFLECK GEMACHT HAT.
    „Hyung, was soll das!“ fragte ich erschrocken und strich mit den Fingern über den leichten Bluterguss. „Was denn? Jetzt weiß jeder, dass du schon vergeben bist.“ „Aber das muss doch nicht die ganze Welt wissen!“ rief ich verzweifelt. Wir beide wissen, dass Hobi ein sehr leidenschaftlicher Mensch ist und gerne erst macht und dann denkt, aber bitte, einfach so einen Fleck!
    „Jiminie, da draußen sind so viele Leute, die böse Gedanken haben. In Busan hattest du immer Y/n, auch wenn du das nicht weißt, sie beschützt euch wie ihr eigenes Leben. Sie liebt euch so sehr, sie würde alles für euch tun, und das weißt du auch. Ich versuchte nur für dich da zu sein, und dass ist meine Art das zu zeigen, wie sehr ich dich liebe und achte. Das musst du doch verstehen, oder?“ erklärte er. Ich schlang meine Arme um ihn. „Tut mir Leid, Hyung.“ „Und außerdem, so auffällig ist der jetzt auch nicht.“ ich nahm seine Hand, verschränkte unsere Finger und gemeinsam gingen wir in die Garage, wo dieses Auto stand, das mich und Tae vor ziemlich genau 2 ½ Monaten rausgeschmissen hat.
    Hyung zog mich aber in ein anderes Auto, das kleiner ist. „Eingestiegen und losgefahren, gnädiger Herr.“ Hobi öffnete mir die Beifahrertür mit einer Verbeugung, die ich ihm nachmachte und einstieg.
    Er startete den Wagen, der Motor fing an zu brummen und wir fuhren aus der Einfahrt auf die Straße.
    „Ich hab uns was hübsches Reserviert, das wird dir sicher gefallen.“ er lächelte und legte den Gang um. Ich legte meine Hand auf seine, er nahm sie und Hand in Hand schalteten wir.
    Es war still im Auto, aber keine unangenehme. Auch wenn wir beide ziemlich schusselig und durchgeknallt sein können, es tut manchmal auch gut zu schweigen.
    „Wir sind da.“ Hobi Hyung öffnete mir die Tür und wir gingen in das süß eingerichtete Lokal.
    „Buongiorno! Willkommen im Restaurant, allá Pasta!
    Ich heiße Pablo und bin Geschäftsführer, haben Sie reserviert?“
    ein kleiner, etwas älterer, Mann, mit einem italienischem Akzent, tauchte auf und grinste uns breit an. „Ja, haben wir, auf den Namen Jung Hoseok.“ Hobi lächelte und hielt meine Hand. „Ah sì sì Giovani, sie sind der mit süßer Junge, Non è vero?“ ich spürte die Farbe in meinem Gesicht. Hyung lachte und bejahte.
    Pablo führte uns zu einem süßen zweier Tisch, der mit Kerzen beleuchtet war. Darauf standen noch Salz und Pfeffer und ein Schälchen Parmesan. „Dann ich wünsche euch Buon appetito, Giovani, gleich kommen Patricia mit Karte, sì sì.“ als er weg war, sahen wir uns an und lachten dann.
    „Der ist so putzig!“ lachten wir. Kurz darauf kam ein junges Mädchen, die nicht älter als 17 sein dürfte, mit zwei Karten und Tellern und Besteck. In ihrer anderen Hand hatte sie einen Brotkorb und Olivenöl. Sie teilte alles aus und ging wieder. Wir guckten uns die Karten an, als ich die Preise sah, musste ich schlucken. „Hyung, das ist doch alles viel zu teuer, das ist ein Vermögen wert.“ „Tja, Jiminie, du bist auch Vermögen wert.“ ohne mich anzusehen hatte er das gesagt und die nächste Seite der Karte sich angesehen. „Uff, Hyung, hör auf damit.“ lachte ich. „Alles ist okay, mach dir um die Preise keine Sorgen, ja?“ er nahm meine Hand, küsste sie kurz und sah mich an. „Seit wann so romantisch?“ fragte ich, etwas neckend. „Seit dem ich weiß, warum ich lebe.“ er lächelte und ich fing an wieder rot zu werden.
    Das kann niemals gesund sein, dass ich sooft rot werde.

    „Sie haben schon entschieden?“ fragte dann Patricia, die wieder aufgetaucht ist.

    Hobi ratterte irgendwelche Gerichte runter und Patricia schrieb sie sich schnell auf. „Alles Zwei mal bitte, den Brotsalat, dann Antipasti Misti und zum Schluss Tiramisu.“
    „Und was Sie wollen trinken?“
    „Eine Flasche Nebbiolio bitte.“ Patricia verschwand.
    Wir tunkten in das Olivenöl, was in kleinen Schälchen vor uns stand, das Brot und aßen das dann. „Hmm, lecker.“ Hobi lächelte mich an.

    Patricia tischte uns erst mal den Salat auf. Langsam kaute ich auf einem Rucola herum, er schmeckte etwas bitter, aber sonst war er sehr lecker. „Schmeckt's dir?“ fragte Hobi. „Und wie, vielen dank!“ freute ich mich. Patricia brachte uns zwischendurch noch den Wein, mit Gläsern.
    Hobi schenkte uns beiden ein, ich nahm das Glas und schwenkte es bisschen hin und her. Etwas zögernd nahm ich einen Schluck. Ich kenne mich mit alkoholischen Getränken nicht aus, aber ich glaube, es schmeckte mir ganz gut.

    Wir aßen uns durch das ganze Essen hindurch, das Hyung bestellt hatte und ich war mehr als satt. „Uff, Hyung, das war echt lecker.“ er grinste, beugte sich über den Tisch und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
    Dann kam Pablo wieder.
    „Und Giovani, euch haben Essen geschmeckt?“ fragte er in seiner lustigen Aussprache. „Ja, vielen Dank.“ lächelte ich. „Sie haben Recht, Giovani, ihr Freund wirklich süß, sì sì.“ Hoseok bezahlte, mit Trinkgeld für Patricia, obwohl ich eben, als ich kurz auf Toilette war, gehört hatte, wie sie in der Küche mit einer anderen Kellnerin geredet hat. „Ich müssen Schwule bedienen, das nicht zu fassen!“ es kränkte mich, dass andere Menschen so hinter meinem Rücken redeten, über mich. Aber Hoseok wusste davon ja nichts.

    Hand in Hand, gingen wir wieder aus dem Lokal und stiegen ins Auto.
    Es war ein wunderschöner Abend, Hobi und ich gingen direkt in sein Zimmer, dessen Einrichtung ich nicht erkennen konnte, weil es schon dunkel war. Wir machten uns fertig und kuschelten uns aneinander.
    Kurz bevor ich einschlief, wurde ich von meinem Handy geweckt. Noona rief an.


    Jimin: „Noona? Was ist los?“ fragte ich in einer müden Stimme.
    Y/n: „Hab ich dich geweckt? Entschuldige bitte.“
    Jimin: „Nein, alles gut. Was gibt’s?“
    Y/n: „Geht es euch gut? Habt ihr gegessen? Wie geht es Tae?“ bombardierte sie mich mit Fragen.
    Jimin: „Noona, wir sind erwachsen, natürlich sind wir das. Tae schläft schon und ja, wir haben gegessen.“ versuchte ich sie zu beruhigen.
    Y/n: „In einer Woche ist es wieder sowei.“ flüsterte sie.
    Jimin: „Ja. Denkst du, wir können sie besuchen?“ fragte ich hoffnungsvoll. „Jiminie? Was ist los?“ fragte Hobi verschlafen. Ich schüttelte kurz den Kopf.
    Y/n: „Jungkook ist jedenfalls nicht das Problem.“
    Jimin: „Nicht? Wer dann?“
    Y/n: „Ich weiß es nicht. Aber ich habe ein mulmiges Gefühl dabei.“
    Jimin: „Hast du deine Tabletten genommen?“ fragte ich sicherheitshalber. Ja, ich habe mal in ihr Notizbuch geguckt, aber nur um ihr zu helfen.
    Jimin: „Du hast es vergessen, oder?“ erriet ich.

    Wir wünschten uns Gute Nacht und legten auf. Ich vermisste Eomma und Appa. „Warum weinst du denn, Jiminie?“ fragte Hobi. „N-Nichts.“ schluchzte ich. Er zog mich auf seine Brust und strich mir über die Haare. „Alles wird gut.“ hörte ich ihn, bevor ich einschlief.

    Für all die Jihoper da draußen: Gern geschehen ;) 💜😍😘

    22

    Kapitel 22: Der Anruf~
    Y/n

    Ich war früher als die anderen aufgewacht und machte Pancakes in der Küche. So wie ich es nun mal gewöhnt war, deckte ich den Tisch.
    „Morgen“ brummte Yong-Jae. „Morgen, setzt dich doch, bin fast fertig.“ lächelte ich ihn an. Nach und nach trudelten die anderen rein und wir aßen Frühstück. „Warum ist mein Besteck auf der linken Seite?“ fragte Yugi. Ich klatschte mir an die Stirn. „Das ist wegen Tae, weil er halt Linkshänder ist und ich dann immer andersrum decken muss, Gewohnheit halt, hehe“ erklärte ich. Yugi lachte und aß einfach weiter.
    Bambam
    (a/n ja, er kann auch denken! xD)
    Wir schickten Y/n duschen, damit sie sich etwas entspannt, während wir den Tisch abräumten. Ich hörte einen mir unbekannten Klingelton. „JB hast du wieder deinen Klingelton geändert?“ fragte ich. „Nein, überhaupt ich hab so einen nicht.“ ich ging ins Wohnzimmer, wo auf dem Couchtisch Y/ns Handy lag. Auf dem Display stand
    'Gran WH' ich wusste nicht, wer das war, also ging ich auch nicht ran. Das Handy verstummte. „Das WH steht für Wohnheim!“ schrie Jackson. „Woher?“ fragte ich erstaunt. „RM Hyung hat sich doch bei ihr eingehackt, oder? Daher halt.“ ich nickte und klopfte am Bad an, bestimmt ist das wichtig.
    „Y/n?“ fragte ich. „Moment!“ rief sie und schloss dann auf. Ihre Haare waren noch nass und klebten etwas an ihrem Hals. „Was gibt’s?“ fragte sie. Ich reichte ihr ihr Handy. „Irgendwer hat angerufen.“ ich ging wieder.
    Y/n
    Ich ging auf meine Anrufe und sah, dass das Wohnheim von Gran angerufen hatte. Oh scheiße, verdammt, verdammt, verdammt! Ich rief die Nummer zurück.
    „Wohnheim für Busans Mütter, Haiko mein Name, guten Tag?“ fragte eine Frauenstimme.
    „Guten Tag, mein Name ist Park Y/n, Sie haben eben angerufen?“ ich versuchte das Zittern in meiner Stimme unter Kontrolle zu bekommen.
    „Ah ja, wir wollten Sie informieren, dass Ihre Oma im Krankenhaus lie-“
    „WAS!“ rief ich in den Hörer.
    „Beruhigen Sie sich bitte. Ihre Großmutter hatte einen Anfall und wurde ins Krankenhaus gebracht, sie möchte Sie und Ihre Brüder sehen.“
    „Ich komme so schnell ich kann.“
    ohne auf irgendein Wort von ihr zu warten, legte ich auf. Ich war geschockt. Gran ist fast 100 Jahre alt, ich hätte das wissen müssen.

    Ich hatte das Gefühl, dass meine Ohren gedämpft waren, ich hörte nichts mehr so richtig. „Alles okay?“ „Was ist passiert?“ „Rede doch mit uns!“
    Mit fahrigen Bewegungen zog ich meine Schuhe an und verließ das Haus.
    Als ich mich vor der Straße wieder fand, rannte ich los.

    23


    Kapitel 23: Auf dem Weg~
    Y/n

    Den ganzen Weg von Got7 bis zu den anderen in die Villa, war ich wie eine Irre gerannt. Dort klopfte ich keuchend an die Tür. „Y/n? Wa-“ bevor Jungkook weiter reden konnte, schob ich ihn zur Seite und ging runter in die Garage. „Guten Tag, Jungkook. Was möchtest du tun?“ fragte die Computerfrau. „Ich brauche das schnellste Auto aber zackig. Kannst du das vor's Haus bringen?“ fragte ich in den Raum. „Aber natürlich, Jungkook.“ ich ging wieder raus, rannte in die Küche und redete ins Mikrophon darin, das an alle Lautsprecher im Haus verteilt wird. „JIMIN UND TAEHYUNG IHR KOMMT JETZT SOFORT VOR DIE HAUSTÜR ODER ICH VERGESSE MICH HABT IHR HOHLKÖPFE DAS KAPIERT!“ schrie ich rein und rannte wieder runter.
    Dort stand ein klatschnasser Taehyung und ein verschlafener Jimin. „Noona was is-“ fragte Jimin. „Keine Zeit, wir fahren sofort los.“ schnitt ich ihm das Wort ab. „Aber wohin?“ wollte Tae wissen, während ich sie ins Auto zog und den Motor startete. „Es geht um Gran.“
    Sofort waren sie still.

    „Y/N!“ schrie mir Jungkook hinterher. Ich antwortete nicht, sondern trat aufs Gas.

    Nach ziemlich genau 20 Minuten Fahrt, steckten wir in einem Stau fest. „Uff.“ ich knallte meine Stirn gegen das Lenkrad und rief dann Jungkook an.

    „WO ZUM TEUFEL BIST DU?“ schrie er in den Hörer.
    „Eben hat das Wohnheim meiner Oma angerufen. Sie haben gesagt, dass sie mit einem Anfall im Krankenhaus liegt. Wir gehen zu ihr. Oder bist du wirklich so kaltblütig und herzlos, dass du uns die letzte Familie nehmen willst?“ fragte und erklärte ich ruhig, während ich mit aller Kraft auf die Hupe drückte, damit der Idiot von Mann vor mir endlich weiter fährt.

    Jungkook legte auf, was ich als 'ja' oder 'in Ordnung' deutete. „Noona?“ hörte ich Tae hinter mir. „Ja Dongsaeng?“ ich sah ihm durch den Rückspiegel in die Augen.
    Taehyung
    Sie nennt mich sehr selten dongsaeng. Das letzte mal war es, an Mom und Dads Beerdigung.

    „Noona...“ schluchzte ich gegen ihre Schulter. „Alles wird wieder gut, Dongsaeng, ich verspreche es dir.“ sie strich mir durch die Haare. Ich heulte ihr ganzes Shirt voll und spürte es an ihre Atmung, dass sie sich zwingt nicht zu weinen.
    „Noona, weinen ist okay.“ flüsterte ich. „Ich weiß Dongsaeng, also wein dich ruhig aus.“ sie gab mir einen Kuss auf die Wange und zog noch Jimin Hyung dazu.

    „Scheiße.“ murmelte Noona, als wir uns immer noch keinen Zentimeter vom Fleck bewegt haben. „Bitte vergebt mir Verkehrsregeln.“ sagte sie laut und fuhr von der Landstraße runter, über die Wiese.
    „YAH!“ schrie Jiminie erschrocken. „Wir haben keine Zeit Chim.“ murmelte sie und legte den Gang um. Wir kommen Gran, wir kommen.

    24


    Kapitel 24: Im Krankenhaus~
    Jimin


    Noona hat mindestens 100 Verkehrsregeln gebrochen, und trotzdem wurden wir von niemanden angehalten. Das ist gut, denn nach 3 Stunden Fahrt kamen wir vorm Krankenhaus in Busan an. Hastig parkte Y/n irgendwie und wir alle drei rannten zur Rezeption. „Gute-“ bevor die Frau zu Ende reden konnte, unterbrach Noona sie. „Wir wollen zu Mrs. Park.“
    „3. Stock, Raum 7 aber an ihrer Stelle würde ich jetzt nicht zu ihr gehen.“ erklärte die Frau. „Mir ist egal was Sie getan hätten, Danke.“ sagte Noona schroff und ging zur Treppe nach oben.
    Y/n
    Uff, diese Frau ist mir so was von auf die Glocke gegangen. So schnell ich konnte, mit Jimin und Taehyung an den Händen, rannte ich die Treppe hoch zum Zimmer.

    Als ich gerade die Tür öffnen wollte, kam ein Arzt raus. „Ah, Sie müssen die Enkel von Frau Park sein, oder?“ „Ja genau.“ antwortete ich. „Sie erwartet Sie schon, kommen Sie rein.“ er öffnete uns die Tür und wir kamen in ein Krankenzimmer, mit 3 Betten. Das 1. war mit einem Jungen belegt, vielleicht ist er 20 oder so, ziemlich genau in Tae's Alter. Das 2. Bett war leer und im dritten ganz hinten am Fenster, lag Gran.
    Der Junge im 1. schlief, deswegen musste ich flüstern. „Gran!“ wir rannten auf sie zu. „Hallo ihr drei.“ lächelte sie. Wir knieten uns neben sie vors Bett. „Wo wart ihr denn? Ich hab euch ne Zeit lang nicht gesehen?“ fragte sie. „Gran, alles ist okay, es gab ein bisschen Komplikationen, aber alles ist in Ordnung.“ ich nahm ihre von Altersflecken versehene Hand. „Gran.. stirbst du?“ fragte Tae vorsichtig. Sie seufzte, aber ich wusste es schon. Ich strich mit meiner Hand über Taes Rücken, der angefangen hatte von seinem Schluchzen zu beben. „Ich bin alt geworden. Irgendwann endet die Zeit für mich.“ flüsterte Gran. „Du darfst nicht sterben!“ riefen Jimin und Taehyung und fingen an zu weinen. „Jungs.“ ich drückte sie an mich. „Darf ich etwas mit eurer Noona alleine sprechen?“ fragte sie. Tae und Jiminie gingen schluchzend aus dem Zimmer.
    „Y/n..“ flüsterte Gran. Ich sah sie an. „Du steckst in einer kleinen Krise, kann das sein?“ fragte sie. Ich nickte. „Du darfst niemals vergessen, wer du bist und was dich zu Y/n macht. Du bist einzigartig und nur du allein weißt es auch. Jeder Mensch hat 2 Seiten, weißt du? Jeder hat eine Seite die er öfter raus lässt als die andere. Viele kennen ihre zweite gar nicht.“ sie sah mir in die Augen.

    „Finde deine zweite Seite, okay mein Schatz?“ sie streckte mir ihren zitternden kleinen Finger aus, ich besiegelte mit meinem Finger den Schwur. „Wenn du denkst, du kannst nicht mehr, dann öffne diesen Brief, okay?“ sie deutete auf ein Kuvert auf ihrem Nachttisch. „Und jetzt, lass mich schlafen.“ bat sie mich.

    Aber ich wusste, dass es kein normaler Schlaf war, den sie meinte. Ich gab ihr einen Kuss auf den Handrücken.

    Ein ununterbrochenes, hohes Piepen drang in mein Ohr.

    „Ruhe in Frieden, Gran.“ mit Tränen in den Augen verließ ich das Zimmer.

    „Sie ist doch nicht?“ fragte Jimin. Ich nickte stumm. Tae brach in Tränen aus, schmiss sich an meine Brust und weinte. Meine Atmung war bröckelnd und ich versuchte mit aller Kraft, wie schon sooft, stark für die zwei zu sein.

    „Es wird alles wieder gut werden.“ hauchte ich, aber mehr um mir selbst Mut zu machen, als Tae zu trösten.

    25


    Kapitel 25: Wieder in Busan~
    Jungkook

    So schnell ich konnte, stieg ich mit den anderen in den Van, und weil Jin der Einzige ist, der ihn fahren kann, fährt er. „Los, Los, beeil dich!“ spurteten Yoongi und ich.

    Mit einem Hexentempo waren wir innerhalb von 3 Stunden nach Busan gefahren, wo Yoongi uns den Weg zum Krankenhaus lotste. Sofort stiegen wir aus und rannten an die Rezeption.
    „Wir möchten bitte zu Mrs. Park.“ bat Yoongi. „Ich glaube, Sie sind schon zu spät. Mrs. Park hat es nicht mehr geschafft.“ Yoongis Gesicht wurde blasser als sonst. Er nickte und rannte einfach die Treppen hoch. Wir hinterher.
    Er streifte durch jede Etage, aber erst im dritten fand er Y/n und die anderen Zwei.
    Jimin und Taehyung, lehnten verheult an Y/ns Schultern und sie selber sah genauso bleich aus wie die Wand hinter ihr. „Y/n!“ rief Yoongi und setzte sich vor ihr hin. Ohne irgendwas zu sagen, zog er sie zu sich und umarmte sie einfach. Sie atmete laut und irgendwie gepresst, als würde sie kaum noch Luft bekommen. Hobi Hyung setzte sich auf einen freien Stuhl und zog Jimin, genauso stumm wie Yoongi, auf seinen Schoß. Er strich über Jimins Haare, seinen Rücken und kraulte seinen Nacken. Jimin versteckte sein Gesicht in Hoseok Hyungs Hals- beuge und schluchzte vor sich hin.
    Jin Hyung setzte sich neben Taehyung und reichte ihm seine Jacke. Denn der Jüngere hatte klatschnasse Haare und so fürsorglich wie Eomma Jin es nun mal war, leite er ihm seine Jacke. Nur Namjoon und ich standen etwas hilflos da.

    Es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Jungs beruhigt hatten. Y/n sah so aufgelöst und geschockt aus, dass sie kaum etwas sagte oder tat. „Noona.“ Taehyung robbte nehmen sie und legte einen Arm um ihre schmalen Schultern. „Was machen wir jetzt?“ fragte er. Sie sah ihn mit einem traurigen Lächeln an. „Ich weiß es nicht, Taetae.“ sie strich ihm über seine Haare. „Wir werden schon irgendwie einen Weg finden.“ Sie hatte gar nicht richtig bemerkt, dass wir auch da waren, sie starrte einfach gerade aus zur Tür mit der Nummer 7 drauf. Yoongi und Namjoon waren kurz weg um was zum Trinken zu holen, als ich mich neben Y/n auf den Boden setzte. „Alles okay?“ fragte ich leise. „Seh ich so aus?“ fragte sie mürrisch zurück.
    Y/n
    Irgendwas in mir war anders geworden. Seit ich aus diesem trostlos gestaltetem Zimmer raus gekommen bin. Irgendwas hat sich verändert, als wäre ein Teil von mir, ein Teil von meinem Herzen, mit Gran gestorben. Ich verabscheute mich selber, dafür, dass ich nicht bei Gran gewesen bin, dafür, dass ich so egoistisch war, sie einfach in ein Wohnheim zu stecken und dort verrotten zu lassen und dafür, dass ich einfach ich selber war und mich nicht um sie gekümmert hatte, wie andere Enkel es getan hätten.

    Aber jetzt würde es die alte Y/n nicht mehr geben.
    Jetzt sind andere Zeiten, in denen man anders handeln muss. Finde deine Zweite Seite. Hatte sie gesagt, aber was meint sie damit?
    „Y/n?“ ich drehte mich zu Jungkook um. Und verspürte einen Hass, so eine Wut gegen ihn, dass ich ihn am liebsten abknallen könnte.
    „Was willst du?“ fragte ich. „Ist alles in Ordnung?“ fragte er und seine Augen spiegelten Besorgnis wieder. „Ja klar, mir geht’s wunderbar, nachdem meine letzte Familie die ich habe gestorben ist.“ sagte ich sarkastisch und mein Blut kochte. „Wa-“ fing er an. „Geh einfach.“ bat ich, schon viel ruhiger als eben. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern, aber anstatt zu gehen, kniete er sich vor mich hin, legte seine kalten, großen Hände an meine Wangen und zwang mich ihm in die Augen zu schauen. „Alles wird gut, Y/n. Okay? Ich verspreche es dir.“ „Du hast doch keine Ahnung.“ blaffte ich ihn an. Dann stand ich auf. „Wo gehst du hin?“ fragte Jin, der bis eben Taehyung bearbeitet hatte. Ich ging zu ihm und reichte ihm meine Hand. Tae nahm sie und zog sich hoch. Aber er war so schwach, dass er direkt in meine Arme sich sacken lies. Behutsam strich ich über seine weichen Haare. „Dongsaeng, lass dich nicht hängen. Wir kriegen das schon hinbekommen. Irgendwie.“ Das ist leichter gesagt, als getan...

    Ich nahm Chim und Tae an ihren Händen und zog sie aus dem Krankenhaus. Die anderen waren mir gerade so was von egal.

    Ohne Worte zu wechseln, gingen wir bis zum Friedhof. In einer hinteren Eck, dort, wo wilde Blumen und Efeu wachsen, war das Grab unserer Eltern. Der Stein war schön, so schön, wie ein Grabstein nun mal sein konnte. Drum herum hatte ich Fackellilien und Halbkugelige Teufelskrallen angepflanzt. Es waren die Lieblingsblumen von Mom und Dad. Wir drei setzten uns vor ihnen auf den Boden und sagten einfach gar nichts.
    Yoongi
    Als Namjoon und ich wieder kamen, waren Y/n und Taehyung und Jimin nicht mehr da. Ich hatte ihre Großmutter sehr gemocht, sie war echt weise und hatte sehr viele Erfahrungen. Klar, mit 99 hat man viel erlebt. Ich sah Hoseok fragend an, er sah genauso fragend zurück.
    Ich hatte eine Ahnung, wo sie seinen könnten. Ich drehte mich um und ging voraus. Die anderen hinterher. Gedankenverloren lief ich weiter, bis zum Friedhof, wo ich sie am Ende sah. Wie immer saßen sie auf dem Boden, direkt vor dem Grab.
    Wir hatten so viel Anstand und Taktgefühl, dass wir etwas Abstand zu ihnen hatten und ihnen die Privatsphäre ließen, um mit ihren Eltern zu sprechen.
    „Was machen wir jetzt?“ fragte Namjoon. „Warten und hoffen, dass sie sich erholen.“ antwortete Jin, der besorgt an einem Baum lehnte und Taehyung ansah. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass er auf ihn stand, aber irgendwie konnte ich es mir nicht vorstellen, dass Eomma Jin schwul ist. Hätte ja auch nichts dagegen, aber keine Ahnung, die Vorstellung ist einfach komisch.

    Es dauerte bestimmt eine halbe Stunde, in der Y/n und ihre Geschwister einfach da saßen. Dann stand sie auf, taumelte etwas und rieb sich mit den Händen über ihr Gesicht. „Na gut. Kommt, ihr zwei.“ sie nahm wieder ihre Brüder an ihren Händen und kam zu uns. Aber sie sah keinen von uns an. Und irgendwie versetzte es mir einen Stich.
    „Was machen wir jetzt?“ Namjoon wiederholte seine Frage. Diesmal antwortete Y/n. „Ihr könnt das tun was ihr wollt, ich hab aber noch zu tun.“ erklärte sie und wählte auf ihrem Handy irgendeine Nummer. Sie ging etwas weg von uns, sodass wir nicht hörten worüber sie redete und mit wem.
    Nach 10 Minuten Telefonat kam sie wieder zu uns. „Wir gehen erst mal Mittag essen.“ sie lächelte uns zum ersten Mal heute warm an und führte uns in das alte Café, in dem sie gearbeitet hat.
    „Y/N!“ schrie Baekhyun, der gerade dabei war Kaffee zu kochen. „BAEK!“ schrie sie zurück und sie fielen sich in die Arme. „Ich hab dich so vermisst.“ flüsterte er in ihre Haare. „Ich dich auch Baconie, ich dich auch.“ sie umarmten sich. „Wer sind denn die?“ fragte er und deutete auf Jungkook, Jin und Namjoon. „Das sind..“, sie überlegte „Bekannte.“ antwortete sie dann. Mich und Hoseok kennt Baek natürlich. Er brachte uns allen Cupcakes und wir aßen sie, wie immer schmeckten sie wie von Gott geschaffen, aber niemand von uns hatte Appetit. „Warum lasst ihr denn den Kopf so hängen?“ fragte Baek traurig. „Gran ist..“ fing Taehyung an, aber er konnte seinen Satz nicht zu Ende bringen. Aber Baekhyun verstand es schon. Er sagte nichts. Es war still in unserer Runde.

    26

    Kapitel 26: Tears~
    Y/n

    „Jetzt lasst doch nicht den Kopf hängen!“ rief Baek aufmunternd und stand auf. „Mrs. Park hätte sicher niemals gewollt, dass ihr hier Trübsal blast, oder?“ Er kannte, wie eigentlich jeder meiner Freunde, Gran und er mochte sie. Wer konnte sie eigentlich nicht mögen? Sie war die beste Oma, die man haben konnte.
    „Baek hat recht.“ Yoongi stand auf. „Mütterchen hätte nie gewollt, das wir so traurig sind. Ja, Tod ist scheiße und Ja, es ist traurig. Aber wir leben doch noch! Wir haben uns gegenseitig, Ihr habt euch, wir haben gefühlt das Halbe Viertel! Und ihr habt uns.
    Und Mütterchen ist immer noch bei uns, zwar nicht mehr mit Fleisch und Blut, aber unsere Erinnerungen mit ihr, Ihre Worte, all das, was sie uns erzählt hat, das lebt noch alles weiter. Ist das denn nicht wichtig?“

    Ich starrte Yoongi an. So was hatte er noch nie gesagt, und ich wusste auch nicht, dass er je etwas in dieser Art sagen würde.
    Wie immer hat sich mein Gehirn verabschiedet und ist in den Urlaub gefahren, während ich aufstand und zu ihm rüber ging.
    „Das hast du schön gesagt, Katze.“ er breitete seine Arme aus, so, als würde er meine Gedanken lesen und ich lies mich gegen seine Brust fallen.
    Ich drückte ihn fest an mich und versteckte mein Gesicht in seiner Brust. Ich wusste, dass er gerade lächelte und hörte durch sein Shirt seinen Herzschlag.
    Dann hörte ich Stühle hin und her rücken und spürte 7 Arm- Paare mehr um uns. „Danke Yoongi.“ flüsterte ich. „Nicht dafür.“
    In mir kamen die Tränen hoch. Aber es waren keine Tränen der Trauer und auch keine der Freude.
    Ich weiß selber nicht, warum ich gerade weinte, aber es fühlte sich gut an. Die heißen Tränen, die über meine Wangen liefen und Yoongis Shirt, die sie zu kleinen Flecken auf sogen, ließen mich Gut fühlen.
    ´
    Und in diesem Moment, wie wir alle so mitten in Baeks Café standen und uns umarmten, da wusste ich – wie blöde sie auch sein konnten – ich hatte immer Namjoon, Jin und Jungkook an meiner Seite.

    27



    Kapitel 27: Der Stein~
    Y/n

    Ab da ging es irgendwie ganz schnell. Ich habe es kaum richtig mitbekommen. Wir planten eine kleine Beerdigung für Gran, direkt neben Moms und Dads Grab. Es waren nicht viele da. Nur wir drei, Yoongi, Hoseok und Baek.
    Es war genauso, wie vor 8 Jahren, damals, als Mom und Dad gestorben waren. Genauso traurig und gleichzeitig melancholisch – schön.
    Es ging schnell und ehe ich es mir versah, war Gran schon auf Ewig weg. Immerhin dachte ich mir Immerhin, ist sie jetzt bei ihrer Familie. Bei Mom, Dad und Opa. Ihr wird es da oben gut gehen, im Himmel.
    Als Gran dann im Erdboden verschwunden war, standen sie alle samt auf. Jimin, Taehyung, Hoseok und Yoongi. Sie lächelten mich leicht an und gingen schon mal vor. Sie wussten, dass ich etwas für mich brauchte.
    Ich setzte mich vor Grans Grab und sah es mir an.
    „Park Myung-Soo
    *️⃣ 25. Nov. 19xx
    ✝ 15. Aug. 20xx
    Beste Mutter und Oma aller Zeiten. Wir vergessen dich nie, Gran. Y/n, Jm, Th“

    Warum werden Leute mit einem Stein begraben? So was hässliches. Ein Mensch, der Familie, Freunde und ein Leben hatte, das dann abgeschlossen ist mit einem Stein zu besiegeln. Ich habe das noch nie verstanden.

    Während ich so an ihrem Grab saß, frisch zugeschüttet, merkte ich, wie eine Träne meine Wange entlang rann. Ich wischte sie aber nicht weg, sondern gestattete es meinen Tränen einfach freien Lauf zu nehmen.
    „Ich vermisse dich jetzt schon Gran.“ flüsterte ich. „Kannst du mir nicht helfen? Was soll ich tun?“ fragte ich, leise schluchzend. „Ich hab das Gefühl, dass ich alles falsch mache. Ich bin für Chim und Tae fast gar nicht mehr da.. und es kommt immer mehr auf mich zu und ich muss auf einmal noch so viel mehr Verantwortung haben.“

    In dem Moment, kam ein leichter Wind auf, der ein Paar vertrocknete Laubblätter vom Boden wegfegte. Bei der Wurzel, einer verdorrten, halbtoten Eiche, war eine Grabstein- ähnliche Steinplatte.
    Sie war schrecklich alt und sah nicht wirklich angenehm aus. Vorsichtig scheuchte ich die Kellerasseln weg, damit ich die Inschrift lesen konnte.
    Der Mensch hat zwei Hälften. Die Äußere und die Innere. Die Innere ist das Kind, das lebte und lachte und nach innen gedrängt wurde, das wirklich echte Ich. Die Äußere ist der Verstand, der sich verkörpert, der Geist, der einem sagt, was gut ist und was nicht.
    Viele Menschen haben das Kind verloren, oder so sehr verdrängt, dass es verschwunden ist.

    Entweder war es Schicksal, oder ich werde komplett verrückt, aber, so was ähnliches hatte Gran doch gesagt, oder?
    „Y/n.“ erschrocken drehte ich mich um.
    „Was machst du hier?“ fragte ich, als ich ihn erkannte. „Ich hab von weitem zugesehen. Mein Beileid.“ Er sah ganz anders aus.
    Seine Haare waren wie immer gold- bräunlich, aber an den Seiten hatte er sie leicht rasiert, so um den Ohren herum, und die Haare hoch gesprayt. Eigentlich sah es ganz gut aus, aber die Erinnerungen mit ihm, viel weniger.
    „Was willst du von mir, Xiumin?“
    Yoongi
    Wir saßen in Baek's Café und warteten. „Können wir eine Weile bleiben?“ fragte Jimin in die Runde. „Klar doch Dongsaeng.“ Jimin hatte sich an Hoseok angelehnt, der ihm gerade einen Kuss auf den Scheitel gab. „Aber wo?“ fragte der Jüngere. „Ihr könnt zu mir.“ schaltete sich Baek ein, der gerade mit einem riesen Tablett voller Kaffe ankam und es verteilte. Für Tae hatte er Kakao, weil Tae der Meinung ist, dass Kaffee nach halb verrottetem Salat schmeckt. Zufrieden nahm er einen Schluck, wobei sein Mund von Kakao sich etwas braun gefärbt hatte und es aussah, als hätte er einen Bart.
    Jin lachte und reichte ihm ein Taschentuch. „Mach mal deinen schicken Bart weg.“
    „Ich hab in meiner Wohnung ein Gästezimmer, da könnt ihr ja für ne Weile bleiben, bis ihr drei euch erholt habt.“ Jungkook, der bis jetzt anormal still gewesen war, sagte jetzt was. „Wäre es nicht besser, wenn wir in B&B gehen oder so? Ich habe gehört, dass das 'B&B am Park' Besonders gut sein soll.“

    Den Namen hab ich schon mal gehört. „Wieso nicht.“ Namjoon lächelte und hob die Arme um sich zu strecken. Dabei fegte er den Salzstreuer vom Tisch. Jin, der neben ihm saß, konnte ihn gerade so noch auffangen, wobei er nur ein bisschen von Salz eingeschneit wurde. „YAH!“ beschwerte er sich. „Tut mir Leid, Hyung!“ Namjoon versuchte verzweifelt das Salz aus Jins Haaren zu pfriemeln.

    28


    Kapitel 28: Das B&B~
    Y/n

    „Was willst du von mir?“ fragte ich noch mal. Er kam auf mich zu und lächelte seltsam. „Ich will, dass du zurück kommst.“ bat er. „Wohin?“ verwirrt und vielleicht auch etwas ängstlich wich ich ein Paar Schritte zurück. „Zu mir. Vermisst du uns denn nicht? Die Zeit, wo wir ins Kino gegangen sind?“ „Und ich alles zahlen musste?“ fragte ich gereizt. Immer musste ich alles bezahlen, weil er anscheinend nichts hatte, obwohl er von seiner Mutter regelmäßig Geld bekam und das nicht wenig. „Ich hatte nichts.“ „Dein Konto hat aber immer was anderes gesagt. Und jetzt entschuldige mich, ich muss zu den anderen.“ ich versuchte an ihm vorbei zu kommen. „Und was ist, wenn ich das nicht will?“ fragte er und legte den Kopf schief. „Hör mir zu, Xiumin. Wir zwei sind fertig. Du hast Fehler gemacht, die ich nicht verzeihen kann und auch nicht will. Nochmal: Wir. Zwei. Sind. Fertig.“ Ich drehte mich um und ging in die Andere Richtung, obwohl ich ganz genau wusste, dass 20 Meter weiter der Friedhof zu Ende geht.
    Ich hörte das raschelnde Geräusch von Laub hinter mir. „Lass mich in Ruhe.“ knurrte ich und meine Hände ballten sich zu Fäusten. Die Narben in meinen Handinnenflächen fingen an zu pochen. „Och komm schon, Y/nie. Wir zwei sind immer durch dick und dünn gegangen, warum willst du das jetzt so wegwerfen?“ fragte er und wieder mit diesem komischem Grinsen auf den Lippen kam er immer näher.
    „Hey. Du bist doch Xiumin, nicht wahr?“ von weiß Gott woher, war Jungkook aufgekreuzt, legte seinen Arm um meine Schultern und drückte mich gegen seinen Brustkorb. „Ich würde dich bitten, meine kleine Freundin in Ruhe zu lassen, oder es endet nicht so toll.“ Ich sah im Augenwinkel, wie Jungkook grinste. „Wer bist du denn?“ fragte Xiumin. „Oh, das weißt du bestimmt. Sagt dir Seaggul etwas?“ Xiumins Gesicht wurde blass. „So. Und jetzt, auf wiedersehen.“
    Jungkook nahm meine Hand, verschränkte unsere Finger und zog mich mit sich. Ich traute mich nicht, mich umzudrehen.
    „Nicht umdrehen.“ flüsterte Jungkook und er ging weiter. Ich stolperte ihm hinterher und starrte den Boden so an, bis wir aus dem Friedhofsgelände raus waren.

    „Danke.“ ich sah zu ihm hoch, als wir an einer Ampel standen. „Was habt ihr mit einander zu tun?“ fragte er. „Nun ja, wir waren mal in einer Beziehung.“ wir gingen über die Ampel. „Und dann?“ hackte er nach.
    „Er hat mich mit meiner ehemaligen besten Freundin betrogen und dann ja, dann war's das.“ ich musste irgendwie lächeln, auch wenn die Erinnerung nicht so dolle war. „Warum lächelst du?“ fragte er. „Weil ich durch ihn gelernt habe, dass Menschen anders sein können, als sie es wirklich sind.“ Jungkook zog mich immer weiter mit sich, wobei ich nicht wusste wohin. „Wo laufen wir hin?“ wollte ich wissen. „Wir haben uns in ein B&B eingecheckt. Und wir bleiben so lange hier, bis ihr euch etwas erholt habt. Dann fahren wir wieder nach Seoul. Eigentlich müssten wir jetzt schon los, weil wir einen Auftrag haben, aber Got7 macht das schon.“ Ich sah ihn erstaunt an, denn ich hätte nie gedacht, dass er wirklich so was für uns tun würde. „Wir sind da.“ Wir standen vor einem hübschen Häuschen, das in die Szenerie hier von dieser Ecke gar nicht passte. Es sah ein bisschen so aus, wie das Haus von Rotkäppchens Großmutter. Gerade hoffte ich, dass da jetzt kein Wolf drin ist, während Jungkook mich rein und zu einer jungen Frau hinzog, die ich nur zu gut kannte.
    Es war Mina.

    29


    Kapitel 29: Mina und Y/n
    Y/n

    „Ah Herr Seaggul, schön, dass Sie wieder da sind.“ Mina lächelte ihn an. Sie sah ganz anders aus, als damals.
    Ihre Haare waren immer noch pechschwarz, aber sie waren gewachsen. Sie hingen ihr bis über die Hüfte und sie hatte sich Haarklammern hinter die Ohren geklemmt. Sie trug eine weiße Bluse, die einen tiefen Ausschnitt hatte und der ihre gefühlt halbe Oberweite frei gab. Sie trug auch noch einen pinken Rock, der ihr bis kurz über die Knie ging und schwarze Ballerinas.
    Mina hat sich schon immer eher 'typisch Mädchenhaft' angezogen, aber DAS ist wieder ein anderes Level. „Ich schätze mal, Sie wollen sich Ihren Zimmerschlüssel abholen, oder?“ fragte sie und kam einen Schritt näher. „Ja.“ brummte Jungkook in einem festen, bestimmten Ton und schien nicht Anstalten machen zu wollen meine Hand loszulassen. Im Gegenteil, er hielt sie nur noch fester. „Sind die Anderen schon weg?“ fragte ich. „Ja, Jimin und Hobi sind in einem Zimmer und Jin und Taehyung. Namjoon wollte unter allen Umständen ein Einzelzimmer haben.“ „Und Yoongi?“ fragte ich. „Yoongi ist mit uns beiden im Dreierzimmer.“
    Mina lächelte, wo ich auch irgendwas schnippisches in ihren Augen entdeckte.
    Wie sehr ich dieses Mädchen verabscheue.
    Ich kann mir nicht erklären, wie ich so viele lange Jahre mit ihr befreundet sein konnte.
    „Und wer ist Ihre Begleitung?“ fragte Mina. Ich streckte die Hand aus, auch wenn ich es nicht so sehr wollte. „Hi, Park Y/n.“ Sie starrte mich an. „Y/nie?“ fragte sie mit großen Augen. „Y/n.“ korrigierte ich. „ICH HAB DICH SO VERMISST!“ kreischte sie und ich erleide Hörschaden. „Ja ist schon gut.“ unbeholfen lächelte ich. „Komm, wir gehen ins Zimmer. Yoongi wartet schon.“ Ich warf Jungkook einen hilfesuchenden Blick zu, er verstand und nahm mich ohne ein Wort zu verlieren vor eine Zimmertür. „Wieso warst du zu ihr so?“ fragte er mich. „Wir reden hier von Soo Mina, Jungkook. Sie war mal meine beste Freundin.“ „Also haben sie und Xiumin?“ ich nickte. Er öffnete die Tür und wir kamen in einem 2-Bett Zimmer an. Es war schön groß und hell, es gab einen Schreibtisch, zwei Kleiderschränke, eine Kommode, ein kleines Bad mit Mini Dusche und zwei Betten. Ein großes Ehebett und ein Einzelbett. Yoongi hatte sich aufs Einzelbett geworfen und döste vor sich hin.
    „Und jetzt?“ fragte ich, während ich vorsichtig Yoongi zudeckte. Dieser brummte leise. „Ich würde vorschlagen, wir rufen bei Yugi an und gucken, wie es mit dem Auftrag läuft.“
    Jungkook
    Ich rief Jackson an.
    „Was gibt’s Chef?“ fragte er nach genau 3 Tut-Geräuschen. „Wie läuft's mit dem Auftrag?“ wollte ich wissen. „Ja, alles ist okay. Yugyeom, Mark, JB, Yongjin und Yong-Jae sind gerade aufgebrochen. Bambam und ich halten vom Wagen aus die Stellung.“
    erklärte er. „Sehr gut, sehr gut.“ murmelte ich und fuhr dann fort. „Hör zu, es ist wichtig, dass ihr dafür sorgt, dass die Dateien erhalten bleiben.“ prägte ich ihm ein. „Das weis ich doch, Chef, ich hab die Dateien dupliziert.“ Zufrieden lobte ich ihn und legte dann auf.
    Die würden es schon hinbekommen.
    Y/n hatte sich auf einen Stuhl neben Yoongis Bett gesetzt und sah ihm beim Schlafen zu.
    Ich ließ mich auf der Matratze vom Ehebett nieder und starrte die Decke an. Wie es Y/n wohl jetzt gehen muss? Erst stirbt ihre Großmutter und dann sieht sie wieder die, wahrscheinlich, meist gehassten Personen wieder.
    Ich setzte mich auf und beobachtete Y/n, wie sie immer noch da saß, tief in Gedanken versunken.
    „Alles in Ordnung?“ fragte ich. Sie antwortete gar nicht, sondern starrte einfach nur ins Leere.
    „Na gut, wenn du was brauchst, sag bescheid.“ sie nickte nur vor sich hin. Ich seufzte und ging zu Namjoon.
    Er ließ mich rein und wir sprachen über den Auftrag.

    30

    Kapitel 30: Taehyungs Schulzeit ~
    Taehyung

    Ich saß verheult am Fenster und sah raus. Alles sah so grau und ekelig aus.
    Oder lag es einfach, dass Gran jetzt einfach weg war? Auf einmal spürte ich was warmes an meinen Schultern. Ich sah auf und sah in Jin Hyungs Augen. Er hatte mir eine Decke um die Schultern gelegt und rieb mit seiner Hand rüber. „Geht es dir besser?“ fragte er. Ich zuckte nur mit den Schultern. Wie geht es mir? Das weiß ich selber nicht.
    „Na komm schon her.“ Jin Hyung zog mich auf die Beine und drückte mich an sich. In seinen Armen ist es angenehm warm, wie unter einer Decke. Ich vergrub mein Gesicht gegen seine Brust und hörte seinem ruhigem Herzschlag zu. „Jin Hyung?“ fragte ich leise. „Ja?“ Ich hörte durch seinen Brustkorb seine Stimme noch etwas tiefer, und es hörte sich wirklich angenehm an. „Was passiert jetzt?“ wollte ich wissen.
    „Ich weiß es nicht, Taehyung. Aber es wird besser werden.“ „Wirklich?“ „Wirklich.“ bestätigte er. Ich sah aus dem Fenster. Die hässlichen grauen Wolken fingen an sich zu verziehen und einzelne Sonnenstrahlen schoben sich durch. Manche schienen durch das Zimmer und überfluteten den kleinen Raum mit wärmendem Licht. Unsere Schatten zogen sich lang an die Wand.
    „Danke Jin.“ flüsterte ich. „Wofür?“ fragte er. „Dafür, dass du gerade hier bist.“ er lachte leise und kurz. „Dafür sind doch Hyungs da.“
    ~Timeskip~
    Es wurde Abend. Wir alle haben irgendwie den Tag nur unter uns verbracht, jeder in seinen Gedanken.
    Wir aßen was schnelles zum Abendbrot, und dann ging auch schon jeder schlafen.
    Ich legte mich in das Bett, es war so anders, als das zu Hause oder in Seoul.
    Mich überkam der Schlaf einfach nicht, obwohl ich tot-müde war. Leise schlich ich aus dem Zimmer, schlang mir die Decke um die Schultern, weil ich nur mit Boxershorts bekleidet bin, und ging ans Jimin und Hobi Hyungs Tür.
    Ich öffnete vorsichtig die Tür und sah ins Zimmer. Die beiden hatten ihre Betten aneinander geschoben und Jimin Hyung lag in Hobi Hyungs Armen eingekuschelt und schlief ruhig. Ihn konnte ichnicht wecken. Das ging einfach nicht.
    Zu Namjoon Hyung traute ich mich erst gar nicht, manchmal finde ich ihn auf eine Art und Weise gruselig. Also zu Noona und Yoongi Hyung.
    Bei denen lag Yoongi in einem Einzelbett und Noona und Jungkook im Ehebett. Aber sie waren so weit auseinander, dass sie auch in zwei getrennten Betten hätten liegen können.
    Die Straßenlaterne draußen beleuchtete Noonas Gesicht und ich sah Tränenspuhren auf ihren Wangen. Noona hatte geweint?
    Sie schlief friedlich – ausnahmsweise – denn sonst plagen sie schon fast regelmäßig irgendwelche Alpträume. Das konnte ich ihr nicht wegnehmen und ging wieder leise aus dem Zimmer raus in meins und Jin Hyungs.
    Leise seufzend legte ich mich wieder hin und hoffte einfach, dass ich einschlafen würde.
    Auf einmal hörte ich ein Geräusch, so als würde jemand irgendwas schweres hin und herschieben. Ich sah auf und sah, dass Jin Hyung angefangen hatte, sein Bett zu mir rüber zu schieben. „Komm, hilf mir mal.“ flüsterte er. So schnell ich konnte, kletterte ich aus dem Bett raus und half ihm beim schieben. Dann rückten wir Kissen und Decken zurecht.
    Schließlich legten wir uns wieder hin. Jin hatte seine Augen zu gemacht und durch den Schein einer Laterne und der Scheinwerfer der vorbeifahrenden Autos, fiel mir mal wieder auf, wie extrem hübsch er eigentlich ist. „Du bist auch sehr schön.“ Jin drehte sich um und sah in meine Augen. Mir stieg die Röte ins Gesicht. Er rutschte näher zu mir und drückte mich an sich.
    Mir wurden meine Augenlider immer schwerer und langsam driftete ich in den Schlaf.

    Ich rannte aus dem Klassenzimmer raus auf den Schulhof. Die Cliquen sind alle untereinander. Noona und meine Hyungs haben noch Unterricht. „He du!“ ich drehte mich um und sah Max und seine Truppe, wie sie auf mich zu kamen. Ich umklammerte meinen Rucksack, nicht, dass sie ihn wieder auskippen. „Was willst du von mir?“ fragte ich und versuchte meine Nervosität zu überspielen. „Oh, ist deine große Schwester nicht da?“ fragte ein anderer. „Sie ist beim Sport.“ antwortete ich. „Komm mal wieder auf dein Niveau zurück, du Spatzenhirn.“ Max stieß gegen meine Schulter und ich taumelte nach hinten. Der, der mich auf Noona angesprochen hatte, riss mir meine Tasche aus der Hand. Ich wollte sie mir zurück holen, aber zwei andere hielten mich an meinen Armen fest. Um uns herum hatte sich ein großer Kreis gebildet, von anderen Schülern, die auch noch Pause hatten. Max kippte den Rucksack aus. Meine Bücher, Hefte, alles fiel natürlich raus, und leider auch das Foto von Eomma und Appa. „Naw, wie niedlich!“ rief Max übertrieben laut. „Klammerst du dich an Fotos fest?“ fragte er in einem süffisantem Ton. „Lass mich in Ruhe.“ knurrte ich und die Wut kochte in mir. „He, ist doch alles okay. Gleich kommt deine Noona und dann rettet sie den kleinen Taetae.“ er hob triumphierend die linke Augenbraue. Dann stülpte er meinen Rucksack über meinen Kopf und schubst mich an den Schultern nach hinten. „HEY!“ höre ich jemanden rufen. Es ist Noonas Stimme, wie sie laut über den Schulhof hallt. „Was soll der Scheiß?“ fragt sie. Endlich bekomme ich diesen blöden Rucksack weg und sehe, wie Y/n mit vor Wut funkelnden Augen Max am Kragen gepackt hat. „Ach, Hallo, Noona-ssi.“ stammelt er. „Spar dir dein Noona-ssi du Dreckskerl und jetzt verschwinde mit deinen dämlichen Mitläufern, sonst knallts!“ schrie sie. „HÖRT AUF DUMM RUM ZU GLOTZEN GEHT WIEDER IN DEN UNTERRICHT!“ rief sie zu den anderen und half mir beim Einsammeln meiner Sachen. „Alles in Ordnung?“ fragte sie. Ich nickte nur. Sie zog mich in eine Umarmung. „Wir werden sie schon los werden, keine Sorge.“


    „Taehyung? Taehyung! He, wach auf!“ Ich wurde an der Schulter gerüttelt. Ich atmete schnell und fing erst langsam an zu realisieren, dass das nur ein Traum war. Jin sah mich mit besorgten Augen nur an. „Alles ist wieder gut, Tae, es war nur ein Traum.“ ich nickte nur und versuchte die Tränen runter zu schlucken.
    Ich erzählte ihm alles. „Und ohne Noona, bin ich aufgeschmissen!“ beendete ich meine Erzählung. „Und wenn sie mal nicht da war?“ fragte er. „Einmal, war sie mit ihrem Kurs auf Klassenfahrt, nur Jimin und Hobi Hyung waren in der Schule, aber sie hatten an diesem Tag einen Exkurs zu einer Fabrik oder so, also war ich alleine. Max und seine Gruppe haben mich nach der Schule gepackt und in den Papiercontainer gesteckt und den Deckel zugebunden.“ Er sah mich erschrocken an. „Ich hab geschrien wie ein Irrer und schließlich hat mich meine Klassenlehrerin gefunden und nach Hause zu Gran gebracht. Sie musste mir versprechen, Noona und Hyung nichts davon zu erzählen. Max wurde aber nicht suspendiert, seine Eltern haben so Bekanntschaften zum Schulministerium und er wurde nicht rausgeschmissen. Ab da ärgerte er mich nur noch mehr, aber so, dass Noona und Hyung das nicht mitbekamen. Sie fragten mich dann immer, warm ich ein blaues Auge hab und ich sagte immer, dass das vom Sport kam.“ Er drückte mich an sich. „Ich hab die Schlule gehasst.“ schluchzte ich leise.
    Ganz kurz, spürte ich weiche Lippen an meinem Scheitel. „Ich bin immer für dich da, okay?“
    Er redete die ganze Zeit auf mich ein, sagte beruhigende Sachen, gab mir Komplimente wie, „Du bist ein wunderbarer Mensch.“ und so etwas in der Art. Ich hörte seine Stimme wieder durch seinen Brustkorb und langsam schlief ich doch ein.

    31

    Kapitel 31: Die Fahrt~
    Y/n

    1 Woche später fuhren wir wieder nach Seoul. In dieser Zeit, war mir Mina so was von auf den Geist gegangen! Immer wieder, schleimte sie sich bei Jungkook ein, wo mir einfach nur übel wird.

    Ach, Herr Seaggul, gut, dass ich Sie gerade treffe!“ Mina dackelte an, wir waren eben alle zusammen etwas spazieren und wollten wieder in unsere Zimmer zum frisch machen. Sie trug so gut wie gar nichts, eine Hot Pans und ein Crop Top (a/n wer nicht weiß was das ist, das sind Shorts, die den Halben Hintern offenbaren und ein Top, der den Halben Oberkörper freilegt) Der Ausschnitt war auch nicht viel besser.
    Ich guckte weg. So was musste ich echt nicht sehen.
    „Ja, Frau Soo, also- wir müssen heute wieder abreisen!“ erklärte Jungkook. Ich hielt es in Minas Anwesenheit nicht mehr aus und ging ins Zimmer.
    Etwas später kam Jungkook rein. „Was wollte sie?“ fragte ich, saß auf einem Stuhl und kämmte meine Haare. „Sie hat gesagt, dass sie auch nach Seoul will und hat gefragt, ob sie mit uns kann.“ „AUF GAR KEINEN FALL!“ rief ich erschrocken. „Jetzt stell dich nicht so an.“
    „Ich stell mich gar nicht an. Weißt du, was sie mit dir macht? Sie verpasst dir eine Hirnwäsche und du Blödi merkst das gar nicht. Sie flirtet extremst mit dir, weißt du wie ekelhaft das ist?“ regte ich mich auf.
    „Bist du etwa eifersüchtig?“ fragte er schelmisch grinsend.
    „NEIN!“ schrie ich schon fast, während ich das Stück Seife vom Waschbecken auf den Boden schmiss. „Aha.“ brummte er einfach nur. Ich schnaubte. Natürlich, ich bin auf so eine -zensiert- Eifersüchtig! NICHT!
    „Och komm schon, es sind 5 Stunden.“ flehte er. „Schätzchen, ich habe mit ihr fast mein ganzes Leben verbracht! Ich halt sie nicht mehr aus!“ stöhnte ich. „Ah ja.“ er kam näher, ging vor mir in die Hocke und sah mir in die Augen. „Komm schon, für mich.“ seine Hand strich leicht über mein Schienenbein, was mir einen Schauer durch den ganzen Körper jagte. „Bitte Y/n. Wir zwei fahren in meinem Auto und ihr im Van.“ „Dass sie dich da dann weiter verblödet.“ ich verschränkte die Arme vor der Brust. „Ne, damit du sie nicht aushalten musst.“ ich stöhnte auf. „Meinetwegen.“ er quietschte etwas rum.
    Weil wir ja nichts hatten, aßen wir schnell noch was und gingen los. „Wir teilen uns auf.“ Bestimmte ich. „Also. Taehyung, Jimin, Hoseok und Yoongi kommen mit mir. Unter allen Umständen.“ ich nahm Jungkook die Autoschlüssel aus der Hand und stieg hinters Lenkrad von dem Auto, mit dem ich gekommen war. „Und wir?“ fragte Jungkook. „Ihr könnt ja mit dem Van fahren.“ schlug ich vor und startete den Motor. Meine Mitfahrer stiegen hinten ein, so weit Platz war. Yoongi saß neben mir und der Rest hinten verteilt. Ich hupte, damit die anderen hinne machten. Jin setzte sich hinters Lenkrad, Namjoon war Beifahrer und Jungkook und Mina saßen hinten. Jin fuhr an und ich folgte ihm.
    Als wir am Friedhof vorbei fuhren, hielt ich an. „Kommt, wir sagen noch einmal anständig Tschüss.“ Jimin, Taehyung und ich gingen noch einmal an die 3 Gräber. Wir verabschiedeten uns von Gran, Mom, Dad und Opa.
    Danach fuhren wir los. Ich folgte Jin einfach auf die Autobahn, es war einfach nur mehr als langweilig. Irgendwann fingen an meine Beine wehzutun. Klar, wenn du die ganze Zeit auf irgendwelche Pedale drücken musst. „Yoongi, kannst du mal schalten?“ müde lehnte ich mich zurück und lenkte weiter. „Wir können auch tauschen.“ schlug er vor. „Schalt mal auf Gang 4 bitte.“ bat ich. „Noona!“ Jimin beugte sich zu mir vor. „Tae ist eingeschlafen.“ ich nickte. „Yoongi, 3.“ Yoongi schaltete.
    Jin vor uns bremste, natürlich musste ich das auch. Ich sah durch die Hinterscheibe vom Van, wie Mina sich zu Jungkook rüber beugte. Die Ampel leuchtete knallrot, ich trippelte ungeduldig mit den Fingern auf dem Lenkrad und zwang mich, nicht zu Mina und Jungkook zu sehen. Aber natürlich, tat ich es doch.

    Während wir vor der Ampel warteten, sah ich, wie Mina Jungkook immer näher kam. Er drehte seinen Kopf zu ihr und in diesem Moment trafen sich ihre Lippen. In mir zog sich was zusammen, aber dieses Gefühl verwandelte sich direkt danach in Wut.
    Einfach nur ekelhaft, war das.
    Die Ampel leuchtete grün auf. Ich hupte genervt, damit Jin endlich weiter fährt. „Yoongi, mach mal das Navi an und gib die Adresse ein.“ bat ich. Ich wechselte auf die Autospur neben Jin, die gerade leer war, und gab Gas. „Y/n, was wird das?“ fragte Yoongi. „Diese kleine-“ ich stoppte mich, denn ich wollte nicht den schlafenden Tae aufwecken.
    Ich rief Jin an.
    Jin: 'Was gibt’s? Y/n?'
    Y/n: 'Jinie, du bist mir zu langsam, ich fahre vor.'
    Jin: 'Was soll das denn heißen?'
    Y/n: 'Das soll heißen, dass du ein alter Mann bist'
    Jin: 'Ganz dünnes Eis kleine Prinzessin, ganz dünn'
    Wir sahen uns durch die Fenster an und grinsten.
    Y/n: 'Oki, bis später.'
    Jin: 'Ja bis gleich.'
    Y/n: 'Ach ja, Jin?'
    Jin: 'Hm?'
    Y/n: 'Sag Jungkook doch bitte, wenn er mit knutschen fertig ist, dass er und Joonie mir helfen sollen, ich hab ne Frage.'
    Er lachte.
    Jin: 'Ja mach ich.'

    Er legte auf und etwas besser gelaunt fuhr ich vor.


    Halli Halloooooo

    Sorry, dass das Kapitel so kurz und unspektakulär ist, aber ich wollte UNBEDINGT heute ein Kapitel hochladen. Ehm ja, also hehe sorry!

    32


    Kapitel 32: Enttäuschung und Hass~
    Y/n

    Nach einer anstrengenden Fahrt kamen wir vor der Villa an. Wir stiegen alle aus, wo wir von den mehr als besorgten Got7s schon erwartet wurden. Sofort kam Yugi zu mir und drückte mich an sich. „Alles ist okay, Y/nie.“ flüsterte er, strich über meine Haare und nahm mich mit in mein Zimmer. „Wie geht es ihr?“ fragte er mich, während wir auf dem Bett lagen und die Decke anstarrten. „Sie ist im Himmel.“ ich lächelte leicht und drehte mich um, damit ich Yugi ins Gesicht sehen konnte.
    „Darf ich dich was fragen?“ er nickte. „Vermisst du oft deine Schwester?“ fragte ich. „Jeden Tag und jede Sekunde.“ er lächelte traurig. In dem Moment ging die Tür auf. „Y/nie, kann ich dich kurz sprechen?“ ich sah auf und sah Mina. „Ich heiße Y/n.“ korrigierte ich mal wieder zum 10000000sten mal. Ich ging mit ihr auf den Flur, verschränkte die Arme vor meiner Brust und sah sie auffordernd an. „Red.“ brummte ich. „Ich hab das Gefühl, ich dränge mich ein bisschen zwischen dich und Herr Seaggul. Läuft da was zwischen euch?“ fragte sie. „Nein, zwischen uns läuft nichts.“ Ich hatte einfach ein zu hohes Ego um ihr zu sagen, dass ich und Jungkook einfach keinen Plan haben. „Das heißt, ihr küsst euch, seit aber in keiner Beziehung? Wie b*tchig.“ fragte sie. Okay, wenn du es schon so weit bringst.
    Ich griff an ihre Schulter und drückte sie gegen die Wand. Ich war vielleicht 1 cm größer als sie und sah sie bedrohlich an. „Dich geht es einen sche*ß an, was ich und Jungkook machen, ist das klar? Geh doch wieder zu Xiumin oder sonst wem, der sich auf so eine kleine Schl*mpe wie dich einlässt.“ Sie sah mich mit Tränen in den Augen an. „Das ist nicht wahr.“ flüsterte sie. „Und ob es das ist, das wissen wir beide. Und jetzt mach, dass du verschwindest.“ knurrte ich und hob die Faust, um ihr eine rein zu Hauen.
    Taehyung
    Erschöpft von der Fahrt, schleppte ich mich in mein Zimmer, wo ich mich ins Bett fallen lies.
    Die Tür ging leise auf und Jin Hyung kam rein. „Taehyung? Alle in Ordnung?“ fragte er. Ich sah zu ihm auf. „Ja.“ murmelte ich. Er setzte sich neben mich an den Bettrand. „Du musst deine Oma sehr geliebt haben, oder?“ ich nickte. „Sie war sehr wichtig für dich, nicht wahr?“ wieder nickte ich und robbte zu ihm. „Ich vermisse sie jetzt schon.“ er legte einen Arm um mich und drückte mich gegen seine warme Brust. „Sie lebt noch bei dir im Herzen weiter Tae, das verspreche ich dir.“ er küsste ganz kurz meinen Kopf. In mir fing es an zu kribbeln und mir stieg die Wärme ins Gesicht. „Komm, wir backen was. Das bringt dich auf andere Gedanken.“ er nahm mich mit in die Küche, wo wir Mehl, Zucker, Backpulver und den ganzen anderen Kram zusammen trugen. Jin verrührte nacheinander die Sachen, während ich den Ofen vorbereitete. „Kannst du mir mal die Milch geben?“ fragte er. Ich reichte ihm die Milchtüte rüber. Er kippte Milch in seine Schüssel. „Und jetzt den Schneebesen.“ Ich gab ihm den Besen, unsere Hände berührten sie kurz. Erschrocken ließ ich den Schneebesen los und er fiel scheppernd auf den Boden. Schnell bückte ich mich um ihn aufzuheben. Jin bückte sich auch, wieder berührten sich unsere Hände. Mit hochrotem Kopf gab ich ihm diesmal richtig den Schneebesen und wollte mich direkt aus dem Staub machen. Ich spürte seine warme Hand an meiner, die mich zurück zog. „Warte mal.“ flüsterte er. Wir standen uns nah gegenüber. Langsam legte er seine Hand in meinen Nacken und zog mich noch näher. Wir sahen uns in die Augen. „Hyung..“ flüsterte ich, ehe ich seine weichen Lippen spürte, wie sie gegen meine strichen.
    In mir brach ein unerhörtes Gefühl von Geborgenheit aus, ich zog ihn näher an mich und wollte gar nicht mehr von ihm genug bekommen.
    Immer wieder, fingen wir von vorne an. Und obwohl unsere Augen geschlossen haben, wussten wir, wie sich der jeweils andere fühlen musste.
    Jin zog seinen Kopf zurück, jedenfalls wollte er das, was ich aber nicht zu ließ. Meine Hände legten sich hinter seinen Kopf und ich zog ihn noch einmal zu mir. Sofort war ich abhängig, es ging gar nicht anders. Seine Lippen waren einfach anormal perfekt geformt und weich. Seine Hände legte er an meine Taille und drückte es gegen seinen Körper. Ich lehnte mich nach hinten und konnte den Kuss so noch intensiver spüren.
    Aber natürlich gibt es so was wie Luft, die man zum Atmen braucht. Noch etwas außer Puste sahen wir uns an. Er starrte in meine Augen, lies mich los und ging weg.
    In mir bröckelte etwas auseinander. Warum? Warum geht der denn jetzt einfach weg? Am liebsten wäre ich ihm hinterher gerannt, aber stattdessen stand ich einfach da und berührte mit meiner Hand meine leicht angeschwollenen Lippen. Was macht dieser Typ nur mit mir?

    33



    Kapitel 33: Ganz offiziell ein Paar~
    Y/n

    Wir saßen alle am Küchentisch und aßen Instant. „Mina, was ist mit deiner Wange passiert?“ fragte Jimin. Mina warf mir einen giftigen Blick zu, ich zuckte nur mit den Schultern und rollte meine Nudeln auf. „Sie ist ja ganz blau..“ stimmte Namjoon zu. „Fragt doch mal sie.“ brummte Mina und ihre Blicke hätten mich töten können. Alle sahen mich fragend an. „Was denn? Ich hab doch nur ganz leicht geschlagen.“ quietschvergnügt aß ich weiter. „Du hast Mina geschlagen?“ fragte Yoongi ungläubig. „Ne, das war der Osterhase.“ Breit grinsend sah ich ihn an. Mina stand auf. „Du kannst doch nicht deine Beste Freundin schlagen!“ schrie sie. „Wen soll ich geschlagen haben? Ich hab seit der Oberstufe keine Beste Freundin mehr. Also, wen meinst du?“ sie starrte mich entrüstet an. Ich stand auf und räumte meinen Leeren Teller in die Spülmaschine.

    Ein Paar Tage später (a/n weil mir nichts einfällt. Boom.)
    Jin

    Beim Mittagessen ging es turbulent zu. Mina und Y/n gifteten sich an, Jungkook und Namjoon versuchten sie zu beruhigen, Jimin und Hoseok waren halb am Kuscheln, Yoongi zwang sich nicht einzuschlafen, denn er hatte in den letzten Nächten viel gearbeitet.
    Ich versuchte Taes Aufmerksamkeit zu bekommen, aber er starrte einfach nur seinen Teller vor ihm an. Ich räusperte mich. „Jimin Hyung, können wir hoch?“ fragte er. Jimin nickte und beide standen auf. Ich sah Taehyung hinterher. Er drehte sich einmal noch um und sah mich mit einem Blick an, der eine Mischung aus Trauer und Enttäuschung widerspiegelte. Ich fühlte mich grauenvoll. „Taehyung, warte!“ ich stolperte den beiden hinterher. Jimin sah uns abwechselnd an und ging dann vor. „Tae. Hör mir zu.“ er verschränkte die Arme vor der Brust und sah mich trotzig an. Ich drückte ihn gegen die Wand, stützte meine Arme neben seinem Kopf und hielt ihn zwischen der Wand und mir gefangen. „Hör mir zu. Es tut mir Leid. Ich.. Ich war einfach nur verwirrt.“ versuchte ich zu erklären. „Ach ja? Warum machst du das?“ fragte er gekränkt. Ich wollte den Mund aufmachen um zu antworten, aber er fing schon an zu reden. „Hast du auch mal an mich gedacht? Was das mit mir gemacht hat? Es tut weh, wenn ich dich sehe!“ ihm waren Tränen in die Augen gestiegen. „Taehyung..“ fing ich wieder an. „Das ist einfach mega gemein von dir, da kommst du einfach an, stiehlst mir meinen Ersten Kuss und tust dann so, als wäre nie was passiert. Und weißt du, das..das ist einfach richtig kacke von dir.“ er sah mich mit dem süßesten und gleichzeitig enttäuschtem Blick an. „Ich war dein erster?“ fragte ich ungläubig. Wie konnte so jemand hübsches wie er noch nie jemanden geküsst haben. Ich stand wieder normal vor ihm und sah ihn verwundert an. „Ja du-“ er sah mich sauer an. Irgendwie fand ich das süß. „Warum regt dich das so auf? Ist doch nur ein Kuss.“ fragte ich, obwohl ich schon so eine Ahnung hatte.
    „Weil ich mich in dich verliebt habe du Blödmann und dann machst du so was und verschwindest wieder, weißt du was das mit mir macht?“ fragte er und er fing an zu weinen.
    Ich legte meine Hand an seine Wange und wischte ihm mit dem Daumen die Tränen weg. „Schhhht, Tae, alles ist okay.“ „Nichts ist okay.“ schluchzte er. Ich nahm mit Daumen und Zeigefinger sein Kinn und zwang ihn mich anzusehen.
    Dann küsste ich ihn ganz sanft und vorsichtig auf die Lippen. Er seufzte leise und erwiderte sofort. Ich spürte seine heißen Tränen an meiner Wange.
    Als wir uns lösten, sah er mich erschrocken an und wollte verschwinden. „Tae.. Ich liebe dich, nur, damit du das weißt.“ noch eine Träne rann über seine Wange. „Ich dich auch.“ flüsterte er.
    Y/n
    Ich stand im Türrahmen und wartete, bis Tae und Jin fertig waren. Es hatte eine Weile gedauert, bis Jin es endlich geschnallt hatte, dass er sich in Taehyung verliebt hatte. Aber jetzt, sah es doch ganz gut aus.
    Als sie mit sich hastig Küsse auf Lippen und Wangen geben fertig waren, kam ich rüber zu Jin, nahm seinen Arm und zerrte ihn in den nächsten Raum. „Du passt mir gut auf Tae auf, ist das klar?“ fragte ich streng. Ich war nicht sicher, ob er ihn verletzen würde, sicher ist sicher. „Klar.“ er nickte hastig. „Wenn ich nur einmal mitbekomme, dass du ihn verletzt hast, wie auch immer, dann endet das nicht so gut für dich, haben wir uns verstanden?“ fragte ich drohend. „Ja.“ ich lies ihn wieder zu Tae gehen. „Noona? Du hast das doch nicht gesehen, oder?“ fragte Tae nervös. „Viel Spaß.“ ich lächelte ihm aufmunternd zu und ging hoch in mein Zimmer.
    Taehyung
    „Tae.“ ich sah Jin Hyung in die Augen. „Würdest du vielleicht.. na ja du weißt schon.“ ich sah ihn mit schief gelegtem Kopf an. „Mein fester Freund sein?“
    Ich fühlte mich wie ein Fangirl beim Konzert, ich quietschte glücklich auf und sprang in seine Arme. „Ja ja ja!“ er umarmte mich zurück. Und wir waren jetzt ganz offiziell ein Pärchen.

    34

    Kapitel 34: Der Hund~
    Y/n

    Wieder ist einige Zeit vergangen. Aber warum auch immer, bleibt Mina bei uns. Sie hat mittlerweile ihr eigenes Zimmer und sie kotzt mich dermaßen an, dass ich sie am liebsten krankenhausreif schlagen würde. Aber das Problem war Jungkook.
    Sie hat ihm Gehirnwäsche verpasst, wobei das nicht geht, denn Jungkook ist so hohl, dass er gar keine Hirnwäsche bekommen kann..
    Jedenfalls, steht er auf ihrer Seite und sagt immer so was wie: „Y/n, jetzt hab dich nicht so. Sie ist doch nur ein kleines Mädchen.“ Ich versuchte es ihm klar zu machen, dass sie alles andere als klein ist, was das Ego angeht.
    Na ja, ich redete nicht mehr mit ihm. Wir saßen am Esstisch, wo Mina unverschämt mit Jungkook flirtete. Es war einfach nur ekelhaft. „Mina, wenn du fertig bist mit flirten, kannst du ja in den nächsten Stripclub gehen, was meinst du?“ fragte ich kühl und schüttete mir Wasser ins Glas. „Y/n.“ Yoongi sah mich tadelnd an. „Was denn?“ fragte ich. „Was ist eigentlich mit Xiumin?“ fragte ich weiter zu Mina gewandt. „Er hat Schluss gemacht.“ sagte sie gespielt traurig. Ich schnaubte, das konnte doch nicht wahr sein! Ich stand auf und lief einfach so los.
    Mein Kopf fing auf einmal an zu brummen, mir wurde schwindelig und ich hatte das Gefühl, dass mein Herz so heftig schlug, dass man das von außen sehen konnte.
    Mal wieder war ich einfach viel zu stolz und mein Ego auch viel zu hoch, um mir das anmerken zu lassen. Ich straffte meine Schultern und ging raus. Yoongi kam mir hinterher, ich weiß nicht wieso, aber er sieht immer so müde aus. „Y/n, alles in Ordnung?“ fragte er leise. „Ja, wieso?“ „Du siehst nicht gut aus, hast du deine Tabletten wieder vergessen?“ fragte er weiter, im gleichen Ton. „Y/n, dir wurde gesagt, dass du sie täglich nehmen musst, und du nimmst sie einmal im Monat, wenn überhaupt.“ er sah mich wieder tadelnd an. „Ich hab sie genommen.“ widersprach ich. Er schüttelte den Kopf. „Nein hast du nicht. Komm schon Y/n, tu mir das nicht an.“ er sah mich bittend an. „Warum dir?“ fragte ich verwirrt. „Weil es mir weh tut, wenn du leidest.“ ich sah ihn mit großen Augen an. Er nickte einfach nur.
    Er nahm meine Hand und zog mich ins Bad, wo er mich zwang dieses scheußliche Zeug zu schlucken. Mir standen die Haare zu Berge, so ekelig war das. „Yoongi, warum muss ich dieses ekelhafte Zeugs nehmen?“ fragte ich, etwas schmollend. „Weil dir deine Ärztin das verschrieben hat und du das brauchst.“ er schlang seine Arme von hinten um meinen Bauch. „Na schön.“ ich gab nach. Für Yoongi. Nicht, damit ich diesen Truthahnschweiß trinken muss. Als ich endlich dieses Zeugs meinen Rachen runter hatte, schüttelte ich mich. „Spielst du mir zum Ausgleich Klavier?“ fragte ich hoffnungsvoll. Er nickte und wir gingen zusammen in sein Zimmer. Dort lümmelte ich mich in sein Bett und schloss die Augen, um Yoongi am besten zuhören zu können. Er setzte sich wieder hinter die Tasten und fing an zu spielen. Am Anfang waren es ein Paar tiefere Töne, direkt als Auftakt, danach kamen die höheren Töne. Yoongi schunkelte mit dem Oberkörper immer hin und her, beim spielen, das ist immer sehr süß anzusehen. „Yoongi..“ fing ich an und stützte meinen Kopf an seiner Schulter. „Warum kannst du das so gut?“ fragte ich. „Keine Ahnung, es ist aber toll.“ er spielte weiter. „Wie heißt das Stück?“ fragte ich weiter interessiert. „Ich hab keine Ahnung.“ er spielte es zu Ende und als wäre es gerade kein schöner Moment, kam Jungkook rein. Ohne ein Wort zu sagen, nahm er mich am Arm und zog mich raus. Ich war so verdattert, von dieser Aktion, dass ich nichts sagte oder tat.
    Jungkook zerrte mich weiter bis zur Garage, wo er mich in ein Auto setzte und mitm mir drin los fuhr. „Was soll das denn werden!“ fragte ich sauer. „Ich dachte du redest nicht mehr mit mir.“ sagte er kühl und wechselte den Gang. „Ey halt sofort an, das ist nicht lustig!“ befahl ich, aber er hörte nicht, sondern fuhr einfach weiter.
    „Jeon Jungkook!“ ich griff nach dem Lenkrad, aber Jungkook tat nichts. Stattdessen nahm er mit einem ruhigem Gemüt meine Hand, drückte einen Kuss auf meinen Handrücken und hielt sie fest, während er mit der anderen weiter lenkte. Dieser. Kerl. Ist. Komisch. Ich hab einfach keinen Plan.
    Jungkook hielt in einer dreckigen Straße an, sie hatte alle 500 Meter eine halb brennende Straßenlaterne und sah nicht so toll aus. „Jungkook, wo sind wir?“ wir stiegen aus. „Warte hier kurz, ich bin gleich wieder da.“ ich nickte zögernd und er verschwand durch irgendeine Tür, woraus Licht schien. Ich lehnte mich gegen das Auto und wartete.
    Es dauerte eine Ewigkeit, bis ich eine Gestalt sah, die auf mich zu kam. „Da bist du endlich, ich dachte schon du kommst nicht mehr.“ fing ich an und wollte mich sofort aus dem Staub machen. Aber diese Gestalt war nicht Jungkook. Sondern irgendwer anders, den ich nicht kannte. Er war drei Mal so groß wie ich, bullig und stark. Er drückte mich gegen die Autotür. „Zarte Gestalten wie du sollten nicht hier alleine rum lungern, Kleines.“ knurrte er. „Ich bin auch nicht alleine.“ sagte ich tapfer. Aber es war anscheinend zu leise, der Typ grinste ein hässliches Lächeln. „Hm, man sollte dich erziehen, Kleines.“ Mir wurde das zu viel. Ich trat mit meinem Knie gegen seine Kronjuwelen, er bügte sich ganz kurz vor Schmerz, das nutzte ich aus um seine Haare nach hinten zu ziehen. Ich pieckste mit meinem Finger in diese eine Stelle am Ellenbogen.
    „Na na, Y/n, da lässt man dich 5 Minuten alleine und du greifst random Leute an. Ist das nicht mein Job?“ ich drehte mich um und zum ersten Mal seit 2 Monaten war ich ehrleichtert Jungkook zu sehen. „D-Das ist Y/n?“ fragte der Typ stöhnend. „Park Y/n, wenn ich bitten darf.“ knurrte ich sauer und schlug seinen Schädel gegen mein Knie.
    „Ach du heilige scheiße.“ Murmelte Jungkook. „In seiner Haut will ich nicht stecken.“ er lächelte. Ich ließ den Typen los und starrte ihn an. „Warum sind wir hier?“ fragte ich. „Ich will dich ein Paar Leuten vorstellen. Am besten, du trägst die hier mit dir rum.“ er gab mir eine Pistole in die Hand. „Die ist nur zum Angst machen. Und denk bitte daran. Da drinne kennen dich alle. Dich kennt jeder, also pass gut auf.“ ich nickte, auch wenn ich es ihm das nicht so wirklich abkaufte. Er nahm meine Hand und zog mich zu dieser Spelunke. Vor der Tür erkannte ich im spärlichen Licht eine Transportbox für Hunde. Daneben lag tatsächlich ein kleiner Hund. Es war ein Zwergspitz mit dunkelem Fell. Ich hockte mich vor ihm hin, er war an einer dicken Eisenkette angekettet und sah verhungert aus. „He.. du..“ flüsterte ich und streckte ihm meine Hand aus. Er stupste sie müde an und leckte leicht drüber. Ich kicherte. „Du wirst hier nicht gut behandelt, oder?“ fragte ich. Der kleine Hund legte den Kopf schief und sah mich mit großen Augen an. „Ich hol dich hier aus diesem Schlammloch raus, keine Sorge.“
    Jungkook führte mich in eine Kneipe. Da war eine Bar, woran mehrere Besoffene lehnten. „Hallo Jeon! Das Übliche?“ fragte der Potentielle Barkeeper „Ja, zwei Mal bitte!“ rief Jungkook zurück. „Hast deine kleine Freundin mitgebracht, was Jeon?“ fragte ein anderer, der sich zu mir rüber lehnte und seine Hand an meine Wange legte. Mit dem Daumen strich er über meine Lippen. Ich griff nach seinem Handgelenk und verdrehte es nach hinten, überhaupt nicht erschrocken und verstört oder so, ich doch nicht. Der Baarkeeper schob uns zwei Gläser rüber mit irgendeinem trüben Zeugs drin. „Nein danke.“ ich schob mein Glas zu Jungkook rüber. Er hatte sein Glas in seiner Hand und schwenkte den Alkohol hin und her. „Entschuldigung, aber der Hund da draußen, von wem ist er?“ fragte ich den Keeper. „Meiner, dieses Drecksviech.“ schnaubte dieser. „Könnte ich ihn mitnehmen?“ fragte ich weiter. Gefühlt die ganze Bar starrte mich an. „Nein.“ brummte der Keeper ruhig. „Aber Sie behandeln ihn nicht Artgerecht. Ich habe ein Angebot für Sie, ich nehme ihn mit und melde das hier nicht dem Tierschutz oder ich werde es ihm melden.“
    „Jetzt melde ich mal was.“ Knurrte der Barkeeper. „Für wen halten Sie sich, mir hier Angebote zu machen?“ fragte er. Ich war wütend. Zum einen wegen diesem Typen, weil Jungkook mich hier her geschleppt hatte, weil dieser Besoffene mich betatschen wollte und weil alles! „Ich weiß nicht, vielleicht Park Y/n?“ fragte ich zurück. Er sah mich kurz an und fing dann an zu lachen. „Ja hahaha Park Y/n in meinem Lokal! Das ich nicht Lache!“ ich war Jungkook einen kurze Hilfesuchenden Blick zu. Er deutete nur auf seinen Hals und zeigte dann auf mich. Ich griff nach meiner Kette, er nickte. Ich hielt sie dem Keeper entgegen.
    „Beweis genug?“
    Er wurde blass. „Geben Sie mir den Hund. Jetzt.“ bat ich ruhig und zum 'Angst machen' zog ich die Pistole. Hinter mir knallte es. Ich drehte mich um. Der Mann, der eben mich betatschen wollte, hatte eine Kugel gegen ein Glas abgefeuert. Ich betete, dass Jungkook mich angelogen hatte. „Das kann ich auch.“ ich lud meine Waffe und zielte in die Richtung des Mannes. „Y/n, es reicht, du hattest einen anstrengenden Tag. Wir holen jetzt den Hund und fahren nach Hause.“ Jungkook nickte mit dem Kopf und lächelte aufrichtig. Ich konnte es nicht lassen und schoss gegen das Regal mit den Weingläsern. 3 zersprangen. „Angenehmen Abend noch.“ ich deutete eine Verbeugung an und ging aus der Kneipe raus. Neben dem Hund hing an der Wand ein Schlüssel, den ich nicht bemerkt hatte. Ich nahm ihn und zu meiner Überraschung passte er in das Schloss mit der Kette, an der der Kleine angekettet war. „Los, lauf.“ ich streichelte den Hund kurz und drehte mich zu Jungkook um. „Kann ich fahren?“ bat ich. „Du bist echt der Wahnsinn.“ er warf mir die Autoschlüssel zu. „Nö, ich hab es einfach nur drauf.“ Ich hörte ein leises Geräusch hinter mir. Ich drehte mich um und sah den Hund, er saß vor mir und sah mich mit seinen schwarzen Knopf-Augen an. „Na gut, du kannst mitkommen.“ Vorsichtig nahm ich ihn hoch, er war extrem leicht.
    Wir stiegen alle ins Auto, ich startete den Morot und brauste los. Jungkook erklärte mir den Weg und weil ich mich nie an Verkehrsregeln und Geschwindigkeitseinschränkungen halte, kamen wir relativ schnell an.

    35

    Kapitel 35: Der Grund des Hasses und Dateien
    Y/n
    Fluffy Warning coz it's Jihope:)

    Es war schon Abend, als wir ankamen. Vorsichtig nahm ich das zarte Geschöpf hoch und trug ihn rein. „Alles ist okay.“ ich kraulte ihn hinter seinem Ohr. Jungkook schloss die Haustür hinter uns und legte seine Hand auf meine Schulter. „Alles okay?“ fragte er. Ich nickte nur. „Y/n? Jungkook-ah? Wo wart ihr?“ fragte Jin. „In so einer bescheuerten Kneipe.“ erklärte ich und warf Jungkook einen vernichtenden Blick zu. „Und wer ist dieser kleine Kerl?“ fragte er weiter. „Den hab ich gefunden, ich dachte, wir könnten ihn aufpeppeln.“ ich hielt ihm das süße Gesicht von dem Hund hin. „Naw, der ist ja putzig!“ er drehte sich um und rief nach Taehyung. „TAE! Komm mal!“ dieser kam angeschritten und als er mich sah, lachte er und grinste. „Noona!“ er kam auf mich zu gerannt. „Guck mal!“ ich zeigte ihm den Hund. „Awwww der ist so süß! Können wir ihn behalten? Noona, bitte!“ er sah mich mit fast den gleichen Hundeaugen an wie der Hund selbst.
    Jimin
    Ich saß am Fenster und sah raus. Die Sonne ging langsam unter, färbte den Himmel in warme Farben und zog einen langen Schatten hinter mich. „Alles okay?“ fragte Hobi hinter mir. Er legte seinen Kopf auf meine Schulter und gab mir einen leichten Kuss an den Hals. „Na sag schon, was ist los?“ er sah mich warm an. „Ich weiß es nicht.“ seufzte ich. Hyung schob mich von Bett weg, auf dem ich saß, setzte sich selber drauf und zog mich auf seinen Schoß. „Ich weiß, dass dir was auf dem Herzen liegt, Jiminie.“ Ich seufzte noch einmal. „Na ja, es geht um Mina..“ murmelte ich. „Was ist mit ihr?“
    „Sie tut Noona nicht gut, sie hassen sich und ich sehe es in Noonas Augen, dass sie Mina am liebsten umbringen würde.“ erzählte ich.
    „Was ist den passiert?“
    „Es hat alles in der Zeit kurz vorm Abi angefangen, da hat Noona schon bei Baek gearbeitet. Immer wieder ist Xiumin ins Café gekommen und sie haben sich kennen gelernt. Da waren Mina und Noona noch beste Freunde. Noona hat sich ein bisschen in Xiumin verknallt, das hat sie dann ganz freudig Mina erzählt. Mina hat dann gesagt, dass sie ihn kennenlernen will und er erstmal durch die Mina-Prüfung muss um mit Noona Kontakt haben zu dürfen. Mina und Xiumin haben sich dann halt getroffen.
    Einige Zeit später sind Noona und Xiumin zusammen gekommen. Yoongi Hyung hat nicht viel davon gehalten, weil er das Gefühl hatte, er nutzt Noona aus. Aber sie hat ihm nicht geglaubt.
    Ein Jahr später ungefähr, haben Mina und Noona sich sehr dolle gestritten. Worüber und weswegen weiß ich nicht. Jedenfalls sind sie seit dem keine Freunde mehr. Noch ein Jahr später ist Y/n eines Tages am Boden zerstört nach Hause gekommen und hat gesagt, dass Xiumin ein Arsch sei und Mina genau so. Sie hat mir erzählt, dass Mina und Xiumin sie gemeinsam betrogen hätten.“ Hobi sah mich an und lächelte leicht und tröstend. „Aber Noona ist sher schnell darüber hin weg gekommen, aber trotzdem tut die Erinnerung ihr sicher weh.“ ich sah gerade aus, lehnte mich gegen Hobis warme Brust und genoss seine Wärme. „Das ist bestimmt sehr hart für sie. Aber mach dir keine Sorgen, Y/n schafft das schon. Und sonst hat sie ja noch uns.“ er verteilte leichte Küsse auf meinem Nacken und flüsterte die ganze Zeit irgendwas. Seine Hände schlangen sich noch enger um meinen Bauch und er schob vorsichtig seine Hände unter mein Shirt.
    Mir wurde abwechselnd heiß und kalt und sowohl fasziniert als auch erschrocken starrte ich mein Shirt an, wo darunter Hobis große Hände zu sehen waren. „Schrei stopp, wenn's dir zu viel wird.“ hauchte er. Ich drehte mich auf seinem Schoß um und sah ihm tief in die Augen. „Bei dir wird’s nie zu viel, Hyung.“ Vorsichtig schob ich mit Daumen und Zeigefinger seinen Kinn zur Seite und hatte so Zugriff auf seinen ganzen verdammt hübschen Hals. Etwas zögerlich noch am Anfang, fing ich an seinen Hals samt Halsbeuge und Schlüsselbein zu küssen. Es fühlte sich so unglaublich gut an, dass ich immer selbstsicherer wurde und meine Beine um ihn schlang.
    Hobis Hände hatten sich ihre Wege zu meinem Oberbauch gebahnt, wo sie drüber strichen und zwischen durch über die Rillen der Muskeln fuhren.
    „Scheiße Hobi..“ hauchte ich.
    Namjoon
    Seit gefühlten Jahrhunderten saß ich an diesem Schreibtisch und klickte mich durch diverse Dateien durch. Man, warum finde ich das nicht? Ich meine, das ist das Archiv der Regierung, müsste da nicht alles super ordentlich sortiert sein? Aber wozu gibt es Steuerung F?
    Ich nutze die Tastenkombination und ein Suchfeld öffnete sich. Ich tippte 'Park' ein und siehe da! Ich bin fündig geworden!
    Ich öffnete eine Datei und las sie durch:
    „Familie Park, Geschäft in der Regierung, Geheimaußendienst. Herr Park Pil-woo Spionagearbeit → Big Hit- Mafia in Kooperation mit Soo (s.h. Soo) Frau Park Mi-jeong technische Überwachungen.“

    Das konnte doch nicht sein!
    Das ist unmöglich. Y/n, Jimin und Taehyung sind wirklich?

    36

    Kapitel 36: 7 Tage und eine Einladung~
    Y/n

    Wir saßen alle im Wohnzimmer und warteten, dass Namjoon endlich mal kommt. Währenddessen überlegten wir uns einen Namen für den Hund. „Also, ich bin ja für Glitzer.“ Mina klimperte mit ihren Wimpern und klammerte sich an Jungkooks Arm. „Glitzer?“ prustete ich. „Wie wäre es mit Holly?“ schlug Yoongi vor. „Holly ist gut eigentlich..“ murmelte ich und sah dem Hund in die Augen. „Gefällt dir Holly?“ er sah mich irgendwie missbilligend an. „Anscheinend nicht.“ „Yeontan!“ rief dann Tae. Der Hund hächelte anscheinend mehr als zufrieden. „Dann heißt du jetzt ganz offiziell Kim- Park – Jeon Yeontan.“ ich sah Yeontan feierlich an und streckte ihn den anderen entgegen. „Warum heißt er nicht auch Soo, wie ich?“ fragte Mina schmollend. „Weil niemand bedreckte Nachnamen haben will.“ schnauzte ich. Yoongi, Jimin und Hobi zischten zwischen den Zähnen. „Ich finde Yeontan auch gut.“ Namjoon kam rein. „Aber jetzt müssen wir über andere Sachen reden.“ er sah ganz ernst aus. „Mina, Jin Hyung, Hobi Hyung, Yoongi Hyung, Jimin und Taehyung, könntet ihr bitte mit Yeontan raus gehen?“ Gehorsam ging jeder raus, außer Mina natürlich, die mich versuchte mit ihren Blicken zu töten. „Also, was ist?“
    Mina
    Ich schlich in ein Badezimmer und wählte die Handynummer.
    „Und? Wie weit bist du?“ fragte die Stimme meines Vaters.
    „Ich hab ihn fast. Ich brauche noch etwas Zeit.“ bat ich.
    „7 Tage.“ brummte er.
    „7?“
    „7.“ er legte auf.
    Y/n
    „Ich soll wohin?“ fragte ich erschrocken. „Na ja, es ist nur ein kleiner Ball, im Rahmen von Mafia Bossen..“ murmelte Namjoon. „Aber, 1. ich bin doch gar keiner, 2. warum geht nicht Jungkook und 3. Es gibt noch mehr!“ fragte ich. „Klar. Es kommen aus aller Welt Mafia Bosse zusammen, dieses Wochenende.“ erklärte Jungkook gelassen. „Das ist was internationales!“ ich erlitt gerade ein Gehirnabsturz nach dem anderen. „Und was habe ich damit zu tun?“ fragte ich weiter. „Weil-“ fing Jungkook an, aber Namjoon sah ihn warnend an. „Komm mal kurz mit.“
    Jungkook
    Namjoon zog mich zu Seite. „Wir können es ihr noch nicht sagen.“ zischte er. „Müssen wir aber, irgendwann wird sie es eh heraus finden!“ „Aber wir müssen sie so weit wie möglich davon fern halten.“ beteuerte er. „Und deswegen soll ich sie dahin mit nehmen? Hyung, alle kennen sie da, sie werden sie umbringen!“ ich redete etwas lauter, aber trotzdem so, dass Y/n nichts hören konnte. „Kook, wir müssen das so machen. Sag einfach, ihr wärt verheiratet oder so.“ Er streckte mir ein Blatt hin. „Außerdem habe ich das da gefunden.“ ich las den Zettel durch, sah Hyung an und nickte.
    Y/n
    Ich wartete, bis die beiden fertig waren mit diskutieren. Schließlich kamen sie wieder zu mir und Jungkook bat: „Jedenfalls, wäre es mir eine Ehre, wenn du mit mir mitkommen würdest.“ er theatralisch, verbeugte sich und streckte seine Hand aus, auf das ich sie annehme. Ich sah Namjoon fragend an. „Es wird besser sein, wenn du mitkommst.“ ich nickte einfach nur.
    „Hier, noch einmal die offizielle Einladung für dich.“ Jungkook reichte mir ein Blatt Papier.

    „Sehr geehrte Frau Park Y/n,

    wie jedes Jahr am xx.xx.xxxx, findet das internationale Treff der MGI statt. Als Boss der 'Infinity- Mafia Gemeinschaft' sind auch Sie natürlich Herzlich zu diesem 3 tägigem Treff eingeladen.
    Wir würden uns sehr über die Begleitung von Jeon Jungkook freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Bang Si- Hyuk, und Gemeinschaft

    Lilienstraße 7, xxxxx Seoul




    Ich starrte das Blatt an. „Pfahahahaha!“ ich brach in Gelächter aus. „Okay, euch ist wirklich nichts besseres eingefallen!“ ich brauchte eine Weile, bis ich mich ein bekam, Jungkook das Blatt wieder in die Hand drückte und raus ging. „Y/n-!“ rief er mir hinterher. Als ich raus kam, sah ich Mina direkt vor mir. „Oh, von Schl*mpe zu Stalker oder was?“ keifte ich und schob sie zu Seite. Ich wollte hoch ins Zimmer, als ich von Jungkook natürlich aufgehalten wurde. „Y/n, bitte. Komm mit.“ bat er. „Jungkook, das ist ja sehr niedlich hier, aber ich habe wirklich keine Lust auf Kindergarten Spielchen.“ ich sah ihn ernst an. „Das ist kein Spielchen. Diesen Treff gibt es wirklich. Y/n, vertrau mir, komm mit und wenn du 1 Stunde da bleibst und nicht gehen möchtest, weil ich dir überzeugt habe, dann bleiben wir da und wenn du trotzdem gehen möchtest, dann kommt Yugi und holt dich ab. Einverstanden?“ ich hatte ja eh keine andere Wahl, also stimmte ich zu.

    37

    Kapitel 37: Das Kleid~
    Y/n

    „Nein, ich mach das nicht!“ streickte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. „Och komm schon, probier es doch an!“ bat Yugi. Er streckte mir ein Unterkleid entgegen. „Honey, da pass ich doch gar nicht rein!“ erklärte ich und fing an wie ein kleines Kind im Kreis vor ihm weg zu rennen. Ich war noch im Nachthemd und er rannte mir hinterher. Kreischend flüchtete ich aus dem Zimmer raus und in Richtung Küche. Auf dem Weg begegnete ich Namjoon. „WAHAAAA! JOON DU MUSST MICH RETTEN!“ schreite und lachte ich gleichzeitig und versteckte mich hinter seinem riesengroßen Rücken. „Y/nieeee!“ schmollte Yugi. „NEIN!“ protestierte ich. „Worum geht es überhaupt?“ fragte Namjoon, der nichts verstand. „Yugi will mich in dieses Korsett-Teil reinstecken!“rief ich und zeigte mit der Hand zu diesem Stoffteil. Yugi hielt es hoch, es war wie ein Unterkleid aber mit so einem Korsett-ähnlichem Ding dran. „So schlimm sieht das doch nicht aus.“ murmelte Namjoon. „Jedenfalls zieh ich das nicht an.“ und schon ging die Verfolgungsjagd weiter. Ich rannte weiter so schnell ich konnte und rannte gegen was hartes. Na ja, eher eine Brust. Ich sah hoch und sah in Jungkooks Augen. „Tschuldige.“ murmelte ich und nahm wieder reiß aus den Yugi war gefährlich nahe und ich musste flüchten.
    Jungkook
    Ich ging in mein Schlafzimmer und öffnete den Schrank. Dann zog ich einen Anzug raus, hielt den Kleiderbügel gegen meinen Kopf und sah mich im Spiegel an. Ja, so müsste es gehen. Dann holte ich meinen Koffer und öffnete ihn. Ich schmiss irgendwelche Kleidungsstücke rein, es sind ja nur drei Tage. Als ich meine Schublade öffnete, stach mir der kleine Koffer von Kang ins Auge. Ob ich ihn mitnehmen sollte? Sicher ist sicher. Ich versteckte das Köfferchen zwischen meinen Socken. Es klopfte. „Hm?“ fragte ich. „Wann sollen wir es ihr sagen?“ fragte Namjoon. „Wir müssen es so machen, ohne das sie es bemerkt.“ fuhr er fort. „Namjoon, wir müssen es so machen, dass sie gar nichts mitbekommt. Sie darf es nicht erfahren. Niemals. Das würde sie zerstören.“ erklärte ich. Namjoon sah mich sauer an. „Dich kümmert es gar nicht, was aus ihr wird. Du willst nur das Erbe.“ er krallte seine Hand in meine Schulter und sah mich mit einem finsteren Blick an. „Jungkook. Wir wissen es beide, dass dir nur dieses Gottverdammte Erbe wichtig ist. Weißt du, wie sehr du Y/n damit verletzt? Weißt du, was das mit ihr machen wird, wenn sie das alles herausfindet? Spätestens in ein Paar Monaten hat sie es raus, sie ist doch nicht doof.“ er sah mich bittend an. „Bitte. Zerstör die Kleine nicht, ja?“
    Mina
    Ich presste mich gegen die Wand und nahm alles mit dem Handyrekorder auf. Die Tür ging auf, schnell machte ich mich aus dem Staub und verschwand in mein Zimmer. Dort klappte ich meinen Laptop auf, zog meine Aufnahme drauf und schickte sie meinem Vater. Das musste für's erste reichen. Jetzt muss ich nur noch Y/n los werden. Sie wird mich durchschauen, früher oder später. So eine Skeptikerin wie sie ist. „Na? Was machst du da?“ fragte Jungkook. Ich schluckte. „Nur ein bisschen arbeiten..“ murmelte ich. „Arbeiten ist doch langweilig, komm, wir machen was anderes.“ er streckte mir seine Hand aus. „Was meinst du?“ fragte ich gespielt verwirrt. „Du wirst schon sehen..“ er grinste leicht und beugte sich zu mir rüber.
    Y/n
    Yugi hat es doch geschafft, jetzt stecke ich in diesem Höllenstück und bekomme keine Luft. „Yugi, mach das weiter, ich ersticke!“ bat ich. „Weiter geht es nicht mehr!“ erklärte er. „Und außerdem, das ist Größe M.“ murmelte er weiter. „Ich trage doch S?“ fragte ich verwirrt. „Deswegen hab ich ja M genommen. Diese Unterteile sind immer schrecklich eng.“ zusammen packten wir eine kleine Tasche für mich. Kleidung halt, ich nahm noch meinen Laptop mit. „Okay, aber warum habe ich dieses Scheussliche Stück an?“ wollte ich wissen. Yugi stellte sich hinter mich und hielt meine Augen mit seinen Händen zu. Er führte mich irgendwo hin, ich weiß nicht wo aber es war egal, denn er war ja bei mir. Bei Yugi fühle ich mich sicher. „Überraschung!“ er nahm seine Hände von meinen Augen weg und ich konnte nicht glauben, was ich sah.
    Es war ein schwarzes Kleid, der Stoff floss nur so runter und war mit leichter Spitze belegt.
    (a/n das klingt, als wäre das Kleid ein Butterbrot vom Merzenich aber egal xD)

    „Ach du heilige Mutter Theresa, Yugi, was ist das?“ fragte ich überrascht. „Das ist dein Kleid für den Treff morgen.“ er lächelte mich an. „Meine Schwester hat ein ähnliches mal gehabt. An ihrem Abi Ball war das, sie sah wunderschön aus.“ er lächelte traurig. Ich legte einen Arm um ihn und lächelte ihn tröstend an. Ich wusste, dass Worte jetzt nicht angemessen waren. „Gefällt es dir?“ fragte er. „Es ist wunderschön, Dankesehr, Yugi. Du bist der beste Freund, den man haben kann. Ohne dich und die anderen, wäre ich hier verrückt geworden.“ ich drückte ihn an mich. „Komm, jetzt probier mal dein Kleid an.“ Er hat mich schon milliarde mal in Unterwäsche gesehen, deshalb war mir das egal. Ich schlüpfte in das Kleid und ich fühlte mich sehr wohl. „Oh mein Gott, Y/n, du siehst wunderschön aus.“ Ich drehte mich ein bisschen. „Ja?“ fragte ich, obwohl ich ja selber wusste, dass es traumhaft war. In dem Moment ging die Tür auf und Namjoon kam rein. „Woahhhhh!“ rief er. „Yugi, was hast du mit Y/n gemacht?“ fragte er erstaunt. „Es, du siehst wunderschön aus.“ lächelte er. Ich bedankte mich bei beiden. „So, jetzt wollen wir mal gucken, wie wir das mit deinen Haaren machen..“ Yugi scheuchte Joon raus und fing an meine Haare zu bürsten.
    Am Ende hat er mich eine Hochsteckfrisur gemacht. (a/n s.h. Bild)
    „Ja. So kannst du morgen gehen.“ er lächelte mich an. „Yugi..“ fing ich an. „Hm?“ „Warum stand in der Einladung, dass ich eine Mafia habe?“
    Yugi
    Mist, Mist, Mist! Was soll ich jetzt sagen? „Das war bestimmt ein Fehler, eine Verwechselung mit jemand anderem.“ Beste Antwort der Welt, Nobelpreis! Y/n nickte vor sich hin. Ich zog den Reißverschluss an ihrem Rücken hoch und dann war sie fertig. Sie sah wunderschön aus, wirklich wie eine Prinzessin.
    „Und jetzt?“ fragte sie. „Jetzt ziehst du das wieder aus, wir wollen Jungkook damit überraschen.“ lächelte ich und machte ihre Haare wieder auf. Sie fielen ihr über die Schultern und ich flocht sie ein bisschen auseinander. „Warum muss ich dahin mit?“ fragte sie etwas schmollend. „Ich meine, ich hab doch gar nichts damit zu tun.“ ich nickte einfach nur hin. „Manchmal, da macht Jungkook sehr fragwürdige Dinge, aber meistens haben sie ihre Richtigkeit. Es wird schon gut werden.“ ermutigte ich sie. Sie tut mir schon leid, sie ist so unwissend. Und wenn sie alles herausfindet, wird sie es zerstören.
    Aber ich kann ihr es nicht sagen. Das muss schon Jungkook selber machen.
    „Gut, dann gehen wir mal Mittagessen.“ wechselte ich das Thema und wir gingen zusammen runter. An der Eingangstür verabschiedeten wir uns, damit ich zu den Jungs kann.

    38
    ((bold)) Kapitel 38: Der Ball~ Y/n((ebold)) Am nächsten Mittag ging es ganz turbulent zu. Jimin und Taehyung wollten unbedingt wissen, wohin Jungkook


    Kapitel 38: Der Ball~
    Y/n

    Am nächsten Mittag ging es ganz turbulent zu. Jimin und Taehyung wollten unbedingt wissen, wohin Jungkook und ich gingen. „Es ist nur ein Treff, Jungkook ist zu blöd alleine dahin zu gehen. Wir sind in 3 Tagen wieder da.“ somit nahm ich meine kleine Reisetasche hoch und drückte jeden noch einmal zum Abschied. Nur Mina nicht, die kann ich nicht ausstehen. Jin gab mir noch ein Lunchpaket mit. „Ruf an, wenn ihr da seit, okay?“ ich versprach es ihm.
    Jungkook und ich setzen uns ins Auto und fuhren los.

    „Was hast du nur gegen Mina?“ fragte er. „Das geht dich nichts an.“ brummte ich.
    Die Fahrt über, die 3 Stunden dauerte, sagten wir nichts. Ich sah aus dem Fenster und Jungkook musste sich auf die Strecke konzentrieren.

    Endlich kamen wir an. Als ich ausstieg, sah ich eine riesig große Villa- nein- ein kleines Schloss! „Ach du heilige-“ hauchte ich. Jungkook streckte seine Hand aus. „Darf ich bitten?“ ich nahm seine Hand, die er sofort fest hielt. Wir wurden von einem jungen Mann empfangen, der in einem Anzug steckte und unsere Taschen abnehmen wollte. „Uhm, nein danke, ich schaff das schon.“ der Mann führte uns durch etliche Treppen in ein Zimmer. Es war groß, hatte einen Schrank, Schreibtisch, ein Sofa, ein Ehebett, eine Kommode mit Spiegel und so einen Kram. „Sie können Ihre Sachen auspacken, ich werde Mr. Si-Hyuk von Ihrem Ankommen unterrichten.“ und so verschwand er wieder. „Na dann!“ durchaus motiviert, öffnete Jungkook seinen Koffer und packte seinen Kram aus. Mir war das unangenehm, ich meine, er würde diesen ganzen privaten Krimskrams von mir sehen. Wobei.. er hat mich ne Zeit lang auf dem Klo gestalkt, was habe ich schon zu verlieren? Ich packte meine Sachen aus und legte sie in den Schrank. Das Kleid hatten Yugi und ich in so eine Tragetasche für Kleider getan und die hängte ich jetzt im Schrank auf.
    Wir waren fertig mit auspacken, ich schrieb Jin kurz, dass wir da waren. „Y/n..“ fing Jungkook wieder an. Ich drehte mich zu ihm um. „Ja?“ „Du musst das nicht tun.“ er sah mir in die Augen. „Was?“ „Du musst hier nicht sein. Ich mein, es ist gefährlich..“
    „Geht schon. Irgendwer muss ja auf dich aufpassen.“ ich lächelte leicht.
    Es klopfte. Der Mann von eben kam zum Vorschein. „Mr. Si-Hyuk ruft zum gemeinsamen Abendessen auf. Abendgarderobe.“ und verschwand auch wieder. Das hieß, ich musste das Kleid anziehen. Jungkook verschwand ins Bad neben an und ich konnte mich in aller Ruhe umziehen. Also zog ich mir mein Shirt über den Kopf, zog meine Jeans und Schuhe aus und holte das Kleid. Ich steig rein und zog den Reißverschluss hinten hoch. Ich betrachtete mich im Spiegel. „Hübsch.“ ich drehte mich um und sah Jungkook im Anzug. Ich schluckte und öffnete meine Haare. „Lass mich das machen..“ er schob mich zum Spiegel und fing an meine Haare, wie Yugi, hochzustecken. Er war schnell fertig.

    Seine großen Hände legte er an meine Arme und strich drüber. Sie waren kalt. Eiskalt und sie jagten mir eine Gänsehaut über den Körper. Von meinen Armen aus legte er sie in meine Taille. Ich spürte seinen warmen Atem an meinem Nacken. „Jungkook-“ setzte ich an, aber als ich dann seine Lippen an meinem Nacken spürte sagte ich nichts mehr. Er drückte mich von hinten an sich und küsste sich weiter vor, über meine Schulter und wieder meinen Nacken hoch. Er flüsterte irgendwas, was ich nicht verstand, das war aber auch nicht wichtig. Ich legte den Kopf in den Nacken, wobei ich ihn an Jungkooks Schulter lehnte. Seine Hände hielten meine Taille immer noch fest. Ich sah in den Spiegel vor uns und realisierte erst jetzt, was wir gerade taten. Schnell löste ich mich von ihm. „Ehm..“ ohne ein Wort zu sagen, lies er mich los und ging aus dem Zimmer. Manchmal verstehe ich ihn beim besten Willen nicht. Der Mann im Anzug kam wieder, streckte seinen Arm aus und ich musste mich bei ihm unter hacken. Er führte mich in einen riesig großen Saal, ach du heilige- Es sah aus wie im Buckingham Palace, wenn nicht noch goldener. (a/n im beschreiben bin ich grottig, daher Bild:))
    Im Saal waren nur, ich wiederhole, NUR Männer. Allesamt waren sie in Anzügen, alle Altersklassen waren vertreten, gerade volljährige, schon 40+ und auch Senioren, die sich auf Gehstöcken aufrecht hielten. „Einen angenehmen Abend, Miss Park“ der junge Mann lies mich los und schon stand Jungkook vor mir. „Ziehen wir es durch.“ er hielt mir seinen Arm hin. Innerlich seufzte ich und hackte mich auch bei ihm unter. Wir mischten uns unter die Männer, was nicht ganz einfach war, denn ich war das einzige feminine Geschöpf in diesem ganzen, riesig großen Saal. Als mein Fuß den Saal betrat, wurde es schlagartig still. Das bisher angehaltene Gemurmel war verstummt. Ich nickte kurz und murmelte 'Guten Abend, die Herren', wobei ich mich an Jungkooks Arm klammerte als wäre das mein letzter Halt. Die Männer sahen mich alle an. Einer kam zu mir und musterte mich. „Hallo, willkommen!“ sagte er, verbeugte sich und wollte meinen Handrücken küssen. Oh Gott. Schnell zog ich sie weg. Ein anderer Mann mit kleiner Brille, kam auf uns zu. „Ach, Sie müssen Miss Park sein, nicht wahr?“ fragte er. Ich nickte. „Willkommen zu Hause!“ rief er dann aus und ein Applaus ging los. Ich versteh gar nichts mehr. Ich stupste Jungkook an. „Was meint er?“ fragte ich. „Keine Ahnung.“ murmelte er zurück. „Mein Name ist Bang Si-Hyuk, das muss dann wohl Mr. Jeon sein! Willkommen, Sie alle beide!“ rief er euphorisch.
    Am Ende des Saals erstreckte sich eine riesige Tafel, mit mindestens 200 Stühlen, Besteck und Tellern. Wir verteilten uns alle an die Plätze, ich saß neben Jungkook und einem anderen Kerl, der in Jungkooks Alter sein müsste. Ich fühlte mich komisch, immerhin war ich nur von Männern umgeben. Es wurde Essen serviert, aus allen Herren-Ländern, sogar deutsches war dabei. Mir fiel ein Mann auf, vielleicht 30, er hatte strohblondes Haar und eisblaue Augen. Ich hatte noch nie einen Europäer gesehen, schon gar nicht einen Deutschen.
    Jungkook
    Ich sah mir die Leute an. Mir viel Pablo auf, Hobi Hyung hatte mir von ihm erzählt, dass er ein Restaurant hätte. Er wra mit Jimin dort gewesen. Ich kannte ihn und nickte ihm zu. Erregt erzählte er gerade etwas seinen Sitznachbarn. „Ich haben Patricia entlassen, sie waren grauenvoll! Hat über Kunden gelästert, weil sie schwul! So was ich nicht tolerieren, nein!“ Ich warf einen Blick zu Y/n. Wie versteinert sah sie den Deutschen gegenüber an. Er sah wirklich gut aus, hatte helle Haare und blaue Augen. Bang Si-Hyuk stieß seine Gabel gegen sein Glas, es wurde still. Er erhob sich und begann zu reden.
    Y/n
    „Guten Abend, Lady und Gentelmen. Ich heiße Sie herzlich willkommen bei unserem alljährlichen MGI Treff. Es freut mich sehr, dass wir so international heute erschienen sind. Wir haben hier Leute, aus dem freien Amerika!“, ein paar Leute standen auf, teilweise dunkelhäutig, aber sehr gemischt. „Aus Europa, Italien, Deutschland, Frankreich, Sizilien, Polen...“ Der Mann neben mir und der mit den Eisblauen Augen standen auf. Wusste ich es doch. „Aus Vietnam, Russland, der Mongolei, und natürlich auch aus unserem Korea.“ Jungkook, und ein paar andere standen auf. Musste ich wohl auch also stellte ich mich hin. „Ich freue mich sehr, nach 20 langen Jahren wieder Park Y/n begrüßen zu dürfen!“ Bang Si-Hyuk lächelte und deutete mit der Hand auf mich. Ach du heilige Mutter Theresa! Was. Geht. Hier. Ab! Alle starrten mich an. „Ehm.. die Ehre ist ganz meinerseits.“ murmelte ich und setzte mich schnell wieder hin. Bang SI-Hyuk fuhr mit seiner Rede fort. „Wie jedes Jahr, kommen wir hier zusammen. Um zu verhandeln, Kontakte zu knüpfen und um vielleicht alte Bekannte wieder zu treffen. Dieses Jahr, wird es etwas anders verlaufen, weil wir die Ehre von Park Y/ns Anwesenheit haben.“ wieder starrten mich 198 Augenpaare an. „Sie hat eine Menge nachzuholen, was uns anbelangt. Ich freue mich sehr, dass Sie wieder da sind.“ er setzte sich. Das hieß, dass wir weiter essen konnten, aber mir war der Appetit vergangen. Nicht, weil ich von Männern umzingelt war (a/n badumm tzzz) sondern weil das, was Bang Si-Hyuk mir jetzt im Kopf herum schwirrte. Was zum Teufel meinte er damit?

    Das ganze Essen über, trank ich nur einen Schluck Wein und aß ein bisschen Japchae. Der Mann neben mir, der Franzose war, redete mit mir. „Mon Cheri, waren sie schonmal in Pari?“ fragte er in einem extremen französisch-Akzent. „Nein, leider nicht.“ antwortete ich knapp. Ich hoffte, dass Jungkook bemerkte, dass ich mich nicht wohlfühlte. Aber natürlich tat er das nicht, denn gerade redete er mit dem Mann mit den Eisblauen Augen. „Nein, wir hatten ursprünglich Kim Namjoon als Leitung.“ bla bla. Ich würde gerne wissen, warum genau Joon nicht mehr Leader ist. Aber das muss ich ihn wohl selber fragen.

    Zum Glück war das Essen schnell vorbei und ich hoffte, endlich mich ins Zimmer verkrümeln zu können, was natürlich nicht der Fall war. Mist. Aus dem Nichts erklang eine langsame Walzer-Musik. Der Franzose mit dem Namen Christien, stand auf und reichte mir seine Hand. „Darf ich um diesen einen Tanz bitten?“ er lächelte mich an. Ich lächelte zurück, nahm seine Hand und wurde von ihm in die Mitte des Saales gezogen. Ich musste meine Hand auf seine Schulter ablegen, er hatte seine Hand an meiner Taille und führte mich über das Parkett. Manche Männer tanzten auch miteinander. Während Christien mich hin und her drehte, sah ich kurz Jungkook. Er sah irgendwie beleidigt aus. Ich sah ihn entschuldigend an und schon wirbelte mich Christien durch die Gegend. Nach wirklich 4 Stunden hatte ich mit jedem Mann der über 18 und unter 60 war getanzt. Nicht weil ich es wollte oder so, aber weil die mich 'Übergeben' hatten als wäre ich ein Gegenstand oder so. Mit Ausnahme von Bang Si-Hyuk und Jungkook. Mir taten die Füße weh. Erschöpft stellte ich mich zu Jungkook, der gerade mit Bang Si-Hyuk redete. Beide hatten mich noch nicht bemerkt.
    „Sie würde alles wegen ihren Brüdern tun, machen Sie sich keine Sorgen. Wir bekommen sie schon.“ ich verstand kein Wort, aber doch so viel, dass ich wusste, dass es sich um mich handelte. Ich hörte weiter unbemerkt zu.

    „Es ist wichtig, Jeon. Soo ist uns auf den Fersen, wenn er seine sogenannte 'Geheimwaffe' einsetzt, dann wird es bitter. Wir wissen schon, dass das eine Spionin ist und sie wirklich gut ist.“ Werde ich jetzt paranoid oder meinen sie Mina?

    „Mon Cheri, komm!“ Chrsitien nahm meine Hand und zog mich irgendwo hin, aus dem Saal raus. „Wohin gehen wir?“ fragte ich. Und schon kamen wir an. Es war ein Balkon, der riesig war. Draußen war es dunkel geworden, es war etwas kühl und ein leichter Wind wehte um uns. Von hier aus sah man einen See mit Parkanlage. Der Mond schien zwischen den Bäumen hell zu uns. „Schön hier.“ murmelte ich und lehnte mich gegen die Lehne vom Balkon. „Ja, du hast Recht. C'est magique.“ Er sah mich an. „Ich mag dich, Y/n.“ er lächelte. „Ich mag dich auch, du bist nett.“ ich sah weiter auf die Anlage. „Was ist zwischen dir und Jeon?“ „Nichts, wir haben manchmal Meinungsverschiedenheiten.“ „Geht es um das Erbe?“ fragte er weiter. „Welches Erbe?“ fragte ich verwirrt. „Ach nichts, ich glaub ich hab dich mit jemandem verwechselt.“ er kratzte sich an der Nase.

    „Es tut mir Leid.“ Christien sah mir in die Augen. „Was denn?“ fragte ich immer verwirrter. „Ich muss dich mitnehmen.“ „Was?“

    In dem Moment hatte er auf einmal eine Waffe in der Hand, die er auf mich richtete. Ich war zu geschockt davon, um mich jetzt zu bewegen. „Komm mit.“ knurrte er. Erst jetzt meldete sich mein Gehirn wieder.
    Zum Glück konnte ich mich in diesem Kleid einigermaßen gut bewegen, sonst wäre ich aufgeschmissen. Ich hob ein bisschen den Rock an, drehte mich ein bisschen und schon hatte ich ihm die Pistole aus der Hand getreten. Er sah mich verwundert an. „Also bist du Kämpfer. Sehr gut, ich steh auf so was.“ er grinste schelmisch. Ich sah ihn finster an. Seine Waffe lag ungefähr 5 Meter von uns entfernt.
    Ich sah ihm weiter in die Augen und hoffte, dass er jetzt einfach sagt: Überraschung! Nur ein schlechter Scherz! Aber er tat es natürlich nicht. Ehe ich es mich versehen konnte, stand er vor mir, drauf und dran mir eine rein zu hauen. Ich wurde wütend. Warum weiß ich nicht, ich war aber schrecklich sauer. Ich griff nach seiner Hand, die in Faustform auf mich zu gesaust kam, hatte sein Handgelenk erfasst und verdrehte es. Ich zog ihn zu mir, vergrub meine Hand in seinen Haarschopf und knallte seinen Schädel gegen mein Knie. Er stöhnte kurz, taumelte und ich schubste ihn weg von mir. So schnell ich konnte brachte ich mich zur Waffe und hob sie auf. Einige Männer mussten uns wohl gehört haben, so leise waren wir ja jetzt nicht, und kamen auch raus. „Was hier los sein?“ fragte ein kleiner Mann mit italienischem Akzent. Christien stand auf, rieb sich die Beule an seiner Stirn und funkelte mich böse an. „Dafür wirst du bezahlen du kleine-“ „Ich was?“ fragte ich mit erhobener Stimme. So wie er es bei mir getan hatte, richtete ich seine Waffe auf ihn. „Y/n!“ rief Jungkook aus der Menge. „Tja, hat dir niemand gesagt, dass man sich nicht mit Frauen anlegt?“ fragte ich. „Nein, und ich sehe auch keinen Grund.“ Christien grinste und von weiß Gott wo hatte er auf einmal noch eine Waffe. Wo hat der die denn jetzt her? Er richtete sie wieder auf mich. Mein Gott, das kann ja noch heiter werden.

    Jungkook
    Scheiße. Was mach ich jetzt? Ich wollten zu Y/n und sie beschützen. Christien ist sehr mächtig, auch international, nicht nur in Frankreich. Was er weiß, Y/n aber nicht: Irgendein Hohlkopf hat ein Kopfgeld von 200.000.000 Millionen Euro auf Y/n ausgesetzt, das sind 2736614766 Won, ein Vermögen. Bang Si-Hyuk hielt mich am Arm fest. „Lass sie. Wenn sie eine Park ist, dann schafft sie das.“ Unzufrieden ließ ich Y/n machen. Beide, Y/n und Christien, sahen sich außer Atem an. „Du wirst das nicht überleben, Zuckerpüppchen.“ grinste Christien. „Das wollen wir mal sehen, Puppenprinz.“ ich hörte das Klackende Geräusch, das beide Waffen geladen waren. Sie starrten sich gegenseitig weiter an.

    Ein Knall.


    Ein schmerzerfüllter Schrei.





















    Und Christiens Leiche am Boden.


    39


    Kapitel 39:
    Y/n

    Ich starrte ihn an. Wie war das passiert? Ich hatte nicht geschossen, das stand fest. Der kleine Mann mit dem italienischem Akzent kam vor und sagte „Ich haben geschossen. Christiano sollten nicht andere Frauen verschleppen, wegen Geld. Er kein wirklicher Boss. Er sollten immer Benehmen lernen. Aber jetzt auch egal.“ Und somit war für die anderen die Sache erledigt. Ich stand da wie angewurzelt. „Komm.“ Jungkook schob mich sanft wieder rein. „Der Abend ist für uns zu Ende, wir gehen schlafen.“ Unbemerkt schlichen wir uns in 'unser' Zimmer. „Alles Okay?“ fragte er sofort, legte seine Hände an meine Schultern und sah mich fragend an. „J-Ja glaub schon.“ murmelte ich und öffnete meine Haare. Erst jetzt bemerkte ich, wie fest meine Frisur gewesen war denn ich fühlte eine leichte Spannung auf meiner Kopfhaut. (a/n wisst ihr was ich meine? xD)
    Jungkook verschwand wieder im Bad, ich konnte mich also umziehen. Ich streifte mir das Kleid von den Schultern und hängte es wieder auf. Dann zog ich mein Nachthemd und wartete, dass Jungkook raus kam, damit ich mich fertig machen konnte. Er kam raus, nur mit Boxershorts bekleidet. Na wunderbar. Etwas nervös deswegen, schob ich mich unter die Decke des Bettes, rollte mich so weit weg wie möglich von ihm zusammen und versuchte einzuschlafen. Ich hörte, wie Jungkook sich auch hinlegte, auf dem Rücken lag und auch versuchte zu schlafen.
    Ich schloss meine Augen und sofort tauchten die Bilder auf.

    Christiens Gesicht, das mich irgendwie gruselig angrinste, meine Hand nahm, die auf einmal zerfiel. Daraus wuchs dann der kleine Italiener der ihn erschossen hatte. Genau das passierte dann auch, Christien brach blutig zusammen. Sein Körper brannte von innen durch, sodass ein riesen Loch in seinem Bauch erschien.


    Erschrocken riss ich meinen Oberkörper nach oben. Das Bett wackelte von meiner Bewegung, was Jungkook aufweckte. „Ich wusste doch, dass das nicht gut für dich war.“ murmelte er. Ich atmete schnell und versuchte mich zu beruhigen.
    „Na komm schon her.“ ich wusste nicht, was er wollte, also bewegte ich mich nicht. (a/n Ja ja, Y/n und ihre Logik...xD wir erinnern uns, dass sie ein eHeBeTt haben)

    Ich hörte das raschelnde Geräusch der Decke, und dann, wie Jungkook leise flüsterte. „Alles wird wieder gut. Dieser Idiot hat es nicht anders verdient. Niemand kriegt dich.“ dann spürte ich, wie er mich zu sich zog und seinen Arm um meinen Bauch schlang. Ich werte mich nicht. Warum? Ich weiß es nicht, aber es fühlte sich gut an.
    Jungkook
    Ich legte meinen Arm um sie und zog sie zu mir. Ich hatte es geahnt. Das war keine Gute Idee gewesen. Auf einmal drehte sie sich zu mir um und sah mir in die Augen. Sie waren glasig. Ich stützte meinen Kopf mit meinem Arm, die andere Hand legt ich an ihre Wange. „Was ist los?“ fragte ich zärtlich. Diese Seite von mir kannte ich gar nicht, aber das war gerade auch egal. „Ich will nach Hause.“ hauchte sie und ich sah, wie sie sich zwang nicht zu weinen. Ich drückte ihren Kopf gegen meine Brust. „Scht.“ flüsterte ich und strich ihr über den Kopf. In dem Moment löste sie sich komplett auf und ihr brachen die Tränen aus. Ich wusste, dass das ihr alles zu viel war. Dieser Treff, die ganze Verwirrung, die in ihr sein muss, jetzt das mit Christien. Das muss schon hart sein. „Ich will einfach nur nach Hause..“ schluchzte sie. Ihr spürte ihre heißen Tränen an meiner Haut. „Soll ich Yugi anrufen und sagen, dass er dich abholen soll?“ fragte ich weiter. Sie schüttelte den Kopf. „Ich will wieder nach Busan..“ ihr Rücken zitterte. Was sollte ich jetzt nur tun?
    Dann bekam ich die Idee.
    „Soll ich dir was verraten?“ fragte ich und freute mich schon auf ihre Reaktion. „Was denn?“ fragte sie zurück und sah mich an. „Nächste Woche ist Semesterbeginn.“ ich lächelte. „Und?“ fragte sie. „Willst du nicht in die Uni?“

    Taehyung (a/n ich probier jetzt mal Taejin aus.)
    Ich saß auf meinem Bett und las das Buch, das Noona mir empfohlen hatte.
    Es war ein schönes Buch, es gefiel mir sehr. Nur ein bisschen schwer, weswegen ich jedes Kapitel zwei mal lesen musste. „Was liest du da?“ fragte Jin Hyung und setzte sich neben mich. „Nur so ein Buch von Noona.“ murmelte ich und blätterte die nächste Seite um. „Lass uns was anderes machen.“ schlug Jin Hyung vor. „Und was?“ ich legte das Buch auf den Nachttisch. „Keine Ahnung.“ er lachte leise. „Du.. Hyung?“ fing ich an. „Hm?“ ich robbte neben ihn und legte meinen Kopf unter seinen Arm. „Gibst du mir einen Kuss?“ bat ich.

    Er lächelte, beugte sich zu mir runter, fasste mein Gesicht in seinen Händen und küsste mich auf meine Lippen. Hatte ich schon erwähnt, wie süchtig seine Küsse machen?
    Sobald er sich wieder aufrichten wollte, lies ich es nicht zu sondern küsste ihn gleich noch einmal.
    Immer und immer wieder küssten wir uns, unsere Lippen strichen über einander. Jin beugte sich über mich und sah mich kurz für ne Weile an. „Ich kann es nicht glauben..“ flüsterte er. „Was?“ flüsterte ich zurück. „Dass ich den hübschesten Menschen der Welt meinen Freund nennen darf.“ ich wurde rot und kichert. Jin lächelte und wir fingen an zu kuscheln.
    Jin sah mich mit schiefem Kopf an. „Was ist?“ fragte ich. „Nichts, ich guck nur gerne meinen Freund an.“ ich lachte und küsste seine Wange.
    Er nahm wieder meinen Kopf in seine Hände und sah mich an. Ohne Worte zu verlieren, küssten wir uns noch einmal.

    Es dauerte nicht wirklich lange, bis uns die Leidenschaft packte und wir immer hastiger uns küssten. Ich spürte, wie es in mir immer mehr kribbelte.

    Jungkook
    „Was meinst du damit?“ fragte sie und sah mich mit großen Augen an. „Das heißt, dass du in die Uni gehen wirst. Wenn du willst.“ sie fing an zu strahlen.
    „Ja klar, auf jeden Fall!“ sie lacht leise aber so überglücklich, dass ich das Gefühl hatte, sie hätte gerade den Nobelpreis gewonnen. „Dann fahren wir, wenn wir fertig hier sind, in die Stadt und kaufen ein bisschen ein, hm?“ schlug ich vor. Sie nickte wie ein kleines Kind und kuschelte sich in die Decke ein. Ich drehte mich um, um einzuschlafen, aber Y/n legte ihren Arm um meine Brust. „Nicht wegdrehen.“ murmelte sie, bevor sie einschlief.

    40

    Kapitel 40: Reaktionen und Spionage~
    Y/n

    Am nächsten Morgen, saßen wir alle an der großen Tafel. Alle? Nein. Ein Platz neben mir war leer. Es herrschte ein leichtes Gemurmel. Jungkook redete mit Bang Si-Hyuk. „Ich habe gerade eine Mina bei mir. Ich habe den Kim-Brüdern gesagt, sie sollen sie ein bisschen im Blick behalten.“ hörte ich Jungkook sagen. Ich fühlte mich irgendwie verloren. Alle wussten über mich, sogar Christien wusste mehr über mich als ich selber. Diese Unwissenheit machte mich verrückt. Ich hasste es schon, etwas nicht zu verstehen, über etwas gar nicht Bescheid zu wissen, das würde mich in den Warnsinn treiben. Ich spürte einen Schmerz in meinem Kopf, als würde jemand mit aller Kraft von Innen gegen meinen Schädel hauen, um mich noch mehr verrückt zu machen. Ich stützte meinen Kopf mit meinem Arm. „Hey..“ Jungkook legte eine Hand auf mein Knie. „Alles in Ordnung?“ fragte er leise flüsternd. Ich nickte, biss die Zähne zusammen und lächelte verbittert Bang Si-Hyuk zu, der mich anstrahlte, als wäre ich seine Tochter, die gerade ihren Abschluss gemacht hatte.
    Ich hatte Moms und Dads Reaktion nie erleben können. Zu gerne würde ich wissen, wie sie reagieren würden.
    Deswegen schloss ich die Augen und stellte es mir vor.

    „Park Y/n, bitte rauf kommen.“ etwas nervös stieg ich auf die Bühne der Aula und stellte mich vor den Direktor meiner Schule. Er breitete ein Blatt aus und las davon vor. „Abitur-Durchschnitt, 1,0, Herzlichen Glückwunsch.“ er händigte mir meine Urkunde aus, wir verbeugten uns und er fuhr fort. „Als stellvertretende Schulsprecherin und Jahrgangsbeste, möchte ich dich bitten, ein Paar Worte an unsere Schüler*innen zu wenden.“ Ach du heilige. Darauf war ich nicht vorbereitet. Zögernd räusperte ich mich und sah dann meine Eltern. Mom hatte Tränen in die Augen bekommen und Dad lächelte mich stolz an. Das gab mir neuen Mut und ich begann zu sprechen.
    „Es war womöglich das härteste Jahr unserer ganzen Schulkarriere. Prüfung über Prüfung, Problem über Problem. Aber wir haben es gemeistert. 13 Jahre harte Arbeit, Niederlagen, Verzweiflung und das Gefühl, es nicht zu schaffen. 13 Jahre, in denen wir mehr oder weniger für's Leben gelernt haben. Diese 13 Jahre zahlen sich heute aus. Im Namen aller Schüler und Schülerinnen möchte ich unserer Lehrerschaft danken, dafür, dass sie nicht die Hoffnung an uns verloren haben.“, ein leises Lachen machte die Runde. „Ich wünsche euch und eurer Familie einen tollen Tag, bye bye Schule!“ somit ging ich runter und schmiss mich in die Arme meiner Eltern.


    Tatsächlich hatte ich unvorbereitet eine Rede halten müssen. Aber das war egal, ich würde nie ihre Reaktion zu Gesicht bekommen.

    „Y/n? Was ist los?“ fragte Jungkook und nahm meine Hand. „Nichts von deinem Interesse.“ brummte ich und würgte den letzten Krümel meines Frühstücks runter. Bang Si-Hyuk stand auf und holte sich die Aufmerksamkeit aller. „Nach dem Verlust, von Christien, schlage ich vor, dass wir darüber verhandeln, was mit seiner Mafia passiert. Gibt es einen weiteren Franzosen hier?“ Ein etwas älterer Herr stand auf, er hieß Sebastien. „'ch 'aben ihn immer zu versucht zu überreden, mir zu übergeben, bis'er erfolglos. Ich könnte sie ne'men.“ bot er an. Ich verstand das nicht. War die Sache so schnell vom Tisch? Vor ein Paar Stunden war ein sogenannter 'Freund' von ihnen gestorben und sie reden über seine Mafia? Ich hatte absolut kein Verständnis dafür. Zum Glück noch eine Nacht, und dann kann ich endlich wieder gehen.

    ~ Time Skip ein Paar Stunden ~
    Die Zeit nach dem Frühstück, verbrachte ich mit vor mich hin grübeln. Der einzige Spion, den Jungkook hätte überwachen lassen können, ist Mina. Zum einen, weil sie mit Nachnamen Soo heißt, wie ihr Vater, der in der Regierung arbeitet, zum 2. weil Jungkook und Bang Si-Hyuk einen Soo erwähnt hatten und 3. weil ich sie erwischt hatte.

    Ich wollte gerade in Yoongis Zimmer gehen, weil ich mit ihm reden wollte. Auf dem Weg sah ich Yuna, wie sie gerade aus Jungkooks Büro kam. Sie sah irgendwie verschwitzt und ein bisschen aufgewühlt aus. In ihren Armen trug sie eine grau-gelbe Akte, worauf 'Park' stand. Ich wusste, wie Mina an diese Akte gekommen war. Anders würde sie es niemals im Leben schaffen.
    Ich sah durch die Tür in Jungkooks Büro, er saß auf seinem Stuhl, verschwitzt fuhr er sich mit der Hand durch seine Haare und leckte sich über die Lippen.
    Auch wenn ich Mina so was zutraute, ich hätte es trotzdem nie erwartet, dass sie sich an ihn ran macht. Wobei, das auch, aber das Jungkook darauf einging... mein Blick fiel auf die Weingläser und die 5 Flaschen. War ja klar.
    Ich wurde wütend. Auf Mina, weil sie so schlampig war und auf Jungkook, weil er sich auf sie eingelassen hatte.
    Mit Wut in den Augen, einer Wut, die ich selber nicht von mir kannte, kam ich auf Mina zu und schubste sie gegen die nächste Wand. „Was zur-“ fing sie an, ich legte meine Hand über ihren Mund, damit sie still ist. „Hör mir zu.“ knurrte ich und riss ihr die Akte aus der Hand, während ich mit meiner anderen Hand eine Faust bildete, bereit sie in ihrer Magengrube zu versenken. „Ich weiß, dass du für die Regierung arbeitest und ich weiß, dass das alles hier eine Fassade ist. Es ist besser für dich, wenn du verschwindest und nicht mehr wieder kommst. Wir wissen beide, dass das nicht gut mit dir zu Ende gehen wird, sonst.“ ich schlug meine Faust gegen ihren Magen, sie keuchte in meine Hand und zappelte herum. „Ich warne dich, Soo Mina.“
    Meine Hand legte sich um ihre Kehle und übte leichten Druck aus. Sie röchelte und meine Hand wurde von ihrem Atem warm. „Ein falscher Tritt, eine falsche Bewegung und du wünschst dir, nie hier her gekommen zu sein.“ knurrte ich und lies sie dann los. Mit Tränen in den Augen sah sie mich an. „Das ist nicht die Y/n, die ich kenne.“ schluchzte sie, mit der Hoffnung mein Mitleid zu bekommen. Aber es lies mich kalt. „Du kanntest noch nie die richtige Y/n.“ knurrte ich und lies sie gehen. Auch wenn ich wusste, dass sie meine Drohung nicht wahrnehmen würde.

    Immer noch aufgebraust, ging ich zu Yoongi ins Zimmer. Er war gerade dabei sich eine Hose anzuziehen, das war mir aber so was von egal, dass ich mich einfach in sein Bett warf, mein Gesicht in sein Kissen versenkte und die Decke über mich zog. Ich baute mir meine eigene kleine Schutzhöhle. Die Akte hatte ich auf den Boden geschmissen.

    Es dauerte nicht lange, bis Yoongi dazu kam und sich neben mich hockte. Er sagte nichts, fragte nichts, sondern legte einfach einen Arm um mich und drückte mich an sich. Ich fing an von ganz alleine zu erzählen. „Mina hat mit Jungkook geschlafen.“ murmelte ich. Yoongi nahm mich in seinen Arm und wir kuschelten unter der Decke. „Weißt du, was ich an dir am meisten lieb hab?“ fragte ich und sah zu ihm hoch. Er schüttelte den Kopf. „Ich weiß immer, dass du immer bei mir bist, egal was ich tue und ich weiß, dass du hinter mir stehst und mich nicht im Stich lässt.“ ich lächelte ihn warm an.
    Er lächelte zurück. Bye Gehirn, wir sehen uns gleich wieder! Ich setzte mich leicht auf und sah meinen besten Freund mit schiefem Kopf an. „Was ist?“ fragte er. Ich sah ihn nur weiter an, hatte meine Hand auf seiner Brust abgelegt und beugte mich zu ihm runter. „Danke für alles.“ flüsterte ich und küsste ihn sanft auf seine Lippen.

    Seine Hand vergrub er in meine Haare und drückte mich näher an ihn. Immer wieder, begann er einen neuen Kuss, es war eigenartig. Aber auch gleichzeitig schön. Mittlerweile lag ich mit meinem Oberkörper komplett auf Yoongis und immer wieder hörte ich das Geräusch unserer Lippen, wie sie sich trafen und dann wieder lösten.
    In unserer Deckenhöhle wurde es langsam warm und wir steckten die Köpfe raus. Er lächelte mich an. „Ich bin immer für dich da..“ ich vergrub mein Gesicht in seine Brust und fühlte mich wohler wie seit langem nicht mehr.

    41


    Kapitel 41: Regeln~
    Y/n

    „Y/n? Komm.“ ich wurde aus meiner Gedankenwelt gerissen, als Jungkook kam. „Die Anderen warten schon auf uns.“ er setzte sich neben mich an die Bettkante. „Welche Anderen?“ fragte ich verwirrt. Ich hatte ganz kurz die Hoffnung, dass er 'Jin, Namjoon, Hobi, Jimin, Taehyung und Yoongi' sagen würde, aber stattdessen sagte er:
    „Na ja, Bang Si-Hyuk und so..“ verbittert stand ich auf. „Nur noch eine Nacht.“ Jungkook zog mich in eine Umarmung, die nicht wirklich lange anhielt, aus dem einfachen Grund, das ich ihn weggedrückt hatte.
    Ihn kümmerte es nicht und startete einen zweiten Versuch mich zu umarmen. Ich fand das einfach nur ekelhaft und unverantwortlich von ihm.

    „Was hast du denn?“ fragte er 'nichts wissend'
    „Ach ich weiß nicht.. vielleicht will ich einfach nicht von so einem Idioten wie dich umarmt werden?“ warf ich ihm an den Kopf und rauschte an ihm vorbei in diesen großen Ballsaal. Dort waren wieder alle versammelt, diesmal aber nicht in Anoraks und Anzügen, sondern in alltäglicher Kleidung. Ich sah genauso aus, trug eine Jeans und einen Pulli.
    Bang Si-Hyuk wollte gerade eine Ansprache halten.
    „Wie es unsere langjährige Tradition möchte, werden wir heute einige Spielchen spielen.“ er holte einen kleinen Eimer und zog einen Zettel raus. „Wir spielen, 'Labyrinth' und 'Find the real one'“ las er vor. Ich kannte keines der Spiele. Jungkook kam neben mich, in Gedanken schnaubte ich und drehte mich weg von ihm. „In 'Labyrinth' werden wir alle in ein Labyrinth geschickt. Ziel ist es, mit allen seinen Waffen durchzukommen. Verlierst du deine Waffe, musst du zurück zum Anfang des Labyrinths und dir eine neue holen.“ erklärte er. „Du gewinnst, wenn du es als erste geschafft hast.“ ich nickte nur. Irgendwie wie in Tribute von Panem.
    „In 'Find the real one', bekommt jeder von Bang Si-Hyuk eine Rolle. Ziel des Spiels ist es, die gesuchte Rolle zu finden, während der Abend einfach weiter geht. Der Gewinner ist der, der vor Mitternacht die Gesuchte Rolle gefunden und aufgedeckt hat. Du deckst auf, indem du es aus der Person heraus quetschst. Aber, du darfst ihn nicht bedrohen. Nur Worte.“
    Wieder nickte ich. Das waren schwierige Spiele, das war sofort klar.

    „Also dann, wir beginnen mit 'Labyrinth'.“ Bang Si-Hyuk setzte das gefakteste Lächeln auf, das ich je in meinem Leben gesehen hatte. Mit Ausnahme von Minas und Xiumins Lächeln.

    Wir wurden in den Garten gebracht. Dieser war bestimmt mindestens 1 Hektar groß (a/n das ist bisschen größer als ein FIFA-Fußballfeld)
    Und mitten drin prangte ein Irrgarten.
    Ich spürte, wie Jungkook meine Hand nehmen wollte. Doch bevor das passieren konnte, zog ich sie rechtzeitig weg. Sollte er doch denken was er wollte.
    Eine Frau kam daher. Sie war groß und schlank, ihre braunen Haare waren streng nach hinten zu einem Knoten gebunden. Ich war so froh, wieder ein weibliches Geschöpf zu sehen, das ich ihr um den Hals fallen könnte. Tat ich aber nicht.

    Jedem von uns wurde eine Waffe gegeben. Das war definitiv wie in Tribute von Panem und mir gefiel es gar nicht. „Sie haben solange Zeit, wie sie brauchen.“ sagte die Frau in einer gehobenen Stimme. „Keine Gewalt.“ diesen Satz sagte sie nun zum 10.000sten Mal, was mir das Gefühl gab, das es hier in der Vergangenheit schon Brutalitäten gab. Und das machte mir Angst.

    Während ich mir die anderen Mitstreiter ansah, wie sie sich an funkelten und wobei ich mir zu 100% sicher war, das es mindestens einen weiteren Toten geben wird, kam mir die Erkenntnis wie ein Blitzschlag.

    Ich war ganz auf mich gestellt in diesen Spielen.

    42

    Kapitel 42: Labyrinths~
    Y/n

    Etwas verschrocken sah ich zu Jungkook, der ganz gelassen da stand und seine Waffe prüfte. Er beachtete mich gar nicht. Wunderbar.
    „Viel Glück!“ wir durften ins Labyrinth rein gehen. Es war die reinste Hölle, egal wo ich hin ging, fand ich mich in einer Sackgasse wieder. Genervt stöhnte ich auf.
    Ich sah mich um, was gab es schon zu sehen? Außer Weihnachtsbaum-grüne Heckenwände?
    Ich sah Jungkook vorbei rennen und folgte ihm erst mal. Er kannte sich hier aus, das war offensichtlich.
    Jemand tippte mir auf die Schulter, ich drehte mich um und sah in das Gesicht des Italieners mit dem Namen Pablo.
    „Ich müssen das leider mitnehmen, danke auch.“ er wollte mir meine Waffe aus der Hand nehmen, aus purem Reflex kam ich ihm zuvor und nahm ihm seine weg. Als ich realisierte, das ich gerade einen Gegner weniger hatte, rannte ich so schnell ich konnte weg.

    Ich war total verloren in diesem Labyrinth. Warum denn auch nicht, das ist doch der Sinn von diesem Scheiß Spiel.

    Während ich so weiter lief, sah ich Jungkook, der gerade seinen Spaß daran hatte den Europäern ihre Waffen weg zu nehmen. Irgendwie war er wie ein Kleinkind, das fröhlich von jedem der Männer einen Lolli bekommt und nahm einer nach dem anderen ihnen ihre Waffen ab. Warum zum Henker wehrten sie sich nicht?

    Ich beobachtete ihn weiter, bis er dann sich umdrehte und wieder weiter lief. Leise und unbemerkt folgte ich ihm.

    Ohne Pause rannte er weiter, bis er sich dann ruckartig umdrehte. „Gib sie mir.“ sagte er und durchlöcherte mich mit seinem eisernen Blick. „Und was wenn ich nein sage?“ ich grinste. „Dann hol ich sie mir.“ er schmunzelte, was ich mit meinem Schmunzeln erwiderte. „Y/n lass den Quatsch.“ er behandelte mich wie ein Baby, was mich wirklich anpisste.

    Er kam auf mich zu, um wie versprochen mir die Waffe weg zu nehmen, doch dann sah er Pablos, die ich mir in die Hose gesteckt hatte. „Oh wow, Glückwunsch.“ meinte er trocken. Ich lachte ironisch auf. „Warum bist du wütend auf mich? Habe ich was falsch gemacht?“ fragte er, auf einmal total liebevoll. Er hat definitiv seine Tage, solche Stimmungsschwankungen hat er sonst auch nie.

    Beleidigt drehte ich mich um. Er war sturzbetrunken gewesen, daran konnte er sich natürlich nicht erinnern. Das was er mit Mina gemacht hatte auch nicht, das davor AUCH nicht.
    Jungkook hat wirklich ein Sieb-Hirn.
    Er ging vor mir in die Hocke, nahm meine Hände in seine riesigen und strich mit seinen Daumen über meine Narben. „Was ist los?“ fragte er noch einmal. Ich entschied es ihm zu sagen.

    „Mina ist eine Spionin von Soo. Vor ein paar Tagen hat sie dich abgesauft u-und dann h-hat sie--“ meine Stimme brach ab. Ich konnte es ihm einfach nicht sagen. „Was hat Mina gemacht?“ fragte er.
    „Sie hat-“, ich atmete noch einmal durch um zur Ruhe zu kommen, was gar nichts brachte. „Siehatmitdirgeschlafen.“ ratterte ich schnell runter. „Was!“ fragte Jungkook ungläubig. Ich nickte. „Sie hat dich abgefüllt und dann habt ihr halt Verkehr gehabt.“ murmelte ich. Er merkte, das ich noch was zu erzählen hatte. „Sie ist aus deinem Büro raus und hatte eine Akte in der Hand. Darauf stand mein Nachname.“ Jungkook zischte zwischen den Zähnen. „Ich hätte es wissen sollen.“ murmelte er. „Mach dir wegen Mina keine Sorgen. Namjoon und Jin kümmern sich um sie.“

    Mich beruhigte das wenig. „Warum hast du sie überhaupt mitgenommen?“ fragte ich.
    Er flüsterte mir seine Antwort ins Ohr. Ich sah ihn verblüfft an und kicherte. „Nicht dein ernst.“ er grinste. „Doch.“ dann küsste er meine Wange. „Jungk-“ fing ich an. „Y/n.“ er legte seine Hände an meine Schultern. „Du musst lernen, auch mal an dich zu denken.“ damit nahm er meine Hand, verschränkte unsere Finger und zog mich mit sich. „Wir bringen dich jetzt hier raus.“ „Warte.“ ich hielt an. „Warum hilfst du mir?“ fragte ich. „Du musst hier raus.“ das 'musst' betonte er so sehr, das ich schon wieder besorgt war.
    „Mach dir keinen Kopf.“ Jungkook lächelte, ich setzte mich wieder in Bewegung und wir liefen weiter durch das Labyrinth.

    Es war ungewöhnlich ruhig, wir trafen niemanden der anderen, was mich wirklich nervös machte. „Jungkook..“ fing ich wieder an. Er brummte. „Es ist so ruhig..“ murmelte ich.

    Es war einfach ungewöhnlich, bevor ich Jungkook gefunden hatte, war hier die Hölle los. Und jetzt?

    Ich hörte ein klickendes Geräusch. Und ich wusste von was es kam. Jungkook ging geradewegs auf dieses Klicken zu.
    Ich hörte es noch mehr. Von überall her, drang dieses Klicken in meine Ohren.

    „Wir sind umzingelt.“

    43

    Kapitel 42: Entscheidungen~
    Y/n


    Jungkook schob mich hinter sich und ging etwas rückwärts. Langsam tauchten die Europäer und vereinzelt ein Paar Japaner auf.
    „Was wollt ihr?“ fragte Jungkook den Japaner. „Die Kleine.“ Ich spürte, wie Jungkooks Hand seinen Griff verfestigte. „Tut mir Leid.“ Aus seiner Stimme hörte ich ein Grinsen.
    „Aber sie hat schon bei mir unterschrieben.“

    Er drückte mich durch die Hecke hindurch, was erstaunlicher Weise wunderbar funktionierte. Das bedeutet, das die Heckenwände einfach nur da sind und man ganz einfach durch sie durch kann. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen?

    Ich fand mich irgendwo mitten im Labyrinth wieder. „Renn so schnell du kannst, ich komme gleich nach.“ keuchte Jungkook. „Abe-“ setzte ich an. „Alles wird gut okay? Du rennst jetzt los, immer die Abbiegung rechts, dann gerade aus und wieder rechts. Dann noch ein mal links und schon siehst du die Ziellinie. Du schaffst das. Ich komme nach.“ er lächelte mich zuversichtlich an. Wobei ich sehr zuversichtlich bin, das das total in die Hose geht.
    „Ich vertrau dir.“ murmelte ich. „Danke.“ Jungkook lächelte und küsste meine Stirn. „Jetzt lauf.“ ich nickte und rannte den besagten Weg.

    Es dauerte nicht lange, und ich sah die Ziellinie, wo ein quietschvergnügter Bang Si-Hyuk auf mich wartete. „Huhu! Miss Park!“ ich lächelte knapp und sah mich um. Mir war niemand gefolgt. Jungkook war noch nicht da. Wo war er?

    Ich drehte mich um mich selber, er musste doch hier irgendwo sein, oder nicht?

    Auf einmal hörte ich ein Knallen. Und dann einen Schrei. SCHEIßE JUNGKOOK!

    Ich stand zwischen zwei Entscheidungen. Entweder, ich gehe durch die Ziellinie, wie Jungkook es mir gesagt hatte, oder ich gehe zurück und helfe Jungkook, weil die Wahrscheinlichkeit, dass er angeschossen oder sogar erschossen wurde ist ziemlich hoch.
    Letztendlich entschied ich, zu Jungkook zu rennen. Ich rannte also den ganzen Weg zurück, schrie nach Jungkook wie eine Irre und bekam davon verdammt harte Seitenstechen.

    Irgendwie hatte ich es doch zu Jungkook geschafft. „Was machst du hier!“ fragte er aufgebracht, als ich ihn sah, wie ihm gerade eine Waffe an die Schläfe gehalten wurde. Ich schluckte. Jungkook saß da auf Knien und ihm wurde von einem der Sizilianer eine Waffe an den Kopf gedrückt. „Lasst ihn gehen.“ hauchte ich. „Na ja, das kommt darauf an, wie du dich entscheidest.“ erklärte der Japaner von Eben und lächelte. „Komm mit uns. Du musst nur einen klitzekleinen Vertrag unterschreiben und dann kann er gehen.“
    Ich sah zu Jungkook, der wie was den Kopf schüttelte. Während meine Gehirnzellen wie was ratterten, griff ich nach meiner Waffe. „Lass die lieber stecken, Kleines.“ der Japaner sah mich drohend an, also lies ich sie los. „Y/n..“ hörte ich Jungkook leise reden. „Mach es nicht.“


    „Na gut.“

    Der Japaner grinste sein verschmitztes Lächeln.

    „Eins musst du noch lernen, Park.“ der Japaner zog Jungkook wieder auf seine Beine und schubste ihn zu mir rüber. „Du darfst ihm nicht vertrauen.“

    Somit ging er weg.

    Mein Gehirn brauchte ein bisschen, bis ich Jungkooks Hand packte und den Weg wieder zum Ziel rannte.


    Komischer Weise waren wir alleine.

    Ganz außer Atem, kam uns die Ziellinie ins Sichtfeld. „Renn' durch.“ keuchte Jungkook und hielt sich an der Seite.

    Warum verstand ich nicht, aber ich rannte einfach so schnell ich konnte gerade aus.


    Als ich endlich durch die Ziellinie war, kam Bang Si-Hyuk auf mich zu, schüttelte meine Hand und redete auf mich ein. Aber ich hörte ihm gar nicht zu, weil ich die ganze Zeit nach Jungkook Ausschau hielt.

    „Wo sind die anderen?“ fragte ich also den älteren.
    „Oh, die sind wahrscheinlich im Keller.“ Bang Si-Hyuk zuckte mit den Schultern. „Was machen die da?“
    „Na ja, sie waren so unbegabt und haben verloren. Daher, müssen sie doch eine Strafe kriegen, oder?“ er grinste.

    44


    Kapitel 43: Beobachtung~
    Y/n


    Ich rannte wieder ins Haus rein, ohne darauf zu achten, dass Bang Si- Hyuk wie ein Irrer mir hinter her brüllte, ich solle doch vernünftig sein und nicht weg laufen. Aber ich hörte nicht auf ihn. Zum Glück traf ich auf einen der Bediensteten, der mir den Weg zum Keller erklärte.

    Als ich die Wendeltreppe runter hechtete, hörte ich durch die hallenden Flure lautes Gebrüll.
    „Sie hat bei mir unterschrieben, wann kapierst du das endlich!“ „Und wer von uns beiden hat die Rechte über das Erbe!“
    „Ach ja? Du hast sie nicht!“ „Woher willst du das wissen?“
    Verwirrt hörte ich dem Gespräch zu. Welche Rechte? Welches Erbe?

    „Tut mir Leid, Miss, Sie können hier nicht rein.“ ein Angestellte sah mich mahnend an. An seinem Gürtel baumelte ein Schlüssel.

    Namjoon
    Ich saß am PC und sah durch die Kamera in Minas Zimmer. Wir hatten sie schon lange im Blick. Es klopfte und Hoseok kam rein. „Na? Wie läuft's?“ wollte er wissen. „Nichts... sie spielt clean.“ seufzte ich, bis ich dann auf dem Bildschirm sah, wie sie das Zimmer verließ und in Y/ns ging.
    Ich folgte mit meinen Augen ihr, sie ging ins Zimmer und untersuchte Y/ns Schreibtisch. Sie bekam einige Zeichnungen von Y/n in die Hand.
    Es waren einige Bilder, sehr fotorealistisch und mit Grafit gemalt.
    Einmal war es das eine Zeichnung von ihren Eltern, Jimin und Taehyung und ihr selbst, wie sie neben einander standen und den Betrachter anlächelten.
    Das nächste Bild stellte den Anhänger ihrer Kette und Jungkook Identitätsring dar, der mit dem P und dem J drauf.
    Und das dritte Bild war von Jungkook. Sie hatte ihn ganz genau getroffen, jede einzelne Pore, jedes einzelne Haar war perfekt.
    Mina sah eine Weile die Bilder an, kramte in ihrer Hosentasche und holte ein Feuerzeug raus.
    Sie hielt die kleine Flamme an das Ende des Gruppenbildes und langsam fing an das Bild zu verwelken.
    Jin, der sie von einem anderen Raum aus beobachtete, kam ins Bild, riss Mina die Sachen aus der Hand und rettete so Y/ns Kunstwerk.
    Es hatte einen kleinen Schaden abbekommen, ihr eigenes Abbild hatte sie an diese Ecke gesetzt und sie selber war kaum noch zu erkennen.
    Jin drohte Mina und schickte sie raus. Ich verfolgte sie weiter über Kamera und sah, wie sie ins Bad ging. Ab hier konnte ich nichts mehr sehen. Nach Y/ns Bitte hatten wir die Bad-Kameras deaktiviert. Irgendwie schon verständlich.
    Mina tauchte in Y/ns Geheimraum wieder auf. Wie war sie da rein gekommen? Wie hatte sie von dem Code erfahren?
    „Hoseok, sie ist im Geheimraum.“ Hobi starrte mich an, nickte und ging aus dem Zimmer.
    Ich griff nach meinem Handy und wählte Jungkooks Nummer.
    Er ging nicht dran.
    Scheiße, wo war er nur, wenn man ihn brauchte?


    Ich weiß, es ist kurz und nicht besonders... es tut mir Leid, mianhae!
    In 2 Tagen habe ich endlich Sommerferien! Wuhuuuu!
    Ich werde versuchen öfter zu updaten, es lag die letzte Zeit aber an einigen Familienkomplikationen sag ich mal..
    Bald gibt es wieder neuen Kram!
    Versprochen!
    Bis Bald,
    Eure Jan

    45

    Kapitel 44: Die Bestrafungen~
    Y/n


    Ich sah dem Angestellten in die Augen. Etwas nervös sah er mich an. „Wissen Sie..“ fing ich an. „Ich müsste mal ganz dringend da rein.“
    „Und warum das?“ „Jungkook hat die Zimmerschlüssel.“ „Haben Sie keinen Ersatz?“ ich schüttelte den Kopf und betete, dass man den Zweitschlüssel nicht in meiner Hosentasche hörte.
    „Also schön. Ich schließe Ihnen auf, sie holen sich die Schlüssel und dann kommen Sie wieder raus.“ Ich nickte dankbar.
    Der Angestellte löste den Schlüsselbund von seiner Hose und öffnete mir eine große, schwere Tür aus Mahagoni.

    Schnell flitze ich rein und sah die 198 Männer jeder Altersklasse, die einen Kreis um Zwei gebildet hatten. Ich quetschte mich durch, um zu Jungkook zu kommen, der lautstark mit dem Japaner diskutierte. Aber durch die Kommentare der Anderen, dass sie sich doch beruhigen sollten, übertönten meine Rufe nach Jungkook und ich wurde nach hinten gedrängt, bis ich die Raumwand an meinem Rücken spürte. Also schob ich mich weiter nach links, bis ich irgendwann einen anderen Untergrund spürte. Es war eine Tür. Ich suchte mit meiner Hand nach dem Türgriff, zum umdrehen war nicht genug Platz. Ich drückte die Klinke runter und stolperte nach hinten in einen anderen Raum. Er war abgedunkelt, bis ich einen Lichtschalter fand und sehen konnte.
    Der Raum war so gut wie leer, außer eine aufgestellte Leinwand auf der einen Seite, davor ein Stuhl mit Schnallen für Hand- und Fußgelenke und auf der anderen Seite, stand ein Tisch, der mit einer bodenlangen Tischdecke ausgelegt war, worauf ein zusammengeklappter Laptop stand.
    Jetzt erst bemerkte ich den Beamer, der an der Decke befestigt war.

    Ich hörte hinter der Tür Bang Si-Hyuks Stimme.
    Schnell verkroch ich mich unter dem Tisch und betete schon wieder, dass diesmal nicht der Schlüssel sondern ich nicht gehört werde.
    Vorsichtig sah ich unter der Tischdecke hindurch und sah die Füße von drei Männern.
    Ich erkannte die Lackschuhe von Bang Si-Hyuk und Jungkooks Schuhe, aber nicht das dritte Paar von dicken Kampfstiefeln.
    Ich holte den Zimmerschlüssel aus meiner Hosentasche und sah ihn mir an. Er war spitz, fast wie eine Art Messer. Die Tischdecke hatte ein Papierartiges Material. Wenn ich ein kleines Loch ins Tischtuch reiße, kann ich sehen, was sie machen-
    „Kommen Sie, Jeon, setzen Sie sich doch.“ ich zuckte zusammen. „Nein danke, am besten ich gehe direkt wieder..“ wovor hatte Jungkook so eine Angst?
    Ich hörte Bang Si-Hyuks Schritte, wie sie zum Tisch kamen. „Komm Jungkook, setzt dich oder es wird nur noch schlimmer.“ Ich hörte, wie sich Jungkook auf den Stuhl fallen lies und wie die Schnallen zuschnappten.
    Dann, ein leises Surren.

    Vorsichtig und mit zittrigen Fingern, riss ich mit dem Schlüssel ein Loch in die Tischdecke und hatte einen perfekten Blick auf Jungkooks Konturen, die zur Leinwand gerichtet waren.
    Auf die Leinwand wurde Licht geworfen und ein Bild von einer jungen Frau erschien.
    Diese Augen kannte ich... es waren Jimins Augen...

    Auf der Leinwand war meine Mutter zu sehen..
    Verwirrt sah ich dem Video zu.

    „Hallo Jungkook!
    Wenn du das siehst, bin ich wahrscheinlich schon tot und dieses Alter habe ich auch nicht mehr... Du musst jetzt bestimmt ein hübscher junger Mann sein.. wie geht es Y/n, Jimin und Taehyung? Passt du gut auf sie auf? Und wie steht es um Hoseok und Yoongi?
    Egal, das ist nicht mein Punkt. Doch eigentlich schon. Während ich dieses Video drehe, sitzt deine Mutter hinter der Kamera und filmt alles. Du bist ein ganz kleines schrumpeliges Baby und liegst im Kinderwagen. Übrigens, du schläfst gerade.. Du siehst wirklich aus wie ein kleiner Hase!“, im Hintergrund hörte man eine Frau kichern.

    „Mein eigentlicher Grund für dieses Video ist die Akte“, sie hielt eine beige-gelbe Akte hoch,
    „Du weißt, wie wichtig sie ist. Diese Akte, sie ist überlebenswichtig, für dich und besonders für Y/n. Bitte pass gut auf sie auf..- nein. Beschütze sie mit deinem Leben, ich bitte dich.
    Oh nein, dein Schnuller!“ Mom verschwand kurz aus dem Bild und tauchte dann wieder auf.
    „Jedenfalls, haben wir nicht viel Zeit. Bald kommen Y/n und Jimin auf die Welt. Ich will nicht, dass ihnen was passiert, das verstehst du doch oder?“

    Jungkook wurde immer unruhiger, er rüttelte an seinen Schellen, zappelte wild um sich und warf seinen Kopf immer heftiger nach rechts und links, je mehr Mom redete.
    „Wenn Soo diese Akte in die Finger bekommt, ist alles verloren. Ich möchte, dass du Y/n zum nächsten MGI mit nimmst. Richte Bang Si-Hyuk von mir aus, dass sie unsere Vertretung sein wird.“

    Im Hintergrund hörte man mehrere Füße trampeln.

    „Okay Jungkook.. ich muss jetzt, ich glaub das ist Soo... machst du bitte die Kamera aus?“

    Bevor das Video zu Ende ging, hörte man hinter Mom die Tür aufgehen.

    „Mi-Jeon... da bist du ja..“ „Was willst du von mir?“ „Du weißt es ganz genau..“ „Nein tut mir leid.“ „Mi-Jeon gib mir einfach diese Akte und es wird alles wieder gut.“
    „Soo, komm bloß meinen Kindern nicht zu nahe, mehr will ich nicht.“ „Woher willst du wissen, ob sie überhaupt zur Welt kommen?“ „Pil-Woo!“

    Und dann war das Video zu Ende.


    „So Jungkook... wie du gerade gesehen hast, hatte die liebe Mi-Jeon nur eine einzige Bitte an dich.. mehr wollte sie nicht.
    Und hast du es geschafft? Nein.
    Du hast versagt Jeon. Versagt!“

    trichterte Si-Hyuk ihm ein. „Willst du noch das nächste Video sehen?“ Jungkook sagte nichts.

    Das nächste Video begann.

    Wieder war Mom im Bild, doch sah sie etwas älter aus. Ihr Gesicht war eingefallen, ihre Augen müde aber ihre Lachfältchen waren noch da.

    „Hi Jungkook! Das letzte Video ist schon eine weile her, nicht wahr? Y/n, Jimin und Taehyung müssten gleich aus der Schule kommen.
    Weißt du, es ist schon ein seltsames Gefühl mit deinem Zukunfts-Du zu reden.“, man hörte die Haustür aufgehen. „Eomma! Wir sind da!“ hörte ich mich selber. „Guck mal, da sind sie schon.“ Ich sah mich selber in einem Alter von vielleicht 10 oder 11. Höchstens 12. „Was machst du da?“ fragte ich. „Das ist ein Video für Jungkook.“ „Der Jungkook?“ fragte ich, wobei ich den Artikel betonte. Mom nickte. Ich winkte in die Kamera. „Hi!“ und dann war ich wieder weg.

    „Die sind in ihren Zimmern und machen ihre Hausaufgaben oder so.“, Mom lächelte.
    „Gleich kommt Pil-Woo bis dahin haben wir noch Zeit.
    Also, es ist wichtig, dass du Y/n zum MGI mit nimmst. Bitte, es ist wirklich wichtig, weil, weißt du... meine und Pil-Woos Zeit neigt sich dem Ende zu. Nicht nur wegen dem Krebs, sondern auch wegen Soo. Er übt Druck aus. Das ist nicht unser Problem, auch die Tatsache, dass er uns umbringen wird nicht, mehr besorgt uns, dass er den Kindern was antut.
    Ich weiß, ihr seit gleich alt und ich bin mir ziemlich sicher, Y/n wird dich hassen, aber pass trotzdem auf sie auf, ja?
    Versprichst du mir das?
    Wenn ihr im MGI seit, musst du sie die Spiele gewinnen lassen. Wenn sie sie nicht gewinnt, wird alles in die Hose gehen, die ganze Operation war umsonst und die Akte könnten wir dann auch Soo schenken. Sie muss diese blöden Spiele gewinnen, bitte.“

    „Eomma?“ „Gleich Taetae, ich komme gleich.“ „Okay...“ man hörte im Hintergrund, wie Tae sagte „Eomma hat zu tun sie kommt gleich.“

    „Jungkook, wo waren wir? Ach ja.
    Wenn Y/n die Spiele nicht gewinnt, wird sie bestraft, richtig? Wenn sie bestraft wird, wird sie alles erfahren. Wir wissen glaube ich beide wie Si-Hyuk da vor geht.“

    Jungkook fing auf einmal an zu brüllen. „MACH DAS AUS! BITTE!“

    „Aber, Aber, Jungkook. Willst du nicht wissen, was Mi-Jeon möchte?“ Jungkook schüttelt den Kopf. „Du Feigling.“ Gnadenlos spielte er das Video weiter ab.

    „Es ist wirklich wichtig, dass du präzise vorgehst. Du kennst bestimmt nun jedes der Spiele, die zur Auswahl stehen. Ich hoffe wirklich, es werden Labyrinth und Finde the Real One. Die werden einfach für Y/n werden..“

    Diesmal wurde Moms Gerede von Taehyung unterbrochen. „Eomma, komm mal!“ „Jetzt nicht Taetae, ich hab wirklich zu tun.“ Klein-Tae sah traurig aus. „Na gut...“

    Im Hintergrund hörte man die Tür öffnen, das Seufzen, das Rascheln der Jacke am Kleiderhaken und dann den schweren Gang meines Vaters. „Appaaaaaaaa!“ freuten sich klein-Jimin, klein-Tae und klein-ich.

    Mom lächelte. „Pil-Woo ist da. Ich muss leider Schluss machen. Also Jungkook, merk dir alles gut, okay? Ich verlasse mich auf dich!“

    Und damit war das Video zu Ende.

    „Also, Jeon.“ fing Si-Hyuk an und lief vor Jungkook auf und ab.

    „Am Tag vor Parks Tod.“, fing er an und projizierte Bilder an die Leinwand, „Kam Mi-Jeon zu mir. Sie bat mich, dir eines Tages diese Videos zu zeigen. Am verhängnisvollen Tag, hatten sie einen Auftrag.“ Das erste Bild war ein Schnapp-Foto, wie Mom und Dad aus einem Auto stiegen. Dad musste mit Hilfe eines Gehstocks aus dem Wagen klettern.
    „Diese Bilder übrigens, kommen von einer versteckten Kamera von deiner Mutter.“

    Er lief weiter auf und ab, wie ein Lehrer, der seiner Klasse eine Matheformel beibringt. Nur war das alles andere als eine Matheformel, es war viel komplizierter, ein großes Spektrum an Informationen, von wo ich nur Einzelstücke hatte, die nichts übereinander aussagen konnten.

    „Dieser Auftrag verlief perfekt. Sie wollten sich in Soos PC hacken, die Dateien eliminieren und dann verschwinden. Das ist so typisch für die Parks. Kommen und spurlos verschwinden, als wären sie ein Windhauch, der kurz durchs Zimmer rauscht und dann durchs Fenster seinen Weg weiter geht.
    Nun, bei ihnen ging der Weg nicht weiter.
    Wie du weißt, wurden sie von Soo angegriffen.“

    Das nächste Bild zeigt Mom und Dad, die Rücken an Rücken da standen, jeder eine Waffe in der Hand und waren von 4 Menschen umzingelt.

    „Soo hat sie eiskalt getötet.“

    „LASS DAS!“ brüllt Jungkook und riss mich aus meiner Schockstarre. Er strampelte hin und her, so gut das in seiner aktuellen Verfassung ging und schrie. „WENN DU IHR NUR EIN HAAR KRÜMMST!“ „Wir wissen beide, dass dir das Mädchen egal ist. Dir ist Mi-Jeons Bitte egal. Du willst nur das Erbe.“ „ICH BIN NICHT HINUTA OKAY? ICH WILL NICHT NUR DAS ERBE!“ „Das ist eine Lüge.“ Si-Hyuk legte von hinten eine Hand auf Jungkooks Schulter und verdeckte so meine Sicht. „Um Y/ns Willen, hör auf so ein schlechter Lügner zu sein. Du willst nur dieses Erbe, das wolltest du schon immer. Das Erbe und Rache. War das nicht der Grund, weswegen du Min gezwungen hast Y/n zu holen? Um dich an ihr zu rächen? Für etwas, wovon sie selber nichts weiß?
    Wolltest du nicht, dass Min sie tötet? Damit du ans Erbe kommst, weil du weißt, dass du der nächste wärst, der es bekommen hätte? Weil du wusstest, dass Mi-Jeon so viel Vertrauen in dich hatte, dass sie davon ausging, du würdest ihre Schützlinge in deine Obhut nehmen? Und nun das.“ Si Hyuk redete in einer bemutternden Stimme, die ihm gleichzeitig alle Vergehen der Welt aufhalste.
    „Du hast es fertig gebracht Jungkook. Es wird nicht lange dauern, bis Soo alles heraus gefunden hat. Seine Spionin hockt bei euch und überträgt alles ihm, was bei euch vorgeht. Sie wissen alles. Sogar vom Zimmer wissen sie. Wenn dir nicht alles egal ist-“ „MIR IST Y/N NICHT EGAL! ICH HABE ES DOCH VERSUCHT VERDAMMT! ICH HABE ES WIRKLICH VERSUCHT!“ „Hast du nicht.“

    Das nächste Bild kam zum Vorschein.

    Es war das schrecklichste Bild, das ich je in meinem Leben gesehen habe.

    Zwei Leichen, neben einander.

    Eine blutiger als die andere.
    Die Gesichtszüge noch so lebendig, dass man denken könnte, sie stellen sich nur tot.

    Die geschwungenen Lippen, die alle in unserer Familie geerbt haben.

    In allen 4 Augenhöhlen, Jimins leuchtende Augen.

    Die Augen von Mom und Dad, wie sie tot und leer geradeaus in die Luft starrten.

    Vorsichtig kletterte ich vom unterm Tisch hervor und schob mich an die Wand. Ich wollte hier weg. Das war ein zu schlimmer Anblick. Ich konnte das nicht mehr sehen. „Wo kommst du denn her?“ ich zuckte zusammen, als ich die kalte Stimme von Si-Hyuk hörte. „Och, mich merkst du gar nicht, ich gehe einfach und niemand hat was bemerkt-“
    als ich in Jungkooks Augen sah, die vor Verzweiflung und Hilfe nur so bettelten, raffte ich mich und es war, als wäre alle Angst der Welt aus meinem Körper gepustet.

    „Lass ihn gehen.“ Meine Eltern waren verwirrend. Nein. Mein ganzes Leben ist verwirrend, aber in dieser Verwirrung war eins klarer als alles andere:
    Jungkook muss hier weg. Und das so schnell wie möglich.

    46

    Kapitel 45: Back~
    Y/n


    „Lass mich überlegen...“ Si-hyuk tat so, als würde er angestrengt nachdenken. „Nein. Und jetzt komm her.“ Der Kerl mit den Kampfstiefeln, der sich als ein großer bulliger Kerl mit wahrscheinlich mehr Muskelmasse als Gehirn, herausstellte, schob mich in Si-Hyuks Richtung. „Wie du bestimmt mitbekommen hast, sind deine lieben Eltern nicht an ihren Krankheiten verschieden.“ Er sah mich ungeniert an, starrte in meine Augen, als würde er versuchen meine Gedanken zu lesen. „Sondern wurden von ihrem eigentlichen Freund getötet. Natürlich wussten sie, dass Soo ein Verräter war und sich von ihnen abwenden würde, natürlich wussten sie, dass er sie umbringen würde. Und damit euch, besonders dir, nichts geschieht, haben sie kurz vor ihrem Tod Jungkook und seine Familie involviert.
    Gestorben währen sie so oder so, aber sie wollten nicht, dass du irgendwas erfährst. Tja, Jungkook hat es geschafft, das Gegenteil zu bewirken. Fahrlässige Tötung nennt sich das.“ Ich verstand noch weniger als Bahnhof, während ich heimlich versuchte Jungkook einen Draht zu geben, der unter dem Tisch gelegen hatte. Was nicht wirklich funktionierte, weil Jungkook so talentiert war den Draht fallen zu lassen.
    „Jedenfalls, will ich dir nicht erklären, was da eigentlich los ist. Ich denke, das sollte Jungkook tun.“
    Der bullige Kerl, machte Jungkook los. Dieser stand sofort auf. „Ihr zwei geht nach Hause. Jetzt.“ Wir nickten und machten uns auf dem Staub.
    Erst als wir im Zimmer waren, fiel mir auf das Jungkook weinte, als ich ihn schluchzen hörte. Ich drehte mich einerseits erschrocken, einerseits verstört um. Ich hatte Jungkook noch nie wirklich weinen gesehen, aber trotzdem tat er mir sofort leid. „Na komm her.“ ich umarmte ihn. Er drückte sein Gesicht gegen meine Schulter und weinte einfach alles aus. Ich versuchte mit meinen Händen über seinen Rücken zu streichen, aber weil er gefühlt zwei mal so groß war wie ich, stellte sich das als äußerst schwierig heraus. „Es tut mir so leid..“ schluchzte er und schniefte, bevor er sich von mir löste und mit seinem Handrücken über seine Augen rieb. „I-ich werde dir wirklich alles ganz bald erklären! Wirklich es ist nur.. ich kann das einfach nicht!“ er setzte sich an die Bettkante und stützte seine Stirn in seinen Händen. „Si-Hyuk hat Recht, ich habe versagt.“

    Ich wusste immer noch genauso wenig wie vorher, wenn nicht noch weniger, trotzdem setzte ich mich einfach neben ihn. „Und wenn, Eomma hätte es dir bestimmt nicht übel genommen.. wenn sie dir so vertraut hat, kann sie dir nicht böse sein.“ Beruhigend strich ich ihm über den Rücken, während ich neben ihm saß. „Kookie, sei nicht so hart zu dir... Was bedeutet es schon, was Si-Hyuk sagt. Was zählt ist, was du denkst.“ er sah mich mit verweinten Augen an. „Du hast doch keine Ahnung.“ schluchzte er. „Doch, ich habe Ahnung. Es ist alles okay.“ ich umarmte ihn noch einmal. „Danke Y/nie.“ er lächelte mich an. „Wofür?“ „Dafür, dass du da bist.“ ich lächelte ihn warm an. „Komm, wir müssen packen.“ Er nickte und stillschweigend packten wir alles zusammen und liefen zum Auto. Jungkook gab mir den Autoschlüssel und ich fuhr. „Du fährst echt gut, Y/n.“ er legte seine Hand auf meine, die auf dem Schalter ruhte. Ich konzentrierte mich weiter auf die Strecke und fuhr in den Kreisverkehr ein, um dann gleich die 2. Ausfahrt zu nehmen. „Schleimer.“ ich schmunzelte und bremste bei einer Ampel. „Aber ich bin dein Schleimer.“ verwirrt sah ich ihn an. „Was meinst du?“ „Verstehst du erst später.“ er lächelte leicht, nahm meine Hand und küsste sie auf den Handrücken. Ich zuckte kurz zusammen, zog sie weg und trat aufs Gaspedal. „Warum kannst du es mir nicht einfach sagen?“ fragte ich seufzend. „Es geht einfach noch nicht..“ murmelte er. „Jungkook, es geht um meine Eltern. Versuch erst gar nicht mir die Idee auszureden, ich möchte alles wissen.“ behaarte ich. „Ich erkläre dir alles bald! Versprochen!“ „Das hast du vor einem Jahr auch gesagt, erinnerst du dich?“ fragte ich. „Du hattest mich gezwungen einen Vertrag zu unterschreiben, ich durfte dir am Tag nur eine Frage stellen und die Fragen die ich hatte, hast du nicht beantwortet. Du lässt mich einfach im nichts zappeln. Ich finde das nicht fair, ich denke, es ist mein Recht zu erfahren, was passiert ist.“ erklärte ich schroff und wechselte in den 3ten Gang. „Ich weiß, ich weiß das alles. Und ich bereue es wirklich, das, was ich dir alles angetan habe, was ich dir antue und was ich dir antun werde. Ich.. du hast alles gehört, was Si-Hyuk gesagt hat oder?“ fragte er. „Ja.“ „Und du hast dann auch gehört, dass er denkt, ich wolle nur das Erbe..“ Ich nickte und machte die Blinker für rechts an. Dann bog ich ab. „Ich verstehe nicht ganz worum es geht, Jungkook, aber lass dir eins gesagt sein. Wenn du es mir nicht sagen wirst, werde ich es selber heraus finden.“ Somit parkte ich in unserer Einfahrt und lies ihn im Auto sitzen.

    Ich atmete noch mal durch und klingelte an der Haustür. Namjoon öffnete. „Schon so früh dran? Aber das MGI-“ fing er verwundert an. „Ja, ist egal. Erklär ich dir später, wo sind Tae und Jimin?“ fragte ich. „Jimin ist mit Hoseok im Garten und Tae und Hyung sind wahrscheinlich in der Küche.“ „Und Yoongi?“ „Er.. ist gerade nicht zu Hause.“ „Wo ist er?“ fragte ich und kam auch mal rein. Ich zog meine Jacke aus, hing sie auf und schob meine Schuhe an die Wand. „Er ist gerade mit Got7 unterwegs, sie kommen heute Abend.“ Es war gerade 5 Uhr.
    „Na schön.“ seufzte ich und machte mich auf den Weg in die Küche.
    „NOONAAAAAAA“ rief Tae und rannte mir in die Arme. „Hey.“ ich umarmte ihn und freute mich, ihn wieder zu sehen. Ein kleines Kläffen ertönte und Yeontan sah mich mit großen Glubschaugen an, damit ich ihn hoch nahm.
    Also legte ich meine Hände um seinen Bauch und hob ihn hoch. „Ich hab dir doch gesagt, Tae kümmert sich um dich.“ Ich kuschelte mein Gesicht in sein weiches, nach Erdbeere duftendes Fell. „Hey Prinzessin.“ Ich sah zu Jin, der sich eine pinke Kochschürze umgebunden und in der einen Hand einen Pfannenwender hatte. „Hey Jinie.“ Wir umarmten uns auch kurz, nachdem ich Yeontan runter gelassen hatte. „Hyung, wir müssen reden.“ Jungkook kam rein, ging an mir vorbei und verschwand mit Namjoon in ein Zimmer. Jin schob mich in die Küche, setzte mich an den Tisch und stellte einen Teller vor meine Nase. Tae kam mit Yeontan auf dem Arm rein, sagte, er würde mit Tan in den Garten gehen und war dann auch weg. Ich fing an die Suppe in meinem Teller zu essen und lies mir von Jin Bericht erstatten, was die letzten 2 Tage alles passiert war.
    „Nicht wirklich viel, Yoongi ist mit Got7 seit gestern unterwegs, Hoseok und Jimin haben viel Zeit zusammen verbracht. Und ich glaube, Tae vermisst Jimin.“ „Wie meinst du das?“ „Na ja, seit Jimin und Hobi zusammen sind, verbringt Jimin weniger Zeit mit Tae. Ich habe versucht ihn irgendwie abzulenken, aber, weißt du, ich bin halt nicht Jimin.“
    Ich dachte über seine Worte nach. Das machte irgendwie Sinn, Jimin und Tae sind wie beste Freunde und sie brauchen sich gegenseitig. Ich erinnerte mich an das eine mal, als Jimin mit seiner Klasse auf Klassenfahrt war.


    „Noona?“ „Ja?“ ich sah von meinen Hausaufgaben auf. „Wann kommt Hyung?“ „Er ist doch gerade erst los gefahren. Er kommt über-übermorgen.“ „Das dauert aber langeeee“ schmollte Tae. Ich umarmte den 8 Jährigen. „Bis dahin können wir doch was zusammen machen, oder?“ „Aber mit Hyung macht das mehr Spaß.“ Etwas verletzte es mich ja schon, aber er war ja erst 8.
    „Sollen wir was backen?“ schlug ich vor. Tae nickte und wir machten uns an die Arbeit.


    „Vielleicht solltest du mit ihm reden.“ schlug Jin vor. Ich nickte vor mich hin.

    47


    Kapitel 46: Die Email~
    Y/n

    Ich aß schnell auf und ging in den Garten. Jimin und Hoseok lagen auf einer Picknick decke und sonnten sich, während Tae mit Yeontan im Gras spielte. „Jimin?“ „NONNA-SSIIIII!“ kreischte Jimin, sprang auf und kam zu mir. Breit grinsend kam er angerannt und umarmte mich. „Du bist wieder da!“ freute er sich. „Ja, bin ich.“ ich lächelte ihn an, nachdem ich etwas Abstand gewonnen hatte. „Jimin, wir müssen uns unterhalten.“ Ich zog ihn an seinem Arm ins Haus, ins Wohnzimmer. „Okay, was gibt’s?“ fragte er. Ich versuchte es ihm irgendwie indirekt zu erklären. Aber er verstand es nicht. „Noona, wenn ich was für dich tun kann, sag es mir.“ Er lächelte mich warm an. „Tae vermisst dich.“ haute ich raus. „Wie meinst du das? Ich bin doch die ganze Zeit hier..“ „Ja, aber seit du mit Hoseok zusammen bist-“ „Ich mache nicht Schluss!“ unterbrach er mich. „Das habe ich auch nicht gesagt. Ich würde dir so was nicht antun, das weißt du doch. Ich möchte einfach nur von dir, dass du dir zwischendurch auch was Zeit für Tae nimmst, okay? Ihm wird das gut tun, und dir bestimmt auch.“ Ich lächelte ihn an und stand auf. „Ich habe lange nichts mehr mit ihm gemacht..“ stellte er fest. „OH GOTT ICH BIN SO EIN BLÖDER HYUNG!“ schrie er, rannte raus und war weg. Zufrieden davon, dass er es geschnallt hatte, ging ich in mein Zimmer. Erleichtert, den ganzen vertrauten Kram zu sehen, fiel ich ins Bett. So schön weich. Wohlig seufzend versenkte ich mein Gesicht in mein Kissen.
    Jungkook
    „Wir sind verloren, wir sind so was von verloren, Hyung was soll ich nur machen, ich habe vollkommen versagt, sie wird sterben, wenn das so weiter geht!“ ich ging im Büro auf und ab, Haare raufend und komplett verzweifelt. Eben hatte ich Namjoon alles erklärt und nun grübelten wir, wie wir Y/n möglichst von dem ganzen fern halten könnten.
    „Es geht nicht anders. Wir müssen sie einweihen.“ kam Hyung zum Schluss. „Bist du verrückt geworden? Mi-Jeon würde mir das niemals verzeihen!“ „Aber Mi-Jeon ist tot, Jungkook!“ „Na und? Versprechen ist Versprechen und ein Jeon hält sein Versprechen!“ konterte ich. Er seufzte. „Sie wird es früher oder später selber heraus finden. Der Schock wird nicht so viel sein, wenn du es ihr jetzt einfach sachlich erklärst. Wenn sie es selber herausfindet, sind da zu viele Emotionen, die Y/n selber nicht kontrollieren kann. Wir müssen es zu ihrem eigenen Schutz selber sagen. Und zwar jetzt.“ „Nein!“ protestierte ich. Namjoon seufzte und knallte seine Stirn gegen die Tischplatte. „Wir haben keine andere Wahl.“ „Doch, haben wir!“ jetzt fiel es mir wieder ein. Namjoon sah mich fragend an. „Ich habe Y/n in die Uni hier einschreiben lassen, vielleicht lenkt sie das alles ab.“ schlug ich vor. „Das ist eine gute Idee..“ fing Namjoon an. „Aber sie ist ja nicht total bescheuert.“ gab er zu bedenken. „Egal! Ich werde nicht zu lassen, dass Y/n deswegen irgendwas zustößt!“ Namjoon kam zu mir, legte seine Hände auf meine Schultern und sah mich an. „Du magst sie sehr, hm?“ „Ja- also nein- also doch klar mag ich sie, warum nicht- aber- NEIN nicht so wie du denkst also-“ Namjoon lachte. „Ich weiß schon.“ Er zwinkerte und ging aus dem Raum. „He!“ rief ich ihm hinter her.
    „Oh, Hey Jungkook. Seit ihr schon fertig mit eurem Treffen?“ Urplötzlich stand Mina neben mir. Ich zuckte kurz zusammen, wo kam die denn her? „Ja ja, wir sind durch.“ brummte ich und schob sie weg von mir, denn sie klebte regelrecht an mir. Sie ist so nervig! Wie konnte ich nur so blöd sein, mich von ihr betrinken zu lassen und dann sie zu vögeln? Ich bin so ein Idiot!
    Kein Wunder, dass Y/n angeekelt von mir ist. Seufzend setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schalte den PC vor mir an. Direkt blinkte mir mein Email-Postfach eine knallrote 1 entgegen. Ich öffnete mein Postfach und las die neue Mail. Mina war, nachdem sie merkte das ich nichts von ihr wollte, mit einem enttäuschtem 'Pfeh' wieder verschwunden.
    Sie war von Si-Hyuk.

    „Sehr geehrter Herr Jeon,

    angesichts der Geschehnisse, möchte ich Sie zu einem Treffen mit Miss Park einladen.
    Es würde mich sehr freuen, Sie im Restaurant allá Pasta, am ox.ox.20xx um 19 Uhr zu treffen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Bang Si-Hyuk“

    Eine weile starrte ich die Nachricht an, bis mein Gehirn wieder anfing zu arbeiten. Der Termin ist in einer Woche, und genau an diesem Tag ist Y/ns erster Tag in der Uni. Sie wird wahrscheinlich zu müde sein, um noch mit Si-Hyuk zu sprechen und wenn nicht, könnte sie wieder zu viel erfahren. Das muss ich unbedingt verhindern! Wenn ich schon nicht für sie da sein kann, wie ich sollte, dann will ich sie wenigstens davon fern halten.

    Ich fuhr meinen PC wieder runter, ging aus dem Büro und suchte nach Y/n.
    Als ich in ihr Zimmer ging, und leise die Tür öffnete, sah ich Y/n, wie sie breit grinsend und wohlig vor sich hin seufzend auf dem Bett lag. „Y/n?“ sie setzte sich auf und sah mich fragend an. Ihre Haare waren unordentlich geworden und hingen zur Hälfte vor ihrem Gesicht. Genervt versuchte sie die Strähnen weg zu pusten, bis sie es dann aufgab und ihre Haare vollkommen öffnete. Es sah einfach nur schön aus. Was rede ich da, sie ist schön.
    ZUR HÖLLE JUNGKOOK HÖR AUF SO EINEN MIST ZU DENKEN!
    „Was ist los?“ fragte sie und legte den Kopf schief. „Nichts“, ich schüttelte meinen Kopf. „Ich wollte nur sagen, dass wir morgen einkaufen gehen, für die Uni meine ich. Nächste Woche ist deine erste Vorlesung.“
    Sie sah mich mit großen, leuchtenden Augen an. Dann auf einmal quietschte sie auf und sprang vom Bett runter. Keine zwei Sekunden später lag ihre Stirn an meiner Brust. „Danke, Danke, Danke, dass du mich weiter studieren lässt, ne ernsthaft jetzt du weißt nicht, wie dankbar ich dir bin. Um Himmelswillen, Danke, Kookie!“ quietschte sie und auf einmal spürte ich ein leichtes Kribbeln in meiner Wange. Sie hatte mich wirklich auf die Wange geküsst. Innerlich rastete ich gerade aus. Ich tätschel etwas ihren Kopf, mehr kann ich auch nicht tun, ohne dabei wie ein Volltrottel rüber zu kommen. Sie löste sich wieder von mir, grinste mich an und ging hopsend aus dem Zimmer in den Flur. Ich sah ihr hinterher, lächelte und ging in ihr Zimmer. Auf ihrem Schreibtisch lagen ein Paar Zeichnungen von ihr.
    Ach du heiliges Toastbrot, die sind gut. Das erste Bild war beschädigt, es war ein Familienbild mit Mr. Park, Mi-Jeon, Jimin und Taehyung drauf. Man konnte ein bisschen Y/ns Hand, wie sie auf Taehyungs Schulter liegt erkennen, aber der Rest von ihr war total abgebrannt. Eine Weile starrte ich dieses Bild einfach nur an.

    Ich hörte ein Wimmern im Raum und direkt danach ein Schluchzen. Verdutzt drehte ich mich um, wer sonst noch hier war, bis ich kapierte, dass ich, Jeon Jungkook einer der wohl meist gefürchtetsten Männer in ganz Korea, hier wirklich in einem Schlafzimmer stand und wegen einem angefackelten Bild weinte. Ich wischte mir mit dem Ärmel meines Hemdes über die Augen. So ein Blödsinn!

    Puh, habe ich das lange nicht mehr gemacht xD
    Und zwar, ich habe große Neuigkeiten für euch, meine lieben kleinen Kekskrümel!:)
    Ich habe mir einen Wattpad-Account eingerichtet und angefangen meine Kapitel da hoch zu laden. Joa, es wäre cool, wenn ein Paar von euch da mal rein sehen, es sind klitzekleine Verbesserungen drin und diese 0 bei meinen Reads frustriert mich sehr. XD
    Also, wie gesagt, es wäre mega nett, wenn ihr mal rein guckt hahahah.
    Es sind die ersten vier Teile drin, heute kommen noch ein Paar hinterher.:)

    I love you so much und ich bin euch so dankbar, dass ihr meinen Quark hier lest, den ich produziere uwu:):*****

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare autorenew