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Is it really what it looks like? - BTS Fanfiction | p.jm

Die 21 jährige Alice Colm wohnt mit ihrem Freund Anthony in Seoul. Als dieser sie aber dann mit einer andern betrügt und das nicht zum ersten Mal beschließt Alice ein neues Leben ohne ihn anzufangen. In einer regnerischen Nacht trefft sie einen netten jungen Mann der mit zwei Freunden in einer WG wohnt und noch ein Zimmer frei hätte. Könnte es sein das sich aus der ein oder anderen Freundschaft mehr entwickeln könnte?...

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    Ich war auf dem Weg nachhause. Es schüttete in Strömen und ich war innerhalb weniger Minuten klitschnass und ich zitterte am ganzen Körper. Ich hat
    Ich war auf dem Weg nachhause. Es schüttete in Strömen und ich war innerhalb weniger Minuten klitschnass und ich zitterte am ganzen Körper. Ich hatte heute länger in der Uni bleiben müssen als gewohnt und dann verpasste ich auch noch den Bus zu mir nach Hause. Ich hatte noch einen langen Weg vor mir, da ich nun die ganze Strecke zu Fuß zurück legen musste. Obwohl es schon nach 20:00Uhr war konnte ich die Straßen noch gut erkennen trotz des immer stärker fallenden Regens. In Seoul waren noch viele Zimmer hell erleuchtet und schummriges Licht viel auf die Wege vor mir. Die nächste Bushaltestelle war noch zwei Kilometer entfernt.
    Meine Beine zitterten, mein Hoodie hatte sich mit Wasser voll gesogen und meine Jacke hatte ich natürlich heute Morgen zu Hause liegen lassen. Meine Fuße fühlten sich an wie Eisklötze und meine Haare hingen mir wie Algen ins Gesicht. Ich lief durch den Regen meine Tasche über meinen Kopf haltend was so gar nichts brachte. Ein paar mal rutschte ich aus, aber konnte mich immer wieder fangen bevor ich zu Boden fiel. Bald musste ich zu Hause sein. Ich musste mich ungeheuer konzentrieren um nicht die Orientierung zu verlieren. Wenn ich mich jetzt auch noch verlief wusste ich nicht mehr was ich tun sollte. Warum musste Korea auch so unglaublich groß sein. Ich traf nur ab und zu einen anderen Passanten der wie ich in den Regen gekommen war ohne es zu wollen.
    Nach einiger Zeit erkannte ich meine Straße wieder. Endlich. Nur noch die Haustür trennte mich von meinem Freund Anthony. Ich stellte mich unter das winzige Vordach und kramte in meiner Tasche nach dem Haustürschlüssel. Als ich ihn gefunden hatte schob ich in mit zitterten Fingern ins Schlüsselloch und betrat schnell meine Wohnung. Was ich dort vorfand hätte ich lieber gar nicht erst gesehen.
    Auf dem Boden langen die Klamotten zweier Menschen. Als ich weiter ins Wohnzimmer ging sah ich Anthony mit einer anderen Frau auf der Couch liegen. Beide hatten nichts mehr an und ich konnte mir bereits ausmalen was passiert war. Mein Freund hatte mich mit einer anderen betrogen in meiner eigenen Wohnung die ich gemeinsam mit Anthony damals bezogen hatte. Ohne wirklich darüber nachzudenken lief ich in die Küche fühlte einen Topf voll mit eiskaltem Wasser, ging zurück in Wohnzimmer und schüttete den Inhalt über die beiden eng aneinander geschmiegten Personen auf meiner Couch. Anthony fuhr sofort hoch und das Mädchen neben ihm fing an zu kreischen. Seine Augen weiteten sich als er mich erkannte. Er wickelte sich schnell eine Decke um und stand auf. Er kam auf mich zu und wollte meine Haare berühren aber ich stieß seine Hand weg. „ Alice warum bist du denn so klitschnass, Schatz?“ fragte er als ob nichts wäre. Als ob ich ihn nicht gerade mit einer fremden Frau auf unserem Sofa gefunden hätte. Mir liefen Tränen über die Wangen. Wie konnte er mir das antun. Schlimmer konnte dieser Tag nun wirklich nicht mehr werden. „ TU NICHT SO ALS OB ALLES IN ORDNUNG WÄRE ANTHONY!“ schrie ich ihn an und gab ihm eine Ohrfeige. Die Frau auf dem Sofa hielt sich die Decke vor die Augen und schluchzte. „ Alice nun beruhige dich doch“ versuchte Antony zu mir durch zu kommen. Aber der Zug war abgefahren. Er hatte seine Chance bei mir gehabt und sie vergeudet. Vor einem Jahr war sowas nämlich schon mal vorgekommen. Ich kam von meiner Freundin wieder und fand Anthony mit einer anderen in unserem Bett. Damals hatte ich ihm noch verziehen und ihm eine neue Chance gegeben aber noch mal konnte ich das nicht. Ich konnte nicht mit jemandem zusammen leben dem ich nicht wichtig war. Ich wollte ihn anschreien, ihn fragen warum er das getan hatte aber ich konnte nicht. Ich hasste mich selber dafür das ich so viele Jahre mit dieser Person verschwendet hatte. Jahre in denen ich meine wirklich große Liebe hätte finden können. „Das wars“ sagte ich ruhig, drehte mich um und lief ins Schlafzimmer. Dort packte ich schnell alles wirklich wichtige Dinge in meinen Koffer. Ein paar Klamotten, meinen Laptop, meine Bücher und meine mini Stereoanlage. Anthony hatte sich seien Hose angezogen und war mir hinter her gelaufen. „Alice das kann doch nicht dein ernst sein. Du kannst doch nicht einfach gehen. Schatz“ „ nenn mich nie wieder “Schatz“ hast du gehört!“ „aber…“ „ Nein Anthony. Ich habe mir das schon viel zu lange gefallen lassen. Ich habe so viele Jahre hier mit dir verbracht. Ich dachte du hättest dich geändert aber da sieht man mal wieder wie naiv ich bin, was? Und du wusstest das ich an der Uni war und irgendwann nachhause kommen würde. Du wusstest es und hast es trotzdem gemacht. Bin ich dir nicht gut genug? „ „Doch natürlich..“ „HÖR AUF MICH ANZULÜGEN! Ich habe dich geliebt Anthony und du wirfst mich einfach so weg und suchst dir eine Neue“ „Aber so ist es doch gar nicht..“ wieder sprach er doch ich wollte das nicht hören. Ich wollte nicht noch mehr Lügen hören die mir das ganze hier nur noch schwerer machen würden. Ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen rollte mich mit meinem Koffer und meinem Rucksack auf der Schulter an ihm vorbei zur Haustür. Er lief mir hinter her und hielt mich am Handgelenk fest. „Alice geh nicht. Lass uns das klären“ „Anthony kapierst du es nicht! Da gibt es nichts mehr zu klären“ Ich befreite mich aus seinem Griff und packte schnell meine Schuhe die noch auf dem Schuhbrett standen in meinen Rucksack bis er voll war. An Anthony gewandt sagte ich dann noch: „ Den Rest hole ich später“ „Alice bitte“ „Lass mich in Ruhe“ fuhr ich ihn an. „Verschwinde bitte einfach aus meinem Leben“ So öffnete ich die Tür und lief mit meinem Koffer wieder hinaus in den Regen. Schnell drehte ich mich noch mal um und lief an Anthony vorbei in den Flur dort holte ich mir meinen Regenschirm und eilte wieder hinaus unters Vordach wo mein Koffer stand. Ich klappte den Regenschirm auf und rollte los ohne noch mal hinter mich zu blicken.

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    Nun war ich hier mitten im Herz von Seoul und hatte keine Ahnung wo ich hin gehen sollte. Man sollte meinen das eine einundzwanzig jährige Frau jede Menge Leute hatte zu den sie gehen konnte. Mein Problem war nur das alle meine Freunde nicht hier in Korea wohnten sondern irgendwo auf der anderen Seite der Welt, da ich die meisten von ihnen auf Konzerten und anderen Veranstaltungen kennen gelernt hatte. Der Regen hatte beinahe schon aufgehört nur noch leichter Nieselregen tropfte auf mich und meinen Koffer. Ich hatte keine Lust mehr planlos durch die Gegend zu rennen also beschloss ich mich irgendwo unter zu stellen und einfach zu warten. Ich wusste zwar nicht genau worauf aber irgendwas würde mir schon einfallen um meinem Gehirn vor zu spielen das alles in bester Ordnung sei. Aber in Wirklichkeit war gar nichts in Ordnung. Ich stand mutterseelenalleine irgendwo in Seoul und wusste nicht wohin. Zu meinen Eltern konnte ich nicht, da sie damals als ich neunzehn Jahre alt war in unserem Heimatland geblieben waren während ich nach Südkorea gezogen bin um hier mit Antony zusammen zu leben. Wie gerne wäre ich jetzt wieder zurück in Wisconsin.

    Ich weiß nicht wie lange ich da stand und den Regentropfen zusah wie sie auf den Boden platschten. Meine Augen brannten. Ich musste dringend schlafen aber wo? Sollte ich einfach in ein Hotel gehen? Mittlerweile war es schon wieder hell geworden. Ich wusste nicht genau wie spät es war aber als ich mein Handy aus dem Rucksack holte gab dies seinen Geist auf noch bevor ich es auch nur eingeschaltet hatte. Ich stöhnte genervt. Nicht auch noch das. Ich steckte es frustriert wieder zurück in die Tasche.

    Plötzlich räusperte sich jemand hinter mir. Ich fuhr herum und hob automatisch die Fäuste. Dabei beherrschte ich nicht einmal Kampfsport und einen Selbstverteidigungskurs hatte ich auch nicht gemacht, aber vielleicht schreckte es die Person mir gegen über ja ein wenig ab. Vor mir stand ein braunhaariger Typ ungefähr in meinem Alter. Auf der rechten Hand hatte er mehrere kleinere Tattoos. Er trug eine lockere Jeans und eine schwarze Bomberjacke dessen Reißverschluss er zugezogen hatte. Er war kräftig gebaut so weit ich das unter seinen Klamotten erkennen konnte. Also falls der mich jetzt verschleppen sollte hätte ich wohl keine Chance. Ich ließ meine Hände wieder sinken. "Hey" begrüßte er mich und streckte mir seine Hand entgegen. Ich nahm sie zögernd und erwiderte dann sein "Hey". "Mein Name ist Jeon Jungkook und wie heißt du?" "Alice. Alice Colm." sagte ich und zog meine Hand wieder zurück. "Kommst du von hier?" fragte er " Nein, ursprünglich komme ich aus Wisconsin aber ich bin vor zweieinhalb Jahren hier her gezogen." antwortete ich und setzte mich auf meinen Koffer. Jungkook betrachte mich und mein Gepäck. "Stehst du hier etwa schon seit zwei Jahren?" machte er einen schlechten Scherz "Ja weißt du, weil ich ja auch zwei Jahre hier bei Wind und Wetter überlebt hätte." Jungkook lächelte. Ich wollte mir ganz cool mit der Hand durch die Haare fahren blieb aber an einer fetten Klette stecken. Ich versuchte meine Hand als Bürste zu benutzten aber das half nichts es tat bloß höllisch weh. "Kann man dir irgendwie helfen?" fragte Jungkook mitfühlend aber ich schüttelte nur den Kopf und sagte frustriert: " Nein eher nicht" "Wo wohnst du? ich kann dich nach Hause bringen wenn du willst" "echt ein nettes Angebot und ich wünsche mir gerade so sehr dir einfach eine Adresse nennen zu können aber ich fürchte das ich noch keine geeignete Unterkunft habe" ich lächelte schwach. "Aber wo hast du den die ganze Zeit gewohnt?" fragte er weiter " Bis vor drei Stunden oder länger noch in einer netten kleinen Wohnung am Nakdonggang" antwortete ich wahrheitsgemäß. "Warum nur bis vor drei Stunden? Hat dich dein Vermieter raus geworfen?" Sag mal wollte der jetzt meine komplette Lebensgeschichte wissen oder was? Aber bereit willig erzählte ich es ihm: "Ich glaube das hätte ich sogar noch lieber in kauf genommen als das was wirklich passiert ist. Mein Freund...tut mir leid mein Ex-Freund Anthony hat mich mit einer anderen betrogen und ich bin einfach gegangen und jetzt stehe ich hier und weiß nicht wo ich hin soll. Aber warum erzähle ich dir das überhaupt wir kennen uns doch gar nicht." er zuckte nur mit den Schultern. Ich stand von meinem Koffer auf. Jungkook war mindestens einen halben Kopf größer als ich und ich musste meinen Kopf ein bisschen heben um ihm in die Augen sehen zu können. "Ich weiß wir kenne uns erst seit eben und du kannst auch "NEIN" sagen denn das Angebot das ich dir machen will macht man eigentlich nicht einfach jemandem den man gerade erst kennen gelernt hat aber du siehst mir so aus als ob du dringend Hilfe benötigst. Also...ich wohne mit zwei Freunden von mir in einer WG gar nicht weit weg von hier eine halbe stunde mit der Bahn wir hätten noch ein Zimmer frei und ich wollte dich fragen ob du nicht vielleicht ein oder zwei Nächte bei uns bleiben willst bis du was eigenes gefunden hast." Das war doch echt nicht zu glauben. Da lief mir einfach mal so ein Typ über den Weg und der war gleich die Lösung meines größten Problems. Bevor er sein Angebot zurück ziehen konnte nickte ich eifrig, obwohl sich mein Bauch noch nicht so ganz sicher war ob das eine gute Idee war. "Echt?" fragte JK noch mal nach. Sein Name war so lang weshalb ich ihn einfach kurzer Hand "JK" nannte, kurz und knapp. Ich nickte wieder " das wäre wirklich nett von dir und deinen Freunden. " Ich wusste er war mir total fremd ich hatte keine Ahnung wer er war, aber er war mein einziger Ausweg. Also entweder ich blieb alleine hier draußen in der Kälte oder ich ging mit ihm. Es würde ja auch nicht für immer sein. Mir selbst kam es trotzdem komplett absurd vor, doch ich wusste das wenn ich zu lange darüber nach dachte am Ende doch noch mein Bauchgefühle siegen würde und nicht mein Verstand der mir sagte das wenn ich nicht mit ihm ging ich hier draußen erfrieren würde oder schlimmeres. JK drehte sich um und lief voraus, Richtung U-Bahn Station. Ich nahm mir meinen Koffer und folgte ihm. Nach einer Zeit erreichten wir die Bahn Station und wir kauften uns die Fahrkarten. Ich fand zum Glück noch ein paar Euro in der Innentasche meiner Jacke. Wir gingen die Treppen hinunter. Ich schleppte meinen Koffer mit. Auf einmal nahm mir JK den Koffer ab und trug ihn bis nach unten wo er ihn abstellte und ich ihn weiter schieben konnte. Wir warteten noch ungefähr zehn Minuten bis unsere Bahn endlich kam. Wir steigen ein und setzten uns auf zwei gerade frei gewordene Plätze ziemlich weit hinten im Waggon. Der Waggon war komplett überfüllt. Als bei der nächsten Haltestelle ein älteres Paar einstieg stieß ich Jungkook an und gab ihm ein Zeichen das er aufstehen solle und den älteren Leuten unseren Platz überlassen sollte. Das Paar bedankte sich herzlich bei uns. Wir hielten an und einige Leute verließen unseren Waggon wieder und andere strömten rein. Wir wurden in eine Ecke gedrängt. Ich stand mit dem Rücken zur Wand und Jungkook stand vor mir. Als noch mehr Leute dazu kamen stützte JK sich neben meinem Kopf an der Wand ab und schirmte mich somit von den anderen ab. Er war mir so nah das ich seinen Atem auf der Haut spürte. Ich legte den Kopf zu Seite um beim nächsten Halt eine unangenehme Situation zu vermeiden. Nach einer Weile sagte er " Hier müssen wir raus" er nahm meine Hand und zog mich und meinen Koffer hinter sich her durchs Gedränge. Dabei sagte er "Entschuldigung...tut mir leid" und schob hier und da ein paar Leute zur Seite um uns einen Weg zur Tür zu bahnen. Es war echt unangenehm in der U-Bahn. Ich sah aus wie eine Moorleiche und heute war hier so viel los. Meine Haare und Klamotten waren zwar zwischenzeitig wieder getrocknet aber ich konnte mir vorstellen das ich trotzdem nicht gerade eine Augenweide war.

    Nach zehn Minuten oder länger standen wir vor einem großen Gebäude. Jungkook holte einen Schlüssel aus seiner Hosentasche uns sperrte die Tür auf. Im Treppenhaus nahm ich mein Gepäck und trug es die ersten fünf Stufen hoch als Jungkook einfach von hinten nach meinem Koffer griff und ihn mir ab nahm. "Ich hätte das hinbekommen. Ich bin stärker als ich aussehe" protestierte ich "Ich wohne im obersten Stock" ich zog scharf die Luft ein "ich hätte die Hälfte geschafft" versicherte ich ihm und rannte die Stufen hoch. "warum die Eile?" fragte er und rannte mir nach. Innerhalb weniger Sekunden hatte er mich samt Koffer eingeholt. Ich schmollte. Er grinste und ging die letzten Treppen bis zu einer in sattem Grün gestrichenen Tür. Er schloss sie auf, betrat das Innere der Wohnung und hielt mir die Tür auf.

    Autor:
    Yaaaayyy ich habe es geschafft😂

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    Das wunderschönste Lächeln

    Jungkook hielt mir die Tür auf und ich betrat die Wohnung. Wir standen in einem langen Flur. An den Wänden hingen Bilder von drei Jungs. Jungkook war einer von ihnen und die anderen beiden musste seine Mitbewohner sein die er erwähnt hatte. Von dem Flur zweigten mehrere Räume ab. Rechts befand sich ein Badezimmer, wenn ich das richtig erkannte die Tür war nur einen Spalt offen und man konnte nur ein Teil der Dusche erkennen, und links war das Wohnzimmer gleichzeitig mit einer kleinen Küche verbunden. "Schau dich ruhig um" sagte JK zu mir hing seine Jacke an einen Hacken an der Wand und nahm mir dann meine Jacke ab die ich beim betreten der Wohnung ausgezogen hatte. Meine Schuhe hatte ich im Treppenhaus bereits ausgezogen und sie sorgsam neben die Tür gestellt wo sie nicht im Weg standen. JK rief nach zwei Personen. Einem gewissen Jimin und einem Jin. Eine Tür am Ende des Flurs öffnete sich und zwei Typen gesellten sich zu uns. Die Haare das einen waren in einem grau Ton gefärbt während der andere dunkle Harre hatte beinahe schon schwarz. Sie kamen zu uns. "Darf ich euch vorstellen" fing Jungkook an " Das ist Alice. Sie kommt aus Wisconsin aber lebt seit schon fast drei Jahren hier in Südkorea. Sie hat im Moment keine feste Bleibe weshalb ich ihr angeboten habe eine Weile bei uns zu bleiben. Ich dachte sie könnte für ein paar Tage in unserem freien Zimmer unterkommen. Was sagt ihr?"

    -Jimins Sicht-

    Das war doch nicht sein Ernst oder? Er gabelte einfach mal irgend eine wild fremde Frau von der Straße auf und brachte sie mit zu uns nach Hause. Sie sah zwar schon ganz nett aus und mir ihren zerzausten Harren sah sie auch wirklich süß aus aber er konnte sie doch nicht einfach hier anschleppen ohne das vorher mit uns abgesprochen zu haben. Ich gab ihm ein Zeichen das er kurz mit kommen sollte. Wir drei entschuldigten uns kurz und gingen in die Küche wo Jin sich an die Kücheninsel setzte und ich mich gegen die Tischplatte lehnte. Meine arme hatte ich vor der Brust verschränkt. "Ich weiß ich hätte euch vorher bescheid sagen sollen" unterbrach Jungkook die Stille die bisher nur damit gefüllt war das Jin und ich ihm skeptische Blicke zuwarfen. " Aber sie stand mitten im Regen ganz alleine und hatte keinen Plan wo sie hin sollte" "Und da dachtest du dir einfach mal: komm die nehme ich mal mit oder was" Jungkook nickte zögernd. " Was hättet ihr den an meiner Stelle gemacht, hm? Versucht euch doch mal in meine Lage hinein zu versetzten." Mein Blick wanderte zu Alice die brave im Flur auf uns wartete. Ich seufzte. "Siehst du" meinte JK " Ich konnte sie nicht einfach ignorieren" Hätte ich wohl auch nicht gekonnt. Ich fuhr mir durch die Haare. Jin sagte: "Nächstes Mal wenn du vor hast so eine Rettungsaktion zu starten sag uns Bescheid damit wir drauf eingestellt sind" Kookie nickte. "Meinet Wegen kann sie hier bleiben so lange sie nicht ihren ganzen Kramm in der Wohnung verteilt und sie nicht Stunden lang das Badezimmer blockiert." sagte ich und kratzte mich am Arm. "Von mir aus" meinte auch Jin. "Es ist ja auch nicht für immer. Bloß bis sie ihr eigene Wohnung gefunden hat." Wir nickten. "Wenn sie aber doch schon seit fast drei Jahren hier in Seoul ist sollte sie da nicht eigentlich eine eignen Wohnung haben?" fraget Jin die Frage bei der ich mir die ganze Zeit nicht sicher gewesen war ob ich sie stellen sollte oder besser nicht. "Sie hat sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt mit dem sie zusammen gewohnt hatte und dann war sie vorerst einfach gegangen aber ich gehe davon aus das sie noch mal dort hin zurück gehen wird, denn ich denke nicht das sie alle ihre Sachen nur in diesem einen Koffer und dem Rucksack verstaut hat." klärte uns Jungkook auf.

    Letztens erst von ihrem Freund getrennt, hm? Ich weiß wie sich das anfühlte. Schrecklich. Man füllte sich alleine gelassen, verloren, einsam, verletzt. Vor zwei Monaten, als mich Somin verlassen hatte für einen anderen hatte ich mich genau so gefühlt und nicht mal Jin konnte mich aufmuntern der vor meinem Bett die verrücktesten Dinge gemacht hatte um mich wieder lachen zu sehen. Doch alle seine Bemühungen hatten nichts gebracht und das erste Mal gelächelt hatte ich erst als ich über Sumin so einiger Maßen hinweg gekommen war. Und das war fast einen Monat nach der Trennung erst der Fall. Jin stand auf uns schlenderte zurück Richtung Flur. Für ihn war wohl alles geklärt. Bevor JK ihm folgte sagte er noch lächelt zu mir: " Lächele doch mal das steht dir besser als dieser niedergeschlagene Gesichtsausdruck." Ich brachte ein kleines Lächeln zu Stande und ging den andern beiden nach.

    -Alice Sicht-

    Ich stand unschlüssig im Flur rum und beobachtete die Jungs. Gerade fuhr Jimin sich durch die Haare. Von hier sahen seine Haare so unglaublich weich aus. Als Jin wieder zurück kam sah ich wie JK noch irgendwas zu Jimin sagte weshalb er anfing zu lächeln. Sie kamen beide auch zurück und stellte sich neben Jin vor mich in eine Reihe. "Du kannst gerne hier bleiben solange du noch keine eigene Wohnung gefunden hat." sagte Jin zu mir und ich strahlte bis über beide Ohren und konnte es gerade noch verhindern mich einmal im Kreis zu drehen. Jimins Lächeln wurde breiter. Er hatte wirklich das schönste und süßeste Lächeln das ich je bei einem Menschen gesehen hatte.

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    Mein vorübergehendes kleines Reich

    Ich bemerkte das Jimins Blick auf mir lag und ich tat einfach so als ob ich es nicht bemerkt hätte. "Komm ich zeig dir dein Zimmer " meinte JK dann und deutete mir an ihm zu flogen. Wir liefen durch den Flur bis zu einer geschlossenen Tür. Jungkook öffnete sie und ließ mich eintreten. "Es ist nichts besonderes aber besser als gar nichts" meinte er und stellte sich neben mich. "Das ist toll. Ihr seid meine Rettung ohne euch würde ich jetzt wahrscheinlich immer noch im Regen umher irren." ich lächelte JK an und er strahlte zurück. Das Zimmer war in einem sehr hellen blau gestrichen fast schon ganz weiß. In der einen Ecke stand ein Doppelbett, in der anderen ein kleiner aber feiner Kleiderschrank und unter dem Fenster stand ein Schreibtisch. Direkt neben der Tür stand ein großes Regal worin sich noch nichts befand. Hier und da nur noch ein bisschen Deko und es war perfekt. Das Zimmer war zwar nicht besonders groß aber trotzdem wirklich schön und hier würde ich für eine kurze Weile wohnen. Toll. Ich strahlte übers ganze Gesicht. JK beobachtete mich lächelt und ich meinte in seinem Blick ein Hauch von Interesse oder so etwas zu sehen aber bevor ich der Sache genauer auf den Grund gehen konnte stand Jin plötzlich in der Tür. "Und wie gefällt es dir?" "Es ist so toll. Ich danke euch so sehr. Wir kenne uns kaum aber trotzdem seid ihr alle so nett zu mir. " Die beiden Jungs winkten ab und sahen mich mit strahlenden Augen an. Ich bemerkte das ich wirklich doll auf Toilette musste und fragte rein höflichkeitshalber obwohl ich es bereits wusste wo sich die Toilette befand. Jin deutete den Flur entlang und ich tat einfach mal so als hätte ich dieses knappen Wink verstanden. Die beiden ließen mich vorbei und ich schlängelte mich weiter Richtung Badezimmer. Die Tür war geschlossen und als ich gerade klopfen wollte machte Jimin die Tür auf. Meine Hand fiel ins Lehre. Jimin grinste und ließ mich zuerst an sich vorbei ins Bad. Ich lächelte kurz und schlüpfte an ihm vorbei in den kleinen Raum. Er schloss die Tür hinter sich und ich sah mich kurz um. Ein Waschbecken, ein großer Spiegel, ein Klo und natürlich eine Dusche. Ein ganz gewöhnliches Badezimmer halt.

    -Jimins Sicht-

    Ich machte Alice den Weg frei und als sie sich an mir vorbei schlängelte streifte ihre Hand ganz kurz meine eigene. Es war nur ganz kurz aber fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Eine schöne Ewigkeit. Warte was! Jimin hör auf so was zu denken. Sie war bloß eins dieser Mädchen das man jeden Tag auf der Straße sah. Nichts weiter und das konnte auch gerne so bleiben. Ich war nicht so scharf auf eine neue Beziehung in der ich früher oder später wieder verletzt wurde.

    Autor.
    dieses Mal ein etwas kürzeres Kapitel hoffe es gefällt euch trotzdem.😁

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    Verliebt? Bestimmt nicht

    Ich war gerade dabei den wenigen Inhalt meines Koffers in die Schränke zu räumen als es klopfte. Ich öffnete die Tür, davor stand Jin und lächelte mich an. Ich lächelte zurück und fragte ihn was los sei. "Heute ist Freitag und da machen die Jungs und ich manchmal einen Filmabend. Wir wollen uns schon lange den neuen Spiderman Film anschauen und wollten dich fragen ob du nicht mir gucken möchtest. Die anderen sind schon im Wohnzimmer." Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich wollte mich nicht zwischen die Jungs drängen es war nett genug von ihnen das sie mich, als eine völlig fremde für sie, bei ihnen wohnen ließen. "Ich will mich nicht zwischen euch drängen" sagte ich wahrheitsgemäß. Jin sah mich verwundert an. "Nein Alice wirklich wir fragen dich ja" Ich wand mich. "Ich weiß nicht." "Komm es ist doch bloß ein Filmabend nichts weiter und wir wollen dich dabei haben vielleicht lernen wir uns ja auch ein bisschen besser kennen" "Bei einem Filmabend?" fragte ich belustigt. "Ja warum nicht" Ich zuckte mit den Schultern bevor ich sagte: "In Ordnung aber lass mich mir nur noch schnell was anderes anziehen. Er nickte und ging zu den anderen ins Wohnzimmer während ich die Tür schloss und mir ein T-Shirt und meine Pyjamahose anzog. Als ich fertig war ging ich zögernd zu den Jungs die alle bereits vorm Fernseher saßen und Chips kauten. Ich war mir nicht ganz sicher was ich machen sollte und wo ich mich hinsetzten sollte. Jimin deutete auf den Platzt neben sich auf der kleinen Couch und ich setzte mich lächelt. Als wir den Film starteten warnte ich die anderen vor das es sein könnte das ich während des Filmes einschlief, weil ich echt müde war. Und wie vorausgesagt fielen mir nach den ersten zehn Minuten die Augen zu. Mein Kopf kippte zur Seite und mehr bekam ich nicht mehr mit.



    -Jimins Sicht-

    Alice schlief innerhalb der ersten zehn Minuten tatsächlich ein. Ihr Kopf sackte zur Seite aber bevor sie auf der Lehne aufschlug hielt ich ihren Kopf und lehnte ihn gegen meine Schulter. Dort machte sie sich es noch ein bisschen gemütlich und schlief friedlich weiter. Während der Film weiter lief wanderten ihre Hand von meinem Oberschenkel bis zu meine Taille. Ich legte ihr brüderlich einen Arm um die Schultern und ihr Kopf sank weiter bis auf meinen Schoß. Mir kam es ziemlich komisch vor ihren Körper so nah an meinem zu spüren. Als ihr Kopf dann auf meinem Oberschenkel lag strich ich ihr behutsam eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

    Nach dem Film hob ich ihren Kopf vorsichtig an und stand auf. Dann schob ich eine Hand in ihren Rücken und die andere in ihre Kniekehle und hob sie vom Sofa hoch. Jin wackelte mit den Augenbrauen aber ich achtete nicht auf ihn. Ich ging mit Alice auf dem Arm in ihr Zimmer wo ich sie auf ihrem Bett ablegte. Sie hielt mich im halb Schlaf am Handgelenk fest als ich den Raum wieder verlassen wollte. Sie zog mich zu sich runter. Beinahe hätten sich unsere Lippen berührt. Als ihr Griff wieder lockerer wurde befreite ich meinen Arm und deckte sie zu. Ihr Kopf war zu Hälfte im Kissen versunken. Ihr waren ein paar Strähnen ihres wunderschönen hellbraunen Haaren ins Gesicht gefallen und langen nun knapp vor ihr auf dem Kissen. Als ich zur Tür ging und das Licht ausschaltete war es stockdunkel im Zimmer. Ich lief kurz rüber in mein Zimmer das direkt gegenüber von ihrem lag und holte eine kleine Nachtlampe.

    Ich lief kurz rüber in mein Zimmer das direkt gegenüber von ihrem lag und holte eine kleine Nachtlampe


    Ich stellte sie auf den winzigen Nachttisch neben dem Bett und machte einen beruhigenden gelb, weiß Ton an. Sie schlief so friedlich und ruhig. Und sie sah süß dabei aus und so wunderschön. Hey Jimin reis dich zusammen. Du bist fünfundzwanzig Jahre alt und wirst doch wohl in der Lage sein dich nicht in eine Frau zu verlieben die du erst seit einem Tag kennst. In Frozen lief das auch nicht so gut. Aber von wegen verliebt. Ich und verliebt...noch mal?. Bestimmt nicht.



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    Ungewollter Liebeskummer

    Ich würde von den Sonnenstrahlen die durch das Fenster ins Zimmer strömten geweckt. Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht bevor ich mich langsam aufrichtete. Ich stand vom Bett auf und lief zum Schrank. An ihm war ein kleiner Spiegel in der Innenseite angebracht in dem ich mich kurz betrachtete. Ich sah schrecklich aus. Komplett fertig. Ich hatte tiefe Ringe unter den roten Augen und meine Haare standen mir in alle Richtungen von Kopf ab. Ich seufzte, schlug die Schranktür zu und ging zurück zum Bett als ich eine kleine süße Lampe auf meinem am Vorabend noch lehren Nachttisch sah. Ich lächelte. Ich konnte mir schon denken wer die dort hin gestellt hatte. Auch wenn ich die Jungs noch nicht lang kannte, konnte ich sie schon ganz gut einschätzen. Jimin war der liebe und vernünftige von den drei. Jungkook eher der Draufgänger und Jin war der Ruhige dem sowieso alles egal war trotzdem war er unglaublich freundlich. Alle drei waren sehr nette Menschen. Lustig, aufgeschlossen und hilfsbereit. So gut ich das nach der kurzen Zeit schon beurteilen konnte.
    Ich nahm mir mein Handy von Schreibtisch und checkte meine Nachrichten. Zwölf verpasste Anrufe von Anthony und ein paar Nachrichten von meiner besten Freundin Clara. Sie fragte mich wo ich war und warum ich nicht ran ging wenn sie mich anrief. Die Anrufe von Anthony ignorierte ich gekonnt und strich sie einfach zu Seite. Warum checkte der nicht das er mich in Frieden lassen sollte. Ich warf mein Handy aufs Bett, schaltete die Cat Light aus und nahm mir ein paar Sachen zum anziehen. Dann verließ ich das Zimmer mit meinem Duschgel und verschwand im Badezimmer wo ich schnell duschte. Das kam mir zwar extrem komisch vor aber es musste sein. Ich hoffte das ich nach der Dusche wieder einigermaßen ansehnlich aussah. Als ich das Wasser wieder ausdrehte schnappte ich mir einfach eins der Handtücher aus einem Regal und trocknete mich schnell damit ab. Wird schon kein Problem sein. Als ich mich angezogen, Haare gekämmt und mir meine Kette angelegt hatte verließ ich das Bad wieder mit meinen alten Sachen unterm Arm. Ich huschte zu meinem Zimmer wo ich die Klamotten einfach achtlos im den Koffer warf, mir mein Handy nahm und die Tür wieder hinter mir schloss. Aus der Küche hörte ich Stimmen. Ich fuhr mir durch die Haare während ich den Raum betrat wo Jimin, Jin und Jungkook an der Kücheninsel saßen und sich unterhielten. Jimin bemerkte mich als Erster und lächelte mich an. „Hast du gut geschlafen? " fragte er und ich nickte obwohl ich eigentlich einen richtig beschiessenen Schlaf gehabt hatte. Die ganze Zeit hatten mich Träume über Anthony heim gesucht. Ich setzte mich neben Jimin auf einen Stuhl und legte mein Telefon vor mich hin auf den Tisch. Jimin musterte mich von der Seite. „ist wirklich alles okay? " fragte er mitfühlend. Ich nickte wieder. Plötzlich klingelte mein Handy. Auf dem Display stand fett " Anthony" drauf. Ich fluchte. Ich nahm das Handy mit zitterten Finger in die Hand und drückte auf Anruf annehmen. Ich hielt mir es ans Ohr und wartete. Als nichts kam fragte ich genervt: „Was willst du? " auf der anderen Seite seufzte jemand. Vermutlich Anthony. „Können wir nicht noch mal über das sprechen was da passiert ist!" flehte er. Ich schnalzte mit der Zunge. Das er sich überhaupt noch wagte mich anzurufen...Und ich ging auch noch ran!
    Ich gab den Jungs zu verstehen das ich kurz gehen würde und lief in den Flur wo ich mich an die Wand lehnte. „Anthony..." sagte ich gereizt. „Ja? " „Was du da geleistet hast war unverzeihlich. Vor allem weil du das schon zum zweiten Mal durch gezogen hast. Weißt du noch damals im Garten. Da habe ich dich auch gesehen ich habe bloß nichts gesagt weil ich das zwischen uns nicht zerstören wollte. Jetzt habe ich aber erkannt das dies ein großer Fehler war. " sagte ich ruhig von der anderen Seite kam nichts. Nicht einmal ein Geräusch das mir die Sicherheit gab das er noch dran war. „Alice... Wenn du mir zuhörst und ich dir alles erklären kann wirst du mich verstehen" „dich verstehen?... Dein Ernst? " Ich schnaubte. „Ich will nichts mehr mit Dir zu tun haben kapiere das doch endlich" ich sprach so laut das ich mir sicher war das die Jungs mich hören konnte aber das war mir in dem Moment relativ egal. Ich war wütend. Wütend auf Anthony, wütend auf mich, wütend auf die Welt. Diese verdammte Welt die mir das Leben zur Hölle machte. „Aber Alice.. " kam es aus dem Hörer. Ich wollte das nicht mehr hören. Ich hatte ein für alle Mal genug. Genug von mir, von ihm, von dieser ganzen blöden Welt. Genug von der Liebe und dem Schmerz der mit ihr verbunden war. "Es ist vorbei Anthony, ein für alle Mal" sagte ich und legte auf. Dann stürmte ich in mein Zimmer und schleuderte mein Handy gegen den Schreibtischstuhl zum Glück ging es dabei nicht kaputt. Ich war so ein Idiot. Ich sackte zu Boden und versteckte mein Gesicht hinter meinen Händen als ich anfing leise zu weinen. Das war alles zu viel. Zu viel auf einmal. Ich rutschte rüber zum Bett und lehnte mich Tränen überströmt und schluchzend gegen das Holz. Ich zog meine Beine nah an meinen Körper und stützte mein Kinn auf meinen Knien ab. Ein Schluchzer schüttelte mich. Als ich nach einer Zeit ein leises Klopfen an der Tür hörte schreckte ich hoch. Meine Tränen waren in zwischen getrocknet aber ich saß immer noch auf dem kalten Boden und starrte geräuschlos die Wand an. Als ich ein leises "herein" murmelte ging die Tür ein Spalt weit auf und Jimin steckte seinen Kopf in mein Zimmer. Schnell wischte ich mir noch mal über die Augen und stand auf. Dabei stolperte ich über meine eigenen Füße und wäre beinahe hingeflogen hätte ich mich nicht im letzten Moment an der Tischkante des Schreibtische festgehalten und mich aufgefangen. Jimin kam ganz in den Raum und schloss die Tür hinter sich. Ich sah bestimmt furchtbar aus mit verheultem Gesicht und geschwollenen Augen. Jimin kam bloß stumm auf mich zu und nahm mich in den Arm. Im ersten Impuls wollte ich ihn weg stoßen und ihn fragen was das sollte aber im zweiten schlang ich meine Arme um seinen Hals und drückte ihn so fest an mich das ich befürchtete ihn zu zerquetschen. Wir standen eine Weile nur so da. Seine eine Hand in meinem Rücken und die andere an meiner Taille. Meine eigenen Hände hatte ich hinter seinem Nacken verschränkt. Er war fast so groß wir JK aber trotzdem der kleinste von allen. Mein Kopf lag auf seiner Schulter leicht schräg gelegt. Mir stieg sein Geruch in die Nase den ich leise einatmete und Jimin noch enger an mich zog.
    Okay das reichte jetzt aber wirklich mal sonst würden wir uns ja nie wieder von einander lösen. Denn keiner von uns beiden schien sich bewegen zu wollen. Langsam endflocht ich meine Finger wieder und stellte mich wieder richtig hin da ich die ganze Zeit auf Zehenspitzen gestanden hatte um meinen Kopf an Jimins Hals und Schulter zu verstecken. Bei ihm fühlte ich mich irgendwie sicherer als bei mir selbst. Von mir spürte ich eine gewissen Gefahr die ich aber nicht recht zuordnen konnte. Aber mich umbringen wollte ich auf jeden Fall nicht. Das stand schon mal fest. Die Gefahr ging glaube ich eher von meinem Herzen aus das drohte zu ersticken und in tausend kleine Teilchen zu zerspringen. Ich löste mich vollständig wieder von Jimin und ließ mich wieder auf den Boden vor meinem Bett sinken. Jimin setzte sich etwas besorgt neben mich, aber er sagte kein Wort genauso wenig wie ich. Wir saßen eine Weile bloß da und starrten in die Luft bis Jimin die Stille auf einmal durchbrach: "Ich weiß wie du dich fühlst" sagte er nur und betrachtete seine Hände während ich ihn fragend ansah. "Wir haben dein Telefonat versehentlich mitbekommen. Das war dein Freund oder!" Wenigstens war er ehrlich. "Ex- Freund" verbesserte ich ihn trotzdem und sah hinab auf meine Füße die eng bei einander standen sich jedoch noch nicht berührten. "Ja, tut mir leid" "Schon gut" Wir schwiegen. "Ich habe mich vor drei Monaten auch von meiner Freundin Somin getrennt. Sie hat mich für jemand anders verlassen" sagte er ruhig und schaute mich von der Seite an. "Das tut mir leid" sagte nun ich. "Alles gut" sagte diesmal Jimin und rückte noch ein bisschen näher an mich heran. Ich legte einfach meinen Kopf an seine Schulter und schloss die Augen. "Hast du sie geliebt?" fragte ich plötzlich wie aus dem nichts. Ich wusste nicht mal selber warum ich das fragte ich meine sie waren ein Paar das bedeutete das er sie ja wahrscheinlich sehr gemocht hatte. Dumm Alice, dumm. Jimin ging trotzdem auf die Frage ein und antwortete mit einem tonlosen ja. "Ja, sehr sogar aber ich habe erkannt da sie nicht die richtige war von Anfang an war sie es nicht. sie hatte mich bloß benutzt" ich schwieg, weil ich nicht genau wusste was ich jetzt sagen sollte. Nach längerer Zeit sprach ich einfach das aus was ich tief in meinem inneren fühlte und nicht mehr ertragen konnte und wollte. "Das tut so weh" flüsterte ich schon fast aber ich war mir ziemlich sicher das Jimin mich verstanden hatte denn er drehte sich zu mir wobei mein Kopf von seiner Schulter rutschte. Er nahm mich wieder in den Arm. Ohne es bemerkt zu haben rollten mir wieder diese gehassten nassen Tropfen meine Wangen hinab. In diesem Moment hasste ich mich so sehr und ich wusste nicht einmal warum. es war einfach so. So zu leiden nur wegen diesem Kerl. Das ertrug mein Körper einfach nicht mehr. Ich sackte in Jimins Armen zusammen und weinte mich an seiner Schulter aus. Ich saß schon fast auf seinem Schoß aber das störte uns nicht weiter. Mich einfach nur nicht weil ich es kaum richtig mitbekam und Jimin...ich glaube er merkte es sehr wohl unternahm aber ganz einfach nichts. Nach kurzer Zeit war sein schwarzes T-Shirt an der einen Schulter völlig durchnässt. Das kümmerte ihn aber recht wenig. Er streichelte mir beruhigend über den Kopf während ich mir die Seele aus dem Leib heulte. Ich krümmte mich und kniff meine Augen zusammen, versuchte mich zusammen zu reisen aber es wollte einfach nicht aufhören. Ich fühlt mich so lehr und verlassen. Ich konnte praktisch vor meinem inneren Auge sehen wie mein Herz langsam aber sicher in sich zusammen fiel und vermutlich nie wieder zusammen gesetzt werden konnte weil dieses eine wichtige Puzzelteil fehlte. Ich hatte das Gefühl wir saßen dort eine Ewigkeit auch nach dem meine Schluchzer immer leiser und weniger wurden. Jimin versuchte mich ein Stück von sich weg zu schieben, ganz sanft. Aber ich schlang meine Arme um seine Taille und zwang ihn so dazu mich noch nicht los zu lassen. Ich konnte und wollte noch nicht von ihm abrücken. In seinen Armen fühlte ich mich das erste Mal in meinem ganzen Leben wirklich sicher und geborgen. "Geht's wieder?" fragte Jimin vorsichtig. Ich nickte, zögerte aber noch kurz bevor ich ihn frei gab. Er hatte an seiner linken Hand eine digitale Uhr und ich tippte kurz darauf. Sofort erschien ein kleiner Bildschirm. Es war schon dreizehn Uhr fünfzehn die anderen machten sich bestimmt schon Sorgen. "Meinst du wir sollten zu den anderen gehen?" Er schüttelte den Kopf und setzte sich besser hin. Dann zog er mich zu sich und legte ein Arm um mich. Ich ließ es geschehen. "Magst du mir deine Gesichte erzählen?" fragte ich nach einer Zeit. "Wenn du mir deine erzählst" meinte er und ich nickte. "Du fängst an" sagte er und ich überlegte kurz bevor ich anfing zu erzählen. Von Wisconsin, meinen tanz Stunden die ich damals genommen hatte (heute tanzte ich aber nicht mehr so oft. Schade eigentlich), von der Uni und von Anthony. Als ich geendet hatte schaute ich ihm in die Augen. Er hatte so schöne Augen. So ein tiefes braun. Wow. Als ich ihn aufforderte nun seine Geschichte zu erzählen, überlegte er stark und nickte dann. "Als ich elf Jahre alt war..."



    Autor:

    Im nächsten Kapitel erzählt Jimin über seine Kindheit und welche Probleme er meistern musste. (Spoiler Alarm: Alles ist frei erfunden. Im seinem wahren Leben hatte er vermutlich eine andere Kindheit als in dieser Fanfiction. Ein paar Dinge habe ich übernommen die Park Jimin in Videos gesagt hat was seine Kindheit und sein Leben vor BTS betraf aber das meiste ist frei erfunden und umgeändert.)

    Wir sehen uns!😁 LG Bunny 2.0

    7
    Seine Geschichte

    Jimin fing an zu erzählen und ich hörte gespannt zu. "Ich war elf Jahre alt als mein Vater und meine Mutter sich voneinander trennten. Mein Vater ist ins Ausland geflogen und hat dort eine neue Familie gegründet. Bis heute hat er sich nicht mehr bei uns gemeldet. Meine alten Freunde, die ich in der Schule hatte, zogen nacheinander alle weg bis ich ganz alleine da stand und mich durch die harten Jahre kämpfen musste. In der Mittelstufe ging es noch aber dann kam ich in die Oberstufe. Ab da lief alles den Bach runter. Meine Noten wurden immer schlechter und ich fing an Nachts immer länger weg zu bleiben. Ich hatte mich in ein älteres Mädchen verliebt. Sie spielte mir vor mich auch zu mögen. Ich war geblendet vor Liebe und habe nicht erkannt das sie mich kaputt gemacht hat. Sie war mit meinem Körper nicht zufrieden und so beschloss ich abzunehmen. Ich bemerkte nicht wie ich immer schwächer wurde. Ich wurde immer abgemagerter ohne es zu merken." ich schluckte." ich wollte alles für sie tun. Meiner Mutter fiel auf wie wenig ich nur noch aß und das meine Klamotten mir nicht mehr richtig passten. Wenn sie mich fragte wie es mir ging beteuerte ich ihr immer das alles okay sei aber selbst ich spürte irgendwann das das nicht der Fall war. Meine Mutter hat versucht mich dazu zu bringen wieder mehr zu essen aber ich wollte nicht hören. Wir hatte deswegen einen sehr großen Streit weil sie natürlich wollte das es mir gut ging. Ich bin gegangen und mit dem Zug zu meiner Freundin gefahren. Als ich bei ihr ankam erkannte ich erst das sie die ganze Zeit über bloß mit mir gespielt hatte. Ich sah sie mit einem Motorrad weck fahren. Ein blonder Typ saß vorne. Ich lief ohne ein Ziel durch die Stadt. Versuchte irgendwo Essen aufzutreiben. Ich war komplett zerstört. Mein Herz war in zwei zerteilt und mein ganzer Körper tat mir weh. Als ich irgendwann zurück zu meinem Haus fand empfing mich meine Mutter voller Schrecken. Wir besuchten Wochen lang mich wieder fit zu bekommen aber es war schwieriger als gedacht. Meine beiden engsten Freunde damals bemerkten natürlich wie schlecht es mir ging. " " Jin und Jungkook? " fragte ich in seine Erzählung hinein. Er nickte" Ja sie unterstützen mich wo auch immer sie konnten und sorgten immer dafür das ich in der Schule genug Essen zu mir nahm. Erst mit ihrer Hilfe baute sich mein Körper langsam wieder auf. Ohne sie und meine Mutter würde ich jetzt wahrscheinlich immer noch in meinem tiefen Loch feststecken." er lächelte leicht. Ich betrachtete ihn unauffällig. Seine Körperhaltung hatte sich etwas versteift. Ich umarmte ihn von der Seite und er entspannende sich wieder." Aber mein Leben besteht nicht nur aus solchen Geschichten. Zum Beispiel habe ich in der 12 Klasse einen Lesewettbewerb gewonnen" "das gab es in der zwölften noch? Ich dachte das gibt es nur bis zur achten oder siebten" "nicht an meiner Schule" sagte er stolz. Ich war überrascht wie schnell er das Thema wechseln konnte ging aber trotzdem darauf ein "Ich habe auch mal bei sowas mitgemacht. Ist nicht so gut ausgegangen. Ich war vierter Platz" "es kommt doch nicht darauf an welcher Platz du wirst. Du hast es dich getraut, darauf kommt es an. All die Leute die im Publikum saßen sollten dich bewundern nur dafür das du es dich getraut hast daran teil zu nehmen" ich lächelte. Das hatte meine Mutter damals auch gesagt. Wir lösten uns wieder von einander. Er stand auf und reichte mir seine Hand. "Das war alles?" fragte ich und ließ mich von ihm hochziehen. "Nein ich könnte dir wenn du willst jetzt auch noch was von meinem Hund und meiner ersten Achterbahnfahrt erzählen aber ich denke das lasse ich lieber" er grinste mich an. Ich spürte zwar immer noch den Schmerz in meiner Brust lächelte aber dennoch zurück. Er ging zur Tür, öffnete sie und hielt sie mir anschließend auf. Ich nickte dankend und lief an ihm vorbei in den Flur. Als er hinter sich die Tür schloss drehte ich mich zu ihm um. "Ich danke dir Jimin" als ich das sagte sah ich ihn nicht direkt an, fickzierte meinen Blick auf einen schwarzen Punkt an der Wand hinter ihm. Aus dem Seitenblick sah ich wie er anfing liebevoll zu lächeln. "Kein Ding. Jeder braucht ab und zu mal einen Freund der ihm zu Seite steht oder nicht!" Ich nickte. Eine Freundin. Das war ich also schon für ihn. Innerlich wurde mir ein bisschen wärmer. Ich war also doch nicht so ganz alleine wie ich es am Anfang geglaubt hatte...



    Autor:

    Hi, hier kommt der neue Teil meiner FF. Ich hoffe er gefällt euch. Wie ich es am ende des letzten Teils bereits erwähnt hatte ist alles was Jimins Geschichte betrifft umgeändert und teils wirklich frei erfunden ich hoffe das euch das nicht sonderlich stört. Das nächste Kapitel wird auch wieder etwas länger das ist ja wirklich sehr kurz.

    LG Bunny 2.0

    8
    Ich will das nicht

    Wir gingen hintereinander wieder in die Küche zu den anderen. Ich sah bestimmt schlimm aus mit geröteten Augen und feuchten Wangen. Dies bestehtigte sich als ich mit Jimin die Küche betrat. Jins besorgter Blick lag auf mir während Jungkook nervös und besorgt an seinen Nägeln knabberte. Keiner von uns schien zu wissen was er sagen sollte. Weder ich noch einer der anderen. Wortlos setzen Jimin und ich und an die Küche Insel. Meine Füße hingen in der Luft. Ich überkreutzte sie und starrte auf den Teller vor mir.
    Nach einer geführten Ewigkeit durchbrach Jimin endlich diese unangenehme Stille. "Was möchtest du essen?" fragte er mich und riss mich damit aus meinem Starrzustand. Ich schaute ihn verwirrt an. Ich sagte nichts. Er fragte noch mal nach worauf hin ich den Kopf schüttelte:"ich möchte nichts, danke" ich lächelte schwach. Ich wollte ihnen jetzt nicht auch noch ihr Essen weg essen. Schon nett genug das sie mich auf nahmen, mich bei sich schlafen ließen, das ich bei ihnen duschen durfte und das ich auch noch von ihnen nach nicht mal einem Tag getröstet wurde. Als ich an den Moment ihm Zimmer zurück dachte als ich dort zusammen gekrümmt am Boden saß und Jimin rein kam fiel mir erst auf wie peinlich das war. Wir kannten uns doch überhaupt nicht. Ich hätte nicht zusammen brechen dürfen ich hätte stark bleiben müssen. Ich hielt mir den Kopf. Verdammt dazu hätte es nicht kommen dürfen. Wie sollte ich mich ihm gegenüber denn jetzt verhalten. Er hatte mich weinen sehen. Die einzigen Menschen in meinem Leben die mich jemals weinen sehen haben waren meine Eltern, meine beste Freundin, und Anthony. Und jetzt musste ich einen Jungen den ich kaum kannte auch noch dazu zählen. Ich blickte auf und sah das drei Augenpaare bereits auf mir ruhten.
    "Geht es dir gut?" fragte Jin. Ich nickte nur leicht. Ich hoffte es würden keine weiteren Fragen folgen, aber wie immer spielte mein Schicksal mal wieder nicht mit. "wirklich?" ich ließ meinen Kopf gegen die Tischplatte donnern und verfehlte dabei nur knapp den Teller. Ich spürte eine Hand auf meinem Rücken. Ich seufzte. Toll gemacht Alice jetzt nehmen sie dir das 'alles ist gut' erst recht nicht ab. "du kannst uns sagen was los ist." Jungkook sagte es sehr vorsichtig und leise als ob er sich nicht sicher wäre ob er das sagen sollte. "ich weiß wir kennen uns noch nicht lange, aber jeder von uns hat diese Zeit schon mal durchlebt" fükte Jimin hinzu. Ich blieb still. Sie waren viel zu nett zu mir. Wäre ich auch nur annähernd so toll wie es meine engsten Freunde mir stehts sagten, dann hätte Anthony sich nicht für eine andere endschieden. Die Wut kam wider in mir hoch. War ich so ein schlechter Mensch das mich niemand richtig lieben konnte. In meinem ganzen Leben, und ich bin ein und zwanzig, hatte ich vier Freunde. Den ersten in der achten Klasse. Das hielt nicht länger als ein Monat. Den zweiten in der zehnten. Hielt auch nicht sehr viel länger. Der dritte kam dann erst als ich mein Abi feritg hatte. Mit ihm war ich fünf Monate zusammen und dann ein Jahr später kam Anthony in mein Leben und mit ihm war ich Jahre zusammen. Ich war wirklich Felsen fest davon überzeugt das er der richtige ist. Der jenige mit dem ich mein ganzes Leben bis zum Ende verbringen wollte. Wie man sieht war es letzt endlich nicht so. Er war weder der richtige für mich noch hielt es für immer. Damals war ich von Liebe geblendet jetzt verspürte ich nur noch Hass. Nachdem ich meine Sachen bei ihm raus habe, will ich ihn nie wieder sehen. Kann er doch machen was er will. Auch wenn mir die Frauen die er verletzten wird jetzt schon leid tun.
    Ich raufe mir die Haare. Oh verdammt ich will das alles nicht. Ich will diese Schmerzen nicht spüren, ich will dieses komische Gefühl das sich in meinem ganzen Körper ausbreitet wenn ich eine gewisse Person sehe nicht fühlen damit habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, ich will all diesen Stress nicht, ich will nicht vor anderen so fertig aussehen und ich will verdammt noch mal jetzt nicht all diese Dinge aufzählen die ich nicht will...


    Autor:
    Das Kapitel ist nicht sehr spektakulär wie man sieht und auch nicht besonders lang.Sorry dafür. Das nächste wird besser hoffe ich und ich hoffe das euch dieses Kapitel auch gefällt trotz der Länge.
    Habt ihr Vorschläge für die nächsten Kapitel. Eine gute Story? 😁💜

    LG Bunny 2.0

    9
    Auf Nimmerwiedersehen Anthony

    Ich richtete mich auf und nahm das Toastbrot, das Jungkook mir entgegen hielt, leicht lächelnd an. Fragende Blicke ruhten auf mir. Sie erwarteten wohl immer noch eine Antwort von mir. Ich seufzte. "Mich hat bloß mein Ex angerufen sonst nichts" Oh man ich glaube das kam zu hart rüber. " Tut mir leid das sollte nicht so gemein klingen ich habe nur einen nicht so guten Tag. Endschuldigt." schob ich deswegen noch schnell hinterher. "alles gut" Jin lächelte mich aufmunternd an bevor er vom Stuhl aufstand. "Jeder hat mal einen schlechten Tag" Er holte sich ein Glas aus dem Küchenschrank. Ich sah ihm dabei zu wie er es mit Wasser befühlte und es vor mich hin stellte. Ich lächelte dankend sagte aber kein Wort. Mein Kopf dröhnte zwar schon die ganze Zeit fürchterlich aber ich hatte keine Lust meine Hände aus meiner Pullover Tasche zu ziehen um nach dem Glas zu greifen. "Willst du uns von ihm erzählen?" unterbrach Jungkook nach kurzer Zeit das Schweigen. Aus seiner Stimme war deutlich die Verunsicherung raus zu hören. "Er reißt gerne Frauen auf die nicht seine Freundin sind und er ist das größte Ar****och der Welt.". faste ich kurz zusammen. "Mehr braucht man nicht über ihn wissen" Die anderen nickten nur.

    "wisst ihr was" ich stand endschlossen auf. Die anderen sahen mich erwartungsvoll an. "ich werde heute hingehen und meine restlichen Sachen abholen und dann werde ich für immer aus seinem Leben gestrichen sein" "bist du sicher?" fragte Jimin fürsorglich nach worauf hin ich nur nickte. Ich will ihn endlich los sein. Ihm nicht mehr in meinen Gedanken hinterher hängen müssen. Es ist aus zwischen uns und das ist gut so. "Wenn du erlaubt würde ich gerne mitkommen" überrumpelt sah ich Jimin an. Er wollte mit? Klar er machte sich sicher nur sorgen um mich aber trotzdem wir kannten uns doch kaum. Anderer seits würde ich mich mit einem Freund an der Seite wahrscheinlich schon ein bisschen besser fühlen. Durfte ich ihn überhaupt schon als richtigen Freund ansehen? Ehe mein Kopf, meinen Bauch, noch umstimmen konnte nickte ich und sagte: "Klar zwei sind bekanntlich besser als einer" lächelnd stand er ebenfalls auf und lief in sein Zimmer.

    -15Minuten später-

    Meine Hand schwebte unsicher vor dem Klingelknopf. Vielleicht sollte ich doch lieber wieder- Jimin schob meine Hand weg und drückte auf die Klingel ehe ich meinen Gedanken überhaupt beendet hatte. Man hörte Schritte und darauf ein Schlüssel der sich im Schloss drehte. Anthony machte die Tür auf. Er hatte kein T-Shirt an und als ich an ihm vorbei blickte erkannte ich einen fast komplett zerstörten Flur. Was hatte er gemacht? Zu viel Alkohol oder hatte er es zu wild mit einer anderen getrieben? Anthony durchbohrte Jimin förmlich mit seinen Blicken. Dieser stand nur unschlüssig neben mir. "Ich bin hier um meinen Kram zu holen" sagte ich nach einer Zeit und versuchst mich an ihm vorbei ins Haus zu drücken, doch er hielt mich am Handgelenk fest und zog mich wieder nach vorne. Genervt and angewidert von dem Geruch der von ihm ausging sah ich ihn an. "Das kann doch nicht dein Ernst sein. Kaum hast du mich nicht mehr angelst du dir einen neuen" ich sah in empört an und ries mich los. "Anthony reis dich zusammen. Er ist weder mein Freund noch hatte ich irgendwas mit ihm und außerdem bin ich ziemlich froh darüber nicht mehr an dich gekettet zu sein" ich versuchte erneut mich an ihm vorbeizudrängeln, aber er versperrte mir wieder den Weg. Jimin räusperte sich. "Anthony richtig!" er wartete nicht auf eine Antwort sondern sprach einfach weiter. "Akzeptier doch einfach das sie nichts mehr von dir will. Wäre ich an ihrer Stelle hätte ich nicht anders gehandelt. die Dinge die sie mir über dich erzählt hat waren wirklich schlimm. Du hattest eine Freundin und hast trotzdem mit einer anderen geschlafen? " Anthony sah Jimin erst verwirrt an fing sich dann aber schnell wieder. "Für wen hältst du dich eigentlich huh. Ich bin ihr Freund und ich lasse mir ganz sicher nicht von irgend einem daher gelaufenen Typen sagen was ich zu tun habe." Jimin lachte "Du Ar*****ch. Du wagst es dich noch als ihren Freund zu bezeichnen nach allem was zwischen euch vorgefallen ist. Abgesehen davon das sie mit dir klar und deutlich Schluss gemacht hat. Und falls du dich fragst...ja sie hat mir alles erzählt. So behandelt man doch seine feste Freundin nicht. Sie hat sich die Seele aus dem Leib geheult wegen so einem Dreckskerl wie dir" Anthony kochte über. Wie leicht er sich doch provozieren ließ. Ich wusste nicht was ich tun sollte, so geschockt war ich im ersten Moment von beiden Aussagen. Aber als Anthony zum Schlag ausholte stellte ich mich in Sekunden Geschwindigkeit vor Jimin. Anthonys Hand traf mich hart im Gesicht. Durch den Schlag ruckte mein Kopf zur Seite. Hinter mir hörte ich ein erschrockenes Aufkeuchen. Meine linke Wange haltend sah ich auf in Anthonys erschrockene Augen. Ich drehte mich zu Jimin der nach meinem Arm gegriffen hatte und mich besorgt ansah. Ich zog ihn mit mir an Anthony vorbei in die Wohnung. Dieser blieb reglos unter dem Vordach stehen. Jimin stolperte hinter mir die Treppe hoch. Im Schlafzimmer angekommen lies ich ihn los und suchte meine letzten paar Sachen aus den Kisten, Schränken und Regalen zusammen. Ich versuchte extra schnell zu machen um schnell wieder von hier verschwinden zu können. es war eine ganz schlechte Idee gewesen Jimin mitzunehmen und es war auch nicht die beste Idee gewesen Anthonys Schlag abzufangen, aber ich hätte doch nicht einfach zulassen können wie er Jimin vor meinen Augen zusammen geschlagen hätte. Meine Wange schmerzte immer noch, aber ich versuchte es mir nicht so doll anmerken zu lassen. Anthony hatte sie doch nicht mehr Alle. Zuerst zerstört er die halbe Wohnung und anschließend wollte er auch noch einen jüngeren verprügeln.

    Endlich hatte ich alle meine Sachen die ich unbedingt noch brauchte darunter auch meinen kompletten Geld Vorrat den ich unter dem Waschbecken im Badezimmer versteckt hatte. Dort hatte ich, als wir hier eingezogen waren, eine kleine Nische gefunden. Sie hatte bis heute als super Versteck gedient. Jimin hatte ich zwischenzeitig gesagt das er sich einfach irgendwo hinsetzten konnte. Unschlüssig war er mitten im Raum stehen geblieben. Er schien die Situation von vorhin wohl noch nicht ganz verdaut zu haben. "Fertig" ich schob ihn durch die Tür. Unten angekommen sah ich Anthony der immer noch in Schockstarre auf dem Boden der Veranda saß. Ich gab Jimin ein Zeichen das wir einfach an ihm vorbei gehen sollten und er nickte verstehend. "Alice..." vernahm ich eine brüchige Stimme hinter mir als ich gerade die letzte Stufe nach unten schritt. Ich blieb stehen. Ein richtiger Abschied musste sein. Ich wollte nicht auf die gleiche Ebene wie Anthony rutschen. Einfach verschwinden wenn es brenzlich wurde. Trotzdem hatte ich nicht vor Gnade wallten zu lassen. Ein paar kurze und knappe Wörter des Abschieds und das wars dann auch. Jimin merkte das ich stehen geblieben war und drehte sich zu mir um. "Ich wollte das nicht" Anthonys Stimme wurde immer leiser . "Ich wollte dich nicht schlagen ich wollte..." "Ihn schlagen" beendete ich seinen Satz und zeigte dabei auf Jimin, der den Kopf hängen ließ. Es schien ihm sichtlich leid zu tun. Ich musste ihm später dringend sagen das es nicht seine Schuld gewesen war sondern Anthonys. Er hätte sich einfach besser unter Kontrolle haben müssen. "Dann heißt das jetzt wohl Abschied nehmen." Ich hörte Schritte hinter mir. Dachte er ernsthaft das ich ihm nach allem was passiert war noch in den Arm nehmen würde. Ich trat weiter vor neben Jimin. Anthony seufzte. "Auf wiedersehen Alice" Ich drehte meinen Kopf zur Seite. "Wohl eher nicht"



    Autor:

    WOW 1358 Wörter. Keine große Leistung, aber egal😂. Ich hoffe euch hat das Kapitel trotzdem gefallen. Tut mir leid das es so lange gedauert hat, aber ich habe im Augenblick nicht sehr viel Zeit um an meinen Geschichten zu arbeiten. Viele Arbeiten stehen an ihr versteht. Euch allen aber noch ein schönes Wochenende.

    LG Mochi125


    10
    Tannie Auf dem Rückweg redeten Jimin und ich nicht mehr viel miteinander. Wir bevorzugten es in dem Moment zu schweigen. Als wir endlich vor dem Haus
    Tannie


    Auf dem Rückweg redeten Jimin und ich nicht mehr viel miteinander. Wir bevorzugten es in dem Moment zu schweigen. Als wir endlich vor dem Haus angekommen waren und Jimin die Tür zum Treppenhaus aufschloss, ergriff ich das erste Mal seit ganzen zwanzig Minuten das Wort: "Hör Mal, Jimin." Er drehte den Kopf zu mir. "Ich wollte nur sagen das nichts von dem was da vorhin passiert ist deine Schuld war." Er sah auf den Boden. "Er hat dich geschlagen" sagte er dann aber leise worauf hin ich seufzte. "Ja...aber das doch nicht wegen dir" "doch ich habe ihn provoziert und damit riskiert das er ausrastet, aber es war mir in diesem Moment egal. Und jetzt hast du einen blauen Fleck im Gesicht" "Was echt!" ich faste mir blitzartig an die Wage. "Nein" er schüttelte leicht lachend den Kopf. "Trotzdem...sag nicht es sei nicht meine Schuld wenn es aber letztendlich immer meine Schuld gewesen sein wird" Ich trat ein Schritt näher zu ihm. "Hör Mal zu, Jimin" mein Ton wurde ernster " Wenn ich dir sage das es nicht deine Schuld ist, dann ist und war es nie deine Schuld. Ich habe mich selbst dazu endschieden zwischen euch zu treten. Anthony hätte sich viel besser unter Kontrolle haben müssen. Glaubst du etwa ich hätte zu gelassen wie er dich einfach so vor meinen Augen erschlägt. Ich hätte von Anfang an gar nicht erst zulassen dürfen das du mitkommst. " Er lächelte ein bisschen dann griff er den Henkel meiner kleinen Reisetasche, die ich zusammen mit einem Rucksack und meiner Umhängetasche mit lauter Sachen gefühlt hatte die bei Anthony noch so rum lagen. Ich ließ widerwillig zu das er sie sich nahm und sich selbst umhängt. Er ging voraus die Treppe hoch und ich folgte ihm.

    Als Jimin die Tür öffnete wurde wir von lautem Gebell unterbrochen. Ich war zuerst komplett geschockt aber dann sah ich das kleine Fellknäulchen das an Jimin hoch sprang. Ich verliebte mich sofort.

    Ich ließ meine Umhängetasche und den Rucksack neben der Tür auf den Boden fallen und kniete mich zu dem kleinen runter
    Ich ließ meine Umhängetasche und den Rucksack neben mir auf den Boden fallen und kniete mich zu dem Kleinen runter. "Hallo wer bist du denn?" ich redete in einer babystimme. Der kleine kam zu mir gelaufen und beschnüffelte mich. Ich lachte als er anfing meine Hand abzuschlecken. Jimin stand immer noch bewegungslos im Türrahmen und beobachtete mich. Ich spielte etwas mit dem Wunder vor mir und bemerkte daher erst später, Jungkook der an der Tür zum Badezimmer lehnte. "Das ist Yeontan" sagte er und ich sah auf. "Das ist ein süßer Name" "Kannst ihn aber auch einfach Tannie nennen" fügte Jimin hinzu. "Tannie" flüsterte ich. "du hast doch nichts gegen Hunde, oder?" fragte Jungkook etwas besorgt. Ich schüttelte den Kopf. "Hunde sind bezaubernde Tiere." Ich streichelte Gedanken verloren den flauschiegen Tannie. Jimin beugte sich derweilen über meinen Rücken und griff nach der Tasche und dem Rucksack. "Jimin das ist wirklich nicht nötig." Ich stand auf. Jimin war schon auf halbem Weg zu meinem Zimmer. Schnell schloss ich die Haustür die immer noch offen stand und rannte Jimin hinterher. Ich zog von hinten an seinem T-Shirt. "Ab hier übernehme ich" Ich wollte ihm die Sachen abnehmen aber er war schneller und streckte sich nach oben so das ich nicht mehr dran kam. Beleidigt setzte ich zum Sprung an als plötzlich Jungkook neben Jimin auftauchte. Er war noch größer als Jimin ich ging ihm gerade mal knapp bis unters Kinn. Er nahm Jimin die Taschen ab und hielt sie noch weiter hoch. Ich schmollte kurz und sprang dann in die Höhe. Verfehlte meine Tasche aber um mindestens einen halben Meter. Ich hatte keine Lust mehr und lief einfach vor in mein Zimmer. Wenn sie beide unbedingt meine Sachen tragen wollten sollten sie es doch tun. Kurze zeit später kam auch schon JK mit meinem Rucksack und der Tasche rein gefolgt von Jimin, der meine Reisetasche neben meinem Bett auf den Boden stellte. Tannie rannte zwischen Jungkooks Beinen durch und sprang auf mein Bett wo er es sich bequem machte und die Augen schloss. "Seid wann ist er hier ich könnte schwören das er als wir gegangen sind noch nicht hier war. So einen kleinen Engel hätte ich doch bemerkt" sagte ich und setzte mich neben den schlafenden Hund. Dieser öffnete kurz seine Augen schloss sie dann aber sofort wieder. "Meine Mutter hat ihn vorhin her gebracht. sie sind nicht mehr die jüngsten und können sich nicht mehr so gut um den Kleinen kümmern deswegen haben sie ihn mir gegeben. Naja und jetzt ist er hier" sagte Jungkook und kratzte sich am Arm. "Für mich ist das kein Problem.", ich lächelte ihn an, "Von mir aus kann er gerne bleiben" Ich hielt Yeontan meine Hand hin. Er schleckte sie freudig ab. Jin kam rein. Er trug einen dunkel blauen Anzug und eine schwarze Krawatte. Hatte er ein Date? Die anderen beiden sahen ihn genauso erstaunt an. "Noch was vor, Jin?" Jimin grinste. Jin ging nicht darauf ein sondern wandte sich direkt an Jungkook. "Jungkook wo bleibst du? Du bist ja nicht mal geeignet angezogen" JK sah ihn verwirrt an. Jin half ihm auf die Sprünge. "Das Abendessen bei meinen Eltern" Jungkook schlug sich eine Hand gegen die Stirn. "Mist, tut mir so leid Jin das habe ich komplett vergessen. Ich bin sofort da" und schon stürmte er aus dem Zimmer und Tannie ihm hinterher. Jimin und ich schauten uns kurz an bevor auch er sich an Jin vorbei drängte und JK hinterher ging. "Ist es ok wenn wir dich hier eine Weile mit Jimin alleine lassen? Er ist auch ganz lieb versprochen" er lächelte mich an. Ich nickte "Ja natürlich. Ihr wirkt auf mich alle sehr nett" ich lächelte breit zurück. Er nickte und ließ mich allein.

    -30 Minuten später-

    Jin und Jungkook hatten gerade die Wohnung verlassen. Ich lag auf der Couch mit Yeontan auf meinem Schoß. Jimin war in seinem Zimmer verschwunden nachdem sich die Haustür geschlossen hatten. Vielleicht war es ihm peinlich alleine mit mir zu sein. Ich überlegte aufzustehen und an seine Tür zu klopfen als mich zwei Gedanken davon abhielten. Erstens, ich würde, wenn ich aufstünde, den friedlich schlummernden Tannie wecken und zweitens, kam es mir komisch vor. Ich sollte ihn alleine lassen wenn er alleine sein wollte. Wir kannten uns ja auch noch gar nicht richtig.

    Nach einer Zeit schloss ich auch meine Augen. Irgendwie musste ich dann eingeschlafen sein, denn als ich aufwachte lag eine Decke über mir. Tannie lag nicht mehr neben mir. Als ich mich vorsichtig aufrichtete und mir durch die langen Haare fuhr, erblickte ich Jimin der mir gegenüber am anderen Ende des Sofas saß und mit seinem Handy beschäftigt war. Aber als er merkte das ich mich bewegte, legte er sein Telefon neben sich auf die Sitzfläche und betrachtete mich lächelt. Ich rieb mir verschlafen die Augen. Wie als wäre ich betrunken kippte ich zur Seite und landete in die Decke eingerollt auf dem Boden. Das war mir relativ egal schließlich war es warm und das war alles was zählte. Aber der Hund auf dem ich beinahe gelandet wäre sah das wohl anders. Er fing wild an zu bellen was mich aber nur noch müder machte. Ich versuchte wieder aufzustehen, aber mein Körper war gefangen in einer weichen, rosa Wolldecke. Jimins süße Lache drang durch die Nebelschwaden in meinem Kopf. Ich spürte zwei Hände an meinem Körper und öffnete meine Augen die ich kurz davor geschlossen hatte. Jimins Gesicht schwebte knapp über meinem aber mehr nahm ich auch nicht war. Jimin wickelte mich aus der Decke und half mir auf zu stehen. Völlig schlaftrunken hielt ich mich an Jimins Arm fest um nicht abermals hinzufallen. Ich setzte mich zurück auf die Couch und Jimin setzte sich neben mich. Ohne wirklich zu begreifen was ich dort gerade tat kuschelte ich mich an ihn. Er lehnte sich zurück und ließ es zu. Meine Hand lag auf seiner Brust und mein Kopf befand sich auf seiner Schulter. Ich hatte keine Kontrolle über meinen Körper. Meine Augenlieder fielen zu. Ich spürte noch wie er einen Arm um mich legte und etwas warmes meinen Körper bedeckte....

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    Hi Hi Hi da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel. Ich hoffe natürlich wie jedes Mal das es euch gut gefällt..Für alle die neuen Lesestoffen brauchten ein etwas längeres..

    LG Mochi125

    11
    The Hunt Ich wachte auf einem warmen und gemütlichen Untergrund auf. Mein Kopf war zur Hälfte in dieser Wärme vergraben. Als sich mein Kissen jedoc
    The Hunt

    Ich wachte auf einem warmen und gemütlichen Untergrund auf. Mein Kopf war zur Hälfte in dieser Wärme vergraben. Als sich mein Kissen jedoch bewegte schoss mein Kopf in die Höhe. Ich erblickte Jimin der friedlichen schlafend neben mir auf der Couch lag. Bis eben hatte mein Kopf noch knapp unter seinem Schlüsselbein geruht. Jimin schlang die Arme um meinen Körper und zog mich eng an ihn heran. Ich atmete seinen Duft ein. Er roch gut. Er schlief immer noch tief und fest, aber trotzdem war sein Griff um meine Taille so fest das ich mich nicht mehr befreien konnte. Ich rutschte ein Stück weiter nach unten und ließ meinen Kopf frustriert auf Jimins Brust sinken. Ich konnte sein Herz schlangen hören. Ich zählte jeden Schlag mit hörte aber bei Hundert auf zu zählen. Müde schloss ich die Augen wieder und lauschte den Geräuschen seines Magens und seines Herzens.

    Irgendwann musste ich wohl wieder eingeschlafen sein, denn ich wachte von einem leckeren Geruch wieder auf. Die Sonne strahlte mir durch das weit geöffnete Fenster direkt ins Gesicht. Nachdem ich ein paar mal geblinzelt und mir den Schlaf aus den Augen gerieben hatte, bemerkte ich das Jimin sich nicht mehr neben mir befand. Ich fuhr mir einmal durch die Haare bevor ich meinen Kopf drehte und in die hinter dem Wohnzimmer liegende Küche sah. Dort stand Jimin vor Herd mit dem Rücken zu mir. Er hatte wohl noch nicht bemerkt das ich aufgewacht war, denn als ich aufstand, zu ihm ging und über seine Schulter spähte zuckte er leicht zusammen. Wie süß. Als er mich jedoch sah fing er an zu lächeln. "Du siehst süß aus wenn du schläfst" ich sah wie seine Wangen rot wurden. Ich pikste ihm mit dem Zeigefinger in die Wange. "Willst du mich etwa ärgern" fragte er herausfordernd. "Ich?", fragte ich gespielt bestürzt, "Ich doch nicht. Wie käme ich denn auf solch eine Idee" Ich fing an zu lachen. Ich legte mein Kinn auf seiner Schulter ab und sah ihm dabei zu wie er zwei Eier zerbrach und in die Pfanne gab. Abermals tippte ich mit meiner Fingerspitze in Jimins weiche Wange. Diesmal ließ er es sich aber nicht weiter gefallen, stellte die Pfanne auf eine andere Herdplatte und drehte sich zu dir um. Ich wich ein paar Schritte vor ihm zurück. Er kam langsam auf mich zu. Ich quietschte und rannte davon. Lachend jagte er mich durch die gesamte Wohnung. Einmal wäre ich beinahe über Tannie gestolpert der verschlafen aus Jungkooks Zimmer gekommen war. Ich stand vor Jimins Zimmertür und wartete auf Jimin, der jeden Moment vor mir auftauchen musste. Doch er kam nicht. Plötzlich spürte ich zwei starke Arme um meine Hüfte. Jimin schüttelte mich lachend durch und zog mich in sein Zimmer. Ich kriegte mich vor lachen nicht mehr ein. Jimin warf mich aufs Bett und fing an mich durch zu kitzeln. Ich versuchte mit aller Kraft mich zu wehren aber er saß auf mir und hielt mit einer Hand meine Handgelenke über meinem Kopf zusammen während die andere mich am Hals kitzelte. Ich konnte kaum noch atmen. Mit letzter Kraft rollte ich mich zur Seite so das nun ich auf Jimin saß. Siegessicher schaute ich ihn an. Als unsere Blicke sich trafen brachen wir beide in schallendes Gelächter aus. Als ich mich wieder gefangen hatte sah ich mich in seinem Zimmer um.

    Neben dem Tobbelbett auf dem wir gerade saßen stand ein kleiner schwarzer Nachtisch. An der anderen Seite gegenüber vom Bett befand sich ein riesiger Schreibtisch mit Laptop, großer Schreibfläche und cooler Lampe. Daneben befand sich ein großer Kleiderschrank. An den Wänden hingen viele Bilderrahmen in denen ich Jungkook, Jin und Jimin aber auch Jimin mit anderen Leuten die ich nicht kannte sehen konnte. "Dein Zimmer ist schön" mein Blick wanderte wieder zu ihm und wir sahen uns, wie so oft schon an diesem Morgen, tief in die Augen. Wie konnte man nur so unglaublich schöne Augen haben. Ich realisierte erst später in welcher Position wir uns gerade befanden und rollt mich schnell wieder von ihm runter. "Tut mir leid..." murmelte ich worauf ich nur ein Lächeln von Jimin bekam. "Alles ok" Ich lächelte leicht zurück. Jedoch verschwand mein Lächeln sofort wieder von den Lippen als mir das Essen wieder einfiel. Ich setzte mich auf. "Mist, die Brötchen" Ich kletterte über Jimin und sprang aus dem Bett lachend folgte er mir. Als ich die schwarzen Brötchen im Ofen und die ungenießbaren Eier sah, musste ich auch los lachen. Klatschend lief ich zum Sofa und ließ mich rücklings über die Rückenlehne fallen. Jimin ging um die Couch herum und beugte sich über mich so das wir uns abermals in die Augen schauten. Ich versuchte zu schlucken aber irgendwie wollte es nicht so richtig funktionieren. Jimin half mir mich wieder aufzurichten.

    Als die Haustür auf ging, rannte Yeontan zwischen meinen Beinen hindurch und sprang Jungkook an. Ich lächelte und folgte Jimin, der bereits zu Tür gelaufen war und die beiden zu Begrüßung umarmte. "Warum kommt ihr jetzt erst wieder?" fragte ich während ich mich zu Tannie hinunter kniete und meine Hand abschlecken ließ. "Meine Mutter hat uns aufgehalten uns letztendlich war es zu spät um noch nach Hause zu fahren, aber wie ich sehe seit ihr gut zurecht gekommen" Jin lächelte wissend. Ich verdrehte nur die Augen und blickte zu Jungkook hoch. Er wirkte nicht sonderlich gut gelaunt. Lachend stellte ich mich hin und klopfte ihm auf die Schulter. "Und wars´ lustig?" Er murrte irgendwas unverständliches und sah mich dann mit einem leuchten in den Augen an. "Aber ich bin froh dich..." er verbesserte sich augenblicklich: "Euch...wieder zu sehen. Es war wirklich die Hölle. Ich habe mich wie bei einem Verhör gefühlt" ich lachte ihn aus. Denoch gingen mir seine worte nicht mehr so recht aus dem Kopf. Er wollte "Dich2 sagen das wusste ich, aber was hatte das zu bedeuten. "Mein Beileid"sagte ich denoch um mir meine Nachdenklichkeit nicht anmerken zu lassen. Jimin mischte sich ein. "So schlimm kann es doch gar nicht gewesen sein." "Oh wenn du nur wüsstest. Du kennst doch seine Familie" er zeigte mit dem Finger auf Jin der bereits vor zu seinem Zimmer gelaufen war und sich das Jackett auszog. "super nett und freundlich aber ziemlich aufgedreht manchmal" zählte Jimin sein Wissen auf. Jin verschwand in seinem Zimmer und Jungkook tat es ihm gleich. Tannie huschte noch schnell durch die Tür bevor JK sie schließen konnte. Ich ging wieder zurück in die Küche und schmiss das ei und die kohlschwarzen Brötchen in den Mülleimer. Jimin war mir gefolgt. Er wirkte etwas nervös. " Ist alles ok?" fragte ich nach einiger Zeit in der wir usn nur angeschwiegen hatten. Er nickte langsam. Das er log war nicht zu übersehen. "Erzähl schon" Ich kam mir ein bisschen komisch vor mich so zu verhalten wie seine beste Freundin aber er war vorhin doch auch ganz locker mir gegenüber. "Es ist nur...", fing er an, "Können wir die Sache von vorhin vielleicht für uns behalten?" Welche Sache meinte er? Die Tatsache das wir neben einander aufgewacht waren oder doch die das er mich wie ein kleines Kind durch die Wohnung gejagt hatte und wir anschließend in seinem Zimmer gelandet waren? Vermutlich beides. Ich nickte "Klar, wenn du das möchtest" er lächelte mich dankend an. Plötzlich stand jemand hinter uns.

    "Welche Sache?".....

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    Und wer glaubt ihr ist es? Jin oder Jungkook?

    Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel nicht sehr besonders aber sowas gehört nun mal dazu nicht war. Spannende Kapitel die einem den Atem rauben und welche die einen zu den coolsten Kapiteln führen. 😁😁😁



    Also Malso....

    Schönen 1. Mai noch💜💜

    LG Mochi125

    12
    Dance-Studio Ich und Jimin fuhren herum. Vor uns stand Jungkook. Er hatte seinen Anzug gegen ein weißes T-Shirt und  eine graue Jogginghose getausch
    Dance-Studio

    Ich und Jimin fuhren herum. Vor uns stand Jungkook. Er hatte seinen Anzug gegen ein weißes T-Shirt und  eine graue Jogginghose getauscht. Ich überlegte hastig was ich ihm antworten sollte. "das darfst du nur wissen wenn du es wirklich nicht weiter erzählst" raute ich ihm schließlich zu. Ein erschrockener Blick von Jimin traf mich. JK nickte. Bevor Jimin meinen zugegeben etwas dämlichen Plan durchkreuzen konnte fuhr ich im Flüsterton fort: "Wir haben nh Menge Eier wegschmeißen müssen.", ich deutete mit dem Daumen zu Jimin hinüber, "Jimin kann halt einfach nicht kochen" "das stimmt doch gar nicht" protestierte er. Ich zog eine Augenbrauen hoch und schielte auf den Mülleimer. Jimin seufzte, verdrehte die Augen und sagte nichts mehr dazu. "Und wegen ein paar Eiern führt ihr solche geheimen Gespräche?" Ich nickte schnell.
    Jin kam in die Küche. Überfröhlig rannte ich zu ihm. Insgeheim wollte ich nur von Jungkook weg sonst wäre mir früher oder später doch noch etwas rausgerutscht.
    Ich hakte mich freundschaftlich bei Jin unter." Und? Was machen wir heute so schönes?" Jin lächelte. "Es ist Wochenende also könnten wir doch eigentlich alle etwas zusammen unternehmen oder nicht?" Jungkook füllte ein Glas mit Wasser und nahm ein Schluck. "Geht nicht. Ich muss zu meinen Eltern. Mom hat mich zum Garten machen dort hin bestellt." "Oh OK, und du Jimin?" Dieser schüttelte den Kopf. "Ich war schon lange nicht mehr trainieren. Ich hatte vor ins Fitnessstudio zu gehen. Im oberen Geschoß gibt es Tanzräume. Ich war lange nicht mehr dort. Etwas Tanzen könnte mir gut tun" meine Augen weiteten sich ein bisschen. "Du tanzt?" fragte ich verwundert. Jimin nickte stolz. "Willst du mitkommen?" ich stockte "ich möchte nicht stören" Er lächelte. "Du störst kein bisschen" verlegen drehte ich meinen Kopf weg. "Möchtest du?" langsam nickte ich "Wenn ich darf" Jimin nickte freundlich. "Na schön, dann mach ich eben was alleine" meinte Jin schmollend undn verschwand in seinem Zimmer.

    Laute Musik schalte von den Wänden wieder, als Jimin und ich das Fitnisstudio betraten. Ich folgte dem silber haarigen Jungen vor mir zur Rezeption. Eine junge sportliche Frau mit strahlend roten Haaren begrüßte uns. "Oh, Hi, Jimin. Wie geht es dir? Du warst lange nicht mehr hier" Jimin nickte lächelnd "ich hatte in letzter Zeit nicht so viel Zeit mich auf Sport zu konzentrieren" ich stand stumm daneben. Nun schien Rotkäppchen mich auch zu bemerken. "oh, hi du bist neu hier oder?" ich nickte leicht. "Hm ok" Sie hielt es wohl nicht für nötig weitere Worte mit mir zu wechseln. Sie wandte sich ab und fragte Jimin: "Den gleichen Raum wie immer?"  Dieser nickte. "Du weißt wo er ist" sie grinste anzügliche. Mich würdigte sie keines weiteren Blickes. Ich konnte sie jetzt schon nicht ausstehen. Jimin entfernte sich von dem Tresen. Ich ihm hinterher.
    Das Studio besaß breite, bodentiefe Fenster die den Blick auf eine befüllte Straße frei gab, der Boden war aus einem gummi ähnlichen Material und in jeder Ecke standen Sportgeräte. An diesen führte Jimin mich aber gezielt vorbei. Bei einem langen Treppenaufgang blieb er stehen bis ich ihn eingeholt hatte. Dieses Gebäude besaß dem Anschein nach mehrerer Stockwerke. "Wir müssen ins oberste Stockwerk." Ich stöhnte genervt. Und die hatten hier nicht einmal einen Aufzug. Jimin lachte nur, schulterte seine Sporttasche und begann die Stufen hoch zu joggen. Echt jetzt? Er rannte auch noch. Unmotiviert nahm ich die erste Treppenstufe.

    Außer Atem kam ich sehr viel später als Jimin oben an. Dabei waren es gar nicht viele Stockwerke gewesen. Jimin wartete bereits auf mich. "Bitte lass das Aufwärmung genug gewesen sein" Er grinste. "Komm" er winkte mich mit sich. Wiederwilllig folgte ich ihm. In einen großen Raum mit der Zahl 17.
    Wie auch unten waren bodentiefe Fenster in die Wand eingelassen und ein riesiger Spiegel erstreckte sich über die Wand gegenüber der Tür. Die übrigen Wände waren mit Holz verkleidet. Der Boden bestand aus einfachem Laminat. In jeder Ecke war ein großer Lautsprecher an der Decke befestigt. Rund um Beschallung. Staunend drehte ich mich einmal im Kreis. Jimin ging zu einem Tisch auf dem er seine Tasche abstellte, sein Handy aus der Jacke kramte und gleichzeitig versuchte den Reißverschluss seiner Sporttasche zu öffnen um seine Trinkflasche hervor zu zerren. "Hast du irgendwelche besonderen Musikwünsche?" fragte er während ich weiter zu den Fenstern schlenderte. Was passierte wohl, wenn beim Tanzen mal jemand mit voller Wucht dagegen lief. Ich wollte jimin gerade antworten, als mir die Worte im Hals stecken bleiben. Die Aussicht war atemberaubend. Autos flitzen wie kleine bunte Blitze durch die unter uns liegenden Straßen. Durch die Fenster der riesigen Hochhäuser strahlte Licht in den verschiedensten Farben. Mal kalt mal eher warm. Trotz der Tatsache das es noch nicht dunkel war,  strahlten die Lichter wie große Scheinwerfer in den Wolken verhangenen Himmel hinauf. Schon seit Stunden regnete es ununterbrochen. Auch hier oben prallten die kleinen Tropfen gegen die Glasscheiben. Als wollten sie sie zerbrechen.
    Jimin trat neben mich, nachdem er bemerkt hatte das ich ihm nicht zuhörte. "Wunderschön oder? Seoul sieht sogar bei Tag atemberaubend aus" Da hätte er recht. Mit den vielen kleinen Gassen die von den Haubtstraßen abzweigten wirkte es wie ein riesiges Labyrinth. Ich nickte ehrfürchtig.
    "Wollen wir anfangen?" fragte Jimin nach ein paar Minuten in dennen wir nur schweigend auf die Großstadt hinunter geblickt hatten. Mir fiel es schwer meinen Blick von den funkelnden Lichtern dort unter los zu reißen. Schließlich gelang es mir aber und ich wandte mich dem hübschen Jungen hinter mir zu der gerade damit beschäftigt war sich durch die verschiedensten Lieder zu klicken. Gerade war er bei Youth. Aber im nächsten Moment erklangen auch schon wieder andere Klänge durch die gewaltige Musianlage. Als er gerade weiter machen wollte hielt ich ihn auf. "Nehmen wir das" You broke me first von Tate McRae. Jimin nickte ließ den Song von vorne spielen und fing an sich zu dehnen. Er war unglaublich gelenkig. "Wie schaffst du das?" fragte ich ihn bewundern als er seinen Oberkörper Richtung Boden streckte und dabei so weit runter kam das sein Kopf zwischen seinen Beinen verweilte. Er richtete sich langsam wieder auf. "Ich komme nicht mal ganz bis zum Boden" beschwerte ich mich. Dieses wunderhübsches Lächeln war echt ansteckend. "Übung" war seine einzige Erwiderung bevor er damit fort fuhr seine Beine und Arme ordentlich zu dehnen. Dabei nahm er Körperhaltung an, die ich nicht mal glaubte im Traum nachmachen zu können. Fasziniert beobachtete ich ihn dabei bis er sich mir zuwandte und sagte: "An deiner Stelle würde ich mich auch etwas dehnen ansonsten könntest du morgen mit einem wirklich fiesen Muskelkater aufwachen" immer noch leicht lächelnd tat ich es ihm nach und begann mich, so gut es eben ging, zu dehnen. Bei ihm sah es allerdings um einiges eleganter aus, als bei mir.
    Nachdem Jimin meinte sich genug Sehnen gerissen zu haben, marschierte er hinüber zu seinem Handy, das er auf dem Tisch liegen gelassen hatte und spuhlte bis zu meinem erwünschten Lied zurück. Die sanften Klänge des Songs schalten durch den weit läufigen Raum. Wir stellten uns nebeneinander mir gut zwei Armlängen Abstand. Und dann begann Jimin. Zuerst ganz langsam dann immer schneller sich zur Musik zu bewegen. Er schwebte dabei  elegant über den Bode. Ich konnte ihn nur anstarren. Er tanzte wirklich so wunderschön wie auch er selbst war. Die Tatsache das ich mich noch keinen Zentimeter gerührt hatte schien ich nicht im geringsten zu stören. Daher machte ich langsam ein paar Schritte rückwerts und ließ mich auf den Boden sinken. Er war ganz in seiner eigenen Welt. Jede Bewegung seiner Arme sah so getaktet und doch so selbstlos aus das ich mir kaum vorstellen konnte das er dies gerade aus freiem Kopf tanzte und nicht zu einer im bekannten Choreografie. Manchmal schloss er die Augen und ließ die Musik einfach für einen Moment auf sich wirken. Er war ganz in seinem Element.
    Ich sah ihm zu bis das Lied zu Ende war. Außer Atem  blieb er einige Sekunden in der Schlussposition stehen, dann schraubte er seine Trinkflasche auf, die er knapp vor dem Spiegel auf den Boden gestellt hatte. Wie schaffte er es aus der Flasche zu trinken ohne mit den Lippen die Öffnung zu berühren und dabei nicht einmal zu kleckern. Er setzte sich neben mich. Ich staunte immer noch" "Möchtest du nicht auch tanzen?" "Kann ich dir dabei nicht einfach zugucken?"

    Wir schalteten das Licht aus, verließen Raum Nummer 17 und liefen die Stufen hinunter. Neben mir summte Jimin leise die Melodie von Faded. An der Rezeption blieben wir stehen und meldeten uns ab. Rotkäppchen grinste Jimin schonwieder so an. Gott ich hasste sie. Das schlimmste Jimin lächelte zurück. "Hast du am Wochenende schon was vor?" schon wieder beachtete sie mich nicht. Jimin warf mir einen kurzen Seitenblick zu. "Nein ich habe schon was vor. Tut mir leid" Sie strich sich die roten Locken hinters Ohr. "Und was ist mit übernächste Wochenende" Jimin schüttelte entschuldigend lächelnd den Kopf. "Tut mir leid, Yuna du hast das falsch verstanden. Ich bin vergeben" Was? Ich sah ihn verwirrt an. "Aber... Hast du dich nicht letztens erst von Sunmi getrennt!" "Das ist schon lange her" Yuna sah mich zweifelt an. "Ist sie es?" ich hielt ihrem argwöhnisch Blick stand. Ihren abschätzen en Tonfall konnte sie sich sparen. Jimin lächelte und legte einen Arm um meine Schultern. "Ja ihr Name ist Alice." geschockt sah ich ihn an. "Das glaub ich dir nicht. Das erfindest du doch gerade" Yuna schüttelte den Kopf. "Ich Lüge nicht" Rotkäppchen von Yuna hob eine Augenbraue. "Ihr Blick sagt etwas anderes, Süßer"etwas überrumpelt  bemühte ich mich schnell um einen neutralen Gesichtsausdruck. "Es ist noch ganz frisch. Wir reden in der Öffentlichkeit nicht wirklich darüber" Ich lächelte leicht. Yuna sah immer noch nicht überzeugt aus. Vorsichtig legte ich meinen Arm um Jimins Taille. Mit der anderen Hand griff ich nach Jimins Hand, die locker auf meiner Schulter lag, und verschränkte unsere Finger. Es musste einen Grund geben weshalb er mich als seine Freundin ausgab also beschloss ich vorerst mitzuspielen. "Wir sind erst seit ein paar Wochen zusammen" sagte ich daher freundlich lächelnd. Yuna schien uns immer noch nicht ganz zu glauben beließ es aber dabei. "Also wir müssen dann auch los" Jimin lächelte sie an, nahm seinen Arm von meiner Schulter und ergriff stattdessen meine Hand. Ohne zu zögern schloss ich meine Finger um seine Wärme Hand. Jimin zog mich mit sich Richtung Ausgang. Ich winkte noch über meine Schulter dann schob mich Jimin auch schon aus der mit Stickern beklebten Glastür. Erst als wir um die nächste Ecke bogen und somit aus dem Blickfeld von Yuna, ließ er meine Hand wieder los. "Danke" lachte erleichtert. "Warum hast du das gemacht?" auch ich grinste. "Die blöde Kuh nervt mich schon seit Monaten. Glotzt mich an, beobachtet mich beim trainieren und fragt mich ständig nach einem Date. Weißt du wie anstrengend es ist sich jedes Mal eine neue Ausrede auszudenken?" Ich grinste noch breiter. "ich lache wenn sie dich sieht wenn du wirklich wieder andere Mädchen datest und dich dann des Betrugs beschuldigt"  Lachend machten wir uns auf den Weg nach Hause. Ins vorüber gehende zu Hause.

                                    ★

    Ich saß hinter Jimin auf der Couch. Er und Jin hatten sich zum Video spielen auf den Boden gesetzt und mit den Rücken gegen das Sofa gelehnt. Ich saß im Schneidersitzt und verfolgte gespannt das Geschehen auf dem Fernseherbildschirm. Ich wusste nicht wie das Spiel hieß aber anscheinend war es ein Ballerspiel. Gerade kamen komisch aussehende Monster auf die beiden zu und sie zerlöchernten sie mit ihren.... Pistolen? Keine Ahnung was die da für Dinger in der Hand hielten. Lang, schwarz, klein. Konnten Kugeln abfeuern.
    Jimin Finger huschten über den Controller. Mal drückte er hier ein Knopf mal da. Und mach mal drückte er so schnell und oft auf einen einzigen Knopf das ich schon Angst hatte er könnte ihn kaputt machen. Ich verstand zwar zugegebenermaßen nicht viel von Computerspielen aber ich wollte auch mal. Ich tippte Jimin auf die Schulter. Er murrte etwas Unverständliches. "Kann ich auch mal spielen?" fragte ich und deutete auf dem strahlenden Bildschirm. "Kannst du denn spielen?" Ich nickte" Wenn ich es ausprobieren bestimmt" Er lachte. Bevor er mir jedoch seinen Controller reichen konnte mischte Jin sich ein. "Du kannst mit meinem spielen. Ich muss aufs Klo und außerdem hab ich Hunger."er stand auf. Ich schnappte mir den schwarzen Controller und hockte mich neben Jimin auf den harten Fußboden. "Also...mit dem Knopf hier springst du", er deutete auf einen blauen Knopf, "der zum kämpfen und schießen" ein roter Knopf. "Mit dem hier suchst du deine Waffe aus. Der Rest erklärt sich von selbst" "OK" ich nickte und lächelte.

    Wir spielten bis es draußen langsam dunkel wurde. Ich war meiner Meinung nach wirklich nicht schlecht. Mit der Zeit wurde ich immer besser. Ich wurde aller Dings abgelenkt als die Haustür aufging und ein fröhlich bellender Hund ins Wohnzimmer rannte. Sofort legte ich alles nieder und robbte auf dem Bauch zu Tannie hinüber. Er schlekte meine Hand ab. Hinter ihm betraut Jungkook den Raum. Als er mich sah lächelte er. "Hey" "hi" er warf seinen Rucksack auf die Couch. Jimin hatte zwischen zeitig den Fernseher ausgeschaltet und gab JK eine brüderliche Umarmung. "Und wir wars?" Jimin grinste frech. Jungkook stöhnte "frag nicht" lachend stand ich vom Boden auf. Jin kam ins Wohnzimmer und grinste uns alle nach der Reihe an. "So, da ihr heute nichts mit mir und Tannie Manie gemacht habt, werden wir morgen alle gemeinsam in die Stadt gehen." Jimin, Jungkook und ich tauschten Blicke. Dann zuckte ich mit den Schultern.
    "Warum nicht!"

    13
    Ma City Wir schlenderten fröhlich plaudernd durch die Straßen der Innenstadt. Es war schön mit ihnen. Jin, der manchmal vor einem Schaufenster steh
    Ma City

    Wir schlenderten fröhlich plaudernd durch die Straßen der Innenstadt. Es war schön mit ihnen. Jin, der manchmal vor einem Schaufenster stehen blieb, der am Kleidungstil seiner Freunde rum meckerte und von den neuen Rezepten erzählte die er unbedingt ausprobieren wollte. Jungkook, der uns von einem Laden zum nächsten schleppte, uns dazu zwang mit ihm einen Bubbeltea trinken zu gehen und mir versuchte ein blaues Blümchenkleid anzudrehen.
    Und Jimin, der fröhlich lächeln neben uns her lief, über jeden schlechten Witz lachte und mich vor Jungkook und dem Blümchenkleid rettete.
    Wir liefen gerade an ein paar Cafés vorbei als Jimin plötzlich fluchte und die Jungs sich verwundert zu ihm umdrehten. "Scheiße, da ist Yuna" ich sah in die Richtung in die er zeigte. Tatsächlich dort stand Yuna mit einer roten Schürze passend zu ihren Haaren an einem Tisch und nahm die Bestellung eines jungen Paars auf. Jimin versuchte sich hinter Jins breiten Schultern zu verstecken, aber Yuna hatte Jungkook bereits gesehen. "Huhu Kookie" sie winkte uns. Sie hatte die Bestellungen auf einen Block gekritzelt und reichte den nun einer ihrer Kollegen. Eilig nahm ich Jimins Hand und zog ihn zu mir. Schnell setzte er sein süßestes Lächeln auf. Jin warf uns einen irritierten Blick zu, sagte aber nichts.
    Yuna war bei uns angekommen. Sie warf einen missbilligenden Blick auf unsere ineinander verschreckten Hände dann wandte sie sich freudestrahlend an Jungkook. "Hey" flüsterte sie. Verführerischer Augenaufschlag. Argh.
    "Hi Yuna was gibt's?" fragte JK. Er schien nicht sonderlich interessiert. Ich musste mir bei Yunas Gesichtsausdruck das Lachen verkneifen. Jimin neben mir hatte ähnliche Probleme. "Ich wollte nur mal 'Hallo' sagen" sagte sie langsam. "Hallo" antwortete Jin lahm. Yuna schnaubte. "Ich muss dann auch mal wieder, war schön euch gesehen zu haben" wir alle vier sahen ihr hinterher. Als sie im Café verschwand, sprangen Jimin und ich auseinander. "Was geht denn bei euch ab?" fragte Jin lachend. Jungkook´s Miene konnte ich nicht so recht deuten. "Diese Tusse, nervt mich schon ewig und da musste Alice gestern eben als Ausrede dienen" sprudelt es aus dem grau haarigen heraus. "Und jetzt?" ich kratzte mich am Nacken während jimin sich nervös über dem Arm fuhr. "Jetzt..." fing er langsam an. "Könnte es sein..." Jin schüttelte ungeduldig den Kopf und fragte genervt: "Was Jimin? Was hast du Yuna erzählt?" Jimin seufzte. "Möglicherweise glaubt Yuna jetzt das Alice und ich ein Paar sind" Jungkook und Jin brachen in Gelächter aus. "Ihr beide? Wer's glaubt" lachte JK. "Na Yuna scheint es ja geschluckt zu haben" sagte ich ebenfalls grinsend.

    Den restlichen Tag verbrachten wir damit Tauben nach zu jagen, Bubble Tea zu trinke(Jungkook holte sich gleich zwei) und Jimin wegen seiner Größe zu ärgern. Am Ende des Tages fanden wir uns alle in einem Kreis vor der Couch wieder. Jin schlug das Spiel "Flaschendrehen" vor. Jimin, Jungkook und ich waren schon angetrunken weshalb wir uns lachend und kichernd aneinander fest hielten. "Aber nur zu Vierd machd dass doch gar kein Spass" lallte Jungkook. "Ja jenau" stimmten wir zu. Jin seufzte. "Gut dann rufe ich eben noch die anderen an." "Welche andern? " fragte Jimin und hickste." Dein Cousin du Depp" sagte Jin und Jungkook und ich kicherte los. "Ich habe einen Cousin?" lallte Jimin. Jin rollte nur mit den Augen und tippte etwas auf seinem Handy ein. Eine Stunde später, in der wir uns den Magen mit Süßigkeiten vollgestopft hatten und uns lachend durch die Wohnung gejagt haben, klingelte es dann endlich. Jin stand auf und ging zur Haustür. Jungkook, Jimin und ich lugten am Türrahmen des Wohnzimmers vorbei. Vier Typen und zwei Mädchen standen vor der Tür. Jin bat sie rein und wir versteckten uns kichernd hinter dem Sofa. "Nicht wundern die anderen drei sind schon ziemlich betrunken. Führen sich auf wir kleine Kinder" informierte er die anderen dessen Namen ich nicht kannte. Einer von ihnen musste Jimin's Cousin sein. Aber wer?

    Jungkook zählte, lauter als er wahrscheinlich dachte, von drei runter und als er fertig war sprangen wir alle gleichzeitig hinter der Couch hervor und riefen "Buh". Dummerweise stießen Jungkook und Jimin dabei mit den Köpfen aneinander, weil sie auf der gleichen Seite ineinander rein sprangen. Es war trotzdem lustig. Ich ging lachend zu Jin und legte ihm ein Arm um die Schultern. Ich musste mich auf Zehenspitzen stellen um überhaupt an seine Schultern ran kommen zu können. "Ich bin Alice" begrüßte ich sie hicksend. Die Mädchen kicherten. Wir setzen uns alle wieder in einen Kreis. "Also ich bin Taehyung, Jimin's gut aussehender Cousin" Ein kleines Mädchen mit schwarzen langen Haaren die zu einem Pferdeschwanz zurück gebunden waren hob die Hand. "Und ich bin seine Schwester. Sorim mein Name" sie lächelte mich warm an. "Schleim dich nicht so ein, So" lallte Jimin. "Aber das tue ich doch gar nicht" beschwerte sie sich. "Und wer bist du?" fragte ich misstrauisch. Der Junge vor mir hatte braune lockige Haare, ein weißes T-Shirt und eine schwarze Jeans an. "Guck mich nicht so misstrauisch an, Mädchen. Ich werde dir schon nichts tun. Mein Name ist Yoongi" "Oder Meow Meow" kichert Jungkook und bekommt daraufhin einen Todesblick von Yoongi zu geworfen. Jungkook kicherte nur noch lauter. "Mein Name ist Namjoon und das ist Jennie. Meine Schwester" sagte der blonde Typ und zeigte auf das Mädchen neben Sorim. Sie hob ihre Hand. Ich hielt mich kichernd an Jimin fest. Die anderen lachten uns aus. "Hoseok, stell dich doch auch mal vor" lallte Jimin lachend. "Ja, ich bin Hoseok. Aber Hobi reicht" "Hobi" kicherte ich "Wie niedlich" Ich hickste. "Lass uns spielen", lallte Jungkook, "Wir brauchen aber noch eine Flasche" fügte er kichernd hinzu. "Wieso wir haben doch dich" lachte Jimin. Jungkook schmollte während ich mich kichernd auf den Rücken rollte und Jimin, ebenfalls lachend, auf mich hinab sah. "Mal sehen wie weit wir mit den drei kommen" hörte ich Yoongi zu den anderen sagen. Jin stand auf und holte eine leere Glasflasche aus der Küche. "Also gut" er setzte sich wieder und reichte die Flasche Jennie. "Ich will aber doch anfangen" beschwerte sich JK. "Nein ich" wandte Jimin ein. "Ladys First, ich fange an" Ich krabbelte zu Jennie hinüber und nahm ihr die Flache aus der Hand. Bevor ich jedoch wieder zurück zu meinem Platz konnte klaute mir JK die Flasche, stand auf und lief davon. Ich beeilte mich aufzustehen und ihm nach zu rennen. "Bleib stehe du..." Ich schubste Jungkook auf die Couch und entriss ihm die Flasche. Ich rollte mich auf dem Boden zu einer Kugel zusammen und umklammerte die Flasche wie ein kleines Mädchen ihr Kuscheltier. "Keiner kriegt meinen Schatz" rief ich. Yoongi bauchte sich über mir auf. Ich streckte ihm die Zunge raus. Er hob mich einfach vom Boden hoch, setzte mich neben Jungkook auf das Sofa und streckte seine Hand aus. Eingeschüchtert reichte ich sie ihm.

    Die ersten Runden vergingen ziemlich ereignislos bis ich endlich an die Reihe kam. Yoongi, Taehyung und Sorim hatten auch schon ordentlich was intus und V war an der Reihe mir eine Aufgabe zu stellen. "Wahrheit oder Pflicht?" fragte er leicht kichernd. "Hmmm Pflicht" sagte ich. "Ok", Taehyung überlegte kurz, "Setz dich auf Jimin´s Schoß" Ich blieb sitzen. " Na los, ich hab noch eine Rechnung mit ihm offen wegen der letzten Party" "Das war doch gar nicht so schlimm" kicherte Jimin. "Weit schlimmer als das was ich ihr aufgegeben habe" lallte er. "Gar nicht" beschwerte sich Jimin "Willst du etwa Streit?" fragte Taehyung drohend und hob seine geballte Faust. Bevor er Jimin eine runter schlagen konnte, setzte ich mich schnell auf Jimin´s Schoß und sorgte damit für augenblickliche Stille. "Na geht doch" sagte V. Ich schlang meine Beine ums Jimin´s Hüfte. "Du musst drehen" hauchte Jimin an meinem Ohr. Ich drehte mich leicht zur Seite und drehte die Flasche etwas umständlich. Jennie. "Wahrheit oder Pflicht?" "Wahrheit" "Wenn aus diesem Raum würdest du am ehesten küssen?" Sie wurde rot. "Wen?" fragte ich erneut. Sie rang mit sich. "Tae - Taehyung" sagte sie ganz leise. Dieser fing an zu grinsen. "Schönheit siegt"

    Wir spielten weitere Runden. Stunden lang. Jungkook verlor sein T-Shirt, Namjoon musste Yoongi auf die Wange küssen, Sorim betrunken Schimpfwörter aus dem Fenster schreien und Jennie durfte Jin einen Lapdance geben. Die ganze Zeit musste ich auf Jimin´s Schoß sitzen bleiben. Am Ende waren wir alle stockbetrunken. Schließlich saßen wir alle gemeinsam kichernd auf der Couch und nippten an unseren Gläsern. Ich machte es mir auf Jimin´s Schoß etwas bequemer. Legte meinen Kopf auf seiner Schulter ab und verschränkte meine Hände hinter seinem Rücken. Ich gähnte ausgiebig und schloss die Augen nur ganz kurz. Bevor ich es richtig mitbekam war ich an Jimin´s Schulter eingeschlafen.



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    Ich hoffe es gefällt euch und natürlich auch dir Nuko ❤

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    Im nächsten Kapitel geht´s dann weiter

    Schönen Sonntag Abend euch <3

    LG Mochi125

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    After Party Ich hielt mir eine Hand vor die Augen und blinzelte mehrmals bis ich mich an das helle Licht gewöhnt hatte. Es kostete mich einige Mühen
    After Party

    Ich hielt mir eine Hand vor die Augen und blinzelte mehrmals bis ich mich an das helle Licht gewöhnt hatte. Es kostete mich einige Mühen mich aufzurichten. Mein Rücken schmerzte. Ich hatte gestern Abend wohl doch ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Ich sah mich um. Alle lagen im Zimmer verstreut. Jennie und Sorim lagen eingekuschelt in einige Decken auf dem Fußboden. Yoongi lag auf dem Sessel, fragt mich nicht wie er in diese Position gekommen ist. Ein Bein über der Armlehne, das andere ausgestreckt, die Arme vor der Brust verschränkt. Ich kicherte bei dem Anblick. Jin lag, platt wie ein Seestern, auf dem Teppich und Namjoon hatte seinen Kopf auf seinen Bauch gelegt und Jungkook''s Kopf ruhte auf Namjoon's Oberschenkel. Nur Hoseok konnte ich nicht sehen. Neben mir bewegte sich etwas. Jimin drehte sich auf der schmalen Couch zur Seite. Ich spürte wie sich seine starken Arme um meine Taille schlangen und er mich an sich zog. Vorsichtig legte ich mich wieder hin und drehte mich zu Jimin. Wenn einer von uns auf dem Rücken lag, passten wir beide nicht mehr auf das Sofa. Murrend wollte sich Jimin gerade in die andere Richtung drehen, aber ich hielt ihn an der Hüfte fest und zog ihn zu mir bevor er hinunterfallen konnte. Er legte wieder einen Arm um meine Taille und kuschelte sich an mich. Ich bettete mein Kinn auf seinem Kopf und atmete sein Shampoo ein. Von dem Alkohol würde der Geruch deutlich beeinträchtigt aber er war dennoch noch präsent.
    Jimin murmelte irgendwas an meinem Bauch und drückte mich enger an sich. Ich streichelte ihm durch die lockigen Haare. Immer wieder und wieder. Ich konnte einfach nicht aufhören. Jimin seufzte wohlig. Er rückte noch ein kleines Stückchen näher und legte sein Bein zwischen meine. Ich lachte leise. Dieser Typ. Ich hörte schmerzvolles Gestöhne auf der anderen Seite des Raumes und sah hinüber. Yoongi erwachte aus seinem Tiefschlaf. Ich tat so als würde ich noch schlafen während ich nach und nach auch die anderen aufstehen hörte. "Wo ist Hoseok?", fragte Namjoon verschlafen.
    "Vielleicht hat er sich in Jungkook Bett gelegt?" In dem Moment war ein lauter Schrei zu hören. "Ich denke, Jin hat ihn gefunden", sagte Yoongi lahm. Ich versuchte mir so gut es ging das Lachen zu verkneifen. Jimin neben mir rekelte sich etwas. Schlief er noch oder war er bereits wach? Langsam tat ich so als würde ich aufwachen und schob Jimin etwas von mir. Er kuschelte sich jedoch sofort wieder an meinen Bauch. "Guten Morgen, Alice" begrüßte mich Taehyung und wuschelte mir durch die eh schon zerzausten Haare. "Jimin scheint dich ja echt gern zu haben" murrte Jungkook. Ich zuckte mit den Schultern und fuhr Jimin durch die weichen Haare. "Er ist schon süß", murmelte ich. Jimin drehte sich schmatzend auf die andere Seite. Seinen Rücken drückte er gegen meine Seite. Jungkook trat näher an die Couch heran und rüttelt an Jimins Schulter. "Aufwachen, Jimin", sagte er dabei. Seine Tonlage konnte ich dabei nicht wirklich zuordnen. Jimin murrmelte etwas und schlug leicht nach Jungkook. Dieser wollte sofort weiter machen, doch ich hielt ihn an der Hand auf. "Lass ihn doch schlafen", flüsterte ich. Langsam richtete ich mich auf und wollte über Jimin krabbeln, um aufs Klo zu gehen, doch auf einmal drehte er sich wieder um und zog mich mit einer schnellen Bewegung wieder zu sich. Um mich dann mit Armen und Beinen zu umschlingen und dafür zu sorgen, dass ich mich nicht mehr richtig bewegen konnte. Ich lachte leicht. "Jimin", ich strich ihm über den Arm, "Kuschel doch mit Jungkook", setze ich hinzu und versuchte aus seinem Klammergriff zu fliehen. "Ich möchte aber nur mit dir kuscheln" nuschelte er an meinem Hals. Ich lächelte verlegen. "Na schön. Dann machen wir es so: Du lässt mich schnell auf die Toilette gehen und wenn ich fertig bin komme ich sofort wieder und lege mich wieder neben dich, okay?" Er nickte und ließ mich frei. Ich sprang auf, lief Richtung Badezimmer und drückte die Türklinke nach unten, doch es war abgeschlossen. Ich hämmerte gegen die Tür." Bitte beeil dich", bettelte ich. Jin antwortete mir: "Hobi übergibt sich gerade, also kann noch eine Weile dauern." Tatsächlich waren aus dem Inneren Würg Geräusche zu hören. "Kann man euch irgendwie helfen?", fragte ich durch die Tür, doch Jin verneinte dies, also ging ich wieder zurück ins Wohnzimmer. Jimin saß aufrecht auf der Couch, Yoongi hatte sich noch nicht von seinem Platz auf dem Sessel bewegt und Taehyung war gerade dabei Sorim und Jennie zu wecken. Seufzend ließ ich mich neben Jimin fallen und sah zu Jungkook hoch, der immer noch wie ein Soldat vor dem Sofa stand und Jimin mit misstrauischen Blicken durchbohrte. Ich trat ihm leicht auf den Fuß und zog ich ihn dann neben mich aufs Polster. "Jetzt verbreite' hier keine schlechte Laune, Muffi Schlumpf." Jungkook lachte mich an. "Na gut, Schlumpfine" "Dann bin ich Beauty Schlupf" meldete sich Tae zu Wort und auch Sorim äußerte sich: "Ich bin Zicki!" Ich lächelte. "Namjoon ist Papa Schlumpf", sagte Jimin und lachte und wir stimmten mit ein. "Wenn es eine Mama Schlupf gibt, ist das Jin", sagte Hoseok benommen als er mit Jin zusammen ins Wohnzimmer getaumelt kam. "Sag mal hast du die Schlüpfe nicht geguckt!", fragte Jennie empört. Nachdem Hobi den Kopf geschüttelt hatte, begannen alle ihm eine Ewigkeit lang alle Teile ganz genau zu erzählen. Währenddessen verdrückte ich mich ins Badezimmer.

    Erleichtert trat ich aus der Tür und rannte direkt in jemanden rein. Jimin legte beide Hände auf meine Schultern. Wir sahen uns in die Augen. Viel zu lang für meinen Geschmack, aber ich konnte einfach nicht weggucken. "Kuscheln?", fragte Jimin und schmunzelte. Ich nickte lachend. Er zog mich durch den Flur. Doch aus einer gemütlichen Kuschelpartie wurde nichts, da Jin uns auf halbem Weg abfing und uns zum Einkaufen verdonnerte. "Dann verschieben wir das", raunte mir Jimin ins Ohr bevor er sich umdrehte und zur Wohnungstür ging, wo er in seine Sneaker schlüpfte. Etwas verwirrt folgte ich ihm aus dem Gebäude.

    Hand in Hand liefen wir, mit schweren Tüten bepackt, durch die Stadt. Jimin zog mich zur U-Bahn-Station. Während wir auf die Bahn warten behielt er meine Hand in seinem Griff und auch auf dem restlichen Heimweg ließ er meine Hand kein einziges Mal los. Von mir aus musste er das auch nie wieder. Es ist merkwürdig, was man für eine eigentlich völlig fremde Person innerhalb so weniger Tage empfinden konnte. War es wirklich Liebe? Oder mochte ich ihn einfach gern? Ich wusste es nicht.

    Jimin versuchte kläglich scheiternd seinen Schlüssel aus seiner Hosentasche zu angeln. Kichernd beobachtete ich ihn eine Weile lang bevor ich etwas sagte: "Soll ich dir vielleicht helfen?" frustriert, sah er mich an und nickte dann. Lachend schob ich seine Hand zur Seite und schob meine Finger in seine rechte Hosentasche. Ich berührte Metall, griff nach dem Schlüsselbund und zog ihn heraus. Glücklich lächelnd sah ich wieder auf. Unsere Gesichter waren sich schon wieder viel zu nah. Ich konnte bereits seinen sanften Atem auf meiner Haut spüren. Ob aus Reflex oder Anziehung kamen wir uns immer näher und näher. Ich räusperte mich und trat einen Schritt zurück. Jimins Blick gilt dem Baum drüben auf der anderen Straßenseite. "Tut mir leid", wisperte ich und kratzte mich verlegen am Arm. Mir war die Situation super unangenehm. Wollte ich ihn gerade etwa wirklich küssen! Ich schloss die Tür auf und ließ Jimin vor mir eintreten. Er bedankte sich leise und ging dann voraus die Treppe hoch.

    Erschöpft schmiss ich mich auf mein Bett, rollte mich etwas umher und blieb schließlich einfach auf dem Bauch liegen. Ich schloss nur kurz meine Augen, um etwas durchzuatmen. Ohne es zu merken, driftete ich immer weiter ins Traumland.

    Schweißgebadet fuhr ich hoch. Mein Atmen ging schneller als normal und mein Herz raste förmlich in meiner Brust. Ich sah mich hektisch im Zimmer um. Die dunklen Schatten machten mir Angst. Wie Monster, die langsam auf mich zu gekrochen kamen, um mich zu zerfleischen. Schnell sprang ich aus dem Bett, lief zu Tür und öffnete sie so leise wie es ging. Kurz vor seiner Tür stoppte ich dann aber doch. Sollte ich wirklich zu ihm gehen, nachdem was vorhin beinahe passiert wäre?
    Ich hörte ein Knacken hinter mir. Ruckartig drehte ich mich um, doch dort war niemand. Leicht zitternd drückte ich die Klinke von Jimins Tür herunter und schlich hinein.
    Es war stockdunkel. Ich erkannte nur einige Umrisse. Vorsichtig tastete ich mich daher langsam an der Wand entlang bis mein Fuß leicht gegen seine Bettkante stieß. Ich krabbelte auf sein Bett und legte mich neben ihn. Er bewegte sich und drehte mir sein Gesicht zu, bevor er seine Arme um mich schlang und mich an seine Brust zog. "Kannst du auch nicht schlafen, hm?", fragte er flüsternd in die Stille hinein. "Ein Albtraum", antwortete ich bloß und legte meine Arme um seine Taille. Allein sein Duft beruhigte mich immens. "Du kannst einschlafen. Ich pass auf dich auf" flüsterte er und strich mir durch die leicht verschwitzen Haare. Ich lächelte und kuschelte mich enger an ihn. Wir waren nur Freunde! Nicht mehr!

    Murrend drehte ich mein Gesicht zur Seite, um der prallen Sonne zu entkommen. Verschlafen öffnete ich meine Augen einen Spalt breit. Jimin lag auf dem Rücken, die Augen geschlossen, den Mund leicht geöffnet. Er atmete ruhig und gleichmäßig. Seine silbernen Haare verdeckten eins seiner Augen und ohne weiter darüber nachzudenken, strich ich sie ihm sanft aus dem Gesicht. Dabei berührte ich ganz leicht seine weiche Haut. Glatt wie Porzellan. Ich stützte mich auf meinen Ellenbogen und betrachtete Jimin eingehend. Ich zählte seine langen, dunkeln Wimpern, fuhr mit meinen Blicken seine Wangenknochen entlang und bewunderte seine vollen Lippen. Wie es wohl war sie zu küssen? Meine Augen wanderten weiter zu seinem Hals. Auf seinem Schlüsselbein glänzte eine silberne Kette mit einem kleinen Anhänger. Vorsichtig nahm ich den Anhänger in die Hand und sah ihn mir näher an. Ein rund geschliffener rosa Stein war in das Silber eingearbeitet. Es sah aus wie eine kleine Rose, die sich aus einem Stein grub. "Sie ist hübsch, nicht?", fragte eine verschlafene Stimme neben meinem Ohr. Ich rückte wieder etwas von Jimin ab und nahm meine Hände von ihm. Lächelnd nickte ich. "Es ist mein Geburtsstein." "Was ist es für ein Stein?", fragte ich. "Ein Rosenquarz. Ich bin im Oktober geboren", erklärte er mir. "Er ist sehr schön. Ich mag die Farbe" Jimin drehte den Anhänger in seinen Fingern. "Meine Mutter hat sie mir zu meinem achtzehnten Geburtstag geschenkt'", lächelte er. "Deine Mutter hat einen guten Geschmack", lobte ich sie und setzte mich, etwas schwerfällig, auf. Ich fuhr mir durch die Haare, um meine Frisur etwas ansehnlicher zu machen. Jimin tat es mir gleich nur das es bei ihm nichts brachte. Seine Haare standen nach allen Seiten vom Kopf ab. Ich fing an zu kichern. Kindisch wuschelte ich ihm durch die Haare. "Du siehst auch nicht gerade besser aus", lachte er. Schmollend klemmte ich eine Haarsträhne hinter mein Ohr. Ich stand vom Bett auf und ging hinüber zu Jimin's Kleiderschrank, an dem, wie an meinem auch, ein Spiegel befestigt war. Meine Haare sahen tatsächlich nicht sehr viel besser aus. Genauso verstrubbelt und verknotet. "Warum bist du dann nicht zu Jungkook gegangen? Der ist doch viel größer und stärker als ich", stocherte Jimin nach und ließ sich seufzend wieder zurück in die weißen Kissen fallen. "Du warst halt näher" Ob das die wahre Erklärung war, wusste ich nicht einmal selbst. Es klang aber wohl glaubwürdig genug, um Jimin zu schweigen zu bringen. Von irgendwo in der Wohnung brüllte Jin: "Alle aufstehen! Es gibt Frühstück!" Wie aufs Stichwort knurrte mein Magen. Lachend stand Jimin vom Bett auf und zog sich seine Hausschuhe an: "Da hat aber jemand Hunger" Sofort verteidigte ich mich: "Ich habe gestern Abend gar nichts mehr gegessen" "Soweit ich mich erinnern kann, hast du eine ganze Tüte Chips alleine aufgegessen", konterte Jimin. "Das war ja aber kein richtiges Essen", erwiderte ich. "Ja, ja wie du meinst. Jetzt komm! Ich will was essen", sagte Jimin und öffnete die Tür zum Flur. "Wenn überhaupt heißt es' ich möchte...'. Aber gut, ich hab auch Hunger". Zusammen traten wir hinaus auf den Flur. Zur selben Zeit wie Jungkook, der gerade seine Zimmertür hinter sich ins Schloss zog.

    "Warum kommt ihr beide aus demselben Zimmer?"



    ________________________________________

    Das wars!

    Ich hoffe es hat euch gefallen und tut mir leid das die ganze zeit nichts kam!<33
    Ich bin nicht ganz so zufrieden. ich kanns besser hahaha

    Danke für die vielen Aufrufe!<333333Ich liebe euch! Danke<3 ^^


    LG Mochi125

    15
    Warum liebst du nicht mich? {"Wieso kommt ihr beide aus dem selben Zimmer?"} Stille. Jungkooks misstrauischer Blick durchbohrte mich förmli
    Warum liebst du nicht mich?

    {"Wieso kommt ihr beide aus dem selben Zimmer?"}

    Stille. Jungkooks misstrauischer Blick durchbohrte mich förmlich. Jimin schien ziemlich gelassen, trotz der unangenehmen Situation. Er hatte seine Hände in die Taschen seiner Jogginghose gesteckt und lehnte leicht am Türrahm. Nun stieß er sich allerdings von diesem ab und ging den Flur runter. Dabei sagte er: "Können wir, das beim Essen besprechen, ich hab echt Hunger" Ein letzter skeptischer Blick von Jungkook bevor auch dieser seinen Weg Richtung Esstisch einschlug. Ich blieb wie angewurzelt an derselben Stelle stehen. Warum verhielt ich mich so? War doch eigentlich nichts dabei. Freude konnten auch mal im selben Bett schlafen, wo war das Problem? An dieser Stelle meldete sich die Stimme des kleinen Engelchens.
    Vielleicht, weil du mehr als nur Freundschaft empfindest.
    Was für ein Schwachsinn. Ich könnte mich niemals in Jimin verlieben. Wir sind nur gute Freunde.
    Vielleicht hast du ihn bereits lieben gelernt. Du musst es nur noch erkennen. Geküsst habt ihr euch schon fast. Wo liegt das Problem? Halt doch einfach deine Klappe, dich mag eh keiner. Das Teufelchen auf meiner linken Schulter stimmte mir zu. Grimmig folgte ich den beiden jungen Männern in die Küche. Alle drei saßen bereits am Tresen und unterhielten sich. Als sie mich bemerkten, stoppte ihr Gespräch abrupt. Ich hielt in meiner Bewegungen inne. "Ist was?", fragte ich und zog dabei verwirrt eine Augenbraue in die Höhe. Jin zuckte mit den Schultern. "Nö" Sie begannen wieder gelassen weiter zu quatschen. Ich spürte einen intensiven Blick auf mir, als ich zum Kühlschrank ging und mir den Inhalt besah. Um zu schauen, wessen Blick da auf mir lag, drehte ich meinen Kopf zu den Jungs. Jungkook. Er starrte mir tief in die Augen. Zu tief. Ich wandte mich ab. 

    Unzufrieden klappte ich die Kühlschranktür wieder zu. Mit einem einfachen Glas Wasser setzte ich mich neben Jin an den Tresen. "Wie geht es uns heute Morgen?" lächelte dieser mich an. Ich nickte nur und legte meinen Kopf auf die kühle Tischplatte. Ich war so müde. "Gibt es Essen?", fragte ich lahm, worauf hin alle anderen anfingen zu lachen. Ich grinste leicht. "Im Ernst jetzt" Jimin schob mir einen Teller zu. Toast mit Käse. Kein Dreigänge-Menü, aber akzeptabel. Zufrieden zog ich den Teller näher zu mir und biss herzhaft in das knusprige Toast hinein. Der Geschmack von Butter und Käse breitete sich in meinem Mund aus, während ich kaute. 
    Jimin war aufgestanden und warf zwei neue Toastscheiben in die dafür vorgesehene Maschine. 

    Nach dem Frühstück warfen Jungkook und ich uns auf die Couch und zockten. Solange, bis Jin ins Wohnzimmer kam und sich über die angeblich viel zu hoch gedrehte Lautstärke beschwerte. "Nun übertreib nicht so, Jin", meinte Jungkook ohne seinen Blick vom Fernseher zu nehmen oder auch nur in Erwägung zu ziehen nach der Fernbedienung auf dem Tischchen vor der Couch zu greifen und die Lautstärke leiser zu machen. Unschlüssig, ob ich diesen Job für ihn übernehmen sollte oder doch einfach ihm nach gehen sollte und weiter spielen sollte, hockte ich im Schneidersitz auf dem weichen Polster und ließ meinen Blick abwechselnd zum Bildschirm und zu Jin wandern, der eindeutig genug hatte. Denn auf einmal ging er einfach zum Fernseher hinüber und zog den Stecker. Einfach so. Wir waren noch mitten im Spiel gewesen. Während Jungkook, anfing, mit Seokjin zu schimpfen, saß ich nur, mit leicht offenem Mund da und starrte mein Spiegelbild in dem schwarzen Bildschirm an. "Jungkook krieg dich wieder ein und denk mal an etwas anderes außer zocken", sagte Jimin lahm, als er, die Hände wie eigentlich immer lässig in den Hosentaschen seiner Jogginghose, ins Wohnzimmerkam. Von wo aus er zielstrebig in die Küche lief und sich ein Glas Saft ein schenkte, während Jungkook seine Nörgel Attacken nun auf ihn lenkte. "Musst du gerade sagen" meckerte er. "Ich zocke kaum, Jungkook", erwiderte der Angesprochene unbeeindruckt. Verwirrt schossen meine Blicke vom einen zum anderen, als würde ich ein spannendes Tennismatch verfolgen. "Ich rede nicht davon. Ich rede von den Dingen, die dich zur Unkonzentriertheit führen" Jungkooks Tonlage wurde provokant. "Ach und das wäre" Wie konnte Jimin immer noch so gelassen dort stehen und seinen blöden Saft trinken und dabei auch noch so verboten heiß bei aussehen. Ah, aufhören Alice! "Ich rede von ihr" holte mich Jungkooks scharfe Stimme wieder in die Wirklichkeit zurück. Ich wollte gerade nachfragen, um wen es hier ging, als ich Jungkooks Zeigefinger sah, der direkt auf mich deutete. Ich? Meinte er mich? 

    Nun sah Jimin nicht mehr ganz so gefasst aus. Er wirkte...überrascht, wenn nicht sogar überfordert. Hatte Jk etwa genau ins Schwarze getroffen? "Das ist Schwachsinn, Jungkook. Ich weiß nicht, was dein Hirn dir da mal wieder versucht einzureden. Abgesehen davon, was hat das eine mit dem anderen zu tun" Jimin wirkte nervös, als er dies sagte. Jungkook lachte. Wie konnte aus einer harmlosen "Aufhören-zu-zocken-" Situation ein richtiger Streit werden? Und wie konnte es sein, dass ich immer noch nur die Hälfte von dem verstand, was die beiden sich da an die Köpfe knallten? Konnte mir das bitte mal jemand erklären! 

    Ich sah hinüber zu Seokjin. Auch er wirkte etwas überfordert mit der Situation. 
    "Schwachsinn?", fauchte Jk und lenkte damit meine als auch die Aufmerksamkeit aller anderen abermals auf sich. Auf Jimins zweite Aussage ging er gar nicht weiter drauf ein, "Willst du mich verarschen, Jimin?" "Achte auf deine Wortwahl, Jungkook. Ich bin immer noch älter als du. Hab etwas Respekt vor mir", sagte Jimin, sichtlich bemüht, die Fassung zu bewahren. "Respekt vor dir? Ein Scheiß hab ich!" Jungkook pfefferte den Controller auf das Sofa und kam auf Jimin zu. Nur noch der Tresen trennte die beiden voneinander und ich hoffte inständig, dass dieser reichen würde, die beiden auseinander zu halten. Jin merkte man die wachsende Nervosität ebenfalls an. Langsam legte auch ich den schwarzen Controller zur Seite und stand auf. Meine nackten Füße auf dem weichen Teppich. 

    "Jungkook..." Jimins Stimme klang gepresst, wie als würde er mit zusammen gepressten Zähnen sprechen. Was er vielleicht ja auch tat. "Du willst mir doch nicht ernsthaft weis machen, dass da nichts zwischen euch ist, Jimin" fuhr Jk fort. "Was soll zwischen uns schon sein? Wir sind nur Freunde" Jungkook lachte hysterisch auf. "Nur Freunde. Na klar! Und normale Freunde verbringen ja auch eine gemeinsame Nacht oder gehen Händchen haltend durch die Straßen, geben sich als Paar aus." Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. "Ich hab euch gesehen, Jimin. Gestern. Unter vor der Haustür. Fast geküsst was? Das würde ich nicht als 'normale' Freundschaft bezeichnen." Jungkook stand mit dem Rücken zu mir, somit konnte ich sein Gesicht nicht sehen, doch ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass er bei diesem Satz provokant die Augenbraue hochzog. Jimins Blick huschte für eine Millisekunde zu mir. Ich spürte Jins fragenden Blick auf mir, doch traute mich nicht zu ihm hinüber zu schauen. "Versuch gar nicht erst mir klarmachen zu wollen, dass du dieses Mädchen nicht liebst" Ich verschluckte mich prompt an meiner eigenen Spucke und unterdrückte den stechenden Drang zu husten.

    Jimin sah geschockt aus. "Ich bin doch nicht-" Jk unterbrach ihn. "Lüg mich nicht an" Jimin verstummte. Es war Still. Niemand sagte ein Wort. Ich traute mich nicht, meinen Kopf zu heben und die anderen anzusehen. Warum protestierte Jimin nicht? 

    "Warum musst du mir eigentlich immer alles wegnehmen?", fragte Jungkook nach einiger Zeit leise. Zerbrechlich, aber auch gereizt. Vorsichtig hob ich meinen Blick. Jimin sah ehrlich verwirrt aus. "Jungkook? Ich verstehe nicht ganz? Dir alles wegnehmen?" "Ja! Immer schnappst du mir alles vor der Nase weg! Jedes beschissene Mal! Jedes blöde Mädchen, jede Chance auf etwas Ernstes" Jks Stimme klang weinerlich und er wischte sich über die Augen. Die nächsten Worte schrie er schon fast. "Zuerst Somin und jetzt Alice?" Jimins Miene klarte sich auf und ich verstand auch langsam. Jungkook war in mich verliebt. 

    "Jungkook, Somin hat mich nicht einmal geliebt und-" wieder war er nicht fähig auszusprechen. "Aber sie war mit dir zusammen. Mit dir! Nicht mit MIR! Und Alice-" "Alice liebt mich nicht!" "Na logisch tut sie das! Und du liebst sie!" "Ich liebe sie n-" "Tust du wohl!" "Jungkook!", rief Jimin. Er war still. Jimin wurde ruhig und sagte langsam, als würde er mit einem kleinen Kind sprechen: "Alice liebt mich nicht, Jungkook." "Tut sie wohl", er schluchzte, "hast du ihre Blicke nicht gesehen? So herzerwärmend. Und die galten immer dir und nur dir." Was? Echt? Scheiße. Das mit dem "unauffällig" hatte ich wohl nicht so gut geschafft. Innerlich schlug ich mir gegen die Stirn. Was musste Jimin jetzt von mir denken? Wobei wir ja eigentlich schon beim "Verlieben-was-für-ein-Quatsch" waren. Ach Gott, war das verwirrend. 

    Darauf wusste Jimin wohl auch nicht richtig zu antworten. Worauf sich Jungkook auf einmal umdrehte und das Wort an mich richtete. Seine Augen glänzten dabei verdächtig. "Liegt es an mir? Hätte ich derjenige sein müssen der dich tröstete als du am Boden zerstört warst wegen diesem Anthony? Hättest du dich dann in mich verliebt? Sag mir nur, warum nicht ich, sondern er?" "Äh..." All diese Fragen kamen viel zu unerwartet. Ich fand darauf in der Eile keine guten Antworten. Verdammt! "Ich-...ähm..." Nope, nichts zu machen. Ich wusste einfach nicht, was ich sagen sollte. "Okay... Dann bestätige mir wenigstens das eine: Liebst du Jimin? Aufrichtig?" Ob ich was tat? Das konnte ich doch nicht einfach so sagen! "Ich- ich weiß es nicht", antworte ich kleinlaut. "Also 'ja'" nickte Jk und sah zu Boden. "Ich sagte nicht 'ja' ich sagte-" "Ich habe verstanden, was du gesagt hast. Doch jetzt sieh Jimin an. Sieh ihm in die Augen und beantwortet mir die Frage noch mal: Bist du in Jimin verliebt?" Seine Stimme zitterte bei jedem Wort. Ängstlich blickte ich zu Jimin. Sein Blick lag bereits auf mir. Dieses tiefe Braun, das mich schon vom ersten Tag an, an dunkles Karamell erinnerte. Diese vollen Lippen, die zum anbeißen weich aussahen und dieses wunderschöne Lächeln, das mich schon von Anfang an verzauberte. Dieses Kribbeln im Bauch bei seinen Berührungen, das Adrenalin, das bei jedem seiner intensiven Blicke durch meine Adern rauschte. All das, das wollte ich nie wieder fühlen. All diese Gefühle hatte ich hinter einer "Öffnen verboten" Tür weggesperrt, doch sie hatten es anscheinend geschafft, das Schloss zu knacken. Das war Liebe. Keine Frage, doch ob ich mir selbst das eingestehen konnte? 

    "Alice?" Jungkook holte mich aus meiner Trance. "Ich- ich denke- also ich meine- vielleicht- also ganz eventuell- aber ich keine Ahnung- ich-" "Das reicht mir, Alice" lächelte Jk traurig. Er wirkte so unendlichen enttäuscht. Es tat so weh, ihn so zu sehen. Er verließ den Raum auf leisen Sohlen. Der Fernseher und das doofe Spiel schien ihm nichts mehr zu bedeutet. Jin folgte ihm nach einem kurzen Blick in unsere Richtung. Ich starrte ihnen eine Zeit lang hinterher. Jimin holte mich wieder zurück:

    "Du liebst mich also?"

    --------------------
    Ich weiß, Leute, ich war beim Schreiben auch verwirrt. Okay, nicht nur ich. Auch die Verwirrung. Die Verwirrung war auch verwirrt. Ich persönlich finde das Kapitel auch richtig scheiße, aber gut.

    Sweet night!
    Mochi125

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    Kiss {Du liebst mich also?} "Das habe ich nie gesagt, ich meinte nur, dass-" weiter kam ich nicht mit meinem Gestotter, da Jimin mich unterb
    Kiss

    {Du liebst mich also?}

    "Das habe ich nie gesagt, ich meinte nur, dass-" weiter kam ich nicht mit meinem Gestotter, da Jimin mich unterbrach. Wie aus dem Nichts zog er mich an sich und legte seine vollen Lippen auf meine. Überrascht riss ich meine Augen auf, aber unternahm rein gar nichts dagegen. Das Blut schoss durch meine Adern und mein Herz schlug heftig gegen meine Brust. Wie aus Reflex hoben sich meine Arme und schlagen sich um Jimins Hals. Sachte erwiderte ich den Kuss, meine Augen schloss ich. Seine Lippen waren tatsächlich so weich, wie sie aussahen. Ich schmiegte mich enger an ihn. Ein aufregendes Glücksgefühl durchströmte mich. Mein Bauch war zu einem Tierpark geworden und meine Knie verwandelten sich allmählich in Lakritz. Sehr weiches Lakritz.
    Ich schob meine Hand in Jimins Haare, während dieser begann, vorsichtig seine Lippen zu bewegen. Mit der Zeit wurde es leidenschaftlicher, doch leider wurde mit der Zeit auch meine Luft ziemlich knapp. Widerwillig löste ich mich von seinen sündhaft schönen Lippen. Wir sahen uns in die Augen und ich spürte, wie sich meine Wangen rosa-rot färbten. Vorsichtig trat ich auf meinen Lakritzstangen ein Schritt zurück. Verlegen fuhr ich mir durch die Haare. Jimin grinste mich an. "Du weißt gar nicht, wie lange ich genau darauf gewartet habe", sagte er. Das Funkeln in seinen Augen erinnerte mich an einen leuchtend klaren Sternhimmel. "Lang?" "Sehr lang" Er legte seine Hand an meine Wange, streichelte sanft meine empfindliche Haut und küsste zärtlich meine Lippen. Schüchtern sah ich ihm in die Augen. "Ich glaube, ich sollte zu Jungkook gehen" 

    Jimin pov.

    War das ihr Ernst? Sie dachte an Jungkook, obwohl ich sie gerade geküsst hatte? Ungläubig sah ich sie an. Sie wirkte verunsichert und kaute auf ihrer Unterlippe herum. Ich räusperte mich, sammelte mich kurz in dem ich meinen Blick über sie hinweg gleiten ließ zu dem großen Fenster, das einem Blick auf den Park bot. Dann trat ich einen Schritt zurück, um etwas Abstand zwischen uns zu schaffen. "Geh ruhig zu Jungkook" presste ich hinter zusammen gebissenen Zähnen hervor und hoffte doch, dass sie den gereizten Unterton nicht gehört hatte. Alice schaute mich entschuldigend an, zögerte kurz neben mir und eilte dann aus dem Raum. Einige Minuten stand ich reglos im Wohnzimmer, inspizierte die bunte Vase auf dem Tresen, die Jin einst heiß und innig geliebt hatte, bis er herausgefunden hatte, was die feinen von grünen Blumen umrankten Schriftzüge darauf bedeuteten. Nichts Jugendfreies. Ich lauschte Alice' zaghaften Klopfen an Jungkooks Tür, seiner weinerlichen Stimme und de deutlich heraus hörbaren Reue in Alice' engelsgleichen Stimme. Reue. Reue, die sie bloß meinetwegen empfand. Wegen dem, was zwischen mir und ihr war. Diese Bindung. Ich wusste, dass sie sie auch spürte. Nur im Gegensatz zu mir wollte sie sie nicht wahrhaben. 

    Ein vorsichtiges Räuspern riss mich aus meinen tiefen Überlegungen. Ich drehte mich um. Seokjin stand mit verschränkten Armen im Türrahmen. Niedergeschlagen blickte ich ihn an. "Alles gut?" Er lächelte mich warm an. Ich zuckte mit den Schultern, zog eine Augenbraue spöttisch in die Höhe. "Wie mans nimmt. Alice ist bei Jungkook" "Sicher bloß, um sich zu entschuldigen" Ich lachte auf und schmiss mich auf das normalerweise weiche Sofa polster, das jetzt allerdings steinhart auf mich wirkte. "Wofür denn? Das sie sich in einen anderen Kerl verliebt hat? Nicht nach Jungkooks Regeln gespielt hat? Der soll sich mal wieder einkriegen. Alice liebt nun einmal mich und nicht ihn. Sowas passiert, kann ich doch nichts für" rechtfertigte ich mich mehr vor mir selbst als vor Jin. Der Braunhaarige setzte sich neben mich. "Schuldgefühle?" Ich stieß spöttisch die Luft aus. "Wegen was denn? Ich habe nichts falsch gemacht" Zum Ende hin wurde ich immer leiser. Verdammt. "Ändert nichts daran, dass Jungkook dein bester Freund ist und du ein sehr empathischer Mensch" Ich lachte und verdrehte die Augen in Jins Richtung. "Was hat das eine denn mit dem anderen zu tun?" "Empathie, Jimin. Bist du wirklich so hohl oder tust du nur so", ich fürchte, ich tat nur so, "Jungkook: Dein bester Freund. Du: Sehr empathischer Mensch gleich(=) Schuldgefühle" Seokjin fuchtelte mit seinen Armen in der Luft herum. "Kannst du aufhören dich zu wiederholen?", sagte ich lahm und wehrte Jins Ellenbogen ab, bevor er in meinem Gesicht landen konnte. Stille folgte, die ich als Erster unterbrach. "Du, Jin?"  "Hm?" "Wie fühlen sich Schuldgefühle an?", fragte ich kleinlaut und mit gesenktem Kopf. Jin legte mir seine Hand auf dem Rücken. "Ich denke, das kannst du dir selbst beantworten" Mit einem tiefen Seufzen erhob er sich von der Couch. Ich vergrub meine Hände in meinen silbernen Haaren. Kniff die Augen zusammen. Hörte Jins Zimmertür ins Schloss fallen. Danach war es still. Sogar die Autos auf der unter uns liegenden Hauptstraße verstummten für den Augenblick. Ich lauschte meinem ruhigen Atem. Konzentrierte mich auf die beruhigende Stille. Diese Wärme. 

    Auf einmal zerriss sie, diese Stille. Prompt riss ich meine Augen auf und lief in den Flur. Im Flur stand Alice, starrte Jungkook durch fassungslose Augen an. Dieser eilte zu ihr, wollte sie am Arm greifen. Die Schuld stand ihm ins Gesicht geschrieben. "Alice bitte. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist" stotterte er. Alice stieß seinen Arm weg, schubste ihn etwas von ihr weg. "Ja, Jungkook. Das weiß ich auch nicht" Sie stolpert zurück, drehte sich auf dem Absatz in meine Richtung um. Ihre Augen trafen meine, sie stockte kurz, sah mich stumm an. Bevor sie an mir vorbeirauschte und in ihrem Zimmer verschwand. Jungkook stand wie geliefert und nicht abgeholt vor seiner offenen Tür, starrte zuerst ins Leere und richtete dann seinen Blick auf mich. Ich erwiderte ihn vorsichtig, aber auch verwirrt. Was war hier vorgefallen? Einerseits sollte ich mich um meinen besten Freund kümmern. Andererseits wollte ich Alice hinterherrennen. "Was hast du getan?" kam es viel härter als ich es wollte aus mir heraus. Sein Blick huschte von mir zur Wand, zum Boden und wieder zurück zu mir. Die Antwort blieb er mir allerdings schuldig, denn er drehte sich einfach um und schlurfte wie ein hypnotisierter Hase zurück in sein Zimmer und schloss die Tür ohne sich zu ihr umzudrehen. 



    Was zuvor geschah...

    Alice pov.

    "Jungkook?", zaghaft klopfte ich gegen das Holz seiner Zimmertür, "Darf ich reinkommen?"



    °°°°°°

    Hat lange gedauert, bitte verzeiht. Ich habe mich bemüht, zu beeilen. Ist trotzdem ganz schön kurz geworden I´m sorry <3

    Hoffe es gefällt euch irgendwie hahaah
    Danke übrigens noch mal für all euren Suport<33 Luv ya

    Mochi125

    17
    Calm down

    Was zuvor geschah-->

    {"Jungkook?" zaghaft klopfte ich gegen das Holz seiner Zimmertür, "Darf ich reinkommen?"}

    "Komm rein" hörte ich Jungkooks Stimme gedämpft durch die Tür. Ein Schluchzen folgte. Langsam drückte ich den silbernen Türknauf hinunter und schob mich durch den Spalt ins spärlich erleuchtete Zimmer. Leise schloss ich die Tür wieder hinter mir. Jungkook saß, sein Kopfkissen an sich drückend, auf dem Bett. Sah mich aus glasigen Augen an. Ratlos blieb ich einfach neben der Tür stehen. "Tut mir leid, ich wollte keine Szene machen. Das ist mir echt unangenehm" unterbrach er schließlich die drückende Stille. "Es ist okay. Es ist wichtig, die Gefühle rauszulassen. Vielleicht war eben nur nicht der richtige Zeitpunkt", antwortete ich ihm. Darauf bedacht, meine Worte auch richtig auszudrücken. Er nickte, sah mich aber nicht an. "Warum hast du deine Gefühle dann nie gezeigt?", fragte er. "Weil...weil nie der richte Moment da war", antwortete ich leicht stotternd. "Nie der richtige Moment? Ich könnte dir mindestens zehn Momente aufzählen, in denen der Zeitpunkt perfekt gewesen wäre" murmelte Jungkook freudlos vor sich hin. Langsam ging ich auf ihn zu und setzte mich neben ihn auf die Bettkante. "Ist es wenigstens ein schönes Gefühl?" Jungkook unterbrach mich mit einer Frage, auf die ich mehr als gar nicht vorbereitet gewesen war. Schön? Ginge auch wunderschön? "Ich weiß es nicht" zuckte ich mit den Schultern. Ich war mir meiner Gefühle gleichermaßen bewusst und unbewusst. "Du weißt es nicht?" "Es ist kompliziert, Jungkook. Meine Gefühle spielen verrückt. Auf der einen Seite finde ich Jimin wirklich toll. Er ist freundlich und höflich, attraktiv und ein guter Küsser, aber auf der anderen Seite will ich eure Freundschaft nicht zerstören in dem ich mich zwischen sie dränge. Wir kennen uns erst so kurz und es fühlt sich so falsch an, ich fühl mich so unwohl. Ich mag euch alle wirklich sehr und genau deswegen geht es mir noch schlechter damit einen Keil zwischen dich und Jimin getrieben zu haben." "Du fühlst dich nicht wohl bei uns?" Jungkook klang sehr verletzt. Schnell behob ich das Missverständnis: "Nein! Um Gottes willen, nein. So wohl wie bei euch habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Aber ihr seit so eng und lang befreundet. Ich will das nicht kaputt machen. Freundschaften sind so wichtig" Zum Ende hin wurde meine Stimme immer leiser. "Du machst nichts kaputt. Du hast Jimin zum ersten Mal seit langem wieder ein richtiges, echtes Lächeln auf die Lippen gezaubert." Ich nickte. "Und was ist mit dir?" "Ich komme schon klar. Aber du sagtest, Jimin sei ein guter Küsser?" Ich nickte ehrfürchtig. "Ein verdammt guter" "Vielleicht bin ich ja besser" verwirrt zog ich meine Augenbrauen hoch und im nächsten Moment langen seine Lippen auf meinen. Geschockt weitete ich meine Augen, während seine geschlossen waren. Reflexartig stieß ich ihn von mir weg und sprang vom Bett auf. "Jungkook...", hauchte ich geschockt. Tonlos riss nun auch Jungkook seine Augen auf. "Oh Gott, Alice. Es tut mir so leid", ich ging zur Tür und öffnete sie, ging hinaus in den Flur, "Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. "Ja, das weiß ich auch nicht, Jungkook" Ich drehte mich um. Im Türrahmen des Wohnzimmers stand Jimin und wirkte ehrlich verwirrt und geschockt zugleich. Ich schenkte ihm keine weitere Beachtung. Obwohl ich ihm am liebsten in die Arme gelaufen wäre, rauschte ich an ihm vorbei und verschwand zwei Türen weiter in meinem Zimmer.



    Present-->

    Nachdenklich starrte ich gegen die Zimmerdecke. Warum hatte er das getan? Reflex? Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. War ich schon wieder zu hart zu ihm gewesen? Er hatte doch auch Gefühle. Gefühle für mich, die ich nicht erwidern konnte und ich hatte nichts Besseres zu tun, als ihn noch schlechter fühlen zu lassen. Toll gemacht Alice. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, eine eigene Wohnung zu finden. Entschlossen hievte ich mich vom Bett hoch und setzte mich an den Schreibtisch. Ich tippte: Wohnung zu vermieten, Seoul in die Suchleiste ein und wartete auf Ergebnisse. Tatsächlich war das Angebot nicht einmal so klein. Ich scrollte durch die Wohnungsangebote und fand relativ schnell eine günstige Zweizimmerwohnung in der Nähe. Ein hübsches Badezimmer, die Küche sah auch groß genug aus und das ganze nur für: 3318894,81 Won (laut Google: 2500 Euro). Es klopfte an der Tür. Schnell klappte ich den Laptop zu. Jimin kam ins Zimmer. "Ist alles in Ordnung?" "Ging mir nie besser" lächelte ich freudlos. "Tut mir leid wegen vorhin" "Was meinst du?" "Ich hätte dich nicht einfach so küssen sollen, nachdem was mit Jungkook passiert ist" Was? Sollte er nicht genau die Person sein, die sich entschuldigen sollte? Jungkook. "Du brauchst dich dafür doch nicht zu entschuldigen. Ich habe dich doch zurückgeküsst oder etwa nicht" Jimin kratzte sich am Hinterkopf und setzte sich langsam auf meine Matratze. "Schon, aber du bist sofort danach Jungkook hinterhergelaufen. Deswegen dachte ich_" "Hör auf so viel zu denken. Jimin", fing ich an und rollte mit dem Schreibtischstuhl weiter zu ihm, "Es ist nicht so, dass ich dich nicht mag - ganz im Gegenteil - es ist einfach so und das habe ich auch Jungkook gesagt, dass ich nicht der Grund dafür sein möchte, dass die Freundschaft zwischen dir und JK kaputtgeht. Außerdem weiß ich nicht, ob ich schon für eine neue Beziehung bereit bin. Es ist nicht mal einen Monat her, dass ich mich von Anthony getrennt habe. Du machst mich unsagbar glücklich, Jimin. Mehr als es Anthony oder alle anderen vor dir jemals könnten, aber ich habe Angst. Angst, erneut so sehr verletzt zu werden. Weißt du, was dein dämlicher Cousin Taehyung letztens gesagt hat? Als er bei uns war und wir alle sturzbetrunken waren und er von seiner Exfreundin erzählt hat?" Jimin schüttelte den Kopf. "Er meinte: Wenn eine Person dir nicht von Anfang an vertraut, dann liegt es daran, dass sie anderen einst zu viel vertraute" Jimin nickte nachdenklich. "Und ich bin die Person, der du nicht von Anfang vertrauen kannst und Anthony die Person, der du einst zu sehr vertraut hast?" Er sah mich nicht an. "Ja", murmelte ich und knetete meine Finger im Schoß. War er nun sauer auf mich? Verletzt? Doch als Jimin mit einem Lächeln zu mir aufsah, löste sich der Unsicherheitsknoten in meinem Magen. "Das ist okay. Ich werde mir dein Vertrauen verdienen" Er zauberte ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Verlegen senkte ich meinen Kopf. "Was ist eben eigentlich passiert?" Und schon fiel ich von Wolke sieben und landete hart auf dem Boden. Genau, was war eben passiert. Jungkook war passiert. Ich verstand ja, dass ich ihn verletzt hatte, aber er wusste doch, dass ich Jimin liebte. Warum küsste er mich einfach? "Jungkook hat mich geküsst" kam es aus mir ohne jeglichen Anschein von Emotionen. "Was?" Jimin klang geschockt und sprang im nächsten Moment von der Matratze auf. Ich hielt ihn am Handgelenk zurück, als er zur Tür hinausstürzen wollte. "Nicht" ich sah ihn nicht an, stand ruhig vor ihm. Meine zierliche Hand um sein Handgelenk. Ich kam nicht umhin, wahrzunehmen, wie weich seine Haut war. "Was erlaubt der sich" motze Jimin vor sich hin, aber ließ sich von mir wieder zurück zum Bett ziehen und setzte sich widerwillig wieder hin. "Er war nicht Herr seiner selbst. Glaub ich" "Er weiß ganz genau, dass du mir gehörst" Schmunzelt zog ich eine Augenbraue hoch und sah ihm in die Augen. In die wie immer wunderschönen Augen. "Ich gehöre also dir? Wer hat das gesagt?" Unschuldig erwiderte er meinen Blick. "Na ich" er klang wie ein kleiner Junge. "Ach ja? Und was ist, wenn ich sage, dass ich niemandem außer mir selbst gehöre" "Selbstliebe ist sehr wichtig, aber..." "Aber?" "Ich habe vergessen, was ich sagen wollte" schmollte er. Ich lachte auf und fuhr ihm durchs weiche Haar. "Wie kannst du es wagen, über mich zu lachen?" Ich kicherte nur bis er mich von meinem Stuhl auf seinen Schoß zog und uns auf meiner Matratze drehte, sodass er über mir war. Meine Hände lagen auf seinen Schultern. Jimins Atem streifte meine Haut. "Vielleicht", beim Sprechen berührten sich beinahe unsere Lippen, "Vielleicht gehöre ich doch nur dir" murmelte ich bevor ich meine Hand in seinen Nacken legte und ihn zu mir zog. Sanft erwiderte er den Kuss und lächelte dabei in sich hinein. Wir knutschten eine Weile herum, bis ich ihn von mir drückte und den Kopf schüttelte. "Das geht nicht, wir müssen erst das mit Jungkook klären" Jimin rollte mit seinen Augen. "Stop that! Hör auf gemein zu sein. Jungkook.Ist.dein.Freund. Wenn nicht sogar bester Freund" "Auch wenn er mein Mädchen küsst?" "Och Jimin-ah" Jimin lächelte. "Morgen okay?" "Na gut" stimmte ich zu. Jimin küsste mich wieder, dieses Mal verlangender, leidenschaftlicher. "Jimin~" nuschelte ich an seinen weichen, rosa, peach Lippen. "Och komm schon~" "Krieg deine männlichen Hormone unter Kontrolle, Jimin" lachte ich und drückte ihm ein Kuss auf die Nasenspitze. "Und jetzt geh' von mir runter" Ich drückte ihn kichernd an seiner Brust von mir weg. Wir schwiegen einige Minuten. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach. Jimin unterbrach schlussendlich die Stille: "Kannst du heute bei mir schlafen?", fragte er ganz leise und vorsichtig. Ich lächelte ihn warm an und nickte. "Kann ich machen" Gott, ich liebte diesen Menschen so sehr. Unvermittelt beugte ich mich vor und drückte Jimin einen sanften Kuss auf die linke Wange. Überrascht sah er mich an. Dann begann er süß zu lächeln.

    Ich kuschelte mich wohlig ausatmend in Jimins Bettdecke. Sie roch nach ihm. Ich zog mir die Kapuze des weißen Hoodies über den Kopf, den ich aus Jimins Schrank geklaut hatte. Ich lag einige Minuten alleine im Bett und wartete auf Jimin, der sich vorhin doch noch dazu entschieden hatte duschen zu gehen. Zwei Minuten hörte ich tapsende Schritte im Flur und kurz darauf ging die angelehnte Tür auf. Jimin kam mit nicht mehr als einem Handtuch um die Hüfte gewickelt ins Zimmer, während er sich die nassen Haare mit einem kleinen Handtuch trocken rubbelte. Ich schluckte, als mein Blick seinen Körper hinab wanderte. Das war das erste Mal, dass ich ihn Oberkörper frei sah und ich musste zugeben, er war verdammt heiß. Er hatte einen leichten Sixpack, was darauf schließen ließ, dass er im Fitnessstudio nicht nur die Tanzräume verwendete. Einzelne Wassertropfen rannen an seiner Brust herunter. Als er sich zum Schrank wandte um sich neue Klamotten rauszusuchen erkannte ich ein feines Tattoo auf seinem Rücken. Oberhalb seiner Schulterblätter befand sich ein schmaler Sichelmond. Hübsch. Die hübschen Linien verschwanden, als Jimin sich ein schwarzes T-Shirt überzog. Peinlich berührt zog ich mir die Decke über den Kopf, als er nach dem Handtuch griff. Ich verweilte etwas unter der Bettdecke, bis ich spürte, wie jemand über mich drüber stieg und sich neben mich legte. Jimin schlüpfte mit unter die Decke und zog sie mir vom Gesicht. "Baby", murmelte er angetan und küsste mich auf die Stirn. "Schlaf jetzt, es ist schon spät" Ich nickte, drehte mich mit dem Rücken zu ihm und drückte mich gegen seine Brust. Er zögerte nicht, seine Arme, um meinen schlanken Körper zu legen und seinen Kopf in meiner Halsbeuge zu vergraben. "Ist das etwa mein Pullover?", fragte er schmunzelt, "Wo hast du den denn her?" "Geklaut", flüsterte ich. "Mmh hab' ich mir schon gedacht", murmelte er an meiner Haut und haucht einen Kuss auf meinen Hals. "Ich liebe dich", flüsterte er leise, bevor ich ins Traumland abdriftete.

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    Ein Mädchen vom anderen Stern Andere Seite und stieß mit dem Kopf gegen etwas Hartes. Verschlafen öffnete ich meine Augen und rieb mir den Schlaf a
    Ein Mädchen vom anderen Stern


    Andere Seite und stieß mit dem Kopf gegen etwas Hartes. Verschlafen öffnete ich meine Augen und rieb mir den Schlaf aus den Augen. Jimin lag neben mir und schien bis eben noch mit seinem Handy beschäftigt zu sein und das harte gegen das ich geknallt war, war seine Schulter. Warm lächelte er mich an. Murrend schnappte ich ihm sein Handy aus der Hand und legte es auf den Nachttisch. Danach zog ich ihn am Arm zu mir, sodass er auf der Seite lag, und drückte mich gegen seine Brust. Versteckte mein Gesicht vor dem Licht, das nun so langsam durch die Vorhänge brach. Kichernd beobachtete er mich dabei, wie ich mich in seinen Armen hin und her drehte, um die perfekte Position zum wieder Einschlafen zu finden. "Süße..." ich beachtete ihn nicht und drehte mich mit dem Rücken zu ihm. Nein, so war es auch noch nicht gut. Mit einem belustigten Seufzer drehte Jimin uns um. Ich quiekte kurz überrascht auf, als er mich über seinen Körper rüber auf die andere Seite zog. Nun lag ich mit dem Blick zu Wand. Ein Vorteil für mich hatte das Ganze: Die Monster unterm Bett würden zuerst Jimin holen, so hatte ich genug Zeit um wegzulaufen. Zufrieden kuschelte ich mich in seine Arme. "Hast du gut geschlafen?", flüsterte er an meinem Ohr und küsste danach vorsichtig die empfindliche Haut über meinem Ohr. "Ja und ich bin noch nicht fertig damit." Jimin lachte. "Und du? Wie hast du geschlafen?"murmelte ich nach einigen Minuten. "So gut wie lange nicht mehr" nuschelte er in meine Halsbeuge. "Mmh du riechst so gut" Ein kleiner Regenschauer aus Küssen erwärmte meinen Hals und meine nackte Schulter. Der große Pullover von Jimin war etwas hinuntergerutscht. "Wie spät ist es?", fragte ich murrend und gab den Versuch auf, wieder einzuschlafen. "Fast elf, du hast lange geschlafen" und wieder einen Kuss auf den Kopf. "Man", jammerte ich, als ich mich daran erinnerte, wo ich ab morgen wieder hingehen musste, "Ab morgen ist nichts mehr mit Ausschlafen. Morgen muss ich wieder zur Uni" Mit einem Fake Weinen vergrub ich mein Kopf im Kissen. "Uni? Du hast nie erwähnt, dass du zur Uni gehst", sagte Jimin überrascht. "War wahrscheinlich mit anderen, wichtigeren Themen beschäftigt" zuckte ich mit den Schultern. Schuldbewusst begann Jimin auf seiner Unterlippe herumzukauen. Leicht lächelnd strich ich mit dem Daumen sanft über sie. "Lass das", flüsterte ich, "Mach deine schönen Lippen nicht kaputt" Jimins Gesichtszüge regten sich nicht. Er sah mir einfach nur in die Augen. Sehr tief. Unvermittelt zog er mich enger an ihn und küsste mich stürmisch. "Mmh Jim-mmh" Kichernd fuhr ich mit der einen Hand in seinen Nacken während meine linke Hand auf deiner Schulter lag und verspielt gegen sie schlug. "Ich liebe dich" Seine Augen strahlten pure Zuneigung aus. Augenblicklich fühlte ich mich noch besser und kuschelte mich an seine Schulter. Ich spürte seine warmen Hände auf meinem Rücken. Langsam und vorsichtig, als wäre ich aus Glas, fuhr er über ihn. Mit der linken Hand glitt er etwas unter meinen Pullover, doch es war keines Falls unangenehm. Im Gegenteil. Seine Hand fuhr über meine nackte Haut und hinterließ eine kribbelnde Gänsehaut. Zwischen meinen Schulterblättern kam seine Hand zu Stillstand und er hörte auf mich zu streicheln. Stattdessen begann er federleichte Küsschen auf meinem gesamten Gesicht, meinem Hals und Nacken und meiner Schulter zu verteilen. Genießend schloss ich die Augen und atmete langsam aus. Jimins Mund traf meinen. Doch es war kein wilder, heißer Kuss. Er war ganz sanft und doch so unglaublich leidenschaftlich. Zärtlich streichelte Jimin meine Wangenknochen auf und ab. Ich liebte es, wenn er mich streichelte. Ich verlor völlig das Zeitgefühl. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir für immer so weiter machen können. Doch leider machte mir das Schicksal mal wieder einen Strich durch die Rechnung. "Leute! Essen! Raus aus den Betten, schiebt eure Ärsche hier her", rief Seokjin auf einmal durch die Wohnung. Er war so laut, dass ich heftig zusammenzuckte und Jimin aus Versehen leicht auf die Lippe bis. "Ich glaube nicht ich, mache meine Lippen kaputt, sondern du" grinste er verschmitzt und legte sich das bisschen Blut, das aus der kleinen durch meine Zähne entstandenen Stelle ausgetreten war von der vollen, nach unserem Rumgeknutsche leicht angeschwollenen Unterlippe. Schuldbewusst sah ich mir seine Stelle an. "Schuldige" Er schüttelte den Kopf "Alles gut" und küsste mich auf die Stirn. "Nah komm. Jin warte auf uns"

    Eine unangenehme Stille herrschte am Tisch. Jeder konzentrierte sich auf sein Essen und sprach kein Wort. Verstohlen sah ich mich in der Runde um. Jin aß ruhig sein Essen, während seine andere Hand auf der Tischplatte lag und sich manchmal etwas verkrampfte. Jimin knabberte nur lustlos an seinem Stück Brot herum. Jungkook starrte schon seit über 10 Minuten auf seinen leeren Teller. "Jungkook, willst du Bananenmilch?", fragte Jin nach einer Zeit, aber Jungkook schüttelte nur den Kopf. Ich seufzte. So konnte das doch nicht weiter gehen. "Jemand muss später einkaufen gehen. Wir haben nicht mehr viel im Kühlschrank", meinte Jimin irgendwann und wischte sich die Krümel von den Händen. Jin nickte. "Wer meldet sich freiwillig?" Ich wollte gerade zu einer Antwort ansetzten, als Jungkook mir zuvor kam. "Ich mache es" Ich sah ihn etwas verwundert an. Er blickte nicht einmal von seinem Teller hoch. "Sind alle fertig?", fragte er träge und als wir alle es mit
    "Ja" beantworteten, schob er den Stuhl zurück und stand mit seinem sauberen Teller in der Hand auf und stellte diesen zurück in den Schrank.

    Jungkook pov.

    Die Hände tief in den Hosentaschen lief ich auf den Einkaufsladen zu. Die Glastüren öffneten sich mit einem leisen "fusch". Schnell ging ich durch die Gänge. Vorbei an Süßkram, Müsli und Brötchen. (bei den Brötchen warf ich schnell zwei Brotpackungen in den Korb, bevor ich weiter lief) Ich bog um eine Ecke, um in die Getränkeabteilung zu kommen, als ich auf einmal mit jemandem zusammenstieß. "Oh Verzeihung", murmelte ich unverständlich, verbeugte mich knapp und sah zu der kleineren Person hinunter. Ein dunkelhaariges Mädchen mit schokobraunen Augen und rosa Lippen. Sie war mindestens einen Kopf kleiner als ich und wow...sie war wunderhübsch. Wir starrten uns in die Augen und dies taten wir wohl etwas zu lange, denn das Mädchen räusperte sich und zeigte an mir vorbei. "Darf ich durch?" Ihr Stimme war zuckersüß. Überfordert von Gefühlen trat ich schnell einen Schritt zur Seite, um ihr Platz zu machen. Sie lächelte mich schüchtern an, verbeugte sich kurz und lief dann an mir vorbei. Immer noch wie zur Salzsäule erstarrt stand ich dort. Musste das Chaos in meinem Inneren erstmal wieder ordnen. Es gab noch hübschere Mädchen als Alice?
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