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I BELIEVE IN YOU ~ A HOGWARTSSTORY || BTS FF

Hogwarts... ein besonderes Schloss und bald die Schule, auf die ich gehen werde...

Mein Name ist Kim Suna und ich habe einen Bruder der bereits seit zwei Jahren nach Hogwarts zur Schule geht. Ich bin gespannt was mich dort erwartet. Werde ich Freunde finden?

Eine FF, wo die Member von BTS mal keine Sänger, Undergroundrapper oder ähnliches sind. Nein, sie sind von magischem Blute... Zauberer! Wer liebt es denn nicht? Hogwarts?

(Jetzt auch auf Wattpad)

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    Prolog: "Und? Kommt deine Schwester dieses Jahr auch nach Hogwarts?", fragte mich Jungkook. "Ja.", sagte ich und genoss die Sonne.


    Prolog:

    "Und? Kommt deine Schwester dieses Jahr auch nach Hogwarts?", fragte mich Jungkook. "Ja.", sagte ich und genoss die Sonne. Jimin, JK und ich saßen an einem See. "Sie ist nur zwei Jahre jünger als wir?", fragte Jimin mich daraufhin. "Ja. Ich bin gespannt wo sie der Hut wohl hinschickt.", meinte ich. "Naja wie ist sie denn vom Charakter her?", meinte Jungkook. "Sie ist cute.", lachte ich. "Ja danach geht der Hut aber nicht.", lachte auch Jimin. "Ja ich weiß", seufzte ich, "Ich habe aber keine Ahnung, wo er sie hinschicken könnte." "Naja so schlau wie wir ist sie sicherlich nicht, schließlich ist sie mit dir verwandt.", lachte Jimin. "Nur, weil ihr Ravenclaw seid, heißt das noch lange nicht das ihr schlauer seid als wir!" "Doch sind wir.", meinte Jungkook und spritze mich mit Wasser nass. "Na warte! Leg dich nicht mit Gryffindor an!", rief ich und rannte zusammen mit den anderen beiden am See entlang. Die beiden sind meine besten Freunde. Wenn wir außerhalb von Hogwarts sind legen wir die 'Häusergrenzen' meistens ab, aber in Hogwarts ist das anders... als erstes vertraut man nur den Leuten aus den eigenen Häusern. Und leg dich nie mit Slytherin an! Die sind hinterhältig! Trotzdem habe ich auch dort meine Freunde. Insgesamt sind wir 7, wenn man es so sagen kann. Wir sind befreundet, doch mehr nicht. Hufflepuff ist eigentlich zu gut für diese Welt. Immer wollen sie es allen recht machen... doch das können sie nicht. Keiner kann das. Ich bewundere sie dafür, wie sie in allem versuchen das Positive zu sehen und auch den Slytherin nix böses sagen wollen. Egal wie man sich verhält. Ich hoffe nur, das meine Schwester gut aufgenommen wird und nichts mit Slytherin zu tun bekommt. Ich will nicht, das ihr irgend etwas zustößt. Kommt sie zu Hufflepuff? Zu Ravenclaw? Oder wird sie mir in Gryffindor Gesellschaft leisten? "Hey Tae! Ich hab dir 'ne Frage gestellt.", meinte Jungkook und riss mich aus meinen Gedanken. "Bitte was?", fragte ich und die beiden begannen zu lachen und rannten weiter. "Hey! Wartet!", rief ich und rannte hinterher.

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    Steckbriefe:

    1. Kim Taehyung

    Haus: Gryffindor
    Jahrgang: BTS; noch: 2. Klasse
    Beste Freunde: Jimin&Jungkook

    Familie:
    - jüngere Schwester: Suna; unzertrennlich
    - Mutter: Halbblut
    - Vater: Reinblut
    - Leben zusammen an einem kleinen Haus am See

    2. Kim Suna

    Haus: -
    Jahrgang: zwei Jahrgänge unter BTS
    Beste Freunde: -

    Familie:
    - Tae&Suna; unzertrennlich, aber hat einige Geheimnisse vor ihm
    - hatte mal Probleme mit den Eltern, da sie eher arm sind und aus versehen den Zauberstab ihres Vaters zerbrach und zu dem Zeitpunkt kein neuer gekauft werden konnte

    3. Park Jimin

    Haus: Ravenclaw
    Jahrgang: BTS
    Beste Freunde: Jungkook&Taehyung

    Familie:
    - Einzelkind
    - Eltern beide reinblütig
    - weder arm, noch reich
    - hat eine Adoptivschwester: Jungsook

    4. Park Jungsook

    Haus: -
    Jahrgang: der selbe wie Kim Suna
    Beste Freunde: -

    Familie:
    - lebt als Jimin's Adoptivschwester mit bei den Parks
    - sie ergänzt sich gut mit den Jungs (JK&JM)
    - sieht auch Jungkook als ihren 'Großen Bruder'

    5. Jeon Jungkook (ik ist nicht die richtige Schreibweise)

    Haus: Ravenclaw
    Jahrgang: BTS
    Beste Freunde: Jimin&Taehyung

    Familie:
    - hat einen älteren Bruder, der im Ministerium arbeitet
    - wohnt mit bei Jimin, da die Eltern verstorben sind

    6. Jung Hoseok

    Haus: Hufflepuff
    Jahrgang: BTS
    Bester Freund: Jin

    Familie:
    - Eltern: beide Muggle
    - Hat eine kleine Schwester (3 Jahre alt), sie ist ebenfalls Muggle
    - lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester mitten in London in der Nähe vom Bahnhof King's Cross (Also der mit Gleis 9 3/4 😅😂)

    7. Kim Seokjin

    Haus: Hufflepuff
    Jahrgang: BTS
    Bester Freund: Hoseok

    Familie:
    - Mutter: Reinblut
    -Vater: Halbblut, tot
    >Mutter deswegen etwas depressiv

    8. Kim Namjoon

    Haus: Slytherin
    Jahrgang: BTS
    Bester Freund: Yoongi

    Familie:
    - reinblütig
    - Einzelkind
    (Stellt ihn euch ähnlich wie Draco aus HP vor)

    9. Min Yoongi

    Haus: Slytherin
    Jahrgang: BTS
    Bester Freund: Namjoon

    Familie:
    - ebenfalls reinblütig, sowie Einzelkind
    - Eltern geschieden, lebt bei seinem Vater
    - ist dadurch etwas arrogant geworden

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    1. Kapitel:

    Taehyung POV

    Hand in Hand gingen wir am Gleis entlang. "Tae?" "Ja?" "Was denkst du wo mich der Hut hinstecken wird?", fragte mich Suna und sah mir in die Augen. "Ich weiß es nicht, aber sei doch so lieb und geh schon mal in den Zug.", sagte ich und zeigte auf den Hogwarts Express. Sie nickte und machte sich auf den Weg. Ich seufzte und schaffte dann unsere Koffer weg. Was uns Hogwarts wohl dieses Jahr für Überraschungen bereit hält?
    Als ich dann in den Zug stieg und meine Schwester suchen wollte, kam mir Hoseok entgegen. "Oh Hey Taehyung. Wir sitzen alle da vorne.", begrüßte er mich und zog mich mit sich.
    Am besagten Ort angekommen, saßen Jimin, Jungkook und Jin in einem Abteil. Zusammen mit Hoseok setzte ich mich zu ihnen. Suna wird sicher einen Platz finden... "Und wie waren eure Ferien so?", fragte Hoseok strahlend. "Also JK und ich wir waren erst zusammen in Norwegen, das war so unglaublich schön dort und anschließend...", begann Jimin. "Anschließend hat uns mein Bruder einen Urlaub auf den Malediven geschenkt.", ergänzte Jungkook. "Meine Schwester war auch mit.", meinte Jimin noch. "Und sie ist seit diesem Jahr übrigens auch hier.", ergänzte er und sah dabei zu mir. "Wieso auch?", fragte Jin offensichtlich verwirrt. "Weil meine Schwester ab diesem Jahr auch in Hogwarts ist.", erklärte ich es ihm. "Och ne, oder? Noch ein Idiot mehr an der Schule." "Was wollt ihr denn hier, Namjoon.", ging ich den Jungen an der gerade mit seinem Freund unser Abteil betrat. "Geh mich gefälligst nicht so an! Der restliche Zug ist voll.", sagte er genervt und setzte sich auf den freien Platz neben Jungkook. Sein Freund Yoongi kam neben mich. Die zwei gab es doch wirklich auch nur im Doppelpack. Warum ich sage sein Freund? Wir 7 kommen miteinander aus. Sehr gut allerdings nicht, aber immerhin etwas. Aber als richtige Freunde würde ich uns nach den letzten zwei Jahren immer noch nicht bezeichnen. "Hey das Jahr fängt doch jetzt erst an, lasst uns das nicht durch solch Kleinigkeiten versauen und freundlich zueinander sein.", versuchte Hoseok die Stimmung etwas zu lockern. "Mir egal. Ich schlafe jetzt und wenn mich irgendjemand weckt, bevor wir in Hogwarts sind, ich sag euch, ihr wünscht ihr wärt nie geboren.", knurrte Yoongi und schloss die Augen. Na das fing ja schon mal super an.

    Suna POV

    Ich ging also in den Zug. Tae würde sicher zu seinen Freunden gehen. Ich fand schließlich ein noch leeres Abteil und setzte mich dort rein. Ich holte mein Buch aus meiner kleinen Tasche und las weiter. Es ist ein Buch von einem Muggle. Die haben so unglaublich viel Fantasie! Wenn die nur wüssten, was es wirklich alles gibt. Ich musste schmunzeln.
    Plötzlich wurde die Abteiltür geöffnet und ein Mädchen mit rot-braun, orangen Haaren und leichtem Goldstich betrat das Abteil. "Entschuldige, aber ist hier noch ein Platz frei?", fragte sie. "Natürlich. Setz dich doch.", erwiderte ich lächelnd. "Mein Name ist Park Jungsook und wer bist du?", fragte sie neugierig und musterte das Buch in meiner Hand. "Ich bin Suna. Kim Suna.", antwortete ich. "Schöner Name", lächelte sie, "was liest du da?" "Das? Oh.. ähm ja so ein blödes Mugglebuch.", sagte ich vorsichtig, da ich sie schließlich nicht kannte und nicht wusste was sie von ihnen hält. Ich meine... jeder kennt doch diese Idioten, die meinen sie wären besser, weil sie reinblütige Zauberer sind und so. "Ja also eigentlich halte ich ja auch nicht so viel von denen, aber ihre Geschichten und ihre Fantasie sind echt beeindruckend.", erwiderte sie und ich blickte überrascht auf.

    Namjoon POV

    Konnte Hoseok nicht einfach mal die Klappe halten! Die ganze Zeit quatscht der mich schon zu. Ohne Pause! Yoongi war natürlich auf nichts anzusprechen und schlief seelenruhig neben Taehyung. Auch wenn Taehyung ein echt nerviger und schräger Vogel war, Hoseok ist schlimmer. Er scheint es nicht mal verstehen zu wollen, wenn ich meine Ruhe haben will! Ich hätte anscheinend auch so eine Ansage wie Yoongi machen müssen, wenn ich meine Ruhe wollte. Die anderen waren relativ ruhig und unterhielten sich nur gelegentlich. Jin las ein Buch und Taehyung schien mit seinen Gedanken komplett wo anders. Was meinte er vorhin? Seine Schwester kam ab diesem Jahr nach Hogwarts? Noch mehr Nervensägen. Ich rollte genervt mit den Augen. Ich bin noch nie gerne nach Hogwarts gefahren. Ich meine... Was will ich denn da? Mein Vater könnte mir den ganzen Scheiß auch einfach zu Hause beibringen oder einen Privatlehrer bezahlen. Arm sind wir ja nun weiß Gott nicht. Ohne Yoongi hätte ich mich sicher schon vom Astronomieturm geschmissen. Obwohl... Zaubertränke sind eigentlich ganz interessant. Das einzige Fach, was eigentlich ganz akzeptabel ist.

    -Zeitsprung: in Hogwarts-

    Wir saßen alle an den großen Tischen in der Großen Halle. Taehyung wie es sich gehört bei den Gryffindors, Jimin und Jungkook bei Ravenclaw und die Nervensäge Hoseok und Jin saßen bei Hufflepuff. Genervt trank ich einen Schluck. "Was glaubst du wie viele Slytherins wir dieses Jahr dazu kriegen?", fragte Yoongi neben mir. "Ich weiß es nicht. Ist mir um ehrlich zu sein auch egal. Müsstest du doch eigentlich wissen.", antwortete ich ihm und Yoongi fing an zu grinsen.
    Plötzlich ging die Tür der Großen Halle auf und der stellvertretende Schulleiter, Professor Longbottom, brachte die neuen Schüler in die Große Halle. Wer davon wohl die Schwestern von Jimin und Taehyung waren?

    Jungsook POV

    Zusammen mit Suna betrat ich die Große Halle. Im Zug hatten wir uns lange miteinander unterhalten und festgestellt, das wir sogar recht viele Gemeinsamkeiten hatten und sogar das sich unsere Brüder kennen. Dann blieb Professor Longbottom stehen. "Ihr bleibt bitte hier stehen. Ich rufe einen nach dem anderen nacheinander auf und der Sprechende Hut wird euch in die Häuser verteilen.", erklärte er. Anschließend ging er zu einem Hocker weiter vorne auf dem ein Hut lag. Das muss er dann wohl sein. Nach einer gefühlten Ewigkeit rief er mich auf. Ich schluckte. Wo würde ich wohl hinkommen? "Viel Glück.", flüsterte Suna neben mir und ich begab mich langsam nach vorne, setzte mich auf den Hocker und bekam den Hut aufgesetzt. "Hm. Wenn haben wir denn da...", begann der Hut, "ich glaube ich kenne die Familie schon, ... wo stecke ich dich hin? Im Köpfchen hast du auf jeden Fall was, aber mutig bist du auch. Gelegentlich wohl etwas frech... hm..." Wieso brauch der so lange? Ist es so schwer mich unterzubringen? "Ravenclaw!" Direkt begann ich zu grinsen. Ich kam tatsächlich nach Ravenclaw! Zu meinen zwei Brüdern! Naja, Bruder ist ja eigentlich nur einer, aber egal. Glücklich hüpfte ich zu den anderen Ravenclaws und hoffte das Suna auch hier her kommen würde.
    Kurze Zeit nach mir kam sie ebenfalls dran. Langsam ging sie nach oben und bekam dann den Hut aufgesetzt.

    Suna POV

    Ich setzte mich hin und bekam dann den Hut auf den Kopf. Ich war so aufgeregt, das glaubt ihr nicht! "Aha! Schlaues Mädchen, schert sich aber anscheinend nicht so um die Regeln... und mutig scheint sie auch zu sein. Wo stecke ich so ein höfliches Kind wie dich hin...", der Hut zögerte und ich bekam langsam Angst. Er würde mich doch wohl nicht nach Slytherin schicken, oder? "Gryffindor!" Erleichtert seufzte ich auf und ging mit an den Tisch, wo mein Bruder saß. "Schön dich bei mir zu haben, Schwesterherz.", lachte er und zog mich zu sich. "Ja mal schauen. Trotzdem wäre es schön gewesen mit Jungsook zusammen in ein Haus zu kommen.", seufzte ich. "Jungsook? Die Schwester von Jimin?", fragte Tae verwundert und ich nickte. "Wann bzw. wo habt ihr euch denn kennengelernt?" "Vorhin im Zug. Wir haben uns ein wenig unterhalten und festgestellt, dass wir uns eigentlich ganz gut verstehen.", sagte ich.
    Dann stand die Schulleiterin, Professor McGonagall, auf und begann ihre Rede, wo sie uns herzlichst willkommen hieß und und und. Letztendlich durften wir endlich anfangen zu essen. Genüsslich griff ich zu und hoffte auf ein schönes Jahr in Hogwarts.

    -Zeitsprung: in den Schlafsälen-

    Gekonnt ließ ich mich auf mein Bett fallen. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so gut gegessen hatte. Bei dem Essen musste ich aufpassen, dass ich nicht so viel zunehme! Ich war mit drei weiteren Mädchen in einem Schlafsaal. Das letzte Bett war frei. Ich sah mich nach meinem Koffer um und dann fiel mir ein das ich meine Katze, Lovely, noch in dem Käfig hatte. Schnell holte ich sie da raus und setzte sie auf mein Bett. Sie schaute sich in dem Raum um und eines der drei Mädchen kam auf uns zu. "Awww ist die süß! Wie heißt sie denn?", fragte mich das schwarzhaarige Mädchen. "Lovely.", antwortete ich. Sie nickte. "Ich bin übrigens Lilli.", sagte sie dann. "Freut mich. Suna.", antwortete ich und begann ein paar Sachen aus meinem Koffer zu räumen. "Was denkst du? Werden die anderen mit Lovely auch klar kommen?", fragte ich in der Hoffnung das keine der anderen beiden eine Allergie oder irgendwas dergleichen hat. "Bestimmt haben sie kein Problem damit. Sie sind unten im Gemeinschaftsraum und da werde ich jetzt auch hingehen. Also bis dann, oder kommst du mit?", fragte Lilli. "Nein Danke, aber Lovely muss sich erst noch an die neue Umgebung gewöhnen.", meinte ich und Lilli nickte und ging. Ich seufzte. Ich wünschte Jungsook wäre mit hier.

    4
    2. Kapitel

    Punkt 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich streckte mich und gähnte einmal ausgiebig. Lovely, die eben noch auf mir lag, tat es mir gleich. "Ah du bist also auch wach.", lächelte Lilli mich vom gegenüberliegenden Bett an und stand auf um sich umzuziehen. "Rosalie und Yuna meinten, wir sollen sie schlafen lassen.", sagte Lilli und zuckte mit den Schultern. Ich nickte und stand ebenfalls auf. "Was denkst du wie unser Stundenplan aussehen wird?", fragte Lilli weiter. "Ich weiß es nicht, aber Professor Longbottom wird es uns dann sicherlich mitteilen.", antwortete ich schlicht und sie nickte. "Ich finde es voll cool, dass er unser Hauslehrer ist. Ich meine er ist der stellvertretende Schulleiter.", meinte Lilli. "Mh. Ich freue mich auf den Unterricht mir Professor Dumbledore.", sagte ich. "Verteidigung gegen die dunklen Künste?", fragte Lilli verwundert. "Ja einerseits deswegen und andererseits ist er der Bruder von Albus Dumbledore und er hat bei der Schlacht um Hogwarts mitgekämpft. Das ist doch irgendwie cool, findest du nicht?", erklärte ich ihr meinen Gedanken. "Ich weiß nicht... aber ich freue mich auf Kräuterkunde. Mein Dad züchtet auch seine eigenen Pflanzen. Ich finde das so faszinierend." Ich nickte, dann nahm ich mir meine Sachen und zog mich um. Nachdem ich mein Zeug zusammen gepackt und Lovely gefüttert hatte, machte ich mich zusammen mit Lilli auf den Weg in die Große Halle. Rosalie und Yuna sind vor 10 Minuten auch aufgestanden.
    Nachdem wir fertig waren mit frühstücken, sammelten Professor Longbottom und Madame Hooch alle Erstklässler zusammen und führten uns in ein Klassenzimmer. "Also fürs erste werden wir euch eure Stundenpläne mitteilen und ihr werdet sehen mit wem ihr welchen Unterricht zusammen habt und danach wird euch Madame Hooch die Besenflugstunden erklären.", sagte Professor Longbottom und wies dabei auf Madame Hooch. "Ganz ehrlich... Ich find' die mit ihren grünen Augen total gruselig.", flüsterte Lilli mir zu und ich nickte nur.
    Nachdem wir unsere Stundenpläne, sowie Flugstunden erhalten hatten, bekamen wir den restlichen Tag frei. Die meisten waren zurück in die Große Halle gegangen und ich tat es ihnen gleich. Ich wollte Jungsook suchen. Also begab ich mich direkt zum Ravenclaw Tisch und sah wie sie mit einem blonden Jungen sprach. "Hey Jungsook.", begrüßte ich sie. "Oh hallo Suna. Darf ich vorstellen... Tom Klein.", lachte sie und zeigte auf den Blonden neben ihr. "Freut mich dich kennen zu lernen.", meinte er und reichte mir die Hand. Lächelnd nahm ich sie an. "Kim Suna.", sagte ich noch der Höfflichkeitshalber, bevor ich mich wieder zu Jungsook wandte. "Jungsook?" "Ja?", fragte sie und sah mich erwartungsvoll an. "Können wir reden?", fragte ich in der Hoffnung, sie würde nicht, wegen der Häusergrenzen, Nein sagen. "Natürlich. Immer.", lächelte sie, nahm ihre Sachen und zusammen gingen wir nach draußen bis wir uns schließlich am großen See fallen ließen. "Und sind alle nett, die du bis jetzt kennengelernt hast?", fragte ich. "Ja, gestern Abend saßen Jimin, Jungkook und ich zusammen mit einigen anderen im Gemeinschaftsraum und wir haben viel erzählt. Dabei hab ich Tom kennengelernt. Irgendwie ist es gruselig von so vielen schlauen Menschen umgeben zu sein.", lachte sie und ich nickte. "Und du?", fragte sie lächelnd. Ich schüttelte nur den Kopf und sagte lachend: "Ich hab mich gestern nur noch ins Bett geschmissen und nichts mehr gemacht." Auch Jungsook begann zu lachen. "Und warum wolltest du eigentlich reden?", fragte sie dann plötzlich. "Ich wollte dich eigentlich nach deinem Stundenplan fragen.", antwortete ich ehrlich und etwas schüchtern. Sie nickte, bevor sie ihn anschließend aus ihrer Tasche kramte. "Also Montag die ersten zwei Stunden Geschichte der Zauberei.", fing sie an vor zu lesen. Professor Longbottom meinte, das meist zwei Häuser zusammen Unterricht haben, also kramte ich meinen ebenfalls hervor. "Ich auch!", stellte ich erfreut fest. "Dann Zauberkunst.", machte sie weiter und ich schüttelte enttäuscht den Kopf. "Kräuterkunde." "Später noch Verwandlung und zwei Besenflugstunden.", las Jungsook den restlichen Plan für Montag vor. "Ich hab nach Kräuterkunde erst mal Schluss dafür Abends Astronomie.", seufzte ich und Jungsook nickte und markierte mit einem Stift Geschichte. "Warum markierst du das?", fragte ich neugierig. "Alle Fächer, die wir zusammen haben, werde ich markieren.", lächelte sie, reichte mir den Stift und ich markierte es ebenfalls. "Okay, dann zu Dienstag.", sagte ich. "Ersten drei Stunden Verteidigung gegen die dunklen Künste.", las ich vor und sah dann zu Jungsook. "Nope. Ich hab die erste Stunde frei und dann Kräuterkunde, anschließend dann Zaubertränke.", grinste sie. "Okay, dann markier dir schon mal Zaubertränke.", lachte ich und sie tat es. "Danach hab ich aus.", sagte Jungsook. "Ja ich auch, nur das ich später noch zu Besenflugstunden muss.", seufzte ich und Jungsook fing an Mittwoch vor zu lesen. "Verteidigung gegen die dunklen Künste und danach Geschichte der Zauberei. Abends dann noch Astronomie." "Okay, dann haben wir wieder zusammen Geschichte.", lächelte ich. "Donnerstag: Zauberkunst, zwei Stunden Kräuterkunde, dann hab ich zwei Freistunden und dann Zaubertränke.", las ich anschließend weiter vor. "Zaubertränke.", antwortete Jungsook darauf und markierte es, ich ebenfalls. "Freitag hab ich zuerst Zauberkunst, danach eine Freistunde, Verwandlung und später Besenflugstunden.", meinte Jungsook und ich sah wieder auf meinen Plan. "Besenflugstunden.", gab ich anschließend wieder. "Okay, also um noch mal zusammen zu fassen: Zusammen haben wir Geschichte, Zaubertränke und Freitag Besenflugstunden.", ging Jungsook den Stundenplan noch einmal durch. Ich tat es ihr gleich und nickte: "Sieht wohl so aus." "Gut dann wäre das ja endlich geklärt.", lächelte Jungsook, räumte ihr Zeug zusammen und lehnte sich zurück. Sie stützte sich mit ihren Händen und genoss die Sonne. Ich sah hinaus auf den See. Er erinnerte mich ein wenig an Zuhause, da wir dort ja auch einen See im Prinzip direkt vor der Haustür haben. "Willst du in die Quidditch Mannschaft?", fragte mich Jungsook plötzlich. Ich schwieg. "Ich würde ja gerne mit machen, aber ich kann nicht allzu lange fliegen, da wird mir schlecht.", seufzte sie und sah mich an. "Ich kann bis jetzt eigentlich noch gar nicht fliegen.", gab ich zu. "Ich saß nur einmal auf einem Besen und das als mein Bruder mir irgendetwas zeigen wollte." Sie nickte. "Fliegen ist toll.", murmelte sie und wandte sich wieder der Sonne zu.
    Nachdem Jungsook und ich zurück gegangen sind, kamen uns zwei Slytherin entgegen. Wahrscheinlich aus der Klassenstufe unserer Brüder. Da ich mich mit Jungsook unterhielt hatte ich sie anfangs gar nicht realisiert, bis mich der eine von beiden anrempelte und mir meine Sachen runter fielen. "Hey! Pass doch auf!", rief ich dem Typen gereizt hinterher, der einfach weiter ging. "Geh aus dem Weg!", rief er nur zurück, ohne sich auch nur noch mal umzudrehen. "Warte ich helf dir.", meinte Jungsook und fing bereits an meine Sachen zusammen zu lesen. Schnell bückte ich mich zu ihr und half mit. "Hier.", gab sie mir meine Sachen, dann sah sie auf die Uhr. "Oh shit! Ich hab Tom versprochen ihn um 6 in der Bibliothek zu treffen! Tut mir leid Suna, aber bis später.", meinte sie und rannte los. "Bis später!", rief ich ihr hinterher, bevor ich meinen Weg zum Gemienschaftsraum fortsetzte.

    Jimin POV

    "Boar, Alte Runen wer brauch denn so was?", sah ich auf den Zettel, den uns Professor Flitwick gegeben hatte. "Ich glaub ich gehe zu Pflege magischer Geschöpfe und vielleicht noch Arithmantik.", erwiderte Jungkook allerdings nur, der sich den Zettel ebenfalls ansah. "Also für mich kommt eigentlich nur Arithmantik in Frage.", sagte ich. "Obwohl Wahrsagen auch gut klingt." "Ja mit Professor Trelawney.", lachte Jungkook daraufhin nur. "Na und? Vielleicht kann sie ja doch was.", meinte ich genervt und Jungkook lachte weiter. "Warum müssen wir überhaupt noch Fächer dazu wählen?" "Weil wir zum lernen in die Schule gehen.", antwortete JK, der sich gerade die Tränen vom Lachen weg wischte. "Jaja ist okay. Bis wann sollen wir uns für die Kurse eintragen?", fragte ich ihn. "Bis Mittwoch, also in drei Tagen." Ich nickte auf seine Antwort nur und überflog anschließend mit meinen Augen die Bibliothek. Nachdem wir unsere Stundenpläne erhalten hatten, hatten JK und ich uns direkt hier her verkrümelt. Nach kurzer Zeit entdeckte ich meine Schwester. Sie saß zusammen mit einem blonden Jungen, der ziemlich europäisch aussah, da und sie schienen sich zu unterhalten. "Stalkst du deine Schwester?", lachte JK. Ich sah zu ihm und fragte schlicht: "Warum sollte ich?" "Glaubst du da wird mehr draus?", grinste Jungkook jedoch nur und nickte zu Jungsook und dem blonden Jungen. "Keine Ahnung, ist ihre Sache.", sagte ich nur, sah ebenfalls zu den beiden und anschließend wieder auf den Zettel in meiner Hand. "Als ob du kein Problem damit hättest, wenn deine geliebte kleine Schwester einen Freund hat.", lachte er und bekam von mir den Todesblick. "Ist gut. Ich geh in den Gemeinschaftsraum. Kommst du mit?", fragte mich Jungkook, der ergeben und seufzend nickte. Anschließend folgte ich ihm aus der Bibliothek, Richtung Gemeinschaftsraum. Als ich und Jungkook aus der Bibliothek raus waren wollte er wissen: "Und du hast wirklich kein Problem damit?" "Okay, ja du hast gewonnen. Ich will nicht das Jungsook ein Freund hat, schon gar nicht wenn er nicht asiatisch ist.", gab ich zu. Jungkook sah mich belustigt an und meinte dann: "Aha, du hast ein Problem mit all' denen die nicht aus Asien kommen." Ich wollte gerade drauf antworten, konnte aber nicht weil ich jemanden schreien hörte. "DAS IST SCHON DAS ZWEITE MAL! ICH SAGTE SCHON, GEH AUS DEM WEG!", rief eine bekannte Stimme. Jungkook und ich sahen um die nächste Ecke und sahen wie Namjoon Suna anschrie und Yoongi hinter ihm stand.

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    3. Kapitel

    Namjoon POV

    Konnte sie nicht aufpassen! "Ach ich bin Schuld? Vielleicht solltest du selber mal die Augen aufmachen!", ging mich diese Göre an. "Ich hab dich nicht angerannt, sondern du mich! Also bist du diejenige die die Augen aufmachen muss!", brüllte ich zurück. Sie zuckte daraufhin zurück und ich dachte kurz ich sah eine Träne in ihrem Auge auf blitzen. Sie sah hinter mich. Yoongi stand gelangweilt da und ließ mich machen. Nachdem sie nichts mehr erwiderte drehte ich mich um und wollte gehen. "Du bist ein feiges Arschloch!", rief sie mir hinterher. Jetzt reicht es. "Wie hast du mich gerade genannt?", fragte ich aufgebracht. "Du bist feige.", zischte sie mir ins Gesicht, bevor sie sich an mir vorbei drängelte und in Richtung Große Halle verschwand. Ich schnaubte. Olle Ziege. Dumme Gryffindor. Die halten sich doch eh alle für was besseres. "Und bist du fertig?", fragte Yoongi gelangweilt. Ohne ihm zu antworten, setzten wir unseren Weg fort. Zum Gemeinschaftsraum. Yoongi folgte mir.
    Als wir dann endlich an unserem Ziel ankamen, fragte er: "Weißt du schon welche Kurse du nimmst?" "Sollte ich?", antwortete ich nur. "Och komm Namjoon. Selbst ich hab mir den Zettel schon angesehen. Es gibt 5 verschiedene Kurse, du wirst es doch wohl hinbekommen dich zu entscheiden.", meinte Yoongi genervt. "Welche stehen denn zur Wahl?", fragte ich nur. "Alte Runen, Arithmantik, Muggelkunde, Pflege magischer Geschöpfe und Wahrsagen.", meinte er und setzte sich auf die Couch. Ich setzte mich zu ihm. "Welches nimmst du?", fragte ich ihn. "Wahrscheinlich Alte Runen oder Wahrsagen.", hielt sich Yoongi kurz, wie immer. Ich nickte. "Gehen wir in den selben Kurs?", fragte er. "Davon geh ich aus.", antwortete ich.

    Suna POV

    So ein arrogantes Arschloch! Ich wischte mir die Träne aus den Augen. Warum musste ich aber auch immer heulen, wenn mich jemand anschrie? Obwohl ich dafür gut durch gehalten habe. Ich öffnete die Tür zur Großen Halle und betrat sie. Als ich meinen Bruder am Gryffindor Tisch entdeckte, ging ich direkt zu ihm. "Hey Schwesterherz.", begrüßte er mich. "Na.", erwiderte ich matt und Tae sah mich besorgt an. "Alles gut?", fragte er. Ich nickte und stocherte in dem Essen rum, das ich mir eben genommen hatte. "Sicher?", harkte er nach. "So ein blöder Slytherin hat halt keine Augen im Kopf.", sagte ich genervt und begann zu essen bevor Taehyung eine erneute Frage stellen konnte. "Wer war es denn?", fragte er jedoch trotzdem als ich runter gekaut hatte. "Woher soll ich das wissen", meinte ich, "ich geh erst seit gestern auf diese Schule."

    Taehyung POV

    Wo sie recht hat, hat sie recht. Sie ist erst seit gestern hier. Aber wenn es Namjoon und Yoongi waren, dann... Der Gedanke machte mich wütend. Sie sollen verdammt noch mal die Finger von ihr lassen und sich ein anderes Opfer suchen! Nicht das es mir gefällt, dass sie andere Kinder fertig machen, aber nicht meine Schwester! Vor allem nicht, da ich sie mehr oder weniger als Freunde sah. Ja, das tat ich. Ich habe nicht viele Freunde, zumindest nicht viel mehr als Jimin und Jungkook. Ich komme zwar gut mit ein paar Leuten aus Gryffindor klar und Jin und Hosoek sind auch nett, aber wirkliche Freunde hatte ich sonst nie. Außer Rachel, ein Mädchen, das ebenfalls in unserem Jahrgang ist und zufälliger Weise auch in Gryffindor. Sie ist neben den Jungs die einzige, die ich als Freundin sehe. Vor allem weil sie natürlich ist und sich nicht um die Meinung anderer kümmert. Sie ist so wie sie sein möchte. Rachel hat mir schon so oft geholfen, wenn ich mich mit Jungkook und Jimin gestritten habe oder wenn Namjoon und Yoongi wieder irgendwas dummes haben hören lassen. Sie war immer für mich da, wenn es niemand anderes war. Zur Zeit liegt sie im Krankenhaus in Kalifornien. Dort war sie mit ihren Muggle Eltern im Urlaub und wurde von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Ich hoffe es geht ihr bald besser. "Ich bin satt. Ich geh zurück in den Gemeinschaftsraum.", sagte meine Schwester und stand auf. "Warte, ich komme mit.", erwiderte ich und zusammen verließen wir die Große Halle. Schweigend liefen wir nebeneinander her, bis sie meinte sie müsse noch mal aufs Klo und ließ mich allein. Kurz bevor ich am Gemeinschaftsraum ankam, überfielen mich Jungkook und Jimin. "Was macht ihr denn hier?", fragte ich etwas verwirrt. "Nichts. Dürfen wir nicht mal auf unseren Freund warten?", fragte Jungkook unschuldig. Irgendwas führten sie im Schilde. Die Frage war nur... was? "Das macht ihr relativ selten.", antwortete ich daher. "Wie geht es Suna?", fragte Jimin. "Sie scheint etwas aufgebracht zu sein.", meinte ich. "Wäre ich an ihrer Stelle auch.", sagte Jungkook und ich zog eine Augenbraue hoch. Was wissen sie? Jimin schien meinen fragenden Blick wohl zu bemerken. (Ich hoffe man hört die Ironie, der Blick war kaum zu übersehen.) "Sie ist auf Namjoon und Yoongi gestoßen.", erklärte er. Nein, oder? Alles nur das nicht. "Was ist passiert?", fragte ich. "Keine Ahnung. Sie haben sich angebrüllt.", zuckte Jungkook mit den Schultern. "Angebrüllt?", fragte ich. Meine Schwester mochte das nicht. Wenn sie jemand anbrüllt wird sie von stur und unantastbar zu klein und sensibel. Sie ist nicht so taff wie sie sich immer gibt, aber das würde sie vor Fremden nie zugeben. "Ja. Sagte ich ja schon. Angebrüllt. So schwer zu verstehen? Ich dachte nur du solltest es wissen.", meinte Jungkook erneut. "Sie soll aber nicht den ihr beschissenes Opfer sein.", meinte ich betreten. Warum meine Schwester? "Das können wir nicht ändern, du weißt wie die sind.", versuchte Jimin es besser zu machen, was aber gar nicht half. "Das ist es ja! Sie ärgern denjenigen den sie wollen.", sagte ich und ging ohne ein weiteres Wort in den Gemeinschaftsraum.

    Jungsook POV

    Ich machte mich zusammen mit Tom auf den Weg zurück in den Gemeinschaftsraum. Als wir dort ankamen, stand plötzlich mein Bruder hinter mir. "Hey Jungsook.", meinte er lächelnd. Meiner Meinung nach etwas zu übertrieben. "Hey Jimin.", antwortete ich einfach. "Also ich lass euch dann mal allein.", meinte Tom nur, wunk mir noch mal, bevor er zu den anderen ging. "Also, was willst du?", fragte ich genervt. "Wer ist das?", fragte er und wirkte dabei ziemlich autoritär. Schon fast so als wäre er unser Vater, gruselig. "Ernsthaft?" "Ja, wer ist das?", wiederholte er seine Frage. "Tom Klein? Der mit dem wir gestern zusammen hier saßen?", meinte ich. Als ob er das ernsthaft schon wieder vergessen hätte. "Ach wirklich? Haben wir das?", überlegte er mal wieder laut. "Ja haben wir, also was ist dein Problem?", fragte ich inzwischen etwas gereizt. Ich kann mir meine Freunde auch selber raus suchen ich bin schließlich nicht mehr 5 Jahre alt. "Nichts ich wollte das nur mal wissen.", antwortete er wieder lächelnd. Ich schüttelte nur den Kopf, drehte mich um und ging hoch in meinen Schlafsaal. Die anderen 4 Mädchen waren nicht da. Also nahm ich mir mein Tagebuch und fing an zu schreiben...

    Suna POV

    Ich setzte mich auf mein Bett und streichelte Lovely. Lilli war auch hier. Rosalie und Yuna... keine Ahnung. "Und hast du schon Freunde gefunden?", fragte mich Lilli plötzlich. "Ja.", antwortete ich einfach, da ich nicht wusste was sie wollte. Sie schien kurz erfreut, doch dann verschwand ihr Lächeln wieder. "Was ist los?", fragte ich besorgt. Ja, ich war besorgt. Ich konnte andere nicht traurig sehen. Egal wie sehr ich eine Person nicht leiden kann oder hasse. Ich kann so etwas einfach nicht. "Ich habe keine Freunde.", meinte sie. "Ich habe heute mit so vielen Schülern geredet und die meisten fanden mich zu aufdringlich. Die Leute mögen mich nicht.", seufzte sie. Ich setzte mich zu ihr. "Hey, hör auf. Ich mag dich und meiner Meinung nach sind wir auch Freunde. Mein Tipp wäre vielleicht einfach, suche nicht nach Freunden und Versuch es zu erzwingen, sondern sei du selbst. Wenn du du selbst bist wirkst du viel sympathischer auf andere. Außerdem hast du so weit ich weiß einen tollen Charakter.", versuchte ich es ihr sanft zu erklären. Ich mochte sie nicht sonderlich, ja aber Freunde könnten wir ja vielleicht doch noch werden. "Aber du kennst mich doch erst seit gestern.", schniefte sie. Sie hatte angefangen zu weinen. Ich umarmte sie und drückte sie an mich. "Sei morgen einfach du selbst. Morgen haben wir unseren ersten richtigen Schultag. Da lernst du noch so viele Leute kennen und wenn du jemanden magst, geh auf ihn zu und sprich die Person an. Aber das wichtigste ist, dass du dich dabei nicht verstellst. Okay?", sie nickte und ich ließ sie los. "Darf ich Lovely mal streicheln?", fragte sie immer noch schniefend. Obwohl ich es eigentlich nicht wollte, nickte ich. Wenn sie danach wieder lächelt, soll sie es tun. Langsam näherte sie sich ihr und streichelte sie. Lovely fing an zu schnurren und Lilli fing wieder an zu lächeln. "Morgen ist ein neuer Tag."

    6
    4. Kapitel

    Schnell rannte ich in den 2. Stock. Wenn ich schon an meinem ersten Schultag zu spät komme, ... das kann ich mir einfach nicht leisten! Völlig außer Atem erreichte ich das Klassenzimmer. Erleichtert stellte ich fest das noch kein Lehrer hier war. Gerade als ich mich zu Jungsook setzen wollte betrat ein Geist den Raum. "Guten Morgen Liebe Schüler, mein Name ist Professor Binns und ich bin euer Lehrer in Geschichte der Zauberei.", begrüßte er uns. Seine Stimme klang ziemlich leiernd und monoton. Nach einer knappen halben Stunde hatte er es geschafft die halbe Klasse zum Schlafen zu bringen. Auch mir fiel es relativ schwer die Augen offen zu halten. "Weck mich, wenn es vorbei ist.", gähnte Jungsook neben mir und legte auch ihren Kopf auf den Tisch. Ich rollte mit den Augen und versuchte dem Unterricht wenigstens ein bisschen zu folgen und machte mir einige Notizen. Doch nach guten 10 Minuten schlief ich ebenfalls ein.
    Als ich wieder aufwachte hielt Professor Binns gerade eine Abschlussrede, was er nächste Stunde mit uns machen wollte. Ich ruckelte an Jungsook und sie sah mich verschlafen an. "Hä? Was? Hab ich was verpasst?", fragte sie und streckte sich. "Nicht mehr als Alle anderen auch.", schmunzelte ich und wir verließen das Klassenzimmer. "Was hast du jetzt?", fragte mich Jungsook. "Kräuterkunde, du?", antwortete ich ihr. "Zauberkunst. Also sehen wir uns später." "Mh. Ich werde mal schauen wo Lilli ist. Sie sollte mich nämlich eigentlich wecken falls ich verschlafe.", meinte ich noch und dann trennten sich unsere Wege. Als ich gerade in einem der drei Gewächshäuser ankam, kam Lilli direkt zu mir gerannt. "Oh Suna es tut mir so leid! Ich wollte dich wecken, aber heute morgen habe ich mich nicht gut gefühlt und deswegen war ich oben im Krankenflügel und hab auch Geschichte verpasst.", meinte sie aufgebracht. "Also bei Geschichte hast du eigentlich gar nichts verpasst.", lachte ich und sie sah mich verwirrt an. "Du wirst schon noch sehen was ich meine.", seufzte ich und zusammen suchten wir uns einen Platz am Rand. Kräuterkunde haben wir also mit Hufflepuff, dachte ich, als ich die anderen Schüler sah. Plötzlich betrat Professor Longbottom das Gewächshaus. "Na dann wollen wir mal loslegen.", sprach er anscheinend mehr zu sich selbst, aber lächelnd.

    -Zeitsprung-

    Yoongi POV

    Geschichte der Zauberei. Geschlafen für zwei Stunden. Namjoon der in der Reihe hinter mir saß, hatte ebenfalls geschlafen. Wie es jeder tut. Warum brachte Binns aber auch jeden verdammt noch mal zum schlafen? Ich meine bei mir nichts besonderes, aber die anderen Schüler... selbst die Klassenstreberin Luana schlief bei Binns. Naja nach Geschichte hieß es Zaubertränke. Namjoons Lieblingsfach. Egal was wir machen werden, es wird sein wie immer. Ich setze mich in die Ecke und Joonie macht alles zwei mal. Wie oft hat er mich schon gefragt, wie ich meine ZAG-Prüfungen bestehen will? Zu oft. Und ich antworte immer gleich. 'Wird schon.' Wir liefen zusammen zum nächsten Klassenraum. Slughorn wird bestimmt bald wieder einer seiner doofen Abende für 'den ein oder anderen auserwählten Schüler' machen. Ich rollte bei dem Gedanken mit den Augen. Er hat mich jedes mal eingeladen und ich war noch nicht einmal da. Irgendwie Lustig. "Yoongi? Der Unterricht geht gleich los. Willst du nicht mal deine Bücher auspacken?", fragte mich Namjoon genervt, da er wusste, dass es mir herzlichst egal war. Ich zuckte mit den Schultern und er rollte mit den Augen. "So meine Lieben, heute habe ich etwas besonderes mit euch vor.", begann Professor Slughorn mit seiner üblichen Vorrede. "Sagt der das nicht jedes mal?", hörte ich Christoph aus Ravenclaw zu Carina flüstern. Diese, ebenfalls Ravenclaw, nickte nur und lauschte weiter dem Professor. "Heute werden wir einen Shrinking Potion oder auch Schrumpftrank herstellen. Das Rezept dazu findet ihr in eurem Buch Seite 130. Die nötigen Materialien findet ihr wie immer im Schrank oder bei mir am Tisch. Wer es innerhalb einer Stunde schafft einen wirklich wirksamen Trank herzustellen, bekommt eine Extra-Note.", erklärte er den üblichen Kram. Ich half Namjoon noch schnell das Zeug zusammen zu suchen und dann setzte ich mich in die Ecke. Gekonnt wählen wir deshalb immer den hintersten Tisch. Es sind vierer Tische und so kam es, dass sich Jungkook und Jimin mit zu uns beziehungsweise Namjoon gesellten. "Sag nicht Yoongi schmeißt sich wieder in die Ecke und macht nichts.", lachte Jimin Namjoon an. Der zuckte nur mit den Schultern und fing an mit dem Brauen. Jungkook warf Jimin noch einen undefinierbaren Blick zu und dann fingen sie ebenfalls an.

    Taehyung POV

    Professor Flitwick zeigte uns mal wieder wie genau wir die Zauber zu betonen und den Zauberstab zu schwingen hatten. Zauberkunst mit dem Hauslehrer der Ravenclaws. Noch eine Stunde und dann wäre es vorbei. "Hey Tae. Wie geht's dir so?", plötzlich saß Hoseok neben mir. "Gut und dir?", antwortete ich etwas überrascht. "Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken.", meinte er. "Ach Quatsch, kein Problem.", sagte ich und wendete mich wieder der Maus vor mir zu. Wir sollten deren Farbe und Größe ändern. "Hast du Jin gesehen?", fragte Hoseok weiter. "Der ist doch dein Hausgenosse. Nicht meiner.", antwortete ich verwirrt. Die beiden sind eigentlich so ziemlich unzertrennlich. "Ja, aber ich hab ihn heute morgen aus den Augen verloren.", meinte Hoseok bedrückt. "Wie aus den Augen verloren?", fragte ich irritiert. "Naja als wir heute morgen zusammen zum Unterricht gehen wollten, waren da so viele Schüler im Gang, das wir uns verloren haben.", meinte er besorgt und suchte erneut den Raum nach Seokjin ab. Erfolglos. "Was ist, wenn er den Zwillingen über den Weg gelaufen ist?" "Du meinst Levi und Liam?", fragte ich besorgt. "Die Slytherin?" Er nickte. Ich tat es ihm gleich. "Er ist doch eines ihrer doofen Opfer. Was ist wenn er im Krankenflügel liegt?", meinte Hoseok. "Wir können ja nach der Stunde mal da vorbei schauen.", sagte ich und Hoseok nickte dankbar. Dann wendeten wir uns wieder dem Unterricht zu.
    Nachdem die Stunde vorbei war machten wir uns sofort auf den Weg in den Krankenflügel. Und tatsächlich. Jin lag in einer dieser Krankenbetten, obwohl er in meinen Augen eigentlich gesund aussah. "Hier bist du!", rief Hoseok direkt aus und rannte zu ihm. "Was ist passiert?", fragte ich. "Ich will es mal so ausdrücken: Ich hab die letzten zwei Stunden Schnecken gekotzt. Reicht das an Information?", erklärte er. Angewidert nickte ich, aber lieber Spuck als Schluck. Die Zwillinge scheinen einen wirklich guten Tag zu haben. "Wie lange musst du denn noch hier bleiben?", fragte Hoseok ungeduldig und mit mitleidigem Blick. "Madam Pomfrey meinte ich darf gehen, wenn ich mich besser fühle.", sagte Jin. "Und wie fühlst du dich?", fragte ich daraufhin. "Besser", lachte er, "oder zumindest Gut genug um am Unterricht wieder teilnehmen zu können." "Da bin ich ja erleichtert.", meinte Hoseok. "Und ich auch.", lächelte ich ebenfalls. "Na dann lasst uns gehen.", meinte Jin und zu dritt verließen wir den Krankenflügel.
    "Wie ist das eigentlich passiert?", fragte ich nach kurzer Zeit. "Nachdem ich Hobi aus den Augen verloren hatte, bin ich gestolpert und dann haben mich die zwei zurück gezogen. Und mich mal wieder als Schlammblut bezeichnet und wie immer wollte ich ihnen erklären, dass ich Halbblut bin. Allerdings meinten sie dann nur 'wie kannst du es wagen uns zu widersprechen!' und ich hab den Fluch abbekommen. Nachdem ich dann dort zusammen gebrochen bin und naja... halt die ganze Zeit diese Schnecken ausgespuckt habe, kam dann Professor McGonagall und hat mich in den Krankenflügel geschleppt.", erzählte er. Ich nickte und meinte dann: "War nett mal wieder mit euch zu quatschen, aber ich muss jetzt zu Kräuterkunde. Bis später." Ich wunk ihnen noch mal ging dann wieder meinen eigenen Weg.
    Auf dem Weg kamen mir Namjoon und Yoongi entgegen, da wir gemeinsam Kräuterkunde haben. "Na Halbblut.", begrüßte mich Yoongi mit einem grinsen. Na und? Nur weil sie Reinblüter sind heißt es nicht, dass sie auch besser sind. Ich verdrehte nur die Augen und lief weiter. "Gar nicht so gesprächig heute, was?", grinste Namjoon. "Was ist euer Problem? Habt ihr wieder irgendwelche Kinder gehänselt?", ging ich sie an. "Boar, bleib mal ruhig. Ich mag kein Stress, viel zu stressig.", meinte Yoongi und ich verdrehte erneut die Augen. "Mich hat neulich nur so 'ne kleine Gryffindor Schlampe angerannt, mehr Schüler haben wir dieses Jahr noch nicht geärgert.", meinte Namjoon und ich wurde wütend. "Meine Schwester ist keine Schlampe!", brüllte ich, schubste Namjoon zur Seite und ging Schnur stracks ins Gewächshaus ohne mich auch noch mal um zu drehen.

    Namjoon POV

    "Was? Seine Schwester?", fragte ich verwirrt und Yoongi zuckte mal wieder nur mit den Schultern. "Ist doch egal.", meinte er und folgte Taehyung der gerade um die Ecke verschwand. Stimmt, er hatte es mal erwähnt. Schnell folgte ich Yoongi. Komisch... sie war anders als Taehyung, mehr so wie sein Gegenteil. Als würden sie sich einander ergänzen. Taehyung ist ruhig, also vom allgemeinen Wesen her, und sie wirkte eher stur. Wir betraten zusammen das Gewächshaus und der Unterricht ging auch schon los.

    7
    5. Kapitel

    Nachdem der Unterricht für heute vorbei war, ging ich nach draußen. Ich wollte eine Runde fliegen. Yoongi hatte ich dazu verpflichtet unseren Schlafsaal aufzuräumen als danke dafür, dass ich Zaubertränke immer doppelt machen muss. Ich meine wir haben heute beide eine gute Note dafür bekommen.
    Also schnappte ich mir meinen Besen und ging nach draußen. Auf dem Innenhof angekommen, setzte ich mich drauf und flog los. Wie ich es liebe. Fliegen ist einfach nur schön und Quidditch mein Leben! Wenn ich fliege fühle ich mich frei. Frei von allem was mich nervt oder belastet. Angefangen mit meinen nervigen Eltern, die so einen Leistungsdruck machen, dass ich manchmal denke ich schmeiß mich gleich selbst vom Astronomieturm bis hin zu allem was mir hier in Hogwarts tagtäglich begegnet. Als ich das erste mal hier war, war ich glücklich. Ich konnte von meinen Eltern weg und mir Freunde suchen. Aber daraus ist nie wirklich was geworden. Yoongi kenne ich schon seit ich klein war. Unsere Eltern sind gut befreundet. Aber viel mehr Freunde hab ich nicht. Gerne würde ich die anderen 5, Jin, Hoseok, Jimin, Jungkook und Taehyung akzeptieren, doch ich bin nun mal in Slytherin. Und eigentlich bin ich bei den Slytherin auch ziemlich beliebt, weshalb ich mir diesen guten Ruf damit nicht zerstören möchte, aber dieses ständige, übertriebene... Ich weiß nicht. Bin ich ein Feigling, weil ich so denke? Mein Vater würde diese Denkweise wahrscheinlich als weich bezeichnen. Er ist begeistert von dem was Voldemort damals getan hat, wie er Muggle und Schlammblüter getötet hat und wie er um alles in der Welt Harry Potter umbringen wollte. Ich versteh zwar nicht, was daran zu bewundern ist, aber naja.
    Als es langsam wieder dunkel wurde beschloss ich zurück zu fliegen.
    Zurück im Schlafsaal fand ich einen, erstaunlicher Weise, nicht schlafenden, sondern lesenden Yoongi vor. "Heute mal ausgeschlafen, oder was?", fragte ich ihn. "Ob du es glaubst oder nicht, dieses Buch ist spannend.", meinte er nur. Ich nickte und ging dann ins Bad.

    Jungsook POV

    Ich saß, wie eigentlich jeden Abend, mit meinen Brüdern und einigen anderen Schülern im Gemeinschaftsraum. "Jungsook? Könntest du mir mal helfen?", fragte Tom, der einen Stapel Bücher auf den Händen hatte und wahrscheinlich gerade aus der Bibliothek kam. "Ja, warte.", antwortete ich und eilte ihm zu Hilfe. Ich nahm ihm 5 Bücher ab und er hatte immer noch 6 auf der Hand. Was ist falsch mit dem Jungen? "Danke.", lächelte er mich an. "Was hast du mit all den Büchern vor?", fragte ich völlig überwältigt von der Masse der Bücher. "Ähm... lesen? Was macht man denn sonst mit Büchern?", antwortete er als wäre es das normalste auf der Welt. Ich sah ihn kurze geschockt an, bevor ich fragte: "Und was ist mit den andern 3 Büchern, die du vorgestern ausgeborgt hast?" "Gelesen und zurück gegeben.", sagte er knapp und ging an mir vorbei um die Bücher nach oben in seinen Schlafsaal zu bringen. Ich lief ihm hinterher, doch wartete ich vor der Tür. Er verschwand kurz und kam kurz darauf wieder raus und nahm mir die restlichen Bücher ab. "Danke dir.", lächelte er. "Kein Problem.", antwortete ich nur. "Kommst du noch mit runter in den Gemeinschaftsraum?", fragte ich ihn noch bevor ich wieder nach unten ging. "Ich geh erst mal in die Große Halle. Ich hab nämlich nicht nichts gegessen.", meinte er und lächelte entschuldigend. "Dann komm ich mit. Hier rum zu sitzen ist auch nicht besser als da.", sagte ich und beschloss, das ich mich nach Suna umsehen würde.
    Als wir dann in der Großen Halle waren setzte sich Tom zu irgend einer Hufflepuff, die er schon länger zu kennen schien und da ich tatsächlich Suna entdeckte ging ich zu ihr. Sie saß alleine am Gryffindor Tisch und stocherte in ihrem Essen rum. Ich setzte mich neben sie und nahm mir ein paar von den Weintrauben, die dort lagen. "Na, wie geht's dir so?", fragte ich um sie zu begrüßen und sie erschrak sichtlich. "Boar Jungsook! Erschreck' mich doch nicht so!", meinte sie ernst, aber verkniff sich das lachen. "Ist gut. Warum bist du noch hier?", fragte ich sie. "Mein Bruder ist mit Jin und Hoseok draußen und Lilli sucht jemanden, der in Geschichte anwesend war und ihr das Zeug geben kann.", meinte sie und seufzte. "Na dann kann sie aber lange suchen.", lachte ich. "Ja, das stimmt wohl.", lächelte sie. "Bedrückt dich irgendwas? Du bist so ruhig.", fragte ich besorgt. "Naja, wir hatten ja vorhin Besenflugstunden und ich hab mich einfach voll blamiert! Ich hatte den Besen irgendwie nicht unter Kontrolle und dann bin ich fast runter gefallen. Das war grauenvoll! Vor allem haben es alle gesehen!", jammerte sie. "Ich hab morgen auch Besenflugstunden. Bin mal gespannt wie ich mich schlagen werde.", meinte ich um sie aufzumuntern. "Aber du kannst doch schon Fliegen. Du hast doch erzählt des es dir Jimin beigebracht hat. Oder war es Jungkook? Ach egal. Fakt ist: ich hab mich komplett blamiert. Niemand wird mit mir befreundet sein wollen.", sagte sie und versank in ihrem übertriebenem Selbstmitleid. "Och komm. Jetzt heul' nicht so rum! Ich muss in 2 Stunden hoch auf den Astronomieturm. Ist nicht besser.", meinte ich. "Du hast dann Astronomie?", fragte sie daraufhin, um anscheinend noch mal sicher zu gehen, ob sie das was ich meinte richtig verstanden zu haben. Ich nickte. "Bei meinem Glück falle ich am Mittwoch vom Astronomieturm ohne es zu wollen und sterbe.", sagte sie schlecht gelaunt. So eine Suna war echt nervig. Ich hoffe, dass das nicht das ganze Jahr so sein wird, da ich sie eigentlich recht gerne mochte und auch ihre Freundin bleiben wollte. Doch nicht mit einer Suna die in ihrem eigenen Selbstmitleid versinkt. Das ist ja nicht auszuhalten!

    Hoseok POV

    Zusammen mit Jin und Tae war ich gerade auf dem Rückweg von Hagrid zum Schloss. Wir verbrachten manchmal dort unsere Zeit. Meistens jedoch nur Jin und ich. Taehyung war oder ist, glaube ich, so ein Bindeglied zwischen uns allen. Er ist mit Jin und mir befreundet und mit Jimin und Jungkook. Dadurch verbringen wir manchmal auch zu fünft zusammen Zeit in der Bibliothek. Obwohl ich glaube das uns, also Jin und mich, die beiden Ravenclaw nicht so wirklich leiden können und sie nur wegen Tae nichts sagen. Ich persönlich mag sie eigentlich, genauso wie Namjoon und Yoongi, auch wenn sie mich jedes mal damit aufziehen, das ich Mugglestämmig bin. Aber ich denke das hat andere Gründe, nicht weil sie schlechte Menschen sind. Yoongi lebt ja soweit ich weiß, seit der Scheidung seiner Eltern, bei seinem Vater. Letztes Jahr, wo sie sich angefangen haben, ständig zu streiten hat er sich ständig Sorgen um seine Eltern gemacht und wir beziehungsweise eigentlich nur Namjoon waren die einzigen mit denen er geredet hat. Seitdem sie geschieden sind und Yoongi bei seinem Vater lebt, hat er mit dieser 'ist mir doch egal'-Einstellung angefangen und ihm ist wirklich alles egal geworden. Zumindest könnte ich nichts nennen, was ihm wichtig sein könnte. Ich habe das Gefühl, dass das auch Namjoon ein bisschen nervt. Ich meine so gut kenne ich die beiden nicht, aber es wirkt auf mich so.
    "Haaaallooo? Erde an Hobi... bist du noch da?", wackelte Jin mit seiner Hand vor meinem Gesicht rum. "Was?" fragte ich etwas verwirrt. "Willst du dich nicht von Taehyung verabschieden?", fragte er mich und zeigte dabei auf Taehyung der sich vor lachen zusammen reißen musste nicht gleich umzukippen. "Was ist denn so lustig?", fragte ich Tae der sich nur winkend von uns verabschiedete und lachend um die nächste Ecke verschwand. Fragend sah ich Jin neben mir an, der ebenfalls schmunzelte. "Wir haben bestimmt 5 Minuten probiert dich irgendwie 'wach' zu kriegen und du hast nicht reagiert. Egal was wir gemacht haben. Taehyung wollte einen Wassereimer holen und dir über den Kopf schütten. Du warst so was von weg.", lachte er. "Echt jetzt?", fragte ich leicht beschämt und Jin lachte nur.
    Nachdem wir dann in unserem Schlafsaal ankamen, schmiss ich mich direkt aufs Bett. Was für ein Tag. Jin der noch ein paar seiner Sachen zusammen räumte, stellte nebenbei noch unseren Wecker. "Sag mal: wegen heute morgen... sind Levi und Liam heute morgen, dann einfach abgehauen?", fragte ich ihn. Er sah mich kurz an, bevor er sich wieder seinen Sachen zuwendete und sprach: "Natürlich was denkst du denn. Das sie mir erst einen Fluch aufhetzen und mich anschließend in den Krankenflügel schleppen um eine Strafe und Punkte Abzug zu bekommen?" "Na das jetzt nicht, aber... Ich weiß auch nicht. Sie können doch nicht so sein, das sie anderen absichtlich weh tun und Spaß daran haben. Ich meine das ist doch nicht menschlich.", erklärte ich, was ich dachte. "Sie sind Slytherin. Manchmal denke ich diese ganze Bande hat kein Herz.", antwortete er nur. "Das ist gemein.", sagte ich. "Aber wahr. Sie dir doch mal Yoongi und Namjoon an. Die sind doch kein Stück besser. Ständig mobben sie irgendwelche Schüler. Levi und Liam, die ja sowieso Könige der Streiche und Untaten sind und Luana die Klassenbeste, die sich über ihre Fähigkeiten noch so rühmt.", zählte Jin mir einige Schüler auf um seine Aussage zu beweisen. "Ja, ich weiß schon, aber denkst du nicht, dass es Gründe dafür gibt?"

    8
    6. Kapitel

    Suna POV

    Eine Woche geschafft. Die erste Schulwoche. Heute ist Samstag und ich wollte eigentlich ausschlafen, doch da Lilli unbedingt mit mir hoch auf den Astronomieturm wollte und um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal wieso, saß ich jetzt mit ihr da oben. Ich saß auf der Treppe während sie sich am Geländer festhielt und über Hogwarts schaute. "Ist es nicht herrlich hier oben?", fragte sie verträumt und sah kurz zu mir. "Hm.", nuschelte ich nur als Antwort, da ich gerade versuchte weiter zu schlafen, auch wenn es auf der Treppe nicht sonderlich bequem war. "Och komm. Jetzt seh' es dir doch mal an!", meinte sie. "Später vielleicht.", grummelte ich. Lilli fand das aber anscheinend nicht ausreichend. Denn plötzlich stand sie neben mir und zog mich hoch. Überrascht riss ich meine Augen auf. "Mensch erschreck' mich nicht so! Warum eigentlich so zeitig? Wir hätten doch auch später hier hoch kommen können.", beschwerte ich mich erneut. Sie hatte mich heute morgen gegen 7 Uhr aus dem Bett geschliffen! "Dann hätten wir es aber verpasst.", meinte sie verträumt und ging zurück zum Geländer. "Was hätten wir verpasst?", fragte ich verwirrt. "Den Sonnenaufgang.", antwortete sie ohne mich anzusehen, fixiert auf den Horizont. Ich stellte mich neben sie und ich muss zu geben, was ich sah war wirklich faszinierend. Die Sonne ging auf und legte Hogwarts in ein sanftes, helles gelb mit einem kleinen bisschen orange und rosa. Es sah unglaublich schön aus. "Und? Hab ich zu viel versprochen?", fragte Lilli schmunzelnd. "Du hast gesagt es würde sich lohnen", lachte ich, "nicht, das es so faszinierend glitzert." Ich fragte mich, ob Taehyung auch schon mal hier oben war und sich einen Sonnenaufgang angesehen hat. Er würde es mit Sicherheit lieben, aber würde ein Sonnenuntergang nicht noch schöner sein? Mit einem Touch von Rot? "Ich glaube, es gibt nirgendwo einen schöneren Sonnenaufgang als hier.", meinte Lilli neben mir und seufzte einmal. Sie war glücklich. "Vielleicht, aber denkst du nicht, dass ein Sonnenuntergang noch schöner wäre?", fragte ich und betrachtete erneut das Bild vor mir. "Ein Sonnenuntergang? Ich weiß nicht... lass es uns doch heute Abend herausfinden.", grinste sie mich an und ich nickte.
    Nach circa einer Stunde wurde ich hungrig und wollte unbedingt in die Große Halle zum Frühstück. Es war relativ schwer Lilli dort oben weg zu bekommen, aber weil sie selbst auch langsam Hunger bekam stimmte sie doch noch zu. Als wir am besagten Ort ankamen, gesellte ich mich mit zu meinem Bruder, der bei Jungkook und Jimin am Ravenclaw Tisch saß. "Hey Schwesterhez.", begrüßte er mich. "Hey Tae.", begrüßte ich ihn ebenfalls und nickte den anderen beiden kurz zu. Anschließend nahm ich mir etwas von dem Essen, welches vor mir stand. "Hey Tae, wusstest du schon das Rachel in einer oder zwei Wochen wieder kommen soll?", fragte Jimin meinen Bruder. "Wirklich?", fragte er begeistert. "Wer ist Rachel?", fragte ich nur verwirrt. Taehyung erzählt viel, sehr viel, aber der Name Rachel war mir bisher unbekannt. "Eine Gryffindor aus unserem Jahrgang.", antwortete mir Jungkook grinsend, bevor er noch sagte. "Dein Bruder steht auf sie." "Das stimmt doch gar nicht!", widersprach der jedoch nur und auch Jimin begann zu grinsen. "Sie ist die einzige Freundin, die du neben uns noch hast, also sag mir jetzt bitte nicht da ist nichts.", grinste Jimin weiter und Jungkook wackelte mit den Augenbrauen. Wofür hat man noch gleich Freunde? Ach ja, damit man immer jemanden hat, der einen Auslacht und mit irgend etwas dummen aufzieht. Aber ich muss zugeben, wie sich mein Bruder versuchte zu verteidigen, war zu schön und auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. "Das stimmt doch gar nicht! Sie ist eine ganz normale Freundin. Nicht mehr und nicht weniger. Wieso macht ihr da immer mehr daraus?", jammerte er. "Wo ist eigentlich Jungsook?", fragte ich dann die beiden anderen Jungs, um meinen Bruder vielleicht doch noch zu retten. "Weiß nicht. Ich hab sie heute noch nicht gesehen.", meinte Jungkook und zuckte mit den Schultern. Auch Jimin schien es nicht zu wissen. "Wieso bist du eigentlich schon wach?", fragte mich dann mein Bruder. "Wegen Lilli. Sie wollte mir unbedingt etwas zeigen und das ging ja nicht später.", sagte ich und rollte gespielt mit den Augen. "Ach ja? Was war es denn?", fragte Jimin interessiert. "Der Sonnenaufgang", antwortete ich, "und ich bin sicher, Tae, das es dir gefallen würde." "Der Sonnenaufgang? Was ist denn daran so besonders?", fragte Jungkook, offenbar hatte er keine Ahnung wie schön Hogwarts ist. "Warst du schon mal oben auf dem Astronomieturm, wo die Sonne aufging?", fragte ich ihn also, in der Hoffnung er würde es verstehen. "Nein, seh' ich so aus als würde ich mir unnütz die Mühe machen und da hoch laufen?", antwortete er jedoch nur und ich seufzte, er würde es wohl nie verstehen.

    Jungkook POV

    Sonnenaufgang? Was an einem Sonnenaufgang, ist bitte so schön? Ich meine ja, es kann manchmal schon toll aussehen und so, aber trotzdem. Dafür muss man zeitig aufstehen und auch noch dort hoch latschen. Das sind mir zu viele Stufen, eindeutig! "Du hast wirklich keine Ahnung.", antwortete Suna daraufhin allerdings nur. "Ich hab keine Ahnung? Ich weiß mehr als du!", meinte ich, als ob ich das auf mir sitzen lassen würde. "Wer's glaubt.", lachte sie und plötzlich stand Jungsook neben uns. "Wer glaubt was?", lächelte sie und sah uns beide im Wechsel an. "Suna behauptet sie wüsste mehr als ich.", erklärte ich es Jungsook, die daraufhin mit den Augen rollte und Suna mit sich zog. Sie setzten sich ein Stück weiter weg von uns und so waren wir wieder zu dritt. "Jungkook, so gerne wie du auch diskutierst oder es eben nicht tust. Bitte nicht am Samstag morgen mit meiner Schwester. Ich möchte etwas Ruhe.", meinte Tae und gähnte anschließend. "Ist deine Schwester immer so?", fragte Jimin. "Wie?", meinte Taehyung verwirrt. "Naja, so lustig und vorlaut.", sagte er dann. "Lustig und Vorlaut? Ist nicht dein ernst.", lachte ich. "Man eh, ich kann halt nicht so gut beschreiben.", maulte er mich dann an. "Also eigentlich ist meine Schwester manchmal ziemlich frech.", lachte Tae daraufhin auf. "Frech?", wiederholte Jimin. "Stehst du etwa auf sie?", fragte ich dann provokant, obwohl ich das eigentlich nicht glaubte. "Nein tu ich nicht!", widersprach er sofort. "Wäre auch komisch.", kam es nur von Tae. "Ich meinte nur, dass sie vielleicht gut zu Jungsook passt und somit in unseren Freundeskreis. Ich meine, wir wollten Jungsook doch mal mit in den Urlaub nehmen.", erklärte Jimin. "Ja ja red' dich schön raus.", lachte ich. "Es ist wahr!", protestierte er. "Was das du auf sie stehst?", provozierte ich ihn weiter und wurde dafür von ihn überfallen. "Ah, Nein... Bitte... hör auf.", lachte ich. Jimin schmiss sich, wortwörtlich, auf mich und kitzelte mich kräftig durch. "Nur wenn du es zurück nimmst!", lachte er und Taehyung lachte ebenfalls. Während ich an meinem Lachen nebenbei starb, verschluckte sich Taehyung an seinem Essen und begann heftig zu husten. "Alles gut?", fragte Jimin besorgt und ich kam frei. Tae nickte. "Alles.. gut... mir geht's super.", hustete er und wir aßen weiter, als wäre nichts gewesen.

    Yoongi POV

    Ich lag in meinem Bett. Als ich aufwachte schien mir die Sonne prall ins Gesicht. Immer noch müde drehte ich mich in die andere Richtung, raus aus der Sonne. Es war endlich Samstag. Keine Schule. Yippie ah Yeah. Einer der Wenigen Tage in der Woche, der mich glücklich machte. Ich streckte mich und gähnte einmal ausgiebig. Danach sah ich mich im Schlafsaal um. Keiner hier. Was Namjoon wohl macht? Ich sah auf die Uhr: halb 12. Schwerfällig krabbelte ich aus meinem Bett und ging ins Bad.
    Als ich fertig war, ging ich nach unten in den Gemeinschaftsraum. "Ach, die Schlafmütze steht auch mal auf?", wurde ich begrüßt. "Wo sind die anderen?", fragte ich Joonie darauf und der zuckte mit den Schultern. "Woher soll ich das wissen? Seh' ich so aus als würde es mich kümmern?", meinte er noch und legte das Buch weg, was er bis eben noch gelesen hatte. "Was hast du heute schon so gemacht?", fragte ich und gähnte erneut. "Nicht viel. Bin mal kurz oben gewesen auf dem Astronomieturm.", antwortete er. "Warum wundert mich das nicht?", schmunzelte ich über meinen besten und eigentlich auch einzigen Freund. "Weil ich jedes Wochenende dort oben bin?", fragte er ironisch. Doch eigentlich ist es war. Jede Woche, wenn ich aufstehe und ihn frage, was er denn schon so angestellt hat, ist die Antwort die selbe: der Astronomieturm. "Können wir jetzt endlich essen gehen? Ich hab Hunger.", sagte er dann, als er merkte, dass ich nicht antwortete. Ich nickte und zusammen gingen wir in die Große Halle. Als wir dort ankamen, war eigentlich noch nicht so viel los. Klar, es war kurz vor 12 und viele waren beim Frühstück, nicht so wie wir zwei. Also setzten wir uns an den Slytherin Tisch als plötzlich Levi und Liam zu uns kamen...

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    7. Kapitel

    Sie kamen zu uns und setzten sich. "Hey.", meinten sie im Chor und Namjoon und ich nickten. Was zur Hölle wollten die hier? Ich meine, ich hab nicht wirklich ein Problem mit denen, aber trotzdem. Ich wollte einfach meine Ruhe haben. "Sonst seid ihr beiden echt gesprächiger.", lachte Liam. "In welcher Welt lebst du, wenn Yoongi redet?", antwortete Namjoon daraufhin trocken. "Welche Laus ist denn dir über die Leber gelaufen?", fragte Levi beleidigt und Namjoon zuckte die Schultern. "Eigentlich sind wir zu euch, weil wir euch fragen wollten, ob ihr vielleicht bei einem unserer Streiche mitmachen wollt.", erklärte dann Liam. Ich konnte es kaum glauben... war Liam gerade schüchtern? SCHÜCHTERN? Levi und Liam lassen nichts auf sich sitzen und motzten manchmal sogar Lehrer an und dann sind sie vor uns schüchtern! Na gut. Eigentlich verständlich. So weit ich weiß, haben sie noch nie jemanden gefragt, ob andere bei ihren Streichen mitmachen wollen. "Wie kommt's denn dazu?", fragte Joonie also und zog eine Augenbraue hoch. "Naja, wir haben uns dieses Jahr die Erstklässler aus Gryffindor vorgenommen.", fing Levi an. "Und ihr kennt euch in Gryffindor besser aus beziehungsweise haben wir euch beobachtet und ihr habt schon so manchen Streit mit den neuen Gryffindors geführt.", beendete Liam. Spielten sie den Streit zwischen Namjoon und Taehyungs Schwester an? Und wie und wann zur Hölle haben die uns beobachtet! Schon mal was von Privatsphäre gehört? Anscheinend ja nicht. "Ich hab mich bis jetzt nur mit einer gestritten.", sagte Namjoon und aß weiter, ohne die beiden auch nur eines Blickes zu würdigen. Er hielt nicht viel von denen, das wusste ich. Trotzdem. Er wird zusagen, da bin ich mir sicher. Einfach nur, weil wir einen Ruf haben. "Muss ja nicht die sein, obwohl das echt lustig wäre, aber ich bin mir sicher ihr habt auch tolle Ideen.", meinte Levi und sah zu seinem Bruder. Dieser nickte und sie sahen uns erwartungsvoll an. Ich sah zu Namjoon.

    Namjoon POV

    Alle drei sahen mich erwartungsvoll an. Klar, dass Yoongi mir die Entscheidung überließ. Wie sonst auch. Eigentlich hatte ich keine Lust darauf, aber Levi und Liam hatten einen, mehr oder weniger, guten Ruf und als Slytherin sollte man das auch haben. Ich meine klar. Jeder der die Namen Namjoon und Yoongi hört kann damit auch was anfangen, aber ein bisschen mehr schadet doch nicht, oder? "Na gut. Wir sind dabei.", entschied ich und die Zwillinge fingen an zu grinsen. Ich hoffe nur, dass sie nicht wirklich Taehyungs Schwester als Ziel haben, sonst wird das nicht gut ausgehen. Tae wird die Sache nicht gefallen... "Also gut. Hier ist der Plan. Einer unterhält sich mit der Zielperson. Zweiter steht schmiere. Dritter und Vierter ... ist 'ne Überraschung.", grinste Liam. Ich sah zu Yoongi... war das wirklich eine so gute Idee? "Lasst mich raten. Namjoon und ich sind Schmieresteher und derjenige, der sich mit eurem Opfer unterhält.", fasste Yoongi den ganzen Blödsinn noch mal zusammen. Klar hatten sie schon echt gute Streiche, aber manche waren auch echt lahm. "Naja... wenn ihr unbedingt wollt.", sagte Levi unschuldig. Natürlich, sie drehen sich immer alles so zurecht wie sie es brauchen. "Ich rede mit keiner Gryffindor.", stellte ich klar. "Na dann halt Yoongi.", meinte Liam und rollte mit den Augen. "Ich rede mit keinen von denen, wenn ich nicht muss. Außerdem weiß doch jeder von denen, das irgendwas falsch ist, wenn wir freiwillig mit ihnen reden.", meinte Yoongi und er hatte recht. Kein Slytherin redet ohne Grund mit einem Gryffindor. "Aber wenn wir mit denen reden ist es noch auffälliger.", sagte Levi und machte einen Schmollmund. "Na gut dann steh ich eben schmiere. Aber nur ein Streich!", meinte Yoongi. Danke! Und so was nennt sich bester Freund. Er weiß genau, das ich mich nicht wohl fühle und anfange sinnloses Zeug zu reden, wenn ich ohne Grund mit jemandem rede. Vor allem.. Gryffindor! Nein! "Okay. Namjoon, dann bitte du. Nur dieser eine Streich.", meinte Liam mit Hundeblick. "Na gut.", gab ich nach. "Super!", freuten sich Levi und Liam und gaben sich High Five. "Wie viel habt ihr denn vor?", unterbrach Yoongi dann die beiden. "Wir haben uns drei Leute rausgesucht.", machte Levi auf geheimnisvoll. Ich zog eine Augenbraue hoch. "Wir haben deren Namen rausgesucht.", ergänzte Liam. "Lilli Fox, Mary Gunnarsen und Kim Suna.", sagte Levi. Kim Suna? Ist das nicht die Schwester von Taehyung? Hieß sie so? "Welche wird für den ersten Plan? Mit welcher muss ich mich unterhalten?", fragte ich genervt. "Wir sind uns noch nicht sicher.", fing Liam an. "Aber wahrscheinlich Kim Suna.", beendete Levi. "Kim Suna?", wiederholte Yoongi. "Ja.", bestätigte Liam. Yoongi und ich nickten und die Zwillinge verabschiedeten sich. Na super. Also waren wir sozusagen, der Lockvogel und der Schmieresteher. Wirklich beneidenswerte Rollen. Wirklich. Nicht. Woher sollen wir eigentlich wissen, wer die drei sind? "Warum hast du zugesagt?", riss Yoongi mich aus meinen Gedanken. Ich zuckte mit den Schultern. "Wir hätten es doch einmal lassen können.", redete er weiter. "Hätten wir. Jetzt ist es zu spät.", erwiderte ich, stand auf und bewegte mich nach draußen. Ich hörte wie Yoongi seufzte und dann folgte.

    Suna POV

    Gerade war ich mit Jungsook auf dem Weg zur Bibliothek. Nachdem wir zusammen gefrühstückt hatten, haben wir uns über sämtliche Lehrer und Fächer unterhalten. Und sind zu dem Schluss gekommen, Verteidigung gegen die dunklen Künste ist mein Lieblingsfach und sie kann sich nicht wirklich entscheiden. "Mal sehen ob Tom auch da ist.", meinte Jungsook. "Der Blonde?", fragte ich, um sicher zu gehen, ob ich wusste wenn sie meint. Sie nickte zur Bestätigung und redete dann weiter: "Der Junge ist nicht normal. Letztens hat er sich, keine Ahnung wie viele Bücher in der Bibliothek geholt. Ich frage mich, wann und wie er es schafft die alle zu lesen." "Keine Ahnung, wie viele ist wirklich genau.", lachte ich. "Ja tut mir ja leid, dass ich die Bücher nicht gezählt habe.", sagte sie ironisch und ich musste lachen. Als wir bei der Bibliothek endlich ankamen, öffnete Jungsook die Tür und zusammen traten wir ein. Wir setzten uns in eine etwas ruhigere Ecke. Obwohl eigentlich eh kaum jemand hier war. Es ist inzwischen halb 1 und die meisten werden beim Essen sein. "Was glaubst du wie viele Bücher es hier gibt?", fragte mich Jungsook als sie die Reihen von Büchern überflog und anschließend aufstand um an die, von uns aus gesehen, nächste ging. "Bin ich Jesus? Nein", lachte ich, "und um ehrlich zu sein, hab ich auch nicht vor sie zu zählen." "Okay, okay. War ja nur eine Frage.", schmunzelte auch Jungsook und sah sich weiter die Bücher an. In der Zeit wo sie das tat, sah ich mich weiter in der Bibliothek um. Es waren außer uns noch vier weitere Schüler hier. Einer von ihnen war Ravenclaw und vermutlich in der letzten Stufe, ich kannte seinen Namen nicht und um ehrlich zu sein, hab ich ihn auch noch nie vorher gesehen. Die anderen beiden, waren zwei Jungs. Hufflepuff. Ich glaube sie sind aus der 2. Klasse, aber ich bin mir nicht sicher. "Na, hast du irgendwas spannendes entdeckt?", fragte mich Jungsook, die gerade mit zwei Büchern in der Hand zu mir zurück kam. Sie folgte meinem Blick. "So süß sind die aber nicht, dass du sie anstarren musst, oder?", lachte sie weiter. "Was? Nein. Ich hab nur überlegt, ob ich sie kenne.", antwortete ich. "Als ob ich mich darum kümmern würde, ob die süß sind oder nicht.", meinte ich und schüttelte den Kopf. Also echt mal. Ich und Jungs. In welcher Welt leben wir? "Ist ja gut. War nur ein Scherz, obwohl sie echt nicht hässlich sind.", schmunzelte sie und sah noch mal zu ihnen rüber. "Was hast du da für Bücher?", fragte ich sie dann, um dieses Thema, was sich Jungs nannte, endlich los zu werden. "Das eine ist zum Thema Zaubertränke und das andere hab ich weiter hinten gefunden. Es ist eine Geschichte über Vampire und Werwölfe. Ich glaube, ich hab davon schon mal was gehört und da verliebt sich ein Vampir in ein Werwolf oder so.", erklärte sie. "Vielleicht auch anders herum." Ich nickte als Antwort und mein Magen fing leise an zu knurren. "Hat da etwa jemand Hunger?", fragte Jungsook. "Ich? Was, ach Quatsch. Nein.", sagte ich ironisch und fing an zu lachen. "Na komm, dann lass uns essen gehen.", schmunzelte Jungsook und machte sich, nachdem sie mir ein Zeichen gab ihr zu folgen, auf den Weg zum Ausgang der Bibliothek. Schnell sprang ich auf und folgte ihr. "Was glaubst du, sind noch viele beim Essen?", fragte ich Jungsook und schaute auf die Uhr. Punkt 13. "Naja ich denke, die meisten sind vor einer halben Stunde essen gewesen, aber wir werden ja sehen.", antwortete sie. "Was ist eigentlich mit dieser Lilli? Seid ihr gute Freundinnen?", fragte sie und verwirrte mich mit dieser Frage. "Was meinst du?", fragte ich also. "Naja, keine Ahnung.", antwortete Jungsook und zuckte mit den Schultern. Ich fing an zu grinsen. "Ist da etwa jemand eifersüchtig?"

    10
    8. Kapitel

    "Eifersüchtig?", fragte Jungsook. Meiner Meinung nach etwas zu übertrieben. Ich fing an noch mehr zu schmunzeln. "War ja nur so ein Gedanke", lachte ich, "auf jeden Fall komme ich gut mit ihr aus." "Mh." "Und du und Tom? Läuft da was?", fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. "Tom? Und ich? Sag mal in welcher Welt lebst du denn bitte?", lachte sie. "Naja, weiß nicht. Er ist Europäer vielleicht magst du das ja. Wir haben noch nie zusammen über Jungs geredet.", grinste ich sie an. "Dann sollten wir das unbedingt nachholen. Sonst willst du mich am Ende noch mit ihm verkuppeln. Das trau ich dir zu. Ich mag ihn zwar, aber nur in der Friendzone. Nicht mehr. I am sorry.", lachte sie. "Ist okay.", antwortete ich schmunzelnd und öffnete die Tür zur Großen Halle. Inneres Navi: Sie haben ihr Ziel erreicht. "Da sind meine Brüder! Lass uns zu ihnen gehen.", meinte Jungsook etwas aufgeregt und lief los. Ich schüttelte kurz den Kopf und folgte ihr dann.

    Jungsook POV

    Ich setzte mich neben Jungkook und Suna neben Jimin. "Hey Sister.", begrüßte mich JK. "Na du.", antwortete ich. "Was habt ihr denn so gemacht?", fragte ich die beiden und Jimins sehr informative Antwort darauf lautete: "Nicht viel." "Wow";, sprach Suna meinen Gedanken aus, "wirklich sehr informativ." "Ist doch so.", meinte Jimin und sah sie dabei an. Auf mich wirkte es schon fast als würde er sie abscannen, weshalb ich ihn ansprach. "Was habt ihr morgen so vor?" "Ach, keine Ahnung.", antwortete Jimin und wandte sich wieder seinem Essen zu. "Wenn es nach Jimin gehen würde, würden wir sicher wieder den ganzen Tag in der Bibliothek sitzen und Leute beobachten.", lachte Jungkook. "Wenn es nach Jimin geht, gehen wir morgen an den See." "Wow, du sprichst von dir selbst in der dritten Person. Machen nicht viele.", kommentierte Suna und ich musste mir ein Grinsen verkneifen. "Du Suna, hast du eigentlich einen Freund?", fragte Jimin sie. "Wer hat einen Freund?", meinte daraufhin ein Hufflepuff Schüler, der plötzlich hinter Suna stand. "Können wir uns zu euch setzten?", fragte der andere, ebenfalls Hufflepuff. "Klar, setzt euch.", erwiderte Jimin und die drei setzten sich. Drei? Waren da eben nicht noch zwei? "Ich glaube du kennst die beiden noch nicht, oder?", fragte Jungkook, der offenbar meinen verwirrten Blick mitbekommen hatte. Ich nickte und er redete weiter. "Das sind Hoseok und Seokjin. Tae wirst du doch bestimmt kennen.", erklärte er und zeigte immer auf die jeweilige Person. "Schön euch kennen zu lernen.", sagte ich höfflichkeitshalber und die beiden Hufflepuff erwiderten im Chor: "Die Freude ist ganz meiner Seits." Daraufhin begannen alle zu lachen. Sie setzten sich zu uns und Seokjin fragte, worüber wir uns gerade unterhielten. "Jimin hat Suna eine interessante Frage gestellt.", grinste Jungkook. "Ähm... Nein, hab ich nicht.", widersprach Jimin. Wurde er etwa gerade rot? Als Jungkook ihn dann mit seinem typischen "Achja?"-Blick ansah, seufzte er jedoch nur und nuschelte: "Ich hab sie gefragt, ob sie einen Freund hat." "Wow, wow, wow. Wir reden hier über meine Schwester. Natürlich nicht!", sprach Taehyung für Suna, die ihn daraufhin empört ansah. "Ach, soll das heißen, ich werde nie einen Freund finden, weil ich zu hässlich bin, oder wie?", fragte sie gespielt beleidigt und zog eine Augenbraue hoch. "Nein! Das mein ich doch gar nicht! Nur das ich das eh nie zulassen würde.", meinte Taehyung und Suna antwortete: "Als ob ich dich um Erlaubnis fragen würde." "Also, wenn ich einen Freund hätte, wäre es mir herzlichst egal, was andere darüber denken.", gab ich auch meine Meinung dazu. "Vergiss es, du bleibst Single bis du 90+ bist.", meinte Jimin auf meine Aussage, während die Hufflepuff ihren Spaß hatten und lachten. "Du kannst mich nicht dein Leben lang einsperren!", empörte ich mich darauf. "Wenn es sein muss nehme ich dich auch an eine Leine.", sagte Jimin trocken und wendete sich wieder seinem Essen zu. "Du willst also nie, schöne Momente, wie eine Hochzeit unserer Schwester erleben? Keine Nichte? Kein Neffe?", fragte Jungkook. "Ich hab ja noch dich, außerdem ist sie ja nicht mal deine Schwester.", erwiderte Jimin nur und Jungkook fing an zu lachen. "Was gibt's da zu lachen?", fragte ich und wendete mich Suna zu. Ich gab ihr einen "Lass-uns-verschwinden"-Blick und sie nickte. Als sie jedoch aufstehen wollte, zog Taehuyng sie zurück. "Wohin des Weges?", fragte er. "Muss ich dir jetzt auch schon mitteilen, wenn ich auf Klo muss?", meinte sie genervt. Sie konnte echt gut Schauspielern. Ich musste schmunzeln. "Also es ist schon herrlich, wie ihr euch um eure Schwestern sorgt, aber ich glaube für die beiden ist das etwas peinlich.", schmunzelte Hoseok und Tae ließ Suna los. "Peinlich?", fragte Tae und wandte sich Hoseok zu. Schnell ergriffen wir unsere Chance und machten uns aus dem Staub. Doch vielleicht hätten wir lieber nach vorne sehen sollen...

    Rachel POV

    "Rachel Schatz? Hast du alles?", fragte mich meine Mum und ich nickte. Heute wurde ich endlich aus diesem öden Krankenhaus entlassen. Allerdings konnte ich trotzdem noch nicht nach Hogwarts. Laut dem Arzt sollte ich noch mindestens 3 Tage Zuhause bleiben... NACHDEM ich Zuhause angekommen bin. Mein Dad ist schon vor 2 Wochen zurück geflogen. Er arbeitet in einer etwas größeren Muggle Firma und konnte deswegen nicht so lange weg bleiben. Da meine Mum Erzieherin ist, war es ihr eher möglich, bei mir hier in Kalifornien zu bleiben. Ursprünglich wollten wir hier nur 2 Wochen Urlaub machen, aber dann wurde ich von diesem Auto angefahren... Gott sei Dank ist es für einen Unfall mit einem Auto wirklich gut ausgegangen und ich habe keine schwerwiegenden Verletzungen abbekommen. "Ja Mum, alles im Koffer.", antwortete ich ihr und bewegte mich voller Elan auf die Tür zu. "Na na, nicht so eilig mein Schätzchen. Wir müssen uns erst noch abmelden gehen.", sagte sie und ich rollte mit den Augen. "Kannst du das nicht machen und ich geh schon mal raus?", fragte ich und machte den besten Hundeblick, den ich zu bieten hatte. "Na gut. Ich geh dich abmelden.", seufzte sie. Also stiegen wir zusammen den Aufzug und fuhren nach unten. Dort angekommen, ging ich nach draußen und meine Mum zur Rezeption. Ich genoss die frische Luft. Wann war ich das letzte mal draußen? Das ist glaub ich schon ewig her. So fühlte es sich zumindest an. Als meine Mum kam fuhren wir dann gemeinsam zum Flughafen.
    Wir flogen jetzt bestimmt schon eine Stunde. Meine Mum schlief neben mir und ich ließ den Blick aus dem Fenster gleiten. Ob Tae mich vermisste? Und Tina? Und Ari? Sie sind die einzigen Freunde, die ich wirklich habe. Und um ehrlich zu sein, habe ich sie schon nach der ersten Ferienwoche vermisst. Doch Tae am aller meisten... Ich hatte es außer meiner Mum und zwei Muggle Freundinnen, die ich aus einem Feriencamp kannte, niemandem erzählt. Ich bin in Tae verliebt. Schon über ein Jahr. Ich bewundere ihn für seinen Charakter und seine Freundschaften. Er hat Freunde in jedem Haus, obwohl das eigentlich total untypisch ist. Ich hingegen bin eine eher unbeliebte Schülerin. Denke ich zumindest. Ständig hab ich das Gefühl, dass niemand etwas mit mir zu tun haben will. Außer wenn Taehyung bei mir ist... Er ist so aufgeschlossen und hat stets ein Lächeln im Gesicht. Er vertraut mir, obwohl er gar keinen Grund dazu hat und hört mir immer zu, wenn ich etwas zu sagen habe. Doch wie sagt er immer? 'Du bist immer so gut zu mir! Ich verstehe nicht, wie man dich nicht mögen kann. Also falls du ein Problem hast, hab ich immer ein offenes Ohr für dich.' Ich musste lächeln. Verträumt sah ich nach draußen und verlor mich in Gedanken. Irgendwann schlief ich dann ein.
    "Hey Rachel.. Aufwachen.", weckte mich meine Mutter. Wir waren wieder in London. Nachdem wir aus dem Flughafen raus und bei uns Zuhause angekommen waren, fing meine Mutter direkt an zu kochen. Sie meinte ich solle endlich mal wieder was richtiges essen. Ich sehe angeblich voll abgemagert aus. Aber um ehrlich zu sein... das Essen im Krankenhaus war nun wirklich nicht das beste gewesen, weshalb ich mich richtig freute. Ob Tae weiß, das ich nächste Woche schon wieder in die Schule komme?

    Suna POV

    Wir liefen gerade drauf los und sahen nach hinten. Vielleicht wäre nach vorne besser gewesen, da wir voll in zwei Jungs rein liefen. "Ah.", rief Jungsook kurz auf und war kurz davor zu fallen, da ich auf sie achtete merkte ich zu spät, das vor mir ebenfalls jemand stand und lief direkt in die Person rein. Da Jungsook und ich ein wenig Tempo drauf hatten, kippte ich zusammen mit der Person um. Jungsook wurde gerade so aufgefangen, bevor sie viel. Von wem? Yoongi. Er hielt sie am Arm fest und so taumelte sie nur ein wenig hin und her. Ich hingegen hatte natürlich wieder Pech. Ich fiel direkt auf Namjoon drauf. Wow. Applaus für mein Talent. Erwähnter sah mich nur verwundert an. Wir sahen uns kurz in die Augen und ich vergaß was ich eigentlich sagen wollte. "Suna? Alles in Ordnung?", rief Tae vom Tisch aus und sprang sofort auf um mir zu helfen. "Äh.. tsch- tschuldige.", nuschelte ich und mein Bruder half mir hoch. Ich half anschließend Namjoon, der kein Wort sagte. Also fing mein Bruder an... "Kannst du nicht aufpassen wo du hin läufst!", beschuldigte er ihn. "Hey Tae, diesmal hab ich nicht aufgepasst...", sagte ich leise und Yoongi räusperte sich, da plötzlich Levi und Liam neben uns standen. Sofort schwiegen alle. "Wir wollten mit euch reden, also Namjoon und Yoongi. Wegen Hausaufgaben, you know.", sagte Liam. Yoongi, der immer noch Jungsook festhielt, ließ sie los. Ich ging Namjoon aus dem Weg und die beiden gingen. Jungsook stand immer noch wie in Trance da. Was war nur los mit ihr?

    11
    9. Kapitel

    Namjoon POV

    Heute ist es soweit. Levi und Liam wollen ihren Streich durchführen und ich muss mit Suna reden. Nachdem sie vor drei Tagen voll in mich rein gerannt ist, hab ich um ehrlich zu sein noch weniger Lust mit ihr zu reden. Aber warum musste das auch ausgerechnet mir passieren? Yoongi hat Jimin's Schwester natürlich aufgefangen. "Du denkst schon wieder drüber nach, stimmt's?", fragte Yoongi und riss mich komplett aus meinen Gedanken. "Was meinst du?", erwiderte ich verwirrt. "Suna? Jungsook? Samstag?", meinte Yoongi und er hatte recht. Warum wusste er immer alles? "Mir erging es doch nicht viel besser.", ergänzte er noch. "Nicht viel besser! Jungsook ist nicht auf dich drauf gefallen und hat dir direkt in die Augen gestarrt!", ging ich ihn an. "War aber auch zu komisch. Ihr hättet euch mal sehen müssen.", kicherte Yoongi. Ich verdrehte die Augen. "Jungsook ist regelrecht in eine Starre verfallen und du hast sie nicht losgelassen.", meinte ich daraufhin grinsend. "Ich hab sie gar nicht festgehalten!", widersprach er sofort. "Und ob. Du hast sie sogar kurz angestarrt.", kicherte diesmal ich. "Ja, aber immerhin lag sie nicht auf mir drauf.", konterte Yoongi. Mist. "Kann's los gehen?", fragte Levi, der plötzlich neben uns stand. Wir nickten und gingen Richtung Bibliothek, wo der Streich stattfinden sollte. Yoongi nahm an der 'zufälliger Weise' offen stehenden Tür der Bibliothek Platz und von Levi und Liam war keine Spur. Ich setzte mich also irgendwo hin, wo Yoongi mich sehen konnte. Er hatte sich ein Buch genommen und tat so als würde er lesen. Die Uhr zeigte kurz nach 4, als Jungsook und Suna zusammen und die Bibliothek kamen. So wie es aussah brachte Jungsook Bücher zurück. Ich näherte mich ihnen langsam ohne, dass sie es merkten. "Wie hätte ich denn sonst reagieren sollen?", fragte Jungsook gerade. "Keine Ahnung. Vielleicht hättest du mir auf helfen können?", antwortete Suna darauf. Ging es um letztens? Unserem kleinen Unfall? "Es tut mit leid, das ich mit ansehen musste wie meine beste Freundin auf Namjoon drauf gefallen ist und ich nebenbei von Yoongi festgehalten wurde. Des weiteren war ich ein wenig überfordert mit der Situation und eventuell geschockt?", meinte sie ironisch und Suna fing an zu kichern. Jungsook sah auf die Uhr und ich zu Yoongi, ob er mich hier immer noch sehen konnte. "Oh ich muss los. Jimin wollte mit mir reden. Wir sehen uns später, okay?", meinte Jungsook plötzlich. Die beiden verabschiedeten sich und Suna suchte sich ein Buch. Ich beobachtete sie dabei. Als sie eins fand, kam sie mir entgegen. Sie las was auf dem Einband stand und lief deswegen gegen meine Schulter. Sie sah erschrocken auf. "Oh. Es- es tut mir leid.", meinte sie schüchtern und sah nach unten. Hat sie sich gerade bei mir entschuldigt? "Auch wegen neulich. Ich sollte lernen die Augen auf zu machen.", meinte sie und lächelte leicht, aber unsicher. "Ist schon vergessen.", antwortete ich und... lächelte? Was zum... "Ich müsste also mal durch.", meinte sie und zeigte auf den freien Leseplatz hinter mir. "Ähm natürlich. Du... ähm...", fing ich an. Was sollte ich ihr erzählen? Sie tat mir gerade so leid. Sie entschuldigt sich bei mir und ich, ... was mach ich? Ich verarsche sie. Warte... Mitleid? Seit wann fühle ich so etwas wie Mitleid? "Ähm... Namjoon? Was wolltest du sagen?", fragte sie als ich nicht antwortete. Ich sah wie sich Levi und Liam langsam näherten sie hatten einen Eimer in der Hand. Was ist da wohl drin? "Namjoon?" "Äh ja... wie gesagt... also...", stotterte ich und beobachtete weiter Levi und Liam, während Suna mich erwartungsvoll ansah. Sie war schon irgendwie... süß? Nein! "Kann ich da jetzt gehen? Oder sagst du vielleicht doch noch was?", sagte sie selbstsicher und hing ein unschuldiges Lächeln hinten dran. In dem Moment als ich ihr gerade antworten wollte, waren Levi und Liam schon bei uns angekommen und schütteten den Eimer über ihrem Kopf aus. Erschrocken schrie sie auf, während sich die schwarze Masse über ihrem Körper ausbreitete. Pech. Die arme... Wütend drehte sie sich um, während die restlichen Schüler die hier waren, die Luft anhielten.

    Liam POV

    Die kleine drehte sich langsam zu uns um. Namjoon wirkte wie alle anderen im Raum ebenfalls ziemlich geschockt. Mein Bruder und ich konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen. Stille. Keiner sagte etwas bis... David anfing lauthals zu lachen. Alle anderen stiegen mit ein und Suna sah uns erneut an. Es bildeten sich Tränen in ihren Augen und sie rannte davon. Vorbei an Yoongi und außerhalb der Bibliothek. Levi und ich schlugen High Five ein, während Namjoon uns einfach nur anstarrte. "Gut gemacht.", lobte ich Namjoon und auch Yoongi, der sich nun auch zu uns gesellte. Auch David kam zu uns.: Hey ihr Könige, wo habt ihr denn das ganze Pech her?", lachte er. "Ich bräuchte auch mal welches für meine Schwester." Yoongi und Namjoon sahen uns nur an, sie wirkten etwas verständnislos. Sie lachten nicht. Sie wirkten etwas überfordert. "Wir haben so unsere Kontakte.", lachte Levi. "Geht Pech aus Sachen eigentlich wieder raus?", fragte Yoongi dann und sah dorthin, wo Suna verschwunden war. "Nicht das ich wüsste.", lachte David. "Das Zeug ist echt hartnäckig.", ergänzte ich und zuckte kurz mit den Schultern. "Was glaubt ihr wie lange es dauert bis uns die alte McGonagall holt und uns nachsitzen lässt?", lachte mein Bruder. "Bestimmt in weniger als 2 Minuten, so wie die gerannt ist.", meinte David ebenfalls lachend.

    Namjoon POV

    David. Slytherin. Einer der Wenigen, die ich nicht ausstehen kann. Ich würde sogar fast soweit gehen zu sagen, ich hasse ihn. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte gerade das Bedürfnis mich bei Suna zu entschuldigen. Ich sah zu Yoongi. Er nickte. "Also Jungs, wir müssen noch die Hausaufgaben von letzter Woche nachholen beziehungsweise den Unterrichtsstoff. Also wir gehen dann mal.", sagte Yoongi und wir machten uns ohne ein weiteres Wort auf den Weg. Als wir raus waren, aus der Bibliothek, schwiegen wir. Kein Wort. Als wir am Mädchenklo vorbei kamen, hörten wir ein Schluchzen und keine Sekunde später eine weibliche Stimme. "Alles gut. Wir kriegen das schon irgendwie wieder raus.", meinte sie. "Ne- Nein. Siehst du doch. Da-das klebt.", schluchzte Suna. "Du solltest zu Professor McGonagall gehen und ihr Bescheid sagen.", wurde ihr sanft mitgeteilt. "Nein! Nein. Ich gönn' den Jungs diesen Triumph nicht.", meinte Suna. Ich merkte erst, das ich stehen geblieben bin, als Yoongi mir am Ärmel zog und mich weiter schleifte. Wir gingen in den Gemeinschaftsraum und von da aus in die Schlafsäle. "Ich will die anderen Streiche nicht mitmachen.", murmelte ich, als ich mich auf mein Bett fallen ließ. "Du kannst jetzt keinen Rückzieher machen.", erwiderte Yoongi kalt und er hatte recht. Wenn wir jetzt einen Rückzieher machen, denken alle, das wir den Streich unfair, ungerecht oder sonstiges fanden. Und egal ob es stimmt oder nicht... so durfte es nicht sein.

    Suna POV

    Zusammen mit Lilli saß ich auf dem Mädchenklo und versuchte nach einer Stunde immer noch das Pech aus meinen Sachen zu bekommen. Um es festzuhalten... meine Schuluniform ist jetzt nicht mehr schwarz... nein... sie ist Braun! In einem ekelhaften Braun. Und sie stinkt. Ich würde am liebsten im Boden versinken. Besenflugstunden werde ich heute schwänzen und Lilli wie es aussieht auch, da wir immer noch hier saßen und es in weniger als 5 Minuten los ging. "Das ist wirklich traurig. Wer war das denn?", fragte Mirte, die sich ab und zu mal blicken ließ. "Die Könige der Streiche.", antwortete ich genervt. "Achso. Bei mir gab es so was noch nicht.", antwortete sie. "Du bist ja auch schon Steinalt.", lachte ich. Ja, sie hatte es tatsächlich geschafft mich irgendwie zum lachen zu bringen. "Aber dafür kann sie auch einiges erzählen, stimmt's Mirte?", lächelte Lilli sie an. "Natürlich. Ich bin hier seid Tom Riddle an der Schule war. Gott sei Dank ist der jetzt tot.", antwortete sie. Allerdings murmelte sie den Rest nur vor sich hin. "Ich geb's auf. Ich versuche seit 5 Minuten den Fleck da weg zu kriegen und das auf nur einer einzigen Stelle und da tut sich einfach gar nichts!", sagte Lilli und riss kurz die Arme vor Verzweiflung hoch. "Ist gut. Dann muss ich halt das restliche Jahr die andere tragen.", seufzte ich. "Die musst du doch aber auch mal waschen!", merkte Lilli erschrocken an. "Ich schaff das schon... irgendwie.", meinte ich unsicher. "Wir teilen uns meine, okay?", fragte Lilli und sah mich ernst an. Sie wusste, dass ich das nicht zulassen würde.

    12
    10. Kapitel

    Taehyung POV

    Als wir alle zusammen beim Abendessen saßen, fehlte eigentlich nur noch meine Schwester. JK und Chim Chim waren da, Hoseok und Jinnie und Jungsook ebenfalls. Wir warteten schon seit fast 10 Minuten. Ich meine wir machen nie Zeiten aus, wenn wir essen, aber meistens gehen wir immer alle zur selben Zeit. "Wo bleibt sie denn nur?", fragte ich mehr mich selbst als die anderen und sah zum Eingang der Großen Halle. "Sie wird schon gleich kommen.", meinte Jungsook und nahm sich eine Weintraube. "Aber sonst ist sie doch immer schon da!", widersprach ich und sah wieder zu den anderen. "Jetzt beruhige dich mal. Dort ist sie doch.", meinte Jungkook und zeigte auf eine Suna, die mit geneigtem Kopf und einem weiteren Mädchen an ihrer Seite auf uns zu kam. Sie redete kurz mit ihr und dann gingen die Beiden getrennte Wege. Als sie fast bei uns war, sah ich ihren Umgang... "Oh mein Gott! Suna, was ist denn mir dir passiert!", schrie ich schon fast. Sie legte ihren Finger auf den Mund und setzte sich neben mich. "Schrei nicht so. Es ist so schon schlimm genug.", sagte sie und wir alle nahmen uns etwas zu essen. "Suna... dein Umhang sieht schrecklich aus. Was ist bloß passiert?", fragte Jimin mitleidig, nachdem ein paar Minuten des Schweigens vergangen waren. "Ich will nicht darüber reden.", nuschelte sie. "Sagst du es wenigstens mir?", fragte Jungsook und sah sie erwartungsvoll an. "Na gut.", sagte sie leise. "Also-", wollte sie gerade anfangen, doch wurde von Jin unterbrochen. "Warte. Wollen wir es überhaupt wissen?", fragte er und betrachtete ihren nicht mehr schwarzen, sondern braunen Umhang. Jimin, Jungsook und ich sahen ihn kurz böse an und dann wendete ich mich an meine Schwester: "Was wolltest du sagen?" "Naja... Also.. Ich war ja heute mit Jungsook in der Bibliothek... und als sie los ist um mit Jimin zu reden, hab ich mir ein Buch genommen und wollte ein wenig lesen... weil ich aber die Zusammenfassung auf dem Einband gelesen habe, bin ich gegen Namjoons Schulter gelaufen. Wir haben uns kurz unterhalten. Wirklich. Wie normale Menschen. Ich hatte es selber kaum glauben können, doch- doch dann..."", sie holte tief Luft. Sie schwieg kurz... mir wurde ganz Bange. Was zum Teufel ist da passiert? Ich dreh dem Kerl den Hals um! "Dann kamen die Zwillinge aus Slytherin und haben einen Eimer voll mit Pech über meinem Kopf ausgeschüttet.", sagte sie und schaute uns nicht an. Sie starrte nur auf ihr essen. Egal was mit ihrer Uniform ist... Ich drückte sie ganz fest an mich. "Deswegen sind meine Haare auch so verfilzt. Lilli hat mir geholfen, so viel wie möglich von diesem Zeug abzubekommen.", redete sie weiter. "Warst du bei Professor McGonagall?", fragte Hoseok. Sie schüttelte den Kopf. "Warum nicht?", fragte Jimin. "Ganz einfach. Sie machen an dieser Schule was sie wollen. Ich gönne ihnen diesen Triumph nicht.", meinte sie und starrte rüber zum Slytherin Tisch. Dort saßen Yoongi, Namjoon, etwas weiter Weg die Zwillinge und David. "Warte... du hast gesagt, das du vorher mit Namjoon geredet hast?", fragte Jungkook dann und machte ein überlegendes Gesicht. Suna nickte. "Wo war Yoongi?", fragte er weiter. "Keine Ahnung... Ich glaub der saß am Eingang und hat gelesen.", antwortete sie nach kurzem Überlegen. "Die hängen da bestimmt mit drin.", meinte er dann und Suna sah ihn fragend an. "Naja.. wenn sie das machen, sollten sie nicht erwischt werden. Yoongi. Du darfst sie nicht bemerken. Namjoon. Verstehst du?", erklärte er. Suna schien kurz zu überlegen, doch dann verstand sie es. Jimin sprang plötzlich auf und ging Richtung Slytherin. Jungsook sprang direkt hinterher. Und weil es hier um meine Schwester ging, folgte ich ihnen. Suna rief noch, das wir es lassen sollten, doch wir hörten nicht auf sie.

    Yoongi POV

    Namjoon und ich saßen extra ein Stückchen weg von den anderen. Wir hatten einfach keine Lust auf Gespräche. Doch plötzlich stand Jimin hinter uns. "Was fällt euch ein!" Dann drängelte sich Jungsook vor. "Ihr könnt so was doch nicht machen!" Taehyung bleib bei den Zwillingen stehen und schrie sie an. Jimin drängelte sich wieder vor. "Ihr seid solche Feiglinge! Außerdem hat sie euch nichts getan! Warum macht ihr so was!", rief er. "Kann sie sich nicht mal selbst verteidigen? Erbärmlich.", sagte ich und aß genüsslich weiter. Jungsook drängelte sich vor ihren Bruder und schubste ihn ein Stück zurück. "So redest du nicht über sie!", ging sie mich an. "Und wer will das ändern?", fragte ich sie. "Du?" Wütend sah sie mich an. "Du solltest vielleicht mal lernen, was Respekt vor Mitmenschen ist!", rief sie. Namjoon sagte nichts. Ich stand auf und stellte mich vor sie. Sie war einige Zentimeter kleiner als ich. "Was hast du gesagt?", fragte ich sie, so bedrohlich wie ich konnte. Obwohl ich es sehr bedrohlich gesagt hatte, hatte ich mein Ziel jedoch nicht erreicht. Jungsook war kein einziges Stück eingeschüchtert. "Du solltest Respekt vor Mitmenschen haben!", wiederholte sie es ein bisschen lauter als vorher. "Du aber auch. Man sollte ältere nicht einfach anschreien!", konterte ich. "Ach ja, älter? Du benimmst dich mit diesen Streichen wie ein kleines Kind! Und kleine Kinder schreit man an, wenn sie ein Fehler gemacht haben!", schrie sie mich weiter an. Im Augenwinkel sah ich Jimin, der zwar wütend guckte, aber dennoch vorerst nur beobachtete. "Ich bin ein kleines Kind?", wurde ich lauter. Jungsook nickte energisch und grinste frech. "Und du bist ein Baby mit vollen Windeln", lachte ich und nahm mein Zauberstab. Jimin erschrak und wollte Einschreiten, aber Jungsook blieb unverändert. Sie war gut. "Mister Min! Was soll das werden?", fragte Professor Sinistra. Ich legte schnell den Zauberstab weg und stotterte: "Ni-Nichts, Professor." "Mrs. und Mr. Park bitte geht wieder an euren Platz.", bat sie Trottelinchen und Jimin. Während die beiden zurück zum anderen Tisch liefen, lieferte ich mir mit ihr ein mächtiges Augenbattle. Aber als Namjoon vor meinem Gesicht begann rum zu schnippsen schaute ich zu ihm.

    Namjoon POV

    "Was war denn das gerade?", fragte ich. Yoongi zuckte mit den Schultern und starrte rüber zu Jungsook, die ihn ebenfalls noch kurz wütend anstarrte und sich dann umdrehte. Dabei wirkte sie noch viel selbstbewusster als sie es sowieso schon tat. "Wenn die blöde Mrs. Sinistra nicht aufgetaucht wäre, hätte ich ihr gezeigt wie der Hund an der Leine läuft! Außerdem, schläft Sinistra tagsüber nicht eigentlich? Ich meine wegen Astronomie. Die ist doch nur nachts wach. Warum Also gerade jetzt. Und Jungsook! Sie ist so ein Trottel. Denkt sie etwa sie ist die Beste?", beschwerte sich Yoongi. "Steiger dich da mal nicht so rein.", schmunzelte ich. "Ist doch aber so! Hast du gesehen wie sie ihre Haare über die Schulter geworfen hat, als sie sich umgedreht hat! So 'ne Bit**. Also ehrlich mal. Und Jimin! Ich versteh gar nicht, was er damit zu tun hat! Warum mischt er sich da überhaupt ein!", regte er sich immer weiter auf. Ich schmunzelte. "Frag ihn doch." "Nein, ganz sicher nicht. Ich bin froh, das Taehyung sich nicht auch noch eingemischt hat und mit den anderen beiden zurück gegangen ist. Sonst hätte ich dem auch noch den Kopf abgerissen." "Beruhig dich mal. Wir sind hier nicht alleine." "Können wir gehen? Ich hab kein Hunger mehr.", sagte Yoongi und starrte rüber zu den anderen. Ich nickte und zusammen verließen wir die Große Halle. Kaum waren wir draußen ging es weiter... "Aber sei doch mal ehrlich... diese kleine... ach was weiß ich! Das was die da abgezogen hat! Alter! Und vor allem wirft sie mir vor ich hätte keinen Respekt und dann brüllt die mich an! Ich bin ja nur 2 Jahre älter! Die soll sich vielleicht selbst erst mal betrachten, bevor sie andere kritisiert!" Ich schüttelte nur mit dem Kopf und ging weiter. Als Yoongi im Schlafsaal immer noch nicht aufhörte, sagte ich ihm, das ich raus gehen würde und schnappte mir meinen Besen.
    Als ich auf dem Schulhof war flog ich zum See. Ich brauchte jetzt dringend meine Ruhe. Doch als ich dort landete, war ich nicht alleine. Ein Mädchen mit braunen Haaren und einem gestreiften Pullover saß dort. Komplett in Gedanken vertieft schien sie mich gar nicht mit zu bekommen. Sie spielte mit ihren Händen an den Grashalmen und hielt bei einer kleinen Blume inne. Sie betrachtete sie. Ihr lief eine Träne über die Wange. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Sollte ich gehen? Sollte ich bleiben? Mit ihr reden? Lieber wieder gehen? Ich weiß es nicht. Vielleicht wäre es besser sie alleine zu lassen. Sie betrachtete immer noch die Blume. Eine weitere Träne verließ ihre Augen... bis sie komplett in Tränen ausbrach.

    Hey Leute,
    Ich würde mich freuen, wenn ich ein paar Meinungen in den Kommentaren bekommen würde oder Bewertungen (Sterne, Gefällt mir Button).
    Nebenbei auch danke für die 1000 Aufrufe! ❤❤
    Ich habe jetzt nur noch eine Prüfung und werde wahrscheinlich bald regelmäßig hoch laden. Würde mich freuen, wenn ein paar dran bleiben und auch regelmäßig Kommentare mit schreiben. Ich freue mich über jeden, der die Geschichte liest.
    Und ich weiß nicht, wer es gemerkt hat, aber ich habe dieses Kapitel nicht alleine Geschrieben. Ein großes Danke also an JungKookie♡World. Sie hat ein Teil dieses Kapitels geschrieben. Ihr verdanken wir auch den Charakter JUNGSOOK. Ohne sie würde es diesen Charakter nicht geben.
    Okay genug von mir. 😅😊
    Wie gesagt, ich freue mich über jede Bewertung/ Kommentar.
    LG eure Lea♡

    13
    11. Kapitel

    Suna POV

    Ich konnte nicht mehr. Warum immer ich heulend saß ich am See und würde am liebsten rein springen und nicht mehr hoch kommen. Warum ich? Bin ich zu hässlich? Ihnen nicht schlau genug? Einfach weil ich in Gryffindor bin? Und warum Namjoon? Yoongi? Ja, sie sind Slytherin, aber trotzdem hätte ich das gerade von den beiden nicht erwartet. Schon alleine, weil sie mehr oder weniger Taes Freunde sind. Es brach nicht nur ihm das Herz. Nein. Sondern auch mir. Ich hatte es geschafft über meinen eigenen Schatten zu springen und mich bei ihm zu entschuldigen! Und was ist der Dank dafür? Pech! Wortwörtlich. Ich sah auf den See und beobachtete die Halme die im Wind wehten. Im Augenwinkel konnte ich eine Person erkennen und erschrak. Wie lange stand er schon da? "Geh weg." sagte ich und wischte meine Tränen weg. Er war der letzte mit dem ich jetzt reden wollte. Er seufzte und sagte: "Hör zu... es... es ist so... das- ... Es tut mir leid." Er setzte sich neben mich. Hatte ich mich gerade verhört? Ich drehte mich von ihm weg und er rührte sich kein Stück. Er sagte auch nichts weiter. Sollte ich etwas sagen. Nein. Oder doch? "Warum?", brachte ich es nur leise und brüchig hervor. Ich sah ihn an und mir stiegen erneut Tränen in die Augen. Schnell drehte ich mich wieder weg. Er sah hinaus auf den See. "Um ehrlich zu sein, wussten weder ich noch Yoongi, was die beiden wirklich vor hatten.", sagte er. Wirklich jetzt? Das war alles? Kann er mir vielleicht nicht noch mehr sagen! Erwartungsvoll sah ich ihn also an, damit er verstand, das ich wollte, das er weiter redet. "Also... eigentlich... naja...", suchte er anscheinend nach den richtigen Worten. Ich konnte nicht mehr. "Ich hab mich bei dir entschuldigt! Und glaub mir, das war auch für mich nicht leicht! Und was machst du!", schrie ich ihn schon fast an. Ich wollte weg rennen, aber ich konnte nicht. Ich hatte weder Kraft noch Lust, außerdem würde es eh nichts bringen. "I-Ich weiß... und deswegen fühl ich mich auch nicht unbedingt besser.", sagte er leise. Hatte er gerade Fühlen gesagt? Slytherin ist also doch in der Lage etwas zu fühlen, außer überhobenen Stolz? Ich antwortete nicht. "Ich weiß sowieso nicht, wieso ich mich hier vor dir rechtfertige." Wieso diese plötzliche Wendung? Er stand auf. "Weißt du was? Wenn du nicht in der Lage bist, meine Situation auch nur ansatzweise zu verstehen und das was ich hier gerade mache, das komischste überhaupt ist und ich eigentlich als Slytherin gar nicht mit dir reden dürfte... Ach egal. Verrotte doch.", sagte er angepisst, stieg auf seinen Besen und flog davon. Na super, Suna. Du hast wirklich ein Talent dafür Leute zu vergraulen. Ich seufzte. Wer hatte hier gerade überreagiert er oder ich? Ich weiß nicht..

    Jimin POV

    Ich saß mit Jungkook in der Bibliothek. Der einzig wirklich ruhige Platz in dieser Schule, wofür man nicht weit laufen musste. Ich sah aus dem Fenster. Ich seufzte. "Kannst du es bitte lassen, mich die ganze Zeit anzugucken. Das ist echt nervig.", meinte ich. "Nicht, bevor du nicht mit mir redest. Du weißt, was ich wissen will.", war das einzige, was mir JK antwortete. "Ich weiß doch gar nicht, was du wissen willst.", meinte ich, obwohl ich es genauso gut wusste wie er. Jungkook sah mich erwartungsvoll an. Man.. es ist echt schwer seinem Blick stand zu halten. Ich sah also wieder aus dem Fenster. "Warum hast du so reagiert? Also wegen Suna. Wir haben kaum etwas mit ihr zu tun und du hast gesagt, du fühlst nichts für sie. In 100 Jahren nicht. Kommt mir um ehrlich zu sein etwas merkwürdig vor.", fing er an zu reden als er bemerkte, das ich nichts sagen würde. Erneuter Seufzter meinerseits. "Ich weiß es nicht...", sagte ich. "Du weißt es nicht?", fragte JK und zog eine Augenbraue hoch. "Naja... keine Ahnung. Ich fand es halt extrem unfair, wie sie sie behandelt haben.", nuschelte ich. "Und mehr ist da nicht?", fragte er weiter. Ich hasste es von ihm ausgequetscht zu werden. "Ja. Ich bin nicht in sie verliebt.", sagte ich. Unsicher. Und er merkte es. "Und da bist du dir ganz sicher?" Ich sah ihm in die Augen. Mein bester Freund. Mein Bruder. Ich sah aus dem Fenster. "Ich denke schon.", antwortete ich. "Was heißt hier 'ich denke'! Du kannst nicht in sie verliebt sein!", meinte JK daraufhin. Ich sah ihn an. "Ja, ich bin mir sicher. Ich bin nicht in sie verliebt. Aber warum sollte ich es nicht können?", fragte ich ihn und sah ihn ernst an. Er schluckte. "Naja.. sie ist Taes Schwester und Jungsook's beste Freundin. Glaubst du nicht, das würde alles kaputt machen?" Ich sah ihn an. Zum Teil glaubte ich, was er sagte, aber ich glaube auch, dass das nicht alles ist. "Und weiter?", fragte ich also. Er sah zu dem Bändel seiner Hose, bevor er mich wieder ansah. "Dann hättest du doch sicher nur noch Augen für sie und keine Zeit mehr für Jungsook und mich. Was ist dann mit den alten Zeiten? Wir drei? Als Geschwister.", meinte er. Ich musste schmunzeln. JK ist so cute! "Ich werde immer Zeit für dich haben.", sagte ich und zog ihn in eine Umarmung.

    Suna POV

    Noch immer saß ich am See. Inzwischen wurde es sogar schon dunkel... Er hatte Recht. Ich hätte ihn nicht so angehen sollen. Aber... wusste er es sicher nicht? Oder hatte er gelogen? Doch wirkte es nicht so, als hätte er gelogen... In Gedanken hin und her gerissen, beschloss ich zurück ins Schloss zu gehen, da mir jetzt auch schon kalt wurde. Ich überlegte, wo Jungsook wohl ist, da ich jetzt unbedingt mit ihr reden wollte. 2 Möglichkeiten: 1. Sie ist mit ihren Brüdern beim Essen oder im Gemeinschaftsraum. Oder vielleicht in der Bibliothek? Sie könnte eigentlich überall sein! Da ich auf meinem Weg am Ravenclaw Gemeinschaftsraum vorbei kam, fragte ich Tom, der gerade aus dem Raum kam, ob er wüsste wo Jungsook ist. "Ähm... Ich glaube sie wollte vorhin in die Bibliothek. Komm dich mit, ich geh jetzt nämlich auch dorthin.", meinte er nach kurzem Überlegen und lief los. Schnell folgte ich ihm. "Jungsook meinte, du liest viel?", fragte ich ihn um die Stille zwischen uns loszuwerden. "Hm. Ja. Es gibt halt echt viel, was ich nicht weiß, aber gerne wüsste.", antwortete er knapp und zählte die Bücher in seiner Hand. "Also liest du nur bestimmte Bücher?", fragte ich nach. "Naja alles das, wo ich denke, das etwas Wissenswertes drin steht.", meinte er und überprüfte die Titel seiner Bücher. Ich nickte. Dann kamen wir auch schon in der Bibliothek an. "Na dann. War nett mit dir.", sagte er und verschwand. Ich sah mich kurz um. Dann sah ich sie endlich. Jungsook, Jimin und Jungkook saßen zusammen und lachten. Leise. Wegen den Regeln der Bibliothek. Sonst würden die schon lange draußen sitzen. Ich ging auf sie zu. "Oh Hey Suna.", begrüßte mich Jimin und Jungkook nickte mir, mit einem Lächeln, zu. "Was gibt's?", fragte Jungsook. "Ich müsste mal mit dir reden. Allein.", sagte ich unsicher und schaute kurz zu den beiden Jungs. "Aber sie ist doch gerade erst hergekommen.", nörgelte Jungkook und Jimin schüttelte den Kopf und lächelte mich lieb an: "Ist kein Problem. Wir wollten eh gerade gehen." Dankend lächelte ich ihn an, während er Jungkook mit sich zog. "Also was gibt's?", fragte Jungsook erneut und sah mich erwartungsvoll an. "Naja...", begann ich, doch bevor ich weiter reden konnte unterbrach mich Jungsook: "Warte, warte... setz dich erst mal." Ich lächelte sie an und setzte mich neben sie. "Also... was ist passiert?", fragte sie und lächelte mich an. "Kann es sein, dass ich alles und jeden vergraule?", fragte ich sie, nachdem ich nicht wusste, wir ich das Geschehene am besten Formuliere. "Äh. Nein. Wieso? Ich meine, ich bin noch hier. Meine Brüder finden dich okay. Dein Bruder ist immer für dich da. Lilli und du sind echt gut befreundet. Hoseok und Seokjin haben auch nie etwas schlechtes über dich gesagt. Also... ja.", meinte sie und gerade als ich ihr antworteten wollte, sprach sie weiter: "Und dieser Streich ist es nicht wert. Diese Leute sind echt für alles zu dumm. Vergiss es." "Aber warum haben mich dann alle ausgelacht?", widersprach ich. "Das stimmt doch gar nicht." "Du warst doch gar nicht dabei. Woher willst du das wissen?", konterte ich. "Weil ich es einfach nicht glaube. Außerdem... warum kümmert dich das? Es sind doch nur ein paar Slytherin?" Ich sah nach unten. Was war es nur, warum ich mich so schlecht fühlte? Liegt es in der Familie? Ist Taehyung deswegen so wie er ist? "Na also.", meinte Jungsook und stand auf um mir in die Augen zu sehen. "Aber ich war am See... und... Ich hab mit Namjoon geredet und-" "Du hast mit Namjoon geredet?", fragte Jungsook überrascht. "Ja. Er war am See und hat sich entschuldigt. Keine Ahnung. Ich glaube ich war unhöflich. Auf jeden Fall ist er dann abgehauen und meinte ich solle doch Verrotten.", seufzte ich. "Namjoon? Entschuldigt? Sicher, das du da nicht was verwechselst?", fragte Jungsook und ich sah aus dem Fenster.

    14
    12. Kapitel

    Yoongi POV

    Ich saß auf meinem Bett und überlegte, ob ich heute noch zum Abendessen gehen sollte oder nicht. Plötzlich kam Namjoon rein und schmiss seinen Besen in die Ecke. "Was ist denn mit dir los?", fragte ich. Eigentlich ist Namjoon eher der Ruhige und regt sich nicht so intensiv über irgendwas auf. "Diese blöde Kuh von Suna. Da will man ein mal im Leben nett sein und dann? Wird man beschuldigt.", beschwerte er sich und zischte dabei. Er schmiss sich auf sein Bett und starrte an die Decke. "Die sind doch alle gleich. Jungsook war ja nicht viel besser. Diese blöde Tusse. Was glaubt die eigentlich wer sie ist, huh? Suna ist kein Stück besser. Ich meine ja, das mit dem Pech war vielleicht wirklich nicht sonderlich nett, aber trotzdem. Wenn nicht alles nach deren Nase tanzt, ist ja sowieso alles falsch.", meinte ich. "Gehen wir Essen?", fragte ich Namjoon, als er mir nicht antwortete. "Kein Hunger.", antwortete er kalt. Ich nickte. Also heute fällt das Abendbrot wohl aus.

    -Zeitsprung: vorletzter Schultag-

    Dieses Jahr ist nicht viel passiert. Abgesehen davon, das sich Mrs. 'Ich weiß alles besser' und ihre kleine Freundin Suna sich anscheinend nicht benehmen können. Ständig stritten wir uns auf dem Gang, in der Bibliothek, der Großen Halle, am See,... so gefühlt überall, wo wir uns über den Weg gelaufen sind. Namjoon und Suna hatten auch einige Auseinandersetzungen. Suna sollte wirklich lernen die Augen auf zu machen! Nicht nur in Namjoon läuft sie ständig rein, nein. In so gefühlt jeden 2. Schüler! Durch die beiden hatten wir auch ab und zu Streit mit JK und Jimin und vor allem Tae. Er versucht immer seine Schwester zu verteidigen. Doch Suna hat sich verändert. Sie lässt sich nicht mehr alles gefallen. Anscheinend hat sie das von Jungsook gelernt. Ich rollte mir den Augen bei dem Gedanken. "Über die Ferien habt ihr keine Hausaufgaben. Ich wünsche euch viel Spaß und schöne Ferien.", beendete Professor Dumbledore seinen Unterricht. Schnell schnappte ich mir meine Sachen und ging nach draußen. Namjoon hatte heute geschwänzt. Er fühlte sich angeblich nicht so gut. Doch da war doch was faul. Ich bin sicher, da war irgendwas. Die Frage war nur was. Schnell machte ich mich auf den Weg. Ich wollte wissen, was mit Joonie los ist. Auf dem Weg lief ich aus Versehen gegen Jungsooks Schulter und all die Bücher, die sie in der Hand hatte, fielen zu Boden. Wütend sah sie mich an. "Kannst du nicht aufpassen!", ging sie mich an. "Halt die Klappe! Du bist kein Stück besser!", rief ich ihr zu und ging dann einfach weiter. Als ich im Schlafsaal ankam, lag Namjoon auf seinem Bett und warf die ganze Zeit einen Ball hoch und fing ihn wieder auf. "Achso. Es geht dir also schlecht?", fragte ich und zog eine Augenbraue nach oben. "Nö. Hatte halt keinen Bock.", meinte er und fing seinen Ball. "Denkst du etwa ich?", fragte ich ihn genervt. Schließlich ging ich auch zum Unterricht. "Boar es ist doch nur ein mal!", beschwerte er sich. "Ja und das nächste mal?" "Wird erst nächstes Jahr sein.", murmelte er. Sein Koffer war schon fast fertig gepackt und es lagen nur noch meine Sachen und die von den anderen 2 Mitschülern hier rum. "Nein Namjoon! Das muss aufhören! Wir sind so schon unbeliebt genug bei den Lehrern! Ich will dieses Schuljahr auch irgendwie bestehen!" "Dieses Schuljahr?", fragte Namjoon. "Man eh. Du weist genau wie ich das meine! Ich will meinen Abschluss, wenn ich hier raus gehe! Sonst killt mich mein Vater! Und das weißt du genauso gut wie ich!", ging ich an. Es ist wahr. Namjoon und ich wurden von unseren Eltern schon immer unter Leistungsdruck gestellt. Hatten wir keine guten Noten, blieben wir in den Ferien hier um sämtlichen Ärger aus dem Weg zu gehen. Doch befürchte ich fast, das mein Vater eh nicht Zuhause sein wird, wenn ich nach Hause komme.

    Suna POV

    "Ja das war wirklich gut und hast du gesehen, wie Michaels Trank explodiert ist? Der kriegt auch echt alles hin.", lachte ich. "Ja! Zu doof zum zuhören.", lachte Jungsook. "Ja. Vor allem, weil Slughorn sogar gesagt hat, das wir das nicht so machen sollen.", lachte auch ich. Wir waren gerade auf dem Weg in die Große Halle. Dort angekommen, gingen wir jeweils zu unseren Brüdern. "Hey Tae.", begrüßte ich ihn. "Na Schwesterherz. Freust du dich schon? Morgen geht's nach Hause!", entgegnete mir Tae. "Ja schon. Ich hoffe nur Mum und Dad haben nicht wieder irgend einen Urlaub geplant.", meinte ich und nahm mir etwas zu essen. "Ich denke nicht. Du weist doch Ma spart. Und Daddy wollte sich doch noch ein Haustier zulegen.", lächelte er. Ich nickte. "Stimmt. Denkst du ich werde Jungsook in den Ferien sehen?", fragte ich. "Klar. Also ich geh wahrscheinlich die 3. Woche zu Chim Chim und JK, also müsste das gehen. Du kannst ja mitkommen.", lächelte er mich mit seinem typischen Lächeln an. "Glaubst du nicht, das wird etwas viel für Familie Park?", lachte ich. "Ach Quatsch, nein.", lachte auch Tae voller Ironie. "Ich mein' ja nur. Denk dran, 1. Jungsook und ich und 2. ihr drei. Das geht nicht gut.", meinte ich und stellte mir vor, wie Jimins und Jungsooks Eltern mit uns verzweifeln. "Nein, also eigentlich dürfte es da keine Probleme geben. Jimins Eltern wollten in Urlaub fahren.", antwortete mein Bruder wieder etwas ernster. "Ohne Jimin und Jungsook?", fragte ich. "Ja, also Jimin ist eh schon seit 2 Jahren nicht mehr mit gefahren.", sagte Tae und zuckte mit den Schultern. Ich nickte. Na das wird ein Spaß.

    Jimin POV

    "Also fahren Mum und Dad die 3. Woche nach Italien?", fragte Jungsook noch mal nach um sicher zu gehen. "Genau und dann kommt Tae zu uns.", wiederholte ich. "Das geht nicht gut! Da muss dann aber auch Suna kommen, sonst verzweifel ich mit euch!", meinte Jungsook. "Ihr könnt doch auch zu Suna gehen oder nicht?", fragte Jungkook. "Damit ihr unser komplettes Haus auf den Kopf stellt, oder wie? Nein, kommt nicht in Frage.", sagte ich. "Na gut. Ein Versuch war es wert.", seufzte Jungkook. Genüsslich aßen wir unser Essen und stellten die Gespräche für ein paar Minuten ein. Suna? Eine Woche bei uns? Zusammen mit Taehyung? Das wird der Hammer! Das wäre für mich auch endlich die Chance Suna besser kennen zu lernen. Außerdem wollten wir am Freitag wenn wir Tae zurück schaffen, auch noch mal baden gehen. In dem Teich, der sich praktisch direkt vor deren Grundstück befindet. Würde Suna auch mit Baden kommen? "Das gute ist,... wenn wir zwei Mädchen haben..., dann haben wir auch jemanden... der sich um den Haushalt kümmert.", grinste Jungkook, während er noch sein essen kaute. "Das kannst du vergessen! Ich mach nicht den Abwasch für dich!", lachte Jungsook und warf ihm eine Käse Scheibe ins Gesicht. "Ey! Das gute essen!", meinte JK nur und stopfte sich die Käsescheibe in den Mund. Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Meine Familie ist schon echt der Hammer. Obwohl Jungkook ja eigentlich nicht dazu gehört. Er wohnt ja nur bei uns, weil seine Eltern tot sind und sein Bruder keine Zeit hat. Es war eine harte Zeit, als er bei uns eingezogen ist, das war vor 4 Jahren, nach dem Tod seiner Eltern. Er hatte sich komplett zurück gezogen und wollte am liebsten auch Sterben. Er sagte Dinge wie, 'Ich will hier weg!', 'Es interessiert sich doch eh keiner für mich!' oder 'Mein Bruder hasst mich! Warum sonst würde er mich zu euch schicken?'. Inzwischen ging es ihm wieder besser. Gelegentlich besucht er seinen Bruder auch im Ministerium. Sie haben einen guten Draht zueinander, auch wenn er letztens gesagt hat, dass sich sein Bruder komisch verhält. "Wann genau kommen die beiden dann eigentlich zu uns?", fragte Jungsook. "Sonntag. Am Freitag fahren Mama und Papa ja weg.", antwortete ich. "Gut, dann können wir am Samstag ja die Vorräte einkaufen.", lachte sie. "Die sind bei uns doch schon am Montag leer.", lachte auch Jungkook. "Dann gehen wir halt alle zusammen shoppen.", meinte Jungsook. "In der Winkelgasse?", fragte ich verwirrt. "Lass dich überraschen.", grinste Jungsook und ich musste schlucken. Was hat sie denn jetzt schon wieder vor!

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    Ich wachte auf, weil mir die Sonne prall ins Gesicht schien. Ich streckte mich und sah auf die Uhr. 10.30 Uhr. "Was zum? Warum hat mich keiner geweckt!", schreckte ich auf. Ich sah mich um. Keiner hier. Um 11.45 Uhr geht unser Zug zurück nach Hause. Schnell sprang ich auf, zog mich um stopfte alles in meinen Koffer und rannte nach unten in die Große Halle. "Na, auch schon wach?", begrüßte mich Jungkook lachend und ich sah ihn böse an. Das hielt aber nicht lange. Heute saßen wir zusammen mit Taehyung, Suna, Jungsook und Rachel. Und... Wer war das? "Wir haben alles für die Ferien geklärt.", sagte Jungsook. "Ja. Suna kommt mit.", sagte Tae fröhlich. Ich setzte mich ebenfalls und sah zu der mir bis jetzt unbekannten Person. "Oh.. ähm... Ich bin übrigens Lilli.", sagte sie. "Du Tae? Sehen wir uns die Ferien eigentlich auch?", fragte Rachel.

    15
    13. Kapitel

    Nachdem wir alle gemeinsam gefrühstückt hatten, sind wir wieder getrennte Wege gegangen. Jungsook und ich waren gerade auf dem Weg zur Bibliothek. "Welches Buch willst du denn zurück schaffen?", fragte ich sie. "Ach nur so eine Geschichte die ich mir durchgelesen habe, weil ich sie spannend fand.", meinte sie daraufhin. "Und um was geht es da?", fragte ich wieder rum. "Wenn du das wissen willst musst du es lesen.", sagte sie und hielt mir das Buch unter die Nase. Locker 500 Seiten. "Ähhhh Nein. Dafür hab ich keine Zeit.", sagte ich und machte eine passende Handbewegung um meine Aussage zu bekräftigen. Jungsook fing allerdings nur an zu schmunzeln. "Schon klar. Du meinst wohl eher: 'ich habe keine Lust zu lesen.'", lachte sie. "Kennst mich wohl zu gut, Schwesterchen.", lachte ich mit ihr.
    Nachdem wir das Buch wieder an seinen Platz gebracht hatten, gingen wir Richtung Gemeinschaftsraum. Als ich sah wie Namjoon und Yoongi um die Ecke kamen, verflog bei mir jedoch jede mögliche gute Laune. Seitdem Streich den sie bei Suna gemacht hatten und ein paar anderen Erstklässlern waren sie bei mir so unten durch. Noch dazu kam, dass sich die beiden und Jungsook und Suna auch immer öfter in die Haare kriegen. Ich versuchte sie zu ignorieren. Jungsook sagte nichts.

    Namjoon POV

    Yoongi und ich waren gerade auf dem Weg nach draußen als uns Jimin und seine behinderte, kleine Schwester über den Weg liefen. Ich sagte nichts, doch wusste ich das Yoongi wieder irgend einen Kommentar von sich geben würde. Und ich hatte recht. Gerade als wir auf einer Höhe waren, meinte Yoongi: "Oh klein Jungsook kann noch gar nicht alleine irgendwo hingehen." Ich konnte sehen wie die beiden regelrecht glühten. "Ach, das kann dann Vollpfosten von Min wohl auch nicht!", ging sie ihn giftig an. "Kein Grund laut zu werden.", lachte Yoongi selbst gefällig und ging weiter. Ich folgte ihm und sagte nichts weiter dazu, aber Jimin. "Alter, hör auf meine Schwester für jeden Scheiß zu beleidigen!", brüllte er. Ich glaub es nicht, der liebe, ruhige Jimin konnte böse werden. Ich schmunzelte über meinen Gedanken. "Was gibt's da zu grinsen, Namjoon!", ging er diesmal mich an. Ich drehte mich um und ging. Sollte er dich denken was er will. Yoongi wollte gerade etwas erwidern, da zog ich ihn mit mir.
    Als wir draußen am See ankamen, setzte ich mich. Yoongi tat es mir gleich. Wir schwiegen. Es war jedes mal das gleiche. Nach einer Auseinandersetzung von Mrs. Gryffindor und Mrs. 'ich weiß eh alles besser' gab es drei Möglichkeiten. 1. Wir regen uns über sie auf. 2. Wir machen uns über sie lustig oder 3. wir Schweigen und sagen gar nichts. Mein Blick gleitete zum Horizont. Morgen fahren wir endlich wieder nach Hause. Was heißt endlich, ich will nicht zu meinen Eltern, doch hab ich eh keine andere Wahl. Yoongi und ich wollten in der zweiten und dritten Ferienwoche zusammen etwas Unternehmen. Doch hatten wir bis jetzt noch nichts geplant. Yoongis Vater wollte mit ihm eh noch mal über irgend etwas reden, aber wenn ich mir Yoongi so ansehe, will er ebenfalls nicht nach Hause. Ich meine ich freue mich darauf die zwei Gören ein paar Wochen nicht sehen zu müssen, doch müsste ich dafür meine Eltern sehen.

    -Zeitsprung: Abends-

    Ich ging gerade nach oben zum Astronomieturm. Noch einmal, bevor es in die Ferien ging, wollte ich mir die Aussicht angucken und die Zeit hier genießen. Doch als ich Stimmen von oben hörte verging meine annähernd gute Laune. Ich würde nicht nach oben gehen, wenn dort schon jemand ist. Ich lauschte dem Gespräch. "Siehst du ich hab doch gesagt es sieht schön aus.", lachte ein Mädchen. "Ja, es ist wirklich bezaubernd. Wer hätte gedacht, dass ein Sonnenuntergang noch schöner sein kann als bei uns am See, stimmt's Suna?", meinte anscheinend Taehyung. Ich seufzte und wollte gerade umdrehen. "Ja.", meinte Suna knapp. Sie klang als würde sie sich über irgend etwas Gedanken machen. "Was ist los? Alles Okay?", fragte das andere Mädchen. Ihre Stimme kam mir auch bekannt vor, nur wusste ich nicht, wo ich sie einordnen sollte. "Ich weiß nicht.", meinte Suna. "Was weißt du nicht?", fragte Tae. "Naja... also ihr wisst ja wie oft ich und Jungsook uns mit diesen Slytherin Vollpfosten streiten.", begann Suna. Könnte es sein, das das hier doch noch interessant wird? "Ja.", meinten die anderen beiden im Chor. "Das ist sooo nervig! Ich bin froh, das ich die in den Ferien nicht sehen muss, aber...", redete sie weiter. "Aber was?", fragte Tae und ging wahrscheinlich zu Suna. "Naja... damals nach dem Streich... da war ich am See und hab mich irgendwann ausgeheult... und ich weiß nicht.... aber ich hab bis jetzt bloß mit Jungsook darüber geredet...", meinte sie. Ich denke sie will nicht wirklich darüber reden, aber wie man Taehyung kennt, wird er es wahrscheinlich trotzdem wissen wollen. Ich meine es ist seine so 'heilig', geliebte Schwester. Ich rollte mit den Augen. "Namjoon war da.", sagte sie nur. Stille. Keiner von ihnen sagte etwas. Nach gefühlt fünf Minuten, ergriff das Mädchen doch das Wort. "Wie Namjoon war da?", fragte sie. "Naja ich saß halt so da und... und dann stand er plötzlich neben mir.", erklärte sie. Ich schmunzelte. Sie hatte ernsthaft nicht realisiert das ich schon eine ganze Weile da stand? "Was hat er gemacht?", fragte Tae überrascht. "Nichts.", war ihre schlichte Antwort. Nichts. Wenn ich wirklich nichts gemacht hätte, würde ich sie wahrscheinlich mehr leiden können. Ich meine, ich hab mein bestes versucht mich zu entschuldigen und was macht sie! Damn. I hate it. "Nichts? Das macht doch keinen Sinn?"

    Suna POV

    Ich sah zum Horizont. Eigentlich wollte ich das nicht erzählen, aber ich hatte damit angefangen, also werde ich es jetzt eh erzählen müssen. Mein Bruder will doch alles wissen. "Nichts? Das macht doch keinen Sinn?", meinte mein Bruder verwirrt. Ich sah ihn an. "Also anfangs hat er nichts gemacht.", sagte ich. "Anfangs? Soll das heißen ihr habt rumgeknutscht oder so?", lachte Lilli. Ich schlug ihr einmal auf den Arm und sie empörte sich daraufhin: "Au! Kein Grund gewalttätig zu werden." "Nein, ich glaube er wollte sich entschuldigen.", sagte ich und ging mit den Gedanken zurück zum See. Wie plötzlich er da stand und wie schnell er auch wieder verschwunden war. "Namjoon? Wollte sich entschuldigen?", meinte Lilli und zog eine Augenbraue hoch. "Ja! Ich weiß doch selbst nicht was da ablief! Er.. keine Ahnung! Ich bin ihn dann vielleicht etwas angegangen, woraufhin er beleidigt abgedampft ist.", meinte ich und sah nach unten. "Ich glaub's nicht.", lachte Lilli. Tae hingegen sah mich einfach nur an. "Diese Prinzessin.", sagte ich vielleicht etwas arrogant und eingebildet, aber stimmt doch. Statt es zu klären ist er abgehauen. "Prinzessin? Also der ist vielleicht vieles, aber keine Prinzessin.", meinte Lilli abwertend. Erstaunlich, wie sie von unschuldig und lieb dazu geworden ist. Ich zuckte die Schultern. "Wir sollten langsam zurück gehen.", meinte ich und Lilli jammerte: "Aber ich will noch hier bleiben." "Dann geh ich halt alleine.", meinte ich, drehte um und wollte gehen. "Warte ich komme mit.", meinte mein Bruder. "Och manno.", meinte Lilli und drehte sich zurück um das wunderschöne Bild noch mal zu sehen. "Kommst du mit oder nach?", fragte ich sie. "Ich komme nach.", erwiderte sie. Ich nickte und ging die Treppe runter.
    Als ich mit Tae unten angekommen war, wurde ich das Gefühl nicht los, das er irgend etwas auf dem Herzen hatte. "Alles gut? Du bist so ruhig.", fragte ich also. "Er hat sich entschuldigt? Warum hast du das nie erzählt und warum warst du deshalb so nachdenklich?", erwiderte er direkt. Ich schluckte. Damit hatte ich nicht gerechnet. "Nun ja... es ist halt so, dass... dass mich das irgendwie immer begleitet, wenn wir einen Streit oder so haben. Es lässt mich nicht los.", meinte ich und Tae nickte.

    Yoongi POV

    Ich saß auf meinem Bett und betrachtete meinen fast fertig gepackten Koffer, als Namjoon plötzlich rein kam. "Und warst du auf dem Astronomieturm?", fragte ich ihn. "Nein, Taehyung und seine blöde Schwester waren da.", meinte er und ging ins Bad. Ich nickte. Morgen ging es nach Hause. Allerdings wusste ich nicht, ob ich mich darüber freuen sollte. Mein Vater oder Jungsook? Wenn würde ich lieber jeden Tag über den Weg laufen? Keinem von beiden. Obwohl wenn ich Glück hab er eh nie da ist. Ich seufzte und ließ mich nach hinten fallen. Egal was ich will. Ich muss eh zurück.

    -nächster Morgen-

    Namjoons Wecker klingelte und ich rieb mir die Augen. Die anderen drei Jungs, die sich mit Namjoon und mir einen Schlafsaal teilen mussten, waren schon weg. "Mach deinen Wecker aus, der nervt.", gähnte ich, doch bekam keine Antwort. Also stand ich auf und ging zu meinem Freund, machte den Wecker aus und ruckelte so lange an Namjoon bis er die Augen öffnete. "Lass mich.", murmelte er. "Wenn wir den Zug verpassen, müssen wir auch die Ferien hier bleiben. Also steh auf!", meinte ich und ging zurück zu meinem Bett. Ich zog mich um und als wir nach einer gefühlten Ewigkeit fertig waren, nahmen wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg in die Große Halle. Dort angekommen, setzten wir uns und nahmen uns etwas zu essen. Ich überflog den Raum. Die Lehrer waren vermutlich schon raus und kontrollierten noch mal die Schlafsäle und Gemeinschaftsräume. Andere waren mit Sicherheit schon am Bahnsteig und halfen die Koffer einzuräumen. Ich gähnte. Dann sah ich, wie uns Tae und Jimin beobachteten. Sie standen zusammen am Eingang der Großen Halle und redeten. Als sie sahen, das ich sie bemerkt hatte, gingen sie.

    16
    14. Kapitel

    Jimin POV

    "Wenn das nächstes Jahr so weiter geht, werd' ich die irgendwann gar nicht mehr leiden können.", meinte ich und starrte vor mich hin. "Ich versteh gar nicht, warum sie sich so verändert haben? Ich meine wo wir uns kennen gelernt haben, waren wir schon fast so was wie richtige Freunde.", grübelte Tae und er hatte recht. In der ersten Klasse waren wir eine Art Freunde. Es sind wirklich schöne Erinnerungen dabei, zum Beispiel wenn wir uns alle sieben heimlich im Raum der Wünsche getroffen haben oder einen anderen Raum, um alle unsere Probleme los zu werden oder um uns alle zusammen über irgend jemanden lustig zu machen. Wir haben viel gelacht und eigentlich waren sie nie diese 'Bad Boys'. Ich weiß nicht, warum oder was sie verändert hat, aber es gefällt mir nicht. Es gefällt mir nicht, dass sie Suna und Jungsook so runter machen und auch, das ihnen ihr Ruf plötzlich wichtiger ist als alles andere. Ich meine, hätten sie das mit Liam und Levi Suna sonst angetan? Ich denke nicht und Tae hat mir gestern auch noch erzählt, das Suna erzählt hat, Namjoon hätte sich angeblich entschuldigt. Ich weiß nicht, ob ich das glauben kann... Ich meine es passt zu Namjoon... irgendwie.... aber irgendwie auch nicht. Schweigend gingen Tae und ich Richtung Bahnsteig, wo die anderen bereits auf uns warteten. "Wieso habt ihr so lange gebraucht? Ich dachte Jimin hätte nur was in der Großen Halle vergessen?", fragte Suna und legte den Kopf schief, als wir zurück kamen. Sie war schon irgendwie süß, wenn sie so da saß... "Wir haben uns nebenbei unterhalten. Das kann dauern.", lachte ich. "Ja, außerdem waren Yoongi und Namjoon da und Yoongi hat uns beobachtet.", meinte Tae und spielte an seinen Fingern rum. "Bitte erwähne diese Namen nicht. Ich möchte meine Ferien in Frieden beginnen.", sagte meine Schwester übertrieben und schnappte sich ihren Koffer. "Also... kann's los gehen?", fragte sie und sah uns alle erwartungsvoll an, während sie strahlte wie ein Honigkuchenpferd. "Aber so was von!", meinte Suna und zusammen liefen die beiden los. Nur um zwei Meter weiter stehen zu bleiben und zu rufen: "Wo bleibt ihr denn? Heute noch oder was?" Lachend gingen sie weiter. Jin, Hobi, Jungkook, Tae und ich folgten ihnen gelassen und redeten über das unsinnigste Zeug.
    Als wir am Bahnsteig ankamen, wurden uns die Koffer abgenommen. In 10 Minuten könnten wir rein in den Zug und in einer knappen Stunde geht's zurück nach Hause.

    Namjoon POV

    Zusammen mit Yoongi trottete ich Richtung Bahnsteig. In 20 Minuten würde der Zug los fahren und wir laufen locker noch 10 Minuten. Wenn die Koffer dann noch rein müssen, wird es echt knapp. "Komm wir sollten uns beeilen.", meinte ich. "Warum denn? Wir haben doch noch ausreichend Zeit.", antwortete Yoongi genervt. Wenn er müde ist und das bin ich ganz nebenbei auch, ist er unerträglich. Ich könnte ihn manchmal den Hals umdrehen für seine 'I don't care'-Einstellung.
    Nachdem wir nach einer halben Stunde im Zug saßen starrte ich aus dem Fenster. Meine Eltern würden mich sicher nicht vom Bahnhof abholen, sondern irgend einer der Angestellten. Ich seufzte. "Was ist los?", fragte Yoongi plötzlich und ich sah ihn überrascht an. Seine fürsorgliche Seite zeigte er nur selten. Für viele wirkt er extrem kalt und um ehrlich zu sein, für mich manchmal auch, doch so ist er nicht. "Ich will nicht wirklich nach Hause.", sagte ich und sah wieder aus dem Fenster. "Glaub mir, ich will das nicht mehr als du, aber wir müssen.", meinte Yoongi und ich glaubte ihm aufs Wort. Sein Vater hatte ihm, nach der Scheidung seiner Eltern, sämtlichen Kontakt mit seiner Mutter verboten. Seine Mutter schien nun wohl zu denken, Yoongi will sie nicht sehen, deshalb hat sie jegliche Versuche aufgegeben. Ich seufzte. "Weißt du eigentlich, wie es deiner Mutter geht?", fragte ich ihn. Auch er seufzte. "Du weißt doch, das mein Vater mir nicht erlaubt sie zu sehen und selbst wenn würde das eh nichts ändern. Aber Ja, ich weiß wie es ihr geht. Sie hat einen Neuen.", erzählte Yoongi. "Einen Neuen? Wie ist er so?", fragte ich nach. "Er hat sie von den Drogen weg gekriegt und das ist auch gut so.", meinte Yoongi nur und sah aus dem Fenster. "Bedeutet das nicht, das sie jetzt auch dein Sorgerecht bekommen könnte?", fragte ich. Schließlich wurde ihr genau deswegen das Sorgerecht verwehrt. Sie hat Drogen konsumiert und war deshalb nicht tauglich für ein Kind zu sorgen. Bis heute fragt sich Yoongi noch, wie es überhaupt dazu kam, das seine Mutter überhaupt abhängig wurde. Vor allem, weil die meisten Zauberer nicht mal daran denken würden Drogen zu nehmen, doch Yoongi's Mum musste sogar in die Entzugsklinik. "Rein theoretisch ja schon, aber denkst du ernsthaft, dass mein Vater das mitmachen würde?", fragte Yoongi und sah mich dabei an. Ich konnte die Ironie deutlich erkennen. Wenn sein Vater das zulassen würde, wäre irgendwas ganz grässlich falsch. Ich sah aus dem Fenster. "Was ist eigentlich mit deinen Eltern?", fragte Yoongi plötzlich. "Was soll mit denen sein?", fragte ich verwirrt. "Hatten die nicht einen Streit oder so?" "Achso, du meinst die Sache... Ich bleibe auf Hogwarts. Meine Mutter hat sich da durchgesetzt.", meinte ich. Mein Vater wollte mich auf eine private Schule schicken... aber meine Mutter hat widersprochen, wie es doch wohl dann wäre, ich hätte dort keine Freunde, was sei denn dann mit Yoongi und und und. Meine und Yoongi's Mum sind gut befreundet, weshalb Yoongi und ich uns auch schon so lange kennen. "Du Namjoon?", fing Yoongi an. "Ja?" "Wegen Ferien je-", wollte er gerade anfangen zu reden, als wir vor unserer Abteiltür ein Plauzen hörten. Verwirrt sahen wir uns an, bevor ich zur Tür ging und sie öffnete. "Mensch eh, so was kann aber auch nur mir passieren! Und ich wollte doch das die Ferien gut anfangen.", beschwerte sich Jungsook, die vor mir auf dem Boden lag und auf ihr Suna. Suna stand auf und gab ihr die Hand: "Sein wir doch mal ehrlich, das wird eh nichts.", lachte sie. Als sie mich jedoch sah verschwand ihr Lachen. "Was guckst du denn so blöd?", meinte Jungsook arrogant. "Pass doch auf was du machst und schmeiß dich nicht vor unser Abteil!", antwortet ich darauf. "Ich hab mich nicht hingeschmissen!", widersprach sie. "Oh stimmt Ja, du bist zu blöd zum laufen.", lachte Yoongi, der plötzlich hinter mir stand. "Bin ich überhaupt nicht! Ich bin bloß mal gestolpert. Als ob dir sowas noch nie passiert ist.", kommentierte Jungsook, während Suna mit den Augen rollte. "Können wir einfach weiter gehen? Ich hab da gerade echt keinen Bock drauf.", flüsterte sie zu Jungsook. Sie nickte und wollte gerade weiter gehen, als Yoongi lachte: "Du entziehst dich freiwillig und gibst es damit zu? Wow, hätte ich nicht gedacht." Sie blieb stehen. Drehte sich um und klatschte Yoongi eine. Überrascht schreckte Yoongi zurück und sah Jungsook an. "Nur damit das klar ist, vor dir hab ich es nicht nötig mich zu rechtfertigen!", schrie sie. "Ihr seid ja so armselig.", meinte Suna zusätzlich und schüttelte mit dem Kopf. "Armselig!", wiederholte ich wütend. "Ja, bist du taub oder was?", fragte sie, hochnäsig wie sie war. "Was ist denn hier los?", fragte Jimin, der mit Taehyung gerade aus einem Abteil, ein Stück weiter weg, kam. "Nichts.", antworten wir alle vier mürrisch im Chor. "Wir klären hier gerade nur was.", meinte Jungsook. "Ja und euch geht das nichts an!", ergänzte Yoongi. "Und ob, das sind unsere Schwestern. Und wir würden jetzt gerne mit Ihnen reden. Wenn es euch also nichts ausmacht nehme ich die zwei jetzt mit.", meinte Jimin und zog die beiden Mädchen mit sich. "Das klären wir noch!", rief Yoongi den Mädchen hinterher und Jungsook und er lieferten sich noch ein Augenbattle, während Tae zu mir sagte: "Halt dich von meiner Schwester fern." Er knurrte schon fast. Das ist gruselig Taehyung so wütend zu sehen, wenn man es nicht gewohnt ist. Nachdem die vier in ihrem Abteil verschwunden waren, schnaubte Yoongi arrogant und setzte sich wieder hin. Ich schloss die Tür und setzte mich ebenfalls. "Diese Zicke...", meinte Yoongi genervt und sah aus dem Fenster.

    Jimin POV

    "Warum musst du dich aber auch immer beweisen?", fragte ich meine Schwester, die offensichtlich keine Lust hatte noch länger darüber zu reden. "Das wollten wir gar nicht! Die Jungs haben angefangen!", meinte Suna beleidigt. "Na und? Ihr wolltet doch in Frieden in die Ferien?", meinte Tae. "Du verstehst es nicht, oder?", fragte Suna ihn genervt. "Was verstehe ich nicht?", fragte Tae daraufhin und verschränkte die Arme. "Genau das wollten wir Ja! Wir wollten gehen, aber Yoongi hat einfach weiter gemacht.", verteidigte Jungsook. Jungkook fing an zu kichern. "Was ist daran bitte so lustig?", meinte Jungsook daraufhin an ihn gerichtet. "Ach nichts.", lächelte Jungkook unschuldig.

    17
    Kapitel 15

    Jungkook POV

    Ich fand es zu lustig. Warum streiten die sich so gerne? Ich meine jedes mal wenn Jungsook, Suna, Namjoon und Yoongi sich über den Weg liefen... Ich fand es lustig. Mich würde es nicht mal wundern, wenn sie sich irgendwo vielleicht doch mögen, obwohl ich es auch bezweifle. Naja, die Ferien stehen an und wir haben erst mal Ruhe vor den beiden Slytherin. "Also trefft ihr euch alle in den Ferien?", fragte Jin in die Runde. "So sieht's aus.", lächelte ich. "Kommst du in den Ferien auch zu mir?", fragte Hoseok ihn daraufhin. "Ja, können wir machen. Vielleicht sehen wir uns ja auch alle mal?", erwiderte Jin darauf und sah uns anschließend nacheinander an. "Ihr Jungs könnt euch meinetwegen gerne zusammen treffen, aber ich geh mit Suna shoppen.", meinte Jungsook und zog Suna grinsend zu sich. "Ach, ist das so?", fragte Tae und zog eine Augenbraue hoch. "Ich wette Hobi würde gerne mit gehen.", lachte Jimin. "Ja und Jin bestimmt auch.", ergänzte ich. "Hey! Was soll das denn jetzt heißen?", fragte Jin und machte einen auf beleidigt. "Mögt ihr shoppen nicht?", provozierte Tae sie weiter. "Doch!", antwortete Hobi, wie aus der Pistole geschossen und Jin schrie: "Wir gehen jede Ferien!" Kurzes Schweigen. Dann fingen wir alle an lauthals zu lachen. Wir redeten noch etwas über die Ferien, was wir alles so vor hatten und genossen die restliche Fahrt.
    Als wir dann in King's Cross ankamen, holten wir unsere Koffer und verabschiedeten uns voneinander. "Schöne Ferien.", meinte Suna und schenkte uns allen eine Umarmung. "Dir auch.", meinte Jungsook daraufhin. "Euch allen Schöne Ferien.", grinste Tae auch noch mal, bevor die beiden sich umdrehten und zu ihren Eltern gingen. "Na dann, man sieht sich.", meinte Jin, wunk uns noch mal zu und ging ebenfalls. Hobi sah sich noch kurz um und als er seine Mum anscheinend auch entdeckt hatte, ging er ebenfalls. Nun standen nur noch wir drei hier. "Da drüben ist Ma!", meinte Jungsook plötzlich und zeigte in entsprechende Richtung. Wir setzten uns in Bewegung und als wir bei Jimin's Mutter ankamen, wurden wir alle herzlichst Begrüßt. "Da seit ihr ja!", meinte sie und zog uns alle zu sich. "Und wie war das Schuljahr", fragte sie, "ist irgend was tolles passiert?" "Das erzählen wir, wenn wir Zuhause sind.", meinte Jimin, gähnte einmal und streckte sich dabei. Sie begann zu lächeln. "Na dann auf nach Hause."

    -Zeitsprung: Abends im Bett-

    Jimin und ich teilten uns ein Zimmer. Wir lagen jeder in unserem Bett und ich starrte die Decke an. "Du, Jimin? Glaubst du das Namjoon und Yoongi jemals wieder so sein werden wie damals?", fragte ich. Er gähnte. "Können wir da ein anderes mal drüber reden? Ich bin müde. Außerdem ist es mir egal, sie ärgern meine Schwester und Suna und das gefällt mir nicht.", meinte er. "Na gut. Dann Schlaf gut.", antwortete ich und drehte mich auf die Seite. "Du auch.", antwortete Jimin und ich hörte, wie er sich ebenfalls auf die Seite drehte. Dann war es ruhig. Ich war kurz davor ein zu schlafen, als plötzlich unsere Zimmertür aufging. "Och nööö.", konnte man es von Jimin vernehmen und ich begann zu grinsen. Ich setzte mich auf. "Was ist los, Schwesterchen?", fragte ich sie. Sie kam rein und schloss die Tür hinter sich. "Ich kann nicht schlafen...", meinte sie und kam zu mir, da Jimin irgend etwas unverständliches von 'jetzt nicht' oder so was brabbelte. "Warum? Was ist los?" "Ich weiß nicht. Seit einer Stunde versuche ich zu schlafen und ich bin eigentlich auch total müde, aber es geht einfach nicht...", murmelte sie. "Na komm her.", meinte ich und machte ihr Platz auf meinem Bett. Jimin brabbelte eine Weile vor sich hin, bevor er leise anfing zu schnarchen. Jungsook setzte sich zu mir. "Hogwarts fehlt mir jetzt schon.", seufzte sie. "Es sind nur ein paar Wochen.", sagte ich und gähnte einmal ausgiebig. Sie lächelte. "Gute Nacht.", sagte sie und legte sich hin. "Gute Nacht.", erwiderte ich und legte mich ebenfalls hin. Dann schlief ich ein.
    Als ich meine Augen wieder öffnete, schien die Sonne durchs Fenster und legte das Zimmer in ein sanftes Orange. Jungsook lag immer noch neben mir und schlief friedlich. Sie hatte mir gefehlt in Hogwarts. Natürlich sahen wir uns jeden Tag, aber das gleiche war es deshalb nicht. Ich setzte mich auf und Jungsook zog an der Decke, die wir uns teilten. Meine Decke. Ich musste grinsen. Ich stand auf und überließ ihr meine Decke. Anschließend ging ich ins Bad.

    Taehyung POV

    Als ich aufwachte, sah Ich, wie Suna an der kleinen offenen Luke saß, die eine Art Fenster bildete. Wir hatten beschlossen auf dem Heuboden unserer Scheune zu Schlafen. Ich streckte mich und legte die Decke, die ich zum Schlafen hatte, zur Seite. Dann ging ich zu Suna. Sie lächelte mich an. "Du Schlafmütze." "Wer ich?", fragte ich sie und setzte mich grinsend neben sie. "Wer denn sonst?", lachte sie. "Na warte!", lachte auch ich und fing an sie durch zu kitzeln. "Ahhh.. nein! Tae- Hör auf! Bi- bitte!", lachte sie. Das tat ich auch. "Ich hab das so vermisst.", meinte sie und sah nach unten auf unseren Hof. "Was genau? Den Hof? Unsere Eltern?", fragte ich irritiert. "Nein. Das hier. Einfach hier oben zu sitzen, zusammen mit dir und den Rest der Welt zu vergessen.", meinte sie verträumt und lächelte mich anschließend an. Ich konnte nicht anders als zu lächeln. "Du hast mir auch gefehlt, Schwesterherz.", meinte ich und zog sie in eine Umarmung.
    Nachdem wir uns noch eine Weile über das vergangene Schuljahr unterhalten hatten, gingen wir nach unten. "Warum haben wir eigentlich eine Scheune, wenn wir keine Tiere hier haben?", fragte Suna lachend. "Frag Daddy doch mal", lachte ich, "der wird es wissen." "Ich meine wir haben Charlie und Lovely, aber für die beiden ist die Scheune doch viel zu groß.", meinte Suna und sah sich anscheinend nach ihrer Katze um. "Nimmst du Lovely nächstes Jahr wieder mit?", fragte ich sie. "Nein, ich glaube nicht. Sie sollte hier bei Charlie bleiben.", antwortete sie und zusammen verließen wir die Scheune. "Ich finde es immer noch erstaunlich wie gut sich die beiden verstehen.", meinte ich und betrachtete den See, der direkt vor unserem Haus lag. "Nur, weil sie Hund und Katze sind?", lachte Suna. "Naja, sind sie nicht eigentlich Feinde? Weil Hund und Katze vertragen sich doch nicht, oder?", fragte ich verwirrt, doch Suna schüttelte nur lächelnd den Kopf und ging weiter. Charlie haben wir damals aus einem Tierheim geholt. Er ist ein Golden Retriever und hatte als wir ihn geholt hatten eine verletzte Pfote. Suna und ich haben uns um ihn gekümmert und als es ihm besser ging, ist uns Lovely zugelaufen. Sie war noch eine Babykatze, als das passiert ist und deshalb hatte Charlie sie anscheinend beschützt. Jetzt lagen die beiden zusammen vor unserer Haustür. "Charlieeee!", freute sich Suna und er stand auf und kam zu uns gerannt. Lovely streckte sich. Suna hockte sich hin und begann ihn zu streicheln. Auch ich hockte mich zu ihnen. "Hey ihr drei! Das Frühstück ist fertig!", rief unsere Mutter durch das offene Küchenfenster und zusammen mit Charlie gingen wir zur Haustür. "Warte kurz.", sagte Suna zu ihm und holte drin zwei Futternäpfe einen für Charlie und einen für Lovely. Sie stellte sie ab und anschließend gingen wir beide nach drinnen. Wir setzten uns an den bereits gedeckten Tisch und unsere Mutter kam zu uns. "Und habt ihr gut geschlafen?", fragte Mum. "Wie ein Stein.", lachte ich. "Oh ja, das hat er.", lachte Suna daraufhin. "Was soll das denn jetzt heißen?", fragte ich sie provokant. "Das dich keiner wach gekriegt hätte, so wie du geschnarchst hast.", lachte sie. "Na das freut mich.", lachte auch unsere Eomma. "Wo ist Appa?", fragte Suna. Mum seufzte. "Er musste heute eher anfangen, er ist auf Arbeit." Suna nickte.
    Nach dem Essen halfen wir unserer Mutter den Tisch abzuräumen. "Soll ich dir beim Abwasch helfen?", fragte Suna. "Nein, alles gut. Wofür kann ich denn zaubern.", lachte sie und zwinkerte uns zu. Unser Zeichen, dass wir gehen könnten. Zusammen rannten wir hoch in unser Zimmer. Als wir angekommen waren, schmiss sich Suna auf ihr Bett. "In zwei einhalb Wochen sehe ich Jungsook schon wieder.", lächelte sie. "Ja und uns wirst du trotzdem nicht los.", lachte ich ch und schmiss mich neben sie. "Trefft ihr euch eigentlich die Ferien? Also mit Hoseok und Seokjin?", fragte Suna plötzlich. "Vielleicht steht noch nicht ganz fest. Aber wenn dann wahrscheinlich in der 5. Woche."

    Hoseok POV

    Ich saß gerade mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester am Frühstückstisch, als plötzlich das Telefon klingelte. Mum ging ran. "Hey, Kate,... wirklich? Ja... natürlich. Ich komme sofort. In einer halben Stunde bin ich da.", sagte sie und legte auf. "Was ist los, Schatz?", fragte mein Vater. "Es ist so viel los auf Arbeit, die brauchen mich.", seufzte sie. "Aber es ist Samstag.", meinte ich. "Ja eben, nicht Sonntag.", entgegnete meine Mum und fing an ihr Zeug zusammen zu packen. "Dein Frühstück ist übrigens wieder super geworden.", meinte ich noch, bevor sie sich von uns allen verabschiedete und ging. "Komm Suji, wir gehen zusammen was spielen.", sagte ich zu meiner kleinen Schwester und sie steckte die Arme nach mir aus. Ich nahm sie auf den Arm und ging mit ihr zusammen in ihr Zimmer.

    18
    16. Kapitel

    Ich ging mit meiner Schwester in ihr Zimmer und setzte sie auf ihr Bett. Sie sah mich aus ihren großen Augen an und sagte nichts. "Also, was möchtest du machen?", lächelte ich sie an. Sie fing an zu grinsen und zeigte auf ihr Barbie Haus und ihre Puppen. "Na gut dann wollen wir mal.", murmelte ich. Suji rutschte von ihrem Bett und taumelte auf ihren kurzen Beinen zum Barbie Haus. Ich zog es etwas aus der Ecke. Suji holte eine kleine Kiste und öffnete sie. "Du nimmst Cinderella.", sagte sie und drückte mir eine Barbiepuppe in die Hand. "Und du?", fragte ich unwissend. "Aurora.", meinte sie und hielt mir eine andere Puppe unter die Nase. "Aber wir spielen so, dass sie normale Prinzessinnen sind und ni-. Oh Nein! Ich hab eine bessere Idee! Wir mischen die Geschichten." Verwirrt sah ich sie an. "Sag mir nicht, du weißt nicht wer Cinderella ist.", lachte meine kleine Schwester amüsiert. Ich schüttelte den Kopf: "Tut mir leid, Prinzessin." Sie grinste und nahm sich meine Barbiepuppe, die sie mir zu vorhin die Hand gedrückt hatte. "Also, das ist Cinderella und sie hat einen lieben Vater und eine liebe Mutter, sie ist glücklich. Dann stirbt ihre Mum und ihr Vater heiratet eine andere Frau. Diese neue Mama hat auch zwei Töchter. Doch die sind ganz gemein. Die geben ihr dreckige Aufgaben und sie wird zum Aschenputtel. Als der Prinz dann zum Ball einlädt, möchte Cinderella auch dort hin, aber die böse neue Mama verbietet es ihr und so ist Cinderella ganz traurig. Ihre gute Fee hört das und hilft ihr.", erklärte sie mir einiges und ich nickte nur etwas überfordert. Suji sagte nichts mehr. Also fragte ich: "Und deine? Was ist mit deiner Puppe?" "Puppe? Sie ist eine Prinzessin! Guckst du denn nie Disney in deiner Zauberschule?", fragte meine kleine Schwester empört und ich musste schmunzeln. "Tut mir leid, Kleines, aber das geht bei uns nicht.", meinte ich und zog sie auf meinen Schoß. "Dann müsst ihr es halt lesen.", meckerte sie weiter. "Dann muss ich die mir bei dir wohl mal ausleihen.", schmunzelte ich. "Ach komm, mach' keine Scherze, die liest du eh nie.", machte sich meine Schwester über mich lustig. Sie kennt mich wohl zu gut, für ihre drei Jahre. "Aurora", fing sie wieder an und hielt mir ihre Puppe hin, "sie ist eine Prinzessin, die bei ihrer Geburt von einer Bösen Fee verzaubert wurde." "Und was hat die Böse Fee gemacht?", fragte ich gespielt überrascht. "Sie hat gesagt, dass sich Aurora an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und sterben soll!", meinte sie übertrieben. Ich spielte mit. Ebenfalls übertrieben sog ich die Luft ein und hielt den Atem an. "Doch dann kam die Gute Fee und sagte, das sie nur 100 Jahre schlafen wird, bis ihr Prinz kommt und sie wach küsst.", meinte sie dann begeistert. Warum hatte ich so einen Müll schon vorher erwartet? "Und wie willst du das jetzt spielen?", fragte ich sie. "Also zu Aurora... gehört dieses Kleid.", meinte sie und suchte nebenbei das Kleid für die Puppe. Es war ein rosanes. "Aber Aurora hat das auch noch in Blau!", meinte sie und suchte weiter. "Aurora ist nämlich ein Tierfreund und geht gerne in den Wald, wo auch ihre drei Feen leben." Ich nickte. Auf was habe ich mich hier nur eingelassen? "Dort trifft sie auch zum ersten Mal ihren Prinzen und der kämpft dann gegen das Monster von der Bösen Fee um Aurora zu retten.", erklärte sie den Rest. "Ich hab schon verstanden und was ist mit meiner?", fragte ich und versuchte irgendwie Spaß daran zu finden. "Cinderella hat dieses hässliche, braune Ding hier.", meinte sie und warf mir ein Kleid zu. Sie schwieg kurz und schien auf eine Reaktion von mir zu warten. Also sagte ich: "Hast du denn nichts schöneres?" Sie begann zu grinsen. "Auf dem Ball hat sie dann dieses verzauberte Kleid und diese Schuhe.", sagte sie und kam mit besagten Sachen zu mir. Ich nahm alles in meine Hand und sah es mir an. "Im Film sind diese Schuhe aus Glas.", flüsterte sie und setzte einen der Schuhe vorsichtig an die Puppe. Ich schmunzelte. Meine Schwester war schon irgendwie süß, wenn sie so von ihren Prinzessinnen redete. Doch ich habe meine eigene kleine Prinzessin. Ich zog sie in die Arme. Meine Suji.

    Yoongi POV

    Ich lag in meinem Bett und blinzelte mir die Sonne aus den Augen. Warum stand mein Bett gleich noch einmal neben dem Fenster? Ich sah auf die Uhr. Mein Wecker zeigte: Mittwoch, 17. Juli; 13.00 Uhr. Seit 2 Wochen hatten wir nun schon Ferien. Namjoon hab ich seitdem nicht mehr gesehen. Ich gähnte und streckte mich. Was der wohl gerade macht? Langsam stand ich auf und blieb erst mal noch fünf Minuten sitzen. Dann machte ich mich auf den Weg ins Badezimmer. Dort angekommen sah ich in den Spiegel. Meine Haare waren komplett zerzaust und in meinem Gesicht war ein Abdruck von meinem Kissen. Wie lange hab ich gleich noch mal geschlafen? Ich rieb mir die Augen und machte mich an meine Morgenroutine. Fertig angezogen verließ ich das Bad und ging nach unten. Mein Vater lag auf dem Sofa und schlief. Mittagsruhe oder hatte er Nachtschicht? Ich schüttelte meinen Kopf, sollte mir doch egal sein. Ich ging weiter in die Küche und nahm mir eine Tasse, sowie Milch und Kakaopulver. Genüsslich schüttete ich meine Milch in die Tasse und sah aus dem Küchenfenster. Warum wollte ich gleich nicht nach Hause? Ich setzte mich an den Tisch und trank in seelenruhe meinen Kakao. Als ich fertig war, schmierte ich mir ein Toastbrot und ging ins Wohnzimmer. Ich setzte mich auf den Sessel und sah in den Fernseher, den sich mein Vater vor langer Zeit gekauft hatte, um zu sehen, was in der Mugglewelt so passiert und ob sie auch nur irgendwas von unserer Existenz wussten. Doch keine Spur ich schaltete durch und stellte fest, das da nichts interessantes lief. Ich schaltete den Fernseher aus und wollte gerade wieder gehen, als mein Vater plötzlich anfing zu reden. "Hast du den Müll rausgebracht?" Ich antwortete nicht. "Geschirr abgewaschen?" Erneut antwortete ich nicht. Sollte er sich doch so einen beschissenen Hauselfen anlegen und nicht mich als seine Dienstmagd nehmen! "Yoongi, ich weiß das du noch hier bist, also antworte." Ohne etwas zu erwidern verließ ich den Raum und ging die Treppe hoch. Mein Vater hat nie Zeit für mich. Nie. Meine Mutter, erlaubt er mir nicht, zu treffen. Den ganzen Tag bin ich alleine. Und dann soll ich für ihn seine Drecksarbeit machen? Sorry, but no. No way. Ich ging in mein Zimmer, schloss die Tür und setzte mich an meinen Schreibtisch. Ich holte Papier und Feder raus und fing an zu schreiben,

    Hey Namjoon...


    Suna POV

    "Tae? Hast du eine Ahnung wo mein Koffer ist?", rief ich ihm zu. Ich war oben in unserem Zimmer und stand vor unserem Kleiderschrank. Tae rief von unten aus dem Wohnzimmer: "Keinen Schimmer." "Aber du weißt doch sonst immer alles!", antwortete ich genervt. Mama und Papa sind auf Arbeit, also hatten wir unsere Ruhe. Obwohl man das ja wohl kaum Ruhe nennen konnte. Ich schmunzelte. "Wir können uns doch notfalls auch meinen teilen!", rief Tae nach oben. Ich ging ans Treppengeländer. Tae stand am unteren Ende. "Glaubst du wirklich das passt?", kicherte ich. "Ist doch nur eine Woche.", lachte Tae. "Ja, nur.", wiederholte ich und ging nach unten. In vier Tagen würden wir zu Jimin nach Hause fahren. Und zu Jungsook und Jungkook. Schon seit drei Tagen, bin ich aufgeregt. Um ehrlich zu sein, hätte ich nie gedacht das unsere Eltern das erlauben. Tae schnappte meinen Arm und zusammen rannten wir nach draußen. Lovely lag auf dem Fensterbrett vom Küchenfenster und sah uns nach, während Charlie mit uns rannte. Ich lachte. Ich war glücklich. Tae strahlte ebenfalls. Am See stoppten wir und kamen erst mal langsam wieder zu Atem. Ich schlug meinem Bruder spielerisch an die Schulter. "Hey!", lachte Tae daraufhin empört. Ich begann ebenfalls zu lachen und rannte weiter zum Steg, dicht gefolgt von meinem Alien aka. Bruder. Charlie folgte uns auch. Langsam gingen Tae und ich auf den Steg und setzten uns am Ende zusammen hin. Charlie gesellte sich zu uns. Er lag neben mir und ich genoss die Sonne im Gesicht. Ich streichelte Charlies weiches Fell und sah auf den See. "Ich hoffe nächste Woche ist das Wetter auch so schön.", murmelte Tae und lehnte sich ein Stück nach hinten. "Ja, wäre schade wenn nicht." "Was glaubst du haben Jimin und Jungkook alles vor?", fragte ich, da ich um ehrlich zu sein, keine Ahnung hatte, was die anderen alles geplant haben. "Du kannst auch Chim Chim und JK sagen.", lachte Taehyung allerdings nur. "Ja ja ist gut. Aber nein, mal ehrlich. Was haben wir eigentlich vor?", fragte ich erneut und mein Bruder zuckte die Schultern. "Lass dich doch überraschen.", lachte er und genoss die Sonne im Gesicht. "Von euch will ich mich aber nicht überraschen lassen.", lachte ich ebenfalls und stand auf. Ich sollte meine Sachen fertig machen. "Wo willst du hin?", fragte Tae und sah sichtlich verwirrt aus. Ich lächelte. "Die Sachen für nächste Woche. Ich bin noch nicht sicher, was ich alles mit nehme." "Das hat doch aber noch genug Zeit.", jammerte Tae und zog an meinem Bein. Er wollte, das ich bleibe. Wieder fing ich an zu lachen. "Nein!" Beleidigt gab mir mein Bruder einen kleinen Schubs. Nur knapp konnte ich mein Gleichgewicht halten und fiel nicht in den See. Erleichtert strich ich mir über die Stirn. "Glück gehabt.", murmelte ich. Charlie neben mir stand auch auf. Es schien als wöllte er mich begleiten. "Was hast du gesagt?", fragte Tae provokant und stand plötzlich ebenfalls. "Ich hab gar nichts gesagt.", meinte ich verwirrt und Taehyung begann zu grinsen. Was wollte er? Plötzlich schubste er mich und ich stolperte über den Hund ins Wasser. "Ah!", schrie ich auf und sah noch, wie Tae sich vor Lachen nicht mehr einbekam, bevor ich komplett von Wasser umgeben wurde.

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    17. Kapitel

    Als ich wieder hoch kam, lachte Tae sich immer noch schlapp. "Na warte!", brüllte ich, als er sich gerade aus dem Staub machen wollte. Doch da hatte er die Rechnung ohne Charlie gemacht. Der stellte sich in den Weg, gab Taehyung ebenfalls einen Schubs und legte sich dann hin, als wäre nichts passiert. Ich musste lachen und mich zusammen reißen, nicht unter zu gehen. Auch Tae tauchte wieder auf und wischte sich das Wasser aus den Augen. Ich schwam zurück und kletterte wieder auf den Steg. Mein Bruder tat es mir gleich. Wir beide schüttelte uns und somit unsere Sachen etwas aus. Dann sahen wir uns an. Nach kurzem Schweigen, fielen wir in ein tiefes Gelächter. "Du bist komplett durchgeweicht.", lachte Tae. "Und du erst!", lachte ich mit ihm. Meine kurze Jeans und mein bauchfreies, nun nicht mehr weißes Oberteil waren durch. Durchnässt liefen wir zurück zum Haus. Gott sei dank sind unsere Eltern nicht da.

    Jungsook POV

    "N- Na- Nein", regte sich Jimin auf, "warum immer ich!" Jungkook und ich schlugen High Five ein. "Du bist so ein Loser!", lachte JK. "Ach komm, sei doch ruhig.", quängelete Chim Chim weiter. "Warum müsst ihr auch immer ein Wettbewerb daraus machen?", lachte ich, "Aber davon mal abgesehen.... Ich hätte euch voll abgezogen!" "Spielst du etwa heimlich?", zog Jungkook die eine Augenbraue hoch. "Warum sollte ich?", lachte ich. "Du fährst mit Jungkook gleich zeitig ins Ziel!", meinte Jimin aufgebracht. Mario Kart. Wenn sich die Jungs in ein was richtig rein steigerten, dann ist es dieses Spiel. Ich musste lachen und schüttelte den Kopf. Unsere Mum fand schon immer Interesse, an Dingen die Muggle herstellen. Seit neustem auch diese Technik. Ein Jahr haben wir dieses Spiel schon und wenn wir aus der Schule zurück kommen, könnte man dies als ihre Hauptbeschäftigung bezeichnen. "Na gut. Dann setze ich halt eine Runde aus und lasse euch alleine fahren.", meinte ich und hob meine Arme ergeben in die Luft. "Wir zeigen dir, was wir drauf haben.", grinste Jimin. "Was heißt hier wir? Du bist doch so schlecht.", lachte Jungkook und Chim Chim schlug ihm beleidigt auf die Schulter. "Na Dann fangt mal an.", meinte ich und rutschte ein Stück zurück.
    Nachdem die beiden, mit Meisterleistung, die drei Runden gefahren sind, meinte ich, dass es vielleicht auch mal lustig wäre, etwas anderes zu machen... hätte ich das bloß nicht gesagt. "Wie jetzt?", fragte Jungkook. "Was sollen wir denn bitte machen?", ergänzte Jimin. "Wir haben keinen Hof so wie Kims, Taehyung, you know?", machte Kookie weiter. "Eben. Und mit Autos oder so,... dafür sind wir ja nun wirklich zu alt.", brachte Chim Chim noch ein. "Genau oder sollen wir mit dir mit Barbie Puppen spielen?", lachte JK und gab sich mit Jimin ein High Five. Ich schüttelte den Kopf. "Das meinte ich doch gar nicht!", rief ich verzweifelt und die anderen zwei begannen zu lachen. Ich zog mir die Haare wie ein Vorhang vors Gesicht. "Also... spielst du die nächste Runde wieder mit?", kam es dann plötzlich von JK und ich öffnete den 'Vorhang' wieder. Die beiden spielten schon wieder an den Einstellungen des Spiels rum. Ich rutschte ein Stück ran. "Ich zieh euch aber so was von ab.", grinste ich böse. "Das glaubst auch nur du.", grinste Jungkook zurück, während sich Jimin nur an den Kopf fasste und ihn anscheinend verzweifelt, schüttelte.

    -Zeitsprung: 4 Tage, morgens-

    Ich öffnete meine Augen und gähnte kräftig. Dann sah ich auf die Seite gegenüber von meinem Bett. Dort lag die Matratze für Suna... Die Matratze für Suna! Plötzlich hellwach sprang ich aus dem Bett und rannte ins nächste Zimmer. Ich riss die Tür auf und rannte erst zu Jimin's und dann zu Jungkook's Bett. Beide schüttelte ich kräftig durch und rief: "Los Aufwachen! Aufwachen! Tae und Suna kommen heute! Raus aus den Betten ihr Schlafmützen!" Anschließend verließ ich lachend das Zimmer um ins Bad zu gehen. Irgendwie war ich total aufgeregt. Irgendwie unverständlich. Für mich. Gerade. Ich schüttelte die Gedanken ab und sah in den Spiegel. Ich sah schon mal wesentlich schlimmer aus nach dem Schlafen als heute. Das ging schon mal so. Ich kicherte vor mich hin und suchte meine Haarbürste. Fix kämmte ich sie durch, machte mir einen ordentlichen Zopf und ging zurück in mein Zimmer. Halt machte ich erst vor meinem Kleiderschrank. Ich öffnete ihn und zögerte. Was sollte ich bloß anziehen? Nach einer halben Ewigkeit, so schien es zumindest, entschied ich mich für einen bauchfreien Hoodie und eine kurze, schwarze Hose. Das Oberteil war ebenfalls schwarz, nur das es ein paar rote Rose an den Ärmeln hatte. Den Pullover hatte ich mir damals in New York gekauft, als die komplette Family dort Urlaub gemacht hatte. Vater war dann am Ende zu dem Entschluss gekommen: in New York ist es viel zu laut. Ich schmunzelte bei dem Gedanken, nahm mir noch schnell ein paar schwarze Socken und machte mich auf in die Küche. Mum stand dort und rührte einen Joghurt zusammen, während mein Vater die Koffer schon mal ins Taxi lud. Ich sah auf die Uhr: 9.52. Stimmt um 10 wollten sie los. Als Mum mich bemerkte, begann sie überrascht zu reden: "Oh du bist schon wach? Naja, auf jeden Fall hab ich hier für euch noch Joghurt. Ich weiß ja nicht, wann eure Freunde heute kommen, aber denkt bitte daran alles sauber zu halten, Okay? Achso, sind die Jungs auch schon wach? Sie sind für die Wäsche zuständig. Sagst du das ihnen bitte? Ähm.. ja, das dürfte so weit alles sein und wegen der Küche-" Ich unterbrach meine viel zu gestresste Mum: "Ja Okay, du kannst dich auf uns verlassen, das weißt du doch. Oder nicht? Auf jeden Fall war ich schon oben bei den Jungs, ob sie aufgestanden sind weiß ich nicht." Ich sah erneut auf die Uhr: 9.56 Uhr. "Ihr müsst gleich los, viel Spaß in eurem Urlaub. Genießt die Zweisamkeit.", lachte ich. "Danke. Euch auch viel Spaß.", flüsterte Eomma und umarmte mich dabei. Da kamen die Jungs nach unten gerannt. "Wartet!", rief Jimin. Unsere Mutter richtete auf und begann zu grinsen. "Na sowas, dass ihr auch schon wach seid.", lachte sie. Jimin umarmte sie und wünschte ihnen auch noch viel Spaß nach der Verabschiedung beider Elternteile, setzten wir uns an den Küchentisch. Wir hörten wie das Taxi los fuhr und seufzten einmal alle im Chor. Wir sahen uns an und begannen lauthals zu lachen. Nach kurzem Schweigen stand Jungkook dann auf und nahm sich ein Glas Milch, ich beobachtete ihn und er fragte: "Wann kommen Tae und Suna gleich noch mal?" "In einer Stunde.", erwiderte ich und drehte mich zu Jimin, der den Blick auf das Küchenfenster gerichtet hatte.

    Jimin POV

    "In einer Stunde.", meinte Jungsook und ich ließ mir die Wörter durch den Kopf gehen. Ich sah aus dem Fenster in weniger als 60 Minuten würde ich die beiden schon wieder sehen. Gestern hatten wir alles vorbereitet...

    ~Flashback~
    "Wie machen wir das? Also wegen schlafen?", fragte ich, während wir drei zusammen UNO spielten. Wie viele Muggle Spielsachen haben wir eigentlich? Ich kicherte. "Na wie wohl? Suna schläft bei mir.", lachte Jungsook und Jungkook rief plötzlich: "UNO!" Vor Schreck waren wir beide zusammen gezuckt. "Also wir könnten auch alle im Wohnzimmer schlafen.", schlug JK anschließend vor und meine Schwester und ich warfen die Karten ebenfalls auf den Stapel. Jungsook stand auf und räumte die Karten weg, während Jungkook unser Zimmer analysierte, wo wir schon seit drei Stunden alle drei rumgammelten. "Wie wär's wenn wir die Matratze für Taehyung dort hin legen?", fragte ich und zeigte auf die Stelle unter dem Fenster. "Wäre eine Idee.", antwortete mein Bruder, aber er grübelte immer noch, das sah man eindeutig an seinem Gesicht. "Bringt ihr dann die Matratze für Suna auch in mein Zimmer?", fragte Jungsook und ich sah zu ihr. "Sehe ich etwa aus wie dein Bettler?", lachte ich und Jungkook sagte plötzlich. "Ja okay, unterm Fenster ist gut." Wow. Dafür hatte er aber ewig gebraucht. Ich begann zu lachen. "Dann holen wir mal die Matten." Unser Dad hatte sich zwei bei einem Kumpel ausgeborgt und die standen jetzt unten im Wohnzimmer. Wir drei liefen nach unten und Jungsook dirigierte uns wie wir die Matte zu tragen hatten. Nachdem wir das Hindernis Treppe geschafft hatten, fragte sie plötzlich: "Mein oder euer Zimmer?" "Egal, Hauptsache schnell.", erwiderte ich angestrengt unter dem Gewicht. "Okay, dann einmal links, bitte.", lachte Jungsook und öffnete eine Tür. Es war ihr Zimmer. "Da an die Wand.", dirigierte sie den Rest und Jungkook und ich legten die Matte ab. Dabei bekam Jungsook die eine Ecke der Matratze voll ins Gesicht. Ihr Blick war episch. "Passt doch auf!", meinte sie und versuchte ernst zu gucken, doch fing sie an tierisch zu lachen. Jungkook und ich stiegen in dieses Lachen mit ein, bis sie schließlich meinte: "Okay, lasst uns die nächste holen." Diesmal dachte ich geht alles gut, doch stand Jungsook vor dem Fenster und als wir die Matte abstellten um sie anschließend umkippen zu lassen, fing Jungsook plötzlich an zu schreien. Es war ein einfaches "Ah!". Schnell fingen wir die Matte ab. "Jungsook? Alles gut?", fragte JK besorgt. Jungsook fing an zu lachen. "Könnt ihr nicht aufpassen?", meinte sie und quetschte sich am Rand der Matte vorbei. "Das war keine Absicht.", sagte Jungkook und nahm um seine Aussage zu bekräftigen die Arme hoch. Ein Fehler, da ich die Matratze alleine nicht halten konnte und sie auf uns alle drei drauf fiel. Wir begannen zu lachen. Warum waren die Matratzen auch so groß? "Okay. Ihr seid viel zu unbegabt.", lachte Jungsook und krabbelte unter der Matte hervor. Nachdem wir die Matten an Ort und Stelle hatten, suchten wir Bettwäsche. Man durfte uns echt nicht so was machen lassen. Wir veranstalteten eine Kissenschlacht, bis Mum von unten rief: "Alles klar bei euch dort oben?" Wir hielten inne. "Ja!", riefen wir im Chor und machten uns schnell daran die Federn einzusammeln.
    ~

    Plötzlich klingelte es und zog mich in die Gegenwart zurück. Ich sah auf die Uhr: 10.22. Wer sollte das sein?

    20
    18. Kapitel

    Taehyung POV

    Ich drückte auf die Klingel und wartete. Warum hatte ich mich auch gleich noch mal ausgesperrt? Mum, Suna und ich waren gerade bei unserer Oma und ich wollte kurz den Müll nach draußen bringen, um ihr zu helfen und die Tür fiel hinter mir ins Schloss. Na super. "Komm schon Mum! Wir müssen in weniger als einer halben Stunde da sein!", hörte ich wie Suna aufgeregt zur Tür rannte. Als sie sie öffnete, erschrak sie. "Oh mein Gott, Tae! Was machst du denn hier draußen!" "Ich wollte den Müll nach draußen bringen?", antwortete ich ihr, doch drehte Suna sich bereits wieder um und zog unsere Mutter hinter sich her. "Na dann auf Wiedersehen, Eomma.", sagte Mum zu Grandma mit einem entschuldigenden Blick. Doch lächelte Oma nur und wunk noch mal. "Hier.", drückte mir Suna meinen Rucksack in die Hand, der erst noch drin im Wohnzimmer lag. "Kann es jetzt endlich los gehen?", fragte sie aufgeregt und Mum schüttelte seufzend den Kopf. "Mach mal halb lang, junge Dame.", meinte sie und zog uns beide hinters Haus. Sie reichte uns ihre Hand und wir griffen zu. Keine Sekunde später waren wir wieder zu Hause in der Scheune. "Los, los! Dad wollte uns mit seinem Auto fahren!", jagte Suna schon aus der Scheune und ich rannte lachend hinterher. "Ist der Koffer noch drin?", fragte sie. "Ich denke schon.", sagte ich und zuckte die Schultern. "Warum bist du so aufgeregt?", lachte ich. Sie sah schüchtern nach unten und nuschelte: "Ich weiß auch nicht..." Sie war zu süß. Ich schüttelte lächelnd den Kopf und holte schnell den Koffer, nur um dann festzustellen, das Dad, gut wie er ist, ihn schon eingepackt hat. Als ich wieder nach unten kam, fragte er bereits: "Kann's los gehen?" Und aufgeregt sprangen wir zwei ins Auto.

    Jimin POV

    Ich ging zur Tür, da sich die anderen beiden ins Wohnzimmer verzogen hatten. Ein Postbote stand da. "Ähm, äh entschuldigen sie, aber sind sie Mr. Jeon?", fragte er und hielt einen Brief in der Hand. "Weil es steht diese Adresse auf dem Brief, nur das da 'PARK' und nicht Jeon steht.", faselte er. "Nein, ich bin Park Jimin, aber hier wohnt auch noch ein Jeon.", erwiderte ich. Eigentlich wusste das doch die Post? Der einzige der Jungkook schrieb war sein Bruder. Und der verwendete meist Eulen. Meist. Also anscheinend doch wieder per Muggle Post. "Okay. Dann wäre hier der Brief. Schönen Tag noch.", meinte er, drückte mir den Brief in die Hand, drehte um und fuhr mit seinem Auto davon. Komischer Typ. Ich schloss die Tür und sah mir den Brief an. Tatsache. Er war von Jungkook's Bruder. "Hey Kookie! Ich hab was für dich!", sagte ich und ging Richtung Wohnzimmer. Jungkook sah auf und kam auf mich zu. Ich gab ihm den Brief. Er zögerte bevor er zugriff. Ich wartete darauf, dass er ihn öffnete, doch tat er es nicht, sondern sah er mich an. "Warum starrst du so auf den Brief, du weißt, das ich es nicht mag, wenn du meine Briefe liest." Ich seufzte, nickte und setzte mich zu Jungsook. Jungkook ging nach oben. "Wie spät ist es?", fragte sie.

    Jungkook POV

    Jimin gab mir den Brief. Ich sah auf die Schrift und erkannte sofort, dass es von meinem Bruder war. Was wollte er diesmal? Ich drehte den Brief um und wollte ihn öffnen, doch.... "Warum starrst du so auf den Brief, du weißt, das ich es nicht mag, wenn du meine Briefe liest.", meinte ich und Jimin ging zu Jungsook. Ich machte mich auf den Weg nach oben. Als ich in unserem Zimmer ankam, nahm ich mir eine Schere. Ich wollte den Brief gerade öffnen, als es wieder klingelte. Ich sah auf die Uhr: 10.45. Wenn das Tae und Suna waren, sind sie aber ganz schön zeitig. Schnell tat ich den Brief in die Schublade, meines Nachtschrankes und ging nach unten. Jungsook öffnete gerade die Tür und Tatsache, da standen die beiden mit einem Koffer. "Sunaaaa!" "Jungsooooook!", begrüßten sich die Mädchen kreischend. Ich musste lachen und gesellte mich zu ihnen. Wir alle umarmten uns und schafften dann den Koffer nach oben. "Also, was ist denn der Plan für heute?", fragte Suna lachend. "Naja... bis jetzt gibt es noch keinen.", erwiderte Jimin. "Okayy. Also ich würde sagen wir drei zocken erst mal 'ne Runde.", meinte Tae, "Ihr wisst ja nicht, wie ich das vermisst habe." "Also um ehrlich zu sein, dachte ich, dass wir vielleicht alle zusammen in die Stadt gehen. Suna und ich könnten Shoppen gehen und ihr geht in irgendwelche Game Stores oder so.", meinte Jungsook und zuckte mit den Schultern. "Das wäre eine super Idee für morgen. Da können wir über Mittag gehen.", wand ich ein. "Ja das stimmt. Da brauchen wir auch nichts kochen oder so.", stimmte Suna zu. "Also bis zum Mittag ist fast noch eine Stunde", lachte Jungsook, "und die Stadt liegt uns praktisch vor der Tür. Das sind keine 10 Minuten. ZU FUß." "Ja ist gut. Trotzdem wäre morgen besser. Findet ihr nicht?", meinte Jimin. Ich nickte, so wie die anderen auch und Jungsook gab sich geschlagen. "Okay. Dann halt nicht.", meinte sie und schob uns aus ihrem Zimmer. Nun standen Chim Chim, Tae und ich vor der geschlossenen Tür unserer Schwester. "Mario Kart?", fragte ich grinsend. "Mario Kart.", wiederholten die anderen beiden und wir rannten nach unten ins Wohnzimmer.

    Suna POV

    "Ahhh, wie ich das alles vermisst habe.", meinte ich glücklich. "Was? Das die Jungs kein Bock auf igrendwas haben?", lachte Jungsook. "Nein, die Jungs zusammen und ihre dummen Witze, deine Reaktionen auf deine Brüder und einfach alles.", lächelte ich. "Okay. Aber was machen wir jetzt? Ich würde so gerne in die Stadt gehen.", quengelte sie. "Tja, da musst du wohl bis morgen warten.", erwiderte ich lachend. "Ja wahrscheinlich schon. Oder wir gehen heute auch schon mal und gucken, wo wir morgen überall hin wollen.", grinste sie. "Du willst die Jungs alleine lassen?", lachte ich. "Die sind doch groß genug.", meinte Jungsook daraufhin nur und sah mich bittend an. Kurz dachte ich darüber nach. Warum eigentlich nicht? "Na gut.", gab ich nach. "Ja!", hörte ich, wie sie sich leise freute und sich einmal im Kreis drehte. "Aber wir nehmen kein Geld mit! Wir gucken nur.", mahnte ich und streckte ihr den Zeigefinger vor die Nase. Sie sah mich an, dann fing sie an zu betteln. "Och bitteeee. Was ist wenn wir heute was sehen, was wir haben wollen und morgen ist es ausverkauft? Das können wir doch nicht zulassen!" Ich schmunzelte. Noch nie war ich mit Jungsook shoppen und doch wusste ich, dass es ein Riesen Spaß werden wird. "Bitte. Bitte. Bitte.", flüsterte sie, ging ein wenig in die Tiefe und sah mir von unten in die Augen. Tja Pech, wenn man größer ist, dachte ich nur und begann zu grinsen. "Aber nur 20€!", lachte ich und Jungsook machte einen Freudensprung. Sie suchte sich eine Tasche und packte ein wenig Kleinzeug ein. Keine 5 Minuten später, war sie fertig. "Es kann losgehen.", lächelte sie mich breit an. Ich nickte und folgte ihr aus der Tür. Während ich ihr folgte, betrachtete ich ihr Outfit. Es stand ihr wirklich gut. Sie trug eine einfache, kurze, schwarze Hose, sowie einen schwarzen Bauchfreien Hoodie mit einem Roten Rosen Druck auf den Ärmeln. Ich sah an mir selbst runter. Ich wünschte ich hätte auch so eine tolle Figur wie sie. Meine normal, blaue Jeans passte zwar zu dem weiten, weißes, oversize Tshirt, aber trotzdem gefiel mir meine beste Freundin besser. "Worüber denkst du nach?", riss sie mich plötzlich aus den Gedanken, als sie hinter uns die Tür schloss. Ich schüttelte den Kopf. "Willst du nicht den Jungs Bescheid sagen?", fragte ich und zeigte auf das obere Fenster. Lachend schüttelte Jungsook den Kopf und meinte: "Die merken doch eh nicht, das wir weg sind." Wir schlenderten so durch die Gassen, bis wir endlich an der Shoppingmeile ankamen. Aufgeregt wie ein kleines Kind lief Jungsook direkt schneller. "Den Laden muss ich dir zeigen!", meinte sie und zeigte auf den 3. Laden in dieser endlosen Reihe. Gelassen folgte ich ihr. Als wir in dem Laden drin waren, konnte man die verschiedensten Sachen vorfinden. Von Kleidung bis hin zu Büchern und sogar Süßigkeiten. Sie nahm zwei Lollis und hielt sie sich ins Gesicht. "Und wie seh ich aus?", fragte sie lachend und machte komische Gesichter ich begann ebenfalls zu lachen und nahm mir den Teddy der ebenfalls bei den Süßigkeiten stand. Ich hielt ihn mir vor mein Gesicht und sagte mit tiefer Stimme: "Hallo, ich bin Mr. Brum und ich esse für mein Leben gern Honig. Kennst du meinen Kumpel aus der Nachbarschaft? Winnie the Puh?" Ich drehte den Arm des Teddys so, dass er auf den Karton mit dem Namen, wo der gelbe Bär mit dem roten Shirt drin war, zeigte. Jungsook verbeugte sich und meinte: "Ohh Mr. Wie war es noch gleich? Äh Brum? Sehr kreativ wirklich. Es tut mir leid, das ich sie übersehen habe." Lachend legte ich den Teddy zurück. "Okay. Wir sollten aufhören, das ist peinlich.", meinte ich und seufzte. Wie schön wäre es noch mal Kleinkind zu sein. Sorgenfrei zu leben, wo es so etwas wie Peinlichkeiten und Jungs noch nicht gibt. Zusammen schlenderten Jungsook und ich noch durch die Läden. Als wir gegen 18.00 Uhr wieder zurück liefen, fragte Jungsook plötzlich: "Hast du eigentlich einen Spitznamen?" Verwirrt sah ich sie an. "Äh Nein. Mein Name ist schon ziemlich kurz", erwiderte ich, "wenn dann brauchst du einen Spitznamen." "Und wie soll der bitte sein?"

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    19. Kapitel

    "Sooki?", überlegte ich. "Sooki? Dein Ernst?", lachte Jungsook ironisch. Ich überlegte weiter. Was könnte man aus Jungsook noch machen? "Ähhhh ja... wie wäre es... wie wäre es mit... ah ich hab's! Einfach nur Sook? Oder Jungi?" "Jungi? Äh Nein. Dann lieber Sook. Sook ist okay. Damit kann ich leben.", meinte Jungsook und nickte überlegend. "Ich weiß auch was für dich!", sagte Sook plötzlich. Erwartungsvoll sah ich sie an. "Su, einfach nur Su oder Nani.", lächelte sie. Ich nickte und lachte dann: "Ist mir eigentlich relativ egal."
    Als wir bei den Parks wieder Zuhause ankamen, gingen wir in die Küche. Mein erster Blick fiel auf 3 Jungs die anscheinend nicht ganz klar kamen... kurz gesagt die Küche sah katastrophal aus.

    Jimin POV

    Ich sah auf die Uhr. 17:24. "Hey Jungs, habt ihr auch Hunger?", fragte ich in die Runde und die beiden sahen mich mit glitzernden Augen an. Wir gingen zu Jungsook's Zimmer. Ich klopfte einmal und wartete auf eine Antwort. Doch es kam keine. Also öffnete ich die Tür und fand ein leeres Zimmer vor. "Wo sind die Mädchen?", fragte ich. Jungkook und Tae zuckten mit den Schultern. "Keine Ahnung, vielleicht sind sie draußen?", meinte Tae. Ich ging zu unserem kleinen Garten, in dem man einen Pool finden konnte. Okay, vielleicht war er doch nicht so klein. Doch da war niemand. Ich ging zurück zu den Jungs. "Sie sind nicht hier.", sagte ich. "Dann müssen wohl wir uns um das Essen kümmern.", grinsten Tae und Kookie. Das nimmt kein gutes Ende... dennoch konnte ich mir auch kein Grinsen verkneifen und nickte. Alle zusammen standen wir da. "Was machen wir jetzt? Was gibt es alles für Rezepte?", fragte Tae überfordert. Jungkook zuckte erneut die Schultern. "Wie wäre es mit Pizza?", fragte ich. Beide zeigten mir einen Daumen nach oben und begannen alles zusammen zu suchen, was wir brauchen würden. "Wie viel Mehl brauchen wir für den Teig?", fragte Jungkook und betrachtete die drei Viertel volle Mehlpackung in seiner Hand. "Ähhh gute Frage. Schätzen?", antwortete ich und machte einen verzweifelten Gesichtsausdruck. Während ich mich an den Tisch setzte um damit anzufangen Wurst, Käse, Pilze,... zu schneiden. Schütteten die beiden alles mögliche an Teigzutaten in eine Schüssel. Entnervt beobachtete ich die zwei. Jungkook wollte gerade anfangen zu kneten, als auch Taehyung vor drängelte mit den Worten: "Ich will den Teig machen." Allerdings passte das Jungkook nicht und er schob Tae zurück. "Nein, ich mach das." Lachend schüttelte ich den Kopf. Die beiden stritten nicht gerade wirklich darüber wer den Teig kneten durfte, oder? Auf jeden Fall wurde es JK irgendwann zu viel und er warf etwas von dem zuletzt draufgeschütteten Mehl auf Tae. Dieser wiederum empörte sich mit einem "ey!" und machte das gleiche mit Jungkook. Also stand ich auf. "Hey! Hört auf wir müssen die Küche dann auch wieder sauber machen!", meinte ich, doch beachteten mich die zwei gar nicht. Ich ging also noch näher ran und wollte ihnen die Schüssel abnehmen, doch hatte ich plötzlich Mehl im Gesicht. Ich vernahm ein leises "Ups" von Taehyung und griff dann selbst in die Schüssel. "Wer war das?", fragte ich und die Jagd ging weiter. Komplett von Mehl bedeckt liefen wir durch die Küche. Jeder stand mal überall und wich dem sich nähernden Mehl aus. Die Küche sah katastrophal aus. Auf einmal räusperte sich jemand neben uns. Wir drei sahen zur Tür. Suna und Jungsook standen dort. "Ist das euer scheiß Ernst?", fragte Jungsook. "Ihr wisst schon, dass ihr das wieder sauber machen müsst, oder?", motzte sie weiter. "Wir wollten euch eigentlich einen gefallen tun.", jammerte Tae, nachdem er realisierte, wie die Küche eigentlich aussah. Am meisten fand man Mehl. Überall. Doch hin und wieder sah man einen gelben Fleck von Ei. "Was denn für einen Gefallen?" Mein Blick fiel auf Suna. Sie sah Tae erwartungsvoll an und wartete anscheinend auf eine Erklärung. "Naja... wir wollten für uns alle Pizza backen...", meinte er. Suna begann zu schmunzeln, dann sprach Jungsook: "Ist ja alles schön und gut, aber ihr geht jetzt erst mal duschen unzwar alle! Aber bitte nacheinander. In der Zeit bestellen Su und ich Pizza. Und wenn die Pizza dann da ist und wir gegessen haben, will ich euch sehen wie ihr das sauber macht!" "Ihr helft uns doch, oder?", fragte ich mit Hundeblick. "Das werden wir ja sehen.", erwiderte Jungsook. "Su? Hast du Suna gerade Su genannt?", fragte Jungkook plötzlich. "Ja, Su. Das ist jetzt Sunas neuer Spitzname", sagte sie, "und jetzt geht!" Wie befohlen gingen wir drei also nach oben. "Ich geh zuerst!", meldete sich Jungkook, schnappte sich seine Sachen und verschwand im Bad. Tae und ich ließen uns auf den Boden fallen. "Es war zwar absolut geil, aber auch verdammt anstrengend.", atmete Tae aus. Ich nickte, auch wenn er es eh nicht sah.
    Nachdem Jungkook und irgendwann auch Tae fertig waren, ging ich duschen. Ich ging ins Bad und sah in den Spiegel. Meine Haare hatten teilweise Mehl gefangen, sowie Teile meines Tshirts und die Hose. Auch unter dem Tshirt konnte ich das Mehl spüren. Doch das schlimmste war mein Gesicht. Komplett bedeckt mit Mehl schnell zog ich mich aus und sprang unter die Dusche. Als ich fertig war nahm ich mir das frische, weiße Tshirt und zog mir ebenfalls eine frische kurze Hose an. Meine Haare trocknete ich noch mal schnell ab und wuschelte mit meinen Händen durch. Es sah komisch aus. Meine noch nassen Haare fielen mir teilweise ins Gesicht, während andere Strähnen abstanden. Egal, dachte ich mir und ging nach unten. Jungsook drückte Jungkook und Tae gerade Schaufel und Besen, sowie Lappen und einen Eimer Wasser in die Hand. "Ihr helft also nicht?", fragte ich, während ich den Rest der Treppe runter ging. Suna stand dort und sah mich an. "Was hab ich noch irgendwo Mehl im Gesicht?", fragte ich überrascht, doch sie schüttelte rasch den Kopf. Auch mir wurde Putzzeug in die Hand gedrückt. "Wollten wir nicht erst essen?", fragte ich und Suna schüttelte den Kopf. "Planänderung. Die Pizza kommt erst gegen 14.00 Uhr.", meinte sie. Ich nickte ergeben und zusammen, also die Jungs und ich, machten wir uns daran das Mehl wieder zu entfernen. Als wir das dann irgendwann geschafft hatten, musste nur noch gewischt werden. "Also ich wische nicht.", sagte Jungkook und hielt die Arme vor die Brust. "Ich auch nicht.", meinte Tae und machte die selbe Geste. "Och kommt Leute, nur wegen euch sieht es hier überhaupt so aus!", sagte ich genervt. "Ich mach's.", ertönte es plötzlich hinter mir. Dort stand Suna und lächelte mich schüchtern an. "Äh... Danke.", sagte ich. Suna machte sich direkt an die die Arbeit. Tae flüsterte nur "bist die beste" und Jungkook zeigte ihr nur einen Daumen nach oben. Als die Jungs anschließend die Treppe hoch verschwanden, schüttelte sie lachend den Kopf. "Ich kann dir trotzdem helfen, wenn du willst.", sagte ich und hoffte irgendwie, dass sie ja sagt. "Ich habe kein Problem damit.", lächelte sie.

    -Zeitsprung: 14.00 Uhr-

    Nachdem wir mit der Küche fertig waren, hatte Jungsook Jungkook und Taehyung dazu verdonnert den Tisch zu decken, da sie beim Wischen nicht geholfen hatten. Obwohl es da ja auch nicht viel zu tun gab. Als es klingelte ging Jungsook zur Tür und kam kurz darauf mit zwei Partypizzen zurück. Sie grinste und sagte leise: "Essen ist daaa." Begeistert stürzten wir uns darauf. Während wir genüsslich aßen, begann Suna nachdenklich zu wirken. "Was ist los?", fragte ich also. Sie sah mich kurz verwirrt an und seufzte dann. "Naja, Sook und ich waren ja vorhin in der Stadt und da gibt es ja auch diesen Muggle Technik Laden. So gefühlt jeden den man sieht die haben so ein... wie hieß es noch gleich?", meinte sie und sah Hilfe suchend zu meiner Schwester. "Smartphone, Handy, whatever.", antwortete diese und stopfte sich ein weiteres Stück Pizza in den Mund. "Genau. Damit kann man immer so in Kontakt bleiben, von einem Ort zu einem anderen Nachrichten schreiben und so, und wir können auch das Internet nach Kochrezepten fragen.", erklärte Suna. "Du willst also, das wir uns alle so ein Ding holen?", fragte Tae seine Schwester und sie nickte. "Die sind zwar nicht so billig, aber Fotos kann man auch machen. Also es hat viele Funktionen. Wir können uns das ja erklären lassen." Ich nickte. Eigentlich war das eine gute Idee. Dann müssten wir nicht länger Briefe schreiben oder irgendwelche Rezepte aus Eommas alten Kochbüchern suchen. "Finde ich, ist keine schlechte Idee.", sagte ich. "Ich fand's auch gut.", meldete sich Jungsook oder wie sie Suna jetzt nannte Sook. Tae und Jungkook sahen sich skeptisch an. "Ich weiß nicht... das Ding kann einen doch bestimmt auch Orten...", begann Tae. "Ja oder wie hieß das gleich. Haken. Was wenn uns jemand ausspioniert? Wir könnten unsere Existenz verraten.", ergänzte Jungkook. "Wir können ja Schutzzauber darauf legen.", meinte Sook. "Na gut..."

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    20. Kapitel

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    "Warum müssen wir denn jetzt schon los?", jammerte Tae, während wir alle unser Frühstück genossen. "Um so später wir gehen, um so mehr Leute sind in der Stadt.", erklärte Jungsook und verdrehte die Augen. Ich sah auf die Uhr. Es war kurz vor 9 und Jungsook meinte spätestens Viertel 10 müssen wir in der Stadt sein.

    Yoongi POV

    "Ich bin dann also weg. Mach kein Scheiß mit Namjoon.", belehrte mich mein Vater halbherzig und schloss die Tür. Ich ging in die Küche und holte mir, wie fast jeden Tag, ein Glas Milch und mischte es mit etwas Kakaopulver. Verträumt beobachtete ich, wie das Pulver mit der Milch eins wurde. Heute kurz nach 10 wollten Namjoon und ich uns bei ihm treffen. Er wohnt, im Gegensatz zu mir und meinem Vater, außerhalb der Stadt. Manchmal von Vorteil, manchmal von Nachteil. Wenn man nichts zu tun hat, kann man sich die Zeit vertreiben. Wenn man Hunger hat, geht man schnell und holt sich etwas. Doch dafür ist man ständig von Stress und Lärm umgeben. Muggle sind viel zu hektisch und das obwohl das kaum nötig ist. Als ob die, die wirklichen Probleme kennen würden. All die Wesen, die Gefährlichen, aus unserer Welt kennen sie nicht. Da ist nichts, wo vor sie sich fürchten müssten. Ich nahm mir das Glas und überlegte kurz. Nein. Heute mal kalte Milch. Ich sah auf die Uhr. Inzwischen war es kurz nach halb. Also halb 10. In 20 Minuten sollte ich mich fertig machen und zu Namjoon apparieren. Mein Vater hat mir erklärt wie es funktioniert und vertraut darauf, dass ich allein klar komme und das obwohl die meisten Erwachsenen nicht wollen, das ihre Kinder diese Fähigkeit im jungen Alter erlernen.
    Als mein Glas leer war, ging ich nach oben. Ich zog mir eine Löcherjeans an, suchte mir ein paar Socken und ein passendes Tshirt. Anschließend begab ich mich ins Bad und putzte meine Zähne. Während dessen betrachtete ich meine Haare. Sie waren Schwarz. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte Lust mal etwas neues auszuprobieren. Doch was sollte ich mit meinen Haaren machen? Färben? Ich spuckte die restliche Zahnpasta aus und verließ das Bad. Ich sah wieder auf die Uhr, kurz nach dreiviertel. Gerade wollte ich apparieren, da klingelte es. Verwirrt ging ich zur Tür. Da stand Namjoon und sah mich entschuldigend an. "Meine Eltern haben da wohl etwas falsch verstanden.", meinte er genervt, aber mit einem entschuldigenden Unterton. Meine Antwort war ein einfaches Nicken und ich machte Platz für meinen Freund. Wir gingen ins Wohnzimmer. "Willst du irgend was trinken?", fragte ich und stellte eine Flasche Wasser auf den Tisch. Namjoon schüttelte den Kopf. Ich streckte mich. "Es wundert mich ja, dass du schon wach bist.", schmunzelte er. "Mein Vater wollte heute morgen etwas von mir.", erwiderte ich schlicht und ließ mich auf die Couch plumpsen. "Was machen wir also Heute?", fragte Namjoon und betrachte den Druck auf meinem Shirt. Ich zuckte mit den Schultern. "Was hältst du von etwas neuem?", fragte ich und dachte an heute morgen im Bad. Fragend sah mich Joonie an. "Was hältst du davon, wenn wir unserer Haare Färben?", erläuterte ich ihm meine Vorstellung. "Ich weiß nicht. Was ist mit unseren Eltern? Das gibt bestimmt Ärger.", meinte er. Ich begann zu grinsen. "Ist doch egal." "Welche Farbe schwebt dir denn vor?", fragte Namjoon. Erneut zuckte ich die Schultern und Joonie sprach weiter: "Also an sich gefällt mir die Idee ja, schwarz wird schließlich irgendwann langweilig." Ich betrachtete auch sein schwarzes Haar und ging ein paar Farben durch, welche zu ihm passen würden. "Wie wäre es mit Grün oder Mint?", fragte ich. "Für dich?" Ich schüttelte den Kopf. "Für dich." Namjoon begann zu überlegen. "Also ich weiß nicht... Ich mag keine Grünen Haare haben... aber zu dir würde es passen.", meinte er. Ich dachte über seine Worte nach und musste zugeben, dass es mir durchaus gefallen könnte, helle Haare zu haben. "Und du?", fragte ich. "Wie wär's mit Lila?" "Lila?", wiederholte ich überrascht. "Ja Lila.", meinte Namjoon erneut. "Wieso das denn?", schmunzelte ich. "Mir gefällt die Farbe.", sagte er und zuckte dabei die Schultern. Ich nickte: "Na dann wäre das beschlossene Sache." "Und wie willst du das machen?", zweifelte Joonie plötzlich. "Man könnte zwar zaubern, aber eh das schief läuft", meinte ich, "können uns die auch die Muggle färben." "So was können die?", lachte Joonie und ich nickte schmunzelnd. "Wenn wir in die Stadt laufen, brauchen wir ca. 25 Minuten. Zum entsprechenden Laden noch einmal 10.", erklärte ich. "Essen wir vorher noch? Du weißt wie langsam diese Muggle sind.", fragte Namjoon. "Okay. Dann brauchen wir ca. 40 Minuten.", korrigierte ich meine Rechnung. "Da müssen wir ja jetzt aber noch nicht los, oder? Reicht doch zu wenn wir kurz nach 1 da sind.", sagte Namjoon und nickte Richtung Uhr. Er hatte recht. "Also, was machen wir da jetzt?"

    Suna POV

    "Su! Komm her und sieh dir das an!", hörte ich, wie Jungsook mich schon wieder zu sich rief. "Was hast du denn dieses Mal gefunden?", fragte ich sie lachend und ging zu ihr. Sie hielt mir zwei Shirts vor die Augen. Beide waren in einem angenehmen Rot Ton mit einem weißen Druck auf der Rückseite. 'Sisters' stand auf dem einen und 'forever' auf dem anderen. Vorne war längs über die Brust das Unendlichkeitssymbol drauf gedruckt. "Und was hältst du davon?", fragte Sook aufgeregt. "Wir können sie gerne anprobieren.", lächelte ich. "Aber ich nehme das 'forever'!", rief ich ihr hinterher, als sie sich bereits umdrehte und auf die Umkleide zu lief. "Ist gut!", erwiderte sie glücklich.
    Als wir aus dem Laden raus waren, sah ich auf die Uhr: 12:08. "Wir sollten langsam die Jungs suchen, damit wir dann Essen gehen können.", meinte ich und Sook nickte. Also gingen wir in diesen Technik Laden, wo wir sie abgesetzt hatten. Wir brauchten nicht lange zu suchen und fanden sie schließlich an dem einen Fernseher, wo man irgend welche Spiele testen konnte. "Kommt ihr?", fragte Jungsook als wir bei ihnen ankamen und alle drei erschracken. "Mensch eh!", rief Jimin. "Das könnt ihr doch nicht machen!", ergänzte Tae. "Ich war gerade voll am gewinnen!", beschwerte sich auch Jungkook. "Ja ist mir egal. Ich hab Hunger und will was essen. Wir kommen doch dann eh wieder her. Wie wollten uns doch solche Handys kaufen.", sagte ich genervt und die drei standen auf. Wir verließen den Shop und folgten alle Jungsook. Schließlich bleib sie vor einem großen, gelben M stehen. "McDonald's!", lachten JK und Chim Chim und gingen vor. Jungsook schüttelte den Kopf. "Für ein mal muss es gehen. Auch wenn es nicht das beste ist.", meinte sie und wir folgten.
    Als wir alle etwas bestellt hatten, suchten wir uns einen Platz zum sitzen. Nachdem das erledigt war und unser Essen gekommen ist, hörte man nur von Jungkook: "Boar hab ich ein Hunger." Wir alle begannen zu lachen und suchten uns dann raus was zu wem gehörte. Nach ca. einer halben Stunde hatten wir alles aufgegessen. "Man war das viel. Aber gut.", lächelte mein Bruder. "Ein Eis wäre noch gut, oder nicht?", meinte JK als hätte er nichts gegessen. "Dein Ernst?", lachte Sook. "Ja warum nicht? Für mich auch eins.", meinte Jimin und ich begann zu lachen. Wie viel konnten die bitte essen? "Dann will ich aber auch noch eins!", gab Taehyung auch noch dazu. "Okay. Schnick Schnack Schnuck, wer geht?", lachte Jimin. Die anderen nickten und wie es kommen musste, verloren Jungsook und ich. Ergeben erhoben wir uns von unseren Plätzen und begaben uns zur Kasse. 3 Kassen waren offen. Während an 2 und 3 jeweils 2 Paare anstanden, waren bei Kasse eins nur zwei Jungs. Wir beschlossen uns also dahin zu stellen. "Was glaubst du? Sollten wir die Tshirts dann anziehen? Wir können die Jungs überraschen.", lachte Sook. "Ja sie werden bestimmt protestieren. Wir sind nicht verwandt.", lachte ich und ging noch einen Schritt vor. Ich hörte wie sich die Kasse öffnete und die Verkäuferin Geld heraus holte. "Also wie oft noch einmal das Eis?", fragte ich Jungsook, die immer noch neben mir stand, als sich plötzlich die zwei Jungs mit einem Mal umdrehten und voll gegen uns rannten. Vor Schreck verlor ich das Gleichgewicht und fiel nach hinten. Erst wirkte der Junge mit den schwarzen Haaren erschrocken, doch seine Miene änderte sich in binnen Sekunden. "Du!", fragte Yoongi aufgebracht. "Steh' nicht immer im Weg!", ging er mich an. Jungsook half mir hoch und wendete sich anschließen an Yoongi. "Wer hat hier denn bitte nicht aufgepasst, wo er hin läuft!", meinte sie und sah ihn herausfordernd an. "Verpiss' dich! Mit dir hab ich nicht geredet!" Jetzt wurde ich sauer. "Kannst du es mal lassen, immer andere für dein Mist zu beschuldigen!", ging ich diesmal ihn an. "Werd jetzt nicht Vorlaut, du dumme Göre!", mischte sich Namjoon plötzlich auch mit ein. Klar, das der Vollpfosten auch was sagen muss. "Dumme Göre? Ist das dein beschissener Ernst?", fragte ich ihn hochnäsig. "Nein, blöde Bitch passt besser.", knurrte Yoongi. "So redest du nicht mit uns!", knurrte Sook zurück. "Aber wenn ich es will?", grinste Yoongi und ging einen Schritt näher auf Jungsook zu. "Wird langsam Zeit, das euch jemand mal eine Lektion erteilt.", erwiderte Sook und sah Yoongi gehässig in die Augen.


    OMG, 2500 AUFRUFE! 😱💜 THANKS 💪💖

    23
    21. Kapitel

    Sie zückte ihren Zauberstab und ich sah mich erschrocken um. Das durfte sie nicht tun! Wir sind hier in einem öffentlichen Mugglerestaurant, was auch immer, aber sie durfte hier nicht zaubern! Da die Leute um uns rundherum uns eh schon alle anstarrten, schob ich mich schnell zwischen die beiden und zeigte Jungsook einen warnenden Blick. Sie verstand und steckte ihn schnell wieder weg. "Och wie niedlich, die kleine ist anhänglich.", grinste Yoongi blöd und machte einen Schritt zurück. "Okay, aber das heißt nicht, dass das geklärt ist! Ich kann auch reden.", drängelte sich Sook wieder vor. "Ohhh klein Sooki glaubt sie ist es uns würdig.", machte Yoongi weiter. Doch bei Jungsook war es nun endgültig vorbei. "Wie hast du mich gerade genannt?", brüllte sie ihn an. "Yoongi.." "Nicht jetzt, Namjoon." Ich sah zu dem anderen, der hinter Yoongi stand und folgte Namjoons Blick. Scheiße. Es war anscheinend die Besitzerin von dem Ganzen hier und sie sah uns böse an. Noch dazu kam das unsere Brüder ebenfalls gerade um die Ecke kamen. Ich zog an Jungsook Ärmel. "Sook.. ein anderes Mal Okay?", versuchte ich es. "Nein! Jedes mal kommt dieser Arsch davon! Heute nicht!", widersprach sie. Die Ladenbesitzerin schien sich das noch eine Weile mit anzusehen. "Geh gefälligst weg von meiner Schwester!", kam Jimin plötzlich und stellte sich vor Jungsook und unterbrach somit das Augenbattle der beiden. Jimin und Yoongi waren fast gleich groß und so funkelte Jimin Yoongi giftig an. Yoongi erwiderte diesen Blick.

    Jungsook POV

    Wütend, dass mein Bruder mal wieder dazwischen gegangen war. Wütend, dass Arschloch von Yoongi wieder entkommen ist und wir dazu auch noch Hausverbot bekommen hatten, stampfte ich hinter den anderen her. Von allem war die Laune zu mindest 50% gesunken. Nachdem Jimin Yoongi ebenfalls noch eine Ansage gemacht hatte, hat uns die Besitzerin rausgeschmissen, für den restlichen Monat. Toll. Wir haben den 03. Juli. Als wir draußen standen, hat sich Taehyung Namjoon vorgeknöpft und Suna wollte offensichtlich im Boden versinken, irgendwann Schritt sie dann ein und hielt auch Jimin, Jungkook und mich davon ab Yoongi den Kopf abzureißen. Er hätte es sowas von verdient gehabt. "Du bekommst schon noch deine Chance. Warte nur ab.", sagte Suna. Offenbar war sie auch wütend. Das überraschte mich ein wenig, da sie vorhin so ruhig geblieben war. Ich weiß nicht, wie sie das schafft. "Warten? Ich kann nicht warten. Ich will ihm endlich zeigen, das sie mit uns nicht machen können, was sie wollen.", murmelte ich wütend und biss mir aus versehen auf die Unterlippe. Ein "Au" entfuhr mir und ich hielt mir aus Reflex an die Lippe. "Alles gut?", fragte JK von hinten und ich nickte, während Suna mir ein Taschentuch reichte. Ich nickte dankend und tupfte das kleine bisschen Blut ab, was kurz davor war auf den Boden zu tropfen. Genervt erreichten wir den Laden von vorhin. "Wollt ihr euch dieses Spiel von vorhin auch kaufen?", fragte ich. Ich musste unbedingt auf andere Gedanken kommen. Jimin und Jungkook nickten. Ich tat es ihnen gleich, als Anerkennung, das ich es gesehen hatte.

    Namjoon POV

    Nachdem mich Taehyung für gefühlt nichts angegangen ist und Yoongi von Jimin und Jungkook auch ziemlich angemotzt wurde, saßen wir nun hier bei diesem Friseur. Diese Tusse da meinte, das sie unsere Haare erst Blondieren müsste, bevor sie uns die Haare in die entsprechende Farbe bringen kann. Also saßen wir im Endeffekt 6 oder 7 Stunden da und haben nichts gemacht. Yoongi ist weggenickt und so musste ich mich alleine beschäftigen.
    Gegen 9 Uhr kamen wir wieder bei Yoongi an. Yoongi hatte sich während wir gewartet hatten umentschieden und so glänzten seine Haare jetzt nicht in einem grünlastigen Mint, sondern in Türkis was ziemlich stark ins Blau überging. "Wo ist dein Vater?", fragte ich Yoongi, der direkt in die Küche ging, um sich etwas zu trinken zu holen. "Montage.", sagte er und schmiss sich aufs Sofa. "Da kann ich doch sicher noch bleiben?", fragte ich und sah zu Yoongi. Er nickte und bedeutete mir mit einem Nicken auf sein Glas und anschließend in die Küche, das ich mir etwas nehmen sollte, wenn ich wöllte. Ich schüttelte allerdings nur den Kopf und mein Gegenüber zuckte die Schultern. Ich lehnte mich in den Sessel. Warum mussten wir ausgerechnet heute, den anderen über den Weg laufen? Das Schicksal schien uns wohl zu hassen und laut der Frau durften wir auch nicht mehr dort essen holen, wo ich mit Yoongi war. Yoongi hat das total angekotzt. Er meinte, dass er sich öfter dort was holt, wenn sein Vater nicht da ist. Was ja um ehrlich zu sein häufiger ist. "Schläfst du da dann hier unten?", fragte Yoongi plötzlich und stand auf. Ich nickte und er schaffte sein Glas in die Küche."Komm mit, ich gebe dir Sachen.", meinte er dann und wir gingen gemeinsam in sein Zimmer. Er drückte mir ein paar Kleidungsstücke in die Hand und ging anschließend ins Bad. Ich folgte. Yoongi hatte, wie mir auffiel, ein Lolli im Mund. Ich schmunzelte. Drogen kamen für ihn nicht in Frage, also lutschte er ziemlich häufig ein Lolli. Im Bad suchte er eine Zahnbürste und gab sie mir. Wir betrachten uns im Spiegel. "Es hat was. Findest du nicht?", fragte ich, immer noch begeistert von den farbigen Haaren. "Ich wette mit dir, wir sind die Coolsten in der Schule.", lachte Yoongi. Ich legte die Sachen auf den Schrank und schlug mit Yoongi High Five ein.

    Suna POV

    "Also und wenn ich da drauf drücke... dann rufe ich dich an?", fragte Jimin gerade. Wir saßen inzwischen wieder bei den Parks Zuhause. "Ja und da kannst du Nachrichten schreiben.", erklärte es Jungsook ihrem Bruder. "Wir können es ja mal testen.", lachte Jungkook. "Okay, ihr geht hoch und wir bleiben unten.", lachte Jungsook. "Warum müssen wir hoch und nicht ihr?", fragte Jungkook, während Tae sich schon auf den Weg machte. "Weil ihr Gentleman seid.", lächelte ich unschuldig und Jungkook fing an zu lächeln und verdrehte einmal die Augen. "Woher willst du das wissen?", fragte Jimin noch. Jungkook war schon am Treppenansatz, doch als er das hörte, drehte er um und zog Jimin mit sich. "Wir rufen an!", rief er noch und wir hörten, wie die Jungs in ihrem Zimmer verschwanden. "Glaubst du sie bekommen das hin?", lachte Sook neben mir. "So dumm sind sie schon nicht.", lachte auch ich und plötzlich machte mein neues Handy eine komische Melodie und der Name 'Jimin' erschien auf dem Display. Ich ging auf den Grünen Button. "Hallo?", fragte Jimin. "Es klappt!", meinte Sook begeistert. "Jetzt können wir immer in Kontakt sein!", vernahm man auch meinen Bruder. "Ja, wir müssen aber erst noch diese App, die uns der Mann empfohlen hat, runter laden. Dann können wir auch eine Gruppe machen.", meinte ich. "Aber hat der nicht auch gesagt, das man dafür irgend was brauch? WIFI oder so?", gab Jimin überlegend hinzu. "Ach wir verzaubern die Dinger einfach so, wie wir es brauchen. Sonst funktionieren die in Hogwarts eh nicht.", meinte meine beste Freundin locker. "Wieso sollten sie nicht gehen?:, fragte Jungkook skeptisch. "Na wegen den Schutzzaubern, oder?", fragte Taehyung. "Genau. Die müssten den Empfang stören.", erklärte ich. "Okay.", war Jungkooks schlichte Antwort darauf.
    Nachdem wir uns noch ewig mit den Smartphones beschäftigt hatten, gingen wir dann irgend wann ins Bett. Viel hatten wir die restlichen Tage nicht mehr vor und so brachten mir die anderen Mario Kart und Mario Bros bei. Da sich die Jungs das noch gekauft hatten. Wir haben viel gelacht und waren zwischen durch auch ab und zu in der Stadt. Am Freitag hieß es dann wieder Sachen packen. Wir alle würden zu uns auf den Hof gehen und nach dem Wochenende holen die Parks, Jimin, Jungkook und Jungsook wieder ab. "Und habt ihr alles?", fragte meine Mum, die vor ca. 5 Minuten hier aufgekreuzt war. Alle nickten und wir reichten ihr unsere Hand. "Seid ihr schon appariert?", fragte sie die anderen. Alle drei schüttelten den Kopf. "Es könnte etwas unangenehm sein und das ihr euch übergebt, ist nicht ungewöhnlich.", erklärte sie. "Sehr ermutigend.", nuschelte meine Freundin und keine Sekunde später standen wir auf unserem geliebten Hof. Als ich mich umdrehte sah ich, das Jimin sich gerade an einen Busch zum angrenzenden Wald beugte und sich wirklich übergab. Angewidert sah ich weg. Während Jungkook zu Jimin ging und Tae ebenfalls stehen blieb, schnappte ich mir Sooks Hand und rannte mit ihr zur Scheune, hoch auf den Heuboden. Sie nieste einmal heftig und ich begann zu schmunzeln. Wir krochen auf allen Vieren zu dem Platz, wo ich immer mit Taehyung schlafe und sahen aus dem Fenster. "Wow, von hier kann man ja wirklich alles sehen.", meinte sie begeistert. "Naja zu mindest unseren Hof.", lachte ich bescheiden. Sie nickte. "Kann man in dem See da baden gehen?", fragte sie und zeigte nach draußen. "Ja vielleicht können wir ja heute noch.", meinte ich und plötzlich schrie Jungsook auf. Ich erschrak und fragte was los war, während Jungsook anfing zu lachen.

    24
    22. Kapitel

    Lovely war hinter ihr aufgetaucht und schmuste sich an Jungsook. "Manchmal schlafen Tae und ich hier oben.", sagte ich verträumt und sah nach draußen. "Wirklich?", fragte Sook überrascht. Ich nickte und und begann zu schmunzeln, als sich Lovely auf Jungsooks Schoß platzierte und schnurrte. "Können wir heute auch hier schlafen?", fragte meine beste Freundin plötzlich und ich sah sie überrascht an. "Du würdest wirklich hier oben schlafen?" "Naja, ich bevorzuge zwar mein Bett, aber im groben und ganzen, denke ich, dass es echt lustig werden könnte.", meinte Jungsook und lächelte mich an. "Klar können wir hier schlafen. Ich hoffe nur, das sich die Jungs dann keine Geistergeschichten erzählen wollen.", meinte ich und mir lief schon alleine bei dem Gedanken ein Schauer über den Rücken. "Warum? Ist doch cool. So ein bisschen Adrenalin.", lachte Jungsook und ich sah sie mit meinem 'ist-das-dein-Ernst?'-Blick an. Langsam scheuchte sie Lovely von sich runter und wir verließen den Dachboden.
    Unten angekommen gingen wir direkt zu unserem Haus. In der Küche fand man unsere Mum vor. "Eomma? Wo sind die Jungs?", fragte ich sie und sah mich im angrenzenden Wohnzimmer um. "Oben in eurem Zimmer.", antwortete sie knapp. Ich nickte und wollte gerade die Treppe hinauf gehen, als sie mir hinterher rief: "Das Essen ist dann bald fertig. Seid bitte Punkt 12 unten." Ein einfaches "Ja!" war meine Antwort und zu zweit begaben wir uns in unser Zimmer. "Wo kommt ihr denn jetzt her?", fragte Jungkook und zog eine Augenbraue hoch. "Ja, wir haben uns schon gefragt wo ihr seid.", ergänzte Tae. "Ihr könnt doch nicht einfach abhauen!", warf uns Jimin vor. Ich lachte nur: "Chillt mal euer Leben. Wir waren nur auf dem Heuboden." Mein Bruder gab sich selbst einen Facepalm. "Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?", nuschelte er anscheinend, aber mehr zu sich selbst. "Mein Vorschlag wäre übrigens, das wir heute alle da oben übernachten.", meinte Jungsook anschließend. "Ist da denn so viel Platz?", fragte Jimin, der anscheinend nicht so begeistert war. "Natürlich ist da genug Platz. Warst du nicht nie auf einem Heuboden?", lachte Taehyung daraufhin. "Aber wir nehmen Essen mit dort hoch!", meinte Jungkook auf einmal. "Wieso?", fragte ich und gestikulierte dazu mit meinen Händen. "Mitternachtssnacks?", meinte Jungkook daraufhin und wir alle brachen in Gelächter aus.

    -Zeitsprung-

    Jungkook POV

    Nachdem wir Decken, Taschenlampen, Essen, Trinken und alles was wir brauchen könnten auf den Heuboden gebracht hatten, fing es langsam an zu dämmern. Sie Sonne wird in ein bis zwei Stunden untergehen. Jetzt waren Jungsook und Suna im Bad und zogen sich um, während wir das selbe in Taehyungs und Sunas Zimmer machten. Wir wollten noch mal in den See baden gehen, bevor es dunkel werden würde. "Habt ihr eure Handtücher?", fragte Jimin und ging bereits zur Tür. Ich überprüfte noch einmal ob der Bund meiner Hose fest genug war, griff nach meinem Handtuch und nickte. Jimin sah zu Tae der ebenfalls sein Handtuch in die Luft hielt und zusammen gingen wir nach draußen. In Begleitung von Hund Charlie gingen wir schon mal zum See um dort auf die Mädchen zu warten. "Was glaubt ihr wie lange die Mädels brauchen?", fragte ich in die Runde und setzte mich aufs Gras, mein Handtuch über den Rücken gelegt. "Wir sind schon hier.", meinte Sook, die plötzlich mit Suna hinter mir stand. "Na dann kann der Spaß ja losgehen!", meinte Jimin lachend und rannte zusammen mit Taehyung auf den Steg zu, um anschließend ins Wasser zu springen. Jungsook rannte direkt hinterher zusammen mit Charlie. Allerdings hielt sie kurz vorm Ende des Stegs an, da sie es sich anscheinend doch anders überlegt hatte. Sie bremst gekonnt ab und glich ihr Gewicht mit den Armen aus, doch hatte sie den Hund nicht beachtet. Charlie konnte nicht zeitig genug bremsen und rannte direkt in sie rein. Jungsook erschrak und fiel ins Wasser. Wir alle begannen zu lachen. Auch ich stand auf und wollte zum Wasser gehen, doch blieb mein Blick bei Suna hängen. Sie stand immer noch am selben Fleck und hatte sich keinen Zentimeter bewegt. "Worauf wartest du?", fragte ich sie. "Was? Äh- nichts.", antwortete sie und sah zu den anderen, die bereits voller Elan sich gegenseitig Ärgerten und Spaß hatten. Ich zog eine Augenbraue hoch. "Und warum kommst du dann nicht mit?", fragte ich weiter. Sie seufzte. "Es war heute nicht so warm wie die letzten Tage... das Wasser ist sicherlich eiskalt.", erklärte sie schon fast jammernd. Ich begann zu grinsen und schmiss mein Handtuch zur Seite. "Jungkook? Was hast du vor?", meinte Suna und wich vor mir zurück. Ich rannte ihr hinterher und schnappte sie mir. Kurzerhand hob ich sie hoch und ging zurück Richtung Steg. Das letzte Stück legte ich einen Sprint ein und sprang mit ihr ins Wasser. Sie kreischte fürchterlich. Ich tauchte unter und ließ sie los. Zusammen tauchten wir wieder auf und fingen mal wieder an zu lachen.
    Als die Sonne dann langsam unterging und es anfing dunkel zu werden, beschlossen wir, das es langsam Zeit wäre duschen zu gehen und es sich dann gemütlich zu machen. "Seht mal!", kam es plötzlich von Jungsook, während wir beide zum Steg schwammen. "Glühwürmchen!", meinte Tae begeistert. Jungsook und ich kletterten auf den Steg und sahen uns um. Es war wie ein kleines Lichtermeer. Es war atemberaubend schön. Zusammen und begleitet von Glühwürmchen rannten wir zurück zum Haus der Kims. Suna und Tae Händchen haltend. Jimin direkt hinter ihnen. Plötzlich griff Jungsook auch nach meiner Hand und rannte los. Sie zog mich mit sich und ich ließ es mit mir geschehen. Ich war in diesem Moment einfach nur glücklich.
    Nachdem wir alle duschen waren und nach Befehl, von Taehyungs und Sunas Eltern, etwas gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Heuboden. Suna kletterte als erstes rauf und öffnete die Klappe, bevor sie verschwand. Man konnte alles noch gerade so erkennen. Inzwischen war es ziemlich dunkel geworden und man konnte auch schon den Mond sehen. Heute war Vollmond. Als vorletzter ging ich nach oben und Tae schloss als letzter wieder die Klappe. Wir alle setzten uns zu unseren Decken und suchten unser Zeug zusammen. Ich suchte so im Halbdunkel meine Taschenlampe und griff plötzlich an etwas weiches. Vor Schreck schrie ich kurz auf und Suna leuchtete mir ihrer Lampe in meine Richtung. Eine grau, gestreifte Katze blinzelte mich an. "Lovely!", meinte Tae und schnappte sie sich um sie einmal heftig zu knuddeln. "Hey lass meine Katze los! Du erdrückst sie ja gleich!"

    -Zeitsprung: 1 1/2 Woche-

    Taehyung POV

    "Hast du alles?", fragte Suna noch mal, als ich gerade noch meinen Pullover in den Rucksack steckte. Ich nickte: "Denke schon.": Gut, denk dran, Dad fährt manchmal wie ein Chaot. Komm mir bloß lebend wieder!", lachte meine Schwester. "Ach Quatsch, in der Luft kann er doch niemanden anfahren.", lachte ich ebenfalls. Sie schob mich kopfschüttelnd aus unserem Zimmer und nach unten. Eomma war arbeiten. Ich schnappte mir einen Apfel aus der Schale die auf dem Küchentisch stand und ging nach draußen. Suna drückte ich schnell noch mal kurz an mich und dann saß ich eigentlich schon im Auto. Die Zeit verging einfach so schnell nur noch ein paar Wochen und wir würden Hogwarts wieder sehen. Mein Vater startete den Motor und ich wunk Suna noch mal.
    Nach ca. einer Stunde waren wir am Ziel. Mein Vater ließ mich raus, verabschiedete mich und startete wieder den Motor. Er würde jetzt zur Arbeit fahren... Ich betrachtete das kleine, aber wunderschöne Haus vor mir. Wir waren in einem Dorf, wie es hieß ist mir allerdings entfallen. Lächelnd öffnete ich das Tor und folgte dem Weg zur Haustür. Dabei fiel mir der kleine Hund am Fensterbrett auf. Es war noch ein Welpe. Ein Berner Sennenhund. Mit großen Augen sah er mich an. Kurz blieb ich stehen und betrachtete das süße, kleine Wesen, bevor ich weiter ging und auf die Klingel drückte. Es dauerte eine Weile, bis endlich jemand öffnete. Wie ich dieses Gesicht vermisst hatte...

    25
    23. Kapitel

    "Tae! Endlich bist du da!", lachte sie. "Ja, aber für das Wort endlich, musste Ich viel zu lange an der Türe warten!", lachte auch ich. "Na los komm rein.", sagte sie und machte eine passende Handbewegung. Ich betrat den Flur und betrachtete alles. "Euer neues Haus ist echt schön.", lächelte ich verträumt, während ich mir die Bilder ansah, die an der weißen Wand hingen. Ich stellte meine Schuhe ab und folgte ihr ins Wohnzimmer. "Rachel? Wer ist da?", fragte ihre Mum aus der Küche. Wusste sie etwa nicht, das ich für ein paar Nächte bleiben würde? "Na Taehyung! Hab ich dir doch erzählt!", antwortete sie. "Achso stimmt ja. Macht nix dummes, Schatz!", erwiderte ihre Mutter nur. "Mum!" Ich schmunzelte. Plötzlich spürte ich etwas flauschiges an meinen Füßen und sah nach unten. Ich bückte mich. "Na wer bist du denn?", lächelte ich. "Also sprechen hat sie noch nicht gelernt.", lachte Rachel und schnappte mir vor den Füßen den Welpen weg. "Hey!", empörte ich mich, während Rachel einfach in einem Raum um die Ecke verschwand. Schnell folgte ich ihr und betrat ein in hellen Farben eingerichtetes Zimmer. Direkt gegenüber der Tür war ein Fenster und man konnte den Garten sehen. Und neben dem Fenster war ihr Bett. "Mach den Mund zu, Tae! Sonst fliegen noch Fliegen rein!", meinte Rachel. Ich begann zu lachen und schmiss mich neben sie aufs Bett. "Und nun erzähl mal, was hast du die Ferien so gemacht und wie heißt diese süße, flauschige Fellkugel?"

    Yoongi POV

    Ich saß in der Küche und schrieb gerade einen Brief für Namjoon, als ich plötzlich hörte, wie mein Vater nach Hause kam. Er schmiss seine Arbeitstasche in den Flur und schlurfte in die Küche. "Mach mir mal einen Kaffee.", sagte er, sah mich nicht mal dabei an und ging weiter ins Bad. "Mach doch selber!", rief ich ihm hinterher und verfasste die letzten Zeilen meines Briefes. Mein Vater kam zurück. "Nicht in diesem Ton!" Ich rollte die Augen, schnappte mir meinen Brief und wollte mich an ihm vorbei drängeln. "Yoongi!", ging mich mein Vater an. "Was!", giftete ich im gleichen Ton zurück. "Mach gefälligst was ich von dir verlange!" Wütend sah ich meinen Vater an, doch tat was er wollte. Dieser drehte sich um und ging ins Bad. Er ging duschen, wie immer wenn er nach Hause kam. Ich überlegte, wie ich es ihm dieses mal heimzahlen könnte. Konnte er denn nicht verstehen, das ich sein Sohn und nicht sein verdammter Diener bin? Also kochte ich ihm einen Kaffee. Einen ziemlich schwarzen Kaffee. Ich stellte den fertigen Kaffee auf den Tisch und verzog mich anschließend nach oben in mein Zimmer. Als ich dort ankam betrachtet ich mich in dem Spiegel, der an der Wand neben der Tür hing. Ich hatte einen blauen Fleck auf der Wange. Eigentlich dachte ich, das dieser Fleck schon längst hätte weg sein müssen, aber ich hatte mich wohl getäuscht. Schmerzhaft dachte ich daran zurück, wie Namjoon und ich nach Hause gekommen waren. Als Namjoon weg war und mein Vater sich auch irgendwann mal blicken ließ, ist er ausgerastet. "Sag mal bist du ein Mädchen! Dafür verschwendest du dein Geld! Sag mal du spinnst doch!", ist mich mein Vater angegangen. Es hatte ihm gar nicht gefallen, das ich nun nicht länger schwarze Haare habe, sondern Blaue. Direkt nach seinen Worten hat er ausgeholt und mir eine heftige Ohrfeige verpasst. Seitdem trage ich diesen blauen Fleck mit mir rum. Ich seufzte und griff nach dem Leimstift auf meinem Schreibtisch, klebte den Brief zu und pfiff nach meiner Eule. Danbi war ihr Name. Seit dem ersten Jahr in Hogwarts lebt sie nun mit mir. Sie kam angeflogen und sah mich mit ihren großen, runden Augen an. Ich schmunzelte, meine kleine Danbi. Ich gab ihr den Brief und flüsterte "Namjoon". Zu oft schickte ich sie dort hin...
    Ich ging nach unten und wollte eigentlich nur meine Wasserflasche holen, die ich unten in der Küche vergessen hatte, doch sah mich mein Vater finster an, als ich die Küche betrat, weshalb ich wieder umdrehte. "Yoongi! Komm sofort hier her!", ertönte es hinter mir. Ich atmete einmal durch und tat was er verlangte. "Bist du selbst zu unfähig einen Kaffee zu kochen?", fragte er mich und deutete auf die Tasse vor sich. Doch hatte ich mein Ziel erreicht, denn hielt mein Vater eine andere Tasse in der Hand. Er hatte sich selbst einen Kaffee gemacht. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. "Grins' nicht so blöd! Und außerdem... was ist das! Ich dachte du könntest dich wenigstens benehmen?" Er hielt mir einen Zeitungsartikel unter die Nase. Mir blieb der Mund offen. Wann? Wie? Wann hatten uns die Muggle bitte fotografiert? Es war ein Bild von letztens. In McDonald's. Man konnte sehen wie wir uns mit den Mädchen stritten. Ich riss meinem Vater die Zeitung aus der Hand und las.

    Sie glauben ja nicht was mir gestern passiert ist. Genüsslich saß ich bei McDonald's und wollte meinen BigMac essen, als sich plötzlich ein paar Jugendliche anfangen zu streiten. Sie unterhielten sich ziemlich lautstark und zogen einige Aufmerksamkeit auf sich. Doch sie schienen es nicht zu merken. Es ging ziemlich weit. Sie wurden lauter und benutzen Schimpfwörter. Es baute sich immer mehr auf, bis die Besitzerin sie endlich Rausschmiss. Doch was heißt endlich? Wer will denn nicht wissen was dahinter steckt? Wer weiß, vielleicht entwickelt sich ja eine dramatische Lovestory? Oder eine Hassliebe entsteht? Man weiß ja nie. Ich halte sie wie immer auf dem Laufenden.
    04.06.2020, Johnny Cash


    Eine Lovestory? Hassliebe? Dieser Johnny hat sie ja wohl nicht mehr alle! Ich schnaufte und schmiss die Zeitung auf den Küchentisch. "Du glaubst den Scheiß doch nicht etwa?"

    Seokjin POV

    Ich ging nach oben in mein Zimmer, schnappte mir mein Tablet und ging auf Video Chat mit Hobi. Keine 5 Sekunden klingelte es und ich sah sein Lächeln auf dem Bildschirm. "Hey, und wie geht's?", fragte Hoseok mich direkt. "Ganz gut und dir?", antwortete ich und trank einen Schluck von meinem Tee. "Auch bestens. Kommst du langsam klar mit der Technik?", lachte mein bester Freund. "Naja es gibt hin und wieder ein paar Schwierigkeiten.", meinte ich und kratzte mir verlegen am Hinterkopf. "Ach das wird noch. Ich glaub an dich.", lächelte Hobi. Ich lächelte ebenfalls. Letztes Jahr hatten wir mir ein Tablet und ein Handy gekauft. Da Hoseok in einer Mugglefamilie lebt, kennt er sich mit dieser Technik ziemlich gut aus. Ich muss sagen eigentlich ist es echt praktisch, aber manchmal bevorzuge ich doch lieber Briefe. "Also, warum rufst du an?", fragte mich mein Gegenüber nun. Ich seufzte. "Es ist wegen meiner Mum! Ich weiß nicht mehr was ich machen soll... Ich habe ihr essen gekocht, Tee gemacht, ich habe ihr alle Wünsche erfüllt und sie sitzt trotzdem unten und weint!" Hoseok betrachtete mich und es herrschte kurzes Schweigen. "Sorry, das ich mich schon wieder bei dir ausheule, aber zur Zeit ist es wieder schlimmer geworden.", seufzte ich. "Du weist, ich immer für dich da bin, also...", er überlegte, das sah ich ihm an. Und ich war ihm gerade so dankbar dafür. Vor genau drei Jahren ist mein Vater gestorben... "Wie wäre es, wenn du einfach für sie da bist? Bei ihr? Ihr Gesellschaft leisten?", fragte mein bester Freund. Ich nickte. "Ja schon, aber was mache ich, wenn ich irgendwann mal ausziehe? Eine Freundin oder eine Familie habe? Ich kann nicht immer für sie da sein!", meinte ich niedergeschlagen. "Ich weiß, warum du nicht darunter gehen willst, also werde ich dich auch nicht zwingen. Ich werde dich nur etwas ablenken.", lächelte er. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Er kannte mich einfach zu gut. Die Angst zu sehen, wie meine Mutter da unten ist und weint. Die Erinnerungen, die dabei hochkommen. Ich will es einfach nicht mehr. Ich kann es einfach nicht mehr. Zu sehr habe ich meine Mutter schon leiden gesehen... Plötzlich krachte es bei Hobi. Erschrocken sah ich auf und sah wie Hoseok ebenfalls erschrocken da saß. Er drehte den Kopf zur Tür und sprang auf. "Suji! Was machst du denn für Sachen?", lächelte er und half seiner Schwester auf. Er hob sie hoch und setzte sich wieder auf seinen Schreibtischstuhl. Suji auf seinem Schoß. "Sag Hallo zu Jinnie.", lächelte er sie an und die kleine wunk mir mit ihren Patschehändchen. Für ihr Alter war sie ziemlich klein. "Also was ist passiert, dass du hingefallen bist?", fragte er nun die Kleine. "Naja ich wollte deine Tür auf machen, aber bin nicht richtig an die Türklinke 'ran gekommen. Und dann bin ich halt hingefallen.", meinte sie und tatschte dabei die ganze Zeit auf Hobis Schreibtisch rum. "Na so ein Tollpatsch.", lachte ich. "Ich bin nicht tollpatschig!", nuschelte sie und verschränkte beleidigt die Arme. "Das hat Jinnie doch nicht böse gemeint.", lachte Hobi und streichelte ihr übers Haar. Sie sah ihn kurz an und krabbelte dann von seinem Schoß. "Ich geh zu Mama.", sagte die kleine und marschierte davon. "Wie süß, ich wünschte ich hätte auch Geschwister.", schmunzelte ich. "Ja, o-", wollte mein Freund gerade antworten, als Suji plötzlich rief. "Du hast die Tür wieder zu gemacht!"

    Hey Leute.... wie findet ihr den Zeitungsartikel? Er ist schrecklich oder? 😅😂 Ich hab mein bestes versucht, aber naja... nehmt mir das nicht böse. Es geht schließlich nur um den Inhalt.
    Wie auch immer, ich würde mich über ein paar Kommentare und Meinungen freuen. Bewertungen natürlich auch. 😊💓

    Und wie Jimin so schön sagt: you're nice, keep going 💞

    Ich hoffe euch geht es allen gut.
    LG eure Lea♡

    26
    24. Kapitel

    -Zeitsprung: 3. Schulwoche-

    Zusammen mit Hoseok war ich gerade auf dem Weg in die Bücherei. Es ist Donnerstag und wir haben Hausaufgaben bis morgen. Hausaufgaben, die wir nicht verstehen. Also wo findet man die beste Hilfe? In schlauen Büchern. Hoseok ging vor, während ich ihm einfach nur folgte. "Kräuter... Kräuter... Kräuter...", murmelte mein bester Freund als er die Regale ab ging. "Ah Kräuter! Ich hab's gefunden.", lächelte er mich an. Wir gingen den Gang entlang und sahen uns die Aufschriften der Bücher an. "Wo genau müssen wir eigentlich gucken? Also wenn wir die Teufelsschlinge finden wollen?", fragte ich und wünschte, das ich einmal in meinem Leben in Kräuterkunde zugehört hätte. Hatte ich aber nicht und nun waren wir hier. Hoseok lachte. "Vielleicht unter lebende Pflanzen?" Ich schmunzelte über seinen Witz und suchte weiter.
    Als wir fertig waren mit unseren Hausaufgaben, klappte Hobi erleichtert das dicke Buch zu. "Endlich geschafft.", seufzte er erleichtert und ich nickte. Er nahm das Buch und schaffte es an seinen Platz zurück. Währenddessen sah ich mich etwas um. Mein Blick blieb auf einem kleinen, bunten Buch hängen, das ein Klipser als Verschluss hatte. Ich stand auf und wollte es mir ansehen. Es war schön verziert mit Zeichnungen. Es waren drei Mädchen in dem Style eines Anime/Manga Charakters. Ich klappte es auf und zu sehen war eine wunderschöne Handschrift. "Was machst du da?", fragte mein bester Freund, der plötzlich hinter mir stand. Ich zuckte vor Schreck zusammen und las die erste Zeile... Mein liebes Tagebuch. Schnell klappte ich es zu und sagte Hobi, was los war. "Wer lässt bitte sein Tagebuch irgendwo liegen?", fragte Hoseok und sah mich skeptisch an. Ich zuckte die Schultern und öffnete das Buch erneut. Ich blätterte so lange, bis ich eine Unterschrift fand. Meggie Storm. Ich drehte das Buch in meiner Hand und betrachtete es erneut. Unten in der Ecke war das Huffelpuff Symbol gezeichnet. "Sie ist eine von uns.", murmelte ich. "Was?", fragte mein Gegenüber verwirrt. "Meggie Storm, Hufflepuff.", erwiderte ich. "Und wie sollen wir herausfinden, wer das ist?", fragte Hoseok erneut. "Wir könnten Suna und Jungsook fragen, da der Anfang der zweiten Zeile mit 'Mein zweites Schuljahr' anfängt.", erklärte ich. "Du hast es aber nicht gelesen, oder?", fragte Hobi und sah mich ernst an. Ich schüttelte den Kopf und zusammen verließen wir die Bibliothek.

    Suna POV

    Schnell eilte ich den Hang hinunter. Hoffentlich war Taehyung wirklich bei Hagrid. Als ich an Hagrids kleiner Hütte ankam, klopfte ich und wartete, doch öffnete keiner. Ich ging also weiter. Wo könnten sie sein? Ich ging weiter und weiter, achtete nicht darauf wohin mich meine Füße trugen. Und kam letztendlich beim See raus. Ich setzte mich und betrachtete das ruhige Wasser. Es war immer noch warm und das, obwohl wir inzwischen schon Oktober haben. Lange saß ich da, beobachtete das Wasser, hörte den Wellen zu, den Grashalmen, die im Wind wehten. Wie hatte ich das vermisst. Irgendwann entschloss ich zurück zum Schloss zu gehen und überlegte krampfhaft, warum ich meinen Bruder so dringend gesucht hatte. Warum? Warum war ich wie so eine Verrückte auf der Suche nach ihm gewesen? Es ist mir entfallen. Ich betrat den Schulhof, das Erdgeschoss und machte mich auf den Weg zu den Treppen. Komplett in Gedanken lief ich einfach den Gang entlang, bis plötzlich jemand an meine Schulter lief. Ich hielt sie mir kurz, da es nicht gerade ein sanfter Stoß war und sah dann auf. War es nicht normalerweise ICH die IHN anrannte? Und nicht er mich? Wir starrten uns kurz an, dann drehte er sich um und folgte seinem Weg. Verwirrt sah ich ihm nach. Er drehte sich noch einmal um, bevor er los rannte. Wieso rannte er? War der Schmerz deshalb so stark? War er vorher auch gerannt? Seit wann machte er sich diese Mühe? Ich schüttelte nur den Kopf und ging weiter.

    -Am Abend-

    Ich kam völlig K.O vom Abendessen in den Schlafsaal und schmiss mich auf mein Bett. Lilli wollte später nachkommen. Sie wollte noch irgendwas von diesem Michael. Ich starrte die Wand an, als mich plötzlich jemand ansprach. "Du? Suna?" Ich sah auf. Warum hatte ich nicht mitbekommen, das Yuna und Rosalie auf ihren Betten saßen? "Ja?", fragte ich verwirrt. "Wir ähm.. wir wollten fragen, ob wir am Samstag vielleicht etwas zusammen unternehmen wollen?", fing Yuna an. "Also natürlich nur wenn ihr wollt.", vervollständigte Rosalie. Ich sah sie mit offenem Mund an. Haben sie das gerade wirklich gefragt? Letztes Jahr hatten wir uns durchgängig ignoriert... Da gab es maximal einen kleinen Wortwechsel. "Ich weiß das klingt jetzt vielleicht komisch, aber wir würden euch vielleicht gern kennen lernen wollen. Weil, ich meine wir werden uns diesen Raum noch ein paar Jahre gemeinsam teilen.", erklärte Yuna. Ich nickte langsam. War verständlich. "Ich werde mit Lilli darüber reden.", antwortete ich und die zwei klatschten sich vor Freude in die Hände. Ich lächelte kurz und sie verschwanden. Wie immer verließen sie den Raum. Komisch. Wenn sie uns doch kennenlernen wollen, wäre es da nicht sinnvoller jetzt auch mit mir zu reden? Naja. Erleichtert, dass sie es nicht taten, da ich gerade auf gar nichts mehr Lust hatte, schnappte ich mir mein Handy. Wir hatten uns inzwischen alle an diese Dinger gewöhnt, allerdings war es nicht gerade schlau sie im Schulhaus mit herum zu tragen. Die Slytherin würden über uns herziehen, die Lehrer oder Filch es vielleicht einziehen. So hatten wir also beschlossen, sie in den Zimmern zu lassen. Ich öffnete Whatsapp und ging auf meinen Chat mit Jungsook. Ich hatte sie 'SOOKIE♡♡' eingespeichert. Wenn sie das rausfindet, würde sie mich sicherlich umbringen. Ich schrieb ihr schnell eine Nachricht, das sie sich melden soll, wenn sie wieder im Gemeinschaftsraum ist und legte das Ding dann wieder weg.
    Am nächsten Morgen wachte ich auf. Ich hatte noch immer die selben Sachen wie gestern Abend an. Verwirrt blinzelte ich. Rosalie und Yuna waren nicht da und Lilli schlief noch seelenruhig. Ich sah auf mein Handy und dessen Uhr. 4.32. Warum zum Teufel bin ich schon wach? Ich wünschte gerade Lovely wäre hier. Ich vermisste ihr weiches Fell und ihr schnurren. Es half mir immer beim einschlafen...
    Ich stand auf und ging ins Bad. Nach dem duschen, föhnte ich meine Haare und putzte meine Zähne. Plötzlich stand Lilli neben mir. "Kannst du deine Haare bitte nicht 5 Uhr am Morgen föhnen?", fragte sie und sah mich verschlafen und mit verwuschelten Haaren an. Einige der schwarzen Strähnen hingen in ihrem runden, niedlichen Gesicht und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. "Wo sind eigentlich Rosalie und Yuna?", fragte sie und drehte wieder um, Richtung Bett. Ich zuckte die Schultern. "Wusstest du, das die beiden ein Wochende mit uns verbringen wollen, um uns besser kennen zu lernen?", fragte ich anschließend, nachdem ich die Zahnpasta ausgespuckt hatte. Ich wusch die Zahnbürste ab und stellte sie zurück, in mein und Lillis Glas. "Was wollen sie?", fragte Lilli müde und drehte sich wieder zu mir. Ich bekam einen unwillkürlichen Lachanfall und krümmte mich vor lachen. "Und was war daran jetzt bitte so lustig?", fragte Lilli verwirrt. Ich stellte mich wieder auf, atmete einmal durch und machte eine abwertende Handbewegung. So verschlafen war sie zu niedlich. "Sie wollen ein Wochende mit uns verbringen.", wiederholte ich. "Und wofür?", fragte Lilli erneut. Ich verdrehte die Augen. "Um uns kennen zu lernen." "Bin ich die einzige, die das merkwürdig findet?", meinte Lilli daraufhin und sah mich stirnrunzelnd an. "Ich weiß nicht, aber schaden kann es glaube ich nicht.", sagte ich und zuckte die Schultern.

    Rachel POV

    "Und dann schneidet ihr die Bohnen vorsichtig, ich betone VORSICHTIG durch. Man kann die aber falls es sich als zu schwierig erweist auch zerdrücken. Da tritt der Saft auch ziemlich gut aus.", erklärte Professor Slughorn gerade. Ich gähnte und sah hinüber zu Tae. Er arbeitet zusammen mit Karoline aus Hufflepuff. Ich mag sie nicht. Gar nicht. Jake, ebenfalls Hufflepuff, kam als mein Partner wieder zu mir. "Hier sind die Bohnen. Willst du oder soll ich es mal versuchen?", fragte er mich mit einem lieben Lächeln. "Mach du ruhig.", antwortete ich trocken. Er sah enttäuscht zu Boden. "Entschuldige, ich wollte nicht, dass es so undankbar klingt.", meinte ich schnell. "Ist schon okay.", lächelte er wieder und fuhr fort mit seiner Arbeit. Mein Blick schwiff wieder zu Tae, der gerade mit Jimin tuschelten und anschließend beide lachten. Ich liebe sein Lachen. Es ist so sanft und so herzlich. Plötzlich wedelte eine Hand vor meinem Gesicht. "Hallo? Rachel? Kannst du mir bitte das Messer reichen?", fragte Jake. "Was? Äh.. ja natürlich.", reagierte ich schnell und gab ihm das Messer. "Danke.", antwortete er. Ich nickte nur bescheiden ab. "Seid ihr gut befreundet?"

    27
    25. Kapitel

    Verwirrt sah ich ihn an. "Du und Taehyung.", antwortete er und deutete in seine Richtung. Mir schoss die Wärme in die Wangen. Er hatte das mitbekommen, wie ich ihn beobachtet hab! Ich sah nach unten. "Wir sind normale Freunde.", sagte ich. "Okay.", war seine einfache Antwort. "Ja.", flüsterte ich, doch hoffte ich innerlich da wäre mehr, zwischen mir und Tae.

    Namjoon POV

    "Jason! Fang!", rief ich und warf den Quaffel zu Jason. Dieser flog gekonnt um Johnny herum, fang den Quaffel und schoss an Kim gekonnt vorbei. Quidditch Training. Ich landete und schlug mit Jason ein. Er ist der beste im Team. "Johnny, ich bin dafür das du einen Treiber übernimmst. Kim ebenfalls.", sagte Jason. Als unser bester Spieler war er auch der Anführer. "Wer soll dieses Jahr der Sucher sein, wirst du das machen?", fragte ich ihn, doch schüttelte er den Kopf. "Meine kleine Schwester wird das übernehmen.", antwortete er und ging weiter zu David. Ich lief hinterher. "Deine Schwester?", fragte ich. "Ja, sie ist seit diesem Jahr in Hogwarts und ich hab mit Slughorn gesprochen. Das geht klar.", antwortete er. "David, du bleibst mit Namjoon Jäger. Wenn ich Yuta finden sollte, er ist der dritte.", meinte Jason und stellte seinen Besen ab. "Wo ist Yuta überhaupt?", fragte David. "Nachsitzen.", meinte Jason nur und nahm seine Schützer ab. "Das Training ist vorbei, ihr könnt gehen. Nächstes mal, nehmt ihr eure neuen Positionen ein.", ergänzte er noch und ging. Stimmt. Jason wollte noch wohin. Wohin, hatte er allerdings nicht erwähnt. Ich nahm meine Schützer ebenfalls ab und flog hoch zu Yoongi. "Na hat unser Zuschauer geschlafen oder auch was mitbekommen?", lachte ich ihn an, als ich auf den Tribünen landete. "Stell dir vor ich war sogar wach.", antwortete mein bester Freund und blinzelte mich durch die blauen Strähnen an. Sein blauer Fleck im Gesicht war Gott sei Dank schon längst verschwunden. "Wie hat Jason euch aufgeteilt?" "David, Yuta und ich werden die Jäger, Kim und Johnny sind Treiber und seine Schweter wird Sucher.", meinte ich. "Und Jason?" "Keine Ahnung, vielleicht macht er den Hüter?", zuckte ich die Schultern. Er schwieg. "Du wärst viel besser als Johnny. Warum kommst du nicht ins Team?", fragte ich Yoongi. "Ich hab das Auswahltrainig verpasst.", antwortete er nur, stand auf und machte sich auf den Weg nach unten. "Außerdem ist es viel zu hektisch.", rief er noch, ich schüttelte den Kopf und flog nach unten. Zusammen gingen wir zurück in den Gemeinschaftsraum. "Wann gehen wir Essen?", fragte ich. Das Training hatte mich hungrig gemacht. "Um 8 reicht, oder?", fragte Yoongi und ich sah auf die Große Uhr, die unseren Schulhof verzierte. Das wäre in 20 Minuten. Passt, dachte ich.
    Nachdem wir Essen waren, gingen wir zurück in den Gemeinschaftsraum. "Gehen wir morgen mit nach Hogsmeade?", fragte ich Yoongi und streckte mich währenddessen. "Klar, warum nicht?", antwortete Yoongi und öffnete die Tür zu unserem Schlafsaal. Als ich da rein sah, dachte ich, ich seh nicht richtig. "Was ist denn hier passiert!", fragte Yoongi und starrte in unser verwüstetes Zimmer. Auf meinem Bett saß ein schwarzes Wesen mit Schnabel und kaute an meinem uralten, vergoldeten Kompass, den mir meine Mum als kleines Kind mal geschenkt hatte. Ich lief direkt zu diesem Vieh und zog an dem Kompass. "Gib das her! Das gehört mir!", rief ich, doch knurrte mich dieses Vieh bloß an und zog noch fester. Yoongi suchte anscheinend irgendwas. "Bei meinem Tagebuch fehlt das Schloss.", knurrte er leise. Wenn ich mich recht erinnere meinte er das Goldene Schloss, das wir zusammen gekauft hatten. Während ich immer noch mit diesem Wesen um meinen Kompass stritt, kam Luca in unseren Schlafsaal. Als er das Chaos und mich sah, wurde er böse. "Chan! Ich hab dir doch gesagt du sollst das nicht machen!", rief er und lief auf dieses Wesen zu. Gerade wollte er es greifen, da ließ es meinen Kompass los, ich fiel nach hinten und rannte unter mein Bett. "Luca, was ist das!", fragte Yoongi. Luca kratzte sich verlegen am Hinterkopf. "Das ist mein Niffler, Chan. Ich weiß, er dürfte eigentlich gar nicht hier sein, aber könnt ihr mir bitte helfen?"

    Suna POV

    Ich saß mal wieder am See und beobachtete dieses mal die Schwäne, die ruhig über den See schwammen. "Hey.", meinte jemand und setzte sich neben mich. Verwirrt sah ich auf. Ein Mädchen mit kurzen, aschblonden Haaren saß neben mir. Ich erinnerte mich an sie. Es war Mary. Mary Gunnarsen. "Hey.", antwortete ich und sah wieder zum See. "Du bist Suna, stimmt's? Die immer Ärger hat mit diesen Slytherin.", fragte sie. Ich nickte. "Mir haben die Zwillinge auch einen Streich gespielt", seufzte sie, "der war nur nicht so hart wie deiner." "Es war nicht fair, das ist alles. Aber das sind nun mal Levi und Liam. Was soll man da machen.", sagte ich und sah sie immer noch nicht an. Sie tat es mir gleich und sah ebenfalls auf den See. "Hast du dieses Wochenende schon was vor?", fragte sie. "Ja, die zwei Mädchen, Rosalie und Yuna, aus meinem Schalfsaal, wollen etwas mit Lilli und mir machen.", sagte ich. "Rosalie und Yuna? Sei vorsichtig mit den beiden. Die sind verdammt falsche Schlangen.", meinte sie und sah mich an. Ich sah sie ebenfalls an. "Wie meinst du das?", fragte ich verwirrt. "Letztes Jahr waren sie meine besten Freundinnen. Da war ich ihnen wahrscheinlich gut genug. Dieses Jahr sind es wieder irgendwelche anderen." Ich nickte als Zeichen, das ich verstanden hatte und drehte meinen Blick wieder Richtung See. Wir schwiegen. "Du bist oft hier, oder?", fing Mary plötzlich wieder an. "Ja, ich finde die Wellen und den Klang von den Grashalmen sehr beruhigend. Ich komme gerne hier her um runter zu fahren. Außerdem erinnert es mich an Zuhause. Da haben wir auch einen See, aber der hier ist größer.", erzählte ich. "Ich finde die Wellen auch beruhigend. Ich komme immer zum Nachdenken hier her." "Zum Nachdenken?", fragte ich neugierig. Sie nickte. "Warum bist du dann heute hier?", wollte ich von ihr wissen. "Ach mein Bruder der ist ein Jahr über uns und hat jetzt eine Freundin. Er ist unerträglich.", seufzte sie und lächelte anschließend. "Wie heißt denn dein Bruder?" "Maxim. Er ist jetzt mit Bella Kan zusammen. Sie ist in seinem Jahrgang und auch Gryffindor.", murmelte sie. "Ich kenne beide nicht.", sagte ich und zuckte die Schultern. "Ist vielleicht auch besser so.", lachte sie. Ich stieg in dieses Lachen mit ein. "Du kommst aus einer Asiatischen Familie, oder?", fragte Mary plötzlich. "Koreanisch, wenn du es genau nimmst.", lächelte ich. "Ihr wohnt aber nicht in Korea, oder? Das ist doch viel zu weit weg!" Ich schüttelte den Kopf. "Nein, wir leben in der Nähe von London.", erwiderte ich. Sie nickte. "Und du? Wo kommst du her?", fragte ich. "Norwegen. Meine Familie kommt aus Norwegen und wir wohnen auch da. Ich liebe die Natur. In Norwegen findest du die schönsten Seen und Landflächen. Außerdem haben wir die tollsten Winter.", schwärmte sie und ich musste lachen. "Was ist?" "Ach nichts. Ist nur schön zu sehen, wie du deine Heimat liebst.", sagte ich und sie sah schüchtern zu Boden. "Glaubst du es wird jemals wieder so etwas passieren, wie Voldemort oder Grindelwald?", fragte sie nach einer Weile. Erschrocken sah ich sie an: "Wie kommst du denn darauf?" "Ich weiß nicht. Ich hab halt einfach Angst, das so etwas wieder passiert. Alleine schon weil meine Familie...", sie brach ab. "Was ist mit deiner Familie?", fragte ich vorsichtig. "Wenn man unseren Stammbaum betrachtet findet man einige die Grindelwald gefolgt sind... aber auch zwei Todesser.", erklärte sie. Ich nickte. "Es ist deine Entscheidung, wie du handelst. Lass dich nicht von der Vergangenheit deiner Familie leiten.", versuchte ich sie aufzumuntern. "Mit dir kann man echt gut reden, weißt du das?", flüsterte sie, dann sprach sie weiter. "Ich weiß. Aber was ist, wenn diese Leute, ich nenne sie mal die Bösen, irgend etwas vorweisen, was mich überzeugt? Ich meine sie dir doch mal Grindelwald an! Das Ziel was er hatte, war meiner Meinung nach, nicht komplett falsch. Nur das er nicht unbedingt das gemacht hat, was er sagte. Das ist was mir so Angst macht. Ich meine Freiheit für die Zauberer. Wer will das nicht... aber..." Sie seufzte. "Hey, so etwas wird nicht wieder vorkommen. Grindelwald und Riddle sind tot. Die kommen nicht wieder. Und all' ihre Gefolgsleute sitzen in Azkaban. Du brauchst dir darüber keine Gedanken machen.", meinte ich und zog sie zu mir in eine Umarmung. "Danke, Suna. Du musst wissen, dass ich bis jetzt mit noch niemanden darüber gesprochen habe. Ich habe das Gefühl, das ich dir vertrauen kann. Ich hoffe du verstehst das..."
    Nachdem wir uns noch eine ganze Weile unterhalten hatten, gingen wir zusammen zum Gemeinschaftsraum und verabschiedeten uns dort. "Man sieht sich.", sagte Mary. "Ja, bis bald.", erwiderte ich und wir gingen jeder in unsere Schlafsäle. Ich sah auf die Uhr es war bereits 1 Uhr morgens. Die anderen drei schliefen schon. Leise schlich ich mich also ins Zimmer und anschließend ins Bad. Irgendwann fiel ich dann totmüde ins Bett. Was ein Tag.

    28
    26. Kapitel

    -Nächster Morgen-

    Ich wachte auf und rieb mir die Augen. Der erste Bilck galt der Uhr. Es war bereits 9.35 Uhr. Lilli kam gerade aus dem Bad und putzte ihre Zähne. "Morgen.", nuschelte sie. "Guten Morgen.", lächelte ich. Sie ist eine der Menschen, die vor dem Essen Zähne putzen. Ich stand auf und streckte mich. "Wo sind Yuna und Rosalie?", fragte ich und betrachtete die leeren Betten. Lilli zuckte die Schultern. Ich zog meinen Koffer unter dem Bett hervor und öffnete ihn. Was sollte ich anziehen? Ich sah aus dem Fenster die Sonne schien und es sah warm aus, doch war schon Ende September. In ein paar Tagen ist Oktober. Lilli kam aus dem Bad, sie hatte passend zu ihren schwarzen Haaren, schwarze Hosen mit Löchern an den Knien an. Noch dazu ein knallig rosanes Shirt. Die Schuhe in einem pastell Rosa. Ich sah zurück in meinen Koffer und anschließend in den Spiegel neben meinem Bett. Meine braunen Haare standen gefühlt in alle Richtungen. Also entschied ich mich dafür, zuerst meine Haare etwas in Ordnung zu bringen. Nach 5 Minuten stand ich wieder vor meinem Koffer. Ich entschied mich letztendlich ebenfalls für eine schwarze Jeans, dazu meine weißen Sneaker und meine rot, schwarz karierte Lieblingsbluse. Meine Haare hatten sich nach dem kämmen wieder leicht gewellt. Zufrieden betrachtete ich mich im Spiegel. "Du solltest mehr Farbe tragen. Steht dir auch super.", sagte Lilli, die meine kleine Krise anscheinend mitbekommen hatte. "Findest du?", fragte ich. Sie nickte und hockte sich zu ihrem Koffer. "Probier den hier demnächst mal, ich bin sicher, das steht dir super.", meinte sie und drückte mir einen gelben Pullover mit weißen Ärmeln in die Hand. Ich legte ihn auf mein Bett und fragte: "Gehen wir jetzt bitte Essen? Ich hab solchen Hunger!" Lilli fing an zu lachen. "Na los, dann gehen wir mal. Ich will ja nicht, das du verhungerst." Gespielt beleidigt sah ich sie an und verließ nach ihr den Schlafsaal.
    Wir setzten uns an einen freien Platz und nach kurzer Zeit kamen Rosalie und Yuna zu uns. "Hey.", begrüßten sie uns im Chor. "Hey.", antworten Lilli und ich einfach. "Also wegen heute... Wir hatten überlegt, das man ja zusammen mit nach Hogsmeade gehen könnte.", begann Yuna. "Aber ist das nicht erst ab dem 3. Jahr erlaubt?", fragte ich verwirrt. Doch schüttelte Rosalie den Kopf: "McGonagall hat das aufs 2. Jahr geändert, weil sie die Schüler da ja eigentlich auch schon kennen und wissen ob sie ihnen Vertrauen können oder nicht." "Aber dazu brauchen wir doch eine Bestätigung der Eltern? Oder nicht?", fragte Lilli ebenfalls verwirrt. Yuna rollte mit den Augen. "Dann nehmen wir halt einen der Geheimgänge nach draußen." Ich sah zu Lilli und sie zu mir, ich sah ihr an, das sie das selbe dachte wie ich. Das könnte ja mal heiter werden. "Können wir nicht einfach hier bleiben?", fragte ich. "Und was wollt ihr hier bitte machen?", fragte Suna übertrieben. "Naja man könnte zum Quidditch Feld gehen, an den See, die Bücherei, der Raum der Wünsche,...", zählte ich auf, was mir einfiel. "Ja oder der Astronomieturm, man könnte auch hier in der Großen Halle bleiben oder zu Hagrid gehen. Es gibt doch so viele Möglichkeiten.", ergänzte mich Lilli. Yuna und Rosalie sahen sich an. "Na wenn ihr meint." Ich seufzte innerlich. Wie man merkte gab es einen Grund, warum wir nie wirklich Kontakt miteinander hatten. "Wo würdet ihr denn hingehen?", kam uns wenigstens Rosalie etwas entgegen. "Was haltet ihr vom See? Da könnten wir es uns mit ein paar Decken gemütlich machen und quatschen. Uns auch mal richtig kennen lernen.", schlug ich vor. Rosalie nickte sofort, während Yuna nur widerwillig zustimmte.
    Also saßen wir nach dem Frühstück alle zusammen am See. "Habt ihr eigentlich Geschwister an der Schule?", fragte Rosalie. "Ja, einen Bruder. Er ist 4. Klasse.", antwortete ich und Lilli schüttelte den Kopf. "Ihr?", fragte ich. "Yuna hat einen Bruder in der 7. und ich eine Schwester in der 5.", erzählte Rosalie. Ich nickte und sah raus auf den See. "Habt ihr irgendwelche Hobbys?", fragte Yuna. Ihr Ton klang meiner Meinung nach etwas genervt, es könnte aber auch Einbildung gewesen sein. "Naja direkt Hobby jetzt nicht, aber ich beschäftige mich gerne mit Pflanzen und Garten. Mein Vater ist auch so.", lächelte Lilli schüchtern. Ich sah zu Rosalie. "Ich zeichne für mein Leben gerne und probiere neue Zaubersprüche aus.", erwiderte sie. "Und du, Yuna?", fragte ich. "Ich spiele gern Quidditch.", antwortete sie. "Du bist aber nicht in unserem Team?", meinte ich verwundert. "Ja, weil die zu dumm sind um mein Talent zu erkennen.", meinte sie daraufhin genervt. "Und du, Suna, was ist mit dir?", fragte Rosalie. Ich zuckte die Schultern. "Ich weiß nicht so recht. Ich bin halt gerne mit meinem Bruder unterwegs oder mit Jungsook. Jimin und auch Jungkook." "Apropo... gibt es irgendwelche Jungs an der Schule, die ihr süß findet?", grinste Yuna plötzlich. Lilli und ich sahen uns an. Gab es da welche? "Naja,... Also wenn ich ehrlich bin... finde ich Jungwoo aus der 3. ganz süß.", begann Lilli. Ich sah sie überrascht an. Bitte WEN! Sie schien meinen Blick war zu nehmen und begann zu schmunzeln. Damit schenkte sie mir einen 'Erkläre-ich-dir-später'-Blick. "Und du, Suna?", fragte Rosalie. "Naja... also wenn ich ehrlich bin... habe ich da noch gar nicht drüber nachgedacht." Rosalie und Yuna sahen mich kurz geschockt an. Was war bitte falsch daran? "Und ihr? Wen findet ihr toll?", fragte ich um die Aufmerksamkeit los zu werden. "Also mein absoluter Favorit ist ja Namjoon. Ich meine hast du ihn mal gesehen, wie er immer bei Quidditch spielt? Außerdem sieht er so, so toll aus. Seine Familie ist reich. Was will man mehr?", antwortete Yuna sofort. Etwas überheblich, wenn ihr mich fragt. Aber das tat ja wieder keiner. Aber mal ernsthaft? Namjoon? Was ist an dem bitte so toll? "Rosalie?", fragte ich dann weiter. "Also ich persönlich habe zwei, die ich ganz süß finde.", begann sie. "Zum einen Christoph aus Hufflepuff und zum anderen Yoongi.", meinte sie verträumt. Okay... wie auch immer das funktioniert, aber wie kann man solche arroganten Arschlöcher mögen? Geschweigeden von lieben? "Also los Suna. Denk' doch mal nach. Da muss es doch irgendeinen Typen geben, den du süß findest.", meinte Yuna plötzlich, doch schüttelte ich nur den Kopf. Nach gefühlt einer schweigenden Ewigkeit, wo keine Gesprächsthemen mehr gefunden wurden. Beschlossen wir, unsere Wege für heute zu trennen. Zusammen mit Lilli ging ich in unseren Schlafsaal. "Was war das für ein sinnloser Morgen.", murmelte ich und schmiss mich auf mein Bett. "Ach komm, Rosalie ist doch okay.", meinte Lilli. "Ja, mag sein, aber sie mag Yoongi. Zu viel des Guten.", erwiderte ich. "Was machst du jetzt?", fragte Lilli plötzlich. "Weiß nicht, wahrscheinlich hier liegen bleiben." "Okay, ich geh etwas raus. Also bis später.", antwortete Lilli und war auch schon weg. Verwirrt sah ich ihr hinterher. Komisch. Ich ließ mir Yunas Frage noch mal durch den Kopf gehen. Gab es einen Jungen, den ich mochte? Ich meine Kontakt hab ich ja eigentlich nur wirklich mit Tae, Jungkook und Jimin. Ab und zu die Jungs aus meiner Klassenstufe, aber das war's. Diese Jungs in meinem Alter sind so kindisch. Letztens in Zaubertränke haben sie sich darüber lustig gemacht, wie ein Mädchen, das ich nicht kannte, den Rock ihrer Schuluniform trägt. Komplette Dummheit, wenn ihr mich fragt, aber okay. Meine Gedanken schwiffen zurück zu Jungsook und ihren Brüdern. Ich musste direkt wieder an die Ferien denken und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Alleine der erste Tag, wo die Jungs diese Mehlschlacht veranstaltet hatten. Oder Shoppen, die Nacht auf unserem Heuboden. Es waren schon schöne Erlebnisse. Mir schossen ein paar Bilder in den Kopf. Jungsook und ich beim Shoppen, die Tage, wo die Jungs und wir in der Küche standen und unser bestes gegeben haben. Wie Jungsook und ich am Fenster saßen uns unterhalten und den Jungs beim Wäsche aufhängen zugesehen haben. Ich schmunzelte. Doch änderten sich diese Bilder. Ich sah Jimin mit seinen nassen, verstrubelten Haaren, wie er die Treppe nach unten kam, wie er sich jedes Mal dazwischen gedrängelt hat, wenn etwas mit Namjoon und Yoongi war, das Heu, das ich ihm am nächsten Morgen beim Frühstückstisch aus den Haaren gelesen hatte, wie er und Tae und Jungkook am See auf uns gewartet haben. Sein immer wieder auftauchendes Lachen ging mir nicht aus dem Kopf. Unwillkürlich fing ich an zu grinsen. Was war bitte los mit mir? Ich schnappte mir mein Handy und sah auf die Uhr. Es war gerade mal 14.00 Uhr. Was sollte ich jetzt machen? Jungsook und Jimin suchen? Nein. Ich schnappte mir mein Tagebuch und fing an zu schreiben...

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    27. Kapitel

    Jimin POV

    Alleine saß ich in der Bibliothek, ein Buch in der Hand, das ich nicht lese, immerzu aus dem Fenster starrend. Was war schon wieder los mit mir? In letzter Zeit tat ich es oft. Zu JK sage ich immer, dass ich Ruhe zum Nachdenken brauche... Aber denke ich wirklich nach? Ständig sitze ich wo anders. Ständig starre ich vor mich hin, als wäre ich in Trance, ohne zu wissen, wo meine Gedanken eigentlich sind. Mein Blick fiel wieder auf das Buch in meiner Hand. Was las ich hier eigentlich? Ich klappte das Buch zu und sah es mir an. Es war eine Geschichte. Eine Liebesgeschichte. Ich sah mir das Buch genauer an. Auf dem Einband konnte man ein Mädchen und ein Jungen sehen. Ein Paar vermutete ich mal. Sie standen zusammen auf einem Hang vor dem Meer. Den Blick auf den Horizont gerichtet. In einer feinen, verschnörkelten Schrift, war der Titel abgedruckt, der sich in sanften Wellen auf dem Einband bewegte. Für alles oder nichts, der Autor war mir unbekannt. Aber klar. Ich lese ja auch kaum, wie sollte ich da irgend welche Autoren kennen. Ich drehte das Buch in meiner Hand. Eine atemberaubende Geschichte zwischen zwei Jugendlichen, die eine Leidenschaft teilen, obwohl sie doch so verschieden sind. Das Buch hatte einen weinroten Farbton. Ein Sonnenuntergang am Meer war am unteren Ende zu erkennen. Liebe, Schmerz, Trost und Leidenschaft vereint in einem Roman auf insgesamt 278 Seiten. Ich stand auf und ging zu der Bibliothekarin, gab das Buch, sie schrieb den Titel auf, fragte nach meinem Namen und gab es mir wieder. Mit dem Buch verließ ich die Bibliothek. Mein Ziel: unser Schlafsaal. JK ist wahrscheinlich nicht da. Er wollte mit Jungsook irgend etwas machen. Christoph und Antoine sollten eigentlich auch nicht da sein. Antoine wollte soweit ich weiß mit nach Hogsmeade und Christoph mit seiner Freundin an den See oder so. Rein theoretisch betrachtet müsste ich also meine Ruhe haben. Ich kam ins Treppenhaus und verschaffte mir schnell einen Überblick über die Treppen, bevor ich eine wählte. Also wartete ich kurz bis die erwünschte an Ort und Stelle war und eilte dann nach oben. Im Gemeinschaftsraum war nicht sonderlich viel los, als ich dort ankam. Carina las ein Buch, ein paar Erstklässler spielten Flaschendrehen und zwei aus Sooks Klasse, saßen auch noch da. Schnell ging ich nach oben. Wie erwartet war der Raum leer. Erleichtert öffnete ich das Fenster neben meinem Bett und ließ mich anschließend entnervt auf das Bett fallen, was ich 'meins' nannte. Ich wollte gerade das Buch öffnen und anfangen zu lesen, als ich mal wieder aus dem Fenster sah. Die Sonne schien. Eigentlich war das Wetter zu schön zum lesen. Ich seufzte. Wieder würde ich zu faul sein um zu lesen. Das Buch legte ich in meinen Nachtschrank und anschließend verließ ich den, Schalfsaal und den Gemeinschaftsraum wieder. Ich wollte zu Hagrid. Sehen ob Tae da ist, doch trugen mich meine Beine wo anders hin. Ich fand mich letztendlich an einer abgelegenen Seite des Sees, aber trotzdem nah am Schloss. Erst dachte ich, ich wäre alleine, doch hatte ich mich da wohl getäuscht.

    Jin POV

    Ich betrachtete das Tagebuch erneut in meiner Hand. Meggie Storm. Wie oft hatte ich diesen Namen heute schon gelesen? Keine Ahnung. "Wollen wir es nicht langsam mal zurück geben?", fragte Hobi und riss mich aus meinen Gedanken. "Wir wissen aber immer noch nicht, wer Meggie ist.", antwortete ich und richtete mich von meinem Bett auf. "Dann fragen wir halt jemanden.", meinte Hoseok. Ich nickte ergeben und zusammen beschlossen wir Suna zu suchen. Da wir sie nach einer Stunde immer noch nicht gefunden hatten, änderten wir unser Ziel auf Jungsook. Und die fanden wir auch. Zusammen mit Jungkook in der Großen Halle. Sie spielten Zauberschach. "Hey.", begrüßte Hobi und Jungsook und Jungkook gaben ein Nicken als Zeichen, das sie es erwiderten, komplett fokussiert auf das Spielbrett. "Turm nach C4.", sagte Jungsook und nur wenige Sekunden später wurde er von JKs Dame zerschlagen. Ein selbstgefälliges Grinsen schlich sich auf seine Lippen. "Also warum wir eigentlich hier sind, ist weil...", begann Hobi. "Springer nach H3.", meinte Jungsook. "Hey!", redete ich dieses Mal rein. "Ihr unterbrecht unser Spiel! Seht ihr das nicht?", beschwerte sich Jungkook. "Wir haben eine wichtige Frage. Geht auch ganz schnell.", meinte ich. "Na gut. Was ist denn so wichtig?", erwiderte Jungsook und lächelte uns an. "Kennst du eine gewisse Meggie Storm?", fragte Hobi. "Äh ja. Wir haben zusammen Kräuterkunde.", meinte Jungsook verwirrt. "Gut, weil wir haben nämlich ihr Tagebuch gefunden.", sagte ich und Sook schaute mich erschrocken an. "Ihr habt was?", fragte sie. "Ihr Tagebuch gefunden. Wir würden es gerne zurück bringen, geben wie auch immer.", wiederholte ich. "Soll ich es ihr am Montag geben? Da haben wir wieder Zusammen.", fragte Jungsook. "Nein, wir würden es gerne selber machen. Könntest du uns vielleicht beschreiben wie sie aussieht?", antwortete ich und sah Jungsook bittend an. "Naja sie ist kleiner als ich. Also ungefähr so groß wie Suna. Sie hat schwarze, kurze Haare und grüne Augen. Sie lächelt gefühlt immer und ist eigentlich recht schlank. So viel zum Aussehen.", meinte sie, während sie überlegte. "Okay, danke. Dann wollen wir auch gar nicht weiter stören. Viel Spaß bei eurem Spiel.", lächelte mein bester Freund und ging schon mal voraus. Ich verabschiedete und bedankte mich ebenfalls und folgte ihm dann. "Viel Glück!", rief uns Sook noch hinterher und schon waren wir raus aus der Großen Halle. "Wo fangen wir an?", fragte Hobi. "Im Gemeinschaftsraum würde ich sagen.", meinte ich. Nach einer Stunde waren wir bereits im Gemeinschaftsraum, in der Großen Halle und auf dem Schulhof. Doch nichts. Keine Spur von ihr. Also gingen wir nun Richtung Bibliothek, in der Hoffnung dort fündig zu werden und tatsächlich. Etwas weiter hinten, in einer ziemlich ruhigen Ecke saß ein nicht so großes Mädchen mit kurzen, schwarzen Haaren. Klar. Es könnte jedes Mädchen sein. Doch hatte ich das Gefühl, da sie es ist. Ich steuerte also auf sie zu und blieb kurz vor ihr stehen. Sie sah auf und ich sah in wunderschönen, grüne Augen. "Hey, bist du Meggie? Meggie Storm?", fragte ich. "Ähm ja... warum?", fragte sie verwirrt. "Wir haben etwas von dir gefunden.", meinte ich, auf einmal ganz schüchtern und sah zu Hobi. Er nickte lächelnd und reichte ihr das Tagebuch. "Mein Tagebuch! Danke! Ich hab mich schon gefragt, wo das abgeblieben ist.", meinte sie begeistert und umarmte das kleine Buch. "Kein Ding.", lächelte ich. "Ihr habt es aber nicht gelesen, oder?", schreckte sie plötzlich auf. "Nein, haben wir nicht.", lächelte ich. "Und woher wusstet ihr dann, das es mir gehört?", fragte sie skeptisch. "Ich habe nach einer Unterschrift gesucht. Gelesen habe ich es aber nicht.", meinte ich und kratzte mir verlegen am Hinterkopf. "Wo habt ihr es denn gefunden? Ich habe das schon seit Tagen gesucht!" "Hier in der Bibliothek. Jinnies Adlerauge sieht halt alles.", lächelte Hobi und wuschelte mir dabei durch die Haare. Sie kicherte und ich sah Hobi böse an. "Jinnie?", fragte sie immer noch schmunzelnd. "Mein Spitzname für ihn.", meinte Hobi und legte seinen Arm über meine Schulter. "Also eigentlich heiße ich Seokjin. Aber ja, er nennt mich ständig Jinnie.", lächelte ich und rollte beim letzten Satz gespielt mit den Augen. "Seokjin, also. Naja dann danke, das du mein Tagebuch gefunden hast, Seokjin.", lächelte Meggie. "Es war mir eine Ehre.", lachte auch ich. Damit verabschiedeten wir uns von ihr und gingen wieder unseren eigenen Weg. "Ich glaube, ich habe sie vorher schon mal gesehen.", murmelte Hobi auf unserem Weg zurück in den Gemeinschaftsraum. "Sie ist ja auch Hufflepuff.", lachte ich ironisch. "Ja, trotzdem. Und ich glaube sie mag dich.", lächelte er weiter und wackelte mit seinen Augenbrauen. Ich schubste ihn leicht von mir weg und verdrehte die Augen. "Ja sicher, nachdem du mich so blamiert hast, bestimmt.", sagte ich genervt. "Ich hab dich doch nicht blamiert. Ich hab dich nur vorgestellt.", meinte Hoseok, doch grinste er dabei. "Ja, dann aber auf eine peinliche Art und Weise.", seufzte ich. "Ach komm schon, sie fand es doch nicht schlimm. Ich bin sicher, sie mag dich." "Was würde das denn überhaupt für eine Rolle spielen? Und wenn sie mich mag? Was dann?", meinte ich und sah mein Gegenüber in die brauen Augen.

    30
    28. Kapitel

    Jimin POV

    Ich setzte mich neben sie. Schwieg und sagte nichts. Sie tat es mir gleich. Es war ein angenehmes Schweigen, während wir einfach nur das Wasser beobachteten. Nach einer Viertel Stunde ergriff sie das Wort. "Was führt dich hier her, Jimin?", fragte sie und sah mich an. Ich sah in ihre wunderschönen, sanften, braunen Augen. "Ich weiß nicht. Es wäre zu schade drin zu lesen bei so einem schönen Wetter.", antwortete ich und bemerkte ihr leicht überraschtes Gesicht. "Wirklich?" "Wirklich!", lachte ich. "Das selbe habe ich auch gedacht.", lächelte sie und sah auf die Grashalme vor ihren Füßen. Jetzt war ich derjenige, der überrascht war. "Du hast das selbe gedacht?" "Ja. Ich wollte mein Tagebuch weiter schreiben. Nach einer Seite allerdings hab ich aufgehört und bin nach draußen gegangen.", erwiderte sie. "Du, Suna, kann es sein, dass wir relativ viel gemeinsam haben?", fragte ich. "Ich weiß nicht. Ich glaube so viel ist es nicht. Mir würde jetzt zumindest nichts einfallen.", überlegte sie und ich schmunzelte. Ich fand sie ja schon immer niedlich, aber dieses Gesicht war einfach zu süß. "Auf jeden Fall, wollte ich eigentlich Tae suchen.", meinte sie anschließend. "Noch eine Gemeinsamkeit.", lächelte ich und sah nach unten auf meinen Schoß. "Dann sind wir eben ähnlich bei dem was wir tun." lachte Suna. "Gut. Formulieren wir es so.", stimmte ich lächelnd zu. "Taehyung ist dir ziemlich wichtig, hm?", fragte ich nach kurzem Schweigen. "Ich kann nicht ohne ihn. Ich kenne ihn so lange ich lebe und er war mir der beste große Bruder, den man sich wünschen kann. Er ist immer für mich da, hört mir jederzeit zu und bringt mich zum lachen. Was will ich mehr?", antwortete sie und sah mir in die Augen. "Jungsook ist mir auch wichtig", meinte ich und brach den Augenkontakt, "anfangs wollte ich zwar nicht, das Mum sie adoptiert, aber heute kann ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Genauso wie Jungkook. Auch wenn wir nicht mal ansatzweise verwandt sind und er noch nicht seit Klein auf bei uns wohnt, ist er wie ein Bruder für mich. Ich glaube ohne ihn und Sook wäre mein Leben nur halb so schön und lustig." "Das glaub' ich dir gerne. Diese zwei Energiebündel bringen viel Farbe ins Leben.", lächelte Suna und richtete ihren Blick wieder Richtung Horizont. "Glaubst du Jungsook wird jemals irgend jemanden aus ihrer Familie kennenlernen?";, fragte Suna plötzlich. "Sie kennt mich doch.", erwiderte ich. Suna fing an zu lächeln und schlug mir spielerisch an die Schulter. "Du weist genau was ich meine. Ihre richtige Familie. Ich möchte mir, um ehrlich zu sein, nicht vorstellen wie es sich anfühlt, zu wissen, das einen seine Eltern weg gegeben haben.", erklärte sich Suna. "Da hab ich noch nie drüber nach gedacht, wenn ich ehrlich bin.", meinte ich. "Nicht? Aber sie ist doch deine Schwester?" "Ja schon, aber sie ist glücklich. Oder denkst du nicht? Weil wenn sie doch glücklich ist, spielt der Rest keine Rolle. Oder irre ich mich da?", fragte ich und sah Suna erneut in die Augen. Sie sah mich einfach nur an. Antwortete nicht und schwieg. Ich tat es ihr gleich. Locker 5 Minuten oder länger saßen wir einfach so da. Sahen uns einfach in die Augen und machten nichts.
    Nach einiger Zeit gähnte Suna. Die Sonne war gerade dabei unter zu gehen. "Ist da etwa jemand müde?", lachte ich. "Nur ein bisschen.", murmelte sie grinsend und legte dann ihren Kopf auf meine Schulter. Eigentlich hätte es mich nicht weiter stören sollen, sie ist schließlich die Schwester meines besten Freundes, aber löste sie damit ein Kribbeln in meinem Bauch aus und ich fing an zu lächeln. Warum ausgerechnet Suna? Tae killt mich, wenn er das mitbekommt! "Glaubst du das McGonagall die Schule noch lange behalten wird? Oder glaubst du sie gibt ihr Amt bald ab?", fragte Suna plötzlich und sah mir in die Augen. "Keine Ahnung. Ich meine sie ist ja auch schon ziemlich alt, aber das war Albus Dumbledore auch.", zuckte ich die Schultern. Sie nickte. "Wir sollten vielleicht langsam nach drinnen gehen. Die Sonne ist bald gar nicht mehr zu sehen und dann ist es hier stockdunkel.", meinte Suna. Widerwillig nickte ich. Sie stand auf und reichte mir ihre Hand. Ich griff zu und sie zog mich nach oben. Zusammen liefen wir also zurück ins Schloss. Man konnte auch die letzten Schüler, die gerade aus Hogsmeade zurück kamen erkennen. Unter anderem auch Yoongi und Namjoon.

    Yoongi POV

    Neben Namjoon lief ich über den Schulhof. Wir waren nicht die einzigen, die so lange in Hogsmeade geblieben waren. Neben uns waren es bestimmt noch 10 Schüler oder so. Ich sah mich auf dem Schulhof um und blieb stehen. Bin ich blind oder seh ich richtig? "Du Namjoon, sind das Jimin und Suna?", fragte ich und zeigte in die Richtung der beiden, die gerade den Schulhof betraten. "Ich denke schon.", meinte Joonie und schenkte ihnen nicht weiter Beachtung. "Sind die zusammen?", fragte ich verwirrt und Namjoon blieb stehen: "was?" Ich deutete auf ihre Hände, die sie zusammen hielten. Jimin schien uns bemerkt zu haben und folgte meinem verwirrten Blick. Schnell fuhren die beiden auseinander. Ich ging weiter. Was zum Teufel lief da bitte?
    "Glaubst du wirklich zwischen Jimin und Suna läuft irgend was?", fragte Namjoon, als wir wieder im Schlafsaal waren. "Keine Ahnung, aber ist mir eigentlich auch egal. Ich war vorhin nur so überrascht. Ich meine so wie die alle miteinander abhängen sind die ja schon fast verwandt.", murmelte ich, legte mich auf mein Bett und schloss die Augen. "Und was sind wir dann?", schnaufte Joonie amüsiert. "Die besten Zwillinge des Jahres.", nuschelte ich. "Aber wir haben doch jetzt unterschiedliche Haarfarben.", kommentierte Namjoon. "Who cares?", fragte ich und Namjoon begann zu lachen. "Na dann. Ich geh mal duschen.", meinte mein bester Freund und verschwand im Bad. Ich öffnete meine Augen und sah mir unseren Schlafsaal an. Luca hatte nachdem ihm sein Niffler abgehauen ist, wieder alles ordentlich gemacht. Jonas hatte das nicht mal mitbekommen. Er kam abends irgendwann rein und hat sich nur noch in sein Bett geschmissen. Ich schmunzelte. Das könnte doch glatt ich sein.
    Als Joonie nach einer Weile wieder aus dem Bad kam trocknete er seine Haare mit einem Handtuch. Ich betrat das Bad. Wie jedes mal, wenn ich ein Spiegel sah, betrachtete ich meine Haare. Ich ging duschen und putzte meine Zähne. Müde streckte ich mich, gähnte einmal und verließ das Bad wieder. Joonie saß auf seinem Bett und schien auf mich gewartet zu haben. "Du, Yoongi kommst du bitte noch mal mit hoch?", fragte er. "Mit hoch?" "Auf den Astronomieturm.", antwortete er. "Achso.", murmelte ich. "Muss ich?" Namjoon sah mich bittend an. "Na gut, aber bitte nicht lange.", gähnte ich. Namjoon fing an zu lächeln:: Danke dir."
    Also schliff er mich mal wieder mit nach oben. Namjoon lief relativ schnell während ich einfach nur hinterher trottete. Ich gähnte blieb kurz stehen und streckte mich noch einmal. Hoffentlich schlief ich jetzt nicht ein. Es war schon dunkel draußen. Ich sah auf die Uhr, die im Gang hing. Es war bereits kurz nach 10. Die Fackeln im Gang spendeten noch etwas Licht. Ich wollte gerade weiter gehen als plötzlich jemand in mich rein lief. Verwirrt sah ich mich um Jungsook stand vor mir. Sie wirkte genauso verwirrt wie ich. Sie schnaufte kurz wütend und lief dann weiter. Ich hatte keine Lust mich mit ihr zu streiten, doch... "Bekomme ich nicht mal eine Entschuldigung?", fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. "Du entschuldigst dich doch auch für nichts.", funkelte sie mich an und kam zu mir zurück. Ich schwieg. Mir fiel leider kein Gegenargument ein, obwohl mein Kopf ratterte. "Oh ich habe das Prinzzessböhnchen zum Schweigen gebracht.", grinste die Kleine selbstgefällig. Okay, was heißt klein. Sie war fast genauso groß wie ich. Suna ist die kleine der beiden. "Prinzessböhnchen? Dein Ernst?", schnaubte ich amüsiert. "Ja ja, mach dich noch lustig über mich.", meinte Jungsook, verdrehte die Augen und wendete sich zum gehen um. "Ich mach mich immer über dich lustig! Pass das nächste mal auf wo du hin läufst! Ich glaube du verbringst zu viel Zeit mit der Kleinen von Taehyung!", rief ich ihr hinterher und folgte dann Joonie. Ich hörte wie sie noch wütend aufstampfte und dann davon marschierte. Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.
    Als ich dann endlich diese endlosen Treppen hinter mir hatte, fand ich Namjoon am Geländer vor. Er sah zum Horizont, betrachtete den klaren Sternenhimmel. Ich gesellte mich langsam zu ihm. "Du hast aber ganz schön lange gebraucht.", sagte er und sah mich nicht einmal an. "Ja bin noch jemandem über den Weg gelaufen.", antwortete ich schlicht. "Jemanden?"

    31
    29. Kapitel

    "Jemanden? Du meinst wohl eher Jungsook. Deine Erzfeindin." kicherte Namjoon. Ich sah ihn an: "Ich hatte kein Bock auf noch so eine sinnlose Auseinandersetzung. Außerdem ist heute Samstag. Morgen können wir das immer noch nachholen." "Ist ja gut.", kicherte mein bester Freund und sah wieder auf den Horizont. "Wieso bist du eigentlich ständig hier oben?"

    Namjoon POV

    Ja. Warum? Warum bin ich ständig hier oben? "Ich weiß nicht...", antwortete ich, sah nach unten auf meine Füße und drehte mich vom Geländer weg. "Wie du weißt es nicht? Das ist fast dein zweites Zuhause. Du kannst mir nicht sagen, du weißt es nicht.", sagte Yoongi, lehnte sich an das Geländer und verschränkte die Arme. "Naja... Ich fühle mich halt einfach wohl hier oben. Der Wind, der einen durch die Haare weht, die Ruhe die man hier oben hat, das wundervolle Bild, welches man jederzeit betrachten kann, ... Keine Ahnung... es lässt mich irgendwie runter fahren und zum Nachdenken ist es auch ein super Platz.", versuchte ich zu erklären, was mir durch den Kopf ging. "Ja, aber das ändert nichts daran, das du alleine schon ewig für diese endlosen Treppen brauchst um hier anzukommen.", beschwerte sich Yoongi. Ich schmunzelte. "Wären sie endlos, würdest du erstens immer noch laufen und zweitens niemals ankommen und das, obwohl du hier bist." "Joonie, lass deinen Besserwisser für den Unterricht. Ich brauche es gerade echt nicht.", meinte Yoongi, lachte kurz und drehte sich wieder um. Ich stellte mich neben ihn. Zusammen betrachteten wir die Sterne und wie immer verlor ich mich in meinen Gedanken.
    Ich könnte mir keinen besseren Freund als Yoongi vorstellen. Er ist für mich der Bruder, den ich nie hatte. Derjenige, mit dem ich jeden Scheiß machen kann, ohne das er mich für irgend etwas verurteilt. Die Person, der ich elendig lange Briefe schreiben kann und sie es trotzdem liest. Der Freund, der immer, ganz egal was passiert, einfach immer hinter mir steht. Einer der treusten Menschen die ich kenne. Er gibt Acht auf alle seine Mitmenschen, ohne das er es vielleicht merkt und ohne das er es will, doch ist es seine Natur. Er liebt es andere zu ärgern, doch weiß ich, dass er eigentlich nie zu weit gehen will. Faulheit ist glaube ich gar nicht sein größtes Problem, sondern sein Vater. Ich habe mich in den Ferien umgeguckt und ich habe sie gefunden. Seiner Mutter geht es gut und wie er mir erzählt hat, hat sie einen Freund und sie ist weg von den Drogen. Sie hat auch endlich wieder zugenommen und ich habe meine Mutter gefragt, ob sie sich vielleicht nicht noch einmal treffen wollen. Anfangs wollte sie nicht, aber da sie mal beste Freundinnen waren, konnte sie einfach nicht nein sagen. Mein Vater war davon zwar nicht sonderlich begeistert gewesen, aber er wusste, dass er Mum nicht davon abhalten könnte, also hat er es auch gar nicht erst versucht. Seine Mutter ist schwanger. Yoongi weiß das noch nicht, doch wollte meine Mum, das ich es ihm nicht sage. Seine Mum will es ihm selbst sagen. Nur gibt es da ein Problem. Sein Vater. Er macht alles kaputt. Er kann so stur sein! Manchmal frag ich mich, ob Yoongi wirklich mit ihm verwandt ist und wie seine Mutter es mit ihm so lange ausgehalten hat. Ich schüttelte die Gedanken ab. Ich muss es ihm irgendwann sagen...

    Suna POV

    -Zeitsprung: 2 Tage-

    Schnell machte ich mich auf den Weg ins Klassenzimmer und setzte mich auf meinen Platz. Verteidigung gegen die dunklen Künste. Mit Slytherin. Wie ich mich darüber freue. Neben mir saß Gott sei Dank niemand. Ich war nämlich, erstens total müde. Schon den ganzen Tag Laufe ich mit gefühlt zu'n Augen durch die Schule. Zweitens, hatte ich überhaupt keine Lust. Drittens... gibt es nicht. Ich ließ die Tasche zu Boden gleiten, legte mein Zauberstab auf den Tisch, sowie das Buch, meine Feder und meinen Kopf oben drauf. Ich wollte einfach nur schlafen. "Guten Morgen, Klasse. Es freut mich, das es wenigstens noch ein paar pünktliche Schüler gibt, die auch wirklich was lernen wollen." Ich sah auf zu unserem Lehrer, der die Treppe von seinem kleinen Zimmer, Büro? Was auch immer, nach unten kam. Ich sah mich um. Er hatte recht. Es fehlten bestimmt noch 5 Schüler. Wenn nicht sogar mehr. Mir fiel auch auf, das Mary noch nicht da war. "Wie auch immer, heute hab ich etwas ganz besonderes mit euch vor. Wir gehen heute mal wieder in die Praxis über.", erklärte er und ich wurde hellhörig. Zwar hatte ich gehofft, dass wir genau heute keine Praxis machen, aber was soll's.
    Nach dem Block mit Professor Dumbledore machte ich mich auf den Weg in die Große Halle. Während des Unterrichts hatte ich etwas Energie gesammelt. Kaum zu glauben, aber wahr. Trotzdem, ganz wach war ich nicht. Ich ließ mich auf die Bank am Ravenclaw Tisch fallen und überlegte. Hatte Jungsook gerade Unterricht oder auch eine Freistunde? Eigentlich müsste sie frei haben und nach ca. 5 Minuten kam sie auch und setzte sich zu mir. "Sorry, musste noch kurz was mit Professor Longbottom klären.", entschuldigte sie sich. Ich schmunzelte. "Kein Problem." "Gut. Gehen wir dann nach dem Unterricht in die Bibliothek? Wir müssen auch noch die eine Hausaufgabe machen.", meinte Sook und griff nach einem Apfel, aus der Schale auf dem Tisch. "Klar gerne, aber ich muss vorher noch mit Meggie zu McGonagall. Wir wollten sie fragen, ob sie den Sitzplan für Verwandlung vielleicht ändern kann.", meinte ich. "Okay. Hat Meggie ihr Tagebuch schon wieder? Weißt du was?", fragte Jungsook und ich sah sie verwirrt an. "Na sie hatte es doch verloren und letztens waren Seokjin und Hoseok bei mir und haben mich gefragt wer sie ist. Sie wollten es ihr zurück geben.", erklärte meine beste Freundin. "Achso, nein, keine Ahnung. Davon wusste ich bis jetzt noch nichts. Ich meine klar, ich hab gehört das sie es verloren hat, aber das war's.", erwiderte ich.

    Seokjin POV

    Ich starrte an die Tafel, meine Feder in der Hand, das Pergament vor mir. Ich war nicht wirklich motiviert heute. Eigentlich gar nicht. Schon die letzten Stunden habe ich kaum etwas mitgeschrieben. Ich seufzte und fing an zu schreiben.
    Nachdem die Stunde vorbei war, kam ein, wie immer, strahlender Hoseok zu mir. "Gehen wir jetzt zusammen essen? Ich hab schon seit einer Stunde Hunger!", lachte er. Ich sah auf die Uhr: "Es ist doch gerade mal kurz nach 12." "Ja und am Wochenende essen wir immer Punkt 12. Mein Hunger ist also berechtigt!" Ich schmunzelte und nickte. "Na dann lass und gehen." Es war nicht allzu viel in der Großen Halle los. Die meisten Schüler haben erst in einer halben oder drei viertel Stunde eine Freistunde und doch entdeckten wir jemanden. "Hey Tae, wie geht's?", meinte Hobi und ließ sich neben ihn fallen. "Alles bestens und bei dir?", grinste Taehyung. "Super. Heute ist eine Glanzleistung gefordert.", lachte auch mein bester Freund. Ich ließ mich, während des essens, irgendwie von ihrer guten Laune mit ziehen und konnte mich dann selber schon nicht mehr zusammen reißen vor lauter lachen. "Oh es ist spät! Tut mir leid Jungs, aber ich muss jetzt zu Wahrsagen!", rief Taehyung plötzlich panisch, packte seine Sachen und eilte davon. "Taehyung's Laune muss man haben.", seufzte ich lächelnd. "Wieso das denn?", fragte Hoseok. "Naja er ist meist so positiv gestimmt und reißt andere immer so mit. Er ist ein wirklich guter Mensch.", versuchte ich es irgendwie zu erklären, was mir durch den Kopf ging. "Ach und das bin ich nicht?", fragte Hobi und zog eine Augenbraue hoch. Ich schmunzelte. "Doch du bist der beste Mensch von allen.", murmelte ich und lächelte vor mich hin. "Awww das ist ja süß vo dir.", freute sich mein bester Freund. "Nenn mich nicht süß! Ich seh vielleicht gut aus, aber süß bin ich deshalb nicht!", beschwerte ich mich und Hobi fiel in seinen alltäglichen, eigentlich ziemlich normalen Lachanfall. Ich will nicht wissen wie viele Lachmuskeln er hat! Als er sich dann irgendwann einbekommen hatte, ergriff er wieder das Wort: "Wir müssen jetzt weiter. In 20 Minuten geht die nächste Stunde los." Meine Laune sank wieder etwas. Bitte. Nicht. Ich wollte nicht. Sowie die letzten 4 Stunden auch. Meine Motivation ist mit den Hausaufgaben, die immer mehr wurden, gesunken. Warum mussten die Lehrer auch so viele Hausaufgaben aufgeben. Ich habe auch schon überlegt sie nicht zu machen, aber auf Nachsitzen habe ich noch viel weniger Lust also... welche große Wahl habe ich denn? Hobi und ich schnappten uns unsere Sachen und liefen dann los. Ich wollte nicht wenn ich die Treppen sah. Warum mussten wir aber auch in den 3. Stock?

    32
    30. Kapitel

    Taehyung POV

    Ich eilte zu Wahrsagen. Hoffentlich komme ich nicht zu spät! Doch gerade noch rechtzeitig fand ich mich auf meinem Platz ein. Die Kugel stand vor mir, mein Buch legte ich dazu, meine Feder, Pergament... fehlt noch was? Ich denke nicht. Plötzlich tauchte Rachel hinter mir auf. "Hey Tae! Sag wie geht's dir?", fragte sie fröhlich. "Gut und dir?", lächelte ich zurück, während sie sich neben mir nieder ließ. Ihre, seit den Ferien, etwas längeren Haare fielen ihr dabei um die Schultern. "Mir geht's bestens.", lächelte sie. "Diese neue Frisur steht dir übrigens super.", meinte ich und betrachtete ihre braunen Haare mit den vereinzelt blonden Strähnen darin. "Wirklich? Danke dir.", lächelte sie und sah nach vorn zur Tafel, da Professor Trelawney gerade den Raum betrat. Ich überlegte. Bevor sie beim Friseur war, waren ihre Haare in einem reinen Blond und sie hatte ihre Haare wachsen lassen. Letztes Jahr waren sie noch fast Schulterlang! Sie band sich ihre Haare zu einem Zopf und holte dann ebenfalls ihre Feder und Pergament aus ihrer Tasche, während Trelawney mit ihrer typischen Begrüßung begann. Gott sei dank saßen Rachel und ich etwas weiter hinten. Da sie immer die Schüler in den ersten Reihen irgend welche Fragen stellte oder sie etwas zeigen mussten.
    Nach ca. 15 Minuten tippte Rachel mich auf einmal an. "Tae, mir ist langweilig.", flüsterte sie und verzog dabei die Mundwinkel. Ich musste lächeln. Sie war schon niedlich... Taehyung! Hör auf das zu denken! Sie ist deine beste Freundin! "Und was willst du gegen diese Lange Weile machen?", fragte ich also und richtete meinen Blick, wie sie, ebenfalls wieder nach vorn. "Ich weiß nicht... du hast doch immer die Ideen.", lachte sie leise. "Ja ja, lass' wieder alles an mir hängen.", kicherte ich. "Ey ihr zwei! Seit leise oder sucht euch ein Zimmer!", beschwerte sich Karoline aus Hufflepuff, die vor uns saß. Allerdings flüsterte sie ebenfalls und so bekam es keiner weiter mit. "Wir können jetzt aber nicht einfach abhauen.", grinste ich und Karoline verdrehte die Augen und drehte sich wieder um. Rachel schnaufte schon, weil sie sich zusammen reißen musste nicht zu lachen. "Schade eigentlich", murmelte ich, "Wahrsagen ist echt langweilig." "Ja, finde ich auch. Ich hätte ein anderes Fach wählen sollen.", stimmte mir Rachel zu. Ich nickte: "Ich wohl auch." "Und du kennst sicher keinen Weg, wie wir hier wieder raus kommen?", fragte Rachel hoffnungsvoll. Ich überlegte. Wenn ich es tatsächlich schaffen sollte und mir etwas einfällt wie wir hier raus kommen... schlage ich dann nicht zwei Fliegen mit einer Klappe? Ich müsste mir nicht mehr dieses elende Geplapper von Trelawney anhören und ich hätte eine Weile Zeit mit Rachel. Alleine. Rachel sah mich immer noch an und da hatte ich einen Geistesblitz. Letztens in der Winkelgasse hatte ich mir bei Fred und George Weasley (Ich weiß er ist eigentlich Tod, aber es ist mir zu schade einen meiner Lieblingscharaktere, sterben zu lassen) das halbe NASCH-UND-SCHWÄNZ-LECKEREIEN Regal gekauft. Ich kramte also in meiner Tasche. Hervor kamen Fieberfondat und Kotzpastillen. Rachel ihre Aufmerksamkeit war geweckt. "Was ist das?", fragte sie. Um ehrlich zu sein, war ich nicht gerade scharf darauf welche zu nehmen... also... "Probier doch mal.", lächelte ich. Rachel entschied sich für die Kotzpastillen. Sie griff nach einer und sie verschwand in ihrem Mund. Die orangene Seite zumindest, die lilane behielt ich noch. Schnell packte ich die anderen Süßigkeiten weg und rutschte ein Stück von ihr weg. Rachel sah mich verwirrt an und hielt dann plötzlich die Hände vor den Mund. Ich schenkte ihr meinen 'Es-tut-mir-so-leid'-Blick und rief schnell: "Professor! Ich glaube Rachel übergibt sich gleich!" Dank meiner Schauspiel Künste kam Trelawney schnell mit einem Eimer, in den Rachel sich auch direkt übergab. Angewidert sah ich weg und ich hörte auch wie ein paar Schüler ein "eww" von sich gaben. "Mädchen, du musst in den Krankenflügel. Mr. Kim sind sie so nett und würden sie begleiten, damit ich meinen Unterricht fortsetzten kann?", fragte Trelawney dann besorgt. Ich nickte, packte unsere Sachen zusammen und half dann Rachel nach unten. Sie sah mich kurz böse an, doch bemerkte das keiner.
    Als wir weit genug vom Klassenraum weg waren, drückte ich ihr die andere Hälfte in die Hand. "Tae! Was ist das!", fragte sie quengelnd, während sie sich anschließend auch schon wieder übergab. "Kotzpastillen. Das ist die Seite, die dich wieder heilt.", erklärte ich und da es so aussah als würde sie sich gleich wieder übergeben, steckte sie die gleich in den Mund. Sei schluckte und ihr bleiches Gesicht nahm langsam wieder Farbe an. Ich lächelte. "Tut mir leid, das ich es dir vorher nicht erklärt habe, aber dafür war es realistischer.", meinte ich verlegen und kratze mir am Hinterkopf. "Realistischer? Ich hab wirklich gekotzt!", meinte sie empört. Entschuldigend zuckte ich die Schultern und sie fing wieder an zu lächeln. "Aber sag mal, wo hast du die denn her und wie funktioniert das?", fragte sie dann interessiert. "Die sind aus der Winkelgasse aus Weasleys Scherzartikel Laden. Die verkaufen da alles mögliche und eben auch diese Kotzpastillen und ein bisschen was anderes, womit man aus dem Unterricht abhauen kann.", erklärte ich und begann wieder zu lächeln. Ihr schien ein Licht auf zu gehen und ihr wunderschönes Gesicht hellte sich auf. "Weasleys Scherzartikel sagst du?" Ich nickte. "Okay gut, da erwartet man nichts anderes.", lachte sie. "Und was machen wir jetzt?", fragte ich und sah Rachel erwartungsvoll an. "Hm... wie wäre es mit dem Raum der Wünsche? Vielleicht hat er etwas besonderes für uns?", überlegte sie. "Ich folge dir überall hin.", lachte ich und auch Rachel begann zu grinsen. Sie schnappte sich meine Hand, bevor sie irgendwann vor einer leeren Wand stehen blieb. Wir beide schlossen die Augen und kurze Zeit später tauchte eine große Tür vor uns auf. Wir sahen uns an und fingen an zu grinsen. Plötzlich hörten wir Schritte. Es klang wie die alte McGonagall. "Los schnell rein!", flüsterte ich und schob Rachel vor mir her. Hinter uns schlossen wir die Tür und sanken an ihr zu Boden, bevor wir anfingen heftig zu lachen.
    Als wir uns wieder eingekriegt hatten, stand Rachel auf und reichte mir die Hand. Wir streiften durch all den Krims Krams den man hier finden konnte bis Rachel vor einem Spiegel stehen blieb. Ich betrachtete das Bild vor uns. Rachel war ein paar Zentimeter kleiner als ich ihre leichten Wellen, fielen über die Schulter und sie blickte mit ihren Rehbraunen Augen in den Spiegel. Dann sah ich zu mir selbst. Meine braunen Haare waren von dem Trubel etwas verstrubelt und standen an manchen Stellen ab. Ich habe fast die selbe Augenfarbe wie sie. Sie sind nur ein bisschen dunkler. Die Schuluniformen von uns beiden mit dem Gryffindor Logo versehen. Rachel wollte gerade etwas sagen, als es über uns anfing zu rascheln. Rachel und ich standen nun zueinander gewendet und sahen beide nach oben. Es war ein Mistelzweig. Etwas nervös und unruhig sah ich zu Rachel. Was sollte ich machen? Sie ist doch meine beste Freundin! Dennoch... es kribbelte mir in den Fingern. Wie sollte ich reagieren? Ich sah Rachel an, das es ihr nicht besser erging... doch plötzlich... Sie legte ihre Hand in meinen Nacken, zog mich nach unten und küsste mich. Ob ich es nun wollte oder nicht war mir egal. Ich genoss den Moment. Ich küsste sie zurück und aus einem anfangs schüchternen Kuss, wurde ein leidenschaftlicher. Als wir uns voneinander lösten sah mich Rachel mit Angst in ihren Augen an. Sie war sich eindeutig unsicher. Weder sie noch ich hatten heute morgen damit gerechnet. Und ich war mir jetzt auch sicher. Ja, ich liebe sie. Ich liebe meine beste Freundin. Ich liebe Rachel. Doch das ich nicht gleich reagierte, verunsicherte sie. Sie drehte sich von mir weg. Ich sagte nichts. Ich konnte nicht. Bis sie einfach weg rannte. "Rachel warte!" Doch da war sie schon weg.
    Enttäuscht von mir selbst, lief ich durchs Schloss. Ich wollte niemanden begegnen und jeder der mich ansprach, bekam etwas anderes zu hören. Den ein schrie ich an, weil ich wütend auf mich war. Den nächsten sagte ich einfach nur, das sie nicht mit mir reden sollten, weil ich traurig war. Was denkt sie denn jetzt von mir? Ist sie enttäuscht. Liebt sie mich auch? Was sieht sie in mir?
    Irgendwann ließ ich mich an einer etwas abgelegenen Seite des Sees fallen. Ich grübelte vor mich hin, betrachtete das Wasser und dachte an Zuhause. "Tae? Tae, geht es dir gut?" Ich sah auf. Meine Schwester stand plötzlich neben mir. "Es geht schon.", meinte ich und wendete mich wieder dem Wasser zu. "Das klingt aber gar nicht gut.", meinte Suna und setzte sich neben mich. "Also was ist los? Ist irgendwas passiert?", fragte sie. "Irgendwas ist gut.", murmelte ich. Sie kramte kurz in ihrer Tasche und hielt mir dann etwas hin. "Hier. Schokolade. Dann fühlst du dich besser und kannst mir erzählen was los ist." Ich lächelte. Womit habe ich das denn bitte verdient? "Also angefangen hat alles heute in Wahrsagen..."
    Nachdem ich fertig mit erzählen war, schien sie nachdenklich. Doch zog sie mich schon kurz darauf in eine Umarmung und ich musste von dieser plötzlichen Reaktion lachen. "Alles gut, Suna?" "Also am besten redest du einfach mal mit ihr.", meinte sie. Ich schluckte und sah auf meine Füße. Meine Schuhe hatte ich ausgezogen, sie lagen neben mir. "Aber was ist wenn sie nicht reden will? Wenn sie enttäuscht von mir ist?", fragte ich traurig. "Was? Das glaubst du? Wenn sie dich wirklich liebt, woran ich eigentlich nicht zweifle, wird sie dir vergeben und sicher auch erklären können, wieso sie so reagiert hat. Skeptisch sah ich meine Schwester an. Ich werde Rachel vielleicht trotzdem erst mal aus dem Weg gehen, oder? Sollte ich mit Jimin darüber reden? Ich seufzte. Warum auch ausgerechnet eine Person, die ich um nichts auf der Welt verlieren will? Ich brauche Rachel doch....

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    31. Kapitel

    Rachel POV

    Seit drei Tagen gehen Taehyung und ich uns nun schon aus dem Weg. Vor drei Tagen ist es passiert und seit drei Tagen vermisse ich ihn. Doch trotzdem kann ich ihn nicht in die Augen sehen. Er liebt mich nicht und das weiß ich jetzt. Es war falsch von mir ihn einfach zu küssen und doch hatte es meinen ganzen Mut gekostet. Ich seufzte. Mal wieder hatten wir Zaubertränke und da Tae und ich in der selben Klasse waren, war das einander aus dem Weg gehen gar nicht so einfach. "So und nun sucht euch bitte einen Partner und bearbeitet Aufgabe 3 bis 15. Ihr habt dafür die restliche Stunde Zeit.", meinte Slughorn und wendete sich wieder seinem Kessel zu. Ich seufzte. Normalerweise würde ich jetzt mit Taehyung zusammen arbeiten, aber das wollte ich nicht. Plötzlich stand jemand neben mir. "Hey, wollen wir vielleicht zusammen arbeiten?", fragte Jake mit seinem typischen, lieben Lächeln, das auch mir eins auf die Lippen zauberte. "Klar gerne.", lächelte ich und er setzte sich neben mich. Ich sah mich um und sah wie Taehyung sich gerade mit Ari an einen Tisch setzte. Ich bis mit auf die Unterlippe. Klar nimm halt meine nächst beste Freundin als Partnerin, dachte ich. Ich sah noch wie er mich böse ansah, bevor Jake meine Aufmerksamkeit auf sich zog. "Also mit welcher Aufgabe fangen wir an?", fragte er und ich zuckte die Schultern, während ich noch mal kurz zu Tae sah und dann seufzte. "Was ist los? Hast du Probleme mit Taehyung? Ich dachte ihr seid nur Freunde?", fragte Jake. "Ja sind wir auch. Wir haben zur Zeit etwas Streit. Das ist alles.", meinte ich und wandte mich wieder den Aufgaben zu. "Es sieht so aus als würde es dir ganz schön zu schaffen machen.", redete er weiter. "Ja... wie auch immer... Ich will nicht darüber reden." "Also falls du mal jemanden brauchst, der dir zuhört. Einfach etwas Ablenkung oder was weiß ich, einfach mal etwas machen willst. Ich steh für dich immer zur Verfügung.", lächelte er. "Danke. Echt lieb von dir."

    Jimin POV

    Ich sah auf die Uhr. Jungkook ist gerade gegangen, er wollte fürs Quidditch üben gehen, da er es dieses Jahr auch uns Team geschafft hat. Ich saß mal wieder an meinem geliebten Platz in der Bibliothek. In der Hand das Buch, welches ich mir letztens ausgeborgt hatte. Zum fünften mal las ich nun den selben Satz und begriff ihn immer noch nicht, da meine Gedanken immer wo anders hin flogen. Immer zur selben Person. Immer das selbe Lächeln. Immer wieder und wieder. Plötzlich stand Taehyung neben mir. "Wir müssen reden!", meinte er aufgewühlt. Oh Gott, was ist denn mit dem los? So hab ich Tae ja noch nie erlebt. "Ist gut, aber wenn du so aufgewühlt bist sollten wir vielleicht vorher die Bibliothek verlassen.", meinte ich und stand auf. Er nickte und kurze Zeit später fanden wir uns auf dem Astronomieturm wieder. "Also weshalb wolltest du mit mir reden?", fragte ich, etwas erschöpft von den vielen Stufen. "Es ist einfach- Ich-... ach man keine Ahnung! Ich hab es verbockt.", meinte er anfangs wütend, doch machte er dann ein eher trauriges Gesicht. Fragend sah ich ihn an. Er wollte gerade weiter reden, da fiel ihm das Buch in meiner Hand auf. "Was ist das?", fragte er. "Was das? Äh... nichts.", meinte ich schüchtern und hielt es hinter meinen Rücken. Taehyung griff trotzdem danach und sah es sich an. Er gab es mir wieder, setzte sich auf die Stufen in der Mitte und seufzte. Besorgt setzte ich mich neben ihn. Er wirkte wirklich verzweifelt. "Hey Tae, was ist denn los?" Er sah mich an. Tränen flossen über sein Gesicht. Er schluchzte kurz, bevor er anfing zu reden: "Es ist wegen Rachel. Es- es-" "Hey... ganz ruhig.", meinte ich und reichte ihm ein Taschentuch. Dankbar griff er danach und erzählte mir dann was los ist. "Und seitdem sie weggerannt ist ignorieren wir uns. Sie geht mir aus dem Weg. Sie sieht mich nicht an und ich glaube sie hat mich ersetzt.", beendete er die Erzählung. "Rachel? Dich? Ersetzt? Also wenn ich ehrlich bin, dass ihr ineinander verliebt seid wundert mich nicht, eher das ihr euch aus dem Weg geht und was meinst du mit ersetzt?" "Gestern in Zaubertränke da meinte Slughorn, dass wir uns Partner für die Aufgaben wählen dürfen und ich wollte halt zu Rachel um all das jetzt endlich mal zu klären, doch hat sie mit Jake zusammen gearbeitet...", meinte Tae und starrte vor sich hin. "Aber nur weil sie mit Jake zusammen gearbeitet hat, heißt das doch noch nicht, das sie dich ersetzt hat.", sagte ich verwirrt, was mir durch den Kopf schwebte. "Es ist ja nicht nur das. Sie hat die ganze Zeit gelächelt als sie zusammen waren, dann habe ich die beiden Abends in der Bibliothek zusammen gesehen und heute morgen saßen sie beim Frühstück zusammen. Und vorhin als ich Jungkook beim Training zuschauen wollte, war Jake auch da und Rachel.. auch.", erklärte er und erneut stiegen Tränen in seine Augen und er begann zu weinen. Schnell zog ich ihn in eine Umarmung. Wie sollte ich ihm nur helfen? Das konnte doch nicht so weiter gehen! Krampfhaft überlegte ich. Jake... Jake... Ah! Das war doch der Typ aus Hufflepuff! Doch ging mir auch noch ein anderes Licht auf. Eins das ich allerdings nicht haben wollte. Hoseok hat mir mal erzählt, das Jake auf Rachel steht und das wir deshalb so schnell wie möglich Tae und sie zusammen bringen müssen. Ja, wir versuchen die beiden schon seit einer Weile zu verkoppeln. Na und? Wen interessiert das? "Tae... am besten legst du dich vielleicht noch mal hin und schläfst eine Nacht drüber. Lass dir ein paar Worte einfallen, die du Rachel unbedingt sagen möchtest und falls sie es nicht hören will, verfasse einen Brief. Ich bin sicher sie liest was du zu sagen hast.", meinte ich. Tae nickte und langsam begaben wir uns wieder nach unten. Tae befolgte meinen Rat und ging in seinen Schlafsaal. Ich hingegen sammelte unsere Freunde zusammen. "Hoseok! Mit Jin in 5 Minuten in der Bibliothek! Es ist wichtig!", rief ich ihm zu, als ich ihn auf dem Schulhof entdeckte. Er nickte und verschwand. Dann ging ich zum Quidditch Feld. Jake und Rachel. Sie saß auf den Tribühnen und beobachtete ihn. Wie er doch angab! Ich schnaubte und suchte dann JK. "Jungkook! Kommst du bitte? Es ist wichtig!", rief ich von weitem, während ich mich ihm noch näherte. "Chim Chim, was ist denn los?", fragte Kookie verwirrt. "Krisenbesprechung.", meinte ich und nickte Richtung Rachel. Er folgte meinem Blick und sah angewidert zu Jake. "Eigentlich hab ich ja nichts gegen Hufflepuff, aber der scheint mir unsympathisch.", murmelte er. Ich nickte. "Ich bin in 10 Minuten in der Bibliothek.", meinte JK und ich verließ den Platz. Ich überlegte... sollte ich Suna und Jungsook auch mit einbeziehen? Ein paar Mädchen könnten vielleicht hilfreich sein. Also lief ich weiter. Jungsook fand ich unter einem Baum auf der großen Wiese nah am Schloss. Zusammen mit Tom las sie gerade ein paar Bücher. "Jungsook kommst du mal bitte?" Sie sah auf. "Ist es wichtig?", fragte sie und sah zu mir. "Ja, es ist wichtig. Man könnte es schon Verzweiflung nennen.", lachte ich und kratzte mir verlegen am Hinterkopf. "Na dann Tom. Man sieht sich.", verabschiedete sie sich und kam dann zu mir.
    Auf dem Weg in die Bücherei suchten wir nach Suna, doch fanden wir sie nicht. "Na los. Die anderen werden schon da sein.", meinte ich mit einem Blick auf die Uhr. "Die anderen? Was habt ihr denn bitte schon wieder vor?", fragte Jungsook. Ich seufzte und hielt ihr die Tür zur Bibliothek auf. Wir traten ein und wurden schon von Hobi und Jin begrüßt. Auch Jungkook kam direkt nach uns. "Also was gibt es denn so wichtiges?", fragte Jin. Wir setzten uns hin, bevor ich antwortete. "Es geht um Tae und Rachel." "Sind sie endlich zusammen?", fragte Hobi aufgeregt. Ich machte ein verbittertes Gesicht. Wäre zu schön wenn. "Tae hat Konkurrenz bekommen, oder? Ich habe Jake und Rachel nun schon lange auf dem Quidditch Feld gesehen.", meinte Jungkook nachdenklich. "Jake?", fragte Jin. "Mh. Jake ist unser Problem.", meinte ich und erklärte ihnen dann, was zwischen den beiden, Taehyung und Rachel, vorgefallen ist. "Ouuu das ist hart.", hörte man von Jin. "Ja, was machen wir denn jetzt?", fragte Hobi. "Naja, wir müssen Jake loswerden.", erwiderte JK. "Und wie habt ihr das vor? Und außerdem was geht euch deren Liebesleben an?", meldete sich auch Jungsook mal zu Wort.


    Heyyy Leute, ich hab mich schon lange nicht mehr gemeldet, oder? 🤔

    Wie findet ihr die kleine Auseinandersetzung zwischen Tae und Rachel? Ihr könnt mir gerne mal eure Meinungen in die Kommentare schreiben. Ich lese auf jeden Fall alle.

    Des weiteren würde ich mich über BEWERTUNGEN freuen. Also Gefällt mir Button oder Sterne Bewertung, wenn ihr es noch nicht gemacht habt. 😅😊

    Ich hoffe es geht euch allen gut. 💞

    LG eure Lea ❤

    34
    32. Kapitel

    "Tae brauch unsere Hilfe! Er weiß nicht was er machen soll!", erwiderte ich. "Also hat er um Hilfe gebeten?", fragte meine Schwester und zog eine Augenbraue hoch. "Nicht direkt... Aber trotzdem brauchen wir einen Plan!", antwortete ich und sah schüchtern auf die Tischplatte. "Naja.. also erst mal... was wissen wir denn über Jake?", fragte Jungkook. "Er steht schon seit einem Jahr auf Rachel.", meinte Hobi. "Und die beiden haben die letzten drei Tage zusammen verbracht.", ergänzte ich. "Er will Rachel für sich und kann Taehyung deshalb nicht leiden.", erweiterte Jin. "Wie wäre es denn wenn die beiden einfach miteinander reden?", fragte Sook. "Jake und Tae?", fragte Hobi verwirrt. "Nein. Rachel und Taehyung. Warum ist eigentlich Suna nicht hier? Sie kennt Taehyung doch am besten!", meinte meine Schwester.

    Suna POV

    Ich schlenderte zum Quidditch Feld. Die, die heute Training hatten, sind schon weg. Die Tribühnen waren leer. Morgen ist ein Spiel. Slytherin gegen Gryffindor. Unser Team wollte heute eigentlich üben, aber daraus ist leider nichts geworden. Slytherin war gestern auf dem Feld. Ich setzte mich an den Rand und überflog das Feld mit meinem Blick. Warum nur hatte ich so eine Angst vorm fliegen? Klar inzwischen beherrsche ich es... also... mehr oder weniger, gut bin ich nicht. Doch was soll ich auch machen, wenn ich zu 50% des Fluges die Augen zu habe? Plötzlich sah ich, wie jemand auf dem Feld landete ich stand auf um die Person besser erkennen zu können. Wegen der Sonne konnte ich das Gesicht nicht erkennen, doch war es ein Junge. Er trug einfache blaue Jeans mit Löchern an den Knien und einen viel zu großen, hellen Hoodie. Er kam näher und ich wollte schon umdrehen. Es war Namjoon. Seine nun lilanen Haare waren unverkennbar. "Was guckst du denn so?", fragte er genervt. Ich antwortete nicht, sondern drehte mich um und wollte zum gehen ansetzten. "Es ist nicht nett einfach so abzuhauen. Weißt du das?", meinte er. Komisch Namjoon wirkte so anders... so... nett. Ich drehte mich um. "Ich hab dich wegen der Sonne nicht erkannt, aber ich denke es stört dich sowieso nicht, wenn ich einfach gehe!", meinte ich. "Warum bist du dann hergekommen, wenn du gleich wieder gehen willst?", fragte er und ich seufzte. "Das ist nicht so wichtig.", sagte ich und wollte nun WIRKLICH gehen, doch hielt er mich am Arm fest. Sein Blick sah so aus als würde er überlegen. Fragend sah ich ihn an. "Bist du im Team? Bist du deswegen hier?", fragte er. Überrascht von seiner Frage, schüttelte ich den Kopf und sah verlegen zu Boden. "Nicht? Ich dachte.", murmelte Namjoon. "Ein Wunder das du denkst ich hätte Talent, während Yoongi Jungsook immer als unfähig bezeichnet.", meinte ich und war irgendwie verbittert. Namjoon seufzte. "Yoongi und ich sind uns eigentlich gar nicht so ähnlich.", meinte er. Erneut sah ich überrascht zu ihm auf. Er lächelte. "Yoongi ist für mich, wie der Bruder, den ich nie hatte, deshalb stehe ich immer hinter ihm." "Ach und das ist es wert andere zu beleidigen und in den Dreck zu ziehen? Nur weil sie nicht so sind wie ihr?", fragte ich gekränkt. "Nein. Ist es nicht, aber ich bin Slyterin und es it irgendwie in meiner Natur, Familie was auch immer.", seufzte er. "Ist klar. Sicher das du nicht nur Yoongi beeindrucken willst?", schnaubte ich und zog meine Hand aus seinem Griff. "Sag mal was ist eigentlich dein Scheiß Problem!", fragte Namjoon wütend. "Was mein scheiß Problem ist! Menschen, die so sind wie du! Die keine Ahnung haben was sie wollen und dafür andere fertig machen!", schrie ich und dampfte davon. Was ein Arschloch.

    Jungkook POV

    Unser Plan war fertig. Perfekt geplant von Anfang bis Ende. Ich stand in der Bibliothek. Tat so als würde ich ein Buch lesen und beobachtete Rachel und Jake. Wann geht der denn endlich! Jimin würde sich darum kümmern, das Taehyung an Ort und Stelle kommt, wo wir ihn haben wollten. Ich sah mich um. Keiner weiter hier. Schnell holte ich mein Handy raus. Seit diesem Jahr fand ich auch noch Hoseok und Seokjin in meinen Kontakten. Ich öffnete Hobis und meinen Chat und schrieb, das wie geahnt Jake einfach nicht gehen wollte. Es dauerte kurz bis die Tür zur Bibliothek geöffnet wurde und er eintrat. Er zwinkerte mir zu und ging dann zu Jake und Rachel. "Du, Jake, könntest du mal eben mitkommen? Wir räumen gerade die Couch im Gemeinschaftsraum um, doch haben wir nicht genug Leute.", sagte er. Jake seufzte: "Muss das jetzt sein?" Hobi nickte und Jake stand auf. Er verabschiedete sich von Rachel... mit einem KUSS AUF DIE WANGE! Was haben wir bitte verpasst? Hobis Blick war wahrscheinlich nicht besser als meiner, während Rachel nur vor sich hin grinste. Oh shit. Ich hoffe es läuft trotzdem alles wie geplant. Schnell ging ich zu dem Regal, wo mein Buch her war und legte es zurück anschließend folgte ich Rachel, die gerade dabei war die Bibliothek ebenfalls zu verlassen. "Rachel! Warte!", rief ich ihr im Gang hinterher. Überrascht blieb sie stehen und sah mich an. "Jung- Jungkook? Was machst du denn hier?", fragte sie immer noch überrascht. "Spionierst du mit etwa nach? Was hat eich Taehyung bitte gesagt? Hm?", meinte sie böse. Ich kratzte mir verlegen am Hinterkopf. "Naja also eigentlich wollte ich dir nur eine Nachricht von Ari überbringen, aber wenn ich gehen soll, dann-", fing ich an, doch wurde von Rachel unterbrochen. "Ari? Oh tut mir leid. Ich wollte dich nicht voreilig beschuldigen.." Ich lächelte. "Kein Ding. Was ist denn zwischen dir und Tae vorgefallen?", fragte ich gespielt unwissend. "Ach nichts weiter... doch streiten wir uns zur Zeit ein wenig.", seufzte sie. "Oh das wusste ich nicht." "Ich vermisse ihn.", murmelte sie leise vor sich hin. "Warum verbringst du dann so viel Zeit mit Jake? Ich habe euch heute beim Quidditch Training schon zusammen gesehen.", fragte ich, da mir das eben wirklich durch den Kopf ging. "Jake? Er ist echt lieb. Er lenkt mich ab von ihm." "Das ist nicht dein Ernst, oder?", fragte ich, vielleicht etwas übertrieben. "Doch wieso?", meinte Rachel daraufhin nur schnippisch. "Naja egal auf jeden Fall will dich Ari am See treffen. Du solltest da hin gehen.", sagte ich und verschwand. Schnell machte ich mich zum ausgemachten Treffpunkt. Dem Schulhof. "Und hast du es ihr gesagt? Hat sie Verdacht geschöpft?", fragte Hobi direkt. Ich schüttelte den Kopf. "Sie ist auf dem Weg zum See.", antwortete ich und holte erst mal Luft vom Rennen. "Gut. Ich hoffe Jimin ist auch bald soweit. Nicht das sie wieder geht.", zweifelte Sook. "Das klappt schon.", meinte Jin. "Bin schon da!", rief Jimin plötzlich und kam zum Schulhof gerannt. "Na dann geh ich mal und sag Suna was Sache ist, falls die beiden nicht reden wollen.", sagte Jungsook und ging Richtung Eingang. Super. Alles läuft nach Plan.

    Taehyung POV

    Warum sollte Jin mit mir reden wollen? Jimin hatte es echt eilig. Jin könnte doch auch einfach zu mir kommen und nicht am See auf mich warten? Die Jungs benehmen sich komisch. Und wenn Jimin mir das doch sagen sollte, wenn er eigentlich mit Jungkook verabredet war... das macht doch alles keinen Sinn! Auf dem Weg zum See sah ich wie Jungsook und Suna miteinander redeten. Suna nickte und ging dann zusammen mit ihr. Merkwürdig. Sie hatte mich nicht mal bemerkt. Naja. Vielleicht müssen sie lernen oder so. Als ich am See ankam, bleib mir ein Kloß im Hals stecken. Da war nicht Jin. Da war keiner der Jungs. Sondern Rachel. Sie stand da und starrte hinaus auf den See. Sollte ich zu ihr gehen? Das wäre doch perfekt um alles zu klären.... aber wenn sie mir nicht zu hören will? Was dann? Was ist mit Jake? Warum ist das nur alles so kompliziert! Ich seufzte. Es würde wohl nie zum alten zurück kehren. Mir fehlt der Mut. Wieso bin ich in Gryffindor? Das habe ich nicht verdient. Gryffindor ist bekannt für seinen Mut. Mut... den bräuchte ich jetzt. Ich drehte mich um und wollte gehen. "Du willst sie dich nicht wirklich alleine lassen, oder?" Ich schreckte auf. Meine Schwester stand plötzlich neben mir. "Die Person auf die sie eigentlich wartet wird nicht kommen." Ich sah zu Rachel. Ihre Haare wehten im Wind. Sie trug ein Tuch um den Hals, das ebenfalls vom Wind in Bewegung versetzt wurde. Ich seufzte. "Suna... Ich kann das nicht.", murmelte ich. "Doch. Du bist ein Gryffindor. Auch wenn du ihn nicht gleich findest. Dein Mut ist da. Trau dich einfach. Folge deinem Herzen und rede mit ihr, bevor du es bereust und sie mit Jake zusammen kommt.", sagte meine Schwester. "Jake?" Suna hatte nun meine komplette Aufmerksamkeit. Rachel war meine und ich würde niemals zulassen, das ihr irgend etwas passiert. "Ja Jake und wenn du deine Chance jetzt nicht nutzt, dann wird das in den nächsten Tagen passieren. Kläre dieses Missverständnis ein für alle mal." "Und wenn sie mir nicht zuhören will?", fragte ich und sah langsam zu Rachel. "Dann bin ich hier und rede mit ihr."

    35
    33. Kapitel

    Ich nahm all meinen Mut zusammen und atmete einmal tief ein und aus. Rachel stand immer noch da. Bewegte sich nicht als wäre sie eine Statur. Ich stellte mich einfach neben sie, sagte nichts und sah auf das Wasser. "Was willst du hier?", fragte Rachel und sah mich nicht einmal. "Ich wollte mit dir reden." "Ich will nicht, du hast schon genug gesagt!", meinte sie und wollte wegrennen, doch erwischte ich sie noch am Arm. Endlich sah sie mich an. Tränen zierten ihr schönes Gesicht und verunstalteten es. Ich zog sie zu mir und wischte die Tränen mit meinen Fingern weg, während sie die Augen schloss. "Gib mir eine Chance mich zu erklären, bitte. Du musst auch nicht mehr meine beste Freundin sein, wenn du das nicht willst. Du kannst mit Jake machen was du willst, aber bitte höre mir zu.", meinte ich und auch mir rannen Tränen über die Wangen. Tränen der Verzweiflung. "Sprich.", war ihre einfache, kalte Antwort und meine Hand sank wieder nach unten. Sie behielt ihre Augen geschlossen und sah mich nicht an. "Das was im Raum der Wünsche passiert ist... Ich... Rachel, du fehlst mir.", brachte ich nur hervor. Sie sah mich an. "Deine Lügen kannst du dir sparen!", weinte sie. "Ich lüge nicht! Und das solltest du wissen! Das würdest du wissen, wenn du dich nicht so von diesem Jake blenden lassen würdest!" "Jake? Hör auf ihn da mit rein zu ziehen! Er ist ein aufrichtiger Kerl! Und nicht so feige wie du!" Ich schluckte. Oh shit, das hatte gesessen. Ich sah traurig zu Boden. Meine Stimme brüchig: "Ich dachte es kommt dir nicht darauf an. Ich dachte ein aufrichtiges Herz, ein Mensch der dich so liebt wie du bist und jemand der dich besser kennt als jeder andere, wäre dir genug, doch da habe ich mich wohl getäuscht." Rachel sah mich an. "Was hast du gesagt?", fragte sie und kam wieder näher zu mir. "Mein Gott! Rachel, ich liebe dich! Ich will dich nicht verlieren! Ich brauche dich doch...", sagte ich unter Tränen. "Wenn du mich liebst, wieso hast du dann nicht reagiert?", meinte sie und sah betreten zu Boden. "Weil ich überfordert war. Es ist mir in dem Moment erst wirklich klar geworden und bevor ich etwas sagen konnte war es schon zu spät...", sagte ich und sah sie an. Sie lächelte. "Liebst du mich denn auch?" "Taehyung... mein Herz schlägt für dich, so lange wie ich dich kenne.", murmelte sie und sah mir in die Augen. Ihre wunderschönen Rehbraunen Augen. "Nun... was hälst du dann von einem Neuanfang?", fragte ich und musste grinsen. "Ich bin dabei.", lächelte sie. Ich zog sie zu mir und keine halbe Minute dauerte es und meine Lippen lagen auf ihren. Ich hörte von weitem Gejubel. Verwirrt ließen wir voneinander ab. "Ich hab doch gesagt, die lieben sich!", rief Jimin und wir alle begannen zu lachen. "Rachel?" "Ja, Tae?" "Willst du meine Freundin sein?" Sie grinste. "Da fragst du noch?"
    Die Tage vergingen und es kehrte etwas Normalität zu uns zurück. Nur Jake war ziemlich beleidigt. Es gefiel ihm nicht, das Rachel ihn nur benutzt hatte. Doch dafür hatte ich sie endlich wieder meine Rachel.

    -Zeitsprung: ein Tag vor Weihnachten-

    Jimin POV

    Zusammen mit JK und Sook saß ich zusammen in der Großen Halle und beobachteten die Stimmung der Leute. So ziemlich jeder war gut drauf und einige Schüler halfen Hagrid gerade den Weihnachtsbaum aufzurichten und zu verzieren, während Professor Flitwick mit dem Chor übte. Es ist selten, das wir an Weihnachten in Hogwarts blieben, aber so ist es nun mal. Wir können nicht immer nach Hause. "Was glaubst du machen Tae und Su gerade?", fragte Jungkook grinsend in die Runde. "Wahrscheinlich verursachen die beiden Chaos zu Hause.", antwortete ich und stellte mir vor wie die beiden zusammen Plätzchen backen oder den Weihnachtsbaum verziehren und sich dabei ständig streiten, was wohl besser aussieht. "Nicht das die beiden die Scheune abfackeln.", lachte auch Jungsook. "Ich glaube das wäre ein bisschen zu viel. Das bekommt nicht mal Tae hin.", lachte ich mit ihr. "Das sagst gerade du.", meinte meine Schwester und sah mich grinsend an. Ich grinste zurück und dachte daran das Tae übermorgen zu Rachel gehen würde. Es ist unglaublich. Seitdem das Missverständnis zwischen den beiden geklärt ist, verstehen Sie sich wieder bestens und sind unzertrennlich. Aber wann waren sie das auch nicht? Ich freute mich für Taehyung, doch... immer wenn ich die beiden zusammen sah, zog sich mein Herz zusammen. Ständig hatte ich mich gefragt warum. Das das doch alles keinen Sinn ergibt und bin irgendwann zu Jungkook gegangen und hab es ihm erzählt. Erst hatte er mich komisch angesehen, bevor er in ein tiefes Lachen verfallen ist. "Ach Jimmy mein Freund, soll ich dir etwas sagen? Du bist verliebt!", hatte er zu mir gesagt und wollte anschließend wissen wer es denn nun ist. Doch wie sollte ich die Frage beantworten? Ihm die Wahrheit sagen? Wenn Tae es erfahren würde, wäre er bestimmt nicht gerade glücklich darüber... Ich meine was seine Schwester angeht, ist er doch genauso wie ich. Sook riss mich aus meinen Gedanken: "Also Jungs ich geh dann mal, ich wollte noch mit Susan ein paar Geschenke verteilen." "Welche Susan?", fragte Jungkook verwirrt. "Na die ein Jahr über mir ist. Susan Pevensie.", meinte sie. Wir nickten und kurz darauf verschwand sie. "Was schenkst du ihr zu Weihnachten?", fragte JK. "Wenn ich das nur wüsste...", seufzte ich. "Ist nicht dein Ernst, oder?", lachte Jungkook. "Nein, natürlich nicht. Erfährst du morgen.", lächelte ich und verschwand ebenfalls. Mein Ziel war mein Bett. Ich hörte wie Jungkook nach mir rief und mir folgte, doch führte ich meinen Weg einfach fort. "Hey! Jetzt warte doch mal!" Ich schmunzelte und drehte mich um. "Du kannst dich nicht einfach mitten in einer Konversation gehen." "Du hast doch gesehen, das ich es kann.", erwiderte ich grinsend und ging weiter. Er holte wieder auf und lief neben mir. "Wann wirst du es Suna eigentlich sagen? Ich meine nach der Sache die da am See war, von dem du mir erzählt hast, habt ihr euch ja schon fast ignoriert.", meinte er. Mein Gott konnte Jungkook nerven, wenn er etwas wissen wollte. Er ist viel zu neugierig. "Keine Ahnung.", meinte ich genervt. "Aber es wäre doch gerade jetzt ein toller Zeitpunkt, findest du nicht?" Verwirrt sag ich mein Gegenüber an. "Naja wenn Tae zu Rachel geht, kommt Suna doch wieder her...", erklärte er mir seinen Gedanken. Er hatte recht! Oh mein Gott, das hatte ich ja so vergessen! Der Gedanke sie bald wieder zu sehen, machte mich nervös. Wie sollte ich das anstellen?

    Yoongi POV

    Namjoon und ich saßen zusammen am Schulhof und beobachteten die ganzen dummen Kinder, die sich gegenseitig mit Schnee bewarfen. Als eines der Kinder mich an der Schulter traf, war es endgültig vorbei. "Hey! Passt gefälligst auf!", rief ich und nuschelte anschließend vor mich hin. "Komm wir gehen.", sagte ich genervt und wir verließen den Schulhof. In der Großen Halle war inzwischen alles geschmückt. Jeder strahlte vor Lachen und es roch nach Plätzchen, die auf den vier großen Tischen verteilt standen. Ich hasse Weihnachten. Jeder tut auf einmal auf komplett Happy, nur weil es Geschenke gibt und man kann die Familie sehen. Ja, wir nicht und das wollten wir auch gar nicht. Zumindest wäre es neu für mich, wenn Namjoon jetzt sagen würde er möchte nach Hause. "Glaubst du die beiden Gören sind auch noch hier?", fragte Namjoon plötzlich, als er den Weihnachtsbaum betrachtete. Ich zuckte die Schultern. "Ich hoffe nicht. Etwas Ruhe schadet nie.", sagte ich und gähnte anschließend, während ich mich streckte. Namjoon schmunzelte und wir setzten uns in eine ruhige Ecke. "Lust auf Zauberschach?", grinste Joon und ich sah ihn mit meinem typischen genervten Blick an. "Och komm schon.", bettelte er und ich gab mal wieder nach. Plötzlich standen zwei Mädchen hinter uns. "Ähm... Hey.", meinte die Blonde und winkte mir schüchtern zu. Die andere wiederum setzte sich direkt neben Namjoon und fragte was wir machen. "Bist du blind? Das ist ein Schachbrett.", erwiderte ich stumpf und verdrehte genervt die Augen. "Oh Gott wirklich? Ich wollte schon immer mal Schach lernen! Könnt ihr mir das beibringen?", fragte die Dunkelhaarige neben Namjoon. "Nein und jetzt geht. Wir wollen unser Spiel starten.", sagte auch Namjoon genervt. Ich sah wie die Dunkelhaarige enttäuscht drein schaute und sagte noch: "Ihr seid doch Gryffindor, oder? Dann fragte doch jemanden aus eurem Haus!" Die Dunkelhaarige erhob sich und hielt arrogant ihr Kinn in die Luft. "Dann viel Spaß bei eurem Spiel, aber ich komme wieder.", sagte sie und zog die Blonde mit sich, die nur etwas entschuldigend zu uns sah. Angewidert sah ich den beiden hinterher. "Unfassbar.", murmelte ich. "Ja, oder? Was bilden die sich denn ein... komm lass jetzt endlich das Spiel beginnen.", erwiderte Namjoon und ich betrachtete das frisch aufgebaute Spielfeld.

    36
    34. Kapitel

    Taehyung POV

    Endlich! Heute ist es soweit! Heute ist Weihnachten! Ich hob meinen Kopf und sah, das Suna noch schlief. Gut so, dachte ich mir. Schnell und leise verließ ich den Heuboden und rannte ins Haus. Eomma und Appa waren gerade in der Küche und bereiteten Frühstück vor. "Sie schläft noch.", sagte ich ganz aufgeregt. Meine Eltern fingen an zu lachen. "Dann hier. Das sind die letzten 2 Geschenke. Die anderen sind schon oben.", lächelte mich Mum an und drückte mir zwei relativ kleine Pakete in die Hand. Ich nickte und rannte wieder raus. Gestern hatte ich mit meinen Eltern überlegt, das es doch mal was besonderes wäre, Weihnachten auf dem Heuboden zu verbringen. Suna war diejenige, die das wenigste wusste. Mum und Dad hatten gestern, während Su und ich Plätzchen gebacken hatten, die Geschenke hier oben versteckt. Wir hatten einen schönen Baum in der Scheune verziert und dann haben Su und ich es uns oben gemütlich gemacht. Mit ein paar bunten Lichterketten war der Heuboden so schön wie noch nie. Als ich die Klappe zum Heuboden öffnete schlief Suna immer noch, doch kam mir Lovely entgegen, was bedeutete das Suna jeden Moment Aufwachen könnte. Immer wenn Lovely bei ihr schläft und dann geht, wacht Suna auf. Also beeilte ich mich und versteckte noch die letzten zwei Geschenke. Plötzlich öffnete Dad die Klappe und ich hielt mir vor Schreck die Hand aufs Herz. "Appa! Sowas kannst du doch nicht machen!", flüsterte ich, in der Hoffnung Suna nicht zu wecken. Er schmunzelte. "Eomma und ich haben den Tisch hier unten gedeckt, lass also nicht so lange auf dich warten", grinste er, "und entferne das Stroh aus deinen Haaren." Ich lächelte ihn an und er verschwand wieder. Ich krabbelte zu Suna und wollte sie gerade wecken als sie sich streckte und ausgiebig gähnte. Dann sah sie mich verwirrt an. "Tae?" "Merry Christmas, Su!", rief ich und fiel ihr um den Hals. Überrascht von der plötzlichen Reaktion fiel sie nach hinten und ich mit ihr. Also lag ich im Endeffekt auf ihr. "Tae geh runter! Du bist schwer!", lachte sie. "Keine frohen Weihnachten für mich?", fragte ich und schob die Unterlippe vor. "Doch natürlich, du Babo! Frohe Weihnachten!", lachte sie und fiel dieses mal mir in die Arme. "Also was haben Mum und Dad heute vor?", fragte sie und lächelte mich an, während sie anfing ihre Decke zu richten. "Wir sollen zum Essen kommen, ich wollte dich gerade wecken!", meinte ich wieder aufgeregt und Suna nickte. Zusammen verließen wir den Heuboden und unten erwarteten uns unsere Eltern und riefen laut: "Überraschung!" Suna hielt sich glücklich die Hände vor den Mund lief Mum und Dad in die Arme um ihnen frohe Weihnachten zu wünschen. Ich schmunzelte. Ob Jimin, JK und Jungsook auch so einen Spaß hatten?

    Hoseok POV

    Lachend reichte ich meiner kleine Schwester ihr nächstes Geschenk. Mein Geschenk. "Soll ich dir helfen beim aufmachen oder schaffst du das alleine?", fragte ich schmunzelnd als ich sah wie sie das Band nicht mit den Fingern abbekam. "Nein! Ich brauche nur eine Schere.", meinte sie und stand auf um zu Mama zu gehen. "Eomma machst du das bitte auf?", fragte sie und ließ ihren Hundeblick nicht aus. Sie ist schon süß. Ich hoffe Jin geht es auch gut und vor allem seiner Mutter. Es wird sicher nicht leicht für die beiden sein, aber Jin schafft das schon. Daran muss ich nur glauben. Plötzlich kam Suji wieder zu mir gestolpert. Das Band an meinem Geschenk war ab. Sie setzte sich wieder vor mir hin und fing an das Papier zu entfernen. Zum Vorschein kam die kleine, glänzende Schatulle die ich ihr gekauft hatte. Sie betrachtete sie im Licht und sobald das Glitzer anfing zu glänzen, lächelte sie über das ganze Gesicht. Wie süß. Sie wollte die Box gerade öffnen, als sie in ihrer Bewegung inne hielt. "Was ist da drin, Hobi?", fragte sie und sah mich aus großen Augen an. "Das wirst du sehen, wenn du es aufmachst.", erwiderte ich lächelnd. "Aber was mache ich, wenn nicht das drin ist, was ich erwarte,... wenn ich dann enttäuscht bin.", meinte sie und sah zu Boden. "Glaubst du wirklich, das es dir nicht gefällt?", fragte ich sie. Doch fing sie wieder an zu lächeln. "Egal was es ist. Es ist von dir. Ich werde es lieben und ganz gut darauf aufpassen." Nun war ich derjenige der lächeln musste. Sie machte es auf und begann zu lächeln. "Es ist so wunderschön.", flüsterte sie. Genau das hatte ich erwartet. "Soll ich es dir umbinden?", fragte ich und sie nickte schnell. "Mit diesem Armband bin ich die schönste von allen.", behauptete sie lachend und zog mich mit. Sie zeigte es Mum und Dad und grinste wie so ein Honigkuchenpferd.

    -Zeitsprung: abends-

    Jimin POV

    Ich lag in meinem Bett und starrte in den Sternenhimmel. Ich hörte Jungkook von der anderen Seite leise schnarchen, ein Zeichen für mich, das er schlief. Die anderen beiden sind über die Ferien ebenfalls nach Hause gefahren. Suna wird bald wieder kommen, ob morgen oder doch erst übermorgen, hat uns Jungsook leider nicht gesagt. Wie sie wohl reagieren würde, wenn sie davon wüsste? Davon wüsste, wie ich ihre beste Freundin sehe? Was sie mir bedeutet? Ich seufzte und stand auf, zog mir eine Jeans an, einen Pullover zog ich drüber und dann schnappte ich mir mein Schal und meine dicke Jacke. Dann lief ich los. Mein Ziel: der Astronomieturm. Leise schlich ich mich durchs Schulhaus oder sollte ich lieber Schloss sagen? Naja ich eilte die Treppen nach unten in der Hoffnung, das meine Schuhe nicht zu laut waren. Auf meinem Weg kam mir ein Schüler entgegen. "Wo willst du hin?", fragte er ernst und kam auf mich zu. "Was geht dich das an, Peter!", ging ich ihn an. "Ich bin Vertrauensschüler. Ich habe ein Recht das zu erfahren.", erwiderte er nur. "Ja wir können dir Vertrauen. Wenn wir wollen.", sagte ich und drehte mich und wollte gehen. "Entweder sagst du es mir oder ich geh und sag es dem Professor." Seit wann ist Peter so nervig? "Zum Astronomieturm, zufrieden?", meinte ich genervt und er nickte. "Da ist vorhin auch schon jemand hoch, aber vielleicht ist er ja schon wieder weg." "Wer?", wollte ich wissen, doch war Peter schon längst wieder verschwunden. Ich atmete genervt die Luft aus. Peter Pevensie. Hufflepuff. Seitdem er diesen Posten als Vertrauensschüler hat ist er noch nerviger und arroganter geworden, als er es sowieso schon war. Ich setzte meinen Weg also fort und betrachtete die Treppen. Warum hatte ich mich gleich noch entschieden hier her zu kommen? Naja, das ist jetzt eben Nachtsport. Schritt für Schritt kämpfte ich mich die vielen Stufen nach oben. Hatte die eigentlich schon mal jemand gezählt? Warum musste es so weit oben sein? Als ich die Plattform sehen konnte, atmete ich erleichtert aus. Gleich geschafft. Doch wie Peter erwähnt hatte, war ich nicht alleine. Ein anderer Schüler stand dort am Geländer, den Blick in die Ferne gerichtet. Wie viele Schüler kamen bitte auf diese dumme Idee freiwillig hier hoch zu laufen und noch dazu um diese Zeit? Unglaubwürdig schnaubte ich und die Person drehte sich um. Überrascht sah ich auf. Ich hätte vieles erwartet nur ihn nicht... "Namjoon?"


    hello there. 😂🤗
    I am back. 🙌
    Vkookie das Kapitel kommt jetzt schon wegen dir. 😉 Ich weiß es ist ziemlich kurz, aber ich brauchte diesen cut... Also I am so sorry. 😅😂

    Ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr weiter Kommentare schreibt, Bewertungen und Meinungen da lasst. Vor allem die Bewertungen sind wichtig. 😅💓

    Ihr könnt auch gerne mal raten, was ihr denkt, mit wem Suna zusammen kommt. Ich werde auf jeden Fall alle Kommis lesen. Die Auflösung gibt es dann natürlich im Laufe der Story. 😊

    Das war's auch schon von mir.
    Remember: ur nice, keep going. 💜💜

    LG eure Lea ♡

    37
    35. Kapitel

    "Namjoon?", fragte ich und richtete mich wieder auf, da ich mich mit den Händen auf den Knien abgestützt hatte, um kurz Luft zu holen. "Was machst du hier?", fragte ich verwirrt. "Das selbe könnte ich dich fragen.", meinte er und zog eine Augenbraue nach oben. "Ja schon...", meinte ich und kratzte mir verlegen am Hinterkopf. Namjoon drehte sich wieder um und stellte sich ans Geländer. Ich stellte mich neben ihn. Keiner sagte etwas vertieft in die eigenen Gedanken. Irgend wann brach ich die Stille. "Manchmal vermisse ich die alte Zeit." Namjoon sah mich nicht an, sondern betrachtete weiter die Sterne. "Ich auch, aber naja.", antwortete er. Überrascht sah ich ihn an. "Warum seid ihr dann so zu uns!" Mein ehemaliger Freund seufzte. "Es ist nicht immer leicht mit Veränderungen zu leben." "Nicht immer leicht mit Veränderungen zu leben? Namjoon, was meinst du damit?", fragte ich verwirrt und etwas überfordert. "Ich will nicht darüber reden." Ich seufzte. "Aber genau das ist es doch, was unsere Freundschaft ausgemacht hat und was sie besonders gemacht hat. Sieben Jungs, alle Häuser, reden über all ihre Probleme trotz den Grenzen, die sie gesetzt bekommen. Warum? Warum willst du, wollt ihr das nicht mehr?", meinte ich schon fast traurig, als ich an die ganzen schönen Abende im Raum der Wünsche dachte. "Jimin es ist nicht immer alles so einfach wie es scheint und ich... Ich will euch da in nichts mit rein ziehen." Ich schwieg. Wenn er nicht mit mir reden will, dann soll er es eben lassen. Namjoon war halt schon lange nicht mehr der, der er mal war, dachte ich verbittert. Dann brach Namjoon das Schweigen. "Aber warum bist du hier? Ich weiß, die meisten kommen nur hier rauf, wenn sie Probleme habe oder frustriert sind... also was ist los mit dir? Vielleicht können wir ja über dich reden.", lächelte er. Überraschter als ich gerade jetzt konnte man glaube ich schon gar nicht mehr sein. Hatte er das gerade wirklich gesagt? "Nun ja... also... um ehrlich zu sein will ich nicht darüber reden... es ist mir... peinlich.", zum Ende hin wurde ich immer leiser und Namjoon begann zu lachen. "Bist du eigentlich mit dieser Suna zusammen? Ihr habt doch letztens Händchen gehalten. Erschrocken sah ich ihn an. 1. Er hatte uns am See auch gesehen? Nicht nur Yoongi? 2. Wie konnte man ohne es zu wissen genau auf den Punkt Treffen? Abwartend sah er mich an. Doch schien er nicht lange warten zu müssen, da mein Gesichtsausdruck offenbar Bände sprach. "Also Nein.", schmunzelte er und sah wieder in die Sterne. Langsam sammelte ich mich wieder. "Also.. äh... Nein.. sind wir wirklich nicht.", stotterte ich. "Warum so nervös?", grinste Namjoon. Schüchtern sah ich nach unten. Warum? Warum redete ich überhaupt mit ihm! "Aber du magst sie oder?", fragte er weiter. "Wahrscheinlich mehr als du.", gab ich trocken zurück. Er seufzte. "Hör zu, das wir es uns so miteinander verscherzt haben und wir uns nicht wirklich leiden können beruht auf kompletter Gegenseitigkeit! Schieb jetzt mal nicht mir alles in die Schuhe, nur weil du verknallt bist!", wurde er wieder ernst. "Warum verzeiht ihr euch dann nicht einfach gegenseitig?", fragte ich, doch ignorierte mich Namjoon einfach. "Bitte! Dann eben nicht!", sagte ich und ging. "Dann red' doch mit Yoongi da drüber!", rief mir Namjoon noch hinterher doch ging ich einfach weiter und schüttelte genervt den Kopf. Arschloch.

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    Ich setzte mich mit Jungkook zusammen an unseren Tisch in der Großen Halle. Jungsook wollte später nach kommen, hat sie gesagt. "Gibst du mir mal bitte die Schüssel da drüben.", meinte Kookie und zeigte auf die Schüssel neben mir. "Klar, hier.", erwiderte ich. "Glaubst du Suna kommt heute oder morgen?", fragte Jungkook. "Keine Ahnung... Ich hoffe heute." "Hab ich mir gedacht", lachte er, "Jungsook wird es uns dann sicher sagen." Ich nickte und griff nach dem Honig, der ebenfalls auf der riesen Tafel stand. "Gar nicht so gesprächig heute?", fragte mein Gegenüber und sah mich prüfend an. "Es ist nichts.", murmelte ich. "Aha. Und wo warst du gestern Abend? Das wollte ich sowieso noch wissen." Ich verdrehte die Augen. Bin ich für jeden ein offenes Buch, oder wie? "Ich warte.", meinte Jungkook, während er nach der Schokolade griff. "Ich war auf dem Astronomieturm." "Und wen hast du da getroffen? Sehr begeistert warst du ja nicht.", nervte Jungkook weiter. "Ich hab mit Namjoon geredet. Zufrieden? Soll ich dir jetzt noch den Rest meines Lebens erzählen?", erwiderte ich genervt. Jungkook grinste. "Nein, brauchst du nicht. Nur wie du dir das mit Suna vorstellst."

    Seokjin POV

    Ich griff nach dem letzten Teller und räumte ihn wieder an Ort und Stelle. Mum war gerade etwas draußen. Ich hatte ihr gesagt, das sie sich mit irgend einer Freundin treffen sollte um sich abzulenken und es schien auch ganz gut zu funktionieren. Immerhin hatte sie die letzten drei Tage nicht geweint. Man könnte das als Rekord betrachten. Sie sollte nicht so sehr an Dad hängen bleiben. Natürlich ist er nicht mehr da und sie soll ihn auf keinen Fall vergessen, aber soll sie ihr Leben auch leben und nicht nur im Wohnzimmer verbringen. Dad hätte das nicht gewollt. Ich seufzte und ging zurück in mein Zimmer. Vorgestern hatten Mum und ich den ganzen Tag zusammen verbracht. Erst hatten wir die Wohnung zusammen geputzt. Dann eine Kissenschlacht veranstaltet. Wieder alles aufgeräumt und dann den Baum verziert. Als wir fertig waren, haben wir die ganzen bunten Lichterketten im kompletten Haus verteilt und haben dann zusammen ein K-Drama geguckt. Sie war so glücklich. Sie war eingeschlafen und so hatte ich mich alleine um das Essen gekümmert. Schon lange hatte ich Eomma nicht mehr so glücklich gesehen... Ich hoffe das bleibt halbwegs so. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und zog mein Handy aus der obersten Schublade. Sollte ich Hoseok schreiben? Taehyung? JK oder Jimin? Selbst mit Jungsook oder Suna könnte ich schreiben. Allerdings wüsste ich nicht worüber also legte ich es zurück. Ich öffnete die zweite Schublade und wollte mir etwas Pergament hervor. Schreiben wollte ich nicht... Ich wollte etwas zeichnen. Als ich Meggie ihr Tagebuch gesehen habe, hat es mich irgendwie inspiriert. Also versuchte ich auch etwas zu zeichnen. Ich sah aus meinem Fenster. Draußen war alles weiß, Farbe konnte man kaum finden. Was sollte ich malen. Ich habe noch nie wirklich etwas gezeichnet... vielleicht sollte ich mit etwas einfachem anfangen...

    -2 Stunden später-

    Ich sah auf und betrachtete mein Werk. Unschlüssig, was ich davon halten sollte... für das erste mal war es doch ganz gut... oder? Ich hatte mich am Hufflepuff Logo probiert und es sah noch nie so verkrüppelt und hässlich aus, wie auf diesem Stück Pergament, was vor mir lag. Wie machte das dieses Mädchen nur? Ich schüttelte verzweifelt den Kopf und schaltete mein Tablet ein. Kurze Zeit später sah ich Hobi auf dem Bild. "Hey Jin, was gibt's? Geht es dir gut? Wie geht's deiner Mum?", begrüßte er mich. "Hey Hobi. Ja also mir geht es gut. Mum auch und ja. Wie geht's dir?", beantwortete ich alle seine Fragen. "Mir geht's auch gut. Was ist das für ein Zettel, der da vor dir liegt?", meinte er und streckte sich um irgendwas darauf erkennen zu können. Schnell zog ich ihn weg. "Ach nichts.", lächelte ich peinlich berührt. "Och komm schon... zeig's mir. Ich bin dein bester Freund!" "Aber es ist sooo hässlich!", jammerte ich. "Zeig her!" Seufzend hielt ich mein "Kunstwerk" vor die Kamera und kurz darauf begann Hoseok heftig zu lachen. "Ja, ich weiß. Es ist grauenvoll.", lächelte ich und nahm es wieder weg. "Seit wann bist du denn Künstler?", fragte mein bester Freund immer noch lachend. "Keine Ahnung... Ich wollte es einfach mal ausprobieren.", sagte ich und zuckte die Schultern. "Ja sicher.", lachte Hobi immer noch. "Dafür probiere ich wenigstens auch mal was neues aus und nicht so wie du!", verteidigte ich mich. "Ich muss mich mit Prinzessinnen befassen, das ist neu genug.", schmunzelte Hobi und schien sich langsam wieder zu beruhigen. "Tja, es hat halt Vor- und Nachteile, Geschwister zu haben.", lachte ich. "Ja da hast du wohl recht.", seufzte Hobi. "Ich habe IMMER recht.", erwiderte ich. "Achso? Hast du das? Hmm... was war das da letztens...", überlegte er. "Meintest du letztens nicht, das die Schatulle die ich gekauft habe, niemals, ich betone NIEMALS in das restliche Geschenkpapier passen würde?" Ich verdrehte die Augen. "Oder letztens wo wir in der Bibliothek unsere Hausaufgaben gemacht haben und du meintest, das das Buch zu 100 Prozent in dem Regal ist, aber es in dem dahinter war?", provozierte er mich weiter. "Ist ja gut ich hab's verstanden! Ich hab nicht immer recht!" Kurzes Schweigen... und dann fingen wir an zu lachen.

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    36. Kapitel

    Suna POV

    Ich sah auf die Uhr. Bald würde der Zug zurück nach Hogwarts fahren... und ich? Ich liege in meinem Bett und starre an die Decke. "Suna, hier ist dein Tee.", sagte Mum und kam mit einer Tasse Kamillentee an mein Bett. Sie setzte sich zu mir und ich richtete mich auf. "Darf ich morgen bitte zurück fahren?", fragte ich sie und versuchte den Hundeblick. "Wenn es dir besser geht.", erwiderte sie streng. "Aber mir geht es doch gut! Ich bin fast schon wieder Top-fit!", widersprach ich gefolgt von einem Niesen. "Nein Suna, du wirst mit Taehyung zurück fahren." "In einer Woche! Aber ich habe Jungsook versprochen, dass wir die Weihnachtsferien zusammen in Hogwarts verbringen!", protestierte ich. "Sollte es dir morgen wirklich besser gehen... darfst du übermorgen fahren. Ich will nicht, das du irgend jemanden ansteckst und wenn das nicht ist, fährst du mit Taehyung. Schluss, aus, Ende!", sagte Eomma und verschwand aus meinem Zimmer. Ich stellte die Tasse auf den Nachtschrank ab, ließ mich in mein Bett fallen, zog mein Kissen über den Kopf und schrie einmal rein. Warum musste ich ausgerechnet jetzt krank werden! Es war zwar nur eine leichte Erkältung, aber für Ma war das Grund genug, mich Zuhause zu lassen. Ich seufzte und nahm mir ein Taschentuch. Nachdem ich wieder halbwegs durch die Nase atmen konnte, schnappte ich mir meinen Tee. Ich betrachtete ihn eine Weile und trank ihn dann in einem ganzen Zug aus. Anschließend schnappte ich mir mein Handy und rief meinen Bruder an.
    "Hey Su! Was gibt's?", fragte Tae happy von der anderen Seite.

    "Mum will mich nicht zurück fahren lassen!", jammerte ich.

    "Ist deine Erkältung noch immer nicht weg?"

    "Ja! Aber man merkt es kaum noch. Eomma hat gesagt, wenn es mir morgen besser geht, darf ich übermorgen zurück fahren. Sonst erst mit dir.", meinte ich frustriert.

    "Ist das Suna?", fragte Rachel aus dem Hintergrund. "Ja, ist sie." "Hey Suna!"

    "Hey Rachel!", erwiderte ich. Ihre Stimme zu hören heiterte mich ein wenig auf.

    "Wann fährst du nach Hogwarts?", fragte sie glücklich und ich seufzte, während Tae ihr meine Lage erklärte. "Oh, das klingt aber nicht gut.", murmelte sie.

    "Warum muss ich aber auch jetzt krank werden!"

    "Also mein Tipp wäre. Ab und zu ein heißen Tee zu trinken. Viel zu schlafen oder dich abzulenken. Wenn du dich nicht so darauf konzentrierst und dir vorstellst das du eigentlich gesund bist,... das könnte funktionieren. Zumindest klappt es bei mir immer.", sagte sie, während sie zwischendurch immer wieder überlegte.

    "Danke Rachel, mal schauen was ich mache.", seufzte ich.

    "Also ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Besserung.", meinte sie. "Und ich natürlich auch! Fühl dich von mir ganz fest geknuddelt!", lachte mein Bruder.

    "Haha ja. Danke euch."

    "Kein Ding, aber wir müssen jetzt leider los. Wir melden uns später wieder. Bye.", meinte Rachel. Tae verabschiedete sich ebenfalls noch und dann legten sie auf. Ich seufzte. Wie sollte ich mich denn jetzt ablenken? Was sollte ich machen? Ich fing wieder an, die Decke anzustarren. Immer wieder warf ich mein Kissen hoch und fing es wieder auf. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und ging nach unten in die Küche. Meine Tasse nahm ich natürlich mit. Mum war auf Arbeit gegangen. Dad ist schon seit zwei Tagen wieder arbeiten gewesen. Ich stellte die Tasse auf die Theke und füllte den Wasserkocher.
    Nachdem mein Kräutertee fertig war ging ich wieder nach oben. Als ich die Tür hinter mir schloss, hielt ich kurz inne. Meine Tasse stellte ich auf meinen Schreibtisch, der direkt neben Taehyungs stand und dann betrachtete ich unser Bilderregal. Die meisten Bilder waren nur von uns beiden, doch seit diesem Jahr fand man auch viele mit JK, Jimin und Jungsook. Mit Rachel ebenfalls. Sogar eins mit Hoseok und Seokjin war da. Ich nahm das Bild von Jimin und mir in die Hand, welches wir im Wohnzimmer der Parks gemacht hatten, während die anderen das Abendbrot vorbereitet hatten. Ich schmunzelte. Ich weiß noch, ich wollte das Bild nicht machen, deshalb gucke ich etwas genervt auf dem Bild. Jimin hatte eine ganze Menge Bilder gemacht. Auf manchen hatte ich die Hände vor dem Gesicht oder ich wollte Jimin die Kamera wegnehmen. Doch war er größer als ich und ich scheiterte kläglich. Jimin hatte die ganze Zeit gelacht und sein schönstes Lächeln auf den Bildern gezeigt. Ich lächelte. Es ist eine wunderschöne Erinnerung... meine Gedanken schwiffen ab. Was er wohl gerade macht? Vermisst er mich genauso, wie ich ihn? Ich seufzte. Dieses Eingeständnis sich in den besten Freund meines Bruders verliebt zu haben... Wie sollte ich damit leben? Ich seufzte und stellte das Bild zurück in das Regal. Anschließend ging ich zu meinem Bett und setzte mich drauf. Nur um eine Minute später wieder aufzustehen, das Bild zu nehmen und mich an meinen Schreibtisch zu setzten. Ich holte etwas Pergament aus einer Kiste unter dem Schreibtisch und nahm mir die Stifte aus dem Glas, in dem wir sie verstaut hatten. Ich betrachtete das Bild. Prägte mir alle Feinheiten ein. Es sollte ein Profil von Jimin werden. Von ihm allein. Ohne mich. Ich fing an zu zeichnen, doch hielt mitten in der Bewegung der Vorzeichnung inne. Sollte ich vielleicht nicht doch lieber alle drei zusammen zeichnen? Jungkook, Taehyung und Jimin? Ich zögerte und entschied mich dann trotzdem für das Profil. Ich weiß nicht wie oft ich in einer Stunde den Radiergummi benutzt habe. Auf jeden Fall wunderte es mich, das er überhaupt noch vorhanden war. Nach vier Stunden genauen Arbeitens, beendete ich mein Kunstwerk. Kritisch betrachtete ich es. Die Schattierungen waren mir wirklich gut gelungen. Genauso wie seine wunderschönen vollen Lippen. Selbst mit den Augen war ich für meine Verhältnisse wirklich zufrieden. Das einzige was mich störte, war die Nase. Ich überlegte und überlegte, was ich machen könnte, wie ich sie verändern müsste, das ich zufrieden bin... doch ließ ich es so, versteckte es unter meinem Kissen und räumte dann alles auf. Mein Tee, von dem ich hin und wieder einen Schluck genommen hatte, war inzwischen kalt geworden. Ich seufzte, trank den Rest aus und ging wieder in die Küche um mir einen neuen Tee zu machen. Dieses mal entschied ich mich für Ingwer. In der Hoffnung, das er wirklich hält, was er verspricht. Ich sah aus dem Fenster und betrachtete die weiße Landschaft, die sich vor mir bot. Der See war zugefroren und Charlie hatten wir es, wie jeden Winter, in der Scheune gemütlich gemacht. Über Nacht würde er wieder mit rein kommen. Plötzlich hörte ich die Katzenklappe und eine, vom Schnee nasse, Lovely trat ein. "Na meine Süße? Ist es dir zu kalt draußen?", fragte ich sie und sie schüttelte sich einmal. Dann ging sie ins Wohnzimmer und legte sich vor die Heizung. Ich schmunzelte. Lovely war so niedlich. Ich nahm mir meinen fertigen Tee und ging anschließend wieder in Taehyungs und mein Zimmer. Es war so leer, wenn er nicht da war. Ein erneutes Seufzen entfuhr mir. Ich trank einen Schluck von meinem Tee und stellte ihn dann in das Bilder Regal. Anschließend ging ich ins Bad. Dort betrachtete ich mich selbst im Spiegel. Meine braunen Haare waren etwas zerzaust, aber der Zopf hielt noch. Make up hatte ich keins drauf. Mein Outfit bestand einfach nur aus einem bequemen, lilanen Jumpsuit und am unteren Ende zeigten sich noch weiße Socken. Meine Nase war etwas rot von dem vielen Nase schnauben, doch hatte sich das etwas gelegt. Rachel hatte recht mit der Ablenkung. Während ich gezeichnet hatte, habe ich zwar hin und wieder meine Nase putzen müssen, aber dadurch, das ich so fokussiert war, die Feinheiten auch alle gut hinzubekommen, habe ich fast nichts mehr von meiner Erkältung gemerkt. Ich lächelte. Kurzer Hand entschloss ich mich, nach Charlie sehen zu gehen. Also schnappte ich mir einen dicken Pulli und zog den drüber. Dann noch meinen Schal und zum Schluss noch die dicke Jacke drüber. Ich wunderte mich, das ich überhaupt noch Luft bekam. Ich ging zurück in unser Zimmer. Den Tee wollte ich wenigstens noch austrinken, bevor er kalt wird. Also wollte ich nach dem Tee greifen, doch da ich durch die Jacke und den Pullover etwas eingegrenzt war...

    39
    37. Kapitel

    Doch da ich durch die Jacke und den Pullover etwas eingegrenzt war blieb ich, bei einem der Bilder im Regal, hängen und riss es zu Boden. Vor Schreck blieb ich wie erstarrt stehen. Die Tasse stand noch immer an Ort und Stelle. Schnell öffnete ich die Jacke und zog sie aus. Anschließend hockte ich mich zu dem Bild um zu sehen welches es war. Die Glasscheibe im Rahmen war zersplittert und das Holz angebrochen. Ich zog das Foto vorsichtig heraus, womöglich ohne es zu zerkratzen, doch war das kaum möglich. Es war das Foto von den drei Jungs. Taehyung, Jimin und Jungkook. Wie sie zusammen am See vor unserem Haus standen, sich gegenseitig die Arme über die Schultern legten und lächelten. Taehyung zeigte das Peace Zeichen, Jungkook den Daumen hoch und Jimin stand einfach nur grinsend in der Mitte. Das Bild ließ mich schmunzeln. Dennoch... ich hatte es kaputt gemacht. Gab es dafür nicht irgend eine Art Zauberspruch um das wieder hinzubekommen? Ich seufzte. Dazu müsste ich in der Bibliothek nachgucken... nur leider war ich nicht in der Schule... Also schnappte ich mir mein Handy und schrieb Jungsook, ob sie das für mich erledigen könnte. Kurz darauf antwortete sie, das sie sowieso in die Bibliothek wollte und das gleich mit erledigen würde. Dankbar schrieb ich ihr zurück und griff anschließend nach meinem Tee, der immer noch in dem Regal stand. Ich trank ihn aus, während ich die Bruchteile auf dem Boden vor mir betrachtete. Ich seufzte, schnappte mir meine Jacke und ging nach unten.

    Jimin POV

    "Weißt du jetzt eigentlich wann Suna wieder kommt?", fragte ich Jungsook, mit der ich gerade im Gemeinschaftsraum saß. Sie verdrehte die Augen. "Nein, weiß ich nicht. Wieso ist das für sich auch so wichtig?", fragte sie genervt. "Ich will es eben wissen.", antwortete ich und zuckte die Schultern, als ob es mir egal wäre. Sie schaute auf ihr Handy und schien eine Nachricht zu lesen. Anschließend ging sie in Richtung Schlafsaal. "Hey! Wo willst du hin?", rief ich ihr hinterher. "In die Bibliothek! Ich schaff nur mein Handy vorher noch weg.", antwortete sie und verschwand. Ich seufzte genervt und ließ mich tiefer in die Couch sinken, auf der ich gerade saß. "Was ist denn mit dir los?", lachte mich jemand an. "Jungkook! Endlich bist du wieder da! Wo warst du so lange?", erwiderte ich glücklich. "Ach nichts weiter. Aber jetzt sag, was macht dir Sorgen? Kommt Suna immer noch nicht?", lachte er. "Seeehr witzig. Wirklich.", meinte ich ironisch und sah ihn auch dem entsprechend an, was Jungkook noch mehr zum lachen brachte. Ich lächelte ebenfalls. Als sein Lachen verebte, seufzte ich wieder. "Was ist, wenn ich es verkacke? Was ist, wenn sie nicht so fühlt, wie ich? Was soll ich machen, wenn Taehy-" "Hey, jetzt mach dich deshalb mal nicht so fertig. Ist ja nicht so, das Suna und Taehyung Slytherin sind und alles gleich ins lächerliche ziehen. Du schaffst das schon.", schmunzelte Jungkook, was mir nicht wirklich half. "Aber...", wollte ich widersprechen. "Kein aber. Das akzeptiere ich nicht. Entweder sagen Sie es jetzt oder Sie Schweigen für immer.", sagte er theatralisch. Ich bewarf ihn kurzerhand mit einem Kissen und wir beide fingen an zu lachen.

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    Jungkook POV

    Ich streckte mich und gähnte einmal, während mir die Sonne ins Gesicht schien. Müde rieb ich mir die Augen und nahm mein Handy in die Hand, um zu sehen wie spät es ist. 9:07. Genau unter der Uhrzeit zeigte es mir eine Nachricht von Jungsook an.
    'Su kommt heute wieder! Sie dürfte gegen 11 da sein! Aber sag es nicht Jimin, ich wette er steht auf sie, so wie er genervt hat. 🙄😂😉'
    Ich schmunzelte und betrachtete den noch schlafenden Jimin. Wie hatte er bitte übertrieben, wenn Sook es schon nach ein paar Tagen es rausgefunden hatte?

    Jungkook:
    'Keine Sorge, von mir erfährt er nix. 🙅‍♂️ Doch wie kommst du nur darauf das Chim Chim auf Suna steht? 😂'

    Jungsook:
    'Ach keine Ahnung. 🤷‍♀️😂 War geraten. Stimmt es denn? 🤔'

    Jungkook:
    'Du hast ein gutes Gespür, Schwesterherz. 😂 aber pssst 🤫'

    Jungsook:
    'Wie kann er es wagen! 😂 sie ist immer noch meine beste Freundin! ❤❤'

    Jungkook:
    'Tja, wo die Liebe hinfällt kann man eben nicht kontrollieren. 🤷‍♂️😂'

    Jungsook:
    'Ich hoffe nur, das sie sich nicht gegenseitig verletzten... Ich könnte keinem von beiden böse sein... 😔'

    Jungkook:
    'Ich denke nicht.. aber wenn dann können wir es auch nicht ändern.'
    'Aber ich glaube kaum, das Jimin sie irgendwie verletzten würde...'
    'Ich meine er schwebt total auf Wolke 7 😂😂'
    'Also abgesehen von den ganzen unnötigen Sorgen die er sich macht 😅😂'


    Jungsook:
    'Sorgen?'
    'Was für Sorgen?'


    Jungkook:
    'Er hat Angst, wie sie reagiert...'
    'Das sie vielleicht nicht das selbe fühlt...'
    'Weißt du vielleicht was? Hat sie mit dir darüber geredet?'


    Jungsook:
    'Nein... nicht das ich wüsste. 🤔'
    'Zumindest fällt mir nichts ein. 🤷‍♀️'


    Jungkook:
    'Schade 😅 vielleicht hätten wir ihnen helfen können 😂'

    Jungsook:
    'Warte ich kann sie ja mal fragen 😂'

    Jungkook:
    'Haha Wirklich? 😂'((ebold)

    Jungsook:
    'Klar, wieso nicht? 😂'


    Ich fing an zu grinsen und wusste nicht mal wieso. Plötzlich hörte ich, das Jimin sich im Bett neben an streckte. "Mit wem schreibst du, dass du so grinst? Bist du etwa auch verliebt?", lachte er. "Bahh was will ich denn mit Liebe? Bleib bloß weg damit!" Er begann zu lachen und erwiderte nur: "Du hast ja keine Ahnung."

    Jungsook POV

    Jungkook schrieb gerade, das ich Su ja mal fragen könnte, in wen sie oder ob sie überhaupt verliebt ist. Ich fing an zu schmunzeln. Ich antwortete 'JK♡♡' noch schnell und verschwand dann im Bad, um mich schnell fertig zu machen. Anschließend schmiss ich mich wieder auf mein Bett und schrieb Suna.
    'Hey Su 🤗❤'
    'Und wie ist die Zugfahrt so? Echt langweilig ohne mich, huh? 😂'

    Es dauerte keine Minute bis Su antwortete.

    Suna:
    'Heyyyyy 🤗❤'
    'Ja, ich sterbe hier bald noch vor langer Weile! 😑😣'


    Jungsook:
    'Pech 😂❤ wärst du halt nicht weg gefahren'

    Suna:
    'Sehr witzig! 😑❤'

    Jungsook:
    'Du ich hab da mal so eine Frage...'

    Suna:
    'Ja? 🤔'

    Jungsook:
    'Warum reden wir eigentlich nie über Jungs? 😂 ich meine wir sind doch Mädchen 😂'

    Suna:
    'Ganz einfach... weil das überflüssig ist. 😂'

    Jungsook:
    'Stimmt wohl. 😂 aber sei mal ehrlich... gibt es einen Jungen auf den du zur Zeit stehst? 🤔😅❤'

    Suna:
    '... 😅❤'

    Jungsook:
    'OMG! IST DAS EIN JA! WARUM WEIß ICH DAVON NICHTS? 😱😱❤'

    Suna:
    'Jetzt bleib mal locker. 😅😂❤'

    Jungsook:
    'Nein! Wer ist es? Wer ist der Glückliche? 😱❤'

    Suna:
    '... das ist mir peinlich... 😅❤ ich will es nicht sagen...'

    Jungsook:
    'Och komm! Du bist meine beste Freundin! Ich darf sowas wissen! Ich habe da so ein gewisses Recht drauf! Freundschaftsbonus und so 😂💪❤'

    Suna:
    'Na gut...'
    ..
    'Es ist dein Bruder...'

    Überrascht sog ich die Luft ein. Konnte das möglich sein? Ich musste sicher gehen...

    Jungsook:
    'Welcher? 🤔'

    Suna:
    'Du bist blöd! 😂❤'

    Jungsook:
    'Warum bin ich blöd? 🤔'

    Suna:
    'Du hast nur einen richtigen Bruder!'

    Jungsook:
    'Den guten Chim Chim also? 😏❤'

    Suna POV

    Ich starrte auf mein Handy... war sie so schwer von Begriff? Natürlich war es Jimin! Ich seufzte und tippte meine Antwort.
    'Jaaa! Wie genau willst du es denn noch haben? 😑❤'
    Doch bekam ich nachdem sie es las keine Antwort. Komisch..., dachte ich und sah aus dem Fenster. Es kam mir so unrealistisch vor, das sie es einfach so hinnahm. Ohne auch nur irgend einen wirklich dummen Kommentar, der noch mehr Scham in mir auslöste und meine Wangen erröten ließ. Ich seufzte. Was würde mich jetzt wohl in Hogwarts erwarten? Ich meine, ich war noch nie ohne Tae da... ich sah auf mein Handy. Hatte Jungsook vielleicht doch noch geantwortet? Nein. Mein Blick glitt zur Uhr. In einer dreiviertel Stunde würde ich Hogwarts erreichen. Es saßen nicht wirklich viele im Zug. Genau genommen, fast niemand. Ich beschloss also mein Buch, das ich mir vor langer Zeit mal in der Winkelgasse gekauft hatte weiter zu lesen. Für alles oder nichts war der Titel. Es war eigentlich sogar ein ziemlich kitschiges Buch. Jedes mal verlor ich mich, wenn ich die Wellen auf dem Einband betrachtete, wozu sich auch der Titel sachte mitbewegte. Das Mädchen und der Junge sahen Richtung Horizont. Auf der Rückseite war ein Sonnenuntergang abgebildet, wieder über dem Meer. Ich fischte mein Lesezeichen heraus und schlug entsprechende Seite auf. 186 von 278. Wow. Ein bisschen was hatte ich da wohl noch vor mir...

    -1h später-

    Ich suchte mein Koffer und zog ihn aus dem Wagon. "Und freust du dich wieder hier zu sein, Kleines?" "Und wie, Hagrid! Ich hab Hogwarts so vermisst! Dabei waren es nur ein paar Tage...", lachte ich. "Harry war auch immer so. Dein Bruder erinnert mich manchmal etwas an ihn, aber du auch. In einigen Schülern erkenne ich ihn ab und zu wieder.", meinte Hagrid. "Er fehlt dir oder? Es muss komisch für dich sein, das er erwachsen ist...", fragte ich. "Ach Nein.. so ist nun mal das Leben. Und irgendwann bist du auch nicht mehr hier und ich werde es trotzdem noch sein. Also mach dir darüber keinen Kopf.", lächelte er. "Danke, Hagrid.", sagte ich und wunk ihm zum Abschied. Jetzt ging es endlich wieder nach Hogwarts...

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    38. Kapitel

    Yoongi POV

    Ich saß auf meinem Bett und starrte in die Sterne. Ich wusste nicht was ich tun soll... Den Brief den ich heute Abend bekommen hatte... Ich hätte sogar fast geweint. Ich starrte nun auf den Brief in meiner Hand. Namjoon schlief schon neben mir. Der Brief war ungeöffnet. Ich hatte es einfach nicht übers Herz gebracht ihn zu öffnen. Zu viel Angst, was ich darin vorfinden würde. Namjoon hatte den Brief noch gar nicht gesehen und hatte ich ihm auch nicht davon erzählt... sollte ich es wagen und ihn endlich öffnen. Danbi hatte so unschuldig wie immer ausgesehen als sie mir den Brief überreicht hatte... Ich konnte es nicht... Hin und her gerissen, ließ ich mich zurück in mein Bett fallen. Ich seufzte verzweifelt und klatschte mir die Hände ins Gesicht. So verweilte ich fünf Minuten, wenn nicht sogar länger. Dann entschloss ich mich kurzerhand den Brief zu öffnen. Ich dachte nicht weiter nach und riss den Brief auf. Zum Vorschein kam das altbekannte Pergament mit dem leichten Schimmer, das Mum schon immer benutzt hatte. Ich lächelte und merkte wie mir eine Träne über die Wangen lief. Ich zog das gefaltete Pergament aus dem Umschlag und entfaltete es. Mum's Handschrift kam zum Vorschein.
    'Hey Yoongi...
    Mein lieber Sohn... es tut mir so leid was alles passiert ist. Auch alles mit deinem Vater. Ich würde dir nur zu gerne Mitteilen können, endlich dein Sorgerecht zu erhalten... doch hab ich dies leider immer noch nicht bekommen. Wenn dein Vater dem endlich zustimmen würde, könntest du mich immer in den Ferien besuchen können... wenn du willst, aber naja... Ich hoffe du bist mir nicht böse wegen all dem was passiert ist. Es tut mir so leid, das du meine ganze schlechte Zeit mit den Drogen mit ansehen musstest. Du musst wissen nach der Klinik bin ich wirklich relativ gut weggekommen... es kommt nur noch selten vor, das ich irgend etwas zu mir nehme... aber ich glaube komplett werde ich es nie ablegen können. Dennoch... Ich habe es 9 Monate lang geschafft! Es gibt da etwas, was ich dir Mitteilen muss... mitteilen möchte... Mein neuer Freund, Seonghwa, der ebenfalls ein reinblütiger Zauberer ist... Wir haben jetzt ein Kind! Yoongi, du hast einen Bruder!'

    Mir fiel fast das Pergament aus der Hand. Was!
    'Ich weiß, ich hätte es dir eher und vor allem anders mitteilen sollen.. Ich bin nicht gerade die beste Mutter, die man haben kann... Aber trotzdem hoffe ich, dass du Hongjoong, in der Familie bekommen heißt. Er bewundert dich, weißt du? Ich habe ihm viel von dir erzählt... und er sagt er ist stolz dich als großen Bruder zu haben, auch wenn es nur Halbbruder ist. Du fragst dich jetzt bestimmt wie alt er ist... nun ja... er ist fast ein Jahr alt und er wächst ziemlich schnell... Ich hoffe Namjoon hat es dir noch nicht erzählt... es ist schon so lange her, das ich mit seiner Mum darüber geredet habe... Und ich wollte es dir unbedingt selbst mitteilen...'
    Ich ließ das Pergament sinken und betrachtete den Schlafenden. Er hatte es also gewusst. Er wusste wie es meiner Mum ging, wusste, dass sie ein Kind erwarten würde und hat mir trotzdem kein Wort gesagt...
    'Eine wirkliche Entschuldigung ist das, aber auch nicht.. Yoongi... mir fehlt die Zeit, die ich mit dir versäumt habe, durch all die Drogen. Ich will endlich die Mutter für dich sein können, die du verdient hast. Doch dein Vater ist nachtragend... Ich weiß nicht, wie ich ihn dazu bekommen soll, das du herkommen darfst. Seonghwa richtig kennenlernen und auch Hongjoong deinen kleinen Halbbruder... und mich. Das alles natürlich nur, wenn du es selbst auch möchtest.
    Ich bitte dich darum mir zu antworten, auch wenn ich nicht mal weiß, ob du das überhaupt lesen wirst. Ich weiß wie nachtragend und enttäuscht du sein kannst, ... doch hoffe ich es einfach.

    LIEBE GRÜßE MUM, SEONGHWA &HOONGJOONG♡♡♡'

    Ich setzte mich auf. Das... das war unglaublich. Sie hatte recht... Ich bin enttäuscht. Enttäuscht, davon meinen besten Freund da mit rein zu ziehen, davon das sie mir nie hat etwas zu kommen lassen... über Jahre! Und jetzt will sie mich sehen? Ich stand auf und nahm mir Feder und Pergament, anschließend ging ich in den Gemeinschaftsraum. Es wird Zeit, das ich ihr antworte.

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    Ich machte die Augen auf und blinzelte in die Sonne. Gestern Abend oder besser gesagt Nacht hatte ich den Brief für meine Mum fertig geschrieben und sogar noch mit Danbi zu ihr geschickt. "Na du Schlafmütze. Auch schon wach?", lachte mich Namjoon an, der sich gerade einen frischen Pullover anzog. "Guten Morgen.", gähnte ich und sah auf die Uhr. Es war kurz vor 11. Ich hatte sich nur 7 Stunden Schlaf. Viel. Zu. Wenig. Ich wollte mindestens 10. Mindestens! Ich verkroch mich also zurück in mein Kissen. "Na komm jetzt steh auf!", lachte Namjoon und zog mir, nicht gerade sachte, mein Kissen weg. Womit hab ich das nur verdient?
    Nach ca. einer Viertel Stunde hatten wir es sogar in die Große Halle geschafft. Sehr viele Schüler waren nicht hier. Ein paar spielten Karten, andere Schach. Aber viele waren es nicht. Dann fiel mein Blick zu den drei Ravenclaw. Jungsook, Jimin und Jungkook. Sie saßen da wie bestellt und nicht abgeholt. Ich verdrehte die Augen. Die wollte ich jetzt sicher nicht sehen. "Komm setzten wie uns.", riss mich Namjoon aus meinen Gedanken. Ich nickte und folgte ihm. "Was ist denn heute los mit dir? Du wirkst so abwesend?", fragte Namjoon. "Das erzähle ich dir später."

    Jimin POV

    "Und warum sitzen wir dann jetzt hier? Ich will endlich wieder in den Gemeinschaftsraum zurück.", nörgelte ich und seufzte anschließend. Sook verdrehte die Augen. "Jetzt hab dich nicht so!", meinte sie. "Lasst uns Schach spielen!", rief Jungkook begeistert. "Ich mag kein Schach.", antwortete ich mürrisch und stützte meinen Kopf auf meinem Arm ab. "Baor Jimin, was ist denn heute los mir dir? Liegt das etwa an einer gewissen Person?", fragte Jungkook und wackelte dabei mit seinen Augenbrauen. Ich schlug ihm auf die Schulter und stand auf. "Das könnt ihr alleine machen. Ich gehe.", sagte ich und lief Richtung Tür, der Großen Halle. Als ich gerade hindurch laufen wollte, blieb mein Blick an einem Mädchen hängen. Einen Mädchen, dass mir durchaus bekannt vorkam. Sie redete gerade mit Professor Longbottom und begann zu lachen, dann wandten sich die beiden voneinander ab und sie kam auf mich zu gelaufen. Als sie mich sah, blieb sie kurz stehen. Ich begann zu lächeln, sie ebenfalls, dann rannte sie auf mich zu und schenkte mir eine stürmische Umarmung. Ich drückte sie an mich und legte meinen Kopf auf ihren. Wie sehr ich sie doch vermisst hatte. Unglaublich. Sie löste sich von mir und sah mich aus großen Augen an. "Wo sind die anderen? Ich dachte wir wollen uns IN der Großen Halle treffen?", fragte sie. Bitte was! Die beiden hatten es gewusst und es mir nicht gesagt? Die konnten was erleben! Ich lächelte. "Ja, Sook und Kookie sind da drin, aber sie haben gerade angefangen Schach zu spielen. Da bekommen die beiden sowieso nichts mit.", sagte ich und verdrehte gespielt die Augen. "Na wenn das so ist, werde ich die Begrüßung wohl verschieben.", lachte sie. "Und was willst du da jetzt machen?", fragte ich. Sie sah mich an und lächelte: "Was schlägst du denn vor?" "Hmm... wir könnten die Bibliothek unsicher machen.", lachte ich. "Nein heute nicht.", antwortete sie ebenfalls lachend und wir begannen weiter zu laufen, durch die langen Schulgänge. "Wie wäre es mit dem Astronomieturm und der schönen Aussicht?", fragte ich. Sie sah mich mir einem 'Ist-nicht-dein-Ernst'-Blick an und sagte nur: "Zu viele Stufen." Ich begann zu schmunzeln. Sie ist einfach zu süß. "Das Quidditchfeld?" Sie schüttelte den Kopf. "Zu sportlich." Da kam mir nur noch ein was in den Sinn: "Wie wäre es denn mit dem See, er ist zwar zugefroren, aber schön ist es trotzdem." Sie begann zu lächeln und nickte heftig. Ich lächelte mit ihr. "Aber vorher hole ich mir noch meine Jacke! Ohne die geh ich sicherlich nicht raus!", lachte sie und ich folgte ihr. Ich wartete vor ihrem Gemeinschaftsraum und anschließend holten wir meine. Dann gingen wir zum See. Als wir da waren setzten wir uns in den Schnee. Wir schwiegen. Irgenwann ließ Suna sich nach hinten fallen, begann zu lachen und machte einen Schneeengel. Ich tat es ihr gleich. Als wir uns gleich zeitig wieder aufsetzten, fielen wir in ein herzliches Gelächter. "Es ist schön wieder hier zu sein.", lächelte sie und sah auf den zugefrorenen See. "Es ist schön dich wieder hier zu haben.", erwiderte ich und sah sie an. Sie sah auch zu mir und ich konnte die Überraschung deutlich in ihren Augen erkennen. Ich sah peinlich berührt zu Boden. Suna schien zu bemerken, das ich mich unwohl fühlte, doch wusste sie auch nicht, wie sie am besten reagiert. "Komm lass uns rein gehen, mir wird kalt.", erwiderte ich und stand auf. Suna nickte nur stumm und stand ebenfalls auf. Allerdings rutschte sie aus und war kurz davor auf den Boden zu plumpsen, doch fing ich sie auf. Sie sah mich aus großen Augen an. Jetzt oder nie! Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, beugte mich nach unten und küsste sie.


    Leeeeuteeee! Ich bin wieder da! 😂😂
    Okay, gut. Ich freue mich wie immer über jede Bewertung und Meinung in den Kommentaren.😊💓

    Des weiteren... Morgen beginnt für mich die Schule wieder. Ich gehe auf eine neue Schule und weiß noch nicht, was mich erwartet. Deshalb lege ich die neuen Kapitel jetzt erst mal auf jeden Sonntag. + in der Woche wenn ich mal Zeit finde. Würde mich freuen, wenn trotzdem ein paar dabei bleiben. 🙌😅

    Das war's auch schon wieder.
    Remind: ur nice, keep going 💜💜

    LG eure Lea♡

    41
    39. Kapitel

    Suna POV

    Ich wollte aufstehen und mir den Schnee von der Hose machen, als ich plötzlich auf eine glatte Fläche trat und ausrutschte. Innerlich spürte ich schon den Schmerz vom Aufprall. So kniff ich die Augen zusammen und warte auf mein Zusammentreffen mit dem Boden. Doch er kam nicht. Ich öffnete meine Augen und sah nach oben. Jimin hatte mich aufgefangen. Seine dunklen Augen funkelten und er blickte sanft zu mir runter. Doch schien er zu überlegen. Ich schaffte es nicht irgendwas zu sagen oder sonst wie zu reagieren und dann passierte es... er zog mich auf die Beine, duckte sich runter zu mir und... küsste mich. Überrascht von der plötzlichen Aktion seinerseits... Ich wusste nicht wirklich was ich tun sollte, doch schloss ich einfach meine Augen und folgte meinem Gefühl. Meinem Herzen. Ich erwiderte den Kuss. Es hielt nicht lange an und er löste sich von mir. Er sah unsicher aus, dennoch fing er an zu reden. "Viel zu lange hab ich schon auf diesen Moment gewartet...", flüsterte er und strich mir eine Haarsträhne, die unter der Mütze hervorgekommen war, zurück. "Auf diesen Moment?", fragte ich genauso leise, wie er vorher gesprochen hatte. Er seufzte. "Suna... Ich... ich weiß nicht...", begann er, doch unterbrach sich selbst. "Jimin? Was willst du mir sagen?", fragte ich und schmunzelte etwas. Er war so niedlich, wenn er schüchtern war. "Ich... ich... ich... och man! Ich kann das nicht.", meinte er enttäuscht von sich selbst und drehte sich von mir weg, um einen Klumpen Eis weg zu kicken. Ich schüttelte den Kopf. Schüchtern drehte er sich wieder zu mir und sah mich auch dementsprechend an. Ich zog ihn am Kragen seiner Jacke wieder runter zu mir. Nun waren unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Unsere Nasenspitzen berührten sich schon. "Ich mag dich auch Jimin... mehr als du glaubst.", flüsterte ich und er lächelte: "Dann bist du wohl die mutige von uns?" "Ich bin die Gryffindor! Ravenclaw hat keine Chance!", lachte ich und er zog mich erneut zu sich, um mich zu küssen. Wir ließen wieder voneinander ab... "Suna... da gibt es trotzdem noch zwei Fragen, die ich an dich habe..." "Und die wären?", fragte ich, während wir in Richtung Schloss zurück gingen. "1. Liebst du mich? 2. Willst du meine Freundin sein?" Ich sog die Luft ein, als hätte er mir gerade einen Heiratsantrag gemacht. "Ja!", meinte ich freudig und sprang ihm schon fast in die Arme. Er begann zu lachen und flüsterte: "Ich liebe dich auch, Su.."
    Wir gingen jeweils in unsere Schlafsäle um uns frische, trockene Sachen anzuziehen. Ich entschied mich für eine einfache, blaue Jeans und den Pullover den mir Lilli vor einer Ewigkeit gegeben hatte. Den Gelben mit den weißen Ärmeln. Meine Haare ließ ich offen, wie zuvor und ging dann wieder in die untere Etage, wo ich mich mit Jimin wiedertreffen wollte. Er wartete schon. Er trug ebenfalls eine blaue Jeans und dazu einen dunkelgrünen, vermutlich flauschigen Pullover. Erst jetzt fiel mir auf, das er keine schwarzen Haare mehr hatte, sondern Blonde und es stand ihm unglaublich gut! Als er mich sah fing er an zu lächeln. "Das hat aber gedauert.", sagte er, zog mich zu sich und drückte mir einen sanften Kuss auf die Stirn. Ich begann automatisch zu lächeln. Dann fiel mir etwas ein. "Wir sollten jetzt aber endlich mal zu Jungkook und Jungsook.", meinte ich und Jimin sah empört aus. "Die zwei Verräter haben mir nicht mal gesagt das du heute kommst!", grummelte er beleidigt. "Ach und was willst du dann jetzt machen?", fragte ich und sah ihn abwartend an. Er schien kurz zu überlegen... "Wie wäre es mit einem kleinen Streich?", grinste er. "Was schwebt dir denn da vor?", grinste ich ebenfalls. Oh Gott! Ich konnte einfach nicht anders, wenn er so vor mir stand. "Wir könnten da jetzt zusammen rein gehen und uns komplett ignorieren und wenn sie fragen was los ist, tun wir so, als würden wir uns streiten.", grinste er immer noch. Ich zog eine Augenbraue hoch. "Bist du sicher, dass das klappt?", fragte ich unsicher. "Komm schon. Das wird lustig!" Überzeugt hatte er mich noch nicht... "Bitte, Suuu.", meinte er und sah mich mit Hundeblick an. Noch dazu schon er seine Unterlippe vor. Wie konnte ich da bitte widerstehen? Das geht doch nicht! Ich fing an zu grinsen und zog ihn zu mir. "Und wie lange willst du das durchziehen?", fragte ich. "So lange, wie sie es uns abkaufen.", grinste er wieder.

    Taehyung POV

    Ich legte mein Handy weg, als Suna nicht mehr antwortete beziehungsweise sie meinte, sie sei endlich wieder in Hogwarts. Während Rachel, die immer noch an ihrem Schreibtisch saß und den Brief für ihre Oma fertig schrieb, beschäftigt war ließ ich mich wieder auf ihr Bett fallen. Als sie das hörte, konnte ich ein kichern vernehmen. "Tae, du solltest wirklich mal anfangen etwas produktiver zu werden!", warf sie mir kichernd vor. Ich stand auf und stellte mich hinter sie. "Ach denkst du so?", grinste ich. Sie nickte nur und konzentrierte sich darauf den Brief fertig zu bekommen. "Na gut, dann werde ich eben produktiv.", flüsterte ich in ihr Ohr und schlang meine Arme um ihre Hüfte. Sie begann zu lachen. "Das hatte ich nicht gemeint!" "Hmm schade. Dann muss ich wohl gehen.", sagte ich, wunk ihr theatralisch und verließ ihr Zimmer. "Taehyung? Taehyung!", konnte ich sie noch hören, doch lief ich einfach kichernd weiter. Ich suchte nach Ayaka, die inzwischen schon etwas gewachsen war. Die kleine Hündin wuselte meistens irgendwo durchs Haus. Als ich in der Küche nachsah, hörte ich, wie Rachel ihr Zimmer verließ. Schnell sprintete ich raus aus der Küche und verschwand im Nebenzimmer. Es war das 'Lager', da hatten sie alles mögliche für Ayaka, die Fische, die sie hatten, altes Katzenspielzeug und mehr. Ich hielt die Luft an. "Tae! Komm raus! Ich weiß das du hier irgendwo bist!" Plötzlich spürte ich etwas weiches an meinen Füßen. "Mensch Ayaka! Was machst du denn hier?", flüsterte ich und bückte mich zu der Hündin. Sie fing an meine Hand abzulecken und wedelte heftig mit dem Schwanz. Sie ist sooo süß! Plötzlich ging die Tür auf. Rachel hatte die Arme in die Seite gestützt und sah mich prüfend an. "Und ich dachte, ich bin deine einzige Liebe. So wie du es immer sagst." Ich begann zu lächeln und hob Ayaka hoch. "Aber sind wir doch mal ehrlich... Wer kann hier schon widerstehen?", fragte ich unschuldig und Rachel und ich begannen zu lachen. "Komm, wir müssen dann Mittag Essen kochen. Mein Dad wird sicher hungrig nach Hause kommen.", meinte sie und zog mich aus dem Raum. Ayaka sprang mir vom Arm und ich wurde in die Küche geschleift. Na super.

    Jungsook POV

    "Springer nach E5.", lächelte Kookie. "Haha Dame nach C7. Schach Matt!", grinste ich und Jungkook sah mich überrascht an. "Okay, das habe ich echt nicht kommen sehen!", meinte er. Da kamen Jimin und Suna auf uns zu, aber irgendwas schien da nicht so ganz zu stimmen. Ignorierten die beiden sich etwa? Was habe ich verpasst? Doch als sie mich sah, fing sie an zu lächeln und kam zu mir um mich zu Umarmen. "Su!", rief ich freudig. "Sook! Du hast mir so gefehlt!", erwiderte sie und drückte mich noch mal an sich. Dann ging sie zu Jungkook und das ganze wiederholte sich fast noch mal genauso. Dann sah sie kurz zu Jimin, sah ihn abschätzig an und setzte sich zu uns. Jimin setzte sich auch. "Okay... was haben wir verpasst?", fragte Jungkook, der genauso verwirrt war wie ich und warf mir einen fragenden Blick zu, doch zuckte ich nur die Schultern. "Nichts was soll sein?", fragte Jimin, doch klang er etwas gereizt. "Naja... warum ignoriert ihr euch so?", fragte ich letztendlich. "Naja als ich zurück gekommen bin und euch begrüßen wollte, hab ich halt gesehen, das ihr beschäftigt wart. Also bin ich gegangen. In der Bibliothek ist mir Jimin dann über den Weg gelaufen-", fing sie an. "Über den Weg gelaufen? Du hast mich ja schon fast mitgerissen!", meinte er beleidigt. Suna verdrehte die Augen. "Naja und auf jeden Fall, erst hatte ich mich gefreut ihn zu sehen, aber dann hat er mich einfach so. Komplett aus dem nichts geschubst!" "Ja klar, weil das vor allem meine Absicht war!", quatschte Jimin dazwischen. "Natürlich! Weißt du wie viel Wucht das hatte! Ich bin voll gegen das Regal geknallt!", empörte sich Suna und sah Jimin böse an. "Was kann ich denn dafür, wenn du über deine eigenen Füße stolperst!" "Das warst du! Außerdem wollte er mich als Entschuldigung danach noch küssen! Statt mich zu fragen, wie es mir geht oder vielleicht zu gucken, ob ich mich verletzt habe. Nein! Jimin ist ein Perverser!", zickte sie. Jimin sah sie empört an: "Jetzt übertreibst du aber!" Verwirrt sah ich zwischen den beiden hin und her. Was fing hier bitte ab?

    und wie findet ihr es? Ich weiß nicht, was ich vom meinem geschriebenen halten soll 😂

    ansonsten geht es am Sonntag wieder weiter. Ich hoffe es gefällt euch.

    INFIRES MAN! 😂💓

    bis zum nächsten mal 😂💜

    42
    40. Kapitel

    -Zeitsprung: 5h-

    Grübelnd lag ich auf meinem Bett. Jimin und Suna verhielten sich komisch. Noch dazu, das diese Geschichte komplett unlogisch war und eigentlich keiner von beiden so reagiert hätte... Bitte was! Ich kapier nicht, was die haben! Ich dachte, die sind ineinander verknallt? Da verzeiht man sich doch eh jeden Scheiß, oder nicht? Ich seufzte. Doch dann hatte ich eine Art Geistesblitz. Schnell sprang ich von meinem Bett und ging in den Gemeinschaftsraum. Von Jimin war keine Spur und Jungkook saß mit Phoebe auf der Couch und sie unterhielten sich. Phoebe war noch nicht lange in Hogwarts. Kurz gesagt seit diesem Schuljahr. Sie ist ebenfalls im Quidditch Team. Ich ging zu ihm und machte mich durch ein "Hey" bemerkbar. "Oh Hey Sook, was gibt's?", fragte er. "Ich hab vermutlich eine Lösung für unser Sumin Problem.", lächelte ich. "Sumin?", fragte Phoebe verwirrt. "Ist nicht so wichtig.", meinte ich und sah aufmerksam zu Jungkook. Er verstand, das ich alleine mit ihm reden wollte. "Also dann... äh... ja. Man sieht sich, Phoebe.", meinte mein Bruder und wunk dem Mädchen noch mal, bevor wir den Raum verließen und die Bibliothek anpeilten. "Mit Mädchen reden gehört, aber auch nicht zu deinen Stärken. Hm?", kicherte ich und Kookie sah mich empört an. "Stimmt doch gar nicht...", murmelte er beleidigt und lenkte wieder von dem Thema ab: "Und was denkst du ist mit Suna und Jimin?" "Also ich denke folgendes: das ist komplett unlogisch und ergibt keinen Sinn.", meinte ich. "Ja, das war mir bis jetzt auch schon bewusst.", erwiderte Jungkook. "Dann lass mich doch ausreden!", empörte ich mich. "Ist ja gut. Dann rede aber auch.", sagte er und hielt dabei die Hände in die Höhe. "Mein Plan wäre einfach Jimin zu folgen. Du weist das er auf sowas gar nicht achtet und ich persönlich glaube nicht, das die beiden Streit haben.", erklärte ich. "Na gut, dann suchen wir ihn mal."
    Lange brauchten wir nicht suchen. Denn war es relativ einfach: Sie waren im Raum der Wünsche. Klar, wenn man von bestimmten Mitschülern nicht gefunden werden will, in dem Fall wären das JK und ich, ist das eigentlich der perfekte Ort. Leise schlichen Jungkook und ich durch das ganze Gerümpel, das hier rum lag und erkannten, dass Jimin und Suna zusammen auf einer Decke saßen. Jimin hatte einen Arm um sie gelegt und sie redeten miteinander. "Ich kann es immer noch nicht glauben, das sie uns das abgekauft haben.", lachte Jimin. "Ja ja. Die beiden sind nicht dumm, Chim Chim. Die finden das sicher raus und dann sind wie dran.", meinte Su, doch grinste sie auch. Leise gab ich Jungkook ein Zeichen, noch ein Stück näher ran zu gehen. Er nickte und so leise wie möglich, bewegten wir uns vorwärts. "Aber mal ehrlich, glaubst du wirklich ich bin ein Perverser? Das war aber ganz schön übertrieben, findest du nicht?", fragte Jimin und sah Suna herausfordernd an. "Ich habe meine Worte mit Bedacht gewählt.", lachte sie und Jimin zog theatralisch die Luft ein. "Hast du nicht!" Suna begann zu lachen und legte ihren Kopf auf Jimin's Brust. "Ich finde, wir sollten es ihnen sagen... es ist irgendwie nicht fair sie da raus zu halten und es fühlt sich auch falsch an.", murmelte Suna und schloss die Augen. "Sie werden es zeitig genug erfahren...", meinte Jimin. Okay, das reicht mir! Ich gab Kookie ein Zeichen zum gehen. Er nickte und wir verließen den Raum der Wünsche. Draußen angekommen meinte er: "Ich kann es echt nicht fassen... sind die jetzt schon zusammen, oder wie? Warum sagen sie es uns nicht?" Jungkook wirkte etwas niedergeschlagen. "Wir schlagen jetzt mit ihren eigenen Waffen zurück. Wir werden die beiden von einander fern halten, bis sie es uns selbst sagen.", meinte ich. "Wie willst du das machen?", fragte Jungkook und sah mich zusätzlich auch noch extrem fragend an. "Ganz einfach du bleibst bei Jimin und ich bei Suna und wenn sie gehen wollen, bleiben wir an deren Seite.", erklärte ich. "Findest du nicht, das geht ein bisschen zu weit?", meinte Kookie und sah zu Boden. "Ja, aber sagen tun sie es uns doch auch nicht!", sagte ich, doch wusste ich, was Jungkook meinte. "Dann sind wir eben besser.", erwiderte er. Ich seufzte und nickte. "Was hast du also vor?", fragte ich. "Mal sehen wie lange sie es noch vortäuschen. Wir können ja mal gucken.... vielleicht sogar mitspielen. Aber ich würde ihnen einfach sagen, das wir es wissen."

    Namjoon POV

    Diese ganzen überteuerten Geschenke, die meine Eltern mir hatten zukommen lassen, packte ich wieder in ihre Kisten zurück und schob sie unters Bett. Wieder ein bisschen mehr Ordnung. Ich sah mich im leeren Schlafsaal um. Von Jonas war keine Spur, Luca war immer noch zu Hause und Yoongi hatte sich irgendwo hin verzogen. Ich glaube, er wollte raus gehen uns etwas frische Luft schnappen. Ich schmunzelte. Merkwürdig das Yoongi alleine auf so eine Idee kam und nicht den ganzen Tag schlief. Ich richtete mich auf und streckte mich. Die Sonne blendete mich, durch den Spiegel an Luca's Bett. Ich tratt ein Stück näher und betrachtete mich selbst darin. Die lilanen Haare standen in alle Richtungen, mein heller Pullover, der einen leichten Türkiston hatte, stach hervor, dazu eine dunkelgraue Hose. Irgendwie machte die Hose es ein wenig kaputt. Blau würde vermutlich besser dazu passen, aber egal. Ich verließ den Schlafsaal und schlenderte durchs Schulhaus. Ein wirkliches Ziel hatte ich nicht. Ich wollte einfach nur die Zeit irgendwie vertreiben. David wollte irgend was von mir, doch ging ich ihm aus dem Weg. Die Zwillinge beobachtete ich eine Weile. Sie schienen gerade einen Streich vorzubereiten. Die Zielperson schien Hagrid, der Wildhüter und Lehrer, zu sein. Ich ging weiter, bis ich an der Treppe zum Büro der Schulleiterin ankam. Dort blieb ich erneut stehen und sah kurz nach oben. Als ich mich gerade zum gehen wenden wollte, bewegte sich die Treppe und kurz danach erschien eine Frau, mit einem Mädchen. Vom Aussehen her, würde ich auf Europa tippen. Gut... wir sind ja auch in Europa. Die zwei liefen an mir vorbei, ohne mich wirklich zu beachten und kurz darauf kam McGonagall. "Ah, Mr. Kim. Gut das Sie hier sind. Ich müsste mal kurz mit Ihnen reden.", begann sie sofort als sie mich sah. Verwirrt nickte ich: "Äh... Okay. Ja." "Unzwar, das Mädchen, das hier gerade vorbei gelaufen ist, kommt ab dem nächsten Halbjahr in ihre Klasse. Der Hut hat sie eben nach Slytherin gesteckt. Deshalb wollte ich sie fragen, ob sie eventuell, Luana Sanz zu mir schicken könnten, damit sie ihr die Schule zeigt." Ich wollte gerade sagen, das die Klassenstreberin, nicht hier ist, aber ich verkniff es mir. "Professor... Luana ist noch immer bei ihren Eltern.", sagte ich daher nur höfflich. "Oh na dann.. vielleicht sind sie so nett und zeigen ihr die Schule? Ihr Mutter spricht gerade mit Mr. Filch, wegen den Koffern. Isabella Caruso, das ist übrigens ihr Name, wartet in der Großen Halle.", meinte McGonagall. Ich sah sie entsetzt an. Ich wollte das nicht! Ich will nicht irgend einer neuen Göre die Schule zeigen... am Ende noch so eine Streberin und Besserwisserin, wie Luana, wenn die ihr die Schule zeigen sollte. "Also Mr. Kim. Sie haben eine Aufgabe. Ich muss jetzt zu Hagrid.", sagte sie und verschwand. Genervt schnaubte ich. Warum ich? Hätte sie das nicht Pevensie machen lassen können? Der ist schließlich Vertrauensschüler. Zwar Hufflepuff, aber das ist ja egal. Oder David? Der nervt doch eh, wo er geht und steht. Oder die Zwillinge? Yuta? Irgend wen? Nein. Ich musste es sein. Also schleppte ich mich Richtung Große Halle.

    Isabella POV

    Ich saß an einem der großen Tische und wartete darauf, das ein Schüler zu mir kommen würde und wie McGonagall gesagt hat, mir die Schule zeigt. Ist ja nicht so, das ich mir die Schule nicht alleine ansehen könnte. Nein. Nie im Leben. Ich seufzte genervt und beobachtete die Schüler, die in der Großen Halle ein und aus liefen. Ein Mädchen mit braunen Haaren schien anfangs auf mich zu zulaufen, doch nahm sie sich nur einen Apfel aus der Schale von dem Tisch neben mir. Als sie sich umdrehen wollte, stolperte sie allerdings über ihre eigenen Füße und fiel zu Boden. Ich begann zu lachen. Schadenfreude ist doch die schönste Freude. Sie schien sich eindeutig darüber zu ärgern, das ich mich so über sie lustig machte. Da ich sie allerdings nicht kannte und sie möglicherweise in Slytherin sein könnte, stand ich auf, um ihr hoch zu helfen. "Danke.", erwiderte das Mädchen, als ich meinen Arm zu ihr ausstreckte. "Kein Problem.", sagte ich knapp und setzte mich wieder. Das Mädchen musterte mich. Sie trug einen dunkelroten Pullover von Nike. Dazu eine normale blaue Jeans. "Bist du neu hier? Ich habe dich noch nie zuvor gesehen?", fragte sie. Ich nickte: "Bin heute zum ersten mal hier." "Wirklich? Aber eines muss ich sagen. Du erinnerst mich an meine Beste Freundin, Jungsook. Sie hat auch so eine Haarfarbe wie du. Das Gesicht ist auch ziemlich ähnlich. Der einzige Unterschied, den ich finden kann, sind die Augen.", meinte das Mädchen. "Wie heißt du?", fragte ich. "Suna."

    43
    41. Kapitel

    "Cool. Ich bin Isabella.", erwiderte ich. "Isabella? Schöner Name. Wo gehörst du hin? Also welches Haus?", fragte sie lächelnd. Ich wollte gerade mit Slytherin antworten, als zwei Jungs auf uns zu kamen. "Boar Suna, was willst du hier? Verpiss dich.", meinte der Blauhaarige und sah sie hochnäsig an. "Das selbe könnte ich zu dir sagen!", brüllte die kleine zurück. "Geh uns gefälligst nicht so an! Wir sind nur hier, weil McGonagall es so will!", erwiderte der Typ mit den lilanen Haaren im genau den selben Tonfall. Verwirrt sah ich zwischen den dreien her. Ähm... Okay? "Schön! Dann geh ich halt!", schnauzte Suna zurück und wollte gehen, doch stellte der Blauhaarige ihr ein Bein und sie stolperte in Richtung des Lilahaarigen, der hinter ihm stand. Sie fing sich, kurz bevor sie in den Lilahaarigen reinlief, wieder und sah uns alle noch einmal wütend an, bevor sie endgültig verschwand. Dann kam der Lilahaarige zu mir. "Hey. Mein Name ist Namjoon und das hier ist Yoongi. Wir sind ebenfalls aus Slytherin und wir sollen dir die Schule zeigen.", meinte er genervt. "Ich kann mir die Schule auch gerne alleine ansehen.", erwiderte ich. "Nein. Dann bekommen wir wieder Ärger vom Professor. Darauf hab ich echt kein Bock.", meinte dieser Yoongi, der anscheinend wirklich schlechte Laune hatte und stand auf um zu gehen. "Na worauf wartet ihr denn noch?", fragte er noch mal und ich stand auf und folgte ihm und Namjoon.
    Als wir durch diese riesigen Gänge liefen, schien Yoongi wieder etwas runter zu kommen. Er lächelte zwar nicht, was ich durchaus verstehen konnte, aber er schien korrekt zu sein. "Also und du bist Slytherin?", fragte Namjoon. "Ja, der Hut meinte ich gehöre wohl da hin.", meinte ich und zuckte die Schultern. "Warum zur Hölle hast du mit Suna geredet?", fragte plötzlich Yoongi, obwohl er die ganze Zeit geschwiegen hatte. Namjoon hatte mir alles mögliche über die Schule erzählt. "Naja, keine Ahnung... was ist mit ihr? Welches Haus ist sie?", fragte ich, obwohl eigentlich klar sein sollte, das sie nicht Slytherin ist. "Gryffindor.", Yoongi spuckte das Wort schon fast aus. Ich nickte, bevor Namjoon weiter sprach: "Sie ist die Schwester von Kim Taehyung. Er ist in unserem Jahrgang. Ich weiß nicht in welchem du bist, aber ja. Auf jeden Fall sind Suna und ihre beste Freundin Jungsook die nervigsten Menschen der ganzen Schule." Als Namjoon den Namen Jungsook sagte, flüsterte Yoongi "Mrs. Ich weiß sowieso alles besser" und verdrehte die Augen. Irgendwie ließ es mich schmunzeln. "Was du einfach nur als Slytherin wissen solltest, ist das du dich von dieser Gruppe fern hälst. Also Suna, Jungsook, Jimin, Taehyung, Hoseok, Jungkook, Seokjin und eigentlich auch von dieser Rachel.", ergänzte Namjoon noch. "Ja, die denken die können wirklich alles besser und arrogant sind die auch noch.", meinte Yoongi und schnaubte genervt. Er schien an irgendetwas zu denken. "Okay, also auch wenn ich niemanden von diesen ganzen Leuten kenne. Okay.", sagte ich einfach, um auch mal irgend etwas von mir zu geben. "Wirst du bald schon noch wissen...", nuschelte Yoongi. "Aber jetzt genug davon. Erzähl mal was von dir.", lächelte Namjoon mich an. Okay, also eins stand fest. Namjoon ist der ausgeglichene von beiden, der alles irgendwie versucht zu klären und eventuell viel redet und Yoongi ist der, dem fast alles egal ist. "Was soll ich denn bitte von mir erzählen?", fragte ich trotzig. "Keine Ahnung... vielleicht wo du herkommst?", fragte Namjoon, der immer noch ein leichtes Lächeln im Gesicht trug. "Also meine Eltern haben in Frankreich gewohnt und jetzt sind wir eben hier her gezogen.", meinte ich und zuckte die Schultern, während mein Blick über die Bilder an der Wand flog. "Du kommst aus Frankreich?", fragte Namjoon daraufhin wieder. "Zumindest bin ich dort zu dieser blöden Mädchenschule gegangen.", murmelte ich und verdrehte die Augen. "Klingt doch interessant." Konnte Namjoon bitte aufhören so viele Fragen zu stellen? "Ursprünglich kommen wir allerdings aus Italien, wie man eventuell an meinem Namen hören kann. Bist du jetzt fertig?", fragte ich Namjoon genervt und ich hörte wie Yoongi anfing zu kichern, was mich irgendwie zum Lächeln brachte. Namjoon kratzte sich verlegen am Hinterkopf. "Es tut mir leid... Ich wollte nicht so aufdringlich sein.", seufzte er. Wir blieben stehen. "Ich müsste dann mal auf's Klo... Yoongi kann dir ja noch den Rest zeigen. Vielleicht hole ich euch ja auch gleich wieder ein.", meinte Namjoon und zeigte in Richtung von irgend einem Gang. "Wie wär's, wenn wir einfach warten?", fragte Yoongi. Ich sah zwischen den beiden hin und her, bis sie mich beide ansahen. "Was?", fragte ich verwirrt. "Willst du warten?", fragte Namjoon mich. Ich zuckte die Schultern: "Ist mir eigentlich relativ sehr egal." "Okay, Namjoon beeil dich, wir laufen jetzt langsam in Richtung Astronomieturm. Dort treffen wir uns dann, okay?", beschloss Yoongi. Namjoon nickte schnell, drehte sich um und verschwand um die nächste Ecke, während Yoongi in seinem Trott weiter lief. Wir schwiegen und irgendwie.... war es mir unangenehm. Eigentlich mochte ich Leute wie Yoongi. Die, die sich nicht aufdrängen, mit dir reden wollen und selber froh sind, wenn sie ihre Ruhe haben. Irgendwie gehöre ich da auch dazu. Yoongi schien das mitzubekommen. "Ich weiß, Namjoon redet ziemlich viel, deshalb mochte ich ihn anfangs auch nicht... aber er weiß eigentlich immer, wann er wieder aufhören sollte oder einfach wenn es unpassend ist.", meinte Yoongi leise und lächelte vor sich hin, während er auf seine Füße starrte. Ich sah zu ihm auf. "Ja also Namjoon ist mein bester Freund.", sagte er und sah mich nun auch an. Ich sah ihn überrascht an. Sie wirkten so unterschiedlich... "Ich weiß, ich bin nicht gut im reden... das macht normalerweise Namjoon.", setzte er das Gespräch fort und sah wieder zu Boden. Ich tat es ihm gleich. "Ist schon gut. Ich bin nie der Mensch gewesen, der wirklich Freunde hatte.", flüsterte ich. Yoongi sah zu mir. "So war ich auch mal... bevor Namjoon in mein Leben kam. Auch wenn wir beide in Slytherin sind... Ich würde gerne wissen, wieso der Hut Namjoon hier her gesteckt hat... er sollte meiner Meinung nach eher nach Ravenclaw.", erzählte er. "Ravenclaw", fragte ich. "Die Schlauen?" Yoongi nickte und begann zu lachen: "Du weist ja gar nicht wie oft er für uns beide denkt." Dann wurde er wieder ruhig. Ernst. Ich schwieg. "Aber mal ehrlich... lebst du bei deinen richtigen Eltern?" Überrascht davon, das Namjoon plötzlich wieder da war, Yoongi mich genauso ernst, wie Namjoon ansah und ich keine Ahnung hatte, wie sie das mitbekommen hatten, senkte ich den Kopf. "Ich kenne meine leiblichen Eltern nicht... Ich war eine Weile eine Waise.", murmelte ich. "Ein Waisenkind?", fragte Namjoon überrascht. Ich nickte, während Yoongi mich einfach nur ansah. "Wieso fragst du?", fragte ich nach einer Weile. "Als du 'meine Eltern' gesagt hattest... es klang komisch.", meinte Namjoon. Er schien wirklich schlau zu sein. "Aber ein was will ich jetzt trotzdem noch loswerden.", meinte Yoongi, "Du siehst dieser Jungsook ziemlich ähnlich." Ich sah ihn verwirrt an. "Wer zum Teufel ist diese Jungsook?"

    Jimin POV

    "Du hättest es mir doch einfach sagen können...", meinte Jungkook. Traurig senkte ich den Kopf. Ich hatte ihn und Jungsook damit verletzt. Suna und ich waren seit gestern zusammen und ich hatte JK und Sook verletzt, weil ich ihnen eins auswischen wollte. Suna hatte recht. Wir hätten es ihnen einfach sagen sollen. Ich sollte das nächste mal auf sie hören. Plötzlich kam Suna in die Bibliothek gestapft und setzte sich zu uns. Sie sah nicht gerade happy aus. "Su? Was ist los?", fragte ich sofort. "Da ist so eine neue Schülerin. Slytherin.", meinte sie genervt und lehnte sich dann zu mir. Sie wollte also nicht weiter darüber reden. Jungkook und ich waren auch erst mal fertig. Schon seit einer Stunde saßen wir hier und redeten. Er ging also. Su schloss die Augen. "Was hat er gesagt?", fragte sie. Jungkook hatte darauf bestanden, das wir ohne die Mädchen miteinander reden. "Er ist traurig.", seufzte ich. "Sook ist enttäuscht, aber sie meinte, sie wird schon damit leben können und uns wahrscheinlich auch bald verzeihen.", seufzte sie ebenfalls. Bevor sie noch flüsterte: "Ich sagte ja, das ist keine gute Idee." Ich sah aus dem Fenster neben der Bank, auf der wir saßen. Suna hatte ihre Augen immer noch geschlossen. Ich will niemanden verlieren. Ich brauche Jungkook und Jungsook und Suna auch! Ich hoffe Taehyung wird es auch gut aufnehmen, wenn er wieder kommt...

    44
    42. Kapitel

    -Zeitsprung: 4 Tage-

    Taehyung POV

    Hand in Hand stiegen wir in den Zug. Endlich würde ich alle wieder sehen. Ich meine nicht, das ich die Zeit mit Rachel alleine nicht genossen hätte, im Gegenteil. Sehr sogar. Aber trotzdem hatten mir die anderen gefehlt. Die Jungs als auch unsere Schwestern.
    Nachdem die Fahrt vorbei war, erwarteten uns vier strahlende Gesichter in der Großen Halle. Suna kam als erste zu mir gerannt und schenkte mir eine Umarmung. Dann Jungkook, Jungsook und zum Schluss Jimin. Rachel wurde zuerst von Jungsook begrüßt, dann Suna und zum Schluss noch die beiden Jungs. "Ich hab euch alle so vermisst.", lachte Rachel. "Und ich euch noch viel mehr.", lachte ich ebenfalls und die anderen vielen mit in dieses Lachen ein. Wir setzten uns an einen der riesigen Tische. Was es wohl alles für Neuigkeiten gab? "Also erzählt mal, was haben wir verpasst?", lächelte Rachel und ich griff nach ihrer Hand. "Es gibt eine neue Schülerin aka neue beste Freundin von Namjoon und Yoongi. Slytherin. Einfach ignorieren und aus dem Weg gehen.", meinte Su. "Welcher Jahrgang ist sie?", fragte ich und griff mit meiner freien Hand nach einem Keks. Ich liebe Hogwarts. Es hat einfach alles. "Vermutlich unser Jahrgang, aber das werden wir erst übermorgen rausfinden, wenn der Unterricht wieder los geht.", meinte Jungsook und griff ebenfalls in die Schale mit den Keksen. "Wie sieht sie denn aus?", fragte Rachel. "Also Sook hört das zwar nicht gerne, aber...", fing Jimin an. "Sie sieht fast genauso aus.", beendete Jungkook seine Satz. Überrascht sahen wir die vier an. "Wirklich?", fragte ich. "Ja, sie könnten Zwillinge sein, so ähnlich wie sie sich sehen.", lachte Jungkook, während Jungsook ihre Brüder nur genervt ansah. "Ist gut. Ich mach nur Witze.", entschuldigte sich Jungkook leise. "Aber! Es gibt noch viel interessantere neue Nachrichten.", grinste sie und sah zu ihrem Bruder, Jimin. Verwirrt sahen Rachel und ich zu ihm. Jimin wurde sofort ruhig und sein lächeln verschwand. Auch Suna wurde ruhig und sah mich einfach nur an. "Okay? Jimin?", fragte ich verwirrt. "Naja... also... es ist eventuell so das....", nuschelte er und ich verstand ihn kaum. "Warum so schüchtern? Ich dachte Tae ist dein bester Freund?", grinste Sook, woraufhin Jimin sie böse ansah. "Wir sind zusammen.", meinte Suna plötzlich und mir war, als hätte man mir ins Gesicht geschlagen. "Was?", war das einzige was ich sinnvolles zustande bekam. "Wir sind jetzt zusammen. Jimin und ich. So wie du und Rachel.", wiederholte meine Schwester ruhig. Jimin sah mich einfach nur an und wartete auf eine Reaktion von mir. Mein Hirn ratterte. Wir hatten uns immer diese Späße gemacht, unsere Schwestern würden für immer Single bleiben und wir passen auf sie auf. Mit Jimin das war... Ich weiß nicht... wie soll ich mich daran gewöhnen? "Herzlichen Glückwunsch!", freute sich Rachel und schenkte beiden noch eine Umarmung. Dann stupste sie mich an. "Tae? Willst du nicht auch mal was sagen?", fragte sie mich. Sie hatte recht. Ich war in eine Art Starre verfallen, wusste nicht was ich sagen sollte und das obwohl ich mich freuen sollte. Ich kann mich auf Jimin verlassen. Das weiß ich. Warum mache ich mir also Sorgen? "Ja. Alles gute.", meinte ich also und stand dabei endlich auch mal auf. Suna seufzte und Jimin sah sie an. "Komm mit Tae.", meinte sie und ging in Richtung Ausgang. Ich folgte ihr. Unwissend, wo sie hin wollte. Sie ging nach draußen an den See. Dort setzte sie sich hin. Ich setzte mich neben sie. "Es tut mir leid... Ich wollte nicht so reagieren. Ich sollte mich für euch freuen.", seufzte ich und gegen meine Erwartung, zog mich Su in eine Umarmung. "Ich weiß, dass das für dich seltsam ist. Für mich wäre es auch komisch wenn Sook auf einmal mit dir zusammen wäre... Aber bitte versuche damit klar zu kommen.", meinte sie. Ich nickte und sie ließ mich wieder los. Sie lächelte. "Genau hier, hat er mich aufgefangen. Genau hier hat es vor 5 Tagen angefangen.", flüsterte sie und zeigte auf eine kleine, vereiste Stelle vor uns. Ich nickte und meinte: "Alles schön und gut, aber können wir bitte wieder rein gehen? Es ist kalt hier draußen.", sagte ich. Suna nickte. "Aber bitte Tae. Ich bin alt genug um auf mich selbst aufzupassen. Behandle Jimin deswegen jetzt nicht anders. Er ist deswegen kein anderer Mensch.", meinte mein Schwester. Meine kleine Schwester. Sie wird langsam genauso erwachsen.

    Jimin POV

    Tae und Suna kamen beide lächelnd in die Große Halle zurück und mir fiel ein Stein vom Herzen. Taehyung schenkte mir eine Umarmung und dann trennten sich unsere Wege auch schon wieder. Rachel und Tae packten ihre Koffer aus. Jungkook hatte ein Treffen mit dem Quidditch Team, da bald wieder ein Spiel war und Jungsook meinte sie lässt uns dann jetzt mal allein. Das heißt: ich hatte mal wieder Zeit für mich und meine Freundin. Wir gingen Händchen haltend durch die Schule. "Er hätte es schlimmer aufnehmen können.", meinte Su plötzlich. "Ich bin froh, wenn er damit klar kommt." Ich nickte. Ich verstand ihn. Tae musste diese Nachricht bestimmt schrecklich finden. Seine Schwester zusammen mit seinem besten Freund. Ich seufzte. "Hey das wird schon alles wieder.", flüsterte Suna, während sie vor mir stehen blieb. Ich nickte wieder. "Du warst aber auch schon gesprächiger.", lachte sie. Ich lächelte und küsste sie. Sie war überrascht, das merkte ich, doch störte das nicht. "Könnt ihr euch nicht ein Zimmer suchen? Ist ja widerlich." Ich sah auf. Ein paar Meter entfernt, stand das neue Trio. Namjoon, Yoongi und wie war ihr Name noch gleich? Böse sah ich die drei an. "Verzieht euch doch einfach.", meinte ich und Suna drehte sich in deren Richtung. "Tut mir wirklich aufrichtig leid, das ich auf diese Schule gehe und deswegen diese Gänge benutzen muss.", konterte das Mädchen. "Dann lauft doch einfach an uns vorbei und ignoriert uns! Das ist doch sowieso das was ihr am besten könnt.", keifte Suna. "Das ist aber nicht so lustig.", grinste Yoongi gehässig. "Außerdem sollen wir Isabella die Gewächshäuser zeigen, weil wir die letztens vergessen haben und da müssen wir sowieso da lang.", ergänzte Namjoon und sah Suna und mich abwertend an. Ich wurde wütend. "Seh' sie noch mal so erniedrigend an und ich polier' dir deine arrogante Fresse!", meinte ich und stampfte wütend auf Namjoon zu. "Was hast du gesagt? Hab dich nicht verstanden. Bin zu weit oben.", grinste er nur. "Ja, mach dich noch wegen meiner Größe lustig!", fuhr ich ihn an. "Stimmt doch aber. Du bist selbst kleiner als ich.", meinte Isabella und betrachtete ihre Nägel. "Halt du dich da raus!" Es stimmte zwar, sie war bestimmt 2 Zentimeter größer als ich, aber das ließ ich mir von dieser Göre nicht bieten. "Komm Jimin wir gehen einfach. Ich hab da jetzt echt kein Bock drauf.", meinte Suna genervt und zog an meinem Arm. Ich wollte nicht, aber ihr zuliebe drehte ich weg und folgte ihr. "Feigling.", lachte Isabella noch und schlug mit Yoongi High Five ein. Ich wäre sofort umgedreht, hätte Suna nicht ihre Hand auf meinem Arm und hielt mich zurück.

    Jungsook POV

    Von der Bibliothek aus schlich ich mich ins Gewächshaus. Ich hoffe es war kein Lehrer hier. Ich hatte etwas von einer Pflanze gelesen, von der ich glaubte, das wir sie auch hier hatten. Davon wollte ich mir ein Stück holen. Als ich das geschafft hatte und die Tür vom Gewächshaus vor mir schloss, stand plötzlich Yoongi vor mir. "Aha Mrs Park klaut. Ich wusste gar nicht, das ihr dazu im Stande seid.", grinste er, als er das Grüne in meiner Hand entdeckte. Schnell zog ich es weg. "Das geht dich gar nichts an!", meinte ich und funkelte ihn böse an. "Du stehst im Weg.", meinte Isabella genervt, die direkt hinter ihm stand. "Ich lasse mich von dir nicht herum kommandieren!", ging ich sie an. "Ey Ey so redet man doch nicht mit Fremden. Oder auch Freunden.", meinte Yoongi. "Ist mir egal was sie ist! Ich mag sie nicht!", knurrte ich ihn an. "Schade. Sie ist in deinem Jahrgang. Ihr werdet euch wohl häufig sehen.", meinte Namjoon, doch klang er ziemlich gleichgültig. Böse sah ich Namjoon an: "Du hättest mir die Hoffnung bis Montag erhalten können, das sie es nicht ist. Danke dafür.", meinte ich und verdrehte genervt die Augen. "Könnt ihr bitte aufhören, so zu tun als wäre ich nicht hier? Danke.", mischte sich Isabella empört ein. Ich schnaubte nur. "Wäre besser, wenn es so wäre.", flüsterte ich. "Ich hab mir das nicht ausgesucht hier her zu kommen! Klar! Ich wollte nicht hier her in dieses Drecksloch!", keifte Isabella mich an.

    Leuteee, heeeelp
    1. Ich bin etwas krank und hab keine Lust auf irgend was. 😣
    2. An alle wirklichen Harry Potter Fans... Ich brauch mal eure Hilfe... und zwar an alle kreativen ihr könnt euch gerne ein paar Fragen ausdenken zum Thema Hogwarts oder den Fächern, die den Charakteren in der Story gestellt werden. Für was werdet ihr noch sehen... 😇
    Wäre Mega cool, wenn ihr ein paar Ideen hättet. 😅😱

    Des weiteren.. bis zum nächsten mal 😂
    LG eure Lea ❤

    45
    43. Kapitel

    Geschockt sah ich sie an und überraschender Weise, auch Yoongi und Namjoon. "HOGWARTS IST KEIN DRECKSLOCH!", schrie ich sie an. Isabella schnaubte nur. Wütend schubste ich Yoongi aus dem Weg. "Ey!", empörte der sich daraufhin. "Überleg dir was du sagst. Hast du mich verstanden?", flüsterte ich Isabella bedrohlich zu, während sie mich nur unbeeindruckt ansah. Dann ging ich. Arrogante Slytherin.

    Seokjin POV

    Ich saß an einem Tisch in der Bibliothek und schrieb einen Brief. Einen Brief für meine Mum. Sie hatte es sich gewünscht, dass ich ihr noch mal schreibe, bevor die Schule wieder los geht. Ich war fast fertig, als ich mitbekam, wie mir jemand über die Schulter sah. Ich drehte mich verwirrt um. Hinter mir stand das Mädchen mit den schönen, grünen Augen. Meggie. Meggie Storm. "Du hast eine ganz schön krakelige Schrift. Kann die überhaupt jemand lesen?", lächelte sie lieb und sah anschließend schüchtern zu Boden. Eigentlich sollte ich ihr böse sein, doch... "Ich weiß. Ich frage mich jedes Mal, wie Leute das lesen können.", lächelte ich ebenfalls. Meggie sah wieder auf. "Darf ich?", fragte sie und zeigte auf den Stuhl gegenüber von mir. "Natürlich.", nickte ich. Sie lächelte und setzte sich. "Was schreibt den Seokjin da schönes?", fragte sie und zeigte dabei auf meinen Brief. Ich lächelte verlegen: "Er ist für Eomma." "Eomma?", fragte Meggie verwirrt. Stimmt. Sie ist ja keine Koreanerin. "Meine Mum.", erklärte ich also. Sie nickte. "Du kannst mich übrigens auch Jin nennen. Du musst nicht Seokjin sagen.", meinte ich. Sie lächelte. "Stört es dich denn, wenn ich dich so nenne?" Ich schüttelte den Kopf: "Es ist nur so, das.. es gibt nicht viele, die mich wirklich Seokjin nennen. Die meisten sagen halt einfach nur Jin." "Ein Grund mehr für mich Seokjin zu nutzen.", lächelte sie. Ich lächelte ebenfalls. Es gab nur einen, der mich immer so genannt hatte... mein Vater.

    Hoseok POV

    Ich eilte durch die Gänge. Wo war Jin denn jetzt schon wieder? Wo könnte er sein? Ich lief zurück in den Gemeinschaftsraum. "Hey Hoseok. Wo willst du denn hin? Du siehst so gestresst aus?", fragte mich Jungwoo lächelnd. Ich sah ihn kurz verwirrt an, da ich ihn nicht gesehen hatte, setzte mich dann aber gleich zu ihm. "Ach... Eigentlich suche ich nur Seokjin.", meinte ich. "Seokjin? Hm... der wollte doch seiner Eomma schreiben.", überlegte er und dann fiel es mir wieder ein. Stimmt ja. Er sollte ihr doch schreiben, bevor die Schule wieder los geht. Ich Dummkopf. "Am Donnerstag ist ja ein Spiel gegen Ravenclaw. Für wen bist du eigentlich, wenn dein Freund im Team ist?", fragte Jungwoo und stellte seinen Tee, den er die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte, auf den Tisch. Ich begann zu lachen: "Hufflepuff natürlich, aber Jungkook ist gut also weiß ich nicht, ob wir eine Chance haben." "Glaubst du ich hätte eine Chance in das Team zu kommen?", fragte Jungwoo und sah mich fragend an. "Ich weiß nicht. Bestimmt. Aber für mich ist das nichts.", meinte ich, zuckte anfangs die Schultern und bewegte zum Schluss noch meine Hände um meine Aussage zu bekräftigen. "Wieso nicht?", fragte Jungwoo daraufhin lachend. "Das ist mir zu brutal.", lachte ich. "Achso. Ich weiß nicht. Ich würde schon gerne mitmachen, aber nach der ersten Verletzung würde ich mich am Ende nie wieder auf einen Besen trauen.", lachte er. Ich schmunzelte. Jungwoo war ein Jahr unter mir und für mich, als die 'sanfte Seele' bekannt. So ähnlich, wie mich einige 'Sunshine' oder 'Hope' nannten. Als er wieder nach seinem Tee griff, fielen seine blonden Haare leicht nach vorn. "Wer ist jetzt eigentlich alles im Team?", fragte ich. Jungwoo sah auf. "Hm.. also auf jeden Fall Karoline, Jake und Lisa aus deiner Stufe, dann Shawn aus der 2. und Thomas, Yunho und Jenny aus der 6.", überlegte er. "Shawn? Wer ist Shawn?", fragte ich verwirrt. "Naja er ist dieses Jahr zu uns gekommen. Am Anfang des Jahres. Sein erstes Jahr war er auf der Ilvermorny Schule in Amerika.", erklärte Jungwoo. Ich nickte. "Ja. Er ist ein echtes Talent. Gut sieht er auch noch aus und in der Klasse ist er einer der besten. Manchmal bin ich echt neidisch.", gab er zu. Ich kicherte. "Glaub mir. Du brauchst nicht eifersüchtig zu sein. Wenn man alles hat, gibt es nichts mehr, was man noch wirklich haben möchte. Man gibt sich keine Mühe mehr."

    -Zeitsprung: nächster Abend, Sonntag-

    Namjoon POV

    Ich ging nach oben auf den Astronomieturm. Als ich oben ankam, seufzte ich. Gott sei dank war niemand hier. Yoongi schlief schon. Ich stellte mich an das Geländer und betrachtete die Sterne. Wie immer. Ich ließ mir die Geschehnisse der letzten Tage durch den Kopf gehen. Vor 4 Tagen war Isabella neu in die Schule gekommen. Von Beauxbatons. Sie hat einen sehr ausgeprägten Charakter. Bereits nach einem Tag konnte ich schon schätzen, wie sie ungefähr war. Sie war Yoongi ziemlich ähnlich. Schnell genervt, schwer für irgendwas zu interessieren, lässt keine Menschen an sich ran, versucht ihren Gefühlen aus dem Weg zu gehen... Ich seufzte. Wie sollte ich bitte mit zweien von der Sorte klar kommen? Ich kicherte über diesen Gedanken. Yoongi hatte Isabella von Anfang an gemocht und das obwohl sie nicht mal Asiatin ist. Zumindest hat sie nichts davon gesagt und so aussehen tut sie auch nicht. Das einzige, was mich immer noch wundert ist, diese Ähnlichkeit mit Jungsook. Es ist mir vorerst gar nicht aufgefallen und als Yoongi gesagt hat, Isabella erinnert ihn an Jungsook, dachte ich der spinnt doch. Aber als wir sie am Gewächshaus getroffen haben und die beiden sich gegenüber standen, hatte ich meinen Augen nicht trauen können. Sie sahen wirklich gleich aus. Nur herauszufinden, ob sie verwandt sind, würde schwer werden... Isabella redet nicht über ihre Vergangenheit oder ihre Familie und Jungsook hat klipp und klar gesagt, das sie sie nicht leiden kann. Außerdem ist Jungsook bei Jimin aufgenommen worden. Sie kennt ihre Eltern sicherlich nicht... "Ist dir nicht kalt hier oben?", fragte Isabella, die plötzlich hinter mir stand. Ich erschrak und drehte mich schnell um. "Äh? Was? Nein. Ich bin ziemlich häufig hier oben.", lächelte ich und kratzte mir verlegen am Hinterkopf. Sie nickte nur und kam zu mir ans Geländer. "Ich finde die Höhe von diesem Turm schon fast angsteinflösend. Würde ich es vom Fliegen nicht gewohnt sein. Hätte ich echt Schiss hier runter zu gucken.", meinte Isabella und sah im dunklen nach unten. Ich sah sie an. "Du hattest mal Höhenangst?", fragte ich. Sie sah mich überrascht an. "Okay. Yoongi hatte recht. Du bist echt ein Genie. Hätte nicht gedacht, dass du das so schnell raus kriegst." Ich schmunzelte. "Ich bin ein Genie? Hat das Yoongi echt gesagt?", fragte ich. Sie nickte. "Er ist echt froh dich zu haben, auch wenn es vielleicht nicht so wirkt.", meinte sie und sah in die Sterne. "Ich weiß. Yoongi ist ein ziemlich verschlossener Mensch. Ich würde schon fast sagen schüchtern, aber ihm liegen die Menschen, die ihm wirklich wichtig sind, nunmal am Herzen. Er würde das nie zugeben.", meinte ich.

    -nächster Morgen-

    "Komm raus aus den Federn! Wir müssen zu Verteidigung gegen die dunklen Künste!", brüllte ich Yoongi an und riss ihm seine Decke weg. Gott sei dank waren Luca und Jonas schon wach. Jonas war sogar schon weg. "Ich will aber nicht! Gib mir meine Decke wieder!", jammerte Yoongi und zog sich das Kissen über den Kopf. "Sicherlich nicht! Und jetzt komm!", meinte ich und schmiss seine Decke auf mein Bett. Yoongi stöhnte genervt und erhob sich dann auch langsam. Luca betrachtete die Szene schmunzelnd und verließ dann ebenfalls den Schlafsaal. "Ich warte unten auf dich. Beeil dich.", meinte ich und ging ebenfalls. Wenn er in 10 Minuten nicht fertig ist, würden wir zu spät zum Unterricht kommen. Mal wieder. Aber ich hatte eigentlich nicht vor, so in das neue Halbjahr zu starten. Nagut. Bis zum Halbjahr war noch etwas Zeit. Aber trotzdem.
    Nachdem Yoongi es irgendwann geschafft hatte, ich 3 elende Stunden VGDDK überstanden hatte und ich dann noch in den 3. Stock latschen musste, um dort an Verwandlung teilzunehmen war meine Laune im Keller. Also falls sie das vorher nicht auch schon war. Okay. Sie war auf einer der unteren Stufen. Ich seufzte und schmiss meine Tasche neben meinen Platz. Gähnend stützte ich mich auf dem Tisch ab und sah zu wie McGonagall ihre Vorbereitungen für den Unterricht traf. Yoongi setzte sich neben mich, packte sein Buch aus und gähnte ebenfalls.

    46
    44. Kapitel

    Seokjin POV

    Ich schlenderte den Weg zu Hagrid entlang, Hobi war schon voraus gelaufen, als plötzlich jemand an mir vorbei rannte. "Wer als letzter da ist, hat verloren!", rief eine Stimme, die ich nur zu gut kannte. An mir stürmten Jungkook und Taehyung vorbei. Jimin hielt bei mir an. "Schön dich auch mal wieder zu sehen, Jin.", lachte er mich an und ich begann zu lächeln. "Ihr habt es aber ganz schön eilig.", lachte ich und nickte in Richtung Taehyung und Jungkook, die Zeitgleich mit Hoseok an Hagrids Tür klopften. "Du kennst sie doch.", lachte Jimin und zusammen folgten wir ihnen.
    Als wir dann alle zusammen an Hagrid seinem runden Tisch saßen und jeder einen Tee bekommen hatte, fing Hagrid an zu reden. "Na was gibt es denn für neue Nachrichten?", lachte er. Jungkook fing als erster an. "Am Donnerstag haben wir ein Spiel! Du unterstützt mich doch tatkräftig, oder?", lachte er und Hagrid nickte lächelnd, als Hobi meinte: "Ihr spielt gegen uns! Wir werden ja sehen wer gewinnt." "Na und? Wir haben Kookie! Ihr habt keine Chance!", lachte Jimin. "Na und? Wir haben am Samstag ein Spiel gegen Slytherin! Please save my life before I die because of these wrong snakes!", meinte Taehyung theatralisch und hielt sich eine Hand an die Stirn und alle begannen zu lachen. Als langsam wieder etwas Ruhe einkehrte, erzählte Tae. "Ich war für ein paar Tage bei Rachel! Sie hat ja so einen Welpen, Ayaka, und sie ist sooo niedlich. Ich habe wirklich daran gezweifelt, ob ich meine Freundin oder ihren Hund mehr liebe.", lachte Tae und sah verliebt in die Luft. "Jimin ist ja jetzt auch mit Suna zusammen. Ich glaube davon weißt du auch noch nichts.", quatschte Jungkook dazwischen und Jimin gab ihn einen Klaps auf den Oberarm. "Ich habe selber einen Mund zum reden!", meinte er beleidigt. Hagrid begann zu lachen. "Und du, Jin? Hast du auch etwas zu erzählen?", fragte er mich anschließend. Ich schüttelte den Kopf. "Eigentlich nicht. Ich hab gestern nur als ich meinen Brief geschrieben habe, Meggie wiedergetroffen.", überlegte ich. "Du hast Meggie gesehen?", fragte Hobi daraufhin. "Wer ist Meggie?", meinte Taehyung. "Die Tagebuch Meggie?", redete auch Jungkook dazwischen. Hätte ich nur nichts gesagt. "Ja, das Mädchen, von dem wir das Tagebuch gefunden hatten. Sie ist im selben Jahr wie Suna und sie findet es wirklich toll mich Seokjin zu nennen, statt Jin.", erklärte ich für jeden und sah beim letzten Fakt zu Hobi, um ihn klar zu machen, das das an ihm lag beziehungsweise an der Art und Weise, wie er mich vorgestellt hatte. "Hat dich nicht dein Vater immer so genannt?", fragte Jimin vorsichtig und ich nickte und sah zu Boden. Er hatte recht. "Sag ihr das doch einfach.", meinte Hobi und sah mich mitleidig an. Jeder von ihnen wusste, wie sehr die Erinnerung an meinen Vater schmerzte. Doch... wollte ich das? Wollte ich, dass sie mich anders nennt? "Ich weiß nicht... aber es stört mich irgendwie nicht, dass sie mich so nennt... Ich war nicht traurig...", murmelte ich. "Du meinst also, sie kann dich so nennen ohne, dass es dich verletzt?", fragte Jimin verwirrt und auch Hobi sah verwirrt zu mir. Ich nickte.

    Isabella POV

    Genervt schleifte ich mich aus der vorletzten Unterrichtsstunde. Das pure Grauen. Mit Gryffindor hatten wir Verteidigung gegen die dunklen Künste und Kräuterkunde und ratet mal neben wem ich sitzen musste... Kim Suna! Genau! Als ob es noch beschissener geht! Ich schleifte mich also zu meiner letzten Stunde heute: Zauberkunst. Und als ich den Raum betrat und sah das ich jetzt mit Ravenclaw zusammen hatte, machte es meine Laune nicht gerade besser. Als alle an ihrem Platz saßen setzte ich mich neben einen Jungen. Er hatte blonde Haare und sah recht uninteressiert an allem aus. Ich glaube, der wird mich nicht vollquatschen. "Ich bin Tom, wenn du während des Unterrichts mit mir reden willst, bist du an der falschen Stelle.", meinte er, sah mich nicht mal an und schrieb weiter aus seinem Buch ab. "Schön. Meine Name ist Isabella und ich bin froh, wenn dieser elende Tag vorbei ist.", meinte ich trocken. Tom sah zu mir auf. "Schön und wenn du mich daran hinderst dem Unterricht zu folgen, obwohl hier sowieso nur das dran kommt, was ich eh schon weiß, wirst du dafür büßen!", meinte er unbeeindruckt. Ich nickte und packte meine Sachen aus.
    Nachdem der Tag so gut wie vorbei war, wartete ich auf Yoongi und Namjoon im Gemeinschaftsraum. Außer den beiden hatte ich keine Freunde und eigentlich wollte ich auch keine. Meine Eltern hatten mir beigebracht, das Feunde reine Zeitverschwendung sind. Du bist nicht selbstständig genug. Du verlässt dich darauf, was andere machen. Du bist verweichlicht und hast eine Schwachstelle. Freunde sind was für Menschen, die keine hohen Ziele im Leben haben. Warum sollte ich also dafür meine Zeit verschwenden, wenn ich meine Fähigkeiten doch verbessern könnte? Das ist das, denken meiner Eltern und ich verstehe das, nur bin ich immer Klassenbeste gewesen. Warum sollte ich meine Nase also weiter in Bücher stecken? Ich habe keine Lust, die ganze Zeit in der Bibliothek oder im Bett zu hocken um irgend etwas zu lernen, wo ich früher oder später auch selbst drauf gekommen wäre. Ich kann außerdem mehrere Sprachen fließend, was wollen meine Eltern also von mir? In Italien bin ich aufgewachsen. 1. Sprache. Dann sind wir nach Frankreich und ich musste auf diese öde Mädchenschule Beauxbatons. 2. Sprache. Dann waren wir in Amerika für eine Weile und ich war kurzzeitig von der Schule freigestellt. 3. Sprache. Und weil meine Eltern es so wichtig fanden, das ich weiter lerne, lerne ich nebenbei noch Deutsch und Spanisch. Da haben wir 5. 5 Sprachen und in allen Fächern Klassenbeste, ich setzte mich sicherlich nicht in die Bibliothek um irgendwas zu lesen, was mich nicht interessiert. Ich seufzte. Plötzlich setzte sich jemand zu mir. Er betrachtete mich und ich ihn. Das Slytherin Symbol verzierte seine Uniform. Er hatte kurze, schwarze Haare und kalte, blaue Augen. Dann fing er an zu reden. "Ich hab dich heute beobachtet. Du bist die Neue. Meine Name ist Edmund. Edmund Pevensie. Ich hab noch 3 weitere Geschwister hier, aber die sind es wohl kaum der Rede wert. Freut mich dich kennen zu lernen.", meinte er und streckte mir die Hand aus. Widerwillig griff ich danach. "Isabella. Isabella Caruso.", sagte ich. Er nickte und ging anschließend wieder. Komischer Typ. Plötzlich tauchte Yoongi neben mir auf. "Und wie war dein erster Tag?", grinste er und schmiss sich auf das Sofa, wo eben noch Pevensie gesessen hatte. Ich verdrehte gespielt die Augen. "Erinner mich bloß nicht!", meinte ich genervt. "Wieso? So schlimm?", fragte Namjoon, der plötzlich neben mir saß. Ich nickte. "Ich muss neben der kleinen Zicke sitzen.", stöhnte ich genervt. Und Namjoon fing an zu kichern. "Du meinst Suna?", fragte er. Erneut nickte ich. "Naja, so lange wie du nicht neben 'Mrs. Ich weiß sowieso alles besser' sitzen musst, ist doch alles halb so wild.", meinte Yoongi, der die Augen geschlossen hatte. "Mrs. Ich weiß alles besser?", lachte ich. "Ja diese blöde Jungsook.", grummelte er. Ich kicherte. Die schienen sich ja wirklich gut zu verstehen.

    Jungsook POV

    "Boar diese Isabella ist grauenvoll! Warum setzt Dumbledore die bitte zu mir! Ich meine, du weißt ich respektiere und bewundere ihn, aber das geht zu weit!", regte sich Suna auf, als wir gerade auf dem Weg zur Großen Halle waren. Zu Recht. Ich mochte diese Isabella gar nicht. Noch dazu, das jetzt auf einmal jeder anfing mich mit ihr zu vergleichen... Pah! Als ob! Diese Göre hatte doch keine Manieren! Arrogant wie Sau und Slytherin ist sie auch noch. Beste mit Yoongi und Namjoon. Das neue Trio. Ich kotz' gleich! "Noch eine Stunde mit der überlebe ich nicht!", meinte Suna frustriert und kickte ein Stift, den anscheinend jemand verloren hatte, heftig weg. "Stell dir vor, du hast gerade mal den ersten Tag von 6 weiteren Jahren überlebt.", meinte ich ironisch und wir betraten die Große Halle. "Erinner' mich nicht dran.", murmelte Su genervt. "An welchen Tisch setzten wir uns?", fragte ich um von diesem nervigen, neuen Mädchen abzulenken. "Dahin wo unsere Brüder sitzen?", erwiderte Suna fragend und ich schaute mich um. Ich schüttelte den Kopf.
    "Nein, die Jungs sitzen heute getrennt.", erwiderte ich. Suna sah zu ihrem Bruder und sah wie er sich mit Rachel, Felix und Aurelie aus seinem Jahrgang unterhielt. "Wir gehen zu deinem Tisch."


    OMG 5.000 AUFRUFE 😍💞
    ihr seid der Wahnsinn

    Schreibt mal bitte Meinungen in die Kommentare zur Story (würde mir echt helfen) und natürlich freue ich mich auch über jede Bewertung. 💜💜

    LG Lea♡

    47
    45. Kapitel

    "Na gut.", erwiderte ich und steuerte den Ravenclaw Tisch an. Suna setzte sich, wen wundert's, zu Jimin und ich mich zu JK. "Und wie war dein Tag?", fragte Jimin, nachdem er sie mit einem schnellen Kuss begrüßt hatte. "Frag lieber nicht.", seufzte sie. "Ja, du weißt ja nicht, wie viel ich mir heute schon anhören durfte.", kicherte ich und Suna trat mir ins Bein. "Au!", schrie ich kurz auf und sah sie böse an. "Was so schlimm?", fragte Jungkook. "Ich sitze neben dieser Isabella! Wie soll ich bin die restlichen Jahre überleben!", fragte sie theatralisch und ließ sich auf den Tisch plumpsen. "Ich werde sterben.", nuschelte sie. "Hey, du schaffst das schon.", meinte Jimin und legte ihr eine Hand auf die Schulter, so das sie wieder auf sah. Sie sah ihn mit ihrem 'Ja-klar-ist-nicht-dein-Ernst'-Blick an und Jimin begann zu lachen. "Immerhin hast du schon fast zwei Jahre mit uns dreien und 13 Jahre mit Taehyung überlebt.", grinste er und er hatte recht. Es war nun wirklich nicht immer einfach mit uns. Sie seufzte: "Da hast du wohl recht." "Und außerdem... Wer sagt denn, das sie bis zum Ende hier bleibt?", ergänzte Jungkook.

    -Zeitsprung: Abends, ca. 21 Uhr-

    Jungkook POV

    Ich schlich mich aus dem Schlafsaal, weil ich einfach nicht schlafen konnte, es war eigentlich so, das wir in der Schulzeit immer bis 22 Uhr wach blieben, doch da wir von den Ferien noch das ausschlafen gewohnt sind, liegen Joel, Jimin, Lukas und ich schon seit einer Stunde im Bett. Nagut. Ich jetzt nicht mehr. Ich ging nach unten in den Gemeinschaftsraum und anschließend verließ ich ihn. Ich wanderte durch die leeren Gänge, bis meine Füße müde wurden. Dann lief ich zurück. Im Gemeinschaftsraum setzte ich mich ans Feuer um mich zu wärmen, da mir etwas kalt geworden war. Ich saß schon ca. 5 min, da fiel mir mein Handy ein, das immer noch in meiner Jackentasche war. Ich holte es heraus und sah auf die Uhr. 21:46 zeigte der Bildschirm. Ich seufzte. "Ich dachte du kommst aus einer reinblütigen Familie?", fragte plötzlich jemand ich drehte mich verwirrt um. "Phoebe? Was machst du hier?", fragte ich. "Du hast meine Frage nicht beantwortet.", schmunzelte sie. "Du meine ebenso wenig.", erwiderte ich. "Tja.. Ich hab zuerst gefragt.", meinte sie und setzte sich neben mich. Ich steckte mein Handy wieder weg und sah in die Flammen vor mir. "Ja, ich bin reinblütig. Und?", fragte ich trocken, unwissend worauf sie hinaus wollte. "Bleib mal locker", lachte sie, "ich frag nur wegen dem Handy. Die Reinblüter wissen meist nicht mal, das so was existiert." Ich schmunzelte, das war es also. "Und meine Antwort?", fragte ich und sah sie lächelnd an. Sie sah schüchtern zu Boden. "Ich konnte nicht schlafen und hab dich hier so alleine sitzen gesehen... Ich dachte, ich leiste dir etwas Gesellschaft.", murmelte sie. Niedlich. "Glaubst du wir gewinnen am Donnerstag?", fragte ich sie. Quidditch, war eigentlich der einzige Grund, wieso ich sie kannte. Wir waren beide im Team. "Natürlich. Hufflepuff hat keine Chance! Wir haben einige gute Spieler im Team. Zum Beispiel dich, Antoine oder Dalia. Ich glaube wir haben gute Chancen. Davon abgesehen ist Slytherin der schwerste Gegner, da sie ja ab und an mogeln.", erwiderte sie. "Ich denke auch, das wir gute Chancen haben und erst im Halbjahr werden die Manschaften neu gewählt. Es sollte also zu schaffen sein.", merkte ich noch an. Sie nickte. "Glaubst du, Susan kommt ins Team? Sie ist doch so gut... sie will nur nicht.", fragte sie und sah traurig den tanzenden Flammen zu. "Susan? Susan Pevensie?", fragte ich. Meine Schwester hatte ab und zu von ihr geredet. Sie ist in Phoebes Jahrgang. Ein Jahr unter mir. "Ja. Sie ist sooo gut, aber sie mag nicht ins Team. Ich weiß gar nicht wieso...", murmelte sie. "Kennst du sie gut?", fragte ich und sah sie von der Seite an. "Sie ist meine Cousine."

    -Zeitsprung: Donnerstag, das Quidditch Turnier-

    "Okay, sind alle da? Dalia, Phoebe, Lio, Chiko, Jungkook, Antoine?", fragte Danny um noch mal nach zu schauen. Ich sah mich um, alle da. "Ihr kennt die Taktik. Wenn alles glatt läuft, ist der Sieg unser.", meinte er selbstsicher. Ich bewunderte Danny. Er ist unser Kapitän und der beste Spieler in Ravenclaw. Er ist schon in der 6. und deshalb wird das wahrscheinlich sein letztes Jahr im Team. "Okay, dann auf die Besen.", meinte Lio, der ebenfalls aus der 6. ist und unser Hüter. "Los geht's.", flüsterte Dalia neben mir und das Tor ging nach, Madam Hoochs Spruch nach, oben. Wie es sich gehört flogen wir alle an unsere Plätze. Ich war der Sucher, auch wenn ich das Anfangs nicht wollte, sondern richtig mitspielen als Jäger oder Treiber, gab ich mich langsam mit der Rolle zufrieden. Yunho, der ein Jahr über mir war, nahm seinen Platz mir gegenüber ein. Als alle am Platz waren, sagte Madam Hooch ihre üblichen Worte. "Also dann, ich will ein schönes faires Spiel. Das gilt für euch alle.", begann sie. "Heute hast du keine Chance.", flüsterte Yunho. "Ach denkst du?", flüsterte ich zurück und er zeigte auf seinen neuen Besen. Es war einer der neusten Nimbus. Der Nimbus 2011. Ich schnaubte selbstgefällig. "Denkst du wohl.", meinte ich und zeigte auf MEINEN Nimbus 2011, den mir Jimin's Eltern zu Weihnachten geschenkt hatten. Yunho wollte gerade antworten, als Madam Hooch den Quaffel in die Höhe warf und das Spiel begann. Alle flogen wild durcheinander und dann sah ich ihn. Der Schnatz flog an Jake vorbei, er war der Hüter von Hufflepuff. Als er auf uns zu geflogen kam, wich ich Yunho aus und folgte ihm dann. Yunho flog mir natürlich direkt hinterher. Mit Vollgas folgte ich dem goldenen Schnatz. Dabei stieß ich gegen einige der Spieler und Yunho hätte fast einen Klatscher abgekriegt, als er mir folgte. Ich sah im Augenwinkel wie der kleine Shawn, sich mit dem Quaffel geschickt durch die Spieler schlängelte und Lisa von einem Klatscher erwischt wurde. Kurz danach fiel Chiko fast vom Besen, weil Yunho ihm im Weg war. Ich folgte allerdings immer weiter dem Schnatz und horchte immer auf die Punkte. 20 für Ravenclaw. 20 für Hufflepuff. 30 für Ravenclaw. 40 für Ravenclaw. 30 für Hufflepuff und so weiter. Ich kam dem Schnatz langsam aber sicher immer näher und Yunho hatte ich auch abgehängt. Dachte ich zumindest. Als ich gerade zwischen den Balken, am unteren Teil der Tribühnen auf dem Feld, lang flog tauchte er plötzlich neben mir auf. Wir flogen auf selber Höhe. "Und? Hast du mich vermisst?", fragte er und wich jedem Balken gekonnt aus. "Ja sicher.", schnaubte ich und versuchte noch schneller zu fliegen, doch Yunho hielt mit mir Schritt beziehungsweise auf einer Höhe. Der Schnatz flog immer weiter und weiter, bis er plötzlich gerade nach oben flog. Yunho und ich sahen beide hinterher und zogen dann nach oben. Wir flogen hoch. Und höher. Ich hörte noch den neusten Punktestand. 60 für Ravenclaw und 50 für Hufflepuff. Sie mussten ihre Taktik wohl auch verbessert und geändert haben... Ich musste diesen Schnatz fangen! Ich muss uns diesen Sieg holen! Wir flogen höher... 20 Meter... 30 Meter... 40 Meter... 50 Meter... höher immer höher. Tief in die Wolken. Um so höher wir kamen, um so kälter wurde es. Der Schnatz flog Zick Zack. Hoch, runter, links, rechts. Wieder ein Stück hoch und runter. Ich wurde davon müde und bremste den Besen langsam ab. Yunho schien es auch so zu gehen, da er auch langsamer wurde. Hatte ich jemals zuvor so lange gebraucht um den Schnatz zu fangen? Ich drehte mich um und sah zu Yunho. Und dann... Ich sah nach vorne und der Schnatz war... weg! Was für Hölle! Ich hielt ruckartig an und da passierte es... Yunho krachte in mich rein, wir beide verloren den Halt und rutschten ab. Wir beide fielen, immer tiefer und unsere Körper nahmen an Geschwindigkeit zu. "Greif nach meiner Hand!", meinte Yunho und versuchte nach meiner Hand zu greifen. Komplett unkoordiniert fielen wir. Ich versuchte nach Yunho seiner Hand zu greifen, mehrmals, doch schien sie so weit weg, ich bekam es einfach nicht hin. "Los!", rief er panisch, als das Quidditch Feld langsam in Sicht kam. "Ich versuche es ja!", schrie ich panisch zurück. "Komm schon!", rief Yunho und streckte noch mal seinen Arm. Ich tat es ebenfalls und es fehlte nicht mehr viel. Nur noch 2 Zentimeter... das Feld unter uns wurde deutlicher und meine Panik größer. Selbst wenn ich Yunhos Hand erwische... was dann?

    48
    46. Kapitel

    "Ein bisschen noch!", schrie Yunho und schnappte sich kurz darauf meinen Arm. Er zückte seinen Zauberstab und sagte irgendwas. Was es war, konnte ich durch den Wind, aber nicht verstehen. Angsterfüllt sah ich zu Boden und krallte mich an Yunho fest. Plötzlich flog der Schnatz an mir vorbei. Ich nutze die Gelegenheit und griff zu. Die Lehrer und Schüler sahen jetzt auch, dass wir dem Freien Fall ausgesetzt waren und ein Schrecken ging durch die Reihen, doch mit einem Ruck wurde ich abgefangen. Verwirrt sah ich auf. Yunho zerrte mich auf seinen Besen und sachte landeten wir. "Gott, ich Idiot. Warum ist mir der Spruch nicht eher eingefallen.", kritisierte er sich selbst und gab sich einen Facepalm. Verwirrt sah ich ihn an. "Akio! Der funktioniert auch mit deinem Besen.", erklärte er. Ich nickte, während das Spiel beendet wurde. "Hier.", sagte ich und reichte ihm den Schnatz. Verwirrt sah mich Yunho an. "Du hast ihn tatsächlich noch gefangen?", fragte er mit großen Augen. Ich nickte. "Du hast ihn dir verdient, immerhin hast du mir das Leben gerettet.", lächelte ich und wollte ihm den Schnatz geben, doch er schüttelte den Kopf. "Es ist deiner, du hast ihn gefangen. Ihr habt gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.", lächelte Yunho, verbeugte sich leicht und fing an zu Klatschen. "Jeon Jungkook hat den Goldenen Schnatz gefangen! 150 Punkte für Ravenclaw!" Ich begann zu lächeln. Ein schönes Gefühl

    -Zeitsprung: ca. 2 Monate-

    Yoongi POV

    "Also ja, ich glaube ja immer noch, das das überflüssig ist- Links- ähm, warum also?", meinte Namjoon zu mir, als wir durch die Gänge der Schule liefen. Wie er mir sagte, bog ich nach links ab und ging den anderen Gang entlang zum Klassenraum, wo Zaubertränke stattfinden sollte. "Naja, also ich finde ja, dass das nicht nur überflüssig, sondern hirnrissig ist. Sind wir 5 oder was?", murmelte ich genervt und betrat das Klassenzimmer. Namjoon seufzte und wir ließen uns auf unsere Plätze fallen. "So lange wir dafür kein Unterricht haben, wird es schon gehen beziehungsweise muss es ja.", sagte ich noch, bevor ich mich an die Wand lehnte und die Augen schloss. "Ich würde lieber Unterricht machen, als eine Schnitzeljagd.", grummelte Joonie und Professor Slughorn betrat das Zimmer.

    "So dann bis zu unserer nächsten Stunde.", hörte ich es, während jemand an mir rum rüttelte. Was? "Komm schon Yoongi. Die Stunde ist vorbei, du hast es geschafft.", meinte Namjoon und ich öffnete träge meine Augen und sah ihn verschlafen an. "Na los, ich muss noch dein Geburtstagsgeschenk besorgen, also schwing deinen Hintern aus dem Zimmer.", sagte er und schweren Herzens erhob ich mich. Es war gerade so schön...
    Während Namjoon also nach Hogsmeade gehen würde, da inzwischen Freitag war, machte ich mich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Als ich ihn betrat, war er relativ leer. Das Quidditch Team hat Training, außer Namjoon, da er es mit Jason so abgesprochen hatte. Einige andere waren in der Bibliothek und erledigten Hausaufgaben für die nächste Woche und andere wiederum sind wie Namjoon nach Hogsmeade gegangen. Ich schleppte mich also in meine Lieblingsecke und ließ mich auf dem großen, schwarzen Sessel nieder. Ich überlegte... meine Mum hatte mir vor ein paar Tagen erneut einen Brief zukommen lassen. Auch wenn mein Vater es mir nicht erlaubt, ich werde meine Mutter besuchen. Es ist mir inzwischen egal, was passiert ist und die Meinung von meinem Vater interessiert mich sichtlich wenig. Ich habe meiner Mutter vergeben, auch, wenn es für mich nicht einfach war, aber ich will ihr noch eine Chance geben, wenigstens in ihrem neuen Leben glücklich zu sein... auch wenn da weder ich, noch mein Vater dazu gehören. Ich will sie nur sehen, damit sie endlich wieder glücklich ist.

    Suna POV

    Ich saß mit meinem Bruder und Jimin in der Großen Halle. "Das wird bestimmt lustig.", lachte Taehyung und stopfte sich eine Erdbeere nach der anderen in den Mund. "Naja, ich weiß nicht.", meinte Jimin und griff ebenfalls nach einer Erdbeere. "Ihr macht das mit ALLEN Häusern zusammen. Du glaubst wirklich, das es mit Prinzessin Joon und Mr. 'Lasst mich doch bloß alle in Frieden' lustig wird?", fragte ich lachend. "Zerstöre es mir nicht, indem du mich daran erinnerst, das diese Vollpfosten auch dabei sind!", meinte mein Bruder und schob aus Protest die Unterlippe vor. "Hey Leute, worum geht's?", fragte Rachel, die gerade zu uns kam und sich neben Taehyung nieder ließ. "Die Schnitzeljagd.", seufzte Jimin. "Ah.. Ich hab übrigens neue Infos. Wollt ihr sie hören?", antwortete Rachel. "Schieß los!", lachte mein Bruder und wir alle sahen zu Rachel. "Wir werden bei der Schnitzeljagd in Teams verteilt. Ich glaube es wird nach Häusern gehen, aber... Ich bin mit nicht sicher. Hogwarts verändert sich einfach zu viel.", erklärte sie und seufzte am Ende. "Ja das stimmt. Es entstehen immer mehr Freundschaften, die auch über die Häusergrenzen hinaus gehen.", meinte ich. "Genau das meine ich. McGonagall bekommt schließlich alles mit.. vielleicht mischt sie die Häuser.", sagte sie und zuckte die Schultern. Die Jungs nickten. "Aber es wäre doch merkwürdig oder nicht?", fragte Jimin. "Es haben auch zwei Häuser Unterricht zusammen. Jetzt dramatisiere es nicht gleich.", lachte ich und boxte meinem Freund spielerisch in die Seite. "Mein ja nur.", lachte er daraufhin. "Es war nur eine Anmerkung."

    Jungsook POV

    "Achso und was ich euch auch noch mitteilen wollte, was ihr auch gerne den anderen Mitschülern sagen könnt, wir haben den Plan noch mal geändert. Die Schnitzeljagd, die wir mit der 4. Stufe durchführen wollten, als Ausflugstag, haben wir als Schultag geändert, dass heißt es fällt nicht aus, sondern wird mit jeder Klassenstufe durchgeführt. Ich werde heute Abend in der Großen Halle noch mal genauer darüber reden, aber da wissen Sie wenigstens schon mal Bescheid. Damit ist die Stunde beendet. Ihr könnt gehen.", sagte McGonagall und verließ anschließend den Raum. "So ein Mist. Ich hätte meine Brüder nicht auslachen sollen.", meinte ich genervt und packte alles in meine Tasche. "Verwandlung wird auch immer einfacher.", seufzte Tom und ging. Ich seufzte ebenfalls und folgte ihm dann. "Ich weiß nicht, warum wir zu sowas gezwungen werden.", seufzte ich. "Same. Ich meine, ich bin hier um zu lernen, warum sollte ich meine Zeit dann damit verbringen im Wald herum zu laufen, die Schule bis in jede Ecke abzusuchen oder sonst so was.", meinte Tom genervt. Ich nickte. Zusammen betraten wir die Bibliothek und Tom gab ein paar Bücher ab. Anschließend gingen wir in den Gemeinschaftsraum. "Wie viele Bücher hast du jetzt eigentlich noch aus der Bibliothek?", fragte ich, während sich die Tür zum Gemeinschaftsraum öffnete. "Nicht sehr viele. Es sind nur fünf oder so, deshalb werde ich mich morgen mal nach ein paar neuen umsehen.", meinte er, wunk mir und ging Richtung Schlafsaal. Ich seufzte und ließ mich auf einen Stuhl fallen. "So fertig?", fragte mich jemand lachend. "Susan! Freut mich dich zu sehen.", lächelte ich und sie setzte sich zu mir. "Freut mich auch. Was macht dir denn so zu schaffen?", fragte sie. "Naja, wir hatten ja gerade Verwandlung mit Professor McGonagall und sie meinte halt, dass diese komische Schnitzeljagd mit der ganzen Schule durchgeführt wird.", seufzte ich. "Also soweit ich weiß, wird die Schnitzeljagd sehr interessant. Ich meine die Professoren wissen, das wir nicht mehr fünf Jahre alt sind, also wird es unserem Alter auch angepasst und einfach soll es auch nicht sein.", meinte Susan. "Denkst du das wirklich?", fragte ich skeptisch. "Ja, außerdem sollen Teams gebildet werden. Die oberen Klassenstufen bis zur 6. Stufe werden alles mit organisieren und auch sowas wie Joker, Rätselsteller oder Wegweiser sein.", erklärte Susan weiter. Ich nickte. "Und wann soll das da bitte sein? Ich meine, das braucht doch Zeit alles zu planen und so.", überlegte ich. "Vermutlich wird es von Donnerstag auf den Montag danach gelegt.", sagte sie. "Also sollte es für die 4. am Donnerstag sein?" Sie nickte. "Und werden die Teams dann Klassen- und Häuserübergreifend gemischt oder wie ist das?", fragte ich weiter. "Das weiß ich leider auch nicht. Aber ich glaube nur Häuserübergreifend und nicht das die Klassen gemischt werden.", überlegte Susan. Ich nickte erneut.

    -Zeitsprung: Abends in der Großen Halle; Rede von McGonagall-

    "Also ich habe sie alle hier antreten lassen, weil es etwas wichtiges mitzuteilen gibt. Der Ausflugstag, der für die 4. Stufe am nächsten Donnerstag geplant war, wird verlegt. Dazu kommt allerdings, dass meine Kollegen und ich uns noch etwas überlegt haben. Wir möchten aus diesem Ausflugstag einen Schultag in dem Sinne machen, das die ganze Schule an diesem Projekt Teil nimmt. Dafür werden die 6., 7. und 8. Klässler in der nächsten Woche alles vorbereiten und diesen Projektag, der ursprünglich als Schnitzeljagd bekannt war, mit leiten. Die Professoren werden sich Aufgaben zu den jeweiligen Fächern überlegen. Es wird Rätsel geben, ein besonderen Teil im Gebiet 'magische Geschöpfe' und natürlich eine Suche. Ich werde mit Madame Hooch Teams festlegen, die Klassenübergreifend sind, dass es nicht unfair wird und alle eine Chance haben, die Fragen zu beantworten. Ich bin mir noch nicht zu hundert Prozent sicher, aber vermutlich wird es auch Häuserübergreifend sein. Dieses Projekt dient dazu den Zusammenhalt, Vertrauen und Ergeiz zu fördern, sowie das Kennenlernen der Schule und der Auffrischung des Schulstoffes. Am nächsten Freitag werden hier in der Großen Halle Listen ausgehangen, wo die Teams drin vermerkt sind. Ich möchte dazu dann keine Widrrede hören. Mr. Filch wird Sie dann auch noch einmal belehren und ist dafür zuständig, dass die Schüler dann auch in ihren Teams sind."

    49
    47. Kapitel

    Namjoon POV

    "Dazu möchte ich auch noch sagen, dass sie nicht denken sollen, das es einfach wird. Die Aufgaben werden eurem Alter angepasst und Ihr werdet auch bei einigen Aufgaben kontrolliert. Falls es noch wichtige Informationen zu ergänzen gibt oder jemand etwas einbringen möchte, kommt bitte zu mir. Guten Appetit.", damit beendete McGonagall ihre Rede und der Tisch deckte sich. "Also ich weiß ja nicht.", hörte ich, wie Isabella sich neben mir aufregte. "Warum müssen die sich sowas ausdenken? Können wir uns dann nicht wenigstens die Teams selber aussuchen?", fragte sie genervt. Yoongi nickte zur Bestätigung, das er es genauso sieht. "Also, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wird das so eine Art Schnitzeljagd, Schulreally, Rätselstunde, irgendwas...", murmelte ich. "Anscheinend.", murmelten Yoongi und Isabella im Chor. "Ich hoffe, ich komme nicht mit Suna oder Jungsook ins Team. Das bedeutet nur Stress.", seufzte ich. Yoongi nickte. "Wenn es so ist, stell ich mich krank und steh sicherlich nicht auf am Montag.", schnaubte er. Ich nickte. Wie kam man überhaupt auf so eine Idee?

    Hoseok POV

    "Glaubst du, wir kommen zusammen in ein Team? Oder wir sind getrennt?", fragte ich Jin, der neben mir her trottete. Nach dem Essen hatten wie uns sofort auf den Weg in die Bibliothek gemacht. Wir wollten die Hausaufgaben für Montag fertig haben und hatten keine Lust, uns am Wochenende dafür hinzusetzen. "Keine Ahnung, aber ich glaube nicht.", antwortete er. Ich nickte. "Ob das bis zum Verbotenen Wald geht?", fragte ich weiter und stellte mir vor, im Wald den Zentaur (halb Mensch, halb Pferd) zu begegnen, wie sie Pfeil und Bogen auf mich richten. Ich schauderte. "Es heißt nicht umsonst VERBOTENER Wald. Als ob sie Schüler da hinein lassen würden.", meinte Jin und schnappte sich ein Buch über Zaubertränke. Ich hingegen suchte das Buch von Newt Scamander. Zwar stand es im Lehrplan des ersten Schuljahres, aber dennoch haben wir uns nie alle Tierwesen angesehen, die er in seinem Buch beschreibt. Als ich so durch die Gänge der Regale schlenderte und Jin alleine mit dem dicken Zaubertränkebuch zurück ließ, entdeckte ich Jake. Er saß zusammen mit einem Jungen, den ich nicht kannte auf einer Bank und unterhielt sich mit ihm. Ein paar Tische weiter sah ich einen Jungen aus Sunas Klasse, sie hatte mal erzählt, dass er ziemlich schusselig ist, nie wirklich zuhört und es schafft so ziemlich alles explodieren zu lassen. Michael. Er las gerade ein Buch. In der einen Hand hielt er es fest, in der anderen den Zauberstab. Er schien komplett auf das Buch fixiert, als würde er nicht mitbekommen, das er den Zauberstab die ganze Zeit hin und her schwang. Ich sah mir das eine Weile mit an und wollte gerade weiter gehen, als er auf einmal aufschrie. Erschrocken drehte ich mich um und sah ihn fluchen. Er hatte seine Socken abgefackelt. Ein Lachen konnte ich mir nicht verkneifen. Wie hatte er das bitte gemacht? Ich schüttelte den Kopf und ging weiter. Ich kam an einem Regal an, wo 'Tierwesen' stand und machte mich auf die Suche nach dem Buch. Als ich es fand betrachtete ich den schlichten Einband. Was Newt wohl für ein Mensch war? Es hieß, das er von Hogwarts verwiesen wurde... aber Albus Dumbledore hat ihn immer unterstützt. Er hatte an ihn geglaubt, als es niemand anders getan hat. Dann war sein Bruder auch noch mit seiner Geliebten verlobt und der Macusa hat ihm Einreiseverbot nach Amerika erteilt, wegen einem Tierwesen. Sein Leben war anscheinend nicht sehr einfach, aber es hieß auch, das er gegen Grindelwald gekämpft und sich neu Verliebt hat. Wie viele haben bitte einen Kampf gegen Grindelwald überlebt? Ich glaube das waren nicht sehr viele. Grindelwald wollte Macht. Er wollte herrschen über alle. Im Gegensatz zu Voldemort fand er Muggle nicht sinn- oder nutzlos. Sie sollten für ihn die Drecksarbeit machen... aber sie durften Leben. Die Frage ist nur, ob sich so ein Leben auch lohnt beziehungsweise, ob man das Leben nennen kann. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie meine Familie für irgend einen Zauberer der Art arbeiten würde. Sujis Lachen würde vermutlich für immer verschwinden. Mum und Dad würden noch gestresster sein, als sie es so schon sind. Ich würde sie vermutlich nie wieder sehen... Grindelwald und Voldemort... so etwas darf nie wieder passieren. Die Zauberergeschichte ist dadurch schon genug gekennzeichnet. Hogwarts war gekennzeichnet. Das Schloss hatte so manche Narben, von dem Kampf mit Harry Potter, davon getragen. Doch wieso entschloss man sich überhaupt etwas so unmenschliches und bösartiges zu tun? Ich verstehe das einfach nicht. Ich kramte in meinem Kopf. Versuchte mich zu erinnern, was wir alles über diese Zauberer bis jetzt gelernt hatten... Voldemort.. Wenn ich mich recht erinnere, ist er ohne jegliche Liebe gezeugt und groß geworden. So wurde es zumindest behauptet. Beide Zauberer stammten aus Europa, glaube ich zumindest... irgend jemand meinte mal der Name Grindelwald stammte aus dem heutigen Deutschland und sollte an jemanden aus der Mugglegeschichte erinnern. Ah, ich weiß wer mir das erzählt hat. Es war Rachel. Und Riddle war Brite soweit ich weiß. Ich seufzte und schüttelte die Gedanken ab. Langsam trotete ich zurück zu Jin, während ich die ganze Zeit auf den Boden starrte. "Wo warst du denn so lange?"

    -Zeitsprung: Freitag-

    Rachel POV

    Taehyung und ich waren gerade auf dem Weg zur Großen Halle. Ich war gespannt, wie die Teams wohl verteilt sein würden. "Ich hoffe, wir sind in einem Team.", seufzte Tae. "Ja, hoffe ich auch.", seufzte ich ebenfalls und wir betraten die Große Halle. An der Wand wurden Zettel angebracht und es standen schon einige Schüler davor und suchten ihren Namen. Ein paar sahen erleichtert aus, während andere fluchend davon stampften. Ich schluckte. Hoffentlich nicht mit Slytherin oder Jake. Ich mochte Jake zwar immer noch, aber trotzdem. Es ist komisch in seiner Nähe zu sein, nach allem was passiert war. "Kommst du?", fragte Tae und nickte Richtung Listen, da die meisten Schüler gerade gingen. Ich betrachtete den ersten Zettel.

    Die Teams wurden Klassen- und Häuserübergreifend festgelegt. In jedem Team sind 9 Schüler. Es werden keine Änderungen mehr vorgenommen.
    >Im Fall von Krankheit, Absprache mit Madame Pomfray


    Auf jeden Zettel stand ein Team. Ich überflog die Namen bis ich meinen fand. Team 6. Ich suchte verzweifelt nach Namen, die mir bekannt vorkamen und ich fand auch zwei. Liam aus Slytherin und Jake aus Hufflepuff. Ich seufzte. Kann ich nicht ein mal Glück haben? "Und, wie sieht's bei dir aus?", fragte ich Tae, in der Hoffnung, das wenigstens er ein gutes Team erwischt hat. "Hoseok ist in meinem Team.", meinte er und sah erneut auf die Liste. "Aber Edmund Pevensie und diese Isabella auch. Ah und Phoebe aus Ravenclaw.", las er von der Liste ab. "Und du?" Ich seufzte. "Ich kenne genau zwei Leute aus meinem Team und wenn ich diese zwei lese, möchte ich mich am liebsten wieder in meinem Bett verkriechen.", murmelte ich. "Wer ist es denn?", fragte Tae. "Jake und Liam." Er sog die Luft ein. "Das ist Pech. Welches Team bist du denn?", fragte er und suchte die Listen ab. "Team 6.", antwortete ich. "Wir sind Team 3. Was glaubst du haben die Nummern zu bedeuten?" Ich zuckte die Schultern. "Vielleicht wie und wo wir anfangen. Oder wir werden vielleicht nacheinander losgeschickt. Ich weiß es nicht.", überlegte ich. Tae nickte: "Komm, lass uns zurück in den Gemeinschaftsraum gehen." "Ich finde es schön das der Frühling endlich wieder kehrt. Dann müssen wir wenigstens nicht im Schnee suchen.", seufzte ich. "Als ob sie uns im Schnee suchen lassen würden.", lachte mein Freund.

    Yoongi POV

    Ich lag auf meinem Bett und schmiss die ganze Zeit einen Ball in die Luft, nur um ihn wieder aufzufangen. Namjoon war in der Bibliothek. Er wollte unbedingt ein Buch für die Hausaufgaben besorgen. Luca war mit seiner neuen Freundin am See und Jonas schlief. Ich betrachtete ihn eine Weile, bis ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Ball zuwendete. Ich wollte irgendwie schon gern wissen, mit wem ich nun in einem Team war, aber ich wollte jetzt nicht aufstehen und erst bis zur Großen Halle laufen. Am Ende lohnt es sich eh nicht, weil haufenweise Schüler davor stehen und ebenfalls wissen wollen, in welchem Team sie sind. Namjoon sollte eigentlich schon lange wieder da sein... Wo bleibt der nur?
    Ich stöhnte genervt und erhob mich also doch aus meinem Bett. Ich ging runter in den Gemeinschaftsraum. Einige Schüler saßen hier und unterhielten sich lautstark. Es ging eindeutig um die Schnitzeljagd. Da kam mir Namjoon entgegen. "Hey Yoongi, ich weiß in welchem Team wir sind."

    50
    48. Kapitel

    -Zeitsprung: Montag, Projekttag-

    Suna POV

    Müde stiefelte ich mit Taehyung an meiner Seite nach unten in die Große Halle. Heute war es so weit, heute würde die komplette Schule dieses Projekt oder auch Schnitzeljagd durchführen. Mein Blick fiel auf die große Uhr, die im Gang hing. Es war kurz nach halb 8, um 8 sollten alle Schüler in der Großen Halle sein.
    Als ich mit Tae in der Großen Halle ankam, suchten wir uns einen Platz und warteten bis die Belehrung von Filch endlich beginnen würde. Ich beobachtete die Schüler, die zum größten Teil ziemlich genervt aussahen. Zu meinem Erstaunen saßen sogar Yoongi und Namjoon schon an ihrem Tisch. Ich dachte, die zwei wollten schwänzen. Naja...
    Nachdem die Belehrung geschafft war, sollten sich die Teams nach ihren Nummern an bestimmten Orten einfinden. Dort soll dann ein 6., 7. oder 8. Klässler auf uns warten. Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und wünschte ihnen noch viel Glück. Dann machte ich mich mit Jin zusammen auf den Weg zum Quidditchfeld. "Halt! Wartet auf mich!", rief plötzlich jemand hinter uns. Jin und ich drehten uns verwirrt um. "Meggie!", rief Jin erfreut aus und sie kam schnell zu uns gelaufen. "Du auch im Team 2?", fragte ich schmunzelnd und sie nickte: "Ich bin echt froh dich dabei zu haben. Ich kenne nämlich so gut wie keinen aus dem Team." "So gut wie keinen? Sag nicht, du hast noch nie von Namjoon gehört.", lachte ich. "Ja oder von Yuna, ihr seid doch ein Jahrgang.", ergänzte Jin ebenfalls lachend. Sie seufzte: "Ihr wisst doch was ich meine!" Danach fing sie auch an zu lachen.
    Als wir am Quidditchfeld ankamen, standen bereits schon 4 Schüler da. Das heißt es fehlen noch 2 damit wir anfangen können. Die zwei Mädchen kannte ich sogar, es waren Susan und Dalia aus Ravenclaw. Die anderen zwei waren mir unbekannt. Namjoon kam langsam auf uns zugetrottet und stellte sich etwas abseits von uns hin. Und dann kam auch noch Yuna, die letzte von uns. Das Team war vollzählig. Sie stellte sich zu Namjoon und fing an sich mit ihm zu unterhalten. Da kam Yunho, aus einem der Türme, mit einem Block in der Hand. Er schien ein paar Aufgaben in Gedanken durch zu gehen und machte sich noch ein paar Notizen. Als er bei uns ankam bleib er stehen und lachte uns freudig an. "Guten Morgen! Ihr seid Team 2, richtig? Die ersten, die heute die Aufgaben zum Thema Quidditch lösen müssen. Also hört zu: Es wird drei Aufgaben für euch geben. Jede Aufgabe fordert etwas anderes, zum einen wird euer wissen gefragt, manchmal die Teamfähigkeit und dann vielleicht noch euer Talent. In jedem Team dürfte mindestens ein begabter Flieger sein, also denke ich mal, das es gar nicht so schwer wird. Okay, das war's erst mal zum Allgemeinen. Gibt es bis hier her noch Fragen?", lächelte er uns an. Yunho war ein reines Energiebündel und dazu lacht er gefühlt den ganzen Tag. Ich seufzte, während er weiter lief und wir ihm folgen sollten. "Ich kann kein Quidditch.", murmelte Meggie genervt neben uns. "Warum muss das unser Anfang sein?" "Ich kann es auch nicht, aber um so eher wir das geschafft haben, um so besser.", meinte ich und das Team kam zum stehen. "Also eure 1. Aufgabe besteht darin, diesen Fragebogen zum Thema 'Geschichte Quidditch' auszufüllen. Anschließend könnt ihr euch schon mal jemanden suchen, der mit verbundenen Augen fliegt, aber dazu kommen wir später.", erklärte Yunho, immer noch lächelnd und drückte Jin den Fragebogen in die Hand. Das Team versammelte sich um uns und Yunho verschwand wieder in einem der Türme. "Gib mir das mal.", meinte ein Junge, der laut seiner Kleidung zu Ravenclaw gehörte. "Wer bist du?", fragte Meggie ihn, nachdem Jin ihm den Zettel übergeben hatte. Er sah sie kurz an, dann wandte er sich wieder dem Zettel zu. "Marlon, Ravenclaw, 5.", meinte er, "und du?" "Meggie, Hufflepuff, 2.", erwiderte sie. "Darf ich auch mal sehen?", fragte Namjoon, während Marlon die Fragen beantwortete. "Dalia, kannst du mit verbundenen Augen fliegen?", fragte Marlon sie. Stimmt, sie sind in der selben Klasse und Dalia ist im Quidditch Team. Er gab Namjoon den Zettel und sah sich alle Mitglieder unseres Teams an. "Mit verbundenen Augen? Nein, ich glaube nicht. Obwohl ein Versuch wäre es vielleicht wert.", antwortete sie. "Oder ist hier noch jemand, der gut fliegen kann?", fragte Marlon. Meggie, Jin und ich schüttelten den Kopf, Susan auch. Übrig bleiben also nur noch Yuna, Namjoon und der andere mir Unbekannte. "Bist du nicht auch in eurem Quidditch Team?", fragte Dalia Namjoon. Er nickte. "Ich kann auch mega gut fliegen! Ich bin zwar nicht im Team, aber ich bin Notfall Spieler.", quatschte Yuna dazwischen. Der Hass in mir stieg wieder auf. Sie steht auf Namjoon. Sie würde alles, wirklich ALLES tun um vor ihm gut da zu stehen. Marlon schüttelte den Kopf. "Das reicht nicht. Wir brauchen jemanden der wirklich gut ist, ich glaube nämlich-" "Also seid ihr fertig mit dem Fragebogen? Die Zeit wird sonst knapp. Ihr müsst noch zwei Aufgaben bewältigen und ihr habt nicht unendlich Zeit.", meinte Yunho, der plötzlich wieder neben uns stand. Marlon nickte und Namjoon gab Yunho den Fragebogen zurück. "Gut, dann hier die nächste Aufgabe. Seht ihr die Tore? An einem der Ringe befindet sich ein Hinweis für eine andere Station. Ihr braucht die Kugel die da oben befestigt ist. Einem von euch werden die Augen verbunden und er muss die Kugel da oben hinunter holen. Das restliche Team hat dabei die Aufgabe, den Fliegenden zu leiten. Ihr werdet ihm oder ihr helfen die Kugel zu erreichen. Während das geschieht, beginnt die 3. Aufgabe." "Wir müssen zwei Aufgaben gleich zeitig machen?", fragte Yuna empört. Ich verdrehte die Augen. Sie soll gefälligst ruhig sein. "Ja, die 3. Aufgabe besteht darin, keine Fehler zu machen." "Was? Yunho, wie meinst du das?", fragte ich verwirrt, doch lächelte er nur. "Viel Glück. Ich werde euch von dort oben beobachten.", sagte er und zeigte auf den Turm, wo bei den Spielen immer die Lehrer sitzen. Dann ging er. "Okay, also ich fliege nicht.", meinte Dalia und sah nach oben zu den Ringen. "Dann lasst mich doch fliegen!", meinte Yuna, doch schüttelte Marlon erneut den Kopf. "Was, wenn dir da oben was passiert? Du bist nicht mal im Team, also kannst du das vergessen.", sagte Dalia und sah zu Susan. "Du bist doch auch gut." Susan schüttelte den Kopf: "Ich mach das nicht." "Steffen, was ist mit dir?", fragte Susan den eindeutig Jüngeren. "Ich bin in der 1. wenn ihr sie nicht fliegen lasst, wäre es dumm mich fliegen zu lassen.", meinte er. Da ist etwas dran. Übrig blieb also Namjoon. "Willst du fliegen?", fragte Marlon. "Na gut, ich mach's.", stimmte er zu. "Können wir bitte erst mal eine wichtigere Frage klären?", fragte ich und alle sahen zu mir. "Was meint er mit 'keine Fehler machen'?" "Ich denke mal, das damit einfach gemeint ist, das wir uns konzentrieren. Es gibt sicher keine 3. Aufgabe.", meinte Yuna. "Nein, ich glaube auch da ist mehr dran.", stimmte Meggie mir zu. "Vielleicht sollen wir einander Vertrauen?", schlug Jin vor. "Oder einfach das wir wirklich als Team arbeiten.", sagte Steffen. "Susan? Du bist die Schlauste, was glaubst du?", fragte Marlon und alle sahen zu ihr. "Am Anfang meinte Yunho, es werden Wissen, Talent und Teamfähigkeit geprüft. Das Wissen, war der Fragebogen, das heißt dieser Punkt fällt weg. Weiter zum Talent. Es erforderte Mut und Können um mit verbundenen Augen zu Fliegen, also denke ich, dass damit das Talent gemeint ist. Übrig bleibt also das Team. Yunho meinte, wir sollen ihn leiten. Wir dürfen keine Fehler machen, weil wenn wir ihm etwas falsches sagen, könnte ihm etwas passieren. Namjoon könnte irgendwo dagegen fliegen und vom Besen fallen, das darf auf keinen Fall passieren. Also denke ich, das damit gemeint ist, als Team stark zu sein und sich nicht nur darauf zu verlassen, das derjenige der fliegt, dass auch alleine schafft.", erklärte Susan. "Das macht Sinn. Also habt ihr das alle gehört? Wir müssen zusammen arbeiten!", meinte Marlon. "Hat dich irgend jemand zum Teamchef ernannt, oder was? Tu nicht so als wärst du es.", motzte Yuna. "Ich glaube, es wäre gut jemanden im Team zu haben, der die Führung übernimmt und im Gegensatz zu dir leistet Marlon auch seinen Anteil an den Aufgaben. Also sei du ruhig!", schimpfte Dalia. "Dann lasst uns abstimmen. Wer dafür ist, das Marlon Teamchef ist, soll sich melden.", meinte Meggie. Alle außer Yuna meldeten sich. "Gut, dann wäre das geklärt. Kann es jetzt bitte weiter gehen?", fragte Meggie und Marlon nickte. Auf uns kam ein Besen mit einer Augenbinde zugeflogen. "Und du bist sicher, das du das machen willst?", fragte Marlon und nahm die Augenbinde. Namjoon nickte und Marlon verband ihm die Augen. "Siehst du noch was?", fragte Steffen. "Nein. Ich sehe rein gar nichts.", meinte Namjoon. Ich reichte ihm den Besen. "Na dann los.", meinte Dalia. "Viel Glück."


    Heyyy, I'm back my dears! 😂💫
    Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel 😊

    Habt ihr die schlechten Neuigkeiten von Stray Kids und MONSTA X gehört? 😭 ich war so kurz davor Monbebe zu werden und dann geht Wonho 😭
    Aber Woojin und Wonho werden immer in unseren Herzen sein. Fighting! ❤❤

    Remind: "ur nice, keep going" 💝💝
    Ich hoffe es geht euch allen gut.

    LG eure Lea♡

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    49. Kapitel

    Jungsook POV

    Zusammen mit meinem "ach so tollem Team" (Achtung Ironie, meine Freunde) lief ich durch Hogwarts. Eigentlich lief ich nur hinterher und fragte mich, was das ganze eigentlich sollte. Yoongi lief hinter mir und zog ein Gesicht, wie 4 Jahre Regenwetter. Ich schmunzelte. Er wollte doch tatsächlich schwänzen. Allerdings hatte McGonagall Wind davon bekommen und ihn aus dem Schlafsaal geschleift und gesagt, dass wenn sie ihn noch mal dabei erwischen sollte, er das restliche Jahr, sowie das nächste Halbjahr Nachsitzen müsste. Aber das ist es nicht mal diesem Vollpfosten wert. Also ist er jetzt hier, leistet uns Gesellschaft und zieht die Laune jeder Person bis in den Keller. Wunderbar Mr. 'Ich bin ja so perfekt'. Wirklich toll gemacht. Ich seufzte und das restliche Team bleib plötzlich stehen. Chiko, aus unserem Quidditch Team, drehte die Karte erneut und meinte dann: "Also doch, das Ziel was wir finden sollen, ist das Klassenzimmer von Verteidigung gegen die dunklen Künste." Am Anfang waren wir bei Kräuterkunde, da hab ich schon nicht sonderlich viel mitbekommen, dort hatte uns Joel, aus der 7. Klasse, Slytherin, eine Karte in die Hand gedrückt. Allerdings war das natürlich keine normale Karte, wo man sich denkt: "Juhu, da müssen wir hin, los geht's!" Nein. Es war mehr so: "Hä? Was soll das bitte sein? Wo ist das denn eine Karte?" Dieser Effekt wurde hervorgerufen. Es wurde unser Standort auf dieser Karte, in Form eines blau, leuchtenden Punktes, angezeigt. Die Karte änderte sich ständig. Dazu kam, das wirklich immer der Raum der Wünsche angezeigt wurde, nur das wir alle wussten, das wir nicht dahin müssen. Die Geheimgänge wurden verschwommen dargestellt. Wer auch immer, von den 8. Klässlern, diese Karten erfunden hatte, herzlichen Glückwunsch, ich hasse Sie nun. Wir kamen am entsprechenden Klassenraum an und Rosalie ging voran. Soweit ich weiß, ist das die, die mit Suna und Lilli in einem Zimmer schläft. "Was müssen wir denn jetzt machen?", fragte die kleine Lucy Pevensie vorsichtig und sah zu Leon. Leon war der älteste im Team. 5. Klasse und Hufflepuff. Er lächelte sie an und zusammen gingen sie an den Lehrertisch. Der Rest lief natürlich hinterher. Am Lehrertisch befand sich ein schwebender "Zettel", also wenn man das so nennen kann. Es leuchtete in einem sanften Blau und wippte leicht auf und ab. Ich nenne es einfach mal den Wunderzettel. Ich schmunzelte mal wieder über meine eigenen, dummen Gedanken und hörte dann zu, was die anderen denn nun zu sagen hatten. Was auch immer auf diesem Wunderzettel stand, ich konnte es nicht lesen, da Rosalie genau vor mir stand. Plötzlich drehte Leon sich um und lächelte: "Eigentlich ist das total einfach, wir müssen nur alle rausfinden, was unser Patronus ist." Ich starrte ihn mit offenem Mund an: "Einfach? Weißt du wie schwer es ist, einen Patronus zu beschwören? Was glaubst du warum, das erst in der 5. Klassenstufe dran kommt!" "Ja, ich gebe zu, es braucht ein gewisses Talent um das hinzubekommen, aber du brauchst auch Mut. Dein Patronus, ist schließlich eine Art persönlicher Beschützer und besteht aus positiver Energie. Du brauchst eine kräftige, dir persönlich wichtige Erinnerung, dann ist es nicht schwerer als Alohomora. Wirklich. Außerdem sind wir ein Team, Chiko und ich werden euch natürlich helfen, stimmt's?" Chiko nickte. Ich hörte wie Yoongi genervt stöhnte und ganz offensichtlich keinen Bock mehr hatte. "Also gut, machen wir zwei kleine Teams, dann können wir den Jüngeren besser helfen.", meinte Chiko zu Leon. Leon nickte und nahm Lucys Hand. "Sie ist in meinem Team.", lächelte er. Es war niedlich mit anzusehen, wie lieb er die Kleine doch hatte. Dabei ist das gerade mal ihr erstes Jahr in Hogwarts. "Gut, dann nehme ich Jungsook.", grinste Chiko, ich nickte nur und stellte mich neben ihn. "Rosalie.", meinte Leon. "Felix.", nickte Chiko entsprechendem zu. "Carina." "Gut, dann nehme ich halt, Hanna.", stimmte Chiko zu. Übrig blieb also nur noch einer... Mr. Min. Chiko und Leon sahen sich beide kurz an, dann sprach Leon: "Du kannst dir raussuchen zu wem du willst, aber eigentlich ist es egal, du gehörst zu den ältesten hier, sowie Carina. Ich denke ihr beide werdet das schnell verstehen." Yoongi seufzte und stellte sich zu Leons Truppe. War ja klar. Als ob der freiwillig in Chikos Team kommen würde, wenn ich hier bin. Wir verteilten uns im Raum und bildeten einen kleinen Kreis um Chiko, der zückte seinen Zauberstab. "Also wie Leon schon gesagt hat, bevor wir zaubern, brauchen wir eine Erinnerung." Hanna, die kleine Schwester von Jason, meldete sich. "Ich möchte eure Erinnerungen nicht wissen, das ist etwas persönliches. Aber lasst euch von ihr leiten. Durchfließen. Spürt wie glücklich ihr seid, wenn ihr das alle geschafft habt, machen wir weiter.", erklärte er. Ich durchging meine schönsten Erinnerungen. Da war die Adoption, Jimin, JK und ich als wir noch klein waren. Wir waren schon immer unzertrennlich. Unbemerkt begann ich zu lächeln. Dann lernte ich Su und ihren Bruder Taehyung kennen. Die Ferien. Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden.

    Yoongi POV

    Ich beobachtete Chiko's Gruppe. Die meisten, wie in unserer Gruppe auch hatten die Augen geschlossen. Wir sollten eine Erinnerung suchen. Nun ja, ich brauchte nun mal nicht suchen. Bei mir gab es da nicht so viel. Ich sah wie Jungsook anfing zu lächeln. Sie hatte ein wirklich schönes Lächeln, doch sie ist nun mal sie und ich mag sie nicht. Ich sah zurück zu Leon, der mich unauffällig zu mustern schien. "Und? Bist du soweit?", fragte er mit einem Lächeln. Ich nickte einfach nur und er erklärte mir schnell wie ich den Zauberstab zu halten hatte. Ich befolgte alles, was er sagte und hörte aufmerksam zu. "Der Zauberspruch lautet Expecto Patronum.", schloss er seine Erklärung. Ich nickte erneut. "Lass dir so viel Zeit, wie du willst. Es ist nicht einfach einen Patronus zu beschwören, vor allem in seiner Form.", meinte er. Zwar nickte ich wieder als Antwort, doch fragte mich dabei was er damit eigentlich meinte. Die anderen um mich rundherum begannen zu reden. Chiko und Leon erklärten es den Jüngeren, diese stellten Fragen und sie antworteten, einige probierten es und scheiterten, während Carina ebenfalls das erste mal den Zauberstab schwang. Sie ist Ravenclaw. Sie sollte das doch schaffen. Doch auch sie scheiterte. Ich seufzte, schloss die Augen und blendete alles um mich herum aus. Ich ließ mich von dem guten Gefühl und der Freude leiten, die ich hatte und fühlte, wenn ich mit Namjoon zusammen bin. Wie viel scheiße wir einfach schon zusammen gebaut hatten. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen und leise entfuhr es mir: ~Expecto Patronum~ Ich fühlte die Energie, die von mir in den Zauberstab floss und öffnete die Augen. Ich begann zu Lachen als ein kleiner, leuchtender Wolf durch das Klassenzimmer sprang. Er leuchtete im selben sanften Blau, wie das komische Papier auch. Bei Jungsook blieb er stehen, er musterte sie eine Weile, sah sie mit seinen schönen Augen an und knurrte plötzlich. Erschrocken sah sie zu mir und ich brach den Zauber ab. Alle anderen begannen zu klatschen. Jungsook allerdings musterte mich bloß. Ich hasste das. Schon als ich noch klein war, hat mich jeder immer so angesehen. Immer wieder wurde ich von irgend welchen Menschen dumm angeguckt. Wie ich es hasste. "Gut gemacht, Yoongi! Dann kannst du ja jetzt den anderen helfen.", lächelte mich Leon an. Verwirrt sah ich ihn an. "Was ist mir dir? Müssen wir den Zauber nicht alle machen?", fragte ich und sah ihn misstrauisch an. Chiko begann zu lachen: "Yoongi, wir sollen unsere Patronus hier aufschreiben. Leon und ich kennen sie bereits. Und du kannst jetzt den Wolf aufschreiben, hier.", meinte er und reichte mir das komisch leuchtende Papier. Dort erschien mein Name und ich schrieb Wolf dahinter. Danach verschwand es wieder. "Was sind denn eure Patronus?", fragte Lucy. "Meiner ist der Biber.", lächelte Leon und kniete sich neben sie. "Und meiner ist ein Fuchs.", meinte Chiko. Ich nickte nur. "Hilf Jungsook, sie schwingt ihren Zauberstab zu viel. Zeig ihr bitte wie sie es machen muss. Ich muss es noch mal Hanna erklären.", meinte Chiko und wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Mädchen zu. Bitte was sollte ich? Jungsook helfen? BITTE. NICHT. Sie sah nicht mehr begeistert aus als ich. Aber gut, sind wir halt einmal im Leben nett und machen das, was wir sollen.

    52
    50. Kapitel

    Rachel POV

    Stumm folgte ich den anderen. Wir waren auf dem Weg zum Gewächshaus, unsere 6. Station heute. Ich seufzte. Langsam taten mir die Füße weh von dem ganzen hin und her gelaufe. Plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter. Verwirrt drehte ich mich um und sah in Jake's schöne, blaue Augen. "Rachel... Ich... können wir reden?", fragte er vorsichtig. Ich nickte einfach nur als Antwort und ließ den Kopf sinken. An sich war er mir wichtig, aber auf der anderen Seite, konnte ich ihm nicht in die Augen schauen. Nennt man wohl Ironie des Lebens, was? "Wie geht's dir?", fragte er. "Gut und dir?", war meine knappe Antwort, während ich auf die Treppe, vor mir starrte. "Auch gut. Wie läuft's mit... mit Taehyung?", fragte er weiter. Na toll, wenn ich mit jemanden NICHT über Tae sprechen wollte, dann war das er. "Besser als du dir vorstellen kannst.", meinte ich. Ich wollte nicht, weiter darüber reden. Vor allem nicht mit ihm. "Das freut mich zu hören.", meinte er leise und mehr als verwirrt sah ich zu ihm auf. Er lächelte mich an. Sein Lächeln war schon sü- Nein, Rachel! Du hast Tae und du bist glücklich! "Weißt du, Ray (sein Spitzname für sie), ich möchte, dass das aufhört. Ich will wieder mit dir reden können. Ich möchte, das wir wieder Freunde sind. Auch... auch wenn ich weiß, dass es niemals ich sein werde.", erklärte er mir und wurde zum Ende hin immer leiser. Bitte! Tu mir das nicht an! Natürlich wäre ich gerne mit ihm befreundet. Es ist das, was ich seit unserem Streit wollte, aber... Tae wird das sicher nicht gefallen. Außerdem will ich nicht, dass sich die beiden dann wieder streiten. Ahh! Warum muss Leben nur so kompliziert sein! "Jake... Ich...", setzte ich vorsichtig an. "Ray, ich weiß du liebst Taehyung und ich kann dir das auch nicht übel nehmen, aber bitte, sag nicht wegen ihm, das du mich nicht mehr magst. Weil ich weiß, dass es nicht so ist." Ich schwieg. Wie? Wie um alles in der Welt, sollte ich das wieder hinbekommen?

    Jungkook POV

    Zusammen mit Phoebe lief ich am Rand des Verbotenen Waldes lang. Mary lief vor uns und unterhielt sich mit Jungwoo, während die anderen hinter uns liefen. Levi, der auch in unserem Team war, hatte keine Lust mehr und lief so weit weg wie möglich von uns. Ich musste schmunzeln. "Was glaubst du, was das Rätsel bedeutet?", fragte Phoebe und ich zuckte die Schultern. Ich hatte keine Ahnung. Unsere Aufgabe war einfach nur, etwas am Rand des Verbotenen Waldes zu finden. Was genau dieses Etwas sein sollte, gab uns ein Rätsel vor. Allerdings hatte keiner in unserer Gruppe eine Idee gehabt, also sind wir einfach mal auf "Gut Glück" losgelaufen. "Glaubst du die anderen Teams wussten, was sie suchen müssen?", fragte sie wieder und sah dabei in den Wald. "Ich weiß nicht so recht. Ich meine, dass würde bedeuten das wir dumm sind, aber es gibt noch Tae also denke ich nicht.", lachte ich und überraschender Weise fing sie ebenfalls an zu lachen. "Du magst ihn wirklich, oder?", fragte sie lächelnd. Ich sah zu Boden. "Er ist wie ein zweiter Bruder für mich. Ich bin quasi mit ihm und Jimin aufgewachsen. Ich kann mir ein Leben ohne ihn einfach nicht vorstellen.", meinte ich und sah wieder gerade aus. "Verstehe. Ich weiß, was du meinst. Ich weiß nicht, ob du es wusstest, aber Lisa aus deiner Klassenstufe, in Hufflepuff, ist ja meine große Schwester.", sagte Phoebe. "Die, aus dem Quidditch Team?", fragte ich erstaunt. "Ja, genau die.", lachte sie. "Wow. Dann liegt das bei euch wohl in der Familie.", schmunzelte ich. "Scheint so.", flüsterte sie und kurz herschte Schweigen. "Auf jeden Fall... wir haben uns schon immer verstanden, ich glaube wir haben eine ziemlich außergewöhnliche Bindung zueinander. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch... aber ja.", erzählte sie vorsichtig. Fragend sah ich sie an. Was meinte sie bitte mit "außergewöhnliche Bindung"? Sie fuhr also fort: "Naja, wir können den anderen fühlen." "Wie jetzt?", fragte ich verwirrt. Was fühlen? Wie fühlen? Hä? "Naja, ich merke zum Beispiel, wenn es ihr schlecht geht. Wir sind zwar keine Zwillinge, aber wenn sie krank ist, bin ich auch krank oder letztens, wo ihr Freund Schluss gemacht hatte, hab ich ihren Schmerz im Herzen gefühlt. Als ich mir den Arm beim Quidditch letztens gebrochen hab, weil der Klatscher dagegen geflogen ist, konnte sie ihren Arm nicht bewegen, obwohl es ihr eigentlich gut ging. Weißt du, was ich meine?" Ich starrte sie an. Wie um alles in der Welt war so etwas möglich? Ich hatte noch nie so etwas gehört. Ob ich auch so eine Bindung zu Jimin habe? Oder zu Jungsook? Nein Jungsook und ich sind ja ni- "Hallooo? Erde an Jungkook? Bist du noch da? Hallooo?", fragte Phoebe lachend und wedelte mit ihrer Hand vor meinem Gesicht herum. Ich schüttelte mich kurz. "Sorry, war in Gedanken.", entschuldigte ich mich mit einem Lächeln. "Alles gut.", lächelte sie ebenfalls. "Und... du fühlst das wirklich?", fragte ich noch mal und sie nickte. "Sag mal, hast du eigentlich einen Spitznamen?", fragte sie plötzlich. "Ja, Kookie, JK,...", antwortete ich verwirrt. "Naja, wie sind doch Freunde oder nicht? Da gibt man sich doch Spitznamen.", lachte sie und ich begann zu lächeln. "Weißt du was, ich nenne dich Bunny.", meinte sie. "Wieso das denn?" "Weil du Hasenzähne hast. Das ist so süß, wenn du lächelst.", lachte sie und ich grinste noch mehr. "Na gut, dann brauchst du aber auch einen.", meinte ich grinsend. "Hmmm, ich hab aber gar keine.", überlegte sie. "Wie war noch gleich dein Nachname?", fragte ich und dachte nach, was man wohl aus ihrem Namen machen könnte. "Young." Ich überlegte, doch fiel mir einfach nichts ein. "Nagut, mir fällt nichts ein, also nenne ich dich einfach Mimi." Verwirrt sah Phoebe mich an. "Also ich hätte vielleicht mit Phoe oder so gerechnet, aber... Mimi? Dein Ernst?", sie war nicht überzeugt. Ich begann zu schmunzeln. "Aber mir gefällt es."

    Taehyung POV

    "Jetzt kommt schon! Wir haben es gleich geschafft!", lachte Hobi und lief die letzten Stufen zum Astronomieturm hinauf. Erschöpft folgte ich ihm, während mir die letzten zwei folgten. Diese letzten zwei waren übrigens Isabella und Edmund. Ich seufzte und brachte die letzten Stufen hinter mich. Die meisten sahen sich schon die Aufgabe an, während die kleine Luna am Geländer stand und den Fluss beobachtete, sowie die Vögel die durch die Luft kreisten. Ich begann zu lächeln und stellte mich neben sie. "Es ist so schön hier oben.", flüsterte sie. Die Kleine ist Ravenclaw und erst seit diesem Jahr in Hogwarts. "Du klingst ja schon wie Namjoon.", schmunzelte ich, ohne zu realisieren, was es überhaupt war. "Wer?", fragte sie. "Was wer?", fragte ich verwirrt. "Na dieser Namjoon.", fragte sie erneut. "Namjoon? Wie kommst du jetzt darauf?", fragte ich immer noch verwirrt. "Du hast doch eben seinen Namen gesagt!", lachte sie. Ich kratzte mir am Kopf, während ich mich versuchte daran zu erinnern. Hatte ich das eben wirklich gesagt? Schmunzelnd ging die Kleine zu den anderen, doch blieb mein Blick am Wasser hängen und ich verlor mich in meinen Gedanken.
    Ich erwachte erst wieder aus meiner Starre, als Hobi mit seiner Hand, wie wild vor meinem Gesicht herum fuchtelte. "Äh Was?", fragte ich peinlich berührt. "Ich hab dich gefragt, ob du dieses Sternzeichen kennst.", meinte er. "Hmm ich würde sagen... Ah, ja! Das ist Gemini, auch bekannt als Zwillinge.", lächelte ich. "Ich wusste, dass du das weißt.", lachte Hobi und ging zu den anderen zurück. Es gab mal eine Zeit, wo ich mich sehr für Sternzeichen interessiert hatte, Hobi ist einer der wenigen Menschen, die davon wissen. Ich fand es interessant, wie man sie am Himmel findet, was ihnen für Eigenschaften oder welches Element oder welcher Planet ihnen zugeteilt wird. Ich zum Beispiel bin Capricornus, oder besser bekannt als Steinbock. Der Steinbock ist angeblich ziemlich ausdauernd, diszipliniert, ehrgeizig, ernst, geduldig, hartnäckig, ideenreich, klug, konzentriert, ordentlich, pflichtbewusst, realistisch, sachlich, selbstkritisch, strategisch, treu, verantwortungsbewusst, vernünftig und vorsichtig. Ob das da bei mir allerdings so stimmt,... Zu den Schwächen sollen Eigenschaften wie pessimistisch und unnahbar gehören... sicher das ich Steinbock bin? Naja gut manches passt eben doch. Mein Element ist laut dem Sternzeichen Erde und mir wurde der Saturn zugeteilt. Meine Schwester hat ein interessanteres Sternzeichen. Leo, den Löwen. Ihr Planet ist die Sonne und ihr Element das Feuer! Begeisterungsfähig, beschützend, charmant, energisch, entschlossen, führungsstark, gerecht, grossmütig, herzlich, kraftvoll, kreativ, lebensfreudig, leidenschaftlich, liebenswürdig, mutig, natürlich, offen, optimistisch, risikofreudig, selbstbewusst, stolz und willensstark sind einige Eigenschaften, die dem Löwen zugeordnet werden aber auch Arroganz, eigensinnig, gefallsüchtig, stur und unberechenbar sein. Ich glaube, bei uns beiden ist irgendwas falsch gelaufen. Ich schmunzelte. Meine kleine Su.

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    51. Kapitel

    Jimin POV

    Völlig fertig fiel ich in mein Bett. Jungkook und die anderen sind beim Abendbrot. Wenn ich noch genug Kraft hätte, um mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, würde ich ja auch dort sein und meine süße Suna in den Arm nehmen, aber nein. Nicht mal mehr einen Zentimeter wollte ich mich mehr bewegen. Ich seufzte in mein Kissen, als plötzlich mein Handy aufploppte und mir eine Nachricht meiner Freundin anzeigte.
    'Schlaf gut, du faule Socke 😂😘❤'
    Ich schmunzelte und schrieb schnell zurück. Anschließend legte ich mein Handy in die Schublade des Nachtschrankes und drehte mich in meinem Bett. Ich betrachtete das Holz über mir und dachte daran, wie ich Su das erste mal gesehen und der Unterschied dazu wie ich mich in sie verliebt hatte. Sie verdient die Welt. Sie ist einfach der liebste und bezaubernde Mensch auf Erden. Lilli war auch in meinem heutigen Team gewesen. Wir haben über Su geredet... und zwar eine ganze Menge. Zumindest so lange bis uns der kleine Shawn unterbrochen hatte, weil er meinte wir müssten auch zuhören. Ich musste heute echt staunen. Er war der erste, der den Patronus Zauber hinbekommen hatte und das obwohl er einer der Jüngsten war. Um genau zu sein, ist er genauso alt wie Lilli und Suna. Ich schmunzelte. Egal über was ich nachdachte, am Ende kam ich immer wieder bei ihr an. Ich erschrak, als es plötzlich donnerte und es mit einem Mal anfing zu regnen. Mein Lächeln verschwand. Was, wenn das nicht für immer so bleibt? Ich liebe sie doch...
    Am nächsten Morgen streckte ich mich ausgiebig. Ein großes Gähnen ließ ich dabei nicht aus. Heute standen die Auswertungen an. Jungkook kam aus dem Badezimmer. "Auch schon wach, du Schlafmütze?", schmunzelte er und zog sich seinen Pullover über. Joel und Lukas schliefen noch. "Wieso bist du schon wach?", fragte ich verschlafen und sah auf die Uhr. Punkt 8. "Ich wollte mit Phoebe noch mal nach draußen vor der Auswertung.", meinte er abwertend. "Phoebe? Die kleine aus dem Quidditch Team?", fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. Jungkook nickte nur, schnappte sich seinen Beutel und verschwand. OKAY, WAS IST DA LOS?

    Phoebe POV

    Ich saß am See und betrachtete, wie langsam die Sonne aufging. Es war kalt und man konnte sogar meinen Atem erkennen, aber das störte mich nicht. Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir und ich drehte mich erfreut um. "Das hat aber gedauert.", lachte ich und Jungkook setzte sich neben mich. "Tut mir leid, dass du warten musstest.", entschuldigte er sich mit einem süßen Lächeln, so das ich ihm spielerisch gegen die Schulter stieß und wir begannen zu lachen. Als wir uns wieder einbekommen hatten, schwiegen wir. Es war ungewohnt. Noch nie hatte ich mich einem Jungen so gegenüber geöffnet wie ihm. Ich hatte immer das Gefühl, sie verstehen einen nicht, aber Jungkook war anders. Dachte ich zumindest. "Glaubst du, wir bekommen wirklich Noten für einige dieser Aufgaben?", fragte er. Ich zuckte die Schultern: "Vermutlich" "Welche Aufgabe hat dir am besten Gefallen?", fragte er weiter und grinste mich dabei an. "Die mit dem Quidditch.", lächelte ich und sah auf das feuchte Gras, wo an einigen Stellen noch ein wenig Frost vom Morgen zu sehen war. "Du warst Spitze.", meinte er plötzlich. "Aber auch nur, weil du mir so geholfen hast.", lachte ich zurück. "Die anderen haben dir genauso gesagt, was du tun musst.", meinte er schüchtern und sah wieder auf den See. Ich sah ihn einfach nur an und dachte dabei daran, wie er mir die Augenbinde umgebunden hatte. Er war ganz vorsichtig und hat ständig gefragt, ob er mir irgendwie an den Haaren zieht oder so... Ich schmunzelte er war schon süß.

    Namjoon POV

    Ich stand im Jungsklo, unzwar direkt vor dem Spiegel. Die Auswertungen waren inzwischen vorbei. Ich betrachtete die noch immer lilanen Haare und den inzwischen um 2 Zentimeter rausgewachsenen Ansatz. Verzweifelt griff ich mir an den Kopf und striff durch meine Haare. Konnte das wahr sein? Überhaupt möglich? Vor wenigen Minuten kam ein Brief für mich. Er war von meinem Vater. Darin stand das meine Mutter vergiftet wurde, sie aber überleben würde und ich mir deshalb keine Sorgen machen müsste. Er hätte mir etwas viel, viel wichtigeres mitzuteilen. "Sie sind zurück", hatte er geschrieben. Ich hatte keine Ahnung, was genau er mir damit sagen wollte und wer genau "Sie" sind, aber können wir bitte darüber reden, das meine MUM VERGIFTET WURDE! Wer auch immer das war, wird dafür büßen! Nur schade, das es jeder sein könnte. Meine Eltern arbeiten schließlich beide im Ministerium und sind dort auch ziemlich hohe Tiere und angesehene Leute. Es gibt genug Leute die sie hassen. Alleine die Hälfte der Muggle-Abteilung kann meine Eltern von Grund aus nicht ausstehen. Gott sei Dank sind bald Ferien und ich kann sehen, wie es meinen Eltern beziehungsweise meiner Mutter geht. Auch, wenn mir meine Eltern manchmal echt auf den Geist gehen und sie sich bei mir doch so verhasst haben... Sie sind dennoch meine Eltern. Manchmal wünschte ich, ich wäre so gleichgültig wie Yoongi. Dann wären mir meine Eltern egal und mein Leben bestimmt um einiges leichter. Doch auch Yoongi weiß, das dies nicht immer die richtige Entscheidung ist und auch er sorgt sich irgendwo um seine Eltern. Alleine das er die Entscheidung getroffen hat, sich in der ersten Ferienwoche mit seiner Mutter zu treffen, zeigt das es ihm doch nicht so egal ist, wie er es gerne hätte. Er will damit abschließen hatte er gesagt und seiner Mutter ein neues, aufrichtiges Leben gönnen, auch wenn das für ihn bedeutet sie für immer aus seinem Leben zu streichen. Er will sie nicht länger traurig sehen. Es bricht mir schon fast das Herz, wenn ich mir Yoongis Familiensituation so ansehe. Yoongi ist so ein toller Mensch... er hat das wirklich nicht verdient.

    Suna POV

    -Zeitsprung: letzter Schultag-

    Schnell stopfte ich die restlichen Sachen in meinen Koffer und schmiss mich anschließend darauf, um ihn zu zu bekommen. "Du bist aber aufgeregt.", lächelte Lilli und kämmte erneut ihre Haare durch. "Bin ich gar nicht! Ich hab nur noch was für Jimin. Ich bin sooo gespannt wie er darauf reagieren wird!", quiekte ich erfreut, so das sich Yuna beschwerte, dass ich doch gefälligst leiser sein soll. Doch meine gute Laune ließ sich davon nicht vertreiben. Ich schnappte mir also meinen Koffer, das Geschenk und all' die anderen Sachen und ging anschließend voll bepackt nach unten. "Suna warte! Du fällst noch! Lass mich dir doch was abnehmen!", rief Lilli mir hinterher, doch war ich schon fast unten angekommen. Nur über die letzte Stufe stolperte ich und viel auf meinen Koffer. Es rumpelte ganz schön, weshalb Lilli mich von oben besorgt ansah. "Geht es dir gut? Ich hab doch gesagt du sollst warten!", meinte sie besorgt und stolperte schnell die Treppe hinunter um mir auszuhelfen. "Alles gut, ist nichts passiert.", lächelte ich sie munter an und Lillie seufzte nur: "Soll dich mal einer verstehen." Ich lächelte, zog sie, für eine Umarmung, einmal schnell an mich und rannte dann mit Jimin's Geschenk aus dem Gemeinschaftsraum. Jimin wartete schon am Eingang der Bibliothek auf mich. Aufgeregt sprang ich ihm in die Arme und drückte ihn einen schnellen Kuss auf die Lippen. Er begann zu lachen. "Du hast heute, aber viel Energie." Ich begann ebenfalls zu lachen und schliff ihn mit mir mit, in den Raum der Wünsche. Etwas überrumpelt stolperte er mir hinterher, bis wir schließlich zum stehen kamen. Er sah sich im Raum der Wünsche um und sah mich dann fragend an: "Was wollen wir hier?" Ich begann zu grinsen und hielt ihm das kleine Geschenk unter die Nase. Mit großen Augen sah er mich an. "Oh Suna, aber ich habe doch gar nichts für dich!", meinte er mit traurigen Augen. "Du bist hier, das ist Geschenk genug.", flüsterte ich. Er drückte mich an sich, so das ich klar und deutlich seinen Herzschlag hören konnte. "Ich liebe dich, Su.", flüsterte er und drückte mir anschließend noch einen innigen Kuss auf die Lippen. Als er von mir abließ, betrachtete er das kleine Packet. "Na, mach es schon auf!", drängelte ich. Langsam entfernte er das Papier und zum Vorschein kam der vergoldete Bilderrahmen mit unserem Bild darin. "Das... ist wunderschön.", wisperte er und... sah ich da etwa Tränen in seinen Augen? Auf dem Bild hielten wir Händchen und er küsste mich. Es war vor dem See. Taehyung und Rachel hatten es gemacht. "Weinst du etwa?", fragte ich, doch schüttelte er nur den Kopf und wischte sich die eine Träne weg, die doch noch sein Auge verlassen hatte. "Was war das dann eben?", fragte ich und deutete auf seine noch feuchte Wange. Er schmunzelte. "Für was um alles in der Welt habe ich dich nur verdient."

    Heyyy, i know das Kapitel ist ziemlich langweilig und es passiert irgendwie gar nichts, aber im nächsten Kapitel geht es dann wieder richtig los.

    Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr seid gesund und munter. 😊
    Remind: ur nice, keep going 💜

    LG eure Lea♡

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    52. Kapitel

    Neues Schuljahr - 1. Schultag

    Namjoon POV

    Schweigend stieg ich mit Yoongi in den Zug. Wir beide hatten nicht viel zu erzählen und Isabella haben wir am Bahnsteig irgendwie verloren. Wir setzten uns in ein noch leeres Abteil und ich starrte aus dem Fenster. Zu komisch war doch, was mir letztens alles wieder fahren ist. Ich verstand es einfach nicht...
    ~flashback~
    Das erste mal in meinem Leben rannte ich nach Hause. Mein Vater hatte natürlich wieder mal jemanden geschickt, um mich vom Bahnhof abzuholen. Schnell öffnete ich die Tür und schmiss meine Sachen zur Seite, dann rannte ich erst mal durch das halbe Anwesen um zum Zimmer meiner Eltern zu gelangen, wo meine Mutter lag. Meinen Vater ignorierte ich, also falls er mich mitbekommen hatte und irgendwo rumstand. Ich blieb vor dem Zimmer stehen, atmete einmal tief durch und drückte dann die Klinke nach unten. Meine Mutter war nicht alleine in dem Zimmer, so wie ich es erwartet hatte, sondern- wer waren das? Auroren? Ich wusste es nicht. Schüchtern begrüßte ich sie und lief dann zum Bett meiner Mutter. Die Leute verließen das Zimmer. "Namjoon...", krächzte sie leise und ich legte ihr den Finger auf die Lippen, um ihr anzudeuten, das sie nichts zu erklären hatte. Obwohl ich gerade, gerne so einiges Wissen wollte. Sie lächelte und versuchte sich weiter aufzurichten und seufzte anschließend. "Was willst du wissen, Namjoon?", fragte sie mit ihrer brüchigen Stimme. "Was ist passiert und wer waren diese Leute?", fragte ich ohne weiter darüber nachzudenken. "Das wirst du noch zeitig genug erfahren.", meinte sie und starrte dabei auf die Decke. Überrascht sah ich sie an. Meine Mutter war zwar schon immer verschlossen... aber das war selbst für sie neu. Sie seufzte. "Du solltest zu deinem Vater gehen.", begann sie. Wie in Trance nickte ich. Wollte mir denn wirklich keiner sagen, was hier los war? War die Gesundheit meiner Mutter wirklich so unwichtig? Ich stand auf und meine Mutter griff nach meiner Hand. Ich drehte mich erneut zu ihr. "Bitte zieh dir vorher etwas ordentliches an.", krächzte sie wieder. "Haben wir etwa Besuch?", fragte ich schlicht. Wäre schließlich nichts neues. Sie nickte nur. "Und bitte färbe nie wieder deine Haare. Dein Vater hat bereits einen Termin gemacht, um das Lila wegzuschneiden.", sagte sie. Geschockt sah ich sie an. Das waren gerade mal 3 Zentimeter, was von meinem Haar übrig bleiben würde! Außerdem sind es doch meine Haare! Ich kann tun und lassen was ich will! Dennoch nickte ich nur und verließ den Raum. Ich ging in mein Zimmer, wo der Hauself bereits mein Gepäck abgeladen hatte. Ich seufzte und ging zu meinem Kleiderschrank. Ich wusste genau, was sie mit ordentlich meinte. Also kramte ich mir meinen Anzug hervor und zog ihn an. Meine Haare kämmte ich durch und Strich sie dann nur so zur Seite, das ich etwas sehen konnte. Ich seufzte, steckte meinen Zauberstab in den Ärmel und ging anschließend, nach unten in den großen Saal. Dort angekommen blieb ich wie angewurzelt stehen, als dort 5 Leute vor mir standen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Normalerweise waren es immer Kollegen, die zu Besuch waren oder gelegentlich auch Kunden, nur sahen diese Leute nicht so aus. 3 davon, waren vorhin im Zimmer meiner Mutter gewesen, das erkannte ich sofort. Mein Vater rief mich mit einer Handbewegung zu sich. Er verbeugte sich vor den anderen, bevor er zu sprechen begann: "Das, meine Verehrten, ist mein Sohn Namjoon. Er geht zur Zeit auf die Schule Hogwarts für Hexerei und Zauberei. Er ist 15 Jahre alt." Es waren ein Mann und eine Frau, die er ansprach und ich konnte einfach nicht anders, als die beiden anzustarren. Ich meine.... MEIN Vater hat sich eben vor ihnen VERBEUGT. Mein VATER. Die Frau musterte mich, während der Mann auf mich zukam. Er reichte mir die Hand. Ehrfürchtig griff ich zu, dann begann er zu reden: "Guten Tag Namjoon, mein Name ist Dolan."
    ~


    Jungsook POV

    Glücklich lief ich mit Suna und Meggie Richtung Hogwarts. Es ist einfach schon eine Ewigkeit her, hier gewesen zu sein. So fühlt es sich zumindest an. Als wir unsere Koffer abgegeben haben, liefen wir zur Großen Halle. Zu unserem Erstaunen waren nur wenige Schüler da. "Wo sind denn alle?", fragte Suna etwas verwirrt. Plötzlich schrie sie auf. Jimin hatte sie erschreckt. Er umarmte sie von hinten und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Genervt verdrehte ich die Augen. "Kommt mit raus! Die Lehrer meinten, wir bekommen Besuch!", rief er aufgeregt, bevor er auch schon Sunas Hand gegriffen hatte und los rannte. Schnell liefen Meggie und ich hinterher. Er schien recht zu haben, fast alle Schüler tummelten sich hier auf dem Schulhof. Taehyung, Jin und Hobi standen an einem der Bögen, wo man auf's Wasser sehen konnte. Einer nach dem anderen begrüssten wir, bis Jungkook und Rachel auf uns zu kamen. "Na, auch schon hier.", war Kookies Begrüßung. Bei dem Grinsen, das er dabei im Gesicht hatte, hätte ich ihn am liebsten Geschlagen. Geschwisterliebe und so, das ist also erlaubt. Auf einmal rief Taehyung: "Seht mal da!" Und zeigte auf das Wasser. Dort kam ein riesiges Schiff zum Vorschein. Ist das etwa gerade aus dem Wasser gekommen? Holy shit. Wie soll man da unten bitte atmen? "Da oben!", rief auf einmal Rachel und zeigte in den Himmel, wo eine Pferdekutsche auf uns zugeflogen kam. Die Rasse war also dem zu Folge auch Pegasus. So viele Pferde mit Flügeln gibt es schließlich nicht. "Oh mein Gott! Was hat das alles zu bedeuten?", fragte Su aufgeregt. "Lasst es uns rausfinden, denn Mr. Filch drängelt gerade alle Schüler wieder in die Große Halle.", meinte Jin und zeigte auf den Squib, welcher einen Schüler nach dem anderen nach drinnen schickte. Also folgten wir den anderen. Als wir alle in der Großen Halle saßen und es langsam ruhig wurde, erhob sich die Schulleiterin und begann zu sprechen: "Willkommen zurück, liebe Schüler..."

    Nachdem die neuen Erstklässler vom Sprechenden Hut verteilt wurden. Stellte sie sich erneut an das Rednerpult. Wie mir auffiel waren da zwei Auroren, die hinter den Lehrern standen. "Für dieses Jahr, wurde Hogwarts wieder, für etwas ganz besonderes Auserwählt. Hogwarts wird dieses Jahr erneut Schauplatz für das Trimagische Turnier. Und dafür begrüßen wir nun, die fleißigen Schülerinnen von Beauxbatons!" Die Tür der Großen Halle, die bis eben noch verschlossen war, öffnete sich und 11 Mädchen kamen herein. Sie trugen blaue Schuluniformen, die aus einem Rock, einer Bluse, einer Kravatte, sowie einem dünnen Jäckchen bestand. Also falls man das so nennen könnte. Sie führten eine Art Tanz auf und am Ende lief eine -ach du schieße ist die groß- eine ziemlich große Frau. Sie folgte ihnen und begrüßte dann freundschaftlich unsere Schulleiterin McGonagall. "Das ist die Schulleiterin von den reizenden Beaubatons, Madame Maxime.", erklärte McGonagall und zeigte dabei auf diese riesige Frau. "Die würde doch super zu Hagrid passen oder nicht?", flüsterte Jordan, der neben mir saß und begann zu kichern. "Des weiteren wollen wir natürlich unsere Gäste aus dem Norden begrüßen. Herzlich Willkommen Durmstrang und Igor Karkaroff!", fuhr unsere Schulleiterin fort und dir Tür öffnete sich erneut. Dieses mal waren es 11 Jungs und auch sie lieferten ihre Show. Als die fremden Schüler Platz genommen hatten, kehrte langsam wieder Ruhe ein. Die meisten waren wild am diskutieren und staunen gewesen. "Es freut mich wirklich, das Hogwarts erneut zum Schauplatz erwählt wurde. Beim Trimagischen Turnier werden aus jeder Schule ein Schüler vom Feuerkelch auserwählt, um drei Aufgaben zu lösen. Diese Aufgaben, wie die meisten vermutlich von euch wissen, sind meist sehr gefährlich, dennoch ist es eine große Ehre antreten zu dürfen. Wer das Spiel gewinnt, dem gelobt ewiger Ruhm.", erzählte sie weiter. Die Schüler wurden wieder laut. Diskutierten darüber, ob sie daran teilnehmen wollen oder nicht. Mit einer Bewegung jedoch, brachte McGonagall alle zum Schweigen. "Dadurch, das allerdings ein Risiko des Überlebens bei diesen Wettkämpfen besteht, wurde vor einiger Zeit beschlossen, das kein Schüler, unter dem Alter von 17 Jahren, an dem Wettkampf teilnehmen darf." Nach diesen Worten empörten sich die Schüler. War ja klar. Wer wollte denn nicht ewigen Ruhm? Und erneut brachte sie uns zum Schweigen und ein großes.. keine Ahnung etwas wurde hervor gefahren. Erwartungsvoll sahen wir auf. Die Auroren standen daneben. McGonagall zog das Tuch von dem Etwas herunter und hervor kam... "Darf ich vorstellen, der Feuerkelch!" Ein staunen ging bei dem Anblick der blauen Flamen durch die Reihen. "Wer an dem Turnier teilnehmen will, soll bis in zwei Wochen einen Zettel mit seinem Namen darauf in die Flame des Kelches werfen... Damit hat das Trimagische Turnier begonnen!"

    55
    53. Kapitel

    Inzwischen ging mir die Aufregung etwas auf die Nerven. Es ist bereits zwei Tage her, dass das Turnier angekündigt wurde. Und trotzdem waren alle komplett aus dem Häuschen. Su, Meggie, Lilli und ich saßen zusammen in der Großen Halle und redeten gerade über die Kurse, die wir wählen könnten. "Also ich denke Alte Runen könnte sehr interessant sein.", meinte Lilli. Meggie schüttelte den Kopf: "Bloß nicht! Vielleicht Mugglekunde oder so, aber doch nicht Alte Runen." "Wieso nicht? Du zeichnest doch so gerne. Das könnte dir vielleicht helfen.", erwiderte Lilli daraufhin nur. "Also ich denke, ich werde Pflege magischer Geschöpfe wählen.", überlegte Suna und überflog erneut den Zettel. "Ja oder Arithmantik.", fügte ich hinzu. "Ich hab mit Zahlen nichts am Hut, das kann mir schön fern bleiben.", schnaufte Meggie und Lilli nickte nur. "Hey Jungsook, kommst du mit in Arithmantik? Ich brauch dort wenigstens eine kompetente Seele.", begrüßte mich Tom und setzte sich neben mich und Suna. "Hey Tom, ich freu mich auch dich zu sehen.", lachte ich als Antwort. "Warte... willst du mir damit sagen, das wir anderen etwa dumm sind?", fragte Meggie plötzlich. Tom zuckte die Schultern: "Möglicherweise.", lächelte er. Es freute mich, seit dem seine Eltern sich wieder vertragen, ist er viel fröhlicher und um einiges angenehmer UND er verkriecht sich nicht mehr so viel hinter seinem Wissen und seinen Büchern. "Das werd' ich dir übel nehmen!", meinte Meggie und zeigte dabei mit dem Finger auf ihn. Es sah lustig aus, wie sie versuchte ernst zu bleiben und dann, aber doch mit uns zu lachen begann.

    Isabella POV

    "Namjoon verhält sich komisch.", meinte ich. "Ja, ich weiß, aber er will mir einfach nicht sagen, was passiert ist.", seufzte Yoongi und kickte einen Stein weg. Wir liefen zurück ins Schloss und machten uns auf den Weg in die Bibliothek. "Glaubst du, es ist irgend etwas schlimmes passiert? Ich meine seine Eltern sind ziemlich einflussreiche Menschen. Sie könnten ihn zu allem zwingen.", überlegte ich und begann langsam mir Sorgen zu machen. Es war neu für mich Freunde zu haben und um so mehr ich darüber nachdachte, was mit Namjoon sein könnte um so schlimmer wurden die Bilder in meinem Kopf. "Ich weiß nicht... Namjoon würde sich wehren... da bin ich mir sicher.", meinte Yoongi. Allerdings klang es mehr so, als versuche er sich selbst davon zu überzeugen, als mich. Plötzlich schoss mir ein Bild in den Kopf. "Glaubst du, er will an dem Turnier teilnehmen?", fragte ich panisch und rutsche aus Reflex näher zu ihm, als hätte ich mich vor irgend etwas erschreckt. Unsicher sah ich Yoongi an, der mich wiederum überrascht ansah und mich sanft von sich weg schob und weiter lief. "Nein. Ich glaube kaum, dass Namjoon überhaupt Interesse an dem Turnier hat. Ich meine, wer ist denn so dumm und setzt für so ein Dreck sein Leben auf's Spiel?", meinte Yoongi und ich folgte ihm wieder. "Aber du musst doch sonst noch Vermutungen haben, was passiert sein könnte.", meinte ich, inzwischen total fertig von den ganzen Sorgen. Yoongi antwortete nicht und öffnete stattdessen die Tür zur Bibliothek. Zu meinem Erstaunen saßen hier einige Beauxbatons. Ich verzog mich ein Stück weiter in meinen Schal, in der Hoffnung, sie würden mich nicht wieder erkennen. Wir setzten uns an einen Tisch etwas abseits. "Er hat mir vor den Ferien erzählt, das..." "Das was? Yoongi nun rede doch endlich mal mit mir! Ich bin es satt, dass ihr mich ständig ausschließt.", meinte ich enttäuscht, überschlug die Arme und ließ mich tiefer in den Sitz fallen. "Das solltest du ihn glaube ich, selbst fragen.", seufzte er und ich gab auf. Ich habe schon so oft versucht Yoongi in irgendwas umzustimmen... das funktioniert einfach nie. NIE. Ich seufzte ebenfalls. "Wie lief eigentlich dein Treffen mit deiner Mutter?", fragte ich dann, in der Hoffnung, das er wenigstens dieses mal mit mir reden würde. Kurz schmunzelte er, allerdings wich dieses dann einem traurigen Lächeln. "Ihr geht es gut und ihr Freund ist wirklich nett, aber.. Sie hat jetzt ein neues Leben. Ein wirklich schönes, welches sie mit viel Mühe aufgebaut hat... Das werde ich ihr nicht kaputt machen.", erzählte er. "Was meinst du mit kaputt machen?", fragte ich etwas verwirrt. "Sie ist glücklich und das hat sie auch verdient. Genauso wie eine zweite Chance, das Richtige zu tun und ich werde ihr dabei sicherlich nicht im Weg stehen.", erklärte er es erneut. "Du meinst, du willst sie vergessen?", fragte ich traurig. "Nein, sie ist meine Mutter. Ich kann sie nicht vergessen, aber ich werde sie trotzdem nie wieder sehen. Ich habe mit Seonghwa, ihrem Freund, geredet und es ihm erklärt. Er wollte das zwar nicht, aber er ist meinem Wunsch nachgekommen." "Was für einem Wunsch?", fragte ich vorsichtig. Kurz wollte er antworten, er öffnete den Mund, doch er schloss ihn sofort wieder, ohne, dass auch nur ein Ton hinaus kam. "Ist nicht so wichtig.", winkte er ab und sah aus dem Fenster. "Und der Kleine?", fragte ich. "Er ist wirklich süß, aber... Es tut mir weh, ihn so glücklich zu sehen, ich wünschte, ich wäre an seiner Stelle..."

    Yoongi POV

    -Zeitsprung-

    Wach lag ich in meinem Bett, drehte mich ständig hin und her, sah zu Namjoon und blickte wieder an die Decke. Ich seufzte. Namjoon verhielt sich so merkwürdig! Und ich konnte es mir einfach nicht erklären! Das macht noch mehr fertig! Ich drehte mich auf den Bauch und betrachtete die Sterne durch's Fenster. Erneut ging mir das Gespräch mit Isabella durch den Kopf. Ich wollte einfach nicht mehr über meine Familie reden. Es macht mich einfach fertig. Mein Vater kümmert sich doch eh nur einen Scheißdreck um mich und meiner Mutter wollte ich eine Chance geben, glücklich zu sein. Das musste nun nicht jeder wissen. Auch nicht Isabella. Namjoon konnte froh sein, das ich es ihm überhaupt erzählt hatte. Sobald ich wieder zu Hause angekommen war, hatte ich ihm geschrieben, was alles passiert war, als ich sie besucht hatte. Mein Vater war da Gott sei Dank auf Dienstreise. Ich seufzte. Ich sollte schlafen und mir keinen Kopf über meine verdammte Familie machen. Also legte ich mich gemütlich hin und schloss die Augen... in der Hoffnung bald schlafen zu können...
    ~flashback~
    "Yoongi! Ich bin ja so glücklich dich zu sehen!", begrüßte mich meine Mutter und drückte mich sogleich fest an sich. Sie sah gut aus. Sie war eindeutig nicht mehr untergewichtig. Ihre Haare hatten wieder Volumen und sie sah wirklich gesund aus. Ich lächelte nur und schon sprach sie weiter. "Komm, ich muss dir Seonghwa vorstellen.", meinte sie aufgeregt ich folgte ihr stumm.
    Nachdem sie uns alle bekannt gemacht hat gingen wir an den Strand. Der kleine, gerade mal zweijährige Hongjoong lief an meiner Hand. Als wir eine Weile auf der Picknickdecke gesessen hatten, zeigte der Kleine auf's Meer. Er wollte ans Wasser. Da seine Eltern in ein Gespräch vertieft waren, entschied ich mich, mit ihm etwas näher ran zu gehen. Aufgeregt hüpfte er an meiner Hand auf und ab und als er mit seiner Hand das Wasser berührte, begann er fürchterlich zu Lachen. Ich schmunzelte der Kleine war schon süß. "Ich möchte eine Sandburg bauen!", lachte er und ich setzte ihn etwas abseits des Wasser hin. "Aber nur, wenn du nicht zu nah an das Wasser gehst, eine Welle könnte dich sonst in den weiten Ozean tragen.", meinte ich und zeigte dabei auf den Horizont. Ehrfürchtig und mit großen Augen, nickte er. Meine Mutter hatte recht. Für sein Alter war er schon relativ groß und sprach auch sehr viel. Er merkte sich Wörter nachdem er sie nur ein mal gehört hat und konnte sie bereits anwenden. Ich wette er wäre ein Ravenclaw. Ich schmunzelte und holte meinen Zauberstab hervor. "Wie soll denn dein Schloss aussehen?", lächelte ich. "Oh, ganz groß mit drei- Nein, vier Türmen und auf dem Wappen soll ein schönes Einhorn zu sehen sein! Einen großen Torbogen soll es haben... und eine Brücke!", erzählte der Kleine ganz aufgeregt, während ich meinen Zauberstab schwang. Freudig grub der Kleine mit seinen kleinen Händen einen Flusslauf und kam dabei dem Meer immer näher. Rechtzeitig fing ich ihn ab und setzte ihn wieder auf seinen Platz. Mahnend sah ich ihn an und vollendete dann sein Werk. Seine Augen fingen regelrecht zu leuchten an, als er die Burg so sah. "Noch ein Dorf! Wir müssen noch ein Dorf dazu bauen!", lachte er, doch schüttelte ich nur den Kopf und gähnte. "Dafür bin ich zu müde. Das war erst einmal genug Zauber für dich.", sagte ich und blickte auf's Meer. Der Kleine schmollte kurz, doch folgte dann meinem Blick auf den Horizont. Ich schloss die Augen und genoss die sanfte Briese, die meine bunten Haare leicht zurück wehte. "Ich bin froh, das du mein Bruder bist, Yoongi.", meinte Hongjoong plötzlich. Setzte sich neben mich und lehnte dann seinen Kopf an meine Brust.

    ~

    56
    54. Kapitel

    Suna POV

    Die zwei Wochen vergingen wie im Flug. Wir lernten etwas über Beauxbatons und Durmstrang und vor allem schlossen wir neue Freundschaften. Viele versuchten mit irgendwelchen Täuschungszaubern ihren Namen in den Kelch zu schmuggeln, während Jungsook und ich daneben saßen und uns schlapp lachten. Selbst die Slytherin Zwillinge Levi und Liam haben es versucht. Jimin hat auch beängstigend viel über das Turnier geredet, so viel, dass ich dachte, er wöllte auch daran teilnehmen. Isabella, Yoongi und Namjoon sah man im letzter Zeit eher selten. Vor allem Namjoon, laut Tae und den anderen war er auch im Unterricht sehr abwesend oder manchmal sogar gar nicht erst anwesend und dass, obwohl er ein Musterschüler sein könnte, wenn man sich nur seine Noten ansieht. Dafür gab es, aber auch noch ein neues Gerücht an der Schule: Isabella und Yoongi. Viele vermuten das Namjoon sich deshalb nicht mehr blicken lässt, weil Yoongi ja dadurch keine Zeit mehr für ihn hätte, aber naja so ganz glaub ich noch nicht dran. Immerhin hat sie noch keiner knutschen gesehen oder so. Jetzt war es auf jeden Fall soweit, dass wir alle versammelt in der Großen Halle saßen, der Feuerkelch stand anstelle des Rednerpults von McGonagall und alle schwiegen um das Ergebnis erfahren zu können. Gebannt starten wir also in Richtung der Lehrer. Und plötzlich! Da war der erste Zettel! Unsere Schulleiterin fing ihn gekonnt auf und öffnete ihn. Es war ein Zettel mit leicht bläulichem Schimmer also vermutete ich mal, das es ein Zettel der Mädchenschule ist. "Der trimagische Champion für Beauxbatons ist Dominique Martin!", las sie vom Zettel vor. Ein brünettes Mädchen trat aus deren Reihen hervor und sie wurde gefeiert und beglückwünscht. Dann wurde sie von einem Lehrer weggeführt. Schweigen erfüllte erneut den Raum. Die blaue Flamme spuckte noch einen Zettel aus. "Der Champion aus Durmstrang ist... Magnus Olsson!" Erneut begann der Applaus und ein recht kräftiger Junge mit schwarzen Haaren kam aus deren Menge hervor. Auch er wurde von einem Lehrer fort geführt. Blieb also nur noch unser Champion... wer würde dies sein?

    Dolan POV

    "Schatz?" "Ja, Dolan?" "Wann ist unser nächstes Treffen?", fragte ich und beobachtete London aus dem obersten Stockwerk dieses Gebäudes. Es war viel zu hektisch, all' diese Muggle da unten. "Es ist nicht mehr so lange hin. Mr. Kim kümmert sich schon darum, dass es mehr werden.", erwiderte sie. "Ravana, meine Liebe, glaubst du... glaubst du das dieser Junge der Richtige ist?", stellte ich meine Zweifel dar. "Namjoon? Kim's Sohn?", fragte sie verwirrt und ich nickte bedacht, immer weiter die Muggle beobachtend. "Er ist 15. Ich weiß nicht, wie er sich entwickeln wird, aber ich glaube Mr. Kim bekommt das schon hin. Außerdem sehen wir den Jungen doch eh bald wieder. Die nächsten Ferien, hat sein Vater gesagt, wird er nach Hause kommen und wir gehen zusammen essen.", erläuterte sie mir den Plan. "Er soll uns kennen lernen.", begann ich schmunzelnd, stellte mich zu ihr und zog sie an mich. "Ja.", grinste sie mich an. "So als Kollegen.", beendete ich grinsend meinen Satz und küsste Ravana.

    Jungkook POV

    Immer noch schwiegen wir. Wer sollte der Champion für Hogwarts werden? Blieb es traditionell? Wählt der Kelch einen Briten? Oder wird es anders, weil Hogwarts jetzt international Schüler aufnimmt, trotz Schulen überall auf der Welt? Ich meine jeder konnte auf Anfrage nach Hogwarts kommen, also wenn man keinen Brief erhalten hat. Das Schweigen brachte eine schon fast gruselige Atmosphäre, während wir alle wie gespannt auf den goldenen Kelch starrten, dessen blaue Flammen anmutig darüber tanzten. Und plötzlich, war da noch ein Zettel! Er flog ziemlich hoch, bevor er langsam nach unten gleitete. Ich merkte, wie ich unbewusst die Luft angehalten hatte und sah mit großen Augen zu unserer Schulleiterin. "Der Hogwartschampion ist Huang Hendery!" Verwirrt sah ich mich um. Slytherin? Ein Junge mit schwarzen Haaren kam aus deren Reihe hervor und ging lässig zu den Lehrern, bevor er sich verbeugte und den anderen nach unten folgte. McGonagall sagte noch ein paar abschließende Worte und dann durften wir wieder gehen. Das erste Spiel oder besser gesagt die erste Runde wird übernächste Woche stattfinden. Keiner weiß, was passieren wird und was sie tun müssen. Nicht einmal die trimagischen Champions selbst wissen es. Ich seufzte und folgte den anderen Schülern aus der Großen Halle. Tae, Jimin und ich wollten uns bei Hagrid treffen, da wir schon geahnt hatten, dass wir uns in dieser Masse von Schülern verlieren. Ich schlenderte also gemütlich aus dem Schulhaus auf dem Weg zu Hagrids altbekannten, kleinen Hütte. Allerdings saß Namjoon bei den Steinen vor dem kleinen Abhang, den wir immer hinunter liefen. Er sah in die Ferne und ich glaube, er bemerkte mich nicht einmal mehr. Es war merkwürdig ihn in so einer Verfassung zu sehen. So gefühlt jeder in unserem Jahrgang sprach über das Trio, allerdings wusste niemand ob die Gerüchte war sind oder ob es alles nur frei erfunden war. Ich war es einfach nicht gewohnt, Namjoon war doch immer bei der Sache! Wie oder besser was könnte den bitte passiert sein, das er so abwesend ist? "Namjoon?", fragte ich dann unsicher und bereute es so fort, als er zusammen zuckte und sich ruckartig umdrehte. Wäre ich doch nur an ihm vorbei gelaufen! "Was willst du Kookie?", fragte er ernst und schmunzelte dennoch. Wie war das möglich? Und seit wann nannte er mich wieder bei meinem Spitznamen? Das hat er doch nur damals gemacht, als wir noch Freunde waren... und noch niemanden kannten. Ich fand diese Story ja selbst irgendwie traurig. 7 Jungs aus allen Häusern, trauten sich niemanden zu öffnen oder einfach jemanden auszusprechen und treffen sich zufällig im Raum der Wünsche und wurden beste Freunde und unzertrennlich. Naja Taehyung, Jimin und mich ausgenommen, da wir uns ja schon kannten. "Nichts.", antwortete ich leise, senkte den Kopf und wollte mich an ihm vorbei drängeln um schnell aus dieser Situation zu kommen. Schon immer hatte ich Respekt vor Namjoon und auch vor Yoongi, die beiden hatten irgendwie so eine autoritäre Ausstrahlung, dass es mir schon fast Angst machte. "Komm her.", meinte Namjoon plötzlich, griff mich noch am Arm und zog mich zu sich. Umarmte er mich etwa gerade? Er? Namjoon? Nach den letzten ein ein halb Jahren? Nach allem was passiert war? Allerdings konnte ich nicht anders und drückte ihn genauso an mich. Mir schossen Tränen in die Augen. Gott, ja. Ich vermisste diese Freundschaft. Namjoon war schon immer ein guter Zuhörer gewesen. Ich wischte meine Tränen weg und drückte mich von ihm. Er sah mich einfach nur an. "Namjoon... was ist los? Du bist so komplett anders in letzter Zeit. Also ich meine seit diesem Jahr... du bist doch gar nicht mehr du selbst. Ich meine du hast in Zaubertränke eine 4 bekommen! Zaubertränke! Deinem Lieblingsfach!", konnte ich es nicht mehr zurück halten und das wollte ich auch gar nicht. "Du verstehst das nicht... keiner von euch.", antwortete er nur und drehte sich wieder von mir weg um in die Ferne zu starren. Ich trat neben ihn. "So weit ich weiß, weiß noch nicht einmal Yoongi, warum du so drauf bist und du erzählst ihm sonst alles. Ich mache mir Sorgen um dich Namjoon, auch wenn wir schon lange keine Freunde mehr sind.", meinte ich. Klar, ich sagte zwar immer das sie mir inzwischen egal wären, aber vielleicht war das ja gelogen. Nein, es war gelogen. Er begann zu lachen. "Du wirst dich wohl nie ändern was?", lächelte er mich mit diesem herzlichen Lächeln an, in dem ich am Anfang immer wieder Halt und Mut gefunden hatte. Verwirrt sah ich zu ihm auf. Ja, er war immer noch größer als ich. "Du machst dir zu viele Gedanken, Kook.", klärte er mich auf, bevor plötzlich Taehyung und Jimin angerannt kamen, als sie uns sahen allerdings direkt ruhig waren und stehen bleiben. Ohne ein weiteres Wort drehte sich Namjoon um und ging. Wirklich jetzt? Gab es einen unpassenderen Zeitpunkt als jetzt? "Was ist los Kookie? Geht es dir gut?", fragte Jimin, welcher zu mir kam und mir die Hände auf die Schultern legte, um mich zusätzlich noch besorgt anzusehen. "Natürlich.", meinte ich nur und sah Namjoon nach. Ich könnte Jimin nicht davon erzählen. Er würde das nicht verstehen. Tae schien das zu bemerken und sprang auf einmal auf. "Na dann, los geht's! Auf zu Hagrids berühmten Hütte!", rief er heiter und marschierte los. Ich bekam noch einen letzten besorgten Blick vom Jimin, bevor er folgte. Ich sah noch mal in den leeren Gang in dem Namjoon verschwunden war und lief ihnen dann seufzend hinterher. Ich würde es wohl nie verstehen.

    57
    55. Kapitel

    Suna POV

    Ich saß mit Lilli im Gemeinschaftsraum und starrte immer wieder auf den Zettel, der vor mir lag. Abgesehen von zwei, drei Leuten und uns war keiner hier. Perfekt um unsere Hausaufgaben zu machen, dachte ich zumindest. Allerdings hatte ich keinen Plan, was wir hier machen sollten! Geschichte. Einen Aufsatz über Grindelwalds begangene Verbrechen. Super. Alles was mir eingefallen war, hatte ich schon auf Papier gebracht. Nur das trotzdem noch das halbe Blatt leer war. Müde sah ich zu Lilli. Ihr schien es nicht besser zu gehen. "Warum genau passen wir nie auf?", fragte sie nach kurzer Zeit quengelnd. "Weil Professor Binns alles und jeden zum einschlafen bringt und das ohne jegliche Magie.", antwortete ich deprimiert als Mary plötzlich zu uns kam. "Hey Mädels und sie läuft's?", fragte sie gut gelaunt. "Naja...", gab ich meine Meinung zu der ganzen Sache preis. "Oh Gott ist das kläglich wenig.", bemitleidete sie uns, als sie unsere Aufsätze sah. "Wenn ihr wollt könnt ihr meinen haben, da müsst ihr nicht erst in die Bücherei. Ich habe mich für die 10 bekanntesten entschieden.", teilte sie uns mit. "Wäre echt super lieb von dir, danke. Aber wie kommt es dazu, dass du uns das so komplett aus dem Nichts anbietest?", fragte Lilli misstrauisch während Mary uns ihren Text zuschob. "Ich bin einfach nur gut drauf heute und ich will nicht, das ihr deshalb durchfallt, da ich es durchaus verstehen kann, wenn man in Professor Binns Unterricht schläft.", lachte sie. "Danke.", lächelte ich, als sie plötzlich erheitert weiter redete. "Was sagt ihr eigentlich zu den Champions? Ich meine morgen ist der erste Wettbewerb. Ich bin so gespannt, was passieren wird. Immerhin meinten die Lehrer, das wir eh nicht sehen werden, was die Champions machen, sondern, Achtung Insider Wissen, nur vor dem Verbotenen Wald warten werden bis sie wieder erscheinen.", redete sie wie ein Wasserfall. "Also ich finde ja das Dominique wie eine Prinzessin aussieht. Habt ihr sie mal gesehen? Sie ist bildhübsch.", meinte ich und Lilli nickte. "Mir macht es etwas Sorgen, dass unser Champion in Slytherin ist. Ich meine... Wer weiß, was der anstellt!", gab auch Lilli ihre Meinung preis. "Das macht dir Sorgen? Bis jetzt wusste ich zwar nicht mal, dass er ihn existiert, aber oh mein Gott, habt ihr ihn euch mal angesehen. Er sieht sooo gut aus. Wusstet ihr, das er aus Thailand stammt, Chinese ist und jetzt aus unerklärlichen Gründen nach Hogwarts geht?", (frei erfunden, meine friends) schwärmte sie so vor sich hin. Unsicher sahen Lilli und ich uns an. Wir hatten schon mitbekommen, das ihm seitdem sehr viele Mädchen hinterher rannten und uns war auch unerklärlich wieso, allerdings nahmen wir das jetzt mal einfach so hin und arbeiteten weiter unseren Aufsatz durch. Soll der neue Tag doch kommen. Ob Hendery wirklich so umwerfend war?

    -Zeitsprung: nächster Tag; kurz vor dem Turnier-

    Inzwischen total aufgeregt saß ich zwischen Jimin und meinem Bruder. Die Champions waren weit und breit noch nicht zu sehen und es wurde alles noch fertig aufgebaut. Die Tribühnen wurden vor dem Verbotenen Wald platziert, wie Mary es vorausgesagt hatte. "Was glaubst du wer am schnellsten ist?", fragte Jimin und starrte in den Wald, bevor er mich mit seinen lieben Augen ansah. "Keine Ahnung. Also ich würde mir ja wünschen das Dominique gewinnt.", meinte ich nach kurzem überlegen. "Wieso das denn?", fragte Jimin schnaufend. Ich zuckte die Schultern: "Ich hab keine Ahnung. Frauenpower?" Wir begannen zu lachen und so langsam füllten sich die Plätze. Wann es wohl los ging?

    Hendery POV

    Ich wartete als letzter. Dominique war die erste, die in den Wald geschickt wurde, dann war es Magnus und ich würde der Letzte sein. Ich war mir schon fast sicher, das Magnus abbrechen würde. Er war eindeutig viel zu weich. Die Olle vom Tagespropheten war vorhin auch noch hier um uns alle zu Interviewen. So 'ne Bitch. Mal ehrlich, die hört einem ja nicht mal zu und redet die ganze Zeit selbst. Ich starrte auf die Uhr, seit einer Stunde wartete ich schon. Ich kontrollierte zum x-ten mal die Schützer und ob alles auch gut sitzt. Alles perfekt. Ich zog den Kragen zurecht und richtete den Umhang. Ich sah ebenfalls nach, ob mein Zauberstab an Ort und Stelle war und betrachtete mich im Spiegel. Ich wusste ja schon immer, dass ich gut aussah und auch das mich die meisten Mädchen direkt mochten, weshalb ich auch gerne so im Hintergrund gelebt hab, aber das sie mir so hinterher rennen würden war mir nicht bewusst. Es nervte mich inzwischen sogar schon. Ob es schlimmer werden würde, wenn ich gewinne? Ich meine, als ob es jemals ein Mädchen geschafft hätte das Trimagische Turnier zu gewinnen. Plötzlich wurde mein Name aufgerufen und Dumbledore trat zu mir ins Zelt. Er brachte mich vor die Tribünen. McGonagall stand hinter ihrem Rednerpult. Die Schüler jubelten mir zu und ich verbeugte mich mehrmals und zeigte mein bestes Lächeln. Dann würde es jetzt wohl losgehen.
    Als ich dann endlich im Wald war, fragte ich mich, ob es die anderen beiden eigentlich geschafft hatten. Ich meine so ein Zaubertrank braut sich schließlich auch nicht von allein. Ständig auf der Hut und mit gespitzten Ohren lief ich durch die riesigen Bäume als plötzlich eine Herde Zentaur an mir vorbei schoss. Aus Reflex duckte ich mich, den Zauberstab die ganze Zeit in der Hand. Ich suchte nach etwas weißem. Einer reinen Farbe zwischen dem ganzen Geäst. Wie sollte ich bitte in so kurzer Zeit ein Einhorn finden? Ich begann nachzudenken. Der Sage nach liebten Einhörner Ruhe und Frieden. Ja, dann sollte ich hier wohl keine finden. Ich schnaufte belustigt über meinen eigenen Gedanken, während ich gerade weiter lief. Ob es hier irgendwo eine Lichtung gibt? Dort könnte man doch sicher ein Einhorn finden... Sowieso, was war das denn für eine Aufgabe! Ein Einhorn finden und zähmen. Ich versteh nicht, was daran so besonders sein soll. Ich meine klar Einhörner haben auch einiges drauf und wenn ich nicht aufpasse, könnte man sagen "yay morgen gibt's Hendery am Spieß!" aber gut. Ob es auch funktionieren würde, wenn ich dem Einhorn nur ein Haar ausreiße? Ich meine im Endeffekt brauch ich nunmal nicht mehr. Ich seufzte. Wir wussten einfach nur, das wir das Haar für einen Trank brauchten und das war alles. Das nervte mich so des Todes! Für was brauchen wir den einen Trank? Plötzlich hörte ich etwas merkwürdiges und war sofort wieder auf Alarmbereitschaft. Schnell schlich ich weiter in der Hoffnung mich würde nichts verfolgen. Angeblich sollen hier ja auch diese riesigen Spinnen leben. Na schön dank auch. Wie ich diese lästigen Biester hasse. Ich lief weiter und weiter und ENDLICH! Ich kam zu einer Lichtung. Allerdings war hier weit und breit nichts zu sehen. Noch dazu kam, das ich mich ganz offensichtlich verirrt hatte. Ah! Deshalb das Einhorn! Es heißt, wenn du ein Einhorn zämst bringt es dich an jeden beliebigen Ort. Ob das wohl stimmt? Ich stand inzwischen mitten auf der Lichtung und hatte keine Ahnung was ich nun tun sollte, als ich plötzlich Hufgetrampel hinter mir wahrnahm. Erschrocken drehte ich mich um und sprang zur Seite. Ein Einhorn! Nur ein Problem hatte ich jetzt schon. Es wollte mich aufspießen. Nicht cool. Wirklich. Ganz schlechte Idee. Schnell griff ich nach meinem Zauberstab und sprang auf, während das Einhorn mich erneut Angriff. Und dabei heißt es immer Einhörner sind unschuldig und rein. Ha! Von wegen! Es stürmte auf mich zu und mir kam eine Idee. Sehr viel Zeit hätte ich eh nicht zum überlegen, bevor ich tot umfallen würde. Ich bereute es gerade wirklich mir keinen Plan gemacht zu haben, so wie die anderen. Ich schwang meinen Zauberstab und tada! Ein eisblaues Tuch. Ich meine Einhorn oder Stier macht glaube ich kein Unterschied. Gekonnt schwang ich es hin und her, das Einhorn immer darauf zujagend. Zugegeben ich versteh das schon, wenn einen das herrum gefuchtel so auf die Nerven geht, aber immerhin erfüllte es seinen Zweck. Das Einhorn drehte und wendete sich und ich grinste so vor mich hin, da mein Plan wirklich funktionierte. Da hatte mir Slughorn wirklich seine Hilfe angeboten, Pah! Als ob ich die brauchen würde. Das Einhorn holte erneut Anlauf und als ob es nicht besser gehen würde, rannte es mit voller Wucht in einen Baum. Und welch ein Wunder, es steckte fest. Vorsichtig näherte ich mich dem Pferd und packte das Tuch weg. Ich trat näher zu dem Fabelwesen und sah zum ersten mal in dessen Augen. Es war nicht aggressiv... sondern verängstigt. Mitleidig sah ich es an, während es verzweifelt versuchte frei zu kommen. Ich seufzte, ich musste jetzt gut überlegen was ich mache. Panisch sah das Pferd zwischen mir und dem Baum hin und her, je näher ich ihm kam. Vorsichtig und langsam streckte ich meine Hände nach ihm aus. "Schhh- alles ist gut.. niemand wird dir etwas tun... Schhhh- beruhige dich...", flüsterte ich so sanft ich konnte. Und tatsächlich! Die Atmung der... äh Stute, beruhigte sich. Ich lächelte sie an und streichelte ihr vorsichtig über den Hals, immerzu hielt ich den Augenkontakt. Sie beruhigte sich! Yes, bitches! Ich werd' das sowas von Rocken! Auf einmal sah ich wieder Panik in ihren Augen und hörte wie sich ihr Atem erneut beschleunigte. Sofort versuchte ich sie wieder zu beruhigen und vergaß das Turnier. Auch wenn es für mich untypisch war, verspürte ich Mitleid diesem Tier gegenüber und ich wollte ihr helfen. Aber anscheinend sind sie wirklich rein. Sobald ich an das Turnier dachte, bekam sie Panik. Sie hatte Angst vor mir und das ich ihr Schaden zufügen würde. Also machte ich meinen Kopf frei und streckte erneut meine Hand nach ihr aus... und sie ließ es zu. Ich zückte meinen Zauberstab und befreite sie vorsichtig. Sie wusste, dass sie in meiner Schuld steht. Immerhin ist sie ein Einhorn. Das sind noble Wesen. Sie verbeugte sich vor mir und wartete auf eine Geste meinerseits. Ich überlegte kurz was wohl das schlauste war, was ich tun könnte. Immerhin würde ich ihr Vertrauen brauchen. Ich verbeugte mich ebenfalls vor ihr und ging dann langsam auf sie zu. Sie wich erst vor mir zurück, bevor sie zu mir kam und ich sie streicheln konnte. Sie hatte so weiches Fell! Ich begann direkt zu lächeln. Sie war einfach wunderschön. Nie hätte ich gedacht das Einhörner so wunderschön sind. Ich fühlte mich irgendwie... zu ihr hingezogen. Es war erstaunlich. Sie wieherte vor Freude und riss ihre Vorderhufe in die Lüfte. Ich begann mit ihr zu lachen, bevor sie wieder zu mir kam und mich tatsächlich aufsitzen ließ.

    58
    56. Kapitel

    Suna POV

    Gespannt warteten wir darauf, dass Hendery wieder raus kommen würde aus dem Verbotenen Wald. Es ist sein letztes Jahr in Hogwarts... ob er sich deswegen dafür gemeldet hat? "Glaubst du er hat ein Einhorn gefunden?", fragte mich plötzlich Jungkook, der inzwischen neben mir saß. "Ich weiß nicht. Er ist jetzt schon fast 30 Minuten da drin.", murmelte ich und sah auf die riesigen Bäume. Als Jungkook gerade antworten wollte, schrie plötzlich jemand aus der untersten Reihe: "Da ist er!" Und alle fingen an zu schreien und zu klatschen. Auch wir erhoben uns und jubelten. Schließlich müssen wir für Hogwarts sein, auch wenn wir den Typen vielleicht nicht mögen. Na gut... müssen ist das falsche Wort. Aber Loyalität und so. Und da kam er. Wie ein Prinz saß er auf dem Einhorn und genoss den Erfolg. Er stieg ab und Pferd und er verbeugten sich beide. McGonagall sprach noch ein Paar Worte und ging dann zur Auswertung über. Alle drei Champions standen nun vor uns und hielten ihre Pferde fest. Außer Hendery, sein Einhorn stand einfach so neben ihn. Er brauchte keine Leine, Halfter oder ähnliches. "Mit 32 Minuten und 54 Sekunden belegte Magnus Olsson den ersten Platz!", rief unsere Schulleiterin aus. Applaus. "Den Zweiten Platz bekommt Hendery Huang mit 35 Minuten und geschlagenen 4 Sekunden!" Wieder Applaus. "Und zu guter Letzt, Dominique Martin mit einem knappen Abstand und 36 Minuten und 25 Sekunden!" Erneut Applaus. Inzwischen taten mir wirklich schon die Hände vom Klatschen weh.

    -Zeitsprung: nächster Morgen-

    Müde kämpfte ich mich aus meinem Bett und ging ins Bad. Lilli war auch gerade da und kämmte ihre Haare. "Oh guten Morgen Suna! Du kannst echt froh sein, das du erst jetzt aufstehst. Ich wollte vorhin ins Bad und da sind Yuna und Rosali hier rein und meinten sie müssen sich 'für den Prinzen' fertig machen. Was ist nur falsch mit denen?", fing sie direkt an zu reden. "Du meinst du durftest nicht in unser Bad?", lachte ich und nahm ich die Bürste ab, um meine eigenen Haare zu kämmen. "Ja und nicht nur das! Ich meine Prinzen. Als ob! Wer soll das denn bitte sein?", regte sie sich weiter auf und brachte mich somit zum schmunzeln. "Ich glaube sie meinen unseren Champion.", lächelte ich und betrachtete mich selbst im Spiegel. Was Jimin wohl an mir mochte? "Hendery? Also ich weiß nicht.", gab Lilli ihre Meinung zu bedenken. Ich begann zu Lachen. "Ja, also mein Typ ist er ja auch nicht, aber du musst doch zugeben... sein Auftritt mit dem Einhorn war ja wohl königlich.", lachte ich und nun begann sie auch zu lachen. "Ja, er hat schon irgendwas an sich... aber man muss ja nicht gleich so maßlos übertreiben!", seufzte sie und verließ das Bad um sich umzuziehen. Ich seufzte ebenfalls, bevor ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen konnte.
    Als wir dann endlich bei unserer nächsten Stunde ankamen, wunderte ich mich, warum das Klassenzimmer so umgeräumt wurde. Es wirkte viel geräumiger und Lilli und ich stellten uns unscheinbar an die Wand. Mary kam zu uns und begrüßte und mit einem einfachen "Hey". Dann kam plötzlich Professor McGonagall und nicht Professor Dumbledore wie erwartet. Sie sprach von einem Weihnachtsball. Warte,... was? Alle begannen wie aufgeregt zu tuscheln. "Gryffindor ist dafür bekannt, gute Tänzer zu haben, also ruiniert diesen Ruf bitte nicht und gebt euch Mühe. Bis zum Weihnachtsball werden ab und an mal ein paar Stunden zum Tanztrainig ersetzt. Aber ich denke, es wird meist Kräuterkunde sein, weshalb weiterhin Slytherin und Gryffindor zusammen üben werden. Ravenclaw wird dann gemeinsam mit Hufflepuff tanzen. Aber natürlich könnt ihr für den Ball eure Partner selbst wählen.", erzählte McGonagall. Nach den letzten Worten gab sie Mr. Filch ein Zeichen und es ertönte Musik. Sie schnappte sich seinen Schüler und zeigte, wie wir es machen sollen. Ich seufzte. Na super. Ich war schon immer eine absolute Niete, wenn's ums Tanzen ging. Ich blieb also regungslos an der Wand stehen, während sich alle ihre Partner suchten. Meist war es, dass Gryffindor Gryffindor fragt und Slytherin Slytherin. Welch ein Wunder. (Ironie, haha.) Plötzlich kam Professor McGonagall zu mir, schob mich etwas von der Wand weg und meinte, das ich mir auch einen Partner suchen solle. Wenn Blicke töten könnten, meine Freunde, wäre unsere Schulleiterin jetzt vermutlich tot umgefallen. Während ich noch damit beschäftigt war, McGonagall nach zu starren, bemerkte ich nicht wie sich jemand vor mir platzierte und darauf wartete, dass ich ihn ansehen würde. Demzufolge erschrak ich mich mehr als ein bisschen, als ich ihn so plötzlich vor mir entdeckte. "Darf ich bitten?", fragte er ein wenig genervt und ich nickte schüchtern. Ich betrachtete ihn von oben bis unten. War er etwa wirklich schon immer in meiner Klasse? Er hatte braun gefärbte Haare, dunkle Augen und war recht kräftig gebaut. Also so wirkte es zumindest auf mich. Er zog mich mit sich, aber es war nicht genervt oder aggressiv, sondern eher vorsichtig als würde ich zerbrechen, wenn ich stolpern würde. Lustig diese Beschreibung... oder nicht? Ich schmunzelte über meinen eigenen Gedanken, bevor ich mich dazu überwand ihn anzusprechen. "Entschuldige.. aber wer bist du? Oder besser, wie heißt du?", fragte ich schüchtern und sah kurz zu Boden. Er begann zu grinsen. "Mein Name ist Jongho.", meinte er. Ich nickte. Jongho also. "Und du bist doch Suna, oder? Die kleine Schwester von Taehyung?", fragte er, obwohl er ziemlich sicher wirkte. "Ja, woher weißt du das, wenn ich dich noch nie zuvor gesehen habe?", sprach ich meine Gedanken leise aus, während er meine eine Hand nahm und die andere auf seiner Schulter platzierte. "Es gibt vieles was ich weiß.", schmunzelte er und legte seine eigene freie Hand an meine Taille. "Ach, ist das so?", fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. Wenn er dieses Spiel spielen wollte, würde ich eben mitspielen. Ach... hatte ich vergessen zu erwähnen, dass er Slytherin ist? Nun ja, jedenfalls kam es mir so vor als könnte er nicht aufhören zu grinsen. "Und übrigens bin ich eine echte Niete im Tanzen. Tut mir leid, sollte ich dich aus versehen treten.", meinte ich noch. "Ach kein Problem.", sagte er und achtete darauf, dass wir beide alles richtig machten.
    Nach einer geschlagenen halben Stunde, war ich absolut fertig. "Du bist wirklich ein guter Tänzer, Jongho, aber können wir bitte eine Pause machen?", fragte ich etwas außer Atem. Ich hätte nie gedacht, das Tanzen so anstrengend ist. "Du gibst doch nicht etwa schon auf?", grinste er schon wieder. "Aufgeben? Ich habe regelrecht darum gebeten, etwas Luft holen zu dürfen.", empörte ich mich. "Aber du atmest doch schon die ganze Zeit.", grinste er. Mir kippte der Unterkiefer nach unten. Warum fiel mir darauf jetzt bitte kein Konter ein! Er begann zu lachen: "Na gut, aber nur kurz."
    Als die Stunde vorbei war, dachte ich, er würde sich einfach umdrehen und gehen, aber nichts da. "Ich würde mich freuen, wenn wir das nächste mal wieder gemeinsam tanzen würden.", meinte er. Wieso drückte er sich auf einmal so höflich aus? "Du willst noch mal freiwillig mit mir tanzen? Obwohl ich so eine Niete bin und obendrein noch Gryffindor?", fragte ich etwas überrascht. "Ja, warum nicht? Es war wirklich amüsant und außerdem liebe ich die Herausforderung. Ich werde es dir noch beibringen.", lächelte er. "Na dann.. Natürlich. Liebend gern.", sagte ich und zwang mich zu einem Lächeln. Dann ging er und ich starrte nur hinterher. Ich wusste wirklich nicht, was ich von ihm halten sollte. Wir hatten uns während des Tanzens viel unterhalten und er war zu meinem Erstaunen wirklich total nett. Anfangs dachte ich ja, das er auch so ein arrogantes Arschloch ist, wie gefühlt jeder in Slytherin, aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Vielleicht war er ja das perfekte Beispiel für "Harte Schale, weicher Kern?"

    Jimin POV

    Zusammen mit Tae und Hobi saß ich in der Großen Halle und wartete auf Suna. "Ihr habt wirklich was verpasst. Ihr hättet Jin mal beim Tanzen sehen sollen. Das war so amüsant.", lachte Hobi. "Naja, wir haben Kookie gesehen, dass war glaube ich lustiger. So mit seiner Angst vor weiblichen Wesen.", lachte Tae und ich stieg in dieses Lachen mit ein. "Hey! Ich habe keine Angst vor Mädchen!", meinte Jungkook, der plötzlich neben mir stand. Ich nahm unschuldig die Arme hoch: "Ich hab nichts gesagt!" "Also ich glaube, wenn er wirklich Angst vor weiblichen Wesen hätte, würde er nicht so ruhig neben mir stehen.", schmunzelte meine Freundin und ich zog sie sofort an mich.

    59
    57. Kapitel

    Hendery POV

    Ruhig stand ich am See, das Einhorn neben mir. "Wie soll ich dich eigentlich nennen? Hm?", murmelte ich und sah zu der kleinen 'Insel', die auf dem See lag. Von der Hogwartsseite aus konnte man die, glaube ich, gar nicht sehen. Das Pferd wieherte neben mir und ich streichelte ihren Hals. "Ich hab wirklich keine Ahnung, wieso du jedes mal zu mir zurück kommst.", seufzte ich und ließ mich auf einem der großen Steine nieder. Es stimmte, ich brauchte nur ein Haar von ihr und dies hatte ich, weshalb ich sie eigentlich frei gelassen hatte. Nur kam sie immer wieder zu mir zurück, wenn ich auch nur in der Nähe des Waldes war. "Ich glaube, ich nenne dich Jade. Gefällt dir das?", fragte ich sie, während sie mich so mit ihren treuen Augen musterte. Sie schien kurz zu überlegen, bevor sie mir, durch ein wiehern, ihre Zustimmung zeigte. Ich musste lächeln. Eigentlich hab ich so etwas ja gar nicht verdient. So etwas reines. Ich meine auf dem Wappen unseres Hauses ist eine Schlange... wieso also kommt ein Einhorn zu mir? Ein paar meiner Freunde meinten sogar ich sei selbst eine Schlange. Gerissen, geduldig und angeblich weiß ich auch genau, wann ich welche Karten spielen muss. Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, dass war schon lustig. Warum kommt so ein reines, treues Wesen zu mir, wo ich doch letztens mit dem Gedanken an einen Horkrux gespielt habe. Ich schnaufte, Leben war schon manchmal echt amüsant. Doch gab es jetzt etwas wichtigeres. Übermorgen musste der Trank für die 2. Prüfung fertig sein. Allerdings hatte ich ein Problem... mir fehlt immer noch eine Zutat und der Trank muss mindestens 24 Stunden ziehen. Ich durfte nicht schon bei der zweiten Aufgabe scheitern. Das durfte einfach nicht passieren! Ich seufzte. Was würde mich erwarten, wenn ich den Trank trinke? Die Lehrer und Auroren sahen besorgt aus als sie gelesen hatten, was wir als nächstes machen müssen. Was also macht dieser Trank mit uns?

    Namjoon POV

    Genervt, davon das ich immer noch keinen klaren Kopf hatte, stolperte ich Richtung See. Ab und an kickte ich auch noch einen Stein weg, bevor ich mir voller Verzweiflung die Haare raufte. Ich verstand einfach nicht, was das für Leute sind. Wer sind die, wenn selbst mein Vater Respekt vor ihnen hat? Dolan.. ich konnte die einfach nicht einordnen. Als ich sah, das Jimin und Suna am See saßen, ging ich weiter. Würde ich mich halt auf der anderen Seite niederlassen. Mir taten Yoongi und Isabella leid. Ständig versuchen sie mit mir zu reden und mich aufzumuntern und ich schicke sie nur weg. Meine Noten sind auch schlechter geworden. Jungkook hatte recht, mir geht es nicht sonderlich gut. Und ob ich es wollte oder nicht... ich konnte mich einfach nicht stoppen darüber nachzudenken. Als ob Dolan einfach nur ein Kollege war? In dem Fall wäre mein Vater krank, aber ich verstand auch nicht wer er sonst sein sollte. Er hat keinen höheren Rang als mein Vater, weil sonst würde ich ihn kennen. Ich habe mich vor einer gewissen Zeit über alle hohen Tiere im Ministerium informiert. Ich lief immer weiter, völlig in Gedanken, während mich meine Füße von alleine trugen. Ich blieb erst stehen als mich jemand ansprach. "Guten Morgen, Namjoon." Verwirrt sah ich auf. Dort saß unser Trimagischer Champion. Mit seinem Einhorn. Die Stute stand neben ihm und ließ sich von ihm streicheln, während er mich musterte. Er kannte meinen Namen? Woher kannte er bitte meinen Namen? Ich nickte nur kurz zur Begrüßung und wollte schon wieder gehen, als er mich zurück rief. "Wo willst du hin? Setz dich doch zu mir.", meinte Hendery. Überrascht sah ich ihn an. Er ist genau drei Jahre älter als ich. Das ist sein letztes Jahr hier in Hogwarts. Ich bewegte mich also wieder auf ihn zu und ließ dabei das Einhorn nicht aus den Augen, welches mich neugierig musterte.
    Ich setzte mich neben ihn und sah auf das Wasser. Mir war es unangenehm neben ihm zu sitzen. Ich kannte ihn nicht wirklich, außer das er bis vor dem Turnier, sehr im Hintergrund gelebt hat und es bevorzugte alles alleine zu machen. Hatte er überhaupt Freunde? "Jetzt sag schon, was macht dir denn so große Sorgen, das bei einem Musterschüler wie dir, die Noten so absacken?", fragte er, zog eine Augenbraue hoch und musterte mich wieder. Überrascht sah ich ihn an, woher-! Er begann zu lächeln: "Glaub mir, Namjoon, ich weiß mehr als du denkst." "Ich kann es dir trotzdem nicht sagen.", murmelte ich. "Schade. Ich wollte dir nur meine Hilfe anbieten.", antwortete Hendery darauf, als wäre es ihm gleichgültig ob ich nun mit ihm Rede oder nicht. War es ihm sicherlich auch. Ich meine... es ist nunmal Hendery und so weit ich weiß, sind ihm andere relativ SEHR egal. Ich seufzte und sah auf die kleine Insel am Horizont. Ob er Dolan kennt? Sollte ich ihn vielleicht doch fragen? Was wenn er wusste, wer er war und dann ein falsches Bild von mir hatte? Und wieso interessiert mich plötzlich, was er über mich denkt? Gott, ist das hier alles zum kotzen, ich werd hier bald noch wahnsinnig! "Also ich geh dann mal und lass dich mit deiner Krise allein.", meinte Hendery mit einer leichten Verbeugung und wollte gehen. Jetzt oder nie! "Nein, warte!", meinte ich. Er hielt inne, bevor er sich wieder umdrehte und mich fragend ansah. "Ich hab da eine Frage an dich.", murmelte ich und war überrascht, dass meine Stimme auf einmal so leise war. War ich ihm gegenüber wirklich so unterwürfig? Er drehte sich zu seiner weißen Stute und flüsterte ihr etwas zu. "Na los, Jade. Geh endlich nach Hause.", flüsterte er und streichelte sie am Hals, bevor sie wieherte und im Wald verschwand. Hendery kam zu mir zurück und setzte sich: "Und? Was wolltest du mich fragen?" Noch könnte ich sagen, es sei nicht so wichtig.... Okay zieh es durch Namjoon. "Kennst du- kennst du einen gewissen Dolan?", fragte ich vorsichtig und wartete schon darauf, das er verneinte. "Dolan? Meinst du den neuen im Ministerium? Der kümmert sich mit seiner Frau um alle möglichen Vermietungen in London. Von den Zauberern und den reichen Muggles. Also er ist nicht direkt im Ministerium eingestellt, aber er steht mit einigen Mitarbeitern in einem sehr engen und freundschaftlichen Verhältnis." Ich nickte. Das sollte er wohl sein. Plötzlich wurde ich misstrauisch. "Woher weißt du das?" Er sah mich einfach nur an, bevor er plötzlich zu lächeln begann und wieder auf das Wasser vor uns starrte. "Ach Namjoon. Wie gesagt, ich weiß mehr als du denkst. Ich habe da so meine Quellen, die ich dir allerdings nicht verraten werde. Einer meiner Eltern arbeitet im Ministerium.", sagte er. Und ich war erneut überrascht. Seine Eltern auch? Da fiel mir ein... arbeitet Kookies Bruder nicht auch im Ministerium? In welcher Abteilung noch mal? Dennoch nickte ich als Zeichen, das ich ihn verstanden hatte. "Wenn er es ist, der dich so beschäftigt, musst du ihm wohl begegnet sein?", fragte Hendery und hatte dabei etwas undefinierbares in seinen Augen. Sollte ich jetzt Angst vor ihm haben? Ich meine er war unberechenbar. Und unser trimagischer Champion. "Wie kommst du mit deiner Aufgabe so voran?", fragte ich um das Thema zu wechseln, da es mir langsam unangenehm wurde über diesen merkwürdigen Typen zu reden. Sein Gesichtsausdruck verdunkelte sich und wieder wendete sich sein Blick von mir ab. "Ganz gut.", war seine nicht gerade einfallsreiche Antwort. "Ganz gut? Klingt aber nicht so überzeugend.", murmelte ich. Er sah mich wieder an bevor er sprach: "Hör mir zu, Namjoon. Wir müssen einen Trank brauen und ich sag dir das jetzt nur, weil ich dir vertraue. Mir fehlt noch eine Zutat und ich muss bis morgen alle haben." Er vertraute mir? Wieso? "Wenn ich diese letzte Zutat nicht bekomme, kann ich das Turnier vergessen." Ich nickte. Einen Zaubertrank also. "Das Einhornhaar sollte eigentlich am schwersten zu kriegen sein und doch war es die erste Zutat, die ich hatte. Ich versteh nicht, was dieser Trank mit uns machen soll.", seufzte Hendery. Und wieder überraschte er mich. Bittete er mich gerade um Hilfe? "Glaubst du, es ist ein mächtiger Trank?", fragte ich vorsichtig. "Ich hab die Bibliothek durchforstet und kein Trank entspricht unserem Rezept. Die verbotenen Abteilung habe ich noch nicht ganz durch.", antwortete er und man konnte förmlich raushören, das ihm das überhaupt nicht passte. Sollte ich ihm meine Hilfe anbieten? Nein. Hendery braucht mich nicht. Aber es geht um einen Zaubertrank, meine Leidenschaft! "Was- was brauchst du denn noch? Beziehungsweise was fehlt dir?"

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    58. Kapitel

    Yoongi POV

    Erwartungsvoll stand ich mit verschränkten Armen hinter Namjoon. Seit einer Ewigkeit hatte er endlich mal wieder von sich aus mit mir geredet. Wir waren auf dem Astronomieturm und Namjoon, der sich auf dem Geländer abgestützt hatte, sah auf den breiten Fluss, See whatever. Ich wusste, dass er überlegte. Die Champions sind bei den Lehrern, sie bekommen einen Trank eingeflößt und wenn es soweit ist, wird uns McGonagall auch sagen, was mit ihnen passiert. "Du hast dich also mit Hendery zusammen getan?", fragte ich noch mal, um sicher zu gehen, das ich es auch wirklich richtig verstanden hatte. Namjoon drehte sich zu mir um und sah mir in die Augen. "Ja, ich habe ihm geholfen den Trank fertig zu brauen und wir haben uns angefreundet.", sagte er. "Und da bist du dir sicher? Du weißt, was sein Jahrgang über ihn sagt... er ist unberechenbar.", meinte ich misstrauisch und zog dabei eine Augenbraue hoch. "Ich weiß selbst, dass das nicht logisch klingt, aber er vertraut mir. Ich weiß nicht mal wieso. Er hat mir auch erzählt wer...", fing er an, bevor er inne hielt und schwieg. "Wer was?", fragte ich also nach. "Wer Dolan ist." "Wer ist denn bitteschön Dolan? Ist er der Grund, warum du die ganze Zeit so abgelenkt bist? Und auch der Grund, wieso du nicht mehr mit Isabella und mir redest?", fragte ich trocken und durchaus auch etwas aufgebracht. Namjoon seufzte. "Ich hab es dir nicht erzählt, weil ich mir selbst nicht sicher war." "Sicher worüber?", ich würde nicht locker lassen, bevor ich meinen besten Freund endlich wieder habe. "Als die Ferien angefangen haben, hab ich dir doch gesagt, das meine Mum vergiftet wurde und so... und auf jeden Fall war der Typ namens Dolan auch bei uns, nur das war alles total merkwürdig und komisch. Ich meine MEIN VATER hat sich vor ihm verbeugt. Deshalb wusste ich nicht, wie ich damit umgehen soll." Mir blieb der Mund offen stehen, weil ich nicht wusste, was ich darauf antworten sollte. Sein Vater hatte sich vor jemanden verbeugt, der nicht über ihm stand? Okay, ich verstehe Namjoons Sorge jetzt, aber trotzdem hätte er es mir sagen können. "Ich verstehe dich, Namjoon. Aber ich bin immer noch dein Freund und ich denke nach all' den Jahren habe ich es verdient, das du mir so etwas sagst. Oder etwa nicht?" Niedergeschlagen sah er mich an und ich konnte nicht anders, als ihn einfach zu umarmen und die Sache so stehen zu lassen. Isabella musste das nicht erfahren. Sie kannte Namjoons Eltern ja auch nicht, aber ich hoffe, das er jetzt wieder offener mit uns ist.

    Jin POV

    Zusammen mit Hobi stand ich auf dem Schulhof und beobachtete, wie die Lehrer sowie Schüler ein und aus liefen. Die Champions wurden von den Lehrern vor knapp 2 Stunden zu sich gerufen und seitdem warteten alle gespannt darauf, was jetzt passieren würde. "Wenn wir diesen Teil des Turniers nicht sehen können... was glaubst du müssen die Champions da machen?", fragte Hoseok plötzlich aus heiterem Himmel, während er Richtung Sonne sah. Die Sonne sieht zur Sonne, lol. Okay genug von meinen Gedanken. Aber er ist nun mal meine Sonne, also darf ich sowas auch denken, Punkt aus Ende. Ich zuckte mit den Schultern. "Es ging ja darum einen Trank zu brauen, vielleicht passiert irgendwas, wenn sie ihn trinken?", fragte ich etwas überfordert. Ich war nunmal nicht gerade ein Ass in Zaubertränke. "Da müssten wir vermutlich Namjoon fragen, da es aber so viele Gerüchte über unser gutes Slytherin Trio gibt, würde ich unsere Ravenclaw Brüder vorziehen.", antwortete Hobi lächelnd. Verwirrt sah ich ihn an. Ravenclaw Brüder? Ahh! Er meint JK und Jimin. "Na dann suchen wir sie mal.", meinte ich und Hobi marschierte mit einem dicken Lächeln im Gesicht los. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf, bevor ich ihm dann langsam folgte. Die Truppe saß mal wieder in der Großen Halle. Ganz ehrlich, hätte ich auch nicht anders erwartet. Und wie typisch fanden wir dort auch Tae, Rachel, Suna, Jungsook und erstaunlicherweise auch Meggie. "Hey.", begrüßten wir sie und wurden daraufhin gebeten uns zu setzten. "Wisst ihr, was die Champions machen müssen?", fragte Meggie plötzlich, als Hoseok gerade zu der Frage ansetzten wollte. "Wirklich wissen tun wir nichts, aber JK hat eine echt gute Idee.", meinte Jimin, der schon wieder am Essen war. Erwartungsvoll sah Meggie zu Jungkook, dieser räusperte sich kurz, bevor er anfing zu sprechen. "Also da es um einen Trank geht und wir nicht dabei sein können, vermute ich erst mal, das sie ihn trinken müssen.", begann er. "Siehst du war ich doch gar nicht so falsch.", flüsterte ich zu Hobi, welcher nickte und dann gespannt Jungkook weiter zu hörte. "Viele Möglichkeiten was dann passieren könnte, gibt es meiner Meinung nach nicht. Meistens verändern Tränke einen ja, wie zum Beispiel der Vielsafttrank oder der Schrumpftrank, Glückszauber und so weiter. Dies ist aber absolut unlogisch, also muss es ein mächtiger Zauber sein, da die Lehrer auch ziemlich besorgt wirkten. Also mein Fazit aus der ganzen Sache ist.... Trommelwirbel bitte.... sie werden in eine andere Welt katapultiert oder so.", beendete Kookie stolz seinen Vortrag und Meggie und Suna begannen zu lachen. "Deine Wortwahl ist zu komisch, Kookie. Wieso ausgerechnet katapultiert?", lachte die jüngere Hufflepuff. "Weil mir nichts anderes auf die schnelle eingefallen ist, jetzt mobb' mich deshalb doch nicht.", quengelte Jungkook und verschränkte die Arme. "Ich mobbe dich dich gar nicht! Ich wollte es nur mal loswerden.", lachte Meggie immer noch. Unsere kleine Unterhaltung ging noch so lange, bis plötzlich McGonagalls Stimme durch die Lautsprecher erschien. Mit einem mal war es komplett ruhig. "Die Champions sind nun versorgt. Ich bitte nun alle Schüler sich in der Großen Halle zu versammeln."
    Als dann endlich alle hier waren, stand McGonagall an ihrem Rednerpult und sah zu meinem Erstaunen mehr als ein bisschen besorgt aus... "Zuerst zu dem Trimagischen Turnier. Die Champions haben nun ihre Zweite Aufgabe angetreten. Alle sind versorgt und deshalb ist es an der Zeit, euch nun zu sagen, was sie tun müssen. Wie ihr bereits wusstest, mussten die Champions einen Trank zusammen brauen um in die nächste Runde zu kommen. Da Magnus Olsson gescheitert ist, ist er von jetzt aus dieser Aufgabe ausgeschlossen und belegt den dritten Platz.", begann unsere Schulleiterin. Magnus stand hinter den Lehrer und ich wusste nicht, ob sein Gesicht erleichtern oder bedauern sprach. "Die anderen beiden Champions befinden sich nun in einer Art schlaf. Der Trank, den die Champions brauen mussten, ist ein überaus mächtiger und gefährlicher Trank. Er bringt dich in eine Art Traum oder versetzt dich in Trance. Die Champions müssen sich genau jetzt ihren größten Ängsten stellen und werden erst dann wieder Aufwachen,... wenn dies geschehen ist. In dieser Zeit werden sie nicht Altern. Ich hoffe für Sie, das sie es schaffen. Es könnte gut möglich sein, dass die Champions sich nun für eine Woche oder so in diesem Zustand befinden. Hoffen wir auf das Beste.", zum Ende hin wurde Professor McGonagall immer leiser und man hätte gefühlt eine Feder landen hören können, so ruhig war es mit einem mal. Aber klar, es hieß schon immer: "bei diesem Turnier sterben Menschen". Die Frage ist nur wie. Dann fuhr unsere Schulleiterin fort: "Aber dennoch, unsere Champions sind stark und sie werden es mit Sicherheit schaffen.
    In der ersten Woche der Weihnachtsferien wird der Weihnachtsball stattfinden, deshalb sind alle Schüler verpflichtet in den Ferien hier zu bleiben. Die Champions werden dabei den ersten Tanz übernehmen. Ich hoffe, das ich an diesem Abend viele Tanzpaare zu Gesicht bekommen werde. Deshalb sage ich es ihnen noch einmal: überwinden sie ihre Scheu und fragen Sie ihre Mitschüler um eine Verabredung." Schweigen. "Das wäre es dann erst mal mit den Neuigkeiten. Hoffen wir das beste für unsere Champions."

    Magnus POV

    Etwas überfordert saß ich neben meinem Schulleiter. Sollte ich nun froh sein, dass ich es nicht geschafft hatte oder enttäuscht? Ich meine... hätte ich es je geschafft gegen meine größte Angst anzutreten? Wäre ich je wieder aufgewacht? Ich zweifelte nicht daran, das Hendery es schaffen würde, obwohl ich ihn nur schwer einschätzen kann. Wir Champions sollten ein wenig Zeit zusammen verbringen und uns kennen lernen. Hendery war schon die ganze Zeit ziemlich ruhig. Einige haben mich vor ihm gewarnt. Er sei eine Schlange, doch... so wirkte er absolut nicht. Zu mir war er immer freundlich und gelegentlich so gar zuvor kommend. Was hatten nur alle gegen ihn?

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    59. Kapitel

    Hendery POV

    "Die Champions bitte in Professor Slughorns Büro.", beendete Professor McGonagall ihre Durchsage und ich schnappte mir etwas von meinem Zaubertank und machte mich dann auf den Weg. Es hatte mich wirklich beruhigt die letzten zwei Tage mit Namjoon zu verbringen. Er strahlt eine gewisse Ruhe aus und ist wirklich schlau. Ich schätze ihn sehr, auch wenn wir uns nicht wirklich kennen. Aber ey.. ich weiß über jeden in dieser Schule etwas und ich bin mir sicher, er ist einer der Loyalsten an dieser Schule. Als wir alle versammelt bei Professor Slughorn standen, gestand Magnus elendig, das er es nicht geschafft hatte, den Trank zu brauen und somit belegte er den dritten Platz. Dominique und ich hingegen wurden auf zwei Stühle verwiesen und bekamen anschließend erklärt, was dieser Trank mit uns machen wird. Es sei keine Schande, es abzubrechen und zu sagen, man wöllte dies nicht, doch sagten wir beide zu. Ich würde dies gewinnen. Selbst wenn Dominique gesagt hätte, sie will das nicht tun, wäre sie zweit platzierte, da sie den Trank fertig hatte. Doch so war es nicht. Wir beide würden antreten. Was ist eigentlich meine größte Angst? Ich kenne meine Ängste... doch welche, ist die Größte?
    Uns wurden die Tränke in einer bestimmten Menge überreicht und wir wurden noch mal gefragt, ob wir wirklich sicher sind, dies tun zu wollen. Wir beide sahen uns an und nickten, bevor wir die Tränke nahmen. Ich sah zu Magnus, welcher mich mit großen Augen ansah. Ich drehte mich mit einem Lächeln zu dem Mädchen neben mir und hielt mein Glas in die Luft. "Cheers." "Cheers.", antwortete sie und wir beide schluckten das widerwärtige Zeug runter.
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    Als ich meine Augen wieder öffnete, saß ich immer noch auf einem Stuhl. Nur war dies nicht im Büro von Professor Slughorn. Ich saß an unserem Alten Essenstisch. Ich stand auf und sah aus dem Fenster, Hongkong, meine Heimatstadt. Es ist ewig gewesen, das ich hier war... und um ehrlich zu sein, habe ich es vermisst. MOMENT! Wenn ich in Hongkong bin... meine Schwester ist hier! So schnell ich konnte und mit einem Lächeln im Gesicht rannte ich ins Zimmer meiner Schwester. Ich öffnete die Tür und sie sah mich mit großen Augen an. Zusammen mit Ma saß sie auf dem Boden und puzzelte. "Henry ist wieder da!", rief sie glücklich und sprang auf um mich an sich zu drücken. Ich duckte mich zu der vier Jährigen und drückte sie ganz fest. "Du hast mir gefehlt, Kleines.", flüsterte ich und schmunzelte darüber, das sie immer noch nicht meinen Namen richtig aussprechen konnte. "Es ist Hendery, nicht Henry.", ermahnte meine Mutter sie daraufhin streng. "Entschuldige Ma.", flüsterte meine Schwester als sie sich langsam zu ihr umdrehte. Dann sah unsere Mutter zu mir. "Was ist los, Hendery? Solltest du nicht in London sein? Du hast uns das komplette letzte Jahr nichts zukommen lassen.", sagte sie streng wie immer. Verwirrt sah ich sie an. Ich war bereits seit drei Jahren in London... Was bedeutet... meine Schwester müsste eigentlich viel Älter sein... Meine Mutter stand auf und meine Schwester senkte schnell den Kopf. "Wo ist Vater?", fragte ich. "Im Dienst. Wie immer.", ihr Ton änderte sich keines Weges. Meine Schwester zog an meinem Hosenbein. "Er ist schon 7 Monate weg.", schluchzte sie, "Wann sehe ich ihn denn endlich wieder?" "Chenlu, raus!", rief meine Mutter plötzlich in strengem Ton und meine Schwester verließ schluchzend das Zimmer. Überrascht sah ich zu meiner Mutter. Als meine Schwester weg war, kam sie zu mir. Sie blieb vor mir stehen und sah mir in die Augen, bis... AU! Sie schlug mir ins Gesicht. "Wie kannst du es wagen, erst zu gehen und dann wieder hier aufzutauchen, als sei nie etwas gewesen!" Sie war streng, schon immer, aber sie hatte sich verändert und das nicht zum besseren. Mein Vater war Soldat und 7 Monate bedeutet er ist tot. War ja wohl ganz offensichtlich. Es war normal, dass er mindestens einmal im Monat zu Besuch war, sonst waren wir auf uns allein gestellt und da ich nach Hogwarts wechseln wollte, war ich allein nach London gezogen, zu einem Mann, der anscheinend mit Vaters besten
    Freund in Kontakt stand. Meine Mutter hatte dies nie unterstützt mich nach Europa zu schicken, zu einem Freund meines Vaters Freund, der im Ministerium arbeitet. Meine Eltern waren keine Zauberer, sondern Squib. Chenlu selbst war ein Muggle. Als ich nicht reagierte klatschte mir meine Mutter erneut ins Gesicht bevor sie aus meinem Sichtfeld verschwand und alles langsam schwarz wurde...
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    Ich rieb mir meine immer noch glühende Wange, während sich eine neue Szene vor mir abspielte. Meine Mutter redete mit meiner Schwester. Ich verstand kein Wort.... und dann... holte sie zum Schlag aus. Ich erschrak und wollte zu ihr Rennen, doch- war da diese Wand aus Glas. Ich sah nach oben, links, rechts... überall Glas. Es war ein Würfel aus Glas und egal wie oft ich dagegen Schlug... Es brach nicht. Ich konnte nichts dagegen tun. Ich war diesem Bild hilflos ausgesetzt. Erst jetzt fiel mir auf das meine Schwester mit jedem Schlag den sie bekam älter wirkte. Was sah ich da?
    Weinend sah Chenlu unsere Mutter an, flehte das sie aufhörte... und noch ein Schlag. Plötzlich ertönte ihre Stimme und schalte durch den Würfel. Es war der selbe Satz, den ich schon immer von ihr gehört hatte: "Schmerz ist Erbärmlich, wenn du ihn fühlst, bist du es nicht wert." Noch ein Schlag. Sie wollte nie Kinder... aber deshalb muss man sie doch nicht schlagen und zwingen jemand anderes zu sein. Die Szene wiederholte sich wieder und wieder, immer bis meine Schwester 16 war. Ich spürte jeden dieser Schläge. Ich spürte sie alle in meinem Herzen, mit diesem Satz, der immer und immer in meinem Kopf wieder hallte. Verzweifelt drückte ich meine Hände auf meine Ohren und versuchte dieses Elend auszublenden. Wie sollte ich darüber hinweg kommen? Wie sollte ich hier raus kommen? Ich hockte zusammengekauert auf dem Boden bis dieser Ton langsam verschwand und die helle Stimme meiner Schwester erschien. "Hendery!", rief sie fröhlich. "Hendery?", fragte sie in die plötzlich eingekehrte Stille. "Hendery.", meinte sie plötzlich ernst. Ich sah auf. Es war eine andere Fläche des Würfels die aufleuchtete. Meine Schwester stand dort und sah mich einfach nur an. Ihre schwarzen Haare zu zwei Zöpfen zusammen gebunden. Sie ist fünf auf diesem Bild und sie konnte mich eindeutig wahrnehmen. Vorsichtig stand ich auf und ging an das Glas. Mit jedem Schritt dem ich ihr näher kam, wurde der Blick in ihren Augen kälter. "Chenlu.", flüsterte ich so leise, das es selbst in dieser Totenstille kaum zu hören war. Hörte sie mich? "Bleib stehen." Ich gehorchte. Das Bild wurde kurz schwarz, bevor sie weiter sprach. "Komm mir nicht zu nah." Wieder ein schwarzes Bild. Eine andere Fläche leuchtete auf, so schnell ich konnte wirbelte ich herum. "Was ist los, Hendery? Keiner deiner schlauen Sprüche?", fragte sie, mit einem gehässigen Lachen in Folge. Was ist das? Was passiert hier? Verzweifelt fuhr ich mir durch die Haare. Meine Schwester würde so etwas nie sagen! Sie hat es geliebt! Sie hat mich immer gefragt, ob ich ihr etwas von meinem Wissen erzählen kann! Wieder Schwärze. Totenstille. Und plötzlich... verschwand das Glas unter meinen Füßen. Ich fiel.
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    Ich fiel immer weiter, die Bilder meiner Schwester im Kopf. Was ist das nur? Inzwischen rannen mir die Tränen der Verzweiflung über die Wange. Meine Schwester bedeutete mir alles.
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    London. Als ich meine Augen öffnete stand ich in London. Es war irgend eine Straße, die ich nicht kannte, doch erkannte ich nicht weit entfernt, das Gebäude vom Ministerium. Die Leute eilten an mir vorbei und beschwerten sich als ich mich durch sie hindurch drängelte, als plötzlich ein Mann nach mir rief. Überrascht blieb ich stehen und sah zu dem alten Herr, der mich zu sich winkte. Ich drängelte mich zu ihm durch. Wer ist das? "Schau her, mein Junge.", sagte er und drückte mir eine Zeitung in die Hand. Hongkong. Das Haus meiner Eltern. In Schut und Asche. Mit einem Artikel, meine Schwester ist tot. Ich ließ das Papier sinken, ich fühlte wie ich langsam taub wurde. Das einzige was ich wahrnahm, war dieses vernichtende Lachen dieses alten Mannes. "Du hast versagt, Junge. Versagt." Und wieder dieses Lachen. Ich schloss meine Augen, die sowieso schon voller Tränen waren. Das Lachen allgegenwärtig, zusammen mit diesem erniedrigenden Satz. Bis plötzlich-
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    Wie sollte ich das schaffen?

    62
    60. Kapitel

    Bis plötzlich-
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    Mir tippte jemand auf die Schulter und ich drehte mich langsam um. Meine Schwester stand hinter mir. Sie war erwachsen. Die Menschenmassen waren weg. Der alte Mann war weg und mit ihm sein Lachen. "Hast du nicht erwartet, was?", fragte meine Schwester schnippisch. "Tja, ich komme auch gut ohne dich zurecht." Perplex starrte ich sie an. "Unsere Eltern sind übrigens Tod. Du warst ja nicht rechtzeitig da um sie zu retten." Ich sah sie einfach nur an: "Chenlu..." "Spar dir das. Ich brauche dich nicht. Du brauchst mich. Denn du sitzt hier fest und der einzige Grund dafür... bin ich.", grinste sie unnatürlich. "Hast du wirklich geglaubt, du könntest mich mit unserer Mutter alleine lassen und dann irgendwann wieder kommen, als sei nie etwas passiert? Du wolltest, doch nach der Schule wieder kommen... Hmmm, lass mich kurz überlegen... wieso hast du das dann nicht getan?" Verwirrt sah ich zu ihr. Es stimmte, ich wollte nach Hogwarts endlich nach Hause, nach Hause zu meiner geliebten Chenlu, die inzwischen 11 Jahre alt sein sollte. Doch wieso sollte ich nicht zurück kommen? "Hör auf damit! Diese Gedanken sind ja erbärmlich! Hast du von Mutter etwa nichts gelernt? Du musst über deinem Schmerz stehen!" Unfähig etwas zu sagen, sah ich sie einfach an. Sie stöhnte genervt auf. "Was nun, hm? Bist du mein Bruder oder nicht? Der ach so schlaue Hendery, der niemanden braucht und alleine nach London geht?" "Ich war nicht allein.", murmelte ich und die Puzzelteile fingen an sich in meinem Kopf zusammen zu fügen. "Was? Natürlich! Du bist allein!", lachte meine 'Schwester'. "Ich habe bei Chen gelebt. Dem Freund unseres Vaters Freund.", sagte ich fest. "Du BIST allein. Oder hat er dir je Aufmerksamkeit geschenkt? Deine Arbeit anerkannt? Wohl eher nicht." "Chen, ist ein gütiger Mann, aber er arbeitet im Ministerium und nicht jede seiner Entscheidungen ist richtig, aber er war immer gut zu mir.", meinte ich ehrlich. Schließlich war das die Wahrheit. "Er hat dich besser behandelt als Ma. Ist es nicht so?", fragte sie. Vorsichtig nickte ich. "UND WIESO HAST DU DANN DEINE GELIEBTE SCHWESTER MIT GENAU DIESER FRAU ALLEINE GELASSEN!" Erschrocken von dem plötzlichen Ton, den Chenlu angeschlagen hatte, zuckte ich zurück. Lu würde dies nie tun. Sie kam auf mich zu, während ich ihr immer weiter auswich. "Du kannst mir nicht sagen, das du mich liebst, weil dann hättest du das nicht getan.", sie blieb stehen und man konnte ihr die Enttäuschung anhören. "Glaubst du sie... sie hätte mich lieben können?" Verwirrt sah ich meine Schwester an. "Mutter hat uns immer geliebt, sie hat es nur nicht gewusst. Sie wird es wissen, wenn ich wieder komme.", sagte ich. "Sie wird nie wieder etwas wissen und du wirst für immer hier gefangen sein. Also spar dir diese Mühen.", schnaufte sie. "Was meinst du damit?" "Um hier raus zu kommen musst du mich besiegen. Ist dir das etwa immer noch nicht klar? Dies ist meine Welt. Ich habe hier die Kontrolle. Glaubst du ernsthaft, ich lasse dich gehen?"
    Kraftlos sank ich auf den Boden. Wieso-? "Ich habe Ma auch gesagt das sie unseren Vater von dir grüßen soll.", meinte sie, während sie ihre Nägel betrachtete. Das ist nicht meine Schwester. Niemals. "Oh zweifelst du etwa an mir? Will sich klein Hendery gegen mich erheben?", lachte sie. Wenn ich nicht denken kann, ohne das sie es erfährt muss ich handeln. Aber wie? Ich habe noch nie etwas unüberlegtes gemacht. "Und genau das ist deine Schwäche Brüderchen." Genervt sah ich zu dieser falschen Chenlu auf. Nein. Das war sie definitiv nicht. "Ich kenne dich. Ich weiß, was du denkst. Ich sehe es dir an. Weißt du was lustig ist? Dadurch das du hier nicht alterst wirst du für immer hier gefangen sein. Ist doch echt amüsant oder nicht?", lachte sie. "Unglaublich amüsant.", meinte ich und stand auf. Überrascht sah mich meine Schwester an. "Wo willst du hin?", fragte sie streng. "Ich bin doch nur aufgestanden.", erwiderte ich monoton. "Ist klar. Was hast du vor?" Sie kam auf mich zu. Ich bewegte mich keinen Zentimeter. "Verlierst du etwa deine Angst?", grinste sie. "Bist du bereit für die nächste Stufe?" "Was soll denn noch kommen, hm! Es gibt nichts nach der Ewigkeit!" Schelmisch grinste meine Schwester vor sich hin. Wie sollte das meine Chenlu sein. Wie? "Du weißt doch noch gar nicht, wie diese Ewigkeit für dich aussehen wird. Ich könnte dich foltern oder besser gesagt, ist das meine Aufgabe. Schließlich geht es hier um deine Ängste." Ängste? Wieso dann Folter? Sehe ich so aus als würden mir die Schmerzen jetzt noch was bringen? "Keine körperliche Folter wie du denkst. Die Folter im Geist. Die, die deine Seele für Zeit zu Zeit langsam aus dir raus quetscht bis von dir nichts mehr übrig bleibt und du endgültig verloren hast. Aber natürlich kannst du auch weiter versuchen zu entkommen. Das haben noch nicht viele geschafft. Und weißt du wieso? Weil die Angst alles kontrolliert. Sie ist stärker als alles andere. Sie ist dein größter Feind." "Da hast du vielleicht Recht Schwesterchen, aber ein was hast du vergessen." "Was?", fragte sie überrascht. "Ich bin dein Bruder.", meinte ich, bevor ich mich auf den Boden kniete mir die Hände an den Kopf hielt und versuchte meine Gedanken zu sortieren und kontrollieren. Diese Gehirnwäsche hielt ich langsam nicht mehr aus. Echt erbärmlich, wie meine Mutter sagen würde. "Was soll das werden?", fragte die falsche Chenlu panisch. Also doch, ich hatte sie durchschaut. Ich sah auf zu ihr, grinste. "Ich kenne Chenlu. Ich habe sie vor nicht all' zu langer Zeit besucht. Wir haben Kontakt, auch wenn wir uns nicht sehen. Ich weiß, das du nicht Chenlu bist und es auch niemals sein wirst." "Wie bitte!", fragte das Mädchen zornig. "Du hast richtig gehört. Du bist nicht mehr als eine Illusion."

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    Ich schlug die Augen auf und konnte es nicht glauben. Das war's? Das soll es gewesen sein? Wie? Professor Slughorn saß an seinem Schreibtisch und kontrollierte wahrscheinlich die Vorprüfungen, einiger Schüler. Ehe er zu mir auf sah. "Grund gütiger... Sie sind wieder da!", murmelte er, bevor er aufsprang und zu mir kam. "Geht es ihnen gut?", fragte er sogleich. "Ich muss mit Namjoon sprechen.", meinte ich und wollte aufstehen, doch klappten mir die Beine weg und Slughorn drückte mich zurück in den Stuhl. "Das sind die Nachwirkungen des Tranks. Bleiben Sie sitzen, wollen sie etwas trinken?", meinte Slughorn und deutete auf eine Flasche Wasser. "ICH. MÖCHTE. NAMJOON. SPRECHEN. So unverständlich?", wiederholte ich mich. Er ist der einzige mit dem ich darüber reden kann und er wird der einzige sein, der je davon erfährt. Der Professor verschwand und ich sah zu Dominique, welche neben mir immer noch schlief. Ich seufzte, wird sie es schaffen? Plötzlich kam Namjoon durch die Tür gestürmt. "Hendery? Alles okay?", fragte er sofort, was mich schmunzeln ließ. "Gibst du mir mal bitte das Wasser da?", fragte ich, da ich immer noch den widerwärtigen Geschmack des Tranks im Mund hatte. Er reichte mir die Falsche und hockte sich vor mich. "Was ist passiert?", fragte er vorsichtig. Ich sah ihn an. "Ich habe dir doch von meiner Schwester erzählt.", begann ich, Namjoon nickte. "Ich möchte, das du ihr einen Brief schreibst und sie fragst, wie es unserer Familie geht und was die neuesten Ereignisse in Hongkong sind.", sagte ich, ich musste dies einfach wissen. "Wieso machst du das nicht selbst?", fragte der Jüngere unsicher. "Weil ich noch immer kraftlos an diesen Stuhl gefesselt bin und wenn ich wieder laufen kann, wird meine erste Zeit sicher dem Turnier zugeschrieben.", antwortete ich einfach. Wieder nickte er. "Ich muss so schnell wie möglich eine Antwort haben. Sag mir Bescheid, wenn ich einen Brief bekomme." "Hendery... Was ist passiert?", Namjoon wirkte ernst. War klar, das er es wissen wollte. "Der Trick dieses Trankes ist, dich in eine echt wirkende Illusion zu stecken. Meine war sehr vielfältig, da ich meine Schwester Jahre nicht gesehen habe. Du musst nur erkennen, das es nicht die Wahrheit ist.", murmelte ich. Es war mehr eine Antwort für mich selbst als für Namjoon, da es mir erst jetzt wirklich klar wurde. "Ich hätte es fast geglaubt, wäre meine Schwester nicht so unnatürlich gewesen. Ich weiß nicht, ob sie mir verzeihen könnte, weshalb ich es anfangs als ziemlich real wahrgenommen habe, aber am Ende wurde es immer undeutlicher. Als würde die Welt vor mir verschwimmen und meine Schwester wolle mich als Riese zertreten, bis nichts mehr von mir übrig ist. Das würde sie trotz allem niemals tun."


    hi guys,

    Wollte mal fragen, wie ihr die 2. Aufgabe so findet, da ich mir selbst ziemlich unsicher bin, was ich von meinem geschriebenen halten soll. 😅
    Würde mich über ein paar Kommentare freuen. 🤗

    Des weiteren wäre es cool wenn ihr trotz allem aller 1 oder 2 Monate mal ein Kommentar schreiben könntet, da ich kurz davor war die FF auf Teste.dich abzubrechen und nur noch auf Wattpad weiter hochzuladen. Ich weiß manche lesen lieber nur ohne Kommentare zu schreiben, aber die FF bekommt in letzter Zeit auch immer weniger Aufrufe und hat sowieso keine Bewertungen weiter, weshalb ich mir eben unsicher war.
    Wäre super cool ein paar Rückmeldungen zu bekommen.

    Remind: ur nice, keep going 💓💓

    Man liest sich wieder.
    LG Lea♡

    63
    61. Kapitel

    Yoongi POV

    Prüfend sah ich zu Namjoon, welcher den Brief für Henderys Schwester seiner Eule zusteckte. "Er hat fünf Tage geschlafen und das erste was ihm einfällt, ist einen Brief an seine Schwester zu schicken?", fragte ich immer noch ungläubig. Ich traute dem Typen einfach nicht. "Er macht sich halt Sorgen um sie.", murmelte Namjoon, während er beobachtete, wie seine Eule davon flog. "Hendery? Sorgen? Ja sicher. Der macht sich doch höchstens Sorgen um sich selbst.", schnaubte ich. Ich verstand einfach nicht, was Namjoon in ihm sah. "Glaubst du das wirklich?", fragte mein bester Freund, während er mich enttäuscht musterte. "Ja, das glaube ich. Was bringt dich überhaupt dazu ihm so blind zu vertrauen? Als ob er das zu schätzen wüsste!" Okay, ja vielleicht übertreibe ich gerade. Vielleicht nicht. But who cares? "Wo ist eigentlich Isabella?", fragte Namjoon plötzlich. "Weiß nicht... in der Bibliothek so?", zuckte ich die Schultern. "Dann suchen wir sie doch mal.", lächelte Namjoon und war schon dabei die Eulerei zu verlassen. "Du verbringst also mal freiwillig Zeit mit uns anstatt mit Hendery?", meinte ich. Meine Aussage klang mit meinem Tonfall vielleicht etwas arrogant, aber das war mir gerade sowas von egal. Das würde ich sicher nicht so auf mir sitzen lassen. "Bist du etwa eifersüchtig?", kam es etwas erstaunt, aber wohl eher belustigt von Namjoon. "Eifersüchtig?" Hatte ich mich da gerade verhört? "Ich bin sicher nicht eifersüchtig, dennoch bist du mein einziger richtiger Freund und weil du ja deine wertvolle Zeit lieber mit unserem unnahbaren Champion verbringst, als mit uns Langweilern gibt es jetzt auch noch das Gerücht, dass ich mit Isabella zusammen bin! Was ist das denn? Ich dachte wirklich, das ich mich auf dich verlassen kann und nicht so leicht ersetzt werde!", meinte ich empört. Gut, ja ich geb's zu. Es hatte mich verletzt, das er lieber mit Hendery anstatt mit mir unterwegs war, aber was war so falsch daran, deshalb wütend zu sein? Namjoon seufzte. "Yoongi... wenn ich etwas nicht wollte, dann ja wohl dich zu verletzen, aber Hendery hat wirklich meine Hilfe gebraucht." Genervt ging ich an Namjoon vorbei. War ja klar, das so eine Antwort kommen würde. "Egal jetzt. Wir suchen Isabella.", sagte ich nur noch und Namjoon folgte mir seufzend.

    Jungkook POV

    "Hier. Und wenn du die Bohne zerdrückst anstatt sie zu zerschneiden, klappt es noch besser.", sagte ich zu Jimin, welcher schon seit fast fünf Minuten versuchte mit seinem Trank voran zu kommen, aber kläglich an dieser tanzenden Bohne gescheitert ist. Als er die Bohne dann endlich im Trank hatte kam er wieder ein Stück näher zu mir. "Glaubst du Dominique wacht wieder auf?", flüsterte er. Ich zuckte die Schultern: "Ich hab echt keine Ahnung, aber Hendery ist schon seit fast zwei Tagen wieder wach, was mir schon irgendwie Sorgen bereitet." Jimin schwieg daraufhin. Ob Magnus davon gewusst hat und deshalb mit Absicht nicht teilgenommen?
    Als die Stunde vorbei war, machten wir uns auf den Weg zum Gemeinschaftsraum. "Du Kookie?" "Hm?", fragte ich und sah zu meinem 'Bruder'. "Ich geh ja mit Suna zum Weihnachtsball... aber was ist mit dir? Hat dich schon jemand gefragt? Oder hast du jemanden im Hinterkopf?", fragte Jimin grinsend, welches mir meins wieder entzog. "Wiesoooo? Wieso redet jeder von diesem blöden Ball?", quengelte ich und raufte mir dabei durch die Haare, was Jimin erheitert Lächeln ließ. "Na komm, jetzt sag schon. Hast du schon einen Plan? Ich kann dich da schließlich nicht alleine aufkreuzen lassen.", schmunzelte mein Gegenüber, was mir ziemlich unangenehm war. Ja... Ich hatte schon vor jemanden bestimmtes zu fragen, aber das wollte ich Jimin eigentlich noch nicht sagen. "Lass dich doch überraschen.", lächelte ich ausweichend und legte etwas an Tempo zu. "Hey! Jetzt warte doch mal!", stolperte er hinter mir her, als wir auch schon am Gemeinschaftsraum ankamen. "Wen-", begann Jimin als ich die Tür, mit Hilfe des Passworts, öffnete und plötzlich Jungsook vor mir stand. "Oh mein Gott! Jimin du musst unbedingt mit Suna reden, sonst tanzt sie noch mit Jongho und nicht mit dir.", lachte sie ihren Adoptivbruder an, was ihn stutzen ließ. "Jong-wer?" "Jongho aus Slytherin. Der, mit dem sie im Unterricht immer übt.", lächelte sie. "Ach, tut sie das?", murmelte Jimin. Oh no, die Eifersucht kommt durch. Ich verzieh mich dann wohl lieber. "Hey, war doch nur Spaß, aber ich wette er fragt sie trotzdem.", lachte sie. War ja klar, Sook hat keine Angst vor Jimin. "Naja, wie auch immer. Ich bin oben.", sagte ich und verzog mich in unseren Schlafsaal. Als ich dort oben ankam, lag Joel auf seinem Bett und las, der Rest der Betten war leer. Erschöpft schmiss ich also meine Sachen auf meins und überlegte, wie viel Zeit denn noch bis zum Weihnachtsball übrig ist.

    Taehyung POV

    In Seelenruhe saß ich in der Bibliothek. Es tat gut mal wieder allein zu sein. Ich sah aus dem Fenster und beobachtete den Schnee, wie er in sanften Flocken nach unten fiel. Rachel war nach einer Ewigkeit endlich mal wieder mit ihren Freundinnen draußen. Sie haben sich zu dritt nach Hogsmeade aufgemacht und wollten nach Kleidern für den Ball gucken gehen. Ich freute mich schon seit Anfang diesen Jahres auf den Ball. Zusammen mit Rachel wird das mit Sicherheit eine meiner schönsten Erinnerungen. Mit wem Hobi und Jin wohl gehen? Und Kookie? Namjoon und Yoongi? Na gut, bei letzteren beiden könnte ich mir auch gut vorstellen, das sie einfach schwänzen.
    Das ist das erste Jahr, wo die Schüler dazu verpflichtet sind an dem Ball teilzunehmen, was ich persönlich ziemlich gut finde. Die meisten wissen heutzutage schon gar nicht mehr wie man klassisch tanzt. Suna wird mit Sicherheit mit Jimin gehen.
    Ich bin froh, das die beiden so glücklich zusammen sind und ich wünsche mir auch, das es so bleibt. Sie geben ein echt süßes Pärchen ab und außerdem will ich keinen von beiden, wegen dem anderen verletzt sehen. Zu wem sollte ich denn dann stehen? Meiner Schwester? Meinem besten Freund? Ich müsste mich wohl komplett aus der Sache raushalten.
    Plötzlich hörte ich die Tür der Bibliothek. Es war inzwischen schon dunkel draußen. Ich war bis eben der einzige der hier war. Aus Neugierde, wer um diese Zeit, freitags, noch in die Bibliothek kommt, ging ich der Person entgegen. Es war Hendery. Schweigend (und ja ich versteckte mich mehr oder weniger vor ihm) beobachtete ich ihn. Er wirkte ziemlich ernst und suchte vermutlich, seiner Handlung nach zu urteilen, ein bestimmtes Buch. Er lief den Gang 'Geschichte' entlang und wirkte mehr als konzentriert, als er sich jedes einzelne der Bücher ansah. Was er wohl suchte? Zwei Regale entfernt folgte ich ihm mit meinem Blick, bis er abrupt stehen blieb. Er nahm ein Buch aus dem Regal und blätterte es bis zu einer bestimmten Seite durch. Dann klappte er es mit einer Hand wieder zu und wollte gehen. In meiner Mühe nicht aufzufallen, stolperte ich über meine eigenen Füße und verlor natürlich das Gleichgewicht. Mit voller Wucht schlug ich auf dem Boden auf, was Hendery (welch ein Wunder) mitbekam und stehen blieb. Ertappt stand ich auf und wagte es nicht ihn anzusehen. Ja, ich hatte Respekt vor dem Typen. Unzwar genau seitdem er mich in der 1. Klasse vor irgend solchen dummen Schlägern beschützt hat. Was ich bis heute nicht verstand. Er hätte damals einfach weiter gehen können und dennoch hatte er mir geholfen, nur um mich danach nie wieder anzusehen.
    Was genau ist also eigentlich falsch mit dem? "Taehyung, richtig?", fragte er und zog dabei eine seiner Augenbrauen hoch. Schüchtern nickte ich. "Bist du sonst nicht eher so ein gesprächiger und erheiterter Mensch und nicht so extrem schüchtern?" Erstaunt sah ich ihn an. Woher wusste er das? Oder besser, was wusste er noch alles über mich und woher? "Äh- ähm... ja. Eigentlich schon.", stotterte ich so vor mich hin, während er mich nur anlächelte. "Na dann, ich muss weiter. Pass auf wo du hintrittst.", meinte er und machte auf Absatz kehrt. "Warte!", rief ich und hielt mir sofort die Hand auf den Mund. So laut war das nicht geplant... Hendery hielt an und sah mich fragend an, während ich zu ihm aufholte. Ich kam irgendwie absolut nicht auf diese autoritäre Ausstrahlung klar, die er so an dich hatte. Mit etwas Mühe, überwand ich mich ihn dann doch noch zu fragen. "Was liest du da? Es sieht so aus, als hättest du genau das gesucht."

    64
    62. Kapitel

    Hendery POV

    "Was liest du da? Es sieht so aus, als hättest du genau das gesucht.", fragte er. Ich zögerte. Sollte ich es ihm wirklich sagen? Verträgt er das? Na gut. Warum eigentlich nicht. Misstrauisch sah Taehyung mich an und gleichzeitig wirkten seine Augen so voller Neugierde. Ich schmunzelte und schlug die Seite auf mit den Informationen, die ich gesucht hatte. Als ich es ihm zeigte und er das Bild betrachtete weiteten sich seine Augen. Überraschung? Furcht? Ich wusste es nicht so recht. "Nun ja, ich muss jetzt aber auch weiter.", sagte ich und wollte gerade gehen, als Taehyung mir die Frage stellte, die ich bereits vermutet hatte. "Warum suchst du Informationen zum Blutpakt?" Ich seufzte. Das könnte ich ihm nicht sagen. "Es ist lediglich die Geschichte zwischen Dumbledore und Grindelwald, was man hier findet. Mach dir darüber also keinen Kopf. Wie gesagt, ich muss jetzt los.", sagte ich und verließ ohne ihn noch einmal anzusehen die Bibliothek. Wie würde er wohl reagieren, wenn ich ihm sagen würde, das der Typ, bei dem ich wohne, sich darüber informiert hat und ich es deswegen wissen wollte? Ich bin mir ja noch nicht einmal selbst sicher, wieso Chen sich darüber informiert. Aber es ist wohl besser, wenn ich ihn erstmal nicht aus den Augen lasse. "Hey Hen!" Verwirrt drehte ich mich um und sah wie Magnus auf mich zu lief. Kann mich bitte jemand vergraben? Genervt verdrehte ich die Augen und lief weiter. Dieser Idiot war der einzige der mich so nannte und darüber war ich auch echt glücklich. Wie kam man nur auf so einen hässlichen Namen? Er kam zu mir gerannt und legte einen Arm über meine Schulter. "Hey, wusstest du schon das wir den Einführungstanz machen müssen?", fragte der Durmstrang. Angewidert strich ich seine Hand von meiner Schulter und lief weiter. "Was für ein Einführungstanz denn bitte?", fragte ich, während mir dieser Trottel immer weiter folgte. "Na für den Weihnachtsball! Mit wem gehst du denn hin?" Natürlich! Wie konnte ich nur so blöd sein. "Ich werde nicht hingehen.", sagte ich trocken und sah den Idioten immer noch nicht an, in der Hoffnung, er würde endlich verschwinden. "Aber wir sind doch dazu verpflichtet. Wir sind A, die Champions und müssen als erste tanzen und B, sind alle Schüler dieses Jahr dazu verpflichtet teilzunehmen.", meinte Magnus. "Mit wem gehst du denn?", fragte ich und sah ihn trotzig an. "Naja... eigentlich wollte ich ja Dominique fragen... aber die ist ja noch nicht wieder aufgewacht.", murmelte er. "Huang Hendery und Magnus Olsson bitte in Professor Slughorns Büro.", drang die Durchsage durch den Lautsprecher. Ich seufzte. "Sie ist wohl aufgewacht.", nuschelte ich. "Echt? Glaubst du?", fragte Magnus ungläubig. Genervt verdrehte die Augen und machte mich auf den Weg. Gab es überhaupt eine noch nervigere Person als diesen Typen?

    Suna POV

    "Und du bist also mit diesem Jimin aus Ravenclaw zusammen?", fragte Jongho. Ich nickte und er drehte mich einmal um meine eigene Achse. "Dann wirst du mit ihm sicher auch auf den Ball gehen.", schlussfolgerte der Slytherin. "Ja vermutlich. Es war zumindest so geplant.", nickte ich. Ob er mich wohl auch gefragt hätte? "Schade, ich wäre auch gerne mit dir dort hingegangen.", antwortete mir Jongho ziemlich gleichgültig. "Wirklich?", fragte ich also. Er nickte. "Gut gemacht, Schüler. Das war die letzte Stunde vor dem Weihnachtsball. Ab nächste Woche sind schließlich Ferien und an deren ersten Mittwoch wird um 19 Uhr der Ball stattfinden. Ich hoffe Sie haben bereits eine Begleitung gefunden. Viel Erfolg.", sagte Professor McGonagall gut gelaunt und verließ dann, sowie die meisten Schüler, den Klassenraum. "War mir eine Freude mit dir zu tanzen.", lächelte Jongho und verbeugte sich vor mir. "Ich habe mich auch gefreut. Ich danke dir Jongho, dass du so viel Geduld mit mir hattest." Er lächelte nur, bevor er sich verabschiedete und dann ebenfalls ging. Ich seufzte glücklich und machte mich dann auf den Weg zu Jimin. Ob er heute wohl besser drauf war? Die letzten Tage waren schrecklich. Ständig stritten wir uns wegen den kleinsten Dingen, welche komplett unnötig sind und dann gibt er auch noch mir die Schuld. Jungsook meinte, ich sollte ihm einfach Zeit geben. Trotzdem glaube ich nicht, dass das hilft. Ich glaube... Ich glaube er liebt mich einfach nicht mehr so, wie vorher. Ich habe das Gefühl, er hat sich verändert. In wiefern kann ich allerdings auch nicht sagen... es fühlt sich halt einfach anders an.

    -Zeitsprung: 2 Tage-

    Jimin POV

    Zusammen mit Jungsook, Jungkook, Hobi und Jin saß ich in der Großen Halle. "Du gehst also mit Meggie zum Ball?", grinste Kookie, Jin an, welcher nur schüchtern, aber ebenfalls grinsend nickte. "Und du Hobi?", fragte meine Schwester. "Mich hat ein Mädchen gefragt und ich habe zugesagt.", lächelte er. "Uhh~ und? Wie heißt sie?", löcherte Kookie ihn weiter. "Ihr Name ist Amelie.", meinte unser Sonnenschein. "Und du Kookie mit wem gehst du?", fragte Jin. "Ich habe Phoebe gefragt und sie hat zugesagt.", lächelte er und wurde ganz rot im Gesicht. "Ohhh ich freu mich für dich.", quiekte Jungsook und fiel ihm um den Hals, "Ich finde ja ihr passt so gut zusammen." Verwirrt sah ich die beiden an. "Und warum wolltest du es mir nicht sagen?", fragte ich etwas enttäuscht. "Weil ich sie zuerst fragen wollte.", antwortete er mir, als Suna zu uns kam. "Ihr geht doch auch zusammen, oder?", fragte Jungsook dann an mich gerichtet, als meine Freundin bereits hinter mir stand. Langsam nickte ich. Wollte ich überhaupt noch mit ihr dahin gehen? In letzter Zeit verhielt sie sich wirklich merkwürdig. "Mit wem gehst du?", fragte Su dann an ihre beste Freundin gerichtet und alle Augen wendeten sich zu Jungsook. "Das ist ein Geheimnis.", grinste sie. "Schade, jedenfalls wollte ich mal mit dir reden, kommst du bitte mit?", fragte Suna dann plötzlich und die beiden verschwanden.

    Jungsook POV

    "Was ist denn los?", fragte ich, da Suna echt fertig wirkte. Sie hatte mich raus in die Kälte geschliffen, so das wir den zugefrorenen See von weitem betrachten konnten. "Ich weiß nicht, ob ich mit Jimin wirklich dahin gehen soll." Überrascht sah ich sie an: "Wie meinst du das?" "Naja, ich weiß auch nicht! In letzter Zeit habe ich echt das Gefühl, er liebt mich gar nicht mehr.", murmelte sie und drehte sich traurig von mir weg. Ich umarmte sie also von der Seite und lächelte ihr ins Gesicht. "Was hälst du davon, wenn du einfach erst mal mit ihm hingehst. Du kannst trotzdem auch mit jedem anderen tanzen.", grinste ich. "Ja, ich weiß, aber Jongho hat mich eben auch gefragt und ich würde wirklich gerne mit ihm dahin gehen!", entfuhr es ihr plötzlich. Erschrocken oder eher überrascht sah ich sie an. Wirklich? "Ach echt? So ist es also! Na dann geh doch mit ihm statt mit mir!", rief Jimin plötzlich, der wohl nach uns gesucht hatte. Wütend lief er davon während Suna ihm schon hinterher rannte. "Jimin! Nein. Jetzt warte doch mal. So hatte ich das nicht gemeint!", hörte ich sie noch rufen, bevor sie endgültig aus meinem Sichtfeld verschwand. Ich seufzte. Vielleicht sollte ich einfach wirklich ohne Begleitung gehen. "Das kann ja wohl nicht war sein.", hörte ich jemanden hinter mir murmeln, der rasch in meine Richtung lief. Er schien mich gar nicht zu bemerken, da er mit voller Wucht gegen meine Schulter rannte und da erwachte er auch schon aus seiner Einmannnzelle. "Oh entschuldige! Ich habe dich gar nicht bemerkt!", erschrak er sofort und ich begann zu lachen. "Das habe ich gemerkt." Verlegen kratze er sich am Hinterkopf. "Sag mal kenne ich dich irgendwo her?", fragte ich, als ich ihn so sah. Erst jetzt sah er wirklich zu mir. "Hmmm~ vielleicht die Schnitzeljagd?", fragte er und musterte mich. Ich schüttelte den Kopf. "Höchstwahrscheinlich nicht." "Oh ja, doch! Als du deinen Namen auf den Listen gesucht hast, hab ich dich aus versehen angerempelt.", sagte er, während der Rest in einem Murmeln regelrecht verschwand. "Dann solltest du wohl lernen aufzupassen, wo du hinläufst.", lachte ich. "Ja, vermutlich.", lächelte er schüchtern. "Wie heißt du eigentlich?", fragte ich ihn schließlich. "Mein Name ist Mark. Und du? Wie ist dein Name?", antwortete er. "Jungsook.", lächelte ich und reichte ihm die Hand. "Nun gut, Jungsook. Wenn es dir nicht zu viel ist, würde ich dich gerne zum Ball einladen. Ich würde gerne das nette Mädchen kennenlernen, welches mir schon zwei mal meine Tollpatschigkeit verziehen hat.", lächelte er mit einer leichten Verbeugung. Wie sollte ich da bitte Nein sagen?

    Hey Leute,

    Tut mir wirklich leid, das ich schon wieder mit Verspätung hochgeladen habe. 😅
    Noch mal danke an @Golden Fox für die 2 netten Kommentare. 😊

    Uuuund~ natürlich ein fettes danke an alle und die 7.500 Aufrufe, die wir jetzt endlich erreicht haben.

    Whatever,
    See ya guys 🤗💓
    Und liebe Grüße

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    63. Kapitel

    Namjoon POV

    -Zeitsprung: ein Tag vor dem Ball-

    Allein stand ich oben auf dem Astronomieturm. Ich genoss die Ruhe und Kälte, die sich mir hier bot. Morgen ist der Weihnachtsball und übermorgen muss ich nach Hause. Wer weiß, was meine Eltern schon wieder mit mir Vorhaben, dass es so dringend sein musste. Yoongi war gar nicht begeistert davon als ich es ihm erzählt hatte. Immerhin hieß es, dass ich ihn schon wieder mit Isabella alleine ließ. Dafür habe ich das Gefühl, die beiden kommen besser miteinander aus als je zuvor. Die dritte Aufgabe des Turniers wurde verschoben, da es nächste Woche einen riesigen Schneesturm oder sowas geben soll. Hendery hat mir erzählt, das er zum Einführungstanz da sein muss, allerdings absolut nicht weiß, wenn er um Begleitung bitten soll, da er das auch alles gar nicht will. Ich schmunzelte. Dieser Typ war schon so ein Fall für sich. Er hat mir auch erzählt, das Magnus und Dominique zusammen zum Ball gehen. Woraufhin er überlegt hatte, Luna aus seinem Jahrgang zu fragen, welche in Hufflepuff ist. Als ob irgendein Mädchen zu ihm Nein sagen würde. Er könnte mit absolut jeder gehen. Ich seufzte erneut. Mit wem soll ich nur dahin gehen? Yoongi und Isabella haben ebenfalls beschlossen zusammen zu gehen, natürlich alles auf freundschaftlicher Basis. Ich sah auf den ziemlich gefrorenen Fluss, der an Hogwarts vorbei floß und daraufhin in den Himmel. Ich schmunzelte, bei der Kälte konnte man sogar meinen Atem sehen. Ich kuschelte mich weiter in den grün-schwarz gestreiften Schal. Sollte ich einfach ohne Begleitung gehen? Ich meine, es interessiert doch vermutlich eh keinen... da fiel mir etwas ein. Die letzten Tage hatte mich doch diese komische Yuna, aus Sunas Jahrgang damit genervt, ob wir nicht zusammen gehen wöllten. Sollte ich da vielleicht einfach zusagen? Da mir immer kälter wurde, beschloss ich nun doch wieder zurück zu gehen.
    Als ich dann am Gemeinschaftsraum ankam, merkte ich, das dieser ziemlich leer wirkte. Die meisten schienen Vorbereitungen für morgen zu treffen. Plötzlich kam mir Hendery entgegen und blieb dann vor mir stehen. "Noch mal Danke, Namjoon, dass du den Brief an meine Schwester geschickt hast. Das Turnier hat mir echt Stress gemacht, die Auswertung, dann als Dominique aufgewacht ist, das blöde Interview und so weiter.", kam er wie immer sofort zur Sache. "Ach nein, nicht der Rede wert.", nickte ich ab und wollte eigentlich auch schon weiter gehen, als er sich auf einmal zu mir lehnte und mir ins Ohr flüsterte. "Du sollst doch am Donnerstag nach Hause fahren stimmt's?" Ich nickte leicht. "Du musst mir danach unbedingt erzählen, was Sie wollten.", sagte er leise. "Wer was wollte?", fragte ich ihn verwirrt und er begann zu schmunzeln. "Wirst du schon sehen, man sieht sich Namjoon.", meinte er, wunk mir noch mal und verschwand dann durch die Tür, aus der ich eben erscheinen war. Was meinte er wohl damit? Wen meinte er mit Sie? Meine Eltern? Verwirrt schüttelte ich meinen Kopf und ging dann wieder in meinen Schlafsaal. Wie bereits vermutet schlief Yoongi noch. Luca war weg und Jonas, räumte seine Sachen auf. "Ey Schlafmütze! Es ist gleich halb 12 jetzt steh endlich mal auf!", meinte ich und zog meinem besten Freund lachend die Decke weg. Der dann gleich anfing rum zu ningeln, dass es doch viel zu kalt sei und sich das Kissen über den Kopf zog. "Jetzt komm oder ich lasse Luca's Niffler frei.", lachte auch Jonas und plötzlich sprang Yoongi auf. "Niemals! Der Niffler bleibt wo auch immer er ist!", rief er und nahm sich anschließend ergeben seine Sachen und stolperte ins Bad, während Jonas und ich vor Lachen starben.
    Nachdem Yoongi dann irgendwann mal fertig war, sind wir in die Große Halle gegangen, um etwas zu essen. Nun saßen wir da und Yoongi konnte sich nicht entscheiden, was er wollte. Ich schüttelte nur den Kopf und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Suna und Jungsook saßen zusammen und schienen sich freudig zu unterhalten, während ihre Brüder zusammen mit Jungkook etwas weiter weg saßen und die Stimmung eher trüb aussah. "Ey, was glaubst du ist da passiert?", fragte ich Yoongi und nickte in deren Richtung. Der zuckte die Schultern: "Woher soll ich das wissen? Sind Suna und Jimin nicht zusammen?" "Dachte ich eben auch, deshalb bin ich ja so verwirrt.", antwortete ich, als sich plötzlich Isabella zu uns gesellte. "Na Jungs, was geht?", begrüßte sie uns. Ich nickte in die Richtung, worüber wir gerade sprachen und sie verdrehte die Augen. "Die und ihre Probelme. Ich habe mit Jongho aus meiner Klasse geredet, der hat mit Suna immer getanzt und die beiden wollten anscheinend zusammen dahin gehen, aber das schien Jimin nicht so zu gefallen oder so, was weiß ich. Auf jeden Fall geht Suna jetzt mit Jongho, weil die beiden anscheinend Streit haben, glaub ich zumindest das es so war und Jimin müsste alleine gehen.", erklärte sie die Situation und ich nickte. "Na da bin ich mal gespannt, wie das weiter geht mit Jimin und seiner Eifersucht.", lachte Yoongi. "Mit wem gehst du jetzt eigentlich, Namjoon?", fragte Isabella an mich gewandt und ich zuckte die Schultern. "Vielleicht frage ich diese komische Yuna, mal sehen." "Ich dachte, du hasst die?", meinte Yoongi daraufhin und zog eine seiner Augenbrauen nach oben. "Tu ich auch, deshalb überleg ich noch was besser ist, allein oder mit ihr.", murmelte ich genervt. "Du kannst nicht alleine gehen! Das wäre doch viel zu schade.", empörte sich Isabella daraufhin. "Ich sagte: mal sehen. Das wird schon.", sagte ich und beobachtete weiter die Schüler, die sich alle hier in der Großen Halle aufhielten.

    Suna POV

    "Freut mich für dich, dass du jetzt endlich eine Begleitung gefunden hast.", freute ich mich wirklich. "Ja, ich habe mich noch eine Weile mit ihm unterhalten. Mark scheint echt nett zu sein und ist auch nur ein Jahr älter als wir." Ich nickte: "Er ist doch auch Gryffindor, oder?" Jungsook nickte und steckte sich dabei eine Erdbeere mit Schokolade überzogen in den Mund. "Und wie sieht's bei dir aus? Kommst du mit Jimin klar oder habt ihr euch wirklich zerstritten?", fragte sie besorgt und ich seufzte. "Ich hab mit Jimin geredet und er war wirklich sauer. Er meinte, wenn ich doch unbedingt mit ihm dort hingehen will, soll ich es doch tun, was mich dann auch wütend gemacht hat, so das ich gesagt habe, dass ich es auch mache... aber wie soll ich das Jimin bitte antun?", fragte ich verzweifelt. "Gehst du denn mit Jongho?" Am liebsten wollte ich im Erdboden versinken. "Ich habe ihn schon gefragt.", nuschelte ich und Jungsook nickte. "Naja, sie es mal von der positiven Seite. Ihr beide lernt daraus und bekommt mal etwas Abstand voneinander. Wenn ihr euch wirklich noch liebt, werdet ihr es also merken.", lächelte meine beste Freundin. "Aber was, wenn es nicht so ist? Sollen wir dann wieder normal Freunde sein? Die Vergangenheit ignorieren? Wie soll ich ihn je wieder in die Augen sehen? Ich meine er ist dein großer Bruder! Wir werden uns doch immer und immer wieder sehen.", jammerte ich so vor mich hin. "Ihr schafft das schon.", lächelte sie. Wie? Einfach nur wie?

    Jimin POV

    "Also geht ihr nicht zusammen?", fragte Jungkook. Ich nickte. "Aber zusammen seid ihr doch noch, oder?", fragte Tae besorgt. "Weiß ich doch nicht! Darüber haben wir nicht gesprochen, aber ich denke schon.", seufzte ich. "Ihr solltet euch dringend mal aussprechen.", meinte Kookie. "Damit wir uns dann wieder streiten oder wie?", konterte ich. Ich wollte nicht, dass sie mit diesem Jongho dahin geht. Das passte mir absolut nicht. "Gehst du da jetzt alleine? Oder suchst du dir auch noch jemanden?", fragte Tae. "Was wohl? Ich werde meine Freundin im Auge behalten. Ich passe genau auf was dieser Jongho macht und wehe er tut ihr weh!", knurrte ich. "Glaubst du nicht du übertreibst ein bisschen?", fragte Tae. "Ja, immerhin sollen wir an dem Abend Spaß haben.", ergänzte Kookie. "Steht ihr auf meiner Seite oder der von diesem Slytherin!", meinte ich wütend, während ich aufsprang und meine Hand auf den Tisch schlug. "Jetzt komm mal runter. Die anderen gucken schon.", flüsterte Jungkook. "Mir egal. Ich brauch jetzt erst mal frische Luft.", meinte ich und verließ die Große Halle. Ich ging direkt zum See ohne mir noch eine Jacke zu holen, was vielleicht ein Fehler war, da mir sofort die Kälte in den Körper schoss. Noch ein ganzes Stück vom See entfernt, blieb ich mitten im Schnee stehen. Was tat ich hier eigentlich? Sollte ich Suna nicht eigentlich vertrauen? Warum ging sie aber auch lieber mit ihm als mit mir? Hab ich irgendwas falsch gemacht? Liebt sie mich nicht mehr? Wie soll ich damit umgehen, wenn es wirklich so wäre? Ach Suna... du fehlst mir.

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    64. Kapitel

    Seokjin POV

    19.45 Uhr. Ich stand unten in unserem Gemeinschaftsraum und wartete darauf, das ich meine Begleitung abholen könnte. 20.00 Uhr beginnt der Ball und bis dahin sollten wir in der Großen Halle sein. Hobi und Amelie wollten uns einen Platz frei halten, da die beiden schon vor einer halben Stunde los sind. Die Vorbereitungen liefen den ganzen Vormittag und die Lehrer haben den jüngeren Schülern noch mal eingeschärft das sie spätestens 22 Uhr in ihre Schlafsäle zurück zu kehren haben. Dies gilt allerdings nur für die 1. und 2. Klassenstufe, was bedeutet ich kann mit Meggie solange bleiben wie ich will. Die Feier soll vermutlich gegen 2 Uhr dann beendet werden und- "Jin?", sprach mich plötzlich jemand an und riss mich somit aus meinen Gedanken. Vor Schreck sprang ich sofort zur Seite, was meine Begleitung schmunzeln ließ. Mit großen Augen starrte ich sie an. "Meggie... das- das Kleid steht dir- also ich mein-. Du bist wunderschön.", stotterte ich so vor mich hin, während ich das Mädchen mit dem grünen Kleid betrachtete. Es passte perfekt zu ihrer Augenfarbe und da ihre Haare nunmal schwarz waren, wirkte sie wie eine reine Slytherin, allerdings mit den liebsten Augen und dem schönsten Lächeln, das es jemals gab. Meggies Wangen nahmen einen sanften Rot-Ton an und sie sah schüchtern zu Boden. Also räusperte ich mich mit einer leichten Vorbeugung und hielt ihr anschließend meinen Arm hin. "Wollen wir?", lächelte ich und sie nickte. "Liebend gern, Seokjin.", lächelte sie zurück und zusammen machten wir uns auf den Weg in die Große Halle. Ihre kurzen Haare formten leichte Wellen und ein dünner Haarreif verzierte sie ebenfalls. Ihr Kleid reichte bis auf den Boden und hatte die Farbe... hmm.. einer.. Pistatzie? Keine Ahnung, ich kenne mich einfach nicht so mit Farben aus, Fakt ist aber: Sie ist wunderschön.
    Als wir in der Großen Halle ankamen fing uns direkt Hobi ab, welcher uns auch sofort zu unserem Tisch führte und uns Amelie vorstellte. Gemeinsam holten er und ich Getränke und dann schlug es auch schon 20. Musik ertönte und die trimagischen Champions betraten die Halle. Magnus und Dominique tanzten zusammen und- Luna? Unsere Luna aus Hufflepuff war Henderys Begleitung. Ich meine, ich kenne Luna nicht wirklich, aber trotzdem wunderte es mich. Hobi war einfach nur Happy und genoss es den Champions zuzusehen. Als das erste Lied vorbei war, verließen die Champions die Tanzfläche und Professor McGonagall hielt eine ihrer wunderschönen Reden und eröffnete somit den Ball. Viele Tanzpaare erhoben sich und somit auch ich. "Meggie, würdest du mir die Ehre erweisen mit mir zu tanzen?", fragte ich sie und setzte mein schönstes Lächeln auf, welches ich besaß. Sie lächelte zurück und erwiderte ein "liebend gern" bevor sie meine Hand ergriff und mich auf die Tanzfläche begleitete.

    Jungkook POV

    Mit Phoebe an meiner Hand rannte ich Richtung Große Halle. Wir hatten einfach mal beide die Zeit vergessen.
    So gegen 20.05 Uhr stand ich dann vor der Treppe zum Schlafsaal der Mädchen und hoffte das ich meine Begleitung nicht schon verpasst hatte, als Phoebe plötzlich aus dem Schlafsaal gerannt kam und noch versuchte eine Haarspange in ihren braunen Haaren zu befestigen. Etwas außer Atem kam sie bei mir an und entschuldigte sich für die Verspätung, während ich ihr versuchte zu erklären, dass ich selbst erst vor wenigen Sekunden aufgetaucht war. Erleichterung schoss in ihre wunderschönen blauen Augen und ich half ihr die pastellfarbene Spange zu befestigen. Ihr Kleid ging ihr bis kurz über die Knie und war wie die Spange in einem sanften Pastellblau mit wenigen dunkleren Akzenten. Es stand ihr ausgezeichnet gut. Allerdings hatten wir keine Zeit für Komplimente, weshalb ich mir einfach ihre Hand schnappte und los lief. Lachend folgte sie mir und wir kamen mit ca. einer Viertel Stunde Verspätung auf den Ball. Die Tanzfläche war bereits voll mit Tanzpaaren, als ich plötzlich Jimin entdeckte und mich bei Phoebe noch einmals entschuldigte. Sie winkte nur ab und zusammen gingen wir zu Jimin, welcher komplett verlassen da an diesem 12er Tisch saß. "Entschuldige die Verspätung, Jimin, aber jetzt sind wir da. Wo sind die anderen?", begrüßte ich ihn mehr oder weniger, während er mich nur böse ansah und genervt auf die Tanzfläche deutete. Jin und Meggie, sowie Hobi und diese Beauxbatons tanzten nicht weit entfernt, während ich eine Weile suchen musste bis ich Tae und Rachel entdeckte. Alle sahen total glücklich aus, außer Jimin natürlich. "Wo ist Suna?", fragte Phoebe plötzlich. "Weiß nicht, hab sie mit Jongho noch nicht gesehen.", meinte Jimin, welcher seinen Blick immerzu auf die Tanzpaare heftete. "Was ist denn passiert?", flüsterte Phoebe mir ins Ohr, da sie zu bemerken schien, das wohl irgendetwas nicht stimmte. Ich räusperte mich. "Na dann. Phoebe, willst du mit mir tanzen?", fragte ich sie und bekam dafür nur einen empörten Blick von Jimin. Da Phoebe allerdings bejahte, verließen wir ihn. Wir suchten uns einen etwas freieren Platz, ich legte meine Hand an ihre Hüfte und sie platzierte ihre auf meiner Schulter. Langsam begannen wir uns zur Musik zu bewegen und Phoebe fragte erneut, was zwischen Suna und Jimin passiert sei. In Ruhe erklärte ich es ihr und bekam dafür einige mitleidige Blicke von ihr. "Oh nein, ich hoffe die beiden vertragen sich bald wieder.", murmelte sie und schaute kurz zu Jimin, welcher nun von Jin und Meggie Gesellschaft bekam. Ich nickte nur. "Übrigens, was ich die noch sagen wollte...", murmelte ich etwas leise und zog somit ihre Aufmerksamkeit auf mich. "Was wolltest du sagen?", fragte sie. "Ach nichts.", sagte ich schnell. Warum eigentlich war ich so schüchtern, wenn es um Mädchen ging? "Och komm schon.", bettelte sie und machte den Hundeblick. Gott, war dieses Mädchen süß. Wieso war mir das vorher noch nie aufgefallen? Ich spürte, wie mir die Wärme in die Wangen schoss, als sie mich so bettelnd und fragend zugleich ansah. "Bitte.", flüsterte sie und schob dazu auch noch die Unterlippe vor. "Wusstest du das du extrem niedlich aussiehst, wenn du das machst?", grinste ich sie an und sie neigte schüchtern den Kopf. Ich holte einmal tief Luft bevor ich es über meine Zunge brachte: "Ich wollte dir eigentlich vorhin, als wir los gelaufen sind, schon sagen, dass du wunderschön aussiehst und das Kleid dir wirklich gut steht. Deine Haare hast du hinten wunderschön hochgesteckt und ich habe das Gefühl, es lässt deine Augen noch mehr glänzen." Warte was?-

    Namjoon POV

    Kurz vor 20 Uhr stand ich am Gemeinschaftsraum der Gryfindor und hoffte, das ich mit der Entscheidung mit Yuna zu gehen, keinen Fehler gemacht hatte, als plötzlich Jongho in meine Richtung kam. "Huch? Namjoon? Was machst du denn hier?", fragte er verwundert. "Das selbe könnte ich dich fragen.", meinte ich. "Ich möchte meine Begleitung abholen. Du doch nicht etwa auch?", meinte er, doch nickte ich nur. "Doch. Ich warte ebenfalls auf meine-" Plötzlich öffnete sich die Tür und Suna und Yuna kamen heraus. Jongho verbeugte such vor Suna, machte ihr ein Kompliment und nahm dann ihre Hand. Da schien Suna mich das erste mal wirklich zu bemerken. Sie starrte mich einfach nur an, während Jongho meinte die beiden würden jetzt gehen. Verwirrt sah ich den beiden hinterher. Okay? "Namjoon? Hallo?", quatschte Yuna mich von der Seite an, weshalb ich aus meiner Starre erwachte. Ich lud sie ganz normal ein und wollte gehen, als sie plötzlich inne hielt und sich grinsend vor mir drehte. "Und? Was sagst du? Das Kleid steht mir doch super oder?" Jetzt schon von ihr genervt verdrehte ich die Augen, bejahte allerdings in der Hoffnung nun endlich zum Ball zu kommen. Völlig übertrieben sprang sie an meine Seite und klammerte sich regelrecht an meinen Arm. Was zur Hölle ist falsch mit dem Mädchen? Ich schleifte sie also mit in die Große Halle und gesellte mich dort zu Yoongi und Isabella. Viel Zeit zum Reden blieb nicht, da dann schon der Eröffnungstanz begann. Amüsiert beobachtete ich Luna und Hendery, welcher nicht wirklich begeistert wirkte. Er hatte mir gesagt, er wolle ihr dann einfach sagen, 'es ginge ihm nicht so gut' damit er gehen kann. Belustigt schüttelte ich den Kopf. Als der Tanz vorbei war gab es einen kurzen Wortwechsel, ehe Yuna mir schon wieder auf die Nerven ging. "Guck mal Namjoon die tanzen alle! Lass uns auch tanzen gehen.", quiekte sie aufgeregt und schliff mich einfach auf die Tanzfläche.
    Nach drei Tänzen mit ihr, hielt ich es nicht mehr aus und ging sie an, das sie wohl endlich mal runter kommen sollte, woraufhin sie beleidigt verschwand. Mir sogar ganz recht so. Seufzend kehrte ich an den Tisch zurück, wo ich vorher mit Yoongi und Isabella saß. Die beiden hatten sich allerdings auf die Tanzfläche verdrückt. Ich schmunzelte als ich die beiden zusammen tanzen sah. Yoongi war darin nicht unbedingt talentiert, weshalb Isabella versuchte es ihm beizubringen. Schmunzelnd überflog ich die restlichen Paare. Am Rand entdeckte ich Jongho und Suna, welche mit Mark und Jungsook an einem Tisch saßen uns sich anscheinend gut unterhielten. Ständig lachten sie bis Mark Jungsook zu einem weiteren Tanz aufforderte und Jongho und Suna allein zurück blieben. Seit wann genau war Suna so hübsch?

    67
    65. Kapitel

    Sie trug ein helles Kleid und ihre Haare offen in sanften Wellen. Sie lächelte Jongho an. Sie stießen mit ihren Getränken an und tranken anschließend aus. "Wo starrst du denn hin?", lachte Yoongi, der plötzlich vor mir stand und ich fiel vor Schreck fast von meinem Stuhl. "Äh- nichts weiter. Hab bloß überlegt, ob diese blöde Yuna wieder kommt.", sagte ich und räusperte mich anschließend. Isabella und Yoongi sahen sich kurz an, bevor sie wieder zu mir sahen und Yoongi eine Augenbraue hoch zog. "Ich hole etwas zu trinken. Willst du auch was?", fragte er skeptisch und ich nickte, woraufhin er verschwand. Isabella setzte sich zu mir und sah mich so an, nach dem Motto 'raus mit der Sprache'. "Was?", fragte ich also. "Du hast zu Suna gesehen. Glaub nicht, ich hätte das nicht mitgekriegt.", sagte sie und ich seufzte. "Sag das bloß nicht Yoongi." Sie schmunzelte: "Keine Sorge meine Lippen sind versiegelt." "Und hier kommen die Getränke.", lächelte Yoongi, der auf einmal neben uns stand und stellte drei Getränke auf den Tisch. Das Tablett, worauf er sie getragen hatte, schob er einfach unter den Tisch. "Danke. Und wie war das Tanzen? Hast du es endlich mal gelernt, Yoongi?", schmunzelte ich. Er seufzte: "Das ist sooo kompliziert und anstrengend. Mal ehrlich wer hat sich das denn bitte ausgedacht?" Isabella und ich begannen zu lachen. Unglaublich wie faul der Junge doch war.

    -eine gesprächsvolle Stunde später-

    "Ich geh dann mal aufs Klo. Jungsook kann dir ja noch die restlichen Tänze beibringen.", lachte ich und stand bereits auf. "Bloß nicht!", erheitert, wegen Yoongi, verließ ich den Tisch und anschließend die Große Halle. Es war gerade mal kurz nach 22 Uhr. Ich brauchte dringend frische Luft. Yuna war zwischendurch noch einmal da gewesen und hatte um einen Tanz gebettelt. Schlimm, dieses Weib. Ich schlenderte die Gänge entlang, sah hin und wieder ein knutschendes Paar in irgendeiner Ecke, drehte mich angeekelt weg und lief weiter. Mein Weg führte mich schließlich, wie immer, hoch auf den Astronomieturm. Ich stellte mich ans Geländer und genoss den kalten Wind, bis ich auf einmal ein schluchzen hinter mir wahrnahm. Verwirrt drehte ich mich um und sah wie Suna die Treppe hinauf kam. Als sie mich sah hielt sie in ihrer Bewegung inne und war schon kurz davor wieder umzudrehen als ich plötzlich Jimins Stimme vernahm. "Suna? Suna? Wo bist du denn? Es tut mir leid, okay?", rief er die ganze Zeit. Sie lief von der Treppe weg und hockte sich an den Rand des Geländers. Sie sah definitiv verzweifelt aus. Sollte ich ihr helfen? Nein. Das ist Suna. Wieso sollte ich? Und wenn dann wohl doch eher Jimin, schließlich... waren wir mal Freunde. "Bist du etwa da oben? Antworte mir doch!", rief er plötzlich die Treppe hinauf und ich sah wie sie panisch zu mir blickte und praktisch nach Hilfe flehte. Also stellte ich mich an den Treppenansatz und sah nach unten, wo Jimin war. Dieser realisierte noch nicht einmal, dass ich ebenfalls hier war. "Kannst du nicht leiser sein?", fragte ich genervt und Jimin blieb stehen und sah nach oben. "Hast du Suna gesehen?", fragte er traurig. Wow, er fängt mal keinen Streit an. Ich bin beeindruckt. "Seh ich so aus? Sie ist nicht hier also verschwinde.", antwortete ich woraufhin er seufzte, umdrehte und anschließend in der Dunkelheit verschwand. Ich stellte mich zurück ans Geländer und starrte in die Nacht. Es war gar nicht mal so kalt wie die letzten Nächte, trotz des Winters und der Sternenhimmel war klar. Plötzlich stellte sich Suna neben mich und ohne das ich sie oder sie mich ansah, begann sie zu reden. "Danke, Namjoon." "Was ist passiert?", fragte ich einfach, immer weiter in die Sterne starrend. Sie seufzte. "Jongho und Jimin haben sich wegen mir gestritten. Jimin meinte Jongho sei nur ein verlogenes Arschloch, welches versucht ihm seine Freundin auszuspannen, was Jongho so natürlich hat nicht auf sich sitzen lassen." "Verstehe.", nickte ich. "Und wieso bist du weggerannt?", fragte ich dann und sah sie endlich mal an. Sie sah auf den Boden. "Als ich versucht habe, die beiden auseinander zu bringen und zu beruhigen... meinte Jimin plötzlich ich solle mich da gefälligst raushalten. Es ginge mich absolut nichts an. Allerdings wollte ich nicht aufgeben. Immerhin kann ich nicht einfach daneben stehen, wenn die zwei sich schon wegen mir streiten. Doch... Jimin hat mich-. Er hat mich geschlagen." Überrascht sah ich zu ihr. Jimin? Sie geschlagen? Das konnte ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen. "Die beiden hatten augenblicklich aufgehört zu streiten und fragten mich ob es mir gut. Traurig das es dafür erst soweit kommen musste. Jedenfalls meinte Jongho dann noch wie er es wagen könnte seine Freundin zu schlagen und dann bin ich weggerannt. Ich wollte- ich wollte einfach nur noch allein sein.", seufzte sie. Sie sah mich mit ihren dunklen Augen an und ich bekam Mitleid mit ihr. Sollte ich sie umarmen? Nein. Das ginge zu weit. Nach kurzem Schweigen wechselte sie gekonnt das Thema und fragte mich lachend: "Wie kamst du eigentlich auf die dumme Idee Yuna zu fragen, ob sie mir dir auf den Ball geht? Sie ist uns Wochen damit auf die Nerven gegangen und noch mehr als du ihr dann endlich zugesagt hast." Ich schmunzelte. "Das war vermutlich der größte Fehler meines Lebens.", lachte ich. "Und ob, Yuna ist so unerträglich und listig ist diese kleine Schlange auch. Manchmal frage ich mich warum der Hut sie nicht gleich nach Slytherin gesteckt hat." "Vielleicht hat er irgend etwas in ihr gesehen, was noch keiner sieht.", zuckte ich immer noch lachend die Schultern. "Aber wenn du es wusstest... wieso hast du mich dann heute Abend so angestarrt?", fragte ich ohne weiter darüber nachzudenken und bereute es sofort wieder. Wieso? Wie kam ich denn jetzt bitte da drauf. Sie schwieg einen Moment bevor sie anfing zu nuscheln und ich sie nur knapp verstand. "Der Anzug steht dir echt gut. Hatte ich nicht erwartet." Wirklich? Dachte sie so? Dann müsste sie mich mal zuhause sehen. Da ist es ja fast schon Standart. Dennoch begann ich zu lächeln. "Dieses helle Kleid steht dir auch super.", rang ich mir die Worte über die Lippen. Trotz der Dunkelheit sah ich wie ihre Wangen eine leichte Röte annahmen, bevor sie weiter redete. "Das ist Pastellrosa.", murmelte sie und ich musste noch mehr schmunzeln. "Glaubst du... Jimin verkraftet das, wenn ich mit ihm Schluss mache?", fragte sie plötzlich und starrte wieder in die Sterne. Mehr als überrascht sah ich sie an. "Wieso willst du mit ihm Schluss machen?" Sie seufzte. "Ich weiß nicht. Wir haben uns in letzter Zeit so sehr auseinander gelebt und heute Abend als ich mit Jongho auf dem Ball war, ist mir klar geworden, dass das mit uns einfach nicht funktioniert." Ich nickte. "Und Wieso glaubst du kann ich Jimin einschätzen?" "Weil ihr einmal Freunde wart und ich glaube einfach nicht das dir und Yoongi die Jungs komplett egal sind.", sagte sie und ich war beeindruckt wie sie über uns dachte. Denn... in irgend einer Art und Weise hatte sie recht. Auch wenn wir uns gefühlt immer stritten, würden wir es glaube ich beide nicht verkraften, sie alle nicht mehr zu sehen. Einfach das Wissen, das es ihnen gut geht. "Er wird seine Zeit brauchen, aber ich denke irgendwann werdet ihr beide damit klar kommen, auch wenn es am Anfang vielleicht schwierig wird.", meinte ich und mit großen Augen sah sie mich an. "Ich hoffe du hast recht. Immerhin ist der der Bruder meiner besten Freundin."

    Jungsook POV

    "Der Abend war wirklich schön. Ich danke dir, Jungsook.", meinte Mark und reichte mir seine Hand. "Ach Nein! Ich muss dir danken. Du hast dafür gesorgt, das es nie langweilig war.", lachte ich ihn an und wir verabschiedeten uns. Die Uhr zeigte bereits Mitternacht und ich fragte mich, wo Suna wohl steckte. Schon seit fast zwei Stunden hatte ich sie nicht mehr gesehen und auch Jongho und Jimin, wie mir gerade auffiel habe ich ewig nicht gesehen. Ob wohl etwas passiert ist? Schnell lief ich durch das Schloss bis mir plötzlich Jimin entgegen kam. "Hast du Suna gesehen?", fragten wir gleichzeitig nur mit dem Unterschied das ich ruhig klang im Gegensatz zu ihm. Jimin klang panisch, was mir jetzt schon Sorgen bereitete. "Mist.", nuschelte er und war schon dabei weiter zu laufen. "Hey! Jetzt warte doch mal! Was ist denn bitte schön passiert?", fragte ich wütend, da er mich einfach ignorierte. "Ich- Suna-", er seufzte tief und kam zu mir zurück. "Was- was wenn sie mir nie verzeiht?", murmelte er mit glasigen Augen.


    hiii guys,
    a lil bit drama for u. 😂😂

    Ich hoffe euch gefällt das Kapitel. Würde mich riesig über ein paar Meinungen in den Kommentaren freuen. Was glaubst ihr? Wird es mit Jimin und Suna gut gehen?

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    66. Kapitel

    Suna POV

    "Also kann Yoongi nicht tanzen?", fragte ich kichernd, während wir so durch die Schule wanderten. "Isabella hat versucht es ihm beizubringen, aber ich glaube er kann es trotzdem nicht wirklich.", lachte Namjoon und ich stieg mit ein. "Ich weiß gar nicht ob Jimin gut tanzen kann", seufzte ich, "schließlich sind wir heute gar nicht dazu gekommen." "Ihr bekommt das schon wieder hin. Mach dir da mal keine Sorgen.", lächelte er mich lieb an. "Danke, Namjoon. Dank dir fühle ich mich jetzt wirklich besser.", sagte ich und meinte es auch so. Schon seit über einer Stunde unterhielten wir uns über belanglose Dinge. Wir hatten auch das Thema Freundschaft angeschnitten, womit wir zum Weihnachtsball und dann zum Thema tanzen gelangten. "Es gibt nichts zu danken, Suna. Von deiner Seite aus zumindest nicht. Ich sollte mich bei dir bedanken, dass du mir die Augen geöffnet hast.", erwiderte Namjoon und sah mir dabei in die Augen. "Augen geöffnet?" "Wir haben nicht wirklich über Familie geredet, aber... naja Yoongi ist meine Familie und mein bester Freund und egal was passiert, die anderen werden auch immer unsere Freunde bleiben, auch wenn es eine merkwürdige und durchaus fragwürdige Freundschaft ist." Ich schmunzelte. Ich konnte inzwischen verstehen, warum Tae Namjoon so sehr mochte oder auch Kookie. Man konnte sich stundenlang mit ihm unterhalten. Man bekam gute Ratschläge und doch wurde es nie zu persönlich. Eigentlich weiß ich gar nicht wirklich mehr über ihn als vorher. Worüber hatten wir also die ganze Zeit geredet? Die Zeit verging wie im Flug und als ich auf die Uhr sah, realisierte ich, dass mich womöglich Jungsook suchte und bekam plötzlich Panik. "Oh mein Gott! Schon so spät? Namjoon.. ich- Jungsook sucht mich sicherlich schon. Ich sollte mich langsam mal auf den Weg machen...", meinte ich komplett gedankenverloren. Ich nahm sein Schaket, welches er mir auf dem Astronomieturm gegeben hatte, von meinen Schultern und drückte es ihm wieder in die Hand. "War wirklich schön, aber ich muss jetzt los.", sagte ich schon fast panisch, rannte davon und ließ den ratlosen Namjoon dort einfach so stehen. Tut mir wirklich leid, Namjoon. Ich rannte in Richtung des Ravenclaw Gemeinschaftsraums und blieb abrupt vor der Tür stehen. Jungkook kam gerade mit Phoebe vom Ball zurück und sah mich verwirrt an. "Suna, warum bist du denn so außer Atem?", fragte er und kam zu mir geeilt. Noch immer stützte ich mich an der Wand und versuchte erst einmal ordentlich Luft zu holen. "Hast du Jungsook gesehen?", japste ich und Jungkook begann nachzudenken. "Sie müsste den Ball vor ca. einer dreiviertel Stunde mit Mark verlassen haben.", meinte Phoebe und dankbar nickte ich ihr zu. "Wisst ihr wo sie jetzt ist? Ich muss mit ihr reden.", meinte ich, doch schüttelten die beiden, zu meiner Enttäuschung nur den Kopf. Wäre ja auch zu schön gewesen. Vielleicht habe ich mich ja auch geirrt? Vielleicht ist sie ja schon im Schlafsaal? Plötzlich überkam mich die Müdigkeit und ich verabschiedete mich von den beiden und wünschte ihnen noch einen schönen Abend.
    Langsam trottete ich zurück zu meinem Gemeinschaftsraum und ließ mir den heutigen Tag noch mal durch den Kopf gehen. Mit Jongho bin ich zum Ball. Es war wirklich ein schöner Abend. Ich mochte schon immer die Art und Weise, wie er tanzt und umso schöner war es heute. Trotz allem das er Slytherin ist verstehen wir uns super und er ist auch echt witzig, obwohl ich ihn manchmal nicht verstehe. Er hat so seine Momente, wo er einfach mal komplett aus dem nichts todernst ist und im nächsten Augenblick lacht er wieder als wäre nie etwas passiert. Wir hatten uns auch viel über unsere Familien unterhalten und generell alles, was wir im Unterricht noch nicht besprochen hatten. Es war schon irgendwie ein befreiendes Gefühl mit ihm privat zu reden. Im Unterricht ist er immer dieser 100 prozentige Slytherin, er redet anders, er benimmt sich anders, er sitzt anders. Einfach alles ist anders. Doch dann kam ja Jimin zu uns, anfangs schien er ja ganz normal reden zu wollen und mich nur nach einem Tanz fragen, aber irgendwie scheint das aus dem Ruder gelaufen zu sein. Natürlich hatte ich zugesagt und wir tanzten auch für einen einzigen Augenblick zusammen, aber natürlich musste er wieder anfangen über Jongho zu reden, was mich wütend gemacht hatte. Ich seufzte. Also lag es wohl doch an mir? Die beiden hatten dann angefangen zu streiten und weil es natürlich nicht leise ging verließen die beiden die Große Halle. Ich rannte hinterher und endete letztendlich bei Namjoon. Es schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen. Ich hätte ihn nie als so eine gesprächige Person eingeschätzt, wäre dies heute nicht passiert. Er ist wirklich so intelligent wie alle sagen und gibt einem das Gefühl von Sicherheit. Zumindest habe ich es gefühlt. Ich habe mich tatsächlich wohlgefühlt in seiner Nähe... "Suna!" Ich schreckte auf und sah wie Jungsook auf mich zugestürmt kam und mir anschließend um den Hals fiel. Natürlich war sie bei meinem Gemeinschaftsraum. Wo auch sonst? Innerlich gab ich mir gerade einen Facepalm. Mark und Jimin standen am Eingang des Gemeinschaftsraumes und sahen in unsere Richtung. Jungsook ließ mich los und sah mich mit großen Augen an. "Geht es dir gut?", fragte sie und starrte auf die vermutlich immer noch leicht gerötete Wange von Jimins Schlag. "Ja, mir geht es gut.", antwortete ich schlicht. "Wo warst du denn bloß? Jimin und ich haben dich überall gesucht und Mark meinte im Gemeinschaftsraum bist du auch nicht! Was glaubst du hab ich mir für Sorgen gemacht!", ging sie mich mit einmal an, konnte jedoch nicht ernst bleiben und fiel mir sofort wieder um den Hals. "Tu mir das nie mehr an, okay? Du musst das mit Jimin jetzt klären.", flüsterte sie mir zu und ich nickte. Sie ging zurück zu den anderen beiden und wünschte ihnen eine Gute Nacht und mir noch viel Glück, bevor sie verschwand. Mark ging wieder nach drinnen und Jimin trat zu mir. Er wagte es nicht einmal mehr, mir in die Augen zu sehen. "Es- es tut mir leid.", schniefte er plötzlich. Oh nein. Er durfte nicht weinen! So könnte ich ihm nie sagen, dass das mit uns nicht funktioniert! "Nein, Jimin. Es ist okay.", flüsterte ich und er sah auf zu mir. "Suna ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht. Kannst du- kannst-", fing er an und schluchzte zwischendurch, bevor ich ihn endgültig unterbrach. "Jimin- hör mir zu: Ich bin froh so eine schöne Zeit mit dir verbracht haben zu dürfen, aber- aber naja... es ist halt einfach so, dass.. das- Naja, also das mit uns. Das funktioniert nicht so ganz wie wir beide vielleicht dachten und-", fing ich an und suchte immer noch nach den richtigen Worten. "Willst du etwa mit mir Schluss machen?", unterbrach er mich leise und schniefte erneut. Traurig sah ich ihn an. "Wir haben uns in letzter Zeit so sehr auseinander gelebt und heute ist doch auch nur noch ein Beweis, dass das alles irgendwo überhaupt nicht mehr funktioniert und-" "Ich hab schon verstanden, Suna. Ich werde das schon überleben", murmelte er, "Ich wünsche dir noch eine gute Nacht." "Warte Jimin! Du kannst doch nicht einfach so-", er lief einfach davon und ich konnte nichts dagegen tun. Ich könnte schon... doch was würde es ändern? Wenn Jimin traurig ist, ist er deprimiert. Er würde sowieso nicht auf mich hören. Ich seufzte und sah auf das Gemälde, welches auch der Eingang unseres Gemeinschaftsraums war. Werden wir beide auch damit klar kommen?

    69
    67. Kapitel

    -Zeitsprung-

    Taehyung POV

    "Und damit geht der Trimagische Pokal an Huang Hendery!", rief Professor McGonagall aus und die Schulen begannen erneut zu jubeln. Besonders Hogwarts, logischerweise. Hendery verbeugte sich mehrmals während der Hippogreif neben ihm langsam unruhig wurde, so das Hagrid ihn weg führte. Er bekam den Pokal, unsere Schulleiterin, sowie die anderen zwei ebenfalls, sprachen jeweils noch ein paar Worte und beendeten damit offiziell das Trimagische Turnier. Hendery sollte eigentlich auch noch etwas sagen, aber weigerte er sich und meinte es ist gut so wie es ist und er müsste sich zu nichts äußern.
    Mit Rachel an meiner Hand verließen wir, im Zuge der Menge, die Tribünen und kehrten alle zurück nach Hogwarts. Durch die lange Verschiebung des Turniers beziehungsweise der letzten Aufgabe war der Frühling bereits zurück gekehrt.
    In der Großen Halle wurde uns dann noch mal erläutert wie es denn nun eigentlich die nächsten und letzten Wochen des Schuljahres weitergeht. Da heute Mittwoch war, bekamen wir die restliche Woche frei. Schließlich existiert das Turnier auch um Freundschaften zu schließen. So sollten wir diese Zeit bis Sonntag nutzen, bevor Beaubatonx und Durmstrang wieder zurück nach Hause kehren würden. Anschließend wird für uns der Unterricht normal weiter geführt und dann beginnen eigentlich auch schon fast wieder die Ferien.
    Erleichtert seufzte ich, dass dieser ganze Trubel um das Turnier nun endlich vorbei war. Rachel drückte mir einen Kuss auf die Wange und ging anschließend zu ihren neuen französischen Freundinnen. Lächelnd sah ich ihr hinterher. Ich hatte zwar keine neuen Freunde gefunden, dennoch hatte ich in den letzten Wochen gemerkt das Kookie, Jimin und ich kaum noch etwas gemeinsam unternommen haben, weshalb wir schon wieder vorhatten die Ferien auszuplanen. Auch Jin und Hobi waren mit eingeplant. Wir wollten vielleicht alle zusammen Zelten oder einfach mal irgendwo weit weg von London zusammen Urlaub machen. Die Welt erkunden und einfach mal für uns sein. Jedoch würden Suna und Jungsook vermutlich in diesen Plan nicht reingehören. Suna fühlt sich immer noch schlecht, weil es Jimin so schwer fällt sie loszulassen. Hobi hat es sich inzwischen schon zur Mission gemacht ihn wieder zum Lachen zu bringen. "Das Trübsal blasen ist vorbei!", hatte er gesagt. Es tat mir so leid, dass es so für die beiden so enden musste, aber was will man gegen Gefühle machen? Rachel und ich sind doch das beste Beispiel. Wie viele Fehler haben wir gemacht bevor wir zusammen gekommen sind? Viel zu viele.
    Suna kam auf mich zu und setzte sich mir gegenüber an den Gryffindor Tisch. "Und bist du auch so froh wie ich?", lächelte sie und schnappte sich einige der Heidelbeeren, die vor ihr standen. Lächelnd stimmte ich mit einem Nicken zu. "Ja, jetzt kann es endlich normal weiter gehen und wir bekommen nicht mehr so viele Hausaufgaben. Es kann jetzt nur wieder besser werden.", grinste ich, welches meine Schwester ansteckte, so das sie auch zu grinsen begann. "Du faule Socke bist doch nur zu faul etwas zu machen!", lachte Su und warf eine der Heidelbeeren nach mir. "Hey!", empörte ich mich bloß als sich plötzlich Jin zu uns gesellte. "Hey Jin, wie geht's?", begrüßte ihn meine Schweter sofort und er begann zu lächeln. "Gut, Hobi ist gerade bei seiner neuen Freundin aus Beaubatonx.", lachte er. "Oh mein Gott, sind die beiden jetzt etwa zusammen?", fragte Suna überrascht und Jin schüttelte immer noch lachend den Kopf. "Nein, noch nicht. Aber Hobi und Amelie sind sich nach dem Ball trotzdem ziemlich nahe gekommen. Ich wette sie werden Brieffreunde bleiben. Aber wer weiß, was uns die Zukunft noch so bringt.", vermutete Jin. "Es wäre schon irgendwie cool, wenn die zwei zusammen kommen würden oder nicht?", fragte Suna in die Runde und ich nickte grinsend. "Dann haben wir eine Französin in unseren Reihen.", meinte ich und trank anschließend noch etwas aus meinem Glas.

    Namjoon POV

    "Ich weiß echt nicht was ich noch sagen soll.", schmunzelte ich und sah hinaus auf den See. "Nur weil ich ein Einhorn habe, welches ich eigentlich gar nicht haben will und es trotz allem immer wieder zu mir zurück kommt und jetzt auch noch einen Hippogreif geflogen bin? Namjoon übertreib' mal nicht.", lachte auch Hendery und betrachte den in der Sonne glänzenden Pokal. Wir beide saßen am See, da Hendery es gern so gewollt hatte. Er meinte der See, mit seinen sanften Wellen, würde ihn beruhigen. "Aber es war wirklich krass oder findest du nicht? Ich meine ihr solltet euch nicht nur den Respekt dieser Wesen verschaffen, ihr solltet sie auch fliegen und damit euch den Pokal aus dem MEER holen.", fasste ich den heutigen Tag noch mal zusammen. "So darfst du das nicht sehen Namjoon. Außerdem war es nicht aus dem Meer, sondern auf einer kleinen Insel, das habt ihr doch alle gesehen. Die Tribünen wurden doch extra an der Nähe der Klippen befestigt/ aufgebaut, was auch immer.", erklärte Hendery ruhig, wie eh und je. "Ja gut, aber angenommen die Hippogreif hätten mindestens einen von euch nicht akzeptiert. Wie hättet ihr denn die Aufgabe bitte meistern sollen? Besen waren immerhin nicht erlaubt und wären dazu auch noch zu langsam gewesen.", meinte ich. "Namjoon, du musst aufhören mit diesem 'was wäre wenn' . Es war nicht so, okay? Und was man nicht tun kann ist die Vergangenheit ändern. Und das ist eigentlich auch gut so. Wenn du dir denn Kopf über die Vergangenheit zerbrichst, wirst du nie auf die Zukunft vorbereitet sein.", hielt er mir eine seiner, mir inzwischen bekannten Reden und stand auf, "und ach übrigens, was ich dir auch noch sagen wollte. Die neuen im Ministerium nach denen du gefragt hast sind das zufälligerweise die zwei?" Er hielt mir ein Bild vor die Nase und überrascht sprang ich ebenfalls auf. "Ja! Wo hast du das her?", meinte ich und konnte es immer noch nicht glauben. Meinte er das mit 'du darfst dir den Kopf nicht über die Vergangenheit zerbrechen' . Er wusste, wie sehr das mich beschäftigt hatte oder besser, er hatte es gemerkt. "Das sind Ravana und Dolan Johnson.", meinte Hendery und steckte das Stück Papier wieder in seine Tasche. "Was weißt du über sie?", fragte ich. Hendery drehte sich wieder zum See. "Nicht sonderlich viel, nur das man die zwei vermutlich nicht unterschätzen sollte."

    70
    68. Kapitel

    Ravana POV

    Mit meinen Dokumenten wegen den Muggle Vorfällen lief ich zurück Richtung Büro. Ich hoffe doch, dass ich heute eher gehen kann immerhin hab ich noch einiges vor. "Mrs. Johnson?" Überrascht drehte ich mich um. "Oh Mr. Lee. Ich habe sie gar nicht gesehen. Kann ich etwas für Sie tun?", fragte ich den Mann, der mir entgegen kam. "Ich wollte Sie nur fragen, ob die Dokumente wegen Azkaban in ihrem Büro sind.", erläuterte er mir sein Anliegen. "Nicht das ich wüsste.", tat ich überlegend. Natürlich hatte ich die Dokumente. "Wirklich? Dann muss ich wohl weiter suchen.", entschied Mr. Lee. Jedoch sah er mich kritisch prüfend an. "Wie wäre es wenn sie mal bei einem der höheren Posten nachfragen. Die Dokumente sind immerhin wichtig und dürfen auf gar keinen Fall verloren gehen.", meinte ich mit einer leichten Verbeugung und wollte schon mein Büro betreten. "Was glauben sie, Mrs. Johnson, ob sie wohl bald befördert werden?", fragte Mr. Lee plötzlich und überrascht drehte ich mich um. Ich wollte nicht befördert werden. Alles was ich wollte habe ich. Ich bin im Ministerium und habe mein eigenes Büro. "Wieso sollte ich befördert werden, Mr. Lee?" "Finden Sie nicht, das ihre harte Arbeit nicht genug Wert geschätzt wird?", fragte er und kam noch ein Stück auf mich zu. "Ich denke ich tue mein bestes.", lächelte ich. "Nun gut. Ich denke Sie haben kein Problem damit, wenn ich mich mal in ihren Büro umsehe.", lächelte er falsch und wollte schon nach dem Türknauf greifen, doch stellte ich mich noch rechtzeitig davor. "Wissen Sie... Ordnung ist nicht so meins. Wenn Sie wollen räume ich vorher noch schnell etwas auf, bevor Sie es betreten.", lächelte ich entschuldigend und er trat einen Schritt zurück. "Schon gut, Mrs. Johnson. Richten Sie ihrem Mann schöne Grüße von mir aus. Ich hörte er verreist heute.", verabschiedete sich Mr. Lee endlich. "Natürlich werde ich das tun.", verneigte ich mich erneut und betrat anschließend mein Büro. Ich legte die Dokumente auf meinen Schreibtisch und sah mich in meinem Büro um. Unser Hauself hatte gute Arbeit geleistet. Alle Dokumente lagen sortiert auf mehreren Stapeln und der Rest war versteckt. Ich kramte die Azkaban Dokumente aus dem Schieber hervor und sah sie mir an. Ich müsste die jetzt schnellst möglich loswerden, sonst wird das sicherlich großen Ärger geben. Schnell kopierte ich mir alle Dokumente und packte sie anschließend in eine schlichte Mappe. Die Mappe steckte ich in meinen Koffer, während ich die Originale in einer weiteren Mappe verstaute. Ich schnappte mir meinen Mantel, zog ihn an und richtete meinen eben aufgesetzten Hut. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich gut in der Zeit lag, obwohl mich Mr. Lee so lange aufgehalten hatte. Ich griff nach meinem Koffer und der Mappe mit den Originalen und verließ anschließend das Büro. Mr. Kim sollte im ersten Stock auf mich warten.
    Dort angekommen übergab ich ihm die Mappe. "Seien Sie vorsichtig. Mr. Lee hat bereits danach gesucht.", warnte ich und sah über meine Schulter, ob uns irgend jemand beobachtete. "Ich verstehe. Nun ja ich kann jederzeit darauf zugreifen, also wird das ab jetzt wohl kein Problem mehr sein.", nickte er ab. "Nun dann, auf Wiedersehen.", verabschiedete ich mich und machte mich bereits auf den Weg. "Ach und Ravana!", rief er mir hinterher. "Ja?" "Richte Dolan eine gute Reise von mir aus.", erwiderte er und ich nickte als Antwort.
    Als ich am Eingang ankam wurde ich von der Rezeptionsdame aufgehalten. "Mrs. Johnson? Mrs. Johnson haben Sie etwa schon Feierabend?", fragte sie überrascht und ich lächelte nur. "Tut mir leid- aber- mir geht's nicht so gut.", hustete ich in meinen Mantel. "Oh. Na dann wünsche ich ihnen eine gute Besserung!", antwortete sie lächelnd und ich konnte endlich gehen.
    Als ich Zuhause ankam stand Dolans Koffer bereits im Eingangsbereich. "Schatz?", fragte ich in die Wohnung und er kam direkt aus dem Wohnzimmer zu mir. "Ich bin so gespannt auf Paris", meinte er und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, "Schade, das du nicht mitkommen kannst." "Das wichtigste ist, das du Leute findest.", erwiderte ich und sah ihn ernst an. "Du bist gut im reden, nicht ich. Ich kann dir nicht versprechen, dass es funktionieren wird." "Es muss. Du bist kein Kind mehr, Dolan. Du darfst die Sache nicht gefährden.", meinte ich. "Ich weiß, aber du bist diejenige, die Menschen gut überzeugen kann.", sagte mein Mann und er meinte dies mehr als ernst. Keiner von uns beiden wollte etwas riskieren. "Vielleicht sollte ich doch mitkommen.", murmelte ich. "Du kannst zwar nicht sehen wie Grindelwald, aber du kannst reden wie er. Das wird doch reichen.", schmunzelte er und zog mich zu sich. "Hoffen wir auf das Beste."

    Jungkook POV

    Gelangweilt saß ich in Professor Binns Unterricht. Geschichte an sich ist ja interessant, doch dieser Lehrer schaffte es wirklich jede Stunde langweiliger werden zu lassen. Da wir heute in einem anderen Zimmer hatten, saß ich ganz hinten in der letzten Reihe. Meine Mitschriften aus seinem Unterricht waren schon alle mit Bildern vollgekritzelt und ich hatte keinen Platz mehr für noch mehr Zeitvertreib. Moment mal, sind das nicht die Tische- Ich klappte den Tisch auf und das eigentliche Fach für das Schulzeug kam zum Vorschein. Ich betrachtete die Einkerbungen, die von Schülern vor langer Zeit hier eingeritzt wurden. Einige Liebespaare hatten sich verewigt, sowie Zaubersprüche wurden aufgeschrieben, Zitate oder andere Dinge. Ich überflog alles bis mir etwas sehr klein geschriebenes in der oberen Ecke auffiel. "Wieso ich -DM" DM? Wer sollte das denn bitte sein? Es sah bereits sehr alt aus. Es gibt so viele Menschen die auf diese zwei Initialen passen könnten und es ist nun mal nicht so als ob nur wenige Schüler diese Schule besucht hätten, im Gegenteil. Ich betrachtete den Professor wie er vorne über Einfluss durch Magie redete und das dies von vielen bösen Zauberen der vergangenen Zeit genutzt wurde. Ob dies aus Harrys Zeit ist? War er auch hier? Genau hier? Wahrscheinlich. Er durfte ja auch nicht schwänzen nur, weil er berühmt war. Vermutlich hatte er sich auch irgendwo hier verewigt oder einer seiner Freunde. War Tom Riddle nicht sogar auch hier? Ob das noch die selben Tische sind? Ich könnte es mir gut vorstellen, immerhin bekommen wir nicht so häufig neue Sachen. Ich schnappte mir das letzte Pergament, was ich noch hatte und entschied mich dafür es für meine Kritzeleien anstatt für Binns Mitschriften zu opfern. Was sollte ich wohl zeichnen? Mein Blick schwiff zu Jimin, welcher seelenruhig schlief. Ich schmunzelte. Wenn die Ferien endlich anfangen, hat er die Chance wirklich über Suna hinwegzukommen. Das wäre für beide das Beste und auch für alle anderen. Schon viel zu lange warten wir darauf, das er endlich wieder von Herzen lacht. Und da kam mir eine Idee. Ich schnappte mir die Mappe mit den Stiften aus der Mugglewelt, die ich immer bei mir hatte, wappnete mich mit Bleistift und Radiergummi und los geht's.

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    69. Kapitel

    Suna POV

    "Yes! Jungsook! Sieh nur, ich hab mich wirklich verbessert!", hüpfte ich fröhlich auf meine beste Freundin zu, welche bereits auf mich wartete. "Wirklich? In wie vielen Fächern?", fragte sie begeistert. "Fast die Hälfte! Wenn es so weiter geht werde ich am Ende noch Klassenbeste.", machte ich vermutlich den Witz des Tages. "Ja sicher Su, und wir haben bald Weihnachten.", lachte Jungsook, zog mir die Cap die ich auf hatte ins Gesicht und lief auch schon weiter. "Ey!", äußerte ich mich nur dazu und lief ihr anschließend hinterher. "Du solltest das nicht in Jimins Anwesenheit erwähnen. Alle seine Noten sind schlechter geworden und ich werde das Gefühl nicht los, das er immer noch etwas für dich empfindet.", meinte sie ruhig auf dem Weg zur Großen Halle. Wir alle hatten bereits unsere Sachen gepackt und warteten nun nur noch darauf, das uns der Hogwarts Express nach Hause fahren würde. "Die Jungs planen ja Campen zu fahren, was glaubst du sollen wir die Ferien machen?", fragte Jungsook plötzlich und grinste mich an. "Hmm~ das ist eine gute Frage. Was ist die nächste?", überlegte ich und winkte lachend ab, als mir nichts einfiel. Jungsook schüttelte nur lachend den Kopf und wir betraten die Große Halle. Die meisten Schüler waren hier. Der Rest schien wohl noch am packen zu sein.
    Wir gingen hinüber an den Hufflepuff Tisch, wo Tae, Jungkook, Hobi und Jin saßen. "Wo ist den Jimin?", war Sooks verwirrte Begrüßung, worauf hin Hobi mit "packen" antwortete. "Seid ihr auch schon fertig?", fragte Jin und wir beide nickten als Antwort. Ich setzte mich neben Jin und Sook neben meinen Bruder. "Heißen Orangen, Orangen, weil sie orange sind?", meinte Kookie plötzlich welcher eine schöne, vermutlich saftige Orange in der Hand hielt. "Was ist mit Mandarinen? Die sind auch orange.", meinte Tae daraufhin und sie begannen zu diskutieren, warum Organen wohl so heißen, wie sie eben heißen. Kopfschüttelnd saß Jin neben mir und durchlebte innerlich vermutlich gerade eine Krise. Ich grinste ihn an und Meggie gesellte sich zu uns. Sie wurde schnell auf die Diskussion der anderen aufmerksam und überlegte fleißig mit. Ich sah mich in der Halle um die meisten aßen noch, andere saßen mit Büchern hier und wieder andere waren in Zauberschach vertieft. Plötzlich stand Jimin neben mir und räusperte sich. Die Diskussion wurde ruhig und alle sahen ihn an. "Störe ich?", fragte Jimin vorsichtig. Er tat mir so leid. Zwar ließ er es sich nicht anmerken, doch seine teils roten Augen ließen darauf schließen, das er vermutlich geweint hatte. "Natürlich nicht.", lächelte ich ihn an, rutschte ein Stück um ihm Platz zu machen und er setzte sich neben mich. Seinen Koffer hatte er gleich mitgebracht. "Also der Zug fährt ja in einer Stunde, wie wäre es denn, wenn wir uns in so ca. 15 Minuten auf den Weg machen?", lächelte Hobi in die Runde und bekam daraufhin zustimmendes Gemurmel. "Sag mal Hobi.. was läuft da jetzt eigentlich zwischen dir und Amelie?", grinste mein Bruder und auch Jimins Aufmerksamkeit schien erweckt. "Naja... man warum wollt ihr das alle wissen?", quengelte Hobi als ihn plötzlich alle ansahen und Totenstille herrschte. "Hallo? Das ist wichtig wir müssen darüber Bescheid wissen!", lachte Jimin neben mir. "Naja... ich habe jetzt ihre Adresse und sie meinte, dass sie sich jetzt bald ein Handy kaufen wird, da es so vermutlich einfacher ist in Kontakt zu bleiben und dann sehen wir was daraus wird.", erklärte er.
    Während wir zum Zug gingen redeten die anderen immer noch über Hoseok und Amelie. Jimin seufzte und wir kapselten uns etwas ab. Ich wollte mit ihm reden. Allein. Mit unseren Koffern im Schlepptau folgten wir also den anderen. "Was willst du Suna?", fragte Jimin, ohne mich auch nur anzusehen. "Ich mach mir Sorgen um dich Jimin.", flüsterte ich. Er sah mich immer noch nicht an, zwar starrte er nicht mehr auf den Boden aber dafür auf die anderen vor uns. "Hör zu Jimin, ich weiß, dass das für dich alles nicht einfach ist, aber dich Lachen zu sehen, ist seitdem wie eine Rarität. Ich will wirklich noch mit dir befreundet sein, aber du machst es mir schwer." Wir kamen langsam dem Bahnsteig immer näher. "Jimin.", ich griff nach seiner Jacke und er blieb stehen. Sah mir zum ersten mal in die Augen. "Lass uns nach diesen Ferien von vorn anfangen. Hab Spaß mit den anderen, wenn ihr campen fahrt, bitte sei wieder du selbst.", meinte ich und flehte regelrecht, dass er sich das zu Herzen nehmen würde. Jimin ist ein sturer Mensch und ich wusste nur zu gut, dass er es lieber anders hätte. Er legte seine Hand auf meine Wange und küsste mich. Ich ließ es mit mir geschehen. Sei es das letzte mal. "Ich liebe dich, Suna. Aber ich muss deinen Wunsch akzeptieren, genauso wie deine Gefühle. Trotzdem will ich das du das weißt und es niemals vergisst.", mit diesen Worten löste er sich von mir und stieg in den Zug.

    Yoongi POV

    Müde zerrte ich meinen Koffer an den Bahnsteig. Namjoon direkt hinter mir. Wir beide wussten nicht, ob wir glücklich oder traurig beziehungsweise genervt sein sollten, aber was soll's. Isabella stampfte bereits schon durch die Abteile und suchte uns einen freien Platz.
    Als wir sie dann endlich gefunden hatten, ließ ich mich auf den Sitz sinken. "Ich will einfach nur noch schlafen.", murmelte ich, schloss meine Augen und hörte nur noch, wie die beiden neben mir anfingen zu kichern. "Nicht witzig!", sagte ich und steckte dabei meinen Zeigefinger in die Luft als hätte ich ihnen einen Befehl gegeben, was die beiden endgültig zum Lachen brachte. Ich richtete mich also wieder auf und stützte mich auf den Tisch. "Also, was sind die Pläne für diese Ferien?", fragte Isabella lächelnd in die Runde. "Keine Ahnung, aber meine Eltern haben bestimmt schon etwas geplant.", seufzte Namjoon und sah aus dem Abteilfenster. Isabella nickte: "Was ist mit dir Yoongi?" "Meine Mum hat gefragt, ob ich nicht vielleicht vorbei kommen wöllte, aber ihr wisst ja, wie ich dazu stehe. Meinen Vater wird es sicher nicht interessieren.", murmelte ich vor mich hin. Erneut nickte sie. "Können wir uns nicht mal bei dir treffen, Namjoon? Ich würde gerne mal euer Anwesen sehen.", fragte Isabella und wusste gewiss auch, was sie dabei verlangte. Selbst ich war schon seit Jahren nicht mehr da. Ob es sich wohl so verändert hat? "Nun ja...", fing Namjoon leise an, wurde dann aber auch schon wieder von Isabella unterbrochen. "Komm schon, dass wird bestimmt lustig. Deine Eltern können dir doch nicht verbieten Freunde einzuladen.", lächelte sie. Er seufzte: "Meine Eltern werden wohl nicht begeistert sein." Überrascht sah ich ihn an. Meinte er das ernst? Isabelle freute sich riesig und man konnte nur noch ein "yay" vernehmen, bevor sie sich vor Freude das Bein am Tisch anstieß und schmerzhaft die Luft einsog. Ein Krinsen konnte ich mir dabei absolut nicht verkneifen. "Lach' nicht so blöd!", schaute sie mich böse an, musste aber auch direkt wieder grinsen. "Das heißt wir werden dein Zuhause kennenlernen!", murmelte sie wieder aufgeregt und tatschte an Namjoons Wange, welcher auch nur noch grinste. Okay. Was ist hier eigentlich gerade passiert?

    heyyyyy guys~
    I know ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet und I'm sorry for that.
    Ich habe mir eigentlich vorgenommen die FF jetzt wirklich weiter zu schreiben, da wir ja eh alle Zuhause sind, aber irgendwie schaffe ich es trotzdem nie.
    Ich frag mich wirklich was ich falsch mache...

    Auf jeden Fall werde ich versuchen weiterhin Sonntags hochzuladen,
    aber dadurch das ich sowieso schon keinen Plan mehr habe, was für ein Wochentag ist, seid mir nicht böse, wenn es eher oder später kommt.

    Des weiteren: Stay healthy everyone 💕💕

    LG eure Lea♡

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    70. Kapitel

    Jungkook POV

    Mit dem noch eingepacktem Zelt auf meinem Rücken stampfte ich voran. Tae und Jimin direkt hinter mir, welche darüber diskutierten wer wann Holz sammeln, wer das essen vorbereiten oder Zelt aufbauen würde und so weiter. Jin und Hobi waren schon ein Stück voraus gelaufen um uns ein schönes Plätzchen zu suchen. Ich sah hinunter ins Tal und musste Lächeln, die Aussicht von hier oben, war mehr als schön. Hinter uns ein ruhiger, aber wunderschöner Wald, wo die Vögel immerzu zwitscherten. "Hey Kookie! Ich glaube hier können wir uns niederlassen!", riefen mir Jin und Hobi von weitem zu. Sie standen auf einer relativ freien Stelle, einer Wiese. Man könnte sagen eine Art Lichtung am Rand des Berges mit einem perfekten Blick ins Tal. Mit letzter Kraft legte ich noch einen Gang zu und ließ das Zelt, am Ziel angekommen, auf den Boden fallen. Hobi hatte einen Rucksack mit Ausdehnungszauber, wo ebenfalls ein Zelt mit drin war. "Es ist echt schön hier.", schnaufte ich glücklich und Hobi stimmte mir freudig zu. "Ja oder? Das wird soo toll!" Auch Jimin und Taehyung kamen langsam zu uns getrottet und stellten ihre Rucksäcke ab. "Das wird sowas von der Wahnsinn!", rief Tae begeistert aus. "Okay, wir haben folgenden Plan-", begann ChimChim und wurde direkt von Jin unterbrochen. "No way, ich mach hier die Pläne. Euch trau ich nicht, ihr faulen Säcke.", meinte er, worauf die anderen beiden begannen zu schmollen. "Das stimmt doch gar nicht.", nuschelten beide gleichzeitig und verschränkten die Arme. Grinsend setzte ich mich auf einen Stein, trank einen Schluck Wasser und wendete mich dann wieder an Seokjin. "Na dann, wie ist denn der Plan?", grinste ich den älteren an und er zeigte auf mich und Hobi. "Ihr zwei baut die Zelte auf, Jimin und ich gehen Holz sammeln und Tae liest den anderen beiden die Anleitung vor. Verstanden?", verkündete er stolz seinen so gut ausgeklügelten Plan. Und ich musste sagen, es war nicht unbedingt eine schlechte Idee Taehyung und Jimin erst einmal zu trennen, weil würden die beiden Holz sammeln gehen, würden die heute sicher nicht mehr wieder kommen. Orientierungssinn und so. "Gut, machen wir so.", meldete ich mich lächelnd und streckte den Daum in die Höhe. "Gut, dann los.", meinte Hobi und schnappte sich das erste Zelt.
    Als Jimin und Jin weg waren, sortieren Hobi und ich erst mal alle Teile, die wir irgendwie vorfinden konnten. Das konnte ja wohl nicht so schwer sein. Tae versuchte in der Zeit mit der Bauanleitung klar zu kommen. Während ich ihn beobachtete wie er das Papier die ganze Zeit hin und her drehte, als wüsste er nicht wo oben und unten ist, war Hobi fertig mit sortieren. "So kann losgehen.", lächelte der Sonnenschein und wir beide wandten uns an Tae. "Ja- äh, also... als erstes müsst ihr diese Stäbe Dinger da in die Plane schieben.", meinte er und ich begann daran zu zweifeln, ob es wirklich so eine gute Idee war Taehyung diesen Job machen zu lassen. Dennoch sagte ich nichts und suchte die richtigen Stäbe, während Hobi die Plane hielt.

    Jimin POV

    "Eigentlich wollte ich das ja mit Tae machen.", schmollte ich um Jin zu ärgern. "Sein wir doch mal ehrlich: hätte ich euch zusammen gehen lassen, hätten wir euch heute Abend suchen müssen.", sagte Jin und irgendwo hatte er recht. "Als ob deine Orientierung besser ist.", lachte ich und Jin sah mich nur mahnend an, was mich noch mehr lachen ließ. Grinsend sammelte ich so viele Stöcke, wie mir vor die Nase kamen, als ich plötzlich auf eine Lichtung im Wald stieß. "Jin! Komm her! Schnell! Das musst du dir ansehen!", rief ich begeistert, worauf Jin zu mir kam. "Woah~ dass müssen wir den anderen zeigen.", lächelte er. "Haben wir denn alle Badesachen eingepackt?", fragte ich und hoffte einfach nur darauf. "Ich denke schon, wenn sich alle an die Liste gehalten haben.", antwortete Jin und legte die Stöcke zur Seite. Ich legte mein Holz dazu und folgte Jin. "Schau mal, dass Wasser ist so klar!", rief ich begeistert, als ich näher an den Teich heran ging. "Glaubst du da sind Fische drin?", grinste Jin mich plötzlich an und hockte sich neben mich. "Ich denke schon. Ich meine wir sind hier mitten im Wald, wieso?", erwiderte ich überlegend. "Na wegen Hobi, da können wir ihn ein bisschen ärgern.", lachte er. "Nope, das wird glaube nichts, wenn wir hier alle zusammen auf die Lichtung kommen, sind die Fische schon lange weg.", lachte ich ebenfalls, worauf Jin nur nickte. "Stimmt, da hast du wahrscheinlich recht." "Glaubst du die anderen kommen mit den Zelten klar?", fragte ich, während wir zurück gingen um unser Holz wieder mitzunehmen. "Wir können ja mal gucken gehen. Viel mehr Holz können wir eh nicht tragen. Lass uns später mehr sammeln.", meinte Jin und langsam machten wir uns auf den Rückweg.

    Taehyung POV

    Vollkommen fertig mit meiner nicht vorhandenen Ausdauer klopfte ich mit dem Hammer ein letztes Mal auf den Nagel und viel dann rückwärts um. "Ey Tae! Du willst doch nicht etwa schlapp machen? Wir haben noch ein Zelt vor uns.", rief mir Jungkook zu, welcher meinen Posten übernommen hatte. "Ich kann nicht mehr!", rief ich jammernd zurück, woraufhin Hobis Gesicht über mir auftauchte. "Komm steh auf!", lachte er mich an. "Nö.", grinste ich zurück, was ich definitv nicht hätte tun sollen. Seine Waffen waren unfair. Einfach nur unfair. Ohne, dass ich darauf hätte reagieren können, also so komplett ohne Vorwarnung, streckte er einfach seine Hände aus und begann mich durchzukitzeln. Really? "Hör- hör- auf- das- das ist- nicht fair.", lachte ich, während mein Körper sich verkrampfte. "Taeeeee!", rief plötzlich Jimin, welcher auf uns zugerannt kam und somit Hobis Aufmerksamkeit erlangte, wodurch ich frei kam. Danke Bro, ich liebe dich. Ehrlich. "ChimChim!", rief ich und sprang erheitert auf. "Wo ist das Holz? Ich dachte ihr wolltet welches sammeln?", sah Kookie ihn mit erhobener Augenbraue an. "Ach das, das liegt da drüben.", meinte er und zeigte auf den Waldrand, wo Jin auftauchte. "Leute, ihr glaubt's nicht! Wir haben einen übelst schönen Teich gefunden. Da müssen wir unbedingt baden gehen!", freute sich Jimin und unser aller Augen begannen zu funkeln. "Echt jetzt?", fragte Jungkook begeistert. "Ja.", quietschte Jimin und auch Hobi freute sich. Ich eilte Jin entgegen, woraufhin Jimin mir folgte, um das Holz zu holen. "Woah ihr habt aber viel gefunden.", meinte ich immer noch happy. "Ja und wie ich sehe habt ihr immerhin ein Zelt erfolgreich aufgebaut." "Ja, aber wegen mir und nicht wegen Tae. Der konnte es ja nicht mal lesen.", lachte Kookie, der plötzlich neben mir stand. "Ey! So doof hab ich mich gar nicht angestellt! Ich war nur verwirrt. ", meinte ich und schob schmollend die Unterlippe vor. "Sicher und ich bin die Königin von China.", gesellte sich auch Hobi zu uns. "Hat China überhaupt eine Königin?", fragte Jimin daraufhin verwirrt. Ich zuckte die Schultern: "Absolut keine Ahnung." Kopfschüttelnd gingen die drei zurück, während Jimin und ich uns die letzten, noch da liegenden Zweige und Äste schnappten. Das konnte ja mal heiter werden.:)

    wollte nur noch loswerden, das die Jungs 2 normale Zelte und keine magischen haben,...

    Man liest sich 👋🏻

    73
    71. Kapitel

    Namjoon POV

    "Achso und Yoongi und noch 'ne Freundin kommen morgen zu Besuch.", meinte ich bevor ich mir den nächsten Löffel in den Mund stopfte. Ich tat so gleichgültig als wäre es absolut normal, obwohl ich damit rechnete, dass mein Vater gleich ausrasten würde. Überrascht sahen mich meine Eltern an. "Du- du hast Freunde eingeladen?", fragte meine Mutter vorsichtig mit einem Seitenblick zu meinem Vater. Ich nickte nur und aß genüsslich weiter. "Was habt ihr denn vor?", fragte mein Vater streng und zog eine Augenbraue hoch. Ich zuckte die Schultern, als meine Mutter sich schon wieder ins Gespräch mischte. "Ist doch gut. Wir haben Yoongi schon so lange nicht mehr gesehen. Er hat sich bestimmt gut entwickelt.", lächelte sie schwach. Ich nickte nur wieder. "Ich werde es dieses eine Mal akzeptieren. Aber nur weil wir morgen noch auf Geschäftsreise gehen.", meinte mein Vater und fuhr mit seiner Mahlzeit fort. Damit war das Gespräch für ihn beendet. Meine Miene war maximal gleichgültig, doch innerlich machte ich Freudensprünge. Er hatte es wirklich erlaubt? Ich konnte es immer noch nicht glauben. Ich war Hendery echt zu Dank verpflichtet. Er hatte mir von der zwei-wöchigen Reise erzählt. Meine Mutter erzählte mir von solchen Reisen meist erst an dem Tag, wo die beiden gehen würden. Mein Vater schien sowas ja nicht für nötig zu halten, seinem Sohn mitzuteilen, wenn er auf Reisen geht.

    Ich saß oben in meinem Zimmer und starrte an die Wand. Geplant hatten wir nichts, da es nie fest stand, ob die beiden wirklich herkommen würden. Doch war ich mir sicher, dass ich zumindest dazu verpflichtet wurde, den beiden alles zu zeigen. Seit Yoongi das letzte mal hier war hatte sich zwar im unteren Geschoss nicht allzu viel geändert, hier oben dafür aber schon. Es ist mindestens schon 7 Jahre her, das er unser Anwesen betreten hat. Ich stand von meinem riesigen, neuen Bett auf und ging ans Fenster. Erst letzte Woche hatten mir meine Eltern vorgeschlagen mein Zimmer etwas neu herzurichten. Dadurch wurde mein Bett durch ein größeres und auf jeden Fall gemütliches ersetzt. Der uralte Tisch unter meinem Fenster wurde entfernt, die Tür zu meinem Badezimmer wurde weiß gestrichen und ich bekam eine schlichte, schwarze Einrichtung. Der Schrank, das Bett, der Tisch alles in Schwarz gehalten. Die Wand in weiß und dunkelgrün. Ich seufzte. Man merkte wohl sofort, das wir alle in Slytherin gelandet waren. Ich sah in den Himmel. Das Wetter war herrlich und der Himmel absolut wolkenfrei, die Sonne schien als würde sie mir sagen wollen "alles wird gut". Seit wann war ich so poetisch? Ich schmunzelte. Meine Mum war unten in unserem nicht gerade kleinen Garten und goss glücklich ihre Blumen. Sie liebte die Natur einfach. Vater hatte dies noch nie verstanden, aber hatte ihr trotzdem den Garten geschenkt. Als wolle er ihr zeigen, das er sie trotzdem über alles liebt. Blumen haben doch jeweils eine Bedeutung, oder? Naja, wie auch immer. Ich verließ mein Zimmer und ging nach unten. Mein Vater hatte mir sicher mal wieder etwas mitzuteilen.

    -nächster Morgen-

    Die Sonne schien mir ins Gesicht, weshalb ich müde meine Hand hob um meine Augen zu schützen. Warum war mein Fenster offen? Der Wind wehte die weißen Vorhänge beiseite und es war eigentlich ein recht ästhetisches Bild. Immer noch müde, streckte ich mich und stand auf. Ich versuchte meine inzwischen blonden Haare halbwegs zu bändigen und öffnete anschließend meinen Kleiderschrank. Was sollte ich heute wohl anziehen? Als ich ein Geräusch am Fenster vernahm drehte ich meinen Kopf sofort in die Richtung. Meine Eule war zurück und zeigte mir zwei Briefe. Einer von Yoongi und einer von Isabella. Beide hatten zugesagt heute 14.00 Uhr da zu sein, was mich zum lächeln brachte. Es war so lange her, das Freunde hier waren, dass ich es einfach immer noch nicht glauben konnte. Ich ging zurück zu meinem Kleiderschrank und griff nach einer schwarzen Jeans, als auch nach einem schlichten, weißen Hemd. Ich ging nach unten und sah die bereits gepackten Koffer meiner Eltern am Eingang stehen. "Ah Namjoon, wegen Essen: ich habe mich darum gekümmert, das ihr drei ausreichend versorgt seid, ich weiß ja nicht wie lange deine Freunde bleiben, aber es sollte auf jeden Fall genügen.", lächelte mich meine Mum an und ich konnte es nur erwidern. "Ich weiß, dein Vater mag es nicht, aber ich liebe deine blonden Haare.", kicherte sie noch und wuschelte mir durch die Haare. Ich muss zugeben, dass war mehr als unerwartet. Ich meine, ich wusste schon immer, das meine Mutter es liebte auf Geschäftsreise zu gehen und demnach auch immer extrem happy war, aber das war mir neu. Verwirrt sah ich ihr hinterher und ging anschließend in die Küche. "Wenn wir wieder da sind, Namjoon, ist ein Treffen mit Freunden geplant. Ich will das du da dabei bist, also sei darauf vorbereitet. Ich hoffe deine Freunde bleiben nicht zu lange und macht mir bloß keinen Unfug.", begrüßte mich mein Vater grimmig. Ich nickte nur und schon verschwand er wieder. Ich seufzte, suchte mir eine Schüssel, Milch und mein Müsli. Auf einen guten Tag.

    -kurz vor 14.00 Uhr-

    Meine Eltern waren bereits seit zwei Stunden fort, so dass ich überlegt habe, wo die beiden wohl schlafen könnten. Während ich so darüber nachdachte klingelte es auf einmal. Überrascht sah ich auf die Uhr. Schon 2? Plötzlich wurde strum geklingelt, bedeutete wohl Isabella ist gerade gekommen. Flink ging ich zur Tür und sah von weitem wie sich Isablla aufgeregt mit Yoongi unterhielt, welcher nur die ganze Zeit nickte und auf die arme Klingel sah, die gerade von ihr vergewaltigt wurde. "Es reicht! Du kannst die Klingel jetzt loslassen!", rief ich lachend und die beiden sahen sofort zu mir. Isabella wankt mir aufgeregt zu und auf Yoongis Gesicht bildete sich ein Lächeln. Dachte ich zumindest. Also sah von der Entfernung her so aus. Schmunzelnd lief ich auf das hohe Tor zu welches den Eingang zu unserem durchaus riesigen Grundstück bildete. "Woah euer Haus ist so riesig!", war Isabellas Begrüßung und sah mit riesen Augen auf unser Anwesen. "Deshalb nennt man es ja auch Anwesen.", meinte Yoongi, während ich das Tor öffnete. "Ja, ich freue mich auch euch zu sehen und mir geht's gut, danke der Nachfrage.", lachte ich und die kleine Isa sah mich gespielt böse an, schlug mir an die Schulter und lief dann auf unsere Haustür zu. "Ich kann es immer noch nicht glauben mal wieder hier zu sein.", begrüßte mich mein bester Freund mit einer Bro-fist (hope u know what I mean guys 😂😂) und betrat unser Grundstück.
    Als wir dann endlich drin waren, wurden Isabellas Augen gefühlt immer größer. "Das ist euer EINGANGSBEREICH. Selbst den hab ich mir kleiner vorgestellt. Will ich da überhaupt den Rest des Hauses sehen? Oh mein Gott. Ja ich will! Namjoon du musst uns sofort das Haus zeigen.", rief sie aufgeregt, woraufhin Yoongi und ich begannen zu lachen. "Komm mal runter. Schafft eure Sachen doch erst mal ins Wohnzimmer.", lachte ich. Gesagt getan. Ich lief voraus und die beiden folgten mir. "Hier unten hat sich echt nichts verändert. Echt krass.", murmelte Yoongi hinter mir. "Du kannst dich noch an alles erinnern?", fragte ich überrascht und er nickte. "Meine Eltern lieben es zu sehr um es zu ändern.", meinte ich und zuckte die Schultern.

    74
    72. Kapitel

    Taehyung POV

    Nachdem wir alles fertig aufgebaut und etwas gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg in den Wald. Um sicher zu gehen, dass mit unseren Sachen wirklich nichts passiert, während wir weg sind, legte Jin ein paar Schutzzauber über unser Lager. Gemeinsam gingen wir also in den Wald und sahen uns etwas um. Wir erschreckten Hobi, bewunderten Vögel, sahen uns den Teich an, welchen Jimin und Jin gefunden hatten, schubsten Jungkook ins Wasser (Okay, ich gebe es zu, es war ich hihi), woraufhin auch ich im Wasser landete, bis es langsam dunkel wurde. Auf dem Rückweg sammelten wir noch etwas Holz und als wir zurück waren, machten wir es uns gemütlich. Jin und Hobi machten ein Feuer und Jungkook und ich suchten ein paar Snacks und anderes gebunkertes Essen zusammen. "Wo ist Jimin?", fragte Jin plötzlich, welcher sich zu mir und Kookie gedreht hatte. Jungkook sah zu mir und stand von der Tasche auf, welche wir gerade durchsuchten. Etwas besorgt kroch ich in unser Zelt. Dort saß er. Mit dem Rücken zu mir. "Jimin?", fragte ich und er drehte sich überrascht zu mir um. "Oh Tae.", lächelte er. "Alles in Ordnung?", fragte ich vorsichtig und er nickte ruhig. "Ich habe gerade Jungsook geschrieben, ob alles okay ist.", murmelte er. Ich seufzte. "Das wird unsere Woche. Die Mädchen haben ihre. Komm mit raus. Na komm.", lächelte ich ihn aufmunternd an, woraufhin er seine Wangen aufplusterte und seine Arme überkreuzte. "Und wenn ich aber nicht will?", fragte er mit einer verstellten Kinder Stimme. "Dann muss ich wohl dies tun!", lachte ich und attackierte ihn. Ich kitzelte ihn kräftig durch, so das er kaum Luft bekam, bis er aufgab. Zusammen gingen wir wieder lächelnd nach draußen und setzten uns zu den anderen. "Leuuute, ratet mal was meine Mutti für uns gemacht haat", freute sich Jin und kam mit einer großen Schüssel aus Hobis und seinem Zelt. Fragend sahen wir ihn alle an. "KNÜPPELKUCHEN!", rief er und hielt ihn in die Luft als hätte er gerade eine Schatztruhe gefunden. "Echt jetzt?", fragte Hobi strahlend und Jin nickte grinsend. "Was ist Knüppelkuchen?", fragte Jimin verwirrt und auch Jungkook sah die beiden fragend an. "Ihr wisst doch nicht wirklich NICHT was das ist?", fragte Jin theatralisch/ geschockt/ überspielt... keine Ahnung fragt mich nicht. "Knüppelkuchen ist ein Teig den man um einen Stock wickelt und über dem Feuer bäckt. Halt passend fürs Zelten.", lächelte Hobi, während er es uns erklärte. Wir drei nicken, während wir ein "ahhhh" von uns haben, was uns alle zum Lachen brachte.
    Nach ca. 2 Stunden machten wir müde das Feuer aus und sahen in den Himmel. "Die Sterne sind so schön.", murmelte Jimin. "Glaubt ihr da draußen gibt es auch noch andere Lebewesen. Also uns ähnliche?", flüsterte Kookie fasziniert davon wie hell es trotz Nacht hier oben war. "Ob da draußen noch jemand existiert oder nicht. Ich geh ins Bett.", sagte Jin, verabschiedete sich mit einem "gute Nacht" und verschwand in Hobis und seinem Zelt. Auch Hoseok gähnte ausgiebig, während er sich streckte und folgte ihm anschließend. Bei uns war es Jungkook welcher als erster nach drinnen ging. "Na komm, lass uns auch schlafen.", murmelte ich müde und folgte dem erst genannten in unser Zelt. Jimin blieb jedoch draußen stehen, was ich, so schlaftrunken wie ich war, gar nicht mehr wirklich mitbekam.

    Suna POV

    Zusammen mit Jungsook schlenderte ich durch die Winkelgasse. Wir hatten uns entschieden mal wieder hier her zu kommen, einfach weil.. ja weil wir eben Lust drauf hatten. Als wir mit Büchern, Süßigkeiten und mehr wieder bei den Parks Zuhause ankamen, erwartete uns bereits Jimins Mutter. "Und wie war euer Tag?", fragte sie neugierig. "Ganz gut, wie war's bei dir?", lächelte Sook und stellte ihre Tüte an der Wand ab. Ich folgte ihrem Beispiel und zusammen erzählten wir von unserer nicht so aufregenden Shoppingtour. Nachdem wir drei dann zusammen gegessen hatten, verzogen wir beide uns in Jungsook's Zimmer. Wir spielten, aus komplett langer Weile und weil wir maximal nicht wussten, was wir mit unserer Freizeit machen sollten, eine Runde 'truth or dare challenge' (Wahrheit oder Pflicht) und anschließend Flaschendrehen. Allerdings war es zu zweit beides recht langweilig und wir begannen schon jetzt die anderen zu vermissen. "Manno, wäre Jungkook hier, der hätte sicher eine Idee, was man machen könnte.", seufzte meine beste Freundin. "Oder Taehyung.", pflichtete ich ihr bei. Mit ausgestreckten Armen und Beinen lagen wir beide auf dem Boden. Sollte uns doch bloß mal jemand helfen. "Man könnte sich maybe gegenseitig schminken.", murmelte Sook plötzlich. "Nahh~ ich glaube nicht.", antwortete ich schlicht und wir überlegten weiter. "Und wenn wir was zeichnen, so als challenge?", fragte ich. "Keine Lust.", bekam ich als Antwort. "Wir sind schon echt lost.", murmelte ich. "Könnte man so sagen.", seufzte meine beste Freundin nur und damit schien das Thema auch schon wieder erledigt.

    -2 Tage später-

    Isabella POV

    Ich stand an Namjoons Fenster und sah hinaus in den riesigen Garten, welcher für mich immer noch wie ein Schlossgarten wirkte und komplett surreal. Die beiden Jungs waren unten und hatten vor uns etwas essbares zu zaubern, was aber wahrscheinlich genauso wie gestern in die Hose gehen würde. Schmunzelnd verließ ich also Joonies Zimmer, schloss vorher natürlich noch das Fenster und wollte mich auf den Weg nach unten machen. Jedoch verlief ich mich jedes mal. Namjoon hatte mir in diesen drei Tagen schon zwei Führungen gezeigt, aber es wollte einfach nicht in meinen Kopf. Komisch. Sonst war ich doch auch nicht so. Ich ging erst einmal in die Falsche Richtung, wie ich mitbekam als der Gang zu Ende ging und ich immer noch nicht an der Treppe ankam. Ich gab mir einen Facepalm. Wie dumm musste ich eigentlich sein? Ich betrachtete die Türen. Namjoon meinte die letzten Türen dieses Ganges waren Tabu. Nicht einmal er wusste, was die letzten zwei Räume waren und in das Zimmer seiner Eltern durften wir nicht. Er meinte, seine Mutter habe hier oben noch eine Art Büro/ Bibliothek, weil sie als Jugendliche gern gelesen hat, so wie Namjoon anscheinend auch. Ganz ehrlich, das hatte ich echt nicht gedacht, als er es uns erzählt hatte. Weiter vorne im Gang eben auch bei Namjoons Zimmer, fand man noch ein Bad, sowie ein Gästezimmer, einen Abstellraum und schlag mich tot, was weiß ich, was das hier alles war. Seufzend ging ich endlich die Treppe nach unten, vorbei an dem Büro seines Vaters in die Küche, wo sich die zwei aufhielten.

    75
    73. Kapitel

    "Oh, hier halt mal.", meinte Yoongi direkt und drückte mir eine Schüssel in die Hand. Überfordert griff ich zu und half ihnen, dass essen fertig zu machen. Als wir alle zusammen am Tisch saßen, überlegten wir dann, wie der Tag für uns wohl weiter gehen würde. "Also was wollen wir machen?", fragte Namjoon und sah uns beide fragend an. Yoongi zuckte die Schultern, während ich überlegte. "Man könnte mal richtig old school like Verstecken spielen. Das ist dann another level because wir sind älter und schlauer. Wäre bestimmt lustig.", meinte ich, obwohl ich mir da nicht so 100 prozentig sicher war. "Naja, das Anwesen ist immerhin groß genug.", nuschelte mein Sitznachbar mit vollem Mund. "Ich weiß nicht so recht.", kam hingegen nur von Namjoon. "Besser als uns zu langweilen.", meinte Yoongi noch und zuckte die Schultern. Wow. Ich hätte echt nicht gedacht, dass er dafür wäre.
    Nach einer Diskussion von ca. 5 Minuten hatten wir beschlossen es zu tun, was Namjoon dazu brachte uns noch einmal ausführlich zu belehren wo wir hin dürfen und wo nicht. Suchen sollte ich, da es ja meine ich zitierte "achso tolle Idee war". Ich glaube Namjoon passt das immer noch nicht. Grinsend setzte ich mich also wieder an den Küchentisch und rührte mit dem Löffel in Yoongis Tasse seinen Kakao um. Ich schloss die Augen und begann laut zu zählen. Hoffentlich sind die beiden wenigstens kreativ.

    Jungsook POV

    -ein paar Tage später-

    Als ich mich gerade von Suna verabschieden wollte, sah ich wie Tae, Hobi, Jin, JK und Jimin auf uns zu kamen. Wie eine Verrückte winkte ich ihnen zu und alle erwiderten es. Wir sind schon eine lustige Bande. Auch Suna wank den Jungs zu bis sie schließlich bei uns ankamen. "Und wie war euer Camping Trip?", fragte Suna lächelnd. "Anstrengend.", seufzte Jin begann jedoch auch gleich wieder zu lachen. "Wir haben einen Teich im Wald entdeckt und waren baden und wir haben eine rieeesige Bude im Wald gebaut, das war echt nicht leicht oder einen Damm in einem Bach den wir gefunden haben.", begann Jungkook aufgeregt zu erzählen. "Ja! Und dann haben wir Knüppelkuchen von Jin gemacht, dass war sooo lecker und außerdem haben wir eine Nachtwanderung gemacht. Ihr glaubt ja nicht wie gruselig so ein Wald sein kann!", ergänzte Tae, was Suna und mich endgültig zum Lachen brachte. "Lasst uns rein gehen, da könnt ihr das alles noch ausführlich erzählen.", lachte ich und lud sie mit einer Handbewegung zu mir nach drinnen ein. "Suna?", meinte Jimin plötzlich und bittete sie noch kurz mit ihm draußen zu bleiben, also gingen wir schon vor und ließen die beiden allein. "Also was wollt ihr trinken?"
    Keine fünf Minuten später kamen die beiden lächelnd nach. "Uh was ist denn mit euch passiert?", fragte ich lachend. "Wir haben uns darauf geeinigt wieder Freunde zu sein, in dem Wissen das wir niemals genau gleich fühlen werden, es aber eine Verschwendung wäre uns zu ignorieren.", meinte Suna... Stille. "Ich hab's kaputt gemacht oder? Warum kann ich nicht so gut mit Worten wie ihr?", schmollte sie, woraufhin wieder alle anfingen zu lachen.

    Namjoon POV

    Nachdem die restlichen Tage mit Yoongi und Isabella so schnell vergangen waren, hatte ich eigentlich gar keine Lust darauf mit Dad's blöden Kollegen schon wieder essen zu gehen. Na gut. Das hatte ich nie, aber heute... ne. Isabella war bereits schon seit zwei Stunden weg, während Yoongi mir noch beim Aufräumen half. "So das müsste es dann gewesen sein.", kam er aus unserem Wohnzimmer mit den letzten Laken und Decken, die wir dort zum Schlafen platziert hatten. "Okay, danke Yoongi.", sagte ich und meinte es auch so, als ich die ganzen Sachen mit einem Schwung meines Zauberstabes in den Waschraum schweben ließ. "Es hat echt gut getan, mal wieder hier zu sein.", lächelte Yoongi und rührte seinen schon wieder neu gemischten Kakao. "Es hat echt gut getan, dich mal wieder hier zu haben.", antwortete ich darauf, woraufhin er mich einfach nur ansah. "Pass auf dich auf, Namjoon.", flüsterte er plötzlich und komplett random. Fragend sah ich ihn an: "Was meinst du?" "Was glaubst du warum deine Eltern so sind? Also.. ich meine das du nie jemanden mit her bringen darfst. Warum dein Vater so streng ist? Oder warum er dich immer mit auf Geschäftsessen schleift?" "Um ehrlich zu sein... hab ich da noch nie drüber nachgedacht.", antwortete ich ihm ehrlich, was ihn nur seufzten lies. "Das liegt vermutlich daran, dass du es gewohnt bist. Aber du weißt doch,... meine Familie ist auch nicht perfekt. Aber nicht nur das, auch die Sache mit Hendery. Das passt doch alles nicht zusammen. Findest du nicht? Ich meine der Typ hat sämtliche Informationen aus dem Ministerium. Glaubst du nicht da ist was faul?" Überlegend starrte ich auf die Tischplatte. Yoongi hatte recht, doch... was sollte ich denn bitte tun? Sagen ich will nichts mehr mit meiner Familie zu tun haben? Sicher nicht. Das würde mein Vater auch gar nicht zulassen. Und schon gar nicht meine Mutter. Wenn auch beide vermutlich aus komplett verschiedenen Gründen. "Naja wie auch immer. Ich muss jetzt los. Deine Eltern werden sicher bald da sein.", sagte er, trank den restlichen Kakao aus und stand auf um sich seine Jacke zu holen. Wir verabschiedeten uns, ich räumte noch schnell die Küche auf und ging anschließend in mein Zimmer. Yoongi's leises "pass auf dich auf" wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Aber... Hendery. Ich konnte ihm doch immer vertrauen. Ich meine, klar war ich auch misstrauisch am Anfang, aber er lebt doch auch bei einem Mitarbeiter vom Ministerium, oder? So kommt er sicher an all' die Infos. Das hab ich mir zumindest immer so vorgestellt. Auf was wollte Yoongi hinaus? Ich meine die Zeiten Grindelwalds und Voldemorts sind doch vorbei... oder?


    Okayyyy, hey leude I'm back
    Ich werde versuchen ab jetzt wieder regelmäßig weiter zu schreiben. Das nächste Kapitel ist auch schon in Bearbeitung und ich hab mich schon sooo lange darauf gefreut. Also ich hoffe euch wird es dann auch gefallen.
    Es tut mir leid, dass dieses hier etwas kurz geraten ist, aber ich brauchte den Cut einfach. 😅

    Ich hoffe euch geht's allen gut. 💓

    Wenn ihr wollt könnt ihr gerne mal bei meinem Insta acc vorbei schauen, ich lade mindestens einmal pro Woche was hoch. Mein acc dient einem besseren Verständnis für Kpop deshalb:
    kpop.quotes.4life
    Ik, der Name ist nicht sonderlich kreativ, aber mir ist nichts besseres eingefallen. Wer will kann sich auch gerne in den dms melden. Würde mich freuen. 🤗

    Das war's dann auch schon wieder von mir. Habt einen schönen Tag.

    LG eure Lea♡

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    74. Kapitel

    Als meine Eltern nach Hause kamen, fragten mich meine Eltern mal ausnahmsweise wie denn die letzten Tage so gewesen wären, ob alles gut war oder ob es Probleme gab. Am Abend ging es dann zu dem schon ewig geplanten Abendessen. Zu meiner Verwunderung mal außer Haus und nicht bei uns. Ich bekam von meinem Vater sogar einen neuen Anzug, extra dafür. Verwundert hatte ich ihn angenommen und mir die Haare gestylt, obwohl es mir locker lieber gewesen wäre.
    Ich griff also nach der Hand meiner Mum und stand keine Sekunde später, vor einer mir unbekannten Tür. Das Haus wirkte nicht sonderlich groß und die Straße war unbefahren. Ich fragte mich wo wir sind, als meine Mutter bereits auf die Klingel drückte und uns kurz darauf eine Frau die Tür öffnete, die mir irgendwie bekannt vor kam. Ravana.
    Wir traten ein und ließen uns nach einem kurzen Wortwechsel in einem bescheidenen, aber wirklich schön gemachten Saal nieder. Der Tisch war reichlich gedeckt, doch wie das nun mal so war, mussten wir erst mal die Höflichkeiten abklatschen. Wie geht's, wie war die Reise, für mich was macht die Schule, blah blah blah. Was mich sehr überraschte war, dass Dolan und Ravana an mir sehr interessiert zu sein schienen. Sie fragten mich über mein Schulleben aus, mit wem ich denn so Kontakt hatte, wer meine Freunde sind und so weiter. Hendery, Tae und seine Schwester, sowie die anderen erwähnte ich nicht, selbst von Isabella redete ich nicht. Die beiden Fremden machten mich misstrauisch. Also erwähnte ich nur unser Quidditch Team und ein paar andere Slytherin. Von Yoongi schienen sie ja schon zu wissen und anscheinend auch wie es um seine Mutter stand. Sie waren außerdem an Hogwarts sehr interessiert, meinten dass das Schloss wirklich sicher und ein guter Ort für Schüler wäre. Wenn ich nicht lache. Das klang alles sehr ironisch. Ich meine warum haben die so ein Intresse an Hogwarts? Das kann denen doch egal sein.
    Als dann endlich der Nachtisch von einem Hauselfen serviert wurde. Sprachen sie wieder mehr mit meinen Eltern, bis mich Dolan plötzlich fragte, ob ich noch etwas wissen wöllte. "Ähm.. naja schon. Was machen sie eigentlich? Also beruflich und so.", murmelte ich so vor mich hin. "Also ich arbeite mit deinem Vater zusammen, so haben wir uns überhaupt erst kennengelernt. Und Ravana ist eine einfache Sekretärin im Ministerium.", antwortete er mir sofort. "Oh wart ihr da gemeinsam auf Geschäftsreise?" "Nein, leider nicht. Als deine Eltern nach New York gegangen sind, waren wir noch in Paris.", lächelte Ravana und ich nickte als Antwort. "War es denn schön in Frankreich?", fragte ich höflichkeitshalber noch einmal nach, woraufhin ich natürlich eine Bestätigung bekam. Liebeskrams. Bäh. "Wir haben sehr viele interessante Leute in Paris kennen gelernt und außerdem auch einiges gelernt. Du solltest vielleicht auch irgendwann mal dahin reisen.", redete Ravana zufrieden weiter und trank, nachdem sie mit ihrer Rede fertig war, einen Schluck Wein aus ihrem so edlen Glas. Ich nickte die ganze Sache mal wieder bloß ab, bis Dolan sich wieder an mich wandte. "Sag mal, hast du eigentlich eine Freundin?" Als er das Wort "Freundin" aussprach verschluckte ich mich regelrecht an meinem Pudding. Please, what? Mit einem Mal war Stille eingekehrt und alle Augen, die meiner Eltern als auch Ravanas und Dolans, lagen auf mir. "Äh nein.", meinte ich trocken, nachdem ich mich räusperte um halbwegs meine Stimme wieder zu bekommen. "Nicht? So ein hübscher Kerl wie du?", meinte Dolan, als sei es so verwerflich keine Freundin zu haben. Okay, ich geb's zu. Viele in meinem Jahrgang beginnen jetzt Beziehungen einzugehen, aber mir doch egal.
    Ca. eine Stunde später wurde ich dann auch endlich erlöst und durfte wieder nach Hause. Müde ließ ich mich in mein Bett fallen und wollte einfach nur noch schlafen. Ehrlich. Das war zu viel für mich. Diese Menschen sind komisch. Ich ging in mein Badezimmer und machte mich Bett fertig, als ich meine Eltern auf dem Gang hörte. "Glaubst du nicht, das Namjoon dafür noch zu jung ist?", hörte ich meine Mutter flüstern, "hast du denn nicht gelesen, was in Paris passiert ist?" "Namjoon ist alt genug. Das weiß ich und fertig.", war jedoch nur Vaters Antwort und schon verschwanden die Stimmen wieder. Sie mussten wohl weiter gegangen sein. Verwirrt verließ ich das Bad und schlich mich nach unten. Was war in Paris? Sollte ich Hendery fragen? Nein. Ich suchte nach dem neusten Tagespropheten und fand ihn letztendlich in dem Büro meines Vaters. Sehen wir mal von dem Fakt ab, dass ich da eigentlich nicht rein darf, aber okay. Ich blätterte ihn durch bis ich zum Thema Paris kam. "Menschen wurden Zeugen von einem Kampf in einem Duelierclub." Zwei Zauberer mit Meinungsverschiedenheiten hatten sich anscheinend bekämpft und es ging schief. Der Club existiert nicht mehr und die beiden Zauberer sind tot. Paris? Wie lange ist das her? Ich schaute auf die Daten. Das war nicht der neuste Tagesprophet. Der war schon zwei Wochen alt. Vor zwei Wochen... da waren Ravana und Dolan doch in Paris. Haben die beiden etwas davon mitbekommen? Oder sind sie gar Zeugen? Was wissen sie davon? Als ich hörte, wie sich jemand oben bewegte, schaffte ich die Zeitung zurück und machte mir schnell etwas zu trinken, keine Sekunde später stand meine Mutter hinter mir. Überrascht sprang sie zurück. "Meine Güte, Namjoon, was machst du denn hier?", fragte sie komplett verwirrt. "Ich hatte Durst.", meinte ich zeigte auf das Glas in meiner Hand und ging anschließend wieder in mein Zimmer. Also irgendwas ist hier verdammt faul.

    Suna POV

    Immer noch etwas Müde lief ich durch den Hogwarts Express in der Hoffnung, dass das Abteil der anderen nicht mehr weit war, als ich plötzlich gegen jemanden stieß. Noch im selben Moment entschuldigte ich mich, sowie die andere Person ebenfalls. Als ich aufsah blickte ich Namjoon verwundert an. "Du?", fragte ich. "Äh ja.- äh... sag mal- hast du zufällig Hendery gesehen?", fragte er plötzlich stotternd. "Nein, wieso? Ist etwas passiert?", fragte ich, mit meinem immer noch halb schlafenden Hirn. "Achso- äh- ne. Alles gut. Ich muss ihn nur etwas wichtiges fragen.", antwortete er und lief auch schon weiter. Verwirrt blickte ich ihm hinterher und setzte anschließend meinen Weg fort.

    77
    75. Kapitel

    Als ich zusammen mit Sook auf den Weg in die Bibliothek war, kam uns Mark entgegen und schloss sich unserem Vorhaben, genannt Hausaufgaben, an. Als mir einfiel, dass ich allerdings mein Schreibzeug vergessen hatte, drückte ich Jungsook auch noch meine Bücher in die Hand und verschwand mit den Worten "bin gleich wieder da". Das meine beste Freundin von dem plötzlichen Gewicht schwankte und fast alles fallen ließ, ließ ich an der Stelle außer acht. Sie wird das schon schaffen. Starkes Mädchen.

    Mark POV

    Mit einem Mal blieb Suna stehen und meinte: "Bin gleich wieder da." Im selben Moment noch drückte sie Jungsook ihre drei Bücher in die Hand, woraufhin das Mädchen neben mir schwankte. Wie im Reflex stützte ich sie und nahm anschließend zwei von Sunas Büchern. "Danke dir.", lächelte sie, während ihre rötlichen Haare im Licht leuchteten. Sie strahlte wie eine kleine Sonne. Der Gedanke brachte mich zum Schmunzeln und wir liefen weiter. "Das die sich einfach so verdrückt. Ich dachte sie wollte dieses Jahr wieder fleißiger werden.", murmelte Jungsook. "Offensichtlich wohl doch nicht.", lachte ich als Antwort und wir betraten die Bibliothek. Wir ließen uns in einer ruhigen Ecke nieder und warteten auf Su. "Was glaubst du hat sie dieses Mal vergessen?", fragte ich und holte mir ein Bonbon aus der Tasche. Sie sah aus dem Fenster. "Keine Ahnung", meinte sie seufzend und sah sich die Sachen ihrer besten Freundin an, "aber wenn ich mir das hier so ansehe, vermutlich was zum Schreiben. Ihre Feder fehlt. Pergament ist schließlich ausreichend da." "Findest du nicht, das wir auch langsam auf richtiges Papier umsteigen sollten? Ist das nicht einfacher?", fragte ich weiter, während das Karamell von dem Bonbon meinen kompletten Mund erfüllte. Klebrige Angelegenheit. "In welcher Zeit lebst du? Die meisten Muggle geborenen nutzen Papier.", lachte das Mädchen vor mir und ich schmunzelte. "Ja schon, aber ich meine so richtig." "Ich glaube, dass sollte jeder selbst entscheiden, also ist es relativ egal.", zuckte sie die Schultern und sah wieder nach draußen. Ich folgte ihrem Blick. Wolken hatten sich vor die Sonne geschoben, heute Abend wird es sicherlich regnen.
    "Hey Leute, bin wieder da. Hatte meine Feder vergessen.", meinte Suna, die plötzlich neben mir stand. Vor Schreck hielt ich mir die Hand auf's Herz. "Mensch Suna! Das kannst du doch nicht machen!", rief ich, während Jungsook anfing zu lachen. Lachte sie mich etwa aus? Pf. So schreckhaft bin ich auch wieder nicht. "Und worüber habt ihr geredet?", fragte, die eben wieder aufgetauchte, als sie es sich neben mir gemütlich machte und sich fast auf meinem Buch platzierte. Schnell zog ich es weg und Suna sah mich nur entschuldigend an, wartete aber dennoch auf eine Antwort. "Warum du so schlampig mit deinen Sachen umgehst.", antwortete Jungsook mahnend und hielt ihr einen Bleistift vor die Nase. Sollte das eine Art Stille Drohung sein? Ich schmunzelte und wir begannen unsere Hausaufgaben.
    Als wir fertig waren verließen wir die Bibliothek und machten uns auf den Weg in unseren jeweiligen Gemeinschaftsraum. Da Suna und ich beide Gryffindor waren, liefen wir gemeinsam. "Ihr versteht euch echt gut was?", fragte Suna plötzlich. Verwirrt verlangsamte ich unser Schritttempo. "Was meinst du?" "Seitdem Weihnachtsball habt ihr einiges zusammen unternommen oder nicht?", grinste sie. Ich schmunzelte. "Achso... das meinst du. Naja du liegst nicht falsch. Wir haben schon ab und an etwas gemeinsam gemacht und auch Anfang diesen Jahres. Wir sind halt gute Freunde geworden.", meinte ich schlicht und wusste nicht ganz, wie ich das alles formulieren sollte. "Gute Freunde also.", nickte sie und schien wie in Gedanken. "Ist etwas falsch daran?", fragte ich und sah sie besorgt an. "Hm? Ach was nein. Alles gut. Ich freu mich, dass ihr euch so gut versteht.", lächelte sie.
    Im Gemeinschaftsraum trennten sich unsere Wege. Flink machte ich mich auf den Weg zu meinem Schlafsaal und verstaute dort, meine erledigten Hausaufgaben. Als ich aufsah bemerkte ich, das Maxim auch da war und auf seinem Bett saß. Auf mich machte er einen recht deprimierten Eindruck. "Hey Max, alles gut? Wieder Stress mit Bella?", fragte ich vorsichtig und er nickte nur. Vermutlich wollte er mal wieder nicht mit mir reden. Gut, dann halt nicht.

    -Zeitsprung-

    Yoongi POV

    Müde schlenderte ich durch die leeren Gänge der Schule. Die Sonne war bereits dabei unter zu gehen, so das die Wände in einem leichten gelb-orange gefärbt wurden. Ich genoss die Wärme die von der Sonne durch die Fenster kam und verlor mich erneut in Gedanken. Namjoon machte mir immer noch Sorgen. Seitdem wir bei ihm waren, verhielt er sich komisch. Noch dazu verbringt er in letzter Zeit sehr viel, meiner Meinung nach zu viel (aber mich fragt ja keiner), Zeit mit Hendery. Ich traute dem Typen nicht und ich hatte auch nicht vor damit anzufangen. Irgendwas an ihm ist komisch. Hendery ist zwar kein Schüler mehr, aber er arbeitet hier. Offiziell geht er als Praktikant durch, obwohl ich mir das einfach nicht vorstellen kann. Durch das Turnier ist der Typ doch eh reich, was will er also hier. Ich lief weiter und weiter und meine Beine trugen mich auf den Schulhof, weiter bis zu dem Abhang zu Hagrids Hütte, wo ich letztendlich stehen blieb. Mein Blick fiel auf den Verbotenen Wald. Ich drehte mich um und wollte wieder gehen, als ich sah, das Jin hier oben zwischen die großen Steine saß. Er sah zu mir und drehte sich anschließend wieder weg, den Blick vermutlich, so wie ich ihn kannte, auf den Horizont gerichtet. "Geh schon, du brauchst mich nicht anstarren.", meinte er und schnaubte anschließend abfällig. Klar, Jin hält schon lange nicht mehr so viel von mir. Dennoch setzte ich mich neben ihn. Was ich tat verwirrte nicht nur ihn, sondern auch mich selbst, aber lassen wir das. Überrascht sah er mich kurz an, bevor er sich erneut abwendete. Wir schwiegen bis Jin irgendwann das Wort ergriff. "Weist du warum Hendery wieder hier ist?", fragte er ohne mich anzusehen. Ich sah ebenfalls Richtung Horizont. Nennt es von mir aus unhöflich, aber Jin und ich hatten uns schon immer so unterhalten. "Nein, da musst du Namjoon fragen.", antwortete ich nach kurzem Zögern. "Ach, hat er dich etwa sitzen lassen?" Ich schnaubte belustigt und fing an zu lachen. "Namjoon ist nicht dumm. Ich wette er will rausfinden, was es mit Paris und New York auf sich hat.", sagte ich. "Schon gehört? Der neuste Angriff war in Schottland. Da braut sich was zusammen.", meinte Jin und sah auf den Boden. Verwirrt schüttelte ich den Kopf. "Schottland? Was will man denn da?" "Irgendjemand ist da draußen. Das waren drei Angriffe in Folge, das wird bloß alles vom Ministerium vertuscht. Die wollen schließlich keine Massenhisterie.", sagte Jin abfällig. "Was meinst du?", fragte ich verwirrt und sah ihn zum ersten mal in diesem Gespräch an. "New York war angeblich ein Unfall in einem Chemielabor und Schottland gibt keine offiziellen Infos. Ich bin mir fast sicher, dass das alles zusammenhängt. Die Zeitspanne entspricht jeweils drei Wochen. Meine Mum ist dazu auch noch komplett fertig mit den Nerven. Du solltest vielleicht mal mit Namjoon reden, der weiß doch mit Sicherheit was. Dem seine Eltern arbeiten doch beide da.", mit diesen Worten erhob er sich und ließ mich allein. Paris? New York? Schottland? Hatte ich irgendwas verpasst? Klar, war schon ein so ein "Zufall" viel für die heutige Zeit, aber... sollte das wirklich zusammenhängen? Oder doch keine Zufälle?

    78
    76. Kapitel

    Hendery POV

    Ich folgte Professor Slughorn in sein Büro. Er gab mit ein paar Zaubertränke, die ich wegräumen sollte und schon verließ ich den Raum wieder. Slughorn rief mir noch hinterher, dass ich bloß vorsichtig sein sollte.
    Als die Tränke weggeräumt waren, lief ich Richtung See. Das Einhorn, welches mir nun anscheinend treu ergeben ist, I don't know, wartete wohl schon auf mich. Ich gab ihm einen Apfel und Namjoon kam auf mich zu. "Hey.", war seine schlichte Begrüßung und ein "Hey.", war ebenfalls meine Antwort. Wir beide sahen auf das Wasser und schwiegen eine Weile.
    "Hast du schon von Schottland gehört?", fragte ich ihn und er sah mich überrascht an. "Nein, was war es denn diesmal?" "Öffentlich wird zwar nichts bekannt gegeben, aber ich habe davon gehört das sich einige Zauberer gewehrt haben.", meinte ich ruhig. "Gewehrt? Wo gegen denn?" "Namjoon,... was weißt du über New York?", entgegnete ich anstatt auf seine Frage einzugehen. "Ich habe meine Eltern gefragt, aber die meinten es sei nur das Chemielabor, was auch die offizielle Version ist.", seufzte er. Sollte ich ihm sagen was ich weiß? Wohl eher nicht. Noch nicht. "Ich habe gehört du wurdest mit zu einem Essen außer Haus gezwungen?", schmunzelte ich. "Außer Haus? Ahhh du meinst wohl das Essen mit Ravana und Dolan. Ja. War echt merkwürdig. Die haben echt viel Interesse an mir und vor allem an Hogwarts gezeigt. Das macht mich ehrlich gesagt ein bisschen nervös.", antwortete Namjoon und starrte auf den Horizont. "An Hogwarts? Was wollten sie wissen?" Ich hatte schon davon gehört, dass die beiden relativ interessiert an Hogwarts waren, aber das sie selbst Namjoon fragten hätte ich nicht gedacht. Ich meine... dies ist schließlich der einzige Grund, warum ich hier bin. "Keine Ahnung. Ob ich mich wohlfühle, das es wirklich sicher ist, ob ich von den Geheimgängen weiß und ob sie auch noch frei sind und den Raum der Wünsche und so weiter. Ich meine, wenn sie das alles wissen wollen, können sie auch Geschichte Hogwarts lesen und müssen nicht ständig mich fragen." "Was weißt du über die beiden?" Überrascht sah mich Namjoon an. "Nicht sonderlich viel, nur das sie im Ministerium arbeiten und Dolan mit meinem Vater... und das sie zur selben Zeit in Paris waren." Paris. Dachte ich mir. "Nächste Woche gehe ich erst einmal nach Hause. Du musst mich auf dem Laufenden halten.", sagte ich. "Was hast du eigentlich vor? Wie lange geht dein Praktikum?", fragte Namjoon und sah mich auf eine merkwürdige Art und Weise besorgt an. "Das läuft alles übers Ministerium. Keine Sorge. Ich kann so oft wiederkommen, wie ich will.", mit diesen Worten wandte ich mich ab und ließ Namjoon mit dem Einhorn allein.
    Ich lief in mein Zimmer, welches mir Slughorn zugewiesen hatte und ließ mich auf meinem Bett fallen. Was war deren Plan? Was genau hatten sie vor? Ich ging meine Aufzeichnungen noch einmal durch.
    Sie waren also tatsächlich in Paris. Ebenso arbeiten sie mit Namjoons Vater zusammen, der zu gegebener Zeit in New York war. Aber wie sieht es mit Schottland aus? Soweit ich von Chen weiß, waren alle drei hier. Hier in London. Chen hatte dafür gesorgt, dass ich nächste Woche wieder nach Hause kann, doch... wusste er, was ich tatsächlich vor hatte?

    ~Flashback~
    "Grüß' deine Schwester von mir.", lachte Chen mich an. "Natürlich.", lachte ich zurück. Ich würde endlich nach Hause können. Doch... würde das so bleiben? Nach allem was ich gehört hatte? Wenn tatsächlich jemand Interesse an Hogwarts hätte, könnte ich dann so weit weg bleiben? "Du.. Chen?" "Ja, Hendery? Was ist los?", fragte angesprochener und sah mich lieb an. "Kannst du dafür Sorgen, dass ich wieder nach Hogwarts komme?", fragte ich vorsichtig. "Nach Hogwarts? Wieso? Ich dachte, du bist froh, dass du endlich nach Hause kannst? Chenlu wartet schließlich auf dich.", meinte Chen verwirrt. Ich nickte. "Ich weiß, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich hier bleiben sollte. Wenigstens noch für zwei Jahre." "Zwei Jahre? Nun, du könntest Auror werden, aber da würdest du auch nicht in Hogwarts sein, ich könnte dich als Spion rein schicken, aber das würde Minerva vermutlich nicht zulassen. Praktikanten gab es noch nie in Hogwarts. Ich könnte dich höchstens bei mir einstellen und dann Anfragen, ob ich dich als Partner da rein schicken kann. Du weißt schon, als eine Art Versöhnung wegen der Sache mit Umbridge.", murmelte er. "Umbridge? Ist McGonagall deswegen immer noch sauer? Das ist doch inzwischen schon ewig her.", meinte ich etwas verwirrt. "Ja schon, aber andere Möglichkeiten haben wir fast nicht. Minerva hält an dem was Dumbledore geschaffen hat gut fest. Sie wird das alles nicht einfach so wegwerfen." Verständlich. "Glaubst du... das ich in Slytherin war, verkompliziert die Sache?" "Ich werde sehen, was ich tun kann. Genieße deine Zeit zu Hause.", lächelte Chen und ich packte die letzten Sachen in meinen Koffer. Mit einem letzten Schwung meines Zauberstabes flog der Koffer zur Haustür und ich ging in die Küche. "Danke, für alles.", sagte ich. "Keine Ursache. Das ist das mindeste, was ich für dich und deinen Vater tun konnte. Und wenn es funktioniert seh ich dich ja eh bald wieder.", mit einem letzten Lächeln verabschiedete ich mich, griff nach meinem Koffer und apparierte.
    Als ich vor dem Haus meiner Eltern stand, konnte ich es kaum erwarten. Ich riss die Tür auf und lief hinein. Den Koffer ließ ich an der Treppe stehen. Auf dem Küchentisch stand ein Zettel von meiner Mutter an Chenlu. "Bin noch einkaufen, Essen ist im Backofen." Ich sah auf die Uhr. Gegen um 10 bin ich los, hier war es schon kurz nach 5. Ich lief durch das Haus auf der Suche nach meiner kleinen Schwester. Ich wette, sie hatte vergessen, das es heute war, dass ich wieder kommen würde. Meine Mutter wusste es sowieso nicht. Als ich meine Schwester nicht fand blieb ich entäuscht in der Küche stehen. Ein Seufzen verließ meinen Mund. Plötzlich hörte ich die Tür- Erschöpft stolperte jemand den Flur entlang, in meine Richtung. War das... meine Mutter? Ich starrte regelrecht auf den Gang als plötzlich Chenlu dort stand. Die zwölfjährige sah mich mit großen Augen an. Als sie auf einmal auf mich zugerannt kam und mich fest umarmte. Ich erwiderte die Umarmung und ich spürte wie mein T-shirt nass wurde. Sie weinte. "Ich hab dich so vermisst.", nuschelte sie und sah mich mit glasigen Augen an. "Ich dich auch.", hauchte ich als mir ebenfalls eine Träne über die Wange lief.
    ~


    Bei der Erinnerung musste ich Lächeln. Chenlu war wirklich mein ein und alles. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn ihr etwas zustoßen würde. Und genau deshalb muss ich es tun. Damit ich immer für sie da sein kann. Damit ich sie beschützen kann. So das sie mich nie verlieren wird.

    79
    77. Kapitel

    Chenlu POV

    Als mein Bruder mir mitteilte, dass er so bald für eine Woche wieder zu mir kommen würde freute ich mich, doch diese Freude verflog, als er dann tatsächlich hier ankam. Er meinte, er sei nur hier um etwas zu erledigen und müsse bald wieder zurück nach Hogwarts. Länger als eine Woche würde er nicht bleiben.
    Als ich sah wie er sich eine kleine Tasche zurecht packte, darunter auch der alte Plastikkelch mit welchem wir als Kinder immer gespielt hatten, wurde ich misstrauisch. Mutter wusste noch nicht einmal, dass er da war. Sie war sowieso nie Zuhause. Ich vertraue meinem Bruder voll und ganz, doch irgendwas scheint ihn zu bedrücken. Ich weiß nicht was es ist und es stört mich das ich nichts dagegen tun kann. Er hatte mich nicht bemerkt, wie ich ihn von der Tür aus beobachtete, was schon allein dafür spricht, dass wohl irgendwas nicht stimmt. Er seufzte schwerfällig griff nach seiner Tasche und schloss die Augen. Er würde apparieren! Wieso? "Hendery!", rief ich und sprintete in der selben Sekunde noch auf ihn zu. Berührte ihn.

    Seokjin POV

    Ich saß mal wieder alleine hier draußen... den Blick auf die heulende Hütte gerichtet und dachte nach. Ich ließ Hobi und Felix allein in Hogsmead umher irren. Viel zu oft in letzter Zeit eigentlich.
    Meine Mutter machte mir Sorgen. Sie meinte ich dürfte nicht mehr zur Schule gehen, weil sie dieses Gefühl hat, es stimmt etwas nicht. Nicht unbedingt falsch wenn ihr mich fragt, aber Hoseok konnte sie Gott sie Dank noch überreden. Meine Mutter hatte schon immer ein Gefühl für Gefahren und schlimme Sachen. Schon damals... bevor mein Vater starb...
    Sie wollte nicht, dass er geht. Hat ihn fast angebettelt und gefleht, das er bleibt und vielleicht noch eine Weile wartet. Und dann war er tot. Wenn ich darüber nachdenke, macht das Gespür meiner Mum mir etwas Angst. Aber eine der guten Sachen... ich habe ihren Spürsinn vererbt bekommen. Wie sonst sollten diese ganzen Vorfälle nicht zusammen hängen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Was-
    "Hey Jinnie!- Sag mal? Grübelst du schon wieder? Das ist nicht gut für dich hab ich gesagt!" Ja, da war sie wieder. Meggie wusste immer, wo sie mich finden konnte. Ihre kurzen, schwarzen Haare wehten leicht im Wind und sie fixierte mich mit ihren grünen Augen. Sie setzte sich zu mir und sah mich auf einmal ernst an. "Seokjin, was ist los?"

    Chenlu POV

    Ich bekam einen halben Schock als ich plötzlich an einer Klippe hang. HANG. ÜBER DEM MEER. Verzweifelt klammerte ich mich an dem Felsen fest, der mir halt gab und hörte wie mein Bruder oben an der Klippe stand und vor sich hin murmelte. "Chenlu? Sie hat mich doch gerufen... oder hab ich mir das wieder nur eingebildet?...ach- Ich sollte es einfach schnell hinter mich bringen.", er schien zu gehen.
    Schön. Gut gemacht, Chenlu. Willst du mit deinen 12 Jahren sterben? Wie sollte ich jetzt bitte hier weg kommen? Ich versuchte so ruhig zu bleiben, wie nur möglich. Suchte Halt. Als ich endlich welchen gefunden hatte, kletterte ich vorsichtig rauf. Ich versuchte meinen schnellen Herzschlag etwas zu kontrollieren. Immerhin bin ich eine Kämpferin. Ich darf meinen Bruder nicht enttäuschen. Als ich fast oben war, rutschte mein Fuß ab und ich verlor erneut den Halt. Ich war kurz davor in die Tiefe zu stürzen, als mir plötzlich ein Fremder seine Hand reichte. Er zog mich hoch, sagte kein Wort, sondern musterte mich bloß. Ich nuschelte ein peinliches "Danke" woraufhin er arrogant aufschnaubte. Ähm- okay? "Was macht so ein junges Mädchen wie du, hier draußen allein?", fragte er und starrte mich regelrecht an, so das mir komplett unwohl im ganzen Körper wurde. Was war denn bitte mit dem los? "Wie heißt du?", war stattdessen meine Gegenfrage, woraufhin er schmunzelte. "Kim Byeongkwan, du kannst mich aber auch gerne Jason nennen.", grinste er. "Was macht denn ein Koreaner hier?", sprach ich einfach aus, was mir durch den Kopf ging. "Nun ja, ich muss einiges erledigen. Ich habe sowieso eine Verabredung mit einem alten- nennen wir es mal Bekannten", lächelte er, "wenn du mich also entschuldigen würdest. Ich muss weiter." Damit verbeugte er sich leicht und lief weiter in Richtung des Dorfes, welches in der Nähe lag. Verwirrt rief ich ihm hinterher. Er sollte gefälligst auf mich warten. Ich musste meinen Bruder finden, und zwar schnell. "Hast du etwa Angst, dass du wieder die Klippe runter fällst? Noch mal helfe ich dir nicht.", meinte er ohne auch nur eine Miene zu verziehen und lief geradeaus weiter. Arschloch. "Weißt du... weißt du wo genau ich hier bin?", fragte ich dennoch vorsichtig, da ich es wissen musste, ihn aber auch nicht kannte und ich mit der kompletten Situation überfordert war. "Aww hat sich das kleine Mädchen etwa verlaufen?", meinte er, sah mich dabei sehr merkwürdig an und stellte dann wieder auf kalt und sah immerzu nach vorn. Ich wurde einfach nicht schlau aus ihm. Mir fiel jetzt erst auf, dass der Typ in sehr teuren Sachen gekleidet war. Sein Anzug schien niegel, nagel, neu oder frisch aus einer vermutlich teuren Reinigung. Der schwarze Anzug hatte einige Verzierungen und wenn ich mich nicht komplett irre, war das Gold. Ich folgte ihm einfach ohne noch weitere Worte zu verlieren. Wäre vermutlich sowieso umsonst.
    Als wir endlich am Rande des Dorfes ankamen, verabschiedete er sich und ließ mich einfach stehen. Ich überlegte kurz, was ich nun tun sollte, entschied mich aber dann (merkwürdiger Weise) dazu ihm zu folgen. Ich hatte so dieses Gefühl, er würde mich zu meinem Bruder führen. Dem 'Leuten hinterher schleichen' war ich ja gewohnt und außer meinem Bruder hatte es noch nie jemand gemerkt. Ich sah wie er einen Laden betrat. Geduldig wartete ich draußen, bis er wieder kam. Er steckte etwas in seinen Ärmel und lief weiter. Ich folgte ihm, durch gefühlt tausende Gassen bis wir an einen etwas abgelegeneren Ort kamen. Es sah aus wie eine alte Lagerhalle. Recht groß würde ich sogar meinen. Er betrat sie und ich musste seufzen. Was sollte ich jetzt tun? Wieder umkehren? Wie sollte ich bitte meinen Bruder wiederfinden? Ich seufzte erneut und sank zu Boden. Scheiß Leben. Als ich jedoch im Augenwinkel mitbekam, das sich erneut eine Person auf die Halle zubewegte, wurde ich aufmerksam. Vor allem, da mir die Person mehr als bekannt vorkam.

    Seokjin POV

    "Meggie, ich will nicht das du dir Sorgen um mich machst.", meinte ich mit einem Lächeln, während wir zurück Richtung Hogwarts liefen und strich ihr saft mit meiner Hand über die Wange. Wieso musste sie auch so hartnäckig sein? Natürlich konnte sie für eine gewisse Zeit so tun, als würde sie es nicht mitbekommen oder nicht stören... doch irgendwann bröckelt jede Fassade. "Aber ich mache mir Sorgen, wenn ich nicht weiß was mit dir los ist. Wenn du es mir einfach sagen würdest, wäre doch alles gut. Ist es wegen Yoongi? Namjoon? Deiner Mum? Ist etwas mit Hobi passiert? Du musst mit mir reden Jin!", meinte sie und- war das Enttäuschung was ich da hörte? Jap, das war sie. Enttäuschung. Ich seufzte, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und legte anschließend meinen Arm um sie. "Wenn ich es dir sage, darfst du aber auf keinen Fall mit jemandem darüber reden.", meinte ich ernst und sie nickte. "Ich bin nicht dumm, Seokjin. Das solltest du wissen." Ich schmunzelte über ihre Aussage. Sie lag auf keinen Fall falsch. Natürlich wusste ich das... dennoch. Solange ich mir nicht sicher war, sollten sich die anderen keine Sorgen machen müssen.

    Chenlu POV

    Mein Bruder betrat die Halle und natürlich blieb ich nicht sitzen, sondern folgte ihm so schnell ich konnte. Die Tür fiel hinter ihm zu und ich beschloss draußen zu bleiben. Wenn ich jetzt da rein gehe sieht das ja wohl jeder. Ich schlich an eines der Fenster und sah mich um. Hinter mir und auf der Wiese um der Lagerhalle war weit und breit keiner zu sehen, was hatten die beiden nur vor? Zum Glück schallt es in so einer riesigen Halle und die Fenster hatten Löcher. So hatte ich den Luxus sogar ansatzweise zu hören was sie sagten.
    "Da bist du ja endlich. Ich dachte schon du kommst nicht. So wie damals.", sagte dieser Byeongkwan.
    "Sag nicht du bist deshalb immer noch sauer.", lachte mein Bruder daraufhin. Der Sarkasmus war dabei ja wohl eindeutig raus zu hören.
    Der reiche Dude hatte sich auf einem alten Stuhl an einem alten kleinen Tisch niedergelassen und trank- äh ja irgendwas. Ich vermute etwas alkoholisches, wenn ich mir den so angucke. Er genoss es anscheinend in freien Zügen, bis er einen Zauberstab zückte. Wait! Noch ein Zauberer? Er? Wieso? Er stellte sein Glas ab und lief zu meinem Bruder.
    "Hast du das-" Ich verstand nicht was mein Bruder genau sagte, da ein Dokument innen gegen die Scheibe flog. Mit einem mal wurde es dunkel, weshalb ich nach oben an den Himmel sah. Das war ja schon fast nicht mehr natürlich die Farbe...
    Es wurde windig und das Blatt was mir die Sicht versperrte fiel auf einmal zu Boden und ich sah wieder nach drinnen. Mein Bruder schien etwas zu flüstern, während er seinen Gegenüber angrinste. Die beiden standen bei diesem Wetter, mitten in einer riesigen, fremden Lagerhalle. Was hatten die bitte vor! Auf einmal sprang mein Bruder zurück und ich verstand nur etwas wie, keine Ahnung, "avada kebaba" oder so und ein grüner Blitz schoss aus seinem Zauberstab, welchen er auf Byeongkwan gerichtet hatte.
    Vor Schreck hielt ich mir die Hände vor den Mund, während der Mann einfach nur umfiel. Was- was hat mein Bruder getan?
    Er lief zu ihm hin und holte einen Gegenstand aus seiner Tasche. Mein Bruder schien etwas vor sich hin zu nuscheln als plötzlich schwarzer Qualm/Rauch um Byeongkwan aufstieg. Mein Bruder schrie qualvoll auf und das war der Moment, wo ich hier nicht mehr stehen bleiben konnte. Ich musste zu ihm.


    heyyy, ich melde mich auch mal wieder
    Yay
    Findet ihr das Kapitel ist gut geschrieben? Ich glaube es sind immer noch ein paar grammatikalische Fehler drin ... UPS.
    Wisst ihr was passiert ist? Was glaubt ihr wie es weiter geht?
    Wäre cool wenn ihr antworten könntet, weil es mich echt interessieren würde:)

    Ich hoffe euch geht's allen gut und lg

    80
    78. Kapitel

    Hendery POV

    Ich kniete neben dem Toten. Den silbernen, mit grünen Rubinen verzierten Dolch in meiner Hand. Umgeben von diesem elenden, schwarzen Rauch, der mir die Seele aus dem Leib zog. Ich konnte nicht anders als zu schreien. Ich wusste genau, auf was ich mich hier eingelassen hatte, warum akzeptierte ich es also nicht? Ganz einfach. Chenlu wäre dagegen gewesen. Ich spürte wie es meine Seele entzwei riss, als würde mein Inneres verbrennen und kein Stück durfte übrig bleiben. Und erneut schrie ich als ich plötzlich anfing zu halluzinieren. Ich sah meine Schwester. Sie rannte auf mich zu und schien nach mir zu rufen. Ich verlor das Bewusstsein und klappte ab. Der Schmerz, war vorbei.

    Jungkook POV

    Ich hatte es mir gerade auf der Wiese ein Stück entfernt vom Schulgelände gemütlich gemacht und mich niedergelassen. Fröhlich zog ich meine Stifte hervor, sowie einiges an Papier und lächelte vor mich hin. Mein heutiges Ziel war Hogwarts zu zeichnen, da ich mir überlegt hatte, mal etwas Neues auszuprobieren und weitere Hobbys zu entdecken, was vermutlich kein Fehler war. Ich sah mir alles genau an, zeichnete das Grundgerüst und begann anschließend mit den Details. Natürlich musste das Grundgerüst erst noch etwas genauer werden, bevor die wirklichen Details dran wären.
    Ich vertiefte mich in meine Arbeit und vergaß die Zeit. Bis zum angehenden Sonnenuntergang saß ich hier und das Schloss wurde in einer wunderschönen Farbe gebadet. Einfach herrlich.
    Als ich die Schönheit betrachtete, fiel mir ein das Phoebe bald Geburtstag haben müsste. Was sollte ich ihr schenken? Einfach nur Blumen ist doch langweilig. Plötzlich vernahm ich ein Schniefen, welches meine Aufmerksamkeit erregte. Überrascht sah ich nach oben. Es war Jungsook, die mir entgegen kam. Dachte ich zumindest.

    Hendery POV

    Als ich wieder zu mir kam, schwirrte mir der Kopf. Noch immer lag ich in der alten Lagerhalle und starrte an die Decke. Es war vollbracht. Ich hatte einen Horkrux geschaffen. Erst jetzt bemerkte ich das jemand neben mir schlief. Die ruhige Atmung entspannte mich bis zu dem Zeitpunkt, wo ich merkte, dass es meine Schwester war, welche neben mir lag. Wie vom Blitz getroffen fuhr ich hoch. Was machte sie hier? Wie ist sie hier her gekommen? Hat sie gesehen, was ich getan habe? Wie- wie lange liege ich eigentlich schon hier? Wegen dem plötzlichen Schmerz, der mir durch die Stirn zog, hielt ich mir ruckartig die Hand an die Schläfe. Ich stöhnte wegen dem Schmerz auf und suchte nach dem Dolch. Meine Schwester hatte ihn in ihrer Hand. Sie schlief seelenruhig. Seelenruhig neben einem der dunkelsten Zauber, den es gibt. Es wird nicht umsonst verboten, das der Horkrux in Hogwarts auch nur erwähnt wird. Und jetzt hält meine 12 jährige Schwester einen in der Hand als wäre es ein Plüschtier. Unglaublich. Ich sah mich in der Halle um- Wo... ist Byeongkwan? Was ist mit seiner Leiche passiert? Überfordert mit gerade... einfach allem, stand ich langsam auf. Ich wollte meine Schwester ungern wecken, aber wir mussten nun mal zurück und ich musste außerdem erfahren, wie lange ich bewusstlos war. Ich betrachtete sie eine Weile. Sie war wunderschön, so unschuldig und rein. Das komplette Gegenteil von mir. Chenlu sollte mit mir nach London kommen, aber da würde ich sie nur in Gefahr bringen. Es ist besser, wenn sie bleibt.
    Ich kniete mich neben sie, rüttelte leicht an ihr und sie fiel aus ihrem Schlaf. Verwirrt blickte sie sich um, bis ihr Blick an mir haften blieb. Nach nur wenigen Sekunden fiel sie mir um den Hals und es schien nicht so als würde sie mich bald loslassen. "Chenlu? Was-?", meinte ich etwas verwirrt, während ich ihre Umarmung erwiderte. Sie sah mich mit glasigen Augen an. "Was hast du getan?", wisperte sie und sah zu der Stelle, wo Byeongkwan gelegen hatte. Als ich ihr weder antwortete, noch sie ansehen konnte, da es mir das letzte Innere, was noch von mir übrig war ebenso zerriss, begann sie zu sprechen. "Er hat sich innerhalb von wenigen Stunden aufgelöst.. er ist zu Staub zerfallen!", meinte sie plötzlich aufgebracht und sah in ihre Hand. "Und dieser Dolch- Was hat das alles auf sich, huh? Das Ding- der Staub- der schwarze Nebel- Was glaubst du tust du hier eigentlich?" Ihr rannen hunderte Tränen über die Wangen und ich drückte sie einfach nur wieder an mich. Wie sollte ich ihr das erklären? Würde sie es überhaupt verstehen? "So lange du diesen Dolch bei dir hast, werde ich immer zu dir zurückkehren."

    Jungkook POV

    Als das Mädchen mich bemerkte, drehte sie auf Absatz kehrt, was mich zweifeln ließ, ob es wirklich Jungsook war. "Hey!", rief ich ihr hinterher und das Mädchen drehte sich augenblicklich um. Es war Isabella. Stimmt, die beiden sahen sich zum verwechseln ähnlich, nur das Jungsook mehr den asiatischen Flair hat. Sie blieb stehen, sagte nichts. Was mich zweifeln ließ, wie ich jetzt wohl am besten reagieren sollte. Bis sie plötzlich wie zusammenbrach und einfach nur noch weinte. Schnell schmiss ich mein Malzeug zur Seite und lief zu ihr. "Geh weg!", schniefte sie und ich reichte ihr vorsichtig ein Taschentuch. Verwirrt sah mich das Mädchen an und griff zögerlich danach. Nach einigen Minuten Schweigen, ergriff sie das Wort: "Warum bist du so nett zu mir? Du könntest mich auch einfach verspotten." "Warum sollte ich das tun? Das würde dich doch nur noch mehr zum weinen bringen.", erwiderte ich und sie schwieg wieder, schluchzte hin und wieder. Wir waren keine Freunde, das war mir bewusst, dennoch interessierte mich was so ein "kaltes" Mädchen wie sie so fertig machte. I mean... sie gehört zu unserem Trio. Mit Namjoon und Yoongi. Apropos... von den beiden hab ich schon ewig nichts mehr gehört.
    Als es so schien als würde sie wirklich nichts mehr sagen wollen, ergriff ich einfach den Mut und fragte sie. "Warum... hast du geweint?" Sie sah mich einfach nur an und fragte: "Gibt es Menschen für die du sterben würdest?" Überrascht und mit großen Augen sah ich sie an. Ich hätte vieles erwartet doch keine Gegenfrage. Vor allem nicht so eine. Ich sah zum Horizont und begann über ihre Frage nachzudenken. "Nunja, meine Freunde. Und meine Eltern.", antwortete ich nach einer Weile. Das ich mit 'meine Eltern' Jimins Eltern meinte, musste sie ja nicht wissen. "Dann kannst du dir sicher auch vorstellen, wie es ist von diesen Menschen enttäuscht zu werden.", schnaubte sie abfällig und riss einen Grashalm ab. Sie betrachtete ihn kurz und schmiss ihn dann weg. "Wieso? Was ist denn passiert? In welchem Sinne enttäuscht?" Sie schien mit sich selbst zu ringen, ob sie mir wirklich auf meine Frage antworten sollte. "Weißt du, ich war nie ein Mensch, der viel von Freundschaften hielt. Meine Eltern haben mir beigebracht es sei Zeitverschwendung. Menschen sind falsch und sie hintergehen dich. Und zwar genau dann, wenn du es am wenigsten erwartest und wenn es dich am meisten verletzt." Ich lauschte ihren Worten, stellte mir bildlich vor, wie sie mit ihren Eltern sprach und wie sie alleine Zuhause saß und lernte. Irgendwie tat sie mir leid. Wir sind doch Menschen. Wesen, die nichts so sehr brauchen wie Zuneigung und einen festen Halt im Leben. "Als ich heute wieder einmal versucht habe mit Yoongi zu reden, da Namjoon seit wir bei ihm waren echt merkwürdig drauf ist, aber... er blockt mich ständig ab. Sagt, er möchte allein sein. Er müsse mit Namjoon reden und so weiter. Ich habe ihn auf Hendery angesprochen, doch auch da will er mir nicht sagen, was Namjoon ihm erzählt hat und Namjoon", sie machte eine Pause und schnaubte abfällig, "von dem brauch' ich gar nicht erst anfangen."

    81
    79. Kapitel

    Isabella POV

    Steinchen aus meinem Weg kickend lief ich zurück ins Schloss. Mir ging dieses Gespräch mit Jungkook einfach nicht aus dem Kopf. Er kannte die beiden? Also so richtig? Die waren alle mal Freunde? So BFF like? Sowieso konnte ich es immer noch nicht glauben, dass ich wirklich so offen mit ihm über mein Leben gesprochen hab. Bin ich vielleicht krank? Hab ich Fieber? Ich kannte den Typen ja nicht mal. Klar, Yoongi und Namjoon hatten mir von ihm erzählt aber so wirklich mich mit ihm unterhalten, gestritten oder sonstiges eigentlich nicht. Ich kannte ihn tatsächlich nur vom sehen und hören, was andere über ihn sagten. Er machte auf mich eigentlich einen total netten und auch hilfsbereiten Eindruck. Er hat mich auch für nichts verurteilt, wie ich erst gedacht hatte... aber was meinte er mit "so ist Yoongi nun mal"? Natürlich hatte er mir erklärt, was genau er meint, aber trotzdem wollte es so nicht in meinen Kopf. Wieso sollte Yoongi mich schützen wollen? Wovor denn? Sollte irgendwas passieren oder wie? Ich verstand es einfach nicht und bevor ich mich versah stand ich auch schon vor unserem Gemeinschaftsraum. Meine Füße hatten mich blind her getragen. Ich schmunzelte. Wie schnell ich mich hier doch eingelebt hatte und wie wohl ich mich fühlte. Sollten meine Eltern auf die Idee kommen vor meinem Abschluss noch mal umzuziehen, würde ich gewiss streiken. Ich bleibe. Es sind nur noch vier Jahre, sollte wohl in Ordnung sein. Als ich den Gemeinschaftsraum betrat, sah ich wie unser Quidditch Team zusammen saß, noch kurz was besprach und sich dann auf dem Weg zum Training machte. Stimmt, am Wochenende spielen wir gegen Gryffindor. Hatte ich schon beinahe wieder vergessen. Da viel mir ein... ist Jungkook nicht auch in seinem Team? War es nicht er damals, der mit dem Hufflepuff Schüler aus den Wolken gestürzt ist? Die, die sich gerade noch rechtzeitig gerettet haben? Ich glaube schon. Soweit ich weiß, sind Suna und ihr Bruder nicht im Team. Sollte ich mir das Spiel anschauen? Werde ich vermutlich nicht, haha. Nun gut, sehr lange werden die Spiele nicht mehr gehen, es wird bestimmt in naher Zukunft schneien. Also so Anfang/Mitte November vielleicht. Ob er recht hat? Wird Yoongi zu mir kommen und mit mir reden, wenn er soweit ist? Oder kann ich unsere Freundschaft jetzt vergessen? Wenn ich gewusst hätte, dass Freundschaften so kompliziert sind, hätte ich das mit Sicherheit gelassen.

    Suna POV

    Gemeinsam mit Lilli und unserem neuen Mitschüler Woobin saß ich in der Bibliothek. Woobin war seit diesem Schuljahr auf Hogwarts und nur einen Jahrgang über uns. Er ist wie ich in Gwangju geboren und dann später aber mit seinen Eltern nach Amerika ausgewandert, nicht so wie wir nach Europa. Da seine Mutter, bei einem Unfall vor einem halben Jahr ums Leben kam, entschied sein Vater wegzuziehen. "Er kann dort einfach nicht mehr leben.", meinte Woobin und drehte die ganze Zeit einen kleinen Handspiegel zur Beschäftigung. "Das tut mir so leid.", erwiderte Lilli daraufhin und sah ihn mitleidig an. "Ach was, alles gut. Das Schicksal wollte es wohl so.", lächelte er und sah, meiner Meinung nach, etwas bedrückt aus dem Fenster. "Wenn du jemanden zum Reden brauchst, sind wir für dich da.", lächelte ich ihn an und er lächelte zurück. Er erzählte auch das er vorher auf der Ilvermorny-Schule für Hexerei und Zauberei war und es einen deutlichen Unterschied zu Hogwarts macht. So findet er es zumindest. "Wir haben dort auch vier verschiedene Häuser, ich war im Haus Donnervogel.", meinte er stolz. "Welche Häuser gibt es denn noch?", fragte Lilli gespannt. "Nun da wären wie gesagt der Donnervogel, Haus Wampus, das Haus Gehörnte Schlange und das Pukwudgie. Wie hier auch repräsentieren die Häuser bestimmte Dinge. Allerdings sind sie mehr Zukunftsgewandt anstelle vom Charakter, was ich sehr interessant finde.", erklärte er. "Und wofür steht der Donnervogel?", fragte ich ihn mit großen Augen und er begann zu grinsen. "Nun, ich hatte gehofft, dass du das fragst. Der Donnervogel steht mehr oder weniger für Abenteuer. Außerdem steht er für die Seele und Intelligenz, sowie Temperament. Ungefähr so lässt es sich ganz gut beschreiben, denke ich.", lächelte er. "Und die anderen Häuser?" Er sah Lilli gespielt abwertend an. "Wen interessiert das, nur der Donnervogel zählt.", meinte er und nur wenige Sekunden später verfielen wir in ein herzliches Lachen. Ganz ehrlich? Ich mochte den Typen total.

    Namjoon POV

    Müde betrachtete ich die ein und ausfliegenden Eulen, ich saß in der Eulerei. Wie ich letztens mitbekommen hatte halten sich relativ selten Schüler wirklich lange auf. Sie kommen her und verschwinden genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Ob Hendery wirklich diese Woche noch zurück kommt? Seine Schwester hatte mir einen Brief geschrieben in dem steht, das es ihrem Bruder zur Zeit nicht sonderlich gut geht. Sie versteht nicht genau, was passiert ist beziehungsweise was er wirklich getan hat, aber vermutet sie nichts Gutes. Sie meinte, das er meist einmal am Tag in Ohnmacht fällt und er leichtes Fieber hat und sie versucht sich um ihn zu kümmern. Das er so bald wieder gehen will, bricht ihr das Herz "aber was soll ich schon dagegen tun?" hatte sie geschrieben. Hendery hat mir viel von ihr erzählt und auch das sie sein Ein und Alles ist und das er für sie sterben würde... aber muss er sie so belasten? Was hat er schon wieder angestellt? Soweit ich weiß hat er ein sehr gutes Immunsystem, was bringt ihn also so extrem aus dem Gleichgewicht. Wie konnte er so die Fassung verlieren? Ich seufzte und betrachtete den Brief in meiner Hand. Das war der Brief, den ich eigentlich Hendery zeigen wollte. Er war von meinem Vater. Er wollte wissen, ob ich schon mal von der Karte des Rumtreibers gehört hatte oder nicht. Natürlich kannte ich sie, aber was wollte mein Vater damit? Mit Yoongi konnte ich schlecht darüber reden. Ich wusste nicht recht, wie ich ihm das alles erzählen sollte. Außerdem verstand ich dieses Treffen mit Ravana und Dolan noch immer nicht so ganz. Hendery hingegen machte auf mich einen ziemlich wissenden Eindruck. Kannte er die beiden? Wusste er, was sie vor haben? Selbst der Grund warum er wieder hier war... ich hatte bei der ganzen Sache kein gutes Gefühl. Wie auch, wenn ich von nichts wirklich einen Plan hatte. Ich fühlte mich schlecht. Ich grenze Yoongi und Isabella beide aus meinem Leben aus und das obwohl sie doch eigentlich meine besten Freunde sind oder nicht? Ich- ich könnte doch auch einfach mit ihnen darüber reden? Vielleicht haben sie ja doch eine Idee? Aber was wenn es doch unnötig ist? Wenn ich mir wegen nichts so viel Gedanken mache? Ich würde ihnen doch nur das Leben erschweren und es für mich leichter machen. Ich fühlte mich wie eine Last. Hendery soll einfach wiederkommen. Mit ihm kann ich über alles reden. Warum genau weiß ich auch nicht und warum ich ihm so vertraue, ebenso wenig. Aber eines steht fest. Wir sind im letzten Jahr tatsächlich Freunde geworden.

    82
    80. Kapitel

    Hendery POV

    Müde fasste ich mir an meine glühende Stirn, meine Schwester schlief neben mir, meinem Bett. Ich beobachtete sie kurz, bevor ich mich aufraffte und ins Bad stolperte. Ich versuchte mich möglichst leise zu Verhalten, da ich sie ungern wecken wollte. Schon eine Woche lang kümmerte sie sich um mich und das Fieber wollte einfach nicht zurück gehen. Ich hätte Byeongkwan nicht unterschätzen dürfen. Auch wenn es mir besser geht als erwartet. Ich nahm mir einen Waschlappen und ließ kaltes Wasser darüber fliesen. Ich hielt es mir an die Stirn und seufzte. Das kühle Nass war so angenehm, ich wollte es nie wieder weglegen. Während ich so dastand überlegte ich, ob es schlau wäre jetzt wieder zurück nach Hogwarts zu gehen. Ich bin geschwächt und zur Zeit echt niemandem eine Hilfe.
    Langsam ging ich in die Küche und entdeckte einen Brief. Namjoon hatte mir geschrieben... meine Schwester hatte ihm sicher geantwortet. Es tut mir leid Namjoon, aber du musst vorerst ohne mich auskommen. Ich werde von hier aus, weiter Informationen sammeln. Namjoon sollte davon erst mal nichts erfahren. "Hendery?", meine Schwester stand plötzlich hinter mir und sah mich mit großen Augen an. Jeder konnte sehen, dass sie sich Sorgen machte. "Mir geht es gut.", meinte ich, doch hörte man an der Schwäche meiner Stimme, dass es vermutlich nicht wirklich so war. Ein Wunder das ich überhaupt noch klar denken konnte. Ich breitete die Arme aus und schloss meine Schwester in meine Arme. Keine Frage, für sie würde ich sterben.

    Namjoon POV

    Seit zwei Wochen war Hendery schon weg und laut seiner Schwester könnte es sein, dass er erst im nächsten Monat wieder käme. Die Tatsache nicht mit ihm Reden zu können, machte mich nervös. Ich brauchte jemanden zum reden. Unbedingt. Verunsichert sah ich aus dem Fenster neben meinem Bett in unserem Schlafsaal. Die Sonne war vor kurzem untergegangen und die Sterne leuchteten nun hell auf. Der Mond war, von hier unten und aus diesem Winkel sowieso, schlecht zu sehen, was eigentlich recht schade ist. Ich zögerte kurz und sah mich um ob die anderen drei schliefen. Flink und leise schnappte ich mir meine Jacke, sowie Schuhe und verließ den Schlafsaal, ebenso den Gemeinschaftsraum. Ich lief die Treppen hinauf und peilte den Weg zum Astronomieturm an. Die Uhr in den Gängen zeigte kurz vor 10. Es war zwar recht dunkel, doch fand ich mich gut zurecht.
    Als ich oben an meinem Ziel ankam, genoss ich erst mal den frischen Windzug, der mir entgegen kam. Ich sah hinauf in die Sterne und dachte unterbewusst an die Zeiten von früher. Unsere ersten Jahre in Hogwarts. Mit Taehyung war ich ab und zu hier oben und er erzählte mir alles mögliche über die Sternbilder, die er kannte. Ich schmunzelte und seufzte zufrieden. Plötzlich machte ich ein Geräusch hinter mir aus und drehte mich überrascht um. "Ugh! Mist. Ah-" Es war Yoongi welcher über die letzten Treppenstufen gestolpert kam. Er rieb sich das Schienbein und warf der Treppe einen bösen Blick zu. "Blöde Stufen." Ich schmunzelte. Unser Siebenschläfer kam doch tatsächlich um diese Zeit noch hier hoch gestolpert. Was wiederum hieß, das er mit mir reden wollte. Ich drehte mich wieder um. Sollte ich es ihm endlich sagen? Er stellte sich neben mich und sah, mir gleich, in die Sterne. "Weißt du noch als Taehyung uns unsere Sternzeichen erklärt hat?", sagte Yoongi und ich nickte. "Er meinte, wir sind eine ungewöhnliche Kombi.", lächelte ich. "Genau und das er hofft, dass wir für immer Freunde bleiben." Yoongi wollte einfach nur wissen, was mir so Sorgen macht und das war ja auch verständlich immerhin ist er mein bester Freund und dennoch-
    Ich seufzte, er wusste das ich es ihm erzählen würde. Er musste mir nur die richtigen Worte auftischen. "Lass mich doch wissen, was los ist. Hendery ist wie ich mitbekommen habe, krank geworden, der kommt sobald sicher nicht zurück. Rede doch einfach mit mir." Ich sah ihn einfach nur an. "Auch wenn wir nicht mehr so mit Taehyung und den anderen befreundet sind wie früher, auch wenn ich das gern hätte, ich wünsche mir das selbe wie er. Gib unsere Freundschaft doch nicht auf.", Yoongis ruhige Stimme beruhigte mich, nur das leichte Zittern... er hätte jetzt sicher gerne geweint. Ich wusste, wie sensibel Yoongi sein konnte, auch wenn er es niemals zugeben würde. "Mein Vater... er hatte ja das Essen mit seinen Kollegen gewollt. Und natürlich war ich dort, aber... Yoongi. Die sind komisch, die haben mich nicht nur über mich, sondern auch über Hogwarts ausgefragt. Ich habe die Zeitungen gesehen. Die beiden waren in Paris, wo es passiert ist und meine Eltern in New York.", ich holte tief Luft. Was tat ich hier eigentlich? "Es hängt alles zusammen.", murmelte Yoongi so leise, das ich es gerade noch verstand. "Ja, genau. Und Hendery.. der weiß noch mehr, da bin ich mir sicher. Er will mir es aber nicht sagen. Mein Vater wollte letztens wissen, ob ich je etwas von der Karte des Rumtreibers gehört habe... die haben es auf Hogwarts abgesehen!" Okay. Damit hatte ich ihm alles gesagt, was ich wusste, meine ganzen Sorgen, einfach alles. Frustriert drehte ich mich weg und starrte auf den Boden. Ständig hoffte ich, das ich mich irre. Es sollte nicht so sein. Hogwarts ist eine Schule. Das macht alles überhaupt keinen Sinn. Warum Hogwarts? Oder fantasiere ich nur? "Namjoon... bist du dir da sicher?", Yoongi stand neben mir, seine Hand auf meinem Arm. Ich schüttelte den Kopf. "Nein." Yoongi nickte vorsichtig und ließ seinen Arm wieder sinken. "Du warst dir noch nie so unsicher... stimmt's?" Es war unglaublich, nein es ist unglaublich, wie Yoongi mich mit einem einzigen Blick etwas aufmuntern kann. Ich nickte erneut. Das alles war einfach nur frustrierend. "Mein Vater meinte, ich muss über die Ferien nach Hause. Da kannst du es Isabella erzählen. Sie soll es auch wissen", seufzte ich, "ich werde erneut Ravana und Dolan treffen und dich auf dem laufenden halten. Hendery ist schließlich abgeschottet und zur Zeit viel zu weit weg."



    Omg 80 Kapitel 😱 und dann ist es wegen dem Cut auch noch so kurz, aber ich brauchte das noch mal.
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    Ich würde mich wie immer über Spekulationen zur Geschichte, Kommentare und likes freuen. 😊
    Was glaubt ihr hat Hendery noch vor? Was passiert als nächstes? 
    Ja also, ähm würde mich freuen. Und auch weiterhin danke für all die reads. 😇
    So krank ich schreibe schon über ein Jahr an der Geschichte heeeelp.
    Wer war von Anfang an dabei? I guess no one, haha.

    Wie auch immer 
    LG eure Lea♡

    83
    81. Kapitel

    Suna POV

    Mit Woobin an meiner Hand lief ich durch das Schloss. "Glaub mir so schön hast du die Sterne noch nie gesehen.", lachte ich und zog ihn zu den Treppen, rauf zum Astronomieturm. "Was? Da rauf?", fragte er und zählte offenbar die Stufen. "Woah-", vernahm ich es von ihm. "Jetzt sei nicht so ein Faulpelz!", lachte ich ließ ihn los und lief hinauf.
    Als ich jedoch, so komplett aus der Puste, fast ganz oben ankam, hörte ich zwei Stimmen. Abrupt blieb ich stehen und Woobin rannte fast in mich hinein. Ich hielt ihn auf, als ich die Stimmen endlich einordnen konnte. Allwissender Yoongi und Prinzessböhnchen Namjoon, ich verdrehte bei dem Gedanken meine Augen und wollte Woobin schon zurück drängen als- "Auch wenn wir nicht mehr so mit Taehyung und den anderen befreundet sind wie früher, auch wenn ich das gern hätte, ich wünsche mir das selbe wie er. Gib unsere Freundschaft doch nicht auf." Mein Bruder? Wieso sprachen sie über Taehyung? Es herrschte eine kurze Stille und ich verstand nicht ganz, was gerade da oben passierte. Ich signalisierte Woobin, dass er leise sein sollte, als Namjoon wieder das Wort ergriff. Er redete teilweise unerwartet schnell und ich hatte etwas Schwierigkeiten ihm zu folgen: "Mein Vater... er hatte ja das Essen mit seinen Kollegen gewollt. Und natürlich war ich dort, aber... Yoongi. Die sind komisch, die haben mich nicht nur über mich, sondern auch über Hogwarts ausgefragt. Ich habe die Zeitungen gesehen. Die beiden waren in Paris, wo es passiert ist und meine Eltern in New York." Etwas überfordert versuchte ich zu verstehen, was er da gerade von sich gegeben hatte. Paris... meinte er den Vorfall mit dem Duellier-Club? Und das Chemie Labor in New York? Oder was ist dort noch passiert? Nichts weiter soweit ich weiß. Es herrschte eine Stille oder zumindest kam hier unten nichts an bis Namjoon auf einmal aufschrie: "Ja, genau. Und Hendery.. der weiß noch mehr, da bin ich mir sicher. Er will mir es aber nicht sagen. Mein Vater wollte letztens wissen, ob ich je etwas von der Karte des Rumtreibers gehört habe... die haben es auf Hogwarts abgesehen!" Hogwarts! Erschrocken sah ich zu Woobin, welcher ebenso den Worten der beiden oder besser gesagt Namjoon gelauscht hatte. Er hingegen wirkte allerdings weniger überrascht. Er zog an meinem Arm und signalisierte mir somit, das wir genug gehört hatten. Was hatte er denn plötzlich? Ich wollte nicht gehen. Ich wollte Namjoon fragen, was er meinte und ja, ich weiß, das dies vielleicht merkwürdig klingen mag, aber seine Aussage ließ mich nun mal Fragen aufwerfen. Fragen, die ich gern beantwortet hätte. Mahnend sah mich mein Gegenüber an und zog erneut an meinem Handgelenk. "Au! Du tust mir weh!", rief ich frustriert und er ließ mich augenblicklich los. Er sah mich kurz an und lief dann die Treppen hinunter. Ich rieb mir mein schmerzendes Handgelenk und erschrak als mich plötzlich Yoongi ansprach. "Was machst du hier?", etwas mehr als überfordert mit dieser Situation drehte ich mich um. Etwas zu schnell, denn verlor ich mein Gleichgewicht und stolperte über irgend einen Gegenstand den ich im Dunkeln nicht so ganz ausmachen konnte. "Ich wollte mir mit Woobin die Sterne ansehen.", meinte ich trotzig und versuchte etwas Mondlicht zu erhaschen. Was hatte er denn bitte mit meinem Arm gemacht? Das brannte ja schon fast. Wie ich erkannte war mein Arm etwas rot. Na schön dank auch. Ich sollte wohl etwas kaltes Wasser darüber laufen lassen. "Und wo ist dieser Woobin?", fragte Namjoon mit erhobener Augenbraue und sah sich auf der Ebene um. "Abgehauen.", murmelte ich. "Und was ist das?", Namjoon packte meinen Arm und hielt ihn ins Licht. "Wieso ist der so rot?", fragte er. Etwas überrascht von dieser Aktion, wusste ich nicht ganz was ich erwidern sollte. "Er wollte das wir gehen.", nuschelte ich. Ich sah wie Yoongi die Augen verdrehte und dann die Treppe nach unten verschwand. "Was habt ihr gehört?", er kam mir dabei ziemlich nahe, was mich stottern ließ. Was war denn bitte in Namjoon gefahren? Als er zu realisieren schien, was er hier gerade tat, ließ er meinen Arm los und ging wieder einen Schritt von mir weg. Ich beschloss, dass es dumm wäre ihm die Wahrheit zu sagen, weshalb ich nur mit "Nicht viel.", antwortete. Er nickte einfach nur. "Du solltest es kühlen sonst könnte es anschwellen." "Bitte?", verwirrt sah ich ihn an. "Dein Arm." "Achso, äh ja. Natürlich.", ich nickte noch und wollte schon gehen, aber schien mir Namjoon wohl nicht zu trauen. Er folgte mir die Treppen hinunter und auch auf dem Weg bis zum Mädchenklo. "Ist noch etwas?", fragte ich gespielt sicher, obwohl mir diese ganze Situation gerade absolut nicht geheuer war. Er sah sich um und schob mich dann in den großen Raum mit den Toiletten. "Ein letztes mal, was hast du gehört?" Ich sah ihn einfach nur an, woraufhin er nur frustriert aufschnaubte und anschließend nach meinen Arm griff um ihn unter das kalte Wasser zu halten. Ich sagte nichts, fragte mich einfach nur ob dies gerade wirklich passierte oder ob ich mir das alles nur einbildete und es eine Art Albtraum war.
    Das Wasser war so angenehm, das ich meinen angespannten Körper entspannte und einfach nur noch die Kühle genoss und meine Augen schloss,... bis Namjoon plötzlich das Wasser abdrehte. Mehr als überrascht sah ich ihn an, als er auch noch nach Tüchern griff um meinen Arm abzutrocknen. Er- konnte so fürsorglich sein? Vermutlich wollte er nur noch irgendetwas von mir wissen. "Ich werde dich und diesen Woobin im Auge behalten.", meinte er bevor er sich einfach umdrehte und ging. Was war hier gerade passiert?

    Am nächsten Morgen wälzte ich mich müde aus dem Bett. Vor eins war ich sicher nicht eingeschlafen. Lilli stand schon im Bad und machte sich fertig, während Yuna sich ihre Locken eindrehte. "Wusstet ihr, das Namjoon heute Geburtstag hat? Für ihn werde ich mich extra hübsch machen.", bei dieser Aussage hätte ich normalerweise die Augen verdreht, doch fiel mir wieder die gestrige Nacht ein. "Er wird dir nicht widerstehen können.", lächelte Rosalie. Das die Freundschaft immer noch hielt, so wie Yuna sie in letzter Zeit ausgenutzt hat? Mal sehen. Lilli drückte mir plötzlich meine Uniform in die Hand und zeigte auf die Uhr. So schnell ich konnte, in meinem immer noch währenden Halbschlaf, ging ich ins Bad und machte mich fertig.
    Als wir die ersten drei Stunden überstanden hatten, lief ich das erste mal wieder Woobin über den Weg. Mit dem hatte ich auch noch ein Hühnchen zu rupfen. Ich dachte wirklich, dass wäre nur ein Traum gewesen, doch die immer noch leicht gerötete Stelle an meinem Arm... zeigte mir eben, das es nicht so war. Ich lief also auf ihn zu und zog ihn aus der Jungs Gruppe, wo er gerade stand. "Oh hey Suna, tut mir leid was gestern passiert ist. Ich weiß echt nicht, was in mich gefahren ist." Ich wollte ihm zwar böse sein, doch lächelte er mich an, wie ein Engel, der gerade vom Himmel gefallen war. Ich seufzte. "In Ordnung. Vielleicht können wir das heute nachholen?", fragte ich ihn, anstelle ihn an zu schreien, wie ich eigentlich vor hatte. "Ja, liebend gern." Und damit ging ich zur nächsten Stunde. Gegen meinen Willen freute ich mich sogar darauf Woobin später wieder zu sehen. Ich kannte dieses Gefühl... und um gottes Willen, ich wollte es nicht. Ich bin so froh das ich mich mit Jimin wieder problemlos verstand... dennoch ist es nicht genau das selbe Gefühl. Es ist so merkwürdig. Seit gestern wusste ich einfach nicht mehr was ich denken sollte. Namjoon. Woobin. Alles. Und über Namjoons Aussage "die haben es auf Hogwarts abgesehen!"... ich weiß nichts mehr. Gar nichts mehr. Am liebsten wollte ich mit Jin reden, aber der machte mir in letzter Zeit etwas Angst. Hobi hatte uns erzählt, das es Jins Mutter zur Zeit nicht so gut geht und er deshalb etwas reizbar ist. Vielleicht könnte ich mit Meggie reden? Ob Jin mit ihr geredet hat? Dennoch... es ist nicht das gleiche. Die besten Ratschläge kommen immer noch von Jin.

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    82. Kapitel

    Namjoon POV

    Wie Chenlu geschrieben hatte, kam Hendery diesen Monat nicht mehr zurück. Auch sonst hörte ich nichts mehr von ihm, was mir ehrlich gesagt etwas Sorgen bereitete.
    Suna und Woobin hatte ich beide im Auge behalten, doch wirklich auffällig hatten sie sich beide nicht verhalten. Vielleicht hatten sie ja doch nichts gehört? Was mir die Sache relativ einfach machte, war das die beiden sehr viel Zeit zusammen verbrachten, was mich um ehrlich zu sein etwas stutzen ließ. Jimin schien zwar über Suna hinweg, dennoch hätte ich nicht gedacht, dass sie so bald schon wieder gefallen an einem anderen finden würde. So hätte ich sie nie eingeschätzt.
    Ich habe mich auch mit Taehyung unterhalten und mit ihm über die alten Zeiten geredet. Wir haben echt viel gelacht bei der ganzen Sache bis er mich gefragt hat, ob es Yoongi und mir wirklich gut geht.
    Wie vorgenommen hatte Yoongi Isabella alles erzählt und ich hätte es nicht gedacht, aber sie zeigte pures Verständnis für unser Verhalten. Eigentlich dachte ich, sie würde für eine Woche nicht mehr mit uns reden. Was mich aber eben noch mehr verwunderte, war als sie uns über Jungkook ausgefragt hat. Ich habe so das Gefühl, sie hat ein Auge auf ihn geworfen. Was echt cute wäre.
    Ich schmunzelte und sah auf den großen See unter mir. Der Astronomieturm war schon eine feine Sache. Als plötzlich jemand die Stufen hochgestolpert kam. Mal ehrlich, seit wann machen sich so viele Schüler die Mühe hier hoch zu laufen? Das war mir definitiv neu. Dennoch,.. ich drehte mich um und wollte der Person gerade an den Kopf werfen, das ich gefälligst allein sein wollte, als ich Suna erkannte. "Ich hab dich gesucht."

    Jin POV

    Mit meiner Freundin im Arm saß ich unter einem Baum auf der großen Wiese von Hogwarts. "Guck' mal, die Wolke sieht aus wie ein Häschen.", meinte sie grinsend und zeigte in den Himmel. Ich folgte ihrem Finger und schmunzelte. "Aber die da drüber sieht aus wie ein kleiner Alligator.", sagte ich und lenkte ihren Finger ein Stück nach rechts. "Oh nein! Er will das Häschen fressen!", meinte Meggie theatralisch und hielt sich beide Hände ins Gesicht. Ich begann zu lachen und sie sah nur mit aufgeplusterten Wangen in den Himmel. Keine Frage, ich liebte dieses Mädchen. "Du hast mir Versprochen, das du mich bald deiner Mutter vorstellst.", murmelte sie vor sich hin und ich musste seufzen. "Ich weiß, aber ich habe dir doch schon gesagt, dass es zur Zeit schlecht ist. Wenn ich mit ihr rede lässt sie dich vielleicht wieder freiwillig in die Schule. Wenn ich sage, dass ich ganz doll' auf dich aufpasse.", sie sah mich verspielt an und ich strich ihr die nach vorn gefallene Strähne wieder hinters Ohr. "Wie wäre es denn, wenn du mich erst mal deiner Familie vorstellst.", grinste ich und schubste sie leicht nach hinten, so das sie sich einfach auf den Boden fallen ließ und liegen blieb. "Das wäre sicher eine Idee.", sagte sie und ich krabbelte auf allen vieren zu ihr. "Also ich denke das ist die beste Idee.", meinte ich, während ich so über ihr stand. Sie grinste daraufhin nur und schlag ihre Arme um meinen Hals, was mich zum Lachen brachte. Sie vergrub ihr Gesicht in meinem Hals und nuschelte etwas, was ich als "ich liebe dich" entzifferte. Ich setzte mich hin und zog sie ordentlich zu mir, so das wir einfach nur umarmend da saßen. "Ich dich auch Meggie, ich liebe dich auch."

    Jimin POV

    Ich saß am See als Jungkook sich zu mir gesellte und betrachtete einfach nur die Schönheit Hogwarts'. "Und wie geht's dir?", lachte der größere als er sich neben mir nieder ließ. "Wie soll's mir denn gehen? Ich komme mit Suna wieder klar, dein Bruder hat sich ewig nicht mehr gemeldet, bei Tae und Rachel ist alles bestens und Yoongi, Namjoon und Isabella machen auch keinen Ärger. Es ist alles ruhig zur Zeit. Das ist echt angenehm.", lächelte ich und betrachtete die vom Wind erzeugten, sanften Wellen des Wassers. Jungkook nickte neben mir. "Stimmt. Nichts worüber man sich ärgern könnte." Er klang etwas abwesend, was mich daraus schließen ließ, das er wohl in Gedanken war. Ich schmunzelte und stieß ihn leicht an. "Was ist denn los mit dir? Bist du etwa verliebt?", scherzte ich fröhlich als er mich etwas ertappt ansah. Er spielte mit seinen Schnürsenkeln und antwortete nicht. "Was? Wirklich?", überrascht sah ich ihn an. Wer sollte es denn bitte sein? Phoebe? "Um ehrlich zu sein... ich weiß es nicht.", murmelte er. "Über wenn sprechen wir denn?", fragte ich ihn interessiert, woraufhin er wie ein verschreckter Welpe ins Gras starrte. "Phoebe..." Ich schmunzelte, ich wusste schon immer das sich die beiden gut verstehen. "und Isabella." WAS? "Wie bitte?", fragte ich etwas überstürzt, was ich sofort bereute, da ich froh sein konnte, das er darüber überhaupt mit mir redete. "Naja... du weißt, das Phoebe und ich uns immer beim Training fürs Quidditch sehen und uns auch gerne in der Bibliothek treffen, aber..." Er schwieg. Na, auf diese Erklärung war ich jetzt aber gespannt. Hatte er überhaupt je mit ihr geredet? Habe ich die beiden schon mal zusammen gesehen? Nein, vermutlich nicht. Wie kam er also auf Isabella?
    "Nunja.. angefangen hat es an dem Tag, wo ich Hogwarts gemalt habe.. Da ist sie mir schluchzend entgegen gekommen und ich dachte es sei unsere Schwester.", erklärte er. "Jungsook?" "Ja. In der Sonne sehen die beiden genau gleich aus! Und dann haben wir halt etwas geredet...", meinte er frustriert. "Und du hast dich in sie verliebt?", das schien mir um ehrlich zu sein, etwas zu schnell. Als ob er sich direkt in sie verliebt hätte. Dann müsste es ja doch 'Liebe auf den ersten Blick' geben. Doch schüttelte Jungkook den Kopf. "Seit diesem Vorfall sind wir sowas wie... naja... Freunde." Mit offenem Mund starrte ich ihn an. Ist ja nicht so als wären es gerade DIE DREI, die uns schon seit zwei Jahren fast mobben und sich über uns lustig machen. Ach was. Nein. "Jetzt sieh mich nicht so an als wäre es gegen die Natur. Nur weil ihr euch alle immer gegenseitig ankeift heißt das noch lange nicht, das wir das auch machen müssen. Das ist sowieso nur Kindergarten. Werdet mal erwachsen.", da hatte er einen Punkt. Jungkook war bei weitem nicht dumm und konnte Situationen eigentlich auch ganz gut einschätzen, aber das er genau SO von uns dachte, hätte ich nicht erwartet. "Aber wir haben ja schon ewig nicht mehr gestritten.", murmelte ich und zog meine Beine an mich heran. "Ja, aber auch nur weil ihr euch so gut es geht aus dem Weg geht.", erwiderte mein Bruder daraufhin. Ich nickte nur, da ich nicht recht wusste, was ich nun noch sagen wollte bis Jungkook erneut sprach. "Aber eines wollte ich dich noch fragen..", ich sah ihn an, "was glaubst du warum sich die beiden so ähnlich sehen? Das kann doch kein Zufall sein." Verwirrt sah ich ihn an. "Was meinst du?", fragte ich und löcherte ihn regelrecht mit meinem Blick. "Na, Jungsook und Isabella. Sie sehen aus wie Zwillinge."

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    83. Kapitel

    Woobin POV

    Ich sah auf mein Handy und wartete auf eine Antwort meiner Mum. Mit meinem Oberkörper zum Fenster gewandt lehnte ich an meinem Bett. Die anderen waren gerade nicht hier und wenn würden sie mich am Ende noch fragen, wie ich als Reinblut wohl sowas besitzen konnte. Ich schnaubte frustriert auf als sich das ONLINE endlich in SCHREIBT abänderte. Ich hatte sie gefragt, ob sie Namjoon kennt und überraschender Weise bejahte sie. Das hätte ich echt nicht erwartet und als sie mir schrieb, das ich ihn bald näher kennenlernen würde, stutzte ich noch mehr. Was zum- "Hey Woobin, kommst du mit raus? Maxim will seinen neuen Baseballschläger ausprobieren.", fragte Martin, welcher gerade in den Schlafsaal geeilt kam. Verwirrt sah ich ihn an. "Ich erklär' dir das Spiel. Kommst du mit?", fragte er freudig und ich nickte nur und legte mein Handy weg um ihm anschließend zu folgen.

    Suna POV

    Ich schnaufte auf, als ich endlich oben ankam. Namjoon sah so aus als wöllte er mich sofort wieder loswerden, weshalb ich schnell anmerkte, das ich nach ihm gesucht hatte. Unglaublich, das ich dafür fast Yoongi gefragt hätte. Doch Gott sei dank gibt es Hobi und Jin. Hobi war in letzter Zeit echt happy, er scheint ein echt tolles Verhältnis mit Amelie aufgebaut zu haben. Aber das passte jetzt nicht. Verwirrt und auch etwas überrascht sah Namjoon zu mir und ich holte noch einmal tief Luft, bevor ich mich wieder aufrichtete und langsam auf ihn zu bewegte. "Du meintest ja, du behältst mich und Woobin im Auge.", schnaufte ich und er nickte einfach nur und zog eine Augenbraue hoch. Ohne scheiß, das stand ihm eigentlich voll gut, aber egal. Wir reden hier von Namjoon.
    Ich versuchte meine wirren Gedanken etwas zu ordnen und überlegte, wie ich mein Anliegen, wohl am besten formulieren würde. Um ehrlich zu sein, war mir das schon etwas peinlich. Ich meine, ich wollte gerade etwas von Namjoon. NAMJOON. Der mit dem ich mich, seit ich hier bin schon gefühlt tausende male gestritten habe. Erwartungsvoll sah er mich an und verschränkte die Arme. Es schien ihm nicht zu passen, das ich nicht zum Punkt kam oder besser gesagt, so schweigend vor ihm stand. Etwas nervös strich ich mir eine meiner Strähnen hinters Ohr und beschloss, ihn nicht länger warten zu lassen. "Was weißt du über Woobin?", fragte ich und er sah mich überrascht an. "Wenn du Datingtipps brauchst, da bin ich der Falsche, ich kenne ihn nicht.", meinte er belustigt und stützte sich mit seinen Armen auf das Geländer neben ihm. "Datingtipps?", fragte ich verwirrt und er sah mich forschend an. "Wofür würdest du sonst was wissen wollen, ihr versteht euch doch so gut." Bitte was! Am liebsten hätte ich Namjoon gerade eine gescheuert, aber ich beließ es dabei und ballte meine Hände aus Frust doch nur zu Fäusten. "Was soll das denn bitte heißen, huh?", warf ich ihm an den Kopf und er wirkte etwas überrascht. "Ihr seid nicht-? Naja, wie auch immer auf mich wirkt ihr beide, als wärt ihr so gut wie zusammen.", meinte er und sah mich nur kurz an, als er auch schon wieder den Horizont anpeilte. "Äh- Nein! Ich steh' überhaupt nicht auf ihn!", stritt ich es ab, obwohl ich selbst wusste, das es schon irgendwie gelogen war. Ich mochte ihn, ja. Nur wollte ich es nicht. "Weshalb ich eigentlich zu dir wollte, ist... naja... sagen wir es mal so... ich habe vielleicht doch mehr gehört.", nuschelte ich und Namjoon sah mich sofort, etwas entgeistert, an. "Was. Genau. Hast du gehört?" Ich schluckte, da er mir schon wieder so nahe kam. Es musste entweder eine Angewohnheit, eine Einschüchterungstaktik sein oder es lag einfach am Thema, welches ihn nervös machte. Was dann bestimmt nichts gutes hieß. Ich machte einen Schritt zurück und meinte: "Naja, dass mit deinen Eltern und- keine Ahnung wie die hießen bis zu Hogwarts." Ich blickte nach unten. Ich fühlte mich schlecht, es ihm nicht eher gesagt zu haben und hatte das Bedürfnis es wieder gut zu machen. Warum genau, war ich mir auch nicht sicher. Vielleicht wegen meinem Arm? Namjoon wirkte etwas verzweifelt und griff sich an die Stirn. Er schien zu überlegen bis er sich wieder zu mir wandte. "Und warum kommst du dann jetzt zu mir?" Er sah mich ernst an und mir wurde etwas unwohl bei der ganzen Sache, aber ich beschloss trotzdem mit ihm zu reden. "Naja, ich habe Woobin vor zwei Tagen oder so, doch noch mal darauf angesprochen, ob er glaubt es sei war, was du gesagt hast,... doch streitet er immer alles ab. Es macht keinen Sinn, der ist doch Verrückt, das ist Hogwarts, was soll schon sein und so weiter. Allerdings wirkte er an dem Abend etwas panisch. Ich meine als er hörte, was du gesagt hast, wollte er sofort gehen und auch sonst meinte er, er wüsste nicht was in ihn gefahren wäre, es ging ihm wohl nicht so gut und mehr. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich glauben soll. Ich würde ihm so gerne vertrauen, aber das alles- Es macht alles so schwer, ich brauche das Thema nur zu erwähnen und er driftet ab. Er ist immer sofort genervt von allem und will einfach nicht darüber reden. Es ist schon fast wie, wenn ich meine Eltern nach der Arbeit frage. Genau so fühlt sich das an!" Namjoon sah mich skeptisch an. "Also versucht du mir zu sagen, dass du glaubst er weiß etwas?", und wieder die Augenbraue. Woah, ja das stand ihm definitiv. "Möglicherweise. Keine Ahnung! Ich dachte du könntest mir das vielleicht sagen.", jammerte ich vor mich hin. "Wie auch immer. Ich weiß nichts und ich kenne diesen Woobin auch nicht. Woher denn auch? Wir haben noch nie miteinander geredet.", meinte Namjoon trotzig und drehte sich wieder von mir weg. Ich stellte mich ans Geländer und sah hinunter. Was sollte ich denn jetzt machen? Glauben, was Namjoon damals seinem besten Freund erzählt hat und mich regelrecht hasst oder dem Typen mit dem ich die letzten Wochen verbracht habe, der mich immer und immer wieder zum Lachen bringt und mit seiner puren Anwesenheit glücklich macht? Ich seufzte enttäuscht und drückte mich leicht vom Geländer weg. Mein Blick viel auf Namjoon, welcher hinauf in die Sterne sah. Warum genau stritten wir eigentlich immer? Ich hatte es vergessen. Mir wollte es einfach nicht mehr einfallen... Aber bedeutet es dann nicht es wäre unwichtig? Es heißt die wichtigen Sachen vergisst man nie und seine Feinde sowieso nicht. Heißt das.. wir sind keine Feinde? Sollte ich ihm vertrauen? Yoongi sprach von einer Freundschaft mit meinem Bruder. Taehyung selbst sprach nur selten darüber, aber... wenn sie sich alle gegenseitig vermissen, die Freundschaft vermissen... warum tun sie dann nichts? Entschuldigen sich und alles ist wieder gut? Warum ging die Freundschaft so extrem voneinander weg? Auseinander? Ich grübelte vor mich hin bis ich entschied Namjoon in Ruhe zu lassen. Langsam lief ich zurück zur Treppe und warf einen letzten Blick zu Namjoon, welcher mich ansah und lief dann die Treppe nach unten.


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    86
    84. Kapitel

    -Zeitsprung: 4 Wochen, Mitte Ferien-

    Namjoon POV

    Ich richtete meinen Anzug, zog an meinen Ärmeln, strich die Hose glatt. Seufzend sah ich in den Spiegel vor mir. Dieses Restaurant hier, war merkwürdig und wenn ich mal anmerken darf, dass das Licht bei den Toiletten nicht gerade hell war, was dem ganzen einen noch düsteren Eindruck verschaffte. Der Spiegel zeigte meine hellen, gestylten Haare, einen ordentlich gekleideten jungen Mann,... und trotzdem jemanden der nicht zufrieden mit sich selbst war.
    Ich wollte da nicht wieder raus. Wir warteten auf Ravana und Dolan. Und warum? Ich weiß es nicht. Die Tafel war riesig und es waren mindestens 50 Leute da draußen. Als meine Eltern mir sagten, sie würden mich zu einem Meeting mitnehmen, da es endlich mal Zeit dafür wurde, hatte ich vieles erwartet... nur das nicht. Ich öffnete die schäbige Tür und lief zurück in den riesigen Saal. Es war nicht nur diese trübe Stimmung die mir eine Gänsehaut über jagte. Es war jeder einzelne Mensch in diesem Gebäude. Diesen mehr als merkwürdigen Woobin eingeschlossen. Als der mit seinen Eltern hier aufgetaucht ist, wäre mir beinahe mein Glas aus der Hand gefallen. Noch interessanter wurde die ganze Szene als seine und meine Mutter sich plötzlich anfingen zu unterhalten, so als würden sie sich schon ewig kennen. Und dann noch unsere Väter die uns gegenseitig vorstellten. "Ihr geht doch auf die selbe Schule." Als ich dabei das Grinsen in dem ekligen Gesicht seines Vaters sah, wurde mir beinahe schlecht. Noch schlimmer war das, der Typ mir auch noch gegenüber saß.
    Ich verstand jetzt durchaus, was Suna damals meinte, als sie so hektisch zu mir gekommen war und meinte Woobin sei merkwürdig. Das stellte mir wiederum die Frage... ich hatte mich über ihn informiert und laut den Angaben im Schulregister ist seine Mutter verstorben. Wieso stand sie dann eben vor mir? Wie konnte sie sich mit meiner Mum dann so freudig unterhalten?
    So gleichgültig wie ich konnte setzte ich mich wieder auf meinen Platz. Ich musste mit Woobin sprechen. Allein. Ich trank einen Schluck aus meinem Glas, als Woobin mich ansprach. "Ich weiß wir hatten keinen sonderlich guten Start, aber lass uns doch ab jetzt zusammen arbeiten.", lächelte er. "Zusammen arbeiten?", fragte ich trocken, woraufhin er dreckig grinsend nickte. "Du weißt schon, die anderen dürfen das schließlich nicht erfahren. Wir wollen doch keine Probleme machen." Verwirrt sah ich den fast Gleichaltrigen an, als plötzlich die Tür aufging und sich alle hinstellten. Als mein Vater auch an meiner Schulter zog, tat ich es ihnen gleich. Ravana und Dolan kamen herein und blieben am Rande der Tafel stehen. "Seid gegrüßt meine Lieben, für das wohl aller.", sagte die Blondhaarige und alle verbeugte sich leicht nur um sich dann wieder zu setzen. Okay? Ich versuchte einfach nur unterzutauchen, als sie dort vorn anfingen zu reden. "Außerdem haben wir einen Neuling in unseren Reihen welcher Hogwarts bestens kennt und unserem Plan eine große Hilfe sein wird.", Dolan sah zu mir, so wie jeder andere in diesem Raum auch. Was für ein Plan? Konnte mich bitte jemand aufklären? Was wurde gerade von mir erwartet? Ich nickte dem Mann regelrecht zu und er redete weiter. Er hatte jetzt auf jeden Fall meine volle Aufmerksamkeit.

    Jungkook POV

    "Gibst du mir bitte mal den Löffel da?", fragte meine Schwester welche, gerade dabei war einen Kuchen anzurühren. Ich folgte ihrer Bitte und reichte Jungsook den gewünschten Löffel. Jimin hatte Fieber und durfte laut Mum das Bett nicht verlassen, weshalb ich nun mit ihr alleine in der Küche stand. "Glaubst du eine Buttercreme passt da gut dazu?" Jungsook sah mich fragend an und ich nickte nur überfordert, während sie anfing in einem Backbuch zu blättern.
    Die Sonne schien durch das Fenster und verlieh ihren Haaren einen goldigen Schimmer. Ungewollt musste ich an Isabella denken und wie gut ich mich eigentlich mit ihr verstand. Doch mochte ich nicht eigentlich Phoebe? Was ist nur los mit mir?
    Mir fiel mein Gespräch mit Jimin am See wieder ein. Ich hatte ihn nach der Ähnlichkeit der beiden gefragt... und das obwohl ich mir selbst kaum sicher war.
    "Du.. Jungsook?", fing ich vorsichtig an. "Ja?", fragte sie lächelnd und sah von dem Buch auf. "Ich weiß du redest da absolut nicht gerne drüber... aber warum gibt es diese Ähnlichkeit mit Isabella? Ich verstehe das nicht." Seufzend schlug sie das Buch zu und legte es beiseite. Eine Weile schwieg sie, rührte weiter den Teig zusammen und ignorierte mich auf eine gewisse Art und Weise, während ich schweigend neben ihr stand und sie einfach nur ansah. "Ehrlich gesagt... ich habe mich das auch gefragt und... ich habe auch mit Ma darüber geredet.", meinte sie ruhig. "Mum hat mir daraufhin meine Papiere gezeigt. Ihr beide wisst das ich adoptiert bin... und wie ich herausfand Isabella auch." Überrascht sah ich sie an. Isabella hatte das nie erwähnt. Na gut.. wir redeten auch nie über Familie oder so. "Mum meinte es gibt einen Zwilling, allerdings konnte sie nicht beide von uns aufnehmen, da du damals noch hier eingezogen bist und der Zwilling wurde an wen anders gegeben. Unsere richtigen Eltern steckten uns in ein Waisenhaus und sind kurz darauf verschwunden, laut alten Zeitungsartikeln zumindest. Eigentlich müsste ich sie nur nach ihrem Geburtstag fragen und schon wüsste ich ob sie es ist." Ich schluckte schwer als sie mir das erzählte. Es war also meine Schuld. Die beiden könnten wie jeder andere Zwilling die entsprechend zweite Hälfte füreinander sein, doch ich habe das kaputt gemacht. Natürlich waren sie Zwillinge wie konnte ich nur so blöd sein. Jungsook hat am 1. Mai Geburtstag und Isabella hatte mir das selbe erzählt. Es lag doch regelrecht auf der Hand! Die beiden sind Zwillinge! "Dennoch.. eigentlich will ich es nicht wissen. Ich bin zufrieden mit meinem Leben und Isabella mit Sicherheit auch. Wieso sollten wir es also durcheinander bringen? Es ist gut so wie es ist. Ich brauche keinen Zwilling." "Weiß Isabella davon Bescheid?", es waren die einzigen Worte die ich im Moment zu Stande brachte und Jungsook seufzte erneut. Sie wirkte plötzlich etwas genervt. "Ich weiß das du sie magst! Aber ich bin deine Schwester, okay? Warum musst du immer nach ihr fragen, wenn du doch weißt das es mich verletzt? Mir ist genauso klar wie dir, das wir verwandt sind und doch ist es mir egal!" Ich fühlte mich schlecht. Ich konnte mit beiden nicht darüber reden, weil es beide nicht wollten und doch hatte ich das Gefühl sie wieder zusammen bringen zu müssen. Ich meine... es sind die einzige RICHTIGE Familie die sie noch haben. Sie können das doch nicht einfach ignorieren? "Jungkook, ich weiß was du denkst, aber denke mal über deine eigene Familie nach. Wen siehst du als deine wahre Familie?"

    87
    85. Kapitel

    Woobin POV

    Wie es mir mein Vater gesagt hatte, beobachtete ich Namjoon und behielt ihn im Auge. Seit Dolan ihn erwähnte, hörte er aufmerksam zu. Meine Mutter sagte er wüsste nichts und das zeigte sich auch deutlich. Kein Wunder das wir hier her kommen sollten. Ravana hatte aus gutem Grund daran gezweifelt ob das mit ihm funktionieren würde. Er ist zwar Slytherin, aber ich glaube trotzdem nicht, dass er an unserem Vorhaben teilhaben würde. Dennoch steckt er mitten drin.
    Als wir dann endlich zum Essen eingeladen wurden, sah Namjoon zu mir: "Können wir kurz reden?" "Klar.", lächelte ich. Schließlich sollten wir Freunde werden. Wir erhoben uns und gingen nach draußen.
    "Was ist das für ein Spiel?", Namjoon sah mich düster an und ich musste grinsen. "Was für ein Spiel?", schnaufte ich amüsiert. "Deine Mutter sieht für mich nicht sonderlich tot aus.", sagte er entschlossen. Woher- "Und?", fragte er ungeduldig. "Nun ja, sie lebt wie du siehst.", sagte ich genauso trocken, wie er mich ansah. "Das sehe ich. Warum steht in deinem Schulregister dann, dass du allein mit deinem Vater lebst, da deine Mutter in Amerika umkam?" "Sei nicht so neugierig.", lachte ich und stupste ihm an die Schulter. Er starrte mich einfach nur an. "Sagen wir es so, anders wäre ich vermutlich nicht rein gekommen. Meine Mutter ist in der öffentlichen Version bei einem Angriff umgekommen. Sie hat im Ministerium gearbeitet. Glaubst du das ist so einfach zu vertuschen?", meinte ich ernst. "Was für ein Angriff?" "Na der 1., New York. Was glaubst du denn? Haben dir deine Eltern echt gar nichts erzählt?", langsam wird das alles echt frustrierend. Ich dachte er wüsste wenigstens von den Angriffen. "Was hat das mit Ravana und Dolan zu tun?", Namjoon sah mich ernst an und kam mir durchaus auch noch ein Stück näher. "Er wurde von ihnen geleitet. Was glaubst du, wo die ganzen Menschen herkommen, huh? Nicht alle von denen sind aus London." Belustigt schüttelte ich den Kopf. "Das sind aber nicht sonderlich viele für so ein riesen Drama.", schnaubte Namjoon. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. "Dachtest du etwa das sind alle? Oh mein Gott, Namjoon, du bist witzig.", ich legte ihm meine Hand auf die Schulter, zwinkerte ihm zu und ging wieder nach drinnen. Was für ein Dummkopf.

    Jungkook POV

    Die Nacht brach an und ich lag planlos in meinem Bett. Ich konnte mir nicht so ganz ausmalen ob Jungsook jetzt böse auf mich war oder nicht. Dennoch ging mir ihre Frage nicht aus dem Kopf. Natürlich waren sie, Jimin und seine Eltern meine Familie. Meine Eltern sind schließlich Tod. Und mein Bruder? Der kümmert sich doch ein Scheißdreck um mich. Er lässt jeden Monat mal einen Umschlag hier einflattern und das war's. Er könnte mich ruhig mal wieder mit in den Urlaub nehmen oder sonst irgendwie Zeit mit mir verbringen und mir zeigen, dass ich ihm auch wirklich was bedeute. Jungsook und ich sind praktisch in die Familie reingewachsen. Wir gehören zwar so gesehen nicht in diese Familie, aber dennoch... ist es unsere Familie. Aber... Isabella mag ihre Adoptivfamilie doch nicht wirklich, oder? Meinte sie nicht sie drängen sie nur hin und her? Setzen sie unter Druck für gute Leistungen? Sie könnte doch zu uns kommen oder nicht? Sie passt sicher toll zu uns. ... ach was, blöde Idee. Oder? Warum ist Familie so schwierig? Seufzend drehte ich mich auf die Seite. Jimin wurde ins Gästezimmer verfrachtet damit ich hier schlafen kann. Mum will echt nicht, dass wir auch krank werden, aber ich glaube sie übertreibt. Ich bräuchte jetzt schon seinen Rat... wie er wohl darüber denkt? Nein, sinnlos. Er mag Isabella nicht einmal. Phoebe?
    Ich schnappte mir mein Handy und öffnete unseren Chat.

    'Heyyy'

    'Heyy Kookie! Was gibt's? 👀
    Es ist schon ziemlich spät'

    Mein Herz machte einen Freudensprung als sie direkt online kam und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.

    'Ich brauche deinen Rat.'

    'Natürlich die weise Phoebe, stets zu Diensten'

    '😂😂😂'
    'Wenn deine Schwester in einer anderen Familie aufgewachsen wäre und du hättest sie nie gesehen... glaubt ihr, ihr würdet euch nach einem Treffen trotzdem verstehen auch wenn ihr in zwei komplett unterschiedlichen Welten lebt?'

    'Oof Kookie, was ist denn passiert?'

    'Nichts 😅 das ist alles nur rein hypothetisch.'

    'Ja, ist klar'
    'Ist es wegen Jungsook und Isabella?'

    'WIE'

    'Ich bin doch nicht blind. Glaubst du echt ich hätte nicht gesehen wie viel Zeit du mit Isabella vor den Ferien verbracht hast?'
    'Und das Gerücht das die beiden Zwillinge sind kennst du genauso gut wie ich'

    'Jungsook und Isabella wollen beide nicht darüber reden'
    'Aber ich WEIß das sie Zwillinge sind'
    'Was soll ich tun?'

    'Lass sie doch einfach in Ruhe. Isabella passt nicht zu euch.'

    'Findest du?'

    'Ja und du solltest die beiden auch zu nichts drängen, das führt sie doch nur noch mehr auseinander'

    'Okay'

    'Nicht böse gemeint, kookie 💕'

    'Ich weiß.'

    Frustriert legte ich mein Handy zur Seite. Warum hab ich immer noch das Verlangen sie wieder zusammen zu bringen?

    Rachel POV

    Als mir die Morgensonne ins Gesicht blendete, vergrub ich es weiter in Taehyungs Shirt. War es schon so weit? War es wieder morgen? Ich will noch nicht aufstehen. Ich hörte wie Tae gähnte und sich kurz darauf streckte. "Glaubst du- glaubst du Su ist schon wach? Sie wollte uns doch Frühstück machen.", gähnte mein Freund wieder und blinzelte in die Sonne. "Du Verfressener denkst wieder nur ans Essen.", kicherte ich und richtete mich langsam auf. Ich pustete mit eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während mein geliebter Tae anfing Heu aus meinen Haaren zu sammeln. "Du wolltest doch unbedingt hier oben schlafen.", gähnte ich und er nickte konzentriert. "Ich wusste ja nicht, das du vor hast unser ganzes Heu zu stehlen." Tae stand auf und öffnete die Luke zu der Leiter, die uns wieder nach unten führen würde. "Oh guten Morgen, Charlie.", grinste er und ich krabbelte zu ihm. Charlie stand da unten und wedelte erfreut mit dem Schwanz. "Wenn ihr zwei Schlafmützen es auch noch hier runter schafft, könnt ihr dann auch essen. Suna steht voll beschäftigt in der Küche.", rief sein Vater zu uns rauf. "Gaht klar, Papa." "Deine Mutter und ich fahren einkaufen. Macht mir bloß keinen Unsinn. Ich bin froh das meine Scheune noch steht." "PAPA!" "Wir sind weg!"
    Wir rappelten uns also auf und gingen nach unten und anschließend zurück zum Haus. "Ugh ich muss dann erst mal duschen.", murmelte ich und Tae legte grinsend sein Arm um mich und zog mich zu sich. "Erst wird gegessen."

    88
    86. Kapitel

    Yoongi POV

    Gelangweilt saß ich an meinem Fenster und blickte nach draußen. Ich rührte meinen inzwischen kalten Kakao und sah zu wie die Wolken langsam vorbei zogen. Seufzend wandte ich meinen Kopf Richtung Uhr. Es war bereits nach 11. Ich sollte dann wirklich mal meinen Koffer für nächste Woche fertig machen. Immerhin geht in zwei Tagen die Schule wieder los. Yay. Freude kommt auf.
    Nachdem meine Tasse leer war, verließ ich meinen Platz und ging in die Küche. Ich räumte sie weg und lief meinem Vater in die Arme. Yoongi tu dies, Yoongi tu das, Yoongi tu jenes. Genervt warf ich ihm an den Kopf, das ich sowieso nur noch zwei Jahre Schule habe und mir dann meine eigene Wohnung suchen würde. Hoffentlich mit Namjoon. Tatsächlich etwas besorgt griff ich nach meiner Jacke, warf sie mir über und lief nach draußen. Mein Vater ignorierte ich. Mal wieder.
    Ob es ihm gut ging? Seit fast über einer Woche hatte ich nichts mehr von ihm gehört. Hing das mit seinen Eltern zusammen? Ob es so war? Er meinte letztens das seine Eltern ihn mit zu einem "Meeting" nehmen wollen, das es langsam "Zeit" wurde. Was zur Hölle soll das bitte heißen? Die sollen ihn gefälligst selbst leben und entscheiden lassen. Ich hoffe Namjoon weiß das. Trotz allem was er über sie weiß, vertraut er ihnen immer noch. Irgendwie.
    Er ist eindeutig zu freundlich und manchmal auch zu leichtgläubig. Wieso hat der Hut ihn also nach Slytherin gesteckt? Das muss doch besondere Gründe haben? Oder? Klar, haben wir schon den ein oder anderen Schüler mal nicht so freundlich behandelt, aber das machen andere Häuser auch. So 'ne Leute gibt es überall. Was hat sich der Hut also gedacht? Ist es wegen der Leichtgläubigkeit? Es kann gefährlich sein zu weit abzudriften... ich muss mit ihm reden. Unbedingt. Was haben seine Eltern ihm erzählt? Was war das für ein Meeting? Ich schlage mich selbst, wenn es tatsächlich nur etwas geschäftliches gewesen sein soll. Als ob seine Eltern dann so einen Druck gemacht hätten. Gerade seine Mutter. Sein Vater hat definitiv zu viel Einfluss. Wenn ich mich konzentrieren könnte, könnte ich ja mal kurz vorbei schauen... mal schnell apparieren und fertig. ...Nein, das ist zu gefährlich. Außerdem lassen mich seine Eltern eh nicht rein.
    Ich sehe ihn doch übermorgen wieder... sollte reichen.
    Ich bog in eine kleine Gasse ab und lief zu einem kleinen Laden, welchen ich als Kind immer mit meiner Mum besucht hatte. Ich trat ein und schlenderte ruhig durch die Regale. Ich griff, wie eigentlich immer, nach einer Packung Kakaopulver und ging zur Kasse. Der alte Mann dem der Mini Laden hier gehörte, lächelte mich wie immer freundlich an und fragte, ob ich diesmal vielleicht eine seiner Süßigkeiten probieren wöllte. Ich schüttelte den Kopf und verließ den Laden. Wie immer. Deprimiert blieb ich vor der Tür stehen. Ich wollte nicht nach Hause. Mein Vater hatte dieses Wochenende frei. Und alles was ich nicht wollte, war ihn noch mal sehen zu müssen. Für heute war das schon genug gewesen.
    Tatsächlich geschah etwas, was ich nie gedacht hätte, das es in meinem Leben je wieder passieren würde... ich fing an meine Mutter zu vermissen.

    Von außen und von innen. Der kleine Laden hatte sich nie verändert, selbst der alte Mann schien sich nicht zu verändern. Sie würde alles wiedererkennen. Keine Frage. Selbst die Verpackung von meinem geliebten, einzigartigen Kakao war die selbe.
    Ob es ihrer neuen Familie gut geht? Seonghwa und dem kleinen Hongjoong? Ich schmunzelte als ich mich daran erinnerte, wie wir gemeinsam am Strand saßen. Er meinte, ich sei sein Held. Unglaublich. Dabei kannte er mich nicht einmal.
    Naja. Das ist Vergangenheit. Jetzt musste ich irgendwie dafür Sorgen, dass Namjoon durch seine Eltern nicht vom Weg ab kommt.

    Hoseok POV

    "Was sagst du dazu?", fragte mich mein bester Freund und hielt mir ein französisches Buch vor die Nase. "Neeee, vielleicht hat sie das schon gelesen.", antwortete ich und durchstöberte die Ansammlung von Anhängern die ich eben gefunden hatte. "Okay, dann halt nicht. Was ist mit den Tassen da drüben?", fragte Jin weiter, doch schüttelte ich den Kopf. Seufzend kam Jin zu mir.
    "Willst du ihr einen Anhänger schenken?" "Ich weiß nicht so recht, wir kennen uns ja jetzt schon ziemlich lange und wir verstehen uns auch echt super gut, ich würde Amelie halt gern fragen ob...", ich wurde zum Ende hin immer leiser und meine Gedanken wanderten zu dem Mädchen, welches ich bei den Trimagischen Spielen kennengelernt hatte. "Ob sie deine Freundin sein will? Du hast sie ewig nicht gesehen. Du weißt nicht einmal ob sie seitdem vielleicht noch jemanden kennengelernt hat und vielleicht einen Freund hat.", vollendete mein guter Seokjin meinen Satz. Traurig sah ich ihn an und er seufzte. "Ich denke nur realistisch." Ich nickte nur. Kaufen würde ich ihr trotzdem etwas. "Was sagst du dazu?", ich hielt ihm einen schönen Anhänger aus Holz vor die Nase. Das Motiv war ein Stiefmütterchen. Okay, sind wir ehrlich, es sah für mich so aus. Ob es auch so ist, keine Ahnung, mit Blumen kenne ich mich echt nicht aus. Nickend sah Jin zu mir. "Hübsch. Willst du noch eins von den Bändern dran machen? Das Lilane da zum Beispiel?" Er zeigte auf eine Kiste, wo Geschenkbänder drin waren. Ich sah mir den Regenbogen genauer an und fand sogar eine hübsche pastellfarbene kleine Schleife, welche mir gefiel.

    Suna POV

    Flink lief ich zu Mums Waschraum und holte meine Schuluniform. Beinahe hätte ich vergessen sie einzupacken. Ich schnappte sie mir und ging zurück zu Tae's und meinem Zimmer. Ich seufzte als ich sah das Lovely schon wieder auf einem meiner Tshirts lag, das ich mitnehmen wollte. Sie zuckte nur kurz mit ihrem Ohr und schien mich völlig zu ignorieren. Ich schüttelte einfach nur den Kopf und ging nach unten zu meiner Mum in die Küche. "Und schon fertig mit packen?", lächelte sie, während sie mit den Vorbereitungen für das Abendessen anfing. "Ja, aber Lovely liegt noch auf dem einen Tshirt das ich unbedingt mitnehmen wollte.", jammerte ich und mein Vater gesellte sich zu uns. "Sie ist eine Katze, jag sie doch einfach runter.", schmunzelte er. "Aber das will ich nicht.", schmollte ich als Antwort. Ja ja, ich war schon nicht einfach. "Und Taehyung bleibt bis Sonntag bei Rachel?", fragte Mum plötzlich. Sie wollte bestimmt nur noch mal sicher gehen, weshalb ich nickte. "Ja die beiden gehen zusammen zum Zug, ich sehe sie dann am Bahnhof." Meine Eltern nickten beide und fingen dann eine eigene Konversation an, so das ich den Raum verließ. Ich ging nach draußen und genoss die frische Luft. Charlie kam auch direkt zu mir gesprungen. In dem schönen Licht der Abendsonne glänzte er wirklich richtig schön. Ein richtiger Golden Retriever. Ich schmunzelte und lief gemeinsam mit ihm Richtung See.
    Dort ließ ich mich mit ihm nieder und genoss die durch das Wasser noch frischere Briese. Machte das überhaupt Sinn? Ob Tae und Rachel auch mit ihrem Hund draußen sind?
    Morgen sehe ich sie endlich alle wieder. Wie es Jimin wohl geht? Jungsook meinte letztens das er Fieber hatte. Ich hoffe es geht ihm gut und Jungkook hat sich mit Isabella angefreundet hab ich gehört. Ich wäre fast vom Stuhl gefallen als ich das gelesen habe. Und... Namjoon. Ob er mir wegen Woobin glaubt? Ob er sauer ist? Ich meine er hatte sich recht merkwürdig verhalten, nachdem wir Namjoon und Yoongi da oben haben reden hören. Ob er mir etwas verheimlicht? Oder liegt es einfach nur an den Ereignissen, weshalb er hier her kam? Er meinte ja, er hat seine Mutter verloren... das muss echt hart gewesen sein. Es macht mich beinahe wahnsinnig, das ich ihm gern vertrauen würde, aber es irgendwie auch nicht wollte. Sollte ich lieber auf Namjoon vertrauen? Ich meine klar sind wir keine Freunde und werden es vielleicht auch niemals sein, aber mein Bruder vertraut ihm. Also kann ich das doch auch... oder?

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    87. Kapitel

    Die Zugfahrt verging relativ schnell. Ich teilte mir diesmal ein Abteil, NUR mit meiner besten Freundin und glaubt mir, so viel haben wir schon ewig nicht mehr miteinander geredet. Und auch noch über alles mögliche. Jin und Hobi habe ich gestern nur kurz gesehen und Jimin hatte mir regelrecht versichert, dass es ihm gut geht. Jungkook bekam ich irgendwie gar nicht zu Gesicht. Nicht einmal beim Essen.
    Und so begann die Schule wieder. Genervt saß ich in Mugglekunde und hoffte das diese letzte Stunde bald vorbei wäre, so das ich den ersten Tag endlich überstanden hätte. Aber nein, Sie musste uns noch ein Arbeitsblatt mitgeben, welches wir alle bis morgen ausfüllen sollten und ja das waren auch viele Aufgaben, sehr viele, viel zu viele.
    Mit einem erleichterten Seufzen verließ ich den Klassenraum. Lilli wollte noch auf jemanden warten, weshalb ich alleine ging. Während ich so in Gedanken auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum war und dann doch noch zur Bibliothek wanderte um in Ruhe die Hausaufgabe zu machen, sprang plötzlich Woobin zu mir. Einfach von der Seite! Ich hätte fast geschrien! Ich bin zu schreckhaft für solche Aktionen! Also mal ehrlich. Mit dem größten und vermutlich schönsten Engels Lächeln, welches er anscheinend zu Stande bekam legte er einen Arm um mich und fragte mich fröhlich, wie es mir in der letzten Zeit so ergangen ist. "Ganz gut würde ich meinen. Halt wieder Schule.", meinte ich knapp und schenkte ihm ebenfalls ein kleines Lächeln. "Freut mich zu hören. Kann ich dir da irgendwie helfen?" Wo kam die ganze Energie her? Mit einem Grinsen zeigte er auf das Blatt in meiner Hand. "Hast du überhaupt Mugglekunde? Gehst du nicht zum Wahrsagen und Arithmantik?", verwirrt sah ich ihn an und er lächelte nur. "1. Man kann doch immer noch was dazu lernen. 2. Woher willst du wissen, was ich in Amerika alles gelernt habe?", nein ehrlich, langsam machte mir dieser anscheinend sehr glückliche Woobin Angst. Ich meine, er ist öfter gut drauf, aber das ist schon ganz schön viel. Selbst für ihn. Selbst Hobi grinst nicht so viel. Obwohl er ebenso ein Engels Lächeln hat. Ich schmunzelte über meine Gedanken und nickte schlussendlich. Wenn er mir so dringend helfen wollte, dann sollte er das eben tun.
    Wir suchten uns einen Platz, wo nicht ganz so viele Schüler waren und setzten uns. "Was hast du so in den Ferien gemacht?", fragte ich meinen Gegenüber und er schien kurz zu überlegen. "Ich hab viel mit meinem Vater unternommen, wir waren zum Beispiel einen Tag in Frankreich und auch einen Tag in Italien. Er meinte, er möchte sich ganz Europa angucken, wenn wir schon einmal hier sind.", lächelte Woobin, was mich ebenfalls zum Lächeln brachte. Warum zur Hölle war das so ansteckend? Hatte ich mir nicht vorgenommen ihm NICHT zu vertrauen? "Außerdem wollte mein Vater unbedingt noch nach Russland. Da wir aber in Polen raus gekommen sind, haben wir uns eben da drei schöne Tage gemacht." "Klingt spannend.", lächelte ich und füllte einige Fragen auf dem Arbeitsblatt aus. "Und du? Was hast du über die Ferien gemacht?", fragte er mit großen Augen. Ich legte meine Feder weg und sah aus dem Fenster. "Nicht sonderlich viel. In der ersten Woche war die Freundin von meinem Bruder da, wir haben ab und zu etwas zusammen unternommen. Und den Anfang der nächsten Woche habe ich mal wieder mit meinem Bruder verbracht, dabei auch mal das ganze Haus und unsere Scheune aufgeräumt und dann ist Tae ja auch schon wieder zu Rachel gefahren. Also ja. Eigentlich nichts weiter.", ich sah zu dem inzwischen Blondhaarigem, welcher einfach nur lächelnd nickte. Ernsthaft, ich hatte es bis jetzt nicht erwähnt, aber der Dude sieht erste Klasse aus. Wenn die Sonne scheint, strahlt er jetzt genauso. Das ist so cool und irritierend zugleich. "Na dann ist ja alles gut."

    Namjoon POV

    Es wurde langsam dunkel und ich lief mal wieder hoch zum Astronomieturm. Ich liebte es zu sehen, wie die Sonne unter- und die Sterne aufgingen. Es war ein herrliches Bild. Leider konnte ich heute nicht so lange hier bleiben, da wieder eine Klasse Astronomie hatte. Das heißt in spätestens zwei Stunden werden hier oben wieder ein Haufen Schüler sein. Seufzend ließ ich mich in der Mitte auf der Plattform nieder. Was genau sollte ich jetzt tun? Die Karte des Rumtreibers auftreiben? Und woher? Diese Scheiße war absolut selten! Obwohl wenn ich Glück habe vielleicht eine im Raum der Wünsche versteckt ist... aber die kann Woobin dann auch gerne selber suchen. Ich wollte nicht mit diesem falschen Typen zusammen arbeiten. Absolut nicht. Ich meine nicht das es mich interessiert, aber ihr diese nette Persönlichkeit vorzuspielen ist nicht okay. Sie ist Taehyungs Schwester... ich muss doch auf sie aufpassen.. der guten Zeiten Willen. Und wenn sonst keiner weiß, wie verlogen Woobin eigentlich ist... ich weiß es und ich lass nicht zu das er Taes Schwester wegen so einem Scheiß verletzt.
    Ich bin schon irgendwie froh das sie zu mir gekommen ist als sie Woobins verhalten komisch fand. So konnte ich mich wenigstens etwas darauf vorbereiten.
    Ich hörte wie noch jemand die Treppe nach oben kam und drehte mich leicht nach hinten, um einen schwer atmenden Yoongi zu entdecken.. mit Isabella im Schlepptau. War ja klar. Schmunzelnd setzte ich mich wieder normal hin und die zwie kamen zu mir. "Der erste Schultag und du verkriechst dich schon wieder. Haben wir dir etwa irgend etwas getan, huh?", fragte das Mädchen und knuffte mir agressiv in die Seite, hatte ich wohl verdient was? "Das war berechtigt.", meinte Yoongi wie als Bestätigung meiner Gedanken und kurz schwiegen wir. "Sorry, aber ich wollte die Sterne aufgehen sehen.", murmelte ich lächelnd. "Dann frag uns doch, ob wir mitkommen wollen! Ich hätte sicher nicht nein gesagt.", meinte sie empört und hängte noch nuschelnd an: "Jungkook wäre da von selbst drauf gekommen." "Was?", fragte ich überrascht und sie sah mich mit großen Augen an. "Nichts! Mirte hat nur schon wieder unser Klo geflutet.", also schmollen konnte sie definitiv gut. "Okay, ich komme gleich zum Thema. Warum hast du nicht auf unsere Briefe geantwortet?", fragte Yoongi mit hoch gezogener Augenbraue und beide neben mir verschränkten auch noch die Arme. Wow. "Es tut mir leid, okay. Meine Eltern wollten viel von mir." "Ein einhalb Wochen lang?", Isabella konnte echt creepy gucken, wenn ich das so anmerken darf. "Ja, ein einhalb Wochen.", und mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet. Überrascht ließ sie die Arme sinken und sah mich betrübt an. "Was wollten denn deine Eltern von dir?" Die beiden fragten das regelrecht im Chor, was mich nur seufzen ließ. Ich wollte die beiden da absolut nicht mit rein ziehen. Wenn ich ihnen jetzt erzähle, was Dolan und Ravana von Woobin und mir verlangen, müsste ich ihnen auch erklären wieso und das... versuche ich ja irgendwie zu verhindern.

    90
    88. Kapitel

    Grübelnd und durchaus auch etwas nervös lief ich auf und ab. Yoongi war Gott sei dank nicht hier, Jonas eben so wenig. Nur Luca starrte mich an, während er seinen Niffler streichelte. War es so komisch in seinem Schlafsaal nachzudenken? Darf ich mich nicht frei bewegen? Warum starrt der so? Genervt blieb ich stehen und sah ihn provokant, fragend an. "Du siehst etwas besorgt aus...", murmelte er und deute mit seinem Finger auf mich, griff dann aber sofort wieder nach seinem geliebten Mitbewohner. "Ich denke nur nach.", meinte ich schlicht und sah aus dem Fenster. Luca gab nur ein leises "okay" von sich und packte dann seinen Niffler zurück, so dass er uns nichts klauen konnte. Anschließend verließ er den Raum. Ich seufzte. Wo zum Teufel sollte ich eine Karte des Rumtreibers her bekommen, huh? Warum war das nicht Woobins Aufgabe? Warum ausgerechnet Hogwarts? Können die sich nichts besseres suchen? Ich mein... ernsthaft, hier sind doch so viele Schüler... Na gut. Das macht es zu einem leichteren Ziel. Nicht so schwere Gegner. Warum sollte Woobin sich nur umhören und Freunde finden? Machte doch keinen Sinn. Oder glauben die ernsthaft nur wegen diesem dummen Jungen kommen irgendwelche einfältigen Schüler von selbst zu denen? Pf. Vermutlich nicht.
    Als es dunkel wurde, lief ich durchs Schloss in der Hoffnung der Raum der Wünsche würde sich blicken lassen. Er war meine einzige Hoffnung. Doch nichts. Nirgendwo.
    Als ich mir zwei bekannte Stimmen hörte, blieb ich abrupt stehen. Sollte ich mich hinter der Säule da verstecken?
    Zu spät. Woobin und Suna kamen bereits um die Ecke. Sie lächelte ihn an und stimmte ihm bei irgendwas zu, worauf er lachend etwas erwiderte. Ich wusste nicht recht was das beste Verhalten meinerseits nun wäre also lief ich einfach langsam weiter. Suna war es welche mich zuerst entdeckte. Sie hielt einen Moment inne und rutsche kaum merkbar einen Schritt von Woobin weg, dieser drehte seinen Kopf in meine Richtung und sein Lächeln verschwand für eine Sekunde, bevor er wieder in seine Rolle schlüpfte. "Oh hey Namjoon, mein Freund! Wie geht's denn so?", grinste er mich an und kam zu mir. Suna wirkte jedoch einfach nur verwirrt über diese Situation. Er legte mir seinen Arm über die Schulter und wartete auf eine Antwort meinerseits. Ich drückte ihn jedoch nur angewidert von mir weg und meinte: "Wusste gar nicht das wir Freunde sind." "Ach du Scherzkecks, wir reden später weiter, ich wollte Suna noch was zeigen. Kommst du Sunshine?", er lächelte sie an und sie folgte ihm vorsichtig. Sie war definitiv verunsichert von der Situation. Etwas hilfesuchend sah sie zu mir, doch tat ich nichts. Bildete ich mir das ein oder hoffte sie tatsächlich auf eine Reaktion von mir? Als die beiden dann schon hinter mir waren und endgültig aus meinem Sichtfeld verschwanden, schüttelte ich meinen Kopf. Einbildung. Ich denke schon. Was sollte sie dazu veranlassen mir mehr zu trauen als ihrem Freund Woobin? Man sieht doch wie gut sie sich verstehen.

    Suna POV

    Woobin schleifte mich weiter durch Hogwarts bis ihm irgendwann einfiel, dass er sich noch mit Jungwoo treffen wollte und mich plötzlich stehen ließ. Hatte ich mich zu distanziert verhalten? Namjoons Anblick hatte mich in die Realität zurück geholt. Ich wollte Woobin nicht vertrauen, aber ich tat es auf eine merkwürdige Art und Weise. Ich würde es sicher irgendwann bereuen. Seufzend lief ich zurück vielleicht würde ich ja Namjoon tatsächlich noch einmal sehen. Etwas Müde lief ich durch die verlassenen Gänge. Wenn die Lampen schon aus wären, wäre es hier sicher stockdunkel. Obwohl Mond und Sterne existieren ja auch noch. Während ich so in Gedanken war, bemerkte ich fast nicht, wie sich die Tür neben mir bildete. Abrupt blieb ich stehen und starrte auf die eben erschienene Tür... wieso? Verwirrt öffnete ich den Eingang zum Raum der Wünsche mit keiner Erwartung, was er mir dieses mal bieten würde. Ja. Regelrecht eine Ansammlungen von lauter Gegenständen und Möbelstücken und mehr. Beeindruckt lief ich durch den riesigen Raum, welcher einer Abstellkammer glich und sah mich um. Ich fand Schmuck, alte in Höhen gestapelte Stühle, lief an einem riesigen Spiegel vorbei, fand einen Vogelkäfig und ein... Verschwindekabinett. Wo kam das her? Was machte es hier? Ohne meine Eltern wäre ich nicht einmal in der Lage es zu erkennen, aber das ist eine andere Gechichte. Ein Zettel klebte daran. Es war die Schrift unserer Schulleiterin, keine Frage. "Außer Betrieb, nicht reparieren, droht Rausschmiss" Wow. Wie ausführlich. Sie war wohl gestresst... aber warum hat sie es nicht wegschaffen lassen? Ist es nicht gefährlich so ein Ding hier stehen zu lassen? Jeder der ein weiteres Besitzt könnte einfach so hier her kommen und die Schule auf den Kopf stellen.
    Schnell lief ich weiter und wollte eigentlich verschwinden, doch fand ich keinen Ausgang. Was sollte das denn? Raum der Wünsche? Hallo? Ich will hier raus! Verzweifelt seufzend ließ ich mich an einer alten Kommode nach unten sinken. Verstört stellte ich fest das hier einige Spinnen aktiv zu sein schienen. Eww. Gerade wollte ich aufstehen als ich ein Stück Papier unter dem Möbelstück entdeckte. Neugierig kniete ich mich hin und zog einen Umschlag hervor. Darauf stand "ich schwöre feierlich, ich bin ein Tunichtgut". Verwirrt öffnete ich den Umschlag und zog ein leeres Pergament hervor. Ich drehte es in alle Richtungen und sah mir es genau an, doch... nichts. Ich wollte es gerade zurücklegen als ich hörte wie sich eine Tür öffnete. Sie war also in der Nähe? Wie konnte ich das übersehen? Schnell steckte ich die Karte in meinen Umhang und lief in erwähnte Richtung. Hoffentlich war es niemand den ich jetzt NICHT treffen wollte. Und ja, mein Leben hast mich. Ich entdeckte Woobin, welcher anfing etwas zwischen den Möbeln und anderem Krims Krams zu suchen. Was tut er hier? Was sucht er? "Sie muss doch hier sein, als ob Mr. Potter die eine immer noch hat.", nuschelte er, doch verstand ich ihn Gott sei Dank. Ich wollte umdrehen und ihm aus dem Weg gehen, doch stolperte ich über einen Besen und fiel auf den Boden. Ja. Talent. Ich weiß. Peinlich berührt hielt ich mir die Hand vors Gesicht, während ich hörte wie Woobin nach mir rief. Oder besser gesagt "Hallo? Ist da jemand?" Er lief um die wenigen Gegenstände die uns trennten herum und entdeckte mich dann, wie ich hier so mein Leben chillte. Seufzend drückte ich mich vom Boden weg und er reichte mir seine Hand. Dankend griff ich danach und er zog mich endgültig hoch. "Alles gut?", fragte er besorgt und ich nickte nur. "Was machst du hier?", fragten wir im Chor, was ihn schmunzeln ließ. "Ach, nichts weiter.", war seine so spannende Antwort und ich nickte wieder. "Ich war eigentlich nur auf der Suche mach einem Ausgang.", sagte ich. "Ein Ausgang? Gleich da vorne um die Ecke.", lächelte er etwas verwirrt und zeigte jedoch in entsprechende Richtung. "Danke dir.", murmelte ich noch und ging dann ohne ein weiteres Wort. Ich spürte seinen Blick auf meinem Rücken. Er beobachtete mich bis er hörte, wie ich hinter mir die Tür schloss.

    91
    89. Kapitel

    ? POV

    -Zeitsprung: dreiviertel Jahr-

    Die Zeit verging und alle begannen ein neues Schuljahr. Für Namjoon bereits das 7. und vorletzte Jahr, während Suna und Jungsook, wie Isabella gerade mal in die 5. Klasse kamen. Jungkook hatte versucht die Zwillinge wieder zueinander zu bringen, aber die beiden wollten nicht. Zu verschiedenen sind sie. Doch Jungkook zuliebe haben sie sich wenigstens einmal ausgesprochen. Sie kommen miteinander klar, würden sich aber nie Familie nennen. Jimin wusste nicht so ganz was er davon halten sollte und war dennoch irgendwie froh darüber, das Jungsook glücklich in seiner Familie war und Isabella ihm nicht vorzog. Er hatte sich inzwischen auch endgültig damit abgefunden, dass Suna kein Interesse mehr an ihm haben wird und so verlor auch er irgendwann Interesse an einer Beziehung. Dennoch verletzte es ihn auf eine gewisse Art und Weise, das Rachel und Taehyung sich immer noch so gut verstanden und einander lieben. Jungkook hingegen wusste mit seinen Gefühlen nicht wohin. Er wollte Phoebe als gute Freundin nicht verlieren und sie nicht enttäuschen, doch wusste er was sie fühlte. Sie liebt ihn, er sie auch, aber gibt es eine für die er mehr fühlt. Wie sollte er ihr das beibringen? Hobi hatte sich in den Ferien mit Amelie getroffen und sie sind im Prinzip schon so gut wie zusammen... nur noch nicht offiziell. Für Jin war die ganze Sache einfach nicht nachzuvollziehen. Er wusste nicht was er davon halten soll. Seine Freundin Meggie allerdings hatte ihm ihre Familie vorgestellt, was für sie so viel hieß wie "dich lasse ich nie mehr gehen", süß oder nicht? Yoongi hatte lustigerweise mit Isabella über die Zwillingssache geredet und er wollte einfach nicht akzeptieren das die beiden verwandt sind, so unterschiedlich wie die beiden waren. Dennoch weckte es die Neugier in ihm. Woobin und Namjoon waren zu einem weiteren Treffen von Ravana und Dolan eingeladen und mussten erzählen, was sie wussten. Namjoon wollte nichts Preis geben, weshalb es ihm auch gelegen kam, dass er eigentlich von nichts wusste, was die beiden wissen wollten. Woobin hingegen erzählte, das die meisten alten Geheimgänge im Schloss dicht gemacht oder bei der Schlacht von Hogwarts zerstört wurden. Es gibt wenige die verblieben sind, aber nicht wirklich zu benutzen. Er erwähnte außerdem einige Schüler, welche Familienmitglieder im Ministerium haben, die gut wären auf deren Seite zu bekommen. Suna verbrachte immer noch relativ viel Zeit mit Woobin, was sie dazu brachte ihn tatsächlich als einen Freund anzusehen. Vertrauen hin oder her. Bis jetzt war ja noch nichts passiert, also hatte sie auch keinen Grund dazu ihm nicht zu trauen. Immerhin war dieses Ereignis am Astronomieturm nun auch schon ziemlich lange her. Namjoon lief ihr eher selten über den Weg, was sie etwas bedauerte. Sie wollte unbedingt mit ihm reden. Sich versichern, das Woobin nichts Unerwartetes im Schilde führt und ihm endlich vollends vertrauen. Zwar hatte sie die Karte, doch hatte sie Angst vor den Konsequenzen, wenn sie sie benutzte. Was sie jedoch nicht wusste war, das Namjoon auch mit ihr reden wollte...

    Namjoon POV

    Ich sollte es ihr sagen. Woobin verbringt so viel Zeit mit ihr.... sie sollte wenigstens wissen, wer er wirklich ist. Also.. was er tut. Aber kann ich ihr das wirklich antun? Hat sie Gefühle für ihn? Was machen die beiden? Sind sie schon wieder zusammen unterwegs? Seufzend sah ich auf das Buch in meiner Hand. Es waren nicht sonderlich viele Leute in der Bibliothek, worüber ich sehr glücklich war. Aber ehrlich- sie ist Taehyungs Schwester, wenn ihr etwas passiert und er erfährt, dass ich davon wusste bringt er mich um. Gedankenverloren starrte ich einfach nur vor mich hin, als ich beschloss einfach die Bibliothek zu verlassen. Was genau mich dazu trieb wusste ich nicht. Also lief ich einfach durch das riesige Schulgebäude. 3 Etagen boten immerhin viel Platz und Zeit zum Nachdenken. Unerwarteterweise wurde ich von einer Person aus den Gedanken gerissen, welche ich nicht erwartet hatte. Ich sah sie an und sie entschuldigte sich mich angerempelt zu haben. Als sie weiter wollte hielt ich sie auf. "Jungsook warte!", rief ich ihr hinterher und sie drehte sich überrascht um. Die Streitereien die wir damals regelmäßig hatten, blitzten durch meinen Kopf. Sie würde mit Sicherheit gut zu Yoongi passen, die zwei waren ja wohl die Schlimmsten. Ich schmunzelte über diesen Gedanken, was sie offenbar verwirrte, dennoch blieb sie ruhig. Sie wartete regelrecht darauf das ich etwas von mir gab. "Weist du wo Suna ist?" "Wieso willst du das wissen?", fragte sie und sah mich forschend an. Als ob ich ihr was antun wöllte. "Ich muss dringend mit ihr reden.", antwortete ich schlicht. "Na gut. Sie ist mit Woobin auf dem Astronomieturm. Aber wehe ich höre heute noch schlechte Neuigkeiten.", ein letzter prüfender Blick bevor sie sich umdrehte und dann verschwand. Wieder Woobin. Dieser Typ machte mich noch wahnsinnig. Wenn er bei ihr ist, kann ich ihr schlecht erzählen, dass er in einen Plan verwickelt ist Hogwarts zu übernehmen. Ich meine, wie viele Leute haben Ravana und Dolan? Tausende? Wie sollte unsere Schule dagegen ankommen? .. Wenn ich langsam darüber nachdachte bekam ich Angst. Wie sollte unsere Schule das Überstehen?

    Suna POV

    "Ich war letztens mit meinem Vater am Meer, der Sonnenuntergang war tausendmal schöner als dieser, aber noch lange nicht so schön wie du. Du solltest es dir ansehen.", murmelte Woobin, während wir an dem Metallgeländer lehnten und der Sonne beim verschwinden zusahen. "Nirgendwo ist der Sonnenuntergang so schön wie hier. Vergiss es.", lachte ich, die Tatsache, das er mir schon wieder ein Kompliment machte, komplett ignorierend. "Ich könnte ewig mit dir den Sonnenuntergang anschauen.", murmelte er vor sich hin, was mich verunsicherte. Ich wollte keine Gefühle für ihn entwickeln und er sollte auch keine für mich entwickeln. Ich wollte das nicht. "Woobin?" "Hm?" "Ich glaube mir geht's nicht so gut, ich geh mal lieber runter.", meinte ich und lächelte ihn vorsichtig an. "Ich komme mit dir-" "Nein, alles gut. Ich schaff das schon. Danke, Woobin.", unterbrach ich ihn und ging bereits zu den Treppen. "Okay.", meinte er leise und sah zu wie ich die Treppen nach unten ging und verschwand, aus seinem Sichtfeld zumindest.
    Unten angekommen seufzte ich erleichtert. Auch wenn wir gute Freunde geworden sind und ich die Tatsache mit Namjoon gut aus meinem Kopf verbannen konnte... dort oben kam alles wieder. Namjoons verwirrter Blick ging mir nicht aus dem Kopf. Ich musste es endlich wissen. Scheiß drauf. Ich sah mich kurz um und zog dann die Karte aus meiner Tasche. Wie gut, das mir der Umschlag erklärt hat, wie die Karte funktioniert. Ich zog meinen Zauberstab hervor und tippte auf die Karte. "Ich schwöre feierlich, ich bin ein Tunichtgut." Nach diesen Worten erschien die Überschrift Karte des Rumtreibers und darunter das gesamte Schloss. Jeder anwesende. Woobin stand noch immer oben auf dem Astronomieturm. Zum Glück war er mir nicht gefolgt. Flink überflog ich die ganzen Punkte und suchte nach Namjoons Namen. Er schien durch das Schloss zu wandern. Also auf Richtung 2. Stockwerk. Ohne die Karte aus der Hand zu legen folgte ich den Gängen und lief auf Namjoon zu. Ich war so fokussiert, dass ich alles um mich herum ausblendete. Erst vor Namjoon blieb ich stehen, beziehungsweise hinter ihm, wie ich bemerkte als ich aufsah. Bevor er außerhalb der Reichweite meines Armes war, tippte ich ihm auf die Schulter was ihn dazu brachte sich schnell umzudrehen. "Suna?" Verwirrt sah er mich an und dann auf die Karte in meinen Händen. "DU HAST SIE!"

    92
    90. Kapitel

    Namjoon POV

    Flink sah ich mich um, ob Woobin in der Nähe war. "Pack sie weg, schnell!", meinte ich mahnend, flüsterte dennoch. "Was? Wieso- ich-" Ich lies sie nicht ausreden sondern riss ihr das Stück Papier aus der Hand faltete es zusammen und ließ es in ihrem Umhang verschwinden. "Ey! Was soll das!", meinte sie etwas wütend und zog die Karte wieder vor. "So geht das nicht. Missetat begangen.", murmelte sie während sie ihren Zauberstab hervor zog und das Papier leerer und leerer wurde. Bis ein einfaches, weißes Pergament übrig blieb. "Woher hast du die?", flüsterte ich. "Aus dem Raum der Wünsche. Und warum flüsterst du?", meinte sie verwirrt und sah sich um. Keiner zu sehen. "Weiß Woobin das du sie hast?" Das wäre immerhin eine Erklärung, warum er so viel Zeit mit ihr verbringt. "Nein. Niemand weiß es. Ich benutze sie auch nie, allerdings hab ich nach dir gesucht.", erwiderte sie und steckte das Papier zurück in ihren Umhang. "Du hast nach mir gesucht?", verwundert das von ihr zu hören, sah ich sie überrascht an. "Ja, aber was hat die Karte mit Woobin zu tun?" "Warum hast du nach mir gesucht?" "Ich hab zuerst gefragt!", meinte sie empört und schien mir nicht ganz zu vertrauen als hätte sie einen Fehler gemacht und wöllte bereits wieder gehen. "Das- das kann ich dir nicht sagen.", meinte ich plötzlich total unsicher. Wollte ich es ihr nicht sowieso erzählen? Sie nickte vorsichtig. "Na gut. Ich wollte mit dir über Woobin reden. Du scheinst ihn ja zu kennen und ich will ihm endlich vertrauen. Bitte sag mir, dass du weißt, dass er nichts falsches im Sinn hat.", fast flehend sah sie mich an. Wie sollte ich sie jetzt anlügen? Sagen 'klar Woobin is der netteste Mensch den ich kenne'? Wohl eher nicht. "Suna... ich-", ich wusste nicht was ich sagen soll. Aber ich musste es tun. Sie besaß sogar die Karte, verbrachte Zeit mit diesem Ego... wie tief soll sie da bitte noch rein rutschen? Mit großen Augen sah sie mich an. Seufzend griff ich nach ihrer Hand und zog sie hinter mir her. Na das konnte ja mal was werden.

    Hendery POV

    Gemütlich saß ich mit meiner Schwester an einem kleinen See in der Nähe unseres Familienhauses. "Und du bist dir sicher, dass du bald wieder gehen musst?", traurig sah sie mich an und ich zog sie in meinen Arm. Chenlu war mein ein und alles, ich wüsste nicht was ich ohne sie tun würde. Ich würde mein Leben für sie riskieren, wäre ich nicht der einzige Halt, den sie in ihrem Leben hat. "Ich komme doch wieder. Ich werde immer für dich da sein. Dafür habe ich gesorgt.", murmelte ich und dachte an Byeongkwan zurück. Es tat mir schon leid ihn auf diese Art und Weise benutzt zu haben, aber es ist nun mal passiert und ich bereue es auch nicht. "Musst du deine Freunde retten?", fragte sie und löste sich dabei aus der Umarmung. Lächelnd sah ich sie an. "Ich bin auf keiner Seite, Chenlu, bitte merk dir das. Ich möchte, dass du das weißt. Ich versuche regelrecht zu tun was richtig ist. Und das wichtigste, davon abgesehen, ist deine Zukunft. Egal welche Magie ich dafür verwenden muss. Ich werde IMMER für dich da sein." Ich zog sie erneut zu mir und starrte auf das Wasser. Ich werde immer wieder zu ihr zurückkehren und keiner kann mich daran hindern.

    Suna POV

    Namjoon schliff mich nach draußen in den Regen. Ja, in der Tat, es fing eben an zu regnen. Er hoffte wohl mit mir allein und ungestört reden zu können... also doch was Ernstes? Wollte ich es überhaupt wissen? Wissen was Woobin für Geheimnisse hatte? Er würde es mir doch auch selbst erzählen, wenn etwas wäre oder nicht?
    Viele Gedanken schwirrten mir durch den Kopf und verwirrten mich immer mehr bis Namjoon plötzlich stehen blieb. Ich stieß mit voller Wucht gegen ihn und er hielt mich reflexartig an der Schulter fest, als könnte ich jeden Moment umfallen. Ich sah mich um und er ließ mich wieder los. Wir waren kurz vor dem verbotenen Wald. Der Regen wurde stärker und das Wasser tropfte schon von seinen blonden Haaren in sein Gesicht. Ich will ja nichts sagen but damn this dude's handsome.
    Ich sah ihn einfach an und wartete auf meine Erklärung welche er mir versprochen hatte. "Nun ja... wo soll ich da am besten anfangen..", murmelte er. Überrascht sah ich ihn an, was- "Ich wollte dir eigentlich schon seit Ewigkeiten sagen, dass du dich von ihm fernhalten solltest, aber ich dachte ihr versteht euch vielleicht doch gar nicht so gut, vielleicht bilde ich mir das nur ein oder ihr distanziert euch von selbst wieder, aber so war es ja nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum Woobin so viel Zeit mit dir verbringt, aber er darf auf keinen Fall, auf gar keinen Fall erfahren, dass du die Karte hast, okay? Wenn er es rausfindet, wird er sie sich ausborgen wollen und das darf um keinen Umständen passieren. Hast du mich verstanden? Er darf die Karte nie zu Gesicht bekommen." "Ich kann sie ja wieder zurück in den Taum der Wünsche schaffe-", begann ich. "Nein! Nein- Suna, du weißt es vielleicht nicht, aber du hältst da einen sehr wichtigen Schlüssel in deiner Hand und du musst aufpassen, das niemand wirklich niemand davon erfährt, hörst du? Das ist sehr wichtig.", Namjoon wirkte etwas gestresst auf mich, was mir tatsächlich etwas Angst einjagte. Wovor... hatte er solche Angst? "Namjoon..." Er sah mich schon beinahe erschöpft an und seufzte nur. Er tat mir leid, ja und ich wollte ihm helfen. "Was ist mit euch passiert?", meine Frage schien er zu ignorieren, starrte immerzu in den Wald. "Es wird etwas passieren, worauf ihr alle nicht vorbereitet seid und Woobin ist ein sehr großer Teil davon."




    eyyyyy,
    Ich lebe noch! 😂😂
    Okay. Sorry.
    Die Kapitel der letzten 2 Wochen ^^
    Es kann gut möglich sein, das meine Uploads im nächsten halben Jahr sehr unregelmäßig werden, da ich meine Belegarbeit schreiben muss:(
    Ich versuche dennoch so gut wie möglich weiter zu schreiben und vor allem dann auch die Kapitel hoch zu laden.
    Versprechen kann ich allerdings nichts.
    Würde mich auf jeden Fall über ein paar Feedbacks in den Kommis freuen. 👀
    Das war's eigentlich auch schon wieder und damit sage ich:

    Eyyy u nice, keep goin'

    Peace out 💕

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    91. Kapitel

    Verwirrt sah ich meinen Gegenüber an. "Ein großer Teil? Woobin? Wovon sprichst du?" Namjoon schien mit sich selbst zu ringen, ob er es mir erzählt oder nicht. "Hör zu, ich werde dir jetzt alles erzählen was wichtig ist, nicht mehr, nicht weniger.", er sah mich an und ich bekam nicht mehr auf die Reihe als zu nicken. "1. Du kannst Woobin nicht vertrauen. Ich will ja nicht sagen, er ist ein schlimmer Mensch, aber ich hasse diesen Typen nun mal und er ist nicht mehr als ein verlogenes Arschloch. 2. Die Karte, die du besitzt musst du verstecken und du darfst mit niemanden darüber reden. 3. Warum die Karte? Ganz einfach. Hogwarts ist darauf abgebildet, einfach alles. Jede Kleinigkeit und jeder Geheimgang. Hogwarts ist in Gefahr und Woobin eine Art Spion, ich bitte dich einfach das richtige zu tun.", Namjoons Stimme war fest und entschlossen, dennoch sah ich ihm die Verzweiflung an und nickte. "Na gut...", seufzte ich und Namjoon nickte beruhigt als Antwort. "Gut zu hören. Wenn du noch mehr Fragen hast, beantworte ich dir die ein anderes Mal. Ich bin mit Yoongi verabredet.", meinte er plötzlich und sah auf die Uhr um seinem Handgelenk. Erneut nickte ich einfach nur, da ich nicht wusste wie ich weiter reagieren sollte. Mit einem Seufzen drehte er sich um und wollte gehen. "Was ist mit Isabella?", schoss mir auf einmal durch den Kopf und ich sprach es versehentlich aus. Jap, das war eigentlich nicht geplant. Namjoon blieb stehen und sah kurz zu mir: "Jungkook anscheinend." Und lief weiter.
    Es fing plötzlich an zu nieseln, also hielt ich mir meine Hand zu einer Art Schutz-? Nein, okay? Es war ein Reflex. Ich hielt mir die Hand über den Kopf und sah frustriert in den Himmel. Ernsthaft? Hätte man damit nicht warten können bis wir wieder im Schloss sind? Als es auch noch anfing zu donnern, quiekte ich kurz auf und rannte dann Namjoon hinterher. "Warte auf mich!" Wie ich Gewitter hasse.

    Namjoon POV

    Flink rannte mir Suna hinterher. Ihr Anblick brachte mich zum schmunzeln, so wie sie ihre Hand über den Kopf hielt, als ob es ihr etwas bringen würde, und anscheinend nicht wirklich daran dachte sie wieder weg zu nehmen. Der Regen wurde stärker und ich legte etwas an Tempo zu als sie dann neben mir ankam. Ich zuckte vor Schreck zusammen als es donnerte und sie plötzlich aufschrie. Ein leises "entschuldige" ihrerseits, ein Blitz und sie klebte gefühlt an meinem Arm. Überrascht von mir selbst, hatte ich sogar nichts dagegen. Eher im Gegenteil sie brachte mich zum Lachen. "Sag mal... hast du etwa Angst vor Gewitter?", kicherte ich. "Nein! Okay, vielleicht. Na gut, ja! Und jetzt hör auf zu lachen!", schmollte sie, während sie meinen Arm los ließ. Allerdings... donnerte es schon wieder. In conclusion: bis wir am Schloss ankamen, ließ sie mich nicht mehr los. Sie war schon süß. Schmunzelnd verabschiedete ich mich von ihr und wir gingen getrennte Wege.

    -nächster Morgen-

    Nach dem Frühstück fiel mir ein, dass ich noch etwas vergessen hatte, weshalb ich Yoongi schon vor schickte, während ich noch mal zurück zu unserem Schlafsaal lief.
    Als ich alles hatte und den Gemeinschaftsraum verlassen wollte bekam ich einen halben Herzinfarkt. Ich schloss ganz normal die Tür und dachte mir nichts dabei als plötzlich Woobin neben mir stand und mich ansprach. Like tf- Seit wann stand er bitte da? "Und hast du schon was rausgefunden? Also wegen der Karte? Ich konnte keine finden. Weder im Raum der Wünsche, noch in der Kammer des Schreckens.", jammerte er. "Es war so unnötig den Paselmund zu überreden. Da unten ist sage und schreibe nichts, außer dieses eklige, verweste Skelett von diesem Basilisken. Ich meine können die das nicht einfach weg räumen? Ekelhaft." Genervt von seiner bloßen Anwesenheit verneinte ich trocken und wollte schon gehen. "Ah und ist Suna zu dir gekommen? Ich hab sie mit ihrem Bruder reden hören, dass sie dich sprechen will.", versteift blieb ich stehen. Woobin durfte davon nichts erfahren. "Sie hat mit mir gesprochen, ja. Gestern um genau zu sein.", tat ich auf locker. "Wirklich? Was wollte sie?", fragte er interessiert und schubste sich mit seinem Fuß von der Wand weg, an welcher er bis eben noch lehnte. "Nichts weiter, sie hat mich nur was wegen.. Isabella gefragt.", tolle Idee diese Ausrede oder nicht? Ich könnte mich schlagen. Ugh. "Isabella?" Nicht so ganz überzeugt sah mich Woobin an. "Ja, wegen dieser Zwillingssache da, mehr nicht.", gerade so gerettet würde ich sagen. "Achso, wegen Jungsook und so.", lachte er. Klasse, dieser Idiot kaufte mir das tatsächlich ab. "Aber mal ehrlich, solltest du ihr nicht davon erzählen?", fragte ich. "Erzählen? Wem? Suna? Wegen Hogwarts? Was- wieso? Nein! Sag mal spinnst du!", erst etwas verwirrt und dann wütend sah mich mein Gegenüber an. Er sollte nicht so laut sein, wenn es ihm so viel bedeutet, dass KEINER davon erfährt. "Wieso? Ich dachte nur, da sie eh immer mit dir zusammen ist? Sie vertraut dir laut Taehyung nicht. Sie weiß das du etwas verheimlichst. Also erzähl' es ihr doch einfach.", tat ich auf unschuldig. Davon abgesehen verstand ich sein Problem nicht, nicht so wirklich. Warum wollte er ihr es nicht sagen? "Spinnst du? Sie würde mir dann gerade nicht vertrauen. Besten falls noch Angst vor mir haben. Außerdem, wenn sie davon erfährt und Ravana und Dolan mitbekommen, dass sie NICHT auf deren Seite ist, ist ihr LEBEN in Gefahr!" Okay. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Wait what- ihr Leben? "Um so weniger sie weiß, um so besser.", meinte Woobin und machte bereits Anzeichen zu gehen. "Aber was ist dann sicherer für sie? Hier zu bleiben oder zu wissen was sie erwartet und sich vorzubereiten und eventuell von hier zu verschwinden?", ich würde sagen meine Frage war mehr als berechtigt. Ich meine, wenn er sie doch so mochte, dann bitte. Triff die richtige Entscheidung und erzähl es ihr. "Sag mal bist du dumm? Willst du es nicht verstehen? So nett wie die beiden auch sein können, erlaube dir keinen dummen Scherz. Du bist schneller tot als du denkst. Ravana benutzt ihr Köpfchen und Dolan bringt dich schneller um als das du daran denken kannst. Sie hätte keine Chance." "Sie müssen es doch nicht erfahren.", erwiderte ich schlicht. "Weißt du was, vergiss es. Du verstehst es eh nicht. Ich will sie nicht verlieren also halt dich da raus. Halt dich von ihr fern oder dein Leben ist in Gefahr. Ich kann genauso mal davon erzählen, wie du GAR NICHTS machst. Ich weiß, das du es nicht einmal versucht hast die Karte zu finden. Ich bin nicht dumm, Namjoon. Ich erhoffe mir von dir auch keine Hilfe, ich will lediglich das du keine Menschen in Gefahr bringst die mir was bedeuten.", die Verachtung in seinen Augen war ja wohl absolut nicht zu übersehen. Nach den letzten Worten drehte er sich um und verschwand. Kein weiteres Wort. Weder von ihm. Noch von mir.
    Ich ließ mir seine Worte erneut durch den Kopf gehen... ich will lediglich das du keine Menschen in Gefahr bringst die mir was bedeuten. Hat er nur von Suna gesprochen? Was meinte er damit? Als ob ihm irgendwas an ihr liegt? Ich meine... es ist Woobin.

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    92. Kapitel

    Jungkook POV

    "Also dann, ich geh jetzt zu Suna. Man sieht sich.", lächelte Jungsook mich an, wunk mir zu und verschwand dann schließlich im nächsten Gang. Ich blieb stehen und sah aus dem großen Fenster neben mir. Das Wetter war weder schön noch schlecht. Die Sonne schien leicht durch die Wolken, kein Unwetter, aber dennoch ziemlich windig. Ich sah nach unten auf den Innenhof, wo sich einige Schüler aufhielten. Einer Person flogen die Zettel aus der Hand, welche sie krampfhaft versuchte festzuhalten und nun probierte alles wieder einzusammeln. Lächelnd setzte ich meinen Weg zur Bibliothek fort. Isabella wollte dort auf mich warten.
    Komplett unerwartet sprang mir plötzlich Phoebe in den Weg. "Hey bunny!", lachte sie, was mich auflachen ließ. "Hey, Mimi.", schmunzelte ich und sie schenkte mir ein weiteres Lächeln. "Das du dich überhaupt noch an meinen Spitznamen erinnern kannst, den hast du eeewig nicht benutzt. Jedenfalls was ich eigentlich fragen wollte ist, wo du hin willst?", plauderte sie vor sich hin. "Äh, in die Bibliothek. Wieso?", antwortete ich vorsichtig. Sie wollte sicher mit... "Oh cool, da kann ich doch mitkommen oder?", fragend sah sie mich an, das Lächeln stets beibehaltend. "Also.. es ist so, dass ich gern allein gehen würde, da jemand auf mich wartet." Ich wollte das nicht sagen, aber die beiden verstehen sich nun mal nicht gut und wo ich Phoebes traurigen Blick sah, ... das brach mir das Herz. "Aber vielleicht später.", hing ich lächelnd an, in der Hoffnung, das sie das besser aufnehmen würde. "Na gut.", seufzte sie und verabschiedete sich wieder von mir. Ich wusste genau, wie sehr sie mich mochte, auch wenn sie es mir nie sagt, aber durch ihr Verhalten machte sie nunmal absolut kein Geheimnis daraus und ich bin mir sicher, sie wusste das. Dennoch... ich mochte sie auch, sehr sogar.. aber...
    Ich kam an der großen Tür zur Bibliothek an und trat ein. Von weitem wunk mir Isabella zu, damit ich sie ja nicht übersehen würde. Wie könnte ich denn. Schmunzelnd lief ich auf sie zu und ließ mich ihr gegenüber nieder. "Ich hoffe du hast nicht zu lange auf mich warten müssen.", meinte ich und sie lachte auf. "Ach Kookie, ich weiß doch das du 'ne Schlaftablette bist." Empört sah ich sie an. "Nimm das zurück!", ich erhob meine Stimme ein wenig, während ich versuchte nach dem Buch in ihrer Hand zu greifen, welches sie allerdings schnell weg zog und mir frech die Zunge raus steckte. "Könnt ihr nicht leiser sein!", eine Schülerin sah uns mahnend. Wir beide entschuldigten uns und kamen dann zurück zu Thema. "Und worüber reden wir heute?", fragte ich und mein Gegenüber seufzte. "Ich habe dir ja erzählt, das sich Yoongi sorgen um Namjoon macht, .. wegen seinen Eltern und so." Ich nickte zur Bestätigung ihrer Worte. In der Tat, das hatte sie mir erzählt. Ich konnte nicht weiter viel dazu sagen, da sich die beiden seit damals schon ziemlich verändert hatten. Ob Jin irgendwas weiß? "Naja und heute morgen nach dem Namjoon beim Frühstück eher gegangen ist, weil er meinte er habe keinen Hunger, da hat Yoongi mir erzählt das er die Nacht nicht schlafen konnte, weil Namjoon im Schlaf geredet hat.", fuhr sie fort. "Und lass mich raten, das wirft Fragen oder noch mehr Sorgen auf. Eins von beiden mindestens oder beides gleichzeitig.", schmunzelte ich, doch seufzte sie nur. "Er hat über Suna und Woobin geredet." Verdutzt sah ich sie an. Was? Wieso? Die beiden verstehen sich, ja, sehr gut sogar. Aber was hat Namjoon damit zu tun? "Was genau hat er denn gesagt?", fragte ich, da ich nun wirklich neugierig wurde. "Naja, sehr viel hat Yoongi nicht verstanden. Aber auf jeden Fall irgendwas mit 'muss es Suna erklären' und 'Woobin dieser Idiot' oder so? Keine Ahnung. Yoongi war selbst verwirrt als er mir davon erzählt hat. Ich glaube, da ist irgendwas. Er scheint Woobin aus dem Weg zu gehen, aber ich werde das untersuchen.", meinte sie fest entschlossen. "Hilfst du mir?", fragte sie noch mit einem Lächeln. "Und Yoongi?", war dennoch meine Gegenfrage. "Der kommt eben auch mit. Ihr versteht euch schon.", lächelte sie und damit war es wohl beschlossene Sache.

    Suna POV

    "Und dann hab ich mit Jungwoo gewettet und gewonnen. Deshalb die Freikarten.", lächelte Woobin, während er mir erklärte was die letzte Woche so vorgefallen war. "Interessant. Und wenn nimmst du mit zur Meisterschaft?", fragte ich. "Nun ja, da die Karten ja eigentlich Jungwoo gehören, wollte ich ihn mit zur Quidditch Meisterschaft nehmen. Aber wenn du willst lade ich dich ein?", als er das so lieb fragte, sah er so unschuldig aus, das ich einfach nicht glauben konnte, nein glauben wollte, was Namjoon mir erzählt hatte. Wie sollte nur ein böser Funke hinter diesem engelsgleichen Lächeln versteckt sein? Das funktionierte doch nicht. "Ja und-", wir liefen an der großen Uhr am Eingang vorbei als Woobin plötzlich stehen blieb. "Oh shit! Ich bin in zwei Minuten mit Jungwoo verabredet! Oh mein Gott- sorry Suna. Wir sehen uns später, okay? Ich muss jetzt wirklich los. Bye!", er wunk mir noch mal zu und schon war er weg. Kopfschüttelnd lief ich mit einem Schmunzeln im Gesicht weiter. Ich lief um die Ecke und prallte direkt mit jemandem zusammen. "Aua!", empfuhr es uns beiden und verdutzt sah ich nach oben. "Namjoon?" "Ist das dein Markenzeichen oder was? Warum musst du mich immer anrempeln? Huh?", ich muss sagen, es war schon lustig wie er sich so ironisch aufregte. Er sah sich um und sprach dann weiter. "Also weiß er noch nichts von der Karte?", fragte er und ich schüttelte den Kopf. "Ich bin doch nicht dumm, Namjoon. Du hast mir gesagt, das ich ihm bloß nichts davon erzählen soll, warum sollte ich das dann tun? Ankommen mit 'eyo ich war letztens im Raum der Wünsche und hab die Karte des Rumtreibers gefunden' werde ich sicherlich nicht sagen. Ich würde nur gerne wissen, was dahinter steckt.", meinte ich, obwohl der letzte Satz dann schon etwas bettelnd klang. Unglaublich, dass ich schon so tief gesunken bin. Namjoon anbetteln. Na super. "Ich hab dir doch gesagt, das ich dir das nicht erzähle. Warum auch? So lange wie er nichts von der Karte erfährt ist es nicht nötig.", Namjoon schien fest entschlossen. Seufzend gab ich auf. "Wenn ich es ihm sagen würde, würdest du es mir dann erzählen?", fragte ich sarkastisch, auf seinen letzten Satz hin. "Nein, ich würde dich maximal für ober dämlich erklären. Mehr nicht.", war seine dreiste Antwort und damit lief er an mir vorbei. "Ey! Ich bin nicht dämlich!", schrie ich hinterher. "Und ob!", war seine einzige Erwiderung darauf als er sich kurz umdrehte und dann um die nächste Ecke verschwand. Ugh. Warum hat Hogwarts auch so viele Gänge? Erneut schüttelte ich meinen Kopf. Das war zu viel für mich. Das einzige was er mir erzählte, war das Woobin gefährlich ist und ich ihm bloß nicht vertrauen sollte, aber mir erklären wieso, dass konnte er natürlich nicht. Belastend war das.

    95
    93. Kapitel

    Isabella POV

    Schon seit geschlagenen zwei Stunden war immer einer von uns hinter Namjoon. Jungkook war am unauffälligsten, da Yoongi und ich gelegentlich mit Namjoon irgendwas machen mussten, damit dieses Superhirn unsere Idee nicht mitbekommt. Gerade als wir drei aufgeben wollten, meinte Yoongi Suna und Woobin zu sehen. Ich folgte mit meinem Blick seinem Finger, so wie Jungkook auch, und sah zu wie sich Woobin plötzlich von ihr entfernte. Als Jungkook dann sagte, das Namjoon auf Suna zu lief gingen wir wieder in Deckung. Vielleicht bekamen wir jetzt endlich mal etwas raus? Die beiden stießen aneinander, woraufhin Yoongi versuchte nicht zu lachen. "Runter!", flüsterte ich als Namjoon sich plötzlich umsah und sich dann wieder zu Suna drehte. "Ihr müsst vorsichtiger sein!", zischte ich während wir versuchten die beiden zu verstehen. Jungkook fand einen Weg etwas näher heran und so hörten wir sie tatsächlich.
    "Ich bin doch nicht dumm, Namjoon. Du hast mir gesagt, das ich ihm bloß nichts davon erzählen soll, warum sollte ich es dann tun? Ankommen mit 'eyo ich war letztens im Raum der Wünsche und hab die Karte des Rumtreibers gefunden' werde ich sicherlich nicht sagen. Ich würde nur gerne wissen, was dahinter steckt.", sagte Taehyungs Schwester und verschränkte ihre Arme. "Ich hab dir doch gesagt, das ich dir das nicht erzähle. Warum auch? So lange wie er nichts von der Karte erfährt, ist es nicht nötig.", war Namjoons schlichte Antwort. Suna seufzte kurz daraufhin, ehe sie sarkastisch meinte: "Wenn ich es ihm sagen würde, würdest du es mir dann erzählen?" "Nein, ich würde dich maximal für ober dämlich erklären. Mehr nicht.", mit dieser Anmerkungen lief er an ihr vorbei und setzte seinen Weg fort. "Ey! Ich bin nicht dämlich!", schrie Suna hinterher. "Und ob!", war das letzte was Namjoon von sich gab, ehe er in den nächsten Gang abbog. Suna lief anscheinend genervt von seiner Bemerkung, flink an uns vorbei und schien unsere Anwesenheit nicht einmal zu bemerken. "Über wen haben die beiden geredet?", fragte Jungkook in die Runde. "Das ist eine gute Frage, allerdings wissen wir jetzt schon mal, das Suna und Namjoon aus irgendeinem Grund irgendwie bei irgendwas zusammen arbeiten.", meinte Yoongi. "Aber wir können keinen von beiden Fragen ohne das sie es hinterfragen würden.", gab ich auch meine Meinung dazu. Jungkook nickte. "Das stimmt, aber meintest du nicht er habe auch Woobin erwähnt?", fragte er dann an Yoongi gerichtet. Dieser schien zu überlegen. "Ja, hat er. Glaubst der weiß was?", nicht ganz überzeugt sahen wir einander an. "Wir können ihn ja mal fragen.", meinte ich schulterzuckend. "Gut, dann haben wir jetzt eine neue Mission.", lächelte Kookie und sah in die Richtung, wo Woobin vorher verschwunden war.

    -einen Tag später-

    Yoongi POV

    Gemeinsam mit Jungkook ging ich auf die Suche nach Woobin. Isabella sollte bei Namjoon bleiben, damit wir wenigstens eine Sicherheit haben, das er es nicht herausfindet.
    Wir mussten tatsächlich nicht lange suchen, da er mit Mark in der Großen Halle saß und sich unterhielt. "Teilen die sich nicht sogar einen Schlafsaal?", fragte Jungkook plötzlich. Ich zuckte die Schultern. "Keine Ahnung, ist mir ehrlich gesagt auch egal. Aber die sind doch auch in einer Klasse oder nicht?" Jungkook sah mich nur an, was mich daraus schließen ließ, das er nichts weiter darüber wusste.
    Als wir sahen, das die beiden gehen wollten, jeder in eine andere Richtung wohl angemerkt, fingen wir Woobin ab. "Oh hey Yoongi, hey Jungkook. Was gibt's?", begrüßte er uns fröhlich. "Nichts weiter. Wir wollten nur mit dir reden.", meinte ich schlicht und Jungkook verdrehte die Augen. "Kurz gesagt, wir haben eine Frage an dich.", sagte mein Begleiter und wir ließen uns an einem der Tische nieder. "Was wollt ihr denn von dem allwissenden Woobin?", fragte Gesuchter überschwänglich. "Nein, Spaß wie kann ich helfen?", ergänzte er jedoch, als er Jungkooks und meinen irritierten Blick sah. "Nun ja, wir wollten wissen ob du weißt, wer die Karte des Rumtreibers haben will.", fragte ich gerade heraus, wobei mir Woobins überraschter Blick nicht entging. Hatte ich was falsches gesagt? "Also es ist auch okay, wenn du es nicht weißt.", warf Jungkook schnell ein. "Ähm, wie- wie kommt ihr da drauf?", fragte Woobin etwas überfordert. "Wir haben gehört, dass Suna sie haben soll.", meinte Jungkook. "SUNA!" Ich verstand nicht ganz, wieso er plötzlich so aufsprang und der beinahe verzweifelte Gesichtsausdruck entging mir auch nicht. "Alles gut?", fragte Jungkook vorsichtig. "Es tut mir leid, a-aber ich m-muss noch wohin.", meinte er und verließ augenblicklich die Große Halle. Was.. bedeutete das?

    Woobin POV

    Mit zerzausten Haaren saß ich in meinem Bett und starrte auf das Smartphone in meiner Hand. Wie oft hatte ich mir in der vergangenen Stunde die Haare gerauft? Keine Ahnung. Aber wieso auch Suna? Warum sollte sie die Karte haben? Das konnte doch unmöglich stimmen? Sie hätte sie doch mal erwähnt oder nicht? "Sie vertraut dir laut Taehyung nicht. Sie weiß das du etwas verheimlichst." Mir gingen Namjoons Worte durch den Kopf. Oder war da etwas dran? Vertraute sie mir wirklich nicht? Dabei tat ich doch mein Bestes. Mein Bestes sie zu beschützen. Ich hoffe Namjoon hat nichts damit zu tun. Wenn er sie ihr gegeben hat, mit der Vermutung das ich da nie darauf kommen würde, bringe ich ihn um! Oh ja! Das machte sogar Sinn! Namjoon ist ein viel zu großer Angsthase, als ob er zulassen würde, dass wir Hogwarts angreifen. Mit Sicherheit hat er die Karte gefunden und sie Suna gegeben, damit ich sie nicht finden würde. Aber da hast du dich geschnitten Namjoon! Nicht mit mir!
    Ich öffnete den Chat mit meinem Vater und teilte ihm mit das vermutlich eine Schulfreundin die Karte hat. Natürlich dauerte es nicht lange bis ich meine Antwort bekam.
    'Sag es Namjoon. Am Wochenende ist die nächste Versammlung. Ihr seid beide dabei. Da will ich die Karte sehen'

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    94. Kapitel

    Suna POV

    Die Tage vergingen und es wurde mit jedem Tag kälter. Dabei war es gerade mal Herbst. Fröstelnd saß ich außerhalb des Schlosses am Abhang zu Hagrids Hütte. Ich war schon eine Weile nicht mehr dort... ich beobachtete wie er sich um seine Kürbisse kümmerte und die Raben verjagte bis er sich auf den Weg zum Gewächshaus der Schule machte. Er kümmerte sich um die meisten Pflanzen hier, aber war seine Aufgabe nicht eigentlich die Tiere? So als Wildhüter? Anyways.
    Woobin ist mir schon eine Weile nicht mehr über den Weg gelaufen. Hab ich etwas falsch gemacht? Will er nichts mehr mit mir zu tun haben? Versteht mich nicht falsch, aber normalerweise klebt er an mir wie eine Klette... was manchmal echt nervig ist.
    Gerade als ich aufstehen und gehen wollte ließ sich Erwähnter neben mir nieder. Überrascht sah ich ihn an. Ich hatte nicht erwartet, das er jetzt hier auftaucht. Er hatte weder sein altbekanntes Lächeln im Gesicht, noch sah er mich an. Woobin schwieg. Ich wusste nicht recht was ich tun sollte oder was genau er jetzt von mir wollte. Ist... irgendwas passiert? Mit einem tiefen Seufzen sah er mich nach einer Weile an. "Suna.. wo ist die Karte?" Mit großen Augen sah ich ihn an. Bitte was? Woher-? Wie-? "Wa- was für eine K-karte?", stotterte ich vor mich hin als ich seinen ernsten Blick sah. "Ich weiß das du sie hast, also gib sie mir. Was hat Namjoon zu dir gesagt, huh! Hat er sie dir gegeben!", er sprang auf, während er sich so aufregte, weshalb ich auch endlich aufstand. "Ich weiß nicht wovon du redest.", meinte ich betrübt und sah traurig auf den Boden. Ich musste mich jetzt entscheiden. Wem vertraue ich mehr... meine Entscheidung fiel auf Namjoon. "Ach, jetzt tu nicht so. Namjoon und ich sind dazu verpflichtet die Karte bis zum Wochenende zu finden, also gib sie mir bevor wir ALLE in Schwierigkeiten kommen.", blaffte er mich beinahe an. Überrascht machte ich einen Schritt zurück. Wo ist dieser nette, engelsgleiche Junge hin den ich eigentlich kenne? Das ist definitiv nicht der Woobin, der so viel Zeit mit mir verbracht hat. "Was meinst du mit verpflichtet?", fragte ich nach kurzem Überlegen. Namjoon wollte mir ja nichts weiter erzählen. Vielleicht würde er es tun. "Das ist egal und es geht dich auch nichts an. Allein Namjoon und mich. Also. Hat er sie dir gegeben?" "Nein, Namjoon hat mir GAR NICHTS gegeben. Und erst recht keine Karte! Was für eine Karte meinst du überhaupt? Wenn du was von mir wissen willst, musst du schon Klartext mit mir reden!", langsam wurde ich sauer. Woobin: Namjoon hier, Namjoon da. Das er die Karte wollte hatte ich ja nun auch mitbekommen. Aber woher hatte er die Information? Woher wollte er wissen, das ICH sie hatte? "Die Karte des Rumtreibers.", meinte er seufzend. Es schien ihn zu belasten, das wir hier so unnötig stritten. "Bitte Suna, ich weiß das du sie hast. Gib sie mir einfach.", aus verletzten Augen sah er mich an. Wofür braucht er sie denn so dringend? Ich verstehe das nicht. Ich verstehe überhaupt nichts von dem was die beiden verbindet und worüber sie ständig reden. Ist es zu viel verlangt Antworten zu wollen? Vor allem wenn beide dabei so verstört oder verängstigt reagieren? Ist es zu viel helfen zu wollen?
    Gerade als ich antworten wollte, kam Jungsook um die Ecke. "Ah, da bist du!", lächelte sie, "ich hoffe, ich störe euch gerade nicht, aber Woobin ich muss mir jetzt Suna mal ausleihen, also... man sieht sich." Damit griff sie nach meinem Arm und ich folgte ihr. Dankbar, dass sie mich aus dieser Situation rausgeholt hatte. Seufzend wurde mir klar, dass ich wieder nach Namjoon suchen musste. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Was sollte ich jetzt am besten tun? Alles was Namjoon mir aufgetragen hatte, war das Woobin es auf keinen Fall herausfand... und das ist gescheitert. Trotz allem würde ich gerne wissen, woher er es wusste. Ich habe mit niemandem darüber geredet. Außer mit Namjoon selbst.
    Meine beste Freundin blieb plötzlich stehen. "Hallo? Hörst du mir überhaupt zu?", meinte sie und sah mich empört an. "Tut mir leid.. aber mir schwirrt gerade so viel durch den Kopf. Ich glaube mir geht's nicht so gut.", murmelte ich als Entschuldigung und sah sie entschuldigend an. Sie lächelte und fragte besorgt: "Aber Kopfschmerzen hast du nicht?" "Ein wenig.", gestand ich ihr und sie brachte mich zu meinem Gemeinschaftsraum. "Du Jungsook..", begann ich vorsichtig, bevor sie verschwinden konnte. "Ja?" "Könntest du bitte Namjoon sagen, das ich unbedingt mit ihm reden muss? Es ist wirklich wichtig.", bittend sah ich sie an, was sie seufzen ließ. "Verbündet ihr euch jetzt alle mit Slytherin oder was? Na klar, kann ich machen.", antwortete sie etwas genervt. "Warum alle?", fragte ich daraufhin verwundert. "Naja, Jungkook ist ja jetzt mit Isabella befreundet, was seit neustem auch die Bindung mit Yoongi wieder erneuert hat. Die verstehen sich unglaublich gut. Hättest sie heute früh mal sehen müssen. Sie haben zusammen gelacht. Yoongi! Ich weiß nicht wann ich den vorher jemals hab herzhaft lachen hören. Das war vielleicht gruselig. Jin hab ich letztens auch mit Namjoon und Yoongi gesehen. Selbst dein Bruder. Der war mit Jimin und Jungkook in der Bibliothek und dann ist Yoongi dazu gestoßen. War echt komisch.", erklärte sie, was sie alles beobachtet hatte. "Vielleicht erneuern Sie ihre alte Freundschaft? Du weißt doch selbst wie sehr es Jungkook belastet hat. Ich glaube sogar für ihn war es am Schlimmsten.", überlegte ich, da Jungkook sich ja deutlich rausgehalten hatte aus den meisten Auseinandersetzungen. Meine beste Freundin nickte. "Stimmt schon, aber Jimin? Und Taehyung? Sah für mich nicht so aus als hätten sie irgend etwas vermisst.", zuckte sie mit den Schultern. "Ich weiß nicht so recht. Taehyung hat vermutlich nicht viel drüber nach gedacht, aber ich denke er hat sie schon vermisst, so wie ich meinen Bruder kenne.", wiederspach ich ihrer Vermutung. "Wir können sie ja demnächst mal darauf ansprechen. Hobi weiß vielleicht auch etwas.", murmelte Jungsook und ich nickte. "Ich weiß du willst das nicht hören und ich will dich auch zu nichts drängen, aber... vielleicht lernst du Isabella mal richtig kennen. Immerhin ist sie trotz allem deine Schwester.", meinte ich und machte mich schon auf miese Worte gefasst. "Nenn' sie nicht meine Schwester! Das ist sie nicht. Von mir aus kann ich mich noch mal mit ihr unterhalten, wenn es sein muss, aber wir haben beschlossen einander aus dem Weg zu gehen. Könnt ihr das nicht einfach akzeptieren!", aufgebracht stampfte sie mit dem Fuß auf den Boden und verschränkte ihre Arme. Sie fand es ungerecht, beinahe unfair. Ich konnte ihre Gefühle einerseits nachvollziehen, andererseits verstand ich nicht, warum sie sich so dagegen wehrte. Ich zog sie in meine Arme und so verweilten wir eine Weile bis sie die Stille brach. "Ich suche dann jetzt mal Namjoon für dich.", seufzte sie, "ruh' du dich nur aus." Mit diesen Worten drehte sie sich um und ließ mich allein zurück. Kurz blieb ich stehen, bevor ich mich ebenfalls zu meinem Schlafsaal begab.

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    95. Kapitel

    Namjoon POV

    "Immerhin hast du den Test bestanden.", meinte ich trocken an Levi gewandt, welcher sich mal wieder über seine Noten beschwerte. "Du könntest mir doch helfen!", meinte er empört. "Will ich aber nicht, rede doch mit deinem Bruder.", war meine genervte Antwort. "Liam ist doch nicht viel besser als ich! Und Luana ist viel zu arrogant. Die würde uns niemals helfen. Bitte Namjoon!" Angewidert sah ich ihn an. "Lass mich bloß in Ruhe. Nur weil ihr es euch mit den Lehrern, durch eure blöden Streiche, verscherzt habt, heißt das noch lange nicht, das ich euch helfe.", damit erhob ich mich und verließ den Gemeinschaftsraum. Vor der Tür blieb ich stehen und starrte in den leeren Gang. Was Woobin wohl schon wieder trieb? Plötzlich hörte ich Schritte auf mich zukommen, bis ich Jungsook erkannte. "Namjoon? Ah gut, das du hier bist. Du solltest mal mit Suna reden.", meinte sie nachdem sie mich erkannte und wollte dann schon wieder umdrehen und gehen. "Warum?", fragte ich, obwohl ich es mir eigentlich schon denken konnte. "Weiß nicht", meinte sie Schulterzuckend, "sie hat nur gesagt es sei wichtig." Und damit verschwand sie. Was war passiert? Warum wollte sie so plötzlich reden?

    Suna POV

    Immer noch etwas müde von den zwei Stunden Schlaf, welche ich mir gegönnt hatte, lief ich hoch zum Astronomieturm. Ich war mir sicher das Namjoon sich den Ort denken könnte, da wir uns nunmal nichts ausgemacht hatten. Während ich so die Stufen erklomm, gingen mir die Bilder von jenem Abend durch den Kopf als ich dieses Gespräch mitgehört hatte. Namjoon hatte mir am Arm wehgetan... und ist es dann mit mir kühlen gegangen. Ich verstand immer noch nicht was ihn dazu verleitet hatte, dies zu tun, doch war es eigentlich echt niedlich gewesen.
    Sonderlich lange musste ich nicht warten und Namjoon tauchte hinter mir auf. "Dachte ich es mir.", nuschelte er und ließ sich neben mir auf der Plattform nieder. Ich war mir nicht sicher warum, doch brachte es mich zum schmunzeln. "Und? Was ist das Wichtige?", fragte er und wandte sich mir zu. "Hast du ... Woobin irgendwas erzählt?", ich zögerte, da ich es mir nicht vorstellen konnte, aber es war das einzige was ich mir erklären konnte. "Ihm was erzählt? Ich sagte doch, ich mag ihn nicht. Außerdem arbeiten wir doch gegen ihn, oder nicht?" Seine Antwort war logisch. Klar. Woher sollte er auch wissen worauf ich hinaus wollte. Aber ich hatte Angst wie er wohl reagieren wird. "Nun ja... Woobin... er- er kam heute zu mir... und meinte ich- ich solle ihm die Karte geben.", stotterte ich so vor mich hin, während ich in den Himmel sah. "Was!" Ich sah in Namjoons schockiertes Gesicht. "Du hast mich schon verstanden, aber ich verstehe nicht woher er es weiß.", meinte ich seufzend. Mein Gegenüber vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Ich wusste nicht ganz was ich jetzt tun sollte, allerdings erschrak ich heftig als er plötzlich aufsprang und dabei noch mit seinem Fuß auf den Boden stampfte. Das hatte ich nicht erwartet. Ich vernahm ein leises "Mist" seinerseits. War es egoistisch, wenn ich dennoch hoffte, das er mir nun endlich erzählen würde was hier eigentlich vor sich ging?
    "Okay. Wir brauchen einen Plan. Woobin braucht die Karte bis zum Wochenende. Geben wir die Karte einfach jemand anderem. Yoongi zum Beispiel.", Namjoon klang verzweifelt und das machte mir Sorgen. Ich stand ebenfalls auf und stellte mich neben ihn. "Glaubst du nicht das wäre zu auffällig? Woobin ist nicht dumm, er könnte es sich sicher denken.", meinte ich vorsichtig. Ein leises, tiefes "hm" verließ seine Lippen, was mir Gänsehaut bereitete. "Wie wäre es wenn wir sie Professor McGonagall geben? Sie würde sie sicher nicht wieder rausgeben.", versuchte ich einen Vorschlag zu machen, obwohl ich nicht wirklich wusste, was Namjoon hören wollte. Er sah mich einfach nur an. "Nein. Ich bin sicher wir werden sie noch brauch-"
    "Na sowas. Einen schönen guten Abend. Besprecht ihr etwa die Lage? Ohne mich? Das geht uns alle was an.", ich zuckte zusammen als plötzlich Woobin hinter mir auftauchte. Ich konnte seinen Blick nicht definieren, aber er war sauer das konnte ich an seinem sarkastischen Tonfall hören. Er versuchte es auf seine humorvolle Art und Weise, aber da schlug er bei Namjoon absolut falsch. Die beiden teilten definitiv nicht den selben Humor. Unbewusst machte ich einen Schritt rückwärts, zu Namjoon. Ich wusste nicht warum, aber ich vertraute ihm. "Also... wann kriegen wir die Karte?" Woobin, welcher seine Hände in seinen Hosentaschen vergrub, kam langsam näher. "Gar nicht.", antwortete Namjoon, bevor ich auch nur irgendwas sagen konnte. "Bitte? Willst du etwa deinen Kopf dafür hinhalten? Ich würde es vorziehen zu leben.", meinte der eher Unerwünschte bei dem Gespräch. Er fing an zu lachen, was mich absolut irritierte. Was ging hier bitte ab?
    "Namjoon... was meint er damit?", unsicher wandte ich mich zu dem Jungen hinter mir. "Ich glaube er will, das ich sage 'nichts besonderes'?.", sagte Namjoon und starrte dabei Woobin an. Er verabscheute ihn. Das wurde mir jetzt auch klar. Wie konnte Namjoon so dermaßen angewidert klingen? Und ich dachte er mag mich nicht. "Suna. Du solltest mir die Karte geben und dann verschwinden. Ich muss mit Namjoon was klären.", meinte Woobin plötzlich zu mir und schenkte mir sogar ein kleines Lächeln. Namjoon schien die Entscheidung mir zu überlassen, da er nichts erwiderte. Ich starrte Woobin eine Weile an, bevor ich mich endgültig entschloss. "Nein." "Nein!"

    Namjoon POV

    Woobins überraschter Gesichtsausdruck war herrlich. Ich schmunzelte. Er hätte mir ruhig glauben können, dass es schlauer gewesen wäre, sie einzuweihen. "Ich möchte wissen was hier vor sich geht.", meinte sie sicher. "Achja? Du willst dein Leben für dieses dämliche Stück Papier riskieren?" "Ach komm Woobin, das tut sie so oder so! Ob sie sie nun behält oder uns gibt ist da ja wohl Nebensache!", das Ego von diesem Typen hätte ich auch gern. Kann er es nicht einfach lassen? Was erhofft er sich denn? Das er sie retten kann?
    "Namjoon.. was-?", ihr verwirrter Gesichtsausdruck als sie mich ansah, tat mir im Herzen weh. Sie sah verzweifelt und so ratlos aus... ich wollte ihr irgendwie helfen. Ich seufzte. "Setz dich. Du auch, Mistkerl.", wandte ich mich an den Idioten, welcher mich nur verblüfft ansah. "Das ist nicht dein Ernst oder? Dir ist klar, das sie jeden umbringen, der davon weiß und nicht auf deren Seite ist." Ich nickte schlicht. "Außer dir und mir weiß niemand, dass sie es weiß. Außer du möchtest es unbedingt weiter leiten... wie alles andere auch.", mit diesen Worten ließ ich mich neben ihr nieder. Ihre Augen sind glasig geworden. Sicher, das sie es immer noch hören wollte?
    Woobin setzte sich genervt und starrte in den Himmel. Mir war klar, das dies nicht das schlauste war, was wir tun konnten, aber ich wollte sie nicht im Dunkeln lassen. Sie steckte doch, dadurch das sie die Karte hatte, eh schon mitten drin.
    Ich sah sie an und wartete auf ein Zeichen ihrerseits das ich anfangen könnte. "Warte", genervt sah ich zu Woobin, "wie wäre es damit: wir beantworten dir alle Fragen, die du hast, aber erzählen nicht mehr und auch nicht weniger." Woobin war gerissen. Er hoffte vermutlich darauf, das sie nicht alles erfragen würde, doch war ich mir sicher das die Antworten wieder neue Fragen aufwerfen würden.

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    96. Kapitel

    Suna POV

    "Na gut.", stimmte Namjoon letztendlich zu und ich überlegte was ich wohl als erstes Fragen sollte. Sollten meine Fragen konkret sein? Was genau wollte ich denn eigentlich wissen? Wollte ich nicht... ja was wollte ich denn?
    "Wer sind diese 'Sie' von denen ihr immer sprecht?", fing ich entschlossen an. "Ihre Namen sind Ravana und Dolan. Sie sind sowas wie die Anführer.", war Namjoons Antwort. Ich nickte. "Anführer wovon?" "Einer Gruppe Menschen, die einem bestimmten Glauben folgen.", meinte Woobin. "Glauben?", fragte ich verwirrt. "Nicht irgendein Glauben. Sie denken vermutlich das sie besser oder mehr wert sind als andere. Sie folgen dem Glauben, das sie das Recht haben, diese Welt zu regieren. Zauberer sind dazu auserkoren, meinten sie. So ein bisschen nach Grindelwalds Motiven.", Namjoons Erklärung warf Fragen auf. Doch wollte ich das überhaupt noch wissen? Die Welt regieren? Waren Grindelwald und Voldemort nicht genug? Was sollte das denn! "Aber was habt ihr damit zu tun?", unschlüssig sah ich zu Namjoon, welcher sich seufzend durch seine Haare strich. "Meine Eltern." Anschließend sah ich zu Woobin. Doch schien er nicht so, als wöllte er darauf antworten. "Was haben solche Menschen vor?", fragte ich. Mir war bewusst wie dämlich das klang, aber ich wusste einfach nicht wie ich es sagen sollte ohne dabei zu zittern. Bedeutete das Krieg?
    "Diese Menschen wollen die Weltherrschaft, wie Namjoon doch eben gesagt hat.", antwortete Woobin. Er klang ungeduldig und wirkte genervt. Sollte ich aufhören? "Ravana und Dolan haben vor Hogwarts... einzunehmen, da es bekannt, gut geschützt ist und eine gute Lage hat.", Namjoon sprach langsam und ich wollte nicht glauben was er mir erzählte. "Aber dann müssen wir sofort zu Professor McGonagall! Wir müssen sie warnen!", war meine erste Reaktion, das erste was mir in den Kopf schoss. Vor Aufregung war ich sogar aufgesprungen. Doch zogen mich die beiden Jungs wieder zurück. "Nein, das können wir nicht.", antwortete Woobin. "Aber warum! Ich verstehe das nicht!" "Weil sie dann direkt angreifen würden. Wir haben keine Chance so lange wir nicht wissen wie genau sie vorgehen wollen." Ich nickte. Namjoons Antwort klang logisch und er hatte auch recht, trotzdem musste ich all diese Informationen erst einmal überarbeiten. Ich wollte es einfach nicht akzeptieren. Woobin war ziemlich leise. Ich fragte mich, was wohl durch seinen Kopf ging. "Wozu braucht ihr die Karte?", ich starrte in den mittlerweile fast dunklen Himmel und wartete nur noch auf eine weitere Enttäuschung. Warum- wie kam es überhaupt dazu? "Auf der Karte sieht man gesamt Hogwarts. Alle Fluchtwege und Geheimgänge. Und vor allem, wer anwesend ist." Ich schloss meine Augen und seufzte. Ich hatte eben erfahren das auf unsere Schule ein Angriff geplant war und die zwei davon wussten, aber keiner was unternehmen kann... richtig? Oh mein Gott. Wie sollte ich mich je damit abfinden? Wir könnten jeden Tag sterben...
    "Also wo ist die Karte?", es war Woobin welcher mich aus meinen Gedanken riss. Er war flink aufgestanden und stand jetzt bedrohlich vor mir. "Ich glaube, du hast jetzt alles erfahren was du wolltest. Also gib mir die Karte. Morgen ist Freitag. Da müssen Namjoon und ich nach Hause. Wir sind geliefert, wenn wir die Karte nicht vorzeigen können." "Du hast es doch nicht etwa deinem Vater erzählt!", derjenige der bis eben noch friedlich neben mir saß, stand plötzlich vor Woobin. "Doch. Deshalb solltest du dich ja auch endlich mal entscheiden."

    Jungkook POV

    "Haben wir was falsch gemacht? Wo ist Namjoon?", Isabella lief vor mir auf und ab. Yoongi welcher neben mir saß, wirkte entweder abwesend oder war er in irgendeinem Gedankengang. "Ich denke du machst dir umsonst Sorgen. Vielleicht ähm.. hat er eine Freundin und wir wissen nichts davon oder so?", mein verzweifelter Versuch sie zu überzeugen war vermutlich misslungen. Sie sah mich mit einem ist-jetzt-nicht-dein-ernst!-Blick an und seufzte. "Er war vorhin im Gemeinschaftsraum, er hat keinen Grund gehabt ihn zu verlassen und auf dem Astronomieturm war er schon ewig nicht mehr. Ich glaube kaum das er diesmal ausgerechnet dort sein sollte." "Aber wir haben nicht nachgesehen.", meinte ich. "Ist es nicht wichtiger herauszufinden worum es geht? Suna, Woobin und Namjoon sind unsere Verdächtigen. Jungsook kennt Suna am besten. Reden wir doch mit ihr.", es war Yoongi welcher sich plötzlich erhob und uns beide erwartungsvoll ansah. "Jungsook? Ich will aber nicht mit der reden.", nörgelte Isabella und verschränkte die Arme. Yoongi sah sie genervt an. "Dann bleib halt hier, Jungkook und ich gehen.", das war für Yoongi wohl genug, denn drehte er sich um und verließ die Bibliothek. Ich sah Isabella kurz an und folgte ihm dann. Ich hörte wie sie genervt auftrat und mir dann folgte.
    Als wir mit Yoongi am Gemeinschaftsraum der Ravenclaw ankamen, überlegte ich ob meine Schwester überhaupt mit uns reden würde. Ich holte sie nach draußen und wartete darauf das Yoongi mit ihr sprechen würde. "Weißt du wo Suna ist?", fragte er und Jugsook sah uns überrascht an. "Wieso? Seit wann interessiert gerade dich das?" "Wir machen uns Sorgen, das ist alles.", lächelte ich. "Ja klar, das kannst du vielleicht Jimin erzählen, aber mir nicht.", erwiderte sie und sah ungeduldig zu Yoongi. "Wir wollen wissen was mit Woobin und Namjoon ist und Suna war die letzte die mit den beiden was zu tun hatte. Also sag uns einfach wo sie ist.", genervt hatte sich Isabella zu uns gestellt und sah ihre Zwillingsschwester nun auffordernd an. "Also gut. Suna wollte mit Namjoon sprechen. Mehr weiß ich nicht. Nur das sie vorher bei Woobin war." "Unmittelbar davor?", Yoongi wirkte irritiert. Jungsook nickte. "Das heißt wir liegen richtig. Die drei wissen irgendwas. Namjoon kann Woobin nicht leiden, dass dürfte wohl jedem klar sein. Suna arbeitet alo bei irgendwas mit Namjoon zusammen. Ich nehme an sie hat etwas rausgefunden." Verwirrt sahen wie drei zu Yoongi. Ich hatte nicht damit gerechnet, das er alles so schnell verknüpft auch, wenn es das einzig logische war. "Was zur Hölle meinst du damit?", Jungsook wusste es nicht. Stimmt. Ups. "Wir haben Namjoon beschattet, weil wir uns Sorgen gemacht haben und denken, dass Woobin irgendwas vor hat. Mach was immer du willst. Wir müssen mit den dreien reden.", damit drehte sich Isabella um und lief zurück in die Richtung aus der wir gekommen sind. Yoongi folgte ihr. "Nun jaa, also ich gehe dann mal mit den beiden. Kommst du mit?", meinte ich etwas unsicher und sah zu Jungsook. "Weißt du wie spät es schon ist? Was wenn uns ein Lehrer erwischt!" "Mir egal. Ich will wissen was da los ist.", und damit folgte ich den anderen beiden. "Jungkook!" Ich lief unbeirrt weiter... und erreichte mein Ziel. Jungsook folgte mir.

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    97. Kapitel

    Suna POV

    Woobin und Namjoon fingen sich an zu streiten, während ich vollkommen in Gedanken vertieft, etwas verloren neben ihnen saß. Hogwarts war also in Gefahr. Beide wussten davon. Wagten es jedoch nicht etwas dagegen zu unternehmen. Wegen Rave- ...ach keine Ahnung und Dolan? So in der Art Grindelwald Fanatiker? Wieso? Ich war wie betäubt. Ich bekam kein Wort von den beiden mit, bis Namjoon plötzlich Woobin beleidigte. Okay, hatte er vermutlich schon die ganze Zeit gemacht und ich hatte es nur nicht mitgeschnitten. "Du kleine miese Ratte, wenn wir alle sterben bist du Schuld! Nur das ich dich vorher noch eigenhändig umbringen werde!" Die beiden schaukelten sich immer und immer weiter hoch. Ich hielt das langsam nicht mehr aus und sprang entsetzt auf, um mich zwischen sie zu stellen. "Jetzt hört auf! Sind wir hier im Kindergarten oder was?", meinte ich aufgebracht und schubste sie auseinander. "Es reicht, okay?" Ich sah beide nacheinander an. Namjoon wirkte etwas überrascht, dass ich eingegriffen hatte, während Woobin mich nur genervt ansah. "Passt auf, ich habe mir das gut überlegt. Ich werde euch die Karte geben, aber NUR wenn ihr mich 1. auf dem laufenden haltet und nicht ständig so tut als wüsste ich von nichts und 2. müsst ihr euer bestes versuchen sie aufzuhalten oder es hinaus zu zögern. Ich werde mir etwas überlegen, da ich frei handeln kann. Schließlich kennen sie mich nicht. Von euch werden sie ja anscheinend alles mitkriegen.", sagte ich und sah beim letzten Satz zu Woobin, welcher nicht sonderlich begeistert wirkte. "Kannst du vergessen. Du gibst uns die Karte und bist damit raus aus der Sache. Ich will nicht das du dafür dein Leben riskierst.", antwortete Woobin ohne zu zögern. Namjoon schwieg. "Ob ich ste-", wollte ich gerade anfangen, als ich dachte, ich hätte jemanden gehört. Ich lauschte kurz, doch war es Totenstille. "Ob ich nun sterbe, weil ich mit euch arbeite oder weil ich es nicht tue ist doch wohl egal. Wenn Hogwarts angegriffen wird, sind wir sowieso alle in Gefahr.", meinte ich. "Gut. Wir machen es.", sagte Namjoon plötzlich, welcher bis eben noch geschwiegen hatte. "Das kannst du nicht machen Namjoon!" "Und ob, sie hat recht. Ihr Leben ist so oder so in Gefahr, ob sie es nun tut oder nicht." Auf irgendeine Weise dankbar sah ich zu Namjoon und lächelte ihn leicht an. Er lächelte zurück. Gerade als ich die Karte Namjoon geben wollte, kam meine beste Freundin die Treppe hoch.
    Was zur- "Warte! Nach allem was ich bis jetzt mitbekommen habe, sterben wir, wenn du ihm die Karte gibst. Bist du unter Drogen? Hallo? Das ist Namjoon, dessen bist du dir bewusst oder?", wir alle sahen verwirrt, geschockt und irritiert zu Jungsook, welche bereits im Begriff war mir die Karte aus der Hand zu nehmen. Drei weitere Personen tauchten plötzlich hinter ihr auf, doch bevor sie die Karte greifen konnte, zog ich sie weg. "Sook jetzt warte doch mal.", murmelte ich zu ihr. Es waren Jungkook, Yoongi und Isabella welche auf uns zu kamen. Isabella wirkte dabei nicht sonderlich beeindruckt davon, dass Jungsook einfach zu uns gekommen war. "Warte- habt ihr uns etwa belauscht?", brachte Namjoon etwas perplex hervor, während Woobin nur so wirkte als müsste er seine Wut irgendwie kontrollieren. "Ehrlich gesagt schon seit Tagen, da du ja kaum noch mit uns redest.", antwortete Yoongi und sah dabei etwas verletzt zu seinem besten Freund. "Wie viel wisst ihr?", fragte Woobin, irgendwie etwas... bedrohlich? "Nur was Suna eben gesagt hat, aber ich vermute das, dass eh alles zusammenfasst.", antwortete Jungkook. "Dann wisst ihr aber trotzdem nicht alles, ich werde Namjoon jetzt die Karte geben und egal was ihr glaubt zu wissen. Es muss so sein.", meinte ich und Jungsook sah mich schockiert an. "Nein! Was glaubst du-" "Sook! Jetzt vertrau mir doch mal!", ging ich sie an, als sie mir die Karte wegnehmen wollte. Seufzend trat sie zurück und ich gab Namjoon die Karte. "Ich rate dir, dich an die Abmachung zu halten.", sagte ich und er nickte. Hoffentlich ist es das Richtige.

    -Zeitsprung-

    Es vergingen mehrere Wochen und Namjoon kam gelegentlich zu mir um die versprochenen Neuigkeiten mitzuteilen. Yoongi und Isabella hatten sich wieder etwas von uns entfernt und verbrachten viel Zeit mit Namjoon, was mir auf irgendeine Art und Weise weh tat. Kookie schien das sehr zu belasten. Er hatte die beiden echt ins Herz geschlossen oder wohl eher Isabella. Yoongi kannte er ja schon mal... Jungsook hatte ihren Bruder Jimin eingeweiht, welcher es unbedingt meinem Bruder erzählen musste, welcher wiederum mit Rachel darüber sprach, welche in Pflege magischer Geschöpfe es versehentlich Hobi mitteilte und dieser wiederum es vor Jin logischerweise nicht verheimlichen konnte. Well. Ihr könnt euch sicher meine Reaktion vorstellen. Ein Face Palm. Sehr schmerzvoller by the way. Woobin unternahm hin und wieder immer noch was mit mir, aber es störte mich, dass er immer so tat als wäre nie etwas passiert. Ich meine klar liegt es vielleicht an mir. Er ist nunmal ein Sonnenschein, aber trotzdem... es war merkwürdig. Namjoon meinte gestern, er würde heute nach Hause fahren, da wieder ein neues Treffen geplant war. Er hatte geseufzt und er tat mir leid. Eigentlich wollte ich ihn ja nicht gehen lassen, aber was für eine Wahl hatten wir denn bitte?
    Ach! Vergessen zu erwähnen: wir haben eine neue Lehrerin. Eine merkwürdige Lehrerin. Sie unterrichtete ausschließlich Verteidigung gegen die dunklen Künste und dies bei fast allen Klassen. Sie bewertete ziemlich streng, hielt es aber auch nicht wirklich für nötig uns die Zauber richtig zu erklären. Wenn das so weiter geht, werde ich vielleicht noch durchfallen. Außerdem haben Jimin, Jungsook, Jungkook und ich vor in den nächsten Ferien vielleicht ans Meer zu fahren. Eigentlich wollten wir Tae ja mitnehmen, aber der hat schon was mit Rachel vor. Vielleicht kommt es ja auch ganz anders und wir gehen alle zusammen? Wer weiß?
    Seufzend saß ich auf meinem Bett und fuchtelte lose meinen Zauberstab durch die Luft. Was wenn Ravana und Dolan tatsächlich angreifen? Namjoon hat gesagt, das er von nichts weiterem mitbekommen hat. Es wurde weniger über den Angriff gesprochen, sagte er. Oder hat er mich angelogen? Ist er vielleicht doch auf ihrer Seite? Steht Woobin nun hinter uns oder hinter denen? Wollen sie die Schüler töten? Manipulieren? Auf ihre Seite ziehen? Was für Motive haben sie?
    Woah, diese ganze Nachdenkerei machte mich hungrig. "Heyy Suna, guck mal ich bin wieder daaa!", meldete sich Lilli, welche mit einer Freundin aus Hogsmeade wieder kam. "Hey Lilli, schönes Kleid.", lächelte ich. "Ja oder? Als ich es gesehen habe, musste ich es einfach kaufen! Ich mein' sie dir mal die Farbe an! Dieses Dunkelblau ist wunderbar." Sie wirkte glücklich und das brachte auch mich zum Lachen. Und dann grummelte mein Magen. "Oh Suna! Hast du etwa Hunger?", schmunzelte sie. "Ein wenig, ja.", meinte ich entschuldigend. "Warte. Ich habe hier.. einen Apfel und einen Lolly aus dem Honigtopf. Kannst du gern haben, bitte. Nimm nur.", sie kramte in ihrer Tasche und drückte mir erwähntes in die Hände. "Danke dir, aber das ist doch nicht nötig.", schmunzelte ich. "Und ob es das ist. Siehst du den Himmel? Nicht sonderlich schön. Auch an grauen Tagen, brauchen wir Liebe, wenn nicht sogar gerade da am allermeisten. Du schmollst in letzter Zeit sowieso zu viel. Das hast du nötig.", hielt sie mir die Rede des Tages. Fröhlich bis ich in den Apfel. Sie war heute wohl mein Sonnenschein.

    heyy,

    ich hab es endlich geschafft, das kapitel hochzuladen. zum thema updates hat sich nicht viel geändert von dem was ich in den Kommentaren geschrieben habe. ich versuche mein bestes der Geschichte noch ein gutes ende zu geben, aber da ich wirklich fast ein halbes jahr nicht daran gearbeitet habe, bin ich echt raus aus der Story.

    Wie auch immer das wird wahrscheinlich das vorletzte Kapitel hier sein, dann geht es an den Part 2.
    Ich hoffe es geht euch allen gut und damit verabschiede ich mich.:)

    byee <3

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