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Perfect secret /Taehyung ff/

Ein Geheimnis, jeder hat eins. Jeder verbirgt etwas.

Dein Leben ist perfekt, so scheint es jedenfalls, niemand sieht durch deine gebrochene Fassade.

Wer sollte auch?

    1
    Prolog

    Von außen scheint dein Leben makellos, jeder würde dich als nette, fröhliche und vorallem perfekte Person bezeichnen.

    Doch dies bist du nicht, traurig, allein und deprimiert beschreibt dich deiner Meinung mehr.

    Aber woher sollten es die anderen wissen, wenn du ihnen eine perfekte Lüge vorspielst die niemand hinterfragt.

    Das allzu perfekte Leben von Son Jiyoo und niemand merkt was dahinter steckt.

    2
    Perfect Stranger

    Ein normaler Tag, gelangweilt sitzt du im Unterricht, jeder im Raum schaut abwartend auf die Uhr. Die Zeit vergeht nur noch langsamer, desto länger du auf diese schaust, desto langsamer nähert sich der Unterricht zum Ende.

    Während Miss.Kim irgendwas an die Tafel schreibt, bist du schon mit Gedanken ganz wo anders.

    „......und vergesst nicht euch auf die Prüfung vorzubereiten, ihr könnt jetzt gehen."

    Dein Stichwort, mit deiner gepackten Tasche, läufst du in die Mittagspause.
    Auf dem Weg zu deinem Spind kommt dir deine bester Freundin Jennie entgegen.

    Im Schlepptau ihre Schwester Lia, beide wissen über deine Probleme bescheid, sie sind die einzigen denen du dein Vertrauen gabst und sie bleiben die einzigen, aber einiges bleibt weiterhin dein Geheimnis.

    „Hey Jiyoo!", begrüßen dich beide synchron.
    „Hi Leute."
    „Musst du noch wo hin, ich und Lia würden schonmal in die Cafeteria gehen", sagt Jennie.
    „Ja, kein Problem geht schonmal vor", leicht lächeslst du ihnen zu, ehe du im nächsten Gang verschwindest.

    Deine Sachen verstaut, machst du dich auf den Weg zu Lia und Jennie in die Cafeteria, auf dem Weg kamen dir andauernd Leute entgegen die dich ansprachen.

    „Oh hi Jiyoo, schönes Outfit."
    „Hey wie geht's?"
    „Kannst du mir vielleicht das neue Thema erklären?"
    „Hey Jiyoo lang nicht mehr gesehen", sagte sogar eine Person, die du noch nicht mal kanntest.

    Aber sowie es zu deinem ‚Image' passt, antwortest auf alle Fragen und schenkst ihnen ein Lächeln, kein echtes, aber wer merkt schon den Unterschied. Genau niemand.

    Mit einem lächelndem Gesicht gelangst du auch endlich mal bei Jennie und Lia an.

    „Setz dich Jiyoo, wir haben schon etwas zu Essen geholt."

    Nickend setzt du dich und starrst einwenig auf deine Pizza, seit langem hast du damit aufgehört Pizza, Burger oder ähnliches zu essen, das alles nur um anderen zu gefallen.

    Zögernd schiebst du den Teller zu Lia rüber, welche dich fragwürdig anschaut.

    „Ich habe keinen hung-."
    „Jiyoo ich weiß das du das nicht isst, aber wie lange willst du dich noch abhungern lassen."
    „Ich hab gesagt ich habe keinen Hunger, Jennie."
    „Wie du meinst", eingeschnappt lehnt sie sich in ihrem Stuhl zurück, will nur das beste für dich, doch weiß nicht wie sie dir helfen soll.


    „Ich muss in die Bücherei, ein paar Bücher zurückbringen. Bye!" rufst du ihnen zu während du dich auf den Weg fort machst, fort von allen die denken dich zu kennen, aber es nicht tun. Du verschwindest von deinem gespielten Leben in die wahre Realität, eine Realität, der du entkommen willst.
    _____

    Du stehst vor deiner Haustür, ohne zu zögern wäre jemand anders hinein gerannt, aber nicht du. Zögernd betrittst du die Villa, es stimmt ihr seid reich und habt ein hohes Ansehen.

    Doch genossen hast du das Rampenlicht nie, viel zu viel Ärger hat es dir gebracht im Mittelpunkt zu stehen, durch die Aufmerksamkeit verlorst du sie.

    Als du 14 warst, verstarb sie, schuld die Aufmerksamkeit.
    Sie war schuld daran das sie starb.

    Leise läufst du die Treppen hinauf um in dein Zimmer zu gelangen, fern von der Gefahr irgendwem in dem großen Anwesen zu begegnen.

    Müde lässt du deine Tasche auf deinen Sessel fallen und fällst ins Bett. Langsam schließt du die Augen, atmest tief ein und aus um dich zu erholen.

    Seufzend stehst du auf um dich müde zum Schreibtisch zu schleppen, nun liegen deine Bücher, weitere Zettel und Karteikarten auf deinem Tisch verteilt. Alles Sachen die du brauchst um eine gute Note zuschreiben, um ihn stolz zu machen.

    Weitere Stunden sitzt du an deinem Tisch, weitere Themen lernst du, weitere Stunden vergehen in denen du dich zwingst nicht vom Stuhl zu kippen. Es geht dir nicht gut, schon lange nicht mehr, seit langer Zeit fühlst du dich einfach nur schwach, zwingst dich aber weiter zu machen. Du musst an dein Ziel kommen.


    Fertig dich mit der Schule rumzuquälen, lässt du deine Bücher wieder verschwinden und findest deinen Platz wieder auf deinem Bett.

    Deine Augen werden immer schwerer, doch deine Tür wird aufgerissen.

    „Ich habe von deiner Direktorin einen Brief zugeschickt bekommen, du hast in der letzten Prüfung 5 Punkte Abzug. Du wirst dich ab sofort noch mehr anstrengen müssen um die beste zu werden", gibt dein Vater monoton von sich, wie immer.

    Schnell nickst du ihm zu, gibst ihm eine Bestätigung dich zu verbessern. Mit einem Knall geht die tür wieder zu.

    Enttäuscht von dir selber lässt du dich wieder zurück ins Bett fallen.

    Nie bist du gut genug, nie erreichst du es, nie erreichst du dein Ziel.

    Aus deinem Kleiderschrank holst du dir eine schwarze Jogginghose, die du mit einem roten T-Shirt trägst. Schnell greifst du noch nach deinen Kopfhörern und deinem Handy.
    Sofort verlässt du das Haus.

    Mit deiner Musik wanderst du durch die Straßen, es dämmert schon leicht, ein schöner rötlicher Schein entsteht durch den Sonnenuntergang.

    Mit einem kleinem Lächeln setzt du dich auf eine Bank, beobachtest die Natur, die so friedlich scheint. Es ist Sommer, Schmetterlinge, Vögel und kleine summenden Bienen fliegen umher. Ein leichter Wind weht, im Hintergrund hört man lachende Kinder.

    Langsam schließt du deine Augen, willst den Moment des Friedens und der Ruhe genießen.
    Den Moment der Geborgenheit einfach ausnutzen und nie wieder zu vergessen.

    Der Moment ist perfekt, perfekt für dich.

    Eine Weile verweilst du so, bis du weiter läufst.
    Du kommst an einem kleinen Teich an, es ist mittlerweile schon dunkel, das Mondlicht spiegelt sich im Wasser und die Sterne sind zu erkennen.

    Langsam setzt du dich auf das Gras, siehst nach oben in die Sterne.

    Jemand räuspert sich neben dir.

    „Hi kann ich mich zu dir setzen", schief lächelt er dich an.
    „Klar", mit einer kleinen Kopfbewegung zeigst du auf den freien Platz neben dir.

    Schweigend setzt er sich, schaut auch verträumt in den Nachthimmel.
    Du tust es ihm gleich, dein Blick wandert aber wieder zur Seite. Schweigend musterst du den Fremden.

    „Gibt es so viel zu schauen", schief lächelt er dich an.
    Beschämt schaust du schnell zur Seite und spielst mit deinen Fingern.
    „Kein Grund sich zu schämen, ich bin übrigens Taehyung."
    „Jiyoo."

    Schweigend sitzt ihr nebeneinander, kein Wort fällt, Stille herrscht. Aber keine unangenehme, nein du genießt die Ruhe. Dein Nebenan anscheinend auch, denn dieser blickt auch nur ruhig auf das funkelnde Wasser, in welchen sich der Mond spiegelt.

    „Geht es dir gut? Du scheinst so nachdenklich."
    „Ja klar, alles bestens", eine Antwort, die du nur zu gut auswendig gelernt hast, ein kleines Lächeln umspielt deine Lippen, ein gekonntes Lächeln, dennoch falsch.

    „Bist du dir sicher? Für mich scheint es nicht so. Du kannst mir sagen, wenn etwas ist."

    Solltest du dich einem Fremdem vertrauen, jemanden den du nicht kennst, dein Vertrauen schenken. Wenn du dieses noch nicht mal deinen Freunden gibst.

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