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Is it love?

Vera ist in ihre beste Freundin verliebt.
Wird ihre Liebe erwidert?


Das ist meine Geschichte für Harry Potter Mädchen's Schreibwettbewerb:)
Hoffe die gefällt euch

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    Celine und ich waren beste Freunde, schon seit der Grundschule. Jeden Tag fuhren wir zusammen zur Schule und auch wieder zusammen nach Hause. In den Ferien gingen wir zusammen in den Urlaub und so weiter.
    Es war wirklich wie eine Bilderbuchfreundschaft, wir waren füreinander da.
    Doch vor ein paar Wochen haben wir uns wegen einer Kleinigkeit gestritten, seitdem redet Celine nicht mehr mit mir. Darüber bin ich sehr traurig, denn etwas, was sie nicht über mich weiß, ist, dass ich einen crush auf sie habe.
    Aber als erstes möchte ich mich vorstellen:
    Mein Name ist Vera und ich habe schon früh gemerkt dass ich nicht an Jungs interessiert bin. Daraus habe ich geschlossen, dass ich Lesbisch bin. Das jedoch habe ich noch niemandem erzählt, noch nichtmal meiner besten Freundin.
    Ich habe außer ihr auch noch andere Freunde, aber die sind nicht so wie Celine, bei ihr ist es anders... es ist mehr als Freundschaft.
    -
    Es ist ein regnerischer Apriltag, ich schlendere von der Schule nachhause und denke über Gott und die Welt nach. Dabei schweifen meine Gedanken auch zu Celine. Spontan kommt mir der Gedanke, sie anzurufen. Also zücke ich mein Handy und suche in der Kontaktliste nach ihrem Namen. Den habe ich schnell gefunden und ohne groß nachzudenken, drücke ich auf das Anrufen-zeichen. Es tutet ein paar Mal, ich warte ungeduldig. "Der Gesprächspartner ist zurzeit leider nicht erreichbar...", fängt die monotone Fließbandstimme an, aber bevor sie ihren Satz zuende bringen kann, habe ich schon aufgelegt. Natürlich, denke ich, sie hat ihr Handy wie fast immer aus, hätte ich mir ja denken können. Etwas enttäuscht trotte ich weiter. Nach einer Weile komme ich bei mir Zuhause an und schließe die Haustüre auf. Aus dem Wohnzimmer dringt leise Klaviermusik, meine Schwester übt Mal wieder Klavier. Ich verdrehe die Augen. Meine supertolle Schwester, sie kann alles und stellt alle anderen in den Schatten. Ihr Name lautet Belle, sie ist einige Monate älter als ich und wie ihr Name schon verrät, hübsch. Nein, nicht nur hübsch, sie ist nahezu perfekt. Sie bringt gute Noten mit nachhause, ist sportlich und musikalisch zu gleich, beliebt und vieles mehr. Doch eines hat sie nicht, etwas, was ich habe. Sie hat zwar viele Freunde, aber keine beste Freundin.
    Ich laufe an meiner klavierspielenden Schwester vorbei, geradewegs in mein Zimmer. Dort schalte ich laut Musik an und verkrieche mich unter meiner Bettdecke. Schon nach kurzer Zeit fange ich an zu weinen, ohne genau zu wissen wieso.
    Nach einer Weile piept mein Handy und verkündet mir damit eine neue Nachricht. Sofort öffne ich sie und meine Hoffnungen bestätigen sich, Celine hat geschrieben.

    "Hallo, ich möchte mit dir reden, komm bitte zu dem Spielplatz", so lautet ihre Nachricht.

    Schnell tippe ich: "Okay, wann?", zurück und warte ungeduldig auf ihre Antwort.
    kurz darauf kommt ein knappes "Jetzt" zurück. Celine ist wieder offline gegangen.
    Rasch springe ich auf und nehme meinen halben Kleiderschrank auseinander um das passende Outfit zu finden. Schließlich entscheide ich mich für einen dunkelblauen Jeansrock und einen grauen Pulli. Etwas schlichtes und alltägliches trotzdem hat es dieses gewisse 'Schick'.
    Schnell rennen ich aus meinem Zimmer, jedoch vergesse ich meine Familie. "Vera, kommst du bitte, es gibt Essen!", ruft mich meine Mutter. Ich bin hin und her gerissen, wenn ich nicht zum Spielplatz gehe, verpasse ich vielleicht Celine, aber wenn ich jetzt nicht zu meiner Mutter zum Essen gehe, bekomme ich wahrscheinlich großen Ärger. Nach kurzem hin und her entscheide ich mich dafür, zum Essen zu gehen. Ich werde mich sehr beeilen und Celine nicht verpassen, denke ich fest entschlossen. Als ich im Esszimmer ankomme sitzen schon alle am Tisch und sehen mich leicht genervt an. "Na endlich", sagt Belle, meine Schwester, leise. Laut sagt sie: "Jetzt können wir ja endlich essen", und lächelt dabei, es ist ein unechtes Lächeln, das weiß ich.
    Zum Essen gibt es Nudeln mit Pesto, diese schaufele ich ohne Rücksicht auf mein Umfeld in mich hinein. Meine Mutter lacht:"Du hast es aber eilig". Als Antwort nicke ich nur, stehe auf und stelle meinen Teller in der Spüle, weil ich schon mit dem Essen fertig bin. Schnell renne ich los, ziehe mir meine Sneaker über und sprinte aus dem Haus. Der Spielplatz, an dem ich und Celine uns treffen wollen, ist nicht weit von mir Zuhause entfernt, weshalb ich schon nach kurzer Zeit ankomme. Doch dort ist weit und breit keine Celine zusehen. Mit der Hoffnung, dass Celine da ist, sehe ich mich überall um, ich klettere sogar auf das steile Klettergerüst, doch nichts, keine Celine. Müde lasse ich mich auf eine Bank fallen. Ich habe sie verpasst. Traurig sehe ich mir noch einmal ihre Nachricht an. Plötzlich kommt mit eine Idee. Wenn das ein Friedensangebot von Celine ist, dann steht sie bestimmt nicht auf dem Spielplatz herum, nein, dafür kenne ich Celine zu gut. Scharf grübele ich nach und erinnere mich, dass Celine und ich früher eine Art Geheimversteck in dem Gebüsch dieses Spielplatzes hatten. Wir bewahrten dort oft Snacks und Decken auf und haben uns nach der Schule dort getroffen. Rasch springe ich auf und durchsuche das Gebüsch, und wirklich, dort sehe ich eine hellblaue Jacke aufblitzen, das ist die Jacke von Celine, da bin ich mir sicher. Ich schlage mich durch das Gebüsch und falle fast hin, die Dornen, die dort am Boden wuchern, kratzen meine Haut auf, aber das ist mir im Moment egal, ich muss zu Celine. Nach einem wilden Kampf mit dem Gebüsch komme ich bei Celine an. Sie sieht mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten kann. "Ich bräuchte hierfür wirklich eine Machete", grumele ich, was Celine zum Schmunzeln bringt. Plötzlich umarmt Celine mich. "Ich hab dich vermisst", nuschelt sie in meine Schulter", es tut mir leid". Überrascht und verunsichert umarme ich sie vorsichtig zurück. "Nein, mir tut es leid", sage ich. Celine lässt mich los und schaut mich mit großen Augen an. "Aber du hast doch gar nichts gemacht, ich hab dir doch Unrecht getan". Darauf zucke ich nur mit den Schultern, auch Celine weiß anscheinend nicht mehr was sie sagen soll. "Naja, willst du mir vielleicht helfen?", fängt die wieder an zu sprechen. "Klar, bei was", Frage ich neugierig. "Du weißt ja das ich in Noah verliebt bin... naja, ich habe so das Gefühl dass er mich auch mag, willst du mir helfen mit ihm zusammen zu kommen?", erzählt sie fragend. Während sie redet treten mir Tränen in die Augen, weshalb ich meinen Kopf zur Seite wende, damit Celine sie nicht sehen kann. "Natürlich helfe ich dir, was wäre ich denn für eine Freundin wenn ich es nicht tun würde!", sage ich und versuche meine Stimme normal klingen zu lassen, was mir nicht ganz gelingt. "Ist... ist alles gut?", fragt Celine besorgt," weinst du etwa? Wieso denn?". Jetzt ist der richtige Moment, jetzt kann ich es ihr sagen, denke ich. Aber meine Stimme gehorcht mir nicht und ich höre mich stattdessen sagen:"Ja, alles ist gut, ich bin nur so froh". Ich presse ein Lächeln hervor. "Ich auch", sagt sie und lächelt zurück. Celine fängt weiter an von Noah zu reden, aber ich kann mich kaum darauf konzentrieren, ich bin viel zu sehr damit beschäftigt meine Tränen zurück zu halten. Gerade sagt Celine:" denkst du ich soll bei Noah Zuhause klingeln?". Natürlich nicke ich: "Ja auf jeden Fall". "Kommst du mit", auf einmal wirkt sie ängstlich. Eigentlich hatte ich das ja nicht vor und besser würde es mir danach wahrscheinlich nicht gehen. Trotzdem bejahte ich. "Dann komm", ruft Celine und zieht mich mit sich. Noah wohnt nicht weit vom Spielplatz und nach kurzem Gestolpere kommen wir an seinem Haus an. "Was wollen wir ihm eigentlich sagen?", fragt Celine. Ich zucke nur die Schultern. "Hey, ist alles gut? Du bist so still", fragt sie nun besorgt. Tapfer nicke ich. "Ja, natürlich, was sollte denn sein." "Mh OK, gut", antwortet sie nachdenklich. Dann klingelt sie bei Noah. Sie klingelt bestimmt 5 Mal, aber die Türe öffnet sich nicht. Etwas enttäuscht trottet Celine weg, schnell renne ich ihr hinterher. "Celine warte, ich... muss dir was erzählen", rufe ich ihr hinterher ohne nachzudenken. Celine drehte sich um und schaute mich mit fragendem Blick an. "Also... ich...", ich spüre wie sich kleine Schweißperlen auf meiner Stirn bilden, mit wird heiß und kalt gleichzeitig, " ich li... ich wollte dich fragen ob wir Eis essen gehen wollen?", Ich lache nervös. Man, wie dumm bin ich eigentlich! Celine sieht mich erst verwirrt an, dann antwortet sie:" Ja klar, gerne. Sonst wolltest du mir nichts sagen, oder?". "Doch... eigentlich schon, war aber unwichtig, hab es schon wieder vergessen", Versuche ich mich angespannt herauszureden. Innerlich ohrfeige ich mich, es wäre der perfekte Moment gewesen!
    Zu zweit laufen wir zur Eisdiele und bestellen dort Eis. Ich nehme zwei Kugeln, Himbeer und Cookie, im Becher und Celine nimmt dasselbe in der Waffel. Wie immer, wenn wir Eis essen, setzen wir uns auf die Mauer vor der Eisdiele. Wir sitzen schweigend nebeneinander und mampfen unser Eis. Doch mein Handy durchbricht die gemütliche Atmosphäre, in dem es klingelt. Leicht angenervt krame ich es aus meiner Tasche und schaue auf den Display. "Mom💕" steht da. "Wer ist es", fragt Celine neugierig. "Meine Mutter", antworte ich und hebe ab.
    "Hallo Vera", klingt mir sofort ihre Stimme entgegen.
    "Hi", antworte ich kurz.
    "Wo bist du denn? Kommst du jetzt wieder?", sagt sie mit einem säuerlichen Unterton.
    "Muss ich?", antworte ich nur.
    "Ja!", sagt sie und legt auf.
    Verdutzt schaue ich auf das tutende Gerät in meiner Hand. "Was wollte sie denn?", neugierig sieht Celine mich an. "Sie wollte dass ich nachhause komme", sage ich, während ich leicht das Gesicht verziehe. "Och, schade", murmelt Celine enttäuscht. "Mhm", nicke ich und entsorge meinen noch halbvollen Eisbecher. Celine und ich umarmen und zum Abschied, dabei pocht mein Herz so stark und ich will, dass dieser Moment niemals aufhört. Doch leider ist er schon viel zu schnell vorbei. Ich wende mich, etwas traurig über den Abschied, ab und laufe Nachhause.
    Zuhause angekommen erwartet mich meine Mutter schon. "Komm jetzt rein! Deine Schwester will uns ihren Freund vorstellen", sie sagt es so freudig. So glücklich und stolz ist sie nie, wenn sie über mich redet. Im Wohnzimmer sitzt meine ganze Familie und ein fremder Junge, der ab jetzt wohl auch zu unserer Familie gehört. Meine Schwester ist natürlich auch da, mit einem selbstsicheren Lächeln steht sie in der Mitte des Raumes. Sie trägt ein hübsches Kleid, dass meiner Meinung nach viel zu schick für diesen Anlass ist. "Das ist Marcel", sagt sie und deutet auf den Jungen, "wir sind seit gestern Abend zusammen." "Hi", sagt Marcel, man merkt deutlich dass ihm die Ansprache meiner Schwester unangenehm ist. "Ich bin so stolz auf dich, meine Prinzessin", sagt meine Mutter zu ihr. Dann wendet sie sich an mich:"Vera, du wirst bestimmt auch bald einen Freund finden", meint sie uninteressiert. "Ja, Veralein, bist du schon in einen Jungen verliebt?", fragt meine Schwester mit einem Grinsen im Gesicht. 'Das reicht!', denke ich und stehe auf. "Ach verdammt, ich stehe nicht auf Jungs", schreie ich fast und laufe schnell in mein Zimmer. Das einzige was ich noch höre ist das verdutzte Aufkeuchen meiner Schwester, oder meiner Mutter, ich kann es nicht genau deuten.
    In meinem Zimmer mache ich sofort laute Musik an. Wenn ich mich jetzt bei meiner Familie geoutet habe, kann ich dies dich nun auch bei Celine tun. Gerade hole ich mein Handy heraus um sie anzurufen, da klopft es an der Tür. "Mhh, komm rein", brumme ich. Meine Schwester betritt den Raum und meine Laune sinkt noch ein Stück tiefer, ich hätte nie geglaubt, dass das überhaupt möglich ist. "Vera... ich...", fängt sie stotternd an," das war so mutig von dir", ruft sie aus. "Ehm... okay", ich bin etwas verwirrt. "Wir reden später noch einmal, ich muss jetzt zu Marcel", sagt sie, während sie schon halb aus der Türe draußen ist. Lange schaue ich ihr hinterher, obwohl sie schon längst aus der Türe verschwunden ist. Warum will sie mit mir reden? Und was mich noch mehr verwirrt, sie war nett zu mir! Richtig Nett!
    Ich lasse mich nach hinten auf mein Bett fallen und atme tief durch. Tausend Gedanken schwirren durch meinen Kopf. 'Ich habe mich geoutet, wirklich, wirklich geoutet. Wenn es jetzt meine Familie weiß, kann ich es doch auch Celine erzählen', bei dem letzten Gedanken springe ich auf, ja, ich gehe zu Celine und gestehe ihr alles. Schnell käme ich mir meine Haare etwas zurecht und schlüpfe in meine Sneaker. Meine Mutter ruft mir etwas hinterher, was ich jedoch nicht mehr hören kann. Nach einem kurzen Sprint, stehe ich vor Celine's Haustür. Aufeinmal habe ich Zweifel. Wieso bin ich noch einmal hier? Kalter Schweiß läuft mir den Nacken hinunter und meine Hände zittern. Los Vera, du schaffst das! ermutige ich mich selbst. Meine Hand wandert, fast ohne meine Kontrolle, zu der Türklingel, und bevor ich noch einmal über meine bevorstehende Tat nachdenken kann, habe ich die Klingel schon gedrückt. Die Türe wird aufgerissen und Celine steht vor mir. "Hey Vera", begrüßt sie mich lächelnd. "H-hi Celine", bringe ich stotternd hervor, "I-ich muss dir was sagen". "Okay?", fragend sieht sie mich an. "Ich stehe nicht auf Jungs, ich mag lieber m...". ich bin mir nicht sicher, ob sie alles versteht, denn ich rede leise und mit vornüber gebeugten Kopf. "du magst lieber Mädchen?", vollendet Celine den Satz," heißt das, dass du in ein Mädchen verliebt bist?" Ich werde knallrot. "Ja, genau", antworte ich. Celine springt auf und ab, anscheinend scheint sie kein Problem mit meiner Sexualität zu haben. "Uii, in wen? In wen?", ruft sie. "I-in dich", flüstere ich. Ich weiß selbst nicht, wie ich den Mut habe, das einfach zu sagen, doch ich sage es. Celine stockt mitten in ihren Hüpfern. "In mich!", ihre Stimme rutscht einige Oktaven höher als normal. Stumm nicke ich. Celine umarmt mich. "Ach Vera", sie seufzt," du weißt doch selbst, dass ich einen Crush auf Noah hab". Damit waren all meine Hoffnungen wie weggeblasen. Sie liebt mich nicht und wird es auch niemals tun. "Wir werden schon noch die richtige für dich finden", sagt sie vorsichtig lächelnd. "A-aber wir werden Freunde bleiben?", frage ich ängstlich. "Ja natürlich, freunde für immer und ewig, bis uns der Tod scheidet."

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