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Harry Potter Lovestory

Dies ist mein 2 Quiz ich hoffe es gefällt euch

    1
    Name: Alice Scarlet

    Jahrgang: Harry, Ron, Hermine usw.

    Familie: Mutter tot, Vater verschollen aber wahrscheinlich auch tot

    Charakter: sehr verschlossen, sehr kalt, geheimnisvoll

    Äußeres: Scharlachrotes Haar mit schwarze Augen, jedoch wurde das linke Auge durch ein grünes Glasauge ersetzt und durch eine Augenklappe verdeckt Körperbau ist mittelgroß und schlank. Sie hat ein eigentlich zartes Gesicht, kann aber sehr einschüchternd sein.

    Haus: Gryffindor

    Beste/r Freund/in: keine/r (aber gute Freunde wären Ginny)

    Schwarm: als ob ich es dir jetzt vorspoiler XD: P

    Blutstatus: Halbblut

    Haustier: Eine kleine weiße Schneeeule namens Ruby

    Patronus: Wolf



    -Prolog-

    ''Komm nicht mehr zurück! Du darfst nicht zurückkommen! Tu was ich dir sage, Alice. Kehre mir deinem Rücken zu und beginne ein neues Leben! Versprich es mir! Verzweifle nicht, es tut mir so leid! Ich liebe dich, mein Schatz, ich liebe dich.''



    -2.Jahr-

    -deine Sicht-

    Ich stand in meinem Zimmer... es war klein aber einigermaßen gemütlich. Der Spiegel hing an der Wand und ich betrachtete mich. Meine glatten roten Haare hingen als hohem Pferdeschwanz meinem Rücken entlang, mein schwarzes rechtes Auge betrachtete mich zweifelnd. Meine rechte Hand wanderte langsam zu meinem linken Auge… wenn man das noch als Auge bezeichnen kann. Ich kann es immer noch nicht ansehen ohne dass mir davon schlecht wird. Meine linke Hand ballte unbewusst eine Faust. Ich hob meine weiße Augenklappe auf und setzte die Gummis, die das Pflaster festhielten wieder an meine Ohren. Es war 10 Uhr und ich wartete darauf dass meine Mutter in mein Zimmer kam um mich zum King’s Cross Bahnhof zu bringen. Leider war meine Mutter immer noch sehr schwach von den Verletzungen die mein… Vater ihr zugefügt hat. ‚‚Alice. Lass uns gehen, dein Vater ist… nicht da. ‘‘, sagte sie sanft als sie die Tür öffnete. Ihre Stimme war schwer und ich brachte es kaum übers Herz ihr zuzustimmen. Wenn er wieder erfährt dass ich zur Schule gehe… wenn er Mom wieder wehtut… allein der Gedanke war unerträglich. ‚‚Wenn wir nicht losgehen kommen wir zu spät‘‘, sagte sie. ‚‚Komm.‘‘ Ich hob meinen Koffer und Rubys Käfig auf und verließ leise mit Mom das Haus.

    -seine Sicht-

    ‚‚Los George! Sonst verpasst ihr noch den Zug! ‘‘, rief Mom. Ich lief durch die Wand und plötzlich sah ich den Hogwarts Express. Immer wieder klasse. Wenige Sekunden später tauchte hinter mir Fred auf. ‚‚Schnell schnell! ‘‘, rief Mom, die augenblicklich genauso hinter mir auftauchte. ‚‚Macht schon, sonst bekommt ihr keine Plätze mehr! ‘‘. Während Mom und Dad das Gepäck verstauten, stiegen Ginny, Percy, Fred und ich ein. Von Ron und Harry war keine Spur zu sehen. Komisch. Egal sollen die doch sehen wie die zurechtkommen. Der Zug war bereits rappelvoll, es waren kaum Plätze frei, doch nach endloser Sucherei konnten wir endlich ein einigermaßen freies Abteil finden (Percy ist zu den Vertrauensschülern gegangen). ‚‚Wo sind Ron und Harry? ‘‘, fragte Ginny, offenbar sehr besorgt. ‚‚ Denen wird es sicherlich gut gehen‘‘, sagten Fred und ich unbeeindruckt während Fred die Tür zum Abteil öffnete. Die Vorhänge waren zugezogen und ich wollte mich gerade hinsetzen, da sah ich eine kleine Gestalt die am Fenster kauerte und uns scheinbar nicht bemerkte. ‚‚Entschuldigung? ‘‘, fragte Ginny leise. ‚‚Ähm… dürfen wir uns zu dir setzen? ‘‘. Keine Antwort. Ich beugte mich vor und sah sie an. Da ich ihr Gesicht nicht deutlich sehen konnte, strich ich ihr die Haare aus dem Gesicht. Ihre Augen waren geschlossen und das andere war durch Haaren und der Wand verdeckt. Ich sah nur die Gummis die sich quer über ihr Gesicht zogen. Ihre strahlend roten Haare fielen auf meinen Finger und erst spät bemerkte ich Fred, der mich verwirrt ansah. ‚‚Erde an George? Hallo?‘‘ ‚‚Sie schläft… lass uns einfach hierbleiben und dann später gehen um sie nicht zu erschrecken…‘‘, schlug ich vor und saß mich völlig perplex neben Fred, gegenüber von dem Mädchen. Der ganzen Fahrt über starrte ich das unbekannte Mädchen an… und der ganzen Fahrt über schaute mich Fred an, was ich jedoch viel zu spät bemerkte, denn als in mich umschaute blickte ich kurz in Freds grinsendem Gesicht. ‚‚Ist sie neu? Ich hab sie noch nie bemerkt…‘‘, sagte ich. Doch keiner antwortete mir, stattdessen rief Ginny: ‚‚Wir sind gleich da! ‘‘ und zog uns mit. Enttäuscht und widerwillig verließ ich das Abteil und folgte Ginny und Fred hinaus in den Flur.

    -deine Sicht-

    Langsam wachte ich auf. Das Abteil war stickig und ich konnte riechen dass jemand in diesem gewesen ist. Solange die nichts mit mir angestellt haben kann es mir egal sein. Langsam stand ich auf und sah aus dem Fenster. Es war bereits dunkel und der Zug wurde langsamer. Ich fasste mir an den Kopf und versuchte ihn zu vergessen. Den Traum. Der schrecklicher Traum der mich schon seit Jahren verfolgt. Ich bin in Hogwarts. Ich bin sicher. Das dachte ich zumindest. Ich zog mich schnell um, rückte meine Augenklappe zurecht und stieg aus. Die Luft war kühl aber angenehm. Ich atmete die frische Luft begierig ein und begab mich zu Hagrid. Ich verstand mich gut mit ihm, denn er war es der mir die Zaubererwelt vorstellte. Und er war mein einziger Freund. Er begrüßte liebevoll wie immer und nahm mich mit zur Schule, die sich wie beim letzte Mal bezaubernd darstellte. Ich liebte die Zaubererwelt. Hier in Hogwarts bin ich zuhause. Hierhin gehöre ich. Wir stiegen in die Boote und ich sog den frischen Duft des Sees ein. Es war wunderschön.

    In der Schule angekommen saß ich mich hin. Da es bereits mein zweites Jahr ist, saß ich mich ohne Umschweife an den Gryffindor Tisch und wartete ab bis das Essen auftauchte. Es kamen ein paar Neulinge, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte nur essen und dann schlafen gehen.

    …ein paar Tage später…

    Es war Mittag und die Häuser aßen an ihren Tischen. Ich saß, wie immer, alleine da. Vor wenigen Tagen hat Ron Weasley einen Heuler bekommen mit keinen guten Nachrichten. Gelacht habe ich nicht, ich wollte nicht auffallen, aber amüsieren konnte ich mich trotzdem. ‚‚Die Post kommt! ‘‘, rief jemand. Ich sah hoch und suchte nach meiner Eule Ruby, einer kleinen Schneeeule. Und tatsächlich: anmutig flog sie mit einem rotem Brief im Schnabel zu mir und legte ihn bei mir ab. Ich streichelte zärtlich ihren Kopf und nahm ihr den Brief ab. Mein Blick folgte ihr noch zu wie sie wegflog, bevor ich mich dem Brief widmete. Jedoch scheint jemand schon vor mir auf meinen Brief geguckt haben. ‚‚Hey… du hast einen Heuler bekommen…‘‘, rief ein Junge mit roten Haaren zu mir. Ich sah auf. Es war George (oder Fred) Weasley, alle kannten ihn, selbst ich. Er war berühmt an der Schule. Ich dachte es wäre ein Scherz, doch als mir den Brief genauer ansah, konnte ich es sehen. Es war tatsächlich ein Heuler… von meiner Mutter. Meine Mutter beschimpfte mich nie. Es könnte nur von meinem Vater sein, aber der ist doch ein Muggel… langsam und zitternd öffnete ich den Brief, die ganze Schule sah mich an. Von wenigen Richtungen kamen eine dumme Bemerkung oder ein Kichern. Plötzlich entglitt der Brief aus meiner Hand. Er flog auf meine Augenhöhe und schrie mich an. Während ich der schreienden Stimme meiner Mutter zuhörte, weiteten sich meine bereits feuchten Augen und ein Kloß bildete sich in meinem Hals. Ich schenkte den gaffenden Blicken um mich herum keinerlei Beachtung. Ich wollte nur die Stimme meiner Mutter hören. Die letzten Worte die an mich gerichtet waren. Die mir mit voller Wucht entgegen geschleudert wurden. Doch ich konnte nicht mehr. Und während ich mir meine Ohren zuhielt und meinen Kopf mit den Armen zu verdeckte, fing ich an hemmungslos zu weinen und zu schreien bis ich in mich zusammenfiel. Die letzten Worte die ich noch hörten waren ‚‚Ich liebe dich. ‘‘.

    -seine Sicht-

    Ihre entsetzlichen Schreie und ihr herzzerreißendes Weinen hallten durch die ganze Halle. Ihr Leiden war zum Greifen nah. Doch plötzlich fiel sie in sich zusammen und ihre Stimme verstummte. Für eine Weile war es still, keiner wagte es ein Wort zu sagen. Auf einmal rief eine Stimme: ‚‚Gehen Sie in ihre Betten! Na los, worauf warten Sie! ‘‘. Es war Professor McGonagall die sofort zu ihr lief und versuchte sie aufzuheben. Die Stimmen überschlugen sich und dazwischen konnte man die Vertrauensschüler schreien hören. McGonagall und Madam Pomfrey hoben sie auf und nahmen sie mit. Höchstwahrscheinlich in den Krankenflügel. Ich reckte meinen Kopf und versuchte sie zu sehen. Vergeblichst. Die Köpfe versperrten mir den Weg und mir blieb nichts anderes übrig als von Fred zum Gemeinschaftsraum gezogen zu werden. Und die ganze Nacht hörte ich sie schreien. Ihre Qualen und ich sah ihr Gesicht. Das verzweifelte Gesicht, das mit aller Kraft versuchte die Wahrheit zu verdrängen.



    -3 Wochen später-

    -seine Sicht-

    Ich konnte sie nicht vergessen. Lustlos saß ich in Zaubertränke (nicht das ich das sonst auch immer mache aber naja gut). Immer musste ich an sie denken. Immer sah ich ihr Gesicht. Ich konnte mich nie konzentrieren und selbst für Streiche war mir oft nicht zumute. Dabei war ich so bescheuert. Ich kannte nicht einmal ihren Namen. Und gefragt hatte ich auch keinen. ‚‚Mr. Weasley? Hören Sie dem Unterricht überhaut zu? ‘‘. Die schleimige Stimme von Snape hatte mich aus meiner Art Trance geweckt. ‚‚Was? ‘‘, fragte ich. Ich war nicht bei der Sache und bemerkte kaum mit wem ich redete. ‚‚Mr. Weasley was soll…‘‘, weiter kam er nicht denn in dem Moment betrat Professor McGonagall den Raum. ‚‚Professor Snape? Dürfte ich bitte Mr. Und Mr. Weasley mitnehmen? Es ist wichtig. ‘‘. Snape schaute Fred und mich mit hasserfüllten Blicken an -nicht das ich das gemerkt hätte- und stimmte letztendlich widerwillig zu. ‚‚George… komm jetzt. ‘‘, zog mich mein Bruder mit. ‚‚Was?‘‘ ‚‚Komm, McGonagall braucht uns. ‘‘ ‚‚Okay…‘‘ Ich wachte etwas auf und bemerkte dass wir uns auf dem Weg zum Krankenflügel befanden. Warum zum Krankenflügel? ‚‚Bitte… ‘‘, sagte McGonagall und hielt uns die Tür auf. ‚‚Ah! Da bist du ja Minerva! Sie schläft aber sie sollte bald aufwachen. ‘‘ ‚‚Gut‘‘. Ich traute meinen Augen kaum. Das war das Mädchen mit den roten Haaren… jetzt konnte ich sehen, dass ihre Haare eine scharlachrote Farbe hatten. Als wären sie in Blut getaucht worden, dachte ich. ‚‚Das ist Miss Alice Scarlet. Sicherlich wissen Sie von dem Vorfall mit dem Heuler…‘‘ ‚‚Wir waren dabei Professor‘‘, unterbrach Fred sie. ‚‚Gut… nun sie ist psychisch vollkommen am Ende. ‘‘‚‚Und was sollen wir hier? ‘‘, fragte Fred verwirrt. ‚‚Ihr sollt ihr helfen diese Zeit so einfach wie möglich zu überbrücken. Sie trauert sehr schwer und benötigt… sagen wir mal fröhliche Gedanken. Sie soll sich erholen. ‘‘ Ich fasste es kaum. Wir… WIR sollten ihr helfen sich psychisch wieder zu erholen? Ausgeschlossen…Ich war vollkommen perplex. ‚‚Mund zu Georgie, sonst fliegen noch Wichtel rein ‘‘, sagte Fred lachend. Ich starrte sie weiter an ohne Fred sonderlich zu beachten und plötzlich bewegte sich ihre Hand. Zunächst nur die Hand, doch nach und nach waren es die Augenlider. Langsam öffnet sich ihr rechtes Auge und sie schaute an die Decke. Sie lag dort reglos für eine Weile und langsam bewegte sich ihr Kopf zu mir und ein ausdrucksloses schwarzes Auge starrte mich an. Es war, als würde ich mich in ihnen verlieren, die Dunkelheit war unendlich, wie eine Puppe. Leer. Und doch so wunderschön. Als wurde sie in einer Puppe verewigt.

    -deine Sicht-

    Als Erstes sah ich wieder die Decke. Ich drehte langsam meinen Kopf um und sah die Zwillinge. Und Professor McGonagall. ‚‚Guten Morgen, Professor. ‘‘, sagte ich leise und ich glaubte zu zerbrechen. Es war schwer zu sprechen. ‚‚Miss Scarlet, endlich sind Sie auf gewacht. ‘‘, sagte sie besorgt. ‚‚Wie geht es Ihnen? ‘‘ Ich wollte ihr gerade antworten, da musste ich husten. Mein Hals schmerzte und mein Kopf tat weh als ich mich aufsetzen wollte, also blieb ich liegen. ‚‚Alice! Du sollst dich doch nicht überanstrengen… ‘‘. An der Stimme und dem Duzen konnte ich erkennen dass es Madam Pomfrey war. Sie klang besorgt und kam zu mir. ‚‚Dein Fieber steigt… was sollen wir nur tun? Die Entzündung wird immer schlimmer… ich frag mich immer noch was an der Medizin nicht passt… ‘‘ ‚‚Was ist mit dem Auge? ‘‘, hörte ich mich fragen. ‚‚Ein vollkommen funktionstüchtiges herzustellen ist nicht schwer, aber es wird wahrscheinlich nicht passen… das wird dein Körper wegen der großen Magiekapazität nicht damit auskommen. Vor allem nachdem du schon so schwach bist. ‘‘ ‚‚Aber wenn es so weiter geht, wird sie sterben! ‘‘, sagte Professor McGonagall empört. ‚‚Ein normales. ‘‘, flüsterte ich plötzlich. ‚‚Eins aus Glas. Einfach irgendeins. ‘‘ Madam Pomfrey sah mich verblüfft an. ‚‚Aber dann wirst du… ‘‘ ‚‚Ist mir egal‘‘, sagte ich erschöpft und drehte meinen Kopf in Richtung Fenster. ‚‚Es macht keinen Unterschied. ‘‘ Es war still im Raum. Das Schweigen war fast unangenehm. ‚‚In Ordnung. Ich werde es vorbereiten. ‘‘, willigte Madam Pomfrey letztendlich ein und ging in den Nebenraum. ‚‚Grün. Bitte. ‘‘, sagte ich noch bevor sie verschwand. ‚‚Grün. Gut, in Ordnung. ‘‘, antwortet sie knapp und verschwand. Langsam richtete ich mich auf und versuchte aus dem Bett zu steigen. Keiner eilte zu mir um zu helfen, was mir nur recht war. Meine warmen Füße berührten den kalten Mamorboden. Ich strich mein weißes Nachthemd zurecht. Es ging knapp über den Knien und augenblicklich wurde mir kalt, durch die kühle Luft im Krankenflügel. ‚‚Geht’s? ‘‘, fragte mich jemand. Ich drehte mich nicht um. Ich antwortete nicht. Ich ging nur in Richtung Fenster und ignorierte die Stimme. Es war nicht Professor McGonagall. Es war George… oder Fred. Aber sie waren mir egal. Die ganze Welt war mir egal. Plötzlich wurden mir meine Beine weich. Der Boden unter mir verlor den Halt. Meine Knie schlotterten und mir wurde kalt. ‚‚Alice! ‘‘ Einer der Zwillinge fing mich auf bevor ich zusammenbrechen konnte. ‚‚Du glühst! ‘‘, sagte er erschrocken nachdem er meine Stirn vorsichtig berührte. Nein, dachte ich. Ich friere. Mir ist kalt, ich will zurück ins Bett. Aber meine Kehle war wie zugeschnürt. Ich konnte nicht sagen. Und ich wollte nicht. Ich fand wieder meinen Halt, stieß ihn weg und kehrte mühselig wieder zurück ins Bett. ‚‚Es ist vorbereitet. Ich müsste dir nur noch etwas verabreichen. ‘‘, sagte eine Stimme aus dem Nebenraum. Es war Madam Pomfrey die wohl mit den Vorbereitungen für das Auge beendet ist. ‚‚Bring es hinter dir. Los. ‘‘, sagte ich. Madam Pomfrey hatte eine Spritze in der Hand und sagte: ‚‚Dann mach dich bereit. ‘‘ Ich spürte den Stich einer Ampulle und das letzte was ich sah war einer der Zwillinge bis ich ins Schlummerland reiste.

    -seine Sicht-

    Ich sah ihr nach wie sie ins Bett zurückging und blieb am Fenster stehen. Ihre Stimme war monoton. Sie sah so zerbrechlich und zart aus. Vor allem in ihrem weißen Kleid. Von Madam Pomfrey wurde sie mitgenommen. ‚‚Wie Sie sehen, Mr. Und Mr. Weasley… ihr geht es äußerst schlecht. Sie will keine Hilfe annehmen und vertraut keinem. Ihre abweisende Stellung ist in keiner Sicht aus hilfreich. ‘‘ ‚‚Wir tun was wir können. ‘‘, sagte Fred. ‚‚Wir werden versuchen ihr zu helfen. ‘‘ ‚‚Danke. ‘‘, kam es von Professor McGonagall. Sie klang erleichtert ‚‚Aber die Regeln gelten immer noch. ‘‘, fügte sie streng hinzu. ‚‚Ach und geht doch schon mal in die Große Halle, der Unterricht ist gleich beendet in den Klassen. ‘‘, sagte sie und verließ dem Krankenflügel. ‚‚Kommst du jetzt endlich? ‘‘, rief Fred. ‚‚Schlägst du da Wurzeln? Komm jetzt. ‘‘ ‚‚Ja…ja… ‘‘, sagte ich und lief zu Fred. Gemeinsam gingen wir aus dem Raum.

    -3 weitere Wochen später-

    -deine Sicht-

    Gerade wurde ich entlassen. Ich durfte wieder am Unterricht teilnehmen und ich durfte wieder wie jeder normale Schüler das machen was ich will. Ab und zu musste ich zur Untersuchung aber das war kein Problem. Professor McGonagall hatte mir meinen Stundenplan gegeben. Ich habe in der ersten Stunde Zaubertränke. Da ich fast 2 Monate nicht zum Unterricht gekommen bin, hatte mich Snape ganz besonders ins Visier genommen. Ich kam im Kerker an und öffnete die Tür. Alle schauten mich an und ich bemerkte Ron Weasley mit Harry Potter die zusammensaßen. ‚‚Wen haben wir denn da? Miss Scarlet… Sie hatten es wohl nicht nötig den letzten Monat zum Unterricht zu kommen. Hinsetzen. ‘‘, sagte er. Ich ignorierte ihn und saß mich auf den nächsten Platz. Neben Hermine Granger. ‚‚Nun Miss Scarlet… da Sie diese Monate nicht da waren würde ich vorschlagen Sie etwas abzufragen…‘‘ Ich antwortete ihn nicht sondern berührte nur mein lebloses linkes Auge hinter der Augenklappe. ‚‚Es scheint als würden Sie ihrem Auge mehr Beachtung schenken als dem Unterricht. ‘‘, schnatterte Snape. Hermine Granger stupste mich leicht an, ich ignorierte diese Berührung einfach. Snape wurde wohl langsam wütend. ‚‚Was ist ein Baldrian? ‘‘ Ich schaute langsam zu ihm hoch und hörte bereits das Gekicher von Pansy Parkinson und Draco Malfoy. Hermine Grangers Hand schoss sofort nach oben. ‚‚Ein Baldrian ist ein Heilkraut dessen Wurzeln zur Beruhigung der Nerven und als Schmerzmittel sowie Beruhigungsmittel genutzt wird. Die Pflanze nutzt man bereits seit dem Mittelalter weshalb diese auch als ‚Hexenkraut‘ bezeichnet wird. ‘‘ Snape zog seine Augenbrauen hoch, das Gelächter verstummte sofort. ‚‚In was für Tränke wird die Wurzel genutzt? ‘‘ Grangers Hand sank. ‚‚Unter anderem im Sud des lebenden Todes, welcher den Nutzer in einen solch tiefen Schlaf versetzt, dass dieser durch nichts und niemanden wieder auferweckt wird. ‘‘, antwortete ich ruhig. ‚‚Gar nicht so schlecht, Miss Scarlet… ‘‘, sagte Snape verbissen nach einer kurzen Pause des Stillschweigens im Raum. ‚‚Bücher öffnen auf S. 134! ‘‘

    -etwas später in der Pause-

    ‚‚Dass du das wusstest! Das ist unglaublich, selbst ich wusste das noch nicht! Woher weißt du das? Weißt du, ich lerne jeden Tag…‘‘, ich hörte Hermine Granger nicht zu. Ihr sinnloses Geschwätze war mir egal. Ich hatte Hunger und wollte etwas essen. Plötzlich fuhr mir etwas durch die Haare: ‚‚Hallo meine Liebe…‘‘ ‚‚…wie geht’s denn so? ‘‘. Die Zwillinge. Ich erkannte ihre Stimmen sofort. In den 3 Wochen nach der Operation kamen sie immer wieder und haben geredet. Da ich nicht auf sie geachtet habe, erinnere ich mich nicht mehr an ihre Worte. Aber ihre Stimmen prägten mich. Und mittlerweile kann ich die beiden schon anhand der Stimme unterscheiden. Nicht dass es mir hilfreich wäre. Es war nur lästig. Ich strich meine Haare glatt, ignorierte sie und ging unbekümmert weiter. ‚‚Geh doch nicht! ‘‘, rief Fred. ‚‚Genau, wir müssen uns doch um dich kümmern. ‘‘ Ich drehte mich um und sah ihnen in die Gesichter. Beide grinsten. Dieser Anblick machte mich krank. Wie glücklich sie aussahen. ‚‚Verschwindet. ‘‘, sagte ich. Ich konnte sie nicht ertragen, ich sah auf den Boden. Nicht aus Scham, mehr aus Verachtung. ‚‚Alice…‘‘, begann George, doch ich unterbrach ihn abrupt. ‚‚Ihr macht mich krank. ‘‘, schrie ich. ‚‚Verschwindet! Ich will euch nicht sehen! ‘‘ Ich spürte noch ihre Blicke im Rücken als ich meine Zähne bemerkbar knirschte und wegrannte.

    -4.Jahr-

    -deine Sicht-

    Das Trimagische Turnier und Harry Potter der gezogen wurde… alle machen so ein großes Theater draus. Ich packte meine Sachen und machte mich auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum. ‚‚Hey Alice! Gut siehst du heute aus. ‘‘, sagte eine Person hinter mir. Es war Hermine. ‚‚Was tust du bei mir? ‘‘, fragte ich sie. Sie legte ihren Kopf fragend zur Seite und fragte: ‚‚Warum? Bin ich unerwünscht? ‘‘ Ich antwortete nicht und ließ sie mir folgen. Sie erzählte mir von Ron und Harry, wie sie sich streiten und ignorieren und wie sie selbst zwischen den Stühlen stand. Am liebsten hätte ich ihr aufmunternde Worte zugesprochen, aber meiner Erfahrung nach wird dadurch nichts besser also sagte ich nichts und ließ sie einfach reden. Immerhin konnte ich gut zuhören. Professor McGonagall erklärte uns, dass wir am Weihnachten tanzen werden. Auf einem Ball. Mit Begleitung. Nein. Ich wollte auf keinen Fall tanzen. Unter gar keine Umständen. Und genau in dem Moment erklärte McGonagall, dass keine Ausnahmen genehmigt werden. Es war grässlich. Ich mochte die Gesellschaft anderer nicht besonders. Es passte mir einfach nicht. Aber allein in den letzten Tagen haben mich schon viele gefragt. Selbst Cormac McLaggen, der größte Lappen den ich je gesehen habe. Ich wusste nicht was die Leute dazu bringt mit mir zum Ball zu gehen. Ich konnte es mir nicht vorstellen. Ausgerechnet mit mir. Ich saß im Gemeinschaftsraum, zeichnete und dachte darüber nach. Plötzlich riss mich eine Stimme aus den Gedanken. ‚‚Na was macht unser Rotkäppchen? ‘‘ ‚‚Oh sie zeichnet, lass mal sehen. ‘‘ Fred wollt mir gerade den Zeichenblock aus der Hand reißen, da reagierte ich auch schon. Schnell wich ich aus und warf den Block mitsamt der Zeichnung ins Feuer. Ich zog meinen Zauberstab und sagte ruhig: ‚‚Incendio. ‘‘ Die Flammen loderten noch wilder auf und umschlungen meinen Block. ‚‚Was soll das? ‘‘, rief Fred und wollte noch die Zeichnung retten. Erfolglos. ‚‚Wieso hast du das gemacht? ‘‘ Es war eine weitere Stimme die das zu mir sagte. Es war Ginny Weasley. ‚‚Die Zeichnung war wunderschön. Wieso hast du das getan? ‘‘ Ihre Stimme klang vorwurfsvoll. Sie hatte mir die ganze Zeit beim Zeichnen zugeguckt, ich hatte sie fast vergessen. ‚‚Das geht euch allen nichts an. ‘‘, sagte ich kalt. ‚‚Und wenn ihr mich jetzt entschuldigt… ich will in den Schlafsaal. ‘‘ Während ich hinaufging dachte ich über meine Worte nach. Ich wollte gar nicht zum Schlafsaal. Ich wollte beim warmen Feuer bleiben und zeichnen. Aber ich konnte die Gegenwart zu vieler Leute nicht ertragen. Vor allem ertrug ich ihre Anblicke nicht mehr. Seit 2 Jahren verfolgten mich die Zwillinge auf Schritt und Tritt. Sie waren da wo ich sie am wenigsten wollte, selbst bei Madam Pomfrey war ich nicht sicher. Ich seufzte, ließ mich in mein Bett fallen und fiel in einen tiefen Schlaf.

    -seine Sicht-

    Als Fred und ich den Gemeinschaftsraum betraten waren es nur zwei Leute. Vor dem Feuer saß Alice und Ginny schaute ihr über die Schulter. Sie war wieder am Zeichnen. Bei ihrem Anblick schlug mein Herz etwas schneller und das merkte wohl auch Fred. ‚‚Keep cool und sabber nicht den Teppich voll. ‘‘, meinte er belustigt. ‚‚Lass mich. ‘‘, sagte ich grinsend. Fred schlich sich ran und sagte: ‚‚Oh sie zeichnet, lass mal sehen. ‘‘ Schnell bemerkte sie Fred, wich sie seiner Hand aus und warf den Zeichenblock ins Feuer. Bevor Fred sich überhaupt beschweren konnte, ergriff Ginny das Wort. ‚‚Wieso hast du es gemacht? Die Zeichnung war wunderschön. Wieso hast du das getan? ‘‘ ‚‚Das geht euch allen nichts an. ‘‘, sagte sie kalt. ‚‚Und wenn ihr mich jetzt entschuldigt… ich will in den Schlafsaal. ‘‘ Dann stand sie auf und ging. Ihre kalte Stimme versetzte mir ein Stich ins Herz. Es wäre schrecklich wenn sie mich tatsächlich hassen würde… ‚‚Ich frag mich ob wir in den letzten 2 Jahren überhaupt Fortschritte gemacht haben… ‘‘, meinte Fred zweifelnd. Ich war mir auch nicht sicher. Die eiserne Maske die sie sich zur Verteidigung aufgesetzt hat war viel zu stark und kaum durchbrechbar. Ich wusste nicht mal was unter ihrer Augenklappe war… oder was in ihrer Familie so vorging. Ich wusste gar nichts über sie. Nichts. Der Gedanke machte mich nachdenklich doch urplötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. ‚‚Ich bin müde, lass uns morgen weitermachen… ‘‘, sagte Fred, der meinen Gedanken erraten hatte und gähnte dabei ausgiebig. Wir gingen zum Schlafsaal und warteten auf den nächsten Tag.

    Es war mitten in der Nacht als ich aufwachte. Ich konnte schwören dass jemand im Gemeinschaftsraum war. Ohne jemanden aufzuwecken stieg ich in meinem Schlafanzug runter. Das Feuer fackelte noch leicht und das Bild der fetten Dame war geöffnet. Nicht speerangelweit aber man konnte den Spalt unmöglich übersehen. Ich war neugierig und schlüpfte hindurch. Draußen jedoch bemerkte ich dass ich die Karte der Rumtreiber vergessen habe und aus Versehen das Bild schloss. Ich war so ein Idiot. Die fette Dame war nicht da und ich stand im Schlafanzug vor dem Gemeinschaftsraum. Da die Situation hoffnungslos war, machte ich mich auf dem Weg um den Entlaufenden zu suchen. Ich ging eine Weile den Gang entlang doch plötzlich hörte ich ein Fauchen hinter mir. Ich erschrak mich und bemerkte Mrs. Norris, die verdammt Katze von Filch, der sicherlich jederzeit hier auftauchen wird. Ohne die Karte bin ich aufgeschmissen. Aber plötzlich berührte mich eine Hand von hinten. Panik erfasste mich und ich drehte mich um, wobei ich fast fiel. Aber es war nicht Filch. Es war Alice… Alice? Was machte sie nachts in den Gängen? Doch für Fragen blieb keine Zeit. Da kam schon Filch. ‚‚Hab ich euch… ‘‘, gackerte er erfreut. ‚‚Da hol ich gleich doch mal McGonagall… ‘‘ Wie konnte Alice bloß nur so ruhig bleiben? Mit Fred wäre das für mich auch nichts Neues aber ohne ihn war schon was ganz anderes. Und wenige Sekunden später kam auch schon McGonagall die ganz und gar nicht erfreut aussah. ‚‚Mr. Weasley, nicht Sie schon wieder… ‘‘. Sie wollte mir bereits Punkte abziehen da sah sie Alice. ‚‚Oh Miss Scarlet‘‘, sagte sie überrascht. ‚‚Was tun Sie denn da? ‘‘ ‚‚Ich wollte etwas durch die Gänge gehen, so entspanne ich mich etwas. ‘‘, sagte sie vollkommen unberührt. ‚‚Er ist nur meine Begleitung. ‘‘ ‚‚Ich verstehe… wenn es Ihnen hilft, kann ich nichts dagegen sagen. Bitte gehen Sie jedoch wieder rechtzeitig in die Betten. ‘‘, meinte Professor McGonagall streng und ging. Filch eilte ihr hinterher, schaute mich noch giftig an und protestierte auf dem Weg. Erst als sie weg waren, brach Alice die Stille. ‚‚Was tust du hier? Du solltest schlafen. ‘‘ ‚‚Du auch… ‘‘. Ich hoffte sie sah mir meine Verlegenheit nicht an. Langsam drehte sie sich um und ging den Gang entlang. ‚‚Hey… ‘‘, begann ich, jedoch schnitt sie mir den Satz ab. ‚‚Komm mit oder geh zurück. Es ist mir egal. ‘‘ Ich durfte mitkommen… Juhu. Da ich aber nicht ins Bett wollte folgte ich ihr.

    -deine Sicht-

    Dummkopf. Warum ist er mir gefolgt? Egal, McGonagall gab mir die Erlaubnis. Jetzt folgt er mir… solange er nichts verrät, ist alles gut. Ich ging den vertrauten Weg nach draußen und sah vorsichtig nach hinten. Er folgte mir immer noch. Scheinbar wird er nicht mehr verschwinden. Und dann sah hörte ich das Wasser. Das vertraute Wasser des großen Sees. Ich roch bereits die frische Luft drum rum. Egal wie oft ich es sehe, es ist immer faszinierend. Ich liebte diesem Ort. Ich saß mich an den Rand der kleinen Klippe und sog die Luft ein. Es war ein befreiendes Gefühl. Ein Gefühl der Unendlichkeit. ‚‚Hier gehst du also immer hin… zur ‚Entspannung‘… ‘‘, sagte George. Ich hatte ihn schon fast vergessen. ‚‚Ja… es ist mein Lieblingsplatz. Wenn ich ungestört sein will komme ich immer hierher. Hier fühle ich mich frei und glücklich. Hier kann ich meine Gedanken freien Lauf lassen. ‘‘ ‚‚Was hast du eigentlich unter deiner Augenklappe? ‘‘, fragte er. Plötzlich fühlte ich mich nicht mehr frei. Ich fühlte mich erdrückt, meine Kehle war zugeschnürt. ‚‚Willst du es wirklich wissen? ‘‘, fragte ich leise. Meine Stimme war heiser. ‚‚Nein nein, wenn du es nicht willst dann musst du es mir auch nicht sagen… ‘‘, stritt er sofort ab. Amüsant. Ich stand auf, drehte mich mit einem fast unmerkbaren Lächeln um, ging zu ihm, und sah ihm direkt in die Augen. Mein Körper beugte sich etwas vor, ich verschränkte meine Hände hinter dem Rücken und stellte mich auf meine Fußspitzen. Er war größer als ich. Mein Gesicht berührte fast seines. Selbst in dem schwachen Mondlicht konnte ich seine warmen braunen Augen deutlich sehen. ‚‚Dann sag ich es dir auch nicht. ‘‘, erwiderte ich. Dann ging ich schnurstracks an ihn vorbei und grübelte den ganzen Weg über bis zum Schlafsaal was ich gerade getan habe.

    -seine Sicht-

    Ich folgte ihr die ganze Zeit über bis zum See. Draußen war es kühl, aber ihr Anblick im Mondschein erwärmte mein Herz. Ihre wunderschönen scharlachroten Haare flogen durch die Luft und ihr weißes Kleid flog auch sachte. Ich wollte sie besser kennenlernen. Sie schien so unerreichbar und ich wollte sie näher kennen. Daher stellte ich ihr die erste Frage die mir einfiel. ‚‚Was hast du eigentlich unter deiner Augenklappe? ‘‘, fragte ich sie. Ich Idiot. ‚‚Willst du es wirklich wissen? ‘‘, fragte sie leise. Verdammt, was hab ich nur gemacht. ‚‚Nein nein, wenn du es nicht willst dann musst du es mir auch nicht sagen… ‘‘, stritt ich hastig ab. Jetzt denkt sie ich wär der letzte Idiot… ich bin so taktlos, dachte ich. Plötzlich stand sie auf, drehte sich um, ging zu mir und beugte sich vor. Ich konnte ihren Atem direkt vor mir spüren. Mein Herz schlug mir fast aus der Brust. Wie konnte sie es nur überhören. Ihr schwarzes Auge schaute mich mit einem Hauch von Neugier an. ‚‚Dann sag ich es dir auch nicht. ‘‘, erwiderte sie. Sie ging schnurstracks an mir vorbei und hinterließ mich vollkommen sprachlos am See. Doch als ich sie am nächsten Morgen ansprechen wollte, war sie so abweisend und kalt wie immer.

    -ein paar Tage später-

    -deine Sicht-

    Der Ball rückte immer näher und es wäre sicherlich keine Überraschung, wenn ich sage, dass er mir total egal war. Und obwohl ich jeden der mich fragte ablehnte, kamen immer mehr. ‚‚Mensch, es muss doch total toll sein… ich meine von überall angefragt zu werden… ‘‘, meinte Ginny als wir die Hausaufgaben machten. Ehrlich gesagt nicht. ‚‚Immerhin wirst du nicht alleine zum Ball gehen. ‘‘ Ich musste etwas schmunzeln. Ginny meinte das ernst. Plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung kam eine Papierkugel auf mich zugeflogen. Ich sah auf und es war, wie erwartet, George. Ich schaute ihn gelangweilt zu während er mich fragte ob ich mit ihm zum Ball ginge. Da ich meinen Aufsatz zu Ende schreiben wollte willigte ich ihm einfach ein. Zu dem Zeitpunkt bemerkte ich gar nicht was für eine naive und unüberlegte Antwort ich gegeben hatte. Mit der Antwort musste ich auf den Ball gehen, was ich jedoch erst durch Ginny erkannte, die mich darauf aufmerksam gemacht hat. ‚‚Was hast du dir nur dabei gedacht? ‘‘, lachte sie. Ich bin in den leeren Gemeinschaftsraum zurückgekehrt nachdem ich den Aufsatz Snape gegeben habe. Ich wollte zeichnen, aber meine Hand zitterte. Ich hatte Angst. Ich bracht keine ordentliche Linie auf das Papier. Ich wollte nicht zum Ball. Ich wollte mich einfach in Ruhe gelassen werden. Der Abend wäre perfekt gewesen um allein zu sein. Ich war so ein Dummkopf. ‚‚Hat dich jemand gefragt? ‘‘, fragte ich Ginny. Leider verstand Ginny es falsch. Sie dachte ich würde mich interessieren… dabei hatte ich nur Angst alleine zu sein. Schon wieder. Erfreut über meiner Nachfrage meinte sie: ‚‚Ja Neville hatte mich vorhin auf dem Weg hierher gefragt. ‘‘ ‚‚Gut… ‘‘ ‚‚Du hast Angst alleine zu sein stimmt‘s? ‘‘, fragte sie mich. Ich schwieg. ‚‚Lass uns am Wochenende zusammen ein Kleid kaufen! Dann kann ich dich auch endlich besser kennenlernen! ‘‘ Ginny war wirklich erfreut. Ich wollte sie nicht verletzten und willigte leider schon wieder ein.

    -am Ballabend-

    ‚‚Du siehst toll aus… ‘‘, hauchte Ginny. Nein Ginny, ich sah lächerlich aus. Ich trug ein rotes Trägerkleid, das mir knapp über die Knie ging und dessen oberer Teil mit durchsichtigem schwarzem Samt im Blumenmuster überzogen wurde. Um die Hüfte war eine rote Schleife mit langem Band, dass mir zu den Waden reichte gebunden. Ich trug ein schwarzes Rüschenarmband, das durch eine dünne Kette mit dem dunkelgoldfarbenen Ring mit einem roten Edelstein angebunden war. Ginny wollte als Augenklappenersatz eine rosenähnliche Kopfbedeckung nutzen, aber ich bestand auf meine weiße normale. Dafür durfte sie meine Haare machen die sie hochsteckte, aber mehrere Strähnen auf meine Schulter hinunterhängen ließ. Sie sah mich begeistert an und war scheinbar stolz auf ihr Werk, ich jedoch konnte mich nur zweifelnd anschauen. Sie nutzte dafür einen Stab mit Ketten an denen auch Rosen hingen. Mich zu Schminken lehnte ich strikt ab, was eine absolut gute Wahl war. Um Ginny nicht zu kränken, versuchte ich zu lächeln. Und ich war echt nicht gut darin. Mein eigentlich aufmunterndes Lächeln stellte sich wie immer als gezwungen dar, was sie merkte, aber falsch interpretierte. ‚‚Es fehlt etwas… ah! ‘‘. Sie holte Sekunden später ein Halsband hervor welches mit einer roten Rose und einer daran gebundenen Kette verziert war. Widerstandlos ließ ich sie mir anbinden, es hätte sowieso keinen Zweck gehabt. ‚‚Es passt so gut zu deiner Haarfarbe… ‘‘ Ich sah aus wie ein Kleinkind, aber Ginny hatte recht. Die Rose war blutrot, wunderschön. ‚‚Du bist schöner als die Rosen… ‘‘ Oh nein, nicht mal annähernd. ‚‚Es wird Zeit, ‘‘, sagte sie aufgeregt. Ich wünschte mir nichts mehr als einfach zurück in die Schlafsäle zu gehen und mich zu entspannen. Ginny und ich gingen langsam runter, weil die Schuhe mir wehtaten. Sie waren viel zu hoch. Sie öffnete die Tür und wir wurden bereits erwartet. George und Fred sowie Neville, Ron und Harry standen da. Alle trugen einen schwarzen Smoking, außer Ron, der trug ein Kleid. Ich bemerkte die Blicke und ich wurde rot. Ich war immer bemüht darum so unauffällig wie möglich durch die Schule zu wandern, aber jetzt wurde ich zum Gespött. George hielt mir eine Hand hin die ich zögernd annahm. Gemeinsam gingen wir zur großen Halle. Davor zwinkerte mir Ginny noch zu und innerlich verfluchte ich mich, dass ich George zugestimmt hatte.

    -seine Sicht-

    ‚‚Nicht schlecht George, ein ganz schön guter Fang ‘‘, meinte Fred grinsend als er Alice sah. Obwohl sie nicht glücklich aussah. ‚‚Wo ist Angelina? ‘‘, sagte ich um das Thema zu wechseln. ‚‚Siehst du sie? ‘‘ Nein. ‚‚Du guckst wie ein Hauself der grad Kleidung bekommen hat, weiß du das? ‘‘, witzelte Fred schon wieder. Aber anstatt ihm zu antworten, schenkte ich der vollkommen zerstreuten Alice meine volle Beachtung. Sie nahm meine angebotene Hand und wir liefen hinunter zur großen Halle. Ihr Griff wurde immer fester und ich spürte dass sie Angst hatte. Die große Halle war bereits voll und überall standen die Paare, die bereits auf den Eröffnungstanz warteten. Nicht nur beim Tanz, es war und blieb die ganze Zeit so. Nach der Eröffnung verschwand sie und Ich stand vollkommen alleine im Saal.

    -deine Sicht-

    Meine Hände waren schwitzig und die Berührungen der vieler anderer war unangenehm. Dank Ginny klebten meine Haare nicht im Nacken aber ich fühlte mich schmutzig und abscheulich. Nach der Eröffnung ging ich weg, ohne George Bescheid zu sagen. Ich musste an meinen Ort. Ich musste mich beruhigen. Plötzlich griff eine Hand nach mir. Eine kalte Hand packte mich am Mund und drückte mich unsanft an die Wand. Es war Malfoy. ‚‚Na na na was macht denn unser kleines Röslein ganz allein im Korridor? Hierher wird keine kommen, da sei unbesorgt. ‘‘ Sein Griff änderte sich, seine Hand war nicht mehr gegen meinem Mund sondern drückte mein Hände über meinem Kopf an die Wand. Sein Knie drückte gegen mich sodass ich mich nicht wegbewegen kann. Er hob die Arme an der Wand an, sodass ich etwas schwebte. Er erwartete Angst in meinen Augen weshalb er mich fragend ansah. ‚‚Hat das Röslein etwa keine Angst? ‘‘, fragte er mich spöttisch. Er war so erbärmlich. Ich konnte mir kein Lachen unterdrücken, welches er mit einer schnellen Ohrfeige beantwortete. ‚‚Wage es nicht, dich über mich lustig zu machen. ‘‘, sagte er bestimmt in mein Gesicht, das nur wenige Zentimeter von meinem entfernt war. ‚‚Hab Angst. Na los. Worauf wartest du. Schrei. Wein. Keiner wird kommen und dir helfen. ‘‘ ‚‚Wozu? Wieso sollte ich Angst haben? Um dir noch mehr Spaß zu bereiten? Ganz sicher nicht. ‘‘, ich lächelte ihn teuflisch an. Er war einfach viel zu lächerlich um vor ihm Angst zu haben. ‚‚Na los‘‘, sagte ich mit einem erschreckendem Ernst in der Stimme. ‚‚Tu was du nicht lassen kannst. Es macht keinen Unterschied für mich. ‘‘ Seine Wut lag deutlich im Korridor. Und gerade als für ihn der echt Spaß begann, ließ er mich plötzlich los und flog im hohen Bogen davon. Ruckartig sah ich neben mir. Es war George. Doch er konnte nichts sagen, da jagte Malfoy ihm schon einen Zauber entgegen der ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Schnell packte Malfoy mich und zeigte mit dem Zauberstab auf mich. ‚‚Ein Schritt… und die Kleine wird für dich bestraft werden. ‘‘ Anhand seiner Stimme hörte ich dass er es genoss. George sah uns mit einer Mischung aus Verzweiflung und Wut an. Und ich hatte die Schnauze voll. Dieses Arschloch sollte bezahlen. Kalte Wut durchströmte mich und ich trat mit meinem Schuh mit den Absätzen auf seinen. Er schrie auf, lockerte den Griff und ich schlug mit meinem Ellbogen gegen seinen Magen. Er beugte sich vor und ich packte ihn an der Schulter um ihn zweimal das Knie ins Gesicht zu schmettern (ATK lässt grüßen, Grüße an meinen Trainer Martin:‘D) . Schnell griff ich ihn an der Kehle und stieß sein Gesicht gegen die Wand. Sein Gesicht war voll mit seinem Blut was aus seiner Nase strömte. ‚‚Mir war es absolut egal was du mit mir anstellen wolltest, aber dass du jemanden verletzten wolltest… dass du jemanden durch mich verletzten wolltest, werde ich dir niemals verzeihen und ich hoffe du hast dir das ein für alle Mal eingeprägt. Draco Malfoy. ‘‘ Die Worte sprach ich in der größten Verachtung, die ich je gespürt hatte. Seinen Zauberstab umklammerte er immer noch. ‚‚Wenn mein Vater das erfährt wird, bringt er dich um. ‘‘, schrie er uns entgegen. Ich beachtete ich nicht mehr länger und ging regungslos weiter zur Klippe am See. Den Schmerz in den Füßen spürte ich kaum noch, trotzdem zog ich die Schuhe aus. Mit nackten Füßen saß ich mich an die Klippe und ließ meine Füße baumeln. George gesellte sich zu mir. ‚‚Das war krass… ‘‘, sagte er. Wir schwiegen. Dann beschloss ich ihm zu vertrauen. Er war anders. Er wollte mir helfen. ‚‚Willst du noch wissen was hinter meine Augenklappe ist? ‘‘, fragte ich ihn. Er war überrascht, trotzdem antwortete er mit einem Ja. Zitternd entfernte ich die Bänder an meinem Ohr und nahm die Klappe ab. Der Wind streicht mir sanft über das geschlossene Auge. Ich atmete tief durch und offenbarte meinem Gegenüber mein großes Geheimnis.

    -seine Sicht-

    Sie war beängstigend. Die Art wie sie Malfoy förmlich vernichtet hat, war unglaublich. Langsam bewegte sie sich in Richtung See. Ich folgte ihr unauffällig. Sie saß sich hin und ich fragte mich ob ihr nicht kalt wäre. ‚‚Das war krass… ‘‘, sagte ich zu ihr und saß mich neben ihr hin. Wir schwiegen. Wie saßen nur da bis sie begann etwas zu sagen. ‚‚Willst du noch wissen was hinter meine Augenklappe ist? ‘‘ Ich war überrascht und kaum fähig etwas zu sagen. ‚‚J-ja ‘‘, sagte ich und sah sie gebannt an. Sanft entfernte sie die Bänder an den Ohren. Dann öffnete sie das Auge. Es war grün. Ausdruckslos. Leer. ‚‚Was… ‘‘ ‚‚Es ist ein Glasauge. Das erste Mal als du mir begegnet bist im Krankenflügel… da hat Madam Pomfrey das davor entzündete, kaputte und entstellte entnommen und mir das Auge einer Puppe gegeben. Es ist grün… wie meine Mutter. Ich wollte kein magisches… Stell dir vor, ich mit einem Auge wie bei Moody. Außerdem hätte ich es nie ausgehalten, mit dermaßen viel Magie auf einmal. ‘‘ Sie lachte leise, aber ihre Stimme zitterte. Ich wagte es nicht mich zu bewegen. Ausdruckslos fährt sie fort während sie auf den See starrt. ‚‚Meine Mutter war eine Zauberin. Eine sehr schwache Zauberin aufgrund ihrer Krankheit. Sie wurde als Kind durch Drachenpocken angesteckt und obwohl die sie äußerlich keinerlei Probleme hatte blieb das Immunsystem geschwächt. Sagen wir mal sie war dem Tode näher als dem Leben… trotz alldem ging sie zur Schule und heiratete einen Muggel. Als ich nur 9 Monate alt war, zeigten sich meine starken magischen Symptome. Meine Mutter erzählte meinem Vater von ihrer Magie, in Hoffnung, dass er es verstehen würde. Aber er… hatte meine Mutter nur fertig gemacht. Beschimpft. Geschlagen. Aber sie musste bleiben. Durch ihre Schwäche fand sie keine Arbeit und als sie wieder in St. Mungo war, erpresste er sie mit mir. Sollte sie weglaufen, würde er mich quälen und töten. Sie kam zurück, musste aber öfters wieder eingeliefert werden. Er war immer betrunken und schlug uns. Und dann eines Tages als ich 9 war… da geschah es. ‘‘ Gedankenverloren strich sie sich über ihr Auge. ‚‚Ich ertrug es nicht mehr. Ich wollte meine Mutter beschützen. Ich warf mich vor ihr, ertrug Schläge. Aber er war nicht an mir interessiert. Er nahm ein Taschenmesser und… stach nach meinem Auge. Er verunstaltete es. Er zerstörte es. Er nahm es mir weg. Meine Mutter brachte mich nicht zu St. Mungo weil er drohte mich zu töten falls sie dies wage. Das verlorene Auge sollte ihr eine Lektion sein. Da es nie verheilte konnte es immer zu starken Entzündungen kommen. Vor allem weil ich sehr oft weinte. Ich wurde oft krank. Ich wollte es verdecken und deswegen habe ich diese Augenklappe. Sie hilft mir. Dann kam der Hogwarts Brief. Er erlaubte es mir nicht aber meine Mutter brachte mich hierhin. Als ich in den Sommerferien zurückkam war meine Mutter im Krankenhaus. Fast tot. Er wollte nicht, dass ich nach Hogwarts ging. Diesmal drohte er mir. Doch meine Mutter brachte mich immer noch zum Bahnhof… und dann… kam der Heuler… ‘‘ Sie schluckte. ‚‚Und ich erfuhr es. Sie war tot… und er ist verschollen. Wahrscheinlich auch tot. Meine Mutter hatte wunderschöne grüne Augen. Ich wollte nicht diese kalten schwarzen Augen… von ihm. Nie wollte ich sie. Danach weinte ich nie wieder mehr. Nie wieder. ‘‘ Stille. Niemand sprach. Das Schweigen war erdrückend. ‚‚Ich traue mich nicht. Ich traue mich nicht, mich mit anderen anzufreunden. Ich habe Angst sie werden gegen mich genutzt. Ich will nicht, dass irgendjemand wegen mir verletzt wird. ‘‘ Ihre Stimme geriet außer Kontrolle. ‚‚Ich habe so Angst. Ich schaffe das nicht. Aber ich muss selbst damit fertig werden. So Angst… Angst vor mir selbst…‘‘ Sie wurde leiser. Sie zog ihre Beine an und begrub ihren Kopf in ihren Armen. Auf einmal war sie wieder das kleine Mädchen dass ich damals im Hogwarts Express gesehen habe, das zerbrechlich und friedlich schlafende Mädchen. ‚‚Angst zu haben ist natürlich… ‘‘, sagte ich leise. Mein Mund war trocken. ‚‚Aber du kannst deine Angst nicht alleine bewältigen. Du brauchst Hilfe. So viele Hände strecken nach dir. Nimm eine. Sie sind wichtig. Du bist ihnen nicht egal, sie wollen dir helfen, dir näherkommen und verhindern, dass du dich selbst ins Verderben stürzt. ‘‘ Ich wurde leicht aufgeregt, meine Stimme hob und senkte sich. Ich sah in ihre Augen. ‚‚Alice… du bist nicht alleine. ‘‘ Der Wind bläst ihr die Haare aus dem Gesicht, sie streckt die Hand langsam nach mir aus und fiel mir in die Arme, während sie ihren Tränen freien Lauf ließ. Und aus der Ferne hörte man das Heulen des Windes, wie ein heulender Werwolf, als ob er mit ihr mitweint.

    Am nächsten Tag schaffte sie es mal wieder sich nichts anmerken zu lassen. Doch irgendetwas hat sich verändert. Sie begrüßte mich morgens mit einem zaghaften Lächeln und sagte leise: ‚‚Morgen. ‘‘

    -5.Jahr-

    -deine Sicht-

    Es war mittlerweile bereits das fünfte Jahr von mir. Die letzten Ferien verbrachte ich mit George und seiner Familie. Sie war sehr nett und ich hatte mich wie in einer Familie gefühlt. Es war so schön. Und nun kehrten wir wieder zurück nach Hogwarts. Wir saßen bereits im Zug und warteten darauf dass er losfuhr. Damals war ich immer alleine. Aber jetzt saß ich mit Fred, George und Ginny in einem Abteil. Es war ein schönes Gefühl.

    -kleiner Zeitsprung-

    -deine Sicht-

    Wir saßen bzw. standen in Umbridges Büro. Die DA ist aufgeflogen. ‚‚Nun Mr. Potter… da ich Sie nicht zum Reden bekomme… muss ich wohl härtere Maßnahmen ergreifen. Ich werde am besten ihre Freunde nutzen um… Sie weich zu kriegen. ‘‘ Hass bildete sich tief in mir. Tiefe Wut. Ich wehrte mich aber Malfoys Griff war stark. Er ließ mich nicht los. Vor allem nicht nachdem Vorfall vor einem Jahr. Er wollte dass ich dafür bezahle. ‚‚Am besten ich nehme hierbei die Ungezogensten… ‘‘ Sie sah in die Runde und sagte zuckersüß: ‚‚Mr. und Mr. Weasley scheinen mir perfekt. ‘‘ Meine Hand wurde zu einer Faust. ‚‚Der Jüngere zuerst… ‘‘ Das war George. Ihre Stimme war bedrohlich und sie schien es kaum zu erwarten. ‚‚NEIN! ‘‘, rief Ginny und Harry sah leichenblass aus. ‚‚Schweigen Sie! Nun es gibt kein Zurück mehr… ‘‘ Sie ergriff ihren Zauberstab und verwandelte ihn in eine schwarze Peitsche. George sah relativ gelassen aus… dafür dass er gleich ausgepeitscht wurde… Umbridge hob die Peitsche und bereitete sich darauf vor zuzuschlagen. Ihr genüsslicher Blick reichte um mich in unkontrollierbare Wut zu versetzen. Ich schlug meinen Ellbogen unerwartete in Malfoys Brust. Er stöhnte auf und ich konnte seinen Kopf packen und über mich schleudern. Ich nahm mir seinen Zauberstab und schrie ‚‚STUPOR! ‘‘. Umbridge reagiert schnell mit einem Schutzzauber und schaute mich wütend an. Meine Hand zitterte. Ich würde nicht zulassen dass sie ihn verletzt. Auf keinen Fall. ‚‚Zauberstab fallen lassen. ‘‘, sagte sie gelassen. ‚‚Sofort. Oder er wird auch für dich die Bestrafung hinnehmen. ‘‘ Ich zuckte zusammen. ‚‚Hör auf Alice… ‘‘, sagte George schwach. ‚‚Schweig! ‘‘, kreischte Umbridge. ‚‚Zauberstab fallen lassen! ‘‘ Langsam ging ich zu Umbridge deren Entschlossenheit immer zunimmt. Ich zitterte vor Angst. Langsam ging ich zum Tisch und legte den Zauberstab ab. Ich ging zum Umbridge, die mich wutentbrannt ansah. ‚‚Was treibst du da für ein Spiel? ‘‘ Ich stellte mich zwischen Umbridge und George. Ich spürte die Blicke die auf mich ruhten. ‚‚Na los. Worauf warten Sie? ‘‘, sagte ich ruhig, entschlossen und provozierend. Ich schloss meine Augen und wartete. ‚‚CRUCIO! ‘‘, rief sie. Das hatte ich nicht erwartet. Gellender Schmerz durchbohrte mich. Ich schrie und fiel in die Knie, auf den Boden. ‚‚Nein! Das dürfen Sie nicht! ‘‘, schrie Ginny. Sie weinte. ‚‚Das ist illegal! ‘‘, rief nun auch Hermine verzweifelt. Sie wollten sich befreien, wurden aber vom Inquisitionskommando festgehalten. Ich krümmte mich auf dem Boden und schrie vor Schmerz. Es war als würden alle meine Knochen brechen. ‚‚Sie wollten es nicht anders… ‘‘, säuselte Umbridge. ‚‚Crucio!‘‘ Ich lag bereits auf dem Rücken und schrie mir die Seele aus dem Leib. Ich sah zur Decke und hoffte, dass es so schnell wie möglich vorbeiging. Ich hörte nur mich, was in meiner Umgebung passierte habe ich nicht wahrgenommen. Tränen rannen mir zur Schläfe hin. Meine Hand zuckte unaufhörlich, es war unerträglich. Und obwohl Umbridge aufgehört hatte, spürte ich noch die Nachwirkungen des Cruciatus-Fluches. Ich sah Snape wie er reinkam und mich unangerührt ansah. Hermine schrie, Harry solle es ihr sagen oder sie würde es verraten. Umbridge verließ den Raum mit den beiden und ich wurde wimmernd und weinend in den Krankenflügel gebracht. Ich hatte das Gefühl, dass die Narbe auf meinem Handrücken wieder aufzuplatzen drohte.

    -seine Sicht-

    ‚‚CRUCIO! ‘‘, schrie Umbridge. Sie schrie auf vor Schmerzen und fiel auf die Knie. Überall von den Richtungen kamen Proteste. Ich selbst aber war stumm vor Schreck. Sie lag auf dem Rücken und schrie sich die Lunge aus dem Hals. Umbridge stand über ihr und sah sie triumphierend an während sie weiterhin mit dem Zauberstab auf sie deutete. ‚‚Das sollte fürs erste genügen… ‘‘, säuselte sie triumphierend. Dann verschwand sie mit ihrem Kommando. Dabei sah Malfoy schadenfreudig auf sie herab und verschwand. Durch den Schock hatte ich kaum Kraft in den Armen, weshalb Ginny und Fred mir geholfen hatten sie in den Krankenflügel zu bringen. Ginny weinte und Fred sah genauso entsetzt aus wie ich. Im Krankenflügel half uns Madam Pomfrey, die uns mit Fragen durchlöcherte. Sie versetzte Alice mit irgendeinem Schlaf- und Beruhigungsmittel in einen komaartigen Zustand in dem sie mindestens 20 Stunden geschlafen hat. Dabei sah sie immer noch extrem blass aus und das einzige was sie noch von der weißen Bettdecke unterschied waren ihre unmenschlich schönen roten Haare. Ich saß die ganze Zeit über bei ihr. Ab und zu leistete mir Fred oder Ginny die Gesellschaft, aber auch sie gingen wieder in Schlafsäle zurück. Selbst Madam Pomfrey verließ uns kurz vor Mitternacht. Sie müsse von selbst wieder aufwachen, sagte Madam Pomfrey kurz bevor sie ging. Somit konnte ich nur nutzlos neben ihr sitzen und hoffen dass sie so schnell wie möglich aufwachte. Ich war müde und es war bereits sehr spät. Der Vollmond schien auf ihr Bett und beleuchtete ihr zartes, lebloses und blasses Gesicht. Mein Körper stand ganz von sich selbst auf. Ich ging langsam und betäubt zu ihr und sah sie von der Nähe aus an. Meine Hände stemmten sich beide auf der jeweils anderen Seite ihres Kopfes. Mein Gesicht war nur noch wenige Zentimeter von ihrem entfernt. Ich atmete schwer. Das einzige Mal dass wir in der Situation waren, war vor einem Jahr. Ich fragte mich ob sie sich daran erinnert. Und dann, langsam und vorsichtig berührten meine Lippen ihre. Sie waren kalt und weich und ich schloss meine Augen. Für eine Zeit lang verweilte ich in dieser Position. Es war angenehm. Erst dann realisierte ich was ich da tat. Ich küsste sie während sie schlief. Während sie bewusstlos war. Während sie wehrlos da lag. Ich nahm meine Lippen von ihren und öffnete meine Augen. Ich dachte ich könnte die Sache einfach ungeschehen machen, wenn ich von ihr abrückte und nie mehr ein Wort darüber verliere. Aber stattdessen sah ich plötzlich in ihre geöffneten Augen. Ihr schwarzes und ihr grünes. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, mein Puls raste, ich wurde rot. Doch anstatt mich vorwurfsvoll anzusehen oder zu schlagen (was ich erwartete), lächelte sie mir warm zu. Diesmal hob sie bestimmt, aber mühsam ihre Arme hoch und schlang sie langsam um meinen Hals. Schwach zog sie mich zu sich herunter und küsste mich noch einmal. Sanft und liebevoll. Nicht fordernd. Es war eine lange, zarte Berührung unserer Lippen. ‚‚Bitte. Bleib bei mir. ‘‘, flüsterte sie. Und ich blieb. Die ganze Zeit über.

    -wenige Tage später-

    -deine Sicht-

    Na dem Vorfall im Krankenflügel waren wir zusammen. Es war einfach diese Berührung die dazu geführt hat. Im Gegensatz zu ihm zeigte ich die Veränderung nicht besonders gern. Ich genoss seine Berührungen, aber ich hatte immer das Gefühl Ginny und die anderen würden mich die ganze Zeit anstarren, was echt unbehagliche Gefühle in mir auslöste. Die Nachwirkungen des Cruciatus-Fluches waren schrecklich und ich bekam von überall bemitleidende Blicke, vor allem von Neville. Außer von Malfoy. Der schaute mich immer schadenfreudig an, was ich meist mit einem müden Lächeln beantwortete. Das wollte selbst ich ihm nicht gönnen. Ein paar Wochen später veranstalteten George und Fred ein schönes Feuerwerk. Da ich davon wusste half ich ihnen bei der Produktion des Sprengstoffes. George war etwas beschämt darüber dass er mich alleine lassen würde, aber ich hatte ja noch Ginny. Ich warf ihm nichts vor, ich verstand ihn wie er mich damals verstanden hatte. Etwas traurig war ich schon, aber ich versuchte mir nichts anzumerken. Es war schließlich etwas Großes für die beiden.

    -große Schlacht von Hogwarts-

    -deine Sicht-

    Ich sah nach hinten und bemerkte die Mitglieder des Ordens. Snape ist gerade nach Harrys und Professor McGonagalls Aktion aus dem Fenster gesprungen. Den einzigen, den ich sah war George. Sein halbes Ohr ab, weswegen seine Mutter im Fuchsbau mich angesprungen hatte vor Sorge. Und er lebte. Das war das Wichtigste. Ich wollte gerade zu ihm laufen, da ertönte Voldemorts Stimme. Seine hohe, kalte, widerliche Stimme. ‚‚Bringt mir Harry Potter und ich werde keinen weiteren töten. ‘‘, zischte er. Es war vollkommen still und da erschallte die schrille Stimme von Pansy Parkinson. ‚‚Da ist Potter! Na los, worauf wartet ihr, fangt ihn! ‘‘. Nur Sekunden später nachdem diese Worte ausgesprochen wurden, ging Ginny zu Harry, dann Luna, Cho und auch ich, den Rücken Harry gewandt, entgegen den Slytherins. Der Moment war entscheidend, die Slytherins wurden weggebracht und plötzlich stand George hinter mir und umarmte mich fest. Er drehte mich um und sah mir ins Gesicht. Dabei entdeckte er meine Wunde im Gesicht die vom linken Glasauge, worüber eine Augenklappe gedeckt war, schräg bis zum Ohr führte. ‚‚Was ist da passiert? Wer war das? ‘‘, fragte er mich entgeistert während er darüberstrich. ‚‚Die Carrows. Es passierte als ich mich geweigert habe den Cruciatus-Fluch an Erstklässlern auszuprobieren… Alecto hat mit einem Messer danach geschnitten. Professor McGonagall hatte mich daraus geholt. ‘‘, sagte ich, zwang mich zu einem schiefen Grinsen und zeigte auf das Ende der Wunde. ‚‚Ist nicht so schlimm, tut nicht weh. ‘‘ Er küsste mich vorsichtig und ich erwiderte ihn. Er war intensiver und ich fühlte in seinen Armen mich geborgen. ‚‚Vielleicht solltet ihr es lieber vertagen, eure Knutscherei. ‘‘, sagte Fred, der plötzlich neben mir stand. Ich sah ihn etwas belustigt an sodass er es kaum merkte und folgte ihn mit George.

    ‚‚Nein…nein…Fred… ‘‘. Percy schüttelte Fred durch, dessen Augen starr, ohne zu sehen in die Richtung Decke blickte. Trauer vermischt mit Wut und Rachelust packte mich. Fred, der der in den Jahren immer versucht hatte mich zum Lachen zu bringen, der der mich oft zur Weißglut gebracht hatte, war tot. Er lag reglos zwischen den Trümmern. Unsere weinenden Gesichter über ihm gebeugt.



    -Zukunft-

    Ich streiche mir vorsichtig über mein linkes Auge und über der Narbe die mir damals Alecto Carrow zugefügt hatte und sah in den Spiegel. Meine langen hoch gebundenen roten Haare hingen mit hinten am Rücken. Alles ist so wie vor 21 Jahren. Als ich in meinem kleinem Zimmer stand. Oben hier in der Wohnung ist es ruhig. Der Laden ist heute geschlossen, da es der erste September ist. ‚‚Mama! ‘‘, rufen zwei Stimme, dessen Ursprung augenblicklich reingestürmt kommt. ‚‚Wir gehen gleich Fred, leg das Bild hin Rachel. ‘‘, tadele ich sanft. ‚‚Euer Vater muss sich noch fertig machen. ‘‘ ‚‚Ich bin fertig ‘‘, sagt eine neue Stimme an der Tür, die sich als George herausstellt. ‚‚Beeilen wir uns, sonst kommen unsere Zwillinge schon am erstem Tag zu spät‘‘, lacht er und zwinkert mir leicht zu. Unfreiwillig versetze ich mich zurück in die Zeit in der ich in Hogwarts gewesen bin und muss auch unbewusst lächeln. ‚‚Ja. Lass uns gehen. ‘‘



    Beruf: erfindet Dinge für den Scherzartikelladen

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